Fundamentalisten profitieren vom Demokratieabbau

شيخ أبو أنس

Šayḫ Abū Anas

Staatsbürger Çiftçi

Çiftçi als Indikator. Demokratieschwund zwischen wertebeliebiger Postmoderne und salafistischer Gegenmoderne.

Das von der Wirtschaftskrise gebeutelte Nordrhein-Westfalen wendet sich in Arbeitsleben, Stadtverwaltung, Schulbetrieb und Bürgeridentität, wohlig eingeklemmt zwischen Hedonismus und Fundamentalismus, verstärkt dem Personenkult und der im Hinterzimmer getroffenen Vereinbarung zu. In den Raum der abnehmenden Bildung, des kulturell Amorphen und der steigenden Militanz der politischen Rechts- und Linksradikalen wandert, aus dem niedersächsischen Braunschweig herankommend, die am prophetischen und medinensischen Vorbild ausgerichtete, antirationale Islamschule des Muhamed Seyfudin ÇİFTÇİ ein. Der Niedersachse nennt sich Scheich Abu Anas und organisiert ein wahhabitisch-salafistisches Fernstudium. Hier eine Auswahl der vielen kurzen Beiträge von Karsten Hilchenbach aus Wachtendonk, die er zwischen dem 16. und 30. August 2010 im Kommentarbereich der Rheinischen Post einbrachte. Man lese diese Ideen wie eine Sammlung von nachdenklichen Gedankensplittern, Aphorismen.

Grundgesetz statt Scharia

Der örtliche VIKZ-Imam Adnan Özden distanziert sich verschwommen von der Islamschule, bekennt sich aber zum Kopftuch und zur Geschlechtertrennung im Sportunterricht, handelt also nach Maßgabe der gegenmodernen Scharia.

Die klassisch islamische Position, dass ein Muslim nur kurzfristig in einem ’nichtislamischen‘ Gebiet leben darf (Ausnahme: Mission oder Kampf) streitet Özden ab.

Yūsuf al-Qaradāwī billigt Selbstmordanschläge islamisch, was Özden weiß, der einen gewaltfernen und gerechten Islam behauptende VIKZ-Imam hat den Scheich al-Qaradāwī damit eigentlich soeben als Ex-Muslim eingestuft.

Özden kann auf Kosten von Pierre Vogel glänzen, der VIKZ profitiert als ‚Feuerlöscher‘ von den Salafisten (‚Brandstifter‘).

‚Al-Islām huwa al-ḥall‘, der Islam ist die Lösung – das Motto der MB könnte auch dasjenige von VIKZ oder Adnan Özden sein (sinngemäß “Mehr Kopftuch, mehr Geschlechtertrennung im Sportunterricht!“).

Geistig-seelisches Mittelalter geht offensichtlich auch ohne langen Bart. Blonde Haare und blaue Augen (Rheinische Post, wie peinlich) immunisieren nicht automatisch vor reaktionären Weltbildern.

Scharia ist nicht von Artikel 4 GG gedeckt

Als Mönchengladbacher Bürger und als säkularer Staatsbürger (privat durchaus religiös empfindend) distanziere ich mich von Adnan Özden, der die zu Dhimma und Kalifat bestens passende Haltung an den Tag legt, die Spezies Nichtmuslime von der Sorte der Muslime zu unterscheiden.

Bosniens Großmufti Mustafa Cerić (European Council for Fatwa and Research (ECFR)) will die Rechtsverschiedenheit im Personenstands- und Familienrecht und fordert: “opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law.“ Der VIKZ (fiel verschiedentlich durch illegale Schülerwohnheime auf) hat auch hier zum ECFR völlig deckungsgleiche Positionen.

Ein Leben nach der beispielsweise Scharia ist nicht von Artikel 4 GG gedeckt – und Adnan Özden hat mit dem saudi-arabischen Heiratsalter und mit der Polygamie (Polygynie, Vielweiberei) keine Probleme. Wie die Fethullah-Gülen-Bewegung (Necla Kelek: “Sekte mit Konzernstruktur“ (2)) betreibt der an Süleymân Hilmi Tunahan und an der Scharia orientierte VIKZ eine Islamisierungspolitik der Täuschung und verzichtet auf mittelalterlich wirkende Gewänder, langen Bart (nur an Kinn und Backenknochen ellenlang, denn gekürzter Schnurrbart ist Allahs Befehl) und auf den allzu auffälligen Hidschab (ḥiǧāb), den Hidschabersatz bzw. Hidschabvorläufer ‚Kopftuch‘ allerdings will der VIKZ dann doch als Seelen rettend durchsetzen.

Der Hidschab ist natürlich gesamtislamische Vorschrift – und Adnan Özden, in dessen Moschee leider Integrationskurse stattfinden dürfen, schweigt zur sexualmagisch begründeten und frauenfeindlichen Schleierpflicht.

Unsere Rheinische Post freut sich an diesem Montagmorgen über irgendwie integrationsbegünstigende blonde Haare und blaue Augen, was mich an eine zwölf Jahre dauernde, menschenrechtsfreie deutsche Epoche erinnert. Mönchengladbacher sind Ex-Muslime oder säkulare Muslime oder Atheisten oder jüdisch bzw. christlich empfindende Staatsbürger – das geht auch schwarzhaarig und schwarzäugig.

Mönchengladbacher lassen sich nicht in ‚Muslime‘ und ‚Nichtmuslime‘ spalten, an einen Engel glaube ich privat oder glaube ich nicht (auch privat). JA zur einen und weltweiten kulturellen Moderne, JA zum Staatsbürger jeder Herkunft, Religion und Hautfarbe, NEIN zum ‚Muslimstaatsbürger‘, NEIN zur Scharia.

Ex-Muslime in Mönchengladbach unerwünscht?

Unser Oberbürgermeister Norbert Bude distanziert sich nicht von der Scharia und empfängt keine Ex-Muslime, damit die örtlichen Pastoren, Pfarrer und Imame nicht sauer werden. Und Adnan Özden lächelt weise.

Zweitfrau, halbes Erbe für die Tochter, Steinigung?

“Als Hodscha muss ich immer schauen, dass die Regeln des Koran auch eingehalten werden“ (Özden).

Sehr geehrter Herr Özden, in Deutschland gilt das Grundgesetz. Auch in Mönchengladbach.

Nie sollten wir vergessen: Muslime sind keine Spezies, keine Sorte Mensch. Und, sehr geehrter Herr Norbert Bude: Wann laden Sie endlich eine Delegation von Ex-Muslimen ganz offiziell ins Rathaus ein?

Ohne Säkularität keine Freiheit

In Deutschland gilt das Grundgesetz, nicht das islamische Gottesgesetz von Scharia-Theorie und Fiqh-Praxis.

Eine Rechtsspaltung in islamisch befreite Zonen ist nicht hinzunehmen.

One Law For All.

Islamisches Familienrecht bedroht die Verfassung

Wir dürfen die Aufspaltung der Bevölkerung in die Sorte der ‚Muslime‘ und die Sorte der ‚Nichtmuslime‘ auf keinen Fall zulassen – hier leben Staatsbürger und Stadtbewohner, keine Angehörigen eines religiös definierten Kollektivs.

Sehr geehrter Herr Çiftçi: in Deutschland, ihrem Geburtsland, sind auch Frauenrechte Menschenrechte, und zwar keine halbierten. In Saudi-Arabien oder im Iran mag das ja anders sein.

Was tut der tolerante Reinhold Schiffers (SPD, GEW) für die deutschen Ex-Muslime?

Mönchengladbach = Trennung von Staat und Religion

Hier gilt die Religionsfreiheit.

Özden sinngemäß: “Christenbürger nach links treten, Muslimbürger nach rechts, und dann bitte in den Dialog treten“. Adnan Özden macht uns damit das freundlich-mittelalterliche Angebot, die Stadtbevölkerung in ethnoreligiöse Kollektive einzuteilen, um ‚Koexistenz‘ zu üben.

Meine Religiosität ist meine Privatsache.

Der VIKZ-Imam bekennt sich zur Kopftuchpflicht und zum Apostasieverbot. Zur Zweitfrau schweigt der Imam. Adnan Özden will das Leben nach der Scharia.

Es muss stadtpolitisch und arbeitsrechtlich, staatsbürgerschaftsbezogen oder familienrechtlich schlicht unabhängig sein, ob einer aus dem Islam austritt oder in den Islam eintritt.

Ohne die Trennung von Staat und Religion gibt es keine freiheitliche Demokratie.

Der politische Islam

Der politische Islam ist eine riesige Sekte, die mit ihren Teil-Bewegungen (Jamaat-e-Islami (JI); Muslimbruderschaft; Millî Görüş; Salafiyya) alle so genannten Muslime kontrolliert und sie auch in Europa einem separaten Personenstands- und Familienrecht einverleiben möchte (Rechtsspaltung).

Wir Menschen in Mönchengladbach, die muslimisch sozialisierten Bürger unter uns sind hier selbstverständlich eingeschlossen, müssen darauf achten, dass der (nicht zuletzt kirchlich) elitär und intransparent betriebene ‚Dialog mit dem Islam‘ nicht die kulturelle Apartheid schafft bzw. gar vertieft.

Die Zersplitterung der offenen Gesellschaft in eine segmentierte Gesellschaft mit ethnoreligiös, zumal orthodox-islamisch definierten Milieus bzw. Gegengesellschaften gilt es zu vermeiden.

Hier leben Staatsbürger, keine Muslimstaatsbürger oder Christenstaatsbürger, und der zum Allahglauben konvertierte Missionar Pierre Vogel genannt Abu Hamza hat weder die ‚Rasse‘ gewechselt noch den Ausstieg aus dem Grundgesetz vollzogen (…). Einen Bart hat der Prediger sich allerdings wachsen lassen – naja, das ist Geschmackssache.

Sehr geehrter Herr Çiftçi Abu Anas, sehr gehrter Herr Lau Abu Adam: Religionsfreiheit bedeutet, dass die Scharia in Deutschland illegal ist. In Saudi-Arabien oder im Iran gilt das islamische Recht, dort gibt es keine Religionsfreiheit (und auch keine Pressefreiheit).

Frauendeklassierung ist von Art. 4 GG nicht gedeckt.

Auch Pierre Vogel hält bei ‚Rot‘ an der Kreuzung und fährt bei ‚Grün‘

Rituale und Traditionen hier, Grundgesetz da

Dass die dem doktrinären Atheismus nahe stehende extreme Linke im imaginierten Raum religiösen Nebels Orientierungsschwierigkeiten hat, verwundert wenig.

Dass die Mönchengladbacher DIE LINKE das religiös begründete Verprügeln der Ehefrau für von Artikel 4 GG abgedeckt hält, ist allerdings ein Skandal.

Die so genannten heiligen Texte der einen Menschheit sind geschrieben und stehen bei mir im Bücherschrank, mit dem Rotstift brauchen wir da nicht korrigierend einzugreifen.

Der Qurʾān (7. und 8. Jh. n. Chr.) hat hierzulande ebenso wenig Verfassungsrang wie die altgriechische Iliás (um 700 v. Chr.) oder der indische Rig-Veda (1750-1200 v. Chr). Das Grundgesetz gilt damit auch für die mittelalterbegeisterten Herren Mohamed Çiftçi, Sven Lau und Pierre Vogel. Viele Mönchengladbacher möchten nicht im Mittelalter leben.

Sehr geehrte Sabine Cremer, sehr geehrter Torben Schultz, von Ihnen als den Sprechern der örtlichen DIE LINKE erhoffe ich, dass Sie sich von der Frauendeklassierung des orthodoxen Islam, von der Geschlechterapartheid und vom islamischen Verhüllungsgebot (Hidschab), vom reaktionären Gesellschaftsmodell der Scharia sowie vom anti-individualistischen, antiemanzipatorischen und schlicht totalitären Milieu der Salafisten um Pierre Vogel und Mohamed Çiftçi distanzieren.

Es mag nun für Sie unumgänglich sein, sich und uns gegenüber einzugestehen, vom Islam keine Ahnung zu haben.

Oder aber Sie bekennen sich zur Polygynie, zum Prinzip Kindbraut, zur Frauenverstoßung (ṭalāq) und zum halben Erbe der Frau, zur halben weiblichen Stimme vor Gericht und begründen uns derlei kulturellen Rassismus als marxistisch bzw. sozialistisch.

Will die Mönchengladbacher DIE LINKE ein Staatswesen nach dem Vorbild Saudi-Arabiens? Dann käme Ihre Partei für mich als Wähler leider nicht in Frage …

Spirituell in Eicken und die rein theoretische Apostatentötung

Die LINKE könnte ja mal eine Delegation zu den weltweit vorhandenen und leider sehr bedrohten EX-MUSLIMEN schicken, doch sie traut sich noch nicht einmal, für unsere säkularen Muslime wie Bassam Tibi oder Necla Kelek zu werben.

Vorwärts, Genossen! Auf ins ‚kultursensible‘ Kalifat.

Torben Schultz und die Scharia

Die LINKE sieht sich nicht in der Lage, sich von der ihrem Anspruch nach ‚ewigen und unverhandelbaren‘ (al-Maudūdī, Saiyid Quṭb, Ayatollah Chomeini, Tariq Ramadan, Mustafa Cerić) SCHARIA zu distanzieren.

Torben Schultz muss zur frauenfeindlichen Doktrin der Scharia hörbar auf Distanz gehen.

Der Hidschab (ḥiǧāb), die Ganzkörperverschleierung, ist nach Yūsuf al Qaradāwī verpflichtend, und dieser Scheich ist immerhin die höchste derzeitige Autorität in und um die Muslimbruderschaft. Wo bleibt der Protest der LINKEN gegen die ‚vor den Höllenflammen bewahrende‘ Verschleierung des weiblichen Körpers?

Ist die Burka jetzt progressiv?

Çiftçi hält es für unabdingbar, dass die Frau sich völlig ‚bedeckt‘, das heißt verschleiert: auch Gesicht und Hände müssen unter einem Tuch vor fremden männlichen Blicken verborgen werden.

Ist die Burka für Torben Schultz praktizierte niederrheinische Religionsfreiheit?

Çiftçi und Pierre Vogel machen nur ihren Job.

Das stimmt, Steinigung und Apostatentötung sind gelebte islamische Religiosität, authentischer Islam.

Der vollumfängliche Islam ist von Artikel 4 GG nicht gedeckt, denn Islam ist ein komplettes Staats-, Wirtschafts- und Rechtssystem. Wir haben aber bereits einen Staat.

In Deutschland gibt es bereits eine Rechtsordnung – an der Einführung einer zweiten sehe ich kein Bedarf.

Beten kann jeder privat, die Scharia muss belanglos (illegal) bleiben.

Wir sind das Volk

Geschichte ist ein offener Prozess, die Grundfrage ist stets: ‚In welcher Gesellschaft wollen wir leben?‘

Die Gesellschaft soll auch in 50 Jahren ‚offen‘ sein, nicht segmentiert in Ghettos und segregiert in Religionsvölker.

#Autor: Dazu folgendes: / Datum: 20.08.10 14:54

Sie schrieben an den klugen Kommentator namens RP-Online: ‚RP-Online – übertreiben Sie bitte nicht‘ und verwiesen auf die Verfassungsschutzberichte. Wieso sollen wir warten, bis im jeweiligen Folgejahr eine nützliche Behörde ein Druckerzeugnis erstellt hat?

Wir haben, verbreiten und sammeln Informationen über die Herren Çiftçi, Vogel und Lau. Die Verfassungsschutzberichte kennen und lesen wir.

Mündige Bürger fertigen die Dossiers, Artikel und Redebeiträge über Salafismus im Besonderen und Islamismus im

Allgemeinen selbst an. Und in Eicken leben zivilcouragierte Menschen jeder Religion, Nichtreligion und Ex-Religion, die vom barbarischen Islamischen Recht von der totalitären Scharia, vom traditionsreichen saudi-arabischen Frauenprügeln und von der ‚vor der Höllenflamme‘ bewahrenden Ganzkörperverschleierung die Schnauze voll haben.

Niemand in Mönchengladbach hat etwas dagegen, dass sein Nachbar nach Mekka zur Haddsch fährt oder an einen Engel glaubt oder ein Gebet spricht. Noch kann in dieser Stadt jeder ohne Gefahr für Gesundheit und Leben jüdisch oder atheistisch sein, zum buddhistischen Meditiationskurs gehen oder zur alevitischen Cem, denn noch ist das Volk der Souverän, nicht Allah(s Stellvertreter).

Mit oder ohne Bart und Kittel: Der Braunschweiger Herr Çiftçi darf hier im Rheinland als Staatsbürger spazierengehen und einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgehen, als faschistoider ‚Polit-Scheich‘, der junge so genannte Muslime von der freiheitlichen Demokratie entfremden möchte und Frauen unter den Schleier (Hidschab, Burka) zwingt, ist er uns nicht willkommen.

Wir erkennen: Kalifatsfreunde hassen und bekämpfen das ‚Fremde‘, Islamisten sind hochgradig xenophob! Den Nazis gar nicht so unähnlich.

Im säkularen Sinne: Einen gesegneten Ramadan allerseits:

Ramaḍān karīm, Ramaḍān mubārak.

Könnte Nebenwirkungen haben: Eickener Erklärung.

Eickener Erklärung, Vertrag von Hudaibiya? Ich male mir Problematisches aus:

“Eickener Erklärung: Burka und Niqab sind nach Auffassung der örtlichen DİTİB- und VIKZ-Imame doch sehr übertrieben, aber wer künftig noch gegen das Kopftuch argumentiert, ist ein Eickener Rassist.“

“Eickener Erklärung: Kalifat muss aus religiösen Gründen schließlich nicht unbedingt sein, aber Scharia im Familienrecht ist von der Religionsfreiheit nach Artikel 4 Grundgesetz gedeckt.“

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher Schiffers (SPD), sehr geehrte Frau Integrationsratsvorsitzende Yüksel (SPD), das Grundgesetz gilt selbst am linken mittleren Niederrhein. Auch in Mönchengladbach-Eicken.

Steinigung und Steinigung ist für Herrn Çiftçi Zweierlei

@PolierteLupe

Çiftçi ist nicht gegen sunnitische fliegende Steine, nur gegen schiitische fliegende Steine. Teherans Henker im Evin-Gefängnis verstehen ihr Handwerk, müssen aber noch heute zur hanbalitischen Rechtsschule konvertieren, damit ihr klärendes Tun von der Gottheit angenommen wird. Die sausende saudische Säbelklinge ist Glaubensbewegtheit und Gotteslob.

Steinigung ist … Steinzeit!

Haben unsere Islambeschwichtiger und Schariafreunde Norbert Bude oder Reinhold Schiffers sich eigentlich gegen die stündlich drohende Steinigung an Sakineh Mohammadi Ashtiani ausgesprochen?

Oder sind kultursensible Sozialdemokraten der Meinung, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) für die so ganz ‚andersartige‘ Spezies der Muslime keine Geltung besitzt, sondern ihre weltweite Einforderung eine westliche Kolonialisierung darstellt und eine ‚Ungerechtigkeit‘ gegenüber dem Islam?

Religionsfreiheit deckt Rechtsverschiedenheit keineswegs

Wenn die Parteigänger der Scharia von ‚Ungerechtigkeit‘ und ‚Diskriminierung‘ jammern, geht es doch gar nicht um die grundgesetzlich garantierte Freiheit des Bekenntnisses, sondern um ein neues, gesondertes koranbasiertes Recht.

