Gau Nassau-Oranien

الكشافة

al-Kaššāfa

Scouts and Guides

Pfadfinder

Die Pfadfinder und das Reden über den Islam

Scoutistische Korrespondenz zum Thema Rechtsstaat und Scharia aus dem Monat Juni 2011. Nach dem Kommentarbereich zu Eifelginster-Beitrag 223 zusammengefasst von Cees van der Duin.

Auf dem Jugendzeltplatz Kreuzberg feierte der dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) angeschlossene, um Koblenz ansässige Gau Nassau-Oranien (GNO) vor vier Wochen, am 4. Juni 2011, sein sechzigjähriges Bestehen. Das frühere VCP-Mitglied Edward von Roy besuchte seinen alten Gau und brachte, dem festlichen Anlass angemessen, AEMR-basierte Gedanken zur Trennung von Staat und Religion mit nach Boppard, die er in einer gebundenen Druckschrift zusammenfasste: Secularity, Scouting and Sharia: 60 Jahre Pfadfinderarbeit im GNO, 62 Jahre deutsches Grundgesetz.

Lisa Juhr sowie Oliver Mahn reagierten im Kommentarbereich des Blogs Eifelginster: Pfadfinderische Islamkritik auf den Text, wahrscheinlich im Gauauftrag, jedenfalls knapp und frostig. Zum Nachdenken und Beantworten hatten sich die Schulungsbeauftragte und der Theologiestudent satte zwanzig Tage Zeit gelassen, doch die Worte Hidschab, Scharia oder Islam, immerhin Kernthemen von Secularity, Scouting and Sharia, wollten Juhr und Mahn einfach nicht über die Lippen gehen.

Während Wahhabiten (IUMS mit Sitz in Dschidda; im WOSM) und Muslimbrüder (etwa IZ München: Islamische Pfadfinder; FIOE: Federation of Muslim Scouts in Europe) den Scoutismus global unterwandern, schwenkt anscheinend auch die rheinland-pfälzische evangelische Jugendarbeit auf Kosten von Pressefreiheit und Bürgerrechten in den proislamischen Herrschaftskult von Kapitalvergabe, Naturerklärung und Seelenrettung ein. Dabei waren die mit Bilal Philips kooperierenden Prediger der kulturellen Gegenmoderne Europas, Abdur-Raheem Green und Pierre Vogel, in der Koblenzer Innenstadt erst eine Woche vor dem Jubiläumstag öffentlich aufgetreten.

Datum: Sun, 05 Jun 2011 18:02

Betreff: Bopparder Kreuzberg – Sechzig Jahre GNO

Von Edward von Roy, Mönchengladbach

An Andreas Nick, Gauführer GNO

Lieber Andreas,

sicherlich im Namen aller Älteren aus dem historischen Norden des GNO (Rheinbach und Meckenheim) danke ich für die gestern erfahrene Gastfreundschaft und den gewährten Einblick in einen blühenden heutigen Gau Nassau-Oranien. Danke auch an die Küchenmannschaft (fast alles Frauen…) für den leckeren Kaffee und Kuchen. Landschaft und Wetter zeigten sich, dem Anlass gerecht, von ihrer besten Seite.

Weil Pfadfinderpädagogik, gerade auch im Bereich der Evangelischen Kirche, so wichtig ist und weil ich dem GNO der Achtziger Jahre so viel verdanke (tolle Pfingstlager und ein unvergesslicher B-Kurs in Bermel), wiederhole ich meinen Glückwunsch zum sechzigjährige Bestehen – und wünsche dem Gau viel Erfolg für die nächsten sechzig Jahre.

Gerne bin ich gestern deinem Vorschlag nachgekommen, meinen hier angehängten Text Secularity, Scouting and Sharia nicht weiter auszuteilen; vier oder fünf Aktivisten der in einem eigenen Zelt sehr schön eingerichteten Geschichtswerkstatt erhielten ihn allerdings bereits eine Stunde eher als du, und dahin, in die ‘Abteilung VCP-Geschichte’, gehört mein Text ja schließlich auch.

Warum sollen Pfadfinder doof sein und über Globalisierung, Integration und Demokratie nicht nachdenken – mein Text ist ein Impuls zum Weiterdenken, die Inhalte stelle ich zur Diskussion. Ob ihr als VCP-Landesverband oder als Gau Nassau-Oranien die islamkritische Diskussion im Herbst 2011 oder später führen wollt oder nicht, müsst ihr selbst entscheiden, mit Secularity, Scouting and Sharia habt ihr jetzt ein erstes Grundlagenpapier, bisher hattet ihr gar nichts. Mein Text schließt eine Lücke, und so verstehe ich meine Rolle als Ehemaliger.

Das Thema Islam setzt Emotionen frei, wie wir beide gestern gemerkt haben, schließlich ist es für dich nicht alltäglich, jemandem nahezulegen, den Rest des Tages einen Text zu Islam und Scharia auf dem Bopparder Jugendzeltplatz nicht auszuteilen.

WOSM und WAGGGS haben ein Problem, denn wo Muammar al-Gaddafi nicht sponsort, finanziert Saudi-Arabien die scoutistische Jugendarbeit zwischen Marokko und Malaysia kräftig mit. Im Genfer UN-Menschenrechtsrat haben OIC-Staaten die demokratische Mehrheit, der Begriff der Menschenrechte folgt damit nicht mehr der AEMR (10.12.1948), sondern der Kairoer Charta von 1990. Die Kirche lechzt nach dem ‘Dialog mit dem Islam’, mit dem man schließlich bestens Karriere machen kann; gestern waren mehrere theologisch ausgebildete Menschen auf dem Bopparder Kreuzberg, die natürlich nichts gegen islamischen Kopftuchzwang und islamisches Familienrecht (Teil der Scharia) sagen.

