Protestaufruf gegen die Iranreise der Delegation des Europäischen Parlaments

In den letzten Tagen ist eine Delegation des EU-Parlaments in den Iran gereist, an der Spitze die finnische Politikerin Tarja Cronberg.

Auf Fotos sehen wir, dass die finnische Politikerin im Dezember 2013 in Teheran den islamischen Schleier trägt, der seit mehr als 30 Jahren allen iranischen Frauen aufgezwungen wird.

Damals im März 1979 brüllten Sittenwächter jede unverschleierte Frau an: Ya rusari, ya tusari – Entweder Kopftuch oder Schläge und jetzt sitzt Tarja Cronberg mit den islamischen Staatsmännern zusammen und behauptet, dass die iranische Gesellschaft (also alle ihre Menschen) „konservativ“ wäre und dass man das akzeptieren müsse.

Mit anderen Worten: alle diese ungezählten Menschenrechtsverletzungen und anderen Verbrechen des islamischen Regimes seien sozusagen normal und auch von den Menschen in Europa ungerührt hinzunehmen, weil die iranische Gesellschaft nun einmal „konservativ“ ist!

So nicht Frau Cronberg, auch Unverschämtheit hat eine Grenze. Wir iranischen Frauen protestieren gegen solche Stellungnahmen und Äußerungen.

Wir rufen dazu auf, am morgigen Freitag, dem 20. Dezember 2013 mit einem schwarzen Schleier zu den finnischen Konsulaten oder Botschaften in den verschiedenen Ländern zu gehen (eine Frau und ein/e Begleiter/in), dort den Schleier abzugeben und Tarja Cronberg eine Botschaft darüber zu hinterlassen, dass die Frauen und Männer, Jugendlichen und Arbeiter im Iran nicht konservativ sind, sondern seit mehr als 30 Jahren gegen dieses Regime kämpfen.

Wir Frauen im Iran und aus dem Iran leiden unter den islamischen barbarischen Gesetzen und hassen Kopftuch und Schleier und alles was islamisch ist. Das weiß Frau Cronberg sehr genau.

Mina Ahadi

0049 (0) 1775692413

minnaahadi@gmail.com

http://minaahadi-iran.blogspot.co.uk/

Internationales Komitee gegen Steinigung, ICAS

http://stopstonningnow.com/wpress/

Internationales Komitee gegen Todesstrafe, ICAE

http://noexecutions.blogspot.co.uk/

http://notonemoreexecution.org/

Zentralrat der Ex-Muslime, ZdE

http://www.ex-muslime.de/

Q u e l l e n

hinzugefügt von Edward von Roy

Delegation für die Beziehungen zu Iran

Delegation for relations with Iran

http://www.europarl.europa.eu/delegations/de/d-ir/home.html

Die Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zum Iran wurde nach der Europawahl 2004 eingesetzt, um einen direkten Kommunikationskanal zwischen dem Parlament und dem Majlis der Islamischen Republik Iran aufzubauen. …

Auf der Tagesordnung stand ebenfalls der Dialog über die Menschenrechte, insbesondere die Todesstrafe, die Rechte der Frau, die rechtliche Behandlung von Kindern, die Situation von ethnischen und religiösen Minderheiten sowie die Meinungs- und Pressefreiheit.

http://www.europarl.europa.eu/delegations/de/d-ir/meetings-search.html#delegation_menu

Dezember 2013. Erstmals seit mehr als fünf Jahren ist eine Delegation des Europäischen Parlaments nach Teheran gereist, um iranische Parlamentarier und Funktionäre zu treffen, darunter bzw. daneben auch weibliche Abgeordnete, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen sowie Menschenrechtsaktivisten. Ziel des einwöchigen Besuchs in der islamischen Diktatur sei es, „die Beziehungen zu stärken“ (to strengthen relations).

Das 1979 durch Diktator Chomeini durchgesetzte Islamische Recht (Scharia) ist totalitär, menschenfeindlich und insbesondere auch frauenfeindlich. Fatmeh Rahmar erklärt, dass sich die gesamte iranische Politik und Gesetzgebung an die Kultur und das Islamische Gesetz (Scharia) anpassen muss:

„In Iran, every measure that we pursue has to be in accordance with the culture and religion of the country.“

Nur neun der 290 Mitglieder des Iranischen Parlaments sind Frauen, was Islamverharmloser oder postmoderne Kulturrelativisten als kulturelle Differenz bezeichnen könnten. Frau Tarja Cronberg sitzt für die finnischen GRÜNEN im Europararlament und zeigt Verständnis für Geschlechterapartheid und Schleierzwang:

„Aber wir müssen ebenfalls anerkennen, dass der Iran als Ganzes nun einmal eine konservative Gesellschaft ist. But you must also acknowledge that Iran as a whole is a conservative society.“

http://www.euronews.com/2013/12/15/eu-parliamentarians-visiting-iran-meet-female-mps/

Fatmeh Rahmar: „Hier, im Iran, stehen alle unsere politischen Maßnahmen ganz im Einklang mit der Religion und der iranischen Kultur. Ici, en Iran, toutes les mesures que nous prenons sont en accord avec la religion et la culture iranienne.“

Tarja Cronberg: „Aber wir müssen einfach wissen, dass der Iran als Ganzes eine konservative Gesellschaft ist, mais l’on doit savoir que l’Iran dans son ensemble est une société conservatrice.“

Die Delegation kam in diesem Monat auch mit Nasrin Sotoudeh zusammen. Sotoudeh war die Rechtsanwältin von Schirin Ebadi („Freiheit und Menschenrechte stehen nicht notwendigerweise in Konflikt mit dem Islam“) und war 2012, gemeinsam mit dem Filmemacher Jafar Panahi, mit dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit geehrt worden (Sakharov award, Sakharov Prize for Freedom of Thought). Dieser Preis wird vom Europäischen Parlament an „Verteidiger der Menschenrechte“ vergeben – welcher Menschenrechte muss man neuerdings fragen, die universellen, Paris 1948, oder Allahs diskriminierende „Menschenrechte“, Kairo 1990? Erst am die am 18. September 2013 kam Sotoudeh nach drei Jahren Haft aus dem Gefängnis frei.

