Said Ramadan

سعيد رمضان

Said Ramadan (1926-1995),

europäischer Muslimbruder

Said Ramadan

Islamic Law

Ramadans Buch von 1961 gelesen

von Jacques Auvergne

25 Recht und Religion. Gesetzgebung in jeder Gesellschaft [bedeutet, dass] deren Mitglieder sich über ihr soziales Bedürfnis nach einer verbindlichen Rechtsordnung klar werden. Religion ist dagegen … eine göttliche Weisung, die für die Menschen verbindlich wird, ohne dass ihnen die Möglichkeit offen steht, selbst zu wählen und darüber zu diskutieren. Solche göttlichen Weisungen werden dann von der Geistlichkeit allein in die Hand genommen. Wie aber lässt sich nun das islamische Rechtswesen charakterisieren?

Durch unnatürliche Lebensweise, Legendenbildung und Korruption (25) sei es im Laufe der Menschheitsgeschichte zu einer Entfremdung (25) der beiden ursprünglich verbundenen Sphären Recht und Religion gekommen. Da nach der islamischen Doktrin der fitra jeder Mensch naturhaft Muslim ist, werden jüdische Textverfälschung sowie christliche Tradierung des verfälschten Textes bei der Etablierung des entfremdeten rechtlichen Denkens, wie es sich im islamfeindlichen Dogma der Trennung von Staat und Religion manifestiert, ihre verderbliche Rolle gespielt haben.

Zurück zu Ganzheitlichkeit, Naturreligion und gesellschaftlicher Harmonie führe nichts als die islamische Lebensweise, zu welcher auch die humanistisch-säkular angekränkelten Muslime mit den Forderungen al‑islām »dīn wa daula« (Der Islam ist Glaube und Staat) beziehungsweise al‑islām »huwa l‑hall« (Der Islam ist die Lösung) einzuladen (dawa) und zu ermahnen (hisbah) sind.

12 Nur die Scharī‘a (also Koran und Sunna) [bringt] den wahren Sinn des Gesetzes im Islam zur Entfaltung und [steckt] seinen rechtlichen Geltungsbereich ab. Durch den Ausschluss jeder anderen gesetzgebenden Gewalt außer der Scharī‘a wird sowohl das Konzept wie auch die Anwendbarkeit des islamischen Rechts vom Erbe verschiedener Einflüsse befreit, das sich dort angesammelt hat.

Es gelte, das System der islamischen Rechte und Pflichten (scharī‘a) von den Verschmutzungen der Jahrhunderte zu befreien. Der Dreck muss weg: Säkularität, allgemeine Menschenrechte, Apostasie oder eine Meinungsfreiheit, welche auch Islamkritik einschließt, all dies sieht Said Ramadan als einen die reine Sitte behindernden Schmutz an.

Demokratiegeschichte wird in dieser Betrachtungsweise zu kosmischem und sozialem Dreck, der im putzmittelgleichen Einsatz (hisbah, dschihād) für die wahre Lebensweise (islām) aus dem sich muslimisierenden Familienleben, Straßenzug oder Stadtviertel herauszuwaschen sei.

104 Der Islam betrachtet die Religion als den Bereich, in dem bewusst Verantwortung angestrebt und getragen wird.

Die Glaubensstarken als zur Machtergreifung berufen. Verantwortung klingt ja zunächst sehr mitfühlend. Die Nichtreligiösen sind in dieser Logik aus der gesellschaftlichen Verantwortung heraus zu drängen. Der Theofaschimus der Muslimbrüder wird als Bewegung der Sozialaktivisten dargestellt. In dieser Großzügigkeit verglich etwa die evangelische Pfarrerin und langjährige Islambeauftragte Dr. Beate Sträter („Zwischen Radikalisierung und Integration. Politischer Islam in Ägypten und christliche Befreiungstheologie in Brasilien“) den Muslimbruder Sayyid Qutb mit dem brasilianischen Befreiungstheologen Leonardo Boff.

Irgendwann haben die Glaubensbewegten den Marsch durch die Institutionen geschafft und sitzen an den ihnen von Allāh zugebilligten Hebeln der Macht. Oder, anders: Wer politisch herrscht, kann nur religiös sein. Auf diese Weise wird, ganz im Stil der antiken persischen Despotien, jede Herrschaft zur irdischen Frömmigkeit. Der fromme Tyrann als Stellvertreter Allahs auf Erden (Kalif). Islam als Politreligion und Herrschaftskult, Herrschaft als Gebet. Frauenunterdrückung als Gebet, Dhimmientrechtung als Gottesdienst.

106 Nichtmuslime in einem islamischen Staat. Die Errichtung eines solchen Staates [wird] als unabdingbar angesehen, in dem alle Lebensbereiche entsprechend dem islamischen Glaubensgehalt zu gestalten sind. … Wie sieht der Status jener Bewohner aus, die sich der Ideologie des Staates nicht anschließen?

Der unsichtbare Gott Allāh hat sich dafür den religiös diskriminierten staatsbürgerlichen Status des dhimmī ausgedacht:

109 Die Zugehörigkeit zum islamischen Staat wird den Nichtmuslimen entsprechend dem arabischen Konzept der ahl al‑dhimma oder der dhimmīs zugestanden, was soviel bedeutet wie »jene, deren Pflichten dem Gewissen und der Verantwortung des Staates oder der Nation anvertraut sind«. Sie werden auch als al‑mu’āhidūn, das heißt »die Vertragschließenden« oder »die Teilnehmer an einem Bündnis« genannt, denn ihre Zugehörigkeit zur Nation beruht auf Verträgen, die von ihnen oder ihren Vorfahren und dem islamischen Staat abgeschlossen worden sind.

Die Vertragschließenden, die Teilnehmer eines Bündnisses – das ist doch nicht etwa das, was unser Innenminister Dr. Wolfgang Schäuble gerade hinter seinen undemokratisch verschlossenen Palasttüren im Rahmen der Deutschen Islamkonferenz (DIK) austüftelt?