Nur ein ‘Nichtaktiver’ kann derzeit überhaupt bei einem Pfadfinderverband über den Islam sprechen; als Theologiestudent, Pfarrer oder Pädagoge bestünde diese Möglichkeit wohl nicht, wie das – kalkulierte – Schweigen von DPSG und VCP zur diskriminierenden Scharia klarmacht.

So aber kann es nicht weitergehen, denn: ‘die Konkurrenz schläft nicht’ und Deutschlands Kinder und Jugendlichen mit oder ohne Migrationshintergrund werden sich die Antwort zum Islam holen, sei es bei den Nazis von NPD oder ‘Pro Köln’ oder bei den Salafisten wie Pierre Vogel oder Mustafa Cerić. Der VCP, dem das Thema Lehrerinnenkopftuch bis heute entweder zu heiß oder schlicht egal gewesen ist, muss sich entscheiden: Für oder gegen die Scharia.

Vor drei Tagen durfte der urgemeindlich (salafistisch) ausgerichtete islamische Theologe Mustafa Cerić (“opening the way for the Muslim law”) auf dem Evangelischen Kirchentag in Dresden sprechen, die selbe Kirche lässt ihre Minderjährigen dort als Helfer herumlaufen (auch VCP) und blockiert jede Kritik an Kopftuch oder Scharia überall in Deutschland bereits mit erstaunlich hoher Gewalt. Wir Kritiker von Hidschab und Fiqh bekommmen in ganz Europa seit Jahren keine Zeile mehr in einem kirchlichen Gemeindebrief oder in einer Jugendverbandszeitschrift unter. Diese Blockade des verweigerten Denkens und Sprechens gilt es, für jeden, der den barbarischen und totalitären Charakter der Scharia sieht und der sein Pfadfinderversprechen ernst nimmt, zu durchbrechen.

Meine Rolle am gestrigen Tag, am 03.06.2011, ist also gewesen, das Thema Islam und Scharia anzusprechen, ein Thema zu dem EKD und VCP nichts sagen möchten, dieselbe EKD bzw. derselbe VCP, der seine minderjährigen Helfer aber im Juni 2011 in Kongresshallen schickt, in denen der dem Netzwerk des Yusuf al-Qaradawi angeschlossene bosnische Großmufti redet, ein radikaler Befürworter des Islamischen Rechts (Scharia).

Die aus Boppard stammende Naika Foroutan verbreitet das radikalislamische Gedankengut über Projekte wie ‘Heymat – hybride Identitäten’ und ‘Junge Islam Konferenz’ in unseren Hochschulen und im Berliner Regierungsviertel. Foroutan und Cerić seien jetzt das Stichwort: Boppard ist der richtige Ort, der Termin des schariafreundlichen Kirchentages der richtige Zeitpunkt.

In der besagten Jurte (eure Homepage: „neben einer Ausstellung des Bundesarchivs“) warb eine junge Dame, violettes Oberteil, für eine Zusammenarbeit mit einem Muslimischen Pfadfinderbund (ob Bund Moslemischer Pfadfinder Deutschlands (BMPD; proschariatisch, Nursi-Sufismus) oder Islamische Pfadfinder / Deutsches Komitee (c/o IZ München = Muslimbrüder; zu: Islamic Committee on World Scouting), wusste sie leider nicht zu sagen).

Ich kam gerade vorbei und wollte mir das Stichwort Islam bzw. Muslim Scouts natürlich nicht entgehen lassen. Die Jubiläumsteilnehmerin gab (etwas patzig) zu, schon lange und sehr genau zu wissen, dass im EU-Staat Griechenland zwölf- oder elfjährige Mädchen nach der Scharia verheiratet und alsbald geschwängert werden; ich betonte, dass sich Demokraten von einer solchen Religionspraxis endlich distanzieren müssen. Ich sagte auch, dass ich als Sozialarbeiter solche Mädchen gesehen habe und dass Kindbraut nicht Islamismus ist, sondern Islam.

Zwei Gedanken darf ich zustimmend zitieren, Festschrift Seite 4, H.P.: “das Lernen und Einüben von Handeln im demokratischen Wertesystem” sowie, Seite 5, Gauältester: “Aber Jugendarbeit lebt in der Gegenwart und für eine gute Zukunft.”

Auf das demokratische Wertesystem und eine gute Zukunft,

Gut Pfad

Edward

(Edward von Roy, Ehemaliger aus dem im VCP Meckenheim Stamm Herigar)

Oliver Mahn sagt:

24. Juni 2011 um 4:28 PM

GEGENDARSTELLUNG

„Die Thesen unter der Überschrift „Secularity, Scouting and Sharia“, verfasst von Edward von Roy, widersprechen der Ansicht und den Grundsätzen des Gau´s Nassau Oranien (GNO) im Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP). Der Verfasser ist KEIN Angehöriger dieses Verbandes und hatte zu keiner Zeit den Auftrag, im Namen des GNO solche Thesen niederzuschreiben, zu veröffentlichen oder auf anderem Weg zu verbreiten. Der Verfasser hat sich widerrechtlich des Namens und der Organisation des Gau´s Nassau Oranien und des VCP bedient. Die Führung des GNO distanziert hiermit ausdrücklich von den getroffenen Aussagen.“

Nassauer sagt:

24. Juni 2011 um 6:03 PM

GEGENDARSTELLUNG

„Die Thesen unter der Überschrift „Secularity, Scouting and Sharia“, verfasst von Edward von Roy, widersprechen der Ansicht und den Grundsätzen des Gau´s Nassau Oranien (GNO) im Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP). Der Verfasser ist KEIN Angehöriger dieses Verbandes und hatte zu keiner Zeit den Auftrag, im Namen des GNO solche Thesen niederzuschreiben, zu veröffentlichen oder auf anderem Weg zu verbreiten. Der Verfasser hat sich widerrechtlich des Namens und der Organisation des Gau´s Nassau Oranien und des VCP bedient. Die Führung des GNO distanziert hiermit ausdrücklich von den getroffenen Aussagen.“

Eifelginster sagt:

24. Juni 2011 um 7:07 PM

Sehr geehrter Herr Mahn,

vielen Dank für Ihren Beitrag vom 24.06. 04:28 pm, dem sich sicherlich inhaltlich zustimmen lässt, von Ihrer These „Der Verfasser hat sich widerrechtlich des Namens und der Organisation des Gau´s Nassau Oranien und des VCP bedient“ abgesehen, denn der Verfasser, Edward von Roy, war zum einen früher einmal Mitglied in VCP und GNO und hat zum anderen im Jahre 2011 an keiner Stelle behauptet, die Meinung der heutigen Gauführung kundzutun.

Der pfadfinderische Blog Eifelginster steht, was die scoutistischen, islamkritischen und säkular-demokratischen Argumente des Thesenpapiers „Secularity, Scouting and Sharia“ betrifft, völlig hinter den Ansichten des Verfassers und kann nur hoffen, dass der Text, Ihrem offensichtlichen Unbehagen zum Trotz, auch im Großraum Koblenz gründlich gelesen wird.

Wie viele andere ehemalige VCP-Aktivisten, war am 04. Juni 2011 auch Edward von Roy beim 60-jährigen Gaujubiläum des GNO gerne anwesend und überreichte dem gewählten Gauführer Andreas Nick drei Exemplare seines “Secularity, Scouting and Sharia”. Herr Nick zeigte prinzipielle Aufgeschlossenheit, bat aber darum, weil er ja nicht wissen könne, was alles in dem Text geschrieben stehe, auf ein weiteres Verbreiten des Textes auf dem Bopparder Jugendzeltplatz zu verzichten. Dem kam der Altpfadfinder und Diplom-Sozialpädagoge natürlich gerne nach.

Im Übrigen müssen Oliver Mahn und Edward von Roy zu irgendwelchen Sachverhalten nicht dieselbe Meinung haben, denn sie sind zwei verschiedene Menschen. Dass unser Grundgesetz im Zweifelsfall Vorrang hat vor religiös begründeten Normen, sollte allerdings auch für VCP-Mitglieder nachvollziehbar sein, und dass sich der VCP nicht von der Scharia distanziert, ist wenig plausibel.

Ich meine, dass der Gau Nassau-Oranien zufrieden sein kann, wenn Freunde oder Ehemalige über die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen scoutistischen Arbeitens nachdenken. Vielleicht sollte der GNO ein paar Stunden Staatsbürgerkunde in ihre B-Kurs genannte Gruppenleiterausbildung integrieren?

Dem um Koblenz ansässigen GNO wünscht man weitere 60 Jahre erfolgreicher Jugendarbeit.

Mit freundlichen Grüßen

Cees van der Duin, Eifelginster

Edward von Roy sagt:

24. Juni 2011 um 8:28 PM

Sehr geehrter Herr Mahn,

ich hoffe, das haben Sie nicht ernst gemeint, wenn sie sagen: „Die Thesen unter der Überschrift “Secularity, Scouting and Sharia”, verfasst von Edward von Roy, widersprechen der Ansicht und den Grundsätzen des Gau´s Nassau Oranien (GNO) im Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP).“

Bislang war ich ziemlich sicher, dass sich VCP im Allgemeinen und GNO im besonderen voll zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bekennen und nicht zum diskriminierenden Islamischen Recht (Scharia).

Heute stellt sich mir allerdings die Frage, ob Oliver Mahn das deutsche Grundgesetz mit religiöser Begründung (Scharia) überwinden möchte und Zweitfrau, Kindbraut und Burka „integrieren“ will – denn genau vor diesen Barbareien warnt “Secularity, Scouting and Sharia” schließlich in aller Ausführlichkeit.

Vor drei Wochen erlebte ich einen sonnigen Nachmittag im Wald auf dem Bopparder Kreuzberg und traf dort viele alte Pfadfinderinnen und Pfadfinder, ein wichtiges persönliches Erlebnis. Dem (evangelisch geprägten) Pfadfindertum und da insbesondere dem Gau Nassau-Oranien verdanke ich viel.

Ich appelliere an Oliver Mahn, Errungenschaften der kulturellen Moderne wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau dem “Dialog mit dem Islam” nicht zu opfern.

Das Weltpfadfindertum hat die universellen Menschenrechte zu globalisieren, nicht die religiös begründete Rechtsspaltung.

Die Netzwerke der Wahhabiten (IUMS, International Union of Muslim Scouts) und Muslimbrüder (FEMYSO; über die aej ist der VCP in EYCE und mitverantwortet die EYCE-Kooperation mit FEMYSO) wollen allerdinge eher ein “Scouting”, das auf der Scharia basiert. WOSM hat die in Dschidda ansässige IUMS leider integriert. Pressefreiheit, Islamapostasie oder Gleichberechtigung der Frau sind in Saudi-Arabien Fehlanzeige, dafür gibt es ganz viel Religion (Scharia).

http://scout.org/en/about_scouting/partners/interreligious/iums

Herr Mahn, entscheiden Sie sich, wofür Sie als Pfadfinder arbeiten und werben: Für die am 10.12.1948 aufgestellte AEMR oder für die kulturrassistische und frauendiskriminierende Scharia.