La délégation doit aussi rencontrer le président du Parlement Ali Larijani et le chef de la commission de la Sécurité nationale et des Affaires étrangères du Parlement, Allaeddine Boroujerdi.

http://fr.euronews.com/2013/12/15/eu-iran-rencontre-de-femmes-deputes-a-teheran/

18.09.2013, Tarja Cronberg twittert: Sotoudeh ist frei! und lässt den Leser vermuten, dass Rohani für sie doch eigentlich ein menschenfreundlicher Präsident ist.

https://twitter.com/tarjacronberg/status/380381501667688449

Iran: Nasrin Sotoudeh ‚among freed political prisoners‘

BBC 18.09.2013

http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-24151298#TWEET894113

Durfte im November 2012 die abwesenden Preisgewinner vertreten: Shirin Ebadi

http://www.europarl.europa.eu/news/en/news-room/content/20121207STO04374/html/Sakharov-Prize-ceremony-EP-stands-on-the-side-of-the-repressed

Iran 1979. Ya Rusari, ya tusari! Tuch auf den Kopf oder Schlag auf den Kopf!

Women who did not conform to the new gender construct or to correct veiling lost their jobs, were harassed on the streets, and were verbally abused, often by vigilante men who popularized the threat “ya roosari ya toosari” (either a scarf on the head or a smack on the head). When the wearing of makeup in public was banned, Islamist women who served as guardians of public morality were known to take a razor blade to remove lipstick from an offending woman’s mouth.

Valentine M. Moghadam: Fundamentalist Violence and Women: Iran, Afghanistan, and Algeria

The Blackwell Companion to Religion and Violence, herausgegeben von Andrew R. Murphy, Seite 440

http://books.google.de/books?id=F84K3p923iIC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Am 16.1.1979 verließ der iranische Kaiser Mohammad Reza Pahlavi den Iran. Am selben Tag veröffentlichte die Zeitung Kayhan ein Interview mit Ayatollah Montazeri. Dieser erklärte das islamische Verständnis von „nackt“ sein, bedeute das Fehlen einer Kopfbedeckung. Er plädierte für den islamischen Hijab für Frauen und die Geschlechtertrennung. Ansonsten würde der Islam die „rechtmäßigen“ Freiheiten gewährleisten. …

Ausgerechnet ein Tag vor dem Weltfrauentag, am 7.3.1979, gab der „Revolutionsführer Khomeini“ den Befehl, dass „Frauen nicht nackt in islamischen Ministerien arbeiten dürfen.“ Frauen dürften zwar in staatlichen Bürokratien arbeiten, aber nicht ohne islamischen Hijab.“ Gleichzeitig wurde im staatlichen Fernsehen propagiert, der 8. März stünde in einer westlichen Tradition. Auf den Straßen wurden Frauen immer mehr mit der Parole von islamistischen Männern und Frauen beschimpft: „Ja Rusari, ja tusari,“ was so viel bedeutet, wie „entweder Kopftuch oder ein Schlag auf den Kopf“. Iranische Frauen wurden immer häufiger auf offener Straße angegriffen und mit Steinen beworfen.

Wahied Wahdat-Hagh

Wie die Zwangsverschleierung im Iran eingeführt wurde

DIE WELT 20.03.2008

http://www.welt.de/debatte/kolumnen/Iran-aktuell/article6061666/Wie-die-Zwangsverschleierung-im-Iran-eingefuehrt-wurde.html

Vor vier Monaten, August 2013, nannte Tarja Cronberg die europäischen Klagebriefe über Todesurteile oder verletzte Meinungsfreiheit wirkungslos und rief Europa dazu auf, in einen dauerhaften und aufrichtigen Dialog mit dem Iran einzutreten:

It is difficult to predict whether Rouhani’s presidency will be different, both in tone and substance, from his predecessor’s. … the EU could break away from the ineffective practice of sending sermons from Brussels each time a death penalty is applied or the freedom of the media is violated in Iran. Instead of preaching from a distance, the EU should engage in a standing and frank dialogue with Iran.

TARJA CRONBERG: A new EU diplomacy approach towards Iran?

Your Middle East 06.08.2013

http://www.yourmiddleeast.com/opinion/tarja-cronberg-a-new-eu-diplomacy-approach-towards-iran_16910

Vor nur drei Wochen IM EUROPÄISCHEN PARLAMENT, Unterausschuss Menschenrechte, Tarja Cronberg und Shirin Ebadi Hand in Hand bei der Arbeit für einen neuen Dialog mit dem Iran:

28. November 2012, Anhörung zu den Menschenrechten in Iran

Es sprechen: Barbara Lochbihler, Tarja Cronberg, (Vorsitzende der Delegation des Parlaments für die Beziehungen zu Iran), Shirin Ebadi, Ahmed Shaheed (Videoschaltung), Faraz Sanei, Ana Gomes, Marietje Schaake

„Should we boycott and isolate Iran or try to engage it in dialogue to raise human right issues?“, asked Tarja Cronberg, (Greens/EFA, FI) who chairs Parliament’s delegation for relations with Iran.

Dr Ebadi said she favoured dialogue but noted that „all discussions at the moment seem to focus only on nuclear issues, not on human rights. Europeans should not think only of their own security.“

http://www.europarl.europa.eu/news/en/news-room/content/20121126IPR56462/html/Use-smart-sanctions-not-diplomatic-isolation-to-promote-human-rights-in-Iran

The EU should emphasize human rights more in negotiations with Iran, according to Iranian Nobel Peace Prize laureate Shirin Ebadi.