Wir müssen den Rechtsstaat mit dem für alle geltenden säkularen Grundgesetz gegen das ungleich behandelnde (diskriminierende) islamische Gesetz verteidigen – allenfalls dafür brauchen wir eine “Eickener Erklärung“.

Die Islamisten wollen nach der mittelalterlichen Scharia leben dürfen, für ‚ihre inneren Angelegenheiten‘ Fiqh-Gerichtshöfe installieren, alle Frauen unter Schleier oder Burka zwingend, fallweise polygam, ihre Töchter ‚arrangiert‘ austauschend und die Imam-Ehen allenfalls nach Maßgabe des Talaq (Verstoßung) trennend. Die ersten Schariagerichtshöfe haben in Europa die Arbeit aufgenommen, etwa in der 34 Francis Road, Leyton, London, United Kingdom, wo das Islamic Sharia Council (ISC) ansässig ist (3).

Islam ist ein komplettes Rechtssystem – und Herr Çiftçi ist in Saudi-Arabien zum islamischen Richter und islamischen Rechtsbeistand ausgebildet worden.

Auch weil Nationalisten den Rechtsstaat selbst überwinden wollen, können uns bei der Verteidigung der freiheitlichen Demokratie und der Gleichberechtigung von Mann und Frau rechtsradikale Parteien wie NPD und auch PRO also keine Hilfe sein, sondern werden, bewusst oder versehentlich, dem Werk der Islamisten zuarbeiten, wie Edward von Roy in »Eine rechte Allianz gegen den Islam? Warum eine jede konservative Partei antiislamischen Selbstverständnisses das Werk der Muslimbruderschaft fördert« einleuchtend darstellt (4).

Wer diesen Text von Edward von Roy kennt, weiß noch genauer, wie gut die Mönchengladbacher im August 2010 daran taten, die angeblich gegen die Islamschule protestierenden Gefolgschaften von NPD und Pro NRW vom Eickener Markt zu pfeifen oder kundig lächelnd aus dem Stadtviertel zu winken.

Das Grundgesetz gilt … auch in Mönchengladbach

Eine “Eickener Erklärung“, in der Presse war die Rede davon, hat keine andere Aufgabe, als klar zu machen, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und das auf ihr beruhende Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland auch im wunderlichen Mönchengladbach gelten, die Erklärung könnte darüber hinaus betonen, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau niemals außer Kraft gesetzt werden kann, auch nicht im Namen der ‚Religionsfreiheit‘.

Bürgerversammlung Mehrzweckhalle, Freitag, 20:00 Uhr

#23.08.10 00:29

Danke, das hört sich sehr zweckmäßig an. Ja, es ist angebracht, den erklärtermaßen undemokratisch verfassten EZP-Mitgliedern an diesem Abend einmal keine Bühne für ihre ‚Himmels-Mission‘ zu bieten, die Herrschaften haben genug Gelegenheit in ganz Deutschland und darüber hinaus gehabt (bis auf Pierre Vogel, der durfte im Dezember 2009 nicht in die Schweiz einreisen).

Wir Staatsbürger, darunter selbstverständlich auch säkulare Muslime, wollen Pressefreiheit statt Prügelstrafe und Demokratie statt Kalifat. Nein zur Polygamie. Ja zum möglichen Glaubenswechsel, ja zu den leider längst weltweit bedrohten Ex-Muslimen.

Wir wollen in 100 Jahren keine Welt mit ganzkörperverschleierten Frauen, deren Gesicht “aus religiösen Gründen“ nur vom Ehemann erblickt werden darf. Töchtern den Schleier (Hidschab) aufzuzwingen, fällt nicht unter die grundgesetzlich garantierte ungestörte Religionsausübung.

Auch die eigenen Kinder ‚arrangiert‘ zu verheiraten ist nicht von der Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses nach Artikel 4 GG gedeckt, Mönchengladbachs Integrationsratsvorsitzende Gülistan Yüksel sieht das allerdings anders und verteidigt öffentlich und in den Räumen der Hochschule Niederrhein das „Recht“ der Mönchengladbacher (türkisch-muslimischen) Eltern, ihre Kinder jetzt und künftig arrangiert zu verheiraten. Auch langjährig betriebene so genannte Integrationsarbeit ist eben keine Garantie dafür, geistig-seelisch in der kulturellen Moderne angekommen zu sein.

Religion ist Privatsache, denn hierzulande ist nicht Allah der Souverän, sondern das Volk.

In einer freiheitlichen Demokratie (auch in Mönchengladbach …) wird die Bevölkerung eben NICHT in “Muslime“ und so genannte Nichtmuslime aufgespalten. Wir erkennen die Lobbyisten der Apartheid der Religionsvölker und weisen jede religiös begründete Segregation zurück, auch wenn sie sich mit dem Schafspelz namens ‚Dialog mit dem Islam‘ oder ‚Koexistenz‘ maskiert.

Das Grundgesetz bewahren – Keine Rechtsverschiedenheit – One Law For All (das alleine wäre eine passende ‚Eickener Erklärung‘, sonst brauchen wir keine, denn es gilt das Grundgesetz).

Die Scharia ist nach Arbeits- und Integrationsminister Guntram Schneider also ein Missbrauch des Islam?

Scharia diskriminiert. Scharia ist insofern Politik. Und vollumfänglich gelebter Islam ist auch Politik.

Worin unterscheidet sich die Scharia der DİTİB von derjenigen eines Sayyid Abū l-Aʿlā al-Maudūdī, Necmettin Erbakan oder Yūsuf al-Qaradāwī?

Ein Integrationsminister soll nicht abteilen, sondern integrieren

“Die Regierung werde versuchen, diejenigen, die ihre Religion wahrnehmen wollen, ABZUTEILEN von denen, die ihre Religion missbrauchen wollen.“, sprach der Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Einteilen, abteilen, segregieren? Was für eine Apartheid soll das sein, wie überprüft, wie durchgesetzt? Wie wäre es mit Integration für alle – unter das für alle geltende Grundgesetz?

Sehr geehrter Herr Schneider: Sind Sie der Ansicht, dass al-Maudūdī, Erbakan und al-Qaradāwī den Islam missbrauchten?

Säkulare Bürger halten Dialog für elitär und postmodern

Bassam Tibi ermutigt uns, den Citoyen und die Citoyenne im so genannten Migranten zu sehen, nicht anders als im Menschen ohne Einwanderungsgeschichte.

Salafismus ist eher kein religiöses Problem, sondern ein politisches. Auch Çiftçi, Vogel und Lau sind so genannte Muslime, und wenn der Minister pauschal ‚den‘ Muslimen die volle Religionspraxis erlaubt, (“Sie haben ein Anrecht darauf, ihre Religion auszuleben“), können wir den den EZP-Leuten nicht verbieten, in ihrem Sinne religiös zu leben und die Frauen Tschador und Burka tragen zu lassen.

Hierzulande leben Staatsbürger, keine Religionsangehörigen. Der viel gepriesene und elitäre ‚Dialog‘ zwischen den “Religionen“ vernebelt die leider wachsenden Klüfte zwischen den postmodernen Glaubensvölkern. ‚Mehr Brücken bauen‘ kann eben auch heißen: Mehr Abschottung vernebeln.

Pierre Vogel und Sven Lau haben nicht die so genannte Rasse gewechselt, das gilt auch für die leider weltweit gefährdeten Ex-Muslime. All diese Genannten sind Staatsbürger geblieben und teilen unser aller Grundgesetz in allen Rechten und Pflichten.

Ich begrüße Herrn Çiftçi von Mitbürger zu Mitbürger, denn einer ‚Kaste‘ oder Spezies gehört der gebürtige Braunschweiger aus meiner Sicht schließlich gar nicht an. Gewand und Bart, Marke altarabisch – das ist seine Privatsache (die Frage nach Arbeitssicherheit auf der Baustelle oder politreligiöser Propaganda im professionellen erzieherischen Bereich bleibt unberührt).

Religionsfreiheit bedeutet: Im Rechtsstaat sind Muslime keine ‚Sorte Mensch‘.

Allahzentrisch, jenseitszentriert

#DAZU_FOLGENDES, 24.08.10 02:41

“Hier die Ditib dämonisierend ins Spiel zu bringen, ist allerschlechtester Stil.“

Unser Minister war gestern bei der DİTİB, er also war es, der den genannten Verband ins Spiel brachte, Sie aber verwenden bei ihrer pauschalen Islamverteidigung den Begriff dämonisieren (verteufeln; Sie sagen: “dämonisieren(d)“).

Aufgeklärte Menschen glauben nicht an einen Dämon, und die Säkularen machen ihren fallweise imaginierten Dämon nicht allgemein verbindlich, nicht politisch. Ich glaube an keinen Teufel und möchte auch insofern das von mir Abgelehnte grundsätzlich nie ‚verteufeln‘.

Den durch diverse Religionen geisternden Teufel haben Sie in die Diskussion auf RP-online hereingebracht. Im orthodoxen Islam wird der Teufel als Iblīs oder ʿAzāzil imaginiert.

Wir betrachten die Gegenstände unserer Untersuchung und verwenden Sprache, um uns mitzuteilen. Die DİTİB also.

Wird in der Mönchengladbacher DİTİB-Moschee die koranisch verbürgte Hölle lediglich für ein Gleichnis gehalten? Lehrt Diyanet-Präsident Ali Bardakoglu, dass dem bewussten Verweigerer der schariatischen Pflichten keine Strafe in der Dschahannam, der Hölle droht? Beides würde mich freuen, vielleicht können Sie uns jetzt DAZU FOLGENDES mitteilen …

Gelehriger kalām nur innerhalb der von Gott gesetzten Grenzen

#24.08.10 13:07

Danke für den Hinweis auf die theologische Dimension und ihre Abgrenzung von doktrinärer politischer Propaganda.

