Indonesien: Genitalverstümmelung an muslimischen Mädchen

ختان الإناث

ḫitān al-ināṯ,

islamische Frauenbeschneidung.

Islamic FGM

Genitalverstümmelung an Frauen

ist auch im größten muslimischen

Staat der Erde eine Alltäglichkeit

Von Jacques Auvergne, 20. Januar 2007

Muslimische Massenverstümmelungen an kleinen Mädchen in aller Öffentlichkeit, Blut und Schreie auf den Schulhöfen der Stadt Bandung, die mit drei Millionen Einwohnern der viertgrößten Stadt Indonesiens ist. Das klingt so verstörend, dass man es zunächst nicht glauben möchte.

FGM in Indonesien! Das ist selbst uns neu, die wir uns seit knapp zwei Jahrzehnten mit dem Thema Genitalverstümmelung an Frauen ausgiebig befasst haben. Indonesien praktiziert Großgruppen‑Beschneidungsaktionen in öffentlichen Einrichtungen wie Gebetssälen oder Grundschulen.

Ist die südostasiatische Variante jener brutalen und archaischen Praxis, die wir normalerweise in der Sahelzone zwischen Senegal und Somalia vermuten würden mit Schwerpunkten wie Mali und Sudan, denn erst heute bekannt?

Waris Dirie und Ayaan Hirsi Ali berichteten aus den ostafrikanischen Kulturen der Frauenbeschneidung. Vereine wie Forward, Intact, Tabu oder Wadi haben wichtige Arbeit an der Abschaffung der FGM geleistet.

Die Verbreitung der FGM nach Nordosten hin schien im Jemen und Oman zu enden. Dann aber wurde dank der Arbeit des Vereins Wadi die Frauengenitalverstümmelung der nordirakischen Kurden der Weltöffentlichkeit bekannt – diese Tatsache war bis dahin selbst unter Völkerkundlern und Irak‑Experten unbekannt. Aber Indonesien?

Chronisch geleugnet:

Der Islam und die FGM

Im November 2006 entschied die für den sunnitischen Islam höchste Autorität genießende „Universität“, die Kairoer Al‑Azhar, dass weibliche Genitalverstümmelung nicht mit dem Islam zu vereinbaren sei. Was wohl auch nicht ganz ernst gemeint ist, denn die Millionenstadt Kairo praktiziert täglich die FGM in Form der ägyptischen Klitoridektomie. Wollte die Al‑Azhar die kulturelle Moderne beschwichtigen oder will sie die Genitalverstümmelung wirklich abschaffen? Dass muss sie unter Beweis stellen, man darf gespannt sein. In den vorausgegangenen Jahrhunderten und Jahrzehnten hielten Gelehrte der Azhar FGM sehr wohl für erlaubt oder gar für ehrbar. Seit 2007 ist FGM in Ägypten bei Strafe verboten (Wikipedia), doch wird, wie islamisch üblich, alles die familiären Angelegenheiten Betreffende nicht der staatlichen Deutung überlassen. Weshalb abzuwarten ist, ob das Verbot messbare Auswirkungen haben wird: Ob die Zahl der Klitorisamputationen an den kleinen Mädchen im muslimischen Kairo sinken wird.

Zum Prozentsatz der betroffenen indonesischen Mädchen und Frauen lässt sich die ungeheuerlich hohe Zahl „96“ nennen: Akte Islam zitiert Sara Corbett, die am heutigen Tage in der New York Times („A Cutting Tradition“) die Weltöffentlichkeit auf dieses ausgesprochen islamische Thema hinweist: 96 Prozent der Familien mindestens im Großraum Bandung und wahrscheinlich im gesamten West‑Java gaben an, ihre Töchter spätestens im Alter von 14 Jahren der grausamen Prozedur auszuliefern. In West Java (Jawa Barat), das erst im 15. und 16. Jahrhundert islamisiert wurde, rechnen sich 94 % der Bewohner dem Islam zu (unter Jawa Barat bei Wikipedia).

Der Zusammenhang von Islam und FGM wird von Muslimen wie Islamfreunden nahezu täglich ganz aufgeregt geleugnet. Richtig ist, dass FGM vorislamisch ist und damit teilweise von Polytheisten und ebenso auch von Christen praktiziert wurde. Seit Jahrhunderten jedoch ist FGM ein Problem der islamisierten Gebiete der Erde, weshalb wir die Autoritäten dieser Religion aus ihrer Verantwortung für dieses Brauchtum nicht entlassen möchten. Viele lokale islamische Autoritäten befürworten die Frauenbeschneidung. Wir werden sehen, dass das in Indonesien nicht anders ist als im Gebiet zwischen Senegal und Somalia.

Die Assalaam‑Foundation

Die islampädagogische und islamsozialarbeiterische Assalaam-Foundation ist es, die seit einiger Zeit die Organisation und Durchführung der Massenverstümmelungen an Indonesiens Mädchen organisiert und verantwortet. Grundschulen verwandeln sich vorübergehend in Operationssäle, Schultische in Operationstische. Es fließt, ganz professionell, kaum Blut.

Die in West-Java im Großraum Bandung tätige Assalaam-Foundation wurde im Jahre von Ustman Al‑Aydarus gegründet, der bereits seit 1942 ein Kinderheim für Waisen und Kinder mittelloser Familien betrieben hatte. Es folgten die Einrichtung von Gebetsräumen und die Gründungen von als erfolgreich und elitär geltenden Schulen: Grundschule (Elementary School) 1958, Junior High School 1973, Senior High School 1989.

Heute ist es Syarief Muhammad Al‑Aydarus, der Sohn des Schulgründers, der die „Friedens‑Stiftung“ Assalaam-Foundation leitet, die mittlerweile die Organisation von Pilgerfahrten nach Mekka anbietet, Gebetstreffen für Frauen durchführt, eine Beratungsstelle für Erbschaftsangelegenheiten sowie eine kinderpsychologische Beratungsstelle betreibt. Ein Krankenhaus mit Krankenwagen und Rettungsdienst sowie die ständige Durchführung von Sprachkursen des Arabischen runden die Arbeit der islamischen Stiftung ab, die vielseitige, selbstbewusste und gläubige Persönlichkeiten erziehen will und in Bandung hohe Anerkennung zu genießen scheint. Und dann gibt es natürlich die Beschneidungsriten in Großgruppen für alle Kinder beiderlei Geschlechts, eingeleitet und abgeschlossen mit einem „feierlichen“ islamischen Gebet. Der Konformitätsdruck lässt nicht zu, dass sich jemand diesem Ritus verweigert. Die Anwesenheit eines Arztes sowie eines Geistlichen wird zusätzlich dazu beitragen, an der „Notwendigkeit“ der Genitalmutilation keinen Zweifel aufkommen zu lassen.

Massenbeschneidungen an Mädchen sind mittlerweile Markenzeichen der Assalaam‑Foundation und werden im besonders im Geburtsmonat des Propheten durchgeführt. Zeitgleich zur blutigen Mädcheninitiation im April des Jahres 2007 wurden in einer Nachbarschule hundert Jungen beschnitten. Islamische Pädagogik, islamische Sozialarbeit?

Vermutlich sollte die Menschheit auf universelle Pädagogik und universalistische Sozialarbeit Wert legen, so lange jedenfalls, bis islamische Staaten wie der weltweit bevölkerungsreichste in der Lage sind, dem sexualmagischen Tun solcher „islamisch‑caritativer“ und „islamisch‑erzieherischer“ Organisationen wie der Assalaam‑Foundation eine Ende zu bereiten. Dank frommer Sponsoren und ehrenamtlichen Einsatzes ist die Mädchenbeschneidung kostenfrei.

In der islamischen Bevölkerung von Bandung und West‑Java hält sich der Glaube, dass Mädchenbeschneidung genau so ehrenhaft und gottgefällig sei wie die (ebenfalls vormoderne) Jungenbeschneidung. Salam heißt Frieden und der Name des religiös inspirierten Vereins lässt sich mit Friedens-Gesellschaft oder Stiftung für den Frieden übersetzen.

Lukman Hakim

Der Beauftragte für Soziale Dienste der Assalaam‑Stiftung heißt Lukman Hakim und ist ganz begeistert von FGM. Die Operation diene dem sexuellen, sozialen und seelischen Wohl der Mädchen. Dafür nennt der fromme Muslim drei Gründe.

Zum ersten werde die FGM die Libido des Mädchens stabilisieren.

Zum zweiten werde das Mädchen oder die Frau in den Augen ihres Ehemannes als viel schöner erscheinen.

Zum dritten werde die Psyche des Mädchens ins Gleichgewicht gebracht.

Der Photographin Stephanie Sinclair wurde es im April 2007, dem Lunarmonat der Geburt des Propheten dann auch gerne gestattet, die Großgruppenbeschneidungen an Mädchen zu dokumentieren.

Sinclair wurde Zeugin, wie eines Sonntag morgens mehr als zweihundert Mädchen an ihren Genitalien beschnitten wurden, viele davon anscheinend erst vier Jahre alt.

Zaghaft beginnt im größten muslimischen Land der Erde eine vorsichtige Diskussion darüber, ob Mädchenbeschneidung zweckmäßig sei. Kenner des Landes meinen, dass sich ohne einen Bann seitens der höchsten islamischen Autoritäten Indonesiens an der alltäglichen Praxis nichts ändern werde. Ein Anfang Oktober 2006 (intact-network.net) bekannt gewordener und wohl bis heute noch nicht offiziell verabschiedeter Gesetzesentwurf soll medizinischem Personal die künftige Mitarbeit an den Massenbeschneidungen untersagen, doch wird die FGM ohnehin überwiegend von Menschen durchgeführt, die das „traditionelle Beschneidungshandwerk“ gelernt haben oder geburtshelferisch ausgebildet sind.

Indonesiens Mädchenbeschneidungen werden 2007, ähnlich wie in Afrika und dort so seit Jahrhunderten üblich, technisch ausschließlich von Frauen und weiblichen Helfern durchgeführt. Auch das ist von Bedeutung: Dass Frauen an Frauen dieses grausame Initiationsritual ausüben. Wenn die gesamte kulturell‑religiöse Einbettung dieses Rituals auch klar patriarchalischen Zwecken dient.

Die Schwere der Verstümmelung variiert regional sehr. Während in einigen Teilen Indonesiens eine eher rituelle Ritzung der Klitorishaut oder auch zusätzlich der Klitoris mit einem Messer oder Skalpell üblich ist, während in manchen Dörfern und Städten ein mit einem Nadelstich erzeugter „sinnzeichenhafter Tropfen Blut“ fließen muss, um das Geschlechtsorgan sexualmagisch und im Sinne einer Initiation „zu reinigen“, so wird in anderen Landesteilen Hautgewebe oder auch zusätzlich gleichzeitig Klitorisgewebe amputiert, dass „die Größe einer Bohne“ oder „die Größe eines Nadelkopfes“ hat. Jedenfalls wird aus der als „problematisch aufgeladenen“ Klitorisregion „etwas herausgeschnitten“. Dazu benutzen die Operierenden zumeist eine Schere und Desinfektionsmittel.

Die Mädchen müssen beschnitten sein, so will es die Mehrheit sowohl der muslimischen Indonesier als auch der islamischen lokalen Gemeinschaften (intact-network, 4.10.2006). Den Umfragen nach betrachteten 2007 noch 82 % der Familien ein „Schneiden“ als sittlich angemessen (New York Times, 20.01.2008). Auch die Forderung nach operativer Entfernung von intaktem genitalem Körpergewebe in der Volumengröße „eines Samenkorns einer Guave“ oder eines „Viertels eines Reiskorns“ hält sich im Islam von Generation zu Generation.

Ob auch etwas mehr weg geschnitten werden darf? Das ist wohl zu vermuten. Der bildhafte und nicht nur bei Verwendung einer Schere zugleich bezeichnend widersinnige Ausspruch von der Größe „eines Viertels eines Reiskorns“ scheint mir aus dem fatwaproduzierenden Milieu augenzwinkernder Männerbündler zu stammen und erinnert ein wenig an die Sache mit der Frage nach dem korangemäßen Prügeln der widerspenstigen Ehefrau: „Ja, aber nur ein wenig und nicht ins Gesicht und mit einem Hölzchen groß wie ein Zahnstocher.“ Eben augenzwinkernd: Es mag so oder auch anders sein. So viele Zahnstocher werden dann im entscheidenden Augenblick nicht auffindbar sein. Das ist dann Kismet.

Von Klitoridektomie, wie sie in Ägypten, dem Urlaubsziel der ebenso sonnenhungrigen wie gleichgültigen Mitteleuropäer üblich ist, ist der New York Times aus dem Indonesien des Jahres 2007 nichts bekannt. Nichts oder noch nichts?

Sri Hermiyanti vom Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Jakarta spielt die Unschuldige. Dr. Hermiyanti hält die „rituelle Reinigung“ der Mädchengenitalien für harmlos und bedauert im selben Atemzug, dass in Indonesien doch leider zumeist auch eingeschnitten oder sogar genitales Gewebe weg geschnitten wird. Sie weiß genau, dass immer ein wenig Blut fließen muss, verteidigt derartige archaische Sexualmagie und verschweigt das Umfunktionieren der Schulbänke in Operationstische ebenso wie die die Schmerzensschreie der Mädchen.

Beobachter der Gruppe „Population Council“, die Indonesiens Regionen vor 2003 bereist haben, berichteten durchaus von einer gelegentlichen Durchführung der Klitoridektomie.

Jacques Auvergne

Quellen zur

Beschneidung weiblicher

Genitalien

Die Opfer: Acht Photographien von Stephanie Sinclair

http://www.nytimes.com/slideshow/2008/01/20/magazine/20080120_CIRCUMCISION_SLIDESHOW_index.html

Die Täter: Die islamische Assalaam-Foundation

http://www.assalaambdg.or.id“/

Wikipedia

deutsch

http://de.wikipedia.org/wiki/Beschneidung_weiblicher_Genitalien

englisch;

Wort FGC etwas bevorzugt gegenüber FGM

http://en.wikipedia.org/wiki/Female_genital_cutting

französisch;

Landkarte: klar „Indonesien nicht betroffen“

http://fr.wikipedia.org/wiki/Mutilations_g%C3%A9nitales_f%C3%A9minines

FGM und Islam, Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Beschneidung_weiblicher_Genitalien#Vorkommen_im_Islam

FGM in Indonesien:

New York Times am 20.01.2007

http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html?_r=3&oref=slogin&ref=magazine&pagewanted=print&oref=slogin&oref=slogin

Australian Islamist Monitor:

http://www.islammonitor.org/index.php?option=com_content&task=view&id=540&Itemid=0

cirp.org Australia:

http://www.cirp.org/news/smh01-13-04/

FGM in Kurdistan:

Wadinet

http://www.wadinet.de/projekte/frauen/fgm/studie.htm

http://www.wadinet.de/wadiev/presse/spiegel/16-06-06_diepresse.htm

FGM in Somalia

Intact

http://www.intact-network.net/

Verein Tabu

http://www.verein-tabu.de/

FGM auch in Indonesien und Malaysia

Forward Germany

http://www.forward-germany.org/index.php?page=weibliche_beschneidung

Norddeutsche Mission, human aktiv in Ghana und Togo

http://www.norddeutschemission.de/Dokumente/Genitalbeschneidung.htm

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44 Antworten to “Indonesien: Genitalverstümmelung an muslimischen Mädchen”

  1. mada Says:

    Vielen Dank für Ihren informativen Artikel.

    Ich möchte hinzufügen, dass Ihr Artikel über FGM und Islam, wie Auvergne sagt: „(…) richtig ist, dass FGM vorislamisch ist und damit teilweise von Polytheisten und ebenso auch von Christen praktiziert wurde. Seit Jahrhunderten jedoch ist FGM ein Problem der islamisierten Gebiete der Erde, weshalb wir die Autoritäten dieser Religion aus ihrer Verantwortung für dieses Brauchtum nicht entlassen möchten. Viele lokale islamische Autoritäten befürworten die Frauenbeschneidung. Wir werden sehen, dass das in Indonesien nicht anders ist als im Gebiet zwischen Senegal und Somalia.“

    … jedoch insofern irreführend sein KÖNNTE, als dass er nahelegt, dass heutzutage ausschließlich Muslime FGM praktizieren. Dies ist nicht der Fall. In Tansania etwa praktizieren sowohl Muslime, Christen als auch Angehörige anderer afrikanischer Religionen FGM, bei keiner der Gruppen spielt die religiöse Rechtfertigung aber eine große Rolle. Die Mehrzahl der Muslime, Christen und Angehörige anderer afrikanischer Religionen Tansanias praktiziert überhaupt nicht.

    FGM und der Islam stehen in einem komplizierten Verhältnis, weil es eine sogenannte hadith, eine Geschichte über den islamischen Propheten, gibt, in der er an einer Beschneidung vorbeikommt und in etwa urteilt „schneid nicht zu viel ab“. Diese hadith wird von den meisten muslimischen Gelehrten als nicht authentisch angesehen, was vor allem mit dem ÜBerlieferungsweg der Geschichte zu tun hat. Selbst wenn man sie als authentisch ansehen würde, gäbe es verschiedene Deutungen bzgl. der Anweisung. Es besteht keine Einigung, ob das Schneiden nach der Aussage des Propheten eine Pflicht, eine Ehre oder gar nicht erwünscht ist. Zudem hat die Theologie des Islams theoretisch die erfreuliche Eigenschaft, dass die Gläubigen selbst in der Pflicht stehen, die verschiedenen Rechtsgutachten der Religionsgelehrten zu beurteilen und auszuwählen, an welche sie sich halten. Denn es gibt theoretisch kein hierarchisches top-down Verfahren wie etwa im Katholizismus.

    Im Alltag von muslimischen Praktizierenden etwa in Tansania werden solche theologischen Konstruktionen wohl nur selten eine Rolle spielen. Hier geht es eher um die lokale Autorität des Rechtsgelehrten vor Ort. Dies kann man aber nur bedingt „dem Islam“ und „den Muslimen“ vorwerfen, wie man Katholiken die anti-Kondom Politik des Vatikans vorwerfen kann. Der einzelne muslimische Gläubige steht in einem viel loseren Zusammenhang zu Taten, die im Namen seiner Religion ausgeführt werden als dies Katholiken tun.

    Mir ist klar, das den Autoren dieses Blogs diese Informationen bekannt sind. Ich wollte dies nur ergänzen, weil ich der Meinung war, das dieser Punkt ein wenig zu kurz gekommen ist. Und aus Pflichten muss man wegen dem von mir Gesagten natürlich niemanden entlassen.

    mit freundlichen Grüßen
    Mathis

  2. Anja Mevissen Says:

    Danke für diesen ausgezeichneten Artikel. Auch mir war bevor ich auf euren Artikel stieß von FGM in Indonesien nichts bekannt.

    Vielleicht interessiert euch dieser Link:

    http://www.wadinet.de/wadiev/presse/spiegel/05-02-07_stopfgm.htm

    Gruß

    Anja Mevissen

  3. Anja Mevissen Says:

    Gerade fand ich diese Artikel beim Surfen, die beweisen, dass FGM auch in Europa und sogar in Deutschland illegal durchgeführt wird.

    http://africa.reuters.com/wire/news/usnL0682244.html
    http://www.emma.de/die_schnitte_die_die_lust_toeten_6_00.html

  4. CommSens Says:

    Zur weiblichen Beschneidung steht fest: FGM ist vor allem ein islamisches Übel.

    Wir müssen die Masse des Problems im Auge behalten, die Millionen und Abermillionen islamischer Frauen und Mädchen.

    Daß es Ausnahmen gibt, z.B. Äthiopien, oder ob FGM religiös bedingt ist, oder 5.000 Jahre alt ist – all dies sind Randthemen, die zur Lösung des Massen-Problems muslimischer Frauen und Mädchen nichts beitragen.

    Entscheidend ist: der Islam hat FGM in 1.500 Jahren nicht abgeschafft. Die einfache Kontrollfrage für jeden ist: Wer trug und trägt FGM um die Welt? Waren es Muslime oder waren es Christen? Die Christen waren es nicht, die haben ja sogar die männliche Beschneidung abgeschafft.

    Mfg CommSens

  5. Eifelginster Says:

    Liebe Ümmühan Karagözlü,

    die Schafiiten (Indonesien, Malaysia, kurdischer Irak) halten
    die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) für islamische Pflicht,
    Hanbaliten nennen sie selten verpflichtend und oft ehrenhaft und
    Malikiten erachten die Mädchenbeschneidung für empfehlenswert.

    Wichtig und erschreckend, die Fotos aus Indonesien (Java) von
    Journalistin Sinclair über die Assalaam-Foundation. Wie viel intaktes
    genitales Gewebe den Mädchen für die Gottheit Allah und für den
    Weg ins Paradies denn wohl entfernt wird? Nur die so genannte
    Klitoris-Vorhaut (Typ I, nämlich I a) oder doch ein Teil der Klitoris
    (auch Typ I, eine Variante von der I b) oder die gesamte Klitoris
    (wiederum ‚erst‘ Typ I, leider auch I b der WHO-Klassifikation)?

    http://german.faithfreedom.org/forum/viewtopic.php?f=4&t=3977

    Abgesehen vom handwerklichen (Un-)Geschick der Verstümmlerin
    und der vielleicht ja vorhandenen Idee: „Je mehr entfernt, desto
    sauberer und ehrbarer ist das Mädchen!“ der Mutter scheint mir
    der WHO-Typ-I in Gefahr zu laufen, bagatellisiert zu werden.
    Typ I der FGM nämlich KANN sehr wohl das komplette
    Herausschneiden der Klitoris meinen (Alltag in Kairo).

    ://en.wikipedia.org/wiki/Female_genital_cutting#Type_I
    ://de.wikipedia.org/wiki/Beschneidung_weiblicher_Genitalien#Formen_des_Eingriffs

    Deutsches Wiki leider seit Monaten sehr irreführend,
    da in verschwommener Nähe zum Wort Klitoridektomie
    (Durchklick, eigenes Wiki). Klitoridektomie ist die
    (eben nicht teilweise (‚clitoral hood‘), sondern) vollständige
    Amputation der Klitoris, die englische Fassung vermengt
    immerhin „die teilweise oder vollständige chirurgische
    Entfernung der Klitoris“, beide Wikis sind hier noch
    ausbaufähig, aber zum Überblicken brauchbar.

