Keine Dhimmitude

Antwort auf den
‚Brief einer Lehrerin‘ von Céleste de la Rivière

Für Beschäftigte gesellschaftlich relevanter Arbeitsfelder mit hohem Konfliktpotential (dazu zähle ich vor allem soziale, pädagogische und pflegerische Berufe), sollte es die Möglichkeit geben, kostenlos kompetente, unabhängige Supervision in Anspruch zu nehmen. Ebenfalls sollten Weiterbildungs- und Fortbildungsseminare zu aktuellen Herausforderungen und neuen Entwicklungen im Berufsfeld stattfinden. Soviel sollte uns die Qualität unserer Arbeit schon wert sein.

Sicherlich ist diese Meinung den Berufsverbänden und Gewerkschaften bekannt und wird auch von ihnen unterstützt, offensichtlich hapert es aber an der Umsetzung. Ein größeres berufspolitisches Engagement wäre da wahrscheinlich hilfreich.

Ein von gegenseitiger Wertschätzung geprägter Diskussionsstil, eine durch Authentizität und Offenheit gekennzeichnete Gesprächskultur und regelmäßige Teamgespräche sind eine unerlässliche Voraussetzung um gute Qualitätsstandards zu halten und weiter zu entwickeln. Individualisierung bedeutet in diesem Falle Entsolidarisierung und Isolierung, ist daher kontraproduktiv. So sollte ‚Freiheit der Lehre‘ nicht interpretiert werden.

Ein Team ist immer so stark, wie sein schwächstes Glied. Kollegial an einer Lösung zu arbeiten, sich gegenseitig zu stärken potenziert Handlungsoptionen und erleichtert den Arbeitsalltag für alle. Wie überall gilt auch hier: Gewalt, egal in welcher Ausprägung (verbal, psychisch, körperlich) ist niemals privat, sie geht uns alle an.

Erst als die in einem sozialen Beruf arbeitende Ehefrau eines Professors an einer Hochschule für Sozialpädagogik tätlich angegriffen worden war, wurde wenigstens an diesem Ausbildungsort das Thema Klientengewalt in das Seminarprogramm aufgenommen und diskutiert. Die Unkultur des Schweigens, Verharmlosens, der Resignation und der Isolation der Überbringer der schlechten Nachricht belastet den Arbeitsalltag, verschlechtert die Arbeitsqualität, macht krank und verhindert Veränderung. Die Folgekosten dürften immens sein.

Die Würde aller Menschen ist unantastbar, sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Das deutsche Volk bekennt sich daher zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten, als Grundlage jeder Menschlichen Gemeinschaft des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Niemand muss sich beleidigen und beschimpfen zu lassen. Religionsfreiheit und Toleranz haben schützenswerte Grenzen, die mit rechtsstaatlichen Mitteln verteidigt werden dürfen und müssen. Die Demokratie ist meiner Meinung nach wehrhaft genug, um erfolgreich Angriffe ab zu wehren, wir müssen diese Handlungsoptionen nur konsequent anwenden wollen. Hier zweierlei Maß anzulegen verschlechtert die Lebensqualität, schränkt Handlungsfreiheiten gerade für Frauen extrem ein und ist rassistisch !!!! Grundrechte gelten nicht nur für muslimische Männer!

Gut gemeint ist eben nicht immer gut. Es ist eine begründete demokratische Praxis, auch Minderheiten Handlungsraum zu geben, solange sie Grundrechte anderer nicht einschränken. So kann ich beispielsweise nicht nachvollziehen, weshalb man auf die traditionelle Karnevalsfeier an der Schule verzichtet, aber halal kocht. Wir zwingen doch niemanden sich an dieser rheinischen Brauchtumspflege zu beteiligen, auch Deutsche nicht und Schweinefleisch auf der Menükarte vergrößert die Wahlfreiheit für MuslimInnen, die sich nicht streng an Speisevorschriften halten (auch die gibt es).

Wenn Koranschulen Kinder und Jugendliche aufwiegeln gemeinsam mit ihren Eltern die Scharia und das Kalifat in Deutschland durchzusetzen, hat der Staat das Recht und die Pflicht, diese Schulen zu schließen und Hassprediger in Moscheen an ihrer Hetze zu hindern, nur muss er erst einmal von Verstößen gegen die Verfassung erfahren. Zivilcourage trägt wesentlich dazu bei, die Scharia zu verhindern, das Kalifat (schul)hoffähig zu machen. Wer sich wehrt lebt eben nicht verkehrt.

Die freiheitlich demokratische Grundordnung endet nicht vor der Haustüre der Wohnung oder der Türe der Koranschule / Moschee. Körperliche Züchtigung ist ist auch für Kinder demütigend, ehrverletzend und überall zu ächten.

Privatsphäre ist schützenswert, jede Form von Gewalt jedoch nicht.

Céleste de la Rivière

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

2 Antworten to “Keine Dhimmitude”

  1. skibowski Says:

    Interessante Gedankenführung bzw. Argumentation. Gerade beschäftige ich mich mit der Entsolidarisierung im Zuge der Hochschulreform, der Modularisierung der Studiengänge – insbesondere der Entsolidarisierung unter Studenten und hieß diese Zeilen soeben „willkommen“.

    Gruß

    http://www.marcalexanderskibowski.wordpress.com

  2. Jacques Auvergne Says:

    Leider Dauerthema bei Dauer-Redetabu:

    Klientengewalt Sozialer Arbeit

    Mord (Messerangriff) in Schweden 2016, Opfer: 22-jährige Dolmetscherin für die Soziale Arbeit, eine erst seit Sommer 2015 eingeschriebene Studentin der Psychologie, tätig alleine und in der Nachtschicht in einer Asylbewerberunterkunft für Minderjährige (child migrant centre), erstochen, Täter: ein Fünfzehnjähriger aus Somalia.

    Revealed: Migrant boy, 15, arrested on suspicion of murdering Swedish social worker is from Somalia – as family blame politicians for her death and police warn they cannot cope with rising violence

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3416343/Sweden-asylum-worker-22-stabbed-death-frenzied-attack-CHILD-migrant-centre-refugee-boy-15-arrested-murder.html#ixzz3yQPOfjaa

    Die Eltern der Ermordeten sind Einwanderer aus dem überwiegend griechisch-christlichen Mardsch Uyun (Marjeyoun) im Libanon und sicherlich Christen, möglicherweise Angehörige der libanesischen Minderheit der Armenier.

    Une Libanaise tuée en Suède par un réfugié
    26.01.2016
    ANI

    Alexandra Pierre Mezher, libano-suédoise originaire de Marjeyoun, a été tuée lundi en Suède par un réfugié dont la nationalité n’a toujours pas été identifiée.

    http://rplfrance.org/index.php?content=eclairages/160126ani1-nm.htm

    An-Nahar
    Myrna Doumit
    26 janvier 2016 at 22:00

    Alexandra Pierre Mezher, 22 ans, une libano-suédoise originaire de la ville de Marjeyoun au Liban-Sud, a été poignardée à mort, lundi en Suède par un réfugié mineur dont la nationalité n’a toujours pas été identifiée.

    Contacté par an-Nahar, l’ambassadeur du Liban à Stockholm, Dr Ali Ajami a déclaré que le drame s’est produit lundi dans un centre d’accueil pour réfugiés dans la ville de Mölndal – non loin de Gothenburg- qui abrite les réfugiés mineurs non accompagnés qui entrent dans le pays. Le centre compte actuellement près de 20 réfugiés entre 14 et 17 ans, souligne Dr Ajami.

    Interrogé sur les circonstances du drame, l’ambassadeur affirme que deux versions circulent actuellement, l’une stipulant que la dispute aurait eu lieu à l’origine entre un réfugié et la jeune fille pour des motifs encore inconnus, une autre affirmant qu’un accrochage aurait éclaté entre les mineurs à l’intérieur du centre et que la jeune fille serait intervenue pour régler l’affaire. Il est à noter qu’Alexandra faisait partie des assistantes sociales qui travaillaient à l’intérieur du centre. „Alexandra a débuté son travail depuis quelques mois dans ce centre en tant que traductrice“, précise M. Ajami. […]

    http://fr.annahar.com/article/305638-une-libanaise-tuee-en-suede-par-un-refugie

    ::

    Mardsch Uyun

    Mardsch Uyun (arabisch ‏مرج عيون‎ Mardsch ʿUyūn, lokal Marž ʿAyūn, auch Marj ‚Ayoun, Marjuyun, Marjeyoun oder Marja’uyun) ist eine Stadt im Libanon und Sitz des gleichnamigen Distrikts im südlichen Libanon. Der Name bedeutet Frühlingswiese.

    Die Stadt hat eine überwiegend christliche, griechisch-orthodoxe Bevölkerung; der Großteil der Bevölkerung in der umliegenden Hügellandschaft ist moslemisch. Marjajoun hat etwa 3.000 Einwohner. Die Südlibanesische Armee, eine Miliz, die während des Krieges im Libanon 1982 mit Israel verbündet war, hatte hier bis zum israelischen Rückzug 2000 ihr Hauptquartier. Im Libanonkrieg 2006 wurde der Ort kurzzeitig durch israelische Truppen besetzt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Mardsch_Uyun

    ::

    Staden Mezher i Libanon har mestadels armenisk befolkning. Om BO’s efternamn är hämtat från den staden, kanske man kan anta att hon var armenier och därmed hade kristen bakgrund?

    Det ska bli intressant att få veta mer om GM.

    https://www.flashback.org/t2677894p58

    „Just this Monday a young woman, a refugee center worker in Mölndal, was stabbed to death when an argument broke out at the center for underage unaccompanied refugees. Alexandra Mezher, 22, was taken to hospital with severe injuries and later died.

    She was stabbed by a 15-year-old boy who was later arrested on suspicion of murder. Mezher’s thesis was titled ‘The Road to Non-Criminal – A Lifestyle Change’. She believed that creating a trustful relationship with people was key for a social worker. The center where she worked housed 10 youths aged between 14 and 17…“

    (Jihad Watch)

    http://www.jihadwatch.org/2016/01/sweden-muslim-migrants-force-police-to-flee-refugee-center

    Mezher (Arabic: مزهر‎, Armenian: Ծաղկաձոր, Dzaghgatzor)
    Mezher (Dzaghgatzor), an Armenian town in Lebanon

    Mzher (or Dzaghgatzor in Armenian) is a small town located between Antelias and Bsalim, in Matn district. It is a new town, where most of the population is Armenian, along with other Christians. In Mzher the Armenian community has one of the top Armenian schools, Melankton and Haig Arslanian College (Jemaran) and a socio-cultural sport club, Aghpalian. The headquarters of SAHALCO are also situated nearby.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Armenians_in_Lebanon#Mezher_.28Dzaghgatzor.29.2C_an_Armenian_town_in_Lebanon

    Miss Mezher, of Lebanese Christian origin, lived with her parents Boutros, 46, and Chiméne, 42, and her two younger brothers in Borås, some 40 miles from Molndal.

    Her father came to Sweden from Beirut, Lebanon, in 1989 and her mother moved there three years later.

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3417621/Haunting-video-murdered-Swedish-refugee-worker-shows-singing-1D-concert-best-friend-saw-sister.html

    Alexandra Mezher, right, and her friend Lejla Filipovic when they graduated from high school in Boras Sweden on June 10, 2012.

    Prime Minister Stefan Lofven … criticised Swedish police for „betraying“ women by allegedly covering up allegations that they were sexual harassed by recent immigrants at a music festival in Stockholm [der Taharrush gamea auf dem Musikfestival Wer Are Sthlm; Sommer 2015, doch auch bereits 2014], The Guardian reported. The newspaper also reported similar attacks on women in Malmo on New Year’s Eve [der Taharrusch dschamai der Silvesternacht 2015/16, Malmö, Schweden].

    smh | sydney morning herald

    http://www.smh.com.au/world/15yearold-migrant-allegedly-stabs-swedish-asylum-centre-worker-to-death-20160126-gmep2y.html

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: