Nein zur Miliz der Hisba

حسبة‎

Ḥisba

Accountability in Islam. Enforcing Sharia

Rechenschaftspflicht. Beseitigung des islamrechtlich Verbotenen

Islamisches Wohlverhalten und orange Schutzwesten

Und so sind die Mutawiun (muṭawwiʿūn, anglis. mutaween) also auch in Deutschland angekommen! Im Sinne der Erhaltung allgemeiner Menschenrechte folge man nicht der Ansicht der seit Tagen erregt lärmenden Islamverharmloser aus dem Dunstkreis von Islamkonferenz und interreligiösem Dialogbetrieb, dass die Aktivisten der schließlich in vielen Weltgegenden die Menschen drangsalierenden Schariadurchsetzung oder Hisba (ḥisba) ihre auf Koran und Sunna basierende Religion nicht gründlich genug kennen würden. Das Gegenteil ist der Fall, worüber uns auch der sich am 08.09.14 in der WELT auf den Verteidiger der Schulgebetsräume Mathias Rohe berufende Till-R. Stoldt (Stoppt die Hysterie um die “Scharia-Polizei”!) nicht desinformieren sollte.

Die orangefarbigen Warnwesten waren in der englischen Variante zweier Worte beschriftet, Scharia und Polizei. Allein das Wort Polizei (police) schafft enormes und in der Bundesrepublik Deutschland berechtigtes Vertrauen in die Amtseigenschaft seines Trägers. Es ist konsequent und angemessen, den Missbrauch von Uniformen, Titeln und Berufsbezeichnungen zu bestrafen.

Der erste Bestandteil also ist Scharia, die auf der Erde bei Bedarf mit Gewalt durchzusetzende islamische Gesetzlichkeit, Hussein Sven Lau genannt Abu Adam sagt praxisnah “islamische Gesetzgebung”. Die im Islam außerweltlich erschaffene und dem menschlichen Verstand unbegreifliche Scharia zu vertreten wird dem Konvertiten so leicht niemand streitig machen können, aber das durch Lau auf den signalfarbigen Jacken zu Unrecht geführte Wort Polizei weist zu Unrecht auf eine hoheitliche Tätigkeit hin, was der Souverän, das Volk, nicht dulden kann. Bereits die Warnfarbe Orange erinnert gezielt an einen wichtigen Diensteinsatz etwa von Feuerwehr, Sanitäter oder Katastrophenschutz oder an hoch angesehene Tätigkeiten wie Schülerlotse.

In der kulturellen Moderne ist das Volk Souverän. Der authentisch zeitlose Islam hingegen wollte einst und will heute in seinem Revival die Volkssouveränität (wieder) durch die Souveränität des Schöpfergottes ersetzen. Allah soll auf Erden der einzige Herrscher sein und islamische Führer seine Stellvertreter, seine Kalifen. Das und nichts anderes steht hinter den Wuppertaler Warnwesten in Orange, was Aiman Mazyek sehr genau weiß, der die islamischen Sittenwächter nebelwerfend “diese paar Halbstarken” nennt und sich von der Nichtmuslime und Frauen herabwürdigenden Scharia ebensowenig distanziert wie von der schariakonformen Erklärung der Menschenrechte im Islam (Kairo 1990).

Ob sich die freiwilligen Moralwächter ihre Sharia Police nun wie angekündigt in Anti Haram Team umbenennen werden oder nicht, sie wird ungefähres Abbild der Islam-Polizeiarbeit der saudi-arabischen Behörde für die Förderung der Tugend und die Vermeidung des Lasters sein und selbst die bereits 1992 unter Burhanuddin Rabbani gegründete und vier Jahre später von den (stellvertretend für Allah) die Macht ergreifenden Taliban übernommene Religionspolizeibehörde Afghanistans hieß so, Ministry for the Propagation of Virtue and the Prevention of Vice. Der ethnische Tadschike hatte in Kabul Fiqh und Scharia studiert und 1966 an der Kairoer al-Azhar einen Mastertitel in Islamischer Philosophie erworben, kannte seine Religion also ziemlich gut.

Vom Himmel herab zu den Menschen kommt der Befehl zum Saubermachen in Koran 3:110 “Ihr [den Islam Praktizierenden] seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Allah”.

Ein Mutawa (muṭawwaʿ) hält sich daran und benötigt zum Tätigwerden keine Weste in Orange. Kein Islamismus, Salafismus oder Wahhabismus ist diese Ermächtigung und Verpflichtung zur Hisba, sondern ernst genommene Religion.

Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem.

Edward von Roy

Q u e l l e n

StGB § 132a Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen

http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__132a.html

“Es gibt ein Gewaltmonopol des Staats … Niemand anderes ist befugt, sich in die Rolle der Polizei hineinzuschleichen.”

Angela Merkel

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/merkel-fordert-gegen-scharia-polizei-entschieden-vorzugehen-13142350.html

Auch der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, hat die Aktion jetzt scharf kritisiert. “Diese paar Halbstarken sprechen nicht in unserem Namen”, sagte Mazyek im “Tagesspiegel am Sonntag”. Was die Wuppertaler Salafisten täten, sei eine “Zweckentfremdung unserer Religion”. Sie schadeten mit ihrer “schrillen und völlig unsinnigen Aktion” den Muslimen ungemein. Mazyek forderte allerdings auch, der Aktion nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Salafisten aus Wuppertal: Zentralrat der Muslime verurteilt “Scharia-Polizei”. DER SPIEGEL 07.09.2014.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/scharia-polizei-in-wuppertal-zentralrat-nennt-salafisten-halbstarke-a-990271.html

Dieser Kurzauftritt von elf (einigermaßen clever kommunizierenden) Tugendwächtern brachte Innenminister Thomas de Maizière und Justizminister Heiko Maas in Wallung – und zwar derart, dass sie mit ihren vielleicht 20-sekündigen Fernsehstatements einige Jahre bundesdeutscher Integrationspolitik karikierten. All die “Hosgeldiniz”-Rufe der Integrationsstaatsministerinnen. All die Wir-gehören-zusammen-Beteuerungen auf Islamkonferenzen. Und all die Bekenntnisse speziell von CDU-Politikern, Muslime und Unionschristen teilten doch den Wertekonservatismus.

Und für diese Demontage brauchten die beiden Minister nur zwei Sätze. “Die Scharia wird auf deutschem Boden nicht geduldet”, so lautete der eine Satz, gesprochen vom christdemokratischen Innenminister. Und: Das Verhalten der elf Salafisten sei “ein Anschlag auf unser freies Lebensmodell” lautete der andere, aus dem Munde des sozialdemokratischen Justizministers. Applaudiert und assistiert wurde den beiden sogleich von einem riesigen Kommentatorenchor – was den Schaden potenzierte.

Von Till-R. Stoldt. Stoppt die Hysterie um die “Scharia-Polizei”! DIE WELT vom 08.09.2014.

http://www.welt.de/regionales/nrw/article132023600/Stoppt-die-Hysterie-um-die-Scharia-Polizei.html

Wer bei den Salafisten mitmachen will, darf keinen Kuschelgott erwarten. Diese Botschaft bellt der Eiferer Pierre Vogel gern ins Mikrofon, wenn er über die Dörfer zieht und für die „perfekte Scharia“ wirbt. Deutschlands bekanntester Islam-Konvertit war früher mal Profiboxer, mit dem Kuscheln hat er es nicht so, er mag die klare Ansage: Der Chef, also Gott, habe das Universum schließlich geschaffen, „also hat er auch das Recht zu bestimmen, was du zu tun und zu lassen hast“.

Ergo: Alkohol verboten [genau, Koran 2:219 „schwere Sünde“ sowie 5:90 „Gräuel und Teufelszeug“]. Glücksspiel verboten [Koran 5:90]. Keine Musik. Keine Pornos. So einfach ist das im Universum [Allahs und nicht] des selbst ernannten [nein, des 2004 bis 2006 ausgebildeten] Predigers „Abu Hamza“ [traurige BRD, Kampfpanzer nach Saudi-Arabien verkaufen sowie dort Erdöl einkaufen, aber verkrampft andeuten oder sogar behaupten, dass man dort die Religion falsch verstanden habe]. …

Elf Männer waren in der Wochenmitte mit „Shariah-Police“-Warnwesten durchs Wuppertaler Zentrum gezogen, hatten junge Muslime ins Gebet genommen, um sie von Discos, Spielhöllen oder Kneipen fernzuhalten. Ein Video davon hatten die Moralwächter umgehend ins Netz gestellt. Zu sehen ist, wie der Chef der Truppe, der 33-jährige Sven Lau, Visitenkarten verteilt oder in Spielhallen auslegt, wie er auf Leute einredet und Einladungen ausspricht – für einen Besuch bei Darul Arqam.