    Die Wikis Klitoridektomie / clitoridectomy sind ok.

    Einzig die Null-Toleranz-Politik ist für Menschenrechtsaktivisten oder Sozialarbeiter akzeptabel, die Wortwahl der Journalistin Kirsten Prestin (IPS, Quelle bei stop-mutilation.org s.u.) vom 25.02.2005 ist es nicht: „Ein kleiner Schnitt mit äußerst umstrittener Wirkung: Sunna, die mildeste Form der Genitalbeschneidung. In Somalia wird sie bereits vielerorts praktiziert.“ „Bereits“ klingt irgendwie nach Sonnenaufgang. Prestin spricht von einem „Minimaleingriff“. Frau Prestin, die BRD hat Körperverletzung strafrechtlich zu verfolgen, egal ob minimal, maximal oder normal.

    Prestin ist Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO) in Bonn: „Bei der milden Sunna wird die Klitorisspitze nur berührt beziehungsweise eingeritzt. Im Vergleich zur pharaonischen Beschneidung oder Infibulation ist dieser Eingriff harmlos und wenig schmerzvoll.“ Ja und? Müssen wir deshalb in Somalia oder gleich weltweit das prekäre An- oder Einritzen der Klitoris mit Rasierklinge, Messer, Skalpell oder Glasscherbe kultivieren, um als „harmlos“ sprich islamfreundlich zu gelten und zugleich das tolle Gefühl zu haben, etwas gegen die in Afrika vorkommende Amputation der inneren Schamlippen (WHO TYP II) oder die vor allem auch somalische pharaonische Beschneidung (Typ III) getan zu haben?

    Sonst geht`s noch, Frau Pressereferentin Prestin? Sie dulden Skalpelle am (Jungen- und) Mädchengenital? Nein und nochmals nein, entweder wir kippen jede Ausformung der sexualmagischen Genitalchirurgie auf den Müllhaufen der Weltgeschichte, oder die noch mehr zerstörenden der geheiligten genitalen Verstümmelungen werden sich immer wieder einschleichen.

    Die Frauenministerin der autonomen Provinz Puntland, Asha Gelle Dirie fordert die sofortige Abschaffung jeder Form weiblicher Genitalverstümmelung (FGM). Gut gemacht, Frau Ministerin, nur so und nicht anders geht es:

    http://www.stop-mutilation.org/medien/0008.asp

    Cees van der Duin

  6. Chandra Gupta Says:

    MGM / FGM Indonesien zwischen Volksmagie und Islam
    http://222.124.24.96/~zudha/file/BUKU%20-%20Genital%20Cutting.pdf

    MEMRI Wahdan Zarrar FGM
    Realität ist ein Fehler – – – das Altejungfernproblem

  7. Chandra Says:

    Sara Corbett zitiert in ‚A Cutting Tradition‘ (The New York Times, 20.01.2008) den indonesischen FGM-Befürworter Lukman Hakim,
    FGM würde die Libido des Mädchens stabilisieren, die Frau in den Augen des Mannes schöner erscheinen lassen und ihre Psyche balancierend ausgleichen. Corbett:

    According to Lukman Hakim, the foundation’s chairman of social services, there are three “benefits” to circumcising girls.

    “One, it will stabilize her libido,” he said through an interpreter. “Two, it will make a woman look more beautiful in the eyes of her husband. And three, it will balance her psychology.”

    http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html?_r=2&oref=slogin&ref=magazine&pagewanted=print

    ÖGF (Österreichische Gesellschaft für Familienplanung), Dokumentation der Veranstaltung Weibliche Genitalverstümmelung (FGM), 8.5.2001

    Excision (clitoridectomy): Benin, Burkina Faso, Cameroon, Central African Republic, Chad, Côte d’Ivoire, Djibouti, Ethiopia, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kenya, Liberia, Mali, Mauritania, Niger (small part of the country), Nigeria, Senegal, Sierra Leone, Sudan, Tanzania, Togo, Uganda, Yemen.

    Circumcision (sunna): The above mentioned countries plus Australia, Bahrain, parts of India, Indonesia, Malaysia, United Arab Emirates.

    http://www.oegf.at/dokumente/fgm.pdf

  8. cees van der duin Says:

    FGM für die Rettung der Seele billigt die
    As-Sunnah Foundation of America (ASFA)

    Female circumcision (khifad, khafd) is the removal of a tiny piece of skin in the uppermost part of her genitals which resembles the crest of a rooster … Khifad for the woman is like khitan for the man and consists in removing a piece of skin the size of a rooster’s crest in the uppermost region of the genitals on top of the urine passage … And Allah knows best.

    http://www.sunnah.org/msaec/articles/circumci.htm

    Scheich Kabbani ist ein islamischer Gelehrter des traditionellen Mainstream-Islam, ein lebenslanger Verbreiter der Lehren von Frieden, Toleranz, Respekt und Liebe, welche die Botschaft des Islam darstellen.

    A prominent scholar of mainstream, traditional Islam, Shaykh Muhammad Hisham Kabbani has spent his life spreading the teachings of peace, tolerance, respect and love that are the message of Islam throughout the world.

    http://www.sunnah.org/about/shaykh_muhammad_hisham_kabbani.htm

  9. Yasmin Mohamud Says:

    warum schreibt ihr den islam die frauenbeschneidung zu,es ist mehr ein traditionelles problem als religiös,denn wenn es religiös wäre,so hätte man weltweit und auch in deutschland von den sogenannten radikalen muslime anwendung gefunden.und ich komme aus somalia und kenne diese sache sehr wohl(nicht beschnitten bin ich).männer müssen beschnitten werden und nicht frauen.also kommt mal klar und widmet euch der realität und der wahrheit als probaganda zu verbreiten.man sollte schon aus der geschichte gelernt haben.

  10. schariagegner Says:

    Hallo Yasmin Mohamud,

    ob Jungen oder Männer beschnitten werden sollen oder nicht, hat medizinische Gründe und kann ein Arzt (mit) entscheiden.

    Wer richtig liest, ist klar im Vorteil. Der Artikel sagt ganz deutlich, „dass FGM vorislamisch ist und damit teilweise von Polytheisten und ebenso auch von Christen praktiziert wurde. Seit Jahrhunderten jedoch ist FGM ein Problem der islamisierten Gebiete der Erde“.

    Viel Informatives steht hier bereits weiter oben im Kommentarbereich:

    MGM / FGM Indonesien zwischen Volksmagie und Islam
    http://222.124.24.96/~zudha/file/BUKU%20-%20Genital%20Cutting.pdf

    MEMRI Wahdan Zarrar FGM:

    Dr. Muhammad Wahdan, Dozent an der Kairoer Al-Azhar-„Universität“ und die Dozentin für Islamisches Religiöses Recht, will die Frauenbeschneidung, Frau Dr. Malika Zarrar ist gegen die FGM:

    Realität ist ein Fehler – – – das Altejungfernproblem

    Islamgelehrter pro FGM: „Ist die FGM ein Teil der Scharia oder nicht? … Aber islamrechtlich ist sie kein Verbrechen!“

    Sara Corbett zitiert in ‘A Cutting Tradition’ (The New York Times, 20.01.2008) den indonesischen FGM-Befürworter Lukman Hakim, FGM würde die Libido des Mädchens stabilisieren, die Frau in den Augen des Mannes schöner erscheinen lassen und ihre Psyche balancierend ausgleichen. Corbett:

    According to Lukman Hakim, the foundation’s chairman of social services, there are three “benefits” to circumcising girls.

    “One, it will stabilize her libido,” he said through an interpreter. “Two, it will make a woman look more beautiful in the eyes of her husband. And three, it will balance her psychology.”

    http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html?_r=2&oref=slogin&ref=magazine&pagewanted=print

    In Indonesien, schafiitische Rechtsschule der Sunniten, gilt FGM als religiös verpflichtend. Die mädchenbeschneidende Assalaam-Foundation ist unter den Muslimen auf Java sehr angesehen.

    http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html

    http://www.nytimes.com/slideshow/2008/01/20/magazine/20080120_CIRCUMCISION_SLIDESHOW_index.html

    Viele islamische Autoritäten fordern die Frauenbeschneidung (FGM), von der al-Azhar in Kairo bis hin zum Scheich Yûsuf al-Qaradâwî („Eltern, die es als im Interesse ihrer Tochter bewerten“).

    Wir wissen, dass die Frauenbeschneidung ständig verboten wird, bald von staatlichen, bald von islamischen Stellen, diese Verbote werden aber, gerade in Ägypten, ebenso rasch wieder aufgehoben, so dass kein vernünftiger Mensch das Märchen von der „islamisch verbotenen FGM“ glaubt.

  11. stop fgm! Says:

    :::

    Dtsch Arztebl 2006; 103(13): A-842 / B-716 / C-692

    Heribert Kentenich, Isabell Utz-Billing:
    Weibliche Genitalverstümmelung: Lebenslanges Leiden

    (…) Aus menschenrechtlicher Sicht ist FGM ein Versuch, Frauen eine untergeordnete Stellung zuzuweisen, indem man sie mit einem Stigma versieht, das sie stets daran erinnert, dass sie „nur Frauen“ sind. Die Genitalverstümmelung verwehrt der Frau das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

    Die meisten Frauen mit FGM leben in 28 afrikanischen Staaten (39). Am häufigsten wird die weibliche Genitalverstümmelung in Somalia, dem nördlichen Sudan, Erithrea, Sierra Leone und Djibouti praktiziert (45). Der Sudan ist das einzige Land, in dem bisher Untersuchungen zur Häufigkeit von weiblicher Genitalverstümmelung durchgeführt wurden. Danach sind bis zu 90 Prozent der sudanesischen Mädchen und Frauen beschnitten (14). FGM kommt jedoch auch in den südlichen Teilen der arabischen Halbinsel, am Persischen Golf und in muslimischen Gemeinden in Indien, Malaysia und Indonesien vor (39). Zunehmend ist auch die Verbreitung unter Immigrantinnen in Europa, Kanada, Australien, Neuseeland und den USA (2, 43). Einer britischen Untersuchung zufolge waren 80 Prozent der Einwanderinnen aus Somalia, dem Jemen, aus Eritrea und Äthiopien „beschnitten“ oder wollten ihre Töchter „beschneiden“ lassen (5). …

    Ägyptische Frauen berichteten, dass ihre eigene Beschneidung in 13 Prozent der Fälle von Ärzten durchgeführt wurde. Bei ihren Töchtern erfolgt sie bereits in 46 Prozent der Fälle durch ärztliches Personal.

    Die „Medikalisierung“ der weiblichen Genitalverstümmelung ist umstritten. Auf der einen Seite kann sie die Komplikationen und eventuell auch das Ausmaß des Eingriffs reduzieren. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden beispielsweise im Sudan und in Somalia traditionelle Hebammen für die weibliche Genitalverstümmelung geschult (15, 41). Aus Kenia wurde über die Verteilung von prophylaktischen Antibiotika, sterilen Einmalrasierern und Tetanus-Impfungen bei betroffenen Mädchen berichtet. Diese prophylaktischen Maßnahmen senkten die Rate an frühen Komplikationen um etwa 70 Prozent (32). In Krankenhäusern im Sudan wurde die weibliche Genitalverstümmelung angeboten, jedoch nur der Typ I der FGM durchgeführt (30). In städtischen Regionen in Mali und Nigeria ist es inzwischen üblich, dass Krankenschwestern die „Beschneidung“ durchführen.

    Auf der anderen Seite besteht durch die „Medikalisierung“ die Gefahr der Verharmlosung und der verzögerten Ausrottung der weiblichen Genitalverstümmelung. Die WHO verurteilte 1982 die Beteiligung von medizinischem Personal an der Genitalverstümmelung der Frau als unethisch. In den 1990er-Jahren schlossen sich verschiedene internationale Organisationen dieser Stellungnahme an (International Federation of Gynecology and Obstetrics 1994, American College of Obstetricians and Gynecologists committee opinion 1995). 1996 hat auch der Deutsche Ärztetag die Beteiligung von Ärztinnen und Ärzten an der weiblichen Genitalverstümmelung verurteilt. Derartige Praktiken seien berufsrechtlich zu ahnden, heißt es in einer Entschließung. Entsprechend wurde 1999 einem Berliner Arzt, der FGM durchführte, die Approbation entzogen.

    http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=50783

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  12. Anja Mevissen Says:

    Dies fand ich beim Surfen

    http://www.desertflowerfoundation.org/de/2011/06/26/indonesische-regierung-%E2%80%9Erechtfertigt%E2%80%9C-fgm-kritisieren-menschenrechtsaktivisten/

  13. Querverweis Says:

    FGM Typ I und auch Typ II kann – muss nicht – die zusätzliche Klitoridektomie oder teilweise Klitoridektomie bedeuten; pharaonisch ist FGM Typ III.

    Zur FGM Type IV (diverse Ritzungen, Einstiche, Verbrennungen usw.) ist die Gishiri (Gishri) zu rechnen, die in Nigeria und Niger bei den Volksgruppen der Haussa und Fulani praktiziert wird. Sie ist kein Initiationsritual, sondern ein (falsch verstandenes, schwer schädigendes) traditionelles Heilmittel.

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    Female genital mutilation in Nigeria
    M.U. Mandara
    Department of Obstetrics and Gynaecology, Ahmadu Bello University Teaching Hospital, Zaria, Kaduna State, Nigeria
    Received 13February 2003; received in revised form 30 May 2003; accepted 4 June 2003

    Gishiri cut or ‘Yankan Gishiri’: This is a traditional surgical cut performed on any aspect of the vaginal wall using a razor blade, or a penknife. The commonest site is the anterior vaginal wall and less commonly the posterior and lateral walls. This is practiced commonly in parts of Northern Nigeria. Unlike female circumcision, Gishiri cut is performed commonly as ‘cure’ for a variety of ailments. These include obstructed labor, amenorrhea, infertility, pruritus vulvae and dyspareunia, among others.

    http://uspace.shef.ac.uk/servlet/JiveServlet/previewBody/13604-102-1-27954/fgm.pdf

    In the Hausa/Fulani region of Northern Nigeria and Southern Niger, “Gishiri” is the term for salt, for “tasty” and slang for the genitalia of both sexes. “Yankan” is the word for cutting, and “Yankan Gishiri” (cutting with salt) has been used for generations as a local remedy for all sorts of ailments and conditions

    http://www.urogynics.org/2010/12/08/yankan-gishiri-cutting-a-home-remedy-cause-fistula-in-niger-and-nigeria/

    Type IV

    Type IV female genital mutilation encompasses a variety of procedures, most of which are self-explanatory. Two procedures are described here.

    The term „angurya cuts“ describes the scraping of the tissue around the vaginal opening. „Gishiri cuts“ are posterior (or backward) cuts from the vagina into the perineum as an attempt to increase the vaginal outlet to relieve obstructed labour. They often result in vesicovaginal fistulae and damage to the anal sphincter.

    There is no mention of removing only the clitoral hood as described by Dr. Nowa Omoigui.

    While the clitoris is the analogue of the glans penis, it should not be assumed that it is innervated in the same way. The evidence is that the glans clitoris is far more sensitive than the glans penis, and that the nearest analogue to the clitoris in sensitivity is the male foreskin.

    http://www.circumstitions.com/FGM-defined.html

  14. FGM der Siebenerschiiten: Dawoodi Bohra Says:

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    Islamische weibliche Genitalverstümmelung (Islamic FGM) auf göttlichen Befehl und elterlichen Wunsch ist, wie dem Ethikrat, der Deutschen Bundesregierung und jedem Bundestagsabgeordneten inzwischen bekannt ist, der in Indonesien und Malaysia vorherrschenden schafiitischen Rechtsschule eine religiöse Pflicht und kommt auch bei den siebener-schiitischen Dawoodi Bohra im australischen Sydney vor sowie (letzte Quelle) bei bei den Dawoodi Bohra in Indien.

    Zwei Mädchen, sechs und sieben, sollen genital verstümmelt worden sein, Scheich Shabbir Vaziri, eine Krankenschwester im Ruhestand und eine weitere Frau wurden verhaftet:

    Police say a retired nurse and the leader of a religious sect are among four people arrested over the genital mutilation of two young girls in New South Wales.

    An anonymous tip-off to the Department of Community Services sparked an investigation into the alleged mutilation of two girls, aged six and seven.

    Police have arrested and charged a 68-year-old retired nurse, who they believe performed the procedures, a 56-year-old sheikh accused of hindering the investigation, and a 42-year-old man and 35-year-old woman.

    aus: Four charged over genital mutilation of girls
    ABC News 13.09.2012

    http://www.abc.net.au/news/2012-09-13/four-arrested-over-genital-mutilation-of-girls/4260112

    A Sydney sheikh has appeared in court in relation to the alleged genital mutilation of two children.

    Sheikh Shabbir Vaziri, 56, who police sources say is part of a lesser-known branch of Islam, has been charged with two counts of accessory after the fact of female genital mutilation and hindering investigation of a serious indictable offence.

    Police will allege the two girls had the procedure, which is also known as female circumcision, performed on them in NSW when they were aged six and seven within the past 18 months.

    Police allege one mutilation was performed in Sydney; the other in another metropolitan area.

    Mr Vaziri, who was arrested today, appeared in Burwood Local Court this afternoon and was granted bail.

    Aus: Paul Bibby: Sydney sheikh in court over ‚female genital mutilation‘
    SMH – The Sydney Morning Herald 13.09.2012

    http://www.smh.com.au/nsw/sydney-sheikh-in-court-over-female-genital-mutilation-20120913-25ubq.html

    Police claim Sheik Shabbir Mohammed Bhai Vaziri told members of the Dawoodi Bohra community at Auburn to lie to police when they questioned them over the mutilations.

    http://www.newenglishreview.org/blog_print_link.cfm/blog_id/43892

    Time to protect girls from cruel side of culture
    The Daily Telegraph September 14, 2012

    http://www.dailytelegraph.com.au/news/opinion/time-to-protect-girls-from-cruel-side-of-culture/story-e6frezz0-1226473719363

    Islamischer Kindeswohlbegriff: auch in Indien schneiden Siebenerschiiten der Dawoodi Bohra ihren Töchtern religionsfreiheitlich die Klitoris heraus:

    The mutilation occurred not in Africa, where the practice is most prevalent, but in India where a small Muslim sub-sect known as the Dawoodi Bohra continues to believe that the removal of the clitoris is the will of God.

    “We claim to be modern and different from other Muslim sects. We are different but not modern,” Bano, a 21-year-old law graduate who is angry about what was done to her, told AFP in New Delhi.

    She vividly remembers the moment in the party when the aunt pounced with a razor blade and a pack of cotton wool. …
    For generations, few women in the tightly-knit community have spoken out in opposition, fearing that to air their grievances would be seen as an act of revolt frowned upon by their elders.

    But an online campaign is now encouraging them to join hands to bury the custom.

    The anti-Khatna movement gained momentum after Tasneem, a Bohra woman who goes by one name, posted an online petition at the social action platform Change.org in November last year.

    She requested their religious leader, the 101-year-old Syedna Mohammed Burhanuddin, ban female genital mutilation, the consequences of which afflict 140 million women worldwide according to the World Health Organisation.

    Syedna Mohammed Burhanuddin is the 52nd Dai-al Mutalaq (absolute missionary) of the community and has sole authority to decide on all spiritual and temporal matters.

    Every member of the sect takes an oath of allegiance to the leader, who lives in western city of Mumbai.

    When contacted by AFP, Burhanuddin’s spokesman, Qureshi Raghib, ruled out any change and said he had no interest in talking about the issue.

    “I have heard about the online campaign but Bohra women should understand that our religion advocates the procedure and they should follow it without any argument,” he said.
    But over 1,600 Bohra Muslim women have since signed the online petition. …

    “The main motive behind Khatna is that women should never enjoy sexual intercourse. We are supposed to be like dolls for men,” 34-year-old Tabassum Murtaza, who lives in the western city of Surat, told AFP by telephone. …

    aus: Female circumcision anger aired in India
    AFP 23.04.2012

    http://dawn.com/2012/04/23/female-circumcision-anger-aired-in-india-fm/

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  15. FGM der Siebenerschiiten: Dawoodi Bohra Says:

    Break The Silence – Schiiten der Dawood Bohra. Eine von FGM Betroffene Frau berichtet aus Indien:

    I hail from the Dawoodi Bohra community … I am 60 years old now, but will remember that fateful day for the rest of my life. I must have been around 7 years old … we were both led to a small room, which had a bed and asked to lie down. We kept asking “Why?” Suddenly, a lady dressed in black came into the room … Our dresses were pulled up and our panties pulled off, and we were asked to keep our legs apart. There were our mothers and our aunts holding our legs apart and then I felt something cold being applied to my clitoris, and then to my horror, the lady in black, actually held a scissor-like instrument and cut me there – I screamed and screamed but no one seemed to care. … Both of us kept screaming and crying in pain. Everyone left the room and asked us to lie down with our legs apart, and told us that all would be well soon. They locked us in for almost the whole day. The burning and painful sensation between my groins is something I will never ever forget.

    http://breakthesilencespeakthetruth.wordpress.com/

  16. LokalFilmer » Mädchen: Schnippeln verboten! (UN) Jungs: Schnippeln erlaubt! (Dt.Bundestag) – UN erlässt Resolution gegen weibliche Genitalverstümmelung Says:

    […] nur das Haupt bedecken, sondern fast das gesamte Gesicht verhüllen, und der barbarische Akt der weiblichen Genitalverstümmelung nimmt […]

  17. Dwarslöper Says:

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    Thousands of Christians were forcibly circumcised in the Moluccas from December 1999 to January 2001.[52] The Sydney Morning Herald reported in detail on this, stating that „almost all“ of 3,928 villagers forced to convert to Islam were circumcised. Razors and knives were reused, causing infections.[53] One of those circumcised, Kostantinus Idi, reported: „I could not escape,“ he said. „One of them held up my foreskin between pieces of wood while another cut me with a razor …the third man held my head back, ready to pour water down my throat if I screamed. But I couldn’t help but scream and he poured the water. I kept screaming aloud and vomited. I couldn’t stand the pain.“ He further reported that one of the clerics urinated on his wound, saying it would stop infection. The Sydney Morning Herald reported that the forced conversions and forced circumcisions had been condemned by Muslim leaders who said they were contrary to Islamic teachings. The local governor had also investigated the incidents.[53]

    ***[52] Lipton, Religious Freedom in Asia, p. 124.

    ***[53] Murdoch, Lindsay (2001-01-27). „Terror attacks in the name of religion“. The Sydney Morning Herald. Retrieved 2010-10-05.

    http://www.cirp.org/news/morningherald01-27-01/

    SYDNEY MORNING HERALD, Sydney, NSW, Australia,
    Saturday January 27, 2001.

