Kein Mitleid, mein Kind, mit den Kuffār
كفّار
Kuffār:
Nichtmuslime
Kein Mitleid, mein Kind,
mit den Kuffār
Dschihad islampädagogisch: Die
Tötungshemmung abtrainieren
Jacques Auvergne, 2. Mai 2008
Sehr geehrter Azad,
vielen Dank für Ihre heute verfassten freundlichen Worte und klugen Gedanken zum Anschlag im Sommer 2007 gegen die Jesiden im Nordirak. Aus dem Südirak hört man in diesen Wochen schlimme Nachrichten, Stadtteile von Basra etwa haben Bürgerkrieg und gerade gegen irakische Christen und überhaupt gegen alle Frauen ist ein anonymer, radikalislamischer und bestalischer Terror im Gange.
Von Zeit zu Zeit müssen auch anständige Menschen über das Grauen reden und schreiben. Es ist falsch und barbarisch, Lastwagen mit Sprengstoff zu beladen und als ‘rollende Bomben’ in Dörfer von Nichtmuslimen fahren zu lassen um dort möglichst viele Menschen zu töten. Eine Kultur, die so ein Verhalten erwünscht oder auch nur billigt verdient den Namen Zivilisation nicht. Der aufwändig vorbereitete Terrorangriff geschah im Namen der Religion des Islam und im Namen des Gottes Allah. Damit jedoch haben mindestens die Nichtmuslime ein Problem. So zumindest sollten sie es erkennen.
Die Jesiden, kurdisch Êzidîtî sind im Laufe der Jahrhunderte zwangsweise islamisiert und damit in vielen Gebieten mindestens kulturell vernichtet worden und nicht selten physisch ausgerottet, das heißt ermordet oder vertrieben. Die Unterdrückung gegen die Jesiden geschah und geschieht immer wieder auch im für den baldigen EU-Beitritt gehandelten Wunschkandidaten Türkei. Noch die heutigen Jesiden repräsentieren die alte, vorislamische Kultur und Religion der zahlreichen kurdischen Stämme. Am 14. August 2007 erfolgten zeitgleich vier Bombenangriffe auf die ausschließlich von Jesiden bewohnten Siedlungen El Khatanijah und El Adnanija. Der Terrorangriff forderte mehr als fünfhundert Todesopfer.
Vielleicht, sagen manche, war der kriegerische Angriff vom 14. August 2007 nicht islamisch sondern nur menschenverachtend. Andererseits, wenn dieser moderne Terrorismus doch islamisch wäre, dann wäre auch der gesamte Islam (bislang, derzeit, vorläufig) menschenverachtend. Nun, der Islam bejaht den militärischen Kampf theologisch, auch wenn ich hoffe, dass sich die Mehrheit der in Europa eingewanderten Menschen muslimischer Religion sich der militanten Auffassung von Islam NICHT anschließt. Meine Hoffnung ist allerdings etwas lächerlich. Was sagen unsere Islamverbände und Moscheegemeinden zum 14. August 2007?
Europas Muslime zucken überfordert mit den Schultern. Wenige grinsen hämisch. Andere murmeln von Kismet und „es steht geschrieben“, es sei Allahs Wille, an dem du, so du guter Muslim bist, doch wohl keinen Zweifel hast, denn andernfalls müssten wir dich des Abfallens vom Glauben bezichtigen und der Beleidigung der Religion. Nach diesem Muster geht die Mehrheit der Muslime weltweit wie auch in Europa mit dem islamischen Terrorismus um. Kein Wunder, dass bei einer derartigen umfassend fehlenden Empathie nichtmuslimischen Opfern gegenüber an einem Aufarbeiten des Völkermordes an den kleinasiatischen Armeniern kein gesteigertes Interesse besteht. Doch es sei ein muslimisches Opfer zu beklagen – und die Umma heult wehklagend auf. Wahrscheinlich „fühlt“ man das irgendwann wirklich so und ist nicht nur Kaltschnäuzigkeit und Hass im Spiel, wenn man in den islamischen Kollektiven sozialisiert worden ist und von ihnen überwacht wird und nur in ihnen soziales Ansehen erlangen kann. Ohne Stamm bist du nichts, deshalb schrei nur laut „Allah ist groß!“ Schrei und bete um dein Leben!
