Free Raif Badawi

Freilassung und Redefreiheit für den jungen saudischen Blogger Raif Badawi

Soeben erfahren wir dass eine Petition für den in der Islamischen Diktatur Saudi-Arabien eingesperrten und von der Hinrichtung bedrohten jungen Publizisten Raif Badawi lanciert worden ist.

Raif Badawi, geboren 1982, hat sein elf Jahren große Schwierigkeiten mit den Fundamentalisten und ist der Gründer des soziokritischen Online-Forums Saudi-Arabische Liberale (The Free Saudi Liberals). Am 17.06.2012, nachdem er für den 7. Mai zu einem Tag der Freiheitlichkeit (day of liberalism) aufgerufen hatte, der allerdings sofort behördlich verboten worden war, sowie noch einmal am 24.12.2012 wurde Badawi verhaftet und befindet sich bis heute im Gefängnis von Briman, einem Ortsteil von Dschidda. Die erhobenen Tatvorwürfe Beleidigung der Religion bzw. ihrer hohen Repräsentanten oder Apostasie können im Gottesstaat mit der Todesstrafe belegt werden. Zwar wurde seine Verurteilung im Berufungsverfahren aufgehoben, doch droht ihm jetzt ein weiteres Gerichtsverfahren.

Das Strafgericht in Dschidda (anglis. Jeddah) hatte den Gesellschaftskritiker am 29. Juli 2013 unter anderem dafür schuldig befunden, gegen das Informationstechnologiegesetz Saudi-Arabins verstoßen und mit Gründung und Leitung der Website Free Saudi Liberals religiöse Autoritäten beleidigt zu haben. Der Angeklagte wurde zu einer Gefängnisstrafe von sieben Jahren und 600 Peitschenhieben verurteilt, hundert Peitschenhiebe können einen gesunden Mann töten. Ferner ist Badawi wegen Verunglimpfung religiöser Symbole in seinen Veröffentlichungen auf Twitter und in Facebook-Einträgen verurteilt worden sowie wegen der Kritik, die er an der Kommission zur Förderung der Tugend und Verhinderung des Lasters (das ist die Hisba-Miliz oder Religionspolizei) und an jenen Beamten, welche Frauen die Aufnahme in den Schura-Rat verhindern wollen geübt hat.

Zurzeit überprüft das Berufungsgericht in Dschidda die Angelegenheit. Es hatte den Urteilsspruch vom Juli 2013 aufgehoben und den Fall am 11.12.2013 an das Strafgericht zurückverwiesen. Am 25.12.2013 entschied der Richter des Strafgerichts, dass das Gericht nicht zuständig sei mit Hinweis darauf, dass die Anklagepunkte sich auf Apostasie bezögen, ein Vergehen, das mit der Todesstrafe belegt werden könne und welches unter die Zuständigkeit des Ordentlichen Gerichts falle. Nun muss das Berufungsgericht entscheiden, ob es den Fall zurück an das Strafgericht überstellt oder ihn selbst verhandelt. Raif Badawis Rechtsbeistand beantragte für die Dauer des Gerichtsverfahrens die Freilassung seines Mandanten aus der Untersuchungshaft, was aber abgelehnt wurde.

Zur Petition hier entlang

https://secure.avaaz.org/de/petition/An_seine_Majestaet_den_Koenig_von_SaudiArabien_Abdullah_bin_Abdul_Aziz_Freilassung_und_Redefreiheit_fuer_den_jungen_saud/

http://www.avaaz.org/de/petition/An_seine_Majestaet_den_Koenig_von_SaudiArabien_Abdullah_bin_Abdul_Aziz_Freilassung_und_Redefreiheit_fuer_den_jungen_saud/?launch

Noch dazu

Im Jahre 2003 erhielt der regime- und religionskritische (das ist im Islam immer dasselbe) Internetakivist erste Todesdrohungen. Erstmals wegen Beleidigung des Islam (insulting Islam) angeklagt wurde er 2006. Aufgrund angeblicher Islamapostasie in Haft geriet Badawi zwei Jahre später (2008), doch kam der Blogger nach nur einem Tag des Verhörs frei.

Das bis heute folgenreiche Gerichtsverfahren begann im Juli 2013 vor dem Ordentlichen Gericht in Dschidda, das sich allerdings erst einmal für nicht zuständig erklärte, da Raif Badawi noch nicht einmal den Islam beleidigt habe und man insofern keine Anklage gegen ihn wegen Abfall vom islamischen Glauben erheben könne. Allerdings übergab das Ordentliche Gericht den Fall am 21.01.2013 dem Strafgericht zu Dschidda (vormals Bezirksgericht genannt, district court) und jetzt bestand der Generalstaatsanwalt darauf, dass Raif Badawi unbedingt wegen Apostasie vor Gericht gestellt werden müsse.

Diese für Badawi lebensgefährliche Angelegenheit wurde dann einem Berufungsgericht überstellt, welches zu prüfen hatte, ob das Strafgericht in Dschidda oder ein anderes Gericht wie das für Fälle von Apostasie zuständige Ordentliche Gericht zuständig wäre. Das Berufungsgericht entschied sich für das Strafgericht, welches Raif Badawi am 29.07.2013 zu einer Gefängnisstrafe von sieben Jahren und 600 Peitschenhieben verurteilte. Am Stück verabreicht können bereits hundert Peitschenhiebe auch einen gesunden Mann töten. Badawis Anwalt legte gegen dieses Urteil Berufung ein, mit der Begründung, der Vertretungsrichter sei nicht unparteiisch gewesen. Am 11.12.2013 entschied das Berufungsgericht, dass der Fall neu zu verhandeln sei und schickte diesen wieder zurück an das Strafgericht, dessen Richter am 25. Dezember schließlich entschied, dass er für einen Fall von angeblicher Apostasie erst einmal nicht zuständig sei.

Apostaten werden in Saudi-Arabiens Strafrecht durch das Abhacken des Kopfes umgebracht, allerdings gibt ihnen die Scharia eine dreitägige Bedenkzeit in der sie zum Islam zurückfinden können. Neben Delikten wie Ehebruch (adultery) eines Verheirateten, Homosexualität, Vergewaltigung (rape), Mord, Hochverrat, Terrorismus, Einbruch, Drogenschmuggel oder Flugzeugentführung wird auch auf Zauberei (sorcery, witchcraft), Blasphemie oder Krieg gegen Allah (waging war on God) die Todesstrafe verhängt. Der verheiratete Ehebrecher kann gesteinigt werden, der unverheiratete erhält hundert Peitschenhiebe. Zwischen 2007 und 2010 wurden 345 Todesurteile ausgesprochen und durch öffentliches Köpfen vollstreckt. Vier Steinigungen gab es zwischen 1981 und 1992.

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11 Antworten to “Free Raif Badawi”

  1. Bragalou Says:

    Wer statt dessen
    selber etwas machen und den Text variieren oder
    wer sich an einer anderen bzw. einer weiteren Aktion
    beteiligen möchte:

    Hier eine Aktion für Raif Badawi vom 16.01.2014
    mit einem sehr brauchbaren Schreiben in englischer Sprache
    und allen Zieladressen mit Titel und Anrede
    bei

    English PEN
    Saudi Arabia: Raef Badawi faces ‘apostasy’ charges

    http://www.englishpen.org/saudi-arabia-raef-badawi-faces-apostasy-charges/

    sowie vom 14.01.2014 (Update) bei

    PEN International
    News: Saudi Arabia: Editor Raef Badawi may face death penalty for apostasy

    http://www.pen-international.org/newsitems/saudi-arabia-editor-raef-badawi-may-face-death-penalty/

  2. Call for 7 May to be a "day for Saudi liberals" Says:

    08.05.2014
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    Saudi-Arabien Tausend Peitschenhiebe für Menschenrechtler

    Wegen „Beleidigung des Islam“ hat ein Gericht in Saudi-Arabien einen Menschenrechtsaktivisten zu zehn Jahren Haft und tausend Peitschenhieben verurteilt. Der Gründer der Organisation Liberales saudi-arabisches Netzwerk, Raif Badawi, müsse zudem ein Bußgeld von umgerechnet knapp 194.000 Euro zahlen, sagte die Vorsitzende des Netzwerks, Suad Schammari.