    Terror attacks in the name of religion
    By Lindsay Murdoch

    Circumcision has been forced on hundreds of Christians, including children and pregnant women, in a campaign by extremists to spread Islam through the war-ravaged Maluku islands.

    Victims have told the Herald of multiple cuttings with the same knives and razors that caused many to suffer infections.

    In the biggest city in the islands, Ambon, church and other groups have gathered evidence that 3,928 villagers on at least six islands have been forced to convert to Islam under the threat of death, torture or destruction of their homes.

    They believe that local Muslim clerics, possibly under duress from extremists, circumcised almost all the converts.

    Moderate Muslim leaders have condemned the forced conversions and circumcisions, saying they are contrary to Islamic teachings.

    The Muslim Governor of Maluku, Saleh Latuconsina, this week led an investigation team to the island of Kesui, 420 kilometres south-east of Ambon City, after receiving an official report in late December confirming villagers there converted to Islam against their will and were circumcised.

    Several hundred former Christians on the island are expected to be taken by Indonesian navy ship to refugee camps on Tual, a nearby island. A group of 172 Christians from Kesui, who have already been evacuated to Ambon City, tell horrific stories about forced circumcisions by local Muslims who they say were pressured by Muslim zealots from two other islands, Geser and Gorong.

    Kostantinus Idi, 22, told the Herald that he chanted prayers to convert to Islam as Muslims brandishing machetes threatened to kill him and his family. „I was scared. They could do anything to me if I did not do what they wanted,“ he said.

    Idi said that after being given a Muslim cap, prayer mat and sarong and being told to give himself an Islamic name, he tried to avoid circumcision by running to a relative’s house. Three Muslim men came to the house, where nine other Christian men were also hiding.

    „I could not escape,“ he said. „One of them held up my foreskin between pieces of wood while another cut me with a razor … the third man held my head back, ready to pour water down my throat if I screamed. „But I couldn’t help but scream and he poured the water. I kept screaming aloud and vomited. I couldn’t stand the pain.“

    Idi said one of the clerics urinated on his wound, saying it would stop infection.

    „All of the men at the house were cut using the same razor,“ he said. „That night they circumcised about 60 men. I was bleeding all over and had nothing to cover my wound. I was told to take a bath but it kept bleeding until the next day. I could not imagine any greater pain. One of my friends got infected and was taken to hospital when we arrived in Ambon.“

    Christina Sagat, 32, said her mother, who is in her 70s, teenagers and children and her eight months pregnant niece were among people from her village on Kesui who were circumcised.

    Sagat said that Muslim Ambonese women were not usually circumcised. „I don’t understand these people … they insisted on us being circumcised,“ she said. (…)

    Und sofort kommt ein christlicher Gutmensch, der protestantische Kleriker Sammy Titaley, und deutet an, dass die FGM, die weibliche Beschneidung, im Islam ja so was von verboten sei – wenn wir sein „Even Muslim women are not circumcised like this … it is forbidden in Islam“ nicht so lesen möchten, dass DIESE Form bzw. Duchführungspraxis der Frauenbeschneidung islamisch unzulässig sei, eine ANDERE aber religiös statthaft … wie auch immer, die islamverliebte Kirche lässt jede Chance verstreichen, über die schafiitische FGM aufzuklären.

    http://www.cirp.org/news/morningherald01-27-01/

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  18. Carcinòl Says:

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    JAKARTA taz | Weibliche Genitalbeschneidung als verfassungsmäßiges Recht? Darauf pochen in Indonesien Vertreter des Rats der Muslimgelehrten (MUI). Dieses „Recht“ sieht das konservative Gremium durch die im vergangenen Monat beschlossene Resolution der UN-Vollversammlung gegen weibliche Beschneidung in Gefahr.

    „Wir wehren uns entschieden gegen ein Verbot. Wenn jemand eine Beschneidung durchführen lassen will, darf er nicht zurückgewiesen werden“, äußerte der Vorsitzende des MUI, Maruf Amin, am Montag vor Medienvertretern. Amin forderte alle Krankenhäuser und Gesundheitszentren des Landes auf, bei Bedarf weibliche Beschneidungen vorzunehmen.

    (…) Beschneidungsrituale sind in Indonesien auch für Mädchen verbreitet und reichen vom rein symbolischen Akt (dem Durchtrennen eines Stücks Gelbwurz) bis zur tatsächlichen Beschneidung der Klitoris.

    Mit der Kampagne für weibliche Beschneidung liefert der MUI ein neues Beispiel, wie mit einer konservativ-islamischen Agenda Druck auf die indonesische Regierung ausgeübt wird. Damit war der Rat bereits 2010 erfolgreich, als ein Erlass des Gesundheitsministeriums gegen weibliche Beschneidung auf Druck des MUI umformuliert wurde in eine Handlungsanleitung, wie medizinisches Personal diese vorzunehmen habe. „Beschneidung ist ein Teil der islamischen Lehre und wird für Männer und Frauen empfohlen, so der MUI-Vizegeneralsekretär Amirsyah Tambunan, am Montag auf einer Pressekonferenz.

    Huzaemah, Mitglied der Fatwa-Kommission des MUI, sagte der Jakarta Post, weibliche Beschneidung sei eine religiöse Pflicht, um die sexuellen Gelüste von Frauen zu kontrollieren. … Nach islamischer Lehre sei es bei weiblichen Beschneidungen ausreichend, die Klitorisvorhaut zu entfernen, so der MUI-Chef Maruf Amin.

    Protest gegen diese Auslegung regt sich bei Fatayat, der Frauenorganisation von Nahdlatul Ulama (NU), der größten muslimischen Massenorganisation des Landes. „Weder im Koran noch in den Hadithen wird weibliche Beschneidung als verpflichtend erwähnt“, so Muzaenah Zain, Leiterin des Arbeitskreises für Gesundheit bei Fatayat. Weibliche Beschneidung sei kein religiöses Gebot, sondern ein Produkt kultureller Normen.

    Auch die Frauenrechtshilfe der Indonesischen Frauenvereinigung für Gerechtigkeit (LBH Apik) protestiert … „Aus gesundheitlicher Perspektive stellt die Beschneidung von Mädchen und Frauen eine große Gefährdung für ihre Fortpflanzungsfähigkeit dar“ … Außerdem bestehe die Gefahr, dass Frauen durch diesen Eingriff ihrer Möglichkeit, lustvollen Sexualverkehr zu erleben, beraubt werden. …

    aus: Anett Keller: Religionshüter wollen Verstümmelung
    in: taz 25.01.2013

    http://www.taz.de/Genitalbeschneidung-in-Indonesien/!109704/

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  19. “Unsere Töchter werden nicht verstümmelt”Schätzungen zufolge ist eine von drei Frauen in Afrika von Genitalverstümmelung betroffen. “Die psychologischen Konsequenzen sind immens, sie dauern das ganze Leben. Sie hat Konsequenzen auf mein Leben, a Says:

    […] nur das Haupt bedecken, sondern fast das gesamte Gesicht verhüllen, und der barbarische Akt der weiblichen Genitalverstümmelung nimmt […]

  20. Machandelboom Says:

    Auch in Westafrika werden die Mädchen weiterhin beschnitten (genital verstümmelt), allen früher veröffentlichten feierlichen Anti-FGM-Verpflichtungen zum Trotz. Auch mit Säuglingsbeschneidungen oder Medikalisierung (Durchführung der FGM im Krankenhaus) versucht die volkstümlich verankerte einflussreiche Lobby, die schädliche Tradition zu bewahren. Über die enormen Rückschläge im Kampf gegen FGM im Senegal berichtet IRIN (humanitarian news and analysis, a service of the UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs)
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    SENEGAL: FGM continues 10 years after villagers claim to abandon it

    MALICOUNDA BAMBARA, 10 August 2007 (IRIN) – Some 70km southeast of Senegal’s capital Dakar, a crowd of journalists and dignitaries gathered in the village of Malicounda Bambara on 5 August to commemorate the day 10 years ago, which made headlines around the world, when the community openly declared that it had abandoned a local tradition known as female genital mutilation or female genital cutting (FGM/C).

    Yet a decade later, here, and in many of the 2,657 villages in Senegal, Guinea and Burkina Faso that have since made similar declarations, there are worrying signs that FGM/C still exists.

    Just a few minutes walk from the marching bands, dancing and countless congratulatory speeches, a village elder stood outside her canteen, chastising the fanfare as a farce. “They haven’t really abandoned the practice,” she said of the women of Malicounda Bambara. “The same women who are publicly declaring it has been abandoned are continuing to cut,” she said.

    The woman said a young girl was circumcised in the village as recently as one week earlier. IRIN also spoke to 14-year-old Mariama Ba who said she had been circumcised in Malicounda just four years ago. …

    She said girls are undergoing FGM/C at an increasingly younger age, often immediately after birth “so they cannot complain”, she said.

    She also worried about the medicalisation of the practice. “For many years, we have been educating people about the health consequences of FGM/C. Their response has been ‘Okay, then we’re going to do it in hospitals,’” she said. …

    Ourèye Sall, the woman who was formerly a cutter, said that if other women are given the opportunity to discuss and understand the dangers of FGM/C then “little by little” they too will come around. “We can’t push them into it. We can’t force them,” she said.

    Yet that is not enough as far as the UNFPA’s Touré is concerned. “We’ve been dealing with the issue for decades. The rates are still very high in many countries. The decrease of the practice is too slow. We need to revisit our approaches.” …

    http://www.irinnews.org/Report/73680/SENEGAL-FGM-continues-10-years-after-villagers-claim-to-abandon-it

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  21. Machandelboom Says:

    … Am Freitag veranstalteten Siegfried Kauder (CDU), Vorsitzender des Rechtsausschusses im Bundestag, und Irmingard Schewe-Gerigk, Vorstandsvorsitzende der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes eine gemeinsame Pressekonferenz. Konkret ging es darum, Genitalverstümmelung als eigenen Straftatbestand in das Strafgesetzbuch einzuführen – eine Forderung, die Terres des Femmes erstmals im Jahr 1997 im Deutschen Bundestag vortrug.

    Nun kündigte Kauder an: „Wir werden noch in dieser Legislaturperiode einen Gesetzesentwurf ins Parlament einbringen. Der Staat muss endlich eingreifen.“ Bislang fällt Genitalverletzung in Deutschland unter gefährliche Körperverletzung, welche mit einem halben bis zu zehn Jahren Gefängnisstrafe geanhdet werden kann. Ein eigener Straftatbestand im Gesetzbuch würde mehr Rechtsklarheit schaffen und eine Mindeststrafe von drei Jahren beeinhalten. …

    aus: Jasmin Kalarickal: Straftat Genitalverstümmelung
    in: taz 26.04.2013

    http://www.taz.de/Beschneidung-von-Maedchen/!115238/

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    Prof. Dr. Bernhard Hardtung, Rostock
    Stellungnahme
    zur Vorbereitung der öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuss
    zu den Gesetzentwürfen BT-Drucksachen 17/1217, 17/12374 und 17/4759:
    Strafrechtsänderungen hinsichtlich der Frauenbeschneidung

    http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a06/anhoerungen/archiv/46____Str__ndG/04_Stellungnahmen/Stellungnahme_Hardtung.pdf

  22. Bragalou Says:

    BOGOTÁ – In Kolumbien ist ein 15 Tage altes Baby an den Folgen weiblicher Genitalverstümmelung gestorben. Das Mädchen aus dem indigenen Volk der Embera-Chami in Westkolumbien ist im Zuge eines verbotenen Stammesrituals nach der Entfernung ihrer Klitoris verblutet. Bereits 2010 hatte die Volksgruppe zugesichert, FGM zu beenden, berichtete Colombia Reports am Montag.

    „Der Fall wurde an den Gouverneur der Gemeinde übergeben, da die Embera-Chami versprochen hatten, damit aufzuhören“, erklärte Jose Luis Herrera, Bürgermeister von Ansermanuevo. Er fügte hinzu, dass seinen Informationen zufolge das Baby zuvor in gutem Gesundheitszustand das Krankenhaus verlassen hätte.

    2007 lenkte der Tod eines jungen Mädchens an den Folgen weiblicher Genitalverstümmelung die Aufmerksamkeit auf die Embera-Chami. Der United Nations Population Fund initiierte damals ein Projekt mit den Stammesführern, worin die Ursprünge von FGM in der Volksgruppe erforscht und die physischen und psychischen Folgeschäden den Mitgliedern näher gebracht werden sollten. Nach einem Jahr entschieden sich die Embera-Chami dazu, die grausame Tradition für eine Probezeit von zwei Jahren auszusetzen. Nach dessen Ende wurde das endgültiges Aus von FGM und härtere Strafen für die Ausübung der Praxis beschlossen.

    Die Volksgruppe mit etwa 5000 Mitgliedern soll FGM seit der Zeit der Kolonialherrschaft praktizieren. Damals kam es aufgrund des Sklavenhandels zu einem intensiven Austausch mit afrikanischen Communities.

    aus: Kolumbien: 15 Tage altes Mädchen stirbt nach Genitalverstümmelung
    auf: desert flower 02.05.2012

    http://www.desertflowerfoundation.org/de/2012/05/02/kolumbien-15-tage-altes-madchen-stirbt-nach-genitalverstummelung/

  23. Bragalou Says:

    An MDG-F-supported programme to empower and protect women in Colombia is working with the government to end the practice of female genital mutilation among the indigenous Embera Chami people.

    http://www.mdgfund.org/country/colombia

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    „I am an indigenous woman, and I do not practice FGM“

    … The first alarm was sounded in 2007, when a newborn Indian girl died after a traditional procedure in which her clitoris was excised. A local official tipped off the national media, and Colombia joined the ranks of countries known to be practising female genital mutilation (FGM).

    Behind what generations of indigenous Embera Chami people called “the cure” was a painful reality that many thought to be the exclusive preserve of some African and Southeast Asian countries. Although many Embera see it as a form of purification or cleaning, the cultural significance of female genital mutilation is unclear even to many who practise it. …

    The most visible result of the “Embera Wera” campaign has been the community’s commitment to eradicate FGM, but the programme has also promoted other initiatives to help women gain a place in decision-making processes and to know their rights, such as the creation of a Law School or the holding of the First Congress of Embera Women.

    Miriam Nengarabe, an Embera, says that although indigenous women were historically not valued enough in their communities, now, through education and organization, they are beginning to recognize their rights: „Because women are the same as anyone else.“

    The „Embera Wera“ initiative, which works with about 25,000 indigenous women in Risaralda, is supported by the Colombian government and the United Nations Population Fund (UNFPA), and works with indigenous authorities and community members.

    It is part of the joint United Nations programme “Integral strategy for the prevention and awareness of all forms of gender-based violence in Colombia”, one of 128 financed by the MDG-Fund worldwide to achieve the Millennium Development Goals of poverty reduction. The programmes focus particularly on women and children, among the most vulnerable and marginalized communities.

    For many indigenous women, the “Embera Wera” campaign of Colombia has marked an important step in their empowerment. „We have awakened many women and talked about what was not discussed before. Now women have a say in their lives, we are no longer afraid to speak. We are being trained and learning more and more about our rights as women, says Solany Zapata, another Embera Chami woman …

    http://www.mdgfund.org/story/i-am-indigenous-woman-and-i-do-not-practice-fgm

  24. Bragalou Says:

    Im Jahre 2006 erließ Indonesien für alle Gesundheitsberufler ein Verbot der FGM/FGC.

    Vier Jahre später jedoch unterstützen die beiden größten Islamischen Gelehrtenverbände die Frauenbeschneidung, darunter die als gemäßigt gehandelten Nahdlatul Ulama, es solle lediglich „nicht zu viel“ weggeschnitten werden.

    2011 wirbt der Staat für eine medikalisierte Klitorisvorhautbeschneidung, „ohne die Klitoris selbst zu verletzen“, wie das Gesundheitsministerium den schädigenden Eingriff bagatellisiert.

    Dass jede Legalisierung einer noch so „geringfügigen“ weiblichen Beschneidung beispeilsweise die religiös gebilligte Klitoridektomie nach sich ziehen kann, sollte man sich bewusst machen
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    Jakarta, 2 September 2010 (IRIN) – Though the Indonesian government banned female genital mutilation/cutting (FGM/C) four years ago, experts say religious support for the practice is more fervent than ever, particularly in rural communities. (…)

    Although not authorized by the Koran, the practice is growing in popularity.

    With increased urging of religious leaders, baby girls are now losing the top or part of their clitoris in the name of faith, sometimes in unsanitary rooms with tools as crude as scissors.

    “We fear if [FGM/C] gets more outspoken support from religious leaders it will increase even more. We found in our latest research that not only female babies are being circumcised, but also older women ask for it,” said Artha Budi Susila Duarsa, a university researcher at Yarsi University in Jakarta.

    While the procedure in Indonesia is not as severe as in parts of Africa and involves cutting less flesh, it still poses a serious health concern.

    “Even a small wound on the genitals can lead to sexual, physiological and physical problems,” Duarsa said.

    Indonesia forbade health officials from the practice in 2006 because they considered it a “useless” practice that “could potentially harm women’s health”.

    However, the ban was quickly opposed by the Indonesian Ulema Council, the highest Islamic advisory body in Indonesia.

    In March this year, the Nahdlatul Ulama (NU), the country’s largest Muslim organization, issued an edict supporting FGM/C, though a leading cleric told the NU’s estimated 40 million followers “not to cut too much”. (…)

    INDONESIA: Female genital mutilation persists despite ban
    IRIN – humanitarian news and analysis
    a service of the UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs

    http://www.irinnews.org/report/90366/indonesia-female-genital-mutilation-persists-despite-ban

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    WEST JAVA, 1 September 2011 (IRIN) – Guidelines on how to perform female genital mutilation/cutting (FGM/C) issued by the Indonesian Ministry of Health could cause an increase in the practice, medical experts and rights groups fear.

    „This will give doctors a new motivation to circumcise [girls] because now they can say the Ministry of Health approves of this, and the Indonesian Ulamas‘ Council approves of it,“ Jurnalis Uddin, doctor and lecturer at Yarsi University in Jakarta, told IRIN.

    Though FGM/C was banned in 2006, two of Indonesia’s Muslim organizations, including the largest and mostly moderate Nahdlatul Ulama, ultimately condone the practice advising „not to cut too much“, and, as a result, many continue to perform the procedure.

    By directing health professionals not to cut a girl’s genitals but to „scrape the skin covering the clitoris, without injuring the clitoris“, the Ministry of Health stands by the regulations, passed in June, as a medically safe form of FGM/C representing an effort to further regulate the illegal practice and protect women.

    But recent uproar has questioned this reasoning. Others are concerned the guidelines could well be misinterpreted as an endorsement of the procedure, combined with an enticement for doctors to encourage the practice, Uddin said.

    „I think that doctors will use these guidelines to make money from circumcision,“ Uddin said, adding that Indonesia’s poorly regulated medical practitioners often viewed medicine as a business.

    FGM/C is typically done at birth, or before a girl is five years old and in the past was often performed by local healers, called dukun, or by birth attendants. Traditionally, FGM/C was mostly „symbolic“ with a small cut on the clitoris, or rubbing the clitoris with tumeric root, making it less invasive than other types of FGM/C.

    However, Uddin, who conducted an Indonesia-wide survey of FGM/C practices in 2009, said he had found that when medical practitioners performed the procedure, there was a trend toward more extensive cutting of the clitoris. (…)

    Experts say there has been increasing support for the practice from Muslim groups since the downfall of authoritarian leader Suharto in 1998, resulting in greater religious and political freedom, known as „Reformasi„.

    „Before Reformasi [FGM/C] was mostly done on an individual basis, but since Reformasi, it has been done in mass events,“ said Siti Musda Mulia, an academic specializing in Islamic studies, who initially conducted research on the process during the Suharto era, and has conducted follow-up research since 1998.

    Uddin found Indonesia-wide FGM/C had not increased dramatically since the Suharto era; however in some areas, such as Bandung, West Java, there was an increasing tendency to perform it, even among moderate Muslims. (…)

    INDONESIA: FGM/C regulations mistaken as endorsement, experts fear
    IRIN – humanitarian news and analysis
    a service of the UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs

    http://www.irinnews.org/report/93628/indonesia-fgm-c-regulations-mistaken-as-endorsement-experts-fear

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  25. Bragalou Says:

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    Nicht die Klitorisvorhautbeschneidung, die Klitorisamputation ist unter Sunna-Beschneidung zu verstehen, siehe unten:

    In fact, clitoridectomy is referred to as “sunnah circumcision” in Arabic.

    Im postmagischen, kulturell modernen Menschheitskampf gegen das uralte, eine angeblich unverzichtbare Reinheit und Keuschheit der Frau herstellende Ritual bleibt noch viel zu tun.

    Ein Blick nach Ostafrika, wo einige Christen oder Animisten, aber selbst einige äthiopische Juden die weibliche Genitalverstümmelung (female genital mutilation) praktizieren (as well as some Ethiopian Jews). Die ostafrikanischen Muslime beschneiden ihre Frauen oder vielmehr Mädchen sowieso, der schafiitische Fiqh gibt, noch so vielfach abgestritten, leider nicht viel anderes her.

    S a m b u r u

    Die FGM ist ferner etwa den (wie die Massai Maa-sprachigen und) patrilokal wie polygam (genauer: polygyn) lebenden Samburu aus Kenia obligatorisch. Das Mädchen ‚Juliana‘ etwa wird für die Heirat vorbereitet, der Ehemann jeder Samburufrau wird von einem Ältestenrat ausgesucht:

    A young woman of the Samburu tribe in northern Kenya undergoes circumcision as an essential cultural rite before marriage. …

    In männerfreier Zone werden Juliana Klitoris und kleine Schamlippen herausgeschnitten, was fünf bis zehn Minuten dauert. Die anderen Frauen bedecken ihren Mund, damit Julianas Schreie nicht zu hören sind:

    Only women are allowed to attend the cutting, where Juliana’s labia minora and clitoris are removed. In Juliana’s case, the process took between five and 10 minutes. The other women cover her mouth to stifle her screams.

