Sylvia Löhrmann und der KRM lösen Verfassungsprobleme

Edward von Roy

Mönchengladbach

Landtag Nordrhein-Westfalen

Petitionsausschuss

20.09.2011

Petition

I.3/15-P-2011-05451-00

Der Landtag möge beschließen:

Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) ist gegenwärtig kein Ansprechpartner für Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht; die am 22.02.2011 in Düsseldorf diesbezüglich getroffene Gemeinsame Erklärung des Koordinationsrats der Muslime (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, in der die Einberufung eines im Einvernehmen mit dem KRM zu besetzenden Beirats verabredet worden ist, ist für den Staat, hier vertreten durch das Bundesland NRW, nicht bindend; der von KRM und Schulministerin geplante Beirat ist nicht einzurichten.

Begründung

Der KRM vertritt mit 22,7 % nur eine Minderheit der Muslime des bevölkerungsreichsten Bundeslandes, vielen Muslimen ist er schlicht unbekannt.[1] Zur auf Ungleichbehandlung beruhenden, angeblich die Seele vor dem Höllenfeuer rettenden Pflichtenlehre der Scharia (Islamisches Recht) geht der KRM, der insofern als fundamentalistisch und reaktionär zu bezeichnen ist, nicht auf Distanz. Ein proschariatischer Verantwortlicher für die Inhalte des Islamischen Religionsunterrichts (IRU) jedoch wird die an staatlichen Schulen unterrichteten Kinder und Jugendlichen, auch die nichtmuslimischen, in einen Wertekonflikt mit den Standards der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) bringen, der Grundlage unseres Grundgesetzes (GG), denn an der schariarechtlichen Maßgabe der erbrechtlichen Benachteiligung der Frau und des Nichtmuslims, am Verbot der Apostasie sowie am Gebot der Verschleierung (Hidschab)[2] des Frauenkörpers ist nach Auffassung der Mehrheit der Muftis[3] und Gelehrten (‚Ulama)[4] nicht zu rütteln.

Nach wie vor gibt es den zur Erteilung bekenntnisorientierten Islamischen Religionsunterrichts erforderlichen Ansprechpartner des Staates nicht. Dessen ungeachtet unterzeichneten Schulministerin Sylvia Löhrmann sowie, für den KRM, Nurhan Soykan (ZMD), Ali Kızılkaya (Islamrat), Seyfi Öğütlü (VIKZ) und Orhan Bilen (DİTİB) am 22.02.2011 eine „Gemeinsame Erklärung“, die darauf abzielt, zeitnah bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht im Sinne von Art. 7 Abs. 3 GG bzw. § 31 SchulG NRW einzuführen.

Insbesondere die Errichtung des verabredeten Beirats entbehrt einer gesetzlichen Grundlage und ist dem Souverän, dem Volk, bis heute nicht bekannt gemacht worden. Gleichzeitig bekundet der KRM die, zumindest provisorische, äußerst zentrale Bedeutung des Beirats gerade im Hinblick auf eine wiederum nicht öffentlich bekannt gemachte schulgesetzliche Änderung, wörtlich: „Der KRM nimmt es … zur Kenntnis, dass der nordrhein-westfälische Landtag erwägt, fraktionsübergreifend ein Schulrechtsänderungsgesetz zu beschließen, das den islamischen Religionsunterricht rechtlich ermöglicht und auch für die rechtliche Absicherung des Beiratsmodells sorgt.“

Dieser Beirat soll, NRW würde dieses schließlich „erwägen“, untrennbar in das geänderte Schulgesetz integriert sein, zugleich hat, geht es nach dem Koordinierungsrat, dieser inhaltlich durch den KRM gesteuert und permanent personell gebilligt zu sein. Damit erklärt sich der KRM selbst zum Ansprechpartner des Staates und maßt sich an, zu definieren, was muslimisch ist und was nicht („Der Beirat formuliert die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land“), ein ehrgeiziges Streben, das ihm aufgrund mangelnder Vertretungsbefugnis und zu prüfender Verfassungstreue jedoch vermutlich gar nicht zusteht.

Eine von Löhrmann, Soykan, Kızılkaya, Öğütlü und Bilen in der Gemeinsamen Erklärung dezidiert angestrebte „Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierung, des Landtages und der organisierten Muslime …, in der religionsverfassungsrechtliche Fragen, also auch Statusfragen, besprochen werden“, hätte zu gewährleisten, dass die Absage an das ungleich behandelnde (diskriminierende) und nicht zuletzt frauenfeindliche Schariagesetz Lehrinhalt des geplanten IRU sein wird. Eine gleichsam automatisierte Ermächtigung des KRM zum personellen Ausgestalten dieser „Arbeitsgruppe“ darf es dabei nicht geben.

Die Standards von AEMR (1948) und GG (1949), insbesondere die Gleichberechtigung von Mann und Frau, sind im Schulbetrieb auch im Schulfach Religion weder zu verwerfen noch zu ironisieren. IRU muss wissenschaftsbasiert sein; der zum Politikunterricht entstandene Beutelsbacher Konsens (1976) sollte auch für das Schulfach Religion Gültigkeit haben.[5]

Weder KRM noch KRM-gesteuerter „Beirat“ sind staatlicher Ansprechpartner. Das am 22.02.2011 verhandelte Beiratsmodell ist nicht zu verwirklichen.

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Quelle

Gemeinsame Erklärung des Koordinationsrats der Muslime (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen über den Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht

„Die Unterzeichnenden begrüßen die Einigung, weil mit dem Beirat ein institutionalisierter Ansprechpartner auf Seiten der Muslime eingerichtet werden kann. Die Vertreterinnen und Vertreter der Muslime und die Schulministerin bezeichnen es als Erfolg, dass nun in absehbarer Zeit für 320.000 muslimische Schülerinnen und Schüler Religionsunterricht vorbereitet werden kann.“

http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/Pressemitteilungen/Gemeinsame_Erklaerung.pdf

[1] Unter den muslimischen Verbänden ist DİTİB der bekannteste mit 44 Prozent, gefolgt vom AABF (27 Prozent), dem ZMD (27 Prozent), dem VIKZ (25 Prozent) und dem Islamrat (IR) (16 Prozent). Am unbekanntesten unter den Verbänden ist der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) mit einem Anteil von 10 Prozent. 59 Prozent der türkischen Muslime kennen DİTİB. … Wahrgenommene Vertretungsleistung durch den jeweils bekannten muslimischen Verband unter den befragten Muslimen (in Prozent) KRM: 22,7 % „vertreten“, 17,7 % „teils/teils“, 59,5 % „nicht vertreten“.

http://ec.europa.eu/ewsi/UDRW/images/items/docl_9743_55658285.pdf

[2] To fulfil the minimum requirements of Hijab, a Muslim woman covers her entire body, except her face and hands.

http://thequranblog.wordpress.com/2010/06/10/hijab-in-islam-2/

[3] Großmufti Mustafa Cerić strebt nach der Legalisierung der Scharia: (f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law;

http://www.rferl.org/content/article/1066751.html

[4] This is indeed a great assignment to the ‚ulama that requires from people to obey and follow them.

http://members.cox.net/ameer1/obeymqa.html

[5] Diese Dreieinigkeit von Überwältigungsverbot, Kontroversgebot und Subjektbezug übersetzte das zentrale Merkmal einer pluralistischen Demokratie – die Anerkenntnis von unterschiedlichen Interessen und Werten aufgrund unterschiedlicher Lebenslagen und Lebensgeschichten und der Notwendigkeit des Konflikts um politische Lösungen für politische Probleme – in didaktische Leitlinien. Demnach bezieht der Unterricht nicht inhaltlich Stellung, sondern verwickelt die Lernenden in die Auseinandersetzung um ein kontroverses Thema und ermöglicht ihnen so den Erwerb einer eigenen Position und die Äußerung ihrer Stellungnahme. Politische Urteilsfähigkeit des Individuums kann durch aufklärenden Streit gefördert werden.

http://www.bpb.de/files/TM9Z60.pdf

Lamya Kaddor, die islamische Religion unterrichtet und bis vor kurzem die vakante Professur an der Universität Münster vertrat, empört eine solche Position. „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“, sagt sie. Das Ergebnis sei das Gleiche: eine zeitgemäße Religionspraxis und ein friedvolles Miteinander mit anderen Gruppen. Als Muslima zweifele sie aber „nicht daran, dass stimmt, was im Koran steht“.

http://www.cibedo.de/islamischer_religionsunterricht.html

Überwältigungsverbot. Es ist nicht erlaubt, den Schüler – mit welchen Mitteln auch immer – im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und damit an der „Gewinnung eines selbständigen Urteils“ zu hindern. Hier genau verläuft nämlich die Grenze zwischen Politischer Bildung und Indoktrination. Indoktrination aber ist unvereinbar mit der Rolle des Lehrers in einer demokratischen Gesellschaft und der – rundum akzeptierten – Zielvorstellung von der Mündigkeit des Schülers.

http://www.lpb-bw.de/beutelsbacher-konsens.html

Der Präsident des Landtags von Nordrhein-Wesfalen

Herrn

Edward von Roy

13.01.2012

Geschäftszeichen

I.3/15-P-2011-05451-00

Ihre Eingabe vom 20.09.2011, eingegangen am 20.09.2011

Schulen

Sehr geehrter Herr von Roy,

der Petitionsausschuss hat Ihr Vorbringen in seiner Sitzung am 10.01.2012 beraten. Ich gebe Ihnen hiermit aus dem Sitzungsprotokoll den gefassten Beschluss zur Kenntnis:

Das Anliegen war Gegenstand eines Gesetzgebungsverfahrens aus der Mitte des Landtags, das die Einrichtung eines bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts und eines Beirats zum Ziel hat. Der Landtag hat das Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz) am 21.12.2011 nach intensiven Beratungen und einer öffentlichen Anhörung von Sachverständigen beschlossen.

An dem Ziel, einen Beirat zu bilden, der die Anliegen und die Interessen der islamischen Organisationen bei der Einführung und der Durchführung des islamischen Religonsunterrichts als ordentliches Unterrichtsfach vertritt, wurde festgehalten.

Das Gesetz tritt am 01.08.2012 in Kraft und ist bis zum 31.07.2019 befristet. Die Befristung unterstreicht, dass der Weg über einen Beirat eine Übergangslösung ist.

Der Petitionsausschuss sieht keinen Grund, in der Angelegenheit weiter tätig zu werden.

Die Bearbeitung Ihrer Petition hat längere Zeit in Anspruch genommen. Bei der großen Zahl von Bitten und Beschwerden ließ sich die Verzögerung leider nicht vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

(…)

Gabi Schmidt

Mönchengladbach

An den Präsidenten des Landtags Nordrhein-Westfalen

Geschäftsstelle

Petitionsreferat

Düsseldorf

24. Januar 2012

Ihre Nachricht vom 13.01.2012

I.3/15-P-2011-05451-00

Sehr geehrter Herr Präsident,

sehr geehrte Damen und Herren,

wir bitten um eine detaillierte Begründung, warum unsere oben genannte Petition abgelehnt wurde.

Mit freundlichen Grüßen

Gabi Schmidt und Edward von Roy

Im Folgenden die lustlose Antwort der Landesregierung, die ihr Schweigen zum sehr reaktionären und deswegen keinesfalls schultauglichen islamischen Menschen- und Gesellschaftsbild des KRM sowie zur bleibenden Grundrechtswidrigkeit und damit Nichtintegrierbarkeit der Scharia sozusagen zuverlässig fortsetzt. Auf der Homepage von NRW lesen sich optimistisch stimmende Sätze wie „Ungerechtigkeiten und Fehlentscheidungen können durch eine Petition an das Parlament in Ordnung gebracht werden.“, doch man freue sich nicht zu früh, denn schließlich steht unmittelbar vorangehend: „Die Praxis lehrt, dass auch staatliche Verwaltungsstellen nicht unfehlbar sind.“ Wie wahr!

Der Präsident des Landtags von Nordrhein-Wesfalen

Herrn

Edward von Roy

05.03.2012

Geschäftszeichen

I.3/15-P-2011-05451-01

Ihre Eingabe vom 25.01.2012, eingegangen am 25.01.2012

Schulen

Sehr geehrter Herr von Roy,

der Petitionsausschuss hat Ihr Vorbringen in seiner Sitzung vom 28.02.2012 beraten. Ich gebe Ihnen hiermit aus dem Sitzungsprotokoll den gefassten Beschluss zur Kenntnis:

Ein Petent hat im Petitionsverfahren einen Anspruch auf Entgegennnahme, Prüfung und Bescheidung der Petition. Diese Rechte wurden den Petenten gewährt.

Einen Anspruch auf Abhilfe oder eine bestimmte Art der Erledigung vermittelt das Petitionsrecht nicht. Es besteht auch kein Anspruch auf eine detaillierte Begründung oder Ablehnung.

Der Petitionsausschuss sieht keinen Anlass zu weiteren Maßnahmen.

Die Bearbeitung Ihrer Petition hat längere Zeit in Anspruch genommen. Bei der großen Zahl von Bitten und Beschwerden ließ sich die Verzögerung leider nicht vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

(…)

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55 Antworten to “Sylvia Löhrmann und der KRM lösen Verfassungsprobleme”

  1. Schariafreie Schule Says:

    Toll, danke – das ist überzeugend gemacht, ich wünsche der Petition Erfolg.

    bei: Schulministerium NRW
    06.05.2011

    Tagung in Münster: „Die Zukunft des islamischen Religionsunterrichts in NRW“
    Löhrmann: „Wir führen den islamischen Religionsunterricht Schritt für Schritt ein“

    Das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und die Westfälische Wihelms-Universität Münster teilen mit:

    Schulministerin Sylvia Löhrmann und Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles haben heute an der Universität Münster eine Tagung zur Zukunft des Islamischen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen eröffnet. Ministerin Löhrmann stellte dabei die Grundzüge und das weitere Vorgehen zur Einführung des Faches vor. „Wir gehen pragmatisch vor und werden den Islamischen Religionsunterricht Schritt für Schritt einführen. Das Angebot wird sich am Bedarf orientieren und nach und nach aufgebaut“, erklärte Schulministerin Sylvia Löhrmann. „Wir wollen einen modernen, schülerorientierten Islamischen Religionsunterricht.“

    Prof. Dr. Ursula Nelles, Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) betonte: „Es ist notwendig, daran zu arbeiten, dass sich so etwas wie ein europäisches Verständnis des Islam entwickelt. Dafür bietet die Universität Münster mit ihren starken theologischen Fachbereichen, dem Exzellenzcluster ,Religion und Politik` und dem ,Centrum für Religiöse Studien‘ eine herausragende Ausgangsbasis. Zudem bildet die Universität Münster bereits seit 2004 muslimische Religionslehrer aus: Wir haben somit einen großen Erfahrungsschatz und ein passendes Umfeld, um die Studierenden optimal auszubilden.“

    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/Pressemitteilungen/pm_06_05_2011.html

    auch bei Milli Görüs:
    10.05.2011

    Löhrmann: „Wir wollen einen modernen, schülerorientierten Islamischen Religionsunterricht“

    „Wir werden den Islamischen Religionsunterricht Schritt für Schritt einführen“, erklärte die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann bei einer Tagung zur Zukunft des Islamischen Religionsunterrichts in Münster. … Prof. Dr. Ursula Nelles, Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) erklärte hierzu: „Es ist notwendig, daran zu arbeiten, dass sich so etwas wie ein europäisches Verständnis des Islam entwickelt.“ Das Fach soll zunächst an rund 130 Schulen beginnen, an denen bereits das Fach Islamkunde angeboten wird. …

    Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Professor für islamische Religionspädagogik hob auf der Tagung in Münster hervor: „Das im Februar 2011 erzielte Einvernehmen über die Einführung des bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts in NRW stellt einen Meilenstein in dieser Frage dar.“ Am 22. Februar hatten der Koordinationsrat der Muslime (KRM) und die nordrhein-westfälische Schulministerin eine Gemeinsame Erklärung zur Einführung eines Islamischen Religionsunterrichts unterzeichnet. „Seit Mitte der achtziger Jahre gibt es Bemühungen, einen bekenntnisorientierten Islamunterricht einzuführen. Mit der Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung haben wir nach jahrelangen Gesprächen einen Durchbruch erzielt“, erklärte Schulministerin Löhrmann. …

    Zur Einführung des Islamischen Religionsunterrichts und zur rechtlichen Absicherung des Beiratsmodells ist zunächst eine Änderung des Schulgesetzes notwendig. Ministerin Löhrmann: „Es wäre ein wichtiges Signal an die Muslime, wenn der Gesetzentwurf aus der Mitte des Parlaments käme. Damit wird die Einführung des Faches von einer breiten Mehrheit der Gesellschaft getragen.“ Sobald der Gesetzentwurf vorliegt, werde das Schulministerium eine Lehrplankommission einberufen.

    http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2011/08/03/loehrmann-wir-wollen-einen-modernen-schuelerorientierten-islamischen-religionsunterricht.html

  2. Schariafreie Schule Says:

    Nur zwei Tage später, am 24.02.2011, drängelte Sylvia Löhrmann die Landtagsabgeordneten dazu, das dubiose Beiratsmodell zu fördern.

    Sylvia Löhrmann MdL
    Stellv. Ministerpräsidentin

    Aktenzeichen:
    321-6.08.04.03 Nr. 89947

    Schreiben an die Mitglieder des Landtags Nordrhein-Westfalen
    zum Thema „Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung über
    den Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht“

    In der unterzeichneten Erklärung wird die Einberufung eines Beirats
    verabredet, dessen Mitglieder im Einvernehmen mit dem KRM benannt werden. Der Beirat formuliert die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land, alle Beiratsmitglieder sind muslimischen Glaubens.

    Mit diesem Beirat hat das Land Nordrhein-Westfalen nun für eine noch zu bestimmende Übergangsfrist einen institutionalisierten Ansprechpartner auf Seiten der Muslime, ohne dass die Mitglieder des KRM als Religionsgemeinschaften anerkannt werden.

    Um die rechtlichen Grundlagen für den bekenntnisorientierten Islamunterricht zu schaffen und auch um für die rechtliche Absicherung des Beiratsmodells zu sorgen, muss das Schulgesetz geändert werden.

    Es wäre ein sehr gutes integrationspolitisches Signal, wenn dieses Gesetz fraktionsübergreifend aus der Mitte des Parlaments eingebracht und verabschiedet würde.

    http://www.laga-nrw.de/data/110224_gemeinsame_erklrung_mswkrm.pdf

  3. KRM und Schariapflichten Says:

    Die Kritik unter muslimischen Gruppen, die sich dem KMD nicht angeschlossen haben, richtet sich insbesondere gegen dessen religiös-ideologische Ausrichtung: Die vier Gründungsverbände gelten als zu konservativ, um eine „einheitliche Vertretungsstruktur der Muslime in der BRD“ darzustellen, wie es die Präambel des Koordinationsrats vorgibt. Zwar geloben die Gründer in dem Dokument ihr Festhalten an der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, sie legen aber auch fest: „Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlage des Koordinierungsrats.“

    nach: Ernst Leuninger, 30.5.2007

    http://www.rompel.de/andalusien.htm

    „Der Koordinierungsrat bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland“, heißt es in § 1 Absatz 4 der Geschäftsordnung des Koordinierungsrats der Muslime in Deutschland vom 28. März 2007, der folgende Absatz lautet dann aber „Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlage des Koordinierungsrates.“

    nach: Rainer Grell, 28.09.2010

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/zehn_fragen_an_den_islam/

  4. Kein Scharia-Islam an die Schulen Says:

    Drucksache 15/2209
    21.06.2011

    Gesetzentwurf

    der Fraktion der CDU,
    der Fraktion der SPD und
    der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz)

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-2209.pdf

    B Lösung

    Um unabhängig von der Entwicklung der islamischen Organisationen zu Religionsgemein-schaften die Grundlagen für einen islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache, unter deutscher Schulaufsicht und mit in Deutschland ausgebildeten Lehrkräften schaffen zu können, wird als Übergangslösung eine gesetzliche Ermächtigungsnorm geschaffen, die es dem Ministerium für Schule und Weiterbildung erlaubt, einen solchen Unterricht allgemein einzuführen, ohne dass sämtliche im Grundgesetz und in der Verfassung für das Land Nord-rhein-Westfalen geregelten Voraussetzungen erfüllt sind.

    C Alternativen

    Keine.

    Artikel 1

    Das Schulgesetz NRW vom 15. Februar 2005 (GV. NRW. S. 102), zuletzt geändert durch Gesetz vom 5. April 2011 (GV. NRW. S. 205), wird wie folgt geändert:

    1. In der Inhaltsübersicht wird nach § 132 eingefügt:
    „132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht“

    2. Nach § 132 wird folgender § 132 a eingefügt:

    㤠132 a
    Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht

    (4) Das Ministerium bildet einen Beirat, der die Anliegen und die Interessen der islami-schen Glaubensgemeinschaften bei der Einführung und der Durchführung des islami-schen Religionsunterrichts nach Absatz 1 als ordentliches Unterrichtsfach vertritt. Der Bei-rat ist an der Erstellung der Unterrichtsvorgaben und der Auswahl der Lernmittel zu betei-ligen; das Einverständnis kann nur aus religiösen Gründen verweigert werden. Seine Mit-wirkung bei der Beauftragung von Lehrerinnen und Lehrern erstreckt sich ebenfalls allein
    auf die Prüfung, ob aus religiösen Erwägungen Einwände gegen die ausgewählte Person bestehen.

    (5) Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:

    1. vier theologisch, religionspädagogisch oder islamwissenschaftlich qualifizierte Vertrete-rinnen und Vertreter der organisierten Muslime, die von den islamischen Organisatio-nen in Nordrhein-Westfalen oder von deren Zusammenschluss bestimmt werden,

    2. vier weitere Vertreterinnen und Vertreter, und zwar jeweils zwei theologisch, religions-pädagogisch oder islamwissenschaftlich qualifizierte muslimische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und zwei muslimische Religionsgelehrte, die vom Ministerium im Einvernehmen mit den islamischen Organisationen in Nordrhein-Westfalen oder deren Zusammenschluss bestimmt werden.

    Er wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden.

    (6) Die Amtszeit der Mitglieder beträgt drei Jahre. Ihre Tätigkeit erfolgt ehrenamtlich. Rei-sekosten werden in Anwendung der landesrechtlichen Bestimmungen erstattet. Sie erhal-ten außerdem eine vom Ministerium festzusetzende Aufwandsentschädigung.

    Artikel 2
    Inkrafttreten

    Dieses Gesetz tritt am 1. August 2012 in Kraft. Die Landesregierung überprüft unter Einbe-ziehung der islamischen Organisationen die Auswirkungen dieses Gesetzes und berichtet dem Landtag darüber bis zum31. Dezember 2018.

    [Begründung]

    Der Beirat hat klar umrissene Beteiligungsrechte bei der Einführung von islamischem Religi-onsunterricht. Die Vertreterinnen und Vertreter des organisierten Islams und die muslimi-schen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens müssen deswegen theologisch, religionspä-dagogisch oder islamwissenschaftlich qualifiziert sein. Durch die Einbeziehung von muslimi-schen Religionsgelehrten in den Beirat soll der theologische Sachverstand sichergestellt werden.
    Die Zahl von acht Mitgliedern stellt einerseits eine möglichst breite Repräsentativität sicher, andererseits bleibt die Arbeitsfähigkeit gewahrt.

    Karl-Josef Laumann — Norbert Römer — Reiner Priggen
    Armin Laschet — Britta Altenkamp — Sigrid Beer
    Klaus Kaiser — Sören Link — Arif Ünal
    Michael-Ezzo Solf — Bernhard von Grünberg
    und Fraktion — und Fraktion — und Fraktion

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-2209.pdf

  5. Keine Scharia an die Schulen Says:

    Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz) (GesEntw Drs 15/2209) – Öffentliche Anhörung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung am 14.09.2011

    Experten, u.a.
    Prof. Dr. Oebecke
    Prof. Dr. de Wall
    Prof. Dr. Walter
    Dr. Graulich

    Professoren islamischer Theologiezentren wie
    Prof. Dr. Khorchide
    Prof. Dr. Ceylan
    Prof. Dr. Ucar

    Praktiker z.B. der Religionslehrer
    Ridwan Bauknecht

    Mitglieder des Koordierungsrates
    Aiman Mazyek (ZMD)
    Nurhan Soykan (ZMD)
    Engin Karahan (Islamrat)
    Erol Pürlü (VIKZ)
    Rafet Öztürk (DITIB)

    „kamen am 14. September mit diversen Abgeordneten und einer großen, interessierten Zuhörerschaft im Landesparlament in Düsseldorf zu einer Anhörung der Gesetzesvorlage zusammen. In zwei Runden hatten die Experten die Gelegenheit, sich in sehr kurz gehaltenen Statements zur Gesetzesvorlage zu äußern und die Fragen der anwesenden Abgeordneten beantworten.“

    http://www.muslimische-frauen.de/wp-content/uploads/2011/09/Bericht-zur-Anh%C3%B6rung-zum-Gesetz-zur-Einf%C3%BChrung-des-IRU-in-NRW1.pdf


    Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz) (GesEntw Drs 15/2209) – Öffentliche Anhörung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung am 14.09.2011

    Autoren: Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland
    Stellungnahme 15/865 16.09.2011 11 S.