Speaking to the European Parliament on 28 November, Ebadi said international diplomats must engage Iran in addressing its numerous human rights violations rather than concentrating solely on the country’s contentious nuclear program.

“Europeans must not only think about own security, but must think about security of Iranian people,” she said.

Tarja Cronberg (Greens/EFA, FI), who chairs the delegation for relations with Iran, opened the section of the meeting by saying diplomats face the question of whether to boycotting Iran or engaging them in reform talks. If they should choose the latter, she wondered, what exactly is the most effective way of establishing a dialogue?

Iranian Nobel laureate pushes for more human rights talks

Andrew Wagaman

New Europe 29.11.2012

http://www.neurope.eu/article/iranian-nobel-laureate-pushes-more-human-rights-talks

Als GRÜNEN-Politikerin bloß kein schlechtes Wort über den Islam bitte. Todeswürdig sind im Iran jedoch nur Drogenhandel, Mord, Vergewaltigung und Menschenraub, sondern zuerst einmal die beiden aus dem Koran abzuleitenden Straftatbestände moharebeh, Krieg gegen Gott sowie efsad-e fel-arz, Verderbenstiften auf Erden.

Doch Tarja Cronberg umgeht die Barbarei von Scharia und Fiqh, beklagt die angeblich dem Iranischen Regime entgegengebrachte Doppelmoral (the Iranians feel very much that they are judged by double standards) und lässt euronews schreiben:

A European Parliament delegation has visited Tehran to discuss a host of issues, including human rights. The death penalty, which is legal in Iran, was a major topic at a meeting held on human rights issues on Tuesday, December 17. … Besides drug trafficking, crimes punishable by death in Iran include murder, rape and kidnapping.

http://www.euronews.com/2013/12/17/iran-death-penalty-debated-by-eu-delegation-in-tehran

Am 6. Mai 2012 hatte die in Europa gerne als regimekritisch gehandelte einstige Richterin Schirin Ebadi, die begeistert tatsachenresistent ihre persönliche Religiosität einer Verträglichkeit der AEMR und Scharia bekundet (an interpretation of Islam that is in harmony with equality and democracy is an authentic expression of faith), in der Frankfurter Paulskirche den unter anderem von den islamfreundlichen, offenbar der Muslimbruderschaft nicht allzu fern stehenden Stiftungen Quandt-Stiftung und Allianz Kulturstiftung finanzierten Avicenna-Preis erhalten, der für „wegweisende Initiativen von Personen oder Institutionen zur interkulturellen Verständigung“ insbesonderen zwischen „Orient und Okzident“ verliehen wird. Wer zum Kulturdialog ruft und, wie es bereits Ali Schariati in den Siebzigerjahren tat, die Welt in „Orient und Okzident“ aufspaltet, hat die allgemeinen Menschenrechte aufgegeben. Bei den Schariafreunden von Avicenna liest man:

„Nach Ansicht der Jury hat sie [Schirin Ebadi] sich aufgrund ihres jahrelangen Wirkens die Gründungsidee des Preises zu Eigen gemacht, dem der Wunsch zugrunde liegt, dem friedlichen und toleranten Zusammenleben verschiedener Kulturen in Europa und über dessen Grenzen hinaus im Orient und Okzident einen wichtigen und positiven Impuls zu geben, Stereotype zu durchbrechen, neue Wege des gegenseitigen interkulturellen Austauschs und Dialogs zu beschreiten und so eine von gegenseitiger Achtung geprägte Wiederannahme zwischen den Kulturen zu fördern.“

http://avicenna-preis.com/preistraeger2012.htm

Damit ist zwar nirgendwo auf der Welt eine Moscheebetrieb möglich, aber es klingt für Denkverweigerer oder repressiv tolerante Nichtmuslime sehr nett, Schirin Ebadis Märchen vom lieben Islam:

an interpretation of Islam that is in harmony with equality and democracy is an authentic expression of faith …

Freiheit und Menschenrechte stehen nicht notwendigerweise in Konflikt mit dem Islam, freedom and human rights are not perforce in conflict with Islam.

aus: Iran Awakening: A memoir of revolution and hope (p 204)

von Shirin Ebadi

http://books.google.de/books?id=3Io7lslFpbgC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q=Sharia&f=false

In der Jury des Avicenna-Preises: Prof. Dr. Rita Süssmuth. Die Bundestagspräsidentin a. D. setzt sich seit Jahren für die schariatreue Fethullah-Gülen-Bewegung ein. Nicht die Allgemeingültigkeit der Menschenrechte und die damit einhergehende Unverhandelbarkeit der Gleichberechtigung von Mann und Frau soll im 21. Jahrhundert im Mittelpunkt stehen, so Süssmuth, sondern das religiöse oder kulturelle Verschiedensein:

„Dialog der Kulturen als europäische Chance II: Werte in der postmodernen Gesellschaft

01.12.2006, Abgeordnetenhaus von Berlin … Frau Süssmuth sagte weiter, sie kämpfe gegen die ‚Teilung einer Gesellschaft nach ethnischen Identitäten‘ und bezeichnete die Frage, ob es uns gelingen wird, mit religiösen und kulturellen Verschiedenheiten zu leben, als wichtigste Auseinandersetzung des 21. Jahrhunderts.“

http://www.dialog-berlin.de/Symposium-II/symposium-ii.html

Für das FID BERLIN im Beirat: Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a. D.

http://www.dialog-berlin.de/Beirat/

„Das Forum für Interkulturellen Dialog e.V. ist deutschlandweit der einzige Verein, dem Fethullah Gülen als Ehrenvorsitzender vorsteht. Daher sieht es der FID e.V. auch als seine besondere Aufgabe an, das Islam-Verständnis des Fethullah Gülen in die Öffentlichkeit zu tragen.“

http://www.dialog-berlin.de/Fethullah-G%C3%BClen/

Er gründete dann seine eigene, dem Mystizismus und Sufismus zugewandte Bewegung, die sich auf eine Verbindung von Islam und türkischem Nationalismus, den „Turanismus“, beruft und im Geheimen Welteroberungstheorien verbreitet.

