Archive for November 2012

Scharia an der Uni Heidelberg

November 30, 2012

جامعة هايدلبرغ

Ǧāmiʿa Heidelberg

Heidelberg University

An die

Universität Heidelberg

Rektor der Universität

Prof. Dr. Bernhard Eitel

Freitag, den 30. November 2012

Stoppen Sie islamistischen Auftritt an der Uni

Sehr geehrter Herr Dr. Eitel,

eine in die Standards universeller Menschenrechte (AEMR) oder ins beibehaltene deutsche Grundgesetz integrierbare Frömmigkeit darf nicht zur geheiligten Verachtung der Nichtmuslime, muslimischen Säkularen oder unverschleierten Frauen oder zur schariagemäßen familienrechtlichen sowie bereits koranisch vorgesehenen erbrechtlichen Ungleichbehandlung von Mann und Frau führen. Daran jedoch, das islamische Familienrecht und Erbrecht durchzusetzen, lassen die weltweit vernetzten muslimbrudernahen Islamaktivisten oder Revivalisten keinen Zweifel: „opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law“ (Mustafa Cerić).[1]

Wie Ihnen spätestens seit unserem Protest gegen den Auftritt des Yusuf al-Qaradawi treu ergebenen Islamaktivisten Wolfgang Borgfeldt genannt Muhammad Siddiq bekannt ist (unser Schreiben vom 26. November), veranstaltet die Muslimische Studierendengruppe (MSG) in den Räumen der Heidelberger Universität mit den »III. Heidelberger Islamwochen – Islam unverhüllt« seit Montag, dem 26. November 2012 eine Vortragsreihe zum Islam, die bis zum 12. Dezember 2012 andauern soll.

Heute protestieren wir gegen den Auftritt von Nadir Moubarrid, Bacem Dziri und Cefli Ademi in der Heidelberger Neuen Universität; Referent, Termine und Vortragstitel lauten:

Herr Moubarrid am Dienstag, den 27. November um 18:30 Uhr in HS 1 mit Der Prophet Muhammad – Ein Segen für die Menschheit?,

Herr Dziri am Montag, den 3. Dezember, 18:30 Uhr in HS 4 über Al-Andalus – Geschichte einer muslimischeuropäischen Tradition,

Herr Ademi am Freitag, 7. Dezember, HS 4 zum Thema Muslime im säkularen Rechtsstaat[2]

Sofern die drei Referenten wohlwollend oder sogar begeistert tolerieren, dass ECFR-Mitglied Borgfeldt die diesjährige Veranstaltungsreihe in der Heidelberger Uni beginnen durfte, schaffen sie ein gemeinsames islamisch-politisches Ganzes, das von der einladenden Muslimischen Studierendengruppe (MSG) gewollt ist und von der Universität beherbergt wird.

Nadir Moubarrid war 2001 Mitgründer der Islamischen Hochschulvereinigung Bonn. Seit 1995 bei der Muslimischen Jugend Deutschland (MJD) aktiv, übernahm Moubarrid Funktionen in der Jugendarbeit sowie als Schuramitglied und Kursbetreuer. Gegenwärtig engagiert er sich als Projektleiter am Haus des Islam (HDI, Lützelbach / Odenwald), jenem Zentrum, das vom erwähnten ECFR-Mitglied Siddiq bzw. Borgfeldt geführt wird und an dem sich die MJD gründete, deren erster Amir (Führer) Borgfeldt war.[3]

Borgfeldt (Sheikh Muhammed Siddique) arbeitete für das Islamische Zentrum in Genf, Le Centre Islamique de Genève (CIGE), das der hochrangige Muslimbruder Said Ramadan gründete und führte. Ramadan hatte Ägypten im Jahre 1954 verlassen, reaktivierte die Muslimbruderschaft in Jordanien, Syrien, Saudi-Arabien und im Libanon, wurde Schwiegersohn des Gründers der Muslim Brotherhood, Hassan al-Banna und ist Autor von Das Islamische Recht: Theorie und Praxis (The Islamic right. Theory and practice). Said Ramadans Söhne sind Scharialobbyist Tariq Ramadan und Steinigungsbefürworter Hani, beide im CIGE-Vorstand. Später wirkte Wolfgang Borgfeldt fast ein Jahrzehnt lang am Islamischen Zentrum Aachen (IZA), das dem syrischen Zweig der Muslimbrüder zuzurechnen ist.[4]

Der Verfassungsschutz Niedersachsen meint zum IZA:

Verschiedene Mitgliedsorganisationen des Zentralrates der Muslime sind in unterschiedlicher Abstufung der international agierenden Muslimbruderschaft zuzurechnen. Dabei ist dies an sich noch kein Ausschlusskriterium für den gesellschaftlichen Dialog, da nach Meinung einiger Experten die Muslimbrüder ihre Militanz weitestgehend verloren haben. Allerdings weicht die Ansicht der Sicherheitsbehörden von dieser Auffassung ab. Dies gilt besonders für die Islamischen Zentren Aachen und München sowie die Islamische Gemeinschaft in Deutschland.[5]

Borgfeldt und Mubarrid verbinden Muslimische Jugend in Deutschland (MJD) und Haus des Islam (HDI). Im hessischen Verfassungsschutzbericht 2010 lesen wir:

Die 1994 gegründete Muslimische Jugend in Deutschland e.V. (MJD) hat ihren Sitz in Berlin. Mitbegründet wurde der Verein von dem deutschen Konvertiten Mohammed Siddiq (Wolfgang Borgfeldt). Siddiq ist Mitglied des ECFR und trat in der Vergangenheit durch die Befürwortung einer demokratiefeindlichen ideologischen Ausrichtung in Erscheinung:

„Auch die von 90 Prozent der Bevolkerung gewahlte Regierung hat nie das Recht, auch nicht mit absoluter oder Zweidrittelmehrheit, etwas zu verbieten, was Gott erlaubt hat, bzw. etwas zu erlauben, was Gott verboten hat. Jeder Herrscher, jede Regierung jeder Einzelne ist immer nur ausführende Gewalt, denn Gesetz zu geben steht allein Gott zu.“

In ihrer Außendarstellung ist die MJD bemüht, das Bild einer dialog- und integrationsbereiten Organisation zu erzeugen. So finden sich in der Satzung die „Förderung Jugendlicher und ihre Integration in die Gesellschaft“ als angebliche Ziele der MJD. Tatsächlich jedoch steht das von der MJD u.a. im Rahmen ihrer zahlreichen Aktivitäten, wie dem Vertrieb von Medien, der Ausrichtung von Freizeitveranstaltungen und Vorträgen sowie Bildungsangeboten verbreitete Gedankengut im Widerspruch zu den tragenden Prinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung.

So hatte die MJD durch ihren Buchverlag in der Vergangenheit Bücher von maßgeblichen Ideologen der MB vertrieben. Hierzu zählen Abul A’la al-Maududi und Sayyid Qutb. Beide Autoren propagierten den bewaffneten Kampf zur Errichtung eines islamischen Staates. Nach wie vor ist über den Verlag das Buch des türkischen Autors Mustafa Islamoglu mit dem Titel „Ratschläge an meine jungen Geschwister“ erhältlich. In dem Buch argumentiert der Autor:

„Wenn ihr Beamter in einem nicht-islamischen System werden wollt, dann werdet nicht Beamter dieses Systems, sondern dort ‚Beamter des Islam’. Und seid gewillt und in der Lage, wenn die Sache, für die ihr euch verbeamtet habt, keinen Nutzen mehr bringt, ‚Auf Wiedersehen’ sagen zu konnen. [...] Betrachtet Situationen, die unislamisch sind, wie das Sitzen auf Nesseln! Neigt euch keiner Aufgabe zu, die einen Widerspruch zu euren Religionsgrundsatzen bildet – auch wenn ihr Schätze dafur erhalten würdet.“

Zumindest in der Vergangenheit hatte die MJD zur Beratung ihrer Mitglieder in Fragen der islamischen Rechtsauslegung den Rat des ECFR eingeholt. Geleitet wird der ECFR von al-Qaradawi, der u.a. islamistische Positionen vertritt und die Anwendung der Normen des islamischen Rechtssystems der Scharia befürwortet.[6]

Im November 2012 vertreibt ein der MJD zuzurechender Buchversand, Green Palace, die Schrift von Amir Zaidan: Al-‘Aqida, Einführung in die Iman-Inhalte. 1998 verfasste Theologe Zaidan in seiner Funktion als Vorsitzender des Fiqh-Rates der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) ein islamisches Rechtsgutachten, das die angeblich dem islamischen Recht unterworfenen (schariapflichtigen) Mädchen und Frauen gleichsam an das Haus des männlichen Aufpassers (Vater; Ehemann) kettet, die sogenannte Kamel-Fatwa:

Eine mehrtägige Reise mit Übernachtung außerhalb der elterlichen Wohnung ist für muslimische Frauen ohne die Begleitung eines Mahram (dieser ist ein naher Verwandter, also der Ehemann, Vater, oder Bruder), nicht erlaubt und verstößt gegen islamische Regeln. Der Gesandte Muhammad sagte im Hadith: ‘Eine Frau darf nicht die Entfernung einer Tages- und Nachtreise ohne Mahram zurücklegen.’ Diese Entfernung schätzen die islamischen Gelehrten heutzutage auf ca. 81 km. Gemäß der im Grundgesetz und in der Verfassung des Landes Hessen verankerten Religionsfreiheit ist es deshalb angebracht, muslimische Schülerinnen von der Teilnahme an derartigen schulischen Veranstaltungen freizustellen.[7]

Hintergrund war, dass mehrere volljährige Oberstufenschülerinnen wissen wollten, ob es religiös erlaubt (ḥalāl) ist, zu einer zweiwöchigen Klassenfahrt nach Spanien aufzubrechen. Die IRH reichte das Rechtsgutachten dem zuständigen Schulamt ein. Bei Ahlu-Sunna wird Zaidans Fatwa noch zwölf Jahre später in Ehren gehalten und ermahnt ein um die Sicherung seines Seelenheils bemühter Kommentator:

wie es bei einer Studium-Teilnahme außerhalb von 81 km und ohne Mahram bzw. ohne dessen Zustimmung ausschaut, kann ich nichts sagen. Du darfst aber nicht die Zustimmung des Mahram vergessen, welches gewiss einen großen Einfluss darauf hat, ob es dann letztendlich halaal oder haraam ist.

Ebenfalls bei Green Palace im Angebot hat man das Der deutsche Mufti, Autor ist Muhammad Rassoul genannt Abū-r-Riḍāʾ (1997). In Das ‘Deutsche Kalifat’ (1993) hatte uns Rassoul seine Visionen über eine islamgerecht transformierte Bundesrepublik vorgelegt:

Die vorliegende historische Bestandsaufnahme und sogleich Studie über das Kalifatsystem im islamischen Recht ist eine rein kritische und wissenschaftliche Untersuchung. Ob diese Schrift eines Tages die Geburt eines „deutschen Kalifats“ im Herzen Europas erleben wird, ist eine Angelegenheit des Verborgenen, das allein im Wissen Allāhs, unseres Erhabenen Schöpfers liegt. …

Das islamische Recht wiederspiegelt in allen seinen Bereichen die Gerechtigkeit und Barmherzigkeit für die schutzbedürftigen Staatsbürger. …

Der Untergang aller weltlichen Systeme ist garantiert. …

Die Staatsbildung. Der Islam verpflichtet die Muslime zur Errichtung eines Staates, der auf den Grundsätzen des Islam fußt. …

Während also z. B. die Demokratie und andere Systeme auf menschlichem und damit fehlerhaftem Gedankengut basieren, ist die Grundlage des islamischen Staatswesens von göttlicher und damit fehlerfreier Art. …

Es gibt keinen Zweifel daran, dass der oberste Souverän des islamischen Staates Allāh ist. Denn Er hat den Qurān offenbart, welcher als »Rahmengesetzgebung« im islamischen Staat zu gelten hat und dem die Gläubigen zu folgen haben.[8]

Basari Islam Shop verkauft das Buch des Revivalisten und Urgemeindlers (des „Salafisten“) Rassoul bereitwillig. Dass sich der Kölner Autor vom Traum des Deutschlandkalifats verabschiedet hat ist nicht bekannt.

Die Muslimische Jugend in Deutschland ist dem Forum of European Muslim Youth and Student Organizations (FEMYSO) angeschlossen, dessen Mitgründer sie 1996 war. Das FEMYSO ist der Muslimbruderschaft zuzurechnen; Bundesverfassungsschutzbericht 2011:

Das FEMYSO ist eine Nebenorganisation der FIOE. …

In dem 1989 gegründeten europäischen Dachverband „Federation of Islamic Organizations in Europe“ (FIOE – „Föderation Islamischer Organisationen in Europa“) mit Sitz in Brüssel (Belgien) sind zahlreiche MB-nahe Verbände vertreten. Die europäischen Einrichtungen haben zumeist keine offen erkennbaren organisatorischen Verbindungen zur MB; offiziell werden diese auch dementiert.[9]

Bacem Dziri ist Sprecher im Rat der Muslime in Bonn (RMB, Adenauerallee 13), der vielleicht etwas übertrieben selbstbewusst beansprucht, die Mehrheit der Muslime der Stadt zu vertreten. Am 24.01.2012 lud der RMB Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen in die Al-Muhsinin-Moschee im Stadtteil Beuel und forderte von der Stadt, doch endlich „eine Fachkraft einzustellen, die aus öffentlichen Mitteln mitfinanziert wird“ und die im Sinne des RMB und vielleicht ja auch im Sinne der segregierenden Scharia „Betreuung“ und „Vernetzung“ der so genannten Bonner Muslime bewirken soll.[10]

In der Vergangenheit fiel der RMB durch Yahya Martin Heising auf. Der Schulbeauftragte des RMB trat 1996 zum Islam über und ist seit 2005 Rechtsanwalt. Im RMB leitet er die „Kommission für Erziehung und Schule“; daneben verantwortet er das Projekt Muslime an deutschen Schulen (ebenfalls Adenauerallee 13). Seit Jahren sucht Heising öffentlich nach einem muslimischen Jungen, den er erfolgreich vom Schwimmunterricht abmelden will:

Wir suchen einen mindestens 14-jährigen Jungen, vorzugsweise hanifitischer Bauart, der vom Schwimmunterricht befreit werden möchte und im Verlauf seiner Schullaufbahn mit mindestens einem weiteren Jahr Schwimmunterricht zu rechnen hat.

Abmeldung der schließlich zu irgendwie muslimisierenden Kinder vom Schulschwimmen ist dem Rechtsanwalt Herzenssache. Heising und der Rat der Muslime in Bonn bieten finanzschwachen aber gottesfürchtigen Eltern an, für die bei Beratung und Prozess entstehenden Kosten nötigenfalls aufzukommen:

Ob ihr einen Antrag stellt, einen Widerspruch einlegt oder Klage erhebt, hängt immer davon ab, in welchem Stadium ihr euch gerade befindet. Das System ist ganz einfach. Wir bewegen uns von unten nach oben, und zwar anhand eines Beispiels. Fatima ist 13 Jahre alt. Sie möchte vom Schwimmunterricht befreit werden. Ihre Mutter geht zu dem Klassenlehrer und teilt diesem mündlich mit, dass die Tochter zukünftig nicht mehr am Schwimmunterricht teilnehmen möchte. Der Lehrer teilt ihr mit, dass ihn das nicht interessiere. Wir seien hier ja in Deutschland. Fatima solle sich anpassen. Was ist hier nun in rechtlicher Hinsicht geschehen? …

Menschen mit nur geringem Einkommen haben die Möglichkeit Prozesskostenhilfe zu beantragen. Die Kosten des Verfahrens trägt im Falle der Abweisung der Klage dann die Staatskasse. In all den Fällen, welche für die Gemeinschaft der Muslime von erheblicher Bedeutung sind, und in denen wir keine Prozesskostenhilfe bekommen, wünschen wir aber, dass die Betroffenen trotzdem klagen. Allah (t) versorgt uns. Die Organisation Muslime an deutschen Schulen übernimmt in diesen Fällen die Kosten des Rechtsstreites.[11]

Den Jahreswechsel 2010 / 2011 durften die Missionare von Die wahre Religion um Schariaprediger Ibrahim Abou-Nagie nach vielen Protesten dann doch nicht in der RMB-nahen Al-Muhsinin-Moschee verbringen, aus Rücksicht vor der Sorge der Bonner Bürger, wie Bacem Dziri dem General-Anzeiger mitteilte.[12]

Vom 6. bis zum 8. August 2010 war Die wahre Religion allerdings noch Gast der Al-Muhsinin-Moschee gewesen, wie uns zwei YouTube-Kurzfilme zeigen; in Film eins bis Minute 0:52 im Bild: Ibrahim Abou-Nagie.[13]

Cefli Ademi mischte sich 2012 in die Beschneidungsdebatte ein: „Die Knabenbeschneidung – ein Jahrtausende alter und zugleich moderner Brauch“, über den beschneidungskritischen Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer Holm Putzke meint er abfällig: „Eine Kulturkampfrhetorik, die kelek´sche Züge aufweist“.Cefli Ademi habe, so die Islamische Zeitung, an der Universität Bielefeld Jura studiert und habe an der Bucerius Law School in Hamburg in Verfassungs- und Strafprozessrecht promoviert. Seit August 2011 sei der Volljurist “stellvertretender Leiter des Fachbereichs Recht der Stadt Gütersloh”, die städtische Homepage nennt seinen Namen nicht. Cefli Ademi sei Lehrbeauftragter an der Uni Münster (WWU) zu: “Einführung in die islamische Jurisprudenz”, die WWU führt ihn, mit Doktortitel, allerdings unter “Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Zentrum für Islamische Theologie; Postdocs: Barmherzigkeit”. Das Westfalenblatt bezeichnet Ademi als dem “Bündnis Islamischer Gemeinden in Bielefeld” zugehörig, auf der Seite des FDP-Politikers Heiner Kamp wird Ademi in einem Atemzug mit “Ahmadd El-Mahgary vom Islamischen Zentrum” erwähnt: “Das Islamische Zentrum befindet sich in der August-Bebel-Straße”. Auf der dortigen Bücherliste Aqida und Fiqh- Literatur findet sich Handbuch der muslimischen Frau (Muhammad Ahmad Rassoul), Handbuch Islam (Reidegeld), Das Buch der Ehe [d. i. der Kitāb Ādābi n-Nikāh des mittelalterlichen Gelehrten al-Ġazālī) sowie Tauhid – Der Eingottglaube im Islam, was vom radikalen Hassprediger Abu Ameena Bilal Philips verfasst wurde.[14]

Die Murabitun-Bewegung um Abdalqadir as-Sufi (Ian Dallas) baut am Projekt Gold-Dinar und Silber-Dirham als einer finanztechnischen Gegenmoderne und betreibt im spanischen Granada ein Siedlungsprojekt einer Art von Neo-Andalus oder auch Euro-Kalifat. In der personell und inhaltlich den Murabitun verbundenen Islamischen Zeitung (Andreas Abu Bakr Rieger, Weimar) schwieg Ademi im Frühjahr 2012 in zwei langen Interviews zur nach Koran und Sunna unumgänglichen Frauenfeindlichkeit und Brutalität jeder juristisch angewendeten, angeblich von Allah geschaffenen und dem menschlichen Verstehen bleibend enthobenen Scharia – damit auch: jedes menschenmöglichen Fiqh – und zu ihrer jenseitszentrierten, auf ewigen Verbleib in Himmel oder Hölle gerichteten Totalität. Stattdessen empfahl er das schariaverharmlosende Buch Das Islamische Recht, in dem Mathias Rohe das Publikum mit den irgendwie nicht ganz falschen Aussagen: „Auch islamisches Recht ist Recht. … Streben nach Gerechtigkeit ist Leitmotiv aller Rechtsordnungen“ verstummen lässt.

Das in der BRD angebliche geltende Elternrecht auf Amputation von kindlichem Penisgewebe verteidigt der selbstbestimmte Ademi: „Trotz der fehlenden Vorhaut bleibt es nämlich jedem unbenommen, die Religion zu wechseln. Schließlich wird nicht die Selbstbestimmungsfreiheit auf Dauer entfernt, sondern die Penisvorhaut.“ Den Umstand, dass Apostaten im Realislam seit fast 1.400 Jahren nicht selten ermordet werden, übergeht der Beschneidungsfreund großzügig.[15]

Soviel zu den Referenten.

Die Universität Heidelberg sollte sich von dem angeblich die Seele vor der Hölle bewahrenden, tatsächlich aber Frauen und Nichtmuslime diskriminierenden schariabasierten Familienrecht und Erbrecht distanzieren und beispielsweise klarstellen, dass die authentisch islamische Praxis des halbierten Erbes für die muslimische Tochter im Vergleich zu ihrem Bruder oder das Verbot für einen Nichtmuslim oder Islamapostaten, von einem Muslim überhaupt etwas zu erben (Koran 4:11; Buchari),[16] kein Grundsatz ist, den es ins deutsche Erbrecht zu „integrieren“ gilt.

Im „multikulturellen“ griechischen Familienrecht ist die Scharia zugelassen (legal). Cemali Meço ist der Mufti von Komotiní. Meço verheiratet Mädchen der türkischen ethnischen Minderheit nach Koran und Sunna, von denen einige kurze Zeit später schwanger in Düsseldorf auftauchen und die manchmal erst elf Jahre alt sind. Der höchste Theologe Saudi-Arabiens, Scheich Abd al-Aziz Al asch-Scheich, kennt seine Religion und stellt fest, dass im Islam zehnjährige Mädchen verheiratet werden können:

Eine gute Erziehung wird das Mädchen befähigen, ihren Pflichten als Ehefrau nachzukommen, a good upbringing will make a girl capable of carrying out her duties as a wife … Wir sollten wissen, dass das Islamische Recht den Frauen keine Ungerechtigkeit gebracht hat, we should know that Islamic law has not brought injustice to women.[17]

AEMR und Grundgesetz vertragen sich nicht mit Zwang zum Schleier (ḥiǧāb), mit Zweit- bis Viertfrau, Frauenverstoßung (ṭalāq) oder Kindbraut. Die Scharia kann, wie wir gesehen haben, in die kulturelle Moderne noch nicht einmal im Familienrecht integriert werden. Fundamental anders als das auf Heilssicherung verzichtende Grundgesetz dienen die ihrer Doktrin nach außerirdische Scharia wie der menschengemachte Fiqh in erster Linie nicht dem vernünftigen menschlichen Zusammenleben, sondern dem zu erlangenden Wohlgefallen Allahs und der ewigen Rückkehr zum Schöpfergott. Im säkularen Rechtsstaat darf und muss „das Islamische Recht“, man vergleiche die Buchtitel bei Said Ramadan 1961 und Mathias Rohe 2009, illegal bleiben.

Das Religionsverständnis von Hassan al-Banna, Abul A’la Maududi oder Yusuf al-Qaradawi zu bewerben oder zu verharmlosen und die wesensgemäß ungleichbehandelnde (diskriminierende) Scharia legalisieren zu wollen ist einer dem Aufklärungshumanismus und dem wissenschaftlichen Denken verpflichteten Universität unwürdig.

Wir fordern Sie daher auf, alles in Ihren Möglichkeiten Stehende zu unternehmen, um die geplanten Auftritte von Nadir Moubarrid, Bacem Dziri und Cefli Ademi zu unterbinden, die offensichtlich Frauenbild und Rechtsverständnis von al-Banna, Maududi und al-Qaradawi teilen und damit nicht zur Integration, sondern zur Geschlechterapartheid und städtischen Segregation beitragen und zum Ausstieg aus dem für alle Bürger geltenden und Mann und Frau gleichbehandelnden Recht.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

Q u e l l e n

[1] Großmufti von Bosnien und Herzegowina und Scheich im von Yusuf al-Qaradawi geführten European Council for Fatwa and Research, Mustafa Cerić: DECLARATION OF EUROPEAN MUSLIMS

http://www.rijaset.ba/english/index.php/offices/9-documents/134-declaration-of-european-muslims

[2] Muslimische Studierendengruppe (MSG) in den Räumen der Heidelberger Universität: III. Heidelberger Islamwochen – Islam unverhüllt

http://msg-heidelberg.de/wordpress/?p=858

http://msg-heidelberg.de/wordpress/http://www.msg-heidelberg.de/wordpress/wp-content/uploads//Flyer_IWO_2012-page-0011.jpg

Di, 27.11. Der Prophet Muhammad – Ein Segen für die Menschheit?

Nadir Moubarrid Neue Uni HS 1, 18.30 Uhr

Warum wird der Prophet Muhammad von vielen geliebt und von anderen gehasst? Warum haben Muslime eine so starke Beziehung zu ihrem Propheten? Und warum reagieren sie so empfindlich, wenn er verunglimpft wird?

Mo, 03.12. Al-Andalus – Geschichte einer muslimischeuropäischen Tradition

Bacem Dziri, MA Neue Uni HS 4, 18.30 Uhr

800 Jahre wirkten Muslime in Europa auf der iberischen Halbinsel und brachten eine einzigartige Kultur hervor. Die Geschichte dieses Islams ist jedoch relativ unbekannt. Dabei bietet ein Rückblick etliche Antworten auf Fragen der Gegenwart.

Fr, 07.12. Muslime im säkularen Rechtsstaat

Dr. Cefli Ademi Neue Uni HS 4, 18.30 Uhr

Steht der Islam grundsätzlich im Gegensatz zu den Zielen des säkularen demokratischen Rechtsstaats? Oder sind es die Menschen aus unterschiedlichem sozialen und historischen Kontext, die ein solches Bild vermitteln?

http://www.fsk.uni-heidelberg.de/nachrichten/archive/2012/november/article/islamwochen-der-msg.html?tx_ttnews[day]=21&cHash=b8adc30041b89ddda4fc32ab2a8ece1c

[3] Nadir Moubarrid, vorgestellt bei Ummah-Muslimische Jugend Schweiz

http://www.u-day.ch/de/referenten/79-nadir-moubarrid.html

[4] Said Ramadan: Das Islamische Recht: Theorie und Praxis

(The Islamic right. Theory and practice)

http://www.amana-buch.de/Das-Islamische-Recht-Theorie-und-Praxis

Der Geburtsname des in Berlin geborenen Scheich Muhammad Siddiq lautete Wolfgang Borgfeldt. Als Vollwaise wuchs er bei streng protestantischen Großeltern auf. Anfang der sechziger Jahre schloss er sich muslimischen Studenten in seiner Heimatstadt an. … Mit nur zwanzig Jahren unternahm er eine Pilgerfahrt nach Mekka. Nach seiner Rückkehr aus Saudi-Arabien engagierte er sich bei der internationalen ‘United Muslim Students Organisation’ und dem Islamischen Zentrum in Genf, das Said Ramadan leitete. … Nach langen Reisen durch die Arabische Welt, einem längeren Studienaufenthalt im Sudan und in Medina zog der deutsche Muslim nach Aachen. Hier arbeitete er nahezu zehn Jahre am Islamischen Zentrum. … Gemeinsam mit seinem Glaubensbruder Ahmad von Denffer verfolgte Muhammad Siddiq einen großen Plan: die Schaffung einer Gemeinschaft deutscher Muslime, die den Islam in die Bundesrepublik tragen sollte.

aus: Stefan Meining: Eine Moschee in Deutschland: Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen

Seite 218-219

http://books.google.de/books?id=NqU0gQCROpQC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Heidelberger Islamwoche 2011, Referent war u. a. Rüstü Aslandur, ein früher Spitzenfunktionär („Amir“) der MJD

http://de-de.facebook.com/photo.php?fbid=282907111753873&set=o.215216868504697&type=3&theater

Die MJD ist Mitglied des Forum of European Muslim Youth and Student Organizations (FEMYSO), das sie 1996 mitgegründet hat.

MJD: Lokalkreis-Handbuch

http://www.lokalkreis-handbuch.de/Inhalt/5.0.Inhalt.html

http://www.lokalkreis-handbuch.de/download/5.7.1.muslim_sein.pdf

Nicht jede Art von Singen ist erlaubt. Das erlaubte Lied sollte mit den islamischen Lehren und der Ethik übereinstimmen. Somit sind Lieder, die Tyrannen oder korrupte Herrscher loben, nicht im Einklang mit islamischen Lehren. Vielmehr ist der Islam gegen Unheilstifter und deren Verbündete und jenen, denen ihre Verbrechen gleichgültig sind. … Das Singen sollte nicht von Dingen begleitet sein, die verboten sind, wie zum Beispiel Alkohol, Nacktheit, das Mischen von Frauen und Männern wie es üblich ist in Kneipen und Diskotheken, etc.

aus: Homepage der MJD: Singen & Musik: Die islamische Sichtweise

http://www.lokalkreis-handbuch.de/Inhalt/5.9.5.Singen_und_Musik.html

[5] Verfassungsschutz Niedersachsen

http://www.verfassungsschutz.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=12252&article_id=54179&_psmand=30

[6] Verfassungsschutzbericht Hessen 2010

http://starweb.hessen.de/cache/hessen/vsbericht201

[7] Kamelfatwa, bemüht heilssichernd kommentiert

http://ahlu-sunnah.de/foren/archive/index.php/t-4317.html?s=e4167ed915859b9542dd38c69504df4d

[8] Muhammad Ahmad Rassoul: Das ‘Deutsche Kalifat’

http://www.basari.de/islamische-buecher/islam-allgemein/das-deutsche-kalifat.html

Rassoul: Der deutsche Mufti

http://www.amana-buch.de/Der-deutsche-Mufti

[9] Bundesverfassungsschutzbericht 2011 zu Muslimbruderschaft (MB) und Islamische Gemeinschaft in Deutschland (IGD)

Die IGD verfolgt eine an der MB-Ideologie ausgerichtete Strategie, die darauf abzielt, im gesellschaftlichen Umfeld Deutschlands mittel- bis langfristig eine auch intellektuell-ideologisch führende und im Sinne islamistischer Zielvorstellungen relevante Einflussgröße zu werden. Dies beinhaltet eine entsprechende Schulung und Unterweisung der Mitglieder, um weitere geeignete Mitarbeiter für die Organisation zu rekrutieren und auszubilden. Die Organisation strebt zielgerichtet und beharrlich die Schaffung von gesellschaftlichen Freiräumen an, in denen säkulare gesellschaftliche Konventionen und westlich geprägte pluralistische Normen nicht gelten. Stattdessen sollen die von der Organisation postulierten islamistischen Wertvorstellungen Anwendung finden.

http://www.verfassungsschutz.de/download/SHOW/vsbericht_2011_vorabfassung.pdf

[10] Pressemitteilung des Rats der Muslime in Bonn, 26.01.2012

http://muslimrat-bonn.de/index.php?id=9&tx_ttnews[tt_news]=32&tx_ttnews[backPid]=41&cHash=8188a3a7da

[11] Die Kosten des Verfahrens trägt im Falle der Abweisung der Klage dann die Staatskasse. In all den Fällen, welche für die Gemeinschaft der Muslime von erheblicher Bedeutung sind, und in denen wir keine Prozesskostenhilfe bekommen, wünschen wir aber, dass die Betroffenen trotzdem klagen. Allah (t) versorgt uns. Die Organisation Muslime an deutschen Schulen übernimmt in diesen Fällen die Kosten des Rechtsstreites. … Ein Erfolg hängt oft davon ab, dass wir konsequent den Islam praktizieren. Oft wird gerade Schülerinnen, welche aus Gründen der Bekleidung nicht am Unterricht teilnehmen wollen, unterstellt, dass es ihnen gar nicht um die Kleidung ginge, sondern dass sie aus irgendwelchen anderen Gründen nicht am Sportunterricht teilnehmen wollen. Ähnlich verhält es sich bei Klassenfahrten. Für uns ist in diesen Fällen wichtig, dass die betreffenden Schüler oder Schülerinnen den Islam konsequent umsetzen. Ein Mädchen, welches mit enger Jeans und Kopftuch in die Schule kommt, wird sich nur schwerer auf Gründe der Schamhaftigkeit berufen können, als ein Mädchen, welches mit weiter Kleidung in die Schule geht. Eure Glaubwürdigkeit als Muslime ist ohnehin von zentraler Bedeutung bei den die Schule betreffenden Belangen. …

Wir suchen einen mindestens 14-jährigen Jungen, vorzugsweise hanifitischer Bauart, der vom Schwimmunterricht befreit werden möchte und im Verlauf seiner Schullaufbahn mit mindestens einem weiteren Jahr Schwimmunterricht zu rechnen hat. …

Ein zentrales Thema ist auch die Befreiung von Mädchen von der Teilnahme an Klassenfahrten. Eine Befreiung aus religiösen Gründen ist nicht möglich. Eine Ausnahme wird aber dann gemacht, wenn aufgrund der religiösen Haltung und der daraus erwachsenden Lebensumstände eine psychische Belastung des betroffenen Mädchens entsteht, die so groß ist, dass hier ein im medizinischen Sinne verstandenes körperliches Unbehagen entsteht. Das bedeutet, wenn Fatima nachts nicht schlafen kann, insgesamt unruhig und niedergeschlagen ist, weil sie noch nie von den Eltern getrennt war, nicht weiß, wie sie bei der Klassenfahrt ihre Gebetswaschung machen soll, nicht weiß, wie sie sich ernähren soll, sie Angst hat zur Außenseiterin zu werden, weil sie vieles nicht mitmachen kann, und deshalb unter Angstzuständen leidet, dann kann sie unter Vorlage eines entsprechenden ärztlichen Attestes von der Klassenfahrt befreit werden. Wir halten es für eine gelungene Lösung, sofern sich das Ziel der Klassenfahrt irgendwo in der Nähe des Elternhauses befindet, dass die Eltern ihre Kinder morgens bringen und abends abholen.

Yahya Martin Heising, Muslime an deutschen Schulen

http://www.muslimeandeutschenschulen.de/recht_schwimmunterricht.php

[12] Die vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuften Prediger der muslimisch-salafistischen Gruppe “Die wahre Religion” (DWR) werden nun doch nicht zu Silvester und Neujahr in der Beueler Al-Mushinin-Moschee bei einem Islam-Seminar predigen.

Das teilte am Montag der Sprecher des Bonner Rats der Muslime, Bacem Dziri, mit. Die Moschee habe nicht nur die Vertreter von DWR ausgeladen, sondern bis auf Weiteres sämtliche Veranstaltungen abgesagt. Man tue dies aus Rücksicht vor der Sorge der Bürger.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/Hassprediger-sind-ausgeladen-article33138.html

[13] DWR Seminarbeginn Bonn Beuel Muhsinin Moschee, bis Minute 0:52 im Bild: Ibrahim Abou-Nagie

http://www.youtube.com/watch?v=b52jj9DBajU

TRAILER – Seminar in Bonn 3 Tage Islam mit dem (www.DieWahreReligion.de) Team

http://www.DieWahreReligion.de präsentiert Abu Dujana, Abu Ubayda, Sheikh Al Araby, Abullatif, Sheikh Mohammad, Abu Abdullah, Ibrahim Abu Nagie

Thema: Und haltet alle fest am Seil Allahs …

am Freitag 06.08.10 bis zum 08.08.10, AL-MUHSININ MOSCHEE, SCHWARZER WEG 41, 53227 BONN

http://www.youtube.com/watch?v=hr1NUBiYoAA

[14] „Die Knabenbeschneidung – ein Jahrtausende alter und zugleich moderner Brauch … Eine Kulturkampfrhetorik, die kelek´sche Züge aufweist.“

aus: Kulturalisierung des Strafrechts

bei: ZMD 04.07.2012

http://islam.de/20640

IZB – Islamisches Zentrum Bielefeld Ausleihebibliothek: Aqida und Fiqh- Literatur

http://www.islambielefeld.de/izbib/Buecherliste_ZamZam_Juli2009.pdf

Islamischen Gemeinschaft in Deutschland IGD)… Islamisches Zentrum Nürnberg – Ahmad El-Mahgary

http://www.helmut-zenz.de/hzisla12.html

[15] Es gibt gute Gründe manche islamrechtliche Werke aus nichtmuslimischer Feder sogar als Primärliteratur anzuerkennen, so beispielsweise Mathias Rohes „Islamisches Recht – Geschichte und Gegenwart“. Auch Thomas Bauers Wirken, dessen beeindruckend aufschlussreichen Aufsatz über die „Normative Ambiguitätstoleranz im Islam“ ich kürzlich las, sollte hier nicht unerwähnt bleiben.

aus: Was ist das islamische Recht? (1) Interview mit dem Juristen Cefli Ademi zu den islamischen Grundlagen

in: Islamische Zeitung 26.04.2012

http://www.islamische-zeitung.de/?id=15731

Was ist das islamische Recht? (2)

in: Islamische Zeitung 30.05.2012

http://www.islamische-zeitung.de/?id=15800

[16] “Allah commands you regarding your children. For the male a share equivalent to that of two females. ” [Quran 4:11]

The Prophet (SAWS) said, “A Muslim cannot be the heir of a disbeliever, nor can a disbeliever be the heir of a Muslim.” (Sahih al-Bukhari)

http://www.islam101.com/sociology/inheritance.htm

[17] Vor zwei Jahren tauchte der erste Fall auf: Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde an. Am Mitwoch sollte sich der Grieche Hassan N. (damals 20, heute 22) vor Gericht verantworten, weil er eine 12-Jährige geschwängert hatte. … An der griechischen Grenze zur Türkei werden Minderjährige (ein altes Gesetz erlaubt dies) mit Zustimmung der Eltern verheiratet. Die Zwangsehen sind zwar selten. Da sie aber Griechenland als EU-Mitglied absegnet, sind sie auch in Deutschland gültig.

aus: Barbara Kirchner: Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby

in: Express 12.06.2008

http://www.express.de/duesseldorf/unglaublicher-fall-zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby,2858,705568.html

Es soll Liebe gewesen sein, sagen alle, die dazu geführt habe, daß im vergangenen Sommer der 22jährige Levent Metin* die damals elfjährige Nuray aus der armen nordgriechischen Provinz Thrakien heiratete und mit nach Düsseldorf brachte, wo er heute lebt. … Wie Nuray. Doch deren Reise endete nach vier Monaten, weil ihr Ehemann sich und seine damals elfjährige Ehefrau vergangenen August ordentlich anmelden wollte, wie es sich für EU-Ausländer in Deutschland gehört. Doch das Amt entdeckte entsetzt das junge Alter der Braut und verständigte Jugendfürsorge und Staatsanwaltschaft. … Der Mufti der Universitätsstadt Komotini, Meco Cemali, hat Nurays Hochzeit amtlich besiegelt. … Er selbst habe seine Imame aufgefordert, Mädchen unter 17 Jahren nicht zu verheiraten, sagt der Mufti. Wenn jedoch ein Mädchen selbst die Heirat unbedingt wolle, nehme er es persönlich psychologisch und physisch in Augenschein und entscheide, ob es reif genug sei. Wenn ja, spräche das islamische Recht nicht gegen die Ehe. Der Mufti sagt: “Daß Zwölfjährige verheiratet werden, kommt nur alle drei oder vier Jahre vor.”

aus: Uta Keseling: Das verheiratete Kind

in: Die Welt 25.02.2005

http://www.welt.de/print-welt/article495796/Das-verheiratete-Kind.html

Ten-year-old girls are ready for marriage, according to Saudi Arabia’s most senior cleric.

Sheikh Abdul-Aziz Al Sheikh, the country’s grand mufti, told Al Hayat newspaper that those saying ten or 12-year-old girls are too young to marry are being ‘unfair’ to them.

Al Sheikh’s comments come at a time when Saudi human rights groups have been pushing the government to put an end to marriages involving the very young and to define a minimum age for marriage. …

Responding to a question about parents who force their underage daughters to marry, the mufti said: ‘We hear a lot about the marriage of underage girls in the media, and we should know that Islamic law has not brought injustice to women.’

The mufti said a good upbringing will make a girl capable of carrying out her duties as a wife and that those who say women should not marry before the age of 25 are following a ‘bad path’.

‘Our mothers and before them, our grandmothers, married when they were barely 12,’ said Al Sheikh, according to the Al-Hayat newspaper.

aus: It’s an injustice to NOT marry girls aged 10, says Saudi cleric

in: Daily Mail UPDATED: 00:55 GMT, 15 January 2009

http://www.dailymail.co.uk/news/article-1115624/Its-injustice-NOT-marry-girls-aged-10-says-Saudi-cleric.html

Ten-year-old girls are ready for marriage, according to Saudi Arabia’s most senior cleric.

Sheikh Abdul-Aziz Al Sheikh, the country’s grand mufti, told Al Hayat newspaper that those saying ten or 12-year-old girls are too young to marry are being ‘unfair’ to them.

Al Sheikh’s comments come at a time when Saudi human rights groups have been pushing the government to put an end to marriages involving the very young and to define a minimum age for marriage. …

Responding to a question about parents who force their underage daughters to marry, the mufti said: ‘We hear a lot about the marriage of underage girls in the media, and we should know that Islamic law has not brought injustice to women.’

The mufti said a good upbringing will make a girl capable of carrying out her duties as a wife and that those who say women should not marry before the age of 25 are following a ‘bad path’.

‘Our mothers and before them, our grandmothers, married when they were barely 12,’ said Al Sheikh, according to the Al-Hayat newspaper.

aus: It’s an injustice to NOT marry girls aged 10, says Saudi cleric

in: Daily Mail 15.01.2009

http://www.dailymail.co.uk/news/article-1115624/Its-injustice-NOT-marry-girls-aged-10-says-Saudi-cleric.html

Borgfeldt an der Uni Heidelberg

November 26, 2012

الشيخ محمد صديق – ألمانيا

aš-Šayḫ Muḥammad Ṣiddīq (Almāniyā)

Für Deutschland im ECFR: Wolfgang Borgfeldt

Montag, den 26. November 2012

Stoppen Sie islamistischen Auftritt an der Uni

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bernhard Eitel,

unter dem Titel III. Heidelberger Islamwochen – Islam unverhüllt veranstaltet die Muslimische Studierendengruppe (MSG) eine Vortragsreihe zum Islam, die bis zum 12. Dezember 2012 andauern wird, heute Abend beginnt und in den Räumen der Universität durchgeführt werden soll.

http://msg-heidelberg.de/wordpress/?p=867

Am 20. November 2012 meinte Wolfgang Erichson, Bürgermeister für das Dezernat Integration, Chancengleichheit und Bürgerdienste der Stadt Heidelberg zu den diesjährigen Heidelberger Islamwochen erfreut und ohne auf das Menschenbild von Scheich Yusuf al-Qaradawi einzugehen:

“Daher werden auch hoch-aktuelle und brisante Themen wie Scharia, Karikaturenstreit, Koranverbrennungen etc. Bestandteil der Diskussionsveranstaltungen sein. Das Ziel der Veranstaltung, den Dialog zwischen Muslimen und Nichtmuslimen zu fördern, Vorurteile über den Islam abzubauen und gemeinsame Zukunftsperspektiven in Deutschland zu diskutieren, wird von mir ausdrücklich unterstützt.”

http://msg-heidelberg.de/wordpress/?p=871

Es ist ein Skandal, dass heute Abend ein Vetreter eines gegenmodernen Religionsbegriffs und reaktionären Gesellschaftsmodells wie Muhammad Siddiq Borgfeldt geb. als Wolfgang Borgfeldt in den Räumlichkeiten der Universität Heidelberg (Neue Uni HS 13) sprechen kann, der dem islamrevolutionären Cheftheologen der Muslimbruderschaft Scheich Yusuf al-Qaradawi offensichtlich theologisch, freundschaftlich und, über den Europäischen Rat für Fatwa und Forschung / European Council for Fatwa and Research (ECFR), auch organisatorisch aufs Engste verbunden ist.

