ZdE zur Welle der Gewalt

‏عصبية‎

ʿaṣabīya

Gruppennarzissmus, Stammesdenken

Asabiyya

Im Juli 2012 erschien bei YouTube der 14-minütige mohammedkritische Film Innocence of Muslims – Die Unschuld der Muslime. Zwei Monate später wird das Video zwischen Khartoum und Sydney, Tunesien und Pakistan von radikalislamisch motivierten Tätern als Ursache für die eigene Empörung und Straßengewalt genannt. Der Film wird als Alibi nutzbar gemacht für angeblich spontane, möglicherweise bestens geplante Angriffe auf US-amerikanische Botschaften, die vielleicht sogar bewusst mit dem Jahrestag von Nine Eleven zusammenfallen. Dieses Blog meint: es gibt gute und schlechte Kunst – aber nicht Filme morden, Mörder morden.

Stellungnahme des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE) über die islamisch begründete Straßengewalt:

Zentralrat der Ex-Muslime protestiert gegen die islamische Gewalt- und Hasswelle, ausgelöst durch den Film „Unschuld der Muslime“

Hassan Nasrallah im Libanon, Ayatollah Khamenei im Iran und Aiman Mazyek in Deutschland haben alle die gleiche Position und das gleiche Interesse:

Die Islamisten sollen in der Auseinandersetzung um den umstrittenen Film „Die Unschuld der Muslime“ aggressiv auftreten.

Der ZdE ist gegen ein Aufführungsverbot des Films in Deutschland und fordert die deutsche Regierung und Parteien dazu auf, der Hetze der Islamisten nicht nachzugeben, das Recht der Meinungsfreiheit in Deutschland zu bewahren und kein grünes Licht für die Entfaltung der Brutalität durch Islamisten in Deutschland zu geben.[1]

Ein schlechter und unprofessioneller Film von arabischen Kopten mit dem Titel „Unschuld der Muslime“ hat den Anlass dafür geboten, dass islamische Regierungen und islamistische Organisationen weltweit dazu aufrufen, ihre Macht zu demonstrieren sowie ihren barbarischen Hass auf die Kunst- und Meinungsfreiheit sowie auf das Recht auf Religionskritik zu zeigen.

Im Iran sind Ayatollah Khamenei und die Medien des Gottesstaates sehr begeistert über die Möglichkeit zu einer flächendeckenden Machtdemonstration des Islam, und der Führer der Hizbollah, Hassan Nasrallah, ruft dazu auf, mit aller Härte gegen die Filmemacher vorzugehen. Und obwohl im Iran Tausende Erdbebenopfer und ihre Kinder von Hunger und Kälte bedroht sind und für sie angeblich kein Geld für nötige Hilfsmaßnahmen vorhanden sein soll, hat die islamische Regierung nach wie vor ein Kopfgeld für die Ermordung von Salman Rushdie in Höhe von 3,3 Millionen Dollar ausgesetzt.

Mit dem Anheizen der Stimmung und den Aufrufen zu gewalttätigen Protestaktionen sind die Islamisten bestrebt, ihre Macht zu demonstrieren und ihren Einfluss zu erhöhen. Ihre Rechnung lautet: Je mehr Blut fließt, je mehr Tote es gibt, desto größer schwillt der politische Islam an. Dafür werden auch Demonstranten gekauft.

Im Libanon und Iran, in Afghanistan und Pakistan agieren starke islamistische Akteure mit einer zutiefst reaktionären und barbarischen Ideologie. Sie bringen die Menschen u.a. auch Muslime um, steinigen Frauen und beleidigen mit ihren abscheulichen Taten die gesamte Menschheit. Heute reden diese Kräfte davon, der dilettantische, aber unblutige Film sei eine Beleidigung von Milliarden Menschen. Auf facebook und anderen sozialen Medien haben genau diese Menschen in der islamischen Welt die Brutalität der Regierungen z. B. des Iran verurteilt und geschrieben, dass nicht dieser Film, sondern die islamische Regierung im Iran 70 Millionen Iraner beleidigt.

Ayatollah Khamenei und die anderen islamischen Führer versuchen, Kapital aus der entfachten Empörung für sich und ihre barbarische Bewegung zu schlagen. Interessanterweise reden in Deutschland Aiman Mazyek und die verschiedenen Islamverbände im Grundsatz ganz ähnlich wie Khamenei und Nasrallah. Das zeigt: Es handelt sich – bei allen sekundären taktischen Unterschieden – um eine Bewegung, den politischen Islam und um gemeinsame Interessen.

Der ZdE in Deutschland protestiert gegen diese gewaltsame Antwort auf den Film in aller Schärfe und erwartet, dass die deutsche Regierung und Parteien sich durch Aiman Mazyek und den Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland nicht einschüchtern lassen und dass sie sich für die Grundrechte der Menschen in Deutschland einsetzen, anstatt angesichts der Gewalt der Islamisten aufzugeben.

Wir sind der Auffassung, dass die deutsche Regierung keinen Millimeter von der verfassungsmäßig verbrieften Meinungsfreiheit abweichen sollte. Die deutsche Regierung darf sich nicht zum ausführenden Organ der islamistischen Hetze gegen die Meinungsfreiheit machen. Ein Verbot der öffentlichen Vorführung des Films muss deshalb unterbleiben. Die deutsche Regierung sollte nicht wie ein Wunscherfüller der Islamisten agieren. Die deutsche Politik und die Medien haben den Islamisten und ihren Organisationen bislang ohnehin schon zuviel schädliche Zugeständnisse gemacht, diesen Kräften eine Propagandabühne bereitet, und sie in unverantwortlicher Weise aufgewertet.

Wir rufen alle fortschrittlichen Menschen, die für die Freiheit der Meinungsäußerung eintreten, mit uns gemeinsam gegen den aggressiven Aufmarsch der Islamisten aufzustehen und ihre Aktionen zu verurteilen.

An die deutsche Regierung richten wir den Appell: Sehen Sie endlich ein, dass die Kooperation mit den islamistischen Kräften im In- und Ausland ein Fehler ist, der umgehend korrigiert werden muss.

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

18.09.2012

[1] Politiker fürchten Unruhen auch in Deutschland und wollen deshalb verhindern, dass der Film … öffentlich in Berlin gezeigt wird. … Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) sagte der „Frankfurter Neuen Presse“, nichts rechtfertige die Verletzung religiöser Gefühle.

aus: Muslime warnen vor Straßenschlachten

in: DIE WELT 18.09.2012

http://www.welt.de/politik/deutschland/article109289736/Muslime-warnen-vor-Strassenschlachten-in-Deutschland.html

Weitere Quellen zum Thema, vom Blogbetreiber ergänzt. Mit Blick auf das Land der bislang gewalttätigsten der so gerne auf den Kurzfilm bezogenen menschenfeindlichen und schariafreundlichen Proteste, Pakistan:

Innocence of Muslims

http://en.wikipedia.org/wiki/Innocence_of_Muslims

Protest in Bahrain – wenig spontan wirkend. Fotografiert am 14. September 2012. Auf dem Plakat steht: „Die Islamische Umma [Weltgemeinde] wird denen keine Toleranz zeigen, die das, was ihr heilig ist, beleidigen.“

A protest in Duraz, Bahrain against an anti-Islamic film. The banner (in Arabic) reads: „The Islamic nation will not tolerate with those who offend its sanctities“

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f5/A_protest_against_an_anti-Islamic_film.JPG

2012 diplomatic missions attacks – September 11, 2012 – ongoing

Cairo, Egypt

Chennai, Tamil Nadu, India

Sydney, Australia

Benghazi, Libya

Sana’a, Yemen

Tunis, Tunisia

Khartoum, Sudan

Antwerp, Belgium

London, United Kingdom

Paris, France

Copenhagen, Denmark

http://en.wikipedia.org/wiki/2012_diplomatic_missions_attacks

Hundreds of Pakistanis protesting an anti-Islam video broke through a barricade near the U.S. Consulate in the southern city of Karachi on Sunday, sparking clashes with police in which one demonstrator was killed and more than a dozen injured.

The film, which denigrates Islam’s Prophet Muhammad, has sparked violent protests throughout the Muslim world in recent days, including one in Libya in which the U.S. ambassador to the country was killed, reports The Associated Press. …

Ali Ahmar, a spokesman for the Shiite Muslim group that organized the rally, said one protester was killed during the clash. …

At least 8,000 people also attended a rally against the film Sunday in the eastern city of Lahore, which was organized by Jamaat-ud-Dawa, believed to be a front organization for a powerful militant group. The protesters shouted anti-U.S. slogans and burned an American flag.