Von Hannelore Crolly. „Mit Allahs Erlaubnis kommen wir in alle Städte“. DIE WELT am 07.09.2014.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article131991208/Mit-Allahs-Erlaubnis-kommen-wir-in-alle-Staedte.html

nicht in der Stadt Mekka, deren Beiname Ummu l-Qurā, The Mother of Towns, Mutter der Städte bedeutet

Umm-al-Qura-Universität (Ǧāmiʿat Umm al-Qurā). 1981 durch das königliche Dekret Nr. 39 gegründet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Umm-al-Qura-Universit%C3%A4t

sondern in Kuwait

Mr. Khalifa Talal Al-Jeri … His life’s work crystallized when he founded the conglomerate of Um Al-Qura Company for Educational Services …. Om Al Qura Educational Establishment [OAEE]

http://www.om-alqura.com/Secure/EN/OAEE/AboutUs.aspx

Al Hisba. System der Rechenschaftspflicht in einem islamischen Staat, um illegale Praktiken zu überprüfen

Financial Islam • Islamic Finance

http://de.financialislam.com/glossar.html

Hisba (Enjoining Good and Forbidding Evil)

… Hisba has four components: Al-Muhtasib (the person who practices Hisba), Al-Muhtasabu ‘alayhi (the person to whom Hisba is directed), Al-Muhtasabu Feehi (the subject of Hisba) and Ihtisab (the actual act of enjoining good and forbidding evil).

Al-Muhtasib (the person who practices Hisba), Al-Muhtasabu ‘alayhi (the person to whom Hisba is directed), Al-Muhtasabu Feehi (the subject of Hisba) and Ihtisab (the actual act of enjoining good and forbidding evil).

1. Al-Muhtasib: This refers to the person who enjoins good and forbids evil, whether he is permitted to do so by the Imam incharge of Muslims’ affair or not. …

“If I instruct you to do something, then do as much as you can.” Bukhari and Muslim

All this is admissable as long as there is a Muslim Imam (leader) who entrusts the responsibility of Hisba to those fit to carry it out. In this day and age, however, our rulers who have apostatised by changing the laws of Shar’iah have no right to delegate the responsibility for Hisba. Indeed, they should be removed in accordance with the consensus of the Ulama. …

We have said earlier that disapproving of evil with the heart is a duty for every Muslim, whether he is physically capable or not, and must never be neglected under any circumstance whatsoever, as this would indicate the disappearance of all traces of Iman from the heart.

http://www.kalamullah.com/manhaj01.html

Neben der Pflicht jedes Muslims, ‘das Gute zu gebieten und das Böse zu verbieten’, bezeichnet der Begriff hisba auch den Aufgabenbereich der Person, die in einer Stadt mit der Überwachung des moralischen Verhaltens der Einwohner und insbesondere auch der Märkte betraut war.

Rüdiger Lohlker, Das Islamische Recht im Wandel (p 159)

http://books.google.de/books?id=5o3G6sH2Aa0C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

الأمر بالمعروف والنهي عن المنكر

al-amr bi-l-ma-ʿrūf wa-n-nahi ʿani l-munkar

Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten

Seine moralisch-ethische Bedeutung verdeutlicht auch ein auf den Propheten Mohammed zurückgeführter Hadith in der Traditionssammlung Sahih von Muslim ibn al-Haddschādsch, in dem er die Zeit politischer Wirren u.a. wie folgt umschreibt: das Herz weiß nicht, was recht ist, und verbietet nicht, was verwerflich ist.

Al-Ghazali († 1111) erachtet diese Norm als Grundlage der Religion und der göttlichen Botschaft durch die Propheten; ohne sie würde Anarchie herrschen und die Menschen wären zum Untergang verurteilt. Gemäß Ibn Hanbal und at-Tabarī ist ihre Umsetzung in der Gesellschaft religiöse Pflicht, während al-Hasan al-Basri sie lediglich als freiwillige Leistung des Einzelnen einstuft.

Sure 3, Vers 110 betont, dass die muslimische Gemeinschaft sich gerade durch die Einhaltung dieses Grundsatzes von anderen unterscheidet:

„Ihr (Gläubigen) seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Gott.“

– Übersetzung Rudi Paret

http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Rechte_gebieten_und_das_Verwerfliche_verbieten

Frauen müssen sich verhüllen, dürfen ohne Erlaubnis nicht reisen, arbeiten oder heiraten. Es gibt öffentliche Hinrichtungen, keine Konzerte, keinen Alkohol, keine Touristen, aber viel Öl. Saudi-Arabien wirkt in der globalen Welt wie ein blinder Fleck, man spürt es schon vor der Reise dorthin, besonders als Frau.

Im Netz wird gewarnt, dass man als Frau ohne männlichen Begleiter nicht einreisen darf. …

Als Haifaa al-Mansur das letzte Mal Saudi-Arabien verlassen wollte, musste sie am Flughafen ausharren, bis ihr Mann eine schriftliche Genehmigung faxte und sie auslöste. Al-Mansur hatte sie vergessen. …

»In Saudi-Arabien werden Frauen nicht wie Erwachsene behandelt«, sagt ein Saudi aus dem Team. Sie müssen begleitet, bewacht und beschützt werden. Wie ewige Kinder verharren sie in einem Stadium fortwährender Infantilität. …

Die Produktionsassistenten beobachten die Umgebung, um beim Auftauchen der Sittenwächter ihre Regisseurin rasch aus dem Blickfeld in den Bus zu schaffen. …

In Al-Mansurs Film spielen Männer die Nebenrollen, wenn sich die Welt mit Saudi-Arabien beschäftigt, geht es vor allem um Frauenrechte. Um die Männer ist es still, dabei wirkt die Ungleichbehandlung auch auf sie – überhöht sie zu Alleinherrschern und setzt sie zugleich als hilflose Opfer ihrer Triebe herab. …

Al-Mutairi ist 27 und hat in Los Angeles Film studiert, seitdem vermisst er die Freiheit, sich mit Freundinnen zu treffen, ohne sich verstecken zu müssen. In seiner Heimat, sagt er, müssten sich Frauen aber verhüllen und brauchten einen Beschützer. …

Sultan al-Mutairi deutet auf einen jungen Mann, der angeblich gerade mit einem Mädchen geflirtet habe. Wen er anschmachtet, weiß er nicht, die Angebetete ist von Kopf bis Fuß verschleiert. Wenn die Religionspolizei das gesehen hätte, hätte sie die beiden mit auf die Wache genommen und ihre Eltern informiert. Was besonders für die Frau sehr unangenehm geworden wäre. Für Westler liegen die unschuldigen Flirtversuche unterhalb ihrer Wahrnehmungsgrenze.

Auf dem Parkplatz warten ein paar Jungs in überweiten Hosen mit Basecaps auf dem Kopf, sie sehen aus wie amerikanische Ghettokids. Al-Mutairi meint, auch sie würde die Religionspolizei mitnehmen, ihnen vorwerfen »verwestlicht« zu sein. …

Von Jana Simon. Unter den Augen der Religionspolizei. DIE ZEIT 31.05.2012.

http://www.zeit.de/2012/22/Saudi-Arabien/komplettansicht

„Gebieten, was recht ist, und verbieten, was verwerflich ist“ – so lautet das Motto der so genannten Religionspolizei in Saudi-Arabien. Doch was verwerflich nach den Maßstäben der puristischen [Anm.: der islamkonsequenten] Sittenwächter ist, entscheiden sie selbst [Anm.: nein, Allah entscheidet] und terrorisieren mit ihren Bestrafungen und Zurechtweisungen die Bevölkerung, vornehmlich die Frauen.

In der „Behörde für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern„, wie die Institution offiziell heißt, arbeiten rund 3500 „Mutawin“ genannte Staatsbedienstete, oft mit geringer Bildung aber tiefer Religiosität. Sie achten penibel darauf, dass Frauen nicht Auto oder Fahrrad fahren und ihre Abaya, ein mantelartiges Übergewand bis zu den Füßen, sowie mindestens Kopftuch, besser Gesichtsschleier vorschriftsgemäß tragen.

Sie ahnden Alkohol- oder Schweinefleisch-Konsum, nehmen Homosexuelle und Prostituierte fest und verfolgen Menschen anderen Glaubens, insbesondere jagen sie Konvertiten. Sie versuchen zu verhindern, dass sich Frauen und Männer treffen, die nicht miteinander verwandt oder verheiratet sind. In den Städten scheuchen die langbärtigen Islam-Polizisten Männer in die Moscheen, wenn der Gebetsruf ertönt.

