Worldwide Day of Genital Autonomy

Worldwide Day of Genital Autonomy

Demonstration für genitale Selbstbestimmung in Köln

KÖLN. (hpd/gbs) Am 7. Mai jährt sich erstmalig das Urteil des Landgerichts Köln, das die medizinisch nicht indizierte Beschneidung von Jungen als Körperverletzung und damit als strafbare Handlung wertete. Anlässlich dieses Jahrestags organisiert der Fachverband Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. mit Unterstützung neun weiterer Organisationen (u. a. der AK Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung) am 7. Mai 2013 eine Kundgebung am Landgericht Köln, auf der das Recht aller Kinder weltweit auf genitale Selbstbestimmung unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion gefordert wird.

Dass eine zentrale Kundgebung gegen die Körperverletzung und für die Selbstbestimmung von Kindern bitter nötig ist, zeigt das am 12. Dezember letzten Jahres im Bundestag verabschiedete Gesetz zur Legitimierung der Vorhautbeschneidung bei Jungen. In dem Paragraphen „Beschneidung des männlichen Kindes“ (§ 1631d BGB) wurde die Zirkumzision aus jeglichem Grund für legal erklärt und unterliegt seitdem der Personensorge, d. h. im Regelfall entscheiden die Eltern, ob das Kind beschnitten wird oder nicht. Im Gesetzestext unberücksichtigt blieben die alarmierenden Zahl an bekannt gewordenen Komplikationen bei „Beschneidungen“, die Ablehnung aller europäischer Kinderarztverbände von „Beschneidungen“ ohne strenge medizinische Indikation sowie der Protest zahlreicher Menschenrechtsgruppen. U.a. startete der „AK Kinderrechte“ der Giordano-Bruno-Stiftung im Vorfeld der neuen Gesetzgebung die Kampagne „Mein Körper gehört mir“ – Zwangsbeschneidung ist Unrecht, auch bei Jungen“ und stellte auf der Website http://www.pro-kinderrechte.de umfangreiche Informationen zum Thema zur Verfügung.

Mit der Demonstration möchten die Initiatoren all jenen eine Plattform bieten, die Körperverletzung als Teil der Erziehung strikt ablehnen und für den Schutz aller Kinder weltweit vor jeglicher Verletzung ihrer körperlichen und sexuellen Integrität eintreten.

In dem Forderungskatalog heißt es unter anderem, dass der Paragraph „Beschneidung des männlichen Kindes“ (§ 1631d BGB) sofort zurückgenommen werden muss.

Darüber hinaus soll ein zweijähriger Runder Tisch zum Thema „Beschneidungen“ an Jungen eingerichtet werden, welcher ausgewogen mit Medizinern, Juristen, Religionsvertretern, Menschen- und Kinderrechtsorganisationen, Vertretern von Opferverbänden und Psychologen besetzt ist, um alle Standpunkte gleichberechtigt abdecken zu können.

Die Demonstration startet um 11:00 Uhr mit einer zentralen Kundgebung am Landgericht Köln (Luxemburger Straße 101, 50939 Köln). Die Abschlusskundgebung findet um 13:00 am Roncalliplatz (Nähe Dom) statt.

http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Attachment&attachmentID=285&h=bd8c75b892b2f72c05954b07bd3b0c275972dbcc&s=305b58d48b0a00212e6d551451177bf543166c39

http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Attachment&attachmentID=286&h=b7e68684c1649f1e6ebafe4d13bece7c25a34521&s=305b58d48b0a00212e6d551451177bf543166c39

http://hpd.de/veranstaltungen?action=cal&id=655&tab=cal_single

MOGiS

http://www.genitale-selbstbestimmung.de/

WORLDWIDE DAY OF GENITAL AUTONOMY

Demonstration – KÖLN – 7.5.13

Liebe Freundinnen und Freunde,

nun geht es endlich richtig los mit der Planung für den ersten Jahrestag des “Kölner Urteils”!

In Köln wird zu dem Anlaß eine Demonstration stattfinden, für die Rechte aller Kinder weltweit auf genitale Selbstbestimmung egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft oder Religion.

Am 7. Mai um 11 Uhr wird es losgehen am Kölner Landgericht, dort, wo unser Einsatz für die Kinderrechte diesen großartigen Impuls erfuhr – und der auch für viele von uns persönlich eine entscheidende Hilfe war, endlich den Mut aufzubringen, zu sich selbst und den eigenen Verletzungen durch Zwangsbeschneidung zu stehen.

Im Anhang findet Ihr Aufruf und Flyer.

Den Aufruf unterstützen:

Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.

DAKJ – Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (alle kinder- und jugendärztlichen Verbände in Deutschland)

TERRE DES FEMMES

IBKA – Internationaler Verband der Konfessionslosen und Atheisten

AK Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung

TABU e.V.

pro familia Nordrhein-Westfalen

Zentralrat der Ex-Muslime

(I)NTACT e.V.

http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=2215

7. MAI

WORLDWIDE DAY OF GENITAL AUTONOMY

An diesem Tag jährt sich das „Kölner Urteil“ zum ersten Mal. Dieses hat Jungen erstmalig das Recht auf genitale Selbstbestimmung zugesprochen.

Aus diesem Anlass fordern wir:

• Schutz aller Kinder weltweit vor jeglicher Verletzung ihrer körperlichen und sexuellen Integrität!

• die sofortige Rücknahme des § 1631d (Legalisierung von „Beschneidungen“ an Jungen aus jeglichem Grund) und Einrichtung eines zweijährigen „Runden Tisches“, welcher ausgewogen mit Medizinern, Juristen, Psychologen, Religionsvertretern, Vertretern von Menschen- und Kinderrechtsorganisationen sowie Opferverbänden besetzt sein muss, um alle Standpunkte gleichberechtigt abdecken zu können

• währenddessen eine straffreie Übergangslösung unter verpflichtenden Auflagen (Anwesenheit eines Arztes, ausnahmslos ausreichende Anästhesie, Dokumentation aller Eingriffe und Evaluierung)

• Bereitstellung von Geldern für umfassende wissenschaftliche Studien zu Folgen von weiblicher und männlicher Genitalverstümmelung

Das Kölner Urteil

Am 7. Mai 2012 bewertete das Kölner Landgericht eine medizinisch nicht indizierte „Beschneidung“ an einem nicht einwilligungsfähigen Jungen als eine Straftat.

Erstmals stellte somit ein deutsches Gericht klar: auch Jungen haben ein Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung, gegen das eine sogenannte „Beschneidung“ – also die Amputation der Vorhaut, die durchschnittlich 50 % der gesamten Penishaut ausmacht – klar verstößt.

Somit waren Kinder unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion vor jeglicher Form genitaler Verstümmelungen geschützt.

Ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit galt ausnahmslos.

Kindern steht gesetzlich in Deutschland das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung zu – warum sollte dieses Recht vor ihren Genitalien haltmachen?

Der Bundestag hat am 12. Dezember 2012 anders entschieden:

„Beschneidungen“ an Jungen wurden aus jeglichem Grunde für legal erklärt. Sie sind seitdem Teil der sogenannten Personensorge – Körperverletzung als Teil der Erziehung!?

Sind weibliche und männliche Genitalverstümmelung vergleichbar?

Mädchen sind in Deutschland gegen jegliche Form von Genitalverstümmelung geschützt: gegen die Arten, die Vorhautamputationen an Eingriffstiefe und Folgen deutlich übersteigen, sowie auch gegen die Formen, die nach medizinisch objektiven Kriterien bewertet vergleichbar wenn nicht gar weniger gravierend sind (d.h. mit ähnlich viel bzw. sogar keinem Gewebeverlust verbunden sind).

Weltweit sind Mädchen und Jungen von der Verletzung ihrer sexuellen Selbstbestimmung bedroht. Nie sind es die Kinder selbst, die um die operative „Korrektur“ ihrer Geschlechtsorgane bitten – immer sind es Erwachsene, die ihre Kinder diesen zum Teil unter qualvollen Bedingungen stattfindenden Eingriffen aussetzen.

Es geht nicht darum, Eltern zu kriminalisieren – niemand spricht ihnen ab, ihre Kinder zu lieben.

Es geht nicht darum, Religion und Tradition als solche zu bekämpfen – sondern darum, dass diese sich modernen medizinischen und ethischen Erkenntnissen nicht verschließen dürfen.

Es geht um Aufklärung über die Folgen von Genitalverstümmelungen und somit um das Ziel, die Kreisläufe von Gewalterfahrungen und deren Weitergabe zu unterbrechen.

Menschenrechte sind unteilbar und dürfen niemals relativiert werden!

Seit dem Beschluss des Bundestages von § 1631d am 12.12. 2012 ist das Recht auf körperliche Unversehrtheit in Deutschland eine Frage des Geschlechtes:

Jungen sind im Gegensatz zu Mädchen nicht gegen operative Verstümmelungen ihrer Geschlechtsorgane geschützt.

Das Gesetz sieht weder eine zwingende Betäubung vor, noch ist in dem Gesetz von verschiedenen Eingriffs tiefen die Rede.

Bei Jungen unter sechs Monaten darf auch ein Nichtarzt den Eingriff vornehmen – bei älteren Jungen reicht dem Gesetzgeber die bloße Absicht der Eltern, die „Beschneidung“ nach den Regeln der ärztlichen Kunst vornehmen zu lassen.