Nicht alle VCP- bzw. GNO-Mitglieder reagieren auf “Secularity, Scouting and Sharia” so entsetzt wie Sie. Und leider haben Sie der Öffentlichkeit vorenthalten, was genau denn an meinem Text so schrecklich ist. Gehen Sie doch mal auf Inhalte des Thesenpapiers ein, das wäre nett.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Oliver Mahn sagt:

25. Juni 2011 um 1:21 AM

Ein kleiner Nachtrag:

Wie Sie dem Beitrag nach meinem entnehmen können, ist es nicht meine Meinung, sondern die mehrerer GNOler (wenn nicht gar des ganzen GNO).

Zitat (Eifelginster): „Herr Nick zeigte prinzipielle Aufgeschlossenheit, (…)“

Zitat (GNO GEGENDARSTELLUNG): „Die Führung des GNO distanziert sich hiermit ausdrücklich von den getroffenen Aussagen.“

Hier schließt sich Herr Nick explizit ein.

Zitat (Eifelginster): „Edward von Roy (…) überreichte dem gewählten Gauführer Andreas Nick drei Exemplare (..)“

Ich möchte korrigieren, dass Herr von Roy auch mir und einem weiteren Vertreter des Landesarchivs, sowie der Vertreterin der Bundesleitung je ein Exemplar übergeben hat. Der Bitte von Herrn Nick wurde demnach scheinbar nicht folge geleistet.

Ich denke mit der GEGENDARSTELLUNG ist alles gesagt und ich möchte als Mitarbeiter des VCP GNO, sowie als Mitarbeiter der VCP-Bundesebene darum bitten, dass man davon Abstand nimmt Schriften mit den VCP und/oder dem VCP GNO in Verbindung zu bringen, die Inhaltlich keinen Bezug zu diesen erkennen lasse.

Einer persönlichen Meinungsäußerung steht dadurch nichts im Wege.

Eifelginster sagt:

25. Juni 2011 um 3:34 AM

Sehr geehrter Oliver Mahn,

oft sind Kleinigkeiten ganz wichtig wie die Reihenfolge von zwei kleinen Ereignissen. Ich habe mit mehreren Teilnehmern am GNO-Jubiläumstag inzwischen persönlich gesprochen.

Während Sie in Ihrer ersten Mail (24. Juni 2011 um 4:28 PM) unbelegt öffentlich andeuteten, Edward von Roy habe dem VCP und dem GNO Unrecht zugefügt (Mahn: „hat sich widerrechtlich des Namens und der Organisation des Gau´s Nassau Oranien und des VCP bedient.“), implizieren Sie nun öffentlich, das Ex-VCP-Mitglied sei eines Nachmittags vor etwa drei Wochen der Bitte des Gauführers und verantwortlichen Bopparder Jubiläums-Gastgebers nicht nachgekommen (Mahn: „Der Bitte von Herrn Nick wurde demnach scheinbar nicht folge geleistet“).

Eine beeindruckende Faktenferne, die ich als Blogbetreiber nicht kommentarlos stehen lasse.

Eigentlich müssen Sie wissen, wie Ihre beiden Andeutungen auf unbedarfte Leser wirken müssen, ich wiederhole aber die Impression: a) jemand Unmögliches behauptet zum Schaden eines Vereins eine falsche Identität bzw. Befugnis und b) derselbe Freche kommt einer Aufforderung einfach nicht nach.

Was also denkt der unbedarfte Leser über einen Menschen, der – angeblich, vielleicht – im Namen einer Organisation einen Text schreibt und der zusätzlich noch die Frechheit hat, – angeblich, vielleicht – mündlich getroffene Vereinbarungen in minutenschnelle zu brechen?

Sehr geehrter Oliver Mahn, über die in Secularity, Scouting and Sharia festgehaltenen islamkritischen Argumente mögen Sie ja sauer sein (warum eigentlich, der Text ist ausgezeichnet), doch wie Sie hier über den „Überbringer der schlechten Botschaft“ kommunizieren, ist kein feiner Stil.

Das von Ihnen zu b) gekonnt eingesetzte „wurde demnach scheinbar“ wäre in der Tat der Rede wert, aber die Überreichung des Secularity, Scouting and Sharia in der informativen Jurte des Archivs ereignete sich eine knappe Stunde eher als die Überreichung des von Oliver Mahn (und nicht vom Gau Nassau-Oranien) beanstandeten Textes an Andreas Nick (andi). Der Gauführer kam dann noch einmal eine geschätzte gute halbe Stunde später auf den ehemaligen Sippenführer im Stamm Herigar zu, nachdem dieser mit Jutta Hesse, “HP” Hans-Peter von Kirchbach (kam gerade aus Dresden vom Kirchentag, ECFR-Scheich Mustafa Cerić war leider auch dort), Antje und Christoph “CH” Maurer (Rheinbach) usw. gesprochen hatte, das berichten mir mehrere Teilnehmer übereinstimmend, die anschließend alle viertelstundenweise mit “eddi” plauderten. Zu einem noch späteren Zeitpunkt traf der Meckenheimer den gründlich arbeitenden und unbedingt zuverlässigen Kai Driesch weit außerhalb des Zeltplatzgeländes und hielt sich selbst dort, mitten im Wald, an die Empfehlung von andi und ließ das für seinen alten B-Kurs-Leiter “möhre” eigens vorgesehene Exemplar im Rucksack (schade eigentlich, zum Glück nachholbar).

Ihrem letzten weisen Wort (25. Juni 2011 um 1:21 AM) ist insofern nichts hinzuzufügen („Einer persönlichen Meinungsäußerung steht dadurch nichts im Wege.“), als dass hierzulande das Grundgesetz gilt und nicht das Olligesetz, weshalb wir ja auch alle unserem Mitpfadfinder Oliver aus Mainz immer wieder so gerne zuhören. Wenn er doch nur endlich etwas über das diskriminierende und frauenfeindliche Islamische Recht (Scharia) sagen würde.

Als islamkritischer Mensch sind Sie uns immer willkommen. Ihre Rolle im Gau (Mahn über Mahn: „Mitarbeiter des VCP GNO“) und Funktion im Bund („als Mitarbeiter der VCP-Bundesebene“) ist uns hinlänglich bekannt. Auf Kosten von “Rangniederen” sein Charisma ausbreiten geht bei Eifelginster nicht.

Hier steht der Mensch – jeder – im Mittelpunkt, BP sagte dazu “Look at the boy”; das ‘girl’ hatte er dabei nicht vergessen und das Mädchen oder die Frau stets gleich behandelt. Und wir waren auch gar nicht beim Seelenflämmchen des Jamboreetruppleiters 2011 und Mainzer Friedenslichtbeauftragten, sondern bei der elfjährigen, von Mufti Cemali Meço völlig legal verheirateten muslimischen Griechin, die Wochen später schwanger und mit Ehemann in Düsseldorf auftaucht.

Wir waren bei den Muftis und Scheichen der in Dschidda ansässigen und etwa in die Boy Scouts of America integrierten IUMS (International Union of Muslim Scouts). Die IUMS ist in WICS (World Islamic Committee on Scouting) und WOSM vertreten und auf dem Jamboree 2011 etwa auch offizieller Teil der US-amerikanischen Delegation der Boy Scouts of America, BSA:

http://www.islamicscouting.org/staticpages/index.php/StartingMuslimScoutGroup

Die als religiöse Autoritäten akzeptierten Muftis und Scheiche der IUMS lassen im Namen der Religion (islām) lehren, dass ein Mädchen ohne permanent getragenen Schleier (Ḥidschāb) nicht in den Himmel kommt und dass die Schwester nur halb so viel Geld zu erben braucht wie ihr Bruder, denn so steht es im Buch der Bücher, im Koran.

Das sind Bürgerrechts- und Menschenrechtsverletzungen – im Namen der Religion. Was aber redet da der irgendwie proreligiöse Scoutismus? Über Muslime nur Gutes. Herrschaftszeiten: Alles auf, General, Großmufti und Erzbischof nahen deinem Pfadi-Zeltlager! Bei ansteigendem Kult um die Mächtigen und sinkender Transparenz und Demokratie wird eine angemessene Dosis an Islambeschönigung ganz irdisch nützlich. Funktional sozusagen.

Hoffentlich sieht der Gau Nassau-Oranien das anders und verteidigt das für alle geltende und gleichbehandelnde Recht gegenüber dem erneuerten Mittelalter der Scharia-Norm.

Herzlich Gut Pfad

Cees van der Duin

Lisa Juhr sagt:

25. Juni 2011 um 1:44 PM

Als Mitglied der aktuellen Gauführung des GNO kann ich sagen, dass die hier von Oliver Mahn und dem Nassauer (einem weiteren Mitglied der Gauführung) veröffentlichte Gegendarstellung von der Führung des GNO in enger Absprache mit der Landes- und Bundesleitung verfasst wurde und definitiv der Haltung von Gau und Verband entspricht.

Inhaltlich wollen und werden wir uns nicht zu dem Text von Herrn von Roy äußern, weisen aber nochmals darauf hin, dass Herr von Roy kein VCP-Mitglied und damit auch kein Angehöriger des GNO ist und damit keinerlei Recht hatte und hat, den Gau mit seiner Schrift in Verbindung zu bringen.

Eifelginster sagt:

25. Juni 2011 um 4:22 PM

Liebe Lisa Juhr,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Der Text, den Herr von Roy zum sechzigjährigen Jubiläum der Regionalgruppe Koblenz des größten deutschen evangelischen pfadfinderischen Jugendverbandes verfasste, ist ein Stolperstein und Ärgernis, weil er Inhalte aufzeigt, die die unkritisch islamfreundliche Kirchenpolitik beider Großkirchen der letzten Jahrzehnte ebenso kritisiert wie das Schweigen der beiden Weltpfadfinderverbände zur Benachteiligung der Frauen und Nichtmuslime im Geltungsbereich des Islamischen Rechts (Scharia).

Edward von Roy war im Mai 2011 einer der wenigen ehemaligen VCP-Mitglieder gewesen, die die Stadtverwaltung von Koblenz dazu aufforderten, den Auftritt der salafistischen Prediger Pierre Vogel und Abdur-Raheem Green zu verhindern bzw. Minderjährigen den Zugang zu dem missionarischen Ereignis zu verwehren. Die aktiven Verantwortlichen der Koblenzer Jugendverbandsarbeit möchten (können?) 2011 zum hochgradig jugendschutzrelevanten Thema Salafismus leider keine Silbe sagen, was nicht vorausschauend ist, denn in einem salafisierten Straßenzug wird es keine freie Pfadfinderarbeit mehr geben.

Im VCP-seits umstrittenen Bopparder Text benennt Edward von Roy die Rolle, die Mustafa Cerić im Netzwerk ECFR spielt. Spiritueller Führer des ECFR ist Yusuf al-Qaradawi. Cerić war zwischen dem 1. und 5. Juni 2011 Gast auf demselben Kirchentag, auf dem die evangelischen Pfadfinder (VCP; CPD) sich so gerne als Helfer einsetzen lassen.

Zitat: Zu einer gemeinsamen „Spirituellen Revolution“ rief Mustafa Cerić auf. „Das 21. Jahrhundert wird ein spirituelles Jahrhundert sein – oder es wird überhaupt nicht sein.“

http://www.kirchentag.de/jetzt-2011/religion-glaube/02-donnerstag/li-grossmufti.html

Cerić will die Scharia im Personenstandsrecht und Familienrecht installieren (opening the way for the Muslim law), das muss jeden Pädagogen und Pfadfindergruppenleiter alarmieren, und genau das ist in Secularity, Scouting and Sharia ebenso beschrieben wie die skandalöse Zusammenarbeit zwischen katholischen Gruppen Westfalens und der MJD (Muslimische Jugend Deutschlands, den Muslimbrüdern nahestehend).