    „Abschließend ist klärungsbedürftig, warum wesentliche Regelungen des § 31 Schulgesetz in dem § 132 a fehlen. Dies sind Regelungen dahingehend, dass der Erlass der Unterrichtsvorgaben im Einvernehmen mit den Religionsgemeinschaften oder dem Beirat, die Festsetzung der Unterrichtsstunden im Benehmen mit diesen, die Bevollmächtigung der Lehrer durch Beirat oder Religionsgemeinschaft erfolgen und die Erwähnung der Möglichkeit auch muslimische „Geistliche“ bei Fehlen von ausgebildeten Religionslehrern einzusetzen – alles Regelungen aus dem § 31 SchulG.“

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST15-865.pdf?von=1&bis=0

  6. fassungslos Says:

    jetzt kommen die Muftis und Schariaprofessoren

    —–

    Die neuen Dozenten werden also vor allem aus dem Ausland kommen, aus Sarajewo, Istanbul, Kairo, Marokko und Tunesien. Es ist fraglich, ob sie die historisch-kritische Herangehensweise an den Islam mitbringen, die an den deutschen Universitäten Standard ist.

    http://www.tagesspiegel.de/wissen/der-islam-kommt-in-die-schule/4369700.html

  7. Wetterleuchten Says:

    „Koran und Sunna … bilden die Grundlage des Koordinationsrats.“

    http://koordinationsrat.de/files/krm/krm_go.pdf

  8. Helmut Zott Says:

    Da fällt mir ein, dass ich schon vor Jahren einen Brief an eine Kultusministerin geschrieben habe, der vielleicht hier von Interesse sein könnte.

    %%%%%%%%%%%%%%

    Wiesbaden.
    Neue Kultusministerin will Islam-Unterricht an Schulen ermöglichen

    Die neue hessische Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) will dem islamischen Religionsunterricht an Schulen zum Durchbruch verhelfen. Dazu solle es in Hessen nach dem Vorbild Niedersachsens einen Modellversuch geben, sagte Henzler in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Ich denke, man kann sich von anderen Ländern was abgucken.“ In Niedersachsen werde erfolgreich Islam-Unterricht auf Deutsch erteilt, die Lehrer seien von einem Lehrstuhl für Islamische Religion weitergebildet worden. „Wir werden auf jeden Fall versuchen, so etwas Ähnliches auf die Beine zu stellen.“ Der Islam-Unterricht wird in Hessen seit vielen Jahren diskutiert, scheiterte aber bislang am Fehlen eines Ansprechpartner auf Seite der Religionsgruppen, wie ihn die Landesverfassung vorschreibt. „Niedersachsen hat einen Modellversuch gemacht, bei dem ein Runder Tisch mit verschiedenen islamischen Gruppierungen der Ansprechpartner ist“, sagte die einzige FDP-Kultusministerin in Deutschland. Erfahrung mit dem Islam-Unterricht hat auch Henzlers neuer Staatssekretär: Der Christdemokrat Heinz-Wilhelm Brockmann war bislang Abteilungsleiter im niedersächsischen Kultusministerium.
    dpa
    5.2.2009

    %%%%%%%%%%%%%%%%%%%

    Sehr geehrte Frau Kultusministerin,
    da lese ich gerade in einer Zeitung aus Wiesbaden den folgenden Satz:
    „Die neue hessische Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) will dem islamischen Religionsunterricht an Schulen zum Durchbruch verhelfen.“

    Wollen Sie damit erreichen, dass man an den Schulen die Gewaltanwendung lernt, nach dem Motto: „Nicht für die Schule, für den Terror lernen wir“.

    Auch wenn das zu wissen Ihren geistigen Horizont übersteigen sollte, ist es eine Tatsache, dass sowohl Gewaltandrohung als auch Gewaltanwendung im Wesen des Islam selbst begründet sind und von Allah und seinem willigen Vollstrecker Mohammed stammen. „Gegner des Tötens haben keinen Platz im Islam. Unser Prophet tötete mit seinen eigenen gesegneten Händen. Unser Imam Ali tötete an einem einzigen Tag über siebenhundert Personen. Ist Blutvergießen für den Bestand unseres Glaubens vonnöten, sind wir da, unsere Pflicht zu erfüllen“. Das meint jedenfalls Ayatollah Sadeq Khalkhali, der sich, allein durch die Ehrenbezeichnung „Ayatollah“, als ein hoher Geistlicher im schiitischen Islam ausweist.

    Verlässliche Islamexperten haben nicht weniger als 204 gegen Nicht-Muslime gerichtete Verse gezählt, die jedermann im Koran nachlesen kann. Als ein Beispiel für viele Stellen, an denen zur Ermordung Ungläubiger aufgefordert wird, sei der 89. Vers der 4. Sure angeführt, der in der Koranübersetzung von Max Henning lautet:
    „Sie (die Allah irregeführt hat) wünschen, dass ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, und dass ihr (ihnen) gleich seid. Nehmet aber keinen von ihnen zum Freund, ehe sie nicht auswandern in Allahs Weg. Und so sie den Rücken kehren, so ergreift sie und schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet; und nehmt keinen von ihnen zum Freund oder Helfer…“, natürlich folgt nun „außer denen…“.
    Aber rechtfertigen diese Ausnahmen, dass man die anderen Ungläubigen tot schlägt? Müssen sich die Muslime hier verteidigen? Die ganze Schuld derer, die man ermorden soll, besteht darin, keine Muslime zu sein und auch nicht werden zu wollen. Sie besteht einzig und allein darin, eine andere Weltanschauung und Religionsauffassung zu haben.

    Der blinde Scheich Omar Abdel Rahman von der Al-Azhar Universität in Kairo hatte wohl den geistigen Durchblick, als er auf eine Studentenfrage nach der Friedfertigkeit im Koran vor fünfhundert Studenten im Jahre 1980 sagte: „Mein Bruder, es gibt eine ganze Sure, die „Die Kriegsbeute“ heißt. Es gibt keine Sure, die „Frieden“ heißt. Der Djihad und das Töten sind das Haupt des Islam, wenn man sie herausnimmt, dann enthauptet man den Islam.“ (Prof. Mark A. Gabriel: „Islam und Terrorismus“; S. 44).

    Hat etwa Omar Abdel Rahman, der sunnitische Gelehrte der Al-Azhar Universität den Koran nicht gekannt oder verkannt, oder vielleicht den Islam nicht verstanden? Es müssten allerdings viele bedeutende Geistliche des Islams, so auch Ali Hassani Khamenei, die Sache mit der Friedfertigkeit, wie sie uns ständig vorgetragen wird, gründlich missverstanden haben. Er ergänzt die Aussage über den Koran von Scheich Omar Abdel Rahman durch ein Bild des Gesandten Allahs mit den folgenden Worten:
    „Den Koran in der einen Hand, einen Säbel in der anderen: So führte unser Prophet seinen göttlichen Auftrag aus. Der Islam ist keine Religion für Duckmäuser, sondern Glaube derjenigen, die den Kampf und die Vergeltung schätzen“.

    In der Hoffnung, dass Sie als Kultusministerin lernfähig sind, verbleibe ich mit freundlichen Grüssen

    Helmut Zott
    Per E-Mail am 05.02.09

  9. Cees van der Duin Says:

    :::

    Expertenrat zum geplanten islamischen Religionsunterricht
    14. September 2011

    (…) Nun haben CDU, SPD und Grüne gemeinsam einen Gesetzentwurf zur Einführung islamischen Religionsunterrichts als reguläres Schulfach auf den Weg gebracht. Die Mitglieder des Ausschusses für Schule und Weiterbildung (stellvertretender Vorsitz: Dr. Gerd Hachen, CDU) sowie des Unterausschusses Integration (Vorsitz Arif Ünal, Grüne) spitzten heute in einer Expertenanhörung gespannt die Ohren …

    Allerdings bewerteten einige Experten den Gesetzentwurf als nicht mit der Verfassung vereinbar. Nach ihr darf nicht der Staat darüber entscheiden, was im Religionsunterricht gelehrt wird, sondern die Religionsgemeinschaft. Eine formale Religionsgemeinschaft aller Musliminnen und Muslime gibt es in Deutschland aber bisher nicht. Daher sieht der Gesetzentwurf als Übergangslösung einen achtköpfigen Beirat vor, der die inhaltlichen Bestimmungen übernehmen soll. Zur Hälfte soll das Gremium den Koordinierungsrat der Muslime (KRM) repräsentieren, der vier große muslimische Verbände bündelt. Die andere Hälfte der Mitglieder soll im Einvernehmen mit den Verbänden besetzt werden. Aiman Mazyek vom Koordinierungsrat stellte in der Anhörung einige Bedingungen für ein Gelingen des Beiratsmodells auf. Beispielsweise forderte er, dass die anderen vier Mitglieder die KRM-Mitglieder nicht überstimmen dürften.

    Damit Willkür keine Chance bekomme, hielten es viele Sachverständige für notwendig, dass bei Entscheidungen des Beirats ausschließlich theologische und nicht politische Kriterien eine Rolle spielen dürften.

    Am Status einer Übergangslösung stießen sich einige Juristen. Der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Martin Stock von der Universität Bielefeld beispielsweise vermisste eine klare Zielvorgabe, zu der der Übergang führen solle. Zudem, ergänzte der Bundesverwaltungsrichter Dr. Kurt Graulich, gelte es, das Gesetz zu befristen, wenn es denn eine Übergangslösung sein solle. Der Staatskirchenrechtler Prof. Dr. Ansgar Hense befürchtete gar, dass sich diese dauerhaft etablieren könne. Gewissermaßen, argumentierte der Historiker Dr. Klaus Gebauer, werde sogar der Religionsunterricht instrumentalisiert, damit sich eine muslimische Religionsgemeinschaft bilde.

    Wenn es regulären islamischen Religionsuntericht an Schulen in NRW geben solle, die verfassungsgemäß notwendige Voraussetzung einer Religionsgemeinschaft aber fehle, müsse eben eine Notlösung her, zeigte der Jurist Prof. Dr. Martin Morlok Verständnis und begründete dies: Im Ergebnis sei die Not- und Übergangslösung verfassungsnäher, als gar keinen islamischen Religionsunterricht anzubieten. Andere Juristen sahen alle verfassungsrechtlichen Bedenken ausgeräumt und den Ball nun im Spielfeld der islamischen Organisationen.

    http://www.euregiopresse.eu/nachrichten/regio-west/expertenrat-zum-geplanten-islamischen-religionsunterricht

    :::

  10. Jacques Auvergne Says:

    Liebe Ümmühan,

    vielen Dank für deinen Einsatz,

    Eliten und Organisationen machen sich der islambezogenen Augenwischerei oder Desinformation schuldig. Das gilt selbst für einflussreiche frauenpolitische Vereine.

    Verantwortungsvoll sagte die mutige Necla Kelek: „Ich erwarte von TERRE DES FEMMES, dass sie die Unterstützer und Träger der Religion, wie die Muslimverbände, auffordern, sich von … der Scharia zu distanzieren. Solange diese Distanzierung nicht geschieht, bleibt diese Religion eine Ideologie, eine Diktatur.“

    http://frauenrechte.de/online/index.php/themen/tdf-positionen/ag-frauenrechte-und-religion/668-eine-distanzierung-von-der-scharia-ist-notwendig.html

    Leider ist Deutschlands größter Frauenrechtsverband Terre des Femmes (tdf) der unmissverständlich formulierten Erwartung der Necla Kelek einfach nicht nachgekommen. Die tdf hätte 2011 durchaus Einfluss auf Landtage und Schulministerien, wenn es, wie in diesem Herbst im bevölkerungsreichsten Bundesland, darum geht, den wenig verhohlen an der totalen Scharia ausgerichteten Koordinationsrat (KRM) eben nicht zu ermächtigen, an allen Schulen Islamischen Religionsunterricht anzubieten. Warum die durchaus machtbewussten Frauenrechtlerinnen von tdf, die sich gerne ins Berliner Regierungsviertel einladen lassen, vom KRM 2011 nicht sinngemäß fordern: Erst legt ihr die Scharia ab, dann dürft ihr an die Schulen, ist unverständlich.

    Kelek: „Die Is­lamverbände reden, was man von ihnen hören will, aber in den Mo­scheen und Koranschulen vermitteln sie unkontrolliert eine Weisheit, die alles andere als demokratiefreundlich ist.“

    http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Der-Islam-zwischen-Staat-und-Scharia-id4079406.html

    Islamisierungsstratege Rauf Ceylan verzaubert uns im selben Text mit einem „Nur in Kreisen der Eliten gibt es einen in­tellektuellen Diskurs über die Theologie“ und tut damit so, als ob die Scharia unter Muftis und Imamen zur Diskussion stünde. Der als moderner Muslim gehandelte, in Münster als Professor eingestellte Proislamist wird von Angelika Wölk sicherlich korrekt wiedergegeben: „eine Theologie, die einen aufgeklärten Islam oder einen Islam im europäischen Kontext lehre, müsse erst etabliert werden“, was die Journalistin leider nicht zur Frage veranlasst, ob es einen den Koran ernst nehmenden „aufgeklärten Islam“ überhaupt geben kann und ob der an seiner Abschaffung nicht interessierte deutsche Staat einen unaufgeklärten Islam nicht besser von seinen Universitäten fernhalten sollte. Wer die Salafisten (authentischen Muslime) Tariq Ramadan oder Mustafa Ceric kennt und trotzdem keine Lust auf das Kalifat hat, wird zudem alarmiert sein und Ceylans „einen Islam im europäischen Kontext“ als Heranrufen der Ulama, der Islamgelehrten erkennen. Ob universelle Menschenrechte hier wie nebenbei als irrelevant abgelegt und unter lästige und irgendwie beschämenswerte Tradition („im europäischen Kontext“) verbucht worden sind, müsste der Leser sich eigentlich fragen.

    Keleks Forderung nach Schariaverzicht stört das berüchtigte friedliche Miteinander der Religionen, und so befehlen Deutschlands Eliten den Untertanen ein anderes Denken, der Bundesinnenminister habe angeordnet: „Von unserem Staat werden Religionsgemeinschaften sehr positiv be­trachtet. Die genannten Werte der Muslime zeigen, dass auch der Islam staatstragend sein und die Integration unterstützen kann.“

    http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/06/30/innenminister-friedrich-deutschland-multireligios-islam-staatstragend/

    Thomas Kröter ekstatisch am 01.06.2011: „Neuerdings propagiert Hans-Peter Friedrich (CSU) zwar nicht die multikulturelle, so doch die „multireligiöse Gesellschaft“ und reiht das Glaubensbekenntnis der Muslime hierzulande unter die staatstragenden Bekenntnisse ein. …

    der CSU-Politiker lässt den pädagogischen Begriff der ‘Leitkultur’ beiseite. Auch von Deutschland ist nicht mehr die Rede. Statt dessen hebt Friedrich den Monotheismus als verbindendes Element hervor und unterstellt dem Islam dieselbe Fähigkeit, den säkularen Staat gemeinschaftsstiftend zu grundieren wie Christentum und Judentum.“

    http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1300342895181

    Mit solidarischen Grüßen
    Jacques

  11. Helmut Zott Says:

    „Der Islam hat Frauen immer als in jeder Weise mindere Geschöpfe eingestuft: körperlich, geistig und moralisch. Diese Negativvision ist im Koran göttlich sanktioniert, von den Hadith gestützt und verewigt durch die Kommentare der Theologen, der Bewahrer muslimischen Dogmas und muslimischer Ignoranz“ (Ibn Warraq: „Warum ich kein Muslim bin“; S. 399).

    Auch hier kann es klärend sein, wenn man zunächst einen Blick auf das „Medina Modell“ wirft, das die Keimzelle und das Vorbild für das islamische Denken und Handeln bis heute ist. In einem Hadith berichtet Abu Sa`id al-Hudri von einem Gespräch, das Mohammed mit Frauen führte und bei dem er sagte:
    „`Ihr Frauen, ich rate euch, Almosen zu geben! Denn ich habe gesehen, dass die Mehrzahl der Höllenbewohner Frauen sind`. Die Frauen fragten ihn: `Wie kommt das, o Gesandter Allahs?` – `Frauen fluchen häufig und sind oft undankbar gegenüber ihren Ehemännern. Auch sah ich nie jemanden mit weniger Verstand und geringerer Religiosität als manche von euch! Und ihr könnt selbst einen einsichtigen Mann betören!` Die Frauen fragten: `Aber warum ist unsere Religiosität und unser Verstand mangelhaft, o Gesandter Allahs?` Er erwiderte: `Ist es nicht so, dass der Zeugenaussage einer Frau nur das halbe Gewicht derselben eines Mannes zukommt?` – `Doch, natürlich!` – `Der mangelnde Verstand der Frauen ist der Grund dafür! Und ist es nicht so, dass eine Frau während ihrer Menstruation nicht betet und nicht fastet?` – `Doch.` – `Das ist die mangelhafte Religiosität der Frauen.`“

    Was an dieser Aussage betroffen macht, ist nicht nur die Ansicht, dass die Frau dem Manne im rechtlichen Sinne nicht gleichgestellt ist, sondern dass sie in ihrer Existenz minderwertig veranlagt ist. Allah selbst hat ihr doch den Verstand und die Monatsblutung zugeteilt, durch die sie nach diesen Angaben häufiger in die Hölle kommt.
    Diese von Allah minderwertig angelegte Wesen darf der Mann auch schlagen, wie es im Koran steht und Mohammed vorgemacht hat, denn er schlug seine Frauen, auch wenn das immer wieder, so auch von Ayyub Axel Köhler, bestritten wird. Bei Sahih Muslim ist zu lesen: „Er (Mohammed) schlug mich (Aisha) auf den Rücken, was mir Schmerzen bereitete, und sagte: `Glaubst du, dass Allah und sein Apostel (Mohammed) dich ungerecht behandeln würde?`“ (Sahih Muslim, Buch 4, Hadith 2127).
    Damit erfüllte er Allahs Wille, der nach Sure 4 Vers 34 (nach Max Henning) lautet: „Schlagt sie“.

  12. Helmut Zott Says:

    Weithin bekannt sind auch die schlimmen Sprüche Alis (600-661 n. Chr.), des Vetters des Propheten und vierten Kalifen, die sicher nicht im Widerspruch zu den Offenbarungen Allahs und dem Denken seines Gesandten stehen: „Die Frau ist insgesamt ein Übel, und das Schlimmste ist, dass man sie braucht! Nie sollte man eine Frau um Rat fragen, denn ihr Rat ist wertlos. Verstecke sie, so dass sie keine anderen Männer zu Gesichte bekommt“.

    In gleichem Sinne äußerte sich vierhundert Jahre später der schon erwähnte, im Islam hoch geehrte Philosoph Al Ghazali, der in seiner „Wiederbelebung der Wissenschaften von der Religion“ (zitiert nach Ibn Warraq: „Warum ich kein Muslim bin“; S. 406), schreibt:
    „Sie (die Frau) soll nicht oft ausgehen; sie darf nicht allzu gut informiert sein. (…) Ihre Arglist ist grenzenlos, ihr Schaden verderblich; sie (die Frauen) sind unmoralisch und von kleinlicher Gesinnung“.

    Man kann diese Denkweise, wie sie auch im folgenden Hadith zum Ausdruck kommt, nur als pathologisch bezeichnen: „Drei Dinge unterbrechen das Gebet, wenn sie vor dem Betenden vorbeigehen: ein schwarzer Hund, eine Frau und ein Esel“.

    Da zeigt sich etwas Krankhaftes, eine Phobie vor Unreinheit, zu der neben der Angst, sich durch Ungläubige zu beschmutzen, auch die Wahnvorstellung gehört, die Erde vom Schmutz der Ungläubigen reinigen zu müssen. Und es zeitigt auch so perverse Formen, wie die absurde Fatwa von Mufti Attiya Sakar aus neuerer Zeit. Dieser verfügte, dass den von muslimischen Männern schwangeren Christinnen, die vor der Geburt gestorben sind, vor ihrem Begräbnis, zunächst der muslimische Fötus aus dem Leib geschnitten werden muss, um beide getrennt zu begraben. Damit soll verhindert werden, dass die islamische Friedhofserde verunreinigt und entweiht wird.

  13. Helmut Zott Says:

    In der Tat ist für eine Muslima „die Ehe konkret die vertragliche Veräußerung ihrer Sexualität. Während der Laufzeit des Vertrages hat sie die Bedürfnisse ihres Mannes zu befriedigen und sich seinen Launen zu fügen. Beim geringsten Ungehorsam ihrerseits läuft sie Gefahr, den Zorn ihres Mannes zu erregen, der das Recht hat, sie zu schlagen, auszupeitschen oder zu verstoßen“.
    Mit diesem Hinweis in seinem Buch „Gabriels Einflüsterungen“ (S. 250) berührt Jaya Gopal den wunden Punkt im islamischen Eheverständnis.

    Im gleichen Sinne, allerdings in der Ausdrucksweise noch deutlicher, schreibt Ram Swarup:
    „Betrachten wir die Kommentare der Hidaya (islamischer Rechtskommentar) hinsichtlich der so genannten Morgengabe, so finden wir hier Begriffe aus der Terminologie des Kaufmanns: Entgelt bzw. Lohn, Erwerb und Veräußerung. Es heißt, dass der Leib der Frau oder – in der unverblümten Sprache der Juristen – ihre Geschlechtsteile (bo´oz) die ´Gegenleistung für das Brautgeld` oder den `Gegenstand des Ehekontrakts` darstellen; mit der Eheschließung hat die Frau das Recht auf ihre `Morgengabe`; mit dem Vollzug der Ehe (d.h. des Geschlechtsaktes) gilt die Leistung der Frau, also die Zurverfügungstellung ihres Körpers, d.h. ihrer Geschlechtsteile, als erbracht, und damit hat sie das Anrecht auf die Auszahlung der Vergütung, des Brautgeldes, erworben“ (zitiert nach Jaya Gopal: „Gabriels Einflüsterungen“; S. 272).

    Erschreckend für westliches und christliches Empfinden ist, dass die Ehe, nach diesen Aussagen, im Prinzip eine institutionalisierte Prostitution durch Vertrag darstellt. Ob man darüber hinaus noch zu Allah betet und seinen Segen erfleht oder nicht, ist dabei belanglos. Der Kaufvertrag und die Entmündigung der Frau sind das eigentliche Skandalon, zumal der Muslima das Recht verweigert wird, den Vertrag rechtskräftig zu unterschreiben, als auch die Freiheit entzogen wurde, sich ihren Ehemann selbst zu wählen.

    Eine selbstbestimmte Heirat wird perverserweise als „Unzucht“ verurteilt: „Eine Unzüchtige ist die, die selbst heiratet“ (Mishkat-ul-Masabih 27,42). „Aischa berichtete, dass der Prophet sagte: ´Eine Frau, die selbst ohne die Erlaubnis ihres Vormunds heiratet, deren Ehe ist null und nichtig, null und nichtig, null und nichtig`“.

    Den Rangunterschied zwischen Mann und Frau kann man kaum deutlicher zum Ausdruck bringen, als es Mohammed selbst mit den folgenden Worten getan hat:
    „Wäre mir aufgetragen worden, jemandem zu gebieten, sich vor einem anderen als Allah zu verneigen, so hätte ich gewiss den Frauen geboten, sich vor ihren Männern zu neigen. (…) Eine Frau kann ihre Pflichten gegen Allah nicht erfüllen, bevor sie nicht zuerst die Pflicht erfüllt hat, die sie ihrem Manne schuldet“ (Ibn Warraq: „Warum ich kein Muslim bin“; S. 425).

  14. schariagegner Says:

    Sehr geehrter Herr Zott,

    herzlichsten Dank für die Zitate, wir werden sie im Sinne der Universalität der Menschenrechte, der freiheitlich demokratischen Gesellschaft und der Zukunft unserer Kinder zu nutzen wissen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Netzwerk Schariagegner

  15. Cees van der Duin Says:

    Auch heute liefert uns Helmut Zott ganz wichtige Informationen über den echten Islam – und die postmoderne Schulministerin Sylvia Löhrmann aus Düsseldorf hat nichts dagegen, dass Koransuren und Hadithsprüche in unsere Klassenzimmer Einzug halten. Wer Allahs Wort (Koran) oder das Verhalten des vollkommenen Geschöpfes (Mohammed) kritisiert, muss, inschallah, für immer in der Hölle brennen, und gefährdet auf Erden in Bälde seine schulischen Zeugnisnoten.

    – Überlieferung (Hadith)

    Muslim (4:2127) – Muhammad struck his favorite wife, Aisha, in the chest one evening when she left the house without his permission. Aisha narrates, „He struck me on the chest which caused me pain.“

    Muslim (9:3506) – Muhammad’s father-in-laws (Abu Bakr and Umar) amused him by slapping his wives (Aisha and Hafsa) for annoying him. According to the Hadith, the prophet of Islam laughed upon hearing this.