Der Gesetzestext ist unklar formuliert. Dies dient offensichtlich dem Ziel, es den Betroffenen später schwer bis unmöglich zu machen, den Klageweg zu beschreiten.

Alle Rechte sind den Eltern zugesprochen. Die Folgen haben allein die betroffenen Jungen zu tragen – lebenslang

Aus dem Gesetzgebungsverfahren wurden negativ betroffene Männer konsequent ausgegrenzt. Es blieben im Gesetzestext unberücksichtigt:

• es droht eine Aufweichung des Verbotes weiblicher Genitalverstümmelung (Gleichbehandlungsgrundsatz der Geschlechter im Grundgesetz)

• die alarmierende Zahl an bekannt gewordenen Komplikationen

bei „Beschneidungen“

• die Ablehnung von „Beschneidungen“ ohne strenge medizinische Indikation durch alle europäischen Kinderarztverbände

• wissenschaftliche Studien, die der angeblichen Harmlosigkeit von „Beschneidungen“ klar widersprechen

• die zunehmende Zahl von Männern, die über ihre bisweilen traumatischen Erlebnisse im Zusammenhang mit ihrer „Beschneidung“ und deren Folgen für ihre Sexualität berichten

Hass und Fremdenfeindlichkeit: keine Chance!

Wir begrüßen jüdisches und muslimisches Leben in Deutschland und empfinden dieses als Bereicherung unseres Zusammenlebens.

Wir verwahren uns dagegen, dass unser Einsatz für die Rechte aller Kinder auf genitale Selbstbestimmung von einigen wenigen genutzt wird, um ihren Hass auf religiöse Minderheiten auszuleben.

Wir fordern in diesem Zusammenhang auch alle heute Protestierenden auf, sich deutlich von Pauschalisierungen und Menschenhass zu distanzieren und immer wieder deutlich zu machen, dass es nur um das Wohl, die körperliche Unversehrtheit und das Recht des Kindes auf Selbstbestimmung gehen kann.

Zu dieser Veranstaltung rufen auf:

Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.

IBKA – Internationaler Verband der Konfessionslosen und Atheisten

Zentralrat der Ex-Muslime

AK Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung

Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) – alle kinder- und jugendärztlichen Verbände in Deutschland

TERRE DES FEMMES e.V.

TABU e.V.

Beschneidungsforum.de

(I)NTACT e.V.

pro familia Nordrhein-Westfalen

http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Attachment&attachmentID=285&h=bd8c75b892b2f72c05954b07bd3b0c275972dbcc

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9 Antworten to “Worldwide Day of Genital Autonomy”

  1. Edward von Roy Says:

    Texte zum Thema Jungenbeschneidung (2012)

    Petition gegen Kinderbeschneidung
    Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

    Presseerklärung
    16.07.2012

    Kindesmisshandlung unter religiösem Vorwand

    https://schariagegner.wordpress.com/2012/07/16/keine-religioes-begruendete-beschneidung-an-jungen/

    Petition gegen Kinderbeschneidung

    Pet 4-17-07-451-040847
    Von Edward von Roy am 20. Juli 2012

    § 1631d
    Verbot der rituellen Genitalmutilation

    Die Eltern können nicht in eine rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung ihres Sohnes (Zirkumzision) oder ihrer Tochter (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) einwilligen. Auch das Kind selbst kann nicht in die Beschneidung einwilligen. § 1909 findet keine Anwendung.

    https://schariagegner.wordpress.com/2012/07/21/petition-gegen-kinderbeschneidung/

    Eltern gegen Kinderbeschneidung Teil I Erziehung und Menschenbild

    Kindlich unversehrt statt beschnitten auf Elternwunsch

    Auch im Namen der Familienfreundlichkeit oder kulturellen Vielfalt kann der säkulare Rechtsstaat die medizinisch unbegründete Beschneidung an einem Jungen nicht legalisieren. Ein Beitrag zum heutigen Kölner Protest Eltern gegen Kinderbeschneidung. Von Edward von Roy am 21. September 2012.

    https://schariagegner.wordpress.com/2012/09/21/eltern-gegen-kinderbeschneidung-teil-i-erziehung-und-menschenbild/

    Eltern gegen Kinderbeschneidung Teil II Rechtliche Fragen

    Rechtliche Fragen der Beschneidung von Jungen

    Sozialpädagogin Gabi Schmidt schreibt am 28. September 2012 für eine unterstützenswerte Initiative: Eltern gegen Kinderbeschneidung.

    https://schariagegner.wordpress.com/2012/09/22/eltern-gegen-kinderbeschneidung-teil-ii-rechtliche-frage/

    Sich einüben in die Beschneidungsrhetorik

    Leider steht für Deutschlands Gesetzgeber nicht die wortwörtliche Lesart der Genesis oder des Hadith, sondern das intakte Kindergenital zur Disposition. Gedanken zu beschneidungsfreundlichen E-Mails deutscher Politiker von Edward von Roy.

    https://schariagegner.wordpress.com/2012/10/15/beschneidungsrhetoriker/

    Das neue Beschneidungsgesetz BGB § 1631d
    Von Edward von Roy und Gabi Schmidt

    https://schariagegner.wordpress.com/2012/12/14/beschneidung-auf-elternwunsch/

  2. Machandelboom Says:

    Am 7. Mai jährt sich erstmalig das Urteil des Landgerichts Köln, das die medizinisch nicht indizierte Beschneidung von Jungen als Körper­verletzung und damit als straf­bare Handlung wertete. Anlässlich dieses Jahres­tages organisiert der Fachverband Beschneidungs­betroffener im MOGiS e.V. mit Unterstützung neun weiterer Organisationen (u. a. der AK Kinder­rechte der Giordano-Bruno-Stiftung) am 7. Mai 2013 eine Kund­gebung am Land­gericht Köln, auf der das Recht aller Kinder weltweit auf genitale Selbst­bestimmung unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion gefordert wird.

    ehbb Evolutionäre Humanisten Berlin-Brandenburg

    http://gbs-berlin.org/worldwide-day-of-gentital-autonomy/

    http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Attachment&attachmentID=285&h=bd8c75b892b2f72c05954b07bd3b0c275972dbcc

    Die Demonstration startet um 11:00 Uhr mit einer zentralen Kund­gebung am Land­gericht Köln (Luxemburger Straße 101, 50939 Köln). Die Abschluss­kundgebung findet um 13:00 Uhr am Roncalliplatz (Nähe Dom) statt.

    http://pro-kinderrechte.de/

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/maennliche-beschneidung.html

  3. Carcinòl Says:

    Leider wie bei Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) & Umfeld zu erwarten: Keine (dokumentierbare, schriftliche) Silbe zur Scharia. Die Beschneidung der Jungen aber ist Scharia und der flächendeckend vorgesehene und in NRW eingerichtete, bekennende Islamische Religionsunterricht sowie die universitäre Islamische Theologie (in Münster um Mouhanad Khorchide, Bülent Ucar, Rauf Ceylan und mit der Kairoer al-Azhar kooperierend, in Tübingen durch den Yusuf al-Qaradawi und der Muslimbruderschaft nahestehenden ECFR-Scheich Mustafa Ceric feierlich eröffnet) beruht ebenfalls auf dem Islamischen Recht, also auf der Scharia.

    Darum ging es gestern sozusagen, bei Sonnenschein vor dem Kölner Landgericht und dann im strömendem Regen vor dem Kölner Dom auf dem Roncalliplatz mit dabei waren wir schließlich persönlich:
    ::

    Welttag der genitalen Selbstbestimmung

    Wir feiern am 7. Mai den ersten Jahrestag des „Kölner Urteils“, welches den Auftakt für die Debatte um die Körperliche Unversehrtheit von Kindern bildete.

    Das Kölner Urteil

    Am 7. Mai 2012 bewertete das Kölner Landgericht eine medizinisch nicht indizierte „Beschneidung“ an einem nicht einwilligungsfähigen Jungen als eine Straftat.

    Erstmals stellte somit ein deutsches Gericht klar: auch Jungen haben ein Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung, gegen das eine sogenannte „Beschneidung“ – also die Amputation der Vorhaut, die durchschnittlich 50 % der gesamten Penishaut ausmacht – klar verstößt.

    Somit waren Kinder unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion vor jeglicher Form genitaler Verstümmelungen geschützt. Ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit galt ausnahmslos.

    Kindern steht gesetzlich in Deutschland das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung zu – warum sollte dieses Recht vor ihren Genitalien haltmachen?

    Der Bundestag hat am 12. Dezember 2012 anders entschieden: „Beschneidungen“ an Jungen wurden aus jeglichem Grunde für legal erklärt. Sie sind seitdem Teil der sogenannten Personensorge – Körperverletzungen als Teil der Erziehung!?
    Sind weibliche und männliche Genitalverstümmelung vergleichbar?

    Im Gegensatz zu Vorhautamputation an Jungen sind alle Formen weiblicher Genitalverstümmelung weiterhin verboten: die Arten, die Vorhautamputationen an Eingriffstiefe und Folgen deutlich übersteigen, sowie auch die Formen, die nach medizinisch objektiven Kriterien bewertet vergleichbar sind (d.h. mit ähnlich viel bzw. sogar gar keinem Gewebeverlust auskommen).

