Weltfrauentag 2013 – Kampf gegen die Scharia

Arabischer Frühling, weibliche Revolution und Säkularismus:

Nein zur Scharia!

Einladung zur Konferenz am 8. März,

dem internationalen Frauentag

Universität Frankfurt, AStA Festsaal, Bockenheimer Warte, Mertonstraße 26-28, 60325 Frankfurt am Main

Freitag den 8. März 2013, Einlass 16:00 Uhr

Taslima Nasrin

Maryam Namazie

Mina Ahadi

Houzan Mahmoud

Zana Ramadani

Necla Kelek

Nadeen Gamil

Equal Rights Now – Organisation gegen die Frauendiskriminierung

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) Deutschland

Die Revolutionen in den Ländern wie in Ägypten, Tunesien und Syrien, welche bekannt sind als „arabischer Frühling“ gegen das jeweilige diktatorische Regime, haben noch einmal das wichtige Thema der Situation der Frauen und der Emanzipation in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestellt. In diesen Ländern versucht der politische Islam sich durchzusetzen, an die Macht zu kommen und mit allen Mitteln zu erhalten.

Diese Situation stellt insbesondere die Frauen vor eine wichtige Frage: Mit solchen islamischen Regierungen, was wird mit uns Frauen geschehen?

Die bittere und schmerzhafte Erfahrung der Frauen im Iran sowie deren Kampf in den letzten 35 Jahren gegen die frauenfeindliche islamische Regierung ist vielen Menschen in den oben genannten Ländern bekannt.

Es ist offensichtlich, dass je mehr der Islam und die Religion Macht in der Politik und im Staat erhält, desto mehr werden die Frauen in der Gesellschaft zurückgehalten und rechtsloser dargestellt.

In dieser Konferenz mit den weltweit bekannten Rednerinnen wird über die Rolle des Islams und der islamischen Staaten im Leben der Frauen und über den Widerstand der Frauen gegenüber reaktionären islamischen Regierungen für die Freiheit und Emanzipation gesprochen.

Wir möchten unsere Solidarität mit der weltweiten Freiheitsbewegung der Frauen insbesondere in Ägypten, Tunesien, Libyen, Iran und … ausdrücken.

Wir laden alle Interessierten zu dieser Konferenz ein.

Koordinationskomitee der Konferenz

Kurze Biografie der Rednerinnen

Mina Ahadi

Mina Ahadi ist Gründerin des „Internationalen Komitee gegen Todesstrafe“ und Islam- und Religionskritikerin. Sie ist Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime in Deutschland und eine erfolgreiche und bekannte Aktivistin im Kampf für die Menschen- und Frauenrechte, gegen Steinigung und Todesstrafe weltweit.

Nadeen Gamil

Nadeen Gamil ist eine 21-jährige Frauenrechtlerin aus Kairo. Frau Gamil ist eine bekannte Sozialaktivistin und radikale Frauenbefreierin. Seit 2011 arbeitet sie mit dem ägyptischen Frauenverband, in welchem sie Operations Director und Mediensprecherin ist. Nadeens Vorbild ist ihre Mentorin und Kollegin Dr. Nawal El Saadawi, die das Fundament des Verbandes gelegt hat.

Necla Kelek

Necla Kelek ist in der Türkei geboren und ist eine deutschtürkische Sozialwissenschaftlerin. Sie ist ebenso eine Islamkritikerin wie Frauenrechtlerin. 1995 erschien ihr Buch „Die fremde Braut“. Für Die fremde Braut erhielt Kelek den renommierten Geschwister-Scholl-Preis.

Maryam Namazie

Maryam Namazie, geboren im Iran, ist eine Islam- und Religionskritikerin und Frauenrechtlerin. Sie ist Gründerin der Organisation „One law for all“ gegen Scharia-Gesetze, sie kämpft seit Jahren für die Frauen- und Menschenrechte. Sie ist eine bekannte Säkularistin und Gewinnerin von mehreren renommierten Preisen wie u. a. des „Secularist of the Year Award“ im Jahre 2005.

Taslima Nasrin

Taslima Nasrin ist eine Autorin und Ärztin aus Bangladesch. Sie setzt sich für die Rechte der Frauen ein und ist eine Islamkritikerin. Gegen sie wurde von einem islamischen Gericht das Todesurteil ausgesprochen. Sie erhielt im Jahr 1996 den „International Humanist Award“.

Houzan Mahmoud

Houzan Mahmoud ist eine Frauenrechtsaktivistin und Islamkritikerin aus Kurdistan-Irak. Sie ist Sprecherin der Organisation „Freiheit der Frau im Irak“ und ein bekanntes Gesicht in der Region. Sie organisierte mehrere Kampagnen für die Verteidigung der Frauenrechte im Irak und weltweit.

Zana Ramadani

Zana Ramadani ist Albanerin aus Mazedonien und lebt seit über 20 Jahren in Deutschland. Sie ist 29 Jahre alt und in eine muslimische Familie geboren. Frau Ramadani ist Frauenrechtlerin und Mitbegründerin von FEMEN Germany.