Aus der Sicht eines durchschnittlichen Muslims sind alle Jesiden selbstverständlich „Ungläubige“, eine zum Aussterben vorgesehene, sittlich minderwertige Lebensform. Die Kopten oder Aramäer, die Jesiden oder Mandäer werden wissen, was es heißt, „Ungläubiger“ zu sein: Da wird die horizontale Segregation des Nebeneinanders jeder Parallelgesellschaft sehr bald zur koranisch vorgezeichneten vertikalen, hierarchischen Ordnung der Dhimma islamischer Dominanzkultur. Der Nichtmuslim soll beherrscht werden, allerlei Diskriminierung wird alltäglich, erpresstes Schutzgeld islamischer Kopfsteuer (Dschizya) ist Usus und das Entführen und Zwangsislamisieren von Dhimmi-Mädchen kommt vor. Gab es Vergleichbares im Christentum?
Theologisch begründbar nicht, anders als im Islam. Das Vernichten einer Kultur kam allerdings ausnahmsweise vor, von den Pogromen gegen Juden am Mittel- und Oberrhein und vom Aufruf zum Morden an den Katharern Südfrankreichs über die Vernichtung der indianischen Kulturen Süd- und Mittelamerikas bis zu den Massakern gegen Waldenser und Hugenotten. Der Wahn der Hexenverbrennung stellt ebenfalls einen solche Entartung christlichen Handelns dar. Und heute?
Nur sehr selten, gottseidank, vermitteln christlich begeisterte Lehrer den ihnen anvertrauten Zöglingen, die ungläubigen „Heiden“ würden ewig in der Hölle schmoren.
Der Islam hat es da gewissermaßen schwerer. Die kranke Doktrin von der „wirklichen“ erwarteten Hölle spukt durch wohl alle europäischen Koranschulen und Moscheen, jedenfalls hat sich, man möge mich gerne berichtigen, noch kein Koranlehrer oder Imam von der „Realität“ der höllischen Folter und Qual distanziert. Nahezu alle Muslime kuschen, niemand traut sich, von den mutigen Ex-Muslimen abgesehen, derartigen archaischen Schwachsinn in Frage zu stellen. Auch hier bitten wir um hörbaren Widerspruch. Wir hören … nichts.
Derzeit jedenfalls liegt noch ein gewaltiger Unterschied zwischen „Christentum“ und „Umma“. In einem schwungvollen bekannten Weihnachtslied lautet es „Freue dich, o Christenheit“, da ist von „In die Hölle mit dir, Ungläubiger!“ oder „Erzittere, Heidenvolk!“ nicht die Rede. Der Islam befleißigt sich wesentlich anderer, vormoderner Sprachbilder, die den Koranschüler oder Moscheebesucher an der demokratisch postulierten Gleichheit aller Menschen zweifeln lassen.
Die Seele des Menschen hat aggressive Anteile und der Islam gestattet es (Männern) „besser“ als andere Religionen, „die Sau raus zu lassen“, pardon, dem Sadismus freien Lauf zu lassen. Die gewalttätige Kindererziehung tut ihr Übriges, dazu dann noch etwas islamischer Judenhass und islamischer Homosexuellenhass in der Koranschule oder Moschee und wir müssen uns über die jungen Männer nicht wundern, die für den Gott Allah Kofferbomben in Nahverkehrszügen im Kölner Hauptbahnhof deponieren wollen oder die, teilweise als frisch zum Islam konvertierte Ex-Christen, noch sehr viel mehr zerstörerische Sprengsätze im sauerländischen Oberschledorn herstellen.
Wie brutal der militärische Islam auch immer gewesen ist und wie terroristisch oder kriminell er sein wird, der stehlende, erpressende, vergewaltigende und mordende Dschihad ist seit den Tagen des Propheten Mohammed ein wahrhaft „integrativer“ Bestandteil des Islam. Doch unsere Politiker sind zu feige, das offen anzusprechen. Oder sie haben Schuldkomplexe für die Kolonialzeit des 19. Jahrhunderts oder für die Ära der Militärdiktaturen von Mussolini, Hitler und Franco. Schuldkomplexe sind da allerdings auch etwas Hochwillkommenes, man kommt sich „humanistisch“ oder „altruistisch“ oder „links“ oder „christlich“ vor – und politische Wiederwahl wie persönliche Karriere sind gesichert.