Der in Pfadfinderkreisen als HP bekannte Hans-Peter von Kirchbach weilte unmittelbar vor dem Jubiläum ‘Wir schreiben Geschichte – 60 Jahre VCP GNO’ auf dem Kirchentag in Dresden. Von Kirchbach war 12. Generalinspekteur der Bundeswehr und zwischen 1988 bis 1991 Bundesvorsitzender des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), er müsste also eigentlich sehr genau wissen, wer Mustafa Cerić ist und dass man mit Schariafreunden nicht zusammenarbeitet, weder kirchlich noch pfadfinderisch. Doch geht unverständlicherweise auch ein Hans-Peter von Kirchbach zum Islamischen Recht mit keiner Silbe auf Distanz, sondern lässt sich in das “Event” des Kirchentags ebenso hochgestimmt “integrieren” wie Bosniens Großmufti.

Mit der WOSM-seits anerkannten IUMS ist das Weltpfadfindertum durch Wahhabiten und Muslimbrüder gekapert und ziemlich erfolgreich unterwandert worden. Und Oliver Mahn und Lisa Juhr geht immer noch kein schlechtes Wort zu Hidschab oder Scharia über die Lippen.

Auch der evangelisch-pfadfinderischen Bildungsbeauftragten Lisa Juhr sei dieser Text zugedacht: Purify and Educate

http://eifelginster.wordpress.com/2011/05/09/235/

Wir fassen zusammen: In den Jahren nach Mauerfall und Wiedervereinigung, in denen der universelle Menschenrechtsbegriff der AEMR (1948) durch die kulturrassistischen, religiös gelesenen Kairoer Menschenrechte (OIC 1990) aufzuweichen begann bzw. erodiert wurde und in denen der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen zunehmend durch die sich auf Religion (Islam) berufenden OIC-Staaten dominiert wurde, begannen Nordamerikas und Europas Kirchen, Parteien und Pfadfinderverbände in den „Dialog mit dem Islam“ einzutreten, was im Sommer 2011 selbst im Großraum Koblenz dazu führt, dass sich kein Verantwortlicher in DPSG oder VCP traut, etwas gegen Schleierpflicht (Hidschab) oder Sunnagehorsam zu sagen oder auch nur hörbar gegen die in der Koblenzer Innenstadt predigenden Islamisten Abdur-Raheem Green und Pierre Vogel zu demonstrieren.

Wir werden weiter beobachten und berichten,

Gut Pfad

Cees van der Duin

Schlagwörter: , , , , , , , ,

3 Antworten to “Gau Nassau-Oranien”

  1. Säkulare Pfadfinder Says:

    Der postmoderne kirchennahe Funktionsträger stellt sich dem deutschen Panzerverkauf nach Saudi-Arabien nicht in den Weg, redet über den Islam gar nichts oder nur Gutes und wandert, unübertreffbar bescheiden, den spanischen Jakobsweg.

    Die Johanniter-Jugend (JJ) und Hans-Peter von Kirchbach (HP).

    – Was will ich hinter mir lassen? (Den säkularen Rechtsstaat und seine wissenschaftlich begründete Pädagogik)

    – Was muss zurückbleiben, wenn ich Gottes Ruf folgen will? (Der gotteslästerliche Gegner von Kreationismus und Scharia)

    – Wo und wie erkenne ich wieder die Spuren meines eigenen Lebensweges? (Im schmeichelnden Applaus der Pfadfinder, Rekruten, Sanitäter und sonstigen Untertanen)

    – Wie werde ich offen für Gottes Führung? (Durch das mit dem Etikett interreligiöser Dialog oder gesamtgesellschaftliche Abrahamsreligionen zu versehende Befördern des Islamischen Rechts)

    (die frechen Antworten sind gar nicht von HP oder der JJ)

    http://www.kirche-mv.de/Pilgern.17554.0.html

    Zitiert aus derselben Homepage. Wer im Ramadan nicht fastet, verdient keinen evangelisch-kirchlichen Gruß, und der durch sein bloßes Dasein den Frieden gefährdende Ex-Muslim sowieso nicht:

    Nikolaus Schneider: „Wir waren davon beeindruckt, wie beispielsweise in Ägypten Muslime und Christen gemeinsam für Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit eintraten. Dies waren ermutigende Zeichen. Wir waren aber auch sehr beunruhigt über Ausschreitungen gegen koptische Christen, bei denen es Tote und Verletzte gab.“ Deshalb, so Schneider weiter, dürften Christen und Muslime nicht in dem Bemühen nachlassen „gemeinsam für Vertrauen, Toleranz, friedliches Miteinander und Schutz von Minderheiten zu werben und allen Formen von Extremismus und Intoleranz entschieden entgegen zu treten.“

    Nicht für die bedarfsweise (also sehr rasch) auch gegen die Scharia durchzustetzenden universellen Menschenrechte wirbt die EKD, sondern für die Apartheid der Glaubensnationen, in der man bitteschön der lokalen Minderheiten-Milla (türk. millet) sehr höflich gegenüber auftritt. Der Staatsangehörige ist durch den Reigionsangehörigen zu ersetzen.

    http://www.kirche-mv.de/Grusswort.19829.0.html

    Dass es Yusuf al-Qaradawi war, der am 18. Februar 2011 die fürchterlich gottesfürchtigen Massen auf dem Kairoer Tahrir-Platz erregte, ist für EKD-Präses Schneider oder Altpfadfinder und Ex-General von Kirchbach kein Anlass, den Wegfall von Artikel zwei der ägyptischen Verfassung zu fordern, in dem der Islam als Staatsreligion und der sittliche und juristische Vorrang von Sunna und Scharia festgelegt sind.