Von Dietrich Alexander. Der Terror fanatischer Religionspolizisten. DIE WELT 02.10.2013.

http://www.welt.de/politik/ausland/article120587660/Der-Terror-fanatischer-Religionspolizisten.html

Religionspolizei in Saudi-Arabien fahndet jetzt auch im Internet

RIAD – Die islamische Religionspolizei in Saudi-Arabien sucht jetzt auch im Internet nach „Sündern“. Die Behörde für die Förderung der Tugend und die Vermeidung des Lasters hat laut einem Bericht der Zeitung „Arab News“ vom Freitag bereits 735 Benutzerkonten von Saudis in Netzwerken wie „Twitter“ und „WhosHere“ identifiziert, die durch „unmoralisches Verhalten“ aufgefallen seien. Dazu zählen aus Sicht der Behörde unter anderem: Gotteslästerung, Werbung für den Verkauf von Wein, Homosexualität und Menschenhandel.

Die Religionspolizisten wollen nun nach eigenen Angaben versuchen, die „Sünder“ auf den Pfad der Tugend zurückzuführen. Sollte das nicht funktionieren, werde man die Benutzerkonten sperren lassen, hieß es. Nur falls auch das nicht ausreichen sollte, werde man die Internet-User bestrafen, hieß es.

Huffington Post 21.02.2014

http://www.huffingtonpost.de/2014/02/21/religionspolizei-saudi-arabien-internet_n_4829979.html

Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem.

Islamkonferenz um Islamkonferenz der Rechtsspaltung entgegen? Der säkulare Verfassungsstaat hat mit totalitär denkenden Jenseitszentrikern nicht auf Augenhöhe zu diskutieren, auch nicht im Rahmen der „Verbesserung des Zusammenlebens zwischen der Mehrheitsgesellschaft und den Muslimen … ein gemeinsamer Weg zu einem besseren Miteinander“ (DIK 2009) oder von „Allianzen für die transkulturelle Gesellschaft“ (KIK 2013). Von Edward von Roy.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2013/04/15/336/

Was ist Salafismus

Purify and Educate

Bärte, Burkas, Betproteste. Zu leben wie die korrekt handelnde Urgemeinde, den verwehenden Fußspuren des Propheten und der rechtgeleiteten Altvorderen (as-salaf aṣ-ṣāliḥ) genau nachzufolgen ist das Anliegen der Revivalisten oder Salafisten. Von Edward von Roy.

Inhalt

1. Verstoße alles Nichtislamische und halte dich den Ungläubigen fern! Das geheiligte und heilssichernde Verhalten der Meidung, al-barāa

2. Das islamisch korrekte Verhalten durchsetzen, bei Bedarf mit Gewalt: ḥisba

3. Frommheit oder Frevel? Tauhid oder Schirk?

4. Der Taghut, der Götze

5. Das salafistische Doppelprogramm: Reinigen und Erziehen (at-taṣfīya wat-tarbīya)

6. Rebellische Inseln kultureller Gegenmoderne. Salafismus als Verweigerung der universellen Menschenrechte

7. Die postmodernen Erklärer des Weges: Mit Abdullahi Ahmed an-Na’im, Mathias Rohe und Mustafa Cerić in die religiös begründete Rechtsverschiedenheit einziehen

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/05/09/235/

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10 Antworten to “Nein zur Miliz der Hisba”

  1. Bragalou Says:

    Aktivierter Islam, radikal nach Koran und Sunna:

    Salafisten breiten sich auch in Düsseldorf aus

    … Dr. Klaus Spenlen von der Heinrich-Heine-Uni warnt davor, die Szene zu unterschätzen: „Vorsichtig geschätzt würde ich von 200 bis 250 Salafisten in Düsseldorf sprechen.“

    Zwar sei Düsseldorf nicht mit Solingen vergleichbar. Aber auch hier würden Salafisten regelmäßig Stände aufbauen, zum Beispiel am Hauptbahnhof, in der Innenstadt oder am Bilker Bahnhof. Dort würden sie den Koran verteilen und versuchen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Auch in Jugendtreffs oder im Umfeld von Schulen versuchten sie, Jugendliche für ihre sehr rückwärtsgewandte Auslegung des Islam zu gewinnen. …

    (aus der Westdeutschen vom 08.09.2014)

    http://www.wz-newsline.de/lokales/duesseldorf/salafisten-breiten-sich-auch-in-duesseldorf-aus-1.1736876

  2. Bragalou Says:

    Die Polizei leistet hervorragende Arbeit. Der etablierte Teil der globalen Schariabewegung jedoch verharmlost die radikalislamischen sogenannten Salafi eigentlich zu noch halben Kindern („diese paar Halbstarken“) und kritisiert die Polizei dafür, die Öffentlichkeit tatsachengetreu informiert zu haben. Aiman Mazyek (beinahe ein Schariapolizist?) ruft damit nach Poizeipressezensur und stört sich an dargestellten Fakten:

    … Die Wuppertaler Polizei wurde kritisiert: Sie habe, indem sie von den Vorkommnissen berichtet habe, den „Halbstarken“ viel zu viel Publicity beschert.