“MJD Gründer Muhammad Siddiq ist Mitglied des ECFR, dessen Vorsitzender Yusuf al-Qaradawi ist.”

http://de.wikipedia.org/wiki/Muslimische_Jugend_in_Deutschland

Ich bitte Sie, die folgenden zwei Quellen des Verfassungsschutzes Baden-Württemberg über al-Qaradawi zur Kenntnis zu nehmen:

“Den Verlautbarungen des Rates ist zu entnehmen, dass die Entwicklung eines Islam europäischer Prägung und einer Islam-Auslegung, die sich an demokratischen Werten und dem westlichen Verständnis von Menschenrechten und Selbstbestimmung orientiert, verhindern werden soll. …

Al-QARADAWI befürwortet Selbstmordattentate zumindest in Palästina [Al-Qaradawi hat 2004 jedoch auch die Tötung von amerikanischen Soldaten im Irak für erlaubt erklärt.]. Die gesamte israelische Gesellschaft einschließlich Frauen und Kindern sei eine militärische Gesellschaft, daher gebe es in Israel keine Zivilisten, die man von Attentaten verschonen müsse. …

Homosexualität bezeichnet al-QARADAWI als „schamlose Abartigkeit”, die zu bestrafen sei. Entweder mit 100 Peitschenhieben oder mit der Hinrichtung:

„Die islamischen Rechtsgelehrten haben über die Strafe für dieses abscheuliche Tun verschiedene Meinungen. Sollte es die gleiche Strafe wie für Hurerei sein, oder sollten beide, der aktive und der passive Teil getötet werden? Zwar scheinen solche Strafen grausam, doch sie wurden empfohlen, um die Reinheit der islamischen Gesellschaft zu erhalten und sie von abartigen Elementen rein zu halten.” [Al-Qaradawi, Dr. Jusuf: Erlaubtes und Verbotenes im Islam, München 1989, S. 147.]

Al-QARADAWI befürwortet die Todesstrafe auch für Mord, Ehebruch und Apostasie [Al-Qaradawi, Dr. Jusuf: Erlaubtes und Verbotenes im Islam, München 1989, S.276/277.].

Al-QARADAWI ist sowohl schiiten- als auch judenfeindlich eingestellt. Wenn er auch in Ausnahmefällen mit orthodoxen Juden, die den Zionismus ablehnen, zusammenarbeitet, bezeichnet er den Holocaust als Strafe Gottes, die Juden als „Feinde der Menschheit” und lehnt den Dialog mit ihnen generell ab. …

Die Selbstbestimmung des Menschen und die demokratischen Grundsätze geraten seiner Auffassung nach offenbar in Widerspruch mit den von ihm als absolut erachteten Normen des islamischen Rechts.”

Quelle:

Verfassungsschutz Baden-Württemberg

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1055:042011-reihe-fuehrungs-und-identifikationsfiguren-extremistischer-organisationenq&catid=139:die-ideologie&Itemid=44

“QARADAWI ist der Vorsitzende des Europäischen Fatwa-Rats (ECFR) und eine der herausragenden Persönlichkeiten der international agierenden “Muslimbruderschaft”. Seit vier Jahrzehnten lebt der Ägypter in Katar, ist dort unter anderem Dekan der von ihm gegründeten Scharia-Fakultät …

QARADAWI werden von seinen Gegnern in Großbritannien vier Punkte vorgeworfen. Der erste Kritikpunkt ist, dass er sich für die Tötung bzw. körperliche Züchtigung von Homosexuellen ausspricht. …

Die Forderung des Delegiertenrats der britischen Juden (Board of Deputies of British Jews) an den Innenminister, die Einreise QARADAWIs zu verbieten, ist in QARADAWIs eindeutiger Haltung zur Tötung von israelischen Zivilisten begründet. QARADAWI befürwortet die “Selbstmordattentate” in Israel, wobei er nach dem 11. September 2001 jedoch betonte, dass er solche Attentate außerhalb Palästinas ablehne:

“Es ist erlaubt, deine Seele in Gefahr zu bringen und den Pfad des Feindes zu kreuzen und getötet zu werden, wenn diese Tat der Gefährdung den Feind in Mitleidenschaft zieht, auch wenn es nur Furcht in ihren Herzen ist, sie entmutigt und sie dazu bringt, Muslime zu fürchten.”

(…)

QARADAWI, der vom “elektronischen Djihad” spricht, hat als Vorsitzender des Fatwa-Gremiums von “IslamOnline” auch folgendes Fatwa mitzuverantworten: Auf die Frage, ob Vergewaltigungsopfer nach islamischem Recht bestraft werden sollten, wurde die Antwort gegeben, dass das Vergewaltigungsopfer bestraft werden solle, wenn die Frau “unzüchtig” gekleidet gewesen sei.”

Quelle:

Verfassungsschutz Baden-Württemberg

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=800:082004-heftige-reaktionen-auf-qaradawis-ansichten-als-meinungsfuehrer-europaeischer-muslime-&catid=139:die-ideologie&Itemid=44

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bernhard Eitel,

wer den Islam so lehrt wie Theologe al-Qaradawi, der arbeitet bewusst gegen die Standards der säkularen freiheitlichen Demokratie und der am 10. Dezember 1948 festgestellten universellen Menschenrechte (AEMR), ein Gedankengut, das, ohne Außenansicht und hörbare Distanzierung, nicht unter Freiheit der Lehre fällt und auch von einer muslimischen Studentengemeinde bzw. deren Gastredner auf dem Universitätsgelände nicht vertreten werden kann.

Ich fordere Sie auf, alles in Ihren Möglichkeiten Stehende zu unternehmen, um den für heute Abend 18:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Universität Heidelberg, Neue Uni, HS 13 vorgesehenen Auftritt von Herrn Muhammad Siddiq Borgfeldt geb. Wolfgang Borgfeldt zu unterbinden, der offensichtlich Schariabegriff und Islamverständnis von ECFR-Scheich Yusuf al-Qaradawi teilt und damit nicht zur Integration, sondern zur Segregation beiträgt.

Der unmittelbar anschließend für 20:00 vorgesehene Redner Jasmin Pacic, der heute Abend zum Thema Leben mit der Scharia referieren soll, wird bei DIdI (Deutscher Informationsdienst über den Islam, Postfach in Heidelberg) als Fachmann für das Scharia-Strafrecht beworben:

“Zweite Auflage des Buches “Islamisches Strafrecht” von Jasmin Pacic veröffentlicht”

http://www.didi-info.de/index.php?option=com_content&view=article&id=82:zweite-auflage-des-buches-qislamisches-strafrechtq-von-jasmin-pacic-veroeffentlicht

Texte von DIdI (Samir Mourad) werden bei Way to Allah beworben

http://www.way-to-allah.com/e-books/Koran.html

Im Mai 2011 schreibt DIdI zum Institut Européen des Sciences Humaines (IESH), der im burgundischen Château-Chinon angesiedelten Scharialehrstätte des europäischen Teils der Muslimbruderschaft:

“Scheich Feisal Maulawi war wesentlicher Mitbegründer bzw. Hauptbegründer der islamischen Fakultät in Château-Chinon / Frankreich.”

ttp://www.didi-info.de/index.php?option=com_content&view=section&layout=blog&id=2&Itemid=31

Herr Jasmin Pacic scheint das Islamverständnis von al-Qaradawi und Borgfeldt zu teilen und sollte deshalb einstweilen ebenfalls nicht in einem Uni-Gebäude über das Islamische Recht (Scharia) sprechen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

Stellungnahme des Zentralrats der Ex-Muslime über den Islamvertrag des Stadtstaates Hamburg

November 20, 2012

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

18.11.2012

Der Hamburger “Staatsvertrag” mit islamischen Gemeinschaften ist eine vorsätzliche Verletzung der Freiheitsrechte

Der Abschluss eines “Staatsvertrags des Stadtstaates Hamburg mit den islamischen und alevitischen Religionsgemeinschaften” wird offiziell in großem Stil bejubelt und als wesentlicher Schritt in Richtung auf Anerkennung und Integration der “Muslime” in Deutschland gefeiert. Tatsächlich aber ist er ein kontraproduktiver Schritt genau in die falsche Richtung. Der Vertrag dient nicht der Integration der “muslimischen” Bürger, sondern fördert den Einfluss der Islamisten in Deutschland.

Die Freie und Hansestadt Hamburg schließt leider aus dem falschen Ausgangspunkt heraus einen Vertrag mit den islamischen Vereinen und Verbänden ab, so wie es auch Wolfgang Schäuble als Innenminister bei der Gründung der Islam-Konferenz im Jahr 2006 getan hatte. Es wurde nämlich behauptet, dass die islamischen Religionsgemeinschaften die angeblich 100.000 muslimischen Einwohner in Hamburg vertreten. Es wurde nie darüber aufgeklärt, wie diese Statistik ermittelt wurde, ganz zu schweigen von der rechtlichen Vertretung dieser Menschen durch die islamischen Verbände und Vereine mit denen der Vertrag abgeschlossen wurde.

Das bedeutet, dass die Hansestadt Hamburg beim Abschluss dieses Vertrags die Meinung der Menschen, die angeblich den erwähnten 100.000 angehören, missachtet und mit großer Unverschämtheit ignoriert hat. Die Mehrheit von diesen “100.000” Menschen hat diese Religionsgemeinschaften als Vertreter weder gewählt noch akzeptiert. Zuletzt soll erwähnt sein, dass viele Ex-Muslime in dieser Statistik pauschal als Muslime gezählt werden.

Der Vertrag bekräftigt und schafft noch mehr rechtsfreie Räume für die islamischen Verbände und Vereine und deren Anhänger, um sich in der Gesellschaft zu präsentieren, zu verbreiten und sich noch mehr auf der politische Ebene zu bewegen.

Um es zu verdeutlichen, wie großzügig und in welchem Ausmaß der Hamburger Staat sich auf Kosten der Einwohner in Hamburg bei diesem Vertrag ins Zeug gelegt hat, hier einige Punkte aus dem Vertrag[1]:

• Islamunterricht in den staatlichen Schulen als reguläre Unterrichtstunden und islamische Hochschulausbildung. Förderung der Islamlehrkräfte.

• Religiöse/r Betreuer/in in öffentlichen Einrichtungen wie in Krankenhäusern, Heimen und ähnlichen Institutionen zur Ermöglichung von religiösen Veranstaltungen und Gottesdiensten

• Der Staat garantiert, dass in allen Rundfunkprogrammen auf die “sittlichen und religiösen” Meinungen der Muslime geachtet wird.

Ebenso wird sich der Staat Hamburg dafür einsetzen, dass eine “angemessene” Teilnahme der islamischen Vertreter an den Aufsichtsgremien sowie Ausschüssen von NDR-Rundfunk, ZDF-Fernsehrat und DLR-Hörfunkrat realisiert wird.

• Anerkennung der islamischen Feiertage als offizielle Feiertage für alle Muslime (Schüler, Lehrer, Mitarbeiter der öffentlichen Einrichtungen usw.)

• Ständige Vertretung eines islamischen Beauftragten bei Senat und Bürgerschaft.

• Religiöse Speisevorschriften sowie kostenfreie Räumlichkeiten in den öffentlichen Einrichtungen.

• Im Vertrag wird zwar die Anerkennung der Gleichberechtigung der Geschlechter genennt, doch wird unmittelbar danach eingeschränkt, dass Frauen und Mädchen nicht wegen ihrer Bekleidung in ihrer Berufsausübung eingeschränkt werden dürfen. Das heißt, muslimische Frauen und Mädchen dürfen in Zukunft sogar mit Schleier, Niqab oder Burka (gesamte Körperbedeckung) in Schulen, Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen tätig sein.

• Nicht zu letzt sind die islamischen Gemeinschaften frei, Moscheen und Einrichtungen mit Minaretten und allem, was dazu gehört zu bauen.

Die Medien versuchen krampfhaft, den Inhalt des Vertrags nicht ans Licht zu bringen und stellen nur die Anerkennung der offiziellen islamischen Feiertage in den Mittelpunkt. Doch die oben aufgelisteten Auszüge, die nur einen Teil vom Umfang des Vertrags darstellen, sind aussagekräftig genug, um jeden über die schlimmen Konsequenzen einer Umsetzung dieses Vertrags zu überzeugen.

Dieser Vertrag ist eine rote Karte nicht nur für den Hamburger Staat, sondern auch für die Bundesrepublik Deutschland. Er ist ein Beweis für die Verachtung der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg, für die zunehmende Entfernung Deutschlands zu einem säkularen Staatswesen und für die Hinwendung zu rückschrittlich-religiösen gesellschaftlichen Verhältnissen.

Der Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) verurteilt den Abschluss dieses Vertrags auf das Schärfste und wird sich für die Bewahrung einer der wichtigsten Errungenschaften der zivilisierten Gesellschaft, das heißt für die Trennung von Religion und Staat einsetzen.

Der ZdE fordert gleiche Rechte für alle Menschen ungeachtet von Glaube, Nationalität, Geschlecht oder Herkunft. Denn nur in so einer Gesellschaft können die Menschen ihre Freiheit genießen, ein gesundes Leben miteinander führen und Respekt vor ihren Mitmenschen haben.

Deutschland benötigt mehr Säkularität und einen stärkeren Schutz individueller Grundrechte und weniger Einfluss religiöser Herrschaftskultur und islamischer Weltanschauung auf seine Gesellschafts- und Lebensordnung.

Zentralrat der Ex-Muslime – Deutschland

exmuslime@googlemail.com

http://www.ex-muslime.de/

————————–

[1] Vertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg, dem DITIB-Landesverband Hamburg, SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg und dem Verband der Islamischen Kulturzentren

http://www.hamburg.de/contentblob/3551370/data/download-muslim-verbaende.pdf

Hamburger “Staatsvertrag”

November 17, 2012

[Hamburger "Staatsvertrag" mit den an der gegenmodernen Scharia orientierten Islamischen Verbänden. Eine aufklärungshumanistische und menschenrechtliche Kommentierung wird an dieser Stelle und in Kürze erfolgen]

Vertrag

zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg,

dem DITIB-Landesverband Hamburg,

SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg und

dem Verband der Islamischen Kulturzentren

Die Freie und Hansestadt Hamburg, vertreten durch den Senat,

und

der DITIB-Landesverband Hamburg e.V., vertreten durch seinen Vorstand,

SCHURA – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V., vertreten durch seinen Vorstand, und

der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V., vertreten durch seinen Vorstand (im Folgenden als islamische Religionsgemeinschaften bezeichnet),

schließen

– in dem Bewusstsein, dass die Bürgerinnen und Bürger islamischen Glaubens einen bedeutenden Teil der Bevölkerung der Freien und Hansestadt Hamburg bilden und der Islam als ihr gelebter Glaube zu einem festen Bestandteil des religiösen Lebens geworden ist,

– in dem Wunsch, die Freiheit der Religionsausübung der Bürgerinnen und Bürger islamischen Glaubens als Teil einer pluralen und weltoffenen Gesellschaft zu bestätigen und zu bekräftigen,

– in der Überzeugung, dass Religion einen wertvollen Beitrag als Mittlerin zwischen unterschiedlichen Kulturen und Traditionen zu leisten vermag,

– in dem Wunsch, die Beteiligung der islamischen Religionsgemeinschaften am religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Stadt anzuerkennen und zu unterstützen,

– mit dem Ziel, die Beziehungen zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und den islamischen Religionsgemeinschaften partnerschaftlich weiterzuentwickeln, den folgenden Vertrag:

Artikel 1

Glaubensfreiheit und Rechtsstellung

(1) Die Freie und Hansestadt Hamburg gewährleistet der Freiheit, den islamischen Glauben zu bekennen und auszuüben, den Schutz durch Verfassung und Gesetz. Die Vertragsparteien stimmen darin überein, dass die Achtung des religiösen Bekenntnisses untrennbar mit der Achtung und Toleranz gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen und abweichenden Anschauungen und Handhabungen der eigenen Religion verbunden ist.

(2) Die islamischen Religionsgemeinschaften ordnen und verwalten ihre Angelegenheiten selbständig innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes. Die Vertragsparteien bekennen sich zum Grundsatz der Neutralität des Staates gegenüber Religionen und Weltanschauungen und zur vollständigen Geltung und Achtung der staatlichen Gesetze. Sie werden hierfür entschieden eintreten, auf entgegenstehende Äußerungen verzichten sowie sich gegen widersprechende Anschauungen wenden.

Artikel 2

Gemeinsame Wertegrundlagen

(1) Die Freie und Hansestadt Hamburg und die islamischen Religionsgemeinschaften bekennen sich zu den gemeinsamen Wertegrundlagen der grundgesetzlichen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere zur Unantastbarkeit der Menschenwürde, der Geltung der Grundrechte, der Völkerverständigung und der Toleranz gegenüber anderen Kulturen, Religionen und Weltanschauungen sowie der freiheitlichen, rechtsstaatlichen und demokratischen Verfassung des Gemeinwesens. Sie sind sich einig in der Ächtung von Gewalt und Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Glauben oder religiöser oder politischer Anschauungen und werden gemeinsam dagegen eintreten.

(2) Die Freie und Hansestadt Hamburg und die islamischen Religionsgemeinschaften bekennen sich insbesondere zur Gleichberechtigung der Geschlechter und zur vollständigen und gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Mädchen am gesellschaftlichen und politischen sowie am schulischen und beruflichen Leben. Sie setzen sich für die Verwirklichung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Mädchen ungeachtet ihrer religiösen Überzeugungen an Bildung, Erwerbstätigkeit und gesellschaftlichem Leben ein und wenden sich entschieden gegen jede Art von Diskriminierung.

Protokollerklärung zu Artikel 2 Absatz 2

Die Vertragsparteien teilen die Überzeugung, dass Frauen und Mädchen die Teilhaberechte weder aus religiösen Gründen von Dritten bestritten noch wegen eines ihrer eigenen religiösen Überzeugung entsprechenden Verhaltens vorenthalten werden dürfen. Dies schließt das Recht muslimischer Frauen und Mädchen ein, nicht wegen einer ihrer religiösen Überzeugung entsprechenden Bekleidung in ihrer Berufsausübung ungerechtfertigt beschränkt zu werden.

Artikel 3

Islamische Feiertage

Folgende islamische Feiertage sind kirchliche Feiertage im Sinne des Hamburger Feiertagsgesetzes mit den Rechten aus § 3 des Feiertagsgesetzes für islamische Religionsangehörige:

1. Opferfest (Id-ul-Adha bzw. Kurban Bayrami) – Einer der zwei Tage ab zehnten Dhul-Hiddscha

2. Ramadanfest (Id-ul-Fitr bzw. Ramazan Bayrami) – Einer der zwei Tage ab ersten Schawwal

3 Aschura – Ein Tag am zehnten Muharram

Die Daten der Feiertage beziehen sich auf den islamischen Mondkalender und werden von den islamischen Religionsgemeinschaften jeweils vorher bestimmt und bekannt gegeben.

Protokollerklärung zu Artikel 3

Die islamischen Religionsgemeinschaften und die Freie und Hansestadt Hamburg sind sich darüber einig, dass die ganztägigen Ausgestaltungen des Ramadan-Festes und des Opferfestes für die muslimischen Gemeinden gleichbedeutend sind mit gottesdienstlichen Handlungen. Der gottesdienstliche Charakter äußert sich nicht nur im morgendlichen Ritualgebet, sondern umfasst den gesamten Tag, der in weiten Teilen ritualisierte Abläufe enthält. Diese Feiertage werden deshalb als Gottesdienst im Sinne des § 3 Hamburger Feiertagsgesetz verstanden.

Artikel 4

Bildungswesen

(1) Die islamischen Religionsgemeinschaften haben nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften das Recht, Bildungs- und Kultureinrichtungen zu unterhalten. Die Vertragsparteien werden sich im Rahmen ihrer finanziellen, organisatorischen und rechtlichen Möglichkeiten gemeinsam dafür einsetzen, das Wirken dieser Einrichtungen auch über die Mitgliedschaft der islamischen Religionsgemeinschaften hinaus verstärkt in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

(2) Unbeschadet des Rechts auf Unterhaltung eigener Bildungseinrichtungen bekennen sich die islamischen Religionsgemeinschaften zum staatlichen Schulwesen, der allgemeinen Schulpflicht und der umfassenden Teilnahme am Unterricht staatlicher Schulen.

Artikel 5

Hochschulausbildung

Die Freie und Hansestadt Hamburg fördert eine Ausbildungsstätte für islamische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Hamburg.

Protokollerklärung zu Artikel 5

Die Vertragsparteien stimmen darin überein, dass die Förderung einer Ausbildungsstätte für islamische Theologie und Religionspädagogik in ihrem Schwerpunkt zunächst auf die Gewinnung in Deutschland ausgebildeter schulischer Lehrkräfte für den Religionsunterricht zielen soll. Sie teilen die Überzeugung, dass das Aufgreifen der Glaubensvorstellungen praktizierender Muslime eine wesentliche Voraussetzung für die wünschenswerte Akzeptanz des Unterrichts bei den muslimischen Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern sein wird.

Die Freie und Hansestadt Hamburg wird sich deshalb unter Beachtung der Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre dafür einsetzen, dass

- die islamischen Religionsgemeinschaften vor der Berufung einer Hochschullehrerin oder eines Hochschullehrers die Möglichkeit zur Stellungnahme erhalten,

- ihnen Gelegenheit gegeben wird, sich zu Lehrinhalten zu äußern, soweit sie schwerwiegende Abweichungen von den islamischen Glaubensgrundsätzen geltend machen, und

- sie in die Erarbeitung von Grundsätzen für eine Akkreditierung von Studiengängen und Formulierung von Prüfungsanforderungen einbezogen werden.

Die islamischen Religionsgemeinschaften erklären, dass sie Stellungnahmen einheitlich abgeben werden. Stellungnahmen, die nicht einheitlich abgegeben werden, lösen keine Verpflichtungen der Freien und Hansestadt Hamburg im Sinne des vorstehenden Absatzes aus.

Artikel 6

Religionsunterricht

(1) Die Vertragsparteien sind sich einig in der Anerkennung der Bedeutung, des Wertes und der Chancen des an den staatlichen Schulen der Freien und Hansestadt Hamburg erteilten Religionsunterrichts in gemischtkonfessionellen Klassenverbänden und Lerngruppen.

Sie streben deshalb im Rahmen von Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes eine Weiterentwicklung an, deren Ziel es ist, eine Verantwortungsstruktur für die Inhalte des Religionsunterrichts im Rahmen von Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes zu schaffen, die sowohl alle Religionsgemeinschaften im verfassungsrechtlichen Sinne gleichberechtigt am Religionsunterricht beteiligt, als auch einen gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit ermöglicht, um so die bestehende dialogische Form des Religionsunterrichtes zu erhalten. Das Nähere wird gesondert geregelt.

(2) Ungeachtet des Absatzes 1 anerkennt die Freie und Hansestadt Hamburg das Recht der islamischen Religionsgemeinschaften, bei Vorliegen aller gesetzlichen Voraussetzungen die Erteilung eines besonderen islamischen Religionsunterrichts nach Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes verlangen zu können.

Protokollerklärung zu Artikel 6 Absatz 1

Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, dass innerhalb der kommenden fünf Jahre Schulpraxis, Didaktik und Rahmenpläne, Lehrerbildung und -zulassung sowie der institutionelle Rahmen für den Religionsunterricht nach Maßgabe von Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes weiterentwickelt werden sollen. Dies soll durch eine Arbeitsgruppe erfolgen, die aus Vertreterinnen und Vertretern der zuständigen Behörde sowie aus Vertreterinnen und Vertretern solcher Religionsgemeinschaften besteht, die beabsichtigen, die Inhalte eines Religionsunterrichts in gemischtkonfessionellen Klassenverbänden und Lerngruppen in Hamburg zu verantworten. Die Arbeitsgruppe legt ihre Ergebnisse den jeweiligen Entscheidungsgremien zum Beschluss vor. Die Beteiligten beachten die ihnen durch Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes zugewiesenen Funktionen.

Artikel 7

Religiöse Betreuung in besonderen Einrichtungen

(1) In öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Heimen, aber auch Justizvollzugsanstalten oder Polizeiausbildungsstätten gewährleistet die Freie und Hansestadt Hamburg den islamischen Religionsgemeinschaften das Recht zur religiösen Betreuung. Sie sind zu Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen, insbesondere zu den islamischen Festtagen, berechtigt. Soweit sich Einrichtungen nicht in staatlicher Trägerschaft befinden, wird die Freie und Hansestadt Hamburg im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf die Gewährleistung der religiösen Betreuung hinwirken.

(2) Der Zutritt zu einer Justiz- oder Polizeieinrichtung setzt das Einverständnis der zuständigen Behörde zur Person der Betreuerin oder des Betreuers voraus; das Einverständnis kann nur aus wichtigem Grund versagt oder widerrufen werden. Der Zutritt zu sonstigen öffentlichen Einrichtungen erfolgt im Benehmen mit dem Träger. Näheres soll durch Vereinbarung mit den öffentlichen, freien oder privaten Trägern der Einrichtungen unter Berücksichtigung des Absatzes 1 geregelt werden.

(3) Die Freie und Hansestadt Hamburg wird darauf hinwirken, dass in den öffentlichen Einrichtungen eine Ernährung angeboten wird, die religiöse Speisevorschriften im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten einhält.

Protokollerklärung zu Artikel 7

Zu Absatz 1

Die Vertragsparteien stimmen darin überein, dass die Gewährleistung des Zugangs der islamischen Religionsgemeinschaften zu öffentlichen Einrichtungen sich nur auf solche Personen bezieht, die die Gemeinschaften vorab benennen. Die für die religiöse Betreuung erforderlichen Räumlichkeiten werden im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten kostenfrei zur Verfügung gestellt. Den zur religiösen Betreuung eingesetzten Personen soll die Möglichkeit gegeben werden, bei der Beschaffung religiöser Literatur beratend mitzuwirken.

Zu Absatz 3

Zu der den islamischen Speisevorschriften entsprechenden Ernährung gehört die Möglichkeit, während des Ramadan ein nächtliches Essen zu sich zu nehmen. Für die Gefangenen des geschlossenen Vollzugs muss dies im jeweiligen Haftraum stattfinden.

Artikel 8

Rundfunkwesen

(1) Die Freie und Hansestadt Hamburg wird sich bei künftigen Verhandlungen über Änderungen der rundfunk- und medienrechtlichen Staatsverträge dafür einsetzen, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und die privaten Rundfunkveranstalter den islamischen Religionsgemeinschaften angemessene Sendezeiten zum Zwecke der Verkündungen und Seelsorge sowie für sonstige religiöse Sendungen gewähren.

(2) Sie wird unter Wahrung der verfassungsrechtlich garantierten Staatsferne des Rundfunks darauf bedacht sein, dass in allen Rundfunkprogrammen die sittlichen und religiösen Überzeugungen der Bevölkerung einschließlich der muslimischen Bevölkerung geachtet werden.

(3) Die Freie und Hansestadt Hamburg wird sich bei künftigen Verhandlungen über die Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge (im Rahmen der Diskussion über die Neubesetzung der Aufsichtsgremien) dafür einsetzen, dass die islamischen Religionsgemeinschaften in den Aufsichtsgremien (NDR-Rundfunkrat, ZDF-Fernsehrat, DLR-Hörfunkrat und den entsprechenden Ausschüssen) angemessen vertreten sind.

Artikel 9

Gewährleistung der Vermögensrechte; Errichtung und Betrieb von Moscheen, Versammlungsräumen, Bildungseinrichtungen und sonstigen Gemeindeeinrichtungen

(1) Die Freie und Hansestadt Hamburg gewährleistet den islamischen Religionsgemeinschaften das Eigentum und andere Rechte an ihrem Vermögen gemäß Artikel 140 des Grundgesetzes in Verbindung mit Artikel 138 Absatz 2 der Weimarer Reichsverfassung.

(2) Die Freie und Hansestadt Hamburg gewährleistet islamischen Religionsgemeinschaften das Recht, im Rahmen der geltenden Gesetze Moscheen, Gebets- und Versammlungsräume sowie Bildungseinrichtungen und sonstige Gemeindeeinrichtungen zu errichten und ihrer Bestimmung entsprechend zu betreiben. Dies schließt die Gewährleistung des Rechts ein, Moscheegebäude der islamischen religiösen Tradition entsprechend, insbesondere mit Kuppeln und Minaretten, auszustatten.

(3) Die Vertragsparteien stimmen darin überein, dass Errichtung und Betrieb von Moscheen, Gebets- und Versammlungsräumen sowie Bildungseinrichtungen und sonstigen Gemeindeeinrichtungen der islamischen Religionsgemeinschaften zur Förderung eines gedeihlichen Miteinanders der muslimischen und der nicht-muslimischen Bevölkerung von akzeptanzfördernden Maßnahmen begleitet werden sollen. Deshalb

1. werden die Vertragsparteien Bedacht darauf nehmen, dass sich Moscheegebäude unbeschadet des Rechts der islamischen Religionsgemeinschaften, sie der islamischen religiösen Tradition entsprechend auszustatten, in ihre jeweilige Umgebung einfügen,

2. wird sich die Freie und Hansestadt Hamburg im Rahmen des geltenden Rechts und unter Beachtung der staatlichen Pflicht zu weltanschaulich-religiöser Neutralität in der Bevölkerung für die Akzeptanz des Errichtens und Betreibens von Moscheen, Gebetsund Versammlungsräumen sowie Bildungseinrichtungen und sonstigen Gemeindeeinrichtungen einsetzen,

3. werden die islamischen Religionsgemeinschaften bei Errichtung und Betrieb von Moscheen, Gebets- und Versammlungsräumen sowie Bildungseinrichtungen und sonstigen Gemeindeeinrichtungen die Ziele von Transparenz und Öffnung verfolgen.

(4) Die Freie und Hansestadt Hamburg wird den Bedarf der islamischen Religionsgemeinschaften an Grundstücken bzw. grundstücksgleichen Rechten, insbesondere bei Erschließung neuer Stadtteile und Aufsiedlung neuer Gebiete, nach Maßgabe des geltenden Rechts berücksichtigen. Macht die Freie und Hansestadt Hamburg einen dringenden öffentlichen Bedarf an Grundstücken oder grundstücksgleichen Rechten der islamischen Religionsgemeinschaften, ihrer Einrichtungen oder Gemeinden geltend, werden die islamischen Religionsgemeinschaften darauf hinwirken, dass die Freie und Hansestadt Hamburg Grundstücke oder grundstücksgleiche Rechte, soweit sie nicht für religiöse Zwecke benötigt werden, zu angemessenen Bedingungen erwerben kann.

(5) Im Rahmen der allgemeinen Gesetze wird die Freie und Hansestadt Hamburg bei der Anwendung enteignungsrechtlicher Vorschriften auf die Belange der islamischen Religionsgemeinschaften Rücksicht nehmen und im Falle eines Eingriffs bei der Beschaffung gleichwertiger Ersatzgrundstücke Hilfe leisten. Bei der Stellung von Ersatzgrundstücken gelten die für die Enteignung maßgeblichen Grundsätze.

Protokollerklärung zu Artikel 9

Die Vertragsparteien stimmen darin überein, dass die Regelungen dieses Artikels die Rechte der islamischen Religionsgemeinschaften an ihrem Eigentum und sonstigem Vermögen nicht beschränken. Dies gilt insbesondere für das Recht, Immobilien, welche sie in Eigentum oder gemietet haben, im Rahmen der geltenden Gesetze für religiöse, soziale, Bildungs-, kulturelle, sportliche und gewerbliche Zwecke zu nutzen oder zu vermieten. Die Vertragsparteien stimmen ebenfalls darin überein, dass die Gewährleistungen des Absatzes 4, wonach die Freie und Hansestadt Hamburg den Bedarf der islamischen Religionsgemeinschaften an Grundstücken bzw. grundstücksgleichen Rechten berücksichtigen wird, nicht die Rechte der islamischen Religionsgemeinschaften auf gewerbliche Einrichtungen und Betätigungen einschließen.

Artikel 10

Bestattungswesen

(1) Die Freie und Hansestadt Hamburg gewährleistet das Recht, auf staatlichen Friedhöfen Bestattungen nach den islamischen religiösen Vorschriften vorzunehmen. Sie stellt hierfür dem Bedarf entsprechende Flächen zur Verfügung.

(2) Die islamischen Religionsgemeinschaften haben auf staatlichen Friedhöfen das Recht zu Gottesdiensten und Bestattungsandachten. Auf den Ablauf anderer Bestattungen ist Rücksicht zu nehmen.

(3) Die gesetzlichen Vorschriften über die Möglichkeiten nichtstaatlicher Friedhofsträgerschaft bleiben unberührt.

Protokollerklärung zu Artikel 10

Zu Absatz 1

Die Vertragsparteien stimmen darin überein, dass die Gewährleistung des Rechts, auf staatlichen Friedhöfen Bestattungen nach den islamischen religiösen Vorschriften vorzunehmen, insbesondere das Recht auf sarglose Bestattungen umfasst. Die dauerhafte Totenruhe wird auf den islamischen Gräberfeldern, auch nach Neuvergabe von Grabstätten, dadurch gewährleistet, dass die Gebeine bereits Bestatteter in der Grabstätte verbleiben. Um die Durchführung islamischer Bestattungen auch in Fällen behördlich veranlasster Bestattungen zu ermöglichen, werden die zuständigen Behörden der Freie und Hansestadt Hamburg und die islamischen Religionsgemeinschaften Verfahren der wechselseitigen Information über Fälle vereinbaren, die die Notwendigkeit einer islamischen Bestattung nahe legen.

Zu Absatz 3

Die Freie und Hansestadt Hamburg anerkennt das Recht aller Religionsgemeinschaften, nach Maßgabe der geltenden Vorschriften eigene Friedhöfe zu unterhalten. Sie sieht sich jedoch gegenwärtig nicht in der Lage, von dem Erfordernis, dass es sich bei dem Friedhofsträger um eine öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaft handeln muss, abzusehen. Ungeachtet dessen ist sie bereit, über die Frage der Friedhofsträgerschaft unter Berücksichtigung von Fortentwicklungen sowohl der Bedarfssituation als auch der strukturellen Leistungsfähigkeit potentieller Friedhofsträger mit den islamischen Religionsgemeinschaften mittelfristig in erneute Verhandlungen zu treten.

Artikel 11

Zusammenwirken

(1) Die Vertragsparteien werden bedarfsabhängig Gespräche zur Intensivierung ihrer Beziehungen führen. Sie werden sich außerdem vor der Regelung von Angelegenheiten, die die beiderseitigen Interessen berühren, miteinander ins Benehmen setzen und zur Besprechung solcher Angelegenheiten zur Verfügung stehen. Dies gilt auch für Gesetzesvorhaben des Senats, die Belange der islamischen Religionsgemeinschaften unmittelbar berühren.

(2) Zur ständigen Vertretung ihrer Anliegen gegenüber der Freien und Hansestadt Hamburg und zur gegenseitigen Information bestellen die islamischen Religionsgemeinschaften eine Beauftragte oder einen Beauftragten bei Senat und Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg.

Artikel 12

Freundschaftsklausel

Die Vertragsparteien werden in Zukunft auftretende Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung oder Anwendung einer Bestimmung dieses Vertrages soweit möglich einvernehmlich klären.

Artikel 13

Schlussbestimmungen

(1) Dieser Vertrag tritt mit der Zustimmung der Bürgerschaft in Kraft.

(2) Die Vertragsparteien werden auf die umfassende Verbreitung und Kenntnis der Vereinbarungen dieses Vertrages bei ihren Organen und Mitgliedern sowie in der Öffentlichkeit hinwirken. Sie stehen einander zur Erläuterung von Verhaltensweisen und Äußerungen ihrer Organe und Mitglieder zur Verfügung, die Inhalte dieser Vereinbarung berühren. Auf begründetes Verlangen einer Vertragspartei stehen sie auch für öffentliche Erklärungen zur Verfügung.

(3) Die Vertragsparteien werden nach Ablauf von zehn Jahren Gespräche mit dem Ziel aufnehmen, im Lichte der gewonnenen Erfahrungen über diesen Vertrag und die Notwendigkeit von Änderungen und Ergänzungen zu verhandeln.

Protokollerklärung zu Artikel 13 Absatz 3

Die islamischen Religionsgemeinschaften streben im Rahmen ihrer weiteren organisatorischen Entwicklung die Erlangung der Rechte von Körperschaften des öffentlichen Rechts nach Artikel 140 des Grundgesetzes in Verbindung mit Artikel 137 Absatz 5 Satz 2 der Weimarer Reichsverfassung an. Die Vertragsparteien stimmen darin überein, dass diesbezügliche Fortentwicklungen auch die Neuordnung der wechselseitigen Beziehungen erforderlich machen werden.

http://www.hamburg.de/contentblob/3551370/data/download-muslim-verbaende.pdf

Neue Hinrichtungswelle im Iran

November 16, 2012

Internationales Komitee gegen die Todesstrafe

Internationales Komitee gegen Steinigung

24. November 2012: Internationaler Tag des Protests gegen den Tsunami von Hinrichtungen im Iran

In einem weiteren Tsunami von Hinrichtungen hat das Islamische Regime des Iran in den letzten zwei Wochen 57 Menschen umgebracht.

Am 11. November erhielten wir die Nachricht, dass 35 Menschen im Wakilabad-Gefängnis Maschhad hingerichtet worden waren, darunter ein 21-Jähriger und vier Afghanen, unter ihnen ein Menschenrechtsaktivist. Am 13. November wurden im Gohardascht-Gefängnis acht Menschen hingerichtet. Am 14. November wurden drei Menschen in Arak öffentlich hingerichtet sowie ein Häftling im Gefängnis von Redscha’i Schahr. Zurzeit warten 3.000 Menschen, viele davon sind noch jung, im Todestrakt iranischer Gefängnisse. Oft dienen Drogenhandel oder vergleichbare Straftaten als Vorwand für diese Morde.

Andere sind in Haft während der Folter getötet worden, darunter Jamil Sowaidi in Ahvaz und der Blogger Sattar Beheshti. In dieser Woche wurde Beheshti im Beisein bewaffneter Sicherheitskräfte begraben. Seine Familie ist wirksam davon abgehalten worden, am Begräbnis teilzunehmen und ist unter Druck gesetzt worden, keinen Kontakt zu den internationalen Medien aufzunehmen. Politische Gefangene, die mit Beheshti inhaftiert waren, haben gemeinschaftlich einen Brief verfasst, mit dem sie seine schrecklichen Folterspuren beglaubigen. Unlängst berichtete der Vater des Todeskandidaten Zanyar Moradi, dass sein Sohn wieder gefoltert wird, zeitgleich berichtet Arbeiteraktivist Shahrokh Zamani in zwei aus dem Gefängnis heraus geschmuggelten Briefen über die entsetzlichen Foltern, die er und andere Häftlinge erlitten haben. Die Misshandlung von weiblichen Gefangenen, darunter Nasrin Sotudeh, ist ebenfalls vor Kurzem in den Medien hervorgehoben worden. Einige Regierungsfunktionäre sprechen davon, die Hinrichtungen zu intensivieren.

Die Hinrichtungen und Ermordungen in Haft haben zum Ziel, die Öffentlichkeit einzuschüchtern und den gesellschaftlichen Protest, der insbesondere aus der Wirtschaftskrise, der weitverbreiteten Armut und der Gegnerschaft zur Regierung entsteht, zu unterdrücken.

Das Internationale Komitee gegen die Todesstrafe hat den 24. November 2012 (ein Samstag) als Tag des internationalen Protests gegen Hinrichtungen und für die Freilassung der politischen Gefangenen im Iran bestimmt. Beteiligen Sie sich an diesem Tag des Protests, um Aufmerksamkeit für diese staatlich organisierten Morde zu erzeugen und die Hinrichtungen zu stoppen. Schreiben Sie einen Protestbrief, beteiligen Sie sich an Aktionen und Demonstrationen an Ihrem Wohnort, führen Sie Solidaritätsaktionen durch … alles Mögliche, dass dazu hilft, unserer gemeinsamen Stimme gegen Hinrichtungen und Folter Gehör zu verschaffen.

Mina Ahadi

Internationales Komitee gegen die Todesstrafe

Internationales Komitee gegen Steinigung

Telefon: 0049 (0) 1775692413

E-Mail: minnaahadi@gmail.com

http://notonemoreexecution.org

http://stopstonningnow.com/wpress/

24 November

International Day of Protest against tsunami of executions in Iran

In another tsunami of executions, the Islamic regime of Iran has executed 57 people in the last two weeks.

On 11 November, we received news that 35 people had been executed in Vakilabad Prison in Mashad, including a 21 year old and 4 Afghans (one of whom was a human rights campaigner). On 13 November, 8 were executed in Gohardasht prison. On 14 November, 3 were publicly executed in Arak and 1 was executed in Rejaee Shahr Prison. Currently, 3,000 people, many young, are on death row in Iran. The pretext for these killings is often drug trafficking or similar offences.

Others have been killed under torture whilst in custody, including Jamil Sowaidi in Ahvaz and blogger Sattar Beheshti. Beheshti was buried in the presence of armed security forces this week. His family was effectively prevented from holding his funeral and were put under pressure not to contact international media. Political prisoners who were with Beheshti have written a joint letter attesting to his heinous torture marks. Death row prisoner Zanyar Moradi’s father recently reported that his son is again being tortured in prison whilst labour activist Shahrokh Zamani recently reported on the horrific tortures he and others have faced in prison via two letters smuggled out from prison. The maltreatment of women prisoners, including lawyer Nasrin Sotoudeh, has also recently been highlighted in the media. There is talk of stepping up executions from some officials.

The executions and deaths in custody are meant to intimidate the public and stifle social protests, particularly given the economic crisis and widespread poverty and opposition to the regime.

The International Committee against Executions has designated Saturday 24 November as an international day of protest against executions and for the release of political prisoners in Iran. Join this day of protest to bring attention to and stop the state-sponsored killings. Write a protest letter, joining actions and rallies in your city of residence, carry out acts of solidarity… anything that will help raise our voices in unison against the executions and torture.