Q u e l l e und mehr

8 March 2013, International Women’s Day Event, Frankfurt, Germany

http://www.onelawforall.org.uk/8-march-2013-international-womens-day-event-frankfurt-germany/

ONE LAW for ALL

http://www.onelawforall.org.uk/

Maryam Namazie

http://www.maryamnamazie.com/

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/

Taslima Nasrin

http://taslimanasrin.com/

Taslima’s Banned books. Lajja (Shame), 1993

http://taslimanasrin.com/index2.html

Drei ins Deutsche übersetzte Bücher von Taslima Nasrin. Scham (Lajja; Shame). Lied einer traurigen Nacht: Frauen zwischen Religion und Emanzipation. Das Mädchen, das ich war.

http://www.amazon.de/Taslima-Nasrin-Scham/dp/B007R2VK4O/ref=sr_1_7?s=books&ie=UTF8&qid=1361116770&sr=1-7

http://www.amazon.de/traurigen-Nacht-zwischen-Religion-Emanzipation/dp/3453122984/ref=sr_1_5?s=books&ie=UTF8&qid=1361116770&sr=1-5

http://www.amazon.de/Das-M%C3%A4dchen-das-ich-war/dp/3499609452/ref=sr_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1361116770&sr=1-4

Houzan Mahmoud

http://houzanmahmoud.blogspot.de/

Bücher von Necla Kelek

http://www.kiwi-verlag.de/spezialseiten/autorsuche/?id=1058

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8 Antworten to “Weltfrauentag 2013 – Kampf gegen die Scharia”

  1. Machandelboom Says:

    Der syrisch-libanesische Lyriker und Intellektuelle Ali Ahmad Said (ʿAlī Aḥmad Saʿīd) veröffentlicht unter dem Künstlernamen Adonis im Februar 2012 im Interview bei profil (Wien).

    ::

    (…)

    profil: Zeichnet sich hier nicht eine widersprüchliche Entwicklung ab? Auf der einen Seite gewinnt die Religion in den arabischen Gesellschaften seit zwei, drei Jahrzehnten immer mehr an Einfluss. Andererseits war die arabische Revolution des vergangenen Jahrs in ihrem Anfang klar säkular, ohne Bezugnahme auf den Islam.

    Adonis: Die Jugend ist eine Stimme, eine Wut, ein Wille. Aber sie ist gespalten, hat keine Ideologie und ist schwach. Sie kennen ja die Linke im Westen: Sie ist auch immer gespalten. Ernsthaft organisiert sind in den arabischen Ländern nur die Fundamentalisten.

    profil: Aber bitte! Die Menschen, die heute in Homs und Hama auf der Straße demonstrieren und massakriert werden, sind doch keine Islamisten.

    Adonis: Woher wissen Sie das?

    profil: Alle Korrespondenten berichten das. Al Jazeera auch.

    Adonis: Und das glauben Sie? Die überwältigende Mehrheit der Oppositionellen sind Fundamentalisten. Ich bin radikal gegen das Regime, aber ich unterstütze auch nicht die Opposition. Denn ich will mich nicht an einem Übergang von einer Militärdiktatur zu einer religiösen Diktatur beteiligen.

    profil: Aber ist das wirklich ein realistisches Szenario? Ist es etwa in Ägypten vorstellbar, dass sich eine Theokratie nach dem Vorbild des Khomeinismus oder eine Art Kalifat etabliert?

    Adonis: Ein Kalifat wäre gar nicht nötig. Die religiöse Tendenz genügt. Das ist jedenfalls eine historische Regression. Damit will ich nichts zu tun haben. Die Revolution in der arabischen Welt – die auf allen Ebenen dem Mittelalter näher ist als der modernen Zeit – hat keine Chance, wenn sie nicht laizistisch ist. Wenn wir nicht Religion und Staat trennen, wenn wir nicht den Frauen volle Gleichberechtigung geben und uns nicht von den Scharia-Gesetzen befreien, werden wir nur eine Despotie durch eine andere ersetzen. Die Militärdiktatur kontrolliert das Denken. Aber die religiöse Diktatur kontrolliert das Denken und auch den Körper, die Sprache und den Alltag. Das ist die totale Diktatur.

    profil: Die Ägypter hatten nun das erste Mal die Möglichkeit, frei ihre Stimme abzugeben.

    Adonis: Stimmt. Aber sehen Sie: Die Fundamentalisten haben fast drei Viertel der Stimmen bekommen. In diesem Fall ist die Demokratie kein Kriterium des Fortschritts. Daher muss die Demokratie überdacht werden. Auch Hitler ist durch Wahlen an die Macht gekommen. Was ist das für eine Demokratie?, frage ich Sie. Ich bin natürlich ein Demokrat. Die Islamisten haben gewonnen, ich muss das akzeptieren. Aber ich werde doch nie auf ihrer Seite stehen.

    profil: Also meinen Sie, dass so etwas wie ein Islamofaschismus droht?

    Adonis: Genau das. Das heißt natürlich nicht, dass die aktuellen Diktaturen bleiben sollen. Man muss sie stürzen. Das ist für mich absolut klar. Aber man muss auch fragen: Welches Regime ersetzt das alte Regime? (…)

    profil: Haben Sie Kontakt mit der syrischen Opposition?

    Adonis: Welche Opposition? Es gibt viele Oppositionen: jene, die mit der Türkei verbündet ist, jene in anderen westlichen Ländern und unterschiedliche Gruppen im Inneren des Landes. Jeder singt seine eigene Melodie. Ich wäre jedenfalls eher auf der Seite der inneren Opposition. Aber wissen Sie, da geht es um Machtwechsel. Nur, die Macht interessiert mich nicht. Mir geht es um die Veränderung der Gesellschaft. Der Westen sorgt sich nicht wirklich um die arabische Welt. Wir erleben einen Konflikt zwischen dem Westen und dem Osten, hier handelt es sich um Machtpolitik. Es gibt eine Achse Iran–­Syrien–Hisbollah. Diese Achse muss ­zerbrochen werden. Damit bin ich ein­verstanden. Aber man kann doch nicht ein Volk, ein Land, eine ganze Zivilisa­tion ­zerstören. Man muss andere Mittel ­finden.

    profil: Welche Mittel?