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/saudi-arabien-tausend-peitschenhiebe-fuer-raif-badawi-wegen-islamkritik-1.1954914

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    Urteil in Saudi-Arabien: Zehn Jahre Haft und 1000 Peitschenhiebe für Blogger

    … Badawis Vergehen: Er hatte im Internet eine Debatte über das Verhältnis von Politik und Religion in Saudi-Arabien angestoßen. 2008 hatte er im Netz das Forum „Freie Saudische Liberale“ gegründet, das fortan ins Visier der Behörden in dem konservativen Königreich geriet.

    Mehrfach wurde Badawi von der Religionspolizei festgenommen. 2009 belegten ihn die Behörden mit einem Reiseverbot, außerdem froren sie seine Konten ein. Grund waren Artikel, in denen der Blogger den Sittenwächtern Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen hatte.

    2011 erhob die Justiz Anklage. Weil Badawi islamische Autoritäten beleidigt haben soll und theologische Grundsatzfragen erörterte, wurde er beschuldigt, religiöse Werte angegriffen zu haben. Der Rechtsgelehrte Abd al-Rahman al-Barrak erließ im März 2012 ein Gutachten, in dem er Badawi zu einem Ungläubigen erklärte, „der angeklagt und verurteilt werden muss, wie er es verdient“. Badawi habe Muslime, Christen, Juden und Atheisten als gleichwertig bezeichnet – das dürfe nicht ohne Konsequenzen bleiben, forderte Barrak.

    Doch der Blogger ließ sich davon nicht abschrecken – im Gegenteil: Zusammen mit Mitstreitern erklärte er den 7. Mai 2012 zum Tag der saudi-arabischen Liberalen, an dem sie sich gegen die Politisierung des Islam wendeten. …

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/saudi-arabien-blogger-mit-10-jahren-haft-und-peitschenhieben-bestraft-a-968226.html

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  3. Edward von Roy Says:


    Dem saudi-arabischen Blogger Raif Badawi stehen die nächsten 50 Peitschenhiebe seiner Strafe bevor. 1000 Hiebe sollen es insgesamt werden.

    Tortur für saudi-arabischen Blogger: Die nächsten 50 Peitschenhiebe

    15.01.2015 – …

    Dschidda/Brüssel – Vor knapp einer Woche bekam der saudi-arabische Blogger Raif Badawi die ersten 50 Peitschenhiebe seiner Strafe wegen „Beleidigung des Islam“. In den kommenden 19 Wochen sollen weitere 950 folgen. Schon am Freitag soll Badawi wieder aus seiner Gefängniszelle vor die Dschafali-Moschee in Dschidda gezerrt und ausgepeitscht werden – ungeachtet der weltweiten Proteste gegen seine Verurteilung. …

    Auch die US-Regierung sowie die Menschenrechtler von Amnesty International und Reporter ohne Grenzen verurteilten die Strafe. Badawi habe „sich nichts anderes zuschulden kommen lassen, als es gewagt zu haben, ein öffentliches Forum für Debatten zu schaffen“, teilte Amnesty mit.

    SPIEGEL 15.01.2015

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/raif-badawi-blogger-geht-es-vor-erneuter-auspeitschung-sehr-schlecht-a-1013095.html



    „German media of today says, according to the Saudi Ambassador in Berlin, that the punishment will not be continued“ – das wäre schön, bleibt aber zu bestätigen:

    „Zapp“: Prügelstrafe für saudischen Blogger offenbar gestoppt

    22.01.2015 – 17:15

    Hamburg (ots) – Wie die Botschaft des Königreiches Saudi Arabien in Berlin am Donnerstag (22. Januar) dem NDR Medienmagazin „Zapp“ mitgeteilt hat, soll der Blogger Raif Badawi offenbar keine Peitschenhiebe mehr erhalten. Zudem stellt Botschafter Prof. Dr. med. Ossama bin Abdul Majed Shobokshi in Aussicht, dass Badawi, nachdem die Auspeitschung gestoppt wurde, auch nicht seine gesamte Haftstrafe von zehn Jahren absitzen müsse. Seine Mitteilung an „Zapp“ im Wortlaut:

    „Die Bestrafung von Herrn Raif Badawi wurde, wie ich verstanden habe, gestoppt. Er wird keine Peitschenhiebe mehr erhalten. Ich nehme an, dass Herr Badawi, nachdem die Auspeitschung gestoppt wurde, nicht zehn Jahre in Haft bleiben wird.“

    „Zapp“ hatte in der Sendung vom 21. Januar ausführlich über den Fall des Bloggers Raif Badawi berichtet und im Zuge der Recherchen der Botschaft des Königreiches Saudi Arabien in Berlin mehrmals Fragen zum geplanten Fortgang der Bestrafung gestellt. Raif Badawi war wegen der Veröffentlichungen auf seiner Online-Plattform „Saudi-Arabische Liberale“ zu zehn Jahren Haft, 1000 Peitschenhieben, ca. 200.000 Euro Geldstrafe und einem anschließenden Reise- und Social-Media-Verbot verurteilt worden.

    Pressekontakt:

    Norddeutscher Rundfunk
    Presse und Information
    Ralph Coleman
    Tel.: 040/4156-2302

    http://www.ndr.de
    https://twitter.com/ndr

    http://www.presseportal.de/pm/6561/2932771/-zapp-pruegelstrafe-fuer-saudischen-blogger-offenbar-gestoppt



    Facebook-Gemeinschaft

    Free Raif Badawi

    https://www.facebook.com/pages/Free-Raif-Badawi/397956733638642

  4. Jacques Auvergne Says:

    Mukto-Mona
    freethinkers, Free Minds
    Der freie Geist

    Zwei mit Hieb- und Stichwaffen ausgerüstete Männer haben in Bangladesch den Ingenieur, Buchautoren und bekannten Atheisten Avijit Roy ermordet. Die beiden Täter waren mit Komplizen unterwegs, alle entkamen unerkannt.

    ::

    Am Donnerstagabend wurde der 42-Jährige Autor sowie Gründer und Betreiber des Forums Mukto-Mona (freethinkers, Free Minds) nah am Uni-Campus der Hauptstadt Dhaka durch Radikale mit Macheten, Beilen und Messern angegriffen und umgebracht. Beide hauptsächlichen Angreifer und die Mittäter konnten unerkannt entkommen.

    Zum Zeitpunkt des Angriffs waren das Ehepaar auf dem Rückweg von der jährlichen Buchmesse, die 2015 auch zwei Bücher Roys beworben hatte, und gerade per Fahrrad-Rikscha unterwegs.

    Zwar versuchten Helfer, den Verblutenden schnell in eine Klinik zu bringen, doch die schwersten Kopfverletzungen waren rasch tödlich und Roy starb noch auf dem Weg zum Krankenhaus. Abhijit Roys Ehefrau, Rafida Ahmed (Rafida Ahmed Bonna) wurde durch Messerstiche schwer verletzt. Sie überlebte und verlor einen Finger.

    Hunderte von Trauernden sind auf die Straße gegangen fordern die Aufklärung der Tat. Am Ort des Mordes legen Leute Blumen nieder.

    Zwar beruflich erfolgreich in der Welt der Technik tätig, erlangte Avijit (Abhijit) Roy vor allem durch seine humanistisch und religionsfrei geprägten Werke Obisshahser Dorshon (Die Philosophie des Unglaubens) und Biswasher Virus (Das Glaubensvirus) weite Anerkennung.

    Der Ermordete, Sohn eines Professors der Physik an eben dieser Universität zu Dhaka, hatte einige Zeit in den USA gelebt und sein Leben dem wichtigen und leider noch fernen Ziel gewidmet, aus Bangladesch eine säkulare Demokratie zu machen. Roy’s life was dedicated into turning Bangladesh toward secular democracy.

