Flexibilität der Scharia

الإعلان العالمي لحقوق الإنسان

al-iʿlānu l-ʿālamīyu li-ḥuqūqi l-insān

Universal Declaration of Human Rights

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Staat säkularisieren, Politik religiös aufladen

Politik und Staat trennen, um Raum zu schaffen für die Scharia.

Zum Redebeitrag des Abdullahi Ahmed An-Na’im: Scharia und Säkularer Staat im Nahen Osten und Europa, den der aus dem Sudan stammende und in den USA lehrende Schariagelehrte und Jurist am 19.05.2009 anlässlich der von der Fritz-Thyssen-Stiftung geförderten dritten Carl Heinrich Becker Lecture im Berliner Wissenschaftskollegium vortrug. Eine Islamkritik von Jacques Auvergne.

Jeder von uns hat halt so seine Vorstellungen von der Gleichberechtigung der Atheisten, Ex-Muslime, Christen und Frauen:

14. ob die Vorstellung der Europäer von „Aufklärung und Moderne“ auch im Nahen Osten und in anderen Teilen Afrikas und Asiens anwendbar ist.

Muslime sind ganz anders, ermahnt uns An-Na’im: Abendländer, euer Wissenschaftsbegriff ist westlich, die AEMR ist ein Produkt eurozentrischer Weltsicht. Zivilisatorische Moderne geht auch mit Koran und Sunna, Zweitfrau und Schleierpflicht.

Das ist zwar Unsinn, aber der Herr ist Jurist und berühmt. Irgendwie war nicht Mohammed, sondern ein französischer Imperator der Urheber jeder islamischen Staatsreligion. Letztlich bleibt Wissenschaft kalt und seelenlos und aufklärerisches Streben eine Erlösungsreligion:

14, 15. Dabei war es Napoleon, der 1798 das erste „klerikale Regime“ im Nahen Osten etablierte. Der „Diwan“ der Französischen Republik Ägypten … bestand aus Scheichs der Al-Azhar. Es ist nicht ohne Ironie, dass es der messianische Geist der Aufklärung war, der die traditionelle – wie Ira Lapidus formuliert – „Abgrenzung von Religion und Staat“ in der Geschichte des Islam verwischte.

Schariafreund Abdullahi An-Na’im leugnet, dass Napoleon gar keine Angst vor dem Höllenfeuer hatte, während Reichsgründer Mohammed die nur für ihn hörbaren Befehle Allahs täglich aktualisieren konnte und den Befehlsverweigerer köpfen ließ.

Die Ḥākimīyatu ʾllāh, anglisiert Hakimiyyah Allah (1), die Herrschaft Allahs zu errichten, sichert für den Muslim das Heil im Diesseits und Jenseits, wie der sich auf Muhammad ibn Abd al-Wahhab und Sayyid Qutb berufende, aus Syrien stammende, an Tschetschenien interessierte und in London lebende Scheich Abū Baṣīr aṭ-Ṭarṭūsī erklärt (2). Die westlich angekränkelten napoleonischen Gesetze beschränkten sich bewusst auf die geister- und götterfreie Sphäre von Militär, Personenstandsrecht und Steuerwesen.

An-Na’im will in den zur Spezies, zur Sorte Mensch erklärten Europäern, die er implizit als Nichtmuslime einordnet, Gefühle der Schuld erwecken, er selbst bietet im Mai 2009 von Berlin aus dem zerknirschten einstigen Kolonialherrn freundlicherweise die Entsühnung gleich mit an. Wenn der Weiße Mann doch nur endlich für seine eingereisten oder konvertierten Muslime ein gesondertes Ehe- und Familienrecht zulassen würde.

Den US-amerikanischen und europäischen Muslimen ist aufgeklärtes Denken nicht zuzumuten, wie der Jurist uns nahe legt, sie sind in den Käfig von Pressenzensur und Parawissenschaft zu sperren, damit sie ihren kulturellen Wurzeln“ nicht entfremdet werden und Zweitfrau und Hidschab auch noch in hundert Jahren „verstehen“. Der von Kindergarten, Schule und Jugendarbeit gefälligst zu duldende Weg der muslimischen „Andersartigen“ in die Unkreativität und Humorlosigkeit kann beschritten werden, der Rückweg aus dem Fundamentalismus heraus in Weltbürgerlichkeit und Religionskritik wird den erfolgreich Muslimisierten zunehmend schwer fallen.

An-Na’ims Herangehensweise, die rational basierte, Errungenschaften wie Rechtssicherheit und freiheitliche Demokratie erst ermöglichende, in steter Entwicklung befindliche und global gültige Wissenschaftlichkeit als messianisch zu bezeichnen, erinnert an die Deutung der Demokratie als Religion, wie wir sie von al-Maqdisi (Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī: Democracy … a Religion) kennen.(3)

Der Orient an sich sei durch und durch säkular gewesen. Erst der kleine Korse hat die zivilisatorische Sache vermasselt:

Doch was die französische Kolonialverwaltung einführte, war der geschichtlichen Erfahrung Ägyptens mit der Abgrenzung und Differenzierung von Religion und Staat in Wahrheit unterlegen.

Die sittlich „hoch“ überlegenen Fakten zum Islamischen Säkularismus und Islamischen Menschenrechtsbegriff kennt An-Na’im „in Wahrheit“ und zum Glück aller Muslimbürger und Nichtmuslimbürger. Irgendwann wird er sie uns vielleicht auch nennen. Bis dahin dürfen wir auf die in Atlanta (Georgia, USA) bald, vielleicht schon morgen, völlig neu produzierte, jedenfalls „neu gelesene“ Scharia gespannt sein. Endlich ein Islamisches Recht, das mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrecht kompatibel ist und zugleich das Menschenbild und Gesellschaftsmodell von Mohammed († 632) und al-Ghazali († 1111) treu umsetzt.

Noch ist es nicht da, aber bald.

Nicht bloß Differenzieren, nein, Flechten kann der vom Autohaus FORD bezahlte Professor auch:

Unter Kolonialismus verstehe ich ein Ensemble miteinander verflochtener Ideen und Praktiken, die auch nach dem Ende territorialer Eroberung und Besatzung weiter bestehen können – selbst dann, wenn sie niemals umfassend und dauerhaft verwirklicht wurden.

Sagt selbst, Berliner, ganz tief in euch lebt der Wunsch, uns Afrikaner zu versklaven.

Oder hat der Jurist den Kolonialstaat („Eroberung und Besatzung“) Mohammeds und der ersten vier Kalifen gemeint, das von Dhimma, Dschihad und Apostatenmord („Ideen und Praktiken“) geprägte Kalifat, welches durch Herz und Hirn des türkeistämmigen deutschen Gastarbeiters oder ethnisch deutschen salafistischen Konvertiten als kaum wahrnehmbarer Wunsch nach einem kraftvollen Revival von Kindbraut, Zweitfrau, Burka und Steinigung schleicht?

Indirekt macht der Islamversteher uns klar, dass ein global gemeintes Bestehen auf den Standards der AEMR einer brutalen Landnahme gleichkommt. Der muslimische Wunsch nach Legalisierung von Elementen der Scharia hingegen ist nichts als eine Frage der Entkolonialisierung und kulturellen Vielfalt.

Im Namen des friedlichen Zusammenlebens der Zivilisationen will An-Na’im dem Kulturrassismus und der Frauenfeindlichkeit der Scharia mit legalen Mitteln maximale Geltung verschaffen. Gegen Artikel Zwei der Ägyptischen Verfassung äußert sich der schariagelehrige Professor bewusst nicht: Der Islam ist Staatsreligion. Arabisch ist Amtssprache, die Hauptquelle der Gesetzgebung ist die Islamische Jurisprudenz (Scharia), „Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia).”

17, 18. Insbesondere schlage ich vor, dass der Staat gegenüber allen religiösen Lehren oder Ansichten so neutral wie nur irgend möglich sein sollte.

Wie neutral genau, sehr geehrter Herr An-Na’im, etwa so neutral wie in Griechenland? Am 11.06.2008 war in der Zeitung über elf- und zwölfjährige Ehefrauen zu lesen, die, teilweise schwanger, im Rheinland sichtbar werden und nach Islamischem Recht (Scharia) im Norden Griechenlands durch Muftis und Imame verheiratet worden sind.(4)

Damals schrieb Barbara Kirchner:

»Vor zwei Jahren tauchte der erste Fall auf: Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde an. Am Mittwoch sollte sich der Grieche Hassan N. (damals 20, heute 22) vor Gericht verantworten, weil er eine 12-Jährige geschwängert hatte. …

An der griechischen Grenze zur Türkei werden Minderjährige (ein altes Gesetz erlaubt dies) mit Zustimmung der Eltern verheiratet. Die Zwangsehen sind zwar selten. Da sie aber Griechenland als EU-Mitglied absegnet, sind sie auch in Deutschland gültig.

„Ein Skandal“, nennt das voller Empörung Diana Goldermann-Wolf vom Kinderschutzbund. „Staatlich geförderter Kindesmissbrauch – so etwas darf es in Europa nicht geben und verstößt auch gegen die UN-Kinderrechts-Konvention.“

Vollzogen werden darf eine solche Ehe in Deutschland nicht. Das ist Missbrauch von Kindern. 2005 stieß das Jugendamt erstmalig auf eine solche Zwangsheirat. Das Ehepaar erschien sogar mit übersetzter Heiratsurkunde bei der Behörde und wollte eine neue Steuerklasse beantragen.

Nach etlichen Überprüfungen landete der ungewöhnliche Fall beim Jugendamt. Die Familie des Mädchens zeigte sich einsichtig. Die Ehe wurde geschieden, das Mädchen nach Griechenland zurückgeschickt. Dort will sie nun warten, bis sie über 14 Jahre alt ist.

Seitdem achtet das Jugendamt verstärkt auf solche Fälle. Leiter Johannes Horn: „Wir gehen sensibel vor, machen den Leuten klar, dass eine sexuelle Beziehung verboten ist. Achten darauf, dass kein gemeinsamer Haushalt geführt wird.“ Zwangsehen in Düsseldorf – das hört sich nach finsterem Mittelalter an. Tatsächlich aber betreut das Jugendamt zur Zeit drei Familien, in denen minderjährige Mädchen (unter 14) verheiratet wurden.«

Soweit Barbara Kirchner.

Barbara Kirchner hätte statt „ein altes Gesetz“ allerdings „das ewig junge Islamische Recht“ schreiben müssen und liegt aus islamischer Sicht mit ihrem „Das ist Missbrauch von Kindern.“ nun völlig daneben, denn Allahgott meint es schließlich gut mit den Menschen und betreibt keinen Missbrauch, sondern Gebrauch von Kindern. Ob sich die einmalig hörbar gewordene Skandalschreierin Diana Goldermann-Wolf und der sensibel vorgehende Johannes Horn nicht ein wenig von der Scharia distanzieren möchten? Kindbraut ist schließlich kein „Islamismus“, sondern echter Islam.

Wesentlich genauer hatte uns am 25.02.2005 Uta Keseling zu den Folgen der in Griechenland nicht verbotenen Regelungen der Scharia informiert:

»Er selbst habe seine Imame aufgefordert, Mädchen unter 17 Jahren nicht zu verheiraten, sagt der Mufti. Wenn jedoch ein Mädchen selbst die Heirat unbedingt wolle, nehme er es persönlich psychologisch und physisch in Augenschein und entscheide, ob es reif genug sei. Wenn ja, spräche das islamische Recht nicht gegen die Ehe.«(5)

Der islamische Geistliche heißt Cemali Meço (Τζεμαλί Μέτσο), er ist zuständig für Griechenlands Provinz Thrakien (türk. Trakya), damit auch für 123 hellenische Bergdörfer in den Rhodopen (Родопи, Ροδόπη, Rodop Dağları), die von einer muslimischen griechischen Minderheit bewohnt werden.

