Recht auf Islamkritik

November 15, 2011

فخر

faḫr

Stolz

Stolze Muslima

Ein freiheitlicher Spottvers über eine autoritäre Persönlichkeit lautet: Ich bin nichts, ich kann nichts, gebt mir eine Uniform! Man mag ergänzen: Oder eine Burka. Stolze Muslima, die im November 2011 auf dem Blog Eifelginster die aus dem März desselben Jahres stammende Abhandlung Prinzip Burka (Gabi Schmidt, auch auf: Eifelginster: 222. Niqab, Dschilbab, Khimar) kommentierte, bekommt Antwort von Blogbetreiber Cees van der Duin sowie von der Autorin Gabi Schmidt.

seit dem 11 september leiden viele menschen an der krankheit der islamophobie. wenn man einen muslimischen mann sieht mit bart, heisst es, er ist ein terrorist oder er ist ein hassprediger, und wenn man eine frau mit burka, nigab, kopftuch oder khimar sieht, sagt man die frau im islam wird unterdrückt. ich bin 16 und habe mit 15 angefangen, kopftuch zu tragen und ich habe es freiwillig gemacht. es gibt frauen, die unterdückt werden, aber wo gibt es denn keine menschen, die nicht unterdrückt werden wegen ihrer rassen, ihrer religion? wie war es den früher, wo hitler der füher von deutschland war, da wurden die juden gefoltert, getötet von ihren familien gerennt u.s.w und es gibt noch viel mehr menschen, die unterdrückt werden. nur weil die minderheit vom islam die menschen unterdrückt oder was noch es gibt, heisst es ja nicht, dass der ganze islam durch und durch schlecht ist; man kann ja auch sagen: wenn einer in der familie kriminell ist, heisst es ja nicht, die ganze familie ist kriminell, oder nicht? sie verstehen: man muss nicht immer die muslime beschuldigen.

stolze muslima am 12.11.2011

Sehr geehrte stolze Muslima,

schön, dass Sie hier schreiben, vielen Dank für Ihren Beitrag. Ja, an den 11. September 2011 kann ich mich gut erinnern. Sehen Sie diese Straße, ganz normal für eine deutsche Großstadt, die Marienstraße in Hamburg-Eißendorf. In Haus Nummer 54, vorne links im Bild, wohnte ab 1998 der am 11.09.2001 auf freien Entschluss gestorbene Mohamed Atta. Achtzehn andere Glaubensbrüder starben am selben Tag ebenfalls freiwillig, aber die anderen 2.970 Menschen, zweitausendneunhundertsiebzig, wollten an diesem Tag gar nicht sterben.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c9/Marienstra%C3%9Fe_54.JPG

Hier sieht man das weltbekannte fünfeckige US-amerikanischen Verteidigungsministerium drei Tage nach dem radikalislamischen Angriff. Obwohl nur relativ kleinräumlich beschädigt, starben doch 184 (hundertvierundachtzig) Personen in diesem Hauptgebäude des sogenannten Pentagon nach dem Einschlag von American Airlines Flug Nr. 77.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/94/US_Navy_010914-F-8006R-001_aerial_view_of_Pentagon_destruction.jpg

Mit 23 Jahren war Marwan Alshehhi der jüngste der vier Piloten der Attentate.

http://de.wikipedia.org/wiki/Marwan_Alshehhi

Sie sagen völlig richtig, dass es überall auf der Welt Nichtmuslime gibt, die beim Anblick von Burkafrauen oder orthodox-islamischen Bärtigen an Dschihad-Kämpfer denken. Ist das aber „Islamophobie“ oder nicht vielmehr einfach nur genaues Erinnern an Ayatollah Chomeini (1979), afghanische Taliban (1996 bis 2001), Somalias Shabaab-Paramilitärs (Scheich Hassan Dahir Aweis), Irans Bassidschi-Milizionäre (2009) und die demokratische Sorge vor einem weltweiten und auch europäischen Anwachsen der islamisch-religiösen Radikalisierung?

Ob die beiden zur Zeit einen Bart tragen, weiß ich nicht genau, aber sind Ibrahim Abou-Nagie oder Abu Ameenah Bilal Philips für Sie denn etwa keine Hassprediger? Gehen Sie, sehr geehrte stolze Muslima, was ich ihnen empfehle, zur Theologie der Herren Abou-Nagie und Philips vernehmlich auf Distanz?

Abou-Nagie

http://is1.myvideo.de/de/movie18/8a/thumbs/6572250_1.jpg

Bilal Philips (links; rechts: Abu Hamza d. i. Pierre Vogel)

http://www.welt.de/multimedia/archive/01361/jw_Frankfurt2_DW_B_1361260p.jpg

Ja, ich bin gegen Kopftuch oder Schleier. Der Hidschab erklärt jede Kopftuchverweigerin zur Schlampe und jeden Mann zum geborenen Sittenstrolch. Die islamische Kleidung verpflichtet den Träger zur Hisba, zum tatkräftigen Aufbau der Islamischen Ordnung (Nizam Islami) in Familie, Nachbarschaft und Straßenzug. Das Kopftuch stellt die Trägerin unter das Männer privilegierende und Frauen herabsetzende Islamische Recht (Koran: halbes Erbe für die Schwester gegenüber ihrem Bruder usw.). Schariakonforme Kleidung beschimpft – das geht auch ohne Worte – jeden Schariagegner als Brennstoff für das Höllenfeuer und jeden muslimischen Pflichtvergessenen als irdisch verachtenswert.

Menschen haben ein Gesicht, selbst wenn sie laut Scharia von Natur aus wankelmütiger, unreligiöser und nackter sind als Männer und zum Ausgleich einen Schleier (Hidschab) oder zusätzlichen Gesichtsschleier (Niqab) tragen „wollen“ (müssen). Dieser Mensch zum Beispiel hatte ein Gesicht, er hieß Mohammed Atta und lernte Flugzeugfliegen zur Ehre Allahs.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/13/Mohamed_Atta.jpg

Heute nennen Sie sich stolze Muslima. Muslima heißt Allahs furchtsame und schamhafte Dienerin. Und muslimisch sein heißt religiös sein. Gegen Religion ist gar nichts einzuwenden, und ein bisschen stolz sollte jedermann sein. Gerne dürfen Sie daher genau so stolz sein wie ich oder wie jeder andere Mensch, aber eben nicht auf Kosten anderer stolzer sein, und gerne dürfen Sie muslimisch empfinden, solange Sie das barbarische Schariagesetz nicht höher stellen als die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948.

Sehr geehrte stolze Muslima, bitte lesen Sie diese zwei Texte, damit Sie wissen, wo die Frau im nichtsäkularen (originalen) Islam im Verhältnis zu ihrem Vater, Bruder, Ehemann oder Sohn steht, nämlich irgendwo zwischen Pflanze und Hund:

Abu al-Faradsch Ibn al-Dschauzi: Das Buch der Weisungen für Frauen

http://eifelginster.wordpress.com/2009/07/30/135/

Ayatollah Morteza Motahhari: Stellung der Frau im Islam

http://eifelginster.wordpress.com/2011/04/23/230/

Zwischen „die Muslime“ und „die Nichtmuslime“ dürfen wir gar nicht unterscheiden, schließlich sind wir alle Staats-Einwohner und Stadtbürger und Nachbarn und in jedem Fall sind wir alle Menschen. Muslime sind keine Sorte Mensch, ein juristisch folgenreiches Aufspalten der zum Beispiel deutschen Bevölkerung in ethnoreligiöse Gruppen ist in der freiheitlichen Gesellschaft zu verhindern. Deshalb darf die Scharia auch für die so genannten Muslime und auch im Personenstandsrecht, Eherecht oder Familienrecht keine Anwendung finden. Deshalb gibt es ein Gesetz für alle, oder, wie es Maryam Namazie auf Englisch sagt: ONE LAW FOR ALL.

http://www.onelawforall.org.uk/new-report-sharia-law-in-britain-a-threat-to-one-law-for-all-and-equal-rights/

Sie tragen also, vielleicht aus islamverliebtem Geschichtsbewusstsein oder hochgestimmter Muslimsolidarität oder um Pluspunkte (hasanat) fürs Paradies anzuhäufen oder aus Angst vor dem Höllenfeuer, ein Kopftuch. Reicht es da denn nicht, einmal wöchentlich freitags für einen Tag ein schmuckes knappes silbergraues und dann einmal jährlich in der letzten Ramadanwoche ein klitzekleines weißes Kopftuch zu tragen – und sich ansonsten den Wind durch die Haare wehen zu lassen? Haare schimmern auch ganz hübsch in der Sonne, Frauenhaare ebenso wie Männerhaare. Oder sind für Sie Frauenhaare anders nackt als Männerhaare, nackter und sozusagen unverschämter? Kopftuch reicht im Übrigen zur Abwehr der bösen Dschinnen gar nicht aus, Sie müssen aus Sicht der Scharialobbyisten bis auf Hände und Gesicht den ganzen Leib einwickeln, damit jeder sieht: Frau unterwegs, wandelndes Sicherheisrisiko. Tun Sie das bitte nicht.

Verkriechen Sie sich nicht unter das „Schamtuch“ (Feridun Zaimoglu) wie die Schnecke in ihr Haus oder die Muschel in ihre Schale, während den nackthaarigen und langbärtigen Männern (Scharia: Frauenhaar ist Schamhaar, Männerhaar Ehrenhaar) drei Nebenfrauen und eine unbegrenzte Anzahl von Konkubinen zustehen. Die Kopftuchträgerin fällt ferner den muslimischen Säkularen in den Rücken, und wer noch mehr nach der Scharia ruft, ist ein echter Frauenversklaver, wie uns die Lektüre von Abu al-Faradsch Ibn al-Dschauzi (Das Buch der Weisungen für Frauen) und Ayatollah Morteza Motahhari (Stellung der Frau im Islam) gezeigt hat. Ob in Islamabad oder Teheran, Kairo oder Istanbul: Heute Kopftuch, morgen Kalifat.

Vielen Dank für Ihr Interesse am Thema Religion, bleiben Sie stolz und religiös. Bleiben wir stolz und religiös alle miteinander oder auch stolz und atheistisch, jedenfalls stolze freiheitliche Demokraten, und sorgen wir dafür, dass die allgemeinen Menschenrechte durch das angeblich vom Himmel herab gekommene Gottesgesetz weder aufgefressen noch angeknabbert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Cees van der Duin am 13.11.2011

Lesetipp, am besten vielleicht in dieser Reihenfolge: Necla Kelek:

Die fremde Braut. Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland (2005)

Die verlorenen Söhne. Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes (2006)

Bittersüße Heimat. Bericht aus dem Inneren der Türkei (2008)

Himmelsreise. Mein Streit mit den Wächtern des Islam (2010)

http://www.kiwi-verlag.de/das-programm/einzeltitel/?isbn=978-3-462-03469-1#buecher

Guten Morgen stolze Muslima,

danke für Ihren Kommentar.

Sie nennen sich stolze Muslima, aber leider geht aus ihrem Beitrag nicht hervor, worauf sie denn stolz sind. Dürfen wir annehmen, dass sie stolz darauf sind, eine reine, züchtig bedeckte Muslima zu sein?

Vielleicht können meine Kollegin Ümmühan Karagözlü und ich, Gabi Schmidt, Autorin des von Ihnen kommentierten Textes, sie ermuntern, den Post zur Burka und vor allem den dort empfohlenen Artikel des Islamwissenschaftlers und Politologen Ralph Ghadban[1] noch einmal aufmerksam zu lesen. Der gebürtige Libanese klärt darin über das Frauenbild in Koran und Sunna auf und geht auf die religiöse und gesellschaftspolitische Bedeutung des Schleiers ein[2].

Vorab ein paar Zitate aus dem gelinkten Textbeitrag, der bei der Bundeszentrale für politische Bildung abgedruckt ist. Sie belegen, dass jedes Schamtuch, in welcher Variante man es auch trägt, dazu dient, den weiblichen Körper zu sexualisieren, zu biologisieren und zu verteufeln.

Ghadban schreibt:

Bei der Frau ist ihr ganzer Körper eine ‘aurah [Anm. für Nichtmuslime: Schamzone] und die Gelehrten streiten darüber, ob Gesicht und Hände auch verdeckt sein müssen oder nicht.

Wie man sieht, entspricht die ‘aurah beim Mann ungefähr der Gegend, wo die Geschlechtsteile liegen. Die Frau dagegen wird als ganze auf ihre Sexualität reduziert. Im hadîth heißt es, die Frau i s t eine ‘aurah. Nirgends steht, dass der Mann eine i s t – der Mann h a t eine ‘aurah.

Ghadban weist auf al-Ahwazî[3] hin: “[...] die Frau selbst ist eine ‘aurah, weil man sich für sie schämt, wenn sie sich zeigt: genau wie man sich schämt, wenn die ‘aurah zum Schein kommt. Und die ‘aurah ist das Geschlechtsteil und alles, wofür man sich schämt, wenn es sichtbar wird.” Al-Manawî[4] schreibt in seiner Erläuterung desselben: Die Frau ist eine ‘aurah “bedeutet, dass ihre Erscheinung und Entblößung vor den Männern verwerflich ist. Und die ‘aurah ist das Geschlechtsteil des Menschen und alles, wofür man sich schämt.”

Ghadban weiter:

Aus diesem Grund wurde die Frau verteufelt, weil ihre Erscheinung allein die Männer verführt. Die Verbindung zwischen der Verteufelung und der Verführung bringt folgender hadîth zum Ausdruck: “Der Prophet sah eine Frau, da ging er zu seiner Ehefrau Zeinab und schlief mit ihr. Er sagte: Wenn eine Frau euch entgegenkommt, dann kommt sie mit dem Antlitz eines Teufels. Wenn einer von euch eine Frau sieht und sie gefällt ihm, er soll zu seiner Frau gehen, weil sie auch hat, was diese Frau hat.”

Da eine Gemeinschaft sich immer die Werte und Normen gibt, die ihren Bestand sichern und ihrer Weiterentwicklung dienen, müssen zügellose Sexualität und Ehebruch seitens der Männer damals ein häufiges, familienzersetzendes, den Zusammenhalt der Gesellschaft gefährdendes Problem gewesen sein.

Meine Kollegin Ümmühan Karagözlü meint dazu: „Diese Textstelle ist für mich als säkulare Muslima einer der vielen Beweise, dass man als aufgeklärter Mensch in der kulturellen Moderne Koran und Sunna nicht wörtlich nehmen kann und darf. Keine Ehefrau, die sich ihrer Menschenwürde bewusst ist, kann damit einverstanden sein, von ihrem Ehemann zur Triebabfuhr und Befriedigung seiner sexuellen Gelüste missbraucht und zur Zeugung Allah ergebener Söhne als Zoontjesfabriek (Ayaan Hirsi Ali) benutzt zu werden.

Mit dem Menschenbild der frühmittelalterlichen Primärquellen muss die traditionelle Muslima ihre sexuelle Lust als haram (verboten) ignorieren und verdrängen. Niemals kann sie sich sicher sein, dass ihr entgegengebrachte Zärtlichkeiten in Wirklichkeit nicht einer Konkurrentin gelten. Ihr Göttergatte und Stellvertreter Allahs hingegen wird schon dafür sorgen, dass seine Angetraute nicht einmal die Gelegenheit hat, in Gedanken fremdzugehen. An der Allah-Gott wohlgefälligen Bedeckung des Frauenkörpers haben beide Geschlechter somit ein starkes Interesse. Dem männlichen Clan ist es ein zentrales Anliegen, die vom Teufel mit der Kunst der Verführung ausgestatteten weiblichen Familienmitglieder mindestens mit einem Kopftuch zu verhüllen, schließlich gilt es, seine Ehre zu verteidigen. Jeder Moslem, der sich diesem starken sozialen Druck entzieht, gilt als Waschlappen, Weichei und lächerliche Figur.

Auch die weiblichen Verwandten stehen unter diesem Zwang, zumal sie die eigentlichen Leidtragenden bei jeder familieninternen Ehrverletzungen sind. Die ohnehin stark eingeschränkte persönliche Freiheit würde durch Verschärfung der Überwachung und Kontrolle durch Väter, Onkel, Brüder, Ehemänner und Community weiter auf ein erdrückendes Minimum reduziert. Mit dem Hidschab versuchen viele noch nicht verheiratete Teenager sich von den Eltern ein wenig Vertrauen zu erkaufen. Sie täuschen sich nicht, dass islamisch korrekt gekleideten Töchtern eher zugestanden wird, die religiösen Regeln gehorsam zu befolgen.

Auffällig ist, dass gerade Musliminnen, der jede Körperkontur auflösenden, zunehmend strengeren, inzwischen sogar in der Farbigkeit wenig individuellen Verschleierung kaum Widerstand entgegensetzen. Sie, stolze Muslima, sind ein Beispiel. Einige Frauen, darunter auch Andersgläubige, verteidigen in den Medien sogar den Ganzkörperschleier und demonstrieren für das „Freiheitsrecht“ auf Vollverschleierung. Die mangelhafte Gegenwehr ist mit einem Männerbild, das den Mann pauschal als triebgesteuerten, willensschwachen Unhold darstellt, völlig nachvollziehbar. Mit einem immer längeren Schamtuch glauben sich Musliminnen vor belästigender Anmache, Zudringlichkeiten und sexuellen Übergriffen zu schützen. Sie hoffen außerdem, dass die schmucklose, möglichst totale, eintönig schwarze oder schlammfarbene Verhüllung Konkurrentinnen und potentielle Nebenbuhlerinnen möglichst unattraktiv erscheinen lässt. Deren reizvolle Schönheit soll nicht länger Männerblicke anziehen und den eigenen Partner daran hindern, Gefallen an fremdem Frauen zu finden.Wer unter solchen Voraussetzungen behauptet, seinen Hidschab freiwillig zu tragen, beschwindelt seine Umgebung und ist unaufrichtig gegen sich selbst“. Soweit meine Kollegin Karagözlü.

Ghadban fährt fort:

Die Frau ist ein sexuelles Objekt. Sie ist verführerisch und teuflisch. Sie stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Männer dar. Außerdem ist sie schlecht. Ali soll gesagt haben: “Die Frau als Ganzes ist böse. Und das Böseste an ihr ist, dass man auf sie nicht verzichten kann.” Ein hadîth bei Buchârî besagt, dass die Mehrheit der Menschen in der Hölle aus Frauen besteht. Aus diesen Gründen muss sie eingesperrt werden, das ist auch gut für sie. In einem hadîth steht: “Die Frau ist eine ‘aurah, wenn sie ausgeht, dann kommt ihr der Teufel entgegen. Sie ist am nähsten zu Gott, wenn sie in ihrem Haus tief steckt.”

Ghadban:

Die Sexualisierung der Frau erreicht einen Höhepunkt mit dem Begriff al-fitna. Al-fitna bedeutet Unruhe stiften. Das geschieht, wenn die Frau etwas zeigt, was im Prinzip nicht ausdrücklich verboten ist, aber denselben Effekt wie das Verbotene hat, z.B. das Gesicht. Die Verschleierung des Gesichtes ist umstritten, alle Gelehrten sind sich aber darüber einig, dass das Gesicht, wenn es hübsch ist, verschleiert werden muss, um die fitna zu vermeiden.

Das wirft einen Blick auf das Männerbild: Der Mann ist offensichtlich ein triebhaftes Wesen, das im Angesicht der Frau nicht mehr zu kontrollieren ist. Und wenn sie noch dazu hübsch ist, dann fängt er an zu randalieren. Der Mann ist so schwach, dass er in der Frau nicht eine, sondern zehn ‘aurah sieht. Der Prophet soll gesagt haben: “Die Frau hat zehn ‘aurah. Wenn sie heiratet, schützt ihr Mann eine von ihnen und wenn sie stirbt, schützt das Grab alle zehn ‘aurah.” „Dasselbe soll auch Ali gesagt haben.“

Soweit Ghadban.

Der bei Muslimen hoch verehrte islamische Gelehrte al-Ghazali stellte sich eine gottesfürchtige Ehefrau folgendermaßen vor: „Sie muss im Hof bleiben und sich um die Wäsche kümmern. Sie darf nicht allzu oft ausgehen (Elle ne doit pas sortir trop souvent), muss einfältig und gutmütig sein, darf keinen allzu geselligen Umgang mit den Nachbarn haben und sie nicht öfter besuchen, als es absolut unverzichtbar ist. Sie muss sich sehr um ihren Ehemann kümmern und ihn respektvoll behandeln. Ohne seine Einwilligung darf sie das Haus nicht verlassen (She should not go out of her house except by his permission)“.

Ein weiteres Zitat des iranischen Philosophen und Schariagelehrten: „Dabei hat sie [beim Ausgehen, beim Verlassen des Hauses] abgetragene Kleidung anzulegen (Elle devra revêtir de vieux vêtements) und sich nur auf unbelebten Straßen zu bewegen. Die öffentlichen Märkte muss sie meiden und sicherstellen, dass niemand sie an ihrer Stimme erkennt. Sie darf sich nicht an einen Freund ihres Ehemannes wenden, selbst wenn sie seine Hilfe gerade nötig hätte.“ (Beides aus: Die Wiederbelebung der religiösen Wissenschaften).

Das islamische Recht, die im Wesentlichen aus Koran, Sunna und Sira (Biographie des Propheten Mohammed) bestehende Scharia, ist die Grundlage des religiös begründeten Wertesystems und der heiligen Weltordnung des Islam. Der Hidschab ist ihm bei der Umsetzung der Scharia ein in vielerlei Hinsicht nützliches Werkzeug. Die islamische Bedeckung spaltet die Gesellschaft in gegensätzliche, mehrstufig herabgewürdigte Gruppen. Musliminnen / Muslime, Frauen / Männer, MuslimInnen / NichtmuslimInnen, verschleierte Muslimas / Frauen mit offenen Haaren, Muslime / Dhimmis (nichtmuslimische Monotheisten), Muslime / Harbis (Polytheisten), vom Glauben Abgefallene / Heuchler[5]. Ein fairer, respektvoller Umgang der verschiedenen Gemeinschaften untereinander ist den Gruppenmitgliedern nach Islamischem Recht nicht erlaubt (Hisba[6], al-wala-wa-l-barāa[7]).

Ghadban meint dazu:

Trotz der Gefahr, die von den Frauen ausging, mussten sie sich nicht alle gleich verhüllen. Die ‘aurah der Sklavin war wie beim Mann vom Nabel bis zum Knie. Die Gelehrten begründeten es damit, dass sie sich anbieten muss, um gekauft zu werden. In der Tat stand sie dem Mann sexuell zur Verfügung, und er durfte ihr sogar seine Geschlechtsteile zeigen wie seiner Frau.

Die Frau durfte sich natürlich nicht zeigen vor ihren männlichen Sklaven. Die freien Christinnen und Jüdinnen hingegen durften genau wie die Sklavinnen ihren Kopf und ihr Gesicht nicht verhüllen. Der Muslim darf ihren Anblick genießen. Das gehört zum Bereich der sexuellen Herrschaft. Die Muslimin ist beschützt, daher der Begriff muhassanât: Husn heißt Festung. Die anderen Frauen sind mehr oder weniger Freiwild. (…)

Es geht nur um entfesselte Sexualität, die nur mit äußerem Zwang in Schranken zu halten ist. Hieß es im Koran noch “Schau mit Diskretion”, dann heißt es später “Du darfst nicht schauen”. Diskretion ist eine Kontrolle von innen, bei ihrem Fehlen und bei herrschender Sexualisierung muss die Kontrolle von außen kommen. Daher die krankhafte Geschlechtertrennung in der islamischen Gesellschaft. Wenn Mann und Frau in Kontakt kommen, dann ist das Sündigen unvermeidlich. In einem hadîth heißt es, wenn eine Frau und ein Mann sich treffen, dann ist der Teufel der Dritte.

Die Burka erklärt jede Frau, die verschleierte und die nicht verschleierte, zum freilaufenden moralischen und sexuellen Sicherheitsrisiko. Jeder noch so unbedarfte Blickkontakt, das Händeschütteln bei der Begrüßung eines Freundes oder Smalltalk mit dem Nachbarn ist ihr verboten. Männer hingegen können nach dieser patriarchalisch islamischen Weltsicht niemals unanständig, liederlich oder sündhaft handeln, sondern sind im Zweifelsfall hilflos triebfixierte, willensschwache Opfer weiblicher Bezauberung und Verführungskunst. Nach dieser Logik ist der Mann unschuldig, die Frau hingegen muss für seine lüsternen Blicke bestraft werden. Ihr ganzer Körper ist mit Stoff zu bedecken, damit männliche Muslime nicht die Kontrolle über sich verlieren und vergewaltigend über sie und andere nicht korrekt verschleierte Mädchen und Frauen herfallen.

Auch heute gilt für orthodoxe Muslime wie Scheich Taj al-Din al-Hilali: Hält sich eine Frau nicht an die Kleidungsregeln, ist sie selber schuld, wenn sie sexuell missbraucht wird. Der höchste muslimische Geistliche Australiens, bezeichnete am 25.10.2006 unverschleierte Frauen als nacktes Fleisch: „Wenn ihr rohes Fleisch auspackt und offen auslegt, und die Katzen kommen und fressen es – wessen Fehler ist das?“, fragte der Prediger seine Zuhörer – und antwortete sich gleich selbst: „Das unbedeckte Fleisch ist das Problem.“ Solange Frauen in ihrem Zimmer bleiben und den Schleier tragen, argumentierte al-Hilali weiter, seien sie keinen Gefahren ausgesetzt. Wer sich aber schminke und verführerisch mit den Hüften schwinge, fordere den Appetit geradezu heraus.

Addressing 500 worshippers on the topic of adultery, Sheik al-Hilali added: „If you take out uncovered meat and place it outside on the street, or in the garden or in the park, or in the backyard without a cover, and the cats come and eat it..whose fault is it – the cats or the uncovered meat? „The uncovered meat is the problem.“ He went on: „If she was in her room, in her home, in her hijab (veil), no problem would have occurred[8], [9].“

Als demütige, gottesfürchtige Tochter Allahs für jeden von Weitem auszumachen, unterstehen die Trägerinnen des Hidschab dem Kontrollzwang der ‘religiösen’ Community (das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten). Das verpflichtet gerade verhüllte Musliminnen dazu, besonders strikt die kulturell vormodernen Anweisungen und Empfehlungen in Koran, Hadithen und Fatwas zu befolgen und ihrerseits zur strikten Beachtung und Umsetzung dieser Glaubensgrundsätze zu ermahnen. Fatalerweise spornt sie vor allem die männlichen Mitglieder der muslimisch geprägten Gemeinde dazu an, ihrer entmündigenden Kontrollfunktion über die ‘Zwiespalt säende, teuflisch-verführerische Wesensart des weiblichen Geschlechts’ nachzukommen. Jedes Überprüfen, ob aus dem Bone (Unterkopftuch) mittlerweile nicht doch eine frivole Haarsträhne hervorlugt, jedes Zurechtzupfen des Kopftuchs erinnert wie eine Eselsbrücke daran, den gottgefälligen, geraden Weg keinesfalls zu verlassen.

Ghadban ergänzt das den Primärquellen zu Grunde liegende Frauenbild um folgenden Aspekt:

Die Gelehrten begnügten sich nicht damit, aus der Frau ein bösartiges sexuelles Wesen zu machen, sie versuchten aus ihr ein minderwertiges Wesen zu machen. Die Frau wurde aus der Rippe Adams erschaffen – und die Rippe ist krumm. Wenn man die Rippe gerade biegen will, dann bricht sie. „Das heißt, dass die Frau per Beschaffenheit mangelhaft ist. Ad-Dâremî schreibt: “Er sagte, die Frau sei aus einer Rippe erschaffen worden. Wenn man sie gerade biegt, dann zerbricht sie. So nimm Rücksicht auf sie”. Buchârî schreibt: “Seien sie mit den Frauen fürsorglich, sie wurden aus einer Rippe erschaffen. Das Krummste an ihr ist ihr Oberteil, wenn du sie gerade biegen willst, bricht sie. Wenn du sie lässt, dann bleibt sie krumm. Seien sie mit den Frauen fürsorglich”.

Diese andere Beschaffenheit der Frau stellt einen Mangel in ihrer Natur dar, der von einem hadîth erläutert wird. Nach Buchârî soll der Prophet gesagt haben, den Frauen fehle es an Vernunft und an Religion. Die Frauen fragten nach dem Grund. Er antwortete: “Ist die Zeugenaussage der Frau nicht halb so viel Wert wie die des Mannes? Das kommt von ihrem Mangel an Vernunft. Muss sie nicht während der Menstruation aufhören zu fasten und zu beten? Das kommt von ihrem Mangel an Religion.”

Die letzte Aussage führt zur Biologisierung der Frau. Die Frau mag eine Seele haben wie der Mann, ihre Biologie bringt ihr aber Nachteile. Sie kann beispielsweise keine gesellschaftliche Verantwortung tragen. In einem hadîth heißt es: “Ein Volk kann keinen Erfolg erzielen, wenn es von einer Frau angeführt wird. Es ist so, weil die Frau mangelhaft und unfähig ist, sich eine richtige Meinung zu bilden. Und weil der Herrscher verpflichtet ist, in der Öffentlichkeit aufzutreten, um die Angelegenheiten seiner Untertanen zu verwalten. Die Frau ist aber eine ‘aurah und ist dafür nicht geeignet. Deshalb darf sie weder Imam noch Qadi werden.”

Diese auf die Biologie gestützte Auffassung der Frau hat in einer anderen Form in der modernen Zeit überlebt. Beim Polemisieren mit dem Westen in der Frage der Menschenrechte für Mann und Frau unterscheiden die Muslime zwischen Gleichheit und Ähnlichkeit. Im Islam sind Mann und Frau als Menschen vor Gott gleich und genießen dieselben Rechte. In der Gesellschaft sind sie aber nicht ähnlich. Ihre Unähnlichkeit beruht auf ihren biologischen Unterschieden, was zu Konsequenzen führt. Ayatollah Murtada al-Mutahirî z.B. schreibt: “Die Welt der Frau ist anders als die Welt des Mannes, die Beschaffenheit und die Natur der Frau sind anders als die Beschaffenheit und Natur des Mannes. Das führt natürlich dazu, dass viele Rechte, Pflichten und Strafen nicht einheitlich sind.” Dann kritisiert er den Westen, der krampfhaft versucht, für beide Geschlechter dieselben Gesetze und Institutionen durchzusetzen, trotz der, wie er schreibt, “instinktiven und biologischen Unterschiede” der beiden.

Das Schamtuch ist die Eintrittskarte in den Club der Alpha-Mädchen, zu deren zwingend notwendigem Verhaltensrepertoire die Verachtung und der heilige Ekel gegenüber allen nichtislamischen Lebensweisen gehört. Mit dem Kopftuch mobben für Allah, gottgefälliges Mobbing[10]. In Belgien durften Schülerinnen lange Zeit selber entscheiden, ob sie sich im Schulgebäude bedecken oder ihre Haarpracht offen tragen wollten. Durch die schleichende weltweit wachsende Fundamentalisierung, die in den letzten Jahren immer mehr an Fahrt aufnahm, begann ein religiöses Wettrüsten. Eines Tages erschienen die Mädchen sogar in der Burka zum Schulunterricht. Viele öffentlich geförderte Bildungseinrichtungen in Flandern haben sich daraufhin für ein Verschleierungsverbot entschieden. Das traditionsreiche königliche Atheneum war die letzte Schule, die das Verbot von Kopfbedeckungen auf Kappen und Mützen beschränkte. Karin Heremans, die Direktorin: „Es gab muslimische Schülerinnen, die kein Tuch tragen wollten. Aber der Druck wurde so groß, dass sie das Atheneum schließlich verließen … In diesem Jahr war die Frage nicht mehr ob, sondern wie man es trägt … Das Kopftuch zu tragen war plötzlich entscheidend dafür, eine gute Muslima zu sein[11].“

Eine jede Muslimin, die in der Umma (islamische Weltgemeinschaft) im Prinzip kein hohes Ansehen genießt, sondern eher als treuhänderisches Gut des Ehemannes gilt (Allah hat dem Ehemann wahrhaftig das Recht zuerkannt, von der heiligen Wertsache namens Eheweib Behaglichkeit, Erholung, Friedlichkeit und Nutzen zu beziehen[12], [13]), wird als vollverschleierte, gottesfürchtige Frömmlerin ein wenig aufgewertet. Sie ist Avantgardistin, Trendsetterin, kann sich als die Erhabene und moralisch Überlegene fühlen, die auf unverschleierte oder weniger streng verhüllte Glaubensschwestern und Ungläubige verächtlich herabsehen darf, die Konkurrentinnen korangetreu belehren, kränken und verachten kann und dafür obendrein auch noch mit Hasanat, himmlischen Pluspunkten belohnt wird.

Ghadban fasst den Inhalt seines Textes folgendermaßen zusammen:

Unter dem Vorwand der Religionsfreiheit wird versucht, eine Gesellschaftsordnung einzuführen, die höchst problematisch ist. Das Kopftuch ist ein zentrales Element dieser Ordnung und symbolisiert die Position der Frau. Es ist nicht, wie im Diskurs ständig wiederholt wird, allein ein Zeichen ihrer Unterdrückung, denn man kann die Frau ohne Kopftuch unterdrücken. Es ist vor allem ein Zeichen ihrer Entwürdigung, weil es die Frau auf ihre Sexualität reduziert. Sie ist eine ‘aurah, und da ihr ganzer Körper Schamzone ist und man nicht mit entblößten Geschlechtsteilen auf die Straße geht muss sie sich verhüllen. Deshalb sprechen die Muslime davon, dass die Frau durch das Kopftuch ihre Würde gewinnt. Sie sagen auch, dass das Kopftuch sie beschützt. Wer sich als sexuelles Objekt betrachtet, braucht natürlich einen Schutz, vor allem, wenn man die Männer als unkontrollierte triebhafte Wesen sieht.

In einer Gesellschaft, in der die Erwartungen an die Selbstkontrolle der Menschen so hoch sind, dass auch die Vergewaltigung in der Ehe bestraft wird, ist es berechtigt zu fragen, ob diese Gesellschaft solche Vorstellungen akzeptiert und verkraftet. Es heißt schließlich im Artikel Eins des Grundgesetzes: “Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.”

Ende der Zitate aus Das Kopftuch in Koran und Sunna.

Sehr geehrte stolze Muslima,

sicherlich ist es überzogen, jeden Kittel- und Bartträger unter den Generalverdacht zu stellen, Hassprediger und Terrorist zu sein, jede blauäugige Unschuldsvermutung ist jedoch genauso verfehlt. Ein großer Prozentsatz der Menschen wird verständlicherweise jedem Skinhead und Stiefelträger, jedem mit Bierdose und Baseballschläger ausgestattetem Punk und auch jeder Vollverschleierten mit begründeten Misstrauen begegnen. Sie wissen, dass ein Neonazi rechtsradikales Gedankengut vertritt, ein durch Alkohol enthemmter, eine Schlagwaffe mit sich führender Nonkonformist gewaltbereit sein könnte und ein Mann sich unter der Burka verstecken könnte, der eine Bank überfallen will.

Die offene Gesellschaft ist ein Modell von Karl Popper[14], die jedem Einzelnen ein Höchstmaß an Freiheit bieten soll. Im Gegensatz zu geschlossenen Gesellschaften, die einen für alle verbindlichen Heilsplan verfolgt, ist ein intellektueller Meinungsaustausch ausdrücklich gestattet, damit auch kulturelle Veränderungen möglich werden. Die von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Paris 1948) abgeleiteten Grund- und (Staats)Bürgerrechte, zu denen auch die Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit sowie die strikte religiöse Neutralität des Staates gehören, sind im Grundgesetz garantierte Abwehr- Schutz- und Freiheitsrechte gegen den Staat und Dritte. Jeder Bürger kann sich auf sie berufen und sie einklagen, jeder Bürger darf sie schützen und verteidigen. Jeder Bürger soll sich dafür einsetzen, dass alle Menschen sie genießen können. Sollte das gelingen, kann man wahrhaftig stolz sein.

Der Friedensnobelpreisträger Kofi Annan betonte anlässlich der Feier zum Tag der Menschenrechte am 10.12.1997:

Die Menschenrechte sind das Fundament der menschlichen Existenz und Koexistenz. Die Menschenrechte sind allgemeingültig, unteilbar und voneinander abhängig. Es sind die Menschenrechte, die uns menschlich machen. Sie sind die Leitlinien, nach denen wir der Menschenwürde eine erhabene Stellung einräumen. … Es ist die Allgemeingültigkeit, die den Menschenrechten ihre Kraft verleiht. Sie gibt ihnen die Stärke, jede Grenze zu überwinden, jede Mauer zu erklimmen, jeder Macht zu trotzen.“ Soweit der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen.

Halten wir es doch mit Carlo Schmid[15], der am 08.09.1948 für die wehrhafte Demokratie eintrat:

Soll diese Gleichheit und Freiheit völlig uneingeschränkt und absolut sein, soll sie auch denen eingeräumt werden, deren Streben ausschließlich darauf geht, nach der Ergreifung der Macht die Freiheit selbst auszurotten? Also: Soll man sich auch künftig so verhalten, wie man sich zur Zeit der Weimarer Republik z. B. den Nationalsozialisten gegenüber verhalten hat? Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft: Demokratie ist nur dort mehr als ein Produkt einer bloßen Zweckmäßigkeitsentscheidung, wo man den Mut hat, an sie als etwas für die Würde des Menschen Notwendiges zu glauben. Wenn man aber diesen Mut hat, dann muss man auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen.

Gabi Schmidt

Ümmühan Karagözlü

14.11.2011

[1] Ghadban stammt aus dem Libanon und lebt seit 1972 in Berlin. Dort studierte er Islamwissenschaften und promovierte in Politologie. Er war Mitbegründer der Libanonhilfe für die Unterstützung der Bürgerkriegsflüchtlinge im Libanon und Berlin(gegründet 1976). 1977 bis 1992engagierte er sich in der Sozialarbeit mit arabischen Berlinern, u.a. als Leiter der Beratungsstelle für Araber beim Diakonischen Werk in Berlin, u.a. als Leiter der Beratungsstelle für Araber beim Diakonischen Werk in Berlin. Ghadban ist seit 1992 in der Sozialforschung tätig (Quelle: Wikipedia).

[2] Ralph Ghadban: Das Frauenbild in Koran und Sunna

http://www.bpb.de/themen/IYRYVB,1,0,Das_Kopftuch_in_Koran_und_Sunna.html#art1

[3] Abu Yusuf Ya’qub bin Isaaq ad-Dawraqi al-Ahwazi genannt ibn as-Sikkit

http://www.eslam.de/begriffe/a/ali_ibn_mahziyar.htm

[4] Al-Manawi wird vom kuwaitischen Waqf-Ministerium zur Frauenfrage angeführt

http://www.douralquran.com/portal/english/info/details.php?data_id=17

[5] Abdur-Rahmaan ibn Zayd ibn Aslam said, “The levels of paradise go up and the levels of Hell go down” [Ibn Rajab, at-Takhweef min an-Naar, p.5]. It was reported from some of the Salaf that the sinners amongst the monotheists who enter Hell would be in the first level, the Jews would be in the second level, the Christians in the third level, the Sabians in the fourth level, the Magians in the fifth level, the polytheist Arabs in the sixth level and the hypocrites in the seventh level (1) Some books give names to these levels: the first is called Jahanam, the second Ladhaa, the third al-Hutamah, the fourth as-Sa’eer, the fifth Saqar, the sixth al-Jaheem, and the seventh al-Hawiyah.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-412697/Outrage-Muslim-cleric-likens-women-uncovered-meat.html

[6] Hisba

http://de.wikipedia.org/wiki/Hisba

Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten

http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Rechte_gebieten_und_das_Verwerfliche_verbieten

[7] al-walāʾ wal-barāʾa

http://de.wikipedia.org/wiki/Al-wal%C4%81%27_wa-l-bar%C4%81%27a

Scheich Muhammad al-Saeed al-Qahtani: Al-Wala wal-Baraa. According to the Aqeedah of the Salaf.

http://www.kalamullah.com/Books/alWalaawalBaraa1.pdf

[8] Sheik Taj Din al-Hilali, the nation’s most senior Muslim cleric, compared unveiled women with meat that is left uncovered in the street and is then eaten by cats.

In a Ramadan sermon in a Sydney mosque, Sheik al-Hilali suggested that a group of Muslim men recently jailed for many years for gang rapes are innocent.

http://www.islamreview.com/articles/WOMEN_ARE_RESPONSIBLE.shtml

[9] Frauen seien die Waffen des Satans, um die Männer zu kontrollieren, meint der australische Scheich al-Hilali, und eine Verschleierte wird ja vielleicht gar nicht vergewaltigt, jedenfalls, wenn sie das Haus gar nicht erst verlässt:

The sheik then said: “If she was in her room, in her home, in her hijab, no problem would have occurred.” He said women were “weapons” used by “Satan” to control men.

http://www.theaustralian.com.au/news/nation/muslim-leader-blames-women-for-sex-attacks/story-e6frg6nf-1111112419114

Sheik Taj el-Din al-Hilali’s controversial speech. If the woman is in her boudoir, in her house and if she’s wearing the veil and if she shows modesty, disasters don’t happen.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/6089008.stm

[10] EMMA September/Oktober 2009: Mobbing gegen kopftuchfreie Mädchen

“Willst Du aussehen wie eine Deutsche?” Oder: “Das Kopftuch ist unsere Ehre – hast Du keine?” Und: “Deinen Eltern ist es wohl egal, wie über Dich geredet wird.” Die darauf angesprochene Aylin kämpfte mit den Tränen und sagte schließlich: “Es wird immer schlimmer. Und seit ich neulich im Ramadan mein Schulbrot ausgepackt habe, ist es ganz aus. Die Kopftuch-Mädels mobben mich total.” Das also war der Grund für die Schulmüdigkeit der 14-Jährigen.

http://www.emma.de/ressorts/artikel/islam-islamismus/mobbing-gegen-kopftuchfreie-maedchen/

[11] Stefanie Bolzen: In dessen Direktorenzimmer sitzt Karin Heremans. Die blonde Frau sieht müde aus, das Handy klingelt immer wieder, alle paar Minuten kommt eine Mitarbeiterin herein. Ihre Schule, das zweihundert Jahre alte Königliche Atheneum, kommt seit Wochen nicht mehr aus den Schlagzeilen: Proteste und Polizeieinsätze, verwüstete Unterrichtsräume. Und 250 Mädchen, die zum Schulanfang nicht mehr zum Unterricht erschienen. Weil die 46-Jährige mit diesem Tag das Tragen von Kopftüchern verboten hatte. Die Direktorin hat das nie gewollt. Aber sie konnte es irgendwann nicht mehr verhindern.

http://www.welt.de/die-welt/politik/article4967468/Letzte-Loesung-Kopftuchverbot.html

[12] Normally, the rule of Amaanat is that the Ameen (Trustee) is under compulsory obligation to maintain and guard the Amaanat. He is not permitted to derive any personal benefit or use from or with the Amaanat. However, Allah Ta’ala in His infinite mercy has bestowed to the husband the right to derive comfort, rest, peace and benefit from the Sacred Trust we call The Wife.

http://www.muftisays.com/forums/virtues/4472/an-amaanat-for-husbands-to-mediate.html?p=22126#22126

[13] Both husband and wife are the makhlooq (creation) of Allah Ta’ala. In His infinite wisdom, Allah Ta’ala has assigned different rights, duties and obligations to the variety of specimens of His makhlooq. Allah Ta’ala has assigned the wife to the care of the husband. She is His makhlooq whom He has placed in the custody of the husband. Allah Ta’ala has awarded custody of the wife to the husband by way of Amaanat (Sacred Trust), not by way of mielkiyyat (ownership). As such, the wife in the custody of her husband and under his jurisdiction is a Sacred Trust. She is the sole property of Allah Ta’ala—and of no one else.

http://blog.darulislam.info/aggregator?page=3

[14] Karl Popper

http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Popper

[15] Carlo Schmid

http://de.wikipedia.org/wiki/Carlo_Schmid

Bekennender Islamischer Religionsunterricht im Sinne des Grundgesetzes

Oktober 30, 2011

مدرسة

madrasa

Allahs Schule

Scharia versetzungsrelevant

Politik und Kirchen überschlagen sich schier vor Begeisterung, einen auf dem Islamischen Recht beruhenden Islamischen Religionsunterricht (IRU) flächendeckend einzuführen. Die schariatreuen deutschen Islamverbände lächeln Zustimmung. Damit darf das antirationale, brutale, kulturrassistische und frauenfeindliche Menschenbild von Koran und Sunna ins deutsche Klassenzimmer Einzug halten, für alle zu muslimisierenden Kinder werde grausige Höllenfurcht und erlösende Gottesfurcht zum Bildungsziel. Dass der Frauenschleier die Schülerseele rettet und die Scharia mit dem Grundgesetz ausgesöhnt werden kann, bewerben zwei standhaft faktenferne Bücher: Das 2004 im Lit-Verlag publizierte und zuerst (A) betrachtete Islamischer Religionsunterricht: Hintergründe, Probleme, Perspektiven von Thomas Bauer, Lamya Kaddor und Katja Strobel (Hg.) sowie (B) Auf dem Weg zum Islamischen Religionsunterricht: Sachstand und Perspektiven in Nordrhein-Westfalen von Michael Kiefer, Eckhart Gottwald und Bülent Ucar (Hg.) aus dem Jahr 2008, ebenfalls bei Lit. Eine pädagogische Islamkritik von Jacques Auvergne.

Zia-ul-Haq schwor die Bevölkerung Pakistans auf die Verwirklichung des niẓām islāmī ein, auf die den Teufel abwehrende islamische Staatsgestaltung und Lebensführung.(1) Vergleichbare Leidenschaft legt Asiye Köhler an den Tag, die keinen anderen Koran und keine andere Scharia bewirbt als der 1977, zwei Jahre vor Chomeinis Revolution, einen Staatsstreich organisierende pakistanische General, Köhler:

A 45. Dabei sollen die Schüler die Vorgaben des Korans (Lebensweise des Propheten Muhammad) als Hilfe und nicht als Maßregelung begreifen lernen.

Das Kind, das die Repression von Koran und Hadith nicht als hilfreich und human „begreift“, hat das Klassenziel verfehlt. Schüler, jauchze über deine Sklavenketten!

Die Allahkratin weiß die deutsche Zuhörerschaft gespalten, in die Uninformierten oder Gutmütigen einerseits, die meinen, Zwang und Gewalt der Befehle Allahs seien durch Diskussion und Spiritualität irgendwie aufgehoben, und in die, hierzulande um Muslimbrüder und Millî Görüş angeordneten, Scharialobbyisten, die dreist genug sind, die totalitären Konsequenzen eines wortgetreu verstandenen Koran als harmoniefördernd und pädagogisch maximal wertvoll auszugeben.

Islamischer Religionsunterricht: Hintergründe, Probleme, Perspektiven (Thomas Bauer, Lamya Kaddor und Katja Strobel (Hg.). Dem Buch, das wir in der Hand halten, geht es um staatlichen Religionsunterricht – und darum, dass die islamischen Normen (Köhler: „Lebensweise des Propheten Muhammad“) die islamisch tugendhafte Frau dämonisieren, obszönisieren und herabstufen und ein schuldhaftes Verweigern der Schariavorgaben als misslingendes Leben verstehen, was, wie jeder Schüler lernen muss, den einzigen Daseinssinn, die ewige Nähe zu Allah, schrecklich unwahrscheinlich macht.

Allahgott weiß, ob uns der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) auch dazu ermutigen würde, Verheiratung neunjähriger Mädchen, Ehefrauenverstoßung,(2) Burka sowie Steinigung „als Hilfe und nicht als Maßregelung“ (Köhler) zu begreifen. Fast wortgleich findet sich der Satz bereits neun Jahre eher (1999) und beim ZMD.(3)

Die Allahkratin verwirft die Scharia nicht, sondern fordert pauschal, den koranischen Befehlen zu gehorchen, was die bürgerliche Ordnung beseitigen müsste. Der Gegner der islamischen Ordnung bzw. der Islamapostat hat kein Recht auf Leben, die Frau erbt idealerweise nur die Hälfte, ihre Aussage vor Gericht, gibt es erst Schariagerichte, gilt nur halb so viel wie die eines Mannes, das alles muss der kindliche oder jugendliche Teilnehmer am IRU (Islamischen Religionsunterricht) nicht „Maßregelung“, sondern beglückende Lebenshilfe nennen.

Der Korankritiker hat das Lernziel verfehlt, dem hörbaren Schariagegner könnte der optional versetzungsrelevante IRU die schulische und berufliche Karriere versauen. Schleierträgerin Köhler, die sich auch Zilelioğlu-Köhler nennt und sorgt sich, dass Deutschlands Schulkinder vom rechten Pfad der Scharia abgebracht werden: „Wir haben eine andere Befürchtung – dass durch die Ganztagsschule bewusst oder unbewusst Werte und kulturellen Eigenheiten eingeebnet werden.“(4)

Köhler ist die Ehefrau des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Ayyub Axel Köhler. Der orthodoxe sprich separatistische ZMD will, was auch sonst, das Islamische Recht leben. Zu diesem Zwecke nimmt Asiye Köhler daran Anstoß, wenn eine regierungsnahe Stelle faktennah über die schließlich auch islamisch begründeten deutschen Ehrenmorde schreibt und eine Berliner Schulleiterin aus der schariatischen, an zunehmender Abschottung zu den Nichtmuslimen interessierten Gegenkultur informieren lässt. Schulleiterin Astrid Busse berichtet: “Ein anständiges Mädchen trägt Kopftuch, ordnet sich dem jüngeren Bruder unter, bleibt zu Hause, fährt nicht auf Klassenfahrt und darf natürlich von ihren Brüdern gehauen werden”.(5)

Ungehindert soll sich das kulturrassistische und frauenfeindliche Menschenbild von Koran und Sunna in der Bundesrepublik Deutschland ausbreiten dürfen, und die Islamfunktionärin möchte verhindert wissen, dass über die demokratiezerstörenden Folgen derlei Glaubenspraxis auch nur gesprochen wird.

Zwangsläufig geraten IRU und Grundgesetz in einen Wertekonflikt, den unsere naiv tuenden Bundes- und Landesparlamentarier sehr wohl in ersten Umrissen erkennen und kalkuliert nicht besprechen und dem Frau Asiye Köhler eine „Lösung“ (al-ḥall) entgegensetzt, die dem Motto der Iḫwān al-Muslimūn, der Muslimbrüder, wie zufällig gerecht wird: al-Islām huwa al-ḥall, Sunnagehorsam und Schariajustiz sind die Lösung:

A 45. Die Schüler sollen den Koran als das endgültige Wort Allahs verstehen lernen, welches Antworten auf grundlegende Fragen menschlicher Existenz gibt, gleichzeitig aber dazu auffordert bei der Umsetzung in die Praxis den Verstand als Allahs Gabe zu nutzen.

Auch dieser Satz fand sich bereits vor zwölf Jahren. Verfassungen, Wissenschaft und Philosophie haben keine Basis, es sei denn eine koranische. Im dämonischen Chaos der unreinen und unverständlichen Welt schaffen nur Koranvers und Hadithspruch den ins Paradies führenden Überblick und den Staat. Zum Aufbau des Kalifats („bei der Umsetzung in die Praxis“) darf der Schüler des Islamischen Religionsunterrichts (IRU) durchaus seinen Verstand einsetzen. Der Schüler, so dürfen wir Köhler in den Mund legen, darf Schariadoktrin und Fiqhjustiz niemals verwerfen.

A 46. Für alle Schülerinnen und Schüler gilt, dass das Miteinander – innerhalb der muslimischen Gemeinschaft wie auch im Kontakt und im Alltag mit Andersgläubigen und Andersdenkenden – friedlicher und konstruktiver gelingt, je stabiler und selbstbewusster die eigenen religiösen und kulturellen Wurzeln in der Auseinandersetzung mit der individuellen und aktuellen Lebenssituation erarbeitet werden.

Ein Hauch von Erpressung: Je mehr Scharia, desto weniger Pessimismus und Kriminalität. Wie nebenbei ist die Schülerschaft verdoppelt worden. Kontakt zwischen Muslimschülern und Nichtmuslimschülern hat keine Berechtigung, wenn er nicht Allahs Gesetz, den „Vorgaben des Korans“ (Köhler S. 45) folgt.

Ohne eine hohe Dosis an Gottesfurcht und Sunnagehorsam gerate die kindliche oder jugendliche Psyche ins Wanken; mysteriöse feinste „Wurzeln“ verzweigen sich tief im Erdreich von Burka und Zweitfrau. Um keine orientierungslosen Wesen zu erzeugen, muss der deutsche Steuerzahler dem zu muslimisierenden jungen Menschen den reflektierten Alltagsbezug von Dhimma und Dschihad finanzieren.

Ein Hauch von Erpressung durchweht Kultusministerkonferenz, Lehrerzimmer und Pausenhof: Ohne schariatreuen Bekenntnisunterricht wird es keinen schulischen oder gesellschaftlichen Frieden („Miteinander“) geben, sondern Verwirrung, Disharmonie oder vermeidbare Gewalt.

A 46. Bei den Inhalten der islamischen Religionslehre möchte ich hier nur die unverzichtbaren erwähnen: das Arabische, die Koranwissenschaft, die Hadithwissenschaft, die islamische Rechtswissenschaft und die Rezitation.

Dreimal lässt die Islamaktivistin ein Wort auf Wissenschaft enden, was Kultusministerien und Bildungsforschern gegenüber den Eindruck erwecken soll, es ginge hingebungsvoll ausgeübter Schariadidaktik um die Anwendung der historisch-kritischen Methode oder auch nur um ungezügelten Verstand. Allahs oder vielmehr Köhlers „Wissenschaft“ ist eher das, was Amir Zaidan unter Islamologie versteht, und die verhält sich zur Islamwissenschaft bekanntlich wie Astrologie zu Astronomie. Mit ihrem „das endgültige Wort Allahs“ hat die Germanistin und Lehrerin am Kölner Herder-Gymnasium deutlich gemacht, was die Kinder und Jugendlichen als Lernziel zu verinnerlichen haben und ab wann man dem IRU-Lehrer besser nicht mehr widerspricht.

„Islamische Rechtswissenschaft“ schließlich fordert ungekürzte Scharia, dem Jenseits entsprossene Rechtsgutachten und fromme Gerichtsurteile, welche die Höllenstrafe zu vermeiden streben, was vermuten lässt, dass Asiye Köhler keine andere Islampädagogik in den Hochschul- und Schulbetrieb integrieren möchte, als Taqi Usmani oder Yusuf al-Qaradawi es an ihrer Stelle tun würden. Nichts weist darauf hin, dass Deutschlands Islamische Studien Koran und Sunna anders lehren lassen wollen als die hanafitisch-pakistanisch geprägte Darul Uloom in Bury bei Manchester bzw. in ihrem 1866 gegründeten Stammsitz im nordindischen Deoband oder, was beim Zentralrat (ZDM) viel näher liegt, als die Schariafachleute der Muslimbrüder vom IESH unweit des burgundischen Château-Chinon.

Dass Allah den Schleier fordert und die in Griechenland legale neunjährige Ehefrau billigt, übergeht Asiye Köhler elegant. Dass weibliches Haupthaar Schamhaar ist, spürt die Tugendhafte und trägt den Hidschab.(6)

Asiye Köhler, die jedes Kind auf die antidemokratische Scharia verpflichtet („Jeder Mensch wird als Muslim geboren, weil er einen göttlichen Kern in sich trägt“),(7) war 2004 Leiterin des Pädagogischen Fachausschusses im Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), ihr Ehemann Ayyub Axel Köhler war zwischen 2006 und 2010 der Vorsitzende des ZMD. Heute ist neben Nadeem Elyas (Eschweiler, sucht seine Doktorarbeit (8)), Murad Wilfried Hofmann (Bonn (9)), Fatima Grimm (Hamburg) und Muhammad Aman Hobohm (Bad Honnef bei Bonn) auch Ayyub Axel Köhler aus Köln ein Ehrenmitglied im ZMD.(10)

Die Eheleute Köhler wirkten 2007 an der Gründung des Koordinationsrates der Muslime in Deutschland (KRM) mit. Über das KRM-Mitglied Islamrat lässt man die dort dominierende Islamische Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG) mittelbar auf den KRM Einfluss nehmen. International ist die theologisch bis heute am radikalislamischen Theoretiker Necmettin Erbakan ausgerichtete Milli-Görüş-Bewegung gelinde gesagt umstritten, eine so fundamentalistische Auffassung von Frömmigkeit, Frauenrolle, Sexualität und Gesellschaft, dass Minderjährige dem säkularen Staat gezielt entfremdet werden, kann jeder moderne Pädagoge vermuten.

Obwohl sich alle deutschen Islamverbände, also auch alle derzeitigen KRM-Verbände und -Organisationen, dem Islamischen Recht verpflichtet sehen, unterschrieb NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann am 22.02.2011 jene „Gemeinsame Erklärung“, die mit einem Schulrechtsänderungsgesetz, das der Düsseldorfer Landtag verhindern möge, ein dubiosen Beirat ersehnt. Dieser stellt, womöglich gesetzeswidrig, aus Löhrmanns (fehlerhafter) Sicht offensichtlich bereits jenen Ansprechpartner für den Staat dar, der die zu lehrenden Inhalte entsprechend Art. 7 Abs. 3 GG (in Verbindung mit Art. 140 GG) authentisch festzulegen befugt ist. Und wer das darf, ist aus Sicht des KRM nun einmal der KRM: „die Einberufung eines Beirats, dessen Mitglieder unter Beachtung des Homogenitätsprinzips im Einvernehmen mit dem KRM benannt werden. Der Beirat formuliert die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land“. Die Schulministerin aus Düsseldorf hat dem gegenmodernen KRM damit zugebilligt, zu definieren, wer und was „die Muslime“ sind. Dass der (verhindernswerte) künftige Unterrichtsinhalt nur als extrem reaktionär bezeichnet werden kann, weiß Frau Löhrmann so gut wie wir alle. Gleichwohl signierte die Pädagogin, dass die Landesregierung „in absehbarer Zeit … 320.000 muslimische Schülerinnen und Schüler“ zur staatlich finanzierten Seelsorge an islamische Fundamentalisten und Schariafreunde ausliefern möchte.(11)

Der betrachtete Text wurde 2004 durch das Centrum für religiöse Studien (CRS) veröffentlich, im selben Jahr, als der die Rolle einer staatlich anerkannten Religionsgemeinschaft anstrebende KRM die Ablösung von Professor Muhammad Sven Kalisch (Münster) forderte und den Beirat des der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster angeschlossenen CRS unter Protest verließ.(12)

Im ARD ließ Asiye Köhler 2006 wissen: „Ich möchte nicht oben ohne rumlaufen. Für mich ist ohne Kopftuch wie oben ohne … Deutschland muss sich verändern, neu ordnen. Die Deutschen müssen umdenken. Diese Werte, die der Islam bringt, braucht diese Gesellschaft.“(13)

Jede Schülerin, die ihr nacktes Haar zeigt, ist genau so unbekleidet und verachtenswert, als ob sie mit nackten Brüsten im Klassenzimmer sitzen würde, meint Asiye Köhler. Das ist ein Frauenbild und, allgemeiner, ein Menschenbild übelster Sexualisierung und mit genau solchen Leuten handelt unsere Bundesregierung die Pädagogik der sehr nahen Zukunft aus. Fünf Jahre später berichtet ein Bonner Realschulleiter von Mädchen, die nahezu wortgleich argumentieren wie die ZMD: „Ohne Kopftuch fühle ich mich wie oben ohne.“

Von Asiye Köhler zu Rabeya Müller.

A 50. Lehrende können nur auf situationsbezogene Problematiken eingehen, wenn sie ein qur’anisch-humanistisch-demokratisch geprägtes Menschenbild verinnerlicht haben. Für Lehrkräfte ist das extrem wichtig, denn sonst werden sie, meist schon von den Kindern, entlarvt.

Was an vorbehaltlosem Bekenntnis zu AEMR oder GG fehlt, wird von der Kölner Konvertitin durch die Irreführung ersetzt, Koranisches und Humanistisches bzw. Koranisches und Demokratisches seien kompatibel. Gekonnt erweckt die Ansprechpartnerin von Schulbuchverlag, Kirchentag und Bundesregierung schlechtes Gewissen bei Politikern und Pädagogen, die ja, nicht anders als die gottesfürchtigen Islamisierer, in der Tat unfähig sind, Kindern oder Jugendlichen eine grundgesetzkompatible Lesart von Koransure oder Fatwa anzubieten. Dass der Islam von Scharia und Fiqh mit Bekenntnischarakter, also ohne Außenansicht, gar nicht gelehrt werden kann, ohne dass die Maßgaben des Grundgesetzes außer Kraft gesetzt wird, weiß die 1957 im Osteifeler Städtchen Mayen geborene Schariafreundin, die sich auch Rabeya Müller-Haque schreibt, und verschweigt es.

Es ist schön, wenn Kinder neugierig sind und von ihnen etwas Geheimnisvolles durchschaut und aufgedeckt (Müller: „entlarvt“) wird. Geschickt gelingt es der fundamentalistischen Kölnerin, mit Erwähnung unverbildet-aufrichtiger kindlicher Psychen den Eindruck zu erwecken, dem kindlichen Forschungsdrang Rechnung zu tragen sowie selbst durch und durch grundehrlich zu sein. Diese etwas aufdringliche Selbstetikettierung als ehrlicher Muslim legt auch Bajrambejamin Idriz, Künstlername Benjamin Idriz an den Tag: „Das Projekt ZIEM ist ein aufrichtiges Angebot von Muslimen in München, die sich dem Gemeinwohl unserer Gesellschaft in Deutschland verpflichtet sehen“, wer jetzt noch widerspricht, unterstellt dem Penzberger Schariafreund und Vorzeigeimam Unredlichkeit und darf als Rassist und Rufmörder ausgezischt werden.(14)

ZIE-M hat dabei vielleicht auch noch ein wenig geflunkert und mit „Gemeinwohl“ eine AEMR-Verhaftung oder Wissenschaftlichkeit gar nicht gemeint, sondern auf die maṣlaḥa angespielt, jenes koranbasierte „Gemeinwohl“, das mit Schleierpflicht, Dhimma und Gottesherrschaf einhergeht. Während Deutschlands Gutmenschen allzu sehr angestrengt behaupten können, ZIE-M hätte soeben von Sozialstaatlichkeit und selbstbestimmter Lebensführung gesprochen, geht es dem IESH-Schariastudenten Idriz bei „Gemeinwohl unserer Gesellschaft in Deutschland“ um Implementierung der Scharia und religiös begründete Rechtsverschiedenheit.

Maṣlaḥa gehört zu ṣulḥ, islamkonforme Vereinbarung oder heilssichernde Vertragsgestaltung, und weist auf das erst durch künstliches Zerreißen des Weltganzen entstehende und klerikale Schwellenwächter ermöglichende Jenseits, das in der Justiz kultureller Moderne keinen Platz hat. Aus islamischer Sicht kann nur Allah die Gültigkeit (validity) von Verträgen garantieren. Al-maṣāliḥ al-mursala (Considerations of Public Interest) ist die Berücksichtigung des allgemeinen Interesses im Sinne von Koran und Sunna.(15) Istiṣlāḥ (to deem it proper, seeking what is correct)(16) ist die schariatische, kulturrassistische und die Frau erniedrigende, „Gemeinwohl“ herstellende Urteilsbegründung in all den Fällen, zu denen der Koran keine eindeutige Regelung trifft und nach der Heilssicherung und Heilsgefährdung schariagelehrig abzugleichen sind (mutual understanding). Schließlich haben Verträge die Seelen der Muslime vor der Höllengrube zu bewahren oder sind ungültig. Wo seit al-Ghazali selbst jeder kaufmännische Vertrag, sofern nicht korangemäß, zur Hölle führt und nach bestem Vermögen umgangen werden muss, werden Staatsverträge mit einem Islamverband umso mehr „außerweltlich“ zentriert sein müssen und das absolute Unheil abzuwehren haben.

Wieder und noch genauer zu Rabeya Müller, der Leiterin des Instituts für interreligiöse Pädagogik und Didaktik (IPD) und stellvertretenden Vorsitzenden des Zentrums für Islamische Frauenforschung und -förderung (ZiF).(17),(18)

A 50. Lehrende können nur auf situationsbezogene Problematiken eingehen, wenn sie ein qur’anisch-humanistisch-demokratisch geprägtes Menschenbild verinnerlicht haben.

Menschenbild der Zweitfrau und Kindbraut. Demokratischer Apostatenmord. Humanität des halbierten Erbes für die Frau und ihre halbe Aussagekraft vor Gericht. Müller weiter:

A 51. Interreligiosität … bedeutet ein Miteinander, basierend auf der Grundlage der Geschöpflichkeit.

Schöpfergottlose Religionen wie der Taoismus werden aus der Solidargemeinschaft („Miteinander“) ausgegrenzt, pantheistische Lesarten des Monotheismus eher verhindert. Mit „basierend“ und „Grundlage“ meint Müller die fiṭra, das islamische natürliche Ausgerichtetsein auf Allāh hin. Die Konvertitin erkennt Interreligiosität wie Menschentum als Allahkratie, als Islamstaat, jedenfalls als Islamische Ordnung (niẓām islāmī, Nizam-ı İslâm). Die Verbindung zu den letzten tausend Jahren Scharia und Dhimma wollen IPD und ZiF auch von Köln aus nicht verlieren.

A 51. Das bedeutet zu vermitteln, dass alle Kinder vom Schöpfer gewollt sind, seien sie christlichen, hinduistischen oder gar „atheistischen“ Bekenntnisses.

Selbstverständlich bejaht der Schöpfer den Dhimmi, Harbi oder Mohareb,(19) sonst wäre Allah ja nicht allmächtig. Die „gerechte“ islamische Behandlung spätestens im Jenseits steht fest, und gegen den Mord am Islamapostaten oder Krieger gegen Gott (muhārib) hat sich Müller auch gar nicht ausgesprochen, nur gesagt, dass Allahgott Heidenkind wie Heideneltern auf Erden vorläufig leben lässt.

In diesem authentisch islamischen bzw. Müllerschen Sinne ist der im Iran als Angreifer gegen Gott oder Verderbenstifter auf Erden getötete Mensch selbstverständlich „vom Schöpfer gewollt“ (Müller).(20)

Rabeya Müller fleht den Rechtsstaat an, die emotionale und juristische Erniedrigung der Frau und des Dhimmi doch endlich flächendeckend in einem Religionsunterricht mit nicht nur informierendem, sondern bekennendem Charakter lehren zu lassen. Die Bundesrepublik soll dulden, dass im öffentlichen Schulgebäude ein grundrechtswidriges Gesellschaftsbild und Menschenbild auf dem Lehrplan steht, jene ausgerufene und koranisch verbürgte Islamische Höchstgeltung (Islamic supremacy),(21) die, in erklärlicher Abhängigkeit zum muslimischem Anteil der Schülerschaft, einen Schulfrieden nur in den Grenzen der vielgerühmten islamischen Friedensherstellung ermöglicht, der Pax Islamica. Damit die von der öffentlichen Hand finanzierte Verkündung der Schariapflicht nicht wie ein Putsch im Klassenzimmer aussieht, gilt es, die den pädagogischen Sektor bevölkernden deutschen Muslime korrekt zu instruieren, Müller:

A 52. Wesentlich für Musliminnen und Muslime ist natürlich, dass jeder Lehrhinhalt mit dem Qur`an vereinbar ist, aber noch wesentlicher scheint es momentan, wenn wir die Realität auf dem bundesdeutschen „Muslimmarkt“ betrachten, dass die Lehrkräfte selbst erfassen, verstehen und verinnerlichen, dass Qur`an und Grundgesetz durchaus vereinbar sind; dabei sollte es nicht bei bloßen Lippenbekenntnissen bleiben – Papier ist ja bekanntlich geduldig – auf die Umsetzung kommt es an.

Das ist („durchaus“) Unsinn. Koran und GG kollidieren, ernst genommen, derart massiv, dass eines von beiden Schaden leiden muss. Eine grundgesetzkonforme Verbindlichkeit an Rechtsbegriff und Rechtsordnung geht bei didaktischer Zweitfrau, gottesfürchtigem Hass auf den Atheisten oder Homosexuellen und beim Rufen nach der spirituellen Apostatentötung kaputt, und man muss 2011 fürchten, dass auf diesem staatlich und kirchlich geplanten künftigen Schlachtfeld der Wertesysteme die Islamische Ordnung (niẓām islāmī, Nizam-ı İslâm) ist, die unversehrt bleibt.

Will die freiheitliche Demokratie ihr Überleben sichern, gibt es nur eine Möglichkeit, nämlich dass der IRU-Lehrplan den Koran und die Sunna eben überall da verwirft, wo Ungleichbehandlung der Frauen oder Nichtmuslime vorkommen, also nahezu überall, oder dass das Projekt Islamischer Religionsunterricht bis auf Weiteres überall abgebrochen wird, wo es mehr beinhalten soll als eine informierende Außenansicht.