„Wer zuerst M sagt, hat verloren!“
In Nordrhein-Westfalen scheint die politische Kaste folgendes Spiel zu spielen, alle Damen und Herren in Stadträten, Parteien, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden machen wortlos mit: „Wer zuerst M sagt, hat verloren!“ Wobei ich mit „M“ nichts anderes als M wie Muslim oder m wie muslimisch meine. Damit will ich sagen, dass jede Silbe an Islamkritik bereits heute deine oder meine Karriere gefährdet. In nahezu jeder Straße der Innenstadt sind uns seit zehn Jahren zwangsverheiratete zwölf- bis fünfzehnjährige türkische Mädchen bekannt und die Zahl der nach 2000 erbauten eher illegalen als halblegalen Moscheen, darunter einige sehr radikale Gemeinden, möchte offensichtlich schon niemand mehr auch nur in Erfahrung bringen. Es gäbe also Anlass zur Kritik, zur Verbesserung, zur Bildung, zur echten Integration.
Doch man lässt die Radikalen gewähren, die die Mauern der Parallelgesellschaft höher und höher bauen wollen, die Muslimbrüder und die Milli-Görüş-Leute, die Wahhabiten und Salafisten. Die ersten Konvertitinnen in derselben Stadt legen sich schwarzen, blickdichten Stoff auf Nase und Mund und nennen diesen zum schwarzen Tschador oder Çarşaf getragenen Gesichtsschleier, arabisch Niqab, türkisch Peçe genannt, ihr „Recht“. Dass sie mit diesem „Recht“ dabei die weltweiten, die universellen Frauenrechte mit Füßen treten ist diesen salafistischen Neo-Muslimas wohl nicht immer genau bewusst. Die legalistischen Drahtzieher aber wissen und wollen, dass das sukzessiv durchzusetzende Recht Allahs die Menschenrechte und den Rechtsstaat mehr und mehr beschädigen soll.
Am 14. August 2007. Ein radikaler islamischer Auftakt zu der von al-Qaida fraglos erwünschten Ausrottung der kurdischen Jesiden? Das Attentat jedenfalls geht auf das Konto von Gruppen, die Osama bin Laden und al-Qaida nahe stehen.
Wer Muslim ist und zugleich Sympathisant von solchen Extremisten und Fanatikern, der sollte seine Meinung überdenken und mit zwei oder drei lebenserfahrenen Imamen oder islamischen Gelehrten reden. Besser natürlich mit säkularen Psychologen, da aber trauen sich unsere „Helden“ ja nicht hin. Ich hoffe, auch diese islamischen Funktionsträger empfehlen dann, den terroristischen Dschihad abzulehnen und empfehlen irgendwann, sich auch als Muslim mit der ‘gar nicht gottbefohlenen’ Demokratie zu versöhnen. Aber ich kann nicht sicher sein. Denn auch unter den in Europa aktiven Imamen waren und sind zu viele Christenhasser (Dhimma), zu viele hirnlose Kriecher (Sunna) und zu viele militante „Gemeinwesenarbeiter“ (Kalifat).
Ich weiß, dass in den meisten Moscheen nicht für die Demokratie geworden wird sondern für Gott Allah und dass es für Besucher wie Prediger immer noch als ein in diesem Leben nicht lösbarer Konflikt erscheint, die säkulare Demokratie der Meinungs- und Religionsfreiheit zu empfehlen ohne den Gott Allah irgendwie zu beleidigen. So aber wird sich die Zuwanderungsgesellschaft auf Dauer selbst abschaffen.
Manche Muslim-Militanz ist aber auch nur Maulheldentum. Das sind dann die Leute, die die Demokraten wie mich ein bisschen erschrecken wollen, so von Mann zu Mann, dieses weltweit bekannte mit-den-Augen-rollen, dieses Jahrtausende alte “rituelle Drohen” des stolzen Kriegers. Da mache ich dann gerne mit, denn ein stolzer Krieger bin ich schließlich auch.