Wer mag, kann den geachteten islamischen Theologen aus Komotiní, der das göttliche Recht umsetzt, kleine Mädchen zu verheiraten, die gegebenenfalls bereits schwanger werden, im Bild sehen, und sollte bedenken, dass Tariq Ramadan, Mustafa Cerić oder Necmettin Erbakan († 27.02.2011) und seine Millî-Görüş-Bewegung keine andere Scharia im Angebot haben als Cemali Meço, denn zwei Scharias oder sagt man Scharien, gibt es so sehr wie zwei Allahs.(6)

Während An-Na’im und seine Helfershelfer wie der deutsche Mathias Rohe die Integration von Teilen der (gar nicht teilbaren) Scharia in das bestehende Recht wünschen, warnt die britische Menschenrechtsaktivistin Maryam Namazie vor der religiös begründeten Rechtsspaltung und dem frauenfeindlichen Islamischen Recht:(7)

„Frauen haben beispielsweise nicht das Recht auf eine Scheidung, Männer dagegen müssen nicht einmal vor Gericht gehen, um sich von ihrer Frau scheiden zu lassen. … Nach der Sharia dagegen kommt das Sorgerecht ab einem gewissen Alter der Kinder immer dem Vater zu, auch wenn es eine Vorgeschichte von Gewalt und Missbrauch gibt. Bei Erbschaften erhalten Frauen nur die Hälfte, ihre Zeugenaussage gilt nur halb so viel wie die eines Mannes. Vergewaltigung in der Ehe oder häusliche Gewalt werden wegdefiniert und nicht als Straftaten behandelt. Das oberste Ziel von religiösen Gerichten ist es stets, die Familie trotz allem zusammenzuhalten.“(8)

Islamrevolutionär Abdullahi Ahmad An-Na’im will Politik mit Stammesgesetz und Mysterium tränken und Staat auf das transparente Betreiben von ein paar Institutionen beschränken. In die zwischen Politik und Staat entstehende Lücke sollen menschenfeindliche Monster wie die von Sadismus und Willkür gekennzeichnete, mehrstufig entrechtende Scharia hinein kriechen können. Zukünftige Politik ist islamfreundlich oder im Namen einer bemerkenswerten Neutralität zu verbieten:

18. 19. Es gibt zwei wesentliche Aspekte dessen, was ich als religiöse Neutralität des Staates bezeichne: einerseits die Trennung von Religion und Staat und andererseits die Regulierung der unvermeidlichen Verflechtungen von Religion und Politik. Wie ich später noch ausführen möchte, gründet diese Auffassung in einer nicht unproblematischen, doch notwendigen Unterscheidung zwischen dem Staat als der institutionellen Verstetigung der Volkssouveränität und der Politik als Mittel zur Ausübung des Selbstbestimmungsrechts. Zu betonen ist an dieser Stelle schlicht, dass die Anwendung desselben Modells nicht dieselben Ergebnisse gesetzgeberischen und politischen Handelns mit sich bringt.

Der Hütchenspieler hat sicherlich irgendwie Recht und jeder wird schon mal darüber sinniert haben, dass Gesetzesinitiativen in eine vereinbarte Richtung sprossen, während diesbezügliche Handlungen bald ganz woanders hin zerren. Also los, so scheint An-Na’im uns zu ermuntern, überlasst engagierten Bevölkerungsteilen die Gestaltung der Realität und beschränkt euch auf das Dokumentieren und Applaudieren. Mit ganz viel Sunna und Scharia gewinnt unsere entseelte und uneffektive Politik endlich wieder an Wärme und seelischer Fülle.

Bringen wir die Seelsorger an die Macht:

19. Religiöse Überzeugungen und Normen können rechtliche und politische Unterschiede begründen. … Unterschiedliches Wahlverhalten etwa (also etwa, welcher Kandidat oder welche Partei gewählt wird) spiegelt politische und ideologische Unterschiede wider – und diese können von religiösen Prinzipien herrühren.

Ist der Staatsbürger erst einmal durch den Religionsangehörigen ersetzt, bist du dir selbst kein Bürger mehr, sondern zunächst Heide, Muslim, Jude oder Christ, erwachsen tatsächlich aus den erneuten Stammesreligionen Stammeskandidaten und Stammesparteien. Dann votieren die Deutschchristen für den charismatischsten Kirchenpolitiker, den sie als Kanzlerkandidaten ins Rennen schicken, die Deutschmuslime aber fühlen sich vom angesehensten Scheich nebst Kalifatspartei vertreten. Wäge weise, Erstwähler, das falsche Parteibuch gefährdet dein Seelenheil! Ja, wenn erst die Scharialobby zahlreiche Sitze im Bundestag gewonnen hat, wird „Unterschied“ spannend sichtbar und kommt mit Stoßgebet, Verfluchung und Gotteslästerungsvorwurf so richtig Leben in die Bude. Man stelle sich nur vor, fünfzig bis hundert Parlamentarierinnen in Burka, was für ein Betonen ewiger Werte und spiritueller Lebenskonzepte.

Auch an eine gewisse Dosis an Apartheid und Brutalität mögen wir uns gewöhnen:

19. Differenz und Konflikt gehören notwendig zum Menschsein

Quasi naturgesetzlich gebe es viel Andersartigkeit und viel Auseinandersetzung zwischen den Kulturen, die man zum Glück in den USA wie in Deutschland durch Legalisierung der Scharia auf ein für alle angenehmes und unterhaltsames Maß bringen kann. Der US-amerikanische und sudanesische Staatsangehörige möchte uns wohl sagen, dass ein Streben nach friedlichem Zusammenleben auf der Grundlage allgemeiner Menschenrechte utopisch und dekadent ist. Derlei Konfliktverherrlichung kennen wir durchaus: „Wer leben will, der kämpfe also; und wer nicht kämpfen will in dieser Welt des ewigen Ringens, verdient das Leben nicht“ (Adolf Hitler). Wie viel „Differenz“ will An-Na’im denn bitte in unser Verständnis von Weltbürgertum integriert wissen, etwa so viel: „uns Europäern fremd, aus gänzlich andersartigen Rasseelementen geboren und verschieden von uns an Leib und vor allem an Seele“ (Rassist Fritz Hippler: Der ewige Jude). Eine Ebene an Botschaften An-Na’ims zielt auf die als „westlich“ zu verortenden Nichtmuslime.

Der Islamjurist kalkuliert das Publikum als gespalten, denn auch an die zu Lasten der Gleichheit vor dem Gesetz und der Rechtssicherheit Kontur gewinnende und juristisch zu ummauernde Muslimkaste richtet sich An-Na’ims gegenmoderner Rat, das Ungleiche („Differenz“) und Schmerzliche („Konflikt“) zu integrieren. An-Na’im ist damit zwar eigentlich ein Rassist, hat aber die (angeblich) vor jedem aktiv begangenen Rassismus bewahrende schwarze Hautfarbe und spielt darüber hinaus das religiös verfolgte Unschuldslamm, indem er auf seinen Sufimeister hinweist, den 1985 im Sudan durch mächtige Islamisten ermordeten weniger mächtigen Islamisten Taha (Maḥmūd Muḥammad Ṭaha). Tahas Buchtitel The Second Message of Islam (Ar-Risāla ṯ-Ṯānīya min al-Islām, ins Englische übersetzte es Abdullahi Ahmad An-Na’im), dürfen wir als Dschihad version 2.0 verstehen oder als Kalifat reloaded.

Sufismus ist Teil des Dschihad gewesen. Der Sufi ist der Kulturpädagoge des Kalifats, mal als Harlekin im Einsatz, mal als Henker.

Betrachten wir drei Worte des „mystischen“ Salafisten Taha, Mathias-Rohe-Schüler Michael Kiefer findet An-Na’im und Taha schließlich wegweisend für eine mit der AEMR ausgesöhnte europäische Scharia:

„Das grundlegende Prinzip (al-aṣl) im Islam ist, dass jeder Mensch frei ist […], denn die Freiheit ist ein natürliches Recht (haqq ṭabīʿi) dem die Pflicht zum verantwortlichen Umgang mit der Freiheit (ḥusn at-taṣarruf fi l-ḥurrīya) entspricht.“

Der Islamapostat hat schließlich unverantwortlich gelebt und auch der Kritiker des halben Erbes für die Frau agiert pflichtwidrig. Der Dhimmi beweist, dass er sich frei fühlt, preist seinen erniedrigten Status und ist dafür dankbar, nicht wie ein Harbi behandelt zu werden. Islam ist Diversität und Naturreligion, die Jungfrau wird zwangsverheiratet und der Weintrinker erhält 40 oder 80 Peitschenhiebe. Die Scharia ist hier besonders beweglich, die Lederschnur der Peitsche allerdings auch.(9)

„Das grundlegende Prinzip im Islam ist Gemeinschaftlichkeit des Besitzes (šuyūʿ al-māl) zwischen allen Menschen.“

Der Mann ist Vormund (walī) seiner Ehefrau oder Tochter und übernimmt deren Kontoführung. So lausche, Weib, irdisches Geld ist männliches Geld, und im Himmel brauchst du keines. Das Geld des Juden oder Christen wechsele zum sittlich erstklassigen Koranleser über, nur so haben alle Menschen davon den optimalen Nutzen inschallah.

„Das grundlegende Prinzip im Islam ist vollkommene Gleichberechtigung (al-musāwāt at-tamma) zwischen Männern und Frauen.“

Ja, im Paradiesgarten, die Zeit vorher ist schließlich nicht so wichtig. Bruder, so nimm die Einladung zum Paradies (EZP) an, besinne dich auf das Eigentliche und sage ja zum Hidschab und zur Burka nicht nein.

Taha hat gerade von der Gleichheit gesprochen. In Aserbaidschan wurde Gleichheit (müsavat, equality; musāwāt) zum Parteinamen Müsavat (Equality) Party (10), der ursprünglich (1911 bis 1923) Muslimische Demokratische Gleichheitspartei (Muslim Democratic Musavat Party) lautete. Die Partei war zuerst panturkistisch, panislamisch und prorussisch-zarentreu (1911-1918) ausgerichtet, später dachte sie nationalistisch, sozialistisch und säkular (1919-1923), heute lässt sie sich vielleicht als panislamisch-sozialreformerisch beschreiben, zur Präsidentschaftswahl 2003 gewann sie 14 % der Stimmen.

Auf der Seite Secular Pakistan weist man das berüchtigte Goldene Islamische Prinzip des al-Musāwāt aus gutem Grund und schlechter Erfahrung zurück.(11)

Nicht nur An-Na’im, auch Rohe und Kiefer erzählen uns von den bitteschön proschariatisch auszudeutenden Schrecknissen des Mordes an Sufi-Scheich Taha (Ṭaha) und raunen den Multikulturalisten ein wörtlich die vollendete Gleichheit bedeutendes türkisches müsâvât-ı tâmme oder arabisches al-musāwāt at-tāmma zu (vollkommen, perfect, zu: tamām, Vollendetheit, completeness). Die ungebremst fremdenfreundliche oder kirchentagsbewegte Menge seufzt beglückt: Mohammed war Feminist! Wer gegen diesen Zauber anzudenken wagt, ermordet gleichsam Sufischeichs und gefährdet das Leben des amerikanischen Professors und großen Islamreformators, darf also ausgezischt werden.

In Es gibt Muslime, die mich töten wollen (FAZ-net, 25. Mai 2009) fasst Proislamist Patrick Bahners just den demokratiefeindlichen Hokuspokus An-Na’ims korrekt zusammen, den wir hier betrachten. Bahners verzichtet allerdings darauf, den Leser vor dem Totalitarismus der Scharia zu warnen:

„Staat und Religion müssen getrennt sein, Politik und Religion lassen sich nicht trennen.“(12)

Der zahnlose Reststaat hat vor Allahs Gesetz zu kuschen, die Islamische Bewegung gestaltet Deutschlands Städte um. Jeder kontrolliert gottesfürchtige Muslim handelt dabei natürlich völlig freiwillig und arbeitet wie zufällig auf die vollumfängliche geerdete Herrschaft Allahs hin. Wenn das Kalifat dann da ist, wird An-Na’im über die USA oder Europa sagen: Hoppla, na so was, die Sache sieht ja aus wie nach einer Islamischen Revolution.

