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Wirklicher Dialog mit einer Niqabi? Gerne, aber wie?

Mai 19, 2008

Melanies Kommentar zu Ümmühan Karagözlüs Post Männerblicke, Frauenkörper auf dem Blog Sägefisch

Hallo!

Was ein todlangweiliger Bericht und auch noch mit gravierenden fehlern und platten verallgemeinerungen.

Aber was anderes sind wir von ihrem Blog ja nicht gewöhnt… Wenn sie die Muslime zu tode langweilen, gibts ja keine mehr, dann ist das problem erledigt, nicht?

Ümmühan Karagözlü antwortet:

Hallo Melanie,

Wenn dieser ‘Bericht’ so langweilig wie gewohnt ist, wundert es mich schon, warum du offensichtlich immer wieder auf dieses Blog gehst. Wenn dich die Posts so ermüden, warum kommentierst du, was dich anödet? Was die angeblichen Fehler im Text betrifft, vielleicht hast du ja die Zusammenhänge nicht verstanden? Die platten Verallgemeinerungen sind doch wohl eher in deinem Kommentar zu finden.

Was deinen Vorschlag zur Lösung des ‘muslimischen Problems’ angeht, stimme ich dir nur bedingt zu. Mir sind selbstbestimmte, lebensbejahende fröhliche MuslimInnen, die stolz auf ihre von Gott geschenkte Schönheit sind und trotzdem würdig und selbstbewusst Gesicht zeigen am liebsten. Aber du hast natürlich Recht, besser MuslimInnen langweilen sich zu Tode als dass sie sich für Allah und einen Platz im Paradies in die Luft sprengen.

Was mich jedoch besonders wundert ist, dass du deinen Kommentar auf den Blog Sägefisch bei Jacques Auvergne postest, wo du doch eigentlich nur im Notfall mit einem Mann in Kontakt treten solltest. Oder habe ich da wieder etwas falsch verstanden?

Ümmühan Karagözlü

Melanie schrieb zu meinem Kommentar

Hallo!

Also ich kann mir eine Antwort leider nicht verkneifen. Muss dazu sagen, dass sie es wirklich missverstanden haben. Von immer wieder lesen dieses Blogs kann nicht die rede sein. Ich habe nicht geschafft, einen einzigen Beitrag von Sägefisch oder diesem hier zu lesen, weil es wirklich … wie schon erwähnt, zum gähnen ist. Leider bin ich einige male hier gelandet, weil sie ihre Schlagwörter und Texte mit so einem unermüdlichen eifer verbreiten, dass man zwangsläufig hier landet sobald man in google zb. nach Niqab sucht. Leider. Lässt wohl darauf schliessen, dass sie wirklich wenig Beschäftigung haben.

Irgendwie amüsant das ganze.

Und ja, leider verstehen sie so gut wie alles falsch. Aber wir sind das schon gewohnt, bereitschaft zum wirklichen dialog, zum wirklichen interesse über die Frauen, über die sie so begeistert reden, gibt es nicht.

Ihr kommentar zu dem ironischen vorschlag zur Lösung zeigt mir, dass sie wirklich nichts vom Islam verstanden haben.

Es ist schade, aber ich blicke Hoffungsvoll in die Zukunft, denn es gibt Menschen, die durchaus hinter den Schleier der Medien blicken können und nach der Wahrheit hinter dem eigenen Tellerrand suchen.

Z.B. hier, ein Blog das um meilenweit interessanter ist als das hier

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/

einen schönen Abend noch von Melanie

Ümmühan Karagözlü antwortet:

Hallo Melanie,

ich muss schon sagen, du bist echt witzig. Du kommentierst also zu Beiträgen, von denen du nicht einen gelesen hast, von denen du aber genau weißt, dass sie ….;auch noch mit gravierenden Fehlern’….‚….’voller platter Verallgemeinerungen’….und ’tot langweilig’ sind.

Dein Kommentar zeigt mir, dass du entweder hellsehen kannst, vorschnell Vorurteile bildest, oder wohl alles kritiklos glaubst, was Menschen denen du vertraust dir erzählen, denn dich mit anderen Meinungen auseinander zu setzen, darüber nachzudenken und dir selbst eine Meinung zu bilden, schaffst du ja nicht, dass findest du ja ’langweilig’.