Wütende Muslime sollten die ‘Papst-Rede’, die das Oberhaupt der Katholischen Kirche in der Stadt Regensburg hielt, noch einmal in Ruhe lesen. Mein halber Bekanntenkreis, darunter viele muslimische Frauen und Männer, hat sich über die Rede Ratzingers zum Thema „Glaube und Vernunft“ tage- oder wochenlang „schrecklich aufgeregt“, doch gelesen hatte diese Rede eigentlich … niemand. Sie ist intelligent, die Regensburger Rede, nützlich und interessant. Die Muslime in Deutschland, die bekanntermaßen meist türkischer oder kurdischer Abkunft sind, haben sie nicht gelesen und werden sie nicht lesen. Warum. Wenn sie überhaupt lesen können, dann nicht deutsch. Wenn sie denn so einen Text lesen dürfen, ohne dass Vater oder Bruder oder Ehemann zuschlägt. Ohne, dass sie die Angst haben, nicht ins Paradies zu kommen, sondern in der Hölle endlos lange schmerzlich zu verbrennen, kochendes Wasser trinkend, schreckliche Schreie der anderen Ungläubigen hörend. Solches nämlich steht im Koran und lehrt jede Koranschule. So ein Schwachsinn ist demnächst, so ist zumindest zu befürchten, Bestandteil von Innenminister Schäubles „islamischem Religionsunterricht“. Zurück zum Thema, alles in allem: Nein, die deutschen Muslime werden die Papst-Rede nicht lesen.
Die weisesten muslimischen Menschen haben längst Argumente, die der ‘Regensburger Rede’ sehr ähneln, doch Einfluss haben sie leider kaum. Von zwei Gläubigen hat gegenwärtig der radikalere nun einmal immer „recht“. So wird der anständige nordafrikanische Gläubige vom bärtigen Salafisten „islamisch erpresst“, der wahhabitisch erzogene nahöstliche Politiker vom al-Qaida-Führer. Was sollen unsere Schulämter dagegenhalten? Es wird sich noch nicht einmal ein Schüler einer staatlichen Schule trauen, sich zu beschweren oder einen Fall von islamistischer Volksverhetzung zu melden.
Ibn Warraq sagt, dass wir alle uns auf „hundert Jahre kalten Krieg“ gegen den Islam einzustellen hätten. Ich denke er liegt richtig. In hundert Jahren erst werden muslimische Radikale hoffentlich nicht mehr zu Hunderten die kulturelle Moderne der transatlantischen oder japanischen oder australischen Demokratie angreifen, sie werden nicht mehr zu Hunderttausenden die Menschenrechte, die Frauenrechte und die Meinungsfreiheit angreifen. Und es wird dann hoffentlich sogar noch kurdische Jesiden (Êzidîtî) geben, es wird Ex-Muslime, es wird Juden und Buddhisten geben. Und die Urenkel jener wütenden Schreihälse gegen Salman Rushdie oder Papst Benedikt werden sagen: “Mein Urgroßvater war als junger Mann ein bisschen extrem, mit Worten.”
Mit Worten. Verbal. Ich hoffe nämlich, dass diese ‘Beleidigten’ ihren Worten keine explosiven Taten folgen lassen: Keine Bomben basteln und keine Islamkritiker erschießen. Oder dass sie andernfalls rechtzeitig von der hervorragenden europäischen und deutschen Polizei erwischt werden und im Rahmen einer besinnlichen Gefängnisstrafe ihre fehlgeleitete Haltung bereuen.
Warum halten einige Muslime eigentlich keinen Frieden sondern sprengen sich zum Freitagsgebet wechselseitig aus der Moschee? Warum bekommen islamisierte Regionen, Somalia, Pakistan, eigentlich weltweit alle, warum bekommen sie die Korruption und die Drogen-Mafia ebenso wenig in den Griff wie die Vetternwirtschaft (Nepotismus) und auch den geradezu faschistischen Polit-Islam, sei er nichtmilitärisch (Legalismus) oder paramilitärisch (Dschihadismus)? Die derzeitige Unfähigkeit, zwischen Religion und Staat zu trennen wird eine Ursache sein. Und diesen Ausweg aus der Theokratie gezielt blockierend sprechen die Freunde des Kalifats etwa von „din wa daula“ (Al-Islam hua din wa daula), wörtlich: „Religion und Staat“, das heißt: Islam als Staat, Scharia als alleiniges Recht. Es hört sich für Nichtkenner der Dhimmitude so harmlos an: Islamische Gesellschaft.
