Mit al-Ghazali gegen allgemeine Menschenrechte?

Mit al-Ghazali auf dem Irrweg der staatlichen Imamausbildung voranschreiten?

Osnabrücker Universität ehrt einen orthodox-islamischen Totengräber des orientalischen Rationalismus

Eine Stellungnahme der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte ( GAM )

Osnabrück vermarktet sich nicht nur als „Friedensstadt“. Osnabrück ist auch bekannt als eine Stadt, die gute Beziehungen zur iranischen Gottesdiktatur pflegt, deren Tageszeitung und Universität Hochburgen islamophiler Ideologiebildung darstellen und die immer wieder durch Kollaboration mit zwielichtigen islamischen Funktionsträgern auf sich aufmerksam macht.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ahmadineschads_willige_geiger/

http://www.glasnost.de/autoren/krauss/integrationspol.html

http://nicsbloghaus.org/2010/06/19/die-gbs-zur-absage-von-osnabrueck/

Aus der Friedensstadt Osnabrück stammt auch jener umstrittene parteichristliche Bundespräsident Christian Wulf, der uns den Islam – ohne tabufreie und chancengleiche öffentliche Debatte – als organischen Teil Deutschlands aufnötigen möchte und dafür trotz weitgehend gleichgeschalteter Medien wohl kaum eine Mehrheit hinter sich brächte.

Diesmal ist es wieder so weit. An der Universität Osnabrück, einer der vier Standorte für islamische Theologie in Deutschland, soll vom 28. bis 30. Oktober eine Konferenz zum Thema „900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften. Perspektiven für eine islamische Theologie in Deutschland“ stattfinden.

Zur institutionellen Einbettung dieser Veranstaltung ist zunächst prinzipiell Folgendes anzumerken: Zum einen ist es höchst abwegig, Theologie und offenbarungsreligiösen (hier: islamischen) Glauben als „Wissenschaft“ zu bezeichnen und zu behandeln. Zum anderen verstößt die Einrichtung einer staatlichen Imam-Ausbildung grundsätzlich gegen das verfassungsrechtliche Neutralitätsgebot in Religionsangelegenheiten. Es kann nicht sein, dass dem ungefragten deutschen Steuerzahler, darunter ein Drittel Konfessionsloser, nun auch noch die Finanzierung des geistlichen Personals einer höchst kritikwürdigen Fremdreligion aufgebürdet werden soll. Drittens ist zu kritisieren, dass den Studierenden des Erweiterungsfachs „Islamische Religionspädagogik“ als Voraussetzung für ihre Lehrerlaubnis die Zugehörigkeit oder die Konversion zum Islam abverlangt wird.

Begründet wird diese verfassungswidrige und demokratisch illegitime Institutionalisierung mit dem angeblichen Vorhaben, den Islam „von außen“ im Sinne der Prinzipien der europäischen Moderne zu domestizieren und gegenüber radikalen (islamistischen) Ausformungen zu immunisieren. Für die Einsicht, dass diese dogmentheoretische Einmischung von Seiten des „Staates der Ungläubigen“ bei dem orthodoxen Mainstream-Islam und seinen berufsmuslimischen Vertretern auf wenig Verständnis und Hinnahmebereitschaft stoßen dürfte (es sei denn, diese erhalten hinter verschlossenen Türen doch noch die inhaltliche Lufthoheit), muss man kein Hellseher sein.