„Our war will continue until America is destroyed!“ shouted some of the protesters. „Dog, dog, America is a dog!“ chanted others.

The head of Jamaat-ud-Dawa, Hafiz Mohammad Saeed, who has a $10 million U.S. bounty on his head, addressed the crowd and demanded the Pakistani government shut down the U.S. Embassy and all consulates in the country until the film makers are punished.

Around 4,000 people attended a demonstration near the northwest city of Dera Ismail Khan organized by the hard-line party Jamiat-Ulema-Islam.

„This film shows how much these Americans and these Westerners are extremists,“ the head of the party, Maulana Fazlur Rehman, told the protesters.

aus: Pakistan Protesters March on US Consulate, One Dead

in: ThisDay (Lagos, Nigeria) 17.09.2012

http://www.thisdaylive.com/articles/pakistan-protesters-march-on-us-consulate-one-dead/125204/

Pakistan ruft einen neuen Feiertag aus, morgen ist Tag der Liebe zum Propheten:

Islamabad, Sept 20: Pakistan government on Wednesday decided to observe the coming Friday as ‚Love the Prophet Day‚ [21. September 2012] and declared it a national holiday, condemning an anti-Islam film that has triggered violent protests across the Muslim world.

Chairing a meeting of his cabinet, PM Raja Pervez Ashraf called on people to protest peacefully against the film.

The cabinet set aside its agenda to condemn the anti-Islam film and decided to observe Sept 21 as ‚Youm-e-Ishq-e-Rasool‚ or ‚Love the Prophet Day‘ to convey the government’s protest against the film. The day was also declared a national holiday.

http://news.oneindia.in/2012/09/20/pakistan-to-observe-love-the-prophet-day-on-friday-1073305.html

Einen Tag danach, Gewaltausbrüche am Tag der Liebe zum Propheten:

Violence erupts on Love the Prophet Day

September 21

http://www.sunnewsnetwork.ca/video/1852749922001

Die an Maududi orientierte Partei und Missionsbewegung JI ist auch in Bangladesch einflussreich, elitär, reaktionär und radikalislamisch; 2002 errang sie bei den pakistanischen Parlamentswahlen mit ihren Bündnispartnern 53 von 272 Parlamentssitzen. Die Jamaat-ud-Dawa (JuD) hingegen ist der politische Arm der Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba.

21. September 2012, Tag der Liebe zum Propheten. Nach einem politisch erregenden Freitagsgebet Kinos anzünden, Banken ausrauben, Steine schmeißen und Läden plündern. Prominente Islamfunktionäre und ihre Islamischen Bewegungen von Jamaat-e-Islami (JI) bis Jamaat-ud-Dawa (JuD) verantworten Motivation und Logistik:

On the M A Jinnah Road, armed miscreants attacked the Capri, Prince, Nishat and Bambino Cinemas and torched them with kerosene oil. No law enforcers dared to stop the miscreants from torching the public property. The thugs later moved forward and attacked the Sindh Bank, robbed the money and also torched it.

Similarly, mobs in Kharadar area torched a Frontier Constabulary check-post, in Quaidabad area they torched the Gulistan Cinema and partially damaged the DC Malir Office. In Liaquatabad area, armed miscreants attacked several vehicles and also torched a truck. In the PIB Colony area, a bank, after it was robbed of cash, was burnt down. Moreover, two wine shops were torched in Zaman Town and Awami Colony police limits. …

The rallies and protests began at The Mall soon after the Friday prayers as Jamaat-e-Islami and Pakistan Muslim League-N staged protest meetings at Masjid-e-Shuhada, addressed by respective local leaders, including Dr Farid Paracha, Dr Wasim Akhtar, Amirul Azeem, Pervaiz Malik, MNA, Mian Marghoob MNA, Imran Nazeer, Salman Rafiq and others. …

Meanwhile, workers of Jamaatud Dawah, Defence of Pakistan Council (DPC), Tehrik-e-Hurmat Rasool (THR), Ahle Sunnat Wal Jamaat, Tahaffuz-e-Namoos-e-Risalat Mahaz and Sunni Tehrik joined the rallies.

The rallies of Sunni Ittehad Council (SIC), Majlis-e-Wahdat Muslemeen (MWM), Sunni Tehrik and Jamaatud Dawah reached The Mall after the frontline of the mob had crossed over to the Governor’s House.