Vordenker eines säkularen Islams hat es durchaus gegeben, wie etwa Ali Abd ar-Raziq (1988-1966). Der ägyptische Theologe und Jurist ar-Raziq plädierte für die völlige Trennung von Islam und Politik (”Der Islam und die Grundlagen der Herrschaft”, 1925) und versuchte, seinen Zeitgenossen jene mögliche Säkularität mit der angeblichen Uneindeutigkeit des Korans schmackhaft zu machen, mit der angeblichen Rolle des Kalifats als eines weltlichen Königtums und mit einer Beispielhaftigkeit des Propheten Mohammed, die uns heutige zu keiner bestimmten Staatsform verpflichte. Allein für Aussprechen dieser Gedanken wurde ar-Raziq von der Azhar-Universität für immer ausgeschlossen und musste sein Richteramt abgeben.
Damit ist vorläufig klar, als was wir Säkularen das muslimische Gerede von „din wa daula“ einzuschätzen haben: Als Abschaffung der Demokratie, als Ruf nach dem Gottesstaat. Ganz in der Tradition von Sayyed al-Maududi (Abû l-A’lâ al-Maudûdî, 1903-1979), der für die Errichtung der islamischen Gesellschaft erklärtermaßen jeden Massenmord in Kauf nehmen wollte. Maududi hat den Begriff Dschihād sehr klassisch islamisch ausgelegt, als Angriffskrieg. Die multikulturell begeisterten Europäer gucken ob solcher Worte unangenehm berührt und beschließen, den Überbringer solcher Worte als islamophob oder rassistisch zu betiteln. Wohlgemerkt, die Multikulturellen wenden sich nicht gegen Maududi. Sondern gegen dich, sofern du sagst, dass du nicht unter der Scharia leben willst.
Ob der Türkei unter einer Regierung wie derjenigen von Premier Erdogans AKP ein nachhaltiger Weg in eine säkulare Gesellschaft gelingt muss als wenig aussichtsreich erscheinen.
Naturschutz, nachhaltige Landwirtschaft, Familien- und Bevölkerungsplanung (Kondome, allerdings), Gesundheitsfürsorge, Bildungs- und Schulpolitik (auch für Mädchen, allerdings), wissenschaftliche Forschung, da überall ist für Nordafrika und Nahost noch Vieles zu tun, und genau dort liegen die Aufgaben für die wahren frommen Muslime. Nicht im Bombenbau, das tun, so sollten wir Pädagogen oder Sozialpädagogen es sagen, die fehlgeleiteten, die nicht frommen Muslime.
Muslimische Männer an Nil oder Tigris sollten Palmen, Orangen- und Olivenbäume pflanzen, Kinder erziehen (das ist eben nicht nur Frauensache), Bücher lesen (nicht Sayyed Qutb oder Hassan al-Banna; wissenschaftliche oder poetische Bücher), Fremdsprachen lernen und ihre Töchter nicht länger so ungebildet halten und so sehr zwangsweise verheiraten. Und sie sollten sich um Religion kümmern, halt-halt, nicht schon wieder Bomben bauen, Religion, das heißt beispielsweise: Nach dem Sinn des Lebens und der Gesellschaft und der Stadtkultur fragen.
Mancher Muslim guckt blöde und stammelt: Scharia, Kalifat? Jungen Islamisten antworten womöglich: “Klar, religiös sein, Sinn des Lebens und so: Also Apostaten köpfen, zu Ehre Allahs!” Diese Sorte Muslime halte ich für etwas unreif.
Die deutsche Sprache sagt zu charakterlich unreifen Menschen, sie seien „grün hinter den Ohren.“ Das ist lustig und kommt wohl von unreifen Äpfeln oder Bananen oder Tomaten. Die Frucht nämlich, wenn sie noch grün ist, taugt mir zwar als Wurfgeschoss gegen meinen Nachbarn mit der fremden Religion, aber … sie schmeckt keinem. Saure Sache. Mag niemand.
Auch Menschen, also auch Männer, sind mit 18 oder 24 Lebensjahren noch nicht reif. Militante Männer, ob radikal-religiös oder extreme Nationalisten, sie sind auf der ganzen Welt typischerweise 20 oder 25 Jahre alt. Diese Kerle gleichen, auch als Liebhaber aus der Sicht von erotisch Kundigeren, einem unreifen, grünen Apfel. Und sie sind noch kein Genuss, einfach ungenießbar, brrr!
„Kommen Sie“, würde ich so einem ‘Gotteskrieger’ und Dschihadisten zurufen: „Kommen Sie auf die Seite von Seyran Ateş, Necla Kelek und Bassam Tibi, seien Sie säkularer Muslim, intelligent und phantasievoll! Denn diese drei genannten Leute sind der Schmuck des Islam und sogar der Schmuck Europas!“
Osama bin Laden und seine al-Qaida aber ist die Krankheit des Islam, ihre Unterstützer sind bestenfalls unreif oder dumm, schlimmstenfalls niederträchtig und unmännlich.
Noch zu Kurdistan beziehungsweise zum nördlichen Irak.
Wahrscheinlich waren vor fünfzehn oder zwanzig Jahrhunderten alle kurdischen Dörfer und Familien jesidische Dörfer und Familien. Unsere Religionen haben, wie man daran exemplarisch sieht, allesamt ältere Vorläufer. Auch neue, nachislamische Religionen sind inzwischen entstanden, der Sikhismus (im Punjabi: Sikhī), die Baha’i (arabisch بهائي bahā‘ī), in Vietnam der Caodaismus (Cao Đài), von den unzähligen Strömungen etwa im Hinduismus oder Christentum der letzten wenigen Jahrhunderte nicht zu sprechen. Qualitätsunterschiede gibt es wohl auch, vom intoleranten und demokratiezerstörenden Hassprediger bis zu weisen Weltbürgern wie Willigis Jäger reicht die Skala. Weitere Religionen werden entstehen, das gehört zum ewigen geheimnisreichen Weg der Menschheit.
Der Islam will ein Territorium beherrschen, das gebietet seine Doktrin. So kommt jeder Islam bald dschihadistisch „ergebnisorientiert“, bald legalistisch fordernd, bald als Wolf im Schafspelz (Taqiyya, islamisches Lügen) daher. Die „sittlich höherwertige“ Dar al-Islam müsse über die „sittlich minderwertige“ Dar al-Harb ausgebreitet werden. Eigentlich fast ein rassistisches Konzept, jedenfalls eine Kombination aus Sklavensystem und Kastensystem. Wer es kritisiert wird von politisch aktiven radikalen Muslimen als „zu wenig differenzierend“ beschimpft, von nichtmuslimischen Gutmenschen als „rassistisch“ und von beiden als „undifferenziert und islamophob“. So weit so schlecht.
Sehr geehrter Azad, Sie haben aber ganz Recht: Unsere Politiker sind in ihrer Mehrheit zu dumm oder zu feige, sich gegen den drohenden Sexismus, Rassismus und Faschismus einer Islamisierung Europas zu wehren. Und wenn das so bleibt, dann werden Sie auch damit Recht haben, dass es in vielleicht schon einem Jahrhundert nur noch versklavte Dhimmis in einem Euro-Kalifat und in zwei Jahrhunderten keinen Juden, keinen Buddhisten und keinen Atheisten mehr gibt. Ja, wir können dieses menschenverachtende, theokratische Europa haben, allerdings! Noch aber ist es nicht zu spät und wir können uns gegen die Islamisierung Europas nachhaltig wehren.
Demokraten können keinen Gottesstaat wünschen, der schließlich nicht zuletzt auch die Menschen türkischer oder kurdischer Abkunft in ein mittelalterliches Gefängnis einsperren würde, ohne Frauenrechte, ohne freie Schulen oder Hochschulen, ohne Kunst, ohne Pressefreiheit.
Wir als pädagogische Islamkritiker sind äußerst gespannt, wie die in Ausbildung befindlichen Lehrer für den in Deutschland demnächst flächendeckend eingeführten „islamischen Religionsunterricht“ mit dem „Erzählgegenstand Hölle“ in Didaktik, Ästhetik, Rollenspiel, Sprache, Reflexion und Schulnote umgehen möchten. Hoffentlich werden sie mutig genug sein, dass zu tun, was wir von einem jeden nachmittelalterlichen Religionslehrer erwarten dürfen: Das Ängste erzeugende traditionelle Erzählen von der Höllenqual als schwarze Pädagogik einzustufen und entsprechend ebenso zu unterlassen wie zu unterbinden. Wir Demokraten können verlangen, dass die islamisch weltweit immer noch übliche Konstruktion von „Ungläubigen geringeren sittlichen Wertes“ von Deutschlands künftigen islamischen Religionslehrern staatlicher Schulen weder vermittelt noch gewollt wird. Andernfalls kämen wir der legalistischen Manier entgegen und gäben im Windschatten und (juristisch allzu obskuren?) Freiraum des grundgesetzlich vorgesehenen Religionsunterrichtes (GG Art. 7 Abs. 3) die Würde des Menschen (GG Artikel 1 Absatz 1) der Verächtlichmachung preis.