    Practised by followers of Christianity, Islam and traditional or animist faiths, as well as some Ethiopian Jews, FGM transcends religious belief.

    Nevertheless, and notwithstanding the fact that FGM predates Islam, research suggests that Muslims in particular associate FGM with sunnah, or “required practice”. In fact, clitoridectomy is referred to as “sunnah circumcision” in Arabic.24

    Although most Islamic clerics actively discourage infibulation and an increasing number of imams are speaking out against any form of FGM, some maintain that lesser forms are acceptable. For example, one cleric from Ethiopia, speaking at a regional conference on female genital mutilation concluded, “This conference and the medical research associated with it, does not show that the sunnah circumcision — cutting only the outer part of the clitoris — has caused any medical complications. … I believe that Islam condones the sunnah circumcision; it is acceptable.”25

    http://www.irinnews.org/pdf/bb/4fgm.pdf

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  26. Bragalou Says:

    FGM in Indonesien und Malaysia.

    Landesweiter Anstieg der weiblichen Genitalverstümmelung auch dort, wo sie bisher nicht oder kaum vorgekommen ist.

    Indonesien. Nach den die FGM billigenden Fatwas des Rates der Ulama sowie der angeblich moderaten islamischen Massen-Bewegung Nahdlatul (NU) gibt die Regierung 2010 dem Druck der Religiösen nach.

    Im Mai 2012 ist das französische Fernsehen (France2) in Bandung, West-Java, Indonesien, wo in einer Schule mehrere hundert Mädchen beschnitten werden.

    Mireille Vallette berichtet im Juni 2013.

    Französische Version, englisch siehe unten.
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    L’ONU minimise les mutilations sexuelles féminines et maintient le tabou du rôle des religions

    par Mireille Vallette, journaliste indépendante
    Mis en ligne sur Sisyphe, le 18 juin 2013

    … En 2006, le décret paraît. Le Conseil des oulémas, la plus haute autorité islamique et la plus représentative, réplique par une fatwa qui autorise la pratique, tout en la déclarant non-obligatoire. En 2010, c’est l’organisation musulmane considérée comme modérée, Nadhlatul Ulama, qui approuve les mutilations tout en demandant de « ne pas couper trop ». Elle compte 40 millions de membres. …

    En 2010, le gouvernement se plie aux desiderata des religieux. Un règlement est publié qui autorise les professionnels de la santé à pratiquer les MGF tout en demandant de ne pas couper. Prétexte : l’interdiction pousse les parents à s’adresser à des guérisseuses. L’année suivante, plus de 170 ONG locales et internationales s’indignent de cette autorisation et de la publication de documents officiels qui expliquent au personnel la manière de mutiler les filles.

    Le 31 mai 2012, France2 diffuse un reportage d’Envoyé spécial intitulé « Islam. Excision en Indonésie : le poids d’une tradition ». L’équipe est allée à Bandung où chaque année lors de l’anniversaire de la mort de Mahomet, plusieurs centaines de petites filles sont excisées sur le pupitre de leur école.

    L’intérêt financier pousse hôpitaux et maternités à encourager la pratique, même dans des régions où elle était rare. …

    Le 18 novembre 2012, la journaliste Abigail Haworth se décide à publier un article sur cette cérémonie de Bandung (8). Elle avait assisté en 2006 à une excision collective, mais des activistes anti-mutilations l’avaient convaincue de se taire pour ne pas entraver leur action. La journaliste constate : « Loin de diminuer, le problème des MGF en Indonésie est monté en flèche. » Le pays tient à son image de pays moderne. Ses autorités – y compris religieuses – insistent sur le fait que leur « circoncision » n’est pas comparable aux pratiques africaines. La réalité, c’est que dans les 17 000 îles de l’Archipel, il est impossible de connaître l’étendue du mal. Il est sûr en tout cas que les excisions sont innombrables et les conséquences graves. Partout, le motif de base invoqué par les mères pour poursuivre cette tradition, c’est l’islam. Les raisons avancées sont surtout la réduction d’une libido débridée et une purification, car les organes génitaux des filles seraient « sales ».

    En janvier de cette année, Amin Ma’ruf, président du Conseil des oulémas indonésiens, insiste : les MGF sont « une pratique recommandable avec un fondement moral » qui entre dans le cadre des « droits de l’homme ». Elles se pratiquent « en sectionnant la partie qui recouvre le clitoris ». La perspective d’une interdiction par les autorités est farouchement combattue par les religieux (9). …

    http://sisyphe.org/spip.php?article4448

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    englische Version

    FGM slowing down ? The UN asserts it, the Indonesian case contradicts it

    15 juin 2013

    par Mireille Vallette, journaliste indépendante

    … What happens in the Middle East and Southeast Asia ? About the first, we do not know much and the second contradicts the findings of Unicef. In Indonesia and Malaysia, the feminine genital mutilations (FGM) are common, and rising. Moreover, they contribute to the increasing medicalization denounced by the WHO in other countries. …

    We know that many other countries excise, but we do not know the extent. This is the case of the following countries : Iran, United Arab Emirates, Oman, Tajikistan, Maldives, Thailand, Malaysia, Pakistan, India and, said an employee of Wadi in a special bulletin of the United Nations in 2013, “in a very organized and systematic way Indonesia.”4)

    According to two other employees of the NGO Wadi, “the fact that direct medical reports are available for either Saudi Arabia or any other country in the region does not mean that FGM are absent, but only that these companies are not free enough to enable the study of such problems …”5)

    So, three million, really ? Cody Donahue recognizes diplomatically : „We agree it is probably underestimated, but cannot correct for it without the required information.“ A new comprehensive survey and estimation have to be published soon. …

    There are dumb and developing countries where the debate on FGM is in full swing without reaching the ears of Unicef. That is the case of Malaysia and Indonesia. The latter is the largest Muslim country with 240 millions inhabitants. Not only FGM are widespread, but they are increasing because of powerful religious groups that promote them.

    In 2003, a survey by the Population Council was published, “Female circumcision in Indonesia” (the term circumcision is widely used to balance the male circumcision).6) It was conducted among eight major ethnic groups from east to west of the archipelago, and almost all the 1’700 involved women had undergone FGM. …

    Some 28% of these women had suffered “symbolic” practices, which would be free of sequel. The unfortunate clitoris can be scratched, rubbed, stitched, stretched, burned, pierced … Symbolic or not, these procedures are clearly classified by WHO as mutilations.

    Other surveyed women had experienced a more invasive form. „… Direct observation of procedures showed that FC practice in Indonesia certainly involves pain and real genital cutting in about three-quarters of cases.“

    Furthermore, like many other nations that mutilate, a growing medicalization of FGM has begun in various parts of the country. The „operation“ is usually performed by midwives who integrate it into the package delivery services with vaccinations and ear piercing. The trend is worrisome ; the study indicates that midwives tend to perform more invasive forms such as incisions and excisions.

    An extensive survey by the University Yarsi Java, published in 2009, confirms most of these findings, as well as Amnesty International report published in 2010.

    In June 2005, Azrul Azwar, General Director for Health Affairs in the country, confirmed that „female circumcision“ was widely practiced in the country. That same year, the government prepared a decree banning medical personnel to practice.7)

    In 2006, the decree appeared without further action. The Ulema Council replicated by a fatwa authorizing the practice, while declaring it non-mandatory. In 2010, the organization Nadhlatul Ulama (NU) acknowledged to be moderate approved the mutilations while advising against „cutting too much.“ It represents 40 million Muslims. Its women’s wing protests and calls for the elimination of FGM.

    In 2010, the government bowed to wishes of religious. A regulation was published, which allows healthcare professionals to practice FGM, also without cutting. The pretext is that ban would encourage parents to contact traditional healers. The following year, more than 170 local and international NGOs protested against this situation and the publication of official documents explaining how to mutilate girls.

    May 31, 2012, France2 broadcast a report of Envoyé spécial entitled “Islam. Excision in Indonesia the burden of a tradition.” The team went to Bandung where every year on the anniversary of the death of Muhammad, several hundred girls are excised on the control school.

    The financial interest grows, maternity hospitals encourage the practice even in areas where they were rare. The numerous opponents cannot measure up against the religious, whose influence is huge in the population… and among the politicians.

    November 18, 2012, the journalist Abigail Haworth decided to release an article about the ceremony of Bandung.8) In 2006, she had attended a collective excision, but anti-FGM activists had convinced her to shut up so as not to obstruct their action. The journalist observes : “Yet far from scaling down, the problem of FGM in Indonesia has escalated sharply.”

    The country sticks to his modern image. Its authorities and religious insist on the fact that „their“ mutilations can not be assimilated with African practices. The reality is that on the 17,000 islands of the archipelago, it is impossible to know the extent of the evil. It is certain in any case that excisions are numerous and that their consequences are serious.

    Everywhere, the motive invoked by mothers to go on with this tradition is Islam. The reasons are mainly the reduction of unbridled libido and purification, as the girls’ genitals are “dirty”.

    In January this year, Ma’ruf Amin, Chairman of Indonesian Ulema Council, the highest Islamic authority and the most representative, declared that FGM is a “morally recommended practice with a moral foundation” which is part of “human rights”. They practice “by cutting the part that covers the clitoris”. The perspective of a ban by the authorities is fiercely fought by the religious leaders.9) …

    Malaysia (30 million inhabitants, 18 Muslims) is not mentioned in this release. However, the situation is very similar to that in Indonesia, and the battle between conservative religious and anti-FGM rages. The practice is widespread and the prevalence is increasing. …

    So far, we have only heard a few general statements supporting the anti-mutilation resolutions in international conferences. But no major action has been started by the leaders and their institutions (Al-Azhar University, the Ulemas Council, OIC, ISESCO, etc.). …

    http://sisyphe.org/imprimer.php3?id_article=4449

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  27. Bragalou Says:

    und deutsch-indonesisch geht es auf in den Kampf gegen die FGM oder so ähnlich.

    Dort bei Kalyanamitra (guter Freund auf Sanskrit) wimmelt es nur so von Hidschabträgerinnen und man lobt auf einer Australienreise bei den gastgebenden Sozialisten die Revolutionen von Cuba und Iran 1979 (!).

    Um die Frauenrechte zu erfüllen (in order to fulfil women rights), das kann heißen: um nur und genau die Frauenrechte zu verwirklichen, die Allah zufriedenstellen.

    Gerade kein Bekenntnis zu den allgemeinen Menschenrechten leistet sich der neue Kooperationspartner von TERRE DES FEMMES (TdF)

    KALYANAMITRA

    Vision and Mission

    Generating public awareness in formulating policy and establishing women norms in the name of religion. The indicator is the change of opinion and there is public support about RUU KKG. The main activities to reach strategic issues include public campaign through social media (sites, facebook, tweeter, online petition); 6 press conferences, talkshow in radio (VHR, 68H, Jak FM, Female Radio); talkshow TV (Jak TV, DAAI TV, MNC TV).

    http://www.kalyanamitra.or.id/en/vision-and-mission/

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    absolute Hilflosigkeit – aber auch absolut watteweich

    Does Islam argue against gender equality?

    … Indonesia is currently preparing to have gender equality bill to ensure that women are free from discrimination and that men and women have equal access to, for example, education, economic and political participation. However, there has been opposition expressed by some Muslims who argue against this bill. They tend to demonize this bill as Western imported ideas, which allows same sex marriage. I am very surprised with this argument because none of the bill draft allows for same sex marriage. …

    By Nina Nurmila
    Senior lecturer at the Faculty of Tarbiyah and Teaching, UIN Bandung

    http://www.kalyanamitra.or.id/en/2013/07/does-islam-argue-against-gender-equality/

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    man könnte ja vielleicht ein bisschen Plappern über den Jungfräulichkeitstest, wenn man wollte

    Kommentarlos (!) übernommen aus Jakarta Globe hat der Text bei Kalyanamitra bislang keinen einzigen Kommentar erhalten.

    Tja, TERRE DES FEMMES, da steht es doch: Jede Frau hat das Recht auf Jungfräulichkeit!

    A plan by the Education Agency of Prabumulih, South Sumatra, to include virginity tests as part of its high school admission requirements has drawn the ire of legislators and education experts, who say that such an exam is a violation of personal space and an obstruction to a student’s right to an education.

    H.M. Rasyid, the chief of Prabumulih’s Education Agency, told the Indonesian news portal kompas.com on Monday that increasing instances of premarital sex and prostitution among female students prompted the move.

    “We’re planning on conducting virginity tests for senior high school students,” Rasyid said. “We have proposed it in the 2014 regional budget.” …

    Every woman has the right to virginity, though on the other hand, we expect students to not commit negative acts. Therefore, we plan to implement the policy next year.” …

    http://www.kalyanamitra.or.id/en/2013/08/s-sumatra-schools-virginity-test-plan-draws-criticism/

    im Original hier

    von: By Camelia Pasandaran
    aus: S. Sumatra School’s Virginity Test Plan Draws Criticism
    in: The Jakarta Globe
    am: 20.08.2013

    http://www.thejakartaglobe.com/news/s-sumatra-schools-virginity-test-plan-draws-criticism/

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    die Menschenrechtserklärung der ASEAN (ASEAN Human Rights Declaration, AHRD) zurückzuweisen wäre jetzt Thema. Kein Wort davon bei Kalyanamitra.

    Ebenfalls einfach nur geklaut, hereinkopiert, geechot. mit keiner Silbe kommentiert, Syaria = Scharia, based on Syariah Law = auf der Grundlage des Islamischen Rechts:

    Asia Women’s Caucus on the ASEAN (Women’s Caucus) raised the alarm on moves to put “public morality” in the draft of the ASEAN Human Rights Declaration (AHRD) as this will further endanger the lives of women in Southeast Asia with the “morality” standards already being exercised by the dominant patriarchal and traditional beliefs in each ASEAN member state. …

    As Aceh adopted a local regulation based on Syariah Law (called “Qanun”), Muslim women are obliged to use veil and long dress, otherwise they risk being arrested by Shariah police. Another Aceh regulation is khalwat where an unmarried woman and a man, who are found in secluded places are arrested and caned in public. They are punished by being forced to walk nude around a village, doused in sewage, or being forced to get married.

    Indonesia’s law on pornography criminalizes women who are accused of performing acts that are considered obscene. Herdiyani said without clear definition of obscenity, women who are working in cafes late at night can easily be targeted by this law. …

    http://www.kalyanamitra.or.id/en/2012/09/media-release-womens-ngos-in-sea-oppose-public-morality-in-the-asean-human-rights-declaration/

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    das wurde durch Kalyanamitra mit Erlaubnis kopiert oder einfältig gemopst bei:

    Southeast Asia Women’s Caucus on ASEAN
    PRESS RELEASE – 10 September 2012

    http://womenscaucusonasean.wordpress.com/2012/09/20/womens-ngos-in-sea-oppose-public-morality-in-the-asean-human-rights-declaration/

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    man ist nicht explizit gegen die Sharia-based laws. Man übersetzt Marx und Engels und erzählt dieses in Australien, das kommt dort so gut an. Im Gegenzug kein schlechtes Wort über den Islam bitte, Genossinnen und Genossen in Australia und TERRE DES FEMMES in Germany.

    Allah macht die Frauen frei!

    Der iranischen Islamischen Revolution von 1979 sei Dank, seitdem können oder damals jedenfalls konnten revolutionär frauenbefreiende marxistische Bücher bekannt gemacht werden.

    Ayatollah Chomeini goes venceremos:

    … Rena Herdiyani and Hegel Terome, concluded a successful speaking visit here at the end of April. Herdiyani is the executive director and Terome the organizational deputy of Kalyanamitra. …

    The tour opened with a meeting on “The Struggle for Women’s Liberation from Indonesia to Iran to Cuba,” held at the Militant Labour Forum hall April 28. Linda Harris from Pathfinder Books chaired the event. In addition to Herdiyani, Terome, and Waters, the audience also heard Eko Waluyo, a leader of Indonesian Solidarity, who spoke about the work of that organization. …

    Herdiyani explained that under the present government of Indonesian President Susilo Bambang Yudhoyono the influence of Islamic fundamentalists has grown. Sharia-based laws curbing women’s rights have been adopted in some regions. These forces also oppose changing the 1974 marriage law, still in force in Indonesia, that allows polygamy and assigns wives a status subordinate to their husbands in the family. …

    “A whole new generation of young fighters in Iran brought the struggle for women’s participation to life when the Iranian Revolution exploded in 1979 and the Shah’s regime was overthrown.” Waters said. That is what has led to the publication in Iran of books like Woman’s Evolution and other Marxist works on the fight for women’s rights.

    Waters also spoke of the recent publication by Pathfinder Press of Women in Cuba: The Making of a Revolution Within the Revolution, which she edited. …

    http://www.kalyanamitra.or.id/en/2012/05/tour-in-australia-discusses-womens-rights-in-indonesia/

    sogar über sich selbst schreibt man nicht selbst, sondern ließ schreiben

    http://www.themilitant.com/2012/7620/762050.html

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    alles riecht nach Gender-Dschihad, durch die Finsternis zum Licht, Door Duisternis Tot Licht:

    Kemunculan isu ini karena diilhami oleh buku karya Betty Freidan berjudul The Feminine Mystique (1963). Freidan mengatakan bahwa peran tradisional wanita sebagai ibu rumah tangga adalah faktor utama penyebab wanita tidak berkembang kepribadiannya. Ide virus peradaban ini kemudian terus menginfeksi tubuh masyarakat dan ‘getol’ diperjuangkan oleh orang-orang feminis.

    Gencarnya kampanye feminisme tidak hanya berpengaruh bagi masyarakat AS pada saat itu, tetapi juga di seluruh dunia. Munculnya tokoh-tokoh feminisme di negeri-negeri Islam seperti Fatima Mernissi (Maroko), Nafis Sadik (Pakistan), Taslima Nasreen (Bangladesh), Amina Wadud (Malaysia), Mazharul Haq Khan, serta beberapa tokoh dari Indonesia seperti Wardah Hafidz dan Myra Diarsi, kemudian beberapa gerakan perempuan penganjur feminisme, seperti Yayasan Kalyanamitra, Forum Indonesia untuk Perempuan dan Islam (FIPI), Asosiasi Perempuan Indonesia untuk Keadilan (APIK), Yayasan Solidaritas Perempuan, dan sebagainya, setidaknya menjadi bukti bahwa gerakan ini pun cukup laku di dunia Islam.

    Bahkan tak hanya dari kalangan wanita, dari kalangan pria juga mendukung gerakan ini seperti Asghar Ali Engineer, Didin Syafruddin, dan lain-lain. …

    Dalam buku Kartini yang fenomenal berjudul Door Duisternis Tot Licht (Habis Gelap Terbitlah Terang), R.A Kartini saat itu menuliskan kegelisahan hatinya menyaksikan wanita Jawa yang terkungkung adat sedemikian rupa. Tujuan utama beliau menginginkan hak pendidikan untuk kaum wanita sama dengan laki-laki, tidak lebih. Ia begitu prihatin dengan budaya adat yang mengungkung kebebasan wanita untuk menuntut ilmu.

    http://www.fiqhislam.com/index.php?option=com_content&id=13385:kartini-bukan-pahlawan-jender-

    FIQHISLAM.com

    http://www.fiqhislam.com/

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    KALYANAMITRA bekennt sich zum Prinzip RUU … Variante RUU KKG …

    Rancangan Undang-Undang Keadilan dan Kesetaraan Gender (RUU KKG)
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    Terlepas banyak cacat pada draft RUU Kesetaraan dan Keadilan Gender (KKG), draft terakhir yang dishare oleh pihak parlement sudah menunjukkan pergerakan progresif tentang RUU ini, meskipun ada satu batu sandungan yaitu dengan partai politik konservatif, yaitu PKS.

    Menerima RUU KKG untuk Kesejahteraan Perempuan Indonesia
    written by muslim-women-sexuality at Thursday, October 10, 2013

    Sexuality of Muslim Women
    This blog is dedicated for muslim women, who want to explore their knowledge and experiences on sexuality in the perspective of religions and social sciences

    http://muslim-women-sexuality.blogspot.de/2013/10/menerima-ruu-kkg-untuk-kesejahteraan.html

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    MIUMI tidak setuju atas RUU KKG
    beide Links technisch etwas gestört

    Majelis Intelektual dan Ulama Muda Indonesia (MIUMI) bersama sejumlah ilmuwan Islam menggelar takblig akbar …

    http://article.wn.com/view/2012/04/09/MIUMI_tidak_setuju_atas_RUU_KKG/

    http://article.wn.com/view/2012/04/09/MIUMI_tidak_setuju_atas_RUU_KKG/

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    zum gebührenden Standort hin abgeschoben, auf Seite 71 in den Fußnoten 135 und 136 ein dünnes RUU

    Gender Equity (Keadilan dan Kesetaraan Gender /RUU KKG)

    REGIME CHANGE, DEMOCRACY AND ISLAM
    THE CASE OF INDONESIA

    Final Report Islam Research Programme Jakarta
    March 2013

    SHARIA-BASED LAWS: THE LEGAL POSITION OF WOMEN AND CHILDREN IN BANTEN AND WEST JAVA
    Euis Nurlaelawati

    A STUDY ON THE INTERNAL DYNAMICS OF THE JUSTICE AND WELFARE PARTY (PKS) AND JAMA’AH TARBIYAH
    Ahmad-Norma Permata

    http://media.leidenuniv.nl/legacy/irpfinal2013%282%29.pdf

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  28. Cees van der Duin Says:

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    eine erst proislamisch-nationalistisch und nun echt islamisch (islamrevolutionär) nutzbar gemachte Feministin:
    KARTINI

    Raden Ayu Kartini, geboren am 21. April 1879, gestorben am 17. September 1904, auch mit ihrem indonesischen Adelstitel bekannt als Raden Ajeng Kartini, war eine javanesische und indonesische Nationalheldin – so sagt man. Was gar nicht stimmt, sie wurde erst nach ihrem Tod dazu gemacht.