    Abu Dawud (2141) – „Iyas bin ‘Abd Allah bin Abi Dhubab reported the Apostle of Allah (may peace be upon him) as saying: Do not beat Allah’s handmaidens, but when ‘Umar came to the Apostle of Allah (may peace be upon him) and said: Women have become emboldened towards their husbands, he (the Prophet) gave permission to beat them.“ At first, Muhammad forbade men from beating their wives, but he rescinded this once it was reported that women were becoming emboldened toward their husbands. Beatings are sometimes necessary to keep women in their place.

    Abu Dawud (2142) – „The Prophet (peace be upon him) said: A man will not be asked as to why he beat his wife.“

    – zeitgenössische Theologen

    der Mann darf seine Frau nicht schlagen, es sei dennSheikh Yousef al-Qaradhawi, one of the most respected Muslim clerics in the world, once made the famous (and somewhat ridiculous statement) that „It is forbidden to beat the woman, unless it is necessary.“

    wenn situativ angemessen, ist dem Mann die anwendung physischer Gewalt gegen seine Ehefrau gestattet:

    Dr. Muzammil Saddiqi, the former president of ISNA (the Islamic Society of North America), a mainstream Muslim organization, says it is important that a wife „recognizes the authority of her husband in the house“ and that he may use physical force if he is „sure it would improve the situation.“

    http://www.thereligionofpeace.com/Quran/003-wife-beating.htm

  16. Thilo Says:

    Wife Beating in Islam

    http://wikiislam.net/wiki/Wife_Beating_in_Islam

  17. Cees van der Duin Says:

    Hirn oder Volkssouveränität war gestern, in der überirdisch lächelnden Expertokratie kommt die Fatwa ich meine das Gutachten:

    „Der hessische CDU-Schulexperte Irmer dagegen dürfte nicht gerne hören, dass auch Hahn christlichen und islamischen Religionsunterricht in einem Atemzug nennt. Er hatte der „FNP“ gesagt, im bekenntnisorientierten Islamunterricht würden Grundlagen geschaffen, die in Koranschulen verfeinert würden. …

    Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) will demnächst jene Gutachten vergeben, die darüber entscheiden, ob muslimische Verbände als nötige Partner dafür in Frage kommen.“

    http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&key=standard_document_42699694

    Auch in Hessen also hat es in der letzten Septemberwoche Diskussionen um den Islamischen Religionsunterricht (IRU) gegeben. Bekannte CDU-Leute sollen sich endlich hörbar gegen den IRU ausgesprochen haben. Leider sind keine Namen genannt (mit der Hörbarkeit von Kritik ist das beim Thema Islam ja immer so eine Sache). Das Thema Nein zum IRU ist der WELT zu heiß, weshalb der Liberale als Ölinsfeuergießer zum symbolischen Abschuss freigegeben wird:

    „Prominente CDU-Politiker hatten in den vergangenen Tagen die Einführung eines Islam-Unterrichts abgelehnt.“

    Hessens FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn will den IRU.

    Der IRU darf nicht kommen, weil der ZMD, nicht zuletzt über die IGD, reinstes Muslimbrüderdenken (Yūsuf al-Qaraḍāwī) vertritt und der von der Millî Görüş beherrschte Islamrat die schariatreuen, antikurdischen und antisemitischen Lehren des ‚Neo-Osmanen‘ Necmettin Erbakan (Erdoğan, Gül und Davutoğlu sind natürlich nicht minder Millî-Görüş-bewegt; irgendwann wird, nach 25 Jahren erfolgreicher Unterwanderung, DIYANET bzw. DITIB als die andere Medaillenseite von AKP bzw. IGMG sichtbar werden, einstweilen lebt man arbeitsteilig nach der Verhörtechnik good cop, bad cop).

    Böser Pierre Vogel, guter Zentralrat (ZMD) bzw. böser IGD (deutscher Zweig der MB), guter Benjamin Idriz ist natürlich auch nichts anderes als das von der Scharialobby inszenierte Guter Bulle, böser Bulle; beim islambeschwichtigen Flunkern erwischte deutsche Politiker murmeln dann bekanntlich etwas von „es gibt ja auch demokratische Islamisten.“

    http://www.welt.de/print/welt_kompakt/frankfurt/article13625546/Islam-Unterricht-FDP-Chef-giesst-Oel-ins-Feuer.html

    Guter Bulle, böser Bulle

    http://de.wikipedia.org/wiki/Guter_Bulle,_b%C3%B6ser_Bulle

  18. Idee Schule Says:

    LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN
    15. Wahlperiode
    Drucksache 15/2767
    06.09.2011

    Gesetzentwurf
    der Fraktion der CDU,
    der Fraktion der SPD und
    der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Gesetz zur Weiterentwicklung der Schulstruktur in Nordrhein-Westfalen (6. Schulrechtsänderungsgesetz)

    A Problem
    Das nordrhein-westfälische Schulsystem ist bereits seit Jahrzehnten mit zwei grundlegenden gesellschaftlichen Phänomenen konfrontiert:

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-2767.pdf

    Anhörung

    des Ausschusses für Schule und Weiterbildung

    und des Ausschusses für Kommunalpolitik

    „Gesetz zur Weiterentwicklung der Schulstruktur in Nordrhein-Westfalen (6. Schulrechtsänderungsgesetz)“

    Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU, der SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Drucksache 15/2767

    am 4. Oktober 2011
    10.00 Uhr, Plenarsaal

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MME15-444.html

    :::
    :::

    LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN
    15. Wahlperiode
    Drucksache 15/2768
    06.09.2011

    Gesetzentwurf
    der Fraktion der CDU,
    der Fraktion der SPD und
    der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Gesetz zur Änderung der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen

    A Problem
    Die Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen enthält unter dem Oberbegriff der Volksschule eine institutionelle Garantie der Schulform Hauptschule als eigenständigen Bildungsgang.

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-2768.pdf

    :::

    28. Sitzung (öffentlich)
    des Ausschusses für Schule und Weiterbildung
    am Dienstag, dem 04. Oktober 2011,
    nachmittags, 13.30 Uhr bis max. 16.30 Uhr,
    Plenarsaal

    Landtag Nordrhein-Westfalen
    Platz des Landtags 1
    40221 Düsseldorf

    Gemäß § 52 Abs. 1 der Geschäftsordnung des Landtags berufen wir die Ausschüsse ein und setzen folgende Tagesordnung fest:

    Tagesordnung

    Gesetz zur Änderung der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen

    Gesetzentwurf der Fraktion der CDU, der Fraktion der SPD und
    der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Drucksache 15/2768

    Stellungnahmen werden erwartet

    – öffentliche Anhörung –

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MME15-445.html

    :::
    :::

    29. Sitzung (öffentlich)
    des Ausschusses für Schule und Weiterbildung

    am Mittwoch, dem 12. Oktober 2011,

    morgens, 10.00 bis maximal 12.15 Uhr, Raum E 3 – D 01

    Tagesordnung

    1.

    Gesetz zur Weiterentwicklung der Schulstruktur in Nordrhein-Westfalen (6. Schulrechtsänderungsgesetz)

    Gesetzentwurf
    der Fraktionen der CDU, der SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Drucksache 15/2767

    in Verbindung mit

    Gesetz zur Änderung der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen

    Gesetzentwurf
    der Fraktionen der CDU, der SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Drucksache 15/2768

    – Abstimmung gemäß Vereinbarung der Fraktionen –

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MME15-450.html

  19. Jacques Auvergne Says:

    06.05.2011, Rusen Tayfur:

    Als „Meilenstein zur Verwirklichung von Grundrechten und für mehr Integration“ bezeichnete Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) das gestern bei einer Tagung über Inhalte und Zielrichtung des Faches an der Uni Münster, wo die passenden Lehrkräfte künftig ausgebildet werden sollen. Während die rot-grüne Landesregierung ihre Zusammenarbeit mit dem Koordinationsrat der Muslime (KRM) als großen Durchbruch feiert, entzündet sich genau daran scharfe Kritik.

    Besonders laut erhebt sich die Stimme der Alevitischen Gemeinde Deutschland. Ihr zweiter Vorsitzender Ali Ertan Toprak meint: Der Dachverband, der die vier größten islamischen Organisationen vereint, erfülle nicht die rechtlichen Voraussetzungen, um als Gesprächspartner in Frage zu kommen. Aus diesem Grund will das Land sich mit der Hilfskonstruktion eines Beirates behelfen – wofür zunächst das Schulgesetz geändert werden muss. Toprak kritisiert: „Wenn es keinen Ansprechpartner gibt, kann der Staat sich keinen basteln.“

    Auch an der inhaltlichen Ausrichtung des KRM gibt es Zweifel. „Es gibt dort erzkonservative, fundamentalistische und nationalistische Strömungen“, sagt Toprak.

    http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Scharfe-Kritik-an-Islamunterricht-in-NRW-Schulen-id4618894.html

  20. IRU: Löhrmanns Beiratsmodell stoppen Says:

    08.07.2011
    Von Claudia Keller.

    [Der Islam kommt in die Schule

    Die ersten Bundesländer wollen Religionsunterricht für Muslime anbieten. Aber Lehrer und Professoren fehlen. Und ob an deutschen Unis künftig wirklich ein kritischer „Euro-Islam“ entwickelt wird, ist völlig offen.]

    Ab Schuljahr 2012/13 wollen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen als erste Bundesländer flächendeckend Islamunterricht einführen. Das neue Fach soll nicht nur Wissen vermitteln und in die Glaubenspraxis einführen, sondern Toleranz fördern, „Brücken bauen“ und dazu beitragen, „das Anderssein der anderen anzuerkennen“, wie es die nordrhein-westfälische Bildungsministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) ausdrückt. …

    Wie an die Islamlehrer, so werden auch an die künftigen islamischen Theologen riesige Erwartungen gestellt: Sie sollen den Islam modernisieren, einen spezifisch europäischen Islam produzieren und die Integration der hier lebenden Muslime vorantreiben. …

    Viele Politiker hoffen, dass die neuen Islamgelehrten aufklärerischen Wind in die Moscheevereine bringen und sie modernisieren. Aber ob die Verbände die hier ausgebildeten Theologen übernehmen, ist nicht ausgemacht. Den einen werden sie vermutlich zu liberal sein, die anderen fürchten hohe Kosten. … „Wenn wir die hier ausgebildeten Theologen einstellen, werden wir sie selbst bezahlen müssen“, sagte ein Vereinsvorsitzender. „Woher sollen wir das Geld nehmen? Vom deutschen Staat werden wir wohl nichts bekommen.“

    http://www.tagesspiegel.de/wissen/der-islam-kommt-in-die-schule/4369700.html

  21. IRU - Löhrmanns Beiratsmodell stoppen Says:

    Zaubermittelchen IRU gegen Extremismus! Leider ist das Islamische Recht durch und durch extremistisch. Und die KRM-Verbände, mit denen Sylvia Löhrmann zwischen dem 9. November 2010 November und dem 22. Februar 2011 schamanisch ‚auslotete‘ und ekstatisch ‚vereinbarte‘, möchten sich nicht von den Wurzeln des grundrechtswidrigen Schariagesetzes trennen. Ob Muslimbrüder und Milli-Görüs-Hardliner den KRM bzw. sein nahes Umfeld bereichern, wil die NRW-Schulministerin nicht diskutieren. Aber egal, der IRU muss her:

    08.07.2011
    Von Claudia Keller.

    [Der Islam kommt in die Schule

    Die ersten Bundesländer wollen Religionsunterricht für Muslime anbieten. Aber Lehrer und Professoren fehlen. Und ob an deutschen Unis künftig wirklich ein kritischer „Euro-Islam“ entwickelt wird, ist völlig offen.]

    Ab Schuljahr 2012/13 wollen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen als erste Bundesländer flächendeckend Islamunterricht einführen. Das neue Fach soll nicht nur Wissen vermitteln und in die Glaubenspraxis einführen, sondern Toleranz fördern, „Brücken bauen“ und dazu beitragen, „das Anderssein der anderen anzuerkennen“, wie es die nordrhein-westfälische Bildungsministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) ausdrückt. …

    Wie an die Islamlehrer, so werden auch an die künftigen islamischen Theologen riesige Erwartungen gestellt: Sie sollen den Islam modernisieren, einen spezifisch europäischen Islam produzieren und die Integration der hier lebenden Muslime vorantreiben. …

    Viele Politiker hoffen, dass die neuen Islamgelehrten aufklärerischen Wind in die Moscheevereine bringen und sie modernisieren. Aber ob die Verbände die hier ausgebildeten Theologen übernehmen, ist nicht ausgemacht. Den einen werden sie vermutlich zu liberal sein, die anderen fürchten hohe Kosten. … „Wenn wir die hier ausgebildeten Theologen einstellen, werden wir sie selbst bezahlen müssen“, sagte ein Vereinsvorsitzender. „Woher sollen wir das Geld nehmen? Vom deutschen Staat werden wir wohl nichts bekommen.“

    http://www.tagesspiegel.de/wissen/der-islam-kommt-in-die-schule/4369700.html


    Dem 22.02.2011 ging ein zu höchster Eile und absolutem Gehorsam verpflichtender Befehl aus Berlin voraus. Schariafreund Mathias Rohe ist beim Thema Islam nie weit, doch war es der deutsche Innenminister Thomas de Maizière, der am 15.02.2011 auf der DIK den irgendwie ungemütlichen Islam mit noch mehr Islam demokratieverträglich und im schulischen Klassenzimmer zu bändigen wünscht.

    15.02.2011,
    Von Claudia Keller:

    Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich für eine schnelle flächendeckende Einführung von Islamunterricht als ordentliches Schulfach ausgesprochen. „Wir brauchen Islamunterricht an deutschen Schulen. Wir brauchen ihn möglichst bald“, sagte der CDU-Politiker am Montag auf einer Tagung zum Thema „Islamischer Religionsunterricht in Deutschland“. Die Tagung wurde im Rahmen der Deutschen Islam-Konferenz organisiert, der de Maizière vorsitzt, und fand im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg statt.

    In den Bundesländern sollten dieses Jahr, spätestens aber nächstes Jahr entsprechende Vereinbarungen geschlossen werden“, sagte de Maizière.

    Derzeit besuchten rund 700 000 muslimische Kinder deutsche Schulen. Könnte ihnen ein islamischer Religionsunterricht angeboten werden, wäre dies ein wichtiger Beitrag zur Integration und eine „wirksame Immunisierung“ gegen den Extremismus, sagte der Bundesinnenminister. …

    Als Übergangslösung sollten die Länder mit den islamischen Organisationen kooperieren, „die auf dem Weg zur Anerkennung als Religionsgemeinschaft im rechtlichen Sinne sind“, sagte de Maizière. Von den muslimischen Kooperationspartnern erwarte man im Gegenzug, dass sie innerhalb einer „absehbaren Frist“ die Merkmale einer Religionsgemeinschaft erfüllen. Bis wann dies der Fall sein soll, wollte der Bundesinnenminister nicht sagen. …

    Auch Mathias Rohe von der Universität Erlangen, der die rechtliche Stellung des Islam in Deutschland erforscht, freute sich über die Kooperationsbereitschaft muslimischer Verbände.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/de-maiziere-mahnt-bei-islamunterricht-zur-eile/3834848.html

  22. Löhrmanns IRU-Beirat ist illegal Says:

    :::

    Auf dem Irrweg zum deutschen „Staats-Islam“

    Was Katholiken und Protestanten zusteht, sollen muslimische Schüler in NRW auch bekommen: Religionsunterricht als Regelfach. Aber Experten haben starke Gegenargumente.

    Von Hermann Horstkotte
    26.09.2011

    Anderen aber erscheint die Übergangsregelung schon zu weitgehend und sogar verfassungswidrig, wie sich während der Expertenanhörung im Landtag herausstellte. Die Fraktionen hatten vor allem Juristen eingeladen. …

    So erklärte beispielsweise das Katholische Büro der Bischöfe klipp und klar und im Prinzip unwidersprochen: Wer (noch) keine Religionsgemeinschaft ist, kann auch (noch) keinen im Grundgesetz verbürgten Religionsunterricht verlangen und keine Lehrer damit „bevollmächtigen“. Schon mal so tun, als ob, das sei ein gewagtes Spiel mit der Verfassung. Auch wenn der Lehrplan nun Religionsunterricht vorsehe, handele es sich trotzdem von Rechts wegen um nichts anders als „staatlichen Islamunterricht“, sagt der katholische Kirchenrechtler. Dafür könne der Staat sich beliebige Kooperationspartner aussuchen. Diese Organisationen haben dann aber – anders als die Amtskirchen – keine Grundrechte gegenüber dem Staat, der kann ihnen höchstens Mitwirkungsrechte im Schulunterricht einräumen.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2011-09/islam-unterricht-nordrhein-westfalen

    Der Münchener Rechtsprofessor Christian Walter warnt unmissverständlich: „Unter dem Grundgesetz ist es ausgeschlossen, dass sich der Staat über den Beirat einen ihm genehmen Staats-Islam schafft.

    Die muslimischen Kooperationspartner sollen außerdem laut Gesetzentwurf „eigenständig und unabhängig“ sein. Gerade das ist aber beim größten Verband, der Türkisch Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB), nicht der Fall. Denn die DITIB ist staatlich und untersteht dem türkischen Ministerpräsidenten. Der Ableger in Deutschland wird von der türkischen Botschaft in Berlin gesteuert. Das bemängeln deutsche Religionslehrer und der langjährige Lehrplanentwickler Klaus Gebauer. Gebauer hält die Mitwirkung der DITIB, dem verlängerten Arm einer ausländischen Macht, für grundgesetzwidrig. Etwa ein Viertel aller Muslime an Rhein und Ruhr werden von der DITIB vertreten. …

    Jedenfalls sehen FDP und Linke den Gesetzentwurf auf dem Weg zum deutschen Staats-Islam heute noch skeptischer als vor der Anhörung. Bei CDU, SPD und Grünen herrscht eher betretenes Schweigen. Mehr soll man erst „zu gegebener Zeit“ erfahren.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2011-09/islam-unterricht-nordrhein-westfalen/seite-2

    :::

  23. Ghareeb Tool Says:

    Man will die ungleich behandelnde (diskriminierende) Scharia mit ihrer religiösen Schleierpflicht integrieren. Die Rechtsspaltung elitär offenbar gewünscht, die GRÜNE Landtagsabgeordnete Asch etwa parlierte mit Maryam Brigitte Weiß und saß in der Arbeitsgruppe Islam-Dialog.


    Landtag NRW 2005-2010
    Ausschüsse

    Parlamentarische Arbeitsgruppe Islam-Dialog

    Übergeordneter Ausschuss: Generationen, Familie und Integration
    Auf Grund eines Antrags aller vier Landtagsfraktionen im Februar 2006 besteht die „Parlamentarische Arbeitsgruppe eines geregelten Dialogs mit einer Vertretung der in Nordrhein-Westfalen lebenden Bürgerinnen und Brügern muslimischen Glaubens“.
    Aufgabe dieser Arbeitsgruppe ist die Erarbeitung eines Entwurfs, welche Kriterien eine Vertretung der Muslime erfüllen muss, um als Dialogpartner die Interessen der Glaubensgemeinschaft in NRW zu vertreten. Unterstützung findet die Arbeitsgruppe beim Integrationsbeauftragten der Landesregierung.

    Mitglieder

    Michael Solf
    CDU
    Rhein-Sieg-Kreis IV
    Vorsitzender

    Britta Altenkamp
    SPD
    Essen III
    Stellv. Vorsitzende

    Andrea Ursula Asch
    GRÜNE
    Köln VII

    Dr. Ute Dreckmann
    FDP
    Bochum III – Herne II

    http://www.abgeordnetenwatch.de/parlamentarische_arbeitsgruppe_islam_dialog-729-370.html

    Frage an die Abgeordnete Asch vom 31.05.2010

    „(…) können Sie mir erklären, warum sich die Grünen in ihrem Wahlprogramm für muslimischen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen, unter deutscher Schulaufsicht einsetzen und nicht für eine Abschaffung des konfessionellen Religionsunterrichtes an öffentlichen Schulen überhaupt und dessen Ersetzung z.B. durch ein Fach Religionskunde, in dem alle Schüler mit allen Religionen vertraut gemacht werden? … Ebenso sind doch die meisten Muslime nicht in Islamverbänden organisiert. (…)“

    Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. (Stand: 04.10.2011)

    http://www.abgeordnetenwatch.de/andrea_ursula_asch-864-10888.html


    AK Grüne MuslimInnen Dialogreihe GRÜN trifft GRÜN # 9 Datum: Dienstag, 21. April 2009 (13.00 – 18.00 h) Ort: Heinrich-Böll-Stiftung Schumannstr. 8, 10117 Berlin-Mitte

    Augenblicklich gibt es ca. eine ¾ Million muslimischer Schülerinnen und Schüler in Deutschland – Tendenz steigend. An machen Schulen stellen diese nicht mehr eine Minderheit, sondern die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler dar.

    Einen geregelten islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache gibt es bisher dennoch nicht. …

    Die Frage bleibt also:

    Wer soll den islamischen Religionsunterricht längerfristig organisieren und beaufsichtigen?

    Wer bildet die Lehrkräfte aus?

    Welche integrative Leistung kann vom islamischen Religionsunterricht erwartet werden?

    14.10 h Teil I – Islamischer Religionsunterricht: Wozu?

    Impulsreferate:

    Maryam Brigitte Weiß, 1. stellv. Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in
    Deutschland (ZMD), Hilden

    Özcan Mutlu, Bildungspolitischer Sprecher Bündnis 90 / Die Grünen im Abgeordnetenhaus Berlin

    16.15 h Teil II – Islam in der Schule: Wie?

    Zur praktischen Umsetzbarkeit des islamischen Religionsunterrichts in der Schulpraxis

    Impulsreferate:

    Andrea Asch, Jugend-, Kinder- und Familienpolitische Sprecherin im
    Landtag NRW, Köln

    Havva Yakar, Islamwissenschaftlerin und Islamkundelehrerin, Bonn

    anschließend Diskussion

    18.00 h Abschluss

    Mit der Veranstaltungsreihe „GRÜN trifft GRÜN“ will die Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit der Muslimischen Akademie und dem AK Grüne MuslimInnen in Deutschland einen Beitrag zum politischen Dialog mit Musliminnen und Muslimen in Deutschland leisten und neue Wege des Dialogs und der Kooperation gehen.

    http://andrea-asch.de/nc/start/veranstaltungen/veranstaltungen/nachricht/naechste-stunde-islam-religionsunterricht-fuer-muslimische-schuelerinnen-und-schueler.html?cHash=3f9e7687be937ce3a70510374bd8d86f&sword_list%5B0%5D=islam


    02.05.2007 – Die Islamwissenschaftlerin Havva Yakar wendet sich gegen Pauschalurteile über Muslime in Deutschland. So sei es nicht gerechtfertigt, das Tragen eines Kopftuches als politisches Symbol oder Zeichen für Unterdrückung in der Familie zu werten, sagte Yakar. …

    Yakar: „Ich habe mir das ja lange überlegt, ob ich an der Islamkonferenz teilnehmen sollte. Ich hoffe schon, dass es letztendlich ein ernst gemeinter Dialog ist, der offiziell startet, und erhoffe mir auch konkrete Ergebnisse, die relevant sind für die gesamte Gesellschaft, also jetzt nicht nur für die muslimische Seite oder für die nichtmuslimische Seite. …

    Für mich steht das Kopftuch jetzt nicht für die Unterdrückung der Frau, das Kopftuch alleine, auf keinen Fall. Auf der anderen Seite können wir natürlich jetzt nicht vermuten, hinter jeder Kopftuchträgerin steckt eine politisch motivierte Frau. …

    Es hat im Großen und Ganzen, denke ich mir, schon funktioniert, aber wir müssen bestimmte Sachen noch mal überdenken, um einen Schritt weiter zu kommen. Ich glaube schon, dass die Bereitschaft da ist, aber wie schon gesagt, ich kann jetzt nicht für jeden sprechen, um Gottes Willen. Aber ich sehe der Sache schon optimistisch entgegen.“

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/620753/

  24. Widderhorn Says:

    :::

    WISSENSCHAFTSRAT (WR) und Schariaverherrlichung kennen wir bereits, hier eine überzeugende Warnung der säkularen GRÜNEN um Leute wie Paul Nellen:

    Grüne gegen Scharia
    12.7.2010

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/print/0017076

    Jörg Lau, was sonst, gab die mutigen Verfasser von Grüne gegen Scharia gemein der Lächerlichkeit preis

    http://blog.zeit.de/joerglau/2010/07/14/begegnung-bei-einer-islam-konferenz_4011

    Doch könnte der WR nun durch einen BILDUNGSRAT ergänzt werden, der das bildungsbezogene Kooperationsverbot Bund-Länder austricksen oder vielmehr ausschalten soll. Es ist zu befürchten, dass (wie beim WR) auch hier nicht die säkulare kulturelle Moderne, sondern die Islamisierung gestärkt wird, man kann aus der Ergriffenheit vielleicht bereits totalitäre Untertöne heraushören:

    »Wenn wir ihn mit wirklichen Kompetenzen ausstatten, könnte er ein exzellentes Modell sein, um wissenschaftlichem Sachverstand eine direkte politische Wirkung zu verleihen«, sagt Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. »Wir wissen alle, was zu tun ist, und doch passiert es allzu oft nicht.« Dieter Lenzen, Präsident der Uni Hamburg, sagt: »Der Bildungsrat könnte die nötige Autorität darstellen, auf die sich Bildungspolitiker beziehen würden, wenn sie auf den ersten Blick unpopuläre, aber notwendige Maßnahmen gegenüber den Wählern oder ihren eigenen Parteifreunden durchsetzen müssen.«

    http://www.zeit.de/2011/40/C-Bildungsrat/komplettansicht

    Charismatiker Lenzen und der Aktionsrat Bildung

    http://de.wikipedia.org/wiki/Aktionsrat_Bildung

    http://www.aktionsrat-bildung.de/index.php?id=72

    Am 23. Juni 2010 wurde die Akademie der Weltreligionen an der Universität Hamburg in Anwesenheit des Präsidenten der Universität Hamburg, Prof. Dr. Dieter Lenzen, sowie der Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach feierlich eröffnet.

    http://www.theology.de/theologie/theologiestudieren/akademie-der-weltreligionen.php

    Lenzen: „Zeitnah wird ein Lehrstuhl für islamische Theologie ausgeschrieben werden. Damit setzt Hamburg die Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Weiterentwicklung von Theologien sehr schnell um, ist den Empfehlungen sozusagen einen Schritt voraus.“

    http://www.verwaltung.uni-hamburg.de/pr/reden/2010-06-23.pdf

    Prof. Dr. Wolfram Weiße
    Direktor der Akademie der Weltreligionen

    Prof. Dr. Katajun Amirpur
    Professorin Islamische Studien

    http://www.awr.uni-hamburg.de/index.php/professorinnen.html

    http://www.awr.uni-hamburg.de/index.php/lehrveranstaltungenws1112/articles/id-41-65407-lernbereich-religion-seminar-c-islam-dialog-und-unterricht.html

    Widerspruch spürbar unerwünscht: „Die jüngsten Diskussionen über die Notwendigkeit der Einführung von islamischer Theologie bzw. Islamstudien an deutschen Hochschulen durch Wissenschaftsrat und Öffentlichkeit haben zu wegweisenden Konsequenzen geführt. Die Einrichtung von Zentren für islamische Theologie an deutschen Universitäten ist eine wissenschaftlich und gesellschaftlich zu begrüßende Maßnahme.“

    http://www.awr.uni-hamburg.de/index.php/ziele.html

    Und was wir gerne machen / das sind verbot`ne Sachen. Sylvia Löhrmann kann zaubern, jedenfalls fast.