Gülen hat einen weltweiten Verbund von Stiftungen und Schulen gegründet, der vor allem die neue muslimische technische Intelligenz heranbilden soll und wie eine Art Geheimsekte agiert. Deren öffentlicher Arm wird durch auflagenstarke Zeitungen wie die türkische „Zaman“ repräsentiert. Nach außen hin vertritt er eine Art Islam light, nach innen propagiert er einen machtbewussten islamischen Chauvinismus.

Necla Kelek 21.07.2008

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/tuerkischer-islamismus-die-anhaenger-des-fethullah-guelen-1664740.html

Quandt-Stiftung lädt für Februar 2014 zur Arbeitstagung Pluralität im Islam

http://www.herbert-quandt-stiftung.de/termine/Trialog_Akademie_Pluralitaet_im_Islam

Bei der Quandt-Stiftung hoch verehrt:

Rabeya MÜLLER ist Islamwissenschaftlerin, muslimische Theologin und Religionspädagogin. Als langjährige Leiterin des Instituts für interreligiöse Pädagogik und Didaktik in Köln gestaltete sie Lehrbücher für den islamischen Religionsunterricht, entwickelte Unterrichtsmaterialien und Lehrplaninhalte, erarbeitete interreligiöse und interkulturelle Bildungstheorien und Unterrichtskonzepte. Sie ist u.a. stellvertretende Vorsitzende des Zentrums für islamische Frauenforschung und Frauenförderung und Vorsitzende des religiösen Beirats des Departements für Islamisch-Religiöse Studien an der FAU Erlangen-Nürnberg.

http://www.herbert-quandt-stiftung.de/termine/Trialog_Akademie_Pluralitaet_im_Islam

Rabeya MÜLLER

Mitglied GMSG (Gesellschaft muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler)

http://www.network-migration.org/experten/datenbank.php?guid=J88F69&rid=258

GMSG und Ibrahim El-Zayat

FEMYSO, FIOE, GMSG, ISESCO, IESH

http://de.wikipedia.org/wiki/Ibrahim_El-Zayat

FIOE

Die Föderation Islamischer Organisationen in Europa, eigentlich „Federation of Islamic Organisations in Europe“ (FIOE) ist eine Dachorganisation islamischer Organisationen aus europäischen Staaten, die der internationalen Bewegung der Muslimbruderschaft zugerechnet wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/Federation_of_Islamic_Organisations_in_Europe

IESH

Die inhaltliche Ausrichtung des IESH wird von einem wissenschaftlichen Beirat bestimmt, dem als Vorsitzender Yusuf al-Qaradawi und Faisal Mawlawi angehören, die auch Präsident und stellvertretender Präsident des „Europäischen Rat für Fatwa und Forschung“ (ECFR) sind. Die Fatwa des ECFR werden im IESH als Referenz verwendet. Der IESH Château-Chinon Direktor Zuhair Mahmood aus dem Irak war 1983 Mitbegründer der UOIF.

http://de.wikipedia.org/wiki/Institut_Europ%C3%A9en_des_Sciences_Humaines

Allianz Kulturstiftung

„Die Allianz Kulturstiftung hat die Vortrags- und Diskussionsreihe ‚Deutschlands Muslime und europäischer Islam‘ am 21. Januar 2011 im Haus der Kulturen der Welt unterstützt. … Im zweiten Teil folgte ein Vortrag von Tariq Ramadan, Islamwissenschaftler und einer der führenden Intellektuellen unserer Gegenwart.“

https://kulturstiftung.allianz.de/projekte/bildung/deutschlands_muslime/index.html

global Muslim Brotherhood leader Tariq Ramadan

Tariq Ramadan is perhaps best described as an independent power center within the global Brotherhood with sufficient stature as the son of Said Ramadan and the grandson of the founder of the Muslim Brotherhood

globalmb @ November 15, 2009

http://globalmbreport.org/?p=1708″>http://globalmbreport.org/?p=1708

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4 Antworten to “Protestaufruf gegen die Iranreise der Delegation des Europäischen Parlaments”

  1. Bragalou Says:

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    Die gegenüber Hatef Mokhtar mit masochistischen und multikulturellen Hohlformeln nur so um sich werfende finnische Politikerin der Partei der GRÜNEN ist völlig unbesorgt, was Scharia und Fiqh betrifft und warnt nicht vor Kopftuchzwang oder Kalifat, sondern … ja: vor der Islamophobie!

    Tarja Cronberg: Islamophobia had been fuelled by the response of the western governments to 9/11 …

    The European parliament has called EU to abolish religious intolerance. This includes islamophobia.

    Die religiöse Intoleranz (religious intolerance) der iranischen Ayatollahs oder saudi-arabischen Muftis ist für Tarja Cronberg offensichtlich kein Problem.

    http://www.theoslotimes.com/islamophobia-had-been-fuelled-by-the-response-of-the-west-to-911-tarja-cronberg-member-of-european-parliament/

    Hatef Mokhtar … is the founder and chairman of Armed for the Quill (AFTQ) and the organization Global Peace.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Hatef_Mokhtar

    Der aus Afghanistan nach Norwegen eingewanderte Pressemacher Hatef Mokhtar erzählt uns, dass Pressefreiheit nicht alles ist:

    The basic objective to form AFTQ is to fight for press freedom but as we moved towards the formation of our world we realize that there are also other issues which are equally important as press freedom today has become.

    http://armedforthequill.com/aboutus.php

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    Einsamkeit ist unmenschlich schlimm, gerade für Atombombenbastler. Noch schlimmer ist wechselseitiges Misstrauen (mutual distrust). Beendet Irans Isolation! Drei Wochen vor ihrer Iranreise, am 24.11.2013 konnte sich Tarja Cronberg über die internationale Harmonie zum iranischen Atomstreit freuen.