Es wäre wichtig, die Rhetorik und Didaktik der Schariawissenschaft nicht mit dem im heutigen Deutsch verwendeten ‚Theologie, theologisch‘ zu etikettieren. Die klerikale Ausbildung der beiden Großkirchen hat sich, wenn auch erst seit wenigen Jahrzehnten, mit den Erkenntnissen der Rechtswissenschaft, Naturwissenschaft, Psychoanalyse und modernen Pädagogik ausgesöhnt.

Es gibt kirchenseitig einen (etwas mühsamen, mag sein) Wissenschaftsvorbehalt, der erst in diesen Jahren durch die Komplizenschaft zur voraufklärerischen Politreligion des Islam ins Schwimmen gerät. Die Hölle ist im staatlichen christlichen Religionsunterricht kein Lehrstoff mehr, der den Schülern überwältigend und versetzungsrelevant ‚angeboten‘ wird.

Kalām, dem muslimischen Endverbraucher ohnehin unzugänglich, kann nur in den Grenzen des islamischen göttlichen Gesetzes stattfinden (5). ‚Islamische Theologie‘, sofern es sie jemals gegeben hat, hat die Aufgabe, die koranische Wahrheit gegen die Zumutungen der Wissenschaft und der universellen Menschenrechte zu verteidigen – rhetorisch und didaktisch. Der Islam steckt ‚theologisch‘ irgendwo zwischen Steinzeit, Savonarola und Calvin und ist in einer freiheitlichen Demokratie nicht als staatsseitig mitgetragener curricularer Lehrstoff geeignet.

Vielleicht wird es in hundert Jahren eine islamische Theologie geben, die mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte kompatibel ist. DİTİB, VIKZ, KRM, ZMD und OIC haben und wollen eine solche Theologie nicht, säkulare Muslime wie Bassam Tibi und Necla Kelek können sich theologisch von diesen Himmelswächtern nicht vertreten fühlen.

Regina Mönch schreibt in ihrer Buchrezension (»Aufklärung heißt das Programm«, 31.03.2010 (6)) über die von Necla Kelek erforschten islambedingten Integrationsbarrieren: »Necla Kelek beschreibt die Bedeutung der Scharia für diese Lebenswelt und stellt die Frage, ob es einen Islam ohne Scharia geben kann. Sie sagt ja, doch wäre dies nur möglich, wenn es gelänge, die Muslime „von der Idee der aufgeklärten Bürgergesellschaft zu überzeugen, davon, ob Freiheit und Verantwortung auch ihnen attraktiver erscheinen als die kollektiven Zwänge einer religiösen Weltanschauung“.«

Der Islam ist nicht ’schulreif‘.

Lesetipp: Necla Kelek: Himmelsreise. Mein Streit mit den Wächtern des Islam, 2010 (7).

Das Schweigen der Frau Kaykin und die Grauen Wölfe

Zülfiye Kaykin hatte ihren Arbeitsvertrag bei der Duisburger Merkez-Moschee zwar bereits gekündigt, war aber noch im Dienst, als am 11. April in ihrem Gotteshaus eine Trauerfeier für den 1997 verstorbenen türkischen rechtsradikalen Politiker Alparslan Türkeş stattfand, den Gründer der rassistischen und gewalttätigen Partei der Grauen Wölfe (MHP).

Die MHP-nahe ATF (Türkische Föderation in Deutschland) warb im Ruhrgebiet für diese rassistische und nationalistische Veranstaltung auf Plakatwänden, die Erlaubnis kam von der türkischen DİTİB-Obrigkeit, der Diyanet. Und wer war am deutschen Ort für Öffentlichkeitsarbeit zuständig? Die angestrengt in der Presse als ‚moderne Muslima‘ hoch gelobte Zülfiye Kaykin.

Stefan Laurin: “Wir wollten von Zülfiye Kaykin wissen, warum sie die Vorgänge um die Grauen Wölfe nicht öffentlich gemacht hat … Wir haben sie gefragt, warum sie nicht gegen die Rechtsradikalen in der Moschee protestiert hat, wie man es von einer Schattenministerin der Sozialdemokratie erwarten könnte. Wir erhielten von Zülfiye Kaykin keine Erklärung. … Hier ging es nicht um eine “Verbindung” zu rechtsradikalen Organisationen, sondern darum, wann man schweigt, und wann man spricht – als Sozialdemokratin (8).“

Shariah means apartheid, freedom is: One Law For All

#schwarzweiß, 24.08.10 22:56

Islamische Apartheid ist das richtige Stichwort, die Abschottung durch ein bewusst provokantes und die Grenzen des Rechtsstaats bewusst ein wenig verletzendes Sonderverhalten mit dem Ziel seiner juristischen Durchsetzung ist ein hoch politisches Thema. Sich islamisch korrekt verhalten (Orthopraxie) sind gleichsam die Kettfäden, über denen das Islamische Gesellschaftssystem (Herrschaft Allahs, al-ḥakimīya li-llāh (9)) gewebt wird.

Ich hoffe, der Minister wird Ihnen antworten.

Guntram Schneiders vermeidet erfolgreich, das Wort “Scharia“ auszusprechen. Entweder kalkulierend (karrieresichernd) oder weil der gelernte Werkzeugmacher aus Gütersloh-Isselhorst vom Islam einfach keine Ahnung hat.

Kein DİTİB-Imam wird öffentlich billigen, dass eine ‚muslimische‘ Tochter einen Nichtmuslim heiratet oder die Kinder nicht zum schier unhinterfragbaren islamischen Wohlverhalten erzieht.

Verehrungswürdigkeit (ʿubudīya) darf jedwedem Nichtislamischen und darf dem säkularen Staat nicht – niemals! – gebühren, das wäre Schirk (širk), Götzendienst, sondern nur Allah und dem zu Allah führenden Islamstaat (Allahkratie) und dessen Institutionen.

Die auf koranische Seelenrettung angelegten, ‚jenseitszentrierten‘ Institutionen heißen islamkonformes Schura-Parlament (šūrā (10)), sittenpolitischer Fatwa-Rat, gesprochenes Familien- und Eherecht am schariatreuen Fiqh-Gericht.

Kein VIKZ- oder DİTİB-Imam sagt, Sheikh Muhammed Seyfudin Çiftçi, der bei ultrakonservativen Wahhabitenscheichs in Saudi-Arabien gelernt hat, habe den Islam falsch verstanden.

Man merke: Solange Scharia und Fiqh nicht außer Kraft gesetzt sind, solange hat von zwei Gläubigen der Radikalere immer ‚Recht‘. Wir haben uns also für die Minderheit der säkularen Muslime stark zu machen, das sind diejenigen, die Bassam Tibi und Necla Kelek kennen und verteidigen. Diese gibt es auch in Mönchengladbach, auch einige Ex-Muslime leben hier schließlich ganz gern und sind aus dem Iran, aus Pakistan, Somalia oder aus Saudi-Arabien hierher geflohen – WEIL wir hier Religionsfreiheit haben, was ja auch heißen kann: ‚Negative Religionsfreiheit‘ (“Lass mich mit deiner Religion in Ruhe“).

Zur Salafīya (siehe Muhammed Çiftçi, Pierre Vogel) und zur Ḥakimīya li-Llāh (zum Kalifat) schreibt Franz Kogelmann:

“Die systematischste und nachhaltigste Ausformulierung der Ideologie der Muslimbruderschaft blieb dem Ägypter Sayyid Qutb [Saiyid Quṭb] (1906-1966) vorbehalten … In Anlehnung an den indisch-pakistanischen Denker und Politiker Abu-l-Ala al-Maududi [Sayyid Abū l-Aʿlā al-Maudūdī] popularisierte er in seinen Schriften eine Reihe von Begriffen, die unbedingte Merkmale einer islamischen Gesellschaft seien. So sei die einzig legitime Herrschaft durch die “Herrschaftsform Gottes“ (al-hakimiyya li-llah) gegeben …“, aus: Franz Kogelmann: Vom Antikolonialismus zum globalen Dschihad (11)

Salafismus. Salafistisches Gelehrtennetzwerk. Islamschule.

Niedersächsischer Landtag – 16. Wahlperiode, Drucksache 16/2395. Antwort auf eine Große Anfrage – Drucksache 16/1642 – Wortlaut der Großen Anfrage der Fraktionen der CDU und der FDP vom 15.09.2009.

Salafismus ist eine besonders radikale Form des Islamismus, die sich zum Ziel gesetzt hat, weltweit die gesellschaftspolitischen Zustände einzuführen, die im 7. Jahrhundert n. Chr. auf der arabischen Halbinsel geherrscht haben.

In Braunschweig hat sich ein zentraler Knotenpunkt des deutschsprachigen salafistischen Bildungs- und Gelehrtennetzwerkes herausgebildet. Hier hat der Verein Einladung zum Paradies e. V., ehemals Islamisches Bildungs- und Kulturzentrum Braunschweig (IBKZ), seit 2006 seinen Sitz. Dieser relativ mitgliederschwache Verein ist mit einer Moschee sowie der wichtigsten Fortbildungsstätte des salafistischen Islamismus in der Bundesrepublik Deutschland verbunden. Diese sogenannte Islamschule, gegründet 2007, ermöglicht ihren Studenten ein vierjähriges Islam-Studium nach den Lehrplänen der Universität Medina (Saudi-Arabien). …

Aktivisten des salafistischen Gelehrtennetzwerkes aus Niedersachsen streben die Gründung eines Dachverbandes an, unter dem sich freie salafistisch ausgerichtete Moscheen und Vereine zusammen finden sollen. Perspektivisch wird offenbar auch eine Ausweitung dieser Struktur auch auf europäischer Ebene in Erwägung gezogen. Derzeit ist der Verein „Einladung zum Paradies e. V.“ in Braunschweig das Zentrum für die salafistische Missionierungsbewegung in Deutschland mit umfangreichen Verbindungen zu weiteren Zentren und Moscheen (mindestens 15 Moscheen) in mindestens 6 Bundesländern. Eine herausragende Stellung nehmen in diesem Zusammenhang die Prediger Muhamed Seyfudin Çiftçi aus Braunschweig, Pierre Vogel (Bonn), Sven Lau (Mönchengladbach) und Efstathios Tsiounis (Mönchengladbach) ein. Neben dem bereits angesprochenen Braunschweiger Islamstudium werden im salafistischen Bildungsnetzwerk diverse Vortragsreihen und Seminare insbesondere zu islamischen Themen angeboten (12).