    Ihr Vater war der kolonialzeitliche Verwaltungs-Chef von Jepara, Mittel-Java. Als junges Mädchen lernte sie auf Niederländisch zu Lesen und zu Schreiben, ab dem Alter von 12 Jahren durfte sie allerding das Haus nicht mehr verlassen, weil sie, wie damals üblich, zur Vorbereitung einer Heirat in die Künste der sorgfältigen Haushaltsführung eingewiesen wurde. Das Niederländische blieb ihr Tor zur Welt.

    Sie schrieb mehr als 160 Briefe nach Europa. Kartini war Pionier auf dem Feld der Frauenrechte – so jedenfalls sagt man nachträglich, mit 21 Jahren habe sie eine Schule für Pribumi gegründet, für Ureinwohner also, ein Impuls der 1912, sieben Jahre nach ihrem frühen Tod, von der angeblich mit ihr befreundeten Familie van Deventer aufgegriffen wurde und zur Kartini’s School in Semarang führte.

    Der Name Kartini wurde also einerseits nutzbar gemacht, einfach verwendet, andererseits sicherlich im Sinne der Kartini verwendet, zum Aufbau von Mädchenschulen.

    Im Alter von 24 Jahren wurde sie mit Raden Adipati Joyodiningrat verheiratet, dem Verwaltungs-Chef von Rembang, ebenfalls in Zentraljava. Ein Jahr später schon verstarb sie, 1904, nach Geburt eines Sohnes. 1911 gab J.H. Abendanon (das ist Jacques Henrij Abendanon), Ehemann ihrer besten Freundin Rose oder Rosa, die gesammelten Briefe Kartinis heraus als Door Duisternis Tot Licht.

    In Sure 14 Vers 1 (und an sechs weiteren Stellen) nennt Allah selbst den schlimmen dunklen ẓulm, ẓulumāt ist der Plural, eigentlich also die Finsternisse. Alles, was sich dem Islam in den Weg stellt, ist ẓulm, und damit nicht lediglich das Dunkle, sondern die Ungerechtigkeit brutaler Unterdrückung (oppression).

    mina ẓ-ẓulumāti ʾila n-nūri
    mina l-zulumati ila l-noori

    From the darkness in the light

    http://www.corpuscoranicum.de/index/index/sure/14/vers/1

    This is most common in the phrase „From the darkness in the light“ (mina l-zulumati ila l-noori), which appears at least seven times in the Koran (2:257, 5:16, 14:1, 5; 33:43, 57:9, 65:11).

    http://ismaili.net/heritage/node/10678

    „Dies ist ein Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit du die Menschen mit der Erlaubnis ihres Herrn aus den Finsternissen hinaus ins Licht bringst, auf den Weg des Allmächtigen und Lobenswürdigen“

    http://quran.com/14/1

    Schon der nach Ṭūs zurückkehrende Imam al-Ghazali musste diese Islamfeindlichkeit des unterdückerischen Ẓulm erleben. Die Menschen dort waren den finsteren Ẓālimān (oppressors) ausgesetzt, den Unterdrückern, Seite 243-244:

    After a year, however, he was forced (bi-ḥukm-i ḍarūrī) to return to Ṭūs and saw that the oppression (ẓulm) was still going on

    http://books.google.de/books?id=N23aSp4goPIC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Scheich und Hassprediger Omar Bakri (* 1958 in Syrien) kennt das einzige Gegenmittel gegen den schlimmen finstren Ẓulm, nämlich die himmlische Diktatur oder das Kalifat. Im Islam ist auch das Finstere gesetzlich von Allah geregelt und menschlich ganz entsprechend zu regeln:

    The Ahkaam Of Zulm (Oppression) In Islaam.

    The Definition of Al-Zulm or Oppression In Juristic Terminology … The above stages will lead us, Insha’Allah, to the establishment of Al-Khilafah whose foreign policy is to conquer the whole world by Jihad. The evidences for the obligation of the domination of Islam worldwide (i.e. Izhar ul Deen) upon the Ummah are many.

    http://www.islamic-truth.co.uk/islamicstore/pdf_files/zulm_book.pdf

    http://en.wikipedia.org/wiki/Omar_Bakri_Muhammad

    Die duisternis der gesammelten Kartini-Texte wird heute (siehe unten, zur Hölle führende Zhulumaati, rettendes Licht Nuur) mit dem von Naquib al-Attas (Verwirrung) oder Abdel Wahhab (sündiges, falsches Tun) warnend beschworenen islamischen ẓulm gleichgesetzt:

    The word ẓulm means oppression, also meaning darkness. Ẓulm is dark, and guidance/happiness is light.

    http://www.propheticguidance.co.uk/live/wp-content/uploads/LogicalProgression-Year1-TranscribedNotes.pdf

    Abandanon war ein im südamerikanischen Surinam geborener niederländischer Kolonialoffizier, der 1925 am Mittelmeer verstarb, in Monaco.

    Ihr Door Duisternis tot Licht (Dari Gelap Menuju Kepada Cahaya, Through Darkness to Light, من الظلمات إلى النور Minazh-Zhulumaati ilan Nuur) erschien auf Englisch als Letters of a Javanese Princess und veränderte die Sicht der Niederländer auf die indonesische Frau positiv – sagt man. Am 17. August 1945 riefen Sukarno und Mohammad Hatta die Unabhängigkeit Indonesiens aus. Am 27. Dezember 1949, also ein gutes Jahr nach der Feststellung der Universal Declaration of Human Rights, wurde in Amsterdam die Übergabe der Souveränität unterzeichnet.

    Wie sehr und ob überhaupt die Indonesier – also auch die indonesischen Frauen – in den Genuss der allgemeinen Menschenrechte kommen sollen war den Niederländern vom 27. Dezember 1949 offensichtlich völlig egal und das ist heute nicht anders, und was sich im bevölkerungsreichsten Staat folgerichtig etablierte, musste die anwachsende Herrschaft Allahs sein, das schleichende Kalifat.

    Door duisternis tot licht by Raden Adjeng Kartini

    http://www.gutenberg.org/ebooks/35220

    Letters of a Javanese Princess by Raden Adjeng Kartini

    http://www.gutenberg.org/ebooks/34647

    Ob man mit dem Denken der Kartini zu einem Naturrecht oder zu den allgemeinen Menschenrechten gelangen kann? Sie selbst versuchte so etwas ähnliches zu erreichen und schrieb in Letters of a Javanese Princess, alle Menschen mögen geschwisterlich leben:

    „They should be as brothers and sisters, not because they have the same human parents, but because they are all children of one Father“

    Nicht Kinder einer Mutter bitteschön oder gar der Mutter Erde, nein, Kartini meint den stets patriarchal zu denkenden, unsichtbar bärtigen Schöpfergott, der die internationalen Kinder unsichtbar führe und bald auch politisch befreie und vereine.

    Vom Bild des alldurchwaltenden Gottheit zu den allgemeinen Menschenrechten zu gelangen ist grundsätzlich möglich. Die junge Frau aus Java hat das aber weder vollbracht noch überhaupt gewollt.

    Man muss die Zeit sehen, die Europäer jener Epoche der Jahrhundertwende haben sich ja auch nicht gerade für den Menschenrechtsuniversalismus stark gemacht, eher schon für den Nationalismus.

    Kartini wollte die Befreiung der javanesischen Frau, sagt man also – aber wovon, wie sehr wirklich und wohin überhaupt befreien?

    Viel Schmerz habe die Frau in Java erdulden müssen:

    „There is much misery in our Javanese woman’s world, there has always been so much suffering, so much bitterness.“

    „It is a disgrace for a girl not to marry, to remain an unprotected woman.“

    Und nun, Frau Kartini? Mit mehr Scharia die Lage der unverheirateten Mädchen in Java verbessern?

    Manche betonen ihre Rolle als anti-kolonialistische Aktivistin. Auf Niederländisch las sie europäische Literatur wie das Die Waffen Nieder! der Berta von Suttner.

    Nicht erst aus heutiger Sicht fragwürdig weil alles andere als eindeutig war ihr Kampf für die Frauenbildung: Frauen sollten frei sein zum Lernen und Studieren. Das klingt schön. Selbstentfaltung, Selbst-Lernen, Selbstverstrauen, Sich Einbringen, Solidarischsein, aber alles bitteschön gegründet auf Religiosität, Weisheit und Ästhetik sprich auf dem Glauben an Gott sowie auf einem merkwürdig nationalen Humanismus (ohne Schariagehorsam?), einem proreligiösen Nationalismus (ohne koranische Umma?).

    Kartini hoffte auf eine Annäherung an die Jugend Europas und auf den Ausweg aus den frauenfeindlichen Traditionen, welche die Javanesische Frau in ein Gefängnis der Konventionen einsperren, sie vom Lernen anbhielten, isoliert und zum Eingehen polygamer Ehen gezwungen mit Männern, die sich nicht kannte.

    Statt Revolution wollte sie die Evolution, den bewaffneten Kampf gegen die Kolonialherren lehnte sie anständigerweise ab, was ihr natürlich manche Zeitgenossen verübelten.

    1964 bestimmte der ein paar Staatskult-Riten suchende Antikolonialist, antiwestliche Nationalist, Parteigründer der Nationalpartei (PNI) und von 1945 bis 1967 erste Präsident von Indonesien Sukarno den 21. April als Kartini-Tag, eine Art Muttertag „der siegreichen perkembangan (Entwicklung)“. Spätestens mit dem (sukarnoverherrlichenden) Kartinitag aber wurde Kartini zum bloßen Markenzeichen wenn nicht zum Alibi – und nach dem 10.12.1948 vielleicht ja auch zur Chiffre für das heroische Verweigern universeller Menschenrechte. Spötter durchschauen den Kartini-Tag als eine Art von Kochwettbewerb, Deutsche dürfen sich an NS-Mutterkult und Mutterkreuz erinnert fühlen. Immer geht es um das Schönreden des Islam – Indonesien ist der mit 238 Millionen Menschen bevölkerungsreichste muslimische Staat der Welt.

    Ist nämlich das von Staatskultmacher Sukarno beschworene perkembangan (Ausdehnung, Entfaltung, Entwicklung, Blüte, Evolution) jemals etwas anderes gewesen als Istislah oder Istihsan, als Islamisierung?

    Perkembangan hören – an das muslimbrüderliche tanmīya (développement) diverser politischer Parteien denken

    http://de.wikipedia.org/wiki/Partei_f%C3%BCr_Gerechtigkeit_und_Entwicklung_%28Marokko%29

    Entwicklung oder auch Aufschwung. Kalkınma = لتنمية , der Name der türkischen AKP ins Arabische (zurück)gebracht, zeigt uns ebenfalls das tanmīya der global vernetzten Muslimbruderschaft

    http://ar.wikipedia.org/wiki/%D8%AD%D8%B2%D8%A8_%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%AF%D8%A7%D9%84%D8%A9_%D9%88%D8%A7%D9%84%D8%AA%D9%86%D9%85%D9%8A%D8%A9_%28%D8%AA%D8%B1%D9%83%D9%8A%D8%A7%29

    تَنْمِيَة (n.)

    perkembangan, evolusi

    http://translation.sensagent.com/%D8%AA%D9%86%D9%85%D9%8A%D8%A9/ar-id/

    https://atcontent.com/Publication/8697778171959992n.text/-/PerkembanganIslamPeriodeModern%28800M-sekarang%29

    http://cintasyariah.wordpress.com/tag/perkembangan-bank-syariah-di-indonesia/

    Ist „rechtes Leben“ etwas anderes als des genaue Verfolgen und schariagehorsame Nachschreiten des straight path, aṣ-Ṣirāṭ al-mustaqīm?

    „We feel that the kernel of all religion is right living, and that all religion is good and beautiful. But, O ye peoples, what have ye not made of it?“

    In der kulturellen Moderne kam die Frauenbewegte Muslima Kartini nicht an:

    „There is no God but the Almighty, say we Mohammedans, and with us all-believing monotheists, God is the master, the Creator of everything.“

    Kartini selbst tat was sie konnte und das war für die damalige Zeit und für ihre Möglichkeiten durchaus viel. Wer jedoch heute Kartini nutzbar macht, will die Gegenmoderne, das Schariasystem.

    Drei Beispiele von Kartini-Nutzbarmachung

    Erstes Beispiel.

    Grafik-Designer und Israelhasser Habib bin Hilal etwa setzt die echte oder angebliche Frauenrechtlerin Kartini ein

    http://blog.al-habib.info/id/2011/04/hari-kartini-antara-emansipasi-dan-menjadi-muslim-sejati/

    Habib bin Hilal aus dem indonesischen Bogor hat einmal in Potsdam studiert und designt Allahzentrisches und HAMAS-Freundliches. Alles Kartini oder was.

    http://islamicstyle.al-habib.info/author/alhabib/page/10/

    Zweites Beispiel sei die Blogbetreiberin von Journey of Life, eine Krankenschwester. Die Islamfromme ruft zum Kartinitag. Kartini Day is approaching. Der Platz der Frau ist um Himmels Willen in Küche und Kinderzimmer:

    Without ignoring the real essence of a woman with all her role as a mother for her children, for her husband’s companion and manager in-house. As an Indonesian woman, we are grateful to her who has opened the gate of women’s independence (in a good way), thus was born the great women and educated level as men. The status of women and men the Indonesian equivalent in the world of education. Position as a superior in a place where the women worked, should not position herself as a boss also in the house, because the husband is the ‘boss’ in the house, means, a woman must obey her husband ,in the right way. Wife must not place herself superior to her husband. This is what religion said, too.

    Supposed to be in the Kartini Day shoul a lot read and learn Al-Quran as done by Kartini which is said من الظلمات إلى النور (Minazh-Zhulumaati ilan Nuur)

    [Anm.: mina ẓ-ẓulumāti ʾila n-nūri, aus den Finsternissen [duisternis] ins Licht, nach dem Buchtitel der Kartini-Briefe, das Finstere also als der oben bereits vorgestellte islamische Gräuel ẓulm, über den wir bei Naquib al-Attas lesen:

    „Wissensmangel erzeugt Verwirrung und Irreführung, ẓulm, (Ignorance causes confusion, ẓulm), und Unwissenheit und Fehlleitung sind das Resultat der Deislamisierung, die es bei den früheren [bis 855. n. Chr.] Muslimen noch gar nicht gegeben hat.“

    Soweit Naquib al-Attas. Die das Finstre tun, die sich dem Gräuel hingeben, sind die wrong-doers, aẓ-Ẓālimūn.

    Der Hoftheologe des werdenden Saudi-Arabien, Abdel Wahhab, sagt es so:

    „Teil Acht: Unsere ʿAdāwa (Feindseligkeit). Unsere ʿAdāwa (animosity, enmity) müssen wir gegen die ẓālimūn (disbelievers, polytheists, wrong-doers) richten, und zu aẓ-Ẓālimūn sind all jene zu rechnen, die aẓ-Ẓulm praktizieren, Ungerechtigkeit, zum Beispiel Polytheismus. Aẓ-Ẓulm tritt in zweierlei Gestalt auf: 1. Kufr oder Unglaube, ẓulm akbar [Großer ẓulm]. 2. Ungehorsam, den ein Muslim begeht, ẓulm aṣġar [Kleiner ẓulm]. Die Ungläubigen betreffend: Diese müssen von uns mit der vollen Wucht des Hasses getroffen werden, mit aller unserer geheiligten Feindseligkeit, die sie schließlich umgekehrt ja auch uns entgegen bringen.“

    Das Duisternis der Kartini wird heute korantreu als ẓulm gesehen, als islamischer Begriff des Frevels.]

    Women should commemorate Kartini figure as a critical figure of a woman in search of the truth, then she held as a way of life. Instant, at the Kartini day mothers and fathers should be celebrated with a lot of lessons, not just taught to the children in adorning themselves with a culture that is not in accordance with Islam. We are not supposed to introduce to our children the term emancipation, without introduce to the terms and Quranic teachings. We are blind to history, and not knowing the essence of history, including Kartini Day.

    Women compete to align themselves with men. But, once they enter the public domain, all-out exploitation upon them may occur. Women become objects of exploitation capitalism. Models, sales promotion girl, public relations professional lobbyists to almost always be on the shoulders of women. Bring them into the bait in the coffers of dollars.

    Women must realize how huge investment would be maximally prepared to run its main function as mother and house manager.

    http://dindauae.wordpress.com/tag/women-in-islam/

    sehr saudi-arabisch gekleidet die Herren! Daneben die von uns gerade gehörte, Allahgott fürchterlich fürchtende Krankenschwester

    I am a female nurse Indonesian nationality. I was born on the 18th september 1974. I am married to a man who really loves me, Muhammad nur. We have two children and it makes our lives more meaningful. Islam is my religion and as my way of life. Trying to be a good person and always helping others, is a desire in my life.

    http://dindauae.wordpress.com/about-2/

    Allah kann Wissenschaft oder so. Koranbasiertes Wissen rettet dich vor dem ewigen Feuer, wie uns die indonesische Krankenschwester garantiert

    http://dindauae.wordpress.com/category/islam-and-science/

    Drittes und letztes Beispiel der Kartini-Verwendung, Kalyanamitra

    http://www.kalyanamitra.or.id/en/2013/04/100-years-after-kartini-women-still-lack-rights-in-indonesia/

    Brauchtum verschmutzt, Gott bringt Reinheit. Tradition ist oft schlecht – Islam ist immer gut.

    Es werde Licht. Es werde Medina.

    Finnlands Botschaft wurde eifrig:

    Kalyanamitra was established in 1985 in Jakarta to respond to injustices faced by Indonesian women and the lack of gender awareness in the society. … In the beginning Kalyanamitra was faced with a lot of suspicion and blamed to be against men or against Islam. However, according to Ms Rena Herdiyani, men or religion are not enemies, but the patriarchal culture and a mindset that belittles women.

    http://www.finland.or.id/Public/default.aspx?contentid=191123&nodeid=31737&culture=en-US

    Nun also auch mit TERRE DES FEMMES (TdF) und Kooperationspartner KALYANAMITRA.

    http://www.kalyanamitra.or.id/

    Kalyanamitra’s Experience Recovery Aceh after Earthquake and Tsunami:Looking at Women Participation in Housing Construction in Aceh Jaya, Aceh, Indonesia. Capwip.org. December 20, 2010.

    http://www.capwip.org/kalyanamitra%20paper.pdf

    Denn ab 2014 will Deutschlands islamfreundliche angebliche Frauenrechtsbewegung TdF die echt religiöse Islamic FGM mit Hilfe der schariabewegten KALYANAMITRA beseitigen.

    Die Islamfreunde von EQUALITY NOW kooperieren seit September 2012.

    http://www.equalitynow.org/take_action/fgm_action431

    http://www.rhmjournal.org.uk/news.php?newsID=1598

    http://www.kalyanamitra.or.id/en/2012/11/fight-against-female-genital-mutilation-wins-un-backing/

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    ::

  29. Kalyanamitra Says:

    zum Suchen Scharia indonesisch mit wie ohne das ‚Ayn-Häkchen schreiben, Syariat wie Syari’at
    ::
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    Vorsicht allerseits, Allahgott und seine indonesische Islamwissenschaftlerin Musdah Mulia greifen an:

    “Syari’at Islam Tidak Mungkin Merendahkan Perempuan”
    „Die islamische Scharia muss Frauen nicht benachteiligen“

    http://www.rahima.or.id/index.php?option=com_content&view=article&id=49:testing-tulisan&catid=33:opini-suara-rahima&Itemid=305

    „Syariat Islam Tidak Mungkin Merendahkan Perempuan“
    „Die islamische Scharia muss Frauen nicht benachteiligen“

    http://de.scribd.com/doc/92569797/Erwin-SEAS-Vienna-Paper

    http://www.seas.ohio.edu/Pdfs/Theses/Muttaqin.pdf

    „Die islamische Scharia muss Frauen nicht benachteiligen“
    in: Rahima Nr. 2/ 2001 … (siehe unten)
    ::

    Kalyāṇa-mittatā Pali
    Kalyāṇa-mitratā Sanskrit

    Der KALYANAMITRA – der edle Freund, der bewundernswerte Freund – ist ein spirituelles Konzept aus dem Buddhismus, das selbstredend asexuelle Beziehungen im Kloster oder auch im privaten Haushalt definiert. Ziel ist die Erlangung von Erleuchtung.

    Der (nicht die) KALYANAMITRA kann Meister-Schüler-Verhältnis ebenso meinen wie den spirituell begründeten Zusammenhalt einer buddhistischen Gemeinschaft.

    Dass 2013 eine angeblich seit 25 Jahren und angeblich für „Frauenrechte“ (gemeint sind Allahs Menschenrechte und Frauenrechte) kämpfende indonesische Schariabewegung oder Islamschönfärbebewegung diesen Titel zweckentfremdet ist ein dreistes Schlüpfen in die Maske der Harmlosigkeit.

    Genia Findeisen (2007) nennt uns die fünf Gründerinnen Sita Aripurnami, Myra Diarsi, Debra Yatim, Syarifah Sabarudin und Ratna Saptari (s. u.).

    Inzwischen lesen wir:

    Kalyanamitra works together with Rahima, a center for education and information on Islam and women’s rights issues, mehr dazu unten.

    Unser Verdacht: Man ist nicht gegen den Islam, eher im Gegenteil. Man bedient die „westliche“ Klaviatur, will im verachteten „Westen“ gut ankommen.

    Ob zielsicher islamrevolutionär oder eher wie beiläufig und ein bisschen tragisch: Man wird die Abschottung vom „Westen“ erreichen, das Spalten der einen Welt und Menschheit in West (lies: Dschahiliyya) und Ost (lies Islam), solange man den allgemeinen Menschenrechten ausweicht.

    Dazu behauptet man bekanntlich unter Australiens Gewerkschaftsbewegung schon mal, Marx und Engels ins Indonesische zu übersetzen.

    Buddha und Marx! Den Kulturrelativisten und Gutmenschen stehen die Tränen in den Augen. Der Hidschab stört plötzlich gar nicht mehr. Buddha und Marx!

    Dieser indonesische Verein KALYANAMITRA will die Scharia und wird um die Ungleichbehandlung der Frau nicht herumkommen, da hilft auch noch so viel Back-To-Quran-Movement nichts, denn dass können die Urgemeindler (Salafiyya incl. Muslimbruderschaft jedenfalls Sayyid Qutb) besser.