    Schlappe für Rot-Grün: Gemeinschaftsschule in NRW gestoppt
    Von Thomas Kerstan 12. April 2011

    „Der rot-grünen Landesregierung von Nordrhein-Westfalen droht bei einem ihrer wichtigsten Vorhaben juristischer Schiffbruch. Nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Arnsberg sind die von Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) erteilten Genehmigungen für die neuen Gemeinschaftsschulen rechtswidrig. Das Gericht untersagte deshalb die Gründung einer Gemeinschaftsschule im sauerländischen Finnentrop.

    Löhrmann kündigte Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Münster an. «Wir teilen diese Rechtsauffassung nicht», sagte sie am Dienstag in Düsseldorf. Die Ministerin hatte im Rahmen eines Schulversuchs zum kommenden Schuljahr die Bildung von 14 Gemeinschaftsschulen genehmigt. In dieser neuen Schulform sollen alle Schüler mindestens bis zur sechsten Klasse gemeinsam lernen. Langfristig will Rot-Grün 30 Prozent aller Schulen in NRW in Gemeinschaftsschulen umwandeln.

    Das Verwaltungsgericht hält die Genehmigung lediglich durch eine Experimentierklausel im Schulgesetz für unzulässig. Die Finnentroper Schule sei «Teil einer systematischen, über punktuelle Projekte hinausgehenden Einführung einer neuen Schulform». Dafür sei ein «verfassungskonformes formelles Gesetz» erforderlich. Löhrmann sieht sich dagegen mit dem Schulversuch «auf der sicheren Seite».“

    http://blog.zeit.de/schulblog/2011/04/12/schlappe-fur-rot-grun-gemeinschaftsschule-gestoppt/

    Schwere Schlappe rot-grüne Schulpolitik in NRW

    Politik, 09.06.2011, DerWesten

    Schulministerin Löhrmann kündigte an, nun „mit Hochdruck an einer gesetzlichen Grundlage“ zu arbeiten. Die Kinder in Finnentrop müssen aber nun an der dortigen Haupt- oder Realschule angemeldet werden, die doch nicht aufgelöst werden. Von „politischer Stümperei“ sprach CDU-Oppositionschef Karl-Josef Laumann: Nach der Haushaltspolitik sei auch das zweite Kernprojekt von Rot-Grün vor Gericht gescheitert. Löhrmann müsse „ihren Versuch einer Schulreform am Parlament vorbei aufgeben“. FDP-Fraktionschef Gerhard Papke forderte die Landesregierung auf, nicht weiter mit der Schulbildung von Kindern „rechtswidrig herumzuexperimentieren“.

    Weitere Gemeinschaftsschulen dürfte es zumindest im Rahmen eines Schulversuchs nun vorerst nicht mehr geben.

    http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Schwere-Schlappe-rot-gruene-Schulpolitik-in-NRW-id4746748.html

    Prestigeobjekte sind unnötig, wo soll die mit Paragraphen, Verträgen und ‚ausgeloteten Vereinbarungen‘ jonglierende Ministerin mit all dem Prestige hin?

    Das illegale Beiratsmodell der Sylvia Löhrmann mit dem schariatreuen KRM (22. Februar 2011) ist nun ihr letzter Streich rechtswidrigen Herumexperimentierens. Möge er misslingen.

    Wir brauchen keine Islamisierung der deutschen Schule per Experimentierklausel.

    :::

  25. Karsten Hilchenbach Says:

    Rede der Ministerin für Schule und Weiterbildung
    des Landes Nordrhein-Westfalen,
    Sylvia Löhrmann MdL
    „Die Zukunft des islamischen Religionsunterrichts in NRW“
    Freitag, 6. Mai 2011

    „Sehr geehrte Frau Rektorin,
    sehr geehrter Herr Professor Khorchide,
    sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Kolleginnen und Kollegen,

    ich freue mich sehr, heute hier in Münster die Tagung zur Zukunft des islamischen Religionsunterrichts in NRW zu eröffnen. …

    Am 22. Februar diesen Jahres haben der Koordinationsrat der Muslime und ich nach drei sehr intensiven und konstruktiven Gesprächen eine gemeinsame Erklärung zur Einführung eines bekenntnisorientierten Islamunterrichts unterzeichnet. Das war ein großer Erfolg für alle Beteiligten!

    Ich sage es hier ganz deutlich: Diese Angelegenheit habe ich gleich nach meinem Amtsantritt zur Chefinnensache gemacht. Das Thema begleitet mich seit ich im Landtag bin, also seit gut 15 Jahren. Es war mein Ziel, nun endlich zu einem Ergebnis zu kommen.

    Die gemeinsame Erklärung sieht vor, dass dem Land ein Beirat als Ansprechpartner für die Einführung des islamischen Religionsunterrichts zur Seite steht.

    Dieser Beirat, in dem das Bekenntnis zum Ausdruck kommen soll, wird aus VertreterInnen der Muslime bestehen und von mir berufen werden. Dazu muss das Schulgesetz mit einem kleinen Passus geändert werden. Schon jetzt ist klar, dass der nordrhein-westfälische Landtag einen entsprechenden Gesetzesentwurf einbringen und sicherlich mit großer Mehrheit verabschieden wird. …

    Ich bin so froh über den erreichten Durchbruch, dass ich die ein oder andere Anfeindung gut aushalte und hoffe, dass nach dem zwischenzeitlich „zwischen den Stühlen sitzen“ auch mal wieder ein Sofa oder gar eine Wellnessliege bereitsteht.

    Mir geht es um die Kinder und Jugendlichen, die hier bei uns leben.“

    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Reden_MinisterinLoehrmann/06_05_2011_Islam_Unterricht.pdf

    ——
    ——

    Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

    es gibt Neues von der Schariafront im Hochschulbereich zwischen Sarajevo und Osnabrück, wir müssen etwas ausholen.

    Bekanntlich ist Mustafa Ceric Scheich bei Yusuf al-Qaradawi im muslimbrudernahen Europäischen Rat für Fatwa und Forschung (ECFR). Zwischen Großmufti Ceric und Islamprofessor Enes Karic (zeitweise LMU München) passt offensichtlich kein Blatt Papier, beide veröffentlichen bei der Córdoba-Foundation. Karic geht nicht zu den Schariagesetzen auf Distanz (Ceric will sie europaweit Familienrecht durchsetzen), sondern bringt Dialogfloskeln; ein Bekenntnis zur unbedingten Gültigkeit der AEMR wird wie zufällig umgangen.

    http://www.thecordobafoundation.com/attach/OP_Series03_July2011_08.pdf

    Karic kommt nach Osnabrück: Tagung 28.-29. Oktober:

    „900 Jahre al‐Gazâlî im Spiegel der islamischen Wissenschaften:
    Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland“

    Allein die unkritische, ja festlich-ehrerbietige Nennung des Ghazali ist eine Provokation. Der 1111 (vor genau neunhundert Jahren) Verstorbene war ein ‚Manager‘ des Staatsislams, und an al-Ghazali kommen theologisch noch nicht einmal die Salafisten vorbei. Uns Humanisten muss bei solchen Super-Theologen ein Ekel schütteln, denn ob al-Ghazali oder Ayatollah Chomeinei, beide wollten den Schariastaat – und die Zerstörung des wissenschaftlichen Denkens.

    Maha El Kaisy-Friemuth (Elkaisy-Friemuth) ist eine belgische Islamwissenschaftlerin und mag ja gründlich zur Geschichte forschen, müsste aber eigentlich die Bewohner der Neuzeit vor einer unreflektierten Integration mittelalterlicher Rechtsnormen in Hochschulunterricht bzw. Imamausbildung warnen; auch sie scheint so zu tun, als gäbe es keine Scharialobby.

    http://www.theo.kuleuven.be/page/researchers/1332/

    Dr. Halit Ünal aus dem türkischen Kayseri wird zu „al‐Gazâlîs Verständnis von Idschtihâd und Taqlîd“ erzählen, ob der türkische Professor aber zu einem anderen Islam aufruft und zu einer anderen Scharia als Milli Görüs oder die Muslimbrüder es tun, bleibt sein Geheimnis.

    Prof. Dr. Arnulf von Scheliha redet in Osnabrück natürlich auch über den Islam im allgemeinen und al-Ghazali im besonderen.

    Von Scheliha (Seite 145) wurde einst explizit zur Scharia befragt, wich aus („Einzelne Menschen benutzen aber die Politisierung der Religion“) und suggerierte damit, dass der eigentliche Islam harmlos sei. Im selben Text mahnte jemand vernünftig und überzeugend „Dieser politische Islam will die radikale Scharia für die Muslime in Deutschland, will sie auch hier unterdrücken. Einen Staat im Staat, abgeschottet und mit eigenen Regeln“, diese wichtige Warnung stammt von Mina Ahadi.

    http://books.google.de/books?id=BGHxjGvQiR8C&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

    Dr. Silvia Horsch (Berlin) darf ebenfalls in Osnabrück auftreten – ein besonderer Skandal. Horsch ist eine Konvertitin und einflussreiche junge Nachwuchs-Islamistin, die dem Gedankengut der revolutionären Muslimbrüder nicht fern steht, wie man ihren Webseiten al-sakina.de und nafisa.de unschwer entnehmen kann. Die Kopftuch-Aktivistin (was heißt Kopf, der ganze Körper ist zu bedecken, zu verschleiern) wittert Islamophobie bei den deutschen Nichtmuslimen, deren: „Islambild“ „hauptsächlich von Vorurteilen und unzulässigen Verallgemeinerungen geprägt ist.“

    http://www.islamische-zeitung.de/?id=12207

    2008 sprach Horsch auf der Islamwoche Berlin

    http://www.dzemat-oberhausen.de/index.php/deutsch/islam-allgemein/350-der-islam-eine-europaeische-tradition-silvia-horsch

    veröffentlich auch bei der bosnischen Dschemat Oberhausen, wo Kinder genau so (siehe Foto) gekleidet sein müssen, damit sie auf ewig zum himmlischen Schöpfergott und nicht in die Feuergrube kommen

    http://www.dzemat-oberhausen.de/index.php/foto-galerije/category/4-zavrni-ispiti-u-mektebu-17-07-2011-god

    ‚Nafisa‘ sind die gottesfürchtigen Frauen Nina Mühe, Dr. Silvia Horsch, Kathrin Klausing, deren Haarfarbe für uns Unbefugte ein Geheimnis bleibt

    http://www.nafisa.de/ueber-uns/ueber-uns-die-autorinnen/

    Nafisa verlinkt zur GMSG, wo Sabiha El-Zayat aktiv ist und wo Murad Wilfried Hofmann und Tariq Ramadan beworben werden.

    GMSG

    http://www.gmsg.de/

    Europas ranghöchste Muslimbrüder dürfen bei der GMSG Festreden halten: „Die Laudatio hielt Ibrahim El-Zayat.“

    http://www.gmsg.de/JAHRESTAGUNG/HAMBURG2/UNITY/unity.html

    „Dr. Murad W. Hofmann“; Für die barbarische osmanische Apartheid der Religionsvölker (juristisch herabgesetzte Dhimmis, echter alter Islam) schwärmt Bülent Ucar („Das Milletsystem im Osmanischen Reich hat letzlich den inneren Frieden zwischen den verschiedenen Religionen und Ethnien in einem Staat, der über 600 Jahre lang über drei Kontinente hin existiert hat, aufrechterhalten können.“); Amir Zaidan: „Integrative Aspekte des islamischen Religionsunterrichtes“

    http://www.gmsg.de/JAHRESTAGUNG/HAMBURG2/BERICHT2002/bericht2002.html

    Der Islam von Funktionären wie Dhimma-Bewunderer Murad Wilfried Hofmann und Top-Islamist Ibrahim El-Zayat ist offensichtlich auch der Islam von Silvia Horsch, die in Osnabrück zu „al‐Gazâlî als Mittler zwischen den Wissenschaften“ dozieren darf.

    Das und nichts anderes haben wir von den Islamischen Studien offensichtlich zu erwarten: Die ECFR-Muftis wie Mustafa Ceric sollen salonfähig gemacht werden.

    Gegen die vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung finanzierte und von Martina Blasberg‐Kuhnke und Rauf Ceylan verantwortete Tagung „900 Jahre al‐Gazâlî im Spiegel der islamischen Wissenschaften: Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland“ (Universität Osnabrück) sollte zeitnah, also noch im Oktober 2011, humanistisch-emanzipatorischer Protest hörbar werden,

    Karsten Hilchenbach

    ——

    Zur Information:

    Tagungsort: Schloss der Universität Osnabrück
    (Gebäude 11, Neuer Graben 29/Schloss D-49074 Osnabrück)

    http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/?page_id=57

    Anmeldung bis zum 16. Oktober, Tagungsgebühren: 30 € (10 € ermäßigt, für Studierende)

    http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/?page_id=30

    ——
    ——

  26. Edward von Roy Says:

    Prominente bekennende Ex-Muslime leben weltweit im Untergrund, auch in unseren Städten. Europa droht in ein Gefüge ethnoreligiöser Kollektive zu zerfallen, bei der die Religion des Vaters oder Großvaters den Lebensweg des Kindes bestimmen wird und islamische Autoritäten (nebst Imam-Eheschließung und schariatreuer Konfliktberatung) zunehmend eine Art paralleler Justiz erschaffen.

    Das Grundgesetz richtet sich an den Staatsbürger, nicht an den Religionsangehörigen. Moderne (emanzipatorische) Pädagogik richtet sich an das Individuum, nicht an das Christenkind, Heidenkind oder Muslimkind.

    Kein Imam ruft dazu auf, den laut Koran garantierten Verbleib entweder in der Feuergrube oder im Paradiesgarten nicht wortwörtlich zu verstehen. Und so darf die preisgekrönte Vorzeigepädagogin Lamya Kaddor unwidersprochen donnern: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“ Machtgeile christliche Kleriker reiben sich die Finger und hoffen auf Wiederkehr sprichwörtlicher Herrschaftszeiten.

    Bevor die Republik aus der (gerade erst betretenen) kulturellen Moderne wieder in verstaatlichte Magie bzw. Stammeskultur zurückfällt, hat sich auch das deutsche Bildungssystem eher auf das französische Modell hin zu entwickeln, weniger auf das britische.

    Weil laut Scharia Mädchen und Frauen anders nackt sind als Jungen und Männer, nämlich nackter, ist die Bedeckung (Hidschab, verkürzt genannt und genäht Kopftuch) eine zentrale Frage: Jungen und Männer tragen keinen religiösen Schleier – dafür gibt`s religiös gebilligt außerehelichen Sex und vielleicht auch eine Zweitfrau. Das ist kein Islamismus, sondern echter alter Islam.

    Mufti Cemali Meco aus dem nordgriechischen Komotiní („sein Amtsgebäude im Zentrum der Stadt ist zugleich Standesamt und Friedensgericht, zuständig für etwa 60 000 Muslime“) kennt Allahs Religion und verheiratet zwölfjährige oder elfjährige Mädchen nach der Scharia (das islamische Recht), die mit Ehemann und schwanger in Düsseldorf auftauchen.

    http://www.welt.de/print-welt/article495796/Das_verheiratete_Kind.html

    http://www.express.de/duesseldorf/unglaublicher-fall-zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby,2858,705568.html

    Der preisgekrönte (schon wieder; durch Schäuble bzw. Eugen-Biser-Stiftung) Großmufti Mustafa Ceric („opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law“) ist Scheich im European Council for Fatwa and Research (ECFR) unter Scheich Yusuf al-Qaradawi. ECFR und französisches IESH (Château-Chinon, Scharialehrstätte der europäischen Muslimbrüder) haben keinen anderen Islam im Angebot als jene Gottesfürchtigen Damen und Herren von IGD bzw. ZMD, mit denen Frau Löhrmann aus Solingen so gerne Beiratsmodelle ‚auslotet‘ und ‚vereinbart‘.

    http://blog.zeit.de/joerglau/2006/12/01/erklarung-der-europaischen-muslime_62

    Wahrscheinlich ist bald der v. a. islamische, aber zunehmend auch christliche (vgl. US-amerikanische Christliche Rechte; Stichwort Kreationismus; Papst im Bundestag) Gruppenzwang so hoch, dass Mehrheiten klar werden wird, dass auch die Kinderkopftücher aus dem Schulgebäude verschwinden sollten. Die kopftuchfreie Schule scheint mir ein hoffnungsvoller Weg zu sein, der notfalls eben auch gegen das von Muslimbrüdern und Milli-Görüs-Bewegten kraftvoll beanspruchte Gebot der „Bedeckung“ des weiblichen Körpers zu bahnen ist.

    Bis dahin wird ein Prozess der säkularen Bewusstseinsbildung eingesetzt haben müssen – auch bei unserer Ministerin für Schule und Weiterbildung, die keine Burka tragen möchte, aber 2008 anlässlich des festgestellten NRW-Lehrerinnenkopftuchverbots von einer „Diskriminierung des muslimischen Glaubens“ sprach.

    http://www.taz.de/!24480/

    IGD (verpackt als ZMD) und IGMG (etikettiert mit Islamrat) sind extremistische Organisationen, die keine Gewähr dafür bieten, dem umstrittenen Gesetzesentwurf zu entsprechen; vgl. Drucksache 15/2209 vom 21.06.2011, § 132 a (1) 2. „[Die Organisation muss eigenständig und unabhängig sein und die Gewähr dafür bieten,] die in Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz umschriebenen Verfassungsprinzipien, die dem staatlichen Schutz anvertrauten Grundrechte der Schülerinnen und Schüler sowie die Grundprinzipien des freiheitlichen Religions- und Staatskirchenrechts des Grundgesetzes zu achten.“

    Über Islamrat und ZMD prägen jene zwei einflussreiche Organisationen den Koordinationsrat, mit dem Sylvia Löhrmann das Land NRW dauerhaft über Seelsorge und Pädagogik diskutieren lassen will, IGD und IGMG:

    IGD: „Bereits 1960 gründete sich in der Bundesrepublik Deutschland die Islamische Gemeinschaft in Deutschland e. V. (IGD), die die mitgliederstärkste Organisation von Anhängern der MB [Muslimbruderschaft] in Deutschland ist. Die IGD hat ihren Sitz in dem von ihrem Vorsitzenden Ibrahim EL-ZAYAT geleiteten Islamischen Zentrum München (IZM). In den letzten Jahren entwickelte sich das Jahrestreffen der IGD zu einem zentralen Ereignis für Muslime, die der gewaltverneinenden Variante der islamistischen Ideologie nahe stehen.“

    http://www.verfassungsschutz.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=12328&article_id=54221&_psmand=30

    IGMG: „Zwei Grundzüge prägen heute die Weltanschauung der IGMG: ein spezifischer türkischer Nationalismus sowie eine ideologisierte Interpretation des Islam. Kennzeichnend für die Zuordnung der IGMG zum islamistischen Extremismus ist die Ablehnung von Gewalt als Mittel zur langfristigen Durchsetzung ihrer politisch-ideologischen Zielvorstellungen.“

    http://www.verfassungsschutz.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=12327&article_id=54208&_psmand=30

    Vielleicht ist der KRM in hundert oder fünfzig Jahren demokratiefähig, schulreif, heute ist er es nicht. Apostasieverbot und Schleierzwang sind, vor Schulpflichtigen inbrünstig vorgetragen, im säkularen Rechtsstaat kein versetzungsrelevanter Lehrstoff. Der glaubwürdige Abschied von Sunnagehorsam und Schariapflichten muss daher von jedem erklärt werden, der im Staatsauftrag erziehen oder bilden darf. Hier bewegt sich der KRM bislang keinen Millimeter, Löhrmanns am 22.02.2011 zugesagter Beirat ist abzustoppen.

  27. Cees van der Duin Says:

    Sylvia Löhrmann und die Steinigung!

    Ministerin Löhrmann redet mit dem KRM, dem der ZMD angehört. Für das Ressort Pädagogik und Religionsunterricht (ausgerechnet!) bekleidet Frau Eva-Maria El-Shabassy eine herausgehobene Position im ZMD. Das spricht hoffentlich nicht für bekennenden Islamunterricht, eher schon für Scharia und Steinigung. Weiß Löhrmann denn nicht, wer El-Shabassy ist?

    EMMA: Die mit einem Ägypter verheiratete Aachener Grundschullehrerin Eva El-Shabassy, die seit 30 Jahren im Unterricht Kopftuch trägt, hatte in der Zeit vom 11. Dezember 2003 gewohnt unbefangen über ihr islamistisches Weltbild geplaudert. Der Ehebruch, sagte die Mutter einer Tochter, sollte auch in Deutschland „wieder als schädlich erkannt“ werden, denn: „Ehebruch ist ein Verbrechen wie Mord.“ Eins, das mit Steinigung geahndet werden müsste?, fragte die Zeit. Antwort der schriftgläubigen El-Shabassy: „Diese Strafe steht in der Scharia.“ Außerdem, so schlimm ist das doch gar nicht, oder? „Wenn einmal in hundert Jahren eine Ehebrecherin gesteinigt wird, vielleicht werden dann ganz viele Ehen gerettet?“ (O-Ton El-Shabassy).

    http://www.emma.de/ressorts/artikel/islam-islamismus/in-nrw-unterrichten-schriftglaeubige/

    Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD)
    Ausschüsse und Beauftragte

    1. Theologischer Gutachter Rat
    Herr Mustafa ef. Hadzic

    2. Frauen und Familie
    Frau Dr. Houaida Taraji

    3. Dialog- und Kirchenbeauftragter
    Herr Ahmad Aweimer

    4. Pädagogik und Religionsunterricht
    Frau Eva-Maria El-Shabassy

    5. Soziales
    Herr Dr. Ibrahim Rüschoff

    6. Tag der offenen Moschee
    Frau RA Nurhan Soykan

    7. Hilal (Mondsichtung) und Zertifizierung
    Herr Prof. Dr. Mohammad Hawari

    7.1. Zertifizierung/Islamic Financing:
    Herr Michael Saleh Gassner

    8. Umwelt und Tierschutz
    Herr Dr. Soher Al-Halabi

    http://zentralrat.de/16656.php

    Ausschüsse und Beauftragte im Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD)

    1. Theologischer Gutachter Rat
    Herr Mustafa ef. Hadzic

    2. Frauen und Familie
    Frau Dr. Houaida Taraji

    3. Dialog- und Kirchenbeauftragter
    Herr Ahmad Aweimer

    4. Pädagogik und Religionsunterricht
    Frau Eva-Maria El-Shabassy

    5. Soziales
    Herr Dr. Ibrahim Rüschoff

    6. Tag der offenen Moschee
    Frau RA Nurhan Soykan

    7. Hilal (Mondsichtung) und Zertifizierung

    7.1. Zertifizierung/Islamic Financing:
    Herr Michael Saleh Gassner

    8. Umwelt und Tierschutz
    Herr Dr. Soher Al-Halabi

    http://zentralrat.de/16656.php

    Zu den von der Schulministerin auserkorenen AnsprechpartnerInnen des Staates im KRM gehört auch der hochgeachtete Herr Prof. Dr. Mohammad Hawari (7), ebenfalls ZMD:

    Professor der Chemischen Pharmazie (Universität Damaskus)

    Promotion in der pharmazeutischen Wissenschaft (Universität Brüssel)

    Diplom in der industriellen pharmazeutischen Chemie (Universität Brüssel)

    Diplom in der industriellen Lebensmittelchemie (Universität Brüssel)

    Diplom Biochemie (Universität Paris)

    10 Jahre theologische Ausbildung bei diversen islamischen Gelehrten und Instituten in Damaskus

    Begründer und erster Vorsitzender des Islamischen Zentrums in Brüssel

    Begründer und erster Präsident der UMSO (Union muslimischer Studenten Organisation in Europa)

    Mitbegründer des Islamischen Zentrums Aachen und 18 Jahre stellv. Vorstandsvorsitzender

    Der Multifunktionsträger ist Mitglied bei folgenden Institutionen:

    European Council for Fatwa and Research

    International Union for Muslim Scolars

    Fiqh Council of Mekka

    World Islamic Congress in Jeddah

    Consultant der WHO in Kairo/Genf

    Stellv. Vorsitzender des European Islamic Forum

    Herrschaftszeiten, die Scheichs kommen. Schlimmer gehts nimmer.