Nichtmuslime sollten äußerste Vorsicht walten lassen, wenn sie mit einer Politreligion verhandeln, die als Staatsgründung angelegt worden war. Wir dürfen vermuten, dass sich die religionsbedingt frauenfeindliche Islamische Weltliga und die gewaltbereite Muslimbruderschaft bereits heute im Sinne Said Ramadans als Islamstaat verstehen. Die islamische Orthodoxie gibt ihnen jedes Recht dazu. Denn die der Muslim World League (Rabitat al‑alam al‑islami[1]) oder der Muslim Brotherhood (al‑ichwān al‑muslimūn) angeschlossenen das heißt unterworfenen Islamverbände werden auch in Europa und Deutschland danach streben, Individualrechte (zunächst diejenigen für muslimische Frauen) aufzulösen und Kollektivrechten (Imam-Ehe, Apostasieverbot) zu unterwerfen.

Islamkritik wird (bewusst) fälschlich verstärkt als Rassismus oder Volksverhetzung bezeichnet werden. Was am 26. März 2009 bereits geschehen ist, an einem Tag, an dem die von der Organization of the Islamic Conference (OIC) vertretenen Staaten in Genf vor der UN fordern durften, künftig eine „feinfühlige Balance (delicate balance) zwischen Meinungsfreiheit und Respekt vor Religionen“ einzuhalten[2].

Delicate balance. Der anfallsweise sadistische Allāh, irdisch vertreten durch die OIC, strebt eben auch in den Vereinten Nationen nach zivilisiertem Feingefühl und interreligiöser Harmonie. Wer einen Schlag auf den Kopf bekommt, hatte vorher doch ohne Frage den Islam feindselig angegriffen.

Der politische Islam muss die Frau herabwürdigen, die Standards des Gleichheitsfeminismus oder auch nur der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948) kann der politische Islam von fiqh und scharī‘a nicht dulden und wird sie noch auf Jahrzehnte mit Schmeichelei (iham) und Lüge (taqiyya) angreifen. Die Kinder und Enkel der muslimischen Einwanderer werden sich von ihrer geistlichen Obrigkeit (Großmufti Cerić, Europäischer Fatwa‑Rat, Milli Görüş) mehr oder weniger stark erpressen lassen. Kräfte in allen bundesdeutschen Parteien und beiden großen deutschen Kirchen arbeiten dieser kalifatsähnlichen Struktur zu.

Skepsis mag zulässig sein, wenn sich ohne hörbare Distanz von Scharia und dhimma ein UN-Komitee „Allianz der Zivilisationen“ nennt, allein der verwendete Plural sollte Anhänger der universellen Menschenrechte alarmieren. Dieser UN-Behörde, deren Vorsitz ein UN-Generalsekretär und derzeit der ehemalige Präsident Portugals Jorge Sampaio hat, steht ein „Forum Allianz der Zivilisationen“ nahe, das von Spanien und der Türkei ins Leben gerufen wurde. Im April 2009 tagt das „Forum Allianz der Zivilisationen“ zum zweiten Mal und im zunehmend islamistisch geprägten Istanbul, prominentester Gast ist US‑Präsident Barack Hussein Obama. Obama fordert die Vollmitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union, was wir Europäer allerdings aus geographischen, historischen, finanziellen und islamkritischen Gründen sehr ablehnen.

Will das „Forum Allianz der Zivilisationen“ ein mit dem Gedankengut eines Said Ramadan völlig verträgliches weltweites Pseudo‑Kalifat errichten, in dem alle Muslime nach der „ewigen und unverhandelbaren“ (Cerić) Scharia leben dürfen und die Allgemeinen Menschenrechte von 1948 der Vergangenheit angehören werden? Wird das Forum Allianz der Zivilisationen zu einer antidemokratischen Waffe gegen Fundamentalismuskritik namentlich Islamkritik? Die pakistanische nation.com.pk vom 22.03.2009 nennt als Ziel des Forums den Dialog zwischen dem Westen und der muslimischen Welt – von Hinduismus, Shintoismus, Judentum, Atheismus oder Ex‑Muslimen ist ebenso wenig die Rede wie von Frauenrechten oder universellen Menschenrechten[3]. Das entspricht ärgerlich stark dhimma, beispielsweise dem in Said Ramadans Buch Das islamische Recht lobend erwähnte Vertrag von Nadschran (Nadschrān). Ort des Forums ist das luxuröse Kempinski-Hotel, gelegen im ehemaligen osmanischen Sultanspalast Çirağan[4].

Völlig schariakonform und ziemlich islamistisch zeigt sich seit einigen Jahren der UN‑Menschenrechtsrat, der am 20. April 2009 (vielleicht kein Zufall: Adolf Hitlers 120. Geburtstag) in Genf zur Durban-Nachfolgekonferenz genannt Durban II zusammentritt und den zu boykottieren verantwortungsvolle und freiheitlich-demokratische Stimmen wie Ralph Giordano, Seyran Ateş und Necla Kelek aufrufen[5].

114 Denn es besteht keinerlei Zweifel darüber, dass die ahl al‑dhimma Bürger des islamischen Staates sind. [Wobei] es eine gewisse Differenzierung zwischen muslimischen und nichtmuslimischen Untertanen gibt.

Staatsbürger wie die Christen von Nadschrān, dem im Süden des heutigen Saudi‑Arabiens gelegenen einstmaligen wichtigsten Zentrum der arabisch-byzantinischen Christen? Bis im Jahre 631 Feldherr Mohammed sprich der Islam kam und den Christen einen kultursensiblen Vertrag anbot. Gegen freiwilliges Bezahlen von abgepresstem Schutzgeld durften die Christen am Leben bleiben und, dem Rechtgläubigen zum abschreckenden Beispiel, ihrer sittlich minderwertigen christlichen Religion frönen. Das Abkommen von Nadschrān zu brechen hatte wenig später Kalif Uthman die von Allāh auferlegte schwere Pflicht (kismet). Said Ramadan hält das Bezahlen von Dschizya für völlig unvereinbar mit irgendeinem Zwang oder mit einer Demütigung.