    Was – buddhistisch gesehen – KALYANAMITRA eigentlich sein soll: ein immer genauer Buddhas Lehre folgender zwischenmenschlicher Umgang der Ermutigung, Achtsamkeit, Fürsorge, Selbstvervollkommnung

    admirable friendship

    http://www.accesstoinsight.org/ptf/dhamma/sacca/sacca4/samma-ditthi/kalyanamittata.html

    this concept of spiritual friendship or kalyana mitrata

    http://www.dharmalife.com/issue17/goodcompany.html

    ::
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    indonesischer „Frauenrechtsverein“ KALYANAMITRA.

    Es klingt akzeptabel und kulturell modern, das Recht auf Abtreibung zu fordern, auf den ersten Blick

    There has been some “progress on abortion rights,” said Rena Herdiyani, director of Kalyanamitra, which was founded in 1985 under the Suharto regime to fight for women’s rights.

    “Although the health law was introduced many doctors still consider that abortion is illegal,” she said, speaking at the Kalyanamitra office in Jakarta. The procedure is not taught in medical schools and all doctors take an oath not to perform abortions when they register.

    “An abortion at an illegal clinic is very expensive. It can cost up to 5 million rupiah,” Herdiyani said. Equivalent to $500, it amounts to roughly five months average wages in Indonesia.

    “Defenders of women’s rights frequently face an organized backlash from right-wing groups,” Herdiyani continued. “There is always a counter protest by Islamic groups when we organize an action. They accuse us of promoting western values against Islam.”

    Kalyanamitra works together with Rahima, a center for education and information on Islam and women’s rights issues. Rahima organizes classes for Muslim women and students on reproductive health and women’s rights.

    BY LINDA HARRIS
    AND PATRICK BROWN
    THE MILITANT, Vol. 76/No. 39, October 29, 2012

    http://www.themilitant.com/2012/7639/763950.html

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    zur Zeit lässig im Bild: das Logo der eine eigene Menschenrechtserklärung durchsetzenden OIC

    Kooperationspartner des indonesischen Kalyanamitra

    Rahima : the Centre for Education and Information on Islam
    JAKARTA, Indonesia

    http://www.rahima.or.id/

    http://www.rahima.or.id/index.php?option=com_content&view=article&id=1113:merajut-kekuatan-masyarakat-sipil-untuk-perjuangkan-ham-lewat-oki&catid=1:berita&Itemid=18

    ::

    Rahima, Centre for Education and Information on Islam and Women’s Rights is a non-governmental organization that focuses on empowerment of women in Islamic perspective. Rahima was established to respond to the needs of information on gender and Islam. Rahima was established on August 5, 2000 …

    The membership of Rahima’s Association is open but limited. For the period of 2011-2015, Rahima’s membership consists of 33 people who represent the partners (the participants of Rahima’s education program) from various regions. They are scholars, pesantren leaders, academics, activists and civil society movements which become knots of Rahima’s movement. Some names incorporated in Rahima’s membership include: Wahju Budi Santoso, Farha Ciciek Msi, Daan Dini Khairunnida MA, Dra.Hj.Maria Ulfah Anshor, M. Hum, Badriyah Fayumi, Lc, Faqihuddin Abdulkodir MA, Ust. Imam Nakhai, M. Ikhsanuddin Mag., Tohari MPd., Ust. Cecep Jaya Karama, Neng Hannah Mag., Umdah el Baroroh S, Ag., Titik Rahmawati M,Ag., Muyassaroh, Najmatul Millah and others. …

    http://www.rahima.or.id/index.php?option=com_content&view=article&id=636&Itemid=371

    ::
    mit Kusumaningtyas ein bisschen plappern über Sexualität incl. Intersexualität. Alles sehr interessant. Der Islam ist die Lösung

    http://www.rahima.or.id/index.php?option=com_content&view=article&id=1060:understanding-sexuality–focus-40th-edition-&catid=61:focus-&Itemid=382

    ::
    achja, die child marriage, Kinderheirat. Noch etwas Geplapper gefällig? Man könnte, so Kusumaningtyas, man sollte etwas tun, also eigentlich.

    Aber meine Damen, bitte niemals explizit gegen das Konzept von the Prophet’s marriage with Aisha

    http://www.rahima.or.id/index.php?option=com_content&view=article&id=1058:early-age-marriage-undeniably-but-not-worth-justified–focus-38th-edition&catid=61:focus-&Itemid=382

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    Genia Findeisen erwähnt Islamweichspüler(in) Kusumaningtyas auf Seite 193 in Fußnote 580
    sowie

    Kalyanamitra z. B. auf den Seiten 141 und 147

    Frauen in Indonesien: Geschlechtergleichheit durch Demokratisierung?
    Von Genia Findeisen

    … Die fünf Gründerinnen Sita Aripurnami, Myra Diarsi, Debra Yatim, Syarifah Sabarudin und Ratna Saptari … (p 141)

    man lese zur Scharia auf Seite 117, der Idschtihad, so die indonesische Islamwissenschaftlerin Musdah Mulia, könne die Frauen von den Ungerechtigkleiten des bisherigen Islamischen Rechts befreien

    … In der Vergangenheit hat die Einführung der Scharia für Frauen immer Nachteile gebracht, obwohl …

    Fußnote 329, auf Seite 117, zitiert Traumtänzerin oder Lügenbaronesse Musdah Mulia:

    Die islamische Scharia muss Frauen nicht benachteiligen …
    in: Rahima Nr. 2/ 2001 …

    wichtig ab S. 113 unten

    Islamische Scharia und die Marginalisierung von Frauen

    http://books.google.de/books?id=Ib3rhjt8oHgC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    ::
    ::
    ::
    ::
    Prof. Musdah Mulia
    bei
    rahima.or.id

    Thus, it seems that the form and contents of marriage law and family law vary greatly from one Muslim country to another (or countries with majority Muslim population). However, according to Musdah Mulia there are three important notes to be seen; First, The efforts on the family law reform in Muslim countries has always gained challenges both from traditional and fundamental Islamic group which establish the status quo.

    Second, the family law reform has always led to the creation of a new law in which the content is different from the provisions of the law as mentioned in the Islamic classical text-books of fiqh. Third, it seems that family law reform undertaken by the Islamic countries (both majority and minority Muslim population), is motivated by the same reason namely building a civilized and quality of civil society; improving the status and position of women and protecting the rights of children. What about Indonesia?

    http://www.rahima.or.id/index.php?option=com_content&view=article&id=808:flashback-to-family-law-reform-stories–focus-32th-edition&catid=61:focus-&Itemid=382

    ::

    Siti Musdah Mulia, a woman activist who is also a professor of the State Islamic University (UIN) Syarif Hidayatullah Jakarta

    http://www.rahima.or.id/index.php?option=com_content&view=article&id=804%3Ahumanizing-domestic-workers-pekerja-rumah-tanggaprt–focus-issue-28&catid=61%3Afocus-&Itemid=382

    ::
    ::

  30. Kalyanamitra Says:

    ::

    No. 1636/MENKES/PER/XI/2010

    Minister of Health of the Republic of Indonesia
    Regulation
    Number 1636/MENKES/PER/XI/2010
    on Female Circumcision,
    15 November 2010,
    enacted in Jakarta on 28 December 2010.

    Der Gesetzgeber erlaubt „the act of scratching the skin covering the front of the clitoris, without hurting the clitoris, das Einritzen der Haut über der Klitoris, ohne die Klitoris zu verletzen“ und tut implizit einfach so, als sei die schafiitische religiöse Forderung mit der legalisierten Klitorisvorhautbeschneidung erfüllt.

    Das ist leider nicht der Fall, al-baẓr البَـظْر bedeutet nicht prepuce of the clitoris. Der das schafiitische Rechtskompendium ‚Umdat as-Salik wa ‚Uddat an-Nasik (heute auf Englisch als Reliance of the Traveller and Tools of the Worshipper kurz genannt) Reliance of the Traveller übersetzende amerikanische Schadhiliyya-Scheich Nuh Ha Mim Keller flunkert uns das Blaue vom Himmel herunter, sondern.

    Jetzt ließe sich freilich sagen: das kleinste Übel ist die medikalisierte FGM Typ 1a, die eine legale medikalisierte FGM Typ 1b gesetzlich ausdrücklich ausschließt.

    FALSCH. Man darf nicht nachgeben, die Weichen sind in Richtung von Verstümmelung gestellt. Auch ein noch sei kleines Beschneiden ist nicht hinzunehmen. Mehr Verstümmelung wird folgen. Das verhängnisvolle Signal des Staates an die Eltern ist eindeutig: JA, IHR DÜRFT, beschneidet eure Töchter!

    The Classic Manual of Islamic Sacred Law
    ‘Umdat al-Salik
    by
    Ahmad ibn Naqib al-Misri (d. 769/1368)

    circumcision of the female is by cutting out the clitoris

    http://answering-islam.org/Sharia/fem_circumcision.html

    ::
    so wurde die weibliche Genitalverstümmelung legalisiert:

    REGULATION OF THE MINISTER OF HEALTH ON FEMALE CIRCUMCISION

    NUMBER 1636/ MENKES/PER/XI/2010

    Article 4

    (1) Female circumcision shall be performed according to the following procedures:

    (a) the carer shall wash his/her hands with soap and clean flowing water for 10 ten minutes;

    (b) The carer shall wear sterile gloves;

    (c) The patient shall lie on her back, legs parted carefully;

    (d) Fixation shall be done on the knees, exposing the vulva;

    (e) The carer shall clean vulva with povidon iodine 10%, using gauze

    (f) The carer shall remove smegma existing between frenulum clitoris and glands of clitoris until the area becomes clean

    (g) The carer shall then make a small cut on the skin covering the frontal part of clitoris (frenulum clitoris) using the tip of a sterile disposable needle of size 20G-22G from the mucous side toward the skin without harming the clitoris.

    (h) The carer shall wash again the operated area with providon iodine 10%;

    (i) The carer shall finally take off the gloves; and

    (j) Wash his/her hands with soap and clean flowing water

    http://www.huffingtonpost.com/julia-lallamaharajh/indonesias-new-guidelines_b_1030330.html

    ::
    ::

    Indonesia: Authorities must enact legislation prohibiting all forms of female genital mutilation

    Amnesty International Public Statement – March 8, 2012

    … In November 2010 the Indonesian Health Ministry issued a regulation (No. 1636/MENKES/PER/XI/2010) which legitimizes the practice of female genital mutilation and authorizes certain medical professionals, such as doctors, midwives and nurses, to perform it. …

    http://www.asia-pacific-solidarity.net/southeastasia/indonesia/statements/2012/ai_indonesiaauthoritiesmuste_080312.htm

    ::

    In November 2010 the Ministry of Health issued regulation No. 1636/MENKES/PER/XI/2010 concerning “female circumcision” (sunat perempuan).1 The regulation legitimizes the practice of female genital mutilation and authorizes certain medical professionals, such as doctors, midwives and nurses, to perform it (Article 2). Article 1.1 defines this practice as “the act of scratching the skin covering the front of the clitoris, without hurting the clitoris”. The procedure includes “a scratch on the skin covering the front of clitoris (frenulum clitoris) using the head of a single use sterile needle” (Article 4.2 (g)). According to this regulation, the act of “female circumcision” can only be conducted with the request and consent of the person circumcised, parents, and/or guardians (Article 3.1)

    http://www2.ohchr.org/english/bodies/cedaw/docs/ngos/AmnestyInternationalForTheSession_Indonesia_CEDAW52.pdf

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    perempuan weiblich, sunat, vgl. türk Sünnet für Jungenbeschneidung, ist das arabische Sunna, Sunat Perempuan also Weibliche Beschneidung (FGM)

    Peraturan Menteri Kesehatan RI No. 1636/MENKES/PER/XI/2010 tentang Sunat Perempuan

    http://www.institutperempuan.or.id/?p=175

    http://www2.ohchr.org/english/bodies/cedaw/docs/ngos/AmnestyInternationalForTheSession_Indonesia_CEDAW52.pdf

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    Baẓr بظر ist Klitoris, Wrath0fKhan (am 17.01.2012) blickt durch:

    Sheikh Keller sounds confused here since „bazr“ in Arabic simply means „clitoris“ in English.

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  31. Machandelboom Says:

    2.2.2 Asien

    Außerhalb Afrikas ist bisher der Jemen das einzige Land mit Beschneidungspraxis, für das die Verbreitung statistisch erfasst wurde: 22,6% der 15 bis 49-jährigen Mädchen und Frauen sind betroffen.17

    Weiters ist die Beschneidung weiblicher Genitalien für Indonesien (primär auf den Inseln Sumatra, Java, Sulawesi, Madura, vorwiegend Typ I und IV) 1819, für das irakische Kurdistan20, für Beduinen in Israel, für muslimische Gruppen in Malaysia und für die Vereinigten Arabischen Emirate dokumentiert.21

    Die Hilfsorganisation Wadi, die Frauen im Irak unterstützt hat in sechzig kurdischen Dörfern eine Befragung durchgeführt und stellte dabei fest, dass sechzig (!) Prozent der Frauen genital verstümmelt sind. Weder der Irak noch die Türkei noch Syrien – all dies sind Gebiete, in denen Kurdinnen leben – wurden bisher in Sachen FGM ins Visier genommen. Besonders wichtig wäre dies aber für die Situation in Deutschland, da dort hunderttausende Kurdinnen leben.22

    2.2.3 Mittel- und Südamerika

    In Amerika ist das Phänomen vereinzelt belegt, etwa für die Embera-Chami-Indianer in Kolumbien.23

    von: Martina Weitlaner

    aus: Die Genitalverstümmelung der Frau – menschenrechtliche Instrumente zu ihrer Verhinderung und Untersagung
    Diplomarbeit
    Seite 7-8

    http://www.stopfgm.net/dox/Diplomarbeit%20Weitlaner_Menschenrechte%20FGM_2011.pdf

  32. Carcinòl Says:

    +
    +

    Friedrich-Schiller-Universität
    Jena

    Rechtswissenschaftliche Fakultät
    Lehrstuhl für Deutsches und
    Internationales
    Straf- und Strafprozessrecht, insbesondere
    Wirtschaftsstrafrecht
    Lehrstuhlvertretung
    PD Dr. Edward Schramm

    Deutscher Bundestag
    – Rechtsausschuss –

    Jena, den 22. April 2013

    Stellungnahme

    zu dem
    – Gesetzentwurf des Bundesrates,

    „Entwurf eines … Strafrechtsänderungsgesetzes – Strafbarkeit der Verstümmelung weiblicher Genitalien (… StrÄndG)“, BT-Drucksache 17/1217

    – Gesetzentwurf der Abgeordneten Christine Lambrecht, Burkhard Lischka, Sonja Steffen, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD,

    „Entwurf eines … Strafrechtsänderungsgesetzes – Wirksame Bekämpfung der Genitalverstümmelung,“ BT-Drucksache 17/12374

    – Gesetzentwurf der Abgeordneten Monika Lazar, Jerzy Montag, Katja Dörner, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen,

    „Entwurf eines …. Gesetzes zur Änderung des Strafgesetzbuchs – Strafbarkeit der Genitalverstümmelung
    ,“ BT-Drucksache 17/4759
    Öffentliche Anhörung am Mittwoch, den 24. April 2013, 11 h

    Die einzige Form der Beschneidung, die mit Vorhautbeschneidung von Knaben und Männern verglichen werden kann, ist die sog. „milde Sunna“, bei der die Vorhaut der Klitoris (also nicht die Klitoris selbst) eingestochen, eingeritzt oder entfernt wird.20 Hierbei ist aber zu berücksichtigen, dass diese milde Sunna nur sehr selten praktiziert wird; es gibt kaum Nachweise für die Existenz dieser Eingriffsform mit der geringsten Tragweite.21 Darüber hinaus kann man davon ausgehen, dass ihre Durchführung häufig mit einer Verletzung und Dektomie der Klitoris verbunden ist.

    (…)

    Erreicht die FGM nicht diese Intensität, etwa bei bestimmten Formen der FGM nach Typ IV oder bei „bloßer“ Beseitigung eines Teils der Schamlippen, ist ein minder schwerer Fall nach § 226 Abs. 3 StGB in Betracht zu ziehen. Bei der milden Sunna, bei der nur die Klitorisvorhaut beschnitten wird – also der einzigen Form der FGM, hinsichtlich derer die Bezeichnung „Beschneidung“ angemessen ist -, wird hingegen mangels Äquivalent mit den intensiven Verstümmelungsformen sowie den bisherigen Fällen schwerer Körperverletzungen der § 226 StGB nicht einschlägig sein, sondern nur eine einfache Körperverletzung nach § 223 StGB in Betracht kommen.

    (…)

    Dies könnte zunächst zu dem kriminalpolitischen Fehlschluss verleiten, dass im Grundegenommen jede Beschneidung – mithin auch diejenige von Knaben – eine Verstümmelung sei. Dann würde sich aber die Frage stellen, warum nur Mädchen und Frauen vor Beschneidung in § 226 a StGB n. F. strafrechtlich geschützt werden – noch dazu durch einen Qualifikationstatbestand -, nicht aber Knaben und Männer. Durch eine solche Gesetzesformulierung würde die Entscheidung des Gesetzgebers zur familienrechtlichen Erlaubnis der Beschneidung von Knaben in 1631 d BGB konterkariert, und sie würde Zweifel an der Legitimität dieser Sorgerechtsregelung hervorbringen. Daher sollte ein Gesetzgeber, der einen Straftatbestand zur weiblichen Genitalverstümmelung schaffen möchte, den Begriff der Beschneidung vermeiden, um nicht den Eindruck zu erwecken, er behandele Gleiches ungleich und benachteilige ohne sachlichen Grund Knaben.

    Abgesehen davon erscheint der Begriff der Beschneidung im Rahmen der weiblichen Genitalverstümmelung nicht nur begrifflich unklar, sondern – ungewollt – womöglich sogar missverständlich, irreführend und bagatellisierend. Bei der Beschneidung eines Knaben wird nur dessen Vorhaut entfernt; bei der weiblichen Genitalverstümmelung werden hingegen die Genitalien abgeschnitten oder massiv verstümmelt.

    (…)

    Rechtfertigung aufgrund Sorgerecht, Kultur oder Religion?

    Eine Rechtfertigung der Genitalverstümmelung auf der Grundlage der Sorgerechtsausübung kann – vom Ausnahmefall einer medizinischen Indikation abgesehen – in keinem Fall in Betracht kommen.88 Darüberhinaus erstreckt sich die familienrechtliche Befugnis zur Beschneidung in 1631 d BGB ausdrücklich nur auf Knaben.89

    Zudem mag zwar die Beschneidung von Mädchen und jungen Frauen vor allem in muslimisch geprägten Ländern stattfinden und teilweise auch religiös begründet werden; der Koran schreibt jedoch eine solche Beschneidung an keiner Stelle vor,90 und in zahlreichen muslimisch geprägten Staaten Afrikas ist die weibliche Genitalverstümmelung inzwischen ebenfalls explizit unter Strafe gestellt (Burkina Faso, Benin, die Zentralafrikanische Republik, die Elfenbeinküste, Dschibuti, Ägypten, Eritrea, Äthiopien, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kenia, Mauretanien, Niger, Senegal, Tansania, Togo, Uganda; fakultativ in Kamerun, Mali, Tschad und dem Irak). 91 Insofern besteht auch kein anerkennenswertes religiöses Fundament, das bei der FGM, etwa unter Berücksichtigung der religiösen Grundrechte aus Art. 4 GG, eine rechtfertigende oder entschuldigende Wirkung entfalten könnte.92

    (…)

    45 So wie der deutsche Gesetzgeber mit § 1631 d BGB eine Regelung geschaffen hat, die im Einklang mit der weltweiten Straflosigkeit der Beschneidung von Knaben steht (vgl. die rechtsvergleichenden Hinweise in BT-Dr. 17/11295 S. 10), so würde er mit einer Erfassung der weiblichen Genitalverstümmelung als qualifizierter Körperverletzung ebenfalls mit der internationalen Strafrechtsentwicklung Schritt halten.

    89 Abgesehen dürfte die kunstgerecht durchgeführte Beschneidung von Knaben aus zwingenden religiösen und medizinischen Gründen ohnehin verfassungsrechtlich gerechtfertigt sein, ohne dass es der gesetzlichen Regelung des § 1631 d BGB bedurft hätte. Zur Position des Verfassers in dieser Frage vgl. Schramm, Die Beschneidung von Knaben aus strafrechtswissenschaftlicher Sicht, in: Heil/Kramer (Hrsg.), Beschneidung: Das Zeichen des Bundes in der Kritik, 2012, S. 140.

    90 Vgl. nur Rohe, Islamisches Recht, 3. Aufl.2011, S. 342: Die Verstümmelung weiblicher Genitalien ist kein Gebot des Islam.

    92 Vgl. Schramm, Ehe und Familie (o. Fn. 32), S. 222.

    http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a06/anhoerungen/archiv/46____Str__ndG/04_Stellungnahmen/Stellungnahme_Schramm.pdf

    +
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    +
    +Deutscher Bundestag am 04.06.2013

    Drucksache 17/13707
    04. 06. 2013

    Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und FDP

    Entwurf eines … Gesetzes zur Änderung des Strafgesetzbuchs – Strafbarkeit der Verstümmelung weiblicher Genitalien (… Strafrechtsänderungsgesetz – … StrÄndG)

    A. Problem und Ziel

    Die Verstümmelung der Genitalien von Frauen und Mädchen insbesondere durch die traditionelle oder rituelle Beschneidung ist ein schwerwiegender Eingriff in die körperliche Unversehrtheit, dem als Menschenrechtsverletzung ernsthaft begegnet werden muss. Obwohl die Genitalverstümmelung vor allem in Ländern Afrikas, aber auch in einzelnen Ländern Asiens praktiziert wird, besteht auch in Deutschland Handlungsbedarf. …

    (…)

    Die aus religiösen oder traditionellen Gründen vorgenommenen Genitalverstümmelungen kommen vor allem in Ländern Afrikas, aber auch in einzelnen Ländern Asiens vor.