    Dennoch gehen Organisationen von bis zu 50 000 in Deutschland lebenden Mädchen aus, die von Genitalverstümmelung bedroht sind. Bis heute ist kein erfolgter Fall angezeigt worden. Die Schweigepflicht der Ärzte ist nicht aufgehoben.

    Zudem wird es auf Dauer juristisch und moralisch nicht haltbar sein, die in ihrem Umfang vergleichbaren Formen weiblicher Genitalverstümmelung als Straftat, die männliche Genitalverstümmelung hingegen als bewahrenswertes und identitätsstiftendes Kulturgut zu bewerten.

    Weltweit sind Mädchen und Jungen von der Verletzung ihrer sexuellen Selbstbestimmung bedroht. Nie sind es die Kinder selbst, die um die operative „Korrektur“ ihrer Geschlechts­ rgane bitten – immer sind es Erwachsene, die ihre Kinder diesen zum Teil unter qualvollen Bedingungen stattfindenden Eingriffen aussetzen.

    Es geht nicht darum, Eltern zu kriminalisieren – niemand spricht ihnen ab, ihre Kinder zu lieben.

    Es geht nicht darum, Religion und Tradition als solche zu bekämpfen – sondern darum, dass diese sich modernen medizinischen und ethischen Erkenntnissen nicht verschließen dürfen.

    Es geht um Aufklärung über die Folgen von Genitalverstümmelungen und somit um das Ziel, die Kreisläufe von Gewalterfahrungen und deren Weitergabe zu unterbrechen.

    Menschenrechte sind unteilbar und dürfen niemals relativiert werden!

    Seit dem Beschluss des Deutschen Bundestages von § 1631d am 12.12. 2012 ist das Recht auf körperliche Unversehrtheit in Deutschland eine Frage des Geschlechtes:

    Jungen sind im Gegensatz zu Mädchen nicht gegen nicht-therapeutische Eingriffe an ihren Geschlechtsorganen geschützt.

    Das Gesetz sieht weder eine Betäubung zwingend vor, noch geht das Gesetz auf verschiedenen Eingriffs­tiefen bei diesen Operationen ein.

    Bei Jungen unter sechs Monaten darf auch ein Nichtmediziner Vorhautamputationen vornehmen – grundsätzlich reicht dem Gesetzgeber die bloße Absicht der Eltern, die „Beschneidung“ nach den Regeln der ärztlichen Kunst vornehmen zu lassen.

    Der Gesetzestext ist unklar formuliert. Dies macht es den Betroffenen später schwer bis unmöglich, den Klageweg zu beschreiten.

    Unsere Forderungen

    Aus Anlass des ersten Jahrestages des „Kölner Urteils“ fordern wir:

    den Schutz aller Kinder weltweit vor jeglicher Verletzung ihrer körperlichen und sexuellen Integrität!
    die sofortige Rücknahme des § 1631d (Legalisierung von „Beschneidungen“ an Jungen aus jeglichem Grund) und Einrichtung eines zweijährigen „Runden Tisches“, welcher ausgewogen mit Medizinern, Juristen, Psychologen, Religionsvertretern, Vertretern von Menschen- und Kinderrechtsorganisationen sowie Opferverbänden besetzt sein muss, um alle Standpunkte gleichberechtigt abdecken zu können
    währenddessen eine straffreie Übergangslösung unter verpflichtenden Auflagen (Anwesenheit eines Arztes, ausnahmslos ausreichende Anästhesie, Dokumentation aller Eingriffe und Evaluierung)
    die Bereitstellung von Geldern für umfassende wissenschaftliche Studien zu Folgen von weiblicher und männlicher Genitalverstümmelung

    Zu dieser Veranstaltung rufen auf:

    Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene
    Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) – alle kinder- und jugendärztlichen Verbände in Deutschland
    TERRE DES FEMMES e.V.
    TABU e.V.
    (I)NTACT e.V.
    Zentralrat der Ex- Muslime
    pro familia Nordrhein-Westfalen
    IBKA – Internationaler Verband der Konfessionslosen und Atheisten
    AK Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung
    Humanistischer Verband Deutschlands
    Beschneidungsforum.de

    Weitere Statements der Initiatoren und von Unterstützern der Aktion:

    Christian Bahls, 1. Vorsitzender MOGiS e.V. – eine Stimme für Betroffene:
    Es wird deutlich, dass die Debatte um die nicht-therapeutische Vorhautamputation (auch Beschneidung genannt) mit dem Gesetz vom Dezember des letzten Jahres nicht zu Ruhe kommt. Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt es ab, den betroffenen Kindern die Entscheidunghoheit über ein vollständiges Geschlechtsorgan abzuerkennen. Wegen der Tragweite steht eine Entscheidung über nicht-therapeutische chirurgische Eingriffe an Genitalien nur denjenigen zu, die mit den Folgen leben müssen.

    Irmingard Schewe-Gerigk, Vorsitzende TERRE DES FEMMES:
    TERRE DES FEMMES geht es als Menschenrechtsorganisation grundsätzlich um die körperliche Unversehrtheit von Kindern als Menschenrecht, das für alle Kinder gleichermaßen gilt, egal welcher Herkunft, Religion und welchen Geschlechts sie sind. Irreversible Eingriffe in die Unversehrtheit von Kindern – mit Ausnahme medizinisch notwendiger Behandlungen – dürfen weder mit Religion noch Tradition gerechtfertigt werden. Menschenrechte sind nicht teilbar – auch nicht zwischen Mädchen und Jungen.

    Dr. Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte:
    Über die Konsequenzen der kompletten Entfernung der Vorhaut kann ein noch nicht sexuell aktives Kind nicht korrekt aufgeklärt und um seine Einwilligung gebeten werden. Auch Eltern können hier ihre Einwilligung nicht stellvertretend für das Kind geben, da der Eingriff medizinisch nicht notwendig ist und die Eltern überhaupt nicht beurteilen können, welche Ansprüche an die Intaktheit seiner Körperoberfläche und seine sexuelle Erfüllung der Junge später hat oder nicht. Eigene Erfahrungen können hier kein Maßstab sein.

    Önder Özgeday, Mitglied im Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.:
    Dieser Tag soll allen Menschen weltweit eine Stimme geben, die an den Folgen von Genitalverstümmelungen leiden und darüber nicht sprechen können oder es nicht wagen, zu sprechen. Erwachsenenhände haben an Genitalien von Kindern zur Zufriedenstellung eigener Bedürfnisse nichts zu suchen: nichts, niemals und egal aus welchem Grund.

    Alexander Bachl, Sprecher des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V:
    Zur Vermeidung eines Kulturkampfes akzeptierte der Gesetzgeber mit dem Zwangsbeschneidungserlaubnisgesetz als Kollateralschaden das Leid von hilflosen Kindern verursacht durch die Willkür der Eltern. Dieses Verhalten und die ständig wiederholte Relativierung der Schädlichkeit von Vorhautamputationen sind ein weiterer Tiefschlag für mich und alle anderen negativ Betroffenen.
    Kontaktdaten der Veranstalter:

    http://genitale-selbstbestimmung.de/wwdoga/#initiators

    Pressemitteilung zum 07. 05. 2013

    Erster „Worldwide Day of Genital Autonomy“ (7.5): Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES, „MOGiS e.V. – eine Stimme für Betroffene“ und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) laden ein zur Demonstration und Kundgebung

    Wann: 7. Mai 2013
    Start: 11 Uhr am Kölner Landgericht
    Abschluss: 13 Uhr auf dem Roncalli Platz

    Informationen unter: genitale-selbstbestimmung.de

    Köln, 7. Mai 2013. Ein Jahr nach der Verkündung des richtungsweisenden Urteils in Köln, das erstmals eine nicht-therapeutische Beschneidung eines Jungen als strafbare Körperverletzung bewertete, rufen der Frauenrechtsverein TERRE DES FEMMES, der Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V., der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und zahlreiche weitere Organisationen den ersten „Worldwide Day of Genital Autonomy“ aus.

    Der „Worldwide Day of Genital Autonomy“ fordert den Schutz aller Kinder weltweit unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion vor nichttherapeutischen chirurgischen Eingriffen an ihren Genitalien. Er wird von verschiedenen Aktionen weltweit, unter anderem in den USA und Australien begleitet.