Einen wirklichen Dialog kann man nur mit Menschen führen, die wenigstens die andere Sicht der Welt tolerieren, dazu bist du wie viele Niqabis nicht bereit. Das ist deine Entscheidung, doch dann beklage dich bitte nicht, wenn kaum ein aufgeklärter Mensch Lust zu haben scheint, mit dir zu diskutieren. Wenn du bei Meinungsverschiedenheiten GesprächspartnerInnen einfach pauschal unterstellst, ’etwas nicht verstanden zu haben’, ist eine Fortsetzung des Gesprächs in der Tat ’langweilig’- für dein Gegenüber. Ein echter Kommunikationskiller ist auch der Gesichtsschleier, der nur einen Sehspalt freilässt. Vielleicht liest du ja doch den Abschnitt 09, Die Bedeutung des Gesichts… und 10, Das Prinzip Niqab in dem Post Männerblicke, Frauenkörper.

Irrst du dich eigentlich nie? Das wäre bedenklich, denn irren ist menschlich, nur Allah weiß es am besten, er ist allwissend. Schade, dass du dir die Zeit nicht nehmen möchtest, Beiträge zu Ende zu lesen, das wäre jedoch notwendig, um tatsächlich über den eigenen Tellerrand hinauszusehen.

Gerade SozialpädagogInnen haben die Aufgabe, Menschen dazu anzuregen, sich aus engen Denkmustern und Verhaltensvorschriften zu befreien. Sie zeigen auf die Person maßgeschneiderte Wege auf, wie Frauen, Männer und sogar schon Kleinkinder selbst neue Handlungsspielräume entdecken, ausprobieren, verwerfen oder beibehalten können, die dazu beitragen, Gestaltungsmöglichkeiten zu erweitern und Lebensqualität zu steigern.

Ziel ist es auf der Grundlage der freiheitlich demokratischen Grundordnung BürgerInnen anzuleiten, eigene Methoden zu entwickeln, die dabei helfen, ihr Leben nach individuellen Vorstellungen zu planen, zu gestalten und selbstständig Entscheidungen zu treffen. Dabei Fehler zu machen ist menschlich, doch es ist unmenschlich, wenn Familienmitglieder, FreundInnen, LehrerInnen und andere ’Vorbilder’ Mitmenschen daran hindern wollen, bessere, passendere eben selbst entworfene auf die eigene Bedürfnisse zugeschnittene Lösungswege zu finden und umzusetzen.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,553823,00.html

JedeR hat das Recht auf eine eigene Biographie, einen ganz persönlichen Lebenslauf. Individuelle Begabungen, Fähigkeiten und Kenntnisse sollen gestärkt und gefördert werden, um beispielsweise die Voraussetzungen zu schaffen, einem selbst gewählten Beruf nachgehen zu können. Profis der sozialen Arbeit sollen in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen, beratenden Ausschüssen und VertreterInnen in Land- und Bundestag die Grundlagen dafür schaffen, dass auf dem Papier des Grundgesetzes bestehende Rechtsansprüche tatsächlich verwirklicht werden.

SozialpädagogInnen haben die Aufgabe, dazu zu ermuntern, jede Chance zu nutzen, sich aus möglichst vielen und unterschiedlichen Quellen zu informieren und sich weiterzubilden. Eine weitere Aufgabe besteht darin, dabei zu unterstützen, Hürden, die eine selbstbestimmte Entfaltung der Persönlichkeit und damit eine gesunde körperliche, geistige und seelische Entwicklung von Frauen, Kindern und Männern einschränken und behindern, aus dem Weg zuräumen.