120 Es ist auch völlig ausgeschlossen, dass dschizja den Nichtmuslimen dafür auferlegt werden könnte, dass man »sie leben lässt«. Denn im Koran heißt es ausdrücklich: »Und ihr sollt nicht das Leben töten, das Gott unverletzlich gemacht hat, es sei denn nach Recht«.

Nach Recht töten geht schon in Ordnung. Plausibel ferner: Ein toter Dhimmi kann keine Dschizya mehr zahlen. Also leben lassen, den Dhimmi. Und zahlen lassen schon, doch nicht, um ihn am Leben zu lassen. Alles klar?

120 Das Wesen der dschizja lässt sich am besten verstehen, wenn wir uns ins Gedächtnis rufen, dass Nichtmuslime nicht zum Wehrdienst verpflichtet sind.

… klar, die Juden und Christen dürfen im Islamstaat keine Waffen tragen. Nicht, dass die Ungläubigen auf dumme Gedanken kommen und mit scharfem Säbel ihre muslimischen Herren angreifen, hören wir weiter:

120 Das ist durchaus gerecht im Hinblick darauf, dass der islamische Staat auf einer Ideologie beruht, an die die Nichtmuslime nicht glauben.

Staatsbürger glauben nicht an den Staat? Müssen Ungläubige sein.

Doch kümmert sich der Muslim als solcher geradezu rührend um seine unmündigen Dschizyabezahler:

134 Es ist daher nicht zulässig, die Freiheit des Einzelnen in irgendeiner Weise einzuschränken, außer wenn er die ihm gesetzlich zustehenden Rechte auf Kosten der Rechte und der Unantastbarkeit anderer überschreitet oder die Interessen des Volkes durch ungesetzliches Handeln schädigt. Jede Einschränkung der oben erwähnten Freiheiten stellt eine Abweichung vom Wort und Gehalt des islamischen Rechts dar. Das Verantwortungsgefühl jedes Menschen sich selbst und Gott gegenüber, so wie es im Koran festgelegt ist, geht Hand in Hand mit der Achtung des Menschen und der menschlichen Würde, auf die jeder Anspruch hat.

Freiheit ja, soweit Allāh nicht sauer wird. Menschenrechte sind koranische Menschenrechte. Da wird dem Dieb auch schon mal eine Hand abgehackt oder der Islamkritiker (offensichtlich ein Mensch ohne „Verantwortungsgefühl“) bedroht oder ermordet.

134 Insbesondere bezüglich der nichtmuslimischen Bürger hat der islamische Staat darauf zu achten, dass ihre Rechte in jeder Hinsicht gut abgesichert sind.

Islam ist reinste Sozialversicherung! Die Barbaren kamen zu vorislamischen Zeiten der Unwissenheit (dschāhiliyya) auch sicherheitspolitisch nicht gut klar. Jetzt ist der Wachdienst in die Stadt eingerückt und wird das Schutzgeld abgedrückt.

135 [Pakistan 1951, islamische Verfassung, Artikel 7] »Die Bürger haben Anspruch auf alle Rechte, die ihnen vom islamischen Gesetz zugestanden werden, d. h. es wird ihnen im Rahmen des Gesetzes volle Sicherheit für Leben, Eigentum und Menschenwürde, Religions- und Bekenntnisfreiheit, Freiheit in der Glaubensausübung, freie Meinungsäußerung, Bewegungsfreiheit, Freiheit in Bezug auf den Anschluss an eine bestimmte Gemeinschaft, Freiheit in der Berufswahl, Chancengleichheit und das Recht auf Inanspruchnahme öffentlicher Einrichtungen und Dienstleistungen zugestanden.«

Alle Rechte, die islamgesetzlich erlaubt sind. Das ist der Schariavorbehalt, wie er nun auch in den gescheiterten staatlichen Neugründungen von Afghanistan und Irak alle Muslimas und alle männlichen und weiblichen Nichtmuslime diskriminiert.

Wer wie Abdul Rahman in Pakistan zum Christentum konvertiert, wird als geisteskrank erklärt oder relativ spontan durch Muslime getötet. Dem Islamapostaten gelang es glücklicherweise, in Italien Asyl zu beantragen[6].

135 [Pakistan 1951, islamische Verfassung, Artikel 11] »Alle Verpflichtungen, die der Staat im Rahmen der Scharī’a gegenüber den nichtmuslimischen Bürgern eingeht, werden in vollem Umfang eingehalten.«

Halbierte Grundrechte, diese aber bitte vollständig. Ein juristisch entrechteter geheiligter Status den Schutzbefohlenen (Dhimmis), dieser aber ist hundertprozentig zu gewährleisten. Wie Sie sehen: Islam gewährleistet. Mit gutem Gruß, Ihr Koordinierungsrat der Muslime (KRM).

115. Dschizja. Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als handle es sich um eine ungleiche Behandlung vor dem Gesetz. Und es ist tatsächlich so, dass hier eine gewisse Ungleichheit vorliegt, doch nicht – wie wir noch sehen werden – eine Art von Ungleichheit, die man als »Diskriminierung« beschreiben könnte. … Viele Autoren, muslimische wie nichtmuslimische, haben die Einrichtung der dschizja missverstanden und sind sogar teilweise so weit gegangen, dass sie darin eine Beschränkung der vollen Staatsangehörigkeit auf die Muslime allein gesehen haben.

Said Ramadan verteidigt das angeblich von Allahgott erfundene steuerliche Apartheidssystem, das Nichtmuslime mit der Schutzsteuer dschizya[7] belegt. Immerhin gibt Ramadan zu, dass es in Bezug auf die islamisch definierten ethno‑religiösen Menschenklassen „gewisse Ungleichheit“ gibt.