Um die ausschlaggebenden Kräfte der islamischen Orthodoxie gnädig zu stimmen, haben sich die universitären Profiteure der Theologie- und Imamausbildung mit Abū Ḥāmid al-Ġazālī (1058-1111) eine geeignete Galionsfigur auserkoren. Unter dem Eindruck gravierender geistiger Gegensätze und Orientierungswidersprüche innerhalb der zeitgenössischen Umma zwischen Sufismus (islamische Mystik), aristotelischer Philosophie, traditioneller Orthodoxie und ismaelitisch-schiitischer Einflüsse verkörpert al-Ġazālī die orthodox-islamische Verdammungsideologie gegenüber den Einwirkungen der aristotelischen Philosophie auf die islamische Weltanschauung. Mit Bezug auf al-Farabi und Ibn Sina wird von ihm das Recht der philosophisch argumentierenden Vernunft bestritten, den Offenbarungsglauben zu hinterfragen und überhaupt rationales Denken auf religiöse Prinzipien anwenden zu dürfen. Verurteilt wird auch die Leugnung von Wundern durch die Philosophen sowie das Kausalitätsdenken, weil es die göttliche Allmacht, ein Grunddogma des islamischen Eingottglaubens, in Frage stellt und dadurch die Krisen erzeugende Verunsicherung der Menschen hervorrufe. Um die rationale Philosophie als Nebenbuhlerin des Ringens um Wahrheit auszuschalten und den Absolutheitsanspruch des theokratischen Denkens zu befestigen, belässt es al-Ġazālī nicht nur bei der Kritik der angeblichen philosophischen Irrtümer, sondern verdammt die Philosophen als Ungläubige, was im orthodoxen Islam einem Todesurteil gleichkommt. Im Einzelnen gelten ihm drei Auffassungen als Indikatoren für todeswürdigen Unglauben (Glaubensabfall) für einen Muslim: 1) dass die Welt ungeschaffen und ewig sei, 2) dass Gott nur das Allgemeine, nicht aber das Besondere und Einzelne wisse und 3) dass es keine leibliche Auferstehung gebe.

Mit diesem islamisch-theologischen Verdammungsurteil fungiert al-Ġazālī als herausragende Figur der Austreibung philosophisch-rationaler Diskurskeime aus dem islamischen Weltanschauungssystem, das auch heute in seiner orthodoxen Grundgestalt mit der säkularen Moderne auch bei größtem Aufwand spitzfindigster Hermeneutik nicht in Einklang zu bringen ist.

Dass nun die Osnabrücker Universität ausgerechnet al-Ġazālī, nicht aber die muslimischen Vertreter der aristotelischen Philosophie würdigen, lässt tief blicken in die wahren Abgründe und Perspektiven der mehr als fragwürdigen und deplatzierten Imamausbildung an deutschen Hochschulen.

Ergänzend und vertiefend hierzu der folgende Text:

Osnabrück und das erneuerte Mittelalter: Heilssicherung verhindert Wissenschaftlichkeit

https://schariagegner.wordpress.com/2011/10/18/al-ghazali-am-ziis/

Zur Kritik der Imamausbildung:

Universitäre Imamausbildung und Einführung von Islamunterricht: Mit Siebenmeilenstiefeln in die falsche Richtung: Stellungnahme zur forcierten Etablierung islamischer Herrschaftskultur in Deutschland

http://www.hintergrund-verlag.de/texte-islam-universitaere-imamausbildung-und-einfuehrung-von-islamunterricht.html

Wer den Osnabrücker Veranstaltern seine Meinung mitteilen möchte, kann das hier tun:

info-irp@uni-osnabrueck.de

http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/?page_id=30

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10 Antworten to “Mit al-Ghazali gegen allgemeine Menschenrechte?”

  1. Alles eine Frage der "Empfehlungen" (WR) Says:

    Peter Strohschneider im Juli 2010:

    Als Vorsitzender des deutschen Wissenschaftsrates möchte ich Sie herzlich zu unserer Tagung „Islamische Studien in Deutschland“ begrüßen. … Auch die Gäste, die sehr kurzfristig – Ende Juni bzw. Anfang Juli – ihre Zusage haben zurückziehen müssen, haben ihre Bereitschaft zur Unterstützung der Einrichtung von Islamischen Studien in Deutschland signalisiert. So hat Professor Mahmoud Zakzouk, Minister für Religiöse Angelegenheiten in Ägypten, angekündigt, bei der „Verwirklichung dieser Pläne (gemeint ist die Einrichtung von Islamischen Studien) mit Rat und Tat mitzuhelfen“. |1

    Auch der ehemalige Staatsminister des Iran, Seyed Mohammad Khatami, bewertet unser Vorhaben und unsere Tagung als „sehr wichtig im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der islamischen Welt und dem Westen“. |2

    1 Vgl. Schreiben von Professor Dr. Mahmoud Zakzouk vom 21. Juni 2010.
    2 Vgl. Schreiben des Büroleiters Seyed Ali Khatami an den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland vom 12. Mai 2010
    (übersetzt am 24.5.2010).

    Aus unterschiedlichen Gründen – primär tages- und außenpolitischen Gründen, in jedem Fall nicht aus wissenschaftspolitischen Gründen – müssen wir das Gespräch mit dem Iran, mit Ägypten und mit Bosnien-Herzegowina zu einem anderen Zeitpunkt führen.