Niedersächsischer Landtag − 16. Wahlperiode Drucksache 16/2395.

Aktuell verzeichnet die Islamschule ca. 200 Online-Studenten sowie ca. 10 vor Ort Studierende bei stark steigender Tendenz. Die Finanzierung der Schule erfolgt über Zahlungen der Studenten.

Eine eng mit dem Leiter der Islamschule in Braunschweig zusammenarbeitende Moschee existiert in Hannover – der Deutschsprachige Islamkreis Hannover -, darüber hinaus weitere in anderen Bundesländern. Zu den Freitagsgebeten im Deutschsprachigen Islamkreis erscheinen regelmäßig etwa 150 Personen. …

Dem Bereich des salafistischen Bildungs- und Gelehrtennetzwerkes zuzurechnen ist die deutschsprachige Zeitschrift „Zamzam“, die von einem der Islamschule Braunschweig nahestehenden Moscheeverein in Mönchengladbach herausgegeben wird (13).

Salafistische Veranstaltungen in Braunschweig und Hannover

[Vorbemerkung: ABU ALIA ist unser Mönchengladbacher Mitbürger, der griechischstämmige Islamaktivist Efstathios Tsiounis]

Verfassungsschutz Niedersachen:

Am 9. November fand im Islamischen Bildungs- und Kulturzentrum Braunschweig e.V. (IBKZ) unter dem Titel “Wir vermissen Dich“ eine Veranstaltung statt … Vor ca. 70 Personen ermahnte der Referent ABU ALIA [d. i. Efstathios Tsiounis, Mönchengladbach], ein griechischstämmiger Konvertit, die Anwesenden zu mehr Zusammenhalt … ABU ALIA forderte ferner die Zuhörer auf, sich für die Schließung von Diskotheken einzusetzen. Wenn alle sich zum Islam bekennen würden und der Islam überall präsent wäre, dann würden sich “schlimme“ Orte wie Diskotheken und Gaststätten von alleine reduzieren. Er bekräftigte seine enge Beziehung zu Muhamed CIFTCI [ÇİFTÇİ], dem Vorsitzenden des Moscheevereins …

Eine analoge Veranstaltung fand am Vortage im Deutschsprachigen Islamkreis e.V. in der Kornstraße 25 in Hannover statt. …

Seit einigen Jahren bildet sich in Deutschland eine in engem Kontakt mit islamischen Kernländern stehende religiöse Lehr- und Bildungsinfrastruktur heraus, die unter salafistischen Vorzeichen steht. Der Salafismus ist eine politisierte Islamauffassung, die dem saudi-arabischen Wahhabismus nahe steht und die “frommen Altvorderen“ (as-salaf as-salih; der Prophet Muhammad und seine zeitgenössischen Anhänger) als verbindliches Vorbild für alle Zeiten postuliert. Zu den Kernpunkten des Salafismus gehört die Reinigung der Religion von “unislamischen“ Elementen (tasfiyya) und die Erziehung der Muslime zu einem islamgemäßen Leben (tarbiyya). …

Eine besondere Rolle kommt dabei den überregionalen Grundlagenseminaren Lerne-den-Islam zu. Diese Veranstaltungen fördern das Bewusstsein eines realen und größeren Zusammenhangs und bewirken so die Stärkung salafistischer Identität. In regelmäßigen Abständen fanden diese deutschsprachigen Seminare in Moscheen in Berlin und Bonn statt und werden mittlerweile auch in Köln, Erfurt und Frankfurt durchgeführt. Seminare mit marokkanischer, bosnischer oder türkischer Zielgruppe gab es in Kassel, Stuttgart bzw. Bremen. Dabei kann die Besucherzahl der überwiegend jungen Teilnehmer durchaus in den dreistelligen Bereich gehen.

Neben Schulungsmaßnahmen vor Ort besteht ein Trend in der Virtualisierung der Fortbildung über das Internet. Dabei spielt die Telefonieplattform Paltalk eine zentrale Rolle, da hier prominente Angehörige des deutschsprachigen salafistischen Gelehrtennetzwerkes wie der Leipziger Hassan DABBAGH als Online-Imame auftreten. Doch auch Lifeübertragungen über das Internet, Videos, Exzerpte von Seminaren oder Fernuniversitäten ermöglichen die Schulung vor dem Bildschirm (14).

Auf ins Kalifat:

Salafismus ist kein deutsches, sondern ein weltweites islamisches Radikalisierungsproblem, hier ein Beispiel aus Südostasien, Indonesien (die indonesisch-staatskonforme Herangehensweise und Intention des Buches hat einige Schwierigkeiten, das menschenrechtswidrig-urislamische Element der „aus dem arabischen Raum herausdrängenden extremen Strömungen“ zu leugnen).

Congruent with the emergence and spread of various Salafi foundations in the mid-80ies, Salafi madrasas have appeared in various Indonesian provinces, with names associated with the slogans or doctrines popular among the Salafis, which revolve around the call for the revival of the Sunna. They believe that Muslim society must first be Islamised through a gradual evolutionary process that includes tarbiya (education) and tasfiyya (purification) before the implementation of the sharia can be realised (15).

Pressemitteilung demokratisch entstanden? Wer schrieb sie?

Warum trägt die Pressemitteilung und Einladung keine Unterschrift – das ist kein guter Stil, drei oder vier Namen wären nett gewesen, schließlich ist das Schreiben nicht vom Himmel gefallen (anders als der Koran…). Sollte der ‚Bezirksvorsteher-Nord‘ daran mitgewirkt haben, der zur Scharia schweigende Reinhold Schiffers?

Der Text hat inhaltliche Mängel, die ein wirksames Arbeiten der in Gründung befindlichen Bürgerinitiative verhindern werden, wenn nicht gemeinsam und transparent gegengesteuert wird:

Ja, der Salafismus bedroht unsere freiheitliche Demokratie. Die Aufteilung der Stadtbevölkerung in ethnoreligiöse Kollektive (dhimma, Dhimmitude) sollten wir aber bleiben lassen. Wer sagt:

“Wir wollen Nachbarn, die als Christen, Muslime, Juden, Buddhisten, Hinduisten oder welcher Religionszugehörigkeit auch immer ein Zusammenleben in Respekt und Frieden suchen.“, …

… der hat nicht dir die Ex-Muslime ‚vergessen‘, sondern zeigt uns sein fehlendes Bewusstsein für Säkularität. Segmentierte Städte nach nahöstlichem Vorbild, (Vorsicht, Sie verlassen das armenische Viertel – Willkommen im schiitischen Sektor) sind ebenso wenig erstrebenswert wie eine schariakonforme Rechtsspaltung im Familienrecht / Personenstandsrecht.

Nur ein säkularer Staat ist ein freiheitlicher Staat. Religion muss Privatsache sein, das gilt auch für den Islam. Mönchengladbacher sind Staatsbürger, keine Religionsangehörigen. One Law For All.

Auch bei der Wortwahl “ein Zusammenleben in Respekt und Frieden suchen“ fehlt das Bekenntnis zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte völlig. Kultursensiblen “Respekt und Frieden“ gibt es schließlich auch im kulturrassistischen Islamstaat (Kalifat).

“Frieden“ plus Burka bzw. Lehrerinnenkopftuch?

“Respekt“ und halbiertes Erbe für die Frau?

Wir kennen den von Stadtverwaltungen, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden betriebenen ‚Dialog mit dem Islam‘ seit Jahren. “Respekt“ heißt: Angst haben, “Frieden“ heißt: Es ist verboten, negativ über den Islam zu sprechen. Warum steht das Wort Scharia nicht in der Pressemitteilung, warum fehlt die Kritik am Hidschab?

Wir haben die Gleichberechtigung von Mann und Frau durchzusetzen – mögen das die Schariafreunde nun als “respektlos“ und “unfriedlich“ bezeichnen oder nicht.

Im Übrigen ist die Presseerklärung der Eickener Bürgerbewegung ausgezeichnet, man findet sie leider nicht in der Rheinischen Post, sondern, in einer Art Langfassung, auf der fast stets sehr lesenswerten Seite: Die Achse des Guten (24.08.2010) unter dem Titel: “Willkommen in Mönchengladbach (16)!“

Das Treffen der Eickener Bürger und Unterstützer am 27.August 2010 war ein guter Anfang.

Der in der Rheinischen Post zitierten Manuela Buhse möchte ich allerdings als Anwesender am gestrigen Abend widersprechen:

“Jeder soll seine Religion ausüben können, ganz gleich ob er katholisch, muslimisch, orthodox oder hinduistisch ist“, das ist in der Bundesrepublik einfach nicht Realität, denn hier gilt das Grundgesetz, und das verbietet beispielsweise spirituelle Steinigungen, religiöse Polygamie und aufgezwungene echtislamische Burkas.

Auch Buhses “Wir leben hier mit vielen Nationen und Religionen friedlich zusammen“ ist irreführend, denn hier leben Individuen, keine Angehörigen ethnoreligiöser Kollektive.

In Deutschland, auch Mönchengladbach geht hier keinen Sonderweg, leben Staatsbürger, keine dialogbetreibenden Religionsvölker.