Wie sagte es doch der gottesfürchtige Ayatollah Chomeini: „Juden und Christen sind dem Schweißgestank von Kamelen und Dreckfressern gleichzusetzen und gehören zum Unreinsten von der Welt[8]“. Da werden sie wohl eine Sondersteuer zahlen müssen, die sich aus den gewissermaßen hygienischen Gründen der „ewigen und unverhandelbaren“ (Cerić) Scharia banktechnisch nicht mit der gebetgleich reinigenden Sozialabgabe (zakāt, zakāh) der Muslime vermischen darf.

Islamstaat (islām) ist eben auch Finanztechnik (Islamic Banking). Muslimischerseits erbeutetes Raubgut jedoch wird durch das heldenhafte Tun gereinigt. Im Umlauf in dieser verschmutzten, verführerischen Welt ist jedoch auch dämonisches, dreckiges Geld. Letzteres nimmt der arabische (und nationalsozialistische) Antisemitismus gerne als jüdisches Geld an. Wie das Jerusalem Zentrum erforscht, gilt es in der arabischen Öffentlichkeit und Presse als völlig normal, die Juden als geldgierig und als mit ihrem (antiislamischen, widergöttlichen) Geld die Erde beherrschend darzustellen[9].

Der Islam kennt noch ein weiteres reinigendes, gebetgleiches Geld, die diyya[10]. Diyya heißt Blutgeld und ist im Koran für alle Zeit vorgeschrieben. Multikulturelle Islamversteher oder einfach Imame behaupten, die diyya sei eine Versicherungssumme und würde die ansonsten leider (ebenfalls koranische) Tötung des Mörders vermeiden helfen. In Saudi‑Arabien hat Allahs kultursensibel und differenziert gedachtes Blutgeld Verfassungsrang. Eine Tötung ist für den Islamgott eben nicht unbedingt dasselbe wie eine Tötung.

Rials – ermordet wurde – in Euro

100.000 Muslim, männlich 20.000

50.000 Muslima 10.000

50.000 Christ, männlich 10.000

25.000 Christin 5.000

6.666 Hindu, männlich 1.250

3.333 Hindu, weiblich 650

Das islamische Recht (Allāh, Said Ramadan) des Iran kennt neben der sittlich gebotenen halben Entschädigungssumme für die Frau gewisse verbotene (harām) Monate, in denen Kriegsführung (dschihād) islamisch traditionell als unschicklich gilt und in denen sich die diyya anständigerweise verdoppelt. Wer in den verbotenen Monaten einen Mord begeht, muss wohl einen besonders triftigen Grund für sein reinigendes Tun des Tötens (Ehre waschen, vgl. Ehrenmord) gehabt haben.

Der Staat Gottes auf Erden, Iran, bedenkt das Blut der Angehörigen der religiösen Minderheit der Bahá‚í als unrein (mobah), eine Ausgleichszahlung braucht nicht zu erfolgen. Blut ist für Allahgott eben nicht gleich Blut[11].

118. [dschizya] Das arabische Wort sāghirūn …, das »sich ergeben« oder »unterworfen sein unter« bedeutet, [ihm] wurde in vielen Übersetzungen dem Sinn nach etwas von Demütigung beigegeben. Aber … dasselbe Wort, das im Koran [in 7:119] gebraucht wird … im Zusammenhang mit den Zauberern des Pharao in dem Moment, als sie sich Moses unterwarfen, [damit also] muss der Gedanke der Demütigung ausgeschlossen werden; denn ihre Unterwerfung war ein von Würde getragener Akt des Glaubens, wenngleich sie dabei von Demut erfüllt waren.

Nun sprechen wir aber nicht vom Jahrtausend alten Ägypten, sondern von der dschizya der islamstaatlichen Dhimmis. Blumig plaudert Said Ramadan über die (was den Moses in Ägypten betrifft übrigens dem Judentum entlehnte oder vielmehr geklaute) Legende der höflichen Überreichung von Geschenken. Christen mögen an die heiligen drei Könige denken, die das neugeborene Kind Jesus beschenkten. Gemeinte menschliche Relationen der Wertschätzung, die islamrechtlich ganz anders gemeint sind.

Dem Wort sāghirūn (yaden wahum saghirun; an yad wa‑hum saghirun) braucht nicht erst, mit Ramadan gesprochen „in Übersetzungen etwas von Demütigung beigegeben zu werden“. Sāghirūn heißt knechten, erniedrigen, unterjochen, die Unterwerfung spüren lassen. Der geplant entwürdigende Bezahlvorgang der Juden und Christen bestand über Jahrhunderte aus einer öffentlichen Demütigung, in der sie, sich verbeugend, einen koranisch garantierten Stockschlag in den Nacken erhielten während sie den muslimischen Herrenmenschen ihren Tribut entrichteten. Said Ramadan bezeichnet derartige Menschenverachtung als „ein von Würde getragener Akt des Glaubens“, was für die islamrechtlich zum geheiligten Sadismus Befugten ja vielleicht zugetroffen haben mag. Das Tun der Opfer („wenngleich sie von Demut erfüllt waren“) hingegen als würdevollen Glaubensakt zu bezeichnen, sollten sich weder Nichtmuslime noch säkulare Muslime bieten lassen.

147 Wir kommen also zu dem Schluss, dass eine Differenzierung auf dem Gebiet des Personenrechts keineswegs als Diskriminierung aufgrund der Religionszugehörigkeit bezeichnet werden kann.

Aha, wir sollen die geheiligte Diskriminierung, die ein sich (berechtigt) auf Koran und Scharia berufendes islamisches Recht für jeden dhimmī beim Erben oder Heiraten vorsieht, nicht Diskriminierung nennen, sondern Religionsfreiheit. Islamjurist Said Ramadan betreibt die Wissenschaft der Zaubersprüche und verhöhnt die aus Allahs Sicht sittlich minderwertigen Europäer. Die allerdings Herrn Hassprediger Ramadan jetzt nicht des Landes verweisen, wie das vielleicht sogar Ägypten getan hätte, sondern derartigen Kulturrassismus beglückt entgegennehmen (Ramadans Doktorvater war der Kölner Professor Kegel[12]) und, je nach Jahrzehnt, als exotisch, multikulturell oder kultursensibel preisen.