    Umso mehr freue ich mich, Professor Amin Abdullah als Vertreter des Ministeriums für Religiöse Angelegenheiten Indonesien und Herrn Professor Ali Dere als Leiter der Auslandsabteilung des Amtes für Religiöse Angelegenheiten in der Türkei (DIYANET) begrüßen zu dürfen.

    http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/Strohschneider_Begruessung.pdf

  2. Cees van der Duin Says:

    Zum in Osnabrück geehrten Schafiiten Abu Hamid al-Ghazali sagt Tamim Ansary in Die unbekannte Mitte der Welt: Globalgeschichte aus islamischer Sicht:

    „Er war ein frommer Mann“, „er lebte die Scharia“

    http://books.google.de/books?id=uRf6wZN3cW4C&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

    Den Sufismus (arab. tassawwuf) habe al-Ghazali mit dem Islamischen Recht und Geist in gekonnte und heilssichernde Übereinstimmung gebracht:

    „Al-Ghazali thus made Tasawwuf respectable and conformant with the shariah and spirit of Islam.“

    Ein seine Schariaverpflichtung missachtende Sufi ist für den im Jahre 1111 verstorbenen Mystik-Monopolisierer und schafiitischen Juristen eigentlich tötenswert:

    „When anyone claims there is a state between him and Allah relieving him of the need to obey the Sacred Law or Shariah such that the prayer, fasting, and so forth are not obligatory for him, or that drinking wine and taking other people’s money are permissible for him – as some pretenders to sufism, namely those ‚above the Sacred Law or Shariah‘ (ibahiyyun) have claimed – there is no doubt that the imam of the Muslims or his representative is obliged to kill him. Some hold that executing such a person is better in Allah’s sight than killing a hundred unbelievers in the path of Allah Most High.“

    Quelle: Shafiq ur-Rahman: Tasawwuf and Sharia

    http://www.masud.co.uk/ISLAM/misc/shafiqur.htm

    Spätestens seit al-Ghazali ist islamrechtlich legaler Sufismus nicht Islam minus Scharia, sondern Scharia plus Ekstase.

    Vom 28.-30. Oktober 2011 mag die Osnabrücker Universität „himmlische Zeiten“ spüren,

    „and restores heavenly times as hearts are enlightened with spirituality.“

    http://www.questionsonislam.com/content/sacred-phase-time-blessed-three-months

  3. Edward von Roy Says:



    1.11.2011
    An die Universität Osnabrück

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    am letzten Wochenende tagte man an der Universität zu 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland. Im Folgenden einige Zitate des fundamentalistischen Großmeisters, übersetzt zumeist aus dem Mīzān al-‘Amal (Criterion of Action / Critère de l’action). Wer am Sinn des restriktiven Islamischen Gesetzes, der Scharia, zweifelt, dem mangele es an Verstand, stellt Imam al-Ghazali klar:

    „Die wirkliche Vernunft gestattet es, den Pfad der Glückseligkeit (the path of felicity) vom Pfad der Verdammnis zu unterscheiden.“

    Ein gelingendes Leben ohne öffentlich nachweisbaren Schariagehorsam kann es in einem an al-Ghazali orientierten Islam nicht geben, denn ein Handeln, das die Banden des Islamischen Rechts übersteigt, ist vom Gläubigen als dreckig (wie Schmutz) und Ekel erregend zu empfinden:

    „Moralisch gute Gesinnung zielt darauf, jede schlechte Angewohnheit zu entfernen, wie das islamische Gesetz der Scharia gründlich aufzeigt. … Gute Gesinnung lässt einen die schlechte Gewohnheit so verabscheuen wie Schmutz.“

    Ein dem Theologen al-Ghazali verpflichteter Religionsunterricht wird die Kinder und Jugendlichen in den Kerker des Fundamentalismus einsperren und sie der freiheitlich demokratischen Grundordnung mehr und mehr entfremden:

    „Solange die Ausübung der islamischen Pflichten mit Kummer oder Widerwillen verknüpft bleibt, zeigt sich ein Charaktermangel, der den Weg zum Glück verhindert.“

    Das Erdendasein hat keine andere Aufgabe, als die Seele vor der ewigen Verdammnis zu retten:

    „Die Menschen schlafen, und erst wenn sie sterben, erwachen sie (people are asleep, and when they die they wake up). … Die Liebe zum Diesseits ist die Ursache aller Sünde, das Diesseits ein Ackerfeld für das Leben danach.“