    Ein Foto des Freidenkers.

    2007 hatte Roy gesagt:

    „Unser Ziel bleibt eine Gesellschaft, die nicht mehr dem Diktat treuloser Führungen, dem gemütlichen Aberglauben, den lähmenden Traditionen oder dem erstickenden Fundamentalismus ausgeliefert ist, sondern die auf Vernunft, Mitgefühl, Menschlichkeit, Gleichheit und Wissenschaftlichkeit aufgebaut ist. Our aim is to build a society which will not be bound by the dictates of arbitrary authority, comfortable superstition, stifling tradition, or suffocating orthodoxy but would rather be based on reason, compassion, humanity, equality and science.“

    siehe bei: Justin Moyer (American atheist blogger hacked to death in the street in Bangladesh), The Washington Post 27.02.2015

    http://www.washingtonpost.com/news/morning-mix/wp/2015/02/27/american-atheist-blogger-hacked-to-death-in-the-street-in-bangladesh/

    The Virus of Faith

    http://www.goodreads.com/author_blog_posts/7731870-the-virus-of-faith

    Bangladesch hat eine wichtige Persönlichkeit verloren.

    Abhijit Roy war einerseits so mutig gewesen, auf Mukto-Mona den Islam zu kritisieren, und andererseits altruistisch genug, in dem unter der allgemeinen Zensur schwer leidenden Land auf seinem Blog mehr und mehr anderen Autoren und zunehmend vielen Gästen eine Plattform zur Diskussion zu bieten. Der von ihm gegründete Blog Mukto-Mona hatte zuletzt acht Moderatoren.

    Schon oft hatte man den Religionsfreien bedroht.

    Als Vorsitzender Bloggervereinigung von Bangladesch (Bangladesh bloggers’ association) ist Imran Sarker um die Sicherheit von Bloggern und Atheisten im Land besorgt. Sarker spricht von einer: „Kultur der Straflosigkeit“, nennt den Angriff auf den Autoren und seine Ehefrau: „empörend“, kündigt Proteste an und fordert die Aufklärung des Mordes innerhalb der nächsten 24 Stunden: Avijit’s [Abhijit’s] killing once again proved that there is a culture of impunity in the country.

    Auf Facebook stellt Pinaki Bhattacharya, ein Blogger und Freund des Ermordeten, fest, dass im radikal islamisch geprägten Land ein Atheist das denkbar einfachste Ziel sei, den man einfach so angreifen und ermorden könne, „In Bangladesh the easiest target is an atheist. An atheist can be attacked and murdered.“

    2013 zerfleischten Radikale den Blogger Ahmed Rajib Haider genannt Thaba Baba, mutmaßlich islambewegte Täter zerhackten also auch schon ihn. Zehntausende von Menschen gingen damals auf die Straße, um gegen die Gewalt zu protestieren, während radikale Muslime zur gleichen Zeit forderten, alle atheistischen Blogger wegen Gotteslästerung hinzurichten.

    Angeblich zu ihrem eigenen Schutz nahm die Regierung daraufhin vier Blogger fest und sperrte sie ein, mehrere religions- und soziokritische sprich v. a. islamkritische Internetseiten und Blogs wurden durch den Staat stillgelegt.

    Atheist blogger Ahmed Rajib Haider was hacked to death in 2013 by members of a little-known Islamist militant group, triggering nationwide protests by tens of thousands of secular activists. …

    Hardline Islamist groups have long demanded the public killing of atheist bloggers and sought new laws to deal with writing critical of Islam.

    vgl. bei: Agence France-Presse (American atheist blogger hacked to death in Bangladesh), in: The Guardian, 27.02.2015

    http://www.theguardian.com/world/2015/feb/27/american-atheist-blogger-hacked-to-death-in-bangladesh

    IHEU
    Die Internationale Humanistische und Ethische Union würdigt Avijit Roy und verurteilt seine Ermordung.

    http://iheu.org/humanists-appalled-at-the-murder-of-secular-activist-and-writer-avijit-roy/

    Avijit Roy

    Vor einem Jahr, im März 2014 wurde der Online-Buchversand Rokomari durch den militant islambewegten Farabi Shafiur Rahman bedroht, welcher der an Maududi orientierten sprich streng schariatreuen Partei Jamaat-e-Islami angehörig sein soll. Der Versand Rokomari nahm Roys Bücher aus dem Programm, der nun Ermordete weilte damals gerade in den USA.

    Ahmed Rajib Haider genannt Thaba Baba war am 15.02.2013 in der Nähe seiner Wohnung tot aufgefunden worden, mit aufgeschnittener Kehler und Machetenhiebe am Kopf. Sieben Mitstudenten und ein Geistlicher wurden der Tat angeklagt. Der Kleriker kam rasch frei.

    Rajib was found dead near his Dhaka home on February 15, 2013, with his throat slit and machete wounds to his head. Seven college students and a Muslim cleric [Farabi, Farabi Shafiur Rahman] were charged with his murder. …

    Nach Rajibs Ermordung forderten die diversen Schariabewegten die Hinrichtung anderer atheistischer Blogger sowie neue, vom Staat zu schaffende härteste Blasphemiegesetze.

    Following Rajib’s death, fundamentalist Islamic groups launched massive nationwide protests demanding the execution of other atheist bloggers and the enactment of a blasphemy law, which led to violent clashes with government forces.

    Erst im Januar 2013 war der Atheist Asif Mohiuddin durch Mitglieder einer kleinen, al-Qaida nahen Gruppe niedergestochen worden, er überlebte.

    Asif Mohiuddin, a well known self-styled “militant atheist” blogger narrowly escaped death after being stabbed near his office in Dhaka in January 2013 by members of a militant group with al-Qaeda ties.

    Quelle: Barry Duke , the freethinker 20.03.2014

    http://freethinker.co.uk/2014/03/20/islamic-death-threats-force-online-bangladeshi-book-store-to-stop-sales-of-books-by-avijit-roy/

    Vor einem Jahr bedauerte der islamkonsequente (gewaltislamische) Islamprediger, dass sich Roy gerade in den USA aufhielt, gab sich aber auf Facebook zuversichtlich, dass Roy ermordet werden würde, sobald er wieder nach Bangladesch käme.

    Rahman [Farabi Shafiur Rahman] noted on Facebook that “Avijit Roy lives in America and so, it is not possible to kill him right now. But he will be murdered when he comes back.”

    (Quelle The Counter Jihad Report am 26.02.2015)

    http://counterjihadreport.com/tag/farabi-shafiur-rahman/

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    Avijit Roy (অভিজিৎ রায়)

    https://bn-in.facebook.com/Avijit.Roy.MuktoMona

  5. Jacques Auvergne Says:

    Wieder ein Blogger ermordet, Bangladesch im Mai 2015. Ananta Bijoy (Ananta Bijoy Das) war gerade auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz in einer Bank. Vier maskierte und mit Macheten bewaffnete Männer brachten ihn um, zerhackten ihn.

    auf dem Blog: somewhere in

    http://www.somewhereinblog.net/blog/Vejamegh/30038746

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    The Final Posts of a Murdered Blogger

    … as he left for work, Ananta Bijoy Das was ambushed by four masked men outside his home in Sylhet, Bangladesh. Armed with machetes, the men—suspected Islamist militants—hacked Das to death in broad daylight on a busy street in the country’s fifth-largest city.

    Das’s crime was that he blogged. A writer critical of religious fundamentalism and enthusiastic about science, his fate matched that of two other men, Avijit Roy and Washiqur Rahman, who were killed in similar fashion in Bangladesh in February and March, respectively, for writing on and promoting secular themes in a country where 90 percent of the population is Muslim.