147 [Die Differenzierung auf dem Gebiet des Personenrechts] ist im Gegenteil der in den juristischen Bereich übertragene Ausdruck einer ideologischen Koexistenz, die Hand in Hand geht mit der vollkommenen Integrität aller religiösen Gruppierungen, die innerhalb eines islamischen Staates leben.

Scharia für alle. Nur im Kalifat herrsche Religionsfreiheit. Die Täter-Opfer-Beziehung, wie sie der geheiligte Sadismus des orthodoxen Islam vorgibt, will uns Autor Ramadan als Lebensweise der Koexistenz verkaufen. Sicherlich, vor und vor allem nach 1933 begannen nichtjüdische Deutsche und deutsche Juden nebeneinander her zu leben (rassistische Segregation), verbunden durch ein einheitliches Rechtssystem, sozusagen in Koexistenz.

Liebe Miteuropäerinnen und Miteuropäer, der Islam ruft uns zur Eintracht auf: Koexistiert! Die dhimma oder das osmanische Millet-System als Referenzmodell der Multikultur anzubieten, diese zivilisierende Haltung konnte seit 2000 zunehmend unsere Kirchentage, Ausländerbeiräte und Islamseminare dominieren. Auf eine solche, zivilisierende Weise wird der Idealismus und Altruismus des Said Ramadan die Intoleranz der barbarischen Anhänger von universellen Menschenrechten, Gleichberechtigung von Mann und Frau oder Säkularität letztlich vielleicht doch noch erfolgreich überwinden können.

Gönnen wir dem praktizierenden Muslimbruder das Schlusswort an islamischer taqiyya:

133 [Es] dürfte keine Übertreibung sein, wenn wir zu der Schlussfolgerung gelangen, dass alle Grundsätze der Ethik und Menschenwürde gleichermaßen für die muslimischen wie auch für die nichtmuslimischen Untertanen des islamischen Staates Gültigkeit haben.

Bei der Werbung (dawa) für die schariatische Gegenkultur darf man schon mal kraftvoll lügen. Ramadan argumentiert andererseits völlig schlüssig, jeder von uns ist der totalitären islamstaatlichen Pflichtenlehre (Scharia) unterworfen.

Jacques Auvergne

Literatur

Said Ramadan: ISLAMIC LAW – IST SCOPE AND EQUITY. Bei P. R. Macmillan Ltd., London 1961. Ins Deutsche von Fatima Heeren als: Said Ramadan: Das Islamische Recht – Theorie und Praxis; bei Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1979


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3 Antworten to “Said Ramadan”

  1. Jacques Auvergne Says:

    „Ich weiß nicht, was Sie unter Scharia verstehen. Ich wüsste ganz viele Scharias, die in sehr vielen Kernbereichen nicht übereinstimmen. Je nachdem, von welchem Land, welcher Tradition und welcher Rechtsschule wir sprechen – es gibt nicht die „eine“ Scharia.“

    Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) am 06.05.2015


    Ausgerechnet im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe! Scharia im Plural spürt jedenfalls vermarktet ein Islamverharmloser und insbesondere Schariaverharmloser von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

    Omid Nouripour:

    Sie nennen Suren in die eine Richtung und ich zitiere welche in die andere Richtung. Mal sehen, wer am Ende gewinnt. Dann haben Sie gesagt, in der Scharia wäre die Apostasie mit der Todesstrafe belegt. Ich weiß nicht, was Sie unter Scharia verstehen. Ich wüsste ganz viele Scharias, die in sehr vielen Kernbereichen nicht übereinstimmen. Je nachdem, von welchem Land, welcher Tradition und welcher Rechtsschule wir sprechen – es gibt nicht die „eine“ Scharia. Eine Scharia gibt es nur auf Seite eins in der Headline, aber nicht im Text.

    aus:
    Deutscher Bundestag
    Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe
    Protokoll-Nr. 18/35
    Protokoll der 35. Sitzung vom 6. Mai 2015

    (Seiten 30-31 von 45)

    Markus Rode (Open Doors Deutschland)
    (Hier Seite 35 bis 36.)