    Denken braucht der muslimische Endverbraucher nicht so viel, das erledigen die Ulama (Gelehrten) für ihn, heutzutage beispielsweise Yusuf al-Qaradawi oder Mustafa Cerić aus Sarajevo; al-Ghazali vor 900 Jahren:

    „Voller Treue und Eifer soll der einfache Muslim die Gelehrten nachahmen, die Erben der Propheten. Die Gelehrten sollen die Gottesfreunde, Propheten und Engel bis zur Auslöschung aller menschlichen Eigenschaften imitieren, damit sie im Paradies zu menschengestaltigen Engeln verwandelt werden.“

    Nur dem schariatisch korrekt Handelnden gelinge es in seinem Leben, die das Seelenheil gefährdenden Extreme zu vermeiden. Wer nicht islamisch korrekt lebt, zeige Glaubensmangel (und ist ein Extremist). Glauben heißt gehorchen! Das ist die Botschaft eines ernsthaft an al-Ghazali ausgerichteten Islamischen Religionsunterrichts (IRU).

    Um die Frauenfrage war der vor 900 Jahren verstorbene Gelehrte besonders bemüht, wie man im Al-Ḥyā ‘Ulūm ad-Dīn (Die Wiederbelebung der religiösen Wissenschaften) erfährt:

    „(The woman should stay in her house) Sie muss im Hof bleiben und sich um die Wäsche kümmern. Sie darf nicht allzu oft ausgehen (Elle ne doit pas sortir trop souvent), muss einfältig und gutmütig sein, darf keinen allzu geselligen Umgang mit den Nachbarn haben und sie nicht öfter besuchen, als es absolut unverzichtbar ist. Sie muss sich sehr um ihren Ehemann kümmern und ihn respektvoll behandeln. Ohne seine Einwilligung darf sie das Haus nicht verlassen (She should not go out of her house except by his permission).“

    So also denkt der bedeutendste islamische Theologe und will eine Religion, in der die Frau dem Ehemann gehorchen muss, wenn er ihr verbietet, auf die Straße zu gehen. Unattraktiv muss die Tugendhafte wirken, und anonym wie ein Zombie durch Nebengassen huschen:

    „Dabei hat sie [beim Ausgehen, beim Verlassen des Hauses] abgetragene Kleidung anzulegen (Elle devra revêtir de vieux vêtements) und sich nur auf unbelebten Straßen zu bewegen. Die öffentlichen Märkte muss sie meiden und sicherstellen, dass niemand sie an ihrer Stimme erkennt. Sie darf sich nicht an einen Freund ihres Ehemannes wenden, selbst wenn sie seine Hilfe gerade nötig hätte.“

    Religionslehre an öffentlichen Schulen darf nicht dazu beitragen, Rechtsstaat und bürgerliche Ordnung zu ironisieren und zu erodieren. Bevor die heutigen Islamverbände staatlicher Ansprechpartner für einen bekennenden Religionsunterricht sein können, ist der Verzicht auf die Wortwörtlichkeit von Koran und Hadith zu erklären. Der Aufbau von Fiqh-Justiz (Fatwa-basierten Schiedsstellen, Schariagerichtshöfen) darf nicht betrieben werden.

    Wer die Parteigänger eines al-Ghazali heute, auch in Osnabrück, nicht als reaktionär bezeichnet, wird dazu beitragen, die aus Sicht der deutschen Islamverbände angeblich „zu muslimisierenden“ Kinder und Jugendlichen in einen zunehmenden Wertekonflikt mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung zu bringen.

    Wir müssen feststellen, dass Bülent Ucar den 2011 unkritisch gelobten hochmittelalterlichen Theologen bislang sehr einseitig dargestellt hat. Die Universität Osnabrück muss sich von Abu Hamid al-Ghazali distanzieren, dessen wörtlich verstandene Islamische Lehre in der freiheitlichen Deomokratie kein Unterrichts- oder Ausbildungsfach sein kann.