Eine ähnliche Trickserei wie Schariareformator An-Na’im betrieb offensichtlich auch Ali Jinnah, der uns vor einem Dreivierteljahrhundert ungefähr vorlog, dass der Muslim an sich ein islamrevolutionärer Sponti oder kalifatischer Individualist sei, der nur seine Beziehung zur Gottheit im Sinne habe: „Religion should not be allowed to come in to politics, Religion is merely a matter between man and a god.“(13)

Auch in der BRD wird der Mythos von der Spontanscharia verbalisiert. Muhammet Balaban von der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen (LAGA) in Nordrhein-Westfalen etwa will uns weismachen, dass es gar nicht möglich sei, dass Eltern ihrer Tochter das Kopftuch aufzwingen:

„Ab der Pubertät steht jeder eigenverantwortlich vor Gott. Die Mädchen entscheiden dann selbst, wie sie sich kleiden.“(14)

Dass sich manch ein zu muslimisierende Mädchen mit seiner Geschlechtsreife selbst bestimmt von ihrem Wali mudschbir zwangsverheiraten und ehelich vergewaltigen lässt, weiß Schariafreund Balaban, sagt es aber nicht. Der sittenpolitische Aktive der »Allianz der Essener Türken« hat zur gleichgeschlechtlichen Liebe eine bemerkenswert gottesfürchtige Ansicht, wie Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke (PdS) in einer bemerkenswerten Kleinen Anfrage zum Treiben der Grauen Wölfe (nationalistisch-islamistische MHP und Freundeskreis) 1995 wusste:

»Diese Gesellschaft muß Homosexualität bereits im Vorfeld bekämpfen. Es ist wichtig, daß junge Männer von Homosexuellen ferngehalten werden, damit sie sich normal entwickeln können. Schließlich tragen wir eine Verantwortung, auch gegenüber Gott.«(15)

Der glaubensbewegte Homosexuellenhasser und Kopftuchpolitiker Balaban arbeitet gemeinsam mit Menschen wie Tayfun Keltek (ksta: „Diskutiert wurde auch die Frage, für muslimische Mädchen einen separaten Schwimmunterricht abzuhalten“(16) und Proislamistin Gülistan Yüksel, die in Hochschulgebäuden für ein Elternrecht auf arrangierte Ehe eintritt und 2010 mahnte, die bürgerlichen Salafismuskritiker ihrer Stadt würden „Öl ins Feuer gießen“(17), auch heute im Landesintegrationsrat NRW (Vorstand mit Beirat).(18)

Islamist Taha:

24. Welche Ironie, dass sowohl der so genannte „islamische Staat“ als auch die Idee, die Scharia als positives Recht im Namen der islamischen Selbstbestimmung durchzusetzen, Übersetzungen des europäischen Nationalstaats und europäischer Modelle positiven Rechts sind – und keine Wiedergeburt eines „authentischen“ oder kohärenten Produkts der historischen islamischen Tradition.

Ob sie ausschließlich wertvoll und erstrebenswert ist, die islamische Tradition, lässt der Professor offen. Netz und doppelten Boden hat der rhetorische Zirkusakrobat in Reserve, bekanntlich greifen Scharialobbyisten, sobald sie eine Menschenfeindlichkeit des Kalifats nicht mehr leugnen können, auf den Trick zurück, zu sagen, dass der Missstand nicht Religion, sondern Tradition ist. Der Rechtsfachmann lässt durchblicken, dass ein sich aus tiefstem Herzensgrund realisierendes „authentisches“ Kalifat eine gute Sache sei.

Ihr bösen Europäer habt den Islamismus erfunden, der uns Morgenländer heute so sehr belastet. Niemand widerspricht dem humorlosen Hütchenspieler, der Mann hat schließlich Jura studiert.

29. Wird versäumt, der Unterscheidung zwischen Politik und Staat Rechnung zu tragen, kann dies tendenziell den Frieden, die Stabilität und die gesunde Entwicklung der gesamten Gesellschaft untergraben.

Gesundheitsfachmann und Orakelpriester An-Na’im bedroht uns ein wenig: Der Staat habe sich aus der zunehmend glaubensbewegten Kultur der Parteien, Schulen und Wohlfahrtsverbände zurückzuziehen, sonst sind die Islamisten erfolgreich und stürzen die säkulare Republik militärisch und das ist doch irgendwie eher unerwünscht.

Zum Schutz vor dem Kalifat ist Deutschland daher sofort energisch zu verdoppeln in Deutschlandstaat und Deutschlandpolitik. Oder zu halbieren, wie man es sehen möchte. Eine Art von innerdeutschem Mauerbau ähnlich dem von 1961, (noch) nicht geographisch, sondern mental und zugleich organisatorisch, organisationsbezogen.

An-Na’im will zwei Deutschlands, ein unterkühltes, verwalterisches („Staat“) und ein nestwarm vibrierendes („Politik“).

Allahs sudanesisch-amerikanischer Revolutionär schreit nach viel Säkularität, ruft nach mehr Frieden flüstert nach noch mehr Scharia. Über eine solche Gottesfurcht gerät der in Erlangen tätige Jurist Mathias Rohe (Das islamische Recht, analysiert unter Sägefisch 138 (19)) ins Schwärmen:

[Der gebürtige Sudanese] Abdullahi al-Naʿim, der in den USA lehrt, lehnt die Durchsetzung der Scharia-Regeln durch Gesetzgebung schlechthin ab …

Genau, Allahs Befehl realisiert sich schließlich wie von selbst. Ferner ist die allmächtige Gottheit auf Paragraphenzeichen sowie auf Ausdruck und Lektüre von Gesetzesblättern nun wirklich nicht angewiesen. Rohe weiter, An-Na’im zitierend:

Unter Scharia verstehe ich das religiöse Normensystem des Islam. … weil … die Scharia nicht gesetzlich verordnet werden und zugleich ein religiöses Normensystem bleiben kann.

Richtig, der Mensch ist gar kein Gesetzgeber, Allāh erschuf einst und bewirkt sekündlich Weltall und Schariagesetz. Nur rechtmäßige Peitschenhiebe können gesetzlich verordnet werden, keine Schariapflichten.

Der Koran ist in vielen Vorgaben eindeutig, keine noch so sehr modernisierte „Lesart“ der Scharia kann die im Koran geforderte rechtliche Herabsetzung des Nichtmuslims und der Frau jemals aufheben. Die seit Jahren betriebene Suche Professor Abdullahi Ahmed An-Na’ims nach einer mit AEMR kompatiblen Scharia wird ergebnislos bleiben und könnte daher eigentlich sofort eingestellt werden. Doch der Professor reist und erzählt weiter, beschäftigt Sekretäre und Nachwuchsjuristen, hält in aller Welt Politiker und Journalisten auf Trab und duldet höflich die ihm zu Ehren inszenierten „wissenschaftlichen“ Bühnenveranstaltungen, am 19.05.2009 eben Thyssen-finanziert und in Berlin.

Eine angespannt islambegeisterte Katholische Kirche freut sich, dass An-Na’im am 02.02.2009 durch die Katholische Universität der vom belgischen Sprachenstreit besonders zerrissenen Region und Stadt Löwen (Leuven, Louvain) geehrt wurde, Marie-Claire Foblets hielt die Laudatio, in der sie, mit Erfolg, die Ehrendoktorwürde für einen als „Menschenrechtsexperten“ betitelten An-Na’im forderte.(20).

Zwischen 1993 und 1995 war An-Na’im Geschäftsführender Direktor von Africa Watch, der heutigen Afrikaabteilung der genüsslich mit der Scharia argumentierenden „Menschenrechtsbewegung“ Human Rights Watch (hrw).

Den vor der Hölle rettenden Kulturrassismus der Scharia ein bisschen zu reformieren ist nicht finanzierungswürdig, sondern die Demokratie gefährdend.

Ein wörtlich verstandener Koran kollidiert nicht nur mit der von Ali Schariati irreführend so genannten „westlichen“ Kultur, sondern mit der aus dem Standard der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hervorgegangenen Menschheitszivilisation.

Sobald wir die AEMR als dem „Westen“ entsprossen erklären, müssen wir den „Morgenländern“, den Muslimen, auch den eingewanderten oder konvertierten, auf Wunsch gestatten, nach den Normen von Koran und Sunna zu leben. Eigene, schariakonforme Gesetze auch in Deutschland müssten die Folge sein, die Zweit- bis Viertfrau wäre hierzulande dann ebenso legal wie die schwangere zwölfjährige oder elfjährige Ehefrau Griechenlands. Die Burka wird nicht mehr verboten werden können, nicht im Arbeitsleben und schon gar nicht im öffentlichen Raum.

Wer ein Recht ohne Diskriminierung der Frauen und Nichtmuslime will, muss Deutschland nicht in „Staat und Politik“ spalten, sondern die Scharia zurückweisen. Scharia und Fiqh sind weltweit zu überwinden.

Zivilisation gibt es nur im Singular.

Jacques Auvergne

Quellen

(1) Die Herrschaft Allahs, Ḥākimīyatu ʾllāh, anglisiert Haakimiyyah Allaah musst du als Salafist noch heute vor deiner Haustüre errichten helfen, und sei es im Kaukasus. Lesetipps für Radikale liefert der Amīr des Kaukasischen Emirats, Scheich Abu Basir Mustafa Halimah al-Tartosi gleich mit, neben bin Taimīya‎ (Taymiyyah, 1263-1328) und Muḥammad bin ʿAbd al-Wahhāb (1703-1792) ist es der 1906 geborene, 1966 hingerichtete Saiyid Quṭb. „And from the contemporaries, the books of Sayyid Qutb, may Allaah, the Most High, be merciful to him.“

http://www.en.altartosi.com/haakimiyyah.htm

(2) Abū Baṣīr aṭ-Ṭarṭūsī (Abu Basir al-Tartousi), der syrischstämmige Scheich lebt im Exil in Großbritannien. Abu Basir al-Tartousi, the Syrian in exile in London

http://al-darb.blogspot.com/2009_01_10_archive.html

http://al-darb.blogspot.com/2009/01/salafi-responses-to-hamas-movement-in.html

Auch MEMRI (05.04.2011) kennt den Dschihad-salafistischen Theologen, der mit dem verweltlichten Syrien Höheres im Sinne hat.

On March 20, 2011, prominent Salafi-jihadist cleric Abu Basir Al-Tartusi launched a Facebook page titled „The Islamic Opposition to the Syrian Regime,“ on which he posts his messages and his responses to developments in Syria.

In the description, Al-Tartousi says that the page will serve as „the voice of the Islamic opposition in Syria to the oppressive sectarian Ba’th regime, which has ruled the land and the [Muslims in it] for over 40 years with heresy, iron and fire… Through [this page,] we will convey our appeals and directives to our proud Syrian people…“

The page features Al-Tartousi’s reactions to developments in Syria, links to recordings of his latest lectures and articles, announcements about upcoming events and protests, and reports about these events. There are also videos showing the regime’s brutal suppression of the recent demonstrations in Syria.

http://www.memritv.org/report/en/5173.htm

Kaukasuskalifat, Exil in London.

Markus Pede: „Dafür riskierte Dumarow auch den Bruch mit der tschetschenischen Exilregierung in London und rief im Herbst 2007 ein kaukasisches Emirat aus … den Exilpräsidenten Sakajew ließ er von einem Scharia-Gericht zum Tode verurteilen.“ Bei: Studienkreis Terrorismusforschung.

http://www.studienkreis-terrorismusforschung.de/publikationen/stutfo_kurz_info/2010/pdf/stutfo_kurz_info_20_machtwechsel_bei_den_tschetschnischen_rebellen.pdf

Studienkreis Terrorismusforschung, Blog

http://terrorismusforschung.wordpress.com/

Studienkreis Terrorismusforschung, Homepage

http://www.studienkreis-terrorismusforschung.de/

(Abu Basir al-Tartousi. Der italienische COPRRIERE beleuchtet die terroristiche Achse Syrien-Tschetschenien mit ihrem zweiten Wohnistz im Londoner Exil: “Questa seconda componente cerca di sfruttare i rapporti che Umarov ha stretto in Medio Oriente: contatti che portano fondi e la benedizione di ideologi militanti, come il giordano Al Maqdisi – già mentore di Al Zarkawi – e il siriano Al Tartousi, altra voce molto ascoltata dagli integralisti.”

http://www.corriere.it/esteri/11_gennaio_24/olimpio-guerriglia-cecena_e60d456a-27cb-11e0-9fb9-00144f02aabc.shtml

(3) Democracy … a Religion. Jacques Auvergne betrachtet den Text »Ad-Dīmuqrāṭīya Dīn. Die Religion der Demokratie« des Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/10/13/206/

(4) Barbara Kirchner: Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby. 11.06.2008, EXPRESS Düsseldorf.

http://www.express.de/regional/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby/-/2858/705568/-/index.html

(5) Uta Keseling: Das verheiratete Kind. WELT online, 25.02.2005.