  2. Querverweis Says:

    Sollte Pfadfinder HP die universellen Menschenrechte 2012 so ernsthaft verteidigen, dass er für Ägypten, Afghanistan, Pakistan, Saudi-Arabien und den Iran alle in diskriminierenden schariabasierten Paragraphen Gestalt annehmenden islamischen Normen als außer Kraft zu setzen bezeichnet? Bezeichnet der einstige VCP-Bundesvorsitzende die insbesondere auch frauenfeindliche Doktrin von einem wortwörtlich gelesenen Koran nebst Hadithen endlich faktennah als andidemokratisch und grundgesetzwidrig? Leider nicht, doch hören wir dem prominenten Christlichen Pfadfinder selbst zu:

    : : :

    Ich bin gerne nach Rheinbach gekommen, ich habe einige Jahre mit Freude hier gewohnt, als Pfadfinder mich wohl gefühlt und der Weg hat mich immer wieder nach Rheinbach geführt. So ist diese Rede auch eine gute Gelegenheit alte Bindungen zu stärken und viele Freunde wiederzusehen.

    Das Thema: „Freiheit und Verantwortung“ liegt mir am Herzen, Freiheit verantwortlich wahrzunehmen ist nach meiner Auffassung eine grundsätzliche Forderung an Politik und Bürger, wenn unser Land eine gute Zukunft haben soll. …

    Freiheit ist aber ein Geschenk, das verpflichtet. Es ist ja nicht nur die Freiheit von Zwang und Bindung oder die Freiheit zu reisen, von der wir reden. Es geht vielmehr und vor allem auch um die Freiheit zur Gestaltung und zum Engagement, die Freiheit an der Gestaltung unseres Staates und seiner Organisationen mitzuwirken, es geht um die Freiheit Bürgersinn zu zeigen, schöpferisch mitzumachen, sich intensiv zu beteiligen. Freiheit hat also einen positiven Charakter. Sie stellt die Frage nach Sinn und Perspektiven. Freiheit ohne Inhalt wäre schal und leer.

    Kardinal Ratzinger, der heutige Papst Benedikt XVI. hat in einem Buch: ”Wahrheit, Werte, Macht” über diese Zusammenhänge folgendes geschrieben: ”Freiheit behält ihre Würde nur, wenn sie auf ihren sittlichen Grund und auf ihren sittlichen Auftrag bezogen bleibt. Eine Freiheit, deren einziger Inhalt in der Möglichkeit der Bedürfnisbefriedigung bestünde, wäre keine menschliche Freiheit; sie bliebe im Bereich des Animalischen. Freiheit bedarf eines gemeinschaftlichen Inhalts, den wir als die Sicherung der Menschenrechte definieren können”.

    Freiheit in Verantwortung in unserem Staat wahrzunehmen bezieht sich also auf den Erhalt und Schutz der Menschenrechte und der Menschenwürde. Schutz und Erhalt der Menschenwürde, daraus ergeben sich Aufgaben des Staates und Engagement seiner Bürger. Selbstverantwortung und Achtung vor der Menschenwürde sollen das Leben in Volk und Welt bestimmen, so wurde es 1948 in der schon zitierten Heppenheimer Proklamation formuliert. …

    Freiheit ist universal, das Eintreten für Freiheit und Menschenrechte hört an unseren Grenzen nicht auf. Das weltweite Eintreten für Menschenrechte muss von daher eine selbstverständliche Grundlage deutscher Außenpolitik sein, mögen in der realen Welt auch immer wieder Kompromisse gemacht werden müssen. Die deutsche Außenpolitik ist werteorientiert und interessengeleitet, können Sie auf der home page des Auswärtigen Amtes lesen. …

    Die Kontingentsführer der Bundeswehr in Afghanistan werden gemeinsam durch das BMVg, das Auswärtige Amt und das BMZ in ihre Aufgaben eingewiesen. Vor wenigen Wochen wurde die Leitung des ersten Bundeswehrstandorts in Afghanistan an einen Beamten des Auswärtigen Amts übergeben. Die Anstrengungen des BMZ fügen sich besser als früher in die Gesamtanstrengungen ein. …

    Sicher ist dieser Freiheitsglaube nicht die einzige Wahrheit über das menschliche Zusammenleben, aber in der politischen Meinungsbildung und Entscheidungsfindung unentbehrlich.

    Wir wollen die Freiheit ganz, die Freiheit in Verantwortung natürlich, dieser Ruf darf nicht verstummen.

    aus: H.-P. von Kirchbach: Freiheit und Verantwortung. Rede beim Neujahrsempfang der FDP Rheinbach am 11.01.2012

    http://www.fdp-rheinbach.de/index.php?option=com_content&view=article&id=719:h-p-von-kirchbach-freiheit-und-verantwortung-&catid=1:eintraege

    : : :

  3. Kalevala Says:

    März 2012 – Der Britische Pfadfinderverband denkt ganz modisch über eine Apartheid der Kleidung nach. Die irgendwie zu muslimisierenden Pfadfinderinnen des Königreichs sollen etwas Schariakonformes tragen dürfen, um ganz dazuzugehören. Sich äußerlich unterscheiden, um sich an Kletterfelsen und Lagerfeuer erfolgreicher integrieren zu können, anders aussehen als die jugendlichen Nichtmuslime, sich auf himmlischen Befehl hin optisch abgrenzen dürfen, um endlich ganz dabeizusein – ob Lord Baden-Powell und Olave St Clair sich die Sache mit der kollektiven Freizeitkleidung nicht etwas anders gedacht hatten? “Pfadfinden hat für jeden etwas anzubieten, unabhängig von deiner Religion, Ethnie oder Weltanschauung. Ich bin so stolz darauf, dass wir eine Umgebung anbieten können, in der alle zusammenkommen. Scouting has something to offer everyone, no matter your religion, ethnicity or belief, and I’m so proud that we offer an environment for people of all backgrounds to come together and enjoy themselves.” Wer sich so sehr über den Scout-Hijab freut, ist Edward Michael Grylls genannt Bear, ein britischer Ex-Soldat mit Sahara-Training bei der französischen Fremdenlegion, bekannter Abenteurer, Mount-Everest-Besteiger und seit 2009 der amtierende Chef der Britischen Pfadis … der menschgewordene Superlativ also.