    Edward von Roy
    Diplom-Sozialpädagoge (FH)

    Gabi Schmidt
    Sozialpädagogin

    Q u e l l e n

    Al-Ghazali`s Ihya‘ Ulum al-Din, REVITALISATION OF THE SCIENCES OF RELIGION

    The woman should stay in her house … She should not go out of her house except by his permission. (p 235)

    Criterion of Action (Mizan al-‘Amal), bei: S. Dunya, Kairo 1964

    http://www.ghazali.org/works/mizan-en.htm

    Revivification des sciences de la religion, cité par Ghassan Ascha, Du statut inférieur de la femme en Islam, l’Harmattan, Paris 1987, p. 41.

    http://www.denistouret.fr/textes/al_Ghazali_Algazel.html

    http://fr.narkive.com/2004/12/28/1753783-le-statut-inferieur-de-la-femme-en-islam.html

    Zu al-Ghazali und die Frauen vgl. auch Describing Women and Their Good and Bad Points

    Imam Ghazali: Counsel for Kings [Nasihat al-Muluk], London, Oxford University Press, 1964, pp. 158-173

    http://www.globalwebpost.com/farooqm/study_res/ghazali/women_good_bad.html


  4. Edward Says:

    Al-Ghazali`s Ihya’ Ulum al-Din, REVITALISATION OF THE SCIENCES OF RELIGION

    The woman should stay in her house … She should not go out ofher house except by his permission. (p 235)

  5. Jacques Auvergne Says:

    Das Buch über den Tod
    Aus dem Meisterwerk „Al-Ihya Ulumiddin“
    Von Hudschatul Islam Imam Ghazali

    „Der Gesandte Allahs sagte, ‘Allah hat einen Engel, zwischen dessen Augenecken eine Entfernung von hundert Jahresreisen liegt.’ Wie stellst du dir vor, wirst du zu dieser Zeit aussehen, wenn du diesen und ähnliche Engel, die herabgesandt worden sind, um dich zum Ort der Vorführung zu bringen, erblickst und die, trotz der Mächtigkeit ihrer Gestalt, niedrig im Vergleich zu der Strenge dieses Tages sind, da sie Allahs Zorn auf seine Diener wahrgenommen haben. Wenn sie herunterkommen, wird jeder Prophet, jeder Heilige und jeder Rechtgeleitete auf seine Knie niederfallen und fürchten, daß er es ist, der weggebracht werden soll. Und wenn so schon der Zustand der Frommen ist, wie wird dann erst der Zustand der rebellischen und sündigen Menschen sein?“ …

    Der Gesandte Allahs sagte, ‘Ein einzelner Mann im Paradies wird 500 Huris heiraten, 4.000 Jungfrauen und 8.000 entjungferte Frauen. Er wird jede von ihnen für eine Zeitspanne umarmen, die seiner Lebensspanne in der Welt entspricht.’ …

    Anas sagte, ‘Der Gesandte Allahs sagte einmal, „Die Huris des Paradiess werden singen, ‘Wir sind die wunderschönen Huris, und werden verborgen gehalten für ehrenwerte Gatten.“ ‘

  6. Väinämöinen Says:

    Abu Hamid al-Ghazali (450-505 AH/1058-1111 AD)
    900 year Anniversary: (2011-12-18).

    Symposium – Marmura University 2011-10 (7-9)
    Conference – Ohio State University 2011-11 ( 10-12)
    Conference – Yale University 2011-12 (9-10)

    http://www.ghazali.org/index.html


    Yale, Teilnehmer u.a.:

    Anna Ayse Akasoy, Oxford University
    “Al-Ghazali, ‘Religionswissenschaft,’ and Inter-religious Dialogue”

    Katharina Völker, University of Otago, New Zealand
    “The Ghazali-Reception Among Muslim Intellectuals Living in Western Countries”

    Taneli Kukkonen, University of Jyväskylä, Finland
    “Al-Ghazali on Reason Going Wrong”

    Ulrich Rudolph, University of Zurich, Switzerland
    “Al-Ghazali’s Concept of Philosophy”

    http://www.yale.edu/macmillan/cmes/alGhazali/participants.html

    Ablauf

    http://www.yale.edu/macmillan/cmes/alGhazali/schedule.html


    Ohio, wissenschaftliche Redner u. a.