    Als EMMA bei dem Autor des Artikels „Im Schutz des Tuches – Ein Besuch in der mitunter merkwürdigen Welt deutscher Kopftuchlehrerinnen“ Florian Klenk (Zeit) nachhakte, erklärte der, er halte Eva El-Shabassy, die ja auch sehr beliebt sei bei den Kindern und Eltern, eher für „naiv“ und „religiös verwirrt“. Ich wünschte er hätte Recht.

    Über die Folgen, die selbst eine religiöse Verwirrtheit“ und „Naivität“ bei Grundschulkindern anrichtet, macht sich der Journalist wenig Gedanken. Wir alle wissen doch um die lebenslang prägende Beispielfunktion jeder Kindergärtnerin und Lehrerin, vor allem in Grundschulklassen. Daher müssen wir damit rechnen, dass nicht nur muslimische Kindergartenkinder und SchülerInnen einer neben den Eltern und später der Peergroup so wichtigen Identifikationsfigur vorbehaltlos nacheifern bzw. sich kritiklos deren ihren Ansichten anschließen und deren Weltbild übernehmen.

    Wenn wir wollen, dass unsere Töchter und Söhne in Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit aufwachsen und auch als Erwachsene in einem Rechtsstaat leben, der die universellen Schutz- Abwehr- und Freiheitsrechte garantiert und verteidigt, gehören Extremisten nicht an unsere Schulen.

    Mit solidarischen Grüßen

    Ümmühan

  28. Ümmühan Says:

    Lieber Cees, liebe Leser,

    als EMMA bei dem Autor des Artikels „Im Schutz des Tuches – Ein Besuch in der mitunter merkwürdigen Welt deutscher Kopftuchlehrerinnen“ Florian Klenk (Zeit) nachhakte, erklärte der, er halte Eva El-Shabassy, die ja auch sehr beliebt sei bei den Kindern und Eltern, eher für „naiv“ und „religiös verwirrt“. Ich wünschte er hätte Recht.

    Über die Folgen, die selbst eine religiöse Verwirrtheit“ und „Naivität“ bei Grundschulkindern anrichtet, macht sich der Journalist wenig Gedanken. Wir alle wissen um die lebenslang prägende Beispielfunktion jeder Kindergärtnerin und Lehrerin, vor allem in Grundschulklassen. Daher müssen wir damit rechnen, dass nicht nur muslimische Kindergartenkinder und SchülerInnen einer neben den Eltern und später der Peergroup so wichtigen Identifikationsfigur vorbehaltlos nacheifern bzw. sich kritiklos deren ihren Ansichten anschließen und deren Weltbild übernehmen.

    Wenn wir wollen, dass unsere Töchter und Söhne in Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit aufwachsen und auch als Erwachsene in einem Rechtsstaat leben, der die universellen Schutz- Abwehr- und Freiheitsrechte garantiert und verteidigt, gehören Extremisten nicht an unsere Schulen.

    Mit solidarischen Grüßen

    Ümmühan

  29. Löhrmanns IRU-Beirat grundrechtswidrig Says:

    :::

    Hartz IV und schlecht gebildet: Ein solch negatives Bild von Muslimen hätten die Medien anhand der Studienergebnisse gezeichnet, kritisierte Ali Atalan (Linke). „Wer die Studie gelesen hat, weiß sicher, dass dies nicht ihre zentrale Aussage ist.“ Vielmehr mache sie klar, dass die Kategorie ‚Muslim‘ nicht existiere, betonte Atalan. Zudem fühlten sich nur wenige Muslime durch die islamischen Verbände vertreten. Daher sei es fraglich, warum Rot-Grün diese als Hauptansprechpartner für den geplanten Islam-Unterrichts nutze. Auf die Aussage des Bundesinnenministers sagte Atalan: „Diese Republik ist weder jüdisch-christlich noch muslimisch, aber auch nicht atheistisch. Und das ist auch gut so.“

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Webmaster/GB_II/II.1/Oeffentlichkeitstsarbeit/Informationen.jsp?oid=114248

    :::

    selbe Quelle:

    „Wir legen demnächst ein Integrationsgesetz vor“, kündigte Bernhard von Grünberg (SPD) an. … Ein Kopftuch trügen Frauen vor allem aus religiösen Gründen – nicht weil der Mann es ihnen befehle. „Das muss man akzeptieren“, folgerte von Grünberg.

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    These 21: Muslimischer Religionsunterricht soll in NRW als eigenständiges Fach in deutscher Sprache flächendeckend eingeführt werden.

    Position von Bernhard von Grünberg: Stimme zu
    mit der folgenden Begründung:

    „Der Anteil der Muslime ist hoch in NRW.Sie haben wie andere Religionen auch das Recht, dass ihr Religionsunterricht in der Schule erteilt wird“

    http://www.abgeordnetenwatch.de/bernhard_von_gruenberg-144-38123—kandidatencheck_antworten.html

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    Hartz IV und schlecht gebildet: Ein solch negatives Bild von Muslimen hätten die Medien anhand der Studienergebnisse gezeichnet, kritisierte Ali Atalan (Linke). „Wer die Studie gelesen hat, weiß sicher, dass dies nicht ihre zentrale Aussage ist.“ Vielmehr mache sie klar, dass die Kategorie ‚Muslim‘ nicht existiere, betonte Atalan. Zudem fühlten sich nur wenige Muslime durch die islamischen Verbände vertreten. Daher sei es fraglich, warum Rot-Grün diese als Hauptansprechpartner für den geplanten Islam-Unterrichts nutze. Auf die Aussage des Bundesinnenministers sagte Atalan: „Diese Republik ist weder jüdisch-christlich noch muslimisch, aber auch nicht atheistisch. Und das ist auch gut so.“

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Webmaster/GB_II/II.1/Oeffentlichkeitstsarbeit/Informationen.jsp?oid=114248

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  30. Islamkritikerin Says:

    Religionsfreiheit in Tunesien

    Ein angeblich blasphemischer Zeichentrickfilm hat in Tunis wütende Proteste ausgelöst. Tausende gingen nach der Ausstrahlung im TV auf die Straße, warfen dem Senderchef Gotteslästerung vor. Sein Haus wurde mit Brandbomben beworfen, die Polizei setzte Tränengas gegen die randalierende Menge ein.

    Tunis/Hamburg – Die Ausstrahlung des preisgekrönten Films „Persepolis“, in dem Gott als alter, bärtiger Mann dargestellt wird, hat am Freitag heftige Proteste in der tunesischen Hauptstadt Tunis ausgelöst.

    Die Demonstranten zeigten sich entrüstet über den tunesischen Privatsender Nessma TV, der den Film aus dem Jahr 2007 vergangene Woche gezeigt hatte. Hunderte Angreifer attackierten das Haus von Senderchef Nabil Karoui.

    Die Proteste entwickelten sich zunächst am Ausgang einer Moschee im Anschluss an das Freitagsgebet. Als der Protestzug mit Tausenden Demonstranten, darunter Salafisten, sich auf den Sitz der Regierung zubewegte, schritt die Polizei ein und setzte gegen die Demonstranten Tränengas ein.

    Die Demonstranten forderten die Schließung des Senders und griffen später das Haus von Nessma-TV-Chef Karoui an. Wie der Sender am Abend berichtete, beteiligte sich eine „Gruppe von hundert Männern“ an dem Angriff auf das Wohnhaus und warf Molotow-Cocktails.

    Etwa zwanzig von ihnen sei es gelungen, ins Haus einzudringen, wo sich zu diesem Zeitpunkt noch die Frau und Kinder Karouis aufhielten. Der Senderchef selbst sei nicht zu Hause gewesen. Der Familie sei es „in letzte Minute“ gelungen, sich in Sicherheit zu bringen. Die Angreifer hätten das Haus verwüstet und Feuer gelegt.

    Der Sender verurteilte den Angriff und die „Anstiftung durch einige Imame“ zu Angriffen auf Mitarbeiter des Senders.

    Für salafistische Muslime ist es eine Gotteslästerung, wenn dieser im Bilde dargestellt wird. Die Ausstrahlung von „Persepolis“ wurde
    in vielen tunesischen Moscheen im Freitagsgebet angesprochen.

    Der Film „Persepolis“ von Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud beruht auf dem gleichnamigen Comic und erzählt von Satrapis Jugend und Kindheit in Iran, setzt sich kritisch mit dem Schah-Regime und der Zeit nach der Islamischen Revolution 1979 auseinander. Im Libanon war der Streifen 2008 wegen Gotteslästerung zunächst verboten worden.

    „Persepolis“ wurde von der Jury der Internationalen Filmfestspiele im südfranzösischen Cannes mit einem Spezialpreis bedacht und war für einen Oscar nominiert.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,791935,00.html

    Viele Freitagspredigten behandelten das Thema, Tausende demonstrierten, Protestzug gegen Regierungsviertel polizeilich gestoppt, so genannte Salafisten waren „nur“ ein Teil der Protestler, zwanzig Angreifer drangen ins Haus ein:

    Hunderte Angreifer attackierten das Haus von Senderchef Nabil Karoui.

    Die Proteste entwickelten sich zunächst am Ausgang einer Moschee im Anschluss an das Freitagsgebet. Als der Protestzug mit tausenden Demonstranten, darunter Salafisten, sich auf den Sitz der Regierung zubewegte, schritt die Polizei ein und setzte gegen die Demonstranten Tränengas ein.

    Die Demonstranten forderten die Schließung des Senders und griffen später das Haus von Nessma-TV-Chef Karoui an. Wie der Sender am Abend berichtete, beteiligte sich eine „Gruppe von hundert Männern“ an dem Angriff auf das Wohnhaus und warfen Molotowcocktails. Etwa 20 von ihnen sei es gelungen, ins Haus einzudringen, wo sich zu diesem Zeitpunkt noch die Frau und Kinder Karouis aufhielten. Der Senderchef selbst sei nicht zu Hause gewesen. Der Familie sei es „in letzte Minute“ gelungen, sich in Sicherheit zu bringen. Die Angreifer hätten das Haus verwüstet und Feuer gelegt.

    Der Sender verurteilte den Angriff und die „Anstiftung durch einige Imame“ zu Angriffen auf Mitarbeiter des Senders.

    Für salafistische Muslime ist es eine Gotteslästerung, wenn dieser im Bilde dargestellt wird. Die Ausstrahlung von „Persepolis“ wurde in vielen tunesischen Moscheen im Freitagsgebet angesprochen. Der Film wurde von der Jury der Internationalen Filmfestspiele im südfranzösischen Cannes mit einem Spezialpreis bedacht.

    http://www.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/darstellung-gottes-ruft-in-tunis-heftige-proteste-hervor/4776476.html

  31. Schariastadt Karlsruhe Says:

    Karlsruhe und die Freunde der Muslimbrüder aus ECFR und FEMYSO. Karlsruhe kann … Schura, äh Gemeinderatsdiskussion:

    „An der Gutenbergschule und an der Schillerschule wird es ab dem Schuljahr 2011/12 im Rahmen eines Schulversuchs islamischen Religionsunterricht geben. Dies hat der Karlsruher Gemeinderat am Dienstagnachmittag mit nur einer Gegenstimme entschieden.“

    http://www.ka-news.de/islam-in-karlsruhe./Gemeinderat-Islamunterricht-in-Karlsruhe-ab-Sommer;art6066,654224

    Karlsruhe leistet sich ein Schulexperiment zum Islamischen Religionsunterricht (IRU). Bemerkenswerte Umfrageergebnisse stehen neben dem genannten Artikel vom 28.06.2011 („Gemeinderat: Islamunterricht in Karlsruhe ab Sommer „)

    Fördert islamischer Religionsunterricht die Integration?
    Gesamt 1571 Stimmen

    5,73% – Ja. Religiöse Identitätsstiftung fördert Integration! Islamischer Religionsunterricht hilft hierbei.

    71,04% – Nein. Durch islamischen Unterricht wird die Gesellschaft weiter gespalten. Integration wird erschwert!

    22,60% – Ich denke, die beste Lösung wäre ein gemeinsamer Religionsunterricht. So könnten Christen von Muslimen lernen und umgekehrt.

    0,63% – Dazu habe ich keine Meinung.

    http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Gemeinderat-Islamunterricht-in-Karlsruhe-ab-Sommer;art6066,654224

    Friedemann Kalmbach, der als einziger im Stadtrat gegen den Schulversuch stimmte („unausgegoren“), hat zwar schon mal etwas von der Scharia gehört und spricht das Wort Scharia sogar aus, ist aber gleich für einen Staatsvertrag und will die Islamverbände in Sachen IRU gestärkt bzw. einflussreich wissen. Von der sichtbar gewordenen Rechtsspaltung warnt er nicht.

    15. Juli 2011
    Zweifel an Rechtmäßigkeit des Modellversuches Islamunterricht an zwei Karlsruher Schulen

    „Wirklich bedenklich in der Gemeinderatsdiskussion ist aber die Aussage, dass die Bildung der religiösen Identität wichtiger sei als die der staatsbürgerlichen, in diesem Falle deutschen Identität. Das bedeutet in der Konsequenz, dass die Gültigkeit der Scharia, der unveränderlichen Rechtsprechung des Islam, über das deutsche Recht gestellt wird.“

    http://www.gemeinsamfuerkarlsruhe.de/wp-content/uploads/110715_offenerBrief_Islamunterricht1.pdf

    Strippenzieher: Rüstü Aslandur, der Vorsitzende des Deutschsprachigen Muslimkreises Karlsruhe (DMK)

    „Wir wollen der Gemeinschaft demonstieren, dass alle miteinander friedlich leben wollen“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Dadurch werde deutlich, dass Muslime eben nicht gewalttätig sind, sondern sich gegen die Ungerechtigkeit in der Welt engagierten. Auch der Islam habe klare Regeln für das Zusammenleben der Menschen unabhängig von ihrer Religion. „Wenn ein Muslim jemanden angreift, hat das nichts mit dem Islam zu tun“, betont Aslandur.

    Auch das Töten sei, wie in den christlichen Zehn Geboten, strikt verboten. „Wenn ein Muslim tötet, dann ist das eine Todsünde. Dann muss er sich vor Gott verantworten.“ Gläubige wie Rüstü Alsandur sind zutieftst bestürzt über diese Menschen. „Sie missbrauchen meinen Glauben und schaden mir als Muslim, weil sie meinen Glauben, der mir sehr wichtig ist, schlecht machen.“

    http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/islam-in-karlsruhe./Islam-in-Karlsruhe-Wer-im-Namen-des-Islams-toetet-missbraucht-meinen-Glauben;art6066,715300

    21.10.2011

    Die PH Karlsruhe betreut das Modellprojekt landesweit federführend und hat den Bildungsplan, gemeinsam mit Vertretern von vier großen muslimischen Gemeinschaften, ausgearbeitet. …

    Seit dem Wintersemester 2007/2008 bietet die PH als eine von vier Hochschulen im Land deshalb nun das Erweiterungsfach „Islamische Theologie/ Religionspädagogik“ an.

    Wie es mit dem islamischen Religionsunterricht nach der bis dato zeitlich noch offenen Versuchsphase weitergeht, sei bisher noch unklar, bedauert Jörg Imran Schröter. Das grundsätzliche Problem sei die fehlende Dachorganisation der Muslime in Deutschland, die allgemeiner Ansprechpartner sein und die Überwachung und Weiterführung des Bildungsplans mitgestalten müsste.“

    http://www.ka-news.de/islam-in-karlsruhe./Islamunterricht-in-Karlsruhe-Es-geht-darum-ethische-Werte-zu-vermitteln;art6066,729685

    Herr Aslandur steht den europäischen Muslimbrüdern nicht fürchterlich fern:

    „Die MJD ist 1994 im Haus des Islam in Lützelbach von einer kleinen Gruppe von Jugendlichen um Muhammad Siddiq Borgfeldt gegründet worden. Sie ist aus einer der Jugendaktivitäten hervorgegangen und hat in den folgenden Jahren die dortigen Räumlichkeiten genutzt. Weitere Vorsitzende der MJD (auf zwei Jahre gewählte „Amire“) nach dem Gründungsvorsitzenden Muhammad Siddiq (1994–1995) waren Rüstü Aslandur, Raimund Hamid Prochaska, Imran Sagir, Khallad Swaid (2001), Bilal El-Zayat (2003–2005), Mohammed Nabil Abdulazim (2005-2009), Hischam Abul Ola (2009- ). Die MJD ist Mitglied des Forum of European Muslim Youth and Student Organizations (FEMYSO), das sie 1996 mitgegründet hat. Die MJD Schura beschloss 2003, dass bei allen Fiqh-Fragen (z. B. inwiefern soll/darf man die MJD versichern?) der Europäische Fiqh-Rat (European Council for Fatwa and Research, ECFR) befragt werden soll und die MJD sich dann nach seiner Empfehlung richtet. MJD Gründer Muhammad Siddiq ist Mitglied des ECFR, dessen Vorsitzender Yusuf al-Qaradawi ist. …

    Die MJD veranstaltet neben zahlreichen Freizeitaktivitäten und Seminaren auch ein jährliches MJD-Meeting. Sie vermittelte Stipendien für das islamische private ‚Institut Européen des Sciences Humaines‘ in Château-Chinon und 2007 Arabischkurse nach Damaskus in Kooperation mit der FEMYSO.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Muslimische_Jugend_in_Deutschland

    Im Juni 2011 gab`s für Karlsruhe Gottesfurcht satt, dreißigtausend Ahmadis lieferten Schariagehorsam wie aus dem Bilderbuch:

    „Ihre jährliche Versammlung, die sogenannte Jalsa Salana, findet in diesem Jahr zum ersten Mal in Karlsruhe statt. Die Gemeinde erwartet an diesem Wochenenden bis zu 30.000 Muslime in der Messe Karlsruhe. Die Gruppierung setzt sich für einen friedlichen Islam ein. Bei Wissenschaftlern gilt die Gemeinde als sehr konservativ, aber ungefährlich. …

    „Wir wollen den Menschen die Ängste vor dem Islam nehmen“, sagt Wagishauser. …

    „Wir sind liberale Muslime, aber werte-konservativ“, so der Bundesvorsitzende der Glaubensgemeinschaft auf Nachfrage. So seien die Mitglieder aufgefordert den Koran zu erforschen und über Inhalte zu diskutieren. Die grundlegende Werte des Islams würden aber befolgt. Hierzu gehöre auch eine strikte Geschlechtertrennung. Die Messe Karlsruhe ist daher auch streng getrennt in einen Bereich für Frauen und Männer.“

    http://www.ka-news.de/islam-in-karlsruhe./Konservativ-und-friedvoll-30-000-Muslime-treffen-sich-in-Karlsruhe;art6066,651668

    Islamwoche Karlsruhe 2011 vom 29. Okt. bis 6. Nov.

    Unter der Schirmherschaft von Oberbürgermeister Heinz Fenrich laden Karlsruher Muslime herzlich zur Karlsruher Islamwoche 2011, vom 29. Oktober bis 6. November 2011, ein.

    http://www.islamwoche-ka.de/

    Programm der 6. ISLAMWOCHE 2011

    Stadtrat Friedemann Kalmbach darf auch noch was sagen, vorab gab`s Tee und Falafel aus Libanon und Syrien.

    Für den Referenten Kay Sokolowsky verbreiten nicht Schariabefehl und Sunna-Orthopraxie Hass, sondern: „Islamfeindlichkeit – Eine Bedrohung für die Gesellschaft! Eine immer stärker werdende Gruppe aus der Mitte der Gesellschaft bedroht den gesellschaftlichen Frieden und verbreitet Hass.“

    Christian Hofmann scheint die Postmoderne (Nachdemokratie) auf die Rechtsspaltung einzustimmen, der Konvertit „geht u.a. der Frage nach, wie sich ein zukünftiges Zusammenleben verschiedener religiöser Kulturen vorstellen und realisieren lässt.“

  32. Cees van der Duin Says:

    :::

    Am 13.01.2012 teilt der Landtag (Petitionsausschuss) mit, dass der Petitionsausschuss am 10.01.2012 über dieses Vorbringen (Petition I.3/15-P-2011-05451-00 vom 20.09.2011) beraten hat und nicht tätig werden möchte. Am Ziel, einen Beirat zu bilden, möchte man festhalten, das entsprechende, am 21.12. beschlossene Gesetz soll am 01.08.2012 in Kraft treten.

    Man versteckt sich hinter der Löhrmann-Floskel „aus der Mitte des Landtags“, deutet an, das die Ermächtigungsnorm ja nur vorübergehend ist (Übergangsvorschrift) und insofern irgendwie nicht so schlimm, möchte zur Zeit nichts, aber auch gar nichts tun:

    „Der Petitionsausschuss sieht keinen Grund, in der Angelegenheit weiter tätig zu werden.“

    (Originaltext wird hier in Kürze veröffentlicht).

    :::

  33. Jacques Auvergne Says:

    Maximal kurz gehalten, diese kurze Rückfrage von Gabi Schmidt und Edward von Roy, wir freiheitlichen Demokraten dürfen auf die Antwort der Landesregierung jetzt gespannt sein. Mich interessiert, ob sich die Volksvertreter wieder davor drücken werden, die Worte Scharia, Millî Görüş (IGMG) und Muslimbruderschaft (auch in den Varianten FIOE, ECFR; IGD, IZ Aachen, ZMD) auszusprechen.