    Das’s work has been described as the least controversial of the three. “He had written about superstitions, but he wasn’t among the writers that would hurt the sentiments of religion,” one of Das’s friends told The Guardian. The friend added, however, that the frequency of death threats against Das had surged following the killings of Roy and Rahman. …

    (The Atlantic, 15.05.2015)

    http://www.theatlantic.com/international/archive/2015/05/das-murdered-blogger-bangladesh/393395/

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    Police say Ananta Bijoy Das was attacked in Sylhet city, months after fellow bloggers Avijit Roy and Washiqur Rahman were murdered:

    Third atheist blogger killed in Bangladesh knife attack

    http://www.theguardian.com/world/2015/may/12/third-atheist-blogger-killed-in-bangladesh-after-knife-attack

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    Bangladesh blogger Ananta Bijoy Das hacked to death

    BBC 12.05.2015

    http://www.bbc.com/news/world-asia-32701001

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    Asif Mohiuddin ist ein Blogger aus Bangladesch. Er ist als Stipendiat nach Deutschland gekommen, nachdem er einen Gefängnisaufenthalt in Dhaka und 2013 einen brutalen Überfall durch Islamisten überlebt hat. Der liberale Autor hat den DW Best of Blogs Award 2012 gewonnen für seinen Blog [God, Almighty only in name but impotent in reality (transl.) ] Gott, Allmächtiger nur im Namen, aber machtlos in der Realität.
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    Asif Mohiuddin:

    „Ich habe in den vergangenen zwei Monaten versucht, Ananta Bijoy [Ananta Bijoy Das] außer Landes zu bringen. Ich habe alle notwendigen Papiere dafür zusammengestellt und einigen Organisationen übermittelt, weil er schon seit langer Zeit bedroht wurde. Mehrmals hat er mir gesagt, dass er auf der Todesliste (von Terroristen, Anm. d. Red.) stehe und dass er wegen der Drohungen zu Hause bleibe. Irgendwer hat vor einigen Monaten sein Haus überfallen und er hatte Angst und Panik. Ich habe ihm geraten, das Haus nicht zu verlassen, aber er musste zur Arbeit gehen. Er ist ein guter Freund von mir gewesen und ich bin wirklich erschüttert.

    Die Blogger, die ich kenne, sind im Moment in einem Panikzustand. Einige von ihnen haben aufgehört zu schreiben, andere haben sich versteckt. Wieder andere wollen das Land verlassen. Das ist jetzt der neunte Mord seit 2013. Im Jahr 2013 wurde ich angegriffen und schwer verletzt, der Blogger Rajiv Haider wurde kurze Zeit später umgebracht. Und viele andere Blogger wurden in den vergangenen zwei Jahren angegriffen. …

    In vielen islamischen Staaten unterstützen die Menschen die Islamisten nicht. Aber sie denken, dass jemand, der den Islam oder den Propheten Mohammed kritisiert, die Todesstrafe oder eine andere Strafe bekommen sollte. Viele Menschen rechtfertigen also die Anschläge und sagen: In Ordnung, diese Person war ein Atheist und er ist deshalb zu Tode gekommen.“

    aus: Blogger: „Atheisten müssen sterben“ , auf: DW (Deutsche Welle) 12.05.2015

    http://www.dw.de/blogger-atheisten-m%C3%BCssen-sterben/a-18446613

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    Ananta Bijoy Das wurde in Sylhet nördlich der Hauptstadt Dhaka von Maskierten mit Macheten angegriffen und getötet. Das bestätigte der Polizeichef Faisal Mahmud. Nach Angaben des bangladeschischen Bloggerverbands hatte der 33 Jahre alte Autor für das Blog Mukto-Mona geschrieben, das sich in dem mehrheitlich muslimischen Land kritisch mit dem Islam auseinandersetzt. Ananta Bijoy Das war Redakteur der Wissenschaftszeitschrift Jukti [logic, reason] und schrieb mehrere Bücher. Eines seiner Hauptthemen war die Evolutionslehre. In seinen Blog-Beiträgen kritisierte er zuletzt die Rolle der Polizei bei den Morden an Washiqur und Abhijit. Zudem gehörte der zu den Organisatoren der Protestbewegung Gonojagoron Moncho, die sich gegen Islamismus wendet.

    Der Gründer des Blogs, Avijit Roy, war Ende Februar ebenfalls ermordet worden. Roy, der auch die US-Staatsbürgerschaft besaß, wurde bei der Rückkehr von einer Buchmesse in Dhaka mit Macheten angegriffen. Er erlitt tödliche Kopfverletzungen, seine Ehefrau Rafida Ahmed wurde bei dem Angriff schwer verletzt und verlor einen Finger. Danach gab es zahlreiche Proteste im Land.

    Einen Monat später wurde der Blogger Washiqur Rahman wenige hundert Meter von seinem Haus in Dhaka entfernt ebenfalls mit großen Messern angegriffen und getötet.

    Im Jahr 2013 war in Bangladesch bereits der atheistische Blogger Ahmed Rajib Haider von einer kleinen Islamistengruppe ermordet worden. Sein Tod trieb damals zehntausende Menschen zu Protesten auf die Straßen. Zugleich forderten radikale Islamisten, atheistische Blogger wegen Gotteslästerung hinzurichten. Die Regierung von Ministerpräsidentin Sheikh Hasina [von der linksgerichteten Awami-Liga] ließ daraufhin vier Blogger festnehmen und ein Dutzend Websites und Blogs blockieren, um dem Zorn der Islamisten zu begegnen. Zugleich verstärkte sie die Sicherheitsvorkehrungen für die Blogger.

    as/bri (afp, rtre) Erneut islamkritischer Blogger in Bangladesch ermordet, auf der DW am 12.05.2015

    http://www.dw.de/erneut-islamkritischer-blogger-in-bangladesch-ermordet/a-18445120

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    Aber nein, Grahame Lucas, die Krieger für Koran und Sunna, die ungebremsten Kalifatsbewegten kennen ihre Religion genau und haben den Islam eben gerade nicht missbraucht, sondern gebraucht, konsequent angewendet:

    „Diese religiösen Fanatiker haben ihre Religion, die eigentlich Frieden und Toleranz bei Millionen Anhängern predigt, dazu missbraucht, ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu legitimieren.“

    Ohne sich zu den universellen Menschenrechten zu bekennen, die mit der Scharia nicht in Einklang zu bringen sind, spaltet der DW-Experte für Südasien die eine unteilbare Menschheit in westlich und östlich und erzählt das Märchen vom schlimm pervertierten Islam, vom „Islamismus“:

    „Es sieht so aus, als befinde sich Bangladesch in einer Krise, die noch zu mehr Blutvergießen führen könnte. Auch westliche Länder müssen die Dringlichkeit dieser Situation erkennen. Schließlich ist der Kampf gegen den Islamismus in Bangladesch auch ihr Kampf.“

    Wer sich nicht gegen die Schariatisierung der Paragraphen und Straßenzüge, gegen die Islamisierung des Rechts und des Alltags stellt, fällt den Bloggern aus Bangladesch allerdings in den Rücken.

    (Kommentar: Gefährliche Todesspirale, DW 12.05.2015)

    http://www.dw.de/kommentar-gef%C3%A4hrliche-todesspirale/a-18446095

    Schon 2008 (!) sinnierte Grahame Lucas, um das Problem herum, um die selektiv menschenfeindliche und systematisch frauenfeindliche Scharia:

    „Bangladesch braucht nun eine politische Kultur, die den politischen Gegner respektiert und den Interessen des Landes höchste Priorität einräumt.“

    (aus; Der Anfang ist getan, DW am 12.01.2009)

    http://de.qantara.de/inhalt/wahlen-in-bangladesch-der-anfang-ist-getan

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    Worldwide Protests for Free Expression in Bangladesh

    http://en.wikipedia.org/wiki/Worldwide_Protests_for_Free_Expression_in_Bangladesh

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    2013 Bengali blog blackout

    http://en.wikipedia.org/wiki/2013_Bengali_blog_blackout

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    Asif Mohiuddin

    http://en.wikipedia.org/wiki/Asif_Mohiuddin

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    Ahmed Rajib Haider

    On the night of 15 February 2013, Haider was attacked as he was leaving his house in the Mirpur area of Dhaka. His body was found lying in a pool of blood, mutilated to the point that his friends could not recognise him. The following day, his coffin was carried through Shahbagh Square in a public protest by more than 100,000 people. Prime Minister Sheikh Hasina visited his family in Palashnagar, Dhaka, and promised action.

    On 2 March, the Bangladesh Detective bureau arrested five members of the newly formed extremist organisation Ansarullah Bengali Team for the murder. The organisation was an offshoot of the Islami Chhatra Shibir, a student wing of the Jamaat-e-Islami political party. The group takes its ideology from Anwar al-Awlaki [ auch al-Aulaqi; Anwar al-ʿAwlaqī ]

    http://en.wikipedia.org/wiki/Ahmed_Rajib_Haider

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    Das Schweigen brechen
    Zentralrat der Ex-Muslime
    05.01.2014

    https://schariagegner.wordpress.com/2014/01/06/weltweit-sind-islamkritische-blogger-von-hinrichtung-bedroht-oder-wurden-durch-radikale-getoetet/

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    Avijit Roy

    Avijit Roy was a Bangladeshi American online activist, writer, blogger known for pioneering Bengali freethinkers’ weblog-forum, Mukto-Mona. Roy was a prominent advocate of free expression in Bangladesh, coordinating international protests against government censorship and imprisonment of bloggers. He was well known for his writings on his self-founded site Mukto-Mona, an Internet community for freethinkers, rationalists, skeptics, atheists, and humanists of mainly Bengali and other South Asian descent. He was hacked to death by unknown assailants in Dhaka, Bangladesh, on 26 February 2015.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Avijit_Roy

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    Ananta Bijoy (অনন্ত বিজয় দাশ)

    bei Mukto-Mona

    http://www.mukto-mona.com/Articles/ananta/index.htm

    auf dem Blog: somewhere in

    http://www.somewhereinblog.net/blog/anantabijoy

    facebook

    https://www.facebook.com/Ananta.Bijoy

  6. Carcinòl Says:

    Mohamed Cheikh Ould Mohamed
    Cheikh Ould Mohamed Ould M’Kheitir
    Cheikh ould Mohamed ould Mkhaitir
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    Mauritanie : condamné à mort pour apostasie

    http://www.lemonde.fr/afrique/article/2014/12/26/mauritanie-condamne-a-mort-pour-blaspheme_4546246_3212.html

    La condamnation à mort de Mohamed Cheikh Ould Mohamed Ould Mkhaitir : un cas de dysfonctionnement de la justice

    http://www.opinion-internationale.com/dossier/pas-de-contrainte-en-islam-il-faut-liberer-mohamed-cheikh-condamne-a-mort-pour-ses-idees-en-mauritanie/la-condamnation-a-mort-de-mohamed-cheikh-ould-mohamed-ould-mkhaitir-un-cas-de-dysfonctionnement-de-la-justice

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    Mauretanien: Todesstrafe für kritischen Blogger

    Im Januar 2015 berichtete IHEU (International Humanist and Ethical Union) über den mauretanischen Blogger Mohamed Cheikh Ould Mkhaitir (Ould M’Kheitir, Ould Mkhaitir).

    IHEU condemns death sentence for “apostasy”, handed to writer in Mauritania

    http://iheu.org/iheu-condemns-death-sentence-for-apostasy-handed-to-writer-in-mauritania/

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    BERLIN. (hpd) Dem mauretanischen Blogger Mohamed Cheikh Ould Mkhaitir droht die Hinrichtung. Reporter ohne Grenzen erinnerte gestern daran, dass sich im Falle des verurteilten saudischen Bloggers Raif Badawi weltweit Protest erhob, über das Schicksal von Mkhaitir jedoch kaum etwas bekannt sei.

    Mohamed Cheikh Ould Mkhaitir schrieb im Dezember 2013 in seinem Blog, dass bereits der Religionsgründer Mohammed mit zweierlei Mass gemessen hat. Er versuchte zu zeigen, welche Rolle die Religion in der sozialen Hierarchie und Diskriminierung zwischen den sozialen Schichten spielt.

    Als Reaktion darauf kam es zu Demonstrationen, bei der Rufe „Tod dem Blogger“ laut wurden. Seine kritischen Worte wurden als Blasphemie gegen den Propheten verstanden, denn er beschreibe Mohammad als einen ungerechten Mann, der seinen Stamm gegenüber den anderen bevorzugte.

    Am 2. Januar 2014 wurde Mohamed Cheikh verhaftet und am 24. Dezember nach einer kurzen Gerichtsverhandlung zum Tode verurteilt. Im Gerichtssaal und noch vor dem Richterspruch sprach er das islamische Glaubensbekenntnis (Shahada) um deutlich zu machen, dass sich zum Islam bekennt. Er erklärte dem Gericht, dass es nicht seine Absicht war, den Propheten zu kritisieren und entschuldigte sich auch für das, was er schrieb. Trotzdem wurde die Todesstrafe verhängt. […]

    http://hpd.de/artikel/12133

  7. Jacques Auvergne Says:

    Teenager köpfen und kreuzigen. Angela Merkel sollte es interessieren, schließlich verkauft sie Leopard-Kampfpanzer dorthin und hält den Islam für einen Bestandteil Deutschlands.

    Islam in Reinform bietet Saudi-Arabien. Jeden zweiten Tag wird dort jemand nach Koran und Sunna umgebracht. Kommt jetzt eine Todesstrafe mit anschließender sogenannter Kreuzigung, d. h. öffentlicher Vorführung des Ermordeten, um andere zu warnen und vor einem solchem Tun abzuschrecken? Wird die deutsche Regierung etwas tun, vielleicht nach mehr Islam rufen oder nach flexiblerem Islam?

    Der junge Schiit Ali al-Nimr (Ali Mohammed al-Nimr) ist Regierungskritiker. Vor drei Jahren (2012) wurde der damals Siebzehnjährige (minderjährig!) verhaftet, anlässlich des Arabischen Frühlings und in der mehrheitlich von Schiiten bewohnten Provinz Qatif (Al-Qaṭīf).

    https://en.wikipedia.org/wiki/Qatif

    Wird Riad die islamische (islamrechtliche) Strafe gegen den jungen Ali al-Nimr vollziehen, ihn erst köpfen, dann kreuzigen?

    Ali stammt aus einer bekannten und regierungskritischen Familie. Sein Onkel ist ein schiitischer Kleriker und ebenfalls zum Tode verurteilt worden, Scheich Nimr Baqer al-Nimr.
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    En Arabie saoudite, le jeune chiite Ali Al-Nimr risque d’être exécuté « à tout moment »

    Le Monde.fr avec AFP | 23.09.2015

    […] Le 27 mai 2014, Ali Mohammed Al-Nimr a été condamné à mort par crucifixion par le tribunal pénal spécial de Djedda pour participation à des manifestations contre le gouvernement […]

    Au-delà de ces aveux forcés, la condamnation d’Ali Mohammed Al-Nimr semble surtout liée à ses liens familiaux. Son oncle, le cheikh Nimr Baqer Al-Nimr, fut l’une des figures de proue du mouvement de contestation chiite qui a secoué le royaume en 2011 et en 2012. […}

    http://www.lemonde.fr/arabie-saoudite/article/2015/09/23/en-arabie-saoudite-le-jeune-chiite-ali-al-nimr-risque-d-etre-execute-a-tout-moment_4768174_1668306.html

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    L’Arabie saoudite condamne à mort une figure de la contestation chiite

    LE MONDE | 19.10.2014 à 18h27 | Par Benjamin Barthe (Beyrouth, correspondant)

    La montée des tensions confessionnelles au Proche-Orient n’a pas fait fléchir les juges saoudiens. Mercredi 15 octobre, la cour criminelle de Riyad, spécialisée dans les affaires de « terrorisme », a condamné à mort le cheikh Nimr Baqer Al-Nimr, figure de proue du mouvement de contestation chiite, qui avait secoué le royaume en 2011 et 2012.

    http://www.lemonde.fr/proche-orient/article/2014/10/19/l-arabie-saoudite-condamne-a-mort-une-figure-de-la-contestation-chiite_4508695_3218.html

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    Ali Mohammed Al-Nimr Sentenced To Crucifixion In Saudi Arabia For Attending Pro-Democracy Protest

    Eve Hartley | The Huffington Post UK, 22.09.2015

    |A teenager who was arrested in 2012 for taking part in an anti-government protest in Saudi Arabia will be crucified and beheaded after his latest appeal was dismissed.