    […] Ich glaube das Entscheidende ist aber, dass wir deutlich machen, dass wir in vielen Ländern dieser Welt Christen haben, die mehrheitlich in islamischen Ländern leben und massiv unterdrückt werden. Christen, die jeden Tag Verfolgung erleben und zwar mit Rufen „Allahu Akbar“. Ich möchte das Beispiel von Nigeria bringen. Wir haben ein großes Team in Nigeria und zwar in einem Bundesstaat, der genau zwischen den nördlichen Bundesstaaten liegt, also den islamischen, wo die Scharia eingeführt ist, und den christlichen. Dort wurde in einer Moschee die Stimmung aufgeheizt. Daraufhin sind bewaffnete Muslime in die christlichen Viertel gezogen. Man kannte genau die Namen der Pastoren, die dort wohnten. Man hat die Häuser niedergebrannt und die Christen gezielt getötet. Mit den Witwen, Waisen und Hinterbliebenen haben wir unmittelbar zu tun. Die haben sich darüber beklagt, dass in der Presse weltweit veröffentlicht wird, dass dieser Konflikt überhaupt nichts mit Religion zu tun habe, sondern dass es bei dem Konflikt um Land und soziale Belange geht. Wir wissen aber, was wirklich geschehen ist. Das ist für uns ein Schlag ins Gesicht. Wir wissen genau, was die Motivation war. Ich glaube, an dieser Stelle muss man einfach auch denen, die keine Stimme haben, die Möglichkeit geben, dass sie auch die Wahrheit sagen können. Und dass man das nicht vertuscht, weil man sagt „Oh, das heizt die Stimmung noch viel mehr an, deshalb müssen wir es durch etwas anderes ersetzen.“ Das ist nicht der Weg, den wir gehen dürfen. Deshalb veröffentlichen wir auch nicht den Weltverfolgungsindex, um muslimische Staaten an den Pranger zu stellen. Ich möchte auch nicht Suren mit Ihnen austauschen, sondern wir möchten auf die Situation der Menschen aufmerksam machen, die wegen Apostasie in Gefängnissen sitzen – die eben nicht in Gefängnissen sitzen, weil man sagt, sie haben etwas geklaut. Es gibt ja auch falsche Anklagen. Viele werden angeklagt, weil es heißt, sie hätten angeblich Rauschgift gehabt. Das wurde ihnen untergeschoben. Aber die Wahrheit ist, dass es sich um den Vorwurf der Apostasie handelt. Im Iran sitzen im Moment Christen wegen Apostasie im Gefängnis. Iran ist ein islamischer Gottesstaat. Jetzt müssten Sie im Prinzip, weil Sie eben eine andere Auffassung vom Islam als Saudi Arabien, Iran, Afghanistan und viele andere Länder haben – von den 50 Ländern im Weltverfolgungsindex sind 40 islamische Länder – denen sagen, dass dies nichts mit dem wahren Islam zu tun hat. Doch das sind Fakten. Das heißt, in diesen Ländern werden Christen am härtesten verfolgt. Jetzt kann man natürlich diskutieren und sagen, das habe mit dem Islam eigentlich nichts zu tun. […]

    (Potokoll relevant u. a. zu den Stichworten Menschenrechte, AEMR, Menschenrechtsbildung, Open Doors und Christenverfolgung, Islam und/als Islamisches Recht / Scharia, Blasphemie, FGM und MGM, Sozialrassismus.)

    https://www.bundestag.de/blob/387228/7ba6da167a85c56f644aab6b454252ba/protokoll_oea_06-05-2015-data.pdf


    Was soll die Diskussion über Kopftuch und Burka? Im Islam gibt es kein Kopftuch. Im Islam gibt es keine Burka. Im Islam gibt es die Fitra (fiṭra), das Geschaffensein durch und Ausgerichtetsein auf Allah, die Awra (ʿaura), den zu verhüllenden Schambereich, bei der Muslima ist (mindestens) der gesamte Körper bis auf Hände und Gesicht Teil ihrer Awra, sowie die Scharia, die Schöpfungsordnung und irdisch durchzusetzende islamische Gesetzlichkeit. Omid Nouripur sagt nichts Schlechtes über Fitra, Awra, Scharia (fiṭra, ʿaura, šarīʿa) und lässt die Dhimmis von morgen noch ein Weilchen über Kopftuch und Burka diskutieren. Der Grünen-Außenexperte will die Burka erlaubt wissen und kämpft gegen ein Burkaverbot:

    „Ein Verbot würde nur dazu führen, dass diese Männer ihre Frauen nicht mehr auf die Straße lassen.“

    [Genau. Sie müssten im Haus bleiben. Wie jede muslimische Ehefrau.]

    (Bild vom 01.12.2014)

    http://www.bild.de/politik/inland/burka-verbot/debatte-um-burka-verbot-cdu-vize-kloeckner-38793420.bild.html


    69937: Ruling on her going out of the house without her husband’s permission and travelling without a mahram

    […]

    ‘Umar ibn al-Khattaab said: “Marriage is slavery, so be careful with regard to whom you give your daughter for enslavement.” In al-Tirmidhi and elsewhere it is narrated that the Prophet (…) said: “I urge you to treat women well, for they are prisoners with you.”

    So a woman is like a slave or prisoner of her husband, and she cannot go out of his house except with his permission, whether her father, her mother or anyone else tells her to do that, according to the consensus of the imams. End quote.

    Al-Fataawa al-Kubra, 3/148

    Ibn Muflih al-Hanbali said:

    It is haraam for a woman to go out of her husband’s house without his permission, except in cases of necessity, or shar’i obligations. End quote.

    Al-Adaab al-Shar’iyyah, 3/375

    […]

    http://islamqa.info/en/69937

  2. Jacques Auvergne Says:

    نجران
    Naǧrān
    Najran
    Nadschran
    __________

    Christian community of Najran

    [ The Christians of Najran were divided into two sects: a variety of Nestorianism, and a form of anti-Chalcedonianism / Non-Chalcedonianism. ]

    https://en.wikipedia.org/wiki/Christian_community_of_Najran

    Muhammad hatte offizielle Briefe an die Herrscher mehrerer Länder verschickt und sie zum Islam eingeladen. Zwei dieser Briefe richteten sich an die Christen von Nadschran. Sie wurden von Khaled ibn al-Walid bzw. Ali bin Abi Talib überbracht.

    ___p://islamaufdeutsch.de/prophet-muhammad-s/954-der-prophet-muhammad-und-die-christen

    Um 630 reiste eine Delegation von Geistlichen von Nadschrān nach Medina. Sie brachten zum Ausdruck, dass sie sich zwar der politischen Macht des Propheten fügen, aber nicht zum Islam übertreten wollten, weil sie sich selbst im Besitz der wahren Religion sahen. In diesen historischen Zusammenhang wird von der islamischen Tradition die koranische Aussage gestellt, dass Jesus vor Gott Adam gleiche und wie er allein durch das Schöpferwort kun („Sei!“) erschaffen worden sei (Sure 3:59). Mohammed soll dieses Koranwort den christlichen Geistlichen aus Nadschran entgegengehalten haben, als es zu einem Streit über die von den Christen behauptete Gottessohnschaft Jesu‘ kam. Anschließend, so berichten die arabischen Quellen, forderte er die Geistlichen zur Herbeiführung eines Gottesurteils über die Wahrheit der beiden religiösen Positionen durch gegenseitige Verfluchung auf (vgl. Sure 3:61), was diese jedoch ablehnten. Schließlich einigte man sich darauf, dass die Leute von Nadschran dem Propheten einen jährlichen Tribut von 2000 Kleidungsstücken entrichten sollten, wofür umgekehrt der Prophet ihnen den Schutz für Leben und Religion zusicherte. Der Vertrag darüber, der in den Siyar von asch-Schaibānī und verschiedenen Werken überliefert ist, wurde unter den Kalifen Abū Bakr und Umar ibn al-Chattab erneuert.