Solange sie das Grundgesetz beachten und auch nicht gegen abgeleitetes Recht verstoßen steht es aber Menschen, auch allen Frauen, grundsätzlich frei, sich ausschließlich in ihren streng reglementierten Handlungsfeldern der kulturellen Vormoderne zu bewegen, sich nur nach Koran und Sunna auszurichten und keine anderen Ratgeber hinzuziehen, als anerkannt fundamentalistische und traditionalistische Schwestern und vor allem Brüder im Islam, die einem das Denken, Entscheiden und Handeln abnehmen. Immanuell Kant meinte dazu:

…..’Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt, u. s. w.: so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen. Dass der bei weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit, außer dem dass er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte : dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben. Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben, und sorgfältig verhüteten, dass diese ruhigen Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen, darin sie sie einsperreten, wagen durften : so zeigen sie ihnen nachher die Gefahr, die ihnen drohet, wenn sie es versuchen, allein zu gehen. Nun ist die Gefahr zwar eben so groß nicht, denn sie würden durch einigemal Fallen wohl endlich gehen lernen ; allein ein Beispiel von der Art macht doch schüchtern, und schreckt gemeiniglich von allen ferneren Versuchen ab’.

http://www.prometheusonline.de/heureka/philosophie/klassiker/kant/aufklaerung.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitalter_der_Aufkl%C3%A4rung

Soziale Arbeit ist vergleichbar mit einer Dawa zur Demokratie, doch wird man weder diskriminiert und beschimpft, wenn man dieser Einladung. nicht nachkommen möchte, man wird auch nicht verteufelt oder muss befürchten Höllenqualen zu erleiden

Gute SozialpädagogInnen werden sich nicht durch FundamentalistInnen und TraditionalistInnen davon abbringen lassen, sich für Demokratie, persönliche Freiheit und Lebensqualität einzusetzen, die Frauen, Männern und Kindern nicht erst im Paradies ein möglichst selbstbestimmtes Leben auf dem Fundament des Grundgesetzes garantieren.

Selbstverständlich darf auch jedeR Verschwörungstheorien folgen und verinnerlichen, doch wer diese Information für objektiv und wissenschaftlich hält, http://alles-schallundrauch.blogspot.com/ glaubt auch, dass beim Melken brauner Kühe Kakao aus den Eutern in die Melkeimer fließt.

Nicht nur mir ist aufgefallen, dass Betreiber und Besucher von islamischen Blogs, Homepages und vor allem muslimischen Foren sich immer wieder auf Scheich X und Scheich Y berufen. Diese Gleichgesinnten greifen grundsätzlich auf dieselben Informationsquellen zurück, bilden so genannte Zitierkartelle und versuchen auf diese Weise den Eindruck von Bedeutsamkeit, Richtigkeit und Plausibilität der Aussagen zu erzeugen. KollegInnen im Netzwerk Schariagegner arbeiten anders. Sie nutzen unterschiedliche Informationsquellen, recherchieren gründlich, und fügen ihren Informationen und Argumenten anerkannte oder gar wissenschaftliche Quellen hinzu.

Das Netzwerk Schariagegner ist davon überzeugt, wesentliche Prinzipien des fundamentalistischen und traditionellen Islam, den beispielsweise die SalafistInnen vertreten, sehr wohl verstanden und durchaus seine Wesenszüge, Handlungs- und Denkmuster begriffen und durchschaut zu haben. Wer ausschließlich fundamentalistischen Demagogen und Volksverhetzern die Interpretationshoheit über die religiösen Quellen überlässt und vorbehaltlos ihrer Rechtleitung vertraut, hat in der BRD zwar die Freiheit, sich selbst nach orthodoxen Richtlinien zu orientieren. jedoch verachten diese Frömmler auch Mitmenschen, die einen säkularen, liberalen Islam praktizieren wollen.

FundamentalistInnen sind blind für die Schönheit der Welt, völlig auf das Jenseits bezogen hassen sie das Leben hier auf der Erde. Für die recht unsichere Aussicht einen Platz im Paradies zu bekommen, versklaven fundamentalistische MuslimInnen sich und andere und unterwerfen sich der Deutungshoheit von FanatikerInnen. Sie machen sich mitschuldig am Tod unschuldiger Terroropfer.

http://www.cfc-online.org/professorenforum/content/artikeldatenbank/Artikel/2005/v07n02a3.pdf

http://www.heise.de/newsticker/Iranisches-Ballerspiel-soll-Kindern-Werte-wie-Opfer-und-Maertyrertum-vermitteln–/meldung/92780

http://www.kirchen.ch/pressespiegel/nzz/2002042128.pdf

http://www.israelheute.com/default.aspx?tabid=119&view=item&idx=549

http://www.hagalil.com/01/de/Israel.php?itemid=608

Ümmühan Karagözlü

http//schariagegner.wordpress.com


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