Eickener Erklärung

Eickener Erklärung

Wir, die Mönchengladbacher Bürgerinnen und Bürger sind gegen die Einrichtung der so genannten Islamschule des Vereins „Einladung zum Paradies“. Mit dieser Erklärung beziehen die Menschen in Mönchengladbach und insbesondere im Stadtteil Eicken deutlich Stellung und wehren sich gegen demokratiefeindliche, grundrechtsverletzende und frauenfeindliche Bestrebungen. Wir lassen uns dabei von keiner politischen Strömung vereinnahmen und erklären:

Wir sind gegen Ganzkörperschleier und Gesichtsschleier, denn wir wollen offenen Blickkontakt mit allen unseren Nachbarn. Gemeinsam mit allen Menschen in unserer Stadt wollen wir eine auf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948) und dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (1949) beruhende Stadtkultur leben, in der Menschen autonome Individuen und säkulare Staatsbürger sind und keine Angehörigen von religiös definierten Stammeskulturen oder mittelalterlichen Religionsvölkern.

Wir sind erschrocken, wenn Salafisten in unserer Nachbarschaft eine Islamschule betreiben wollen, an der gelehrt wird, die Demokratie sei eine „falsche Religion“, Islamapostaten müssten getötet werden, der Ehemann solle seine Frau unterdrücken und Nichtmuslime seien Menschen sittlich geringeren Wertes.

Wir sind alarmiert, dass Demokratiegegner in unserer Stadt die Glaubens- und Bekenntnisfreiheit dazu missbrauchen, den säkularen Rechtsstaat auf Dauer durch einen Gottesstaat zu ersetzen.

Wir lassen nicht zu, dass die erst nach Jahrzehnten mühsam errungene Gleichberechtigung von Mann und Frau nun im Namen der Religion außer Kraft gesetzt wird.

Wir wollen diese Islamschule nicht!

Wir laden Sie ein, jeden Montag um 19:00 Uhr gemeinsam mit uns auf dem Eickener Markt für diese Ziele friedlich zu demonstrieren.

02.09.2010, V.i.S.d.P. Gabi Schmidt, i.so.l.de@gmx.de

Schlagwörter: , , , , ,

4 Antworten to “Eickener Erklärung”

  1. gleichberechtigungjetzt Says:

    EICKENER ERKLÄRUNG

    Wir, die Mönchengladbacher Bürgerinnen und Bürger sind gegen die Einrichtung der so genannten Islamschule des Vereins „Einladung zum Paradies“. Mit dieser Erklärung beziehen die Menschen in Mönchengladbach und insbesondere im Stadtteil Eicken deutlich Stellung und wehren sich gegen demokratiefeindliche, grundrechtsverletzende und frauenfeindliche Bestrebungen. Wir lassen uns dabei von keiner politischen Strömung vereinnahmen und erklären:

    Wir sind gegen Ganzkörperschleier und Gesichtsschleier, denn wir wollen offenen Blickkontakt mit allen unseren Nachbarn. Gemeinsam mit allen Menschen in unserer Stadt wollen wir eine auf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948) und dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (1949) beruhende Stadtkultur leben, in der Menschen autonome Individuen und säkulare Staatsbürger sind und keine Angehörigen von religiös definierten Stammeskulturen oder mittelalterlichen Religionsvölkern.

    Wir sind erschrocken, wenn Salafisten in unserer Nachbarschaft eine Islamschule betreiben wollen, an der gelehrt wird, die Demokratie sei eine „falsche Religion“, Islamapostaten müssten getötet werden, der Ehemann solle seine Frau unterdrücken und Nichtmuslime seien Menschen sittlich geringeren Wertes.

    Wir sind alarmiert, dass Demokratiegegner in unserer Stadt die Glaubens- und Bekenntnisfreiheit dazu missbrauchen, den säkularen Rechtsstaat auf Dauer durch einen Gottesstaat zu ersetzen.

    Wir lassen nicht zu, dass die erst nach Jahrzehnten mühsam errungene Gleichberechtigung von Mann und Frau im Namen der Religion außer Kraft gesetzt wird.

    Wir wollen diese Islamschule nicht!

    Wir laden Sie ein, jeden Montag um 19:00 Uhr gemeinsam mit uns auf dem Eickener Markt für diese Ziele friedlich zu demonstrieren.