    Adonis: Das weiß ich nicht. Ich bin kein Politiker. Aber sicherlich sind die Mittel, die im Irak angewandt wurden, die falschen. Das Land ist zerstört. Dasselbe will man nun mit Syrien machen. Früher finanzierten die Amerikaner die Fundamentalisten – wie etwa in Afghanistan. Dann wurden die einst als Freiheitskämpfer Hochgelobten zu bösen Terroristen. Und jetzt kehrt man wieder zur Unterstützung der Islamisten zurück.

    profil: Die Muslimbrüder vertreten doch eher einen moderaten Islam.

    Adonis: Es gibt keinen moderaten Islam. Moderate Muslime, ja, aber einen moderaten Islam? Nein.

    profil: Ist das nicht die Frage der Interpretation des Korans?

    Adonis: Wenn der Westen einen moderaten Islam braucht, dann kann er doch in Saudi-Arabien beginnen. Ich bin gegen die amerikanische, ich bin gegen die westliche Politik gegenüber der arabischen Welt. Ich kann und will deren Logik nicht folgen. Nein, die Muslimbrüder sind Faschisten, pure Faschisten. Es ist doch absurd: Vor etwa 200 Jahren öffnete Muhammed Ali Pascha (Vizekönig von Ägypten von 1805 bis 1848, Anm.) Ägypten zur Moderne. Und jetzt schließt das Land, mit den Muslimbrüdern an der Macht, wieder die Türen.

    profil: Wo sind aber die realen Kräfte in der arabischen Welt, die Ihren Ideen folgen?

    Adonis: Hervorragende Maler, Dichter, Künstler denken so wie ich. Das sind Individuen. Die arabischen Kollektivitäten sind aber von der Religion erfasst. (…)

    aus dem Interview mit Adonis: „Ich unterstütze die Opposition nicht“, von Georg Hoffmann-Ostenhof und Tessa Syszkowitz

    in: profil 11.02.2012

    http://www.profil.at/articles/1206/560/318878/syrien-ich-opposition

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  2. Carcinòl Says:

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    Nun auch bei humanistischer pressedienst, sogar
    mit der schönen Illustration des Siavash Modarresi

    Veranstaltungshinweis 18.02.2013 · Nr. 15079
    Konferenz gegen Unterdrückung von Frauen
    Aber warum spricht hpd hier nicht im Titel explizit das Wort Scharia aus?

    http://hpd.de/node/15079

    Das wird unverzüglich kontrolliert, und ja: Suchbegriff Scharia … null Bekenntnis gegen die Scharia seitens hpd, dafür Durchklicks zu den Islamverharmlosern von Zeit (Jörg Lau …) und Deutsche Welle. hpd, so lassen sich die universellen Menschenrechte nicht gegen Allahs Befehl (theoretisch Scharia, praktisch Fiqh, Fatwa, Kalifat) verteidigen!

    http://hpd.de/search/node/Scharia

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    Nebenbei, Fundsache, eine wie ich meine (leider) treffende Karikatur von DARKOW (Columbia Daily Tribune) zum Iran:

    „Wie sich die beiden Seiten unterscheiden lassen:
    Alte Revolutionswächter Reformer,
    How you can tell the two sides apart …
    Revolutionary Old Guard Reformers“

    http://media.columbiatribune.com/img/photos/2009/06/23/Tues_Edit_Darkow_062309_t938.jpg?73923164d40afcedbf1819f47c71f3cddfafa06d

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    Afghanistans Präsident Hamid Kharzai verantwortet den Nationalen Gelehrtenrat, die ‚Ulamâ wiederum rufen zur Scharia und damit zum Prügeln der Frau,
    gefunden bei RAWA

    Afghan President: Beating wives is the “law of all Muslims and all Afghans”
    „The clerics’ council of Afghanistan did not put any limitations on women. It is the Shariah law of all Muslims and all Afghans.“

    By Timothy Whiteman

    Hamid Karzai, president of the Islamic Republic of Afghanistan, has endorsed the nation’s Ulema Council’s ruling in accordance with Islamic Sharia Law that approves of wife beating and the forced segregation of the sexes.

    As reported by the Associated Press via the Washington Post, Karzai’s endorsement is part of his national reconciliation outreach to the Taliban.

    The AP quoted President Karzai as stating:

    „The clerics’ council of Afghanistan did not put any limitations on women. It is the Shariah law of all Muslims and all Afghans.“

    Ulema Council’s exist in many Muslim nations and are comprised of Islamic theologians whose duty it is to ensure secular law is sharia-compliant.

    … Afghanistan Analysis posted a translation of the Afghanistan Ulema Council’s Declaration on Women, which reads in part:

    „It needs to be said that teasing, harassment and beating of women without a Shariah-compliant reason, as set forth clearly in the Glorious Qur’an, is prohibited.“

    Originally published on March 10, 2012

    http://www.rawa.org/temp/runews/2013/02/19/afghan-president-beating-wives-is-the-law-of-all-muslims-and-all-afghans.html

    vgl. hier bei Examiner.com

    http://www.examiner.com/article/afghan-president-beating-wives-is-the-law-of-all-muslims-and-all-afghans

    English translation of Ulema Council’s declaration about women
    in: Afghanistan Analysis 04.03.2012

    http://afghanistananalysis.wordpress.com/2012/03/04/english-translation-of-ulema-councils-declaration-about-women/

    ::

  3. Machandelboom Says:

    GOTTGEWOLLTE GEWALT – Die Vergewaltiger von Kairo pflegen eine Kultur der Verachtung. Wo Frauen als minderwertig gelten, darf man sie angeblich auch malträtieren. Ein Gespräch mit der Juristin Seyran Ateș
    ::

    ZEIT: Was hat Vergewaltigung denn mit Religion zu tun?

    Ateş: Die Geschlechterapartheid ist ein wesentlicher Bestandteil des Weltbildes der Muslimbrüder. Sie glauben, Frauen sind nicht gleichberechtigt, also müssen sie kleingehalten und erniedrigt werden.

    ZEIT: Selbsthilfeorganisationen richten nun Internetseiten ein wie harassmap.org, dort kann man per Mail, SMS oder Tweet Alarm schlagen, wenn Übergriffe drohen. Warum tut die Polizei nichts?

    Ateş: Weil sie Teil des frauenverachtenden Systems ist. Die ägyptische Bloggerin Mona el-Tahawy wurde während der Revolution von Sicherheitskräften Mubaraks festgenommen und zwölf Stunden misshandelt. Sie beschrieb später die grausamen Methoden in ihrem Blog, der aber seit einigen Wochen nicht mehr existiert. Sie hat sich zurückgezogen. Das ist es, was diese Gewalttäter erreichen wollen.

    ZEIT: Aber die ägyptische Revolution galt auch als ein Aufbegehren der Frauen.

    Ateş: Eine Freundin aus Kairo schrieb mir Ende Januar 2011, dass sie sich jetzt zum ersten Mal als gleichberechtigter Mensch wertgeschätzt fühle. Plötzlich hielten alle zusammen: Männer mit oder ohne Bart, Frauen mit oder ohne Kopftuch. Sie hoffte, dass die Geschlechtertrennung aufhört. Doch diese Hoffnung währte nicht lange. Als Menschenrechtlerin weiß ich von vielen politisch aktiven Frauen, die auf Polizeiwachen und von Soldaten sexuell erniedrigt wurden.

    ZEIT: Mona el-Tahawy schrieb einen Aufsatz mit dem Titel Warum sie uns hassen. Mit „sie“ meinte sie die Männer. Warum also der Hass?

    Ateş: Weil Verachtung Hass erzeugt.

    ZEIT: Hass ist aber noch keine Vergewaltigung.

    Ateş: Aber das eine folgt aus dem anderen. Wenn Männer nicht akzeptieren, dass Frauen gleichberechtigt sind, dann müssen sie alle Frauen bekämpfen, die gegen ihre unterwürfige Rolle aufbegehren. El-Tahawy sagt, solche gewalttätigen Männer haben nicht einfach Angst vor Machtverlust, sondern vor dem Verlust einer gottgegebenen Sonderstellung. Für strenggläubige Muslime ist die Revolution der Frauen Blasphemie.

    ZEIT: Und Blasphemie rechtfertigt Gewalt?

    Ateş: Das religiöse Argument der fundamentalistischen Muslime geht so: Gott will, dass ich ein Mann bin und du eine Frau bist. Wenn du Gott widersprichst, dann darf ich Gewalt anwenden.

    ZEIT: Es heißt, die Situation auf dem Tahrir-Platz sei nach dem Freitagsgebet am gefährlichsten.

    Ateş: Absurd, aber wahr. In den Moscheen wird das frauenverachtende Denken legitimiert durch die höchste Autorität. Allah wolle die patriarchale Ordnung. Das schlägt uns feministischen Musliminnen dauernd entgegen. Und wenn wir sagen, dass wir auch gottgewollt sind, geraten die Fanatiker in Rage. Eine Frauenrechtlerin schrieb: Hätte Gott das Kopftuch gewollt, wäre ich damit zur Welt gekommen.

    ZEIT: Vergewaltigungen sind nun kein Privileg von Islamisten. Vergewaltigt wurde in jeder Kultur, zu allen Zeiten.

    Ateş: Ja, weil es eine ultimative Machtgeste ist. Aber ob sie gesellschaftlich akzeptiert und religiös gerechtfertigt wird, macht einen Unterschied. Das gilt natürlich keineswegs nur für den Islam. Aber in Ägypten sind Religion und Politik jetzt eng verbunden. Der Koran soll Gesetz werden. Daraus folgt: Frauen sollen nicht Politik machen, denn das ist gegen ihre Natur. Wenn sie sich widernatürlich verhalten, darf man sie bekämpfen.

    ZEIT: Menschenrechtsorganisationen berichten von einem wiederkehrenden Tatmuster: Die Banden der Vergewaltiger kreisen einzelne Frauen ein, isolieren sie und drängen sie in Seitenstraßen, wo sie sie ausziehen und im Pulk schänden.

    Ateş: Die Vergewaltiger wollen die politischen Aktivistinnen dort treffen, wo sie am empfindlichsten sind, im Intimbereich. Sie fügen ihren Opfern Schmerzen zu, die lebenslang bleiben. Das brennt sich in die Seele. Den Frauen wird gezeigt, wo ihr Platz ist: zu Hause, nicht in der Politik, nicht auf der Straße.

    ZEIT: Glauben Sie, dass die regierenden Muslimbrüder solche Exzesse billigen?

    Ateş: Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie es billigen, aber so tun, als ob sie es verurteilen. Um international bestehen zu können, müssen sie sich distanzieren. Sie unterbinden die Gewalt aber nicht. Die Macht dazu hätten sie. Sie könnten Frauenblocks mit Polizeikräften schützen. Ich war den Muslimbrüdern gegenüber immer misstrauisch, weil sie elementare demokratische Prinzipien ablehnen wie eben Gleichberechtigung oder Freiheit Andersdenkender. Ihr eingeschränkter Freiheitsbegriff speist sich aus der Scharia. Frauen haben dort kein Recht auf Selbstbestimmung, sie haben nur eine Bestimmung im Bezug auf den Mann. Zum Beispiel ist die Zeugenaussage einer Frau nur halb so viel wert.