    Die Veranstalter fordern die Aufhebung des vom Deutschen Bundestag am 12. Dezember 2012 verabschiedeten Zwangsbeschneidungserlaubnisgesetzes. Diese Gesetzesinitiative legalisierte operative Entfernungen der Penisvorhaut an Kindern aus jeglichem Grunde als Teil der elterlichen Personensorge. Dies erschwert aktuell nun die Initiative des Deutschen Bundestages zur möglichen Verschärfung der Strafbarkeit aller Formen weiblicher Genitalverstümmelung.

    http://genitale-selbstbestimmung.de/pressemappe/

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    Dunkel ist ein Lichtblick! So läuft`s leider immer noch in der realpolitischen Praxis; ein niedersächsischer Beschneidungsgegner bekam Ärger mit GRÜNEN-Landesvorstand:

    Stellungnahme zum gegen mich geplanten Parteiausschlussverfahren
    9. März 2013

    http://ulfdunkel.wordpress.com/2013/03/09/stellungnahme-zum-gegen-mich-geplanten-parteiausschlussverfahren/

    Blog von Ulf Dunkel

    http://ulfdunkel.wordpress.com/

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    Der alternative Gesetzesvorschlag … genau, er war zum Scheitern verurteilt und dafür ja auch eigens geschaffen, eben: um so zu tun, als würde man etwas tun:

    „Der von mittlerweile über 60 Bundestagsabgeordneten unterstützte alternative Gesetzentwurf, der mit dem Zulassen von Knabenbeschneidungen ab 14 Jahren nach ausdrücklicher Zustimmung des Betroffenen einen vernünftigen Kompromiss anbietet, wird wohl bereits im Rechtsausschuss des Bundestages niedergestimmt werden, so dass er bei der Endabstimmung am Mittwoch keine Rolle mehr spielen wird.“

    http://gleichstellungdergeschlechter.wordpress.com/2012/12/07/aufruf-zur-kundgebung-am-12-12-2012/

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  4. Carcinòl Says:

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    12.12.2012

    Beschneidung (Gesetzentwurf Rupprecht, Dörner, Golze und weitere)
    Umfang der Personensorge und die Rechte des männlichen Kindes bei einer Beschneidung

    Gesetzentwurf der Abgeordneten Marlene Rupprecht (Tuchenbach), Katja Dörner, Diana Golze und weitere
    Entwurf eines Gesetzes über den Umfang der Personensorge und die Rechte des männlichen Kindes bei einer Beschneidung
    Drs. 17/11430, 17/11800 und 17/11814

    http://www.cducsu.de/Titel__beschneidung_%28gesetzentwurf_rupprecht_doerner_golze_und_weitere%29/TabID__1/SubTabID__2/InhaltID__323/Jahr__2012/Monat__12/Tag__12/Abstimmungen.aspx

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    Drucksache 17/11430
    08.11.2012

    Gesetzentwurf
    der Abgeordneten Marlene Rupprecht (Tuchenbach), Katja Dörner, Diana Golze, Caren Marks, Rolf Schwanitz, Ingrid Arndt-Brauer, Bärbel Bas, Dirk Becker, Karin Evers-Meyer, Elke Ferner, Petra Hinz (Essen), Christel Humme, Angelika Krüger-Leißner, Ute Kumpf, Steffen-Claudio Lemme, Kirsten Lühmann, Hilde Mattheis, Gerold Reichenbach, René Röspel, Karin Roth (Esslingen), Annette Sawade, Bernd Scheelen, Dr. Carsten Sieling, Ute Vogt, Andrea Wicklein, Dagmar Ziegler, Katja Keul, Maria Klein-Schmeink, Ulrich Schneider, Memet Kilic, Dr. Harald Terpe, Monika Lazar, Sylvia Kotting-Uhl, Dorothea Steiner, Dr. Valerie Wilms, Friedrich Ostendorff, Bettina Herlitzius, Uwe Kekeritz, Arfst Wagner (Schleswig), Agnes Krumwiede, Agnes Alpers, Matthias W. Birkwald, Steffen Bockhahn, Dr. Dagmar Enkelmann, Wolfgang Gehrcke, Inge Höger, Dr. Barbara Höll, Andrej Hunko, Ulla Jelpke, Katrin Kunert, Ralph Lenkert, Michael Leutert, Wolfgang Neskovic, Jens Petermann, Richard Pitterle, Dr. Ilja Seifert, Kathrin Senger-Schäfer, Raju Sharma, Dr. Petra Sitte, Kersten Steinke, Alexander Süßmair, Frank Tempel, Halina Wawzyniak, Harald Weinberg, Katrin Werner, Jörn Wunderlich

    㤠1631d
    Beschneidung des männlichen Kindes
    Die Personensorge umfasst auch das Recht, in eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung des männlichen Kindes einzuwilligen, wenn es das 14. Lebensjahr vollendet hat, einsichts- und urteilsfähig ist, der Beschneidung zugestimmt hat und diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst von einer Ärztin oder einem Arzt mit der Befähigung zum Facharzt für Kinderchirurgie oder Urologie durchgeführt werden soll. Dies gilt nicht, wenn durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet wird.“

    II. Medizinische Aspekte der Beschneidung des männlichen Kindes

    1. Gründe der Zirkumzision

    Die Zirkumzision ist ein alter und häufig durchgeführter chirurgischer Eingriff beim männlichen Kind bzw. Erwachsenen. Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit etwa 30 Prozent aller Männer beschnitten sind. Die Zirkumzision kann aus verschiedenen Gründen durchgeführt werden: Aus medizinischen Gründen bei Vorliegen einer Phimose (Vorhautverengung) sowie aus religiösen, kulturellen und sozialen Gründen. Die Beschneidung aus religiösen oder kulturellen Gründen ist besonders in den islamisch geprägten Staaten, im nördlichen und westlichen Afrika sowie in Israel üblich.

    Insbesondere in den angelsächsischen Ländern wurde lange Zeit eine Routinezirkumzision bei Neugeborenen vorgenommen, denn im 19. Jahrhundert war hier die Ansicht, die Beschneidung sei eine geeignete Präventionsmaßnahme gegen Masturbation, weit verbreitet. Die seitdem gewonnenen Erkenntnisse über die menschliche Sexualität haben jedoch in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Umdenken geführt. Zudem hat sich die Annahme, dass Neugeborene kein oder nur ein unterentwickeltes Schmerzempfinden hätten, als falsch erwiesen. So ist die routinemäßige Beschneidung von Neugeborenen in Australien und Kanada stark zurückgegangen und in Großbritannien und Neuseeland kaum noch anzutreffen. Auch in den USA ist ein Rückgang zu beobachten, auch wenn derzeit immer noch rund 55 Prozent aller männlichen Neugeborenen routinemäßig beschnitten werden. In
    Deutschland wird die Zirkumzision hauptsächlich aus religiösen oder kulturellen Gründen und häufig auch mit einer vorgeschobenen medizinischen Indikation durchgeführt. Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte lehnen die nicht medizinisch indizierte Zirkumzision schon seit längerem.

    2. Aufbau und Funktion der Vorhaut

    Die männliche Vorhaut ist nach dem Stand des heutigen medizinischen Wissens einzigartig aufgebaut. Während die Oberfläche der Vorhautaußenseite aus normaler Haut besteht, ist die Oberfläche der Vorhautinnenseite dagegen eine Schleimhaut. Unter der Vorhaut befindet sich eine Schicht glatten Muskelgewebes, die an der Vorhautspitze wirbelförmig angeordnet ist. So wird ein Schließmuskel gebildet, welcher dafür sorgt, dass die Vorhaut die Eichel bedeckt. Die Vorhaut ist nicht nur dicht mit Blutgefäßen, sondern auch mit Nerven durchzogen, insbesondere nahe der Vorhautspitze

    Bereich des Übergangs von der normalen Haut zur Schleimhaut. Diese Übergangsstelle ist der empfindlichste und erogenste Teil des Penis (Sorrells/Snyder/Reiss/Eden/Milos/Wilcox/Van Howe, Fine-touch pressure thresholds in the adult penis, BJU International 99 (4) , 864 ff.). Grund dafür ist nicht nur die hohe Anzahl der Nervenendigungen, sondern auch deren Art. So wurden in der Vorhaut Mechanorezeptoren, Schmerzrezeptoren und Nerven für die Wahrnehmung von Druckreizen, Vibrationen sowie von leichten Berührungen nachgewiesen. Die Eichel ist im Vergleich mit der Vorhaut weit weniger mit Nerven durchsetzt und deshalb deutlich unempfindlicher gegenüber bestimmten Reizen. Die männliche Vorhaut hat eine wichtige Funktion als Schutz der Eichel vor Verletzungen, mechanischen Einflüssen wie Reibung, Schmutz und Schadstoffen. Besonders bei Babys und kleinen Kindern bildet die noch fest mit der Eichel verklebte Vorhaut eine natürliche Schutzbarriere für den Harntrakt. Die Vorhaut hält die Eichel feucht und schützt sie vor Austrocknung (Verhornung). Daneben hat die innen liegende Schleimhaut durch die Absonderung u.a. von Lysozym und die dadurch verursachte Abtötung schädlicher Bakterien eine wichtige Funktion bei der Infektprophylaxe. Die männliche Vorhaut hat zudem essentielle sexuelle Funktionen (Cold/Taylor, The prepuce, BJU International 83 (Suppl. 1) , 34 ff.). Das hochsensible Vorhautgewebe, dessen innerer Teil bei einer Erektion zurückgezogen ist und außen liegt, bildet eine großflächige erogene Zone, die für eine normale, intensive Gefühlswahrnehmung beim Geschlechtsverkehr wichtig und damit wesentlich für das männliche Lustempfinden insgesamt ist. Darüber hinaus erleichtert die Vorhaut die Penetration der Vagina, da der Penis teilweise innerhalb seiner eigenen Vorhaut gleitet, was zu einer Reduktion von Reibung und vaginaler Trockenheit führt. Die Vorhaut stellt ausreichend Hautfläche für eine vollständige Erektion zur Verfügung und schützt zudem beim vaginalen Geschlechtsverkehr den Eichelkranz vor direkter Stimulation, was wiederum vorzeitigen und ungewollten Ejakulationen vorbeugt.

    4. Medizinische Risiken und gesundheitliche Folgen

    Wie bei jedem chirurgischen Eingriff kann es auch bei der Zirkumzision zu Komplikationen kommen. Typische Komplikationen bei der männlichen Beschneidung sind Blutungen, Wundinfektionen, Verletzungen der Eichel, Verengungen der Harnröhre, Blutergüsse, Schwellungen, Narbenbildungen und postoperative Schmerzen. Zu beachten ist auch, dass die Zirkumzision in Deutschland auch ohne hinreichende Schmerzbehandlung vorgenommen wird. Dies kann zu psychischen Folgeschäden führen.

    Die irreversible Entfernung der Vorhaut führt zu einem Verlust von großen Teilen der gesamten Penishaut, insbesondere der sensorisch wichtigsten Teile. Dies bedingt einen wahrnehmbaren Sensibilitätsverlust und beeinflusst so das sexuelle Empfinden von Männern. Zudem wird der Eichel durch die Entfernung der schützenden Vorhaut ihr natürlicher Schutz genommen, was im Laufe des Lebens zu einer zunehmenden Keratinisierung (Verhornung) der Eicheloberfläche und damit zu einem zusätzlichen Sensibilitätsverlust führt. Männer, die erst als Erwachsene beschnitten wurden und aus diesem Grund sexuelle Erfahrungen vor der Zirkumzision hatten, berichten über fühlbare Einschränkungen ihres sexuellen Lustempfindens (Kim/Pang, The effect of male circumcision on sexuality, BJU International 99 (3) , 619 ff.). Die Zirkumzision kann darüber hinaus nicht nur bei den betroffenen Männer, sondern auch bei deren Partnerinnen zu sexuellen Problemen führen (Frisch/Lindholm/Grønbæk, Male circumcision and sexual function in men and women: a survey-based, cross-sectional study in Denmark, International Journal of Epidemiology 2011, 1ff.). So berichten betroffene Paare über Schwierigkeiten und Probleme bei Erektion, Penetration sowie Orgasmus bis hin zur Dyspareunie (schmerzhafter Geschlechtsverkehr).

    5. Folgerungen

    Bei der Zirkumzision handelt es sich um einen schmerzvollen, mit Risiken behafteten chirurgischen Eingriff, der zu einer irreversiblen Entfernung eines hochsensiblen, erogenen und funktional wichtigen Körperteils führt.

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/114/1711430.pdf

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    Drucksache 17/11814

    II. Stellungnahmen der mitberatenden Ausschüsse

    Zu Buchstabe a

    Der Innenausschuss hat den Gesetzentwurf auf Drucksache 17/11295 in seiner 87. Sitzung am 28. November 2012 beraten. Er empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU und FDP sowie den Stimmen von zwei Mitgliedern der Fraktion der SPD gegen die Stimmen der Fraktion der SPD bei Stimmenthaltung der Fraktionen DIE LINKE. und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, den im Rechtsausschuss zu diesem Gesetzentwurf eingebrachten Änderungsantrag der Abgeordneten Burkhard Lischka, Christine Lambrecht, Rainer Arnold, Edelgard Bulmahn, Sebastian Edathy, Petra Ernstberger, Gabriele Fograscher, Dr. Edgar Franke, Martin Gerster, Iris Gleicke, Günter Gloser, Ulrike Gottschalck, Dr. Gregor Gysi, Hans-Joachim Hacker, Michael Hartmann (Wackernheim), Dr. Rosemarie Hein, Dr. Barbara Hendricks, Josip Juratovic, Dr hc Susanne Kastner, Ulrich Kelber, Daniela Kolbe (Leipzig), Niema Movassat, Dr. Rolf Mützenich, Aydan Özoguz, Johannes Pflug, Dr. Sascha Raabe, Stefan Rebmann, Anton Schaaf, Paul Schäfer (Köln), Marianne Schieder (Schwandorf), Swen Schulz (Spandau), Sonja Steffen, Kerstin Tack, Kathrin Vogler, Heidemarie Wieczorek-Zeul und Waltraud Wolff (Wolmirstedt) abzulehnen.

    Er empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie den Stimmen von zwei Mitgliedern der Fraktion der SPD gegen die Stimmen der Fraktion der SPD und eines Mitglieds der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei Stimmenthaltung der Fraktion DIE LINKE. und eines Mitglieds der Fraktion der SPD, den Gesetzentwurf anzunehmen.

    Der Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat den Gesetzentwurf auf Drucksache 17/11295 in seiner 81. Sitzung am 28. November 2012 beraten und empfiehlt einstimmig, zu dem Gesetzentwurf und den im Rechtsausschuss dazu eingebrachten Änderungsanträgen eine Beschlussfassung im Plenum herbeizuführen.

    Der Ausschuss für Gesundheit hat den Gesetzentwurf auf Drucksache 17/11295 in seiner 92. Sitzung am 10. Dezember 2012 beraten und empfiehlt dessen Annahme sowie die Ablehnung der beiden im Rechtsausschuss dazu eingebrachten Änderungsanträge.

    Der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe hat den Gesetzentwurf auf Drucksache 17/11295 in seiner 72. Sitzung am 10. Dezember 2012 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU und FDP sowie des Abgeordneten Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) bei Stimmenthaltung der Abgeordneten Annette Groth (DIE LINKE.) dessen Annahme. Die Fraktion der SPD hat an der Abstimmung nicht teilgenommen.

    Zu Buchstabe b

    Der Innenausschuss hat den Gesetzentwurf auf Drucksache 17/11430 in seiner 87. Sitzung am 28. November 2012 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gegen die Stimmen von zwei Mitgliedern der Fraktion der SPD und einem Mitglied der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei Stimmenthaltung der Fraktion DIE LINKE. dessen Ablehnung.

    Der Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat den Gesetzentwurf auf Drucksache 17/11430 in seiner 81. Sitzung am 28. November 2012 beraten und empfiehlt einstimmig, zu dem Gesetzentwurf eine Beschlussfassung im Plenum herbeizuführen.

    Der Ausschuss für Gesundheit hat den Gesetzentwurf auf Drucksache 17/11430 in seiner 92. Sitzung am 10. Dezember 2012 beraten und empfiehlt, zu dem Gesetzentwurf eine Beschlussfassung im Plenum herbeizuführen.

    Der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe hat den Gesetzentwurf auf Drucksache 17/11430 in seiner 72. Sitzung am 10. Dezember 2012 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU und FDP sowie des Abgeordneten Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) bei Stimmenthaltung der Abgeordneten Annette Groth (DIE LINKE.) dessen Ablehnung. Die Fraktion der SPD hat an der Abstimmung nicht teilgenommen.

    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/118/1711814.pdf

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  5. Dwarslöper Says:

    7. Mai 2013
    Redebeiträge zur “Worldwide Day of Genital Autonomy – Demonstration für genitale Selbstbestimmung in Köln”

    http://gbs-berlin.org/reden-beim-worldwide-day-of-genital-autonomy/

    ( „Viola Schäfer von der gbs Mainz kündigt die Gründung eines deutschen Chapters von NoCirc an“ )

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    NoCirc

    http://www.nocirc.org/

    NOCIRC is a member of the International Coalition for Genital Integrity.

    http://www.icgi.org/

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    HELSINKI-DEKLARATION 2012

    FÜR DAS RECHT AUF GENITALE AUTONOMIE

    In Anbetracht der Tatsache, dass es das fundamentale und unveräußerliche Recht jedes Menschen ist, dass seine Person geschützt ist ohne Ansehen des Alters, des Geschlechts, der sexuellen Ausrichtung, der Volkszugehörigkeit oder der Religion, wie es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, im internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte sowie in der UN-Kinderrechtskonvention ausgedrückt ist,

    erklären wir jetzt, dass jeder Mensch auch das fundamentale Recht auf genitale Autonomie hat, womit gemeint ist:

    die persönliche Kontrolle über die eigenen genitalen und Fortpflanzungsorgane; und

    Schutz vor medizinisch nicht notwendiger genitaler Veränderung und vor anderen unumkehrbaren Eingriffen in die Fortpflanzungsorgane.

    Wir erklären, dass in Übereinstimmung mit dem Recht auf genitale Autonomie die einzige Person, die in eine medizinisch nicht notwendige genitale Veränderung und andere unumkehrbare Eingriffe in die Fortpflanzungsorgane einwilligen kann, folgende ist:

    im Falle, dass es sich um eine Person handelt, die in der Lage ist, aus freier Willensentscheidung zuzustimmen, nachdem sie vollständig über die Art, die Risiken und Vorteile des Eingriffs informiert wurde: die Person, an der der Eingriff vorgenommen werden soll; und

    im Falle, dass es sich um eine Person handelt, die dazu nicht in der Lage ist, einschließlich junger Kinder: nur eine ordentlich festgelegte öffentliche Autorität oder ein Gericht, das die Menschenrechte und die Interessen der betroffenen Person sorgfältig abwägt, nachdem auch die Ansichten von Familienmitgliedern, Fachleuten und ein unabhängiger Anwalt der Person gehört wurden.

    Wir erkennen, dass Eltern und Erziehungsberechtigte ein grundlegendes Recht auf Gedankenfreiheit, Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit haben. Diese Rechte von Eltern und Erziehungsberechtigten sind nicht absolut; sie sind begrenzt durch die ebenso grundlegenden Rechte anderer, insbesondere ihrer Kinder.

    Wir erklären, dass gesunde Genitalien und Fortpflanzungsorgane natürliche, normale und funktionelle Teile des menschlichen Körpers sind. Regierungen und Gesundheitsvorsorgeeinrichtungen haben die Pflicht, Eltern und Kinder über nichtverletzende Hygienemaßnahmen und Pflege der Genitalien und Fortpflanzungsorgane zu informieren und deren anatomische und physiologische Entwicklung und Funktion zu erklären.

    Wir begrüßen und unterstützen weitere Forschungen über die negativen Folgen von Eingriffen in diese Organe.

    Wir lehnen Forschungen und Experimente ab, die die Durchführung medizinisch nicht erforderlicher Veränderungen und andere unumkehrbare medizinische Eingriffe an Genitalien und Fortpflanzungsorganen bei nicht zustimmungsfähigen Kindern und Erwachsenen betreffen.

    Wir rufen alle Regierungen auf, das Recht auf genitale Autonomie für jedes Kind und jeden Erwachsenen zu bestätigen, womit gemeint ist:

    die persönliche Kontrolle über die eigenen genitalen und Fortpflanzungsorgane; und

    Schutz vor medizinisch nicht notwendiger genitaler Veränderung und vor anderen unumkehrbaren Eingriffen in die Fortpflanzungsorgane.

    Wir rufen alle Mitgliedsstaaten, die die UN-Kinderrechtskonvention unterzeichnet haben, auf, ihre Verpflichtungen aus dieser Konvention ernst zu nehmen, insbesondere die Artikel 2, 12, 14, 19 und 24.

    12. Internationales Symposium für Kinderrechte und genitale Autonomie (29. 9. – 3. 10. 2012, Helsinki).

    http://genitale-selbstbestimmung.de/helsinki-deklaration/

    Helsinki Declaration 2012

    THE 2012 HELSINKI DECLARATION OF THE RIGHT TO GENITAL AUTONOMY

    12th International Symposium on Law, Genital Autonomy & Children’s Rights Helsinki, Finland, 29 September to 3 October 2012

    Whereas it is the fundamental and inherent right of each human being to security of the person without regard to age, sex, gender, ethnicity or religion as articulated in the Universal Declaration of Human Rights, the International Covenant on Civil and Political Rights and the Convention on the Rights of the Child.

    Now we declare the existence of a fundamental right of each human being a Right of Genital Autonomy, that is the right to:

    personal control of their own genital and reproductive organs; and

    protection from medically unnecessary genital modification and other irreversible reproductive interventions.

    We declare that consistent with the Right of Genital Autonomy the only person who may consent to medically unnecessary genital modification and other irreversible reproductive interventions is:

    in the case of a person who is competent to give free and informed consent, being fully informed about the nature, the risks and benefits of the intervention – the person undergoing the intervention; and

    in the case of an incompetent person including a young child – only a properly constituted public authority or tribunal appointed to balance the human rights and the best interests of the person after considering the views of family members, professionals and an independent advocate for the person.

    We recognise the fundamental right of parents and guardians to freedom of thought, conscience and religion. Those rights of parents and guardians are not absolute, they are limited by the same fundamental human rights of others, in particular their children.

    We declare that healthy genital and reproductive organs are natural, normal, functional parts of the human body. Governments and healthcare providers have a duty to educate parents and children about non-invasive hygiene, care of genital and reproductive organs, and to explain their anatomical and physiological development and function.

    We encourage and support further research into the adverse consequences of such interventions.

    We oppose research and experimentation that involves the performance of medically unnecessary modification and other irreversible medical interventions affecting genital and reproductive organs upon non-consenting children and adults.

    We call on all governments to acknowledge the Right of Genital Autonomy for every child and adult, that is the right to:

    personal control of their own genital and reproductive organs; and

    protection from medically unnecessary genital modification and other irreversible reproductive interventions.

    We call on all States members to the Convention on the Rights of the Child to honour their commitments under that instrument in particular Articles 2, 12, 14, 19 and 24.

    Done at Helsinki, Wednesday 3 October 2012
    http://www.genitalautonomy.org/2012/10/09/helsinki-declaration-2012/

  6. Bragalou Says:

    Die ‚altehrwürdigen‘ kinderfeindlichen und überhaupt menschenfeindlichen Befehlen folgenden eingefleischten (oder so) Wegschneider sind ungerührt, irritiert oder vorhautneidisch, dass die Wissenschaft neben dem Gefurchten Band (ridged band) eine neue Region des intakten männlichen Genitals entdeckt:

    Das frenulare Delta
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    The Frenular Delta
    A New Preputial Structure

    Ken McGrath
    Senior Lecturer in Pathology, Faculty of Health Studies, Auckland University of Technology

    Abstract: Textbooks and papers referring to penile function state that the source of penile sensation is solely the glans and often justify the existence of the prepuce by stating it protects the ‘sensitive’ glans. These statements are contrary to the neuro-anatomical and physiological facts accumulated over more than a century. This study examined the findings of Taylor, et al., that the prepuce is the primary sensory platform of the penis, and describes a new preputial structure.

    http://www.cirp.org/library/anatomy/mcgrath1/

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    Ins Deutsche dankenswerterweise übersetzt
    bei beschneidung-von-jungen.de

    Dieser Bereich –das gefurchte Band und das Frenulare Delta– besitzt dieselben spezialisierten Nervenenden wie die Fingerspitzen, nur wahrscheinlich 10 Mal so viele, so vermute ich. …

    Wenn nun diese große Anzahl an Nervenbündeln, die jene Nervenendungen versorgen, [im Rahmen der Beschneidung] durchtrennt werden, beginnt die Standard-Reaktion durchschnittener Axone (der „Kabel“ des neuronalen Systems): Die sensorischen Neuronen am Rückenmark müssen versuchen, eine Art von Schadensbegrenzung einzuleiten. Wenn man einen Bereich seiner Haut einschneidet und dabei einige Nervenbündel durchschneidet, versuchen die Nervenzellen sich neu zu verknüpfen – dahin zurückzuwachsen, wo sie ursprünglich waren, und der Prozess, innerhalb dessen dies abläuft, ist wohlbekannt und gut beschrieben: Der Stumpf des Axons bildet Wachstumskegel* aus, mit deren Hilfe [die Axone] nach der Stelle suchen, an der sie ursprünglich verknüpft waren. Der untere Abschnitt des Nervs, von der Schnittstelle aus gesehen, ist natürlich von der Zelle und damit von ihrer Versorgung abgetrennt; Er nekrotisiert und wird schließlich vom Immunsystem weggeräumt und beseitigt. Im Falle einer Operation wie der Beschneidung (wobei ein großes Stück Haut weggeschnitten wird), ist das Zielgebiet, mit anderen Worten: die Nervenenden, zu denen diese Nervenkabel (Axone) ursprünglich führten– jetzt entfernt, deshalb können die Axone ihre ursprüngliche Endungsstelle auch nicht mehr finden: Infolgedessen bilden sich die Wachstumskegel zwar aus, treffen aber gegen ein Narbengewebe (welches sie nicht durchdringen können), und bilden sich entweder vollständig zurück oder vereinen sich zu einem Bündel aus Wachstumskegeln. Und alles, was [solch ein Wachstumskegel] übermitteln kann, sind Schmerzen. Deshalb werden diese als Schmerzneurome des Narbengewebes bezeichnet.

    Die Beschneidung verursacht einen Verlust von rund 50% der Penishaut – unglücklicherweise gerade des wichtigsten Teils der Haut, des funktionalen Endes, nicht der Basis, wo der Schaden geringer wäre. [Die Beschneidung] raubt mehr als 50% der sensorischen Nervenenden des Penis, weil sich diese im gefurchten Band und dem frenularen Delta konzentrieren, welche beide durch eine Beschneidung automatisch zerstört werden. Es ist wahrscheinlich sogar davon auszugehen, dass an die 75% bis 80% des sensorischen Gewebes [durch die Beschneidung] verloren gehen.

    Tatsächlich ist die nächste Entsprechung der Eichel >> die Hornhaut des Auges. Niemand mag es, wenn die Hornhaut des Auges gerieben wird. Wenn man eine Wimper unter das Augenlid bekommt, fühlt man zwar, dass sie da ist, aber man weiß nicht genau, wo sie ist, [und] das ist fürchterlich störend, man will sie sofort beseitigen – Hier handelt es sich genau um die Sorte von Empfindung, welche die Eichel produziert: Du weißt nicht genau, wo die (Empfindung) liegt, weil es nicht gerade ein hochauflösendes System ist, das macht es sehr unangenehm. …

    Nun die natürliche Lösung: Um Nervenschädigung und lebenslange Einbußen an Empfindsamkeit sowie an erotischem Vergnügen zu vermeiden und darüber hinaus diesen eigenartigen Schmerzeffekt mit seinen Folgen zu verhindern, ist die Vorhaut gar nicht erst durchzuschneiden. Einfach in Ruhe lassen! Natürlich hat die Evolution den richtigen Weg gefunden. Jungen kommen jede Minute und jede Sekunde des Tages vollständig mit Vorhaut zur Welt, und sie werden weiterhin mit Vorhaut geboren werden.