  2. citizen Says:

    Auf der Suche nach den Ursprüngen der Eickener Erklärung. 27 – 1 = 26 … die uranfängliche, unkorrigierte Fassung der Eickener Erklärung stammt also vom 26.08.2010, das ist ein Tag vor der Bürgerversammlung in der Eickener Mehrzweckhalle, sie wurde am 27. massenhaft in Papierversion ausgeteilt, ihr Urheber ist nicht ersichtlich, sie entspricht einer Art Kurzfassung der mit dem kryptischen „Bürgerbewegung Eicken“ signierten und unter dem Titel ‚Willkommen in Mönchengladbach!‘ bei Die Achse des Guten am 24.08.2010 21:10 ohne Kontaktadresse bzw. Chance für Verbesserungsvorschläge eingestellten Text.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/willkommen_in_moenchengladbach/

    Der ausbaufähige, am 02.09. 16:09 Uhr von Redaktion BZMG Giesenkirchen bei bz-mg eingestellte Prototyp bzw. älteste Text einer Eickener Erklärung ist am 27.08. in der Mehrzweckhalle keinesfalls verabschiedet worden, er enthält missverständliche Sätze, die Außenstehende als fremdenfeindlich deuten könnten (v.a. das mehrfache: „Wir wollen keine Nachbarn“). Die Urfassung vergisst die AEMR, sagt nicht ausdrücklich „Gesichtsschleier“, obwohl Burka (Ganzkörperschleier) und Nikab (Gesichtsschleier) doch gemeint sind, und unterlässt, noch, die Benennung aller Mönchengladbacher. Das wäre Munition für jeden Gegner der Bürgerinitiative Eicken gewesen, Abhilfe ist da unserer Meinung nach nötig gewesen.

    Beide Fassungen sind am 03.09.2010 beim gelungenen Demonstrationszug zum Abteiberg problemlos mit- und nebeneinander verteilt worden, was dem interessierten Leser ja einen willkommenen Vergleich schließlich erst ermöglicht.

    Die am 02.09.2010 mit V.i.S.d.P. und Kontakt-E-mail versehene Textfassung der Eickener Erklärung wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern als gut gelungene Weiterentwicklung der Fassung vom 26.08. angesehen und könnte bei demokratischer Abstimmung durchaus mehrheitsfähig sein, Verbesserungsvorschläge sind Gabi Schmidt willkommen und werden nachvollziehbar dokumentiert.

    BZ-MG hat sich angeboten, eine künftige, demokratisch verabschiedete Fassung der Eickener Erklärung zu veröffentlichen, möchte den gegenwärtigen Diskussionsprozess allerdings abwarten um eine ‚Erklärungs-Inflation‘ zu vermeiden und stellt bislang die älteste Fassung ein (s.u.).

    Ein legendenumwitterter Text und seine profane Geschichte … ein wenig wie beim Buch Koran, das manch einer für druckfertig vom Himmel gefallen einschätzt. Man sieht: Transparenz und Gelassenheit lohnen sich. Auf ein gutes Gelingen – es lebe das demokratische Projekt Eickener Erklärung.

    Die BürgerZeitung für Mönchengladbach (BZMG) stellte die in der Mehrzweckhalle am 27. August ausgeteilte und nicht autorisierte Fassung unter dem Titel ‚Eickener Initiative gegen die geplante Islamschule gibt die “Eickener Erklärung” ab‘ ein und kommentierte dazu mehrdeutig: „Wem bisher nicht klar war, welchen Weg die neugegründete Bewegung in Eicken gehen wird, dem haben Mitglieder dieser Initiative nun ihre Ziele klar und deutlich in einem Dokument, die “Eickener Erklärung”, dargelegt.“

    Am Mittwoch, den 01.09.2010 stellten mehrere Bürgerinnen und Bürger auf dem Eickener Markt im Beisein von Herrn Schultz fest, dass die Erstfassung aus der Mehrzweckhalle nicht abgestimmt worden ist, einige Anwesende meldeten Änderungswünsche an. Auf die Frage hin, ob man Änderungen ausarbeiten könne, meinte Wilfried Schultz damals: „Machen Sie das doch, wir stimmen das ab“.

    Daraufhin haben sich zehn Bürger zu Wort gemeldet, deren Änderungswünsche in die neue Fassung eingegangen sind. Diese neue Fassung mit Tagesdatum 02.09., V.i.S.d.P. Gabi Schmidt und Kontaktmail ist nur deshalb veröffentlich worden, weil die BZMG die alte, unautorisierte Fassung veröffentlicht hat.

    Damit die erwähnten missverständlichen Formulierungen der ursprünglichen Fassung nicht zu unseren Lasten ausgelegt werden, war es unvermeidbar, die inzwischen erarbeiteten Änderungsschritte öffentlich zu machen.

    —————————————–
    News von Radio 90,1 :: http://www.radio901.de ::

    „Eickener Erklärung“ in Stadtteilgesprächen verfasst

    27.08.2010

    Eine so genannte Eickener Erklärung ist das Ergebnis der dritten Eickener Stadtteilgespräche am gestrigen Abend.

    In der Erklärung wehren sich die anwesenden Bürgerinnen und Bürger gegen den Bau einer Islamschule.

    Heute Abend findet eine Bürgerversammlung statt, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt. Wichtig sei dabei vor allem, dass die Bürger ausreichend mit Informationen versorgt werden, sagte Bezirksvorsteher Reinhold Schiffers im Radio 90,1 Interview.

    Durch verschiedene Proteste in den vergangenen Tagen, sei die Angst und die Unsicherheit der Bürger deutlich zum Ausdruck gekommen, so Schiffers weiter.

    http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:4lB1Kmvgr_EJ:www.radio901.de/_pool/func/news/news/misc/news_print.php%3Fprint%3D20100827080412+ine+so+genannte+Eickener+Erkl%C3%A4rung+ist+das+Ergebnis+der+dritten+Eickener+Stadtteilgespr%C3%A4che+am+gestrigen+Abend.+…+www.radio901.de/_pool/func/news/…/news_print.php%3F..&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de


    Quelle:
    bz-mg.de
    Eickener Erklärung, anonym, vom 26.08.2010

    http://www.bz-mg.de/stadtbezirk-nord/eicken/eickener-initiative-gegen-die-geplante-islamschule-gibt-die-eickener-erklarung-ab.html

  3. Mönchengladbacher Says:

    Auf dem Weg zur Eickener Erklärung. Gemeinsam und demokratisch.

    Beide Textfassungen der EICKENER ERKLÄRUNG sind der Rede wert, beide wurden am 03.09.2010 während des erfolgreichen Demonstrationszuges zu hunderten ausgeteilt und gerne gelesen.

    Man könnte die endgültige Fassung (gerne also eine dritte) in Zukunft gemeinsam bei der nächsten Bürgerversammlung verabschieden und sollte einstweilen beide Texte der EICKENER ERKLÄRUNG, die Ähnlichkeiten und auch deutliche Unterschiede haben, in Ruhe vergleichen und zur Diskussion stellen bzw. weiter entwickeln, Frau Schmidt nimmt unter i.so.l.de@gmx.de Änderungsvorschläge entgegen, die natürlich nachvollziehbar dokumentiert werden.

    Ich habe beide Versionen der EICKENER ERKLÄRUNG, die vom 26.08.2010 und die vom 02.09.2010, im Wohnzimmer an die Wand gehängt, Textmarker benutzt und Anmerkungen eingefügt, und bespreche sie mit jedem, der vorbei kommt, ausführlich.

    Jeder ist eingeladen, mitzudenken, denn die EICKENER ERKLÄRUNG ist ein demokratisches Projekt (kein Befehl vom Sultan oder Mufti, den wir lediglich gehorsam abnicken dürfen).

    Mich persönlich überzeugt die Änderung in der ersten Zeile von “Eickener“ auf “Mönchengladbacher“, damit die Leute am Abteiberg oder in Rheydt nicht sagen “Ihr Eickener, das ist euer Problem“, denn die Islamschule betrifft die ganze Stadt. Das mehrfache “Wir wollen keine Nachbarn“ ist mir zu heftig abweisend, da es uns um die Treue zum Grundgesetz gehen muss, dann wäre bzw. bei geändertem EPZ-Lernstoff: dann ist mir auch ein Sven Lau oder Mohamed Seyfudin Ciftci als Nachbar herzlich willkommen.

    Jeder darf sich seinen Wohnort aussuchen, ob mir das als Nachbar passt oder nicht. Wir würden unstatthaft-gewalttätig ein Grundrecht einschränken, meinten wir ernsthaft: “Geht weg hier“, was nicht zuletzt bei echten alten Mönchengladbacher Mitbürgern wie Sven Lau und Efstathios Tsiounis eigentlich nur derjenige sagen kann, der die Verfassung überwinden will (wir sind aber gerade keine Feinde des oder der Fremden, keine Kulturrassisten).

    Das “Wir wollen keine Nachbarn“, als Ausdruck unbesonnener Wut vielleicht ein paar Augenblicke lang erklärlich, können wir auf Dauer einfach nicht aufschreiben oder gar als Handreichung in der Öffentlichkeit verteilen, da würden unsere Gegner, ob von Rechts- bzw. Linksaußen oder vom Fan-Club des Gottesstaates, leider wohl profitieren.

    Das Fazit, der klare Ausruf am Schluss, ist in beiden Textfassungen natürlich gleich:

    Wir wollen diese Islamschule nicht!

  4. Jacob P. Says:

    Ich bin froh, dass die Islamoholics keine Unterstützung in der Bevölkerung finden.

    Diese Fehlgeleiteten, die blind einem Buch folgen, ohne dessen Inhalte zu hinterfragen, wollen das 7. Jahrhundert in die Gegenwart tragen. Sie mögen zwar (noch) keine Terroristen sein, ihr Denken ist derselbe reaktionäre, islamofaschistoide Unsinn, den al-Qaida und die Muslimbruderschaft repräsentieren und das im 21. Jahrhundert nichts verloren hat.

    Daher unterstütze ich die Bürgerinitiative gegen die salafistische Islamschule und die „Eickener Erklärung“ aus vollem Herzen. Es kann nicht sein, dass wir Einstellungen tolerieren, nach denen Demokratie und Menschenrechte eine „falsche Religion“ sind.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s