    Ali Mohammed al-Nimr was apprehended aged 17 after a closed trial found him guilty of encouraging pro-democracy protests using his Blackberry.

    His rejected appeal was held in secret and has left all his legal avenues exhausted, meaning he could be executed at any moment. […]

    http://www.huffingtonpost.co.uk/2015/09/22/teenager-sentenced-to-death-by-crucifixion-in-saudi-arabia_n_8177584.html

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    U.N., rights groups call on Saudi Arabia to spare man from beheading, crucifixion

    By Schams Elwazer, CNN 23.09.2015

    (CNN)A group of U.N. experts has joined rights groups in calling on Saudi Arabia to halt the execution of a Shiite man convicted of crimes reportedly committed as a teenager during protests inspired by the Arab Spring.

    Ali al-Nimr, the nephew of firebrand Shiite cleric Sheikh Nimr al-Nimr, faces execution by beheading and an additional rare punishment of „crucifixion,“ which means publicly displaying the body after death as a warning to others, according to Saudi state media. […]

    „Death followed by crucifixion is the punishment in the Islamic penal code for a specific charge of attacking and targeting civilians and causing them deliberate injury or death with the intention of terrorizing them,“ explains Saad Hamid, an expert in international law and Islamic jurisprudence.

    „The aim of showing such mutilation is a form of extreme deterrence so no one would even think of doing the same thing in the future.“

    Although it’s very rare, Saudi Arabia has previously displayed the bodies of executed prisoners on crosses and encouraged the public to view the grotesque scene.

    In November 2013, five Yemenis were convicted of armed robbery and murder in the remote province of Jizan and sentenced to crucifixion. The Yemenis‘ beheaded bodies were shown in public.

    http://edition.cnn.com/2015/09/23/middleeast/saudi-arabia-ali-al-nimr-execution/

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    Umstrittenes Urteil in Saudi-Arabien: Der Gleichmacher soll sterben

    Von Susanne Koelbl, DER SPIEGEL 21.11.2014

    […] Die Regierung wirft Nimr vor, die Schiiten gegen das Königshaus aufzuwiegeln und „ausländische Einmischung“ in die inneren Angelegenheiten des Landes zu provozieren. Scheich Nimr sei außerdem „ungehorsam“ gegenüber den Machthabern.

    Nimr gilt als populärster Anführer unter den jungen Schiiten in Saudi-Arabien, deren Glaubensgemeinschaft vor allem im ölreichen Osten lebt. Die Schiiten machen zehn bis 15 Prozent der saudi-arabischen Bevölkerung aus, die übrigen Muslime sind Sunniten. In Nimrs Heimatstadt Katif [Qatif, al-Qaṭīf] gingen nach seiner Verurteilung Hunderte Menschen auf die Straße und hielten demonstrativ sein Foto in den Händen. Dabei sind Demonstrationen im Königreich verboten.

    Der in Teheran ausgebildete Geistliche im Rang eines Ajatollahs ist für die Monarchie in Riad zur Gefahr geworden, seit er zu Beginn des Arabischen Frühlings 2011 Proteste gegen die Regierung in Riad anführte. Nimr prangerte die Benachteiligung der Schiiten im wahhabitischen Königreich an und forderte volle Bürgerrechte für die Mitglieder seiner Konfession. […]

    König Abdullah Abd al-Asis Al Saud hat das Todesurteil gegen den geistlichen Rebellen erstmal „ausgesetzt“.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/saudi-arabien-todesurteil-gegen-prediger-nimr-al-nimr-a-1002335.html

  8. Jacques Auvergne Says:

    Saudi-Arabiens Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Faisal bin Hassan Trad, ist der neue Vorsitzende des UN-Menschenrechtsrats.
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    ONU : l’Arabie saoudite prend la tête d’une instance stratégique du Conseil des droits de l’homme et provoque la colère des associations

    Par Francetv info 22.09.2015

    Il aurait été nommé discrètement en juin, mais il prend tout juste ses fonctions. Faisal bin Hassan Trad, ambassadeur de l’Arabie saoudite à l’Office des Nations unies à Genève, a pris, lundi 21 septembre, la tête du panel du Conseil des droits de l’homme. La publication de sa nomination a immédiatement provoqué la colère des défenseurs des droits humains. En tête, l’ONG UN Watch, qui juge, dans un communiqué (en anglais), „scandaleux que les Nations unies choisissent un pays qui a décapité plus de personnes que l’Etat islamique“ pour ce poste-clé.

    Faisal Trad prend en effet la tête d’un groupe de cinq diplomates, dont le rôle est notamment de choisir les experts chargés d’observer et rapporter les atteintes aux droits de l’homme dans le monde. Or, l’Arabie saoudite a exécuté au moins 80 personnes depuis le début de l’année 2015, et „détient sans doute le pire des records en matière de liberté religieuse et de droits des femmes“, poursuit UN Watch. Les minorités (ethniques, religieuses, sexuelles) et les opposants politiques y sont également sévèrement traités et régulièrement condamnés.

    Une „catastrophe“, selon un diplomate occidental

    Dans son dernier rapport, Amnesty International précise en outre que „les autorités ont pris pour cible la communauté des défenseurs des droits humains, petite mais active, et elles ont utilisé les lois antiterroristes pour réprimer ses activités pacifiques qui visent à dénoncer et à combattre les violations des droits humains“. La militante Ensaf Haidar estime que le Conseil des droits de l’homme de l’ONU donne ainsi „le feu vert“ à l’Arabie saoudite „pour recommencer à fouetter“ Raif Badawi, son mari, opposant au régime et blogueur saoudien, condamné à recevoir 1 000 coups de fouet. […]

    http://www.francetvinfo.fr/monde/onu-l-arabie-saoudite-prend-la-tete-du-conseil-des-droits-de-l-homme-et-provoque-la-colere-des-associations_1093837.html

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    Saudi UN envoy to remain head of influential human rights panel

    by: TIMES OF ISRAEL STAFF 20.09.2015

    […] Faisal bin Hassan Trad was first appointed to head the five-member group of ambassadors — known as the Consultative Group — in June this year. The UN ambassadors of Greece, Algeria, Chile and Lithuania make up the rest of the panel, which is charged with selecting applicants from around the world to fill more than 75 positions “with mandates to report and advise on human rights from a thematic or country-specific perspective,” according to a UN document.

    UN Watch, an independent Geneva-based NGO, claims Trad’s selection to chair the panel went intentionally unreported by UN diplomats.

    Riyadh had initially campaigned to head the UN Human Rights Council altogether, but dropped that bid in June.

    UN Watch executive director Hillel Neuer said in a statement that it was “scandalous that the UN chose a country that has beheaded more people this year than ISIS [the Islamic State] to be head of a key human rights panel. Petro-dollars and politics have trumped human rights.

    “Saudi Arabia has arguably the worst record in the world when it comes to religious freedom and women’s rights, and continues to imprison the innocent blogger Raif Badawi,” Neuer added, in reference to the Saudi liberal activist who was sentenced to 10 years in prison and 1,000 lashes, despite international outrage over his case. […]

    http://www.timesofisrael.com/saudis-un-envoy-to-remain-head-of-influential-human-rights-panel/

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    Saudi-Arabiens Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Faisal bin Hassan Trad, wurde zum neuen Vorsitzenden des UN-Menschenrechtsrats gewählt.