    ZEIT: Verstehen Sie, dass die Bundesregierung den ägyptischen Präsidenten Mursi empfangen hat?

    Ateş: Nein. Der Westen hat sich wieder einmal als unfähig erwiesen, seine demokratische Position zu verteidigen gegen eine religiöse Partei, die niemals demokratisch sein wird.

    ZEIT:Mursi wurde demokratisch gewählt.

    Ateş: Demokratie bemisst sich nicht allein in Wählerstimmen. Putin wurde gewählt und ist doch ein Diktator. Die Muslimbrüder wurden gewählt und sind doch Fundamentalisten. Warum geben wir das nicht zu? Auch Hitler wurde ja gewählt, um Gottes willen! Wenn wir Mursi ehrenvoll empfangen, verleihen wir ihm Ansehen. Diese Art Diplomatie macht uns im Westen zu Mittätern. Bei Ben Ali und Mubarak war es nicht anders.

    ZEIT: Viele der Kairoer Demonstrantinnen sind selbst muslimisch…

    Ateş: …aber nicht in den Augen der Vergewaltiger! Da sind sie unislamisch, abtrünnig, kriminell.

    ZEIT: Warum hängen auch Frauen dem Islam an, wenn er doch so frauenfeindlich ist, wie Sie sagen?

    Ateş: Sie meinen, warum ich selber Muslima bin?

    ZEIT: Ja.

    Ateş: Weil das Problem nicht der Islam ist, sondern die Unfähigkeit vieler muslimischer Männer, einen zeitgemäßen Glauben zu leben. Zu den Vergewaltigern in Kairo zählen bestimmt auch solche, die nie einen Schritt in die Moschee tun. Aber ihr mangelndes Schuldbewusstsein und ihr Chauvinismus speisen sich aus Kultur und Religion ihres Landes. Ich habe als Anwältin muslimischer Frauen in Deutschland immer wieder den türkischen Spruch gehört: „Der Mann liebt und schlägt.“ Also: Er darf das. Dazu passt die Sure 4 Vers 34: „Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah sie von Natur ausgezeichnet hat.“ Außerdem sagt der Koran: „Und wenn ihr (Männer) fürchtet, dass sie (die Frau) sich auflehnt, dann ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!“ Ein hässlicher Dreischritt: Ermahnung, Liebesentzug, Gewalt. Auf diesen Vers berufen sich nicht nur Fundamentalisten, er prägt die ganze muslimische Welt. (…)

    aus: Evelyn Finger: Gottgewollte Gewalt
    in: DIE ZEIT 16.02.2013

    http://www.zeit.de/2013/07/Islam-Frauen/komplettansicht

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  4. Carcinòl Says:

    ::

    al-marja’iya al-islamiya, also die islamische Positionierung

    s. u., Auswärtiges Amt, Berlin 2012
    ::

    Über die global aktive und radikalislamische Muslimbruderschaft plapperte die Islamverharmloserin und Professorin Dr. Gudrun Krämer beim Blick auf Ägypten:

    Nein, sie strebt in dem Sinne keinen Gottesstaat an. Nun gibt es viele Definitionen von Gottesstaat. Mit diesem Begriff meint man in erster Linie das Personal, also eine sakrale Herrschaft oder eine herrschende Elite, die sich per Gottesgnadentum oder Ähnlichem definiert. So etwas lehnen die Muslimbrüder deutlich ab. Sie wollen aber Gottes Herrschaft in dem Sinne verwirklicht sehen, dass Gottes Gebot in der ägyptischen Gesellschaft, und das heißt in allen Lebensbereichen, durchgesetzt wird. Darauf spielt diese Formulierung des „religiösen islamischen Referenzrahmens“ an, auf Arabisch marga’iya islamiya. Damit meinen sie im weitesten Sinne die Scharia.

    Da haben sie sich immer wieder dazu geäußert und klar gesagt, dass sie von einem modernen Bürgerrecht ausgehen und die Idee des modernen Nationalstaates verfechten, so wie es bereits al-Banna, der Gründer der Muslimbruderschaft, tat. Das müssen Sie immer zugrunde legen. Insofern sehe ich deutlich die Modernisierung des politischen Denkens. …

    Die Muslimbrüder treten für eine soziale Marktwirtschaft ein. Sozial im Sinne des Eigentums. Das ist eigentlich alte Sozialdemokratie.

    http://derorient.com/2011/12/05/interview-mit-gudrun-kramer-ein-ziviler-staat-mit-islamischem-referenzrahmen-2/

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    „This will not be a democracy that can allow what God forbids, or forbid what God allows.“

    The draft constitution that is now at the center of worsening political turmoil would empower Islamists to carry out the most widespread and strictest implementation of Islamic law that modern Egypt has seen. That authority rests on the three articles that explicitly mention Shariah, as well as obscure legal language buried in a number of other articles that few noticed during the charter’s drafting but that Islamists insisted on including.

    According to both supporters and opponents of the draft, the charter not only makes Muslim clerics the arbiters for many civil rights, it also could give a constitutional basis for citizens to set up Saudi-style „religious police.“ They could monitor morals and enforce segregation of the sexes, imposition of Islamic dress codes and even harsh punishments for adultery and theft — regardless of what laws on the books say.