    Dr. Ahmad Ahmad, professor of Religious Studies at the University of California in Santa Barbara

    Prof. Charles E. Butterworth has been Past-president of the American Council for the Study of Islamic Societies (ACSIS) as well as of the Société Internationale pour l‘Étude de l‘Histoire de la Philosophie et la Science Arabe et Islamique (SIHSPAI), Continuing Education and Extension Project for Palestinians and Teachers on the West Bank and in Gaza (CEEPAT), For several years he was the Principal Investigator for the Smithsonian-sponsored Project in Medieval Islamic Logic in Cairo, Egypt

    Prof. Hans Daiber: One of the most eminently qualified scholars in the diverse fields of Islamic philosophy, theology, the Greek heritage in Islam, and the history of Arabic literature, Dr. Hans Daiber is currently a professor emeritus, having held the chair of Oriental Philology at the Johann Wolfgang Goethe University in Frankfurt am Main

    Prof. Therese-Anne Druart

    Prof. Ken Garden is currently a professor in the Department of Religion at Tufts University

    Dr. Frank Griffel has been a Mellon Fellow at the Institute for Advanced Study in Princeton, New Jersey; he has also been a research fellow at the Orient Institut der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, in Beirut, Lebanon

    Dr. Birgit Krawietz is a professor of Islamic Studies at the Freie Universität Berlin

    Dr. Taneli Kukkonen is Research Professor in Antiquity, University of Jyväskylä; in 2012, he starts at a position in Islamic Studies at the University of Otago, New Zealand

    Prof. Luis Xavier Lopez-Farjeat is currently a resident Member of the Center of Theological Inquiry at Princeton University

    Dr. M. Sait Ozervarli has been a fellow of the Institute for Advanced Study at Princeton University, and serves as a member of the Center for Islamic Studies in Istanbul, Turkey

    http://www.islamandrationality.org/participants/2011/8/8/presenting-scholars.html

  7. Kalevala Says:


    Aus dem Kommentarbereich:

    Kirchturmpolitik oder schleichende Rechtsspaltung?

    Islam ist beides, 100 % Heilssicherung (Religion) und 100 % Wohlverhalten (politisches System und Justizsystem).

    Wird hier lediglich etwas nervige Lobbyarbeit für Minderheiten gemacht, leider von der Allgemeinheit finanziert, oder droht das Islamische Sonderrecht beispielsweise über das Familienrecht einzuziehen?

    Was wird Lebensgefühl und Lehrstoff der Osnabrücker Lehrstätte für Islamische Theologie sein, Integration aller Menschen in die kulturelle Moderne oder die allmähliche Zerlegung der Gemeinschaft in eine Art Apartheid?

    Die elitären Damen und Herren, die da in erhobener Gestimmtheit weißliche und himmelblaue Luftballons erhöhen (Allahs himmlische Herrschaft erden?), haben sie sich jemals von der ungleichbehandelnden (diskriminierenden) Scharia distanziert?

    Den Ausgang des Dreißigjährigen Krieges sollte man nicht strapazieren, wenn man die allgemeinen Menschenrechte und die deutsche Rechtseinheitlichkeit erhalten will. Der „Frieden“ von 1648 gründete auf der (beibehaltenen, mag sein) Zertrümmerung des deutschen Sprachraums in religionsrechtlich differenzierte Zonen: Cuius regio, eius religio: wem das Land gehört, der herrsche auch religionspolitisch.

    Alles erinnert ein wenig an die Lage kurz vor dem Zerreißen des südasiatischen Subkontinents in Pakistan bzw. Bangladesch und Rest-Indien.

    Wir sollten den Begriff des Bürgers (citoyen, citoyenne) höher halten als die heiligen Schriften.

    Edward von Roy

    http://www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/niedersachsen/67517419/bundesweit-groetes-institut-fuer-islamische-theologie-in-osnabrueck-eroeffnet

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    Interessantes berichtet Hermann Horstkotte. Den Islamaufhübschung betreibenden Postmodernen um Annette Schavan war ein Herr der Millî Görüş unangenehm, vielleicht wäre der Ministerin ein muslimbrudernaher ECFR-Scheich oder ein ein waschechter Teheraner Ayatollah lieber gewesen, oder hätten auch die den Islam irgendwie falsch verstanden:

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    Es gibt Streit am gerade eröffneten Institut für Islamische Theologie der Universität Münster: Bundeswissenschaftsministerin Annette Schavan hat einen muslimischen Kandidaten für den Islam-Beirat abgelehnt. Angeblich bestehen Zweifel an dessen Verfassungstreue.