Uta Keseling: „Das Haus von Nurays Familie steht am Ende der einzigen Straße des Dorfes. Da, wo ein angebundener Esel den Übergang vom griechischen Straßenanfang zu deren noch etwas armseligerem, muslimischen Ende symbolisiert. Wo ein paar Zwölfjährige in einem alten Opel Ascona spielen, den der Ober-Zwölfjährige gerade abgewürgt hat. Da, wo Nuray wohnt, ist noch eine Art Zwischenland – muslimische Häuser, die allerdings nicht hinter den typischen weißen Mauern verborgen sind. Der Übergang ist fließend. Man kennt sich. So haben auch im örtlichen Kafenion, der Dorfkneipe, die griechischen Männer schon von Nurays Rückkehr aus Deutschland gehört.“

http://www.welt.de/print-welt/article495796/Das_verheiratete_Kind.html

Michael Kreutz: In Europa, wo die Scharia noch gilt. 14.09.2005, Transatlantic Forum.

„Arrangierte Ehen, ohne dass die Brautleute sich vorher zu Gesicht bekamen; zwölfjährige Kinder, die zwangsweise verheiratet werden; Frauen, die nicht wissen, dass sie ein Recht auf Scheidung haben und die im Falle einer Scheidung das Sorgerecht an ihren geschiedenen Mann verlieren – allesamt Phänomene, die dort auftreten, wo die Scharia herrscht. Es gibt sie darum auch überall dort, wo muslimische Minderheiten sind. Also auch in Europa. Aber allein Griechenland zwingt als einziges Land der EU seine autochthonen muslimischen Bürger dazu, die Scharia zu praktizieren – ob sie es wollen oder nicht. …

Die Freiheit, die muslimische Männer dank der Scharia bei der Einleitung von Scheidungen haben, hat dazu geführt, dass muslimische Ehen im Raum Rodópi und Xánthi neunmal so häufig geschieden werden, wie christliche. »Die griechischen Muslime können wählen, ob sie sich der Anwendung muslimischer Gesetze bei der Heirat unterwerfen wollen«, sagt der Mufti von Komotiní, Herr Meko Cemalı. Denn immerhin die Zivilehe steht den Muslimen offen, sofern der Ehemann sich für sie entscheidet. Allerdings: Fälle, in denen griechische Muslime die Zivilehe gegenüber der Scharia bevorzugten, sind minimal.“

http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/106/europa-scharia/

(6) Cemali Meço ist Mufti in der Stadt Komotiní (Κομοτηνή, Gümülcine, bulg. Гюмюрджина / Gjumjurdschina). Meco Cemali schreibt es Uta Keseling.

Mufti und Koranrezitator (ḥāfiẓ, Χαφίζ) Cemali Meço (Τζεμαλί Μέτσο), Seine Hochwürden. Müftüsü Hafız Cemali Meço Efendi. Gümülcine ist die Universitätsstadt Komotiní.

http://www.youtube.com/watch?v=ZlyjMFGhk6w

http://www.youtube.com/watch?v=Me6SeHo5Fwc

http://www.youtube.com/watch?v=1DImhzYST2s

Rhodhópi-Fernsehen: Der Mufti von Komotiní, Ροδόπη TV – Ο Μουφτής Κομοτηνής.

http://www.youtube.com/watch?v=QjjG3Asyfhc

Bei Délta TV

http://www.youtube.com/watch?v=yBi39B3k_XQ

MUFTI KOMOTINI

http://www.muftikomotini.com/

http://www.youtube.com/watch?v=ScLmwLxlXOI

(7) Maryam Namazie, in: Jungle World, 17.02.2011.

http://jungle-world.com/artikel/2011/07/42649.html

(8) Maryam Namazie: Auch Schweigen kann rassistisch sein. Jungle World, 17.02.2011.

http://jungle-world.com/artikel/2011/07/42649.html

(9) Wein, Weib und Gesang? Weib mit Burka ja, Gesang nur zu Ehren der Korangottheit und für Wein ist die flexible Scharia zuständig. Islam Question & Answer, Sheikh Muhammed Salih Al-Munajjid:

With regard to the punishment of the drinker in this world, the punishment is flogging, according to the consensus of the fuqaha’, because of the report narrated by Muslim (3281) from Anas (may Allaah be pleased with him), who said that the Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) flogged the one who had drunk wine with palm branches stripped of their leaves and with shoes.

But there is some difference of opinion as to the number of lashes. The majority of scholars are of the view that it is eighty lashes for a free man and forty for others. …

The Sahaabah agreed with ‘Umar (may Allaah be pleased with him) and did not differ. The Council of Senior Scholars is agreed that the punishment for one who drinks wine is the hadd punishment, which is eighty lashes.

Some of the scholars – such as Ibn Quddamah (may Allaah have mercy on him) and Shaykh al-Islam [Ibn Taymiyah] in al-Ikhtiyaaraat – think that giving more than forty lashes is left to the discretion of the Muslim leader. So if he thinks that there is a need to give more than forty lashes, as happened at the time of ‘Umar, then he may make it eighty. And Allaah knows best.”

http://www.islam-qa.com/en/ref/20037

(10) MÜSAVAT. Müsavat Partiyası. Eine irgendwie moderne Partei Aserbaidschans.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/2/22/M%C3%BCsavat.jpeg

Mondsichelzeichen, Islambekenntnis. Flag of Azerbaijani Musavat party.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f7/Flag_of_Azerbaijani_Musavat_party.svg

Isa Qambar, Parteiführer İsa Qəmbər

http://www.isagambar.az/index-en.html

(11) SECULAR PAKISTAN

” Equal citizens of one state “. Isn’t that the golden Islamic principle of ” Musaawaat ” ? Only a secular state can guarantee this to its citizens. A theocracy can not.

http://secularpakistan.wordpress.com/2010/01/26/jinnahs-will-to-the-nation-he-founded/

(12) Patrick Bahners: Es gibt Muslime, die mich töten wollen (FAZ-net, 25. Mai 2009) „Abdullahi An-Na’im von der Emory University in Atlanta …, der sich in der internationalen islamwissenschaftlichen Diskussion mit der These exponiert hat, der Staat sei seinem Wesen nach säkular und ein islamischer Staat daher ein Widerspruch in sich. An-Na’im stammt aus dem Sudan, hat an der Universität von Khartum gelehrt und wirkte als Exekutivdirektor von Human Rights Watch für Afrika, bevor er seine Heimat verlassen musste.“

http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E46E901AA69224FE896A698949E21B356~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(13) In der Phase der Islamisierung gilt es, den Dhimmi so lange zu belügen, bis ihm die Sklavenketten angelegt werden. “Religion should not be allowed to come in to politics, Religion is merely a matter between man and a god” (M.A. Jinnah’s address to the Central Legislative Assembly, February 7, 1935)

http://secularpakistan.wordpress.com/2010/11/30/a-murder-by-a-theocratic-state/

(14) Balaban glaubt nicht, dass muslimische Eltern ihre Kinder zum Kopftuchtragen zwingen. „Ab der Pubertät steht jeder eigenverantwortlich vor Gott. Die Mädchen entscheiden dann selbst, wie sie sich kleiden.“

http://www.express.de/regional/duesseldorf/hier-sind-kopftuecher-unerwuenscht/-/2858/765606/-/index.html

(15) Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke und der Gruppe der PDS
Rechtsextremistische und islamisch-fundamentalistische türkische Gruppen in der Bundesrepublik Deutschland

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/13/020/1302063.asc

(16) Tayfun Keltek und die schwimmende Muslima. Kölner Stadt-Anzeiger, 02.03.08: „Diskutiert wurde auch die Frage, für muslimische Mädchen einen separaten Schwimmunterricht abzuhalten.“

http://www.ksta.de/html/artikel/1203599341460.shtml

Herr Keltek (SPD) und islambezogene Texte in deutschen Schulbüchern. Großes sozialdemokratisches Schweigen zu Dhimma, Scharia, Hidschab, Kindbraut und Zweitfrau.

http://islam.de/11584.php

http://www.migazin.de/2009/02/25/islamfeindliche-texte-in-schulbuchern-stosen-auf-kritik/

(17) Nach der Versammlung sagt sie, die Bürgerinitiative würde „Öl ins Feuer gießen“. Dann geht sie heim, während die Einwohner von Eicken in kleinen Gruppen ratlos weiter diskutieren. Aus: DER SPIEGEL, 30.08.2010, Henryk M. Broder: Als käme der Leibhaftige in die Stadt.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,714471-2,00.html

(18) Der Landesintegrationsrat Nordrhein-Westfalen ist das demokratisch legitimierte Vertretungsorgan der Ausländerbeiräte in Nordrhein-Westfalen. Muhammet Balaban, Tayfun Keltek, Gülistan Yüksel.

http://www.laga-nrw.de/xd/public/content/index.html?pid=741

Gülistan Yüksel (Mönchengladbach) äußert Protest und Besorgnis: „Öl ins Feuer gießen“, was nicht die lokalen Steinigungsfreunde und Burkahändler tun, sondern die Bürger ihrer niederrheinischen Stadt, die gegen das salafistische Netzwerk Einladung zum Paradies / Islamschule (Pierre Vogel / Seyfuddin Ciftci) Sturm laufen.

http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BClistan_Y%C3%BCksel

(19) Eine der AEMR verhaftete Analyse zu Mathias Rohe: Das islamische Recht (Das islamische Recht. Geschichte und Gegenwart).

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/09/06/138/

(20) Die Laudatio für Schariaverteidiger An-Na’im hält die belgische Rechtspluralistin Marie-Claire Foblets: Vandaag wordt Abdullahi Ahmed An-Na`im internationaal erkend als topexpert op het gebied van religie en recht en als mensenrechtenactivist.

http://www.kuleuven.be/patroonsfeest/2009/laudatio_annaim.html

Marie-Claire Foblets, Alison Dundes Renteln: Multicultural Jurisprudence: Comparative Perspectives on the Cultural Defense.

http://www.amazon.co.uk/Multicultural-Jurisprudence-Comparative-Perspectives-International/dp/1841138967

Conference »Islam & The Secular State«, In honour of professor Abdullahi Ahmed An-Na`im, Auditorium Zeger Van Hee, Faculty of Law, Tiensestraat 41, Leuven. Man sinniert über den der Muslimbruderschaft zuzurechnenden, von Scheich Yusuf al-Qaradawi geführten ECFR: Mahmoud A.S.A. Al-Saify, “The ECFR and Muslim Minorities in the West: The Search for a Space in a Secular Context”, Mohammed Benzakour, “The Third Way”. Auch Indien und der Iran sind ja vielleicht ein Vorbild für Europas Rechtssprechung der nahen Zukunft: Ziba Mir-Hosseini,“The ‘secularization’ of Shari’ah in Iran”, Shaheen S. Ali, “Resurrecting as-Siyar through Fatwas? (Re) Constructing Islamic International Law in a Post (Iraq) Invasion World”, Prakash Shah, “Islam and the Secular State: The Indian Perspective”

http://www.kuleuven.be/patroonsfeest/2009/conferentie.html

Ziba Mir-Hosseini ist Expertin für Irans schiitisches Familienrecht und für die marrokkanische Scharia, die Anthropologin aus London lehrt auch in New York. She is also the author of Feminism and the Islamic Republic: Dialogues with the Ulema (Princeton,1999) and Islam and Gender, the Religious Debate in Contemporary Islam.