    L’essentiel/kle (Luxemburg) 23.09.2015

    http://www.lessentiel.lu/de/news/ausland/story/Er-soll-gekoepft-und-dann-gekreuzigt-werden-10126336

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    Saudi-Arabien ist jetzt Experte für Menschenrechte. Aha.

    Marieke Reimann, 21.09.2015

    Saudi-Arabien hat seit einigen Tagen den Vorsitz eines wichtigen Beratergremiums des UN-Menschenrechtsausschusses inne. Wie UN Watch, ein unabhängiges Watch-Blog, gestern schrieb, wurde Faisal bin Hassan Trad – als Vertreter Saudi-Arabiens – in eine Menschenrechts-Expertengruppe gewählt.

    Als Leiter der fünfköpfigen Diplomaten-Gruppe bekommt Trad die Möglichkeit in allen Ländern, in denen sich die UN um die Einhaltung der Menschenrechte bemüht, wichtige Positionen mit ausgewählten Kandidaten zu besetzen. Eine Farce, wenn man bedenkt, wie sich Saudi-Arabien im eigenen Land für Menschenrechte einsetzt.

    „Es ist skandalös, dass die UN einem Land eine Führungsrolle in einem Menschenrechts-Ausschus gibt, das dieses Jahr schon mehr Menschen geköpft hat, als Isis“, sagt Hillel Neuer, Geschäftsführer von UN Watch. “Öl-Dollar und Politik haben Menschenrechte übertrumpft.“

    STOCKHIEBE, HINRICHTUNGEN, KEINE FRAUENRECHTE

    Schon öfter machte der UN-Menschenrechtsausschuss mit fragwürdigen Entscheidungen von sich reden. Aktuelle Mitglieder sind nämlich unter anderem Russland, China und Katar. „Saudi-Arabien hält den Negativ-Rekord der Welt, wenn es um Religionsfreiheit und Frauenrechte geht“, sagt Neuer.

    Da hat der UN-Experte leider nicht ganz Unrecht: Das arabische Land mit 30 Millionen Einwohnern verbietet zum Beispiel allen Frauen Auto zu fahren. Amnesty International veröffentlichte zudem Ende August einen erschreckenden Bericht, aus dem hervorgeht, dass alle zwei Tage ein Mensch in Saudi-Arabien hingerichtet wird.

    Demnach wurden alleine im vergangenen Jahr 175 Menschen exekutiert. […]

    http://ze.tt/saudi-arabien-faisal-bin-hassan-trad-beraet-un-menschenrechtsrat-un-menschenrechte-aha/

  9. Jacques Auvergne Says:

    – Staatliches Ermorden von Regierungskritikern in Saudi-Arabien
    – Schiiten in Saudi-Arabien
    – Hinrichtung von Scheich an-Nimr (Nimr Bāqir an-Nimr)

    L’Arabie saoudite a annoncé ce samedi avoir exécuté 47 personnes condamnées pour „terrorisme“. Parmi eux, le dignitaire chiite Nimr Baqer al-Nimr, une figure de la contestation contre le régime, et des djihadistes d’Al-Qaïda.

    http://www.lexpress.fr/actualite/monde/proche-moyen-orient/arabie-saoudite-47-personnes-executees-pour-terrorisme_1749996.html

    Saudi Arabia has executed the prominent Shia cleric Sheikh Nimr al-Nimr
    BBC, 02.01.2016

    http://www.bbc.com/news/world-middle-east-35213244

    Nimr al-Nimr hingerichtet: Eskalation in Teheran: Demonstranten stürmen Saudi-Botschaft nach Massenexekution

    FOCUS, 03.01.2016

    http://www.focus.de/politik/ausland/nimr-al-nimr-hingerichtet-eskalation-in-teheran-demonstranten-stuermen-saudi-botschaft-nach-massenexekution_id_5186123.html

  10. Bragalou Says:

    Bangladesh Arrests Publisher for Books Said to Hurt Muslims

    Associated Press

    February 16, 2016 11:35 AM
    NEW DELHI —

    A Bangladeshi court placed a publishing house owner and two other people on remand Tuesday for publishing books alleged to hurt the religious sentiments of Muslims.

    Metropolitan Magistrate Amirul Islam Chowdhury made the order after police produced publisher Shamsuzzoha Manik, his office executive Shamsul Alam and printing press owner Taslim Uddin. Police will be questioning Manik for five days, Alam for one day and Uddin for two days.

    The arrests followed the shutdown Monday of a stall of the „Badwip Prokshan,“ the publishing house owned by Manik, at a major month-long book fair in Dhaka.

    Six books were seized from the stall, police official Abdul Baten told a news conference.

    The arrests were made after some readers complained that the books discussed sex and perversion of Muslims.

    They would face up to 14 years in jail if convicted of violating the country’s information technology law.

    The recent murders of secular bloggers and a publisher who dealt with Islam and criticized Prophet Muhammad in writings and books have drawn attention to freedom of expression in Bangladesh […]

    http://www.voanews.com/content/Bangladesh-Arrests-Publisher-for-Books-Said-to-Hurt-Muslims/3193273.html

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    Suspected Militants Kill Hindu Priest in Bangladesh

    VOA News

    February 21, 2016 2:59 PM

    Suspected Islamist militants stabbed to death a Hindu priest at a temple in northern Bangladesh Sunday. […]

    http://www.voanews.com/content/suspected-militants-kill-hindu-priest-in-bangladesh/3200634.html

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    Professor Hacked to Death in Bangladesh

    VOA News

    Last updated on: April 23, 2016 11:15 AM

    A university professor was murdered in northwestern Bangladesh Saturday, in an attack similar to other killings by suspected Islamist militants.

    Rezaul Karim Siddique was hacked from behind as he waited for a bus near his home in the city of Rajshahi, apparently to go to the university campus.

    The 58-year-old English professor at Rajshahi University was also an advisor to several cultural programs. […]

    http://www.voanews.com/content/bangladesh-attack/3299504.html

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    Doctor in Bangladesh Is Latest Victim in Series of Hacking Deaths

    Maaz Hussain

    May 20, 2016 9:12 PM

    A doctor in western Bangladesh was hacked to death as he drove to his clinic Friday morning, and the Islamic State group later claimed credit for the attack in a message published online.

    Police said Sanaur Rahman, a homeopathic doctor, was riding on the back of a motorcycle when he was struck in the head with a machete. The assailants escaped. News reports said Rahman might have been targeted because he hosted concerts for Baul singers — mystic musicians whose syncretic religious beliefs are opposed by Islamist militants.

    His killing followed a series of similar attacks over the past two years, which have targeted secular and progressive bloggers, writers, activists and intellectuals. […]

    http://www.voanews.com/content/doctor-bangladesh-latest-victim-series-hacking-deaths/3340021.html

  11. Bragalou Says:

    Reach a final declaration and create an international think-tank on “Women, Peace, Security and Development”.

    (Rabat (Marokko) 2016. International Conference: Women, Peace, Security and Development.)

    (12.03.2015. Mercredi, l’Arabie Saoudite a annoncé qu’elle rappelait son ambassadeur en Suède.)

    Rien ne va plus entre la Suède et l’Arabie Saoudite

    Par Anne-Françoise Hivert, correspondante en Scandinavie — Libération, 12 mars 2015.

    […] Au centre de la polémique : Margot Wallström, la chef de la diplomatie suédoise. Invitée d’honneur au sommet de la Ligue arabe au Caire ce week-end, elle devait tenir un discours devant les délégués de l’organisation panarabe. Il a été annulé au dernier moment. Selon la ministre, certains pays n’auraient pas apprécié qu’elle évoque la situation des droits de l’homme dans la région. En janvier, elle avait déjà dénoncé les «méthodes moyenâgeuses» de l’Arabie Saoudite, après la condamnation du blogueur Raef Badaoui [Raif Badawi] à la flagellation.

