Offener Brief an die Landtagsabgeordneten zu KRM und Beirat

يوم حقوق الإنسان ‏

yaum ḥuqūq al-insān

Human Rights Day

Internationaler Menschenrechtstag (10. Dezember)

Die Landesregierung, der Verbandsislam und die Suche nach dem bekennenden Religionsunterricht

Als verfassungswidrig könnte sich das zwischen Nordrhein-Westfalen und den im Koordinierungsrat (KRM) zusammengeschlossenen Islamverbänden am 22.02.2011 „verabredete“ Beiratsmodell erweisen.[1] Plan ist, dass der KRM einen Beirat bildet, der dann legal als staatlicher Ansprechpartner funktionieren soll, um einen Religionsunterricht mit Bekenntnischarakter anzubieten.

Am 14. September 2011 wurde dazu im Düsseldorfer Landtag das Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz, Drucksache 15/2209) von Sachverständigen besprochen und der Öffentlichkeit vorgestellt (vgl. Ausschussprotokoll Drucksache APr 15/278 vom 14.09.2011).[2] Das Gesetz wird nun in den Fraktionen beraten.

Zum zehnten Dezember 2011, dem internationalen Menschenrechtstag (Human Rights Day). Offener Brief an die Landtagsabgeordneten in NRW von Edward von Roy, dem Verfasser der Petition gegen das Löhrmannsche Beiratsmodell.[3]

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Mönchengladbach

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,

beim Thema Islam reden wir über eine Sache, die jeder von uns als sein bester Experte kennt, über Religion. Lerne ich jemanden wirklich gründlich kennen, finde ich seine oder ihre etwaige, persönlich erarbeitete Spiritualität interessant und würdevoll, eine kantige atheistische Haltung allerdings nicht minder und das kann dann natürlich auch eine ex-muslimische Position sein. Deutschlands so genannte Muslime sind keine Spezies, keine Sorte Mensch, sondern Bürger bzw. Staatsbürger. Wir integrieren ins Grundgesetz hinein, nicht in das islamische oder sonstige Religionsgesetz.

Es mag so sein, dass ‚der Mensch‘ seit Jahrtausenden religiös ‚ist‘ und dazu berufen, Sinn und Alltag, Denken und Hoffen autonom (hoffentlich) zu verknüpfen. Viel entscheidender ist dabei, dass der Islamische Religionsunterricht den säkularen Rechtsstaat nicht als Provisorium der Allahkratie darstellt, dass er das Grundgesetz nicht im Namen des Jenseits ironisiert und die jungen Menschen nicht allmählich von den 1948 festgelegten Standards der allgemeinen Menschenrechte (AEMR) entfremdet. Den 63. Tag der Bekundung der AEMR dürfen wir in einer Woche feiern, am Zehnten Dezember, dem Human Rights Day.

Am 14.09.2011 hätten in Düsseldorf im Haus des Landtags die Worte Millî Görüş, Muslimbruderschaft, Fiqh und Scharia (šarīʿa) problematisiert werden sollen – und dazu überhaupt erst einmal ausgesprochen werden müssen. Beides ist nicht geschehen. Nach den Gründen sollte man fragen: Ist der ZMD, insbesondere die IGD zu Scheich Yusuf al-Qaradawi (Chef des ECFR)[4] auf Distanz gegangen? Halten Islamrat und insbesondere IGMG Necmettin Erbakan für jemanden, der den Islam falsch verstanden hat? Will der KRM auch über den nordrhein-westfälischen Islamischen Religionsunterricht (IRU) dazu aufrufen, die religiösen Erklärungen oder Rechtsgutachten von Muftis wie Mustafa Cerić (im ECFR) einfach nicht ernst zu nehmen?

Auch Lamya Kaddor hätte zitiert und problematisiert werden müssen (Quelle: CIBEDO):

„Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“[5]

Kaddor forderte am 14.09.2011 auch nicht den Wegfall der diskriminierenden Schariagesetze etwa im Familienrecht der Staaten Malaysia, Pakistan oder Ägypten, sondern orakelte: „Das Ziel muss sein, einseitige Darstellungen und Dogmatismus zu verhindern, insbesondere zum Beispiel in Frauenfragen, in der Sicht auf Nichtmuslime.“ Ob sie der Kairoer al-Azhar oder der pakistanisch geprägten Darul ‚Uloom „Dogmatismus“ vorwirft und den international aktiven Scharialobbyisten von Muslimbruderschaft oder Millî Görüs ‚Einseitigkeit“, ließ Frau Kaddor leider offen.

Unverhandelbares Zentrum jeder Erziehung muss die AEMR sein, die auch im Namen von Tradition oder Religion nicht außer Kraft zu setzen ist. Kofi Annan weiß:

„Es ist die Allgemeingültigkeit, die den Menschenrechten ihre Kraft verleiht. Sie gibt ihnen die Stärke, jede Grenze zu überwinden, jede Mauer zu erklimmen, jeder Macht zu trotzen. Der Kampf für allgemeine Menschenrechte war immer und überall ein Kampf gegen alle Formen der Tyrannei und Ungerechtigkeit – gegen Sklaverei, gegen Kolonialismus, gegen Apartheid. Dies ist heute nicht anders.“[6]

Der orthodoxe Islam der Gegenwart, der 1990 die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam (Cairo Declaration on Human Rights in Islam (CDHRI) verkündete, kann mit universellen Menschenrechten nichts anfangen und kultiviert den Fiqh (Sakraljurisprudenz). Die ʿUlamāʾ (die islamischen Gelehrten, sg. ʿĀlim) geben Befehl, der Mufti (Sarajevo: Großmufti Mustafa Cerić, ECFR) klärt letzten Zweifel. Der Schariaverweigerer brutzelt auf ewig in der Feuergrube, weil er den Sinn gelingenden menschlichen Lebens verfehlt hat, den Rechtsgehorsam nach Maßgabe von Scharia und Fiqh. Wenn die Gottheit Souverän und die Scharia die Wolke ist, regnen Gesetze vom Himmel:

„Der Fiqh ist der Niederschlag der islamischen Wohlverhaltensdoktrin (Scharia), wie er im Koran begründet ist und durch die Tradition oder Sunna [das ist der mehrbändige Hadith als die prophetische Überlieferung und die Sira, die prophetische Biographie) zusätzlich abgesichert ist. Der Fiqh wird durch die Regelungen und Interpretationen der islamischen Juristen legalisiert und damit verwirklicht.“[7]

Islam pur, Scharia ‚unplugged‘ heißt, zu bekennen: Unislamisches Leben ist sittlich minderwertig und kraftvoll verächtlich zu machen, schariagemäße ‚Orthopraxie‘ (Wohlverhalten) ist in Familie und Straßenzug durchzusetzen (ḥisba, Hisba), für die Frau ist der Schleier (ḥiǧāb, Hidschab) Pflicht. Die Ungläubigen und ihre Verhaltensweisen sind zu meiden, unislamisches Wissen ist ‚falsches Wissen‘.

„Im Islam ist die [dem gänzlichen menschlichen Verstehen enthobene] Scharia Moralkodex und Religionsgesetzlichkeit.“[8]

Hisba, die [bedarfsweise gewalttätige] Wahrung der Ordnung nach den Gesetzen Allahs.[9] Theologische Grundlage der Hisba ist die Pflicht jedes Muslims, „zu gebieten, was recht ist und zu verbieten, was verwerflich ist“ (al-amr bil-maʿrūf wan-nahy ʿani l-munkar), Koran 3:110. Heutige Hisba organisieren beispielsweise die ägyptischen Muslimbrüder sowie unbegrenzt durchsetzungsfähige Kräfte in Nigeria und Afghanistan.[10]

Politische Kultur nebst Meinungsbildung und Abstimmungsverhalten müsse wieder vom Allah inspiriert sein, fordert der ägyptische Kleriker Mahmoud Amer, was zur „himmlischen“ Folge hat, dass Muslime keine Nichtmuslime wählen dürfen.[11]

Amer erklärt: „Was ich gesagt habe ist, dass es einem Muslim nicht erlaubt ist, jemanden zu wählen, der sich nicht für die Umsetzung der Scharia begeistert und sich nicht politisch dafür einsetzt.“[12]

Zurück in den Düsseldorfer Landtag, wo am 14.09. das zwar unwissenschaftliche, aber sehr religiöse und koranisch verheißene Weltgericht in Form eines Berichts über einen deutschen islamischen Geistlichen durchaus zur Sprache kam: „Der Lehrer muss den Kindern im Religionsunterricht schon vermitteln, dass sie, wenn sie nicht beten, in die Hölle kommen.“ An dieser pädagogisch entscheidenden Stelle jedoch verblüffte und beschämte Bernd Ridwan Bauknecht (Bonn) das Auditorium zielsicher: „Er hat das nicht so gemeint, das ist mir schon klar. Es war auch ein netter Mensch.“ Nein Herr Bauknecht, Sie sind im Irrtum befindlich, Ihr DITIB-Imam hat ‚das‘ (!) sehr wohl ’so gemeint‘, und nette Menschen sind wir alle.

Auch an der Andreasschule in Bonn-Rüngsdorf, wo der Konvertit Islamkunde unterrichtet, werden junge Muslime nicht dazu aufgerufen, den Glauben an Teufel und Höllenfeuer für falsch zu halten oder für einen antiquierten Islam. Von der Scharia und ihrem Niederschlag irdischer Gesetze distanziert sich Bauknecht möglicherweise ebenso wenig wie von der Islamtheorie und Islampraxis der Theologen des European Council for Fatwa and Research (ECFR).

Im Schulbuch Saphir 5/6 belehrt man die Kinder in Bezug auf das Paradies. Seite 19 stellt das islamische Glaubensbekenntnis (Schahada) richtig dar, nämlich als unverzichtbaren Teil der Heilssicherung: „um dem Toten mit Gottes* Hilfe den Weg ins Paradies zu ebnen.“ Die Sache mit der ewigen Feuergrube haben die Herausgeber Lamya Kaddor, Rabeya Müller und Harry Harun Behr bemerkenswert gelöst, die für Schriftgläubige sozusagen unentbehrliche Hölle wurde in diesem Buch einfach übergangen.[13] Warum verschweigt man die Hölle (und gibt sie nicht als geistig mittelalterlich und heute unpädagogisch auf), erscheint Kaddor die ewige Strafe als nicht jugendfrei bzw. nicht kindgerecht? Ein Mitarbeiter an Saphir 5/6 war Bernd Ridwan Bauknecht, mitverantwortlich für Team NRW.

Vom Kitsch-Islam zum echten Islam. Allah sagt:[14]

Sure 23:103

Diejenigen aber, die leichte Waagschalen haben, sind dann ihrer selbst verlustig gegangen. Sie werden (ewig) in der Hölle weilen.

Sure 23:104

Das Feuer verbrennt ihnen das Gesicht, wobei sie (in ihrer Qual) die Zähne fletschen (kaalihuun).

Sure 11:106

Die Unseligen werden dann im Höllenfeuer sein, wo sie (vor Schmerzen) laut aufheulen und hinausschreien

Sure 4:56

Diejenigen, die nicht an unsere Zeichen glauben, werden wir (dereinst) im Feuer schmoren lassen. Sooft (dann) ihre Haut gar ist, tauschen wir ihnen eine andere (dagegen) ein, damit sie die Strafe (richtig) zu fühlen bekommen. Allah ist mächtig und weise.

Neben dem Koran gibt es die Sunna. Auch der Hadith erläutert die ewige Qual für den Sünder.[15]

Sahih Muslim:

Es wird manche geben, denen reicht das Feuer bis zu ihren Knöcheln, anderen bis hoch zu ihren Knien, anderen bis hoch zu ihren Taillen und schließlich anderen bis hoch zu ihren Nacken.

Sahih Buchari:

Derjenige, der am Tag des Gerichts die geringste Strafe von den Menschen des Höllenfeuers erhalten wird, wird ein Mann sein, dem glühende Kohle unter den Bogen seines Fußes gelegt wird. Sein Gehirn wird davon kochen.

Auch at-Tirmidhi (825-892) ist informiert:[16]

Siedendes Wasser wird auf ihre Köpfe gegossen werden und es wird durch sie eindringen, bis es ihr Innerstes zerschneidet … Bis es aus ihren Füßen herauskommt und alles geschmolzen ist. Dann werden sie wiederhergestellt, wie sie waren.

Wenn Bernd Ridwan Bauknecht von Bonn-Rüngsdorf aus einen Islam ohne Hölle lehren möchte, einen Islam, der den Koran als Symbolsprache oder Allegorie begreift, die man weltweit gar nicht wörtlich nehmen soll, so mag er das der interessierten Öffentlichkeit doch einfach unmissverständlich mitteilen.

Die erwähnten, die Höllenstrafe brutal und einschüchternd beschreibenden Zitate aus Koran und Hadith gehören zwar zu den islamischen Glaubensgrundlagen, können aber aus (verfassungs-)rechtlichen (u.a.: Kinderrechtskonvention; Jugendschutzgesetz) und pädagogischen Gründen (Unzulässigkeit der ‚Schwarzen Pädagogik‘; Überwältigungsverbot; keine Erziehung zur ‚autoritären Persönlichkeit‘) an einer öffentlichen Schule nicht ohne Außenansicht und Kritik gelehrt werden.

Lamya Kaddor (in: Islamische Erziehungs- und Bildungslehre) bevorzugt es, höllenbezogen den Leser mit einem flackernden Plural von ‚Wahrnehmung‘ zu verwirren: „… dass der Sünder wie Brennholz in der Hölle sein wird. Aufgrund solcher Aussagen im Koran baut sich ein Bild in den Köpfen der Muslime auf, das Gott als strafenden Gott wahrnimmt.“ Ob die Lehrerin im nordrhein-westfälischen Schulversuch Islamkunde in deutscher Sprache (hier: Dinslaken-Lohberg) allerdings für einen ‚Abbau‘ dieses Bildes sorgen will oder Allahs Höllenstrafe für unsinnig und unislamisch hält, sagt sie uns auch auf Seite 98 nicht.[17]

Religionspädagoge Halit Ünal ermuntert die Jungen und Mädchen, an ihre Zukunft zu denken:

„Die Kinder sollen verstehen lernen, dass das Diesseits keinen Bestand hat. Deshalb sollen sie in zunehmendem Maße über ihren Zustand im Jenseits nachdenken und die Zwiesprache mit Allah suchen. (…) Der Unterricht soll den Islam von seinen wahren Quellen aus betrachtet vermitteln, um keinen Nährboden für falsche Auslegungen des Korans zu bieten. Ein verzerrtes Verständnis von Religion kann nämlich leicht zu Extremismus und Fanatismus führen.“

Soweit Halit Ünal in Islamischer Religionsunterricht: Hintergründe, Probleme, Perspektiven (hg. von Thomas Bauer, Lamya Kaddor, Katja Strobel).

Ein nordrhein-westfälischer staatlicher Ansprechpartner für Islamischen Religionsunterricht muss glaubhaft erklären, die jenseitszentrierten (‚heilssichernden‘) und auf Ungleichbehandlung (Diskriminierung) beruhenden Normen von Scharia bzw. Schariagesetz (Fiqh) nicht versetzungsrelevant zu lehren und den Schülern nicht werbend zu empfehlen.

Ganz anderes scheint der Koordinierungsrat der Muslime (KRM) in Deutschland zu erstreben, zwar weiß er vom Grundgesetz, doch:

„Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlagen des Koordinationsrats … Dieser Grundsatz darf durch Änderungen dieser Geschäftsordnung nicht aufgegeben oder verändert werden.“[18]

Glauben heißt Gehorchen, islamische Frommheit ist öffentlich überprüfbares (!) Wohlverhalten. Ein Leben außerhalb des Kollektivs der Schariagehorsamen ist ein misslingenes Leben, weiß der ZMD (1999), was heute beim BMBF (Impressum: Bundesministerium für Bildung und Forschung http://www.ganztagsschulen.org) nachzulesen ist:

„Eine islamische Glaubenspraxis ohne und außerhalb der Gemeinschaft der Muslime ist nicht denkbar. Aufgabe des Religionsunterrichts ist es daher, den Schülern die Wechselwirkung zwischen Gemeinschaft und Individuum bewusst zu machen, aufmerksam zu machen auf die Bedeutung der zwischenmenschlichen Beziehungen für die Entwicklung des Einzelnen, aber auch auf das Gelingen von islamischer wie allgemein menschlicher Gemeinschaft durch unterschiedliche Fähigkeiten und das Zusammenwirken ihrer Glieder.“[19]

In die kulturelle Moderne ist die Auffassung nicht integrierbar, dass die Religionszugehörigkeit des Vaters oder Großvaters den Lebensweg eines Kindes oder Jugendlichen total bestimmen soll. Jeder hat das Recht, seine Biographie autonom zu entwerfen.

Die im KRM engagierten, leider allesamt an der Wortwörtlichkeit von Koran und Sunna orientierten Islamverbände werden es dem ‚erfolgreich muslimisierten‘ Individuum wohl eher nicht ermöglichen, für sich selbst die ganze Fülle und Lebensqualität der AEMR zu ergreifen, schon gar nicht im Bereich einer säkularen Interpretation des islamischen Religiösen. Die Ulama und Scheiche beginnen, sich zwischen Regierung und ‚muslimische Ex-Bürger‘ zu schieben.

Die genannte Quelle Aufgaben und Ziele des Islamischen Religionsunterrichts (ZMD, Köln 1999, Seite 2) ordnet an, wie alle Kinder und Jugendliche die repressiven, kulturrassistischen und frauenfeindlichen Normen der Scharia zu etikettieren haben:

„Dabei sollen sie die Vorgaben des Korans und der Sunna als Hilfe und nicht als Maßregelung begreifen lernen.“

Ein Niveau wie im Katechismusunterricht der deutschen Fünfziger Jahre. Unter selbstbestimmter Spiritualität verstehen die Volksvertreter im Düsseldorfer Landtag hoffentlich etwas anderes.

Etwaige noch offene Fragen klären Mufti Mustafa Cerić und Scheich Yusuf al-Qaradawi, alles andere ist, so weiß der ZMD, im Buch der Bücher nachzulesen:

„Die Schüler sollen den Koran als das endgültige Wort Allahs verstehen lernen.“

Wie sollen die am IRU teilnehmenden Kinder und Jugendlichen angesichts einer derartigen Frömmigkeit AEMR und GG bewerten und empfinden, die doch sicherlich nicht das islamische „endgültige Wort“ sind?

Auch Pädagogin Kaddor (bei: CIBEDO 2008) ist bekennende Schriftgläubige als Muslima zweifele sie schließlich: „nicht daran, dass stimmt, was im Koran steht“. Aus der Hand von Dr. Maria Böhmer erhielt die offensichtlich mit vielen integrationsbezogenen Hoffnungen befrachtete Kaddor am 30.11.2011 die Integrationsmedaille. Unsere Staatsministerin scheint keine Sorgen zu haben, dass Kaddors den Koran zur zweifelsfreien Wahrheit erklärender und die Scharia nicht verwerfender Religionsunterricht die Integration erschweren und die Segregation befördern könnte.

GG Art. 5 stellt fest: Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung. Ein vermitteltes, ‚die Seele vor dem Höllenfeuer rettendes‘ Menschenbild und Gesellschaftsmodell wie das des orthodoxen Islam, in dem der Nichtmuslim und die Frau glaubensgehorsam wie islamjuristisch herabgesetzt sind, wird die Schülerin oder den Schüler in einen Wertekonflikt mit dem Grundgesetz bringen.

Der Konformitätsdruck wird in zunehmend islamfrommen Straßenzügen und Klassenzimmern leider rasch steigen und mit: „Das Kopftuch ist unsere Ehre – hast Du keine?“ verdeutlichen die ‚mobbenden Kopftuch-Mädels‘ der Schülerin mit offenen Haaren ihren Status.[20]

Wo die lokalen Inhaber der Meinungshoheit zum ‚korrekten Islamischen‘ jede junge Kopftuchverweigerin als Schlampe schildern, ist es auch einem Jungen oder einem Mann (das gilt auch für Nichtmuslime wie z.B. für viele Lehrer) nahezu unmöglich, dem Hidschab ‚bekennend‘ entgegenzutreten. Die Forderung der Scharia stellt Erol Pürlü (Düsseldorf 14.09.2011) korrekt dar: „Mit der Pubertät ist es ein Gebot, Kopftuch zu tragen.“

Sicherlich kann in Deutschland gemäß GG Art. 4 jeder sein Gottes- bzw. Weltbild ‚bekunden‘ und ‚bekennen‘, solange andere Grundgesetzesartikel und davon abgeleitete Regelungen nicht verletzt werden. Andererseits schließen sich die Wertauffassungen von AEMR und Scharia gegenseitig aus (Koran und Sunna: halbes Erbe für die Frau; ihre halb wertvolle Aussage vor Gericht; Ehe der Muslima mit einem Nichtmuslim verboten; Apostasieverbot; Schleierzwang).

Was tut der nordrhein-westfälische Landtag dafür, dass es jedem Bürger (also auch jedem so genannten Muslim) möglich ist, seine Ablehnung von Fiqh und Scharia zu ‚bekunden‘ und zu ‚bekennen‘, und zwar auch im Islamischen Religionsunterricht?

Lassen Sie mich zum Schluss den Text der Petition I.3/15-P-2011-05451-00) vom 20.09.2011 wiederholen, den der Düsseldorfer Landtag beschließen möge:

„Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) ist gegenwärtig kein Ansprechpartner für Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht; die am 22.02.2011 in Düsseldorf diesbezüglich getroffene Gemeinsame Erklärung des Koordinationsrats der Muslime (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, in der die Einberufung eines im Einvernehmen mit dem KRM zu besetzenden Beirats verabredet worden ist, ist für den Staat, hier vertreten durch das Bundesland NRW, nicht bindend; der von KRM und Schulministerin geplante Beirat ist nicht einzurichten.“

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

[1] Gemeinsame Erklärung des Koordinationsrats der Muslime (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen über den Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht

Die Unterzeichnenden verabreden die Einberufung eines Beirats, dessen Mitglieder unter Beachtung des Homogenitätsprinzips im Einvernehmen mit dem KRM benannt werden. Der Beirat formuliert die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land. Alle Beiratsmitglieder sind muslimischen Glaubens.

Der KRM nimmt es – unter Aufrechterhaltung seiner anderslautenden verfassungsrechtlichen Position – zur Kenntniss, dass der nordrhein-westfälische Landtag erwägt, fraktionsübergreifend ein Schulrechtsänderungsgesetz zu beschließen, das den islamischen Religionsunterricht rechtlich ermöglicht und auch für die rechtliche Absicherung des Beiratsmodells sorgt.

Um den Bedenken der Mitglieder des KRM zu begegnen, die Beiratslösung könne auf Dauer angelegt sein, wird ausdrücklich bekräftigt, dass es sich um eine zu befristende Übergangslösung handeln soll.

http://religion-recht.de/2011/02/islamischer-religionsunterricht-in-nordrhein-westfalen-mit-dem-krm/

http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/Pressemitteilungen/Gemeinsame_Erklaerung.pdf

http://gew-krefeld.de/Aktuelles-Archiv2011/0211/03/Islamunterricht_3.11.pdf

Die Ministerin macht Druck. Löhrmanns Schreiben an die Mitglieder des Landtags Nordrhein-Westfalen zum Thema „Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung über den Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht“

Schariafreundin Löhrmann am 24.02.2011 als Fachfrau für erleichtertes Zusammenleben:

„In der unterzeichneten Erklärung wird die Einberufung eines Beirats verabredet, dessen Mitglieder im Einvernehmen mit dem KRM benannt werden. Der Beirat formuliert die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land, alle Beiratsmitglieder sind muslimischen Glaubens. Mit diesem Beirat hat das Land Nordrhein-Westfalen nun für eine noch zu bestimmende Übergangsfrist einen institutionalisierten Ansprechpartner auf Seiten der Muslime, ohne dass die Mitglieder des KRM als Religionsgemeinschaften anerkannt werden.

Um die rechtlichen Grundlagen für den bekenntnisorientierten Islamunterricht zu schaffen und auch um für die rechtliche Absicherung des Beiratsmodells zu sorgen, muss das Schulgesetz geändert werden. Es wäre ein sehr gutes integrationspolitisches Signal, wenn dieses Gesetz fraktionsübergreifend aus der Mitte des Parlaments eingebracht und verabschiedet würde. …

Die Einführung des bekenntnisorientierten Islamunterrichts dient nachhaltig dem Wohl unseres Landes – das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher religiöser Orientierung wird dadurch spürbar erleichtert.

http://www.laga-nrw.de/data/110224_gemeinsame_erklrung_mswkrm.pdf

[2] Zum Gesetzentwurf hat im Landtag am 14. September 2011 eine Expertenanhörung stattgefunden. Protokoll.

http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMA15-278.pdf

Expertenrat zum geplanten islamischen Religionsunterricht

14.09.2011 – Nun haben CDU, SPD und Grüne gemeinsam einen Gesetzentwurf zur Einführung islamischen Religionsunterrichts als reguläres Schulfach auf den Weg gebracht. Die Mitglieder des Ausschusses für Schule und Weiterbildung (stellvertretender Vorsitz: Dr. Gerd Hachen, CDU) sowie des Unterausschusses Integration (Vorsitz: Arif Ünal, Grüne) spitzten heute in einer Expertenanhörung gespannt die Ohren, was die geladenen Sachverständigen vorwiegend aus Wissenschaft und muslimischen Verbänden zu dem Gesetzentwurf zu sagen hatten.

http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_II/II.1/Pressemitteilungen-Informationen-Aufmacher/Aufmacher/2011/09/Aufmacher118210.jsp

[3] Petition

I.3/15-P-2011-05451-00

Der Landtag möge beschließen:

Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) ist gegenwärtig kein Ansprechpartner für Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht; die am 22.02.2011 in Düsseldorf diesbezüglich getroffene Gemeinsame Erklärung des Koordinationsrats der Muslime (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, in der die Einberufung eines im Einvernehmen mit dem KRM zu besetzenden Beirats verabredet worden ist, ist für den Staat, hier vertreten durch das Bundesland NRW, nicht bindend; der von KRM und Schulministerin geplante Beirat ist nicht einzurichten.

Edward von Roy begründet:

Zur auf Ungleichbehandlung beruhenden, angeblich die Seele vor dem Höllenfeuer rettenden Pflichtenlehre der Scharia (Islamisches Recht) geht der KRM, der insofern als fundamentalistisch und reaktionär zu bezeichnen ist, nicht auf Distanz. Ein proschariatischer Verantwortlicher für die Inhalte des Islamischen Religionsunterrichts (IRU) jedoch wird die an staatlichen Schulen unterrichteten Kinder und Jugendlichen, auch die nichtmuslimischen, in einen Wertekonflikt mit den Standards der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) bringen, der Grundlage unseres Grundgesetzes (GG)

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/09/20/260/

[4] ECFR

Die Vereinigten Staaten fragen ihre Botschaften, ob der Europäische Rat für Fatwa und Forschung (ECFR) nach einer europäischen Anerkennung der Schariagesetze strebe.

The Bush administration asked its Dublin embassy to evaluate whether the European Council for Fatwa and Research (ECFR) was trying to have Sharia law recognised in Europe. …

It details how Washington asked its Dublin embassy to answer a series of questions on whether Irish-based groups like the ECFR, which is headquartered in Clonskeagh at the mosque of the Islamic Cultural Centre in Ireland, were trying to introduce Sharia law.

The ECFR is chaired by Qatar-based Egyptian cleric Yusuf al-Qaradawi, 84, a leading member of the Muslim Brotherhood, the embassy told Washington. He is now better known for the conservative views shared on his weekly talk show on Al-Jazeera.

Homosexuelle sind islamrechtlich zu töten, ein „leichtes“ Schlagen der Ehefrau ist dem Muslim nach einigen Mahnungen gestattet. In der Hierarchie der geistigen und geistlichen Autoritäten der Muslimbruderschaft steht Scheich Yusuf al-Qaradawi sicherlich sehr weit oben.

Among al-Qaradawi’s controversial views are that homosexuality is punishable by death, and that “lightly” beating one’s wife is permissible if all other means of persuasion have proven unsuccessful. Al-Qaradawi is considered a high-ranking leader within the Muslim Brotherhood’s intellectual movement.

The US was apparently concerned that the ECFR and similar groups were trying to force greater legal recognition for Islamic Sharia law in Western Europe, fearing that such laws were not compatible with democracy.

aus: TheJournal.ie (an Irish news website) 26.04.2011

http://www.thejournal.ie/usa-had-concerns-over-dublin-based-muslim-think-tank-wikileaks-126383-Apr2011/

im Bild: Die Moschee von Clonskeagh oder Islamic Cultural Centre of Ireland (ICCI) ist Sitz des den Muslimbrüdern verbundenen Gelehrtennetzwerks ECFR

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/3/31/Mosque_in_Clonskeagh.jpg

26.04.2008, Kommentator Shengyi:

The same goes for the European Council for Fatwa and Research: It is headquartered in the ICCI, it regularly meets there, the ICCI imam is ECFR general secretary and the ICCI publishes ECFR fatwas. It is very obviously important for the theological/political orientation of the ICCI and the ECFR must be mentioned in the article.

http://en.wikipedia.org/wiki/Talk:Islamic_Cultural_Centre_of_Ireland

28.04.2011 – IRELAND’S LARGEST Sunni mosque has tried to counter the perception … that it is dominated by groups such as the Muslim Brotherhood.

Weder in Kairo noch in Dublin dominiert die Muslim Brotherhood, Allahgott dominiert, die Bruderschaft setzt lediglich politisch um. Mit Koexistenz umschreiben Islamisten Apartheid oder Sezession:

The centre also argued that it calls for “integration and peaceful coexistence of Muslims and non-Muslims”. Rückzug und „Auswanderung“, abgeschottet von den Dhimmis, bis sich die Kräfteverhältnisse verschoben haben.

http://www.irishtimes.com/newspaper/ireland/2011/0428/1224295620891.html

ICCI – The Islamic Cultural Centre of Ireland was established in 1996 evolving, by Allah’s Will, into a distinguished landmark and an elite Islamic edifice not only in Ireland but in Europe as a whole.

Je mehr Schamhaftigkeit, desto mehr Allahkratie. Muslim women pray here. Muslim men and women pray at the same time but in separate locations due to modesty.

http://islamireland.ie/about.html

Dr. Nooh Al-Kaddo und Ahmed Al-Rawi vom Europe Trust arbeiten europaweit für mehr und mehr Waqf (waqf, Islamische Stiftung, pl. awqāf; türk. vakıf).

The Europe Trust is now more than ten years old and is proud of its distinctive approach of using awaqf (endowments) to generate resources to support many deserving organisations and community projects. … However, recognising that the lack of public awareness of awqaf is a major obstacle, which we need to overcome, and so we have joined forces with the Kuwait Awaqf Foundation and the Islamic Research and Training Institute of the Islamic Development Bank and organised a seminar, back in 2006. This was the first seminar of its kind and was intended to initiate consultation on the concept of waqf and to explore how awaqf can be used for community development projects.

http://www.europetrust.eu.com/

Sommer 2011, Irland lässt den radikalen Scheich nicht einreisen! Yūsuf al-Qaraḍāwī hat Selbstmord-Terrorangriffe verteidigt und die Todesstrafe für Homosexuelle islamisch begründet.

A CONTROVERSIAL religious leader with close links to Ireland’s largest Muslim organisation has been banned from entering the country, the Irish Independent has learned.

The Irish Naturalisation and Immigration Service refused to approve an entry visa for Sheikh Yusuf al-Qaradawi, an Egyptian cleric who has defended suicide bombing and advocated the death penalty for homosexuals.

Sheikh al-Qaradawi (84) is head of the European Council of Fatwa and Research (ECFR), a private Islamic foundation whose headquarters is in the Islamic Cultural Centre of Ireland (ICCI) in Clonskeagh, Dublin. (…)

Nooh al-Kaddo bestätigt, dass al-Qaradawis ECFR am ICCI angesiedelt war:

Despite Mr Al-Qaradawi’s controversial remarks, the ICCI, the largest Muslim organisation in the country, has refused to criticise him. Its chief executive, Dr Nooh al-Kaddo, confirmed to the Irish Independent that Mr Al-Qaradawi’s foundation had its headquarters at the ICCI. He described the sheikh as „widely respected“ and a „learned scholar“. „His views are representative of Islamic teachings and are not assumed to be a violation of same,“ said Dr al-Kaddo.

von: Shane Phelan: ‚Fatwa‘ sheikh with links to Irish Muslims is refused visa

in: Irish Independent 08.08.2011

http://www.independent.ie/national-news/fatwa-sheikh-with-links-to-irish-muslims-is-refused-visa-2842247.html

Sheikh al-Qaradawi (84) is head of the European Council of Fatwa and Research (ECFR), a private Islamic foundation whose headquarters is in the Islamic Cultural Centre of Ireland (ICCI) in Clonskeagh, Dublin.

Immigration officials are understood to have blocked his entry to the country after Mr Al-Qaradawi described suicide-bombing attacks on Israelis as “martyrdom in the name of God”.

The Irish Independent has learnt the elderly religious leader was denied a visa when he last tried to enter the country on ECFR business.

The Irish ban follows similar ones in the US and UK.

aus: Ireland: ‘Fatwa’ sheikh with links to Irish Muslims is refused visa

09.08.2011, Secular Europe Campaign

http://secular-europe-campaign.org/2011/08/ireland-fatwa-sheikh-with-links-to-irish-muslims-is-refused-visa/

Al-Qaradawi interdit de séjour en Irlande: protestation du Centre culturel islamique irlandais

Yusuf al-Qaradawi meint, Homosexuelle solle man doch am besten töten, und Apostaten seien unbedingt zu bekämpfen. Der Terrorismus der Hamas sei völlig akzeptabel, und in Adolf Hitler erblickt der Scheich göttliches Wirken:

Le Centre culturel islamique d’Irlande (Islamic Cultural Center of Ireland-ICCI), lié aux Frères musulmans, proteste après que le Service de l’immigration et des naturalisations ait renouvelé l’interdiction de territoire de cheikh Yussuf Al-Qaradawi en vigueur depuis trois ans. (…)

Conseil européen de la fatwa et de la recherche (CEFR) (en plus de présider le Conseil mondial des Oulémas, très respecté dans le monde sunnite) des attentats du Hamas, ainsi que par sa préconisation de tuer les homosexuels. Les autorités irlandaises auraient pu ajouter son enseignement d’abattre les apostats ainsi que sa vision d’Hitler comme un instrument divin. Le CEFR possède son siège social dans les locaux du Centre culturel, d’où l’irritation des responsables (…)

Nooh al-Kaddo refuse de condamner celui qui est „largement respecté“ en plus d’être un véritable „érudit“. „Ses positions sont fidèles aux enseignements de l’islam“ a expliqué al-Kaddo. (…)

Al-Kaddo est un membre du bureau de l’Union des organisations islamiques d’Europe (UOIE), dont la branche française est l’Union des organisations islamiques de France (UOIF)

bei: Observatoire de l’islamisation (Joachim Véliocas)

http://www.islamisation.fr/archive/2011/08/10/qaradawi-interdit-de-sejour-en-irlande-protestation-du-centr.html

im Bild: Pictured at the Inter-faith meeting in the Islamic Cultural Centre of Ireland were Dr Nooh Al-Kaddo, CEO, ICCI; Fr. Godfrey O’Donnell, Romanian Orthodox Church; Sheikh Husein Halawa, Imam of ICCI, Chairman of Irish council of Imams; Adrian Cristea, Integration Project, Irish Inter-Church Committee and Shaheen Ahmed, PR Officer, ICCI.

http://dublin.anglican.org/cmsfiles/images/galleries/full_mosque_visit_9.jpg

[5] IRU als wissenschaftsfreie Zone? Die Logik ist hier, Frau Kaddors Islam woanders? Lamya Kaddor: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“

http://www.cibedo.de/islamischer_religionsunterricht.html

[6] Generalsekretär Kofi Annan: Ihre Allgemeingültigkeit verleiht den Menschenrechten ihre Kraft

Die Menschenrechte sind das Fundament der menschlichen Existenz und Koexistenz. Die Menschenrechte sind allgemeingültig, unteilbar und voneinander abhängig. Es sind die Menschenrechte, die uns menschlich machen. Sie sind die Leitlinien, nach denen wir der Menschenwürde eine erhabene Stellung einräumen.

http://www.unric.org/de/pressemitteilungen/5047

[7] Der Fiqh ist die Islamische Sakraljurisprudenz. Wenn die Gottheit Souverän und die Scharia die Wolke ist, regnen Gesetze vom Himmel – demnächst auch in Europas Parlamente?). Heiligkeit begründet die Paragraphen im gelebten Islam. Justiz plus Seelenrettung.

Fiqh is an expansion of the code of conduct (Sharia) expounded in the Quran, often supplemented by tradition (Sunnah) and implemented by the rulings and interpretations of Islamic jurists.

http://en.wikipedia.org/wiki/Fiqh

[8] Sharia law is the moral code and religious law of Islam

http://en.wikipedia.org/wiki/Sharia

[9] Hisba. Ordnung schaffen mit Gewaltlizenz.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hisbah

[10] Hisba ganz praktisch. Vom Wortsinn her deutet der Begriff auf ausgleichen, gleich machen (siehe jüngere deutsche: Gleichschaltung). Die Pflicht jedes Muslims, „zu gebieten, was recht ist und zu verbieten, was verwerflich ist“ (al-amr bil-maʿrūf wan-nahy ʿani l-munkar) stellt in Ägypten, Nigeria und Afghanistan authentische islamische Gottesfurcht (taqva) her, notfalls mit Prügel.

http://fr.wikipedia.org/wiki/Hisba#Hisba_moderne

[11] A Muslim Is Not Allowed to Vote for a Non-Muslim Für Demokraten sicherlich keine gute Perspektive im Hinblick auf die Wahl von Klassensprecher, Bürgermeiser oder Landtagspräsident.

http://www.thememriblog.org/blog_personal/en/41281.htm

[12] 29.11.2011 – Mahmoud Amer: „Lassen Sie mich etwas hinzufügen,: Man darf nicht jemanden wählen, der bekanntermaßen nicht täglich fünf mal betet (…)

http://de.ibtimes.com/articles/25001/20111129/gyptischer-kleriker-mahmoud-amer-muslime-d-rfen-keine-nicht-muslime-w-hlen.htm

[13] Saphir 5/6. Wir reden ein bisschen vom Paradies und lassen die Hölle für heute weg. Seite 19: „um dem Toten mit Gottes* Hilfe den Weg ins Paradies zu ebnen.“

http://www.randomhouse.de/content/edition/excerpts/46058.pdf

[14] Hölle im Koran

http://www.koransuren.de/koran/koran_suren.html

[15] Hölle im Hadith

http://www.islamreligion.com/de/articles/382/

[16] Hölle bei at-Tirmidhi

http://www.islamreligion.com/de/articles/382/

http://www.way-to-allah.com/dokument/Eine_Beschreibung_der_Hoelle.pdf

[17] Lamya Kaddor hat gehört, „dass der Sünder wie Brennholz in der Hölle sein wird„, und beschreibt uns die Visualisierungen in den Köpfen der Frommen: „ein Bild in den Köpfen der Muslime …, das Gott als strafenden Gott wahrnimmt.“ Feiert Frau Kaddors Gott mit allen säkularen Muslimen und Ex-Muslimen ein ewiges Friedensfest, heute bleibt die Hölle kalt? In Wirklichkeit tritt die selbst ernannte deutsche Islamliberale den weltweiten islamgelehrigen Einschüchterern gar nicht entgegen. Das Schariarecht hat die Lehrerin auch nicht verworfen, weshalb der islamische Teufel und seine ewige Bleibe weiterhin islampädagogisch aktiv sind.

http://books.google.de/books?id=FXi1qkboZmgC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[18] Der KRM ist gegründet auf Koran und Sunna ewiglich plus eine Tagesdosis Grundgesetz. KRM, Geschäftsordnung in der Fassung vom 28.03.2007.

http://koordinationsrat.de/files/krm/krm_go.pdf

[19] Aus: AUFGABEN UND ZIELE DES ISLAMISCHEN RELIGIONSUNTERRICHTS, von: Zentralrat der Muslime in Deutschland (Hg.), Lehrplan für den islamischen Religionsunterricht, Köln 1999

http://www.ganztagsschulen.org/_downloads/ZDMIRU.pdf

[20] EMMA September/Oktober 2009

http://www.emma.de/ressorts/artikel/islam-islamismus/mobbing-gegen-kopftuchfreie-maedchen/

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28 Antworten to “Offener Brief an die Landtagsabgeordneten zu KRM und Beirat”

  1. Janoob al-Tareeq Says:

    Allerdings bewerteten einige Experten den Gesetzentwurf als nicht mit der Verfassung vereinbar. Nach ihr darf nicht der Staat darüber entscheiden, was im Religionsunterricht gelehrt wird, sondern die Religionsgemeinschaft. Eine formale Religionsgemeinschaft aller Musliminnen und Muslime gibt es in Deutschland aber bisher nicht. Daher sieht der Gesetzentwurf als Übergangslösung einen achtköpfigen Beirat vor, der die inhaltlichen Bestimmungen übernehmen soll. Zur Hälfte soll das Gremium den Koordinierungsrat der Muslime (KRM) repräsentieren, der vier große muslimische Verbände bündelt. Die andere Hälfte der Mitglieder soll im Einvernehmen mit den Verbänden besetzt werden. Aiman Mazyek vom Koordinierungsrat stellte in der Anhörung einige Bedingungen für ein Gelingen des Beiratsmodells auf. Beispielsweise forderte er, dass die anderen vier Mitglieder die KRM-Mitglieder nicht überstimmen dürften.

    Damit Willkür keine Chance bekomme, hielten es viele Sachverständige für notwendig, dass bei Entscheidungen des Beirats ausschließlich theologische und nicht politische Kriterien eine Rolle spielen dürften.

    Am Status einer Übergangslösung stießen sich einige Juristen. Der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Martin Stock von der Universität Bielefeld beispielsweise vermisste eine klare Zielvorgabe, zu der der Übergang führen solle. Zudem, ergänzte der Bundesverwaltungsrichter Dr. Kurt Graulich, gelte es, das Gesetz zu befristen, wenn es denn eine Übergangslösung sein solle. Der Staatskirchenrechtler Prof. Dr. Ansgar Hense befürchtete gar, dass sich diese dauerhaft etablieren könne. Gewissermaßen, argumentierte der Historiker Dr. Klaus Gebauer, werde sogar der Religionsunterricht instrumentalisiert, damit sich eine muslimische Religionsgemeinschaft bilde.

    Wenn es regulären islamischen Religionsuntericht an Schulen in NRW geben solle, die verfassungsgemäß notwendige Voraussetzung einer Religionsgemeinschaft aber fehle, müsse eben eine Notlösung her, zeigte der Jurist Prof. Dr. Martin Morlok Verständnis und begründete dies: Im Ergebnis sei die Not- und Übergangslösung verfassungsnäher, als gar keinen islamischen Religionsunterricht anzubieten. (…)

    Unter anderem der Beauftragte der evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung, Kirchenrat Rolf Krebs, plädierte schriftlich dafür, vom angedachten aktiven Anmeldeverfahren zum islamischen Religionsunterricht Abstand zu nehmen. Als ordentliches Lehrfach sei es zunächst für alle muslimischen Schülerinnen und Schüler verpflichtend. Den Weg, sich wie beim evangelischen und katholischen Unterricht abmelden zu können, hielt er für einen ausreichenden Schutz der Religions- und Glaubensfreiheit. Grundsätzlich begrüßte Krebs wie auch die Landeselternkonferenz NRW die geplante Einführung des Unterrichts. Mit Verweis darauf, dass nicht alle Vorgaben der Verfassung erfüllt seien, distanzierte sich Prälat Martin Hülskamp vom Katholischen Büro NRW von der Bezeichnung „Islamischer Religionsunterricht“. Zumindest als Dauerzustand sei die geplante Lösung nicht akzeptabel.

    Quelle: EUREGIOPRESSE: Expertenrat zum geplanten islamischen Religionsunterricht

    http://www.euregiopresse.eu/nachrichten/regio-west/expertenrat-zum-geplanten-islamischen-religionsunterricht

  2. Karsten Hilchenbach Says:

    :::

    2. Im Schulgesetz NRW soll durch einen neuen § 132a in Form einer „Übergangsvorschrift“ eine Ermächtigungsnorm geschaffen
    werden, mit deren Hilfe anstelle der nicht vorhandenen Religionsgemeinschaft „übergangsweise“ mit einem vom
    Ministerium selbst gebildeten „Beirat“ zusammengearbeitet werden soll. Hier könnte es bzgl. der Erfüllung der Bedingungen
    nach Artikel 7,3 GG zu Differenzen kommen.

    zitiert aus: Dr. Herbert Heermann (Landesvorsitzender der Katholische Elternschaft Deutschlands in NRW (KED in NRW)) : Stellungnahme_Islamischer_Religionsunterricht (07.09.2011)

    http://www.katholische-elternschaft.de/fileadmin/pdf/NRW/Stellungnahmen/Stellungnahme_Islamischer_Religionsunterricht.pdf

    :::

  3. Karsten Hilchenbach Says:

    :::

    26.09.2011
    Auf dem Irrweg zum deutschen „Staats-Islam“
    Von Hermann Horstkotte

    So erklärte beispielsweise das Katholische Büro der Bischöfe klipp und klar und im Prinzip unwidersprochen: Wer (noch) keine Religionsgemeinschaft ist, kann auch (noch) keinen im Grundgesetz verbürgten Religionsunterricht verlangen und keine Lehrer damit „bevollmächtigen“. Schon mal so tun, als ob, das sei ein gewagtes Spiel mit der Verfassung. Auch wenn der Lehrplan nun Religionsunterricht vorsehe, handele es sich trotzdem von Rechts wegen um nichts anders als „staatlichen Islamunterricht“, sagt der katholische Kirchenrechtler. Dafür könne der Staat sich beliebige Kooperationspartner aussuchen. Diese Organisationen haben dann aber – anders als die Amtskirchen – keine Grundrechte gegenüber dem Staat, der kann ihnen höchstens Mitwirkungsrechte im Schulunterricht einräumen.

    Damit die islamischen Verbände mitbestimmen können, sollen sie ihre Rechte durch einen Beirat des Ministeriums zur Geltung bringen. Die Evangelischen Kirchen mahnen dazu aber kritisch an, dass die Hälfte der Mitglieder dieses Beirats vom Ministerium bestimmt werden. Das stelle „einen Eingriff in die (bisherige) Trennung der Zuständigkeiten von Staat und Religionsgemeinschaft beim Religionsunterricht dar.“ Erklärbar sei das höchstens mit dem Staatsschutz, also mit Bedenken hinsichtlich der Verfassungstreue der Organisationen. Der Münchener Rechtsprofessor Christian Walter warnt unmissverständlich: „Unter dem Grundgesetz ist es ausgeschlossen, dass sich der Staat über den Beirat einen ihm genehmen Staats-Islam schafft.“

    :::
    :::

    18.03.2011
    Wie hast du’s mit der Religion?
    Von Monika Maron

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,751138,00.html

    Die Frage heißt eben nicht: Gehört der Islam zu Deutschland? Sondern: Wollen wir, dass der Islam die Stellung der Religionen in Deutschland verändert? …

    Im Gegenteil, die glühendsten Verteidiger islamischer Sonderrechte berufen sich auf die Toleranz als oberstes Gebot der Aufklärung und erklären die Kritiker des Islam und seiner weltlichen Ansprüche für paranoid, phobisch oder aber, noch schlimmer, für fremdenfeindlich und rassistisch. …

    Nun kann man sich erklären, warum die Vertreter von Milli Görüs und der Ditib im Namen gläubiger Muslime ihre Anforderungen an die deutsche Gesellschaft lauthals vertreten. So verstehen sie ihre Aufgabe, auch wenn das dem Zusammenleben der Muslime mit allen anderen Bürgern des Landes nicht unbedingt zuträglich ist. Dagegen bleibt es ein Rätsel, warum die Grünen und die SPD … kleinstadtartige Riesenmoscheen und die Kopftuchpflicht für kleine Mädchen zu Zeichen aufklärerischer Toleranz erheben; warum der sich als links verstehende Journalismus eine geschlossene Kampffront bildet für das Eindringen einer vormodernen Religion mit ihrem reaktionären Frauenbild, ihrer Intoleranz gegenüber anderen Religionen und einem archaischen Rechtssystem. …

    Stattdessen lässt sich die deutsche Gesellschaft, die längst nicht nur aus angestammten Deutschen christlichen Glaubens besteht, Vereinbarungen und sogar Gesetze abhandeln, weil einer zugezogenen Religion die allgemeine Religionsfreiheit nicht genügt und sie darum den Alltag aller Bewohner dieses Landes zu verändern sucht.

    Den Schulen in Rheinland-Pfalz und Berlin wird empfohlen, den Sportunterricht nach Geschlechtern zu trennen, in vielen Schulen und Kindergärten steht kein Schweinefleisch mehr auf dem Speiseplan, von Krankenhäusern wird erwartet, dass ihr Personal in islamischen Essens-, Hygiene- und sonstigen Vorschriften geschult ist. …

    Wir leben in einem weitgehend säkularen Staat, der den Gläubigen das Recht auf ihre Religion garantiert und den Ungläubigen das Recht, frei zu sein von Religion. Es wird auch vom Islam nicht mehr erwartet, als dass er Andersgläubige und Atheisten verschont mit den eigenen Glaubensregeln. …

    Das ist keine Islamfeindschaft, keine Islamophobie, schon gar kein Fremdenhass. Es ist die Frage an die gläubigen Muslime und ihre offiziellen Vertreter, ob sie ihre Religion mit den Voraussetzungen einer säkularen, freiheitlichen Gesellschaft vereinbaren können und wollen, ohne sie in ihrem säkularen und freiheitlichen Selbstverständnis immer wieder herauszufordern.

    :::

  4. Jacques Auvergne Says:

    Jeannette Bougrab: „Es gibt keine Scharia light.“

    Il n’y a pas de charia light. Je suis juriste et on peut faire toutes les interprétations théologiques, littérales ou fondamentalistes que l’on veut, mais le droit fondé sur la charia est nécessairement une restriction des droits et libertés, notamment de la liberté de conscience, car l’apostasie est interdite. Il n’est pas possible de se convertir. Les mariages mixtes ne sont pas reconnus. Une femme musulmane ne peut pas se marier avec un non-musulman. Aux yeux de certains, ce n’est peut-être pas grave si des femmes doivent désormais être voilées ou si demain elles n’ont plus les mêmes droits. Pas pour moi. Je ne transige pas sur cette question de l’égalité juridique. Et il faut être attentif au double langage.

    Jeannette Bougrab : «Je ne connais pas d’islamisme modéré» (Publié le 02.12.2011, Mise à jour : 03.12.2011)

    http://www.leparisien.fr/politique/jeannette-bougrab-je-ne-connais-pas-d-islamisme-modere-02-12-2011-1749609.php

  5. Edward von Roy Says:

    Noch zur Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht (§ 132a Schulgesetz NRW i.d.F. des Entwurfs eines 6. Schulrechtsänderungsgesetzes, Drucksache 15/2209).

    Wie zufällig am Menschenrechtstag (10. Dezember) des Jahres 2004 machte Professor (Kichenrecht, Staats- und Verwaltungsrecht) Heinrich de Wall (Erlangen-Nürnberg) sein Gutachten bekannt: Die Zukunft des Islam in der staatlichen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland und Nordrhein-Westfalens.

    vgl. bei Prof. Dr. Martin Stock (Schriftliche Stellungnahme, 11.09.2011)

    Hier schicke ich Ihnen eine schriftliche Stellungnahme zu der in Art. 1 des Entwurfs vorgesehenen Einfügung einer Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als § 132a in das Schulgesetz NRW. Darin habe ich mich – ausgehend von der Konzeption einer „Übergangslösung“ i. S. der Deutschen Islamkonfenz, auf die in dem Entwurf Bezug genommen wird – dem Fragenkomplex zugewandt: „Übergang“ – woher und wohin eigentlich? Woher kommen wir bei dem wichtigen Thema? Wo genau stehen wir heute? Worauf will der Gesetzentwurf hinaus? Das ist für alle Detaildiskussionen vorgreiflich, und es ist bei Lichte besehen nicht wirklich klar. Gesetzestext und Begründung bleiben mitunter eigenartig unbestimmt. Das dort Gesagte klingt manchmal plausibel, es gibt aber auch Stellen, an denen Bedenken aufkommen und jedenfalls weitere Abklärungen und Präzisierungen wünschenswert sind. … Der Woher- und Wohin-Frage habe ich dabei Priorität eingeräumt. Daraus ergeben sich mancherlei Konsequenzen im Blick auf konkrete Streitpunkte. Die schriftliche Stellungnahme enthält noch nichts alles, was ich dazu zu sagen hätte.

    Immerhin kommt bei Dr. Martin Stock, ein einziges Mal, das Wort Scharia vor:

    Mit dem Vorbehalt der Verfassungstreue spielt das BVerwG, wie es scheint, auch auf Debatten über verfassungswidrige Scharia-Normen, diesbezügliche Interpretations- und Umdeutungsspielräume, etwaige Distanzierungsmöglichkeiten, Modernisierungserfordernisse im Lichte des Grundgesetzes, hermeneutisch-kritische Herangehensweisen und Relativierungen anhand des deutschen Schulauftrags u.ä. an.

    http://www.jura.uni-bielefeld.de/lehrstuehle/stock/veroeffentlichungen/vortragsdatenbank/p_stellungnahmelandtagnrw-islamischerru_1109.pdf

    darin
    Fußnote 14

    Zur Erläuterung Löhrmann in der ersten Lesung des – aus der Mitte des Parlaments fraktionsübergreifend eingebrachten – Gesetzentwurfs LT-Drucks. 15/2209, Plenarprot. 15/36 vom 29. 6. 2011, S. 3540, 3548 ff. Über die Möglichkeit von Kooperationsverträgen mit muslimischen Partnern hatte der Parlamentarische Beratungs- und Gutachterdienst des Landtags NRW für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen schon 2004 ein religionsrechtliches Gutachten eingeholt: H. de Wall, Die Zukunft des Islam in der staatlichen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland und Nordrhein-Westfalens. Rechtliche Voraussetzungen von Verträgen des Staates mit muslimischen Verbänden. Konsequenzen einer Verleihung des Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts an eine muslimische Vereinigung, LT-Information 13/1179, Dez. 2004, nach wie vor online http://emhosting. de/kunden/gruene-dueren.de/system/upload/download_252.pdf. Darauf mag man jetzt zurückgegriffen haben.

    http://emhosting.de/kunden/gruene-dueren.de/system/upload/download_252.pdf

    aus der
    Fußnote 15

    Ergänzend sei auf die innerhalb des Islamrats aktive Islamische Gemeinschaft Milli Görus (IGMG) hingewiesen. Deren neuer Vorsitzender K. Ergün äußerte sich in einem Interview vom 1. 8. 2011 auch zu den Schwierigkeiten im Verhältnis zu DIK und KRM und zu Vorwürfen mangelnder Verfassungsloyalität: „Wir arbeiten für das Gemeinwohl unserer Heimat Deutschland!“, http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2011/08/154948/.

    Dr. Martin Stock scheint nicht zu wissen, dass die globalen Islamaktivisten das Wort Gemeinwohl als Chiffre für Istihsan und Istislah verwenden. Faustina Pereira (The fractured scales: the search for a uniform personal code) erklärt das im umfangreicheren Wohlergehen (public and individual good) enthaltene Gemeinwohl (public good) im Sinne des Islamischen Rechts mit den beiden genannten Schariabegrifflichkeiten:

    Istihsan, meaning ‘seeking the good’, ‘aiming at the best’, and ‘improvement’, is a legal principle whereby laws are established on the guidelines and injunctions furnished by the Qur’an and the Hadith.

    Istislah means ‘seeking what is correct, wholesome’. It is a principle invoked by the jurist Malik Ibn Anas, to the effect that public and individual good must be the criterion for the development of the law. (p 79)

    http://books.google.de/books?id=W6FKHqN-cboC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Istihsan is an Arabic term for juristic „preference“. Muslim scholars may use it to express their preference for particular judgements in Islamic law over other possibilities. It is one of the principles of legal thought underlying personal interpretation or ijtihad.

    Proponents of liberal movements within Islam have used istihsan and the similar idea of istislah (Arabic for „to deem proper“) as ethical principles to favour feminist and reformist interpretations of the Qur’an and thus reform Islamic law.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Istihsan

    Maslaha (Arabic ‘public interest’) is a concept in traditional Islamic Law. It is invoked to prohibit or permit something on the basis of whether or not it serves the public’s benefit or welfare. The concept is related to that of Istislah. While the meaning of maslaha is ‘public interest’, the meaning of istislah is ‘to seek the best public interest’.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Maslaha

    Istihsan means deciding in favor of the public interest in a matter that is not otherwise prohibited.

    aus: What is Shariah? Major Sources and Principles of Islamic Law

    http://www.islamproject.org/education/D01_IslamicLaw.htm

    Istislah (Arabic „to deem proper“) is a method employed by Muslim jurists to solve problems that find no clear answer in sacred religious texts. It is related to the term Maslaha, or „public interest“ (both words being derived from the same triconsonantal root, „ṣ-l-ḥ“).

    http://en.wikipedia.org/wiki/Istislah

    Ein „Wir arbeiten für das Gemeinwohl unserer Heimat Deutschland!“ mag also heißen: Wir setzen Allahs Gesetz, wir kämpfen für die Implementierung der Schariavorschrift (zunächst) im Familienrecht und Bildungsbereich.

    IGMG-Vorsitzender Kemal Ergün: „Wir müssen, alles in unserer Macht stehende zu tun, um unserer Verantwortung gegenüber der Menschheit gerecht werden zu können. Denn wir alle wissen, dass die Menschheit vom Frieden noch weit entfernt ist. Vor allem in der islamischen Welt sind die Menschen großem Leid ausgesetzt. Dazu gehören beispielweise Palästina, der Irak, Afghanistan, Turkmenistan sowie Pakistan. In diesen Regionen der Welt fließen die Tränen, so wie Hass und Zerstörung nicht aufhören. In vielen Gebieten der Welt herrscht Armut, Bildungsnot und ein Mangel an medizinischer Versorgung, um nur einige dringende Probleme zu nennen.

    Auf der anderen Seite haben Muslime in Europa, obwohl sie sich als Teil Europas sehen, mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Diese gilt es selbstbewusst anzugehen, dort wo es erforderlich ist, sich für seine Rechte einzusetzen und gemeinsam nach Lösungen zu entwickeln. Nur indem wir unseren Glauben, unsere Kultur und Sprache bewahren, können wir unsere Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen erfüllen. Daher sollten unsere Bittgebete in erster Linie den Menschen in Not auf der ganzen Welt und auch unseren Geschwistern hier in den Ländern Europas gelten.“

    http://german.irib.ir/radioislam/component/k2/item/147757-gru%C3%9Fbotschaft-des-igmg-vorsitzenden-kemal-erg%C3%BCn-zum-beginn-der-gesegneten-drei-monate-und-der-reg%C3%A2ib-nacht

    Ergün studierte an der der Universität Istanbul Islamische Theologie und setze seine Studien an der Al-Azhar-Universität in Kairo fort, wo er sich auf die Hadithwissenschaft spezialisierte. Dort schloss er seine Studien 1992 ab. Im Jahr darauf begann er seine Tätigkeit als Imam in Frankfurt. Seit 1995 war er als Imam und Vorstandsmitglied im Regionalverband Rhein-Neckar-Saar der IGMG tätig. 2002 wurde er Regionalverbandvorsitzender in Köln. 2003 übernahm er zusätzlich die Funktion des Hadschleiters der IGMG. In letzter Zeit erlangte Kemal Ergün noch einen Mastertitel mit einer Arbeit über Deutschlands Migrations- und Integrationspolitik an der Anadolu Üniversitesi.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kemal_Erg%C3%BCn

    Wir dürfen annehmen, dass der IGMG-Vorsitzende Kemal Ergün die Maßgaben von Istihsan sowie Maslaha bzw. Istislah in seinen Begriff von einem deutschlandbezogenen Gemeinwohl integriert.

  6. Ludger Kampendonk / Jülich Says:

    Mit Beschluss vom 1. Februar 2006 (vgl. Drucksache 14/1103) hat der nordrhein-westfälische Landtag die „Parlamentarische Arbeitsgruppe zur Etablierung eines geregelten Dialogs mit einer Vertretung der in Nordrhein-Westfalen lebenden Bürgerinnen und Bürger muslimischen Glaubens“, kurz „AG Islam-Dialog“, eingesetzt. Ihr gehören jeweils ein/e Abgeordnete/r der im Landtag vertretenen Fraktionen und der Integrationsbeauftragte der Landesregierung an. …

    In der konstituierenden Sitzung vom 7. April 2006 wurden der Abgeordnete Michael Ezzo Solf (CDU-Fraktion) zum Vorsitzenden und die Abgeordnete Britta Altenkamp (SPD-Fraktion) zur stellvertretenden Vorsitzenden ernannt. Weitere Mitglieder sind die Abgeordneten Christian Lindner (FDP-Fraktion) und Monika Düker (Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Die AG Islam-Dialog hat sich darauf verständigt, dass alle Sitzungen nichtöffentlich stattfinden. Weiterhin wurde vereinbart, die Öffentlichkeit nur gemeinsam über den Inhalt der Sitzungen zu informieren. …

    Die AG Islam-Dialog hat in erster Linie nichtöffentliche Anhörungen von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Islamwissenschaft, Islam „Szene“ in Deutschland, Verfassungsschutz, Staatskirchen- und Verfassungsrecht durchgeführt. Darüber hinaus fand eine Anhörung der vier inzwischen im Koordinierungsrat der Muslime zusammengeschlossen Verbände (DITIB, Islamrat, VIKZ, Zentralrat der Muslime) statt. Neben der fortlaufenden Information der AG Islam-Dialog über die Aktivitäten der Landesregierung durch den Integrationsbeauftragten fand ein Abstimmungsgespräch mit dem zuständigen Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Armin Laschet, statt.

    Die AG Islam-Dialog entwickelt ihre Arbeit in Unterstützung, Ergänzung und Weiterentwicklung des „Aktionsplans Integration“ der Landesregierung. Das dort unter Punkt 7 beschriebene Ziel, bis zum Ende der Legislaturperiode gemeinsam mit muslimischen Organisationen, die die Werte der Verfassung anerkennen und zum Gelingen der Integration beitragen, die Grundlagen für einen islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache mit in Deutschland ausgebildeten Religionslehrerinnen und -lehrern unter deutscher Schulaufsicht zu schaffen, wird ausdrücklich unterstützt. Die AG Islam-Dialog selbst sieht sich als Bestandteil der im Aktionsplan beschriebenen Bemühungen, in einem schrittweisen Prozess zu einer Vertretung der Muslime zu kommen. Die im Rahmen der AG Islam-Dialog gewonnenen fachlichen Erkenntnisse können und sollten umgekehrt auch von der Landesregierung in ihren eigenen Bemühungen aufgegriffen werden. …

    Die AG Islam-Dialog weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland die Kulturhoheit und somit auch die Zuständigkeit für Religionsangelegenheiten grundsätzlich auf die Bundesländer übertragen hat. …

    Als nächste Schritte wird die AG Islam-Dialog mit den entsprechenden Landesministerien sowie dem Koordinierungsrat in Gespräche über die dargelegten Zwischenergebnisse eintreten. Als parlamentarische Arbeitsgruppe verstehen wir uns sowohl als Ideengeber als auch als Mittler und Wegbereiter. Die AG Islam-Dialog betont dabei die Notwendigkeit, die Entwicklung eines Verhältnisses zwischen Staat und Muslimen nicht zum Gegenstand parteipolitischer Auseinandersetzungen zu machen.

    http://www.cdu-nrw-fraktion.de/index.php?id=405&tx_ttnews%5Btt_news%5D=3981&cHash=7addd6bd78b7b0d6aac8f73979fb08f1

  7. Jacques Auvergne Says:

    :::

    LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN
    Mittwoch, 21. Dezember 2011

    2. Lesung

    Am nächsten Mittwoch, d. h. in vier Tagen wird im Düsseldorfer Parlament über die vermutlich illegale und nicht zuletzt verfassungswidrige Einführung eines bekennenden Islamischen Religionsunterrichts per Beiratsmodell (22.02.2011, Ministerin Sylvia Löhrmann und der KRM) abgestimmt werden:

    21.12.2011 – ab 17:00 Uhr, Ende 18:10 Uhr

    Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz)

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMPT15-50.html

    Am 14.12.2011 wurde auf der Schulausschusssitzung der islamische Religionsunterricht mit Beirat beschlossen:

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MME15-549.html

    auch der Ausschuss für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Integration hatte eingeladen:

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MME15-552.html

    Drucksache 15/3545
    14.12.2011

    Beschlussempfehlung und Bericht
    des Ausschusses für Schule und Weiterbildung
    zum Gesetzentwurf
    der Fraktion der CDU,
    der Fraktion der SPD
    und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
    Drucksache 15/2209
    Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz)

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-3545.pdf

    Am 14.09.2011 (Expertenanhörung) sind die Worte Muslimbruderschaft, Milli Görüs oder Scharia nicht problematisiert, ja noch nicht einmal ausgesprochen worden.

    APr 15/278 – Stellv. Vorsitzender Dr. Gerd Hachen: Meine Damen und Herren! Ich begrüße Sie alle sehr herzlich zur 26. Sitzung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung, die heute gemeinsam mit der 8. Sitzung der Unterausschusses Integration stattfindet. Den Vorsitzenden des Unterausschusses Integration, Herrn Ünal, und die Kolleginnen und Kollegen begrüße ich deshalb in besonderer Weise.

    Gegenstand der heutigen Sitzung ist:

    Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lernfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz)

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMA15-278.pdf

    :::

    NRW will die Pädagogik der diskriminierenden Scharia im zeitlich befristeten, siebenjährigen Großversuch testen, die mit Kopftuchpflicht und Höllenfurcht „zu muslimisierenden“ Kinder und Jugendlichen können einem leid tun. Ein weiteres Jahr später soll das am 21.12.2011 zu verabschiedende Gesetz sozusagen in Luft aufgelöst werden, bis dahin wird man womöglich einen anderen Beirat und ein anderes Schulrechtsänderungsgesetz herbeigezaubert haben oder die Lehrpläne gleich bei der Kairoer al-Azhar bzw. beim European Council for Fatwa and Research (ECFR) drucken lassen.

    Nach § 132 wird folgender § 132 a eingefügt:
    㤠132 a
    Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht

    Dieses Gesetz tritt am 1. August 2012 in Kraft. Es tritt am 31. Juli 2019 außer Kraft. Die Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Das Ministerium berichtet dem Landtag darüber bis zum 31. Juli 2018.

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-3545.pdf

    :::

  8. Cees van der Duin Says:

    Beiratsmodell, Erlangen

    :::

    Dem Beirat gehören an: Erhan Cinar und Mustafa Yaman von der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB ) Bayern, Remzi Güneysu, Vorsitzender der Islamischen Religionsgemeinschaft Erlangen, der Erlanger Stadtrat Mehmet Sapmaz, die iranische Theologin Hamideh Mohagheghi, Asgar Can vom Uigurischen Weltkongress, Rabeya Müller, Leiterin des Kölner Instituts für Interreligiöse Pädagogik und Didaktik, Prof. Dr. Muhammad Khalid Masud, ehemaliger Vorsitzender des staatlichen pakistanischen Council of Islamic Ideology (2004-2010), Dr. Mohammad Hashim Kamali, Präsident des International Institute of Advanced Islamic Studies (IAIS) aus Kuala Lumpur, Malaysia, Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu von der Universität Bremen, Ashraf Ahmad, islamischer Religionslehrer an der Deutschen Evangelischen Oberschule Kairo, Prof. Dr. Halit Ünal, Islamwissenschaftler und Theologe an der Universität Kayseri in der Türkei, Prof. Dr. Bülent Şenay, Religionswissenschaftler und Theologe an der Uludag Universität Bursa, Türkei, sowie Dr. Aysun Yaşar, Islamwissenschaftlerin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

    Das Department für Islamisch-Religiöse Studien ist eines von vier Zentren in Deutschland, an denen künftig theologisch geschulte Islamkundige ausgebildet werden sollen. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung zugesagt, die Einrichtung des Zentrums finanziell unterstützen. Der Bund wird für die nächsten fünf Jahre mit bis zu vier Millionen Euro an der FAU Professuren, Mitarbeiterstellen und Nachwuchsgruppen finanzieren. Auf Landesebene manifestierte sich die Förderung des Islam-Zentrums durch das Bayerische Staatsministerium bereits in der Zuweisung einer Professur für Islamische Religionspädagogik im Oktober 2010.

    http://www.uni-erlangen.de/infocenter/meldungen/nachrichten/2012/3/6/1526.shtml

    So war er von 1990 bis 1996 Mitglied im Ausländerbeirat und Integrationsbeirat der Stadt Erlangen, seit 2002 ist er beratendes Mitglied. 1996 gründete er zusammen mit anderen Muslimen die „Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft“, deren Sprecher er war.

    1999 war er maßgeblich beteiligt an der Gründung eines Modellversuchs zur Einführung von Islamunterricht in deutscher Sprache in Erlangen. Dieses Projekt gibt es durch die Bestrebungen von Remzi Güneysu mittlerweile in ganz Bayern an insgesamt 250 Schulen. Kinder aus der Türkei, aus Deutschland, Marokko und Pakistan bekommen dadurch Islamunterricht in deutscher Sprache und nach einem anerkannten Lehrplan. …

    Ebenfalls 1999 gründete er die Islamische Religionsgemeinschaft Erlangen, in der er alle örtlichen muslimischen Gruppen unter einem Dach zusammenführte.

    aus: Bundesregierung 01.12.2010: Remzi Güneysu, Träger der Integrationsmedaille

    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/IB/Artikel/Themen/2010-12-01-portrait-gueneysu.html

    Council of Islamic Ideology

    The council has the following functions:

    To recommend laws conforming to Qur’an and Sunnah to the Parliament and Provincial Assemblies.
    To advise the Parliament, Government of Pakistan, President of Pakistan, or Governor on any question referred to the Council as to whether a proposed law is or is not repugnant to the Injunctions of Islam.
    To make recommendations to bring current laws into conformity with Islamic injunctions.
    To compile guidance for the Parliament and Provincial Assemblies.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Council_of_Islamic_Ideology

    Pakistan: Manzoor Ahmad

    http://en.wikipedia.org/wiki/Manzoor_Ahmad

    Pakistan: Javed Ahmed Ghamidi

    All that is Islam is constituted by the Qur’an and Sunnah. Nothing besides these two is Islam or can be regarded as its part. …

    The Sharia is distinguished from fiqh, the latter being collections of interpretations and applications of the Sharia by Muslim jurists. Fiqh is characterized as a human exercise, and therefore subject to human weakness and differences of opinion. A Muslim is not obliged to adhere to a school of fiqh.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Javed_Ahmed_Ghamidi

    Mohammad Hashim Kamali

    Mohammad Hashim Kamali is professor of law at the International Islamic University of Malaysia. He has taught Islamic law and jurisprudence there since 1985.

    He is the author of Islamic Commercial Law 2000, a study of the application of Shariah principles to some crucial financial instruments, options and futures contracts. He takes a much more permissive view of these instruments than do most Islamicists. …

    Born in Afghanistan in 1944, Mohammad Hashim Kamali served as Professor of Islamic law and jurisprudence at the International Islamic University Malaysia, and also as Dean of the International Institute of Islamic Thought & Civilisation (ISTAC) from 1985-2007. …

    Freedom of Expression in Islam (Cambridge, 1997); Freedom, Equality and Justice in Islam (Cambridge, 2002); and A Textbook of Hadith Studies (Leicester, UK. 2005) are used as reference works in leading English speaking universities worldwide. …

    Forther publications include:

    Freedom of Expression in Islam (1994)
    Principles of Islamic Jurisprudence (Reprint, Petaling Jaya, 1999)
    Islamic Commercial Law (Cambridge: Islamic Texts Society 2000)
    A Textbook of Hadith Studies (Islamic Foundation, UK, 2005)
    An Introduction to Shari’ah (Oneworld Publications, Oxford 2008)
    Shari’ah Law: An Introduction (Viva Books 2009)

    http://en.wikipedia.org/wiki/Mohammad_Hashim_Kamali

    Kamali: Principles of Islamic Jurisprudence

    http://www.amazon.de/Principles-Islamic-Jurisprudence-Mohammad-Hashim/dp/0946621829

    :::

  9. extern: Der Cheftheologe und die Grundfreiheiten. Von Jacques Auvergne | Free Minds Says:

    […] -> Free Minds: Verfassungsbeschwerde gegen die Zusammenarbeit zwischen ZIT und Al-Azhar -> fm special “dark ages”: Geht’s noch? Al-Azhar Kairo arbeitet mit ZIT zusammen! -> PM: Prof. Khorchide unterstellt Free Minds Polemik -> extern: Offener Brief an die Landtagsabgeordneten zu KRM und Beirat. Von Edward von Roy von 2010 […]

  10. extern: Ägypten versinkt in der Shari’âh! | Free Minds Says:

    […] -> Free Minds wants to got BVerfG: Verfassungsbeschwerde gegen die Zusammenarbeit zwischen ZIT und Al-Azhar -> fm special “dark ages”: Geht’s noch? Al-Azhar Kairo arbeitet mit ZIT zusammen! -> PM: Prof. Khorchide unterstellt Free Minds Polemik -> extern: Offener Brief an die Landtagsabgeordneten zu KRM und Beirat. Von Edward von Roy von 2010 […]

  11. Dwarslöper Says:

    Obwohl der Name gelegentlich ohne „h“ geschrieben worden ist, siehe auch unten, bleibt Alpan doch eher falsch (oder so) und lautet es, hier genannt beim Schulministerium:

    Sami Alphan

    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Pressemitteilungen/Archiv/LP15/PM_2012/pm_21_02_2012.html

    Immer sehr schön, wenn auf korrekte Schreibweise geachtet wird:
    Hanım Ezder … Tuba Işık-Yiğit …
    Sami Alphan

    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/02/411063/nrw-islamischer-religionsunterricht-beginnt-im-kommenden-schuljahr/

    Sami Alphan

    http://medinenser.wordpress.com/derblogger/

    doch ausgerechnet bei IRU-Beirat fehlt das „h“

    Sami Alpan

    http://www.iru-beirat-nrw.de/alpan.htm

    http://www.iru-beirat-nrw.de/beirat.htm

  12. Dwarslöper Says:

    Für Bewerberinnen und Bewerber

    Lehrkräfte, die ein Vorstellungsgespräch mit dem Beirat haben, müssen zum Gespräch folgende Unterlagen ausgefüllt und unterschrieben mitbringen.

    1. Selbstverpflichtungserklärung

    2. Bescheinigung Gemeindeleben

    ::
    ::

    Selbstverpflichtung

    Ich, Herr/Frau ____________________________________
    _______________________,
    geboren am, _______________, wohnhaft in __________
    ________________________,

    verpflichte mich hiermit gemäß §2.2 und §2.3 der Ordnung für die Lehrerlaubnis zur Erteilung des Islamischen Religionsunterrichts an Schulen in NRW, den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Grundsätzen des Islam glaubwürdig zu erteilen und in der persönlichen Lebensführung diese Grundsätze zu beachten. Ferner erkläre ich mich für eine konstruktive Zusammenarbeit mit einer/bzw. mehreren Moscheegemeinde/n meiner Wahl bereit.

    Ort, Datum, Unterschrift der Lehrerin/des Lehrers

    Ort, Datum, Unterschrift des Vorsitzenden des Beirats

    Ort, Datum, Unterschrift der stellvertretenden Vorsitzenden des Beirats

    http://www.iru-beirat-nrw.de/dokumente/Selbstverpflichtung.pdf

    ::
    ::

    Bescheinigung

    zur Vorlage beim Beirat für den Islamischen Religionsunterricht

    Herr / Frau _______________________________________
    ________________

    wohnhaft in: ______________________________________
    _______________

    bewirbt sich um eine Lehrerlaubnis für den Islamischen Religionsunterricht an Schulen in Nordrhein-Westfalen.

    Hiermit bestätigen wir, dass Herr / Frau __________
    ____________________
    am Gemeindeleben unserer Gemeinde teilnimmt.

    Bezeichnung der Moscheegemeinde:___________________
    ________________

    Adresse: __________________________________________
    _______________

    Telefonnummer: ____________________________________
    ______________

    http://www.iru-beirat-nrw.de/dokumente/Bescheinigung%20Moscheegemeinde.pdf

  13. Edward von Roy Says:

    Lehrplan Islamischer Religionsunterricht für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen
    Islamischer Religionsunterricht

    (Entwurf Verbändebeteiligung: 16.04.2013)

    – Seite 15 –

    2.4 Die heiligen Schriften und der Koran als Wort Gottes

    Im Islam gilt der Koran als die endgültige Offenbarung Gottes, die die früheren göttlichen Offenbarungen bestätigt sowie die Authentizität der Botschaft Gottes akzentuiert. …

    2.5 Religion und Glaube im Leben der Menschen

    Der Islam legt großen Wert darauf, dass Leben und Glaube unverzichtbar miteinander verbunden sind und dass Religion sowohl in der Gemeinschaft als auch individuell zu bestimmten Zeiten, beispielsweise in der Familie, durch bestimmte Rituale zum Ausdruck gebracht wird.

    Kinder im Grundschulalter erschließen sich die religiös verankerte Lebenswirklichkeit im ‚Konkret-Anschaulichen’, aber sie entwickeln auch einen Sinn für das Unsichtbare und Unbegreifliche und haben ein Interesse an der sozialen, rituellen und ästhetischen Praxis der Religion in der Gesellschaft. …

    – Seite 16 –

    2.7 Vernetzung der Bereiche und Schwerpunkte

    In den sechs Bereichen und ihren jeweiligen Schwerpunkten sind die zentralenInhalte6 der islamischen Religion enthalten. … Die Bereiche und Schwerpunkte sind verbindlich, stellen aber keine Unterrichtsthemen oder -vorhaben dar.

    6 Gemeint sind die Glaubenslehre (Aqida), die Glaubenspraxis (Ibadat) und die Moral (Ahlaq) sowie der Koran und die Sunna.

    – Seite 18 – (Ausschnitt)

    3.1. Über Allah/Gott – Alles stammt von ihm und zu
    ihm kehrt alles zurück

    In diesem Bereich lernen die Schülerinnen und Schüler den wichtigsten Glaubensinhalt der Muslime kennen und setzen sich mit Möglichkeiten auseinander, den Glauben an den einzigen Gott in ihrer Lebenswirklichkeit umzusetzen. Schülerinnen und Schüler begegnen der Vorstellung, dass die Spuren Gottes überall in der Schöpfung zu finden sind. Allmählich lernen die Kinder, den Glaubensgrundsatz mit Inhalten aus dem Koran zu füllen.

    – Seite 19 – (Ausschnitt)

    Bereich: Über Allah/Gott – Alles stammt von ihm und alles kehrt zu ihm zurück
    Schwerpunkt: Das Glaubensbekenntnis

    Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 4
    Die Schülerinnen und Schüler

    • erklären, was im Koran zum Leben nach dem Tod geschrieben steht

    – Seite 21 –

    3.2 Gemeinschaft aller Menschen als Geschöpfe Allahs/Gottes

    Kinder nehmen immer bewusster die Welt wahr und erkennen, dass sie als eigenständige Persönlichkeit ein Teil der Gemeinschaft von Menschen sind, in der Familie, in ihrem Umfeld, in der Welt als Schöpfung. Schülerinnen und Schüler finden Antworten auf ihre Fragen nach gelingender Gemeinschaft, insbesondere in Bezug auf Familie und Schule sowie hinsichtlich der islamischen Glaubensgemeinschaft und im Miteinander mit Menschen aus anderen Religionsgemeinschaften. Sie vergleichen das Bild der Frau und des Mannes im Islam mit anderen ihnen bekannten Rollenbildern.

    Bereich: Gemeinschaft aller Menschen als Geschöpfe Allahs/Gottes
    Schwerpunkt: Der Mensch als Geschöpf Gottes

    Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 4
    Die Schülerinnen und Schüler

    • beschreiben die Verschiedenartigkeit der Menschen (z. B. Mann und Frau, Ethnien) als gottgewollt und erläutern sie als Bereicherung für das Zusammenleben

    • finden anhand von Texten aus Koran und Sunna Gottes grenzenlose Gnade und Barmherzigkeit gegenüber allen Menschen heraus und bringen diese auf verschiedene Weise kreativ-gestalterisch zum Ausdruck (z. B. in Worten, Texten, Bildern, Liedern)

    – Seite 33 –

    Bereich: Leben in der Welt – Verantwortung wagen
    Schwerpunkt: Respektvolles Miteinander

    Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 4
    Die Schülerinnen und Schüler …

    … stellen Bezüge zwischen Islamischen Prinzipien und dem Zusammenleben der Menschen her: Unantastbarkeit der Menschenwürde (als Teil der Daruriyyat)7, Goldene Regel, Barmherzigkeitsgebot (Rahma) und Verpflichtung zur Nachsicht (Rifq)

    7 Die Notwendigkeiten (Daruriyyat) sind die unerlässlichen Prinzipien, die für die menschliche Natur und Existenz des gemeinschaftlichen Lebens notwendig sind (z. B. Recht auf Leben, Würde, Glaube, Eigentum usw.). Diese sind zu schützen und unantastbar.

    http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lehrplaene/upload/LP__Entwurf_IRU__GS_Verbaendebeteiligung_2013-04-16.pdf

  14. Edward von Roy Says:

    Lehrplan Islamischer Religionsunterricht für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen
    Islamischer Religionsunterricht
    (Entwurf Verbändebeteiligung: 16.04.2013)

    – Seite 2 –

    Impressum
    [wird zur Inkraftsetzung eingefügt]

    – Seite 3 –

    Vorwort
    Vorworttext der Ministerin
    [MSW zentral – ca. 1,5 Seiten]

    – Seite 4 –

    Runderlass
    Erlasstext
    [MSW zentral – ca. 1 Seite]

    – Seite 12 –

    1.3 Orientierung an Kompetenzen

    Der Lehrplan für das Fach Islamischer Religionsunterricht benennt im Kapitel 2 verbindliche Bereiche und Schwerpunkte und ordnet ihnen in Kapitel 3 Kompetenzerwartungen zu. Diese legen verbindlich fest, über welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler am Ende der Schuleingangsphase und am Ende der Klasse 4 im Islamischen Religionsunterricht verfügen sollen. Sie weisen damit die anzustrebenden fachlichen Zielsetzungen aus. Die Orientierung an allgemeine fachbezogene Kompetenzen entfaltet sich in verschiedenen Dimensionen bei der Erschließung der Islamischen Religion. Diese Orientierung bedeutet auch, dass der Blick auf die Lernergebnisse gelenkt, das Lernen auf die Bewältigung von Anforderungen ausgerichtet und als kumulativer Prozess organisiert wird. …

    – Seite 13 –

    2.1 Über Allah/Gott – Alles stammt von ihm und zu ihm kehrt alles zurück

    Bereits Kinder fragen nach dem Woher und Wohin des Lebens, nach Sinn und nach Gott. Der Religionsunterricht greift diese Fragen auf, ermöglicht Schülerinnen und Schüler ihren Fragehorizont zu erweitern, Wertvorstellungen zu reflektieren und sie für mögliche Antworten im Sinne islamischen Glaubens zu sensibilisieren. In diesem Bereich geht es um das Kernstück des islamischen Glaubens und Handelns: den Glauben an den einzigen Gott. Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Vorstellungen von Koran und Sunna auseinander, nach denen der Mensch einen göttlichen Ursprung hat, zu dem er nach seinem Tod wieder zurückgeführt wird.3

    Er soll sein Leben diesem Glauben entsprechend gestalten und sich der Verantwortung bewusst sein, die er vor Gott und den Geschöpfen hat. Immer wieder sucht er auf seinem Lebensweg die Verbindung zu Gott. Die mit der Suche nach Gott untrennbar verbundene Sinnsuche ist nach islamischer Überzeugung in jedem Menschen natürlich veranlagt und wird in der islamischen Tradition „fitra“ genannt.4 Dieser Bereich beleuchtet ebenfalls das grundlegende Prinzip Tawhid, das bedeutet, nicht nur theoretisch an Gott zu glauben, sondern auch nach diesem Glauben zu handeln. So, wie alle Menschen von Gott erschaffen wurden, sind sie – unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer ethnischen, religiösen und sozialen Zugehörigkeit – gleich und besitzen eine Würde. In diesem Kontext wird das wichtigste Bekenntnis aller Muslime, „la ilaha illallah“, in den Blick genommen. Es bildet das Kernstück des Glaubensbekenntnisses „aschhadu an la ilaha illallah wa aschhadu anna Muhammadan rasulullah“ („Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Gott gibt und ich bezeuge, dass Muhammad Gottes Gesandter ist.“).

    3 Koran: 2:156
    4 Koran: 30:30

    http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lehrplaene/upload/LP__Entwurf_IRU__GS_Verbaendebeteiligung_2013-04-16.pdf

  15. Machandelboom Says:

    Lehrplannavigator – Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule
    Aktuelles
    Juni 2013: Verbändebeteiligung Islamischer Religionsunterricht beendet

    NEU! Die Verbändebeteiligung gemäß § 77 Abs. 2 Ziffer 2 SchulG zum Lehrplan Islamischer Religionsunterricht für die Grundschule ist beendet. Der Entwurf wird derzeit auf der Basis der Rückmeldungen überarbeitet. Über die Endfassung sowie die Inkraftsetzung wird über dieses Angebot informiert.

    Entwurf der inzwischen abgeschlossenen Verbändebeteiligung:

    Lehrplan Islamischer Religionsunterricht (Verbändebeteiligungsentwurf) (PDF-Datei 172 KB)

    … © 2013 Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen – Letzte Änderung: 15.07.2013

    http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lehrplaene/lehrplannavigator-grundschule/

  16. Machandelboom Says:

    der ZMD-Vorgängerverband:
    Islamische Arbeitskreis in Deutschland (IAK)

    Sonntag, 10.04.1994
    Konzept zur Einführung und Erteilung des islamischen Religionsunterrichts

    Der Islamische Arbeitskreis in Deutschland (IAK), Vorgänger des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), legte im April 1994 folgendes Konzeptzur Einführung und Erteilung des islamischen Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen vor.

    Dieses Konzept und der dazu gehörende Antrag werden gemeinsam vom Zentralrat und Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland getragen:

    Um die Einführung und Erteilung des islamischen Religionsunterrichtes als ordentliches Lehrfach an öffentliches Schulen in Nordrhein-Westfalen zu gewährleisten und in Ausführung des Art.7.3 GG und der §§ 31 und 32 SchOG NW, legt der IAK folgendes Gesamtkonzept vor:

    1.TEIL
    EINFÜHRUNG DES RELIGIONSUNTERRICHTES

    1. Allgemeines

    Der Islamische Arbeitskreis in Deutschland (IAK) geht davon aus, daß es verfassungs- und schulrechtlich die Aufgabe des Landes ist, die Einführung und Erteilung des islamischen Religionsunterrichts als ordentliches Lehrfach an den Schulen im Lande Nordrhein-Westfalen zu gewährleisten.

    2. Zusammensetzung des IAK

    Der Islamische Arbeitskreis in Deutschland ist ein Gesprächspartner des Staates, der durch Zusammenschluß folgender islamischer Religionsgemeinschaften in Deutschland entstanden ist:

    * 2.1. Türkisch- Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB)
    * 2.2. Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ)
    * 2.3. Union der Türkisch- Islamischen Kulturvereine in Europa e.V. (ATIB)
    * 2.4. Bundesverband für Islamische Tätigkeiten e.V.
    * 2.5. Deutschsprachige Islamische Frauengemeinschaft (DIF)
    * 2.6. Islamisches Zentrum Aachen (IZA)
    * 2.7. Union der in Europäischen Ländern Arbeitenden Muslime e.V. (U.E.L.A.M.)
    * 2.8. Union Muslimischer Studenten Organisation e.V. (UMSO)
    * 2.9. Haus des Islam (HDI)
    * 2.10. Islamische Förderation Berlin e.V. (IFB)
    * 2.11. Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V. (IGD)
    * 2.12. Islamische Gemeinschaft in Hamburg e.V. (IGH)
    * 2.13. Islamische Religionsgemeinschaft Berlin e.V.
    * 2.14. Islamisches Zentrum München e.V. (IZM)
    * 2.15. Islamisches Zentrum Hamburg e.V. (IZH)
    * 2.16. Muslimische Studenten Vereinigung (MSV)

    2. Struktur des IAK

    * 3.1. Der IAK stellt keine “Kirche” im Sinne der abendländischen christlichen Tradition dar.
    * 3.2. Die institutionelle hierarchische Struktur mit absoluter Verbindlichkeit ihrer Dogmen und religiösen Erlasse sind dem Islam wesensfremd und widerspricht islamischen Grundsätzen und der Vielfalt des Denkens, der Auslegung und der Praxis im Islamischen Alltag.
    * 3.3. Daher sind die theologischen Beschlüsse und Gutachten des IAK und seiner Organe, die sich mit Angelegenheiten im individuellen Bereich der einzelnen Muslime befassen, zwar allgemeingültig, haben jedoch nur empfehlenden Charakter und sind für den Einzelnen nicht verbindlich.
    * 3.4. Theologische Beschlüsse und Gutachten organisatorischen Charakters haben für den IAK selber, für seine Organe und die in ihm zusammengeschlossenen Religionsgemeinschaften verbindlich Charakter.

    4. Kommission für islamischen Religionsunterricht

    * 4.1. Um die Einführung und Erteilung des islamischen Religionsunterrichtes zu ermöglichen, bildet der IAK die “Kommission für islamischen Religionsunterricht ” (KIRU). Die KIRU ist eine Anlaufstelle für sämtliche behördliche Fragen, die Errichtung, Planung und Durchführung des islamischen Religionsunterrichtes betreffen. Für die Durchführung dieser Aufgaben gibt sie sich eine Geschäftsordnung, die der Zustimmung des IAK bedarf.
    * 4.2. Ihre Beschlüsse und Gutachten erlangen dann Beschlußkarakter, sind also für den IAK und für die Mitgliedsorganisationen des IAK verbindlich, wenn die legislativen Organe des IAK nicht innerhalb sechs Wochen von ihrem Vetorecht Gebrauch machen.
    * 4.3. Die Erteilung des Religionsunterrichtes an den einzelnen Schulen wird zwischen der KIRU, der oberen Schulaufsichtsbehörde und dem beteiligten Schulträger geregelt.
    * 4.4. Zur Durchführung dieser Vereinbarung kann die KIRU der oberen Schulaufsichtsbehörde Beauftragte in einem von ihr bestimmten Bezirk für eine oder mehrere Schulformen benennen.
    * 4.5. Die Schule stellt zu Beginn des Schuljahres und erforderlichenfalls bei Aufstellung eines neuen Stundenplanes im Einvernehmen mit der KIRU die Anzahl der durch islamische Lehrkräfte zu erteilenden Unterrichtsstunden fest. Die KIRU stellt daraufhin für jede Schule einen Verteilungsplan für die islamische Lehrbeauftragten auf.

    2.TEIL
    ERTEILUNG DES RELIGIONSUNTERRICHTES
    DURCH LEHRKRÄFTE DES LANDES

    5. Erteilung des Religionsunterrichtes

    * 5.1. Erteilung des Religionsunterrichtes durch Lehrkräfte des Landes
    * 5.2. Der Religionsunterricht wird grundsätzlich durch Lehrkräfte des Landes in deutscher Sprache erteilt, die eine entsprechende Lehrbefähigung und eine Lehrbevollmächtigung haben.
    * 5.3. Der Erwerb der Lehrbefähigung durch ein Studium bei einem Lehrstuhl für islamischen Religionsunterricht.
    * 5.4. Die bisherigen Lehrbücher können für einen Übergangszeitraum benutzt werden, müssen jedoch von der KIRU überarbeitet werden.

    6. Errichtung von Lehrstühlen

    * 6.1. In NRW sollen daher zunächst 2 Lehrstühle für islamischen Religionsunterricht eingerichtet werden. Beim Nachweis eines entsprechenden Bedarfes sollen in Zukunft weitere Lehrstühle errichtet werden.
    * 6.2. Die Professoren dieser Lehrstühle werden auf Vorschlag des Landes und Bestätigung des IAK bestellt.
    * 6.3. Die Lehrpläne und Lehrinhalte werden in Übereinstimmung mit der Kommission erstellt. Die vorhandenen Lehrpläne können für einen Übergangszeitraum benutzt werden. Diese müssen jedoch von der KIRU überarbeitet werden.
    * 6.4. Folgende Gebiete sollen an diesen Lehrstühlen gelehrt werden: Glaubenslehre, islamisches Recht, arabische Sprache, Qur‘an- Wissenschaft und islamische Geschichte.
    * 6.5. An beiden Lehrstühlen sollen jeweils 5 Universitätsprofessor angestellt werden.

    7. Erwerb der Lehrbefähigung

    Der Erwerb der Lehrbevollmächtigten und deren Entzug erfolgt durch die KIRU. Einzelheiten dazu ergeben sich aus der Geschäftsordnung der KIRU.

    3. TEIL
    GESTELLUNGSVERTRÄGE

    8. Erteilung des Religionsunterrichtes durch islamische Lehrkräfte

    * 8.1. Soweit Lehrkräfte des Landes für die Erteilung des Religionsunterrichtes nicht zur Verfügung stehen, kann nach Maßgabe des 3. Teiles dieser Vereinbarung Reiligionsunterrichtes durch Beauftragte des Islamischen Arbeitskreises erteilt werden.
    * 8.2. Beauftragte des Islamischen Arbeitskreises, die Aufgrund dieser Vereinbarung Religionsunterricht an öffentlichen Schulen erteilen, werden im folgenden als “islamische Lehrkräfte” bezeichnet.

    9. Rechtliche Stellung der islamischen Rechtskräfte

    * 9.1. Die islamischen Lehrkräfte stehen nicht in einem Dienstverhältnis zum Land, sondern werden im Auftrag des IAK tätig.
    * 9.2. Mit dem Abschluß eines Gestellungsvertrages wird ein Anspruch auf Übernahme der Lehrpersonen in ein Dienstverhältnis zum Land nicht erworben.
    * 9.3. Im Rahmen ihrer Tätigkeit im Religionsunterricht unterstehen die islamischen Lehrkräfte der Schulordnung und der staatlichen Schulaufsicht.
    * 9.4. Die KIRU beaufsichtigt diese Lehrer und trägt die Verantwortung für die Gestaltung des Religionsunterrichts. Sie sorgt auch für die Fortbildung der islamischen Lehrkräfte.

    10. Erstattung der Personalkosten

    Das Land erstattet dem Islamischen Arbeitskreis die für die überstellten (zur Verfügung gestellten) Religionslehrer entstandenen Kosten.

    http://zentralrat.de/14592_print.php

  17. Carcinòl Says:

    Düsseldorf, den 06.05.2011

    Tagung in Münster: „Die Zukunft des islamischen Religionsunterrichts in NRW“
    Löhrmann: „Wir führen den islamischen Religionsunterricht Schritt für Schritt ein“

    Das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und die Westfälische Wihelms-Universität Münster teilen mit:

    Schulministerin Sylvia Löhrmann und Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles haben heute an der Universität Münster eine Tagung zur Zukunft des Islamischen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen eröffnet. Ministerin Löhrmann stellte dabei die Grundzüge und das weitere Vorgehen zur Einführung des Faches vor. „Wir gehen pragmatisch vor und werden den Islamischen Religionsunterricht Schritt für Schritt einführen. Das Angebot wird sich am Bedarf orientieren und nach und nach aufgebaut“, erklärte Schulministerin Sylvia Löhrmann. „Wir wollen einen modernen, schülerorientierten Islamischen Religionsunterricht.“

    Prof. Dr. Ursula Nelles, Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) betonte: „Es ist notwendig, daran zu arbeiten, dass sich so etwas wie ein europäisches Verständnis des Islam entwickelt. Dafür bietet die Universität Münster mit ihren starken theologischen Fachbereichen, dem Exzellenzcluster ,Religion und Politik` und dem ,Centrum für Religiöse Studien‘ eine herausragende Ausgangsbasis. Zudem bildet die Universität Münster bereits seit 2004 muslimische Religionslehrer aus: Wir haben somit einen großen Erfahrungsschatz und ein passendes Umfeld, um die Studierenden optimal auszubilden.“

    Mit der geplanten Einführung des Faches kann ab dem Schuljahr 2012/13 zunächst an den rund 130 Schulen begonnen werden, an denen bereits das Fach Islamkunde angeboten wird. Hier unterrichten etwa 80 Islamkundelehrkräfte. Darüber hinaus werden ca. 60 weitere Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen im Sommer 2011 einen Zertifikatskurs Islamkunde abschließen. Darauf aufbauend kann der Islamische Religionsunterricht schrittweise landesweit ausgeweitet werden.

    „Wir werden nicht sofort hunderte oder gar tausende Lehrerstellen benötigen. Denn wir können heute noch gar nicht exakt sagen, wie viele der über 320.000 muslimischen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen tatsächlich am Islamischen Religionsunterricht teilnehmen wollen. Die Eltern werden gegenüber der Schule erklären, ob ihr Kind am Unterricht teilnimmt“, betonte die Schulministerin.

    Die Landesregierung und die Universität Münster streben gemeinsam an, islamische Religionslehrerinnen und Religionslehrer auszubilden, die dann ihren Dienst an den Schulen in Nordrhein-Westfalen aufnehmen. Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Professor für islamische Religionspädagogik an der WWU hob auf der Tagung in Münster hervor: „Das im Februar 2011 erzielte Einvernehmen über die Einführung des bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts in NRW stellt einen Meilenstein in dieser Frage dar. Die Universität Münster freut sich sehr, dass wir mit der Aufgabe betreut sind, Lehrkräfte für diesen Unterricht aus- und weiterzubilden. Dazu bietet die WWU die besten strukturellen Voraussetzungen. Unsere Erfahrungen wird allen zugute kommen. Die islamische Religionspädagogik kann zudem von den Erfahrungen der katholischen und der evangelischen Fakultät profitieren, die europaweit hoch anerkannt sind.“

    Am 22. Februar dieses Jahres hatten der Koordinationsrat der Muslime (KRM) und die nordrhein-westfälische Schulministerin eine Gemeinsame Erklärung zur Einführung eines Islamischen Religionsunterrichts unterzeichnet. „Seit Mitte der achtziger Jahre gibt es Bemühungen, einen bekenntnisorientierten Islamunterricht einzuführen. Mit der Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung haben wir nach jahrelangen Gesprächen einen Durchbruch erzielt“, erklärte Schulministerin Löhrmann.

    Die Erklärung sieht u. a. vor, dass dem Land Nordrhein-Westfalen ein Beirat als Ansprechpartner für die Einführung des Islamischen Religionsunterrichts zur Seite steht. Er vertritt die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land. Zu seinen Aufgaben gehören u. a. die Mitwirkung bei der Lehrplanentwicklung und die Bestätigung der Lehrkräfte für den Islamischen Religionsunterricht. Die Mitglieder des Beirats werden vom Schulministerium im Einvernehmen mit dem Koordinationsrat benannt. Alle Mitglieder sind muslimischen Glaubens.

    Zur Einführung des Islamischen Religionsunterrichts und zur rechtlichen Absicherung des Beiratsmodells ist zunächst eine Änderung des Schulgesetzes notwendig. Ministerin Löhrmann: „Es wäre ein wichtiges Signal an die Muslime, wenn der Gesetzentwurf aus der Mitte des Parlaments käme. Damit wird die Einführung des Faches von einer breiten Mehrheit der Gesellschaft getragen.“

    Sobald der Gesetzentwurf vorliegt, wird das Schulministerium eine Lehrplankommission einberufen. Für die Mitarbeit in dieser Kommission werden qualifizierte Religionsdidaktikerinnen und -didaktiker, Lehrkräfte sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingesetzt. Die Kommission wird vom Schulministerium geleitet. Nach Fertigstellung des Lehrplans wird die bei Lehrplanverfahren übliche Verbändebeteiligung durchgeführt.

    Die Rede von Schulministerin Sylvia Löhrmann findet Sie unter:

    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Reden_MinisterinLoehrmann/index.html

    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Pressemitteilungen/Archiv/LP15/PM_2011/pm_06_05_2011.html

  18. Machandelboom Says:

    ::
    Ahmet Ünalan

    Veranstaltungsnummer: 532 – 11.2
    Zertifikatskurs Islamkunde Primarstufe und Sek I
    Kooperation der Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold und Münster

    Moderation: Mustafa Tütüneken, Carl-Meyer-Schule Essen
    Dr. Ahmet Arslan, Gem.Hauptschule, Bestwig

    Der Kurs erstreckt sich über den Zeitraum des
    Schuljahres 2012/13.
    Fortbildungstag ist jeweils der
    Mittwoch.
    Beginn des Kurses: 05.09.2012

    Zur Situation des Faches Islamkunde/Islamischer Religionsunterricht vergleiche „Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (7. Schulrechtsänderungsgesetz)“ vom 21.12.2011

    Ab dem 1. August 2012 wird in NRW schrittweise islamischer Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach eingeführt, das mit wöchentlich zwei Stunden unterrichtet wird.

    Dieser Unterricht kann nicht von Herkunftssprachenlehrkräften und nicht im Rahmen des herkunftssprachlichen Unterrichts erteilt werden.

    Lehrkräfte, die eine Unterrichtserlaubnis für Islamkunde erworben haben und keine Herkunftssprachenlehrkräfte sind, können einen Antrag auf Erteilung der Lehrerlaubnis für islamischen Religionsunterricht beim Beirat ( ahmet@uenalan.com )
    stellen.

    http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/container/lfb/2012/pdf/532-12-13.pdf

    ::
    ::

    Dr. Ahmet Ünalan, Studienrat an der Theodor-König-Gesamtschule in Duisburg

    http://www.schul-welt.de/tl_files/ritterbach/Leseproben/Leseprobe_Schule_NRW0312.pdf

  19. Machandelboom Says:

    Erste Islamkundelehrer mit unbefristeter Unterrichtserlaubnis
    Allah und Mohammed in der Schule

    Arnsberg Sie sind der Pilotjahrgang: 50 Lehrkräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen erhalten am heutigen Mittwoch, 20. Juli 2011, in einer von der Bezirksregierung Arnsberg veranstalteten Feierstunde an der Falkschule in Hamm eine unbefristete Unterrichtserlaubnis für das Fach „Islamkunde in deutscher Sprache“. Mit der erfolgreichen Teilnahme an den in diesem Schuljahr erstmals angebotenen Zertifikatskursen haben sie als Erste eine geregelte Ausbildung für dieses Unterrichtsfach durchlaufen.

    Ulla Ohlms, Gruppenleiterin im Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW) des Landes NRW, lobte das Engagement der Lehrkräfte, die sich aus eigener Initiative für die Kurse beworben hatten: „Damit können jetzt weitere Schulen Islamkunde in deutscher Sprache anbieten.“ (Im Schuljahr 2010/11 unterrichteten 80 Lehrkräfte 9.955 Mädchen und Jungen an 130 Schulen.)

    Die Kursteilnehmer können aber auch bei der geplanten schrittweisen Einführung des islamischen Religionsunterrichts eingesetzt werden. Ohlms:

    „Unser Grundgesetz sieht den Religionsunterricht als Pflichtfach vor. Neben evangelischen, katholischen, jüdischen und orthodoxen Schülerinnen und Schülern will die Landesregierung auch den mehr als 320.000 Kindern und Jugendlichen muslimischen Glaubens mittelfristig ,ihren’ Religionsunterricht anbieten. Religionsfreiheit ist ein kostbares Gut, das wir umsetzen wollen.

    Darüber hinaus geht es uns um Anerkennung und Wertschätzung.“

    Die Kursteilnehmer müssen ein unbefristetes Arbeitsverhältnis als Lehrer haben und muslimischen Glaubens sein. Drei Pilotkurse wurden gebildet.

    Erworben werden konnten Zertifikate für die Primarstufe und die Sekundarstufe I. Gelernt wurde berufsbegleitend über ein halbes beziehungsweise ein ganzes Jahr.

    Das Kurscurriculum wurde von Professor Dr. Bülent Ucar, Inhaber des Lehrstuhls für Islamische Religionspädagogik der Universität Osnabrück, auf der Grundlage der Kernlehrpläne für die Primar- und die Sekundarstufe I entwickelt. Darauf aufbauend erstellte eine Arbeitsgruppe aus den aktuellen und möglichen künftigen Kursleitern unter der Leitung von Dr. Ahmet Arslan die Kursmaterialien. Die Kursleiter selbst haben Islamwissenschaften studiert.

    Christian Salomon, Leiter der Schulabteilung bei der Bezirksregierung Arnsberg, betonte, mit den Zertifikatskursen werde die Professionalisierung der Lehrkräfte erreicht. …

    Hintergrund: Zertifikatskurse

    Lehrkräfte, die ein Lehramt in ein oder zwei Fächern erworben haben und unbefristet tätig sind, können durch die qualifizierte Teilnahme an Zertifikatskursen eine unbefristete Unterrichtserlaubnis für ein weiteres Fach erhalten. Zertifikatskurse gibt es in mehr als 15 Mangelfächern, darunter katholische und evangelische Religionslehre sowie praktische Philosophie.

    Hintergrund: Islamische Unterweisung an Schulen

    Seit 1986 werden in Nordrhein-Westfalen im Rahmen des herkunftssprachlichen Unterrichts muslimische Schüler islamisch unterwiesen.

    Seit 1999 läuft zudem landesweit im Schulversuch „Islamkunde in deutscher Sprache“ als versetzungs- und abschlusswirksames Fach. Der Unterricht ist religionskundlich ausgerichtet und besitzt keinen Verkündigungscharakter.

    Bekenntnisorientierter islamischer Religionsunterricht konnte als ordentliches Lehrfach bisher nicht eingeführt werden. Der Grund: Eine islamische Religionsgemeinschaft im verfassungsrechtlichen Sinn hat sich bis heute nicht gebildet; eine Autorität, die die inhaltlichen Grundsätze für den Religionsunterricht formulieren könnte, fehlt. Mit einem im Juni dieses Jahres eingebrachten Entwurf zur Änderung des Schulgesetzes wird eine Übergangslösung angestrebt: Unter Einbeziehung eines vom MSW gebildeten Beirats mit Vertretern der organisierten und nicht organisierten Muslime soll islamischer Religionsunterricht schrittweise eingeführt werden, ohne dass alle gesetzlich geregelten Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

    Mit ersten Absolventen des an der Universität Münster neu eingerichteten Lehramtsstudiums für islamischen Religionsunterricht wird im Jahr 2017 gerechnet.

    http://www.bezreg-muenster.de/startseite/presse/pressearchiv/2011/20110721_Erste_Islamkundelehrer_mit_unbefristeter_Unterrichtserlaubnis_Allah_und_Mohammed_in_der_Schule/index.html

  20. Jacques Auvergne Says:

    Informationen für die Islamkundelehrkräfte zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts in der Sekundarstufe I

    Sehr geehrte Damen und Herren, zum Schuljahresbeginn 2013/2014 können auch Sie den islamischen Religionsunterricht in der Sekundarstufe I erteilen, falls Sie das Fach im Schulversuch Islamkunde bereits unterrichten. Ich bitte Sie daher, folgende Schritte zu unternehmen:

    • Füllen Sie gemeinsam mit der Schulleitung das Meldeformular aus.

    • Achten Sie dabei auf die korrekte Eingabe Ihrer persönlichen E-Mail-Adresse.

    • Sofern Sie an der dienstlichen Unterweisung im Juni 2012 nicht teilgenommen haben: Teilen Sie bis zum 14.12.2012 Ihrer zuständigen Bezirksregierung Ihre Bereitschaft zur Teilnahme an der dienstlichen Unterweisung von Freitag, 22. Februar 2013, 16:00 Uhr bis Samstag, 23. Februar 2013, circa 16:30 Uhr mit. Die dienstliche Unterweisung findet im MSW, Dienstort Soest, Paradieser Weg 64, 59494 Soest statt.

    • Beantragen Sie formlos einen Gesprächstermin zum Erhalt der Bevollmächtigung zur Erteilung von islamischen Religionsunterricht via E-Mail beim Beirat ( mail@iru-beirat-nrw.de ).

    • Halten Sie für das Gespräch und die dienstliche Unterweisung Ihre Bescheinigung über den Besuch des Zertifikatskurses Islamkunde bereit.

    • Falls Sie Islamkunde unterrichten, ohne einen Zertifikatskurs besucht zu haben, halten Sie bitte eine Bestätigung der Schulleitung/en bereit, die Auskunft über den Schulnamen, die Dauer des erteilt en Unterrichts im Fach Islamkunde in Jahren und die überschlägig erteilte Stundenzahl gibt (nicht zu verwechseln mit islamischer Unterweisung innerhalb des herkunftssprachlichen Unterrichts!).

    Falls Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an die für Sie zuständige Bezirksregierung.

    http://www.lpa.uni-due.de/SV/Schulmail/Archiv/2012/1211142/Information_an_die_Islamkundelehrkraefte.pdf

  21. Jacques Auvergne Says:

    :::

    [06.03.2012] Einführung des islamischen Religionsunterrichts zum Schuljahr 2012/2013

    An die
    Grundschulen, die an dem Schulversuch „Islamkunde in deutscher Sprache“ teilnehmen

    nachrichtlich:
    an die Bezirksregierungen und Schulämter

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    am 21. Dezember 2011 hat der Landtag mit einer großen Mehrheit das „Gesetz zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts als ordentliches Lehrfach2 verabschiedet. Für über 320.000 Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens in Nordrhein-Westfalen und ihre Eltern ist das ein wichtiges Zeichen für mehr Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe und eine Möglichkeit, religiöse Bildung im Rahmen der Schule wahrzunehmen.

    Ihre Schule nimmt bereits am Schulversuch „Islamkunde in deutscher Sprache“ teil und setzt damit für die Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens und ihre Eltern ein wichtiges Zeichen der Anerkennung und Gleichberechtigung. Dafür danke ich Ihnen und möchte Sie zugleich bitten, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

    Ich bitte Sie nachdrücklich um Ihre Unterstützung: Helfen Sie mit, den islamischen Religionsunterricht an Ihrer Schule einzuführen. Er ist für alle ein Gewinn:

    – Für die Schülerinnen und Schüler, die ihre Glaubensfragen nun mit den Mitschülerinnen und Mitschülern und der Lehrkraft erörtern und sich altersgerecht eine eigene Meinung und ein reflektiertes Urteil zu religiösen Themen und Sachverhalten bilden können.
    – Für die Eltern, die Schule nun noch mehr als Lern- und Lebensort für ihre Kinder wahrnehmen und sich noch mehr mit der Schule identifizieren können.
    – Für die Lehrerinnen und Lehrer, die noch mehr als bisher auf die kulturellen Ressourcen und Potentiale Ihrer Schülerinnen und Schüler zurückgreifen können.

    Zurzeit werden von einer Arbeitsgruppe die Lehrpläne erarbeitet. Gleichwohl soll der islamische Religionsunterricht schon zum Schuljahr 2012/2013 an ausgewählten Schulen eingeführt werden. Anschließend sollen zunehmend weitere Schulen gewonnen werden, ab dem Schuljahr 2013/2014 auch Schulen der Sekundarstufe I. Der islamische Religionsunterricht löst dann schrittweise den bisherigen Islamkundeunterricht ab.

    Sie können den islamischen Religionsunterricht einrichten, wenn mindestens zwölf Schülerinnen und Schüler dieses Bekenntnisses teilnehmen – dabei können Lerngruppen jahrgangsübergreifend zusammengeführt werden. Auch eine Kooperation mit den Nachbarschulen ist in Absprache mit der Islamkundelehrkraft denkbar.

    Islamischer Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach mit wöchentlich zwei Unterrichtsstunden. Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Wer angemeldet ist, ist grundsätzlich zur regelmäßigen Teilnahme verpflichtet.

    Die Eltern müssen bei der Schulanmeldung erklären, dass ihr Kind muslimisch ist und an dem Unterricht teilnehmen soll. Danach ist eine Schülerin oder ein Schüler von der Teilnahme an dem islamischen Religionsunterricht nur auf Grund der Erklärung der Eltern oder – bei Religionsmündigkeit ab vollendetem 14. Lebensjahr – auf Grund eigener Erklärung befreit.

    Die Islamkundelehrkräfte werden gebeten, beim Beirat als dem Kooperationspartner des Landes in religiösen Belangen formlos und schriftlich die Lehrerlaubnis für das Fach „islamische Religionslehre“ zu beantragen. Vorläufiger Ansprechpartner ist der Geschäftsführer des Beirats: ahmet@uenalan.com. Die Zuteilung der Lehrerlaubnis ist Voraussetzung für die Teilnahme an einer dienstlichen Unterweisung, in der die theologischen und religionspädagogischen Inhalte des neuen Unterrichtsfachs thematisiert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie im Anhang.

    Der islamische Religionsunterricht wird thematisch vorläufig auf der Grundlage des Lehrplans „Grundschule. Islamkunde in deutscher Sprache. Klasse 1 bis 4. Schule in NRW Heft Nr. 2011“ erteilt, bis die regulären Lehrpläne in Kraft gesetzt sind.

    Im Anhang finden Sie zur Erleichterung Ihrer Arbeit weiterführende Informationen und den Entwurf eines Informationsschreibens für die Eltern von Grundschülerinnen und Grundschülern muslimischen Glaubens.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sylvia Löhrmann
    Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen

    http://www.schulministerium.nrw.de/SV/Schulmail/Archiv/1203062/

    im Anhang, s. Kasten oben rechts, finden sich, abgerufen und gesichert am 21. Juni 2012, vier Texte

    Anlage(n)
    Pfeil rechts
    Erlasstext IRU [doc-Datei: 22 kByte]
    Pfeil rechts
    Gesetzestext IRU [pdf-Datei: 143 kByte]
    Pfeil rechts
    Informationen für die Schulämter und Schulleitungen [doc-Datei: 26 kByte]
    Pfeil rechts
    Informationsschreiben für die Eltern [doc-Datei: 21 kByte]

    :::
    :::

    Anlage(n)

    Erlasstext IRU

    Einführung des islamischen Religionsunterrichts

    1. Für Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens wird ab dem Schuljahr 2012/2013 der islamische Religionsunterricht zunächst für die Klassen 1 bis 4, ab dem Schuljahr 2013/2014 für die Klassen 5 bis 10, schrittweise eingeführt. In der einzelnen Schule ist Religionsunterricht grundsätzlich einzurichten und zu erteilen, wenn mindestens zwölf Schülerinnen und Schüler dieses Be¬kenntnisses teilnehmen und die personellen und sächlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

    2. Islamischer Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach mit wöchentlich zwei Unterrichtsstunden. Wer angemeldet ist, ist grundsätzlich zur regelmäßigen Teilnahme verpflichtet. Die Leistungen einer Schülerin oder eines Schülers sind entsprechend der Vorgaben der Ausbildungsordnung versetzungswirksam.

    3. Der Unterricht wird von Lehrkräften muslimischen Glaubens im Dienst des Landes erteilt, die hierzu bereit und geeignet sind. Sie werden dafür in der Regel in Lehrgängen der Bezirksregierungen fortgebildet. Anfallende Reisekosten trägt die Bezirksregierung. Über die Auswahl der Lehrkräfte entscheidet die Schulaufsicht. Ihre förmliche Bevollmächtigung gemäß § 31 Absatz 3 SchulG (BASS 1 – 1) erfolgt durch den Beirat gemäß § 132 a Absatz 4 SchulG.

    4. Die Unterrichtssprache ist Deutsch.

    5. Der islamische Religionsunterricht wird thematisch vorläufig auf der Grundlage des Lehrplans „Grundschule. Islamkunde in deutscher Sprache. Klasse 1 bis 4. Schule in NRW Heft Nr. 2011“ und des Lehrplans „Sekundarstufe I. Islamkunde in deutscher Sprache. Klasse 5 bis 10. Schule in NRW Heft Nr. 5019“ erteilt, bis die regulären Lehrpläne in Kraft gesetzt sind.

    6. Schulbücher bedürfen der Genehmigung durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung.

    Dieser Runderlass tritt zum 1. 8. 2012 in Kraft. Er wird in Schule NRW veröffentlicht.

    In Vertretung

    Ludwig Hecke
    Staatssekretär

    :::

    Gesetzestext IRU

    Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (7. Schulrechtsänderungsgesetz)
    Vom 22. Dezember 2011

    Der Landtag hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:

    Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (7. Schulrechtsänderungsgesetz)

    Artikel 1
    Das Schulgesetz NRW vom 15. Februar 2005(GV. NRW. S.102), zuletzt geändert durch Gesetz vom 25. Oktober 2011(GV. NRW. S.540), wird wie folgt geändert:

    1. In der Inhaltsübersicht wird nach § 132 eingefügt:
    „§ 132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht“.
    2. Nach § 132 wird folgender § 132 a eingefügt:
    „§ 132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht

    (1) Besteht auf Grund der Zahl der in Betracht kommenden Schülerinnen und Schüler Bedarf, islamischen Religionsunterricht im Sinne von § 31 einzuführen, aber noch keine entsprechende Religionsgemeinschaft im Sinne von Artikel 14 und 19 Landesverfassung und Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz, kann das Ministerium übergangsweise bei der Einführung und Durchführung mit einer Organisation oder mehreren Organisationen zusammenarbeiten, die Aufgaben wahrnehmen, die für die religiöse Identität ihrer Mitglieder oder Unterorganisationen wesentlich sind oder die von diesen für die Durchführung des Religionsunterrichts bestimmt worden sind. Die Organisationen müssen eigenständig, bei der Zusammenarbeit staatsunabhängig sein und die Gewähr dafür bieten,

    1. dem Land bei der Veranstaltung des Religionsunterrichts auf absehbare Zeit als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen,
    2. die in Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz umschriebenen Verfassungsprinzipien, die dem staatlichen Schutz anvertrauten Grundrechte der Schülerinnen und Schüler sowie die Grundprinzipien des freiheitlichen Religions- und Staatskirchenrechts des Grundgesetzes zu achten.
    Vertreten mehrere Organisationen das gleiche Bekenntnis oder verwandte Bekenntnisse, soll das Ministerium eine Zusammenarbeit mit ihnen gemeinsam anstreben.

    (2) Wenn islamischer Religionsunterricht nach Absatz 1 in einer Ausbildungs- und Prüfungsordnung vorgesehen und an einer Schule eingerichtet ist, nehmen die Schülerinnen und Schüler daran teil, deren Eltern bei der Schulanmeldung schriftlich erklärt haben, dass ihr Kind muslimisch ist und an dem islamischen Religionsunterricht nach Absatz 1 teilnehmen soll.

    (3) Eine Schülerin oder ein Schüler ist von der Teilnahme an dem islamischen Religionsunterricht nach Absatz 1 auf Grund der Erklärung der Eltern oder – bei Religionsmündigkeit – auf Grund eigener Erklärung befreit. Die Erklärung ist der Schule schriftlich zu übermitteln.

    (4) Das Ministerium bildet einen Beirat, der die Anliegen und die Interessen der islamischen Organisationen bei der Einführung und der Durchführung des islamischen Religionsunterrichts nach Absatz 1 als ordentliches Unterrichtsfach vertritt. Der Beirat stellt fest, ob der Religionsunterricht den Grundsätzen im Sinne des Artikels 7 Absatz 3 Satz 2 Grundgesetz entspricht. Er ist an der Erstellung der Unterrichtsvorgaben, der Auswahl der Lehrpläne und Lehrbücher und der Bevollmächtigung von Lehrerinnen und Lehrern zu beteiligen. Eine ablehnende Entscheidung ist nur aus religiösen Gründen zulässig, die dem Ministerium schriftlich darzulegen sind.

    (5) Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:

    1. vier theologisch, religionspädagogisch oder islamwissenschaftlich qualifizierte Vertreterinnen und Vertreter der organisierten Muslime, die von den islamischen Organisationen in Nordrhein-Westfalen oder von deren Zusammenschluss bestimmt werden,
    2. vier weitere Vertreterinnen und Vertreter, und zwar jeweils zwei theologisch, religionspädagogisch oder islamwissenschaftlich qualifizierte muslimische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und zwei muslimische Religionsgelehrte, die vom Ministerium im Einvernehmen mit den islamischen Organisationen in Nordrhein-Westfalen oder deren Zusammenschluss bestimmt werden.

    Er wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden.

    (6) Die Amtszeit der Mitglieder beträgt drei Jahre. Ihre Tätigkeit erfolgt ehrenamtlich. Reisekosten werden in Anwendung der landesrechtlichen Bestimmungen erstattet. Sie erhalten außerdem eine vom Ministerium festzusetzende Aufwandsentschädigung.

    (7) Der Beirat gibt sich eine Geschäftsordnung. Für Beschlüsse ist die Mehrheit der Mitglieder erforderlich. Die Geschäftsführung übernimmt eine vom Ministerium im Benehmen mit dem Beirat benannte Person.“

    Artikel 2
    Inkrafttreten

    Dieses Gesetz tritt am 1. August 2012 in Kraft. Es tritt am 31. Juli 2019 außer Kraft. Die Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Das Ministerium berichtet dem Landtag darüber bis zum 31. Juli 2018.

    Düsseldorf, den 22. Dezember 2011
    Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen

    Die Ministerpräsidentin
    Hannelore K r a f t
    (L. S.)
    Die Ministerin für Schule und Weiterbildung
    Sylvia L ö h r m a n n
    Der Finanzminister
    Dr. Norbert W a l t e r-B o r j a n s
    Der Minister für Arbeit, Integration und Soziales
    Guntram S c h n e i d e r
    Die Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung
    Svenja S c h u l z e
    GV. NRW. 2011 S.728

    :::

    Informationen für die Schulämter und Schulleitungen

    Informationen für die Schulämter und Schulleitungen der Grundschulen zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts

    Nach Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes und nach Artikel 14 der Landesverfassung NRW ist der Religionsunterricht in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach.

    Der Religionsunterricht wird bisher für Schülerinnen und Schüler katholischen, evangelischen, syrisch-orthodoxen, orthodoxen, jüdischen und alevitischen Glaubens angeboten – und ab dem 1. August 2012 auch für muslimische Schülerinnen und Schüler. In Nordrhein-Westfalen leben knapp 1,5 Millionen Muslime. Es gibt 328.000 Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens.

    Das „Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (7. Schulrechtsänderungsgesetz)“ wurde vom Landtag am 21. Dezember 2011 mit einer großen Mehrheit verabschiedet. Es tritt am 1. August 2012 in Kraft.

    Das Gesetz sieht vor, dass das Ministerium als zeitlich befristete Übergangslösung einen achtköpfigen Beirat bildet, der – so heißt es im Gesetz – „die Anliegen und die Interessen der islamischen Organisationen bei der Einführung und der Durchführung des islamischen Religionsunterrichts (…) vertritt“.

    Vier Mitglieder entsenden die islamischen Organisationen in Nordrhein-Westfalen, vier weitere Mitglieder werden vom Ministerium im Einvernehmen mit den islamischen Organisationen bestimmt. Es sind Expertinnen und Experten für die Bereiche islamische Theologie und Religionsdidaktik. Der Beirat ist an der Erstellung der Unterrichtsvorgaben, der Auswahl der Lehrpläne und Lehrbücher und an der Bevollmächtigung von Lehrerinnen und Lehrern beteiligt.

    Der islamische Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach mit wöchentlich zwei Unterrichtsstunden. Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Dieser Unterricht kann nicht von Herkunftssprachenlehrkräften und nicht im Rahmen des herkunftssprachlichen Unterrichts erteilt werden. Der islamische Religionsunterricht soll im Stundenplan parallel zu den anderen Religionsstunden angeboten werden.

    Der Einführungserlass sieht vor, den islamischen Religionsunterricht schrittweise einzuführen, sofern an den Schulen die personellen und sächlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

    Ziel ist, zum 1. August 2012 die Möglichkeiten zu schaffen, an den Grundschulen mit dem islamischen Religionsunterricht zu starten, wenn

    – die Schule bereits jetzt am Schulversuch „Islamkunde in deutscher Sprache“ teilnimmt und/ oder
    – eine Islamkundelehrkraft sich bereit erklärt, den Unterricht durchzuführen und sie/er dazu die Unterrichtserlaubnis des Beirats erhält und
    – mindestens 12 Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens an dem Unterricht teilnehmen.

    Die Schulleitungen werden gebeten, in Absprache mit den Islamkundelehrkräften und den Eltern von Schülerinnen und Schülern muslimischen Glaubens, den Islamkundeunterricht ab dem Schuljahr 2012/2013 in den islamischen Religionsunterricht zu überführen. Mit dem Zeitpunkt der Überführung entfällt das Fach „Islamkunde“.

    Schulen, die den islamischen Religionsunterricht einrichten, zeigen das dem zuständigen Schulamt, der Bezirksregierung und dem Ministerium an. Die Lehrkräfte, die den islamischen Religionsunterricht erteilen werden, müssen sich schriftlich formlos beim Beirat um die Erteilung der Lehrerlaubnis bewerben (per Mail an die Geschäftsführung: ahmet@uenalan.com) und werden – vorbehaltlich der Zuteilung der Lehrerlaubnis – eine dienstliche Unterweisung in Form eines zweitägigen Blockseminars erhalten. Die dienstliche Unterweisung findet im MSW, Dienstort Soest, Paradieser Weg 64, 59494 Soest von Freitag, 29. Juni 2012, 15:00 Uhr bis Samstag, 30. Juni 2012, 17:00 Uhr statt. Hierzu bedarf es einer verbindlichen Anmeldung per Mail an die Geschäftsführung des Beirats.

    Der islamische Religionsunterricht wird zunächst ohne einen gültigen Lehrplan erteilt. Der Lehrplan wird frühestens zum 1. August 2013 in Kraft treten.

    Die Texte des Gesetzes und des Einführungserlasses sind beigefügt.

    :::

    Informationsschreiben für die Eltern

    Informationsschreiben für die Eltern von Grundschülerinnen und Grundschülern muslimischen Glaubens

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    liebe Eltern,

    zum 1. August 2012 kann an den Schulen in Nordrhein-Westfalen der islamische Religionsunterricht erteilt werden. Damit setzt das Land ein wichtiges Zeichen für die Wertschätzung des Islam und für die Gleichberechtigung von Schülerinnen und Schülern muslimischen Glaubens.

    Es ist für Kinder muslimischen Glaubens wichtig, in der Schule über ihren Glauben zu sprechen und von den Religionslehrerinnen und Religionslehrern Antworten auf ihre Fragen zu der Botschaft des Korans, zum Propheten Muhammed und nach dem Sinn der Dinge und des Lebens zu erhalten.

    Ich würde mich freuen, wenn Sie auch Ihrem Kind die Möglichkeit geben, den islamischen Religionsunterricht zu besuchen. Dazu müssen Sie schriftlich erklären, dass Ihr Kind muslimisch ist und an dem islamischen Religionsunterricht teilnehmen soll. Wer angemeldet ist, ist grundsätzlich zur regelmäßigen Teilnahme verpflichtet. Wenn Ihr Kind am islamischen Religionsunterricht nicht mehr teilnehmen soll, können Sie es durch eine schriftliche Erklärung gegenüber der Schule davon befreien lassen.

    Der islamische Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach mit wöchentlich zwei Unterrichtsstunden. Die Leistungen Ihres Kindes in dem Fach sind versetzungswirksam.

    Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Alle Lehrerinnen und Lehrer sind Muslime und werden von einem muslimischen Beirat bevollmächtigt, den Unterricht erteilen zu dürfen. Der Staat hat die Aufsicht über den Unterricht, erstellt die Lehrpläne und entscheidet über die Zulassung von Lernmitteln (z.B. Schulbücher).

    Die Lehrerinnen und Lehrer stehen Ihnen für Fragen zur Verfügung und erteilen Ihnen gerne weitere Auskünfte.

    :::

  22. Jacques Auvergne Says:

    „Gegründet wurde die DEGITS von Professorinnen und Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den studentischen Fachschaftsvertreterinnen und -vertretern der islamisch-theologischen Studien an den Universitäten Hamburg, Münster, Osnabrück, Gießen, Frankfurt am Main, Erlangen-Nürnberg und Tübingen. Die fachliche Binnendifferenzierung nach Bereichen wie etwa Islam und Recht, Koranexegese, Islam und Soziale Arbeit oder Religionspädagogik geschieht über die Einrichtung von eigenen Fachgruppen (Sektionen).“ [ s. u. ]
    .
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    .

    DEGITS als „Fachverband islamischer Theologen in Deutschland“:

    Deutsche Gesellschaft für Islamisch-Theologische Studien (DEGITS)
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    Dunja el Missiri, warb dafür, den im Sommer gegründeten Fachverband islamischer Theologen in Deutschland (Degits)

    (Spielräume aufgeklärten Glaubens. Die konservativen Moscheevereine attackieren die Zentren für islamische Studien: Ein Interessenkonflikt zwischen Verbänden und Universitäten. FAZ, 15.04.2016, von Thomas Thiel.)

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-lehre/streit-ueber-islam-studien-an-universitaeten-14160699.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    .

    Islamische Theologen in Deutschland gründen einen akademischen Fachverband. Die „Deutsche Gesellschaft für Islamisch-Theologische Studien (DEGITS)“ werde voraussichtlich nächste Woche ins Vereinsregister in Frankfurt am Main eingetragen, sagte der Vorstandssprecher, der Frankfurter islamische Religionspädagoge Harry Harun Behr, am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

    […] Behr betonte: „Alle Entscheidungen der Gründungsmitglieder sind trotz fachlicher Pluralität einstimmig gefallen.“ Stellvertreter Behrs ist der Münsteraner Religionsphilosoph Ahmad Milad Karimi, daneben gehören dem Vorstand die Hochschullehrer Mouez Khalfaoui aus Tübingen und Katajun Amirpur aus Hamburg, jeweils ein wissenschaftlicher Mitarbeiter aus Frankfurt und Tübingen sowie ein studentischer Vertreter dem Gremium an. Behrs Angaben zufolge gibt es bereits Mitgliedsanfragen aus Kairo, dem indonesischen Jakarta und dem malaysischen Kuala Lumpur.

    https://www.evangelisch.de/inhalte/122876/14-07-2015/professor-spannung-im-verhaeltnis-zu-muslimverbaenden

    .

    (Als erster akademischer Fachverband für islamische Theologie in Deutschland wurde in Münster am Zentrum für Islamische Theologie die Deutsche Gesellschaft für Islamisch-Theologische Studien (DEGITS) gegründet. Wir haben mit Vorstandssprecher Prof. Dr. Harry Harun Behr über den Fachverband gesprochen.)

    IslamiQ: Sie sind Sprecher der neu gegründeten Deutschen Gesellschaft für Islamisch-Theologische Studien (DEGITS). Inwiefern ist ein solcher Verband notwendig?

    […] IslamiQ: Auch der islamische Religionsunterricht befindet sich momentan in der Aufbauphase. Mit welchen Themenpunkten werden sie sich als DEGITS in den nächsten sechs Monaten schwerpunktmäßig befassen?

    Behr: Die eigenen Strukturen und vor allem interne Sektionen aufzubauen. Sektionen sind eine Art der Arbeitsgemeinschaft, die wiederum von den Mitgliedern abhängt die reinströmen. Wir haben bereits ganz viele Mitgliedsanfragen und die Sektionen werden sich mit der Zeit bilden, aber feststeht, dass es Sektion geben wird, die sich mit der Hermeneutik und der Interpretation des Korans beschäftigt, oder mit den Fragen von Islam und Recht in Deutschland und Europa, oder islamische Religionspädagogik. […]

    Da werden ganz unterschiedliche Profile zusammenkommen, und so kann es sein, dass immer mehr Sektionen entstehen. Außerdem können Religionskräfte Mitglieder werden und eine eigene Sektion bilden. Denn auch sie haben kein eigenes Netzwerk und bedienen sich momentan über andere Netzwerke. Deswegen ist die Agenda für die nächsten sechs Monate die eigene Strukturen aufzubauen und diese zu festigen, Mitglieder zu werben und dann in Tagungsplanungen für die kommenden Jahre zu gehen. Ein weiterer Punkt ist auch, den Kontakt zu den islamischen Religionsgemeinschaften zu suchen […]

    („Versachlichung des Islam-Diskurses“. IslamiQ, 2005)

    http://www.islamiq.de/2015/08/09/versachlichung-des-islam-diskurses/

    .

    1. Sprecher: Prof. Harry Harun Behr
    2. Sprecher: Prof. Milad Karimi
    Ferner sind im Vorstand vertreten: Prof. Moez Khalfaoui, Prof. Katajun Amirpour, Dr. Mark Chalil Bodenstein, Dr. Ruggero Vimercati Sansaverino und Ebru Kocatürk (studentisches Mitglied)

    ___ps://www.facebook.com/567771716570537/photos/a.645923515422023.1073741827.567771716570537/1113858188628551/?type=1&theater

    .

    Gegründet wurde die DEGITS von Professorinnen und Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den studentischen Fachschaftsvertreterinnen und -vertretern der islamisch-theologischen Studien an den Universitäten Hamburg, Münster, Osnabrück, Gießen, Frankfurt am Main, Erlangen-Nürnberg und Tübingen. Die fachliche Binnendifferenzierung nach Bereichen wie etwa Islam und Recht, Koranexegese, Islam und Soziale Arbeit oder Religionspädagogik geschieht über die Einrichtung von eigenen Fachgruppen (Sektionen). […]

    Sprecher des Vorstandes ist: Prof. Dr. Harry Harun Behr und Stellvertretender Sprecher: Dr. Ahmad Milad Karimi.

    https://www.uni-muenster.de/ZIT/Aktuelles/2015/20150630.html

  23. Чёрный Лис Says:

    Stichworte

    Baden-Württemberg
    Uni Tübingen
    Zentrum für islamische Theologie
    Beirat
    Rita Haller-Haid (SPD)
    .
    .

    „6. Wie schließt sie aus, dass extremistische Gruppierungen wie Millî Görüş, die sogenannten „Grauen Wölfe“ sowie deren Dachverbände (ADÜTDF, ATIB und ATB) über DITIB Einfluss auf das Tübinger Zentrum nehmen?“

    „8. Kann nach ihrer Auffassung aus der Anwesenheit von Mustafa Cerić bei der Eröffnung des Islamzentrums gefolgert werden, dass das Islamzentrum dem European Council for Fatwa and Research (ECFR) nahesteht und erwartet sie vom Islamzentrum eine diesbezügliche Distanzierung?“

    (Haller-Haid SPD, 28.07.2015.)

    (Antwort zu 8.)

    „Der damalige Großmufti von Bosnien-Herzegowina, Dr. Mustafa Cerić, wurde – neben Bildungsministerin a. D. Annette Schavan und anderen Gästen – als international anerkannter religiöser Würdenträger der ältesten muslimischen Gemeinde Europas zur Eröffnung des Zentrums eingeladen. Für seine interkulturelle und interreligiöse Tätigkeit in Einrichtungen wie der Unesco oder dem European Council of Religious Leaders hat Herr Dr. Cerić mehrere Preise erhalten, u. a. in Deutschland den Eugen-Biser-Preis und den Theodor-Heuss-Preis. Das Zentrum setzt sich nur auf rein wissenschaftlicher Ebene mit Diskursen und Akteuren des Islams in Europa auseinander und unterhält keinerlei Beziehungen kooperativer oder sonstiger Art mit dem ECFR oder ähnlichen Organisationen.“

    aus:

    Landtag von Baden-Württemberg
    Drucksache 15/7232
    29.07.2015

    Kleine Anfrage
    der Abg. Rita Haller-Haid SPD
    und
    Antwort
    des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst
    Zentrum für islamische Theologie
    an der Universität Tübingen

    https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP15/Drucksachen/7000/15_7232_D.pdf

    ::
    ::

    „So ist es der Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar, warum im vergangenen Jahr der Beirat des Islamzentrums komplett ausgetauscht wurde. Waren die vorherigen Beiratsmitglieder nicht mehr bereit weiterhin im Beirat zu verbleiben? Warum wurden die Namen der neuen Beiratsmitglieder daraufhin nicht veröffentlicht?“

    ( Rita HALLER-HAID, 06.04.2016 )

    an:
    Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
    Frau Ministerin Theresia Bauer

    http://cantaloup.fm/wp-content/uploads/2016/01/Brief-Haller-Haid-an-Ministerin-Bauer.pdf

    ::
    ::

    Wer lenkt das Tübinger Islamzentrum – und wohin? | cantaloup.fm

    http://cantaloup.fm/2016/01/wer-lenkt-das-tuebinger-islamzentrum-und-wohin/

    Uniradio Tübingen. cantaloup.fm ist ein studentisches Ausbildungsmedium für crossmedialen Journalismus im Rahmen des Uniradios.

    http://cantaloup.fm/?s=Islam

  24. Viviane Says:

    16. In § 132 a Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 wird die Angabe „Artikel 7“ durch die Angabe „Artikel 79“ ersetzt.

    https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_detail_text?anw_nr=6&vd_id=13553&ver=8&val=13553&sg=0&menu=0&vd_back=N

    __
    __

    Drucksache 16/1282
    07.11.2012

    Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Schule und Weiterbildung zu dem Gesetzentwurf der Landesregierung
    – Drucksache 16/815 –

    […]

    Gesetz zur Sicherung einesqualitativ hochwertigen und wohnungsnahen Grundschulangebots in Nordrhein-Westfalen (8. Schulrechtsänderungsgesetz)

    wird die Angabe „Artikel 7“ durch die Angabe „Artikel 79“ ersetzt

    [ Seite 8 ]

    https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument?Id=MMD16/1282

    __
    __

    16. In § 132 a Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 wird die Angabe „Artikel 7“ durch die Angabe „Artikel 79“ ersetzt.

    […]

    Düsseldorf, den 13. November 2012

    https://www.phv-nw.de/system/files/pdf_rechtsgrundlagen/schulgesetz-historie_25-6-15.pdf

  25. Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz Says:

    1. In der Inhaltsübersicht wird nach § 132 eingefügt:

    „§ 132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht“.

    2. Nach § 132 wird folgender § 132 a eingefügt:

    „§ 132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht

    (1) Besteht auf Grund der Zahl der in Betracht kommenden Schülerinnen und Schüler Bedarf, islamischen Religionsunterricht im Sinne von § 31 einzuführen, aber noch keine entsprechende Religionsgemeinschaft im Sinne von Artikel 14 und 19 Landesverfassung und Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz, kann das Ministerium übergangsweise bei der Einführung und Durchführung mit einer Organisation oder mehreren Organisationen zusammenarbeiten, die Aufgaben wahrnehmen, die für die religiöse Identität ihrer Mitglieder oder Unterorganisationen wesentlich sind oder die von diesen für die Durchführung des Religionsunterrichts bestimmt worden sind. Die Organisationen müssen eigenständig, bei der Zusammenarbeit staatsunabhängig sein und die Gewähr dafür bieten,

    1. dem Land bei der Veranstaltung des Religionsunterrichts auf absehbare Zeit als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen,

    2. die in Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz umschriebenen Verfassungsprinzipien, die dem staatlichen Schutz anvertrauten Grundrechte der Schülerinnen und Schüler sowie die Grundprinzipien des freiheitlichen Religions- und Staatskirchenrechts des Grundgesetzes zu achten.

    https://www.phv-nw.de/system/files/pdf_rechtsgrundlagen/schulgesetz-historie_25-6-15.pdf

  26. Jacques Auvergne Says:

    Turquie : une bande dessinée glorifie la mort en martyr auprès des enfants

    RT, 04.04.2016.

    Intitulée Que Dieu bénisse nos martyrs, que leurs tombes soient éclairées de lumière sainte, la bande dessinée présente des dialogues entre parents et enfants qui poussent le jeune lectorat vers la voie empruntée par les martyrs. Dans une vignette, un père dit à son fils : «Comme il est bon d’être un martyr.»

    Il justifie sa position auprès du jeune garçon en arguant que le martyr «accède directement au paradis». Dans une autre vignette de la bande dessinée, une fille fait part de son souhait de devenir martyr. «Si vous le désirez vraiment, Allah vous donnera cette occasion» répond alors la mère. […] «Un martyr aimerait revenir dans le monde réel et être martyr à dix reprises après le respect et le prestige reçus au paradis» peut-on lire. […]

    https://francais.rt.com/international/18512-autorites-turques-promotion-bande-dessinee-glorifiant-mort-martyr

    ::

    Turkish ‘Ministry of Religion’ promotes martyrdom to children in colorful comic strips

    […] A colorful cartoon titled “may god bless our martyrs, may their graves be full with holy light” features dialogues between parents and children that promotes an idea of religious martyrdom. In one box of the comics, a father says to his son: “How good it is to be a martyr…” He also adds that martyrdom gives a person an opportunity “to gain the right to go to heaven.”

    In another box from the comics, a girl can be seen saying “I wish I could be a martyr.” “If you desire enough, Allah will give you that opportunity,” the mother in the box replies to the girl.

    A statement near the last picture reads: “Our prophet says: a martyr feels the pain of dying as much as you feel pain when being pinched.”

    Another statement attributed to Prophet Mohammed says: “A martyr would love to go back to the real world and be martyr 10 times more after the honoring and prestige they receive in the heaven.”

    Psychologist and professor Dr. Serdar Değirmencioğlu harshly criticized the latest issue of the Diyanet’s “Child Magazine” featuring the controversial comics, but said that introducing children into the ideas of radical Islam has long been part of the Turkish government’s policy.

    “They want to use the drawings to transfer the message of martyrdom to children because they think it will be more attractive,” he said in an interview with the Turkish Evrensel newspaper adding that the idea of martyrdom promoted by the government describes it as a “painless death and a promise of heaven.” […]

    On Saturday Turkish President Recep Tayyip Erdoğan inaugurated a new multimillion Diyanet Center of America, calling it the Turkish-American Center of Culture and Civilization.

    A complex, which, according to the Turkish Daily Sabah newspaper, contains “one of the largest Turkish mosques” alongside conference halls, basketball courts, a restaurant, Turkish bath and a cultural research center, was built by funds from Turkish Presidency of Religious Affairs as well as some NGOs.

    During the opening ceremony, Erdoğan called the complex “a center of civilizations” and said that it would serve both American Muslims and people of other faiths, as well as promote Islam’s message of love and compassion.

    RT, 03.04.2016 [Ruptly (RT). Ivan Rodionov leitet in Berlin die international aktive TV-Nachrichtenagentur Ruptly, eine Tochterfirma des Moskauer Auslandssenders Russia Today.]

    https://www.rt.com/news/338278-turkey-diyanet-children-martyrdom/

    ::

    NRW-Innenministerium beendet Kooperation mit Ditib

    (RP, 05.09.2016.)

    […] In Regierungskreisen heißt es, damit stehe nun auch die Rolle von Ditib als Berater von NRW-Schulen auf der Kippe. Ditib ist über einen Beirat an der Erarbeitung von Vorlagen für den Islamunterricht beteiligt. […]

    Jäger beendete die Kooperation nach der Affäre um einen Comic der türkischen Religionsbehörde Diyanet, in dem der Märtyrertod verherrlicht wird. Danach habe „das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes NRW den Landesverband Ditib NRW zu einer Stellungnahme hierzu aufgefordert“, so Jäger in seiner Erklärung. „In dieser Stellungnahme konnte keine für einen Träger des Präventionsprogramms ,Wegweiser‘ notwendige klare Neutralität bzw. ausreichende Distanz davon festgestellt werden“, sagte Jäger weiter. […]

    http://www.rp-online.de/nrw/landespolitik/nrw-innenminister-ralf-jaeger-beendet-kooperation-mit-der-ditib-aid-1.6236246

    ::

    Märtyrer-Comic: NRW beendet Kooperation mit Islamverband Ditib

    (SPIEGEL, 05.09.2016.)

    […] die Affäre um einen Comic, in dem der Märtyrertod verherrlicht wird. Der Comic sei von der türkischen Religionsbehörde Diyanet herausgegeben worden. […]

    In einer noch unveröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Peter Biesenbach, die der „Rheinischen Post“ vorliegt, erklärt Jäger, die Auflösung des Vertrags von beiden Vertragsparteien sei einvernehmlich vereinbart worden.

    Nun steht der Zeitung zufolge auch die Rolle von Ditib als Berater von NRW-Schulen auf der Kippe. Ditib ist über einen Beirat an der Erarbeitung von Vorlagen für den Islamunterricht beteiligt. […]

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nordrhein-westfalen-beendet-ditib-kooperation-wegen-maertyrer-comic-a-1110941.html

  27. Carcinòl Says:

    (DIE LINKE. NRW begrüßt das Ende der Kooperation zwischen dem Land NRW und dem Moscheeverband Ditib bei dem Programm ‚Wegweiser‘ in Köln. Als verlängerter Arm des sich immer weiter von demokratischen Prinzipien entfernenden türkischen Staates sei Ditib kein passender Partner für Präventionsarbeit. DIE LINKE fordert, diese Konsequenz nun auch bei der Zusammenarbeit im Schulbereich zu ziehen.)

    […] DIE LINKE fordert, jetzt auch die Zusammenarbeit mit Ditib als Berater von NRW-Schulen aufzukündigen. Ein verlängerter Arm des Autokraten Erdogans dürfe nicht beim Schulunterricht in Nordrhein-Westfalen mitsprechen. Ohnehin seien Schulen weltanschaulicher Neutralität verpflichtet. Statt religiöser Unterweisung sei hier die Kenntnis aller Religionen und Ethiken zu vermitteln. […]

    (Ditib-Kooperation auch bei Schulen beenden. Von Christian Leye. DIE LINKE. NRW am 05.09.2016.)

    http://www.dielinke-nrw.de/nc/politik/presse/detail_nachrichten/zurueck/nachrichten-1/artikel/ditib-kooperation-auch-bei-schulen-beenden/

  28. Jacques Auvergne Says:

    „Bei Fuß, Dhimmi, sitz. Islam heißt?“
    „Frieden, wuff und wau.“
    „Braver Hund, dafür darfst du dazugehören. Nur so wirst du nicht ausgegrenzt aus der Gesamtgesellschaft (Bunte Republik Deutschland).“

    A statue of Ivan Pavlov and one of his dogs

    Bunte Republik: Sachverständigenrat lobt Religionsfreundlichkeit in Deutschland

    https://de.qantara.de/content/bunte-republik-sachverstaendigenrat-lobt-religionsfreundlichkeit-in-deutschland

    [Der neue Bundespräsident Christian Wulff, 2010, Antrittsrede.]

    Besonders will sich Wulff für ein besseres Miteinander der Kulturen engagieren. Die Deutschen müssten offen sein für die Zusammenarbeit mit allen Teilen der Welt. […] „in unserer Bundesrepublik, in unserer bunten Republik Deutschland“ […] Die Vielfalt in Deutschland sei „zwar manchmal auch anstrengend, aber sie ist immer Quelle der Kraft und der Ideen und eine Möglichkeit, die Welt aus unterschiedlichen Augen und Blickwinkeln kennenzulernen“, sagte Wulff. Als Beispiel für erfolgreiche Integration verwies er auf die von ihm ernannte niedersächsische Sozial- und Integrationsministerin Aygül Özkan – die erste deutsch-türkische Ministerin in Deutschland.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article8275162/Christian-Wulff-macht-Integration-zum-Leitthema.html

    Wulff wünscht sich „bunte Republik Deutschland“ (Neuer Bundespräsident vereidigt.)

    https://www.welt.de/welt_print/politik/article8285814/Wulff-wuenscht-sich-bunte-Republik-Deutschland.html

    2010, Zensurvorwurf in Niedersachsen

    Ministerin Özkan will Medien auf Kurs bringen

    Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan will Journalisten auf eine bestimmte Berichterstattung bei Integrationsthemen festlegen. Sie sollen eine Charta unterschreiben und sich verpflichten, eine „kultursensible Sprache“ zu verwenden.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/zensurvorwurf-in-niedersachsen-ministerin-oezkan-will-medien-auf-kurs-bringen-a-708168.html

    2010
    „Wir sind fassungslos – das ist Zensur“

    http://www.nwzonline.de/politik/niedersachsen/wir-sind-fassungslos-das-ist-zensur_a_1,0,1785047357.html

    .
    .

    Floskeln

    (Der Dschihad der eleganten Formeln oder vertrackten Floskeln: Dressieren und Abrichten. Islamisierung per Konditionierung.)

    Wie Pawlows hungriger Hund auf den lang erwarteten Klingelton, so soll und wird auch der Dhimmi von morgen auf Schlagworte hin gefälligst frohgestimmt aufhüpfen. Statt Glockenton gibt es eine feine Floskel.

    Zu diesen v. a. durch die Muslimbruderschaft und ihre siegesgewissen oder versehentlichen Unterstützer verbreiteten Floskeln oder Schlagworten gehören flexibility (angebliche, nämlich der Scharia), im Kern / im Kern friedliche Religion (letztere richtig verspottet als iKfR), values („Werte“ und eben nicht (einklagbare!) Rechte), friedliches Zusammenleben, mutual understanding, complimentarité („Komplementarität“ der Geschlechter und eben nicht Gleichberechtigung von Frau und Mann, s. Verfassungsentwurf für Tunesien), time and space / Zeit und Raum.

    Auch der mindestens 40 Jahre alte schlimme Jargon (Jargon ist immer schlimm) von The west, western (im Westen, westlich) sei nicht vergessen, bei Ali Schariati (s. u.) und anderen als Okzidentose oder Westitis (Gharbzadegi) den verehrten Osten / Orient = Islam heranrufend. Für den Iran heranrufend in der Islamform (Islam) oder Islamgestalt (auch Islam) einer schiitischen Allahkratie unter Ayatollah Chomeini. Den echten Islam heranrufend, nicht den Islamismus den es gar nicht gibt oder den politischen Islam den es ebenfalls gar nicht gibt –
    es sei denn, man wollte den Staatsgründer und in Personalunion Propheten als

    ‚Mohammed als Begründer des politischen Islam‘
    bezeichnen oder sagen:
    ‚Mohammed, ibn Hanbal, al-Ghazali, diese drei über das Ziel Islam hinausschießenden Islamisten‘
    oder
    ‚1400 Jahre alt ist der politisierte, extremistische Islam, der Islamismus‘.

    Seit 1400 Jahren macht das niemand).

    Euromania, „Euromanie“, 2016 vergleiche man die AEMR-Verächtlichmachung von Schariafreundin Lamya Kaddor: „deutschoman, Deutschomanie, die Deutschomanen“:

    Gharbzadegi (Persian: غربزدگی‎‎) is a pejorative Persian term variously translated as „Westoxification,“ „West-struckness“ „Westitis“, „Euromania„, or „Occidentosis“ [Okzidentose].

    https://en.wikipedia.org/wiki/Gharbzadegi

    A decade earlier, Jalal Al-i Ahmad [Jalal Al-e-Ahmad (1923 – 1969)] had popularized the term coined by Ahmad Farid, gharbzadegi (West-struckness), which then entered the Persian political vocabulary. Both Shariati and Al-i Ahmad argued that Islam had provided some protection against colonialism,

    (Michael M. J. Fischer – 2004)

    https://books.google.de/books?id=KibBH6cI8BgC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    In this essay, Al-e Ahmad expands Ahmad Farid’s term gharbzadegi and argues that an infatuation with the West is like a plague from which Iran suffers.

    (Blake Atwood – 2016)

    https://books.google.de/books?id=q9obDQAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    جلال آل احمد
    Jalal Al-e-Ahmad (1923 – 1969)

    https://en.wikipedia.org/wiki/Jalal_Al-e-Ahmad

    .

    Exkurs
    Ali Schariati (1/4 bis 4/4)

    (1/4)
    Mehr Allahzentrik, mehr Reform
    Auszüge aus der knapp vierzig Jahre alten Rede von Ali Schariati: »Wo fangen wir an?« islamkritisch kommentiert.

    https://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/06/14/170/

    (2/4)
    Islamischer Humanismus
    Zu Ali Schariatis »Das Menschenbild im Marxismus, in anderen abendländischen Denkschulen und im Islam«

    https://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/06/15/171/

    (3/4)
    Das Nichtislamische verstoßen
    Die in Abadan gehaltene Rede Ali Schariatis: »Exploitation und Raffinierung der kulturellen Quellen«

    https://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/06/16/172/

    (4/4)
    Ali Schariati und der Islam als »Schule«
    Zum Abschnitt »Der Entwurf einer Schule« aus Ali Schariatis »Die Islamkunde«, Teheran, ohne Erscheinungsjahr, also vermutlich etwa 1970.

    https://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/06/17/173/

    .

    Zurück zum Thema Floskeln.

    Noch ein Slogan des proislamischen Jargon, häufig genutzt durch den Europaführer der MB: Herausforderungen der Gegenwart, contemporary challenges

    Islamic issues within the Islamic classical tradition[…] Islamic issues in the West […] Muslim-majority societies […] Muslim communities in the West […] Muslim-majority countries […] Islam, the West and the Challenges of Modernity […] European Muslim […] Western Muslims and the Future of Islam […] Radical Reform: Islamic Ethics and Liberation is a book from within the Islamic tradition. It’s to go from what I think are the limits of dealing with fiqh issues, which is Islamic law and jurisprudence, to the fundamentals [typisch Salafi: zurück nach Medina = Erster Islamischer Staat, 622 – 855 d. Z.]. […] rethinking the classical way of reading the scriptural sources and also addressing the contemporary challenges of promoting and applying Islamic ethics for our time.

    http://www.pewforum.org/2010/04/27/a-conversation-with-tariq-ramadan/

    Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften
    (ZeKK)
    10.06.2014 |
    Internationale Konferenz „Maqasid al-Shariah“ Die Ziele der Scharia und die Herausforderungen der Gegenwart

    Die internationale Fachtagung „Maqāṣid al‐Sharīah. Die Ziele der Scharia und die Herausforderungen der Gegenwart“ fand vom 10. bis 12. Oktober in Paderborn statt. Fachleute aus Pakistan, Katar, Kanada, den USA, Indonesien und verschiedenen europäischen Staaten diskutierten hier über Möglichkeiten einer innermuslimischen Erneuerung des Verstehens der Scharia. Unter den Referenten und Referentinnen waren genauso muslimische wie nichtmuslimische Rechtswissenschaftler, Theologen und Vertreterinnen aus der Praxis [ = aus der Islamisierungspraxis]. Insgesamt nahmen ca. 130 Fachleute und Studierende an der Tagung teil.

    https://kw.uni-paderborn.de/zekk/nachricht/news/internationale-konferenz-maqasid-al-shariah-die-ziele-der-scharia-und-die-herausforderungen-der-g/

    Noch zur letzten Quelle Paderborn 2014. Zum Profi-Personal aus dem deutschen Islamisierungsbetrieb zählen Klaus von Stosch und Heiner Bielefeldt. Aus den Bildbeschreibungen.

    Idris Nassery und Prof. Dr. Klaus von Stosch hatten zur Tagung „Maqāṣid al‐Sharīah. Die Ziele der Scharia und die Herausforderungen der Gegenwart“ in Paderborn eingeladen. […] der Inhaber des Lehrstuhls für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Universität Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Prof. Heiner Bielefeldt (Nürnberg-Erlangen)

    https://kw.uni-paderborn.de/zekk/nachricht/news/internationale-konferenz-maqasid-al-shariah-die-ziele-der-scharia-und-die-herausforderungen-der-g/

    Die Herrschaft Allahs errichten, mit Anlocken oder List oder bedarfsweise mit Gewalt. Dabei zerstört bzw. verrät man die AEMR und gibt sich stattdessen irgendwie modern – und die dazugehörige, sozusagen Pawlowsche Floskel (modern, modernity) wiederhole man gegenüber dem Hund Verzeihung Publikum.

    Die gegenwartsbezogene Variante der Proislamisierer-Floskel time and space (Zeit und Raum) ist

    here and now
    hier und jetzt

    Die Verwendung einer Muslimbruder-Floskel durch Mustafa Cerić, durch den ZMD und Eva-Maria El-Shabassy (ZMD) sowie durch Lamya Kaddor
    .
    .

    Und ewig schreckt die Scharia …

    (Wenn das Wort Scharia fällt, ist bei vielen Menschen die Verunsicherung groß. Nicht ohne Grund. Denn Scharia ist eines der am häufigsten missverstandenen Schlagworte im Islam, schreibt Lamya Kaddor.)

    „[…] Auffassungen von der Scharia können also zum Problem werden. Die Scharia selbst kann es nicht. […]

    Wenn Gott im Hier und Jetzt sprechen würde, müsste er sich adäquat ausdrücken, damit wir ihn überhaupt verstehen könnten.

    Aber er spricht heute nicht mehr. Uns bleiben also nur Koran und Sunna, und deren Wortlaut – das liegt ja in der Natur der Sache – bleibt nun mal immer gleich.

    Sollen sich die islamischen Quellen und die gesellschaftlichen Realitäten also nicht immer weiter voneinander entfernen, dann MUSS es sogar im Interesse aller Muslime liegen, die Interpretation der Quellen und damit das Verständnis von ihnen anzupassen. Dann MUSS man die islamischen Quellen vor dem jeweils neuen Hintergrund des Hier und Jetzt sehen. Aus meiner Sicht ermöglicht die Scharia das nicht nur, sondern sie fordert es geradezu. Allerdings wird eben ein solches zeitgemäßes Verständnis von Scharia durch fundamentalistische / konservative Strömungen, die um ihre Deutungshoheit des Islam fürchten, bekämpft und enorm erschwert.“

    http://www.migazin.de/2012/04/20/und-ewig-schreckt-die-scharia/

    http://www.migazin.de/2012/04/20/und-ewig-schreckt-die-scharia/2/

    „Tariq Ramadan hat es geschafft, zum inoffiziellen Sprecher eines Euro-Islams aufzusteigen, der das gebrochene Selbstbewusstsein der Diaspora hinter sich lässt und das Hier und Jetzt der westlichen Moderne als sein Wirkungsfeld akzeptiert.“

    [ Genau, um diese Moderne zu islamisieren, kaputtzumachen. ]

    (Jörg Lau, 2004.)

    https://de.qantara.de/inhalt/tariq-ramadan-vorbild-der-muslimischen-jugendlichen-in-europa

    One should fight for his/her rights here and now.

    [ Kämpfen – für die Durchsetzung der islamischen Rechtsordnung. ]

    http://www.rferl.org/a/1066751.html

    (2006 – Bosnia-Herzegovina Mustafa Ceric: Declaration of European Muslims.)

    as we are trying to figure out who we are and what we should do here and now on this planet Earth.

    (Mustafa Ceric, Grand Mufti Emeritus of Bosnia: Address to World Summit 2015, Seoul, Korea, 27.-31.08.2015.)

    https://www.upf.org/resources/speeches-and-articles/6634-m-ceric-address-to-world-summit-2015

    Einsperren ins Schariakollektiv – dass mir keiner aus der Reihe tanzt; ein online bei ZMD inzwischen (2013) herausgenommenes Grundlagenpapier von 1999:

    AUFGABEN UND ZIELE DES ISLAMISCHEN RELIGIONSUNTERRICHTS

    Eine islamische Glaubenspraxis ohne und außerhalb der Gemeinschaft der Muslime ist nicht denkbar. Aufgabe des Religionsunterrichts ist es daher, den Schülern die Wechselwirkung zwischen Gemeinschaft und Individuum bewusst zu machen, aufmerksam zu machen auf die Bedeutung der zwischenmenschlichen Beziehungen für die Entwicklung des Einzelnen, aber auch auf das Gelingen von islamischer wie allgemein menschlicher Gemeinschaft durch unterschiedliche Fähigkeiten und das Zusammenwirken ihrer Glieder.

    Grundlegende Aufgabe eines islamischen Religionsunterrichts ist, Glauben und islamische Lebensweise mit der konkreten Lebenswirklichkeit und den Lebenserfahrungen der Schüler zusammenzuführen in einer Weise, dass sie einander wechselseitig erschließen und erklären. Dieses didaktische Prinzip der Korrelation soll verhindern, dass der Islam allein als theoretisches Regelwerk vermittelt wird, ohne Bezug und ohne Bedeutung für die konkrete Lebensgestaltung des Einzelnen wie auch der Gemeinschaft im Hier und Jetzt.

    (Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. (Hrsg.), Lehrplan für den islamischen Religionsunterricht, Köln 1999.)

    [ nicht mehr durchklickbar ]

    _ttp://www.ganztagsschulen.org/_downloads/ZDMIRU.pdf

    politik und kultur Jan. Feb Seite 15 Allah und die Schöpfung Aufgaben und Ziele des islamischen Religionsunterrichts / Von Eva-Maria El-Shabassy

    Der islamische Religionsunterricht will aus der Sicht des Islams einen Beitrag zur grundlegenden Bildung leisten. Wie kein anderes Fach beschäftigt sich der Religionsunterricht mit existentiellen Fragen des Menschen nach dem Woher und Wohin, nach Sinn und Ziel menschlichen Seins. Im Zentrum eines islamischen Religionsunterrichts steht Allah in seiner Beziehung zum Menschen wie zur gesamten Schöpfung. Alle Fragen des Glaubens und der Glaubenspraxis im engeren Sinne, wie auch solche des täglichen Lebens, sind auf dieses Zentrum hin ausgerichtet. Ziel des Unterrichts muss sein, den Schüler zu befähigen, aus dem Glauben heraus und in Verantwortung seinem Schöpfer gegenüber sein eigenes und das Leben der Gemeinschaft zu gestalten […]

    Eine islamische Glaubenspraxis ohne und außerhalb der Gemeinschaft der Muslime ist nicht denkbar. […] Bezug und […] Bedeutung für die konkrete Lebensgestaltung des Einzelnen wie auch der Gemeinschaft im Hier und Jetzt.

    http://docplayer.org/222240-Islam-kultur-politik.html

    Wie denkt sie eigentlich über die Steinigung für Ehebruch? „Eine schreckliche Strafe“, sagt El-Shabassy. Ist sie Unrecht? Ist sie Gottes Gebot? „Diese Strafe steht in der Scharia“, sagt Frau Lehrerin. Unrecht? „Ehebruch ist ein Verbrechen, wie Mord.“ Kritischere Worte bringt sie trotz Nachfragens nicht über die Lippen. Beim Abschied murmelt sie: „Wenn einmal in hundert Jahren eine Ehebrecherin gesteinigt wird, vielleicht werden dann ganz viele Ehen gerettet?“

    (Im Schutz des Tuches. Von Florian Klenk. DIE ZEIT, Nr. 51, 11.12.2003.)

    http://www.emma.de/artikel/islamismus-nrw-unterrichten-schriftglaeubige-263327

    Иван Петрович Павлов
    Iwan Petrowitsch Pawlow

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