    Ken McGrath

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/medizinische-aspekte/anatomie-und-funktion-der-vorhaut/anatomie-und-besondere-komponenten-der-vorhaut/neurologie-der-vorhaut-und-des-penis.html

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  7. Bragalou Says:

    Köln am 7. Mai 2014, Treffen der Lobby des autonomen kindlichen oder jugendlichen Wunsches auf genitales Verstümmeltwerden um MOGiS und gbs. Koranfreund Mohamed Louizi durfte reden, der allen Ernstes so etwas wie dem berüchtigten Back-to-Quran-Movement folgt, um näher zu Allah und trotzdem an der Zirkumzision vorbei zu kommen. Theologisch wird das nichts, alle Salafi (also einschließlich der Muslimbrüder) und die korankonsequenten Dschihadisten leben auch nach dem Modell Quran-Only.

    Säkulare Religion ist ja ein schöner Traum, doch lügt durch Auslassen, wer den Islam lobt, vom angeblich irgendwie menschenfreundlichen Koran redet und gleichzeitig von der nach Kairoer al-Azhar, OIC oder ECFR unveräußerlichen Verpflichtung jedes Muslims auf Hadith und totalitäre Schariapflicht schweigt.

    Beschneidung, mindestens den Schafiiten auch die der Mädchen, ist himmlischer Befehl, Beschneidung ist Scharia – und einen Islam ohne Scharia bietet uns weltweit noch keine Moschee an.

    Car le Coran ne l’a jamais cité, ni explicitement ni implicitement.

    http://mlouizi.unblog.fr/2014/05/09/journee-mondiale-pour-lautonomie-genitale-mon-discours/

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    Riecht nach Taqiyya, Kalifatsbewegung und Ikhwan muslimun, und wirklich: Mohamed Louizi tummelte sich jahrelang wohlig mitten in der PJD sprich in der marokkanischen Muslimbruderschaft sowie in der UOIF als der französischen Muslimbruderschaft:

    Ex-membre du mouvement marocain Attawhid wal’Islah de 1995 à 1999,

    Ancien membre du Mouvement Populaire Constitutionnel et Démocratique (MPCD), actuellement dénommé Parti de la Justice et du Développement (PJD) de 1997 à 1999,

    Ancien président de l’association des Etudiants Musulmans de France–Lille et ancien membre de son Conseil National,

    Secrétaire administratif de l’Association d’Animation et d’Echanges Culturels de 2002 à 2006,

    Responsable du département culturel de l’association Association Culturelle et Éducative de Villeneuve d’Ascq de 2004 à 2006,

    Ex-membre de l’UOIF de 2002 à 2006 et du bureau exécutif du bureau de son association locale (Démission réfléchie fin 2006),

    Co-fondateur de l’association Univers-Cité Pluriel en juin 2007,

    http://mlouizi.unblog.fr/perso/

    ::

    The UOIF is widely regarded as representing the Muslim Brotherhood in France. Fouad Alaoui and Lahj Breze took over the leadership of the UOIF in 1993 and were known as the “Bordelaise Clan”, a reference to the French town in which they met as students. They were generally regarded as more moderate than their predecessors Abdallah Ben Mansour and Ahmed Jaballah who are both serving as officers of the Federation of Islamic Organizations in Europe (FIOE), representing the Muslim Brotherhood in Europe. Foud Alaoui is also a FIOE officer.

    http://www.globalmbwatch.com/2011/06/06/ahmed-jaballah-elected-as-new-uoif-president/

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    Iṣlāḥ sollte man mit Schariatisierung übersetzen, Reform von Medina zu sagen ginge freilich auch:

    Leading figures in Shabiba al-Islamiya, including Abdelilah Benkirane, set up in 1982 the secret Jamaa al-Islamiya (The Islamist Group). The group becomes legal in 1992 and changes its name to Al-Islah wa Tajdid (Reform and Renewal). It changed its name to Attawhid wal Islah (Monotheism and Reform) in 1996.

    http://blogs.reuters.com/faithworld/2011/11/29/the-rise-of-moroccos-islamist-pjd-party-to-the-prime-ministers-office/

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    Mohamed Louizi schwärmt für den vom gegenmodernen Muhammad Iqbal beeinflussten syrischen Schariafreund Jawdat Said, ein tscherkessischstämmiger Absolvent von al-Azhar, der wenig erfolgreich über einen pazifistischen Islam grübelt. Zweites Idol ist Jawdat Said der gegenmoderne Umma-Ideologe Malek Bennabi.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Jawdat_Said

  8. Machandelboom Says:

    MOGiS. MOGiS schon wieder.

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    Der zur Grundrechtswidrigkeit und Menschenrechtswidrigkeit des Islamischen Rechts (Scharia; Fiqh) schweigende Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS äußerte sich gestern zu Jungenbeschneidungsfreundin und überhaupt Schariafreundin Aydan Özoguz:

    Integration auf dem Rücken der Kinderrechte?

    Am Mittwoch, dem 29. Oktober 2014, legte die Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoguz (SPD), dem Bundestag den 10. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland vor.

    Unter anderem nahm sie darin auch Stellung zum Ende 2012 in Kraft getretenen Beschneidungserlaubnisparagraphen 1631d BGB, der Vorhautamputationen ohne medizinische Indikation an minderjährigen Jungen aus jeglichem Grunde dem Erziehungsrecht der Eltern unterstellt hat.

    „Die Beauftragte begrüßt den Gesetzestext ausdrücklich. Sie sieht einen wesentlichen Mehrwert der gesetzlichen Regelung in der Beendigung der Verunsicherung durch die Herbeiführung der notwendigen Rechtssicherheit.

    Die Beauftragte bewertet das Gesetz darüber hinaus als deutliches Bekenntnis der Bundesregierung zur Zugehörigkeit von Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens zu Deutschland sowie zu dem Recht auf freie Religionsausübung. Die positiven Reaktionen der Juden und Muslime auf die nun geschaffene Rechtssicherheit versteht sie insoweit als ein wichtiges Signal.“

    (…) Interessant ist hierbei, dass das Gesetz bei den dafür relevanten Kriterien keine Verbesserung, sondern gar Verschlechterungen mit sich bringt: so war die Einhaltung der Regeln der ärztlichen Kunst bei Operationen schon immer bindend, Ausnahmen davon gab es nicht.

    Diese wurden erst mit dem § 1631d BGB eingeführt, der nun auch explizit die Ausführung einer chirurgischen Amputation eines Körperteils durch Nichtmediziner erlaubt. Wie die im Gesetz geforderte vergleichbare Befähigung in diesem Falle auszusehen hat, bleibt im Dunkeln.

    (…) Es bleibt unverständlich, wie die Bundesbeauftragte das Gesetz begrüßen kann, wenn keine Maßnahmen erkennbar sind, die die von Fachärzten [warum fehlen Namen?] genannten Bedenken [bitte? nur Bedenken, kein klares Nein?] und das dokumentierte Leid von Jungen [falsch, das wächst sich nicht aus, das lebenlange Leid] ausräumen könnten. Es dürfte Frau Özoguz bekannt sein, dass der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte bereits mehrfach in Pressemitteilungen auf die unverändert hohen Komplikationsraten hinwies.

    [Leider verfehlt der auf Komplikationen hinweisende Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS das Thema männliche Genitalverstümmelung und sagt an dieser Stelle nicht, dass die Zirkumzision mit der Klitorisamputation FGM Typ Ib zu vergleichen ist und dem männlichen Menschen 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Meissner, Pacini, Vater-Pacini und Merkel amputiert, die Klitoris hat davon 8.000]

    (…) [MOGiS dünn zur lebenslangen Zerstörung sensitiver Empfindungsfähigkeit, die man lateinkundig fremdwortfein nicht Kaputtmachen oder Zerstörung, sondern „Limitierung“ zu nennen beliebt]

    Ein eklatantes [Wie bitte? Hundertprozentiges Kaputtmachen von Gefurchtem Band und meistens auch Frenularem Delta sowie Frenulum ist für MOGiS nur irgendwie sehr hoch, „eklatant“?] Risiko [Thema verfehlt] hingegen besteht für den betroffenen Jungen: auf Schmerzen, schwere Loyalitätskonflikte, Störungen in der psychosozialen Entwicklung, auf noch über die Amputation der Vorhaut hinaus gehende Schädigungen und Verletzungen, Traumata und lebenslange Limitierung sexuellen Erlebens.

    [Ndiyindoda, jetzt wird es genitalautonom, Deutschlands Jungen sollen ganz offensichtlich in ihr Verstümmeltwerden einwilligen dürfen und dem Aushandeln von Altersgrenzen steht aus Sicht von MOGiS offensichtlich immer noch nichts nichts im Weg, was mit Karl-Peter Ringel und Tatjana Hörnle freilich bedeuten muss, dass auch Deutschlands Mädchen allesamt sagen dürfen: ‚Ngaitana. Ich will beschnitten werden‘. Warum fordert MOGiS denn nicht für Mädchen und Jungen die Null-Toleranz-Grenze mit einem unzweideutigen ‚Keine Beschneidung unter achtzehn!‘?]