    (…)

    Für minder schwere Fälle ist eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren angedroht. Damit sollen Taten erfasst werden, die unter Berücksichtigung von Tatausführung und Tatfolgen vom Durchschnittsfall so stark abweichen, dass eine mildere Bestrafung geboten erscheint. Denkbar ist dies beispielsweise in Fällen, in denen das Ausmaß der Verstümmelung nicht wesentlich über das Ergebnis der oben genannten kosmetischen Eingriffe hinausgeht und die körperlichen und psychischen Beschwerden des Opfers infolge der Verstümmelung gegenüber den sonst durchschnittlichen Beschwerden der Opfer von FGM wesentlich geringer sind.

    (…)

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/137/1713707.pdf

    +
    +

  33. Bragalou Says:

    Über die Klitoridektomie in den USA der Vierziger (Michigan) und Fünfziger (Kansas) Jahre

    http://rapeofinnocence.com/2010/12/04/interview/

    The Rape of Innocence: female genital mutilation and circumcision in the USA
    by Patricia Robinett

    Genital mutilation in the USA has been a well-kept secret. „The Rape of Innocence“ is an autobiographical account of a white Anglo-Saxon Protestant woman who discovered she had been the victim of clitoridectomy as a child in Kansas in the 1950s. The author is a therapist who deals with trauma. In her work, she has met many other American women and men who were genitally mutilated as children and adults. Could you — or someone you love — have been cut too? This book may explain the U.S. epidemic of sexual dysfunction, anger, anxiety, depression — unresolved psychological trauma from circumcision. Now that the word is out, the healing can begin.

    http://www.amazon.com/gp/product/187841111X?ie=UTF8&ref_=sr_1_5&s=books&qid=1278618631&sr=1-5&assoc_ss_swlb=1

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    Making The Cut
    von: Martha Coventry

    … The tale begins in England. It is 1858, and the Victorian Age is in full swing. A respected gynecologist named Isaac Baker Brown, who later served as president of the Medical Society of London, has an interesting theory about women: most of their diseases, he believes, can be attributed to over-excitement of the nervous system, and the pudic nerve, which runs into the clitoris, is particularly powerful. When aggravated by habitual stimulation, this nerve puts undue stress on the health of women. He lists what he calls the eight stages of progressive disease triggered by masturbation: first comes hysteria, followed by spinal irritation, hysterical epilepsy, cataleptic fits, epileptic fits, idiocy, mania, and finally, death. …

    … what made Baker Brown the „inventor“ of the medical clitoridectomy was his sterling reputation, the scale on which he carried out his surgeries, and the fact that he popularized his method in a book called On the Curability of Certain Forms of Insanity, Epilepsy, Catalepsy, and Hysteria in Females.

    Eventually Baker Brown fell out of favor with a medical establishment that would have preferred more discretion about women’s genitals. But before his fall from grace, Baker Brown influenced U.S. doctors, who were discussing his procedure in medical journals by 1866. It was used off and on for decades to stop masturbation, nymphomania, and hysteria. In 1894, a surgeon reported in the New Orleans Medical and Surgical Journal that he had excised the clitoris of a 2 1/2-year-old to stop her from masturbating and slipping into insanity. He noted that after the operation, she had „grown stouter, more playful, and (had) ceased masturbating entirely.“ As late as 1937, Holt’s Diseases of Infancy and Childhood, a respected medical-school text, stated that the author was „not averse to circumcision in girls or cauterization of the clitoris.“ A couple of years ago, I spoke with a 66-year-old woman in Michigan … as a 12-year-old in 1944, her parents took her on a car ride that ended at a doctor’s office. … When she woke up, her clitoris was gone. „They tried to keep me from masturbating,“ she said. …

    Toward the middle of the 1950s, just as U.S. medicine seemed to be awakening to the brutality and ineffectiveness of clitoridectomies as a means to control behavior, it found another use for the procedure. This time the rationale was that the operation could be used to make a child whose clitoris appeared bigger than other girls‘ look „normal,“ thus helping the child, and everyone around her, feel more comfortable. In 1966, a full century after Baker Brown’s clitoridectomies were first discussed in this country, this recommendation appeared in the Journal of Surgery: „Some persons have been reluctant to advocate excision of even the most grotesquely enlarged clitoris. . . . half-way measures are much less satisfactory than complete clitoridectomy.“ Given this attitude, in 1966, was any girl in the U.S. whose clitoris protruded noticeably beyond her labia at risk of getting it amputated? Yes. Would a girl in the year 2000 still be at risk of losing at least part of her clitoris? Yes. …

    aus: Ms.
    msmagazine

    http://www.msmagazine.com/oct00/makingthecut.html

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    Immer noch sehr amerikanisch: Genitalverstümmelung an Jungen

    Marilyn Milos, R.N., executive director and founder of NOCIRC, discusses normal sexual function of the penis and foreskin and its loss due to circumcision.

    The Penis – Sex Education 101
    von: Marylin Fayre Milos

  34. Bragalou Says:

    Assalaam Foundation in Bandung. Man bemerke, dass der schafiitische Fiqh nicht lediglich das im Folgenden beschriebene Klitorisvorhauteinstechen (WHO-Klassifikation FGM Typ IV) oder die Klitorisvorhautbeschneidung (WHO FGM Typ Ia), sondern die Klitoridektomie (FGM Typ Ib) als religiös verpflichtend verlangen kann und entsprechend durchführt.
    *
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    … Doctors cheer encouragingly. One of them gently swipes the girl’s genital area with antiseptic and then swiftly pricks the hood of her clitoris with a fresh sewing needle, drawing no blood. The ordeal is over in seconds.

    Doctors say the procedure will have no effect on the girl, her sexual pleasure in later life or ability to bear a child.

    “I’m happy. My daughter is now clean,” her mother Yuli, a 27-year-old seamstress who goes by one name, said at a mass circumcision of 120 girls at the Assalaam Foundation’s Islamic school in the city of Bandung.

    She believes the ritual will nevertheless have an effect.

    “Many girls are getting pregnant out of wedlock these days,” she noted. “Circumcision hopefully will prevent my daughter from becoming oversexed, and will make her less amorous when she grows up.”

    Indonesia, home to the world’s biggest Muslim population, argues that this form of circumcision is largely symbolic, not harmful and should not be seen as mutilation.

    The U.N. thinks otherwise. In December, it passed a resolution banning female genital mutilation, which extends to the form of circumcision practiced in Indonesia. Procedures such as pricking, piercing, incising, scraping, cauterization or burning that are carried out for nonmedical purposes are classed by the WHO as mutilation, along with practices that alter or remove any part of the genitals. The more extreme practices can lead to severe bleeding, urination problems and complications during childbirth, according to the WHO. …

    von: AFP-JIJI
    aus: Female circumcision not mutilation: Jakarta
    in: The Japan Times 25.03.2013

    http://www.japantimes.co.jp/news/2013/03/25/asia-pacific/female-circumcision-not-mutilation-jakarta/#.UxcYb87EHob

  35. Marina Says:

    Hier gibt es eine Petition gegen weibliche Genitalverstümmelung in Indonesien: http://www.frauenrechte.de/fgm-indonesien

    Ich habe auch schon unterschrieben!
    Gut, dass das Thema ernst genommen und aufgegriffen wird.

  36. Jacques Auvergne Says:

    Die Vereinten Nationen als Schönredner zum Thema weibliche Genitalverstümmelung (FGM), insbesondere als Beschwichtiger hinsichtlich der Rolle der Religion (i. e. der Rolle des Islam)

    L’ONU minimise les mutilations sexuelles féminines et maintient le tabou du rôle des religions

    par Mireille Vallette, journaliste indépendante. Avec la collaboration de Guillaume Aguettant.

    http://sisyphe.org/spip.php?article4448

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    FGM slowing down ? The UN asserts it, the Indonesian case contradicts it

    15 juin 2013

    par Mireille Vallette, journaliste indépendante

    (…) Since 2010, mutilations have been officially authorized

    In June 2005, Azrul Azwar, General Director for Health Affairs in the country, confirmed that „female circumcision“ was widely practiced in the country. That same year, the government prepared a decree banning medical personnel to practice.7)

    In 2006, the decree appeared without further action. The Ulema Council replicated by a fatwa authorizing the practice, while declaring it non-mandatory. In 2010, the organization Nadhlatul Ulama (NU) acknowledged to be moderate approved the mutilations while advising against „cutting too much.“ It represents 40 million Muslims. Its women’s wing protests and calls for the elimination of FGM.

    In 2010, the government bowed to wishes of religious. A regulation was published, which allows healthcare professionals to practice FGM, also without cutting. The pretext is that ban would encourage parents to contact traditional healers. The following year, more than 170 local and international NGOs protested against this situation and the publication of official documents explaining how to mutilate girls.

    May 31, 2012, France2 broadcast a report of Envoyé spécial entitled “Islam. Excision in Indonesia the burden of a tradition.” The team went to Bandung where every year on the anniversary of the death of Muhammad, several hundred girls are excised on the control school.

    The financial interest grows, maternity hospitals encourage the practice even in areas where they were rare. The numerous opponents cannot measure up against the religious, whose influence is huge in the population… and among the politicians.

    A problem that increases fast

    November 18, 2012, the journalist Abigail Haworth decided to release an article about the ceremony of Bandung.8) In 2006, she had attended a collective excision, but anti-FGM activists had convinced her to shut up so as not to obstruct their action. The journalist observes : “Yet far from scaling down, the problem of FGM in Indonesia has escalated sharply.”

    The country sticks to his modern image. Its authorities and religious insist on the fact that „their“ mutilations can not be assimilated with African practices. The reality is that on the 17,000 islands of the archipelago, it is impossible to know the extent of the evil. It is certain in any case that excisions are numerous and that their consequences are serious.

    Everywhere, the motive invoked by mothers to go on with this tradition is Islam. The reasons are mainly the reduction of unbridled libido and purification, as the girls’ genitals are “dirty”.

    In January this year, Ma’ruf Amin, Chairman of Indonesian Ulema Council, the highest Islamic authority and the most representative, declared that FGM is a “morally recommended practice with a moral foundation” which is part of “human rights”. They practice “by cutting the part that covers the clitoris”. The perspective of a ban by the authorities is fiercely fought by the religious leaders.9)

    Given this situation, how can Unicef not quote Indonesia as a disturbing scope of spread of scourge ? “There are currently no nationally representative data”, answers Cody Donahue. And anyway, “the investigations are the result of negotiations between the government and the agencies that implement them”.

    We can therefore read the following lines in the communicate released by Unicef last February : „Cases have been documented in the Middle East, India, Colombia and Indonesia.“ Cases ?

    Malaysia also

    Malaysia (30 million inhabitants, 18 Muslims) is not mentioned in this release. However, the situation is very similar to that in Indonesia, and the battle between conservative religious and anti-FGM rages. The practice is widespread and the prevalence is increasing.

    No serious progress without support of Muslim leaders

    Radical Islam is growing in the Muslim sphere. The regression of manners that follows not only targets women primarily, but also promotes the extension of these intolerable practices. …

    The role of Islam in the non-respect of basic rights of girls must be publicly stated to push its leaders to act. It is time. It is also time for the UN and its subsidiaries to speak the truth and recognize that the reality is much worse than they have said till now.

    Mireille Vallette (with the collaboration of Guillaume Aguettant)

    http://sisyphe.org/imprimer.php3?id_article=4449

  37. Bragalou Says:

    „Terre des Femmes [ TdF ] verwies insbesondere auf den Fall Indonesiens. Die zuständige Referatsleiterin Katharina Kunze [ TdF-Fachreferentin zu weiblicher Genitalverstümmelung ] sagte, in dem mehrheitlich muslimischen Land werde vom Rat der Islamgelehrten seit 2008 die Beschneidung von Mädchen als religiös verpflichtend vorgeschrieben.“

    [ Anm.: Das stimmt so nicht ganz. Indonesiens ‚Ulama haben die FGM seit jeher – islamrechtlich korrekt – als verpflichtend bewertet, die gesamte Rechtsschule der Schafiiten kann doch gar nicht anders. ]

    Deutsches Ärzteblatt 04.04.2014

    http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/58237/Frauenrechtler-fordern-bessere-Dokumentation-zu-Genitalverstuemmelung
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    Basilisa Dengen
    Geschäftsführerin Watch Indonesia!

    „Ein Verbot wurde de facto gekippt, indem die Regierung einen Leitfaden zur Mädchenbeschneidung für Ärzte veröffentlichte — was wiederum von vielen Aktivisten als Einverständnis gewertet wird. So schlagen nun Krankenhäuser und andere Organisationen aus der Verstümmelung Profit und bieten sogar „Geburts-Deals“ an, die neben Impfungen und Ohrlochstechen auch FGM umfassen. Manche Schulen wiederum organisieren Massenbeschneidungen — oft ohne Betäubungsmittel –, bei denen Mütter mit Geschenken und Geld für die Verstümmelung ihrer Töchter belohnt werden.“

    http://www.watchindonesia.org/
    *
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    Erfreulich: Anders als Terre des Femmes (TdF) ist Watch Indonesia! mutig genug, das Wort Scharia auszusprechen:

    Menschenrechtlerin besorgt über Einführung der Scharia in Indonesien

    Die Anwendung des islamischen Rechts verstoße gegen die Verfassung des südostasiatischen Landes und untergrabe die Religionsfreiheit, sagte Basilisa Dengen, Geschäftsführerin der Organisation „Watch Indonesia!“, in Berlin dem Evangelischen Pressedienst (epd). Besonders problematisch sei die Situation in der einstigen Bürgerkriegs- und Tsunami-Provinz Aceh. Dort sei die Scharia vor drei Monaten sogar verstärkt worden.

    Islamische Parteien gewinnen in Indonesien an Boden. Im neuen Parlament kommen sie zusammen auf etwa 30 Prozent der Sitze. Ihr Einfluss auf die Politik sei aber größer, sagte Dengen. So verfolge in Aceh auch die einst säkulare Unabhängigkeitsbewegung GAM, die heute die Provinz regiert, einen Islamisierungskurs: „Es gibt öffentliche Auspeitschungen, Frauen werden zum Tragen des Kopftuchs gezwungen.“ …

    Auch andernorts in Indonesien hätten Bezirke und Kommunen die Scharia eingeführt. „Das ist eine der Folgen der Dezentralisierung,“ erläuterte Dengen. Die Islamisierung verschlimmere das Klima der religiösen Intoleranz. Angriffe auf Kirchen und auf die islamische Strömung der Ahmadiyyah nähmen zu. In Indonesien sind fast 90 Prozent der 250 Millionen Einwohner Muslime. …

    von: ELVIRA TREFFINGER
    aus: Menschenrechtlerin besorgt über Einführung der Scharia in Indonesien
    in: evangelisch aktuell 10.05.2014

    http://aktuell.evangelisch.de/artikel/94387/menschenrechtlerin-besorgt-ueber-einfuehrung-der-scharia-indonesien
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    KALYANAMITRA – Indonesiens weibliche Schariabewegung

    Dechiffrieren wir die Taqiyya:

    „untuk pemenuhan hak-hak perempuan – Für die Erfüllung der Rechte der Frauen“ = Für die politische Verwirklichung der von Allah gestifteten Frauenrechte

    „Kesetaraan: Semua orang punya hak yang sama. Alle Menschen haben die gleichen Rechte.“ = Wir haben das Recht auf das Islamische Recht! Den Ohren der schließlich spendablen Amerikaner und Europäer gilt es schmeicheln, ohne en Islam zu kritisieren (mit dem Islam ist gleiches Recht für Mann und Frau gar nicht zu machen)

    http://www.kalyanamitra.or.id/tentang-kami/visi-dan-misi/
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    *
    Peaceful Islamist Mobilization … die Pop-Kultur der Islamischen Revolution. Man kann die vom Himmel stammende Scharia nicht modernisieren:

    Participant organizations include Kaki Lima, Kalyanamitra, KePPak Perempuan, … women’s groups, progressive civil societygroups, and Nahdlatul Ulama … While some of these initiatives limit civil liberties under the guise of sharia, they also make a discussion of sharia part of the public discourse.

    [ Sicherlich hat man sich als Frauenrechtsbewegung in einem islamisch angekränkelten Land täglich mit den frauenfeindlichen Auswirkungen des Islamischen Rechts herumzuschlagen – warum aber distanziert sich nicht wenigstens die wohlstandsverwöhnte und stinkreiche deutsche Terre des Femmes von der Scharia? ]

    aus: Peaceful Islamist Mobilization in the Muslim World: What Went Right
    von: Julie Chernov Hwang (p 87-88)

    http://books.google.de/books?id=cR3HAAAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Indonesien in den späten Siebzigern. Durchaus nicht kenntnisreich etwa zur SALMAN-Bewegung oder zur GERAKAN TARBIYAH, dem radikalislamischen „Education Movement“, berichtet Julie Chernov Hwang: … man begann zu lesen, den indisch-pakistanischen Islamtheoretiker Maududi, die Vordenker der Muslimbrüder Hassan al-Banna und Sayyid Qutb, die Iraner Ali Schariati und Morteza Motahhari (56) …. die Kalifatsbewegung Hizb-u-Tahrir trat in Erscheinung (57)

    „Study materials often included the political writings of Mawdudi, Muslim Brotherhood activists such as Hasan al Banna and Syed Qutb, and Iranian revolutionaries such as Ali Shariati and Murtaza Mutahhari.“ (p 56-57)

    http://books.google.de/books?id=cR3HAAAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false
    *
    *
    Tragisch dem Zwang angepasst oder geschmeidige Proislamistin, muss oder will Herdiyani den Schleier tragen? Frauenrechtlerin mit Hidschab:

    Rena Herdiyani von Kalyanamitra

    http://www.kalyanamitra.or.id/2011/11/kekerasan-perempuan-masih-mendominasi-negara-asean/

    A women’s rights advocate visiting from Indonesia wants New Zealanders to help her raise the status of women in her country.

    Rena Herdiyani works for the Kalyanamitra Women’s Communication and Information Centre in Jakarta.

    The group campaigns for law changes to improve women’s rights, and also runs educational seminars for women.

    http://www.3news.co.nz/Indonesia-calling-on-New-Zealand-to-help-womens-rights-battle/tabid/417/articleID/253248/Default.aspx

  38. News about ISIL / IS, Iraq 2014, Fatwa pro-FGM no hoax Says:

    Iraq 2014, ISIL / DAESH : FGM-Fatwa ok and no hoax,
    Irak 2014, ISIS / Daaisch, FGM-Fatwa keine Falschmeldung

    Lediglich die Ortsangabe (Mossul und Umgebung) und die Einschränkung in Bezug auf das Lebensalter (11 bis 49 Jahre o. dgl.) sowie die Interpretation als Befehl sind falschgemeldet. Die Genitalverstümmelung wird – islamrechtlich ohnehin korrekt – durch ISIS / DAAISCH empfohlen.

    Die Fatwa ist kein Befehl, sondern eine Empfehlung … völlig üblich für ein Rechtsgutachten.

    „Vergangene Woche berichtete „Spiegel online“, die Vereinten Nationen (UN) hätten sich mit einer Falschmeldung blamiert. Die militant islamistische Gruppe Islamischer Staat (IS), vormals Isis, habe nicht die genitale Verstümmelung aller Mädchen und Frauen im irakischen Mosul befohlen. Das hatte zuvor die humanitäre Koordinatorin der UN im Irak, Jacqueline Badcock, behauptet.

    Doch die Falschmeldung ist womöglich nicht so falsch wie behauptet. Badcock bezog sich auf ein im Internet kursierendes religiöses Gutachten (Fatwa). Dabei handelte es sich nicht um einen Befehl und der Ausstellungsort war nicht Mosul. Doch die Behauptung, das Gutachten widerspreche dem von IS vertretenen salafistischen Islam, ist falsch.

    Tatsächlich tauchte die Fatwa zur weiblichen Genitalverstümmelung schon vor Wochen in arabischen sozialen Netzwerken auf. Sie zitiert drei Hadithe (Erzählungen über das Leben Mohammeds), in denen der Prophet unter anderem sagt, die weibliche Beschneidung lasse das Gesicht der Frau erstrahlen und sei gut für den Mann. Damit begründet der Autor der Fatwa im Namen des IS-Kalifen Abu Bakr al-Bagdadi, dass alle Frauen dazu aufgerufen seien, sich beschneiden zu lassen.“

    von: Hannah Wettig
    aus: Genitalverstümmelung – Fatwa oder Falschmeldung?
    in: DIE WELT 04.08.2014

    http://www.welt.de/politik/ausland/article130845922/Genitalverstuemmelung-Fatwa-oder-Falschmeldung.html

    genau verstanden bei landeskundigen wadi-Blog

    http://www.wadinet.de/blog/?p=12690

    „However, most law schools say it is Sunnah, sometimes meaning it is a good thing but not obligatory, sometimes meaning it was done in the times of the prophet and not prohibited by him, therefore people are allowed to practice it. Mainstream Islam views it as a private matter leaving it to the parents. However, one law school, the Shafi’i, say it must be done. The fatwa in question reads like a Shafi’i fatwa. It seems quite plausible that IS would make this interpretation their own as they tend to always pick the most extreme interpretation of an issue.“

    FGM in Iraq: The hoax of a hoax?
    29.7.1014. By Stop FGM Middle East

    http://www.stopfgmmideast.org/fgm-in-iraq-the-hoax-of-a-hoax/

  39. Bragalou Says:

    THE IMPACT OF CIRCUMCISION TOWARDS WOMEN

    Farida, Kartini and Hikmah, Hikmah and Ismarwati, Ismarwati (2014)

    THE IMPACT OF CIRCUMCISION TOWARDS WOMEN. Proceeding of International Conference On Research, Implementation And Education Of Mathematics And Sciences 2014. … Circumcision technique is implemented by scratching a small part of clitoris using an equipment which has been boiled before or by symbolically cutting turmeric above the clitoris. Conclusion: Significant impact is absent in women who implement circumcision in Yogyakarta and Palembang.

    http://eprints.uny.ac.id/11341/

    Official URL: http://fmipa.uny.ac.id
    Abstract

    Background: The controversy of female circumcision gives impact on banning agitation on female circumcision by International Women Amnesty towards Indonesian government. They consider that female circumcision aggrieved women. The problem of female circumcision is difficult to lose because it is related to culture and belief. Objective: Determining the effects of female circumcision. Methods: This study is a qualitative study with a phenomenological approach. Respondents consisted of 6 people: 4 people who are never circumcised, 1 person is a Paraji and 1 person is a Midwife. From those 4 respondents, 2 of them come are from Yogyakarta and the others are from Palembang. The sampling technique used purposely technique. The data were collected through in-depth interviews to the respondents. Research result: The research result shows 4 themes on female circumcision which includes perception towards female circumcision, time of implementation, factors which influence or encourage the implementation of female circumcision and the impact of female circumcision towards women. Circumcision technique is implemented by scratching a small part of clitoris using an equipment which has been boiled before or by symbolically cutting turmeric above the clitoris. Conclusion: Significant impact is absent in women who implement circumcision in Yogyakarta and Palembang.


    http://eprints.uny.ac.id/cgi/latest

    http://seminar.uny.ac.id/icriems2014/lolos-seleksi?title=&field_paper_ktgr_value=All&page=5

    Farida Kartini
    Submitted by admin on Sun, 03/30/2014 – 19:43

    HidePersonal Identity
    Institution:
    Aisyiyah Health Sciences College of Yogyakarta
    Aisyiyah Health Sciences College of Yogyakarta

    HidePaper
    Title of Paper:
    THE IMPACT OF CIRCUMCISION TOWARDS WOMEN
    Farida Kartini: Aisyiyah Health Sciences College of Yogyakarta
    Category:
    Biology

    http://seminar.uny.ac.id/icriems2014/content/farida-kartini

  40. Bragalou Says:

    FGM (weibliche Genitalverstümmelung) in Indonesien, zur bei Farida Kartini (THE IMPACT OF CIRCUMCISION TOWARDS WOMEN) genannten Paraji.

    paraji means that indigenous knowledge systems of Maternal and Child Health issues, pregnancy, delivery and knowledge of herbal medicine (jamu)

    https://openaccess.leidenuniv.nl/bitstream/handle/1887/18457/summary.pdf?sequence=5

    The loss of one paraji means that her knowledge about Maternal and Child Health and indigenous herbal remedies also disappears with her.

    https://openaccess.leidenuniv.nl/bitstream/handle/1887/18457/%2B%2BFINAL_MS_AMBARETNANI_LJS_16JAN2012-1%5B1%5D.pdf?sequence=18

  41. Bragalou Says:

    Female Circumcision in Indonesia. Extent, Implications and Possible Interventions to Uphold Women’s Health Rights

    Autoren: Meiwita Budiharsana, Lila Amaliah, Budi Utomo und Erwinia

    Population Council gemeinsam mit USAID, Jakarta 2003.