    Immer wieder ärgerlich lesenswert: Prof. Dr. Martin Stock am 11.9.2011, also drei Tage vor der öffentlichen Expertenanhörung im Landtag:

    „Damit wird in Sachen „Religion und Verfassungstreue“52 ein neues Kapitel aufgeschlagen, jetzt auch in bildungsrechtlicher Perspektive. Dabei wird insbesondere auf die vom beklagten Land geltend gemachten Bedenken wegen etwaiger islamistischer Positionen in IGMG/Islamrat53 hingewiesen, die der Senat erst einmal geklärt wissen will (…) Mit dem Vorbehalt der Verfassungstreue spielt das BVerwG, wie es scheint, auch auf Debatten über verfassungswidrige Scharia-Normen, diesbezügliche Interpretations- und Umdeutungsspielräume, etwaige Distanzierungsmöglichkeiten, Modernisierungserfordernisse im Lichte des Grundgesetzes, hermeneutisch-kritische Herangehensweisen und Relativierungen anhand des deutschen Schulauftrags u.ä. an. Es richtet also schließlich doch noch einen Blick auf Curriculumfragen und berührt den schulrechtlichen Rahmen (…) Wie steht es beispielsweise mit den Chancen der allmählichen Herausbildung eines Reformislam im Sinn von „Wandel durch Annäherung“, tunlichst von einer entsprechenden groß angelegten „Akademisierung“54 begleitet und vorangebracht, mit einer qualifizierten wissenschaftlichen Lehrerausbildung als Kernpunkt?“

    Fußnote 53:

    „Das BVerwG weist außerdem auf Bedenken des Landes wegen einiger Mitgliedsvereine des Zentralrats hin, die der Muslimbruderschaft nahe stehen sollen.“

    http://www.jura.uni-bielefeld.de/lehrstuehle/stock/veroeffentlichungen/vortragsdatenbank/p_stellungnahmelandtagnrw-islamischerru_1109.pdf

    Liste der
    Stellungnahmen
    zu dem Gesetzentwurf Drucks. 15/2209
    Landtag NRW

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Webmaster/GB_I/I.1/aktuelle_drucksachen/aktuelle_Dokumente.jsp?m=31&wp=15&docTyp=ST&datumsart=he&von=&bis=&dokNum=islamischem&searchDru=suchen

    darin zum Beispiel die Stellungnahme von
    Prof. Dr. Stefan Muckel am 1.9.2011:

    „Vor allem aber sieht er nur eine Übergangsregelung vor. Das kommt ausdrücklich in Überschrift und Text von § 132a zum Ausdruck. Deshalb dürfte er – in Anlehnung an die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Hinnahme eines verfassungswidrigen Zustands für eine Übergangszeit – verfassungsrechtlich haltbar sein.“

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST15-812.pdf

    Gabriele Boos-Niazy für das
    Aktionsbündnis muslimischer Frauen in Deutschland

    „Die Schülerinnen und Schüler werden durch den Blick auf die religiösen Grundlagen zudem befähigt zwischen Religion und Tradition zu unterscheiden, was aus unserer Sicht eine wichtige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben ist. Wir versprechen uns davon auch langfristig eine positive Rückwirkung auf die Familien der Schülerinnen und Schüler. Die Vermittlung religiöser Inhalte durch muslimische Lehrkräfte, die als authentisch, religiös und in die deutsche Gesellschaft integriert wahrgenommen werden, bietet die Möglichkeit einer positiven Identifikation, die die oft durch die Umgebung vermittelte Idee, dass Religiosität und Modernität einander ausschließen, abfedern.“

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST15-813.pdf

    Bernd Ridwan Bauknecht

    „Die Islamlehrerinnen und Lehrer sind Vermittler einer islamischen Religionspädagogik, die an der Konzeption und Umsetzung einer für das Leben in Deutschland „abgestimmten“ islamischen Theologie arbeitet, sich an den Fragen und Bedürfnissen der hier lebenden Muslime orientiert und teils ein Gegengewicht zu traditionell islamischen und nationalgeprägten Verbänden darstellt, ohne an Authentizität einbüßen zu müssen (…) Mittelfristig ist ein religionspädagogisches Institut zu etablieren

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST15-823.pdf

    Axel von Campenhausen:

    „Neue Gesichtspunkte haben sich, soweit ich sehe, nicht ergeben. Die Sache ist ziemlich ausgefochten und mit Spannung sehe ich einer gesetzlichen Regelung in Nordrhein-Westfalen entgegen. Mit guten Wünschen für die Anhörung und den besten Empfehlungen“

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST15-818.pdf

    OKR Prof. Dr. Peter Unruh
    Nordelbisches Kirchenamt

    So konnte sich die AG 2 der DIK jedenfalls nicht einvernehmlich auf einen Dispens von verfassungsrechtlichen Vorgaben zugunsten einer „Übergangslösung“ einigen. (…)

    Es liegt daher nahe, auf eine Vereinbarung zwischen den betroffenen bzw. in Aussicht genommenen Dach- bzw. Spitzenverbänden
    hinzuwirken und im Schulgesetz (nur) eine Ermächtigungsnorm zu verankern, die es erlaubt, mit einem durch die islamischen „Organisationen“ bzw. Dach~/Spitzenverbände gebildeten Beirat zwecks Einführung islamischen Religionsunterrichts zu kooperieren. Diesen Weg scheint das Land Niedersachsen zu beschreiten, in dem es Anfang des Jahres 2011 zu einer entsprechenden Vereinbarung zwischen den relevanten islamischen Dachverbänden gekommen iSt. 15 Bei der mit § 132 a Abs. 5 SchulG-NRW normierten „Konstituierung des Beirats durch gesetzliche Regelung,,16 besteht die Gefahr, dass das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften nicht in hinreichendem Maße gesichert ist. Ob dieses Risiko getragen oder § 132 a Abs. 5 SchulG NRW durch eine wie soeben beschriebene Ermächtigungsnorm ersetzt werden soll, ist eine politische Frage. (…)

    Eine staatlich-selektive Auswahl der religionsgemeinschaftlichen Kooperationspartner verstieße gegen die Verpflichtung des Staates zu religiös-weltanschaulicher Neutralität und könnte im Ergebnis auf die Etablierung eines unzulässigen „Staatsislam“ hinauslaufen! Demgegenüber muss der Staat potentiell alle bekenntnismäßig einschlägigen und
    kooperationsfahigen Verbände zur Mitwirkung einladen.

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST15-821.pdf

    Sylvia Löhrmann war erfolgreich, ECFR / IESH (Institut Européen des Sciences Humaines, Château-Chinon) und RIGD können den Bildungsbereich übernehmen

    http://www.igd-online.de/mediapool/74/746624/data/RIGD_Zakatu_Alfitr_RIGD_zur_Somal-Krise.pdf

    http://rigd.wordpress.com/2010/12/24/der-rat-der-gelehrten-und-imame-in-deutschland-begluckwunscht/

    http://www.iesh.org/

  34. Schule in Hessen: Lehrfach Scharia? Says:

    Sharia Law Made in Frankfurt! Die Muftis und Scheiche aus dem weiteren Umfeld von Muslimbruderschaft (ECFR, IESH, RIGD, IGD, ZMD), Millî Görüş und Darul Uloom können sicherlich bald in die hessischen Schulen einrücken:

    – – – – – –

    Ministerium der Justiz, für Integration und Europa:

    10.01.2011 – Pressemitteilung
    Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn: „Ein guter Tag für Hessen. Der Antrag auf Einführung des islamischen Religionsunterrichts an hessischen Schulen wird nun sorgfältig geprüft.“

    Der hessische Landesverband der DITIB hat heute, vertreten durch ihren Vorsitzenden, Fuat Kurt, einen 22 Seiten langen Antrag zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts an den hessischen Justiz- und Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn übergeben.

    http://www.hessen.de/irj/HMdJ_Internet?rid=HMdJ_15/HMdJ_Internet/nav/eab/eab50ad9-d54d-b701-be59-263b5005ae75,cd5700b1-6140-7d21-f012-f31e2389e481,,,11111111-2222-3333-4444-100000005004%26_ic_uCon_zentral=cd5700b1-6140-7d21-f012-f31e2389e481%26overview=true.htm&uid=eab50ad9-d54d-b701-be59-263b5005ae75

    11.01.2011 – „Der landesweite islamische Verein Ditib möchte Religionsunterricht anbieten. Sein Landesvorsitzender Fuat Kurt reichte den Antrag dafür bei Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn ein. Auch die Ahmadiyya-Gemeinde stellte einen Antrag.“

    http://www.fr-online.de/rhein-main/islamkunde-muslime-wollen-unterrichten,1472796,5175652.html

    19.01.2011 · Zwei weitere islamische Verbände erwägen, beim Land Hessen einen Antrag auf Mitwirkung bei einem islamischen Religionsunterricht zu stellen.

    „Das teilten Sprecher des türkisch geprägten Verbands der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) und des Zentralrats der Marokkaner in Deutschland auf Anfrage mit. Bisher haben der hessische Landesverband der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion – nach dem türkischen Namen mit Ditib abgekürzt – und die Ahmadiyya-Gemeinde Anträge vorgelegt.

    Vertreter dieser vier Gruppen gehören gemeinsam mit anderen zum „Runden Tisch“, den die Landesregierung zur Einführung eines islamischen Religionsunterrichts eingerichtet hat und der seit August 2009 tagt. …

    Die Anträge von Ditib und Ahmadiyya-Gemeinde werden derzeit von Justiz- und Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) geprüft. Bezogen auf Ditib will Hahn „die Frage der Verfassungstreue und der Unabhängigkeit von Einflüssen des türkischen Staates“ in den Mittelpunkt stellen.“

    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/hessen/gemeinsamer-lehrplan-noetig-weitere-verbaende-wollen-islam-unterricht-1579304.html

    2012 –

    In Hessen wurde Anfang Februar die Grundlage für islamischen Religionsunterricht an Grundschulen gelegt. Eine Arbeitsgruppe mit acht muslimischen Verbänden hatte einvernehmlich die Bildungsstandards und den Kernstundenplan für den Unterricht in den Klassen 1 bis 4 erstellt.

    („Der hessische Justiz- und Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) hält den Islamunterricht in Nordrhein-Westfalen für verfassungswidrig.“)

    http://www.kischuni.de/news/schule/hahn-bezeichnet-islamunterricht-in-nrw-als-verfassungswidrig-4286.html

    Integrationsminister Hahn: „Der Staat darf nicht der Lenker des Islam sein. Die in NRW und Niedersachsen gewählte Beirats-Lösung ist nach meiner juristischen Bewertung verfassungswidrig.“

    http://www.hessen.de/irj/HMdJ_Internet?rid=HMdJ_15/HMdJ_Internet/nav/be0/be0608bd-1dea-e701-be59-263b5005ae75,c7a42150-3dc5-31f0-12f3-12b417c0cf46,,,11111111-2222-3333-4444-100000005004%26_ic_uCon_zentral=c7a42150-3dc5-31f0-12f3-12b417c0cf46%26overview=true.htm&uid=be0608bd-1dea-e701-be59-263b5005ae75

  35. Jacques Auvergne Says:

    Liebe Ümmühan,
    danke für den Hinweis,
    hier die gewünschten Quelle,
    Gruß Jacques

    :::

    Die acht Mitglieder des Beirats für die Einführung des islamischen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen stehen fest. Bei dem Treffen von Schulministerin Sylvia Löhrmann (Die Grünen) mit dem Koordinationsrat der Muslime (KRM) wurde in großem Einvernehmen der Beirat gebildet …

    Die islamischen Organisationen haben folgende Vertreterinnen und Vertreter für den Beirat bestimmt: Herrn Mehmet Soyhun (Theologe, Landesdialogbeauftragter DITIB), Herrn Burhan Kesici (Politikwissenschaftler und Islamischer Religionslehrer), Frau Nigar Yardım (Theologin, Integrations- und Frauenbeauftragte des VIKZ) und Frau Eva El-Shabassy (Zentralrat der Muslime, Beauftragte für Pädagogik und Religionsunterricht, Grundschullehrerin).

    Das Ministerium entsendet folgende Vertreter: Herrn Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Professor für Islamische Religionspädagogik am Centrum für Religiöse Studien an der Universität Münster), Frau Hanim Ezder (Islamwissenschaftlerin aus Köln), Frau Tuba Isik-Yigit (Doktorandin am Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften an der Universität Paderborn) und Herrn Sami Alphan (Islamwissenschaftler, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln).

    Die Amtszeit der Beiratsmitglieder beträgt drei Jahre. Ihre Tätigkeit erfolgt ehrenamtlich. …

    aus: NRW und KRM einigen sich auf Beirat
    in: Migazin 22.02.2012

    http://www.migazin.de/2012/02/22/nrw-und-krm-einigen-sich-auf-beirat/

    :::
    :::

    „Die Beziehung zwischen Staat und Religion im Islam“ …
    (Burhan Kesici)

    2.4 Rechte und Pflichten laut der Scharia

    Der Islam räumt den Menschen bestimmte Rechte ein und bürgt ihnen gleichzeitig bestimmte Pflichten auf. Die Rechte und Pflichten kann man grob in vier Kategorien aufteilen:

    1. Pflichten gegenüber Allah,

    2. Pflichten gegenüber sich selbst,

    3. Pflichten gegenüber den anderen Menschen,

    4. Pflichten gegenüber anderen Lebewesen.

    Die oben angeführten Rechte und Pflichten stellen den Eckpfeiler des Islam dar und müssen von jeden Moslem eingehalten und beachtet werden. Konkret werden diese Rechte und Pflichten in der Scharia beschrieben. …

    2.4.2 Pflichten gegenüber sich selbst

    Der Mensch ist gegenüber sich selbst am ungerechtesten und fügt sich das meiste Leid zu, da der Mensch nur beschränkt in der Lage ist seine Begierde zu zügeln. Einige Menschen geben sich ganz den weltlichen und andere den geistigen Genüssen hin. Der Islam bevorzugt aber den Mittelweg.

    Die Scharia besagt, daß die Menschen physische, moralische, geistige und seelische Bedürfnisse haben die befriedigt werden müssen. Die Scharia legt den Rahmen fest, in der die Befriedigung der Bedürfnisse stattfinden kann.
    2.4.3 Pflichten gegenüber den anderen Menschen

    Die Scharia besagt zwar, daß die eigenen Bedürfnisse befriedigt werden sollen, dabei ist aber zu beachten, daß die Rechte anderer nicht beschnitten werden. Die Scharia versucht einen gesellschaftlichen Interessenkonflikt dadurch zu verhindern, indem sie ein Gleichgewicht zwischen den Rechten und Pflichten der einzelnen Personen schafft. Die Scharia verbietet jegliches Handeln mit dem die Rechte anderer eingeschränkt bzw. verletzt werden.

    Das gesellschaftliche Wohlergehen ist für den Islam von sehr hoher Bedeutung. Daher stellt der Islam auch die Regel fest, wie man sich in einer Gesellschaft zu verhalten hat und auf was man achten muß. Mit der Geburt integriert sich der Mensch in ein soziales Gefüge (Familie) die nach islamischen Regeln konstituiert sein sollte. Im späteren Verlauf regelt der Islam auch die Beziehung zu den näheren Verwandten und der Umgebung des Menschen. Durch gegenseitige Rechte und Pflichten lernt der Mensch den Umgang mit seinen Mitmenschen. …

    3. Quellen des islamischen Rechts und die Möglichkeit des „Içtihat“

    Die Hauptquellen des Islam sind:

    1. Der Kuran

    2. Die Sunna

    3. Kiyas

    4. Içtihat. …

    Der Kuran ist die Hauptquelle des Islam und anhand der Sunna können die Muslime den Sinn und die Anwendungsmöglichkeiten der islamischen Gebote bzw. Verbote ersehen. Da der Kuran überwiegend allgemeingültige Aussagen trifft ist die Sunna zum Verstehen der Offenbarungen unabdingbar. …

    8.2 War der Stadtstaat überhaupt ein Staat im modernen Sinne?

    Unter einen Staat versteht man eine Gemeinschaft, die eine geistige Persönlichkeit, Souveränität, Vorschriften (Verfassung) und Grenzen hat.

    Nach den oben angeführten Kriterien müßte die Frage, ob der Stadtstaat Medina ein Staat im modernen Sinne war bejaht werden, denn die etablierte Gemeinschaft hatte eine Persönlichkeit, d. h. daß sie sich zu einem Ideal bekannte. Sie hatte eine anerkannte Souveränität, bestehenden Grenzen und eine Verfassung.
    8.3 Wie sah die Struktur des Stadtstaates Medina aus?

    Wie oben schon erwähnt war der Stadtstaat Medina ein Zusammenschluß von unterschiedlichen Gemeinschaften die nach innen Autonom waren und nach außen eine Gemeinschaft darstellten. Man kann sagen, daß der Stadtstaat eine Art Konföderation war. An der Spitze des Staates war der Prophet Mohammed. Er bekleidete nicht nur das Amt des Staatsoberhauptes, sondern auch Amt des religiösen und geistigen Führers. …

    9. Schlußbetrachtung

    Der Islam sieht eine Einheit zwischen Staat und Religion vor. Sie sind von einander nicht zu trennen. Meine Analyse hat mir gezeigt, daß in diesem Punkt alle Muslime sich einig sind. Die Differenzen entstehen erst in der Struktur des islamischen Staates. Nach meiner Analyse sehe ich mich in meiner These gestärkt, daß sich ein zukünftiger islamischer Staat an den Gegebenheiten zu orientiert hat. Und zwar in dem erst das Individuum, dann die Gesellschaft und zum Schluß der Staat islamisch geprägt wird. …

    Es müssen Personen vorhanden sein die eine islamische Ordnung haben wollen und daraufhin arbeiten. Wenn sie den Islam leben, dann können sie auch einen islamischen Einfluß auf die Gesellschaft ausüben wovon der Staat auch betroffen sein wird.

    Ich möchte meine Arbeit mit einer gewagten These abschließen:
    „Ein Staat kann keine Religion haben! Es sind die Menschen die den Staat ausmachen. Wenn die Menschen nach dem Islam leben, dann wird die Ordnung von selbst islamisch, denn die Gesetze werden von Menschen gemacht die eine bestimmte Wertvorstellung haben. Wenn diese Wertvorstellung auf dem Islam basieren, so werden die Gesetze auch nach islamischen Werten gemacht.“ …

    LITERATURVERZEICHNIS

    EL-MEVDUDI: Seyyid Ebul A´la: Towards Understanding Islam, Lahor, 1966, übersetzt in das türkische 1986 (Istanbul). …

    [Mevdudi = Maududi: el-Mevdudi ist der radikale indisch-pakistanische Islamtheoretiker Sayyid Abul Ala Maududi (1903-1979)]

    aus: Burhan Kesici: Die Beziehung zwischen Staat und Religion im Islam

    http://www.enfal.de/staat.htm

    :::

  36. 7. Schulrechtsänderungsgesetz Says:

    Gesetz
    zur Einführung von islamischem Religionsunterricht
    als ordentliches Lehrfach (7. Schulrechtsänderungsgesetz)

    Vom 22. Dezember 2011

    Der Landtag hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:

    Gesetz
    zur Einführung von islamischem Religionsunterricht
    als ordentliches Lehrfach (7. Schulrechtsänderungsgesetz)

    https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_detail_text?anw_nr=6&vd_id=13088&menu=1&sg=0&keyword=Schulrechts%E4nderungsgesetz

  37. Helmut Zott Says:

    Neuerung

    Ein Mensch, seit Jahren schulbewährt,
    ist ganz entsetzt, als er erfährt,
    dass man das neue Fach „Islam“
    seit kurzem in den Lehrplan nahm.
    Lehrt man an allen Schulen gar,
    dass Mohammed ein Mörder war?

    Helmut Zott

    %%%%%%%%%%%%

  38. Kalevala Says:

    Die Zeit bis zum Auslaufen der jetzt beschlossenen gesetzlichen Regelung soll genutzt werden, um die rechtlichen Statusfragen der muslimischen Organisationen zu klären und eine mit anderen Religionsgemeinschaften identische Rechtsgrundlage zu schaffen. … Mit der Verabschiedung des Gesetzes wurden ein wichtiges grünes Wahlversprechen und die entsprechenden Aussagen im Koalitionsvertrag umgesetzt.

    http://www.gruene.landtag.nrw.de/plenumaktuell/22-12-2011/islamischer-religionsunterricht-kommt-zum-schuljahr-20122013

    LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN
    15. Wahlperiode
    Drucksache 15/3582
    20.12.2011

    Entschließungsantrag
    der Fraktion der CDU,
    der Fraktion der SPD und
    der Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
    zum Gesetzentwurf Drucksache 15/2209 „Gesetz zur Einführung von islamischem Religi-onsunterricht als ordentliches Lehrfach“

    http://www.gruene.landtag.nrw.de/sites/www.gruene.landtag.nrw.de/files/mmd15-3582.pdf

  39. Querverweis Says:

    :::

    Plädoyer für Nationalen Bildungsrat

    Experten stellen detailliertes Konzept für Bildungsrat vor
    Nach Vorbild des Wissenschaftsrats sollen Fachleute, Personen des öffentlichen Lebens sowie Bundes- und Landespolitiker Konzepte für den Bildungsbereich vorbereiten
    Thies: „Bildungsrat ermöglicht zukunftsfähige Lösungen und stärkt das föderale Bildungssystem“

    Berlin, 22. Mai 2012 – Hochrangige Bildungsexperten haben heute in Berlin ein detailliertes Konzept für einen Nationalen Bildungsrat vorgestellt. Die Expertenrunde um den früheren Generalsekretär der Kultusministerkonferenz Prof. Erich Thies und den Senator a.D. für Bildung, Wissenschaft und Forschung Jürgen Zöllner wurde im Oktober 2011 von der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit der Deutsche Telekom Stiftung eingeladen, um die Arbeit an dem Modell für den Bildungsrat aufzunehmen .

    Vorbild ist der Wissenschaftsrat, in dem Fachleute gemeinsam mit Bundes- und Landespolitikern sehr erfolgreich inhaltliche Themen und Strukturfragen der Hochschul- und Forschungspolitik bearbeiten. Die Autoren des heute vorgestellten Plädoyers sind sich einig, dass ein ähnlich aufgestellter Bildungsrat dazu beitragen kann, wichtige Reformen des deutschen Bildungssystems voranzubringen. „Ein Nationaler Bildungsrat ermöglicht zukunftsfähige Lösungen und stärkt das föderale Bildungssystem“, betonte Prof. Erich Thies auf der Pressekonferenz.

    Das deutsche Bildungssystem weist nach Meinung der Experten Schwächen auf:

    ein immer noch bestehendes Leistungsdefizit, wie es die internationalen und auch nationalen Vergleichsstudien belegen,
    ein Gerechtigkeitsdefizit, wie es der zu enge Zusammenhang von Bildung und sozialer Herkunft darstellt
    sowie ein Steuerungsdefizit, wie sich angesichts der Schwierigkeiten erweist, auf die Probleme angemessen und nachhaltig zu reagieren.

    Die Ursache der Probleme wird in der öffentlichen Debatte eng mit der jetzigen Aufteilung der Kompetenzen zwischen Bund und Ländern verknüpft. Nach Meinung der Experten verkennt die Fixierung auf die Aufhebung des Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich die Komplexität der Ursachen. Durch die direkte Zusammenarbeit von Fachleuten und Politik in einem Nationalen Bildungsrat könnten gemeinsame Entscheidungen der Bundesländer sinnvoll vorbereitet werden. Dieser Weg würde somit einen nationalen Konsens und Akzeptanz in der Bevölkerung fördern.

    Beispielhaft nennen die Experten eine Reihe von Themen, zu denen der Bildungsrat wichtige Impulse geben könnte:

    Definition einer Grundstruktur des Schulsystems für alle Bundesländer
    Finanzierungsrelevante Empfehlungen zu geplanten Projekten im Bildungsbereich
    Verbesserung der Lehrerbildung
    Kompetenzordnung im Bildungswesen

    Für die Zusammensetzung des Gremiums empfehlen die Experten das Zweikammersystem, das sich beim Wissenschaftsrat bewährt hat. In der einen Kammer sitzen die Vertreter des Bundes und der Länder, in der anderen Kammer die Experten bzw. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Auch beim Bildungsrat sollte die Berufung der wissenschaftlichen Mitglieder und der Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens durch den Bundespräsidenten erfolgen.

    Damit ein künftiger Nationaler Bildungsrat Erfolg haben kann, müssen nach Meinung der Experten mehrere Voraussetzungen erfüllt sein:

    Besetzung mit hochqualifizierten und glaubwürdigen Persönlichkeiten
    Beteiligung der Verantwortlichen in Bund und Ländern
    Klare Definition der Aufgaben und Kompetenzen
    nur Verabschiedung gemeinsamer Empfehlungen möglich (Konsensprinzip)
    Ressourcen für eigene Analysen und Monitoring der Umsetzung
    Kontinuität, d.h. Einrichtung für zunächst sieben Jahre

    Sollte es nicht gelingen einen Nationalen Bildungsrat durchzusetzen, befürchten die Experten, dass das föderale Bildungssystem auch im internationalen Vergleich nicht zukunftsfähig sein kann. Ein Nationaler Bildungsrat könnte der Schlüssel zu einem erfolgreichen kooperativen Bildungsföderalismus sein, da er neben den verantwortlichen Ländern, den Bund und Bildungsexperten aus Wissenschaft und Praxis einbezieht und an einem Ort politisch sichtbar versammelt.

    Die Autoren des Plädoyers für einen Nationalen Bildungsrat sind:

    Prof. Dr. Jürgen Baumert, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin
    Prof. Dr. jur. Armin Dittmann, Lehrstuhl für Öffentliches Recht am Institut für Rechts- und Sozialwissenschaften, Universität Hohenheim, Stuttgart
    Prof. Dr. Jürgen Oelkers, Lehrstuhl für allgemeine Pädagogik am Institut für Erziehungswissenschaften, Universität Zürich
    Helmut Rau, MdL Baden-Württemberg, Minister a.D.
    Prof. em. Dr. Heinz-Elmar Tenorth, Lehrstuhl für historische Erziehungswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin
    Prof. Dr. Erich Thies, Generalsekretär a.D. der Kultusministerkonferenz
    Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, Senator a.D. für Bildung, Wissenschaft und Forschung

    http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/41116.asp

    http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/downloads/Plaedoyer_Nationaler_Bildungsrat.pdf

    :::
    :::

    Es ist die wohl umstrittenste Vorschrift der Bildungspolitik: das Kooperationsverbot. Sie verbietet dem Bund, dauerhaft in Bereiche zu investieren, für die die Länder zuständig sind – und das ist vor allem die Bildung. Allerdings fehlt den Ländern oft das Geld.

    Bundestag und Bundesrat debattieren deshalb derzeit über eine Lockerung der Verfassungsvorschrift. Doch zu gegensätzlich sind noch die Vorstellungen, als dass man auf eine schnelle Änderung oder gar baldige Abschaffung des umstrittenen Kooperationsverbotes hoffen dürfte. …

    Nach dem Konzept, dass eine Expertengruppe aus Wissenschaft und Politik für die Robert-Bosch-Stiftung erarbeitete, soll das neue Gremium über zwei Kammern verfügen. In der einen sitzen Forscher verschiedenster Disziplinen – in der anderen gestandene Politiker und Verwaltungsleute. Es gehe darum „Intelligenz und gesunden Menschenverstand zusammenzubringen, damit daraus praktische Lösungen entstehen“, versichert der Mitinitiator und frühere Generalsekretär der Kultusministerkonferenz (KMK), Erich Thies.