Zudem könnte das öffentliche Dozieren über den Kāfir im Besonderen („schmort auf ewig in der Hölle“) und die Kuffār im Allgemeinen („Schweine und Affen“) den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllen, sofern dieses „zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt“ beziehungsweise wenn damit „Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet“ werden.
Auch urdeutsche Demokraten dürfen sich angegriffen und beleidigt fühlen, wenn Großscheich Mohammad Sayyid Tantawi, Großmufti von Ägypten, im April 2002 die Juden als „die Feinde Allahs, Söhne von Schweinen und Affen“ bezeichnete. Auch seine rassistische Doktorarbeit beinhaltete die Aussage, dass Juden das Blut von Nichtjuden zu sich nehmen würden.
Andererseits gibt sich der Großscheich gönnerhaft und versöhnlich, wenn er sagt: „Wir wollen versuchen, ein Klima zu schaffen, in der die jetzigen und künftigen Generationen in gegenseitiger Wertschätzung und voller Vertrauen zusammenleben können. Wir rufen alle dazu auf, von Hass und Dämonisierung abzusehen und die künftigen Generationen entsprechend zu erziehen.“ Wenig später rief der fromme Mann allerdings zu Selbstmordattentaten auf.
Der höchst flexible Tantawi bezeichnete eines Tages die Selbstmordattentate auf Beslan ebenso als „unislamisch“ wie er jeden Unterstützer des Staates Israel als legitimes terroristisches Ziel ausrief, im selben Brief wohlgemerkt. Auf Herrn Tantawis „respektierende“ und „Vertrauen schaffende“ Versprechungen jedenfalls sollten sich Freunde der Säkularität nicht allzu sehr verlassen.
Herr Tantawi ist gewählter Großscheich der al-Azhar-Universität und gilt damit (Imam der Azhar-Moschee) als die oberste religiöse Autorität des sunnitischen Islam, der größten islamischen Mehrheitsströmung. Deutschlands Innenminister Schäuble wird daher mit muslimischen Minderheiten sprechen müssen, um seiner Islamkonferenz noch irgendeinen demokratischen Sinn zu geben, jedenfalls mit bekennenden Tantawikritikern.
Ihnen, sehr geehrter Azad, sowie allen Lesern jeder Religion, Ex-Religion oder Nichtreligion wünsche ich eine friedliche Zukunft, sprich: Eine islamkritische Gegenwart.
Jacques Auvergne
Die alten Kurden
Die Jesiden
http://de.wikipedia.org/wiki/Jesiden
Das ewige Lalisch
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Lalish.jpg
Himmlisch, irdisch, mystisch: Taus-i Melek
http://www.yezidi.org/wesen_von_tausi_mele.0.html
Prinz Anwar Muawiya
Die Heimtückischen
Der deutsche Dschihad
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/politischeliteratur/759049/
Die Gruppe der „Sauerland-Bomber“:
Der Fall Eric B.
Erst Musterschüler, dann Terrorist
http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/789/167309/
Schlagworte: Abschottung, Allah, Armenier, armenisch, Êzidîtî, Buddhas von Bamyan, Erziehung im Islam, Ezidi, Genozid, Geschlechtertrennung, home-grown terrorism, indoktriniert, islamisches Kastensystem, Jacques Auvergne, Jesiden, Kafir, Kastensystem, Köln, Kofferbombe, Kollektiv, Kollektivismus, Koranschüler, Koranschule, Kuffar, kurdisch, Lalisch, Madrasa, Medrese, Menschen zweiter Klasse, menschenverachtend, Parallelgesellschaften, Paria, Polit-Islam, politischer Islam, radikaler Islam, Radikalisierung, Sauerlandbomber, Scharia, Schariagegner, Sunna, Taliban, Taus-i Melek, Tempel, Völkermord, vorislamisch