    Wichtiger als das tatsächliche Ende des iranischen Atomprogramms sind der finnischen GRÜNEN dabei allerdings Worthülsen oder geisterhafte Symbole, wir sollen uns erfreuen an wechselseitiger Zusammenarbeit (mutual cooperative work) und dürfen tagesaktuell bedeutsame Trittsteine oder Sprungbretter (actual stepping stones) spüren, die noch vor uns liegen:

    Ending Iran’s isolation

    ‚A diplomatic solution is a great success in a situation where mutual distrust has lasted for decades and a military threat has been imminent. Even phone calls matter!‘

    ‚This was a first step. Those against it are many: the hawks in the US Congress and the hardliners in the Iranian leadership, Israel and Saudi Arabia. But it was a necessary step, paving the way for mutual cooperative work, the actual stepping stones still ahead.

    Unterdessen rotieren in den Tiefbunkern die iranischen Uran-Gas-Zentrifugen weiter. Egal, nicht so pessimistisch! Hoffnung gibt dieses harmonische erste Übereinkommen:

    However, it was in the interest of all parties to find a first agreement.‘

    http://www.tarjacronberg.fi/in-english.php?id=131124150857F900

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    Press release – 26.10.2011

    STATEMENT BY TARJA CRONBERG,
    CHAIR OF EUROPEAN PARLIAMENT DELEGATION FOR RELATIONS WITH IRAN
    Chair of Parliament’s Iran delegation deeply regrets
    cancellation of visit

    http://www.europarl.europa.eu/document/activities/cont/201110/20111028ATT30581/20111028ATT30581EN.pdf

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    European Parliament’s delegation for relations with Iran is planning to pay a five-day visit to Tehran at the end of this month

    … The request for this trip was made months ago by two German MEPs Barbara Lochbihler and Kurt Lechner as part of the delegation. …

    In September 2010, the European Parliament had authorised a delegation to Tehran on some conditions including lifting of the death penalty on Sakineh Ashtiani who has been sentenced to death by stoning for alleged adultery. This condition was not met and the proposed 2010 delegation therefore did not travel.

    Ms Ashtiani still remains on death row and nothing has improved but the new trip seems to have been planned ahead despite high criticism by international observers and NGOs. A 5-member delegation is scheduled to visit Tehran and other Iranian cities between 31 October and 4 November.

    Only last month, Iran officially hanged a record high number of 100 prisoners … Opposition websites have warned of hundreds of newly planned executions since mid-September. …

    von: Siavosh Rajizadeh
    in: The Huffington Post 20.10.2011

    http://www.huffingtonpost.co.uk/siavosh-rajizadeh/european-parliament-iran-_b_1021186.html

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    VOR EINEM JAHR (2012)

    Die EU-Parlamentarier unter Leitung von Delegationschefin Tarja Cronberg sagten ihre geplante Iranreise 2012 unverzüglich ab, nachdem die Führung in Teheran einen Besuch bei inhaftierten Sacharow-Preisträgern nicht genehmigt hatte.

    An die inhaftierte Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh und den gesellschaftskritischen Filmemacher Dschafar Panahi war der Sacharow-Preis (The Sakharov Prize for Freedom of Thought) erst Tage eher verliehen worden, Teheran aber sagte Nein zu einem Gespräch der Europaabgeordneten mit den beiden.

    EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hatte kurz nach der Bekanntgabe des Preises erklärt, dass die Delegation erst gar nicht nach Teheran reisen wird, falls man ihr einen Besuch bei Sotudeh und Panahi verweigert. In letzter Minute dann die Absage aus dem Iran – und die Delegation blieb konsequenterweise in Europa.

    Press release – Communiqué de presse – 26.10.2012
    Nasrin Sotoudeh and Jafar Panahi – winners of the 2012

    Sakharov Prize Human rights Two Iranian activists, lawyer Nasrin Sotoudeh and film director Jafar Panahi, are this year’s joint winners of the European Parliament Sakharov Prize for Freedom of Thought.

    They were chosen by President Schulz and political group leaders on Friday morning.

    http://www.europarl.europa.eu/document/activities/cont/201210/20121026ATT54657/20121026ATT54657EN.pdf

    ::

  2. Machandelboom Says:

    Streifzug durch die Jahre und Weltregionen – überall gibt letztlich nur einen Koran, nur eine Scharia und nur einen Befehl zum Schleiertragen. Den Hidschab durchzusetzen ist „Normalisierung“ (Erdogan), ihn schlampig oder gar nicht zu tragen ist „Unmoral“ oder „Verwestlichung“:

    Tarja Cronberg, die Frauen im Iran, der Kopftuchdschihad in der Türkei und die Religionspolizei in Saudi-Arabien des Jahres 2002

    Der Kampf gegen den islamischen Schleier ist beinahe hundert Jahre alt, gab es schon im Iran des Jahres 1919:

    Zaban-e Zanan [=Women’s voice] (1919 in Isfahan), was one of the more hardcore publications, founded and edited by Sediqeh Dowlatabadi in 1919 in Isfahan. It was one of the harshest critics of the veil (Hijab).

    Nameh-ye Banovan [=Women’s letter], created in 1921 and edited by Shahnaz Azad, was another critic of the veil. The purpose of the magazine, as stated below its title, was „awakening of the suffering Iranian Women“.

    Dokhtran Iran [=Daughters of Iran] (1931 initially in Shiraz) was a newspaper published by Zandokht Shirazi, a prominent feminist, poet and school teacher, who was an activist from an early age.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Women%27s_rights_movement_in_Iran#Early_Publications

    Einerseits also debattiert die Delegation mit den Machthabern über die Todesstrafe. Und andererseits sind im Iran in diesem Jahr vierhundert Menschen hingerichtet worden.

    http://deathpenaltynews.blogspot.de/2013/12/iran-death-penalty-debated-by-eu.html

    Zum Dritten trägt Tarja Cronberg freiwillig ein islamisches Kopftuch, während viele Iranische Mädchen und Frauen den Schleier gegen ihren Willen tragen müssen.

    *

    Von der Türkei aus würde Kopftuchfreund Erdogan sagen können, dass Tarja Cronberg mit ihrem Schleiertragen beim Iranbesuch einen „Schritt in die Richtung der Normalität (a „step toward normalisation“) gegangen sei. Sein Parlament betreffend redete er im Herbst 2013 genau so.

    Denn erst vor weniger als drei Monaten hat die Türkei das jahrzehntealte Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst aufgehoben.

    Im Parlamentsgebäude selbst gab es allerdings nie ein offizielles Verbot, das Kopftuchtragen dort hätte allerdings ein Tabu angetastet, was niemand zu brechen wagte.

    Und vier weibliche Abgeordnete der AKP erschienen sogleich mit ihrem – nach islamischer Auffassung die Selle vor der Hölle rettenden – Schleier im Parlament: Gülay Samancı, Sevde Beyazıt Kaçar, Nurcan Dalbudak, Gönül Bekin Şahkulubey.

    *

    … Zum ersten Mal seit 14 Jahren wagten es Abgeordnete, gegen das ungeschriebene Kopftuchverbot zu verstoßen.

    Damals gab es einen Eklat, diesmal blieb es bei Protestreden der Säkularistenpartei CHP gegen die Aktion der Politikerinnen von der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.

    Parlamentspräsident Cemil Cicek sprach von einem historischen Tag. Der in Großbritannien lebende Türkei-Experte Ziya Meral kommentierte, es sei eine „Ära der Schande“ für die Türkei zu Ende gegangen.

    Im Frühjahr 1999 war die islamistische Abgeordnete Merve Kavakci zur Vereidigung im Kopftuch im Plenum aufgetaucht. Lautstarke Proteste der Säkularisten zwangen sie zum Rückzug; danach verlor sie nicht nur ihr Mandat, sondern auch ihren türkischen Pass: Kavakci wurde erst aus dem Parlament und dann aus dem Land geworfen. …

    aus: Vier Abgeordnete erscheinen mit Kopftuch im Parlament
    von: Thomas Seibert
    in: Der Tagesspiegel 31.10.2013

    http://www.tagesspiegel.de/politik/tabubruch-in-ankara-vier-abgeordnete-erscheinen-mit-kopftuch-im-parlament/9014066.html

    *

    Turkey lifts ban on Islamic head scarves in civil service

    Turkey today lifted a decades-old ban on Islamic head scarves in the civil service as part of wide-ranging reforms driven by the Islamic-rooted government.

    The measure hailed by Prime Minister Recep Tayyip Erdogan, whose wife wears a headscarf, as a „step toward normalisation“ came into effect after it was published in the Official Gazette.

    08.10.2013

    http://news.rediff.com/commentary/2013/oct/08/turkey-lifts-ban-on-islamic-head-scarves-in-civil-service/b9190805b5c4e0b72f139ba8dbd53428

    *

    Des députées voilées, une première au Parlement turc

    L’un des tabous les plus tenaces de la politique turque a été brisé, jeudi 31 octobre, à Ankara. Dix minutes avant le début de la cession parlementaire qui se tenait dans l’hémicycle de l’Assemblée nationale, quatre députées du Parti de la justice et du développement (AKP), la formation islamo-conservatrice au pouvoir du premier ministre Recep Tayyip Erdogan, se sont présentées la tête couverte d’un voile.

    aus Istanbul berichtet: Guillaume Perrier
    LE MONDE 01.11.2013

    http://www.lemonde.fr/europe/article/2013/11/01/des-deputees-voilees-une-premiere-au-parlement-turc_3506819_3214.html

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    Pianist Fazil Say wegen Blasphemie verurteilt

    Wegen Beleidigung des Islam ist der weltbekannte türkische Pianist und Komponist Fazil Say am Montag von einem Gericht in Istanbul zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Say (43) habe sich mit im Internet verbreiteten Kommentaren der Verletzung religiöser Werte schuldig gemacht, zitierte türkische Medien aus dem Urteil. Der Künstler, der nicht selbst vor Gericht erschien, hatte über den Kurznachrichtendienst Twitter mehrere kritische sowie spöttisch formulierte Äußerungen verbreitet, die islamische Frömmelei und Scheinheiligkeit auf die Schippe nahmen. …

    Nach einem Klavier- und Kompositionsstudium am Staatlichen Konservatorium in Ankara hatte Say von 1992 bis 1995 seine Ausbildung am Berliner Konservatorium fortgesetzt. 1994 gewann er beim europäischen Nachwuchswettbewerb für Musiker den ersten Preis und schaffte damit den Durchbruch. 2010/11 war er „Artist in Residence“ beim Konzerthaus Berlin. Beim Schleswig-Holstein Musikfestival 2011 wurde ein Klarinettenkonzert von ihm uraufgeführt.

    dpa

    Hannoversche Allgemeine 15.04.2013

    http://www.haz.de/Nachrichten/Kultur/Uebersicht/Pianist-Fazil-Say-wegen-Blasphemie-verurteilt

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    „Gotteslästerung“: Der lange Arm der Islamisten erreicht den türkischen Pianisten Fazil Say
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten 21.09.13

    Der türkische Pianist Fazil Say wurde am Freitag von einem Istanbuler Gericht … wegen angeblich blasphemischer Äußerungen zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Im Urteil heißt es Say habe „die religiösen Gefühle eines Teiles der Bevölkerung öffentlich herabgewürdigt“. …

    In der neuen Instanz konnte lediglich die Sachlage überprüft werden. Say hatte keine Chance, sich zu verteidigen. Die Haftstrafe blieb, lediglich die Bewährungszeit wurde gekürzt und die Bedingungen der Bewährung verändert.