    The spiraling crisis is threatening to turn into an outright fight for the identity of post-revolutionary Egypt, splitting the nation between those who want an Islamic state and those who oppose it …

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    http://www.newsday.com/news/world/draft-egyptian-constitution-turns-to-sharia-law-1.4309174

    President Morsi signs into law new constitution drafted by his Muslim Brotherhood; opponents say Egypt has gone backwards 100 years.

    http://www.israeltoday.co.il/NewsItem/tabid/178/nid/23589/Default.aspx

    ::
    vgl. oben b. Krämer, islamischer Referenzrahmen („marga’iya islamiya“), hier zu Libyen aktuell, al-marja’iya al-islamiya:

    Jede politische Partei, aber auch jeder einzelne unabhängige Kandidat , der bei den Wahlen zum Nationalkongress im Juli antrat, mußte sich in irgendeiner Form auf den Islam beziehen , wenn er sich Chancen auf eine Wahl ausrechnen wollte. Zentrales Referenzwort der Kandidaten und Parteien vor den Wahlen war folglich al-marja’iya al-islamiya, also die islamische Positionierung, die sich obligatorisch in den Wahlprogrammen wiederfand.

    Wenn auch in der 2013 zu erwartenden neuen Verfassung mit islamischen Akzenten zu rechnen ist (Islam = Staatsreligion ; Präsident muß Muslim sein; Scharia die Quelle der Gesetzgebung ; evtl. Aufwertung des Fatwarates zum Verfassungsorgan etc.) , so ist doch davon auszugehen, daß nicht plötzlich eine „islamistische Republik Libyen“ vor den Toren Europas entsteht. Die Mehrheit der Libyer sind keine Anhänger salafistischen Gedankenguts, sondern sie treten für einen moderaten islamischen Bezugsrahmen ein …

    aus: Fachtagung Libyen (Auswärtiges Amt, Berlin, 27.11.2012)
    Dr. Hanspeter Mattes, GIGA Büro Berlin
    Aspekte der religiösen Entwicklung in Libyen 2011/2012

    http://www.giga-hamburg.de/dl/download.php?d=/content/staff/mattes/vortraege/1211_vortrag_libyen_aa.pdf

    Irgendwelche Hoffungen werden also auf moderate Muslimbrüder bzw. sonstige Lobbyisten der Schariabewegung gesetzt … Nebelwurf pur also selbst aus dem Auswärtigen Amt.
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  5. Cees van der Duin Says:

    aus dem Kommentarbereich

    http://freeminds.blogsport.eu/2013/03/05/weltfrauentag-nein-zu-den-sharia-gesetzen/

    #BIRD of FREEDOM
    Danke für die Pressequelle, die BIANET-nahe (s. u.) türkische Foto-Aktion, so befürchte ich, geht allerdings in die frauenpolitisch falsche Richtung, denn indirekt wird, wie in den letzten Jahren zunehmend oft in der Türkei, die Scharia verharmlost und somit letztlich der Internationale Weltfrauentag islamisch missbraucht (die zwangsweise atheistische Diktatur China macht das entsprechend, alle feiern Weltfrauentag). Der Weltfrauentag muss endlich allgemeine Menschenrechte fordern, das heißt: hundertprozentige Gleichberechtigung von Frau und Mann, und nicht nur ein unverbindliches Bemühen um Verbesserung der Rolle der Frau heiß bekunden.

    Das Frauenprügeln ist von Allah gebilligt, was Murat Aydin, Bürgermeister des Istanbuler Stadtteils Zeytinburnu und Initiator der Foto-Aktion, natürlich genau weiß:

    The Koran (Quran) allows men to beat their wifes, and here are the rules.

    Murat Aydin, Bürgermeister des Istanbuler Stadtteils Zeytinburnu und Initiator der Foto-Aktion, hofft auf die abschreckende Wirkung der Bilder. „Nichts rechtfertigt Gewalt“, erklärte Aydin. Bei der offiziellen Vorstellung der Aktion am kommenden Donnerstag wird auch Emine Erdogan erwartet, die Ehefrau des türkischen Ministerpräsidenten.

    Da ist Unsinn, Allah selbst rechtfertigt die Gewalt gegen die Frau! Aber wenn Aydin das sagen offen würde, würde Emine Erdogan nicht kommen – und das kann die Karriere sehr hindern und offene Kritik an der Scharia würde seine Karriere sogar beenden (in Teheran oder Dschidda möglicherweise auch sein Leben).
    ::
    ::
    Yusuf Ali
    Men are the protectors and maintainers of women, because Allah has given the one more (strength) than the other, and because they support them from their means. Therefore the righteous women are devoutly obedient, and guard in (the husband’s) absence what Allah would have them guard. As to those women on whose part ye fear disloyalty and ill-conduct, admonish them (first), (Next), refuse to share their beds, (And last) beat them (lightly); but if they return to obedience, seek not against them Means (of annoyance): For Allah is Most High, great (above you all).
    Dr. Ghali
    Men are the ever upright (managers) (of the affairs) of women for what Allah has graced some of them over (some) others and for what they have expended of their riches. So righteous women are devout, preservers of the Unseen for. And the ones whom you fear their non-compliance, then admonish them and forsake them in their beds, (Literally: a madajic= reeclining) and strike them, (i.e. hit them lightly) yet in case they obey you, then do not seek inequitably any way against them; surely Allah has been Ever-Exalted, Ever-Great.
    German
    Die Männer haben in voller Verantwortung für die Frauen aufzukommen, weil Gott den einen gegenüber den anderen Vorzüge gewährt hat und weil sie von ihrem Vermögen (das sie durch ihre Arbeit erworben haben) für die Familie ausgeben. Die guten Frauen sind gottergeben und verschweigen, was Gott zu verschweigen gebietet. Die Frauen, bei denen ihr fürchtet, sie könnten im Umgang unerträglich werden, müßt ihr beraten. Wenn das nichts nützt, dürft ihr euch von ihren Schlafstätten fernhalten; wenn das nichts nützt, dürft ihr sie (leicht) strafen (ohne sie zu erniedrigen). Haben sie sich gefügt, so dürft ihr nicht ungerecht sein. Bedenkt stets, daß Gott erhaben und mächtig ist!

    http://quran.com/4/34
    ::
    ::
    Leider ließ auch „One Billion Rising“ die Chance verstreichen, etwas gegen das im traditionell islamisch geprägten Kerngebiet (Pakistan, Afghanistan, Iran, Saudi-Arabien usw.) frauenfeindliche Islamische Recht der Scharia zu sagen oder gegen die drohende schariakonforme Rechtsspaltung überall da, wo Muslime noch eine Minderheit sind. Die Frauen dürfen also millionenfach („One Billion“) hüpfen („Rising“) und sich irgendwie feminin und bewegt fühlen – das Islamische Recht kommt und wird sie einsperren und dann wird gemäß Koran 4:34 die Frau vom Ehemann ein bisschen geprügelt.

    Und nicht vergessen: Nicht mehr als zehn Schläge!

    Wife Beating in Islam – No more than 10 blows!

    Warum schleichen die Frauen der Welt um das Thema Sharia Gesetze wie die Katze um den heißen Brei? Haben sie denn noch nie was von Schleierpflicht (Hidschab), Verbot des Verlassens des Hauses, Recht des Mannes auf Verstoßung (ṭalāq) der Ehefrau gehört? Was wollt ihr Frauen in Islamabad, Gaza-City, Istanbul, Kairo, Sarajevo oder Tunis – Autonomie oder Polygamie? Universelle Menschenrechte weltweit oder Scharia weltweit?

    Islam: how to Beat Your Wife

    Nun zu BIANET, Schariapolitiker Erdogan, der Errichtung der Herrschaft Allahs auf türkischer Erde verpflichtet, flunkerte 2007 so:

    Erdogan added, „Secularism is not a religion, but Islam is. In the sense that I support a secular state, I am secular, but I am not secular as far as Islam is concerned. States are secular, not people“.

    Erdogan dismissed concerns about a sharia state

    http://www.bianet.org/english/politics/96204-prime-minister-erdogan-interprets-laicism

    Bargach defended that the Ko’ran contained the spirit of equality but emphasised the importance of dialogue between women in enforcing equality in daily life.

    „Man does not work for woman. Woman works for man. We started off on this concept and said we should create equality. The problem is not the law. What is important is to change the mentality, the way of thinking. The conservatism of judges is an obstacle in front of the functioning of family courts“. …

    Marrakech Faculty of Law and Women and Family Research Centre head Aicha El Hajjami said, meanwhile, that the campaign dubbed „Equality Spring“ launched before the death of the King in Morocco had led to substantial changes in the country’s Sharia laws. …

    Iranian Civilian Society Organisations (CSO) Training and Research Centre (ICTRC) member Sussan Tahmasebi read a statement under the title of „Female CSOs: Priorities of Women Politics“ where she said the situation of women in the country had improved after the revolution.

    http://www.bianet.org/english/politics/79711-women-debate-equality-laws

    Allgemeine Menschenrechte werden beim Plappern über die angebliche Modernisierung der Scharia gar nicht erst eingefordert, die Religion Islam sei unproblematisch, selbst der Iran wird verharmlost. BIANET ist eine Schariafabrik. Allahs Paragraphen können kommen.

    Warum hat sich „One Billion Rising – Bir Milyar Ayaklanıyor“ (the ethos of sisterhood amongst women on a global scale) nicht von jeglicher Schariagesetzgebung distanziert? Hat die Erfinderin der Aktion, die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler (The Vagina Monologues; V-Day, February 14th), denn jemals etwas Kritisches über Scharia oder Hidschab gesagt?

    Soll das alles sein: Egal ob du im Kalifat lebst oder in der säkularen freiheitlichen Demokratie, spüre dich im Hier und Jetzt als Frau, tanze unkompliziert und körperlichkeitsverliebt auf der Straße und spüre prickelnde feminine Geschwisterlichkeit (sisterhood)?

    Nicht dass ich den Einsatz der Feministin nicht anerkenne, Eve Enslers Engagement für ein Ende der Gewalt an Frauen und Mädchen ist bewundernswert und unterstützenswert.

    Augenblicke der Begeisterung und tollen Stimmung sind ja nett. Sie werden aber nicht ausreichen, die Islamisierung des Rechts und des öffentlichen Raumes zu verhindern, weder in Istanbul oder Kairo noch in Toronto oder London.

    Dwarslöper

  6. Jacques Auvergne Says:

    ::

    Ansteigende Gewalt gegen alle Frauen im Iran des Jahres 1979

    „Either a veil or a box on the head!
    Entweder Kopftuch, oder wir schlagen euch!

    یا روسری یا توسری
    Yâ Rû-Sarî, yâ tûsarî !!!

    http://www.equal-rights-now.com/August2011/azadi%20barabari.htm

    ::
    ::

    On March 8, 1979, as an Islamist counterrevolution was working to defeat the popular revolution that brought down the Shah of Iran, 15,000 women marched in the streets of Tehran to protest against mandatory hijab, and to demand freedom and equality for women.

    Their chants were: “I say it every moment, I say it under torture, either death or freedom!” They said, “Freedom is not eastern or western – it is universal!”

    Hezbollahi thugs literally used metal tacks to pin the veil to the scalps of women who refused to wear it. They shouted at women, “Yaa roosari… yaa toosari!” – “Either the veil, or you take a beating!”

    But women marched in the streets and shouted: “Without and with hijab, we fought against Shah. Without and with hijab, we will guard freedom.”

    http://missionfreeiran.org/2010/12/27/sotoudeh-and-the-scarf/

    ::

  7. Dwarslöper Says:

    ::

    Die internationale Konferenz zum Internationalen Frauentag am 8. März an der Goethe Universität in Frankfurt war ein großer Erfolg!

    http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/03/arabischer-fruhling-weibliche_11.html

    Fotos aus Frankfurt

    http://www.exmuslime.com/Gallery/

    Mina Ahadis Rede zum Internationalen Frauentag

    http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/03/mina-ahadis-rede-zum-internationalen.html

    Maryam Namazies Rede von der Frankfurter Konferenz zum Weltfrauentag 2013

    http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/2013/03/10/impossible-not-to-see/

    WELTWEITES BÜNDNIS GEGEN SCHARIA-GESETZE
    International Coalition against Sharia Law

    https://schariagegner.wordpress.com/2013/03/12/anti-scharia-koalition/

    Die Botschaft von Taslima Nasrin zur Frankfurt Konferenz
    Taslima Nasrin´s message for the Frankfurt conference

    http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/03/taslima-nasrins-botschaft-zur-frankfurt.html

    Here’s Nawal El Sadaawi’s messages to the conference

    http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/2013/03/10/we-are-not-free-until-all-women-are-free/

    ::

  8. Carcinòl Says:

    muslimbrudernah, vermutlich zusätzlich pakistanisch-radikalislamisch sprich Maududi-nah, israelhassend, kalifatisch und vermutlich eine türkische Erfindung aus dem rassistisch-faschistischen sowie HAMAS-freundlichen Umfeld von Bewegungen wie IHH (in Deutschland verboten), Alperen und BBP: der Gruß

    R4BIA

    zu arabisch ‏رابعة‎ „die Vierte“,
    gemeint als Hinweis auf die Tötung Hunderter von ägyptischer Demonstranten durch die Armee vor der Rabia-al-Adawija-Moschee am 14. August 2013.
    ::

    Der im Sommer Kairo viel verwendete, bürgeraktivistisch daherkommende Gruß mit den vier Fingern ruft auf … zum Hass auf die kulturelle Moderne und die Treue zum globalen Kalifat.

    Am 22.08.2013 erklärt Eman El-Shenawi auf Al Arabiya (Dubai) Lesenswertes zum Vierfingergruß, der von Erdogan benutzt wurde und möglicherweise aus der Türkei geschaffen worden war

    … Despite the symbol having no clear origin, a website was launched by activists in Turkey called “R4bia.com,” in reference to Rabaa square.

    It provides an Arabic, English and Turkish list of answers to the question “What is R4bia?” which has also become a hashtag on Twitter. Here is part of the site’s explanation of their campaign:

    R4BIA is a symbol of freedom.

    R4BIA is the birth of a new movement for freedom and justice.

    R4BIA is the birth of a new world.

    R4BIA is the return of Muslims to world stage

    R4BIA means justice, freedom and conscience

    R4BIA is the place where the so-called values of the West collapsed

    R4BIA means the Egyptian heroes who became free by dying

    R4BIA is the name of those who wake all the Islamic world with their death

    R4BIA is the place of people who show the death is a revival

    R4BIA is the new name of our children who will change the world

    R4BIA is a new breath to humanity

    R4BIA is justice for everyone against rotten Western values

    R4BIA is unification of Islamic World

    R4BIA is our daughter Asma

    “Our daughter Asma” is a reference to Asma el-Beltagy, the daughter of senior Muslim Brotherhood leader Mohammad el-Beltagy who was killed when security forces cleared the Raaba protest camp. …

    ::
    ::
    türkisches Design zur ägyptischen Verwendung?

    Rabaa sign becomes the symbol of massacre in Egypt

    16 August 2013

    “Rabaa sign” made by raising four fingers has become the symbol of the massacre in Egypt and Rabaa al-Adawiya Square where the anti-coup protests take place

    http://www.aa.com.tr/en/turkey/216157–a

    ::
    ::
    wiki sei Dank:

    R4BIA

    Obwohl das Zeichen keinen klaren Hintergrund hat, wurde die Website r4bia.com von türkischen Aktivisten gestartet.

    Die Seite r4biaplatform.com informiert über zahlreiche Mitgliedsorganisationen und Sponsoren der Bewegung. Darunter befinden sich neben der in Deutschland verbotenen IHH auch die Alperen Ocakları Eğitim, Kültür ve Dayanışma-Stiftung der „islamo-faschistischen“ Büyük Birlik Partisi oder die am Persischen Golf angesiedelte Al-Eslah Society, die zur Muslimbruderschaft gehört. Sponsoren sind unter anderem die Jamaat-e-Islami und die Zeitung Türkiye.

    Jürgen Bock sprach Ende August 2013 für den Zeitungsverlag Waiblingen (ZVW) anlässlich einer für die Stuttgarter Innenstadt geplanten Demonstration „im Zusammenhang mit der internationalen R4bia-Bewegung, die“, so Bock, „sich gegen die Machtübernahme durch das ägyptische Militär wendet, aber auch israelfeindliche Ziele, die Vernichtung westlicher Werte und die Vereinigung aller muslimischen Staaten als Motive“ angebe, von einer „offiziellen Homepage der Bewegung“. Die Bewegung bediene sich des R4bia-Zeichens und werde vom Verfassungsschutz den Muslimbrüdern zugeordnet. Der Verfassungsschutz gebe an, dass die Bewegung als antizionistisch eingeschätzt werde

    http://de.wikipedia.org/wiki/R4bia

    ::

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