http://ducis.jhfc.duke.edu/archives/civilizations/_hosseini.html

Shaheen S. Ali (Shaheen Sardar Ali) ist eine preisgekrönte Fachfrau für das Schariagesetz Pakistans. Shaheen Ali has an LLB (Peshawar), LLM (Hull), MA (Peshawar) and PhD (Hull) and has written extensively in the field of Islamic law, human rights, women and child rights. She was formerly Professor of Law University of Peshawar, Pakistan for twenty-five years and Director Women?s Study Centre at the same university. … Shaheen is joint editor (with Professors Javaid Rehman and Amir Majid) of the Journal of Islamic State Practices in International Law and member of the advisory board of the Journal of Gender Studies. … Awarded the British Muslims Annual Honours achievement plaque in the House of Lords in May 2002. Awarded the Star Woman Award of the Year (1996) in the field of Law, Pakistan by The Star Girls and Women Foundation, Karachi, Pakistan

http://www2.warwick.ac.uk/fac/soc/law/staff/academic/ali/

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6 Antworten to “Flexibilität der Scharia”

  1. Guri Says:

    Mir fällt nur eines zur Webseite ein.
    Laaangweilig und Hos‘ isch voll xD

  2. Kalevala Says:

    – – – – –
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    Mohammad Hashim Kamali

    – – – – –
    – – – – –

    Principles of Islamic
    Jurisprudence
    by
    M. H. Kamali

    http://www.bandung2.co.uk/books/Files/Law/Principles%20of%20Islamic%20Jurisprudence%20-%20Hashim%20Kamali.pdf

    bei Amazon
    Principles of Islamic Jurisprudence

    http://www.amazon.de/Principles-Islamic-Jurisprudence-Mohammad-Hashim/dp/0946621829

    andere Bücher von Kamali
    bei Amazon

    http://www.amazon.de/Mohammad-Hashim-Kamali/e/B001JOAK60/ref=ntt_athr_dp_pel_1

    Dr Mohammad Hashim Kamali is Professor of Law at the International Islamic University Malaysia where he has been teaching Islamic law and jurisprudence since 1985. Among his other works published by The Islamic Texts Society are: Principles of Islamic Jurisprudence, Islamic Commercial Law, and The Dignity of Man: An Islamic Perspective.

    (Freedom of Expression in Islam, Mohammad Hashim Kamali In recent years the subject of freedom of expression has become a topic of heated debate.)

    http://www.islamicgoodsdirect.co.uk/product_info.php/products_id/3577

    Kamali in der Presse

    http://tribune.com.pk/story/114452/we-need-to-rethink-blasphemy-law-uk-scholar/

    http://www.theglobalexperts.org/experts/expertise-region/south-asia-expertise-region/mohammad-hashim-kamali

    „The syariah is there to serve the cause of justice and not to apply rules for the sake of rules“- PROF DR MOHAMMAD HASHIM KAMALI

    http://thestar.com.my/news/story.asp?file=/2010/4/4/focus/5988816&sec=focus

    Prof Kamali is a world-renowned expert in Islamic law and is a leading scholar on the maqasid al-shariah (higher objectives of Islamic law).

    He was a professor of shariah at the International Islamic University Malaysia and is now the Chairman of the International Institute for Advanced Islamic Studies Malaysia.

    Prof Kamali is on the International Advisory Board of eleven academic journals published in Malaysia, USA, Canada, Kuwait, India, Australia and Pakistan.

    He has served as a UN consultant on constitutional reforms in the Maldives, and as a shariah expert on the constitution of Iraq (2005–2006).

    Prof Kamali is a member of the Global Expert Finder Network of the UN Alliance of Civilisations, Chairman of the CIMB Shariah Committee and Chairman of Shariah Board, Stanlib Corporation of South Africa.

    http://www.crescentsofbrisbane.org/newsletter/CCN0241.asp

    – – – – –

  3. Kalevala Says:

    Der jüngere Bruder von Sayyid Qutb, Muhammad Qutb

    http://en.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Qutb

    Scharia-„Wissenschaft“. Das Buch MuHtaSar des Bagdader Rechtsgelehrten Abu l-Hasan al-Qudûri wird oft zur Scharia-Ausbildung herangezogen

    The Mukhtasar Al-Quduri: A Manual of Islamic Law According to the Hanafi School

    http://www.amazon.com/The-Mukhtasar-Al-Quduri-Islamic-According/dp/1842001183

    sehr themenverwandt ist
    Ǧalālu d-Dīn as-Suyūṭī (1445-1505)

    al-Suyuti:
    The Perfect Guide to the Sciences of the Qur’an: Al-Itqan fi ‚Ulum Al-Qur’an (Volume 1)

    http://www.amazon.com/The-Perfect-Guide-Sciences-Quran/dp/1859642411/ref=pd_sim_b_6

    vgl. dieses:
    Abû Is-hâq asch-Schâtibî al-Andalusî: „al-Muwafaqat fi Usul asch-Schari’a“ (die miteinander übereinstimmenden Dinge in den Grundwissenschaften der Schari’a)

    Ibrahim ibn Musa Abu Ishaq al-Shatibi:
    The Reconciliation of the Fundamentals of Islamic Law: Al-Muwafaqat fi Usul al-Shari’a, Volume I

    http://www.amazon.com/The-Reconciliation-Fundamentals-Islamic-Law/dp/1859642675/ref=pd_sim_b_5

  4. Jacques Auvergne Says:

    the opinion paper of November 2004, signed by 26 Saudi clerics, who called for Jihad in Iraq

    Vielleicht hat der Freund der Scharia und Bewunderer der Muftis und Scheiche Simon Wolfgang Fuchs (Princeton University) die Angriffswelle längst vergessen, die vor elf Jahren (2004) den Irak terrorisierte: Explosionen in Bagdad, bewaffnete Überfälle auf Polizeistationen, Hinrichtungen auf offener Straße, Autobomben. Ministerpräsident Iyad Allawi musste den landesweiten Ausnahmezustand verhängen. Spirituelle Unterstützung bekamen die Aufständischen aus dem benachbarten Ausland, aus der islamischen Diktatur Saudi-Arabien.

    Im offenen Brief vom 05.11.2004 (nur wenige Tage vor Beginn der amerikanischen Belagerung der Rebellenhochburg Falludscha) erklären 26 saudische Geistliche den bewaffneten Widerstand gegen US-Amerikaner und deren irakische Verbündete für legitim:

    „Wir kämpfen einen heiligen Krieg, um die Angreifer zurück zu schlagen. Widerstand ist ein legitimes Recht. Kein Muslim darf einem Widerständler Schaden zufügen oder Informationen über ihn weitergeben. Stattdessen sollten die Männer des Widerstands unterstützt und beschützt werden.“

    Quelle: DER SPIEGEL vom 07.11.2004 (Terrorserie im Irak: Alawi verhängt den Ausnahmezustand)

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/terrorserie-im-irak-alawi-verhaengt-den-ausnahmezustand-a-326827.html

    Unterzeichnet hatten die Stellungnahme 26 Islamgelehrte aus Saudi-Arabien, darunter der für seine Auftritte bei Fernsehshows bekannte Geistliche Dr. Awad al-Qarni. Derselbe al-Qarni, der sieben Jahre später (2011) über seinen Facebook-Account für jeden entführten israelischen Soldaten 100.000 $ auslobte (erst wenige Tage vorher war Gilat Schalit freigekommen, den Kämpfer der Hamas in Israel entführt hatten und der mehr als fünf Jahre in Gefangenschaft hatte verbringen müssen).

    Ebenfalls zu den Unterzeichnern des Aufrufs zum Dschihad gegen die Amerikaner und ihre irakischen Verbündeten gehörte Scheich Hatim al-Auni, den die Frankfurter Allgemeine Zeitung seit drei Tagen durch einen Islamwissenschaftler bewerben lässt.

    FAZ vom 21.07.2015, der islambezogene Nichtreformator und Desinformierer Simon Wolfgang Fuchs (Braucht der Islam eine Reformation?) schweigt zur Grundrechtswidrigkeit der Schariapflichten und schreckt nicht davor zurück, die extrem einflussreichen Islamrevolutionäre Yusuf al-Qaradawi und Tahir-ul-Qadri als Retter des globalen friedlichen Zusammenlebens zu loben. Sehr entzückt ihn auch der saudi-arabische angebliche Menschenfreund und irgendwie ernsthaft herangehende Islamreformer Hatim al-Auni.

    Der Name …

    حاتم العوني
    Ḥātim al-ʿAwnī

    … ergibt Transkriptionen wie …

    Hatem al-Aouni
    Hatim al-‚Awni
    Hatim al-Awni
    Hatim al-Auni
    Hatim ibn Arif Awni
    Hatim bin Aref al-Aouni
    Hatim bin ‚Arif al-‚Auni

    Bleiben wir bei Hatim al-Auni (Ḥātim al-ʿAwnī). Der Scheich spielt den Al-Wahhab-Kritiker, in Wirklichkeit will (auch) er Hanbaliyya pur und Herrschaft Allahs sowieso:

    Dr. Ḥātim al-ʿAwnī’s Critiques of Wahhabī Thought

    http://www.islamicreformulations.net/reformers-and-intellectual-reform.php

    __

    shaykh al-sharif Hatim bin Aref al-Aouni

    http://islamstory.com/en/node/27339

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    BEIRUT, Lebanon – Prominent Saudi religious scholars have called on Iraqis to support militants waging holy war against the U.S.-led coalition forces, saying fighting the occupation was a duty and a right.

    In an open letter to the Iraqi people and posted on the Internet Saturday, 26 Saudi scholars and religious preachers stressed that armed attacks launched by militant Iraqi groups on U.S. troops and their allies in Iraq were “legitimate” resistance. […]

    “Fighting the occupiers is a duty for all those who are able. It is a jihad (holy war) to push back the assailants …,” said the letter. “Resistance is a legitimate right. A Muslim must not inflict harm on any resistance man or inform about them. Instead, they should be supported and protected.”

    Among the 26 scholars who signed the letter are influential Sunni Muslim clerics, Sheik Safar al-Hawali, Sheik Nasser al-Omar, Sheik Salman al-Awdah, Sheik Sharif Hatem al-Aouni and Sheik Awad al-Qarni. […]

    aus: Robert Spencer (Saudi Religious Scholars Support Holy War), auf: Jihad Watch, 06.11.2004

    http://www.jihadwatch.org/2004/11/saudi-religious-scholars-support-holy-war

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    Awad Al-Qarni is one of those who signed the opinion paper in March 2006, calling for the support of the Palestinian people and the Hamas, as well as the opinion paper of November 2004, signed by 26 Saudi clerics, who called for Jihad in Iraq. The Al-Faloja forum, which is identified with Global Jihad, called Al-Qarni the Mufti of the Al-Qaida organization in the Arabian Peninsula.

    (gmbwatch 21.07.2009)

    http://www.globalmbwatch.com/2009/07/21/saudi-cleric-denies-ties-to-egyptian-muslim-brotherhood/

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    Wie IslamOnline am Samstag berichtete, haben zahlreiche islamische Gelehrte in Saudi-Arabien Muslime dazu aufgefordert, der Besatzung des Iraks durch die USA Widerstand zu leisten.

    „Jihad gegen die Besatzer ist eine Pflicht für alle Tauglichen und erfordert keine allgemeine Führung“, so die 26 Gelehrten in einem offenen Brief an das irakische Volk.

    „Widerstand ist ein legitimes Recht und die islamische Rechtslehre verpflichtet das irakische Volk dazu, sich, seine Ehre, sein Land, sein Öl und seine Zukunft gegen die kolonialistische Allianz zu verteidigen, wie es es in der Vergangenheit gegen den britischen Kolonialismus getan hat“, so die Gelehrten. Die „Besatzer sind zweifellos kriegführende Aggressoren, gegen die Religionen zum Kampf aufrufen, bis sie sich geschlagen zurückziehen … wie auch das Gesetz das Recht des Volkes zum Kampf anerkennt“, so die Unterzeichner des Brief, zu denen auch so angesehene Gelehrte wie Safar al-Hawali, Nasser al-Omar, Salman al-Oadah, al-Sharif Hatem al-Awni, Awad al-Qarni und Saud al-Fenesan gehören.

    „Jegliche Unterstützung für militärische Operationen der Besatzungskräfte ist unrechtmäßig und gleichbedeutend mit der Unterstützung von Sünde und Aggression“, sagten sie.

    aus: Islamische Gelehrte fordern Widerstand, von: Freace 06.11.2004

    http://www.freace.de/artikel/200411/061104b.html

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    A group of Saudi religious scholars have signed an open letter urging Iraqis to support jihad against US-led forces. […]

    The 26 signatories – some of whom have been in trouble with the authorities – made their appeal to Iraqis only and stopped short of calling on Muslims outside Iraq to join the struggle. […]

    „At no time in history has a whole people been violated … by propaganda that has been proved false,“ Sheikh Awad al-Qarni, one of the scholars, told al-Arabiya TV. Other signatories included Safar al-Hawali, Nasser al-Omar, Salman al-Awdah and Sharif Hatem al-Aouni.

    Mr Hawali, imprisoned for five years during the 1990s because of his militant views, was once close to Osama bin Laden but has been acting as an intermediary between the Saudi government and al-Qaida elements in the kingdom.

    aus: Brian Whitaker (Saudi call for jihad), in: The Guardian, 08.11.2004

    http://www.theguardian.com/world/2004/nov/08/iraq.saudiarabia

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    A week after the release of kidnapped Israeli soldier Gilad Shalit, top Saudi cleric Dr. Awad al-Qarni is offering a $100,000 reward to anyone who kidnaps Israeli soldiers.

    Al-Qarni’s post has already received more than 1,000 likes and extensive coverage in Hamas-affiliated newspapers in Gaza.

    Al-Qarni is a famous Muslim cleric who often guests on TV shows and operates his own website where he discusses various religious law issues. The Palestine-Islam issue is particularly close to his heart.

    aus: Roee Nahmias (Saudi cleric: Kidnap soldier – get $100,000), auf: Ynetnews (Israel) 25.10.2011

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4138982,00.html

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    Saudi Cleric Offers Reward For Kidnapping Israeli Soldiers

    auch bei den Vlaamse Vrienden van Israël

    http://brabosh.com/2011/10/26/pqpct-dy4/

    Quelle MEMRI

    http://www.memri.org/report/en/0/0/0/0/0/0/5747.htm

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    Vorsicht, wenn Simon Wolfgang Fuchs über den Islam schreibt, entsteht Volkspädagogik vom bösen Wahhabismus / Salafismus / Islamismus und der eigentlich menschenfreundlichen Scharia:

    „Was prägt die Doktrin des IS? Ursprünglich unpolitisches salafistisches Gedankengut verschmolz im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts mit Positionen der ägyptischen Muslimbrüder, die Gottes direkte Herrschaft in Form seines Gesetzes einforderten und bewaffnete Aufstände gegen die ungläubigen, repressiven Regierungen in der arabischen Welt propagierten. Den Rahmen für eine solche Synthese boten die religiösen Institutionen der älteren, aber ebenfalls dezidiert aktivistischen Reformbewegung des wahhabitischen Islams. Diese hat ihren Ursprung auf der Arabischen Halbinsel, wo Muhammad ibn Abd al-Wahhab im achtzehnten Jahrhundert einen strikten Monotheismus predigte. Die religiöse Führung in Saudi-Arabien stellt sich in seine Tradition und näherte sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr salafistischen Positionen an.

    Diese Synthese aufzubrechen und den durch Reformen dieser Spielart entstandenen Schaden rückgängig zu machen ist ein extrem schwieriges Unterfangen. Ein Mann, der diesen Kampf auf sich genommen hat, ist der saudische Gelehrte Hatim al-Auni, der zur besten Sendezeit im Fernsehen des Königreichs aufgefordert wurde, seine kontroversen Thesen öffentlich zu verteidigen. Al-Auni ist der Überzeugung, dass Muhammad ibn Abd al-Wahhab einer Reihe von Fehleinschätzungen aufgesessen ist. Seine bedingungslose Verurteilung einer Mehrheit aller Muslime als Ungläubige, die durch ihren Lebenswandel den Pfad des Monotheismus verlassen hätten und dafür zu töten seien, sei im Lichte der islamischen Tradition nicht haltbar. Saudische Gelehrte sollten anerkennen, dass das Problem mit dem IS und ähnlichen Bewegungen nicht in einer Verfälschung des wahhabitischen Erbes liege, sondern gerade in der Umsetzung der wahhabitischen Kernaussagen. Die Innovationen, die Reformen des achtzehnten Jahrhunderts samt ihrer späteren Erweiterungen, müssten zurückgenommen werden.“

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/braucht-der-islam-eine-reformation-13712121-p3.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3

    __

    Leider ist Fuchs in diesen Monaten nicht allein beim Lobgesang auf den Muslimbruder-Cheftheologen und ECFR-Scheich Yusuf al-Qaradawi. Nein, im Januar 2015 erfolgte ein Großangriff an Islamschönfärberei, von London aus und finanziert durch das Islamic Reformulations Project:

    Reformers and Intellectual Reformulation in Contemporary Islam

    A Two-Day Symposium, 29.-30.01.2015
    Held at SOAS and QMU London

    [einige der Londoner Vorträge, Princeton-Islamverherrlicher Fuchs hier am Schluss]

    Mohammed Drammeh (Qatar Faculty of Islamic Studies), “Ṭāhā ʿAbd al-Raḥmān and the Question of Philosophical Reform in Arab World”

    Jawad Anwar Qureshi (University of Chicago), “Countering Reform: Saʿīd Ramaḍān al-Būṭī (1929-2013) and the Parameters of maṣlaḥa”

    David Warren (University of Manchester), “Yūsuf al-Qaraḍāwī and the Reform of the Islamic Legal (fiqh) Tradition”

    Salman Younas (University of Oxford), “A Conservative Jurist’s Approach to Reform: Ashraf ʿAlī al-Thānawī on Women’s Political Leadership” [Genaues zu Maulana („Meister“) al-Thānawī / al-Thānwī / Ashraf Ali Thanvi in nächster Zeit auf Blog Sägefisch]

    Yasir Qadhi (Rhodes College), “Reformation or Reconstruction? Dr. Ḥatim al-ʿAwnī’s Critiques of Wahhabī Thought” [ Der durch Islamverharmloser Simon Wolfgang Fuchs angepriesene Hatim al-Auni ]

    Omar Anchassi (QMUL), “On the Art of Removing One’s Turban: Fazlur Rahman, Zakāt and the Impossible State”

    Kamaluddin Ahmed (Freie Universitat), “Renewal Through Reform: The Contemporary Jurisprudence of Justice Mufti Muḥammad Taqī Usmānī

    Katie Merriman (University of North Carolina at Chapel Hill), “Freedom By Our Own Hands: The Revolutionary Theology of Warith Deen Mohammed

    Simon Wolfgang Fuchs (Princeton University), “Denigration, Deception, and Denial: Muhammad Ḥusayn Najafī Ḍhakkō and the Limits of Shīʿī Reform in Pakistan”

    http://www.islamicreformulations.net/reformers-and-intellectual-reform.php

    [Unten Stichworte zu einigen der Top-Islamisierer]

    ISLAMIC REFORMULATIONS

    Beginning in September 2012, Islamic Reformulations will run until September 2015. The project is led by Robert Gleave.

    http://www.islamicreformulations.net/

    Principal Investigator:
    Robert Gleave

    Research Fellow:
    Dr Mustafa Baig

    http://www.islamicreformulations.net/people.php

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    American, black, sunni-mainstream, 100 % schariatreu:

    Warith Deen Mohammed

    In 1999, he was elected to the Islamic Society of North America’s Shura Board […]

    While emphasizing unity within the Muslim community, Warith Deen Mohammed called upon the American Muslim community to establish a new school of „Fiqh“, a code of conduct for the observance of rituals, morals and social legislation in Islam.[86] He told ISLAMICA magazine in 2008 that he felt that the Madhhab—the schools of thought within Fiqh—were geographically influenced and should be regionally developed, suggesting that „I think we are gradually getting a sense of madhabs in America, especially those like me. We are getting a sense of madhabs. And with the coming generation I think that we will be getting a much stronger sense of it. It is coming more and more.

    In 1977 he formed the Committee for the Removal of All Images that Attempt to Portray the Divine (C.R.A.I.D.)

    https://en.wikipedia.org/wiki/Warith_Deen_Mohammed
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    Mitglied in der IUMS (Internationale Union Muslimischer Gelehrter) und daher IUMS-Führer Yusuf al-Qaradawi treu ergeben. Zielt auf die zum Standardprogramm der Muslimbruderschaft gehörende berüchtigte „Mittigkeit“, al-wasaṭiyya:

    Taha Abd al-Rahman
    Taha Abdurrahman
    Ṭāhā ʿAbd-ar-Raḥmān

    Ein marokkanischer Philosoph und Theologe. Er ist der Präsident des Wisdom Circle for Thinkers and Researchers (منتدى الحكمة للمفكرين والباحثين / Weisheitsforums für Denker und Forscher), Marokko. Er ist Direktor des Al-Umma Al-Wasat Magazine (مجلة الأمة الوسط) der Internationalen Union muslimischer Gelehrter (الاتحاد العالمي لعلماء المسلمين / al-Ittihad al-Alami li-Ulama al-Muslimin)[1].

    Er unterrichtet seit über 30 Jahren Logik an der Mohammed-V.-Universität. Er hat den Marokkanischen Buchpreis (Moroccan Book Prize) zweimal gewonnen und erhielt den ISESCO-Preis für islamische Philosophie im Jahr 2006.

    Er war einer der 138 Unterzeichner des offenen Briefes Ein gemeinsames Wort zwischen Uns und Euch (engl. A Common Word Between Us & You)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Taha_Abd_Al-Rahman

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    Said Ramadan al-Bouti
    Saʿīd Ramaḍān al-Būṭī

    https://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Sa%CA%BF%C4%ABd_Ramad%C4%81n_al-B%C5%ABt%C4%AB

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    Mufti, OIC-Stratege, Allahs globaler Kassenwart:

    Taqi Usmani
    Taqī Usmānī

    Mufṭī Muḥammad Taqī Usmānī is one of the leading experts in the fields of Islamic Jurisprudence and Economics. Born in Deoband in 1362H (1943 CE), he graduated par excellence form Dars-e-Nizāmi at Dar ul-‚Ulūm [Darul Uloom], Karachi, Pakistan. Then he specialized in Islamic Jurisprudence under the guidance of his eminent father, Mufṭī Muḥammad Shafi, the late Grand Mufti of Pakistan. Since then, he has been teaching ḥadīth and Fiqh at the Dar ul-‚Ulūm, Karachi.

    He also holds a degree in law and was a Judge at the Shari’ah Appellate Bench of the Supreme Court of Pakistan till recently.

    He is a consultant to several international Islamic financial institutions and has played a key part in the move toward interest free banking and the establishment of Islamic financial institutions. He is considered to be an authority on this subject.

    He is the deputy chairman of the Jeddah based Islamic Fiqh Council of the Organization of Islamic Conference (OIC).

    http://islamicstudies.islammessage.com/Article.aspx?aid=175

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    An Introduction to Islamic Finance
    Mufti Muhammad Taqi Usmani

    http://www.amazon.de/Introduction-Islamic-Finance-Muhammad-Usmani/dp/8171012361

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    Tahir-ul-Qadri
    Ṭāhir al-Qādrī

    Positionen

    2001 verlangte Qadri, sobald Muslime in einem Gebiet die Mehrheit stellen, solle es eine koranbasierte islamische Gesellschaftsordnung geben. Diese würde Freiheit, Wohlstand und Frauenrechte sowie Rechte für die Nichtmuslime optimal gewährleisten.