    Jetzt bleibt Say noch die Möglichkeit, vor den Kassationshof zu treten. Der Kassationshof ist die zweite und höchste Instanz. Genau das wird er tun, wie er über Twitter verkündete. „Sollte ich nicht freigesprochen werden, werden wir vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gehen“, so Say. …

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/09/21/gotteslaesterung-der-lange-arm-der-islamisten-erreicht-den-tuerkischen-pianisten-fazil-say/

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    IRAN vor acht bis neun Jahrzehnten:

    The board of directors of „Jam’iat e nesvan e vatan-khah“, a women’s rights association in Tehran (1923-1933)

    http://en.wikipedia.org/wiki/Jam%27iat_e_nesvan_e_vatan-khah

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    How long will the world continue to look away while Iranian women are oppressed by the systematic, gender-apartheid policies of the Islamist dictatorship?

    Iran im Juni 2012

    Again and again the Islamist rulers have ordered stricter enforcement measures, often resulting in mass arrests. According to Iranian police Chief Ismael Ahmadi Moqadam, Iran now wants to ratchet up its fight against women who it believes dress in an un-Islamic way. Moqadam says that his forces require the assistance of Iran’s „moral capital and pious people,” and that the regime “must not allow the virus to spread by badly worn headscarves.“ …

    Ignoring the large number of Iranian people who want to live in a free society, the current regime appears intent on permanently adjusting the beliefs and behaviour of its citizens to conform to their radical Islamist model – an outcome they believe can be achieved only by using various forms of totalitarian violence.

    As promised, in recent weeks Fars News and other media agencies have published a number of articles which called for „religious education“ in families, with the expressed intention of promoting modest Islamic dress for women. Furthermore, Fars News released photos of two women who had been arrested while they were sitting in a vehicle and wearing headscarves and mini-skirts. …

    Hamidreza Moqadamfar, Secretary of the Department of Cultural Affairs, warned that it is not enough if “women wearing headscarves incorrectly are combated only by cultural means.” He also stated that resistance to the Islamic dress code must be actively opposed until the phenomenon is „eliminated out of the sight of the society.” …

    Tehran police also reported at the end of May that about 80 food stores had been closed in which the dress code for women had not been carefully followed. …

    von: Wahied Wahdat-Hagh
    aus: Iran’s Moral Police combat the „virus“ of Western-oriented women
    in: The Commentator 27.06.2012

    http://www.thecommentator.com/article/1355/iran_s_moral_police_combat_the_virus_of_western_oriented_women

    *

    Saudi-Arabien, Mekka 2002

    Die „unzureichend verschleierten“ und deshalb durch die Religionspolizisten in die brennende Schule zurück getriebenen Schulmädchen:

    Saudi Arabia’s religious police stopped schoolgirls from leaving a blazing building because they were not wearing correct Islamic dress, according to Saudi newspapers.

    In a rare criticism of the kingdom’s powerful „mutaween“ police, the Saudi media has accused them of hindering attempts to save 15 girls who died in the fire on Monday. …

    According to the al-Eqtisadiah daily, firemen confronted police after they tried to keep the girls inside because they were not wearing the headscarves and abayas (black robes) required by the kingdom’s strict interpretation of Islam.

    One witness said he saw three policemen „beating young girls to prevent them from leaving the school because they were not wearing the abaya“.

    The Saudi Gazette quoted witnesses as saying that the police – known as the Commission for the Promotion of Virtue and Prevention of Vice – had stopped men who tried to help the girls and warned „it is a sinful to approach them“.

    The father of one of the dead girls said that the school watchman even refused to open the gates to let the girls out. …

    Most of the victims were crushed in a stampede as they tried to flee the blaze.

    The school was locked at the time of the fire – a usual practice to ensure full segregation of the sexes.

    The religious police are widely feared in Saudi Arabia. They roam the streets enforcing dress codes and sex segregation, and ensuring prayers are performed on time.

    Those who refuse to obey their orders are often beaten and sometimes put in jail.

    BBC 15.03.2002

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/1874471.stm

    *

    Das Feuer brach damals während des Unterrichts aus. In Panik versuchten Lehrerinnen und Schülerinnen, sich ins Freie zu retten.

    … Ihre Abayas, die dunklen körperlangen Übergewänder, die auf den Straßen Saudi-Arabiens Pflicht sind, hatten sie in der Eile in der Garderobe zurückgelassen. Was sich dann abspielte, haben später Reporterteams mehrerer saudischer Zeitungen minutengenau rekonstruiert. Zum Entsetzen der Flüchtenden versperrten die bärtigen Wächter der Religionspolizei von außen die Türen des brennenden Gebäudes. Drei von „Allahs Männern“ prügelten nach Augenzeugenberichten sogar auf Mädchen ein, die in Todesangst versuchten, ins Freie zu drängen. Flammen, Chaos, verzweifelte Schreie – viele der Eingesperrten rannten zurück in die mit Rauch gefüllten Klassenzimmer, um ihre Abayas zu suchen. Ein paar Mädchen, die durch einen nicht bewachten Ausgang entkommen waren, zwangen die Eiferer der „Behörde zur Förderung der Tugend und Verhinderung des Lasters“ durch eine andere Tür wieder zurück in das Inferno. Sie hinderten sogar die entsetzten Feuerwehrleute zunächst am Löschen – am Ende waren 15 Mädchen tot und mehr als 50 verletzt. …

    Denn um die Rechte von Frauen ist es in Saudi-Arabien nach wie vor schlecht bestellt. Behandelt werden sie wie Minderjährige. Sie dürfen nicht wählen oder Auto fahren. Mit fünf Prozent ist der weibliche Anteil auf dem Arbeitsmarkt der niedrigste der Welt. Wer als Frau reisen, heiraten, ein Konto eröffnen oder einen Arzt aufsuchen will, braucht die Genehmigung eines männlichen Familienmitglieds. Ein Vater kann seine 12-jährige Tochter sogar zur Ehe mit einem 80-Jährigen zwingen. Schulen und Universitäten sind strikt nach Geschlechtern getrennt. …

    von: Martin Gehlen
    aus: Die Feuerwehr darf nun auch Mädchen retten
    in: Der Tagesspiegel 23.05.2010

    http://www.tagesspiegel.de/politik/-saudi-arabien-die-feuerwehr-darf-nun-auch-maedchen-retten/1843988.html

    *

  3. Dwarslöper Says:

    Europas Politikerinnen auf Iranreise tragen freiwillig den zwangsweise verordneten Hidschab (anglisiert hijab). Vor vier Jahren beklagte Kazem Moussavi berechtigt:

    21.10.2010

    Claudia Roth (Bündnis90/Die Grünen) mit dem Kopftuch bei den Mullahs in Teheran!