    Thies hatte die Idee bereits vor gut einem Jahr ins Spiel gebracht, jetzt wurden die Details von namhaften Experten ausgearbeitet, darunter der Erziehungswissenschaftler Heinz-Elmar Tenorth, der frühere Berliner Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) und der Pisa-Forscher Jürgen Baumert. Das Konzept sieht vor, dass das Gremium dem Bundespräsidenten zugeordnet wird, so wie es auch beim Wissenschaftsrat ist. Die Alltagsarbeit soll eine Geschäftstelle erledigen, die dem Bundespräsidialamt unterstellt ist. Der Bildungsrat soll zu einem Zusammenspiel von Bund, Ländern und Kommunen in der Bildungspolitik beitragen und Kompetenzgerangel vermeiden, heißt es in dem Konzeptpapier. …

    Die Initiative für einen Nationalen Bildungsrat wird von vielen positiv gesehen, auch von Bildungsministerin Schavan: „Ein Bildungsrat ist ein gutes Instrument, um den Föderalismus zu stärken und zugleich zu mehr gesamtstaatlicher Verantwortung in der Bildungspolitik zu kommen.“

    von: Karl-Heinz Reith: Wer nicht weiter weiß, bildet einen Arbeitskreis
    in: DER SPIEGEL-online 22.05.2012

    http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/nationaler-bildungsrat-experten-sollen-politik-beraten-a-834547.html

    :::

  40. Edward von Roy Says:

    Rede Michael Solf MdL – 31. März 2011

    Wir haben in einer, wenn auch notwendigen, so doch sehr deutsch geführten Diskussion eine sehr hohe Rechtssicherheit für die Aussage erreicht, es könne noch keinen islamischen Religionsunterricht geben. Aber dies wäre zugleich die höchste Ungerechtigkeit für diejenigen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die hier dauerhaft und legal leben, die Grundprinzipien unseres demokratischen Gemeinwesens bejahen und die Menschen islamischen Glaubens sind.

    Ich will nicht auf das Zwischenresümee der DIK und dessen berühmt gewordene Ziffer XII, von führenden Staatskirchenrechtlern erarbeitet, näher eingehen. Aber die dort erstmals vorgeschlagene Beiratslösung, im Januar dieses Jahres vom Wissenschaftsrat und von Innenminister de Maizière dringend empfohlen, in Bayern und in Niedersachsen in lokalen Grenzen bereits erprobt, scheint inzwischen vom Koordinierungsrat der Muslime Deutschlands (KRM) akzeptiert zu werden. Ich sage „scheint“, weil ich bis heute keinen Wortlaut, kein offizielles oder auch nur inoffizielles Papier kenne.

    Ich habe Frau Ministerin Löhrmann eindringlich gebeten, sich des höchstmöglich kompetenten juristischen Sachverstands zu bedienen, denn wenn ein nicht GG-gemäßer Religionsunterricht von irgendeinem Böswilligen beklagt würde, wären wir um Jahre zurückgeworfen. Religionsunterricht ist eine res mixta von Staat und Kirche; Art 7 III GG muss genauestens beachtet werden. Der weltanschaulich neutrale, aber zur Ermöglichung von Religionsunterricht bereite Staat muss einen legitimierten Ansprechpartner analog zu den christlichen Kirchen haben. Und wenn nun der Staat den Islam, der keine Binnenstruktur, keine geregelte Repräsentation besitzt, aus verschiedenen Gründen auch noch nicht eine anerkannte Religionsgemeinschaft ist, zu einer solchen Selbstorganisation drängt, dann bewegt sich der Staat auf einem sehr schmalen Grat zwischen staatlicher Hilfe zur Grundrechtsverwirklichung und einer sog. überfremdenden Fürsorglichkeit, wie es Prof. Hartmut Kreß formuliert hat.

    Die anderen Problempunkte, die Akzeptanz der Weltlichkeit des Staates und der negativen Religionsfreiheit, die missliche Weisungsgebundenheit der Dachverbände an staatliche und halbstaatliche Stellen außerhalb unseres Staates, die Einbeziehung der vielen säkularisierten Muslime, die Rechtsunsicherheiten bei den Kontroll- und Durchgriffsrechten bei der Lehrerausbildung, die unumgängliche Freiheit von Forschung und Lehre und das aufgeklärt-kritische Niveau des Religionsunterrichts hierzulande, dies alles will ich hier nur nennen, aber nicht vertiefen.

    Frau Ministerin Löhrmann, ich erkenne ausdrücklich Ihr ehrliches und energisches Bemühen um die Ermöglichung eines bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts an; nehmen Sie diese Hinweise bitte ernst und handeln Sie entsprechend!

    aus: Nicht reden, handeln!
    Nordrhein-Westfalen braucht endlich ein Integrationsgesetz.
    Rede von Michael Solf MdL
    gehalten am 31. März 2011
    anlässlich der Unterrichtung der Landesregierung über die Studie
    „Muslimisches Leben in Nordrhein-Westfalen“
    (Es gilt das gesprochene Wort.)

    http://wp1157195.wp193.webpack.hosteurope.de/solf/archiv/plenum/rede2011-03-31-unterrichtung-muslimstudie.pdf

  41. Edward von Roy Says:

    29.06.2011
    Zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts

    Rede von Michael Solf MdL anlässlich der 1. Lesung des Gesetzes zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz) Drs. 15/2209

    Redetext (pdf)

    http://wp1157195.wp193.webpack.hosteurope.de/solf/video.html

    Zur Einführung des islamischen
    Religionsunterrichts

    Rede von Michael Solf MdL vor dem Landtag
    Nordrhein-Westfalen
    gehalten am 29. Juni 2011
    (Es gilt das gesprochene Wort.)

    Und unsere Gesellschaft hat sich auch entschieden, den Kindern, die in die Schule gehen müssen, bekenntnisorientierten Religionsunterricht zur Verfügung zu stellen. Das muss auch für junge Muslime gelten. Und das müssen wir jetzt organisieren. Das ist ein Gebot der Fairness.

    Die Einrichtung eines islamischen Religionsunterrichts unter staatlicher Aufsicht ist aber gleichzeitig auch ein Gebot der Klugheit. Wir tun es nicht nur, weil wir verpflichtet sind, fair zu sein und die Interessen und den Glauben unser muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ernst zu nehmen, wir tun es durchaus auch im Eigeninteresse unserer Gesellschaft. Wir organisieren den islamischen Religionsunterricht genau wie den Religionsunterricht überhaupt unter staatlicher Aufsicht. Er muss in deutscher Sprache stattfinden, und die Lehrerinnen und Lehrer, die das Fach unterrichten, müssen – nur das kann das Ziel sein – wie alle anderen Lehrerinnen und Lehrer an deutschen Hochschulen ausgebildet sein.

    Muslime bringen Religion in ein sich entreligionisierendes Europa, bringen Religion, diesen – ja, das hat Karl Marx gesagt – diesen „Seufzer der bedrängten Kreatur“. 80% der Weltbevölkerung können als religiös gelten; in unseren unglücklich aufgeklärten Breiten ist das Talent der Transzendenz verkümmert. Da schwimmt man in einem Meer von Relativierungen, und da wird man jetzt konfrontiert mit gläubigen Menschen, die zumeist auf eine viel einfachere Weise glauben. Ich stimme Erzbischof Robert Zollitsch, Präses Nikolaus Schneider und Metropolit Augoustinos zu, die noch in Mai dieses Jahres gemeinsam gesagt haben: „Religiöse Bildung hilft, sprach-, auskunfts- und dialogfähig zu werden.“ Die Einführung eines islamischen Religionsunterrichts in unseren Schulen wird daher nicht zuletzt – das hoffe ich – auch dazu führen, dass sich nicht nur unsere Kirchen, sondern auch wir alle wieder stärker mit den Kernfragen von Glauben und Religion beschäftigen. Einmal im Herzen unserer Gesellschaft angekommen, wird der Islam nicht nur die christlichen Glaubensgemeinschaften konstruktiv herausfordern, er wird auch der längst religiös indifferenten Mehrheitsgesellschaft einen klaren Spiegel vorhalten.

  42. Cees van der Duin Says:

    Auf dem Schulweg zum Staatsislam

    24.07.2012 · Als erstes Bundesland ermöglicht Nordrhein-Westfalen Muslimen gesetzlichen Religionsunterricht. Doch die Vorbereitungen erweisen sich als rechtlicher und pädagogischer Pfusch.
    Von Hermann Horstkotte

    … Damit soll es im neuen Schuljahr gleich losgehen, hatte die zuständige Landesministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) vor Monaten versprochen. Im Juni wurden dafür etwa vierzig Lehrer ausgewählt. Bislang unterrichteten sie ausnahmslos die weltanschaulich neutrale „Islamkunde“. Jetzt schalten sie ohne einen Schimmer von Weiterbildung auf Bekenntnisunterricht um. ,,, Einen amtlichen Lehrplan bekommen die neuen Religionslehrer frühestens im Spätherbst.

    Ministerin Löhrmann ist stolz darauf, vor allen anderen Bundesländern islamischen Religionsunterricht gesetzlich eingeführt zu haben. Doch startet das scheinbar neue Fach nicht nur mit einer Etikettenschummelei im föderalen Wettbewerb. Zuweilen zeigt sich auch bei der Berufung der Lehrer ein schwindelerregender Umgang mit dem geltenden Religionsverfassungs- und Schulrecht. Die neuen Religionspädagogen sind ihrer Ausbildung nach Islamwissenschaftler oder Fachlehrer für Türkisch und andere Sprachen. Für die bisherige „Islamkunde in deutscher Sprache“, an der jetzt drei Prozent der auf 300 000 geschätzten muslimischen Schüler teilnehmen, wurden sie durch Zertifikatskurse der Schulbehörden qualifiziert. Die über ein Fachstudium und den schulischen Vorbereitungsdienst normal ausgebildeten Religionslehrer kommen erst in ein paar Jahren.

    … Für die Erteilung oder Versagung der Lehrbefugnis hat sich der Beirat schon vor Monaten eine entsprechende Geschäftsordnung gegeben. Sie orientiert sich angeblich an den im Grundgesetz verbürgten Mitwirkungsrechten der großen Kirchen beim Religionsunterricht, an der katholischen „Missio canonica“ und der evangelischen Vocatio. Auf diese Vorbilder beruft sich auch die umstrittene muslimische Lehrerlaubnis in Niedersachsen (“Idschaza“). Alle diese Dokumente sind jedermann im Internet zugänglich – nicht so die Verfahrensordnung von Nordrhein-Westfalen. Der Beirat und das Schulministerium weigern sich, ihre Idschaza wenigstens auf Nachfrage zu veröffentlichen – mit der fadenscheinigen Bitte um Verständnis wegen der Sommerferien. Bülent Ucar, Professor für islamische Religionspädagogik in Osnabrück, kommentiert das so: „Auch ich denke, dass Transparenz die beste Verteidigung und Legitimation in einer Demokratie ist.“ …

    Wie die künftigen Religionslehrer in etwa halbstündigen Einzelgesprächen Rede und Antwort stehen mussten, lässt sich wegen der amtlichen Geheimniskrämerei nur aus Andeutungen erschließen.

    Demgegenüber hat der IRU-Beirat die rote Grenzlinie ins wissenschaftlich-pädagogische Revier womöglich deshalb überschritten, weil die bisherigen Islamkunde-Lehrer überhaupt keine theologische Ausbildung genossen haben. Eine anderthalbtägige „dienstliche Unterweisung“ an einem Juniwochenende am Landesinstitut für Schule in Soest sollte immerhin für den feinen Unterschied von bekenntnisfreier und bekenntnisgebundener Lehre sensibilisieren. Aber die Teilnahme war kein Muss, weil Samstag und Sonntag normalerweise dienstfrei sind.

    Tatsächlich war die Rolle des IRU-Beirats im Gesetzgebungsverfahren des vorigen Jahres umstritten gewesen. Vor diesem Hintergrund wurde im Bewerbergespräch jetzt auch nach politischen Loyalitäten ihm selbst gegenüber gefragt. Von Rechts wegen ist aber höchstens eine Frage nach der Loyalität gegenüber einer Religionsgemeinschaft zulässig – die der Beirat als Einrichtung des Schulministeriums nach geltendem Recht, selbst nach NRW-Gesetz, aber überhaupt nicht verkörpern kann. Mit dem regierungsamtlichen Staatsislam und den übereifrigen Fragen seiner Wächter werden offenbar bewährte staatskirchen- und religionsverfassungsrechtliche Unterscheidungen einfach nicht mehr ernst genommen.

    Gleich in der ersten Bewerberrunde hat der Beirat zwei Kandidaten abgelehnt. „So was habe ich in Jahrzehnten auf Seiten der Kirchen nicht erlebt“, sagt der langjährige Ministerialbeamte Klaus Gebauer. Dabei scheint ein Nein wegen des Selbstbestimmungsrechts der Kirchen vor staatlichen Gerichten unangreifbar. Anders beim IRU-Beirat an Rhein und Ruhr, stellt der Erlanger Rechtsprofessor und vielgefragte Gutachter Heinrich de Wall klar. Weil dieser Beirat eben „keine Einrichtung der beteiligten Religionsgemeinschaften, sondern beim Ministerium angesiedelt ist“. Seine Entscheidungen „müssten daher auch gerichtlich überprüfbar sein – jedenfalls im Hinblick auf die Frage, ob religiöse oder andere Gründe geltend gemacht werden“. Nach NRW-Gesetz können nur „religiöse Gründe“ für eine Ablehnung ausschlaggebend sein, sie müssen dem Ministerium schriftlich präsentiert werden.

    Der Beiratsvorsitzende Mehmet Soyhun will sich zur Frage der Klagemöglichkeit nicht näher äußern.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-lehre/islamischer-religionsunterricht-auf-dem-schulweg-zum-staatsislam-11830510.html

  43. Jacques Auvergne Says:

    6. Stellungnahmen der Landeselternschaft
    Landeselternschaft Grundschulen NW e.V.

    An das
    Ministerium für Schule, Jugend und Kinder
    des Landes Nordrhein-Westfalen
    z.H. Herr Dr. Schulz-Vanheyden
    Völklinger Str. 49
    40190 Düsseldorf
    Dortmund, 30.05.2005
    Betr.: Aktenzeichen: 321 – 6.08.04.03. Nr. 23031
    6.1 Stellungnahme Lehrplan „Islamkunde für die Klassen 1 bis 4
    (Grundschule)“

    http://landeselternschaft-nrw.de/wp/wp-content/uploads/2010/10/infoheft_2005_2_druck_ov.pdf

  44. Jacques Auvergne Says:

    LEHRPLAN ISLAMKUNDE

    Lehrplan
    Islamkunde
    in deutscher Sprache

    in der Grundschule
    Klasse 1 bis 4

    :::::::::::::::::::::::::

    Schulversuch Islamkunde

    Seit 1999 gibt es in NRW den Schulversuch „Islamkunde „. Jetzt ist der Lehrplan für dieses religionskundliche Fach überarbeitet und mit Blick auf den Unterricht in deutscher Sprache neu gefasst und genehmigt worden. Der Lehrplan benennt Aufgaben des Fachs und Prinzipen der Unterrichtsgestaltung.

    Es werden Anregungen für thematische Einheiten gegeben, die mit Hilfe eines didaktischen Planungsrasters inhaltlich entfaltet werden. Dies ist sinnvoll, weil das Fach Islamkunde über keine curriculare Tradition verfügt und die Lehrkräfte konkrete Beispiele brauchen. Außerdem gibt es bislang keine Schulbücher. Hinzu kommt, dass das Fach von Personen unterrichtet wird, die keine Lehramtsausbildung haben (Islamwissenschaftler) bzw. von Muttersprach-Lehrkräften.

    pdfDownload des Lehrplans (pdf-Datei: 489 KB)

    Informationsmappe zum Thema Islamkunde in NRW:

    pdfDownload der Informationsmappe (pdf-Datei: 100 KB)

    http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/angebote/schulversuch-islamkunde/

  45. Cees van der Duin Says:

    Ministerium für Schule und Weiterbildung
    des Landes Nordrhein-Westfalen

    Fächerspezifische Vorgaben
    Islamunterricht

    für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen,
    für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen
    und den entsprechenden Jahrgangsstufen
    der Gesamtschulen,
    für das Lehramt an Berufskollegs

    http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/religioesestudien/islam/_v/f__cherspezifische_vorgaben_islamunterricht.pdf

  46. Kalevala Says:

    Wie nah am Alltag wird der Unterricht sein?

    Khorchide: „Die Lebenswirklichkeit muss Ausgang eines modernen Religionsunterrichts sein. Der Lehrer erzählt häufig irgendetwas aus einem Buch oder was Gelehrte im 9. und 10. Jahrhundert gesagt haben. Schüler wollen das nicht einfach hinnehmen, sondern stellen die Frage: Was bedeutet das für mich? Was sagt mir der Koran im 21. Jahrhundert in Deutschland? Die Verknüpfung von Lebenswirklichkeit und theologischen Inhalten muss der Religionsunterricht leisten, damit Religion nicht zu etwas Abstraktem ohne Lebensbezug wird.“

    aus: Islamunterricht ist „Beitrag zur Integration“
    Drei Fragen an Mouhanad Khorchide
    WN 22.08.2012

    http://www.wn.de/Muenster/Drei-Fragen-an-Mouhanad-Khorchide-Islamunterricht-ist-Beitrag-zur-Integration

    Als erstes Bundesland führt NRW im kommenden Schuljahr islamischen Religionsunterricht ein. Nach den Sommerferien beginnen nun 40 Fachlehrer an den ersten 44 Grundschulen, insgesamt rund 2500 muslimische Kinder zu unterrichten. Insgesamt gibt es in NRW 320 000 Schüler muslimischen Glaubens. …

    Während die Islamkunde eher kulturwissenschaftlich orientiert ist, geht es bei dem neuen Angebot um einen bekenntnisorientierten Unterricht aus der Perspektive des Glaubens. Die Fachlehrer werden in Kooperation der Universitäten Münster und Osnabrück ausbildet. Nach Angaben des Ministeriums hat es für 130 Plätze, die pro Jahr zur Verfügung stehen, zuletzt über 400 Bewerbungen gegeben.

    Ein regulärer Lehrplan für den islamischen Religionsunterricht soll erst im Sommer 2013 fertig sein. Bis dahin können sich die Lehrer an den Themen der Islamkunde orientieren. Die Voraussetzungen für den Religionsunterricht hat das Schulministerium zusammen mit einem Beirat von Islam-Experten verabredet. Spätestens bis 2019 soll eine Lösung geschaffen werden, die das Beiratsmodell durch eine feste Vertretung der Muslime ersetzt.

    http://www.wn.de/NRW/Novum-Islamunterricht-Ferienende-fuer-2-7-Millionen-Schueler-in-NRW

  47. Kalevala Says:



    Ein islamischer Schulbeirat unter Verdacht
    Von Herrmann Horstkotte
    Die Zeit 08.11.2012

    (…) Jetzt ist einer der acht Religionswächter, Burhan Kesici, wegen Zweifeln an seiner Verfassungstreue unter Beschuss geraten. Der Politikwissenschaftler ist zugleich Generalsekretär des Islamrates, einem von mehreren Zusammenschlüssen in der vielgestaltigen Verbandswelt der Muslime. Zwar hat die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) an ihm bis heute überhaupt nichts auszusetzen, wie ihre Sprecherin ZEIT ONLINE versichert. Nach Auffassung von Bundesbildungsministerin Annette Schavan aber bietet Kesici keine Gewähr dafür, dass er die verfassungsmäßigen Grundrechte, insbesondere „die Grundprinzipien des freiheitlichen Religions- und Staatskirchenrechts nicht gefährdet“.

    Überprüft wurde er deshalb, weil der KRM den hochrangigen Multifunktionär auch für den „konfessionellen Beirat Islamische Theologie“ an der Universität Münster vorgeschlagen hatte. Als Hauptfinanzier des Münsteraner Islam-Zentums wollte das Bundesbildungsministerium Näheres über alle Beiratskandidaten wissen. Durch die Doppelmitgliedschaft im Uni-Beirat wie im Schul-Beirat hätte Kesici eine Schlüsselstellung bekommen, sowohl für Inhalt und Prüfungen im Lehramtsstudium wie für die Übernahme in den Schuldienst. Das hat Schavan durch ihr Nein zu Kesici im Oktober verhindert.

    (…) Die negative Einschätzung Kesicis geht laut einem Sprecher Schavans auf das Bundesinnenministerium zurück. Im Klartext: Der Staatsschutz hatte Bedenken. Kesici selbst bemerkt im Gespräch mit ZEIT ONLINE, dass Verfassungsschützer ihn der internationalen Gemeinschaft Milli Görüs zurechnen – und der Gemeinschaft werfen sie „schwerwiegende Demokratiedefizite“ vor. Kesici bekennt, für die Ideologie von Milli Görüs aufgeschlossen zu sein. Er sei aber wegen der fraglichen Kandidatur in Münster von keiner Behörde gehört worden, sagt er. Was auch nicht notwendig sei, bestätigt das Schavan-Ministerium trocken.

    Das NRW-Schulministerium hingegen hat seine Beiratsmitglieder nicht auf Verfassungstreue überprüft, sondern die Vorschläge des KRM einfach akzeptiert, wie die Ministeriumssprecherin einräumt.

    (…) Die Mehrheitsfraktionen von SPD und Grünen ersparen sich jeden Kommentar zur Formlosigkeit der Regierung gegenüber den Beiratsmitgliedern. Für die CDU-Landtagsopposition erklärt Klaus Kaiser vom Fraktionsvorstand: „Sollte ein Beiratsmitglied einer verfassungsfeindlichen Organisation auch nur nahestehen, ist das für uns untragbar. Es geht um die religiöse Erziehung von Kindern unter dem Schutz des Staates.“

    Zum Aufsichtsrecht des Staates als Hüter der Verfassung gehört mithin automatisch die Verpflichtung, Religion an seinen Schulen nur im Sinne des Grundgesetzes zuzulassen und zu gestalten. Ob dabei beispielsweise die Gedankenwelt von Milli Görus zur Geltung kommen darf, muss also eine schulpolitische Entscheidung sein. Im Namen der Religionsfreiheit kann sie nicht umgangen werden.

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-11/islamischer-religionsunterricht-deutschland/komplettansicht

    In zwei einzelnen Seiten

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-11/islamischer-religionsunterricht-deutschland

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-11/islamischer-religionsunterricht-deutschland/seite-2



    Göttliches Recht und Grundgesetz

    Zu Kommentar 6: Art. 79.3 des Grundgesetzes schließt ein „göttliches Recht“ (Gottesstaat) aus. Auf GG 79.3 beruft sich auch Bundesministerin Schavan im Hinblick auf die Mitgliedschaft in den theologischen Islambeiräten an Universitäten. Hermann Horstkotte

    (als Kommentar Nummer 7 am 09.11.2012 um 10:20 Uhr)



  48. Dwarslöper Says:

    Bekenntnisorientierter islamischer Religionsunterricht startet zum kommenden Schuljahr an 27 Grundschulen

    16.05.2013
    Pressestelle: Hessische Staatskanzlei

    „Ich freue mich sehr über die Einführung des bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts an 27 hessischen Grundschulen im kommenden Schuljahr. Hessen ist das erste Bundesland, das den bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht auf der Grundlage von Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes einführt. Damit haben wir ein entscheidendes Zeichen gesetzt und sind gespannt auf die Erfahrungswerte in den kommenden Jahren. Der verfassungsrechtliche Anspruch gemäß unseres Grundgesetzes ist Ausdruck von Freiheit und Vielfalt in unserer Gesellschaft. Bekenntnisorientierter islamischer Religionsunterricht hat ebenfalls eine bedeutende integrationspolitische Dimension. Die religiöse Bildung soll den Schülerinnen und Schülern helfen, sich in einer Vielfalt möglicher Lebensentwürfe zurechtzufinden und eine eigene Identität zu entwickeln, die religiöse Orientierung und ethische Urteilsfähigkeit einschließt“, so die Hessische Kultusministerin Nicola Beer.

    Die beiden Religionsgemeinschaften DİTİB Landesverband Hessen e.V. und Ahmadiyya Muslim Jamaat in der Bundesrepublik Deutschland e.V. erfüllen die Voraussetzungen nach Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz und stehen somit als Kooperationspartner für die Einrichtung von bekenntnisorientiertem Religionsunterricht an öffentlichen Schulen zur Verfügung. Dieser ist seinem Wesen nach eine staatliche Veranstaltung wie jedes andere Unterrichtsfach auch. Dies gilt unabhängig davon, für welche Konfession der Religionsunterricht eingerichtet ist. Er wird als ordentliches Lehrfach in staatlicher Verantwortung, d.h. nach staatlichen Curricula, in deutscher Sprache und grundsätzlich durch staatliche Lehrkräfte erteilt.