    Im Jahre 641 wurden aber die Christen von Nadschran mit dem Vorwurf konfrontiert, sie hätten Zinswucher betrieben, und aufgefordert, die Stadt zu verlassen.[4] Viele von ihnen wanderten in den Irak aus, wo sie sich in der Nähe von Kufa in einem Ort niederließen, den sie Nadschānīya nannten.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Nadschran

    Als die Nadschran Christen Prophet Muhammed

    (Harun Yahya)

    [ ___p → http ]

    ___p://www.harunyahya.de/de/Artikel/203814/die-medina-abmachung-war-ein

    the noble Prophet accepted a Christian delegation from Najran

    (Fethullah Gülen)

    ___ps://books.google.de/books?id=pRpRCwAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Das Datum, an dem die Christen von Nadschran Muhammad besuchten, ist nicht genau bekannt.

    (Tariq Ramadan)

    https://books.google.de/books?id=8u-71AgPzeoC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Ein anderes Beispiel ist die Mubahala [das Herabrufen des Fluchs Gottes auf Lügner], als der Prophet die Christen aus Nadschran einlud.

    (Fethullah Gülen)

    ___p://de.fgulen.com/content/view/211/18/

    Event of Mubahala

    Event of Mubahala refers to a debate in which Islamic prophet Muhammad was on one side and the Christians of Najran were on other side […]

    https://en.wikipedia.org/wiki/Event_of_Mubahala

    Mubāhala (مباهلة) war im alten Arabien ein Ritual der gegenseitigen Verfluchung, um im Sinne eines Gottesurteils die Wahrheit erkennen zu können. Der Fluch Gottes sollte über den heraufbeschworen werden, der irrt.

    Auch Mohammed hat auf diese Form des Ordals zurückgegriffen, und zwar im Rahmen seiner Auseinandersetzung mit christlichen Abgesandten der Oase Nadschran über die Göttlichkeit Jesu. Nach der Überlieferung von Ibn Ishaq forderte Mohammed die Christen zur Unterwerfung auf. Die jedoch antworteten, man habe sich bereits Gott unterworfen. Mohammed bezichtigte sie der Lüge, da sie Schweinefleisch äßen, das Kreuz anbeteten und behaupteten, Jesus sei der Sohn Gottes und forderte sie unter der Rezitation folgender Koransure zu einer Mubahala auf.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Mub%C4%81hala

    In a pamphlet, he challenged Thalib to stage a mubahala, a term derived from its Arabic root bahla, which literally means „cursing each other.“ A mubahala is a sort of prayer challenge in which the disagreeing parties meet and appeal God to render a verdict by placing his curse on the liars among the participants.

    (Laskar Jihad: Islam, Militancy, and the Quest for Identity in Post-New Order Indonesia, von: Noorhaidi Hasan. Seite 82.)

    https://books.google.de/books?id=cTHqqDr61dMC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    »Und wenn Herr Raddatz ein Hassprediger und Lügner ist, dann möge der allmächtige Schöpfer ihn für seine Verbrechen bestrafen und diejenigen, die trotz mehrfacher Hinweise auf die verbreiteten Unwahrheiten von Raddatz immer noch bestehen, auch.«

    Frau Raddatz muss nicht lange überlegen: Das ist ein Mordaufruf. Ein Mordaufruf gegen ihren Mann. Sie eilt zu ihm, er schreibt gerade an einem neuen Buch, Allahs Frauen – Djihad zwischen Scharia und Demokratie. Raddatz liest den Text, versteht ihn wie seine Frau. In den Folgetagen spricht das Paar mit befreundeten Orientalisten, alle kommen zu dem gleichen Schluss: Dies ist eine islamische Morddrohung, die erste gegen einen Deutschen. Am nächsten Tag rufen die Raddatz die Polizei. Sie erhalten Personenschutz. […]

    Yavuz Özoguz, 46 Jahre alt, kennt dieses Reaktionsmuster der Medien. Seit dem 11. September 2001, behauptet der Umweltschutztechniker und Betreiber der Internet-Seite Muslim-Markt, werde seine Frömmigkeit in Fundamentalismus umgedeutet. Dabei sei das Gebet kein Mordaufruf, sagt er, man habe es mit einer »Mubahala« zu tun, einer Art gegenseitiger Verwünschung. Da der Streit mit Raddatz auf dieser Welt nicht zu lösen sei, solle eben irgendwann Gott über die Angelegenheit richten.

    (Aus: Allahs Zorn (Matthias Stolz und Jochen Bittner), DIE ZEIT, 27.10.2005.)

    http://www.zeit.de/2005/44/Titel_44/komplettansicht

    The Christians of Najran near Yemen had a pact with the Holy Prophet „hereunder they were allowed to live in peace unless they indulged in any hostile activities against Islam. It was also stipulated that they would not indulge in usury. When Umar became the Caliph it was brought to his notice that the Christians of Najran had violated the peace pact in as much as they were indulging in usury, and were also guilty of activities hostile to Islam.

    Umar summoned the representatives of the Christians of Najran, and apprised them of the charge of violating the terms of the treaty.

    http://www.alim.org/library/biography/khalifa/content/KUM/13/6

    When Jews of Khaybar and Christians of Najran were ordered to settle elsewhere

    http://themuslimtimes.info/2014/03/19/hadrat-umar-ibn-al-khattab-his-generous-treatment-of-non-muslims/

    a contract of dhimma. […] He ordered the Banu Najran to evacuate their city, which they did, finding a new home in Iraq.