Allein die mit einem ernst genommenen Koran unvermeidbar einhergehende, in jedem schariapflichtigen Kind zu erweckende Angst, im Falle schuldhaften Verstoßens gegen die „islamische Normativität“ (Reinhard Schulze nach Baber Johansen) auf ewig im Höllenfeuer zu brennen, gehört in der so genannten offenen Gesellschaft (La société ouverte des Henri Bergson, weiter entwickelt und 1945 als The Open Society and Its Enemies durch Karl Popper verbreitet)(22) nicht in ein Klassenzimmer. Das gilt auch in Bezug auf die Sexualisierung und Obszönisierung aller im Klassenzimmer befindlichen Mädchen (und Jungen!), die mit dem vor der Hölle rettenden Kopftuch einhergeht, auf die Dauer muss europaweit die kopftuchfreie Schule her.

Während die Bundesregierung ihrer Verantwortung ausweicht, die deutsche Bevölkerung über die Grundrechtswidrigkeit der Scharia zu informieren, soll in diesen Jahren die revolutionäre Ideologie der korantreuen Gegenmoderne zum Zwecke der Imamausbildung in Hochschulpolitik und Wissenschaftspolitik einziehen dürfen. Von einer wissenschaftlichen Herangehensweise auch in den Fächern Soziologie oder Pädagogik wird wohl nicht viel übrig bleiben, wenn die einen archaic fascism, einen archaischen Faschismus (Maxime Rodinson 1979)(23) pflegenden, global bestens vernetzten Urgemeindler (Salafisten) und Schariafreunde erst in jedem deutschen Hörsaal und Hochschulsenat sitzen:

A 52. Die Muslime und Musliminnen vermögen vielleicht zu realisieren, dass sie mittels eines solchen Unterrichts auch die islamische Gesellschaft dynamisch halten bzw. wieder dynamisch gestalten könnten, was sie zweifelsohne in ihrer Frühzeit auch gewesen ist. Die Dynamik hat sich vielerorts in Starrheit gewandelt.

Frau Müller, so sehr undynamisch und starr waren Sayyid Qutb und Ayatollah Chomeini doch gar nicht, aber vielleicht haben Sie die diese beiden Herren als Best-Practice-Beispiele ja durchaus im Sinn. Oder möchten Sie noch intensiver urgemeindlich (salafistisch) leben als Qutb?

Es gibt zwei kontrastierende, silhouettierende Lebensformen oder Gesellschaften, Weltbürgertum und Staatsbürgertum werden durch die in Mayen (Eifel) geborene Konvertitin in Muslimvolk (umma) und Nichtmuslime zerspalten:

A 52. Auf der anderen Seite findet auch die hiesige Gesellschaft darin eine Chance selbst beweglich zu bleiben, denn sie wird letztendlich an ihrem Verhalten gegenüber den Musliminnen und Muslimen gemessen werden.

Und letztendlich rechnet Allahgott ab, wie der Dhimmi mit den sittlich höherwertigen Muslimen umgegangen ist. Daneben droht Müller uns Nichtmuslimen oder säkularen Muslimen ja vielleicht ein wenig mit einer künftigen Gewalt, die nicht mehr vom (ungespaltenen) Volke ausgehen wird, aber die schariatisierte „Gesellschaft“ rettet:

A 53. IRU ist eine Gelegenheit für diese unsere Gesellschaft, Spiritualität nicht verloren gehen zu lassen, und das wird vielleicht noch einmal wichtig für unser aller „Überleben“ sein.

Nicht Erkenntnisse der Wissenschaft bewahren die Menschheit vor ökologischen Katastrophen, Finanzkrisen oder Krieg, sondern der Gehorsam gegenüber den göttlichen Befehlen aus dem verborgenen Seinsbereich, die dem Propheten Mohammed offenbart wurden und denen nur durch Schariagehorsam gerecht zu werden ist. Für ein spirituell erfüllt bleibendes und vor dem Bürgerkrieg oder der territorialen Spaltung nach indisch-pakistanischem Beispiel verschontes Europa ist die religiös begründete Rechtsspaltung endlich durchzusetzen, wie sie der ECFR-Scheich aus Sarajevo fordert:

La possibilité de la reconnaissance de la loi islamique dans le cadre des questions relatives au statut des personnes comme par exemple les questions d’ordre familial. Opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law.

Halit Ünal glaubt an Hölle und Paradies und will Kindern wissenschaftlich begründet beibringen, wie verhältnismäßig wertlos das Dasein auf der Erde ist. Der muslimische Nachwuchs soll das Zittern lernen, damit er der Scharia nicht von der Fahne weicht:

A 104. Die Kinder sollen verstehen lernen, dass das Diesseits keinen Bestand hat. Deshalb sollen sie in zunehmendem Maße über ihren Zustand im Jenseits nachdenken und die Zwiesprache mit Allah suchen.

Den angeordneten Monolog Zwiesprache zu nennen ist glatt gelogen, da sich seit den Tagen Mohammeds die Gottheit von Zweitfrau, Burka und Handabhacken in Schweigen hüllt. Ünal will in Wahrheit, dass die Kinder ihr Handeln an den islamrechtlichen Vorgaben abgleichen. Skandalöserweise war Ünal 2004 nicht nur Gastprofessor an der Uni Erlangen-Nürnberg, sondern dort ausgerechnet für die Ausbildung der angehenden Lehrer für den Islamischen Religionsunterricht zuständig.

Aus freiheitlich demokratischer, beispielsweise sozialpädagogischer Sicht sollten Ünals besagte Kinder auch viel eher über ihren Zustand im Diesseits nachdenken, beispielsweise, ob sie mit AEMR, Pressefreiheit, Rockmusik oder wahlweise mit körperbetonter Kleidung nicht besser leben als unter der teufelsabwehrenden und seelenrettenden Herrschaft der afghanischen Taliban, somalischen Schabab-Miliz oder iranischen Mullahs.

Halit Ünal wirkte im türkischen Kaiseri und erwarb eine Promotion beim schiitischen Kölner Professor Abdoldjavad Falaturi (1926–1996).(24) Falaturi erlangte als Schariagelehrter den Rang eines Befugten für den Idschtihad. Im postmodernen (proislamischen) Zeitalter der Preisverleihungen gibt es folgerichtig einen Falaturi-Preis, 2002 etwa empfing Murad Wilfried Hofmann diesen „Friedenspreis für Dialog und Toleranz“, die Laudatio hielt GMSG-Vorstandsmitglied Ibrahim el-Zayat.(25)

Ünal lehrt an der türkisch geprägten, Allah und Said Nursî verpflichteten Islamic University of Europa zu Rotterdam.(26) Wer sich dem Islamischen Recht in den Weg stellt, begeht eine Ungerechtigkeit, denn Talaq und Kindbraut haben einen „hohen Stellenwert“, weiß der Professor:

A 104. Es ist wichtig, dass die Kinder schon früh mit der Bedeutung von Gerechtigkeit und dem damit verbundenen hohen Stellenwert des Rechts vertraut gemacht werden. Muslimische Heranwachsende müssen verstehen lernen, dass das zwischenmenschliche Zusammenleben auf wechselseitigen Rechten und Pflichten basiert.

Und da haben inschallah die Schariapflichten Vorrang vor den Rechten der AEMR. Ein letzter Ünal:

A 104. Der Unterricht soll den Islam von seinen wahren Quellen aus betrachtet vermitteln, um keinen Nährboden für falsche Auslegungen des Korans zu bieten. Ein verzerrtes Verständnis von Religion kann nämlich leicht zu Extremismus und Fanatismus führen.

Sehr geehrter Herr Ünal, haben Maududi, Qutb oder Chomeini den Islam jetzt falsch verstanden und „verzerrt“ wiedergegeben? Oder sind es die säkularen Muslime, die dem Bereich des „Extremismus und Fanatismus“ (Ünal) zuzurechnen sind?

Soviel zu Islamischer Religionsunterricht: Hintergründe, Probleme, Perspektiven von Thomas Bauer, Lamya Kaddor und Katja Strobel (Hg.).

***

B: In Auf dem Weg zum Islamischen Religionsunterricht: Sachstand und Perspektiven in Nordrhein-Westfalen gestatten die Herausgeber Michael Kiefer, Eckhart Gottwald und Bülent Ucar dem Vorsitzenden der AG 2 (Religionsfragen im Deutschen Verfassungsverständnis) der Deutschen Islamkonferenz, Herrn Dr. Klaus Spenlen den Hinweis auf religiöse Stolpersteine des Verfassungsbruchs, islamische Saatkörner des Staatsstreichs:

B 27, 28. Allerdings können auf Koran und Tradition basierende Unterrichtsinhalte, die mit dem Wertesystem des Grundgesetzes unvereinbar sind (z.B. Aufruf zum Töten von Apostaten, das islamische Strafensystem, die positive Darstellung körperlicher Züchtigung, die eingeschränkte Rechtsstellung der Frau, die Tiraden gegen „den Westen“, u.a.m.) nicht Lehrplaninhalt sein. Dabei wird es Aufgabe der Lehrplankommission sein, den Lehrplan mit dem Wertesystem des GG zu vereinbaren.

Dem Volke entrückt (unzugänglich) tagende Lehrplankommissare also sollen den gegebenen menschenrechtswidrigen Islam entkernen und auf diese Weise Schultauglichkeit herstellen. Meine Damen und Herren, so etwas sieht Allah gar nicht gern, und Sie wollen doch nicht etwa das artgerecht in Höllenfurcht aufwachsende deutsche Muslimkind seinen kulturellen Wurzeln entfremden?

Wie Spenlen den ausnahmslos reaktionären (schariatreuen) Islamverbänden einen Islamunterricht ohne Islam schmackhaft machen will, sagt uns der der Ministerialrat im Ruhestand leider nicht. Und so wird wohl, die hochschulische Imamausbildung (verfassungswidrige Beiräte) betreffend noch in diesem Jahr und hinter verschlossenen Türen über das schultaugliche Quantum an islamischer Teufelsabwehr und Seelenrettung verhandeln, über die kindgerechte Dosis an Scharia und Fiqh, Schleierpflicht und Dhimma.

B 28. Derzeit gibt es in keinem Land IRU nach Art. 7 (3) GG.

Das ist richtig muss so lange so fortgeführt werden, bis das frauenfeindliche und kulturrassistische Dogma der Schariapflicht und das Streben nach der islamischen Sakraljustiz (Fiqh) abgelegt worden sind.

Wie Michael Bertrams nüchtern feststellte, verstoßen Allahs Gesetze gegen Deutschlands Verfassung: „Sie weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann.“ Der NRW-Verfassungsrichter liegt völlig richtig. Nicht der legendäre „Islamismus“, sondern der echte, alte Islam kollidiert mit dem höchsten Wert des GG, dem Begriff der menschlichen Würde, Bertrams: „Eine muslimische Lehrerin, die auf dem Tragen des islamischen Kopftuchs beharrt, bekennt sich deshalb nicht ohne Vorbehalt und widerspruchsfrei zu unserer Verfassung und unseren Werten“.(27)

Der Bremer Richterin Dr. Myrian Dietrich dämmert ebenfalls, dass die „uneingeschränkte Verbreitung“ der islamischen Dogmen den Rechtsstaat zertrümmert oder für eine Teilbevölkerung außer Kraft setzt. Was aber, wenn die für den IRU inhaltlich Verantwortlichen die Lust an der Demokratie verlieren?

40. Tatsächlich ist der staatliche Einfluss auf die inhaltliche Ausgestaltung des Religionsunterrichts im Vergleich zu einer Islamkunde beschränkt, zumal der kooperierenden Religionsgemeinschaft in weiten Kreisen auch zugebilligt wird, die Dialektik und Methodik des Unterrichts (zumindest mitzu-) bestimmen. Mitnichten ist damit jedoch eine uneingeschränkte Verbreitung religiöser Lehren im Klassenzimmer verbunden.

Wie Schule der Verbreitung von Allahs Moral Schranken setzen will, sagt die Juristin nicht.

Ein Wissenschaftsrat (WR), der sich am 13.07.2010 darüber erfreut zeigte, Ägyptens Schariaminister Maḥmūd Ḥamdī Zaqzūq zum Aufbau der hochschulischen Ausbildung von Imamen und Religionslehrern gewonnen zu haben (Peter Strohmeier: So hat Professor Mahmoud Zakzouk, Minister für Religiöse Angelegenheiten in Ägypten, angekündigt, bei der „Verwirklichung dieser Pläne (gemeint ist die Einrichtung von Islamischen Studien) mit Rat und Tat mitzuhelfen“), lässt uns vermuten, dass man gegen „Dialektik und Methodik“ (Dietrich) der Azhar bzw. der Muslimbrüder nichts Grundsätzliches einzuwenden hat. Der WR bedauerte das Fernbleiben des iranischen Gastredners Seyed Mohammad Chatami, von dem man sich durchaus zur Rettung des Weltfriedens beauftragt fühlt, schließlich sei die Tagung zum Thema Islamische Studien: „sehr wichtig im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der islamischen Welt und dem Westen“.(28)

Ach ja, Chatamis Amtsnachfolger heißt Ahmadinedschad. Der deutsche Bürger darf vermuten, dass sich seine Regierung einer Islamdidaktik nach dem Modell Teherans nicht in den Weg stellen würde.

Strohmeier weiß, wie man das schariadidaktische Know-How nach Berlin, Frankfurt, Köln und Osnabrück importieren kann: „Umso mehr freue ich mich, Professor Amin Abdullah als Vertreter des Ministeriums für Religiöse Angelegenheiten Indonesien und Herrn Professor Ali Dere als Leiter der Auslandsabteilung des Amtes für Religiöse Angelegenheiten in der Türkei (DIYANET) begrüßen zu dürfen.“

Einen brisanten Gast, der ebenfalls nicht nach Köln kommen wollte oder sollte, hat Strohmeier durch Nennung einer Provinz umschrieben, deren Hauptstadt Sarajevo heißt: „Aus unterschiedlichen Gründen – primär tages- und außenpolitischen Gründen, in jedem Fall nicht aus wissenschaftspolitischen Gründen – müssen wir das Gespräch mit dem Iran, mit Ägypten und mit Bosnien-Herzegowina zu einem anderen Zeitpunkt führen.“

Wen Herr Strohmeier etwas schüchtern hinter „das Gespräch mit Bosnien-Herzegowina“ versteckt, ist der amtierende Reisu-l-ulema (Führer der Gelehrten) Mustafa Cerić. Bosniens Großmufti ist Yusuf al-Qaradawi theologisch treu ergeben, für den er einen Sitz als Scheich im European Council for Fatwa and Research (ECFR) inne hat. Wir dürfen ECFR und Scheich al-Qaradawi der Muslimbruderschaft zurechnen, mit deren erweitertem Freundeskreis Bundesregierung und Wissenschaftsrat am 13. und 14. Juli 2010 dann ebenso „konstruktiv“ (Chatami) zu Islamische Studien in Deutschland tagten wie mit den Funktionären der ECFR-loyalen und türkisch-radikalislamischen Millî Görüş. Islamisch („konstruktiv“) gesehen muss man Chatami zustimmen und ist der Schariagegner „destruktiv“.

Unsere Politiker scheinen die Rechtsspaltung in Kauf zu nehmen. Islamkenner und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (Religion im säkularen Staat: „Ich lade hier zu viel juristischer Fantasie ein“) beispielsweise rief Deutschlands Juristen am 07.12.2010 dazu auf, im Sinne einer einzigartigen Sonderlösung („sui generis“) die ungleich behandelnde, sprich grundrechtswidrige Scharia in das deutsche Recht zu implementieren.(29)

Auch Christian Wulff kennt Kulturrassismus und Frauenentrechtung der juristisch anzuwendenden Scharia genau. Ungerührt wirbt der Bundespräsident am 02.06.2011 auf dem Evangelischen Kirchentag für die zeitgenössische Variante von Dhimma und Kalifat, wie sie Indien, Indonesien oder die Türkei zu Lasten aller Nichtmuslime und Frauen pflegen. Dabei differenziert der Optimist und Feingeist und empfindet den Staatsaufbau des Ayatollah Chomeini als irgendwie unangenehm: „Wenn man dann Länder wie den Iran sieht, der Grundfreiheiten vorenthält, dann gibt es Sorgen.“(30)

Sehr geehrter Herr Wulf, weder Sie noch Ayatollah Chomeini haben den Islam falsch verstanden, doch die Menschen in Teheran haben gar kein Iranproblem, sondern ein Islamproblem, dass ihnen „Sorgen“ bereitet!

Sinkender Tatsachenbezug, steigende Erregung, Nebelwurf zum diskriminierenden Islamischen Recht, nur so lässt sich schließlich die Imamausbildung in die Hochschulpolitik integrieren.

Mit Wulff war auch der Yusuf al-Qaradawi treu ergebene bosnische Großmufti Gast auf dem Massentreffen evangelischer Karrieristen, Narzissten und Orientierungslosen in Dresden. Korantreu überträgt Mustafa Cerić („Spirituelle Revolution“) die politischen Visionen von Maududi, Qutb oder Schariati ins Globale, die eigene Nähe zur international operierenden Muslimbruderschaft verschweigend: „Das 21. Jahrhundert wird ein spirituelles Jahrhundert sein – oder es wird überhaupt nicht sein.“(31)

Damit erklärt der Reisu-l-ulema aus Sarajevo jeden Gegner des Islamischen Rechts als mitverantwortlich an vielleicht noch vermeidbaren ungeheuren Schrecknissen, die einzige Lösung (al-ḥall) sind das in Europa einzuführende islamische Familienrecht („opening the way“) und die Verwaltung aller Schariapflichtigen unter einer rechtsparallelen islamischen Europaverwaltung, der von Cerić Imamat genannten Islam-Administration (a single Muslim authority in Europe).(32)

Myrian Dietrich wundert sich darüber, dass jeder Lehrer, der Koran oder Hadith wörtlich versteht, kulturrassistisch argumentiert, die Schüler zu einem entsprechend diskriminierenden Verhalten ermutigt und daher an einer staatlichen Schule nichts verloren hat:

B 41. Die beispielsweise von der Islamischen Föderation Berlin vermittelte Botschaft, es gebe zwei Arten von Menschen, von denen die einen die Geschwister im Glauben seien und man mit den anderen nur durch das Mensch-Sein verbunden sei, [fällt] unter der Herrschaft des Art. 7 Abs. 3 GG daher unter die Kategorie „nicht lehrbar“, denn wie die Situation in Berlin zeigt, führt die Umsetzung der an sich durchaus tolerablen Glaubensauffassung zu Überlegenheitsansprüchen gegenüber ihren andersgläubigen Mitschülern. Die staatlicherseits äußerst wichtige Erziehung zu gegenseitigem Respekt wird damit unmöglich.

Dietrich hätte auffallen müssen, dass sich das von Politikern und Klerus, keinen Widerspruch duldend, am lautesten gelobte deutsche Schulbuch für den Islamischen Religionsunterricht von dem von ihr zu recht beanstandeten Berliner Curriculum ja vielleicht gar nicht unterscheidet. In Saphir 5/6 heißt es auf Seite 166: „Wenn der Glaube verbindet, dürfen dann Muslime mit Menschen anderen Glaubens … Freundschaften schließen? (…) Bildet Gruppen und beantwortet diese Fragen.“(33)

Aus dem staatlich genehmigten „Wenn der Glaube verbindet“ wird jeder Schariafreund das von Burhan Kesici nur mit Ausflüchten zurückgenommene Berliner „Es gibt zwei Arten von Menschen: Die einen sind unsere Geschwister im Glauben, mit den anderen sind wir durch das Mensch-Sein verbunden“ heraushören.(34)

Myrian Dietrich:

B 41, 42. Die Vermittlung von Dschihad und Scharia ist trotz ihrer Vorbelastetheit und der durchgängig negativen Bewertung in der deutschen Bevölkerung nicht völlig ausgeschlossen. … Gegen die Bezugnahme auf die Scharia z.B. hinsichtlich der Gebetsvorschriften, des Fastens und des Verbots bestimmter Speisen und Getränke [ist] grundsätzlich nichts einzuwenden. Allerdings ist die Frage nach dem Verhältnis von Staat und Religion eng mit der Scharia verbunden

Die Scharia ist kohärent, ein bisschen Scharia geht so wenig wie ein bisschen Allah. Islamisches Fasten oder schariatische Speisegesetze sind daher alles andere als problemlos, Gruppengebet oder Herstellung und Vertrieb rituell reiner Nahrung sind Brennpunkte der totalen Überwachung, Kristallisationskerne des Kalifats, und wer als muslimischer Mann seiner Frau den Hidschab nicht erfolgreich andressiert oder dem Freitagsgebet fern bleibt, ist ein Apostat, verdient nach orthodoxer islamischer Auffassung keine Unterstützung, darf nichts erben und hat eigentlich sein Recht verwirkt, für seine Kinder zu sorgen. Die Freitagsmoschee muss erstrebt werden, die Umformung des politischen Raumes geht von jeder Moschee aus, nicht nur der Gebetsruf. Verbotene Nahrung zu vermeiden, heißt, den Halal-Zertifizierer und seinen Scheich nicht anzuerkennen, der nicht nur das islampolitisch korrekte geschächtete Fleisch, sondern ein komplettes Gesellschaftsmodell im Angebot hat.

Angesichts eines derartigen, religiös begründeten kulturellen Komplettangebots (Totalitarimus) ist es nicht erklärlich, dass Myrian Dietrich von uns gerade eine Art pauschale Schariafreundschaft verlangt hat:

B 41, 42. ein genereller Vorbehalt … [gegenüber Dschihad und Scharia ist] rechtlich nicht vertretbar. … Die Vermittlung von Dschihad und Scharia ist trotz ihrer Vorbelastetheit (…)

Korrekt ist, dass der säkulare Staat teufelsabwehrende oder seelenrettende Ansprüche aus dem Innenleben einer Religion juristisch nicht bewertet, solange sie die freiheitlich demokratische Grundordnung nicht tatkräftig abschaffen wollen oder solange der Religionslehrer, hier der islamische, die ihm „anvertrauten“ (ausgelieferten) Kinder dem Verfassungsstaat nicht gezielt entfremdet.

Das Letztgesagte ist allerdings im nicht säkularisierten Islam nicht gegeben und jeder heutige Moschee-Imam oder IRU-Lehrer wird den Koran als die gerechteste irdische Verfassung einzuschätzen und zu vermitteln haben, was das Kind, das irgendwann erkennt, dass es sich zwischen Muslimsolidarität und AEMR zu entscheiden hat, in einen Wertekonflikt bringt, den Schule kultureller Moderne einem Schüler nicht zumuten darf. So lange sich die deutschen Islamverbände, die den IRU schließlich inhaltlich vorgeben wollen, nicht deutlich und glaubhaft von der Scharia distanziert haben, ist Islam an staatlichen Schulen nicht verkündend lehrbar.

Das irgendwie unschuldige Islamische Recht, so legte Dietrich uns gerade nahe, erhöhe die Bürde alter Missetaten oder neuer Vorurteile („Vorbelastetheit“), die europäischen Nichtmuslime würden bis in akademisch ausgebildete Milieus hinein dazu neigen, Fremdenfeindlichkeit zu praktizieren („ein genereller Vorbehalt“).

Ist die eigentliche Scharia etwas Unantastbares und Makelloses? Oder gibt es kleine Faulstellen in der echten, ewigen Scharia, die man jedoch mit einer kräftigen Prise IRU-Waschmittel herausspülen kann?

… und der durchgängig negativen Bewertung in der deutschen Bevölkerung …

Was will uns die Juristin mitteilen, sind die Deutschen blind vor Hass oder ein Volk von Schwarzsehern? Eine schlimme Bevölkerung, die doch endlich die Vorzüge von Scharia und Dschihad erkennen soll? Da wird Leid zugefügt, suggeriert Dr. Dietrich, die bis zum 31.07.2004 an der Uni Erlangen arbeitete, was wiederum heißt, wir haben es wohl geahnt, bei Dr. Mathias Rohe.(35)

Möchte Myrian Dietrich appellieren, dass die Menschen („die deutsche Bevölkerung“) ganz laut ganz viel Gutes über die Scharia sagen sollen? Wenn ja, was ist denn so gut an der Scharia im Vergleich zum säkularen Recht? Das Thema Islam scheint der Beschönigung zu bedürfen, Nebelschwaden des Mysteriösen fallen – und werden durch mächtige deutsche Stiftungen mit hohen Preisen bedacht: Am 18.02.2007 wurde Myrian Dietrich mit dem Alfred-und-Ida-Marie-Siemens-Preis 2005 geehrt, den sie für ihre Dissertation über “Rechtliche Perspektiven eines islamischen Religionsunterrichts an deutschen Schulen” erhielt.(36)

Die Islamische Föderation Berlin kennt und schätzt den Wohlverhaltenskult Islamischen Rechts. Der Generalsekretär des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland und stellvertretende Vorsitzende der Islamischen Föderation Berlin, Burhan Kesici, macht dem Berliner Teil der weltweiten Glaubensnation klar, was es mit der Apartheid „des Verbots bestimmter Speisen und Getränke“ (Dietrich) auf sich hat.(37)

Von Dietrich zu Ucar.

Bülent Ucar distanziert sich weder von der vor einem Imam oder Mufti vorgenommenen Verheiratung elfjähriger oder zehnjähriger Mädchen aus der türkischen Minderheit Griechenlands noch von der schariatischen Schleierpflicht, sondern orakelt Juristisches zur seit jeher herrschaftlich monopolisierten Ausdeutung des Begriffs der Natur. Jedes beschworene naturnahe Innere bedingt eine Hülle mangelnder Nestwärme, ein erstaunlich mythischer, bedeutungstragender „Kernbestand“ erklärt den Rest für eher entbehrlich:

B 75. Die Allgemeinheit – dargestellt im säkularen Staat – muss sich davor hüten, für eine bestimmte religiöse Überzeugung zu sprechen, jedoch darauf achten, dass Mindeststandards wie der Kernbestand der Menschenrechte als vor- oder übergesetzliche, natürliche Normen auch durchgehend beachtet werden.

Welche Menschenrechte denn künftig zum Bestand bildenden „Kern“ gehören und welche verzichtbar sein sollen, lässt der gefeierte Korangelehrte offen, der uns auch seine weiteren „Mindeststandards“ verschweigt.

Den Menschenrechtsbegriff hat Ucar gar nicht erst definiert, könnte damit also denjenigen der OIC (Kairo 1990) gemeint haben, nach dem alle „Menschenrechte“ der Scharia nachzuordnen sind. Oder halten Sie, sehr geehrter Herr Ucar, die OIC-Charta für eine widernatürliche Norm und das Institut Européen des Sciences Humaines (IESH) für einen Tummelplatz von islamisch Unkundigen?

B 79. Faktum ist, dass es bislang [Stand Juli 2008] nirgendwo gelungen ist, einen ordentlichen Religionsunterricht nach Art. 7 III GG einzuführen. Eine wirklich tragfähige Lösung kann im Interesse der Kinder nur auf der Grundlage einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gefunden werden.

Und das ist auch gut so, denn solange sich die in der KRM zusammengeschlossenen Islamverbände, die Ucar ebenso verteidigt wie die KRM selbst, die abgestuft menschenfeindliche Scharia nicht verwerfen, ist Islam nicht schulreif, nicht lehrbar, sondern würde das Gewaltmonopol des Staates beenden und die Rechtsspaltung legalisieren.

Kein Imam ist bereit, zu sagen, dass die koranische Vorschrift, der Schwester nur halb so viel Erbe zuzuteilen wie dem Bruder, nicht ernst genommen werden darf, da sie gegen AEMR und GG verstößt. Kein Islamverband hat sich jemals vom Kopftuchzwang ausgesprochen, wie ihn Theologe Yusuf al-Qaradawi als unabdingbar erklärt:

„Benehmen der muslimischen Frau. … Ihre Kleidung muss den Grundsätzen der islamischen scharia entsprechen … Die Kleidung muss den gesamten Körper bedecken, mit Ausnahme dessen, ‘was sichtbar sein muss’, was nach der am meisten vorzuziehenden Auslegung Gesicht und Hände sind. Die Kleidung darf nicht durchscheinend sein, so dass sichtbar würde, was darunter ist. … Die Kleidung darf nicht zu eng anliegend sein, damit nicht die Konturen des Körpers und besonders die Rundungen sichtbar sind, selbst wenn sie nicht durchscheinen. Sie darf keine Kleidung tragen, die speziell Männerkleidung ist, wie heutzutage Hosen. Bei der Wahl der Kleidung soll sie nicht die Nichtmuslime nachahmen.“

Traurige Kinderaugen sind etwas Schlimmes, spürt Bülent Ucar, und Kinderglück steht auf dem Spiel:

B 79. Eine wirklich tragfähige Lösung kann im Interesse der Kinder nur auf der Grundlage einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gefunden werden.

Allahs Pädagoge, der Deutschland „im Interesse der Kinder“ auf staatlich legalisierten und finanzierten schariakonformem IRU drängt, kennt die theologische Position eines al-Qaradawi und weiß zugleich, was eine wissenschaftsbasierte, nachhaltig freiheitlich demokratische Pädagogik sagen müsste: Die von den Scheichen und Imamen gelobte Frau ist sexuell kontrolliert, sozial obszönisiert und spirituell dämonisiert, was kein „Islamismus“ ist, sondern echter alter Islam, und der kann an einer modernen Schule kein bekennendes Lehrfach sein. Dass sich die Frau äußerlich von den Ungläubigen zu unterscheidet hat, kann man in pädagogischer Sprache nur als Ruf nach dem System der Apartheid bezeichnen; zugleich geht es um echte Religion, nämlich die (wenig wissenschaftliche) Rettung der Seele. Die nichtislamisch Gekleidete ist Brennstoff fürs Höllenfeuer, das ist die religiöse Bedeutung des Schleiers.

Die diskriminierenden Schariagesetze bewahrheitenden, vom Himmel herab gekommene Schriften und das natürliche Ausgerichtetsein auf den islamischen Gottgehorsam sollen jeden Menschen eine beglückende Unio Mystica erleben lassen können, so schlussfolgern Bülent Ucar und Yasar Sarikaya geschmeidig bis glitschig. Verhandlungsgegenstand „im Kontext kultureller Differenzen“, gemeint ist trotz der aus Allahs Sicht heilsgefährdenden kulturellen Moderne, kann da nur noch das Ausmaß ungefilterter Schariabrutalität sein, die Gottheit hatte schließlich das richtige Buchkonzept:

„Die Konzipierung des Koran folgt den überzeitlichen Normen der Moral entsprechend. … Die Offenbarung und die natürliche Veranlagung des Menschen sind beide gottgegeben und deshalb grundsätzlich miteinander vereinbar. … Über die Intensität und Konsequenz in der Umsetzung wird man immer wieder zu streiten haben.“(38) Die Steinigung der Ehebrecherin und der Apostatenmord sind, inschallah, in diese Vereinbarkeit auch gleich integriert.

Etwas mühsam bekennt sich Ucar schlussendlich dann doch noch dazu, dass Islamischer Religionsunterricht die Kinder und Jugendlichen „zu mündigen, die Grundrechte anderer achtenden, wertebewussten Menschen“ (S. 82) erziehen soll, wobei er schon wieder nichts zu den grundrechtswidrigen Vorgaben des Islamischen Rechts sagt, nachdem die Frau beim Vererben herabzustufen ist und einen verniedlichend Kopftuch genannten Schleier tragen muss.

Der Koran zerreißt das Weltganze in physische Erdenbühne und von Geistwesen durchflatterten Seinsbereich. Ob es nun der aus Ucars Sicht jedem von uns angeborene Drang nach islamischer Gotterkenntnis ist, der den Systemen der Wissenschaft Leben spendet wie die Quelle dem Wüstensand, oder der skeptische Geist, der sich schicksalsgemäß in die Welt der Verborgenheit hineinquälen möchte, wer befugt ist, den nach Frommheit und Glaubenserlebnis dürstenden deutschen Schülern den Islam zu erklären, weiß der Islamisierer ganz genau: „authentische Vertreter als Lehrkräfte“ (Seite 82) müssen endlich her. Die Spezies Schariapädagoge kann in Serienproduktion gehen.

Wahrscheinlich so „authentisch“ wie Deutschlands Vorzeigepädagogin Lamya Kaddor, die den Pflichtvergessenen klar macht, in welcher Weise künftig Glaubensgehorsam und Wissenschaftlichkeit hierarchisch anzuordnen sind, Kaddor: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“(39)

Ucars und Kaddors Religion ist, im fortgesetzten Säkularstaat, an einer öffentlichen Schule nicht lehrbar.

Jacques Auvergne

(1) Nizam islami. Verfassungsschutz Baden-Württemberg:

Qutb propagiert die Schaffung einer politisch-religiösen Bewegung (Haraka islamiyya), welche die Durchsetzung einer von ihm, unter dem Einfluss des Pakistaners al-Maududi, entworfenen islamischen Ordnungsvorstellung vorantreiben soll, die seiner Meinung nach dem Vorbild der frühislamischen Zeit entspricht. In diesem Kontext betont er, dass der Islam durch seine umfassende Einheit ein ethisches, gesellschaftliches und zugleich politisches System (Nizam islami) darstellt, das die Gültigkeit aller anderen sozio-politischen Systeme wie Demokratie auf nationaler und auch internationaler Ebene außer Kraft setzt.

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1041:reihe-fuehrungs-und-identifikationsfiguren-extremistischer-organisationenq-sayyid-qutb-als-wegbereiter-des-modernen-jihadismus&catid=201:meldung&Itemid=327

(2) Peter Scholz (2002): Islamisches Recht im Wandel: am Beispiel des Eherechts islamischer Staaten

Die religiöse Rechtsordnung des Islam, die Scharia, gehört nach traditionellem islamischem Verständnis zu den konstitutiven Elementen der islamischen Gemeinschaft. Als göttliches Recht wird sie grundsätzlich für unveränderlich und einer weltlichen Gesetzgebung nicht zugänglich gehalten. … Das islamische Recht nimmt für sich in Anspruch, das gesamte Leben des Muslim zu regeln. … Allerdings widerspricht das islamische Recht auch in seiner reformierten Form – und in stärkerem Maße noch die Rechtspraxis – dem abendländischen Wertesystem, in dessen rechtlicher Ausprägung insbesondere den Menschenrechten. Dies gilt hinsichtlich des Familien- und Erbrechts vor allem für die nicht gewährleistete Gleichberechtigung von Mann und Frau insbesondere bei der Ehevormundschaft, der Mehrehe, den Ehewirkungen, der Verstoßung und den Erbquoten, aber auch für die nicht verwirklichte Religionsfreiheit aufgrund entsprechender Eheverbote und Erbhindernisse.“

http://www.gair.de/wp-content/uploads/2011/08/Scholz-P.-Islam.-Recht-im-Wandel.pdf

(3) Der Islamische Religionsunterricht soll die Kinder und Jugendlichen zur Übernahme der Pflichten der Scharia erziehen, dafür kämpft der ZMD seit 1999.

„Dabei sollen sie die Vorgaben des Korans und der Sunna als Hilfe und nicht als Maßregelung begreifen lernen. Sie sollen erkennen, dass die teilweise sehr konkrete Ausgestaltung der islamischen Regeln der Schwäche des Menschen entgegenkommt und Rechtleitung, Orientierung und Halt geben will. Die Schüler sollen den Koran als das endgültige Wort Allahs verstehen lernen, welches Antworten auf die grundlegenden Fragen menschlicher Existenz gibt, gleichzeitig aber auffordert, bei der Umsetzung in die Praxis den Verstand als Allahs Gabe zu nutzen. …

Lernbereich „Islamische Ethik“. Das sittliche Wollen und Handeln des Muslims basiert auf den von Allah im Koran gesetzten Normen, wie wir sie im Leben des Propheten Muhammad beispielhaft umgesetzt sehen. Hier geht es um die Gestaltung des alltäglichen Lebens des Muslims, wobei sich viele Anknüpfungspunkte zur Lebenspraxis der Schüler ergeben.“ (ZMD 1999)

http://www.ganztagsschulen.org/_downloads/ZDMIRU.pdf

(4).Asiye Köhler (Asiye ZİLELİOĞLU-KÖHLER) (20.12.2005) will die beibehaltene oder zunehmende Fremdheit anerziehen, dem in der kulturellen Moderne angekommennen, das heißt kopftuchkritischen Mädchen oder schariakritischen Jungen würden „Werte und kulturellen Eigenheiten eingeebnet“.

Der Clan werde zur Festung: „Wir sind der Ansicht, dass die Erziehung der Kinder in erster Linie in der Verantwortung der Familien bleiben und das Elternrecht gestärkt werden sollte.“

http://www.ganztagsschulen.org/4800.php

(5) “Ein anständiges Mädchen trägt Kopftuch, ordnet sich dem jüngeren Bruder unter, bleibt zu Hause, fährt nicht auf Klassenfahrt und darf natürlich von ihren Brüdern gehauen werden”. (16.09.2005)

“Abstimmung mit dem Möbelwagen”, nennt Schulleiterin Astrid Busse dieses Phänomen, das sich darin äußert, dass immer mehr einheimische oder gut integrierte ausländische Familien die Brennpunktbezirke von Berlin verlassen.

http://www.ganztagsschulen.org/4179.php

(6) Asiye Köhler trägt den Hidschab.

http://i2.ytimg.com/vi/e2LQe1HTOoQ/0.jpg

http://www.fdp-koeln.de/images/3k08-03m.jpg

(7) ZDF 19.05.2008. Die Vertreterin des Islam, Asiye Köhler, Islamwissenschaftlerin und Pädagogin aus Köln, vertritt die Auffassung, jeder Mensch werde als Muslim geboren, weil er einen göttlichen Kern in sich trage.

http://www.presseportal.de/pm/7840/1193848/zdf

(8) Nadeem Elyas. Zum Text des Nadeem Elyas »Das weiche Wasser wird besiegen den harten Stein«, den der Islamische Informationsdienst (IID) 1997 in Aachen anlässlich der zwei Jahre eher erfolgten Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an die islamverliebte Orientalistin Annemarie Schimmel herausgab.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/07/11/180/

(9) Murad Wilfried Hofmann. Zum Buch »Der Islam als Alternative« (1992) des zum Islam konvertierten ehemaligen Botschafters Murad Wilfried Hofmann.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/10/05/144/

(10) Ayyub Axel Köhler als Ehrenmitglied im ZMD

http://zentralrat.de/2593.php

(11) Sylvia Löhrmann will den Islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen und signiert dazu am 22.02.2011 einen skandalösen Vertrag mit dem schariatreuen KRM. Wahrscheinlich hätte sie das Kommunikee nicht unterschreiben dürfen:

Gemeinsame Erklärung:

Schulministerin Sylvia Löhrmann und der Koordinationsrat der Muslime (KRM) haben seit dem 9. November 2010 in drei Gesprächen die Möglichkeiten für einen bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht im Sinne von § 31 SchulG in Nordrhein-Westfalen ausgelotet. Das Land hat Interesse an einer Institutionalisierung der Ansprechpartner für den Religionsunterricht, damit die Glaubensüberzeugungen der Muslime in die Vorarbeiten für den ReJigionsunterricht eingebracht werden können.

Die Mitglieder des KRM verstehen sich bereits als Religionsgemeinschaften. Das Land begrüßt die Bemühungen und die Entwicklung auf Seiten des KRM, die in den Rechtsstatus der Religionsgemeinschaft münden sollen. Die Unterzeichnenden verabreden die Einberufung eines Beirats, dessen Mitglieder unter Beachtung des Homogenitätsprinzips im Einvernehmen mit dem KRM benannt werden. Der Beirat formuliert die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land. Alle Beiratsmitglieder sind muslimischen Glaubens.

Der KRM nimmt es – unter Aufrechterhaltung seiner anderslautenden verfassungsrechtlichen Position – zur Kenntniss, dass der nordrhein-westfälische Landtag erwägt, fraktionsübergreifend ein Schulrechtsänderungsgesetz zu beschließen, das den islamischen Religionsunterricht rechtlich ermöglicht und auch für die rechtliche Absicherung des Beiratsmodells sorgt.

Um den Bedenken der Mitglieder des KRM zu begegnen, die Beiratslösung könne auf Dauer angelegt sein, wird ausdrücklich bekräftigt, dass es sich um eine zu befristende Übergangslösung handeln soll.

Außerdem streben die Unterzeichnenden die Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierungl des Landtages und der organisierten Muslime an, in der religionsverfassungsrechtliche Fragen, also auch Statusfragen, besprochen werden.

Die Unterzeichnenden begrüßen die Einigung, weil mit dem Beirat ein institutionalisierter Ansprechpartner auf Seiten der Muslime eingerichtet werden kann. Die Vertreterinnen und Vertreter der Muslime und die Schulministerin bezeichnen es als Erfolg, dass nun in absehbarer Zeit für 320.000 muslimische Schülerinnen und Schüler Religionsunterricht vorbereitet werden kann. Damit kann die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit auch für die muslimischen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen umgesetzt werden.

Unterschrift der Schulministerin Sylvia Löhrmann

Unterschrift der Vertreter von Islamrat, Ditib, VIKZ, ZMD

http://koordinationsrat.de/18154.php

(12) Frankfurter Rundschau, 12.09.2008. Canan Topçu:

Auch Lamya Kaddor, Kalischs ehemalige Assistentin, zweifelt inzwischen daran, “dass Professor Kalisch die angemessene Besetzung für diesen Lehrstuhl ist”. Nach theologischen Auseinandersetzungen sei sie zu der Überzeugung gelangt, “dass er den Aufgaben des Lehrstuhls mittlerweile nicht mehr gerecht wird”, so Kaddor, die an einer Hauptschule in NRW Islamkunde lehrt.

http://www.fr-online.de/wissenschaft/kalisch-passt-dem-rat-der-muslime-nicht/-/1472788/3279104/-/index.html

(13) Frau, deine nackten Haare öffentlich zu zeigen ist so, als würdest du uns deine nackte Oberweite zur Schau stellen! So ähnlich wettert die tugendhafte Asiye Köhler, wie Manfred Spies am 10.7.2006 berichtet:

Frau Asiye Köhler, Lehrerin in Köln und Mitglied im Zentralrat der Muslime in Deutschland, erklärt in derselben ARD-Sendung: „Für mich ist ohne Kopftuch wie oben ohne.

http://www.manfred-spies.de/aktuell/news8.html

General-Anzeiger 30.03.2011, ohne Kopftuch sei wie oben ohne. Fast wortgleich mit Asiye Köhler argumentieren die Schülerinnen der von Martin Finke geleiteten Freiherr-vom-Stein-Realschule im Bonner Stadtteil Tannenbusch:

GA: Welche speziellen Probleme haben Migrantenkinder?

Finke: Sie haben zunächst einmal einige Vorteile, weil sie noch aus relativ stabilen Familien kommen. … Auch Bildung ist im Islam sehr wichtig. Das Schwierige ist, dass es ein Zuviel an Regeln geben kann. Dann muss man sich fragen, was mit den Kindern passiert, die in einer permanenten Angst leben.

GA: Die Angst also beispielsweise vor dem strafenden Gott?

Finke: Zum Beispiel.

GA: Dürfen ihre Schülerinnen im Unterricht ein Kopftuch tragen?

Finke: Ja. Wir respektieren es, wenn Mädchen das Kopftuch tragen wollen. Ich verstehe allerdings nicht, wenn sie es bereits an den Grundschulen tragen.

GA: Wie ist es im Sportunterricht?

Finke: Da machen wir Kompromisse, weil es Mädchen gibt, die sagen: Ohne Kopftuch fühle ich mich wie oben ohne. Sie sind bedeckt, aber sie nehmen am Sportunterricht teil.

GA: Auch am Schwimmunterricht?

Finke: Alleine schon organisatorisch wäre es schwierig, das Schwimmen getrenntgeschlechtlich anzubieten. Wenn es Schwierigkeiten gibt, reden wir mit den Eltern. Und wir haben bisher fast immer eine Lösung gefunden. Zumal die Schülerinnen einen Burkini tragen können, der Arme, Beine und Kopf bedeckt.

GA: Thematisiert der Islamkundelehrer an Ihrer Schule, dass von Erwachsenenseite auch subtiler Druck ausgeübt wird, damit muslimische Mädchen ein Kopftuch tragen?

Finke: Das ist auch Thema. Er stellt dar, dass zur Religion auch der Verstand und nicht nur die Angst gehört. Nach dem Motto: Ich kann auch religiös leben, wenn ich innere Stärke beweise.

GA: Wie ist die Situation bei Klassenfahrten? Erlauben muslimische Eltern ihren Töchtern mitzufahren?

Finke: In aller Regel fahren sie mit. Aber ich will das genauso wenig wie die anderen Themen schönreden. Es gibt immer wieder Eltern, die lehnen das ab, weil sie um die Keuschheit ihrer Töchter fürchten.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10028&detailid=869130

(14) Das Projekt ZIEM ist ein aufrichtiges Angebot von Muslimen in München, die sich dem Gemeinwohl unserer Gesellschaft in Deutschland verpflichtet sehen.

http://www.zie-m.de/index.php?option=com_content&view=article&id=390&Itemid=752&lang=de

(15) Maṣāliḥ Murasala, Gemeinwesenarbeit und Gemeinwohlorientierung im Sinne von Koran und Sunna

http://www.islam-pedia.de/index.php5?title=Masalih_Mursala

Istiṣlāḥ

http://www.islam-pedia.de/index.php5?title=Istislah

Maṣlaḥa Mursala, p 165-173.

aus: Maslaha and the Purpose of the Law: Islamic Discourse on Legal Change from the 4th/10th to 8th/14th Century, von: Felicitas Meta Maria Opwis (Leiden 2010)

http://books.google.de/books?id=MfK3uIcR9tYC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

http://www.amazon.co.uk/Maslaha-Purpose-Law-Islamic-Discourse/dp/9004184163

(16) Maslaha, to deem it proper, etwas für geboten halten, für geeignet ansehen. Bei dict.cc, dem zuverlässigen Deutsch-Englisch-Wörterbuch von Paul Hemetsberger aus Wien.

http://www.dict.cc/?s=to+deem+it+proper

Istihsan and Maslaha

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/SH_Usul/istihsan_and_maslaha.htm

Witness-Pioneer folgt Yusuf al-Qaradawi, Sayyid Abu l-A’la Maududi, Sayyid Qutb, Muhammad Iqbal, Tariq Ramadan und Syed Naquib al-Attas.

http://www.witness-pioneer.org/index.htm

Allahs Pädagogik. Syed Muhammad Naquib al-Attas (Hg.), Muhammad Qutb, Muhammad Faisal al-Saud et al.: »Aims and Objectives of Islamic Education« (1977), kommentiert von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/12/12/214/

Welcome to Maslaha! We are a dynamic organisation which connects technology with the community to create inventive and effective resources to tackle issues around health and education. We also use a range of media to break down barriers and increase understanding of Islam and its contribution to society in a broader context.

http://www.maslaha.org/

(17) Institut für interreligiöse Pädagogik und Didaktik (IPD). Die Komplementarität der Religionen: Kölns erster Lehrstuhl für heilige Segregation. Von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/02/18/098/

(18) Zentrum für Islamische Frauenforschung und -förderung (ZIF)

http://www.zif-koeln.de/4466.html

(19) Muharaba (muḥāraba), Kriegsführung gegen Gott und seinen Propheten. In Ergänzung zur jenseitigen Qual ist der Mohareb vorab religiös zu ermorden, Allah präzisiert: etwa zu kreuzigen, oder es sind ihm ein Hand und ein Fuß abzuhacken, von verschiedenen Körperseiten, oder er ist des Landes zu verbannen. Koran 5:33

YUSUF ALI: The punishment of those who wage war against Allah and His Messenger, and strive with might and main for mischief through the land is: execution, or crucifixion, or the cutting off of hands and feet from opposite sides, or exile from the land: that is their disgrace in this world, and a heavy punishment is theirs in the Hereafter;

PICKTHAL: The only reward of those who make war upon Allah and His messenger and strive after corruption in the land will be that they will be killed or crucified, or have their hands and feet on alternate sides cut off, or will be expelled out of the land. Such will be their degradation in the world, and in the Hereafter theirs will be an awful doom;

SHAKIR: The punishment of those who wage war against Allah and His messenger and strive to make mischief in the land is only this, that they should be murdered or crucified or their hands and their feet should be cut off on opposite sides or they should be imprisoned; this shall be as a disgrace for them in this world, and in the hereafter they shall have a grievous chastisement,

http://www.cmje.org/religious-texts/quran/verses/005-qmt.php#005.033

(20) Efsad-e fel-arz, Verderbenstiften auf Erden. Moharebeh, Angriffs gegen Allah und seinen Propheten. Zwei Quellen:

fidh: IRAN/death penalty, April 2009

Moharebeh is the action of a mohareb (a warrior); efsad-e fel-arz (corruption on earth) is the action of a mofsed-e fel-arz (‘corrupt on earth’). By implication, a mohareb is a ‘mohareb baa Khoda or a theomachist, a ‘warrior against God’. A large number of members of the opposition groups were in various years, in particular in 1981 and 1988, executed for ‘waging war against God’.

http://www.fidh.org/IMG/pdf/Rapport_Iran_final.pdf

amnesty international, 28.02.2008

Women in Iran face widespread discrimination under the law. They do not have equal rights with men in marriage, divorce, child custody and inheritance, for example. Iranian women’s rights defenders have courageously launched a campaign demanding an end to legal discrimination against women.

http://www.amnesty.org/en/library/asset/MDE13/027/2011/en/27ec2c50-346d-4943-a057-3f7c56ab3187/mde130272011en.html

(21) Islamische Vorrangstellung oder Islamische Höchstgeltung. Islamic supremacy.

Robert Spencer

http://www.jihadwatch.org/2007/02/spencer-islamic-supremacy-at-the-dnc.html

http://archive.frontpagemag.com/readArticle.aspx?ARTID=278

Citizen Against Sharia

http://citizensagainstsharia.wordpress.com/tag/islamic-supremacy/

zTruth

http://ztruth.typepad.com/ztruth/Islamism/

(22) Österreichische Karl-Popper-Forschungsgemeinschaft / Austrian Karl R. Popper Research Association

http://www.karlpopper.info/

Volker Gadenne: Fortschritt zu tieferen Problemen. Hommage an Sir Karl Popper

https://ssl.humanities-online.de/download/popper.html

Karl Popper: The Myth of the Framework: In Defence of Science and Rationality

Bacon was the prophet of the secularized religion of science. He replaced the name ‘God’ by the name ‘Nature’, but he left almost everything else unchanged. Theology, the science of God, was replaced by the science of Nature. The laws of God were replaced by the laws of Nature, God’s power was replaced by the forces of Nature. And at a later date, God’s design and God’s judgment were replaced by natural selection. … Bacon was the prophet, the great inspirer of the new religion of science, but he was not a scientist. (p 82-83)

Bacon is the spiritual father of modern science. Not because of his philosophy of science and his theory of induction, but because he became the founder and prophet of a rationalist church – a kind of anti-church. (p 195)

Though based upon the mistaken doctrine of manifest truth, this second road led, nevertheless, to the valid and invaluable demand for freedom of thought, and to the demand for a universal and secular primary education – on the ground that those who are freed from the darkness of illiteracy and religious tutelage cannot fail to see the manifest truth. (205)

http://books.google.com/books?id=Ye2tAhDX7agC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

http://www.wheatandtares.org/2011/01/27/francis-bacon-vs-karl-popper-the-fallacy-of-observationalism/

(23) Vor dem gelebten Islam als einer Art von „archaischem Faschismus“ warnt Maxime Rodinson (1979). Ralf Balke in der Jüdischen Zeitung, Januar 2008.

http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.896.html

un type de fascisme archaïque

In a 1979 debate with Michel Foucault in the pages of Le Monde over the character of the Iranian Revolution of 1979, the French Marxist historian Maxime Rodinson wrote that the Khomeini regime and organizations such as the Muslim Brotherhood represented a type of “archaic fascism” (“un type de fascisme archaïque”).

http://www.eurotrib.com/comments/2008/8/9/102157/8633/21

Maxime Rodinson, Historiker, Soziologe und Marxist.

http://socialistwebzine.blogspot.com/2011/01/celebrating-maxime-rodinson-born.html

Rodinson sprach Arabisch, Hebräisch, Türkisch und Altäthiopisch (Ge’ez, Aksumitisch).

Il devint l’un des plus grands orientalistes contemporains, ayant dédié sa vie à l’étude de l’islam et aux civilisations arabes. Historien des religions, il parlait l’arabe, l’hébreu, le turc et le guèze.

http://fr.wikipedia.org/wiki/Maxime_Rodinson

(24) Die Ausbildung Islamischer Religionslehrerinnen und Religionslehrer in einem grundständigen Lehramtsstudium: Das Modell der Universität Erlangen-Nürnberg.

„Eine Besonderheit stellt die Zusammenarbeit mit der Islamischen Religionsgemeinschaft Erlangen dar. … Ali Türkmenoglu M.A. (Abschluss an der Al Azhar Universität Kairo sowie deutscher Magister)“

Interdisziplinäres Zentrum für Islamische Religionslehre (IZIR), Johannes Lähnemann und Harry Harun Behr, Erlangen-Nürnberg.

http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/1349034.pdf

(25) Gesellschaft Muslimischer Sozial-und GeisteswissenschaftlerInnen (GMSG), Prof. Abdoldjavad Falaturi Friedenspreis für Dialog und Toleranz. Die GMSG möchte Frauen, Männer oder Gruppen würdigen und vorstellen, die dazu beigetragen haben, der Verständigung der Völker, Religionen und der Menschen untereinander zu dienen sowie Feindbilder ab- und Vertrauen aufzubauen.

http://www.gmsg.de/FALATURI/falaturi.html

GMSG 2003. Der diesjährige „Falaturi Friedenspreis für Dialog und Toleranz“ ging an Prof. Dr. Udo Steinbach, vom Deutschen Orient Institut in Hamburg. Die Laudatio hielt Ibrahim El-Zayat. Nach der Preisverleihung wurde unter der Leitung von Dr. Sabiha El-Zayat das Panel „Religion im Kontext von Globalisierung“ eröffnet. Der erste Referent war Prof. Dr. Udo Steinbach. … Zweiter Referent des Panels war Prof. Dr. Christian Troll.

http://www.gmsg.de/JAHRESTAGUNG/HAMBURG2/UNITY/unity.html

GMSG Jahrestagung “Das westliche und islamische Minderheitenkonzept” vom 26.-27. Januar 02 – Universität Kassel

Amir Zaidan: “Integrative Aspekte des islamischen Religionsunterrichtes” : Für die muslimischen Kinder in Deutschland ist die religiöse Identitätsfindung bisher nur unter erschwerten Bedingungen bzw. überhaupt nicht möglich. Hier kann und soll der IRU als Regelfach gemäß des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule eine wichtige Hilfe bieten.

Bülent Ucar: “Das Milletsystem im Osmanischen Reich”: Das Milletsystem im Osmanischen Reich hat letzlich den inneren Frieden zwischen den verschiedenen Religionen und Ethnien in einem Staat, der über 600 Jahre lang über drei Kontinente hin existiert hat, aufrechterhalten können.

Dr. Ahmad Khalifa, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), zur psychosozialen Situation der Muslime in Deutschland. (…) “Wir müssen mehr islamische Beratungsstellen gründen”, forderte al-Khalifa.

Dr. Mehmet S. Erbakan

http://www.gmsg.de/JAHRESTAGUNG/HAMBURG2/BERICHT2002/bericht2002.html

(26) Islamic University of Europe (Rotterdam; Said-Nursî-Bewegung)

Halit Ünal, geboren op 1 juni 1952, heeft in 1975 zijn bachelor diploma behaald aan de Faculteit der Godgeleerdheid van de Universiteit van Ankara. Tussen 1975-1982 heeft hij zijn doctoraattitel behaald aan de Faculteit der Islamologie van de Universiteit van Köln op het gebied van Islamitisch Recht. … Tussen 1992-2002 heeft hij aan de Faculteit der Godgeleerdheid van de Universiteit van Erciyes gewerkt als onderwijslid Islamitisch Recht. In 2002-2003 heeft Unal gewerkt als onderwijslid bij het project ´Islamitische Godsdienstleerkracht´ van de Universiteit van Erlangen. Sinds 2007 geeft hij colleges aan de Faculteit der Islamitische Wetenschappen van de Islamitische Universiteit van Europa op het gebied van Islamitische Rechtsgeschiedenis en Bronnen van de Islam.

http://www.iueurope.com/nl/index.php?option=com_qpersonel&task=detay&id=32&katid=2&Itemid=&Itemid=62

Islamic University of Europe

Prof. Dr. Nedim Bahcekapili, Rector

http://www.iueurope.com/nl/index.php?option=com_content&view=article&id=68&Itemid=57

Hauptniederlassung, Rotterdam. Hoofdlocatie in Rotterdam.

Statenweg 200 3033 JA Rotterdam-Hollanda

Fakultät für Islamische Wissenschaften, Brüssel. Faculteit der Islamitische Wetenschappen Brussel.

Rue de la limite, 100, 1210 Bruxelles / Belgique

http://www.iueurope.com/nl/index.php?option=com_content&view=article&id=69&Itemid=71

In derselben Brüsseler Adresse residiert die Faculté des Sciences Islamiques de Bruxelles (FSIB) unter Dekan Dr. Mustafa DÖNMEZ. Sprecher Ibrahim DÖNMEZ.

Rektor: Dr. Nedim Bahçekapılı

http://www.faculte-islamique.be/fr/mot%20du%20recteur.html

Rat der FSIB. Nedim Bahçekapılı, Marzouk Ewlad Abdellah, Ahmet Ağırakça, Mustafa Dönmez, Johan Hendrik Meuleman.

http://www.faculte-islamique.be/fr/conseil.html

The Islamic University of Rotterdam (Islamitische Universiteit Rotterdam) also known by its acronym IUR is a vocational university founded in 1997. …

http://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_University_of_Rotterdam

Qantara 09.06.2010. Jan Felix Engelhardt: The founder of this Islamic community was the Turkish scholar Said Nursi who declared science, which he understood as the study of God’s creation, to be the only way to preserve Islam in the modern world. Over the years the mainly Turkish followers of the Nurcu movement have established hundreds of educational institutions all over the world.

http://en.qantara.de/Muslims-are-the-Best-Teachers-of-Islam/8339c8408i1p471/

(27) Islam ist verfassungswidrig und deshalb als Schulfach mit Verkündungscharakter ungeeignet. Die Schariagesetze, so Bertrams: „weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann.“

http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[id]=2381&news[image]=1&news[action]=detail

(28) Der Wissenschaftsrat lud 2010 die weltweit verfügbaren höchstrangigen Islamisten zur Tagung Islamische Studien in Deutschland in den Kölner MediaPark, um für Wissenschaftspolitik und Hochschulpolitik der kommenden Jahrzehnte oder Jahrhunderte die Weichen auf Postsäkularität und Allahkratie umzustellen, draußen demonstrierten zwei Dutzend Bürgerrechtler gegen die Lobbyisten der globalen Islamischen Revolution, unter ihnen vorwiegend aus dem Iran stammende Ex-Muslime.

„sehr wichtig im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der islamischen Welt und dem Westen“ (Chatami)

http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/Strohschneider_Begruessung.pdf

Seyed Mohammad Khatami, has assessed our plan and conference as “very important in the direction of constructive cooperation between the Islamic World and the West“.

http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/Strohschneider_WelcomingSpeech.pdf

(29) Anlässlich der Göttinger Vorträge zu Religion und Recht des Kirchenrechtlichen Instituts der EKD (Evangelischen Kirche in Deutschland) verzichtete Bundesinnenminister Thomas de Maizière am 07.12.2010 bei seiner Rede (Religion im säkularen Staat) darauf, das Deutsche Volk auf Kulturrassismus und Frauenfeindlichkeit von Koran und Sunna aufmerksam zu machen. Plant Schariafreund de Maizière einen Staatsstreich im Namen des Pluralismus der Religionen, einen gottgefälliger Putsch „sui generis“? Göttinger Tageblatt, 08.12.2010.

http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Wissen/Regionale-Wissenschaft/Bundesinnenminister-de-Maiziere-spricht-ueber-Religion

Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern: Ich kann mir vorstellen, dass wir die Zwischenzeit mit dem Rechtstypus eines Vertrages „sui generis“ überbrücken, statt einer ungeklärten Anerkennung einer Religionsgemeinschaft könnten wir z. B. einen „Vertrag über die Einführung eines Religionsunterrichts“ machen, mit Mitwirkungsrechten organisierter islamischer Organisationen. Ich lade zu juristischer Phantasie ein.

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Reden/DE/2010/12/goettingen1.html?nn=2205730

(30) Sinkender Tatsachenbezug, steigende Erregung, Nebelwurf zum diskriminierenden Islam. Charismatiker Wulff: „Denn es gibt viele Demokratien auf der Welt mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung, wenn ich an Indien, Indonesien und andere wie die Türkei denke, wo man auf dem Weg zu einer umfassenden Demokratie ist“, aus: Märkische Oderzeitung, 02.06.2011.

http://www.moz.de/nachrichten/welt/artikel-ansicht/dg/0/1/309903/

(31) Himmel hilf! Ohne Schariagesetz droht der Menschheit der Untergang: „Das 21. Jahrhundert wird ein spirituelles Jahrhundert sein – oder es wird überhaupt nicht sein.“

http://www.kirchentag.de/en/jetzt-2011/religion-glaube/02-donnerstag/li-grossmufti.html

(32) Mustafa Cerić und das in ganz Europa allmählich wachsende Kalifat (Imamat). Glaubensbekenntnis, Gottesgesetz, Imamische Führung: Schahāda, Scharī’a, Imāma. The Challenge of a single Muslim authority in Europe. Cerić:

The divine origin of the Qur’an is the reason why the divine call for the covenant with humans is perpetual, not negotiable and not terminable; humans need to learn how to keep their promise to God at all times and in all places.

The personal confession of faith (the shahādah) and the collective moral commitment (the sharī’ah) must find expression in the practical function of leadership (the imāmah) as the human way of discipline and loyalty to the common good of civil society.

http://www.springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf

(33) Jacques Auvergne zu Saphir 5/6

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2008/09/18/086/

(34) WELT-online, 15.07.2004. Vorwurf: Islamische Föderation setzt Eltern unter Druck.

„Wie Lehrkräfte und Schulleitungen mehrfach berichtet hätten, seien Eltern durch Religionslehrer oder Vertreter der Föderation angeblich verschiedene Male unter Druck gesetzt worden, ihre Kinder in die islamische Unterweisung zu schicken, antwortete Schulsenator Klaus Böger (SPD) auf eine Anfrage der PDS-Fraktion im Abgeordnetenhaus. … Marion Berking, Schulleiterin der Rixdorfer Grundschule in Neukölln, bestätigte, dass Druck auf Eltern ausgeübt wird. Diese hätten allerdings Angst, das öffentlich zuzugeben.“ …

Böger kritisierte außerdem den Spruch, der auf den Zeugnissen stand, die die Teilnehmer am islamischen Unterricht erhielten: “Es gibt zwei Arten von Menschen: Die einen sind unsere Geschwister im Glauben, mit den anderen sind wir durch das Mensch-Sein verbunden.” “Dieser Satz ist gründlich missverstanden worden”, sagte Kesici. Man habe ihn nicht mehr auf die Zeugnisse geschrieben.

http://www.welt.de/print-welt/article327798/Vorwurf_Islamische_Foederation_setzt_Eltern_unter_Druck.html

Burhan Kesici im Bild

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/contentblob/264212/timg485x273blob/291048

http://forumamfreitag.zdf.de/ZDFde/s_img/19/0,6992,5993491-render-Y2-,00.jpg

Der “Forum am Freitag”-Gast Burhan Kesici über das islamische Recht Scharia. Ist sie göttliches Recht oder Menschenrecht? Und in welchem Verhältnis steht sie zum geltenden Recht in Deutschland? Kurzfilm, Dauer 8 Minuten.

http://stream-tv.de/sendung/11052/forum-am-freitag-goettliches-recht-die-scharia

(35) Dr. Myrian Dietrich, Fachbereich Rechtswissenschaft Institut für Deutsches und Internationales Privatrecht und Zivilverfahrensrecht Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung Prof. Dr. Mathias Rohe, M.A., Direktor des EZIRE

http://www.zr2.jura.uni-erlangen.de/mitarbeiter/ehemalige.shtml

Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa (EZIRE)

„Zum 1. Januar 2009 wurde aus Mitteln des Innovationsfonds des Bayerischen Wissenschaftsministeriums das Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa EZIRE als eine zentrale Einrichtung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg errichtet. Kommissarischer Direktor ist Prof. Dr. Mathias Rohe, M.A., Professor für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung sowie Islamwissenschaftler, auf dessen Initiative und Antrag hin dieses neue geistes- und sozialwissenschaftliche Zentrum entstanden ist. Zum Geschäftsführer wurde Dr. Jörn Thielmann bestellt, Islamwissenschaftler und bislang geschäftsführender Leiter des 2008 geschlossenen Kompetenzzentrums Orient-Okzident Mainz KOOM an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

http://www.ezire.uni-erlangen.de/index.shtml

“Ängste vor einer Islamisierung Deutschlands sind unbegründet”, Mathias Rohe im Interview. Deutsch Türkische Nachrichten, Felix Kubach, 14.04.11

Rohe in Aktion. Schnapp dir das Leckerchen, lieber Klerus:

„Ich glaube, dass die Kirchen sehr wohl verstanden haben, dass der Umgang mit dem Islam in Deutschland auch für ihre eigene Zukunft nicht unbedeutend ist.“

http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2011/04/62494/

Scharialobbyist Mathias Rohe watscht die Säkularen ab, in: Das ist Rechtskulturrelativismus, FAZ.net 22.02.2011.

Der Jurist übergeht gezielt, dass die Scharia die Seele vor dem Höllenfeuer rettet und daher in vormodernen Familien mit unmenschlichem Gruppenzwang verkittet ist.

Vor Wut wird der ertappte Proislamist unsachlich: „Wenn Frau Kelek … meint, mich dabei als „rechtspolitischen Mentor von ZMD und Milli Görüs“ bezeichnen zu müssen, dann wäre ihre eigene passende Einordnung wohl die einer Hofnärrin am Hofe der Islamhasser.“

http://www.faz.net/artikel/C31315/islam-debatte-das-ist-rechtskulturrelativismus-30328453.html

Europas Scharialobby arbeitet auch von Belgien aus. Institute for Migration Law & Legal Anthropology, Law Faculty, K.U. Leuven:

Secular Models in Europe – Innovative Approaches to Law and Policy

http://www.religareproject.eu/

Hinter hehren Autoritäten …

http://www.religareproject.eu/advisory-board-list

… nisten die Fachfrau für schariatisches Familienrecht Marie-Claire Foblets (Projektkoordinatorin; Institute for Migration Law and Legal Anthropology at the Law Faculty in Leuven: “particular interest in the application of Islamic family laws in Europe, and more recently in the accommodation of cultural and religious diversity under State law”), Jørgen S. Nielsen (Centre for European Islamic Thought (CEIT), Kopenhagen, Dänemark), Louis-Léon Christians (professor and head of the «Chair for Law and Religion » at the Université catholique de Louvain (UCL), and since 2008, president of the interdisciplinary master in Religious Studies, Leuven, Belgien), sowie Mathias Rohe und Jörn Thielmann aus Erlangen.

http://www.religareproject.eu/team-researchers

(36) Myrian Dietrich im Bild (18.02.2007), wie sie gerade erhöht wird durch Mathias Rohe, der die Festrede hält anlässlich der „Verleihung des Alfred-und-Ida-Marie-Siemens-Preises [2005] an seine Doktorandin Dr. Myrian Dietrich für ihre Dissertation zu dem Thema “Rechtliche Perspektiven eines islamischen Religionsunterrichts an deutschen Schulen”.

http://www.jura.uni-erlangen.de/fachbereich/fotoalbum/2006-2/fotos/DSC_6395%20copy.jpg

(37) Burhan Kesici, Generalsekretär des Islamrates, spricht mit Abdul-Ahmad Rashid über das Verbot von Schweinefleisch und Alkohol sowie über zahlreiche Speisevorschriften, die fromme Muslime befolgen.

http://stream-tv.de/sendung/225496/forum-am-freitag-halal-was-muslime-essen-duerfen

(38) in: Bülent Ucar, Yavuzcan Ismail: Die islamischen Wissenschaften aus Sicht muslimischer Theologen: Quellen, ihre Erfassung und neue Zugänge im Kontext kultureller Differenzen (Frankfurt 2010), Reihe für Osnabrücker Islamstuden Band 1, Seite 60-61.

http://books.google.de/books?id=St54oHIvMW8C&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

(39) Lamya Kaddor: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“

Annedore Beelte: Der Oldenburger Religionspädagoge Jürgen Heumann bezweifelt das. Die Schule steht in der Tradition der Aufklärung, argumentiert er. Zum evangelischen und katholischen Religionsunterricht gehöre, sich kritisch mit der Entstehung der Religion auseinanderzusetzen. Auf muslimischer Seite sieht Heumann aber wenig Bereitschaft, Allah selbst zur Diskussion zu stellen. Geschweige denn, „die Entstehung des Koran als ein von Menschen in einer geschichtlichen Situation verfasstes religiöses Dokument zu würdigen – und damit zwischen Legende und historischer Entstehung zu unterscheiden“. Lamya Kaddor, die islamische Religion unterrichtet und bis vor kurzem die vakante Professur an der Universität Münster vertrat, empört eine solche Position. „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“, sagt sie. Das Ergebnis sei das Gleiche: eine zeitgemäße Religionspraxis und ein friedvolles Miteinander mit anderen Gruppen. Als Muslima zweifele sie aber „nicht daran, dass stimmt, was im Koran steht“.

http://www.cibedo.de/islamischer_religionsunterricht.html

100 Jahre Freideutscher Jugendtag

Oktober 26, 2011

ואנדרפוגל

Вандерфо́гель

Wandervogel

Freideutscher Jugendtag 1913

Auf dem nordhessischen Berg Meißner gab sich, unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, in dem sie viele ihrer Angehörigen verlor, eine kreative und selbstverliebte junge Generation idealistisches Stelldichein und eigenen Ausdruck (Meißnerformel 1913). Zum hundertsten Mal jährt sich 2013 die Wiederkehr dieses „Freideutschen“ Jugendtages, jenes symbolischen Epizentrums kaiserreichlicher Jugendbewegung. Die Junge Bünde genannten Nachfolgeorganisationen in der Bundesrepublik, einige sind im internationalen Pfadfindertum verwurzelt, feierten dieses Datum 1963 und 1988 und so soll es auch 2013 wieder sein.

Nach einem Jahrhundert muss man sich endlich dazu aufraffen, die Unantastbarkeit der Menschenwürde und die Universalität der Menschenrechte als Grundlage der Jugendarbeit zu bekennen, fordert Cees van der Duin. Mein lieber Niederländer, es wird Schweigen sein im nordhessischen Walde und man wird auch im Folgejahrhundert eine Mohrrübe kauen (Neue Schar: herzhaftes Fröhlichsein, Glut ist Geist!) und nach der Revolution der Seele (Muck-Lamberty) streben. Mit der auf Ungleichbehandlung beruhenden, nicht seelischen, sondern höchst realen Islamischen Revolution vermag sich das nach dem Mauerfall erneuerte deutsche Biedermeier offensichtlich gelassen auszusöhnen. Dass die echten Meißnerfahrer von 1913 wie der linke Alfred Kurella oder Pazifist Hans Paasche, sehr im Gegensatz zu den heutigen deutschen Islamverbandsvertretern und Imamen, eine Furcht vor dem jenseitigen Strafgericht weder lehrten noch hatten, droht durch postmodernen Multikulturalismus oder erneuerten Fundamentalismus vernebelt zu werden. Das in zwei Jahren sozusagen unvermeidliche Meißnerlager braucht die Schariadiskussion und das Bekenntnis zu Rechtseinheitlichkeit und säkularem Staat.

Dem Vorbereitungskreis des Meißnerlagers 2013 und dem Schriftleiter von Idee und Bewegung (Kulturinitiative ‚lebendig leben’, Meißner 1988) müsste bekannt sein, dass der nicht säkularisierte Islam auf der die Seele vor dem Höllenfeuer rettenden Ungleichbehandlung der Frauen und Nichtmuslime gründet. Statt nur auf Reziprozität von „Freiheiten“ für die „Christen“ im Orient zu bestehen, wie es Alexej Stachowitsch für 2013 vornimmt,[1] durfte zwei Jahre eher, Stachowitsch war zugegen, Heidrun Roßdeutscher Scharia und Anthroposophie verschmelzen und auf dem Zweiten Bildungskongress „über Sprachqualitäten und mit Hilfe von Suren aus dem Koran entsprechend einiger Wege der Waldorfpädagogik“ dozieren.[2] Möchten die Erben der Jugendbewegung Allahs Befehl von Prügelvers (Koransure 4:34)[3] und Tötungsgebot (9:5)[4] mit Eurhythmie und Rohkost verzieren? Wo ist das Bekenntnis gegen die demokratieverhindernden Schariagesetze Ägyptens, Indonesiens, Saudi-Arabiens oder des Iran? Wo bleibt die Kritik an der Europa längst prägenden, religiös begründeten Frauendiskriminierung der Kairoer Azhar, pakistanischen Darul Uloom oder globalen Muslimbruderschaft?

2008 brachte Iranist Dr. Thomas Ogger den Bündischen fromme Kunde über Spirituelle Aspekte des Wanderns: „Jakobus war Jünger Jesu … wohingegen Khidr als spiritueller Wegweiser schon im Koran erwähnt wird“. Der Musik- und Islamwissenschaftler, Übersetzer von frühislamischen Dhimma-Verträgen und Referent bei der Auslandsvertretung der iranischen Gottesdiktatur, ist sich, Ludwigsteiner Blätter Heft 241, sicher: „Vom (dogmatischen). Gesetz (scharî’a) führt der Weg (tarîqa) über das Erkennen Gottes (ma’rifa) zu Gott selbst (allâh), mit dem er sich vermählt. (christl. unio mystica) oder in dem er aufgeht bzw. verlischt (islam. al-fanâ’).“[5] Mit Wandervogelscharia hinauf zu Allahgott auf den Ludwigstein?

Düsseldorf am 24 und 25. Oktober 2011. Ein noch nicht abgedruckter Leserbrief von Cees van der Duin.

24. Oktober 2011

Betreff: Meißner 2013 und die allgemeinen Menschenrechte

Lieber Gerhard,

wir kennen uns nicht persönlich, doch weiß ich vom (auch unter Pfadfindern üblichen, ich bin einer) jugendbewegten “Du”. Gestern bekam ich einen kleinen Stapel durchweg liebevoll gemachter Exemplare von ‘Idee und Bewegung’ in die Hand, der in meinem Bekanntenkreis geachtet und wie eine Kostbarkeit herumgereicht wird.

Meißner 2013 betreffend, die hundertste Wiederkehr des Freideutschen Jugendtages, ist meines Wissens noch kein „Motto“, kein übergreifendes Thema gefunden worden.

Das von der Kulturinitiative ‘lebendig leben’ ins Spiel gebrachte (Titel, Heft 95) “Demokratie von unten + Menschenbilder” beGEISTert mich diesbezüglich, v. a. das Wort MENSCHENBILDER. Wobei der Plural humanistisch-wesensgemäß und nahezu spürbar schrumpft, die Achsen des Wollens und Suchens auf einen Pol hin konvergieren, der Plural um einen Singular kreist, die Mehrzahl (“die Bilder”) sich der Einzahl (“das Bild”) annähert.

Das Gesagte lässt mich zu Meißner 2013 eben die SUCHE NACH DEM MENSCHENBILD vorschlagen, ein Streben, was Jugendbewegung, Pädagogik und Pfadfinderei gewiss miteinander teilen und was in der (erst nach dem barbarischen Dritten Reich, 1948 von der UNO festgelegten) Universalität der Menschenrechte gipfelt.

Ich sehe die Freideutschen von 1913 (und sicherlich auch das Christentum) als Vorreiter der Norm von der ‘Universalität’, der Unbedingtheit und Unveräußerlichkeit der Menschenrechte, nach der kein Mensch (ganz und gar unabhängig von Hautfarbe, Weltanschauung oder Geschlecht) ein Wesen zweiter Klasse ist. Um dieses Kristallzentrum rankt sich, sagen wir es nicht ohne Stolz: Zivilisation.

Ob das 2013 Motto sein soll oder nicht, im Bereich des ‘Inhaltlichen’ darf die Betonung der AEMR (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) auf keinen Fall fehlen, so wichtig uns Jugendbewegt-Bündischen die sinnlich-musische, naturkundlich-ökologische und gemeinschaftsfähig-freundschaftsbezogene Dimension des ‘Bündischen’ ist.

Die wegweisende Erklärung der Kulturinitiative (vereinbart am 2. Juni 2002 in Immenhausen stellt fest: “Wir treten ein für die Würde und die Achtung eines jeden Menschen”). Hier müsste man, ganz im Geist der freiheitlichen Demokratie, in Abkehr von Vetternwirtschaft oder ‘Kollektivismus’, betonen, dass die Kategorie der Gruppenrechte (“die Gestaltungsfreiheit von Gemeinschaften … verschiedener (…) Bevölkerungsgruppen, andere(r) Weltanschauungen”) im Zweifelsfall “dem” Menschen, d.h. dem Einzelnen, JEDEM MENSCHEN nachrangig ist: Ein Kollektiv kann also im modernen Rechtsstaat nicht sagen, wir ‘kultivieren’ ab morgen Folter, Steinigung, Kannibalismus oder Hexenverbrennung. Kurz gesagt: Einzelrecht vor Gruppenrecht, oder: Der Mensch im Mittelpunkt (das verbindet ja bereits Renaissance und Romantik, zwei Wurzelgründe des Jugendbewegten und Scoutistischen).

Ob wirklich gesagt werden kann, dass einer der Ursprünge und Urkräfte der Ausformung von der Idee der am 10. Dezember 1948 hörbar und lesbar gewordenen ‘Findung’ AEMR jene wandernden und singenden Freideutschen gewesen sind, das müsste man freilich erst auszusprechen wagen.

Wagen wir`s.

Mit freundlichen Grüßen

Cees

(Düsseldorf)

25. Oktober 2011

Betreff: Meißner 2013 und die allgemeinen Menschenrechte

Lieber Gerhard,

vielen Dank für deine wertschätzende Nachricht,

ja gerne kannst du meine Nachricht in ‘Aussprache’ des Weihnachtsheftes veröffentlichen, das wäre mir eine besonders große Freude und entspricht der Tugend demokratischen Diskutierens. Zu mir selber (gerne von dir so publizierbar und gerne auch mit beliebigen Sätzen aus dieser Mail verziert): “Cees van der Duin, 32 Jahre alt, Sozialarbeiter, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Cees erlebte seine Jugendjahre in den Pfadfindergruppen der niederländischen Provinz Limburg.”

Es geht um Globalisierung … für Nostalgiker ein Schreckgespenst, für Unterdrückte ein Hoffnungsschimmer, denn die Frage ist ja, was sich globalisieren soll, Pressefreiheit oder Pressezensur, ökonomische Ausbeutung oder Gewerkschaftsgedanke, Gleichschritt oder Freigeist.

Mein Credo als säkularer Christ, Altpfadfinder und Gewerkschaftler ist klar: 100 % AEMR, und gemeint ist stets das Individuum, nicht das ethnoreligiöse Kollektiv. Die Volks- oder Religionsangehörigkeit der Großeltern oder Eltern darf ‘das Schicksal’, den Lebensweg eines Kindes oder Jugendlichen nicht bestimmen, schon gar nicht seine Chancen einschränken. Meinungswechsel oder Glaubenswechsel ohne Sorge vor Diskriminierung braucht Bürger-Sein (vgl. bei Bassam Tibi das frz. citoyen, citoyenne), benötigt universelle Menschenrechte (AEMR = Allgemeine Erklärung der Menschenrechte).

Vielleicht ist die AEMR allseits bekannt und bereits jetzt bei den Lesern von Idee und Bewegung bzw. in den Jungen Bünden mehrheitsfähig, das wäre mir besonders recht.

Der Hohe Meißner ist für mich Symbol des hellenischen ‘erkenne dich selbst – werde der du bist – sei!’, Wiederhall des von da Vinci aufgezeichneten Renaissance-Bildes des “vitruvianischen”, ebenso in menschlicher Würde wie in rationaler Nüchternheit betrachteten Menschen in den (weltheimische All-Einheit und lernfreundliche Weltvernunft darstellenden?) geometrischen Figuren Kreis und Quadrat. Meißner ist Endphase der Strömungen des sensiblen Weltempfindens und sozialen Mitleidens der deutschen (und wohl auch: der europäischen) Romantik.[6]

Der Hohe Meißner ist mir das Sinnzeichen dessen, was Goethe unter Menschentum und Hermann Hesse unter Eigensinn verstand. Und der Freideutsche Weg führt, so empfinde ich das, geradewegs zum 10.12.1948, zum Bekunden der Universalität der Rechte des Menschen, die auch vom herrschenden Brauchtum oder religiösen Dogma nicht angetastet werden darf.

Meine Hoffnung ist, dass die uneingeschränkte Gültigkeit Allgemeiner Menschenrechte (AEMR) auf dem HOHEN MEISSNER des Jahres 2013 in der zu erwartenden Erklärung / Resolution wenigstens genannt werden wird – angesichts des erneuerten Fundamentalismus (US-amerikanische ‘Christliche Rechte’, politischer Islam) versteht sich das mittlerweile offensichtlich nicht mehr von selbst.

Ich habe das Gefühl, so deutlich werden zu müssen, weil der Menschenrechtsbegriff seit 1979 (Chomeini) oder 1990 (Cairo Declaration on Human Rights in Islam (CDHRI)) löchrig zu werden und auszufransen droht, besonders seit der genannten Kairoer Erklärung der ‘Menschenrechte im Islam’ und, 2010 / 2011, durch die OIC-Staaten, die (ausgerechnet!) den UN-Menschenrechtsausschuss dominieren. Die Cairo Declaration ordnet alle Menschenrechte dem Islamischen Recht (Scharia) nach. Das Bestreben, Individualrechte durch religiöse bzw. religiös daherkommende Gruppenrechte zu überdecken, findet sich etwa hier:

“Die Resolution wurde mit 24 zu 14 Stimmen bei neun Enthaltungen angenommen. Neben europäischen Staaten stimmten auch Kanada, Japan und Südkorea dagegen. Diese kritisierten insbesondere die einseitige Ausrichtung der Entschließung auf den Islam und dass die Resolution nicht auf die Problematik der Meinungsfreiheit eingehe. … Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erklärte, die Resolution könne die Grundrechte Einzelner gefährden.”[7]

Vielleicht bin ich nicht der einzige, der den Freideutschen Jugendtag 1913 als eine der Hauptquellen der universellen Menschenrechte erblickt. Die 35 Jahre (und zwei Weltkriege) später, am 10. Dezember 1948 feierlich bekundete AEMR (die Nazi-Barbarei war gerade überwunden, der nicht weniger grausame Stalinsche Totalitarismus noch nicht) wäre dann sozusagen eine ‘Fortsetzung der Meißnerformel mit anderen Mitteln’.

Wird es Gegendruck geben, ist die Gestimmtheit etwa schon so, dass ‘die Ruhe stört’, wer zur Selbstverpflichtung auf die AEMR drängt? Dann darf man ganz jugendbewegt ein wenig ‘Ruhestörer’ sein.

Die Milieus eingefleischter Männerbündler mögen sich mit dem ‘gleichheitsfeministischen’ Anspruch der (ernst genommenen) AEMR schwer tun, doch in den Reformbewegungen der Zeit um 1900 bis 1913 gab es ein gelebtes Miteinander von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern. Wenn auch ’1913′ noch nicht erklärt feministisch daherkam (oder doch? man sollte Alice Schwarzer fragen), braucht sich die jugendbewegt-bündische Praxis auch angesichts der antipatriarchalen bzw. traditionskritischen, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erhobenen Forderungen nach dem ‘neuen Mann’ oder nach ‘reflektierter Jungenarbeit’ nicht zu verstecken.

100 % AEMR, da gibt es nichts zu verhandeln. Bei den weltweit verbreiteten Scouts müsste diese Überwindung von Nationalismus, Rassenwahn und Religionsdünkel aus der Idee der ‘weltweiten Bruderschaft’ resultieren, meine ich jedenfalls. Auch das sahen andere anders und verteidigten 2011 CDHRI nebst Scharia im Namen des Multikulturellen und der Kultursensibilität. Nein, hier sollte man, gerade als Pädagoge oder Jugendgruppenleiter, bekennen, ‘unsensibel’ zu sein.

Wir können der britischen Menschenrechtsaktivisten Maryam Namazie danken, die der weltweit vorhandenen bzw. drohenden Rechtsverschiedenheit eine Absage erteilt und mit One Law For All die unteilbaren Menschen- und Bürgerrechte fordert, die für jeden gleich gelten, auch für den Gottlosen oder für die Frau.[8]

Die Traditionen und Religionen gehören zum Erbe der unteilbaren Menschheit. Doch nur eine diskriminierungslose und säkulare Gesellschaft kann eine freiheitliche Gesellschaft sein. Ob internationale Scouts oder deutsche Jugendbewegte, um das Bekennen zur AEMR kommen wir nicht herum. Gollwitzer, Meißnerfahrer von 1963, mahnt uns sicherlich, die Apartheid der Stämme und Glaubensnationen zu überwinden und, die kulturelle Moderne betretend, dem Menschen an sich Würde zu verleihen:

“Die Meißner-Formel ließen wir Bündische oft als individualistisch verleumden, statt zu erkennen, dass man sie als die Kernformel eines demokratischen Bewusstseins verstehen kann.”[9]

Mit freundlichen Grüßen

Cees

(Cees van der Duin)

[1] Nicht Ex-Muslime oder muslimische Säkulare leben in Deutschland, sondern Schariapflichtige? Stachowitsch: „Die in Deutschland lebenden Muslime sollten mithelfen, dass in ihren Heimatländern den Christen diejenigen Freiheiten zugestanden werden, die Muslime bei uns haben.“

aus: Alexej Stachowitsch: Gedanken zur Lage der Bünde vor dem Hohen Meißner 2013.

http://www.kulturinitiative-lebendig-leben.de/KI_WEB/Artikel_2013/Axis_Gedanken.pdf

[2] Januar 2007, der Ludwigstein tritt ein in die „Begegnung mit dem Islam“. Heidrun Roßdeutscher darf Rudolf Steiner seelsorgerlich mit Feldherrn Mohammed aussöhnen, vermittels „Sprachqualitäten und mit Hilfe von Suren aus dem Koran entsprechend einiger Wege der Waldorfpädagogik.“

aus: Einladung zum 2. Bildungskongress der Kulturinitiative ‚lebendig leben’ vom 26.-28. Januar 2007, Veranstalter: VDH e.V. – Kulturinitiative ‚lebendig leben’ Gerhard Neudorf

http://www.kulturinitiative-lebendig-leben.de/KI_WEB/Faltblatt-Einladung+Programm2007.pdf

Bildungskongress „Durch Bildung das Leben meistern“ auf der Jugendburg Ludwigstein am 26.-28.1.2007

„Auszugsweise erwähnt seien hier einige fachbezogene Angebote:

- für Klassenlehrer und Biologen: Praktische Wildnispädagogik und Wandern und Zelten

- für Klassen-, Deutsch- und Musiklehrer: Kommunikationstraining für Grundschüler mit Gongs und Klangschalen, ferner: Integration von Kindern und Jugendlichen im Deutschunterricht, vor allem der Klassen 7 – 11

- nicht nur für das Fach Musik: mitreißende internationale „Lieder“ und „Die Stimme im Lehrberuf“,

- für Religions- und Ethiklehrer: eine AG zum Verhältnis der beiden Fächer und eine weitere AG zur „Begegnung mit dem Islam“

Den besonderen Charme des Kongresses vermitteln die Morgenrunden und die kreativen Abende, die aus dem Kulturschatz der Wandervögel, Pfadfinder und ähnlicher Gruppen schöpfen, besonders aus den vielen Liedern, Tänzen und dem Theaterspielen – Anregungen für die Auflockerung und Verlebendigung des normalen Schulalltags.

Der Abschluss am Sonntag dient auch Planungen für die Zukunft, vor allem der Schaffung eines neuen reformpädagogisch-orientierten Lehrer(fort-)bildungswerks.

Informationen und schriftliche Anmeldung: Büro des VDH e.V.- Kulturinitiative, Gerhard Neudorf

http://www.kulturinitiative-lebendig-leben.de/KI_WEB/Presseinformation%20zum%20Bildungskongress.pdf

Heidrun Roßdeutscher, ehemalige Lehrerin an der Frauenschule auf dem Sattelberg (…)

Dr. Detlef Görrig: Christlich-Islamischer Dialog

Schöpfung, Gottes- und Menschenbild in Christentum und Islam

Scharia, Menschenrechte und Zehn Gebote – was ist für wen gerecht?

Quelle: NMZ (Nordelbisches Zentrum für Weltmission und Kirchlichen Weltdienst)

http://www.nmz-mission.de/fix/files/doc/nmz_halbjahresprogramm_2010.pdf

[3] Koran 4:34, sogenannter Prügelvers: and beat them!

bei Dawood:

Men have authority over women because God has made the one superior to the other, and because they spend their wealth to maintain them. Good women are obedient. They guard their unseen parts because God has guarded them. As for those from whom you fear disobedience, admonish them and send them to beds apart and beat them. Then if they obey you, take no further action against them. Surely God is high, supreme.

bei Shakir:

Men are the maintainers of women because Allah has made some of them to excel others and because they spend out of their property; the good women are therefore obedient, guarding the unseen as Allah has guarded; and (as to) those on whose part you fear desertion, admonish them, and leave them alone in their sleeping places and beat them; then if they obey you, do not seek a way against them; surely Allah is High, Great.

bei Arberry:

Men are the managers of the affairs of women for that God has preferred in bounty one of them over another, and for that they have expended of their property. Righteous women are therefore obedient, guarding the secret for God’s guarding. And those you fear may be rebellious admonish; banish them to their couches, and beat them. If they then obey you, look not for any way against them; God is All high, All great.

http://www.bible.ca/islam/islam-wife-beating-koran-4-34.htm

[4] Koran 9:5, sogenannter Schwertvers:

bei Paret:

Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf!

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwertvers

bei Abdullah Yusuf Ali:

But when the forbidden months are past, then fight and slay the Pagans wherever ye find them, an seize them, beleaguer them, and lie in wait for them in every stratagem (of war);“

http://en.wikipedia.org/wiki/At-Tawba_5

vgl. die religiös argumentierende Hamas, der satzungsgemäß die Tötung von Juden zur Voraussetzung für die Herankunft Jüngsten Gerichts ist:

Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‘Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!

http://de.wikipedia.org/wiki/Hamas

The Day of Judgement will not come about until Muslims fight the Jews (killing the Jews), when the Jew will hide behind stones and trees. The stones and trees will say O Muslims, O Abdulla, there is a Jew behind me, come and kill him.

http://www.mideastweb.org/hamas.htm

[5] Mit Wandervogelscharia hinauf zu Allah auf den Ludwigstein? Dr. Thomas Ogger: Spirituelle Aspekte des Wanderns, in: Ludwigsteiner Blätter Heft 241 (Dezember 2008), p 12-18.

http://www.burgludwigstein.de/fileadmin/LudMedia/0168_VJL/LB/LB241.pdf

Thomas Ogger übersetzt uralte Texte zum Seelen rettenden Kulturrassismus der Dhimma, wissen die revolutionären Gottesfreunde von ESLAM. Das Abkommen zwischen Imam ‘Ali (a.) und den Christen

„Aufgrund dieser Übereinkunft wird allen Christen, die innerhalb des islamischen Reiches leben, Sicherheit gewährleistet. Dieser Vertrag ist ausreichend und für die Ewigkeit gedacht, damit sie der Vereinbarung, die ich mit ihnen getroffen habe, Loyalität erweisen. … Für das Verfassen dieses Schriftstückes habe ich hoch gestellte muslimische Persönlichkeiten und meine besten Gefährten versammelt und für die Christen Bedingungen gesetzt, die auch für die späteren Generationen gelten werden. …

Wer sich von meinen Anhängern gegen mich stellt, bricht den Vertrag Gottes und wendet sich von dem Befehl Gottes des Erhabenen ab, sodass Gott seinen Schaden und Nachteil rechtfertigen wird. …

Man muss die Christen unter die Fittiche der Barmherzigkeit und Zuneigung nehmen und die Übel von ihnen und von überall da, wo sie sind, vertreiben.

http://www.eslam.de/manuskripte/vertraege/abkommen_imam_alis_mit_christen.htm

Museum in aller Munde – Jesus und Mohammed – Poesie und Mystik (Lesung/Vortrag)

17.12.2005, 18.00 Uhr, Museum Neukölln, Berlin

Was geschieht, wenn Mohammed und Jesus sich begegnen? Streit oder Frieden? Ein Stück Poesie aus Bibel und Koran, verwoben mit Worten der christlichen und islamischen Mystik. Der Erzengel Gabriel führt durch das Programm, begleitet von Musik und Gesang. Zwei Schauspielerinnen sprechen Jesus und Mohammed. Ein ungewöhnliches Bühnenprojekt über die Begegnung zweier Weltreligionen. Nach dem Theaterstück „Jesus und Buddha – eine Begegnung“ ist dies die zweite Produktion der Theatergruppe spirit dialox. Das Ensemble von spirit dialox hat es sich zur Aufgabe gemacht, religiöse und spirituelle Texte als Bühnenprojekte zu realisieren.

Eine Produktion des Ensembles spirit dialox.

Darsteller: Nina Herting, Mia Kaspari, Mathias Eysen

Buch/Regie: Harald-Alexander Korp

Musik und Gesang: Hanan El-Shemouty

Islamwissenschaftliche Beratung: Dr. Thomas Ogger.

http://www.zwischen-krieg-und-frieden.de/suche.html?Region=0&Detail=0&Stadt=Berlin&Vhaus=0&Vart=0&Kinder=&DatumAb=&DatumAm=&Begriff=&Aktion=Suchen&Seite=10

Dr. Thomas Ogger (Iranist, Islam- und Musikwissenschaftler)

Thema: Die verborgene Sprache der Musik – Musikauffassung und -ausübung in Orient und Okzident –

Veranstaltungsort: Kulturabteilung der Botschaft der Islamischen Republik Iran, Drakestr. 3, 12205 Berlin – Lichterfelde.

http://fa.berlin.icro.ir/index.aspx?siteid=191&pageid=11681&newsview=555572

bei: ICRO – Organisation für Islamische Kultur und Beziehungen (Kulturabteilung der Botschaft der Islamischen Republik Iran, Berlin); im Blick: Bank Melli sowie IRNA – Iranische Presseagentur

http://fa.berlin.icro.ir/index.aspx?siteid=191&pageid=5706

Erstes Hafis-Symposium in Berlin

03. Dezember 2010

Die Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin und der Oberste Rat der im Ausland lebenden Iraner veranstalteten am 03. Dezember 2010 das Erste Hafis-Symposium in Berlin. An dieser Veranstaltung nahmen ca. 200 Hafis-Freunde, Akedemiker und Studenten aus verschiedenen Bundesländern teil. …

Professor Dr. Hartmut Bobzin (Universität Erlangen) hielt einen Vortrag über Rückert und Hafis. Danach stellte Herr Professor Dr. Manfred Lorenz (Humboldt-Universität Berlin) in seinem Vortrag wichtige Aspekte der Begegnung zwischen Ost und West- Hafis und Goethe dar. Nach der Pause sprach Professor Dr. Ali Radjaie (Universität Arak) über Hafis und die Macht des Wortes. Danach hielt Frau Dr. Katja Föllmer (Universität Göttingen) ihren Vortrag über Aspekte mystischer Dichtung – Hafis im Vergleich. Anschließend referierte Dr. Thomas Ogger, Orientalist und Musikwissenschaftler, über Hafis und Musik. Der letzte Redner war Herr Esfandiar Rahim Mashaie, Präsidialamtsminister und Präsident des Obersten Rates der im Ausland lebenden Iraner über Die Philosophie des Seins am Beispiel der Hafisischen Dichtung.

Am 02. Dezember 2010 hatte die Hafis-Gesellschaft in Hamburg ein Seminar unter dem Titel Hafis und Goethe – Dichterische Geistesverwandtschaft als Symbol für Völkerverständigung und Toleranz, veranstaltet. Auf dieser Veranstaltung haben u.a. Herr Botschafter Sheikh Attar, Herr Präsidialamtsminister Esfandiar Rahim Mashaie, Professor Dr. Manfred Lorenz und Professor Dr. Mehr Ali Newid vor mehr als 80 geladene deutsche und iranische Akademiker und Hafis-Freunde gesprochen.

http://www.iranembassy.de/ger/text/%D9%8DErstes%20Hafis.htm

Der Grüne Heilige, al-Chidr? Eine Sagengestalt, an vielen Orten gar ein Heiliger im Islam. Ein grüner Prophet, der die Erneuerung der Vegetation verkörpert oder die lebenspendende Kraft der Gewässer. „Der Grüne“ (al-Ḫiḍr bzw. al-Ḫaḍir / Ḫaḍr; anglisiert al-Khidr / Khizr oder al-Khadr / Khazr) ist seit islamischer Zeit mythischer Stadtgründer von Damaskus, Edirne, Herat, Samarkand und Tunis. Dieser Ölbaum in der jordanischen Stadt Kerak etwa genoss als Chidr-Heiligtum hohes Ansehen. Das Bild wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Alois Musil aufgenommen.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8a/Khidr-sanctuary_al-Karak.jpg

Nordindische Miniatur zum Ḫiḍr. V&A – “The legendary Muslim saint, Khwaja Khizr, standing on a large fish swimming on the surface of water. The saint holds out his hands in prayer with a rosary looped over his left hand. He is facing left and is dressed in robes in his traditional colour of green.”

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/95/Khizr.JPG

The Legend of El Khidr, the green saint or Prophet.

http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/03068374608731218?journalCode=raaf19

Bei Samandag (Türkei) fährt im Juni 2011 ein Auto dreimal rituell um das Khidr-Heiligtum.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Khidr-Heiligum_Samandag.jpg

Dem Chidr ist der Sakralbezirk von Kataragama geweiht, eine Krankenstation der Sufis.

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Chidrheiligtum (Khidr sanctuary) auf einer Indusinsel in der pakistanischen Provinz Sindh. Fotografiert von Henry Cousens im Jahre 1911

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3f/Khidr_sanctuary_Bhakkar.jpg

An der Chidr-Moschee zu Kataragama (Sri Lanka) ehrt man den Grünen Heiligen: “Unser Herr, al-Chidr Abū l-’Abbās, Balyā, Sohn des Malkān, Gott spende ihm und unserem Propheten das beste Heil”

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ae/Khidr_Abu_l-Abbas.jpg

Alois Musil (* 30.06.1868 in Rychtařov / Richtersdorf, Mähren; † 12.04.1944 in Otryby bei Český Šternberk / Böhmisch Sternberg, Mittelböhmen)

Alois Musil, fotografiert 1891

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/b/b9/Alois_Musil_-_Jugendbildnis.jpg

Alois Musil, fotografiert 1898

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/1/17/Alois_Musil_-_in_arabischer_Tracht.jpg

Alois Musil, fotografiert 1914

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Hoher Meißner, von Osterode aus und nach Süden gesehen

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75. Wiederkehr des Freideutschen Jugendtages. Hoher Meißner 1988

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Gedenktafel auf dem Meißner: Freideutscher Jugendtag 1913

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Frau-Holle-Teich mit Holzfigur der Frau Holle

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http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/eb/Frau-Holle-Teich_001.jpg

Das ist doch der Gipfel – des Meißners: Kalbe 720 m (nun, Kasseler Kuppe, 754 m, und Kasseler Stein, 748 m, sind noch etwas höher). Sehr viel Schnee, Frau Holle hat ganze Arbeit geleistet. Dezember 2009.

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Blick von der Kalbe, Juni 2007

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Burg Ludwigstein

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Angereiste Jungengruppe, 1948

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Alte Ansichtskarte von der Jugendburg

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Ludwigstein

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Volkstanz. Europäische Jugendwoche Burg Ludwigstein

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Enno Narten: Wandervogel, Bauingenieursstudent 1908, Hilfslehrer im Landesziehungsheim Haubinda 1914, Mitarbeiter bei der Gründung des Jugendrotkreuz nach 1945, Jugendpflegedezernent, Naturschutzaktivist, Protestierer gegen Wiederbewaffnung (dafür flog er wie bereits 1933 aus der SPD) und Vietnamkrieg. Enno Narten ist der Urheber des jugendbewegten Ludwigsteins.

http://burgludwigstein.de/Wer-war-Enno-Narten.411.0.html?&L=sjoqqalohrr

[6] Der vitruvianische Mensch ist eine berühmte, Zeichnung von Leonardo da Vinci aus dem Jahr 1492.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/22/Da_Vinci_Vitruve_Luc_Viatour.jpg

[7] „Auf Antrag der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) hat der UN-Menschenrechtsrat in Genf eine Resolution für ein weltweites Verbot der öffentlichen Diffamierung von Religionen verabschiedet. … In der Erklärung vom Freitag wird neben dem Islam keine andere Religion erwähnt.“

http://www.net-tribune.de/article/300307-194.php

[8] New Report by One Law for All

“Sharia Law in Britain: A Threat to One Law for All and Equal Rights”

http://www.onelawforall.org.uk/new-report-sharia-law-in-britain-a-threat-to-one-law-for-all-and-equal-rights/

[9] Hoher Meißner 1963: Rede von Professor Dr. Helmut Gollwitzer (Pfarrer; als Wehrmachtssoldat in russischer Kriegsgefangenschaft)

„Nichts einte diese “Bewegung” als der neue Lebensstil, der die äußere wie die innere Haltung prägte. Er aber genügte, damit wir uns wieder erkannten als verwandten Geistes über die Zäune der Anschauungen hinweg, die wir von den Älteren übernommen hatten. Seinetwegen fühlte ein Junge aus den rechts stehenden Gruppen der Bündischen Jugend sich den jugend-bewegten Sozialisten näher als den Angehörigen der Bismarckjugend und der Hitlerjugend.“

http://www.rundschau-hd.de/archives/2450/

Mit al-Ghazali gegen allgemeine Menschenrechte?

Oktober 20, 2011

Mit al-Ghazali auf dem Irrweg der staatlichen Imamausbildung voranschreiten?

Osnabrücker Universität ehrt einen orthodox-islamischen Totengräber des orientalischen Rationalismus

Eine Stellungnahme der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte ( GAM )

Osnabrück vermarktet sich nicht nur als „Friedensstadt“. Osnabrück ist auch bekannt als eine Stadt, die gute Beziehungen zur iranischen Gottesdiktatur pflegt, deren Tageszeitung und Universität Hochburgen islamophiler Ideologiebildung darstellen und die immer wieder durch Kollaboration mit zwielichtigen islamischen Funktionsträgern auf sich aufmerksam macht.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ahmadineschads_willige_geiger/

http://www.glasnost.de/autoren/krauss/integrationspol.html

http://nicsbloghaus.org/2010/06/19/die-gbs-zur-absage-von-osnabrueck/

Aus der Friedensstadt Osnabrück stammt auch jener umstrittene parteichristliche Bundespräsident Christian Wulf, der uns den Islam – ohne tabufreie und chancengleiche öffentliche Debatte – als organischen Teil Deutschlands aufnötigen möchte und dafür trotz weitgehend gleichgeschalteter Medien wohl kaum eine Mehrheit hinter sich brächte.

Diesmal ist es wieder so weit. An der Universität Osnabrück, einer der vier Standorte für islamische Theologie in Deutschland, soll vom 28. bis 30. Oktober eine Konferenz zum Thema „900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften. Perspektiven für eine islamische Theologie in Deutschland“ stattfinden.

Zur institutionellen Einbettung dieser Veranstaltung ist zunächst prinzipiell Folgendes anzumerken: Zum einen ist es höchst abwegig, Theologie und offenbarungsreligiösen (hier: islamischen) Glauben als „Wissenschaft“ zu bezeichnen und zu behandeln. Zum anderen verstößt die Einrichtung einer staatlichen Imam-Ausbildung grundsätzlich gegen das verfassungsrechtliche Neutralitätsgebot in Religionsangelegenheiten. Es kann nicht sein, dass dem ungefragten deutschen Steuerzahler, darunter ein Drittel Konfessionsloser, nun auch noch die Finanzierung des geistlichen Personals einer höchst kritikwürdigen Fremdreligion aufgebürdet werden soll. Drittens ist zu kritisieren, dass den Studierenden des Erweiterungsfachs „Islamische Religionspädagogik“ als Voraussetzung für ihre Lehrerlaubnis die Zugehörigkeit oder die Konversion zum Islam abverlangt wird.

Begründet wird diese verfassungswidrige und demokratisch illegitime Institutionalisierung mit dem angeblichen Vorhaben, den Islam „von außen“ im Sinne der Prinzipien der europäischen Moderne zu domestizieren und gegenüber radikalen (islamistischen) Ausformungen zu immunisieren. Für die Einsicht, dass diese dogmentheoretische Einmischung von Seiten des „Staates der Ungläubigen“ bei dem orthodoxen Mainstream-Islam und seinen berufsmuslimischen Vertretern auf wenig Verständnis und Hinnahmebereitschaft stoßen dürfte (es sei denn, diese erhalten hinter verschlossenen Türen doch noch die inhaltliche Lufthoheit), muss man kein Hellseher sein.

Um die ausschlaggebenden Kräfte der islamischen Orthodoxie gnädig zu stimmen, haben sich die universitären Profiteure der Theologie- und Imamausbildung mit Abū Ḥāmid al-Ġazālī (1058-1111) eine geeignete Galionsfigur auserkoren. Unter dem Eindruck gravierender geistiger Gegensätze und Orientierungswidersprüche innerhalb der zeitgenössischen Umma zwischen Sufismus (islamische Mystik), aristotelischer Philosophie, traditioneller Orthodoxie und ismaelitisch-schiitischer Einflüsse verkörpert al-Ġazālī die orthodox-islamische Verdammungsideologie gegenüber den Einwirkungen der aristotelischen Philosophie auf die islamische Weltanschauung. Mit Bezug auf al-Farabi und Ibn Sina wird von ihm das Recht der philosophisch argumentierenden Vernunft bestritten, den Offenbarungsglauben zu hinterfragen und überhaupt rationales Denken auf religiöse Prinzipien anwenden zu dürfen. Verurteilt wird auch die Leugnung von Wundern durch die Philosophen sowie das Kausalitätsdenken, weil es die göttliche Allmacht, ein Grunddogma des islamischen Eingottglaubens, in Frage stellt und dadurch die Krisen erzeugende Verunsicherung der Menschen hervorrufe. Um die rationale Philosophie als Nebenbuhlerin des Ringens um Wahrheit auszuschalten und den Absolutheitsanspruch des theokratischen Denkens zu befestigen, belässt es al-Ġazālī nicht nur bei der Kritik der angeblichen philosophischen Irrtümer, sondern verdammt die Philosophen als Ungläubige, was im orthodoxen Islam einem Todesurteil gleichkommt. Im Einzelnen gelten ihm drei Auffassungen als Indikatoren für todeswürdigen Unglauben (Glaubensabfall) für einen Muslim: 1) dass die Welt ungeschaffen und ewig sei, 2) dass Gott nur das Allgemeine, nicht aber das Besondere und Einzelne wisse und 3) dass es keine leibliche Auferstehung gebe.

Mit diesem islamisch-theologischen Verdammungsurteil fungiert al-Ġazālī als herausragende Figur der Austreibung philosophisch-rationaler Diskurskeime aus dem islamischen Weltanschauungssystem, das auch heute in seiner orthodoxen Grundgestalt mit der säkularen Moderne auch bei größtem Aufwand spitzfindigster Hermeneutik nicht in Einklang zu bringen ist.

Dass nun die Osnabrücker Universität ausgerechnet al-Ġazālī, nicht aber die muslimischen Vertreter der aristotelischen Philosophie würdigen, lässt tief blicken in die wahren Abgründe und Perspektiven der mehr als fragwürdigen und deplatzierten Imamausbildung an deutschen Hochschulen.

Ergänzend und vertiefend hierzu der folgende Text:

Osnabrück und das erneuerte Mittelalter: Heilssicherung verhindert Wissenschaftlichkeit

http://schariagegner.wordpress.com/2011/10/18/al-ghazali-am-ziis/

Zur Kritik der Imamausbildung:

Universitäre Imamausbildung und Einführung von Islamunterricht: Mit Siebenmeilenstiefeln in die falsche Richtung: Stellungnahme zur forcierten Etablierung islamischer Herrschaftskultur in Deutschland

http://www.hintergrund-verlag.de/texte-islam-universitaere-imamausbildung-und-einfuehrung-von-islamunterricht.html

Wer den Osnabrücker Veranstaltern seine Meinung mitteilen möchte, kann das hier tun:

info-irp@uni-osnabrueck.de

http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/?page_id=30

Al-Ghazali am ZIIS

Oktober 18, 2011

أسنابروك

Osnabrück

Osnabrück und das erneuerte Mittelalter

Heilssicherung verhindert Wissenschaftlichkeit. Offener Brief zur Osnabrücker Tagung 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland. Von Edward von Roy am 17.10.2011

Blindes Vertrauen ist ein romantisches Ideal meist kurzlebiger Jugendgemeinschaften, das in privaten Freundschaften oder ehelicher Paarbeziehung seine Berechtigung haben mag, nicht aber im Berufsleben oder im wissenschaftlichen Diskurs. Daher gilt es, sobald Menschen konkurrierender Lobbygruppen einander begegnen, niemals zu vermuten, „alle Zweifel beseitigt“ oder vollumfängliche Harmonie hergestellt zu haben, was den Verzicht auf die eigene Kritikfähigkeit integrieren müsste. Die aus feudalen, sprichwörtlichen Herrschaftszeiten stammende Ortsbezeichnung Platz des himmlischen Friedens (Tiān’ānmén) zeigt mit getöteten Demonstranten, was verstaatlichte Beschwörung absoluter Eintracht meint.

Kein geringeres Versprechen aber als das einer die jenseitige Glückseligkeit vorwegnehmenden, unüberbietbaren Gerechtigkeit im Zusammenleben zwischen Männern und Frauen, Muslimen und Nichtmuslimen bietet uns der Vollender der koranbasierten Weltdeutung und Justiz an, der im Jahre 1111 verstorbene Abū Ḥāmid al-Ġazālī. Allahs Rede an Mohammed ist für Schriftgläubige keine Stichwortsammlung zum Ausdiskutieren, keine halbe Sache, sondern auf Dauer (bis zum Tage der Auferstehung) gültiger Befehl: „Was im Koran steht, ist das wortwörtliche Wort Gottes“, fasst der aufgeklärte Bassam Tibi das nicht zuletzt durch al-Ghazali verewigte Dogma zusammen.

Physikalische Kausalität rückt der mittelalterliche Theologe in die Nähe der Blasphemie, denn nicht die Naturgesetze seien es letztlich, die Wirkung haben, nur die Gottheit sei Ursache. Wer ausschließlich philosophisch denkt, gelte im Vergleich zu einem islambewussten Menschen im Diesseits und Jenseits als sittlich minderwertig – mit in jeder Hinsicht höllischen Folgen.

Wer am Sinn der Scharia zweifelt, dem mangele es an Verstand, wie Imam al-Ghazali dem Gottsucher nahe legt:[1]

„Die wirkliche Vernunft gestattet es, den Pfad der Glückseligkeit (the path of felicity) vom Pfad der Verdammnis zu unterscheiden.“

„Moralisch gute Gesinnung zielt darauf, jede schlechte Angewohnheit zu entfernen, wie das islamische Gesetz der Scharia gründlich aufzeigt. … Gute Gesinnung lässt einen die schlechte Gewohnheit so verabscheuen wie Schmutz.“

Gelingendes Leben ohne erfüllten Schariagehorsam wird in einem an al-Ghazali orientierten Islam unmöglich sein, den ein Handeln, was die Banden des Islamischen Rechts übersteigt, ist pflichtgemäß als dreckig und Ekel erregend zu empfinden. Ein an al-Ghazali orientierter Religionsunterricht dürfte die Kinder und Jugendlichen von der freiheitlich demokratischen Grundordnung mehr und mehr entfremden:

„Solange die Ausübung der islamischen Pflichten mit Kummer oder Widerwillen verknüpft bleibt, zeigt sich ein Charaktermangel, der den Weg zum Glück verhindert.“

Zu den Folgen für Kreativität und Geistesleben meint Soziologin Necla Kelek:

„Al-Ghazali war es also letztlich, der den Islam mit seiner „Widerlegung der Philosophen“ gegenüber jedwedem Zweifel versiegelte und die Religion damit in jenes Gehäuse verbannte, das ihr bis heute jede Möglichkeit zu Innovation, Weiterentwicklung und Modernisierung raubte. … Mit der Leugnung der Philosophie hat sich die islamische Welt letztlich vor fast eintausend Jahren aus dem kulturellen Diskurs in Europa verabschiedet. Der Islam hat sich in den letzten fast eintausend Jahren nicht nur der Philosophie, sondern auch den Naturwissenschaften verschlossen. Die Freiheit des Denkens verschwand unter dem Gebetsteppich.“[2]

Alle heutigen einflussreichen islamischen Strömungen haben keine andere Scharia im Programm als der vor neun Jahrhunderten verstorbene persische Staatsideologe und Religionspolitiker. Keine neuzeitliche auf dem Koran gründende Bewegung, von Necmettin Erbakans Millî Görüş bis zu den 1928 entstandenen Muslimbrüdern, von der an Maududi orientierten pakistanischen Jamaat-e-Islami bis zum saudischen Wahhabismus, will, etwa Frauenrechte und Meinungsfreiheit betreffend, eine grundsätzlich andere Islamische Ordnung (Nizam Islami, Hakimiyyat Allah) als jener al-Ghazali, der im Oktober 2011 in der Universität zu Osnabrück festliche Ehrung erfährt.

Die international aktive, Islam und Türkentum verherrlichende Millî Görüş bemüht sich gegenwärtig und nicht ohne Erfolg, ihre Unterwanderung der türkischen Regierung zu beenden, weshalb sich Ministerpräsident Erdoğan, der seit 40 Jahren Erbakans religiöser Bewegung angehört, selbstsicher als ein Anhänger der Scharia bezeichnete.[3]

Der einstige Außenminister Abdullah Gül ist heute Staatspräsident und wird von der BBC als „ex-Islamist“ bezeichnet. Früher stellte er klar:

„Der Islam regelt die weltliche Ordnung. Ich als Moslem glaube daran. In der Türkei gibt es Gesetze, die den Islam unterdrücken, und diese Unterdrückung muss aufgehoben werden.“

Dass die alle 80.000 türkischen Moscheen überwachende DIYANET, als deren deutscher Arm die DITIB fungiert, die schariagemäße (herabgesetzte, obszönisierte und dämonisierte) Frauenrolle propagiert, berichtete die Presse 2008:

„Es handelt sich um einen Leitfaden für das gute und vorbildliche Leben der muslimischen Frau. Flirten, so heißt es da, sei nicht mehr und nicht weniger als Ehebruch. Der Kontakt mit fremden Männern müsse generell vermieden werden. Der Gebrauch von Parfüm außerhalb des eigenen Hauses sei Sünde. “Frauen müssen vorsichtiger sein, sie senden besondere Reize aus”, so der Text weiter.“[4]

Der Islam von Scharia und Fiqh missbilligt jedes Familienleben oder jede Lebensführung, jede Religionskunde oder Islamforschung, die alle irdischen Belange nicht den repressiven Vorgaben des „außerweltlich-gottgeschaffenen“, dem Verstehen letztlich enthobenen Gottesgesetz nachordnet. Es stimmt, dass der abwechselnd als Mystiker oder Philosoph gehandelte Abu Hamid al-Ghazali dem Gottesfürchtigen den Weg in den Himmel nicht verbauen will. Jener allerdings hat sich, sozusagen als Gegenleistung, „weltlich-irdisch“ (sozial, politisch) durch absoluten Verhaltensgehorsam auszuzeichnen, einem Kodex gegenüber, der unbegreiflich bleiben muss und allein deswegen keiner Kritik bedarf.

Die nicht kodifizierbare Scharia wird durch Hisba (Orthopraxiedurchsetzung) und Da’wa (Mission) jedem Tugendverweigerer ausgesprochen (schmerzhaft) spürbar, ihrer systemeigenen Ganzheitlichkeit und Dynamik nach gleicht sie keiner Speisekarte, sondern versteht sich als Komplettangebot. Den Islam nicht falsch „interpretierend“, zurren Hisba und Da’wa als die Werkzeuge der unaufgeklärt-islamischen Disziplinierung zwischen Islamabad und Gaza-Stadt, Jakarta und Kairo in diesen Jahren dem freiheitsliebenden Individuum die Fesseln immer enger und stehen dem Aufbau von Bürgerrechten und Rechtsstaat schlicht im Weg. Ägyptens Verfassung stellt klar: „Der Islam ist Staatsreligion. Arabisch ist Amtssprache, die Hauptquelle der Gesetzgebung ist die Islamische Jurisprudenz (Scharia).“[5]

Wer unkritisch einen Theokraten wie al-Ghazali ehrt, den Großmeister der Schariapolitik, billigt den totalitären Islamischen Staat oder den religiös begründeten Rechtspluralismus, will also entweder das Kalifat oder den Ausstieg aus dem für alle geltenden einheitlichen und (jeden Menschen gleich behandelnden) Recht – oder hat vom Islam nichts verstanden.

Toleranz leben, Vertrauen wagen, aufeinander zugehen, das sind angemessene Wahlsprüche für mehrtägige Jugendfreizeiten, solange die universellen Menschenrechte auf der Seite der Veranstalter bekannt und gewollt sind oder, und von allen, wenigstens wie zufällig gelebt werden. An Lobbyisten einer auf Ungleichbehandlung (der Frau, des Andersgläubigen) beruhenden Doktrin wie derjenigen des Islamischen Rechts sollten Säkulare nicht tolerant, sondern ausgesprochen misstrauisch herangehen.

Redner und Teilnehmer der Tagung 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland sollten sich (oder wenigstens uns) die Frage erlauben, ob das zu einer offenen Begegnung unabdingbare Grundvertrauen angesichts der orthodox-islamischen Frauenfeindlichkeit und geheiligten Diskriminierung der Nichtmuslime angezeigt ist. Ein anderer Islam als derjenige von Scharia und Fiqh ist derzeit zwar mit sympathischen Einzelpersönlichkeiten anzutreffen, jedoch leider noch nicht organisierbar.

Wunderbare Dinge sollen nun von den in der BRD neu geschaffenen universitären Islamischen Studien ausgehen, eine neue Islamische Theologie gar, die nicht länger mit den Standards der Allgemeinen Menschenrechte (AEMR) kollidiert. Welche Gelehrten (‘Ulama, Sg. ‘Alim) den korangemäß (islamgemäß) auf die Scharia zu verpflichtenden Muslimen künftig die Rechtsgutachten (Fatwen) ausstellen sollen, ist unbeantwortet geblieben: Doch hoffentlich nicht diejenigen des, Scheich Yusuf al-Qaradawi nahe stehenden, European Council for Fatwa and Research (ECFR)?[6] Oder will man in Osnabrück dazu aufrufen, im Sinne eines selbst bestimmten Lebens jeden Fatwa-Konsum einzustellen? Haben sich Bülent Ucar („für eine authentische Entwicklung des Islams in Deutschland und Europa“) oder Mouhanad Khorchide („Dafür ist eine Zusammenarbeit mit den islamischen Religionsgemeinschaften geboten“)[7] jemals vom ECFR distanziert, werden sie eine Theologie erschaffen (was doktrinär nur Allah kann) und vermarkten können, die verlässlich gegen die mehr als unterschwellige Misogynie und Gewaltbereitschaft der Funktionäre von Muslimbruderschaft oder (muslimbrudernahem) ECFR anredet und erzieht?

Zugegeben etwas ungläubig haben wir vernommen, dass die Scharia jetzt den Banden der Grundrechte eingepasst werden soll. Das Streben mag die Öffentlichkeit an die beiden Konzepte von Euro-Islam erinnern, die Bassam Tibi säkular und nachhaltig rechtsstaatlich und Tariq Ramadan allahzentrisch und ein wenig revolutionär entworfen haben.

Tibi forderte vom europäischen Muslim den Verzicht auf installierte Islamische Justiz (Fiqh) und die Abkehr vom Islamischen Recht, damit die universellen Menschenrechte keinen Schaden nehmen:

„Im Euro-Islam gibt es keine Scharia und kein Dschihad. Viele Muslime sagen, ohne Scharia und ohne Dschihad gibt es kein Islam. Wenn sie ehrlich sind und informiert sind, was Scharia und Dschihad bedeuten, dann können sie leicht zum Ergebnis kommen: Scharia und Dschihad sind nicht verfassungskonform. Das heißt: Wenn ich an den Islam glauben will und will an Scharia und Dschihad festhalten, dann kann ich nicht auf dem Boden des Grundgesetz stehen.“[8]

Ramadan will den beibehaltenen islamischen Pflichtenkanon, das Strafrecht eingeschlossen, einer elitär betriebenen Debattenkultur unterziehen, das Ergebnis sei dann demokratiefähig:

„Meine Position ist, dass wir anfangen müssen, darüber zu diskutieren. Ich glaube nicht, dass die Umstände, diese Strafen wieder einzuführen, zurückkommen werden. Aber ich will mit den islamischen Gelehrten in eine kritische Diskussion treten, … indem ich die Idee vorantreibe, die Strafen zu suspendieren und den Dialog darüber zu eröffnen, was wir wollen. Ich weiß nur eines: Es ist unmöglich, sie anzuwenden, deshalb müssen wir es beenden im Namen des Islams.“

Die Religion des Islam scheint der selbsternannte Genfer Islamsprecher dabei als parallele Staatlichkeit zu begreifen, die sich zwischen Regierung und „Islambürger“ schiebt und alles Nichtislamische auf die jeweiligen Ergebnisse der Beratschlagung („Diskussion“) warten lassen darf. Zu einem unzweifelhaften Vorrang der AEMR gegenüber den Religionsgesetzen schweigt Ramadan. Auch zum Verzicht auf den Hidschab (Schleier, islamisches Kopftuch) oder für die Möglichkeit der Islamapostasie macht sich der Sohn von Muslimbruder Said Ramadan und Enkel von Hasan al-Banna, dem Gründer der Muslim Brotherhood, nicht gerade stark.

Das angeblich unbedingt und sofort in den Hochschulbetrieb zu integrierende „islamische Wissen“ ist aus Sicht der ‘Ulama das, was die Seele vor der ewigen Verdammnis rettet. Reinhard Schulze gibt sich optimistischer und redet von Islamischer Theologie:

„Islamisches Wissen soll durch einen akademischen Diskurs nicht nur verwaltet, sondern bearbeitet und weiterentwickelt werden. … Die Aufgabe, vor der wir heute stehen, ist die Integration der islamischen Selbstauslegung in das akademische Feld deutscher Universitäten.“[9]

Wer sieht Anlass zur Hoffnung, dass die an den deutschen Fakultäten für Islamische Theologe im Aufbau befindliche Imamausbildung und Ausbildung der Lehrer für einen Islamischen Religionsunterricht näher am Konzept des Göttinger Politikwissenschaftlers steht und weiter entfernt vom gleichnamigen Entwurf des Genfer Islamisten? Was Bülent Ucar (ebenfalls bei dradio) zu den Möglichkeiten der Theologiefortschreibung sagt, mag Spannung verbreiten, ist aber kein vorbehaltloses Bekenntnis zur Universalität der Menschenrechte:

„Es kann aber auch sein aufgrund der pluralistischen Gesellschaft hier im Westen, dass sich so etwas wie ein liberaler Islam entwickelt.“

Wer am 28.-30. Oktober 2011 im Osnabrücker Schloss Abu Hamid al-Ghazali als Beispiel träumerischer Mystik ausgeben will, lese beim illusionslosen Murad Wilfried Hofmann:

„Andernfalls müssten sie wissen, dass Islam selbst von Mystikern nie nur als eine Sache des Herzens verstanden werden darf, sondern notwendig die Unterwerfung unter das Gesetz, die Schari’a, impliziert.“[10]

Hofmann argumentiert völlig im Einklang mit al-Ġazālī, der den Trance-Techniken verzückter Gotteserfahrung gewisser Sufi-Gemeinschaften jeden Selbstzweck abspricht. Nicht Entrückung sichert das Heil, sondern soziopolitischer Gehorsam:

„Die Menschen schlafen, und erst wenn sie sterben, erwachen sie (people are asleep, and when they die they wake up). … Die Liebe zum Diesseits ist die Ursache aller Sünde, das Diesseits ein Ackerfeld für das Leben danach.“

„Voller Treue und Eifer soll der einfache Muslim die Gelehrten nachahmen, die Erben der Propheten. Die Gelehrten sollen die Gottesfreunde, Propheten und Engel bis zur Auslöschung aller menschlichen Eigenschaften imitieren, damit sie im Paradies zu menschengestaltigen Engeln verwandelt werden.“

Nur dem schariatisch korrekt Handelnden gelinge es in seinem Leben, die (das Seelenheil gefährdenden) Extreme zu vermeiden. Glauben heißt gehorchen! Das ist die Botschaft eines ernsthaft an al-Ghazali ausgerichteten Islamischen Religionsunterrichts (IRU).

Zur Ausbreitung der islamischen Seinsweise darf gelogen werden, stellt al-Ghazali fest.[11]

Wer die Islamische Ordnung aufbaut und seine Familienangehörigen und Nachbarn mit der Grundlage jeder Hisba-Tätigkeit, mit dem „Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten (Koran 3:110) zum „religiös richtigen Tun“ zwingt, sei gerade nicht gleichsam zu heiß oder zu kalt, sondern human und gemäßigt, habe sozusagen Körperwärme, wie Tugendtyrann al-Ghazali, die griechischen Philosophen zweckentfremdend, anordnet:

„Vollkommene Tugend ergibt sich dem Gottesfürchtigen ganz von selbst, die Wahrheit ist für ihn jederzeit und mühelos ersichtlich.“

„Ziel ist die Wohlausgewogenheit, das mittlere Maß, denn Übermaß wie Mangel sind meidenswert. Wir Menschen wünschen wohltemperiertes Wasser, nicht zu heiß und nicht zu kalt.“

Um die Frauenfrage war der vor 900 Jahren verstorbene Imam besonders bemüht, wie man im Al-Ḥyā ‘Ulūm ad-Dīn (Die Wiederbelebung der religiösen Wissenschaften) erfährt:[12]

„Sie muss im Hof bleiben und sich um die Wäsche kümmern. Sie darf nicht allzu oft ausgehen, muss einfältig und gutmütig sein, darf keinen allzu geselligen Umgang mit den Nachbarn haben und sie nicht öfter besuchen, als es absolut unverzichtbar ist. Sie muss sich sehr um ihren Ehemann kümmern und ihn respektvoll behandeln. Ohne seine Einwilligung darf sie das Haus nicht verlassen.“

Die Tagungsteilnehmer im Osnabrücker Schloss sollten sich umsehen, ob Exemplare der Spezies Frau unter ihnen anwesend sind, die gegen al-Ghazalis Vorgabe verstoßen und ohne Erlaubnis des Ehegatten gekommen sind. Wer das jetzt nur lustig findet, weiß nicht, was Islamisches Recht und Deutschlands Ehrenmorde miteinander zu tun haben. Unattraktiv muss die Tugendhafte wirken, anonym wie ein Zombie durch Nebengassen huschen:

„Dabei hat sie [beim Ausgehen, beim Verlassen des Hauses] abgetragene Kleidung anzulegen und sich nur auf unbelebten Straßen zu bewegen. Die öffentlichen Märkte muss sie meiden und sicherstellen, dass niemand sie an ihrer Stimme erkennt. Sie darf sich nicht an einen Freund ihres Ehemannes wenden, selbst wenn sie seine Hilfe gerade nötig hätte.“

Was al-Ghazali zur Frau im Islam predigt, ist kein „Islamismus“, sondern echter alter Islam.

Vor einer Zersplitterung des deutschen Islams warnend, lobt der 1984 in Lützelbach im Haus des Islam (Wolfgang Borgfeldt) weilende Hofmann den Islamfunktionär Ahmad von Denffer, der gerade seine sechs Jahre an der Maududi-orientierten britischen Islamic Foundation beendet hatte:

„Wenn alle diese Gruppen und Grüppchen und ihre fernen Mäzene sich dem Islam so verschrieben hätten wie Ahmad von Denffers Muslim-Gemeinschaft, dann würden sie an einem Strick ziehen. Wenn.“

Der radikale, aus Leicester heimgekehrte Konvertit bekannte sich später religiös zu palästinensischen Selbstmordattentaten („eine der höchst lobenswerten Formen des Gottesdienstes“), ganz nach dem Vorbild des Apostaten und Homosexuelle als tötenswert erklärenden Scheichs al-Qaradawi,[13] und ermuntert jeden deutschen Muslim, den säkularen Staat zu überwinden und: „diese Gesellschaft in eine islamgemäße umzuwandeln.“[14]

Gareth Jenkins (2010) unterschätzt den türkischen Ministerpräsidenten womöglich, der, die Unrechtssysteme Iran und Sudan betreffend, keineswegs betriebsblind ist, sondern politisch geschickt:

„Dass man die Länder des einstigen osmanischen Reiches an sich binden, zu deren ‚Gravitationszentrum’ werden will, das hat ja auch Außenminister Davutoglu immer ganz konsequent gesagt. Das ist Strategie. Aber ich glaube auch, dass es eine gewisse Blindheit, eine Naivität gibt bei Erdogan und der AKP. Sie sehen diese Regime nicht so wie sie sind. Es ist ein Ausdruck der mangelnden intellektuellen Tiefe Erdogans, er kann nicht erkennen, was böse ist im Sudan, weil er es durch einen muslimischen Filter wahrnimmt. Diese Leute können nicht schlecht sein, sie sind Muslime. … Das eigentliche Problem ist aber eine kulturelle Blindheit der AKP gegenüber muslimischen Extremisten. Man erkennt oft gar nicht, dass jemand ein potenzieller Terrorist ist, weil derjenige als frommer Muslim dasteht, und somit grundsätzlich akzeptabel erscheint.“[15]

Die größere „Blindheit“ oder Einfalt könnte viel eher auf Seiten des Islamische Studien empfehlenden deutschen Wissenschaftsrats (WR) liegen und bei den fünf Universitäten, die, durch den Staat mit jeweils bis zu 4 Millionen Euro gefördert,[16] um die rasche Ansiedlung von schariafreundlichen Studiengängen rangelten.

Falls sich Deutschlands Islamische Theologenausbildung als das Hofmannsche „an einem Strick ziehen“ erweisen sollte, als ein die Integration behinderndes und die Abschottung förderndes Hand-in-Hand-Arbeiten mit FIOE (Federation of Islamic Organisations in Europe) bzw. ECFR, wird es hilfreich sein, rechtsstaatliche Wege offen gehalten zu haben, um das waghalsige Experiment einer universitären IRU-Lehrer- und Imamausbildung zu beenden.

Religionslehre an öffentlichen Schulen darf nicht dazu beitragen, Rechtsstaat und bürgerliche Ordnung zu ironisieren und zu erodieren. Bevor die heutigen Islamverbände staatlicher Ansprechpartner für einen bekennenden Religionsunterricht sein können, ist der Verzicht auf die Wortwörtlichkeit von Koran und Hadith zu erklären. Der Aufbau von Fiqh-Justiz (Fatwa-basierten Schiedsstellen, Schariagerichtshöfen) darf nicht betrieben werden.

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

[1] Aus dem Mīzān al-‘Amal (Waage-Skala des Handelns) stammen, wo nicht anders angegeben, auch die anderen Zitate. Eigene Übersetzung nach al-Ghazalis Criterion of Action bzw. Critère de l’action verschiedener Quellen, u. a.

Criterion of Action (Mizan al-‘Amal), bei: S. Dunya, Kairo 1964

http://www.ghazali.org/works/mizan-en.htm

Das etwas weltverachtende „alle Menschen schlafen“ (when they die they wake up) entstammt dem Hadith. Soll der an al-Ghazali geschulte Teilnehmer des künftigen IRU sich für einen Schlafwandler (sleepwalker) halten? “There is a hadith of the Prophet Muhammad, which is attributed also to Ali. He says that human beings are asleep. And when they die they wake up. So, there is this notion that human beings go through life as sleepwalkers, as people who are really not waking up to their own potential – to this power that resides within us.”

http://xeniagreekmuslimah.wordpress.com/2010/10/05/human-beings-are-asleep-when-they-die-they-wake-up-why-some-are-unable-to-understand-te-quran/

[2] Necla Kelek: Aus Muslimen müssen freie Bürger werden

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/freiheitspreis-an-necla-kelek-aus-muslimen-muessen-freie-buerger-werden-15935.html

[3] WELT 20.07.2007, Boris Kalnoky: Das System von Recep Tayip Erdogan

Zitat: „Gott sei Dank sind wir Anhänger der Scharia“, sagte Erdogan 1994 der Zeitung ‚Milliyet’. Der Satz daraus „unser Ziel ist der islamische Staat“, hat die Türkei erschüttert

http://www.welt.de/politik/article1042341/Das_System_von_Recep_Tayip_Erdogan.html

[4] DER SPIEGEL am 01.06.2008, Daniel Steinvorth: Wenn Frauen besondere Reize aussenden.

„Für andere Frauen, säkulare Türkinnen, kommt der Sittenkatalog einem Rückschritt in die Steinzeit gleich.“

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,556473,00.html

[5] Art.2. Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia).

http://www.egypt.gov.eg/english/laws/constitution/chp_one/part_one.aspx

[6] ufuq, bei bpb – „Qaradawi selbst gilt als Vordenker der islamistischen Muslimbruderschaft. Zwar präsentiert er sich als Verfechter der “wasatiyya”, einer “Mittelposition”, die nach einer gemäßigten Position zwischen den Extremen suche. Doch bekennt er sich zur maßgeblichen Rolle der Scharia im gesellschaftlichen Alltag. … Qaradawi ist auch Präsident des 1997 in Dublin gegründeten Europäischen Fatwa- und Forschungsrates (ECFR).“

http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=2R8K3B

[7] IGMG 01.01.2011 Islamuntericht: Moschee und Schule ergänzen sich

Khorchide will, hier publiziert es die Millî Görüş: „dass sich der islamische Religionsunterricht an den Schulen und der Religionsunterricht an den Moscheen künftig gegenseitig ergänzen sollen.“

http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/islamuntericht-moschee-und-schule-ergaenzen-sich.html?type=98

[8] Der europäische Islam (Michael Hollenbach, dradio 25.07.2009)

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1004570/

[9] „Was ist Islamische Theologie?“ Reinhard Schulze (Köln 13.07.2010)

http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/Schulze.pdf

Während Schulze vor dem Wissenschaftsrat dozierte, protestierten Bürgerrechtler vor dem Tagungszentrum MediaPark

http://vafpage.de/aktionen.html#Juni

[10] Murad Wilfried Hofmann 1981, aus: Tagebuch. Dort liest man, was der gottesfürchtige Diplomat drei Jahrzehnte eher unter Wissenschaft zu verstand: „Oh ja, diese Soziologie argumentiert vom gewünschten Ergebnis her. Atheismus ist ihr nicht nur Arbeitshypothese, sondern Axiom. Wenn dies die herrschende Weltanschauung der gesamten westlichen Welt wird, dann gute Nacht auch für Europa.“

http://www.way-to-allah.com/dokument/tagebuchwilfriedhoffmann.pdf

[11] Frommes Lügen ist für die Ausbreitung des Schariagesetzes gestattet, sagt al-Ghazali:

“Know that a lie is not wrong by itself … We must lie when truth leads to unpleasant results.”

http://books.google.de/books?id=alSXCzWQmKcC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

[12] Eigene Übersetzung nach: « Elle doit rester au foyer et filer la laine. Elle ne doit pas sortir trop souvent. Elle doit être ignorante, ne doit pas être sociable avec ses voisins et ne doit leur rendre visite que si c’est absolument nécessaire. Elle doit prendre soin de son mari et doit lui témoigner du respect, en sa présence comme en son absence. Elle doit essayer de le satisfaire en toutes choses. Elle ne doit pas essayer de le tromper, ni de lui extorquer de l’argent. Elle ne doit pas quitter sa maison sans la permission de son mari … Elle devra revêtir de vieux vêtements et emprunter des rues désertes. Elle devra éviter les marchés publics et s’assurer que nul ne puisse identifier sa voix et la reconnaître. Elle ne doit pas adresser la parole à un ami de son mari, même si elle a besoin de son assistance.»

Aus : Revivification des sciences de la religion, cité par Ghassan Ascha, Du statut inférieur de la femme en Islam, l’Harmattan, Paris 1987, p. 41.

http://www.denistouret.fr/textes/al_Ghazali_Algazel.html

http://fr.narkive.com/2004/12/28/1753783-le-statut-inferieur-de-la-femme-en-islam.html

Zu al-Ghazali und die Frauen vgl. auch Describing Women and Their Good and Bad Points

Imam Ghazali: Counsel for Kings [Nasihat al-Muluk], London, Oxford University Press, 1964, pp. 158-173

http://www.globalwebpost.com/farooqm/study_res/ghazali/women_good_bad.html

[13] Qaradawi declared Hezbollah’s war a legitimate Jihad in accordance with Islamic law on his Web site, where he also stated, “It is the duty of every Muslim to support this resistance against the Israeli enemy.” …

Qaradawi has also justified killing apostates and homosexuals. In an interview with the Egyptian newspaper Al-Ahram Al-Arabi in 2004, Qaradawi condemned apostasy and ordered the death penalty for those who stray from Islam. In 2003 Qaradawi stated on IslamOnline that the punishment of homosexuality is the death penalty.

http://www.adl.org/NR/exeres/788C5421-70E3-4E4D-BFF4-9BE14E4A2E58,DB7611A2-02CD-43AF-8147-649E26813571,frameless.htm

[14] bpb – Rainer Brunner zitiert Ahmad von Denffer:

“Hier hat der Wolf aber gehörig Kreide gefressen! (…) Niemand wird ernsthaft glauben, was der Zentralrat hier vorträgt. An der Forderung des Korans, danach zu streben, dass nach Allahs Wort zu entscheiden ist (Koran 5:44-50 u.a.), kann kein Zweifel bestehen. Mit seinem ‚Begrüßen’ des Systems der Bundesrepublik Deutschland wo ‚Staat und Religion harmonisch aufeinander bezogen sind’ rückt der Zentralrat aber eindeutig von dieser koranischen Maßgabe ab“

http://www.bpb.de/veranstaltungen/NTGHNT,0,0,Die_Islamische_Charta_des_Zentralrats_der_Muslime_in_Deutschland.html

[15] Boris Kalnoky für WELT-online am 25.01.2010, „Erdogan kehrt zurück zu muslimischen Instinkten“

http://www.welt.de/politik/ausland/article5970785/Erdogan-kehrt-zurueck-zu-muslimischen-Instinkten.html

[16] James Angelos am 03.08.2011, in: Germany Tries to Forge European Brand of Islam

Germany’s government is granting five of its public universities up to €4 million ($5.7 million) each to develop Islamic theology programs. The Osnabrück experiment, the first German university course of its kind, has gained a great deal of attention.

http://online.wsj.com/article/SB10001424053111903635604576476230269701982.html

Ayatollah Chomeini und der islamische Staat

Oktober 14, 2011

ولايت فقيه

Wilāyatu l-Faqīh

Velāyat-e Faghīh

Herrschaft des Obersten Rechtsgelehrten

Der islamische Staat

Zwischen dem 21. Januar und dem 8. Februar des Jahres 1970 lauschten schiitische Islamstudenten an der traditionsreichen Lehrstätte zu Nadschaf (Irak) neunzehn Vorlesungen, deren Inhalte später als Hokumat-e Eslāmī (Der Islamische Staat) zusammengefasst wurden (im Englischen erlangte die bereits betrachtete Übertragung eines Berkeley-Professors[1] Bekanntheit: Hokumat-e Eslāmī: Velāyat-e Faqīh (Islamic Government: Governance of the Jurist; vgl. Sägefisch 175).

Dass der 1964 aus seiner iranischen Heimat in die Türkei verbannte und im Folgejahr an den Euphrat nach Nadschaf geflüchtete Dozent und Hodschatoleslam kein Jahrzehnt später Irans Staatsoberhaupt sein würde, ahnten damals sicherlich nur die wenigsten.

Die folgenden acht Jahre kaum diskutiert, geriet die Schrift im Vorjahr der Islamischen Revolution in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit, als spürbar wurde, dass Ayatollah Chomeini die religiöse islamische Sache wirklich ernst genommen hatte. Auszüge aus Chomeinis, 1983 in der DDR für den Verlag Klaus Schwarz gedruckten Text Der Islamische Staat, (übersetzt von Nader Hassan und Ilse Itscherenska) werden gegenwartsbezogen kommentiert von Jacques Auvergne.

Vormals bei Bedarf der Mächtigsten Göttin ein edles Tier opfernd (bei Hišām bin al-Kalbī: “So habe ich der al-ʿUzzā ein weißes Schaf geopfert, als ich noch Anhänger der Religion meines Volkes war.”),[2] verließ das vollkommene Wesen den Polytheismus und übernahm (klaute) die Reihe der Propheten von den hebräisch lesenden Nachbarn. Mohammed („Er hackte Hände ab, peitschte aus, steinigte“, Ayatollah Chomeini) stellte sich der Menschheit als Monopolinhaber des tauḥīd vor, jenes unbedingt öffentlich zu bekundenden Glaubens an das vierfache Einssein. Denn auf ewig Eins, denn unteilbar ist sowohl Gott (Allāh), als auch das Weltall als Schöpfung des Schöpfers (der Ḫalq des im Koran mehr als zweihundert mal genannten Ḫāliq),[3] das einzig sittlich zu nennende Gesetz (šarīʿa) sowie die Gemeinde (umma) der tugendhaft Handelnden. Zwischen islamisch denken und islamisch leben kann es keinen Unterschied geben, wer nicht gehorcht, glaubt nicht.

Der den Koran zum unübertrefflichen Gesetz erhebende Tauhid,[4] der ernsthaft gelebte Islam, ist damit nicht lediglich spekulative, allen Dingen gemeinsame Sinnquelle des Nachdenklichen, der etwa das Vorbild eines Aristoteles oder Alexander von Humboldt, Goethe oder Hesse für ein vollkommen gelungenes menschliches Leben hält, nicht einfach nur dem Individuum Zuversicht bereitendes Weltgefühl in der Tradition von Lao Tse, Henry David Thoreau oder Sir Ahmed Salman Rushdie (Todesfatwa durch Chomeini am 14.02.1989), sondern das die Unteilbarkeit von Allah, Schöpfung, Scharia und Umma bekundende, von jedem Rechtgläubigen flexibel (rücksichtslos) und konsequent (gnadenlos) in Familie, Schule und Straßenzug durchzusetzende Wohlverhalten. Glauben heißt gehorchen!

Deshalb, zur Minderung des Lasters und zur Rettung der Seele, trägt die heute für das der Millî Görüş zuzurechnende (Az.: LG Berlin 27.0.134/02) Islam-Kolleg e. V. als Lehrerin arbeitende Diplomatentochter Fereshta Ludin ihr Kopftuch und Konvertit Raimund Prochaska, ihr Ehemann, einen die bösen Dschinnen vertreibenden Bart. Die prominente afghanischstämmige Kopftuchklägerin und ihr Ehemann saßen ab 1995 im Vorstand der im Vorjahr im Haus des Islam (HdI) gegründeten Muslimischen Jugend Deutschlands (MJD), deren erster Vorsitzender HdI-Gründer Muhammad Siddiq (Wolfgang Borgfeldt) hieß, ein Mitglied im Europäischen Rat für Fatwa und Forschung (ECFR), dessen Chef wiederum der höchstangesehene Theologe der Muslimbrüder ist, Scheich Yusuf al-Qaradawi.

Aus Sicht der Schariafreunde gibt es Zivilisation nur durch das wörtliche Befolgen von Koran und prophetischer Überlieferung. Der Widersacher an sich ist den frommen irdischen Siedlern und Kolonialisten auch sogleich geläufig, der Jude. Antisemit Chomeini stellt fest:

15. Zuerst war die islamische Bewegung mit dem Judentum konfrontiert. Die Juden waren es, die als erste mit der antiislamischen Propaganda und mit geistigen Verschwörungen begannen. Und das dauert, wie Sie sehen, bis in die Gegenwart an.

Der Teufel selbst schuf den Kapitalismus und den Staat Israel, so fasst der Ayatollah dem zu zivilisierenden (zu muslimisierenden, d. h. der Scharia zu unterwerfenden) Leser die Menschheitsgeschichte zusammen.

Chomeini hat die zum religiösen Mord anstachelnde Gottheit von Sunna und Scharia keineswegs falsch verstanden. Allah prophezeit die vom Hadithleser mit freudiger Erregung zu begrüßenden antisemitischen Kollateralschäden auf dem Weg ins Paradies genau so, wie es die am 18.08.1988 verkündete Charta (Mīṯāq Ḥarakat Ḥamās) der seelsorgerlich, terroristisch, politisch und wohltätig aktiven Islamischen Widerstandsbewegung (Hamas) in Artikel 7 wiedergibt. Geheiligtes und heilssicherndes Ermorden von Juden wird für die Hamas als den palästinensischen Zweig der global agierenden Muslimbrüder (Artikel 2) zur Voraussetzung für das Herankommen des Weltgerichts:

„Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‘Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’“[5]

Achtzehn Jahre zurück und in den Irak des Jahres 1970. Der Theologieprofessor spürt Landstriche der Frommheit („islamische Länder“), in denen die Scharia Naturgesetz ist und die widernatürliche, jedenfalls „westliche“ allgemeine Menschenrechtserklärung (AEMR) gar nicht gelten kann. Der Höllenfürst selbst jedoch beruft Verworfene, die ohne Unterlass die Makellosigkeit der Religion mit Schmutz bewerfen:

15. Nach den Juden traten andere Volksstämme auf, die in gewisser Hinsicht noch teuflischer sind. Sie drangen als Kolonialisten vor dreihundert Jahren oder früher in die islamischen Länder ein … So begannen sie, auf verschiedene Art und Weise gegen den Islam Propaganda zu machen … begannen, die Wahrheit des Islams zu entstellen.

Die hinterhältig entstellte „Wahrheit des Islams“ bei Chomeini ist das, was uns in Deutschland und zweiunddreißig Jahre nach der Islamischen Revolution, 2011, als angeblich bejammernswert verzerrtes „Islambild“ begegnet, so im Januar in der taz (Gudrun Krämer: „Die Deutschen haben ein einseitiges Islambild“),[6] im Mai bei der NZZ (Kai Hafez: „Das negative Islambild verfestigt sich.“)[7] und im Oktober bei der Deutschen Welle („Ist das Islambild in den Medien zu negativ?“).[8]

Leider verlangen Krämer oder Hafez, Annette Schavan oder Patrick Bahners von Deutschlands Imamen nicht, die koranische Höllendrohung künftig nur als ein Sinnbild zu erklären. Und so gewinnen, nach ihrem Ableben, Schariati und Chomeini doch noch die Deutungshoheit zu Westen und Morgenland, kapitalistischem Okzident und spirituellem Orient: Nicht der Islam an sich ist negativ, nein, dein oder mein „Bild“ vom Islam ist es! Sofern er kein Rassist ist, leide der islamkritische Deutsche, jedenfalls der nichtmuslimische Deutsche, allzu leicht an einer Wahrnehmungsstörung und benötige dann eine Sehhilfe zur Korrektur seiner religiösen Optik.

Schließlich ist, jedenfalls meinen das die Kalifatsfreunde, das Islamische Recht (Scharia) reinster Humanismus, Garantie für gelingenden Sozialstaat, Hilfe zur Selbsthilfe. Der Sklave Spartacus, der vogelfreie Robin Hood und der historisch verbürgte Aufständische Andreas Hofer waren gleichsam Zwerge:

16. Der Islam ist die Religion der Kämpfer, die für Recht und Gerechtigkeit eintreten, die Religion derer, die nach Freiheit und Unabhängigkeit streben, die Schule der Kämpfer gegen den Kolonialismus.

Dass der echte alte Islam dabei seit Mohammeds Tagen einen grausamen Kolonialismus und Imperialismus darstellt und einen auf Deklassierung der Frauen und Versklavung der Nichtmuslime beruhenden Führerstaat verlangt, übergeht der spirituelle Staatstheoretiker einstweilen.

Erst die religiöse Revolution („eine Regierung an die Macht zu bringen“) sei so etwas wie die Verwirklichung des Sozialstaatsgebots. Atemlos steigt der Geistliche zum Begriff des Lebens in der Menschenwürde hinauf, nun ja, die halbierte Würde für die Frau muss dabei reichen und der Ex-Muslim hat inschallah gar keine Würde:

16. Die falsche Vorstellung vom Islam in der öffentlichen Meinung und die verzerrte Form seiner Darstellung in islamischen Seminaren laufen darauf hinaus, dem Islam seinen revolutionären und vitalen Charakter zu nehmen und die Muslime daran zu hindern, Anstrengungen zu machen, sich zu bewegen, die Freiheit zu lieben, sich um die Verwirklichung der islamischen Grundsätze zu bemühen, eine Regierung an die Macht zu bringen, die für ihr Wohlergehen sorgt ein Leben zu führen, das menschenwürdig ist.

Neugier auf das Fremde ist kindlichem Lernen dienlich und selbst für Erwachsene eine Tugend. Das weiß sogar Ruhollah Musavi Chomeini, doch sogleich lockt der Demagoge die Studenten seines Hörsaals zu Nadschaf hin zu jener geheimnisvollen, nahezu völlig unbekannten Verhaltenslehre und Staatlichkeit namens Islam:

17. Die Menschen kennen die Fremden nicht, genau so wenig kennen sie den Islam. Er lebt wie ein Fremder unter den Völkern der Welt.

Wenn jemand den Islam so darstellt, wie er tatsächlich ist, will man ihm nicht glauben.

So einen Fremdling darf man doch nicht im Regen stehen lassen. Solches vernimmt man auch vier Jahrzehnte später: Deutschland müsse das System von Koran und Sunna integrieren, das unteilbare, die Seele rettende islamische Tugendgefängnis. „Wir müssen den Islam einbürgern!“, donnerte Renate Künast im September 2010. Ayatollah Chomeini hat den Islam nicht ganz richtig verstanden und sollte bei den deutschen GRÜNEN zur Koranschule gehen, so dürfen wir die Fraktionsvorsitzende offensichtlich interpretieren: „Junge Muslime sollten den Koran kennen und verstehen, statt Aussagen in ihn hineinzuinterpretieren, die gar nichts mit dem Koran zu tun haben.“[9]

Die Formel vom Islam einbürgern stammte allerdings bereits aus dem Jahre 2005 und von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Marieluise Beck.[10] Frau Beck zählt zu den Initiatoren der Christlich-Muslimischen Friedensinitiative (CMFI, cm-fi).[11] Im April 2004 gab die Parlamentarische Staatssekretärin eine knapp fünfseitige und etwas grantige Stellungnahme für das Recht der Lehrerin auf das Tragen des islamischen Kopftuches ab.[12]

Das Durchsetzen des angeblich irgendwie auch die Nichtmuslime erhebenden Islamischen Rechts braucht keine Opposition (CDU wie SPD wollen den Islamischen Religionsunterricht) und ist den Untertanen erfahrungsgemäß leicht mit ein paar Dialogveranstaltungen „zu erklären“. Weil die bösen Geister nur durch verstärkte Bedeckung des weiblichen Körpers in Schach gehalten werden können und inzwischen selbst Kirchenferne oder Atheisten dazu bereit sind, die Koran und Hadith wörtlich nehmenden Religiösen möglichst weit „zu verstehen“, rufen Europas Muslimbrüder und Multikulturelle nach der totalen Legalisierung des Kopftuchs.

Von einem, Feingefühl und Erinnerung kalkuliert mindernden, medialen Feuerwerk grell ausgeleuchteter Plattheiten und Skandälchen überblendet, tasten sich Nordamerika und Europa, Friedenskonferenz um Friedenskonferenz, hinauf in wundertätige Klerusherrschaft, gewalttätige Scharia-Justiz und undurchschaubare Stammeskultur.

Die Versöhnungsindustrie braucht die segmentierte Gesellschaft.

Ohne Apartheid kein Dialog. Chomeini:

18. Für alle Angelegenheiten hat der Islam Gesetze und Vorschriften. Er [Allah] hat für den Menschen Gesetze verkündet, die sein ganzes Leben, vom Embryonalstadium bis zum Begräbnis, umfassen.

Wer Allahs Befehl (Scharia) nicht Folge leistet, verfehlt das Ziel seines Lebens, die ewige Gottesnähe, und ist vermutlich zu unübersteigerbaren Schrecknissen verdammt.

Wenn 2011 Sylvia Löhrmann mit dem KRM-Mitglied ZMD als dem weiteren Wirkungskreis der Islamischen Autoritäten Muhammad Siddiq Borgfeldt (ECFR)[13] und Dr. Mohammad Hawari (ECFR)[14] über die Einführung bekennenden Islamunterrichts verhandelt, ist kein anderes religiöses Reglement gemeint, an das der Gehorsamspflichtige lebenslang anzuketten ist, als das auch vom schiitischen Ayatollah beschworene Gesetz von Koran und Sunna. Was die Muslim Brotherhood irdisch an Hakimiyyat Allah (God’s rule) aufbauen will, wird sich allenfalls aus dem Blickwinkel eines Schariarichters, nicht aber aus Sicht eines Verteidigers allgemeiner Menschenrechte von der Iranischen Gottesherrschaft unterscheiden. Ungerührt übergeht die Ministerin für Schule und Weiterbildung des bevölkerungsreichsten Bundeslandes, dass der den Muslimbrüdern nahe stehende Zentralrat als Beauftragte für Pädagogik und Religionsunterricht die Aachener Pädagogin, Ehebruchhasserin und Steinigungsfreundin Eva-Maria El-Shabassy aufführt.[15]

19. Für die gesellschaftlichen und staatlichen Angelegenheiten gibt es genau so wie für die gottesdienstlichen Handlungen Gesetze und Vorschriften.

Selbst das in Deutschland beliebte Märchen von des „Flexibilität“ der verlässlich chaotischen, diskriminierenden und sadistischen Schariajustiz (flexibility of Shariah)[16] nimmt der umsichtige Chomeini vorweg:

19. Das islamische Rechtswerk ist progressiv, entwicklungsfähig und umfassend.

Den Theologen versteht, wer progressiv als militant, entwicklungsfähig als hinterlistig und umfassend als totalitär liest. Schon im folgenden Satz wird der Gelehrte barbarisch. Vom Himmel herabgekommen sei das aus islamischer Sicht perfekte Strafrecht. Bei Vergehen nach Maßgabe des ḥadd (Pl. ḥudūd) wie Unzucht, Weinkonsum oder Diebstahl, also bei äußerster Verletzung der Grenze islamischer Zivilisiertheit, habe man Körperstrafen anzuwenden.

Islam ist ein Komplettangebot, weswegen der Religionskundige Justizverwaltung, zinsloses Bankwesen, aber auch Vergeltungsrecht (qiṣāṣ) und Kriegsführung einplant. Ein bisschen Scharia kann es so wenig geben wie eine halbierte Hadithsammlung:

19. Seit langem sind über die verschiedenen Aspekte des islamischen Rechtswesens, nämlich Gerichtsbarkeit, geschäftliche Angelegenheiten, Hodud, Gesās, Beziehungen zwischen den Völkern, Bestimmungen über Krieg und Frieden und Völkerrecht, dicke Bücher geschrieben worden. Sie gehören zum Schatz des islamischen Rechtswesens. Es gibt keine wichtige Frage, für die der Islam keine gesetzliche Regelung hat.

Nur Allah darf Gesetze erlassen, alle von Menschen gemachten Paragraphen sind zu tilgen! Der zwischen 1978 und 1984 an der Islamic Foundation (Leicester) vom revolutionären religiösen Gedankengut des Pakistaners Maududi bzw. der Partei und Bewegung Jamaat-e-Islami geprägte Ahmad von Denffer verlangt von jedem Muslim: „Lass darum keinen Menschen, keinen Gelehrten, keinen Vorgesetzten, überhaupt kein Geschöpf Gottes für Dich bestimmen, was erlaubt und was verboten ist.“ Kein Mensch, nur Allah ist Souverän, so der Konvertit weiter: „Nimm keine anderen Herren neben Gott an.“[17]

Die Existenz des persischen Schah lästert Gottheit und Schöpfung:

20, 21. Diejenigen Artikel der Verfassung und ihrer Ergänzung, die sich auf die Monarchie und die erbliche Nachfolge beziehen, haben mit dem Islam nichts zu tun. Sie sind alle antiislamisch; sie stehen im Widerspruch zu den islamischen Methoden des Regierens und zu den Gesetzen des Islam. … Im Islam gibt es keinen König und keinen Kronprinzen. Wenn das ein Mangel ist, so ist der Islam mangelhaft.

Die Demokratie, insbesondere die demokratische Schaffung von Gesetzen, ist nicht ḥalāl. Um Wohlergehen und Lebenslust zu verbreiten, müssen unsere Juristen alle unislamischen Gesetze ausmerzen:

21, 22. Dadurch, dass unserer islamischen Gesellschaft fremde Gesetze aufgezwungen wurden, entstanden viele Probleme und Schwierigkeiten. … Die heutigen Gesetze existieren nur, um den Menschen Schwierigkeiten zu bereiten

In der geradezu heidnischen, unterdrückerischen Gegenwart ist selbst in den Hörsälen der Islamischen Hochschulen jeder islamische Mahner zur Heimlichkeit (taqīya, pers. taġiye) gezwungen:

24. Es ist eine Situation entstanden, in der jemand, der über den islamischen Staat sprechen will, zur Taġiye verurteilt ist

Was wird die 2010 nach universitärer Imamausbildung verlangende, seit 2005 amtierende Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan sagen, was Stiftung Mercator oder Wissenschaftsrat, wenn morgen ein glaubensbewegter Student auf dem Universitätsgelände, wie einst Chomeini, „über den Islamischen Staat sprechen will“? Der in und um IGD, Zentralrat (ZMD) und Koordinationsrat (KRM) höchst einflussreiche Muhammad Siddiq Borgfeldt deutet an, wo ein ungebändigter deutscher Islam hinsteuern wird, das ECFR-Mitglied schätzt keine religiösen Lauheiten: „Wir wollen keinen Larifari-Islam, sondern sind bewusste Muslime.“[18]

Konsequenterweise müsste Schavan den Niqab der Frauen der saudischen Wahhabiten oder deutschen Salafisten loben und auch über die auf den Straßen Teherans ab März 1979 oder im Lützelbacher HdI (Haus des Islam) seit 1983 praktizierte Geschlechterapartheid ihre Anerkennung bekunden, über diese, so die Bildungsministerin: „selbstbewusste Weise, die eigene Frömmigkeit zu leben.“[19]

Warum aber lobt Frau Schavan nicht die Ex-Muslime für ihre „selbstbewusste Weise“, die eigene Freiheit zu leben?

Soviel zu Chomeinis Vorwort.

***

Vertrauen ist gut, Religionspolizei ist besser! Außerdem braucht Allah ein paar Ministerien.

Und Islam wird Staat:

31. Eine Sammlung von Gesetzen genügt nicht, um die Gesellschaft zu verbessern. Man braucht eine Exekutive, um die Gesetze zum Wohle der Menschen in die Tat umzusetzen. Daher hat Gott, der Allmächtige, nicht nur Gesetze, d. h. das islamische Gesetzeswerk, offenbart, sondern auch einen Staat, eine Exekutive und ein Verwaltungssystem erschaffen.

Mohammed war Empfänger der Botschaften aus dem Jenseits und auf Erden Chef der Verwaltung.

31, 32. Der hochedle Prophet stand an der Spitze der exekutiven und administrativen Institutionen der muslimischen Gesellschaft. Er fühlte sich verpflichtet, … um einen Staat zu begründen, … die islamischen Gesetze zu verwirklichen. … Er hackte Hände ab, peitschte aus, steinigte.

Nach dem hochedlen Propheten hat der Kalif die gleichen Pflichten und die gleiche Verantwortung. … Denn die Muslime brauchten nach dem Ableben des hochedlen Propheten jemanden, der die Durchführung der Gesetze und die Etablierung der islamischen Ordnung übernehmen und so das Wohl der Menschen im Diesseits und Jenseits sichern konnte.

Chomeini spricht aus, was Jurist Mathias Rohe so gerne unterschlägt, nämlich den Charakter des Islamischen Rechts (Scharia) als mühsam exorzistisch und vielleicht die Seele vor der absoluten Verdammnis rettend, als prekär bleibende und zugleich einzig mögliche Heilssicherung auf Erden wie in der verborgenen, ewigen Welt.

Der totale Staat baut sich über von Allah gestifteten Adjektiven auf: über geboten (wajeb / fardh, obligatory) und verboten (haram, forbidden / prohibited), genauer gesagt, nämlich mit den Zwischenstufen wünschenswert (mandoob / mustahabb, recommended), neutral (mubah, permissible) und unerwünscht (makrouh, discouraged), über der Fünfheit von Bewertungsstufen Islamischen Rechts (The Five Ruling Values), Adjektiven, die über irdisches Glück und Unheil sowie über ewige Gottesnähe und Verbleib im Höllenfeuer entscheiden. Das sind absolute Urteile, die in Diesseits und Jenseits Geltung haben (in this world or in the hereafter), eine anders denkende Justiz darf es letztlich nicht geben.[20]

Islamwissenschaftler Tilman Nagel kritisiert daher den schariaverharmlosenden Erlangener Juristen: „Der in den «fünf Bewertungen» verborgene Bezug sowohl auf das Diesseits als auch auf das Jenseits schlägt sich in den seit dem 8. Jahrhundert entstehenden Rechtshandbüchern nieder … Nach wie vor wird am Doppelcharakter dieses Rechtssystems festgehalten: Es regelt die diesseitigen Lebensverhältnisse im Hinblick auf das, was dem Menschen im Jenseits bevorsteht.“[21]

Überall, wo Schriftgläubige Muslime leben, zerspaltet, sofern er nicht vom (hoffentlich nicht) diktatorischen oder (hoffentlich) wehrhaft demokratischen, sprich bleibend säkularen Staat gehindert wird, der geheiligt antisoziale Zug des Islam, der sich aus Allahs Vorschrift ergibt, Stadtbevölkerung oder Staatsvolk. Möglichst große und möglichst stark gereinigte Zonen schariatischen Rechts haben realisiert zu werden. Nach authentisch islamischem (und nicht nach „islamistischem“) Glauben stellt der weise Schöpfer selbst die Tugendhaften auf die Probe, indem er die Nichtmuslime ans geradezu teuflische Arbeiten bringt, Sure 3:118: „O ihr, die ihr glaubt, schließt keine Freundschaft, außer mit euresgleichen. Sie werden nicht zaudern, euch zu verderben, und wünschen euren Untergang.“

Auch in Sure 60:1 wiederholt Allah seinen Aufruf zur Meidung (barāʾa) der menschlichen Gegenspieler: „O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht Meine und eure Feinde zu Freunden, indem ihr ihnen (eure) Zuneigung zu erkennen gebt“, was den gebürtigen Briten, hanafitischen Gelehrten (Tafsir, Hadith, Fiqh) und Steinigungsfreund Scheich Muhammad ibn Adam al-Kawthari[22] erklären lässt, wie das Thema Integration aus gottesfürchtiger Sicht zu behandeln ist: „Diese Verse zeigen auf, dass es verboten ist, enge Freundschaften und Vertrautheit (Muwalat) mit Nichtmuslimen zu haben, selbst wenn man mit ihnen verwandt ist.“[23] Der Mufti an der Darul Iftaa (Leicester) zitiert mit offenkundiger Genugtuung aus den an er Central Mosque[24] geschätzten hanafitischen Fatawa al-Hindiyya al-’Alamgiriyya (Delhi 1674), die anordnen: „Wenn ein Nichtmuslim stirbt, so kann man dem Vater oder anderen Verwandten des Verstorbenen sagen: ‘Möge Gott dich mit jemand noch Besserem belohnen und dich mit dem Islam ehren und dir ein muslimisches Kind bescheren.’“

Im Gegensatz zur Schariaverharmlosung der aus dem Iran stammenden Nadjma Yassari („mehr Spielraum als gedacht: Koran und die Überlieferungen sind vielschichtig … und erlauben eine Vielzahl von Auslegungen“)[25] bzw. konträr zur gleichsam hypnotisierenden Vorgehensweise eines Abdullahi an-Na’im (vgl. Staat säkularisieren, Politik religiös aufladen: Politik und Staat trennen, um Raum zu schaffen für die Scharia, Sägefisch 225) oder Mathias Rohe (vgl. Trojanisches Pferd: Zum neuen Buch des schariakonformen Regierungsberaters Mathias Rohe: »Das islamische Recht – Geschichte und Gegenwart«, Sägefisch 138), die allesamt vom „flexiblen“, orts- und gegenwartsbezogen anpassbaren, grundsätzlich menschenfreundlichen und heute demokratieverträglichen Islamischen Recht reden, stellt einer, der den Islam wirklich studiert hat, nüchtern fest:

33, 34. Die Behauptung, dass man die Gesetze des Islams außer Kraft setzen kann oder dass sie an Zeit und Raum gebunden sind, widerspricht dem islamischen Geist. Daher ist die Anwendung der Gesetze nach dem hochedlen Propheten eine ewige Pflicht; folglich stellt die Schaffung eines Staates, einer Exekutive und eines Verwaltungssystems eine Notwendigkeit dar.

Freiwillig ein säkulares Gesetz zu befolgen hindert den Muslim an der Erlangung irdischen Heils und ewiger Glückseligkeit, ließe sich mit dem um islamische Ganzheitlichkeit (islamischen Totalitarismus) bemühten Gelehrten ergänzen:

36, 37. Die religiösen Gesetze enthalten eine Reihe verschiedener Vorschriften, die ein umfassendes gesellschaftliches System bilden. … Der heilige Koran und die Sunna enthalten alle Weisungen und Gesetze, die der Mensch zum Glück und zur Vollkommenheit braucht.

Die Internetseite Muslim§Recht argumentiert im Grundsatz nicht anders und sprachlich sehr ähnlich wie die internationale, in Deutschland seit 2003 verbotene Kalifatsbewegung Hizb ut-Tahrir („Partei der Befreiung“). Sie warnt davor, dass die Deutsche Islam-Konferenz eine Religion konstruiert, welche die Muslime von der Pflicht zur Durchsetzung der Schariagesetze abhalten wird: „Wir sehen in der Islamkonferenz den Versuch, die Grundwerte der Muslime zu zerstören und die Muslime zu säkularisieren.“[26] Der aufzubauende Islamische Staat hingegen verlange von jedem Rechtgläubigen vollen Einsatz: „Schutzlos und von allen Seiten attackiert, erfährt die islamische Gemeinschaft, die Umma, eine Katastrophe nach der anderen und dies obwohl sie weiß, dass die einzige Lösung die erneute politische Einheit aller Muslime in einem einzigen Staat ist (…) Die Lösung für unsere Probleme ist sicher nicht eine vom Innenministerium initiierte Islamkonferenz oder gar die Integration der Muslime in die hiesige Gesellschaft unter Aufgabe unserer islamischen Werte (…) Die Lösung liegt einzig und allein in der islamischen Welt.“[27]

Als religiös begründete Sklavenhaltergesellschaft verfügt die Islamische Ordnung über verschiedene Einkommensquellen, darunter die Fünftelabgabe (Chums, ḫums)[28] und den Charadsch (ḫarāǧ),[29] aus landwirtschaftlichem Gewinn und die Zakah, beide nur von Muslimen zu entrichten, sowie die Dschizya (Ǧizya, Ǧezye),[30] die den (in der dortigen Welt im Hollenfeuer schmorenden) Dhimmis vorab (irdisch) abzupressen ist. Ahl-e Zemme – ahl aḏ-ḏimma ist das in Allahs Auftrag brutal herabzusetzende „Volk“ (ahl) der Juden und Christen. Selbst die Zwangssteuer der Dschizya ruft geradezu nach dem Islamstaat, weiß der Theologe:

37. Das islamische Steuer- und Haushaltssystem ist nicht nur darauf ausgerichtet, die Notleidenden und die armen Seyyeds zu ernähren. Es geht in erster Linie um die Schaffung eines Staates und die Finanzierung der Ausgaben eines großen Staatsapparates.

39. Weiter bilden die Ǧezye, d. h. die Steuer, die von den Ahl-e Zemme erhoben wird, sowie Charāǧ, die Steuer für große [staatliche] landwirtschaftliche Anbauflächen, außerordentlich große Einnahmequellen. So ein komplexes Steuersystem setzt die Existenz eines Staates und eines Gewalthabers voraus.

Auch die im heutigen Iran jährlich in Tabellenform veröffentliche Berechnung des Blutgelds (diyya – diye, blood money, eine Frau ist weniger teuer als ein Mann, ein Nichtmuslim weniger wert als ein Muslim), verlangt das erneuerte Kalifat mit Haddstrafen und Vergeltungsrecht (qiṣāṣ – ġesās).[31]

41. Ohne staatliche Organisation kann man viele strafrechtliche Festlegungen, u. a. die Aushändigung von Diye an die Betroffenen oder Hadd und Ġesās, die unter Aufsicht des islamischen Gewalthabers ausgeführt werden müssen, nicht verwirklichen. Nur ein Staat ist imstande, diese Gesetze in die Tat umzusetzen.

Illegitime Herrschaft drängte die Islamische Ordnung zurück, klagt der hohe Schiit, allen voran die ab 661 n. Chr. vom syrischen Damaskus aus und später dann im andalusischen Córdoba herrschenden Glaubensverräter der Umawiyyūn, die 750 durch die nicht weniger gottlosen ʿAbbāsīyūn abgelöst wurden. Ob der Mohammeds Meinung nach dem Islamgott treu ergebene Moses durch den satanischen Pharao geknechtet wurde oder ob der in achämenidischer Tradition als König der Könige (Shahinshah, King of Kings) zu huldigende Mohammad Reza die Iraner vom Ausüben der Religion abhält, bleibe sich im Grundsatz gleich und sei staatstragender kultischer Dienst am schrecklichen Ṭāġūt, am Götzen.

42. Die Staatsordnung, die Arbeitsweise und die Politik der Omayyaden und Abbasiden waren antiislamisch. Die Staatsform wurde auf den Kopf gestellt; sie wurde in eine Monarchie verwandelt wie im Fall des Regimes der Schahanschas von Iran, der Imperatoren von Rom und der Pharaonen von Ägypten.

Nur neun Jahre nach diesem Vortrag und nur zehn Tage, nachdem Chomeini am ersten Februar seinen Fuß auf iranischen Boden gesetzt hatte, wurde Schah Mohammed Reza gestürzt. Aus gutem Grund, weiß das Revolutionsprogramm:

42. Eine unislamische politische Ordnung errichten bedeutet nämlich nichts anderes als die politische Ordnung des Islams ignorieren. Dazu kommt noch, dass jede unislamische politische Ordnung eine polytheistische Ordnung ist, da ihr Herrscher der Ṭāġūt ist; und wir sind verpflichtet, die Spuren des Polytheismus in der Gesellschaft und im Leben der Muslime zu beseitigen und zu vernichten. …

Die gesellschaftlichen Bedingungen unter der Herrschaft des Ṭāġūt und der polytheistischen Ordnung sind der Boden für die Verderbnis, wie Sie sehen. Das ist die „Verderbtheit auf der Erde“, die ausgerottet werden muss und deren Stifter bestraft werden müssen. Das ist die gleiche Verderbtheit, wie sie der Pharao durch seine Politik in Ägypten stiftete. Und „er war ein Stifter der Verderbtheit.

Der islamisch-friedfertige Professor Shahul Hameed (Kalkutta) stellt klar: Töten geht im Islam gar nicht, jedenfalls fast. Nur der sorgfältig errichtete (properly established) Islamische Staat darf den Schrecklichen umbringen, der Verderben auf Erden verbreitet (spreading corruption on earth).[32]

Chomeini konnte seine religiösen Visionen erfolgreich erden. Heute zieht im himmlischen Terrorstaat Iran der vom Koran vorgegebene Anklagepunkt Fasād fi’l-Arḍ (spreading corruption on earth, der Täter ist im Iran ein Mofsed fel-Arz, arab. Pl.: mufsidūn), ähnlich wie nur noch der Tatvorwurf, „Krieg gegen Gott“ (muḥārabah – moharebeh) zu führen, sehr oft die Todesstrafe nach sich.[33]

Das mit dem Untergang des Osmanischen Reichs am 03.03.1924 per Gesetz zerschlagene Kalifat soll wiederauferstehen und alle Muslime der Welt, Sunniten wie Schiiten, vereinen. Bereits zwei Jahre später (Kairo 1926) versammelten sich Kalifatsanhänger zu einem Weltkongress zur Restaurierung des Kalifats, der vielleicht folgenlos blieben wäre, wenn nicht die 1928 gegründete Muslimbruderschaft jahrzehntelang und mit Denkern wie Yusuf al-Qaradawi die Sehnsucht nach dem Imperium Allahs bis heute wach halten würde, wie Nibras Kazimi (2005) darstellt.[34]

Zu den Kalifatsbewegungen der folgenden Jahrzehnte gehörte die von Köln aus betriebene Hilafet Devleti (Kalifatstaat), zählen Osama bin Laden und Aiman al-Zawahiri (sein Großvater, ein Scheich, nahm 1926 in Kairo am General Caliphate Congress teil) und deren terroristisches Umfeld und gehört die 1953 im jordanisch besetzten Ostteil Jerusalems (1967 durch Israel im Sechstagekrieg der Rechtsstaatlichkeit zugeführt, zivilisiert) von Taqī ad-Dīn an-Nabhānī unter Muslimbrüdern gegründete, bis heute palästinensisch dominierte, weltweit aktive und äußerst radikale HuT (Ḥizbu t-taḥrīr, „Party of Liberation“).[35] Ayatollah Chomeinis geistige und politische Erben melden sich 2011 ebenfalls zu Wort und deuten die Jasminrevolution in ihrem militant-gegenmodernen Sinne als einen Kampf für das Weltkalifat. Bereits 1931 kam es in Jerusalem zur General Islamic Conference, wiederum war es Ziel, das Kalifat neu zu erschaffen.[36]

Ob man von Emirat, Imamat, Kalifat oder, wie General Zia-ul-Haq oder Scheich Taqi ad-Din an-Nabhani es vorzogen, von Islamische Ordnung (Niẓāmu l-Islām, Nizam-e-Mustafa; Islamic Order – Islamic System) spricht, Sayyid Qutb differenzierte Islamic Shari’ah and the Islamic system (nizam), oder ob man mit Qutb die Herrschaft Allahs (Hakimiyyat Allah) fordert, mag variieren, die Weltgemeinde (umma – ommat) muss in jedem Fall zum Staat werden und der Koran zur Grundlage der Verfassung. Das mag Blutvergießen bedeuten, ist aber schlichte Notwehr und befreiende Wohltat, wie Chomeini den angehenden Islamischen Theologen nahelegt:

43, 44. Die Muslime in allen islamischen Ländern sind verpflichtet, politische islamische Revolutionen zum Siege zu führen. … Um die Einheit und Freiheit der islamischen Nationen wiederherzustellen, müssen wir die oppressiven und hörigen Regierungen stürzen.

Die soziale Harmonie ist zum Greifen nahe. Gerechtigkeit für alle:

51. Der islamische Staat ist weder despotisch noch absolutistisch, er ist konstitutionell … in dem Sinne, dass die Regierenden … an eine Reihe von Bedingungen geknüpft sind, die im heiligen Koran und in der Sunna … festgelegt worden sind. Daher ist die islamische Regierung die Regierung des göttlichen Gesetzes über das Volk.

Die Volkssouveränität (as-Siyāda aš-Šaʿbīya, popular sovereignty, sovereignty of the people) bei Rousseau 1762 als La souveraineté populaire bzw. souveraineté du peuple eingefordert, lockt die bösen Dschinnen und Satane heran.[37]

Zwischen Naturgesetz und Sittengesetz, zwischen Physik und Scharia kann es letztlich keinen Unterschied geben, denn wo der Teufel nicht verwirrend dazwischenredet, strömen die Vorschriften, denen alles Sein unterworfen ist, ungehindert aus der jenseitigen und absoluten Quelle heraus, aus der Gottheit.

Wer sich als Geschöpf begreift und nicht als Schöpfer und den Koran wörtlich nimmt, wird mit Chomeini bekennen müssen, dass in der einzig humanen Gesellschaftsordnung (hakimiyya, siyada, rabbaniyya – Sovereignty of God) alle Gesetze von Allah stammen:

52. Niemand hat das Recht, Gesetze zu erlassen, und kein Gesetz außer dem göttlichen ist anwendbar. … Der islamische Staat ist ein Staat des Gesetzes. In dieser Staatsform gehört die Souveränität allein Gott. Das Gesetz ist nichts anderes als der Befehl Gottes.

104. Das ist ein politischer Befehl. … Das Hauptziel besteht darin, die Könige und die in ihrem Dienst stehenden Richter daran zu hindern, das Volk an sich zu ziehen, indem sie sich ihm als zur Regelung seiner Angelegenheiten geeignet präsentieren.

Nur wer „islamisches Wissen“ hat, darf führen:

105. Was soll das islamische Volk tun? An wen soll es sich im Fall von Vorkommnissen und Streitigkeiten wenden? Der Imam sagt: „Ihr müsst sehen, wer von euch unsere Ahādis überliefert, studiert hat, was uns erlaubt und verboten ist, und wer dieses Gebiet beherrscht und unsere Gesetze kennt.“

Die Olamā sind berufen zu herrschen

Geschickt warnte Azhar-Absolvent und Muslimbruder-Cheftheologe Yusuf al-Qaradawi, weltweit bekannt für den Begriff vom zeitgenössischen Heilsereignis des Islamischen Erwachens (Islamic Awakening), bereits 1984 davor, dass eine nicht von den Ulama (ʿulamā, die „Gelehrten“ d. h. Schariagelehrten, Sg, ʿālim) rechtgeleitete Islamische Bewegung in den Extremismus abrutsche: „Nur die Ulama können den Weg zur umfassenden Führung aufzeigen, weil sie die Schriften kennen und die Islamischen Wissenschaften studiert haben.“[38]

Vermag im Deutschland des Jahre 2011 jemand zu erkennen, dass Wissenschaftsrat und Stiftung Mercator, Bülent Ucar, Rauf Ceylan und Mouhanad Khorchide den schariagelehrigen Ulama einen grundsätzlich anderen theologischen Rang einräumen möchten als Yusuf al-Qaradawi es fordert?[39] Ist eine „schleichende Scharia“, eine allmähliche Aushöhlung des Rechtsstaats und ein „islampädagogisches“ Entfremden der jungen Muslime über die Moscheen und den Islamischen Religionsunterricht jedoch sicher und dauerhaft abgewehrt oder auch nur unerwünscht, wenn ein Professor wie Ucar erklärtermaßen über die „Entwicklung der Scharia im historischen und modernen Kontext“ forscht und mit Dr. Silvia Horsch die Betreiberin der Webseite al-sakina.de und Mitbetreiberin der Seite nafisa.de zum Ghazali-Kongress (28.-30. Oktober 2011) an die Uni Osnabrück lädt, jene tief Verschleierte, die zu Amir Zaidan (Islamologisches Institut, Wien) und zur Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler (GMSG) verlinkt?

Bei der GMSG durften 2002 (Ort: Uni Kassel) neben dem genannten Amir Zaidan auch Heiner Bielefeldt, Bülent Ucar sowie Mehmet Sabri Erbakan von der Millî Görüş (Verfassungsschutz: „Langfristiges Ziel ist die fundamentale Umgestaltung der Türkei, die Wiederherstellung einer “Großtürkei” und schließlich eine islamische Weltordnung“) jeweils einen Vortrag halten, nicht zu vergessen Ahmad Khalifa von der IGD, die uns als der deutsche Zweig der extremistischen Muslimbrüder gelten kann. Im Folgejahr hielt der hochrangige Muslimbruder Ibrahim El-Zayat die GMSG-Laudatio für Udo Steinbach.[40]

Die fragwürdige Osnabrücker Festlichkeit des Jahres 2011, deren Macher künftig, ausgerechnet, für die Ausbildung von staatlich angestellten schulischen Religionslehrern zuständig sein sollen, trägt den die Säkularität, Wissenschaftlichkeit und Demokratie schlicht verhöhnenden Tagungstitel 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland.

Offensichtlich soll das Weltbild und Menschenbild eines der erfolgreichsten Zerstörer logischen und humanen Denkens, der radikal jenseitszentrierte Abū Ḥāmid al-Ġazālī ungehindert Einfluss auf Deutschlands Hörsäle und Klassenzimmer haben dürfen. Das Einladungsschreiben lockt: „Er hinterließ grundlegende Werke, deren Bedeutung die heute lebenden Muslime in ihrem Denken und Handeln nicht unbeeinträchtigt lässt. … Bezogen auf die Lebenswirklichkeit der Muslime in Deutschland kommen namhafte Vertreter der Wissenschaft miteinander ins Gespräch und präsentieren die Ergebnisse ihrer Forschung.“

Der zwingend an die emotionale und juristische Herabwürdigung des Diesseits und der Sinneswahrnehmung, des Verstandes und nicht zuletzt der Frau gebundene himmlische Totalitarismus des im Jahre 1111 verstorbenen islamischen Gelehrten bringt Bülent Ucar, Rauf Ceylan und Mouhanad Khorchide nun nicht etwa dazu, die deutsche Bevölkerung namentlich Wissenschaftslandschaft auf das auf Ungleichbehandlung beruhende Vorschriftengebäude von Scharia und Sunna aufmerksam zu machen.

Nein, ein einschläferndes Ungefähr stellt Bezug („Verbindung“) her zur politischen Situation des Heute („zum Hier und Jetzt“), was wohl austesten soll, ob der Islam an unseren Hochschulen und Schulen so menschenfeindlich (authentisch koranbasiert) verkündet werden darf wie zur Zeit der Vollendung von Schariawissenschaft und Fiqh vor neun Jahrhunderten. Die Perspektive der Muslimbrüder, Erbakan-Bewunderer und sonstigen islamverbandlichen Sinnsucher auf die Schariagesetze seien den Nichtmuslimen und demnächst, in jedem Klassenzimmer, den zu muslimisierenden Schülerinnen und Schülern zu Gehör zu bringen, so könnte man die Osnabrücker jedenfalls verstehen: „Wichtig ist vor allem die Herstellung einer Verbindung zum Hier und Jetzt einer muslimischen Gesellschaft, die in der Bundesrepublik eigentlich erst am Anfang ihres geistigen Findungsprozesses steht, einer Gemeinschaft, die Religion gerade erst als spirituellen Aspekt ihres Vorhandenseins in der deutschen Gesellschaft entdeckt, den sie im Austausch mit den anderen religiösen Mitbewerbern im gesellschaftlichen Kontext grundsätzlich auch bereit sein muss, zu teilen.“[41]

Solche erste zaghafte Begeisterung erinnert fast ein wenig an den vorrevolutionären Chomeini:

143. Der Pessimismus muss überwunden werden!

Anders als beim Ayatollah geht es den glaubensbewegten Wortführern der auch bei DAAD und Uni Erfurt bestens bekannten, gefälligst ungleich zu behandelnden eingewanderten Menschensorte der „Muslims in the West“[42] noch nicht um das Kalifat, sondern wohl eher um die Implementierung von (korangemäß immer weiter auszudehnenden) Teilen der Scharia in das nationale oder europäische Ehe- und Familienrecht oder das Erbrecht, vielleicht sogar in Staatsbürgerstatus bzw. Ausländerrecht.[43] Mustafa Cerić kennt Europa und den Islam und fordert: „Opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law.“[44]

Die AEMR bzw. das GG richtet sich zuallererst an das Individuum, die himmlische Scharia hingegen vor allem an das Kollektiv namens Umma, Dhimmi oder Frau. Allah will die verstaatlichten Stämme und Menschenklassen. Werden aufklärungshumanistische Individualrechte an jenseitszentrierten Gruppenrechten (Group Rights) zerbrechen?[45]

Bis dahin haben Muslimbrüder und Millî-Görüş-Bewegte für ihre rechtsspaltende Sache Werbung zu betreiben, Chomeini sagt Propaganda:

145. Wir sind verpflichtet, uns für die Schaffung eines islamischen Staates einzusetzen. Propaganda für dieses Ziel ist unsere erste Aufgabe. Durch Propaganda kommen wir voran.

Auch die letzten beiden betrachten Worte von Ayatollah Chomeini mögen uns an die 2011 wohl kaum noch zu verhindernden, aber bleibend verhindernswerten Islamischen Studien an Deutschlands Hochschulen gemahnen:

148. Die [islamischen] Seminare in Ġom, Mašhad und andere Seminare haben die Pflicht, dem Volk den Islam zu präsentieren. Die Menschen kennen den Islam nicht. … Ihr könnt sicher sein, wenn ihr den Mitarbeitern der Universitäten und den Studenten das islamische Denken und den islamischen Staat richtig darstellt, werden sie den Islam willkommen heißen.

Die „Säuberung der islamischen Seminare“ wird vielleicht in Osnabrücks Hörsälen beginnen, warum nicht unter Berufung auf den im Oktober 2011 geehrten Theologen Abū Ḥāmid al-Ġazālī? Ayatollah Chomeini, von dem Bülent Ucar nicht sagt, dass er den Islam falsch verstanden hätte, ruft den Hochschulbetrieb zur Pflege der gereinigten Religion:

157. Um den Menschen den Islam nahezubringen, ist es zunächst erforderlich, dass die islamischen Seminare gesäubert werden. Ihr Lehrprogramm und ihre Propaganda- und Unterrichtsmethode müssen vervollkommnet werden. … Die Pseudofrommen innerhalb der islamischen Seminare lenken die Menschen vom Islam und von gesellschaftlichen Umwälzungen ab.

Irgendwelche Probleme zwischen Scharianorm und Wissenschaftlichkeit scheint selbst der über Höllenfeuer und Rechtsstaat grübelnde Mitbürger erkannt zu haben, der in wenigen Tagen im Schloss Osnabrück sprechen wird. Jameleddine Ben Abdeljelil ruft nicht den aus seiner Sicht offenkundig makellosen Islam, sondern die Umwelt zum Kurswechsel auf, denn: „Der Boden für einen islamischen Aufklärungsdiskurs in unserem österreichischen Kontext ist meines Erachtens potenziell vorhanden, benötigt aber für seine Entfaltung fördernde strukturelle Voraussetzungen.“[46] IRU-Vorzeigepädagogin Lamya Kaddor könnte dem Herrn ihr berüchtigtes „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“ entgegnen.[47]

Es bleibt zu hoffen, dass am 28.-30. Oktober 2011 trotz festlicher Ekstase und anwesender Islam(aktiv)isten von einigen Rednern der Mut gefunden wird, jede unkritische universitäre Lesart der Texte des Ghazali Aufruf zu religiösem Totalitarismus zu nennen. Bülent Ucar, Mouhanad Khorchide und Rauf Ceylan müssen Scharia und Fiqh unmissverständlich als menschenverachtend und demokratiegefährdend erklären.

Die Verantwortlichen für das neue Fach Islamische Studien sollten dem Verdacht bzw. unserem vielleicht ja völlig falschen „Islambild“ entgegentreten, den beiden der Muslimbruderschaft nahestehenden, auf Segregation zielenden Organisationen ECFR (European Council for Fatwa and Research, um Yusuf al-Qaradawi und Mustafa Cerić) und FIOE (Federation of Islamic Organizations in Europe) Unterstützungsarbeit zu leisten.

Jacques Auvergne

[1] Kalifornien im April 1998. Ein angesehener Professor und Islamkonvertit (Schia), der 45 Jahre lang (1965-2010) im sonnigen Berkeley lehrte, beschimpft auf dem Unicampus studentische Aktivisten einer Gedenkveranstaltung zum Völkermord an den Armeniern des Osmanischen Reichs: „Es war kein Völkermord, aber ich wünschte, es wäre einer, ihr lügenden Schweine!“, und: „Ihr verdreht die historische Wahrheit. Ihr blöden Armenier verdient, massakriert zu werden!“ Aber Herr Professor, die Herzensruhe eines Sufi-Mystikers sieht doch wohl anders aus?

Shaké Hovsepian: A group of students were commemorating the Armenian Genocide when Hamid Algar approached them and began making racist statements. His remarks included slurs such as “It was not a Genocide, but I wish it was, you lying pigs!” He was also quoted as saying, “You are distorting the truth about history. You stupid Armenians, you deserve to be massacred!”

One student confronted Algar and asked that he reveal his identity. Although Algar didn’t answer this question, his parting words were, “I’ve been here for 30 years you bastard!”

http://www.campus-watch.org/article/id/596

Um die schleichende Islamische Revolution global zu integrieren und den Muslimen die Zumutungen wissenschaftlichen Denkens und universeller Menschenrechte zu ersparen, nutzt der 1940 in England geborene Konvertit Hamid Algar das nach dem Verebben von Protestkultur und Studentenrevolte nostalgisch verkitschte und entgrenzt fremdenfreundliche Berkeley (Berkeley, both the campus and the city are different from much of the rest of the country, thank God.). Der Koranleser argumentiert radikal kulturrelativistisch: Säkularität sei für den Okzident (the West) gangbar, für andere Weltgegenden aber nicht, denn diese würden ihre [Anm.: gerne schariapflichtige] Zivilisation auf einem Fundament völlig andersartiger Glaubenssätze aufbauen, they have different sets of beliefs.

Algar, who was born in England in 1940 … declines to discuss his conversion to Islam, which he considers a private matter.

http://www.campus-watch.org/article/id/718

Islamkritik ist bekanntlich nicht sehr hilfreich, not very helpful. Antietatist und Chomeini-Bewunderer Hamid Algar findet die Zivilisten ermordende Hamas nicht so schlimm, eher schon die Kritik an ihr, der Mensch im Westen müsse endlich den andersartigen Blickwinkel der muslimischen Bombenbastler würdigen:

Regarding the Arab-Israeli conflict, Algar refuses to condemn Palestinian suicide bombings targeted against Israeli civilians. He views Israel as an oppressive state that subjects Palestinians to constant brutality, discrimination, and humiliation. Says Algar, “That term [suicide bombings], an invention of the West, does not represent the perspective of those who engage in such action and is not very helpful. It seems to me that such actions are closer to the case of a soldier who, in battle against overwhelming odds and in the certain knowledge that he will not emerge alive from the encounter, rushes upon the enemy. … In other words, there is definitely a cause-and-effect relationship here, and to criticize or condemn an effect while overlooking the cause is not very helpful.”

nach: DiscoverTheNetworks

http://www.discoverthenetworks.org/individualProfile.asp?indid=2161

Hamid Algar is a Professor Emeritus of Persian studies at the Faculty of Near Eastern Studies, University of California, Berkeley. He began his studies of Arabic, Persian and Islamic Civilization at Cambridge in 1959. After graduating, he spent a lengthy and fruitful period of travel in Iran, Turkey and Afghanistan before returning to Cambridge in 1963 and completing his doctorate there two years later. He has been teaching in the Department of Near Eastern Studies since 1965 …

His research interests center on Shi’ism in Iran and Sufism in the Persian and Persian-influenced world, with particular emphasis on the Naqshbandi order. His copious writings have been published in an array of languages. He was recently awarded an honorary doctorate by the University of Tehran.

http://www.ldcintellectuals.org/EN/content.asp?PID=%7B5E4B1124-C8CD-4478-A883-4C2982880D2A%7D

im Bild: Hamid Algar (Foto von Robert Holmgren)

http://www.flickr.com/photos/holmgren/558107767/in/photostream/

Hamid Algar, Foto, bei: Islamische Stiftung Astana Quds Rezavi (Āstān-e Qods-e Reẓāwī), Schrein des 8. Imam Reza, Mashhar (Iran)

http://www.aqlibrary.org/mediashare/wa/tyrvowcrd5u4ykqz432kc65e91cfuu-org.gif

Hamid Algar, Foto bei bashgah.net

http://bashgah.net/assets//Image/peoples/Hamed%20Elgar/HamedElgar3.jpg

Professor Hamid Algar of Berkley, University of California, delivers a lecture on the 30th anniversary of the founding of the Islamic Republic of Iran on the impact that it had in the West.

http://www.youtube.com/watch?v=qdjs3WmEbiE

Algar kritisiert Obamas Iranpolitik

http://www.youtube.com/watch?v=S6tuNf1aq4s

Dr. Algar Critiques “Iranian Exiled Women Memoirs”

http://www.youtube.com/watch?v=SrrdDHzAQJE&feature=related

[2] Hišām bin Muḥammad bin as-Sāʾib al-Kalbī (737-819) überliefert im Kitāb al-Aṣnām das von Arabiens Göttervielfalt erzählende Prophetenwort: I have offered a white sheep to al-’Uzza, while I was a follower of the religion of my people.

http://answering-islam.org/Books/Al-Kalbi/uzza.htm

aus: THE BOOK OF IDOLS: BEING A TRANSLATION FROM THE ARABIC OF THE KITAB AL-ASNAM, by: HISHAM IBN-AL-KALBI, translated with introduction and notes by: NABIH AMIN FARIS (1952)

http://answering-islam.org/Books/Al-Kalbi/

Das „Götzenbuch“ von Ibn al-Kalbi

http://de.wikipedia.org/wiki/Altarabische_Gottheiten#Das_.E2.80.9EG.C3.B6tzenbuch.E2.80.9C_von_Ibn_al-Kalbi

Kitāb al-Aṣnām (Book of Idols), Beispielblatt, 12. Jahrhundert

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/3/36/Asnam-2.JPG

„Gebräuche des heidnischen Arabiens, die viele alte, charakteristische Formen dieser Religionsstufe überliefern“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ibn_al-Kalb%C4%AB#Werke

Löwentempel zu Petra, der ʿUzzā geweiht

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/40/Temple_of_Winged_Lions%2C_Petra.jpg

[3] „Weil Er der Chaaliq von allem außer Ihm ist, ist alles Übrige Chalq“,

echt monotheistisch, das verdient Kontext:

„Allaah ta‟ala allein ist der Chaaliq (Schöpfer), Er ist der Baari’ (Erschaffer) und der Musawwir (Gestalter). Weil Er der Chaaliq von allem außer Ihm ist, ist alles Übrige Chalq (Schöpfung), das durch Seinen Befehl Kun! (sei!) entstanden ist.“

aus: Abu Muhammad: Islamische Begriffe für deutschsprachige Muslime

http://www.salaf.de/sprache/PDF/spr0001_Islamische%20Begriffe%20fuer%20deutschsprachige%20Muslime.pdf

bei: SALAF.de – authentisch & informativ

http://www.salaf.de/

Schariapflicht im Digitalzeitalter. (Technologisch) moderne Kalligraphien des islamischen Gottesnamens al-Chaaliq (al-Ḫāliq), „der Schöpfer“

http://1.bp.blogspot.com/-oSPDaZhrPoc/TckNylyDMqI/AAAAAAAAADQ/siqn-1hq6ZU/s1600/%D8%A7%D9%84%D8%AE%D8%A7%D9%84%D9%82.jpg

http://data0.zic.fr/loqmane/mod_article1458931_1.jpg?6397

bei: Eslam: Der Schöpfer.

http://www.eslam.de/begriffe/s/schoepfer.htm

[4] Er hat die Menschheit mit Tauhid erschaffen (Al-Kulayni, al-Kafi (Akhundi), II, 12, hadith Nr.2.). Vom Revolutionsführer wird der Tauhid ebenso vernunftfern wie islamisch mit dem angeborenen Ausgerichtetsein auf Allah hin verschmolzen, dem Begriff der Fitra:

Chomeini: „Es ist eine der Eigenschaften der Natur, mit der Gott den Menschen geschaffen hat, dass er Unvollkommenheit mit Abneigung begegnet. Was er als Mangel oder Fehler erkennt, dem steht er von Natur aus ablehnend gegenüber. Deshalb sollte das, was die menschliche Natur anzieht, eins und einzig sein, denn alles, was zur Pluralität fähig ist, und alles, was aus Teilen besteht, ist unvollkommen und mangelhaft. Pluralität geht immer mit Begrenztheit (was ein Mangel ist) einher, und alles Mangelhafte wird von der menschlichen Natur abgelehnt. Diese beiden Aspekte in der menschlichen Natur, nämlich die Ablehnung des Mangelhaften und das Begehren des Vollkommenen bestätigt nicht nur das Prinzip von Tauhid, der Einheit Gottes, sondern auch, dass die Göttliche Existenz jede Vollkommenheit umfasst und von jedem Mangel frei ist. Dies kommt in der gesegneten Sura at-Tauhid zum Ausdruck, die sich auf die Wesenheit des Erhabenen, des Allerhöchsten bezieht. Die Sure spricht am Anfang von huwa (Er) und nennt in den nächsten Versen sechs seiner Eigenschaften. Da sein Heiliges Wesen eine absolute Wesenseinheit (huwiya) ist, umfasst das Göttliche Sein alle Vollkommenheiten. Gott ist einzig (ahad), und seine Einzigkeit (ahadiya) bedingt sein Einsein (wahidiya). Und da absolute Wesenheit alle Vollkommenheiten einschließt und frei ist von allen Mängeln, die aus endlicher Wesenheit entspringen, ist er ewig (samad), das Ende, das Ziel und die Zufluchtstätte von allem. Weil Er absolute Wesenheit ist, wird nichts von Ihm getrennt, noch ist Er selbst von etwas getrennt. Er zeugt nicht und wurde nicht gezeugt (lam yalid wa lam yulad), vielmehr ist er der Ursprung und das Ende, zu Dem alles Lebendige zurückkehrt, ohne von Ihm getrennt worden zu sein, denn Trennung bedingt Mangel. Diese absolute Wesenheit hat kein Gleiches (wa lam yaku-llahu kufuwan ahad), da absolute Vollkommenheit Wiederkehr ausschließt.“

http://www.al-shia.de/ueberlieferungen/fitra.htm

He originated mankind upon tawhid

Khomeini: “It should be known to you that one of the characteristics of the nature upon which God has fashioned mankind is a loathing for imperfection. Man is by nature averse to everything he perceives as defective and faulty. Since His sacred Essence has an absolute ipseity (huwiyyah) (an absolute ipseity must be absolutely perfect; otherwise it is a finite ipseity), the Divine Being encompasses all perfections. `Allah’, (which follows the pronoun huwa in the surah), shows that in spite of encompassing all perfections, It is simple (basit); otherwise It would not have an absolute ipseity . Thus, He is ahad (unique) and His ahadiyyah (uniqueness) necessitates His wahidiyyah (oneness). And since absolute ipseity includes all perfections and is free from all defects-which originate in finite ipseity He is Samad (Eternal, the End, Goal and Refuge of every thing) and is not vacuous. On account of His being absolute ipseity, nothing is begotten or separated from Him, nor is He Himself separated from anything. He is lam yalid wa lam yulad, i.e. He begetteth not, nor was begotten; rather, He is the Source of everything and the End to which all existents return without having separated from Him, for separation necessitates defectiveness. Absolute Ipseity has no equal either, since absolute perfection precludes recurrence.”

http://www.erfan.ir/article/article.php?id=5569

[5] Charta der Hamas:

„Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‘Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’“

http://www.botschaftisrael.de/2011/05/20/hamas-keine-gesprache-mit-israel/

Hamas als Zweig der Muslimbruderschaft. Das Islamprogramm.

http://en.wikipedia.org/wiki/Hamas_Charter#Specific_articles

dazu bei: Information Division, Israel Foreign Ministry – Jerusalem. THE COVENANT OF THE HAMAS – MAIN POINTS

http://www.fas.org/irp/world/para/docs/880818a.htm

Hamas Charter

“The Day of Judgement will not come about until Muslims fight the Jews (killing the Jews), when the Jew will hide behind stones and trees. The stones and trees will say O Muslims, O Abdulla, there is a Jew behind me, come and kill him. Only the Gharkad tree, would not do that because it is one of the trees of the Jews.” (related by al-Bukhari and Muslim).

http://www.mideastweb.org/hamas.htm

http://www.adl.org/main_israel/hamas_charter.htm

Vereinsziele sind laut Satzung Hilfeleistungen für die in der Bundesrepublik lebenden Palästinenser, die Durchführung von humanitären Projekten für bedürftige Palästinenser sowie die Unterstützung und Förderung von Bildungsstätten in den palästinensischen Autonomiegebieten. Die gesammelten Spendengelder überweist Al-Aqsa e.V. an soziale und humanitäre Einrichtungen in den teilautonomen palästinensischen Gebieten, die in die Organisationsstruktur der HAMAS oder ihr Umfeld eingebunden sind. … Darüber hinaus besteht eine enge Verflechtung der HAMAS mit den Al-Aqsa -Zentren in verschiedenen Staaten. Ein Großteil der Spendengelder, über welche die HAMAS verfügt, fließt in den Unterhalt eines weit verzweigten Netzwerkes von Moscheen, Schulen, Waisenhäusern und Krankenstationen, über das die Organisation in Gaza und der Westbank verfügt. Durch ihre religiösen und sozialen Aktivitäten, die hauptsächlich auf die Islamisierung der palästinensischen Gesellschaft abzielen, ist es der HAMAS gelungen, unter der Bevölkerung eine Anhängerschaft von z.Zt. ca. 15 % zu mobilisieren. … Auch der Aachener Verein Al-Aqsa e.V. nennt in seinen Spendenaufrufen als Verwendungszweck und Empfänger finanzieller Leistungen – neben der Errichtung z.B. von Krankenhäusern, Feuerwehrstationen und Bildungsstätten, sowie der Versorgung der palästinensischen Bevölkerung mit Lebensmitteln – seit längerem die Unterstützung von “Märtyrerfamilien” in Palästina.

http://www.initiative-tageszeitung.de/lexika/leitfaden-artikel.html?LeitfadenID=242

Bekanntmachung des Bundesinnenministeriums über die Verfügung eines Vereinsverbotes (AL-AQSA e.V., Aachen). 31.07.2002

http://www.documentarchiv.de/brd/2002/verbot_al-aqsa.html

„Judenfeindliche Ressentiments spielen seit Niederschrift des Koran im 7. Jahrhundert und dem Massaker gegen die Juden von Medina im Jahre 628 durch Mohamed im Islam eine fundamentale Rolle. Bis heute kann dieser fundamentale Judenhass reaktiviert und instrumentalisiert werden. Ein Beispiel dafür liefert die im Gaza-Streifen herrschende Organisation Hamas in ihrer Charta (…) Der Vortrag beschäftigt sich mit neuen Formen von Judenhass und Feindschaft gegenüber Israel, mit den Zusammenhängen zwischen beiden und ihren Auswirkungen auf die Stimmung in Europa.“

Muhammet Balaban, Sprecher der „Kommission Islam und Moscheen in Essen“, fühlte sich durch diesen Text „persönlich beleidigt“. Er sah darin „Angriffe auf den Propheten, den Koran und auf alle Muslime“. In einem Brief an den Oberbürgermeister protestierte Balaban, ein wohlhabender türkischer Geschäftsmann und einflussreicher Bürger der Stadt Essen, gegen die geplante Veranstaltung. Dabei erwies er sich als versiert im Vokabular der Stigmatisierung: „Es ist inakzeptabel, dass diese Einrichtung (die Alte Synagoge – Ch.N.) Misstrauen, Hass, Anfeindung und Unfrieden in unserer Gesellschaft sät“. …

Am Ende seines Briefes stellt er Forderungen. Etwa die, der Oberbürgermeister der Stadt Essen solle „dafür Sorge tragen, dass die Leitung der Alten Synagoge ihre Haltung zu der Gesamtverantwortung in unserer Stadt und Gesellschaft ändert“. Wirklich zeigte der Essener Oberbürgermeister den bekannten Reflex und stimmte Balaban zu, auch er in einem Offenen Brief: „Daher erwarte ich, dass die neue Leitung der Alten Synagoge sich den Integrationsgedanken deutlich mehr zu eigen macht, als dies bisher der Fall war.“

aus: Chaim Noll: Die Annulierung der Aufklärung

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/annulierung_der_aufklaerung/

La Charte du Hamas

La relation du Mouvement Islamique de Résistance avec le groupe de la Fraternité Musulmane.

Article 2 : Le Mouvement Islamique de Résistance est une des branches de la Fraternité Musulmane en Palestine. Le Mouvement de la Fraternité Musulman est une organisation universelle qui constitue le mouvement Islamique le plus important des temps modernes. Il se caractérise par sa profonde compréhension, son parfait entendement et son adhésion totale aux concepts islamiques dans tous les aspects de la vie, de la culture, de la foi, de la politique, de l’économie, de l’éducation, de la société, de la justice et du jugement, de la diffusion de l’Islam, de l’éducation islamique, de l’art, de l’information, de la science de l’occulte et de la conversion à l’Islam.

L’universalité du Mouvement Islamique de Résistance

Article 7 : Comme ces Musulmans qui adhérent aux pratiques du Mouvement de Résistance Islamique se répandent partout dans le monde, se rallient à son soutien et à ses positions, s’efforcent de rehausser ses luttes, le Mouvement est universel. Il est parfaitement adapté pour cela en raison de la clarté de son idéologie, de la noblesse de ses causes et de la hauteur de ses objectifs. A partir de là, le Mouvement devra être considéré et estimé, et son rôle devra être reconnu. Celui qui dénie ses droits, évite de le soutenir et reste aveugle devant les faits, que ce soit intentionnellement ou non, devra se réveiller pour se rendre compte que les évènements l’ont rattrapé et qu’il n’y a pas de logique qui puisse expliquer son attitude. Celui-là devra certainement apprendre des exemples passés. L’injustice du parent proche est plus difficile à supporter que le coup d’un sabre indien.

Le Mouvement de Résistance Islamique est un des liens de la chaîne dans la lutte contre les envahisseurs sionistes. Ceci depuis 1939, date de l’émergence du martyre Izz al-Din al Kissam et de ses frères, membres de la Fraternité Musulmane. Il poursuit sa lutte et s’associe au combat des Palestiniens et de la Fraternité Musulmane dans la guerre de 1948 et aux interventions Jihad de la Fraternité Musulmane en 1968 et après. De plus, si les liens ont été distants les uns des autres et si des obstacles ont été mis en place par ceux qui servent le sionisme pour que les combattants ne puissent poursuivre la lutte, le Mouvement de Résistance Islamique aspire à la réalisation de la promesse d’Allah, quelle que soit la durée nécessaire. Le Prophète, qu’Allah le bénisse et lui accorde le salut, a dit :

“Le jour du Jugement ne viendra pas tant que les Musulmans combattent les Juifs (tuent les Juifs) et tant que le Juif se cache derrière des pierres et des arbres. Les pierres et les arbres diront : “Oh ! Musulmans, Oh ! Abdulla, il y a un Juif derrière moi. Viens et tue-le.” Seul, l’arbre Gharkad ne le dira pas parce que c’est l’un des arbres de Juifs. (narré par al-Bukhari et un Musulman).

Le slogan du Mouvement Islamique de Résistance

Article 8 : Allah est son point d’ancrage, le Prophète est son modèle, et le Coran, sa constitution : la Jihad est son chemin et la mort pour la cause d’Allah est le plus grand de ses voeux.

http://aval31.free.fr/charte_hamas/charte_hamas.htm

Hier die Charta (Mīṯāq, Covenant, Charter) der Ḥarakat al-muqāwama al-islāmīya auf Arabisch

http://ar.wikisource.org/wiki/%D9%85%D9%8A%D8%AB%D8%A7%D9%82_%D8%AD%D8%B1%D9%83%D8%A9_%D8%AD%D9%85%D8%A7%D8%B3

Mīṯāq Ḥarakat Ḥamās, das Original

http://www.scribd.com/doc/21572458/%D9%85%D9%8A%D8%AB%D8%A7%D9%82-%D8%AD%D8%B1%D9%83%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D9%85%D9%82%D8%A7%D9%88%D9%85%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%A5%D8%B3%D9%84%D8%A7%D9%85%D9%8A%D8%A9-%D8%AD%D9%85%D8%A7%D8%B3

Hadith, Sahih Muslim, Book 041, Number 6985:

Abu Huraira reported Allah’s Messenger (may peace be upon him) as saying: The last hour would not come unless the Muslims will fight against the Jews and the Muslims would kill them until the Jews would hide themselves behind a stone or a tree and a stone or a tree would say: Muslim, or the servant of Allah, there is a Jew behind me; come and kill him; but the tree Gharqad would not say, for it is the tree of the Jews.

http://www.muslimaccess.com/sunnah/hadeeth/muslim/041.html

[6] taz 23.01.2011. Gudrun Krämer: „Die Deutschen haben ein einseitiges Islambild

http://www.taz.de/!64704/

[7] Deutschen Welle 02.10.2011: „Ist das Islambild in den Medien zu negativ?“

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15429038,00.html

[8] NZZ 09.05.2011. Kai Hafez: „Das negative Islambild verfestigt sich.“

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/das_negative_islambild_im_westen_verfestigt_sich_1.10518831.html

[9] ZEIT 03.09.2010, Renate Künast: „Wir müssen den Islam einbürgern!“

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-09/kuenast-sarrazin-integration

[10] Islam einbürgern – Auf dem Weg zur Anerkennung muslimischer Vertretungen in Deutschland

Dokumentation der Fachtagung der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. 25. April 2005

darin immerhin Dr. Christoph Dahling-Sander: „Von einer neuen islamischen Struktur muss erwartet werden, dass sie nicht im Widerspruch zur freiheitlich demokratischen Grundordnung steht. Explizite und implizite scharia-rechtliche Vorbehalte gegenüber dem Grundgesetz sind nicht hinnehmbar. Hier bedarf es der weiteren Klärung hinsichtlich der Aussagen der Islamischen Charta, aber auch der Thesen der SCHURA Hamburg. Eine neue Organisation muss sich außerdem von der Milli Görüs-Ideologie und ihr nahe stehenden publizistischen Organen aktiv distanzieren und deren Verbreitung verhindern. … Die Verbindlichkeit und Autorität des in der neuen Struktur geplanten Imam- bzw. Fatwa-Rates muss geklärt und transparent werden. Wie verhält sich solch ein nationales Gremium zum säkularen Recht und zur säkularen Rechtsprechung? Wie wird das Verhältnis zu internationalen islamischen Organisationen und Institutionen strukturiert, zum Beispiel von Milli-Görüs-Gemeinden zum „European Council for Fatwa and Research“? Der europäische Fatwa-Rat möchte als das offizielle Sprachrohr der sunnitischen Muslime in Europa gelten und wird geleitet durch den ägyptischen Muslim-Bruder Yusuf al-Quaradawi. Quaradawi legitimiert die Unterdrückung von Frauen.“

http://www.migration-boell.de/downloads/integration/islam-einbuergern.pdf

[11] Marieluise Beck: Initiatoren des Vereins sind Ruprecht Polenz (MdB), der den Vorsitz führt, Dr. Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Rafet Öztürk, Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), Melanie Miehl und Murat Aslanoglu, Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs (KCID), und Dr. Thomas Lemmen, Christlich-Islamische Gesellschaft. Mit diesen Partnern will die Christlich-Muslimische Friedensinitiative ein möglichst breites gesellschaftliches Spektrum einbinden und repräsentieren.

http://www.marieluisebeck.de/newsletter/news-archiv/artikel/article/111/christlich-m-1.html?tx_ttnews%5Byear%5D=2007&tx_ttnews%5Bmonth%5D=11&cHash=85265e295aade0ab5b679f72853f4789

Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft, Repräsentantinnen und Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben in Deutschland stehen bereits jetzt mit ihrem Namen für die Ziele der Christlich-Muslimischen Friedensinitiative.

Zu ihnen zählen u.a.:

Bekir Alboga, Dialogbeauftragter der DITIB; Norbert Bude, OB der Stadt Mönchengladbach; Alois Glück, bayerischer Landtagspräsident a.D.; Dr. Werner Hoyer, MdB (FDP); Dr. Navid Kermani, Publizist; Ayten Kiliçarslan, Vorsitzende des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen Christian Ude, OB, Landeshauptstadt München, Vizepräsident des Deutschen Städtetages

http://www.cm-fi.de/prominente-unterstuetzer.html

Ruprecht Polenz MdB, Vorsitzender der cm-fi und Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages

Rafet Öztürk, Abteilungsleiter Interreligiöser Dialog der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB), 2. Vorsitzender

Dr. Stephan Articus, geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städtetages

http://www.cm-fi.de/vorstand.html

[12] Marieluise Beck will am 27.04.2004 den segregierenden Hidschab im staatlichen Klassenzimmer integriert wissen, gerne auch auf dem Leib der Lehrerin, denn:

„Ein generelles Kopftuchverbot für Lehrerinnen oder gar für Beamtinnen überhaupt wie es der Gesetzesentwurf in Hessen vorsieht – ob ohne Ausnahmemöglichkeit oder mit lediglich unklarem Ausnahmevorbehalt wie ihn der Vorschlag in dem Gutachten von Prof. Dr. Dr. h.c. Battis und Dr. Bultmann vorsieht – bedeutet einen Rückschlag für die Emanzipations- und damit auch für die Integrationsbemühungen von Frauen, die sich aus freiem Willen für das Kopftuch entschieden haben. Aber selbst den Frauen und Mädchen, die unter das Kopftuch gezwungen werden, würde ein Verbot kaum helfen. Diejenigen, die Zwang für ein geeignetes Mittel im Umgang mit Töchtern und Ehefrauen halten, werden sich nur in den seltensten Fällen durch ein Kopftuchverbot für bestimmte Berufsgruppen davon abbringen lassen. Dagegen könnten Schülerinnen, die selbst ein Kopftuch tragen, sei es aus freien Stücken, sei es gezwungener Maßen, durch eine Lehrerin mit Kopftuch ermuntert werden, selbst einen anspruchsvollen Bildungsweg einzuschlagen und damit die Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben schaffen.

5. Ein generelles gesetzliches Kopftuchverbot droht islamistischen Kräften in die Hände zu spielen. Islamistischen Milieus diente ein solches Kopftuchverbot als Beleg für ihre Propaganda, dass Muslime in der deutschen Gesellschaft nie auf Gleichberechtigung hoffen dürfen und dass Muslime daher nur in der ethnisch-religiösen Eigengruppe eine echte Gemeinschaft finden können.“

aus: Stellungnahme zur Anfrage des Bildungsausschusses des Schleswig-Holsteinischen Landtags betreffend „Konsequenzen der Landesregierung aus dem „Kopftuch-Urteil“ des Bundesverfassungsgerichts, Antrag der Fraktion der CDU, Drucksache 15/3008“

http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl15/umdrucke/4400/umdruck-15-4470.pdf

[13] So gesehen. Hier Muhammed Siddique, da Wolfgang Borgfeldt.

http://en.wikipedia.org/wiki/European_Council_for_Fatwa_and_Research#Members_of_the_ECFR

Neuer ZMD-Vorstand 02.11.1997, Kassenführer: Muhammad Siddiq (Wolfgang) Borgfeldt, deutscher Islamwissenschaftler, Vorsitzender vom HDI (Haus des Islam)

http://zentralrat.de/14562.php

Neuwahl des ZMD-Vortands 15.02.2004, Kassenführer: Muhammad Siddiq (Wolfgang) Borgfeldt, deutscher Islamwissenschaftler, Vorsitzender vom HDI (Haus des Islam), Mitglied des Europäischen Fiqh-Rates

http://zentralrat.de/2657.php

[14] ECFR-Scheich Hawari

http://en.wikipedia.org/wiki/European_Council_for_Fatwa_and_Research#Members_of_the_ECFR

ZMD 2011, Hilal (Mondsichtung) und Zertifizierung: Herr Prof. Dr. Mohammad Hawari

http://zentralrat.de/16656.php

[15] ZMD 2011, Pädagogik und Religionsunterricht: Frau Eva-Maria El-Shabassy

http://zentralrat.de/16656.php

Die mit einem Ägypter verheiratete Aachener Grundschullehrerin Eva El-Shabassy, die seit 30 Jahren im Unterricht Kopftuch trägt, hatte in der Zeit vom 11. Dezember 2003 gewohnt unbefangen über ihr islamistisches Weltbild geplaudert. Der Ehebruch, sagte die Mutter einer Tochter, sollte auch in Deutschland „wieder als schädlich erkannt“ werden, denn: „Ehebruch ist ein Verbrechen wie Mord.“ Eins, das mit Steinigung geahndet werden müsste?, fragte die Zeit. Antwort der schriftgläubigen El-Shabassy: „Diese Strafe steht in der Scharia.“ Außerdem, so schlimm ist das doch gar nicht, oder? „Wenn einmal in hundert Jahren eine Ehebrecherin gesteinigt wird, vielleicht werden dann ganz viele Ehen gerettet?“ (O-Ton El-Shabassy).

Zu finden bei: EMMA März/April 2004

http://www.emma.de/ressorts/artikel/islam-islamismus/in-nrw-unterrichten-schriftglaeubige/

Hat offensichtlich gar nichts gegen anwachsendes Schariagesetz: BIG, Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit.

Frau Eva-Maria El Shabassy, pensionierte Lehrerin, ergänzte: „Wir werden auch für die andere Seite eintreten. LehrerInnen sind überfordert mit Kindern, die nicht Deutsch sprechen. Sie müssen dafür ausgebildet werden. Und das ist eine Aufgabe des Landes NRW.“

http://dnanews24.de/seite28.html

SPIEGEL-online 16.09.2011, Erdogans Berliner Lobby-Truppe

Maximilian Popp und Markus Sehl:

Premier Erdogan versucht seit Jahren, die Auslandstürken für seine politischen Ziele einzuspannen. 2005 eröffnete er in Köln die Zentrale der Europäisch-Türkischen Demokraten (UETD), einen AKP-Lobby-Verein. Die UETD wirbt unter Deutsch-Türken um Stimmen für Erdogan, zuletzt vor der türkischen Parlamentswahl im Juni. Sie hat seine umstrittene Rede in Köln 2008 vorbereitet und seinen Wahlkampfauftritt in Düsseldorf im Februar dieses Jahres. Nun jedoch geht sie noch einen Schritt weiter: Aktive und ehemalige UETD-Spitzenfunktionäre waren maßgeblich an der Gründung der BIG-Partei beteiligt. “Es ist Zeit, unsere Kräfte zu bündeln”, sagt der Vorsitzende der Union, Hasan Özdogan. …

Misirlioglu arbeitete acht Jahre lang bei einer islamischen Hilfsorganisation. Zuletzt baute er das Berliner Büro des Spendenvereins WEFA auf, dem vorgeworfen wird, indirekt die palästinensische Hamas zu finanzieren. Der Verein unterhält Beziehungen zur türkischen Regierung. Das BIG, sagt Misirlioglu, soll schon bald die Politik prägen: “In zehn Jahren sind wir in der Regierung.”

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,786207,00.html

DIE VERBINDUNGEN DER BIG-PARTEI

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bild-786207-267619.html

Wiki zu BIG: In türkischen Medien in Deutschland wird über die Unterstützung der BIG durch die türkisch-islamische Fethullah Gülen-Bewegung und die AKP berichtet. Die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD), die als „europäischer Arm“ der AKP gilt, rief alle türkeistämmigen Wahlberechtigten dazu auf, die BIG zu wählen. Die Neugründung der BIG wurde auch von der Islamischen Gemeinschaft Deutschland begrüßt, im Namen ihres langjährigen Vorsitzenden Ibrahim El-Zayat, der auch Treuhänder von Islamic Relief ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCndnis_f%C3%BCr_Innovation_und_Gerechtigkeit

[16] Elegant plappernd gelte es, so die Islamapologeten, zwischen Geist und Buchstabe (between the letter and the spirit of Shariah) des totalitären Islamischen Rechts zu „differenzieren“. Schließlich würde, geschmeidig auf die unterschiedlichen Zeiten und Orte (different times and places) bezogen, Allahs einfühlsames Behandeln der beschlagnahmten Wertsachen oder unterworfenen Personen im Sinne der islamischen Leitlinien und Fernziele (maqāṣid aš-šarīʿa goals and objectives; higher intentions) und innerhalb der unvermeidlichen koranbasierten Faschisierung eine atemberaubende „Flexibilität der Scharia“ gestatten, ja garantieren. Sadd aḏ-ḏarāʾiʿ ist der von Mathias Rohe geschätzte Zaun gegen Schliche, das erlaubte Verhindern einer besonders schlimmen Tat durch eine etwas weniger verbotene. Demokratie ist eigentlich nicht halal …

Islamwissenschaftliche (und jede andere wissenschaftliche) Forschung ist nachvollziehbar, akribisch, unromantisch und unbestechlich. Hoffentlich auch bei der Gerda Henkel Stiftung.

My interests are the political parties’ concepts of Shariah and their means for adopting Islamic law to modern challenges in society and politics. The key focus being the varying approaches of interpreting religious sources (ijtihad) in order to make the “unchangeable divine law” – as they perceive it – applicable in different times and places. … Here, the relationship between the spirit and the letter of the law plays a key role. This includes different concepts regarding the theory of maqasid al-sharia (“goals and objectives of Sharia” or “higher intentions of Islamic law”) which was developed by al-Ghazzali (d. 505/1111) and al-Shatibi (d. 703/1388). … Contemporary Muslim commentators and reformists in numerous publications discuss the idea of maqasid al-sharia as the most important tool for flexibility of Shariah. However, other concepts also affect the relationship between the letter and the spirit of Shariah, like its “dynamic principles” (mabadi al-Sharia), distinctions between the “changeable and the unchangeable” (al-mutaghayyir wa-l-thabit) or “wordly matters” (umur dunyawiyya) versus “divine matters” (umur ilahiyya) left to human reasoning, and applications of legal concepts like al-maslaha al-mursala or sadd al-dhara’i’.

aus: Dr. Sabine Damir-Geilsdorf: Forschungsprojekt “Between Letter and Spirit of Shariah: concepts of political and societal order in Islamic reform agendas”, finanziert von der Gerda Henkel Stiftung

http://www.ioa.uni-bonn.de/abteilungen/islamwissenschaft/personen/damir-geilsdorf-sabine

[17] Ahmad von Denffer (209) bringt ab 1984 britisch-pakistanische Konzepte und Kontakte zu den Münchner Muslimbrüdern und veröffentlichte 1982 (219) seine „Briefe“, aus denen das Zitat stammt, das von jedem Muslim die nach besten Käften zu betreibende Aufrichtung der Herrschaft Allahs verlangt.

http://books.google.de/books?id=irahwFZWpRUC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

aus: Stefan Meining 2011: Eine Moschee in Deutschland: Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen. Beck Verlag 2011

http://www.amazon.de/gp/search?index=books&linkCode=qs&keywords=3406614116

Brisante Buchliste: Qutb, Maududi, von Denffer, al-Qaradawi. Bemerkenswert und wichtig ist der den Revivalismus treffende Begriff Islamic Awakening, um den die Schriften von al-Qaradawi immer wieder kreisen: „Islamisches Erwachen“. Khurram Murad (Islamic Foundation, UK), von Denffers langjähriger Mitstreiter in Leicester, fehlt ebenso wenig wie der nordamerikanische Islamfunktionär Jamal Badawi, der die Muslimbrüder und ihren Gründer al-Banna seine „Quelle der Inspiration“ nennt. Der in Pakistan verehrte indische Muslim Iqbal und der Bosnier Izetbegović wird ebenso genannt wie Europas Taqiyya-Großmeister Tariq Ramadan.

http://www.witness-pioneer.org/org/old_book_list.htm

Islamisches Erwachen – als Begriff sogar in Teheran beliebt, wo man 2011 für arabische Staaten eine Islamische Revolution herbeiwünscht: „Die Proteste in Ägypten und anderen arabischen Ländern sind eine Welle des islamischen Erwachens.“

http://www.n24.de/news/newsitem_6634142.html

Islamisches Erwachen verspürt der Rahbar (Führer) und Chomeini-Nachfolger Ayatollah Seyyed Ali Chamene’i. The waves of Islamic Awakening are moving forward

Islamic Awakening Conference 2011. Irans Staatsterroristen laden ein.

http://www.youtube.com/watch?v=VdYTQBDWgHA

Islamic Awakening Conference 2011. Ajlaas BIDAARI ESLAAMI. Ajlaas ist Konvent oder Beratung, vgl. die jährliche „Jalsa“ der Ahmadis (Jalsa Salana)

http://www.youtube.com/watch?v=QasEn0F8mQs

BIDARI-ESLAMI (Islamic Awakening; vgl. Urdu: baydari). Bidari bedeutet auf Farsi Wachheit, Wachsamkeit, Aufmerksamkeit, Bewusstheit oder auch Bist du wach?

http://www.youtube.com/watch?v=zywkSSs77gc

http://jafariatube.com/watch_video.php?v=KU3OBO9K9KNN

http://www.youtube.com/watch?v=r-JNflL1E0g

The Witness-Pioneer International (WPI). Persönlichkeiten.

http://www.witness-pioneer.org/vil/Presentations/personality.htm

WPI empfiehlt IslamOnline, Ask the Imam (Mufti Ebrahim Desai, Südafrika), Harun Yahya (Adnan Oktar), Yusuf Islam (Cat Stevens), die OIC …

http://www.witness-pioneer.org/UsefulLinks/islam.htm

Jamal Badawi. He cites Hassan al-Banna and Muslim Brotherhood as his source for inspiration.

http://en.wikipedia.org/wiki/Jamal_Badawi

Jamal Badawi, vorgestellt bei Peace TV

http://peacetv.in/sp-jamal_badawi.php

Peace TV ist Zakir Naik. Salafist Naik und sein „Friedensfernsehen“ umgeben dabei „unsere Redner“ (Our speakers) Jamal Badawi, Pierre-Vogel-Gast (Koblenz 2011) Abdur-Raheem Green, Pierre-Vogel-Gast (Frankfurt 2011) und Hassprediger Abu Ameenah Bilal Philips, Yusuf Estes sowie, last but not least, Ahmed von Denffer.

http://www.peacetv.in/speakers.php

[18] Mohammed Siddiqs strenge Auffassung vom Islam ist unter Muslimen in Deutschland umstritten. Doch von hier gehen wichtige Impulse für die Diskussion aus. “Wir wollen keinen Larifari-Islam, sondern sind bewusste Muslime. Wir fasten, beten und geben unser Geld nicht auf Banken, wo wir Zinsen bekommen, denn Zinsen sind uns verboten”, sagt Siddiq. Die Vorstellung eines “Kulturislam”, die besonders von arabischen Intellektuellen vertreten wird, lehnt er ab. Das Bekenntnis zum Islam sei mehr als das Zugehörigkeitsgefühl zur orientalischen Kultur, kombiniert mit einer persönlichen Gläubigkeit “Alle Bereiche des Lebens werden vom Islam geregelt.” Im Haus des Islam geht es zunächst um die Vermittlung von Wissen, beispielsweise über das islamische Recht oder Prinzipien des Glaubens. … Das Haus des Islam ist so eingerichtet, dass sich Männer und Frauen nicht begegnen. Wenn sich doch einmal die Wege kreuzen, schlagen sie die Blicke nieder. Bei Seminaren wird eine Spanische Wand in der Mitte des Tagungsraumes aufgestellt, um Blickkontakt zu verhindern. Männer und Frauen geben sich auch nicht die Hand. … Seit seiner Studienzeit steht Mohammed Siddig der Muslimbruderschaft nahe. Diese – in Ägypten verbotene – Organisation unterhält mehrere Zentren in Deutschland. Im Verfassungsschutzbericht wird sie zwar genannt, jedoch als nicht militant eingestuft.

bei: Christlich-Islamische Gesellschaft

http://www.chrislages.de/hdi1999.htm

[19] Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat vorgeschlagen, islamische Geistliche zum Religionsunterricht an Schulen zuzulassen. Sie könnten ähnlich wie christliche Pfarrer mit einer halben Stelle eine “Anstellung in der Schule finden”, sagte Schavan der Wochenzeitung “Die Zeit”. Sie setzt allerdings voraus, dass die Imame zuvor an einer deutschen Universität akademisch ausgebildet wurden. … Schavan sagte der Zeitung, sie fasziniere am Islam “die selbstbewusste Weise, die eigene Frömmigkeit zu leben”.

SPIEGEL 13.04.2011

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,756812,00.html

Im April 2011 hört die zu Kopftuchzwang, Hölle, Jenseits oder Scharia schweigende Annette Schavan sehr genau, wie nach Bülent Uçar jede Islamische Hochschulprofessorin ebenso Kopftuch oder Hidschab tragen dürfen soll wie die Studentin des Islamischen Religionsunterrichts (IRU) oder die Lehrerin im staatlichen Schuldienst, zumal wenn letztere gerade IRU erteilt: „Wir brauchen Lehrerinnen ohne und mit Kopftuch in den Schulen, gerade im islamischen Religionsunterricht.“

Leider lauten Frage und Antwort nicht: „Was fasziniert Sie an den Ex-Muslimen?“ „Die selbstbewusste Weise, das eigene Leben zu gestalten!“ Sondern:

ZEIT: Frau Schavan, was fasziniert Sie am Islam?

Annette Schavan: Die selbstbewusste Weise, die eigene Frömmigkeit zu leben.

ZEIT 14.04.2011

http://www.zeit.de/2011/16/C-Interview-Islamstudien/komplettansicht

[20] ISLAMIC DIVINE LAW (SHARI’AH) – Structuring the Life of Man by Divine Law – The Five Ruling Values (The Five Ahkam)

Mashhad Al-Allaf: By doing what is haram or prohibited a person is subjecting himself to punishment; in this world or in the hereafter. Specific punishments are prescribed penalties and are applied according to Islamic Divine law, and can only be performed by an Islamic court with qualified judges.

http://www.muslimphilosophy.com/ma/works/ahkam.pdf

Islamic Jurisprudence (Usul Al Fiqh):

Value of Shariah Rules (Hukm Sharii)

By Shah Abdul Hannan, Former Secretary, Govt. of Bangladesh and Adviser, Bangladesh Institute of Islamic Thought

http://www.muslimtents.com/aminahsworld/Islamic_jurisprudence_value.html

[21] Tilman Nagel: Diese sogenannten «fünf Bewertungen» meinen Lohn oder Strafe sowohl im Diesseits als auch im Jenseits.

Im Koran werden diesseitige und jenseitige Bestrafungen eines Fehlverhaltens noch als ein einziger Sachverhalt verstanden; Mohammed urteilt und vollstreckt unter unmittelbarer Anleitung durch Allah. Der in den «fünf Bewertungen» verborgene Bezug sowohl auf das Diesseits als auch auf das Jenseits schlägt sich in den seit dem 8. Jahrhundert entstehenden Rechtshandbüchern nieder …

Für den unbefangenen Leser des Buches bleibt daher rätselhaft, weshalb in islamischen Ländern die Verfassungen oft den Islam als eine oder als die Quelle des Rechts nennen; weshalb die Frage der Einführung des islamischen Rechts die religiösen Leidenschaften hochpeitscht; weshalb schariatische Bestimmungen durch einen Rückbezug auf mehr als tausend Jahre alte autoritative Quellen (Koran, Hadith) gerechtfertigt werden müssen; weshalb die Vertreter der islamischen Verbände in säkularen Staaten den religiös neutralen öffentlichen Raum nach Möglichkeit islamischen Normen unterwerfen wollen, soweit der Auftritt von Muslimen in diesem öffentlichen Raum betroffen ist. Nach wie vor wird am Doppelcharakter dieses Rechtssystems festgehalten: Es regelt die diesseitigen Lebensverhältnisse im Hinblick auf das, was dem Menschen im Jenseits bevorsteht.

aus: Tilman Nagel: Lohn und Strafe im Diesseits und im Jenseits, in: NZZ 07.11.2009

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/buchrezensionen/lohn_und_strafe_im_diesseits_und_im_jenseits_1.3981865.html

[22] Muhammad ibn Adam al-Kawthari, geboren in Leicester, studierte an der als Darul Uloom Bury bekannten britischen Madrasa (eigtl.: Darul Uloom Al-Arabiyyah Al-Islamiyyah).

http://en.wikipedia.org/wiki/Mufti_Muhammad_ibn_Adam_al-Kawthari

Muhammad ibn Adam al-Kawthari ist Mitglied im Führungskreis des Al-Qalam Shariah Scholar Panel (Summerfield Road, Bolton, UK), das Imame und Muslime in Rechts- und Finanzangelegenheiten berät.

http://www.alqalam.org.uk/Panel+Members/42/

Bury, UK: Darul Uloom, Gründer: Scheich Motala

http://en.wikipedia.org/wiki/Yusuf_Motala

Darul Uloom Bury

1973 von Scheich Motala gegründet. Derzeitiger Kanzler ist Hazrat Sheikh Zakariyya. 45 akademische islamische Lehrkräfte, 800 Studenten arbeiten an der Madrasa (Scharialehrstätte). Deutschlands nichtsäkularen hanafitischen Türkeistämmigen wird es, ohne Scharia und Fiqh ganz zu verwerfen, nicht gelingen, sich theologisch gegen die Darul Uloom zu positionieren, es sei denn, in Richtung der radikalen Urgemeindlichkeit des Salafismus.

Wer wissen will, was für einen Islam Sylvia Löhrmann (NRW) oder die Deutsche Islam-Konferenz wie versehentlich in unsere Hochschulen und Klassenzimmer integrieren möchten, lese das Curriculum der Darul Uloom oder, mit Blick auf IGD / ZMD, dasjenige der muslimbrudernahen (salafistischen) IESH zu St Léger de Fougeret (unweit von Château-Chinon, Burgund, Frankreich).

http://www.inter-islam.org/

IESH (Centre de Bouteloin 58120 St Léger de Fougeret)

Der Geist des Programms: eine authentische Vision die im Einklang mit der Moderne steht

- I. E.S.H. Hat sich die Ausbildung muslimischer Führungskräfte zur Aufgabe gemacht (Imame, LehrerInnen, ForscherInnen, etc.), die ein profundes, religiöses Wissen und ein tiefes Verständnis des europäischen Kontextes haben.

- I. E.S.H. kommt damit dem Bedürfnis der Muslime in Europa im Bereich der Orientierung und des Religionsunterrichts entgegen, entsprechend einer verträglichen Authentizität in der Moderne.

- I. E.S.H. bietet eine Ausbildung in den islamischen Wissensgebieten an, das einem Programm entspricht, das vom wissenschaftlichen Rat des IESH erstellt wurde. Unten finden Sie die Liste angegeben. Zum einen Teil stammt das Programm von Weltspitzen in den islamischen Wissenschaften, zum anderen Teil von den ausgesuchtesten Spezialisten Europas. Aus dieser Komposition entnehmen wir unsere Vision des Lehrens eines authentischen, an seinen Kontext angepassten, Islam.

Yusuf Al Quaradawi, Zuhair Mahmood (Direktor des IESH), Ahmed Jaballah (Direktor des IESH Paris) …

http://www.iesh.fr/

European College for Islamic Studies.

Wie will der Wissenschaftsrat (WR) gewährleisten, dass sich die derzeit eingerichteten universitären Islamischen Studien vom Islamunterricht des IESH unterscheiden und die ungeschmälerten universellen Menschenrechte lehren?

http://www.iesh.org/images/stories/Dosinscript_Fr_En.pdf

Barcelona 05.10.2010. Die Gemeinschaft Sant’Egidio freut sich über einen Theologen aus dem schariagelehrigen und islamrevolutionären Qaradawi-Netzwerk: „Abdul Majeed Al-Najjar: Stellvertretender Generalsekretär des European Council for Fatwa and Research, Tunesien.“

http://www.santegidio.org/index.php?pageID=1777&res=1&idLng=1067&idOratore=528

Gemeinschaft Sant’Egidio, München 13.09.2011. Panel 30 – The Arab Spring: Tunisia: Abdul Majeed Al-Najjar: General Assistant Secretary of The European Council for Fatwa and Research, France

http://www.santegidio.de/index.php?pageID=2386&idLng=1064&idEvento=171

Zehn Jahre nach 9/11 geht`s zum FRIEDENSTREFFEN, denn die Gemeinschaft Sant’Egidio spürt dieses Spirituelle der Muslimbruderschaft.

He is a member of the influential International Association of Muslim Scholars and General Vice Secretary of the European Council for Fatwa and Research in Paris.

The European Council for Fatwa and Research (ECFR) is an organization of Islamic scholars, established in London in 1997, whose founder and chairman is Yusuf al-Qaradawi. The organization is aiming at bringing together Muslim scholars in Europe and at unifying the Islamic jurisprudence.

http://www.santegidio.de/index.php?pageID=2386&idLng=1064&idOratore=528

Siti Musdah Mulia, Syarief Hidayatullah Islamic University, Indonesien. Chairperson of the Indonesian Conference for Religions and Peace. Living together in diversity is the way to future. The world of tomorrow has to be a world of coexistence or it will not be at all.

http://www.santegidio.de/index.php?int=testi&id=10

Siti Musdah Mulia, Syarief Hidayatullah Islamic University, Indonesien

Sie ist Präsidentin der Indonesischen Konferenz für Gerechtigkeit und Frieden, eine Organisation, die sich aus religiösen Vereinigungen zusammensetzt, die für Dialog, Gerechtigkeit und Frieden arbeiten. Siti Musdah Mulia arbeitet als Dozentin für Jura an der Universität Islam Syarif Hidayahullah in Jakarta, Indonesien.

Sie hat eine wichtige Kampagne zur Erneuerung der Sicht der Frau im Islam ins Leben gerufen und ist die Repräsentantin der islamischen Bewegung Nadlatul Ulama, mit 45 Millionen Anhängern die größte muslimische Bewegung Indonesiens.

http://www.santegidio.de/index.php?pageID=111&idLng=1067&idOratore=160

Mouhanad Khorchide studierte im Libanon Islamwissenschaft und war ab 2007 Lehrbeauftragter für den privaten Studiengang für das Lehramt für Islamische Religion an Pflichtschulen. Khorchide dissertierte über Der Islamische Religionsunterricht zwischen Integration und Parallelgesellschaft.

http://de.inforapid.org/index.php5?search=Islamische%20Glaubensgemeinschaft%20in%20%C3%96sterreich

Mouhanad Khorchide: „Ditib und Islamrat zum Beispiel sind sich über viele theologische Details nicht einig, aber das spiegelt die Vielfalt innerhalb der islamischen Theologie. … Die Lehre muss mit den Grundsätzen kompatibel sein: mit dem Glauben an Gott, an den Propheten und an den Koran.

aus: taz 24.03.2010

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig=2010%2F03%2F24%2Fa0093&cHash=d4ba4ca5e2

Mouhanad Khorchide: „Ich werde eine humanistische Theologie vertreten. Meiner Auffassung nach ist die Religion für den Menschen da – und nicht umgekehrt der Mensch für die Religion. Darum liegt mir an einer Theologie, die nach den spirituellen ebenso wie den Alltagsbedürfnissen des Menschen fragt. Es geht nicht um die Vermittlung von Gesetzen und Dogmen. Ich will ein Islambild vermitteln, das nichts mit einer Gesetzesreligion zu tun hat. …

Meines Erachtens sollte der Religionsunterricht an den öffentlichen Schulen den in den Moscheen gelehrten nicht ersetzen. Ebenso wenig sollte er dazu dienen, die Kinder aus den Moscheen rauszuholen. Außerdem zeugt die Praxis, dass dies nicht funktioniert. Das setzt allerdings voraus, dass eine konstruktive Kooperation mit den Moscheegemeinden stattfindet. Wir müssen einen Konsens anstreben. Ansonsten bekommen die Schüler in den Moscheen womöglich zu hören, der ein oder andere Unterricht sei nicht authentisch oder islamisch genug. Die Religion könnte dadurch ihre Glaubwürdigkeit bei den Schülern verlieren. Das müssen wir verhindern.“

Quelle: Qantara 12.05.2010

http://de.qantara.de/wcsite.php?wc_c=4111

Darul Iftaa: Institute of Islamic Jurisprudence. The importance of traditional and contemporary Islamic Jurisprudence (fiqh) is well known. Fiqh deals with all aspects relating to a believer’s life. … Imam Abu Hanifa (Allah be pleased with him) said, “Fiqh is to know what is for and against oneself.”

http://www.daruliftaa.com/

[23] Über den Umgang mit Nichtmuslimen. Von Scheich Muhammad ibn Adam al-Kawthari, übersetzt vom Betreiber der Seite Ahlu-Sunnah (Hakan Citlak)

http://www.ahlu-sunnah.de/attachments/366_Umgang_mit_Nichtmuslimen.pdf

[24] Die Londoner Zentralmoschee publiziert Muhammad ibn Adam (Darul Iftaa, Leicester), der genüsslich aus den sogenannten Indischen Fatwas zitiert.

The Fiqh of Muslim Non-Muslim Interaction, A Detailed Explanation

“If a non-Muslim dies, one may say to the deceased’s father or some other relative of his: “May God recompense you with someone better and honour you with Islam, and that He bestow you with a Muslim child…” (al-Fatawa al-Hindiyya, 5/348)

http://www.central-mosque.com/fiqh/fnmuslim1.htm

[25] Die 1971 in Teheran geborene Dr. Nadjma Yassari promovierte zum Thema: “The Concept of Freedom of Contract in Islamic and Western Legal Cultures”, seit 2000 ist sie Referentin für das Recht islamischer Länder am Max-Planck-Institut.

Nadjma Yassari: „Mohammads Predigten sind revolutionär … Das Recht, das er spricht, besteht nicht aus feststehenden Regeln, sondern leitet sich aus den Offenbarungen und der Praxis der islamischen Gemeinde ab. … Das Verhältnis zwischen der Religion und der Rechtsordnung eines Landes hängt insbesondere davon ab, wie die Staatsform ist. So ist etwa der Iran seit 1979 als theokratischer Gottesstaat konzipiert, während die Republik Türkei seit ihrer Entstehung laizistisch ist. … Während in säkularen Systemen Veränderungen in der Gesellschaft, Veränderungen im Recht verlangen, ist es Aufgabe des religiösen Rechts die Gesellschaft zu verändern, sie zu erziehen, und ihre Verhaltensweisen derart zu lenken, dass sie diesem unterstellten Willen Gottes entsprechen. Das Recht und die Rechtsordnung sind daher nicht unbedingt Instrumente im Dienste der Gesellschaft, sondern im Dienste Gottes. … Im übertragenen Sinne bezeichnet Scharia den Weg, den der Mensch gehen muß, damit er wieder zur Quelle (Gott) kommt. … Das islamische Recht ist durch die Notwendigkeit der Interpretation und Ableitung vielseitig ausgestaltet und regional sehr verschieden. Es ist daher besser von den islamischen Rechten zu sprechen, je nachdem welche konkrete Rechtsschule oder welche Epoche der Geschichte angesprochen ist. Das islamische Recht ist das Recht der Muslime einer bestimmten Zeit und einer bestimmten Gesellschaftsordnung. Es spiegelt deren Lebensarten und Bedürfnisse wieder. Es ist ein von Menschen mitgestaltetes Recht, welches durchaus fehlbar ist und einem menschlichen Eingriff nicht entzogen werden darf.“ Aus: Islam und Recht, bei: bpb 04.10.2004

http://www.bpb.de/themen/EF3ZV0,0,Islam_und_Recht.html

[26] Muslim§Recht: „Wir sehen in der Islamkonferenz den Versuch, die Grundwerte der Muslime zu zerstören und die Muslime zu säkularisieren.“, bei: Landesamt für Verfassungsschutz, Baden-Württemberg

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=360:07-082007-muslimsrechtq-wir-muslime-sagen-nein-zum-deutschen-islamq&catid=143:nutzung-qneuer-medienq&Itemid=44

[27] Muslim§Recht: „Eurer Leben und eure Ehre ist seit der Zerstörung des islamischen Kalifats 1924 n. Chr. den Angriffen des Westens schutzlos ausgesetzt.“ Bei: Landesamt für Verfassungsschutz, Baden-Württemberg

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=362:042007-protestaktion-der-internetplattform-muslimsrechtq&catid=143:nutzung-qneuer-medienq&Itemid=244

[28] Fünftelabgabe (Chums, anglisiert khoms). Bei Eslam weiß man, dass laut Imam Chomeini sieben Einnahmequellen chumspflichtig sind, darunter abgebaute Bodenschätze, Kriegsbeute und der Gewinn aus dem einem Dhimmi abgekauften Grundstück

http://www.eslam.de/begriffe/f/fuenftelabgabe.htm

[29] Charadsch (ḫarāǧ, angl. kharaadj)

http://www.eslam.de/begriffe/g/grundbesitzersatzabgabe.htm

[30] Dschizya / Schutzsteuer (jizya / protection tax). Der um Globalisierung bemühte himmlische Totalitarismus erklärt die Schutzsteuer so: „Um den Islam zu diffamieren, wird dieser unter anderem den Christen respektvoll Sonderrechte zubilligende Begriff sehr oft von Orientalisten in der Bedeutung verfälscht.“

http://www.eslam.de/begriffe/s/schutzsteuer.htm

[31] The Law of Qisas. Der Ius talionis (Vergeltung) und anderes aus der „im Kern friedlichen Religion“ (Hans-Gert Pöttering, Horst Köhler) namens Islam. Allahs Begriff der körperlichen Unversehrtheit integriert öffentliches Auspeitschen, Amputieren von Gliedmaßen, Tod durch Steinigung:

“In 1980 Ayatollah Mohammad Beheshti was appointed by Khomeini as the first chief justice. Beheshti established judicial committees that were charged with drafting new civil and criminal codes derived from Shia Islamic laws. One of the most significant new codes was the Law of Qisas, which was submitted to and passed by the Majlis in 1982, one year after Beheshti’s death in a bomb explosion. The Law of Qisas provided that in cases of victims of violent crime, families could demand retribution, up to and including death. Other laws established penalties for various moral offenses, such as consumption of alcohol, failure to observe hejab, adultery, prostitution, and illicit sexual relations. Punishments prescribed in these laws included public floggings, amputations, and execution by stoning for adulterers. The entire judicial system of the country has been desecularized.”

aus: Omar Sial: A Guide to the Legal System of the Islamic Republic of Iran

http://www.nyulawglobal.org/Globalex/Iran.htm

http://www.nyulawglobal.org/globalex/iran1.htm

im Bild: Ayatollah Mohammad Beheshti, der zwischen 1960 und 1965, das heißt in der Bauzeit und Aufbauzeit, das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) leitete.

http://izhamburg.com/media/gross/image/imame/Imam-Beheshti.jpg

http://www.portalestoria.net/IMAGES%2060/Mohammad_Beheshti%5B1%5D.jpg

IZ Hamburg (schiitisch)

Many leading Iranian theologians and politicians (including Ayatollah Beheshti, Ayatollah Mohammad Mojtahed Shabestari or Mohammad Khatami) have spent time (often years) here, have encountered and studied Western sciences and philosophy and contributed to the Western understanding of Shia Islam.

http://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_Centre_Hamburg

bei: IZ Hamburg (IZH; Iranisch, Zwölferschia). Amtierender und frühere Leiter des IZH.

http://izhamburg.com/Ueber-das-Islamische-Zentrum-Hamburg/Leitung

Auch deshalb zivilisierte der Sechstagekrieg des gewonnene Territorium: Jordanien will den Islam mitsamt Kindbraut (child bride), Zweitfrau und Blutgeld, blood money (Diya). We, Talal the First, King of the Hashemite Kingdom of Jordan (Jordanische Verfassung, 01.01.1952)

Article 1

Islam is the religion of the State

Article 105

The Sharia Courts shall in accordance with their own laws have exclusive jurisdiction in respect of the following matters:

(i) Matters of personal status of Moslems.

(ii) Cases concerning blood money (Diya) where the two parties are Moslems or where one of the parties is not a Moslem and the two parties consent to the jurisdiction of the Sharia Courts.

(iii) Matters pertaining to Islamic Waqfs.

Article 106

The Sharia Courts shall in the exercise of their jurisdiction apply the provisions of the Sharia law.

http://www.kinghussein.gov.jo/constitution_jo.html

When one of Fawzeya’s daughters became engaged at 16, her mother took her to a family medical clinic and asked the doctor to examine her vagina and declare her hymen intact.

Virginity tests are becoming more frequent, Dr. Momen Hadeedi, head of the National Centre of Forensic Medicine in Amman, said in a July interview with Alghad newspaper; about 1, 200 women undergo them each year in Jordan. …

A child bride.

Fawzeya was only 13 when she got married to her husband Yousef, who was then working in Kuwait.

The moment a girl menstruates she is considered a pregnancy risk in many Arab societies and, as such, a magnet for trouble. Many families try to marry their daughters off as soon as possible.

aus: Iqbal Tamimi: Child Bride in Jordan Puts Daughters on Same Path

bei: Women’s eNews 22.08.2011

http://www.stop-stoning.org/node/2062

Vereinte Nationen, Kindbraut (child spouses). Griechenland, die Türkei und Deutschland sind leider nicht genannt, aber verheiratete kleine Mädchen werden beispielsweise aus Jordanien berichtet, wo sie nicht selten Opfer häuslicher Gewalt werden, aus Bangladesch, wo die sexuelle Reinheit der Mädchen bewahrt werden soll und 5 Prozent der Bräute Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren sind, sowie aus Albanien, wo es vielleicht v. a. postkommunistisch (neoschariatisch?) um Vermeidung von Armut und Statusverlust geht und darum, zu verhindern, dass die Mädchen auf dem Schulweg entführt werden. Auch die Roma, vielleicht darf man sagen Zigeuner, verheiraten ihre Kinder leider immer wieder und immer noch sehr früh.

(p 12) A study in Jordan, published in 2000 found that 26 per cent of reported cases of domestic violence were committed against wives under 18

(p 4) Bangladesh, where the Demographic and Health Survey (DHS) of 1996-97 reported that 5 per cent of 10-14 year-olds were married. … In Kebbi State, Northern Nigeria, the average age of marriage for girls is just over 11 years, against a national average of 17.

(p 2) Bangladesh: Many Bangladeshi girls are married soon after puberty, partly to free their parents from an economic burden and partly to protect the girls’ sexual purity. Where a girl’s family is very poor or she has lost her parents, she may be married as a third or fourth wife to a much older man, to fulfil the role of sexual and domestic servant. Albania: Families in rural areas, reduced to abject poverty by the post-Communist transition, encourage their daughters to marry early in order to catch potential husbands before they migrate to the cities in search of work, and to avoid the threat of kidnapping on the way to school.

(p 5) notably among the Roma people

aus: unicef: EARLY MARRIAGES: CHILD SPOUSES (2001)

http://www.unicef-irc.org/publications/pdf/digest7e.pdf

Darf man Zigeuner sagen oder muss es Roma bzw. Sinti (manouches) und Roma heißen?

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, die Rom und Cinti Union (Hamburg) oder die Roma-Union (Frankfurt a. M.) lehnen die Fremdbezeichnung als rassistisch ab und verweisen dabei auf deren Geschichte. … Die Sinti Allianz Deutschland (Köln), einer der weniger bedeutenden Zusammenschlüsse und beschränkt auf einige Familien aus den Teilgruppen der Sinti und der Lovara, akzeptiert die Bezeichnung, wiewohl sie sie in ihrem Eigennamen vermeidet. Sie bemisst ihre Verwendbarkeit nach der privaten Sprecherabsicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zigeuner#Zur_heutigen_Position_von_.E2.80.9EZigeuner.E2.80.9C

Der frankophone Musiker (Gitarrist) und Manusch Jean „Django“ Reinhardt (1910-1953), einer der Gründer des Jazz in Europa.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f5/Django_Reinhardt_%28Gottlieb_07301%29.jpg

http://www.youtube.com/watch?v=fzz6fAdFFis&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=0TmiDC_a6ss&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=eBjQjAP31iE&feature=related

[32] Gerechter Krieg nach Maßgabe der Religion. Justice in War as Visualized by Islam

bei: International committee for the support of the final prophet (ICSFP) / Le Comité International de Soutien au Dernier des Prophètes (CISDP), Vermont Avenue, Washington (US) und Riad (Saudi-Arabien)

http://www.whymuhammad.com/fr/contents.aspx?aid=5251

Shahul Hameed

Dr. Shahul Hameed is a consultant to the Discover Islam Section of IslamOnline.net. He was previously the Head of the Department of English, Farook College, Calicut University, India. He also held the position of the President of the Kerala Islamic Mission, in Calicut, India. Dr. Shahul Hameed is the author of three books on Islam published in the Malayalam language. His books are on comparative religion, the status of women, and science and human values. He has also published poems and articles in various magazines.

http://www.islamopediaonline.org/profile/shahul-hameed

Kerala Islamic Mission (KIM) und Umfeld. Islam im indischen Kerala.

Islam Malayalam

http://islammalayalam.net/

DishaIslamOnline

http://dishaislamonline.net/

Jamaat-e-Islami Hind, Kerala

http://www.jihkerala.org/index.php

[33] Mofsed fel-Arz (spreading corruption on earth)

Mai 2009. Inhaftierte iranische Bahai drohen durch eine Islamische Justiz, die Mohammeds Beispiel im Umgang mit den medinensischen Juden (Jews of Medina) folgt, umgebracht zu werden.

http://www.iranpresswatch.org/post/2737

Turning to other issues, Al-Muhrij said Islam prohibits the killing of innocent people through martyring. He cited a Quranic verse that states that whoever kills a soul but for murder or for spreading corruption it is as if he had killed all mankind.

http://www.a1saudiarabia.com/33071-delaying-wage-un-islamic-says-scholar/

Tafsir al-Jalalayn 5, 32: Wegen Kains Tat haben Wir den Kindern Israels verordnet, daß, wer immer eine Seele nicht in Vergeltung für eine andere Seele erschlägt (Blutrache) oder wegen Verderben stiften auf Erden, Unglaube, Ehebruch, Strassenraub oder ähnlicher Vergehen, für den gelten soll, als ob er die ganze Menschheit umgebracht hätte. Jeder hingegen, der eines anderen Menschen Leben rettet, indem er davon absieht, diesen umzubringen, für den soll gelten, als ob er die ganze Menschheit gerettet hätte.

nach: Der Prophet. Herzlichen Dank an die bewährte Seite Der Prophet für diese wichtige Quelle.

http://www.derprophet.info/inhalt/toetungsverbot.htm

Mischief Making and Corruption (Fasad fi’l-Ard)

“Do not spread corruption in the earth after it has been so well ordered;” for “behold what happened in the end to the mufsidun, who spread corruption and ruin.”(Q 7:85) … They are described as mufsidin fi’l ard, agents of mischief, degradation and ruin …

aus: Mohammad Hashim Kamali: The Environment In Islam (Environmental Care in Islam: A Qur’anic Perspective)

bei: The Royal Aal al-Bayt Institute for Islamic Thought

http://www.aalalbayt.org/EnvConference/002.pdf

The law for punishing blasphemy against the Prophet (sws) that is invoked in Pakistan

“Some scholars have proffered Q. 5: 33-34 as a possible basis. In their opinion, God, in these verses of Sūrah Mā’idah, has prescribed the punishment for muḥārabah (rebellion) and fasād fi al-arḍ (disorder), and they believe that blasphemy against the Prophet (sws) is also a form of this offence of muḥārabah:” … yuḥāribūn (they fight/rebel against)

aus: Javed Ahmed Ghamidi: Punishment for Blasphemy against the Prophet

bei: Al-Mawrid. A Foundation for Islamic Research and Education

http://www.al-mawrid.org/pages/research.php

Al-Mawrid (Lahore, Pakistan)

http://en.wikipedia.org/wiki/Al-Mawrid

Islamische Revolution im Schneckentempo oder auf Katzenpfoten: Javed Ahmad Ghamidi

http://en.wikipedia.org/wiki/Javed_Ahmad_Ghamidi#Jihad

Pakistan 1979 Hudood Ordinances

Pakistanische Frauenrechtsaktivisten wollen keine sanften Hadd-Strafen, sondern gar keine: General Zia ul-Haq introduced the laws when he was the President to bring Pakistan more in line with Islam. … Women’s rights activists want the Government to repeal the ordinance, not just change it.

http://www.hindu.com/2006/07/03/stories/2006070304171400.htm

[34] Today’s jihadists are probably mindful of the role indecisive Islamic scholars played the last time they sought solutions to the problems entailed in reestablishing the caliphate, and their own boldness and willingness to act decisively is usefully understood in the context of the General Caliphate Congress, held in Cairo in 1926. At this congress, the problem of vague and conflicting precedents was compounded by scholars who were promoting claims to the title by competing Arab sovereigns. (Ayman al-Zawahiri’s grandfather, Shaykh Mohammed al-Ahmadi al-Zawahiri [d. 1944], was King Fuad of Egypt’s man. )

Before the congress, the pioneering Salafist thinker Rashid Ridha (d. 1935) asserted his credentials for speaking out on the caliphate. Writing in his influential monthly magazine al-Manar, he explained that he had written a book about the caliphate, had published deliberations on the nature of the caliphate in his magazine, and had participated in the planning committees for the congress.

aus: Nibras Kazimi: The Caliphate Attempted. Zarqawi’s Ideological Heirs, their Choice for a Caliph, and the Collapse of their Self-Styled “Islamic State of Iraq”

bei: Center on Islam, Democracy and the Future of the Muslim World 10.07.2008

http://www.currenttrends.org/docLib/20080701_KazimiCaliphateAttempted.pdf

http://www.currenttrends.org/research/detail/the-caliphate-attempted

[35] Taqiyyu d-Din an-Nabhani: DIE LEBENSORDNUNG DES ISLAM (Niẓāmu l-Islām)

http://www.islam-projekte.com/kalifat/kalifat/webseite/ru_artikel/buecher_deutsch/lebensordnung_des_islam.pdf

Über die frauenrechtlichen Folgen der staatlich betriebenen Islamisierung in Pakistan berichtet Anita M. Weiss (Berkeley 1985)

Women in Pakistan: Implications of the Current Program of Islamization

“In February 1979, General Zia announced a series of reforms called “nizam-i-islam” aimed at bringing all laws into conformity with Islamic tenets and values.”

The government’s program of “nizam-i-islam

http://gencen.isp.msu.edu/documents/Working_Papers/WP78.pdf

[36] In 1928 the Muslim Brotherhood was founded in Egypt with same goal for restoration of the Caliphate but could not succeed. Another attempt for the re-establishment of Caliphate was made in the General Islamic Conference held in Jerusalem in December 1931 but it too failed to bring the desired result.

aus: R. Upadhyay: SAUDI MONARCHY – Against the revival of Caliphate?

bei: South Asia Analysis Group (SAAG), Paper no. 3935, 19.07.2010

http://www.southasiaanalysis.org/%5Cpapers40%5Cpaper3935.html

[37] Allah ist König und der Muslim hat den Kennern der himmlischen Gesetze zu gehorchen, „denjenigen, die die Macht haben, zu Binden und zu Lösen“.

The preachers are unanimous: the sole solution is to normatively regulate sin-prone humans through divine regimentation, that is, by applying to the letter the Shari`a, the Sacred Law of Islam. “Sovereignty to the Qur’an, not to parliament,” (as-siyada li’l-Qur’an la li’l-barlaman) runs their common adage. Muslims may not run their affairs as they please. They must obey the Shari`a as interpreted by Ahl al-Hall wa-l-`Aqd (those who untie and fasten, that is, forbid and enjoin; eminent authorities in matters of jurisprudence).

Emmanuel Sivan (1995)

http://www.meforum.org/237/eavesdropping-on-radical-islam

[38] It is, however, a central tenet of al-Qaradawi`s that the “ulama” must be in charge of the awakening. … According to al-Qaradawi, the Islamic awakening, bereft of “ulama” leadership, would lead to extremism …

It is only the “ulama” who can provide mature leadership because of their knowledge of scripture and the Islamic disciplines.

aus: Birgit Schäbler, Leif Stenberg: Globalization and the Muslim world: culture, religion, and modernity (p 155)

http://books.google.de/books?id=630_ZuVcsfEC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

[39] Bülent Ucar ist Islamwissenschaftler und Religionspädagoge an der Universität Osnabrück sowie Direktor des Zentrums für Interkulturelle Islam-Studien. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte umfassen die Islamische Religionspädagogik und Fachdidaktik im modernen Kontext, die gegenwartsbezogene Islamforschung mit Schwerpunkt Deutschland und Türkei, die Islamische Theologie in Geschichte und Gegenwart und die Entwicklung der Scharia im historischen und modernen Kontext.

bei: HIKMA – Zeitschrift für Islamische Theologie und Religionspädagogik

Herausgeber: Prof. Dr. Bülent Ucar

Mitherausgeber: Prof. Dr. Rauf Ceylan, Prof. Dr. Ismet Busatlic, Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Ass.-Prof. Dr. Özcan Hidir, Ass.-Prof. Dr. Mohammed Ghaly, Ass.-Prof. Dr. Xhabir Hamiti, Ass.-Prof. Dr. Muhittin Okumuslar

http://www.hikma-online.com/cms/de/herausgeber

„Zwei Themen stehen zukünftig im Mittelpunkt des Journals und werden sein Profil prägen: die Einbindung des Islams in das europäische, insbesondere deutschsprachige Schulwesen und der Diskurs um die islamische Religion und Kultur im europäischen Kontext. Transformations- und Integrationsprozesse einer muslimischen Minderheit in christlich und säkular geprägten Gesellschaften und deren Rückwirkung bilden dabei einen Publikationsschwerpunkt.“

Nicht drängeln bitte, immer der Reihe nach, soll zuerst die Scharia ins Grundgesetz integriert werden oder vorher die Republik ins Kalifat transformiert? Im Ernst: Keine Silbe von AEMR, keine Distanzierung von Muslimbrüdern und Millî Görüş.

http://www.hikma-online.com/cms/de

Prof. Bülent Ucar ist Herausgeber und im Beirat sitzen „Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu, Bremen, Prof. Dr. Enes Karic, Sarajevo, Prof. Dr. Tariq Ramadan, Oxford“

Werfen wir einen Blick auf die „Mitherausgeber“ von HIKMA

http://hikma-online.com/cms/sites/default/files/plakat_deutsch_hikma.pdf

und beginnen wir mit Rauf Ceylan.

„Rauf Ceylan, Osnabrück“ lobte auf einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung öffentlich Imam Bajrambejamin Idriz Künstlername Benjamin Idriz, als modern und seine Gemeinde Penzberg (Bayern) als organisatorisch unabhängig. In Wirklichkeit stand oder steht Penzberg der Millî Görüş personell sehr nahe und ist Idriz ein Schariastudent (Fernstudium) an der theologischen Akademie IESH der europäischen Muslimbrüder zu Saint-Léger-de Fougeret (bei Château-Chinon, Burgund, Frankreich).

„Ismet Busatlic, Sarajevo“ (angefragt) sprach („mit freundlicher Genehmigung der Georges Anawati Stiftung“ d. i. Dietger Freiherr von Fürstenberg: Förderung des interreligiösen Dialogs und der friedlichen Begegnung von Christen und Muslimen in Deutschland, verlinkt zu Prof. Dr. Christian Troll S.J.) ebenso wie Mathias Rohe im November 2007 an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Tagungszentrum Hohenheim) zum Thema Bosnischer Islam für Europa (wörtlich: „Bosnischer Islam“ für Europa).

http://www.sbg.ac.at/tkr/texte/Faltblatt%20-%20Tagung%20Bosnischer%20Islam.pdf

zum einladenden Umfeld gehörend: „Ferid Kugic von der Islamischen Gemeinschaft Stuttgart hob hervor, dass die Geschichte der Aufklärung in der islamischen Welt sich von jener in Europa unterscheide. Es handele sich um zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die Wirklichkeit. ‚Gleichwohl ist der Islam eine Religion, die auf Vernunft gründet’, sagte Kugic.“

Dass der Großmufti aus Sarajevo im ECFR des al-Qaradawi sitzt, ist für Bischof Fürst nicht so schlimm:

„Als wegweisendes Beispiel für interdisziplinären und interreligiösen Austausch auf Augenhöhe und als Ort für die Vereinbarkeit von Islam und Europa nannte Bischof Fürst die Fakultät für Islamische Studien in Sarajevo. Der Bischof hatte diese Einrichtung im Mai auf Einladung von Großmufti Mustafa Ceric besucht.“

http://www.katholisch.de/Nachricht.aspx?NId=4578

„Mouhanad Khorchide, Wien“

Kann schweigen, sagt gar nichts für die Scharia und genau so viel gegen die Scharia.

„Özcan Hidir, Rotterdam“

Bei: WORLD INTERFAITH HARMONIC WEEK: Özcan Hıdır, Dean of the Faculty of Islamic Sciences and Scholar of Qur’an and Hadith Sciences in comparative perspective with Bible, Islamic University of Rotterdam

http://worldinterfaithharmonyweek.com/1065/letters-of-support/156-ozcan-hidir/

AEMR war gestern, jetzt kommt interreligiöse Harmonie:

“The World Interfaith Harmony Week is based on UNGA Resolution A/65/PV.34 for a worldwide week of interfaith harmony. It was proposed in 2010 by HM King Abdullah II and HRH Prince Ghazi bin Muhammad of Jordan. The World Interfaith Harmony Week will fall on the first week of February of every year and aims to promote harmony between all people regardless of their faith.”

http://worldinterfaithharmonyweek.com/about-us/

Islamic University of Rotterdam (IUR) – Islamitische Universiteit Rotterdam

Schariaverharmlosung Marke Neo-Osmanisch verbreitet Prof. Dr. Ahmet Akgündüz in: Islam as religion of Peace and Harmony; the Example of Ottoman State and Pax of Ottomana

http://www.islamicuniversity.nl/en/current/publications/277-islam-is-not-an-obstacle-for-peace.html

„Mohammed Ghaly, Leiden“

He studied Islamic Studies in English at al-Azhar University in Egypt and got his bachelor with Cum laude in 1999. In 2002, he got his Master degree in Islamic studies also with cum laude from Leiden University.

http://hum.leiden.edu/religion/organisation/institute-staff/ghaly.html

„Xhabir Hamiti, Pristina“ – kein Konflikt zwischen Koran und Menschenrechten in Sicht, alles ganz verspielt auf dem Balkan?

“Here people are Muslims, but they think like Europeans,” says Xhabir Hamiti, a professor in the Islamic studies department at the University of Pristina in Kosovo’s capital. “Muslims here identify themselves as Muslim Lite,” an American police officer tells me. As Afrim Kostrati, a young bartender, puts it: “We are Muslims, but not really.” And Luan Berisha, an entrepreneur, agrees: “We were never practicing Muslims like they are in the Middle East. . . . First of all, we are Albanians. Religion comes second.” Religion in Kosovo is a private matter, not a public one. “We never talk about it,” Berisha says.

(Michael J. Totten)

http://www.balkanium.com/forum/showthread.php/5735-The-%28Really%29-Moderate-Muslims-of-Kosovo

Xhabir Hamiti liebt den Plauderton. Was für eine tolle Koranübersetzung ins Albanische. Und selbstlos, der/die anonyme(n) Übersetzer.

The book contains an annex (931-953), which was written by Sheikh Abdullah bin Muhammad bin Humaid – the chief justice of Saudi Arabia. It is said that this translation was made by a group of students from Albania, who were studying in Medina.

http://breziiri.com/2010/07/13/albanian-studies-on-the-holy-quran-1900-2000/

Den Anhang zum von Xhabir Hamiti gelobten albanischen Koranprojekts verfasste Scheich bin Humaid (1908-1981), einer der höchsten Theologen und Schariarichter Saudi-Arabiens, wo man, völlig koranbasiert, Hände und Köpfe abhackt. Xhabir Hamiti lobt einen militärisch denkenden Theologen, der Geschütze (artillery) und Raketen (missiles) unter Dschihad (Holy War, holy fighting) versteht.

Abdullah Ibn Humaid, also known as Sheikh Abdullah bin Muhammad bin Humaid was the former Chief Justice of Saudi Arabia and Imam of the Grand Mosque of Mecca. His son Salih, is the current Imam of the Grand Mosque of Mecca as well as the head of the Saudi Consultative Council.

http://en.wikipedia.org/wiki/Ibn_Humaid

JIHAD IN THE QUR’AN AND SUNNA

by: Sheikh ‘Abdullah bin Muhammad bin Humaid, ex-Chief Justice of Saudi Arabia

Praise be to Allah swt Who has ordained Al-Jihad (the holy fighting in Allah’s Cause)

And it is they, (Mujahidin) who fight against the enemies of Allah in order that the worship should be all for Allah (Alone and not for any other deity) and that the Word of Allah (swt) (i.e. none has the right to be worshipped but Allah (swt) and His religion Islam) should be superior. Allah has made them (Mujahidin) partners in reward along with all those who guard Islam with their weapons, along with their good deeds which they performed even if they sleep in their homes.

And the Legislator (Allah) put the one who brings about a thing to happen equal in rank to its doer, both in reward (for the good deed) and in punishment (for a crime). So the inviter to a good deed and the inviter to an evil deed both will have a reward (good or bad) equal to the reward of the one who has done that deed. …

The Muslims were ordered to take all precautions against the enemies of Allah Jag and to get ready against them with all they can of power-because that is the first step for Jihad (fighting) and the supreme way for the defence. To get ready (for Jihad includes various kinds of preparations and weapons [missiles, artillery, aeroplanes (air force), naval ships (navy and the training of the soldiers in these weapons] are included under (the meaning) of the word “force (i.e land, navy and airforce).” And to look after (take care of permanent forces as well as the stationed forces similar to looking after the mobile forces. And to take care of the army in peacetime as well as during wartime.

http://islamworld.net/docs/jihad.html

„Muhittin Okumuslar, Konya“

Selçuk Üniversitesi İlahiyat Fakültesi Dekan Yardımcısı Doç. Dr. Muhittin Okumuşlar

http://files.konyadahaber.com/images_703380763_big.jpg

http://www.dogruses.com/images/haber/yahudilec59f1.jpg

Muhittin Okumuşlar und die „islamischen Calvinisten“ von der Mittelstandsorganisation MÜSIAD

http://www.renklihaber.net/haber/11003/kuranin-turkce-mealini-de-okuyun.html

Aufnahme fand die neue Unternehmerklasse denn auch nicht im noblen und einflussreichen Wirtschaftsverband Tüsiad, der seine potenten Mitglieder vorab im Einzugsgebiet Istanbuls rekrutiert. Vielmehr wurde 1990 mit der Organisation Müsiad – die Konnotation zum türkischen Müslüman (Muslim) war kaum unbeabsichtigt – ein neues Sammelbecken gegründet für die Klein- und Mittelbetriebe, die nach einem Wirtschaften strebten, das nicht allein erfolgreich, sondern auch im Einklang mit ihrer religiösen Überzeugung stand. Ziel des Verbandes ist es weiterhin, den Mitgliedfirmen die Vereinbarkeit des Islam mit dem Wettbewerb in einem globalisierten Umfeld aufzuzeigen. Zu den Publikationen von Müsiad gehört etwa ein Heft mit dem Titel «Homo Islamicus». Darin wird nicht nur das Leben des Propheten Mohammed als das eines fleissigen Händlers beschrieben. Unter Bezugnahme auf die Gebote des Islam und des alten Marktes von Medina werden auch Argumente aufgelistet, die gegen eine Einflussnahme des Staates auf das Marktgeschehen sprechen. … Müsiad ist in der Türkei mit 30 Büros vertreten. Die rund 12 000 in der Organisation vertretenen Firmen erwirtschaften laut Auskunft eines Verbandsvertreters 12% des türkischen Bruttoinlandprodukts. Im Leitbild von Müsiad bleiben die islamischen Ideale klar erkennbar: So wird namentlich festgehalten, dass «das Zinssystem keine langfristige Arbeitsweise der Ökonomie» sei.

Von: Thomas Fuster, in: Islam und Kapitalismus – eine türkische Symbiose. NZZ 09. Mai 2009

In der Türkei gewinnt ein neuer religiöser Mittelstand zusehends an Gewicht. Er bezieht sich in seinem Wirtschaften explizit auf den Islam; gleichzeitig plädiert er für den freien Markt und gegen staatliche Einflussnahme. Fleiss und Askese erscheinen als religiöse Pflichterfüllung – nicht selten ist denn auch von «islamischen Calvinisten» die Rede.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/islam_und_kapitalismus__eine_tuerkische_symbiose_1.2523274.html

At this time, some preventive measures were taken to reduce the number of graduates of İmam-Hatip schools working in the public sector. Obligatory state education was extended from five to eight years. … The Higher Education Council imposed a new dress code, banning the wearing of head covers and of beards on university campuses. … In May 1998, the president of the Islamic business association ‘MÜSİAD’ was tried by the Ankara State Security Court because of a speech he made in October 1997, in which he too had allegedly ‘sowed seeds of hatred among the people’. In 1999, he was sentenced to sixteen months imprisonment, but the sentence was suspended on the condition of non-recidivism.

aus: Jan Michiel Otto: Sharia incorporated: A Comparative Overview of the Legal Systems of Twelve Muslim Countries in Past and Present (p 251)

http://books.google.de/books?id=8ep7cX3ma0sC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

The “Independent Association of Industrialists and Businessmen” (MÜSİAD – Müstakil Sanayiciler ve İşadamları Derneği) was created by five pro-Islamic businessmen – among whom Erol Yarar, Ali Bayramoğlu, Natık Akyol and Abdurrahman Esmerer – on May 5, 1990 in Istanbul.

aus: Marie-Elisabeth Maigre: Turkey: the emergence of a Muslim ethics in the business world – Around the evolution of the MÜSIAD and the Turkish religious communities

http://islaminbusiness.blogspot.com/2006/02/turkey-emergence-of-muslim-ethics-in.html

französischer Originaltext : Marie-Elisabeth Maigre: Turquie: l’émergence d’une éthique musulmane dans le monde des affaires – Autour de l’évolution du MÜSIAD et des communautés religieuses

http://religion.info/french/articles/article_170.shtml

Soviel zu Mitherausgeber und Beirat von HIKMA

http://hikma-online.com/cms/sites/default/files/plakat_deutsch_hikma.pdf

[40] GMSG 2002: Zaidan, Ucar, Khalifa, Erbakan

Amir Zaidan: “Integrative Aspekte des islamischen Religionsunterrichtes”

„Für die muslimischen Kinder in Deutschland ist die religiöse Identitätsfindung bisher nur unter erschwerten Bedingungen bzw. überhaupt nicht möglich. Hier kann und soll der IRU als Regelfach gemäß des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule eine wichtige Hilfe bieten.“

Bülent Ucar: Das Milletsystem im Osmanischen Reich

„Das Milletsystem im Osmanischen Reich hat letzlich den inneren Frieden zwischen den verschiedenen Religionen und Ethnien in einem Staat, der über 600 Jahre lang über drei Kontinente hin existiert hat, aufrechterhalten können. Allein die Tatsache, daß nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches der Nahe Osten sich zu einem Pulverfaß entwickelt hat, zeigt die aktuelle Brisanz des Themas.“

Dr. Ahmad Khalifa, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), zur psychosozialen Situation der Muslime in Deutschland.

„Dr. Ahmad erläuterter die Beratungsaktivitäten des Islamischen Zentrums München im Bereich innerfamiliäre Konflikte. wie er mit seinem ehrenamtlich tätigen Team Musliminnen hilft, ihre Männer von patriarchalischen und diskriminierenden Denkweisen abzubringen. Oft müsse er dabei auch gegen islamistische Imame kämpfen. ‚Wir müssen mehr islamische Beratungsstellen gründen’, forderte al-Khalifa. Wie stark der Bedarf sei, zeigt allein die Situation in München.“

Dr. Mehmet S. Erbakan: Neurotische Wahrnehmungen des Islams und der Muslime in Deutschland

„Der letzte Referent der Tagung war Dr. Mehmet Erbakan, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG). In seinem Beitrag ging er insbesondere auf die falsche und zu Teil neurotische Wahrnehmung von Muslimen und islamischen Aktivitäten in Deutschland am Beispiel der Einwanderungskampange seines Verbandes ein.“

http://www.gmsg.de/JAHRESTAGUNG/HAMBURG2/BERICHT2002/bericht2002.html

GMSG, Köln 2003. Der diesjährige „Falaturi Friedenspreis für Dialog und Toleranz“ ging an Prof. Dr. Udo Steinbach, vom Deutschen Orient Institut in Hamburg. Die Laudatio hielt Ibrahim El-Zayat. Nach der Preisverleihung wurde unter der Leitung von Dr. Sabiha El-Zayat das Panel „Religion im Kontext von Globalisierung“ eröffnet. Der erste Referent war Prof. Dr. Udo Steinbach. … Zweiter Referent des Panels war Prof. Dr. Christian Troll. … Mostafa El-Hady referierte zum „Freiheitsbegriff im Werk des islamischen Schriftstellers Gamal El-Benna [Gamal al-Banna]“. Gamal El-Banna ist der jüngere Bruder von Hasan El-Bann [Hasan al-Banna], dem Begründer der Muslimbruderschaft in Ägypten, und ist für seine reformorientierten Ideen bekannt.

http://www.gmsg.de/JAHRESTAGUNG/HAMBURG2/UNITY/unity.html

Bundesamt für Verfassungsschutz über die Islamische Gemeinschaft Millî Görüs (IGMG)

Die größte islamistische Organisation in Deutschland verfügt über ca. 27.500 Mitglieder und unterhält mehr als 300 Einrichtungen. Die IGMG ist Teil der “Millî-Görüs”-Bewegung. Die “Millî-Görüs”-Bewegung strebt eine “gerechte Ordnung” an, die sich ausschließlich an islamistischen Grundsätzen orientieren soll. Langfristiges Ziel ist die fundamentale Umgestaltung der Türkei, die Wiederherstellung einer “Großtürkei” und schließlich eine islamische Weltordnung.

http://www.verfassungsschutz.de/de/arbeitsfelder/af_islamismus/zahlen_und_fakten_islamismus/zafais_2_islamistische_organisationen.html

[41] Verherrlichung erfahre der totalitäre und frauenfeindliche Kulturrassist und Ur-Islamist Abu Hamid al-Ghazali im niedersächsischen Osnabrück: „Abū Ḥāmid al-Ġazālī ist als der einflussreichste Denker des islamischen Mittelalters bekannt. Er hinterließ grundlegende Werke, deren Bedeutung die heute lebenden Muslime in ihrem Denken und Handeln nicht unbeeinträchtigt lässt. … Wichtig ist vor allem die Herstellung einer Verbindung zum Hier und Jetzt.“

http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/

Flyer. 900 Jahre al-Gazãli im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland

Ansprechpartner: Prof. Dr. Bülent Ucar, Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften, Islamische Religionspädagogik, Neuer Graben 29 / Schloss, 49074 Osnabrück

http://www.islamische-religionspaedagogik.uni-osnabrueck.de/files/Flyer_900_Jahre_al-Gazali_20-07-2011%282%29.pdf

Tagungsprogramm

Timothy Winter alias Abdal-Hakim Murad (* 1960) ist ein britischer Islamwissenschaftler an der Faculty of Divinity at the University of Cambridge und einer der führenden britischen islamischen Religionsgelehrten beispielsweise am Sunna Project (Thesaurus Islamicus Foundation: IHSAN Network, http://www.ihsanetwork.org/about_en.aspx), wo man es vorzieht, ins Arabische abzutauchen.

Schariaverharmloser Timothy Winter raunt regelmäßig über die Orthodoxe Antwort auf den islamischen Extremismus (orthodox Muslim response to extremism) und darf im Oktober 2011 bei Bülent Ucar in Osnabrück über die islamische Suche nach dem „Ethischen und seelischen Gleichgewicht“ sowie über die Relevanz des totalitären Religionspolitiker al-Ghazali für das heutige „Globale Dorf“ vortragen:

Imam al‐Ġazālī, the Global Village, and the Quest for Moral and Spiritual Balance

Universitär gebilligt und ganz im „Hier und Jetzt“ darf die zu der Erbakan-toleranten und muslimbrudernahen GMSG verlinkende Silvia Horsch (Berlin) im Oktober 2011 ein bisschen „teilen“, ihr Vortragsthema:

al‐Ġazālī als Mittler zwischen den Wissenschaften

http://www.islamische-religionspaedagogik.uni-osnabrueck.de/files/Programm-ghazzali__2_-08-08-2011.pdf

Noch zu Timothy Winter genannt Scheich Murad. Die auf Rettung der Seele zielende Azhar eine Universität zu nennen, verspottet jede Wissenschaftlichkeit: „ Abdal Hakim Murad graduated from Cambridge University with a double-first in Arabic in 1983. He then lived in Cairo for three years, studying Islam under traditional teachers at Al-Azhar, one of the oldest universities in the world. He went on to reside for three years in Jeddah, where he administered a commercial translation office and maintained close contact with Habib Ahmad Mashhur al-Haddad and other ulama from Hadramaut, Yemen. … Shaikh Abdal Hakim is the translator of a number of works, including two volumes from Imam al-Ghazali’s Ihya Ulum al-Din.“

http://masud.co.uk/ISLAM/ahm/index.htm

ULFA AID, gegründet 2004 von Scheich Babikir Ahmed in London, lädt ein:

“Abdal Hakim Murad / Timothy J. Winter will be our guest speaker at COME DINE WITH ME 26th february 2010, Hilton Kensington. Buy a ticket get one FREE!! ticket has to be for (non-muslim) to allow for richness and diversity.”

http://ulfaaid.tumblr.com/post/3221503073/abdal-hakim-murad-timothy-j-winter-will-be-our

An introduction to Habib Umar by Shaykh Abdal Hakim Murad

http://www.youtube.com/watch?v=laMQ0JEK6Q0&feature=related

Scheich Murad = Herr Winter, bei der Arbeit

http://www.youtube.com/watch?v=UgLQp4dcbBo

Denken ist nicht alles, weiß Azhar-Absolvent, Ghazali-Übersetzer und Schariafreund Timothy Winter: Abdul Hakim Murad speaking about the limits of rational thought

http://www.youtube.com/watch?v=2Gjp3hCCTwc&feature=related

Shaykh Abdal Hakim Murad – Contentment (Riḍā’) – part 1 of 5

http://www.youtube.com/watch?v=qN0_WD-fpEQ&feature=related

[42] Die geheimnisvolle Sache mit den Muslims in the West

Universität Erfurt. In the aftermath of terrorist attacks of 9/11 the Chair of Islamic Studies participated in “Dialogue with Islam” an academic activity initiated by the German Academic Exchange Service (DAAD). Ever since debates on “Islam and the West” has become part of the tradition of Chair of Islamic Studies. … With the initiation of the international Summer School “Muslims in the West” the Chair of Islamic Studies intents to contribute to this dialogue. Muslims from different countries and cultures (India, Pakistan, Turkey, Saudi Arabia, Iran, Yemen, South Africa, Sudan, Malaysia) have been participating for the last five years. Thus, the promotion of a direct dialogue between students and Alumni led to a better mutual acceptance, tolerance and understanding.

http://www.uni-erfurt.de/religionswissenschaft/islamwissenschaft/summer-school/

The International Summer School “Muslims in the West”

The International Summer School “Muslims in the West” is organized by the Chair of Islamic Studies. So far more than 100 students, Muslims from different countries and cultures (f.e. India, Pakistan, Turkey, Saudi Arabia, Iran, Yemen, South Africa, Sudan, Malaysia) as well as German students have been participating for the last five years. The promotion of a direct dialogue between students and alumni leads to a better mutual acceptance, tolerance and understanding of “Islam” and the “West”.

http://www.uni-erfurt.de/international/sommerkurse/summer-school-muslims-in-the-west/

Eine Zeit lang die vertraute Umgebung hinter sich lassen, in einem fremden Land leben und eine neue Kultur kennen lernen – ein Studium oder ein Praktikum im Ausland sind ein wichtiger Bonuspunkt im Lebenslauf und immer auch ein Stück Abenteuer und persönliche Herausforderung.

http://www.uni-erfurt.de/international/outgoing/

Eingewandert wie Waschbär, Tigermücke und Halsbandsittich: Muslims in the West

Bridge-building (Brückenbauen) will Multikulturalist Prof. Tariq Modood (Bristol) am 30.09.2001, also nur wenige Tage nach 9/11. So schlecht war die Sklaverei der andalusischen Dhimmitude schließlich doch gar nicht: „The Jews remember Muslim Spain as a ‘Golden Age’.“

http://www.guardian.co.uk/world/2001/sep/30/september11.terrorism3

Akbar S. Ahmed fordert keine universellen Menschenrechte, sondern ermuntert die globale Unterrasse der Muslimbürger zum Östlichbleiben, zum Nichtintegrieren: In the course of the 21st century a quarter of the human race will probably be Muslim. … There are some interesting differences between the USA and Europe which help us to better understand the phenomenon of Muslims living in the West

http://salaam.co.uk/themeofthemonth/april02_index.php

„The Muslim in the West“

Von: Jacob Thomas in Zusammenarbeit mit June Engdahl

http://www.answering-islam.org/authors/thomas/muslims_in_the_west.html

Tariq Ramadan kämpft für den in die Seele jedes Euro-Muslims zu integrierenden Sunnagehorsam (To be a European Muslim) und arbeitet ja vielleicht, wie Bosniens Großmufti, für die europaweite Legalisierung der personenstandsrechtlichen bzw. familienrechtlichen (engl. personal status) Scharia oder auch einer staatsbürgerlichen bzw. ausländerrechtlichen (engl ebenfalls personal status) Scharia.

http://www.tariqramadan.com/To-be-a-European-Muslim.html

[43] vgl. Seite 261-262 sowie 278 (v. a. zu: Der Begriff „Personalstatut“, von der englischen Bezeichnung, schillernde französische Ausdruck, état et capacité, EGBGB, IPR-Gesetz Österreichs, „Domizil“, „Wohnsitz“, „Gruppentrennungskraft“), in: Jan Kropholler: Internationales Privatrecht, Sechste Auflage (2006). Darin leider (210) die seit Mustafa Cerić und eigentlich bereits seit Said Ramadan (Das islamische Recht, vgl. Sägefisch 109: Said Ramadan: Islamic Law. Ramadans Buch von 1961) überholte Deutung „Eine allgemeine Renaissance der religiösen Rechte ist wenig wahrscheinlich, vielmehr neigt die Mehrzahl der neueren religiösen Bewegungen eher zu einer Entrechtlichung der Religion.“ 278 und 292 nennen Rohe

http://books.google.de/books?id=_UtgV_LGQSAC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

Mathias Rohe: „Auch islamisches Recht ist Recht“

http://www.chbeck.de/downloads/leseprobe_das%20islamische%20recht_9783406579554.pdf

dazu Tilman Nagel: Lohn und Strafe im Diesseits und im Jenseits (NZZ 07.11.2009)

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/buchrezensionen/lohn_und_strafe_im_diesseits_und_im_jenseits_1.3981865.html

ebenso Jacques Auvergne: Trojanisches Pferd (Sägefisch 138 06.09.2009)

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/09/06/138/

[44] Mustafa Cerić: f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law

http://blog.zeit.de/joerglau/2006/12/01/erklarung-der-europaischen-muslime_62

[45] Allah legalisiert Stämme und Menschenklassen.

William Barbieri: Group Rights and the Muslim Diaspora

http://muse.jhu.edu/login?uri=/journals/human_rights_quarterly/v021/21.4barbieri.html

USA. Auf Verbindungen zwischen North American Islamic Trust (NAIT) und Holy Land Foundation (der HAMAS nicht fern) auch nur hinzuweisen, könnte „Islamische Gruppenrechte“ verletzen.

Gerstein, Josh. (October 20, 2010). Judge: Feds violated U.S. Islamic group’s rights

http://www.politico.com/blogs/joshgerstein/1010/Judge_Feds_violated_Islamic_groups_rights.html?showall

Die US-amerikanische Scharialobby ist das CAIR.

Robert Spencer: U.S. District Judge Vicki Miles-LaGrange on Monday granted a temporary restraining order blocking Oklahoma’s brand-new anti-Sharia law. Seventy percent of Oklahomans voted for the measure, but who cares? The Hamas-linked Council on American-Islamic Relations (CAIR) argued that the measure was “anti-Islam. … Islamic supremacists and their Leftist allies.” (10.11.2010)

http://frontpagemag.com/2010/11/10/court-blocks-oklahoma-sharia-ban/

[46] Der als Redner nach Osnabrück geladene „Islamphilosoph“ Dr. Jameleddin ben Abdeljelil (vormals Wien, inzwischen Münster) stellt die richtige Frage, murmelt etwas von Universalität, schwafelt über innermuslimische Heterogenität und gesamtgesellschaftliche Diskursräume, macht der Spezies Nichtmuslim ein schlechtes Gewissen und schweigt ausgiebig zum diskriminierenden Islamischen Recht. Ach ja, die Antwort bleibt der „Islamphilosoph“ uns schuldig:

„Ist der Islam mit den Werten der Aufklärung wie Demokratie und Menschenrechten vereinbar, und was bedeutet das für den Religionsunterricht an den österreichischen Schulen?“

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/451758/Islam-in-Oesterreich_Ein-exotisiertes-Objekt

Schloss Osnabrück. Sitz der Uni-Hauptverwaltung und 2011 der vorgesehene Ort der Verherrlichung des im Jahre 1111 verstorbenen Ur-Islamisten al-Ghazali

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5f/Neuer_Graben-Schloss_Osnabrueck.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d2/Schloss_Osnabrueck.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/4/45/OSSchlossOsnabr%C3%BCckvomGarten2008.JPG

[47] „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“, weiß die Schariafreundin und Islamische Religionspädagogin Lamya Kaddor aus Dinslaken-Lohberg:

CIBEDO – Doch so lange der Islam keine in Deutschland anerkannte Religionsgemeinschaft ist, kann es keine Vereinbarung über einen Religionsunterricht im engeren Sinne geben. Aber ist das nach den wissenschaftlichen Standards, denen Schulunterricht zu genügen hat, überhaupt möglich? Der Oldenburger Religionspädagoge Jürgen Heumann bezweifelt das. Die Schule steht in der Tradition der Aufklärung, argumentiert er. Zum evangelischen und katholischen Religionsunterricht gehöre, sich kritisch mit der Entstehung der Religion auseinanderzusetzen. Auf muslimischer Seite sieht Heumann aber wenig Bereitschaft, Allah selbst zur Diskussion zu stellen. Geschweige denn, „die Entstehung des Koran als ein von Menschen in einer geschichtlichen Situation verfasstes religiöses Dokument zu würdigen – und damit zwischen Legende und historischer Entstehung zu unterscheiden“. Lamya Kaddor, die islamische Religion unterrichtet und bis vor kurzem die vakante Professur an der Universität Münster vertrat, empört eine solche Position. „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“, sagt sie. Das Ergebnis sei das Gleiche: eine zeitgemäße Religionspraxis und ein friedvolles Miteinander mit anderen Gruppen. Als Muslima zweifele sie aber „nicht daran, dass stimmt, was im Koran steht“.

http://www.cibedo.de/islamischer_religionsunterricht.html

Islamische Charta

September 27, 2011

ميثاق

mīthāq

charter, covenant

Charta

Islamische Charta

Die am 03.02.2002 verabschiedete Islamische Charta: Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft stammt aus der Feder von Nadeem Elyas, der zeitweilig als Generalsekretär der Union Muslimischer Studenten-Organisationen in Europa (UMSO) sowie als Sprecher des Islamischen Zentrums Aachen (IZA) tätig war und der vor allem, bis 2006, als Amtsvorgänger von Ayyub Axel Köhler bedeutsam ist, jenes Vorsitzenden des ZMD, dessen Nachfolge 2010 der dort bis heute tätige Aiman Mazyek antrat.

Ein wörtlich genommener Koran wird die universellen Menschenrechte beseitigen und durch ein totalitäres, „die Seele (vielleicht) rettendes“ System ersetzen. Weil die Islamische Charta den Koran nicht falsch verstanden hat, sondern als wortgetreu umzusetzenden Gesellschaftsentwurf verwendet und damit Rechtsspaltung, Separatismus und Gottesherrschaft zuarbeitet, verdient sie sarkastische Zwischenrufe. Jacques Auvergne schlüpft in die Rolle eines aufrichtigen muslimischen Schriftgläubigen, der die Brisanz der Charta deutlicher nachzeichnet.

Wegen des authentisch islamischen sprich demokratieüberwindenden Inhalts alarmiert die neun Jahre alte „Charta“ des ZMD nach wie vor. Die gelassen ein parastaatliches Selbstverständnis an den Tag legende Urkunde findet sich bis heute auf dem ZMD-Internetauftritt. Leider ist im Jahr 2011 zu befürchten, dass die ohnehin mit der faktenfernen Mahnung (Denk- und Spechvorgabe), der Islam sei eine „im Kern friedliche Religion“, vgl. Hans-Gert Pöttering am 23.05.2008,[1] Horst Köhler am 12.05.2010,[2] eingelullte oder eingeschüchterte Bevölkerungsmehrheit die kunstvollen Lügen des Nadeem Elyas ohne Unterstützung nicht sieht.

Daher führen wir jeden einzelnen Impuls der Charta erklärend weiter, die Chiffren der Taqiyya entschlüsselnd, als ob ein Aktivist der allahkratischen Bewegung endlich einmal Klartext reden würde. Der Präsident gönnt sich ein Vorwort:

Der Islam ist keine neue Erscheinung in Deutschland,

Allahgott und seine Scharia waren schon immer da.

vor allem ist er keine vorübergehende Erscheinung.

Ihr deutschen Harbis, Dhimmis oder Mitmuslime werdet uns Muslimbrüder nicht mehr los.

Mehr als 3,2 Millionen Muslime leben in Deutschland; …

Es gibt zwei Sorten Mensch, die Nichtmuslimbürger und die Schariapflichtigen, die Muslimbürger.

Muslime sind nicht einfach als Staatsbürger misszuverstehen, sondern gleichen, ein wenig wie die in die europäische Fauna hinein immigrierten Waschbären oder Halsbandsittiche, einer Art zugewanderter Spezies. Und diese besonders empfindsame Menschensorte fühlt sich ohne Islamische Gesetze entfremdet (alienated) und an den Rand gedrängt (marginalisated).

Das einheitliche Recht für alle ist ein Auslaufmodell oder schon von gestern. Der vor drei Jahren (2008) vom Schweizer Professor Christian Giordano geforderte, die Scharia integrierende Rechtspluralismus („Die kulturelle Distanz ist zu groß. Und so sehr sich diese Migranten auch assimilieren, es bleibt immer eine Differenz bestehen. Auch zu unserem Rechtssystem“) verlangt endlich nach Anerkennung des himmlischen Gesetzes (Scharia). Europa braucht die Rechtsspaltung. Der Präsident der Koordination Islamischer Organisationen Schweiz (KIOS), Farhad Afshar („Die staatliche Ordnung bricht also nicht zusammen, wenn unterschiedliche Rechtssysteme parallel bestehen“) stimmt dem Anthropologien zu.[3]

… viele von ihnen schon in der dritten und vierten Generation. Die meisten Muslime identifizieren sich mit der deutschen Gesellschaft und werden für immer in Deutschland bleiben.

Eine Minderheit von uns lebt mit religiöser Begründung offen gegenkulturell.

Wenn die Muslime nicht islamisch fühlen und leben dürfen, wenn ihr sie nicht nach der Scharia leben lasst, werden sie sich nicht mit der Bundesrepublik „identifizieren“ können.

Nicht nur für die 500.000 Muslime, die einen deutschen Pass tragen, ist Deutschland Heimat geworden.

Der islamische Begriff vom Beheimatetsein, die islamisch geliebte Heimat meint das der Scharia unterworfene Territorium.

Solange wir in der Minderheit sind, gilt Allahs Gesetz in unseren Familien und Straßenzügen, dann kommt der Staatsvertrag und später wird die Religion staatsgründend.

Alle Muslime fühlen sich nicht als Gäste in einem “Gastland”, sondern als Bürgerinnen und Bürger Deutschlands.

Nicht als AEMR-pflichtig „fühlen“ (ZMD) sie sich, die Muslime, alle, sondern als gottergebener Besitz der islamfreundlichen ungläubigen Obrigkeit.

Was der Deutschlandmuslim zu fühlen hat, definiert der Zentralrat. Wer anders fühlt, ist kein Muslim.

Wer uns Gottergebene die Religion nicht leben lässt, tut unserem nichtklerikalen Eigentümer und unfrommen Verwalter (Sultan) namens Deutschland irgendwie weh. Sich in erster Linie als Staatsbürgerinnen zu fühlen, ist den zum Schariagehorsam Berufenen wiederum nicht abzuverlangen.

Als große Minderheit in diesem Land haben die Muslime die Pflicht, sich in diese Gesellschaft zu integrieren, sich zu öffnen und über ihre Glaubensbekenntnisse und -praxis mit der Gesellschaft in Dialog zu treten.

Wir haben das Recht, die Scharia ungehindert zu bewerben. Zur Verhandlung stehen die zeitlosen und kohärenten (ewigen und unteilbaren) grundrechtswidrigen Verhaltensvorgaben (ZMD: „Glaubenspraxis“) dabei nicht. Als eigenständige Teilnation („Minderheit“) sind wir Sonderstaatsbürger, denen die Standards allgemeiner Menschenrechte nicht zuzumuten sind.

Über die Praxis von Islamischer Schiedsstelle und Scharia-Gericht werden wir euch auf dem Laufenden halten, wichtige Fatwas stellen unsere Muftis oder Gelehrten seit längerem Online.

Die Mehrheitsgesellschaft hat Anrecht darauf zu erfahren, wie die Muslime zu den Fundamenten dieses Rechtsstaates, zu seinem Grundgesetz, zu Demokratie, Pluralismus und Menschenrechten stehen.

Die Kluft zwischen Menschenrechten gemäß OIC (1990) und Menschenrechten nach der AEMR (1948) lässt sich per Dialog bestens überbrücken. Unser bosnischer Theologe Cerić (Opening the way for the Muslim law) hat ja bereits angeregt, dass ihr unser Religionsgesetz in euren Begriff von „Demokratie, Pluralismus und Menschenrechten“ (ZMD) integrieren dürft.

Damit wir den Kontakt zu unseren kulturellen und spirituellen Wurzeln nicht verlieren, steigen wir Muslime aus der ernst genommenen AEMR aus. Und ihr habt das Recht, eben dieses hiermit „zu erfahren“ (ZMD).

Obwohl die Muslime diese Themen des Öfteren behandelten, blieben sie der Mehrheitsgesellschaft eine umfassende, klar formulierte und verbindliche Antwort schuldig.

Was jetzt der Zentralrat übernimmt, der unveränderlich definiert, was muslimisch ist und was nicht. Ein anderer organisierter Islam als derjenige der Muslimbrüder bzw. des ZMD braucht in Deutschland keinen Raum zu haben, mit Millî Görüş und Deobandi regeln wir den Rest hinter den Kulissen vollendet klassisch-islamisch.

Die innermuslimische Machtergreifung, bislang eher selten ausgesprochen. Auch die Nichtmuslime hatten keine Ahnung von der Herrschaft Allahs:

Dieses Defizit wurde nicht zuletzt durch die Debatte nach dem 11. September deutlich.

Insofern war der religiös begründete Massenmord des Hamburgers M. Atta († 11. September 2001) ein willkommenes Ereignis, damit wir dem nichtislamischen Teil der koranisch halbierten Welt endlich beibringen können, was gute Debattenkultur ist.

Durch diese Islamische Charta, die der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) in seiner Vertreterversammlung am 3. Februar 2002 einstimmig verabschiedete, möchte er seine klare Position zu diesen Grundgedanken artikulieren und einen Beitrag zur Versachlichung der gesellschaftlich-politischen Debatte leisten.

Wer die Scharia als inhuman, insbesondere als frauenfeindlich bezeichnet, leistet keinen „Beitrag zur Versachlichung der gesellschaftlich-politischen Debatte“, sondern ist künftig dem Bereich der Verhetzung und Desinformation zuzuzählen. Jetzt müssen wir eure Politiker und Behördenvertreter nur noch dahingehend dressieren, bei jeder sichtbar werdenden Verfassungswidrigkeit des orthodoxen (separatistischen) Islam automatenhaft zu schnattern, dass zwischen Islam und Islamismus zu differenzieren ist.

Weil diese hohe Stufe der Weisheit des „differenzierten Islambilds“ unbedingt zu erlangen ist, gab Maria Springenberg-Eich anlässlich des vom Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen in Bielefeld veranstalteten volkspädagogischen „Informationstages“ zum Thema: “Islam? Islamismus? – Herausforderungen für Pädagogik und Gesellschaft“ (16.06.2009) den Befehl aus: “Die Begriffe Islam und Islamismus dürfen nicht gleichgesetzt werden. Diese Tatsache vor allem Jugendlichen deutlich zu machen, ist eine wichtige Aufgabe der politischen Bildung. … Die Religionsfreiheit ist ein wichtiger Wesenszug unseres Grundgesetzes. Mit 60 Jahren Grundgesetz feiern wir auch 60 Jahre Religionsfreiheit.” Ohne Scharia und Fiqh zurückzuweisen sekundiert Wael El-Gayar, Islamwissenschaftler und Referent im Integrationsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen: „Es muss eindeutig zwischen Muslimen und Islamisten unterschieden werden. In der Öffentlichkeit wird viel zu wenig differenziert.[4]

Dass Griechenland zwölfjährige oder elfjährige Mädchen mit Allahs Einverständnis religiös verheiraten lässt, die schwanger in der unmittelbaren Umgebung des Dienstsitzes der Frau Springenberg-Eich in Düsseldorf erscheinen, beklagt die Dame nun nicht etwa als „Islamismus“, was auch falsch wäre, sondern verschweigt es gleich ganz.[5]

Dr. Nadeem Elyas, Vorsitzender, Berlin, 20.02.2002

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Soweit die einleitenden Worte des sanften islamischen Revolutionärs. Führer Nadeem geht weder zu Sayyid Qutb noch zu Yusuf al-Qaradawi auf Distanz.

Spannung knistert in der Luft, alles riecht nach Charta, Allahs Schatten fällt auf Germaniens Erde, kein viel geringeres Ereignis womöglich als das Herabkommen der Steintafeln in Moses Hände auf dem Berge Sinai.[6]

Das Schariasystem werde alternativ. Die Parallelregierung sei ausgerufen:

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Islamische Charta

Jede Staatsgründung bedarf einer Urkunde. Die einzig sittlich zu nennende Lebensweise werde hiermit erneuert und globalisiert, die Stadt an sich, Musterstaat Medina, 622-855 n. Chr.

Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft.

Auch die Nichtmuslimbürger können jetzt lernen, wie Staat und Gesellschaft wirklich zu verstehen sind und für jeden Nachkommen eines muslimischen Vaters übernehmen wir vom muslimbrudernahen Zentralrat das Denken und Reden. Die Trikonsonantenwurzel ḥā kāf mīm kommt im Koran 210 mal vor und bedeutet (Allahs, wessen sonst) Herrschaft, Richterschaft oder Weisheit; man vergleiche den göttlichen ḥukm, Seine Urteilsfällung, Sein Herrschen. Der Schöpfer Selbst nennt Sich schließlich al-Ḥakīm, der Allwissende, Allweise (Koran 59:1 und 62:1). Gelebter Islam ist deine gottesfürchtige („freiwillige“) Einfügung in die Gemeinschaft der Gehorsamen und deine Dienerschaft allein für Allah, deine Knechtschaft (servanthood, submission) Ihm gegenüber. Doktrin des Wohlverhaltens und Führertum der Stellvertreterschaft, menschengemäße ‘Ubudiyya und Allahs Hakimiyya:

1. Der Islam ist die Religion des Friedens

“Islam” bedeutet gleichzeitig Friede und Hingabe. Der Islam sieht sich als Religion, in welcher der Mensch seinen Frieden mit sich und der Welt durch freiwillige Hingabe an Gott findet. Im historischen Sinne ist der Islam neben Judentum und Christentum eine der drei im Nahen Osten entstandenen monotheistischen Weltreligionen und hat als Fortsetzung der göttlichen Offenbarungsreihe mit diesen viel gemein.

Eine Welt ohne Islam wäre Dschahiliyya (Ǧāhilīya), Finsternis und Barbarei. Islamische Revolution verwirklicht den himmlischen Heilsplan und hält den Teufel von seinem verderblichen Treiben ab.

Allah rettet den Folgsamen und straft den Widerspenstigen spätestens im Jenseits brutal, denn:

2. Wir glauben an den barmherzigen Gott

Die Muslime glauben an Gott, den sie wie arabische Christen “Allah” nennen. Er, der Gott Abrahams und aller Propheten, der Eine und Einzige, außerhalb von Zeit und Raum aus Sich Selbst existierende, über jede Definition erhabene, transzendente und immanente, gerechte und barmherzige Gott hat in Seiner Allmacht die Welt erschaffen und wird sie bis zum Jüngsten Tag, dem Tag des Gerichts, erhalten.

3. Der Koran ist die verbale Offenbarung Gottes

Versetzungsrelevanter Schulstoff im postdemokratischen Zeitalter. Meine Damen und Herren, das ist von nun an Wissenschaft, naja, religionsbezogene Wissenschaft.[7]

Die Muslime glauben, dass sich Gott über Propheten wiederholt geoffenbart hat, zuletzt im 7. Jahrhundert westlicher Zeitrechnung gegenüber Muhammad, dem “Siegel der Propheten”. Diese Offenbarung findet sich als unverfälschtes Wort Gottes im Koran (Qur´an), welcher von Muhammad erläutert wurde. Seine Aussagen und Verhaltensweisen sind in der so genannten Sunna überliefert. Beide zusammen bilden die Grundlage des islamischen Glaubens, des islamischen Rechts und der islamischen Lebensweise.

Ḥakimīya wa ʿUbudīya, Herrschaftsbefugnis Allahs und menschliche Pflicht zur Knechtschaft. Glauben heißt gehorchen. Wir wollen die ganze Scharia. Juden und Christen sind eigentlich Muslime und taumeln dem Tag der absoluten Abrechnung entgegen:

4. Wir glauben an die Propheten des Einen Gottes

Die Muslime verehren sämtliche Muhammad vorausgegangenen Propheten, darunter Moses und Jesus. Sie glauben, dass der Koran die ursprüngliche Wahrheit, den reinen Monotheismus nicht nur Abrahams, sondern aller Gesandten Gottes wiederhergestellt und bestätigt hat.

5. Der Mensch muss am Jüngsten Tag Rechenschaft ablegen

Die Muslime glauben, dass der Mensch, soweit er freien Willen besitzt, für sein Verhalten allein verantwortlich ist und dafür am Jüngsten Tag Rechenschaft ablegen muss.

Wer irdische Gleichberechtigung von Mann und Frau fordert hat am Tag der Auferstehung nichts Gutes zu erwarten.

Die Frau ist von Natur aus unmündig, weshalb sie einen männlichen Aufpasser braucht, den Wali (Vormund). Der Vater kann die Tochter als so genannter nötigender Heiratsvormund (walī muǧbir) in die erste Ehe zwingen.

Die Frau ohne Kopftuch wird im ewig im Feuer brennen, weshalb Allah und Yusuf al-Qaradawi die vertrackte Frauenfrage so klären:

6. Der Muslim und die Muslima haben die gleiche Lebensaufgabe

Genau, die des differenzierten Dienens: sie dient ihm, und – ich bitte Sie, wie soll das sonst funktionieren – er empfängt ihren Dienst.

Mann und Frau sind nicht gleichberechtigt und halten das vom Schöpfer gewirkte Schariagesetz willig ein:

Der Muslim und die Muslima sehen es als ihre Lebensaufgabe, Gott zu erkennen, Ihm zu dienen und Seinen Geboten zu folgen. Dies dient auch der Erlangung von Gleichheit, Freiheit, Gerechtigkeit, Geschwisterlichkeit und Wohlstand.

Es ist gerecht, wenn die Schwester einen Teil erbt und ihr Bruder zwei Teile und der Ex-Muslim gar nichts,[8] anderer Wohlstand wäre unstatthaft, unmoralisch.

7. Die fünf Säulen des Islam

Hauptpflichten der Muslime sind die fünf Säulen des Islam: das Glaubensbekenntnis, das täglich fünfmalige Gebet, das Fasten im Monat Ramadan, die Pflichtabgabe (zakat) und die Pilgerfahrt nach Mekka.

Nebenpflicht ist der Auftrag zur Hisba, das Islamisieren von Straßenzug und Wohnviertel:

8. Daher ist der Islam Glaube, Ethik, soziale Ordnung und Lebensweise zugleich

Vom nichtislamischen Sozialsystem und Verhalten haben sich die Schariapflichtigen, die Muslime, spirituell („Glaube“) und ekelgeschüttelt („Ethik“) nach Kräften abzugrenzen. Einem der Allahzentrik nicht verpflichteten Gemeinwesen, einer nichtislamischen Lebensform anzugehören gefährdet das Seelenheil und ist von jedem Koranfreund durch die Zugehörigkeit zu einer muslimbrudernahen islamischen Vereinigung („soziale Ordnung“) zu ersetzen. Spürbar und vor allem öffentlich sichtbar hat sich der Gottesfürchtige in seinem alltäglichen Handeln („Lebensweise“), also eigentlich bereits in seiner Kleidung, von den Gottlosen zu unterscheiden.

Der Islam ist weder eine weltverneinende noch eine rein diesseits-bezogene Lehre, sondern ein Mittelweg zwischen beidem. Als auf Gott ausgerichtet ist der Muslim und die Muslima zwar theozentrisch; doch gesucht wird das Beste beider Welten. Daher ist der Islam Glaube, Ethik, soziale Ordnung und Lebensweise zugleich. Wo auch immer, sind Muslime dazu aufgerufen, im täglichen Leben aktiv dem Gemeinwohl zu dienen und mit Glaubensbrüdern und -schwestern in aller Welt solidarisch zu sein.

Mit Nichtmuslimen ist eher keine Solidargemeinschaft zu bilden, denn Schariatisierung („Gemeinwohl“) meint von Natur (fiṭra, natural condition) aus Islamisches Wohlergehen (istiṣlāḥ, to deem proper). Istislah bedeutet Heilssicherung durch die sexualpolitisch, pädagogisch und ökonomisch verwirklichte „Islamische Normativität“ (Baber Johansen, aufgegriffen von Reinhard Schulze) des realisierten Dīn. Islam ist Praxis, Schariapraxis. Die in deinen Taten sichtbar werdende, gottgeschaffene und ewige Gesetzlichkeit und Pflichtenlehre (Scharia) ist der einzige für dich ins Paradies führende Pfad.

Differenzieren (Herabsetzen, Asozialität) und Gottesfurcht (Einschüchtern, Brutalität) sind der Islamischen Ordnung, dem Nizam (niẓām islāmī, Nizam-ı İslâm) dabei seelenrettend und entsprechend zu heiligen; eine Solidargemeinschaft, die den Nichtmuslim nicht gefühlsbezogen und rechtlich herabstuft erregt Allahs Missfallen. Ohne eine nicht zu knapp bemessene Aufkündigung der Solidarität zu den Schariaverweigerern ist islamisches Miteinander, Muslimsolidarität, als Glaubensmangel zu bewerten; muslimintern verdienen die korangemäß entwürdigten Frauen kein männliches Mitleid.

Die demokratiestiftende Idee der europäischen oder deutschen Solidargemeinschaft ist vom Islamvolk (Umma) in Andachten zu ironisieren und, letztlich, glaubenspraktisch zu überwinden. Der Nichtmuslim hat sein Menschsein schließlich verfehlt, nur ein islamisches (schariatreues) Leben ist gelingendes Leben.

Mehrfach abgestuftes „Gemeinwohl“ braucht islamkonformes Wirtschaften. Die Lebensweise von Hidschab und Höllenfurcht benötigt von allem Islamwidrigen (ḥarām) gereinigtes Geld:

9. Dem Islam geht es nicht um Abschaffung von Reichtum

Natürlich nicht, sonst könnten die engsten Freunde der Muftis und Scheiche ja nicht immer reicher werden. Auch der verarmende Dhimmi darf seine Dschizya nicht behalten, das wäre gegen die Religion (dīn, Islam).

Dem Islam geht es nicht um Abschaffung von Reichtum, sondern um Beseitigung von Armut. Er schützt das der Gemeinschaft und auch der Umwelt verpflichtete Privateigentum und fördert unternehmerische Initiative und Verantwortung.

Muslimischer Besitz ist nicht der Gemeinschaft verpflichtet, sondern der Umma. Das von Mohammed vorbildlich gestiftete Beutemachen (Kleptokratie) wird auch in Deutschland auf Dauer um ein auf Zinslosigkeit und halbiertem Frauenerbe beruhendes Bankensystem nicht herumkommen.

10. Das Islamische Recht verpflichtet Muslime in der Diaspora

Die Kriegserklärung an den Rechtsstaat, der salafistische ZMD brüllt nach der Rechtsspaltung. Wali mudschbir, Kindbraut, Zweitfrau,[9] Frauenverstoßung (talaq) und Burka sind zu legalisieren. Und die Schulministerin des größten Bundeslandes, Sylvia Löhrmann, freut sich auf den Islamischen Religionsunterricht per Beiratsmodell (22.02.2011), ohne die Schulen über das gegendemokratische Islamische Recht zu informieren.

Muslime dürfen sich in jedem beliebigen Land aufhalten, solange sie ihren religiösen Hauptpflichten nachkommen können.

Die Nebenpflichten erst bei längerer Wohndauer? Gebetsgehorsam (ṣalāt) zum Beispiel: Jede Schule braucht einen Gebetsraum, geschlechtergetrennte Waschräume, einen gebetsverträglichen Stundenplan, der Schleier (ḥiǧāb, zweifelsohne zu den Hauptpflichten) muss überall erlaubt sein, sonst gilt das Gebet nicht. Jungenbeschneidung hält die bösen Geister (Dschinnen) ab und ist auch im Namen der körperlichen Unversehrtheit oder kindlich-altersgemäßen Nichteinwilligungsfähigkeit nicht in Frage zu stellen. Zakāh, die dem Muslim auferlegte, das Kalifat finanzierende Pflichtabgabe benötigt die Listung aller Schariapflichtigen des Territoriums und eine Art von Finanzamt.

Der männliche Muslim darf, spätestens sobald eine Zentralmoschee bzw. Freitagsmoschee (ǧāmiʿ, masǧidu l-ǧumʿa) ernannt ist, das Freitagsgebet nicht verweigern oder ist Apostat, und Glaubensabfall ist ein grausiger Verstoß gegen die von Allah gestiftete und vom perfekten Wesen (Mohammed) bekannt gegebene Religion.

Das islamische Recht verpflichtet Muslime in der Diaspora, sich grundsätzlich an die lokale Rechtsordnung zu halten. In diesem Sinne gelten Visumserteilung, Aufenthaltsgenehmigung und Einbürgerung als Verträge, die von der muslimischen Minderheit einzuhalten sind.

Nur aufgrund der Scharia leben wir, inschallah („so Gott will“, vielleicht), ein wenig nach euren Gesetzen, maschallah (Allahseidank, in der Gewissheit: Nur mein Allahs Gesetz unterworfenes Leben hat einen Sinn).

Wenn wir unsere Kinder zur Schule schicken oder im Straßenverkehr bei Rot an der Ampel stehen bleiben ist das ein schariarechtlicher Vertrag, und nur insofern gilt:

11. Muslime bejahen die vom Grundgesetz garantierte gewaltenteilige, rechtsstaatliche und demokratische Grundordnung

Anvisieren wie beim Fadenkreuz um genauer zielen zu können. Allah und seine Kalifen betrachten die freiheitlich-demokratische Welt mit dem Blick der Liebe – und „bejahen“ Entwicklungsbedarf (Islamisierung).

Der schmucke Schützenbruder bejaht den Holzadler, der Wolf das Lamm und der schriftgläubige Muslim das Grundgesetz:

Ob deutsche Staatsbürger oder nicht, bejahen die im Zentralrat vertretenen Muslime daher die vom Grundgesetz garantierte gewaltenteilige, rechtsstaatliche und demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland, einschließlich des Parteienpluralismus, des aktiven und passiven Wahlrechts der Frau sowie der Religionsfreiheit. Daher akzeptieren sie auch das Recht, die Religion zu wechseln, eine andere oder gar keine Religion zu haben.

Allah wirft den Ex-Muslim ins ewige Feuer, insofern, ja, gibt es das Menschenrecht auf Apostasie. Im Übrigen braucht die gottlose Bundesrepublik Deutschland natürlich irgendwann die neuen, die richtigen Gesetze, und dann ist islambezogener Religionswechsel, außer zum Islam hin, ein Ding der Vergangenheit.

So lange es noch mehrere Parteien gibt, ist vom Paradiesanwärter einfach diejenige zu wählen, die das letztlich einzig zulässige Gesetz legalisiert, die Partei, die der Scharia rascher und vollständiger zur irdischen Geltung verhilft – explizit nachzulesen in der ZMD-Charta Artikel 21. Parteipolitisch neutral.

Der Koran untersagt jede Gewaltausübung und jeden Zwang in Angelegenheiten des Glaubens.

Was wir Schariafreunde als Notwehr kennen, nennt ihr den heiligen Krieg. Andererseits ist die Reinigung der Erde vom Schmutz des Unglaubens eigentlich gar keine Gewalt.

Mit dem koranischen, im interreligiösen Dialog bewusst faktenwidrig eingesetzten Es gibt keinen Zwang in der Religion (Lā ikrāha fī d-dīn, 2:256) haben Koranlehrer oder muslimische Eltern die Kinder unter Druck zu setzen, um sie – bedarfsweise mit Gewalt – hin zur Erfüllung der Vorgaben von Koran und Sunna zu erziehen. Kindlicher, öffentlich sichtbarer Glaubensgehorsam und das Quantum persönlicher, lauthals zu bekennender Islamerkenntnis (ʿaqīda) bleiben von „westlich“ definierter schwarzer Pädagogik schließlich unberührt, und die Grenzen des Erlaubten und Verbotenen sind seit Imam Mohammed und Imam al-Ghazali für alle Sunniten eindeutig. Der letztgültige Heilsplan ist dem Siegel der Propheten eindeutig kundgetan worden, jeder Mensch hat jetzt islamisch zu handeln, um Allahs Wohlgefallen zu erlangen. Sich dem Korsett und Koordinatensystem der Islamischen Ordnung zu verweigern, etwa im Namen eines allgemein wertgeschätzten (gelingenden) Lebens ohne Kopftuch oder der Gleichberechtigung von Mann und Frau, wäre eine Gewalttat an Schöpfung und Mensch, und diesen „Zwang“ (ZMD, Charta) darf es im geerdeten Himmelsgesetz der Scharia nicht geben: Lā ikrāha fī d-dīn.

Es gibt keinen Zwang in der Religion, das umrahmt der Souverän (Allah) so, vorausgehend: „Sein Thron umfasst die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, sie zu bewahren. Er ist der Erhabene, der Majestätische“, was das Regime der Stellvertreter, den irdischen Islamstaat nach sich zieht, in welchem Allah König ist (auf dem „Thron“ sitzt). Dem Scheingott oder Götzen (Ṭāġūt pl. Ṭawāġīt) musst du abschwören, um nach der Scharia zu greifen: „Es gibt keinen Zwang in der Religion. Der rechte Wandel unterscheidet sich nunmehr klar vom Irrweg. Wer also die Götzen (Ṭawāġīt, idols and evil powers, false gods) verleugnet (ihnen abschwört) und an Gott [Allah] glaubt, der hält sich an der festesten Handhabe, bei der es kein Reißen gibt. Und Gott [Allah] hört und weiß alles.“ Im folgenden Vers kontrastieren ewige Glückseligkeit und Verdammnis: 2:257 „Gott [Allah] ist der Beschützer [walī, the guardian, Vormund] derer, die glauben; Er führt sie aus der Finsternis ins Licht. Diejenigen, die nicht glauben, ihre Beschützer sind Taghut (Ṭāġūt, Götze); die sie aus dem Licht in die Finsternisse führen. Das sind die Gefährten des Feuers, sie werden darin ewig weilen.“[10]

Ja, „Integration“ ist auch im Islam gewollt und in das Kein Zwang in der Religion ist die Möglichkeit der Höllenqual dort und der Auspeitschung hier gleich mit integriert.

Das Lebens- und Weltgefühl einer nahezu vollkommenen Ungewissheit ist ohne „Zwang“ vernehmlich zu loben, schließlich könnte dein (noch so versehentliches) Beherzigen von irgendetwas Nichtislamischem Götzendienst (Schirk) sein und dein Kummer und Schmerz die vorweggenommene Strafe der Gottheit: „Er vergibt, wem Er will, und Er peinigt, wen Er will (2:284).“ Den Fehlgeleiteten geschieht Schreckliches, Koransure 13:33-34: „And whomever Allah leaves astray – there will be for him no guide … For them will be punishment in the life of [this] world, and the punishment of the Hereafter is more severe“ (Sahih International), wir lesen: Wen Gott irregehen lässt kann keiner rechtleiten … Eine Strafe wird sie [bereits] im Diesseits [ad-dunyā] treffen, [aber] die Strafe im Jenseits [al-āḫira] ist noch schwerwiegender.

12. Wir zielen nicht auf Herstellung eines klerikalen “Gottesstaates” ab

Richtig, nicht der Klerus der Ulama, Scheiche und Muftis ist im Islamischen System (Nizam) Souverän, Allah ist König.

Also: nicht wir „zielen“, Allah zielt.

Vielmehr begrüßen wir das System der Bundesrepublik Deutschland, in dem Staat und Religion harmonisch aufeinander bezogen sind.

Beinahe so harmonisch wie im Kalifat, aber eben noch nicht harmonisch (islamisch) genug.

Damit mehr Harmonie und mehr Aufeinanderbezogensein entstehen, ist jede im Laufe der Generationen errungene deutsche Säkularisierung nach Möglichkeit zurückzunehmen.

13. Es besteht kein Widerspruch zwischen der islamischen Lehre und dem Kernbestand der Menschenrechte

Weil Allah allmächtig ist besteht noch nicht einmal zwischen ihm und dem Teufel ein Widerspruch.

Im Islam gibt es keinen Widerspruch mehr; beispielsweise keinen politischen. Eine Oppositionspartei ist unnötig und wäre, da sich alles auf die Gottheit auszurichten hat, grässlicher Schirk (Polytheismus).

Kein Innen ohne Außen, kein Kern („Kernbestand“) ohne Umhüllung. Ein paar aus Unwissenheit oder Niedertracht legalisierte Gotteslästerungen müssen dann aber doch entfernt werden, etwa die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die wir Deutschen gesamtgesellschaftlich einfach nicht mehr dem Bereich des Unverzichtbaren (Kern) von AEMR und GG zurechnen werden, sondern dem Entbehrlichen, der Hülle, und siehe:

Zwischen den im Koran verankerten, von Gott gewährten Individualrechten und dem Kernbestand der westlichen Menschenrechtserklärung besteht kein Widerspruch.

Nur Gott (Allah) darf Gesetze erlassen, dem individuellen deutschen Muslim steht nur die vom Himmel gewährte Freiheit zu. Ob mit oder ohne „Widerspruch“ (Allah löst Gegensätze in seiner unsteigerbaren Macht auf), ein Versprechen, dass wir auf lange Sicht andere Gesetze einhalten als die dem einzelnen Menschen „von Gott gewährten“ (ZMD) Rechte haben wir euch nicht gegeben und könnt ihr uns nicht abverlangen.

Über eine kleine Gemeinheit und Falle habt ihr Nichtmuslime bei der Sache mit der „westlichen Menschenrechtserklärung“ ja vielleicht hinweg gelesen: Die Deklaration der Menschenrechte (Paris 10.12.1948) haben wir Orientalen soeben als „westlich“ bezeichnet“, da sie nur für euch, andere kulturelle Wurzeln besitzende oder anderweitig verunreinigte „Westler“ gelten kann und für uns Paradiesbestimmte nicht, auch wenn wir Östlichen in die Weltregion des Sonnenuntergangs und der satanischen Versuchung auswandern mussten, in den geographischen Westen. Der kulturell alternative (schariatreu andersartige) einstige Assistenzprofessor für Politikwissenschaften an der International Islamic University in Kuala Lumpur (Malaysia; 1990-1993) und mittlerweile türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu predigte deshalb Perspektivumkehr und Apartheid: »Alternative Paradigms: The Impact of Islamic and Western Weltanschauungs on Political Theory« (rezensiert in: Religionspolitik als Sezession aus dem Universellen, siehe Nummer 218. im Blog Sägefisch).

Freut euch, aufgrund von Koran und Hadith halten wir eure Gesetze ein, jedenfalls vielleicht und vorläufig:

Der beabsichtigte Schutz des Individuums vor dem Missbrauch staatlicher Gewalt wird auch von uns unterstützt. Das Islamische Recht gebietet, Gleiches gleich zu behandeln, und erlaubt, Ungleiches ungleich zu behandeln. Das Gebot des islamischen Rechts, die jeweilige lokale Rechtsordnung anzuerkennen, schließt die Anerkennung des deutschen Ehe-, Erb- und Prozessrechts ein.

Anerkennen heißt ja vielleicht nur: Wir wissen, dass es das deutsche Recht gibt, wir kennen es genau und bewerten es nach dem einzig gültigen Rechtsmaßstab. Dankbar solltet ihr sein, ohne Scharia würden wir eure Gesetze vielleicht noch nicht einmal zur Kenntnis nehmen.

Für Mann und Frau kann das gleiche Gesetz dauerhaft gar nicht gelten, jedenfalls nicht bei gleichartiger Rechtsfolge, alles andere wäre „Missbrauch staatlicher Gewalt“ (ZMD). Da männliche und weibliche Chromosomen und Genitale unterschiedlich gestaltet sind, ist „Ungleiches ungleich zu behandeln“ und der Mann eine Stufe zu erhöhen und die Frau eine Stufe tiefer zu treten.

Artikel 3 (2) GG, Männer und Frauen sind gleichberechtigt, kann von Natur (Fitra) aus nicht stimmen und ist aus Allahs Sicht kriminell. Bereits das vorausgehende Art. 3 (1), Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich, lästert die himmlische Ordnung, und der Ex-Muslim oder sonstige Nichtmuslim darf im echten Islam nichts erben.

Wer die Standards der AEMR durchsetzen will, macht sich, mit dem iranischen Gesetz (Artikel 183) gesprochen, des Verderbensstiftens auf Erden (efsad-e fel-arz, spreading corruption on earth) schuldig, führt Krieg gegen Gott (moharebeh, waging war against God). Beides mag daher (Artikel 190) mit der religiösen Ermordung des Täters korrigiert werden, was kein „Islamismus“ ist, sondern Religion, reiner Islam.[11]

14. Vom jüdisch-christlich-islamischen Erbe und der Aufklärung geprägt

Mohammed als Nichteuropäer war da ganz anders geprägt, seine heute in Europa lebenden Anhänger haben deshalb das Recht auf heiliges Anderssein Alterität und islamkonforme Paragraphen.

Die europäische Kultur ist vom klassisch griechisch-römischen sowie jüdisch-christlich-islamischen Erbe und der Aufklärung geprägt.

Globaler Aufklärungshumanismus ist seelenlos und kalt und kann der Menschheit keine Sinnquelle sein. Jetzt und hier geht es um Zivilisation im Plural, um eure nichtislamischen und unsere islamischen Wurzeln, das teilt die Menschheit gleichsam von Natur aus und schafft bereichernde Vielfalt und heimatliche Nestwärme (ihr Deutschen neigt doch zum Romantischen und müsstet das leichter einsehen als die laizistisch angekränkelten Franzosen). Es geht um Kräfte ausstrahlende Kulturkreise, um Sehnsüchte erklärlich machende kollektive Prägungen. Da setzen wir mit unserer schleichenden Islamischen Revolution an, bei Burgruinen und deutscher Eiche, das nämlich gehört euch, und bei Pflichtgebet und Schleierzwang, denn unser Erbe ist Mekka und Medina. Euch das europäische Ureigene, uns Islamisierern ein bisschen Sonderrecht, damit wir unsere kulturellen Wurzeln nicht verlieren. Nadeem Elyas (FAZ 01.02.2005) wusste: „Wir leben hier im Kontext der Werte dieser Gesellschaft“ und „Wir können uns in Europa an die europäische Lebensweise anpassen … Wir sprechen allerdings nicht von einem europäischen Islam, sondern von einer europäischen Lebensweise der Muslime.“

Die Kultur Europas verwandelt sich von der kulturellen Moderne (AEMR, Rechtssicherheit) hin zur Postmoderne (Stammeskultur, Rechtsverschiedenheit). Die von euch aus gesehen per Staatsvertrag, für uns als Muslimischer Gesellschaftsvertrag sichtbar werdende Euro-Umma oder Euro-Nation of Islam wird sich bald ein einheitliches europäisch-islamisches Herrschaftsgefüge aufbauen, Mustafa Cerić sagt zum parallelen Imamstaat oder Imamat: „a European Muslim imamate as a way of institutionalising Islam in Europe. … Muslims in Europe need a single Muslim authority … Europe is dāru-l-sulh, the house of social contract … A Muslim social contract in Europe“. Im Übrigen hat die Lebensweise nach Koran und Sunna der Kultur Europas erst auf die Sprünge geholfen:

Sie ist ganz wesentlich von der islamischen Philosophie und Zivilisation beeinflusst.

Aristoteles oder Platons Denken konnte al-Ghazali († 1111) nicht irreführen, eure Renaissance hingegen verdankt ihr Allahs Ansprache an Mohammed und der einzig humanen Zivilisation, dem Medinastaat (622-855).

Auch im heutigen Übergang von der Moderne zur Postmoderne wollen Muslime einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung von Krisen leisten. Dazu zählen u.a. die Bejahung des vom Koran anerkannten religiösen Pluralismus, die Ablehnung jeder Form von Rassismus und Chauvinismus sowie die gesunde Lebensweise einer Gemeinschaft, die jede Art von Süchtigkeit ablehnt.

Pluralismus oder religiöse Vielfalt ist unsere Chiffre für den islamischen Rassismus der Dhimma,[12] Werbefolie den Multikulturellen und Kirchentagsbewegten gegenüber sei dabei das angeblich so goldene Zeitalter von al-Andalus. Kollegiale Schariastrategen wie die indischen Deobandi vermeiden das Wort Dhimma und reden lieber von Koexistenz (co-existence).[13]

Ein anderes Ungleichbehandeln (ZMD: „Pluralismus“) als das in der ultimativen Welterklärung, im Koran beschriebene Meiden der Nichtmuslime und ihrer Verhaltensweisen hat uns nicht zu interessieren und stünde gegen Allahs Gebot der Meidung (nach Paret heißt es im Koran 5:51 Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden! Sie sind untereinander Freunde [aber nicht mit euch]. Wenn einer von euch sich ihnen anschließt, gehört er zu ihnen [und nicht mehr zu der Gemeinschaft der Gläubigen]). Den Meidungsbefehl haben unsere Gelehrten seit asch-Schaibani (749-805, ein Gründer der hanafitischen Rechsschule) zu den Siyar herausgearbeitet, zum Fremdenrecht.

Die im Koran gesetzten Scharianormen dürfen nicht verletzt werden, erneuerte Siyar (Islamic International Law) haben eigentlich auch den Umgang der deutschen Islamverbände mit der Bundesrepublik Deutschland zu bestimmen. „Unter dem Minderheitenrecht (siyar) bildeten die Christen unter islamischer Herrschaft ihre eigene Gemeinde der Schutzbefohlenen (dhimmis) – On this basis, Islamic jurisprudence developed the world’s first liberal law called al-siyar for the status of religious minorities (al-dhimmi)“, diesen Satz von Murad Wilfried Hofmann zitiert Dr. Abduljalil Sajid, der aus Pakistan stammende Vorsitzende im Muslim Council for Religious and Racial Harmony UK (MCRRH). Sajid ist Berater bei Religions for Peace – European Council of Religious Leaders (RfP ECRL), zu den Ratsmitgliedern (Council Members) gehört Mustafa Cerić, Scheich im European Council for Fatwa and Research (ECFR), ECFR-Chef ist Yusuf al-Qaradawi.

Auch die uns aufgezwungene säkulare Demokratie und bürgerliche Ordnung ist ja vielleicht „Rassismus und Chauvinismus“ (ZMD, Charta). Wie auch immer, der Schariafreund hat es heutzutage nicht leicht und ist eigentlich nach wie vor aufgerufen aus dem Land des Unglaubens in das des Islam auszuwandern, Hidschra zu machen aus Dar al-Kufr. Mit Imam asch-Schafii können wir glücklicherweise Europa bzw. Deutschland als Vertragspartner (dāru l-ʿahd, Haus des Bündnisses; doch weil im Islam Vertrag Waffenstillstand bedeutet sage man besser Haus der Waffenruhe, oder dāru ṣ-ṣulḥ, Haus des Vertrags) betrachten und als Missionsgelände sowieso und müssen vielleicht nicht nach Dar al-Islam zurückkehren.

Aber ach, muslimische Säkulare und nichtmuslimische Menschenrechtsuniversalisten verhindern, dass wir in selbstgewählter Abschottung in Deutschland heimisch werden, dass wir unsere familiären Wagenburgen und gegenkulturellen Ghettos offiziell in die Republik integrieren können. Also:

15. Die Herausbildung einer eigenen muslimischen Identität in Europa ist notwendig

Und diese kann ohne die legalisierte Islamische Religionspraxis von Kindbraut, Zweitfrau und Burka dauerhaft nicht erzielt werden, ihr Verfassungsfundamentalisten dürft uns schließlich nicht ausgrenzen.

Der Koran fordert den Menschen immer wieder dazu auf, von seiner Vernunft und Beobachtungsgabe Gebrauch zu machen.

Genau, alles, was mit dem Koran nicht zusammen passt, ist nicht konstruktiv, „gar nicht hilfreich“, unvernünftig, unwahr. Solange dein Bild der Welt der Weisheit der Scharia widerspricht hast du ein Wahrnehmungsproblem, bist du ein Islamkritiker und damit sinnesbehindert. Hier blickt Kai Hafez durch: „Das negative Islambild verfestigt sich.“[14]

In diesem Sinne ist die islamische Lehre aufklärerisch und blieb von ernsthaften Konflikten zwischen Religion und Naturwissenschaft verschont.

Völlig richtig, Fakten konnten uns noch nie erschüttern. Weil das Jenseits auch im Bildungsbereich jahrhundertelang Vorrang gegenüber dem logisch Erschließbaren oder sinnlich Erfahrbaren genossen und sich das Denken im Zweifelsfall zu verflüchtigen hatte, blieben Missklänge („ernsthafte Konflikte“) aus. Fallweise (Einzelfallregelung) hatte im Sinne des Erhalts des friedlichen Zusammenlebens ein frecher Denker auch mal ermordet zu werden.

Im Einklang damit fördern wir ein zeitgenössisches Verständnis der islamischen Quellen, welches dem Hintergrund der neuzeitlichen Lebensproblematik und der Herausbildung einer eigenen muslimischen Identität in Europa Rechnung trägt.

Wir wollen die Ulama, die Schariagelehrten! Eine Islamische Leitstelle wie das Institut Européen des Sciences Humaines (IESH, im Dörfchen Saint-Léger-de-Fougeret bei Château-Chinon in Burgund; drei Außenstellen: Paris, Llanybydder bei Cardigan in Wales, Birmingham) muss theologische Ausbildung und politische Führung übernehmen. Mustafa Cerić (2007) spricht richtig von der Herausforderung, die im Aufbau einer einzigen, alle Muslime Europas verwaltenden Islamischen Behörde liegt (The Challenge of a single Muslim authority in Europe) und deren Predigt (Tagesbefehl) selbstverständlich Allahs Vorgaben entsprechen muss: „In the sharī’a as their Weltanschauung, Muslims have their covenant with God, [nur] im Weltverständnis und Gesellschaftsmodell der Scharia erfüllen die Muslime ihre Pflicht zum Gottesbund“.[15]

Wir wollen die Scharia-Schiedsstellen (Muslim Arbitration Tribunal),[16] die Scharia-Gerichte (Islamic Sharia Council).[17]

16. Deutschland ist Mittelpunkt unseres Interesses und unserer Aktivität

Die Bundesrepublik ist sittlich heruntergekommen. Wir fleißigen Muslimbrüder sind es, die jetzt sauber machen.

Der Zentralrat befasst sich hauptsächlich mit Angelegenheiten des Islam und der Muslime im deutschen Raum, sowie mit Angelegenheiten der deutschen Gesellschaft. Ohne die Verbindungen mit der Islamischen Welt zu vernachlässigen, soll Deutschland für die hiesige muslimische Bevölkerung nicht nur Lebensmittelpunkt, sondern auch Mittelpunkt ihres Interesses und ihrer Aktivität sein.

Die globalen Netze der Ulama und Muftis brauchen eine Deutschlandvertretung, den ZMD. Europa ist evtl. nicht länger das Haus des Krieges Dar al-Harb (dāru l-ḥarb), sondern, nach dem Gründer der Aligarh Muslim University (AMU) Sir Sayyid Ahmad Khan (1817-1898) das Haus des Schutzvertrages, dāru l-amān.

In jedem Fall bedarf das noch vorzivilisatorische (nicht islamisierte) Europa der Kontaktpflege in die dāru l-islām wie vor allem nach Saudi-Arabien und Pakistan, ferner nach Ägypten, Malaysia, in den Sudan und in die Türkei; Hidschab, Islamic Banking und sonstiger Schariagehorsam werde international verstanden (global denken, lokal handeln), die politische Führung, der Zentralrat spricht von „Verbindungen mit der Islamischen Welt“.

17. Abbau von Vorurteilen durch Transparenz, Öffnung und Dialog

Faktennahe Berichterstattung über den Islam beschädigt den Dialog und ist zu unterbinden. Diesen Nebelwurf nenne man fortan Transparenz.

Eine seiner wichtigsten Aufgaben sieht der Zentralrat darin, eine Vertrauensbasis zu schaffen, die ein konstruktives Zusammenleben der Muslime mit der Mehrheitsgesellschaft und allen anderen Minderheiten ermöglicht.

Praktischerweise haben deutsche Nichtmuslime Angst davor, als misstrauisch zu gelten. Wer in Integrationsrat oder Islamkonferenz den Parteigängern der Scharia kein „Vertrauen“ entgegenbringt, will offensichtlich in der BRD kein friedliches „Zusammenleben“. Der Dialog entwickelt inzwischen eine ganz neue Weise des Sprechens.

Niemand arbeitet gerne vergeblich oder vermeidbar schwer, und statt arbeiten sagt man auch mithelfen oder helfen. Wer unseren Zorn verdient, ist folglich jemand, der unsere Leistung kaputt macht oder uns die Mithilfe verweigert. All das wabert um den hervorragend erpresserisch einsetzbaren Begriff „hilfreich“ herum. Im Zeitalter der Wertebeliebigkeit dräut Ungewissheit allüberall, da müssen ordnende (islamverträgliche) Kräfte her, alles andere, so die neue herrschaftliche Sprache, sei ganz schlimm, sei „nicht hilfreich“.

Und so müssen wir Islamaktivisten Deutschlands Politiker und Kleriker nur noch dazu bringen, jeden gründlichen Islamkritiker als nicht hilfreich, als die Scharia behindernd (ZMD: „destruktiv“) zu bezeichnen. Berlins evangelischer Bischof Markus Dröge arbeitet hier bereits vorbildlich loyal, wenn er im März 2011 die Islamdebatte als beklagenswert wenig „hilfreich“ bezeichnet: „Hilfreich ist das jedenfalls nicht“.[18]

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bewegte sich im August des Vorjahres in die richtige (islamische) Richtung, als sie, gelesen hatte sie es nicht, Thilo Sarrazins Buch Deutschland schafft sich ab als alles andere als „hilfreich“ nannte, schlimmer noch, als „überhaupt nicht hilfreich“.[19]

Wie zu vermuten war findet sich der Krümel „nicht hilfreich“ inzwischen international, etwa beim postmodernen (strukturhassenden, demokratieauflösenden) niederländischen Schriftsteller und Journalisten Ian Buruma: Condemning Islam, Per Se, Is Unhelpful.[20]

Tugendbezogen (islamisch) lässt sich ein Helfer (an-nāṣir) jenen anṣār vergleichen, die dem Propheten die Umsiedlung nach Medina erleichterten. Jedes „nicht hilfreich“ bedeutet im Umkehrschluss: Hisba und Dawa behindernd, Ermahnung und Ruf, zum Islamischen Wohlverhalten und Gesetz.[21]

Muslime sind als ethnische Minderheit zu erkennen und rechtsspaltend anzuerkennen. Einem Wunsch nach religiösem Sonderrecht (Zweitfrau, Burka; Imam-Ehen, Scharia-Streitschlichtung, Scharia-Erbgesetze) ist stattzugeben. Wer Dawa (daʿa, islamische Mission) oder Scharia-Eherecht verhindert ist nicht „konstruktiv“ (Merkel und Dröge sagen: ist nicht hilfreich) und behindert das „Zusammenleben“ (ZMD 2002) sehr gemeinschaftsschädigend, was man ihn aus erzieherischen Gründen vielleicht schon bald schmerzlich spüren lassen sollte. Öffnet euch:

Dazu gehören der Abbau von Vorurteilen durch Aufklärung und Transparenz ebenso wie Öffnung und Dialog.

Nicht, dass Sie denken, der schrecklich unspirituelle Aufklärungsbegriff des Achtzehnten Jahrhunderts sei hier gemeint; Islam-Lehrerin Lamya Kaddor aus Dinslaken-Lohberg kennt die Religion: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“

Islamische Expansion (Eroberung und Landnahme) wird, wie eben bereits vorgenommen, im klassischen Dschihad als Öffnen bzw. Öffnung (fatḥ, pl. futūḥ) beschrieben. Möge Deutschland in jedem künftigen kitāb al-futūḥ (Buch der Eroberungen) als Siegesbeute verzeichnet sein, denn:

18. Wir sind der gesamten Gesellschaft verpflichtet

Niemand wird sich uns entziehen können.

Der Zentralrat fühlt sich der gesamten Gesellschaft verpflichtet und ist bemüht, in Zusammenarbeit mit allen anderen gesellschaftlichen Gruppierungen einen wesentlichen Beitrag zu Toleranz und Ethik, sowie zum Umwelt- und Tierschutz zu leisten. Er verurteilt Menschenrechtsverletzungen überall in der Welt und bietet sich hier als Partner im Kampf gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Sexismus und Gewalt an.

Unser Menschenrechtsbegriff ist dabei selbstverständlich derjenige der Cairo Declaration on Human Rights in Islam (CDHRI, Kairo 1990) und nicht derjenige der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR, Paris 1948).

Was unserem Toleranz- und Ethikbegriff widerspricht, ist als „Beitrag“ nicht „wesentlich“ und verdient deswegen keine „Zusammenarbeit“.

19. Integration unter Bewahrung der islamischen Identität

Segregation also, Apartheid. Die sich unislamisch Verhaltenden dürfen in Koranschule und Islamunterricht als unrein und verunreinigend erklärt werden, als ekelhaft und als sich dem Willen der Gottheit widersetzend.

Der Zentralrat setzt sich für die Integration der muslimischen Bevölkerung in die Gesellschaft ein, unter Bewahrung ihrer islamischen Identität, und unterstützt alle Bemühungen, die in Richtung Sprachförderung und Einbürgerung gehen.

Nur das immer fremder werdende Kollektiv der originalen Umma ist immer mehr einzubinden, für die muslimischen Säkularen machen wir vom Zentralrat keinen Finger krumm.

Im Gegenteil werden wir von der Mitgestaltung des Islamischen Religionsunterrichts (IRU)[22] jeden abdrängen, der die zu beherzigende Wortwörtlichkeit von Koran und Hadith in Zweifel zieht; Allahs nordrhein-westfälische Religionslehrerin („Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“) dürfte uns beim Aufbau einer würdigen (islamischen) Lebensweise keine Probleme bereiten.

Würde (Ungleichbehandlung) ist im Islam zentral:

20. Eine würdige Lebensweise mitten in der Gesellschaft

Wir wollen nach dem literalisch aufgefassten Koran und Hadith leben, im Einklang mit dem Islamverständnis der großen Gelehrten al-Ghazali und Ibn Taimiyya. Auch die Weisungen der heutigen Muftis al-Qaradawi oder Cerić möchten wir beherzigen, und wer uns daran hindert, nimmt uns die Würde und verstößt gegen Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes, jedenfalls irgendwie.

Darüber hinaus sieht der Zentralrat seine Aufgabe darin, den in Deutschland lebenden Muslimen in Kooperation mit allen anderen islamischen Institutionen eine würdige muslimische Lebensweise im Rahmen des Grundgesetzes und des geltenden Rechts zu ermöglichen.

„Institutionen“ sind Azhar (Kairo) und Deoband, daneben der Europäische Fatwa-Rat (ECFR) und Château-Chinon (IESH). Vielleicht noch das österreichische islamologische Institut des Amir Zaidan, und dann gibt es ja noch diesen Scharia-Fernstudenten (IESH) aus Penzberg in Bayern, über den Ibrahim el-Zayat allerdings ein wütendes: „Was für ein Schwachkopf“[23] befinden musste.

Ein noch so bescheidener säkularisierter Islam ist an der Gründung von Organisationen zu hindern, denn wir sind der Monopolist für Islam und streben an die Universitäten und Schulen:

Dazu gehören u.a.:

Einführung eines deutschsprachigen islamischen Religionsunterrichts,

Einrichtung von Lehrstühlen zur akademischen Ausbildung islamischer Religionslehrer und Vorbeter (Imame),

Genehmigung des Baus innerstädtischer Moscheen,

Erlaubnis des lautsprechverstärkten Gebetsrufs, Respektierung islamischer Bekleidungsvorschriften in Schulen und Behörden,

Beteiligung von Muslimen an den Aufsichtsgremien der Medien,

Vollzug des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zum Schächten,

Beschäftigung muslimischer Militärbetreuer,

Muslimische Betreuung in medizinischen und sozialen Einrichtungen,

Staatlicher Schutz der beiden islamischen Feiertage,

Einrichtung muslimischer Friedhöfe und Grabfelder.

Die Lehrerin im staatlichen Schuldienst muss ihr Kopftuch tragen dürfen, die inzwischen entstandenen kopftuchfeindlichen Gesetzgebungen der Länder sind zurückzunehmen.

Das demokratische Prinzip der Wahlen schätzen wir aus vollem „Verständnis“ eigentlich nur, sofern es die Politik der Scharia stärkt:

21. Parteipolitisch neutral

Der Zentralrat ist parteipolitisch neutral. Die wahlberechtigten Muslime werden für diejenigen Kandidaten stimmen, welche sich für ihre Rechte und Ziele am stärksten einsetzen und für den Islam das größte Verständnis zeigen.

Wir fordern die Deutschen Muslime dazu auf, dem Islamischen Gesetz per Wahlstimme zur Geltung zu verhelfen.

***

[Soweit die sarkastischen Zwischenrufe, lassen wir den fiktiven Gottesfürchtigen seine Erläuterungen zur ZMD-Charta an dieser Stelle enden.]

Teufel und Hölle drohen und Annäherung (at-taqarrub, an approach to Allah)[24] an den Schöpfer und Erhalter des Universums ist der einzig mögliche Lebenssinn. Im Islam gibt es keine Gleichrangigkeit, keine Augenhöhe, jede menschliche Begegnung ist auf Herrschaft oder Knechtschaft zu gründen und jeder Muslim ist ʿabdu l-Llāh, Knecht Gottes (vgl. Vorname Abdallah). Die wankelmütige, unmündige Frau steht eine große Stufe[25] tiefer als der Mann und ist mit einem Schleier zu bedecken, gelebte Gleichberechtigung von Mann und Frau verhindert den Eingang ins Paradies. Der Nichtmuslim kann kein Mensch gleichen sittlichen Wertes sein und ist aus Gründen des islamischen Gemeinwohls juristisch herabzusetzen. Wer von zwei Muslimen das größere „islamische Wissen“ (Konzept und Rubrik bei Dar an-Nur, Homepage Islamisches Frauenzentrum Bern; im Buchtitel bei m-haditec zu Morteza Motahhari) hat, verdient unbedingten Gehorsam.

Bei der Transformation Deutschlands aus dem leider nie gründlich verwirklichten Säkularstaat in eine islamverträgliche (rechtsverschiedene) Gesellschaft sind Allahs Himmelswächter nicht untätig gewesen und schufen als deutsches Umfeld der Muslimbrüder (IGD)[26] oder nicht weniger schariatreue Millî Görüş (IGMG) den Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland (KRM), der in Nordrhein-Westfalen, geht es nach Sylvia Löhrmann, in Kürze den Beirat für den Islamischen Religionsunterricht (IRU) stellen darf. Nur zwei Jahre vor Abfassung der betrachteten „Charta“ gründete sich zudem der muslimbrudernahe Rat der Imame und Gelehrten in Deutschland (RIGD, Eichenstraße in Frankfurt, das ist dieselbe Anschrift wie Islamisches Zentrum FFM und Muslim Studenten Vereinigung in Deutschland e. V. (M.S.V.)), dem mittlerweile mehr als 110 Imame angehören und der sich allen Ministerien und Verbänden gegenüber selbstbewusst als theologisches islamisches Monopol („als Autorität und Instanz des Islams“) einschätzt.

Wie es der ZMD in Punkt 21 vornimmt (Der Zentralrat ist parteipolitisch neutral), bemüht auch der RIGD den für Gutgläubige Fairness, Humanität und Autonomie transportierenden Begriff „Neutralität“. Der diskriminierenden Scharia gegenüber ist man offensichtlich nicht neutral eingestellt: „Der RIGD ist eine neutrale Gelehrtengesellschaft und allein der islamischen Forschung und der islamischen Lehre verpflichtet. Er versteht sich als unabhängig von ethnischen Verbänden, politischen Strömungen und Staaten und unterliegt weder einem direkten noch einem indirekten Einfluss von außen.“[27] Die Gottheit darf sicherlich „Einfluss“ ausüben, sonst aber bleibe der Religionsbetrieb frei von weltlicher Verunreinigung. Allah ist Souverän.

Präsident der RIGD ist Khaled Hanafy (Khaled Hanafi), der zeitweilig an der zu Unrecht oft als Universität bezeichneten Kairoer Scharialehrstätte (madrasa) al-Azhar das Fach Schariagrundlagen (Uṣūl al-Fiqh) unterrichtete.

Um ihr Seelenheil nicht zu gefährden und um nicht in die Niedrigkeiten der kulturellen Moderne hinabzufallen, haben Deutschlands die Säkularität verweigernde Muslime (zum demokratischen Glück gibt es auch andere) ihr Schariabewusstsein über ihr Staatsbürgerverständnis zu stellen, was natürlich bedeutet, dass sie den wahren Gesetzgeber, Allah, höher anordnen müssen als den Götzen namens Volkssouveränität.

Die Finsternis bedroht das Licht – dieser sozusagen manichäische, kosmische und auch innerpsychische Krieg ist von Schariapflichtigen als Wohlklang wahrzunehmen, gilt es für sie doch, „ihr Deutsch-Sein und ihr Muslim-Sein als eine harmonische Einheit zu empfinden und zu erleben“, wie der RIGD es ausführt. Dem urgemeindlich (Modejargon: „salafistisch“) begründeten Abstoßen alles Unislamischen, dem religiösen Reinigen oder Saubermachen (taṣfīya) hat die Erziehung (tarbīya) von Familie und Gesellschaft nachzufolgen, die Schariatisierung.

Als Mitglied bzw. assoziiertes Mitglied im ZMD dürfen auch IGD und RIGD auf die durch die Schulministerin am 22.02.2011 ermächtigte nordrhein-westfälische KRM Einfluss nehmen und damit auf den staatlichen Schulunterricht.

Wir dürfen Deutschlands Schulpflichtige nicht in einen Wertekonflikt zwischen gegenmoderner religiöser Norm und aufklärungshumanistischem grundgesetzlichem Anspruch bringen und auch nicht in einen Loyalitätskonflikt zwischen schariaverhaftetem Elternhaus und säkularem Lehrerzimmer. Solange die im KRM organisierten Verbände das Islamische Recht nicht verwerfen, ist Islam an einer öffentlichen Schule nicht bekennend lehrbar.

Im Kalifat ist der Islam von Scharia und Fiqh schulfähig, im Rechtsstaat ist er es nicht.

Jacques Auvergne

[1] Hans-Gert Pöttering am 23.05.2008: „Der Präsident des Europaparlaments, Pöttering, hat sich gegen eine Vorverurteilung des Islam gewandt. Der Islam sei eine im Kern friedliche Religion. Terroristen, die im Namen des Islam unschuldige Menschen töteten, missbrauchten ihre Religion, so Pöttering beim Katholikentag in Osnabrück.“ (domradio)

http://www.domradio.de/news/41461/poettering-islam-ist-im-kern-friedlich.html

http://www.domradio.de/news/artikel_41461.html

[2] Horst Köhler am 12.05.2010: “Ich kenne den Islam als im Kern friedliche Religion, die in sich ruht, ihre eigene Berechtigung und Geschichte hat. Respekt muss uns leiten, wenn wir über den Islam diskutieren.”

http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Horst-Koehler/Interviews/2010/20100512_Rede.html

Das freut, nur zwei Tage später, die Millî Görüş.

http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/12311.html?L=qztwEjYZ&type=98

[3] Professor Christian Giordano ruft nach dem Rechtspluralismus.

Giordano: „Am Ende wird man aber einsehen, dass sich das Konzept eines einheitlichen Rechts für alle in einer Migrationsgesellschaft wie der Schweiz überlebt hat. Genauso wie der Nationalstaat selber.“

aus: Pascal Hollenstein: Scharia-Gerichte in der Schweiz? Freiburger Professor verlangt Sonderrecht für Muslime und andere, in: NZZ 28.12.2008

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/scharia-gerichte_fuer_die_schweiz_1.1606772.html

„Christian Giordano ist Professor für Sozialanthropologie an der Uni Freiburg und Verfechter eines «Rechtspluralismus». In der Zeitschrift «Tangram» plädiert er für eine teilweise Einführung der Scharia in der Schweiz. Insbesondere im Bereich des Zivil- und Familienrechts sowie in Finanzbelangen soll «kulturellen Eigenheiten Rechnung» getragen werden. Und mithin islamisches Recht gelten – sofern dieses der Verfassung nicht widerspreche.

Gegenüber der «NZZ am Sonntag» hat der 63-Jährige seine Vorstellungen nun präzisiert und erweitert. So sollen Scharia-Gerichte auch bei Körperverletzung zur Anwendung kommen, findet Giordano. Hingegen sei er unschlüssig, ob man das islamische Recht für die Vielehe ebenfalls in Anspruch nehmen könnte.“

aus: Gieri Cavelty: Freiburger Professor will Scharia einführen, in: Tages-Anzeiger 29.12.2008

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Freiburger-Professor-will-Scharia-einfuehren/story/15342529

[4] Islam ist nicht Islamismus … oder so ähnlich. Die Landeszentrale für politische Bildung wirbt für ein differenziertes Islambild. Wer nicht von Deutschlands nichtmuslimischen oder muslimischen Wegbereitern der Hakimiyyat Allah (Kalifat) gemobbt werden will, hat pflichtbewusst nachzuplappern: „Islam und Islamismus dürfen nicht gleichgesetzt werden“ Vortrag: Islam? Islamismus? − Herausforderungen für Pädagogik und Gesellschaft, Bielefeld 16.06.2009.

http://www.nrw.de/presse/islam-ist-nicht-islamismus-7163/

Im Bild: Schariaversteherin Springenberg-Eich

http://www.angekommen.com/doku1/images/prevs/prev2.jpg

http://farm5.static.flickr.com/4088/5056137437_456befffe4.jpg

Zwei Pärchen von Kindern, schariakonform geschlechtergetrennt, verkörpern und fordern die den „Muslimkindern“ Weg ins Paradies ebnende islamische Kleidung – nicht etwa auf einem Plakat der indonesischen Sittenbehörden, sondern auf dem Cover einer Broschüre, für die Maria Springenberg-Eich verantwortlich ist.

Workshop 16. Die Leitung hat Bernd Ridwan Bauknecht, der nicht etwa vor dem Kulturrassismus und der Frauenherabsetzung der Scharia mahnen lässt, sondern vor einer Art von kollektiver Bewusstseinstrübung: „Vorurteile gegenüber dem Islam verfestigen sich im Bewusstsein der Öffentlichkeit.“ Das Lernziel für die Minderjährigen heißt „Interkulturalität“ oder „Antirassismus“: Nur, wer den Islam pauschal gut findet, hat keine „Vorurteile“. Der Weg in den Ausstieg aus den Standards der AEMR, der Weg in die Apartheid ist offen.

http://www.deutscher-koordinierungsrat.de/_downloads/Courage-Programm-2011-Minden.pdf

[5] Original-Islam von Nordgriechenland aus. Mufti Cemali Meço (Τζεμαλί Μέτσο) verheiratet kleine Mädchen, die schwanger in Düsseldorf auftauchen.

„Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde an. Am Mittwoch sollte sich der Grieche Hassan N. (damals 20, heute 22) vor Gericht verantworten, weil er eine 12-Jährige geschwängert hatte. … Vollzogen werden darf eine solche Ehe in Deutschland nicht. Das ist Missbrauch von Kindern. 2005 stieß das Jugendamt erstmalig auf eine solche Zwangsheirat. Das Ehepaar erschien sogar mit übersetzter Heiratsurkunde bei der Behörde und wollte eine neue Steuerklasse beantragen.“

http://www.express.de/duesseldorf/unglaublicher-fall-zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby,2858,705568.html

[6] Berg Sinai

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ae/Mount_Sinai_BW_3.jpg

http://sharmholiday.org/images/Mount-Sinai-from-the-Top.jpg

Ob das Kamel weiß, wo die Steintafeln sind?

http://adventureivan.com/blog-images/7239078a580b_FC9E/P1200294.jpg

Les Dix Commandements

http://fr.wikipedia.org/wiki/D%C3%A9calogue#Les_deux_.C3.A9nonc.C3.A9s_des_Dix_Commandements

The Ten Commandments

http://en.wikipedia.org/wiki/Ten_Commandments#Traditional_division_and_interpretation

Moses mit den Steintafeln der Zehn Gebote, gemalt vom Niederländer Rembrandt im Jahre 1659

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4a/Rembrandt_Harmensz._van_Rijn_079.jpg

G*ttes Dekalog, nachgezeichnet vom jüdischen Rabbinersohn, Schreiber und Kalligraphen Jekuthiel Sofer, der im 18. Jahrhundert im niederländischen Amsterdam arbeitete

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/32/Decalogue_parchment_by_Jekuthiel_Sofer_1768.jpg

Katharinenkloster, gegründet zwischen 548 und 565, die fröhlichen Araber waren noch mit den Göttinnen

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6b/Katharinenkloster_Sinai_BW_2.jpg

Allah war noch nicht geboren, Arabiens Chefinnen vom Dienst: al-ʿUzzā (die Mächtige, die Göttin des Morgensterns), al-Lāt (die Göttin), Manāt (die Schicksalsgöttin)

http://www.thaliatook.com/pix/arabtriple.jpg

Der Kranichbericht (Gharaniq indicent), auch genannt die untergeschobenen Verse, seit William Muir (1819-1905) die Satanischen Verse (Satanic Verses). Der Koran (53:19 ff.) widerruft den drei Damen den Platz am Himmel und stellt Allahgott als Alleinherrscher fest.

These are the exalted gharāniq, whose intercession is hoped for. Das sind die erhabenen Kraniche. Auf ihre Fürbitte darf man hoffen.

Illegale iranische Ausgabe der fantastischen Erzählung Ayat-i Shaytani (Satanische Verse, 1988) des begabten Schriftstellers Salman Rushdie, der nach der von Chomeini ausgesprochenen Todesfatwa (1989) bis heute (2011) bedroht wird und, auch das ist echter Islam, versteckt leben muss.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/52/Salman_Rushdie%2C_Satanic_Verses_-1988-_illegal_Iranian_edition.JPG

[7] Nachvollziehbarkeit war gestern, jetzt wabert „Pluralität“, sind wir durch und durch „pluralisiert“, jetzt kommt „religionsbezogene Wissenschaft“:

Wissenschaftsrat, Januar 2010: „Die wachsende Pluralität religiöser Zugehörigkeiten in Deutschland und der steigende Bedarf an wissenschaftlicher Expertise in Fragen der Religion stellen neue Anforderungen an Organisation und Leistungsfähigkeit der damit befassten Wissenschaften. Der Wissenschaftsrat empfiehlt deshalb, Theologien und religionsbezogene Wissenschaften im deutschen Wissenschaftssystem weiterzuentwickeln. Die dazu notwendigen strukturellen Anpassungen insbesondere der christlichen Theologien und der Ausbau der übrigen Fächer sollten dabei innerhalb des staatlichen Hochschulsystems erfolgen. Da theologisch ausgerichtete Islamische Studien bisher an deutschen Hochschulen noch nicht etabliert sind, wird empfohlen, künftig an zwei bis drei Standorten im staatlichen Hochschulsystem größere, autonome Organisationseinheiten für Islamische Studien zu etablieren.“

http://idw-online.de/pages/de/news353569

Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Juni 2010: „Die deutsche Gesellschaft hat sich religiös pluralisiert. Angesichts dieser Situation hat der Wissenschaftsrat im Januar 2010 Empfehlungen dazu abgegeben, wie Theologien und religionsbezogene Wissenschaften in Deutschland weiterentwickelt werden sollten.“

http://www.stifterverband.org/veranstaltungen/archiv/2010/2010_06_16_vielfalt_der_religionen/index.html

[8] Qur’an (4:11) – (Inheritance) “The male shall have the equal of the portion of two females”

http://www.thereligionofpeace.com/Quran/010-women-worth-less.htm

[9] Qur’an (4:3) – (Wife-to-husband ratio) “Marry women of your choice, Two or three or four”

http://www.thereligionofpeace.com/Quran/010-women-worth-less.htm

[10] „Es gibt keinen Zwang in der Religion“ integriert die zwanglose höllische Pein und wahrscheinlich sogar das totalitäre Kalifat („Thron“).

http://de.knowquran.org/koran/2/

[11] Wer im Lande Verderben verbreitet, ist ein mofsed-e fel-arz (corrupt on earth), wer Gott angreift ein mohareb (warrior against God), beides macht die Todesstrafe wahrscheinlich.

fidh. Section seven of the Hodood chapter of the IPC deals with two key concepts that also appear frequently in other laws. They are moharebeh and efsad-e fel-arz41 and may carry the death sentence for the condemned. Article 183 of the IPC provides the following definition: “Anybody who takes up arms to create fear and to divest people of their freedom and security is mohareb and mofsed-e fel-arz.” Anybody convicted of being mohareb or mofsed-e fel-arz or both may be sentenced to death at the behest of the ruling judge, who also holds the power of meting out three alternative sentences (Article 190).

http://www.fidh.org/IMG/pdf/Rapport_Iran_final.pdf

[12] The dhimma contract is an integral part of traditional Islamic sharia law. From the 9th century AD, the power to interpret and refine law in traditional Islamic societies was in the hands of the scholars (ulema).

http://en.wikipedia.org/wiki/Dhimmi#The_dhimma_contract_and_sharia_law

[13] Scharialobbyisten wie die indischen Deobandi vermeiden das Wort Dhimma und reden lieber von Koexistenz (co-existence). „Non-Muslims in Islam and their rights … In fact, Islam is the religion of blessings, kindness and tolerance for all humanity without any differentiation. It stresses on its followers to behave with equality, sympathy, love and tolerance towards non-Muslims. It orders the rulers not to have any discriminatory attitude towards them. Their lives, honour, property and rights must be protected.“

http://worldmuslimcongress.blogspot.com/2008/03/islam-and-co-existence.html

[14] Islambeschwichtiger Kai Hafez weiß: „Das negative Islambild verfestigt sich.“

„Der eigentliche Auslöser hin zu einem negativen Islambild war die iranische Revolution von 1978/79. Dies war ein Schockerlebnis für den Westen, weil zum ersten Mal die Verbindung von Politik und Islam wieder aktualisiert wurde. Dies hat zu einer enormen Islamfeindlichkeit geführt.“

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/das_negative_islambild_im_westen_verfestigt_sich_1.10518831.html

[15] Mustafa Cerić: The Challenge of a single Muslim authority in Europe

„In the sharī’a as their Weltanschauung, Muslims have their covenant with God“

http://www.springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf

[16] Muslim Arbitration Tribunal (MAT)

The Muslim Arbitration Tribunal (MAT) was established in 2007 to provide a viable alternative for the Muslim community seeking to resolve disputes in accordance with Islamic Sacred Law and without having to resort to costly and time consuming litigation. The establishment of MAT is an important and significant step towards providing the Muslim community with a real opportunity to self determine disputes in accordance with Islamic Sacred Law.

http://www.matribunal.com/

http://www.theworld.org/2010/03/sharia-arbitration-in-britain/

Das hört Sylvia Löhrmann gar nicht gerne, obwohl es stimmt: Sharia law is a quick and cheap way to injustice

http://www.onelawforall.org.uk/about/

[17] Islamic Sharia Council

http://www.islamic-sharia.org/

Shariah Council UK

http://shariahcouncil.org/

“Sharia Law in Britain: A Threat to One Law for All and Equal Rights”

http://www.onelawforall.org.uk/new-report-sharia-law-in-britain-a-threat-to-one-law-for-all-and-equal-rights/

[18] Markus Dröge, Berlins neuer Bischof, bewertet Islamkritik als destruktiv: „Hilfreich ist das jedenfalls nicht“.

http://www.jesus.de/blickpunkt/detailansicht/ansicht/-/175793berliner-bischof-kritisiert-neue-islam-debatte-in-deutschland.html

[19] Angela Merkel nannte das soziokritische Anliegen des Thilo Sarrazin implizit als zerstörerisch, ausdrücklich als „überhaupt nicht hilfreich“, gelesen hatte sie sein Buch nach eigener Aussage allerdings nicht.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,713752,00.html

Den Entschluss zu diesem Buch fasste Cora Stephan nach Äußerungen der Kanzlerin zum Buch von Thilo Sarrazin. “Nicht hilfreich” sei es, hatte Angela Merkel gesagt, und dabei – und darüber regt Cora Stephan sich vor allem auf, habe sie es nicht einmal gelesen.

Cora Stephan: Angela Merkel. Ein Irrtum, Knaus-Verlag, München 2011, 224 Seiten, 16,99 Euro

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1390760/

Patrick Bahners unterstützt bekanntlich die Bundeskanzlerin gegen Sarrazin und nennt dessen Schrift „nicht hilfreich“: Bahners: As far as Sarrazin is concerned, I agree with (Chancellor Angela Merkel’s comment that) this book is “not helpful.”

http://www.spiegel.de/international/germany/0,1518,747239-2,00.html

[20] Glaubenserhöher Ian Buruma: At the same time, she [Ayaan Hirsi Ali] has also become a kind of icon for a lot of people who simply want to condemn Islam per se, which I find [strong]unhelpful.

http://www.spiegel.de/international/europe/0,1518,543534-2,00.html

Noch einmal das einschüchternde nicht hilfreich in seiner englischen Variante, interessanterweise gewissermaßen deutschstämmig: DAILY MAIL 07.03.2011: Hartfrid Wolff, a liberal MP, said: ‘Islam has been a real part of Germany for several generations now; it is unhelpful to deny this fact.’

http://www.dailymail.co.uk/news/article-1363752/Hans-Peter-Friedrich-stokes-immigration-flames-Islam-place-Germany.html

[21] Der Helfer, an-nāṣir, pl. al-anṣār.

http://en.wikipedia.org/wiki/Ansar_%28Islam%29

Zweifelsohne hilfreich. Die Ansar des Mahdi (Muḥammad Aḥmad bin Faḥl), der einen erneuerten Medinastaat, ein Salafi-Imperium aufzurichten trachtete, das Istanbul und Mekka umfassen sollte. Mahdi-Aufstand, Sudan 1881-1899.

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ansar_%28Mahdi-Aufstand%29&stable=0&shownotice=1

Was sich der Gottheit in den Weg stellt, ist nicht hilfreich, und letztlich gibt es nur einen Helfer. An-nāṣir als Beiname Allahs.

http://www.nabulsi.com/en/art.php?art=4451&id=55&sid=600&ssid=602&sssid=604&w=

[22] “Wir gehen pragmatisch vor und werden den Islamischen Religionsunterricht Schritt für Schritt einführen. Das Angebot wird sich am Bedarf orientieren und nach und nach aufgebaut”, erklärte Schulministerin Sylvia Löhrmann. “Wir wollen einen modernen, schülerorientierten Islamischen Religionsunterricht.” Prof. Dr. Ursula Nelles, Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) betonte: “Es ist notwendig, daran zu arbeiten, dass sich so etwas wie ein europäisches Verständnis des Islam entwickelt.”

aus: Pressemeldung des Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, 06.05.2011

http://bildungsklick.de/pm/78402/loehrmann-wir-fuehren-den-islamischen-religionsunterricht-schritt-fuer-schritt-ein/

Schariaschulministerin Löhrmann („dann endlich der Durchbruch“) ordnet an: „Bei der Schulanmeldung werden die Eltern nach ihrer Religionszugehörigkeit gefragt: Evangelisch, katholisch, jüdisch, muslimisch, alevitisch, orthodox. Wenn es an dieser Schule den entsprechenden bekenntnisorientierten Unterricht gibt, muss das Kind daran teilnehmen, denn unser Grundgesetz legt den Religionsunterricht als Pflichtfach fest. … Nach der gemeinsamen Erklärung, dem Grundsatzbeschluss des Landtags und dem bald einzubringenden Gesetzentwurf fangen wir an – und zwar Schritt für Schritt, ganz pragmatisch.“

Freude über Freude, und irgendetwas ist ein bißchen kaputt: „Ich bin so froh über den erreichten Durchbruch.“

http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Reden_MinisterinLoehrmann/06_05_2011_Islam_Unterricht.pdf

Schulministerium NRW: „Am 22. Februar dieses Jahres hatten der Koordinationsrat der Muslime (KRM) und die nordrhein-westfälische Schulministerin eine Gemeinsame Erklärung zur Einführung eines Islamischen Religionsunterrichts unterzeichnet. …

Die Erklärung sieht u. a. vor, dass dem Land Nordrhein-Westfalen ein Beirat als Ansprechpartner für die Einführung des Islamischen Religionsunterrichts zur Seite steht. Er vertritt die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land. …

Zur Einführung des Islamischen Religionsunterrichts und zur rechtlichen Absicherung des Beiratsmodells ist zunächst eine Änderung des Schulgesetzes notwendig. Ministerin Löhrmann: “Es wäre ein wichtiges Signal an die Muslime, wenn der Gesetzentwurf aus der Mitte des Parlaments käme. Damit wird die Einführung des Faches von einer breiten Mehrheit der Gesellschaft getragen.”

Sobald der Gesetzentwurf vorliegt, wird das Schulministerium eine Lehrplankommission einberufen. … Die Kommission wird vom Schulministerium geleitet. Nach Fertigstellung des Lehrplans wird die bei Lehrplanverfahren übliche Verbändebeteiligung durchgeführt.“

http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/Pressemitteilungen/pm_06_05_2011.html

[23] Ibrahim El-Zayat telefonisch über den schariagelehrigen (IESH) Bajrambejamin Idriz genannt Benkamin Idriz: „Was für ein Schwachkopf. … Idiot. Ich hatte so lange mit ihm gesprochen. Das ist ja nur noch peinlich. Ich werde ihm jetzt drei bis vier Geldquellen schließen.“

Aus: SPIEGEL 02.06.2010: Vorzeige-Imam mit seltsamen Verbindungen, von Andrea Brandt und Conny Neumann

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,696630,00.html

[24] Das sich der Gottheit Annähern, “an approach to Allah” (taqarrub), hier als Motivation zur Gründung einer Stiftung (waqf).

Zulkifli Hasan: AN INTRODUCTION TO ISLAMIC LAW OF PROPERTY IN MALAYSIA

“The Islamic law then has been applied extensively until now and the courts recognized
shariah as the governing law of property for Muslims.”

http://zulkiflihasan.files.wordpress.com/2008/06/islamic-law-of-property-in-malaysia.pdf

[25] Qur’an (2:228) – “and the men are a degree above them [women]”

http://www.thereligionofpeace.com/Quran/010-women-worth-less.htm

[26] IGD als Mitgliedsverband der FIOE (europäische Muslimbrüder), man beachte die E-Mail: ibrahim@el-zayat.de

Chakib Benmakhlouf, President of the Federation of Islamic Organisations in Europe (FIOE)

http://www.euro-muslim.com/En_news_Details.aspx?News_ID=892

An der Spitze der IGMG und der Europaischen Moscheebau und -unterstutzungsgemeinschaft e.V. (EMUG), der die Verwaltung der Immobilien anvertraut ist, stand bis Mai 1999 Ali Yüksel. Ihm folgte zunächst kommissarisch Yusuf Ișık, bevor schließlich Mehmet Sabri Erbakan die Leitung beider Organisationen übernahm. Der Neffe von Parteiführer Erbakan war vorher bereits Generalsekretar der IGMG und stellvertretender Vorsitzender der EMUG gewesen. … Im Laufe des Jahres 2001 hat die IGMG ihre Zentrale von Köln nach Kerpen verlegt. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der neuen Hauptverwaltung auf dem Gelände eines früheren Möbelhauses hatte der Verband für Aufsehen gesorgt. Als Käufer trat nicht die IGMG in Erscheinung, sondern die auf den Britischen Jungferninseln ansässige Firma Akira Inc., deren Vertretung in Deutschland die SLM Liegenschaftsmanagement GmbH wahrnimmt. Geschäftsführer dieser Gesellschaft ist der Schwager Mehmet Sabri Erbakans, Ibrahim Farouk El-Zayat, der innerhalb der IGMG/EMUG eine führende Position bekleidet. Der Erwerb des Anwesens sollte damit anscheinend verschleiert werden. Öffentlich geworben hat die IGMG hingegen in ihren Publikationen für die Schriften von Harun Yahya, der sich in der Türkei durch seine Werke unter anderem gegen die Evolutionslehre einen Namen gemacht hat. Im Buchsortiment der IGMG war bis Ende des Jahres 2000 ein Buch zu finden, in dem der Verfasser den Holocaust geleugnet hat.

aus: Thomas Lemmen: Aktuelle Entwicklung innerhalb islamischer Organisationen in Deutschland, in: Religion und Gewalt Der Islam nach dem 11. September Herausgegeben von Andre Stanisavljević und Ralf Zwengel (2002)

http://www.politische-bildung-brandenburg.de/publikationen/pdf/islam.pdf

[27] Der RIGD ist assoziiertes Mitglied im Zentralrat der Muslime in Deutschland.

Rat der Imame und Gelehrten in Deutschland e. V., Eichenstrasse 41, 65933 Frankfurt am Main

http://rigd.wordpress.com/about/

im Bild: Khaled Hanafy

http://rigd.files.wordpress.com/2011/01/d-khalid20811.jpg

20.03.2010, Hohenstaufenstraße 8, Frankfurt: Dr. Khaled Hanafy. Islamische Informations- und Serviceleistungen e. V. (I.I.S. e.V.).

http://www.islam-infoservice.de/admins/upload/IIS-Forum_2003010.jpg

Unsere Ziele

Informationen für Nicht-Muslime anzubieten, um Unwissenheit, Vorurteile und antiislamischen Tendenzen abzubauen.

Muslime mit Rat und Tat zu unterstützen und damit ein friedliches Zusammenleben zwischen den Muslimen, Christen und Andersgläubigen in Deutschland zu fördern.

Förderung der Integration durch aktive Teilnahme der Muslime an gesellschaftlichen Aufgaben.

Förderung der Akzeptanz der Muslime in Deutschland durch effektiven interreligiösen und interkulturellen Dialog, da die Realität zeigt, dass das mangelnde Wissen über den Islam und seine Ausübung ein großes Hindernis für die Akzeptanz der Muslime in der deutschen Gesellschaft darstellt.

http://www.islam-infoservice.de/index.php?navimenu=ziele.inc

Zur Muslim Studenten Vereinigung in Deutschland weiß Wikipedia:

„Die Muslim Studenten Vereinigung in Deutschland e. V. (M.S.V.) versteht sich als freie und unabhängige islamische Institution zur Vertretung der Interessen muslimischer Studenten in Deutschland.

Sie wurde 1964 in München gegründet, hat aber heute ihren Sitz in Köln. Sie gehört zur Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), die nach Angaben des Verfassungsschutzes NRW unter dem Einfluss des ägyptischen Zweigs der Muslimbruderschaft steht. Sie ist Mitglied der Föderation Islamischer Organisationen in Europa (FIOE) und der International Islamic Federation of Student Organization (IIFSO). Der Bundesvorsitzende ist Ibrahim El-Zayat, der stellvertretende Vorsitzende Mehmet Sabri Erbakan, früherer Generalvorsitzender der IGMG.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Muslim_Studenten_Vereinigung_in_Deutschland

[28] Wohlverhaltenskult in Allahs Diktatur schulfähig, im Rechtsstaat nicht.

Jürgen Heumann: „Ein Religionsunterricht, der offen oder latent einen Gebetsunterricht propagiert und nicht zugleich kritische Distanzerziehung zu diesem religiösen Phänomen ermöglicht, ist schwerlich als schulfähig zu bezeichnen. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um einen evangelischen oder muslimischen Religionsunterricht handelt.“

http://books.google.de/books?id=IydT8s7t5JMC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

Kanada. Und Sie fragen noch, warum die muslimische Frau den Schleier tragen sollte?

http://www.shariahprogram.ca/women-islam/why-should-women-veil.shtml

Südafrika. Gottgefällige Finanzdienstleistungen. Sharia Compliant Business Campaign.

http://www.alameenlibrary.com/images/shariahCompliant.JPG

Australien. Scharia für die lieben Kleinen. Kids Sharia Classes.

http://flyers.idcahosting.com/2011/Kids_shariah.png

Kanada. Ewige Verdammnis. Fear the fire, which is prepared for the disbelievers.

http://www.shariahprogram.ca/articles/hell-devil-description.shtml

Dr. Khaled Hanafi (Hanafy), Inhaber eines Scharia-Doktortitels für Usul al-Fiqh (Titulaire du doctorat sur les Fondements de la jurisprudence islamique de L‘université l’Azhar) sprach am 13.06.2010 an der Straßburger Großmoschee (Grande Mosquée de Strasbourg) über sein Buch (Le chaos de la fatwa contemporaine).

http://www.mosquee-strasbourg.com/index.php/content/view/909/

Straßburg, 21.02.2009. Khaled Hanafi, Doctorat dans les Fondements de la jurisprudence islamique de L‘université Al‘Azhar. Le samedi 21 fèvrier 2009 à 18h30 inchaAllah [rwj] à la grande mosquée de Strasbourg, Thème de la conférence : Parmi les finalités des adorations

http://www.aslama.com/forums/archive/index.php/t-23140.html?s=7829988ce923ee0190b668cd684f470b

Prêche du vendredi de Cheikh Docteur Khalid Al-Hanafi a la mosquée Sahaba de creteil

http://vimeo.com/6445367

November 2007, 29. Jahreskonferenz der IGD. Mit Präsident der IGD, Ibrahim Dr. El-Zayat, Dr. Ayyub Köhler, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime (ZMD), Dr. Murad Hofmann, Deutscher Botschafter a.D.

„Prof. Ahmad Jaballah vom Institut Européen des Sciences Humaines in Paris referierte … Nach einer weiteren Ansprache von Ahmed Khalifa vom Islamischen Zentrum München sollte auch der ägyptische Gelehrte Prof. Omar Abdelkafi als letzter Redner des Tages sprechen, der dann aufgrund seiner verspäteten Ankunft auf seinen Vortrag verzichtete und stattdessen zusammen mit den Anwesenden ein langes Bittgebet sprach, welches dann die Veranstaltung beendete. Die Schwesterveranstaltung am darauf folgenden Sonntag in der Berliner Columbiahalle hatte teilweise andere Referenten im Programm, unter anderem die ehemalige langjährige Berliner Ausländerbeauftragte Prof. Barbara John und den IGMG-Generalsekretär Oguz Ücüncü.“

http://www.igd-online.de/igd-jahreskonf-2011.html

Ralph Giordano an Christian Wulff. Offener Brief

September 20, 2011

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

“Die Türkei ist ein Beispiel dafür, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen.”

So der Kernsatz eines Interviews, das Sie aus Anlass des Besuches von Abdullah Gül, Präsident der Türkei, in Berlin der “Süddeutschen Zeitung” gegeben haben. Dieser Satz verrät eine so verstörende Unkenntnis der Wirklichkeit, eine derart blauäugige Gleichsetzung des real existierenden Islam mit einem EU-konformen Islam, dass es einem die Sprache verschlagen will. Dazu schließt er sich lichtdicht an Ihre historische Fehlthese vom 3. Oktober 2010 anlässlich des 20. Gedenktages der deutschen Wiedervereinigung, “nicht nur Christentum und Judentum, auch der Islam gehört inzwischen zu Deutschland”.

Auch das fossile, anachronistische Rechtssystem des Islam, von der der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Aiman A. Mazyek, mehrfach öffentlich erklärte: “Scharia und Grundgesetz sind miteinander vereinbar”? Auch der Islam des von Ihnen stets hoch gelobten Recep Tayyib Erdogan, türkischer Ministerpräsident, der am 28. November 2010 in Düsseldorf vor einem kochenden Auditorium mit den Worten “Ich bin euer Präsident!” eine Kriegserklärung an die Integration abfeuerte (wie schon drei Jahre zuvor, am 10. Februar 2008, in der Köln Arena mit der aberwitzigen These “Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit”). Es ist derselbe Erdogan, der den Völkermord an den Armeniern 1915/16 im türkisch-osmanischen Reich leugnet, unter dessen Regierung in den Gefängnissen nachweislich weiter gefoltert wird und der sich jüngst mit dem Stichwort “Gaza-Flottille” bis an die Grenze politischer Brandstiftung immer offener zu einem Gegner Israels gemausert hat.

Ich maße mir nicht an, Ihnen Nachhilfeunterricht in Geschichte erteilen zu wollen, aber warum fehlt in Ihren Kommentaren zum Migrations-/Integrationskomplex jede Spur von Kritik? Warum stehen Sie nicht auf gegen das niederträchtigste aller niederträchtigen Totschlagargumente der Political Correctness: “Kritik am Islam gleich Rassismus und Fremdenfeindlichkeit”? Ein Xenophober, der sich Gedanken macht, ob das Kopftuch bei zwölfjährigen Mädchen ein Zeichen religiöser Selbstbestimmung ist oder eine von den Eltern verordnete Zwangsmaßnahme? Ein Ausländerfeind, wer stutzt über das Ausmaß von Gewalt an Frauen in den muslimischen Paarbeziehungen? Ein Rassist, wer hinterfragt, warum die Selbstmorde junger Muslima fünfmal höher sind als die bei Frauen ohne “Migrationshintergrund”? Ein Türkenschreck, der den signifikant überdurchschnittlichen Anteil von Migranten an der Jugendkriminalität beklagt? Ein Antimuslim-Guru, wer sich darüber entsetzt, dass muslimische Frauen und Mädchen mitten unter uns tödlich gefährdet sind, sobald sie archaischen Auffassungen im Elternhaus trotzen und mit der Integration ernst machen wollen?

Von all dem, was ich hier bruchstückhaft aufgeführt habe, ist in Ihren Ausführungen, sehr geehrter Herr Bundespräsident, nie die Rede. Ich vermisse bei Ihnen jede Kritik an menschenrechtsfeindlichen Auffassungen und Praktiken innerhalb der türkisch-arabisch dominierten muslimischen Minderheit, und jede Nähe zu kritischen Muslima wie Necla Kelek, Seyran Ates, Mina Ahadi oder Ayaan Hirsi Ali.

Wie ist Ihnen zumute mit Ihrer Behauptung, die Türkei sei heute schon ein Beispiel für die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie, wenn die iranische Theologin Hamideh Mohagheghi warnt, dass “die innerislamischen Klärungen auf dem Wege zu einem Euro-Islam noch 20 bis 30 Jahre in Anspruch nehmen werden und es auch dann immer noch fraglich ist, ob der sich hier durchsetzen oder dem traditionellen Islam unterliegen wird”? Gefolgt von Dr. Ezhar Cezairli, Mitglied der Deutschen Islamkonferenz: “Es ist eine Gefahr für die Zukunft Deutschlands, dass manche Politiker durch ihre Ignoranz gegenüber islamischen Organisationen dabei sind, die Grundlagen unserer aufgeklärten Gesellschaft aufzugeben.” Deutlicher geht’s nimmer.

Aber Sie, Herr Bundespräsident, sind nicht zur Stelle. Anders der unerschrockene Abbas Baydoun, langjähriger Feuilletonchef der libanesischen Tageszeitung “as-Safir”: “Bei uns suchen viele nach Ausreden, nicht in den Spiegel zu schauen, um uns den Anblick eines fürchterlichen Gesichts zu ersparen, das Gesicht eines anderen Islam der Isolation und der willkürlichen Gewalt, der nach und nach die Oberhand gewinnt und bald, während wir dem Höhepunkt der Verblendung zusteuern, unser tatsächliches Gesicht sein wird.” Das allen Pauschalumarmern, xenophilen Einäugigen, Sozialromantikern, Gutmenschen vom Dienst und Beschwichtigungsaposteln ins Stammbuch!

Keine Missverständnisse: Es bleibt die Ehre der Nation, jeden Zuwanderer, Fremden oder Ausländer vor der Pest des Rassismus und seinen Komplizen zu schützen. Gleichzeitig ist es bürgerliche Pflicht, sich gegen Sitten, Gebräuche, Traditionen und Mentalitäten zu wehren, die jenseits von Lippenbekenntnissen den freiheitlichen Errungenschaften der demokratischen Republik ablehnend bis feindlich gegenüberstehen. Von all diesen Problemen lese ich in Ihren Kommentaren zum Migrations-/Integrationskomplex nichts. Stattdessen Statements wie “Ich schwärme für die guten deutsch-türkischen Beziehungen” gleichsam als handele es sich um eine Multikulti-Idylle, die durch sozialtherapeutische Maßnahmen behoben werden könnte.

Nehmen Sie bitte noch zur Kenntnis: Es ist keineswegs unbedrohlich, eine kritische Meinung zu äußern. Ich bin mein ganzes Leben lang bedroht worden. Aber was seit meiner Kritik an der Köln-Ehrenfelder Großmoschee von muslimischer Seite mit einer religiös-fanatischen Note dazukommt, das kann selbst einen terrorgewohnten Mann wie mich beeindrucken. Aber abhalten, auch weiterhin an der Seite kritischer Muslime und Muslima zu stehen, wird es mich nicht. Mein Antrieb: Nach den Erfahrungen in Hitlerdeutschland gibt es nur eine Gesellschaftsform, in der ich mich sicher fühle – die demokratische Republik. Wer sie antastet, ob Muslim, Christ oder Atheist, der hat mich am Hals.

Das, sehr geehrter Herr Bundespräsident, wollte ich Sie hochachtungsvoll wissen lassen.

Ihr Ralph Giordano

Im Bild:

Ralph Giordano

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/13/Ralphgiordano.jpg

http://www.abendblatt.de/multimedia/archive/00005/169046v1_jpg_5427c.jpg

http://www.dzematsg.ch/html/images/stories/vjesti_islam/ralph%20giordano.jpg

http://1.bp.blogspot.com/_kJarVuKMPAQ/TLQcJEb6OsI/AAAAAAAAOBc/XIvliMRsA3k/s400/giordanoralph.jpg

Ralph Giordano (1956)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0c/Bundesarchiv_Bild_183-35505-0015%2C_Ralph_Giordano_%2C_Nachwuchsautor.jpg

Sylvia Löhrmann und der KRM lösen Verfassungsprobleme

September 19, 2011

Edward von Roy

Mönchengladbach

Landtag Nordrhein-Westfalen

Petitionsausschuss

20.09.2011

Petition

I.3/15-P-2011-05451-00

Der Landtag möge beschließen:

Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) ist gegenwärtig kein Ansprechpartner für Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht; die am 22.02.2011 in Düsseldorf diesbezüglich getroffene Gemeinsame Erklärung des Koordinationsrats der Muslime (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, in der die Einberufung eines im Einvernehmen mit dem KRM zu besetzenden Beirats verabredet worden ist, ist für den Staat, hier vertreten durch das Bundesland NRW, nicht bindend; der von KRM und Schulministerin geplante Beirat ist nicht einzurichten.

Begründung

Der KRM vertritt mit 22,7 % nur eine Minderheit der Muslime des bevölkerungsreichsten Bundeslandes, vielen Muslimen ist er schlicht unbekannt.[1] Zur auf Ungleichbehandlung beruhenden, angeblich die Seele vor dem Höllenfeuer rettenden Pflichtenlehre der Scharia (Islamisches Recht) geht der KRM, der insofern als fundamentalistisch und reaktionär zu bezeichnen ist, nicht auf Distanz. Ein proschariatischer Verantwortlicher für die Inhalte des Islamischen Religionsunterrichts (IRU) jedoch wird die an staatlichen Schulen unterrichteten Kinder und Jugendlichen, auch die nichtmuslimischen, in einen Wertekonflikt mit den Standards der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) bringen, der Grundlage unseres Grundgesetzes (GG), denn an der schariarechtlichen Maßgabe der erbrechtlichen Benachteiligung der Frau und des Nichtmuslims, am Verbot der Apostasie sowie am Gebot der Verschleierung (Hidschab)[2] des Frauenkörpers ist nach Auffassung der Mehrheit der Muftis[3] und Gelehrten (‘Ulama)[4] nicht zu rütteln.

Nach wie vor gibt es den zur Erteilung bekenntnisorientierten Islamischen Religionsunterrichts erforderlichen Ansprechpartner des Staates nicht. Dessen ungeachtet unterzeichneten Schulministerin Sylvia Löhrmann sowie, für den KRM, Nurhan Soykan (ZMD), Ali Kızılkaya (Islamrat), Seyfi Öğütlü (VIKZ) und Orhan Bilen (DİTİB) am 22.02.2011 eine „Gemeinsame Erklärung“, die darauf abzielt, zeitnah bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht im Sinne von Art. 7 Abs. 3 GG bzw. § 31 SchulG NRW einzuführen.

Insbesondere die Errichtung des verabredeten Beirats entbehrt einer gesetzlichen Grundlage und ist dem Souverän, dem Volk, bis heute nicht bekannt gemacht worden. Gleichzeitig bekundet der KRM die, zumindest provisorische, äußerst zentrale Bedeutung des Beirats gerade im Hinblick auf eine wiederum nicht öffentlich bekannt gemachte schulgesetzliche Änderung, wörtlich: „Der KRM nimmt es … zur Kenntnis, dass der nordrhein-westfälische Landtag erwägt, fraktionsübergreifend ein Schulrechtsänderungsgesetz zu beschließen, das den islamischen Religionsunterricht rechtlich ermöglicht und auch für die rechtliche Absicherung des Beiratsmodells sorgt.“

Dieser Beirat soll, NRW würde dieses schließlich „erwägen“, untrennbar in das geänderte Schulgesetz integriert sein, zugleich hat, geht es nach dem Koordinierungsrat, dieser inhaltlich durch den KRM gesteuert und permanent personell gebilligt zu sein. Damit erklärt sich der KRM selbst zum Ansprechpartner des Staates und maßt sich an, zu definieren, was muslimisch ist und was nicht („Der Beirat formuliert die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land“), ein ehrgeiziges Streben, das ihm aufgrund mangelnder Vertretungsbefugnis und zu prüfender Verfassungstreue jedoch vermutlich gar nicht zusteht.

Eine von Löhrmann, Soykan, Kızılkaya, Öğütlü und Bilen in der Gemeinsamen Erklärung dezidiert angestrebte „Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierung, des Landtages und der organisierten Muslime …, in der religionsverfassungsrechtliche Fragen, also auch Statusfragen, besprochen werden“, hätte zu gewährleisten, dass die Absage an das ungleich behandelnde (diskriminierende) und nicht zuletzt frauenfeindliche Schariagesetz Lehrinhalt des geplanten IRU sein wird. Eine gleichsam automatisierte Ermächtigung des KRM zum personellen Ausgestalten dieser „Arbeitsgruppe“ darf es dabei nicht geben.

Die Standards von AEMR (1948) und GG (1949), insbesondere die Gleichberechtigung von Mann und Frau, sind im Schulbetrieb auch im Schulfach Religion weder zu verwerfen noch zu ironisieren. IRU muss wissenschaftsbasiert sein; der zum Politikunterricht entstandene Beutelsbacher Konsens (1976) sollte auch für das Schulfach Religion Gültigkeit haben.[5]

Weder KRM noch KRM-gesteuerter „Beirat“ sind staatlicher Ansprechpartner. Das am 22.02.2011 verhandelte Beiratsmodell ist nicht zu verwirklichen.

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Quelle

Gemeinsame Erklärung des Koordinationsrats der Muslime (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen über den Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht

„Die Unterzeichnenden begrüßen die Einigung, weil mit dem Beirat ein institutionalisierter Ansprechpartner auf Seiten der Muslime eingerichtet werden kann. Die Vertreterinnen und Vertreter der Muslime und die Schulministerin bezeichnen es als Erfolg, dass nun in absehbarer Zeit für 320.000 muslimische Schülerinnen und Schüler Religionsunterricht vorbereitet werden kann.“

http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/Pressemitteilungen/Gemeinsame_Erklaerung.pdf

[1] Unter den muslimischen Verbänden ist DİTİB der bekannteste mit 44 Prozent, gefolgt vom AABF (27 Prozent), dem ZMD (27 Prozent), dem VIKZ (25 Prozent) und dem Islamrat (IR) (16 Prozent). Am unbekanntesten unter den Verbänden ist der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) mit einem Anteil von 10 Prozent. 59 Prozent der türkischen Muslime kennen DİTİB. … Wahrgenommene Vertretungsleistung durch den jeweils bekannten muslimischen Verband unter den befragten Muslimen (in Prozent) KRM: 22,7 % „vertreten“, 17,7 % „teils/teils“, 59,5 % „nicht vertreten“.

http://ec.europa.eu/ewsi/UDRW/images/items/docl_9743_55658285.pdf

[2] To fulfil the minimum requirements of Hijab, a Muslim woman covers her entire body, except her face and hands.

http://thequranblog.wordpress.com/2010/06/10/hijab-in-islam-2/

[3] Großmufti Mustafa Cerić strebt nach der Legalisierung der Scharia: (f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law;

http://www.rferl.org/content/article/1066751.html

[4] This is indeed a great assignment to the ‘ulama that requires from people to obey and follow them.

http://members.cox.net/ameer1/obeymqa.html

[5] Diese Dreieinigkeit von Überwältigungsverbot, Kontroversgebot und Subjektbezug übersetzte das zentrale Merkmal einer pluralistischen Demokratie – die Anerkenntnis von unterschiedlichen Interessen und Werten aufgrund unterschiedlicher Lebenslagen und Lebensgeschichten und der Notwendigkeit des Konflikts um politische Lösungen für politische Probleme – in didaktische Leitlinien. Demnach bezieht der Unterricht nicht inhaltlich Stellung, sondern verwickelt die Lernenden in die Auseinandersetzung um ein kontroverses Thema und ermöglicht ihnen so den Erwerb einer eigenen Position und die Äußerung ihrer Stellungnahme. Politische Urteilsfähigkeit des Individuums kann durch aufklärenden Streit gefördert werden.

http://www.bpb.de/files/TM9Z60.pdf

Lamya Kaddor, die islamische Religion unterrichtet und bis vor kurzem die vakante Professur an der Universität Münster vertrat, empört eine solche Position. „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“, sagt sie. Das Ergebnis sei das Gleiche: eine zeitgemäße Religionspraxis und ein friedvolles Miteinander mit anderen Gruppen. Als Muslima zweifele sie aber „nicht daran, dass stimmt, was im Koran steht“.

http://www.cibedo.de/islamischer_religionsunterricht.html

Überwältigungsverbot. Es ist nicht erlaubt, den Schüler – mit welchen Mitteln auch immer – im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und damit an der “Gewinnung eines selbständigen Urteils” zu hindern. Hier genau verläuft nämlich die Grenze zwischen Politischer Bildung und Indoktrination. Indoktrination aber ist unvereinbar mit der Rolle des Lehrers in einer demokratischen Gesellschaft und der – rundum akzeptierten – Zielvorstellung von der Mündigkeit des Schülers.

http://www.lpb-bw.de/beutelsbacher-konsens.html

Der Präsident des Landtags von Nordrhein-Wesfalen

Herrn

Edward von Roy

13.01.2012

Geschäftszeichen

I.3/15-P-2011-05451-00

Ihre Eingabe vom 20.09.2011, eingegangen am 20.09.2011

Schulen

Sehr geehrter Herr von Roy,

der Petitionsausschuss hat Ihr Vorbringen in seiner Sitzung am 10.01.2012 beraten. Ich gebe Ihnen hiermit aus dem Sitzungsprotokoll den gefassten Beschluss zur Kenntnis:

Das Anliegen war Gegenstand eines Gesetzgebungsverfahrens aus der Mitte des Landtags, das die Einrichtung eines bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts und eines Beirats zum Ziel hat. Der Landtag hat das Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz) am 21.12.2011 nach intensiven Beratungen und einer öffentlichen Anhörung von Sachverständigen beschlossen.

An dem Ziel, einen Beirat zu bilden, der die Anliegen und die Interessen der islamischen Organisationen bei der Einführung und der Durchführung des islamischen Religonsunterrichts als ordentliches Unterrichtsfach vertritt, wurde festgehalten.

Das Gesetz tritt am 01.08.2012 in Kraft und ist bis zum 31.07.2019 befristet. Die Befristung unterstreicht, dass der Weg über einen Beirat eine Übergangslösung ist.

Der Petitionsausschuss sieht keinen Grund, in der Angelegenheit weiter tätig zu werden.

Die Bearbeitung Ihrer Petition hat längere Zeit in Anspruch genommen. Bei der großen Zahl von Bitten und Beschwerden ließ sich die Verzögerung leider nicht vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

(…)

Gabi Schmidt

Mönchengladbach

An den Präsidenten des Landtags Nordrhein-Westfalen

Geschäftsstelle

Petitionsreferat

Düsseldorf

24. Januar 2012

Ihre Nachricht vom 13.01.2012

I.3/15-P-2011-05451-00

Sehr geehrter Herr Präsident,

sehr geehrte Damen und Herren,

wir bitten um eine detaillierte Begründung, warum unsere oben genannte Petition abgelehnt wurde.

Mit freundlichen Grüßen

Gabi Schmidt und Edward von Roy

Im Folgenden die lustlose Antwort der Landesregierung, die ihr Schweigen zum sehr reaktionären und deswegen keinesfalls schultauglichen islamischen Menschen- und Gesellschaftsbild des KRM sowie zur bleibenden Grundrechtswidrigkeit und damit Nichtintegrierbarkeit der Scharia sozusagen zuverlässig fortsetzt. Auf der Homepage von NRW lesen sich optimistisch stimmende Sätze wie „Ungerechtigkeiten und Fehlentscheidungen können durch eine Petition an das Parlament in Ordnung gebracht werden.“, doch man freue sich nicht zu früh, denn schließlich steht unmittelbar vorangehend: „Die Praxis lehrt, dass auch staatliche Verwaltungsstellen nicht unfehlbar sind.“ Wie wahr!

Der Präsident des Landtags von Nordrhein-Wesfalen

Herrn

Edward von Roy

05.03.2012

Geschäftszeichen

I.3/15-P-2011-05451-01

Ihre Eingabe vom 25.01.2012, eingegangen am 25.01.2012

Schulen

Sehr geehrter Herr von Roy,

der Petitionsausschuss hat Ihr Vorbringen in seiner Sitzung vom 28.02.2012 beraten. Ich gebe Ihnen hiermit aus dem Sitzungsprotokoll den gefassten Beschluss zur Kenntnis:

Ein Petent hat im Petitionsverfahren einen Anspruch auf Entgegennnahme, Prüfung und Bescheidung der Petition. Diese Rechte wurden den Petenten gewährt.

Einen Anspruch auf Abhilfe oder eine bestimmte Art der Erledigung vermittelt das Petitionsrecht nicht. Es besteht auch kein Anspruch auf eine detaillierte Begründung oder Ablehnung.

Der Petitionsausschuss sieht keinen Anlass zu weiteren Maßnahmen.

Die Bearbeitung Ihrer Petition hat längere Zeit in Anspruch genommen. Bei der großen Zahl von Bitten und Beschwerden ließ sich die Verzögerung leider nicht vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

(…)

Die Panikmacher

September 17, 2011

النرجسية

narǧissiya[1]

Selbstverliebtheit, Narzissmus

Schwatzen über den Islam

Damit die Standards der AEMR auch im Namen des Seelenrettenden oder Althergebrachten nicht überwunden werden, verdient der selbstverliebte Patrick Bahners, Urheber von Die Panikmacher: Die Deutsche Angst vor dem Islam (München 2011), insbesondere zu den Seiten 291 bis 308 ein paar Zwischenrufe, meint Jacques Auvergne.

Bei fortgesetzter ungehemmter Duldung („Toleranz“) dem Islam gegenüber droht Nordamerika und Europa der Ausstieg aus den mühselig errungenen Standards allgemeiner Menschenrechte. Nur die religiös begründete Rechtsverschiedenheit schließlich gestattet es dem von ansteigender Gottes- und Muftifurcht geprägten Kollektiv, unverfälschte koranische Religion, echten Islam zu leben. Muslimbruderschaft, Deobandi und eine von Teheran aus gesteuerte Zwölferschia bilden diese auf Diskriminierung aller Nichtmuslime und Frauen gründende globale Scharialobby, die durch die Regierungen Pakistans und Saudi-Arabiens ebenso wie durch die politisch linke und rechte USA protegiert und finanziert wird.

Werbewirksam und terminbewusst einen Monat vor dem Gedenktag zu Nine Eleven lädt die Staatsspitze der USA im August 2011 zum schariagemäßen Fastenbrechen ins Weiße Haus, wo Präsident Obama nichts gegen zu halbierendes Frauenerbe (Islam) und Vielweiberei (auch Islam) sagt, sondern, einem Magier nicht unähnlich, die gefälligst spürbar zu bekundende Treue jedes anständigen Amerikaners zu „unseren zentralen Werten“ (staying true to our core values) beschwört. Obamas verwendetes „our“ (Hervorhebung Auvergne) beschwört ein Wir, das aus Gründen der zunehmend perfekten (totalitären) Harmonie keinen Außenseiter wünscht (duldet).[2]

White House, 18.08.2011. Meint das zu Vielfalt und Inklusion (diversity and inclusion) mahnende Weiße Haus eine AEMR-basierte Chancengleichheit oder nicht vielmehr den heranschleichenden parallelgesellschaftlichen Raum Islamischen Rechts? Und wieder wird, auf Empfängerseite mit den vernunftfeindlichen Formeln von Koexistenz (co-existence) und Brückenbau (bridge-building zu garnieren, ein monopolhaft Glück bringendes (alleinseligmachendes) autoritäres „Wir“ geschaffen (our greatest challenges), was den etwaigen Kritiker am demokratiegefährdend proislamischen Vielfalts- und Inklusionsbegriff sozusagen vorsorglich als verachtenswert weil gemeinschaftsschädlich brandmarkt.[3]

Der vom Autohaus Ford finanzierte sudanstämmige Freund der Rechtsspaltung Abdullahi an-Na’im stellt sich der Scharia ebenso wenig in den Weg wie die Anhänger der gegenaufklärerischen und antisäkularen Christlichen Rechten (Christian right; die USA als bibeltreuer Staat: “founded by Christians as a Christian Nation”) bzw. des Intelligent Design.[4] Soviel zu den USA, wo die Muslimbrüder sehr einflussreich sind und Patrick Bahners ab 2012 beruflich tätig sein möchte.

Weil an der globalen Re-Politisierung des Seelsorgerlichen zusätzlich Indonesien, Malaysia und die Türkei kraftvoll mitmischen, mühen sich auch Deutschlands industriefreundliche Volkskirchen, mit immer noch mehr „Dialog“ die menschenrechtswidrige und unchristliche „Abrahamsreligion“ zu fördern.[5]

Da der Namensgeber aber schon vor knapp vier Jahrtausenden verstarb, muss der in der biblischen Genesis als dem 1. Buch des Mose der Thora beschriebene Stammvater zu Fragen der militärischen Aufrüstung Saudi-Arabiens[6] oder des Iran gar nicht erst gefragt werden und kann sich dem fiebrigen Aufbau eines korantreu-pseudochristlichen europäischen Supergottes nicht in den Weg stellen. Bei Bedarf lässt sich zur Schariabewerbung auch Joseph verwenden.[7]

Ungerührt über fundamentalistisch dressierte Kinder in allen westeuropäischen Städten, die sich vor dem Teufel fürchten und jedes Mädchen ohne Kopftuch als Nutte ansehen, beschimpft Patrick Bahners in seinem Die Panikmacher: Die Deutsche Angst vor dem Islam die mutige Soziologin Necla Kelek und den gründlich arbeitenden Journalisten Henryk M. Broder[8], übergeht, dass Europas prägende Gestalten der epochalen Aufklärung und schulischen Bildung wie Goethe, Voltaire, Kant oder Alexander von Humboldt gar nicht in Furcht vor der Hölle lebten und verschweigt dem Leser, dass auch heutzutage immer noch kein deutscher Imam die „zu muslimisierenden“ Jugendlichen dazu aufruft, die koranischen Beschreibungen von Himmelsgarten und Feuergrube als allegorisch zu verstehen. Bahners weiß, dass die Islamische Revolution des Iran, 1979, oder die Salafisierung (Schariatisierung) eines Territoriums, wie sie Muslimbrüder oder Millî-Görüş-Bewegte glaubenspraktisch ausüben, eine Faschisierung aller Lebensbereiche zeitigt, was sich im realisierten Islam bekanntlich auch auf die Rolle des Sexuellen beziehen muss und auf die korangemäß zu verhindernde Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Überall in Westeuropa leben von muslimischen Männern verwaltete Einwandererfrauen oder Konvertitinnen ohne die Möglichkeit, alleine zu reisen, freizügige Kleidung zu tragen oder religionskritisch zu argumentieren. Weltweit sind Allahs bärtige Tugendwächter und Kontrolleure weiblicher Sexualität auf dem Vormarsch, einer gewaltigen faschistischen Bewegung vergleichbar. Wer den nichtsäkularisierten (originalen) Islam pauschal verteidigt, ist notwendigerweise Frauenfeind. Nicht zuletzt Bahners eigene Profession, der autonom und wissenschaftsbasiert gedachte Journalismus, wird sich im islamischen Staat überflüssig gemacht bzw. in eine Schar von Mietmäulern verwandelt haben.

Einen Islam, der den Nichtmuslim und die Frau nicht herabstuft, kann es mit Islamischer Rechtstheorie (Scharia, geschaffen von Allahgott) und Islamischer Gerichtspraxis (Fiqh, umzusetzen von den Tugendhaften) nicht geben.

Der Verteidiger des Glaubens geht zu Scharia und Fiqh nicht auf Distanz, Patrick Bahners legt los:

Worauf will die Islamkritik hinaus? Soll die Religionsfreiheit der Muslime eingeschränkt werden?

Warum denn nicht, warum soll Religionsfreiheit denn nicht an jeder Stelle begrenzt werden, an der sie gegen andere Grundrechte zu verstoßen beginnt? Neunjährige Kindbraut, Schleierzwang und Steinigung sind im echten Islam zwar Heilssicherung (Religion), aber in Deutschland verboten. Vielleicht möchte Allahs Journalist ein anderes Deutschland und den Weg in den Schariastaat dokumentierend bis geschwätzig begleiten.

Bahners Frage zielt darauf, jeden Islamkritiker unglaubwürdig zu machen und als theoretischen Verfassungsfeind darzustellen. Tatsachenbezogen und im Sinne einer beibehaltenen AEMR oder eines ernst genommenen Grundgesetzes werden die sogenannten Muslime gerade nicht diskriminiert, wenn wir Säkulare ihnen zumuten, das für alle geltende Recht einzuhalten.

Der Journalist, der bis zu dieser seiner Frage bereits 290 Seiten demokratiegefährdender Schariaverteidigung niedergeschrieben hat, kennt den sadistischen, kulturrassistischen und frauenfeindlichen Charakter des Islamischen Gesetzes (Scharia) genau. Herr Bahners vermeidet es bewusst, das Wort Scharia auch nur auszusprechen, und unterstellt uns Islamkritikern, also auch den muslimischen Islamkritikern unter uns, „den“ Muslimen Grundrechte vorenthalten zu wollen. Bahners:

Ihre Resonanz verdankt die Islamkritik zu guten Teilen einer Verunsicherung gerade in den bürgerlichen Kreisen, in denen man die eigene sozialmoralische Identität noch als christlich bestimmt.

Dass eine Schar xenophober und antisäkularer Abendlandretter aus den religionskritischen Argumenten eben die islamkritischen nutzt, um die nicht zuletzt auch von den Islamisten ersehnte Apartheid der Bevölkerung in Nichtmuslime und Muslime zu vollenden, ist ärgerlich genug und baut mit am Dhimmi-Staat, nur eben von Kreuzritterseite.

Implizit aber brüllt der Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nach mehr „Religion“, wenn er den erwähnten, irgendwie bürgerlich zu nennenden Bibeltreuen die „Verunsicherung“ nehmen will. Wäre aber ein selbstbewusst gottesfürchtiger Christ für Patrick Bahners vor „Verunsicherung“ gefeit und bliebe von der Verschmutzung durch Islamkritik unberührt?

Gründliches islamkritisches Denken ist für Bahners anscheinend mit Wahn und Schmutz gleichzusetzen. Wer sich von der Gegnerschaft zur Scharia nicht befreit, agiere grundgesetzfeindlich und damit gemeinschaftsschädlich:

Aber jetzt, da die im Grundgesetz stehende Gleichberechtigung der Religionen dem Islam zugute kommen soll, wie es sich aus Wortlaut und Sinn der Glaubensfreiheit zwingend ergibt, ist man irritiert; man meint, die historische Identität Deutschlands als eines christlichen Landes müsse auch in den Verbindlichkeiten des geltenden Rechts zum Ausdruck kommen.

Zum demokratischen Glück leben wir nicht in der Christenrepublik, sondern in der Bundesrepublik. Glückt hingegen die schariakompatible Rechtszersplitterung, bilden Koranbürger und Nichtmuslime bzw. Koranbürger und Bibelbürger zwei postsäkulare Nationen auf dem gleichen Territorium, und bald darf man zur Spaltung des Territoriums in schariarechtlich befreite Zonen übergehen. Von aller Sünde gesäubertes Land heißt auf Urdu Land der Reinheit oder Land der Reinen, nichts anderes bedeutet das Kunstwort Pakistan.

Europas Klerus arbeitet rabiat proislamisch und damit demokratieüberwindend, was Bahners natürlich nicht unbekannt ist, und hofft vielleicht darauf, im anwachsenden Kalifat Gnade bei Scheich und Mufti zu finden oder neo-mittelalterliche politische Funktionen für sein Glaubensvolk zu übernehmen. Der aus Sicht der Göttlichen Ordnung (Ordo Dei) ärgerliche Staatsbürger hat endlich ausgedient und ist dem Religionsangehörigen gewichen.

Auf diesem Wege wird jeder säkulare Anspruch zum Stolperstein, der aus dem Weg zu räumen ist. Folgerichtig wagt es kein Pfarrgemeinderat oder Presbyterium und auch kein deutsches städtisches Jugendamt oder schulisches Lehrerzimmer, tatsachennah zur Scharia zu informieren.

Die wie seltene, bedrohte Tierarten oder wie ehrenwerte und letztlich unverständlich bleibende Außerirdische ganz anders gearteten und entsprechend anders zu behandelnden Islampflichtigen nennt Schariafreund Bahners:

islamische Neubürger

und deutet an, dass diese Fremdlinge durch die Bundesbürger auch an einer wörtlichen Umsetzung von Koran und Hadith in ihrer Familie und ihrem Straßenzug nicht länger zu behindern sind.

Nicht etwa türkeistämmige arme Gastarbeiter oder ehrgeizige bis islamistische nordafrikanische Studenten waren es für Herrn Bahners also, die eingewandert sind, sondern Koranschüler, Schariapflichtige. Was Deutschlands Konvertiten zum Islam betrifft, sind die religiös Erregten oder Beruhigten nach Patrick Bahners sicherlich ebenfalls als islamische Neubürger zu bezeichnen.

Der Staatsbürger geht, der Islambürger kommt. Islamtheoretiker und Kulturrassisten wie Ali Schariati oder Sayyid Qutb könnten über das Engagement des Feuilletonchefs zufrieden sein, der 2012 als Kulturkorrespondent an die amerikanische Ostküste wechseln wird.

Warum diese Desinformation zur diskriminierenden Scharia? Bahners politisiert den weiblichen Körper (Seite 106), der echte Mann muss schließlich auf seinen zweibeinigen Besitz aufpassen:

In Tücher eingehüllt wird normalerweise das Kostbare. Die Verschleierung ist ein Indiz der Vornehmheit. Es widerspricht also unserer Intuition, dass der Zweck des Kopftuchs, wie von seinen feministischen Gegnerinnen behauptet, die demonstrative Herabsetzung der Frau sein soll.

Da wollen wir den FAZ-Mitarbeiter doch nicht herabsetzen. Eine Burka für den kostbaren und vornehmen Herrn Bahners bitte!

Papst Leo XIII. … hatte die Glaubens-, Rede-, Lehr- und Pressefreiheit mit der Begründung verworfen, es widerspreche der Vernunft „dass das Falsche das gleiche Recht haben soll wie das Wahre“.

Insofern, als dass Denken unterscheiden heißt, lag der höchst irdisch-politisch tätige Himmelswächter Leo († 1903) noch nicht einmal falsch, denn ob ich Herrn Bahners Brieftasche klaue oder nicht, ist auch dem Beklauten richtigerweise nicht gleichgültig, und 2 plus 2 ist 3 zu behaupten, ist an einer bundesdeutschen Schule nicht mit gleichem Wahrheitsanspruch lehrbar wie zu erklären, 2 plus 2 gleich 4.

Papst Leo verehrte den Kollegen und Höllenfachmann Innozenz III. († 1216), der den Menschen, jeden, unchristlich aber gottesgelehrig (theologisch) verachtete, das Papstamt in die Nähe der Gottheit heraushob und der dem Kreuzzug gegen die südfranzösischen Albigenser oder Katharer (1209 bis 1229) seinen Segen gab. Leider versäumt Herr Bahners, hinsichtlich religiös gebilligter Grausamkeit Innozenz mit Ayatollah Chomeini († 1989) zu vergleichen und Leo mit Maududi († 1979), wobei wir, auf die Glaubenslehren bezogen, feststellen würden, dass man nach der Ethik des Nazareners nicht töten und noch nicht einmal unterdrücken darf, während die islamische Umma ihr Glück auf dem Leid der Nichtmuslime zu bauen hat und der männliche Muslim auf dem Elend der muslimischen Frau.

Wer über Päpste spottet, riskiert heutzutage nicht mehr viel, weshalb der um seine Karriere besorgte Feuilletonchef islamfromme Herren wie Ali Chamene’i oder Yusuf al-Qaradawi eben nicht unreligiös oder gar unislamisch nennt und darauf verzichtet, die Akteure des vielleicht kaum noch zu verhindernden flächendeckenden deutschen Islamischen Religionsunterrichts dazu aufzufordern, sich glaubhaft und für immer vom auf Ungleichbehandlung beruhenden Gesetz Allahs zu verabschieden. Im schlicht demokratiegefährdenden Text Religion in den Grenzen des Klassenzimmers äußert Bahners etwa folgende drei Schamlosigkeiten:

„Das Ziel der Zivilisierung und Rationalisierung des Islam, das der säkulare Staat nicht vorgeben darf, wird als voraussichtliche Wirkung des Religionsunterrichts beschrieben, abgeleitet aus dem Vergleichsfall des Christentums …

Immerhin, Bahners gibt indirekt zu, dass der echte, reine Islam unzivilisiert und vernunftfeindlich ist. Dürfen wir Bahners etwa so lesen, dass es für Europa und Deutschland ein Zivilisationsproblem gibt und eines der nachhaltigen Vernunft, ein Problem, das unsere Kinder und Jugendliche baldmöglich im Religionsunterricht und auf dem Schulhof klären sollen, ausdiskutierend oder vielleicht auch per Faustrecht? Dass sich so gut wie kein Lehrer (oder Journalist) traut, die Scharia professionell und nicht nur hinter vorgehaltener Hand als segregierend, diskriminierend und brutal zu nennen, ist dem FAZ- Feuilletonchef bekannt, und wenn die Muftis oder Schariagelehrten erst in Deutschlands Hochschulkonferenzen sitzen und die Salafisten im Lehrerzimmer, werden islamische Glückseligkeit und Harmonie jeden Kritiker verstummen lassen oder als Störenfried beseitigen.

wegen der Trennung von Staat und Kirche kann nur die jeweilige Religionsgemeinschaft definieren, was ihre Grundsätze sind …

Yusuf al-Qaradawi von Glaubenszweifel geschüttelt, Allah zerknirscht? Als ob der Islam ein Problem mit sich hätte, als ob der prophetische Kaufmann und Feldherr von Selbstzweifel geplagt worden wäre und die diskriminierenden „Grundsätze“ der Scharia jemals unklar gewesen wären. Na Herr Bahners, dann sagen sie den FAZ-Lesern doch, was Koran und Hadith „definieren“ (Bahners), was sie vom Gläubigen erwarten: Die Tochter zu verheiraten (ein Leben als Single oder ein homosexuelles Leben ist nicht vorgesehen, auch nicht für den islamisierten Sohn), die Frau zu verschleiern und ins Haus zu sperren, ihr nach Allahs Vorgabe das Erbe zu halbieren, ihr, damit sie nicht so einsam ist, eine Zweitfrau zuzugesellen, ihr im Falle ihrer Verstoßung, das Sorgerecht zu entziehen sprich die dem Stamm des Brauterwerbers zustehenden Kinder zu klauen.

Die Frau im Islam ist als eine Art Rasse oder Kaste entworfen worden und steht eine Stufe tiefer als der Mann, der verachtenswerte Nichtmuslim verdient, spürbar bis sadistisch erniedrigt zu werden. Und Plapperer Bahners will von Deutschland aus die globalen Ulama und Scheiche darüber ans Grübeln bringen, „was ihre Grundsätze sind“, ob sie beispielsweise nicht ein bisschen mehr universelle Menschenrechte in die Schariavorschriften integrieren möchten.

Der auf Religionsfreiheit verpflichtete Staat kann eine freisinnige Koranauslegung nicht gegenüber einer bewahrenden bevorzugen.“[9]

Richtig, der weltanschaulich neutrale Staat kann einer Gemeinschaft von Scientologen oder Neonazis nicht vorschreiben, Texte von Ron Hubbard oder Adolf Hitler wortgetreu oder aber ironisch zu besprechen. Herr Bahners, hierzulande gilt das Grundgesetz!

Der Einluller weiter:

So hat die Schärfe der Islamdebatte einen Grund darin, dass den Leitkulturschützern nicht mehr präsent ist, welche Gehorsamsforderungen der christliche Gott erhebt.

Möchte der Autor von Die Panikmacher die Inquisition wiederbeleben? Warum fordert Bahners nicht den Vorrang der Rechte und Pflichten aller Bürger und Staatsbürger vor den wie auch immer lautenden göttlichen Befehlen?

Selbst Tilman Nagel bleibt nicht verschont:

Seine These, Muslime, die aus der Heilsbotschaft des Korans die gebotenen Konsequenzen zögen, müssten im Westen Fremde bleiben … ist ein Argument über den Koran und setzt zugleich ein bestimmtes Bild des Westens voraus.

Frankfurt liegt zwar im Westen Deutschlands, aber nicht in einer Westlichen Republik, sondern in der Bundesrepublik. Wissenschaftler Nagel stellt den Islam richtig dar: Allahs Befehl fordert zur Abschottung gegenüber allem Unislamischen auf, und, sobald die Kräfte es zulassen, zur territorialen Ausdehnung der einzig sittlichen Ordnung (niẓām islāmī, Nizam-ı İslâm). Unislamisch zu leben kann kein Imam oder Islamverbandsfunktionär als gelingendes Leben oder gottgefälliges Leben bezeichnen, und einen anderen Islam als den der grundrechtswidrigen, weil zur Gewalttätigkeit verpflichtenden Scharia wird sich leider wohl noch auf Jahrzehnte oder Jahrhunderte nicht organisieren lassen.

Der nicht säkularisierte Islam, der die tausend Jahre der Ulama von al-Ghazali bis al-Qaradawi nicht verwerfende Islam, kurz gesagt: der heutige Islam ist nicht demokratiefähig und damit nicht schultauglich. Ein heiliger und heilssichernder Kult, der den Mann erhöht und die Frau leiden lässt, der den gottesfürchtigen Gewalttäter lobt und das unislamisch handelnde Opfer muslimischer Gewalt auch noch beschimpft, gehört im freiheitlichen Rechtsstaat nicht ins Klassenzimmer.

Benedikt XVI. … fiel hinter das Zweite Vaticanum zurück, das mit Hochachtung von den Muslimen gesprochen hat, weil sie sich wie Abraham Mühe geben ‘sich auch Gottes verborgenen Ratschlüssen mit ganzer Seele zu unterwerfen’.

Möchte sich Bahners beruflich umorientieren und in einer entchristlichten, weil zur entwürdigenden Scharia schweigenden katholischen Kirche Karriere machen?

Man darf unterstellen, dass das alternativkulturell tuende Konzil von 1965 die schariatisch korrekte Enthemmtheit unchristlich nutzen wollte, um die eigene Macht unauffälliger („interreligiös-dialogisch“) zu erhöhen. Jahrzehnte später, heute muss es beiden Großkirchen folgerichtig darum gehen, die Bevölkerung Europas noch so lange über die brutale Natur von Mohammed und seiner Sunna im Unklaren zu lassen und zugleich auf den regionalen Klerus, den islamischen wie den kirchlichen, zu verpflichten, bis ein Abschütteln der legalisierten Scharia nicht mehr möglich ist. Als wäre die Machtergreifung der Himmelswächter nicht schon schlimm genug, mischt jetzt auch noch ein Frankfurter Feuilletonchef mit.

Jedem einzelnen katholischen Endanwender und erst recht der gesamten Kirche war mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil die Götterfusion aufzuerlegen, Jahwe, Christus und Allah hatten fortan zum „alleinigen Gott“ bzw. zum „lebendigen Gott“ zu verschmelzen: Ecclesia cum aestimatione quoque Muslimos respicit qui unicum Deum adorant – Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen. Indirekt, unter feiger Umgehung der Worte Koran und Mohammed, wurde dem Nazarener Jesus seitens des Vatikan aufgenötigt, Mohammed als spätgeborenen Kollegen anzuerkennen. Dabei lässt die neue Superreligion des Islamochristentums zwar einen, keineswegs minderwertigen, Gottesglauben ohne Christus zu, nicht aber ein persönliches Christentum, dass Allah ein Zerrbild des wahren Gottes nennt und das koranische oder schariatische Menschenbild als das bezeichnet, was es ist, als menschenunwürdig. So wird jeder katholische Korankritiker zum Ketzer, modellhafte Vorwegnahme der heutigen Ausgrenzung aller Islamkritiker aus Kirche, Erziehungslandschaft, Hochschule und Volkspartei.

Auch wenn Europas (die durchaus atheistisch geprägte kulturelle Moderne mit hervorbringendes) mittelalterliches Wissenschafts- und Schulsystem kirchlich organisiert worden war, ist die kalkulierte Außerkraftsetzung der jesuanischen Ethik durch den Klerus in Rom, Genf oder Berlin etwas sehr Kirchentypisches. Der Nazarener hatte das herrschaftliche Monopol auf Deutung gelingenden Lebens, die zu akzeptierende eigene Rolle als Untertan, überwunden und jeden Menschen, gerade auch den viel später von Karl Marx „ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen“ genannten Machtlosen, als Träger von absoluter Würde definiert. Der Untertan (Heinrich Mann 1914) aber war von Europas Klerus immer gewollt und daran hat sich, wie man am Applaus zum Einzug eines Mustafa Cerić auf dem 2011 in Dresden abgehaltenen Evangelischen Kirchentag erkennt, trotz Achtundsechzigerbewegung und weiblicher Beteiligung am organisierten Sinnstiften nichts geändert. Aus all dem wird deutlich, dass Spinoza, Feuerbach und Nietzsche nur aus klerikaler (machtverliebter, herrschsüchtiger) Sicht Europa entchristlicht haben, aus der Perspektive der Ethik eines Jesus von Nazareth jedoch haben Denker wie Darwin und Freud Europa menschenwürdiger gemacht und insofern geradezu christianisiert.

Ein gründlich arbeitender vereins- oder schulgründender Atheist kann christlich zu nennendes irdisches Miteinander aufbauen, während im Islam ein Verweigerer der Scharia keine menschliche Würde besitzt.

Die Konzilserklärung ‘Nostra Aetate’ wünscht sich das gemeinsame Eintreten von Christen und Muslimen ‘für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen’ und rechnet offenkundig damit, dass dabei auch die muslimische Frömmigkeit der vorbehaltlosen Unterwerfung unter den Willen Gottes als Ferment nützlich sein kann.

Ruft Bahners nach der Islamischen Revolution, wenn er die muslimischen Einwanderer und ihre Kinder oder Deutschlands salafistische Konvertiten zur „vorbehaltlosen Unterwerfung unter den Willen Gottes“ verpflichtet? Oder hat der an einem angeblich beklagenswerten Mangel an „Frömmigkeit“ (Bahners) nun wirklich nicht leidende Muhammad Rassoul genannt Abu-r-Rida (Köln 1993) aus Bahners Sicht den Islam falsch verstanden und ist die Islamische Gesellschaft, das Kalifat,[10] im Islam gar keine Vorschrift?

Bezeichnenderweise hat das nach eigener Aussage gerechte, friedliche und freiheitliche Nostra Aetate von universellen Menschenrechten wie etwa von der (globalen, sofortigen) Gleichberechtigung von Mann und Frau auch gar nicht gesprochen, sondern 1965 den Weg in jenen angeblich himmlischen Kulturrelativismus gebahnt, den nachfolgend Revoluzzer, Blumenkinder, Pädagogen, Politiker und sonstige Systemüberwinder trotten konnten.

Statt also eine durchgesetzte AEMR auch für den Nahen Osten und das Verschwinden des Schariavorbehalts aus den Verfassungen etlicher islamisch dominierter Staaten zu fordern, orakelte Abschnitt 5 (Universale Brüderlichkeit) in genauer Kenntnis der gottgeschaffenen, seelenrettenden Schariadoktrin und irdisch anzuwendenden Schariagesetzlichkeit etwas von einer (nicht trotz des Koran, sondern gerade mit dem christlich-islamisch-jüdischen Miteinander bestehenden) menschlichen Würde: „So wird also jeder Theorie oder Praxis das Fundament entzogen, die zwischen Mensch und Mensch, zwischen Volk und Volk bezüglich der Menschenwürde und der daraus fließenden Rechte einen Unterschied macht“, was heutigen Dialogaktivisten wie Werner Höbsch („60 Prozent der Scharia sind grundrechtsverträglich“) den katholisch abgesegneten Marschbefehl geben konnte.

Das Zweite Vatikanische Konzil zersetzte die Standards vom 10.12.1948 gekonnt, indem es den eine jede freiheitliche Gesellschaft konstituierenden Vorrang des Diesseits vor dem Jenseits und der Wissenschaft vor der Seelenrettung durch Hinwendung zur harmlos anmutenden „Einheit und Liebe unter den Menschen und damit auch unter den Völkern“ (In suo munere unitatem et caritatem inter homines, immo et inter gentes) ersetzte.

Dass, soweit bekannt, ein Jesus von Nazareth niemanden herabsetzte, und ginge es um einen Römer, Samariter, einen Zöllner oder gar um eine Frau, könnte ein übers Christentum lästernder Journalist angesichts der koranischen Diskriminierungs- und Mordlizenz und angesichts der auf Gleichbehandlung beruhenden AEMR durchaus schreiben.

Den noch viel zu wenigen und von ihren Mitmuslimen regelmäßig bedrohten religiösen muslimischen Säkularen, die sich aus Kindheitserinnerung, raren muslimischen Vorbildern in Familie oder Nachbarschaft oder einfach aus Idealismus und Optimismus einen AEMR-verträglichen Gottesbegriff erarbeitet haben, fallen Höbsch und Bahners in den Rücken.

Der Journalist ruft nach Zucht und Ordnung:

Dabei sollte es gar nicht so schwer sein, positive soziale Effekte muslimischer Werte wie der Gottesfurcht und der geregelten Lebensführung anzudeuten.

Kinder und Jugendliche sollen sich auf korrekt eingehaltene Speisevorschriften und Gebetszeiten hin überwachen und bespitzeln, Bahners spricht von geregelter Lebensführung.

Der hochrangige FAZ-Mitarbeiter mag darüber nachdenken, ob ihn höchst spürbare vierzig oder achtzig Peitschenhiebe nach dem Genuss eines alkoholischen Getränks nicht gesundheitlich und moralisch besser integrieren (Bahners: positive soziale Effekte), der mutmaßlich atheistische Schreiberling würde die empfangene Körperstrafe allerdings wahrscheinlich immer noch als rein sozialreformerisch missverstehen und ihren spirituellen bis spiritistischen Charakter der Abwehr der bösen Geister und des islampädagogischen Ziels der Erlangung eines Platzes im Paradiesgarten gar nicht erkennen.

Schariaverteidiger Bahners:

Die These der Unvereinbarkeit von Islam und Grundgesetz hat nicht nur Annahmen über das Wesen des Islam zur Voraussetzung, sondern auch unverhandelbare Forderungen an eine säkularitätskonforme Auslegung des Grundgesetzes.

Unverhandelbar ist korrekt. Selbstverständlich ist uns freiheitlichen Demokraten eine religiöse Revolution ebenso unerwünscht wie ein rechtsradikaler Putsch und sind wir nicht bereit, einen heiteren Kompromiss aus Grundgesetz und Scharia bzw. aus Wissenschaft und Islamologie auszuhandeln.

Was das von Patrick Bahners offenbar hoch geschätzte „Wesen des Islam“ betrifft und seine Kollision mit dem Begriff des Bürgers oder Staatsbürgers, zitieren wir die hohe geistliche Autorität der Sunniten und Muslimbrüder, Scheich Yusuf al-Qaradawi:[11] „Nur Allah allein hat das Recht, zu erlauben und zu verbieten. … Es ist das Recht Allahs … Gesetze zu geben oder Verbote zu erlassen, wie Er es für richtig ansieht … Als Seine Geschöpfe haben sie kein Recht, dies in Frage zu stellen oder nicht zu gehorchen. Dies ist Sein Recht als ihr Herr und ihre Pflicht als Seine Diener. … Was Allah in seiner scharia erlaubt hat, ist allen Menschen erlaubt, und was Er verboten hat, ist allen Menschen verboten, bis zum Tag der Auferstehung.“ Der Scheich kennt seine Religion: Das Volk ist im Islam nicht Souverän, nur die Gottheit hat das Recht, Gesetze zu erlassen. Herr Bahners verharmlost diese religiös begründete Verweigerung der bürgerlichen Ordnung und allgemeinen Menschenrechte als „These“.

Kopftuchverteidiger Bahners bekommt vom Scheich die Frage nach der Stellung der Frau im Islam beantwortet: „Benehmen der muslimischen Frau. … Ihre Kleidung muss den Grundsätzen der islamischen scharia entsprechen … Die Kleidung muss den gesamten Körper bedecken, mit Ausnahme dessen, ‘was sichtbar sein muss’, was nach der am meisten vorzuziehenden Auslegung Gesicht und Hände sind. Die Kleidung darf nicht durchscheinend sein, so dass sichtbar würde, was darunter ist. … Die Kleidung darf nicht zu eng anliegend sein, damit nicht die Konturen des Körpers und besonders die Rundungen sichtbar sind, selbst wenn sie nicht durchscheinen. Sie darf keine Kleidung tragen, die speziell Männerkleidung ist, wie heutzutage Hosen. Bei der Wahl der Kleidung soll sie nicht die Nichtmuslime nachahmen.“ Ja Herr Bahners, die von den Scheichen und Imamen gelobte Frau ist sexuell kontrolliert, sozial obszönisiert und spirituell dämonisiert, und das ist kein „Islamismus“, das ist Islam. Dass sie sich äußerlich von den Ungläubigen zu unterscheidet hat, kann man in pädagogischer Sprache wohl nur als kulturellen Rassismus bezeichnen, wenngleich es um die Rettung der Seele geht: Die nichtislamisch Gekleidete ist Brennstoff fürs Höllenfeuer, das ist die religiöse Bedeutung des Schleiers.

Pascal Bruckner durchschaut den Islam als Gegenkultur und Schattenjustiz, fordert die ungeschmälerten bürgerlichen Rechte und Pflichten und warnt Europa vor dem Erstarken eines koranbasierten, einstweilen illegalen Kontraststaats, was den Verteidiger des Glaubens Patrick Bahners auf die Palme bringt:

Wo Menschen ihre Religion als einen ewigen Bund und den Staat als ein Provisorium betrachten, da droht laut Bruckner der Separatismus von „Nationen innerhalb der Nationen“, stellt sich also das Problem, für das die alteuropäische Staatslehre den Begriff „imperium in imperio“ hat.

Leider verschweigt uns Bahners, ob er Deutschlands radikaler Gemeinschaft (Dschama’a, ǧamāʿa) der Schariabürger den sofortigen Ausstieg aus dem noch für alle geltenden Grundgesetz zubilligt oder ob sich die religiös erregten Islampflichtigen vorläufig auf innere Emigration (Hidschra, hiǧra) und zivilen Ungehorsam, also auf eine eher kulturelle Apartheid beschränken sollen.

Je ein Beispiel für ǧamāʿa und hiǧra aus islamistischen Kreisen, wo Führerbefehl und Glaubensgehorsam leider selbstverständlich sind:

„Al-Tamimi genannt Imam al-Darimi sagt, ʿUmar bin al-Ḫaṭṭāb sagt: „Es gibt keinen Islam ohne Gemeinschaft (ǧamāʿa) und keine Gemeinschaft ohne Führung (imāra) und keine Führung ohne Gehorsam (ṭāʿa).“[12]

Demokratie ist nicht halal, das Grundgesetz hindert uns, den Islam anzuwenden, unsere Religionspraxis auszuleben, den wahren Dīn! Da bleibt nur der Rückzug in abgeschottete Großfamilien, Straßenzüge und Stadtviertel, ganz nach dem Vorbild der Hidschra, der Flucht und Auswanderung des Propheten:

„Al-Hijrah: … Ihre Definition im islamischen Recht ist, das Land des Unglaubens zu verlassen, um in das Land des Islams zu gehen, aus Furcht vor Verführungen, und um die Möglichkeit zu suchen, den Deen (Religion des Islam) zu praktizieren. Dies ist die Definition der al-Hijrah spezifisch im islamischen Recht, andererseits, in der Realität, ist die Definition der al-Hijrah so, wie Ibnul Mulaqqin in der Erklärung von ‘al-Umdah’ sagte, ‘Das zu verlassen, was Allah (`Azza wa jall) nicht mag, für das, was Er liebt.’“[13]

Noch genauer zu Bahners:

Wo Menschen ihre Religion als einen ewigen Bund und den Staat als ein Provisorium betrachten

Bund bedeutet Scharia, wie Bosniens ranghöchster islamischer Geistliche bereits 2007 feststellte, der bis heute das gesonderte Recht für die Spezies der zentral zu verwaltenden Europamuslime fordert. Dass der Lobgesang auf den schariatischen „Bund“ eines Mustafa Cerić vier Jahre später vom Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aufgegriffen wird, ist ein neuer Höhepunkt in der Geschichte der inzwischen erstaunlich aggressiven Islamverteidigung.

In: The challenge of a single Muslim authority in Europe sprach der Großmufti für Bosnien und Herzegowina: „In the sharī’a as their Weltanschauung, Muslims have their covenant with God, durch die Scharia als ihre Weltanschauung leben die Muslime ihren Bund mit [Allahgott] Gott.“[14]

Vielleicht schon morgen weht die Fahne des Islam auf dem Reichtag, und so werde den menschlichen Angehörigen des „ewigen Bundes“ der säkulare Staat nicht nur zum „Provisorium“ (Bahners), sondern auch gleich zum Seuchenherd und Sündenpfuhl, den es mit dem Aufbau des Kalifats zu heilen und zu reinigen gilt.

Nun zum 3. Oktober 2010, als ein für den „modernen Islam“ schwärmender Spitzenpolitiker den Islam pauschal in Deutschland hinein integrierte: „Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“, keine drei Wochen später raffiniert ergänzt mit: „Das Christentum gehört zweifelsfrei zur Türkei“. Patrick Bahners findet Gefallen an der steigenden Bedeutung der das Staatsvolk zerspaltenden Glaubensnationen:

Wulff … sprach vom Islam und vom Christentum

Richtig, über die mit dem Islamischen Recht nicht in Übereinstimmung zu bringende Allgemeine Erklärung der Menschenrechte sagte Christian Wulff nichts, weder in Berlin noch in Ankara. Seine Rede zum Nationalfeiertag brachte die Bundeskanzlerin nur drei Tage später dazu, den Rätselspruch des Bundespräsidenten dem immer noch staunenden Volk ein wenig zu erklären: „Es gilt bei uns das Grundgesetz, und nicht die Scharia“. Was denn genau das Problem zwischen GG und Koran ist, mochte Angela Merkel dann aber doch nicht sagen.

Der orakelnde Bundespräsident liegt aus Allahs Sicht natürlich richtig, bis zum Tage der Auferstehung gehört der Islam überall in die Mitte, also auch in Europa oder Deutschland. Leider versäumt Wulff, der im vorangegangenen Redeabsatz den schulischen Islamischen Religionsunterricht („von hier ausgebildeten Lehrern und selbstverständlich in deutscher Sprache“) forderte, dem Islam die Unterwerfung unter die säkulare Staatlichkeit abzuverlangen und damit den Verzicht auf Schariatheorie und Fiqhpraxis.

Wulff und Bahners spielen noch ein wenig den Unschuldigen, sie wissen genau, was Scharia und Fiqh sind und für den Rechtsstaat bedeuten. Noch drei Zwischenrufe zur islam- und europaverliebten Wulff-Rede: „Es geht darum, die Freiheit zu bewahren, die Einheit immer wieder zu suchen und zu schaffen.“ Wie Großbritannien mit Scharia-Schiedsstellen und Scharia-Gerichten? Oder wie Griechenland mit muslimischen elfjährigen schwangeren Ehefrauen? „Es geht darum, dieses Land zu einem Zuhause zu machen – für alle.“ Auch für die im staatlichen Schuldienst verschleierte Lehrerin Fereshta Ludin? „Sich einzusetzen für gerechte Verhältnisse – für alle.“ – Murad Wilfried Hofmann, Ibrahim el-Zayat oder Tariq Ramadan haben nichts anderes im Sinn als „gerechte Verhältnisse – für alle“. Ganz im Ernst schafft die AEMR Gerechtigkeit, der orthodoxe Islam Ungerechtigkeit: Der politische oder religiöse Extremist verliert in Deutschland nicht seine Menschenrechte, im Islam wird er ausgepeitscht oder geköpft.

Beim Staatsbesuch in Ankara (18.10.2010) trug Präsidentengattin Hayrünnisa Gül demonstrativ das nach dem Schariastaat rufende Kopftuch sogar beim Abschreiten der militärischen Ehrenformation, ein Tabubruch mehr für die säkular gedachte und heute in religiöser Faschisierung befindliche Türkei. Neben ihr ging die unverschleierte Bundespräsidentengattin Bettina Wulff.

Wulff betrat die türkische Nationalversammlung, schnappte sich das Mikrofon und ließ einen Jubelruf auf die glücklich modernisierte türkische Scharia erschallen: „Ihr Land verbindet ein modernes Staatsverständnis mit einem modernen Islam“.[15] Die Universalität von Menschenrechten und Wissenschaftlichkeit wollte der Bundespräsident ganz in der Manier eines Ali Schariati zerlegt wissen, doch sei das nicht weiter beunruhigend, denn ein ganz besonders Land könne den irgendwie naturhaften Abgrund zwischen Islamwelt und Nichtislamwelt überwinden helfen, die Türkei: „Eine Brücke zwischen Orient und Okzident“, findet der Präsident. Einem „Orient“ sei die Gleichberechtigung der Nichtmuslime und Frauen also nicht zuzumuten, der Bereich des Aushandelns ist dann offensichtlich die spannende Wulffsche „Brücke“.

Zwei amerikanischen Psychologen erarbeiteten experimentell (Two-factor theory of emotion: misattribution study),[16] dass eine Brücke, zumal eine wacklige wie eine Seilbrücke, dem wagemutigen Fußgänger die Person am anderen Ufer als sexuell besonders attraktiv erscheinen lässt. Wulffs Deutscher bzw. Abendländer, soweit noch nicht Muslim, mag daher nun die Türkeibrücke begehen lernen, um, ganz nach Dutton & Aron, der arabischen Elfe namens Islam in die Arme zu fallen. Dass die Prämisse der Weltspaltung in Westen, nach Wulff der „Okzident“, und Islam (Wulff: „Orient“) keine Natur ist, sondern Element der religiösen und kulturrassistischen Dhimma bzw. der gegenmodernen indisch-pakistanischen Zwei-Nationen-Theorie,[17] soll der Bundesbürger nicht sehen.

Ob Berlin-Kreuzberg, Köln-Ehrenfeld und Duisburg-Marxloh dem Bereich der schönen „Brücke“ nicht bereits zuzurechnen sind, Herr Bundespräsident?

Zur gelingenden europäischen Schariaimplementierung nach Maßgabe eines Mustafa Cerić (opening the way for the Muslim law … auf lange Sicht ist zu gewährleisten, dass das Islamische Recht in Personenstandsangelegenheiten bzw. im Familienrecht Anrkennung findet) ist die Bevölkerung mit begeisterten Reden oder ergreifenden Friedenskonferenzen in „spannende, erregende“ (lokale bis globale) Situationen des Misattribution of arousal[18] zu bringen, der fehlerhaften Ursachenzuschreibung des eigenen (warum nicht erotisierten) Erregtseins, damit das erlösende Ziel der Deutschen Islam-Konferenz (DIK) „erlebbar“ und schließlich erreicht wird. Nicht das Islamische Recht, der Islamkritiker ist es dabei notwendigerweise, der das friedliche Zusammenleben gefährdet, so jedenfalls lässt sich die Masse dressieren, die ohnehin, völlig schariakompatibel, die Konkurrenz, die Kleptokratie und das Klandestine (Ellbogen, Bereicherung und Hinterzimmer), gegen die bürgerlichen Tugenden von Sanftmut, Solidargemeinschaft und Transparenz einzutauschen bereit ist.

Ein gewaltiges Seilbrückenexperiment muss her, auf der Strecke bleibende Opfer verdienen kein Mitleid: Mit der willigen Hilfe von Politik und Klerus schafft Allahs Erlebnispädagogik auch dem Dhimmi irdische Verheißungen und bläst zur Hexenjagd gegen eine neue Kaste von islamkritischen Unberührbaren, weshalb Bosniens Großmufti seine Forderung nach Rechtsspaltung, (f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law, ganz bewusst mit dem zu gewährenden Schutz vor der angeblich einem Völkermord ähnelnden „Islamophobie“ koppelt: (g) the protection of European Muslims from Islamophobia, ethnic cleansing, genocide, and similar atrocities.[19]

Wenn Christian Wulff den Islam im Allgemeinen und einen „modernen Islam“ im Besonderen lobt und Scharia und Fiqh als mit Demokratie und Rechtsstaat verträglich erklärt („Die Türkei hat die große Chance zu zeigen, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus überhaupt kein Widerspruch sein müssen.“)[20] und zugleich seine Bremer Rede zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit mit einer Heranrufung himmlischen Segens schließt („Gott schütze Deutschland“),[21] löst er die jede bürgerliche Ordnung konstituierende Trennung von Weltlichem und Geistlichem auf, erhöht Gotteskundige (Theologen) zu Staatsdeutern und Welterklärern und erniedrigt den Gottlosen als politisch unglaubwürdig. Wulff gibt so dem immer mächtiger werdenden Klerus, dem christlichen und dem muslimischen, die Möglichkeit, sich zwischen Regierung und das zunehmend unmündige Volk zu stellen. Die nicht vom Himmel gefallene Politik wird dünner, Bischöfe und Muftis hingegen bilden eine interreligiöse oder „abrahamische“ Konkurrenzregierung. Der deutsche Bürger ist durch den deutschen Gottesfürchtigen zu ersetzen. Wulff weiß, dass sein geradezu priesterliches „Gott schütze Deutschland“ jeden deutschen atheistischen Ex-Muslim und jeden anderen atheistischen Deutschen ausgrenzt und als staatsunkundig verhöhnt. Politik und Theologie beginnen zu verschmelzen, so beginnt der Ausstieg aus der Zivilisation.

Ein Lehrer, Polizist, Richter oder Bundespräsident mag privat ja religiös empfinden, seine Gesinnung ist nicht zu verstaatlichen und hat sein professionelles Handeln nicht zu färben. Patrick Bahners sieht das anders:

Rhetorisch fragte Necla Kelek im Sinne von Pascal Bruckner: „Sind wir keine Deutschen, Türken, sondern zuerst Christen, Juden oder Muslime; keine Bürger, sondern Gläubige oder Ungläubige?“

Dazu das letzte betrachtete Zitat, Patrick Bahners stellt das politisierte Jenseits pauschal über das Rechtssicherheit bietende Diesseits, jeder religiös empfindende Mensch soll einer grell publizierten Frömmigkeit dem irgendwie langweiligen Zustand der Staatsangehörigkeit gefälligst hörbar Vorrang geben:

Ein Christ müsste antworten: Ja, ich bin zuerst Christ und dann Deutscher oder Türke.

Wir dürfen den Ansatz des Feuilletonchefs konsequent fortentwickeln: Ein einwandfreier Schwuler soll fortan sagen: Ich bin zuerst homosexuell und dann erst Inländer oder Ausländer, ein Fußballspieler muss rufen: Ich bin zuerst Fußballspieler, dann erst dem GG und BGB verpflichtet, ein Nachfahre eines Fürstenhauses darf brüllen: Die Straße frei, ich bin zuerst Grafenenkel, dann erst Teilnehmer am deutschen Straßenverkehr. Herr Bahners, Ihr Glaubenszweifel oder Ihre Gottesfurcht sind Ihre Privatsache, wenn Sie beispielsweise zum Buddhismus konvertieren, verlieren Sie in der BRD, anders als im Kalifat, nicht ihr Recht auf Eigentum oder Leben, und wenn Sie als konvertierter Muslim ganz besonders fleißig beten, dürfen Sie immer noch nicht bei Rot über die Straße gehen und bekommen, hoffentlich, auch keine Gehaltserhöhung!

Patrick Bahners greift den Begriff des Bürgers an, die Grundlage für ein kulturell modernes (wissenschaftsbasiertes, nichtmagisches, gleichbehandelndes) Recht. Mit Glaube vermischtes Recht wird, aus Sicht der lokal dominanten Religion, und das ist aufgrund der geheiligten Gewaltnähe weltweit besonders oft der Islam, den Andersgläubigen oder sonstigen „Ungläubigen“ bereits durch das Erbrecht und das Heirats- bzw. Familienrecht zu diskriminieren haben (Cerić: the Muslim law … in matters of personal status such as the Family Law) und, bei noch besser integrierter islamischer Religion, sogar durch ein irdisches Strafrecht, in dem der vermutete ewige Verbleib des Missetäters in Himmel oder Hölle dem Richter alles andere als gleichgültig ist.

Mit einem wörtlich genommenen Koran ist jeder Lehrer, Polizist oder Richter neben seinem irdischen Tun auch, und, da die berüchtigten letzten Dinge betroffen seien, vor allem für die Abwehr des Teufels und die Rettung der Seele zuständig. Die Türkei, deren orthodox (revolutionär) islamische Millî Görüş die zur Zähmung des Kalifats gedachte Religionsbehörde DIYANET längst erfolgreich unterwandert hat, fällt in diese rechtsgeschichtliche Vormoderne leider gerade zurück und das 2011 von Patrick Bahners beobachtete Ägypten ist aus der Dhimmitude leider nie heraus gekommen, wie Artikel 2 der Verfassung zeigt: Der Islam ist Staatsreligion. Arabisch ist Amtssprache, die Hauptquelle der Gesetzgebung ist die Islamische Jurisprudenz (Scharia).[22]

Weltweit verliert der Bürgerbegriff an Wirksamkeit und gewinnt das kirchlich unterstützte System der interreligiösen Theokraten, das auf die Herrschaft Allahs (Hakimiyyat Allah, God’s rule)[23] hinauslaufen muss, an Kontur.

Und der Feuilletonchef aus Frankfurt hat gar nichts dagegen.

Jacques Auvergne

[1] Narjissiya (Narzissmus). I love Me.

http://7b.img.v4.skyrock.net/7b5/hicho-lbalbala/pics/2669745120_1.gif

[2] Barack Obama schweigt zur unteilbaren und diskriminierenden Scharia, lügt allerlei von einem gerechten und menschenfreundlichen Islam und begeht ein Ritual der Scharia. Spätsommer 2011, punktgenau einen Monat vor dem zehnten Jahrestag des Terroranschlags: Fastenbrechen im Weißen Haus.

“It’s an occasion to join with family and friends in celebration of a faith known for its diversity and a commitment to justice and the dignity of all human beings. So to you and your families, Ramadan Kareem.”

bei: Jihad Watch

http://www.jihadwatch.org/2011/08/obama-islam-known-for-its-diversity-and-a-commitment-to-justice-and-the-dignity-of-all-human-beings.html

Robert Spencer konnte auf die Seite Weasel Zippers zurückgreifen

http://weaselzippers.us/2011/08/11/obama-during-white-house-ramadan-dinner-were-all-children-of-a-loving-god/

Schariafreundin Sheila Musaji regt sich über Spencer auf.

http://www.theamericanmuslim.org/tam.php/features/articles/white_house_iftar1

Sheila Musaji ist Gründungsherausgeberin von The American Muslim (TAM), Aktivistin im „interreligiösen“ (demokratieabbauenden) Dialog, so etwa auf dem Parliament for the World’s Religions (Chicago 1993) oder auf der niederländischen Diversity Dialogue Conference: Sharing Ideas, Building Bridges: A Dutch-U.S. Muslim Dialogue in the Netherlands (in Noordwijk). Die Islam(aktiv)istin war US-amerikanische Delegierte bei der International Muslim Women’s Conference in Khartum, der Hauptstadt des salafistischen Unrechtsstaates Sudan.

http://www.apaam.org/index.php?option=com_k2&view=item&id=220:diversity-dialogues-the-netherlands&Itemid=180

http://www.washingtonmoroccanclub.org/articles/american-and-dutch-muslims-engage-in-diversity-dialogues.html

Die TAM-Mitarbeiter

http://theamericanmuslim.org/tam.php/tam/editors

[3] White House, 18.08.2011.

http://www.whitehouse.gov/the-press-office/2011/08/18/executive-order-establishing-coordinated-government-wide-initiative-prom

[4] Intelligent Design (ID) = Discovery Institute: “Materialistische Erklärungen sind durch die theistische Auffassung zu ersetzen, die Weltall und Gehirn als von Gott erschaffen weiß. To replace materialistic explanations with the theistic understanding that nature and human understanding are created by god”). Wer Amerika auf diese Weise fühlt und denkt, wird dem Scharialobbyisten kollegial zuzwinkern.

http://de.wikipedia.org/wiki/Discovery_Institute

Bruce Chapman

http://en.wikipedia.org/wiki/Bruce_Chapman

Howard Ahmanson junior

http://en.wikipedia.org/wiki/Howard_Ahmanson,_Jr

Rousas John Rushdoony

http://en.wikipedia.org/wiki/Rousas_John_Rushdoony

Christian Reconstructionism, amerikanisch, religiös, ultrarechts.

http://en.wikipedia.org/wiki/Christian_Reconstructionism

Christian right, Amerikas Christliche Rechte

http://en.wikipedia.org/wiki/Christian_right

[5] 1995 zieht der evangelische Theologe und Schariafreund Bertolt Klappert („Der Abraham-Segen kann in dieser Mehrdimensionalität nur gemeinsam von Juden, Muslimen und Christen ergriffen und heute nur gemeinsam an die Menschheit weitergegeben werden.“) Abdoldjavad Falaturi (1926–1996) als Garant für die Humanität des Trialogs heran: „Zweifelsfrei bildet das Streben nach Gerechtigkeit und Frieden und in diesem Sinne die Bewahrung und der Schutz der Rechte der Menschen den Kern der Botschaft der drei Religionen Judentum, Christentum und Islam.“

http://www.horstkannemann.de/klappert.html

Der schiitische Top-Islamist Falaturi orientierte sich (und sein heutzutage oft katholisch-elitäres Kölner Umfeld) am Wegbereiter der iranischen Islamischen Revolution, Ali Schariati, und stand den europäischen Muslimbrüdern nicht fern.

(Prof. Dr. Udo Tworuschka: Das Erbe von Abdoldjavad Falaturi (1926-1996). Vortrag, gehalten auf dem Symposium „Der Orient aus der Sicht des Okzidents. Annemarie Schimmel“ in Teheran am 5. Juni 2005.)

http://www.uni-jena.de/unijenamedia/Downloads/faculties/theo/ls_rewi/Iranvortrag.pdf

http://www.iranzamin.eu/index.php/de/vortrag-prof-tworuschka.html?lang;=de

nach: wiki: Udo Tworuschka.

Tworuschka (* 1949) ist Professor für Religionswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 1982 – 1993 arbeitete er an einem Projekt für den Abbau gegenseitiger Vorurteile. Zusammen mit dem Islamwissenschaftler Abdoldjavad Falaturi wurden durch eine ausführliche Analyse der Schulbücher (Geschichte, Geographie, Evangelischer und Katholischer Religionsunterricht usw.) die häufigsten Vor- und Fehlurteile herausgearbeitet. … 1988 wurde das Forschungsprojekt auf weitere europäische Länder ausgedehnt unter dem Namen „International Research Projekt: Islam in Textbooks“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Tworuschka

http://www.fluter.de/get_img?NrArticle=3427&NrImage=1

http://profile.ak.fbcdn.net/hprofile-ak-snc4/41759_100000158111250_8176_n.jpg

Die ungebremst schariafreundliche CIG (Christlich-Islamische Gesellschaft, um Thomas Lemmen) flirtet mit der Segregation und empfiehlt zur Lektüre: Abdoldjavad Falaturi / Udo Tworuschka: Der Islam im Unterricht. Beiträge zur interkulturellen Erziehung in Europa. Braunschweig: Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung 2. Aufl. 1992. (Beilage zu den Studien zur Internationalen Schulbuchforschung, Schriftenreihe des Georg-Eckert-Instituts).

http://www.christenundmuslime.de/literatur/empfehlungen_cig.php

„Authentische“ (proschariatische) Symbolarbeiter unterwegs als die Abraham-Karawane. Statt Durchsetzung der AEMR nun Engel der Kulturen?

„Als bildende Künstler halten wir es für obligat, in die gegenwärtige spannungsgeladene Situation zwischen den drei abrahamitischen Weltreligionen Islam, Juden- und Christentum ein vermittelndes Symbol einzubringen … Diese Anordnung symbolisiert für uns:

Wir leben in einer Welt.

Wir lassen einander zu und geben uns gegenseitig Raum zur Entfaltung.

Mitmenschlichkeit und Achtung vor der Schöpfung prägen die von allen gebildete Mitte.

Wir sind einander verbunden und werden nur gemeinsam und friedlich die Zukunft gestalten können.“

http://www.engel-der-kulturen.de/projekt.html

In Marl, Gladbeck und Essen ruft man ein islamfreundliches: Mehr Religion! Werde Dhimmi oder Schariapflichtiger. Atelier Gregor Merten und Carmen Dietrich, Kamal Darwich (IJG, GAIR), Hartmut Dreier, Agnes Eroglu (INEA), Gunter Graf, Rudi Löffelsend (ehemals Caritas), Willi Overbeck (ev. Pfarrer im Ruhestand) auf Tournée.

„Es wird immer wichtiger, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken. … Dieses nachhaltige Zeichen wird an Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen gesetzt. … Weiterreichungsprozess. … Abraham ist zu einer Symbolfigur für Respekt, Verständigung und Miteinander von Juden, Christen und Muslimen an vielen Orten in Europa und den anderen Kontinenten geworden. Mit der Abraham-Karawane werden Menschen aller Generationen, Kulturen, Religionen, Milieus erreicht und selbst – so hoffen wir – aktiv. Es werden vielfältige Verbindungen hergestellt und dabei die Botschaft des Engels der Kulturen weitergereicht … zwischen Christen, Muslimen und Juden … Es soll eine Spur des Friedens gelegt werden.“

http://www.engel-der-kulturen.de/pdfs/broschuere_deutsch.pdf

„INEA, Institute for European Affairs … ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Instituts das Thema „Miteinander der Religionen“ geworden.“

„Der Präsident des Staatspräsidiums von Bosnien u. Herzegovina, Prof. Dr. Haris Silajdzic, würdigte ganz besonders, dass auch das Institute for European Affairs –INEA-, vertreten durch Agnes Eroglu bei diesem feierlichen Akt präsent war.“

http://www.inea-online.com/download/engel_der_kulturen/edk_2.pdf

Internationale Juristengesellschaft (IJG)

http://www.ijg-online.com/ueber-uns.html

Kamal Darwich (IJG, GAIR)

http://www.ijg-online.com/gruendungsmitglieder/darwich-kamal.html

GAIR: Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht. Mathias Rohe (1. Vorsitzender), Silvia Tellenbach (im Vorstand).

http://www.gair.de/pdf/geschichte/Jahrestagung_2009.pdf

Willi Overbeck:

http://www.2010lab.tv/blog/evangelisch-2010-augsburger-freidensfest-essen-koordinator-willi-overbeck-im-interview

http://www.gladbeck.de/index.asp?form=detail&db=404&id=152

Rudi Löffelsend. Langjähriger Auslandsreferent und Pressesprecher der Caritas im Ruhrbistum, Polenhilfe-Aktion ab 1981, Projektorganisator für Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa u. a. für mazedonische Roma, für Notleidende in Sri Lanka, in jüngster Zeit für verfolgte oder geflohene christliche Iraker. Mettre chapeau bas (par respect), verdientermaßen: Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1998).

http://www.caritas-essen.de/69165.asp?id=24936&page=2&area=dicvess

Katja Goebel: Radikale Islamisten zeigten ihren offenen Hass längst nicht mehr nur damit, dass sie Kirchen niederbrennen, berichtet Rudi Löffelsend vom Essener Caritasverband. “Da ist jede Regel außer Kraft. Erst vor wenigen Tagen wurde der Chaldäische Erzbischof von Mossul verschleppt und getötet”, so Löffelsend. Wer der Gewalt und dem blutigen Morden entkommen will, muss fliehen. WDR, 03.04.2008.

http://www1.wdr.de/themen/archiv/sp_integration/hanah104.html

Irak: Dem Tod entronnen – neue Zukunft in Kurdistan? Christliche Iraker leben in Ungewissheit, aber sie leben. Von Rudi Löffelsend.

http://www.sozialcourage.de/42404.html

[6] Deutsche Panzer für Allahs Faschismus: 200 Leopard 2A7+ nach Saudi-Arabien?

vgl.: DER SPIEGEL, 02.07.2011

Deutschland will Saudi-Arabien Kampfpanzer liefern

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,771989,00.html

Der geplante deutsche Verkauf von Leopard-Panzern an den saudi-arabischen Unrechtsstaat ist grundgesetzwidrig und sofort zu stoppen. An den Deutschen Bundestag, Petitionsausschuss, 10. August 2011.

Petition: Kein deutscher Panzerverkauf an repressives Regime Pet 3-17-04-580-027008

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/08/10/254/

[7] Joseph radikalislamisch nutzbar machen: Lord Nazir Ahmed und die schariagelehrige Mona Siddiqui ermuntern Großbritanniens Imame und Rabbiner, ihren (!) Untertanen den Sinn des Politischen und Staatlichen zu erklären. The Joseph Interfaith Foundation (JIF).

http://www.josephinterfaithfoundation.org/joseph-main/religiousLeaders.php

http://www.josephinterfaithfoundation.org/joseph-main/about.php

Ohne Dschizya hätte das Kalifat keine Steuereinnahmen gehabt, insofern sind sich, die Augenblicke der „Begegnung“ (co-existence) stiftenden Geldübergabe betreffend, Juden und Muslime durchaus ein wenig ähnlich gewesen. Waren Wanderführer Moses und Schreinersohn Jesus denn keine Wegbereiter des perfekten Gesetzes der Scharia? Islam and Judaism having much in common.

http://www.josephinterfaithfoundation.org/joseph-main/previous/Similarities.php

Unter derselben Adresse Savant House, 63-65 Camden High Street, London NW1 7JL, befindet oder befand sich eine verzückende Quelle irgendwie jüdisch zurechtzukämmender Kabbala. Bnei Baruch Association UK. Nun, nur der mystische denkende sprich gar nicht mehr denkende Dhimmi empfindet den Islamstaat als angenehm.

BB Association UK is a non-profit, non-religious, non-political organisation that provides individuals of all faiths, religions and cultures the knowledge of the science of Kabbalah in order to raise humankind’s level of spirituality.

Kabbalah is NOT religion, allerdings bis vielleicht, jedenfalls darf man ergänzen: Shariah IS religion.

http://www.yelp.co.uk/biz/bnei-baruch-association-uk-london

Drei Portionen „Josephisch-Trireligiöses“ gefällig? Aus der Linkliste der JIF: The Coexist Foundation, Forward Thinking, Three Faiths Forum (3FF).

The Coexist Foundation is a charity which works to promote understanding and respect between Jews, Christians and Muslims through education, dialogue and research.

http://www.coexistfoundation.net/

http://www.coexistfoundation.net/en-gb/contact-us/8/contact.htm

Forward Thinking. The Forward Thinking team is dedicated to empowering individuals and grassroots communities across the UK. In addition, we work to build long term and sustainable relationships between various government departments and policy makers.

Forward Thinking hosted a meeting for a delegation from Saudi Arabia. Yusuf Desai welcoming the delegation.

http://www.forwardthinking.org/

http://www.forwardthinking.org/default.asp?id=281&ver=1

Three Faiths Forum (3FF), Star House, 104 Grafton Road, London NW5 4BA

Sheikh Dr Mohamed Aboulkhair Zaki Badawi, KBE. An internationally known Islamic scholar, who died on 24 Dhu al-Hijjah 1426, 24th January 2006. He held academic posts and professorships in Egypt, Singapore, Malaysia, Nigeria and Saudi Arabia.

Imam Maulana Shahid Raza. Deputy Director of the Muslim College in London and president of the World Islamic Mission of Europe. Mualana Raza arrived in England in 1978, joining the Islamic Centre (now Leicester Central Mosque) as the Principal Imam. Since 1986 he has also worked to train British Imams through his involvement with the Muslim College. He is a board member of the Muslim Law, (sharia) council UK (as well as holding other offices).

http://www.threefaithsforum.org.uk/

Altvertraute und ungeahnte Symbole quellen aus Kreativ-Taten und lassen die ethnoreligiösen Kollektive erträglicher auseinander rücken. Mit „Urbanem Dialog“ und „Frauenbegegnung“ werde der Staatsbürger durch den Religionsangehörigen ersetzt. Ohne aufgerissene Klüfte islamverträglicher Apartheid wäre dieser „Brückenbau“ nicht möglich gewesen:

Women ARTogether enables Muslim, Christian and Jewish women to act as bridge-builders between their communities.

Urban Dialogues and Women ARTogether are 3FF’s art programmes. They both aim to give people the opportunity to act as social change-makers within and between communities, but differ in others respects: While Women ARTogether builds new networks of women from different backgrounds, Urban Dialogues enables artists of different faiths to collaborate with each other or display their work together as a way to encourage interaction between communities.

http://www.threefaithsforum.org.uk/UrbanDialogues.htm

Sag, Schwester, durchweht die männerfreie Zone nicht gar ein Hauch von Matriarchat?

We organised a film screening and networking evening for women, in partnership with the UK Jewish Film Festival and the Islamic Society of Britain. 3FF’s Hadiya Masieh travelled to Manchester and Leeds to show Jewish and Muslim women there the film “Arranged”. … Julie Siddiqi from the Islamic Society of Britain …

http://www.threefaithsforum.org.uk/newsletter/2011/06/arranged.html

Aus Saula ward Paula, oder: Wozu ein Bombenattentat gut ist:

British Muslim Woman Hadiyah Masieh was a Member of Hizb ut-Tahrir, But Rejected Its Views After July 7 Attacks

http://www.realcourage.org/2010/07/july-7-impact-on-ht/

Volkspädagogisch, bundesdeutsch: Pierre Vogel sehr böse, Benjamin Idriz sehr gut. Britische Bombenlehre aus 2005: Minhaj-ul-Quran (Hidschab, Scharia) sehr gut, Hizb-ut-Tahrir (auch Hidschab, auch Scharia) ganz schlimm. Die Schleierpflicht, die BBC und die fotogene Hadiya Masieh.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/8496821.stm

Im Bild: Hadiya Masieh (Hadiyah Masieh)

http://newsimg.bbc.co.uk/media/images/47239000/jpg/_47239708_hadiya512.jpg

http://static.guim.co.uk/sys-images/Guardian/Pix/pictures/2010/7/2/1278106296323/hadiyah-masieh-006.jpg

[8] Der angegriffene Henryk M. Broder antwortet zu Patrick Bahners “Die Panikmacher – Die deutsche Angst vor dem Islam”, dem er “mit totalitären Ideen zu flirten” vorwirft: „Sogar literarische Genies wie Feuchtwanger, Kisch oder Laxness konnten zeitweise dem Charme des Totalitären nicht widerstehen“. WELT-online 21.02.2011. Vor dem Islam Angst zu haben ist eine Tugend

http://www.welt.de/kultur/article12606057/Vor-dem-Islam-Angst-zu-haben-ist-eine-Tugend.html

Der Leisetreter. Monika Maron rezensiert “Die Panikmacher – Die deutsche Angst vor dem Islam” (Patrick Bahners).

„Und weil Patrick Bahners davon ausgeht, dass der wirklich sittliche Mensch einen Gott braucht, an den er glaubt, verteidigt er das Kopftuch, verharmlost er die Scharia, rückt er die Unterdrückung der Frau in die Nähe freiwilliger Unterwerfung, die immer noch schlimm genug wäre. Vor allem aber enthebt er den Islam jeder Verantwortung für den Terror, die Morde und die Unterdrückung, die in seinem Namen verübt werden, weil für Bahners jede Religion a priori gut ist und selbst die schlechteste noch besser als keine.“

http://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article12648071/Der-Leisetreter.html

[9] Patrick Bahners verteidigt den irgendwie ganz und gar guten Islam – ohne das Wort Scharia auch nur zu erwähnen: Die Religion in den Grenzen des Klassenzimmers, FAZ 12.08.2011.

http://www.faz.net/artikel/C31373/islamischer-bekenntnisunterricht-die-religion-in-den-grenzen-des-klassenzimmers-30483400.html

[10] Das „Deutsche Kalifat“, Muḥammad Aḥmad Rasūl genannt Abū r-Riḍāʾ (Köln 1993).

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/04/01/224/

[11] Yūsuf al-Qaraḍāwī: »»Al-Ḥalāl wal-Ḥarām fil-Islām. Erlaubtes und Verbotenes im Islam« (1960), deutsche Übersetzung von Ahmad von Denffer, bei: SKD Bavaria (München 1989)

http://www.scribd.com/doc/4447099/Erlaubtes-und-Verbotenes-im-Islam-Jusuf-alQaradawi

Demokratie ist nicht ḥalāl!

Verhaltet euch nicht unislamisch, denkt nicht einmal unislamisch! Die kulturelle Moderne mit Gottesfurcht und Wohlverhalten verweigern. In der 50 Jahre alten Schrift »Erlaubtes und Verbotenes im Islam« des Yūsuf al-Qaraḍāwī liest Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/11/28/212/

Priorities of The Islamic Movement in The Coming Phase, by Yusuf al-Qaradawi

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_Priorities/index.htm

The Sunnah: A Source of Civilization. By Prof. Yusuf Al-Qaradawi. Translated by El-Falah

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_SSC/default.htm

The Status of Women in Islam, 1997, by Dr.Yusuf Al Qaradawy, translated by Mohammed Gemeaah

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_WI/default.htm

Diversion and Arts In Islam. From: Return To Islam, by Dr. Yusuf AL-Qaradawi. Translated by Rawah EL-Khatib

http://web.archive.org/web/20050509134432/http://www.returntoislam.com/wiki/index.php/Diversion_and_Arts_In_Islam

[12] Erneuertes Medina: Die islamrevolutionäre Gemeinschaft (ǧamāʿa). There is no Islam without community (jama’ah), and there is no community without leadership (Imarah), and there is no leadership (Imarah) without obedience (ta’ah). … Hold fast to the Muslim community and its leader (Imamahu).

http://jumuahkhutbah.blogspot.com/2010/07/profile-of-believer-resolving-conflict.html

Zum Begriff der sittlich, sexuell und gewaltbezogen in Absonderung und Sonderrecht zu führenden Gemeinschaft (ǧamāʿa) vgl. bei der von Tahir-ul-Qadri geführten, missionarischen Minhaj-ul-Quran-Bewegung:

Those who separate from the community (jama’ah) and work against the leadership (imarah) will have no legitimate argument (hujjah).

aus: Tahir-ul-Qadri: The Islamic State: True Concept and Eradicating Misconceptions (Khilafah)

http://books.google.co.uk/books?id=-pwYGM7SciIC&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false

http://www.scribd.com/doc/29543647/The-Islamic-State-English#

[13] Komm mit, lebe wie Mohammed, mache hiǧra! Auswandern für Allah, hier und jetzt oder mit omar al farsi am 31.10.2009:

Kurz gesagt ist der Grund für die Rechtmäßigkeit der al-Hijrah der, daß der Muslim dazu gerufen wird, die Riten seines Deen zu praktizieren und Allah (Subhanahu wa Ta Ala) anzubeten, wie Er befahl, und darin Stolz zu zeigen, und offen damit umzugehen und offen diese Riten zu praktizieren und sie offen auszurufen, und damit er dazu gerufen wird, sich selbst und seinen Deen vor Verführungen zu beschützen, daher und da al-Hijrah rechtmäßig war, ist es so, wie Scheikh ul Islam Ibn Taymiyyah (rahimahullah Ta Ala) gesagt hat, “Niemand ist sicher vor Schirk außer, indem er geht und anders ist als sein/e Volk/Leute.”

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/24659-Definition-von-Hijra

englischer Originaltext:

the definition of AlHijrah is as Ibnul-Mulaqqin said in the explanation of `AlUmdah’, “Leaving that which Allaah (`Azza Wa Jall)

http://irgc.net/ebooks/manhaj/Questions%20and%20Answers%20Concerning%20al-Hijrah.pdf

Indiens vier salafistische Madani-Scheiche aus Chennai, Tamil Nadu.

Ibnul Qayyim Islamic Research & Guidance Centre (IRGC) was established in December 1999, with the aim to spread the message of Islaam based on its sources i.e., the Qur’aan and the authentic Sunnah as understood by as-Salaf-us-Saalih; to caution against Shirk and Bid’ah; to create a true brotherhood amongst Muslims; and to remove misconceptions about Islaam and Muslims.

http://irgc.net/content/view/138/94/

Noch zu Ibnul Mulaqqin. Darf eine Frau, die ihre Tage hat, den Koran rezitieren? Top-Salafi Dr. Zakir Naik klärt auf: Die Malikiten sehen es wohl anders, was Allah allerdings noch besser weiß, ansonsten darf die Frau darf, solange sie das Buch nicht direkt berührt:

Allama Ibne Hajr and Allama Ibnul Mulaqqin have rated the hadith as weak in their books At-Talkheesal Habeer, Vol. 1, pg. no. 138, hadith no. 183 & Khulasatul Badrul Muneer, vol. 1, pg. no. 60, hadith no. 170, respectively.

However, if a menstruating woman, or a woman with postpartum impurity, wishes to read the Qur’an, then she may use some sheet or cloth while touching the Qur’an so that her hands do not have direct contact with the Qur’an.

http://www.youtube.com/watch?v=SagmntqN5vY

Der Schariagelehrte Siraj-ud-Din ibn al-Mulaqqin ash-Shafi’i (723-804), nicht zu verwechseln mit dem ungefähren Zeitgenossen und sunnitischen Rechtsschulbegründer Muhammad ibn Idris ash-Shafi’i.

http://attahawi.com/2010/03/13/at-tawdheeh-sharh-of-sahih-al-bukhari-by-siraj-ibn-al-mulaqqin/

Muḥammad ibn Idrīs aš-Šāfiʿī (767-820), Verfasser beispielsweise von Reliance of the Traveller: A Classic Manual of Islamic Sacred Law, ins Englische übersetzt von: Nuh Ha MIM Keller

http://www.amazon.com/dp/0915957728

Al-Maqasid: Imam Nawawi’s Manual of Islam, ein anderes Hauptwerk schafiitischen Rechts (Scharia, Fiqh), ebenfalls übersetzt von Nuh Ha MIM Keller

http://www.amazon.com/Al-Maqasid-Nawawis-Manual-Islam-Nawawi/dp/1590080114/ref=pd_sim_b_3

[14] Opening the way for the Muslim law. The universal Weltanschauung of Dr. Cerić. Von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/12/21/159/

The challenge of a single Muslim authority in Europe. Mustafa Ceric

http://www.springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf

ebendort, radikales religiöses Geflunker. Der brutale Fiqh ist flüssig und flexibel, die schmierige Scharia starr und unantastbar … mögen die Ulama die Machtergreifen, legt der Großmufti aus Sarajevo uns nahe:

Die Scharia ist das ewige Prinzip, auf dessen Basis jede einzelne Generation von Muslimen das Recht und die Pflicht hat, ihre Urteile über Gut und Böse aufzubauen sowie, zeitangepasst und erfahrungsabhängig, das Richtige und das Falsche beim Namen zu nennen. …

Hence, this Islamic covenant, the sharı¯’ah, is perpetual, it is not negotiable and it is not terminable. It is perpetual because it is God’s infinite (azalı¯) word in the past; it is not negotiable because it has a power to enforce obedience; and it is not terminable because it is infinite (abad) into the future. The fiqh (Islamic applied law) is not the sharı¯’ah. Rather, it is a particular understanding of the sharı¯’ah. Thus, the fiqh (understanding) of the shari’ah of a particular person or group is not perpetual, it is negotiable and it is terminable. The sharı¯’ah is the perpetual principle on the basis of which each and every generation of Muslims has the right and the duty to make judgments about good and evil, right and wrong, in the context of its time and space in accordance with its own experience. Hence, the sharı¯’ah is the Muslim’s authority in morals, coupled with the authority in faith, the shaha¯dah.

http://www.springerlink.com/content/40280g3825750494/

Erklärung der Europäischen Muslime, bei: RIJASET. ISLAMSKE ZAJEDNICE U BOSNI I HERCEGOVINI

http://www.rijaset.ba/en/index.php?option=com_content&view=article&id=66

oder, aus Malaysia:

http://www.rferl.org/content/article/1066751.html

[15] Schamane Christian Wulff erblickt die den Völkermord an den Armeniern leugnende, israelfeindliche und zunehmend radikalreligiöse Türkei so: „Ihr Land verbindet ein modernes Staatsverständnis mit einem modernen Islam“, das heutige Kleinasien sei: „Eine Brücke zwischen Orient und Okzident.“

Rolf Kleine am 30.11.2010 für BILD: „erstmals überhaupt standen Soldaten der strikt säkularen türkischen Armee stramm vor einer Frau im islamischen Kopftuch – Hayrünnisa Gül hatte sich bisher aus Rücksicht auf die Armee bei ähnlichen Empfängen im Hintergrund gehalten. Am Dienstag aber ging sie im cremefarbenen Kostüm, grau-grünem Jackett und silbernem Kopftuch gemeinsam mit Bettina Wulff an den Soldaten vorbei: Am Beginn des Wulff-Besuches stand also eine innertürkische Integrationsmaßnahme.“

Nun also haben Allah und die deutsche BILD die Schariavorschriften in die Türkei integriert …

http://www.bild.de/politik/2010/politik/rede-vor-parlament-in-ankara-14353474.bild.html

[16] Two-factor theory of emotion: misattribution study. Donald G. Dutton und Arthur P. Aron spannten eine stabile, breite Brücke und eine wackelnde Seilbrücke über eine wirklich angsterregend tiefe Schlucht. Den Testpersonen gelingt es nicht, die hohe Attraktivität der immer gleichen Komparsin auf die schlingernde Seilbrücke zurückzuführen.

http://en.wikipedia.org/wiki/Two-factor_theory_of_emotion#Misattribution_of_Arousal

[17] Two-Nation Theory (do qaumi nazariya). Der Qaid-e Azam (Größte Führer) und Baba-e-Qaum (Vater der Nation) erklärte am 22.-23.03. 1940, man beachte dass alles andere als zufällige gemeinsame qaumi / Qaum in Theorie und Ehrentitel, Muhammad Ali Jinnah:

to understand the real nature of Islam and Hinduism. They are not religions in the strict sense of the word, but are, in fact, different and distinct social orders … The Hindus and Muslims belong to two different religious philosophies, social customs, litterateurs. They neither intermarry nor interdine together and, indeed, they belong to two different civilizations which are based mainly on conflicting ideas and conceptions. Their aspect on life and of life are different.

http://en.wikipedia.org/wiki/Two-nation_theory#Statements_and_sayings

[18] Misattribution of arousal. Ein wenig erschrecken, ein kleiner Schreck geilt auf. Bestens die Islamisierung befördernd einsetzbar: Sei sexuell einflussreich, verteidige das (eigentlich) Ungünstige, das Logikfeindliche und Undemokratische.

http://en.wikipedia.org/wiki/Misattribution_of_arousal

[19] Der Großmufti positioniert die angekündigte europäische Rechtsspaltung sehr bewusst unmittelbar vor der letzten Forderung, den zu gewährenden Schutz vor „Islamophobie“

f) opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law; g) and the protection of European Muslims from islamophobia, ethnic cleansing, genocide

http://www.rferl.org/content/article/1066751.html

[20] Ja, Bundespräsident und Unsinn muss überhaupt kein Widerspruch sein, Wulff: „Die Türkei hat die große Chance zu zeigen, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus überhaupt kein Widerspruch sein müssen.“

aus: Der Tagesspiegel, 19.10.2010, “Das Christentum gehört zur Türkei”, von: Thomas Seibert

http://www.tagesspiegel.de/politik/das-christentum-gehoert-zur-tuerkei/1961826.html

[21] Das deutsche Kalifat kann kommen, Wulff am Tag der Deutschen Einheit: Gott schütze Deutschland. Rede zum 03. Oktober (Bremen 2010).

http://www.faz.net/artikel/C30190/die-rede-im-wortlaut-christian-wulff-vielfalt-schaetzen-zusammenhalt-foerdern-30310955.html

[22] Art.2. Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia)

http://www.egypt.gov.eg/english/laws/constitution/chp_one/part_one.aspx

[23] Kämpfen für die Durchsetzung der Hakimiyya(t) Allah! Der heilige Krieg ist dabei sehr spirituell und kein „Islamismus“, sondern nichtsäkularisierter (originaler) Islam, ein Nichtdschihadist ist jemand, der mit seiner Religion schlampig umgeht. Ein säkularer Muslim darf sagen:

For jihadists, the resort to terror is not an end of itself, rather it is a means employed in the service of what Sayyid Qutb called a ‘world revolution of jihad’, an idea that aims at establishing an order of Hakimiyyat Allah [God’s rule] as the precondition to remaking the world. The new order will first be established within the world of Islam (i.e. ‘the Islamic state’) and then expanded to become a new world system of governance.

aus: Bassam Tibi: The Totalitarianism of Jihadist Islamism and ist Challenge to Europe and to Islam

in: Totalitarian Movements and Political Religions, Vol. 8, No. 1, 35–54, March 2007

hier eingestellt bei: ikhwanweb, Muslimbruderschaft

http://www.ikhwanweb.com/uploads/lib/B64ZH4WD8GG4452.pdf


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