Genitale Intaktheit

Die Beschneidung hat keine Vorteile – aber viele Nachteile

Die im Sinne der genitalen Intaktheit aller Kinder und Jugendlichen wichtigste Rede anlässlich des Worldwide Day of Genital Autonomy (Welttag der genitalen Selbstbestimmung) hielt die Vorsitzende des Zentralrates der Ex-Muslime, die den von Beschneidungsverharmlosern immer wieder behaupteten: „Schutz vor AIDS und Krebs“ und „das Verhindern urologischer Krankheiten“ nüchtern in den Bereich des Aberglaubens verweist. Mina Ahadi zeigt auf, dass es modern denkenden Menschen und ernsthaften Kinderrechtlern nicht um das Aushandeln von Altersgrenzen zum Beschneiden Minderjähriger, sondern um: „ein weltweites Beschneidungsverbot von allen Jungen und Mädchen unter achtzehn Jahren“ gehen muss. Ein kompromissloser Einsatz für Wissenschaft und Kinderrechte, Köln am 7. Mai 2014.

Ich bin Mina Ahadi und spreche hier für den Zentralrat der Ex-Muslime und auch für Eltern aus so genannten Islamischen Ländern, wo die Jungenbeschneidung eine verbreitete religiöse Tradition ist.

Vor genau einem Jahr standen wir schon einmal auf diesem Platz, um die Gesundheit aller Kinder zu verteidigen und ihre körperliche Unversehrtheit zu schützen.

Ging es damals im Wesentlichen darum, für die Bundesrepublik Deutschland das Beschneidungsgesetz § 1631d BGB abzuschaffen, kommen wir heute zusammen, um solche Gesetze international zu verhindern.

Noch immer wird auf der ganzen Welt behauptet, vor allem in den sogenannten islamischen Ländern, die Jungenbeschneidung sei eine religiöse Pflicht und diene zusätzlich dem Schutz vor AIDS und Krebs oder sei hilfreich in Bezug auf das Verhindern urologischer Krankheiten. Wer wissenschaftlich an diese Behauptungen herangeht erkennt, dass das einfach nicht stimmt. Ganz im Gegenteil, weltweit sterben Jahr für Jahr zahlreiche Kinder bei der Beschneidung und zwar durchaus auch bei oder nach den Operationen in modernsten Krankenhäusern.

Auch wenn es durch eine einflussreiche Lobby aus Religionsführern, beschneidungsfreundlichen Medizinern und machtbesessenen Politikern geleugnet wird, sind die schädlichen Folgen jeder Beschneidung der Fachwelt und Teilen der Öffentlichkeit inzwischen bekannt. Die notwendige Aufklärungsarbeit müssen wir jetzt in die Jugendämter, Wohlfahrtsverbände und Schulen bringen. Wir werden dabei auf Widerstand stoßen.

Eine medizinisch erforderliche oder medizinisch vorteilhafte Beschneidung von Jungen unter achtzehn Jahren gibt es in 99 Prozent der Fälle nicht, selbst dann kann und sollte vorhauterhaltend behandelt werden. Gerade bei den Familien aus sogenannten islamischen Ländern muss ein Umdenken stattfinden. Die Mullahs und Muftis, die den Verlust ihrer Macht und Bedeutung fürchten, setzen in diesen Monaten die europäischen Regierungen unter Druck. Wir Beschneidungsgegner sind eine stetig wachsende, weltweite Bewegung geworden. Politik und Presse können uns nicht mehr ignorieren. Nutzen wir unsere Stärke, um weltweit Gesetze zu erreichen, die das Kindeswohl und die Kinderrechte – von Mädchen und Jungen – wirklich schützen.

Deshalb ist unsere heutige Demonstration gegen die Kinderbeschneidung nicht nur für Deutschland oder Europa wichtig, sondern hat eine unmittelbare Wirkung auf Länder wie Iran, Irak, Sudan und Afghanistan.

Kinderärzte und Psychologen überall auf der Welt sind sich längst einig, dass die Beschneidung Mädchen ebenso wie Jungen an der körperlichen und seelischen Gesundheit beschädigt – und zwar ein ganzes Leben lang. Kein Kind kann verstehen, worum es bei der Beschneidung wirklich geht, der Junge will Ehre und Männlichkeit erzielen und ihm wird durch die Eltern und großen Brüder deutlich gemacht, dass das ohne Beschneidung nicht funktioniert.

Auch Vierzehn- bis Siebzehnjährige sind, völlig altersgemäß, sexuell relativ unerfahren und können durch erwachsene Vertrauenspersonen leicht überlistet werden, in eine Beschneidung einzuwilligen. Alle diese Kinder und Jugendlichen müssen wir vor der lebenslangen und irreversiblen Schädigung schützen. Die Studien des dänischen Mediziners Dr. Morten Frisch belegen, dass die Beschneidung auch das Intimleben der Sexualpartner eines männlichen Beschnittenen nachteilig beeinflussen kann.

An diesem siebten Mai verlangen wir von den Menschenrechtsorganisationen und Politikern, den Angriff auf den gesunden Körper eines jungen Menschen als Menschenrechtsverletzung und Kinderrechtsverletzung zu definieren und fordern ein weltweites Beschneidungsverbot von allen Jungen und Mädchen unter achtzehn Jahren. Es gibt kein Elternrecht auf Beschneidung.

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17 Antworten to “Genitale Intaktheit”

  1. Edward von Roy Says:

    hpd 12.05.2014 · Nr. 18545
    ERINNERUNG AN DAS „KÖLNER URTEIL“

    Mina Ahadi, die für den Zentralrat der Ex-Muslime sprach, sagte, es ging heute nicht mehr nur um eine Botschaft an die deutsche Regierung, das Beschneidungsgesetz abzuschaffen, sondern, darum solche Gesetze international zu verhindern. Besonders Familien aus sogenannten Islamischen Ländern seien zum Umdenken aufgefordert. Laut Ahadi fürchteten die Vertreter islamischer Religionsgemeinschaften um ihren Machtverlust und setzten die Europäische Regierungen derzeit unter Druck. Die heutige Demonstration richte sich nicht nur an die europäischen Staaten sondern habe vor allem auch eine Signalwirkung in Richtung der islamischen Länder wie Iran, Irak, Sudan, Afghanistan usw., in denen die Beschneidung aus religiösen Motiven häufig vorgenommen werden. Ahadi forderte ein weltweites Beschneidungsverbot für alle Jungen und Mädchen unter 18 Jahren.

    Gislinde Nauy

    http://hpd.de/node/18545?page=0,1

    http://hpd.de/node/18545
    *
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    hpd 13.05.2014 · Nr. 18552
    SYMPOSIUM ZUR GENITALEN AUTONOMIE

    Als nächster Redner gab Prof. Dr. Maximilian Stehr einen Überblick über die wichtigsten medizinischen Fakten der Vorhautamputation. Nach einer Erläuterung von Nutzen und Funktion der Vorhaut, zeigte Stehr, ergänzt durch eindrückliches Bildmaterial, was bei einer Beschneidung im Einzelnen geschieht und nannte sowohl zwangsläufige (z.B. Reduktion der sexuellen Empfindung, die Verhornung der Eichel) als auch weitere mögliche (z.B. Entzündungen, Nachblutungen, Absterben) Komplikationen einer Beschneidung. Zudem argumentierte er schlüssig gegen die verbreitete Behauptung, eine Routinezirkumzision habe als präventive Maßnahme einen medizinischen Nutzen: Sämtliche Studien, auf die sich diese Behauptung stützt, ignorieren wichtige Faktoren wie sexuelle Praktiken oder Durchseuchung am jeweiligen Standort.

    Prof. Stehr bewertete als Komplikation, dass auf jeden Fall nach einer Beschneidung eine verminderte sexuelle Sensibilität eintrete. Dies sei die zwingende Folge des gegebenen Funktionsverlustes bei Fehlen des sensibelsten Teils des Penis’.

    Gislinde Nauy & Walter Otte

    http://hpd.de/node/18552?page=0,0

  2. Jacques Auvergne Says:

    Alarm – in nur acht Wochen wird es für die säkulare sprich die freiheitliche Demokratie gefährlich: Gotteslästerung, Zwangsheirat (auch als Auslandsstraftat), männliche wie weibliche Genitalverstümmelung: der 70. Deutsche Juristentag, Hannover 2014 grübelt über „Fragen zur Relevanz kultureller und religiöser Hintergründe“ – ein Einfallstor für das Denken und Politikmachen der Muslimbrüder!
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    (Zitat)

    Deutscher Juristentag – Abteilung Strafrecht: Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft
    15.07.2014 — Dr. Georg Neureither

    Der 70. Deutsche Juristentag (DJT) findet vom 16. bis 19.09.2014 in Hannover statt. Die strafrechtliche Abteilung wird sich mit der Frage beschäftigen, ob als Folge der kulturellen und religiösen Pluralisierung der in Deutschland lebenden Bevölkerung Änderungen im Strafrecht zu empfehlen sind.

    Ein Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Verbotsnormen im StGB, die Delikten mit kulturellen oder religiösen Tathintergründen gelten. Ist der Tatbestand der Bekenntnisbeschimpfung (§ 166 StGB) noch zeitgemäß? Gibt es Änderungsbedarf im Hinblick auf sonstige Äußerungsdelikte? Wäre die Einführung einer weiteren Verbotsnorm zu empfehlen, die über den Tatbestand der Volksverhetzung (§ 130 StGB) hinaus die Verbreitung rassistischer Gedanken unter Strafe stellt?

    Es stellt sich ferner die Frage, ob für den neugeschaffenen Tatbestand „Verstümmelung weiblicher Genitalien“ (§ 226a StGB) und den Rechtfertigungsgrund für die Beschneidung von Jungen (§ 1631d BGB) Empfehlungen für die Auslegung oder für Änderungen in der Gesetzesfassung zu beschließen wären und ob das strafrechtliche Verbot der Zwangsheirat (§ 237 StGB) als gelungen anzusehen ist, insbesondere was die Erfassung von im Ausland begangenen Tathandlungen betrifft.

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der international geführten Debatte um „cultural defenses“. Zu erwägen ist, ob sich aus der kulturellen Biographie des Täters und seiner Beweggründe die Forderung nach Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgründen ergibt und welche Rolle den Religionsgrundrechten in Art. 4 I, II GG im strafrechtlichen Kontext der Rechtfertigung und Entschuldigung zukommt. Praktisch wichtig ist die Frage, ob kulturelle und religiöse Tathintergründe als schuldmindernde Umstände einzustufen und strafmildernd zu berücksichtigen sind. Diesem Aspekt kommt bei der Auslegung des Merkmals „niedrige Beweggründe“ beim Mord (§ 211 StGB) in Fällen von Blutrache und so genannter Ehrenmorde eine entscheidende Rolle zu.

    Auch bei der Auslegung anderer Tatbestandsmerkmale, etwa der Zumutbarkeit einer Hilfeleistung (§ 323c StGB), ergeben sich ähnlich gelagerte Fragen zur Relevanz kultureller und religiöser Hintergründe. Im Kontext der Strafzumessung ist ferner die Wertung rassistischer und fremdenfeindlicher Motive als Strafschärfungsgrund zu erörtern.

    (Zitatende)

    http://religion-weltanschauung-recht.net/2014/07/15/deutscher-juristentag-abteilung-strafrecht-kultur-religion-strafrecht-neue-herausforderungen-in-einer-pluralistischen-gesellschaft/#more-4743

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    70. Deutscher Juristentag, Hannover 2014
    Fachprogramm

    http://www.djt.de/70-deutscher-juristentag/fachprogramm/ueberblick/

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    STRAFRECHT
    Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft

    Auch bei der Auslegung anderer Tatbestandsmerkmale, etwa der Zumutbarkeit einer Hilfeleistung (§ 323c StGB), ergeben sich ähnlich gelagerte Fragen zur Relevanz kultureller und religiöser Hintergründe. Im Kontext der Strafzumessung ist ferner die Wertung rassistischer und fremdenfeindlicher Motive als Strafschärfungsgrund zu erörtern.

    http://www.djt.de/70-deutscher-juristentag/fachprogramm/strafrecht/

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  3. Edward von Roy Says:

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    Ein Ulmer Kinderarzt rechnet vor, dass jährlich Zehntausenden von kleinen Jungen hierzulande die Vorhaut ohne medizinischen oder religiösen Grund entfernt wird. Krankenkassen zahlen für die Beschneidungen.

    In Deutschland gibt es pro Jahr etwa 28.000 nutzlose Beschneidungen, die weder einen triftigen medizinischen Grund, noch einen religiösen Anlass haben. Das behauptet der Ulmer Kinderarzt Dr. Christoph Kupferschmid in der aktuellen Ausgabe der Verbandszeitschrift für Kinder- und Jugendärzte. Jede Beschneidung koste die Kassen zwischen 150 und 300 Euro, wodurch die gesetzliche Krankenversicherung jährlich um bis zu 8,4 Millionen Euro belastet werde. Das Engagement der Kinderärzte gegen rituelle Beschneidungen sei angesichts dieser „riesigen Zahl von unnötigen Beschneidungen im medizinischen Bereich“ kaum glaubwürdig, meint der Kinderarzt.

    Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung muss feststellen, dass binnen vier Jahren die ambulanten sogenannten Zirkumzisionen um 34 Prozent ansteigen, obwohl die Zahl der Jungen in Deutschland insgesamt zurückgeht. Eine bundesweit verlässliche Statistik gibt es allerdings nicht. Die Kiggs-Studie des Robert-Koch-Instituts zählte 2007 insgesamt 670.000 beschnittene Jungen unter 18 Jahren in Deutschland. Bei Kindern ohne Migrationshintergrund waren bereits fast zehn Prozent beschnitten, bei Migrantenkindern 15,3 Prozent.

    Die hohen Beschneidungszahlen ohne rituellen Anlass hält Kupferschmid vor allem für ein Problem der Medizin. Weil eine verengte Vorhaut bei Neugeborenen völlig normal ist und bei 96 Prozent aller Jungen vorkommt, dreht sich die ärztliche Diskussion darum, bis wann sich diese sogenannte Phimose zurückgebildet haben und ab wann behandelt werden sollte. …

    Im August 2013 wurde die deutsche Leitlinie für die Phimosenbehandlung (PDF) entsprechend angepasst, von einer Beschneidung als Vorsorgemaßnahme wird dort explizit abgeraten. Eine Therapie sollte erst im Vorschulalter erfolgen, wenn die Phimose tatsächlich Probleme bereitet. Eine Operation ist auch nicht die einzige Möglichkeit. Zuvor kann versucht werden, die enge Vorhaut mit Salbe zu behandeln.

    Kinderarzt Kupferschmid beklagt nicht nur die unnötigen Eingriffe und Kosten, sondern auch das darauf folgende Leid der Behandelten. Bei einer durchschnittlichen OP-Komplikationsrate von fünf Prozent rechnet er jährlich mit 1400 Kindern, die überflüssigerweise an den Folgen des Eingriffs leiden. …

    ANMERKUNG Leider sagt Christoph Kupferschmid nicht, dass die medizinisch nicht absolut gebotene Beschneidung immer schädigt und immer Leid bedeutet. Zu beklagen ist auch, dass nicht darauf hingewiesen wird, dass das durchschnittliche Lebensalter für die soganannte Retraktierbarkeit (retractibility, retraction) bei 11,4 Jahren liegt (ELF KOMMA VIER) und eben nicht „im Vorschulalter“. Durchschnittswert bedeutet (Verteilungskurve), dass der Junge auch 13 oder 15 Jahre alt sein kann bis die Vorhaut Eichelkranz (Corona glandis) und Kranzfurche (Sulcus coronarius) ganz freigibt. Gegen Mythos und Praxis des Vor-Schulbeginn-Den-Jungen-Noch-Schnell-Beschneiden müssen Sozialpädagogen und Jungenarbeiter etwas tun.

    von: Christian Seel
    aus: Beschneidung ohne Not?
    in: OnMedia.de (gofeminin.de) 18.07.2014

    http://www.onmeda.de/g-kinder/beschneidung-3102.html

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    Ein kindeswohlgefährdendes Ärgernis sind die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie Phimose und Paraphimos (006/052 – S1-Leitlinie Phimose und Paraphimose aktueller Stand: 08/2013)

    „Bei unkompliziertem Verlauf ist der Beginn einer Therapie im Vorschulalter, bei Beschwerdefreiheit auch später, zu empfehlen.“

    Was soll das? Es ist grundsätzlich überhaupt nichts zu tun, gerade „bei Beschwerdefreiheit“ haben Erwachsene ihre Finger (und Scheren bzw. Skalpelle) vom Kindergenital zu lassen. Das verantwortungslos dahergesagte „Therapie im Vorschulalter“ soll wohl Bedarf wecken. ELF KOMMA VIER (11,4 Jahre) ist der Durchschnittswert der (völligen) Retraktierbarkeit, das meint den Jungen im fünften oder sechsten Schuljahr, nicht „im Vorschulalter“. Ganz schlimm: kein Wort der Warnung vor der vorzeitigen gewaltsamen Retraktion (Premature, forcible, foreskin retraction, PFFR), man lese dazu bitte unten bei John Geisheker oder bei den ausgezeichneten Doctors Opposing Circumcision.

    „Zirkumzisionen sind mit einer signifikanten Komplikationsrate behaftet.“

    Das ist verantwortungslos irreführend, die Beschneidung ist Genitalverstümmelung und schädigt in jedem Fall. Es ist kinderfeindlich, männerfeindlich und wissenschaftsfeindlich von der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie, die bekannten zerstörerischen Folgen jeder Beschneidung (Sorrells et al. zu fine-touch, s. u.; Frisch et al. zu Sex und Ehe / Partnerschaft, s. u.) einfach auszublenden.

    http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/006-052l_S1_Phimose_Paraphimose_2013-08.pdf

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    Premature, forcible, foreskin retraction (PFFR)

    Doctors Opposing Circumcision

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/info-forcedretraction.html

    What Is the Greatest Danger for an Uncircumcised Boy? A doctor’s visit can harm your boy.

    Written by John Geisheker, J.D., LL.M.

    http://www.psychologytoday.com/blog/moral-landscapes/201110/what-is-the-greatest-danger-uncircumcised-boy

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    Fine-touch pressure thresholds in the adult penis.

    Sorrells ML, Snyder JL, Reiss MD, Eden C, Milos MF, Wilcox N, Van Howe RS

    CONCLUSIONS: The glans of the circumcised penis is less sensitive to fine touch than the glans of the uncircumcised penis. The transitional region from the external to the internal prepuce is the most sensitive region of the uncircumcised penis and more sensitive than the most sensitive region of the circumcised penis. Circumcision ablates the most sensitive parts of the penis.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17378847

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    Male circumcision and sexual function in men and women: a survey-based, cross-sectional study in Denmark

    Morten Frisch, Morten Lindholm and Morten Grønbæk

    Conclusions Circumcision was associated with frequent orgasm difficulties in Danish men and with a range of frequent sexual difficulties in women, notably orgasm difficulties, dyspareunia and a sense of incomplete sexual needs fulfilment. …

    http://ije.oxfordjournals.org/content/early/2011/06/13/ije.dyr104.full

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  4. Carcinòl Says:

    Gegen die Säuglingsbeschneidung alter jüdischer oder jüngerer US-amerikanischer Tradition wollte man als Deutscher Bundestag 2012 bewusst nichts tun. Will man 2014 Kinder, Jungen wie Mädchen, in ihre MGM bzw. FGM einwilligen lassen? Warum erfolgt am 04.12.2014 (Elfter Bericht der Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik, Drucksache 18/3494) kein Hinweis auf das „Die Vertragsstaaten treffen alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen“ aus Artikel 24 (3) der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, warum nicht wenigstens ein Bekenntnis zum Verbot jeder weiblichen Genitalverstümmelung (nach der WHO also FGM Typ I, II, III, IV)?

    Gegebenes Kleinkindalter und staatlich vermutete Einwilligungsfährigkeit ist an Kaltschnäuzigkeit ohnehin kaum zu überbieten, nach dem leider legalen, auf männliche Kinder zielenden Säuglingsbeschneidungsprinzip müsste folgerichtig auch an kleinen Mädchen etwa die milde Sunna durchgeführt werden dürfen. Beides gilt es zu verhindern bzw. abzuschaffen. Keine Beschneidung unter achtzehn.
    ::

    A 4 Menschenrechte von Kindern

    Kinder sind Träger eigener Rechte, die es im Hinblick auf die Würde des Kindes auf allen Ebenen zu achten und zu fördern gilt. Daran orientiert sich das Handeln der Bundesregierung in der Kinderpolitik. Das Grundgesetz erkennt Kinder als Grundrechtsträger an. Die Kinderrechte sind Teil der allgemeinen Menschenrechte, zu deren Achtung sich die Bundesregierung gemeinsam mit den EU-Partnern im Rahmen internationaler und europäischer Verträge, insbesondere im VN-Übereinkommen über die Rechte des Kindes von 1989 (Kinderrechtskonvention – KRK) und seinen drei Fakultativprotokollen, verpflichtet hat. Auch der am 13. Dezember 2007 unterzeichnete Vertrag von Lissabon enthält eine ausdrückliche Bestimmung zum Schutz der Rechte des Kindes (neuer Art. 3 Abs. 3 und 5 Vertrag über die Europäische Union, EUV). Dem Schutz und der Stärkung der Kinderrechte fühlt sich die Bundesregierung daher in besonderer Weise verpflichtet. (…)

    Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

    Für die Bundesregierung hat die Partizipation von Kindern an den sie betreffenden Entscheidungen einen hohen Stellenwert. Kinder haben ein Recht darauf, ihre Meinung in allen sie betreffenden Angelegenheiten frei zu äußern und gehört zu werden, sowie darauf, dass ihre Meinung angemessen berücksichtigt wird (Art. 12 VN-KRK). Die Bundesregierung hat den weiteren Ausbau dieser Partizipation von Kindern und Jugendlichen ausdrücklich zu einem wichtigen Ziel erklärt. Bund, Länder, Kommunen und Verbände haben neue Ansätze entwickelt, um Kindern frühzeitig Einblick in Entscheidungsprozesse zu vermitteln und ihnen darin eine aktive Rolle zu ermöglichen.

    aus:
    Deutscher Bundestag
    Drucksache 18/3494
    04.12.2014

    Unterrichtung durch die Bundesregierung

    Elfter Bericht der Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/034/1803494.pdf

  5. Edward von Roy Says:

    8th Mai 2015
    08. Mai 2015

    Genital Autonomy 2015 – Kongress, Ort: Frankfurt Youth Hostel

    „Internationaler Kongress in Frankfurt Unter dem Titel Myths and Multiple Standards – Mythen und unterschiedliche Maßstäbe werden namhafte Referenten aktuelle Fragen der genitalen Selbstbestimmung von Jungen, Mädchen und Intersexuellen diskutieren. Die Konferenz findet in englischer und deutscher Sprache statt. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von Genital Autonomy mit Unterstützung von intaktiv e.V.“

    (Quelle: Bundesweiter Arbeitskreis Säkulare Grüne)

    http://saekulare-gruene.de/events/event/on/2015/05/08/

    Der Beschneidung der Jungen und Mädchen ist Scharia, wer zu feige ist, den Islam zu kritisieren, wird nie etwas für die Kinder erreichen.

    Die wollen in den Himmel kommen. Ein unbeschnittener Penis ist religiöse Pflichtverweigerung und damit islamisch illegal (haram).

    Die Penisvorhaut des 15-Jährigen oder Älteren ist im islamischen Recht (Scharia) gar kein Teil des jenseitszentriert zu denkenden und rituell rein zu haltenden männlichen Körpers und was nicht an den Frauenkörper (islamisch ab neun Jahre) gehört sprich was religiös abzuschneiden ist, weiß dein Mufti oder Scheich oder kannst du nachlesen im ‚Umdat as-Salik wa ‚Uddat an-Nasik (Reliance of the Traveller and Tools of the Worshipper, bekannter als Reliance of the Traveller), wobei der amerikanische Sufimeister Nuh Ha Mim Keller das Wort baẓr mit Klitorisvorhaut gezielt falsch übersetzt hat.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Reliance_of_the_Traveller

    Answering Islam blickt durch:

    „translation by Nuh Hah Mim Keller, made for Western consumption, obscures the Shafi’i law“

    http://answering-islam.org/Sharia/fem_circumcision.html

    Die von unseren Multikulturalisten und Postmodernisten beschworene Genitale Autonomie (genital autonomy) läuft auf Beschneidung hinaus (sowie auch auf straffreie Päderastie, man verhindere bitte auch das), etwa auf das Aushandeln von Altersgrenzen (Stichwort informed consent).

    Marlene Rupprecht wollte 2012 jeden 14-jährigen Jungen in sein Verstümmeltwerden (MGM) einwilligen lassen und kann dieses genitale Beschnittenwerden jedem die FGM wünschenden Mädchen konsequenterweise gar nicht verwehren. Der Islam des schafiitischen Fiqh verlangt die Beschneidung der Jungen und Mädchen.

    Wir sehen: Kinder unter 18 Jahren brauchen keine Genital Autonomy, sondern Genital Intactness.

    Zum Glück ist Mina Ahadi in Frankfurt dabei, für ein menschenfreundliches und insbesondere kinderfreundliches Ergebnis des Kongresses besteht also Hoffnung.

    Genital Autonomy Frankfurt 2015: Myths and multiple standards

    Bestätigte Dozenten

    Following the now annual demonstration in Cologne on 7 May to support genital autonomy for all children, there will be a two-day conference in Frankfurt. This will explore some legal and medical issues relating to the genital cutting of children. There will be expert speakers from several countries and delegates from all over the world. …

    Confirmed speakers so far: Marlene Rupprecht, Lena Nyhus (Denmark), Steven Svoboda (USA), Tim Hammond, Susana Rocha-Teixeira, Simon Zobel, Tommi Paalanen (Finland), Professor Michael Thomson (UK), Kaan Göktaş (Turkey), Tiina Vilponen (Finland), Christian Bahls, Mina Ahadi, Shemuel Gerber, Michel Garenne

    http://www.eventbrite.co.uk/e/genital-autonomy-frankfurt-2015-myths-and-multiple-standards-tickets-8116953025

    Im Anschluss an die jährlich am 7. Mai stattfindende Demonstration in Köln wird es am 08.05. und 09.05.2015 eine zweitägige Konferenz in Frankfurt am Main geben. Diese wird rechtliche, ethische, soziale und medizinische Aspekte im Zusammenhang mit Eingriffen an menschlichen Genitalien analysieren sowie die damit verbundenen Interessenlagen und Machtstrukturen beleuchten. Neben renommierten internationalen Fachleuten als Referenten werden Delegierte aus der ganzen Welt anwesend sein, so dass sehr leicht Kontakte zu Experten und Menschenrechtsaktivisten geknüpft werden können. Sobald die Referenten bestätigt sind, werden ihre Namen zu diesem Buchungssystem hinzugefügt.

    Confirmed speakers so far: Marlene Rupprecht, Lena Nyhus (Denmark), Steven Svoboda (USA), Tim Hammond, Susana Rocha-Teixeira, Simon Zobel, Tommi Paalanen (Finland), Professor Michael Thomson (UK), Kaan Göktaş (Turkey), Tiina Vilponen (Finland), Christian Bahls,

    http://www.koln.deutschlandlokal.com/98_Genital-Autonomy-Frankfurt-2015-Myths-and-multiple-standards

    Keine Beschneidung unter achtzehn!

  6. Edward von Roy Says:

    Zitat aus:

    intaktiv: Pressemitteilung zur internationalen “Genital Autonomy”-Konferenz in Frankfurt/Main

    „Nun findet erstmals eine internationale Genital Autonomy-Konferenz in Deutschland statt. Am 08. und 09. Mai werden im Haus der Jugend in Frankfurt am Main unter dem Titel Myths and Multiple Standards – Mythen und unterschiedliche Maßstäbe aktuelle Fragen zu Eingriffen an den Genitalien sowie der genitalen Unversehrtheit und Selbstbestimmung von Jungen, Mädchen und Intersexuellen diskutiert.

    Prominenteste Rednerin aus deutscher Sicht ist die SPD-Politikerin und ehemalige Bundestagsabgeordnete Marlene Rupprecht, die über die Aktivitäten bezüglich der körperlichen Unversehrtheit aller Kinder auf europäischer Ebene berichtet.

    Mina Ahadi, iranischstämmige Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime [ZdE] sowie der türkische Autor Kaan Göktaş befassen sich mit männlicher Genitalverstümmelung in muslimischen Ländern. Dr. Michel Garenne vom epidemiologischen Institut Pasteur in Paris geht der Frage nach, ob durch Vorhautamputationen die Übertragung von HIV verhindert werden kann.

    Aus dem Themenbereich der weiblichen Genitalverstümmelung sprechen die britische Psychologin Dr. Ann-Marie Wilson, Vorsitzende von 28 Too Many, und Susana Rocha-Teixeira von der deutschen Organisation Terres des Femmes [TdF].

    Das Thema Intersexualität wird durch den deutsch-französischen Wissenschaftler Simon Zobel sowie Markus Bauer aus der Schweiz, Aktivist für genitale Unversehrtheit von Intersexuellen und gegen erzwungene Geschlechtsangleichungen, vertreten.

    Weitere Vortragende kommen aus den USA, Finnland, Dänemark und Österreich und beleuchten das Thema genitale Selbstbestimmung u. a. unter den Aspekten Position der Vereinten Nationen, konkreter Gerichtsfälle, Lobbyarbeit und psychologischer Auswirkungen.“

    https://intaktiv.de/pm-genital-autonomy/

    Keine Beschneidung unter 18

  7. Genital Autonomy No Thanks, Genital Intactness Yes Please! Says:

    Genital Autonomy 2015 Myths and Multiple Standards
    Internationale Konferenz zu genitaler Selbstbestimmung
    ::

    Die Konferenz mit dem Titel Myths and multiple standards wird am 8. und 9. Mai 2015 im Haus der Jugend in Frankfurt am Main stattfinden. Die internationale Referentenliste umfasst unter anderem:

    J. Steven Svoboda – der US-amerikanische Anwalt und Gründer der Organisation „Attorneys for the Rights of the Child“ kontrastiert in seinem Vortrag „The rights of the child vs the rights of the parent?“

    Mina Ahadi – die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime und des Internationalen Komitees gegen Steinigung und Todesstrafe gibt Antworten auf die Frage, was gegen Beschneidung von Jungen in „islamischen Ländern“ getan werden kann

    Shemuel Garber – der Student und Autor der Bachelorthesis „The circular cut: Problematizing the longevity of civilisation´s most aggressively defended amputation“ stellt die Zusammenhänge zwischen kulturellen, religiösen und medizinischen Rechtfertigungen für Vorhautamputationen dar

    Kaan Göktaş – der türkische Journalist und Autor eines in der Türkei publizierten Buches über die Tradition der männlichen „Beschneidung“ im Zusammenhang mit dem Islam, Sexualität und Kinderrechten berichtet über männliche Genitalverstümmelung in der Türkei

    Susana Rocha Teixeira – das Thema der Aktivistin von Terres des Femmes ist „Myths and Multiple Standards with Regards to Body Modifications“

    Markus Bauer – der Mitbegründer der Organisation „Zwischengeschlecht“, die sich für das Recht auf genitale Unversehrtheit von Intersexuellen und somit gegen erzwungene Geschlechtsangleichungen an Kindern einsetzt, greift die Sitzung der UN-Kommission für Kinderrechte auf, in der Anfang 2015 Genitalverstümmelungen an Intersexuellen als „schädliche Praktik“ bezeichnet wurden

    Marlene Rupprecht – die SPD-Politikerin und ehemalige Bundestagsabgeordnete sowie Angehörige der Kinderkommission des deutschen Bundestages berichtet über die 2013 verabschiedete Resolution des Council of Europe zur körperlichen Unversehrtheit von Kindern und weitere Schritte zu diesem Ziel

    Die Vorträge werden englischsprachig sein, mit Ausnahme der Rednerinnen Mina Ahadi und Marlene Rupprecht, die auf Deutsch referieren werden.

    aus: Viola Schäfer (Internationale Konferenz zu genitaler Selbstbestimmung), auf: hpd 30.03.2015

    http://hpd.de/artikel/11499

    ::
    Say NO to genital autonomy and YES to genital intactness.

  8. Minderjährige (unter 18) sind NICHT genital autonom. Says:

    Concerning any person under the age of 18 years: Genital Autonomy No Thanks, Genital Intactness Yes Please!
    ::

    MYTHS AND MULTIPLE STANDARDS

    Programme of events in Frankfurt and Cologne 6th to 9th May 2015

    Wednesday 6th May
    19:00 – Meet in the Skyline Deck, Frankfurt Youth Hostel / Haus Der Jugend, for a pre-conference drink & gathering.

    Thursday 7th May
    07:45 – Frankfurt Youth Hostel / Haus Der Jugend. Bus departs 08:00 to Cologne for attendees who wish to participate in Worldwide day of Genital Autonomy demonstration.

    Friday 8th May
    09:00 – Registration.

    09:30 – Short welcome.

    09:35 – UN Council and genital cutting and children’s rights.
    Victor Sande-Aneiros

    10:20 – Insights from the outside: How in 2012 the German legislator allowed foreskin amputations for whatever reason and MOGiS response.
    Christian Bahls

    11:05 – Coffee.

    11:20 – The rights of the child versus the rights of the parent?
    J Steven Svoboda

    12:05 – Whose Rights? Conflicts of interest and ethical arguments about genital mutilation.
    Tommi Paalanen

    12:50 – Lunch.

    14:00 – ‘Evidence, harm and rationality: Sir James Munby In the Matter of B and G [2015]‘?
    Prof Michael Thompson

    14:45 – The Interdependence between Cultural, Religious, and Medical Justifications for Male Foreskin Removal.
    Shemuel Garber

    15:30 – Male circumcision and prevention of HIV: rational and irrational decisions and behaviours.
    Dr Michel Garenne

    16:15 – Tea.

    16:30 – Lobbying in Denmark and its applicability elsewhere.
    Lena Nyhus

    17:15 – Circumcision of boys in “Islamic countries”: What can be done against it?
    Mina Ahadi

    18:00 – Dinner followed by evening film show.
    19:15 – Intersexion
    20:30 – Whose Body Whose Rights?
    21:45 – Fire Eyes

    Saturday 9th May
    9:00 – Registration.

    9:30 – Short welcome.

    9:35 – Exploring the aftermath of circumcision.
    Tim Hammond

    10:20 – Turkey and MGM.
    Kaan Göktaş

    11:05 – Coffee.

    11:25 – Using research to accelerate community change.
    Dr Ann-Marie Wilson

    12:10 – Myths and Multiple Standards with Regards to Body Modifications.
    Susana Rocha Teixeira [Terre des Femmes TdF]

    12:55 – Lunch.

    14:00 – The Hermaphrodite Question: When scientific standards, medicine and culture collide.
    Simon Zobel

    14:45 – “2015: Intersex Genital Mutilations (IGM) considered a ‘harmful practice’ by UN – Intersex Social Movement Strategies in Action.”
    Markus Bauer

    15:30 – Tea.

    15:50 – Psychological harm.
    Tiina Vilponen

    16:35 – Strasbourg, the Resolution and beyond.
    Marlene Rupprecht [ging 2012 auf 14 Jahre]

    17:20 – Conference closes.

    http://www.genitalautonomy.org/2015/02/11/myths-and-multiple-standards/

    ::
    HGM, i. e. FGM and MGM. A minor is a person under 18 years of age. Let us say NO to genital autonomy for minors, and YES to their genital intactness. Any circumcision on a girl or a boy below the age of eighteen years should be considered as child abuse and illegal.

  9. Edward von Roy Says:

    ::
    aus: David Smith (Genital Autonomy: A New Approach )

    Let the children decide for themselves—all in good time—Paul Mason

    [Sicherlich war und ist der Kampf gegen die Säuglingsbeschneidung wichtig. Hier aber ruft David Smith doch ganz offensichtlich zum Aushandeln von Altersgrenzen [vgl. u.: age of consent] im Sinne der informierten Zustimmung des etwas älteren Kindes: „Lasst die Kinder selbst entscheiden“. Nein!

    Antrag abgelehnt, unter achtzehn Jahren dürfen wir dem Kind keine „genitalautonome“ Entscheidung für das eigene genitale Verstümmeltwerden lassen. Der weibliche oder männliche Minderjährige kann die Folgen der FGM oder MGM auf Gesundheit, Sexualität und Partnerschaften völlig altersgemäß noch gar nicht abschätzen und ist daher gerade nicht genital autonom.

    Nicht viel anders ist das ja im Bezug auf das Thema Sex: Einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen Minderjährigen und Erwachsenen gibt es nicht! Sollte es so sein, dass gerade auch im Namen der Genital Autonomy für unser Verständnis für Beschneidung auf Kinderwunsch geworben wird, während die selbe „Genitalautonomie“ offen oder verdeckt nach der Straffreistellung von Pädosexualität ruft? Von der (kinderfeindlichen) Pädo-Lobby sollten sich die intaktivistischen Genitalautonomen unzweideutig abgrenzen.]

    p 328

    We need GA to receive the same recognition internationally as Amnesty International and Greenpeace have, …

    p 333

    in: Genital Cutting: Protecting Children from Medical, Cultural, and Religious Infringements
    herausgegeben von: George C. Denniston, Frederick M. Hodges, Marilyn Fayre Milos

    https://books.google.de/books?id=nb9EAAAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    [2011]

    Conference report: Law, human rights, and non-therapeutic interventions on children

    A conference titled, “Law, Human Rights, and Non-Therapeutic Interventions on Children,” was held on 31 August – 1 September [2011] at the University of Keele, UK. Speakers from the United States, Britain, the Netherlands and Australia covered all aspects of non-therapeutic surgery on children’s genitals, including male circumcision, female genital cutting (mutilation), and intersex children (i.e. babies born with ambiguous genitalia). The conference organizers, including David Smith of Genital Autonomy EU and Michael Thomson, professor of Law at the University of Keele, took a very creative approach, bringing together grass-roots anti-circumcision and child protection activists with academics and officials not necessarily associated with direct advocacy. All participants felt that the event was „a smashing success“, marking a new phase in the struggle for recognition of the rights of children to bodily integrity.

    [Da steht leider nicht bodily intactness, sondern bodily integrity. „Integrität“ aber beinhaltet die Gesamtheit des persönlichen Körpergefühls, des Körpergestaltens und des körperbezogenen Strebens und Planens, weshalb jede Body-Modification sprich ggf. leider auch der kindliche bzw. jugendliche Beschneidungswunsch integriert sein kann. Genau das jedoch ist für Mädchen und Jungen zu verhindern: keine Beschneidung unter achtzehn!].

    http://www.circinfo.org/news_2011.html

    J. Steven Svoboda reports on a conference on circumcision and other genital surgeries held at the University of Keele.

    http://www.circinfo.org/Genital_integrity_conference.html

    Genital Autonomy, Children’s Rights, and Competing Rights Claims in International Human Rights Law

    Author: Debra L. DeLaet
    Source: The International Journal of Children’s Rights, Volume 20, Issue 4, pages 554 – 583
    Subjects: Human Rights & Humanitarian Law
    Publication Year : 2012

    Claims that genital autonomy should be considered a human right

    [erst ab achtzehn, sonst müssten wir jetzt die Päderastie legalisieren, was aber im funktionierenden Rechtsstaat nicht sein darf, selbst angesichts des islamischen Heiratsalters von neun Jahren für die Mädchen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Aischa_bint_Abi_Bakr#Eheschlie.C3.9Fung_mit_Mohammed

    „Saudi-arabischer Kleriker: Es ist eine Ungerechtigkeit, zehn Jahre alte Mädchen NICHT zu verheiraten. It’s an injustice to NOT marry girls aged 10, says Saudi cleric“

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-1115624/Its-injustice-NOT-marry-girls-aged-10-says-Saudi-cleric.html

    „Den islamischen Überlieferungen zufolge war Aischa beim Eheschließungsvertrag mit Mohammed sechs und beim Vollzug der Ehe neun Jahre alt [neun Mondjahre, ggf. also achteinhalb].“

    … and at that time I was a girl of nine years of age. (Sahih Al-Bukhari, Volume 5, Book 58, Number 234)

    … and he consummated his marriage when she was nine years old, and then she remained with him for nine years (i.e., till his death). (Sahih Al-Bukhari, Volume 7, Book 62, Number 64; see also Numbers 65 and 88)

    … and he took up cohabitation with me when I was nine. … (Sunan Abu Dawud, Book 41, Number 4915)

    http://www.answering-islam.org/Shamoun/prepubescent.htm

    Genitale Autonomie zu Ende gedacht: Wer die Genitalbeschneidung auf Kinderwunsch (gleichberechtigt versteht sich für Junge oder Mädchen) legalisieren will, wird die in der Scharia ggf. neun Jahre alte Ehefrau nicht verhindern können.]

    … call into question medically unnecessary genital alterations, including genital cutting of both boy and girl children, the forced or coerced circumcision of adults, and surgical alterations performed on the genitals of intersex children prior to the age of consent. To date, global norms suggest only a narrow applicability of any right to genital autonomy. International organizations, states, and non-governmental organizations increasingly condemn genital cutting of girls and women but generally tolerate both the genital cutting of boys and men and the surgical alteration of the genitals of intersex children. In examining assertions that genital autonomy should be considered a human right, the article considers competing rights claims, including religious and cultural rights, parental rights, and contending perspectives on health rights. Ultimately, this article highlights the limitations of international human rights law as a tool for promoting a right to genital autonomy.

    http://booksandjournals.brillonline.com/content/journals/10.1163/15718182-55680007?crawler=true

    ::

  10. Kızılırmak Says:

    Nun zum yazar (Schriftsteller) Kaan Göktaş, dem Autoren von Oldu da Bitti Maşallah, der nicht voreilig als türkischer Beschneidungsgegner gehandelt werden sollte. Sein Verdienst ist es, das türkische Tabuthema Nummer Eins überhaupt anzusprechen. Das reicht aber nicht, um die islamische MGM und islamische FGM zu überwinden:

    „Tartışılmalı. Wir sollten diskutieren“ – Nein, Schluss mit dem Beschneiden der Mädchen oder Jungen, da gibt es nichts zu diskutieren.

    „Bu, din adamları, hukukçular, hekimler ve psikologlar tarafından konuşulmalı. Mit islamischen Klerikern, Rechtsanwälten, Ärzten und Psychologen“ – Aber nein, die Geistlichen der Scharia haben 1.400 Jahre lang Zeit gehabt, die islamische Jungenbeschneidung und islamische Mädchenbeschneidung abzuschaffen.

    „Çünkü kadın sünnetinin hiçbir şekilde dini temeli yok. Die Frauenbeschneidung (FGM) hat keinerlei religiöse Grundlage“ – Falsch, die FGM ist islamische Pflicht für alle Schafiiten und evtl. auch Hanbaliten, die anderen sunnitischen Rechtsschulen halten sie für gottgefällig oder ehrbar.

    aus: Sünnet çocuk haklarına aykırı mı?, in: radikal 28.03.2013

    http://www.radikal.com.tr/hayat/sunnet_cocuk_haklarina_aykiri_mi-1126947

    Kaan Göktaş: Turkey and MGM

    (Das funktioniert nicht, MGM ist Scharia und FGM ist mindestens den Schafiiten Religionspflicht. Kaan Göktaş versucht den Back-to-Quran-Ansatz, letztlich also leider ein salafistischer Weg. Der Hidschab ist Scharia und die Jungenbeschneidung ebenfalls. Jetzt nur den Koran in die Luft halten und die Muftis und Scheiche bitten, etwas gegen die im Hadith verankerte MGM zu tun … das wird nichts. Göktaş kann wissen: Islam ist eben nicht nur Koran, sondern Koran und Sunna. )

    „Kaan Göktaş ist ein türkischer Journalist und hat Antike Kulturen und Soziologie in Istanbul studiert. Nach seinem Erstlingswerk über die Evolutionstheorie und den Islam hat er in der Türkei ein Buch über Beschneidung, Islam und Kinderrechte publiziert. Er berichtet über männliche Genitalverstümmelung in der Türkei und erläutert dabei, dass die Beschneidung keinen direkten Bezug zum Islam hat [falsch, das stimmt nicht] und neben der Religion z. B. auch Tradition und gesellschaftlicher Druck eine wichtigen Rolle für die Beibehaltung der Praktik spielen.“

    https://intaktiv.de/wp-content/uploads/2015/05/Presseinfo_GA-Konferenzprogramm_03-05-2015.pdf

  11. Kızılırmak Says:

    Quran Only Movement, Quranism

    Ist Göktaş Koranist?

    Dankenswerterweise schrieb HaWeHa im Januar 2015 mit, was Kaan Göktaş an Nebel über die Schariapflicht zur Beschneidung der Jungen (und mindestens schafiitisch auch aller Mädchen) geworfen hatte, ARD hat den Stunden vor dem Attentat auf Charlie Hebdo publizierten Beitrag längst gelöscht:

    Mein Junge nicht – in der Türkei beginnt langsam die Debatte über Beschneidung (Audio)

    http://www.ardmediathek.de/radio/Studio-9-Deutschlandradio-Kultur/Mein-Junge-nicht-in-der-T%C3%BCrkei-beginnt/Deutschlandradio-Kultur/Audio-Podcast?documentId=25709518&bcastId=22051212

    „Ist die Beschneidung im Islam eigentlich eine Pflicht? – Nein ist sie nicht. Beschneidung, auf Türkisch sünnet ist nicht einmal Sunna, also die Vorgabe, so zu leben, wie der Prophet Mohammet gelebt hat. Nirgends gibt einen Eintrag darüber, dass der Prophet Mohammed beschnitten war. Die Beschneidung ist eine Praxis, die 150 bis 200 Jahre nach dem Tod Mohammeds eingeführt wurde. …

    Die Beschneidung sei weder religiös noch gesundheitlich notwendig, sagt der Bergbau-Ingenieur.“

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&postID=38112

    Kaan Göktaş weiß es nicht oder verschweigt uns: Jungenbeschneidung ist Teil der Fiṭra (angeborenes Ausgerichtetsein auf Allahgott hin) sowie schariarechtlich (islamisch) verpflichtend, für Hanafiten und Malikiten als sogenannte sunna muʾakkada, einer absoluten Verpflichtung gleichzustellende Sunna, für Hanbaliten und Schafiiten als unmittelbar als farḍ bzw. wāǧib, (absolute) Religionspflicht.

    Amongst Ulema (Muslim legal scholars), there are differing opinions about the compulsion of circumcision in Sharia (Islamic law). Imams Abū Ḥanīfa, founder of the Hanafi school of Fiqh (Islamic jurisprudence), and Malik ibn Anas, maintain that circumcision is a Sunna Mu’akkada—not obligatory but highly recommended. The Shafi’i and Hanbali schools see it as binding on all Muslims.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Khitan_(circumcision)#Sunni_Islam

    Most Shia traditions regard the practice as obligatory. They rely on sayings that come from classical Shia authors. In one narration Muhammad was asked if an uncircumcised man could go to pilgrimage. He answered „not as long as he is not circumcised“. They quote Ali as saying: „If a man becomes Muslim, he must submit to circumcision even if he is 80 years old“. Another narration from Al-Sadiq says: „Circumcise your sons when they are seven days old as it is cleaner (athar) and the flesh grows faster and because the earth hates the urine of the uncircumcised“. It is also believed that the urine of the uncircumcised is impure, while if one prays with unclean genitals their prayer may not be considered as acceptable, even of those who have been circumcised, meaning that it may have to be repeated again at a time when the believer has purified themselves and removed the impurity. Another hadith of Muhammad states: „the earth cries out to God in anguish because of the urine of the uncircumcised“, and that „the earth becomes defiled from the urine of the uncircumcised for forty days“.[29]

    http://en.wikipedia.org/wiki/Khitan_(circumcision)#Shia_Islam

    5 – Circumcision

    It was narrated that Abu Hurayra said: The Messenger of Allaah (…) said: “The fiṭra (natural state) is five things, or five things are part of the fitra: circumcision, shaving the pubic hairs, plucking the armpit hairs, clipping the nails and trimming the moustache.”

    Narrated by al-Bukhari, 5550; Muslim, 257

    http://islamqa.info/en/20064

    Bleibt die Frage nach dem Wann … bevor der Junge schariarechtlich reifer Mann ist, bevor er also 15 oder 16 sechzehn Jahre alt ist. Beschnitten worden sein muss der erwachsene Muslim auf jeden Fall. Fatwa.

    The Islamic law has not defined a desirable time or age for circumcision

    http://fatwa.islamweb.org/emainpage/index.php?page=showfatwa&Option=FatwaId&Id=89015

    Question

    … a following question : “Circumcision does cause harm … it removes the most sensitive portions of the penis. It causes nerve damage. It removes the natural gliding action of the penis. If Allah knows best, why put the foreskin their to begin with, only to have a risky procedure to cut it off later?”.Please answer it.

    Answer

    This indicates the merits of Islam and the greatness of the Islamic Shari’a.

    http://fatwa.islamweb.org/emainpage/index.php?page=showfatwa&Option=FatwaId&Id=246646

    Iran

    By puberty, all Muslim Iranian boys must be circumcised if they are to participate fully in religious activities.

    Drew, Paula E.; F. A. Sadeghpour and anonymous. „Iran“. In Robert T. Francoeur. The International Encyclopedia of Sexuality. New York, NY: Continuum Publishing Company. Retrieved 2006-10-18.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Religious_male_circumcision#Islam

    Quranists

    There is a Quran alone movement within Islam that rejects making male circumcision a religious requirement due to the fact it is not mentioned in any verse in the Qur’an, yet at the same time the Qur’an is supposed to explain all things (Qur’an 12:111).

    http://en.wikipedia.org/wiki/Khitan_(circumcision)#Quranists

    Ist der auffällig übervorsichtige türkische Beschneidungskritiker Teil dieser letzten Gruppe, ist Kaan Göktaş Koranist (quranist) bzw. gehört er der Nur-Koran-Bewegung an (Quran Only Movement; Quran Alone Movement)?

  12. Edward von Roy Says:

    Der britische Allgemeinmediziner John Warren ist ein Gründer von Norm-UK.

    Harm and physical effects of circumcision

    In this paper Dr John Warren shows how the harm of circumcision arises from the operation itself, when all goes well and as planned, not merely when there are complications.

    Abstract

    Male circumcision results in permanent changes in the appearance and functions of the penis. These include artificial exposure of the glans, resulting in its keratinization and altered appearance. Additionally, circumcision results in loss of 30–50% of the penile skin, loss of at least 10,000–20,000 specialized erotogenic nerve endings, loss of reciprocal stimulation of foreskin and glans, and loss of the natural coital gliding mechanism, etc. From the point of view of sensation and function, the most important effect is caused by the tissue loss itself. The most sensitive part of the penis is removed, and the normal mechanisms of intercourse and erogenous stimulation are disturbed.

    3. Tissue Loss from Circumcision

    It is the tissue loss that causes the most important functional effects of circumcision. What is lost? Thirty to fifty percent of the penile skin, the area in an adult being about 15 square inches (96 cm2), comprising nearly all of the inner and outer foreskin, is removed. The frenulum is sometimes (and in USA-style “high and tight” operations, nearly always) removed. The inner foreskin includes the ridged band, a zone of specialized mucosa encircling the distal end of the inner foreskin, first described by Taylor and colleagues (1996). They described the ridged band in this way:

    4. Loss of Sensory Nerve Endings

    As already described, circumcision removes the part of the penis most richly supplied with sensory nerve endings, the ridged band. In general, the inner mucosal foreskin is more sensitive than the outer foreskin, which differs little from the shaft skin. This loss is borne out by the results shown by Sorrells et al.

    From the point of view of sensation and function, the most important effect is caused by the tissue loss itself. The most sensitive part of the penis is removed, and the normal mechanisms of intercourse and masturbation are disturbed.

    John Warren, Physical effects of circumcision, in George C. Denniston, Frederick M. Hodges and Marilyn Fayre Milos (eds), Genital Autonomy: Protecting Personal Choice (Dordrecht, Heidelberg, London, New York: Springer, 2010; ISBN 978-90-481-9445-2 e-ISBN 978-90-481-9446-9)

    http://www.circinfo.org/Warren.html

    John Warren
    NORM-UK

    https://secure.norm-uk.org/whoweare

    Who’s Who at NORM-UK

    https://secure.norm-uk.org/norm_uk_who.html

    Founder’s video interview

    Dr John Warren explains how he came to see circumcision as a bad thing and how he came to see the need for an organisation to represent circumcised men. This led to the founding of NORM-UK

    https://secure.norm-uk.org/johnwarreninterview

  13. Edward von Roy Says:

    Die iranischstämmige Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, bei ihrem gefeierten Vortrag.
    ::

    Unumstrittener Höhepunkt der Konferenz war jedoch der Vortrag von Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime), die für ihr engagiertes Auftreten für die genitale Unversehrtheit von Mädchen und Jungen im muslimisch geprägten Kulturkreis und ihre mutige Arbeit im Allgemeinen mit stehenden Ovationen gefeiert wurde.

    aus: intaktiv: Pressemitteilung über ‚Genital Autonomy 2015‘, 10.05.2015

    https://intaktiv.de/pm-genital-autonomy-2015/

  14. Machandelboom Says:

    Desinformieren, Plappern, Ausweichen, Aufweichen, den Klerikern zulächeln, Beschneidungserlaubnisgesetze machen. Und immer wieder Kupferschmid:
    ::

    In Deutschland gibt es pro Jahr etwa 28.000 nutzlose Beschneidungen, die weder einen triftigen medizinischen Grund, noch einen religiösen Anlass haben. Das behauptet der Ulmer Kinderarzt Dr. Christoph Kupferschmid in der aktuellen Ausgabe der Verbandszeitschrift für Kinder- und Jugendärzte. …

    Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung muss feststellen, dass binnen vier Jahren die ambulanten sogenannten Zirkumzisionen um 34 Prozent ansteigen, obwohl die Zahl der Jungen in Deutschland insgesamt zurückgeht. … Die Kiggs-Studie des Robert-Koch-Instituts zählte 2007 insgesamt 670.000 beschnittene Jungen unter 18 Jahren in Deutschland. Bei Kindern ohne Migrationshintergrund waren bereits fast zehn Prozent beschnitten, bei Migrantenkindern 15,3 Prozent.

    Die hohen Beschneidungszahlen ohne rituellen Anlass hält Kupferschmid vor allem für ein Problem der Medizin [nanu, nur der Medizin, keines der Politik und deutschen Gesetzgebung seit dem 12.12.2012, keines der Bildungspolitik, Pädagogik und Sozialarbeit, keines von Journalismus und Presse?]. Weil eine verengte Vorhaut bei Neugeborenen völlig normal ist und bei 96 Prozent aller Jungen vorkommt, dreht sich die ärztliche Diskussion darum, bis wann sich diese sogenannte Phimose zurückgebildet haben und ab wann behandelt werden sollte [der Grundschüler braucht keine zurückziehbare Vorhaut Stichwort durchschnittliche Retraktierbarkeit zehn Komma vier Jahre siehe unten und an der Vorhaut durch Dritte herumgefummelt oder gar operiert („behandelt“) werden muss selbst beim Mittelstufenschüler grundsätzlich immer noch nichts]. Früher waren sich Ärzte einig, dass es da nicht so drauf ankommt, weil die Vorhaut ein mehr oder weniger nutzloser Hautlappen sei, den man getrost entfernen könne. Inzwischen weiß man, dass damit sexuelle Reizpunkte zerstört werden [allerdings, denn männliches Präputium = Klitoris, Penisvorhaut = weiblicher Kitzler ist die sensitiv korrekte Gleichung (vgl. zur penilen Sensitivität bei Sorrells et al. sowie bei Morten Frisch zu den nachteiligen Folgen der MGM für Sexualpartner und Partnerschaft), die doch wohl auch Christoph Kupferschmid öffentlich machen sollte] …

    Weltweit folgen ärztliche Meinungen … oft den kulturellen oder religiösen Vorgaben ihres Landes. In den USA beispielsweise, wo fast 70 Prozent der Männer beschnitten sind, sieht die American Academy of Pediatrics (AAP) eine Zirkumzision noch immer als Vorsorge gegen Harnwegsinfekte, AIDS und Peniskrebs. Führende europäische [und klar denkende US-amerikanische wie die Doctors Opposing Circumcision] Kinderärzte halten das schlicht für Blödsinn … Im August 2013 wurde die deutsche Leitlinie für die Phimosenbehandlung (…) entsprechend angepasst, von einer Beschneidung als Vorsorgemaßnahme wird dort explizit abgeraten. Eine Therapie sollte erst [was soll das?] im Vorschulalter [nein, gefährliche Desinformation: 10,4 Jahre alt (zehn Komma vier Jahre) ist der Junge durchschnittlich, wenn seine Vorhaut erstmals voll retraktierbar ist und gerade nicht „im Vorschulalter“ sprich vier oder fünf Jahre alt] erfolgen, wenn die Phimose tatsächlich Probleme [was man volkstümlich so für „Probleme“ hält, sind meistens keine] bereitet. Eine Operation ist auch nicht die einzige Möglichkeit [und die Zirkumzision entspricht in ihrer sensitiven Zerstörung einer FGM Typ Ib, einem Herausschneiden der Klitoris]. Zuvor kann versucht werden, die enge [sic!] Vorhaut mit Salbe zu behandeln [nicht so viel Kinderpenisbegaffen bitte, denn da gibt es meistens keine behandlungsbedürftige („enge“) Vorhaut, das Geschlechtsorgan auch des männlichen Kindes ist sehr grundsätzlich einfach in Ruhe zu lassen].

    Kinderarzt Kupferschmid beklagt nicht nur die unnötigen Eingriffe und Kosten, sondern auch das darauf folgende Leid der Behandelten. Bei einer durchschnittlichen OP-Komplikationsrate [was soll das Gerede von den zwar in der Tat gelegentlich bis zum Tod des Kindes reichenden Risiken („Komplikationen“) jeder Zirkumzision, wo ist die Beschreibung der irreversiblen genitalen Sofortzerstörung, die Vernichtung (Amputation) von 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Meissner, Vater-Pacini, Merkel und Ruffini, die das Präputium (und nicht die Glans penis) zum maskulinen Lustorgan Nummer Eins machen?] von fünf Prozent rechnet er jährlich mit 1400 Kindern, die überflüssigerweise an den Folgen des Eingriffs leiden [Nein, jedes unnötig beschnittene Kind leidet unnötig, nicht nur das bei Operation und / oder Heilungsverlauf eine Komplikation erlebende]. …

    von: Christian Seel (Beschneidung ohne Not?), hier auf: Onmedia 18.07.2014

    http://www.onmeda.de/g-kinder/beschneidung-3102.html

  15. Machandelboom Says:

    Am 22. Mai erschien das Buch Ent-hüllt! von Clemens Berger. Fast drei Jahre nach dem “Kölner Urteil”, das in Deutschland die Beschneidungsdebatte entfachte, berichten dort 77 Männer und Frauen über das Leben mit ihrer Beschneidung und der ihrer Partner. Auf Abgeblogged beantwortet der Autor einige Fragen von Blogbetreiber Stefan Schritt, die dieses wichtige Werk aufwirft.

    „Bei rituell beschnittenen Männern spielt hier gesellschaftlicher und kultureller Druck eine sehr große Rolle. Man muss sehen, dass in diesen Kulturen die männliche Vorhaut per se als etwas Unnützes, Verzichtbares, ja Schlechtes und gar Krankmachendes gesehen wird. Sie zu verlieren, wird nicht als Verlust, sondern eher als Gewinn verkauft. All dies zu hinterfragen und zu kritisieren, ist selbstverständlich schwer.

    Diese Männer und solche, die aus – angeblichen oder auch tatsächlichen – medizinischen Gründen ihre Vorhaut verloren haben, sind an ihrem Genital erst mal verletzt. Eine Verletzung wie diese als solche zu sehen und sie anzunehmen, widerspricht einem leider gängigen Männlichkeitsbild, das Verletzlichkeit nicht kennt. Zudem identifiziert sich ein Mann nun mal über sein Genital. Einzugestehen, dass es möglicherweise eingeschränkt ist und nicht so funktioniert, wie es sollte, ist für viele unmöglich. Und so werden lieber Nachteile zu Vorteilen umgestaltet, als der Wahrheit ins Auge sehen zu müssen.

    Sehr deutlich hebe ich hervor, dass § 1631d BGB zwar auf Drängen religiöser Interessengruppen zustande kam, die nur scheinbar medizinisch indizierten Genitalbeschneidungen jedoch das weitaus größere Problem darstellen. Ich kritisiere in dem Buch weder Glaube noch Religion, sondern ein Ritual, das Kinder an ihrem Genital verletzt und dauerhaft schädigt. …

    Da wäre zum Beispiel der Grundsatz der Gleichstellung der Geschlechter. Dies Gesetz betrifft nur Jungen, keine Mädchen. Nun ist aber eine weniger invasive Beschneidung bei Mädchen durchaus in Umfang und Auswirkung mit der männlichen Beschneidung vergleichbar. Zum Vergleich: die Klitoris besitzt ca. 8.000 Nerven, die männliche Vorhaut 20.000. Hier böte das Gesetz einen Ansatzpunkt, um das derzeit geltende vollumfängliche Verbot der Beschneidung weiblicher Kinder auszuhebeln.

    In einer Studie an 373 Männern wurde der Einfluss der Beschneidung auf die Masturbation erhoben: 48 % erlebten die Masturbation nach der Beschneidung als weniger lustvoll, 8 % als verstärkt lustvoll, 44 % empfanden keine Veränderung. Nach dem Eingriff hatten 63 % Schwierigkeiten bei der Masturbation, 37 % erlebten sie hinterher als leichter.

    In einer südkoreanischen Studie gaben von 138 vorher sexuell aktiven Männern 6 % eine Verbesserung ihres Sexuallebens an, 20 % eine Verschlechterung. Ebenso antworteten von 123 beschnittenen Männern auf diese Frage in einer griechischen Studie 16% mit einer Verbesserung, jedoch 35 % mit einer Verschlechterung.“

    (Clemens Berger)

    Quelle: Interview mit Clemens Berger, dem Autoren von Ent-hüllt

    http://abgeblogged.rz-etelsen.net/interview-mit-clemens-berger/

    ABGEBLOGGED

    Über das Leben, die Welt und ähnliche Unerfreulichkeiten bloggt Stefan Schritt, ein Atheist und Religionskritiker.

    http://abgeblogged.rz-etelsen.net/

    Hier entlang zum ZIRKUMPENDIUM

    Das große Zirkumpendium

    Das Kompendium deckt alle relevanten Themenbereiche rund um die Operation ab:

    • Aufbau und Funktion der Vorhaut
    • medizinische und nicht-medizinische Motivationen
    • Stile, Operationstechniken und -geräte
    • Komplikationen und mögliche Spätfolgen
    • Möglichkeiten zur Vorhautrestauration
    • den geschichtlichen Hintergrund
    • eine rechtliche und ethische Betrachtung
    • Erfahrungsberichte Beschnittener

    http://abgeblogged.rz-etelsen.net/zirkumpendium/

  16. Edward von Roy Says:

    Auch als Regensburger Lehrstuhlinhaber für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Europäisches Strafrecht sollte man bei den anatomischen Fakten bleiben: die weder in der Glans (Eichel) noch in der Klitorisvorhaut in dieser hohen Anzahl vorhandenen 10.000 bis 20.000 Tastkörperchen bzw. freien Nervenenden der Typen Meissner, Vater-Pacini, Ruffini und Merkel machen das männliche Präputium (Vorhaut) zum Äquivalent nicht der Klitorisvorhaut, sondern der Klitoris.

    Der anatomisch unkundige und gleichwohl die Öffentlichkeit zur menschlichen Biologie ungerührt desinformierende deutsche Strafrechtler Tonio Walter scheint mit Fleiß an der (zu verhindernden) Straffreistellung der islamischen Mädchenbeschneidung (chitan al-inath, indones. sunat perempuan) mitzuarbeiten.

    Antrag abgelehnt, auch die geringst invasiven Formen der weiblichen Beschneidung (FGM) müssen verboten bleiben – und Jungen verdienen, etwas anderes gibt das GG gar nicht her, den selben Schutz auf genitale Intaktheit wie Mädchen. Ob der Minderjährige weiblich oder männlich ist: Keine Beschneidung unter achtzehn.

    Tonio Walter:

    „Für den Deutschen Bundestag war das bislang kein Grund, die Beschneidung von Jungen gesondert unter Strafe zu stellen. Die Beschneidung von Mädchen hingegen schon. Der Ende Juni neu geschaffene Paragraf 226a des Strafgesetzbuches (StGB) trägt die Überschrift „Verstümmelung weiblicher Genitalien“ und lautet: „Wer die äußeren Genitalien einer weiblichen Person verstümmelt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.“ Das Höchstmaß der Strafe liegt damit automatisch bei 15 Jahren.

    Liest man, was die Presse schreibt, geht es beim „Verstümmeln“ um das Herausschneiden der Klitoris, womöglich gefolgt von einem Zunähen der Vagina. Tatsächlich reicht der Tatbestand aber viel weiter. Das steht schon in seiner Begründung: Er erfasst sämtliche „Veränderungen an den weiblichen Genitalien“, auch eine nur teilweise Entfernung der Klitorisvorhaut, sogar bloße „Einschnitte“ in sie.

    Das ist deshalb so bemerkenswert, weil diese Vorhaut das Gegenstück ist zur Vorhaut des Mannes – deren Beschneidung nicht nur keinen besonderen Straftatbestand erfüllt, sondern die vor Kurzem sogar mit dem Paragrafen 1631d des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) ausdrücklich legalisiert worden ist. Das Gesetz verlangt lediglich, dass die Regeln der ärztlichen Kunst beachtet werden, vor allem, dass man eine Narkose gibt und ein steriles Skalpell benutzt. Bei einem Mädchen hilft das nichts – auch wenn es allein um die Klitorisvorhaut geht und die Eltern den Eingriff aus religiösen oder ethnischen Gründen wünschen.

    Damit verstößt der neue Paragraf 226a StGB gegen einen zentralen Satz des Grundgesetzes: dass niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Denn eine Teilentfernung der weiblichen Vorhaut, erst recht ein bloßer Einschnitt in sie, ist nicht gravierender als die Beschneidung eines Jungen. Im Gegenteil, das radikale, vollständige Wegschneiden der Vorhaut eines Jungen geht weiter. Denn die Vorhaut hat bei beiden Geschlechtern die gleiche Funktion: Sie schützt ein kleines Körperteil, das sexuelle Erregung auslöst, ohne selbst Teil dieses – wie Biologen sagen – Erregungssystems zu sein.

    aus: Tonio Walter (Das unantastbare Geschlecht), in: Zeit 14.07.2013

    http://www.zeit.de/2013/28/genitalverstuemmelung-gesetz-frauen/komplettansicht

  17. Edward von Roy Says:

    1978 gründete sich in Rom die World Association for Sexual Health (WAS). WAS besteht bis heute, ihr Hauptziel sei „sexuelle Gesundheit“ (the WAS main goal is to promote sexual health for all through sexological science).

    https://en.wikipedia.org/wiki/World_Association_for_Sexual_Health

    Betrachten wir ihr Grundlagenpapier Erklärung der sexuellen Menschenrechte. Declaration of Sexual Rights. Alles Fred Karst oder was? Und bzw. oder soll so die neun Jahre alte islamische Ehefrau irgendwie genitalautonom gleich mit legalisiert werden?

    Erklärung der sexuellen Menschenrechte
    Declaration of Sexual Rights

    Verabschiedet von der Generalversammlung der World Association for Sexual Health (WAS) am 26. 08.1999 in Hongkong (Volksrepublik China) /
    Adopted by the General Assembly of the World Association for Sexual Health (WAS) August 26, 1999, in Hong Kong (People’s Republic of China)

    Übersetzung: Rolf Gindorf:

    „1. Das Recht auf sexuelle Freiheit.

    Sexuelle Freiheit als sexuelle Selbstbestimmung umfasst die Freiheit eines jeden Individuums, alle seine sexuellen Möglichkeiten zum Ausdruck zu bringen. Dies schließt jedoch zu jeder Zeit und in jedweden Lebenssituationen alle Formen sexuellen Zwangs, sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch aus.“

    Die Kinderfeinde von der Päderastenlobby (Kind ist Mensch unter 18 Jahren) definieren sich erklärlicherweise weder als ausbeuterisch noch als missbrauchend. Hier fehlt zu Genitalautonomie („sexuelle Selbstbestimmung“) das Bekenntnis: Einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen Kindern (unter 18) und Volljährigen gibt es nicht.

    Soll der Minderjährige (weiblich oder männlich) in sein rituelles genitales Verstümmeltwerden einwilligen dürfen? Ab 16, ab 14, ab 12 Jahren? Nein, wer 17 ist und jünger, kann die lebenslangen nachteiligen Folgen etwa einer schafiitischen Chitan (anglis. khitan, darunter auch sunat perempuan) oder Brit Mila auf Sexualität und Partnerschaft noch gar nicht abschätzen und einschätzen.

    „2. Das Recht auf sexuelle Autonomie, sexuelle Integrität und körperliche Unversehrtheit.

    Dieses Recht beinhaltet die Fähigkeit zu selbständigen Entscheidungen über das eigene Sexualleben im Rahmen der eigenen persönlichen und sozialen Ethik. Es umfasst auch das Recht auf Verfügung über und Lust am eigenen Körper, frei von jeder Art von Folter, <strongVerstümmelung [vgl. u. mutilation] und Gewalt.“

    Man war zu feige, die Überwindung der rituellen Beschneidungen (HGM d. i. FGM oder MGM) zu fordern – oder hat einfach nicht daran gedacht.

    1. The right to sexual freedom.

    Sexual freedom encompasses the possibility for individuals to express their full sexual potential. However, this excludes all forms of sexual coercion, exploitation, and abuse at any time and situations in life.

    2. The right to sexual autonomy, sexual integrity, and safety of the sexual body.

    This right involves the ability to make autonomous decisions about one’s sexual life within the context of one’s own personal and social ethics. It also encompasses control and enjoyment of our own bodies free from torture, mutilation [Verstümmelung, siehe oben], and violence of any sort.

    Da ist das Wort: mutilation, Verstümmelung. Scharia und Halacha verstümmeln nicht, sondern machen heil, sagen die lesekundigen Freunde der Wortwörtlichkeit unter den Religiösen. In schriftlosen Traditionen etwa diverser Ethnien Afrikas wird die Beschneidung der Mädchen oder Jungen vergleichbar als Einweihen, Reinigen, Heiratsfähigmachen u. dgl. gesehen, nicht als Zerstören.

    Wer da so alles mitwirkt:

    PRÄSIDIUM • GOVERNING BOARD:
    Prof. Dr. Ernest Borneman † • Rolf Gindorf (Ehrenpräsidenten • Honorary Presidents)
    Prof. (US) Dr. Jakob Pastötter (Präsident • President) • Prof. Dr. Karla Etschenberg (Vizepräsidentin • Vice President)
    Wolfgang Gindorf (Sekretär • Secretary)
    KURATORIUM • INTERNATIONAL ADVISORY BOARD:
    Prof. John De Cecco, PhD (San Francisco) • Prof. John Gagnon, PhD (New York) • Prof. William Granzig, PhD (Winter Park)
    Prof. Dr. Igor S. Kon (Moskau) † • Prof. Dalin Liu (Schanghai) • Prof. John Money, PhD (Baltimore) †
    Prof. Man Lun Ng, MD (Hongkong) • Prof. Martin S. Weinberg, PhD (Bloomington)
    INTERNATIONALE MITGLIEDSCHAFTEN • INTERNATIONAL AFFILIATIONS:
    European Federation of Sexology (EFS) • World Association for Sexual Health (WAS)
    DGSS-INSTITUT FÜR LEBENS- UND SEXUALBERATUNG • DGSS SEXUAL COUNSELING INSTITUTE:
    Leitung • Head: Rolf Gindorf (Düsseldorf)

    http://www.sexologie.org/sexualrechte.htm


    Was zu befürchten war! Die in Düsseldorf ansässige Deutsche Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS, German Society for Social Scientific Sexuality Research) bagatellisiert, schlimmer, sie bewirbt die männliche Beschneidung d. i. männliche Genitalverstümmelung:

    „Was tun bei Vorhautverengung (Phimose)?

    Beim Geschlechtsverkehr und bei der Selbstbefriedigung muss die Vorhaut ganz über die Eichel am steifen Glied zurückgeschoben werden können (das passiert „automatisch“ beim Eindringen in Scheide oder After). Beim Onanieren müsste man das ohne Probleme hinkriegen – sonst eine Zeitlang üben!

    Leider kommt es aber relativ häufig vor, dass dies wegen einer angeborenen oder erworbenen Vorhaut-Verengung (Phimose) gar nicht, nur teilweise bzw. nicht ohne Schmerzen geht. Dann muss vom Facharzt (Urologen, Andrologen, Dermatologen oder Chirurg) eine Beschneidung (ganz oder nur teilweise, je nach konkreter Situation) durchgeführt werden – meist ambulant. Das sollte auch deswegen geschehen, weil eine Phimose die Entstehung eines Peniskarzinoms (Krebs) fördert.

    Also: zu einem Urologen, Andrologen, Hautarzt oder Chirurgen gehen und sich beraten lassen! Eine etwa nötige Beschneidung (Zirkumzision) wird mit Sicherheit überlebt (auch wenn es danach ca. 1 – 2 Wochen wehtut, etwa beim Wasserlassen, und man in derZeit auch nicht onanieren oder Geschlechtsverkehr haben sollte). Nach einer Eingewöhnungszeit macht der Sex danach wieder Spaß!

    Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

    Übrigens werden weltweit etwa 1 Milliarde Menschen gleich nach der Geburt aus religiös-hygienischen Gründen „automatisch“ beschnitten, z. B. alle Moslems, Juden und fast alle Nord-Amerikaner.“

    Kinderfeinde. Boykottieren.

    http://www.sexologie.org/dgssinst/i_fragen.htm#Phimose


    „Im Jahre 1971 wurde in Düsseldorf von Rolf Gindorf die Deutsche Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS) gegründet, zunächst (bis 1982) als Gesellschaft zur Förderung Sozialwissenschaftlicher Sexualforschung (GFSS). Die DGSS ist somit die älteste nicht-medizinische sexualwissenschaftliche Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum.

    In der DGSS haben sich seit Beginn zahlreiche renommierte Wissenschaftler engagiert. An ihrer Spitze als Präsidenten bzw. Vorsitzende standen bisher

    Rolf Gindorf (1971-1979, dann -2004 Vize-, seither Ehrenpräsident),

    Helmut Kentler (1979-1982),

    Ernest Borneman † (1982-1986, seither Ehrenpräsident),

    Erwin J. Haeberle (1986-2002)

    Gunter Runkel (2002-2006) und

    Jakob Pastötter (seit 2006).“

    http://www.sexologie.org/dgss/d_dgss.htm

    Dacht ich`s mir doch. Pädophilenbewegung.

    „Vertreter einer Forderung nach Legalisierung oder Teillegalisierung berufen sich dabei unter anderem auf sexualwissenschaftliche Theorien, die vor allem in der 70er und 80er Jahren entwickelt wurden. Helmut Kentler und Ernest Bornemann vertraten die Meinung, pädosexuelle, physisch wie psychisch gewaltfreie Sexualhandlungen müssten nicht unbedingt negative Folgen für das Kind haben.[23][24][25] Solche würden nicht durch das zumeist als harmlos oder sogar lustvoll erlebte Geschehen selbst ausgelöst, sondern durch die nachträgliche Dramatisierung durch das soziale Umfeld.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dophilenbewegung



    Sozialpädagogen, Jugendarbeiter und Eltern sollten auf taz im Ganzen lesen:

    DER VERSUCH
    VON NINA APIN UND ASTRID GEISLER

    Ulrich war 13 Jahre alt, abgehauen aus dem Kinderheim, Stricher am Bahnhof Zoo. Er hatte kein Zuhause, lesen und schreiben konnte er nicht. Aber sein „Vorteil war, dass er gut aussah und dass ihm Sex Spaß machte; so konnte er pädophil eingestellten Männern, die sich um ihn kümmerten, etwas zurückgeben.“

    Das schreibt der renommierte Sexualwissenschaftler Helmut Kentler über den Jungen, den er Ulrich nennt, in einem Bericht über ein pädagogisches Modellprojekt, das er 1969 in Westberlin ins Leben rief. Ulrich bekam auf Kentlers Betreiben hin ein neues Zuhause: bei einem vorbestraften Pädosexuellen, mit Genehmigung der von der SPD geführten Senatsverwaltung für Jugend.

    Drei vorbestrafte Hausmeister wurden auf diese Weise zu offiziellen Pflegevätern gemacht und für ihre Betreuung der Minderjährigen mit staatlichem Pflegegeld entlohnt. Kentler übernahm die Supervision und machte zweimal die Woche Hausbesuche.

    Man kann sich das, von heute aus betrachtet, kaum vorstellen: Sex zwischen Betreuern und ihren Schutzbefohlenen – gefördert von einer Behörde.

    Der Berliner Fall übertrifft, was die Recherchen über pädophile Verstrickungen von Grünen und FDP bisher ans Licht brachten. Die Verantwortlichen waren linke Sozialdemokraten und nicht etwa Mitglieder der Indianerkommune – diesem hippiehaften Nürnberger Wohnprojekt, das freien Sex von Kindern mit Erwachsenen forderte. Sie setzten eine Forderung der Pädophilenlobby in die Praxis um, die damals in linksliberalen Kreisen nicht unpopulär war: die Idee, nicht nur homosexuelle, sondern auch pädosexuelle Beziehungen zu legalisieren. […]

    Kentler machte seinen Pilotversuch in den achtziger Jahren mehrfach publik: in der linken Zeitschrift konkret, dann vor FDP-Bundestagsabgeordneten, 1988 in einem von der Jugendbehörde bei ihm in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Gutachten. Ein Jahr später brachte Rowohlt Kentlers pädophilenfreundliche Thesen unter dem Titel „Leihväter“ sogar als Buch heraus.

    In all diesen Publikationen beschreibt Kentler sein Projekt als Erfolgsgeschichte: „Sekundärschwachsinnige“ Analphabeten hätten sich durch die zärtliche Fürsorge der Pädosexuellen zu selbstständigen Persönlichkeiten entwickelt, die ein „ordentliches, unauffälliges Leben“ führten. Ja, nicht mal schwul seien sie geworden.

    Dass die pädophilen Betreuer mit ihren Zöglingen Sex haben wollten, gehörte für Kentler ausdrücklich zum Konzept. „Mir war klar, dass die drei Männer vor allem darum so viel für ,ihren‘ Jungen taten, weil sie mit ihm ein sexuelles Verhältnis hatten“, schrieb der Wissenschaftler in dem offiziellen Senatsgutachten. „Sie übten aber keinerlei Zwang auf die Jungen aus, und ich achtete bei meiner Supervision besonders darauf, dass sich die Jungen nicht unter Druck gesetzt fühlten.“

    Wo, fragt man sich, blieb der große Aufschrei?

    1988 – knapp zwanzig Jahre nach Beginn des Modellprojekts – erhielt Kentler von der Berliner FDP-Jugendsenatorin Cornelia Schmalz-Jacobsen den Auftrag, die Eignung Homosexueller als Pflegeeltern zu beurteilen. In seinem Gutachten, das der taz vorliegt, lieferte der Wissenschaftler unverlangt auch eine Empfehlung für Sex mit Schutzbefohlenen ab. […]

    Helmut Kentler, Jahrgang 1928, war keine gesellschaftliche Randfigur, im Gegenteil. Der homosexuelle Diplompsychologe, politisch im linken SPD-Lager zu Hause, zählte zu den Stars der Sexualwissenschaft, war als progressiver Erziehungswissenschaftler gefragt – und galt, anders als die ausgeflippten Typen aus der Indianerkommune, nicht als Spinner. Vielleicht verschaffte genau das die Akzeptanz für seine pädophilen Ideen auch unter Bildungsbürgern.

    Ein Charismatiker aus dem Reformlabor

    Seine Sexratgeber begeisterten schon früh auch Bürgerliche und Intellektuelle, die den Verklemmungen der Nachkriegszeit entfliehen wollten. Als Gastautor empfahl er 1969 den Lesern der Zeit, sich doch bei der Sexualerziehung daheim lockerer zu machen. Warum, fragte er, solle ein Kind „seinen Vater immer nur ohne Sexualität wie ein griechisches Standbild kennenlernen, beispielsweise erst dann, wenn seine morgendliche Erektion abgeklungen ist?“

    Zur Zeit des Modellversuchs arbeitete Kentler als Abteilungsleiter beim Pädagogischen Zentrum in Berlin, einem bundesweit beachteten Reformlabor. Ein Charismatiker, der beeindruckend reden konnte, und ein Kümmerer. Der Pädagoge nahm selbst gestrandete Jungs bei sich auf, drei von ihnen adoptierte er. Auch die evangelische Kirche schätzte ihn als progressiven Mitstreiter.

    Kentler lehrte am Studienzentrum für Evangelische Jugendarbeit im bayerischen Josefstal, arbeitete dort mit Behinderten und deren Familien, referierte an Evangelischen Akademien, stritt gemeinsam mit der „Ökumenischen Gemeinschaft Homosexuelle und Kirche“ für die Akzeptanz schwuler Pfarrer.

    Kentler war ein Pädagogik-Idol. […]

    http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=hi&dig=2013%2F09%2F14%2Fa0045


    Lesetipp:

    Die Revolution missbraucht ihre Kinder: Sexuelle Gewalt in deutschen Protestbewegungen

    VON CHRISTIAN FÜLLER

    .

    http://www.amazon.de/Revolution-missbraucht-ihre-Kinder-Protestbewegungen/dp/3446247262

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