Islami Jamiat Talaba, Imamia Students Organisation (ISO), Pakistan Tehreek-e-Insaf and other parties also took out rallies, which culminated on the Egerton Road.

aus: Salis bin Pervaiz: Death, destruction mar Yaum-e-Ishq-e-Rasool

in: The News (Karachi, Pakistan) 22.09.2012

http://www.thenews.com.pk/Todays-News-13-17622-Death-destruction-mar-Yaum-e-Ishq-e-Rasool

Schiitisch, gegründet 2008, Führer ist Hodschatoleslam Raja Nasir Abbas Jafri:

Majlis-e-Wahdat Muslemeen (MWM)

http://www.youtube.com/watch?v=g-n77jITsek

http://www.youtube.com/watch?v=YAj8b2L2ATU&feature=related

Rechtsradikaler Dachverband von 35 Bewegungen, gegründet im November 2011 und geführt von Maulana Samiul Haq:

Defense of Pakistan Council (PPC, Difa-e-Pakistan)

http://en.wikipedia.org/wiki/Difa-e-Pakistan_Council

http://www.youtube.com/watch?v=ZHHTDnegtFc

http://www.youtube.com/watch?v=8U9mqOijfoo&feature=related

Jamaat-ud-Dawa (JuD)

http://www.youtube.com/watch?v=NlYZ1SGLfKY

http://www.youtube.com/watch?v=qBdps8br1YE&feature=related

ISLAMABAD (AP) — Pakistan’s „Day of Love for the Prophet“ turned into a deadly day of gunfire, tear gas and arson.

Thousands angered by an anti-Muslim film ignored pleas for peaceful rallies and rampaged in several Pakistani cities Friday in battles with police that killed 19 people and touched off criticism of a government decision to declare a national holiday to proclaim devotion for the Prophet Muhammad. …

Analysts accused the Pakistani government of pandering to these extremists by declaring Friday to be an official holiday — calling it a „Day of Love for the Prophet.“ Officials urged peaceful protests, but critics said the move helped unleash the worst violence yet caused by the film, titled „Innocence of Muslims.“

In addition to those killed, nearly 200 others were injured as mobs threw stones and set fire to cars and movie theaters, and battled with police who responded with tear gas and gunfire.

„The people were just waiting for a trigger,“ said Imtiaz Gul, director of the Islamabad-based Center for Research and Security Studies.

aus: SEBASTIAN ABBOT: Pakistan hit by deadly riots over anti-Muslim film

in: The Associated Press 21.09.2012

http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5hxodOz3Y7R9SI34uzW5wQ6qAJsVQ?docId=fb7e65bfde0541dda8056da83a3876d0

http://www.theglobeandmail.com/news/world/three-killed-in-pakistan-in-anti-islam-film-protests/article4558378/

In 1985, Hafiz Mohammed Saeed and Zafar Iqbal formed the Jamaat-ud-Dawa (Organization for Preaching, or JuD) as a small missionary group dedicated to promoting an Ahl-e-Hadith version of Islam. … Hafiz Muhammad Saeed – Living in Pakistan – Founder of Lashkar-e-Taiba and amir of its political arm, Jamaat-ud-Dawa (JuD).

http://en.wikipedia.org/wiki/Jama%27at-ud-Da%27wah

http://en.wikipedia.org/wiki/Lashkar-e-Taiba

Hafiz Muhammad Saeed (born 1950) was the amir of Jama’at-ud-Da’wah

http://en.wikipedia.org/wiki/Hafiz_Muhammad_Saeed

Jamiat Ulema-e-Islam (JUI)

JUI is a Deobandi (Sunni/Hanafi) organization, part of the Deobandi Muslim movement.

http://en.wikipedia.org/wiki/Jamiat_Ulema-e-Islam

JUI-Präsident (ameer) ist Maulana Fazlur Rahman, Markenzeichen der Jamiat Ulema-e-Islam sind schwarz-weiß gestreifte Fahnen

http://www.youtube.com/watch?v=YQthh4MxSbw&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=9tVrMtf_hmU&feature=related

Jamiat Ulema-e-Islam, offizielle Webpräsenz

http://www.nrdf.org.pk/jui/

Der pakistanische Eisenbahnminister Ghulam Ahmed Bilour hat ein Kopfgeld auf den Produzenten des islamfeindlichen Films aus den USA ausgesetzt. Er versprach an diesem Samstag demjenigen, der „diesen Gotteslästerer“ töte, 100.000 Dollar.