    (Religious Pluralism and Islamic Law: Dhimmis and Others in the Empire of Law, von: Anver M. Emon.)

    https://books.google.de/books?id=A7MDyXu6bacC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Khaybar. Expulsion of the Jews

    During the reign of Caliph Umar (634-644), the Jewish community of Khaybar were transported alongside the Christian community of Najran to the newly conquered regions of Syria and Iraq. As a settlement, Umar issued orders that these Christians and Jews should be treated well and allotted them land in their new settlements equivalent to the land they initially owned. However, Umar also forbade non-Muslims to reside in the Hejaz for longer than three days.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Khaybar

    Freitag 03. Oktober 2008
    Freitagspredigt / Hutba am Tag der offenen Moschee

    […] Die Zuvorkommenheit, die der Prophet beispielsweise den Christen aus dem Nadschran entgegengebracht hat, sollte uns als Vorbild dienen. Der Gesandte Gottes empfing diese Menschen in seiner Moschee, erlaubte ihnen während ihres Aufenthaltes dort zu wohnen und sogar ihre Gottesdienste in der Moschee zu verrichten. Uns steht es nicht zu, anders zu handeln, als unser Vorbild.

    (Millî Görüş IGMG, Irschad-Abteilung)

    ____p://www.igmg.org/islam/freitagspredigt/artikel/2008/10/03/hutba-tag-der-offenen-moschee.html

  3. Jacques Auvergne Says:

    Frankreich: 28 % für den Vorrang der Scharia

    Tja, man nennt es den Islam. Statt das Problem beim Namen (Fiqh sprich Islam, Scharia sprich Islam) zu nennen, lechzen die Postmodernisten (als da sind 1. die französischen Muslimbrüder als die ausgesprochen global denkenden Muslimbrüder, 2. Frankreichs Dhimmis von morgen) nach dem Frankreichislam mitsamt Frankreichmufti, denn der irgendwie ausländische Islam sei besonders radikal.

    Der eigentliche Islam hingegen sei eigentlich („im Kern“ …) problemfrei und besagter Frankreichislam bringe Frankreich das ganz große Glück.

    Ungefähr wie in Deutschland also, wo das Gefasel vom schlimmen politischen Islam bzw. radikalen Islam bzw. Salaf-Islam, vom Saudi-Islam bzw. Wahhabiyya-Islam sowie vom Türkei-Islam bzw. Erdogan-Islam schier kein Ende nimmt.

    Allah hingegen interessiert sich nicht für Staatsgrenzen. Schon Feldherr Mohammed kämpfte – mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln – global.

    Allahs Herrschaft ist weltweit durchzusetzen, Panislamismus ist Tautologie.
    .
    .

    28% sont pour la charia […] Le rapport, intitulé „Un islam français est possible“, avance que les musulmans comptent pour 5,6% des habitants de métropole, soit un pourcentage „moins important que ne l’avancent bon nombre de chiffres fantaisistes“, souligne en avant-propos Hakim El Karoui, ancien conseiller de Jean-Pierre Raffarin à Matignon et ex-président de l’Institut des cultures d’islam.

    (Une étude dresse un portrait des musulmans de France. Le Figaro, avec AFP, 18.09.2016.)

    http://www.lefigaro.fr/flash-actu/2016/09/18/97001-20160918FILWWW00014-une-etude-dresse-un-portrait-des-musulmans-de-france.php

    Un groupe de 28% est qualifié d’autoritaire par le rapport. Ces musulmans sont pour le port du voile intégral, considèrent que la Charia est au-dessus des lois de la République et utilisent l’Islam comme instrument de révolte, écrit l’Institut Montaigne.

    RTL

    http://www.rtl.fr/actu/societe-faits-divers/info-rtl-un-tiers-des-musulmans-de-france-ne-se-reconnaissent-pas-dans-la-republique-7784892922

    France: 29% of French Muslims Favor Sharia Over French Law

    (In addition, 50 percent of French Muslims between the ages of 15 and 25 subscribe to radical Islam, largely as a way to revolt against French society.)

    […] The survey was carried out in April and May 2016 by Ifop (French Institute of Public Opinion) and was commissioned by the Institut Montaigne, a conservative think-tank. From the survey of 15,459 people aged 15 and over, a sub-group of 1,029 Muslims was analyzed […]

    To measure the religious fervor of Muslims, the survey classified respondents into three categories:

    1. Those who accept to live by the rules of a secular society even though their religion is important to them account for 46 percent.

    2. Those who are proud of their Islamic identity and demand the right to express it in public while respecting French laws account for 25 percent.

    3. Fundamentalists, who oppose the values of the French Republic and advocate polygamy and the wearing of the niqab and burqa account for 28 percent of the total sample — 20 percent of over-40s but 50 percent of under-25s.

    The report describes the latter group as “young and unskilled with low participation in the workforce, living on the outskirts of large cities. They do not define themselves by religious fundamentalism but use Islam as an instrument of revolt against French society.”

    Sixty-five percent of all Muslim respondents support the wearing of the hijab, with 60 percent supporting it in schools, where it is banned. Twenty percent of males and 28 percent of females are favorable to the wearing of the niqab or burqa, both of which are banned in public.

    Aside from the extremely worrying statistic that 50 percent of French Muslims between the ages of 15 and 25 subscribe to radical Islam, the survey shows that 29 percent of all French Muslims consider that sharia (Islamic) law is more important than the laws of the French Republic.

    The report, written by Hakim El Karoui, a senior adviser at Roland Berger Strategy Consultants, concludes that it is essential to build a French Islam compatible with the values of the French Republic and financed from within France rather than by foreign states who, at present, dominate the teaching of Islam. […]

    (By Leslie Shaw. Clarion Project, 19.09.2016.)

    http://www.clarionproject.org/analysis/france-29-french-muslims-favor-sharia-over-french-law

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