    Indonesien und die FGM. Ganz unten zur Assalaam Foundation, die neuerdings die Schere weggelegt und zur Nadel gegriffen sprich FGM Typ Ia durch Typ IV ersetzt hat … jedenfalls angeblich und vielleicht nur vorläufig.

    Was genau dem indonesischen Mädchen abgeschnitten, angeschnitten oder eingestochen wird? Im Bereich der FGM-Typen IV und I ist alles möglich, je nach Landesteil und Milieu. In jedem Fall ist die weibliche Beschneidung Südostasiens kompatibel mit dem schafiitischen Recht zur Islamic FGM.

    Klitoris oder nicht Klitoris, inschallah …

    ::
    ::

    What – and How Much – is Cut Off or Removed from the Body?

    In Makassar and Gorontalo, the act of cutting was done under a sarong or cloth generally and obscured from all eye-witnesses, only the practitioner knows exactly what part and how much (if any) of the genitalia flesh was cut or removed, or whether only some skin was scraped off, or some dirt rubbed off.

    In Makassar, FC usually is purely symbolic, although 25% of cases involved incision, pricking or piercing (see Table 14). Observation indicated that typically the procedure is only to “clean” the labia minora by scraping with a knife “to remove the dirt” (’mengerik’), with no bleeding. Sometimes the procedure includes cutting a cock’s comb and wiping a little of the resulting onto the clitoris. However, there are those who believe that circumcision must be accompanied by bleeding to make it official, but usually no tissue is removed. During in-depth interviews, some traditional circumcisers said that FC involves cutting the tip of the clitoris, a piece the size of ¼ gabah (grain of rice) or the size of daki (a roll of dirty skin rubbed off from the body). …

    p 34

    In Gorontalo, the local term for FC is ‘mongubingo’ which means, “to pinch,” while male circumcision, which clearly involves cutting, is locally termed ‘moluhuna’ which means “cut”. According to one dukun, the FC process does not involve cutting but squeezing between a finger and the blade of a knife the part that is deemed haram (unholy). However, although FC is not termed cutting, the traditional figureheads (tokoh adat), as well as parents, stated that there must be a part taken, if only a very tiny piece, which is “blood red”, but not actually flesh. The circumcision must also leave a wound, based on the concept of titipan darah, or blood, which must come out. One observer in Gorontalo saw that the part that had supposedly been cut off was actually a grain of rice, while the attendant explained that the cut part was not the flesh of the clitoris but something that looks “like white rice at the upper part of urination hole”. A self reported 23 year old muallaf (term for someone who enters Islam), said that the procedure involved use of a penknife and there was a cutting, yet she only felt a pinch and there was no blood, but she felt a stinging pain (perih) for about a week afterwards. She was circumcised at 18 years old, before she was married her Muslim husband.

    p 35

    In Serang – Banten, a traditional circumciser described FC procedure by using a coin as a base and finger to press and pull the clitoris and then cut a little the tip of the clitoris with the penknife. It was not clear whether the little tissue removed was a real tip of clitoris or dirt spotted in the clitoris.

    Modern procedure

    One midwife in Padang City described the FC by pinching directly with tweezers and then cutting the tip of the clitoris with scissors. …

    In Makassar, it was reported that one medical doctor uses scissors to cut the tip of the clitoris, not removing any flesh but just thick milk-like fluid from the tip.

    According to direct observations during a FC mass event in Bandung-West Java, that was organized by Assalam Foundation and involved almost 100 girl children and a few girl adolescents, the observers did witness actual cutting of the clitoris by the midwives and the certified circumcisers. A tiny piece of the tip of the clitoris (with varying size) was cut with scissors and little blood appeared on the cutting. The certified circumciser dabbed the bleeding with a cotton swab soaked with betadine.

    p 36

    Quelle: Research Report:

    Female Circumcision in Indonesia. Extent, Implications and Possible Interventions to Uphold Women’s Health Rights

    von: Meiwita Budiharsana, Lila Amaliah, Budi Utomo and Erwinia

    (This study was conducted by the Population Council Jakarta with support from the Ministry for Women’s Empowerment under USAID funding.)

    Jakarta, September 2003

    http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2012/11/FGM_in_Indonesien.pdf

  42. Machandelboom Says:

    Die Fragestellung traditionelle FGM versus islamische FGM stellt sich Schariafreunden gar nicht, Allah hat entschieden.
    ::

    Wieviel Gewebe entfernt wird ist schwer zu sagen, insbesondere, wenn die Beschneiderin sich unter das Gewand des Kindes beugt oder den Körper mit einem Tuch abdeckt.

    Makassar (makassarisch Mangkasara), ehemals Ujung Pandang ist die Hauptstadt der indonesischen Provinz Südsulawesi auf Sulawesi ehemals Celebes.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sulawesi

    In Gorontalo, also ebenfalls auf Sulawesi, nennen sich 91 % der Menschen Muslime, doch ist der Animismus durchaus noch bedeutend.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gorontalo

    It was very difficult to verify what and how much tissue was actually cut or removed. In Makassar and Gorontalo, the act of cutting was done under a sarong or cloth generally and obscured from all eye-witnesses, only the practitioner knows exactly what part and how much (if any) of the genitalia flesh was cut or removed, or whether only some skin was scraped off, or some dirt rubbed off.

    p 34

    Die im letzten Jahr (2013) von der zaghaften FGM-Gegnerin G.K.R Hemas, Königin von Yogyakarta angeführten (s. u.) Wurzeln von Kurkuma (engl. turmeric) können zum symblischen, unblutigen Beschneiden dienen, müssen es aber nicht. In Sumenep (Madura) werden dem kleinen Mädchen die äußeren Schamlippen auseinander gezogen, um besser an die Klitoris heranzukommen, die dann mit eben solchen Kurkumawurzeln eingeklemmt wird, während die Beschneiderin mit einem Küchenmesser die Spitze der Klitoris amputiert:

    directly scraped the top part of the clitoris with a kitchen knife, each side of which was held with a slice of turmeric root.

    p 35

    Serang ist die Hauptstadt der Provinz Banten im äußersten Westen von Java. Zum Quetschen und Herausziehen der Klitoris wird als Widerlager für den Finger auch mal eine Münze genommen, dann wird die Klitoris an der Spitze mit einem Taschenmesser „ein bisschen“ (a little) abgeschnitten.

    In Serang – Banten, a traditional circumciser described FC procedure by using a coin as a base and finger to press and pull the clitoris and then cut a little the tip of the clitoris with the penknife. It was not clear whether the little tissue removed was a real tip of clitoris or dirt spotted in the clitoris

    [die Schmutzfrage stellt sich leider ganz anders, zwar muss das Genital religiös rein und religiös legal gemacht werden, aber die (halbe oder ganze) Klitoris selbst ist ggf. (inschallah) der „Schmutz“ (dirt), ist haram und, um die Worte des deutschen § 226a StGB zu gebrauchen, gar kein Bestandteil der „äußeren Genitalien einer weiblichen Person“.

    Der Juristentag 2014 hätte bemängeln und rügen müssen, dass für die strafrechtliche Gutachterin rituelle Nadelstiche ins weibliche Genital (zu FGM Typ IV) ebenso wie die amputierte Klitorisvorhaut () Typ Ia) die „äußeren Genitalien einer weiblichen Person“ gar nicht versehren sprich dass Hörnle die durch die WHO aufgestellte Einheit der FGM-Klassifikation kaputtmacht und FGM Typ Ia sowie Typ IV erlauben möchte und ggf. sogar ein kleines bisschen von der FGM Typ Ib.]

    p 36

    http://www.popcouncil.org/uploads/pdfs/frontiers/reports/Indonesia_FGM.pdf

    ::
    ::

    Die ‚Ulama (Islamgelehrten, Sg. ‚Alim) kennen ihre Religion und wollen die Mädchen beschneiden:

    … Despite growing international condemnation of female genital mutilation, the Indonesia Ulema Council (MUI) is urging the government to resist any international or domestic pressure to ban the practice it calls female circumcision.

    „On the issue of female circumcision, we do not consider it compulsory [das ist dreist gelogen, denn ausgerechnet den Schafiiten ist die FGM wadschib, verpflichtend und nicht makruma, ehrenvoll], but we forbid any action to ban it,“ MUI Chairman Ma’ruf Amin told a January 21st press conference on the subject at MUI’s Central Jakarta office, according to multiple media reports.

    He said that in recent times more medical practitioners have refused to perform female circumcisions, and he urged the government to act decisively against such individuals, based on its 2010 Health Ministry regulation on the practice, which effectively legitimises female circumcision and authorise medical professionals to perform it, the Jawa Pos National Network reported.

    „Because we support that regulation, we ask the government not to heed any effort by any party that wants circumcision banned in Indonesia,“ he said, according to Detik News.

    „Circumcision is a part of Islamic teaching that is highly recommended for Muslims, whether male or female,“ he said, adding that the law on the matter calls for specific procedures which, he claimed, do not damage the clitoris.

    „The procedure for female circumcision according to Islamic teaching is removal of only the membrane, or in medical terms preputium [the clitoral hood] that covers the clitoris,“ he said. [Dafür gibt es keinen islamischen Text, was der amerikanische Sufi Scheich Keller schreibt, ist Nebelwurf ohne religionsrechtliche Verbindlichkeit]

    „It needs to be understood that Islamic teaching prohibits the female circumcision practice which is done by cutting or injuring the clitoris [wie gesagt ein glatte Lüge, aber auch das Flunkern ist islamisch, dient u. a. dem Bewahren der Ehre und heißt Taqiyya], as it is dangerous.“ …

    Gusti Kanjeng Ratu Hemas, the queen of Yogyakarta, believes the government must revoke the 2010 regulation effectively legitimising female circumcision and authorizing medical professionals to perform it.

    „I am very certain that the 2010 regulation on female circumcision was issued because there was a big pressure from religious organisations to the Ministry of Health. Even recently, the MUI has demanded the government lift the ban on female circumcision,“ she told Khabar Southeast Asia.

    „I think that all the parties, which are involved, should have a wider point of view on female circumcision, particularly from the health point of view,“ she said.

    It is not known how many Indonesian girls undergo female circumcision, which is believed to reduce sexual desire and prevent promiscuity, and encompasses a wide range of practices in Indonesia, from cutting a small part of the clitoris to scratching it to pressing spices on the genitals.

    Suratningtyas, a 46-year-old midwife at a private hospital in Depok, West Java, told Khabar that some parents do ask the hospital for female circumcision.

    „I cannot reject their request because we are allowed to do it. But we make sure to do it properly so it will not harm the baby girl,“ she said. …

    The theological basis for female circumcision is a weak hadith, according to Maria Ulfah Anshor, secretary general of Alimat (the Movement for Indonesia Family Justice) and former chairwoman of the woman’s wing of Nahdlatul Ulama, Indonesia’s biggest Muslim organisation.

    „The hadith said that circumcision is sunnah for men [highly recommended] and makrumah for women [voluntary but meritorious] [das ist falsch, dem schafiitischen Fiqh ist makruma / optional eine vernachlässigbare Minderheitenmeinung, die weibliche Beschneidung ist den schafiitischen sprich den allermeisten muslimischen Indonesiern und eben auch der MUI wadschib, engl. obligatory, mandatory, dt. Schariapflicht]. Hence it cannot be used as a theological basis to conduct female circumcision, because it is optional,“ she told Khabar.

    The government does not need to regulate it, nor should it ban medical professionals from giving the service to a Muslim family that requests it, she said. But she said it is unfortunate that female circumcision is often conducted on infants, meaning that girls have no say in whether they want to undergo an optional practice.

    „It is against human rights,“ she said. [Sie meint die von Allah verliehenen „Menschenrechte“ – und noch nicht einmal diese, weil das Kind, ob Junge oder Mädchen, zur Beschneidung nicht Nein sagen kann, sondern beschnitten werden muss.]

    Javanese tradition includes a ceremonial form of circumcision conducted without removing or harming [Unsinn, siehe oben: „mit einem Küchenmesser die Spitze der Klitoris amputiert“] the female body in any way, G.K.R Hemas told Khabar in an exclusive interview.

    „Female circumcision in Javanese tradition is very different with what happened in other places. It is done by holding on to a piece of fresh turmeric on female genitals,“ she said [oder auch zwei Kurkumawurzeln zum Einklemmen des Kitzlers und dann kommt das Küchenmesser]. Later the turmeric and other offerings are thrown to the rivers, she added.

    The ceremony is conducted twice, at the age of five and when a girl begins to menstruate. These days, such ceremonies are rarely carried out in Javanese society, except for royal family members at the Yogyakarta sultanate.

    „Once again, there is no woman’s body part which is being removed or harmed from those two traditions,“ she added.

    [Welche „zwei Traditionen“ meint Königin Hemas, sind für sie (The ceremony is conducted twice) die genannten Altersstufen fünf Jahre und erste Regelblutung diese „two traditions“? Sie fordert leider nicht das sofortige Ende der islamischen Mädchenbeschneidung.

    Oder hält sie, um auf „zwei“ zu kommen, sowohl Javas vorislamische jedenfalls beinahe außerislamische symbolische Reinigung des Mädchengenitals mit aufgelegter Kurkumawurzel für die eine Tradition und die FGM nach Koran und Sunna für die andere? Dann hätte sie Islamic FGM mit genitalem Nichtzerstören gleichgesetzt. Und damit hätte sie gelogen, denn islamisch muss zerstört werden, oder die Queen ist schariatreu und hält (erst) den am Geschlechtsteil beschnittenen (!) Kinderkörper für heil. (Erst) das (nämlich) wäre ganz im Sinne der islamischen ḥurma (von ḥ-r-m, etwa zu ḥarām, eben auch Tabubezirk) für „körperlich unversehrt“.

    Offensichtlich scheint auch die deutsche Juraprofessorin und Gutachterin am diesjährigen Deutschen Juristentag (Hannover 2014) Tatjana Hörnle dem Begriff körperlicher Unversehrtheit der Hurma zu folgen, denn ob du Junge bist oder Mädchen, deine Penisvorhaut oder Klitoris(vorhaut) ist für dich nach Allahs Ratschluss und Befehl gefälligst gar kein Körperteil („body part“).]

    von: Elisabeth Oktofani
    aus: In Indonesia, continuing debate over „female circumcision“
    in: Khabar Southeast Asia 05.03.2013

    http://khabarsoutheastasia.com/en_GB/articles/apwi/articles/features/2013/03/05/feature-03?format=mobile

    ::

  43. Carcinòl Says:

    Schafiitischer Islam und FGM, weibliche Genitalverstümmelung (FGM) unter den Kurden. Einwanderer in die Niederlande, Herkunft: Kurdische Autonomiegebiete des nördlichen Irak

    7.3. Estimation of the number of girls at risk of fgm

    The total number of girls in the Netherlands who are at risk of fgm, vary between 557 and 3.477 girls originating from one of the 28 countries (tables 6a and 4a), and between 9 and 297 Kurdish girls from Northern Iraq (tables 6b and 4b). Among asylum seekers, between 38 and 42 girls run a risk of fgm (tables 6a and 4a).

    (p 26)

    Quelle:

    Female Genital Mutilation in the Netherlands. Prevalence, incidence and determinants

    Marja Exterkate

    http://www.awepa.org/wp-content/uploads/2013/05/Female-Genital-Mutilation-in-the-Netherlands.pdf

    ::
    ::

    VID. Sociocultural Contribution to the Abandonment of FGM/C

    Mr. Ali Hashim Sarag, Sociocultural/Religious Expert, Sudan

    Mr. Ali Hashim Sarag observed the confusion and poor understanding of the word Sunna, which is used as a basis for perpetrating FGM/C.

    [Aha, wir sollen mehr Islam lernen, damit uns die Islamic FGM nicht länger verwirrt, sondern verständlich wird? Ein neues Vokabular muss auch her, was ihr von der WHO mit der Klassifikation der FGM-Typen I bis IV redet, kann vom Islam nicht akzeptiert werden. Man rede künftig von Weiblicher Genitalverletzung wenn man überhaupt redet, das könnte vielleicht unter islamischen geistlichen Autoritäten besprechbar sein …]

    some changes in terminology that might be acceptable to the Islamic … female genital violation (FGV) instead of FGM/C

    (a) Good understanding of the Koran as a key to advocacy among religious leaders;

    [alle Religionsführer müssen endlich den Koran gründlicher lesen.]

    (b) Strategic selection and engagement of traditional and religious leaders in the fight against FGM/C;

    [ohne Machtergreifung der Muftis und Scheiche geht nichts]

    (c) A comprehensive approach that focuses on the rights and violation of rights of women;

    [die durch Allah eingeräumten Rechte der Frau versteht sich]

    (d) The mainstreaming of human rights principles and education into the school curriculum at all levels

    [Welche „Menschenrechte“, die islamischen aus Kairo 1990?]

    (p 38)

    [Die UNFPA (Addis Abeba 03.08.2007) suggeriert, dass mehr Islam bzw. ein von allem Unislamischen gereinigter Islam stets weniger FGM bedeuten müsse, dass nicht die Religion, sondern „die fortgeführten Mythen und Missverständnisse“ (the continuing myths and misconceptions) für das Weiterbestehen der Praxis ursächlich seien und ruft die Religionsführer zur reinen Religion auf, die schafiitischen Muftis und Scheiche wie versehentlich zur echten alten islamischen FGM:

    We also call on:

    Religious and traditional leaders to (a) Dispel the continuing myths and misconceptions within cultures and religious communities that are used to justify the continuation of this practice;

    (b) Educate their constituencies on the rights of women and girls to bodily integrity and their right to enjoy a healthy sexual and reproductive life and widely spread the position of all religions banning any form of FGM/C and;

    (p 88)

    Quelle:

    Global Consultation on Female Genital Mutilation/Cutting

    UNFPA

    http://www.unfpa.org/sites/default/files/pub-pdf/fgm_2008.pdf

    ::
    Evtl. also auf argumentative AEMR-Ferne und Scharianähe zu kontrollieren:

    Apport socio-culturel à l’éradication des MGF : Mr. Ali Hashim Sarag, Expert socioculturel/religieux, Soudan

    Mme Sawsan Al-Refai, Chargée de Programmes Genre, UNFPA Yemen

    http://www.unfpa.org/sites/default/files/resource-pdf/fgm_programme_fre.pdf

    ::
    Dieselbe Jemenitin führt möglicherweise den muslimbrudertypischen Kampf gegen alle Ideen aus der Sphäre der Gottlosigkeit oder Dschahiliyya (gegen „von außen kommende Ideen, Ideen von draußen“), wie die WLUML (2007) berichten.

    The key, says Sawsan Al-Refai, gender program officer for the population fund in Yemen, was to frame the message in a religious way, one that was acceptable to Yemen’s deeply religious and conservative society, where most women wear the full veil and niqab, a face covering that reveals only the eyes, and often gloves as well.

    „We are trying to transform society using its strengths [nur die Scharia macht stark] instead of imposing ideas from outside,“ says Al-Refai.

    von: Anna Sussman (vgl. u.: Anna Louie Sussman)

    http://www.wluml.org/node/3573

    Sussman wagt sich an den Prügelvers, Koran 4:34 und geht zu den frauenfeindlichen Schariagesetzen nicht auf Distanz

    But like many Arabic verbs, dharaba has multiple translations, … Settling on „smack“ as the correct interpretation seems to be largely a matter of personal discretion.

    Anna Sussman, in: The Guardian 12.11.2008

    http://www.theguardian.com/commentisfree/2008/nov/12/islam-fatwa-domestic-violence

    ::
    An der auf türkischer Erde immer mächtiger werdenden ewigen Scharia darf es einfach nicht liegen, dass die Lage der Frauen immer schlechter wird, Sussman beeilt sich, dashatabernichtsmitdemislamzutun …

    Why Turkey Is Backsliding on Women’s Rights

    http://www.theatlantic.com/international/archive/2011/06/why-turkey-is-backsliding-on-womens-rights/240547/

  44. Hedwig Olivella Says:

    Das sind die Fakten zum angeblich fortschrittlichsten muslimischen Land Indonesien.

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