    Religionspolitisch wegweisend bleibe die Verfassung von Medina, Referenzmodell und Nukleus für die Umma (muslimische Weltgemeinde). Über keine von Menschen gemachte Verfassung könne behauptet werden, dass sie der von Gott (Allah) geschaffenen Verfassung überlegen sei.

    Der einstige Berater am Schariagericht und am Obersten Gerichtshof Pakistans glaubt an die sittliche und politische Überlegenheit des Islamischen Gesetzes (Scharia), das Koran und Sunna jedem Staat anbieten. Islam sei eine auf politische Aktivität und gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen zielende Weltanschauung und Lebensweise. Tahir-ul-Qadri glaube fest an Demokratie und Menschenrechte, und behauptet, dass der letzte Rahmen aller Rechte, also auch der Menschenrechte, durch den Islam (Koran und Sunna; Scharia) vorgegeben und gewährleistet sei.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Tahir-ul-Qadri

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    Gegen den sich aus Koran- und Sunnagehorsam ergebenden, totalitären Din und die nichtreformierbare Schöpfungsordnung Scharia sind die universellen Menschenrechte durchzusetzen. Das Thema des Jahrhunderts – oder Jahrtausends.

    Scharia allenfalls für den Flugverkehr der noch nachzuweisenden Engel und Dschinnen, auf Erden weg mit den Schariagesetzen. Schluss mit Apostasieverbot, Dhimmi-Konzept, Harbi-Konzept, der Polygamie und den Heiratsverboten, dem Talaq, dem Zwang zum Hidschab, der Genitalbeschneidung an Jungen und Mädchen. Die Menschheit hat ein Islamproblem. Einziger Ausweg für Nichtmuslime wie Muslime: Islambändigung, -zähmung, -säkularisierung.

    Lesetipp zum Thema Islamreform:

    Reformiert euch! Warum der Islam sich ändern muss

    Ayaan Hirsi Ali

    http://www.amazon.de/Reformiert-euch-Warum-Islam-%C3%A4ndern/dp/3813506924

  5. Jacques Auvergne Says:

    The Prophet (…) said:

    Verily, Allah is Al-Hakam (i.e. the Judge), and unto Him belongs the Hukm (i.e. the Judgement, the Rule, etc.).“ (Abu Dawud: 4955, An-Nasa’i: 8/226, authenticated by al-Albani)

    Mohammed sprach:

    „Wahrlich, Allah ist Hakam (Richter oder Herrscher und ihm gebührt der Hukm (Urteilsfällung).“

    Hadith (Abu Dawud: 4955, An-Nasa’i: 8/226)
    .
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    .

    „Saint-Denis : ma ville à l’heure islamiste“

    Fewzi Benhabib
    avec Daniel Bernard [geb. 1971, Journalist]

    En devanture, les afches destinées aux enfants enseignent les bonnes pratiques de l’islam, ne pas se moquer des autres, dormir sur le côté droit, boire en trois fois. Sur les présentoirs trônent les grandes vedettes de l’islam politique [politischer Islam ist Unsinn. Mohammed war Realpolitiker und Staatsgründer], Hani et Tariq Ramadan, bien sûr, ainsi que Sayyid Qutb et Hassan el-Bana [Hassan al-Banna, 1928 Gründer und erster geistlicher Führer (muršid ʿāmm) der Muslimbruderschaft].

    Dans cette librairie musulmane, aucune place n’est faite à des islamologues humanistes comme Tahar Haddad [Schariagelehrter. Später aktiv gegen die angeblich nicht koranische Polygamie. Islam ginge prima mit Frauenrechten zusammen. Argumentierte mit Koran gegen den Schleierzwang (Hidschab) des Hadith. Und so weiter], Mohamed Arkoun [advocating Islamic modernism, secularism, and humanism. Ähnelt dem „Wir brauchen einen islamischen Humanismus“ des Mouhanad Khorchide (Gott glaubt an den Menschen. Mit dem Islam zu einem neuen Humanismus)] ou Abdelwahab Meddeb [der Islam sei genau so demokratiefähig wie das Christentum].

    http://www.marianne.net/saint-denis-ma-ville-heure-islamiste-100238075.html

    [Der Artikel erschien am 16.11.2015 in der französischen linken Zeitschrift Marianne, zwei Tage vor dem Anti-Terror-Einsatz in Saint-Denis nach den Attentaten vom 13. November.]

    Einst floh Fewzi Benhabib vor Algeriens Islamisten [Schariafront] nach Saint-Denis. Heute sei die Stadt nicht wiederzuerkennen, schreibt er, Islamisten hätten Straßen und Geschäfte erobert: Bericht eines Fassungslosen.
    ::

    Saint-Denis: Wie meine Stadt islamistisch wurde

    […] Saint-Denis hat nichts mehr mit dem Saint-Denis von damals zu tun. Und das Land der Menschenrechte weigert sich, hinzusehen. In Saint-Denis hat sich ein Spalt aufgetan, der Erinnerungen weckt, er tut sich auf auf den Gehsteigen, auf dem Markt am Sonntag. Und dennoch weigern sich viele Bürger zu erkennen, dass hier ein Gegenprojekt [genau, reine Seinsweise nach Koran und Sunna] an den demokratischen Grundfesten der pluralistischen Gesellschaft nagt.

    Schleier für eine Vierjährige

    Wo sind, an diesem geradezu sommerlichen Novembersonntag, noch leichte Tops und kurze Röcke? Wo ich auch hinsehe, Schleier, Schleier, nochmals Schleier – einfache Kopftücher, Tücher, die auch die Stirn verdecken, und große für den ganzen Körper. Seit Kurzem gibt es in der Straße, die den Namen des kommunistischen Widerstandskämpfers Gabriel Péri trägt, Geschäfte für islamische Kleidung. Sie heißen Dubaï Center oder Daffah – eine blühende Saudi-Firma. Das ist das Gesetz von Angebot und Nachfrage, was ist schlecht daran?, fragen die Naiven, zu denen ich mich nicht mehr zählen kann. Meine Frau fragt treuherzig: „Haben Sie ein Kopftuch für meine achtjährige Enkelin, die klein für ihr Alter ist?“ Die Verkäuferin zeigt ihr Modelle: „Ich habe eines einer Vierjährigen verkauft.“

    Dazwischen liegen Bücher, sie vermitteln gemeinsam mit der „wahhabitischen Mode“ den Bekehrungseifer einer islamistischen Randgruppe [nein, keine Randgruppe, sondern der Weg zurück in die medinensische Mitte, wie ihn bis 855 d. Z. ibn Hanbal lehrte. „Wahhabismus“ ist hanbalitische Rechtsschule], deren Ideologie viele, aus Schwäche oder Ignoranz, für die Botschaft des Korans halten. Diese will die „Muslime“ im islamistischen Orbit [„islamistischer Orbit“ ist Unsinn, Allah ist Souverän des Weltalls, Seine Herrschaft ist auf Erden zu errichten] festhalten, die Gemeinschaft beherrschen, die Abspaltung vom Rest der Gesellschaft zu fördern [Muslimsolidarität bei Meidung der Nichtmuslime und ihrer Verhaltensweisen, getreu dem islamischen Grundsatz al-walā wa-l-barāa (الولاء والبراء)]. […]

    Als meine Schwiegertochter ihre Tochter in der Schule anmeldete, kreuzte sie beim Kantinen-Fragebogen an, das Kind esse „alles“. Einige Tage nach Schulbeginn sprach sie ein Betreuer an: „Sie wissen schon, dass Sie, indem Sie ,alles‘ angekreuzt haben, zugestimmt haben, dass Ihre Tochter auch Lebensmittel isst, die nicht halal sind?“ [In der Tat schlimm, dass pädagogische Dhimmis bei der Zwangs-Schariatisierung (Hisba) mitmachen.]

    Meine Stadt hat mir in den letzten Jahren wieder den Argwohn eingeimpft, den ich vor 21 Jahren auf der anderen Seite des Mittelmeers zurücklassen wollte. Der Menschenstrom, der sich jeden Freitag in die Rue de Boulangerie ergießt, ist keine gewöhnliche Versammlung von Gläubigen. Vom Tawhid-Zentrum aus, das so viele Gläubige anzieht, dass ihre Gebetsteppiche zeitweise den Verkehr zum Stillstand brachten, startete im Jahr 2000 der Prediger Tariq Ramadan seine Frankreich-Tätigkeit. Dieser Gebetsraum, den manche für eine einfache Moschee halten, ist das Zentrum jener, die der politischen Ideologie der Muslimbrüder folgen (nichtislamisches Gesetz und Verhalten ist oft nicht halal. Fewzi Benhabib tut so, als hätte die Muslimbruderschaft den Islam falsch verstanden. Man mag es bedauern, aber das ist theologisch falsch. Der deutsche Zweig der MB, die IGD, steuert den ZMD, Partner von Islamkonferenzen und Staatsverträgen).

    [Die Muslimbruderschaft (und der Rest der Schariabewegung) beseitigen schariawidrige Paragraphen, nehmen den Souverän ernst: „Wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat, das sind die Ungläubigen.“ (Al-Maida 5:44).]

    ___p://islamfatwa.de/manhaj/111-herrscher/570-herrscher-die-nicht-mit-allahs-gesetzgebung-regieren

    Das alles erinnert mich in unheimlicher Weise an das Oran der 1990er-Jahre, als die islamistische Stadtregierung als erste Maßnahme das Konservatorium schloss, Musik und Tanz verbot und Kunst als importierte Sünde verdammte. Wurde nicht ein Imam in der bretonischen Stadt Brest vor einigen Wochen gefilmt, als er seinen kleinen Schülern erklärte, Musik sei für Affen und Schweine gemacht?

    Als die der extremen Rechten nahestehende Organisation Civitas eine Konferenz gegen die Gendertheorie veranstaltete, wurde der Ordnungsdienst nicht etwa von konservativen Katholiken organisiert, sondern von den bärtigen Männern des Tawhid-Zentrums, die der Ehe für alle genauso feindlich gesinnt sind. Wie viele solche Vorkommnisse wird es noch brauchen, um der Linken von Saint-Denis die Augen zu öffnen?

    Am Technologie-Institut von Saint-Denis, einen Steinwurf vom Friseursalon Mixte Coiffure entfernt, hat eine Studentenorganisation gefordert, dass die Vorlesungszeiten nicht in die Gebetszeiten fallen. Weil er es wagte, an die Werte der Republik zu erinnern, wurde der Institutsdirektor Opfer einer brutalen Einschüchterungskampagne, erhielt Drohbriefe, sein Auto wurde beschädigt, er wurde verprügelt. Was tut die Polizei? Wo ist die Linke?

    In den Neunzigerjahren habe ich meine algerischen Mitbürger genauso hilflos angesichts der riesigen geistigen und logistischen Maschinerie der algerischen Islamisten gesehen. Der Islamismus [nein, der Islam, die Schariabewegung] kam damals auf leisen Sohlen, mit kleinen, aufeinanderfolgenden Dreistigkeiten, anfangs sehr darum bemüht, niemanden zu erschrecken – um sich schlussendlich in den Terror zu stürzen [die wollen in den Himmel kommen] und in die Barbarei [Errichtung von Allahs Hakimiyya (Hakimiyyatu ‚l-Llah). Erneuertes Medina, Herrschaft Allahs].

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4869481/SaintDenis_Wie-meine-Stadt-islamistisch-wurde

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    Was ist Tauhid al-Hakimiyyah?
    Von Shaykh Abu Basir Mustafa Halimah al-Tartosi

    Fatwa

    Frage:
    Wäre es dir möglich mir die Bedeutung von Tauhid al-Hakimiyyah zu erläutern? Es scheint mir, als wäre es die Hälfte von Tauhid al-‚Uluhiyyah?! Da ich hörte, dass Shaykh Muhammad bin Ibrahim – der Shaykh von ibn Baz – zu denen gehörte, der den Leuten Tauhid al Hakimiyyah beibrachte und dann wurde dieser Ausdruck von vielen der Saudi Salafis abgelehnt und sie bezeichneten es als Bid’a. Stimmt das?! Ist es des weiteren möglich, dass du mir Bücher empfehlen kannst, die diese Seite des Tauhids behandeln?