Mina Ahadi

International Committee against Execution

International Committee against Stoning

Telefon: 0049 (0) 1775692413

E-Mail: minnaahadi@gmail.com

http://notonemoreexecution.org

http://stopstonningnow.com/wpress/

Neukölln ist überall ist keine Nazipropaganda

November 11, 2012

Neukölln ist überall lautet der Titel des neuen Buches von Heinz Buschkowsky. Schonungslos entlarvt der unbequeme Bezirksbürgermeister die Mittäterschaft der Kulturrelativisten am drohenden dauerhaften Misslingen der Integration (nämlich in allgemeine Menschenrechte und ernst gemeinten freiheitlichen Rechtsstaat) ebenso wie er die erschreckende Bildungsferne und Straßengewalt sowie die in etlichen Einwanderermilieus leider typischen Tendenzen von selbstgewählter Abschottung, Verweigerung grundgesetzlicher Normen oder radikaler Islamisierung kritisiert. Mit erstaunlicher Aggressivität versuchten nun Deutschlands professionelle Islambeschöniger und andere Parteigänger der Multikultur, den nüchternen Beobachter und Autoren unglaubwürdig zu machen. Zum freiheitlich demokratischen Glück wird diesem am 8. November 2012 der folgende Aufruf zur Solidarität zuteil; die Signaturen, siehe Quellenteil, findet man etwa bei Wissen bloggt.

Für Aufrichtigkeit und Offenheit in der Integrationsdebatte!

Humanisten und Menschenrechtler verurteilen die Verunglimpfung von Heinz Buschkowsky. Ein Aufruf.

Mit stetig wachsender Sorge betrachten wir den Verfall der demokratischen Debattenkultur, wenn brisante Themen wie Integration, Parallelgesellschaften und Frauenrechte in bestimmten Migrantencommunitys zur Sprache gebracht werden. Heinz Buschkowskys Buch „Neukölln ist überall“ hat erwartungsgemäß die üblichen Verharmlosungs- und Diffamierungsreflexe hervorgerufen. Große Teile der Kritik, die nun dem Autor entgegenschlägt, zeichnet sich durch Unwilligkeit und Unfähigkeit aus, einem nachdenklichen und problemorientierten Text angemessen zu begegnen, der Befunde in konkrete Lösungsvorschläge überführt.

Durchaus gibt es kritische Stimmen, die sich sachlich mit dem Buch von Heinz Buschkowsky auseinandersetzen. Das ist legitim und sollte im Sinne einer gesellschaftspolitischen Debatte auch selbstverständlich sein. Auch wir als VerfasserInnen und UnterzeichernInnen dieses Aufrufs stimmen nicht mit jeder einzelnen Aussage von Heinz Buschkowsky überein. Wir wenden uns daher folgerichtig auch nicht gegen die wenigen ernstzunehmenden Buschkowsky-Kritiker, sondern gegen die Mehrheit der Polemisierer und Diffamierer, die mit Rassismus- und Rechtspopulismusvorwürfen, Breivik-Vergleichen und sprachlichen Entgleisungen zeigen, dass sie an keiner sachlichen Auseinandersetzung interessiert sind. Aus diesem Umfeld, das sich in den letzten Wochen lautstarkmarktschreierisch in der Öffentlichkeit artikuliert hat, werden wir ständig mit Falschaussagen und Halbwahrheiten versorgt, wie sie haarsträubender kaum sein könnten. Wenn nun etwa die Rede davon ist, dass Buschkowsky weder Lösungen noch Positivbeispiele aufzeige, dann muss man davon ausgehen, dass bestimmte Kritiker sich an einer Buchkritik ohne vorhergehende Lektüre versuchen. Buschkowskys Lösungsversuche, denen man selbstverständlich zustimmend oder ablehnend gegenüberstehen darf, sind mannigfaltig und umfassen: altersgerechte Sachleistungen statt Kindergeld; Kindergartenpflicht; Ausbau von Ganztagsschulen; gezielte Sprachförderung; stärkere Konzentration auf Unterschichtenkinder im Bildungssystem; eine andere Debattenkultur; konsequente Sanktionierung von Fehlverhalten usw. Beispiele für gelungene Integration werden, entgegen der Behauptungen seitens der Kritiker, in dem Buch mehrfach genannt, so auf den Seiten 59-60, 79-81, 112-113, 286-290, 301-302, 311-312 und 322-324. Der Schwerpunkt des Buches liegt freilich auf der Betrachtung der Beispiele für misslungene Integration, was aber bei einem Text, der sich als problemorientierte Fehleranalyse versteht, auch gar nicht anders sein könnte. Der Vorwurf, dass Buschkowsky die Namen seiner Gewährsleute nicht nennt und immer nur von „einer Lehrerin“ oder „einem Polizisten“ schreibt, verwundert: Denn gerade der Umgang der Kritiker mit Buschkowsky macht es doch mehr als verständlich, dass der Autor des Buches seine Helfer durch Anonymisierung davor bewahren will, zur Zielscheibe von Diffamierungen und Schikanen zu werden.

Die in einem Leitartikel der Frankfurter Rundschau zu Ausdruck gebrachte Mahnung, „Es wäre viel gewonnen, wenn jetzt keine Debatte über den Lokalpolitiker Buschkowsky entsteht“, blieb leider ungehört. Ein Diffamierungskartell, das fürchtet, die Meinungshoheit über ein ihm ohnehin entgleitendes Problem zu verlieren, zwingt der Öffentlichkeit und somit auch uns diese Debatte auf, da Schmähkritik nicht unwidersprochen bleiben darf. Wir fordern eine Rückkehr zu den Sachthemen der Integration. „Neukölln ist überall“ bietet dafür gute Ansatzpunkte.

Nicht wenige der Kritiker zeigen selbst eine fragwürdige paternalistiche Haltung gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund und sind bislang bei der Bekämpfung gravierender Probleme und Gefahren in der Einwanderungsgesellschaft („Ehrenmord“, Zwangsheirat usw.) kaum bemerkbar in Erscheinung getreten. Da sie eine aufrichtige Debatte um Integrationsdefizite behindern, sind sie Teil des Problems und nicht Teil der Lösung. Verräterdebatten wie die gerade stattfindende, in der der gute Ruf Neuköllns höher gewichtet wird als die Überwindung der Probleme Neuköllns, sind nicht zielführend. Einen Bürgermeister, der „seinen Bezirk schlechtredet“, in die Rolle des Nestbeschmutzers zu drängen, zeugt von einem Mangel an Kritikfähigkeit und demokratischer Debattenkultur.

Sieben der Neuköllner Initiativen, die sich gemeinsam öffentlich gegen Heinz Buschkowsky positioniert haben, wurden von uns mit der Bitte angeschrieben, die Anstoß erregenden Passagen des Buches exakt zu benennen. Vier davon haben nicht geantwortet. Eine hat uns in einem kurzen Schreiben auf später vertröstet, eine andere hat lediglich eine einzelne Textstelle angegeben, die bereits mehrfach in der Presse zitiert worden war. Die siebente hat drei Textstellen präsentiert, in denen auch bei näherer Betrachtung nichts Anstößiges zu finden ist. Mit anderen Worten: Bis jetzt ist nicht der Eindruck entstanden, dass bei den als Kritikern auftretenden Initiativen eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit dem Text stattgefunden hat. Die Behauptung, Buschkowskys Buch würde die Arbeit dieser Initiativen erschweren oder bei Betroffenen gar „psychologische Belastungen“ hervorrufen, halten wir für wenig überzeugend. Durchaus denkbar ist aber, dass bei manchen Initiativen auch der Gedanke eine Rolle spielt, dass Buschkowskys Buch die Forderung nach mehr Erfolgskontrollen bei der Integrationsarbeit zur Folge haben könnte – und dass solche Kontrollen letztendlich dazu führen könnten, den Fluss weiterer staatlicher Gelder für die nachprüfbar erfolglosen Initiativen infrage zu stellen.

Wir treten Rassismus und Fremdenfeindlichkeit genauso entschieden entgegen wie allen gegen die Menschenrechte, Rechtsstaat, Demokratie und Pluralismus gerichteten Ideologien und Bewegungen, gleichviel ob sie religiös oder weltanschaulich begründet werden. Unbegründete Rassismusvorwürfe sind aber dem Kampf gegen wirklichen Rassismus abträglich. Eine an humanistischen Leitideen orientierte Integrationsdebatte zeichnet sich dadurch aus, dass sie den Menschen unabhängig von seiner Herkunft als mündiges Wesen ernst nimmt und auf eine pauschalisierende Viktimisierung verzichtet. Ein von Paternalismus geprägter Opferdiskurs, wie er in den Kreisen der Problemverharmloser gepflegt wird, ist nicht das Gegenteil des rechtsextremen Täterdiskurses, sondern seine spiegelbildliche Entsprechung. In einem Land die Einhaltung der hiesigen Gesetze einzufordern, ist mitnichten, wie Buschkowsky von der Gegenseite unterstellt wird, ein rechtspopulistisches Argumentationsmuster, sondern ein legitimer Aufruf zur Anerkennung einer auf Menschenrechten und demokratischer Entscheidungsfindung beruhenden säkularen Rechtsordnung.

Wir fordern daher eine aufrichtige, offene, sachliche und problemorientierte Integrationsdebatte, die Verunglimpfungen kritischer Stimmen vermeidet und keine Tabus aufbaut.

Signaturen siehe

WISSEN BLOGGT am 8. November 2012

http://www.wissenbloggt.de/?p=13825

Anmerkung vom Blogbetreiber im Hinblick auf die im Aufbau befindlichen universitären Islamischen Theologischen Studien und die IGD, die laut NRW-Landesregierung (14.04.2010) „zu den Strukturen der Muslimbruderschaft in Deutschland“ gehört:

Drucksache 14/10881 vom 18.03.2010, Kleine Anfrage 3835 des Abgeordneten Rüdiger Sagel an die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen: Bedrohung und Verfolgung von anders denkenden Muslimen durch radikal-islamische Netzwerke an der Universität Münster?

http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-10881.pdf?von=1&bis=0

Bedrohung und Verfolgung von anders denkenden Muslimen durch radikal-islamische Netzwerke an der Universität Münster?

LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN

14. Wahlperiode

Drucksache 14/11030

14.04.2010

Antwort

der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 3835 vom 18. März 2010 des Abgeordneten Rüdiger Sagel fraktionslos Drucksache 14/10881

Im Kontext des “Fall Kalisch” an der Universität Münster engagierte sich eine Person, die sich als Hamza Ali Idenoglu bezeichnete. Diese Person trat in sämtlichen Internet-Forenbeiträgen, Leserkommentaren und E-Mail-Rundschreiben für den studentischen Boykott gegen das Centrum für Religiöse Studien an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und für die Entlassung von Prof. Dr. Muhammad Sven Kalisch ein. … Des weiteren wird auf muslimische Studierende der Islamischen Religionspädagogik systematisch Druck ausgeübt, die Lehrveranstaltungen von Prof. Kalisch zu boykottieren und die Solidaritätserklärung nicht zu unterzeichnen. Ansonsten würden den Studierenden religiöse, berufliche und persönliche Konsequenzen drohen. … Er erwähnt persönliche Beziehung zu einem Senatsmitglied der Hochschule Münster und kennt sich sehr gut in den hochschulpolitischen Strukturen aus. …

Wie in anderen Städten auch sind in Münster verschiedene, vom Verfassungsschutz dem islamistischen Spektrum zugeordnete Vereine und Gruppierungen vorhanden. So wird beispielsweise ein islamisches Zentrum der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland e. V. (IGD) zugerechnet, die zu den Strukturen der Muslimbruderschaft in Deutschland gehört. Das Imam-Mahdi-Zentrum z. B. gilt als Begegnungsstätte für Anhänger der schiitisch libanesischen Hizb Allah.

http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-11030.pdf?von=1&bis=0

Im Iran wird wieder gesteinigt

November 8, 2012

Internationales Komitee gegen Steinigung

International Committee against Stoning – ICAS

08.11.2012

Offener Brief an den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz

Die EU muss gegen das barbarische Regime im Iran sofort etwas unternehmen

Sehr geehrter Herr Schulz,

das Internationale Komitee gegen Steinigung kämpft weltweit gegen eine der brutalsten Todesstrafen. Ein sehr großer Erfolg unserer Organisation war die weltweite Kampagne gegen Steinigung von Sakineh Mohammadi Ashtiani. Das Islamische Regime des Iran hat daraufhin sein Strafrecht geändert, und überall war die Rede von einer faktischen Abschaffung dieses grausamen Umgangs mit Menschen.

Letzte Woche erreichte uns die Nachricht, dass vier Frauen gesteinigt wurden, deren Leichen inzwischen der Gerichtsmedizin übergeben wurden. Den Frauen waren Drogenkonsum und illegale geschlechtliche Beziehungen zur Last gelegt worden, wobei die Steinigung nur für letzteren Vorwurf verhängt werden kann. Ob ihre Angehörigen von der staatlich angeordneten Ermordung benachrichtigt wurden, ist nicht bekannt. Beobachter teilten jedenfalls mit, dass die Leichen nicht nur Spuren der Steinwürfe aufwiesen, sondern auch Spuren zuvor erlittener Folter.

In der vergangenen Woche wurden im Iran mehr als 24 Personen hingerichtet. Allein am Mittwoch, den 7. November waren es im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis zehn Personen, in Schiras drei und in Kerman eine Person, die hingerichtet wurden.

Der Iran hat einen Blogger im Gefängnis ermordet. Satar Beheshti wurde am Montag, den 29. Oktober festgenommen und neun Tage später hat seine Familie diese Nachricht bekommen: Ihr könnt jetzt ein Grab kaufen, Satar ist tot. Heute, am 7. November wurde Satar begraben, aber seine Familie hatte noch nicht einmal Möglichkeit, seine Leiche zu sehen.

Das Internationale Komitee gegen Steinigung fordert die Staaten der Europäischen Union dazu auf, ihren Protest einzulegen und für Aufklärung dieses Sachverhalts zu sorgen, indem sie eine Delegation nach Teheran entsenden oder den iranischen Botschafter einbestellen und von ihm eine Erklärung verlangen, ob und wieso diese Frauen gesteinigt wurden.

Wir fordern, dass die Europäische Union diese Welle von Mord und Hinrichtung verurteilt und nicht länger wegschaut.

Wir verlangen den Abbruch der Beziehungen mit einem Regime, das Frauen steinigt und seine Bürger derartig brutal behandelt. Wir erwarten, dass die Länder der Europäischen Union die Botschaften des Iran schließen.

Mina Ahadi

Telefon: 0049 (0) 1775692413

E-Mail: minnaahadi@gmail.com

Internationales Komitee gegen Steinigung

International Committee against Stoning – ICAS

http://stopstonningnow.com/wpress/

Der Cheftheologe und die Grundfreiheiten

November 7, 2012

أحمد محمد الطيب

Aḥmad Muḥammad aṭ-Ṭaiyib

Ahmad Mohammad al-Tayyeb

Al-Azhar-Dokument der Grundfreiheiten

Der stets auf Lebenszeit ernannte Großimam oder Großscheich der Azhar gilt vielen Sunniten als oberste geistliche und islamrechtliche Autorität. Neun Tage nach dem Tod von Muhammad Sayyid Tantawi (10.03.2010) erlangte Ahmed al-Tayyeb[1] das Amt, der zwischen 2002 und 2003 Ägyptens Großmufti war. Am 8. Januar 2012 verkündete Großscheich al-Tayyeb das Al-Azhar-Dokument für Grundfreiheiten.[2] Übersetzung aus dem Englischen und menschenrechtsuniversalistische Kritik am Al-Azhar Document for Basic Freedoms von Jacques Auvergne.

Nicht, dass Ägyptens rebellische Frauenrechtlerinnen, sture Kopten oder aufmüpfige Blogger 2012 die Situation falsch verstehen, so ließe sich mit dem Imām al-Kabīr beginnen, dem Großimam oder Großscheich von al-Azhar. Nicht etwa der Eintritt in die Rechtsnormen von Gleichheit für Frauen und Nichtmuslime habe jetzt dem am 25. Januar 2011 ausgebrochenen Volkszorn gegen den am 11. Februar zurückgetretenen Präsidenten Ḥusnī Mubārak und dessen System zu entspringen. Das wäre unkultiviert gegenüber dem nationalen Erbe und undankbar gegenüber Allah.

Ohne frühlingshaftes Blühen kein Fruchtbringen und ohne Dankbarkeit keine Moral, die von Ägyptens Elite aus Islamischem Klerus und muslimbrudernahen Politikern demnächst als staatstauglich festgestellte Definition der Grundfreiheiten sei die wahre Frucht, die aus den Blüten des Rabīʿ al-ʿArabī, des Arabischen Frühlings gereift ist, so jedenfalls meint es Spitzentheologe Ahmad Mohammad al-Tayyeb, der offensichtlich nur den Islamkundigen (al-Tayyeb: „Gelehrte“) zubilligt, den ägyptischen Takt vorzugeben:

Nach den Revolutionen, durch die Freiheiten und Gleichheit hervorsprießen konnten und die den Weg bahnten für die Vorstellung einer umfassenden Reform und Entwicklung, muss es für Ägypter, Araber und die ganze muslimische Welt nur als folgerichtig erscheinen, sich nach einer Initiative zu sehnen, mit welcher Gelehrte und Intellektuelle die Beziehung zwischen den grundsätzlichen Prinzipien der Scharia und jener Zusammenstellung von Grundfreiheiten definieren, die von allen internationalen Vereinbarungen angenommen worden sind und die nun von der Kultur und der Erfahrung des ägyptischen Volkes geschaffen werden.

Mit den erwähnten zwischenstaatlichen Verträgen und Abkommen meint der Chef von al-Azhar also auch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948) und die Kairoer Menschenrechtserklärung (1990).

Schariagelehrte und politische Eliten sollen sich, dem Volke enthoben, zur Beratung treffen. Der simple Untertan im Land am Nil, ob Edelmuslim oder herabgestufter Christ oder im Rang noch tiefer angesiedelt, soll gefälligst etwas bejubeln („sich sehnen“), was zeitnah in Hinterzimmern beschlossen werden wird.

Bei der Definition dieser Beziehung sollen die Gelehrten die Grundlagen und Grundsätze jener Grundfreiheiten aufstellen und Rahmenbedingungen festlegen, die ihre künftige Weiterentwicklung schützen.

Weiterentwickeln in Richtung der islamisch verstandenenen Begrifflichkeit des Allgemeinwohls selbstverständlich, des immer noch genauer eingehaltenen Schariagesetzes, denn allen säkular oder anderweitig unislamisch verursachten Rückschlägen zum Trotz muss weitere „Entwicklung“ (development) möglich sein – in Richtung des zu erneuernden Kalifats.

Ob Entwicklung oder Aufbau, mit development vergleiche man den zu Gebäude, al-bināya, und Erbauer oder Maurer, al-bannāʾ, gehörenden Partikel bināʾ im Namen der Partei der libyschen Muslimbrüder, Partei für Gerechtigkeit und Aufbau, Ḥizb al-ʿAdāla wal-Bināʾ, der wenig zufällig dem türkischen Adalet ve Kalkınma Partisi entspricht, Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP, Justice and Development Party).

Auch die baustellentaugliche Verwendung des deutschen konstruktiv im weltweit aggressiv betriebenen Islamverharmlosen gehört zum proislamistischen Gebäude (bināya) oder Aufbau (bināʾ). Udo Steinbach attestierte schon 2001 den angeblich mehrheitlich islamfreundlichen Deutschen und nur ihnen: „eine konstruktive Tendenz“ und das Streben, „einen konstruktiven Zugang zur islamischen Welt insgesamt zu finden“.[3] Aiman Mazyek forderte 2007 sportiv und ritterlich: „Sie als Jude, als Christ, Sie als Muslim, ja auch der Humanist sollen Ihren Hut in den Ring werfen und konstruktiv am Dialog der Kulturen mitwirken.“[4] Der global denkende Ayyub Axel Köhler schließlich orakelte im Folgejahr ein nachsäkulares: „wenn wir in Deutschland ein gutes Beispiel für die Welt geben könnten, wie die Religionen friedlich und konstruktiv für das Gemeinwesen zusammenleben.“[5]

Die muslimbrudernahe Partei „baut auf“.

Und Allah ist der größte Baumeister:

Dazu zählen Glaubensfreiheit, Freiheit der Meinungsäußerung, Freiheit der wissenschaftlichen Forschung und die Freiheit des literarischen und künstlerischen Schaffens. Alle diese Freiheiten sollten ihren Ansatz darin haben, den Zielen der Scharia zu dienen (All these freedoms should have their roots in serving the objectives of the Shari`ah) und dem Geist moderner Staatsverfassung ebenso zu entsprechen wie den Anforderungen nach einem sich entwickelnden menschlichen Wissen.

Der ägyptische Wissenschaftler oder der deutsche Freund von universitärer Imamausbildung und schulischer bekennender Islamlehre freue sich nicht zu früh: Was auch immer der forschende Mediziner, Psychologe, Kriminologe oder Jurist morgen oder übermorgen feststellen wird, Allahs Wirken und Befehl ist, uranfänglich und ewig bleibend, immer schon dort, und wenn hier etwas gekürzt oder sonstwie beschädigt werden muss, das himmlische Gesetz bleibe gefälligst ohne jeden Kratzer. Von einem Kompromiss war auch gar nicht die Rede.

Die Machtergreifung. Dass freche Religionslosigkeit oder strebsamer Religionsunterricht, auch der christliche, oder dass Presse, Funk und Kulturbetrieb der Durchsetzung des Islamischen Rechts zu dienen haben ist gar nicht mehr in Frage zu stellen. Ab sofort haben Ägyptens Politiker diesen Ausgleich ihres Handelns mit den Vorgaben von Koran und Sunna permanent herzustellen und das wird weltweit zu spüren sein.

Modernisierungsdiktator Gamal Abdel Nasser, der die Muslimbruderschaft (Hinrichtung ihres radikalislamischen Theoretikers Sayyid Qutb 1966) eigentlich nur deshalb bekämpfte, um selbst an der Macht zu bleiben und der, vernunftfeindlich, an eine Echtheit der antisemitischen Protokolle der Weisen von Zion glaubte, legte 1961 fest, dass der ägyptische Präsident den Azhar-Großscheich aus den Reihen der Ulama ernennt. Bis dahin hatten die schariapflichtigen Ulama ihr Oberhaupt selbst gewählt. Ganz auf der in Deutschland postmodern beschworenen, berüchtigten Augenhöhe schiebt sich die deutlich entmachtete Azhar heute, ein halbes Jahrhundert später, als theokratische Zweitregierung neben die nichtklerikale Staatsführung und bietet der ägyptischen Öffentlichkeit implizit sogar die spätere ausschließliche Führungsübernahme an, die dem Vorbild der Gelehrtenherrschaft von Ayatollah Chomeini folgen könnte und dem letztlich einzigen von Allah gebilligten politischen Führungsstil folgen muss, der prophetischen Herrschaft Mohammeds oder wenigstens derjenigen der Ḫulafāʾ ar-Rāšidūn, der bis zum Tod von ʿAlī bin Abī Ṭālib im Jahr 661 göttlich „rechtgeleiteten“ Kalifen.

Diese Beziehung soll die spirituellen Energien der Nation in Treibstoff (fuel) und Motivation für Entwicklung und Fortschritt (development and progress) verwandeln und ein Werkzeug sein zum Erzielen von sowohl spirituellen als auch materiellen Vorteilen. Zu diesem Zweck sollen dauernde Anstrengungen unternommen werden, damit verständnisvolle kulturpolitische mit aufgeklärten religiösen Argumenten harmonieren (where wise cultural rhetoric goes in harmony with enlightened religious rhetoric) und beide auf jenem fruchtbringenden Pfad in die Zukunft voranschreiten, dessen Ziel klar sein sollte.

Im Wort aufgeklärt (enlightened) verbirgt sich die Bedeutung klar oder licht, doch wer im Islam für Klärung sorgt, ist Allah, und Licht bringen nur Koran und Hadith in die Finsternis der Politik. Al-Tayyebs „Ziel“, das schließlich jedem Ägypter „klar sein sollte“, ist die Erlangung des Wohlgefallens Allahs im Diesseits und im Jenseits, was ohne totalitäre islamische Durchgestaltung des Gesellschaftssystems (Niẓām Islāmī) nicht funktioniert; Sayyid Qutb redet von der irdischen Errichtung der Ḥakimīya li-Llah (Herrschaft Allahs, Allahkratie).

Der Gott von Koran und Sunna muss Souverän werden. Auch für den Großscheich von al-Azhar ist das Erfolgskriterium für „Entwicklung und Fortschritt“ (development and progress) das möglichst genaue Einhalten der Schariagesetze durch möglichst viele Ägypter. Der stur an seiner Religion festhaltende Jude oder Kopte, der rebellische Atheist oder der kaum geringeres Verderben auf Erden (fasād fil-arḍ, pers. fasad-fel-arz) stiftende muslimische Säkulare steht „development and progress“ und damit al-Tayyebs Zweck und Ziel vermutlich im Weg. Eigentlich müsste man diesen fahrlässig oder berechnend handelnden Verhinderer des allgemeinen Wohls (maṣlaḥa, public interest, öffentliches Interesse; istiṣlāḥ, to deem proper, es für geboten halten) öffentlich als Volksschädling brandmarken; das ägyptische Bildungs- und Erziehungswesen darf er, der die Revolution des Arabischen Frühlings so falsch verstanden hat, sicherlich nicht beeinflussen.

Über den eingehaltenen Dhimmistatus dürfen Ägyptens Christen noch für einige Zeit zum gesamtägyptischen sprich schariakonformen „fuel“ oder Kraftstoff beitragen, auf Dauer aber und bei fortgesetzter europäischer volkspädagogischer Islamverharmlosung könnte sich auch in Ägypten das nichtmuslimische Problem so auflösen wie in den ländlichen Regionen der Arabischen Halbinsel geschehen und seit Kurzem auch in den allermeisten Dörfern des Iran, in Afghanistan oder in Pakistan, wo es, durchaus islamkonsequent, gar keine Juden oder Christen bzw. (in Afghanistan und Pakistan) keine Bahai, Buddhisten oder Hindus mehr gibt. Dort nämlich waren die Dhimmis oder Harbis von Koranlehrern zu „fuel“, Brennstoff für die im Koran beschriebenen Flammen des Höllenfeuers erklärt worden, und anlässlich irgendwelcher Gerüchte verbrannten muslimische Eempörte die Häuser der Nichtmuslime und vertrieben oder ermordeten die Bewohner, das ist die reinigende Kraft von Hisba[6] und Dschihad.

Luxor ist der Geburtsort von Großimam al-Tayyeb, dessen menschenrechtsbezogenen Text aus dem Januar 2012 wir hier betrachten. Ausgerechnet in al-Tayyebs Heimatprovinz Luxor in der Ortschaft Qurna geschieht es neun Monate später, im Oktober 2012, dass Lehrerin Iman Kilani (Īmān Kīlānī; Eman Abu Bakar) zur Schere greift und jenen zwei Mädchen, Ola El-Kassem (Ola El-Qassem) und Mona El-Rawi, die als einzige in der Klasse immer noch kein Kopftuch tragen und zur Strafe zuerst zwei Stunden lang mit den Händen auf dem Kopf in der Ecke stehen mussten, vor der ganzen Klasse die Haare um zwei Zentimeter abschneidet. Wie wir auf zwei Fotos sehen, trägt die das himmlische Strafgericht fürchtende Pädagogin einen schwarzen Niqab,[7] den ultraorthodoxen islamischen Gesichtsschleier, sowie Überwurf und Handschuhe gleicher Farbe und fordert nach wie vor alle Mädchen ab dem Alter von zehn Jahren auf, ihr Haar zu bedecken: „Our religious traditions make it obligatory. Unsere religiösen Traditionen schreiben das so vor.“ Der amtierende Großscheich von al-Azhar hat sicherlich besonderes Interesse an seiner oberägyptischen Heimatstadt und könnte Frau Kilani nun doch eigentlich sagen, dass sie die kopftuchlosen zehnjährigen Mädchen nicht unter Druck setzen soll. Er wird es nicht tun.

Ezbet al-Nakhl ist ein Kairoer Slum, dessen Bevölkerung stark anwächst und inzwischen 650.000 oder 730.000 Einwohner hat, von denen 8.000 als Zabbālīn arbeiten, das bedeutet Müllsammler. Dem zurzeit inhaftierten Christen Alber Saber (Albert Saber), der schon gegen Ḥusnī Mubārak gewaltfrei aktiv war, wurde vorgeworfen, den von dem in den USA lebenden Kopten, Drogenhersteller und Scheckbetrüger Nakoula Basseley hergestellten islamkritischen Kurzfilm Innocence of Muslims ins Internet gestellt zu haben, wofür es zwar keinerlei Beweise gibt, aber wofür dem 27-jährigen ägyptischen Blogger bis zu fünf Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe drohen. Unlängst umlagerte ein radikalislamisch erregter Mob sein im berüchtigten Kairoer Vorort Ezbet al-Nakhl gelegenes Haus und drohte es abzubrennen und seine Familie zu vertreiben. Saber selbst rief die Polizei zu Hilfe und wurde anschließend in Polizeigewahrsam gefoltert. Die Familie musste inzwischen an einem anderen Ort unterkommen.[8]

Nach Meinung des ägyptischen Menschenrechtsaktivisten Gamal Eid ist die Anklage gegen Alber Saber in eine ganze Reihe von gerichtlichen Anschuldigungen gegen Ägypter einzuordnen, mit denen seit dem Wahlsieg der Muslimbrüder und Salafisten echten oder vermeintlichen Islamkritikern und dabei besonders leicht den in traditioneller kulturrassistischer Dhimma wirtschaftlich und juristisch diskriminierten Christen Verächtlichmachung der Religion (contempt for religion) vorgeworfen wird: “Wir spüren deutlich, wie sehr sich viele extreme Islamisten durch das Erstarken der Muslimbruderschaft darin ermutigt fühlen, ihre repressiven Ansichten der Gesellschaft aufzuerlegen.[9]

Im Juli 2012 wurde ein Student der Ingenieurswissenschaften, der mit seiner Freundin in einem Park in Suez einen romantischen Spaziergang unternehmen wollte, von Islamaktivisten umgebracht. Die sich offensichtlich als Islamische Moralhüter oder selbst ernannte Religionspolizei verstehenden Bärtigen forderten den jungen Mann auf, sich sofort von seiner Freundin zu trennen und den Park zu verlassen, da beide schließlich nicht verheiratet sind. Vielleicht gab der Student Widerworte oder folgte dem Befehl nicht, jedenfalls wurde er niedergestochen und verstarb im Krankenhaus an den Wunden. Auf Facebook übernimmt eine religiöse Gruppe Verantwortung für die Tat, die sich, ganz im Stil der afghanischen Taliban oder saudi-arabischen Muṭawwiʿūn, „Behörde zur Beförderung der Tugend und Verringerung des Lasters“ nennt.[10]

Zurück zu Großscheich al-Tayyeb, der Allahs diskriminierendes Himmelsgesetz in Hinterzimmern charismatischen weltlichen Herren erklären und zu einem schariakonformen Ausgleich bringen lässt:

Und so fassten die Mitglieder der Gruppe von Azhar-Gelehrten und ägyptischen Intellektuellen – die das erste Dokument unter Schirmherrschaft von al-Azhar publizierten und dann eine Erklärung zur Unterstützung der arabischen Aufstände abgaben – die Ergebnisse ihrer Treffen zusammen und diskutierten den grundlegenden gemeinsamen Nenner des Rahmens der Freiheiten und Menschenrechte.

Gemeinsam verabschiedeten sie eine Sammlung von Prinzipien und Regeln, die den Geist der Freiheit und Gleichheit regeln (to approve a collection of principles and regulations that govern the idea of freedom of equality) und dabei die Erfordernisse der gegenwärtigen historischen Situation, die Notwendigkeit der Bewahrung sozialer Harmonie und das Allgemeinwohl in dieser Phase demokratischen Wandels berücksichtigen. In diesem Prozess soll sich das Land seine verfassungsgebenden Institutionen in einer sicheren und säuberlichen Weise aufbauen mit Hilfe von Allah Dem Allmächtigen (the country shall build its constitutional institutions in a secure and proper manner and with help from Almighty Allah).

Um den koranverträglichen Staat, um die Ägyptische Islamdemokratie zu verwirklichen, muss die Verfassung die Scharia aufsaugen wie ein Schwamm das Wasser. Wo Koran und Sunna eindeutige Vorschriften oder Verbote ausgesprochen haben, hat der Ägypter, auch der Experte, diese Grenzen nicht anzutasten; die letzten juristischen Feinheiten von halal und haram regeln sowieso und permanent die Allahs Wollen und Wirken erdenden Ulama. Im schicksalsschweren demokratiebezogenen Übergang, nur Gottlose halten dabei einen vollzogenen Übergang zur säkularen Demokratie für wertvoll, berücksichtigen wir die schädliche Prägung der Menschen durch Säkularismus, Feminismus und andere Erscheinungsformen der Dschahiliyya.

Da seit der Arabellion Seelenheil und Volkswohl so sehr bedroht sind, wird nicht mehr ausreichen, was seit 32 Jahren (Verabschiedung per Referendum, 9. September 1971) oder 41 Jahren (Verkündung und Inkrafttreten) Artikel Zwei der ägyptischen Verfassung feststellt: „Der Islam ist Staatsreligion, Arabisch ist Amtssprache und die Scharia ist die Grundlage der Gesetzgebung“, neue Schariaparagraphen werden jetzt beschlossen und durchgesetzt werden müssen.

Ein Sinn für Zahlensymbolik mag einen gewissen Hamburger Studenten für Städtebau und Stadtplanung (1992 bis 1999) und seine achtzehn koranbegeisterten Mitstreiter beflügelt haben, Mohammed Atta, der seine 2.970 Menschen ermordenden Kerosinbomben auf den Tag genau drei Jahrzehnte nach Verabschiedung der Worte „Islam is the religion of the State and Arabic its official language. Islamic jurisprudence is the principal source of legislation“ (1971) in das US-amerikanische Militärstrategiezentrum Pentagon und in die Zwillingstürme des Welthandelszentrums (WTC) stürzen ließ.[11]

Während kein deutscher bzw. europäischer Politiker Sunnagehorsam und Fatwa-Konsum zu kritisieren wagt, irgendwann werden sie die angebliche Flexibilität der Scharia volkspädagogisch beschwören, bemühen sich die Mainstream-Medien bemerkenswert angestrengt, die spirituelle, nämlich islamische Motivation der neunzehn Flugzeugentführer auszublenden. Damit tut man den Mördern unrecht, echte Dschihadisten wollen schließlich in den Himmel kommen und ihren muslimischen Mitgeschwistern eine heilssichernde sprich schariagesetzliche Lebensweise herbeibomben. Auch Nizam Islami oder Kalifat finden keine parlamentarische Thematisierung. Grundsätzlich gehören Millî-Görüş-Bewegte, Jamaat-e-Islami, Muslimbrüder und Dschihad-Salafis in die Reihe der Erneuerer des am 3. März 1924 untergegangenen Kalifats, die letztlich, wie die indische Khilafat movement (1919–1924), alle Schariapflichtigen in ein erneuertes Medina einsperren und von der kulturellen Moderne fernhalten möchten und den Islam dabei keineswegs falsch verstehen. Imam al-Ghazali, Hassan al-Banna und Osama bin Laden hatten denselben Koran, dieselbe Scharia.

Der kalifatsbewegte Ahmad Mohammad al-Tayyeb spielt den Menschenfreund und Staatsmann und gibt vor, sich von den radikalsten ägyptischen Urgemeindlern (bundesdeutsch-volkspädagogisch irreführend „Salafisten“ genannt, vom Großscheich gemeint sind die Politiker der Partei des Lichts, Ḥizb an-Nūr) und ihrer Theologie grundsätzlich zu distanzieren.

Bereits abgehaltene und weitere elitäre Konferenzen zwischen Schariagelehrten und Muslimbrüdern seien ohne Weiteres in der Lage, die ungestümen islamfrommen Salafis zu bändigen für alle 80 Millionen Ägypter Humanität und Modernität zu stiften:

Es wird angenommen, dass dieses ebenfalls die Ausbreitung einiger vorurteilsbehafteter Rufe abstoppen wird, die, unter dem Vorwand, das Rechte zu befehlen und das Falsche zu verbieten, sich in öffentliche und private Freiheiten einmischen.

Da fallen einem die Worte des Islam(aktiv)isten des IZ München ein, Ahmad von Denffer, der in al-Islam (2002, Nr. 2) an Taqiyyakünstler Nadeem Elyas gewandt sagte: „Hier hat der Wolf aber gehörig Kreide gefressen!“ Großimam al-Tayyeb weiß selbstverständlich, dass der noch so verwässserte oder noch so zaghafte Islam sich immer beschädigend „in öffentliche und private Freiheiten einmischen“ muss, um erste Stufen von Pressezensur und sexualpolitischer Gängelei durchzusetzen, die bald mehr und mehr umfassend (total, totalitär) werden müssen, weil es einen wässrigen oder schüchternen Islam nach Allahs Wollen nun mal nicht geben kann.

Wahrhaftig, dies ist, in einer Zeit, in der das Land Einheit (unity) und maßvolle Annäherung an die Religion benötigt (moderate approach to religion) inkompatibel sowohl mit der Kultur als auch mit der gesellschaftlichen Entwicklung eines modernen Ägyptens; …

Der klerikale Lügenbaron spielt auf Zeit. Eine andere „Einheit (unity)“ als den tauḥīd haben al-Azhar oder Muslimbrüder gar nicht im Programm – und der Tauhid ist das vierfache Heilsein und Einssein von Schöpfer, Schöpfung, Gesetz und Weltgemeinde, anders gesagt: die Hundertprozentigkeit und Unantastbarkeit von Allah, Weltall, Scharia und Umma.

… das ist die religiöse Botschaft und Verantwortlichkeit von al-Azhar gegenüber Gesellschaft und Nation.

An uns kommt keiner vorbei! Ob wir Islamgelehrte von der im Jahre 859 gegründeten Madrasa al-Azhar nicht auf Dauer, etwa nach Chomeinis Beispiel, Ägyptens Richter, die im Iran allesamt hohe Theologen sind, ernennen sollten? Oder genügt zur erfolgreichen Führung über Kairo und das Land am Nil eine von den Azhargelehrten an den Präsidenten gerichtete andauernde Beratungspraxis, ungefähr so, wie sie zwischen den saudi-arabischen höchsten Schariagelehrten (ʿUlamāʾ, sg. ʿĀlim) und der königlichen Dynastie Al Saud (Āl Saʿūd) in Übereinstimmung mit dem Willen Allahs Konsens (noch) herstellt? Die fragile saudi-arabische Balance kann nur gelingen, solange das Königshaus mit der hofeigenen Theologendynastie der Al asch-Scheich (Āl aš-Šayḫ) ausgesöhnt ist das heißt mit den Nachkommen von Muhammad ibn Abd al-Wahhab.

Erstens: Freiheit des Glaubens

Wer eine andere Religion als den Islam will, sie soll von ihm nicht angenommen werden, und im Jenseits wird er verloren sein. (Sure 3:84-85 – Al-‘Imran)[12]

Die Freiheit des Glaubens und das mit ihr einhergehende Recht auf volle staatsbürgerliche Rechte für alle – basierend auf völliger Gleichheit der Rechte und Pflichten – wird als Grundpfeiler moderner Gesellschaftsstruktur betrachtet. Diese Freiheit wird durch die authentischen, schlüssigen und bindenden religiösen Texte ebenso garantiert (This freedom is guaranteed by the authentic conclusive religious texts) wie durch die eindeutigen verfassungsmäßigen und rechtlichen Standards. Allah Der Allmächtige Selbst sagt:

“Es soll kein Zwang sein in der Religion. Das Rechte ist klar unterschieden vom Unrechten.” (Sure die Kuh, Koran 2:256)

Islam ist heilssicherndes Tun, Orthopraxie. Lā ikrāha fī d-dīn (2:256) bedeutet, dass niemand den zum koranischen rechten Handeln berufenen Menschen, was spätestens seit Imam al-Ghazali bedeutet: den als Muslim geborenen Menschen, dazu zwingen darf, falsch zu handeln, sprich der Partei Satans anzugehören, dem Heidentum.

Religious texts and the clear constitutional and legal principles, im ersten „und“ (and) liegt der antidemokratische Angriff, denn wie ein Hütchenspieler die sinnestäuschenden Becher über dem Objekt des Begehrens mehrfach schnell austauscht, so verwirbelt Lügengroßmeister al-Tayyeb die diskriminierenden, vor dem islamischen Höllenfeuer inschallah rettenden Koransuren mit den menschengemachten ägyptischen Artikeln und Paragraphen von Verfassung, Familienrecht und Strafrecht. Mit seiner kalkuliert vernunftfeindlichen Mehrfachbotschaft hat der Großscheich dem Ägypter eines zu glauben ganz bestimmt befohlen: Alles, was künftig noch Freiheit (freedom) ist, werde (auch, mag sein, aber hundertprozentig) „durch die authentischen, schlüssigen und bindenden religiösen Texte … garantiert“, also durch Koran und Sunna. Wer „This freedom“ von Schariabefehl und Ulama-Auslegung in Frage stellen möchte, ist ab sofort kein ernstzunehmender Diskussionspartner mehr.

