Ismail Tipi und die Scharia

علمانيّة

ʿalmānīya

سکولاریسم

secularism

Säkularität

Ismail Tipis Thematisierung Islamischer Paralleljustiz

Von Edward von Roy am 04. Mai 2012

(Zitat) Unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit wird in unserem Rechtsstaat oft genug Unsinn betrieben. Das trifft auch auf das Thema der islamischen Paralleljustiz und den damit entstehenden selbst ernannten „Friedensrichtern“ zu. Es besteht die Gefahr, dass sich ein Modell der „Scharia-Schlichter“ wie in Großbritannien etabliert, analog den dortigen „Scharia-Courts“, die außerhalb der staatlichen Rechtsprechung stehen und nur die Scharia als Gesetz gelten lassen.

Beunruhigend ist, dass sich in Deutschland bereits eine Schattenjustiz entwickelt und diese islamische Paralleljustiz wird zunehmend eine Gefahr für unseren Rechtsstaat und unsere Demokratie. …

Sollte die Scharia allerdings nach dem Vorbild Großbritanniens bei uns eingeführt werden, so sind automatisch Frauen und Kinder die Leidtragenden, weil die Scharia Frauen im Verhältnis zu Männern benachteiligt. In der Regel werden Frauen von den „Friedensrichtern“ gemaßregelt und die Männer erhalten Rückendeckung für ihre Machtposition im Familienverbund.

Darüber hinaus erwächst uns durch diese islamische Paralleljustiz noch eine weitere Gefahr. Sie macht die Salafisten hoffähig!

Es ist schlimm, dass wir diese Schlichter und Friedensrichter haben und ihnen nicht energisch entgegentreten. Es ist aber noch schlimmer, wenn sich naive Politiker und Minister finden, die die Berücksichtigung der Scharia in der deutschen Rechtsprechung für sinnvoll und erstrebenswert halten. Am Schlimmsten jedoch ist die Tatsache, dass es Juristen, Anwälte und auch unabhängige Richter gibt, die sich in ihren Urteilen auf die Scharia berufen oder diese in ihr Urteil, auf welche Art und Weise auch immer, einfließen lassen. Deutsche Gerichte und Richterschaft müssen unabhängig bleiben. Das bedeutet für mich: Die Scharia muss raus aus den Richtersprüchen, der deutschen Rechtsprechung und aus unseren Gerichtsräumen! (Zitatende)

Aus: Ismail Tipi, Islamische Paralleljustiz – Die schleichende Gefahr für unseren Rechtsstaat[1], 25.04.2012

Durchaus wichtige Gedanken bringt Ismail Tipi vor allem durch die Nennung der in die Scharia integrierten Benachteiligung der Frau sowie mit seinem Hinweis auf die jede Einheitlichkeit des Rechts aushöhlenden britischen Sharia Courts.[2]

Das mit relativ großen Entscheidungsbefugnissen legalisierte Muslim Arbitration Tribunal (MAT)[3] erwähnt der Journalist und hessische CDU-Landtagsabgeordnete nicht. Klienten des MAT, zumal weibliche, werden womöglich durch ihre Großfamilie auf eine tugendhafte Lebensführung hin überwacht und fürchten, bei Fehlverhalten im Diesseits den Verlust des Wohlwollens Allahs und nach dem Tod den ewigen Verbleib im Feuer. Nicht anders als das Sharia Court schlichtet das MAT Eheprobleme und Erbschaftsstreitigkeiten nach Maßgabe des (angeblich) nicht menschengemachten, nicht teilbaren und nach Vollständigkeit strebenden Islamischen Gesetzes, nach der öffentlich überprüfbar anzuwendenden und nur dann heilssichernden Scharia.

Auch die Forderung des von Deutschlands Kirchen, Hochschulen und Volksparteien geehrten bosnischen Großmuftis Mustafa Cerić (opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law)[4] wird von Ismail Tipi nicht kritisiert, obwohl Cerić nicht weniger auf Rechtsverschiedenheit zielt als die bezeichnenderweise namenlos gebliebenen deutschen Hinterhof-Friedensrichter und obwohl er keine andere Scharia im Programm hat als diese.

Im Januar eröffnete der Scheich im European Council for Fatwa and Research (ECFR) im Beisein von Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan (CDU), ein Zentrum für Islamische Theologie an der Universität Tübingen.[5] ECFR-Chef ist der unter Sunniten aller Welt hohes Ansehen genießende, der Muslimbruderschaft nahestehende Theologe Yusuf al-Qaradawi.

Ärgerlich irreführend ist es, wenn ein Landtagsabgeordneter das zur Gesetzesreligion Islam oft wenig informierte deutsche Publikum glauben lassen möchte, dass ein sein Amt ausübender Schariarichter schuldhaft und selbstherrlich “Selbstjustiz” betreibe. Nichts ist aus klassisch islamischer Sicht falscher als das, denn dafür zu sorgen, dass Allahs himmlisches Gesetz, dem koranischen Befehl treu folgend, auf Erden verwirklicht wird, entlässt den Menschen aus jeder souveränen Rolle und setzt Allah als den unsichtbaren, eigentlichen Richter ein. Der gottesfürchtige Mufti oder Kadi ist Stellvertreter (Kalif) des Schöpfers und handelt bei seinem Herabwürdigen der Frauen und Nichtmuslime gerade nicht willkürlich.[6]

Tipi zitiert mit Selbstjustiz den Journalisten und Juristen Joachim Wagner (Richter ohne Gesetz: Islamische Paralleljustiz gefährdet unseren Rechtsstaat). Ein jeder wissenschaftlich-aufgeklärt denkende, mit dem Phänomen Schariagericht konfrontierte Jurist, Polizist oder Sozialarbeiter kann sicherlich bedauernd feststellen, dass sich hier ein mehr oder weniger großes Kollektiv abschottet und die offizielle, nämlich staatliche Gerichtsbarkeit boykottiert; aus dieser Perspektive ließe sich natürlich sagen: ‚Die Gruppe Sowieso spricht jetzt selbst Recht‘ oder ‚Die nichtsäkularen Muslime verlangen eine eigene Justiz‘; doch das Wort Selbstjustiz, bei dem man sicherlich etwa an Fälle von Lynchjustiz (schuldhaft, willkürlich, oft ohne eindeutig kodifizierte Normen, oft aus Rache oder Wut) denkt, verfehlt die Praxis der tausend Jahre alten Islamischen Rechtskultur (wenn man Burka, Zweitfrau, halbiertes weibliches Erbe oder Todesstrafe durch fliegende Steine Kultur nennen möchte).

Zuletzt ist das von Tipi verwendete: “Islamische ‘Friedensrichter’ tragen keine Roben und haben auch keinerlei juristische Ausbildung” aus islamischer Sicht schlicht falsch, da die Urteile fällende Schariaanwendung, der ein gründliches Erlernen voraussetzende Fiqh, für Schriftgläubige nicht nur die moralisch höherwertige, sondern die einzig richtige juristische Ausbildung ist.

Etwa auch für die am Stadtstaat von Medina orientierten so genannten Salafisten (Urgemeindler; Wortwörtlichkeit suchende Muslime; Muslime) ist unser kulturell modernes, das heißt auf Abwehr des Teufels und Rettung der Seele verzichtendes säkulares Recht ‚falsches Recht‘, ‚Ungerechtigkeit‘ und letztlich ‚falsche Religion‘ und ist der schariatisch Pflichtschludrige jemand, der seinen Islam nicht ernst nimmt.

So lobenswert es ist, über Sharia Courts und schariarechtliche Frauendiskriminierung zu sprechen, wird leider in Islamische Paralleljustiz – Die schleichende Gefahr für unseren Rechtsstaat der Eindruck erweckt, die weltweit aktiven Schariarichter hätten den Islam falsch verstanden oder hätten die Schariapraxis, den Fiqh, noch nicht gründlich genug studiert.

“Unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit wird in unserem Rechtsstaat oft genug Unsinn betrieben”, insofern stimmen Tipis Worte dann doch.

Edward von Roy

[1] Ismail Tipi 25.04.2012, Islamische Paralleljustiz – Die schleichende Gefahr für unseren Rechtsstaat

http://www.ismail-tipi.de/inhalte/2/aktuelles/24015/islamische-paralleljustiz-die-schleichende-gefahr-fuer-unseren-rechtsstaat/index.html

[2] Islamic Sharia Council

http://www.islamic-sharia.org/

Britain has 85 sharia courts: The astonishing spread of the Islamic justice behind closed doors

By Steve Doughty, updated 29 June 2009

The spread of sharia law has become increasingly controversial since its role was backed last year by Archbishop of Canterbury Dr Rowan Williams and Lord Phillips, the Lord Chief Justice who stepped down last October.

Dr Williams said a recognised role for sharia law seemed ‚unavoidable‘ and Lord Phillips said there was no reason why decisions made on sharia principles should not be recognised by the national courts.

But the Civitas report said the principles on which sharia courts work are indicated by the fatwas – religious decrees – set out on websites run by British mosques. …

Mr MacEoin said: ‚Among the rulings we find some that advise illegal actions and others that transgress human rights standards as applied by British courts.‘

Examples set out in his study include a ruling that no Muslim woman may marry a non-Muslim man unless he converts to Islam and that any children of a woman who does should be taken from her until she marries a Muslim.

Further rulings, according to the report, approve polygamous marriage and enforce a woman’s duty to have sex with her husband on his demand. …

‚Under sharia, a male child belongs to the father after the age of seven, regardless of circumstances.‘

http://www.dailymail.co.uk/news/article-1196165/Britain-85-sharia-courts-The-astonishing-spread-Islamic-justice-closed-doors.html

[3] Muslim Arbitration Tribunal (MAT)

http://www.matribunal.com/

The Muslim Arbitration Tribunal is a form of alternative dispute resolution which operates under the Arbitration Act 1996 which is available in the United Kingdom to Muslims who wish to resolve disputes without recourse to the courts system. The „tribunals“ were set up by lawyer Sheikh Faiz-ul-Aqtab and operate in London, Bradford, Manchester, Birmingham and Nuneaton. Two more are planned for Glasgow and Edinburgh. Rulings can be enforced in both the County Courts and the High Court. The media have described a system of Islamic Sharia courts which have the power to rule in civil cases. …

As such it operates within the framework of English law and does not constitute a separate Islamic legal system. …

http://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_Arbitration_Tribunal

Islamic sharia courts in Britain are now ‚legally binding‘

By Matthew Hickley, updated 15 September 2008

But critics fear Muslim women victims will be pressured into accepting a sharia court settlement, and husbands will escape with lighter punishments than in a mainstream criminal court.

In one recent inheritance dispute in Nuneaton, a Muslim man’s estate was spit was between three daughters and two sons with each son receiving twice as much as each daughter – in keeping with sharia law.

In a mainstream court all siblings would have been treated equally.

Douglas Murray, the director of the Centre for Social Cohesion, condemned the latest development as ‚appalling.‘

‚I don’t think arbitration that is done by sharia should ever be endorsed or enforced by the British state.‘ …

A recent survey by the Centre for Social Cohesion found 40 per cent of Britain’s Muslim students want the introduction of sharia law in the UK, while 33 per cent want a worldwide Islamic sharia-based government.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-1055764/Islamic-sharia-courts-Britain-legally-binding.html

[4] “Erklärung der europäischen Muslime”; zur DECLARATION OF EUROPEAN MUSLIMS schreibt Jörg Lau am 1. Dezember 2006

http://blog.zeit.de/joerglau/2006/12/01/erklarung-der-europaischen-muslime_62

[5] 16. Januar 2012, Bundesbildungsministerin Schavan (CDU) und Großmufti Cerić (ECFR) in Tübingen

Das Zentrum für Islamische Theologie an der Universität Tübingen werde beitragen zu einem produktiven und konstruktiven Verhältnis zwischen Europa und der muslimischen Welt, sagte Dr. Mustafa Cerić, der Großmufti von Sarajevo.

„Möge das Zentrum für Islamische Theologie beseelt sein vom Geist der Toleranz und der religiösen Vielfalt.“ (Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg)

http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/newsticker-zentrum-fuer-islamische-theologie.html

Viermal Unrecht im Namen der Scharia

23. April 2012, Ulrike Ruppel

http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/viermal-unrecht-im-namen-der-scharia-article1441876.html

„Islamische Paralleljustiz in Deutschland?“ Die Frage, die die Unionsfraktion im Bundestag am Montag bei einem Kongress stellte, ist für Arnold Mengelkoch gar keine. „Das Fragezeichen können sie streichen“, erklärte der Migrationsbeauftragte des Bezirks Neukölln.

Denn der Sozialarbeiter weiß aus eigener Anschauung: Muslimische Friedensrichter spielen bei Konflikten im Einwanderermilieu in Deutschland eine zunehmend wichtige Rolle. Ihre Legitimation sind Alter, Rang oder Wohlstand, ihr Gesetz ist die Scharia, das traditionelle islamische Recht. In Privatwohnungen oder Hinterzimmern bringen die Schlichter Täter und Opfer zusammen und handeln Vergeltung aus. …

Scharia und Friedensrichter – sie sind vor allem für Musliminnen fatal. „Frauen haben Entscheidungen zu erwarten, die gegen ihre Rechte und gegen ihre Würde sind“, so Seyran Ateş, Rechtsanwältin und in Istanbul geborene Berlinerin.

http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/viermal-unrecht-im-namen-der-scharia-article1441876.html

SPD-Minister: Scharia-Richter denkbar

02. Februar 2012 12.02 Uhr, Christoph Lemmer

Voraussetzung: Beide Streitparteien stimmen zu. Rechtsexperten widersprechen, Alice Schwarzer ist empört.

Der rheinland-pfälzische Justizminister, Jochen Hartloff (57, SPD), kann sich Scharia-Gerichte in Deutschland vorstellen. „Wenn das in Form von Schiedsgerichten geschieht wie im Handel oder im Sport, dann ist das vertretbar“, so der Politiker zur B.Z..

Voraussetzung sei, dass beide Streitparteien ein solches islamisches Gericht akzeptieren. Dann sei auch die Scharia, das islamische Recht, als Grundlage vertretbar.

Bei Straftaten dürften Scharia-Gerichte in Deutschland generell nicht tätig werden – aber bei Streit um Geld, bei Ehescheidungen oder Erbsachen. Hartloffs Vorstellungen stießen auf scharfe Kritik.

„Emma“-Chefredakteurin Alice Schwarzer sagte der B.Z.: „Das islamisch geprägte Familienrecht hält Frauen lebenslang in Unmündigkeit: Sie sind Tochter eines Vaters, Schwester eines Bruders, Ehefrau eines Mannes. Es entrechtet sie weitgehend.“ … „Scharia und Rechtsstaat widersprechen aneinander.“

http://www.bz-berlin.de/aktuell/deutschland/spd-minister-scharia-richter-denkbar-article1376757.html

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8 Antworten to “Ismail Tipi und die Scharia”

  1. Kalevala Says:

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    Vor Jahren habe man ihn noch ausgelacht, als er das erste Mal über Friedensrichter gesprochen habe, erinnert sich etwa Buschkowsky. Heute beobachtet er auch den „Versuch, Psychoterror zu verbreiten“. Täter oder Opfer würden durch deren Großfamilien unter Druck gesetzt, so dass sie letztendlich vor Gericht schwiegen und ebenfalls kein Verfahren möglich sei.

    Es handle sich bei den Schlichtungen um ein uraltes „System des Brauchtums und der Religion“, sagte Wagner am Mittwochabend. Muslimische Migranten hätten es importiert. Streitschlichter würden teilweise sogar aus der Türkei oder Schweden eingeflogen. Im Konfliktfall loteten sie aus, welche Kompromisse es geben könne. Meist folge eine Geldzahlung der einen Familie an die andere – eine „Laienjustiz“ in Tradition der Scharia nennt Wagner das. Ziel der Friedensrichter sei es, die Polizei und die Gerichte völlig aus den Fällen herauszuhalten und Blutrache zu vermeiden. …

    Nader Khalil vom „Deutsch-Arabischen Zentrum für Bildung und Integration“ warf der Justiz genau das vor: Die Glaubwürdigkeit des Systems sei gerade in arabischen Kreisen gefährdet, wenn Verfahren teilweise erst nach Jahren eröffnet würden. Friedensrichter, da ist auch er sich sicher, arbeiteten in Neukölln völlig offen: „Die laufen hier mit Visitenkarten herum!“ Der Rechtsanwalt Erol Özkaraca sitzt für die SPD im Neuköllner Abgeordnetenhaus. Er berichtete davon, wie Großfamilien Anwälte unter Druck setzten, indem Dutzende Familienangehörige dessen Büro zugleich aufsuchten. „Die stehen bis in den Flur“, sagte er. Özkaraca verwehrte sich gegen den Vorwurf des Rassismus: „Die Täter sind zwar alle Migranten, aber auch die Opfer sind alle Migranten.“ Sie gelte es zu schützen.

    Zum Schluss appellierte Wagner noch einmal an die Politik: Von keiner Partei werde sein Buch so totgeschwiegen wie von der SPD. Immer wieder werde ihm Panikmache vorgeworfen.

    aus: Buschkowsky: Islamische Paralleljustiz ist etabliert
    in: pro – Christliches Medienmagazin 08.06.2012

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    Der Shirk des Urteilgesuchs bei einem Kufr-Gericht
    Wer sich in einer Rechtsstreitigkeit an das Gericht des deutschen Staates oder eines anderen Kufr-Staates wendet, um von diesem abgeurteilt zu werden, der hat Kufr begangen und ist damit auch ein Ungläubiger geworden.

    Die Beweise hierzu sind eindeutig und diese Angelegenheit betrifft den Kern des Bekenntnisses „La Ilaha illa-Allah“. …

    Es ist damit unmissverständlich klar, dass ein Gericht, welches nicht nach der Shari’at Allahs urteilt sondern eigene erfundene Urteile anwendet, ein Taghut ist.

    Wer bei diesem Gericht nun ein Urteil ersucht, der hat ihm damit seine Anbetung, Dienerschaft und Untergebenheit entgegengebracht und dieses Gericht zum Gott neben Allah genommen. Er hat damit Shirk begangen und ist kein Muslim.

    http://wakeupproject.de/board/viewtopic.php?p=21

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    Judge elevates Sharia law over US Constitution in Pennsylvania

    Muslim immigrant Talaag Elbayomy attacked Ernie Perce who was dressed up as a “Zombie Muhammed” when he represented the group called Atheists of Central Pennsylvania in the Mechanicsburg parade.

    Ernie Perce posted this Youtube.com video titled “Muslim attacks atheist.” He claims he was grabbed and choked as Elbayomy tried to yank his “Muhammed of Islam” sign off of his costume. Perce’s friend who accompanied him as the “Zombie Pope” was not attacked. Talaag Elbayomy argued that he was obligated to respond to Perce’s offensive mocking of the prophet Muhammed. Elbayomy said that if anyone committed a crime (against Islamist commands, Sharia) it was Perce. …

    Judge Martin said that Perce strayed “way outside” First Amendment protections. “I think you misinterpreted things. Before you start mocking someone else’s religion you may want to find out a little bit more about it it makes you look like a doofus and Mr. (Defendant) is correct. In many Arabic speaking countries something like this is definitely against the law there. In their society in fact it can be punishable by death and it frequently is in their society.”

    http://shariafreeusa.com/judge-elevates-sharia-law-over-us-constitution-in-pennsylvania/

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  2. Jacques Auvergne Says:

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    In der Zwischenzeit aber werden im Namen Allahs weitere Strafverfahren vereitelt, Zeugen beeinflusst und Scheidungen verhandelt. Noch gibt es in Deutschland zum Glück keine offiziellen Scharia-Schlichter und keine Scharia-Courts, wie sie in Großbritannien üblich sind.

    Aber weit entfernt sind wir davon nicht, wenn sich außerhalb der deutschen Rechtsprechung Straftaten einfach erledigen und Ehen nur noch vor dem Imam geschlossen werden, damit spätere Konflikte dem Einspruch der Justiz entzogen bleiben. In Großbritannien hat auch alles im Schatten der Gesellschaft angefangen. Aus den Fehlern der Nachbarn lernend, muss man in Deutschland jetzt rufen: Wehret den Anfängen! (…)

    Nach den Themen Zwangsheirat und Ehrenmorde wird uns in den nächsten Jahren das Thema Islamische Paralleljustiz Kopfschmerzen bereiten. Denn die Gefahr einer parallelen islamischen Rechtsprechung im Schatten der Demokratie ist akut.

    Nur Ignoranten verschließen die Augen davor, dass inzwischen in einigen deutschen Großstädten wie Berlin und Bremen sogenannte Friedensrichter unter Umgehung deutscher Gerichte Strafanzeigen und Verurteilungen vereiteln. Diese Richter von Gottes Gnaden lassen Probleme wie häusliche Gewalt innerfamiliär vor einem Imam lösen. Und bei Ehestreitigkeiten geben sie gemäß der Scharia den Männern Rückendeckung und maßregeln die Frauen. …

    Dies alles geschieht unterm Deckmantel der Religionsfreiheit. Selbst ernannte Friedensrichter müssen sich weder vor Richtern noch vorm Verfassungsschutz fürchten, denn der deutsche Staat und die deutschen Gerichte sehen nicht, dass es eine Paralleljustiz, auch Schattenjustiz genannt, überhaupt gibt. Sie kennen die muslimischen Milieus nicht, in denen Allahs Gebote mehr gelten als das Grundgesetz. …

    Rechtsprechung wird ins Private verlagert. Weil dieser Bereich aber weder der Polizei noch den Gerichten problemlos zugänglich ist, bleibt das Ausmaß der Gefahr undiskutiert. …

    Sobald genügend krasse Fälle von Paralleljustiz vorliegen, wird sicher irgendein Ministerium eine Studie in Auftrag geben, um dann rückblickend zu sagen, was man vorbeugend hätte tun können. In der Zwischenzeit aber werden im Namen Allahs weitere Strafverfahren vereitelt, Zeugen beeinflusst und Scheidungen verhandelt. Noch gibt es in Deutschland zum Glück keine offiziellen Scharia-Schlichter und keine Scharia-Courts, wie sie in Großbritannien üblich sind.

    Aber weit entfernt sind wir davon nicht, wenn sich außerhalb der deutschen Rechtsprechung Straftaten einfach erledigen und Ehen nur noch vor dem Imam geschlossen werden, damit spätere Konflikte dem Einspruch der Justiz entzogen bleiben. In Großbritannien hat auch alles im Schatten der Gesellschaft angefangen. (…)

    aus: Seyran Ateş: Im Schatten des deutschen Rechtsstaats entsteht islamische Paralleljustiz
    in: Zeit 07.12.2012

    http://www.zeit.de/2012/49/Glauben-Justiz-Islam

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  3. Carcinòl Says:

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    Was ist „Ahmadiyyat“?
    In der religiösen Welt einzigartig

    In der heutigen religiösen Welt spielt die Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) eine einzigartige Rolle. Die AMJ ist mit ihren vielen zehn Millionen Mitgliedern in über 195 Staaten der Erde die größte islamische Reformbewegung unserer Zeit. Unter dem Vorsitz eines gewählten Khalifen tritt sie ein für die ursprünglichen Werte des Islam: Barmherzigkeit gegenüber allen Menschen, absolute Gerechtigkeit, Gleichwertigkeit von Mann und Frau, Trennung von Religion und Staat, Beendigung gewalttätiger Aktionen im Namen der Religion sowie die Menschenrechte, wie sie im Koran festgelegt worden sind.

    Die Lehre der AMJ basiert auf dem Heiligen Koran, der Sunna und den Hadith. Dementsprechend definieren die Glaubensartikel der AMJ den Koran als Wort Gottes, das die Menschen führt und leitet, und den Heiligen Propheten Muhammad als vollkommene Verkörperung der islamischen Lehren, dessen Beispiel (Sunnah) jeder Muslim nacheifern soll.

    Weiterhin hält die AMJ unabänderlich an die fünf Grundpfeiler des Islam fest:
    Das islamische Glaubensbekenntnis (Schahada bzw. Kalima), die täglichen fünf Gebete (Salaat), die Armensteuer (Zakaat), die Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch) und das Fasten im Monat Ramadan (Saum).

    Das gleiche gilt für die sechs Glaubensartikel des Islam:
    Glaube an die Einheit Allahs (Tauhid), Glaube an die Gesandten Allahs und an Muhammad als Khatam-un-Nabiyyin (Siegel der Propheten), Glaube an die von Gott offenbarten Bücher und an den Heiligen Koran als letztes gesetzbringendes Buch, Glaube an die Engel Allahs, Glaube an den Jüngsten Tag, Glaube an das Vorauswissen Allahs über Seine Geschöpfe und der Glaube an ein Leben nach dem Tod.

    http://www.ahmadiyya.de/ahmadiyya/einfuehrung/

    http://www.ardietzenbach.de/index.php/ueber-uns/mitgliedsgemeinschaften/ahmadiyya-muslim-jamaat-dietzenbach

    http://www.aaleninfo.de/jan13/24/putz.htm

    http://www.koblenz.de/cgi-bin/r20msvcshop_detail_anzeige.pl?&var_hauptpfad=../r20msvc_shop/&var_fa1_select=var_fa1_select||35&var_te1=2127&var_html_folgemaske=r20msvcshop_detail_anzeige_vereine.html

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    Presided over by an elected Caliph, the community seeks to reassert the original values of Islam; mercy towards all people, absolute justice, equality between men and women, separation of religion and State, ending of violence in the name of religion; as well as struggle for human rights, as they are laid down in the Holy Quran.

    http://ahmadiyyatimes.blogspot.de/2012/11/germany-ahmadi-muslims-present-islam.html

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  4. Jacques Auvergne Says:

    Die 2012 islambezogen einigermaßen kenntnislos durch Joachim Wagner (Richter ohne Gesetz) und möglicherweise kalkuliert proschariatisch durch Ismail Tipi („Islamische „Friedensrichter“ tragen keine Roben und haben auch keinerlei juristische Ausbildung“) bequatschte koranbasierte Streitschlichtung ist eigentlich nicht nur eine Vorstufe zu den Schariagerichten, was den Rechtsstaat also bereits sehr gefährdet, sondern Schariapraxis pur und himmlischer Befehl, siehe Allahs Rede genannt der Koran, wo es in den Suren 4:35 (also direkt nach dem Prügelvers) und 4:128 heißt:

    hier zuerst 4:35

    Und Wenn ihr fürchtet, daß es zwischen einem Ehepaar zu einem (ernsthaften) Zerwürfnis kommt, dann bestellt einen Schiedsrichter aus seiner und einen aus ihrer Familie (um zu vermitteln)! Wenn die beiden sich (dann) aussöhnen wollen, wird Allah ihnen zu ihrem (weiteren) Zusammenleben (in der Ehe) Gelingen geben. Er weiß Bescheid und ist wohl (darüber) unterrichtet (was ihr tut).

    http://www.koransuren.de/koran/sure4.html

    oder den 4:35 so übersetzt:

    Wenn ihr befürchtet, daß eine Ehe durch Zuspitzung der Differenzen auseinandergeht, dann setzt einen Schiedsrichter aus der Familie des Mannes und einen aus der Familie der Frau ein! Wenn sie eine Beilegung anstreben, steht Gott ihnen bei. Gott weiß bestens über alles Bescheid.

    http://quran.com/4/35

    mit 4:135 verdeutlicht Allah den Menschen:

    Und wenn eine Frau von ihrem Mann rohe Behandlung (nuschuuzan) oder Abneigung befürchtet, ist es für die beiden keine Sünde, sich friedlich (auf einen finanziellen Ausgleich) zu einigen. Es ist besser, sich friedlich zu einigen (als weiter im Unfrieden zu leben). Die Menschen sind (nun einmal) auf Habsucht eingestellt. (Daher läßt sich manche Schwierigkeit mit Gold ausgleichen). Aber wenn ihr rechtschaffen und Gottesfürchtig seid (ist es besser für euch). Allah ist wohl darüber unterrichtet, was ihr tut.

    http://www.koransuren.de/koran/sure4.html

    oder 4:128 so übersetzt

    Wenn eine Frau Sorgen hat, weil ihr Mann ihr das Leben schwermacht oder sich von ihr abwendet, sollen beide eine Versöhnung anstreben, was das Beste ist. Die Menschen neigen dazu, mit dem Guten zu geizen. Wenn ihr gute Taten vollbringt und gottesfürchtig seid, weiß Gott das, da Ihm nichts entgeht.

    http://quran.com/4/128

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  5. Bragalou Says:

    Mürvet Öztürk
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    … Worum geht es? – Es geht darum, dass das Land Nordrhein-Westfalen entsprechend den Empfehlungen des Wissenschaftsrates, der Justizministerkonferenz und der Deutschen Islam Konferenz ein Übergangsmodell einführen möchte. Weil es den Ansprechpartner nach § 7 Abs. 3 des Grundgesetzes nicht gibt, möchte die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen einen Versuch starten und den Islamunterricht über das Beiratsmodell schrittweise einführen.

    Es ist klar, dass das Beiratsmodell nicht die Entstehung der eigenständigen Religionsgemeinschaft ersetzen wird. Es ist auch klar, dass es ein Übergangsmodell ist, meine Damen und Herren. Zuletzt ist das in der Anhörung zu dem Gesetzentwurf der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen deutlich geworden, an der auch Vertreter des hessischen Kultusministeriums teilgenommen haben. Dieses Modell wird auch von Verfassungsrechtlern, von Fachleuten als ein möglicher Übergang empfohlen und vorgeschlagen.

    Unser Herr Minister Hahn möchte sich den Argumenten komplett verschließen und übt sich in Blockadehaltung, meine Damen und Herren. Das ist unsäglich, schäbig und nicht das, was wir in Hessen unter Integrationspolitik und auch unter der Einführung des islamischen Religionsunterrichtes verstehen.

    Wir haben eine Kleine Anfrage gestellt, die von Integrationsminister Hahn aber nicht beantwortet wird. Stattdessen erfahren wir von verschiedenen Personen, dass die Anträge wahrscheinlich Ende dieser Woche vorliegen werden. Wir wissen aber nicht, ob die religionswissenschaftlichen Anträge für DITIB und die Ahmadiyya abschließend sind. Wir wissen nicht, ob die staatskirchenrechtlichen Anträge schon fertig und die Gutachten beauftragt worden sind. Die Landesregierung übt sich hier in Blockadehaltung, informiert das Parlament nicht und hat ein komisches Verständnis von Transparenz, meine Damen und Herren.

    Ich möchte auch noch einmal unterstreichen, dass Herr Hahn, wenn er den Weg der Antragsprüfung von DITIB geht, dem Landtag Auskunft darüber erteilen muss, wie der aktuelle Stand der Antragsprüfung in Hessen ist.

    Mürvet Öztürk

    http://www.muervet-oeztuerk.de/?p=420

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    http://www.muervet-oeztuerk.de/?tag=islamunterricht

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    Morgen Sondersitzung des schulpolitischen Ausschusses

    14. August 2012

    zu der Frage des Islamunterrichts in Hessen … Irmer hatte in der Sommerpause im Wetzlar Kurier erklärt, dass die bewusste Täuschung Andersdenkender zum „Wesen des Islam“ gehöre. DIE GRÜNEN haben für die Sitzung die Öffentlichkeit beantragt.

    In ihrem ➤Antrag, der morgen behandelt wird, erwarten DIE GRÜNEN eine Mehrheit dafür, dass sich der Landtag erfreut darüber zeigt, dass die von der Landesregierung in Auftrag gegebene Gutachten zum Ergebnis gekommen sind, dass es in Hessen Partner zur Einführung eines islamischen Religionsunterrichts gibt. Außerdem soll sich der Landtag von den Äußerungen Irmers distanzieren. …

    http://www.muervet-oeztuerk.de/?p=2464

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    Drucksache 18/5990
    09.08.2012

    Entschließungsantrag
    der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
    betreffend
    islamischen Religionsunterricht endlich auch in Hessen auf den Weg bringen

    http://www.muervet-oeztuerk.de/wp-content/uploads/2012/07/Drucksache-1805990.pdf

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    Hessischer Landtag · 18. Wahlperiode · 104. Sitzung · 29. März 2012
    [ Seite print / Dokument ] 7123
    [ Seite elektron. Darstellung ] 14 / 81

    Mürvet Öztürk (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

    Meine Damen und Herren, wir sollten heute Morgen über den Islamunterricht sprechen, weil es in der letzten Woche eine Integrationsministerkonferenz gab, an der unser Integrationsminister Herr Hahn teilgenommen hat. Dort sind verschiedene Themen diskutiert worden, unter anderem die Einführung des islamischen Religionsunterrichts nach dem Beiratsmodell, wie es in Nordrhein-Westfalen umgesetzt wird.

    In der Integrationsministerkonferenz hat unser Herr Minister Hahn eine Entscheidung herbeigeführt und sich damit total ins Abseits geschossen. Er hat einen Antrag gestellt, dass das Beiratsmodell verfassungswidrig sei. Dieser Antrag ist mit 14 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt worden. Damit hat er sich eine Klatsche geholt, …

    Gerhard Merz (SPD)

    Der Stand der Dinge ist der, dass der runde Tisch nach einem ziemlichen Geholper bei seiner Zusammensetzung seine Arbeit aufgenommen hat. An diesem Geholper hat auch die Landesregierung einen gewissen Anteil; es ging darum, ob beispielsweise die Islamische Religionsgemeinschaft an diesem runden Tisch zu beteiligen ist oder nicht. Das Ergebnis ist, dass es ein gemeinsames Curriculum gibt, auf das sich alle am runden Tisch vertretenen Verbände geeinigt haben.

    Ein zweites Ergebnis ist der Beginn der islamischen Religionslehrerausbildung in einem gemeinsamen Projekt der Universitäten Frankfurt und Gießen. Auch das ist ein Schritt in der Sache nach vorne, in die richtige Richtung.

    Ein weiteres Ergebnis ist: Es gibt zwei Religionsgemeinschaften oder zwei islamische Vereinigungen, die einen Antrag gestellt und insofern erklärt haben, dass sie sich auf den Weg, der beschrieben worden ist, machen wollen, um anerkannt zu werden. Es sind zwei Gutachten in Auftrag gegeben worden – wenn ich es richtig sehe, eines, das religionswissenschaftlicher Natur ist und bis Ende März vorliegen soll, und eines, das eher die verfassungs- und staatskirchenrechtlichen Probleme beleuchtet und das wohl bis Mitte dieses Jahres vorliegen soll.

    Jörg-Uwe Hahn, Minister der Justiz, für Integration und Europa

    Es gibt eine ergebnisoffene Prüfung, dann gibt es auch ein Ergebnis. Daran halten wir uns. Es gibt dann keine Diskussionen darüber, wenn die Fachleute zu dem Ergebnis kommen, es ist eine Religionsgemeinschaft nach Art. 7 Abs. 3. Dann werden wir diesen Religionsgemeinschaften auch anbieten, an hessischen Schulen bekenntnisorientierten Religionsunterricht durchzuführen. Das ist eine ganz klare Ansage.

    Wenn die Gutachter zu dem Ergebnis kommen, dass es keine Religionsgemeinschaften sind, dann werden wir – Frau Kollegin Öztürk, das ist die zweite unwahre Behauptung von Ihnen – das weiter betreiben, was im Kultusministerium schon lange vorbereitet wird.

    Dieser Religionsunterricht wird dann auf der Grundlage des Curriculums, das von dem von mir einberufenen runden Tisch erarbeitet worden ist, durchgeführt. Das ist die Grundlage dafür, Islamkunde dann an hessischen Schulen durchführen zu können. Die Vorarbeiten sind geleistet. Die Ausbildung der Lehrer findet statt, Herr Merz hat es eben gesagt.

    http://www.landtag.hessen.de/icc/Internet/med/b9f/b9f4030f-b0cc-2731-97a6-7d722184e373,11111111-1111-1111-1111-111111111111.pdf

    ::

  6. Dwarslöper Says:

    die Integration der grundrechts- und menschenrechtswidrigen Schariatheorie und Schariapraxis schreitet voran:

    Ich freue mich sehr über die Einführung des bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts an 27 hessischen Grundschulen im kommenden Schuljahr. Hessen ist das erste Bundesland, das den bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht auf der Grundlage von Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes einführt. …

    Die beiden Religionsgemeinschaften DİTİB Landesverband Hessen e.V. und Ahmadiyya Muslim Jamaat in der Bundesrepublik Deutschland e.V. erfüllen die Voraussetzungen nach Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz und stehen somit als Kooperationspartner für die Einrichtung von bekenntnisorientiertem Religionsunterricht an öffentlichen Schulen zur Verfügung. Dieser ist seinem Wesen nach eine staatliche Veranstaltung wie jedes andere Unterrichtsfach auch. Dies gilt unabhängig davon, für welche Konfession der Religionsunterricht eingerichtet ist. Er wird als ordentliches Lehrfach in staatlicher Verantwortung, d.h. nach staatlichen Curricula, in deutscher Sprache und grundsätzlich durch staatliche Lehrkräfte erteilt.

    Das Weiterbildungsangebot an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist das Fundament, damit der bekenntnisorientierte islamische Religionsunterricht zum Schuljahr 2013/2014 an hessischen Grundschulen unterrichtet werden kann. Die Vorbereitungen zur Qualifizierung der Lehrerinnen und Lehrer laufen seit März 2013 für bereits im hessischen Schuldienst stehende Lehrkräfte.

    Die Unterrichtsangebote werden in einer Einführungsphase zum Schuljahr 2013/2014 an zunächst 27 Grundschulen eingerichtet, sukzessive von Klasse 1 beginnend. Nach vier Jahren wird der Unterricht dann in allen Jahrgängen der beteiligten Schulen etabliert sein. Ziel ist es, das Angebot mittelfristig je nach Bedarf landesweit einzuführen. …

    aus: Bekenntnisorientierter islamischer Religionsunterricht startet zum kommenden Schuljahr an 27 Grundschulen
    in: kultusministerium hessen 16.05.2013

    https://kultusministerium.hessen.de/presse/pressemitteilung/bekenntnisorientierter-islamischer-religionsunterricht-startet-zum-kommenden

  7. Dwarslöper Says:

    Unten stehenden finden Sie die Kerncurricula, die durch Rechtsverordnung der Kultusministerin für verbindlich erklärt werden.

    Downloads:

    DİTİB Kerncurriculum Islamischer Religionsunterricht

    DİTİB Kerncurriculum Islamischer Religionsunterricht (PDF / 721 KB)

    Ahmadiyya Kerncurriculum Islamischer Religionsunterricht

    Ahmadiyya Kerncurriculum Islamischer Religionsunterricht (PDF / 793 KB)

    https://kultusministerium.hessen.de/schule/weitere-themen/bekenntnisorientierter-islamischer-religionsunterricht

  8. Edward von Roy Says:

    02.02.2012

    SPD-Minister hält islamische Gerichte für möglich

    [ Islamische Schiedsgerichte sind für den rheinland-pfälzischen Justizminister Jochen Hartloff zulässig. Sie könnten dem inneren Frieden dienen, meint er. ]

    Der rheinland-pfälzische Justizminister Jochen Hartloff (SPD) hält die Existenz islamischer Schiedsgerichte in Deutschland grundsätzlich für zulässig. „Auch die Sportgerichtsbarkeit oder die Kirchen haben eine eigene Rechtsprechung, die dem inneren Frieden dient“, sagte er.

    „Wenn diese Gerichte allerdings den Anspruch haben, den Rechtsstaat und dessen Institutionen zu ersetzen, und die allgemeine Rechtsprechung keine Rolle mehr spielt, dann ist das eine kritische Entwicklung.“ Somit sei die Scharia nur in einer modernen Form akzeptabel. „Steinzeit werden wir nicht tolerieren. Steinigen ist menschenrechtswidrig“, so Hartloff der „B.Z.“. […]

    Nach Aussage von Hartloff müssen sich islamische Schiedsgerichte der kritischen Frage stellen, ob nicht insbesondere Frauen Rechtsansprüche vorenthalten würden, die ihnen in Deutschland selbstverständlich zustünden. […]

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article13847398/SPD-Minister-haelt-islamische-Gerichte-fuer-moeglich.html

    .
    .

    09.02.2012

    Justizminister distanziert sich von „Scharia-Richtern“

    Nach dem Wirbel um seine Aussagen zu islamischen Schiedsgerichten hat sich der rheinland-pfälzische Justizminister Jochen Hartloff (SPD) ausdrücklich von „Scharia-Richtern“ distanziert. Er habe sich nur zur Frage von zivilen Schiedsgerichten in Deutschland geäußert, in die „möglicherweise auch islamische Rechtsvorstellungen einfließen“, betonte er im Rechtsausschuss des Mainzer Landtags. […]

    Er habe sich nur zur Frage von zivilen Schiedsgerichten in Deutschland geäußert, in die „möglicherweise auch islamische Rechtsvorstellungen einfließen“, betonte er im Rechtsausschuss des Mainzer Landtags. […]

    Vergangene Woche hatten Hartloffs Aussagen zu außergerichtlichen Streitbeilegungen unter dem Einfluss islamisch geprägter Rechtsetzung bundesweit Reaktionen ausgelöst. Hartloff hatte auch auf Schiedsgerichte etwa in Sport und Handel verwiesen. Das Wort Scharia hatte er dabei nicht verwendet. Die islamische Rechts- und Lebensordnung wird allerdings allgemein so bezeichnet.

    Der CDU-Abgeordnete Axel Wilke warf Hartloff am Donnerstag vor: „Sie lieben es anscheinend, mit einem Zündholz durchs Land zu laufen.“ Hartloff habe ein falsches Signal ausgesandt und damit das Justizmonopol erschüttert.

    Wäre er wirklich in Medien völlig falsch zitiert worden, hätte er ja auf Gegendarstellungen pochen können. CDU-Fraktionsvize Christian Baldauf fügte hinzu: „Das ist doch ein Schlag ins Gesicht all derer, die unter der Scharia gelitten haben.“ […]

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article13860255/Justizminister-distanziert-sich-von-Scharia-Richtern.html

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