Die – nichtsignierte – “Eickener Erklärung“, als Handzettelchen im Saal ausgeteilt und in Langversion bei ‚Die Achse des Guten‘, ist diesbezüglich nachzubessern und kann so unmöglich stehen bleiben, will die Bürgerinitiative künftig gründlich und die Demokratie erhaltend arbeiten.

Volkssouveränität statt Sakraljurisprudenz, Demokratie statt Theokratie

#Burggeist / Datum: 30.08.10 02:11

Ihr Pazifismus in (gewissen, begrenzten) Ehren.

Gewalt ist, soweit vorhanden, von Ihnen zu realisieren, zu lokalisieren und öffentlich zu machen (Telefon 110, kostenfrei).

Entscheidend ist, dass der Polizist die Pistole trägt und nicht der Bankräuber.

Die höchst salafistische (oder: islamisch relevante) Frage ist ferner, ob Sie hier in der freiheitlichen Demokratie der altehrwürdigen Religion des Kannibalismus anhängen dürfen, ich meine praktizierend. Der große Gott Huitzilopochtli hatte Hunger und war zum Verzehr von frisch geopferten Menschen berechtigt, jedenfalls glaubte das eine gewisse Zeit und Kultur, die wir hierzulande nicht integrieren sollten (auch nicht im Namen der ‚Multikulturalität‘).

Der Souverän, das ist das Volk, jeder Einzelne, und nicht der Mann mehr und die Frau weniger.

Wir erinnern uns:

“Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.“

In einer Allahkratie geht alle Gewalt von Allah aus und wird von den irdischen Stellvertretern vermittels Peitsche, Säbel, Galgenschlinge und Steinigung inszeniert. Das ist zwar glaubensbezogen und kultursensibel, aber außerdemokratisch und vormodern (bzw. postmodern). Der Ehemann ist nach der ewigen Scharia zur Gewaltausübung seiner Ehefrau gegenüber berechtigt und als so genannter Wali mudschbir oder Nötigender Heiratsvormund auch seiner Tochter gegenüber, die er auch ohne ihre Einwilligung in die erste Ehe zwingen darf.

Hierzulande darf eben keine Frau mit Gewalt unter den Schleier gezwungen werden, anders als ab 1979 im “paradiesischen“ Iran.

Das Grundgesetz gilt … auch für Gottesfürchtige

#Autor: deutschermuslim | 30.08.10 04:33

Du sollst vor uns auch gar keine Angst haben, sondern dich mit uns gemeinsam zu unserem Grundgesetz bekennen. One Law For All (und das Schariagesetz ist hier nicht gemeint).

Oder soll deiner Meinung nach in der idealen Gesellschaftsordnung die Frau nur die Hälfte erben und ihre Aussage vor Gericht nur halb so viel wert sein wie diejenige eines Mannes, hm?

Grundgesetz statt Gottesbefehl

#deutschermuslim

One Law For All, das ist eben Religionsfreiheit, anders als in Bahrain, Indien, Malaysia oder Ägypten, wo für jedes Religionsvolk ein anderes Familienrecht gilt und die Kinder stets dem Vater ‚gehören‘, der das Aufenthaltsbestimmungsrecht über die Kinder behält und die Ehefrau (Ayaan Hirsi Ali nennt sie: zoontjesfabriek, Söhnchenfabrik) ohne weiteres verstoßen kann.

Du hast Recht, dass nach orthodoxer islamischer Auffassung (reaktualisiert z. B. von Sayyid Abū l-Aʿlā al-Maudūdī, Saiyid Quṭb, Ayatollah Chomeini oder Necmettin Erbakan) ein Muslim letztlich keine Gesetze befolgen darf, die nicht von Allah stammen, um nicht in der Hölle zu brennen. Du fühlst dich dem Islam zugehörig, das ist hier ohne weiteres möglich. Und du bleibst an der Ampel bei “rot“ stehen und gehst bei “grün“, genau so, wie es der Atheist, Zeuge Jehovas oder Buddhaverehrer macht, denn für dich gilt kein auf der ewigen Scharia basierendes Sonderrecht, sondern die profane Straßenverkehrsordnung. Das ist: One Law For All.

Unsere Gesetze sind einzuhalten – auch von den gottesfürchtigen Damen und Herren der Bewegung der Salafīya.

Die Scharia behandelt ungleich = sie diskriminiert. Der Koran, versteht man ihn, wie Muhamed Seyfudin Çiftçi oder Pierre Vogel es tun, als Gesetzbuch, schafft eine Gesellschaftsform der Ungleichbehandlung (aller Nichtmuslime und Frauen), erzeugt Menschenklassen verschiedenen sittlichen und islamrechtlich-juristischen Wertes. Einen Apartheidsstaat der Abschottung einer selbst gewählten Fremdheit (Muslime in der Minderheit) beziehungsweise eine islamisch dominierte Klassengesellschaft (Muslime in der Mehrheit).

Politischer Islam ist die Deklassierung der Frau – emotional wie juristisch.

#deutschermuslim

Du solltest den Wert der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR, 1948) erkennen, auf denen das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (GG, 1949) aufgebaut ist. Das ist kulturelle Moderne, das ist Religionsfreiheit – in Dschidda oder Teheran gibt es keine Religionsfreiheit, dort herrscht das ungleich behandelnde Islamische Gesetz.

Du solltest säkulare Muslime kennen lernen, lies doch mal ein Buch von Bassam Tibi oder Necla Kelek. Dein Gottesbild ist zu eng und zu altmodisch, solange du meinst, dass nicht ein von Menschen gemachtes Gesetz, sondern nur das göttliche Gesetz die Seele vor den Flammen der Hölle retten kann.

Warum forderst du, dass die gottesfürchtige Frau sich unter einem Schleier verbirgt, während du selbst nackte Unterarme und Waden zeigen darfst und deine Haare im Wind wehen lassen darfst, nur weil du männlich bist? Warum soll für eine Frau eine andere Vorschrift gelten als für einen Mann?

Karsten Hilchenbach (Wachtendonk)

(1) Cerić: f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law; (g) the protection of European Muslims from Islamophobia …, aus der »Declaration Of European Muslims« (»Deklaracija Evropskih Muslimana«) vom 24.02.2006. Bei der schariapolitischen Zentrale »Rijaset«, Bosnien und Herzegowina.

http://www.rijaset.ba/en/index.php?option=com_content&view=article&id=66

»Declaration Of European Muslims«, bei: Regierung von Malaysia.

http://www.idfr.gov.my/en/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&id=144

Institute Of Diplomacy and Foreign Relations Malaysia (IDFR), “Helping Malaysia Reach Out To The World”. Ministry of Foreign Affairs, Malaysia.

http://www.idfr.gov.my/

Ausführliche Betrachtung der »Declaration Of European Muslims« / »Déclaration des Musulmans d’Europe«. Von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/12/21/159/

(2) Die elitäre islamistische und türkisch-nationalistische Fethullah-Gülen-Bewegung wird von Necla Kelek passgenau als „Sekte mit Konzernstruktur“ charakterisiert. In »Die Anhänger des Fethullah Gülen«, DER SPIEGEL, 21.07.2008, stellt Kelek fest: »Gülen ist dabei, ein weltweites Netz muslimischer Intelligenz heranzubilden, das einem machtbewussten islamischen Chauvinismus huldigt. … Gülen macht nur eines anders als die fatalistisch an die Vorsehung Glaubenden: Er fordert seine Anhänger auf, sich die Welt der Ungläubigen aktiv anzueignen, um sie im Namen des Islams beherrschen zu können. Es geht ihm darum, die gottgewollte und natürliche Herrschaft des Islams über die Welt zu erlangen, weil „sich alles dem Menschen fügen wird, solange dieser sich Allah fügt“. Gülens Gefolgsleute sind die intellektuellen Vordenker der AKP.«

http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E1A3BE707300D46218D4EC4B380DD7A10~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed

Gülen-Sekte. humanistischer pressedienst (hpd), 07.06.2010 – „Fethullah Gülen, dessen Anhänger sich in der nach ihm benannten Bewegung zusammenfinden, ist ein Islamist und türkischer Nationalist. Die Universität Bochum scheint dennoch keine Probleme damit zu haben, eine Propagandaveranstaltung seiner moslemischen Fans und nichtmoslemischen Unterstützer in ihren Räumen zuzulassen.“

hpd: „Der Imagepflege islamischer Fundamentalisten, verpackt als interkulturelle Verständigung, dient eine „Gülen-Konferenz“, die am 7. und 8. Juni 2010 an der Ruhr-Universität Bochum stattfindet. „Die Gülen-Bewegung im Kontext Europas. Ein Blick auf Nordrhein-Westfalen“ lautet der Titel der Tagung, zu der Organisationen mit den illustren Namen „Interkultureller Dialog e.V.“, „interkulturelles Dialogzentrum e.V.“ und „Rumiforum am Rhein“ aufrufen. … Gülens Unterwanderungsstrategie zeigt Erfolge. Unter anderem verfügt seine Anhängerschaft über Einfluss in der türkischen Regierungspartei AKP, besetzt Schlüsselpositionen im Innen- und im Bildungsministerium und umfasst einen Großteil der Angehörigen der Polizei wie der Lehrerschaft. Bündnispolitisch kann Gülen ohnehin auf einschlägige Erfahrungen zurückgreifen. Die faschistischen „Grauen Wölfe“ unterstützte er ideologisch und mit Spenden, aus seinen Sympathien für die von diesen abgespaltene islamfaschistisch-nationalistische „Große Einheitspartei“ (BBP), die mutmaßlich hinter der Ermordung des armenischen Journalisten Hrant Dink im Januar 2007 in Istanbul steckt, macht er keinen Hehl.“

http://hpd.de/node/9661

(3) Scharia-Gerichtshof, paralleles Recht am Islamic Sharia Council (ISC). „The Islamic Shari’a Council is an authoritative body, consisting of a panel of scholars, representing many established institutions in the UK … The scholars representing these centres represent all major schools of thought among the Sunnis. The Council is also widely accepted by the UK Muslim community and this is shown by the sheer volume of enquiries related to marital problems which it receives from the general UK public: additionally, a significant number of solicitors who were able only to secure civil divorces for their clients have found recourse with the Council regarding also securing Islamic divorces for their respective clients.“.