Welche „Freiheit“ ein Mädchen im authentischen blühenden Islam hat, zeigt uns ein Blick in Ägyptens südliches Nachbarland. Am 17. Oktober 2012 verteidigte der Vorsitzende des Islamischen Gelehrtenrats, Mohamed Osman Salih die Heirat mit vorpubertären islamischen Ehefrauen als köstliche Gewährung der Religion, die viele Vorteile habe wie die Erzeugung vieler Nachkommen. Das Heiratsalter für Mädchen liegt im Sudan seit 1991 bei zehn Jahren und Frauenrechtsgruppen, die verlangen, es auf achtzehn anzuheben, werden leider wohl noch für längere Zeit erfolglos sein, da Allahgott den gläubigen Muslimen die vollzogene Ehe mit der Neunjährigen (Mondjahre, also achteinhalb) billigt, wie es der grundsätzlich nachzuahmende Prophet mit Aischa beispielhaft vorgab.[13]

Der Großscheich von al-Azhar lässt den Allahgott ungesicherter Historizität noch einmal zu Wort kommen, das soll vermutlich versöhnlich klingen und interreligiös-tolerant und leugnet die Pflicht zum Dschihad:

Und Er sagt ebenso:

„Wer auch immer es wünscht, lasst ihn glauben, und wer auch immer es wünscht, lasst ihn ungläubig sein.“ (Sure das Grab, Koran 18:29)

Ehrlich müsste es klingen: „Kämpft gegen jene, die nicht an Allah oder den Tag der Auferstehung glauben – Fight those who believe not in Allah nor the Last Day“ (Sure die Reue, Koran 9:29). Verschwiegen wird auch die irdische Islamkonsequenz des anderen Glaubens oder des Frauseins, nämlich die Herabstufung des Dhimmi und der Frau auf einen Sklavenstatus: halbes Erbe für die Muslima, gar nichts für den Juden, Christen oder Islamapostaten, letzterer nach dem Hadith (Buchari 6922, Buchari 6484, Muslim 1676) von jedem Gläubigen in Ausübung der Religionsfreiheit getötet werden kann nach Ermahnung und eingeräumter dreitägiger Bedenkzeit: “Whoever changes his religion, kill him.” Das Ermordetwerden ist, da zeitgebunden-irdisch, für Strafgerichts- und Paradiesgläubige noch nicht einmal das Schlimmste, denn die ewige Verdammnis (al-ǧahannam) erwartet den, der die Einladung (ad-daʿwa) zum rechten Handeln (al-islām) verschmäht – (“wer immer es wünscht”). Wo in einem Landstrich und Zeitalter die Ex-Muslime oder die muslimischen Nichtpraktizierenden nicht umgebracht werden, müssen sie, da nach himmlischem Befehl (ebenfalls Sure die Reue, Koran 9:29) schon jeder die Kopfsteuer entrichtende Dhimmi schmerzlich zu spüren hat, zu den Erniedrigten (aṣ-ṣaġirūn, al-saghiroon) zu gehören (until they pay the Jizya with willing submission, and feel themselves subdued), alltäglich als satanisch Infizierte und folgerichtig Unberührbare besonders schmerzlich verächtlich gemacht werden.

Die islamische Pflicht zum Quälen hat ja eigentlich bereits jede muslimische weibliche Rebellin (an-nāšiza, Rebellion ist an-nušūz) zu treffen, die beispielsweise das Kopftuch verweigert oder den Sex auf Befehl des Ehegemahls. Scheich Ṣāliḥ al-Munaǧǧid kennt die Religion der ehelichen femininen Sexpflicht („und wenn das Brot im Ofen verbrennt“) und verweist, Fatwa Nr. 12509, auf al-Tirmidhi, Nr. 1080: “When a man calls his wife to him, then let her respond, even if she is at the oven (baking bread)”, Buchari (2998) geht ins Detail und betont, dass die Frau, die den Geschlechtsverkehr verweigert, bis Sonnenaufgang von den Engeln verflucht wird.[14]

Solange man ihn wörtlich nimmt (und Mohammed und seine Gottheit verstehen da bekanntlich keinen Spaß) ist Islam die heilssichernde Ungleichbehandlung der Frau, ihre vor der Hölle rettende Erniedrigung und Entwürdigung. Scheich Salih al-Munadschdschid hält Gleichberechtigung für grausam ungerecht: „Es gibt im islamischen Recht einen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Diejenigen, welche völlige Gleichheit zwischen den Geschlechtern wollen, sind Verbrecher, Verräter und übertreten die Gesetze des Korans und der Sunna.“[15]

Zurück zum zwanglosen Zwangsislamisierer, al-Tayyeb hält den Koran hoch:

Demzufolge ist jeglicher Aspekt von Zwang, Unterdrückung oder Diskriminierung aufgrund von Religion verboten.

Jawoll, und den Islam beim Unterdrücken zu stören ist ganz besonders verboten, schon aus religiösen Gründen.

Vorsicht, wolliger Pelz wölfischen Inhalts:

Jeder in der Gesellschaft hat das Recht, allen Ideen zu folgen, denen er möchte, …

Ausgenommen sind die Ideen Islamkritik, Atheismus, Buddhismus, Bahai-Glaube, Homosexualität, Gleichheitsfeminismus, Pressefreiheit und noch ein paar andere …

… ohne dabei in das Recht der Gesellschaft auf gewährleisteten Fortbestand der göttlichen Religionen einzugreifen, wie sie uns in der Heiligkeit aller drei abrahamischen Religionen zuteil wird; …

… für die Ideen von Buddha, LaoTse, Karl Marx, Ludwig Feuerbach oder Sigmund Freud zu werben gehört verboten.

Ägyptens Bahai sollen endlich in eine der drei himmlischen, im Koran genannten Religionen eintreten, damit sie, wie es sich für jeden anständigen Ägypter seit vielen Jahren gehört, bei Schuleintritt, beruflicher Bewerbung oder städtischer Anmeldung des Wohnorts auf dem Formular eines der drei Kästchen ankreuzen können, die nun einmal muslimisch – christlich – jüdisch heißen:

auf diese Weise ist jeder in der Ausübung von Ritualen frei (everyone is free to perform his rituals), und niemand sollte die Empfindlichkeiten des anderen stören oder die Heiligkeit seiner eigenen Riten verletzen (violate the sanctity of his rites), weder mit Worten noch mit Taten noch durch die Verletzung der öffentlichen Ordnung.

Säkulares Judentum etwa nach den Vorstellungen der Jews Against Circimcision (JAC) ist verboten, denn den Sohn nicht zu beschneiden, würde „die Heiligkeit seiner eigenen Riten verletzen.“ Das betrifft nicht nur Ägypten, denn mit dem Ziel, die von uns Menschenrechtsuniversalisten nur säkular zu denkende Nation in mehrere Glaubensnationen zu spalten, fordern islamische Missionare wie Pierre Vogel in aller Welt die Spezies der Christen oder Juden zum Einhalten ihrer Gebote auf, ihrer Gottesgesetze, die selbstverständlich von der „Gesamtgesellschaft“ (ZMD, Selbstdarstellung)[16] auf die immer weiter durchgesetzte Scharia abzugleichen sind.

Sind im Moscheeinnenhof einvernehmlich vorgenommene Auspeitschungen oder Steinigungen nicht eigentlich auch so ein religionsfreies Ritual und damit ab sofort legal, everyone is free to perform his rituals? Mindestens die Mädchenbeschneidung ist doch jetzt im trauten ägyptischen Familienkreise legal durchzuführen, everyone is free to perform his rituals, die Jungenbeschneidung sowieso (Angela Merkel warnt vor der: „Komikernation“, Volker Beck, Befehl ist Befehl, donnert am 19. Juli 2012 im Parlament: „Beschneidungsbefehl“).

Jetzt müssen die Koranleser mit angeblich spontanen Demonstrationen die Empörungsmaschine nur noch so stark anschmeißen, dass jede weitere angebliche Provokation wie ein Kirchenneubau oder ein im öffentlichen Raum sichtbar werdendes Zeichen von Kreuz, Bibel, Kippa, Menora oder Davidsstern zu Schlägereien oder zerstörten Schaufenstern führt, und schon ist al-Tayyebs letztes Alarmkriterium für friedliches Zusammenleben ausreichend erfüllt und gibt es eben keine neue Kirche im Stadtviertel und keinen sichtbaren Davidsstern auf dem Tahrir Square. Selbstverständlich stört auch im Christenviertel ein den Autoverkehr kalkuliert blockierendes islamisches Gebet keine noch so zarten religiösen Gefühle, während eine koptische Begräbnisprozession mit geschleuderten Ziegelsteinen begrüßt werden kann (Near Ghamra bridge, bricks were hurled at the cortege, but the procession carried on to the Cathedral)[17] und ein Blumenkreuz auf einer Krankenhausfassade schon beinahe einem Angriffskrieg gegen den Islam gleichkommt. Und ist das Anzünden einer koptischen Kirche nicht eigentlich auch ein Ritual und daher geschützt, jedenfalls wenn die Kopten angefangen haben, irgendwie?

Wie die gesamte Arabische Region ist auch unser Land gesegnet von den himmlischen Offenbarungen (the land blessed with the heavenly divine revelations) und hat demzufolge eine bedeutende Verpflichtung, die Heiligkeit all dieser geoffenbarten Religionen ebenso zu schützen wie ihre Rituale; die Rechte aller ihrer Gläubigen auf Freiheit, Würde und Brüderlichkeit sind ebenso zu gewährleisten.

Die nichtarabischen Weltregionen sind nach himmlischem Ratschluss wesentlich geringer mit wichtigem (islamischem) Wissen versehen worden und von Allahgott zum Lauschen, Lernen und Eingeladenwerden (Erobertwerden) bestimmt. Wer nicht tugendhaft (islamisch) lebt, ist ein Mensch sittlich geringeren Werts, weshalb Inuit wie Frau Maatalii Okalik-Syed oder Indianer wie Linda Soliman sozusagen von Natur aus zur wahren Religion zurückkehren können; unter Australiens Ureinwohnern gibt es bereits 1.000 potentiell Gerettete (Muslime), in Mittelamerika treten die ersten Maya über.[18]

Die Rechte eines Buddhisten oder Freidenkers sind für al-Tayyeb nicht einmal der Rede wert.

Artikel 2 nennt seit 1971 den Islam als Staatsreligion, Islam is the religion of the State, 1980 wurde er durch die Verpflichtung von Parlament und Justiz auf die Scharia ergänzt, Islamic jurisprudence is the principal source of legislation.

Die 1960 mit dem berüchtigten Dekret 263 („alle Vereine und Zentren der Bahai sind hiermit aufgelöst und ihre Geschäftstätigkeiten sind beendet, all Baha’i assemblies and centres [are] hereby dissolved, and their activities suspended“) entrechteten und enteigneten Bahai, denen Nassers Verfassung ab 1971 ein wenig Hoffnung gab (Artikel 46: „der Staat soll die Religionsfreiheit und die Freiheit des Praktizierens der religiösen Riten garantieren, the state shall guarantee the freedom of belief and the freedom of practice of religious rites“), sehen sich mit Großscheich al-Tayyeb wie seit Jahrzehnten ins menschenunwürdige Abseits des Harbi-Systems gedrängt, da sie, wie der Oberste Gerichtshof 1975 in Anerkennung von Decree 263 bestätigte, nun einmal nicht zu den „himmlischen“ (heavenly) Religionen Judentum, Christentum und Islam zählen. Doch auch der Dhimmi freue sich nicht zu früh, denn die beiden älteren „himmlischen“ Religionen sind nach Koran und Sunna zu lesen also islamisch korrekt zu diskriminieren – und die muslimische Tochter beschützt (belauert; zwingt in die Ehe) der so genannte nötigende Heiratsvormund, der Wali Mudschbir.[19]

Ägyptens Verfassungen hatten seit 1923 – das Kalifat ging am 03.03.1924 unter – den Islam als Religion des Staates bestimmt, lediglich die Vereinte Arabische Republik von 1958 verzichtete darauf. Das Jahr 1956, ganze 23 Jahre eher als die Islamische Revolution im Iran, erlebte die Ausrufung der ersten Islamischen Republik der Welt, dem von Heidentum (Hinduismus, Sozialismus, Säkularismus) gereinigten Land Pakistan (Islamic Republic of Pakistan: Präsident muss Muslim sein, die Präambel kennt statt der Volkssouveränität den Souverän Allahgott: Whereas sovereignty over the entire Universe belongs to Allah Almighty alone).[20]

1956 war die 33 Jahre alte ägyptische Staatsreligion (Islam is the religion of the state) noch im Artikel 3 zu finden. Vorsicht Nebelwurf:

Einhellige Zustimmung finden sollten demzufolge die Rechtmäßigkeit der Vielfalt (the legitimacy of plurality), die Aufrechterhaltung des Rechts auf Andersartigkeit (maintenance of the right to difference) und die Verpflichtung darauf, dass jeder Bürger die Gefühle anderer berücksichtigt, auf dass sich für alle Bürger Gleichheit durchsetze (equality should prevail) auf der festen Basis von Bürgersinn (citizenship), Partnerschaftlichkeit (partnership) und Chancengleichheit in Bezug auf alle Rechte und Pflichten.

Das Einlullen und Geschwätz des Großscheichs in nur einem einzigen Satz, das ekstatische Finale liegt dabei der angeblichen Chancengleichheit auf alle Rechte und Pflichten, wird nichtägyptische Kleriker und Politiker das Denken aus- und das Applaudieren anstellen lassen. Hier verbirgt sich nichts anderes als ein weiterer Großangriff auf die allgemeinen Menschenrechte. Dass der rücksichtsvolle Bürgersinn (citizenship) und die hier vertragstechnische Betonung bürgerlichen Handelns (partnership) das international unterstützenswerte Ziel von al-Tayyeb sei, werden die Islambeschöniger von Weltreportern, Qantara, Goethe-Institut, Großkirchen und Islamkonferenz den auf Schariatoleranz auszurichtenden Deutschen in den nächsten Wochen wieder und wieder zu erklären versuchen. Der zunehmend betonharten deutschen proislamischen Staatsräson zum Trotz hat der große ägyptische Islamisierer soeben genau das Gegenteil gesagt: „Vielfalt“ (plurality) ist die weiter entwickelte Rechtsspaltung sprich anwachsende Diskriminierung aller Nichtmuslime und Frauen, „Recht auf Andersartigkeit“ (the right to difference) meint das „Recht“ des männlichen muslimischen Familienoberhaupts oder Ehemannes, von einem jeden gleich behandelnden Gesetz um Himmels Willen verschont zu werden oder das „Recht“ des Bahai, des Atheisten oder der Ägypterin auf Diskriminiertwerden. Der – ganz wie Tariq Ramadan von Bürgerrecht bzw. Bürgersinn (citizenship) schwätzende – Theologe ruft nach mehr Ungleichheit, mehr Apartheid. Sarkastisch gesprochen hat im legal gewordenen Islam noch nicht einmal der muslimische Mann das Recht, so sehr diskriminiert zu werden wie ein Christ oder eine Frau.

Wer sich der Verrechtlichung der Scharia in den Weg stellt ist ein Terrorist. Wer die finstere (muẓlim) ungerechte Tat (maẓlima, unjust or oppressive action) der organisierten Islamverweigerung begeht, gehört der menschlichen Spezies der Ẓālimūn an, den Verworfenen (disbelievers, polytheist, wrongdoers) und brennt dereinst auf Dauer im tiefsten Ort der Höllengrube. Vorab auf Erden ist der Ausbreiter von Finsternis (ẓalām) ein Tyrann oder Unterdrücker (ẓallām). Ẓulm, Ungerechtigkeit, hat ein Gegenteil, ʿAdāla oder ʿAdl, die Göttliche Gerechtigkeit (Divine Justice).[21]

Andere aus der Ungleichbehandlung oder Apartheid auszuschließen, wäre eine große Ungerechtigkeit (Ẓulm) und geht daher gar nicht:

Ebenfalls auf der Achtung der Freiheit des Glaubens gründet sich die Absage an Tendenzen, die andere ausschließen, ihren Glauben verurteilen oder sie nach [notwendig oberflächlichen] Anläufen, die inneren Gedanken jener, die jenem Glauben angehören, zu verstehen, [sie sogleich] als Ungläubige zu etikettieren.

Diese [unsere] Absage basiert auf den wohletablierten verfassungsrechtlichen Systemen und ebenso und vor allem auf den klaren und grundsätzlichen Regeln der Islamischen Scharia.

Ein Beispiel ist der prophetische Hadith: „Würdest du sein Herz prüfen?“ Diese Regel wurde ebenfalls durch Imam Malik gut ausgedrückt: „Wenn eine Person etwas sagt, was höchstwahrscheinlich einen Unglauben kennzeichnet, es aber noch eine ferne Möglichkeit gibt, dass dem nicht so ist, sollte es nicht als Anzeichen des Unglaubens gewertet werden.“

Das klingt für manchen Leser sehr tolerant. In der historischen Praxis ist der Islamkritiker stets umgebracht worden, möglicherweise ja von einem Menschen, der eine ganz persönliche Art hatte, seinen Glauben zu leben. Der Realislam (der Gewaltislam) der vergangenen Jahrhunderte klärte die Sache sozusagen nachhaltig, und gleichsam am Grab des Islamkritikers zitiert al-Tayyeb den Maliki. Der eigentümliche Humor der Schariafreunde zwingt jeden zum verspannten Mitlachen.

Die Gelehrten von Idschtihad und Fiqh haben dem Verstand große Bedeutung beigemessen und uns eine goldene Regel hinterlassen: „Wenn Verstand und Text zueinander in Konflikt zu stehen scheinen, sollte dem Verstand der Vorrang gegeben und der Text neu interpretiert werden.“ Das hält die betroffenen rechtlichen Belange aufrecht und dient den Zielvorgaben der Scharia.

Al-maqāṣid aš-šarīʿa, die berüchtigte Intentionalität oder Finalität des bleibend menschenfeindlichen Islamischen Rechts (zu Sg. maqṣid, Verb qaṣada, beabsichtigen, bezwecken). Ein listiger Werbetrick, auf den die kulturelle Moderne nicht hereinfallen darf, denn jede Scharia wächst, schnell oder langsam, heran zur islamischen Vollständigkeit von Dhimma und Kalifat. Scheich Taha Jabir al-Alwani von der US-amerikanischen Cordoba University (GSISS, Ashburn, Virginia) gibt den schariatischen maqāṣid drei Dimensionen: Eingottglaube (tauḥīd), Reinigung von allem Nichtislamischen (tazkīya) und gesellschaftliche Transformation (ʿumrān, vgl. Ibn Chaldun: ‘Ilmu l-‘Umrani al-Bashari, new social science), denn man braucht gar kein Kalifat, wenn jeder so handelt, als herrschte ein Kalif.[22]

Zweitens: Freiheit der Meinung und der Rede

In Artikel 24 erklärt die Verfassung der Islamischen Republik Iran „Die Presse kann ihre Meinung frei äußern, solange die Grundlagen des Islam oder die Rechte der Menschen nicht betroffen sind, weitere Einzelheiten regelt das Gesetz.“[23] Noch innerhalb der ersten drei Monate nach Chomeinis Rückkehr wies der über Schriftsteller und Journalisten („wenn er das alles sagt, um Verwirrung im Volk zu stiften?“) nachdenkende Ayatollah Morteza Motahhari jeden künftigen iranischen Politiker auf die von Allah gesetzten Grenzen der Meinungsfreiheit hin: „Und machen wir uns, wenn wir Lüge und Irreführung verbieten, der Zensur schuldig? Ich sage, Lüge und Verrat muss man unterbinden. Man darf nicht im Namen der Meinungsfreiheit den Missbrauch der Freiheit zur Verbreitung von Lügen unter dem Volk erlauben.“[24]

Nur elf Jahre später und von Ägypten aus befand Artikel 22 der Kairoer Erklärung der Menschenrechte „Jeder soll das Recht haben seine Meinung frei auszudrücken, in einer Weise, die nicht den Grundsätzen der Scharia zuwiderläuft. Everyone shall have the right to express his opinion freely in such manner as would not be contrary to the principles of the Shari’ah. Jeder ist berechtigt, das Richtige zu vertreten, das Gute zu verkünden und vor dem Schlechten und Bösen zu warnen, wie es den Normen der Islamischen Scharia entspricht.“[25]

22 Jahre später, al-Azhar 2012:

Die Meinungsfreiheit ist die Mutter aller Freiheiten, die uns im freien Äußern der eigenen Meinung entgegentritt und die durch die Mittel von Schrift, Rede, Kunstwerk oder digitalem Datentransfer erfolgt. Tatsächlich ist sie die Verwirklichung von sozialen Freiheiten, die weit über das Individuum hinausgehen und die unter anderem die Bildung von Parteien und zivilgesellschaftlichen Institutionen, die Freiheit von Presse und auditiven wie visuellen Medien und, um sich eine Meinung zu bilden, den freien Zugang zu Informationen umfasst. Diese Freiheit sollte durch verfassungsmäßige Vorgaben garantiert sein, um über die gewöhnlichen Gesetze hinauszuweisen, die dem Wandel unterworfen sind.

Das Wandelbare findet Ergänzung im Ewigen, und das gehört Allah und bestimmt die Verfassung mit selbstverständlichem Schariavorbehalt. Sie dürfen, so legt das Oberhaupt der Azhar uns nahe, mächtig auseinanderklaffen, schariakonforme Zensurgesetze hier und heute („dem Wandel unterworfen“) und hehre Hohlformeln freiheitlicher Werte im Verfassungsartikel. Nicht täuschen lassen sollten sich Ägypter oder Deutsche von al-Tayyebs rücksichtsvoll anmutendem Transzendieren des Begriffs der Meinungsfreiheit vom Individuellen ins Gemeinschaftliche hinein („Tatsächlich ist sie die Verwirklichung von sozialen Freiheiten“), das von einem Islamgelehrten sprich Schariapolitiker nicht etwa sozialdemokratisch oder sozialpädagogisch gemeint ist, sondern das zu unterdrückende Individuum an die Ketten von Koran und Sunna legen will und legen wird.

Maxime Rodinson (1979) blickte zu Chomeini und Muslimbruderschaft durch: But the dominant trend is a certain type of archaic fascism (type de fascisme archaïque). Das ist noch nicht einmal der „Neo-Islam“, wie es der in Deutschland geborene Manfred Halpern nannte („Die Neo-Islamischen totalitären Bewegungen sind in ihrem Wesen faschistische Bewegungen“) und der ansonsten ausgezeichnet beobachte,[26] sondern der reflexhaft und völlig korankonform reagierende echte alte Islam: nach außen (Dhimmis, Harbis) wie nach innen (Gehorsamsverweigerer, Schariaverweigerer) besorgen oder bewirken Da’wa und Hisba Einschüchtern, Erpressen und gezielte Morde mit dem Zweck, die Überlebenden noch mehr einzuschüchtern und zu erpressen und dann, weil den imaginierten Allahgott das neugefundene Gleichgewicht an Bedrohung und Bedrohtwerden nach kurzer Zeit zu langweilen beginnt, erneut den Erpressungsdruck zu erhöhen und wieder einige Morde zu begehen und so weiter – seit 1.400 Jahren, nach außen wie nach innen, und das wird so lange weitergehen, wie Schariatheorie und Fiqhpraxis ohne verpflichtende Außenansicht gelehrt werden, anders gesagt, solange Koransure bzw. Hadithbericht wortwörtlich verstanden wird.

Wieder und wieder staunend fragt da der Nichtmuslim, ob der auf die Außenwelt reagierende Islam in seiner „Geschichte“ – er hat gar keine, Allahs Auge starrt zeitlos – denn nicht wenigstens theoretisch eine andere Wendung hätte nehmen können: trotz wiederentdecktem Aristoteles und Platon bei Imam al-Ghazali, hat er aber nicht, trotz Glühbirne und Dampfmaschine bei Abduh oder al-Banna, hat er aber nicht, trotz Psychoanalyse und Auschwitz und Hiroshima bei Ali Schariati, hat er aber nicht, trotz Achtundsechzigerbewegung bei Fethullah Gülen oder Großimam al-Tayyeb? Hat er aber nicht, hat er aber nicht, haterabernicht.

Großscheich al-Tayyeb kennt die 22 Jahre alte Forderung der OIC-Menschenrechte (Kairo 1990) bestens und verschweigt sie in bewusst täuschender Auslassung (kitman), weshalb wir sie noch einmal laut werden lassen müssen: „Everyone shall have the right to express his opinion freely in such manner as would not be contrary to the principles of the Shari’ah.“ Und so läuft es einstweilen leider darauf hinaus, dass wir jeden Mufti oder Scheich, der sich einerseits nicht von Scharia und Fiqh distanziert und andererseits vorgibt, viel toleranter und humaner als Maududi, Qutb, Chomeini oder bin Laden zu sein, einen Lügner nennen dürfen, dem wir Artikel 24 der Cairo Declaration on Human Rights in Islam entgegenhalten, egal welches Freiheitsrecht vom Islamischen Theologen gerade islamkonform aufgehübscht (verbogen) wird: „Alle in dieser Erklärung vereinbarten Rechte und Freiheiten unterliegen der Scharia. All the rights and freedoms stipulated in this Declaration are subject to the Islamic Shari’ah.“ Welt Subjekt, Allah Objekt, alles eine Frage von aktiv und passiv.

Nach dem Terroranschlag am 1. Januar 2011 in Alexandria bekundete Hilmar Lorenz, ein aus Deutschland stammender und in Kanada lebender lutheranischer Pastor im Ruhestand seine Dankbarkeit und Zuneigung zu al-Tayyeb, den der Deutsche einst persönlich in dessen Heimatstadt Luxor getroffen hatte und der gerade ein irgendwie friedenssicherndes ägyptisches Gremium von muslimischen und christlichen Klerikern installieren wollte.[27] Wie es bei proislamistisch aktiven elitären christlichen Schariafreunden zu befürchten ist, findet sich eine weitere Treuebekundung von Hilmar Lorenz zum totalitär denkenden Großscheich der Azhar tatsächlich auch unter dem heute betrachteten Dokument zu den Grundfreiheiten: „Als christlich-lutherischer Pastor bin ich voller Freude über dieses al-Azhar-Dokument. Es bestätigt mir, dass al-Azhar und Lutheranismus völlig gleich gestimmt den allmächtigen Allah lobpreisen. It confirms to me that Al Azhar and my Lutheranism are on the very same wave length in worshiping the almighty Allah.“ Anschließend bittet der aus Westfalen stammende Evangelische den allmächtigen „Allah“ (the almighty Allah. I pray to Him) um den Erfolg für die „großartige Arbeit“ (great work) des Großimams al-Tayyeb.[28]

Kairo am 5. August 1990, „In völligem Bewusstsein um den Platz, den die Menschheit im Islam hat als Vizeregent Allahs auf Erden. Keenly aware of the place of mankind in Islam as vicegerent of Allah on Earth.“[29]

Kairo am 8. Januar 2012:

Das Oberste Verfassungsgericht Ägyptens hat entschieden, das Konzept der Redefreiheit so auszuweiten, dass sie konstruktive Kritik (constructive criticism) umfassen kann, sogar wenn diese hart ausgedrückt geschieht (even if toughly worded). Das Gericht hat festgelegt, dass es „nicht statthaft ist, die Meinungsfreiheit in Bezug auf öffentliche Angelegenheiten mit unüberwindlichen Grenzen zu beschränken, vielmehr ist sie zu tolerieren.“

Allahgott The One and Only (Sure die Treue, Koran 112:1) gab die Richtung vor, gestattet ist konstruktive Kritik (constructive criticism). Islamkritik ist destruktive Kritik, also ausgeschlossen. Innerhalb der vom Himmel gesetzten Grenzen darf heiß um den wahren Weg gestritten werden, Allah billigt derartige menschliche Empörung, schätzt fromme Schweißperlen und erregte schariakonforme Diskussion, die auch mal „hart ausgedrückt“ sein darf. Ob nicht der Prophet Mohammed selbst scharf argumentierte, toughly worded?

Im September 2012 rief Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono abgekürzt SBY auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen dazu auf, weltweite scharfe Blasphemiegesetze aufzubauen, schließlich gelte Meinungsfreiheit nicht absolut (Freedom of expression is therefore not absolute) und es sei sogar von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vorgesehen, dass sich jedermann in Ausübung seiner Meinungsfreiheit den guten Sitten unterordnen muss und die öffentliche Ordnung zu achten hat, all people must observe morality and public order in exercising their freedom of expression.[30]

Jedoch ist es notwendig zu beachten, dass die Glaubengrundsätze der drei göttlichen Religionen und ihre Rituale respektiert werden müssen, weil das für den nationalen Zusammenhalt sehr bedeutsam ist. Niemand hat das Recht, im Namen der freien Rede konfessionelle Konflikte und ideologische Feindseligkeiten zu schüren. Das Recht, eine unabhängige Lehrmeinung vorzutragen, vom entsprechenden Nachweis gestützt, innerhalb spezialisierter Kreise (within the specialized circles) und fern von Aufwiegelung, soll gewährleistet sein.

Gottesfurcht bringe rechtmäßige Herrschaft, Heilssicherung und Jurisprudenz auf Dauer zum Erzittern, gewaltig umkreisen Himmel und Hölle Königsthron, Kirchenkonzil und Richterklausur. Dem Volke verborgen (within the specialized circles) beraten Gelehrte über den Sinn des Lebens, ein falsches Wort bewirkt Fluch, Bann, Exkommunikation oder Hinrichtung. Wie in den Tagen von Michel Servet (verbrannt 1553) oder Giordano Bruno (verbrannt 1600) kann die Frage nach der Freien Rede sehr spannend sein, ist das denn kein Angebot, Ägypter?

Die Teilnehmer betonen, dass die Freiheit von Meinung und Ausdruck die wahre Verwirklichung von Demokratie ist und rufen dazu auf, den jüngeren Generationen die Kultur der Freiheit, das Recht auf Differenz und den Respekt anderen gegenüber anzuerziehen.

Was respektable Kultur ist oder welche religiöse Herabwürdigung und rechtliche Herabstufung der Frau als Besonderheit („Differenz“) akzeptiert werden muss, bestimmen die muslimbrudernahen Ulama.

Der islamrevolutionäre Dunstkreis („die Teilnehmer“) um Großscheich al-Tayyeb, eine noch etwas informelle Schura aus Klerus und Politikern, fordert die Durchsetzung einer Neusprech:[31]

Ebenfalls appellieren sie an alle, die für den religiösen, kulturellen oder politischen Bereich über die Medien das Wort ergreifen, auf diese bedeutende Dimension ihres Handelns zu achten und sich um eine wohldurchdachte Herangehensweise zu bemühen (to seek a wise approach), die dazu beiträgt, eine öffentliche Meinung entstehen zu lassen, die von Toleranz, Aufgeschlossenheit, Zurückgreifen auf den Dialog und Zurückweisung von Extremismus gekennzeichnet ist.

Um das zu erreichen, müssen wir auf die klassischen Zivilisationen und Traditionen des Islamischen Denkens zurückgreifen (have to recall the classical civilizations and traditions of the Islamic thought), dessen große Imame zu sagen pflegten: “Ich behaupte, dass meine Meinung richtig ist, obwohl sie falsch sein kann und dass die Meinung der anderen falsch ist, obwohl sie richtig sein kann.” Demzufolge gibt es für Aufbau und Sicherung der Redefreiheit keinen anderen Weg, als jedem einzelnen Argument ein anderes gegenüber zu stellen, wie es die Kultur des Dialogs und die zivilisierten Umgangsformen nun einmal gebieten, die in modernen Gesellschaften tief verwurzelt sind.

An dieser Stelle das klassische islamische Denken zu nennen, fordert auf, an Imam al-Ghazali und natürlich am Medinastaat anzuknüpfen und ist ein unverhohlener Aufruf zur zeitnahen ägyptischen Verstaatlichung der ganzen Scharia. Auf den Erfolgen des Strategen einer universitären islamischen Unterwanderung, Syed Naquib al-Attas vom International Institute of Islamic Thought and Civilization (ISTAC), der den Begriff des Islamischen Denkens (Islamic thought) von Kuala Lumpur aus verbreitet, kann der Chef der Azhar aufbauen.[32]

Ab 1991 lehrte ein gewisser Mustafa Cerić zwei Jahre lang in Malaysia am ISTAC. Cerić wurde 1996 unter Yusuf al-Qaradawi Gründungsmitglied des European Council for Fatwa and Research (ECFR). Im Januar 2012 eröffnete, eine Schere in der Hand, Bundesforschungsministerin Annette Schavan das Zentrum für Islamische Theologie an der Universität Tübingen, ihr zur Seite, mit dunklem Mantel und weißem Turban, durchschnitt auch der bosnische Großmufti aus dem al-Qaradawi treu ergebenen ECFR zwar keine Seite aus dem Deutschen Grundgesetz, aber das bei Eröffnungen beliebte fotogene rote Band. Ein Jahr eher hatte er zur spirituellen Revolution aufgerufen: „Wir müssen Weisheit erlernen als eine Fähigkeit, nützliches von schädlichem Wissen zu unterscheiden, nützliche von schädlicher Information, we need to learn wisdom as an ability to distinguish useful from harmful knowledge, useful from harmful information … Das 21. Jahrhundert wird ein spirituelles sein oder es wird gar nicht sein.“[33]

Auch die sich seit zwei Jahren zwischen Tunesien, Ägypten und Syrien offensichtlich entwickelnde und islamisch gebotene Aufbauarbeit am Gottesstaat scheint Bosniens Führer der Gelehrten (Raisu-l-ulama) damit zu bestätigen, was für Journalisten, Lehrer oder Frauenrechtlerinnen nichts Gutes bedeuten kann.

Weil sich Ratio und Humanität, autonome Wissenschaft und säkulares Bürgertum mit dem Werkzeug einer Sprache aufbauen und steuern, die darauf angewiesen ist, die – proportionale – räumliche Anordnung von Dingen möglichst genau zu besprechen, ohne „Verborgenes erspürende“ Gier und Furcht, sowie die (kausale) Weise von Veränderung und Auswirkung, ohne „bewirkende“ Geister und Hexen, haben die Islamisierer zuallererst für einen allgemein sinkenden Wortschatz in Zeitung und Schule zu sorgen und dann für ausfransende Begriffsgrenzen. Ein nachfolgend das Weltverständnis und damit auch Selbstverständnis zunehmend eingrenzendes Dunkelfeld (Zone von Geisterwelt, Panik, Asozialität, Kriminalität) des nicht mehr Erkennbaren und Besprechbaren treibt die Dhimmis in die Abhängigkeit zu den (so höchsten politischen Einfluss gewinnenden) Welterklärern von Bischof, Rabbiner oder Dalai Lama (interreligiöser Dialog, Friedenskonferenzen) und hält, auf der Seite von Dar al-Islam, die verhinderten Individuen der zur Herrschaft berufenen islamischen Klasse in Abhängigkeit zu Scheich und Mufti. Mit dem Zerbrechen von Proportion und Kausalität kann er losbrechen, der Dschihad des Dialogs, und auf den widerlichen Klotz jeder einzelnen Forderung nach Gleichberechtigung von Mann und Frau oder Gleichbehandlung von Muslim und Atheist haben die Parteigänger Mohammeds den scharfen Keil eines Arguments der Scharia zu setzen, bis der nichtmuslimische Dialogpartner (Widersacher Allahs) rhetorisch besiegt jedenfalls zum Schweigen gebracht worden ist. Lang und steinig ist der Weg aus der kulturellen Moderne in die Gegenmoderne bzw. originale Archaik der Schariagesellschaft, vonnöten sind ausdauernde Zähigkeit (endurance, ṣabr) und allahzentrische Geduld (patience, auch ṣabr).

Von allen drei Klassen der dem himmlischen Erschaffen und Befehl unterworfenen Wesen, Dschinnen, Engel und Menschen, können nur die Letztgenannten den ṣabr haben, die Geduld. Allahgott verspricht den Ṣabirīn, den Geduldigen, sie immer zu begleiten (Koran 2:153). Auch die Hizb ut-Tahrir bittet um Geduld und Kalifat: „Tatsächlich bedeutet Ṣabr, dass man die Wahrheit spricht, dementsprechend handelt und dann die Folgen geduldig erträgt, ohne von der Wahrheit abzuweichen, schwach zu werden oder nachzugeben. … Das standhafte Ertragen, also Ṣabr, ist eine Hilfe, um nicht gleich nach Androhung von Sanktionen einen Rückzug anzutreten und sich nicht den gegebenen Umständen zu unterwerfen.“[34]

Drittens: Freiheit der wissenschaftlichen Forschung

Ernsthafte wissenschaftliche Forschung in Geisteswissenschaften, Physik, Mathematik usw. ist die Triebkraft menschlichen Fortschritts und das Werkzeug zur Erkundung der Gesetze des Universums im Sinne ihrer Nutzung zum Wohlergehen der Menschheit (the means to discovering the laws of the universe so as to use them for the goodness of humankind).

Der Spitzentheologe nimmt hier eine entscheidende Einschränkung vor, über die Multikulturalisten und sonstige Islambeschöniger vermutlich hinweggelesen haben: Ägyptens künftige Forschungspolitik, Bildungspolitik und Wirtschaftsethik soll ausschließlich im Sinne des – schariatisch zu verstehenden – gewährleisteten „Wohlergehens“ der Menschheit eingesetzt werden dürfen, to use them for the goodness of humankind. Allahgott setzt in Bewegung:

Ohne die Tatkraft der Nation und die Aufbietung aller ihrer Fähigkeiten (the energies of the nation and the mobilization of its capabilities) kann eine derartige Forschung nicht ausgeführt werden und keine theoretischen und praktischen Früchte hervorbringen.

Die nationale Mobilmachung. Auf in den Bildungsdschihad, und das Buch der Bücher emporgehalten:

Zahlreiche Koranverse fordern von uns nachzudenken, Prinzipien abzuleiten, Analogieschlüsse vorzunehmen und alle menschlichen und kosmischen Phänomene mit dem Ziel der Aufdeckung ihrer Gesetze zu studieren. Wahrhaftig haben diese Verse den Weg gebahnt für den größten wissenschaftlichen Fortschritt, den der Osten jemals gekannt hat. Dieser Fortschritt wurde Wirklichkeit und breitete überall Wohlergehen aus. Schließlich wurde er von Muslimischen Gelehrten in den Westen getragen, wo er das Zeitalter der Renaissance entzündete, wie allgemein bekannt und gesichert ist.

So ein Unsinn, seine 238 antiken Codizes, darunter von von Cassius Dio (ca. 160 – 230) die Römische Weltgeschichte (Romaikí Istoría), von Arrian (ca. 90 – 160) den Alexanderzug (Anabásis Aléxandrou) sowie die Politeia des Platon (424/423 – 348/347 v. Chr.) konnte Humanist Giovanni Aurispa (1376 – 1459) im Jahre 1423 ganz ohne muslimischen Beistand nach Italien bringen. Im Gegenteil ließe sich vermuten, dass die Texte die sich nur dreißig Jahre später ereignende osmanische Eroberung (1453) und die islamisch geprägte Folgezeit nicht überstanden hätten.

Damit sich ein schlechtes Gewissen gar nicht erst meldet, sind der göttlichen Fügung alle von pharaonischer oder spätrömischer Dekadenz oder vom Dschihad begleiteten feindlichen Niederlagen ebenso zuzuschreiben wie dessen ärgerliche einstweilige Überlegenheit. Diese Auffassung hat den Vorteil, dass man den Erfolg der Nichtmuslime enthemmt zunichte machen darf und dessen Besitz beschlagnahmen für La convivencia (islamisches friedliches Zusammenleben der Religionen in Spanien zwischen 711 und 1492, Kalifat). Darío Fernández-Morera räumt mit dem Mythos vom paradiesischen Al-Andalus auf.[35]

Seit Jahrhunderten aber ist der doch eigentlich zum Terrorisieren der Nichtmuslime berufene Teil der Welt machtlos. Allah musste also einen Plan gehabt haben und diesen immer noch verfolgen, denn dass Europa seit der Renaissance technologisch und kulturell den Orient überholte, kann sich, wie sonst, nur mit der himmlischen Offenbarung deuten lassen, mit dem als Orakelbuch verstandenen Koran. Genug des Sarkasmus und der berauschenden Glaubensstärke, wer meint: ohne Medina keine europäische Renaissance, sagt auch: ohne Allah keine Glühbirne.

Aḥmad Muḥammad aṭ-Ṭaiyib verpflichtet jeden, jedenfalls jeden Muslim, auf die angeblich naturgemäße (fiṭra) wortwörtliche Lesart von Koran und Hadith, womit ein sorgloser Weitblick auf Körperlichkeit und Natur tausendfältig abgeblockt ist. Was also der forschende nationalbewusste Ägypter der anbrechenden Epoche des islamisch übernommenen Arabischen Frühlings bei seiner ausgebremsten Naturkunde entdecken darf ist das „schöne“ Himmelsgesetz, denn Allah befiehlt jedem Stern, Stein oder Staubkorn räumliche Lage und zeitlichen Wandel.

Allah befiehlt dir sogar das Denken:

Wenn grundsätzlich, alle Bereiche von Wissenschaft und Künsten betreffend, Denken als Islamische Pflicht verstanden wird (thinking in general is an Islamic duty), wie es die Gelehrten des Idschtihad meinen, dann wird wissenschaftliche Forschung in Theoriebildung und experimenteller Praxis das Werkzeug zur Erfüllung dieser Pflicht (scientific research is the instrument for the discharge of this duty).

Man sperre die Wissenschaft in den Käfig des Islam, Professor und Student haben Thesenentwicklung, Labortechnik und Berichterstattung mit Allahs Gesetz abzugleichen. Hörsaal und Laborgebäude, auch Irans Atomprogramm von Buschehr und Natanz, werden zu einer Stätte des heißen Bemühens um Abwehr des Bösen und Erlangung des Wohlgefallens Allahs. Vielleicht wird hinter verschlossenen Türen noch ein bisschen frei gedacht werden können? Aber selbst dort drinnen im wissenschaftlichen Bunker ist der Professor zur islamstaatlichen Labormaus geworden, denn draußen herrschen Mufti und Muslimbruder.

Uns Sand in die Augen zu streuen beherrscht der Imām al-Kabīr von al-Azhar gut und behauptet, dass der Koran die Wissenschaft nicht nur ermögliche, sondern sogar befördere. In Wirklichkeit würde sich bereits heute, ganz so wie jeder andere ägyptische Islamgelehrte, auch al-Tayyeb niemals dafür einsetzen, dass eine psychologische, soziologische oder medizinische Untersuchung der Thesen: Ist der Hidschab frauenfeindlich, Befördern Mohammedkarikaturen die Lebensqualität oder Schadet die rituelle Jungenbeschneidung dem Kindeswohl und ist zeitnah abzulegen finanziell gefördert oder auch nur zugelassen wird.

Wenn gerade einmal kein anrückender Schlägertrupp der Hisba seinen Schreibtisch oder Computer zerschlägt, hat der Denker im islamisch unterworfenen Teil der Welt untertänigst selber dafür zu sorgen, dass seine Reden oder Texte nicht die Religion stören. Den Maulkorb muss sich der islamisch geduldete ägyptische Forscher also selber umlegen, wie der Großscheich implizit empfiehlt und was eine beibehaltene Gesundheit auch nahelegt. Und weil Ägypten nicht weit weg ist und ein erneuertes Hambacher Fest (1832) nicht in Sicht, erinnere sich auch der islamkritische Deutsche aus gegebenem Anlass an die fast 200 Jahre alte Karikatur Club der Denker (1825), die den Mangel an Presse- und Meinungsfreiheit in der Zeit des Vormärz (Biedermeier) aufs Korn nahm, im Deutschen Bund nach den Karlsbader Beschlüssen.[36]

Dem eben erst eingeforderten Schariavorbehalt (goodness of humankind; Islamic duty) schamlos widersprechend behauptet al-Tayyeb noch einmal, dass auch im Islamischen Gesellschaftssystem Forschung und Lehre nur der Wissenschaftlichkeit verpflichtet seien, deine Heilssicherung per Islamischer Wissenschaft geschehe gefälligst ganz unverkrampft:

Und das wichtigste unter diesen Erfordernissen ist, dass Forschungsinstitute und spezialisierte Gelehrte beim Durchführen von Experimenten und Aufstellen von Hypothesen volle akademische Freiheit genießen und ihre Arbeit, nach genauen wissenschaftlichen Kriterien, überprüfen.