    (…) Eröffnung des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster. Dabei sahen Schavan und alle Festredner einen Punkt hinweg: Denn mit dem „Konfessionellen Beirat für Islamische Theologie“ ist etwas schief gegangen, dem Gremium also, das als Glaubenswächter eine Rolle wie die Kirchen bei den traditionellen Theologischen Fakultäten spielen soll. Notbremse Die Uni-Satzung schreibt acht Mitglieder vor, aber der achte Platz ist bis heute verwaist. Ministerin Schavan hat einen Kandidaten auf der Vorschlagsliste der Hochschule abgelehnt. …

    Tatsächlich aber hat Schavan offenbar nur die Notbremse bei einem Kandidaten gezogen, an dessen Grundgesetztreue Zweifel bestehen. Unirektorin Ursula Nelles hätte ihn trotzdem ernennen können, aber dann kein Geld aus Berlin bekommen.

    Keine Akzeptanz

    Die Ablehnung stützt sich darauf, dass der Aspirant der islamischen Gemeinschaft Milli Görüs zugerechnet wird. Der bescheinigen Verfassungsschützer erhebliche Demokratiedefizite. Schon seit Jahren, auch bei anderen Gelegenheiten wie der „Deutschen Islamkonferenz“, will die Bundesregierung Milli Görüs nicht als Verhandlungspartner akzeptieren.

    Dass trotzdem jemand aus diesem Kreis auf die Berufungsliste für den Beirat gelangte, hängt mit der münsterschen Beirats-Ordnung zusammen. Danach überlässt die Uni vier der acht Sitze dem „Koordinationsrat der Muslime in Deutschland“ (KRM), ihrem obersten Dachverband. Anscheinend versuchte der KRM, über den Beirat einen Vertreter von Milli Görüs an den mit Millionen Euro Bundesmitteln gedeckten Tisch zu setzen.

    Schwerwiegender Konstruktionsfehler

    In der Personalaffäre zeigt sich offenbar ein schwerwiegender Konstruktionsfehler der Beiratsordnung. Darüber wurde im Vorjahr im Senat der Uni, ihrem obersten Leitungsgremium, lange gestritten (…)

    Hermann Horstkotte 06.11.2012

    http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/Islam-Beiratskandidat-soll-Demokratiedefizite-haben;art993,1815342


  8. Kamp Says:

    Also ehlich ihr seid ja sehr objektiv….

  9. Schariagegner Says:

    #Kamp

    „Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.“

    Christian Wallner (1948-2010)

  10. Diskussion zum Werteverständnis des Islam Says:

    Loch Ness (Schottland) — Mit Nessie, dem schwimmenden Drachen oder selten auftauchenden Geistwesen verhält es sich so, dass es ihn objektiv betrachtet „gar nicht gibt“, wie uns wohl jeder Biologe sinngemäß erklären könnte.

    Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) — Doch auch mit dem Islam verhalte es sich so, dass es ihn recht eigentlich „so gar nicht gibt“, wie die SPD im Landesverband MVP beschwört und Widerspruch offensichtlich gar nicht erst zulässt. Durchaus praktisch; einen Islam, den es „gar nicht gibt“ oder jedenfalls „so“ nicht (den es „so gar nicht gibt“), braucht man als Sozialdemokrat nicht zu kritisieren und kann ihn unbesorgt durchwinken, integrieren.

    Statt wie geboten die universellen Menschenrechte einzufordern und auf die tausendfache Kollision zwischen Scharia und Grundgesetz hinzuweisen, reden die Gastgeber der Veranstaltung am Monatsersten allen Ernstes von „Kulturkreisen“ und „europäischen Werten“.

    Dass es die Gesetzlichkeit der Scharia als die Lebensweise von Koran und Sunna für die SPD „so gar nicht gibt“, ist leider kein Aprilscherz.
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    01.04.2016 in Schwerin:

    Islam in Deutschland – die Bedeutung für unsere Identität

    Der Begriff „Islam“ löst unterschiedliche Emotionen aus – von Ablehnung und Hass gegenüber Muslimen auf der einen Seite bis zur totalen Verteidigung eigener kultureller Identität auf der anderen Seite. Die Debatte um den Islam, seine Werte und Ausprägungen wird seit Jahren auch in Deutschland kontrovers und teilweise vereinfacht geführt, hat aber im Zuge von internationalem Terrorismus und der Flüchtlingskrise noch einmal an Schärfe gewonnen.

    Dabei betonen die einen, dass der Islam zu Deutschland gehöre, wogegen andere überzeugt sind, dass diese Glaubensrichtung mit der freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung unvereinbar sei. Unter die Räder gerät dabei eine differenzierte Betrachtung des Islams, wobei oft vergessen wird, dass es „den Islam“ oder „die Muslime“ so gar nicht gibt.