    Das Weiterbildungsangebot an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist das Fundament, damit der bekenntnisorientierte islamische Religionsunterricht zum Schuljahr 2013/2014 an hessischen Grundschulen unterrichtet werden kann. Die Vorbereitungen zur Qualifizierung der Lehrerinnen und Lehrer laufen seit März 2013 für bereits im hessischen Schuldienst stehende Lehrkräfte.

    Die Unterrichtsangebote werden in einer Einführungsphase zum Schuljahr 2013/2014 an zunächst 27 Grundschulen eingerichtet, sukzessive von Klasse 1 beginnend. Nach vier Jahren wird der Unterricht dann in allen Jahrgängen der beteiligten Schulen etabliert sein. Ziel ist es, das Angebot mittelfristig je nach Bedarf landesweit einzuführen.
    Voraussetzung für das organisch wachsende Angebot ist die Einhaltung der Mindestgruppengröße von acht Schülerinnen und Schülern, die der jeweiligen Religionsgemeinschaft angehören und für die der Unterricht deshalb als ordentliches Lehrfach in erster Linie eingerichtet wird.

    „Mein Dank gilt allen Beteiligten : den beiden Religionsgemeinschaften DİTİB Landesverband Hessen e.V. und Ahmadiyya Muslim Jamaat, der Justus-Liebig-Universität Gießen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landes- und Schulverwaltung und den Schulgemeinden, die mit einem hohen persönlichen Engagement an der Einführung des bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts gearbeitet haben. Insbesondere möchte ich mich aber schon jetzt bei den außerordentlich motivierten Lehrerinnen und Lehrern bedanken, ohne deren Einsatz das Angebot an 27 Schulstandorten nicht möglich wäre“, unterstrich die Ministerin.

    https://www.hessen.de/presse/pressemitteilung/bekenntnisorientierter-islamischer-religionsunterricht-startet-zum-kommend-0

  49. Carcinòl Says:

    BUNDESVERFASSUNGSGERICHT
    – 2 BvR 1500/97 –
    Verkündet am 19. Dezember 2000
    Frik Regierungsangestellte als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle

    L e i t s ä t z e

    zum Urteil des Zweiten Senats vom 19. Dezember 2000

    – 2 BvR 1500/97 –

    Eine Religionsgemeinschaft, die Körperschaft des öffentlichen Rechts werden will (Art. 140 GG i. V. m. Art. 137 Abs. 5 Satz 2 WRV), muss rechtstreu sein.

    a) Sie muss die Gewähr dafür bieten, dass sie das geltende Recht beachten, insbesondere die ihr übertragene Hoheitsgewalt nur in Einklang mit den verfassungsrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Bindungen ausüben wird.

    b) Sie muss außerdem die Gewähr dafür bieten, dass ihr künftiges Verhalten die in Art. 79 Abs. 3 GG umschriebenen fundamentalen Verfassungsprinzipien, die dem

    staatlichen Schutz anvertrauten Grundrechte Dritter

    sowie die Grundprinzipien des freiheitlichen Religions- und Staatskirchenrechts des Grundgesetzes nicht gefährdet.

    Eine darüber hinausgehende Loyalität zum Staat verlangt das Grundgesetz nicht.

    http://www.bverfg.de/entscheidungen/rs20001219_2bvr150097.html

  50. Carcinòl Says:

    Das Schulministerium hat die Gemeinsame Erklärung immer noch im Archiv, allerdings nicht mehr unter der in der Petition genannten QUELLE …

    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/Pressemitteilungen/Gemeinsame_Erklaerung.pdf

    … sondern hier:

    – – – – – – – – – – – – – – –

    Düsseldorf, den 22.02.2011

    Landesregierung und Muslime erzielen Durchbruch auf dem Weg zum islamischen Religionsunterricht

    Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

    Schulministerin Sylvia Löhrmann und der Koordinierungsrat der Muslime haben heute in Düsseldorf offiziell Einvernehmen über eine Gemeinsame Erklärung zur Einführung eines bekenntnisorientierten Islamunterrichts erzielt. „Auf dem Weg zur Einführung eines islamischen Religionsunterrichts haben wir heute endlich nach jahrelangen Gesprächen den entscheidenden Durchbruch erzielt“, erklärte Ministerin Löhrmann.

    In der Gemeinsamen Erklärung haben Schulministerium und Koordinierungsrat vereinbart, einen Beirat einzuberufen, der die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land formuliert und bei der Einrichtung und Durchführung des bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts mitwirkt – so wie die Kirchen beim evangelischen und katholischen Religionsunterricht. Zur Umsetzung des Vorhabens ist eine Schulgesetzänderung erforderlich, die auch für die rechtliche Absicherung des Beiratsmodells sorgt.

    Bei der Beiratslösung handelt es sich um eine zu befristende Übergangslösung, bis auf Seiten der Muslime die Anforderungen an eine Religionsgemeinschaft erfüllt sind. Die Mitglieder des Koordinierungsrates verstehen sich bereits als Religionsgemeinschaften. Die Landesregierung begrüßt die Bemühungen und die Entwicklung des Koordinierungsrates, die in den Rechtsstatus der Religionsgemeinschaft münden sollen.

    Sylvia Löhrmann: „Die Gemeinsame Erklärung ist ein großer Erfolg für die 320.000 muslimischen Schülerinnen und Schüler in NRW, weil wir nun in absehbarer Zeit einen bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht einrichten können. Der Gesetzentwurf kann jetzt zeitnah fertiggestellt werden. Ich würde es begrüßen, wenn er – in Anknüpfung an die interfraktionelle ‚Integrationsoffensive Nordrhein-Westfalen‘ vom 19. Juni 2001 – aus der Mitte des Parlaments in den Landtag eingebracht würde.“

    Achtung Redaktionen: Hier finden Sie die Gemeinsame Erklärung und ein Foto von der Unterzeichnung.

    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Pressemitteilungen/Archiv/LP15/PM_2011/pm_22_02_2011.html

    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Pressemitteilungen/Archiv/LP15/PM_2011/Gemeinsame_Erklaerung.pdf

    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Fotos/Unterzeichnung_Islamumterricht/index.html

  51. Carcinòl Says:

    Resolution: Kopftuchverbot im Unterricht für pädagogisches Personal
    11.12.2003
    Resolution, gefasst auf der Landeskonferenz 2003

    Der VBE begrüßt, dass sich mittlerweile SPD, CDU und FDP klar für ein Kopftuchverbot ausgesprochen haben. Der VBE wird ein solches Verbot mittragen, denn es stellt die Bedeutung der Neutralitätspflicht von Lehrerinnen und Lehrern deutlich heraus. Nur wer sich ohne Vorbehalt zu unserer Verfassung und den in ihr verankerten Werten bekennt, kann Kinder im Sinne dieser Verfassung erziehen.

    Wird das Tragen eines Kopftuchs im Unterricht generell erlaubt, werden die ersten Betroffenen die unverschleierten muslimischen Mädchen und Frauen in Deutschland sein. Sie können und werden künftig verstärkt unter Druck gesetzt werden. Ein Kopftuchverbot wird daher helfen, das Selbstbewusstsein dieser Mädchen und jungen Frauen islamischen Glaubens zu stärken, die es sich in ihren Familien oft gegen große Widerstände errungen haben, kein Kopftuch tragen zu müssen. Ein Kopftuchverbot wird sie darüber hinaus auch gegen fundamentalistische Einflüsse stärken, denen sie außerhalb der Schule ausgesetzt sind.

    http://www.vbe-nrw.de/menu_id/133/content_id/667.html

  52. Carcinòl Says:

    Nach den Ferien startet das Fach in NRW auch an weiterführenden Schulen. Eigene Lehrpläne gibt es allerdings für die Grundschule erst seit 1. August, für die Sekundarstufe gar erst ab 2014. Lehrbücher fehlen bisher (auch „Miteinander auf dem Weg“ ist noch nicht zugelassen); die Lehrer sind Quereinsteiger oder im Schnellkursus vorbereitet. …

    Die Gefahr der „Rekrutierung in fundamentalistische Milieus“ will Khorchide durch Religionsunterricht bannen: „Wir bieten den fehlenden Kern der islamischen Identität an.“ Die Nachfrage ist riesig – man brauche „Lehrer und Dozenten, und zwar möglichst schnell“. Auf 900 schätzt Khorchide den Bedarf an Lehrern in NRW – 100 sollen jährlich die Uni Münster verlassen, aber erst ab 2017/18. Bis dahin muss die Zwischenlösung herhalten.

    Alles nur vorläufig – das gilt auch für die rechtliche Fundierung des neuen Fachs. NRW hat mit den Stimmen von Rot-Grün und der CDU 2011 ein Gesetz bekommen, das 2019 schon wieder außer Kraft treten soll. Es legt fest, dass die Interessen der Islamverbände bei der Einführung des Religionsunterrichts von einem Beirat beim Ministerium vertreten werden sollen. Vier Vertreter benennt das Ministerium, vier die Islamverbände. Das Ganze ist eine Art Kirchenersatz – und nötig, weil der Islam, anders als die christlichen Kirchen, verfassungsrechtlich schlicht nicht existent ist.

    aus Frank Vollmer: Allah kommt in die Klassenzimmer
    in: Rheinische Post 09.08.2013

    http://www.rp-online.de/politik/deutschland/allah-kommt-in-die-klassenzimmer-1.3592591

  53. Bragalou Says:

    auf ins Kalifat per Wahlstimme. Zu den islamischen deutschen Parteien BIG und MDU
    ::

    … Premier Erdogan versucht seit Jahren, die Auslandstürken für seine politischen Ziele einzuspannen. 2005 eröffnete er in Köln die Zentrale der Europäisch-Türkischen Demokraten (UETD), einen AKP-Lobby-Verein. Die UETD wirbt unter Deutsch-Türken um Stimmen für Erdogan, zuletzt vor der türkischen Parlamentswahl im Juni. Sie hat seine umstrittene Rede in Köln 2008 vorbereitet und seinen Wahlkampfauftritt in Düsseldorf im Februar dieses Jahres. Nun jedoch geht sie noch einen Schritt weiter: Aktive und ehemalige UETD-Spitzenfunktionäre waren maßgeblich an der Gründung der BIG-Partei beteiligt. „Es ist Zeit, unsere Kräfte zu bündeln“, sagt der Vorsitzende der Union, Hasan Özdogan.

    Der Erdogan-Vertraute ist einer der mächtigsten muslimischen Strippenzieher in Deutschland. Zu dem gestürzten libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi hielt er ebenso Kontakt wie zur Scientology-Sekte. In den neunziger Jahren reiste er gemeinsam mit führenden Scientologen in die libysche Hauptstadt Tripolis. Seit 2009 ist er Erdogans wichtigster Lobbyist in Deutschland.

    Nach deutschem Recht ist es ausländischen Regierungen verboten, hierzulande Parteien zu gründen. Özdogan bekleidet kein offizielles Amt innerhalb des Bündnisses. Insider berichten allerdings, dass er es sei, der den Kurs bestimme. Immerhin gibt Özdogan zu, am Aufbau mitgewirkt zu haben.

    Mit dem Bundesvorsitzenden des BIG ist er seit Jahren eng befreundet, die beiden engagierten sich gemeinsam in muslimischen Verbänden in Bonn und teilen sich bis heute ein Bürogebäude am Rhein (siehe Grafik unten). Sein Bruder trat für das Bündnis als Direktkandidat bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen an.

    „Das BIG ist ganz offensichtlich ein Vorposten der AKP“, sagt der Journalist Yücel Özdemir. Yunus Ulusoy vom Essener Zentrum für Türkeistudien kritisiert, die türkische Regierung müsse mit ihrem Engagement im Ausland endlich transparent umgehen.

    Die Landesvorsitzenden der Zuwanderer-Partei in Baden-Württemberg, Hamburg und Bremen waren bis vor kurzem allesamt in der UETD aktiv, zum Teil in führenden Positionen. Zur Klausurtagung im vergangenen Winter traf sich die Partei in Istanbul. …

    von: Maximilian Popp und Markus Sehl
    aus: Migrantenpartei BIG: Erdogans Berliner Lobby-Truppe
    in: DER SPIEGEL 16.09.2011

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/migrantenpartei-big-erdogans-berliner-lobby-truppe-a-786207.html

    ::
    wer mit wem für’s Neo-Osmanentum?
    Grafik

    Die Verbindungen der BIG-Partei

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bild-786207-267619.html

    ::
    ::
    ::
    ::
    etwas näher am muslimbrudernahen Tarik Ramadan und aktiv als Zwergpartei im schönen Osnabrück
    MDU
    Muslimisch Demokratische Union

    (Shamzad Qammar, Ayhan Akyol)

    „Integration ist ein Konzept der
    Vergangenheit, das Konzept der Zukunft ist Mitwirkung.“
    [Tariq Ramadan]

    Zulassung für sechs Wahlbereiche

    Die MDU tritt in sechs Wahlbereichen zur Kommunalwahl in Osnabrück an. Das sind die Bereiche 1, 2, 3, 4, 5 und 8, für die jeweils 30 Stützunterschriften gesammelt wurden. Somit steht einer inschallah erfolgreichen Teilnahme nicht mehr im Weg.

    über die MDU berichteten ZAMAN (Fethullah-Gülen-Bewegung) und Islamische Zeitung (Murabitun-Bewegung) und die Osnabrücker von der MDU verlinken stolz auf eben diese Artikel

    http://partei-mdu.de/Vorstand.html

    ::
    sieh an, die MDU pflegt Beziehungen zu den Urgemeindlern („Salafisten“) von der Koranverteilaktion LIES! (um Ibrahim Abou-Nagie)

    … Doch die 2010 gegründete „Muslimisch Demokratische Union (MDU)“, bislang vor allem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen aktiv, ist wohl nicht so nett, wie sie sich gibt. Der niedersächsische Verfassungsschutz fällt ein hartes Urteil: „Die MDU will offensichtlich die Demokratie mit den Mitteln der Demokratie bekämpfen“, warnt der Präsident der Behörde, Hans-Werner Wargel.

    Was der Nachrichtendienst herausfand, nährt den Verdacht, Islamisten tarnten sich mit einer demokratischen Fassade.

    Auf der Homepage der MDU entdeckte der Nachrichtendienst im Juli eine Fatwa, ein islamisches Rechtsgutachten, die alles andere als freundlich klingt. „Jeder, der in der Demokratie aktiv ist und andere zum Mitmachen anregt, ist in einer großen Gefahr“, stand da. Das „demokratische System“ sei gegen den Islam. In dem Text wird die Demokratie auch als „Schirk“ (Vielgötterei) bezeichnet. Autor dieser Passagen der Fatwa sei der saudische Gelehrte Scheich Salih al Munajjid, sagt der Verfassungsschutz. Der Mann gelte bei Salafisten als „sehr prominent“.

    Die Verbindung der MDU zum Salafismus scheint aber noch enger zu sein. Mitglieder der Partei hätten sich in Osnabrück an der öffentlichen Verteilung von Exemplaren des Korans durch Anhänger des salafistischen Predigers Ibrahim Abou-Nagie beteiligt, berichtet der Verfassungsschutz. Abou-Nagie ist der führende Kopf der Gruppierung „Die wahre Religion“, gegen die Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) im Juni ein vereinsrechtliches Verfahren mit dem Ziel eines Verbots eingeleitet hatte. …

    Der problematische Text ist inzwischen von der Website der MDU verschwunden. Veröffentlicht hatte die Fatwa das Vorstandsmitglied Erhat Toka. …

    Die Partei erwäge nun, „Rechtsmittel gegen diese Diffamierungskampagne einer öffentlichen, aus Steuergeldern finanzierten Behörde“ einzulegen. Zu den Kontakten zum salafistischen Agitator Abou-Nagie äußert sich die MDU nicht.

    von: Frank Jansen
    aus: Verfassungsschutz warnt vor muslimischer Partei
    in: der tagesspiegel 29.08.2012

    http://www.tagesspiegel.de/politik/unter-dem-deckmantel-der-demokratie-verfassungsschutz-warnt-vor-muslimischer-partei/7065948.html

    ::
    ::
    ::
    ::
    man lese bei Dr. Gudrun Eussner über die Vorgängerpartei des Bündnisses für Innovation und Gerechtigkeit (BIG), das Bündnis für Frieden & Fairness (BFF) …

    http://www.eussner.net/artikel_2009-08-18_00-08-13.html

    sowie über die Vereinigung der französischen muslimischen Demokraten (UDMF)

    UNION DES DEMOCRATES MUSULMANS FRANCAIS (UDMF)

    http://eussner.blogspot.de/2013/11/frankreich-islampartei-als-konkurrenz.html

    ::

  54. Edward von Roy Says:

    Was wird das, noch AEMR und GG, beginnende Rechtsspaltung nach Blaupause der Muslimbruderschaft oder schon die Deutschlandfassung von Mohammeds Vertrags von Medina?

    „Neustart in Deutschland – 12 Punkte für einen Integrationsplan Deutschland“.

    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2015-11/35732766-cdu-will-auf-parteitag-integrationspflicht-fuer-migranten-beschliessen-003.htm

    Immerhin, der CDU dämmert: Islam ist Recht plus Seelenrettung und das Islamische Recht (Scharia) kollidiert mit dem freiheitlichen Rechtsstaat an tausend Stellen sprich pauschal.

    Ein bisschen halal ist in Deutschland rechtlich zulässig. Ein Leben ganz und gar halal ist hierzulande nicht legal.

    Parteitag im Dezember. Wir werden sehen, ob die CDU mutig ist, eine fromme Lebensführung in einer Wortwörtlichkeit von Koran und Sunna als grundgesetzwidrig zu bewerten und die Erklärung der Menschenrechte im Islam (Kairo 1990) zu verwerfen. Beides muss geschehen, sonst werden Islamkonferenz, IRU und Idschaza die Abschaffung der Demokratie begleiten.

    Will man als CDU auch die geringste Form der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) verbieten, die als Chitan al-Inath (sunat perempuan), als die sogenannte (milde) Sunna, im schafiitischen Islam zwingend erforderlich ist?

    Will man etwas gegen das islamische Heiratsalter von neun Jahren sagen oder gegen die Polygamie samt Talaq (Verstoßung, Kinder gehören dem Mann)?

    Ist man mutig genug, als Politiker (oder Lehrer) zu sagen, dass ein Mädchen in Deutschland keinen Hidschab tragen muss, auch wenn die Scharia das verlangt?

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    CDU will Vorrang der deutschen Gesetze vor der Scharia

    CDU: Migranten sollen sich zu deutschem Recht bekennen
    DIE WELT‎ – vor 3 Stunden

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article149380959/CDU-will-Vorrang-der-deutschen-Gesetze-vor-Scharia.html

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    „CDU will Integrationsverpflichtung für Migranten beschließen
    28.11.2015

    Grundgesetz steht über Scharia

    Über den Parteitagsantrag, der auf eine Idee Klöckners zurückgeht, berichtete auch der „Spiegel“: Der Vorlage zufolge sollen sich Migranten verpflichten, unter anderem die Gleichberechtigung von Mann und Frau und den Vorrang der deutschen Gesetze vor dem islamischen Rechtssystem, der Scharia, anzuerkennen.

    Diskriminierung von Frauen, Homosexuellen und Andersgläubigen dürfe nicht als Ausdruck religiöser Vielfalt akzeptiert werden, heißt es darin laut „Spiegel“ weiter. Außerdem sollen die Einwanderer zusichern, das Existenzrecht Israels anzuerkennen. Bei Verstößen besteht die Möglichkeit, Sozialleistungen zu kürzen oder sogar den Aufenthaltsstatus zu ändern.

    Zudem stelle der Text klar, dass Religionen nicht grundsätzlich von Kritik verschont werden müssten: „Man darf straflos Witze darüber machen, solange niemand persönlich beleidigt wird“, zitiert der „Focus“ aus der Vorlage. Die CDU kommt vom 13. bis zum 15. Dezember zu einem Bundesparteitag in Karlsruhe zusammen.“

    http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_76255814/cdu-plant-integrationspflicht-fuer-fluechtlinge.html

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    ZEIT online:

    CDU plant Integrationsverpflichtung für Migranten

    In dem Vertrag soll die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das Existenzrecht Israels festgeschrieben werden. Bei Verstößen sollen Sozialleistungen gekürzt werden.
    28. November 2015

    Die CDU will auf ihrem Parteitag Mitte Dezember beschließen, dass Zuwanderer verpflichtet werden sollen, eine Art Integrationsvertrag einzugehen. Die Idee für eine Vereinbarung zwischen Staat und Migranten stamme von der rheinland-pfälzischen Unionschefin Julia Klöckner, berichtet der Spiegel.

    Demnach sollen sich Migranten verpflichten, unter anderem die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie den Vorrang der deutschen Gesetze vor der Scharia anzuerkennen. Eine Diskriminierung von Frauen, Homosexuellen und Andersgläubigen dürfe nicht als Ausdruck religiöser Vielfalt akzeptiert werden. Außerdem sollten die Einwanderer zusichern, das Existenzrecht Israels anzuerkennen. Bei Verstößen solle es die Möglichkeit geben, Sozialleistungen zu kürzen oder den Aufenthaltsstatus zu ändern.

    (…) Auch die SPD wolle in der kommenden Woche ein eigenes Integrationskonzept präsentieren, das zusätzliche Milliarden für die Bildung vorsieht, schreibt der Spiegel weiter. Die Ministerinnen Andrea Nahles, Manuela Schwesig, Barbara Hendricks sowie die Integrationsbeauftragte Aydan Özoğuz wollen demnach ein Papier mit der Bezeichnung „Neustart in Deutschland – 12 Punkte für einen Integrationsplan Deutschland“ vorstellen. Darin vorgesehen sei eine Aufhebung des Kooperationsverbots, das Finanzhilfen des Bundes im Schul- und Kitabereich untersagt. Der Bund solle zwei Milliarden Euro für die Schaffung von 80.000 zusätzlichen Kitaplätzen bereitstellen. (…)

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-11/cdu-integrationsverpflichtung-parteitag-dezember

  55. Чёрный Лис Says:

    Stichworte

    Baden-Württemberg
    Uni Tübingen
    Zentrum für islamische Theologie
    Beirat
    Rita Haller-Haid (SPD)
    .
    .

    „6. Wie schließt sie aus, dass extremistische Gruppierungen wie Millî Görüş, die sogenannten „Grauen Wölfe“ sowie deren Dachverbände (ADÜTDF, ATIB und ATB) über DITIB Einfluss auf das Tübinger Zentrum nehmen?“

    „8. Kann nach ihrer Auffassung aus der Anwesenheit von Mustafa Cerić bei der Eröffnung des Islamzentrums gefolgert werden, dass das Islamzentrum dem European Council for Fatwa and Research (ECFR) nahesteht und erwartet sie vom Islamzentrum eine diesbezügliche Distanzierung?“

    (Haller-Haid SPD, 28.07.2015.)

    (Antwort zu 8.)

    „Der damalige Großmufti von Bosnien-Herzegowina, Dr. Mustafa Cerić, wurde – neben Bildungsministerin a. D. Annette Schavan und anderen Gästen – als international anerkannter religiöser Würdenträger der ältesten muslimischen Gemeinde Europas zur Eröffnung des Zentrums eingeladen. Für seine interkulturelle und interreligiöse Tätigkeit in Einrichtungen wie der Unesco oder dem European Council of Religious Leaders hat Herr Dr. Cerić mehrere Preise erhalten, u. a. in Deutschland den Eugen-Biser-Preis und den Theodor-Heuss-Preis. Das Zentrum setzt sich nur auf rein wissenschaftlicher Ebene mit Diskursen und Akteuren des Islams in Europa auseinander und unterhält keinerlei Beziehungen kooperativer oder sonstiger Art mit dem ECFR oder ähnlichen Organisationen.“

    aus:

    Landtag von Baden-Württemberg
    Drucksache 15/7232
    29.07.2015

    Kleine Anfrage
    der Abg. Rita Haller-Haid SPD
    und
    Antwort
    des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst
    Zentrum für islamische Theologie
    an der Universität Tübingen

    https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP15/Drucksachen/7000/15_7232_D.pdf

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    „So ist es der Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar, warum im vergangenen Jahr der Beirat des Islamzentrums komplett ausgetauscht wurde. Waren die vorherigen Beiratsmitglieder nicht mehr bereit weiterhin im Beirat zu verbleiben? Warum wurden die Namen der neuen Beiratsmitglieder daraufhin nicht veröffentlicht?“

    ( Rita HALLER-HAID, 06.04.2016 )

    an:
    Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
    Frau Ministerin Theresia Bauer

    http://cantaloup.fm/wp-content/uploads/2016/01/Brief-Haller-Haid-an-Ministerin-Bauer.pdf

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    Wer lenkt das Tübinger Islamzentrum – und wohin? | cantaloup.fm

    http://cantaloup.fm/2016/01/wer-lenkt-das-tuebinger-islamzentrum-und-wohin/

    Uniradio Tübingen. cantaloup.fm ist ein studentisches Ausbildungsmedium für crossmedialen Journalismus im Rahmen des Uniradios.

    http://cantaloup.fm/?s=Islam

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