    Scouts back Muslim girl clothing
    BBC 30 March 2012

    Girl scouts are being offered a new range of clothing, following requests from Muslim scout members.

    The range was designed to ensure Muslim girls felt comfortable without being restricted and includes “hoodie” and T-shirt dresses”.

    Both are knee-length, and include print graphics inspired by scout badges and the spirit of adventure.

    Around 600 Muslim girls are expected to benefit, although the range is being made available to all girl scouts.

    British designer Sarah Elenany, 27, from London, created the new range out of her fashion label Elenany.

    She said she aimed to make them fun to wear, so that youngsters would relax while doing activities.

    “I wanted the scouts to be really involved in the design process – the girls told me what they wanted to wear and what issues they had with the existing range,” she said.

    The range aims to highlight how the scouts are modernising, increasing diversity and responding to members.

    Aamena Ismail, 12, a scout from London, said: “This dress hoodie is a fantastic idea. As a Muslim girl in scouting I feel more comfortable in it, but it’s still practical and I can even wear it abseiling.

    “It’s stylish enough to wear outside scouting too, and I love how you can see different activities within the design. It’s something different and a brilliant idea.”

    There are already around 2,000 Muslim scout members.

    UK Chief Scout Bear Grylls said: “With this new clothing range, scouting is continuing to move with the times and adapt to the growing number of people from different communities who are choosing to be a part of the movement.

    “Scouting has something to offer everyone, no matter your religion, ethnicity or belief, and I’m so proud that we offer an environment for people of all backgrounds to come together and enjoy themselves.”

    Around 40 UK scout groups have a predominantly Muslim membership.

    The Scout Association’s last census also showed that for the first time, more girls than boys are joining the movement, with an 88% rise in female youth membership since 2005 to 66,576.

    http://www.bbc.co.uk/news/uk-17548263

    The Scouts have designed a special uniform for Muslim girls to cater for their growing female membership.

    A hoodie dress and a T-shirt dress which ‘encapsulate the adventurous spirit of Scouting’ are now available to attract recruits from Muslim families.

    It is hoped that the new uniforms will allow the movement to build on its growing popularity with girls. Around one in six of the 400,000 UK Scouts is a girl.

    Hoodie dress: The new look for Muslim girls, left, and right, the more traditional uniform for Scout girl members
    At present a typical uniform for a girl Scout includes a short-sleeved T-shirt and no headgear. The new dresses both have long sleeves, are knee-length and can be worn with a headscarf.
    They feature orange symbols based on the Scout badges for camping, canoeing, scuba diving and windsurfing.

    There are currently 2,000 Muslim Scouts and 40 Scout groups which have predominantly Muslim members in Britain. Scout leaders say they are attracting interest from increasing numbers of Muslims from second and third generation immigrant families.
    The organisation has also been working hard to recruit girls and claimed to have signed up more girls than boys in 2010 to 2011.

    Mirriam Kaissi, left, wearing the new Scouts clothing range range for Muslim girls. Right, a British Muslim girl scout tries out climbing while wearing her newly designed uniform
    Traditionally, girls would have joined the Guides, who number 530,000. Girls have been allowed into the Scouts since 1976.
    Chief Scout Bear Grylls said: ‘Scouting has something to offer everyone, no matter your religion, ethnicity or belief, and I’m so proud that we offer an environment for people of all backgrounds to come together.’

    The dresses were developed by Palestinian British designer Sarah Elenany, who aimed to create a uniform which did not necessarily mark out its wearer as a Muslim.

    She said: ‘Girls told me what they wanted to wear and what issues they had with the existing range.

    ‘They feel more comfortable wearing the new outfits and feedback from Muslims and non-Muslims has been brilliant.’

    http://www.muslimwomennews.com/n.php?nid=6753

    Noch zu Herrn Gylls. Der sportive Bär (bear) bekennt Gottesfurcht, wenn auch noch nicht ganz schariakonform:

    Jesus, the visible bit of the Invisible Magic Friend said you should love your neighbour. It was while climbing one of the last unclimbed mountains in the Antarctic that I realised that your neighbour is the person in your street who needs help.

    As someone who really knows how to survive on a diet of insects and urine I know that helping others makes you feel good. Honestly it does, why not try it?

    We Christians really believe in helping others. As an SAS instructor who knows how to silently kill someone in under 20 seconds, it really surprises me that non-Christians haven’t realised how important it is to help others. Having a belief just makes me so special.

    As I was climbing Mount Everest, I thought to myself, thank goodness the Invisible Magic Friend is with me. As the first person to circumnavigate the UK on a ski jet, I can tell you that no man can do anything in isolation.

    Anyone who has paraglided over the Himalayas will tell you that Jesus is your guide, helper and friend. Faith and love are so important.

    As the longest indoor free-fall record holder, let me tell you that the sport relief run will help a lot of people.

    http://www.platitudes.org.uk/platblog/index.php?m=03&y=12&entry=entry120322-080814

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 139 Followern an

%d Bloggern gefällt das: