Motahhari, Chomeinis Wegbereiter

Mai 2, 2012

‏انقلاب اسلامی‎

Enghelāb-e Eslāmi

Islamische Revolution

Wesen und Faktoren der Islamischen Revolution in Iran

Nach nicht einmal vier Monaten des Aufenthalts im französischen Exil setzte Ruhollah Chomeini am ersten Februar des Jahres 1979 seinen Fuß auf iranische Erde. Der in der Heimat gebliebene Ayatollah Morteza Motahhari hatte Chomeinis Wiederkehr und Führerschaft theologisch und organisatorisch mit vorbereitet und galt in den Frühlingswochen des Kampfes gegen alles Unislamische und für die Islamisierung (Zwangsverschleierung) aller Frauen als hochrangiger Getreuer des Revolutionsführers.

Wesen und Faktoren der Islamischen Revolution in Iran ist ein Ausschnitt aus dem umfangreicheren Sammelband Pirāmun-e Enqelāb-e Eslāmi (On the Islamic Revolution), der Motahharis in der Teheraner Al-Javad-Moschee gehaltenen Reden der Monate März und April des Revolutionsjahrs versammelt. 1986 publizierte die damals in Bonn[1] ansässige, energisch alle deutschen Exiliraner bespitzelnde Kulturabteilung der Botschaft der Islamischen Republik Iran den eigens übersetzten Text. Der Geistliche selbst war noch im Jahr 1979, Anfang Mai, ermordet worden und gilt radikalen oder islamfrommen Iranern als Schahīd (Märtyrer).

Motahharis für ihre islam-theologisch makellos begründete Frauenentwürdigung bekannten,[2] heutzutage auch als YouTube-Kurzfilm weltweit und antiisraelisch einsetzbaren,[3] unter schriftgläubigen Schiiten in hohen Ehren gehaltenen Predigten und Texte, üblicherweise erstveröffentlicht beim iranischen Verlag Sadra Publishings (Entesharat-e Sadra), wurden und werden im Iran ebenso zur spirituellen Dressur der jungen Generation wie zur persönlichkeitsauslöschenden Hirnwäsche (IPT, Ideological-Political Training) der die Bevölkerung terrorisierenden Basiǧ-Miliz verwendet.[4] Von Jacques Auvergne.

Nach dem Tagesdatum Haft-e Tīr (7th of Tir) hat die islamische Diktatur des heutigen Iran zentrale Plätze mehrerer Städte sowie einen Industriekomplex[5] benannt, um an das Attentat vom 28. Juni 1981 zu erinnern. Damals, nach iranischem Kalender am 7. Tīr[6] 1360, haft bedeutet im Persischen sieben (gr. hépta), wurden 85 hohe Regierungsfunktionäre durch eine explodierende Bombe ermordet. Später wurde die Zahl der Toten symbolverliebt auf 72 herabgesetzt, was an das für Schiiten identitätsstiftende, jährlich begangene Aschura-Trauerereignis der Schlacht von Kerbala (680 n. Chr.) anknüpft, bei der die legendären 72 Helden um Husain ibn ‘Alī den 10.000 Kriegern des Yazīd ibn Mu’āwiya unterlagen.

Unter den Toten befand sich Deutschlandkenner und Islamtheologe sprich Islamjurist Mohammed Beheschti, der zwischen 1965 und 1970 das schiitische Islamische Zentrum Hamburg leitete. Von 1978-1980 bekleidete Mohammad Chatami dieses Hamburger Amt, der nachmalige 5. Staatspräsident des Iran und Amtsvorgänger des eifrigen Atombombenbauers Mahmud Ahmadinedschad.

Ebenso wurden 1981 am Siebten des Monats Tir vier Minister des Kabinetts (Gesundheit, Transport, Telekommunikation, Energie) sowie 27 Mitglieder des Madschlis getötet, des Iranischen Parlaments. Obwohl der Verantwortliche des Anschlags bis heute unbekannt ist, beschuldigte das alle Regierungsgegner gerade sendungsbewusst und massenhaft ermordende Regime unter Revolutionsführer Ayatollah Chomeini zuerst die damals genau vierzig Jahre alte kommunistische iranische Partei Tūdeh der Urheberschaft, um sich sehr bald und bis heute auf die offizielle Deutung zu verständigen, dass die islamistisch-sozialistischen Volksmudschahidin (MeK) den Anschlag verübt hätten.

Beheschtis Rivale Alī Akbar Hāschemī Rafsandschānī, Hodschatoleslam und einst in Ghom Chomeinis Schüler, 1979 bis 1980 Mitglied im Revolutionsrat und von 1980 bis 1989 Präsident des iranischen Parlaments, soll wenige Minuten vor dem Anschlag den Saal verlassen haben, was dem nebensächlich gebliebenen Gerücht Auftrieb verlieh, das Attentat sei aus den Kreisen der Geistlichen geplant worden. Eine andere Verschwörungstheorie zeigte empört, was sozusagen nicht fehlen durfte, auf den israelischen Mossad. Lediglich der erfolgreichste zeitgenössische Massenmörder, das betrifft sinngemäß auch die vielleicht krankheits- und haftbedingte Todesursache von Ali Schariati (19. Juni 1977) und das tödliche Attentat auf Morteżā Moṭahharī (1. oder 3. Mai 1979), [7] ist bisher vom Verdacht unbelastet geblieben, eine zweitrangige Ebene an Führern aus Weg geräumt zu wissen – Ruhollah Chomeini.[8]

Teheran am 22. Juni 2009, die Proteste der drangsalierten Bevölkerung anlässlich der gefälschten Wiederwahl des Präsidenten Achmadinedschad ebben nicht ab. Zwei Tage nach der Ermordung der jungen Demonstrantin Neda Agha-Soltan (Nedā Āġā Soltān, * 1982; † 20. Juni 2009 in Teheran)[9] durch einen staatlich eingesetzten Scharfschützen versammelten sich Hunderte von Regimekritikern auf dem Haft-e-Tir genannten Rezaiha-Platz, auf dem im Vorjahr in einer demütigenden sittenpolizeilichen Aktion aus den Bekleidungsgeschäften kommende Iranerinnen ihre Einkaufstaschen auf etwaige unislamische Kleidung kontrollieren lassen mussten. Sommer 2009. Polizisten und Motorradfahrende Milizionäre greifen die protestierende Menge an, setzen Tränengas ein und nehmen viele Demonstranten gefangen, die sie vorläufig in die unmittelbar benachbarte Al-Javad-Moschee einsperren.[10]

Teheraner Innenstadt, am heutigen Meydan-e Haft-e Tir, dem ehemaligen oder eigentlichen Rezaiha Square (weiß jemand, warum der so heißt?), dessen Name noch vorher oder zwischendurch Platz des 25. Shahrivar lautete, vielleicht zum Datum der Amtseinsetzung von Mohammad Rezā Shāh Pahlavī am 16. September 1941 (iranisch 25. Shahrivar 1320). Vom Ort der Demonstrationen des Jahres 2009 reisen wir nur genau drei Jahrzehnte in die Vergangenheit. Die genannte, erst um 1961 vom Architekten Ebrahimi erbaute Al-Ǧavād-Moschee war der Ort,[11] an dem im März und April 1979 der bereits Anfang Mai desselben Jahres ermordete Morteza Motahhari (Murtaḍā Muṭahharī, 1920-1979) mehrere Reden hielt, die sieben Jahre später auf Deutsch durch die Kulturabteilung der Botschaft der Islamischen Republik Iran (Wesen und Faktoren der Islamischen Revolution in Iran, 1986) herausgegeben werden sollten.

Theologe Morteżā Moṭahharī macht den Schariafreunden Mut und die Gegner der Islamischen Revolution verächtlich:

4. Gleich zu Beginn will ich auf die Bedeutung eines Koranverses hinweisen … „Heute haben diejenigen, die ungläubig sind, nichts mehr zu hoffen. Darum fürchtet nicht sie, sondern mich!“

Das ist Sure 5:3, im Satz vorher verbietet der von Mohammed Gott, Aas, Blut und Schweinefleisch zu essen,[12] und im Folgenden sagt der zur Ungleichbehandlung aufrufende Erschaffer und sekündliche Bewahrer des Universums, Übersetzung Rudi Paret: “Und ich bin zufrieden, dass ihr den Islam als Religion habt.”[13]

Auf dass die Menschheit, Jahrtausend für Jahrtausend, allmählich dazulerne und sich zum umfassend herrschenden (totalitären) Islam hinauf entwickle, schickte Allahgott seine kostbaren Perlen der Propheten namens Abraham, Moses und Jesus zu uns, jedenfalls sagen das die Schariatreuen. Historisch korrekter klaute Allahs Liebling die Prophetenkette bei den Juden, addierte das Juwel Jesus von Nazareth und fädelte, gar nicht unbescheiden, sich abschließend gleich selbst mit ein.

Judentum und Christentum also sind Prototypen der wahren Religion, deren Verfallsdatum mit der Stiftung des Bündnisses der islamischen Scharia überschritten wurde. Was aus diesem himmlischen Befehl politisch und für die Nichtmuslime folgt, ist der heilssichernde Kulturrassismus und islamische Kulturkampf namens Dhimma (Kalifat) oder Schariatisierung (Hisba, „Salafismus“), der den Juden und Christen das das Naturrecht auf Existenz aberkennt und heutzutage zu gegenaufklärerischen und antidemokratischen Vehikeln wie Alliance of Civilizations (AoC) und Deutsche Islamkonferenz (DIK) führt, mit der man die Außerkraftsetzung der Standards der allgemeinen Menschenrechte (für die als Spezies deklarierten Muslime und damit für alle) durchsetzen will. Deutschlands Politiker kennen die auf Rechtsspaltung sprich Barbarisierung hinauslaufende Wirkung der – auch familienrechtlich – nicht völlig abgestoppten Scharia durchaus, und sagen der Bevölkerung ganz bewusst nicht, warum eine (von niemandem geforderte) Deutsche Buddhistenkonferenz oder Atheistenkonferenz für verzichtbar gehalten wird, eine Islamkonferenz aber nicht.

Jesus als der vorletzte Prophet war sozusagen noch etwas grün hinter den Ohren und durfte niemanden töten. Bei Enfal gibt man die Zeitenwende hin zum vollkommen gewordenen Dīn mit den Worten des vom Koran (5:3) in den Rang einer Gottheit erhobenen Stifters der Scharia gerne wieder: “Heute habe ich für euch eure Religion vollständig gemacht, und Ich habe Meine Gnade an euch erfüllt, und Ich habe für euch den Islam als Religion gemacht …”[14]

Allahgott Motahhari und spalten die Menschheit in Gewinner und Verlierer, und einige der vom Scharia-Himmel vorgesehenen Verlierer werden im März und April 1979 gerade zur höheren Ehre Allahs im Evin-Gefängnis und anderswo gefoltert oder ermordet:

Eure Feinde haben eine endgültige Niederlage erlitten. …

Ob Mohammed oder Chomeini, auch nach dem Sieg sind Dawa und Dschihad muslimintern fortzusetzen, denn:

Die Korankommentatoren haben diesen Vers folgendermaßen ausgelegt: Nun droht euch Gefahr von innen, nicht von außen.

In Verwirklichung der Wahrheit und Gerechtigkeit sind irdische Stockschläge und Peitschenhiebe zu verabreichen. Auch insofern ist dein Zittern vor der Scharia völlig angebracht:

4, 5. „Gott fürchten“, wie es in dem Vers heißt, bedeutet die Furcht vor dem göttlichen Gesetz, die Furcht davor, dass Gott uns nicht mit seiner Güte, sondern mit seiner Gerechtigkeit begegnet.

Der korankonform abgehackte Kopf fällt zwar vom Leib herab, aber nicht heraus aus Allahs Gerechtigkeit. Und Islam wird Staat:

In einer gerechten Ordnung, in der es wirklich keine Unterdrückung und keine Willkür gegen irgendjemanden gibt, fürchtet der Mensch nur die Vollstreckung der Gerechtigkeit. Seine Furcht wird darauf ausgerichtet sein, keine Sünde zu begehen, für die er eine Strafe verdient. Deshalb sagt man, die Furcht vor Gott wandelt sich letztendlich zur Furcht vor sich selbst, d. h. zur Furcht vor den eigenen Unterlassungen und Vergehen.

Der Ayatollah zieht einen Hadith heran:

„Ihr seid vom kleinen Ǧehād zurückgekehrt, der große Ǧehād steht noch bevor.“ (…)

… um mit einem nicht näher bezeichneten Maulawi sprich Meister (vgl. Maulānā bzw. Mevlana, von arab. maula), es muss sich also um Rumi handeln (Dschalal ad-Din ar-Rumi, * 1207 in Balch, heute Vorort des nordafghanischen Wallfahrtzentrums Mazār-i Scharīf, † 1273 im heutigen türkischen Konya), zu ergänzen:

5, 6. „Ihr Könige! Die äußeren Feinde haben wir beseitigt, im Innern ist ein weit schlimmerer Feind geblieben.“

Und wirklich, nach der Ermordung aller Gegner empfiehlt der unter Esoterikern, Kirchentagsbewegten und UNO-Eliten gefeierte Mystiker Rumi den Königen, sich dem viel schlimmeren Über eines inneren oder innerlichen Feindes zuzuwenden: „O kings, we have killed the outer enemy, but a worse enemy than him remains in our interior.“[15]

Ob Mohammed oder Chomeini, die Imame wollen die revolutionäre Umma. Nur nationalistisch verfälscht darf sie nicht sein:

6, 7. Ein Studium der islamischen Geschichte zeigt, dass sich nach dem Tod des Propheten der Weg der islamischen Revolution, den er selbst ins Leben gerufen hat, veränderte. …

Anstatt dass die Erben des Propheten an den Sieg des Islam und der islamischen Werte glaubten, anstatt dass sie sich zur Bewahrung und Fortführung der Errungenschaften der Islamischen Revolution mit denselben Wertmaßstäben und denselben Methoden bekannten, meinten sie, die Revolution sei wesentlich national gewesen … Die Geschichte der ersten zwei bis drei Jahrhunderte des Islam ist übervoll von Zwistigkeiten und Scharmützeln

Kalif Osman (ʿUṯmān) wurde im Jahre 656 ermordet, also noch im himmlisch inspirierten Sozialgefüge der „rechtschaffenen Altvorderen“ (der bis 855 n. Chr. den reinen Islam lebenden Salaf as-Ṣāliḥ). Seit dem Tod dieses dritten Kalifen pflegt man innermuslimische Regierungswechsel, Motahhari sagt Zwistigkeiten, mit Gewalt durchzuführen. Der heute und seit sechs Jahren tobende Hamas-Fatah-Konflikt (an-Nizāʿ baina Fatḥ wa-Ḥamās) ist kein schariatischer Betriebsunfall, sondern geradezu klassisch islamisch.

Auch wenn Ma’mun al-Hudaybi, muršid ʿām (Allgemeiner Führer)[16] der Muslimbruderschaft zwischen 2002 und 2004 und Sohn des General Leader (murshid ‘aam) Ḥasan al-Huḍaibī ein Mehrparteiensystem für möglich hält, solange sich nur der Staat, wie es etwa in der Verfassung Ägyptens seit Jahrzehnten niedergeschrieben ist, ganz auf die Scharia verpflichtet,[17] kann es auf Dauer mit einem wortwörtlich gelesenen Koran kein multiparty system (al-Hudaybi) geben und wird sich der jenseitszentrierte islamische Tugendstaat allmählich in eine immer gründlicher arbeitende Diktatur verwandeln.

Vierzehn oder dreizehn Jahrhunderte lang nahm die islamisch verursachte Gewalt gegen Mitmuslime schließlich nicht etwa ab; von der Gewalt gegen die im Diesseits zu erniedrigenden und im Jenseits als höllisches Brennmaterial bestimmten Juden und Christen nicht zu reden.

Der von Allahgott gewollte medinensische Stadtstaat gründete sich auf Massenmorde an allen Widersachern Mohammeds – an allen Nichtmuslimen. Solche „rechtgeleiteten“, unbedingt islamischen Verhaltensweisen allerdings redet Motahhari noch nicht einmal als „Scharmützel“ klein, sondern übergeht sie gleich ganz.

9. Die Alten sagten: Eine Welt zu erobern ist leichter als sie (dauerhaft) zu beherrschen (ǧahāngiri az ǧahāndāri sādetar ast), und wir müssen sagen: Eine Revolution zu entfachen ist leichter als sie zu bewahren.

9, 10. Daher ist es dringend erforferlich, das Wesen dieser Revolution als ein soziales Phänomen zu untersuchen. Wir müssen über unsere Revolution Bescheid wissen und alle ihre Aspekte gründlich untersuchen. Allein durch diese Kenntnis und Analyse werden wir Möglichkeiten erschließen, der Revolution Dauer zu verleihen und sie zu bewahren.

Ǧahān bedeutet Welt und kommt beispielsweise im die Schönheit einer Stadt preisenden Sprichwort vor: Esfahān nesf-e jahān ast, Isfahan ist die Hälfte der Welt; seit 2009 kennen wir die Region allerdings eher von unschön niedergeschlagenen Studentenprotesten.[18] Im Internet führt der Suchbegriff jahandari zum südasiatischen innermuslimischen Kastensystem; um 1358 oder 1359 verfasste Ziauddin Barani die sogenannten Fatawa-i Jahandari.[19]

Praktizierter (ernst genommener) unaufgeklärter (Scharia und Fiqh verhaftet gebliebener) Islam, sei, wir sagen es mit Leo Trotzki, eine Theorie der permanenten Revolution, und ist, wir verstehen es mit dem wortwörtlich gelesenen Koran, eine heilige Praxis der permanenten Gewalt. Islamische Revolution als Dauerbrenner, Scharia-Islam als Dauerkrieg:

11. Über Revolutionen gibt es im Allgemeinen zwei Theorien. Eine besagt, alle sozialen Revolutionen seien dem Wesen nach gleich, auch wenn sie in unterschiedlicher Form in Erscheinung treten. Die Anhänger dieser Theorie sagen, sämtliche Revolutionen der Welt, sei es die Revolution in der Frühzeit des Islam, sei es die Französische Revolution, die Oktoberrevolution oder die chinesische Kulturrevolution seien, obgleich sie sich in der Form unterscheiden, in Wirklichkeit gleich.

12. Alle Revolutionen sind … Revolutionen der Ausgebeuteten gegen die Besitzenden, die Wurzel aller Revolutionen liegt letztlich in der Ausbeutung. … selbst Personen, die in islamischen Begriffen und von islamischer Kultur sprechen, betonen in hohem Maße die Frage der Unterdrückten (mostażʿafin), des Unterdrückens (esteżʿāf-gari) und des Unterdrücktseins (esteżʿāf-sodegi), wobei diese Übertreibung zu einer Verfälschung geführt hat.

Nur eineinhalb Jahre später, am 22.09.1980 sollte der Irak das Land angreifen und die Flughäfen von Städten wie Teheran, Täbris und Kermanschah bombardieren. Das letztlich verfehlte Ziel war, die überwiegend arabisch besiedelte,[20] für ihre Erdöl- und Erdgas-Vorkommen bekannte Provinz Chūzestān zu annektieren. Der grausame Krieg dauerte fast acht Jahre, um ohne Gewinner und bei möglicherweise 175.000 irakischen und 350.000 iranischen Toten am 20. Juli 1988 beendet zu werden.

Der schariafromme Revolutionsführer begründete dem Iranischen Volk den Krieg religiös. Chomeini sagte: „Der Kampf für Allah bedeutet den [absoluten, ewigen] Sieg, einerlei, ob wir [auf Erden] siegen oder unterliegen. (…) Alle, die der Ansicht sind, der Islam habe nicht Krieg, Krieg, bis zum Sieg (war, war, until victory) gepredigt und anführen, dass dieser Satz nicht im Koran stehe, täuschen sich nicht. Der Koran fordert nämlich noch viel mehr von uns: Krieg, bis zur Aufhebung jeglichen Verderbens (war, war, until the obliteration of fitna throughout the world).“

Auf iranischer Seite wurden die paramilitärischen Freiwilligeneinheiten ganz offiziell als Mobilmachung der Unterdrückten, Basiǧ-e mostażʿafīn (Mobilization of the Oppressed) bezeichnet. Sie waren schlecht ausgerüstet und hatten den Weg für die gut geschulten Pāsdārān zu ebnen. Als menschliche Minenräumer oder nach der Kampftaktik der menschlichen Welle (human wave attack) waren die Basidsch hochwahrscheinlich dem Tod preisgegeben. Unter den Freiwilligen waren Tausende von Jugendlichen und sogar Kindern.[21]

12, 13. Die Anhänger der zweiten Theorie sagen im Gegensatz zu den Erstgenannten, dass nicht alle Revolutionen aus einer materiellen Wurzel entspringen. … Es kommt vor, dass eine Revolution rein humanitärer Natur ist.

Das alles mag ehrbar sein, ist aber noch nicht schariatreu:

14. Außer den beiden erwähnten wesensbedingten Spezies kann eine Revolution auch einen religiösen und ideologischen Charakter annehmen: Menschen, die einer bestimmten Glaubensrichtung anhängen und eine tiefe Verbindung zu den geistigen Werten dieser Religion verspüren, werden sich, wenn sie sie geschädigt und als Zielscheibe zerstörerischer Angriffe sehen, erzürnt über den zugefügten Schaden, zu ihrer völligen und lückenlosen Wiedererrichtung erheben.

Öffentliche Empörung („erzürnt“ zu sein) ist eine, langfristig auf Herabsetzung der Nichtmuslime zielende, islamische Lebenskunst. Im Sinne der Bedarfsweckung und hohen kriegerischen Motivation gilt es für das (nach außen und innen erpresserisch aktive) Kartell der Schariapflichtigen, sich, seine Freunde und seine Familienangehörigen in der öffentlich zelebrierten Wehleidigkeit zu üben, damit sich Allahs Gemeinde ausreichend schnell angegriffen fühlen und auf legitime Verteidigung oder gar Notwehr pochen kann.

Putschen fürs Seelenheil. Zu dieser dritten Gruppe von Revolutionen führt der Ayatollah aus:

17. Es sind Kriege um Glaubensvorstellungen, nicht ökonomische Kriege in der Verkleidung von Glaubensvorstellungen. Religionskriege sind ein gutes Beispiel für Kämpfe, die wegen ihres Glaubens und eines ideellen Velangens ausgebrochen sind. Auch der Koran geht darauf ein: Der 13. Vers der Sure Āl-ʿImrān [Sure drei] enthält einen feinsinnigen Punkt. In diesem Vers geht es um den Krieg zwischen Muslimen und Ungläubigen in der Schlacht von Badr. Wo immer der Vers die Gläubigen erwähnt, nennt er ihren Krieg einen ideologischen Krieg und Glaubenskrieg (ǧang-e ʿaqide), während er bei den Ungläubigen dieses Wort nicht gebraucht.

Spirituelle Tiefe haben eben nur die Gewalttäter des Islamischen Gesetzes (Koran 3:13: „eine Schar, die um Gottes willen kämpfte“); die so genannten Nichtmuslime verfolgen verachtenswerte materielle Interessen. Wer der Scharia (Motahhari: Aqida) verpflichtet ist und seine Beteiligung am Ermorden der Gegner verweigert, ist nicht „feinsinnig“. Die Aqida (ʿaqīda, pl. ʿqāʾid) ist die vorherbestimmte Menge der öffentliche Wirkung zeigenden Glaubensinhalte des Einzelnen.[22]

Ein seit den Tagen des Propheten ausgebliebenes Wunder habe sich in den letzten drei Monaten ereignet, Allahgott hat zugelassen, dass alle drei Revolutionstypen gleichzeitig vorliegen:

24, 25. Die iranische Revolution ist nach Überzeugung vieler eine ganz besondere Revolution, die in der Welt nicht ihresgleichen hat. … Unserer Meinung nach war diese Revolution islamisch. Der Sinn dieses Wortes muss jedoch in diesem Zusammenhang erläutert werden. Einige denken, Islam bedeute allein den geistigen Gehalt, den es wie in allen Religionan auch im Islam gibt. Andere verstehen unter Islam die Verbreitung des religiösen Ritus, die freie Ausübung der religiösen Pflichten und die Vorschriften des religiösen Gesetzes. Ungeachtet dieser Erklärungen ist uns zumindest klar, dass der Islam nicht eine ausschließlich geistige Angelegenheit ist in dem Sinne, wie man im Westen über Religion denkt.

Aus Sicht heutiger Islamverteidiger denke und handle das auf verhängnisvolle Islamlosigkeit oder befreiende Dawa festzulegende Abendland gewissermaßen schizophren und habe seit Jahrhunderten Alltag, Wirtschaft und Justiz entseelt und entspiritualisiert, während das ins Wirkungsle abgedrängte abendländische Religiöse sinnlich verkümmern musste.

Morteżā Moṭahharī oder auch den iranischen Islamisierer Ali Schariati, unfreiwillig oder bewusst, leider bestätigend, sorgen die kongenial proislamistisch wirksamen Atheisten unter den Kulturkreistheoretikern heute ebenfalls für einen „religionskritischen Westen“ und fordern die Durchsetzung der AEMR in Kairo oder Kabul nicht und liefern die Menschen dort dem Unrechtssystem Islam aus.

Der gegenmoderne Motahhari, der wie jeder Islamfunktionär (Islamist) den unter das Schariagesetz zu Unterwerfenden (den zu Muslimisierenden) den Zugang zu den universellen Menschenrechten verbauen möchte, argumentiert hier sehr geschickt. Im so genannten Westen (was ist das, der Franco-Mussolini-Hitler-Faschismus oder die nordamerikanische Sklaverei?) sind auch im Jahre 2012 radikale Kirchenchristen, „säkular-humanistisch“ oder „kritisch-emanzipatorisch“ daherkommende Kulturkreistheoretiker sowie eurozentrische Reaktionäre auf dem Vormarsch, die dem Ayatollah im Grundsatz nicht widersprechen würden, sondern allenfalls ihr arteigenes Stammesgebiet von „Religiösen“ (so die Nimby-Atheisten) oder Orientalen (gemeint ist von Ausländern, so argumentieren die Fremdenfeinde) befreien möchten. Betrachten wir ein Beispiel aus der politischen äußersten Rechten:

„Materialismus ist die Vergötterung des Wohlstandes. Konstruktivismus ist der Glaube an die Machbarkeit des Paradieses auf Erden. Sie sind die Ursache für eine spirituelle Armut im Westen, die unterhalb des Subsistenzniveaus liegt. Die Natur mag kein Vakuum, auch kein spirituelles. Das erklärt die Sogkraft, die okkulte und andere, fremde Religionen auf viele Menschen im Westen ausübt. … Ibn Warraq und andere Materialisten und Konstruktivisten übersehen nämlich gerne die christlichen Wurzeln der Freiheit und des Wohlstandes im Westen.“[23] So schreibt man im Kreis konservativer Revolutionäre, eurozentrisch und antiislamisch sozusagen eine europäische Neuauflage zur Spaltung Südasiens tauglich gewesenen Zwei-Nationen-Theorie (Two-Nation Theory) befördernd.

Die rhethorische Frage, wie es Gott gelungen sei, wieder in unsere Gesellschaften zurückzukommen, beantwortete Kardinal Jean-Louis Tauran selbst: „Das ist das große Paradoxon: Mit Hilfe der Muslime“, um zu ergänzen: „Es sind die Muslime, die, in Europa zur wichtigen Minderheit geworden, nach Raum für Gott in der Gesellschaft verlangt haben!“[24]

Solange die Schariafreunde in Japan, Australien, Nordamerika oder Europa keinen Umsturz hinbekommen, anders gesagt in den Zeiten schleichender Islamischer Revolution, gilt es, die zur Sorte Mensch werdenden Nichtmuslime, die Dhimmis von morgen, mit unbürgerlichen und unchristlichen Zaubersprüchen proislamisch auszurichten wie beispielsweise mit einem: „Am Dialog zwischen Christen und Muslimen führt kein Weg vorbei“ (der für die Arabische Halbinsel zuständige katholische Bischof und gebürtige Schweizer Paul Hinder 2010).[25]

So etwas Schreckliches wie allgemeine Menschenrechte verlangt denn auch der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog nicht; einen Ausweg aus dieser rechtsspaltenden Denkschablone hat Tauran aber auch nicht anbieten. Keinen Widerspruch duldend, orakelt der 1943 in Bordeaux geborene, zur Menschenrechtswidrigkeit der Scharia schweigende Wellenreiter auf den Wogen der Macht: „Wir sind allesamt zum Dialog verurteilt.“ Taurans Einsatz eines Begriffs aus dem Rechtswesen (verurteilt) ist übergriffig. Seine Logik fortgesetzt müsste zudem jeder Politiker oder Bürger auch mit einem bekennenden Bankräuber oder Rassisten in den „Dialog“ (auf der viel beschworenen gleichen Augenhöhe) treten.

Der uns zum Dialog „verurteilende“ Kardinal Tauran kennt Allahs Anspruch auf das Erzeugen aller irdischen Paragraphen sehr genau; der junge Chomeini sagte:

„Der islamische Richter muss nur die islamischen Gesetze des Koran kennen und kann in jedem beliebigen Fall Recht sprechen. Er kann so an einem einzigen Tag in zwanzig verschiedenen Verfahren urteilen und sie erledigen, während die westliche Justiz mehrere Jahre benötigt, um sie zu beginnen. (…) Wenn man ein Jahr lang nur die Strafgesetze des Islam anwendete, dann würde man jeder zerstörerischen Ungerechtigkeit und Sittenlosigkeit die Wurzeln ausreißen.“[26]

Im Deutschland von heute dürfte Chomeinis bereits in den frühen VierzigerJahren nach Verhängung der islamischen Körperstrafen verlangender Elan an Pierre Vogel erinnern. Der islamauthentische („salafistische“) Missionar riet Bundeskanzlerin Angela Merkel 2010, in Berlins von hoher Jugendgewalt geprägten so genannten Problemvierteln die abschreckende Praxis der Scharia (Heilssicherung) einzuführen.[27]

Zurück zu Motahhari:

30. Der Islam ist eine Religion der Gerechtigkeit, der Islam ist eine Religion der Freiheit. Auf diese Weise nahmen über den geistigen Gehalt des Islam hinaus andere grundlegende Bedürfnisse und Begriffe wie Gleichheit, Freiheitsstreben, Gerechtigkeit u. a. eine islamische Färbung an und erwarben einen festen Platz im Geist der Menschen.

Erscheinungsweisen von Demokratie oder Menschenrechten nach der Zeit Mohammeds sind also, wo keine Einflüsterungen Satans, nichts als ein ein Zerrbild der wahren Religion.

31, 32. Seit einiger Zeit begegnen sich Ost und West, und es kommt zu Zusammenstößen, die insbesondere in den letzten hundert Jahren an Heftigkeit zugenommen haben. Die Menschen des Orients im Allgemeinen und insbesondere die Muslime hatten gegenüber den Menschen aus dem Westen ein Gefühl der Minderwertigkeit und Demütigung.

Die muslimischen Himmelswächter bekamen mit, dass die Welt keine Scheibe ist. Statt an sich zu arbeiten und etwas zu lernen, musste die globale Kultur des Wissenschaftlichen angegriffen werden – zur Reihe der prominenten Verweigerer des Universellen zählen al-Afghani, Sayyid Qutb, Ali Schariati und bereits Abu Hamid al-Ghazali († 1111) ebenso wie Mohammed selbst: Das nichtislamische, „falsche“ Wissen ist verächtlich zu machen und anzugreifen. Auch aus dieser religiösen Quelle resultiert das häufige Schulversagen männlicher muslimischer Schüler; die Mädchen werden von Information aller Art abgedrängt, um sie besser sexuell kontrollieren zu können.

Islamrevolutionär Motahhari bekundet einige Zeilen lang seine Verachtung für alle, die ab etwa 1850, wie der indisch-islamische Pädagoge Sir Khan, die Muslime zum umfassenden Kopieren der technischen Standards Britanniens bzw. Europas und zur Neuinterpretation des Koran aufgerufen hatten oder die sogar, wie es der iranische Gelehrte Ḥasan Taqizādeh (1878-1970) tat,[28] eine umfassende Europäisierung der iranisch-islamischen Kultur gefordert hatten. In der Anfangsphase der freidenkerisch und bürgerrechtlich geprägten Konstitutionellen Revolution (Iran 1905 bis 1911) fiel Taqizadehs Gegnern erst einmal nichts anderes ein, als dessen Buchladen anzuzünden. Das ist uns erklärlich, denn die Freunde des buchstäblich gelesenen Koran brauchen gar keinen Buchladen, sondern nur Allahs Befehl.

Ein zweites schlechtes Vorbild findet der Ayatollah in Sir Syed Ahmad Khan (1817-1898), dem äußerst einflussreichen indisch-muslimischen Pädagogen und Politiker. Khan war treibende Kraft der technokratisch und „islamreformerisch“ orientierten Erziehungsbewegung (Alighar Movement) und kann als Gründervater der heutigen indischen Aligarh Muslim University (AMU; hervorgegangen aus dem Mohammedan Anglo-Oriental College) gelten.[29] Khans oft als „anti-wahhabitisch“ beschriebene Suchbewegung nach einer modernen Lesart der islamischen Texte und damit nach einer „modernen Scharia“ gleicht ein wenig dem Ansinnen des heute von den USA aus auf die globale schariabasierte Rechtsspaltung hinarbeitenden Abdullahi an-Na’im (vgl. Sägefisch 225).[30]

Mit Wahhabiten sind in Südasien im allgemeinen die Anhänger der „islamreformerischen“ (gegenmodernen) Schariabewegung Volk des Hadith (Ahl-i Hadîth) gemeint, die vor 1924 mit den Anhängern von Abdel Wahhab nichts zu tun hatte und die sich erst heute, auch vom englischen Birmingham aus (Green Lane Mosque, GLM), als eine den Saudis treu ergebene urgemeindliche Bewegung (Salafi-Bewegung) zu erkennen gibt.[31]

Möglicherweise erging sich Englandbewunderer Khan auch schlicht in Taqiyya, aus seiner Studentenschaft jedenfalls war zwischen 1910 und 1913 Eindeutigeres zu vernehmen: “Panislamismus ist das lebensspendende Blut des Islam. Die soziale Erneuerung des Islam ist die Mission der Jungtürkischen Bewegung. Westliche Erziehung hat Indien mehr Schaden als Nutzen gebracht. Der Zusammenbruch des Türkischen Imperiums [d. h. des Kalifats!] wäre ein Unglück für die ganze Muslimische Welt.”[32]

Obwohl der erfolgreiche Sir Khan und die spätere AMU (jetzt 30.000 Studenten an 80 Fakultäten) die Scharia zu keinem Zeitpunkt offen zurückgewiesen haben und daher organisatorisch wie ideologisch sehr wohl nahe bei der pakistanischen Darul Uloom oder türkischen Fethullah-Gülen-Bewegung anzusiedeln sind, lehnt Morteza Motahhari auch einen so gearteten Versuch, Islamische Werte und globale Moderne (deutlich auf Kosten der Moderne) zu verknüpfen ab. Kurz gesagt: Islamreformer und Islampädagoge Khan ist dem iranischen Ayatollah nicht radikal genug.

Wir Heutigen, ob iranisch oder nicht, müssen darauf achten, weder einen neuen Schariati (Orient- und Islamverherrlicher, kulturrelativistisch) noch einen neuen Anti-Schariati (Orient-Verächter, auch kulturrelativistisch) an die Macht zu verhelfen, sondern die Universalität des Wissenschaftlichen und Menschenrechtlichen einfordern und durchsetzen. Wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso wie Menschenrechte sind nicht östlich und nicht westlich, sondern allgemein oder gar nicht.

Eine deutsche Regierung, die im Namen des Weltfriedens und der zu sichernden eigenen Arbeitsplätze Überwachungstechnologie in den Iran und Kampfpanzer nach Saudi-Arabien exportiert und im Gegenzug (mit Wahhabiten und Muslimbrüdern bestens kompatible) hochschulische Imam-Ausbilder und Dozenten zur Ausbildung der Lehrer für den schulischen Islamischen Religionsunterricht importiert, ist angesichts der Ansprüche von Naturrecht oder allgemeinen Menschenrechten sehr verlegen und versucht, die Scharia schönzulügen.

Militärpolitisch kalkulierend (Afghanistan-Mandat der Bundeswehr) möchte man neuerdings, wie Der Spiegel im April 2012 berichtet, „für eine kohärente Politik gegenüber fragilen Staaten“ sorgen, sich vom Export „westlicher Demokratievorstellungen“ verabschieden und „lokale Legitimitätsvorstellungen“ berücksichtigen, gemeint ist natürlich das Islamische Recht, ohne die man kein politisch stabiles System aufbauen könne.[33] Man will also keine deutschen Arzte, Lehrer und Entwicklungshelfer für eine global verstandene kulturelle Moderne aussenden, sondern deutsche Truppen auf Auslandseinsatz schicken, für immer weniger Säkularität und Pressefreiheit (dort wie hier) und für immer noch mehr Schariagesetze? Und wenn 2012 vor allem zu Afghanistan (nach zehn Jahren proschariatischer Vorarbeit vom Bonner Petersberg aus) bundesdeutscher Auslands-Waffeneinsatz gelobt wird („Die Erfahrung internationaler Friedenseinsätze lehrt, dass ein zu Beginn robustes Profil als Erfolgsfaktor gelten kann“) und jedes Gelingen („Erfolgsfaktor“) mit durchgesetztem Islamischem Recht verwoben wird, muss die am Hindukusch wehende Fahne Schwarzrotgold dann nicht bedeuten: Wir Bomben für die Scharia?

Wieder zu Motahhari. Dem westlich verzauberten Khan und dem westlich verderbten Taqizādeh stellt der Ayatollah den im Iran (und trotz seines selbst gewählten Übernamens keineswegs Afghanistan) geborenen großen islamischen Revivalisten sprich muslimischen Modernitätsverweigerer Ǧamāl ad-Dīn Asadābādī gegenüber, den wir als den Panislamisten, erbitterten Ahmad-Khan-Kritiker sowie Charles-Darwin-Kritiker[34] Dschamal ad-Din al-Afghani kennen. Ab 1883 gaben al-Afghani und sein ägyptischer Schüler Muhammad Abduh von Paris aus die „antiimperialistische“ d. h. damals vor allem anti-britische Zeitschrift Al-ʿUrwat al-Wuṭqā (Le lien indissoluble, The Firmest Bond) heraus, mit der sie eine angeblich makellose und wissenschaftsfreundliche islamische Vergangenheit verherrlichten, über die ebenso angebliche gegenwärtige Entwürdigung und Erniedrigung der politisch zersplitterten muslimischen Weltgemeinde klagten und zur Einheit der Umma sowie zur Rückkehr zu den islamischen Fundamenten aufriefen. Wir kennen solches heute von allen möglichen Revivalisten, von Muhammad Ahmad Rassoul (Das ‘Deutsche Kalifat’, vgl. Sägefisch 224) bis zur Kalifatsbewegung Hizb-ut-Tahrir.

Dass Wikipedia am heutigen Tage beliebt, al-Afghani „einen der Gründer der islamischen Moderne“ zu nennen und nicht, was richtig wäre, „der Gegenmoderne“, sollte uns alarmieren und ist nicht viel anders, als ob man über Alfred Rosenberg (1893-1946) sagen würde, der Autor von Der Mythus des 20. Jahrhunderts und führende NSDAP-Ideologe sei „einer der Gründer der nationalen Moderne“. Wiederum geht jeder Vergleich zwischen al-Afghani und Rosenberg insofern in die Irre, als dass der genannte Deutsche die Idee des auch bürgerlich verstehbaren Nationalstaats missbrauchte, der Iraner jedoch Geist und Alltag des die Scharia nicht verwerfenden Islam völlig richtig erfasst hatte – als Weg der Rettung der Seele und als ein sich und andere auf totales Wohlverhalten hin belauerndes, hoch gewaltbereites Kollektiv der Umma.

Ob Religions- und Staatsgründer Mohammed, Imam al-Ghazali oder Nordrhein-Westfalens Imamausbildung bzw. Religionslehrerausbildung: Das gewaltbereite Belauern geschieht im echten alten Islam „aus religiösen Gründen“ (KRM und Uni Münster, Beiratsmodell, 21.12.2011)[35]

Begeistert zitiert Ayatolah Morteza Motahhari den zumeist Dschamal ad-Din al-Afghani genannten Sayyed Ǧamāl (1838-1897):

33. „Man muss das Volk des Orients aufwecken. Man muss ihm eine Identität geben und den Westen ihm gegenüber erniedrigen.“

Humane Augenhöhe gibt es im Islam eines verbaliter gelesenen Koran niemals und gibt es im Islam von Hadithen und Fiqh also auch nicht, weshalb sich der von Reue (tauba) und Gottesfurcht (taqwa) ergriffene Muslim beleidigt und erniedrigt fühlen darf und, um das Heil im Diesseits und Jenseits nicht zu verspielen, den von Allahgott vorgesehenen Naturzustand der Herrschaft über die Nichtmuslime wiederherzustellen hat. Augenhöhe ist Erniedrigung, so sieht das die Scharia.

Der vom Ayatollah gelobte Revivalist al-Afghani verschmolz die klassisch islamische (den Teufel fern haltende, heilssichernde) praktizierte Verachtung für die Dhimmis mit dem Wunsch nach Vertreibung der britischen Kolonialherren, ein höchst politisches Tun, das, wie jede strenge islamische Ermahnung (ḥisba) oder islamische Mission (daʿwa) nach der ewigen Scharia exorzistische und seelenrettende Qualität hat. Dem osmanischen Vizekönig von Ägypten, dem Khediven Tawfiq Pascha empfahl der Revitalisierer der Umma die Einführung des im islamischen Sinne „guten“ Regierens, das heißt des schariakonformen Regierens nach dem Prinzip der auf Heil im Diesseits und Jenseits zielenden Schura. Staatliche Institutionen, so al-Afghani, sollten derartig umgebaut werden, dass es gelänge, die Macht der britischen Kolonialherren baldmöglich abzuschütteln. Diese Pläne wurden, sicherlich zu recht, als radikal bewertet, weswegen al-Afghani nach acht Jahren (1878) aus Ägypten ausgewiesen wurde.

Oft wird al-Afghani als modern argumentierender Gegner des zeitgenössischen, schier übermächtigen Kolonialsystems eingeschätzt, doch dürfte sein von Neid und Groll begleitetes Betrachten des technologisch führenden Europa durchaus dem Bild der später von Sayyid Qutb eindrucksvoll und terrorismusbefördernd dramatisierten Dschahiliyya geähnelt haben, dem aus islamischer Sicht zur Hölle führenden, die Schariafreunde gemein quälenden und daher zum Scheitern verurteilten Reiche Pharaos. Qutbs Wut auf die „pharaonischen“ Briten entsprang sowohl seinem (nicht falschen) Koranverständnis als auch seinen Erlebnissen und durchaus nachvollziehbaren Analysen zum 1869 eröffneten Sueskanal sowie zum Weltmarktpreis für Baumwolle,[36] seine kämpferische Theorie für umfassend legalisierte Scharia und erneuertes Kalifat hätte er allerdings auch ohne „Kapitalisten“ oder Briten entwickelt. Selbst die heutigen (2005) New Yorker Nakschibendi-Sufis glauben das vom satanischen Heidentum beherrschte Ende der Geschichte zu spüren und zitieren einen Hadith: „Die zweite Dschahiliyya wird schlimmer sein als die erste. The second Jahiliyya is going to be worse than the first one.“[37]

Die Stadt Paris, in der al-Afghani und Abduh 1884 die Zeitschrift Das feste Band begründeten, könnte in der Tat als Geburtsort der modernen Salafiyya gelten, sofern im Bewusstsein bleibt, dass Theologie (Praxis) der Salaf der konsequent in die Moderne hereingetragene und gegen die Moderne gelebte echte alte Islam ist.

Im Sinne der Staatsräson und faktenresistent („Die Begriffe Islam und Islamismus dürfen nicht gleichgesetzt werden“, Maria Springenberg-Eich 2009;[38] „Man kann den Unterschied zwischen dem Islam – dem einfachen Islam – und seiner fundamentalistischen Version nicht genug betonen“, Daniel Pipes 2000)[39] wird volkstümlich werdende islambezogene Erkenntnis mit einem ungeheuren Aufwand verhindert. Um die beiden elitenfreundlichen (neo-feudalen) Projekte Einführung von universitärer Imamausbildung und Schulischer bekennender Islamischer Religionsunterricht nicht zu gefährden, wird die bleibende Unvereinbarkeit von Scharia und allgemeinen Menschenrechten gewaltsam übergangen.

Panislamist al-Afghani wird von Landsmann Morteza Motahhari noch einmal zitiert und kommentiert. Saiyid Ǧamāl mutet seltsam aktuell an; haben nicht auch die Helfer von Osama bin Laden die Wände der als unversehrbar geltenden Bauwerke Pentagon und World Trade Center zum Zerbersten gebracht? Satanische Wahnvorstellungen jedenfalls drohen den nach England ausgewanderten Orientalen (Schariapflichtigen) zu befallen:

34. Großbritannien ist eine solche Kultstätte, in der Verirrte Schutz suchen, wenn sie sich vor der politischen Finsternis verstecken. Dort werden sie dann durch schreckliche Trugbilder vernichtet. Ich fürchte, dass eines Tages ein willensstarker Mann in diese Kultstätte hineingeht und seine Stimme der Hoffnungslosigkeit furchtlos erhebt, welche die Wände bersten lassen und das unantastbare Zauberwerk zerstören wird.

34, 45. Sayyed Ǧamāl selbst hat so etwas getan. In einer Zeit, in der niemand an einen Kampf gegen England dachte, rief er zum Kampf gegen die kolonialistische Politik Englands auf. Zum ersten Mal nahm er den Menschen das Gefühl der Selbstaufgabe, und er stützte sich zum ersten Mal auf das eigentliche islamische Wesen der muslimischen Gemeinde. … Die Frucht, das Ergebnis seiner Bemühungen sehen wir jetzt: In allen islamischen Ländern haben islamische Bewegungen zur Suche der islamischen Identität eingesetzt.

Wir befinden uns im Jahr 1979 und in der fünften bis zwölften Woche der Islamischen Revolution, während uns Morteza Motahhari Ayatollah Chomeinis Gesellschaftsmodell, dessen Zwangsverschleiern aller Frauen und Ermorden aller Gegner salafistisch erklärt, als urgemeindliche, den Weg ins Paradies ansteuernde gesellschaftliche Erneuerung. Man kann nicht sagen, dass die Theologen Motahhari und Chomeini den Islam falsch verstanden hätten.

Pakistan, über Irans äußersten Südosten (bzw. über das beide Staaten verbindende Belutschistan)[40] ist es Nachbarland, war allerdings schon seit 23 Jahren eine Islamische Republik, die erste der Welt. Nur neun Jahre früher, 1947 war es durch die Teilung Indiens unter schariagemäßer Auswanderung (Hidschra) bzw. durch Vertreibung der Nichtmuslime (Dschihad) entstanden. Mehrere Hunderttausend Menschen verloren in der Partition of India ihr Leben. Ebenfalls in Pakistan und von der Zeit von Motahharis Predigten aus gesehen erst vor knapp zwei Jahren, am 5. Juli 1977 putschte General Zia-ul-Haq gegen die Regierung Bhutto und rief das Kriegsrecht aus. Bhutto wurde am 4. April 1979 hingerichtet. Unmittelbar nach seiner Machtergreifung erklärte Zia-ul-Haq, das Islamische System (niẓām islāmī, Nizam-ı İslâm) aufzurichten. Muḥammad Ḍiyāʾ al-Haqq, wörtlich Mohammed Glanz der Wahrheit führte die islamischen Körperstrafen der Scharia wie das Handabhacken bei Diebstahl wieder ein und wurde so zum Avantgardisten der weltweiten Bewegung zur Revitalisierung des Islamischen Rechts.

Mit seinem – korantreu verstanden – optimistischen, die universellen Menschenrechte verhöhnenden: „in allen islamischen Ländern haben islamische Bewegungen zur Suche der islamischen Identität eingesetzt“ meint Morteżā Moṭahharī nicht zuletzt auch das von den „schrecklichen Trugbildern“ der Hindugötter, Feministinnen und Säkularen befreite Land der Reinen, so die wörtliche Bedeutung von Pākistān. Ebenso klar dürfte dem Iraner die erst dreizehn Jahre vergangene Hinrichtung von Sayyid Qutb durch den Staat Ägypten (1966) vor Augen gestanden haben; der global denkende schiitische Theologe integriert die sunnitischen Glaubensbrüder ganz bewusst unter „islamische Bewegungen“ und „Suche nach der islamischen Identität“.

Denn einerlei, ob Muslim Brotherhood, Zia-u-Haq oder Ruhollah Chomeini:

36. Alle diese Bewegungen sind – allen Anzeichen nach zu urteilen – ihrem Wesen nach islamisch, d. h. sie basieren auf der Beseitigung aller nichtislamischen Werte, um sich auf eigenständige islamische Werte zu stützen.

Trefflich gesagt, das Austreiben des Unislamischen im gewaltbejahenden, echten alten Islam wendet sich gegen unislamische Denkweisen, Lebensweisen und Wirtschaftsformen, wobei auch Menschen dieser „Beseitigung“ unterliegen. „Eigenständige islamische Werte“ bedeutet, dass der Umma nicht zuzumuten ist, sich den Standards von Wissenschaftlichkeit und säkularem Recht zu unterwerfen.

Wer im heutigen Europa nicht der Logik oder dem einheitlichen und gleich behandelnden Recht verpflichtet zu sein braucht, sondern „eigenständig“ sein darf, hat demzufolge die „Berechtigung“ (Köhler 2010), ganz anders zu leben und zu denken als die womöglich zur Respektlosigkeit neigenden Nichtmuslime mit ihren sozusagen arteigenen, die schriftgläubigen Muslime schockierenden „Verhaltensweisen unseres Kulturkreises“. Der die politische Durchsetzung der islamischen Eigenart fordernde Ayatollah Motahhari jedenfalls müsste über einen deutschen Bundespräsidenten hoch zufrieden sein, der, wie Horst Köhler am 12. Mai 2010, keinen Widerspruch duldend schmetterte: „Ich kenne den Islam als im Kern friedliche Religion, die in sich ruht, ihre eigene Berechtigung und Geschichte hat. Respekt muss uns leiten, wenn wir über den Islam diskutieren.“[41]

Auch dreiunddreißig Jahre nach der Revolution nennt sich die schiitische Diktatur Islamische Republik. Chomeini selbst sagte am 1. März 1979 vor einer großen Menschenmenge in Ghom: „Was die Nation will, ist eine Islamische Republik, also weder eine einfache Republik noch eine demokratische Republik und auch keine demokratische Islamische Republik. Benutzt diesen Begriff überhaupt nicht, ‘demokratisch’. Das ist nach der Art des Westens.“[42]

Islam ist die zurückeroberte Freiheit von imperialistischer (das betont al-Afghani), demokratischer (so Maududi) oder westlicher (Schariati) Verunreinigung. Islam ist endlich wieder ganz Materie und ganz Geist, hundertprozentige Politik und hundert Prozent Ideologie:

36. Wenn unsere Revolution nun wirklich im Wesen islamisch ist, d. h. in allen Aspekten – materiell und geistig, politisch und ideologisch – islamischen Charakter besitzt, dann wird es auf dieser Grundlage auch möglich sein, dass sie fortdauert und Früchte trägt. Deshalb ist jeder einzelne von uns verpflichtet, sich um die Bewahrung des eigentlichen Wesens der Revolution zu bemühen.

Dass, den Iran betreffend, ein vom Himmel mit Weitblick begabter Chomeini 1979 zum ersten Führer der Enghelāb-e Eslāmi, der Islamischen Revolution werden musste, gleiche, so dürfen wir Motahhari verstehen, beinahe einem Naturgesetz und erfülle die Herzenswünsche der Bevölkerung gleich mit:

39. Imām Khomeini wurde zum unangefochtenen Führer dieser Bewegung, da zu den in ihm vereinigten Führungsqualitäten hinzukam, dass er dem gedanklichen und geistigen Werdegang und dem Bedürfnis des Volkes entsprach.

Was unter Volksbedürfnis zu verstehen ist, stellte Allahs Vertreter auf iranischer Erde unmissverständlich fest: „Ihr solltet dafür sorgen, dass jene, die sich der Verderbtheit hingeben, mit aller Gewalt zerschmettert werden. Gegen solche Leute, wo immer ihr sie antrefft, sollte die Todesstrafe verhängt werden.“[43]

Die Folgen der totalen Islamisierung eines Territoriums predigte der Führer per Radio von Ghom aus und im siebten Monat der Revolution, Chomeini: „Im Islam gibt es keine Witze. Im Islam gibt es keinen Humor. Im Islam gibt es keinen Spaß. In allem, was ernsthaft ist, kann es weder Spaß noch Freude geben. Der Islam erlaubt es nicht, im Meer zu schwimmen, und er richtet sich dagegen, dass seichte Unterhaltung im Radio oder Fernsehen verbreitet werden.“[44]

Einen Monat eher gab der Geistliche bekannt: „Musik verdummt die Hörer und macht ihr Gehirn passiv und frivol. (…) Die Musik müsst ihr unterdrücken, ohne Furcht, deswegen altmodisch genannt zu werden.“[45]

Endlich gibt es die verstaatlichte Hinwendung zu Tugend und Heil. Morteza Motahhari ist ganz aus dem Häuschen:

40. Das Geheimnis für den Erfolg Imām Khomeinis bestand darin, dass er den Kampf in dem Raster islamischer Begriffe führte.

Ist dem Massenmörder Chomeini denn nicht zuzutrauen, jeden überflüssigen Islamkenner vernichtet zu wissen? Könnte Morteza Motahhari staatsfunktional dem 1938 zu Ehren der Sowjetideologie gefolterten und ermordeten Genrich Grigorjewitsch Jagoda geglichen haben, mit dem Unterschied, dass der in Ungnade gefallene NKWD-Chef als Unperson aus der Erinnerung getilgt wurde (Sprengung der Jagoda-Statue; Tilgung seines Gesichts aus allen Fotografien), der loyale und zur Herrschaftserrichtung nützliche Ayatollah jedoch posthum als Vorbild der Jugend gepriesen („Tag des Lehrers“, bis heute im Iran jährlich gefeiert) und als Werbeträger für die Revolution verwendet?

Die zum Mord an Motahhari sozusagen der Einfachheit halber immer wieder angeführte Täterschaft eines Mitglieds der ominösen Bewegung Furghān ist vielleicht so sehr (so wenig) Fakt wie die Urheberschaft eines Marinus van der Lubbe am Reichstagsbrand, einmal davon abgesehen, dass Chomeini die (wenig nachweisbare) Furqan mit dem Mord beauftragt haben könnte (vgl. Chomeinis Unterstützung eines Neuaufbaus der alten, bis 1965 zwanzig Jahre lang „Verderben verbreitende Individuen“, corrupting individuals, gezielt ermordenden und an der Muslimbruderschaft orientierten Fedajin-e Islam). Möglicherweise hat es eine – noch 2010 vom Ayatollah-Sohn Ali Motahari genannte – Guruh-i Furqan nie gegeben.

Bei allem Lobpreis auf den Führer droht der – um sein Leben schmeichelnde? – Motahhari das frauenentwürdigende, den Kosmos durchziehende Schachfeld („Raster“) der von Allah gesetzten Grenzen zwischen Erlaubt und Verboten für einen Augenblick zu vergessen:

Er kämpfte gegen die Tyrannei mit islamischen Wertmaßstäben. Imām Khomeini kämpfte mittels des Gedankens, dass ein Muslim nicht unter der Bürde der Tyrannei leiden darf, dass er nicht zulassen darf, erniedrigt zu werden, dass ein Gläubiger nicht unter der Herrschaft von Ketzern leben darf …

Zu den wichtigsten Schritten Imām Khomeinis gehörte ein entschlossener und umfassender Widerstand gegen die Trennung von Religion und Politik. Vielleich kommt Sayyed Ǧamāl das Verdienst zu, in diesem Bereich Vorreiter gewesen zu sein. Er war wohl der erste, der gefühlt hat, dass er den Muslimen verständlich machen muss, dass es keine Trennung zwischen Religion und Politik gibt, um bei ihnen eine Bewegung hervorzuzufen.

Noch einmal also erklärt Motahhari die Islamische Revolution als Salafismus (Urgemeindlichkeit), als Wiederherstellung des Zustands des vom Propheten Mohammed errichteten ersten Gottesstaats, des die Umma und Urgemeinde verkörpernden Medina.

Salafiyya betont: Nur solange bzw. erst wenn die Weltgemeinde (Umma) Urgemeinde (Medina) ist, gelingt der Gnadenstand (Din, Islam) mit dem Schöpfer (Allah). Das ist eine klare islamische Frömmigkeit. Solange Scharia und Fiqh nicht überwunden sind, das heißt als die Voraussetzung für gelingendes muslimisches Leben von den Scheichen und Imamen nicht verworfen worden sind, solange gibt es also eigentlich gar keinen Salafismus. Jeder im Sinne von al-Ghazali († 1111), Maududi, Chomeini, al-Qaradawi oder Tariq Ramadan seine Religion praktizierende Muslim ist ein Salafi, die anderen nehmen Allahs koranischen Befehl nicht ernst oder nicht wörtlich. Every Muslim is a Salafi.[46]

Als ein jüngeres Vorbild des von al-Afghani begonnenen Kampfes gegen die aus islamischer Sicht „ungerechte“ und inschallah zur Hölle führende Trennung von Religion und Politik zitiert Motahhari eine dogmagemäß unfehlbare, jeden Schiiten zum fraglosen Befolgen verpflichtende „Quelle der Nachahmung“ (Marǧaʿ-e Taqlīd, source of imitation). Um den auf irdische Macht des Klerus verzichtenden und deswegen von Ruhollah Chomeini heftig kritisierten Großayatollah Borudscherdi (1875-1961) kann es sich nicht handeln, eher schon um den als Marǧaʿ-e Taqlīd eher zweifelhaften Chomeini selbst:

42. Er sagte zum Volk: „Wenn ihr euch von der Politik des Landes distanziert, distanziert ihr euch von der Religion.“

Obwohl ein echter Mardscha’-e Taqlid von allen hohen Ayatollahs anerkannt sein muss, hat es 1963 den vielleicht wenig frommen Versuch gegeben, Ruhollah Chomeini zur „Quelle der Nachahmung“ zu ernennen.

Politiker Mozaffar Baqai-Kermani (1912-1987) war es, ein Gegner von Schah Reza, der auf diese Weise erreichen wollte, den nach dem im Juni 1963 ausgebrochenen klerikalen Widerstand gegen die so genannte Weiße Revolution des Schah-Regimes inhaftierten Chomeini zu befreien und mit einer Art von Immunität auszustatten. Zu den Programmpunkten der Weißen Revolution (Enghelāb-e Sefid, White Revolution; eigentlich Enghelab-e Shah va Mellat, Revolution von Schah und Nation oder Enghelab-e Shah va Mardom, Revolution von Schah und Volk) gehörten eine Landreform, das aktive und passive Frauenwahlrecht sowie die Abschaffung des barbarisch niedrigen und islamisch korrekten Heiratsalters für jedes mindestens neun Jahre alte Mädchen, das nun immerhin auf 15 Jahre heraufgesetzt wurde (1967 sogar auf 18 Jahre, beim zusätzlichen Recht auf eine Ehescheidung unter staatlich-gerichtlicher Aufsicht).

Zu den 1963 zugunsten der oft landlosen Landarbeiter benachteiligten Großgrundbesitzern gehörte duchaus auch der Klerus und dessen Stiftungen; kleine Mädchen zu verheiraten ist Allahs Anweisung (Scharia) und in Malaysia (Wali-mujbir-Konzept)[47] oder Griechenland (der kinderverheiratende Mufti Cemali Meço)[48] leider auch heute legal.

Mehrere Ayatollahs beteiligten sich an Baqais Anerkennungskampagne, der ranghöchste Geistliche jedoch, Quietist Golpayegani (1899-1993), verweigerte seine Zustimmung. Die Kampagne hatte Erfolg und 1964 kam Chomeini frei, nachdem der Brief der Theologen, der die spirituelle Führerschaft Chomeinis bekundete, dem Chef des SAVAK-Geheimdiensts Hassan Pakravan überreicht worden war.

Der damalige SAVAK hatte die massenhafte Ermordung von Schah-Gegnern zu verantworten, seien es Kommunisten von der Tudeh oder Anhänger des 1953 mit Hilfe des CIA gestürzten Premierministers Mossadegh. Mossadegh war einer der Gründer der Nationalen Front (Jebhe Melli).

Baqai, ebenfalls ein Mitgründer der Nationalen Front und später zeitweilig Mossadegh-Unterstützer, hatte die Ermordung von Ali Razmara (1950 bis 1951 Premierminister) durch die 1946 unter Navvab Safavi entstandenen und in Sachen islamischer Mord stets hilfsbereiten Fadāʾiyān-e Islām („Die sich für den Islam opfern“) gebilligt.[49]

Bei Thomas Joscelyn erfahren wir, dass der Gründer der Muslimbrüder, Hasan al-Banna, Sympathien für Fadayan-Gründer Nawab Safawi hegte sowie dass Ruhollah Chomeini zwei Bücher von Sayyid Qutb ins Persische übersetzte.[50]

Für die von Morteza Motahhari beschworene Einheit von Religion und Politik, gemeint ist die Identität von Schia-Klerus und politischem Machthaber, wirbt 31 Jahre später der amtierende Führer (rahbar) der Islamischen Revolution, Ayatollah Chamenei:

„Wenn der Klerus kaltgestellt oder isoliert worden wäre, hätte die Religion eine Beschädigung erlitten. Die Kleriker sind die Soldaten und Diener der Revolution; ohne Verbindung zur Religion würde ihnen alle Ehre fehlen. Wenn der Klerus sich in diese wichtigen Angelegenheiten nicht eingemischt hätte – ein ganz bekanntes Beispiel ist hier die Islamische Revolution – und stattdessen neutral geblieben wäre, wäre die Religion ohne Zweifel beschädigt worden. Und das Ziel des Klerus ist, Wächter der Religion zu sein.“[51]

Religion (Dīn) meint im Islam und damit auch bei Chamenei beides, öffentlich einsehbare Glaubenspraxis und unsichtbarer und hoch prekärer, dabei allein den Weg ins Paradies sichernder Gnadenstand mit dem Schöpfer. Unreligiös zu leben ist damit einerseits Unterlassung moralisch wertvollen Handelns und zum anderen der hochwahrscheinliche Verlust des Seelenheils.

Gewaltsames Durchsetzen (ḥisba) der Tugend und islamischer Krieg (ǧiḥād) sind, wenngleich laut Motahhari weder Hauptsache noch Selbstzweck, in die Religion des Islam vollkommen integriert. Es ist zu befürchten, dass der an der grausamsten aller Bomben bauende heutige Iran den Krieg, nun eben den atomaren, ebenso als eine Art von Gottesdienst betrachtet wie Mohammed oder Ayatollah Chomeini es mit der zu ihrer Zeit zur Verfügung stehenden militärischen Spitzentechnologie predigten und ausübten.

Korankenner Chomeini erklärte den Krieg zum notwendigen Bemühen auf dem Weg ins irdische und jenseitige Heil: „Krieg ist ein göttlicher Segen, Allahs Geschenk an uns Menschen. Der Geschützdonner erfrischt die Seele. War is a divine blessing, a gift bestowed upon us by God. The cannon’s thunder rejuvenates the soul.“

Auch Morteza Motahhari lobt Hisba und Dschihad, vorletztes betrachtetes Zitat des Ayatollah:

45. Was bedeuten Ǧehād, das Gebot des Guten und das Verbot des Schlechten (amr be maʿrūf wa nahy az monkar)? Diese Begriffe bedeuten: Wenn die herrschende Situation untragbar und unmenschlich ist, sollst du dich ihr nicht unterwerfen, sondern die größten Anstrengungen unternehmen, diese Situation abzuschaffen, um dann die erstrebte ideale Ordnung zu etablieren.

Allahgott selbst fordert die Muslime im Koran (3:110) zur energischen Durchsetzung der islamischen Seinsweise auf: „Ihr gebietet, was recht ist, und verbietet, was verwerflich ist“, al-amr bi l-maʿrūf wa n-nahy ʿani l-munkar.

Der ihm gestellten Frage, ob unislamische Bücher verboten werden müssen oder zwar gedruckt und verkauft werden dürfen, doch durch mahnende Schriften gleichsam unschädlich zu machen seien, wich Morteza Motahhari aus. Einerseits, so der Ayatollah sinngemäß, könne man den aufrichtigen und um Nachvollziehbarkeit bemühten Ungläubigen seine Meinung sagen lassen. Auch den Premierminister dürfe man mit einem sachlichen: „da und da haben Sie einen Fehler begangen“ selbstverständlich kritisieren.

Andererseits geht es um die Bewahrung der spezifisch islamischen Freiheit im Lande und hier sind diejenigen, die „Lüge und Irreführung“ verbreiten möchten, zeitnah zum Schweigen zu bringen:

73. wenn er das alles sagt, um Verwirrung im Volk zu stiften?

Die Muslime haben ein Recht, nicht verunsichert zu werden; so gesehen ist das islamische Bücherverbot doch gar keine Zensur:

Und machen wir uns, wenn wir Lüge und Irreführung verbieten, der Zensur schuldig? Ich sage, Lüge und Verrat muss man unterbinden. Man darf nicht im Namen der Meinungsfreiheit den Missbrauch der Freiheit zur Verbreitung von Lügen unter dem Volk erlauben.

In Artikel 24 erklärt die Verfassung der Islamischen Republik Iran „Die Presse kann ihre Meinung frei äußern, solange die Grundlagen des Islam oder die Rechte der Menschen nicht betroffen sind, weitere Einzelheiten regelt das Gesetz.“[52]

Zu den im Iran verbotenen Büchern gehören die Erzählungen von Gholām-Hossein Sā’edi, der bereits 1974 vom SAVAK gefoltert worden war und nach der Islamischen Revolution und seiner Flucht die Zeitschrift Alefba in Frankreich neu aufbauen konnte (1982) oder die Texte von Sādeq Chubak ebenso wie Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des politischen Rechtes von Jean-Jacques Rousseau. 1762 in Amsterdam erstveröffentlicht, wurde das Hauptwerk des französisch-schweizerischen Philosophen in Frankreich, den Niederlanden, in Genf und Bern unverzüglich verboten.

Artikel 22 der Erklärung der Menschenrechte im Islam (Kairo 1990) unterscheidet sich, Pressezensur und Bücherverbote betreffend, von der Iranischen Verfassung nicht wesentlich, da auch sie, wo sonst, beim Koran (3:110) beginnt:

„Jeder soll das Recht haben, sich frei auszudrücken, solange das nicht gegen die Grundsätze der Scharia verstößt. 1. Jeder ist berechtigt, das Richtige zu vertreten, das Gute zu verbreiten und vor dem Schlechten und Bösen zu warnen, wie es den Normen der Islamischen Scharia entspricht.“[53]

Jacques Auvergne

[1] Botschaft der Islamischen Republik Iran Godesberger Allee 133-137

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/30/2008-08-24_Bonn_ehem_iranische_Botschaft_Godesberger_Allee_133-137_Detail_Fassadenverkleidung.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/40/2008-08-24_Bonn_ehem_iranische_Botschaft_Godesberger_Allee_133-137_Fensterfront.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6a/2008-08-24_Bonn_ehem_iranische_Botschaft_Godesberger_Allee_133-137.JPG

Bonn und Islam heute (2012)? Das übliche:

Ahemd K. aus Bonn

BKA nahm Islamisten am Flughafen Köln/Bonn fest

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nach Informationen des Südwestrundfunks am Freitag einen Islamisten am Flughafen Köln-Bonn festgenommen. Der 27-jährige Deutsch-Libyer Ahemd K. aus Bonn habe offenbar nach Tunis ausreisen wollen, meldete der Sender SWR Info am Samstag.

Die Bundesanwaltschaft habe die Festnahme bestätigt, der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof habe bereits Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Ihm werde die Mitgliedschaft in der Terrororganisation “Islamische Bewegung Usbekistans” vorgeworfen, weil er Geld beschafft und Propaganda betrieben haben solle.

Ahmed K. ist dem Bericht zufolge für deutsche Sicherheitsbehörden kein Unbekannter: Bereits 2009 sei er mit drei anderen Männern, einer Frau und einem kleinen Kind von Deutschland über Umwege nach Pakistan gereist, wo er bei einem illegalen Grenzübertritt von pakistanischen Sicherheitsbehörden gefasst worden sei, meldete der Sender.

Nach einer sechsmonatigen Haft sei ein Teil der Gruppe, darunter Ahmed K., nach Deutschland zurück. Zwei der Männer hätten damals in pakistanischer Haft zugegeben, in den “Dschihad” (Heiliger Krieg) ziehen zu wollen.

aus: General-Anzeiger 14.04.2012

http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/BKA-nahm-Islamisten-am-Flughafen-Koeln-Bonn-fest-article737256.html

aus: [2] Stellung der Frau im Islam

aus: Im Juni des Jahres 1982 rief die in Bonn-Bad Godesberg (Godesberger Allee 133-137) gelegene Presse- und Kulturabteilung der

aus: Deutschlandvertretung des gerade massenhaft Regimegegner folternden und ermordenden Īrān dazu auf, die Frau als Mensch nicht zu vergessen. Unter dem Titel Stellung der Frau im Islam veröffentlichte sie die zwischen 1966 und 1974 erschienenen Gedanken von Morteẓā Moṭahharī, wie sie vom Āyatollāh etwa in Zur Diskussion über den Schleier (1968; Ḥeǧāb, Hijab) und Die rechtliche Stellung der Frau im Islam (Qom 1974, Neẓām-e ḥoqūq-e zan dar eslām, The Order of Women`s Rights in Islam) niedergelegt worden waren. Eine Islamkritik von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/04/23/230/

[3] YouTube-Kurzfilme preisen Morteza Motahhari als Theologen

Ayatollah Motahhari: Islamic teachings

http://www.youtube.com/watch?v=PaVZjSHcfHQ

Märtyrer Motahhari: Mensch und göttliche Führung. Shaheed Mutahhari: Man and Divine Guidance.

http://www.youtube.com/watch?v=FxHSkjvHjks&feature=related

Shaheed Motahhari Discusses Islamic Humanist Ideological Foundations

http://www.youtube.com/watch?v=fSE1nHdgWaE

Ayatollah Motahhari on the Islamic Republic

http://www.youtube.com/watch?v=lqwDZNcAP0o

Der Märtyrer (Shahid) im Interview

http://www.youtube.com/watch?v=ir40duMWVcU

Shaheed mutahhari on Contribution by islam c scholars in civilization

http://www.youtube.com/watch?v=Gh6aMiaY9fs&feature=relmfu

Morteza Motahhari zur Reinigung der Seele. Ayatullah Shaheed Mutahhari On Tazkiya e Nafs

http://www.youtube.com/watch?v=HjlNWkchVtE&feature=relmfu

Tazkiyah: Purification of the Soul
Imam ibn al-Qayyim al-Jawziyyah

http://www.muhajabah.com/tazkiyah.htm

Arabische Führer, seid keine Sklaven Amerikas: ARAB LEADERS DON’T BE SLAVE OF USA

http://www.youtube.com/watch?v=Lyjli_Bk4jo&feature=related

Ayatullah Shaheed Mutahhari on Spritual Freedom

http://www.youtube.com/watch?v=_Q1MGfAB4O0

Shaheed Mutahhari on Reason of Imam Hussain’s Uprising

http://www.youtube.com/watch?v=3iMlexOz5gE&feature=relmfu

Theologischer Exkurs. Zur totalen Gottergebenheit, at-Tawakkul

http://www.youtube.com/watch?v=SGeKHxmSclM&feature=relmfu

tawakkul means to act completely in accordance with the laws called the divine sunnah regarding worldly and otherworldly issues and to expect the result from God

aus: Belief in qadar and tawakkul

bei: Basics of Belief 03.05.2012

http://basicsofbelief.com/destiny/belief-in-qadar-and-tawakkul/

Die inhaltliche Bebedeutung von Tawakkul ist vereinfacht: “Das Vertrauen des Menschen in Gott, indem er – nachdem er die Voraussetzungen erfüllt hat – seine Angelegenheiten der Fügung Gottes überlässt und sein Herz darin Beruhigung findet”. Damit ist prinzipiell ein Gottvertrauen gemeint, das aus ganzem Herzen kommt und sich auf alle Angelegenheiten bezieht. … Imam Chomeini hat das Thema “Tawakkul” zu einem seiner Erläuterungen von Vierzig Überlieferungen eingebunden.“

bei: ESLAM

http://www.eslam.de/begriffe/g/gottvertrauen.htm

Zurück zur globalen Islamrevolte. YouTube. Mehrstufig entwürdigende islamische Gleichheit bedarf der Erklärung:

Shaheed Mutahhari on equality

http://www.youtube.com/watch?v=VaCFESgMa4w&feature=relmfu

Einheit. Unity.

http://www.youtube.com/watch?v=x60NpGdStrk&feature=relmfu

Islam ist Tat. ISLAM IS ACTION

http://www.youtube.com/watch?v=pRm1vzv6IL4&feature=related

Shaheed Mutahhari on Amr Bil Maaroof

http://www.youtube.com/watch?v=kAWO2E6l8Gc&feature=relmfu

Schiitische Theologie gegen Israel.

Ayatullah Motahhari’s Historical Speech about Palestine

http://www.youtube.com/watch?v=-SxOUMLfX7c&feature=related

Der Al-Quds-Tag (Al-Kuds-Tag, Rûs-e dschehânî-ye Ghods, „Internationaler Jerusalemtag“ nach dem arabischen Namen Jerusalems, al-Quds) ist gesetzlicher Feiertag im Iran. Ruhollah Chomeini forderte am 08.08.1979, am letzten Freitag im Ramadan die „internationale muslimische Solidarität zur Unterstützung der legitimen Rechte des muslimischen palästinensischen Volkes [zu] erklären.“ Am 17.08.1979 sollen allein in Teheran dreieinhalb Millionen Menschen demonstriert haben. Im Sinne der dschihadistischen Israelhasser von Hisbollah und Hamas findet Motahhari im Jahre 2011 posthum Verwendung.

Shaheed Ayatullah Mutahari on Palestine – [Al Quds Day 2011]

http://www.youtube.com/watch?v=en8pUPHDZ5M

http://www.youtube.com/watch?v=VxCRZalVZSg&feature=results_video&playnext=1&list=PLE6836CBC358B3BA7

[4] Die Iranische Revolutionsgarde oder Sepāh (Sepāh-e Pāsdārān-e Enqelāb-e Eslāmi), ehrerbietig genannt die Wächter der Islamischen Revolution, ist der iranischen Bevölkerung als Pāsdārān sattsam bekannt. Die Pasdaran werden in den USA mit IRGC abgekürzt, was für Iranian Revolutionary Guard Corps steht.

„Bei den vielen einfachen Revolutionären, die als Pasdaran und Basij zu Hunderttausenden im Irakkrieg ihr Leben zur Verteidigung der islamischen Revolution einschließlich der nationalen Ölreserven gegeben haben und denen die reichen Würdenträger mit der Korruption die Früchte ihrer islamischen Revolution regelrecht gestohlen haben, macht sein Kampf gegen die Korruption Mahmud Ahmadinejad hingegen sehr beliebt.“

aus: Warum ist Mahmud Ahmadinejad so beliebt?

bei: Sieg der Revolution 18.06.2009

http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2009/06/18/warum-ist-mahmud-ahmadinejad-so-beliebt/

Schahid Motahari über die Vorzüge der Religion

„Aus der Sicht Schahid Motaharis entspricht die Religion den Wünschen und Forderungen, welche im seelischen Urgrund und in den Gefühlen des Menschen liegen. Außerdem kann nichts anderes so wie die Religion die Bedürfnisse der Menschen erwidern. …

Schahid Motahari verweist auf die heutige Erkenntnis , dass die Moral ohne die Religion keinen feste Grundlage hat . Er ist der Ansicht, die hohen Werte der menschlichen Gesellschaft wie Gerechtigkeit und Menschenliebe könnten ohne Religion praktisch nicht verwirklicht werden. …

Ostad [pers. Meister, arabisiert ustād] Motahari vergleicht die Religion mit einer Sonne, die niemals untergeht.“

Sieg der Revolution 11.08.2011

http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2011/08/11/schahid-motahari-uber-die-vorzuge-der-religion/

The IRGC is, at its core, an ideological organization charged with safeguarding Ayatollah Ruhollah Khomeini’s vision for an Islamic Republic. The 1982 Statute of the Guards argues that ideological guardianship is impossible without proper ideological-political indoctrination. Article 11 of the statute tasks the IRGC with “[e]ducating and training members of the Guards in accordance with Islamic values and . . . ideological, political and military fields in order to obtain the necessary capability to execute the missions it is tasked with.”

Just a year ago, Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei called for renewed indoctrination of the IRGC. The aim of the indoctrination is to create a “devout and revolutionary man” –or, in the words of Hojjat al-Eslam Mohammad Toyserkani, the chief of the IRGC’s Ideological-Political Directorate, to “remake members of the Guards . . . into true believers with regard to their spiritual, ethical, behavioral adherence to divine values, and even in physical appearance and inner being.” The indoctrination effort is based upon the four principles of religion, obedience to the supreme leader, revolutionary character, and fellowship in a people’s army. …

IRGC educational centers host the indoctrination courses and sessions. Martyr Mahallati University in Qom, founded in 1982 and formerly known as the University of Islamic Science and Culture, serves as the most advanced center for training ideological-political instructors of the Guards. Seyyed Al-Shohada Educational Center in Tabriz is the ideological-political training facility of the IRGC Ground Forces, while the IRGC uses a number of provincial centers to host training for IRGC units now organized along a provincial structure. Together, these institutes employ perhaps four thousand “political guides.”

aus: Ali Alfoneh: Indoctrination of the Revolutionary Guards

AEI Online (American Enterprise Institute for Public Policy Research) 20.02.2009

http://www.aei.org/outlook/foreign-and-defense-policy/regional/middle-east-and-north-africa/indoctrination-of-the-revolutionary-guards/

Piramūn (piramoon), in persischen Buchtiteln nicht selten, wird im Englischen mit About, Concerning, On oder Regarding wiedergegeben und im Deutschen mit Über die, Zur oder Die (…) betreffend. Ein weiteres Werk des revolutionären Ayatollahs Morteżā Moṭahharī beginnt mit Piramun: About the Islamic Republic, Piramūn-e Ǧomhūrī-ye Eslāmī (Piramoon-e Jomhooriy-e Islami) und wird offensichtlich zur Hirnwäsche, Brutalisierung und spirituellen Schulung der Basīǧ-Miliz (Basij is the name of the force; a basiji is an individual member) genutzt. Im Zentrum der Basidsch stehen die elitärer ausgebildeten Wächter oder Pasdaran (sg. Pasdari, englisch guard). Ausbildung an der Waffe, asymmetrische und psychologische Kriegsführung, koranische Begründung von Dschihad und Verteidigung (Jihad and Defense in the Quran) sowie Chomeinis Konzept der Herrschaft der höchsten Rechtsgelehrten (Velayat-e Faqih) bilden sozusagen das Fortgeschrittenen-Lehrmodul der Basidsch-Milizionäre, erklärt Saeid Golkar:

In the aftermath of the disputed 2009 presidential election in Iran, the Mobilized Resistance Force (Niruy-e muqavemat-e basij, better known as the Basij) was thrown into the limelight when it was used by the Iranian government to crush and eventually control opposition demonstrations. For the past twenty years, the Iranian state has used Ideological-Political Training (IPT) in order to remold the Basij as a new security force, tasked with confronting internal unrest and social revolt. …

In accordance with a suggestion of the Supreme Leader, the most important textbooks in this program—such as Islam and Current Necessities (Islam va moqtaziyat-e zaman), Imam and Leadership (Imamat va rahbari), and About the Islamic Republic (Piramoon-e Jomhooriy-e Islami)—are mostly written by Ayatollah Motahhari, a theoretician for the Islamic Republic of Iran. …

Political guides are the highest-ranked of IPT trainers and teach political courses, while other IPT trainers are usually responsible for the religious and Islamic courses. This reveals the priority given to political issues versus religious ones within IPT programs. According to the chief of the political bureau of the IRGC, the Basij had more than 8,000 political guides as of August 2008,18 who are assigned such specialties as political groups and ideologies in Iran (jaryanhay-e siyasi dar jameh), “soft war,” contemporary Iranian history, ethnic politics, and regional studies.19 They are responsible for justifying the national, regional, and international policies of the regime and for removing doubts with respect to these policies among Basijis. …

Complementary federal training follows for those regular Basij members who have been confirmed by Basij bases to have been active for six months and who complete a forty-five-day program of military and intelligence training, including a guide to weapons, target practice, courses on asymmetrical and psychological warfare, anti-riot training, intelligence theories, and an introductory guide to the armed forces. Ideological and political courses at this level include “Fluency in Reading the Quran,” “Jihad and Defense in the Quran,” and “Islamic Government and the Guardianship of the Jurist (Velayat-e Faqih),” as well as second-level courses in “Basij Ethics and Etiquette” and “Major Islamic Commandments.”

aus: Dr. Saeid Golkar: The Ideological-Political Training of Iran’s Basij

Middle East Brief Nr. 44 September 2010

http://www.brandeis.edu/crown/publications/meb/MEB44.pdf

Entesharat-e Sadra, Sadra Publishings veröffentlicht Texte von Ayatollah Morteza Motahhari:

Nehsyt-ha-ye Eslami dar Sad Saleh Akher

Nazari beh Nezam-e Eqtesadi-ye Eslam

Piramun-e Enqelab-e Eslami

Naqdi bar Marxism (Ghom 1976 und 1977, posthum veröffentlicht s. u.)

Jame’eh va Tarikh

‘Adl-e Elahi (Divine Justice)

in: Saeed Rahnema, Sohrab Behdad: Iran After the Revolution: Crisis of an Islamic State (p 91)

http://books.google.de/books?id=VlyCpbY9_QQC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

During 1976 and 1977, Motahhari organized a group of interested individuals in Qom and for about forty-five sessions delivered a series of critical lectures on Marxism. These were posthumously collected and published as Naqdi bar Marxism.

aus: Hamid Dabashi: Theology of Discontent: The Ideological Foundation of the Islamic Revolution in Iran (p 550)

http://books.google.de/books?id=sTFdNNQP4ewC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Online Books by Murtaza Mutahhari

The Goal of Life

Guiding the Youth of a New Generation

The Islamic Modest Dress

Jurisprudence and Its Principles

Man and His Destiny

Man and Universe

Master and Mastership

The Rights of Women in Islam

Sexual Ethics in Islam and in the Western World

Spiritual Discourses,

Woman and Her Rights

http://onlinebooks.library.upenn.edu/webbin/book/lookupname?key=Mutahhari%2C%20Murtaza

Video: Shaheed Mutahhari on Amr Bil Maaroof Wa Nahi Is Munkar – Farsi sub English

http://server2.shiatv.net/view_video.php?viewkey=c1f7f017fc96b7225cc0

Video: Shaheed Mutahhari: Learn to Be Free, Not a Slave to Desires – Farsi sub English

http://server2.shiatv.net/view_video.php?viewkey=5b64f9ca84fbb763fe50

[5] Islamspirituell … auf dem Weg zur Atombombe. Nuclear Sites: 7th of Tir Industries (Seventh of Tir, Hafte Tir or Haftom e Tir Industries)

Seventh of Tir Industries is a DIO entity, which prior to the 2003 suspension, had responsibility for manufacturing several critical P1 centrifuge components. IAEA safeguards reports have not referred to this facility by name. The company takes its name from an important date on the Iranian calendar–the 7th of Tir–on which a bomb exploded at the headquarters of Iran’s Islamic Republic Party on June 28, 1981, killing more than seventy officials. A number of Iranian buildings or places now bear the name.

This site manufactured one of the P1 centrifuge’s most sensitive parts, its bellows—a thin-walled cylindrical part—made from maraging steel. Iran secretly purchased 67 tonnes of this super strong steel in the United Kingdom, enough for approximately 100,000 bellows. Each centrifuge requires three bellows, giving Iran approximately enough steel for some 33,000 centrifuges. Iran may have purchased such a large quantity at one time, fearing that it would become only harder to procure should its centrifuge research and development became public. Apparently Iran was not able to buy the steel in tubes, which is the normal starting point for making a hollow bellows, so it bought metal rods.

aus: The Institute for Science and International Security (ISIS), Washington

http://www.isisnucleariran.org/sites/detail/7th-of-tir/

http://www.isisnucleariran.org/sites/

[6] Persisch tond, Englisch swift, Deutsch flink. Der erste Sommermonat Tir des Iranischen Sonnenkalenders (Gāhšomāri-ye Irāni) soll mit dem erwarteten Regen, dem Tierkreiszeichen Krebs, dem leichtfüßigen Gott Hermes (Merkur) und dem Fürsten der Schriftgelehrsamkeit in Verbindung stehen. Tiri, Tir (Tishtrya), is assimilation from Babylonian Nabu, lord of scribe and of the planet Mercury into Avestan mythology. It means the swift one (Tond va chabok) and protects rain. In Persian-Islamic mythology Tir (Attarod in Arabic) is still the lord of scribe (Setareh Dabir).

http://www.iranchamber.com/calendar/articles/iranian_months.php

http://www.iranonline.com/festivals/Persian-months/index.html

Tishtrya (Tištrya) is the Avestan language name of an Zoroastrian benevolent divinity associated with life-bringing rainfall and fertility. Tishtrya is Tir in Middle- and Modern Persian. … In a hymn of the Avesta (incorporated by Ferdowsi, with due acknowledgement, in the Shahnameh), Tishtrya is involved in a cosmic struggle against the drought-bringing demon Apaosha. According to the myth, in the form of a pure white horse the god did battle with the demon who, in contrast, had assumed the form of a terrifying black horse.

http://en.wikipedia.org/wiki/Tishtrya

The first month of summer is called Tir in the Persian language which translates into English as arrow. Choosing of this name was not an accident. There are many customs associated with the month of Tir, which itself is associated with the legend of the arrow.

Tirgan, the summer solstice celebrates the life of Arash Kamangir. Arash is an ancient Persian name which means bright and shining in English, and Kamangir in Persian language means one who gets the arch. Arash was the Persian national hero who sacrificed his life (…)

Soudabeh Sadigh: The Legend of Tir and the First Month of Summer in Persia

Payvand News 07.05.2006

http://www.payvand.com/news/06/jul/1038.html

Payvand.com was established in Silicon Valley (San Francisco Bay Area) in late 1995 as one of the first web sites dedicated to Iranian issues. Payvand in Persian means joining together. Our mission is to create a site that brings the Iranians and those interested in Iran together.

http://www.payvand.com/about.html

Monat Tir, kurdisch Pûşper, afghanisch-dari Saratān, afghanisch-paschto Tschangāś. Cancer bedeutet Krebs.

http://en.wikipedia.org/wiki/Iranian_calendar#Month_names

Monat Tīr, der Regenengel und das Tierkreiszeichen Krebs. Afghanisch Saraṭān (Dari), Čangaś (Pashto).

http://de.wikipedia.org/wiki/Iranischer_Kalender

Nima Ch. – „Charshanbesuri oder Chahar Shanbe Suri (gesprochen: Tschar-Schanbe Suri) ist der letzte Dienstag des Jahres im iranischen Kalender. Ein Tag, der die große Kluft zwischen der Bevölkerung und der Regierung deutlich macht.

Das persische Neujahr, Nowruz, ist der wichtigste Feiertag im Iran. Nowruz bedeutet “der neue Tag” und bezeichnet den Frühlingsanfang. Am 23. Februar 2010 erkannte die UN den 21. März als internationalen Nowruz-Tag mit iranischem Ursprung an. Der Frühlingsanfang wird sekundengenau von Astronomen vorhergesagt, damit die Iraner sekundengenau dieses Fest feiern können. Dieses Jahr ist Nowruz am 20. März um 21:02:13 im Iran, oder 18:32:13 in Deutschland.

Charshnabesuri bedeutet Roter Mittwoch und wird in der Nacht zuvor gefeiert. Diese beiden Tage haben aber keinen islamischen Ursprung. Nach der islamischen Revolution gab es immer wieder Versuche, diesen Tag nicht mehr als Feiertag anzuerkennen und ihn sogar durch den Siegestag der Revolution 1979 zu ersetzen. Beispielsweise bezeichnete Ajatollah Motahhari Nowruz als “anti-islamischen Tag” und den Charshanbesuri als “Tag der Idioten”.

Diese Festtage finden ihren Ursprung in der zaroastrischen Religion nach den Lehren Zarathustras. Charshanbesuri ist der Tag, an dem man den Sieg des Lichts über die Dunkelheit feiert. Man geht auf die Straßen, macht Lagerfeuer, und springt über das Feuer.

Kurz vor Charshanbesuri gab es immer Warnungen des Staats über die Gefahren des Feuers. Gerechtfertigt, kann man sagen. Tatsächlich gab es immer wieder Schwerverletzte.

Wenn aber an diesem Tag die Polizei oder Bassij zu uns Feiernden kam, sagten sie: “geht nach Hause, versammelt euch nicht”. Der Staat hat immer gewusst, wie gefährlich dieser Tag werden kann, sagte es aber bis zu diesem Jahr nicht in der Öffentlichkeit. An diesem Tag läuft überall in den Autos illegale Musik. Frauen und Männer tanzen. Kommt ein verdächtigtes Auto mit bärtigen Männern, flieht die Menge in die Nachbarhäuser. An so einem Tag ist es normal, kurz verhaftet zu werden.“

aus: Dust and Trash 14.03.2010

http://dustandtrash.blogspot.de/2010/03/charshanbesuri-eine-jahrtausende-alte.html

[7] Die 1979 erschienene antiklerikal-radikalreligiöse oder marxistisch-islamische Gruppe Furqān (Grouh-e Forghan) soll den Ayatollah ermordet haben, so raunt heute selbst Wikipedia. Unser Blick in die Zeitungen von 1979 zeigt, wie dünn dieser angebliche Beweis ist.

Influential Iran Religious Leader Is Assassinated

Motahari, reputed to be among the 20 most influential of Iran’s approximately 100 Shiite Moslem ayatollahs, was shot in the head Tuesday night as he left a dinner party in Teheran. …

Observers said phrases in that message could indicate that Forghan was a leftist group opposed to Iran becoming a religious based republic.

THE BLADE, Toledo (Ohio, USA) 02.05.1979

Forghan reportedly was formed about 18 months ago, and almost nothing is known about it. … Mr. Motahari … was a prolific author. At the time he was shot, the state radio was reading selections from one of his books “The Story of the True One,” about the prophet Mohammed.

http://news.google.com/newspapers?nid=1350&dat=19790502&id=ABBPAAAAIBAJ&sjid=hAIEAAAAIBAJ&pg=7007,3260702

Iranians mourn slain religious leader

“I will kill, kill, kill, those who killed my brothers,” chanted the mourners … in Teheran, the capital, and the holy city of Qom. Many denounced leftist and communist groups and vowed revenge against them … There was no word on whether the revolutionary authorities had made any progress in their search for the Forghan group, which took responsibility for Motahari’s death.

St. Petersburg Times (Florida, USA) 04.05.1979

http://news.google.com/newspapers?id=y0xSAAAAIBAJ&sjid=RHwDAAAAIBAJ&pg=6823,2620794&hl=en

Iran blames external enemies for killing

In a broadcast address following the assassination Ayatollah Khomeini said: “Terrorism cannot destroy the Islamic character of Islamic men, but on the contrary it further strengthens our struggle against corruption, dictatorship, and imperialism.”

The Glasgow Herald (Glasgow, Scotland, GB) 03.05.1979

[8] Bombenanschlag Haft-e Tir (1981)

60 die in Tehran bomb blast

Am bomb made of 330 pounds of TNT blew up in truck parked in Tehran’s main square, killing at last 60 people and wounding 700 in nearby hotels, restaurants and double-decker buses (…)

The explosion demolished a five-story hotel and three passing buses and heavily damaged seven other hotels … the blast left a crater six feet deep and 20 feet wide. (…)

Amnesty International, the London based human rights organization, reported last October that 1,800 political dissidents had been executed in Iran in the four months following Bani-Sadr’s dismissal. (…) Ghotbzadeh was found guilty by a military tribunal of plotting to assassinate Khomeini and to overthrow the government. (…)

aus: THE DAY, New London (Connecticut, USA) 03.10.1981

http://news.google.com/newspapers?nid=1915&dat=19821003&id=jfUgAAAAIBAJ&sjid=I3UFAAAAIBAJ&pg=1230,322355

Ayatollah Beheshti – man of deep thought and confidence

By: Sheikh M Khurasani

http://www.jafariyanews.com/articles/2k7/28june_Ayatollah_Beheshti.htm

[9] Neda Agha-Soltan (Nedā Āġā Soltān 1983–2009)

http://zidditamana.files.wordpress.com/2011/06/neda-agha-soltan-000.jpg

http://farm4.static.flickr.com/3161/2951006926_becd329942_o.jpg

Nedas Grab. Grave site of Neda Agha-Soltan, shot by Baseeji paramilitia in Tehran during the 2009 protests to the presidential election results. Foto by Zereshk.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c6/Grave_of_Neda.jpg

Behesht-e Zahra („Zahras Paradies“, benannt nach Prophetentochter Fatima bint Muhammad (606-632) genannt Fatima die Leuchtende, Fāṭima az-Zahrāʾ). Behesht-e Zahra ist Irans größter Friedhof und liegt im Süden der Stadt Teheran. Man übergehe den Gewalttäter Ruholla Chomeini, politician, und finde Neda Agha-Soltan (1983–2009), protester.

http://en.wikipedia.org/wiki/Behesht-e_Zahra

Khamsa dessiné sur une mosaïque vendue aux abords de l’amphithéâtre d’El Jem (Tunisie), aufgenommen 2009 von Cimoi

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/37/Mosaique_El_Jem_Fatma.jpg

Hundert Jahre altes Silberamulett der berühmten volksislamischen, „Fünf“ (ḫamsa) genannten Hand der Fatima, hergestellt von marokkanischen Berbern, heute Tropenmuseum Amsterdam. Foto Andreas Praefcke.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/03/Morocco_Hand_of_Fatima_silver.jpg

Hand der Fatima mit blauem Auge. Glas-Amulett. Beschützt einen Autofahrer in Tunesien.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/63/Khamsa.jpg

Was guckstu?! Naẓar, der Blick!

http://de.wikipedia.org/wiki/Nazar

Nazar boncuğu. Ματόχαντρα, για προστασία από το κακό μάτι. Blue eyes, sold as protection against the evil eye. Gesichtet auf einem türkischen Bazar.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c8/Blue_eyes.JPG

Syrische Alabasterfetische aus dem so genannten Augentempel, 3500–3100 v. Chr. This type of figurine, made of stone and having incised eyes, has been excavated at Tell Brak, where thousands were found in a building now called the Eye Temple.

http://www.mcdonald.cam.ac.uk/projects/brak/001eye.jpg

http://www.artnet.com/magazine/features/karlins/Images/karlins9-26-3.jpg

aus Marmor und doppelt äugend, Tel Brak, Syrien

http://www.christies.com/lotfinderimages/D53583/a_syrian_marble_double_eye_idol_tell_brak_circa_4th_millennium_bc_d5358329h.jpg

[10] Die unterdrückenden Einheiten eröffneten an der Teheraner Beheshti Straße das Feuer auf die Demonstranten und verletzten nach Augenzeugenberichten mindestens zwei Personen.

Am Haft-e Tir Platz griffen die unterdrückenden Einheiten Demonstranten mit Tränengas an. Mindestens 35 Personen wurden verhaftet und in die Al-Javad Moschee gebracht. Die dortigen Zusammenstöße begannen gegen 12 Uhr, Teheraner Zeit.

Ca. 100 Agenten des Regimes griffen auf Motorrädern sitzend die Demonstranten an und versuchten eine Atmosphäre des Terrors und der Angst zu verbreiten.

Aus: Zwei Verletzte durch Schüsse von Regimeeinheiten in Teheran; auf: IranZukunft (Exiliranische Gesellschaft in Deutschland) 04.11.2009

http://www.iranzukunft.org/iran/index.php?option=com_content&view=article&id=46&Itemid=61

1,500 security forces stationed in Takhti Stadium

Revolutionary Guards & paramilitary Bassij in Al-Javad Mosque – Haft Tir Square

Al-Javad Mosque in Haft Tir Square (Rezaii-Ha Square) is currently packed with Revolutionary Guards and the paramilitary Bassij.

Massive numbers of suppressive forces have been stationed inside the mosque complex and around it since early hours of this morning.

The mosque is also used as a detention center.

In the meantime, some 1,500 agents of the State Security Forces are present in Takhti and Shiroudi stadiums. They include forces on foot patrol and motorcycles.

Women demonstrators in Tehran chant death to Khamenei, hail to Mossadeq

At around 17:45 today some 40 women chanting death to Khamenei and hail to Mossadeq were attacked by suppressive forces outside Takhti Stadium as they were planning to join today’s demonstration.

The plainclothes agents and Ministry of Intelligence agents arrested this group of women. The suppressive forces also arrested five men and transferred them to the police station in Palestine Square.

In Vali Asr square the regime’s forces are trying to prevent people from marching toward Haft Tir Square (Rezaii-Ha Square) by firing tear gas. The number of people at this point is mounting.

http://sv-se.facebook.com/media/set/comments/?set=a.108518932270.105206.108514667270

Montag, 22. Juni 2009, 12:44 Uhr – Für heute Nachmittag zwischen 15.00 und 17.00 Uhr iranischer Zeit (ab 12.30 Uhr deutscher Zeit) ist offenbar eine Demonstration der Mussawi-Anhänger am Haft-e-Tir-Platz in Teheran geplant, um der verstorbenen Neda zu gedenken. Derweil wird in verschiedenen Tweets von einer angespannten Stimmung in der Stadt berichtet, viele Straßenblockaden seien errichtet worden.

http://iran-now.net/$211027

AP is quoting eyewitnesses who say that riot police are attacking hundreds of protesters with tear gas and firing live bullets into the air to disperse the rally in Haft-e-Tir Square. They said that helicopters hovered overhead while riot police moved into break up the protests.

(…) Reuters is reporting that about 1,000 protesters have gathered on a central Tehran square, ignoring the Revolutionary Guard’s warning.

http://www.wadinet.de/blog/?p=1828

Am selben Tag (22.06.2012) war Irans Bespitzelung der Bevölkerung ein Thema:

Die technische Ausrüstung dazu erhielt das Regime aus Europa: Laut einem Bericht des «Wall Street Journal» hat ein Joint Venture aus dem deutschen Industriekonzern Siemens und dem finnischen Mobiltelefonhersteller Nokia die Anlagen und die Software – oder zumindest Teile dazu – in der zweiten Hälfte des letzten Jahres geliefert. … Wenn man Netzwerke verkaufe, erhalte der Käufer automatisch auch die technische Möglichkeit, die darüber laufende Kommunikation zu kontrollieren. Das würde laut dem «Wall Street Journal» auch erklären, warum das Internet in den letzten Tagen nicht komplett blockiert wurde und viel langsamer lief als sonst. … «Iran möchte herausfinden, was die Bevölkerung zu sagen versucht» sagt Bradley Anstis, Direktor einer Internetsicherheitsfirma in Kalifornien. Er glaubt, dass das iranische Regime damit mehr Möglichkeiten hat, das Internet zu kontrollieren, als China.

aus: Iran kontrolliert das Internet mit Hilfe von Nokia und Siemens, Basler Zeitung 22.06.2009

http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Iran-kontrolliert-das-Internet-mit-Hilfe-von-Nokia-und-Siemens/story/30420367

März 2012 – With slogans like “Our progress in science and economics depends on your vote,” the publicity campaign included an oft-repeated quote from the late founder of the Islamic Republic, Ayatollah Ruhollah Khomenei, saying, “The measure of a nation is its vote.”

But out on the traffic-clogged streets of Tehran, some Iranians appeared less than enthusiastic about the election.

At the Al Javad Mosque where young men were handing out campaign leaflets, an elderly man confronted a passing turbaned cleric, yelling “Why should we vote?”

Ivan Watson, CNN 01.03.2012

http://edition.cnn.com/2012/02/29/world/meast/iran-parliamentary-elections/index.html

Crowds are reported in front of Tehran University’s main campus. Gun fire was heard. The crowd will march from where it is (Enghelab Sq) to Haft-e-Tir Sq. Police using tear gas to disperse the crowd. 10-15 are arrested, reportedly. Bear in mind that Hafte-Tir Sq is a few hundred yards/meters away from the former US embassy compound.

Bei: THE SPIRIT OF MAN 04.11.2009

http://thespiritofman.blogspot.de/2009/11/protests-began.html

2008 – Wie die iranische Webseite http://www.iran-emrooz.net (Nachricht Nr. 15810) am 15. April 2008 berichtet, ist es auf dem im Zentrum Teherans gelegenen Platz „Meydan-e Haft-e Tir“ zum ersten Mal zu Kontrollen der Einkaufstaschen von Frauen gekommen. Dies hat es in der ganzen Zeit der „islamischen Revolution“ nicht gegeben. Jede Frau, die an diesem Platz aus einem Bekleidungsgeschäft herauskam, musste ihre Einkäufe vorweisen und sich Tadel über angeblich unislamische Kleidungsstücke oder Farben anhören, die in aller Öffentlichkeit vorgezeigt wurden. Da die Zahl der Polizistinnen im Iran noch gering ist, hielten deren männliche Kollegen die Einkäuferinnen so lange am Ort fest, bis die Polizistinnen sich mit ihnen beschäftigen konnten.

bei Ali Schirasi 15.04.2008

http://alischirasi.blogsport.de/2008/04/15/iranische-sittenpolizei-kontrolliert-einkaeufe/

[11] Fotos der Al-Javad-Mosque

http://static.panoramio.com/photos/original/38494027.jpg

http://www.etoood.com/Images/News/Large/126263447142447595992520117245957.jpg

http://www.etoood.com/Images/News/Large/1262634471424976289230201157246287.jpg

Fotoserie bei Facebook

http://www.facebook.com/photo.php?fbid=198145923569003&set=a.198145716902357.63743.168420549874874&type=3&theater

Homepage der Moschee (auf Persisch)

http://masjedaljavad.ir/

[12] Koran 5:3

This day have those who reject faith given up all hope of your religion: yet fear them not but fear Me. (Yusuf Ali)

This day those who disbelieve have despaired of [defeating] your religion; so fear them not, but fear Me. (Sahih International)

http://corpus.quran.com/translation.jsp?chapter=5&verse=3

[13] Der Koran, Übersetzung von Rudi Paret, bei Kohlhammer, 10. Auflage.

http://books.google.de/books?id=4bWbqvAZUJkC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[14] Koran 5:3, Schlussworte, bei Enfal.

http://www.enfal.de/25frag.htm

[15] „Meister“ (Maulawi) Rumi

Commentary on the saying of the Prophet, “We have returned from the lesser warfare to the greatest warfare.”

aus: Ibrahim Gamard: Rumi and Islam: Selections from His Stories, Poems, and Discourses Annotated & Explained

http://books.google.de/books?id=-17EZOGivqMC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Religiös mordender Kleiner Dschihad, selbstüberwindender Großer Dschihad:

Hadith expounds upon this understanding by recounting how Muhammad, upon returning from a victorious battle, told others that “We have returned from the lesser jihad (al-jihad al-asghar) to the greater jihad (al-jihad al-akbar).”

http://atheism.about.com/library/FAQs/islam/blfaq_islam_jihad.htm

Vorsicht, rechtsrevolutionäre Zone:

While he examined various traditions around the world, both occidental and oriental, Julius Evola also had things to say on the tradition of Islam that is predominant in areas between those two regions. In his valuable article “Islam in the Eyes of Julius Evola,” the Italian Muslim Claudio Mutti pays homage to his ideological father in regards to the latter’s views on Islam. …

The Greater Jihad

In another section of Revolt Against the Modern World, Evola discusses the hadith (narration from the Prophet), “Raja’na min al-jihad al-asghar ila-l jihad al-akbar” (“You have returned from the lesser struggle to the greater struggle”). While the chain of narrators (isnad) for this hadith has been considered by classical Islamic scholars as being inauthentic(46), the essence of its meaning is confirmed in several verses from the Qur’an(47), as well as several sayings of the Prophet (peace be upon him) that scholars of hadith have classified as authentic:

“The mujahid is he who makes jihad against his nafs (ego) for the sake of obeying Allah.”(48) “The strong one is not the one who overcomes people, the strong one is he who overcomes his nafs [ego].”(49) …

For Evola, this greater and lesser jihad “represents the general conception that the world of Tradition attributes to the warrior experience, and, generally speaking, to action as a path to realisation.”(51) As Evola writes in Revolt Against the Modern World:

“The relationship between the ‘greater’ and the ‘lesser holy war,’ however, mirrors the relationship between the soul and the body; in order to understand the heroic asceticism or ‘path of action,’ it is necessary to recognize the situation in which the two paths merge, ‘the lesser holy war’ becoming the means through which ‘a greater holy war’ is carried out, and vice versa: the ‘little holy war,’ or the external one, becomes almost a ritual action that expresses and gives witness to the reality of the first. Originally, orthodox Islam conceived a unitary form of asceticism: that which is connected to the jihad or ‘holy war’.

“The ‘greater holy war’ is man’s struggle against the enemies he carries within. More exactly, it is the struggle of man’s higher principle against everything that is merely human in him, against his inferior nature and against chaotic impulses and all sorts of material attachments.”(52) …

Sufism is the carrier of the primordial spiritual wisdom, as bounded within the final message of that Tradition which is Islam.

aus: Sean Jobst: Islam and Tradition: Evola’s Thoughts on Islam (01.04.2011)

http://kali-yuga.org/?p=1650

Vorsicht Braunzone

Claudio Mutti: Islam in the eyes of Julius Evola

http://www.claudiomutti.com/index.php?url=6&imag=1&id_news=130

Vom militanten Maoisten zum konservativen Revolutionär, Islamverherrlicher und Dschihad-Theoretiker. Euro-Kulturrassist und Israelhasser Claudio Mutti

http://it.wikipedia.org/wiki/Claudio_Mutti

La Jeune Europe (Giovane Europa) fu un movimento europeista-nazionalista formato da Jean Thiriart in Belgio. Riviste del movimento sono state Nouvelle Europe e La nation européenne.

http://it.wikipedia.org/wiki/Jeune_Europe

Jean-François Thiriart

http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Fran%C3%A7ois_Thiriart

Mouvement d’action civique

http://fr.wikipedia.org/wiki/Mouvement_d%27action_civique

Wo man die Gewaltverherrlichung eines Carl Schmitt („Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet“) schätzt und im Stil der späten Zwanziger geraunte Finanz-Verschwörungen wittert …

http://www.eurasia-rivista.org/lo-stato-di-eccezione/12235/

… schreibt Claudio Mutti zum Islam und die Freundin eines israelfreien (judenreinen?) Großpalästina, Susanne Scheidt, auch.

http://www.eurasia-rivista.org/islam/551/

August 2011, die eurasischen Kulturkreistheoretiker informieren sich über die ägyptischen Muslimbrüder (Fratelli Musulmani) und deren Partei für Gerechtigkeit und Freiheit (Partito di Libertà e Giustizia, Hizb al-Hurriyya wa l-‘Adala).

http://www.eurasia-rivista.org/la-fratellanza-musulmana-verso-le-elezioni-parlamentari-e-presidenziali/10927/

Susanne Scheidt, the coordinator of Al-Awda Italia

http://peacepalestine.blogspot.de/2007/06/susanne-scheidt-lebanese-tragedy-bit-of.html

http://sabbah.biz/mt/archives/2007/06/01/susanne-scheidt-the-lebanese-tragedy-a-bit-of-suspicion/

Al-Awda, The Palestine Right to Return Coalition (PRRC)

Susanne Scheidt, Al-Awda Italy

http://al-awda.org/individuals.html

Al Awda wird von Carlsbad (Kalifornien, USA) aus betrieben

http://www.al-awda.org/

Januar 2009, mit der Hamas müsse endlich verhandelt werden, fordern mit ihrer Unterschrift auch Aldo Braccio (EURASIA) und Susanne Scheidt: „NACH DER HAMAS bleibt dann nur noch al-Qaida, will der Westen etwa das?“

AFTER HAMAS, there’s alone Al Qaeda, is that the western wants? APRÈS LE HAMAS, il ne reste plus qu’al-Qaida: c’est cela que veut l’Occident?

http://www.masteruniteramo.it/pdf/articoliesaggi_perautore_pdf/articoliesaggimoffa_pdf/appellohamas.pdf

[16] Murschid ‘Ām (muršid ʿām, General Guide, General Leader, Allgemeiner Führer). Liste der General Leaders (G.L.) der Muslimbruderschaft

• Founder & First G. leader: (1928–1949) Hassan al Banna

• 2nd G.L. : (1949–1972) Hassan al-Hudaybi

• 3rd G.L. : (1972–1986) Umar al-Tilmisani

• 4th G.L. : (1986–1996) Muhammad Hamid Abu al-Nasr

• 5th G.L. : (1996–2002) Mustafa Mashhur

• 6th G.L. : (2002–2004) Ma’mun al-Hudaybi

• 7th G.L. : (2004–2010) Mohammed Mahdi Akef

• 8th G.L. : (16 January 2010 – present) Mohammed Badie

http://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_Brotherhood#General_leaders

[17] Ma’mun al-Hudaybi: „we believe in multiparty system“. Vorausgeschickt hatte der Murschid ‘Ām allerdings die Vorgabe, dass mit etwas, was nicht von Allah in der Scharia enthüllt (revealed) worden ist, gar nicht gearbeitet (act) werden darf. Und natürlich glauben (believe) die Brüder an Allahgott und an nichts anderes (was Schirk wäre, polytheistische „Beigesellung“).

Dieselbe Taqiyya der Muslimbrüder: Wolff kann Murschid-Stellvertreter Ḫairat aš-Šāṭir (2005) so wiedergeben: „Ein Mehrparteiensystem sei deshalb als Ausdruck der Verschiedenheit einer Gesellschaft sinnvoll“ (p 9). Das, eine nicht streng islamische Partei etwa als Vertretung einer Dhimmi-Milla, kann aus Sicht der Herrschaft Allahs auch nur ein Provisorium sein.

aus: Christian Wolff: Die ägyptische Muslimbruderschaft: Von der Utopie zur Realpolitik (p 119)

http://books.google.de/books?id=WctBHhEl_iYC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[18] Jahān Persisch für Welt (Note: “ā” is pronounced like “a” in “car”), heute sagt man auch donya; vgl. arab. das Diesseits ad-dunyā (Gegenteil: Jenseits, al-āḫira). Esfahan – nesf-e dschahan – Isfahan ist die Hälfte der Welt.

‘We have a saying here, ‘Isfahan Nisf-i-Jahan —Isfahan is half the world.’

http://www.saudiaramcoworld.com/issue/196201/.isfahan.is.half.the.world..htm

Isfahan, Decke des Hascht Behescht Palastes (Acht-Paradiese-Palast)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/32/Plafond_hasht_behesht_esfahan.jpg

Isfahan, Innenansicht der armenisch apostolischen Vank-Kathedrale

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2b/Vank_Cathedral_interior.jpg

Von Isfahan nur 107 km nach Südwesten ins Stammland der Bachtiaren, nach Shahr-e Kord. Am 09.04.2012 mussten 15 Studentinnen ihr Wohnheim verlassen, da sie, so jedenfalls sagt es die Hausleitung, ihren Hidschab (islamischen Schleier) nicht züchtig genug getragen hatten.

15 female students at ShahreKord University have been expelled from dormitories for improper Hejab.

http://lissnup.wordpress.com/2012/04/14/news-from-iran-week-15-2012/

Zur Vertreibung der angeblich unzureichend verschleierten Hochschülerinnen aus dem Studentenwohnheim der Universitätsstadt (143.000 Einwohner) Shahr-e Kord kennt Ali Schirasi auch die Vorgeschichte:

Die Repressalien sind wohl auch eine Antwort auf die Tatsache, dass diese 15 Studentinnen an den Protesten gegen die Studienbedingungen teilgenommen hatten. Damals waren sie vom Spitzeldienst der Uni gewarnt worden, wenn sie an den Protesten teilnähmen, würde das Folgen haben.

http://alischirasi.blogsport.de/2012/04/16/iran-rauswurf-von-15-studentinnen-aus-dem-wohnheim-wegen-schlechter-verschleierung/

Shahr-e Kord bei Isfahan, Universität. Im Mai 2010 wurden eine freie Campus-Zeitung zurück fordernde Studenten von Basidsch-Milizionären angegriffen und verletzt.

On May 23, 2010, students at ShahreKord University protested the expulsion of several students who were removed from the university for condemning a ban on a student-run newspaper. After the protest against the expulsions, Basij forces attacked the students. At least four students were injured and taken to the hospital. Students chanted, “Students would rather die than accept oppression” as they carried their classmate to the ambulance.

http://persian2english.com/?p=11076

Anti-government Revolts in Azad Uni of Shahr e Kord – May 3 2010

http://www.youtube.com/watch?v=_n9L0b53Rcg

6 Oct 2009 Shahre Kord Azad University students protest against the government of Iran

http://www.youtube.com/watch?v=okmgIpYzyEA

Shahre Kord University 4 November 2009 | 13th Aban Demonstration

http://www.youtube.com/watch?v=CRsFJ3YVcLE

[19] Suchbegriff jahandari: das Werk von Żiyā ad-Dīn Baranī (1285-1357) Rulings on Government (Fatāwā-i Jahāndārī, Fatāvā-yi jahāndārī, Fatwa-i-Jahandari) zementiert das durch unmenschliche Heiratsverbote gekennzeichnete und vielfach bis heute ungebrochene innermuslimische Kastenwesen Südasiens.

Muslims in India are sharply divided into two categories, Ashrafs and non-Ashrafs. The former have a superior status derived from their foreign ancestry. The Ashrafs, or those who claim a foreign descent, are further divided into four castes, Sayyads, Shiekhs, Mughals and Pathans, in that order of rank. The non-Ashrafs are alleged to be converts from Hinduism, and are therefore drawn from the indigenous population. They, in turn, are divided into a number of occupational castes. …

The four Ashraf castes are divided into two endogamous groups. Sayyads and Sheikhs inter-marry with a tendency towards hypergamy and so do Mughals and Pathans. Marriage alliances between Ashrafs and non-Ashrafs are still inconceivable and not a single instance of this is known to have occurred in living memory in Kasauli. In another predominantly Muslim village in the same district, a marriage did occur once between a non-Ashraf man and an Ashraf girl. But social disapproval was so persistent and intense that the couple was forced finally to migrate to Pakistan. In another district married a Muslim woman as a second wife. She was alleged to have belonged to the Dhobi caste. She was treated well by the husband who, in terms of clothes, jewellery, etc., provided for her equally (according to Koranic instructions as he understood them), but she was never socially accepted by the Ashrafs. On ceremonial occasions she had to retire to her quarters before mealtime, as Ashraf ladies would not eat with her. It was also understood that children born of her would not get Ashraf spouses, and as a matter of fact, they did not.

aus: Zarina Bhatty: Social Stratification Among Muslims in India

in: Caste: Its Twentieth Century Avatar (collected in Caste: Its Twentieth Century Avatar by M.N. Srinivas (ed.), Viking, New Delhi, 1996)

http://www.anti-caste.org/muslim_question/caste/bhatty_article.html

http://dir.groups.yahoo.com/group/Janshakti/message/21773

Caste system among South Asian Muslims refers to units of social stratification that have developed among Muslims in South Asia.

Religious, historical and socio-cultural factors have helped define the bounds of endogamous groups for Muslims in South Asia. There is a preference for endogamous marriages based on the clan-oriented nature of the society, which values and actively seeks similarities in social group identity based on several factors, including religious, sectarian, ethnic, and tribal/clan affiliation. Religious affiliation is itself multi-layered and includes religious considerations other than being Muslim, such as sectarian identity (e.g. Shia or Sunni, etc.) and religious orientation within the sect (Isnashari, Ismaili, Ahmedi, etc.). Both ethnic affiliation (e.g. Sindhi, Baloch, Punjabi, etc.) and membership of specific biraderis or Jat/quoms (see Jatis under) are additional integral components of social identity. …

In some parts of South Asia, the Muslims are divided as Ashrafs and Ajlafs. Ashrafs claim a superior status derived from their foreign ancestry. …

A classical example of scholarly declaration of the Muslim caste system is the Fatawa-i Jahandari, written by the fourteenth century Turkish scholar, Ziauddin Barani, a member of the court of Muhammad bin Tughlaq, of the Tughlaq dynasty of the Delhi Sultanate. Barani was known for his intensely casteist views, and regarded the Ashraf Muslims as racially superior to the Ajlaf Muslims. He divided the Muslims into grades and sub-grades.

http://en.wikipedia.org/wiki/Caste_system_among_South_Asian_Muslims

Ziauddin Barani (Ḍiyāʾ ad-Dīn Baranī, 1285–1357)

The Fatwa-i-Jahandari is a work containing the political ideals to be pursued by a Muslim ruler in order to earn religious merit and the gratitude of his subjects.

His fatwa would condone segregation of the Muslim ashraf upper castes and ajlaf low castes, in addition to the azral undercastes or the Dalit Muslims who are regarded as “ritually polluted” by the ashraf. …

Ziauddin Barani: “Religion and temporal government are twins; that is, head of religion and the head of government are twin brothers.”

http://en.wikipedia.org/wiki/Ziauddin_Barani

[20] Chūzestān ist traditionell arabisch besiedelt.Landkarte des völkerreichen Iran. Das sozusagen echtpersisch bevölkerte Gebiet ist olivgrün bei senkrechter Schraffur dargestellt, ein filigran zerfetztes binnenländisches Hufeisen mithin, vielleicht dem Siedlungsraum der ethnischen Rumänen innerhalb des von Ungarn und Siebenbürger Sachsen bewohnten Landes Rumänien vergleichbar. In den weiß gezeichneten, vor allem auch zentral gelegenen iranischen Gebieten wohnt, wüsten- oder gebirgsbedingt, keiner oder so gut wie niemand.

http://www.parstimes.com/images/iran_people.jpg

Bachtiari

http://www.farhangsara.com/bakhtiari.htm

http://www.bakhtiary.org/

http://www.youtube.com/watch?v=WT9aIHCZb0Y

Ahl-e Haqq (People of Truth) or Yârsân (kurd. Yâresân) sind eine überwiegend kurdische Religionsgemeinschaft, die neben etwas schiitischem Erbe vor allem Elemente des Jesidentums und Alevitentums bewahrt. Die Mitgliederzahl wird auf eine Million geschätzt.

http://en.wikipedia.org/wiki/Yaresan

Die Lak, Alak oder Lek sind die südöstliche Gruppe der Kurdenstämme in Luristan, Ilam und Hamadan.

Ihr Siedlungsgebiet wird zuweilen auch Lakistan (dt: Land der Laks) genannt. Sowohl die Lak als auch die Feyli, die sprachlich zu den Lak gehören, betrachten sich als Lorî aslî (dt: Echte Luren). Ihr Dialekt Leki ist ein stark von lurischen Dialekten (Lori, Bachtiari) beeinflusster Dialekt der Südkurdische Dialekte.

http://en.wikipedia.org/wiki/Lak_people_%28Iran%29

Qashqai (Qaşqay, Ghaschghai), turkmenischsprachig. Siedelnde Qashqai und nomadische Qashqai)

Unlike women in Iranian cities, while they are within their camping grounds, Qashqai women do not wear the traditional chador. Since the 1979 revolution, however, whenever they visit the city they must wear the chador. … Geographically, the Qashqais are located in the Zagros Mountain range that stretches across the entire southwestern edge of the plateau. Qashqais who have settled live in such Iranian cities as Shiraz, Firouzabad, Farrashband, Kazerun, Abadeh, and Semirom.

http://www.angelfire.com/rnb/bashiri/Qashqais/Qashqais.html

http://www.youtube.com/watch?v=o47-QoKZbl0&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=dZ32QsxM3Gw&feature=related

Kaschgai-Teppich / Rug made by Ghashgai people, Iran

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/67/Ghashghai_rug.jpg

Qashqai women weaving carpet (2005)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/8/81/Qashqai_women_weaving_carpet.jpg

Juden in Hamedan (1918)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c0/Kalimi_iran.jpg

Synagoge in Teheran (vor 1925)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/b/b9/Synagogue_in_Tehran%2C_Qajar_period.jpg

Mausoleum für Ester (Ehefrau von Xerxes I) und ihren Cousin Mordechai. Genaues Alter unklar; auch Shushan-Ducht, der jüdischen Ehefrau des Sassanidenherrschers König Yazdigird I (399-420) zugeschrieben. Aufgrund des Bezugs zum Purimfest bedeutendstes jüdisches Pilgerziel im Iran. Hamedan (Hamadān).

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/51/Hamadan_-_Mausoleum_of_Esther_and_Mordechai.jpg

The saga of Mordechai and Esther form the basis for the Jewish celibration of Purim; hence, the site is of deep historical significance to Iranian Jews and the wider Jewish community.

http://www.orientalarchitecture.com/iran/hamadan/mausoleum-of-esther-and-mordechai.php

Vollständige Lesung des Buches Ester (Megillat Ester). Kein Wort darf man verpassen. Deshalb muss der Vorlesende an den Stellen, an denen die Gemeinde beim Hören des Namens Haman mit Knarren klappert, mit Rasseln rasselt oder sonst Geräusche macht („Haman-Klopfen“, Klopfen auf das Pult, zum Teil mit besonderen Hämmerchen), eine Pause einlegen, bis sich der Lärm gelegt hat.

http://de.wikipedia.org/wiki/Purim#Purim_meschulasch

Statue für Rashid-al-Din Hamadani. Rašīd ad-Daula al-Hamaḏānī (Faḍl Allāh bin Abī l-Ḫair bin ʿAlī al-Hamaḏānī) wurde in einer jüdischen Familie geboren und war ein berühmter mittelalterlicher Arzt und Historiker (Verfasser der Dschami’ at-tawarich). Im Alter von 30 Jahren konvertierte er 1277 zum Islam, entging so dem Pogrom von 1291 und fand Zugang zum Hof der mongolischen Herrscher Persiens. Der Übertritt auch Ghazan Ilchans zum Islam 1295 wurde möglicherweise von Raschīd beeinflusst. Mahmud Ghazan machte ihn zum Finanzberater, schließlich zum Wesir und übertrug ihm ausgedehnte Ländereien in Transkaukasien sowie Kleinasien. Unter dem Mäzen Raschīd wurde Täbris zu einem Zentrum der Wissenschaften.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f8/Rashid-al-Din_Hamadani.jpg

Dschami’ at-tawarich (Ǧāmiʿu t-Tawārīḫ, Jami’ al-tawarikh). Die so genannte Universalgeschichte ist die Geschichte der Mongolen bis zum 13. Jahrhundert. Von Raschid ad-Din (Rašīd ad-Dīn Faḍl Allāh).

http://en.wikipedia.org/wiki/Jami%27_al-tawarikh

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/54/Mongol_soldiers_by_Rashid_al-Din_1305.JPG

Afro-Iraner (Afro-Iranians)

http://www.youtube.com/watch?v=s_iiHVN7x5k

http://www.youtube.com/watch?v=JOaFTTZK7aY&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=djte-NO2yOk

Belutschistan (anglisiert Balochistan),

http://www.youtube.com/watch?v=l949lQqA_gs

separatistische Fraktion Baloch Freedom Fighter

http://www.youtube.com/watch?v=_0m65H78Wr0

Belutschistan, dschihadistische Variante. King of Iranian Balochs (Abdulmalik Regi Baloch Leader of Jundullah)

http://www.youtube.com/watch?v=rrjpVxlOPfQ

DschundAllah, Armee Allahs. Wahabi Jundullah. Terrorist Abdol Malek. Rigi Hanged.

http://www.youtube.com/watch?v=07VcltjvSD4&feature=related

[21] Part of these tactics were the human-wave assaults in which Basij units, the military forces consisting of volunteers, attacked Iraqi defense positions with light armor and cleared the way for the Revolutionary Guards. These Basij units, officially called Basij-e mostażʿafin (Mobilization of the Oppressed) and loyal to the principles of the Islamic revolution, were formed and trained under the supervision of the Revolutionary Guards.

aus: IRAN-IRAQ WAR, erstveröffentlicht am 15.12.2006, hier bei: Encyclopædia Iranica

http://www.iranicaonline.org/articles/iraq-vii-iran-iraq-war

System Kindersoldat, auch bei den Basīǧ-e Mostażʿafīn. Bilder aus dem Iran-Irak-Krieg (sogenannter Erster Golfkrieg).

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/37/Children_In_iraq-iran_war4.jpg

http://www.cfr.org/interactives/CG_Iran/img/CH02/CGIran_TLS3_1980.jpg

http://digitaljournal.com/img/9/7/3/6/5/i/1/0/9/o/iranian-child-soldier.jpg

http://www.internationalrelations.com/wp-content/uploads/2011/12/IranIraq-War-1980s.jpg

http://minreyes.ca/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/Young_basiji_front_line_Iran-Iraq_war_Iran_1981-82.jpg

[22] Aqida (ʿaqīda, pl. ʿqāʾid, Wirkung zeigende Glaubensgrundsätze des Einzelnen) ist das von jedem Muslim heißen Herzens persönlich zu bekundende, in seinem Umfang von Allah vorherbestimmte Konvolut an Schariawissenschaft, Islamerkenntnis, Glaubenstiefe und Gottesfurcht. Oft, jahrelang etwa beim IESH, ist Aqida einfach ein Synonym für Scharia.

Aqida kommt zuerst!

Schaich Salih ibn Fawzan al-Fawzan

http://www.salaf.de/aqida/pdf/aqd0002_Aqida%20kommt%20zuerst.pdf

Was ist Aqida?

Schaich Salih al-Munadschid

http://www.salaf.de/aqida/pdf/aqd0001_Was%20ist%20Aqida.pdf

Aqida mit Tauhid gleichzusetzen geht aber offensichtlich ebenso problemlos; der Tauhid ist die vierfache Unversehrbarkeit und vierfache Unteilbarkeit von Schöpfer, Schöpfung, Weltgemeinde und Gesetz (Chaaliq, Chalq, Umma, Scharii’a).

What is Aqidah?

When we say Aqidah, we mean that which your heart accepts without reservation, from the absolute facts revealed to Allah’s messenger, peace be upon him. The word Aqidah comes from the Arabic root of `Aqada which means to hold tightly and make a knot. The meaning of Aqidah as it relates to our behavior and mentality means to be firm and tenacious. This is the way every Muslim should feel when it comes to the fundamentals of Islam; have firm belief and strong conviction in your heart.

More clearly, Aqidah is to believe in Allah and everything related to Him; His worthiness of worship and lordship, his names and attributes, belief in the angels, books, messengers, destiny, the last day and everything authentic in the religion. We must accept Allah as the ruler and legislator and accept the messenger, peace be upon him, as one worthy of obedience and as a leader and guide, whose behavior and judgment we seek to emulate.

The most important part of the Aqidah of the Muslim is Al-Tawheed, which is the oneness of Allah in worship, lordship and names and attributes. The importance and meaning of Al-Tawheed enables us to use the term interchangeably with Aqidah.

Allah created the heavens and the earth solely for Al-Tawheed; he sent all the messengers and prophets to invite the people to Al-Tawheed and to worship him alone. Consequently, it is incumbent upon us as Muslims to learn this, to know the purpose behind our existence, and to teach and spread this knowledge to our children, families and humanity. We should strive to return to the pure faith, and correct some common Aqidah mistakes which affect many Muslims, whether in belief or practice.

http://www.altayyib.com/index.php?option=com_content&view=article&id=305:what-is-aqidah&catid=4:articlecategory&Itemid=9

Das IESH (Hauptsitz Château-Chinon) setzte Aqidah und Scharia jahrelang gerne gleich (Server gerade ausgestellt, auf arabisch schrieb das Institut Scharia, auf Englisch übersetzt als Aqidah ( http://www.iesh.org/ ); analog umging das Haus die sinngemäße Aussage: Hier können Sie die Scharia studieren, sondern umschrieb: Hier können Sie “Islamisches Recht (Fiqh)” studieren: Jurisprudence islamique (fiqh) (…) [IESH-Nebenstelle Paris, http://www.ieshdeparis.fr ] Die ägyptische Verfassung wiederum setzte Fiqh und Scharia gleich (Artikel 2) Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the Islamic Jurisprudence (Sharia) is a principal source of legislation.

http://wiki.verkata.com/de/wiki/Diskussion:Scharia

Zum Unterschied zwischen Scharia und Fiqh

Die kohärente (unteilbare) und vollkommene Scharia ist nicht von Menschen geschaffen, ihr Urheber und Verfasser ist Allah. Im Gegensatz zur nach Kohärenz strebenden (zunehmend totalitaristischen), zeitangepassten sakralen Islamischen Jurisprudenz, dem verstandesmäßig erfassbaren Fiqh, dessen Gestalter und Anwender islamgelehrig-elitäre Menschen sind (Ulama, Scheiche, Muftis, Schariarichter), ist die auf Abwehr des Teufels und auf Seelenrettung zielende Islamische Normativität (Scharia) überzeitlich und dem Verstehen enthoben. Weil niemand die Scharia völlig verstehen kann, könnte nur der Schöpfer (Allah) sie verändern, der aber zugesagt hat, dass sie (dass der Islam) bis zum Tage der Auferstehung gesetzt ist (Gesetz ist). In der Praxis wird zwischen Scharia und Aqida (das Konvolut persönlichen islamischen Fürwahrhaltens und Bekennens) bzw. zwischen Scharia und Fiqh oft kein Unterschied gemacht, was durchaus erklärlich ist, gleichen Scharia (naturgesetzartige Islam-Theorie) und Fiqh (Schariaanwendung, jenseitszentrierte Rechtspraxis) doch zwei Seiten der selben Medaille. Während die Scharia perfekt geschaffen ist, ist der Fiqh sozusagen unterwegs und fordert, hier und heute, den am medinensischen Staatsmodell (622-855 n. Chr.) orientierten Aufbau der Islamischen Ordnung (Niẓām Islāmī, Nizam-ı İslâm).

http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Scharia

[23] aus: Robert Grözinger: Wo Ibn Warraq unrecht hat, in: eigentümlich frei 03.03.2008

http://ef-magazin.de/2008/03/03/materialismus-und-konstruktivismus-woran-der-westen-krankt

André F. Lichtschlag ist Herausgeber des Magazins eigentümlich frei und will, vielleicht ja nur im Scherz, die Bürgerschaft in ein Kastensystem der zur politischen Herrschaft befugten Leistungsträger und der politisch machtlosen Leistungsempfänger spalten:

„Deutschland ist weit vorangeschritten auf dem Weg hin zu einem neosozialistischen Staat – und ist in sich selbst nicht mehr reformierbar. Denn inzwischen stellen die Nettostaatsprofiteure die Mehrheit: Beamte, Politiker, Arbeitslose und Rentner stimmen mit ihren Mehrheiten jeden noch produktiven Menschen nieder und beuten ihn weiter und immer mehr aus. … Vielleicht sollte ernsthaft über folgende Idee nachgedacht werden: den Entzug des Wahlrechts für alle Nettostaatsprofiteure. Wählen dürfen demnach in Zukunft nur noch die Nettosteuerzahler, also Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der privaten Wirtschaft. … Heute ist “Weniger Demokratie wagen!” der letzte Ausweg vor dem sicheren Gang in den Totalitarismus.“

aus: André F. Lichtschlag: Entzieht den Nettostaatsprofiteuren das Wahlrecht!

in: WELT-online 19.09.2006

http://www.welt.de/print-welt/article153823/Entzieht-den-Nettostaatsprofiteuren-das-Wahlrecht.html

Eine passende bürgerlich-aufklärungshumanistische Antwort zu Grözingers den westlichen Kulturkreis verherrlichenden Ibn-Warraq-Kritik und Lichtschlags unschuldig tuenden Vorschlag eines Wahlrechts-Sozialrassismus ließe sich vom Congress of South African Trade Unions (COSATU) heranziehen, dem größten südafrikanischen Gewerkschafts-Dachverband:

It is a philosophy of the survival of the fittest and weakest to the wall, where the principle of ‘dog-eats-dog’ and ‘me-first’ applies. Whilst workers’ universal slogan is “an injury to one is the injury to all” the capitalist slogan is the opposite – “an injury to one is an opportunity to the other”.

http://www.cosatu.org.za/show.php?ID=2566

[24] Dieu a fait son retour dans les sociétés européennes “grâce aux musulmans”, selon le cardinal français Jean-Louis Tauran, président du Conseil pontifical pour le dialogue interreligieux, cité aujourd’hui par le journal du Vatican.

Le cardinal Tauran, qui s’exprimait à la faculté de théologie de Naples (sud de l’Italie), s’est demandé “comment a fait Dieu pour revenir dans nos sociétés”. “C’est le grand paradoxe: grâce aux musulmans”, a-t-il répondu.

“Ce sont les musulmans qui, devenus en Europe une minorité importante, ont demandé de l’espace pour Dieu dans la société”, a-t-il ajouté dans des extraits de son discours publiés par l’Osservatore Romano. (…)

“Nous sommes tous condamnés au dialogue”, a-t-il dit.

aus: Le Figaro 27.11.2008

http://www.lefigaro.fr/flash-actu/2008/11/27/01011-20081127FILWWW00699-dieu-de-retour-grace-aux-musulmans.php

Tauran in Neapel, auf Deutsch auch hier

http://storico.radiovaticana.org/ted/storico/2008-11/248341_vatikan_moslems_liesen_gott_zuruckkommen.html

Tauran: „Wir sind zum Dialog verurteilt.“ (…)

Am heutigen Vormittag haben die Arbeiten des Katholisch-Islamischen Forums („Catholic-Muslim Forum“) begonnen, die am kommenden Donnerstag, 6. November, ihren Abschluss finden werden.

Das Forum wurde vom Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog und von Vertretern des Islams einberufen. Es ist kam nach dem offenen Brief zustande, den 138 muslimische Persönlichkeiten am 13. Oktober 2007 an den Papst und andere christliche Hirten gesandt hatten.

in: ZENIT 04.11.2008

http://www.zenit.org/article-16327?l=german

Offener Brief von 138 muslimischen Theologen an Papst Benedikt XVI. und die ganze Christenheit

Ein gemeinsames Wort zwischen uns und Ihnen (Zusammenfassung und Kurzfassung)

Muslime und Christen gemeinsam stellen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Ohne Frieden zwischen diesen beiden religiösen Gemeinschaften kann es keinen wirklichen Frieden in der Welt geben. Die Zukunft der Welt hängt vom Frieden zwischen Muslimen und Christen ab. (…)

http://www.zenit.org/article-13580?l=german

Zum Anlass von Eid al-Fitr al-Mubarak 1428 A.H. / Oktober 13. 2007 n.Chr. und zum Ersten Jahrestag des Offenen Briefes von 38 muslimischen Gelehrten an S.H. Papst Benedikt XVI

Muslime und Christen machen gemeinsam mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung aus. Ohne Frieden und Gerechtigkeit zwischen diesen beiden religiösen Gemeinschaften kann es keinen Frieden von Bedeutung auf der Welt geben. Die Zukunft dieser Welt hängt vom Frieden zwischen Muslimen und Christen ab.

http://www.acommonword.com/lib/downloads/gemeinsames_wort.pdf

hier in der Übersetzung von Abd al-Hafidh Wentzel

http://www.acommonword.com/lib/downloads/EIN_WORT_DAS_UNS_UND_EUCH_GEMEINSAM_IST.pdf

Die 138 Unterschriften

Alphabetisch von A bis Z bzw. von His Royal Eminence Sultan Muhammadu Sa’ad Ababakar, The 20th Sultan of Sokoto; Leader of the Muslims of Nigeria bis H.E. Shaykh Mu’ammar Zukoulic, Mufti of Sanjak, Bosnia

Die Internetseite A Common Word wird organisiert von The Royal Aal Al-Bayt Institute for Islamic Thought (s. u.)

http://www.acommonword.com/index.php?lang=en&page=signatories

Nummer 139 ist Shaikh Ahmad Kutty, Schariagesetz-Frontkämpfer, Scheich und Vater von Rechtsanwalt Faisal Kutty

http://www.acommonword.com/index.php?lang=en&page=new

Shaikh Ahmad Kutty (Shariah Scholar)

Shaikh Kutty was educated in the traditional Islamic Sciences in India and at the Islamic University of Madina Munawwarah. … He pursued post-graduate studies at the University of Toronto (M.A.) and McGill University, Montreal (Doctoral Studies).

Currently, Shaikh Ahmad Kutty serves as a senior lecturer at the Islamic Institute of Toronto. He is also a Mufti on Islamonline.net and Islam.ca

gefunden bei: Islamic Finance Advisory Board (Ontario, Kanada)

http://www.islamicfinanceboard.com/shariahboard.html

Faisal Kutty is a Canadian lawyer, writer and human rights activist. He is a law professor and widely quoted commentator and public intellectual. He is the son of Islamic scholar Shaikh Ahmad Kutty.

http://en.wikipedia.org/wiki/Faisal_Kutty

SCHREIBEN VON KARDINAL TARCISIO BERTONE

IM NAMEN DES HL. VATERS

AN EINE GRUPPE VON MUSLIMISCHEN RELIGIONSFÜHRERN

An Seine Königliche Hoheit

Prinz Ghazi bin Muhammad bin Talal

The Royal Palace

Amman

Jordanien

Königliche Hoheit,

am 13. Oktober 2007 unterzeichneten 138 muslimische Religionsführer – darunter auch Sie, Königliche Hoheit – einen offenen Brief, der an Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. und an andere christliche Verantwortungsträger gerichtet war. (…)

http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/card-bertone/2007/documents/rc_seg-st_20071119_muslim-leaders_ge.html

The Royal Aal al-Bayt Institute for Islamic Thought

The Royal Islamic Strategic Studies Centre is affiliated with it.

The late King Hussein Bin Talal established the Institute in 1980, and entrusted it to Prince al-Hassan Bin Talal. It passed on to crown prince Hamzah Bin Al-Hussein on August 8, 1999 and then to prince Ghazi bin Muhammad, who is the Chair of the Board of Trustees.

http://en.wikipedia.org/wiki/Royal_Islamic_Strategic_Studies_Centre

Medium-Term Projects:

A. Treatment of Non-Muslims in Islam

B. Shura (Consultation) in Islam

C. Financial Administration in Islam

D. Arab and Islamic Education: Institutions and Practices

E. Development from an Islamic Perspective

http://www.aalalbayt.org//en/projectsprevious.html

The Royal Islamic Strategic Studies Centre (RISSC)

http://www.rissc.jo/

[25] Hinder: Am Dialog zwischen Christen und Muslimen führt kein Weg vorbei, auch wenn das unterschiedliche kollektive Gedächtnis der Christen und der Muslime das gegenseitige Verstehen oft schon im Ansatz erschwert. Der Abbau von Misstrauen durch das Kennenlernen der je anderen und dessen, was sie glauben, ist unabdingbare Voraussetzung für einen Dialog, der noch über viele Stolpersteine führen wird. Der Dialog kann gelingen, wenn wir erkennen, dass wir es bei den anderen mit echter Religion zu tun haben, das heißt mit Menschen, die nicht sich selbst und ihre Eigeninteressen an die erste Stelle setzen, sondern radikal auf Gott bezogen sind – auch wenn sie diesen Gott unterschiedlich verstehen. (…)

Als Apostolischer Vikar von Arabien bin ich zuständig für alle Katholiken in Bahrain, Jemen, Katar, Oman, Saudi Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Es handelt sich ausschließlich um Ausländer aus der ganzen Welt, vor allem aus Indien, den Philippinen und arabischen Ländern der Levante. Ihre Zahl beträgt wenigstens zwei Millionen. Ich habe die Seelsorge der Gläubigen so gut wie möglich zu garantieren.

bei kath.net (Katholische Nachrichten) 21. Januar 2010

http://www.kath.net/detail.php?id=25328

[26] Ruhollah Chomeini: Kašf al-asrār, Enthüllung der Geheimnisse. Das strengstens schariatreue Frühwerk des 25 Jahre alten Theologen stammt aus dem Jahre 1942 oder 1943. Nur mit Mühe lassen sich im Internet kurze Zitate aus ihm finden, eine Herrschaft des Höchsten Rechtsgelehrten (Velayat-e Faqih) war für Chomeini damals noch nicht Ziel. Der Buchtitel wird wiedergegeben als Kashf-e Asrar, Discovery of Secrets, Uncovering of Secrets, Secrets Unveiled, dévoilement des secrets.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sadegh_Khalkali

Chomeini und die Fadayan-e Islam (dt. auch Fedajin-e Islam). Im Kashf-e Asrar schreibt Ruhollah Chomeini: Das Blut aller Islamkritiker muss vergossen werden!

Its first assassination was of a nationalist, anti-clerical, Iranian author named Ahmad Kasravi, who was shot and killed in 1946. Kasravi is said to have been the target of Ayatollah Khomeini’s demand in his first book, Kashf al Asrar (Key to the Secrets), that “all those who criticized Islam” are mahdur ad-damm, (meaning that their blood must be shed by the faithful).

http://en.wikipedia.org/wiki/Fada%27iyan-e_Islam

Notes on “Kashf al-Asrar” … Khomeini’s pamphlet was vitriolic both in sentiment and tone and amounted to a virtual death sentence on Kasravi. Without naming the guilty intellectual, Khomeini denounced all those who criticized Islam as mahdur ad-damm, meaning that their blood must be shed by the faithful.

http://gemsofislamism.tripod.com/khomeini_works.html

And from that which is agreed upon is that the Harbī is one whose blood is spilled with impunity (Mahdūr Ad-Damm).

aus: At-Tibyān Publications: Essay Regarding the Basic Rules [Aṣl] of the Blood, Wealth, And Honour oft he Disbelievers

http://www.scribd.com/doc/19236895/Essay-Regarding-the-Basic-Asl-of-the-Blood-Wealth-And-Hono

Qadir Awdah sagt über den Muharib: Das worüber Einstimmigkeit herrscht ist das man das Blut von einem Harbi ungestraft vergießen darf (mahdur ad-Damm).

aus: Thomas Tartsch: Ǧihād aṣ-ṣaġīr: Legitimation und Kampfdoktrinen; Ein Beitrag zum Zusammenhang zwischen Religion und religiös-rechtlich legitimierter Gewalt (p 94)

http://books.google.de/books?id=-PTftyJofqgC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Khalkhali is known to have been one of Khomeini’s circle of disciples as far back as 1955 and is reported to have reconstructed the former secret society of Islamic assassins known as the Fadayan-e Islam after its suppression, but was not a well-known figure to the public prior to the Islamic Revolution.

On February 24, 1979, however, Khalkhali was chosen by Ayatollah Khomeini to be the Sharia ruler or head the newly established Revolutionary Courts, and to make Islamic rulings. In the early days of the revolution he sentenced to death “hundreds of former government officials” on charges such as “spreading corruption on earth” and “warring against God.” Most of the condemned did not have access to a lawyer or a jury.

http://en.wikipedia.org/wiki/Sadegh_Khalkhali

Ayatullah Khomeini in his book “Kashf al Asrar” after quoting the Ayah (Alyawma akmaltu lakum……) said:

((This day have I perfected your religion for you, completed My favour upon you, and have chosen for you Islam as your religion. But if any is forced by hunger, with no inclination to transgression, God is indeed Oft-forgiving, Most Merciful))

And it is clear that if the Prophet had delivered the message of Imamah as Allah ordered and if he had placed some effort in this matter, Many Battles and conflicts would not have taken place in the Islamic world, nor would we have many differences in The Usool and Fouru’u of this religion.

Source: Kashf al Asrar, Rooh Allah al Khomeini, Translated by Dr. Muhammad Albandari, third print 1988, Dar Ammar for publishing and distribution Amman.

http://de-de.facebook.com/note.php?note_id=197397700320832

Kashf al-Asrar is written in Persian language in 1942. Dr. Muhammad al-Bandari (we don’t know who is he) translated this into arabic and the book printed in Jordan with taleeq of Salim al-Hilali. …

Right english translation:

And it is clear that if the Imamat were as Allah had ordered, Prophet (s) propogated and had done efforts for it, then these fights and quarrels wouldn’t have occurred in the Islamic countries, and neither would there have been differences in usoolud-deen and the furood-deen).

Judge yourselves.

http://www.shiaforums.com/vb/f195/tahrif-mam-khomeinys-book-kashf-al-asrar-10651/

[27] Vogels Ansichten gelten als integrations- und verfassungsfeindlich.

Beobachter betrachten seine Ideologie, die sich streng am Koran orientiert und derzufolge Nicht-Muslime in der Hölle landen, als Wegbereiter für Gewalt befürwortende Auslegungen des Islam. Vogel selbst hat Gewalt und Terror allerdings immer ausdrücklich abgelehnt. In die Schlagzeilen geriet der einstige Boxer, der auch unter dem Namen Abu Hamza auftritt, zuletzt, als er bei einer Ansprache in Mönchengladbach Kanzlerin Angela Merkel riet, in Problemvierteln in Neukölln die Scharia einzuführen.

Vogel war in der Vergangenheit mehrfach mit seiner radikalen Haltung aufgefallen. Im vergangenen Jahr richtete er etwa an Bundeskanzlerin Angela Merkel, nachdem sein Verein “Einladung zum Paradies” durchsucht worden war, die Worte: “Wenn ihr sterbt, und ihr habt den Islam nicht angenommen, dann werdet ihr für Ewigkeit in die Hölle gehen und dort Qualen erleiden, die schlimmer sind als alle Qualen, die ihr euch überhaupt vorstellen könnt.”

aus: DER TAGESSPIEGEL 01.12.2010

http://www.tagesspiegel.de/berlin/scharia-zum-weihnachtsfest-bekannter-islamist-kommt-nach-neukoelln/3583784.html

Vorbeter Pierre Vogel ist überzeugt, dass das islamische Rechtssystem, die Scharia, “von Menschen gemachten Gesetzen” überlegen ist: “Wenn Allah befiehlt, dass ein verheirateter Ehebrecher und eine Ehebrecherin gesteinigt werden, dann ist das richtig, dass derjenige, der diesen Befehl bekommen hat, wie der Prophet Mohammed, dass er es macht.”

Den entscheidenden Satz spricht der Mann mit dem langen weißen Gewand und dem ungestutzten Bart nach exakt 38 Minuten und 50 Sekunden: “Der Islam ist mit der Demokratie nicht kompatibel.” [Islam is not compatible with democracy, s. u.]

Abdur Raheem Green, so heißt der Prediger, blickt in die Gesichter seiner Zuhörer und schweigt für einen Moment. Er hat lange auf diesen Satz hingearbeitet, hat den Begriff der Demokratie als Herrschaft des Volkes mit “von Menschen gemachten Gesetzen” definiert, den Islam dagegen als die bedingungslose und ausschließliche Unterwerfung unter die Gesetze Allahs. Nun soll sich die Schlussfolgerung, dass beides nicht zueinander passen kann, in den Köpfen seiner Zuhörer festsetzen.

Green gilt als einer der weltweit profiliertesten Prediger der fundamentalistischen Bewegung des Salafismus. Über die Unvereinbarkeit von Demokratie und Islam sprach er zuletzt vor mehreren tausend Menschen in Indien. Nun will er seine Ansichten auch den deutschen Muslimen vermitteln: Bei einem Auftritt am 29. Mai in der Nähe von Koblenz. …

Wie ein “rechtgeleiteter” Muslim sein sollte, vermittelt der einstige Boxer wie kein anderer deutscher Salafisten-Prediger. Mit dem roten Rauschebart und dem Szene-typischen weißen Gewand sieht er fast zum Knuddeln aus. Seine Zuhörer umarmt er im übertragenen und gerne auch im wörtlichen Sinne als “meine Brüder”. Wenn es darauf ankommt, kann er aber auch laut werden: “Wenn Sie, Frau Merkel, oder auch ihr Verantwortungslosen vom Verfassungsschutz (…) heute sterbt, ohne den Islam angenommen zu haben (…), dann werdet Ihr danach für alle Ewigkeiten in die Hölle gehen.” …

Mit Abdur Raheem Green hat sich Vogel für den Auftritt in Koblenz dagegen einen Fundamentalisten eingeladen, dessen Vorträge fast schon philosophisch wirken. Der Islam ist für den 46-Jährigen mehr als eine Frage des Glaubens. Green meint, die Existenz Allahs beweisen zu können. Damit füllt er weltweit große Säle.

Green argumentiert fundamentalistisch, versteht es im Rahmen seiner radikalen Auslegung des Koran aber auch zu differenzieren. Vieles in den westlichen Staaten sei problemlos mit dem Islam – so wie er ihn versteht – vereinbar. Letztlich bestehe aber kein Zweifel, dass “Muslime Allahs Scharia in ihren persönlichen Leben implementieren müssen”. Das Leben in einem westlichen Staat mache einen Muslim noch zwar nicht zum Ungläubigen. Nach Gesetzen zu leben, die denen der Scharia widersprächen, sei aber eine klare Sünde.

aus: Kampf für die Scharia, domradio 29.4.2011

http://www.domradio.de/aktuell/73193/kampf-fuer-die-scharia.html

Green: “Der Islam ist mit der Demokratie nicht kompatibel. Islam is not compatible with democracy.”

ausführlicher zitiert:

The preacher, Abdur Raheem Green, has stated that “Islam is not compatible with democracy.” He also says that a husband has the right to administer “some type of physical force… a very light beating” to his wife, to prevent her from committing “evil.”

aus: Andrew Gilligan: Lutfur Rahman council promotes extremist preacher who supports wife-beating

in: THE TELEGRAPH 09.11.2010 (man lese dort weiter zu Zakir Naik)

http://blogs.telegraph.co.uk/news/andrewgilligan/100062902/lutfur-rahman-council-promotes-extremist-preacher-who-supports-wife-beating/

Demokratie ist eine Strafe Gottes! New York: Sufi Muslim Leader “Democracy Is Punishment From Allah”

http://mypetjawa.mu.nu/archives/208342.php

Der Sufi-Scheich versteht den Islam völlig richtig: DAS KALIFAT IST DIE RECHTE WEISE ISLAMISCHEN REGIERENS; man beachte dabei den Aufruf zur Wiedererrichtung der Islamischen Nation, „nation of Islam“ ist natürlich das Kalifat.

KHILAFAT IS THE RULING SYSTEM OF ISLAM.

Since when that came down? Since when that sickness of Democracy entered. They removed the Khilafat, they removed the ruling system of Islam and they brought Democracy … And they separated the one nation of Islam into nationalities saying to the Turks, ‘You have your own flag’, saying to Egyptians, ‘You have your own flag’, to Syrians, ‘You have your own flag’, to Pakistanis ‘Your own flag, your own flag’ and everyone raised their nationalism before Islam.

Sheykh Abdul Kerim al-Hakkani al-Kibrisi

Osmanli Naksibendi Hakkani Dergahi, Siddiki Center, New York

https://inspirations786.wordpress.com/2011/06/21/khilafat-is-the-ruling-system-of-islam/

we are living in the time of second Jahiliyah,which is worse than the first Jahiliyah

Du hast ein Diplom von der Universitäts Satans. You have a diploma from Sheytan university.

http://sohbetmulti.wordpress.com/2011/12/05/we-are-living-in-the-time-of-second-jahiliyahwhich-is-worse-than-the-first-jahiliyah/

Worldwide Naksibendi Leader: Mevlana Shaykh M. Nazim al-Hakkani al-Kibrisi

The Grandsheykh of the Naks-I’bendi Hakkani Tarikat is Sultan Evliya Mevlana Seyh Muhammad Nazim al-Hakkani el-Kibrisi. His deputy, Sheykh Abdul Kerim al-Kibrisi, established the Osmanli Naks-I’bendi Hakkani Dergahi in the Catskill Mountains of New York in 2002, after a quarter century of leading tarikat activities in New York City. The makam (shrine) of Grandsheykh Abdullah Daghestani, may Allah bless his secret, is on the dergah land.

http://sohbetmulti.wordpress.com/about/

Das Kalifat ist im Islam Pflicht … den Ungläubigen ist es gelungen, unser System, das Kalifat, von unserem Alltag und Leben zu trennen.

Urgently Wanted: One Good Khaleef to unite the Ummah

Islamic Evidences for the Obligation of the Khilafah

Islam has been reduced to merely a state “religion” and Secularism is hailed as the states Ideology. The Kuffar succeeded in divorcing our system, the Khilafah, from our lives.

http://www.themodernreligion.com/pol/khaleef-wanted.html

The Modern Religion, mit Durchklick zu ZAYTUNA INSTITUTE

http://www.themodernreligion.com/

ZAYTUNA INSTITUTE (Berkeley, Kalifornien, USA)

http://www.zaytunacollege.org/about/our_mission/

http://www.zaytunacollege.org/about/

[28] Seyyed Hassan Taqizadehs Vater war ein schiitischer Geistlicher, der in seinem Sohn ebenfalls einen Geistlichen sah. Ab seinem 5. Lebensjahr begann Seyyed Hassan seine Ausbildung mit Koranstudien, Astronomie und Arabisch. Darüber hinaus bildete er sich in traditioneller Medizin aus. Diese traditionelle Ausbildung wurde von seinem Vater überwacht und gefördert. Heimlich lernte er französisch und später in der American Memorial School englisch und beschäftigte sich intensiv mit der europäischen Literatur. Mehrere Jahre lebte er ein Doppelleben. Tagsüber besuchte er das schiitische Seminar und abends beschäftigte er sich mit der Geistesgeschichte des Westens und mit neueren iranischen Veröffentlichungen, die Moderne und Veränderung auch im Iran forderten. (…)

Ab 1904 begab sich Taqizadeh auf eine Bildungsreise. Er besuchte alle bedeutsamen Städte des Nahen Ostens (Istanbul, Damaskus und Kairo) sowie die Kaukasusregion. Er traf Schriftsteller und Wissenschaftler und kehrte mehr denn je überzeugt von seinen politischen Ideen, der Iran müsse sich durch eine Hinwendung zu westlichen Ideen erneuern, zurück in den Iran. Dort war inzwischen die Konstitutionelle Revolution ausgebrochen, was zunächst einmal dazu führte, dass sein Buchladen in Tabriz von seinen Gegnern niedergebrannt worden war. Taqizadeh unterstützte die Revolution und wurde nach der Gründung des ersten Parlaments 1906 als Abgeordneter von Tabriz gewählt. Taqizadeh wurde Anführer einer radikalen Fraktion, die für eine Ergänzung der 1906 verabschiedeten Verfassung eintrat. Er entwarf die die Verfassung ergänzenden Artikel, in denen es um die Ausgestaltung der Bürgerrechte und der Teilung der Gewalt zwischen Regierung, Parlament und Rechtsprechung ging. Damit stellte er sich klar gegen die Geistlichkeit, die in der Verfassungsänderung vor allem auf die Vereinbarkeit der vom Parlament verabschiedeten Gesetze mit dem Islam abzielte.

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Seyyed_Hassan_Taqizadeh&stable=0&shownotice=1&fromsection=Kindheit_und_Jugend

“outwardly and inwardly, in body and in spirit, Iran must become Europeanized”

Ḥasan Taqizādeh (1878-1970)

http://en.wikipedia.org/wiki/Hassan_Taqizadeh

[29] Bab-e Sayyad, AMU-Haupteingang

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/6/6c/Bab-e-Sayyad.jpg

AMU-Moschee

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/64/Aligarh_Muslim_University_Masjid.jpg

Der Indo-Islamische Denker Sir Sayyid Ahmad Khan (Saiyid Aḥmad Ḫān, 1817-1898)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/a5/Sayyid_Ahmad_Khan.jpg

http://farm4.static.flickr.com/3570/3517170176_828ae38c18.jpg

Er begann 1837 in der Verwaltung zu arbeiten, stieg in der Hierarchie der Kolonialbehörde rasch auf und war bei Ausbruch des Aufstands 1857 in Bijnor nordöstlich von Delhi stationiert. Wie viele Muslime in britischen Diensten, brachte der Aufstand einer Allianz indischer Militärs mit Vertretern der alten Elite gegen die Briten auch Sayyid Ahmad Khan in Loyalitätskonflikte, die er aber durch die Rettung britischer Kollegen vor den Übergriffen der Aufständischen zu Gunsten seiner Arbeitgeber entschied. Auf der Seite der Aufständischen kämpften einige seiner engsten Freunde, zu den Opfern zählten Mitglieder seiner eigenen Familie. …

Obwohl Khan schon zuvor an den Vorrang der Briten gegenüber den Indern geglaubt hatte, überzeugte ihn eine Englandreise 1870 restlos von deren technischer und moralischer Überlegenheit, die ihre Kolonialherrschaft in Südasien rechtfertigte. Khan war sich sicher, dass nur die Kenntnis der Errungenschaften der Europäer es der Elite der indisch-muslimischen Gemeinschaft in Zukunft ermöglichen würde, an der Fortschrittlichkeit einer neuen, westlich geprägten Gesellschaft in Südasien partizipieren zu können.

Aufgrund dieser Überzeugung hielt es Khan für überaus wichtig, sich mit den kommenden Herrschern zu verbünden und so der Hindumehrheit zu begegnen. Seine Ansichten zur Unterschiedlichkeit von Hindus und Muslimen sind von Vertretern eines separaten Muslimstaats Anfang des 20. Jahrhunderts als eine frühe Version der Zwei-Staaten-Theorie vereinnahmt worden, führten Ende des 19. Jahrhunderts aber vor allem zu Sayyid Ahmad Khans Ablehnung des Indian National Congress (INC) als einer Organisation der Hindumehrheit.

Westliche Bildung und die Kenntnis der englischen Sprache, die in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts zur Verkehrssprache Britisch-Indiens erklärt worden war, erkannte Khan als die Schlüsselqualifikationen für die einflussreichen Posten der neuen Gesellschaft. …

Da sie die Glaubensgrundsätze des Islam für unvereinbar mit den naturwissenschaftlichen, philosophischen und literarischen Entwicklungen Europas hielt, lehnte jedoch der orthodoxe Teil der muslimischen Bevölkerung “westliche” Bildung ab. Ein anderer Teil begann aus eben derselben Überlegung heraus, den Islam abzulehnen und sich gen Westen zu öffnen. Beiden Gruppen wollte Sayyid Ahmad Khan mit seiner Islamneuinterpretation zu einem besseren Verständnis des Islam verhelfen. … die neue Muslimelite sollte im neuen System erfolgreich sein, gleichzeitig aber gläubig bleiben können. Umgekehrt sollte seine Interpretation des Korans auf naturwissenschaftlicher Basis auch strenggläubigen Muslimen den Zugang zu westlicher Bildung eröffnen.

Um seinem Anspruch gerecht zu werden, legte Khan 1870 eine Interpretation des Korans vor, die zum einen die grundlegenden, ewigen Prinzipien des Islam offen legte und ihn zum anderen von “abergläubischen irrationalen Tendenzen” befreite, indem er einen rationalistischen Blick auf die religiösen Vorschriften etablierte. Dies gelang ihm vor allem durch die Trennung der Koranvorschriften in solche, die sich auf soziale und solche, die sich auf religiöse Themen beziehen. Er argumentierte, dass nur die religiösen Vorschriften den ewig wahrhaftigen Kern des Korans ausdrücken, wohingegen sich die sozialen Vorschriften im stetigen Wandel befänden. Die Polygamie beispielsweise sei zwar nicht rundheraus abzulehnen, die geringe Zahl derjenigen, die diese jedoch im Indien des 19. Jahrhunderts praktizierten, beweise ihren unzeitgemäßen Charakter. Auch das Abschlagen der Hand eines Diebes sei nur in solchen Gesellschaften vertretbar, die sich ein “zivilisiertes Gefängnissystem” nicht leisten könnten. All diese Verhaltensregeln und Rechtsvorschriften müssten an die aktuelle Situation angepasst und gegebenenfalls aufgehoben werden, befand Khan. Mit anderen Worten hielt er eine konservative, wortwörtliche Interpretation der sozialen Vorschriften für nicht zeitgemäß, da ihre Referenzebene stets die historische Situation zur Entstehungszeit des Koran bliebe, sich die Ansprüche an den Glauben seitdem aber massiv verändert hätten.

aus: Maria-Sophia Moritz: Sir Sayyid Ahmad Khan: Eine Islaminterpretation für das 19. Jahrhundert

bei: suedasien.info 11.06.2006

http://www.suedasien.info/articles/1461

[30] Jacques Auvergne: Staat säkularisieren, Politik religiös aufladen: Politik und Staat trennen, um Raum zu schaffen für die Scharia

Zum Redebeitrag des Abdullahi Ahmed An-Na’im: Scharia und Säkularer Staat im Nahen Osten und Europa, den der aus dem Sudan stammende und in den USA lehrende Schariagelehrte und Jurist am 19.05.2009 anlässlich der von der Fritz-Thyssen-Stiftung geförderten dritten Carl Heinrich Becker Lecture im Berliner Wissenschaftskollegium vortrug.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/04/11/225/

[31] Green Lane Masjid & Community Centre (GLMCC, zur oft als Wahhabiten Südasiens titulierten, am Stadtstaat Medina orientierten (salafistischen) Scharia- und Dawa-Bewegung Ahl-i Hadîth).

GLMCC is committed in providing a service to the community in accordance to the teachings and strict adherence to the Quran and authentic Sunnah with the understanding of the Khulafa Rashideen and Salaf-us-Salih.

GLMCC has qualified and well experienced Imams/Scholars and Khateebs who are dedicated in delivering, teaching and spreading the Dawah of Islam in accordance to the methodology of the Salaf.

GLMCC has excellent contacts with illustrious Scholars throughout the world, especially with Saudi Arabia.

http://www.greenlanemasjid.org/About-Us.aspx

Athmosphärisches aus der Green-Lane-Moschee (GLM, zum „Hadith-Volk“ Ahl-i Hadîth)

http://i.ytimg.com/vi/vXh41IM70Qc/0.jpg

Recorded at the ‘From Ignorance to knowledge’-Conference held at Green Lane Masjid in December 2010

http://www.youtube.com/watch?v=bQl75aJqzmI

Interview with Sheikh Salih As-Sadlan – Green Lane Masjid

http://www.youtube.com/watch?v=s2D5jRvRIfY&feature=relmfu

Aus der Besucherliste

Sheikh Abu Ameena Bilal Philips (Qatar)

Brother Abdur-Raheem Green (UK)

http://www.greenlanemasjid.org/About-Us/Visitors-to-GLM.aspx

[32] “Pan-Islamism is the life blood of Islam” (February 5, 1910)

“The social regeneration of Islam is the mission of young Turks” (June 18, 1910)

“The western education has done more harm than good to India” (July 16, 1910).

“The downfall of Turkish Empire would be a calamity for the entire Muslim world” (February 15, 1913)

nachzulesen in: R. Upadhyay: ALIGARH MOVEMENT – Could it fulfil the dream of Sir Sayed Ahmed Khan?

Obwohl er die mit der Scharia inkompatible indische Rechtseinheitlichkeit und Bürgerlichkeit zu erstreben scheint (the need of the secular integration of Indian Muslims with rest of the population), betrügt Upadhyay sich oder uns über den bleibend inhumanen und revolutionären Charakter des Islamischen Rechts (Scharia) und tut so, als ob die immer wieder sichtbar werdende desintegrierende (separatistische) Wirkung der AMU eine Art Betriebsunfall darstelle und eine Abkehr von den Idealen des Gründers.

publiziert bei: South Asia Analysis Group 20.02.2003

http://www.southasiaanalysis.org/%5Cpapers7%5Cpaper611.html

Indiens Kalifatsbewegung

The first popular pan-Islamist political movement, the Khilafat movement (1919–1924), emerged in India after World War I, though support for the caliphate locally among Indian Muslims had been gaining momentum throughout the second half of the nineteenth century. Chafing under British occupation and mindful of the glory days of Mogul rule, Indian Muslims directed their spiritual and later political longings toward the remaining seat of independent Muslim rule: the Ottoman caliphate. With the Ottoman Empire in ruins after World War I and the office of the caliph, the caliphate, under threat of extinction, Indian Muslims organized to preserve what many viewed as the last vestige of Islamic unity and power. In 1919 activist groups like the Association of Servants of the Ka’ba and the Council of the All-India Muslim League convened a Khilafat Conference, during which the movement took official form as the All-India Central Khilafat Committee.

The politics of the Khilafat movement were clearly anti-imperialist and pro-independence, which accounts for the popular support it received across Muslim sectarian lines in India and across the Muslim world. Activists within the movement spread their message through publications at home and abroad. Delegations were sent to England, France, and Switzerland to shape public attitudes and government policy regarding the caliphate and the future of Muslim societies. In the end, however, it was not European leaders but the new leaders of Turkey who decided the fate of the movement by adopting a secular path for the nation based on a narrowly conceived ethnic identity—a path that mirrored European strains of nationalism—and then abolishing the office of the sultan in 1922 and that of the caliph in 1924. The Khilafat movement protested Turkey’s actions, but with no power to impose its will and with its reason for existence eliminated, the movement had gradually faded from public view by the late 1920s. Pan-Islamism in India, however, continued to play a part in Muslim cultural and political life, especially the communal debates that resulted in the formation of Pakistan in 1947.

http://science.jrank.org/pages/10588/Pan-Islamism-Khilafat-Movement.html#ixzz1s74LXpNb

Gail Minault: The Khilafat Movement: Religious Symbolism and Political Mobilization in India

http://books.google.de/books?id=gAW8GreFqjkC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

M. Naeem Qureshi: Pan-Islam in British Indian Politics: A Study of the Khilafat Movement, 1918-1924

http://books.google.de/books?id=czKYZPyoyx0C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Auf den ersten Blick Gegenkraft zur Aligarh-Bewegung und Gegenspieler von Ahmed Khan:

Shah Waliullah (Šāh Walīyullāh ad-Dihlawī, 1703-1762)

Er lehnte die unkritische Befolgung (Taqlid) der vier Rechtsschulen ab und forderte stattdessen, dass juristische Auffassungen direkt auf dem Koran und der Prophetenüberlieferung (Sunna) zu beruhen haben. Insofern wurde er Teil einer Gelehrtengeneration, die sich um eigenständige Ansätze für die Glaubenspraxis bemühte. … Seine Einstellung verbindet ihn mit Persönlichkeiten wie Muḥammad bin ʿAlī aš-Šaukānī (1760–1832) und Muḥammad bin ʿAbd al-Wahhāb (1703–1792). …

Die Sufiorden sah er untereinander als ebenbürtig an, da sie nach seiner Auffassung alle jeweils einen Teil der erreichbaren spirituellen Erfahrung innehatten. Ebenso betrachtete er die vier Rechtsschulen des sunnitischen Islams als gleichrangig, wenngleich er selbst von Hause aus der hanafitischen Rechtsschule angehörte. In seinem in Arabisch verfassten Werk Ḥuǧǧatu-l-lāh al-bāliġa hat er die Probleme und das Leben der Muslime in Indien mit Blick auf glaubenspraktische Fragestellungen verarbeitet. Er hat viele Werke in Arabisch und Persisch geschrieben, darunter eine Koranübersetzung ins Persische …

Šāh Walīyullāh war ein Berater der Regierung in Delhi und schätzte den Rohilla-Führer Najib ad-Daula wegen dessen persönlichen Einsatz für den sunnitischen Islam. …

Historisch betrachtet, übten Šāh Walīyullāhs Lehren auf die weitere Entwicklung der Tarīqa-yi Muḥammadīya und der Ahl-i Hadîth in Südasien einigen Einfluss aus.

http://de.wikipedia.org/wiki/%C5%A0%C4%81h_Wal%C4%AByull%C4%81h_ad-Dihlaw%C4%AB

Ahl-i Hadîth

Sie lehnen die vier Rechtsschulen des sunnitischen Islam ab. Sie verwerfen Heiligenverehrung, Gräberkult und musikalische Zeremonien (dhikr) der Sufis, populäre Ausdrucksformen islamischer Religiosität in Indien, Pakistan und Bangladesch. Aus diesem Grund wurden die Ahl-i Hadîth von ihren islamischen Gegnern und den britischen Kolonialherren als Wahhabiten bezeichnet. Zu einer systematischen Zusammenarbeit kam es aber erst nach 1924, davor bestritten viele führende Ahl-i Hadîth jegliche Nähe zu den Wahhâbiten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ahl-i_Had%C3%AEth

Die Ṭarīqa-yi Muḥammadīya ist eine puritanische islamische Bewegung aus Indien, deren Islamverständnis an die Lehren des Šāh Walīyullāh ad-Dihlawī (1703-1763) aus Delhi und deren Vorstellungen in Verbund mit denen des jemenitischen Qāḍī al-Quḍāt von Sanaa ʿAlī aš-Šaukānī (1760-1860) als Vorbild für die bis in die heutige Zeit bedeutsame Ahl-i Hadîth gelten kann.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tar%C3%AEqa-yi_muhammad%C3%AEya

[33] Bei Auslandseinsätzen soll es nach Informationen des SPIEGEL nicht mehr darum gehen, westliche Demokratievorstellungen zu exportieren. Das geht aus dem Entwurf von Leitlinien “für eine kohärente Politik gegenüber fragilen Staaten” hervor, die das Außen-, Verteidigungs- und Entwicklungsministerium gemeinsam erarbeitet haben.

Ein politisches System sei nur dann überlebensfähig, wenn es auf “lokalen Legitimitätsvorstellungen” beruhe, heißt es in dem Papier. Daher müsse weitgehend an einheimische Traditionen und Institutionen angeknüpft werden, auch wenn diese nicht denen liberaler Demokratien entsprächen.

Das neue Konzept befürwortet in Einzelfällen sogar die Zusammenarbeit mit korrupten oder gewalttätigen Eliten. Es liege in der Verantwortung der jeweiligen Länder, über ihre Führer und Autoritäten zu entscheiden; die Einflussmöglichkeiten von außen seien begrenzt. “Eine zu dominante Rolle der internationalen Gemeinschaft kann hier sogar schaden”, besagt der Leitlinien-Entwurf.

Die Bundesregierung bekennt sich darin ausdrücklich zum Einsatz militärischer Mittel: “Die Erfahrung internationaler Friedenseinsätze lehrt, dass ein zu Beginn robustes Profil als Erfolgsfaktor gelten kann.” Auslandseinsätze in den sogenannten fragilen Staaten sollen künftig von einer Task Force unter Führung des Auswärtigen Amts koordiniert werden.

aus: Deutschland ändert Leitlinien der Außenpolitik

DER SPIEGEL 22.04.2012

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,829019,00.html

[34] Charles Darwin ist 2009 in Afghanistan unerwünscht und darf im Schulunterricht überhaupt nicht erwähnt werden. Im Iran müssen die Studenten sich auf eigene Faust Darwins Theorien irgendwo in den abgelegensten Bücherregalen der Bibliothek suchen, für die Karriere nutzbar ist dieses Wissen allerdings nicht (ein wenig wie in Deutschland, wo islamkritisches oder schlicht islambezogenes Wissen, wo nicht störendes, so doch unnützes Wissen ist und mit mit Erfolglosigkeit wenn nicht Arbeitslosigkeit assoziiert wird, Islamverherrlichung hingegen Sex Appeal hat und deinen Job in Wissenschaftsbetrieb oder Pädagogischer Praxis sichert).

Darwin’s theory — published 150 years ago in his book “On the Origin of Species” — is largely accepted by the scientific community and taught in schools and universities worldwide. (…) Not in Afghanistan and Iran, however. (…)

Many Afghans believe their deeply conservative society is not ready to even consider Darwin’s concept of humans’ evolution from animals. (…) Afghan schools teach that mankind was created by God and that there is no such thing as evolution. Any other teaching would be seen as a challenge to religion.

aus: Farangis Najibullah: 200th Anniversary Of Darwin’s Birth Won’t Be Marked In Kabul Or Tehran

Radio Free Europe 11.02.2009

http://www.rferl.org/content/Anniversary_200_Darwins_Birth_Wont_Be_Marked_In_Kabul_Or_Tehran/1491528.html

[35] Scharian, Hisba und Kalifat vielleicht bis ja, aber bitte nur aus religiöse Gründen!

Ordnung

des konfessionellen Beirats

für Islamische Theologie

der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

vom 21. Dezember 2011

In der Absicht, die institutionellen Voraussetzungen für die Einrichtung bekenntnisgebundener Studiengänge in Islamischer Theologie und für die Ausbildung von Religionslehrerinnen und Religionslehrern zu schaffen, erlässt die Westfälische Wilhelms- Universität Münster im Benehmen mit dem Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) die nachfolgende Ordnung zur Errichtung eines Beirats für Islamische Theologie.

1. Teil: Aufgaben

§ 1 Aufgaben

Der Beirat soll die Anliegen und die Interessen der islamischen Glaubensgemeinschaften bei der Errichtung und Ausgestaltung Islamischer Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität vertreten. Die Mitwirkung des Beirats vollzieht sich nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen.

§ 2 Mitwirkung in Bezug auf theologische Studiengänge, Lehrstühle und Einrichtungen

(1) Die Westfälischen Wilhelms-Universität hat vor der Errichtung oder Änderung eines islamisch-theologischen Studienganges sowie bei bekenntnisrelevanten Fragen der Organisation und Binnenstruktur von Einrichtungen für Islamische Theologie das Einverständnis des Beirates einzuholen.

(2) Das Einverständnis kann nur aus religiösen Gründen verweigert werden. Die Gründe sind in die Niederschrift aufzunehmen.

§ 3 Mitwirkung bei der Erarbeitung von Studieninhalten

(1) Vor Erlass und Änderung von Studien- und Prüfungsordnungen ist das Einverständnis des Beirates einzuholen.

(2) Das Einverständnis kann nur aus religiösen Gründen verweigert werden. Die Gründe sind in die Niederschrift aufzunehmen.

§ 4 Mitwirkung bei Personalentscheidungen

(1) Vor der Berufung oder Anstellung einer Dozentin/eines Dozenten mit selbständigen Lehraufgaben hat die Rektorin/der Rektor nach Abschluss des hochschulinternen Auswahlverfahrens, das ausschließlich wissenschaftlichen Kriterien folgt, das Einverständnis des Beirates hinsichtlich der Person auf der Liste einzuholen, welcher der Ruf erteilt werden soll. Entsprechendes gilt bei der Erteilung eines Lehrauftrags durch den Fachbereich. Das Einverständnis darf nur aus religiösen Gründen, die sich auf Lehre oder Lebenswandel beziehen, verweigert werden. Vor einer negativen Entscheidung des Beirats ist die/der Betroffene anzuhören. Die Gründe sind in die Niederschrift aufzunehmen.

(2) Beanstandet der Beirat nachträglich die Lehrtätigkeit einer/eines angestellten oder berufenen Dozentin/Dozenten aus religiösen Gründen, so trägt die Westfälische Wilhelms-Universität dafür Sorge, dass die/der Betroffene nicht mehr im Bereich der Islamischen Theologie unterrichtet. Absatz 1 Satz 4 und 5 gelten entsprechend.

http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/wwu/ab_uni/ab2012/ausgabe03/beitrag_02.pdf

§ 132a Übergangsvorschriftzur Einführung von islamischem Religionsunterricht (zum 1. August 2012 in Kraft)

(4) Das Ministerium bildet einen Beirat, der die Anliegen und die Interessen der islamischen Organisationen bei der Einführung und der Durchführung des islamischen Religionsunterrichts nach Absatz 1 als ordentliches Unterrichtsfach vertritt. Der Beirat stellt fest, ob der Religionsunterricht den Grundsätzen im Sinne des Artikels 7 Absatz 3 Satz 2 Grundgesetz entspricht. Er ist an der Erstellung der Unterrichtsvorgaben, der Auswahl der Lehrpläne und Lehrbücher und der Bevollmächtigung von Lehrerinnen und Lehrern zu beteiligen. Eine ablehnende Entscheidung ist nur aus religiösen Gründen zulässig, die dem Ministerium schriftlich darzulegen sind.

(5) Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:

1. vier theologisch, religionspädagogisch oder islamwissenschaftlich qualifizierte Vertreterinnen und Vertreter der organisierten Muslime, die von den islamischen Organisationen in Nordrhein-Westfalen oder von deren Zusammenschluss bestimmt werden,

2. vier weitere Vertreterinnen und Vertreter, und zwar jeweils zwei theolo¬gisch, religionspädagogisch oder islamwissenschaftlich qualifizierte muslimische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und zwei muslimische Religionsgelehrte, die vom Ministerium im Einvernehmen mit den islamischen Organisationen in Nordrhein-Westfalen oder deren Zusammenschluss bestimmt werden.

http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/Gesetze/Schulgesetz.pdf

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 21. Dezember 2011 hat der Landtag mit einer großen Mehrheit das “Gesetz zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts als ordentliches Lehrfach2 verabschiedet. Für über 320.000 Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens in Nordrhein-Westfalen und ihre Eltern ist das ein wichtiges Zeichen für mehr Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe und eine Möglichkeit, religiöse Bildung im Rahmen der Schule wahrzunehmen. (…)

Die Islamkundelehrkräfte werden gebeten, beim Beirat als dem Kooperationspartner des Landes in religiösen Belangen formlos und schriftlich die Lehrerlaubnis für das Fach “islamische Religionslehre” zu beantragen. Vorläufiger Ansprechpartner ist der Geschäftsführer des Beirats: ahmet@uenalan.com. [Ahmet Ünalan, s.u.] Die Zuteilung der Lehrerlaubnis ist Voraussetzung für die Teilnahme an einer dienstlichen Unterweisung, in der die theologischen und religionspädagogischen Inhalte des neuen Unterrichtsfachs thematisiert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie im Anhang. (…)

Sylvia Löhrmann

Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen

http://www.schulministerium.nrw.de/SV/Schulmail/Archiv/1203062/index.html

Dr. Ahmet Ünalan, Studienrat an der Theodor-König-Gesamtschule in Duisburg

http://www.schulministerium.nrw.de/SV/Schulmail/Archiv/1203062/

Herr Dr. Ahmet Ünalan, Schulministerium NRW, Düsseldorf. Moderation: Herr Ulrich Kober, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh.

Dokumentation des 2. Integrationskongresses OWL am 05.11.2008, Beiträge aus Forum 1: “Gleicher Zugang zur Bildung – ein Traum?”

http://www.guetersloh.de/Z3VldGVyc2xvaGQ0Y21zOjEyODgz.x4s

Der Zusammenhang zwischen der Bertelsmann-Stiftung und einem die Macht ergreifenden Scharia-Islam ist immer einen Blick wert. Und tatsächlich, zufällige Namensgleichheit oder nicht: Dr. Ahmet Ünalan, European Turkish Union, Duisburg. Fehlt nicht auf der Liste: „Lamya Kaddor, Verein der Lehrer(innen) für Islamkunde in deutscher Sprache, Duisburg“

in: Leadership-Programm für junge Führungskräfte aus Migrantenorganisationen: „Die Brückenbauer der Integration stärken“, Teilnehmerliste 2007/2008

http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_25219_29212_2.pdf

Wohl gar kein Zufall, European Turkish Union (ETU) führt unsere Internetsuche rasch zum hessischen CDU-Politiker Yaşar Bilgin und damit zu den rechtsradikalen türkischen und auslandstürkischen Grauen Wölfen, den Parteigängern der rassistischen und gewalttätigen MHP (Milliyetçi Hareket Partisi).

Yaşar Bilgin (* 12. April 1950 in Mersin, Türkei) ist ein deutscher Mediziner und Politiker. Der Professor im Fach Kardiologie ist seit 2002 kooptiertes CDU-Mitglied und Mitglied im Landesvorstand der CDU Hessen. …

Ende Mai 2009 wurde bekannt, dass Bilgin eine Todesanzeige für den rechtsextremen türkischen Politiker Muhsin Yazicioglu geschaltet hat, in der er diesen als bedeutende Persönlichkeit würdigt. In diesem Zusammenhang wurde ebenso behauptet, der CDU-Politiker habe den ehemaligen Deutschland-Chef der Grauen Wölfe, Musa Serdar Celebi, in einer Hürriyet-Annonce als „teuren Freund“ bezeichnet.

Als besonders bemerkenswert in diesem Zusammenhang wurde erwähnt, daß Bilgin Mitglied im Forum gegen Rassismus beim Bundesministerium des Innern sowie Vorsitzender der European Turkish Union ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ya%C5%9Far_Bilgin

06.08.2004 – HP genel başkanı Başbuğ Alpaslan Türkeş’in vefatından sonra , bozkurtlar guruplara ayrılıp. Tefrikaya düştüler!

3 milyon Türk’ün yaşadığı Almanya’da 100 bin civarında çeşitli ülkücü dernek ve federasyonlara kayıtlı ülkücü var.

Alpaslan Türkeş zamanında 1970 de Türk Federasyonu adı altında ilk derneklerini kuran bozkurtlar, daha sonra ilk firesini vererek Avrupa Türk İslam Birliği (ATİB) i kurdular. Mehmet Ali Ağca davasında yurt dışında yargılanan Musa Serdar Çelebi’nin onursal başkanlığını yaptığı ATİB’in halen genel başkanı Fikret Ekin.

Bir müddet sonra Çelebi’nin liderliğindeki ATİP’de fire verdi. Burdan ayrılan gurup Büyük Birlik Partisi (BBP) ne yakın olan Avrupa Türk Kültür Dernekleri Birliği (ATB) yi kurdu. …

Resim’de: Türkiye’nin Avrupa Birliği’ne girmesi ve müzakere tarihi verilmesi için , kısa adı ETU olan (European Turkish Union) sivil toplum hareketinde de görevli olan iş adamı Binat Doğan görülüyor.

http://www.haber3.com/mhpliler-almanyada-3-teskilatta-calisiyor-15790h.htm

Avrupa Türk Kültür Dernekleri Birliği (ATB), 1992 mit Sitz in Frankfurt gegründet, ist dem Ülkücü-Spektrum (Ülkücü heißt Idealisten und meint Rassisten / antikurdisch-antisemitische Graue Wölfe) zuzurechnen und zusätzlich so etwas wie die Deutschlandorganisation der äußerst rechtsextremistischen BBP (siehe unten). ATIB und ATB sind neben allem Nationalismus islamisch-schariatreu. Nachzulesen auf Seite 3 und 4 der Broschüre Wer sind die „Grauen Wölfe“?, Ministerium für Inneres un Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/UElkuecue-Broschuere_01.pdf

Avrupa Türk Kültür Dernekleri Birligi (ATB), die Derwisch-Bruderschaft der Kadiri, ein gewisser Zülfü Canpolat und die heutige, nationalistische bis rassistische türkische Filmproduktion. »Kurtlar Vadisi – Filistin« ist der Originaltitel von »Tal der Wölfe – Palästina«.

zum Weiterlesen: Pascal Beucker: Die Wölfe und ihre Brüder

in: Jungle World 03.02.2011

http://www.beucker.de/2011/juwo11-02-03.htm

Avrupa Türk-İslam Birliği (ATİB – „Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e.V.“) … Der Verband entstand nach der Abspaltung einer Gruppe von Mitgliedsvereinen der Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland (ADÜTDF) im Oktober 1987. … Da es sich bei der ADÜTDF um die Auslandsorganisation der Grauen Wölfe handelt, wird ATİB auch heute noch mit diesem Begriff in Verbindung gebracht. Der Verband weist diese Vorwürfe zurück und hat sich von den Gewalttaten der Grauen Wölfe in den siebziger Jahren in der Türkei und der Bundesrepublik distanziert. Eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz findet nicht statt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Avrupa_T%C3%BCrk-%C4%B0slam_Birli%C4%9Fi

Büyük Birlik Partisi (BBP, deutsch: Partei der Großen Einheit) ist eine islamistische und nationalistische politische Partei in der Türkei. Ihr Gründungsvorsitzender Muhsin Yazıcıoğlu starb im März 2009 bei einem Hubschrauberabsturz.

http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCy%C3%BCk_Birlik_Partisi

Zeichen der Grauen Wölfe (MHP)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0d/MHP_flag.svg

Dieselbe bei Sylvia Löhrmann zu findende Mail gibt oder gab es bei der Universität Duisburg-Essen: Ahmet Ünalan, „Lehrbeauftragter, Institut für Pädagogik“

http://www.esl.uni-due.de/redtape/prueverz.pdf

Uni Duisburg-Essen

http://www.esl.uni-due.de/coat.php?offnr=2031

Namensgleichheit Zufall?

Ahmet Ünalan: Rechtliche Anerkennung der muslimischen Glaubengemeinschaften als Religionsgemeinschaften

in: Hüseyin KURT, Edmund WEBER (Hg.): Die Zukunft der Muslime in Deutschland (Reihe: Theion – Band 26)

http://www.peterlang.com/index.cfm?event=cmp.ccc.seitenstruktur.detailseiten&seitentyp=produkt&pk=57897

Die Mitglieder des Beirats

Die islamischen Organisationen haben folgende Vertreterinnen und Vertreter für den Beirat bestimmt: Herrn Mehmet Soyhun (Theologe, Landesdialogbeauftragter DITIB), Herrn Burhan Kesiçi (Politikwissenschaftler und Islamischer Religionslehrer), Frau Nigar Yardım (Theologin, Integrations- und Frauenbeauftragte des VIKZ) und Frau Eva El-Shabassy (Zentralrat der Muslime, Beauftragte für Pädagogik und Religionsunterricht, Grundschullehrerin).

Das Ministerium entsendet folgende Vertreter: Herrn Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Professor für Islamische Religionspädagogik am Centrum für Religiöse Studien an der Universität Münster), Frau Hanim Ezder (Islamwissenschaftlerin aus Köln), Frau Tuba Isik-Yigit (Doktorandin am Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften an der Universität Paderborn) und Herrn Sami Alphan (Islamwissenschaftler, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln).

aus: MIGAZIN 22.02.2012

http://www.migazin.de/2012/02/22/nrw-und-krm-einigen-sich-auf-beirat/

[36] Allahkrat Sayyid Qutb gibt sich antikolonial: „The British exploited our country, made it poor to the stage that a farmer cannot live as a human being. They spoiled the country in the shares of the Suez Canal, in the price of cotton, and in exports during and after the war.“ (p 114)

aus: Sayed Khatab: The Political Thought of Sayyid Qutb: The Theory of Jahiliyyah

http://books.google.de/books?id=HBh_IPtUGnQC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[37] Die heilsgefährdende Ordnung, Batıl Düzen, gibt es nicht nur bei Necmettin Erbakan (Islam pur, also Scharia ohne Ekstase), sondern auch bei den amerikanischen „Mystikern“ des Sufismus (Scharia plus Ekstase) der Naqschbandi:

There is Haqq and Batil, the Truth and false. Either we are on the side of Truth or we are on the side of false. The people who are on the side of Truth have to be on the same road. They have to understand each other. They have to respect their ways. The people who are representing false, they are all together anyway. They are eating each other but they are all together in front of us.

This is the worst time that happened to Muslims about which Holy Prophet (saw) is saying, “The second Jahiliyya is going to be worse than the first one.” And this is what we are facing today. The second Jahiliyya time. He said that it is because people in the second Jahiliyya time will know certain knowledge and they are not going to accept anything from anyone.

In the first Jahiliyya time people were ignorant. When someone from the Sahabi spoke to them, they were sitting and listening and comparing it with what they know. And so many were accepting. That was a Jahiliyya time, the first Jahiliyya, where Holy Prophet (saw) came only one person and then hundreds and thousands of people started following. Those people were against the Holy Prophet (saw) because they did not have any knowledge of what he brought. They were holding on to their traditions only. They were ignorant people. They did not know any better. …

Holy Prophet (saw) is saying that the Ahir Zaman, the End of Times, the second Jahiliyya time is going to be worse than the first because people are going to study the religion, they will know how to read and write but they are not going to accept anything, they are not going to accept anybody. They are just going to accept what is only for them, what is their understanding from what they read and write. So in this time people read and write. Millions read and write. …

As everyone of you know, by the law of the government today you have to send your children to school. They have to learn how to read and write. But learning how to read and write is not giving them any knowledge or wisdom. …

But no school is teaching anything about Holy Prophet (alayhi salatu wa salam). With the Jews it is the same thing. They are not teaching about Moses or the Tewrat. So everywhere in the world they are concentrating to teach people Darwinism. Evolution.

So Prophet (saw) is saying, “The second Jahiliyya is going to be worse than the first one.” That is what we see. Not by individual ignorance but by general ignorance. …

Time is up for Maghrib [Anm. Sägefisch: der „Westen“, Maghreb bedeutet im Islam aber auch das Exil oder die Fremde und ist hier ein Aufruf zur Abschottung (Segregation) nach der Anweisung: Islam began strange, and it is going to end strange. This is what Holy Prophet is saying].

aus einer Sohbet, von: Scheich Abdul Kerim el-Kibrisi, Manhattan Dergah, New York City, February 2005

http://hakkani.wordpress.com/2007/07/15/the-second-jahiliyya/

Islam began strange, and it is going to end strange. This is what Holy Prophet is saying. …

Islam began strange. Go and look at the time of Umar r.a and all other sahabis. Go and look at the time of Prophet sws in Madinah. He put the flag of Islam open in Madinah, and the light of that flag started reaching everywhere. Go and look at that. Go and look at the 13 years in Mecca. Islam began strange! …

So, Islam and everything, it is in the end. The world wide lifestyle is at its end. Everything is finished. … We are the people who have reached the end of the end of times.

Holy Prophet came in the ahir zaman. We are in the ahir of ahir of ahir zaman. Complete end we have reached.

Who are the strangers?

Yes, we are the strangers. But those who are keeping their normal lifestyle with kafir together, daily routine, nice lifestyle continuing , secular lifestyle and then coming to pray sometimes, those are not the strangers.

aus: Scheich Abdul Kerim al-Kibrisi: Blessed are the strangers

http://sahibulsaif.wordpress.com/2012/03/21/blessed-are-the-strangers/

[38]Die Begriffe Islam und Islamismus dürfen nicht gleichgesetzt werden. Diese Tatsache vor allem Jugendlichen deutlich zu machen, ist eine wichtige Aufgabe der politischen Bildung”, betonte die Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, Maria Springenberg-Eich heute in Düsseldorf. …

Referenten der Veranstaltung sind Wael El-Gayar und Dr. Korkut Bugday. Wael El-Gayar, Islamwissenschaftler und Referent im Integrationsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, gibt in seinem Vortrag einen Einblick in die Grundlagen des Islams. El-Gayar: “Die Mehrheit der in unserem Land lebenden Muslime lebt ihren Glauben friedlich und ist verfassungstreu. Es muss eindeutig zwischen Muslimen und Islamisten unterschieden werden. In der Öffentlichkeit wird viel zu wenig differenziert.

Dr. Korkut Bugday, Referent im Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen spricht vom Missbrauch des Islam durch den Islamismus: “Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man den Islam als eine für unterschiedliche Auslegungen offene Religion oder als ein geschlossenes, unveränderbares Weltbild versteht. Der Islamismus will alle Bereiche des menschlichen Lebens streng regeln, gerade eben auch die politischen und staatlichen Teile. Das hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun.“

aus dem die menschenrechtswidrige und grundrechtswidrige Scharia verharmlosenden Vortrag “Islam? Islamismus? – Herausforderungen für Pädagogik und Gesellschaft“, 16.06.2009, Bielefeld

zu finden hier: “Islam ist nicht Islamismus” – Vortrag der Landeszentrale für politische Bildung wirbt für ein differenziertes Islambild

http://www.politische-bildung.nrw.de/wir/presse/00113/index.html

[39] „Man kann den Unterschied zwischen dem Islam – dem einfachen Islam – und seiner fundamentalistischen Version nicht genug betonen … Dieser Gegensatz legt nicht nur nahe, dass der Islamismus den Westen auf eine Art bedroht, wie es der traditionelle Glaube nicht tut, sondern deutet auch an, warum traditionelle Muslime, die oft die ersten Opfer des Islamismus sind, Verachtung für die Ideologie zum Ausdruck bringen … antiislamistisch zu sein heißt keineswegs antiislamisch zu sein.“ (Daniel Pipes)

aus: Daniel Pipes: Islam und Islamismus – Glaube und Ideologie

in: The National Interest, Frühjahr 2000

http://de.danielpipes.org/2863/islam-und-islamismus-glaube-und-ideologie

Englischer Originaltext: Islam and Islamism – Faith and Ideology

„One cannot emphasize too much the distinction between Islam – plain Islam – and its fundamentalist version … This contrast not only implies that Islamism threatens the West in a way that the traditional faith does not, but it also suggests why traditional Muslims, who are often the first victims of Islamism, express contempt for the ideology … being anti-Islamism in no way implies being anti-Islam.“

http://www.danielpipes.org/366/islam-and-islamism-faith-and-ideology

[40] Belutschistan, anglis. Balochistan, iranisches und pakistanisches Gebiet.

Balochistan conflict

http://en.wikipedia.org/wiki/Balochistan_conflict

Kamal Hyder, Al Jazeera’s correspondent in Pakistan – in the first of a series of special reports from Baluchistan – journeys through the troubled region to meet Baluch separatists, led by the secretive Balach Marri.

http://www.youtube.com/watch?v=8xpagDaQDWE

Balochistan People’s Party, Stockholm, Sweden

http://eng.balochpeople.org/

BHRC (UK), Baloch Raji Zorembesh, Balochistan Liberation organisation, Balochistan People’s Party and Balochistan United Front

http://eng.balochpeople.org/articles/opinions-and-news/391

Balochistan Liberation Army (BLA)

http://en.wikipedia.org/wiki/Balochistan_Liberation_Army

Balochistan National Party (BNP)

http://en.wikipedia.org/wiki/Balochistan_National_Party

Baloch Republican Party

http://en.wikipedia.org/wiki/Baloch_Republican_Party

Abdolmalek Rigi. Although lacking any formal secular education,[3] Rigi had been educated at Karachi’s Binnori Town seminary, a Sunni Madrasah which was school to many of the Taliban leaders.

http://en.wikipedia.org/wiki/Abdolmalek_Rigi

Abdolhamid Rigi … was … executed on May 24, 2010, by hanging in Zahedan’s jail in front of his victims’ relatives.

http://en.wikipedia.org/wiki/Abdolhamid_Rigi

[41] Horst Köhler (2010) befiehlt seinen Untertanen „Respekt“ und täuscht seinen Arbeitgeber, das deutsche Volk, über einen angeblich demokratietauglichen Islam von Scharia und Fiqh, der eine „im Kern friedliche Religion“ (iKfR) und damit gefälligst zu integrieren sei, da er eine „eigene Berechtigung und Geschichte“ habe. Den unverhandelbaren Vorrang allgemeiner Menschenrechte (AEMR, 10.12.1948) gegenüber den Ansprüchen einer elitär verwalteten, irdisch repressiven und insbesondere frauenfeindlichen Lehre der Heilssicherung und totalitären Bewegung fordert der Bundespräsident dabei leider nicht, was seine amtsgemäße Aufgabe gewesen wäre. Staatsbürger oder Bürger (citoyens) brauchen, so legt der Orakelpriester nahe, gar nicht mehr nach Naturrecht, AEMR oder Rechtseinheitlichkeit auch im Ehe- und Familienrecht zu fragen, sondern sollen fortan, ganz wie im Dhimma-System oder Kalifat, ekstatische „Begegnungen zwischen Muslimen und Christen“ organisieren:

Köhler: „Ich kenne den Islam als im Kern friedliche Religion, die in sich ruht, ihre eigene Berechtigung und Geschichte hat. Respekt muss uns leiten, wenn wir über den Islam diskutieren.“ (12.05.2010)

http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Horst-Koehler/Interviews/2010/20100512_Rede.html

Wer schlecht über Scharia (Islamtheorie) und Fiqh (Islampraxis) redet, hat und schürt Vorurteile und ist folglich eigentlich ein Gemeinschaftsfeind. Logik war gestern. Neo-Schamane Pöttering hält den den Islam für eine „im Kern friedliche Religion“ (iKfR). DOMRADIO (23.05.2008) über Hans-Gert Pöttering: „Der Präsident des Europaparlaments, Pöttering, hat sich gegen eine Vorverurteilung des Islam gewandt. Der Islam sei eine im Kern friedliche Religion.“

http://www.domradio.de/news/artikel_41461.html

[42] Ayatollah Chomeini, hier zitiert nach: Elmer Swenson: Ayatollah Khomeini’s Gems of Islamism

What the nation wants is an Islamic republic: not just a republic, not a democratic republic, not a democratic Islamic republic. Do not use this term, ‘democratic.’ That is the Western style.

1979 March 1, Khomeini Addressing a great crowd in Qom after returning from exile. Quoted in Bakhash, Shaul, The Reign of the Ayatollahs, (1984), p.73

http://gemsofislamism.tripod.com/khomeini_works.html#ref_9G

[43] Chomeini zitiert nach Elmer Swenson

You should make sure that these people who indulge in corruption . . . are crushed with full force. Such people, wherever they are should be sentence to death.

Brumberg, Reinventing Khomeini, (2001), p.114. Source: `Khomeyni Addresses Youth on Corruption in Society,` broadcast 20 May 1980, FBIS-SAS-80-100, 21 May, 1980)

http://gemsofislamism.tripod.com/khomeini_works.html

[44] Chomeini, nach: Swenson

Allah did not create man so that he could have fun. The aim of creation was for mankind to be put to the test through hardship and prayer. An Islamic regime must be serious in every field. There are no jokes in Islam. There is no humor in Islam. There is no fun in Islam. There can be no fun and joy in whatever is serious. Islam does not allow swimming in the sea and is opposed to radio and television serials. Islam, however, allows marksmanship, horseback riding and competition in [such sports].

Taheri, Amir, The Spirit of Allah, p.259. Source: Meeting in Qom “Broadcast by radio Iran from Qom on 20 August 1979.”

http://gemsofislamism.tripod.com/khomeini_works.html

[45] [Music] stupefies persons listening to it and makes their brain inactive and frivolous …. If you want independence for your country, you must suppress music and not fear to be called old-fashioned. Music is a betrayal of the nation and of youth.

“Khomeini Bans Broadcast Music, Saying It Corrupts Iranian Youth” by John Kifner, New York Times, July 24, 1979 p.A1

http://gemsofislamism.tripod.com/khomeini_works.html

[46] Jeder den Koran buchstabengetreu lesende Muslim ist ein “Salafist”

Kommentator Nasheed schrieb am 28.05.2011 22:44 bei Misawa.de: „Assalamu alaykum an die Muslime

Hier ist eine schöne Erklärung zum Begriff “Salafist” usw. von unserem Bruder Pierre Vogel:

In Wirklichkeit ist jeder Muslim ein “Salafist”, weil ein “Salafist” jemand ist, der den ersten 3 Generationen des Islams folgt.

Und der Prophet (sallaahu alayhi wa sallam) sagte:

“Die besten in meiner Gemeinschaft sind diejenigen in meiner Generation, dann diejenigen, die nach ihnen folgen, dann diejenigen, die nach ihnen folgen.”

(Sahih Buchari)

Aber dieser Begriff wird nur verwendet, um die Muslime zu spalten.“

http://forum.misawa.de/showthread.php/14935-Salafisten/page2

If you believe the likes of Sheikh Abdel Moneim and Shekih Khalid Abdullah, every Muslim is a Salafi even if he or she thinks otherwise.

aus: Alastair Beach: The Salafi Spring. In post-Mubarak Egypt, Salafism is on the rise

in: The Majalla, 11.06.2011

http://www.majalla.com/eng/2011/07/article4390

Every muslim Is a Salafi who follow the Salaf translated Pious predecessors (first 3 centuries).

chitownmuslim: We should define what a Sufi is and what a Salafi is, before even starting.. if by Salafi u mean believing in what the Salaf believed and taking them as an example than every Muslim must be a Salafi, and no Muslim i think would deny the importance I think, no matter what group and/or organization he belongs too.. If by Salafis you mean the classic Imams of Ahlus Sunnah who called Muslims to return to the basics of Islam in times when corrupt groups and idealogies appeared in the Ummah, then no Sufi in the world has a problem with this, becuz we consider them as our Imams, the likes of Imam Ahmad during the time of the Mu’tazilah, etc.. Theres also the Azhari Salafis such as Mohammed Abduh, Rashid Rida, Mohammad Ghazali (the Egyptian Ghazali not Persian), Qaradawi, etc.. i dont really have a problem with them either, even if i disagree with many of things they call for. (…)

al faqeer: Every muslim Is a Salafi who follow the Salaf translated Pious predecessors ( first 3 centuries) even though Ibn Taymiyyah rah Went to the extent of Calling the Fifth century the Late Salaf . So All muslims Try to Follow the Salaf.

http://www.ummah.com/forum/archive/index.php/t-167338.html

[47] Es ist Religion, was aus Kelantan kam, nennt sich Wali mudschbir und nennt sich Islam.

Wali mujbir are confined to the father and parental grandfather who have the right to marry off his daughter or grand daughter without asking her consent, whatever her age may be, provided she is still a virgin. It is however commendable to consult her as to her future husband. They, however cannot force the marriage if she had already lost her virginity. Her formal consent is required in this case. Nawawi, Minhaj al-Talibin (Trans. Howard), London, 1914, p. 284. (hier Fußnote 70 p 139)

In promoting the rights of the women towards marriage, the codification of Islamic Law in Malaysia in 1980s was based on the method of takhayyur (selection of opinions from other school of thoughts), choosing the opinion of Hanafi school of thoughts which accorded women the right of marriage and did not recognise the power of wali mujbir to force the virgin daughter or grand daughter into an unwanted marriage. It was provided that a valid marriage needed the consent of both husband and wife and also the wali (in the case of absent wali [legal guardians], the hakim [judge] can act on his behalf). However, not all Malay states adhered to these principles. Kelantan which holds a strong Shafi’ie school of thought and also Malacca and Kedah which followed the Islamic Family Law drafted by Kelantan, however, were reluctant to forfeit the right of wali mujbir. It was provided that the marriage of a virgin girl may be solemnised without her consent by wali mujbir if the wali mujbir and the prospective husband arenot hostile to her; the prospective husband of equal status to her; and able to pay a reasonable maskawin (mahr). (p 141)

aus: Zanariah Noor: GENDER JUSTICE AND ISLAMIC FAMILY LAW REFORM IN MALAYSIA

in: Kajian Malaysia, Jld. XXV, No. 2, december 2007

http://web.usm.my/km/25%282%292007/01274082_25.2.2007_121-156.pdf

[48] Mufti Dschemali Metscho (Τζεμαλί Μέτσο, Cemali Meço) aus Komotiní (Κομοτηνή, Gümülcine) hat den Islam gründlich erlernt und setzt ihn korrekt um:

Er selbst habe seine Imame aufgefordert, Mädchen unter 17 Jahren nicht zu verheiraten, sagt der Mufti. Wenn jedoch ein Mädchen selbst die Heirat unbedingt wolle, nehme er es persönlich psychologisch und physisch in Augenschein und entscheide, ob es reif genug sei. Wenn ja, spräche das islamische Recht nicht gegen die Ehe. Der Mufti sagt: “Dass Zwölfjährige verheiratet werden, kommt nur alle drei oder vier Jahre vor.”

aus: Uta Keseling: Das verheiratete Kind
in: WELT 25.02.2005

http://www.welt.de/print-welt/article495796/Das-verheiratete-Kind.html

[49] Fadāʾiyān-e Islām, „Die sich für den Islam opfern“ stammt aus dem Arabischen al-fidāʾī ‚der sich Opfernde‘, Mehrzahl al-fidāʾiyyūn und ‏al-fidāʾiyyīn

ESLAM: Ein “Fidai” bzw. in der Mehrzahlform Fidajin (verdeutscht: Fedajin) ist ein “Opferbereiter” der sogar bereit ist, sein Leben für die Wahrheit zu opfern. … Die Fedajin-e-Islam waren eine Gruppe, die von Nawab Safawi, die um 1946 im Iran gegen den Schah gegründet wurde. Die Gruppe überlebte letztendlich und trat eine Generation später als Unterstützer Imam Chomeinis auf.

http://www.eslam.de/begriffe/o/opferbereiter.htm

Sayyid Mudschtaba Mir-Lowhi, besser bekannt als Nawab Safawi war ein Gelehrter [faqih], der sich Anfang des 20 Jh. gegen die Gewaltherrschaft des Schah engagierte und dafür hingerichtet wurde.

http://www.eslam.de/begriffe/s/safawi_nawab.htm

[50] Indeed, ties between the Brotherhood and Iran predate 1979. Hassan al Banna, the founder of the Muslim Brotherhood, believed that Sunnis and Shiites should overcome their differences to face their common enemies. So, too, did Ayatollah Khomeini, who openly advocated an alliance between the two main branches of Islam. Al Banna and Khomeini were also linked by a prominent Iranian scholar named Nawab Safawi. Khomeini was close to Safawi and al Banna also embraced the Iranian cleric. As others have written, Safawi introduced Khomeini to the Brotherhood and its political ideology.

Through Safawi, the Brotherhood’s ideas were imported into Iran and had a lasting impact on Iranian Islamist thinking. …

Ayatollah Khameini, the current supreme leader of the Iranian revolution, translated two of Qutb’s most important volumes into Persian. Those two translated volumes have been widely read inside Iran and some say they are the most circulated Islamist tracts.

aus: Thomas Joscelyn: Iran, the Muslim Brotherhood, and revolution

http://www.longwarjournal.org/threat-matrix/archives/2011/01/iran_the_muslim_brotherhood_an.php

[51] Ayatollah Khamenei the Supreme Leader of the Islamic Revolution:

Second, if the clergy had been sidelined and isolated, religion would have been harmed. The clergy are the soldiers and servants of religion. They do not have any honor if they are separated from religion. If the clergy had decided not to get involved in essential issues – one prominent example of which is the great Islamic Revolution – and to remain indifferent, undoubtedly religion would have been harmed. And the goal of the clergy is to safeguard religion.

aus: Supreme Leader’s Address to Clergy in Qom

bei Nashre Sayeh am 21.10.2010

http://nashresayeh.blogspot.de/2011/08/supreme-leaders-address-to-clergy-in.html

Original auf der iranischen Jubelseite gleichen Datums. The Center for Preserving and Publishing the Works of Grand Ayatollah Ali Khamenei. 21.10.2010

http://english.khamenei.ir//index.php?option=com_content&task=view&id=1444

[52] Article 24

Publications and the press have freedom of expression except when it is detrimental to the fundamental principles of Islam or the rights of the public. The details of this exception will be specified by law.

http://www.iranonline.com/iran/iran-info/Government/constitution-3.html

Islamic Republic of Iran Constitution

http://www.iranonline.com/iran/iran-info/Government/constitution.html

[53] Cairo Declaration on Human Rights in Islam, Aug. 5, 1990

ARTICLE 22:

Everyone shall have the right to express his opinion freely in such manner as would not be contrary to the principles of the Shari’ah. 1. Jeder ist berechtigt, das Richtige zu vertreten, das Gute zu verkünden und vor dem Schlechten und Bösen zu warnen, wie es den Normen der Islamischen Scharia entspricht. Everyone shall have the right to advocate what is right, and propagate what is good, and warn against what is wrong and evil according to the norms of Islamic Shari’ah. (…)

http://www1.umn.edu/humanrts/instree/cairodeclaration.html

Ex-Muslime fordern erneut sofortige Auflösung der Islamkonferenz

April 21, 2012

Zentralrat der Ex-Muslime e. V. (ZdE)

Presseerklärung vom 19. April 2012

Zum aktuellen Treffen der Deutschen Islamkonferenz

Die islamischen Organisationen, die in der heutigen Sitzung der Islamkonferenz am runden Tisch saßen, sind die Vertreter von verschiedenen islamischen Regierungen und Verbänden und Teil einer islamischen Bewegung. Ihr Ziel ist mehr Macht und mehr politischer Einfluss.

Diese Islamkonferenz dient zur Anerkennung des politischen Islams in Deutschland und ist ein umgekehrter Rassismus gegenüber Millionen von Menschen aus so genannten islamischen Ländern.

Unter dem Vorwand, dass hierzulande Menschen aus dem Iran, Irak, Türkei usw. … leben, werden immer mehr – zum Teil mit staatlichen Mitteln – Imame importiert und geschult, Moscheen und islamische Einrichtungen gebaut. Religiöse Organisationen werden als politische Parteien anerkannt und sitzen als Vertreter der Menschen aus oben genannten Ländern mit der deutschen Regierung am runden Tisch. Das ist ein Rückschritt für die zivilisierte Welt.

Das deutsche Innenministerium versucht durch diese Konferenz angeblich gegen den Terrorismus zu kämpfen und das heutige Thema war Ehrenmord und häusliche Gewalt in den islamischen Familien.

Wenn die deutsche Politik den Menschen eine religiöse Identität gibt, gleichgültig ob sie es wollen oder nicht, wenn die deutsche Regierung mit den Organisationen verhandelt, deren Aufgabe die Verbreitung und die Propaganda für den Islam und die islamische Ideologie wie Zwangsverschleierung, Geschlechterapartheid und patriarchalische Kultur ist, und wenn sie ihnen Macht, Geld und Einfluss verschafft, dann ist das Gespräch über häusliche Gewalt eine Farce.

Noch ein anderer Punkt war heute der Salafismus in Deutschland.

In diesen Wochen kann man in vielen deutschen Innenstädten bärtige junge Männer sehen, die an Passanten den Koran verteilen. Der religiöse Radikalismus der Salafisten sorgt in vielen Ländern für eine menschenfeindliche, speziell frauenfeindliche Kultur und für eine Bewegung, die im Herzen von Deutschland für Steinigung und für das Abhacken von Händen und Füßen plädiert. Vor allem junge Menschen sind davon bedroht, in den Sog dieser Strömung zu geraten, den Kontakt zu Freunden und Familienangehörigen abzubrechen und sich zu radikalisieren. Sie lassen dann ihre Eltern verzweifelt zurück.

Statt einer säkularen und menschenfreundlichen Integrationspolitik strebt die deutsche Regierung eine reaktionäre Islampolitik an, die leider immer mehr Jugendliche in die Tiefe der radikal-reaktionären islamischen Bewegung zieht. Das ist das Ergebnis der seit 2007 gegründeten Islamkonferenz.

Die Salafisten, die dicht mit den finanziellen und politischen Interessen Saudi-Arabiens verknüpft sind, sind ein Teil des weltweit erstarkenden Islamismus, dem auch die im Koordinierungsrat (KRM) zusammengeschlossenen Verbände Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), Islamrat, VIKZ und Ditib zuzurechnen sind. Die Deutsche Islamkonferenz hat diese an der Scharia orientierten Organisationen aufgewertet und als Dialogpartner und staatliche Kooperationspartner salonfähig gemacht. Durch die Einführung des flächendeckenden bekennenden Islamischen Religionsunterrichts gelingt es ihnen, Einfluss auf den Bildungssektor und die nachwachsenden Generationen zu nehmen. Einige Politiker wollen sogar islamische Schiedsgerichte legalisieren, die auf der Grundlage der Scharia urteilen.

Deshalb verurteilt der ZdE jede Verharmlosung oder Zusammenarbeit mit islamischen Organisationen und verlangt von der deutschen Regierung ebenso wie von der Öffentlichkeit, klar Position gegen frauenentwürdigende und menschenverachtende Aussagen und Praktiken der Salafisten oder anderer islamischer Gruppierungen und Einzelpersonen zu beziehen.

Wir fordern die sofortige Auflösung der Islamkonferenz sowie eine konsequente Trennung der Einflussbereiche von Staat und Religionsgemeinschaften. Islamkritik darf nicht als Islamophobie oder antimuslimischer Rassismus diskreditiert werden. Pressefreiheit, Informationsfreiheit und Meinungsfreiheit gehören zum Fundament der Menschenrechte, die dem chronischen religiösen Beleidigtsein nicht geopfert werden dürfen.

Zentralrat der Ex-Muslime

Kontakt:

E-Mail: exmuslime@googlemail.com

Homepage:

http://www.ex-muslime.de/

Bankverbindung

Postbank Dortmund

BLZ: 440 100 46

Kontonummer: 995 756 463

IBAN: DE12 4401 0046 0995 7564 63 BIC: PBNKDEFF

Anmerkung: Bereits vor fünf Jahren forderte der Zentralrat der Ex-Muslime sinnvollerweise die Auflösung der proschariatischen und demzufolge nicht auf Eingliederung (Integration) sondern auf Abschottung (Segregation) hinwirkenden Deutschen Islamkonferenz. In der Presseerklärung vom 30. April 2007 wurde verdeutlicht, dass die unter Deutschlands Einwanderern durchaus zahlreichen „Personen, die dem repressiven Normierungsdruck der islamischen Vorschriftenreligion entrinnen wollten … durch die vertretungspolitisch erzwungene Muslimisierung entmündigt und ausgegrenzt (werden).“ Öffentlichkeit und Bildungsbereich der mühselig errungenen kulturellen Moderne sollen nicht vom „repressiven Normierungsdruck der islamischen Vorschriftenreligion“ bestimmt sein: „Wir wenden uns deshalb mit Nachdruck gegen die staatlich geförderte Schariatisierung des öffentlichen Raumes. … Die Islamkonferenz fördert nicht die Integration von Zuwanderern, sondern behindert sie.“

http://www.ex-muslime.de/de/archiv/presse20070428.htm

Maududi: Weltanschauung und Leben im Islam

März 23, 2012

تقسیم ہند

Taqseem-e-Hind

Partition of India

Teilung Indiens

Towards Understanding Islam

Betrachtungen zu Abul Aʿlā Maudūdī: Weltanschauung und Leben im Islam (deutsche Übersetzung von Fatima Heeren-Sarka im Auftrag von der Islamic Foundation, Leicester 1978). Maududi veröffentlichte den Text 1960 im pakistanischen Lahore, wobei er auf Ideen aus seinem bereits 1932, also vor der Entstehung (West-)Pakistans (1947, Partition of India) erschienenen Risālah Dïniyāt zurückgriff. Es war Maududi-Übersetzer Khurshid Ahmad gewesen, der auch diesen Text aus dem Urdu ins Englische übertragen hatte: Towards Understanding Islam (ebenfalls bei The Islamic Foundation, 1980).[1] Eine auf Beibehaltung und weltweite Durchsetzung der universellen Menschenrechte zielende Islamkritik von Jacques Auvergne (2012).

Für Abul A’la Maududi (1903-1979) ist jeder tugendhafte Mensch Diener Allahs, treuer Muslim. Allen anderen mangelt es damit an Tugend oder an Information. Anstand heißt, Allah die alleinige Regentschaft zu überlassen, was heute und jetzt nichts anderes ist als gelebter Islam und was recht bald Islamrepublik bedeuten wird. Die Theodemokratie, wie Maududi das Kalifat nennt, folge der gereinigten Gesinnung nämlich wie von selbst und innerhalb von weniger als zehn Jahren.[2]

1941 gründete der Maulana (“Meister”; einige Salafisten nehmen an dem ihrer Meinung nach nur dem Schöpfer zustehenden Ehrentitel Maududis Anstoß) die radikale, ab 1947 (Teilung Indiens) auf den pakistanischen Islamstaat hinarbeitende Partei und Bewegung Jamaat-e-Islami (JI). 1956 wurde Pakistan zur ersten Islamischen Republik der Welt. Zu den heutigen Auslandsvertretungen der JI gehören die im britischen Leicester ansässigen Werke UK Islamic Mission und Islamic Foundation. Zwischen 1978 und 1984 arbeitete Ahmad von Denffer an der Islamic Foundation, der Islamfunktionär wirkte später vom der Muslimbruderschaft zuzurechnenden Islamischen Zentrum München aus.

Islam ist beinahe so etwas wie ein erfülltes physikalisches oder biologisches Gesetz, eigentliches Menschentum jedenfalls ist Muslimsein:

15. Der Islam ist eine weltumfassende Religion, deren Zweck es ist, im Menschen islamische Eigenschaften und islamische Haltung zu schaffen und weiterzubilden. Islam ist genaugenommen ein Eigenschaftswort. Wer immer diese Eigenschaften besitzt, welcher Rasse oder Gemeinschaft, welchem Land oder Volk er auch angehören mag, ist ein Muslim.

Glauben heißt gehorchen:

16. Islam ist ein arabisches Wort und heißt Unterwerfung, Hingabe und Gehorsam. Als Religion steht Islam für völlige Unterwerfung unter den Willen Gottes und absoluten Gehorsam Ihm gegenüber. Eine weitere wahrheitsgetreue Bedeutung des Wortes Islam ist Frieden. Das heißt, dass man wirklichen körperlichen und geistigen Frieden nur durch Unterwerfung und Gehorsam Gott gegenüber erlangen kann. Ein solches Leben des Gehorsams gibt dem Einzelnen innere Ruhe und legt damit den Grundstein für den wirklichen Frieden in der Gesellschaft im Großen.

Gehorsam umkreisen Atome und Himmelskörper, Elektrone und Spiralnebel den Schöpfer. Gottergeben bewegen sich der fallende Stein oder der fliegende Vogel in den Bahnen ihrer von Allah gesetzten Bestimmung. So ist Islam beinahe Naturreligion, jedenfalls ist dein Muslimsein erfülltes Naturgesetz:

15, 16. Dieses mächtige, allumfassende Gesetz, das alles lenkt, was das Universum einschließt, von den winzigsten Staubkörnchen bis zu den Milchstraßen im Weltraum, ist das Gesetz Gottes, des Schöpfers und Erhalters des Universums. Da also die gesamte Schöpfung dem Gesetz Gottes gehorcht, folgt das ganze Universum im wahrsten Sinne des Wortes der Religion des Islams, denn Islam bedeutet nichts anderes als Unterwerfung und Gehorsam Gott gegenüber. Die Sonne, der Mond, die Erde und alle anderen Himmelskörper sind daher ‘Muslime’. Ebenso Luft, Wasser, Wärme, Steine, Bäume und Tiere: alles im Universum ist ‘Muslim’, denn es gehorcht Gott durch Unterwerfung unter Seine Gesetze.

Der schariatisch bzw. koranisch betrachtete Mensch aber ist dazu ausgestattet, frei Wählen zu können und kann in diesem Bereich aus dem Naturgesetz (Islam) heraus fallen. Vollkommenheit erlange der Mensch daher erst im ungebremsten Einwilligen in Allahs Gesetz, wie auch Maududi weiß.

Bei Imam al-Ghazali (1058-1111) ist das Ziel gelingenden menschlichen Lebens beschrieben, die ewige Heimkehr zu Allah, was wiederum, andernfalls hätte Mohammed seine Aufgabe falsch verstanden, die irdische Erfüllung der Schariapflichten voraussetzt. Auf Erden bedeutet Islam für den muslimischen Endverbraucher somit Unterwerfung den frommen Gelehrten und Muftis gegenüber, während es für die muslimische Ehefrau erfüllte Religion ist, ihrem Mann zu gehorchen.

Eine unislamische Gesellschaft oder Regierung allerdings, um von al-Ghazali wieder zu Maududi zu kommen, stört die naturgesetzliche islamische Harmonie und muss vielleicht, da sie den Bund mit dem Schöpfer bricht und dem ewigen Heil aller Bewohner entgegen steht, zur Einsicht gebracht (islamisiert) oder revolutionär beseitigt werden.

Wo doch jedes Staubkörnchen gottergeben ist, müssen wir einen den Islam verwerfenden Menschen als schrecklich unwissend bezeichnen:

19. Der Mensch, der Gott verleugnet, wird Kāfir (Verberger) genannt, weil er durch seinen Unglauben das verbirgt, was seiner Natur angeboren ist und in seiner Seele fortlebt, denn er ist ja tatsächlich instinktiv erfüllt vom Islam. … Jedes Teilchen in ihm, sei es nun organisch oder unorganisch, existiert in Übereinstimmung mit dem Islam und erfüllt die Pflichten, die ihm zugeteilt wurden. Doch das Einsichtsvermögen dieses Menschen ist entstellt, sein Verstand ist getrübt … Kufr ist also eine Form von Unwissenheit, ja es ist die Unwissenheit überhaupt.

Jedes Molekül trägt die Last der Scharia und bleibt gerade dadurch im Bereich der Pflichterfüllung und Harmonie zu seinem Schöpfer. Die im Koran (2:286) ausgesprochene Bitte an den Schöpfer, am Islam nicht zu schwer zu tragen (Our Lord! Lay not on us a burden greater than we have strength to bear) hat der Angesprochene im selben Vers gleich selbst beantwortet: Allah bürdet niemandem eine Last auf die er nicht auch tragen kann (On no soul doth Allah Place a burden greater than it can bear, Übersetzung Yusuf Ali).

Jeder aufklärerisch ankekränkelte, Allah nicht durch eine korrekte Lebensführung preisende Naturforscher verfehlt den Sinn seines Lebens ebenso sehr wie der naturromantisch oder gar pantheistisch fühlende Dichter. Keine Elektronenhhülle ohne Atomkern, kein Hofstaat ohne König, keine Armee marschierender Soldaten ohne General, keine Schöpfung ohne Schöpfer:

19. Er [der Säkulare oder der nichtmuslimische Wissenschaftsfreund] betrachtet seinen eigenen Körper, der auf wunderbare Weise funktioniert, … und doch ist er unfähig, die Kraft zu erkennen die ihm das Leben geschenkt hat. … Er ist Zeuge eines herrlichen Planes im Universum – und doch ist es ihm unmöglich, den Planer all dessen zu erkennen. Er nimmt die Schönheit und Harmonie wahr in der alles zusammenklingt – doch nicht den Dirigenten des Ganzen.

Deine Aufgabe als Mensch ist es daher, die Scharia zu leben und Wissen zu erwerben. Nicht etwa koranwidriges Denken, denn natürlich (von Natur aus) ist hier nicht das falsche Wissen gemeint, sondern das richtige (islamische) Wissen:

20. Wie kann der Mensch … dem echten Wissen näher kommen?

Der Frevel der Verneinung Allahgottes und seiner Gesetze ist ein gewaltiger. Der Schariaverweigerer ist eigentlich ein Terorist, jedenfalls ein Gewalttäter und Vertragsbrecher:

20, 21. Kufr ist auch eine Tyrannei oder vielmehr die schlimmste Art der Tyrannei … es ist außerdem auch offene Auflehnung, Undankbarkeit und Treulosigkeit.

Wer nicht nach Koran und Sunna lebt, lästert Allahgott, lehnt sich gegen die Natur des Universums auf und beschädigt sich selbst; da ist die ewige Höllenstrafe beinahe noch eine Begnadigung und die eventuelle Steinigung schon fast nicht der Rede wert. Du willst dir doch nicht selbst im Wege stehen?

Lebe ein Leben der Natürlichkeit und Schönheit, lebe den Islam. « Allah est Beau et Il aime la beauté. »[3] Allah ist schön und liebt das Schöne.

Die wahre Religion ist benutzerfreundlich, Alltagshandeln nach Koran und Sunna ist vollkommene Ergonomie. Genau betrachtet wird dein Schariagehorsam auch zum praktizierten Sozialen Arbeiten und Naturschutz, denn:

20. ein Kāfir, ein Mensch also, der Gott verneint, begeht zwangsläufig die größte Ungerechtigkeit, denn er vergewaltigt alle materiellen und geistigen Kräfte, sich gegen den Lauf der Natur aufzulehnen

Weil man, was auch Adolf Hitler wusste, bei beschworener Naturhaftigkeit oder Natur nicht mehr weiterzudenken braucht, haben sich auch die Anhänger aus Alternativkultur oder New Age nicht über die menschenrechtswidrigen, insbesondere frauenentwürdigenden islamischen Normen beschwert. Eine Dosis an proislamischer Ekstase lässt die allgemeinen Menschenrechte bedeutungslos erscheinen … Geschwister, lasst uns ganz im Rhythmus des Lebens mitschwingen.

Verlangt so viel Ruf nach Rückkehr zur kosmischen Ausgewogenheit jetzt nicht nach schönen Reimen? Wagen wir`s:

Allahs heransausendes Schwert als ganz natürlicher Wert. Aus himmlischer Liebe neunundneunzig Hiebe. Fliegende Steine, jedem das seine. Der Lauf der Dinge, Allahs Klinge.

Hoppla Herr Bischof bzw. Minister, der Dialog ist im Eimer.

Kehre daher zurück zur absoluten (islamischen) Harmonie der Herren Mohammed und Maududi, wenn du Erkenntnis erlangen willst:

22. Jemand, der auf diese Weise zum Rebellen wird, kann niemals wahres Wissen und echte Einsicht erlangen. Denn das Wissen, das den eigenen Schöpfer nicht erfassen kann, wird auch bei der Enthüllung jeder anderen Wahrheit versagen. … sein ganzes Dasein wird in Unordnung sein … er wird auf Erden nur Verwirrung und Durcheinander stiften.

23. Solch ein Mensch wird auf Erden Ruhe und Gleichgewicht stören und im Jenseits der Verbrechen für schuldig befunden werden, die er gegen seine Natur und seine Fähigkeiten begangen hat. … Jede Faser seines Wesens wird sich bei Gott gegen ihn beschweren, Der als der wahrhaftige Quell der Gerechtigkeit ihm die vollste Strafe auferlegen wird, die er verdient.

Entscheide dich heute und sofort zwischen Himmelsgarten und Feuergrube, wähle den Schariagehorsam oder den widernatürlichen Zustand des Ausbreitens von Unheil:

24. Islam, das heißt vertrauensvolle Hingabe an Gott und Gehorsam Ihm gegenüber, oder Kufr, nämlich Verleugnung Gottes und Auflehnung gegen Ihn.

Gegen den Islam zu denken mag erst im Jenseits geahndet werden, doch die Islamische Seinsweise öffentlich zu kritisieren oder gar aktiv zu stören, bewerten die Theologen als Verderbenstiften auf Erden (al-ifsad fil-arḍ, spreading evil on earth).[4]

Bekehrt euch, rettet eure Seele, reiht euch ein in den Kampf gegen Schund und Schmutz.[5]

Islamisches Missionieren heißt Saubermachen (Ghamidi: purification of morals), kraftvolles Zurückdrängen jedweder Verderbtheit (fasād fil-arḍ, disorder, corruption) in Stadt und Staat. Und jene, die gegen die Islamische Ordnung rebellieren oder ankämpfen, im Koran verwendet Allah die zu Krieg (ḥarb) gehörende Verbform yuḥāribūn (they fight against, they rebel against), sollt ihr kreuzigen, ihnen eine Hand und einen Fuß von gegenüberliegenden Körperseiten abhacken oder sie in die Verbannung schicken.[6]

Ohne Islamkonforme Lebensführung kein wissenschaftliches Denken, meint Wissenschaftsfeind Maududi:

24. Durch richtige Anwendung seines Wissens und Verstandes erkennt er seinen Schöpfer, setzt Glauben in Ihn und obwohl er unter keinerlei Zwang steht, entschließt sich, Ihm zu gehorchen. Er irrt sich nicht bei der Unterscheidung von Rechtem und Unrechtem und wählt das Rechte ungeachtet der Tatsache, dass er die Möglichkeit hatte, sich dem Unrechten zuzuwenden.

Islam ist, wenn endlich jeder weiß, was zu tun ist. Die Schönfärber (Sufis) des bleibend ungerechten und menschenfeindlichen Schariagesetzes freuen sich, dass der Aspekt der menschlichen Seele, der zum Bösen (bi s-sūʾ, towards the evil) aufhetzt, verführt oder anstiftet (ammāra; incites to, enjoins unto, commands to) durch den Prozess der Entkörperlichung oder Ichabstreifung (at-taǧarrud, anglisiert al-tajarrud) unschädlich oder jedenfalls abgedrängt worden ist und der Satan gleich mit vertrieben.[7]

Ichabstreifung. Der genannte, aus dem rituellen Kleiderablegen anlässlich des Kernereignisses der Pilgerfahrt und später aus dem Sufismus (taṣawwuf, ṣūfīya) stammende Terminus geheiligter Selbstauslöschung und entsprechend heftiger Weltverachtung (Ḥasan Naṣrallāh: We are going to win, because they love life and we love death) wurde, völlig richtig verstanden, von Ḥasan al-Bannā (1906-1949) aufgegriffen, wie wir bei Yon Machmudi (Islamising Indonesia) lesen können: Der erste Muslimbruder verpflichtete die islamrevolutionäre und kulturrassistische Ordensgemeinschaft, nachzulesen in The Message of the Teachings (Risālat at-Taʿālīm), auf einen Treueschwur (baiʿa) von zehn Grundregeln (“the pillars of our bayʿa are ten; learn it”). Diese lauten:

Einvernehmen (understanding, al-fahm), Aufrichtigkeit (sincerity, al-iḫlāṣ), Tatkraft (action, al-ʿamal), äußerste Anstrengung (honest striving, al-ǧihād), Opfer (sacrifice, at-taḍḥiya), Gehorsam (obedience, aṭ-ṭāʿa), Beharrlichkeit (perseverance, aṯ-ṯabāt)), Authentizität (authenticity, at-taǧarrud), Brüderlichkeit (brotherhood, al-uḫuwwa) und Treue (trust, aṯ-ṯiqah).[8]

Ichabstreifung. Der Radikale ist nach dem frei bis falsch übersetzten Sayyid Qutb also einfach authentisch. Andernorts wird Qutbs Tadscharrud mit Entschiedenheit (resoluteness) wiedergegeben, was der Gewaltlizenz genauer (authentischer) entspricht. Authentisch brutal.

Sufi oder Nichtsufi, die von Allah gesetzten Grenzen sind genau einzuhalten, daneben darf vielleicht und mit Imam al-Ghazali (Iḥyāʾ ʿulūm ad-Dīn, The Revival of the Religious Sciences) ein wenig über die menschliche Seele spekuliert werden. Seelenkundlich verbreitet ist ein dreiphasiges Modell, das drei Seelen (nufūs, Sg. nafs) kennt: Bei Allah verhasst und schlimmer angesehen als ein Tier ist der Mensch, der vom (zum Bösen!) verführenden Nafsu l-Ammāra bis-Sūʾ (the soul that enjoins evil) beherrscht wird. Auf dem Weg der Besserung wenn auch noch nicht frei von Sünde ist dein Nafsu l-Lawwāma oder Nafs der Selbstanklage (the self-accusing soul). Die höchste spirituelle Reife erreicht der Mensch erst mit seinem Nafsu l-Muṭmaʾinna, mit der im Koran (89:27) angesprochenen Seele der Gottesruhe (the satisfied soul).[9]

Maududi wird konkreter:

31. Wie wir schon sagten, bedeutet Islam Gehorsam Gott gegenüber.

Welches sind die wesentlichsten Dinge, die ein Mensch wissen muss, um sein Leben in Einklang mit dem göttlichen Plan zu bringen?

Als Erstes und Wichtigstes muss man einen unerschütterlichen Glauben an die Existenz Gottes haben

Des Weiteren muss man die Eigenschaften Gottes kennen.

Individualität und Autonomie staatsprogrammatisch und revolutionär auszulöschen geht auf verschiedene Weise: Der ohne göttliches Strafgericht, dafür mit einem gewaltbejahenden Schicksalsbegriff (Vorsehung) hantierende Nationalsozialismus benötigte das zur Wissenschaft erklärte Konzept verschiedenwertige Rassen, um den Führerstaat aufzubauen. Die Atheisten Stalin und Mao sprachen statt von Vorsehung von Fortschritt und bespitzelten oder ermordeten jeden Gegner für ihr ebenfalls als wissenschaftlich behauptetes Gemeinwohl. Der dritte Totalitarismus der, der erneuerte Islam, braucht das Zittern jedes Ex-Individuums vor dem Tag der Auferstehung, um die molekülgleich angeordneten Menschen ins Kristallgitter seines „archaischen Faschismus“ (Maxime Rodinson 1979)[10] einzubinden.

32. Darüber hinaus muss der Mensch die Einzelheiten über die Lebensweise kennen, durch deren Befolgung er das Wohlwollen Gottes erlangen kann. … hier wird einfaches Wissen nicht ausreichen. Der Mensch muss volles Vertrauen und die feste Überzeugung haben, dass es wirklich das göttliche Gesetz ist und dass sein Heil einzig und allein in der Befolgung dieser Gebote liegt.

Und schließlich muss man auch die Konsequenzen von Glauben und Gehorsam einerseits und jene des Unglaubens kennen. … Aus diesem Grunde ist das Wissen um das Leben nach dem Tod unbedingt erforderlich.

Schließlich geht es um die absolute Entscheidung schlechthin, um deinen ewigen Verbleib in Himmel oder Hölle:

34, 35. Daraus lässt sich klar ersehen, dass kein Mensch ohne Glauben oder Īmān ein wirklicher Muslim sein kann. Er ist die unerlässliche Voraussetzung oder vielmehr der eigentliche Ausgangspunkt, ohne den kein Anfang gemacht werden kann. … Das Leben des Gehorsams (Islam) wird geboren aus dem Keim des Īmān. … ohne Īmān gibt es keinen Islam.

Aus dem Samenkorn des Īmān wächst der Baum des Islam, erläutert Meister Maududi.

Insgesamt nennt der Islamtheoretiker vier Kategorien von Gläubigkeit bzw. Religionsverleugnung, moralisch ganz oben stehen die ungetrübten Islampraktiker, dann, sozusagen zweitklassig, folgt der Glauben besitzende Inkonsequente oder pflichtvergessene Muslim.

Dieser den Gehorsam (Islam) nicht praktizierende Gläubige (Muʾin) ist zwar kein Apostat, geht jedoch, als Schariaverweigerer, fehl und stellt seinen Schöpfer nicht zufrieden. Nach Maududi begegnet uns im Nichtpraktizierenden ein unechter Muslim, und erst wer das ganze Schariagesetz praktiziert, erlangt Allahs Wohlgefallen und ist ein echter Muslim. Zweitklassig also sind:

35. Jene, die zwar Glauben besitzen, … deren Glaube aber nicht stark und tief genug ist, um sie zur völligen Hingabe an Gott zu bringen. Sie … verdienen Bestrafung für ihre Versäumnisse und Verfehlungen, doch sind sie immer noch Muslime. Sie … begehen Fehler, sind aber keine Rebellen. Sie erkennen ihren Herrn und Sein Gesetz an, und obwohl sie sich gegen das Gesetz vergehen, haben sie sich gegen ihren Herrn nicht aufgelehnt. … Sie … also schuldig und verdienen Bestrafung.

Drittklassig sind jene Gehorsamsverweigerer, die gar keinen Īmān besitzen. Sie stiften durch ihr schlechtes Vorbild bereits im Diesseits der menschlichen (also naturhaft muslimischen) Gemeinschaft so unermesslich großen Schaden, dass sie eigentlich als Verbrecher zu gelten haben und, vielleicht, 40 bis 80 Peitschenhiebe erhalten sollten:

35. Jene, die überhaupt keinen Glauben haben. Diese Menschen weigern sich, die Oberherrschaft Gottes anzuerkennen, und sind Rebellen. Auch wenn sie sich nicht schlecht benehmen und weder Verderben noch Aufruhr verbreiten, bleiben sie Aufrührer, und ihre scheinbar guten Taten sind von geringem Wert. Solche Menschen sind wie Gesetzesbrecher. Und ebenso wie ein Gesetzesbrecher – selbst wenn irgendwelche seiner Taten im Einklang mit dem Gesetz des Landes stehen – nicht zu einem getreuen und gehorsamen Bürger wird, so kann auch das scheinbar Gute jener, die sich gegen Gott auflehnen, nicht das Gewicht der tatsächlichen Verfehlungen, der Rebellion und des Ungehorsams ausgleichen.

Doch das ist noch nicht die niederste Stufe der Verworfenheit, dort nämlich finden wir die Kategorie vier:

35. Jene, die weder Glauben besitzen noch gute Taten tun. Sie verbreiten Unordnung in der Welt und üben Gewalttätigkeit und Unterdrückung in vielfältiger Form aus. Sie sind die schlimmsten aller Menschen, denn sie sind Rebellen [sowie] Übeltäter und Verbrecher.

Unordnung (fasād; disorder, corruption) im Lande (fil-arḍ) zu erzeugen ist der im Koran angeordnete und auch im barbarischen Strafrecht Pakistans angewendete Tatvorwurf.[11] Mit Vergeltungsgebot (qiṣāṣ) und Blutgeld (dīya, Blood Money, prix du sang) setzt die von (Mohammeds und) Maududis Denken durchaus geprägte Islamische Republik die Scharia um, wie Tahir Wasti berichtet: “Des Erzeugens von fasad-fil-arz machen sich unter anderem jene schuldig, die öffentlichen Frieden und öffentliche Ruhe stören.”[12]

Unablässig droht der Fasad, die lichten Fäden des himmlisch gewebten Gnadenbundes – des Dīn! – aller Menschen zu ihrem Schöpfer zu zerstören, was ihre ewige Rückkehr zum Heil noch unwahrscheinlicher macht als es das Zerreißen des von Halbgöttin Ariadne selbstgesponnenen roten Wollfadens bedeutet hätte, der dem Helden Theseus den Weg aus dem Haus des Ungeheuers wies.[13]

Es gab Propheten, die Einblick in höhere Welten hatten. Es gibt Menschen mit Islamischem Wissen.

Höre auf die Gelehrten:

39. Doch nachdem man auf den geeigneten Menschen gestoßen ist, nimmt man seinen Rat bedingungslos an. Diese Art von Glauben nennt man „Glaube an das Unbekannte“ … Īmān bil-ghayb.

Ghaib (ġaib)[14] ist der sekündlich beinahe zum Greifen nahe, von Dschinnen und Engeln durchgeisterte Seinsbereich des Verborgenen. Ja, gib nur zu, dass du keinen Durchblick hast.

Das ist doch mal ein Ratschlag für den minderjährigen Teilnehmer am Islamischen Religionsunterricht:

39. Denn hier hat man sich in Dingen, die man nicht weiß, auf jemanden zu verlassen, der sie weiß. Genau das ist Īmān bil-ghayb – der Glaube an das Unbekannte.

Īmān bil-ghayb bedeutet daher, dass man Kenntnis erlangt über etwas, das einem unbekannt war, von jemandem, der etwas davon weiß.

Führer befiehlt, Mufti gibt Fatwa. Der Mensch als solcher ist im Islam, anders als im Katholizismus, nicht sündig, sondern erkenntnisbezogen minderbemittelt.

Ein Scheich, Alim oder gar Prophet muss schließlich eine Stufe höher stehen als der simple Gläubige. Grundsätzlich bist du doof:

Man hat kein grundsätzliches Wissen über die Lebensweise, durch die man das Wohlgefallen seines Schöpfers erlangen kann. Und man tappt im Dunkeln über das Leben, das nach dem Tode kommen wird.

Wer dem das reine, deutliche Schöpferwort erlauschenden Nabi (nabī, pl. anbiyā) widerspricht, verbreitet falsches Wissen und darf verachtet oder zum Schweigen gebracht werden:

(…) Kenntnis … wird uns durch Propheten vermittelt, die direkte Verbindung zu Gott hatten und mit dem richtigen Wissen begabt worden sind.

Darum mach dich auf, folge der im Jahre 632 oder 855 verstummten Stimme des Himmels. Weltlichkeit ist Götzendienst. Lass dich aus dem Verborgenen steuern und gehorche den Propheten, weil diese:

die Wahrheit sprechen und ihre Lehren es verdienen, befolgt zu werden. …

Lebe Koran und Sunna, baue, ganz nach Maßgabe der Hisba, Familie und Nachbarschaft islamisch um:

39. Ein solches Bestreben zur Erkenntnis und Anerkennung der Wahrheit ist unerlässlich zum Gehorsam gegen Gott und zum Handeln in Übereinstimmung mit Seinem Gesandten.

Nichtislamisches ist unwichtig oder führt zur Hölle. Nichtislamische Betrachtung der Natur zum Beispiel führt in den Abgrund, eine Weltdeutung, jedenfalls findet das der fromme Maududi, die zum rückständigen Polytheismus oder ketzerischen Atheismus führen muss.

Die Unversehrbarkeit nicht etwa des Menschen oder des allgemeinen Menschenrechts, sondern von Schöpfung, Gesetz (Scharia), Weltgemeinde (Umma) und Schöpfer (Allah) ist der so genannte Tauḥīd. Nur dieser zum Blühen gebrachte Einheitsglaube oder Einheitliche Glaube ermögliche Wissenschaft, Frieden und Humanität:

97. Der Tauḥīd vertreibt alle Wolken der Unwissenheit und erleuchtet den Horizont mit dem Himmel der Wahrhaftigkeit. … Der Mensch ist außerstande, die Wirklichkeit allein mit Hilfe seines Einsichtsvermögens zu erfassen und zu begreifen. …

Das Universum … kann nicht ohne Schöpfer, Planer, Überwacher und Dirigenten bestehen.

Das darf der muslimische Ehemann auf Heirat und Schlafzimmer übertragen, denn die grundsätzlich verstandesschwache und wankelmütige Frau „kann nicht ohne … Planer, Überwacher und Dirigenten bestehen.“ Im Islam gibt es nie Gleichheit, sondern immer nur Rangunterschied: oben und unten, Befehlen und Gehorchen.

Dem Angehörigen der zur Herrschaft berufene Kaste oder Klasse ist es selbstverständlich aufgetragen, jedem Nichtmuslim „Planer, Überwacher und Dirigent“ zu sein. Ein bisschen wie Allah, Stellvertreter halt, Kalif.

Überall auf der Welt, wo solche den Koran wörtlich verstehenden Frommen den politischen Ton angeben, ist das für Andersdenkende gesundheitsschädlich bis lebensgefährlich, denn der so genannte Islamist, gemeint ist der konsequente Muslim, wird den heilsplangemäßen (Maududi: „Planung“) Aufbau der Herrschaft Allahs eben als ungestörtes göttliches Wirken („Werk“) betrachten:

Er muss oberste Herrschaftsgewalt über alles haben, was im Universum existiert. Er muss grenzenlose Macht besitzen; … muss frei sein von jeder Schwäche, und absolut niemand darf die Macht haben, sich in Seine Planung einzumischen oder Sein Werk zu stören.

Die Islamische Ordnung, Sayyid Qutb (Milestones) setzt sie (als den an-Niẓām al-Islāmī, the Islamic order) gegen den verderblichen und zur Hölle führenden Lebensführungsmodus (an-Nizām al-Ǧāhilī, the rule of ignorance), darf auch nach Abul A’la Maududi keinesfalls mit Spuren von Volkssouveränität vermischt werden. Jeder Gegner am einzig gerechten und einzig heilssichernden System ist daran hindern, den himmlischen Willen „zu stören“. Selbst der türkische Revivalismus denkt in diesen Gegensätzen: Weil der Teufel nicht schläft, greift die bei Allahgott verhasste Ordnung oder nichtige Ordnung, Erbakan sagte Batıl Düzen, Tag für Tag die gerechte Ordnung (ADİL DÜZEN) an. Ob Maududi, Qutb oder Erbakan, die Versöhner von Politik und Scharia haben den Islam nicht falsch verstanden, sondern nehmen ihn einfach nur beonders ernst.

Das vermeintliche Friedensstören betreffend wird es in Demokratien wie Deutschland daher darauf ankommen, dass die Mehrheit eben nicht die Ansicht teilt bzw. teilen wird, eine die muslimischen Frommen erzürnende Islamkritik sei Volksverhetzung (§ 130 StGB: die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören).

Gesetzgeber darf der Mensch nicht sein, alle Regeln haben den Regenten zu erfreuen, Allah. In seinem Artikel Allahs Gesetz und das Gesetz der Unwissenheit schrieb Sayyid Qutb:

“Wer kann sich anmaßen, zu sagen, er gäbe der Welt bessere Gesetze als Allah? (…) Kann er etwa sagen, dass er die menschliche Natur besser kennen würde als der Schöpfer?”[15]

Ṭaiyib bedeutet gut, sauber, ausgezeichnet, richtig oder gesetzlich. Kalima heißt eigentlich Wort und meint im Islam das an die Menschen gerichtete absolute, das unter deutschen Gläubigen gern so genannte Schöne Wort: Kalima Ṭaiyiba.[16] Im Hadith (Sahih Muslim Buch 5, Kitab Al-Zakat) heißt Allah ja selbst der Richtigste, at-Tayyib: Allah ist der Gute und deshalb nimmt Er nur das Gute an (O people, Allah is Good and He therefore, accepts only that which is good),[17] der in seinem Koran den Dschinnen und Menschen versichert: Zu Ihm Selbst steigen die Worte der Kalima, To Him ascend the Goodly Words.[18]

Der Tauhid, die vierfache Unantastbarkeit von Schöpfer, Schöpfung, Scharia und Weltgemeinde, wird Klang in eben dieser Kalima, im Es gibt keinen Gott außer Allah: Lā ilāha illā-llāh:[19]

100. Die Auswirkungen des Tauḥīd

Jemand, der an diese Kalima glaubt, kann niemals engstirnig sein und eine verkümmerte Weltanschauung haben. Er glaubt an den Einen Gott, Der der Schöpfer des Himmels und der Erde, der Herr des Ostens und des Westens und der Erhalter des gesamten Universums ist.

Außerhalb der Scharia gibt es gar keine Naturgesetze. Nicht das Holz der Feuerstelle schafft die Flamme und hält sie am Brennen, nicht die Verschmelzung der Erbanlagen zeugt neues höheres Leben, nicht die Schwerkraft ist es, die den Stein nach unten fallen lässt, Ursache ist nur Einer, Allah, der sekündliche Beweger und Erhalter des Weltalls.

Den frommen Muslim könnte ein atheistischer Anhänger der Volkssouveränität beinahe für einen Anarchisten halten:

101. Der Gläubige weiß, dass Gott allein der Besitzer aller Macht ist und dass niemand außer Ihm … irgendeine Art von Autorität oder Einfluss ausüben kann.

Auch ein notorische Obrigkeitskritiker sollte den Islam nicht voreilig romantisieren, denn statt der von ihm gewünschten Herrschaftslosigkeit (An-Archie), blüht ihm die verschärfte Repression der, wir erlauben uns diese Wortschöpfung, Islamarchie oder genauer Allah-Archie. Einen Treffer zu diesem Neologismus kennt das Englische Internet, immerhin: Allaharchy in the UK?[20]

Nine-Eleven-Verschwörer und Iran-Verteidiger Salim Ishaq Hassan aus dem nigerianischen Kano will nichts anderes als die Schariarepublik und wirbt für die Ersetzung der Demokratie (Democracy) durch die Islamokratie (Islamocracy): Wir sind wirklich echte Islamokraten und keine Demokraten! We are indeed ‘ISLAMOCRATS’ and not Democrats.[21]

Zurück zur Kalima, Maududi wird volkswirtschaftlich:

104. Der Glaube an “lā ilāha illā-llāh” schafft eine Geisteshaltung des inneren Friedens und der Zufriedenheit … Der Gläubige begreift, dass Reichtum und Gaben jeglicher Art in Gottes Hand liegen und dass Er sie austeilt, hier mehr, dort weniger

Der muslimischen Ehefrau braucht nicht so viel ausgeteilt zu werden, sondern, sie erbt nur halb so viel wie ihr Bruder, „weniger“; und dass dem Dhimmi die Dschizya abgepresst wird, ist eine Frage der göttlichen Fügung (liegt „in Gottes Hand“). Im Übrigen herrscht Allahs Faschismus, Kalifat:

105. Das allerwichtigste Ergebnis des Glaubens an “lā ilāha illā-llāh” ist jedoch, dass er den Menschen dazu bringt, dem Gesetz Gottes zu gehorchen und es zu befolgen. …

Je fester der Glaube eines Menschen in dieser Beziehung ist, desto genauer wird er Gottes Gebote befolgen; er wird das vermeiden, was Gott verboten hat, und er wird Seine Anordnung auch in völliger Abgeschlossenheit und Finsternis ausführen, denn er weiß, dass Gottes “Wachsames Auge” ihn niemals sich selbst überlässt, und er fürchtet den Tag des Gerichts, dem niemand entgehen kann. Aus diesem Grunde ist es die erste und wichtigste Vorbedingung für jeden, der Muslim sein will, an “lā ilāha illā-llāh” zu glauben … nämlich daran, dass es absolut niemanden gibt, der der Anbetung würdig ist außer Gott.

Nach verschiedenen, für Nichtkenner der Scharia sicherlich eher harmlos klingenden Gedanken zu Gebet und Armensteuer wendet sich Meister Maududi dem konsequenten Friedenmachen zu, dem Kriegsdienst; schließlich hieß bereits sein erstes, 1927/1928 erschienenes Buch Al-Jihad fil-Islam:

140. Der Dschihād ist ein Teil der … allgemeinen Verteidigung des Islams. … in der Sprache der Scharīʿa wird dieses Wort [ǧihād] tatsächlich vornehmlich für den Krieg benutzt, der einzig und allein im Namen Gottes gegen jene geführt wird, die als Gegner des Islams Unterdrückung ausüben. Die außerordentliche Opferbereitschaft, selbst das eigene Leben hinzugeben, müssen alle Muslime aufbringen. Wenn sich jedoch ein Teil der Muslime erbietet, am Dschihād teilzunehmen, so ist damit die ganze Gemeinde von ihrer Verantwortung entbunden.

Heutige Mobilität schafft da ganz andere Möglichkeiten. Der Dschihad war eigentlich immer eine Frage der Globalisierung und die Umma (Weltgemeinde) organisiert nun den Globalen Dschihad.

Wenn ein Islamischer Staat von Nichtmuslimen angegriffen wird, reichen die von Maududi genannten kämpfenden Stellvertreter auch gar nicht aus:

In diesem Fall muss jeder zum Dschihād bereit sein.

In allen diesen Fällen ist der Dschihād eine genauso unerlässliche und primäre Pflicht wie das tägliche Gebet oder das Fasten. Wer dem zu entkommen sucht, ist ein Sünder … ist ganz offenbar ein Heuchler, der bei der Prüfung seiner Aufrichtigkeit versagt, und alle seine ʿIbādāt und Gebete sind leerer Schein, eine wertlose, hohle Vorspiegelung von Gottergebenheit.

Fast zum Schluss denkt der Meister an das Unvermeidliche, an die Frau. Allahs Familienpolitik definiert den Ehemann als des Hauses General:

162. Dem Ehemann wird die Stellung des Familienoberhauptes zugeschrieben. Keine Einrichtung kann reibungslos arbeiten, wenn sie nicht einen Hauptverantwortlichen besitzt. Man kann sich keine Schule ohne einen Direktor oder eine Stadt ohne Bürgermeister vorstellen. … Der Islam überträgt diese Stellung dem Ehemann und macht auf diese Weise die Familie zu einem wohlgeordneten Ausgangshafen der Zivilisation, zu einem Modell für die Gesellschaft im Großen.

Es ist den Frauen vorgeschrieben, zu Hause zu bleiben und die ihnen übertragenen Pflichten zu erfüllen.

Im öffentlichen Raum zischen oder prügeln maskuline Bevollmächtigte alle Frauen in arteigene Bewegungsbereiche. Im gelebten Islam herrscht Geschlechtertrennung, das ist nicht zuletzt auch eine Frage des Jugendschutzes:

167. Um das sittenreine Leben der Gemeinschaft zu erhalten und die Entwicklung der Gesellschaft auf guter Grundlage sicherzustellen, ist das freie Zusammentreffen der beiden Geschlechter verboten.

Kopftücher reichen bis zum Knöchel und haben eigentlich auch das Gesicht zu bedecken:

167, 168. Außerhalb des Kreises, der die nächsten Anverwandten umfasst, zwischen denen eine Heirat verboten ist, werden Männer und Frauen dazu angehalten, nicht frei miteinander zu verkehren, und auch wenn sie miteinander Verbindung aufnehmen müssen, dann sollten sie dies nur unter Beachtung des Hidschāb (Gebot der Verschleierung) tun. Das heißt, dass die Frauen, die ihr Heim verlassen, einfach angezogen und gut verschleiert gehen sollten. Nur wenn es unumgänglich nötig ist, können sie den Schleier heben, sie müssen sich jedoch wieder vollkommen umhüllen, wenn die außergewöhnliche Gelegenheit vorüber ist.

Ehen sind folglich eigentlich nur arrangiert möglich, denn unter den ledigen Männern sind es gerade die jüngsten, die Folgendes lernen und beachten müssen:

Es ist falsch, Frauen absichtlich zu betrachten, und es ist noch schlimmer, zu versuchen, ihre Bekanntnschaft zu machen.

Die Form gewinnende Apartheid zu den Nichtmuslimen ist mit Textilien zu bekunden. Falsche Kleidung kennzeichnet die für das Höllenfeuer Bestimmten, deswegen:

ist es Pflicht eines jeden, sich stets geziemend zu kleiden. Der Mann sollte seinen Körper mindestens von den Knien bis zu seinem Nabel bedecken, während die Frau außer Gesicht und Händen nichts von ihrem Körper irgendeinem anderen als ihrem Ehemann zeigen sollte. Dieses wird Satr – Bedeckung – genannt, und sich stets in dieser vorgeschriebenen Weise bekleidet zu halten ist für jeden Mann und jede Frau religiöse Pflicht.

Satr (Hussain Kamani meint dazu: intime Körperteile … sie zu entblößen ist anstößig) ist von uns nicht mit Bedeckung, das wäre im Iran und in Pakistan mit Parda (anglisiert Purdah) oder arabisch mit Hidschab (angl. hijab) wiederzugeben, sondern als Schambereich oder mit das zu Bedeckende.

Satr (private parts … indecent to expose), im Arabischen wörtlich das Versteckte oder das zu Versteckende, bezieht sich gerade nicht auf die textile Hülle, sondern auf das Menschen und Dämonen erregende Darunterliegende, auf die ʿaura (anglisiert awrah), den Schambereich der schariatischen Sexualpolitik und Körperpolitik.

Arabisch ‘Aura und, sozusagen übersetzt, Persisch bzw. Urdu Satr (oder jedenfalls: Aura und schambesetzte Körperteile) sind nicht ganz dasselbe; mit dem aus Indien stammenden und von den USA aus arbeitenden Islamgelehrten, bhai bedeutet Bruder, Burhan bhai (Islamhelpline) dürfen wir den Sachverhalt Satr vielmehr als Bedeckungsbedürftigkeit oder Bedeckungsbedarf definieren: Wenn eine Frau ihre intimen [der Aura zuzurechnenden] Körperteile nicht verhüllt, begeht sie eine Verletzung ihres Satr.[22]

Doch meint die Scharia ja stets Seelenrettung und Sozialkontrolle und konnte die echtislamische Aura nicht einfach Körperzone oder Körperteil im biologischen oder medizinischen Sinne sein. Schließlich ist im Islam dein Genital ein Politikum allerersten Ranges.

Körperteile sind Allahs Absicht ohnehin nachzuordnen; nach Maßgabe der Hurma (körperliche Unversehrbarkeit im Islam) haben selbst korankonform abgehackte Hände, Füße oder Köpfe zunächst einmal heilssichernden und daneben erzieherischen Wert und ist das fromme Abhacken eben gerade keine Verletzung der Hurma.

Ein vorletzter Gedanke gilt den Ungläubigen:

170. Jeder unnötige Streit mit ihnen ist zu umgehen, vielmehr sollten wir in Frieden und gutem Einverständnis mit ihnen leben. …

Der Kulturrassismus von Sendungsbewusstein, Verachtung für alles Nichtislamische und heilssichernden Heiratsverboten schafft korangemäßen Frieden. Koranfromm zerspalten sich die Städte aller Welt in ethnoreligiös definierte Segmente und weicht der jeweilige Staatsbürger dem Religionsangehörigen. Solange der Nichtmuslim gegen die Scharia nicht aufmuckt, zeigt der Muslim „gutes Einverständnis“.

Alle anderen Weltanschauungen sind Stückwerk:

173. Der Islam dagegen ist eine weltumfassende Ideologie. … Er spricht die gesamte Menschheit an und lässt keinerlei engstirnige Diskriminierung zu.

… sondern nur offenherzige und weitblickende Diskriminierung! Die Scharia ist auf Erden kein Provisorium, sondern Naturgesetz und einzige bei Allah angenommene Glaubenslehre:

Zugleich ist dieses Gesetz aber auch ewig gültig.

Es basiert auf denselben Prinzipien, aus denen heraus der Mensch erschaffen wurde. Und da diese Natur zu allen Zeiten und unter allen Umständen gleich bleibt, muss sich das Gesetz, das sich auf ihre reinen Prinzipien stützt, auch auf jede Zeit und auf alle Verhältnisse anwenden lassen. Und diese weltumfassende und ewig gültige Religion ist der Islam.

Der betrachtete Text ist ein gutes halbes Jahrhundert alt, publiziert knapp zwei Jahrzehnte vor Chomeinis Putsch in den Gottesstaat; die ältesten Ideen sind bereits unmittelbar vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs von Maududi ersonnen worden, also vor acht Jahrzehnten.

Der organisierte Islam begreift sich als Alternative zur kulturellen Moderne und meint, Konzepte wie Kalifat von Córdoba, osmanisches Millet-System oder Partition of India (1947) problemlos auch auf Europa übertragen zu können. Da die korantreue Medinensische Urgemeinde Vorbild bleibt, ist eine Rechtsspaltung im Personenstandsrecht und Familienrecht auf jeden Fall durchzusetzen, wie Mustafa Cerić zugibt: opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law.

Das Märchen von einer Islamischen Rechtsanwendung oder Islamischen Rechtskonformität (Fiqh; Schariagerichte, Islamische Streitschlichter, Islamische Eheberatung, Islamischer Religionsunterricht), die frauenfreundlich und demokratieverträglich sei, ist im Sinne der gelingenden globalen Islamischen Revolution überall zu Gehör zu bringen.

Das theologisch keineswegs falsche und von Maududi ersehnte Göttliche Kalifat (The Divine Caliphate) dürfte überall verwirklicht werden, wo sich die (angeblich) zu Muslimisierenden der Islamischen Bewegung (Maududi: Islam is a movement)[23] nicht entziehen wollen oder können.

Jacques Auvergne

Q u e l l e n

[1] Weltanschauung und Leben im Islam

http://www.masjid-omar.de/Buecher/Weltanschauung_und_Leben_im_Islam.pdf

Maulana Maududi Towards Understanding Islam (Translated by Khurram Murad)

http://www.scribd.com/doc/61954634/Maulana-Maududi-Towards-Understanding-Islam-Translated-by-Khurram-Murad

The Meaning of Islam From A. Maududi’s ‘Towards Understanding Islam’

http://www.webcitation.org/5klXo9uVR

Weltanschauung und Leben im Islam

deutsch von Fatima Heeren-Sarka (auch: Im Auftrag der Islamic Foundation, Leicester 1978)

hier: Hg.: Islamisches Zentrum München

http://www.masjid-omar.de/Buecher/Weltanschauung_und_Leben_im_Islam.pdf

http://www.scribd.com/doc/3270113/Weltanschauung-Leben-Im-Islam-Abul-Ala-Mawdudi

Hg.: Islamische Gemeinschaft in Deutschland (1994)

http://www.amazon.de/Weltanschauung-Leben-Islam-Abu-l-Ala-Maududi/dp/3892630240

Ethical Viewpoint of Islam

By Abul A’la Maududi [Pg. 20]

http://www.scribd.com/doc/73899582/02-Ethicial-View-Point-of-Islam

http://www.islamicstudies.info/literature/ethical.php

Alles Beifreiungstheologie oder was? Tauhid statt Dschahiliyya, denn erst in der Theo-Demokratie (Allahkratie, Kalifat) gibt es nichts mehr, das Allahgott erzürnt. Bei oumma.com strebt Mohamed Tahar Bensaada nach Höherem:

Dreißig Jahre lang schrieb Maududi an seinem Korankommentar: The Tafhim-ul-Quran is a 6-volume translation and explanation of the Qur’an by Abul Ala Maududi. Maududi spent 30 years writing his Tafsir; he began in 1942 and completed it in 1972.

http://en.wikipedia.org/wiki/Tafhim-ul-Quran

Maududi: The Islamic Law and Its Introduction in Pakistan, ins Englische von Khurshid Ahmad

http://www.scribd.com/doc/58234322/Maulana-Maududi-the-Islamic-Law-and-Its-Intro-in-Pak

Maududi: The Islamic Law and Its Introduction in Pakistan

http://www.scribd.com/doc/34956916/The-Islamic-Law-and-Its-Introduction-in-Pakistan

La théologie de la libération de Abu Ala Mawdudi

Du principe du Tawhid qui est à la base de la doctrine islamique, Mawdudi tire sa conception d’une « théo-démocratie » dans laquelle la souveraineté n’appartenant qu’à Dieu, les gouvernants et gouvernés doivent être égaux dans ce sens qu’ils ont l’égal devoir d’agir conformément aux principes divins qui prêchent le bien et condamnent le mal : « L’Islam désire par-dessus tout que les gens s’en remettent entièrement à la Vérité de Dieu, qu’ils le servent et l’honorent.

De même, il souhaite que la loi de Dieu devienne pour chacun la loi selon laquelle il ordonne sa vie. Il exige aussi que l’injustice soit combattue, que les maux soient éliminés, car ils provoquent la colère de Dieu, et que les vertus et valeurs de société soient valorisées, car elles rencontrent la faveur divine »

http://oumma.com/La-theologie-de-la-liberation-de,2321

Beim Komitee Aktion Palästina (Le Comité Action Palestine (CAP)): Entretien avec Mohamed Tahar Bensaada sur la Palestine

http://www.comiteactionpalestine.org/modules/news/article.php?storyid=155

Haus des Islam (HDI), Lützelbach; Publikationen:

Abul A‘la Maududi: Der Weg zu Frieden und Heil (Diese kleine Schrift stammt aus einer Reihe von englischen Übersetzungen zum Verständnis des ISLAM – zu deutsch: “Hingabe, Ergebung in den Willen Gottes und Frieden”. Sie zeigt einige grundlegende Gedanken auf und will dazu verhelfen, den IsIam und seine Anhänger zu verstehen.), sowie: Abu‘l A‘la Al-Mawdudi: Der Islam – eine geschichtliche Perspektive (Ein zusammenfassender Überblick über den Islam, aus geschichtlicher Perspektive.)

Beachtenswert zum Thema Europa und Maududi sind die ebenfalls hier beim HDI genannten, auf Leicester (und Lützelbach) verweisenden Namen Khurram Murad und Ahmad von Denffer.

http://www.hausdesislam.de/53-0-Publikationen.html

Khurshid Ahmad (Islamic scholar)

Khurshid Ahmad is a Chairman of Institute of Policy Studies Islamabad, Pakistan Khurshid Ahmad became a member of Islami Jamiat-e-Talaba (IJT) in 1949 and was elected as the Nazim-e-A’la (President) of the same organization in 1953. He formally joined Jama’at-e-Islami Pakistan in 1956 and is at present Naib Ameer (Vice President) of the organization. Besides several other responsibilities, he is presently also the editor of the seminal Tarjuman al-Quran, a monthly publication launched by Sayyid Maududi in May 1933.

http://en.wikipedia.org/wiki/Khurshid_Ahmad_%28Islamic_scholar%29

Jamaat-e-Islami Pakistan

It is not simply a religious or political party. It bears the logo from a verse in the Quran Ud-Khulu Fis-Silmi Kaffa meaning “Enter in Islam full fledge” and take Islam as a complete way of life.

Founded 26 August 1941

Founder Sayyid Abul A’la Maududi (Founder Ameer)

Mian Tufail Mohammad – 2nd Ameer

Qazi Hussain Ahmad – 3rd Ameer

2012: Ameer Syed Munawar Hasan

Official colors Green, white, blue

Human kind will find peace and growth only when it will accept and practice true teachings of God in all spheres of its life, from individual level to national and international levels. These teachings were presented by prophets in different ages and Muhammad has left the The Quran in its original form and his personal teachings are recorded in different Ahadith which are sufficient to establish a complete code of life. …

The Muslim woman is accorded full spiritual and intellectual equality with man. … women’s honour and chastity must be respected

http://en.wikipedia.org/wiki/Jamaat-e-Islami

Jamaat-e-Islami

Grünweißblau

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/33/Jamaat-e-Islami_Pakistan_flag.PNG

Kinder, genauer: Jungen mit JI-Fahnen, Karatschi, Pakistan

http://photos.thenews.com.pk/tasveer_images/2011-8-27/large/2_24550.JPG

Quelle: Fotoserie (Bild 7 von 32)

Bild 8 zeigt gewaltige Fahnen der libanesisch-schiitischen Miliz Hisbollah sowie die Fahne von Palästina. Am Vorabend des antiisraelisch gemeinten Al-Quds-Tags. Activists of Imamia Students Organization carrying huge flags of Hizbullah, Pakistan and Palestine during a rally on the eve of Youm-ul-Quds on M. A. Jinnah Road.

http://photos.thenews.com.pk/e_image_detail.asp?catId=2&date=8/27/2011&albumId=0&page=8&picId=24549

Der Al-Quds-Tag (auch Al-Kuds-Tag) Rûs-e dschehânî-ye Ghods, „Internationaler Jerusalemtag“, nach dem arabischen Namen für Jerusalem, Al-Quds) ist ein gesetzlicher Feiertag im Iran. Er geht auf einen Aufruf des iranischen Revolutionsführers Ayatollah Ruhollah Chomeini vom 8. August 1979 zurück, am letzten Freitag des islamischen Fastenmonats Ramadan die „internationale muslimische Solidarität zur Unterstützung der legitimen Rechte des muslimischen palästinensischen Volkes [zu] erklären.“ Am ersten Al-Quds-Tag, dem 17. August 1979, sollen allein in Teheran 3,5 Millionen Menschen demonstriert haben. Nach Chomeini ist „der Al-Quds-Tag ein islamischer Tag und ein Tag der Mobilisierung der Muslime. “Ich hoffe, dass dieser Tag die Basis zur Gründung einer Partei aller Unterdrückten der Welt sein wird“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Quds-Tag

Frauen bei Parteiveranstaltungen der JI

http://www.demotix.com/sites/default/files/imagecache/large_610x456_scaled/photos/975968.jpg

Female supporters of Pakistani political and Islamic party Jammat-e-Islami (JI) march during an anti-US protest rally

Photo by Yasir Kazmi, December 20, 2011, Karachi, Pakistan.

http://www.demotix.com/news/975978/jamaat-e-islami-protest-against-us-foreign-policy?destination=search/context/location/Pakistan/subject/Photo%20by

Webpräsenz

http://urdu.jamaat.org/

JI kann Facebook

http://www.facebook.com/jamaat.org

[2] Maududi und die Theodemokratie.

Generell galt Maududis Aufmerksamkeit aber weniger dem Gesetzgebungsprozess im “Islamischen Staat” als praktischen Schritten zur Umsetzung dieses revolutionären Wandels. Sein Szenario zur vollständigen Etablierung des Islam in Pakistan sieht zunächst die Kodifizierung der alleinigen Souveränität Gottes und der shari’a in der Verfassung vor. Alle bestehenden Gesetze müssten mit ihr in Einklang gebracht oder abgeschafft werden. Die Implementierung dieser Normen werde die Muslime davon überzeugen, Männer zu wählen, die sich für die vollständige Errichtung des islamischen Systems einsetzen. Nachdem die “islamische” Bewegung auf diese Weise demokratisch die Macht übernommen habe, könne der Staat die tiefgreifende Reform aller Lebensbereiche nach dem frühislamischen Vorbild in Angriff nehmen, insbesondere mithilfe des Erziehungswesens und der Medien. Mit den richtigen Leuten könne diese Reform innerhalb von 10 Jahren bewerkstelligt werden.

(Zitiert aus der den unheilsabwehrenden und heilssichernden Anspruch auch der Maududischen Orthopraxie unangemessen verschweigenden und die Scharia leider nicht im Namen der AEMR unmissverständlich verwerfenden Kurzabhandlung zu Maududi von Thorsten Otto: Maulana Maududi und die Ideologie der Jamaat-i-Islami; bei: suedasien.info 13. Juni 2001)

http://www.suedasien.info/analysen/654

[3] « Allah est Beau et Il aime la beauté. » D’après ‘Abdullah Ibn Mas’ud

http://3ilm.char3i.over-blog.com/article-31827515.html

Zur Verpflichtung, nach dem Recht zu sprechen, was Allah mit Koran und Sunna herabgesendet hat. Il est obligatoire de juger par le Livre et la Sounnah.

http://3ilm.char3i.over-blog.com/article-32343482.html

“Allaah is beautiful and He loves beauty.” From ’Abdullaah Ibn Mas’ood.

http://xeniagreekmuslimah.wordpress.com/2010/12/20/%E2%80%9Callah-is-beautiful-and-he-loves-beauty-%E2%80%9D/

Islamic Reflections ist ein Blog, den Schariafreundin Xenia aus Griechenland betreibt. Islam in Greek γιά το Ισλάμ στα Ελληνικά. Stolz verhindert deinen Eingang ins Paradies, irdische Liebe zur Ästhetik (um Allahs willen) aber ist korrekt, denn hochmütig wäre es nur, die Wahrheit (von Koran und Sunna) zu verneinen und die (muslimischen) Menschen zu verachten.

http://islamingreece.wordpress.com/

Pride means denying the truth and looking down on people.

http://thebeautyofislam.tumblr.com/post/17930639051/the-prophet-sallallahu-alayhi-wa-sallam-said

Wunder des Koran. Webseite von Abduldaem Al-Kaheel auf Griechisch.

http://www.kaheel7.com/el/

Allahs Kreationist Abduldaem Al-Kaheel. Gegenaufklärung auf Deutsch.

http://kaheel7.com/de/

Hölle (dschahannam), moderne Kalligraphie des orts- und zeitlos aktuellen islamischen Themas

http://sayehgraph.persiangig.com/image/jahannam.jpg

Mahnende Schriftzeichen. Es flackert

http://www.m5zn.com/uploads/2010/12/2/photo/12021008123694twv7rj61d.jpg

http://vthumb.ak.fbcdn.net/hvthumb-ak-ash2/51306_166309316763016_166308540096427_15667_1381_b.jpg

es köchelt

http://jaleb.files.wordpress.com/2010/09/jahanam.jpg

A Concise Description of Jannah & Jahannam

Written almost one thousand years ago by Shaikh ‘Abd al-Qadir al-Jilani, whose eminence is universally acknowledged by Muslims of all persuasions including Shaikh al-Islam ibn Taymiyyah, it is translated by Muhtar Holland, one of the foremost translators of classical Arabic.

http://www.al-rashad.com/A-Concise-Description-of-Jannah-Jahannam_p_3561.html

A Concise Description of Jannah and Jahannam (the Garden of Paradise and the Fire of Hell) is excerpted from the larger work, Al-Ghunya li-Talibi Tariq al-Haqq (Sufficient Provision for Seekers of the Path of Truth).

http://kitaabun.com/shopping3/product_info.php?manufacturers_id=30&products_id=3552&osCsid=b0d

Sufficient Provision for Seekers of the Path of Truth: (Al-ghunya Li-talibi Tariq Al-haqq)

Shaikh ‘Abd Al-Qadir Al-Jilani (Autor), Muhtar Holland (Übersetzer)

http://www.amazon.de/Sufficient-Provision-Seekers-Path-Truth/dp/1882216121

als download (.pdf)

http://filetram.com/4shared/sufficient-provision-for-seekers-of-the-path-of-truth-pdf-8156126910

Abd al-Qadir al-Gilani (Abd al-Qādir al-Dschīlānī, Evdilqadirê Geylanî) starb 1066 in Bagdad. Sein dortiges Grab ist eine bedeutende Pilgerstätte für Muslime vor allem aus Indien und Pakistan, die oft wochenlang wohnen und täglich schweigend mit einem kleinen Besen umhergehen, um das Heiligtum zu reinigen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Qadir_al-Dschilani

http://www.amazon.com/Concise-Description-Jannah-Jahannam-Paradise/dp/1842001205

Enthüllungen des Verborgenen, ʿAbd-al-Qādir al-Ǧīlānī; Al-Kitab-Verlag, Köln 1985

Die Futūh al-ġaib; ʿAbd-al-Qādir al-Ǧīlānī; Hrsg. u. übers. von Walther Braune, bei: de Gruyter; Berlin und Leipzig 1933

https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Woe%3D118859315&method=simpleSearch

The Revelations of The Unseen (Futūh al-ġaib)

http://ia600806.us.archive.org/zipview.php?zip=/29/items/olcovers332/olcovers332-L.zip&file=3323142-L.jpg

[4] Verderbenstiften auf Erden

spreading evil on eart, al-ifsadfi al-ard

aus: Javaid Rehman: Islamic State Practices, International Law And The Threat From Terrorism: A Critique Of The ‘clash Of Civilizations’ In The New World Order (p 59)

http://books.google.de/books?id=es9Sunv_y2MC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

“devastating the land” (al-ifsad fil-ard)

http://weekly.ahram.org.eg/2009/970/en81.htm

Ersetze die Verderbnis durch Stellvertreterschaft (Kalifat) und Treuhänderschaft. Die Allahkratie als eine Frage der Umweltethik:

They are described again and again as the mufsidin fi’l-Ard, those who spread fasad (corruption, degradation, and ruin) on earth. The mufsidin fi’l-Ard abused the trust of amana and are in clear contrast to the khulafa fi’l-Ard, Allah’s trustees on earth.

aus: Abdur-Razzaq Lubis: Environmental Ethics in Islam

http://www.mandailing.org/Eng/envethicsislam.html

[5] Bekämpfung von Schund und Schmutz in Wort und Bild. In: Preußische Gemeinde-Zeitung. Zeitschrift für das gesamte Kommunalwesen, 9/1914

Reinhard Mumm (1873-1932), Theologe und Politiker der Weimarer Zeit, war ein christlicher Multifunktionär, beispielsweise als Schriftführer im Geschäftsführenden Ausschuss der Christlichsozialen Partei (CSP), als Vorsitzender des Evangelischen Reichsausschusses der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP), als Vorsitzender des sozialen Ausschusses der preußischen Generalsynode und Mitglied des Verwaltungsrates des Zentralausschusses der Inneren Mission sowie als Vorsitzender des Bildungsausschusses des Reichstages.

Reinhard Mumm: Im Kampf gegen Schund und Schmutz Bd. 7 1926

Toenies, Hubert: Die rechtlichen Grundlagen zur Bekämpfung von Schund und Schmutz in Schrifttum, Film, Theater und in Revuen. Diss. Hamburg 1943

http://www.difarchiv.deutsches-filminstitut.de/dt2tai01lb.htm

1919 fiel Politiker Reinhard Mumm als Vorkämpfer für die schulischen Religionsunterricht und christliche Bekenntnisschulen auf, der sich gegen die Position der religionslosen Pflichtschule für alle, die, etwas verwaschen aber immerhin, beispielsweise von der SPD seit 1891 (Erfurter Programm) getragen wurde. Deutschlands christliche Kleriker oder Kirchenfunktionäre bereiten neunzig Jahre später dem weiteren Umfeld der Muslimbruderschaft den islamrevolutionären Weg, das als ZMD oder KRM den Islamischen Religionsunterricht im staatlichen Schulsystem installiert; anders als in der Weimarer Zeit macht heute allerdings selbst die SPD mit.

siehe in: Brakelmann, Friedrich, Jähnichen (Hg.): Auf dem Weg zum Deutschen Grundgesetz: Beträge zum Verfassungsverständnis des neuzeitlichen Protestantismus (dort p 113-114)

http://books.google.de/books?id=9Qw1jLHY-ZQC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[6] In Sure 5:33-34 stellt Allahgott fest: Kreuzigt sie oder hackt ihnen Hand und Fuß verschiedener Körperseiten ab oder verjagt sie aus dem Land.

Some scholars have proffered Q. 5: 33-34 as a possible basis. In their opinion, God, in these verses of Sūrah Mā’idah, has prescribed the punishment for muḥārabah (rebellion) and fasād fi al-arḍ (disorder), and they believe that blasphemy against the Prophet (sws) is also a form of this offence of muḥārabah …

the word used in the verse is yuḥāribūn (they fight/rebel against)

they shall not be able to stay amongst you but with difficulty; cursed [verdammt, verflucht] shall they be; wherever found, they shall be killed in an exemplary manner. (33: 60-61).

aus: Javed Ahmed Ghamidi: Punishment for Blasphemy against the Prophet

eingestellt im pakistanischen Lahore bei: Al-Mawrid, A Foundation for Islamic Research and Education. Gründer des Almawrid Institute of Islamic Sciences kurz Al-Mawrid ist der bei bewussten oder versehentlichen Proislamisten als Islamreformer gehandelte Javed Ahmad Ghamidi (Ǧāwīd Aḥmad Ġāmidī) selbst.

http://www.al-mawrid.org/pages/articles_english_detail.php?rid=1157&cid=304

Schariaprogramm von Halal-Küche bis Körperstrafe und von Dawa bis Dschihad. Das Kalifat zum Download bietet Javed Ahmed Ghamidi:

The Dietary Shariah of Islam

The Islamic Shariah of Jihad

The Islamic Shariah of Preaching

The Penal Shariah of Islam

The Political Shariah of Islam

The Social Shariah of Islam

Principles of Understanding Islam

Morals and Morality

Worship Rituals

http://www.al-mawrid.org/pages/download_books.php

Werde schariagelehrig und verwende Facebook

http://www.facebook.com/photo.php?fbid=179118368798789&set=a.179118365465456.35788.119460701431223&type=3&theater

Javed Ahmad Ghamidi was born in 1951 in a village of Sahiwal, a district of the Punjab province. After matriculating from a local school, he came to Lahore in 1967 where he is settled eversince.

http://www.al-mawrid.org/pages/research.php

Aufdringliche Bescheidenheit ist frommer Schmuck … für die Taliban (wörtl. Studenten) oder als fahrend Schülerlein.

I do not wield the pen of a writer nor do I possess the wisdom of a scholar. I am just a student. I am embarking on this journey with trust in Allah.

http://www.javedahmadghamidi.com/

Bin ein fahrend Schülerlein

In einem Provinzialstatut des Erzbischofs von Mainz aus dem Jahre 1233 werden die vagi scolares, auch Everhardini genannt, bezichtigt, “ein vor Gott abscheuliches Leben zu führen … Deo abhominabilem vitam ducunt, divinum officium invertunt, unde etiam laici scandalicantur … Schandmäuler, Lästerzungen und zudringliche Schmeichler”

http://www.archive.org/stream/sittengeschichte00baue/sittengeschichte00baue_djvu.txt

vagi scolares, qui Eberdini vocantur (p 61)

http://books.google.de/books?id=a8c1JJHvQqkC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Vivaient ainsi d’aumônes les Vagi Scolares, escholiers errants parfois fort jeunes (7 à 15 ans) qui partent sur les routes d’Europe (p 273)

http://books.google.de/books?id=xe680-erwA4C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Ṭālib ist der Student oder Schüler. Taliban als Prinzip frommen Nacheiferns. Die Praktiker.

http://ansarulhaqq.files.wordpress.com/2010/11/taliban-militants101.jpg

http://www.thedailystar.net/latest_photo/2010/09/28/2010-09-28__Taliban.jpg

http://www.fnp.de/sixcms/media.php/rmn01.a.7225.de/thumbnail_514/taliban2_34832828_original.large-4-3-800-0-0-3417-2562.jpg

Der Nato-Bericht zeige erstmals auf, wie eng die Bande zwischen dem pakistanischen Geheimdienst ISI und den Taliban wirklich seien. Zuvor waren bereits französische Geheimdienstberichte bekannt geworden, die zu ähnlichen Ergebnissen gekommen waren. Offiziell bestreitet die pakistanische Regierung jede Zusammenarbeit mit den Taliban.

In dem Bericht, den ein Nato-Sprecher gegenüber der BBC als “nicht für die Öffentlichkeit bestimmt” eingestuft hatte, wird auch dargelegt, wie stark afghanische Truppen und Polizeieinheiten mit den Aufständischen verflochten sind. Während der Einfluss des Terrornetzwerks Al-Kaida schwinde, steige der der Taliban immer weiter.

Aus: Nato-Bericht zeigt: Pakistan unterstützt Taliban

Frankfurter Neue Presse 01.02.2012

http://www.fnp.de/fnp/nachrichten/politik/natobericht-zeigt-pakistan-unterstuetzt-taliban_rmn01.c.9561862.de.html

Auf dem Foto: Javed Ahmed Ghamidi. Der Theoretiker.

http://static.guim.co.uk/sys-images/Guardian/Pix/pictures/2011/1/20/1295535431122/Javed-Ahmad-Ghamidi-refor-007.jpg

http://www.javedahmadghamidi.com/images/article_images/meezan_article_image48.jpg

Schariafreund Javed Ahmed Ghamidi, der neun Jahre lang mit Maududi zusammenarbeitete, heute als Islamreformer auftreten zu lassen ist entweder ganz große Tragik oder ganz großes Theater und in jedem Fall so wenig glaubhaft wie das geniale Bühnenstück der Shirin Ebadi, die wehleidig die Rolle einer Schariagegnerin und Gegnerin von Revolutionsführer Chamene’i verkörpert, um, was von Menschenrechts- und Frauenrechtsorganisationen erfolgreich übersehen wird, Chatami den Weg zur UN störungsfrei zu halten und den politischen Einfluss der europäischen Muslimbrüder (IGD, FIOE, ECFR, RIGD) zu vergrößern. Das in Familie, Straßenzug und Staat etablierte Islamsystem (Islamic world order), der scheinheilige Ghamidi weiß das, ist selbstverständlich reinster Dienst an Allahgott (servitude to God); nun ergibt sich das Kalifat eben als Begleiterscheinung (as a corollary of). Und wenn der islamisierte Staat auch keine Hauptflicht (basic obligation) des Muslims sei, so bleibt er doch heilige und heilssichernde Nebenpflicht?

Ghamidi worked closely with Abul Ala Maududi (alternative spelling Syed Maudoodi; often referred to as Maulana Maududi) (1903–1979) for about nine years before voicing his first differences of opinion, which led to his subsequent expulsion from Mawdudi’s political party, Jamaat-e-Islami in 1977. … Ghamidi, for his part, agreed with Khan that the basic obligation in Islam is not the establishment of an Islamic world order but servitude to God, and that it is to help and guide humans in their effort to fulfill that obligation for which religion is revealed. Therefore, Islam never imposed the obligation on its individual adherents or on the Islamic state to be constantly in a state of war against the non-Islamic world. In fact, according to Ghamidi, even the formation of an Islamic state is not a basic religious obligation for Muslims. …

Javed Ahmed Ghamidi resigned in September 2006 from the Council of Islamic Ideology (CII), a constitutional body responsible for providing legal advice on Islamic issues to the Pakistani government. His resignation was rejected by the President of Pakistan. Ghamidi’s resignation was prompted by the Pakistani government’s formation of a separate committee of ulema to review a Bill involving women’s rights; the committee was formed after extensive political pressure was applied by the MMA. Ghamidi argued that this was a breach of the CII’s jurisdiction, since the very purpose of the council is to ensure that Pakistan’s laws do not conflict with the teachings of Islam.

http://en.wikipedia.org/wiki/Javed_Ahmad_Ghamidi

Schleimer, Hütchenspieler oder Münchhausen? Allahs pakistanischer Werbestratege nutzt alle Tricks:

After faith, the second important requirement of religion is purification of morals. This means that a person should cleanse his attitude both towards his Creator and towards his fellow human beings. This is what is termed as a righteous deed. All the Shari‘ah is its corollary. With the change and evolution in societies and civilizations, the Shari‘ah has indeed changed; however faith and righteous deeds, which are the foundations of religion, have not undergone any change. The Qur’an is absolutely clear that any person who brings forth these two things before the Almighty on the Day of Judgement will be blessed with Paradise which shall be his eternal abode.

http://en.wikipedia.org/wiki/Javed_Ahmad_Ghamidi#Morals_.26_Ethics

Muttahida Majlis-e-Amal (MMA)

http://en.wikipedia.org/wiki/Muttahida_Majlis-e-Amal

JI-Mitgründer und Islamjurist Amin Ahsan Islahi (1904–1997) verfasste die Koranexegese Tadabbur-i-Qur’an und arbeitete mit am Aufbau der totalitären Islamischen Republik Pakistan (Islāmī Ǧumhūriya-i Pākistān). Der Schariafreund wurde politisch kaltgestellt und überwarf sich mit zudem mit dem offen radikalen Maududi in Detailfragen zum islamischen revivalistischen Grundkonsens, der letztlich beinhaltet, wie denn die allgemeinen Menschenrechte aus dem Land der Reinen (so Pākistān wörtlich) fernzuhalten sind.

Islahi was among the founder members of the Jamaat-e-Islami, a religious party founded by the eminent Islamic scholar Mawdudi in 1941. During his seventeen year stay in the party, he represented the intellectual element and remained a member of the central governing body, Majlis-i-Shura. During this period, he did the groundwork needed to write a commentary of the Qur’an – an objective which he had set before him early in life. In 1956, when the Government of Pakistan set up the Islamic Law Commission, Islahi – also an eminent expert on Islamic law – served as a member until the commission was abolished in 1958 by the martial law regime of General Ayub Khan. In 1958, he abandoned the party after serious differences arose between him and Mawdudi on the nature of the constitution of the party.

http://en.wikipedia.org/wiki/Amin_Ahsan_Islahi

http://en.wikipedia.org/wiki/Tadabbur-i-Qur%E2%80%99an

Katalanisch zu Pakistan:

L’islam hi és la religió oficial. La paraula Pakistan, és un acrònim ideat per Choudhary Rahmat Ali, i en urdú vol dir “país dels purs”. …

El nom Pakistan significa literalment Terra dels Purs en urdú i persa. Va ser encunyat el 1933 com a Pakstan per Choudhary Rahmat Ali, un activista del Moviment pakistanès, qui ho va publicar en el seu pamflet a Now or Never. Figurativament, el nom és acrònim que representa els “trenta milions de brethren musulmans que viuen a PAKSTAN” — referint-se als noms de les cinc regions septentrionals del subcontinent indi, viz.: Punjab, la província que fa frontera al nord-oest (Província Afganesa), Kashmir, Sind, i Baluchistan“. La lletra ‘i’ va esdevenir l’addició defacto per facilitar la pronúncia i formar el nom correcte lingüísticament.

http://ca.wikipedia.org/wiki/Pakistan

PAKISTAN: “THE LAND OF THE PURE”

The originator of the word PAKISTAN, Chowdhry Rehmat Ali wrote of his concepts, ” ‘Pakistan’ is both a Persian and an Urdu word. It is composed of letters taken from the names of all our homelands- ‘Indian’ and ‘Asian’, that is Punjab, Afghania (North-West Frontier Province), Kashmir, Iran, Sindh (including Kachch and Kathiawar), Tukharistan, Afghanistan and BaluchistaN. It means the land of the Paks – the spiritually pure and clean. It symbolizes the religious beliefs and the ethnical stocks of our people; and it stands for all the territorial constituents of our original Fatherland. It has no other origin and no other meaning; and it does not admit of any other interpretation.”

http://www.uh.edu/~sriaz/pakistan/

Mizan

(by: Javed Ahmed Ghamidi)

http://en.wikipedia.org/wiki/Mizan

[7] Ichabstreifung, Selbstaufgabe:

he attained the degree of tajarrud – unhampered single-minded devotion

in: Harry T. Norris: Islam in the Balkans (p 219)

http://books.google.de/books?id=kTcRDKnYf2cC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

He further explained that tajarrud is the act of the mind, body and soul of taking off ALL which is not Islam and leave only Islam in the life. … Tajarrud means to reject all other … ideology and to only hold fast to the principle of Islam and stand with it … Tajarrud in the collective work means to stick to the principles of the group that we believe in and not confusing it with other matters.

http://dakwahilahi.blogspot.com/2008/03/tajarrud.html

Thus, the struggle against the lower soul and Satan should be down resolutely, with the attractive force of eagerness (shawq) and live arising from Faith. It should be done by appealing to the inner being (batin) of the Saints and asking their help as well as by watering the subtle essence (latifa) of walayat, which is present in the hearts of the Faithful. This subtle essence is the “dignity of the most supreme spiritual reality of ‘Ali’ (‘alawiyyat-i ‘Ali—peace be upon him), which draws the believer constantly from the darkness of ignorance and the world of nature into the light of incorporeality (tajarrud) and Knowledge.

In this way, he will do himself and others an injustice and will have no consideration for God’s creatures. So, by finding the slightest pretext, he will kindle the fire of enmity and will “burn up a world”, and will eventually surrender to other blameworthy traits. May God preserve us from the evil of Satan and the “demanding ego” (nafs-i ammara)!

aus: Scheich Muhammad Hasan Salih Ali Shah: Pand-i Salih (Salih’s Advice)

http://soltanalishahi-en.blogspot.com/

Die global aktiven Freunde des Gründers der Muslimbruderschaft, Hasan al-Banna, sind radikal genug, Tadscharrud mit Authentizität (authenticity) zu übersetzen, demnächst ja vielleicht auch im deutschen Islamischen Religionsunterricht? Wir werden auf das Wort authentisch zu achten haben.

[8] Al-Banna formulated ten prerequisites of the covenant. These include understanding (al-fahm), sincerity (al-ikhlas), action (al-‘amal), honest striving (al-jihad), sacrifice (al-tadhiyyah), obedience (al-ta’ah), perseverance (al-thabat)), authenticity (al-tajarrud), brotherhood (al-ukhuwwah) and trust (al-thiqah).

aus: Yon Machmudi: Islamising Indonesia. The Rise of Jemaah Tarbiyah and the Prosperous Justice Party (PKS) (p 188)

http://books.google.de/books?id=1ZH5aSDwZssC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

“the pillars of our bay‛a are ten; learn it.”

bei: Ella Landau-Tasseron: Leadership and Allegiance in the Society of the Muslim Brothers (p 12)

http://www.currenttrends.org/docLib/20110110_Baya2010_Layout4.pdf

Hassan al-Banna: The Message of the Teachings

Dear truthful brothers,

the basic pillars of our covenant are ten; so grasp their meanings and memorise them. They are

1. Al-Fahm (understanding)

2. Al-Ikhlaas (sincerity)

3. Al-‘Amal (action)

4. Al-Jihad

5. Al-Tadhiyah (sacrifice)

6. Al-Taa’ah (obedience)

7. Al-Thabaat (perseverance)

8. Al-Tajarrud (resoluteness)

9. Al-Ukhuwah (brotherhood)

10. Al-Thiqah (trust)

aus: The Message of the Teachings: By Imam Hassan al-Banna

(Risalah Ta’alim)

http://kondori.wordpress.com/2011/01/23/ikhwan-syllabus-the-message-of-the-teachings/#more-209

http://web.youngmuslims.ca/online_library/books/tmott/

http://www.ummah.com/forum/showthread.php?285162-The-Message-of-the-Teachings-By-Imam-Hassan-al-Banna

[9] Das Hebräische Nefesh, Seele, ist sprachverwandt mit dem Arabischen Nafs. Im Islam, zumal in seinem schariatreu gebliebenen Sufismus, hat sich eine veritable Seelenkunde entwickelt, die mehrere nufūs (Pl. v. nafs) kennt, die aber ein Leben außerhalb der Normen von Koran und Sunna selbstverständlich verbietet.

Imam al-Ghazali on Jihad al-Nafs – Fighting the Ego

http://www.scribd.com/rayyan974/d/36325559-Islam-Al-Ghazali-Jihad-an-Nafs

Der Nafs al-Ammāra bis-Sūʾ plattesten biologischen Funktionierens (The stage of total ignorance) möge der Phase deines dankbaren spirituellen Wachstums weichen, dessen Seele (nafs) den Namen Nafs al-Lawwāma verdient und was Allah wohlgefällt (This stage and state of repentance is very much loved by his Creator), um schlussendlich in die glückselige Hingegebenheit der Nafs al-Muṭmaʾinna zu münden, meinte der pakistanische Lehrer, Autor und mystische Intellektuelle Wasif Ali Wasif (1929-1993).

http://www.wasifkhayal.com/featured-articles/nearness-to-his-highness/

Per Drei-Phasen-Seele ins Paradies: Von der soul that dictates evil, über die dem Ego immer noch verhaftete self-reproaching soul hinauf zur ego-freien satisfied soul. Und nebenbei ein bisschen Zweitfrau, Burka, Steinigung und Dschihad?

Sheikh Suhaib Hassan: The Journey of the Soul

http://www.missionislam.com/knowledge/Soul.htm

Nafs-e-Ammara: This is the nafs in its worst form, where it leads towards evil. When our nafs reaches this state, we are lower than animals in the eyes of Allah.

Nafs-e-Lawwama: This is the stage where we are not evil, but we still do wrong.

Nafs-e-Mutmainna: This state is the goal of this life: total contentment with Allah. Not to commit any sins intentionally, and to take pleasure in performing good acts.

http://shafaa786.wordpress.com/2011/03/20/what-is-nafs/

Frau Dr. Hena Jawaid aus Pakistan verherrlicht Nationaldichter Muḥammad Iqbāl. Die Medizinerin aus Karachi kennt gleich sieben Stufen der Seele.

1st Nafs-i Ammāra, the Soul Depraved.

2nd Nafs-i Lavvāma, the Soul Accusatory.

The two summarized under Sharī‘ah, the Law.

3rd Nafs-i Mulhama, the Soul Inspired.

4th Nafs-i Muṭma’inna, the Soul Tranquil.

Summarized under Tarīqa, the Way.

5th Nafs-i Rāẓīya, the Soul God-satisfied.

6th Nafs-i Marẓīya, the Soul God-satisfying.

Summarized under Ma‘rifa, the Gnôsis.

7th Nafs-i Ṣāfīya va Kāmila, the Soul Clarified and Perfect; which embodies Ḥaqīqa, the Truth.

http://inworldofmysticiqbal.wordpress.com/2009/07/20/iqsam-un-nafuus/

[10] Den Islam, zumal derjenige, den die Muslimbruderschaft monopolisiert und vermarktet, erkannte Maxime Rodinson 1979 als einen „archaischen Faschismus“,: a certain type of archaic fascism (type de fascisme archaïque)

The comparison of Islamism with fascism was also put forward by Maxime Rodinson, [1915-2004] the eminent French scholar of Islam, and by common consent one of three greatest scholars of Islam of the 20th century, who pioneered the application of sociological method to the Middle East. As a French Jew born in 1915, Rodinson also learned about fascism from direct experience; his parents perished in Auschwitz. Rodinson replied to Michel Foucault-to be discussed at length below- and Foucault’s uncritical endorsement of the Iranian Revolution. In a long front-page article in Le Monde, Rodinson targeted those who “come fresh to the problem in an idealistic frame of mind.” Rodinson admitted that trends in Islamic movements such as the Muslim Brotherhood were “hard to ascertain….But the dominant trend is a certain type of archaic fascism (type de fascisme archaïque). By this I mean a wish to establish an authoritarian and totalitarian state whose political police would brutally enforce the moral and social order. It would at the same time impose conformity to religious tradition as interpreted in the most conservative light.”

hier bei: Ibn Warraq: ISLAM AS TOTALITARIANISM

(Jan. 2009, zitiert aus: Maxime Rodinson. Islam Resurgent? Le Monde, December, 6-8, 1978, quoted in Janet Afary and Kevin B.Anderson.)

http://www.newenglishreview.org/Ibn_Warraq/Apologists_of_Totalitarianism%3A_From_Communism_to_Islam,_Part_I/

Ähnlich kritisch sieht Broder die Aussage des Erlangener Islamwissenschaftlers und Jura-Professors, Matthias Rohe, der Westen müsse gegenüber dem Islam “seine zivilisierte Anschlussfähigkeit” beweisen – und nicht umgekehrt. “Das klingt, als ob er den Siegern von morgen schon heute zurufen möchte: ‘Ich bin auf eurer Seite! Bitte merkt es euch!'”

Zu Islam-Freunden zählt Broder auch den Linken-Politiker Oskar Lafontaine, der die Schnittpunkte linker Politik und islamischer Religion betont habe. Genauso wie der gläubige Muslim verpflichtet sei, zu teilen, wolle “Die Linke”, dass der Stärkere dem Schwächeren hilft. Vergessen habe Lafontaine dabei, “dass die Idee der Gemeinschaft im Islam archaisch, autoritär und totalitär ist, dass sie der Entwicklung von Demokratie, Gewaltenteilung und Menschenrechten im Wege steht und dass sie Frauen, Kinder und Ungläubige zu Wesen zweiter Klasse degradiert.”

aus: Broder: “Islam ist archaisch, autoritär und totalitär”, in: pro 09.03.2010

http://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen.html?&news[action]=detail&news[id]=2810

[11] Der teuflische Fasad. “mischief in the land” (fasaadin fi al-ard)

http://en.wikipedia.org/wiki/Fasad

Charsadda, Provinz Khyber Pakhtunkhwa, Pakistan – „However, the bench sentenced him to 10-year rigorous imprisonment under the principle of Fasad fil Arz.“ 16.01.2012, by Waseem Ahmad Shah

http://www.dawn.com/2012/01/16/law-to-check-honour-killings-yet-to-take-effect.html

Naqvi also pointed to Section 311 of the PPC, which states that if the court considers that the principle of Fasad-Fil-Arz applies, or if all the heirs do not waive the right to Qisas, the court can sentence a person to 14 years of imprisonment. By Saba Imtiaz, 17.03.2011

http://www.dawn.com/2012/01/16/law-to-check-honour-killings-yet-to-take-effect.html

Die Schariagesetze zu Vergeltung und Blutgeld wurden 1990 eingeführt, „The Qisas & Diyat laws were introduced in 1990 upon the insistence of the Shariat Appellate Bench of the Supreme Court.“ Moeen Cheema 23.02.2011

http://www.thenews.com.pk/Todays-News-13-4181-Raymond-Davis-vs-Qisas-&-Diyat-Laws

Tahir Wasti: The application of Islamic criminal law in Pakistan: Sharia in practice

[12] „guilty of creating fasad-fil-arz are inter alia those who disturb the collective peace and tranquillity“ (p 226)

http://books.google.de/books?id=88-XutlkJAQC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[13] Le fameux « fil d’Ariane », Der berühmte Ariadnefaden der griechischen Mythen, wie ihn die russischstämmige und im georgischen Tiflis aufgewachsene Künstlerin Lena (heute in Annecy) sieht. Fil d’Ariane (60×80 cm), Öl

http://en.artscad.com/A-Imgs.nsf/0/461FC76C6F6AB29CC12577DC002A3488/$FILE/G.Jpg

http://www.artabus.com/elena/fildariane1

Risikobereiter Theseus, Spindel mit Rettungsfaden, menschenfressendes Ungeheuer. Gezeichnet vom präraffaelitischen britischen Maler Sir Edward Coley Burne-Jones (1833-1898)

http://www.matrifocus.com/BEL02/Images/ariadne-theseus.jpg

Das famose Garnknäuel überreichend. Arianna e Teseo. Niccolò Bambini (1651-1736)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Bambini%2C_Niccolo_-_Ariadne_and_Theseus.jpg

[14] Ghaib, göttlich gelenkte Sphäre des Unsichtbaren kommt im Koran 17 Mal vor (Übertragung Mohsin Khan)

Allah [ist König] über das Vorborgene (ġaib) der [athmosphärischen] Himmel (samāwāt, sg. samāʾ) und des Landes (fil-arḍ). And to Allah belongs the ghaib (Unseen) of the heavens and the earth (11:123)

Das ist die neue Botschaft, aus dem Verborgenen heraus enthüllt: That is of the news of the ghaib (Unseen) which We reveal to you (12:102)

http://www.searchtruth.com/search.php?keyword=ghaib&search=1&translator=5

Die alten oder heutigen islamischen Gelehrten (ʿulamāʾ, Sg. ʿālim) betreiben die Wissenschaft von der Welt des Unsichtbaren, den ʿIlmu l-Ġaib

Knowledge of Unseen (Ilm ul Gaib)

We, The Ahle As Sunnah, believe that Allah has given the knowledge of the Ghayb (unseen)

http://www.islam786.com/ilmalghayb.htm

http://www.islamieducation.com/en/beliefs-of-ahle-sunnah-aqeedah/ilm-ul-ghaib-the-knowledge-of-unseen.html

Islam(aktiv)ist Yusuf Islam geboren Steven Demetre Georgiou zwischendurch Cat Stevens singt zum Seinsbereich des Verborgenen:
ghaib, a world unseen and that we know is not a dream.

http://lyricskeeper.de/de/yusuf-islam/a-is-for-allah.html

[15] In his article Allah’s Law and the Law of Ignorance, Sayyid Qutb writes:

“Who can claim that he can give people better law than that of Allah? … Can he say that he knows the nature of mankind better than their creator? Can he say that he is more compassionate and sympathetic to mankind than their Lord? Can he say that he knows their interest better than the God of mankind?”

http://www.partitionofindia.com/_archive/00000fd1.htm

Maulana (Meister) Maududi (anglisiert Mawlana Mawdoodi usw.) und sein Umfeld arbeiteten für das Konzept des Islamischen Systems, des Nizam-e Islami:

“Pakistan is going to be established; the Muslim League is going to win”; they jumped on the band-wagon and even joined the Muslim League and from within they tried to develop this idea of a secular, liberal, progressive, leftist state.

Mawlana Mawdudi, realizing this situation, in April 1948 said that to settle this issue the State, the Constituent Assembly, should declare what is the nature of the Pakistani State. He visited all parts of the country and Jama’at-e-Islami launched this movement, which is known as Mutalba-e-Nizam-e-Islami and it was in response to that the Constituent Assembly, on 12th of March 1949, passed the Objective Resolution, and one has to understand the mind of the people who were piloting the Pakistan movement (…)

aus: Mehboob ul Hassan: Meeting with History: A Conversation with Prof. Khurshid Ahmad (p 94). Mehboob ul Hassan arbeitet und lehrt am Sheikh Zayed Islamic Centre, Universität von Karachi, Pakistan

http://www.asafas.kyoto-u.ac.jp/kias/pdf/kb4_1and2/09mehboob.pdf

Mehboob ul Hassan arbeitete im japanischen Kyoto und ist ein Anhänger des in Pakistan höchst verehrten und als Staatsgründer geltenden Muhammad Ali Jinnah. Gegenärtig ist ul Hassan Gastprofessor am International Institute of Islamic, Economics (IIIE), International Islamic University, Islamabad.

http://www.iiu.edu.pk/wp-content/uploads/downloads/academics/short_cv/iiie/MEHBOOB_UL_HASSAN.pdf

Nizam! ist der Ruf nach der gerechten Gesellschaftsform: Mutalaba-e Nizam-e Islami (Demand of the Islamic System), Lahore, [1948]

Englisches Wikipedia zu Maududi:

1942 – Started writing a commentry of the Qur’an called Tafhim-ul-Quran

1947 – Jamaat-e-Islami Pakistan headquarters moved to Lahore (Ichhra)

1948 – Campaign for Islamic constitution and government

1948 – Thrown in jail by the government for fatwa on jihad in Kashmir

1949 – Government accepted Jamaat’s resolution for Islamic constitution

1950 – Released from jail

http://en.wikipedia.org/wiki/Abul_Ala_Maududi

[16] Eigentlich gibt es gleich sechs Kalimas, auch die das Lā ilāha illā-llāh enthaltende Schahada (Glaubensbekenntnis) ist eine Kalima.

http://www.scribd.com/doc/17255029/Six-Kalimas-of-ISLAM

Auch bei Amatullah kennt man die Kalima richtig im Plural: Das Schöne Wort. The Goodly words include:

1- The statement: La ilaha il Allah.

2-dhikrullahi ta’ala, Remembrance of Allah the Most High

3- all the words of advice and beneficial knowledge done sincerely for the sake of Allah. The purest of speech comprises of La ilaaha il Allah, Alhamdulillah, SubhanAllah, and other words of remembrances as well as the Glorious Qur’an.

http://tayyibaat.wordpress.com/2008/09/04/what-is-tayyib/

Lā ilāha illā-llāh. Schöne Kalligraphie der Kalima von Mohammad Abdur Rahim.

http://farm4.static.flickr.com/3106/3113878402_8ac2bd357c.jpg

Fromm die Kalima malen geht auch ganz modern. Allahs Duschvorhang oder das Hinstreben zum Bilderverbot. Den Weltblick blockieren per Kalima.

http://maulidamulyarahmawati.files.wordpress.com/2011/08/la-ilaha-illallah.jpg

Iran Islam Shia La ilaha ill-Allah Military & Political Flag … Such flags are mostly used by Shia Political & Military Groups in Iran, Iraq & Lebanon.

http://mecollectibles.com/992-3136-thickbox/iran-islam-shiala-ilaha-ill-allah-military-political-flag.jpg

Es kann nur Einen (Zeigefinger) geben. Auch Kalima.

http://www.islamino.de/upload/339490645_198818_195384567150549_151827681506238_587278_454469_n.jpg

[17] Allahs Name: At-Tayyib. Bei Imam Muslim:

2214. Sahih Muslim

by Imam Muslim, translation by Abdul Hamid Siddiqui , Volume: The Book of Zakat (Kitab Al-Zakat), Chapter: ACCEPTANCE OF SADAQA BY HONEST WORK AND ITS GROWTH:

Abu Huraira reported Allah’s Messenger (may peace be upon him) as saying: 0 people, Allah is Good and He therefore, accepts only that which is good.

http://theonlyquran.com/hadith/Sahih-Muslim/?volume=5&chapter=18

Sahih Muslim. Auch hier der echt islamische Zwang zur Orthopraxie: Allah ist der Gute und deshalb nimmt Er nur das Gute an

From Abee Hurayrah: The Messenger of Allah said, “O people, Allah is Tayyib (Good, Pure) and He therefore, accepts only that which is good …”

aus: Ash-Shaykh Abee ‘Abdir-Rahmaan, Yahyaa bin ‘Alee Al-Hajooree: Mentioning the Beautiful Names of Allah with the Evidences

http://abdurrahman.org/tawheed/asmawasifat/Names-of-Allah-with-Evidences.pdf

Islam Q&A sprich Scheich Munajjid stimmt zu: al-Tayyib (the Good) is one of the names of Allaah, may He be exalted

http://islamqa.info/en/ref/72870

Korrekt ins Deutsche Übersetzt bei Die Wahre Religion (Ibrahim Abou-Nagie)

Frage (Nr. 72870):

Ist al-Tayyib (der Gute) einer der Namen Allahs oder ist es eine Beschreibung? Wie lautet die Richtlinie um Namen von Beschreibungen und Attributen zu unterscheiden?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah.

1. Al-Tayyib (der Gute) ist einer der Namen Allahs, aufgrund der Überlieferung, die von Abu Hurayrah bei Muslim (#1015) verzeichnet wurde: “Oh ihr Menschen, Allah ist gut und Er akzeptiert nichts außer dem, was gut ist.”

http://diewahrereligion.tv/fatwah/?p=24

Ibnul-Qayim Al-Jawziya (…) Dans le Sahih Muslim, il dit : « Allah est Bon et accepte seulement ce qui est bon. » (Rapporté par Muslim 1686)

http://www.salafs.com/modules/news/article.php?storyid=186

[18] Reden reicht nicht: Ohne dein Wohlverhalten (engl. righteous work, frz. bonne action) hilft dir allerdings auch keine Kalima (the good speech; la bonne parole)

35:10 To Him ascends good speech, and righteous work raises it.

35:10 vers Lui monte la bonne parole, et Il élève haut la bonne action.

http://quran.com/35/10

[19] Amatullah weiß zu Ṭaiyib (etymologisch auch zu Ṭūba, Frohbotschaft, Frohe Kunde):

Tayyib is from taa-ya-ba and it literally means to be good, pleasant, agreeable, lawful. The word ‘tayyib’ itself means to be good, clean, wholesome, gentle, excellent, fair and lawful. From these meanings we get the general meaning for tayyib of anything that is good and pure. (…)

What do at Tayyibeen receive in Paradise? Allah ta’ala says: Those who have believed and done righteous deeds – ‘Tooba’ [Ṭūba, Frohe Kunde] is theirs and a good return. (Suratur Ra’ad, ayah 29)

http://tayyibaat.wordpress.com/2008/09/04/what-is-tayyib/

[20] Ein Neologismus zur Islamischen Theokratie: Allaharchie.

Allaharchy in the UK?? There was a great article on Drudge about the goal of making Britain an Islamic state.

http://shortattention.blogspot.de/2002_09_01_archive.html

The goals of Islam could be called the creation of an “Islamarchy”, a dictatorial theocracy supplanting democracy

http://www.freerepublic.com/focus/f-news/2582005/posts

[21] While Democracy is an agent of the global order of ‘Kufr’ (Secularism) Islamocracy is an agent of the global order of Islam. While Democracy is an agent of the global order of war, economic conflict, and political hegemony and invasion Islamocracy is an agent of the global order peace, unity, and model political emancipation of the world nations …

So then, we ought to know that the Islamic way of life – religious, political, social, and economic – is what we called “Shari’ah” in Islamic terminology. Since we have our own set of rules, laws, norms, policies, philosophy, and cultures, we must depose and suspend democracy from our nations meanwhile putting “ISLAMOCRACY” which denotes a government ruled by Shari’ah Ruling system and by a constitution which is based on the foundation of eternal verities of God (Islamic laws). …

We are now beyond the question of Democracy; we now speak vehemently of “ISLAMOCRACY”. We are indeed ‘ISLAMOCRATS’ and not Democrats. This is what we proposed to all our members of ‘Ummatul Islam’ to adopt and to advocate for it to the whole humanity.

By: Salim Ishaq Hassan: THE BATTLE: “DEMOCRACY VS ISLAMOCRACY”

http://www.islamicity.com/forum/forum_posts.asp?TID=14887

Auf seinem Blog Salimanology erklärt der nigerianische Islamische Revolutionär den koranlesenden Radikalen, warum der Westen Israel verteidigt und den Iran beschuldigt. Salim Ishaq Hassan genannt Salimullah ruft dazu auf, die Teheraner Islamische Diktatur zu unterstützen: “Seine [Irans] Entwicklung ist die unsere und wird den Weg bahnen für eine [globale] Wiederauferstehung der Islamischen politischen Macht und Islamischen Gesellschaftsordnung.”

It is because they are not Europeans…. Nor Americans: it is because they are Muslims and their state is ruled by Islamic government in form of Islamocracy (Shari’ah Ruling System). … Finally, let us stand up for Iran; its development is ours and will pave the way for further resurrection of Islamic political power and social order.

http://salimullah1.blogspot.de/2009/10/why-only-iran-but-why-not-israel.html

http://salimullah1.blogspot.de/

Islamokratie

Türkei 2011 – Der neue Filter für Internetcafés gibt einen Vorgeschmack auf das, was dem gesamten türkischen Netz ab 22. August droht. Dann tritt nämlich eine Verordnung in Kraft, die jeden Nutzer dazu zwingen wird, einen von vier Filtern zu gebrauchen. Zur Auswahl stehen „Kind“, „Familie“, „Inland“ und „Standardpaket“. Dagegen wurde bereits in den vergangenen Wochen in mehr als 30 Städten heftig protestiert. …

Istanbul. In der Türkei sind ab sofort eine Million Internetseiten gesperrt: Alle Internetcafés im Land müssen verpflichtend einen speziellen Filter verwenden, der eine Fülle an Websites blockiert. Dazu zählen: Google, BBC, Facebook, eBay, Amazon und die Seite des türkischen Menschenrechtsvereins. Sie sind einfach nicht mehr erreichbar.

Teilweise gesperrt wurde die englischsprachige Version der freien Internetenzyklopädie Wikipedia. Dort ist das Stichwort „Kurdish People“ nicht zu erreichen. Auch Seiten, die Bademoden anbieten, können nicht mehr aufgerufen werden. Vereine von Schwulen und Lesben sind ebenfalls gesperrt sowie eine Reihe von Firmen – wie eine Seite, die Autos der Marke Peugeot zum Verkauf anbietet. …

Der neue Filter für Internetcafés gibt einen Vorgeschmack auf das, was dem gesamten türkischen Netz ab 22. August droht. Dann tritt nämlich eine Verordnung in Kraft, die jeden Nutzer dazu zwingen wird, einen von vier Filtern zu gebrauchen. Zur Auswahl stehen „Kind“, „Familie“, „Inland“ und „Standardpaket“. Dagegen wurde bereits in den vergangenen Wochen in mehr als 30 Städten heftig protestiert.

Eine weitere offene Frage bleibt, was das Paket „Familie“ bedeutet. In traditionellen Lokalen in Anatolien gibt es einen „Familiensalon“: Das ist der Teil des Lokals, in dem die Frauen sitzen, möglichst ohne Blickkontakt zum übrigen Teil des Lokals. Offenbar soll das türkische Internet nun auch so einen „Familiensalon“ bekommen. Statt der mit dem Internet normalerweise verbundenen Weltoffenheit kommt nun scheinbar die Rückkehr ins anatolische Dorf.

aus: Google und Facebook fallen türkischer Zensur zum Opfer

von: JAN KEETMAN 26.05.2011 (auch in: “Die Presse”, Print-Ausgabe, 27.05.2011)

(sir007 kommentiert am 27.05.2011 um 14:08 sehr klug: AKP- anfangs vorsichtig, jetzt ungeniert in Richtung Islamokratie)

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/665647/Google-und-Facebook-fallen-tuerkischer-Zensur-zum-Opfer

Kommt die Islamokratie? Kommentatorin Tzophe am 02.02.2011 um 22:05 zur Islamisierung Ägyptens: Sinon, à la place d’une démocratie, nous aurons une islamocratie.

http://plus.lefigaro.fr/article/egypte-obama-appelle-a-une-transition-immediate-20110202-392060/commentaires?page=7

[22] Satr (Bedeckungsbedarf; Schambereich)

Islamic code of dress (…) Our main object of wearing clothes is covering our satr (private parts) and protection of the body from hot and cold conditions. The satr has been defined as the parts of the person which is indecent to expose. For a man this is what consists between the navel and the knee. It is the entire body for a female except the palms.

aus: Hussain Kamani: Islamic Clothing

http://www.inter-islam.org/Actions/clothing.htm

Satr (arab. ʿaura), Schambereich! Bedecke dich, Weib.

Der ukrainische Fragesteller will zum Verhüllungsgebot und Hidschab wissen: Are there different levels of satr (covering parts of the body)? Der Yusuf al-Qaradawi zugeneigte Scheich Ahmad Kutty aus dem kanadischen Toronto stellt Allahs Willen zu diesem Thema fest, was hier von Malaysia aus veröffentlich wird:

Islamic rules of satr or covering

http://infad.usim.edu.my/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=8188

Der indischstämmige und von den Vereinigten Staaten aus arbeitende Respected Brother (bhai) Burhan erläutert:

Beloved sister in Islam, the ‘satr’ of the believing woman in front of her fellow woman and mehrams is the covering of her breast until her knees inclusive. That is the minimum legal requirement for a believing woman’s ‘satr’, and if a woman does not cover these parts of her ‘satr’ in front of other women or her mehrams, she will be in violation of her ‘satr’.

vhttp://www.islamhelpline.com/node/1931

Nicht selten aber werden Satr und Aura gleichgesetzt, so etwa macht es Abdulla Tariq

[Die muslimische Frau] muss ihren Schambereich verhüllen: she must conceal her Satr … Das Bedecken der Blöße, the concealment of Satr

http://www.islamicvoice.com/august.98/dialogue.htm

Aura – Satr nur eine Frage der Übersetzung aus dem Arabischen ins Persische oder Urdu?

The part of the body, of a man or woman, called ‘awrah in Arabic, satr in Urdu and Persian is something the concealing of which is obligatory for everyone – legally, naturally and rationally – and is, after the initial article of Faith (Iman), the foremost obligation which must be carried out necessarily by concealing the private parts of the body.

http://www.classicalislamgroup.com/index.php?view=tafseer/s33-v53to55-11

Auch hier überzeugt uns Dearest Brother Burhan (“bhai” means brother) mehr, der Etymologie (Burhan: the literal meaning of the Arabic word ‘satr’ is something that is hidden, or something which should be hidden), was erst einmal schlicht auf die Körperteile verweist, um die soziale Dimension ergänzt. Damit, weil die Geschlechtsteile im Ehebett ja nicht verschwunden sind, ist unzweifelhaft von Verhüllungsbedürftigkeit bzw. Verhüllungsbedarf die Rede:

There is no ‘satr’ between a husband and a wife in Islam

http://www.gowister.com/islam-answer-281.html

Das globale Geflecht der Online-Muftis. Zu Burhan vgl. hier:

http://www.islamicity.com/Recognitions/HinduBussinessLine/FindingAnswers.htm

Das System Parda und Syed Abul A’la Maududi: Purdah and Status of Woman in Islam

http://www.scribd.com/doc/52183286/Purdah-and-Status-of-Woman-in-Islam-Syed-Abul-A-la-Maududi

[23] Islam is a movement which seeks to build up the structure of human society on the conception of Divine sovereignty.

Aus: Sayyid Abul A’la Maududi: The Process of Islamic Revolution, Kapitel: The Technique of Islamic Movement

http://memorizejuzamma.org/Juz%20Amma/5.%20Islam/3.%20Books%20on%20Islam/9.%20Methodology/4.%20The%20Process%20of%20Islamic%20Revolution/www.wponline.org/vil/Books/M_PIR/part3.htm

The Divine Caliphate

Another distinguishing feature of the Islamic state is that the basic conception underlying all its outward manifestations is the idea of Divine sovereignty. Its fundamental theory is that the earth and all that it contains belongs to God Who alone is its Sovereign. … God alone has the right to legislate and give commands.

http://memorizejuzamma.org/Juz%20Amma/5.%20Islam/3.%20Books%20on%20Islam/9.%20Methodology/4.%20The%20Process%20of%20Islamic%20Revolution/www.wponline.org/vil/Books/M_PIR/part1.htm

The Method of Islamic Revolution [Minhaj al-inqilab al-islami]

Keeping in mind the nature of the Islamic state as explained above; let us consider the means to be employed for bringing it into being.

http://memorizejuzamma.org/Juz%20Amma/5.%20Islam/3.%20Books%20on%20Islam/9.%20Methodology/4.%20The%20Process%20of%20Islamic%20Revolution/www.wponline.org/vil/Books/M_PIR/part2.htm

Maududi: The Process of Islamic Revolution

http://memorizejuzamma.org/Juz%20Amma/5.%20Islam/3.%20Books%20on%20Islam/9.%20Methodology/4.%20The%20Process%20of%20Islamic%20Revolution/www.wponline.org/vil/Books/M_PIR/index.html

getting rid of all powers based on rebellion against the laws of God

aus dem Kapitel: Hajj & Jihad; in: Maududi: Let us be Muslims

http://ebookbrowse.com/maulana-maududi-let-us-be-muslim-part-v-hajj-jihad-pdf-d169301594

Ebenfalls aus Maududis Let Us Be Muslims Part V Hajj Jihad stammt diese knappe Erklärung:

The lordship of man over man is the root cause of all corrupt rule. The only way to reform and change is to accept the sovereignty of God over man.

http://billahislam.webs.com/apps/blog/show/next?from_id=7881097

Maududi: Let us be Muslims

http://www.onlineislamicstore.com/b2749.html

http://www.scribd.com/doc/35502978/Let-Us-Be-Muslims

Bayerns Asylpolitik

März 20, 2012

Presseerklärung

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

20.03. 2012

Seit dem 19. März 2012 greifen Flüchtlinge in Würzburg zu den Mitteln von Hungerstreik und Sitzstreik. Diesen aus dem Iran stammenden Menschen geht es darum, die Öffentlichkeit auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Würzburg ist die Stadt, in der sich vor nicht einmal zwei Monaten der Iraner Mohammad Rahsepar umgebracht hat. In der Nacht vom 28. zum 29. Januar 2012 erhängte sich der Dreißigjährige in seinem Zimmer im Würzburger Asylbewerberheim. Er hinterlässt seine Frau und seinen siebenjährigen Sohn, die beide im Iran leben.

Jetzt wollen diese Flüchtlinge zeigen, aus welchem Land sie zu uns geflohen sind und wie wenig die Asylpolitik von Bayern mit humanen Werten oder Menschenwürde zu tun hat. Viele dieser Flüchtlinge leben in einer völlig unsicheren Situation, nach mehr als drei Jahren, manchmal sogar seit elf Jahren der Anwesenheit in Deutschland wissen sie immer noch nicht, ob sie hier bleiben dürfen.

Eine Abschiebung in den Iran ist lebensgefährlich – diese Leute brauchen unsere Unterstützung.

Der Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) unterstützt diese Aktion und verlangt vom Innenministerium des Freistaats, eine humane und transparente Asylpolitik zu gewährleisten. Besonders auch für Ex-Muslime und politische Dissidenten muss ein zügiges Asylverfahren das Bleiberecht in Deutschland sichern.

Hassan Hosseinzadeh ist einer der Streikenden. Seit vier Jahren wartet der Ex-Muslim auf das erfolgreiche Ende seines Anerkennungsverfahrens. Bis heute hat Hosseinzadeh nur negative Antworten bekommen. Wir vom ZdE wissen, dass jede Abschiebung dieser Ex-Muslime zurück in den Iran ihre Todesstrafe und Hinrichtung bedeutet und verlangen, dass Herr Hosseinzadeh hier schnellstmöglich Asyl erhält.

Wir verurteilen die gegenwärtige bayerische Asylpolitik und verlangen eine Verbesserung hinsichtlich der Lebenssituation von Asylbewerbern sowie das Bleiberecht für die Flüchtlinge aus Diktaturen wie beispielsweise aus dem Iran.

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

Mina Ahadi

E-Mail: minaahadi@aol.com

Telefon: 0049 (0) 1775692413

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

International Committee Against Execution (ICAE)

http://notonemoreexecution.org

Internationales Komitee gegen Steinigung

International Committee Against Stoning (ICAS)

http://stopstonningnow.com/wpress/

Offener Brief der SPME: Warum verteidigen Sie das iranische Regime?

März 3, 2012

سلام

peace

Frieden

Offener Brief an die Professoren Altvater, Birckenbach, Dürr, Fetscher, Grottian, Krippendorff, Narr und Negt sowie an Bahman Nirumand und weitere Unterzeichner des Aufrufs “Sanktionen und Kriegsdrohungen sofort beenden”[1]

Sehr geehrte Damen und Herren, werte Kolleginnen und Kollegen,

wir bedauern, dass Sie mit der Autorität Ihres Namens einer Erklärung zum Irankonflikt Gewicht verleihen, die das iranische Regime von jeglicher Verantwortung für die Zuspitzung der Lage freispricht. Ist Ihnen denn entgangen, dass dieses Regime die Zerstörung eines UN Mitgliedsstaates propagiert und seine Raketenentwicklung hierauf ausrichtet? Oder betrachten Sie die Tatsache, dass die Mullahs Israel erklärtermaßen auszulöschen suchen, als eine Marginalie, die in einem Aufruf an die deutsche Öffentlichkeit keine Erwähnung verdient?

Ihre Erklärung missbraucht die Ängste vor einer kriegerischen Auseinandersetzung für einen ideologischen Zweck: Sie will allein den Westen – die USA, die EU und Israel – an den Pranger stellen, so als befänden wir uns nach wie vor im Kalten Krieg, so als böte das jetzige Regime in Teheran eine gesellschaftspolitische Alternative, die wie selbstverständlich zu verteidigen sei. Auf diese Weise wird Realität verzerrt.

• Gemäß Ihrer Erklärung “tragen USA und EU die Hauptverantwortung dafür, dass kaum ein Oppositionspolitiker im Iran es wagt, die Atompolitik der Islamischen Republik in Frage zu stellen.” Diese Schuldzuweisung erinnert an die Taktik des Regimes, das immer wieder den Westen für selbstverursachtes Leid verantwortlich zu machen sucht. Warum verschweigen Sie, dass die iranischen Machthaber die eigene Bevölkerung und jedes oppositionelle Wort brutal unterdrücken? Warum denunzieren Sie Iraner, die für einen Regime-Wechsel eintreten, als „Mitläufer” der USA, so als sei der Drang nach Freiheit und Demokratie boshaft und fremdgesteuert?

• Gemäß Ihrer Erklarung sind „Israels Atomarsenal und die militärische Einkreisung Irans durch die USA … wichtige Ursachen für die Rüstungsanstrengungen Irans.” Damit erwecken Sie den Eindruck, die eigentliche Gefahr ginge von Israel und der Obama-Administration aus. Ist Ihnen denn entgangen, dass es nicht die Angst vor Israel, sondern die Angst vor dem Iran ist, die heute viele Staaten der arabischen Welt zum Aufbau eigener Atomarsenale treibt? Haben sie vergessen, dass es Barack Obama war, der seine Hand zum Frieden gereicht und für eine Entspannung der bilateralen Beziehungen geworben hat? Eine Staatsführung, die tatsächlich um die militärische Sicherheit Irans besorgt wäre, hätte dieses Angebot genutzt. Das Regime aber demonstrierte, dass es Entspannung nicht will. Es wies Obamas Gesprächsangebot zurück und unterdrückte die grüne Bewegung gegen Ahmadinejad brachial. Ihre Erklärung klammert diese Tatsache aus und entschuldigt die iranische Atomaufrüstung als einen defensiven Akt.

• Sie sprechen von einer „historischen Parallele” zwischen der britisch-iranischen Auseinandersetzung der frühen Fünfzigerjahre und dem gegenwärtigen Druck des Westens auf das Regime. Ist Ihnen denn entgangen, dass heute nicht die „Anglo-Persian Oil Company” sondern der UN-Sicherheitsrat Druck macht, um das iranische Regime zu einer Politikänderung zu veranlassen? Glauben Sie tatsächlich, dass es der Weltgemeinschaft um Öl-Profite und nicht um die iranische Verletzung des Atomwaffensperrvertrags und die Gefahr der iranischen Bombe – um die Bedrohung des Friedens also geht?

Während die Weltgemeinschaft iranische Atomwaffen verhindern will, hält sich Ihre Erklärung ausgerechnet in dieser Frage bedeckt. Sie verschweigen, ob Sie die iranische Atomwaffenoption gutheißen oder ablehnen. Sie formulieren Forderungen an den amerikanischen Präsidenten und an die deutsche Bundeskanzlerin, nicht aber an den Iran.

Ihre Forderung an die Bundesregierung, „die riskante Sanktionseskalation” zu stoppen, um stattdessen eine UNO-Konferenz zugunsten einer atomwaffenfreien Zone im Mittleren und Nahen Osten zu unterstützen, macht klar, dass Sie mit harten Sanktionen das einzige Instrument, das kurzfristig vielleicht noch beides – die iranische Bombe und die Bombardierung Irans – verhindern könnte, ablehnen. Ihre „Erklärung aus der Friedensbewegung und der Friedensforschung vom 23.2.2012″ lauft vorerst auf die Akzeptanz der iranischen Atomwaffenoption hinaus.

Sie treten öffentlich für Frieden ein. Bitte prüfen Sie selbst, ob es dem Frieden im Nahen Osten dient, wenn man die einzige Kraft, die jedweden Nahostfrieden seit 30 Jahren verhindert und bekämpft, die den Holocaust leugnet und Antisemitismus propagiert, die die israelische Politik nicht verändern, sondern den Staat Israel vernichten will – wenn man ausgerechnet dieser Kraft jenen Dienst erweist, den Sie ihr mit dieser Erklärung erweisen.

Wir fordern Sie auf, Ihre Unterschrift unter diesem Aufruf zurückzuziehen. Wir sind gern und auf jeder Ebene bereit, den Gegenstand unseres Briefes naher zu erläutern.

Mit freundlichem Grüßen,

Prof. Dr. Ralf R. Schumann, Dr. Matthias Küntzel, Dr. Nikoline Hansen

für den Vorstand von SPME Germany

Berlin, den 2. März 2012

[1] Kooperation für den Frieden: Friedens- statt Kriegspolitik im Irankonflikt: Sanktionen und Kriegsdrohungen sofort beenden

http://www.aixpaix.de/iran/iran-erklaerung.pdf

Q u e l l e

Warum verteidigen Sie das iranische Regime?

By: Der Vorstand von SPME Germany

No. 8541 SPME Faculty Forum German Edition February 28, 2012

http://spme.net/articles/8541/2/speakers.cgi/Warum-verteidigen-Sie-das-iranische-Regime.html

Zukunftsdialog: Offene Diskussion über den Islam

März 2, 2012

أنجيلا ميركل

А́нгела Ме́ркель

Angela Merkel

Merkels Zukunftsdialog und der Islam

Am 01.02.2012 forderte Thomas Martin im Rahmen des Zukunftsdialogs der Bundeskanzlerin dankenswerterweise die Offene Diskussion über den Islam und begründete überzeugend und bündig:

Das Thema Islam wird von Politik und Medien gründlich gemieden, Islamkritiker werden bestenfalls ignoriert, meist aber diffamiert, Islamkritik wird pathologisiert und kriminalisiert. Eine argumentative Auseinandersetzung über den Islam muss endlich stattfinden. In der Politik. In den Medien.

Zu dem in nur vier Wochen mit etwa 73.000 positiven Bewertungen versehenen Themenvorschlag sind fast viertausend Kommentare eingegangen, die leider nicht nur aufklärungshumanistische und menschenrechtsuniversalistische Positionen umfassen, sondern auch notorischen Fremdenfeinden, christlichen Fundis oder wertebeliebigen Kulturrelativisten eine Bühne geben.

Trotz alledem sollte man sich als Islamkritiker am bestbewerteten Vorschlag des Themenfeldes Wie wollen wir zusammenleben? beteiligen, meint dieses Blog. Jeder Kommentar darf nur aus bis zu 1500 Zeichen bestehen, ein Anspruch auf Freischaltung besteht nicht. Aus dem Diskussionsbereich.

Am 02.03.2012 um 15:55 Uhr schrieb Edward von Roy:

Solange die auf einer wortwörtlichen Lesart von Koran und Hadith entstehenden Schariapflichten nicht abgelegt sind, wird der organisierte Islam auf Segregation (Apartheid) hinarbeiten.

Die deutschen Islamverbände müssen sich von der auf Ungleichbehandlung (Diskriminierung) beruhenden Scharia distanzieren. Recht und Pädagogik der kulturellen Moderne können darauf bestehen, dass den so genannten muslimischen Kindern – gerade auch im Islamischen Religionsunterricht – keine Angst vor der ewigen Verdammnis (Höllenfeuer) gemacht werden darf (sinngemäß etwa: “Mädchen, falls du keinen Hidschab trägst, verspielst du Allahs Wohlgefallen”).

Die Jenseitszentriertheit von halal und haram, das “die Seele rettende” diskriminierende und dabei vor allem frauenfeindliche Wohlverhalten des die Aufklärung verweigernden orthodoxen Islam muss endlich thematisiert werden.

Wir stehen an der Weggabelung zwischen säkularem Recht für alle und jeden (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte; Grundgesetz) und einem Rechtspluralismus verschiedener Glaubensnationen oder Religionsvölker, in dem die (angeblich) zu muslimisierenden Menschen ihren Muftis und Scheichen wohl kaum noch offen werden widersprechen können.

Jede Kategoriebildung in Nichtmuslime und Muslime dürfen wir im Namen des Weltbürgerlichen und Staatsbürgerlichen zurückweisen, denn Muslime sind keine Spezies, keine Sorte Mensch.

Am selben Tag um 15:58 Uhr stellte Gabi Schmidt fest:

In der BRD gilt das Grundgesetz. Die Grundrechte (vgl. AEMR, Paris 1948) binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht, das Deutsche Volk bekennt sich zu den allgemeinen, unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten.

Alle islamischen Strömungen berufen sich auf die Scharia, das islamische Gesetz. Sie enthält alle Normen und Werte, die praktizierende Muslime überall auf der Welt zu jeder Zeit kritiklos akzeptieren und wortgetreu umsetzen müssen, wenn sie ein gelingendes Leben führen und ins Paradies eingehen wollen. Auf der Grundlage von Koran (die wörtliche Offenbarung Allahs) und Sunna (die vorbildliche Lebensweise und die gottgefälligen Ratschläge des Propheten) sind alle kultischen Vorschriften, ‏Riten, gottesdienstliche Handlungen sowie die Beziehungen jedes Menschen zu seinen Mitmenschen und zu Allah verpflichtend geregelt. Das eigenmächtige Erforschen von Sinn und Logik der göttlichen Gesetze ist nicht zulässig. Das sieht der KRM nicht anders.

In dieser Welt ist die Scharia in Form von religiösen Gutachten (Fatwas), islamischen Gesetzen und Schariaurteilen zu verwirklichen. Ausschließlich Rechtsgelehrten stehen dafür verschiedene Methoden der Rechtsfindung zur Verfügung, die allerdings Koran und Sunna nicht widersprechen dürfen. Ein auf der Scharia basierender Islam ist verfassungswidrig. Die ungestörte Religionsausübung ist nicht unbegrenzt geschützt.

Um 19:03 Uhr ergänzte Edward von Roy:

Ärgerlicherweise ist in den letzten Jahren nicht zuletzt auch den islamischen Theologen, die der Muslimbruderschaft (europäisch FIOE, deutsch IGD) nahe stehen, der ziemlich ungehinderte Zugang zu unseren Hochschulen (Islamische Studien, Wissenschaftsrat 2010) und Schulen (Islamischer Religionsunterricht in NRW, 2012) gewährt worden.

Es hätte klar sein müssen, dass sich die Theologie des Koordinierungsrats (KRM) nie von derjenigen des muslimbrudernahen Institut des Sciences Humaines (IESH) unterscheiden kann; Kirchentagsgast (Dresden 2012) und Uni-Ehrengast (Tübingen 2013) Mustafa Ceric beispielsweise ist Scheich bei Yusuf al-Qaradawi. Die global aktive, pakistanisch geprägte Darul Uloom oder die türkische Milli-Görüs-Bewegung haben natürlich auch keine andere Scharia im Angebot als Scheich al-Qaradawi.

So werden die Mauern des Schweigens und der Denkverbote zur heilssichernden Ungleichbehandlung und insbesondere Frauenfeindlichkeit der Scharia das Klima unserer Hörsäle und Klassenzimmer mit viel Belauern und Einschüchtern prägen, wenn der Souverän (immerhin das Volk) nicht im Sinne der allgemeinen Menschenrechte, des wissenschaftlichen Denkens und der Rechtseinheitlichkeit widerspricht.

Der an der Scharia festhaltende Islam ist in einer Demokratie, die an ihrer Abschaffung nicht interessiert ist, nicht lehrbar. Der Islam von Scharia und Fiqh ist nicht schulreif.

Quellen

Die Bundeskanzlerin.

Zukunftsdialog. Wie wollen wir zusammenleben?

Offene Diskussion über den Islam

https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=309

Die Bundesregierung am 01.02.2012:

Bürgerdialog der Bundeskanzlerin jetzt im Internet

Schon in den ersten Stunden des Dialoges sind mehrere hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Einladung der Bundeskanzlerin gefolgt: “Ich lade Sie ein zum Dialog über Deutschlands Zukunft”, sagt die Bundeskanzlerin in ihrem Grußwort zum Dialog, “Jetzt möchte ich mit Ihnen über Ihre Vorschläge im Internet diskutieren.”

Der Bürgerdialog ist Teil des Zukunftsdialoges der Bundeskanzlerin. Unter dem Leitgedanken “Menschlich und erfolgreich. Dialog über Deutschlands Zukunft” sind konkrete Vorschläge für das kommende Jahrzehnt gefragt. Alle interessierten Internetnutzer sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2012/02/2012-02-01-start-buergerdialog.html

Parteiliche Frauenarbeit und AEMR

Februar 25, 2012

‏ تروس

turūs

cogwheels, gears

Zahnräder

Scharia und Produktplatzierung

Ein wenig Zahnrad sein im Getriebe der Islamisierung. Zwangsheiraten und Ehrenmorde schaffen neue Institutionen und einen postmodernen Begriff von Frauenrechtsarbeit und Menschenrechten bzw. Menschenrechtsarbeit. Seit eineinhalb Jahrzehnten wird der den Islam erklärende, nach eigenen Aussagen in der Hauptsache gegen Zwangsheirat aktive Pınar Verein für Menschenrechte und Integration (Name geändert) in der deutschen Presse in aller Ergriffenheit gelobt und in Form von Buchlesungen oder Rathausempfängen im kleinen Kreise ekstatisch gefeiert. Ein Gastbeitrag von Edward von Roy (2012).

Ein (Sinn-/Macht-)Vakuum bleibt ungern leer und angesichts von (Allahs) integrationspolitischen Nebelschwaden lechzt das deutsche Publikum nach Welterklärern sprich Islamverklärern. Die parallele Justiz des Islamischen Rechts (Scharia) muss dem Volk irgendwie erklärt werden, sofern man nicht, wie der postmoderne rheinland-pfälzische Justizminister im Februar 2012, “außergerichtliche Schlichtungen” auf Basis der Scharia als “sinnvoll” bezeichnen und gleich ganz aus der Rechtseinheitlichkeit aussteigen möchte: “Wenn das in Form von Schiedsgerichten geschieht wie im Handel oder im Sport, dann ist das vertretbar” (Jochen Hartloff 2012). “Unser Rechtsstaat darf unter gar keinen Umständen von so etwas Unmenschlichem wie der Scharia unterwandert werden” kommentierte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt erfreulicherweise, und Stephan Mayer forderte Hartloffs Rücktritt: “Es ist unvorstellbar, dass ein Justizminister solche Gedanken hegt”, sagte der CSU-Rechtsexperte: “Die Scharia ist in jeder Form grausam und menschenverachtend.”

Christlicher Klerus und Kirchentagsbewegte aber möchten Minister Hartloff nicht widersprechen, sondern Allahs Komplettangebot (Koran plus Scharia) pauschal gut finden. Was tun? Rettung naht aus dem deutschen Südwesten, und das ist die Stunde der Islamverharmloserin Sevim Çağrı:

“Diese sogenannten Friedensrichter sind in erster Linie Privatleute ohne juristische Ausbildung. Zum einen sind es Imame, die diese Schlichtung praktizieren und diese Lehren weitergeben.”

Das sieht Allah aber ganz anders, der Mufti oder Kadi ist das Original, der BRD-Richter der unsittliche bis satanische Abklatsch. Çağrı übergeht, dass nur das Befolgen der Befehle von Koranbuch, Gelehrtenschaft (‘Ulama) und Imamen die Seele vor der ewigen Verdammnis (vielleicht, inschallah) rettet.

“Zum anderen sind das lediglich Familienälteste oder Clanchefs”,

na, dann wird es doch Zeit, dass wir die Muftis von ECFR (European Council for Fatwa and Research, Gründer Chef ist Scheich Yusuf al-Qaradawi) und RIGD an unseren Gerichten installieren, damit endlich ordentlich Recht gesprochen wird?! Çağrı schweigt geschickt – und bewusst – zu den europäischen Scharialehrstätten wie v.a. Château-Chinon (FIOE / Muslimbruderschaft) und spielt beim längst proislamisch eingenordeten deutschen Kirchenvolk ein bisschen die Kultursensible.

Eine grob skizzierende Türkenkennerin erspart einem Christenmenschen die Auseinandersetzung mit dem Thema Integration, zum Kirchentag oder zur Sant’Egidio-Friedenskonferenz lädt man dann die theologisch geschulten Muslimbrüder, die Herren übernehmen die Feineinstellung.

Islam als Weltanschauung und Lebensstil (Islamic Shari’a Council focusing on “shari’a ‘a way of life'”) heißt es am The Islamic Shari’a Council (34 Francis Road, London), wo man die einzig von Gott angenommene Eheschließung (nikah) anbietet und die dazugehörige männerfreundliche islamische Verstoßung (talaq) gleich mit.

Die deutsche Variante, demnächst den staatlichen Islamischen Religionsunterricht mitgestaltend, ist der Rat der Imame und Gelehrten Deutschlands (RIGD). RIGD-Vorsitzender ist Dr. Khaled Hanafy, ein Hochschullehrer der Azhar-Universität (Islamisches Recht) sowie Imam und Rechtsberater des Islamischen Informationszentrums in Frankfurt am Main (Islamische Informations- und Serviceleistungen e.V.).

Islamfreundin Sevim Çağrı beschwert sich nicht über die Schariapraxis von ECFR oder RIGD, sondern über namenlos bleibende Hinterhofrichter. Deren Justiz:

“basiert auf drei Prinzipien: Schlichtung, Strafverzicht gegen finanzielle Wiedergutmachung und Selbstjustiz”,

so`n Kappes, das wichtigste Prinzip ist der bewahrte Gnadenstand mit dem Schöpfer und sekündlichen Erhalter des Weltalls, sprich das unbeschädigte Heil im Diesseits und im Jenseits. Nicht der Mensch ist Souverän, Allah ist schließlich Chef. Das ist keine “Selbstjustiz” (Çağrı), das ist ‘Die wahre Religion’ (Abou-Nagie), das ist Justiz.

“Der Einfluss der Schariarichter ist umfassend”,

orakelt Çağrı nun alarmistisch, ohne irgendeinen Beweis zu liefern (wie stets übrigens; auch die ‘Qualität’ sprich Förderungswürdigkeit von Pınar ist über einen schnöden Nachweis erhaben). Werden die Praktiker der Islamjustiz von der selbsternannten Frauenrechtlerin nicht bereits als ganzheitlich (“umfassend”) verharmlost und sogar ein wenig legitimiert?

Zwischen Stammesrat (fallweise ja auch mal nichtislamisch) und koranbasierter Rechtssprechung hätte man genauer unterscheiden müssen, mit:

“die hochgefährlichen Folgen der Selbstjustiz durch Schariarichter”

sind offensichtlich die Freunde der wortwörtlichen Lesart des Korans gemeint. Wie aber kommt Çağrı auf “hochgefährlich”, die Parteigänger von Yusuf al-Qaradawi wollen in den Himmel kommen und kämpfen für die islamisch prekäre Würde der Frau und für das gelingende Soziale (im Sinne des Kalifats). Aus ihrer Sicht ist das säkulare Gericht hochgefährlich (man frage die Salafisten Mustafa Cerić oder Tariq Ramadan). Allahs Justiz anzuwenden ist zudem keine Selbstjustiz, sondern praktizierter Gottgehorsam.

Keine Silbe des Bekenntnisses zur vorbehaltlosen Geltung der AEMR (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte), statt dessen deutet Menschenrechtlerin Çağrı an, die Schariarichter wären irgendwie noch nicht religiös genug und hätten den Islam überhaupt völlig falsch verstanden.

“Es kommt auch vor, dass die Tat gerne einem Familienmitglied zugeschoben wird, das die geringste oder gar keine Strafe zu erwarten hat.”

Na klar, das ist leider überall so, wo der Stamm sehr viel gilt und das Individuum sehr wenig. Das ist Stammeskultur/Parallelkultur pur und damit nicht bloß islamisch, sondern kann auch mal zigeunerisch, kurdisch-jesidisch, christlich-albanisch sein oder in einem schwarzafrikanischen Straßenzug stattfinden oder einer China Town.

“Das Resultat ist dann bei genauerer Betrachtung das Ergebnis von Druck und Erpressung anstatt Gerechtigkeit.”

Allah ist nie ungerecht und die Scharia auch nicht (sagt Pierre Vogel). Frau Çağrı ist zu feige, zu sagen, dass auch die echt islamischen Familiengesetze Pakistans, Saudi-Arabiens oder des Iran “das Ergebnis von Druck und Erpressung anstatt Gerechtigkeit” sind, wie überhaupt seit Bestehen des Islam die den Teufel abwehrende und die Seele rettende Justiz “das Ergebnis von Druck und Erpressung” ist und im Sinne der Wissenschaftlichkeit oder der am 10. Dezember 1948 bekundeten AEMR nie zu “Gerechtigkeit” führen kann.

Pınar Verein für Menschenrechte und Integration weicht dieser Problematik elegant aus und redet, bereits im ausführlichen Vereinsnamen, nicht von allgemeinen Menschenrechten, sondern vage von “Menschenrechten”, also nicht anders, als es die islamrevolutionäre Organisation of Islamic Cooperation (OIC) mit ihrer Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam (1990) macht. Auch ein Wohlgefallen verspürender Allah kennt “kein anderes Recht als die Scharia”:

“In solchen unkontrollierbaren, islamischen Parallelstrukturen, in denen eine Schlichtungskultur herrscht, kennen die Menschen kein anderes Recht als die Scharia. Vor allem bei Straftaten gegenüber Frauen führen solche Parallelstrukturen im Bereich der Strafrechtspflege zu enormem Leid bei einer unüberschaubaren Anzahl von Opfern.”

Das Schaffen von Tätern und Opfern im Islam ist leider richtig und hier halbwegs vernünftig gesagt. Nur “unkontrollierbar” ist Unsinn, Allah hat alles unter Kontrolle, und “Leid” stimmt nicht, Islam ist LIEBE und führt zur Glückseligkeit (demnächst per Imam al-Ghazali in unseren Uni-Hörsälen).

Jetzt aber kaufmännisch gedacht und auf zur Produktplatzierung, der Verein braucht etwas Geld:

“Die Ermittlungsbehörden und die Gerichte sollten speziell geschultes Personal einsetzen, um die Vorgänge im Hintergrund besser einschätzen zu können. Selbstverständlich können sie hierbei auf die langjährige Erfahrung einiger Krisen- und Hilfseinrichtung, wie meinem Verein, Pınar e.V., zurückgreifen.”

Will Frauenretterin Çağrı einen Job als Kulturdolmetscherin am deutschen Familiengericht? Pınar-Beratung in jeder Stadt (“juristisch, medizinisch”, s.u.), tägliche Pınar-Islamerklärung, ein Pınar-Ministerium, und überhaupt, das Amt der/des BundespräsidentIn ist gerade vakant?

“Mein Verein und ich betreuten in erster Linie junge Frauen und Mädchen, aber auch junge Männer in jeglichen Notlagen. Wir unterstützen sie juristisch, medizinisch, aber vor allem menschlich.”

Rauschender Applaus, Nachweis null, wie immer. Dafür geht es per Durchklick zum Spendenkonto (nun, “menschlich”). Der Deutsche will sich so gerne gütig und ‘gut’ fühlen. Wie einst beim Ablass-Handel.

Mit einer solchen Frauenrechts- und Menschenrechtsarbeit können Administration und globalisierter Lehrbetrieb des Islamischen Rechts ungehindert Form annehmen.

Edward von Roy

Freiheitslied für die politischen Gefangenen im Iran

Februar 19, 2012

زندان

zendān

prison

Gefängnis

To blaze the way

Den Weg bahnen

Dieses Lied ist den politischen Häftlingen in der staatsterroristischen Islamischen Republik Iran gewidmet, insbesondere denen, die im Rahmen der legitimen Proteste nach den Präsidentschaftswahlen (2009) inhaftiert worden sind. Wir denken an Gefängnisse wie das von Täbris, wo Sakineh Mohammadi Ashtiani eingesperrt ist, Teheran (z.B. das Evin Prison) oder Karadsch (Gohardasht Prison genannt Rajai Shahr Prison) und an all jene mutigen Menschen, die zwar nicht mehr oder noch nicht eingesperrt sind, denen aber die schariarechtlich einwandfreie Verhaftung jederzeit droht. In der Hoffnung auf einen säkularen Iran, der allen Menschen und ihren allgemeinen Menschenrechten (10.12.1948) gerecht wird. Gesungen auf die weltbekannte Melodie der Moorsoldaten (KZ Börgermoor, Surwold bei Papenburg / Emsland 27.08.1933) von Rudi Goguel (1908-1976), Text: Cees van der Duin (Köln am Free Expression Day 11.02.2012).

Während wir geknechtet kauern

ziehen Vögel durch das Licht,

queren die Gefängnismauern,

kennen unser Elend nicht.

Sie können uns nicht hindern,

Freiheit bricht sich Bahn

im Iran.

Turbanträger, Polizisten

haben uns in ihrer Hand.

Schreiben sie auch Todeslisten,

uns gehört das ganze Land.

Sie können uns nicht hindern,

Freiheit bricht sich Bahn

im Iran.

Mögen sie uns treten, schlagen,

spucken sie uns ins Gesicht,

wir Iraner können sagen:

euch gehört die Zukunft nicht.

Sie können uns nicht hindern,

Freiheit bricht sich Bahn

im Iran.

Niemand kann Iran betrügen

diesen gilt es, ungeschwächt

in die Menschheit einzufügen,

ins globale Menschenrecht.

Sie können uns nicht hindern,

Freiheit bricht sich Bahn

im Iran.

Weichen werden Angst und Sorgen

und der Terror dieser Zeit,

nächstes Jahr, vielleicht schon morgen,

ja, die Freiheit ist nicht weit.

Sie können uns nicht hindern,

Freiheit bricht sich Bahn

im Iran.

Freiheit für alle politischen Gefangenen im Iran

Februar 12, 2012

زندانی سیاسی

zendāniyān-e siyāsi

political prisoners

Politische Gefangene

Bekanntmachung Nr. 1

(Unautorisierte Übersetzung aus dem Englischen von Edward von Roy; der Originaltext findet sich weiter unten)

Im Gohardasht genannten Vorort Radschai Schahr der iranischen Großstadt Karadsch ist ein Gefängnis, das seit 1979 für besonders grausame Haftbedingungen, für Folter, Hinrichtungen, Morde und Selbstmorde bekannt ist. Häftlingen aus dem Rajai Shahr Prison ist es gelungen, einen Brief an die britische Rockband Pink Floyd zu verfassen: “Schreiben Sie ein Lied für die freiheitsliebenden Menschen im Iran! Wir hoffen auf den Tag, an dem auch wir Die Freiheit ist gekommen rufen können … With glasses high we raise a cry, for freedom has arrived” (aus: David Gilmour: A Great Day For Freedom, Pink Floyd 1994).

Weltweite Kampagne für die Freilassung der Politischen Gefangenen

Dieser Aufruf greift das Anliegen von politischen Gefangenen der verschiedensten politischen Lager auf, die mit Mina Ahadi den direkten Kontakt aufnahmen, um international ein Bewusstsein für die Lage dieser Gefangenen zu schaffen und ihre Freilassung zu fordern, ungeachtet ihrer ideologischen Grundhaltungen und Zielsetzungen. Im Iran sind hunderte von politischen Gefangenen bekannt; zur Zeit liegen uns die Namen von sechshundert von ihnen vor. Unter ihnen sind Arbeiterführer, regimekritische Studenten, Blogger, Rechtsanwälte, politische Aktivisten und junge Menschen, die in der Folge der Proteste nach den iranischen Präsidentschaftswahlen (2009-2010) verhaftet und eingesperrt worden sind, an denen Millionen von Protestierern teilnahmen. Einigen von diesen Gefangenen droht die Todesstrafe. Heute erwarten alle diese Häftlinge von uns, dass wir uns gemeinsam und staatenübergreifend darum bemühen, ihre Freilassung zu erreichen. Die Inhaftierten meinen, dass es dabei am besten ist, wenn sich alle Institutionen und Organisationen gegen die Todesstrafe und für die Befreiung politischer Gefangener zusammenschließen, um die Weltöffentlichkeit auf die schreckliche Lage der politischen Gefangenen im Iran hinzuweisen und eine konzertierte Aktion durchzuführen, damit sie alle freigelassen werden.

Offiziell startete diese Kampagne mit einem Brief aus dem Gefängnis heraus, der an Pink Floyd gerichtet ist:

Lieber Roger!

In der Geschichte hat es immer jene gegeben, die Mauern um alle freien und stolzen Menschen bauen wollten, die nichts anderes im Sinne hatten als Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden. Die Ziegelsteine dieser Mauer sind Egozentrik, Tyrannei und Ausbeutung. Ich möchte dir über Schmerzen und Todesangst berichten, über ein Gefängnis, das sich letztlich über die gesamte Länge und Breite des Iran erstreckt und das seine Bevölkerung mit den Ketten von Faschismus und Tyrannei fesselt. Ein Volk, dem das Recht zu leben und zu wählen ebenso verweigert wird wie individuelle und soziale Freiheiten und das Recht auf ein Streben nach Glück. Während ich dir diese Zeilen schreibe, umgeben mich überall hohe und kalte Mauern.

Lieber Roger!

Mehr als je zuvor braucht die iranische Demokratiebewegung die Unterstützung von freien und kreativen Menschen sowie von ethisch denkenden Künstlern wie dir. Ich bitte dich, einen anerkannten und maßgeblichen Künstler auf den internationalen Bühnen, ein Lied über die Männer und Frauen im Iran zu schreiben, die für die Sache der Freiheit aufgestanden sind, nicht nur, um ihnen Mut zu machen, sondern ebenso, um bei allen Menschen Bewusstsein und Erkenntnis für die schwierigen und bitteren Umstände zu erzeugen, denen diese Individuen standhalten müssen. Dieser Brief ist durch die Zeilen deines Albums “The Wall” angeregt worden, dessen Verse und Melodien zu meiner Jugend gehörten. Die Musik war mir immer ein Freund. Ich habe dich immer bewundert und dich und Pink Floyd sehr in Ehren gehalten. Wir hoffen auf den Tag, an dem die Mauern zusammenbrechen und die Ketten der Dummheit und Tyrannei auseinandergerissen werden. Wir hoffen auf den Tag, an dem “wir mit erhobenen Gläsern lautstark auf die Ankunft der Freiheit anstoßen werden.”

Herzliche Grüße

aus dem Radschai Schahr Gefängnis, Karadsch

Soweit der Text der ersten Mitteilung der Kampagne für die Freilassung der politischen Gefangenen aus dem Radschai-Schahr-Gefängnis in Karadsch. Die Audioversion dieser Botschaft in Englisch und Persisch ist Pink Floyd zugegangen.

Sie ist eine der Mitteilungen der in den Kerkern der Islamischen Republik eingesperrten Häftlinge an die Weltöffentlichkeit.

Wir geben den Aufbau einer weltweiten Kampagne zur Befreiung der politischen Gefangenen und gegen Hinrichtungen bekannt. Allen Menschen wollen wir die Botschaften der politischen Gefangenen und der zum Tode Verurteilten zu Gehör bringen, um eine Zeit des Protests und Widerstands gegen Folter, Justizmorde und die Erniedrigung von politischen Gefangenen zu initiieren und um den Gefangenen durch unsere Aktionen und Botschaften einer internationalen Solidarität zu versichern.

Gegenwärtig ist die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit ja durchaus auf den Iran fokussiert, denn ökonomische Sanktionen und Kriegsdrohungen haben begonnen, sich über den Köpfen der Menschen aufzutürmen. Jetzt muss der Welt klar gemacht werden, dass der zweckmäßige Weg des Protests gegen die Brutalität und Barbarei der Islamischen Republik im Aufbau eines politischen Boykotts gegen dieses Regime besteht, in der Schließung aller Botschaften und sonstigen Auslandsvertretungen und in der Verteidigung des legitimen Rechts des Iranischen Volkes, für die Freilassung der politischen Gefangenen und zur Überwindung dieses brutalen Systems einzutreten.

Wir rufen alle Menschen dazu auf, insbesondere alle Organisationen, die für die Freiheit von politischen Gefangenen und gegen die Todesstrafe kämpfen, eine kohärente und kompakte unabhängige Front für die Freilassung dieser Gefangenen aufzubauen, dafür, jede Hinrichtung zu verhindern sowie dafür, der ganzen Welt endlich die Stimmen und Proteste der politischen Gefangenen hörbar werden zu lassen.

Internationale Kampagne für die Freilassung der politischen Gefangenen

7. Februar 2012

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

International Committee Against Execution (ICAE)

http://notonemoreexecution.org

Internationales Komitee gegen Steinigung

International Committee Against Stoning (ICAS)

http://stopstonningnow.com/wpress/

Mina Ahadi

E-Mail: minaahadi@aol.com

Telefon: 0049 (0) 1775692413

Q u e l l e n

Den Aufruf aus dem Radschai-Schahr-Gefängnis an die Musiker von Pink Floyd kann man auch auf der Seite Rowzane finden.

http://rowzane.com/fa/annonce-archiev/65-zendanisiasi/9038-1390-11-22-10-39-10.html

Das im Vorort Gohardasht befindliche Gefängnis (Zendan Gohardasht), nach dem amtlichen Namen des Vororts bekannt als Radschai-Schahr-Gefängnis (Rajai Shahr prison), gehört zum Stadtgebiet der 20 km westlich von Teheran gelegenen Großstadt Karadsch (Karaj)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a1/2072.GohardashtPrison.Karaj.jpg

Irans barbarische Haftbedingungen haben System. Folter im “Rajai Shahr”.

http://www.youtube.com/watch?v=wYXlBJZtjEo

http://www.youtube.com/watch?v=DyNQ3liGiUI

The Ward 1 that houses solitary confinements is known as “dog house” because of harsh conditions and barbaric tortures deployed there. The prisoners are subjected to humiliation, insults and various physical tortures such as hunger and rape and are facing gradual death in the appalling living conditions. Every year a dozen of them commit suicide.

http://mvlturner.wordpress.com/tag/death-of-six-revolutionary-guard-commanders/

Brief eines politischen Gefangenen und Menschenrechtsaktivisten an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. Aus dem Rajai-Shahr-Gefängnis von Behrouz Javid Tehrani, 18.04.2010.

Prisoners in solitary confinement hall 2 of ward 1 are beaten with batons (sometimes electrical), sticks, and cable wire, which often causes the prisoners to urinate on themselves. Last year, a young man died after being beaten by a baton. … Our ward is managed by Hassan Akharian, a drug addict who treats the prisoners violently. If any prisoner objects to his unreasonable behaviour, they are automatically sent to solitary confinement hall 2. He has taken away the camera in one of the rooms so he can turn the space into a torture chamber. Ali Hajkazem is the corrupt head of Rajai Shahr prison who allows the guards to commit the crimes. In 2005, I identified more than ten cases of the sale of death row prisoner body parts without permission from the prisoners. … The prison also lacks space and the prisoners go through mental breakdowns as a result. In Rajai Shahr prison, only four of the twenty four halls have beds. The prisoners in the other halls do not even have enough space to sleep; an obvious example of torture. In hall 1 and 3 of ward 1, mental prisoners are mixed with other prisoners, which results in abuse among prisoners.

Behrouz Javid Tehrani, political prisoner and human rights activist.

Rajai Shahr Prison, Hall 1, Ward 1, Gohardasht, Karaj, Iran

April 18, 2010

Translated by: St Journalist and persian2english.com

http://www.astreetjournalist.com/2010/04/21/political-prisoners-of-gohardasht-called-for-united-nations-secretary-general-to-visit-this-prison/

According to a report by Human Rights Activists for Democracy in Iran, Ali Ajami who is a leftist activist had gone to the prison hospital for medical care. While there, the Assistant Warden Khadem severely beat and battered Ali Ajami.

Once Ali Ajami returned to his prison cell in Ward 4, Hall 12, other prisoners having seen his bruises and injuries protested by demanding a public apology from the Assistant Warden Khadem. The prisoners also refused to accept their daily food rations.

The current assistant warden in Rajai-Shahr Prison is one of the known interrogators and torturers in this prison.

http://www.en-hrana.org/index.php?option=com_content&view=article&id=398:imprisoned-student-ali-ajami-beaten-and-battered&catid=11:students&Itemid=14

Pink Floyd

http://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Floyd

The Wall entstand 1979 – im Jahr der Islamischen Revolution

http://de.wikipedia.org/wiki/The_Wall#Trivia

Blurred Vision – Another Brick In The Wall (Hey Ayatollah, Leave Those Kids Alone!)

http://www.youtube.com/watch?v=IvvB8WCW7cE&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=OIP38eq-ywc

Blurred Vision sind die Brüder Soheil und Sepehr Osloobi aus Toronto, Kanada

“Our music must stand on its’ own. If we had to categorize it, we would like it to be considered World Music. We are not trying to imitate anyone,” Soheil explains.

http://www.iranian.com/Music/BlurredVision/index.html

http://viewfromdamavand.com/wp-content/uploads/2010/08/Blurred-Vision.jpg

The Division Bell ist das 14. und letzte Studioalbum der britischen Rockband

On the day the wall came down

They threw the locks onto the ground

And with glasses high we raised a cry for freedom had arrived

http://www.songmeanings.net/songs/view/2903/

http://www.lyricsdomain.com/16/pink_floyd/on_the_day_the_wall_came_down.html

Am Tag an dem die Mauer fiel

Stürzten mit ihr die Blockaden nieder

Und mit erhobenen Gläsern stießen wir lautstark auf die Ankunft der Freiheit an

http://www.songtexte.com/uebersetzung/pink-floyd/a-great-day-for-freedom-deutsch-7bd6ba0c.html

Announcement n. 1.

Letter from Rajai Shahr Prison, Karaj, to Pink Floyd.

Write a song for the freedom-loving people of Iran! In hopes of a day when “with glasses high we raise a cry, for freedom has arrived”.

Worldwide Campaign to Free Political Prisoners.

This letter was written following the request of political prisoners of diverse political tendencies, who contacted Mina Ahadi directly, to raise international awareness regarding the situation of political prisoners and to promote the release of all of them, irrespective of their ideological stances and aims. There are hundreds of known political prisoners in Iran. We currently know the names of six hundred of them. They include labour leaders, dissident students, bloggers, lawyers, political activists and young people arrested and imprisoned following the demonstrations of 2009-10, in which millions of protesters participated. Some of these prisoners are threatened with implementation of their death sentences. Today, these detainees expect us all to unite in a concentrated, international effort to ensure their release. The prisoners believe that it is better if all institutions and organisations against the death penalty and in favour of releasing political prisoners join together to raise international awareness of Iranian political prisoners’ dire situation and to initiate a concerted effort to obtain freedom for all of them.

This campaign has officially begun with a letter to Pink Floyd from within the prison:

Dear Roger!

Throughout history, there have always been those wishing to build walls against free, proud people who wanted only liberty, justice and peace. The bricks in this wall are selfishness, tyranny and exploitation. I want to write to you about pain and terror, about a prison encompassing the length and breadth of Iran which has its people shackled by fascism and tyranny. A people who are denied the right to live and the right to vote, who are denied individual and social liberties, who are denied the right to the pursuit of happiness. As I write this letter to you, I am surrounded by high, cold walls.

Dear Roger!

More than ever before, the Iranian movement for freedom and democracy needs the support of free and creative people and principled artists like yourself. I am requesting you, as a renowned and influential artist on the world stage, to compose a song about the men and women of Iran who have risen in the cause of liberty, not only to hearten them but also to awaken people’s conscience through awareness of the difficult and harsh conditions which these individuals endure. This text of mine is inspired by your album “The Wall”, whose lyrics and tunes were a part of my youth. The music was always my friend. I always admired you and had great respect for you and for Pink Floyd. We hope for a day when the walls will come tumbling down and the chains of ignorance and tyranny will be torn asunder. We hope for a day when “with glasses high we raise a cry, for freedom has arrived”.

With best wishes to you,

From Rajai Shahr Prison, Karaj.

This was the first announcement by the Campaign to Free Political Prisoners from Rajai Shahr Prison in Karaj. The audio version of this message, in English and Persian, has been delivered to Pink Floyd.

This is one of the messages which the prisoners incarcerated in the Islamic Republic’s dungeons have transmitted to the world through the Campaign.

We announce the formation of a worldwide campaign for the release of political prisoners and against execution. We shall try to convey to the ears of the world the messages of political prisoners and individuals condemned to death, to initiate a period of protest and resistance against torture, judicial murder, and the humiliation of political prisoners, and to make the prisoners aware of these activities and messages of international solidarity.

The attention currently focused on Iran, economic sanctions, and the threat of war loom over the people. It must be made clear to the world that the way to protest the crimes and savagery of the Islamic regime is to institute a political boycott of that regime, to close its embassies, and to defend the Iranian people’s legitimate struggle for the release of political prisoners and for the overthrow of this brutal system.

We call upon all people, and particularly all organisations which fight for the freedom of political prisoners and struggle against the death penalty, to form a united and compact independent front to defend the freedom of political prisoners, to strive against executions, and to convey the voices and protests of political prisoners to the ears of the world.

The International Campaign to Free Political Prisoners

7 February 2012.

Würzburg: Demonstration gegen deutsche Asylpolitik

Februar 3, 2012

محمد رهسپار

Mohammad Rahsepar

Aufruf zur Demonstration am 13. Februar in Würzburg gegen deutsche Asylpolitik

Der dreißigjährige Iraner Mohammad Rahsepar erhängte sich in der Nacht vom 28. zum 29. Januar in seinem Zimmer im Würzburger Asylbewerberheim. Er hinterlässt seine Frau und seinen siebenjährigen Sohn, die beide im Iran leben.

Am 13. Februar wird in Würzburg anlässlich der Verzweiflungstat von Mohammad Rahsepar eine Demonstration, zu der durch die »Föderation der iranischen Flüchtlinge – Hambastegi« aufgerufen wurde, gegen die Flüchtlingspolitik in Deutschland stattfinden. Auf der Kundgebung wird u.a. die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE), Mina Ahadi, sprechen. Die Giordano-Bruno-Stiftung zählt neben dem ZdE und verschiedenen Flüchtlingsorganisationen zu den Unterstützern der Demo. Jeder, der menschenwürdige Flüchtling- und Asylpolitik befürwortet, ist eingeladen sich zu beteiligen.

Der Zentralrat der Ex-Muslime, Freunde und Mitbewohner erwarten eine lückenlose Aufklärung der Umstände des Todes von Mohammad Rahsepar. Die Vorsitzende des ZdE fordert die Landesregierung von Bayern auf, ihre Flüchtlings- und Asylpolitik endlich wirksam zu ändern. Den jahrelangen Debatten über Verbesserungen der Lebensumstände dieser Menschen müssen endlich Taten folgen. Vor allem müssen Lager- und Residenzpflicht abgeschafft, Arbeitsverbote gelockert werden. Die Sozialkommission der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr hat die Flüchtlingspolitik Deutschlands scharf gerügt. Asylbewerber würden in ungeeigneten und überfüllten Unterkünften untergebracht, erhielten unzureichende Sozialleistungen und mangelhafte medizinische und therapeutische Versorgung. Durch Inhaftierung und Folter traumatisierte Flüchtlinge und Asylbewerber wiederum in Kasernen hinter Zäunen und Stacheldraht wegzusperren ist menschenverachtend und beschämend für einen Rechtsstaat, der behauptet, freiheitlich und demokratisch zu sein.

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

02.02.12

Ort: Brunnen am Sternplatz, Domstraße, Würzburg

Zeit: Montag, den 13.02.2012 von 14:00 bis 15:00 Uhr

siehe auch

https://www.facebook.com/shahnaz.morattab/posts/3203835460159

https://www.facebook.com/events/170757966366744/

Humanistischer Pressedienst (hpd) 31.01.2012

http://hpd.de/node/12808

Aufruf auf Persisch

http://www.rowzane.com/fa/annonce-archiev/82-reports/8924-1390-11-11-09-27-50.html

Hambastegi bedeutet im Persischen Solidarität und ist auch ein Kurzname für die International Federation of Iranian Refugees (IFIR) oder Internationale Föderation Iranischer Flüchtlinge. Die IFIR steht in der marxistischen und humanistischen Tradition von Iranern wie Zhoobin Razani genannt Mansoor Hekmat (1951-2002).

http://www.facebook.com/group.php?gid=120183761672

http://www.hambastegi.org/english/index_new.htm

Mansoor Hekmat (1951-2002)

http://www.m-hekmat.com/

http://fr.wikipedia.org/wiki/Mansoor_Hekmat

Der Sprecher der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) ist Michael Schmidt-Salomon:

„Besonders dramatisch ist die Lage in Bayern“, sagte Schmidt-Salomon. „Dort haben sich die Behörden offensichtlich zum Ziel gesetzt, ‚die Bereitschaft zur Rückkehr in das Heimatland‘ (§ 7, Abs. 5 der Bayerischen Asyldurchführungsverordnung) dadurch zu fördern, dass sie die Flüchtlinge unter unwürdigsten Bedingungen kasernieren. … Es sollte uns alle beschämen, wie der Staat mit Menschen umgeht, die wie Mohammad Rahsepar schon in der Vergangenheit schlimmste Traumata erlitten haben. Muss man denn wirklich in Erinnerung rufen, dass die Menschenrechte auch für Flüchtlinge gelten? … Es ist an der Zeit, auf die Straße zu gehen, um diese menschenverachtende Praxis zu beenden.“

http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/tod-eines-asylbewerbers

gbs, Suchbegriff Islam

http://www.giordano-bruno-stiftung.de/search/node/Islam

(gbs) Die „Abkehr vom Islam“ soll künftig als Asylgrund gelten, wenn die Asylbewerber aus Ländern stammen, in denen Apostasie (Abfall vom Glauben) als Verbrechen verfolgt wird. Dies ist das Ziel einer Kampagne, die heute von den Initiatoren der »Kritischen Islamkonferenz« gestartet wurde.

„Die Flucht aus der Heimat ist für Ex-Muslime oft die letzte Chance, grausamen Strafen zu entgehen“, heißt es in dem von Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime), Hartmut Krauss (Zeitschrift Hintergrund) und Michael Schmidt-Salomon (Giordano Bruno Stiftung) verfassten Kampagnentext. „Bislang jedoch haben deutsche Gerichte die Gefahren, die diesen Menschen in ihren Ursprungsländern drohen, in skandalöser Weise heruntergespielt und ihnen das Recht auf Asyl verweigert.“

http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/kritische-islamkonferenz-fordert-asyl-fuer-ex-muslime-gbs-bittet-um-unterstuetzung

Petition: Asyl für Ex-Muslime

http://www.kritische-islamkonferenz.de/asyl.htm

Wer sich an der Unterschriftenaktion Asyl für Ex-Muslime beteiligen möchte, kann das bei der gbs:

http://giordano-bruno-stiftung.org/p_asyl/petitionbook.php

Ein Bild aus der Unterkunft für Asylbewerber in Zirndorf

http://www.nordbayern.de/region/wurzburg-soll-wieder-neue-asylbewerber-aufnehmen-1.226253

Wie im Gefängnis: Stacheldraht in der Veitshöchheimer Straße in Würzburg. Das politisch gewollte System Gemeinschaftsunterkunft (GU).

http://www.fluechtlingsrat-bayern.de/tl_files/2009_Pressefotos/09-06-26_Mainpost.jpg

Mit „Lagerzwang“ bezeichnen Menschenrechtsorganisationen, die sich für Flüchtlinge in Deutschland einsetzen, die Wohnbedingungen der Flüchtlinge hierzulande, die zumeist in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden. Diese Gemeinschaftsunterkünfte, wie die in der Würzburger Dürrbachau, werden auch immer wieder als unzumutbar für die Menschen, die in ihnen leben müssen, kritisiert.

aus: Karoline Kessler:

Flüchtlinge dürfen nicht zu Demo in München fahren

in: Mainpost 12.06.2009

http://www.mainpost.de/regional/franken/Fluechtlinge-duerfen-nicht-zu-Demo-in-Muenchen-fahren%3Bart1727,5162320

Alle Fraktionen im Landtag seien sich „im Grunde sehr einig, dass da Bewegung reinkommen muss“, glaubt die Vorsitzende des Sozialausschusses, Brigitte Meyer (FDP). Klar ist für Meyer aber auch, dass die Verbesserung der Zustände in den Unterkünften „eine landespolitische Entscheidung“ sei. Eine Position, die auch der Würzburger SPD-MdL Volkmar Halbleib teilt: Die Zustände in der Würzburger GU seien „nicht hinnehmbar“, findet Halbleib. „Deshalb ist die Staatsregierung hier unmittelbar gefordert.“ Haderthauer könne die Verantwortung dafür nicht länger an die Bezirksregierungen abschieben. „Dieses Schwarze-Peter-Spiel muss ein Ende haben“, fordert der SPD-Politiker.

aus: Henry Stern:

Konzept für Asylunterkunft gesucht

Mainpost 25.06.2009

http://www.fluechtlingsrat-bayern.de/tl_files/2009_Pressefotos/09-06-26_Mainpost.jpg

In der Rückschau erscheint es, als habe sich das Unglück an diesem Samstag irgendwie angebahnt. Am späten Nachmittag, so erzählen andere Flüchtlinge, habe R. über Kopfschmerzen geklagt. Es gehe ihm nicht gut. Daraufhin wurde über die Pforte der Notarzt verständigt. Ein Krankenwagen brachte ihn zur Untersuchung in die Uniklinik. Nach Angaben von GU-Leiter Armin Sauermann kehrte der Iraner gegen 20.30 Uhr wieder aus dem Krankenhaus zurück.

Als auffallend ruhig wird Mohammad R. von Mitbewohnern und Heimleitung beschrieben, als sehr kontrolliert: kein Alkohol, keine Zigaretten. Dafür machte er, in seinem Zimmer, viel Sport. Er trainierte mit Hanteln. Der Familienvater – er hinterlässt im Iran seine Frau und einen achtjährigen Sohn – war in seiner Heimat im Polizeidienst. Bis er eines Tages, so erzählen es die Freunde, den Befehl verweigerte. Er sei gefoltert worden. Dann floh er nach Deutschland. Nach zwei Monaten in der Zirndorfer Erstaufnahme-Einrichtung kam er Anfang September nach Würzburg. Sein Asylantrag lief, bislang ohne Ergebnis. Die Unsicherheit, sagen die anderen, habe ihm zu schaffen gemacht. Auch die Lebensumstände in der GU in der Veitshöchheimer Straße.

Wiederholt, das berichten unabhängig voneinander gleich mehrere Bewohner, habe er die Atmosphäre in der ehemaligen Kaserne beklagt: Es sei hier wie im Gefängnis. Die Umgebung erinnere ihn ständig an die Polizei, an das Gefängnis im Iran, an die Folter. Auch gegenüber Ärzten soll er dies geäußert haben. Mohammad R. wollte angeblich das Heim wechseln, wäre gerne in die Kölner Gemeinschaftsunterkunft umgezogen, weil dort seit einem Jahr seine Schwester lebt. „Aber sein Antrag ist abgelehnt worden“, berichtet der iranische Asylbewerber und Journalist Arash Zehforoush. So wie der Antrag etlicher Iraner, die die Ex-Kaserne in Würzburg gerne verlassen wollen. (…)

Vor Weihnachten hatte sich seine psychische Verfassung offenbar weiter verschlechtert. „Er ist depressiv geworden“, berichtet sein Zimmergenosse. Knapp zwei Wochen lang wurde er in der geschlossenen Psychiatrie behandelt. Dann kam er wieder in die Gemeinschaftsunterkunft. Nach seinem Suizid haben einige Landsleute zwei Laken an das Haus 305 gehängt: „Er ist für Freiheit gestorben“, steht darauf. Und: „Er war auf der Suche nach der Freiheit. Das ist das Ergebnis.“

Mit diesen Transparenten sind rund 70 Asylbewerber am Montag für eine spontanen Trauerkundgebung zum Würzburger Vierröhrenbrunnen gezogen. Kerzen haben sie angezündet und damit ein fotokopiertes Bild des Toten umrahmt. Sie suchen ein Ventil für ihr Entsetzen, für ihre Gefühle, die Hassan Hosseinzadeh – unwidersprochen von anderen Iranern – so zusammenfasst: „Wir sind alle gestorben. Wir atmen, wir leben nicht.“ Die Demonstration sei eine Mahnung, Mohammad R. nicht zu vergessen, und: „Ein Appell, damit nicht einer von uns den Nächsten im Zimmer findet.“ Es ist die Angst von Asylbewerbern, die ebenfalls das Lagerleben in der GU bemängeln. Rund 70 Bewohner, das bestätigt die Heimleitung, haben am Montag ihr Essen nicht abgeholt. Während GU-Chef Sauermann dies mit religiösen Motiven trauernder Muslime erklärt, sprechen die Iraner von einer gezielten Protestaktion, an der sich auch Asylbewerber anderer Herkunft („mehr als 70“) beteiligten. Auch Dienstag und Mittwoch wolle man das Essen verweigern.

aus: Andreas Jungbauer:

Selbstmord in Asylheim: Trauer um Flüchtling

Mainpost 30.01.2012

http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Selbstmord-in-Asylheim-Trauer-um-Fluechtling;art735,6588549

Rund 450 Flüchtlinge, darunter rund 70 Kinder, leben in der GU. Knapp die Hälfte stammt aus dem Irak, 13 Prozent aus Äthiopien, neun Prozent aus dem Sudan. Die GU ist eine Militärkaserne aus den 1930er Jahren am nördlichen Stadtrand.

Noch nie, sagte Tobias Klaus vom Bayerischen Flüchtlingsrat nach der Besichtigung, habe er ein Flüchtlingslager gesehen, „das optisch so sehr die Qualität eines Gefängnisses hat“ wie das in Würzburg. Er kritisiert Stacheldraht, Pfortenkontrolle, Ausweiskontrolle, die isolierte Lage. Die Menschen seien psychisch so kaputt, wie er das „nur von isolierten Unterkünften im Wald“ kenne.

Klaus beschreibt die Würzburger GU als „den offensichtlichsten Platz“, wo passiert, was der Freistaat im Paragraphen 7 der Bayerischen Asyldurchführungsverordnung festlegt: Die Verteilung in Sammellager solle „die Bereitschaft zur Rückkehr in das Heimatland fördern“. Für Klaus heißt das: „Die Flüchtlinge sollen zermürbt werden.“

An diesem Donnerstag veranstaltet der Bayerische Landtag eine Anhörung zur Asylpolitik. 30 Experten werden berichten, unter ihnen auch der Würzburger Tropenmediziner August Stich, Vorstandsvorsitzender des Missionsärztlichen Instituts. Er erklärte in den vergangenen Monaten mehrmals, die Gemeinschaftsunterkunft mache krank. Der Bayerische Flüchtlingsrat sieht das ebenso. Klaus: „Jeder, der sich medizinisch auskennt, kommt zur gleichen Ansicht. Außer, er ist im Auftrag der Regierung unterwegs.“

aus: Wolfgang Jung:

„Das krasseste Lager“ in Bayern

Mainpost 20.04.2009

http://www.mainpost.de/regional/franken/-Das-krasseste-Lager-in-Bayern;art1727,5080592

August Stich ist Chefarzt der Tropenmedizinischen Abteilung der Missionsärztlichen Klinik und Vorstand des Missionsärztlichen Instituts in Würzburg:

„Zudem ist die Zielführung des Asylverfahrens, die Zahl der Flüchtlinge so niedrig wie möglich zu halten. Das wird jedoch von politischer Seite so nie zugegeben. Auch das Leben in den GU soll zermürben, sodass sie möglichst bald freiwillig zurückkehren. Zum anderen gewährt das Asylbewerberleistungsgesetz nur einen reduzierten Zugang zu einer adäquaten Gesundheitsversorgung. …

Das System ist menschenverachtend. Die Menschen werden entmündigt. Alles wird vorgegeben, seien es Hygieneartikel oder Nahrungspakete. Die freie Entfaltung wird extrem beschnitten. Und das ist so gewollt. Deswegen geht meine Kritik in Richtung Staatsregierung nach München, wo an diesem System festgehalten wird. Und das, obwohl der Bayerische Flüchtlingsrat errechnet hat, dass jeder GU-Platz teurer ist als die Unterbringung in kleinen Gruppen. Aber man belässt die Menschen in Perspektivlosigkeit. Sie sitzen tagein tagaus in der GU, und es geschieht nichts. Wären da nicht die Ehrenamtlichen und Wohlfahrtsverbände, wäre alles noch viel schlimmer. …

Wir brauchen keine GU, sondern vielmehr eine sehr gute Erstaufnahmeeinrichtung, in der auch ein medizinisches Team dabei ist, das nicht nur nach ansteckenden Krankheiten fahndet, sondern die Menschen individualmedizinisch betreuen kann. Anschließend sollten die Menschen möglichst schnell in die Gesellschaft integriert werden, das heißt: raus aus den Gemeinschaftsunterkünften.“

aus: Mediziner Stich: “Flüchtlinge werden entmündigt”

(Interview mit Christine Jeske, Mainpost 31.01.2012)

http://www.mainpost.de/regional/franken/Mediziner-Stich-Fluechtlinge-werden-entmuendigt;art1727,6590809


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