Islamic Sharia Council (ISC)

http://www.islamic-sharia.org/

ISC 4th Annual Seminar 2008. Sunday 20th July 2008, saw the fourth annual seminar of the Islamic Shari’a Council focusing on „shari’a ‘a way of life'“.

http://www.islamic-sharia.org/seminar-2008.html

(4) Eine rechte Allianz gegen den Islam? Warum eine jede konservative Partei antiislamischen Selbstverständnisses das Werk der Muslimbruderschaft fördert. Ein Gleichnis von Edward von Roy.

http://eifelginster.wordpress.com/2010/02/06/161/

(5) Theologischer Diskurs im Islam ist möglich … innerhalb der Grenzen der Scharia. Al-kalām.

http://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BFIlm_al-kal%C4%81m

http://www.eslam.de/begriffe/k/kalam.htm

(6) Regina Mönch: „In ihrem neuen Buch untersucht die Soziologin in drei großen Kapiteln islamische Wirkungsmacht: als Glaube, als politische Religion und Ideologie sowie als Lebenspflicht für vierundzwanzig Tagesstunden. Weil der Islam bis heute mit seiner strengen Regulierung des Alltagsverhaltens eine strikte Unterwerfung verlangt und sich gerade darin von allen religiösen Erscheinungen in Europa unterscheidet, ist besonders dieses dritte Kapitel ein Schlüssel zum Verständnis der Parallelwelt, in der viele Muslime auch hier verharren.“, aus: »Aufklärung heißt das Programm«, Buchrezension zu Necla Kelek 2010 (Himmelsreise. Mein Streit mit den Wächtern des Islam).

http://www.faz.net/s/RubC17179D529AB4E2BBEDB095D7C41F468/Doc~E80894C60732F44C19B943701F45627E2~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(7) Necla Kelek: »Himmelsreise. Mein Streit mit den Wächtern des Islam«, bei: Kiepenheuer und Witsch (KiWi), Köln 2010.

http://www.kiwi-verlag.de/36-0-buch.htm?isbn=9783462041972

Necla Kelek: »Bittersüße Heimat. Bericht aus dem Inneren der Türkei«

http://www.kiwi-verlag.de/36-0-buch.htm?isbn=9783462040425

Necla Kelek: »Die verlorenen Söhne. Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes«

http://www.kiwi-verlag.de/36-0-buch.htm?isbn=9783462036862

Necla Kelek: »Die fremde Braut. Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland«

http://www.kiwi-verlag.de/36-0-buch.htm?isbn=9783462034691

(8) Stefan Laurin: »Krafts Schattenminiserin schweigt zu Grauen Wölfen in Deutschlands Muster-Moschee« – „Wir wollten von Zülfiye Kaykin wissen, warum sie die Vorgänge um die Grauen Wölfe nicht öffentlich gemacht hat, da ihre Verschwiegenheitserklärung sich nicht auf den Moschee-Verein bezieht. Wir haben sie gefragt, warum sie nicht gegen die Rechtsradikalen in der Moschee protestiert hat, wie man es von einer Schattenministerin der Sozialdemokratie erwarten könnte. Wir erhielten von Zülfiye Kaykin keine Erklärung.“

http://www.ruhrbarone.de/krafts-schattenministerin-schweigt-zu-grauen-wolfen-in-deutschlands-muster-moschee/

(9) »Herrschaft Allahs«, al-hakimīyya li-llah.

»What Is Tawheed Al-Haakimiyyah?« Scheich Abd-al Mun’em Mustafa Halima Abu Basir aka Abu Basir al-Tartusi spricht aus dem verderbten London: And the Hadeeth, which is authentic (Saheeh) from the Prophet , that he said: „Verily, Allaah is the Hakam (ruler or judge) and to Him is the Hukm (judgment).“

http://www.en.altartosi.com/haakimiyyah.htm

Q&A, Questions and Answers.

http://www.en.altartosi.com/Questions.htm

Sheikh Abd-al Mun’em Mustafa Halima Abu Basir aka Abu Basir al-Tartusi, is a Syrian Islamist living in London. He has been described as „primary Salafi opinion-makers guiding the jihadi movement.“

http://en.wikipedia.org/wiki/Abd-al_Mun%27em_Mustafa_Halima_Abu_Basir

Abu Basir al-Tartusi (Scheich Abd-al Mun’em Mustafa Halima Abu Basir) bietet Europa spirituelle Nahrung, nach der gewisse Szenen in Deutschland begierig sind, und so übersetzt Inshallah72 den Londoner Islamistenscheich akribisch aus dem Englischen: »Islam nach Quran und Sunnah und dem Verständnis der Salaf as-Salih«. Was ist Tauhid al-Hakimiyyah?

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/26924-Tawhid-al-Hakimiya

(10) Prinzip Schura (šūrā). Sadek Jawad Sulaiman: »THE SHURA PRINCIPLE IN ISLAM«, Sadek Jawad Sulaiman

Schura ist ein Recht des Volkes im Kalifat. Alle Bürger dürfen ihre Meinung zu Gehör bringen, aber das Recht auf Schura steht nur den Muslimen zu, aus: The System of Islam (Nidham ul Islam), Taqiuddin an-Nabahani, Hizb ut-Tahrir. “Shura is one of the rights of the people upon the Khaleefah“ (62). “Article 105 All citizens, Muslim or not, may express their views, but shura is a right for the Muslims only (142).

http://www.hizb-ut-tahrir.org/PDF/EN/en_books_pdf/system_of_islam.pdf

(11) Aus: Franz Kogelmann: »Vom Antikolonialismus zum globalen Dschihad«

http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-638/_nr-17/_p-1/i.html

(12) Niedersächsischer Landtag – 16. Wahlperiode, Drucksache 16/2395. Antwort auf eine Große Anfrage – Drucksache 16/1642 – Wortlaut der Großen Anfrage der Fraktionen der CDU und der FDP vom 15.09.2009.

„Salafismus ist eine besonders radikale Form des Islamismus, die sich zum Ziel gesetzt hat, weltweit die gesellschaftspolitischen Zustände einzuführen, die im 7. Jahrhundert n. Chr. auf der arabischen Halbinsel geherrscht haben.“

http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:gEwB8PF9NbIJ:www.cdu-fraktion-niedersachsen.de/download/100046001/100429%2BMI%2BExtremismus%2Bin%2BNds%2B-%2BAntwort%2Bauf%2BGro%C3%9Fe%2BAnfrage.pdf+Varrentrappstr.+21+ciftci&cd=2&hl=de&ct=clnk&gl=de

(13) Niedersächsischer Landtag − 16. Wahlperiode Drucksache 16/2395.

„Aktuell verzeichnet die Islamschule ca. 200 Online-Studenten sowie ca. 10 vor Ort Studierende bei stark steigender Tendenz. … Dem Bereich des salafistischen Bildungs- und Gelehrtennetzwerkes zuzurechnen ist die deutschsprachige Zeitschrift „Zamzam“, die von einem der Islamschule Braunschweig nahestehenden Moscheeverein in Mönchengladbach herausgegeben wird.“

http://www.heiner-schoenecke.de/Political/Neues%20aus%20Hannover/10-04-20%20Anfrage%20und%20Antwort%20Extremismus%20%281%29.pdf

(14) Verfassungsschutz Niedersachen:

„Seit einigen Jahren bildet sich in Deutschland eine in engem Kontakt mit islamischen Kernländern stehende religiöse Lehr- und Bildungsinfrastruktur heraus, die unter salafistischen Vorzeichen steht. … Dabei spielt die Telefonieplattform Paltalk eine zentrale Rolle, da hier prominente Angehörige des deutschsprachigen salafistischen Gelehrtennetzwerkes wie der Leipziger Hassan DABBAGH als Online-Imame auftreten. Doch auch Lifeübertragungen über das Internet, Videos, Exzerpte von Seminaren oder Fernuniversitäten ermöglichen die Schulung vor dem Bildschirm.“

http://www.verfassungsschutz.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=12260&article_id=54278&_psmand=30

(15) The book Ilusi Negara Islam: Ekspansi Gerakan Islam Transnasional di Indonesia, (The Illusion of an Islamic State: the Expansion of Transnational Islamic Movements in Indonesia) … is edited by former president Abdurrahman Wahid (Gus Dur), published by PT Desantara Utama Media with funding and/or support from the LibForAll Foundation in the USA, the Wahid Institute, Gerakan Bhinneka Tunggal Ika, and The Maarif Institute.

http://www.indonesiamatters.com/5453/ilusi-negara-islam/

Indonesien. Gewalttätige Proteste gegen die Ahmadiyya zwischen realer gegenmoderner Untergrundströmung bzw. Sekte und unbegründeten Verdächtigungen des Typus Hexenjagd.

http://www.indonesiamatters.com/9494/garut-ahmadiyah/

(16) Die Achse Des Guten titelt: »Willkommen in Mönchengladbach!« und veröffentlicht die anonyme »Pressemitteilung und Einladung zum Treffen Eickener Bürger und Unterstützer am 27.August 2010«

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/print/0017640

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

3 Antworten to “Fundamentalisten profitieren vom Demokratieabbau”

  1. Karsten Hilchenbach Says:

    Datum: 14.09.10 02:06

    integrationsunwillig

    #praktiker / Datum: 14.09.10 00:47

    Aus Pierre Vogels paradiesischer Sicht sind wir beide integrationsunwillig, denn wir beide sind “undankbar“ und sind trotz mehrfacher “Einladung“ nicht bereit, uns in das Kalifat einzuordnen (zu integrieren).