Die Skala der ultimativen Prüfwaage („genaue wissenschaftliche Kriterien“) ist uns allahseidank gegeben und Buchtitel seit dem Jahr 1095, als Imam al-Ghazali in seinem Kriterium des Handelns (Mīzān al-ʿAmal, Criterion of Action) zum erlaubten Forschen und erlaubten Forschungsergebnis feststellt: „Guter Verstand ermöglicht, den Pfad der Glückseligkeit vom Pfad der Verdammtheit zu unterscheiden. … Die Seele empfängt das absolut Wahre und die unverzichtbare, ewige Wissenschaftlichkeit von den hochrangigen Engeln. Das ist die sichere Erkenntnis, die weder durch die Zeitalter noch durch die Völker angetastet werden kann. … Die Liebe zum Diesseits ist die Ursache aller Sünden und das Diesseits ein Ackerfeld für das Leben danach.“[37]

Man darf diesen Einrichtungen sowohl eine eigene kreative Vorstellungskraft zubilligen als auch die entsprechende Fachkompetenz, die ja benötigt wird, um neue Forschungsergebnisse zu erzielen, die zum Wissen der Menschheit beitragen. In dieser Hinsicht sollten sie nicht anders geführt werden als nach Ethik, Methodik und unveränderlichen Grundsätzen der Wissenschaft.

Ziemlich übergriffig, wenn sich ein Theologe überhaupt um Zielsetzung und Personalführung der Forschungszentren kümmert. Ägyptens Wissenschaft hat dem Lobpreis des Allmächtigen zu dienen und der Stärkung des Glaubens, „neue Forschungsergebnisse“ könnten ja durchaus Allahs weises Wirken zum Wohle der Menschheit belegen – anderen Projekten werden die Fördergelder einfach gestrichen.

Viele Jahrhunderte lang waren große Gelehrte wie ar-Razi, Ibn al-Haitham oder Ibn an-Nafis Führer und Wegbereiter des Wissens. Es ist an der Zeit, dass die arabische und muslimische Welt im Rennen um die Vormacht wieder mitspielt und in die Epoche des Wissens zurückkehrt. Die Wissenschaft ist zur Quelle militärischer und wirtschaftlicher Macht geworden und erzeugt Fortschritt, Entwicklung und Wohlstand.

Drei Namen sind gefallen, Zakariya ar-Razi, Ibn al-Haitham (Alhazen), Ibn an-Nafis, betrachten wir die Genannten.

Zuerst ar-Razi:

Der persische Arzt, Leiter eines Krankenhauses, Alchimist, Musiktheoretiker und Naturphilosoph Abū Bakr Muḥammad-e Zakariyā-ye Rāzī (ca. 864 – 925) lebte, für Schariafreunde entsetzlich genug, den Islam nun gar nicht ernsthaft und bekam, weil er eine Weltanschauung der Seelenwanderung und Wiedergeburt entwickelte, erbitterte Gegner unter den Theologen. Als schlimmer Ketzer galt er einigen von ihnen, nachdem er dem begrenzten menschlichen Erkennen die Möglichkeit der Prophezeiung ausgeschlossen und folgerichtig Propheten als Publikumsbetrüger dargestellt hatte. Das gewaltige medizinische Werk des griechischen Arztes und Erforschers der Anatomie Galenós von Pérgamon (Aelius Galenus, Galēn, ca. 130 bis 210) übertrug der produktive Autor ins Persische und ordnete es für den Medizinunterricht neu, womit er für die folgenden Generationen Maßstäbe setzte.

Ibn al-Haitham gen. Alhazen:

Aus einer persischen oder arabischen Familie stammte der für seine Studien in Mathematik, Astronomie und Optik berühmte Abū ʿAlī al-Ḥasan ibn al-Haiṯam (Alhazen, ca. 965 -1040). Ibn al-Haitham wirkte in Kairo am Hof des für seine (schariarechtlich einwandfreien) judenfeindlichen und christenfeindlichen Gesetze berüchtigten al-Hakim genannten sechsten Kalifen der Fatimiden, in dessen brutale, nämlich an einer für Ägypten neuartigen strengen Dhimma ausgerichtete Regentschaft die Zerstörung und Beschlagnahmung von Ägyptens Kirchen (ab 1008) und das Verbot öffentlicher christlicher Prozessionen ebenso fiel wie die Zerstörung der Jerusalemer Grabeskirche (1009). Die bis dahin meist christlichen Kairoer Verwaltungsbeamten versuchte der Spross aus ismailitischer (siebenerschiitischer) Dynastie und göttliche Stellvertreter auf Erden, „al-Hakim“ (al-Ḥākim bi-ʾamri l-Llāh, „der auf Geheiß Allahs herrscht“, eigentlich Abū ʿAlī al-Manṣūr), dahingehend zu erpressen, zum Islam zu konvertieren.

Schariafreund und Schiit Kalif al-Hakim, die Drusen verehrten ihn als Inkarnation Allahs und wurden deswegen Pogromen ausgesetzt, förderte die Wissenschaft und stiftete im Jahr 1005 das Kairoer Haus der Weisheit (Dār al-Ḥikma). Das Haus der Weisheit, wohl auch als eine Kopie der im Jahr 825 vom Abbasidenkalifen al-Maʿmūn in Bagdad gegründeten und eigentlich gleichnamigen Bayt al-Ḥikma und auch damit konzeptionell eine Nachwirkung der iranisch-sassanidischen Lehrstätte für Medizin und Wissenschaft von Gundischapur (gegr. 271), die unter der Regentschaft des Großkönigs Chosrau († 579) zu höchster kultureller Blüte gelangte, also noch in der vorislamischen Heidenzeit oder Dschahiliyya. An der Akademie von Gundischapur wurden die griechischen, aramäischen, indischen und chinesischen Texte ins Mittelpersische übersetzt, der Islam war noch nicht vom Himmel herabgeflüstert worden. In Kairo durfte Ibn al-Haitham am Haus der Weisheit lehren, und seine optischen Erkenntnisse zu Lichtstrahlen und Reflexion sowie zur der Lupe und zu der ihr entsprechenden Bedeutung der Linse des menschlichen Auges verdienen Anerkennung, doch außerhalb der Lehrstätte ließ der Kalif die Nichtmuslime dem Staatsterror der ungeschmälerten Scharia aussetzen sprich Ägyptens jüdisches und christliches städtisches Leben kaputtmachen. Ibn al-Haithams siebenbändiger Kitāb al-Manāẓir (Opticae thesaurus, Book of Optics), im Deutschen bekannt als Schatz der Optik, wurde, um auf die angeblich islamisch inspirierte europäische Renaissance zu sprechen zu kommen, 1572 in lateinischer Übersetzung vom hessischen Mathematiker Friedrich Risner unter Verwendung der Ergebnisse von Witelo (Vitellio, ca. 1237 – 1285) veröffentlicht. Seinerseits hatte Witelo, schlesischer Mönch und Naturphilosoph thüringischer und polnischer Abstammung, durchaus auch Ibn al-Haitham studiert und weiterentwickelt. Wirklich tiefgreifende Erkenntnisse zur Brechung des Lichts und der optischen Abbildung fand erst (der durchaus ein wenig mystisch empfindende und astrologiegläubige) Johannes Kepler, der die noch in mittelalterlicher Theozentrik verhafteten Ansätze Witelos revolutionierte.

Heute, vierhundert Jahre nach Kepler, denkt das effektbewusst Name-Dropping betreibende Oberhaupt von al-Azhar theozentrisch wie Witelo und hat, Gefangener von Höllendrohung und Heilssicherung, das Weltgefühl und Welterkunden der Renaissance, die er ausgerechnet islamisch erzeugt wissen möchte, gar nicht erreicht. Nicht absprechen kann man Ahmad Mohammad al-Tayyeb, ganz im Sinne des Erkennen und Verstehen verweigernden echten Islam zu argumentieren. Anscheinend kann jeder ausschließlich und in „selbst verschuldeter Unmündigkeit“ (Kant) in den Bahnen der Scharia denkende Mensch zu Renaissance oder Wissenschaftlichkeit nicht viel mehr Erkenntnis gewinnen als die Ameise zum Vogelflug oder der Maulwurf zum Sternenhimmel, womit ein schariatreues Leben kein gelingendes menschliches Leben sein kann. Das eigentlich Schlimme an al-Tayyeb ist, dass er Ägyptens Jugend in diese Beschränktheit und diesen Missbrauch der allgemein menschlichen Vernunft eingesperrt wissen möchte.

Nun zum letzten Gewährsmann angeblich weltbeglückender islamischer Hochkultur, Ibn an-Nafis:

Der dritte 2012 von al-Tayyeb zum Zweck des Kalifatsaufbaus nutzbar gemachte Gelehrte ist der Syrer Ibn an-Nafis (ʿAlāʾu d-Dīn bin Abī Ḥazm al-Qurašī ad-Dimašqī, 1210 oder 1213 in Damaskus; 1288 in Kairo). Den kleinen Blutkreislauf beschrieb er zwar als erster, doch ohne empirische Forschung, sondern, immerhin, auf echt steinzeitlicher Basis von engagierter Vermutung. In seinem religiösen Roman Theologus Autodidactus meint Ibn al-Nafis, dass die Invasion der Mongolen eine die Muslime verdientermaßen treffende, von Allah gewirkte und „unvermeidbare“ Strafe für „jene Sünden“ von Alkoholgenuss und Homosexualität sei, it was inevitable that those sins should be punished. Die dem schariapflichtigen Leser religiöse Erbauung gebende Novelle Theologus Autodidactus sagt Nein zu Drogen und weiß, dass muslimische Männer leicht vor Eifersucht rasen: „Wo dieser unser Prophet doch das Trinken von Wein ebenso verboten hat wie das Erscheinen von Frauen im öffentlichen Raum in der Anwesenheit von Fremden, denn Eifersucht ist eine edle und lobenswerte Eigenschaft.“ Damit auch in Ehe und Familie alles ordentlich zugeht, hat Allah, wie Ibn an-Nafis weiß, Mann und Frau eindeutige Rollen zugewiesen: „Weil die Männer besser zum Geldverdienen befähigt sind und die Frauen besser den Haushalt machen können, soll der Mann die Ehefrau versorgen und die Ehefrau in seinem Haus bleiben. As men are better able to earn money, and women to manage the household, the man should have to provide for the wife, and the wife to stay in the house of the husband.“ Nebenbei: Welchem Zweck dient 2012 eigentlich das Betreuungsgeld ketzerisch Herdprämie genannt? Schon im nächsten Satz verteidigt Ibn an-Nafis die islamische Institution der Sklaverei.[38]

Soviel für heute zu Zakariya ar-Razi, Ibn al-Haitham (Alhazen) und Ibn an-Nafis.

Bezeichnend für das ebenso auf die Verweigerung allgemeiner Menschenrechte wie auf eine europäische Rechtsspaltung zielende (Großmufti Cerić forderte am 24. Februar 2006 in DECLARATION OF EUROPEAN MUSLIMS: f) opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law; g) and the protection of European Muslims from islamophobia) übertriebene Selbstvertrauen der Islamverherrlicher unserer Tage ist es auch, dass es in New York oder Berlin keinen einzigen prominenten radikalen Konfuzianer oder Taoisten gibt, der behauptet, der barbarische Rest der Welt sei durch die traditionelle chinesische Medizin erleuchtet worden und von der uralten chinesischen Mathematik und Technologie. Kein Buddhist tritt vor das Mikrophon und behauptet ernsthaft, jeder auf Toleranz beruhende soziale Wohlfahrtsstaat und jedes staatliche Bildungs- und Krankenhaussystem sei nichts als ein leiser Nachhall und unschöner Abklatsch des Staates von Ashoka dem Großen (304 – 232 v. Chr.).

Doch überall richten die global vernetzten Wegbereiter des Schariarechts Museen für Islamische Zivilisation ein. „Museum zur Korrektur der unrichtigen historischen Betrachtung“ nennt es Fuat Sezgin; der den internationalen König-Faisal-Preis von 1979 zeitgleich mit dem pakistanischen radikalen Islamtheoretiker Abul A’la Maududi gewann, der Türke für „Studien über den Einfluss muslimischer Gelehrter auf die Europäische Zivilisation“.[39] In diesen schariapolitischen Propaganda-„Museen“ wird den Besuchern faktenfern nahegelegt, dass Europas und Nordamerikas Kultur und Wohlstand ausschließlich dem Kalifat von Medina der vier „rechtgeleiteten“ Kalifen und später demjenigen von Córdoba (das umayyadische Kalifat und dann noch, bis zur Schlacht bei Las Navas de Tolosa 1212 das almohadische Kalifat) zu verdanken haben. Mindestens ein kleines Dankeschön der Museumsdirektoren für den alten griechischen Beitrag, den Aristoteles und Platon für die Menschheit geleistet haben wäre doch angemessen, und das gelegentliche Würdigen der Kulturen des vorislamischen Iran, des alten Ägyptens und des Judentums, deren erstgenannter die Kalifen so ziemlich alles und letztgenanntem Muslim Mohammed ja immerhin die Reihe der Propheten verdankte (entwendete). Doch da herrscht islamsolidarisches Schweigen. Am islamischen Wesen soll die Welt genesen, frei nach Emanuel Geibel (1861).

Alles was gut ist, muss von Allah stammen, schließlich ist alles Nichtislamische entweder unbedeutend und damit der Rede nicht wert oder vom Satan verursacht und nach Möglichkeit auszulöschen. Die geschichtsverfälschende, korantreu religiöse und schlicht kulturrassistische Unerschütterlichkeit der Schariafreunde beim Verneinen außerislamischer Beiträge zur Menschheitszivilisation ist ebenso beeindruckend wie nervtötend. Solange die Pflicht zu Schariaeinhaltung und Fiqhanwendung nicht aufgehoben ist, müssen wir betonen: Islam ist Tatsachenresistenz.

Der nicht etwa „islamistische“, sondern authentisch islamische Angriff auf die nur in einer freiheitlichen sprich säkularen Demokratie erreichbare kulturelle Moderne ist allerdings ernst zu nehmen, denn nicht nur die kulturellen Errungenschaften, sondern sogar die von der Justiz anzuwendenden Gesetze fallen im Islam vom Himmel herab. So befand am 12. Januar 2008 Bosniens ECFR-Scheich in THE CHALLENGE OF A SINGLE MUSLIM AUTHORITY IN EUROPE: „In the sharī’ah as their Weltanschauung, Muslims have their covenant with God (…) The sharī’ah is the perpetual principle on the basis of which each and every generation of Muslims has the right and the duty to make judgments about good and evil, right and wrong, in the context of its time and space in accordance with its own experience. Hence, the sharī’ah is the Muslim’s authority in morals.“

Weltweit will die eine Einheitlichkeit (tauḥīd) spürende und herstellende Islamische Bewegung der Wahhabiten, Muslimbrüder, Deobandi und Millî Görüş das nichtislamische Recht beseitigen oder jedenfalls das Islamische Sonderrecht durchsetzen, denn wer andere Gesetze anwendet als die von Allahgott herabgekommenen, wird in der Hölle brennen: „Jene, die nicht nach den Gesetzen Allahs Recht sprechen, das sind die Ungläubigen. Those who do not judge by the laws of God are disbelievers“ (Koran 5:44).[40]

Angesichts des ungebrochenen technologischen Vorsprungs desjenigen Teils der Welt, der dem Islam nicht unterworfen ist, verspürt die Umma offensichtlich eine Art Sputnik-Schock. Das kann Allah so nicht gewollt haben!

Abgrenzung ist das Gebot der Stunde. So begreift es doch, Muslime, im „Westen“ wohnt der Feind, und den Ungläubigen dürft ihr bekanntlich noch nicht einmal ähnlich sein: „Wer die anderen Völker nachahmt gehört zu ihnen [und nicht mehr zur islamischen Glaubensnation]. Whoever imitates other people becomes one of them“ (Musnad ibn Ḥanbal, Sunan Abī Dāwūd).[41]

Westen ist Niedergang, nicht nur der Sonne.

Steht auf. Entwickelt Ostkraft:

Eine unabhängige wissenschaftliche Forschung ist Grundlage für die Entwicklung des Bildungsbereichs und für eine blühende Industrie, weshalb ihr großzügig Finanzmittel zugeteilt sowie Arbeitsgruppen und wegweisende Projekte gestiftet werden sollten. Der Westen hat fast allen wissenschaftlichen Fortschritt in seiner Hand und sich das Monopol über die Steuerung und Weiterentwicklung der Wissenschaften gesichert. Doch der Aufstieg Japans, Chinas, Indiens und Südostasiens gaben ein lebendiges Beispiel für die Kraft des Ostens, diese Vorherrschaft zu brechen und die Ära des Wissens durch ein weit geöffnetes Tor zu betreten. Die Zeit ist gekommen für die Ägypter und Araber und Muslime, die Arena des kulturellen und wissenschaftlichen Wettberwerbs zu betreten. Wahrlich, sie haben die entsprechenden Potentiale – spirituell, materiell, menschlich usw. –, die sie zu diesem Vorankommen qualifizieren in einer Welt, die dem Schwachen und Nachzügler keine Gnade zugesteht.

Es gehe um den Kampf ums Überleben, wie al-Tayyeb die Dinge darstellt, der gemeine Gegner lauere überall.[42]

Viertens: Freiheit des literarischen und bildnerischen kreativen Schaffens

Es gibt zwei Arten von Kreativität. Die eine ist die wissenschaftliche Kreativität, die wir gerade behandelt haben. Die andere ist die literarische und bildnerische Kreativität, die alle Arten der Schriftstellerei umfasst wie Lyrik und Drama, Erzählung bzw. Roman, und daneben auch Theater und Biographie, Formgebung bzw. Design, Kino und Fernsehen sowie die Musik und alle anderen Neuentwicklungen in diesem Bereich.

Grundsätzlich können wir sagen, dass Literatur und Kunst die Aufmerksamkeit für die Wirklichkeit erhöhen, ihre Vorstellungskraft aktivieren, das ästhetische Empfindungsvermögen fördern, die Menschen, erziehen, ihre Geisteskräfte ausweiten und ihre Wahrnehmungserfahrung mit Leben und Gemeinschaft verbinden.

„Die Engel betreten kein Haus, in dem sich ein Hund oder ein Bild befindet“ (Sahih Buchari und ebenso Sahih Muslim). „Jene, die am Tag des Gerichts am schwersten bestraft werden, sind jene, die versucht haben, die Geschöpfe Gottes nachzuahmen“ (Aḥmad bin Ḥanbal).[43]

Auch soziokritische Künstler können ungehemmt tätig werden, jedenfalls solange sie die von Koran und Sunnna gesetzten Grenzen beachten und befolgen:

Mehr noch, gelegentlich betrachten sie die Gesellschaft mit dem Auge der Kritik und im Hinblick auf ihre Verbesserung. Alle diese vornehmen Funktionen bereichern tatsächlich Sprache und Kultur mit Leben, spornen die Vorstellungskraft an und stärken die intellektuellen Fähigkeiten, solange sie die erhabenen religiösen Werte und sittlichen Tugenden wahren.

Allah mag keine Fremdsprachen:

Die arabische Sprache hatte sich durch literarischen Reichtum und Redegewandtheit ausgezeichnet. Dann kam der edle Koran als der Höhepunkt des Eloquenten und Wunderbaren. Er vervollkommnete ihre sprachliche Schönheit und bekundete ihre ureigene hohe Anlage und nährte die Künste von Dichtung, Erzählung und Weisheit. Des Weiteren befanden sich unter den Scheichen und Imamen immer auch gebildete Pfleger der Sprache und Kultur, die Gedichte oder Erzählungen aller Art verfassten.

Koran 5:38, Allah denkt schön, edel und erhaben und Mohammed spricht es aus, erhaben, edel und schön: „Was den Dieb betrifft, männlich oder weiblich, schneidet seine oder ihre Hände ab, eine Bestrafung als ein ermahnendes Beispiel, um ihrer Missetaten Willen, und Allah ist der in Seiner Macht Erhöhte.“[44]

Bid’a bedeutet Abänderung des von Koran und Sunna Vorgegebenen, islamisch verbotene Neuerung, es heißt: „Jede Bid’a in der Religion ist ein Irregehen.“ Wenn das Volk die alten Tugenden noch nicht ausreichend absorbiert hat, ist der Künstler sicherheitshalber abzustoppen, und islamfromme Emotionen (religious feelings) dürfen durch ein Buch oder Bild auf gar keinen Fall beschädigt werden, vorletztes Zitat des Chefs von al-Azhar:

Doch die grundsätzliche Regel, welche die Grenzen der Freiheit der Kreativität begrenzt, ist zum einen die Bereitschaft (preparedness) der Gesellschaft und zum anderen die gesellschaftliche Fähigkeit, die den Bereich der literarischen und gestaltenden Künste betreffenden Elemente des Ererbten und Erneuerten aufzunehmen (its ability to absorb the elements of heritage and renewal in literary and artistic creativity). Daher sollte die Freiheit der Kunst solange respektiert werden, wie sie religiöse Gefühle nicht verletzt (as it does not hurt religious feelings) oder den bestehenden Werten der Sittlichkeit zuwiderläuft. Es bleibt Tatsache, dass Literatur und künstlerische Schöpferkraft zu den wichtigsten Anzeichen für den Wohlstand und die grundlegenden Freiheiten gehören, und sogar deren wirksamste ist wenn es darum geht, eine Wiederbelebung der gesellschaftlichen Achtsamkeit und Bewusstheit zu erreichen (reviving the awareness of society) und die allgemeine Gewissenhaftigkeit zu bestärken (enriching its conscience).

Mit dem ersten Begriff im Ererbten und Erneuerten (heritage and renewal) spielt der Großscheich vermutlich auf den beim ägyptischen Juristen Ṭāriq al-Bišrī so zentralen Begriff des Mawruth an. Für den hoch angesehenen und gefährlich einflussreichen Schariakenner Tariq al-Bishri findet jedes Arbeiten für ägyptische Identität und sittliche (schariatreue) ägyptische Zukunft vor dem Hintergrund des Kampfes zwischen Außen und Innen statt, dem Eingedrungenen und dem Ererbten: al-wāfid wal-mawrūṯ.[45]

Dann aber würde al-Tayyeb das künstlerisch Neue, so muss es jeder Kenner der Gegensatzes zwischen Wafid und Mawruth verstehen, pauschal verächtlich oder jedenfalls verdächtig machen, was dem faktisch bereits geforderten Blasphemieverbot (as it does not hurt religious feelings) ja ebenfalls völlig entspräche. Darüberhinaus ist alles menschliche Tun und Unterlassen schariatisch (heilssichernd) einzuordnen und kennt jeder Muslim die Kategorie der bidʿa, was Neuerung heißt aber islamwidrige Neuerung meint, Sahih Ibn Chusaima, Hadit Nr. 1785: „Die besten Worte sind die Worte Allahs und die beste Rechtleitung ist die Rechtleitung Muhammads. Das schlechteste aller Dinge ist eine Neuerung und jede Neuerung ist ein Irregehen und jedes Irregehen führt ins Höllenfeuer.“[46]

Nicht nur behauptet der Koran von sich, eine klare, eine eindeutige Schrift zu sein, der Islam ist also niemals bruchstückhaft oder veraltet. Vielmehr hat der Islam keine menschlichen Fragen offengelassen, wie Scheich al-Albani einen Hadith zitiert, den man wohl nur verstehen kann, wenn man sich in die absolute Panik hineindenkt, die für den sich vor der ewigen Verdammnis fürchtenden Muslim darin besteht, etwas noch so Klitzekleines Verbotenes zu tun oder eine Winzigkeit am himmlischen Befehl übersehen zu haben:

„Ich habe nichts ausgelassen von dem, was euch Allah näher bringen kann und euch entfernt von dem Höllenfeuer, ausgenommen das, was ich euch aufgetragen habe. Und ich habe nichts ausgelassen, dass euch dem Höllenfeuer nähert und euch entfernt von Allah, außer dem, was ich verbot.“[47]

Diesen Hadith kann man lesen, als hätte Mohammed Folgendes gesagt: Keine Angst, es ist alles angeordnet, was dich in die ewige Gottesnähe bringen kann, du brauchst nur die Befehle von Sure, Hadith und Kalif absolut und wortwörtlich zu befolgen. Und nichts Bedrohliches gefährdet dein Seelenheil, denn ich habe dir alles Gefährliche eindeutig verboten.

Der Islam lässt keine Fragen offen und der Theologe kommt zum Ende seiner Verlautbarung. Nicht alles, was ein Schriftsteller oder Künstler anstellen kann, darf in der islamischen Gesellschaft als rational und akzeptabel gelten:

Je mehr die vernünftige und vertretbare Freiheit in der Gesellschaft Wurzeln schlagen kann, desto klarer beweist sich ihre Zivilisiertheit. Literatur und Kunst sind der Spiegel der Bewusstheit der jeweiligen Gesellschaft und ihr wahrhaftiger Ausdruck des Veränderlichen und des Unveränderlichen. Sie malen ein leuchtendes Bild ihrer Sehnsüchte nach einer besseren Zukunft. Wir flehen Allah den Allmächtigen an, uns zu dem zu führen was gut und richtig ist.

Al-Azhar Scheichtum am 8. Januar 2012

Großscheich von al-Azhar Dr. Ahmed al-Tayyeb

Was „gut und richtig“ ist, ist das eingangs erwähnte, islamisch zu denkende allgemeine Wohl (maṣlaḥa, öffentliches Interesse; istiṣlāḥ, es für geboten halten), welches in Koran und Hadith sowie, die Schiiten ausgenommen und für alle Sunniten gegen jede künftige Veränderung abgesichert, noch einmal bei Imam al-Ghazali († 1111) niedergeschrieben worden ist.

Der von al-Tayyeb um eine genaue Rechtleitung in Bezug auf die künftig noch legalen ägyptischen Grundfreiheiten Angeflehte, nämlich Allah, hat den Schariagelehrten und Schariarichtern die politische und juristische Führung der Umma auferlegt, die, gleichsam als das Tüpfelchen auf dem i, eigentlich nur noch den Kalifen benötigt, um die Seele inschallah vor dem Bösen zu retten („Und so haben Wir ihn [den Qur'an] als deutliches Zeichen herabgesandt, und gewiss, Allah weist dem den Weg, dem Er will“, 22:16).

Der fromme oder patriotische ägyptische Kulturschaffende, sei er Journalist, Schauspieler oder Filmemacher, darf nicht auswandern, das wäre Verrat am Vaterland und, da islamisch verboten, auch keinen Selbstmord begehen, das wäre große Sünde (suicide is a major sin), wenn man vom islamisch erlaubten selbstmörderischen Terrorattentat absieht.[48] Die religiösen Gefühle beleidigen darf er auch nicht, sagt al-Tayyeb. Der Chef der Azhar lässt dem Professionellen in Medien oder Kunst nur eine letzte Möglichkeit.

Sprachschön, klangvoll oder malerisch Propaganda zu betreiben für die Legalisierung von immer noch mehr schariakonformen Paragraphen.

Mitzuwirken an der Islamischen Revolution.

Jacques Auvergne

Q u e l l e n

[1] Am 06.01.1946 erblickte Ahmad Mohammad al-Tayyeb (Ahmed Muhammad Ahmed el-Tayeb) in Luxor (al-Uqṣur, 490.000 Einwohner) im mittleren Oberägypten das Licht der Welt.

Der Großscheich von al-Azhar im Bild

http://www.france24.com/ar/files/imagecache/france24_169_large/article/image/Tayyeb-azhar-egypt-m_0.jpg

http://www.dici.org/en/wp-content/uploads/2011/03/Ahmed_El_tayyeb.jpg

http://www.almanar.com.lb/english/upimg/sheikhazhar.jpg

http://www.dailystar.com.lb/dailystar/Pictures/2011/09/25/Image-web-size_634525633672042225_mainimg.jpg

http://4.bp.blogspot.com/-X5zf3TpOMHM/ToNmygnG-7I/AAAAAAAADqg/UAOj3iqMGrg/s1600/Ahmed+El-Tayeb.gif

Eric Trager, Katie Kiraly, Cooper Klose, and Eliot Calhoun: Who’s Who in Egypt’s Muslim Brotherhood

in: The Washington Institute, September 2012

http://www.washingtoninstitute.org/policy-analysis/view/whos-who-in-the-muslim-brotherhood

[2] Al-Azhar Document for Basic Freedoms

Großscheich al-Tayyeb am 08.01.2012

ins Englische von Ahmed El-Gharbawy

http://www.onislam.net/english/shariah/contemporary-issues/islamic-themes/455396-al-azhar-basic-freedoms-document.html

als Kopie, bei: Faith in Allah

http://www.faithinallah.org/al-azhar-university-statement-on-basic-freedoms-religion-opinion-scientific-research-and-artistic-creativity/

notfalls auch hier bei der Amerikanischen Universität in Kairo (AUC), ganz unten:

http://www.aucegypt.edu/gapp/cairoreview/pages/articleDetails.aspx?aid=231

OnIslam.net is an independent website that emerged out of an initiative by the team that created and run IslamOnline.net for the past 10 years

http://www.onislam.net/english/about-us.html

How to Get the Khilafah (Caliphate) Back. Erbitte Fatwa: Wie bekommen wir das Kalifat zurück?

Assalamu `Alaykum! I would like to know that: is it an obligation to work to re-establish the Khilafah? How can this be achieved and how can we get the Khilafah? Please, can you help?

(…) the eminent Muslim scholar, Sheikh Abdul-Rahman Muhammad Yaki states: The concept of khilafah is a very huge concept. Each one of us as Muslims should learn to understand what khilafah means. First of all, khilafah is the concept of the vicegerent, of people coming generations after generations to take the leadership of the religion of Islam. …

What I would advise each member of this community is to act according to the laws of Allah, but force, coercion and violence can never solve our problems. If Muslims throughout the world understand Islam in a perfect manner definitely the Ummah will again become one and then the khilafah will automatically come out.

Dr. Ahmad al-Qudah, Professor of Shari`ah at Az-Zarqa’ University, Syria, adds: It is the responsibility of all Muslims, individuals and groups, to return to the Qur’an not only to recite it but to contemplate its teachings and work according to its guidance. We should follow it as our way of life, translate its teachings in our reality; activate it in our houses, among our children and wives and all those around us so that they may receive its guidance for implementation not for mere knowledge.

Fatwa, von: Group of Muftis, zur Frage: How to Get the Khilafah (Caliphate) Back, beantwortet am 27.03.2012

http://www.onislam.net/english/ask-the-scholar/shariah-based-systems/imamate-and-political-systems/174620-how-to-get-the-khilafah-caliphate-back.html?Political_Systems=

Islam Online, gegründet von Yusuf al-Qaradawi, wird von Doha (Katar) aus durch die Al-Balagh Cultural Society betrieben

http://islamonline.net/en/

IslamOnline Founders Launch OnIslam

Kairo 09.10.2010

http://www.onislam.net/english/news/global/449313-islamonline-founders-launch-onislam.html

[3] Udo Steinbach attestiert dem am Islam interessierten Deutschen „eine konstruktive Tendenz“, die er indirekt als eine islamfreundliche sprich schariafreundliche Tendenz definiert. Islamkritik wird so natürlich eher dem Bereich des Destruktiven und Gemeinschaftsschädlichen zugeordnet. Offensichtlich hat der Fremdenfreund (Schariafreund) der Zukunft gegebenenfalls auf Pressefreiheit und universelle Menschenrechte zu verzichten, um: „einen konstruktiven Zugang zur islamischen Welt insgesamt zu finden“, wie der Leiter des Orient-Instituts dem deutschen Nichtmuslim (Dhimmi) den Weg weist.

aus dem bei nahost.de veröffentlichten Interview (2001) mit Udo Steinbach: Konstruktive Auseinandersetzung mit dem Islam gefordert

http://www.maghreb.de/content/aufsaetze/aufsatz_015.shtml

[4] Ralph Giordano weiß richtig: Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem. Aiman Mazyek erneuert das Millet-System und bittet Hebräer, Urgermanen und Gottlose zum erregten Präsentieren. Kein Kalifatsaufbau ohne Spaltung in Religionsvölker und charismatische Konkurrenz:

Sie als Jude, als Christ, Sie als Muslim, ja auch der Humanist sollen ihren Hut in den Ring werfen und konstruktiv am Dialog der Kulturen mitwirken und mit uns gemeinsam in Frieden „streiten“.

Quelle: Konstruktiv –selbstkritisch – proaktiv – Zur Feier des Kreativwettbewerbs und 10 Jahre islam.de – Von Aiman A. Mazyek

http://islam.de/8976.php

[5] Schön wäre es, wenn wir [Menschen] in Deutschland ein gutes Beispiel für die Welt geben könnten, wie die Religionen friedlich und konstruktiv für das Gemeinwesen zusammenleben. … Wir [Muslime] müssen unsere Opferrolle ablegen und handeln. Für unseren konstruktiven Beitrag in der Gesellschaft gibt es genug Anknüpfungspunkte.

Quelle: 26.11.08 Einigkeit und Recht und Freiheit – diese Worte haben besonders für uns Muslime eine existenzielle Bedeutung – Rede des Zentralratsvorsitzenden Dr. Ayyub Axel Köhler

http://zentralrat.de/11208.php

[6] Auch Kano (nördliches Nigeria, vollständig schariatisiert seit dem Jahr 2000) erlebt als Dschihadsubstitut oder vielmehr Dschihadvorstufe das kleinräumlicher denkende Prinzip der Islamdurchsetzung, die Hisba: erst das Warnen, dann das Drohen und zuletzt das Prügeln für das Schariakonzept drängt Gottlosigkeiten wie das Trinken von Bier oder das zwanglose Zusammensein von unverheirateten Männern und Frauen in die Vergangenheit der Dschahiliyya ab. Hisba ist kein „Islamismus“, sondern echter alter Islam:

The reintroduction of Sharia in the twelve states of northern Nigeria between 1999 and 2000 … Hisbah was established to enforce a distinctive Islamic government. … dedicated to the abolition of the business and consumption of beer, the restriction of sex work, the segregation of the sexes in public spaces, and the policing of a moral order based on Sharia.

vgl.: Rasheed Oyewole Olaniyi: Hisbah and Sharia Law Enforcement in Metropolitan Kano, from: Africa Today, Volume 57, Number 4, Summer 2011, pp. 70-96

http://muse.jhu.edu/journals/africa_today/summary/v057/57.4.olaniyi.html

Sheikh Ibrahim Daurawa, Director-General of Kano State Hisbah Board, aus: Blueprint (Abuja, Nigeria) 24.08.2012

http://www.flickr.com/photos/talatu-carmen/7858967402/sizes/o/in/photostream/

Schon am Folgetag äquidistant kommentiert von der an Nigeria interessierten Carmen McCain (lernt an der University of Wisconsin), auf ihrem Blog: A Tunanina

http://carmenmccain.wordpress.com/2012/08/25/kano-hisbah-to-prosecute-gossips/

Carmen McCain spielt Friedenstäubchen und äußert keine Silbe gegen das ungleichbehandelnde Islamische Recht:

Carmen McCain fordert Bemühungen nicht nur um die Wiederherstellung von Recht und Ordnung, sondern um Frieden, um «Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit und Entwicklung». Nüchtern gesehen verlieren in einem Gewaltkonflikt beide Seiten. … «Christliche und muslimische Jugendliche müssen bei den Kampagnen zusammenarbeiten.» Um den Konfliktbaum vollends in einen Friedensbaum zu verwandeln, fordert McCain das «Pflanzen und Hegen von gegenseitigem Vertrauen und Verständnis». Alle sollen lesen lernen.

aus: Auf den Friedensbaum steigen

bei den vernunftfeindlichen und zum Islam desinformierenden Jesusverwendern von: Livenet (Christliches Webportal) o. D.; [wohl auch bei auch] Daily Trust [wohl: Kaduna, Nigeria]

http://www.livenet.de/themen/gesellschaft/international/afrika/197191-auf_den_friedensbaum_steigen.html

A new video posted on YouTube purportedly by Boko Haram yesterday showed a smiling suicide bomber drive into the offices of Thisday and blow himself up, an attack that killed at least three people and made journalists a new target of the sect.

The 18-minute video posted on YouTube under the name ‘Alh Mani’ includes new threats against journalists and major Nigerian newspapers, as well as the Hausa language services of Voice of America and Radio France International. …

The video shows the suicide bomber drive a sport utility vehicle on April 26 into the Abuja offices of Thisday, sending a massive fireball into the air.

In the video, a narrator blames Thisday for publishing inaccurate and biased information about the sect known as Boko Haram. In particular, the man mentions a 2002 article published by Thisday ahead of the Miss World pageant contestant.

The new video shows a new sophistication of the sect. Past videos have simply shown the sect’s leader Abubakar Shekau talking. Tuesday’s video included images from an attack for the first time, as well as using another speaker besides Shekau to spread the sect’s message.

aus: Nuruddeen M. Abdallah: Nigeria: Boko Haram Threatens Daily Trust, 10 Other Newspapers

in: AllAfrica 02.05.2012

http://allafrica.com/stories/201205020622.html

This Day bombing in Abuja, Kaduna

http://www.youtube.com/watch?v=4bzGR9qEvf8

Boko Haram Attack on This Day Newspaper

http://www.youtube.com/watch?v=Es–TR4TOJE&feature=related

Der Generaldirektor der Staatlichen Hisba-Behörde von Kano ist nutzt die neuen Medien. Scheich Ibrahim Daurawa, Facebookgemeinschaft: „al-amr bil-maʿrūf wan-nahī ʿani l-munkar, Für das Gebieten des Rechten und Verbieten des Verwerflichen.“

http://www.facebook.com/amdaurawa

Sheich Ibrahim Daurawa interpretiert das Buch (es gibt nur ein Buch, um Himmels Willen)

http://www.youtube.com/watch?v=Ru-5o52S_Yc

Schöne afrikanische Tischdecke, hässliche islamische Hisbabefehle:

http://www.youtube.com/watch?v=qvdoWgYJSMA&feature=relmfu

Die Afrikanerin unter der Herrschaft des Islam trägt Schleier

http://www.youtube.com/watch?v=3Fc_-KRyYmE

Es werde harmonisch, es erneuere sich al-Andalus! „Das goldene Islamische Zeitalter unter dem Kalifat“ (ḫilāfa; Kalif ist ḫalīfa). The Golden Age of Islam under Khilafah.

http://www.youtube.com/watch?v=OGhr0eZGdio&feature=fvwrel

ebenfalls heraufgeladen von TheMercifulServant: „Die katastrophale Lage der heutigen Umma ohne Kalifat“, Catastrophic Muslim Ummah without Khilafah

http://www.youtube.com/watch?v=YO_nVlg7Y8g&feature=relmfu

How The Khilafah was destroyed and how it shall return insh ALLAH

http://www.youtube.com/watch?v=kTHNr_8uNrw&feature=related

The Khilafah is coming….I can see it coming!!!!!

http://www.youtube.com/watch?v=jtiKorMw9zg&feature=related

Beim Hizb ut-Tahrir (HuT, Ḥizb at-taḥrīr), in Indonesien und Malaysia war die „Partei der Befreiung“ niemals verboten, sammeln sich die Kalifatsarchitekten:

The Method To re-Establish the Islamic state (caliphate)

http://www.youtube.com/watch?v=UjgCze_y4eo&feature=related

Ridha Belhaj (Reda Bel Hajj) ist der Sprecher des tunesischen Hizb ut-Tahrir

http://www.youtube.com/watch?v=vUTutvLGpvI&feature=related

Scheich Ata Abu Rashta ist der globale Führer des Hizb ut-Tahrir

1. Sheikh Ata Abu Rashta (Worlwide leader, Hizb ut-Tahrir)

2. Naveed Butt – translation of excerpt included (Media representative, Hizb ut-Tahrir Pakistan)

Khilafah Conference Palestine (Ramallah) 2007

http://www.youtube.com/watch?v=9BsNWcvlr_g

Khilafah Conference 2007 Jakarta

This conference held by Hizbut Tahrir Indonesia. Attended by more than 100.000 participants.

http://www.youtube.com/watch?v=eUHZX7XmxmY&feature=related

Naveed Butt, hier im Bild (Kurzfilm von 2009), hat derzeit (2012) keinen bekannten Aufenthaltsort. Möglicherweise wurde er entführt, in HuT-Krisen verdächtigt man den pakistanischen Geheimdienst. Interview with Naveed Butt – Spokesman of Hizb ut-Tahrir Pakistan

http://www.youtube.com/watch?v=5EpNdXPxinw

London Hizb ut Tahrir Demonstration against abduction [Entführung] of Naveed Butt

http://www.youtube.com/watch?v=Exs5_1EtcOU

[7] Luxor 2012, die Pädagogin und strafende Haarabschneiderin trägt schwarzen Hidschab und schwarzen Niqab – und schwarze Handschuhe, wie man bei IṢLAḤnews im Bild sieht:

muʿallima Īmān Aḥmad Kīlānī

http://islahnews.net/?p=125597

Noch ein Foto der Lehrerin, Schleier und Gesichtsschleier und Handschuhe, alles rabenschwarz:

Kilani – who wears the full Islamic face veil (niqab) – punished Ola El-Qassem and Mona El-Rawi for coming to class without wearing a head scarf, as per her instructions, by cutting both girls’ hair. She also threatened other girls in the class with the same punishment if they failed to wear the veil.

aus: Marco Tosatti: No veil? I’ll cut your hair off!

in: Vatican Insider (La Stampa) 18.10.2012

http://vaticaninsider.lastampa.it/en/blog-san-pietro-e-dintorni-en/detail/articolo/19024/

Rappel des faits. Iman Kilani, qui porte par ailleurs le voile intégral islamique (niqab) punit Ola El-Kassem et Mona El-Rawi et leur coupe les cheveux. Cette punition devait servir d’exemple pour toutes les jeunes filles qui oseraient transgresser ses instructions.

aus: Egypte – La prof qui coupe les cheveux des élèves sans voile

in: SlateAfrique 18.10.2012

http://www.slateafrique.com/96607/egypte-une-enseignante-coupe-cheveux-eleves-refusaient-de-porter-le-voile

[8] The governor of Luxor province where the incident occurred called the teacher’s actions “shameful” and said she had been transferred to another school. But rights groups say that some Islamic conservatives have been emboldened by the success of groups like Muslim Brotherhood and the ultraconservative Salafi trend in parliamentary and presidential elections and have been increasingly brazen about forcing their standards on other Egyptians.

The incident follows a surge in legal cases against Egyptians, mostly Christians, who allegedly showed contempt [Missachtung; Geringschätzung; Verstoß] for religion.

It also comes amid a fierce debate over how the role of religion will be defined in the country’s new constitution. The preponderance of Islamists on the panel drafting the document has alarmed liberals and religious minorities.

Most Muslim women in Egypt wear the headscarf, but increasing numbers now wear the more conservative niqab.

Ziad Abdel Tawab of the Cairo Institute for Human Rights said the incident was alarming but not surprising.

“Whether in schools or outside schools, the general sentiment is that any abusive action, if it is justified as protection of Islam, is tolerable,” he said.

aus: Egypt teacher cuts hair of schoolgirls for not wearing Muslim headscarf

in: Al Arabiya News 17.10.2012

http://english.alarabiya.net/articles/2012/10/17/244366.html

The bad situation Alber Saber is suffering and the arbitration by the prison administration

For 24 hours, Alber Saber is put inside a small stinky dark cell, full of bugs, mosquitoes and lizards, it also has snakes and has no electricity without lighting. …

Alber is being violently treated, which lead to him be bruised in his hands, near the handcuffs area, and with wounds on his legs.

Alber is injured in one of his hand fingers and he can’t move it. He asked for medical examination, but the prison administration refused to respond.

Alber can’t sleep and attempted to ask from a doctor in the prison to write prescribe a medicine for him, but he did not care. So, Alber asked from his family in the visit to get him a sedative or a soporific medicine, but they must know his condition first to give him the appropriate medicine.

The prison administration banned Alber from receiving the list of laws which regulate prisons. This list is important so that prisoners know their rights and duties, but he was prevented from taking a look on it, so that they would abuse him without being held accountable.

http://www.facebook.com/notes/free-alber-saber-%D8%A7%D9%84%D8%AD%D8%B1%D9%8A%D8%A9-%D9%84%D8%A3%D9%84%D8%A8%D9%8A%D8%B1-%D8%B5%D8%A7%D8%A8%D8%B1/the-bad-situation-alber-saber-is-suffering-and-the-arbitration-by-the-prison-adm/216715421792715

Free Alber Saber

http://www.facebook.com/FreeAlberSaber/notes

Im Bild: Albert Saber

http://www.demotix.com/sites/default/files/imagecache/a_scale_large/1400-9/photos/1479629.jpg

http://www.interet-general.info/IMG/jpg/Albert-Saber-1.jpg

http://www.rpp.com.pe/pict.php?g=-1&p=/picnewsa/975735.jpg

Von den 600.000 Einwohnern des Viertels Ezbet al-Nakhl sind knapp 8.000 Müllsammler. Die meisten von ihnen sind Kopten. So nahm denn über Jahre niemand Anstoß daran, dass diese Müllsammler auch Schweine hielten, die den organischen Abfall, der tagtäglich eingesammelt wurde, schlicht auffraßen.

Das änderte sich schlagartig mit dem Auftreten der Schweinegrippe. Auf dem Höhepunkt der Hysterie vor einem Dreivierteljahr ordnete die Regierung in Kairo an, dass zum Schutz der Bevölkerung vor einer Epidemie alle Schweine im Lande gekeult werden müssten.

Dass die Schweine mit dieser Krankheit kaum mehr zu tun hatten, als dass sie ihr den Namen liehen, störte die Regierung dabei wenig. Schweinebesitzer, die der Tötung nicht zustimmten, erhielten keinerlei Entschädigung. …

In den dutzenden eingezäunten Müllsortierstellen, die sich mitten in Ezbet al-Nakhl befinden, eingerahmt von sechs- bis zehnstöckigen Wohnhäusern, sind die Pferche, die früher den Schweinen ein Zuhause boten, verwaist.

Nur in zweien dieser Pferche suchen jetzt ein paar Ziegen und Schafe nach verwertbarem Abfall. Doch Schafe und Ziegen fressen nicht dasselbe wie Schweine. Der organische Müll bleibt deshalb lange in den Straßen liegen und verrottet, bestialisch stinkend, in der Sonne.

Noch immer meiden die Müllsammler organischen Abfall wie Gemüse, Obst oder Essensreste. Als “freie Unternehmer” wären sie nach ägyptischem Recht gezwungen, für den Abtransport nicht verwertbaren Mülls zu sorgen.

Den Transport des Restmülls zu einer entsprechenden Müllhalde können sie sich aber schlicht nicht leisten. Etwa 80 Prozent des Mülls, den sie einsammeln, bringen sie zur Wiederverwertung in den Wirtschaftskreislauf. Das macht ihren kargen Lohn aus.

Für das Müllsammeln selbst, das die Stadtverwaltung gegen eine Gebühr jeweils für bestimmte Straßenzüge genehmigt, erhalten sie keinen Piaster.

aus: Georg Baltissen: Im Land der Müllsammler

in: taz 10.02.2011

http://www.taz.de/4/reise/afrika/aegypten/artikelseite/1/im-land-der-muellsammler/

Coptic demonstrations in Ezbet al Nakhl Cairo after Muslims bombing of Alexandria

http://www.youtube.com/watch?v=TsfDXXsNhPU

Zabbālīn. Zabbaleen means “Garbage people”

http://en.wikipedia.org/wiki/Zabbaleen

[9] “Without exaggeration, we feel that many of the hardline Islamists feel empowered by the rise of the Muslim Brotherhood to power to impose their strict views on society,” said human rights activist Gamal Eid.

aus: Egypt school teacher fired for cutting girls’ uncovered hair

in: Al Akhbar (Beirut, Libanon) 18.10.2012

http://english.al-akhbar.com/node/13007

Entscheide dich zwischen Höllenfeuer oder Paradiesgarten, System Dschahiliyya oder Islamsystem; an-Niẓām al-Islāmī beim radikalen Islamtheoretiker Saiyid Quṭb:

an-Niẓām al-Ǧāhilī, the rule of ignorance, System Heidentum:

Der Führer der Muslimbrüder, Dr. Muhammad Badī’, predigt sozialen Wandel: Muslim Herrscher, Dhimmi Sklave:

“According to the Islamic shari’a that Allah [has bequeathed] to mankind, the status of the Muslims, compared to that of the infidel nations that arrogantly [disdain] his shari’a, is measured in a kind of scale, in which, when one side is in a state of superiority, the other is in a state of inferiority”

(Muslim Brotherhood Supreme Guide Muhammad Badi’)

Quelle: MEMRI 06.10.2010

http://www.memri.org/report/en/print4650.htm

Dr. Muhammad Badi, supreme leader of the Muslim Brotherhood, said: “The Brotherhood is getting closer to achieving its greatest goal as envisioned by its founder, Imam Hassan al-Banna. This will be accomplished by establishing a righteous and fair ruling system, with all its institutions and associations, including a government evolving into a rightly guided caliphate and mastership of the world.” … The leader of the Brotherhood continued: “The Imam [Banna] delineated transitional goals and detailed methods to achieve this greatest objective, starting by reforming the individual, followed by building the family, the society, the government, and then a rightly guided caliphate and finally mastership of the world.” … He said: “With the blessings of Shura we are on the path of achieving the goals of the nation and the revolution through a candid and genuine representation of the people in the parliament to start building the institutions of good governance and a rightly guided state.

aus: Banna’s Greatest Goal of Establishing the Caliphate
übersetzt aus alMasry-alYoum.com in: Coptic Solidarity 10.01.2012

http://www.copticsolidarity.org/en/news/384-muslim-brotherhood-leader-we-are-getting-closer-to-realizing-bannas-greatest-goal-of-establishing-the-caliphate-

http://today.almasryalyoum.com/article2.aspx?ArticleID=322837

Oberster Führer (Murschid al-‘Amm) der Muslimbruderschaft

http://de.wikipedia.org/wiki/Muslimbr%C3%BCder#Oberste_F.C3.BChrer_der_Muslimbr.C3.BCder

[10] An Egyptian university student was fatally stabbed as his girlfriend looked on in horror after three suspected Islamic militants confronted the couple in a park and told them they should not be together if they are not married, security officials said Wednesday.

The murder is fueling fears that vigilante groups may be seeking to strictly enforce Islamic mores, emboldened by the election of Islamist President Mohammed Morsi. Moderate Muslims, Coptic Christians, and women’s groups particularly worry that Morsi’s presidency will slowly eradicate Egypt’s entrenched secular traditions and change the social fabric of the mainly Muslim nation of 82 million people.

The student, 20-year-old Ahmed Hussein Eid, was attacked on June 25 in the Red Sea city of Suez while with his girlfriend in a park known for hosting romantic rendezvous, according to the officials. It was not immediately clear what the two were doing when challenged by the three bearded men who arrived on a motorbike, but it was clear the men did not approve.

Citing initial testimony of the girlfriend, officials said the men told the couple they must leave immediately and go their separate ways because they were not married. An argument followed, and one of the three men stabbed Eid in the upper left thigh near his genitals. He was hospitalized and died of his wounds on Monday, according to the security officials who asked to remain anonymous.

The Suez killing followed the murders last week of two musicians, also by suspected militants, in a Nile Delta province. Radical Muslims take a dim view of view music, considering it haram or prohibited, as a distraction from religious duties.

Such killings were very rare under the old regime, which repressed the Muslim Brotherhood. …

Egypt Independent reports that a group calling itself the “Promotion of Virtue and Prevention of Vice Authority,” likely modeled after Saudi Arabia’s “religious police,” claimed responsibility for the vicious attack.

aus: Egyptian Student Allegedly Stabbed by Islamists for Being Too Close to His Girlfriend

in: The Blaze 04.07.2012

http://www.theblaze.com/stories/egyptian-student-allegedly-stabbed-by-islamists-for-being-too-close-to-his-girlfriend/

A university student was stabbed to death after argument with religious vigilantes who attacked him for walking with his fiancee.

Three bearded men approached Ahmed Hussein Eid and his partner when they were walking in a park in Suez, Egypt and demanded they go their separate ways because they were not married, security officials said.

An argument broke out which ended with one of the men fatally stabbing the engineering student in his left thigh. He was taken to Ismailia University Hospital but later died of his injuries. …

A group calling themselves ‘Promotion of Virtue and Prevention of Vice Authority’ posted on Facebook that they were responsible for the murder.

The entry read that the young man had been standing with a woman and had been adviced not to do so, Egypt Independent reported.

The post on the page of the organisation, which is a vigilante religious police seeking out those whom they deem to be violating Sharia, said the student insulted them which is why they attacked him with a knife.

aus: Sara Malm: ‘Moral vigilantes’ stab Egyptian university student to death for ‘walking next to his fiancee’

in: Daily Mail 05.07.2012

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2169027/Moral-vigilantes-stab-Egyptian-university-student-death-walking-fiancee.html

Wikipedia Islamische Religionspolizei:

Die Aufgaben der islamischen Religionspolizei bestehen darin, die Gesetze der Scharia durchzusetzen und Regelverstöße zu verhindern. Sie ist dazu befugt, Männer, die sich mit Frauen unterhalten, mit denen sie nicht verheiratet oder verwandt (nur auf Geschwister und Eltern bezogen) sind, zu verhaften. Sie ist auch berechtigt, Produkte, die als unislamisch gelten, zu verbannen und zu konfiszieren wie z. B. Barbiepuppen, CDs/DVDs von westlichen Musikgruppen, Fernsehsendungen und Filmen.

Die islamische Religionspolizei achtet auch auf die Einhaltung islamischer Essensgebote, die unter anderem die Verhinderung des Verkaufs von Alkohol sowie die Unterbindung des Verkaufs von Schweinefleisch umfassen.

Eine weitere Aufgabe ist es, die Konversion vom Islam zu einem anderen Glauben (irtidad) zu verhindern, was nach der Scharia mit dem Tode bestraft wird, sowohl für die Konvertiten als auch für die Missionare, in leichteren Fällen durch Verbannung und Deportation der Missionare. Weitere Aufgaben sind: Verfolgung von Homosexualität und Prostitution und Kontrolle der Ladenschließungen während der Gebetszeit.

http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Religionspolizei

[11] Warum der elfte September als Tag des dschihadistischen Massenmords? Vierzig Jahre eher, von 2001 nach 1971, verankerte Ägypten Allahs Gesetz konstitutionell. Ob nine eleven vierzigster Jahrestag ist oder im Rahmen des nach koranischem Befehl kraftvoll aufzubauenden Kalifats Zufall, das Thema „Islam als Hauptquelle der Gesetzgebung“ ist auch einem islamfrommen Terrorpiloten zentral:

Constitutional Status of Islam(ic Law): The Constitution was adopted on 11 September 1971 and amended by referendum in May 1980. The amendment made Islamic law „the principal source of legislation“ in Egypt. Article 2 of the Constitution reads in full: “Islam is the religion of the State and Arabic its official language. Islamic jurisprudence is the principal source of legislation.

http://www.law.emory.edu/ifl/legal/egypt.htm

Was 1971 islampolitisch noch los war: Die globale Schariafront etablierte sich 1971 in den USA, um die Führer Maududi verehrende pakistanische Partei und Bewegung JI oder Jamaat-e-Islami:

The Islamic Circle of North America (ICNA) was founded in 1971 by leaders of Jamaat-e-Islami, an anti-American, fundamentalist, Taliban-supporting organization also known as the Pakistani branch of the Muslim Brotherhood. The Jamaat’s primary goal is the establishment of Islamic states worldwide, governed by the tyrannical, oppressive system of Shariah law.

ICNA reveres Ayatollah Khomeini: After 9/11, ICNA’s PR campaign for the “Great Leaders of the last 100 Years” featured Ayatollah Khomeini, leader of the anti-American, violent Shi’ite revolution and totalitarian regime in Iran.

Sharia Action Awareness Network 03.04.2012

http://shariafreeusa.com/icnas-campaign-for-shariah-law-in-america-hides-extremist-beliefs-and-associations/

Suchbegriff ICNA bei Investigative Project

http://www.investigativeproject.org/topics/54/the-islamic-circle-of-north-america-icna

[12] Die ganze Geschichte hindurch hat Allah vielen Völkern Seine Boten geschickt. Diese riefen die Menschheit zum richtigen Weg auf und teilten ihnen Seine Wege mit. Jedoch ist es heute ein weitverbreiteter Glaube, was durch verschiedene Boten der Menschheit überbracht worden ist, seien unterschiedliche Religionen gewesen. Das ist ein Missverständnis. …

Was wir vom Quran verstehen, ist, dass alle Propheten ihre Völker zum gleichen Weg aufriefen.

aus: Harun Yahya: DIE RELIGION WURDE VON ALLAH OFFENBART

bei: Jesus kommt zurück (Harun Yahya)

http://www.jesuskommtzuruck.com/s1_2.html

1400 n. H. war das Jahr 1980 und der Mahdi hat den Dadschdschaal noch nicht mit Waffengewalt besiegt? Einerlei, Jesus und der Mahdi kommen schon bald – und dann wird der Gegner vernichtet um des lieben Friedens Willen:

Les développements qui ont pris place et qui ont lieu actuellement dans le monde montrent que nous vivons dans “La Fin des Temps” et que “le Prophète Jésus et Hazrat Mahdi apparaîtront durant cette ère, et cette ère où ils contribueront à ce que la vie soit plus saine et meilleure, est en approche”.

Harun Yahya (eigtl. Adnan Oktar), Islamischer Kreationist und Mahdi-Theoretiker

http://harunyahya.fr/fr/works/43233/Le-Prophete-Jesus-%28psl%29-et-Hazrat-Mahdi-%28psl%29-viendront-au-cours-de-ce-siecle

Der Mahdi kann Homepage, jedenfalls beinahe und den Rest erledigt Harun Yahya.

http://www.hazratmahdi.fr/index.php

Allahseibeiuns, der Daǧǧāl ist nahe!

Notre Prophète qui a dit que l’antéchrist est le plus grand événement de l’histoire de l’humanité a également fourni des informations détaillées concernant des dévastations et des souffrances que l’Antéchrist provoquera, la façon dont il mettra les gens sous son influence et dont il les conduira. Bediuzzaman Said Nursi a également expliqué les activités de l’antéchrist en se basant exclusivement sur ces hadiths et a expliqué que l’antéchrist influencera les gens par l’intermédiaire de l’hypnose. Harun Yahya

http://harunyahya.fr/fr/Makaleler/38526/Lant%C3%A9christ_contr%C3%B4le_les_gens_au_moyen_de_lhypnose_et_les_met_dans_une_telle_situation_quils_ne_peuvent_plus_voir_la_v%C3%A9rit%C3%A9

Hadhrat Imraan bin Husain (R.A.) relates that, “I heard Rasulullah (Salallahu Alayhi Wasallam) saying: “Since the birth of Adam (A.S.) till the advent of Qiyamah there is no fitnah (evil, test) much greater that of Dajjal.”

Hadhrat Huzaifah (R.A.) says, Dajjal will be blind in his left eye. He will have very thick hair on his body and he will also have his own type of Jannat (Heaven) and Jahannam (Hell) with him: Although his Jannat will appear as Jannat, in reality it will be Jahannam and likewise though his Jahannam will appear to be Jahannam, in reality it will be Jannat. (Hadith: Muslim)

Imraan bin Husain (R.A.) says Rasulullah (Salallahu Alayhi Wasallam) said: “Those who hear about Dajjal should stay far from him. By Allah! A person will approach him thinking him to be a Believer, but on seeing his amazing feats he will become his follower.”

aus: Mohammed Ali Ibn Zubair Ali: Signs of Qiyamah

Buchkapitel: Dajjal

http://www.islam.tc/prophecies/masdaj.html

Mohammed Ali Ibn Zubair Ali: Signs of Qiyamah

http://www.muslimaccess.com/articles/books/signs_of_qiyamah.asp

Wer aber ist Mohammed Ali Ibn Zubair Ali? Vielleicht hat der Autor von Signs of Qiyamah einen Schüler in Südafrika, ml jedenfalls meint Moulana, „Meister“:

Tariq Sooliman – Potchefstroom – Started hifz under ml Mohammed Ali ibn Zubair Ali and completed in 1997 under Qari Yunus Yusuf Bax

http://www.quranunion.co.za/reciters.php

Autor von Signs of Qiyamah ein islamgelehriger Deoband? Wieder südafrikanische Hinweise:

The book (which has bios of 50 deobandi ulama) also contains Mawlana Sayyid Zubayr Ali (who moved to south africa)

Moulana Syed Zuhayr Ali moved to Kholvad, dist. Surat in India, from another village (the name I cant recall) to be an Ustaadh at the maktab. His son Moulana Syed Zubair Ali moved to South Africa and lived in Heidelburg for many years. He has four sons who are all active in their communities.

http://www.sunniforum.com/forum/archive/index.php/t-47140.html

The Smiles and The Tears of Sayyidina Muhammad

Compiled by Muhammad ‘Ali bin Zubair ‘Ali

http://peopleofsunnah.com/downloads/summary/52-muhammad-pbuh/1449-the-smiles-and-the-tears-of-sayyidina-muhammad-.html

[13] The head of Sudan’s main clerical authority, the Religious Scholars Committee (RSC), has publicly advocated girl child marriage … According to the Strategic Initiative for Women in the Horn of Africa (SIHA ), a local NGO, RSC’s chairman Mohamed Osman Salih, made his endorsement of girl child marriage in the Sudanese capital Khartoum on 17 October during a debate organized by the United Nation Fund for Population (UNFPA) in collaboration with the Sudanese Ministry of Religious Guidance on Girl’s Child Marriage.

SIHA reported that Salih argued that girl child marriage is an appreciative matter in Islam and has many advantages including the prospect of being able to produce many offspring.

The NGO recalled that in 2009 the RSC issued a Fatwa endorsing female circumcision despite much lobbying by activists to ban the harmful practice.

SIHA further criticized the fact that the Sudanese government has failed to amend the laws that allow girl child marriage, referring to the Sudan Personal Status Act of 1991 which contains an article allowing for the marriage of girls as young as 10. …

SIHA called on the Sudanese government to conform the country’s personal laws with international obligations and to immediately ban and criminalize the granting of marriage licenses for girls under the age of 18.

aus: NGO decries endorsement of girl child marriage by Sudan’s state-controlled clerics

in: Sudan Tribune 22.10.2012

http://www.sudantribune.com/spip.php?article44301

[14] Your wife should know that it is not permissible for her to forsake her husband’s bed when he calls her to do something that is permitted in Islam and to fulfil one of his rights, which is to enjoy her in the manner that Allaah has permitted. It is not permissible for a wife to refuse to share her husband’s bed without a legitimate shar’i excuse, such as when she is menstruating or bleeding following childbirth. …

It was narrated that Abu Hurayrah (may Allaah be pleased with him) said: “The Messenger of Allaah (peace and blessings of Allaah be upon him) said: ‘When a man calls his wife to his bed and she refuses, and he spends the night angry with her, the angels will curse her until morning comes.’” (Narrated by al-Bukhaari, Bid’ al-Khalq, 2998) …

If a woman consistently refuses to spend the night with her husband in his bed, then she forfeits her rights to maintenance and also her share of her husband’s time [in the case of a plural marriage], because maintenance is a right given in return for intimacy. Such a woman is considered to be naashiz (defiant, rebellious, disobedient). Al-Bahooti said: Nushooz (defiance, rebellion) means when a wife does not let her husband be intimate with her or she responds to him unwillingly as if she finds it too much when he calls her, and she only responds reluctantly.

Islam Q&A, Sheikh Muhammed Salih Al-Munajjid fatwa No 12509

http://islamqa.info/en/ref/12509

[15] Einige im Westen haben die Dreistigkeit zu behaupten, dass die Frauen den Männern überlegen seien. Vielleicht basiert diese Schlussfolgerung auf dem weiblichen Elefanten, da das weibliche Tier in diesem Fall die Herdenführerin ist. Vielleicht haben sie beobachtet, dass das weibliche Krokodil beispielsweise so stark wie das männliche Krokodil ist. Sie haben Dinge bei Tieren beobachtet und diese Schlussfolgerungen auf Menschen übertragen.

aus: 11/2004 – Schaikh al-Munajid: „Wer rechtliche Gleichheit von Mann und Frau fordert, ist ein Verbrecher”

bei: Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg 2004

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=799:112004-schaikh-al-munajid-wer-rechtliche-gleichheit-von-mann-und-frau-fordert-ist-ein-verbrecherq&catid=139:die-ideologie&Itemid=44

Sheik Al-Munajid on Equality Between Men and Women

The following are excerpts from Sheik Salah Al-Munajid’s religious program on Saudi Iqra TV:

Sheik Muhammad Al-Munajid: There is a difference between men and women in Islamic Law. Those who want total equality between the sexes are criminals, betrayers and violators of the Koran and the Sunna. They are apostates and enemies of this religion. At best, they are ignorants, who do not know what of Allah brought down upon His Prophet [the Koran].

The West or Western researchers have proven these differences, even though some of their results were quite late in comparison with what is known to us Muslims. But those of them with brains have scientifically proven what is written in the Koran and the Sunna. They have shown that the difference between men and women exists in the cell itself. The woman’s body cell differs from the man’s. They are distinctive to that degree. It isn’t only a cosmetic difference such as her having breasts and him not having any. No, the issue is much deeper and there are differences even at the level of the cells.

Some of the Westerners have the audacity to claim that, sexwise, women are superior to men. Perhaps they based this conclusion on the female elephant, for instance, because the female is the elephant herd leader. Perhaps they noticed that the female crocodile, for instance, is as strong as the male crocodile. They made observations on animals and implemented [the conclusions] on humans.

http://www.faithfreedom.org/forum/viewtopic.php?t=5022&postdays=0&postorder=asc&start=615&sid=8491ca70578ec2e4cdafa1d00

[16] Bei der Umwandlung Deutschlands zum Kalifat zerfällt das zunehmend schariakonforme System zur „Gesamtgesellschaft“:

Als Teil des deutschen Volkes bzw. der Wohnbevölkerung in Deutschland fühlen wir uns allen Problemen der Gesamtgesellschaft gegenüber verpflichtet.

aus der Selbstdarstellung des Zentralrats der Muslime in Deutschland

http://zentralrat.de/2594_print.php

Orte des gelebten Glaubens sind Orte des Erlebnisses und der Stärkung von Gemeinschaft. Dafür ist es notwendig, dass einzelne Religionsgemeinschaften und Konfessionen nicht gegeneinander arbeiten und dass sie sich als fester Bestandteil in der Gesamtgesellschaft begreifen.

Thomas de Maizière: Was hält die demokratische Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland zusammen?

Eröffnungsveranstaltung des Sonderforschungsbereichs “Transzendenz und Gemeinsinn” der TU Dresden, 14.04.2010

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Reden/DE/2010/04/zusammenhalt_dresden.html

Die ansteigende Apartheid der bald jeweils rechtsverschiedenen Milla (Religionsvolk, Glaubensnation) gibt es auch adjektivisch, „gesamtgesellschaftlich“:

Wolfgang Schäuble: Gewalt ist ein Problem, das uns gesamtgesellschaftlich betrifft

Kuratoriumssitzung der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention, 18.05.2006

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Reden/DE/2006/05/bm_kuratorium_dfk.html

Wie hätten Sie`s denn gerne, darf`s auch etwas mehr (Kalifat) sein?

Folgerichtig werden die Muslime gefragt, wie sie sich die Integration in gesamtgesellschaftliche Strukturen und (Sub-)Systeme und Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen vorstellen.

aus: Ringvorlesungen zur Islamforschung im europäischen Kontext VII: Wie viel Europa verträgt der Islam? Das Heimischwerden des Islam in Deutschland: Möglichkeiten, Spannungsfelder, Perspektiven

bei: GEFIS – Gesellschaft zur Förderung der Islamstuidien (Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam, Goethe-Universität, Frankfurt)

http://www.gefis-online.de/

[17] (AINA) — The Coptic Orthodox Church in Egypt issued a statement on October 10, expressing horror at the events of yesterday in Maspero, where 24 Copts were killed and over 200 and wounded. …

In Cairo, thousands of Copts marched to attend the funeral of the victims of what they termed the “October 9 Military Massacre.” They congregated in front of the Coptic hospital where most of the dead and injured were transported, and which was attacked the night before by Muslims, who hurled bricks and Molotov Cocktails at the victims’ families. …

Dr. Maged Lewis, a director at the Forensic Medicine Institute, commented that he had never seen corpses in this deplorable state before. “Bodies were mashed and bones were crushed; many had fractures and laceration of the intestines; while in others, death was caused by gun shots.”

Eyewitnesses reported the army disposed of nine bodies by throwing them in the Nile. Two bodies remain unidentified, making the number of killed uncertain.

After midnight today, friends and relatives of the dead carried the 17 caskets from the Coptic hospital to St. Mark’s Cathedral for the second funeral service. Near Ghamra bridge, bricks [Bausteine, Ziegel] were hurled [geschleudert, geworfen] at the cortege [Trauerzug], but the procession carried on to the Cathedral.

The caskets were taken to St. Mary’s Church in “October 6″ district, where they laid beside the 12 Copts who died in Embaba, defending their Church against Salafist attacks on May 7, 2011 (AINA 5-8-2011).

On their way back after the burial the mourners were attacked by armed thugs who blocked the way and hurled Molotov cocktails at them; gun shots were heard. They sought shelter and called the army emergency phone line for help, they waited until the morning but no one came.

aus: Mary Abdelmassih: Coptic Church Condemns Attack, Muslims Pelt Funeral Procession With Bricks

in: Assyrian International News Agency 12.10.2011

http://www.aina.org/news/20111011191856.htm

Mina Sabet, a member of the Maspero Youth Union, told Ahram Online the assailants were holding a Saudi Arabian flag and calling for an Islamic state. Police tried to peacefully separate the two sides but resorted to tear gas when this failed.

Magda Naguib, who is standing for the Shubra single seat in upcoming parliamentary elections, was told that groups of Salafists had attacked the march.

The march had been organised by the Free Copts Movement and the Blood of Martyrs Movement.

The march, which began in Shubra Square and was on its way to Maspero for a prayer service, was attacked with stones and Molotov cocktails.

A fight ensued and gunshots were heard, but it is unclear who fired the shots. Several cars were also reportedly damaged during the fighting.

Security forces were unable to contain the violence and side roads were blocked by local residents to stop protesters from entering.

According to Father Filopater Gameel, a leader of the Maspero Youth Union, Copts had received permits from the authorities to hold the march. The union did not participate in the march but fully supported it, added Gameel.

The protesters were commemorating the deaths of Copts killed during last month’s Maspero clashes with the army that left at least 26 dead and more than 300 injured.

It is common in Egyptian culture to commemorate the 40th day after a death.

The Maspero Youth Union has cancelled a service to commemorate the Maspero martyrs on a Nile cruise boat today as a result of the violence in Shubra. The boat’s owner refused them permission to rent the boat due security concerns, stating it would be vulnerable when travelling beneath bridges.

aus: Yasmine Fathi: Coptic march to commemorate Maspero victims attacked, 29 injured

in: Ahram Online 17.11.2011

http://english.ahram.org.eg/NewsContentPrint/1/0/26822/Egypt/0/Coptic-march-to-commemorate-Maspero-victims-attack.aspx

Ägypten. Am Sonntag, 09.10.2011, zogen tausende Kopten vom Kairoer Stadtteil Shubra vor das staatliche Fernsehgebäude, „Maspero-Hochhaus“ genannt. Sie protestierten friedlich gegen die Zerstörung einer Kirche in Aswan. Die Berichterstattung der ägyptischen Presse führte in eine Konfrontation zwischen Muslimen, Kopten und der Armee. Mahmoud Ezzat kommentiert die Ereignisse.

Logisch betrachtet kann so etwas zwischen bewaffneten Streitkräften und einem Protestmarsch, den alle Teilnehmer als friedlich erlebt haben, gar nicht passieren. Und dennoch haben viele den Köder geschluckt und sich die Ereignisse folgendermaßen vorgestellt: Kopten schießen mit Gewehren auf die ägyptische Armee; Kopten töten drei Soldaten; Also müssen alle auf die Straße, um die Streitkräfte vor „den Landesfeinden“ (den Kopten) zu schützen.

(…) Ich versuche jedes Mal, die Leute, die darauf hereinfallen, dazu zu bringen, den Fernseher kurz auszustellen und nachzudenken: Diese Demonstration ist völlig friedlich. Dass die Kopten bewaffnet auf die Straße gehen, ist unlogisch und würde öffentlichen Selbstmord bedeuten. Was also meinst du mit Schüssen auf die Armee?

Die logische Erklärung der breiten Zustimmung für die Lügen der offiziellen Presse ist, dass dieser hetzerische Diskurs einen anderen Diskurs bedient, der noch viel gefährlicher und verbreiteter ist. Ein rassistischer und konfessioneller Diskurs, welcher durch weitverbreitete und schädliche Ideen und Vorurteile verstärkt wird: „Den Kopten missfällt die Lage nach dem Weggang Mubaraks, der sich ihnen unterworfen hatte, um Amerika zufriedenzustellen! Die Kopten lassen ihre Muskeln spielen.“

Die ganze Sache nahm innerhalb von Stunden Züge einer Massenhysterie an. Eine Vielzahl von Muslimen aus den Gegenden, die den Ort des Massakers umgeben, strömten nach der Ausstrahlung der staatlichen Fernsehsendung, die einem Hilferuf zum Schutz „der Streitkräfte“ vor „den Kopten“ gleichkam, zusammen. Ja, so wurde das wörtlich in den Nachrichten durch die Moderatoren des Staatsfernsehens verlautbart.

Ein grundsätzlich nicht konfessioneller Vorfall – eine ungleiche Konfrontation zwischen Demonstranten und der Staatsmacht – wurde zu einem konfessionellen Krieg zwischen Muslimen und Kopten inklusive religiöser Parolen und Jagd auf Kopten in den Straßen der Stadt.

Eine muslimische Freundin wurde auf ihrem Nachhauseweg körperlich angegriffen und wüst beschimpft, weil ein paar Typen sie für eine Christin, eine Feindin der Armee und „Spalterin“ hielten – im Einklang mit dem, was die offizielle Presse gesendet hatte. Dieser rassistische Diskurs macht auch nicht davor halt, die Opfer zu kritisieren. Viele argumentieren ganz offen: Warum mussten die Kopten überhaupt demonstrieren? …

aus: Mahmoud Ezzat: Maspero tötet; ins Deutsche von Fabian Ledwon

beim Blog: Transit (Goethe-Institut Ägypten)

Die Nennung Goethe-Institut erfordert folgende Anmerkung: Den Großkirchen und vier großen deutschen Parteien zugeneigt, agieren Goethe-Institut, Qantara und die bpb freundlich im Sinne der globalen Rechtsspaltung und Schariatisierung und betreiben finanzstarke behutsame Desinformation zum Islam: das Kopftuch wird verharmlost und verkitscht, die kulturrassistische Scharia ausgeblendet oder mystisch aufgeladen.

http://blog.goethe.de/transit/archives/287-Maspero-toetet.html

2011 Imbaba church attacks

The attack began when a mob estimated at 500 “hard-line” Salafi Muslims attacked the Coptic Orthodox church of Saint Mina in Imababa, claiming that a Christian convert to Islam was held hostage there. Christians denied that anybody was being held hostage, and police search of the church did not reveal anything. Yet, Salafi Muslims insisted on attacking the church. When the Christians protected their church and refused that the Muslims raid it, the Salafis opened gunfire at them, and threw firebombs and molotov cocktails. There were no guns with the Christians, and no gunshots were shot from within the church. During the attacks, the two sides also exchanged the throwing of stones. Apartments and shops belonging to the Christians were also torched and destroyed.

After torching the Coptic Orthodox church of Saint Mina, Salafis went ahead and burned another church, the Coptic Orthodox church of the Virgin Mary, also in Imbaba. …

Many blamed the police and army forces for remaining as bystanders without intervening while the two groups were clashing together. In addition, many injured victims could not be transported to hospitals because the ambulance cars were prevented from entering the area of clashes. …

The year 2011 was marked by an increased violence against Egypt’s Coptic Christian minority by Muslim radicals. The year began with the bombing of a Coptic church in Alexandria, which left 23 dead.

aus der enzyklopädischen Dauerbaustelle Wikipedia, die oft sehr ordentlich gemacht ist und wichtige Quellen (Einzelnachweise, References) versammelt

http://en.wikipedia.org/wiki/2011_Imbaba_church_attacks

2011 Alexandria bombing

http://en.wikipedia.org/wiki/2011_Alexandria_bombing

Terroranschlag am 1. Januar 2011 in Alexandria

Gegen 00:20 Uhr Ortszeit kam es vor der Al-Qiddissine-Kirche in Alexandria zu einer Explosion einer Autobombe, als etwa 1000 Anhänger der christlichen Minderheit der Kopten den Neujahrsgottesdienst verließen. Der Sprengsatz enthielt ca. 100 Kilogramm Sprengstoff. Unmittelbar nach der Explosion wurden 21 Personen getötet und weitere 97 Personen verletzt, darunter mindestens acht Muslime. Zudem wurde eine benachbarte Moschee teilweise beschädigt. Am 4. Januar starben weitere zwei Personen durch Verletzungen, die sie beim Anschlag erlitten hatten. Damit beläuft sich die Anzahl der Toten auf 23 Personen. …

Unmittelbar nach dem Terroranschlag kam es zu Übergriffen zwischen anwesenden Kopten und Muslimen. Anschließend trieb die Polizei mit Tränengas die Menge auseinander. Zudem wurde eine benachbarte Moschee von anwesenden Kopten angegriffen. Am Nachmittag des 1. Januar versammelten sich erneut zahlreiche Kopten, die Sicherheitskräfte mit Flaschen und Steinen bewarfen. Auch in den folgenden Tagen versammelten sich immer wieder Tausende Kopten und Muslime zu gemeinsamen Demonstrationen gegen den Terrorismus. …

An Demonstrationszügen beteiligten sich auch viele Muslime. So auch an der islamischen Al-Azhar-Universität in Kairo, wo Muslime riefen: „Ich bin Muslim, und ich lehne dies ab“ sowie „Wir sagen nein, zu denjenigen, die Ägypten in Brand setzen wollen“.

Ali Gomaa, der Großmufti von Ägypten, wandte sich in einem Gastbeitrag im Berliner Tagesspiegel an die deutsche Öffentlichkeit und erklärte, dass “der Islam absolut gegen Extremismus und Terrorismus” sei

aus der Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Terroranschlag_am_1._Januar_2011_in_Alexandria

[18] As a young Inuk woman, Maatalii Okalik-Syed is exceptional in many ways.

From a very early age, the 21-year-old native of Pangnirtung, Nunavut committed herself to helping others. She’s worked with several grassroots Aboriginal and Inuit organizations, all the way up to the Government of Nunavut. And now she’s set to graduate from Carleton University with a Human Rights and Political Science degree, minoring in Aboriginal Studies. …

It’s not known exactly how many have converted, but some Indigenous Muslims report seeing more and more people like them praying at Ottawa-Gatineau mosques. People like Linda Soliman. A Cree woman originally from Fort Albany in northern Ontario, she credits Islam with strengthening her parenting skills and improving the relationship with her parents. …

In Australia, one estimate pegs the number of Aboriginal Muslims at 1,000, enough to support more formal organizations like the Indigenous Muslim Support Network. And in Central America, Islam is gaining a foothold among some Mayans.

aus: Martha Troian: Young, Inuit and Muslim: Maatalii Okalik-Syed’s faith journey

in: Media Indigena 30.09.2010

http://www.mediaindigena.com/martha-troian/issues-and-politics/young-inuit-and-muslim-maatalii-okalik-syeds-faith-journey

[19] By 1924, a Baha’i National Spiritual Assembly, the elected governing body of the Baha’i faith in Egypt, was established. It was the fourth in the world. Egypt became a hub for Baha’i pilgrims travelling to Acre. In 1925 in Beba, Upper Egypt, a Shari’a appellate court annulled the marriages of three Baha’i men who had married Muslim women. However, in so doing the judge legitimated the Baha’i faith, declaring it “a new religion, entirely independent with principles and laws of its own.” The Baha’i faith was officially recognised in 1934. By the late 1950s, there were approximately 5,000 Egyptian Baha’is, local Baha’i assemblies in 13 cities and towns and the community had purchased 17,000 square meters of land on the banks of the Nile for a Baha’i house of worship. …

This acceptance was not to last. Forty years after Saad Zaghloul led a revolution under the slogan, “religion belongs to God and the homeland to all,” Egyptian President Gamal Abdul Nasser became concerned about the rise of Baha’is and their links to a nascent expansionist Israel on his borders. In 1960, he issued Decree 263, paragraph six of which proclaimed “all Baha’i assemblies and centres [are] hereby dissolved, and their activities suspended.” Baha’is were allowed to practice in their homes, but all official Baha’i properties, funds and assets were confiscated. They have still not been returned.

Nasser’s actions were driven by a desire to reinforce secularism, but subsequent administrations would target Baha’is for their perceived heresy. The 1971 constitution promised, “the state shall guarantee the freedom of belief and the freedom of practice of religious rites.” Four years later, however, the Supreme Court upheld the legality of Decree 263 and ruled constitutional protections only extended to the three “heavenly” religions of Judaism, Christianity and Islam.

From 1965 to 2001 there were 236 arrests of Baha’is, charged under Article 98(f) of the Penal Code which proscribes “disparaging contempt of any divinely-revealed religion or its adherents, or prejudicing national unity or social harmony.” It was rare for these cases to be followed by prosecution; most were simply released after being detained. Albert-Ludwig University of Freiberg’s Professor of Islamic Studies, Johanna Pink, has suggested the government was not so much concerned with the Baha’i being a real threat, but was attempting to “legitimise” its authority in the eyes of the people, presenting themselves as “defenders” of Egypt as an Islamic state. …

Baha’is were also often seen as a security threat, and the United States Commission on International Religious Freedom, cites claims made most frequently by conservative clerics such as Abdel Moneim Al-Shahat, a prominent Salafi leader, that “Baha’is deserve no rights in a new constitution and…should be tried for treason [Landesverrat, Hochverrat].” From 1910 to 2010, 15 fatwas (Islamic religious rulings) labelled Baha’is heretics [Ketzer, Harbis], based on the fact that Baha’is believed in a prophet after Muhammad. …

aus: Lucy Provan: Baha’is in Egypt

in: Baha’i Faith in Egypt 14.10.2012

http://www.bahai-egypt.org/

Oktober 2012, die Verfassung soll noch mehr auf die Scharia hin modelliert werden, den Bahai könnte Artikel 8 zum Nachteil gereichen:

With the drafting of Egypt’s new constitution by a “Constituent Assembly,” mostly led by Islamists, religious freedom is becoming an exclusive right rather than an inclusive one.

A case in point is the debate over Article-8 of the draft of the constitution, which is restricting absolute religious liberties only to the three recognized religions in Egypt, i.e. Islam, Christianity and Judaism. All the rest, will have the freedom to “belief” but not the freedom to practice or to construct houses of worship. This clearly poses a contradiction in logic, interpretation and in application: how could one believe, but not practice?

According to this draft, and as an example, Buddhists, Hindus, Baha’is and others cannot freely practice their belief in Egypt (…)

Article 8 of the current draft starts by stating: “Freedom of belief is absolute, and religious rights are practiced if not in contradiction with public order.”

El-Agati says that the article withdraws from the state the duty of protecting religious freedoms, which was required of it as stipulated in Article 46 of the 1971 constitution, which read that “the state shall guarantee the freedom of belief and the freedom of practice of religious rites.”

The new draft article adds the condition “if not in contradiction with the public order” to the practice of religious rites, said El-Agati, putting further limits compared to the last constitution.

In the Turkish constitution, the state restricts putting limits on worshiping and in Indonesia the constitution gives the state the duty to guarantee the freedom of practicing religion, said El-Agati. This won’t be the case if the current draft article is enshrined in Egypt’s constitution.

The problem didn’t exist in an earlier version of Article 8, written earlier in the drafting process and amended to its present form.

Human rights lawyer Ahmed Seif El-Islam, founder of the Cairo-based Hisham Mubarak Law Centre, points to the form of the previous version, which had stated that the freedom of belief and the freedom of practicing religion is granted.

“The freedom of belief and practicing religious rights is safeguarded,” the article had said before being amended.

Seif El-Islam criticised the amended phrasing, saying that it deals with freedom of belief only in a private, personal way, rendering it useless. “The freedom of belief must be followed by the freedom of practice, otherwise it loses its essence,” Seif El-Islam said.

Anmerkung Blog Sägefisch: Freitagsgebet, Kindbraut, Vielweiberei, Talaq, Burka, Steinigung und Dschihad, sind auch „freedom of practice“, Glaubenspraxis. Jede einzelne Bürgerin und jeder einzelne Bürger (citoyen, citoyenne) muss unveräußerlichen staatlichen Schutz erlangen, nicht das ethnoreligiöse Kollektiv! Hierarchisch zwischen individuellem Ägypter bzw. Ausländer und Ägyptens Staatsgewalt haben ein Kleriker oder Stammeshäuptling nichts zu suchen, den Islam betreffend ist es der Wali (walī, guardian), der illegal werden und bleiben muss, beispielsweise der die Tochter bei Bedarf zwangsverheiratende Wali Mudschbir (walī muǧbir, guardian by force). Dschabara heißt beugen, brechen, zwingen (vgl. unser Fremdwort Algebra), die vom walī muǧbir ausgeübte Islamische Zwangsverheiratung ist die Wilaya Idschbar (wilayat ijbar, islamic forced marriage)

Nevertheless, Seif El-Islam sees a positive – albeit limited – development in the article’s current form, which stipulates that the state guarantees the freedom to construct places of worship for Abrahamic religions (Islam, Christianity and Judaism).