    Lundi, les ministres des affaires étrangères de la Ligue arabe ont publié conjointement un communiqué, dans lequel ils expriment leurs «condamnation et étonnement» à l’égard des propos de Margot Wallström, rappelant que la Constitution de l’Arabie Saoudite repose sur les lois de la charia, «qui respectent les droits de l’homme et protègent la vie humaine, la propriété, l’honneur et la respectabilité». […]

    http://www.liberation.fr/planete/2015/03/12/rien-ne-va-plus-entre-la-suede-et-l-arabie-saoudite_1219236

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    Ce qui se passe quand la Suède traite la justice saoudienne de «moyennâgeuse»

    Repéré par Pierre Lemerle

    Monde, 30.03.2015

    […] C’est, en substance, la question posée par l’affaire Margot Wallströme. Début mars, une crise diplomatique éclate entre l’Arabie saoudite et la Suède. En cause: les déclarations de la ministre des Affaires étrangères suédoise qui a qualifié de «moyenâgeuses» les méthodes de la justice saoudienne contre Raef Badaoui, un blogueur saoudien flagellé pour «insulte à l’islam».

    Conséquence de cette déclaration: le rappel de l’ambassadeur saoudien de Stockholm et la fin d’un accord de coopération militaire qui aurait dû être reconduit le 10 mars. L’Arabie saoudite a cependant annoncé le retour de son ambassadeur à Stockholm considérant que le gouvernement suédois s’était excusé.

    Problème pour certains, le manque de réactions du côté occidental. «Le scandale, c’est qu’il n’y ait pas de scandale», s’emporte Nick Cohen dans le Spectator. L’éditorialiste reproche aux pays occidentaux de garder le silence, laissant l’Arabie saoudite attaquer la diplomatie suédoise. […]

    http://www.slate.fr/story/99675/affaire-wallstroem-suede-arabie-saoudite

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    Margot Wallström

    Wallström „promised a ‚feminist‘ foreign policy when her Social Democrats formed the coalition government“ in October 2014.[32] She has criticized the lack of women’s rights in Saudi Arabia.[33] The Spectator, the oldest continuously published magazine in the English language, wrote:

    „The Swedish foreign minister denounced the subjugation of women in Saudi Arabia. As the theocratic kingdom prevents women from travelling, conducting official business or marrying without the permission of male guardians, and as girls can be forced into child marriages where they are effectively raped by old men, she was telling no more than the truth.“

    https://en.wikipedia.org/wiki/Margot_Wallstr%C3%B6m

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    „Saudi Arabia Recalls Ambassador From Sweden as Rift Widens“

    AP. 11 March 2015. Retrieved 23 January 2016 – via The New York Times.

    ___p://www.revolvy.com/main/index.php?s=Margot%20Wallstr%C3%B6m&item_type=topic

    STOCKHOLM (AP) — Saudi Arabia has recalled its ambassador from Sweden, widening a diplomatic rift between two countries with sharply contrasting views on everything from women’s rights to criminal justice.

    Author: Suzanne Wade

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    Saudi-Arabien beruft Botschafter aus Schweden ab

    FAZ, 11.03.2015

    […] Ausgelöst wurde die Krise in den bilateralen Beziehungen durch ein Redeverbot für Schwedens Außenministerin Margot Wallström bei einem Treffen der Arabischen Liga am Montag in Kairo. […]

    Die Außenministerin war in der Vergangenheit selten öffentlich auf die restriktive Politik in Saudi-Arabien eingegangen. Im Januar kritisierte sie allerdings die Verurteilung des Bloggers Raef Badawi zu zehn Jahren Haft und 1000 Stockschlägen wegen Beleidigung des Islam. Auch die EU kritisierte das Redeverbot für Wallström.

    Quelle: okü./AFP

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/saudi-arabien-beruft-botschafter-aus-schweden-ab-13477336.html

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    Streit zwischen Schweden und Saudi-Arabien eskaliert

    SPIEGEL, 11.03.2015

    […] Im Januar hatte Wallström die Verurteilung des Bloggers Raif Badawi zu zehn Jahren Haft und 1000 Stockschlägen wegen Beleidigung des Islam in deutlicher Form kritisiert.

    Die EU kritisierte das Redeverbot für Wallström scharf. „Wir bedauern, dass es der schwedischen Außenministerin nicht möglich war, ihre Rede zu halten“, hatte eine EU-Kommissionssprecherin in Brüssel erklärt. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini werde mit Wallström und dem Chef der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, sprechen, um „die Situation zu verstehen“.

    anr/Reuters/AFP/AP

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/saudi-arabien-zieht-botschafter-in-schweden-ab-a-1022963.html

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    Hilfe für „feministische Außenpolitik“

    taz, 31.03.2015
    Reinhard Wolff

    […] Als die 60-jährige Ex-UN-Sondergesandte Wallström im Kampf gegen sexuelle Gewalt in Konfliktsituationen in ihrer ersten Amtshandlung Palästina offiziell anerkannte und die „unglaubliche Aggressivität Israels“ anprangerte, rief die israelische Regierung ihren Botschafter ab. Und der saudi-arabische Gesandte reiste nach Hause, nachdem Wallström die dortigen Menschenrechtsverletzungen gegeißelt und die Verurteilung des Bloggers Raif Badawi als „mittelalterlich“ kritisiert hatte. Dass Schweden zudem ein vor zehn Jahren geschlossenes Verteidigungsabkommen mit dem Land aufkündigte, geht auch wesentlich auf Wallströms Konto.

    Nach ein paar Tagen waren die demonstrativ abgezogenen Botschafter zwar stillschweigend wieder zurück. Doch vor allem Schwedens Industrie fürchtet um ihre Geschäfte. […]

    http://www.taz.de/!5014438/

    Frau Wallström und der Respekt vor dem Islam
    Die Achse des Guten, 23.03.2015

    http://www.achgut.com/artikel/frau_wallstroem_und_der_respekt_vor_dem_islam

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    September 2016

    Le Maroc et la Suède, une volonté commune de concrétiser une relation exemplaire (Mezouar)

    […] à la Conférence internationale qui se tient à Rabat sous le thème „Femmes, paix et sécurité“. […]

    http://www.atlasinfo.fr/Le-Maroc-et-la-Suede-une-volonte-commune-de-concretiser-une-relation-exemplaire-Mezouar_a75055.html

    September 2016

    La ministre suédoise des A.E à Rabat pour confirmer la normalisation

    http://plan-autonomie.com/5411-la-ministre-suedoise-des-a-e-a-rabat-pour-confirmer-la-normalisation.html

    Margot Wallström Verifizierter Account
    ‏@margotwallstrom

    In #Morocco to meet FM Mezouar and conf on Women, Peace and Security . On agenda: regional challenges, human rights and bilateral coop.

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    International Conference: Women, Peace, Security and Development

    (Rabat (Marokko) am 07.09.2016.)

    Ministère des Affaires étrangères et de la Coopération, 7 rue F. Roosevelt, Rabat, Morocco

    The international conference on: « Women, Peace, Security and Development », falls within the framework of the resolution 1325 (2000), and the six successive resolutions of the #UnitedNations Security Council on « Women, Peace, Security and Development », and which aim is the inclusion of women’s participation in the negotiating process and the consolidation of peace. […]

    [Der Frieden der Lebensweise und Staatlichkeit nach Koran und Sunna dürfte gemeint sein, nicht der Frieden im Einklang mit den universellen Menschenrechten.]

    – Develop alliances and strategic ties between different actors of official and parallel diplomacy.

    – Find the means apt to reinforce the participation and the role of women on all levels of decision making and dialogue.

    – Protect women’s rights [Allahs Frauenrechte] in times of conflict and develop a gender sensitive [„komplementär“ wie im Nahda-Verfassungsvorschlag Tunesiens?] and accountable planning.

    Reach a final declaration and create an international think-tank on “Women, Peace, Security and Development”.

    [ Affaire à suivre, bleiben wir am Thema. ]

    http://allevents.in/rabat/international-conference-women-peace-security-and-development/660729444082018#

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