Bilour forderte die Taliban und das Terrornetzwerk al-Kaida auf, sich der „noblen Sache“ anzuschließen. Er will das Geld aus seiner eigenen Tasche zahlen, berichtete die BBC.

„Wenn jemand anderes in Zukunft ähnliches Material produziert, dann werde ich seinen Mördern ebenfalls 100.000 Dollar zahlen“, sagte der Eisenbahnminister. Die BBC zitiert ihn weiter: „Länder, in denen es eine Meinungsfreiheit gibt, brauchen Gesetze gegen Menschen, die unseren Propheten beleidigen. Wenn sie keine Gesetze erlassen, dann wird die Zukunft sehr gefährlich.“ Ihm sei klar, dass es eine Straftat sei, Menschen zum Mord aufzurufen, sagte der Minister. Es gebe aber keinen anderen Weg, „Gotteslästerern“ Furcht einzuflößen.

DER SPIEGEL 22.09.2012 [Beleg für Ansprache auch der Taliban und der Qaida s. u.]

http://www.spiegel.de/politik/ausland/pakistanischer-minister-setzt-kopfgeld-auf-mohammed-filmmacher-aus-a-857413.html

„I will pay whoever kills the makers of this video $100,000,“ the minister said. „If someone else makes other similar blasphemous material in the future, I will also pay his killers $100,000.

„I call upon these countries and say: Yes, freedom of expression is there, but you should make laws regarding people insulting our Prophet. And if you don’t, then the future will be extremely dangerous.“ …

His ANP party, which is part of the governing coalition, told the BBC this was a personal statement, not party policy, but added that it would not be taking any action against him.

BBC 22.09.2012

http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-19687386

Beleg: auch Taliban und al-Qaida dürfen sich angesprochen fühlen und aus Ministerhand ihr Mordhonorar kassieren:

He suggested even the Taliban and al-Qaeda would be eligible for the reward.

http://www.manchesterwired.co.uk/news.php/1453478-Anti-Islam-film-Pakistan-minister-offers-bounty

Awami National Party, ANP

Ideology: Socialism on a pan-Islamic basis, Pashtun Nationalism

Since the 2008 elections the party has been the principal target of Tehreek-e-Taliban militants with over 100 activists by February 2009 having been assassinated by suicide bombers or in target killings.

http://en.wikipedia.org/wiki/Awami_National_Party

Möchte mehr Morde für Seelenheil und Kalifat: Pakistans Eisenbahnminister Bilour

http://en.wikipedia.org/wiki/Ghulam_Ahmad_Bilour

(…) Alle vereint die gemeinsame Front gegen den äußeren Feind, die Lebenswelt und den Einfluss des “Westens”, repräsentiert durch die USA – und der Kampf gegen Israel. Begleitet und vorbereitet wird dies durch die fünfte Kolonne in diesem Krieg, den sogenannten “Istanbul-Prozess”, ein von den islamischen Staaten beschlossenes und mit über zehn Milliarden Dollar jährlich finanziertes Missionsprogramm, dessen Ziel unter anderem die Kriminalisierung von Kritik der Religion des Islam ist. …

Am 20. Mai 2012 versammelten sich in Kairouan die Aktivisten der tunesischen Salafiyya zum “Zweiten Kongress der Partisanen der Scharia”. …

“Wir haben sie nicht eingeladen”, sagte ein Händler, aber Proteste gegen die ungebetenen Gäste gab es auch nicht. Vor der versammelten Prominenz der zwar immer noch verbotenen salafistischen Bewegung Hizb Ettahrir skandierte die Menge: “Juden, Juden, die Armee des Mohammeds ist zurück!” und “Wir sind alle Kinder Osamas!” Gemeint war natürlich Osama Bin Laden. Ein Redner schwor die Menge ein: “Jeder Muslim ist ein Dschihadist, und der Dschihad ist unsere Pflicht.” …

Ihre “Asabiyya”, das ist die vom großen tunesischen Historiker Ibn Khaldun beschriebene “kollektive Aggressivität”, stellt die tunesische Zivilgesellschaft vor erhebliche Probleme.

Überall, wo sich die demokratische Bewegung zeigt, treten diese Moralterroristen auf. Der Islam-Mob stürmt Theater und Kinos, wenn ihnen ein Film oder Schauspiel nicht gefällt; provoziert Straßenschlachten, wenn in Kunstausstellungen missliebige Werke gezeigt werden; besetzt Universitäten, damit ihre Frauen vollverschleiert studieren können.