    Bitte beachten: Die Bezeichnung „Saudi Salafis“ in dieser Frage bezieht sich nur auf die Jahmis und Madkhalis

    Antwort:
    Tauhid al Hakimiyya bedeutet Allah, den Allerhöchsten, zum dem Einzigen vereinen, allein in Seiner Urteilsfällung (Hukm) und in Seiner Gesetzgebung (Tashree‘). Also genauso wie Er, der Allerhöchste, keine Partner in seiner Herrschaft und bei der Kontrolle der Angelegenheiten der Schöpfung hat, genauso hat er keine Partner in Seiner Urteilsfällung (Hukm) und in Seiner Gesetzgebung (Tashree‘).

    So sagt Er, der Allerhöchste: [12.40.] Die Entscheidung (Hukm) steht Allah allein zu. Er hat befohlen, dass ihr nur ihm dienen sollt. Das ist die richtige Religion . Aber die meisten Menschen wissen nicht.

    Und Er, der Allerhöchste sagt: [13.41.] Und Allah richtet; da ist keiner, der Seinen Richtspruch umstoßen könnte.

    Und Er, der Allerhöchste sagt: [18.26.] Und Er teilt Seine Befehlsgewalt mit keinem.

    Und Er, der Allerhöchste sagt: [5.50.] Wünschen sie etwa die Rechtsprechung (aus den Tagen) der Unwissenheit zurück? Und wer ist ein besserer Richter als Allah für ein Volk, das fest im Glauben ist?

    Und [42.10.] Und über was immer ihr uneins seid, die Entscheidung darüber ruht bei Allah.

    Und Er, der Allerhöchste sagt: [6.121.] Und wenn ihr ihnen gehorcht, so werdet ihr Götzendiener sein.

    […]

    Und der Hadith, welcher authentisch (sahih) ist , in dem der Prophet sallallahu allayhi wa sallam sagte: „Wahrlich, Allah ist Hakam (Richter oder Herrscher und ihm gebührt der Hukm (Urteilsfällung).“

    ___p://www.ahlu-sunnah.com/threads/26924-Tawhid-al-Hakimiya

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    Choosing between Kufr and Eeman: The 7 Points of Democracy.

    […] Democracy is therefore, by definition and in principle, a polytheistic concept that nullifies Tawheed, i.e., it is MAJOR SHIRK, and thus the Muslim is obliged to disbelieve in and reject it. […]

    Point 7: Equality
    Equality is another principle upon which it is claimed the ideology of democracy is based. This concept, which is generally perceived to be an act of justice, states that all citizens are equal and are thus entitled to equal rights, opportunities, treatment, etc., irrespective of race, gender, religious beliefs, sexual orientation, etc. However, in addition to the fact that men are not created equal, this concept is a manifestation of great injustice. This is because justice is to accord to people that which they deserve of either good or bad, as opposed to equating the evil-doer to the righteous, the believer to the disbeliever, or the sexually depraved to the morally sound. Allah (swt) says:
    „Or do those who earn evil deeds think that We shall hold them equal with those who believe and do righteous deeds, in their present life and in after their death? Evil is the judgement that they make.“ (Al-Jathiyah: 21)
    Likewise, women are not equal to men, as was acknowledged by the mother of Maryam bint ‚Imran (a.s) who said:
    „And the male is not like the female, and I have named her Maryam, and I seek refuge with You for her and for her offspring from Shaytan, the outcast.“ (Ali ‚Imran:36)
    However, in a democratic society women are, in theory, considered equals to men and are thus accorded the same rights and opportunities, etc. This includes the right of women to stand as candidates in elections and become leaders of nations, effectively becoming rulers over men, something which is prohibited in Islam. The Prophet (saw) said:
    „A nation that entrusts its affairs to a woman will never be successful.“ (Al-Bukhari: 4425)
    These are the seven reasons why the Muslim must reject democracy. It is not possible for one to be a „democratic Muslim“, it is either Islam or democracy. The Prophet (saw) said:
    “Īmān (belief) and Kufr (disbelief) cannot co-exist in the heart of a person.” (Silsalat us-Sahīha for Shaykh Albānī No.1050)

    ___ps://www.facebook.com/husnainbashir55/posts/826620640736346

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    Hakimiyyah Was Introduced In Makkah | معالم في الطريق [„Zeichen auf dem Weg“, Sayyid Qutb]

    „hardly any rituals of worship were obligated in Makkah, then the Madani chapters concentrated intensely on the concept of judgement (Hakimiyya), and the obligation of applying the Shari’a of Allah, […] the issue of Hakimiyya – i.e., admitting that the right of judgement belongs solely to Allah, and that the right of legislation of permissibility, prohibition, allowing, and preventing is a specific right of Allah, with no human sharing that right with Him, and that legislating by other than what Allah Revealed constitutes polytheism, and that obedience to those who legislate by other than what Allah Revealed constitutes polytheism“

    ___ps://iskandrani.wordpress.com/2008/02/09/hakimiyyah-was-introduced-in-makkah/

  6. Jacques Auvergne Says:

    „Ich weiß nicht, was Sie unter Scharia verstehen. Ich wüsste ganz viele Scharias, die in sehr vielen Kernbereichen nicht übereinstimmen. Je nachdem, von welchem Land, welcher Tradition und welcher Rechtsschule wir sprechen – es gibt nicht die „eine“ Scharia.“

    Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) am 06.05.2015


    Ausgerechnet im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe! Scharia im Plural spürt jedenfalls vermarktet ein Islamverharmloser und insbesondere Schariaverharmloser von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

    Omid Nouripour:

    Sie nennen Suren in die eine Richtung und ich zitiere welche in die andere Richtung. Mal sehen, wer am Ende gewinnt. Dann haben Sie gesagt, in der Scharia wäre die Apostasie mit der Todesstrafe belegt. Ich weiß nicht, was Sie unter Scharia verstehen. Ich wüsste ganz viele Scharias, die in sehr vielen Kernbereichen nicht übereinstimmen. Je nachdem, von welchem Land, welcher Tradition und welcher Rechtsschule wir sprechen – es gibt nicht die „eine“ Scharia. Eine Scharia gibt es nur auf Seite eins in der Headline, aber nicht im Text.

    aus:
    Deutscher Bundestag
    Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe
    Protokoll-Nr. 18/35
    Protokoll der 35. Sitzung vom 6. Mai 2015

    (Seiten 30-31 von 45)

    Markus Rode (Open Doors Deutschland)
    (Hier Seite 35 bis 36.)

    […] Ich glaube das Entscheidende ist aber, dass wir deutlich machen, dass wir in vielen Ländern dieser Welt Christen haben, die mehrheitlich in islamischen Ländern leben und massiv unterdrückt werden. Christen, die jeden Tag Verfolgung erleben und zwar mit Rufen „Allahu Akbar“. Ich möchte das Beispiel von Nigeria bringen. Wir haben ein großes Team in Nigeria und zwar in einem Bundesstaat, der genau zwischen den nördlichen Bundesstaaten liegt, also den islamischen, wo die Scharia eingeführt ist, und den christlichen. Dort wurde in einer Moschee die Stimmung aufgeheizt. Daraufhin sind bewaffnete Muslime in die christlichen Viertel gezogen. Man kannte genau die Namen der Pastoren, die dort wohnten. Man hat die Häuser niedergebrannt und die Christen gezielt getötet. Mit den Witwen, Waisen und Hinterbliebenen haben wir unmittelbar zu tun. Die haben sich darüber beklagt, dass in der Presse weltweit veröffentlicht wird, dass dieser Konflikt überhaupt nichts mit Religion zu tun habe, sondern dass es bei dem Konflikt um Land und soziale Belange geht. Wir wissen aber, was wirklich geschehen ist. Das ist für uns ein Schlag ins Gesicht. Wir wissen genau, was die Motivation war. Ich glaube, an dieser Stelle muss man einfach auch denen, die keine Stimme haben, die Möglichkeit geben, dass sie auch die Wahrheit sagen können. Und dass man das nicht vertuscht, weil man sagt „Oh, das heizt die Stimmung noch viel mehr an, deshalb müssen wir es durch etwas anderes ersetzen.“ Das ist nicht der Weg, den wir gehen dürfen. Deshalb veröffentlichen wir auch nicht den Weltverfolgungsindex, um muslimische Staaten an den Pranger zu stellen. Ich möchte auch nicht Suren mit Ihnen austauschen, sondern wir möchten auf die Situation der Menschen aufmerksam machen, die wegen Apostasie in Gefängnissen sitzen – die eben nicht in Gefängnissen sitzen, weil man sagt, sie haben etwas geklaut. Es gibt ja auch falsche Anklagen. Viele werden angeklagt, weil es heißt, sie hätten angeblich Rauschgift gehabt. Das wurde ihnen untergeschoben. Aber die Wahrheit ist, dass es sich um den Vorwurf der Apostasie handelt. Im Iran sitzen im Moment Christen wegen Apostasie im Gefängnis. Iran ist ein islamischer Gottesstaat. Jetzt müssten Sie im Prinzip, weil Sie eben eine andere Auffassung vom Islam als Saudi Arabien, Iran, Afghanistan und viele andere Länder haben – von den 50 Ländern im Weltverfolgungsindex sind 40 islamische Länder – denen sagen, dass dies nichts mit dem wahren Islam zu tun hat. Doch das sind Fakten. Das heißt, in diesen Ländern werden Christen am härtesten verfolgt. Jetzt kann man natürlich diskutieren und sagen, das habe mit dem Islam eigentlich nichts zu tun. […]

    (Potokoll relevant u. a. zu den Stichworten Menschenrechte, AEMR, Menschenrechtsbildung, Open Doors und Christenverfolgung, Islam und/als Islamisches Recht / Scharia, Blasphemie, FGM und MGM, Sozialrassismus.)

    https://www.bundestag.de/blob/387228/7ba6da167a85c56f644aab6b454252ba/protokoll_oea_06-05-2015-data.pdf


    Was soll die Diskussion über Kopftuch und Burka? Im Islam gibt es kein Kopftuch. Im Islam gibt es keine Burka. Im Islam gibt es die Fitra (fiṭra), das Geschaffensein durch und Ausgerichtetsein auf Allah, die Awra (ʿaura), den zu verhüllenden Schambereich, bei der Muslima ist (mindestens) der gesamte Körper bis auf Hände und Gesicht Teil ihrer Awra, sowie die Scharia, die Schöpfungsordnung und irdisch durchzusetzende islamische Gesetzlichkeit. Omid Nouripur sagt nichts Schlechtes über Fitra, Awra, Scharia (fiṭra, ʿaura, šarīʿa) und lässt die Dhimmis von morgen noch ein Weilchen über Kopftuch und Burka diskutieren. Der Grünen-Außenexperte will die Burka erlaubt wissen und kämpft gegen ein Burkaverbot:

    „Ein Verbot würde nur dazu führen, dass diese Männer ihre Frauen nicht mehr auf die Straße lassen.“

    [Genau. Sie müssten im Haus bleiben. Wie jede muslimische Ehefrau.]

    (Bild vom 01.12.2014)

    http://www.bild.de/politik/inland/burka-verbot/debatte-um-burka-verbot-cdu-vize-kloeckner-38793420.bild.html


    69937: Ruling on her going out of the house without her husband’s permission and travelling without a mahram

    […]

    ‘Umar ibn al-Khattaab said: “Marriage is slavery, so be careful with regard to whom you give your daughter for enslavement.” In al-Tirmidhi and elsewhere it is narrated that the Prophet (…) said: “I urge you to treat women well, for they are prisoners with you.”

    So a woman is like a slave or prisoner of her husband, and she cannot go out of his house except with his permission, whether her father, her mother or anyone else tells her to do that, according to the consensus of the imams. End quote.

    Al-Fataawa al-Kubra, 3/148

    Ibn Muflih al-Hanbali said:

    It is haraam for a woman to go out of her husband’s house without his permission, except in cases of necessity, or shar’i obligations. End quote.

    Al-Adaab al-Shar’iyyah, 3/375

    […]

    http://islamqa.info/en/69937

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