    Wir wollen wissen: Wie sehen die vielfältigen Identitäten von in Deutschland lebenden Muslimen heute aus und wie verändern sich diese im Lichte öffentlicher Diskurse? Was passiert bei der Überschneidung unterschiedlicher Kulturkreise? Welche Sicht auf den Islam haben wir in Europa und warum? Was kann Bildung leisten, um die Komplexitäten der muslimischen Lebenswirklichkeiten abzubilden? Passen europäische Werte und die des Islam zusammen und – vor allem – wie ist ein besseres Verständnis füreinander möglich?

    Diese und andere Fragen rund um das Thema Islam werden wir diskutieren. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

    https://www.fes.de/de/fes-landesbuero-in-mecklenburg-vorpommern/artikelseite-landesbuero-mecklenburg-vorpommern/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1034&cHash=9703cbdd21618fb2c76237bee69f7c21

    Freitag, 01.04.16 – Schwerin

    Islam in Deutschland – die Bedeutung für unsere Identität?

    Veranstaltungsnummer: 201073

    https://www.fes.de/de/veranstaltungen-detailansicht/veranstaltung/detail/201073/

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    Islam in Deutschland – die Bedeutung für unsere Identität

    (Diskussion am 01. April in Schwerin mit Prof. Dr. Stefan Weber, Direktor des Museums für Islamische Kunst in Berlin, Mina Ahadi, Referentin der Kritischen Islamkonferenz und Menschenrechtlerin sowie Dr. Hikmat Al-Sabty, MdL MV zum Werteverständnis des Islam.)

    Der Begriff „Islam“ löst unterschiedliche Emotionen aus – von Ablehnung und Hass gegenüber Muslimen auf der einen Seite bis zur totalen Verteidigung eigener kultureller Identität auf der anderen Seite. Die Debatte um den Islam, seine Werte und Ausprägungen wird seit Jahren auch in Deutschland kontrovers und teilweise vereinfacht geführt, hat aber im Zuge von internationalem Terrorismus und der Flüchtlingskrise noch einmal an Schärfe gewonnen.

    Dabei betonen die einen, dass der Islam zu Deutschland gehöre, wogegen andere überzeugt sind, dass diese Glaubensrichtung mit der freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung unvereinbar sei. Unter die Räder gerät dabei eine differenzierte Betrachtung des Islams, wobei oft vergessen wird, dass es „den Islam“ oder „die Muslime“ so gar nicht gibt.

    Wir wollen wissen: Wie sehen die vielfältigen Identitäten von in Deutschland lebenden Muslimen heute aus und wie verändern sich diese im Lichte öffentlicher Diskurse? Was passiert bei der Übersch neidung unterschiedlicher Kulturkreise? Welche Sicht auf den Islam haben wir in Europa und warum? Was kann Bildung leisten, um die Komplexitäten der muslimischen Lebenswirklichkeiten abzubilden? Passen europäische Werte und die des Islam zusammen und – vor allem – wie ist ein besseres Verständnis füreinander möglich?

    Diskussion mit Prof. Dr. Stefan Weber, Direktor des Museums für Islamische Kunst in Berlin, Mina Ahadi, Referentin der Kritischen Islamkonferenz und Menschenrechtlerin sowie Dr. Hikmat Al-Sabty, MdL MV

    Moderation: Ramon Schack, Autor und Journalist

    Ort: Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstraße 12, 19055 Schwerin

    Kooperationsveranstaltung mit der Friedrich-Ebert-Stiftung MV

    http://www.europa-union-mv.de/hb/news/news/islam-in-deu/

    Hikmat Al-Sabty

    Hikmat Al-Sabty (* 1. Juli 1954 in Nasiriya, Irak) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Er ist seit 2011 Abgeordneter im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern.

    Im Sommer 2011 beteiligte er sich an der Aktion „Willkommen in Palästina“, bei der zahlreiche Aktivisten über den israelischen Flughafen Ben Gurion in die Palästinensischen Autonomiegebiete einreisen wollten. Darüber berichtete er in Rostock. Die Einreiseaktion wurde unter anderem vom Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, als Provokation gegenüber Israel bewertet. Der Landesverband der Julis Mecklenburg-Vorpommern (Junge Liberale) kritisierte das Verhalten von Al-Sabty und dessen Bericht als einseitig.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hikmat_Al-Sabty

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