“This is a step forward for Christians and Shiites, yet not so much for members of other religions,” said Seif El-Islam. “A community of expatriate Chinese Buddhists for example wouldn’t be able to establish a temple,” said Seif El-Islam, adding that since Egypt doesn’t have large expat communities from other religions the problem remains only theoretical.

“In reality, it is members of the Bahai faith who would suffer under this article,” Seif El-Islam asserted.

aus: Bilo: Draft Egyptian Constitution Takes Away Religious Liberties Stipulated in Former Constitutions

in: Baha’i Faith in Egypt 03.10.2012

http://www.bahai-egypt.org/2012/10/draft-egyptian-constitution-takes-away.html

Wali Mudschbir, Heiratsvormund mit Berechtigung zum Zwang. Ministerium für Frauen, Familie und gesellschaftliche Entwicklung, Malaysia:

1. Muss die Braut zustimmen, bevor die Heirat durchgeführt werden kann?

Is consent from the bride required before a marriage can be carried out?

Ja, die Zustimmung der Braut ist erforderlich. Von einer Frau, die erstmalig verheiratet wird (einer Jungfrau) kommt die Zustimmung von ihrem Wali Mudschbir (Heiratsvormund).

Yes, consent from the bride is required for any marriage. For a woman who has never been married before (virgin), the consent comes from her Wali Mujbir (guardian)

2. Can a virgin girl be forced to enter into a marriage without her consent by the Wali Mujbir?

Kann die Jungfrau [islamrechtlich / nach der Scharia] in eine Ehe gezwungen werden?

A virgin girl can be entered into a marriage without her consent by the Wali Mujbir on the condition that the marriage is sekufu and the marriage will not bring dharar syarie to the bride.

Ja … sofern die Ehe standesgemäß (sekufu = von gleichem sozialem Rang) und die Heirat der Braut keine Verletzung (dharar = Beschädigung / Verlust) ihrer (polit)religiösen Pflichten [syariat / šarīʿa. = Scharia] bringt.

http://www.kpwkm.gov.my/faq

Beim malaysischen Ministerium kpwkm als englische Fassung aus der alten uns bekannten Adresse herausgenommen (obschon malaysisch wie englisch vorhanden, s.u.), doch im gewohnter Optik im Oktober 2012 über http://202.187.17.12/~kpwkm/new_index noch komplett erhalten (siehe unten), vgl. aber auch die deutsche Darstellung hier

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/10/25/151/

oder hier:

Wali Mudschbir (walī muǧbir, MÜCBİR VELÎ). Kuala Lumpur. Das im malaysischen Ministerium für Frauen, Familie und Entwicklung (Ministry of Women, Family and Community Development, KPWKM) titelt zu »Consent To Marriage«

»Ist das Einverständnis der Braut in ihre Verheiratung erforderlich?

Ja, für jede Heirat ist das Einverständnis der Braut erforderlich. Bei einer noch nie verheirateten Frau (Jungfrau) kommt das Einverständnis von ihrem wali mudschbir [Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang].

Kann das jungfräuliche Mädchen durch den wali mudschbir auch ohne ihre Zustimmung in eine Ehe gezwungen werden?

Ein jungfräuliches Mädchen kann durch den wali mudschbir auch ohne ihre Zustimmung in eine Ehe gezwungen werden, soweit die eheliche Verbindung sekufu [standesgemäß] ist und sie für die Braut keine dharar [Beschädigung] ihrer syarie [schariarechtlichen Verpflichtungen] darstellt.

Wer ist wali mudschbir?

Wali mudschbir ist der biologische Vater des Mädchens oder der Großvater väterlicherseits.«

Is consent from the bride required before a marriage can be carried out? Yes, consent from the bride is required for any marriage. For a woman who has never been married before (virgin), the consent comes from her Wali Mujbir (guardian).

Can a virgin girl be forced to enter into a marriage without her consent by the Wali Mujbir? A virgin girl can be entered into a marriage without her consent by the Wali Mujbir on the condition that the marriage is sekufu and the marriage will not bring dharar syarie to the bride.

Who is a Wali Mujbir? Wali Mujbir is the natural father (father by birth) or grandfather on the father’s side.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/12/21/159/

Hier nach wie vor in ganzer islamisch gebotener Länge:

Title : Consent To Marriage

1. Is consent from the bride required before a marriage can be carried out?

Yes, consent from the bride is required for any marriage. For a woman who has never been married before (virgin), the consent comes from her Wali Mujbir (guardian)

2. Can a virgin girl be forced to enter into a marriage without her consent by the Wali Mujbir?

A virgin girl can be entered into a marriage without her consent by the Wali Mujbir on the condition that the marriage is sekufu and the marriage will not bring dharar syarie to the bride.

3. How about the consent for a divorcee to marry?

A divorcee does not require consent from her wali to enter into a marriage.

4. What is the meaning of sekufu?
Sekufu is the situation whereby the husband and the wife are at par (same standard) with each other and are of equal status in term of family, financial, education level, descent and profession.

5. Who is qualified to be a wali?

The List of wali, in the order of priority, is as follows:

i) Father by birth;

ii) Grandfather on the father’s side;

iii)Brother from the same parents;

iv) Brother from the same father;

v) Nephew from the same parents;

vi) Nephew from the same father;

vii) Uncle from father’s side of the same parents;

viii) Uncle from father’s side of the same father;

ix) Male cousin from the father’s side of the same parents;

x) Male cousin from the father’s side of the same father;

xi) Father’s uncle of the same parents;

xii) Father’s uncle of the same father;

xiii) The son of the father’s uncle of the same parents;

xiv) The son of the father’s uncle of the same father;

xv) Uncle of grandfather of the same parents;

xvi) Uncle of grandfather of the same father;

xvii)The son of the uncle of grandfather of the same parents;

xviii) The son of the uncle of grandfather of the same father;

xix) Wali Hakim.

6. Who is a Wali Mujbir?

Wali Mujbir is the natural father (father by birth) or grandfather on the father’s side.

7. Who is a Wali Raja?

Wali Raja is a wali that has been conferred the authority by the DYMM SBP Yang Di-Pertuan Agong or Sultan or state’s ruler to marry a woman who has no wali from the nasab (family lineage from the male side).

8. When is a Wali Mujbir used?

Wali Mujbir is used when the birth father or grandfather from the father’s side is still alive

9. When is a Wali Raja used?

Wali Raja is used when there is none of the above Wali Mujbir or when all the Wali Mujbir are residing more than 60 miles away or if none of them are known to be alive. A Wali Raja is also used in cases involving adopted children.

10. If the birth father cannot be located, who should be the wali?

If the birth father cannot be located, the grandfather from the father’s side shall act as the wali, and if none of the Wali Mujbir is available, the role falls under the responsibility of a Wali Raja.

11. If the father of the bride is not qualified to be the wali due to fasiq, who takes over his role?

If a father is not qualified to be a wali due to fasiq(religious ignorance), his role shall be taken over by the grandfather from the father’s side, and if he is not available, to be followed by others, according to the prescribed order of the Wali Mujbir list

12. What is wali fasiq?

Wali fasiq is a wali who does not hold on to and who does not practise the prescribed Islamic teachings, who commits major sins such as adultery, drinking etc.

http://202.187.17.12/~kpwkm/new_index.php?page=faq_content&code=4&faqtitleID=5&lang=

http://www.kpwkm.gov.my/faq

Ministeriell und vollständig, malaysisch:

Question: Adakah persetujuan pihak perempuan perlu sebelum sesuatu perkahwinan itu boleh dilangsungkan ?

Answer: Ya, persetujuan pihak perempuan adalah perlu sebelum perkahwinan boleh dilangsungkan. Bagi anak dara persetujuannya adalah diberikan oleh walinya iaitu Wali Mujbir.

Question: Adakah seorang anak dara boleh dinikahkan tanpa persetujuannya oleh Wali Mujbir ?

Answer: Seorang anak dara boleh dinikahkan tanpa persetujuannya oleh Wali Mujbir dengan syarat perkahwinan yang akan dijalankan itu adalah sekufu dan perkahwinan tersebut tidak mendatangkan dharar syarie terhadap pengantin perempuan.

(…)

Siapakah yang dimaksudkan dengan Wali Mujbir?

Wali Mujbir ialah bapa atau datuk sebelah bapa dan ke atas.

(…)

Apakah yang dimaksudkan dengan wali fasiq?

Wali fasiq ialah wali yang tidak berpegang kepada ajaran Islam, tidak menunaikan kewajipan agama, dan melakukan dosa-dosa besar seperti berzina, minum arak dan sebagainya.

http://www.kpwkm.gov.my/faq

Wali mudschbir ist orthodox-islamisches Religionsrecht und, wie von Wikipedia völlig richtig dargestellt, heute geltendes Recht in Malaysia, dort geschrieben wali mujbir. Auf der Seite des Familienministeriums (Frequently Asked Questions, Title: Consent To Marriage) erfährt der Staatsbürger:

“Is consent from the bride required before a marriage can be carried out? Yes, consent from the bride is required for any marriage. For a woman who has never been married before (virgin), the consent comes from her Wali Mujbir (guardian)” Wali hier in der Bedeutung Heiratsvormund, die Zustimmung (consent) der Braut ist zwar grundsätzlich erforderlich (required), wird jedoch bei einer jungfräulichen Tochter (virgin) von ihrem Vater beziehungsweise Großvater väterlicherseits gegeben.

Punkt 2 stellt klar: “Can a virgin girl be forced to enter into a marriage without her consent by the Wali Mujbir? A virgin girl can be entered into a marriage without her consent”, Kann ein jungfräuliches Mädchen ohne ihre Zustimmung und durch ihren Wali Mudschbir in eine Ehe gezwungen werden? Ein jungfräuliches Mädchen kann ohne ihre Einwilligung verheiratet werden.

http://www.iursaar.de/index.php5?id=wiki&id2=Diskussion:Wali_mudschbir

Wali Mudschbir (arabisch ‏Walī muǧbir)

Die 1983 verabschiedeten Gesetze der Provinz Kelantan, Section 13(2) Islamic Familiy Law Enactment, stellen fest, ‘dass die Heirat eines Mädchens ohne ihr Einverständnis durch ihren Wali Mudschbir abgeschlossen werden kann, das ist der Vater oder Großvater väterlicherseits’, („that the marriage of a girl may be solemnised whithout her consent by the wali mujbir. That is the father or paternal grandfather …“), der natürlich nie auf die Idee käme, ‘feindselig’ („hostile“) gegenüber dem Mädchen zu sein. Nach: »Muslim Feminism and Feminist Movement (South-east Asia)«, von: Abida Samiuddin & R. Khanam (Hg.), 1. Auflage, Global Vision Publishing House, Delhi (Indien) 2002

http://books.google.de/books?id=L20T1f-_LlwC&vq=wali+mujbir&source=gbs_navlinks_s

Wali Mudschbir. Sisters in Islam, Malaysia: ‘Idschbar (Zwangsheirat): In Kelantan und Kedah kann der Wali Mudschbir (Vater oder Großvater väterlicherseits) die Frau, soweit sie eine unverheiratete Jungfrau ist, gegen ihren Willen an einen Mann gleichen Standes verheiraten’, („Ijbar (forced marriage): In Kelantan and Kedah, if a woman is an unmarried virgin, her wali mujbir (father or paternal grandfather) can marry her to a man of equal status against her will.“)

http://www.sistersinislam.org.my/index.php?Itemid=288&id=748&option=com_content&task=view

Idschbar in Nigeria

The research focused on six often contentious issues in Islamic family law practice in Northern Nigeria.

The first of this is Ijbar (arranged marriages) also known as auren dole

aus: Hajiya Bilkisu: Nigeria: Repositioning Islamic Family Law (ii)

in: AllAfrica 18.09.2009

http://allafrica.com/stories/200909210380.html

Zwangsverheiratung der Tochter, Auren Dole, davon kann der nigerianische Künstler Dan Maraya Jos („Der kleine Waise aus Jos, The Little Orphan of Jos“) ein Lied singen

“Auren Dole” ["Forced Marriage"] decries the practice of families arranging marriages for their daughters rather than letting them decide on their own mates.

http://www.linguistics.ucla.edu/people/schuh/Metrics/dan_maraya.html

ijbar (wilayyat ijbar, wilayat ijbar). Bei: Amira El Azhary Sonbol (Hg.): »Women, The Family and Divorce Laws in Islamic History«, 1. Auflage, bei: Syracuse University Press, Syracuse (N. Y.) 1996

http://books.google.de/books?id=FLUgscG6zFYC&printsec=frontcover&source=gbs_v2_summary_r&cad=0#v=onepage&q=&f=false

Abdul-Qadir Zubair: Wilayat Al-Ijbar (i.e. Coercive Guardianship) in Islamic Marriage

Verlag I.I.C. Publications / Islamic International Contact (Lagos, Nigeria) 1992, Länge 62 Seiten

http://books.google.de/books/about/Wilayat_Al_Ijbar_i_e_Coercive_Guardiansh.html?id=7pH7GwAACAAJ&redir_esc=y

Abdul-Qadir Zubair: Sharī’ah Views on the Bases and Means of Family Planning

I.I.C. / Islamic International Contact (Lagos, Nigeria) 1990, Länge 196 Seiten

http://books.google.de/books/about/Shar%C4%AB%CA%BBah_Views_on_the_Bases_and_Means.html?id=whmTtgAACAAJ&redir_esc=y

Abdul Qadir Zubair ist der erste Professor für Islamisches Recht ins Westafrika und bedauert, dass der Staat Nigeria die Scharia nur im Familienrecht duldet:

I don’t think the situation has improved. Like I said, Sharia is constrained to play a small role in our society. Even the Sharia Court of Appeal, they can only deal with issues of personal status. If you consider what we call Sharia, you’ll see Sharia covers every aspect of Muslim life.

aus: Professor Zubair : “Sharia and Islamic Law lecturers are persecuted in Nigeria”

bei: IslamOnline 04.03.2012

http://islamonline.net/en/55

Abdul Qadir Zubair im Bild

http://cdn2.islamonlinenet.netdna-cdn.com/wp-content/uploads/2012/03/Prof-Zubair.jpg

[20] Im Jahr 1956 wird Pakistan Islamrepublik, alle künftigen Gesetze sind auf Kompatibilität mit Koran und Sunna abzustimmen:

Islamic Law – No Law would be passed against the teachings of the Quran and Sunnah, and existing laws would be made Islamic in character [Anm.: Artikel 198 No law shall be enacted which is repugnant to the Injunctions of Islam as laid down in the Holy Quran and Sunnah, … and existing law shall be brought into conformity with such Injunctions, s. u.].

Muslim President – a requirement.

Religious Freedom – Freedom to profess, practice and propagate any religion and the right to establish, maintain and manage religious institutions.

Life According to the Holy Quran and Sunnah- According to the directive principles, steps were to be taken to enable the Muslims of Pakistan individually and collectively to order their lives in accordance with the Holy Quran and Sunnah.

Teachings of the Holy Quran – Were to be made compulsory for all Muslims.

http://en.wikipedia.org/wiki/Pakistani_Constitution_of_1956

Constitution of Pakistan (1956)

Preamble

2nd March, 1956

In the name of Allah, the Beneficent, the Merciful

Whereas sovereignty over the entire Universe belongs to Allah Almighty alone, and the authority to be exercised by the people of Pakistan within the limits prescribed by Him is a sacred trust;

Whereas the Founder of Pakistan, Quaid-i-Azam Mohammad Ali Jinnah, declared that Pakistan would be a democratic State based on Islamic principles of social justice; …

Wherein the principles of democracy, freedom, equality, tolerance and social justice as enunciated by Islam, should be fully observed;

Wherein the Muslims of Pakistan should be enabled individually and collectively to order their lives in accordance with the teachings and requirements of Islam, as set out in the Holy Quran and Sunnah;

http://pakistanspace.tripod.com/archives/56_00.htm

Article 25

(1) Steps shall be taken to enable the Muslims of Pakistan individually and collectively to order their lives in accordance with the Holy Quran and Sunnah.

(2) The State shall endeavour, as respects the Muslims of Pakistan,-

(a) to provide facilities whereby they may be enabled to understand the meaning of life according to the Holy Quran and Sunnah;

(b) to make the teaching of the Holy Quran compulsory;

(c) to promote unity and the observance of Islamic moral standards; and

(d) to secure the proper organization of zakat, wakfs and mosques.

http://pakistanspace.tripod.com/archives/56_03.htm

Part 12: General Provisions

Chapter 1: Islamic Provisions

Article 197

(1) The President shall set up an organization for Islamic research and instruction in advanced studies to assist in the reconstruction of Muslim society on a truly Islamic basis.

(2) Parliament may by Act provide for a special tax to be imposed upon Muslims for defraying expenses of the organization set up under clause (1), and the proceeds of such tax shall not, notwithstanding anything in the Constitution, from part of the Federal Consolidated Fund.

Article 198

(1) No law shall be enacted which is repugnant to the Injunctions of Islam as laid down in the Holy Quran and Sunnah, hereinafter referred to as Injunctions of Islam, and existing law shall be brought into conformity with such Injunctions.

http://pakistanspace.tripod.com/archives/56_12.htm

[21] Der Frevelbegriff Ẓulm hier einmal finanztechnisch, aus einer schriftlichen Arbeit zur Erlangung des Akademischen Grades „Magister Artium“ an der Philosophischen Fakultät im Fachbereich Orient- und Islamwissenschaften, Uni Tübingen 2010:

Das Nehmen von ribā bzw. Zins sei unter allen Menschen deshalb verboten worden, weil dies Unrecht (ẓulm) verursache. Gott habe sich selbst aber die Eigenschaft, Unrecht zuzufügen, verboten und sie für alle Menschen als unzulässig erklärt.

aus: Abdelaali El Maghraoui: Islamic Banking. Ribā-Verbot und die Etablierung eines zinsfreien Bankwesens in arabischen Ländern

http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/volltexte/2011/5603/pdf/Magisterarbeit_Endversion.pdf

Abdelaali El Maghraoui, Universität Tübingen, Betreuer: Prof. Dr. Omar Hamdan. Zur Person: Abdelaali El Maghraoui hat nach seinem Abitur in Marokko in Tübingen Islamwissenschaften und Wirtschaft studiert und war dort wissenschaftliche Hilfskraft am Forschungskolleg “Medienumbrüche”.

Quelle: Graduiertenkolleg Islamische Theologie

http://www.graduiertenkolleg-islamische-theologie.de/kolleg/kollegiaten.html

Islamisches Recht

Das Fachgebiet Islamisches Recht umfasst die islamische Normenlehre „fiqh“, sowie die Lehre von den Grundlagen und Methoden der Ableitung dieser Normen „usul al-fiqh“.

Die Rechtslehre kennt mehrere Quellen des Rechts: den Koran, die prophetische Tradition, den Konsens der Rechtsgelehrten sowie den Analogieschluss. Darüber hinaus werden weitere Quellen beschrieben und herangezogen: vor allem das Argumentieren mit Billigkeit, das Abstellen auf das Allgemeinwohl sowie der Rückgriff auf Gewohnheitsrecht. Allerdings sind nicht all diese Quellen von allen islamischen Rechtsschulen anerkannt. Der schiitische Islam erkennt die Vernunft als weitere Rechtsquelle an. …

Das traditionelle islamische Recht beansprucht, das gesamte Leben der Muslime normativ zu regeln, und zwar sowohl den Bereich der Rechtsbeziehungen zwischen den Menschen als auch den Bereich der gottesdienstlichen Handlungen.

In der Frage nach dem Verhältnis zwischen Islam und Moderne spielt das islamische Recht eine zentrale Rolle, dabei können folgende Positionen gegenüber gestellt werden: die eine sieht in den partikularen Normen in den islamischen Quellen, die die gesellschaftliche Ordnung betreffen, ahistorische, kontextunabhängige Normen, die unhinterfragt ins Hier und Jetzt übertragen werden müssen. Die zweite Position sieht in diesen Einzelanweisungen kontextgebundene gesellschaftliche Regelungen und fragt nach den universalen Prinzipien hinter den partikularen Normen. Diese Prinzipien werden mittlerweile sogar neu definiert (wie z.B. Gerechtigkeit, Unantastbarkeit der menschlichen Würde, Freiheit, Gleichheit) und im Gegensatz zu den Einzelanweisungen als verbindlich eingestuft. Heute erfährt die Lehre von den Maximen und Zielen des islamischen Rechts eine starke Wiederbelebung. Sie thematisiert die Wandelbarkeit religiöser Normen, indem sie die Lebenswirklichkeit der Menschen bei den Ableitungsprozessen religiöser Normen in den Vordergrund rückt. Eine dritte vermittelnde Position schließlich fragt nach der Wechselbeziehung zwischen den allgemeinen Zielen und konkreten Normen und bemüht sich um Lösungsansätze in diesem Spannungsverhältnis.

gefunden bei: Graduiertenkolleg Islamische Theologie (Uni Tübingen)

http://www.graduiertenkolleg-islamische-theologie.de/studienprogramm/islamisches-recht.html

Zu Allahs Gerechtigkeit ʿAdl vgl. Abul Kalam Azad: Divine Justice: ‘Adālah

veröffentlicht bei: Islamic Writings 26.10.2012

http://www.islamicwritings.org/miscellany/divine-justice-%CA%BBadalah/

[22] La communauté musulmane est fondée sur trois valeurs fondamentales : Tawhid (Unicité de Dieu), Tazkiya (purification de l’être humain), et ‘Umrân (construction d’une civilisation avec des valeurs). Ces trois valeurs sont considérées comme les objectifs fondamentaux de l’islam (al-maqasid al-sharia).

Scheich Taha Jabir Al-Alwani

http://www.lescahiersdelislam.fr/Quelques-defis-de-l-Islam-contemporain-selon-le-Sheikh-Taha-Jabir-Al-Alwani_a123.html

Cordoba University, Ashburn, Virginia, US:

The Graduate School of Islamic and Social Sciences (GSISS)

http://www.cordobauniversity.org/gsiss/index.asp

Mohamed Ibrahim: Maqasid al Scharia: Islamischen Scharia versus Menschenrechte?

http://www.uni-marburg.de/fb01/lehrstuehle/zivilrecht/kling/islamicfinance/materialien/maqasidalsharia.pdf

Serdar Kurnaz: Maqāṣid aš-šarīʿa: Eine kurze historische Skizze der islamischen Rechtsphilosophie

http://www.islamische-studien.de/resources/ZIS_Islamische+Studien_2.Ausgabe.pdf

PURPOSES OF THE LAW, (MAQASID AL SHARIAT)

Lecture for 3rd year students at the Kulliyah of Medicine, International Islamic University, Kuantan on Saturday 4th December 1999

http://omarkasule-02.tripod.com/id468.html

Maqasid of al-Shari`ah: some reflections by Sheikh Akram Nadwi

bei: Islamic Revival (Netzadresse: Islamisches System)

http://islamicsystem.blogspot.de/2012/05/maqasid-of-al-shariah-some-reflections.html

Den Text von Kamali nur für Abonnenten der IZ, dafür in der anschließenden Quelle auf Englisch:

Unter den Gelehrtentum war es für die Juristen auch wichtig zu wissen, was die Absicht hinter einem bestimmten Hukm ist, den uns Allah oder Sein Gesandter gegeben haben. Die Maqasid Asch-Schari’a, oder auch die Ziele der Schari’a, sind eine wichtige und doch vernachlässigte Wissenschaft.

aus: Die Wissenschaft von den Maqasid ist ein wichtiges Werkzeug für ein angemessenes Verständnis des Islam. Von Mohammed Hashim Kamali.

in: Islamische Zeitung 25.09.2008

http://www.islamische-zeitung.de/iz3.cgi?id=10826

Mohammed Hashim Kamali: AL-MAQASID AL-SHARI’AH: THE OBJECTIVES OF ISLAMIC LAW

http://www.aml.org.uk/cms/assets/Uploads/journals/3.1/Kamali-Maqasid.pdf

bei den britischen Muslimischen Rechtsanwälten von der AML – The Association of Muslim Lawyers, High Wycombe, UK

http://www.aml.org.uk/cms/

High Wycombe, 93.000 Einwohner:

The Wycombe Islamic Society, WISE

(High Wycombe)

http://www.wise-web.org/

MUSLIM EDUCATION CENTRE & WELFARE TRUST

(High Wycombe)

http://www.mecawt.org.uk/

High Wycombe

Auch für andere, die mit den Satanischen Versen zu tun hatten oder mit dem Buch in Verbindung gebracht wurden, war die nach-Fatwa-Zeit teilweise sehr hart und manchmal sogar lebensgefährlich. Viele von ihnen waren der Bedrohung schutzlos ausgeliefert. Im April 1989 wurden auf den linken Buchladen Collets und Dillons Anschläge mit Brandbomben verübt, weil beide Die Satanischen Verse im Regal stehen hatten. Einen Monat später gab es Explosionen in High Wycombe und auf der Londoner King’s Road. In zwei Penguin-Buchläden in London und York – Die Satanischen Verse erschienen bei Penguin – explodierten Bomben.

aus: Andrew Anthony: Das Buch zum Fluch

zuerst bei The Guardian, hier auf Deutsch in: derFreitag 12.02.2009

http://www.freitag.de/autoren/the-guardian/das-buch-zum-fluch

ABOUT 2,000 Muslims marched through High Wycombe today to celebrate the birth of the Prophet Mohammed and spread a message of peace.

A colourful procession, led by an open top bus, marking the Eid-Milad-Un-Nabi weaved its way through the town centre.

Roads were closed as the march took place. … Sahibzada Jeelani, one of the Imams at the mosque, explained what the event is all about. …

“Islam is a religion of peace and mercy and the prophet Mohammed is the messenger of mercy so we try to explain the real nature and picture of Islam. It’s not what unfortunately gets put across sometimes in the media.”

aus: James Nadal: Procession through High Wycombe celebrates Prophet Mohammed

in: Bucks Free Press 12.02.2012

http://www.bucksfreepress.co.uk/news/9526708.Procession_through_High_Wycombe_celebrates_Prophet_Mohammed/

Sarah Joseph is CEO and Editor of Muslim lifestyle magazine emel and commentator on British Muslims. She is a writer and a broadcaster and lectures on Islam both within the UK and internationally (USA, Europe, Middle and Far East). Sarah converted to Islam at the age of 16 in 1988 after being brought up as a Catholic. … She is married to Mahmud al-Rashid, who is a human rights barrister and one of the founders of the Association of Muslim Lawyers (AML). He is of Muslim Bangladeshi heritage, who is also involved in editing the emel magazine. She resides in London with her husband and their three children.

http://en.wikipedia.org/wiki/Sarah_Joseph

[23] Article 24 Publications and the press have freedom of expression except when it is detrimental to the fundamental principles of Islam or the rights of the public. The details of this exception will be specified by law.

http://www.iranonline.com/iran/iran-info/Government/constitution-3.html

Islamic Republic of Iran Constitution

http://www.iranonline.com/iran/iran-info/Government/constitution.html

[24] Ayatollah Morteza Motahhari: Wesen und Faktoren der Islamischen Revolution in Iran

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2012/05/02/290/

[25] Cairo Declaration on Human Rights in Islam, Aug. 5, 1990, ARTICLE 22: Everyone shall have the right to express his opinion freely in such manner as would not be contrary to the principles of the Shari’ah. 1. Everyone shall have the right to advocate what is right, and propagate what is good, and warn against what is wrong and evil according to the norms of Islamic Shari’ah. (…)

http://www1.umn.edu/humanrts/instree/cairodeclaration.html

[26] Manfred Halpern: „Die Neo-Islamischen totalitären Bewegungen sind in ihrem Wesen faschistische Bewegungen:“

The neo-Islamic totalitarian movements are essentially fascist movements. They concentrate on mobilizing passion and violence to enlarge the power of their charismatic leader and the solidarity of the movement. They view material progress primarily as a means for accumulating strength for political expansion, and entirely deny individual and social freedom. They champion the values and emotions of a heroic past, but repress all free critical analysis of either past roots or present problems. …

Like fascism, neo-Islamic totalitarianism represents the institutionalization of struggle, tension, and violence. Unable to solve the basic public issues of modern life—intellectual and technological progress, the reconciliation of freedom and security, and peaceful relations among rival sovereignties—the movement is forced by its own logic and dynamics to pursue its vision through nihilistic terror, cunning, and passion. An efficient state administration is seen only as an additional powerful tool for controlling the community. The locus of power and the focus of devotion rest in the movement itself. Like fascist movements elsewhere, the movement is so organized as to make neo-Islamic totalitarianism the whole life of its members.

aus: Manfred Halpern: Politics of Social Change in the Middle East and North Africa (Princeton 1963)

zitiert bei: Sandstorm (Martin Kramer) 20.09.2006

http://www.geocities.com/martinkramerorg/2006_09_20.htm

[27] As a retired German Lutheran pastor living in Canada who knows Prof. Al-Tayyeb in person, I am thankful for that he does what he always said, namely, to do the necessary steps for bringing the Muslims and Christians of his country closer. For, as a Christian, I believe that basically our common God has given to us the same mission on Earth, namely, to do what is possible for us humans who have true trust in God and a future life in the sense of surrendering to him (islam), in order to contribute to that all humans find this trust.

In so far, we also have the same religion that is indicated by that we pray to and worship the very same God. What seems to separate us are matters of interpreting our trust and of proceedings of prayers and worship. I, however, believe that what seems to separate us does not need to separate us, so that we are brothers and sisters to each other belonging to the very same family of God.

What, indeed, separates us, hence, is cultural rather than religious. In the age of globalisation, however, in which the Earth has become one and the same village, our credibility as monotheists in the eyes of unbelievers depends on that we learn to carry out God’s mission on Earth together. I hope that our Coptic brothers and sisters can see things in the same way.

God may bless you, Hilmar Lorenz

http://www.abna.ir/data.asp?lang=3&id=219708

[28] Hilmar Lorenz betet zu Allah für den Erfolg für die „großartige Arbeit“ (great work) des Großimams al-Tayyeb:

As a Christian Lutheran pastor, I am full of joy about this Al Azhar document. It confirms to me that Al Azhar and my Lutheranism are on the very same wave length in worshiping the almighty Allah. I pray to Him for the success of the great work of the Grand Sheikh to whom, as a religious person, I feel befriended, since I came to know him in his hometown of Luxor some years ago.

God bless you.

Yours, Hilmar Lorenz

http://www.onislam.net/english/shariah/contemporary-issues/islamic-themes/455396-al-azhar-basic-freedoms-document.html

Hilmar Lorenz: Kants lutherische Fundamentaltheologie. Systematischer Kommentar zu Kants “Kanon der reinen Vernunft”

Das methodologische Hauptstück vom “Kanon der reinen Vernunft” in Kants KrV wird als lutherische Fundamentaltheologie gedeutet, die sich mit ihrer Moraltheologie zum Glauben an das Dasein Gottes und ein künftiges Leben bekennt. … das im Sinne des lutherischen Dritten Brauchs des Gesetzes durch den moralischen Glauben an Gott und ein künftiges Leben als letzten Zwecken bestimmt ist.

Der Autor ist lutherischer Pfarrer und Schüler von C. F. von Weizsäcker.

http://www.litwebshop.de/index.php?main_page=product_info&cPath=18&products_id=9943

Church in Mission with others

Submitted and Written by Rev. Hilmar Lorenz – Gatineau, Québec (Editorial for The Eastern Synod Paper)

http://easternsynod.org/faith-in-action/local/church-mission-others

Pastor i. R. und Dhimmi Hilmar Lorenz kommentiert am 20.04.2012 bei der Muslimischen Jugend in Deutschland (MJD). Schau auf die Schöpfung! Iman-Wochenende vom 09.-11. März in Wolfsburg

Ich bin evangelischer Pfarrer aus Westfalen im Ruhestand und lebe in Kanada … Alle Glaubenslehre, ob christlich islamisch oder jüdisch, ist daran zu messen, ob sie mit unserem Gottvertrauen vereinbar ist, dass in der Ergebung an bzw. Unterwerfung unter Gott (“islam”) besteht. Denn “islam” kann mit unseren Herzen, deren Hingabe Gott von uns möchte, nur dann geschehen, wenn wir Gott unser Herz anvertrauen. … Dass Christentum, Islam und Judentum verschiedene Religionen genannt werden, liegt m. E. an den unterschiedlichen kulturellen Traditionen, die sie und ihre Glaubenslehren in ihrer Geschichte geprägt haben. Aber Glaubenslehren und ihre kulturellen Traditionen sind von Menschen gemacht und nicht von Gott, dem allein wir uns wirklich anvertrauen können. ich wünsche mir, dass die junge Generation diejenige Religion kennenlernt, welche uns Juden, Christen und Muslime als Brüder und Schwestern eint und nicht länger entzweit.

Gott segne Sie,

Ihr Hilmar Lorenz

http://www.mjd-net.de/schau-auf-die-sch%C3%B6pfung

Fotogalerie zur von Hilmar Lorenz gelobten und gesegneten Veranstaltung: schariatisch nur mit Geschlechtertrennung und Hidschab.

http://www.mjd-net.de/fotos-und-erinnerungen

Muslimische Jugend in Deutschland (MJD)

Die Jugendgruppen sind nach Geschlecht getrennt. Die MJD ist 1994 im Haus des Islam in Lützelbach von einer kleinen Gruppe von Jugendlichen um Muhammad Siddiq Borgfeldt gegründet worden. Sie ist aus einer der Jugendaktivitäten hervorgegangen und hat in den folgenden Jahren die dortigen Räumlichkeiten genutzt. … Die MJD ist Mitglied des Forum of European Muslim Youth and Student Organizations (FEMYSO), das sie 1996 mitgegründet hat. Die MJD Schura beschloss 2003, dass bei allen Fiqh-Fragen (z. B. inwiefern soll/darf man die MJD versichern?) der Europäische Fiqh-Rat (European Council for Fatwa and Research, ECFR) befragt werden soll und die MJD sich dann nach seiner Empfehlung richtet. MJD Gründer Muhammad Siddiq ist Mitglied des ECFR, dessen Vorsitzender Yusuf al-Qaradawi ist. … Im Fall der Vereinsauflösung soll das Vermögen der MJD komplett an die internationale Hilfsorganisation Islamic Relief fließen. … Laut Aussagen des Berliner Verfassungsschutzes von 2004 soll die MJD „eng mit islamistischen Gruppen verknüpft“ sein. Er verzichtete jedoch auf eine Aufnahme der MJD im jährlich erscheinenden Verfassungsschutzbericht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Muslimische_Jugend_in_Deutschland

[29] Keenly aware of the place of mankind in Islam as vicegerent of Allah on Earth.

Cairo Declaration on Human Rights in Islam,Aug. 5, 1990

http://www1.umn.edu/humanrts/instree/cairodeclaration.html

[30] Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono abgekürzt SBY und genannt der denkende General fordert vor der UNO globale Blasphemiegesetze als ein “Bollwerk für den Frieden”, denn “Freiheit der Meinung ist nicht absolut.”

Indonesia is calling on the UN’s member states to adopt a legally binding instrument to ban blasphemy against religious symbols and to promote dialogue between different faiths, civilizations and cultures.

Speaking before hundreds of world leaders at the UN General Assembly, President Susilo Bambang Yudhoyono said such an instrument was needed to prevent incitements to violence based on religion.

[ Verbot der Islamkritk als absoluter Bezugspunkt: ]

“This instrument, a product of international consensus, shall serve as a point of reference that the world community must comply with,” Yudhoyono said. …

The President said that the UN’s Universal Declaration of Human Rights underlined that all people must observe morality and public order in exercising their freedom of expression.

“Freedom of expression is therefore not absolute,” Yudhoyono said in an address that principally focused on global security. …

According to the activists, Indonesia has little moral authority to campaign on the issue and Yudho-yono should first deal with discrimination against religious-minority groups in Indonesia that has been made possible in part due to the provisions of the 1965 Blasphemy Law.

The Blasphemy Law, according to their arguments, has been used by the government to punish minority groups and has been abused by mainstream Muslims to persecute those deemed deviant, such as the Ahmadiyah.

[ Exportartikel Rechtsspaltung: ]

The Indonesian government has also been considering introducing a proposal to develop a legislative model kit that could be adopted by nations with different political and legal systems.

“We hope this kind of option could help accelerate the adoption of the international protocol on anti-blasphemy acts,” Marty said.

aus: Bagus BT Saragih: Yudhoyono touts blasphemy ban at UN

in: The Jakarta Post 26.09.2012

http://www.thejakartapost.com/news/2012/09/26/yudhoyono-touts-blasphemy-ban-un.html

SBY im Bild

http://images.tinhhinh.net/picture/article/2009/0709/Tong_thong_Yudtg997indo1.jpg

http://asiancorrespondent.com/wp-content/uploads/2011/03/SusiloBambangYudhoyono1.jpg

[31] Auch Deutschland wird schleichend von Neusprech unterwandert, findet der gleichnamige Blog …

Hans Hütt: Stabilitätsanker

http://neusprech.org/stabilitaetsanker/

Kai Biermann: überwiegend

http://neusprech.org/ueberwiegend/

… der das Thema Nummer eins allerdings feige ausblendet: Die Suche nach “Islam” ergab keine Treffer

http://neusprech.org/?s=Islam

Bewährte Fachstelle für die Rhetorik der Islambeschönigung:

Nebeldeutsch

(von Blogger FreeSpeech, erarbeitet zwischen 11.04.2006 und 14.11.2008)

http://nebeldeutsch.blogspot.de/2006/04/inhalt.html

[32] Eine Kritik an Syed Muhammad Naquib al-Attas von Jacques Auvergne:

So spürt es doch, Muslime, der Westen ist euch fremd! Die Islamisierung deines Denkens ist die Entwestlichung deines Wissens

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2012/09/13/299/

[33] Tübingen am 16. Januar 2012, v.l.n.r.: Theresia Bauer (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg), Prof. Dr. Mehmet Pacaci (Amt für religiöse Angelegenheiten der Türkei Diyanet), Prof. Dr. Bernd Engler (Rektor der Universität Tübingen), Boris Palmer (Oberbürgermeister der Stadt Tübingen), Dr. Mustafa Cerić (Reisu-l-Ulema, Großmufti von Sarajevo), Prof. Dr. Annette Schavan (Bundesministerin für Bildung und Forschung). Fotos: Friedhelm Albrecht / Universität Tübingen

http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/newsticker-zentrum-fuer-islamische-theologie.html

„The 21st Century will be spiritual or will not be.“ … the first revolution in the 21st century should be spiritual through moral insight so that humanity may be spared from an immanent chaos of the 20th century …

aus: Mustafa Cerić: Spiritual Revolution: The Challenge of 21st Century

bei: RIJASET.ba, Dienstsitz des bosnischen Führers der Gelehrten (Reisu-l-Ulema)

http://www.rijaset.ba/english/index.php/mina-news/180-spiritual-revolution-the-challenge-of-21st-century

hier sogar publiziert von Kuala Lumpur (Malaysia) aus, wo es neben dem ISTAC ein weiteres muslimbrudernahes Institut gibt, das International Institute of Advanced Islamic Studies (IAIS) unter Professor Hashim Kamali:

Mustafa Cerić: Spiritual Revolution: The Challenge of 21st Century.

The 21st Century will be spiritual or will not be.

http://www.iais.org.my/e/dirasat/faith-a-science/item/129-spiritual-revolution-the-challenge-for-the-21st-century.html

Based in Kuala Lumpur, the International Institute of Advanced Islamic Studies (IAIS) Malaysia (Company No: 819689X) was established in 2008

http://www.iais.org.my/e/about/the-institute.html

Gründungsdirektor und heutiger Geschäftsführer des IAIS Malaysia ist der islamgelehrige Professor Mohammad Hashim Kamali:

The principle of Tawhid (divine Oneness), fundamental in Islam, reflects a unitarian vision of humanity without discrimination of any kind – moral excellence being the only criterion of distinction in the eyes of God. … Civilisational Islam invites the ummah to make a fresh effort to revitalise the most cherished aspects of our ethical and spiritual tradition and heritage. Islam calls for the renewal and reform of society and civilization through such of its principles as tajdid, islah, fatwa, shura, ijtihad, and ijma’. Professor Mohammad Hashim Kamali, PhD

http://www.iais.org.my/e/about/chairmans-message.html

[34] Standhaftigkeit bei SunniPath

http://spl.qibla.com/Hadith/H0004P0003.aspx

Geduld (ṣabr), Brüder, das Kalifat kommt, früher oder später:

Hizb ut-Tahrir: Die Bedeutung von Ṣabr im Islam

http://www.die-einheit.org/index.php?option=com_k2&view=item&id=171:die-bedeutung-von-sabr-im-islam&Itemid=194

Aus diesem Grund warnen wir den Leser zum wiederholten Mal, beim Studium dieser Ideen andere Ideen als Maßstab zu gebrauchen – erst Recht nicht die Demokratie oder ihre Ideen. … Diese Ideen unterscheiden sich sowohl generell als auch im Detail von den Regierungsideen des Islam. Der Gegensatz zwischen beiden Systemen ist gewaltig. Denn das Regierungssystem im Islam besteht aus dem Kalifatssystem, das komplett anderer Art ist als alle übrigen Herrschaftssysteme. Die Gesetzgebung, die bei der Regierungsbildung, der Wahrnehmung der Bürgerangelegenheiten und den Außenbeziehungen zur Anwendung kommt, stammt von Allah. Sie kommt weder vom Volk noch von einigen wenigen noch von irgendeinem Individuum. Jeder Person, die an den Islam glaubt, steht es zu, das islamische Recht auf eine Weise zu verstehen, zu der sie durch ihre Kenntnisse der arabischen Sprache und der Offenbarungstexte gelangt ist. Sie hat im Rahmen der arabischen Sprache und der Offenbarungstexte das absolute Recht, die Auffassung anzunehmen, zu der sie ihr Verstand hinführt. Die Rechtsmeinung dieser Person ist dann sowohl für sie selbst als auch für jeden anderen, der diese Auffassung teilt und für sich annimmt, das in ihrem Sinne gültige Recht. Die Person hat dann in ihrer Funktion als Regent oder Richter das Recht, die Menschen demgemäß zu regieren und zu richten. Hat jedoch der Kalif, d. h. das Oberhaupt des Islamischen Staates, sich eine Rechtsmeinung angeeignet, gilt die von ihm übernommene Meinung als das einzig zu vollziehende Gesetz. Von da an sind alle Staatsbürger dazu angehalten, das Handeln gemäß ihren eigenen Rechtsmeinungen zu unterlassen …

Auf dieser Grundlage fordern wir den Leser dazu auf, diese politische Abhandlung als eine Abhandlung über ein Regierungssystem zu lesen, dass sich von allen anderen Systemen vollständig unterscheidet. Als Maßstab für die Richtigkeit der Ideen sollte der Leser nichts anderes heranziehen als ihre Übereinstimmung mit der Realität des erhabensten aller Systeme, mit dem Menschen regiert werden können, bzw. ihre Übereinstimmung mit der Grundlage, aus der sie hervorgegangen sind, nämlich das Buch Allahs und die Sunna Seines Gesandten.

aus: Ḥizbu t-taḥrīr: DAS KALIFAT (die Erlösung für alle Muslime)

„Das Buch präsentiert in geraffter Form die wichtigsten islamrechtlichen Beweise für die Pflicht zur Gründung des Kalifats. Es lässt beim Leser keinen Zweifel mehr übrig, dass das Kalifat eine definitive Pflicht im Islam darstellt und eine Schicksalsfrage für die islamische Umma.“

http://www.die-einheit.org/index.php?option=com_rokdownloads&view=file&Itemid=256&id=193:das-kalifat

Panic and impatience cannot prevent Allah’s Decree. Shakwah (complaining) is contradictory to Sabr (patience). Allah alone can protect you from harm and ease your difficulties. Sabr is obligatory! … The First Level: Being angry, and this is in various ways: and anger is of two types. The first type of anger is that which is directed toward his Lord. So he becomes angry at what Allah has decreed for him, and this is Haraam (forbidden). And it is possible that this could lead to kufr. … The Fourth Level: Thankfulness and being grateful and this is the highest level. …

von: Asqfish (Betreiber von Siraat-e-Mustaqeem d. i. Ṣirāṭu l-Mustaqīm, der rechte oder gerade Pfad)

Siraat-e-Mustaqeem 29.12.2007

http://asqfish.wordpress.com/2007/12/29/the-concept-of-sabr-patience-in-islam/

Schönschrift fürs Kalifat: ṣabr

http://24.media.tumblr.com/tumblr_lxr2x5PAT81r9ltqmo1_500.jpg

http://24.media.tumblr.com/tumblr_m8aiz2lNBS1qdspn9o1_1280.jpg

[35] Therefore they maintained the Catholics in a state of dhimmitude —as a “protected” class curtailed from any possibility of sharing political power or compromising the hegemonic position of Islam. In times of war or political turmoil, the Catholics’ freedom was further restricted. Catholics fleeing Muslim rule lost all “protection,” and their property was confiscated by the conquerors. “Tolerance at this extreme,” notices historian Robert I. Burns, “is not easily distinguished from intolerance.” …

when political correctness did not yet exist, the great historian of Islam Evariste Lévi-Provençal observed: “The Muslim Andalusian state appears from its earliest origins as the defender and champion of a jealous orthodoxy, more and more ossified in a blind respect for a rigid doctrine, suspecting and condemning in advance the least effort of rational speculation.”

aus: Darío Fernández-Morera: The Myth of the Andalusian Paradise

in: THE INTERCOLLEGIATE REVIEW—Fall 2006 (ISI)

http://www.mmisi.org/ir/41_02/fernandez-morera.pdf

Darío Fernández-Morera

http://dariofernandez-morera.blogspot.de/

ISI Intercollegiate Studies Institute

http://en.wikipedia.org/wiki/Intercollegiate_Studies_Institute#Fifty_Worst_.28and_Best.29_Books_of_the_Century

[36] Wichtige Frage welche in heutiger Sitzung bedacht wird. „Wie lange möchte uns das Denken wohl noch erlaubt bleiben?“

Denker-Club. Karikatur aus dem Jahr 1825.

http://192.68.214.70/blz/eup/01_10_themenheft/images/811001_06_01_large.jpg

Denker-Club. „I. Der Präsident eröffnet präcise 8 Uhr die Sitzung./ II. Schweigen ist das erste Gesetz dieser gelehrten Gesellschaft./ III. Auf das kein Mitglied in Versuchung geraten möge, seiner Zunge freyen Lauf zulassen . . . so werden beim Eintritt Maulkörbe ausgeteilt./ IV. Der Gegenstand, welcher in jedesmaliger Sitzung durch ein reifes Nachdenken gründlich erörtert werden soll, befindet sich auf einer Tafel mit großen Buchstaben deutlich geschrieben. [ . . . ]“

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e2/Der-Denkerclub_1819.jpg

Die Ermordung des Dramatikers August von Kotzebue durch den Burschenschafter Karl Ludwig Sand war für Metternich eine willkommene Gelegenheit, um gegen die nationale und liberale Bewegung vorzugehen. An seinen Vertrauten Gentz schrieb Metternich am 23. April 1819 zu den Maßnahmen gegen die Burschenschafter: „Ich habe mich wahrhaft liberaler Worte bedienen können, um dem Ultraliberalismus Schranken zu setzen und es gehört zu meinem Glücke – (…) –, dass ich das Gebäude auf weimarschem Grund [gemeint ist ein Antrag des Herzogs von Weimar] und auf einem Beispiele, wie der vortreffliche Sand mir auf Unkosten des armen Kotzebue lieferte, ausschmücken kann.“ Insbesondere auf sein Betreiben hin wurden 1819 die Karlsbader Beschlüsse erlassen und die Demagogenverfolgung eingeleitet. Die Tätigkeit der Burschenschaften wurde verboten, die Freiheit von Presse und Universitäten massiv eingeschränkt und die Verfassungsdiskussion zunächst beendet. …

Die revolutionären Bewegungen wirkten sich auch im deutschen Bund und in Italien förderlich auf die nationale und liberale Bewegung aus. In Italien schlugen österreichische Truppen 1830 alle Revolten nieder. Offene Verfassungskonflikte gab es im Deutschen Bund etwa im Königreich Hannover und in Kurhessen. Innerhalb des deutschen Bundes führte dies nach dem Hambacher Fest insbesondere auf Drängen Metternichs zu einer erneuten Verschärfung der politischen Repression. Im Deutschen Bund geschah dies durch die Frankfurter Beschlüsse von 1832 und die Wiener Konferenzen von 1834. In Frankfurt wurde eine Zentraluntersuchungsbehörde und in Mainz ein Zentralinformationsbüro mit einem Netz aus Spitzeln errichtet. Metternich selbst ließ sich die Berichte regelmäßig vorlegen.

Für Metternich war der deutsche Bund fast ausschließlich ein Instrument zur politischen Repression. Andere Aufgaben, wie die in Artikel 19 der Bundesakte festgeschriebene Schaffung eines einheitlichen Wirtschaftsraums, wurden dagegen vernachlässigt. Die Forderung etwa von Friedrich List nach einem Zollverein hat Metternich bekämpft, da sie von ihm als Teil der nationalen Bewegung angesehen wurde. Konsequenterweise beteiligte sich Österreich weder an den regionalen Zusammenschlüssen noch am deutschen Zollverein.

aus der Wikipedia: Klemens Wenzel Lothar von Metternich

http://de.wikipedia.org/wiki/Klemens_Wenzel_Lothar_von_Metternich

August von Kotzebue

August Friedrich Ferdinand von Kotzebue (1761 – 1819) war ein deutscher Dramatiker und Schriftsteller, der auch als russischer Generalkonsul tätig war. Seine Ermordung diente als Rechtfertigung der Karlsbader Beschlüsse.

http://de.wikipedia.org/wiki/August_von_Kotzebue

Weniger als drei Jahre vor der nationalsozialistischen Machtergreifung:

Vor dem Nationalsozialismus warnende Karikatur: Die Jagd nach dem Glück, von: Thomas Theodor Heine (1867 – 1948), in: Simplicissimus Jg. 35, Nr. 26, S. 301., 22. September 1930

http://www.payer.de/religionskritik/simplkk28.jpg

Thomas Theodor Heine, ein deutscher Maler, Zeichner und Schriftsteller.

http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Theodor_Heine

[37] Das Kriterium des Handelns

Einen schriftgewordenen Angriff auf die menschliche Weltwahrnehmung, Vernunft und Würde ersann Abū Ḥāmid Muḥammad bin Muḥammad al-Ġazālī († 1111 n. Chr.), das Buch »Mīzān al-ʿAmal«, aus welchem Jacques Auvergne die wichtigsten Teile neu überträgt und mit Blick auf die Gegenwart kommentiert

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/03/17/162/

[38] Al-Risalah al-Kamiliyyah fil Siera al-Nabawiyyah (The Treatise of Kamil on the Prophet’s Biography), also known as Risālat Fād il ibn Nātiq (The Book of Fādil ibn Nātiq), was the first theological novel, written by Ibn al-Nafis and later translated in the West as Theologus Autodidactus (Autodidact Theologian/Self-taught Theologian). This work is one of the first Arabic novels, may be considered an early example of a science fiction novel, and an early example of a coming of age tale and a desert island story. This novel was written sometime between 1268 and 1277 CE. (…)

Theologus Autodidactus also criticizes the idea of wine being used as self-medication, an idea believed by Ancient Greek physicians as well as some unorthodox Muslim physicians in his time, despite the Islamic prohibition of alcohol. The novel further argues that the consumption of alcohol, along with the prevalence of homosexuality among a small minority of Muslims at the time, were the cause of the Mongol invasions into Islamic lands as a divine punishment.

Fancy, Nahyan A. G. (2006). “Pulmonary Transit and Bodily Resurrection: The Interaction of Medicine, Philosophy and Religion in the Works of Ibn al-Nafīs (d. 1288)”. Electronic Theses and Dissertations (University of Notre Dame).

http://en.wikipedia.org/wiki/Theologus_Autodidactus

sexual intercourse is necessary … but in a way which guarantees numerous progeny; therefore he ought to prohibit male and female homosexualityNormal intercourse should happen in a way that leaves no doubt about paternity, therefore the prophet should prohibit adultery [Ehebruch] and fornication [Unzucht] … because it has a consequence making heirs of those who ought not to inherit, and precluding from inheritance those who have a right to it (p 33) v

it was inevitable that those sins should be punished (p 35)

and women will be in the majority … and there will be much female homosexuality (p 39)

As men are better able to earn money, and women to manage the household, the man should have to provide for the wife, and the wife to stay in the house of the husband. As slaves are under the guardianship of their masters who provide for them, the masters should have the right to demand service of them to the degree of their ability. (p 34)

Wo dieser unser Prophet doch das Trinken von Wein ebenso verboten hat wie das Erscheinen von Frauen im öffentlichen Raum in der Anwesenheit von Fremden, denn Eifersucht ist eine edle und lobenswerte Eigenschaft … As this prophet has prohibited the drinking of wine and the appearance of women in public in the presence of strangers, because jealousy is a noble and priseworthy quality (…)

http://de.scribd.com/doc/85272904/Theologus-Autodidact-Us-of-Ibn-Al-Nafis

[39] Sharjah Museum of Islamic Civilization (UAE, Vereinigte Arabische Emirate)

http://www.islamicmuseum.ae/

KING FAISAL INTERNATIONAL PRIZE (KFIP) WINNERS 1979: Abul A’la Maududi; Fuat Sezgin („Studies Dealing with the Influence of Muslim Scholars on European Civilization“)

http://www.kff.com/EN01/KFIP/KFIPImages/KFIP%20Winners%20Archive-Yearly.pdf

The King Faisal Foundation (KFF)

http://www.kff.com/

http://www.kff.com/EN01/KFF/KFFIndex.html

Preisgewinner 1910 in der Kategorie Dienst am Islam: Recep Tayyip Erdoğan

http://www.kff.com/EN01/KFIP/KFIPWinners1431H2010G.html

Ich hoffe, dass dieses an einem wunderschönen Platz von Istanbul gegründete Museum zur Korrektur der unrichtigen historischen Betrachtung seinen Beitrag leisten wird. Prof. Dr. Fuat Sezgin

http://www.ibttm.org/museum/museum.html

Istanbuler Museum für die Geschichte der Wissenschaft und Technik im Islam (Islam Bilim ve Teknoloji Tarihi Müzesi, IBTTM)

„die wir durch Ausbildung, Beruf, Interesse und Sympathie mit dem islamischen Kulturkreis verbunden sind“

http://www.ibttm.org/

Istanbuler Museum für Geschichte der Wissenschaft und Technik im Islam

http://www.eslam.de/begriffe/i/istanbuler_museum_fuer_geschichte_und_wissenschaft_im_islam.htm

http://www.eslam.de/bildergalerien/i/istanbuler_museum_fuer_geschichte_und_wissenschaft_im_islam/istanbuler_museum_fuer_geschichte_und_wissenschaft_im_islam_bildergalerie.htm

http://www.youtube.com/watch?v=q01c2KF2BrQ

Vom britischen Manchester aus aktiv: Foundation for Science, Technology and Civilisation (FSTC)

Fostering an accurate understanding of the thousand years of exceptional advances in science, technology, medicine and the arts made by men and women within the Muslim World from the 7th century onwards.

Generating social cohesion, cultural awareness and respect through the exploration of Muslim and World heritage and how it is woven into our global society and civilisation – so that we all share and benefit from this heritage.

Promoting science and learning as an alternative to negative or extremist behaviour.

Professor Salim T S Al-Hassani, Executive Chairman

http://www.fstc.org.uk/message-from-chairman

zur FSTC, Manchester, gehört das Projekt Muslimisches Erbe:

MuslimHeritage

http://www.muslimheritage.com/

1001 Inventions: The Enduring Legacy of Muslim Civilisation

http://www.1001inventions.com/

Education Programme: Discovering the Past, Inspiring a Better Future … Contact us today and introduce the fascinating world of Muslim Heritage to your corporate clients, employees, local communities or school children and teachers.

http://www.1001inventions.com/future

„1001 Erfindung ist eine weltweite Bildungsinitiative, die das Bewusstsein für die wissenschaftlichen und kulturellen Errungenschaften des „Goldenen Zeitalters“ der muslimischen Zivilisation stärken will und für die hilfreiche Rolle, die dieser Beitrag für den Aufbau der Grundlagen der modernen Weltgesellschaft hatte. 1001 Inventions is a global educational initiative that promotes awareness of scientific and cultural achievements from the ‘Golden Age’ of Muslim civilisation and how those contributions helped build the foundations of our modern world.“

http://www.1001inventions.com/best_touring_exhibition

einer wenigstens bemerkt die islamverherrlichende Besuchermanipulation bei geflissentlich übersehenem Sklavenhandel, Komponist Edward Rothstein:

Instead, it is as manipulative as it is illuminating. “1001 Inventions,” we are told in the literature, “is a nonreligious and non-political project.” But it actually is a little bit religious and considerably political.

It is less a typical science exhibition than a typical “identity” exhibition. It was created by the Foundation for Science, Technology and Civilization in London, whose goal is “to popularize, spread and promote an accurate account of Muslim Heritage and its contribution.” The show also tries to “instill confidence” and provide positive “role models” for young Muslims, as Mr. Hassani puts it in the book. And it is part of a “global educational initiative” that includes extensive classroom materials. …

Some assertions go well beyond the evidence. Hovering above the show is a glider grasped by a ninth-century inventor from Cordoba, Abbas ibn Firnas, “the first person to have actually tried” to fly. But that notion is based on a source that relied on ibn Firnas’s mention in a ninth-century poem. It also ignores the historian Joseph Needham’s description of Chinese attempts as early as the first century. The model of the flying machine is pure speculation.

And some claims are simply incorrect: catgut was used in surgical sutures by Galen in the second century, long before al-Zahrawi (named here as its pioneer).

The exhibition also dutifully praises the multicultural aspect of this Golden Age while actually undercutting it.

And finally we never learn much about the role of Islam itself. Universities, we read, were affiliated with mosques. Did that affect scientific inquiry or the status of non-Muslim scientists? … And given the high cost of any golden age, isn’t it necessary to give some account of this civilization’s extensive slave trade?

aus: Edward Rothstein: “A Golden Age in Science, Full of Light and Shadow”

hier in: The New York Times 13.09.2012

http://www.nytimes.com/2010/12/10/arts/design/10museum.html?pagewanted=all&_r=0

Kalifatische Kulturpropaganda, drei Kurzfilme

Islamic Civilization & Muslim Thinkers

http://www.youtube.com/watch?v=w09IhM2BiD0&feature=related

Top 10 Muslim Inventions

http://www.youtube.com/watch?v=mXuSNdlJOCw&feature=related

Muslim Scientists are the founders of Current Science and Technology

http://www.youtube.com/watch?v=y7MDxV1mmkU&feature=related

[40] Allahgott sendet das Gesetz:

„Jene, die nicht nach den Gesetzen Allahs Recht sprechen, das sind die Ungläubigen. Those who do not judge by the laws of God are disbelievers“ (Koran 5:44). Englische Übersetzung von Muhammad Sarwar; Arberry sinngleich: „Whoso judges not according to what God has sent down – they are the unbelievers.“

http://corpus.quran.com/translation.jsp?chapter=5&verse=44

Welcome to the Quranic Arabic Corpus

http://corpus.quran.com/

[41] The imitation―individually and socially―of the Western mode of life by Muslims is undoubtedly the greatest danger for the existence―or rather, the revival―of Islamic civilization.

Whoever imitates other people becomes one of them (Musnad ibn Ḥanbal, Sunan Abī Dāwūd).

The tendency to imitate a foreign civilization is invariably the outcome of a feeling of inferiority. This, and nothing else, is the matter with Muslims who imitate Western civilization. … An imitation of Western civilization cannot be the right means of reviving the Islamic world from the mental and social torpor caused by the degeneration of practical religion into a mere custom devoid of all life and moral urge.

aus: Muhammad Asad: Imitation of Western Civilization

in: Islamic Writings 24.06.2012

http://www.islamicwritings.org/miscellany/imitation-of-western-civilization/

30.12.2007, Sylvester dräut und beim vom südindischen Tirunelvēli (475.000 Einwohner, Bundesstaat Tamil Nadu) aus betriebenen Blog tmmknellai bereitet man sich auf die schwere Prüfung des nahenden heidnischen Jahreswechsels vor. Frohes neues Jahr zu wünschen ist islamisch illegal (ḥarām), denn wer sich verhält wie ein Heide ist kein Muslim mehr:

„WHOEVER IMITATES OTHER PEOPLE IS ONE OF THEM“, recorded in Aboo Dawood, and authentified by Sheikh al-Albaani.

http://tmmknellai.blogspot.de/2007/12/new-year-greeting.html

Im Herbst 2012 versuchten wütende Schariafreunde aus Tirunelvēli die Bahngleise zu blockieren, ihr Alibi war der mohammedfeindliche Kurzfilm Unschuld der Muslime. 257 Demonstranten, darunter 17 Frauen, wurden verhaftet.

http://www.youtube.com/watch?v=8Kqnei4eyGI

http://www.youtube.com/watch?v=Ghr4FrgmE-M

[42] Manichäer sind Unschuldsengel, das Böse kommt immer von außen, wie schon Wilhelm II. spürte. Drohender Strukturverlust („Nichtsein unseres Reiches“) erregt ihnen Panik vor Veränderung:

„Alle offenkundige und heimliche Feindschaft von Ost und West, von jenseits der See haben wir bisher ertragen im Bewußtsein unserer Verantwortung und Kraft. Nun aber will man uns demütigen. … So muß denn das Schwert entscheiden. Mitten im Frieden überfällt uns der Feind. Darum auf! zu den Waffen! Jedes Schwanken, jedes Zögern wäre Verrat am Vaterlande. Um Sein oder Nichtsein unseres Reiches handelt es sich, das unsere Väter neu sich gründeten. Um Sein oder Nichtsein deutscher Macht und deutschen Wesens. Wir werden uns wehren bis zum letzten Hauch von Mann und Roß. Und wir werden diesen Kampf bestehen auch gegen eine Welt von Feinden.“

Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen am 06.08.1914

http://www.jstor.org/stable/30167505

Kriegsziele im Ersten Weltkrieg

http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsziele_im_Ersten_Weltkrieg

http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/wilhelm143/index.html

Mit wem wäre denn sonst, doch nicht mit den anderen: Gott mit uns. Vögel werden mit Körnern herbeigelockt, Götter mit Beschwörung. Erfolgreicher Morden mit der Kaiserstandarte.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/80/Kaiserstandarte.svg

Soldatische Gürtelschließe, Erster Weltkrieg, sich ermorden lassen aus Rekrutierungszwang oder Abenteuerlust und letztlich für Wilhelms Selbstverliebtheit. Aufschrift:Gott mit uns.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3c/WW_I_Prussian_enlisted_man%27s_belt_buckle_front.JPG

Verdun. Das Beinhaus von Douaumont (Ossuaire de Douaumont) bewahrt die Gebeine von mehr als 130.000 nicht identifizierten französischen und deutschen Soldaten, die in der Schlacht um Verdun getötet wurden. Bild: Durch Granatfeuer verwüstete Strasse bei Fort Souville im Süden des Fort de Douaumont 26.07.1916

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1d/Die_durch_Granatfeuer_verw%C3%BCstete_Strasse_beim_Fort_Souville.jpg

„Rote Zone“, komplett zerstört, gelb schwere und grün geringe Zerstörungen, blau keine Zerstörung.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/81/Red_Zone_Map-fr.svg

Schlacht von Cambrai, Verluste etwa 50.000 Soldaten auf deutscher und 45.000 auf britischer Seite.

Bild: Cambrai 1919

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fc/Cambrai_1919.jpg

Verdun, die Gräber der Soldaten

http://www.de.verdun-tourisme.com/images/prestations/croix-us-676.jpg

Verdun betritt man mit gesenktem Blick und verlässt es weinend. Verdun, on y vient en reculant, on la quitte en pleurant

http://verdun.over-blog.net/

[43] Les anges n’entreront pas dans une maison où il y a un chien, ni dans celle où il y a des images. » — Bukhârî, LXXVII, 87

« Ceux que Dieu punira le plus sévèrement au jour du Jugement sont ceux qui imitent les créations de Dieu. » — ‘Ahmad ibn Hanbal, VI, 36

http://fr.wikipedia.org/wiki/Repr%C3%A9sentation_figur%C3%A9e_dans_les_arts_de_l%27Islam#Les_hadiths

“Angels do not enter a house in which there is a dog or a picture.” (Sahih Muslim)

http://www.ilmgate.org/the-legal-status-of-pictures-and-photography-commentary-of-hadith-from-sahih-muslim/

[44] Islam ist Handabhacken Koran 5:38

Bei Pickthall:

As for the thief, both male and female, cut off their hands. It is the reward of their own deeds, an exemplary punishment from Allah. Allah is Mighty, Wise.

Bei Yusuf Ali:

As to the thief, Male or female, cut off his or her hands: a punishment by way of example, from Allah, for their crime: and Allah is Exalted in power.

Ins Deutsche:

Dem Dieb und der Diebin hackt die Hände ab als Vergeltung für ihre Tat und als abschreckende Strafe Gottes! Gott ist mächtig und weise.

http://quran.com/5/38

Allah will Handabhacken Koran 5:33

Pickthall

The only reward of those who make war upon Allah and His messenger and strive after corruption in the land will be that they will be killed or crucified, or have their hands and feet on alternate sides cut off, or will be expelled out of the land. Such will be their degradation in the world, and in the Hereafter theirs will be an awful doom;

Yusuf Ali

The punishment of those who wage war against Allah and His Messenger, and strive with might and main for mischief through the land is: execution, or crucifixion, or the cutting off of hands and feet from opposite sides, or exile from the land: that is their disgrace in this world, and a heavy punishment is theirs in the Hereafter;

German

Diejenigen, die gegen Gott und Seinen Gesandten kämpfen und auf Erden Unheil stiften, sollen wegen Mordes getötet, wegen Raubmordes gekreuzigt werden. Wegen Wegelagerei und Raub ohne Mord soll man ihnen Arm und Bein wechselseitig abschneiden, und wegen Verbreitung von Panik soll man sie des Landes verweisen. Das ist für sie eine schmachvolle Erniedrigung auf Erden, und im Jenseits erwartet sie eine überaus qualvolle Strafe.

http://quran.com/5/33

Das vom Korangott geforderte Handabhacken präzisiert der Hadith bei Abī Dāwūd:

Sunan ABI DAWOOD, Book 38, Number 4396: Narrated Jabir ibn Abdullah:

Narrated Jabir ibn Abdullah: A thief was brought to the Prophet. He said: Kill him. The people said: He has committed theft, Apostle of Allah! Then he said: Cut off his hand. So his (right) hand was cut off. He was brought a second time and he said: Kill him. The people said: He has committed theft, Apostle of Allah! Then he said: Cut off his foot. So his (left) foot was cut off. He was brought a third time and he said: Kill him. The people said: He has committed theft, Apostle of Allah! So he said: Cut off his hand. (So his (left) hand was cut off.) He was brought a fourth time and he said: Kill him. The people said: He has committed theft, Apostle of Allah! So he said: Cut off his foot. So his (right) foot was cut off. He was brought a fifth time and he said: Kill him. So we took him away and killed him. We then dragged him and cast him into a well and threw stones over him.

Sunan ABI DAWOOD, Book 38, 4397 Narrated Fadalah ibn Ubayd: A thief was brought to the Apostle of Allah and his hand was cut off. Thereafter he commanded for it, and it was hung on his neck.

http://www.searchtruth.com/book_display.php?book=38&translator=3&start=28&number=4389

Der Dieb, dem gerade die Hand religiös abtrennt worden ist, bittet Allahgott um Verzeihung, ein Wunsch, den Allahs Liebling vernimmt und unterstützt:

Sunan Abī Dāwūd, Book 38, Number 4367: Narrated Abu Umayyah al-Makhzumi:

A thief who had accepted (having committed theft) was brought to the Prophet, but no good were found with him. The Apostle of Allah, said to him: I do not think you have stolen. He said: Yes, I have. He repeated it twice or thrice. So he gave orders. His hand was cut off and he was then brought to him. He said: Ask Allah’s pardon and turn to Him in repentance. He said: I ask Allah’s pardon and turn to Him in repentance. He (the Prophet) then said: O Allah, accept his repentance.

Aus dem Frauenbereich etwas gestohln, dessen Wert nur drei Dirham beträgt:

Book 38, Number 4373: Narrated Abdullah ibn Umar:

The Prophet had a man’s hand cut off who had stolen from the place reserved for women a shield whose price was three dirhams.

Hier von Indien aus gut zusammengestellt von einem erklärten Hindu-Nationalisten, die leider meistens, da sie nicht den Begriff des Bürgers und den Anspruch universeller Menschenrechte finden und verteidigen, der Two-Nation Theory und damit der Apartheid des Kalifats zuarbeiten.

http://dharmaveer.blogspot.de/2009/03/why-is-islam-so-cruel-and-barbaric.html

Abū Dāwūd

Abū Dāwūd Sulaimān bin al-Ašʿaṯ b. Isḥāq al-Azdī as-Siǧistānī (* 817 in Sigistan; † 888 in Basra)

http://de.wikipedia.org/wiki/Ab%C5%AB_D%C4%81w%C5%ABd_as-Sidschist%C4%81n%C4%AB

Im Krieg werden zwar auch Hände und Füße religionsgesetzlich abgeschnitten, aber mit dem Zweck, die vorab geblendeten Opfer verbluten zu lassen, Sahih Buchari:

Sahih BUKHARI, Volume 8, Book 82, Number 794: Narrated Anas:

Some people from the tribe of ‘Ukl came to the Prophet and embraced Islam. The climate of Medina did not suit them, so the Prophet ordered them to go to the (herd of milch) camels of charity and to drink, their milk and urine (as a medicine). They did so, and after they had recovered from their ailment (became healthy) they turned renegades (reverted from Islam) and killed the shepherd of the camels and took the camels away. The Prophet sent (some people) in their pursuit and so they were (caught and) brought, and the Prophets ordered that their hands and legs should be cut off and that their eyes should be branded with heated pieces of iron, and that their cut hands and legs should not be cauterized, till they die.

Volume 8, Book 82, Number 795: Narrated Anas:

The Prophet cut off the hands and feet of the men belonging to the tribe of ‘Uraina and did not cauterise (their bleeding limbs) till they died.

http://www.islamicity.com/mosque/sunnah/bukhari/082.sbt.html

Taliban amputated the right hand of a man for theft in Kabul. Picking up one of the hands by the little finger, a militiaman raised it in the air and told the crowd: “This is the cut hand of a thief, the Shariat [Muslim law] punishment for any of you caught stealing.” (…)

Talat Khan, a young Afghan convicted for theft, whose right hand and left foot were amputated on the orders of the Islamic court established by the Taliban in Lashkargah (Helmand province).

Quelle: RAWA

http://www.rawa.org/handcut2.htm

Die Lebenswirklichkeit im so genannten befreiten Afghanistan. Reality of life in so-called “liberated” Afghanistan

http://www.rawa.org/temp/runews/

Revolutionary Association of the Women of Afghanistan (RAWA)

http://www.rawa.org/index.php

[45] Zum ägyptischen Juristen Tariq al-Bishri:

Der Islamdemokrat

Ṭāriq al-Bišrī gilt als berufener Verfassungsrechtler. Zum Religionsbegriff eines ägyptischen Juristen, zur Glaubenserhöhung in Kairo und Berlin und zum geologischen Begriff der Plattentektonik. Von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/03/12/221/

[46] Jede Neuerung [Bid'a] in der Religion ist ein Irregehen

von: Scheich Abdur-Rahman asch-Schiha

http://issuu.com/muslimasad/docs/jede-bida-in-der-religion-ist-ein-irregehen

Jede Bid’a in der Religion ist ein Irregehen

von: Shaykh Abdur-Rahman al-Sheha

http://www.islamland.com/de/Contents.aspx?AID=121

[47] Scheich al-Albani zitiert einen Hadith; deutsch; englisch siehe unten:

„Ich habe nichts ausgelassen von dem, was euch Allah näher bringen kann und euch entfernt von dem Höllenfeuer, ausgenommen das was ich euch aufgetragen habe. Und ich habe nichts ausgelassen, dass euch dem Höllenfeuer nähert und euch entfernt von Allah, außer dem was ich verbot.“

http://www.islamfatwa.de/manhaj/113-religioese-erneuerungen-bida/412-jede-neuerung-bida-ist-irrefuehrung

http://diewahrheitimherzen.net/forum/archive/index.php?thread-7045.html

auf Englisch:

This is why it is authentically reported on the Prophet (saws) from numerous paths of narration that he said: “I have not left anything that will bring you closer to Allaah and distance you from the Hellfire, except that I have commanded you with it. And I have not left anything that will bring you closer to the Hellfire and distance you from Allaah except that I have forbade you from it.” So there has not been left any room for amending anything from it, whether it be a simple or a trivial thing being amended.

aus: Every Innovation is a Misguidance

Imaam Muhammad Naasir-ud-Deen Al-Albaanee

http://aahurairah.wordpress.com/2011/11/05/every-innovation-is-a-misguidance-by-shaikh-al-albaani/

gefunden beim Blog

Knowledge of the Deen

http://aahurairah.wordpress.com/2011/11/05/every-innovation-is-a-misguidance-by-shaikh-al-albaani/

Weltweit genießt unter sunnitischen Sachverständigen für Islamisches Recht (Fiqh) der Syrer Dr. Wahbah al-Zuhaili (Islamic Fiqh and Its Evidence) hohes Ansehen, ein Mitglied in der International Islamic Fiqh Academy. In der von al-Jazeera wöchentlich ausgestrahlten Fernsehsendung „Scharia und Leben“ (Sharia and Life) durfte Dr. Wahbah al-Zuhaili im Sommer 2009 auftreten und über das Unveränderbare und das Veränderbare in der Scharia sprechen.

Wenn geboten ist, den selbstredend muslimischen Opfern von „Ungerechtigkeit“ beizustehen, Angriffe gegen Muslime oder ihr Land abzuwehren bzw. die Feinde aus einem Muslimen zustehenden Gebiet zu vertreiben oder auch wenn es darum geht, Versuche der Ungläubigen abzuwehren, Menschen zum Abfall vom Islam zu bewegen, rechtfertigt Dr. Wahbah al-Zuhaili den Dschihad, wie er 2005 erläuterte – in der Zeitschrift des internationalen Roten Kreuzes.

Jihad is lawful in Islam as a necessity to suppress aggression. It was prescribed in the second year of the Hegira,34 after Muslims had patiently borne for fourteen years the harm done to them by the pagans. …

There are three kinds of circumstances that legitimize warfare in Islam, namely:

a) aggression against Muslims, either individually or collectively, as preachers for Islam, or attempts to make Muslims apostates or the launching of war against Muslims. God the Almighty says: “To those against whom war is made, permission is given (to fight), because they were wronged …”

and “And slay them wherever ye catch them, and turn them out from where they have turned you out, for tumult and oppression are worse than slaughter, …”

b) assistance for the victims of injustice, whether individuals or groups. God the Almighty says: “And why should ye not fight in the cause of God and those who, being weak, are ill-treated (and oppressed)? Men, women and children, whose cry is: ‘Our Lord! Rescue us from this town, whose people are oppressors …’ ”

c) self-defence and to ward off attacks on one’s homeland. God the Almighty says: “Fight in the cause of God those who fight you, but do not transgress limits, for God loveth not transgressors.”

(…) Islam recommends that prisoners of war (captives) be treated kindly, as God the Almighty says: “And they feed, for the love of God, the indigent, the orphan and the captive.” The Prophet (peace be upon him) says: “I command you to treat captives well.” They are often either released through “grace bestowed on them without any return”, or are exchanged for money or in return for other captives. The sick and the wounded should be given medical treatment, and the dead should be buried to preserve their dignity.

aus: Sheikh Wahbeh al-Zuhili: Islam and international law

in: International Review of the Red Cross, Volume 87 Number 858 June 2005

http://www3.citadel.edu/smll/Seminar/Additional%20Resources/Zuhili,%20Islam%20and%20International%20Law.pdf

The subject of a recent edition of Al-Jazeera’s weekly program “Sharia and Life” was what elements of Sharia can or cannot be changed. As is often the case in such programs, what was left unsaid was more interesting than what was said.

The guest scholar was Syrian Dr. Wahbah al-Zuhaili, a member of the International Islamic Fiqh (Islamic Jurisprudence) Academy. He introduced the subject by defining the three distinguishing characteristics of Sharia: it is sacred, it is intended as a guide for human behavior, and it is Allah’s final message. Sura 5 of the Quran specifies, “This day I have perfected your religion for you, completed my favor upon you, and have chosen for you Islam as your religion.”

Dr. Wahbah emphasized that the “essential elements” of Sharia can never be changed. Quran 6:115 says that no-one can change the words of Allah, and Quran 33:62 adds that no-one can change the way of Allah.

There are, however, “partial elements” of Sharia that are open to interpretation and change. These are seen as “amendments”, items that are “attached” to the essential elements, and can be changed for numerous reasons. …

Frankly speaking, the interview did not seem to give much leeway to any substantial change or reform in Islamic thought.

aus: The Changeable and the Unchangeable in Islamic Sharia

in: Staring at the View

http://staringattheview.blogspot.de/2009/08/changeable-and-unchangeable-in-islamic.html

Some of the world’s most recognized and renowned authorites in Islamic Law and Islamic Legal Theory are meeting in Muscat Oman to attend a four-day symposium exploring the future direction of legal theory in the Muslim world.

The four-day Symposium for Developing Jurisprudential Sciences, which starts today at the Grand Hayat Muscat Hotel, has attracted many illustrious participants.

These include Dr. Wahbah al-Zuhaili of Syria, Egypt’s Mufti Dr. Ali Jum’a, and Syria’s Dr. Abdul Satar Abu Ghudda.

Other high-profile participants are Dr Mahmoud Habash, Palestinian Endowments Minister; Dr Mohammed Rokara, Adviser of Kenyan President; Noor Aldeen al Khadami, Religious Affairs Minister in Tunis; and Fughiran Dato Siristya from Brunei Darussalam.

Scholars also hail from Yemen, Saudi Arabia, Qatar, Iran, Lebanon, Morocco, Tunisia, Turkey, Algeria, Libya and Sweden, in addition to Oman.

During the conference, Sheikh Ahmed bin Hamad al-Khalili, Oman’s Grand Mufti delivered a speech where he said that the symposium is a great opportunity to gather and study the jurisprudence.

Dr. Ali Jum’a, Mufti of Egypt, said in a speech that the understanding jurisprudence changes according to time, therefore we should understand the aims of Sharia and the realities of our lives so that we ensure meeting the needs of the people and their countries.

aus: World’s leading specialists in Islamic legal theory in Oman for Symposium

in: SHAFAQNA (Shia International News Association) 10.04.2012

http://www.shafaqna.com/english/islam-world/item/1699-worlds-leading-specialists-in-islamic-legal-theory-in-oman-for-symposium.html

[48] Suicide is a major sin. The Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) stated that the one who commits suicide will be punished with something like that with which he killed himself.

Abu Hurayrah (may Allaah be pleased with him) narrated that the Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) said: “Whoever throws himself down from a mountain and kills himself will be in the Fire of Hell, throwing himself down therein for ever and ever. Whoever takes poison and kills himself, his poison will be in his hand and he will be sipping it in the Fire of Hell for ever and ever. Whoever kills himself with a piece of iron, that piece of iron will be in his hand and he will be stabbing himself in the stomach with it in the Fire of Hell, for ever and ever.” Narrated by al-Bukhaari, 5442; Muslim, 109.

It was narrated from Thaabit ibn al-Dahhaak (may Allaah be pleased with him) that the Messenger of Allaah (peace and blessings of Allaah be upon him) said: “Whoever kills himself with something in this world will be punished with it on the Day of Resurrection.” Narrated by al-Bukhaari, 5700; Muslim, 110.

aus: Islam Q&A fatwa No. 70363

http://islamqa.info/en/ref/70363

It is true that suicide is strictly forbidden, because it is an affront to God. It is like a person saying to God: “You have given me life and I am taking it away.” This is what is meant by the sacred Hadith in which God is quoted as saying of the one who commits suicide: “My servant has precipitated My will with regard to himself! Therefore, I am forbidding him entry into heaven.” But this Hadith applies to a person in full control of his faculties, suffering no overpowering adversity and having a reasonable life. If such a person commits suicide, then may be God will not allow him in heaven.

A person who commits suicide as a result of a mental disorder like depression or some other severe form of anxiety is not in full control of his senses. We cannot say how God will judge such a person, but we trust to God’s justice, because He does not deal unfairly with anyone. We pray for the person concerned, and request God to forgive him. When a man committed suicide during the Prophet’s lifetime, the Prophet was distressed. He did not perform the janazah prayer for the deceased, but he ordered his companions to do it. When they did, they prayed for the man and requested God’s forgiveness for him. This shows that the Prophet did not exclude the possibility of his being forgiven by God.

aus: Adil Salahi: Committing Suicide Is Strictly Forbidden in Islam

zuerst in: Arab News 22.06.2004

http://www.aljazeerah.info/Islam/Islamic%20subjects/2004%20subjects/June/Committing%20Suicide%20Is%20Strictly%20Forbidden%20in%20Islam,%20Adil%20Salahi.htm

Adil Salahi, hier bei islamonline.com (nicht islamonline. net, das wäre Yusuf al-Qaradawi), zum Ramadan und wie man den Kindern das Fasten antrainiert. The blessed month: Training children to fast. Leichte körperliche Bestrafung der Kinder, die nicht fasten wollen aber schon zehn Jahre alt sind, ist im Islam völlig in Ordnung:

It is well known that we are recommended to train our children to pray when they become seven years old. A hadith of the Prophet directs us to tell our children to pray when they are seven and to use light corporal punishment for not praying when they are 10.

http://www.islamonline.com/news/articles/118/The-blessed-month-Training-children-to-fast.html

Laut der Tageszeitung al-Watan, Qatar, zitiert auf Qaradawis Webseite am 25.10.2004, „Märtyrerattentate sind die höchste Form des Dschihad, Martyrdom Operations Are the Greatest Form of Jihad“, englische Übersetzung: Memri Special Report – No. 35

http://www.memri.org/report/en/0/0/0/0/0/0/1257.htm

Qaradawi billigt Selbstmordattentate im Kampf der Palästinenser gegen Israel als erlaubten Märtyrertod und sieht in ihnen in einem solchen Fall nicht den im Islam streng verbotenen Suizid. Er hat in zahlreichen Interviews und Fernsehsendungen seine Ansicht verbreitet, dass Selbstmordattentate in Israel islamisch gerechtfertigt seien. Qaradawi erklärt dabei sowohl Frauen und Kinder für nicht schützenswert, da die ganze israelische Gesellschaft militarisiert sei, genau so wenig wie deren Eigentum: „Es ist durch islamisches Recht festgelegt, dass Blut und Gut der Menschen des Dar al-Harb nicht geschützt sind. Denn sie kämpfen gegen die Muslime und sind ihnen feindlich gesinnt, sie haben den Schutz ihres Blutes und Gutes verwirkt“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Yusuf_al-Qaradawi#cite_note-17

Sheikh Dr. Yousuf Al-Qaradhawi: There are clerics who oppose martyrdom (ie. suicide) operations in Palestine. By these operations Allah has compensated the Palestinians for their lack of strength. They do not, as the Zionists do, have Apache helicopters, warplanes, tanks, missiles. Allah has compensated them for this with these human bombs. This is divine justice.

(God) gives the weak a weapon for self-defense that the strong, despite his military and nuclear arsenals, can do nothing against. There are clerics who condemn this and even say that these are suicide operations that are not allowed in Islam. We need a religious law to clarify this issue. On the other hand, you find among those who claim that they waged Jihad, people who have left the Americans, the Jews, and the Zionists. They left the enemies and aimed their arrows at their own people.

Quelle: MEMRI 25.04.2004

http://www.memritv.org/clip_transcript/en/45.htm

“The martyrdom operations carried out by the Palestinian factions to resist the Zionist occupation are not in any way included in the framework of prohibited terrorism, even if the victims include some civilians.”

Quelle: MEMRI 08.04.2004

http://www.memri.org/report/en/print1168.htm

Mehrfach äußerte sich Scheich Yusuf al-Qaradawi öffentlich in Ägypten während nach der Revolution 2011 zu ägyptischen Rechts- und Verfassungsfragen. Beim Fernsehsender Al-Nahhar TV sagte der ECFR-Gründer im Januar 2012, dass Scharia nur „schrittweise in Ägypten eingeführt“ und dass „ein Abhacken der Hand als Strafe nicht in den ersten fünf Jahren (nach der Revolution) eingeführt werden“ soll.

Sunni Scholar Yousuf Al-Qaradhawi: Islamic Law Should Be Implemented Gradually in Egypt; There Should Be No Chopping Off of Hands in the First Five Years Al-Nahar TV (Egypt) – January 26, 2012

Quelle: MEMRI TV 26.01.2012

http://www.memritv.org/clip/en/3287.htm


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 139 Followern an