    (…) nicht hingegen die betroffenen Kinder. Laut Gesetzestext muss deren Wille nicht beachtet, sondern sich nur mit ihm auseinandergesetzt werden – und das auch nur, wenn das Kind bereits in der Lage ist, diesen überhaupt hinreichend zu äußern [Schwachsinn, ein Minderjähriger kann die lebenslangen negativen sexuellen Beschneidungsfolgen nicht überblicken und ist daher in seine FGM oder MGM nicht einwilligungsfähig]. In der Praxis bedeutet dies, dass auch ein klares Veto des Kindes der Operation nicht zwingend im Wege steht, solange die Eltern dieses zur Kenntnis nehmen und das Kind daraufhin „überstimmen“. All dies lässt den betroffenen Jungen völlig schutz- und rechtlos zurück.

    (…) Da es sich um einen irreversiblen Eingriff in die Intimspäre des Menschen mit lebenslangen erheblichen Auswirkungen auf seine Sexualität handelt, verletzt er den Kern der Menschenwürde und die UN-Kinderrechtskonvention.

    [Aha, die „Auswirkungen“ bleiben „lebenslang“ bestehen. Aber wie sind sie denn bitte? Mit positiven oder negativen „erheblichen Auswirkungen“? MOGiS weicht ausgechnet hier, kinderrechtlich unakzeptabel, einfach aus.]

    http://beschneidung.die-betroffenen.de/blog/Lagebericht-Integration/

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    Önder Özgeday meint es sicherlich jedenfalls hoffentlich gut und klagt:

    „Grundrechte, Menschenrechte beschließen, aber sie einfach für einige Kinder nicht gewähren!“

    [Schon recht Herr Özgeday, aber dann lassen wir mit Karl-Peter Ringel und Tatjana Hörnle doch einfach auch die Mädchen beschneiden, dann sind alle Kinder gleichbehandelt und ist keine Kindergruppe benachteiligt???]

    [Önder Özgeday stellt die richtige, wichtige Frage, lässt sie aber leider unbeantwortet: ]

    (…) Es heißt oft, Moslems und Juden sollten die Frage von männlicher Genitalverstümmelung unter sich klären. Ist meine körperliche Unversehrtheit in diesem Land also weniger wert, weil ich türkischer Herkunft bin?

    Dann sind meine Grundrechte also Privatsache des Kulturkreises, aus dem ich stamme, bestenfalls ein Zufallsprodukt – und ihre mögliche Verletzung ein Kollateralschaden „gelungener Integration?“

    [Auch Önder Özgeday fordert am gestrigen 30.10.2014 leider nicht: ‚Keine Beschneidung unter 18‘. Eine weitere Chance wurde verpasst.]

    http://beschneidung.die-betroffenen.de/blog/Lagebericht-Integration/

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    Vor zwei Jahren war Önder Özgeday durchaus eindeutiger, auch wenn man, um nicht erst über genitale Mündigkeit zu diskutieren, die explizite Nennung von achtzehn Jahren bestehen muss, zumal wenn man auf einer Homepage (Erol Özkara. Für Neukölln im Abgeordnetenhaus) kommentiert, deren Besitzer gerade das Jungenbeschneidungsalter von 14 Jahren gefordert hat:

    Jeder, der sich im Erwachsenenalter beschneiden lassen möchte, darf dies gerne tun.

    http://www.erol-oezkaraca.de/2012/10/beschneidung-teil-3/

    Ganz schlimm dort, enttäuschenderweise, ausgerechnet der gut informierte Stefan Schritt (Zirkumpendium), der ohne Not nach etwas Einzelfallbetrachtung und Beratungsgequatsche auch vierzehnjährige oder sechzehnjährige (männliche) Minderjährige in ihre Genitalverstümmelung einwilligen lassen wollte:

    „Ob das mit 14 schon der Fall sein kann, hängt stark vom Druck der Familie auf den Jugendlichen ab, ist aber in Anbetracht der Religions- und Strafmündigkeit mit ebenfalls 14 Jahren als Mindestalter vertretbar, auch wenn 16/18 analog zu Schönheitsoperationen etc. sicherlich besser wäre.“

    Stefan Schritt hätte, ein vergleichbares sensitives Zerstören am weiblichen Körper verteidigend, damals eigentlich auch für das vierzehnjährige oder sechzehnjährige Mädchen das Recht auf eine FGM Typ Ib (Klitorisamputation) fordern müssen. Gut dass er das nicht getan hat, aber jetzt muss die Null-Toleranz-Grenze klar werden: Keine Genitalbeschneidung (FGM oder MGM) unter achtzehn Jahren.

    Schlimm war Erol Özkara 2012, „Zustimmung des Betroffenen (eventuell ab 14 Jahren orientiert an der Religionsmündigkeit).“, bei dem Özgeday und Schritt kommentierten, allerdings blieb Özkara ja ganz im Rahmen des grundgesetzwidrigen Alternativentwurfs des Bundestags.

    http://www.erol-oezkaraca.de/2012/10/beschneidung-teil-3/

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  9. Dwarslöper Says:

    März 2016

    http://saekulares.nrw/2016/03/

    Frühjahrstreffen der säkularen Verbände in Köln

    antheus 18.03.2016

    Im Schatten des Domes versammelten sich Delegierte verschiedener säkularer Verbände aus ganz Nordrhein-Westfalen, um gemeinsam das Säkulare NetzWerk NRW (SNW) zu gründen und eine neue Religionspolitik für das Land zu fordern. Unter der Gesprächsleitung von Ingrid-Matthäus-Maier (ehem. MdB) diskutierten der Humanistische Verband (HVD), die Giordano-Bruno-Stiftung (GBS), der IBKA sowie Mitglieder zahlreicher kleinerer säkularer Organisationen. Hinzu kamen Vertreter*innen von SPD, Grünen, FDP und Linken.

    Konsens war, dass das Verhältnis Kirche – Staat in NRW dringend auf den Prüfstand gehört.

    Problemfelder sind etwa der Bildungsbereich, die Landesverfassung sowie ein aufgeklärtes, säkulares Leitbild für die Flüchtlingsintegration. Das SNW möchte über Verbands- und Parteigrenzen hinweg säkulare Anliegen bündeln, von denen viele längst in der Bevölkerung mehrheitsfähig sind.

    Erstaunlicherweise scheint die Politik säkulare Menschen als Wählergruppe noch nicht entdeckt zu haben. Auch die Interessen konfessionsfreier und nichtreligiöser Frauen und Männer finden – anders als die bestens organisierten Interessen der Religionsgemeinschaften – kaum Berücksichtigung. Das SNW strebt nach gleichem Recht und gleichen Chancen für alle Menschen in NRW unabhängig von ihrer Religions- oder Konfessionszugehörigkeit.

    http://saekulares.nrw/2016/03/18/fruehjahrstreffen-der-saekularen-verbaende-in-koeln/

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    Koordinierungsteam für die weitere Vernetzung gewählt

    antheus 18.03.2016

    vorne: Hans-Peter Keul, Eva Creutz, Fatos Aytulun

    hinten: Werner Hager, Johannes Schwill, Wally Röhrig, Burkhard Wepner

    Das Koordinierungsteam ist erreichbar unter info (ät) saekulares.nrw

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    LaizistInnen in der LINKEN. NRW29. FEBRUAR 201619:07

    Säkulares Netzwerk Nordrhein-Westfalen (SNW)

    Der Sprecherrat dieser LAG wird auch am ersten Treffen des neuen „Säkularen Netzwerks Nordrhein-Westfalen (SNW)“ am 13. März in Köln teilnehmen.

    Die Absicht der Zusammenkunft ist, eine Vernetzungsstruktur zu schaffen, die zukünftig alle säkularen Bemühungen auf Landesebene zusammenführt, die Sichtbarkeit verbessert und für die kommende Landtagswahl Impulse setzen kann.

    Folgende Gruppierungen aus NRW werden voraussichtlich mit dabei sein (wobei viele Persönlichkeiten mit Mehrfachmitgliedschaften kommen werden):

    NGOs:

    Regionalgruppen GBS, HVD, IBKA, ZdE, HU, Gerdia, Skeptiker, Freidenker

    (Gruppierungen aus) politischen Parteien:

    Säkulare Grüne, ASF / Laizisten der SPD, Säkulare Linke, Piraten, FDP, PdH

    http://www.laizismus-dielinke-nrw.de/blog_laizismus/post/2016/02/29/saekulares-netzwerks-nordrhein-westfalen-snw/

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    „[…] Die Forderung nach Pluralität in den ö-r Medien ist ebenfalls zu begrüßen. Es wird kritisiert, dass bei der Neufassung des ZDF-Staatsvertrags z.B. Humanisten wieder nicht berücksichtigt worden sind. Da das vor wenigen Tagen neu gegründete Säkulare Netzwerk in NRW sich gerade um einen Platz im WDR-Rundfunkrat bemüht, wird interessant sein zu sehen, wie der Rot-Grün dominierte Landtag entscheidet. Auch die Forderung nach Sendeplätzen ist zu begrüßen. […]“

    (Ein Fortschritt, doch es bleiben Wünsche offen. Von Ingrid Matthäus-Maier. Auf: hpd 18.03.2016)

    http://hpd.de/artikel/fortschritt-doch-es-bleiben-wuensche-offen-12869

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