    Hier wird erkennbar, um was es für die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland bei Integration geht und was Gülistan Yüksel nicht immer ganz klar zu sein scheint: Integration in das auf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte beruhende Grundgesetz.

    Die Salafisten wollen Burka, Zweitfrau, Kindbraut und die “theoretische“ Steinigung. Adolf Hitler integrierte in den Rassismus, auch diejenigen, die es gar nicht wollten. Salafisten integrieren ins Schariagesetz, auch uns beide.

    Wir dürfen nicht zulassen, die Bevölkerung in Religionsvölker aufzuspalten, in rechtsverschiedene Kollektive. Das ist die Gefahr dessen, was man den “Dialog mit dem Islam“ nennt.

    Islam ist Jurisprudenz (fiqh), praktiziertes Recht. Wir haben aber bereits ein Rechtssystem, an der Einführung eines zweiten ist kein Bedarf.

    Lord Phillips, Jurist

    http://www.welt.de/politik/article2176782/Oberster_Richter_fuer_Anwendung_der_Scharia.html

    Rowan Williams, Erzbischof

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/7232661.stm

    Christian Giordano, Anthropologe

    http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/scharia-gerichte_fuer_die_schweiz_1.1606772.html

    Islam ist Staatsbürgerschaft und Staat. Wir haben aber bereits einen Staat. Und unser (nicht vom Himmel gefallenes) deutsches Grundgesetz gilt auch für Gottlose – und sogar für Frauen.

    ONE LAW FOR ALL!

    ————————–

    Datum: 14.09.10 01:51

    Kopftuch, Hidschab

    Der Leib der Frau ist nach Sunna und Scharia anders, problematischer nackt als der männliche Körper und deshalb anders, vollkommener zu “bedecken“. Körperbezogen wird so die Basis für eine emotionale und, letztlich, islam-juristische Ungleichbehandlung gelegt.

    Für Männer und Frauen gilt im orthodoxen Islam verschiedenartiges Recht, anders gesagt: Frauen haben keine vollen Bürgerrechte. Nach dem Koran erbt die Frau nur 50 % so viel wie ihr Bruder und gilt ihre Aussage vor Gericht nur die Hälfte, dieses vom Schöpfer geschaffene Gesetz gelte es zu realisieren, es abzulehnen wäre Krieg gegen Gott und sei einem Muslim keinesfalls zuzumuten.

    Das Menschenbild von Sunna und Scharia steht nicht im Einklang mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR, 1948) und dem auf ihr beruhenden Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (GG, 1949).

    Dabei geht es dem orthodoxen / politischen Islam, wie er uns versichert, um das jenseitige Seelenheil (Way to Allah, Einladung zum Paradies), die Frau könne die paradiesische Gottesnähe nur erreichen, wenn sie irdisch deklassiert ist und dem Männerrecht unterworfen.

    Frauen gelten als wankelmütig, vom Glaubensverlust gefährdet, die Männer zur Unmoral verführend und als relativ unmündig. Die Salafisten dehnen die Pflicht zum Hidschab, Schleier, auf das “Bedecken“ von Hand und Gesicht aus, saudi-arabischen Scheichs wie Uthaimin oder Bin Baz folgend.

    Schleier bedeutet: Ich habe einen Besitzer.

    Hidschab ist Textilie und Konzept. Das Wort Hidschab meint einerseits den Schleier aus Stoff, andererseits die gesamte Doktrin und Kultur der Geschlechtertrennung, die Apartheid von Männern und Frauen.

    Der den Weg ins Paradies ebnende Schleier der praktizierenden Gottesfürchtigen hat Folgen für die “pflichtvergessenen“ Frauen.

    Denn die Kopftuchverweigerin ist aus dieser “jenseitszentrierten“ Sicht ein Mensch sittlich geringeren Wertes, reden wir volkstümlich: eine Schlampe.

    Wir sehen: Das Kopftuch, das ein ganzes Rechtssystem (die Scharia) und Staatssystem (Herrschaft Allahs, Kalifat) nach sich zieht, überschreitet aus Sicht der kulturellen Moderne den Bereich der persönlichen Spiritualität und bricht in den Bereich der Politik ein, indem verschiedene Grund- und Freiheitsrechte eingeschränkt werden wie etwa das Recht, die Religion zu verlassen, ohne Religion zu leben, als Lesbe zu leben oder einen Nichtmuslim zu heiraten.

    Einerseits setzt das Kopftuch im Sinne des Befehls zur Hisba ein umfassendes (totalitäres) Lebenskonzept durch, in welchem Pressefreiheit und (negative) Religionsfreiheit überflüssig geworden sind, andererseits ist die den islamischen Schleier tragende Frau der Beobachtung auf keusches Verhalten zu unterwerfen, sie darf nicht rauchen, nicht mit Männern flirten, nicht öffentlich die Tugendpolitik von Yusuf al-Qaradawi oder Necmettin Erbakan verwerfen und diejenige von Muhamed Seyfudin Ciftci (Abu Anas, EZP / Islamschule) natürlich auch nicht.

    Einerseits also ist das Kopftuch wie ein erhobener Zeigefinger und mahnt: “Leute, lebt schariakonform, lebt den Islam möglichst total“, andererseits ist die Verschleierte als dem Männerrecht unterworfene “keusche“ Frau zu erkennen. Männlicherseits sexuell belästigt werden dann eben die Unverschleierten.

    Näheres weiß Sheik Tadj Din al-Hilali:

    http://www.stern.de/panorama/australiens-obermufti-unverschleiert-und-vergewaltigt-selbst-schuld-574965.html

    Der hohe Gruppendruck auf “islamisch korrektes Verhalten“, der mit dem Kopftuch für uns alle einhergeht, lässt sich ahnen. Es ist daher angemessen, dass viele deutsche Bundesländer den Lehrerinnen an staatlichen Schulen untersagen, mit einem Kopftuch zu unterrichten.

    Mönchengladbacher Bürger erkennen daher zweierlei:

    a) Das Kopftuch ist hoch politisch.

    b) Wir wollen diese Islamschule nicht.

  2. Chandra Gupta Says:

    Duisburg. Vorläufiges Aus für das geplante proschariatische Privatgymnasium in Meiderich:

    „Außerdem hat die obere Schulaufsichtsbehörde die bisherige Kandidatin des Rhein-Ruhr-Bildungsvereins für das Amt der Schulleiterin mangels genügender Qualifikationen abgelehnt. Kritiker des Projektes werden aufatmen: Denn besagter Verein soll der umstrittenen islamischen „Gülen-Bewegung“ nahe stehen. Benannt ist das weltweit agierende Netzwerk nach ihrem Vordenker Fethullah Gülen. … Gülen gründete zahlreiche wohltätige Organisationen in und außerhalb der Türkei. Sein Netzwerk ist in weiten Teilen der Welt mit Schulen, Medien, Elite-Universitäten oder humanitären Hilfsorganisationen vertreten.

    Kritiker werfen der Bewegung jedoch vor, die laizistische türkische Republik zu unterwandern und durch einen islamischen Staat ersetzen zu wollen.“

    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Projekt-Privatgymnasium-in-Duisburg-ist-gestoppt-id4991782.html

    Nanu, eine steuerfinanzierte Scharialehrstätte?

    „Bis zu 87 Prozent der Kosten der Privatschule werden vom Land Nordrhein-Westfalen getragen. Die restlichen 13 Prozent muss der Verein selbst tragen. … Einen Antrag auf Genehmigung einer Schule hat der Trägerverein bereits am 19. April bei der Bezirksregierung in Düsseldorf eingereicht.“

    http://www.derwesten.de/nrz/niederrhein/Tuerkischer-Verein-eroeffnet-privates-Gymnasium-in-Duisburg-Meiderich-id4871494.html?quelle=staedte::duisburg::rut

  3. Ciftci & Bosnien: EZP & Poziv u raj Says:

    „Seit dem Bosnien-Krieg (1992-1995) pflegt der unter dem Pseudonym Scheich Abu Anas agierende Ciftci beste Beziehungen auf den Balkan. Er ist eng mit Poziv u Raj verbunden, die als Tochterorganisation der deutschen Einladung zum Paradies fungiert. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich will den Verein verbieten lassen.

    Ein Schicksal, dass den Salafisten auf dem Balkan noch nicht droht. Islam-Experte Esad Hecimovic aus Sarajevo beobachtet, dass Poziv u Raj ‚versucht, in Bosnien eine Unterstützungsbasis für europäische Salafisten aufzubauen.‘ (…)

    Kein Versehen hingegen ist der zweite Redner, den Ciftci für das Seminar in Oberbernhards aufbietet: Safet Kuduzovic. Der frühere sogenannte Gotteskrieger ist einer der führenden Gelehrten, die auf dem Balkan die islamische Rechtsordnung Scharia interpretieren. So fordert Kuduzovic beispielsweise Strafen wie Steinigungen bei Verstößen gegen das „gottgegebene Recht“.

    Zudem hat er bereits mehrfach junge Männer auf dem Balkan rekrutiert, sich am Heiligen Krieg, dem Dschihad, in Afghanistan und Pakistan zu beteiligen. Kuduzovic unterhält wie sein Mitredner Hajruddin Ahmetovic enge Verbindungen zu dem in Wien lebenden Islamisten NedZak Balkan.“

    aus: Gotteskrieger als Gastredner
    von: Franz Feyder, 29.09.2011

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.radikale-islamisten-zum-hetzen-in-die-herberge-page1.eeb1bc02-72bf-40db-a426-dd510cfbcb0f.html

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s