Die Salafisten sind die Sturmabteilung des politischen Islam. …

aus: Necla Kelek: Der Tugendterror der wütenden Salafisten

in: DIE WELT 19.09.2012

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article109308790/Der-Tugendterror-der-wuetenden-Salafisten.html

Gruppennarzissmus

Fromm bezeichnet den Gruppennarzissmus als eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Vorbereitung eines Krieges und sieht seine Ursache in der Form der heutigen Gesellschaft, „welche Isolierung und Feindseligkeit der Menschen untereinander“ und somit sowohl den Narzissmus als auch den Gruppennarzissmus fördere. Allerdings sieht er in ihm auch die Chance, wenn es gelänge, den Gruppenarzissmus auf die gesamte Menschheit auszudehnen, „wenn der einzelne sich primär als Weltbürger erleben und wenn er auf die Menschheit und ihre Leistungen stolz sein könnte“, dass dieser den Weg zu einem „Neo-Humanismus“ ebnen könnte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppennarzissmus

Autoritärer Charakter

http://de.wikipedia.org/wiki/Autorit%C3%A4rer_Charakter

Autoritäre Persönlichkeit

http://de.wikipedia.org/wiki/Autorit%C3%A4re_Pers%C3%B6nlichkeit

Scharia. Rechtsstatus für verschiedene Menschen und Völker

http://de.wikipedia.org/wiki/Scharia#Rechtsstatus_f.C3.BCr_verschiedene_Menschen_und_V.C3.B6lker

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2 Antworten to “ZdE zur Welle der Gewalt”

  1. Querverweis Says:

    Salman Rushdie
    Keine Kompromisse!

    Über zehn Jahre lang musste sich Salman Rushdie vor einer Fatwa verstecken. In seiner Autobiografie erzählt er von seinem Leiden. Susanne Mayer hat den Autor besucht.

    (…)

    ZEIT: Die Fatwa veränderte auch Ihren hochgelobten Roman – in einen Stein des Anstoßes.

    Rushdie: Das passierte schon vor der Fatwa. Auf den Tag vier Wochen vorher, als das Buch in Bradford verbrannt wurde. Als ich das brennende Buch sah, verstand ich, dass das Buch sich in etwas anderes verwandelt hatte, in eine Ikone für Abscheu oder ein Objekt der Blasphemie oder etwas, das man unterstützen musste. Als ich das brennende Buch sah, passierte in mir etwas sehr Tiefgehendes. Was? Es machte mich sehr, sehr, sehr wütend.

    ZEIT: Ich erinnere mich an meine Lektüre des Buches, wundervoll. Ich habe oft schallend gelacht.

    Rushdie: So etwas Schönes hat seit Langem niemand mehr über das Buch gesagt.

    (…)

    ZEIT: Sie sind der globale flexible Bürger, an dem sich ein globaler Streit entzündete.

    Rushdie: Es war der Beginn von etwas. Wir leben in einer Gesellschaft, deren Plage die Rückkehr der Religionen ist. Nicht nur des Islams. In Amerika sehen Sie die Erstarkung der christlichen Rechten, in Indien eine Erhebung des rechten Hinduismus. Pakistan ist heute ein dunkler Ort.

    ZEIT: Ihre Freunde haben sich um sie gestellt – Martin Amis, Ian McEwan, Julian Barnes, Susan Sontag. Solidaritätsadressen, Veranstaltungen, sie gaben Ihnen Unterschlupf. Ob Ihre Bedrohung auch das Schreiben dieser Autoren beeinflusst hat?

    Rushdie: Nein. Aber sie formte unsere Beziehungen zueinander. Ian McEwan sagte einmal, die Fatwa habe uns als Generation zusammengebracht, sie prägte uns, hier, zu einem historischen Zeitpunkt.

    Auch anderswo hieß es Farbe bekennen. Die Fatwa erklärte zum Kriegsgebiet: das Verlagswesen, die Lektoren, die Übersetzer, Buchhändler; alle, die das Buch verbreiten würden, waren der Fatwa unterworfen. In englischen Buchhandlungen detonierten Bomben. In Amerika lebte der Verleger Peter Mayer als Sicherheitsgefangener in seiner Wohnung, eine traumatische Erfahrung, erzählt sein Freund, der Verleger Helge Malchow, dessen Verlag Kiepenheuer & Witsch die Satanischen Verse auf der Frankfurter Buchmesse 1988 gekauft hatte mit der Auflage, das Buch im Herbst auf Deutsch zu veröffentlichen.