    Es ist sehr interessant im Bild zu sehen, dass Claudia Roth mit dem Tragen des Kopftuches die menschenverachtende Zwangsverschleierungspolitik der Mullahs im Iran einfach verharmlost und legitimisiert.


    25.01.2015
    An Appeal to the female vice-president of the German Parliament and all female politicians

    These days Tehran has been hosting ٍEuropean politicians and parliamentarians. Here are some of the photos of the recent visit of Claudia Roth, the vice-president of the German Parliament, accompanied by the Foreign minister and First Deputy Prime Minister of Croatia, Vesna Pusić. …

    Please talk to our rulers with regards to the compulsory hijab [der Schleierzwang] that you yourselves had to wear as well during your recent visit. Is it really too much to ask of you to talk to our rulers with respect to this compulsory hijab that Iranian women have been forced to wear and then to report to us on the reactions of the government officials?

    Dear Claudia Roth and dear Vesna Pusić,

    I’d like to address you and every single non-Iranian female politician visiting Iran — we have a simple request: When the officials of our country travel to your countries, they want you to respect their Islamic values. They conveniently avoid attending the receptions that you organise on the pretext that alcohol is being served. If that is the case, why don’t you ask them to respect our human values, which is the freedom to choice?

    If you are assuming that compulsory hijab is the law in Iran, then do you know that the officials of our country are not even willing to comply with the compulsory rules of some of the Western embassies situated in Iran? One of these rules is the idea of submitting a photo without hijab for women when they apply for a visa. Although obligation has been made by the embassies of Western governments in Iran with a view to properly identifying female visa applicants, the Iranian government bans women from submitting photos without hijab to Western embassies.

    Did you hear that recently there was a demonstration that took place in front of the French Embassy in Iran with regards to the French Government’s aforementioned policy of issuing visas to female visitors? The demonstrators were protesting against the fact that the French government had such a requirement from female Iranian visa applicants. Can you see that this kind of protest (i.e., when you protest in support of hijab) is free and not repressed by the government of Iran? Then, why don’t you protest against the law that obliges you to wear the hijab during your official visit?

    Dear female politicians travelling to Iran:

    For more than than thirty years our questions have been censored in Iran’s national media outlets. For more than thirty years it has been forbidden even for journalists and reporters to broach the questions with regards to hijab. …

    My Stealthy Freedom





    alte und zusätzliche neue Scharialehrstätten zu Ghom, ein wichtiger Hinweis von Kazem Moussavi:

    „Nach Informationen JahanNews der Basijis-Einheiten hat heute die Deutsche Delegation eine religiöse Schule in Qom besucht, die direkt unter der Leitung von Ayatollah Mesbah Yazdi steht. Dort wird anscheinend die Integration der islamistischen Lehre mit neuen Wissenschaften verbunden! Viele IslamistInnen der Region und Hamas- und Hizbollah-Terroristen werden bei der religiösen Schule Mesbah Yazdis religiös ausgebildet. Iran_lobbing-Philosophen aus der USA von NIAC- z.B. Ahmad Sadri und sein Bruder sowie Hamid Dabashi – und auch von CASMII aus Europa reisen oft nach Qom zu Mesbah Yazdi und unterrichten den Islamisten in seiner Schule.“

    https://www.facebook.com/notes/kazem-moussavi/claudia-roth-bundnis90die-grunen-mit-dem-kopftuch-bei-den-mullahs-in-teheran/166832703343384

  4. Bragalou Says:

    Die Muslima in jedem voll islamisierten Landstrich wie etwa dem Iran hat halbes Erbe, halbe Aussagekraft vor Gericht und ist zum Schleiertragen gezwungen. Wohlstandsgöre Claudia Roth jedoch spielt ein paar Tage Islamfreundin und Iranfreundin und trägt dazu das Kopftuch, um sehr bald wieder in die (durch das harte Agitieren der Scharia-Lobby allerdings auch in Europa immer dünner werdende) bundesdeutsche Freiheit zu entschwinden:

    Kazem Moussavi hat 2 neue Fotos hinzugefügt.
    24. Januar
    Beschämend! Kopftuchtragende Claudia Roth, siehe Foto mit der derzeit ebenfalls im Iran weilenden Dagmar Wöhrl, CSU

    ———————————————————–

    „Am 21.1.2015, dem ersten Tag des Besuches, der von Claudia Roth angeführten Bundestagsdelegation zu den Teheraner Mördern, hat das Regime fünf Gefangene im Gefängnis Adelabad-Shiraz aufgehängt.“

    Claudia Roth: „Die Barrikaden sollten durch Gespräche beseitigt werden. Die politischen Beziehungen können auch die Wirtschaftsbeziehungen ausbauen. Ich hoffe, dass die Atomgespräche wirklich in einer positiven Weise weitergehen. Ich werde im deutschen Parlament weiter für eine Zusammenarbeit mit dem Iran planen und werben … Ich denke, dass die internationale Gemeinschaft die Politik Rouhanis, um den Urmia-See zu retten, unterstützen muss.“ (IRNA, Deutsche – persische – Welle, 24 Januar 2015)“.

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