    Reinhold Neven DuMont, damals Eigentümer und Verleger, erinnert sich, wie er in seinem Verlag von einer Frau mit schreckgeweiteten Augen empfangen wird: »Man hat Sie zum Tode verurteilt!« Die Hektik! Straßensperrung! Einbau von Pollern, um das Heranfahren von mit Sprengstoff beladenen Autos zu verhindern. Fällen eines Baumes, von dem aus man den Verlag hätten beschießen können. … Dann kommt es zu einer beispiellosen Solidarisierung, zu einem neuen Verlag, genannt »Artikel 19«, in Anspielung auf die Erklärung der Menschenrechte zur freien Meinungsäußerung. Das Verzeichnis der Unterstützer ist zwei Seiten lang. … Es ist ein heroischer Akt. Es werden neue Übersetzer gefunden, die undercover arbeiten. Nicht ohne Bangen. Der dänische Übersetzer wird angegriffen, der japanische von einem Messerstecher hingerichtet.

    (…)

    ZEIT: Wünschen Sie sich heute, angesichts dessen, was Sie und viele durchgemacht haben, Sie hätten das eine oder andere zurückhaltender formuliert?

    Rushdie: Im Gegenteil. Wenn ich etwas gelernt habe: Keine Kompromisse. Es gibt Werte, nach denen ich mein Leben leben möchte, und sie bilden die Grundlage für die Art von offener Gesellschaft, in der ich gerne lebe. Bei diesen Werten kann es keine Kompromisse geben. Die Freiheit der Meinungsäußerung gehört dazu, ohne sie verschwinden alle anderen Freiheiten.

    (…) PS. Der Daily Telegraph meldete am 17. September 2012, dass die iranische Gruppierung 15 Khordad Foundation das Kopfgeld auf Salman Rushdie auf 3,3 Millionen US-Dollar erhöht hat.

    http://www.zeit.de/2012/39/Autobiografie-Salman-Rushdie/komplettansicht

  2. Carcinòl Says:

    Ein Blick nach Bangladesch
    die dreizehn Forderungen der radikalislamischen
    Hefajat-e-Islam Bangladesh

    auch bekannt als
    Hifazat-e-Islam Bangladesh

    13 points of the Islamist group:

    Restore the phrase ‘Complete faith and trust in the Almighty Allah’ in the constitution and repeal all the laws contrary to the Quran and Sunnah.

    Pass a law in parliament keeping a provision of the maximum punishment of death sentence to prevent defaming Allah, the Islamic prophet Muhammad and Islam and smear campaigns against Muslims.

    Take measures for stringent punishment against self-declared atheists and bloggers, led the so-called Shahbagh movement, and anti-Islamists who made derogatory remarks against Muhammad

    Stop infiltration of all alien-culture, including shamelessness in the name of individual’s freedom of expression, ant-social activities, adultery, free mixing of male and female and candle lighting.

    Make Islamic education mandatory from primary to higher secondary levels canceling the anti-Islamic women policy and anti-religion education policy.

    Officially declare Qadianis (Ahmadiyyas) as non-Muslim and stop their propaganda and all conspiratorial ill-moves.

    Stop setting up sculptures at intersections, schools, colleges and universities across the country.

    Lift restriction on saying payers in all mosques across the country, including Baitul Mukarram National Mosque, without any hassle and remove obstacles to carrying out religious activities.

    Stop evil efforts to spread hatred in the mind of young generation regarding Islam through the misrepresentation of religious dresses and cultures in the media.

    Stop anti-Islam activities by NGOs across the country, including in the Chittagong Hill Tracts, and evil attempts of Christian missionaries for conversion.

    Stop attacks, mass killing, oppression and indiscriminate shooting on Alem-Ulama, devout followers of Muhammad and towhidi janata (revolutionary people).

    Stop threatening teachers and students of Qawmi madrasas, Islamic scholars, imams and khatibs and conspiracies against them.

    Free immediately all the arrested Islamic scholars, madrasa students and towhidi janata and withdraw all false cases filed against them, compensate the victims and bring the assailants to justice

    http://en.wikipedia.org/wiki/Hefajat-e-Islam_Bangladesh

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