    Das will man im Wuppertaler Polizeipräsidium nicht auf sich sitzen lassen: „Diese Leute sind wirklich gefährlich und keine Halbstarken“, sagt ein Polizeisprecher. 19 junge Muslime seien bereits aus der Wuppertaler und benachbarten Solinger Szene nach Syrien und in den Irak ausgereist. Drei von ihnen seien tot. Verbindungen zur Gräueltruppe IS schließt die Polizei nicht aus. …

    (aus der Westdeutschen vom 10.09.2014)

    http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/zu-besuch-bei-der-scharia-polizei-1.1738362

  3. Machandelboom Says:

    ::

    Zur echt islamischen Tugendmiliz der Hisba (Schariapolizei) und zu Allahs Gesetzlichkeit und Gerichtsbarkeit umschreibt DIE WELT:

    (…) Selin zum Beispiel würde gern das Leben eines ganz normalen Hamburger Mädchens führen. … Angst hat Selin vor den Jungs, die sie nur „die Extremen“ nennt. Junge Männer, die sich Bärte wachsen lassen und lange weite Röcke tragen, so wie einst der Prophet Mohammed es getan haben soll. Manche von ihnen treffen sich vor der Schule oder abends an der Hauptstraße, in 20-Mann-Cliquen, erzählt sie. Viele seien älter und schon nicht mehr Schüler, andere sogar noch jünger als sie. Was sie dort genau machen, weiß Selin nicht. „Ich traue mich nicht, vorbeizugehen.“

    (…) Ein Papier des Hamburger Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung nennt sieben Schulen in der Stadt, an denen junge radikale Muslime für Unruhe und auch Angst sorgen.

    Einige von ihnen sind an Selins Schule. Und in ihrer Klasse. Einmal habe sie auf dem Schulhof gehört, wie ein Mädchen als „Schlampe“ beschimpft wurde, weil sie kein Kopftuch getragen hat. Sie selbst wurde auch schon angemacht. „Wieso bist du nicht zu?“, hat ein Junge Selin gefragt. „Zu“ heißt hier im Viertel verschleiert. „Ich mische mich nicht bei euch ein, also mischt euch nicht in mein Leben ein“, hat Selin geantwortet.

    (…) Ihre beste Freundin geht nicht mehr mit ihr ins Schwimmbad, weil dort auch Männer schwimmen. Eine Schülerin trug vor den Ferien noch Make-up und kurze Röcke. Nach den Sommerferien zog sie verschleiert durch das Viertel. Selin erzählt von Jungs, die sich auf YouTube nicht mehr Internetvideos ihrer Lieblingsband anschauen, sondern Filmchen von Pierre Vogel

    (…)

    Die Sorge um die Hass-Propaganda treibt auch die Einwohner im Frankfurter Stadtteil Gallus um, einem schwierigen, lange Zeit vernachlässigten Viertel unweit des Bahnhofs. Im Mai stürmten 20 Männer in den AWO-Jugendtreff, den viele Migranten besuchen, und beschimpften eine Sozialarbeiterin heftig, weil sie angeblich nicht „züchtig“ gekleidet war. Die Angreifer zerrissen Broschüren zur Gewaltprävention und schimpften heftig über den geplanten Ausbau der Mädchenarbeit. Nachdem sie der AWO-Beschäftigten noch vor die Füße gespuckt und salafistische Propaganda verteilt hatten, zogen sie wieder ab.

    (…) In sechs der 144 Jugendeinrichtungen von Frankfurt sei es zu ähnlichen Vorfällen „mit religiösem Hintergrund“ gekommen, hieß es darauf bei der Stadtverwaltung. Die AWO wusste sich nicht anders zu helfen, als den Treff für mehrere Wochen zu schließen, um ihre Mitarbeiter zu schützen. Ende Juni wurde das Haus zwar wiedereröffnet, nun gleicht es aber einer Festung. Mit einer gesicherten Schließanlage, einer neuen Tür und Videoüberwachung ist der Treffpunkt nun sicher, wenn auch weniger einladend. Im Landtag jedoch bekam die AWO heftig Schelte für ihre Reaktion. Die Schließung sei „das völlig falsche Signal“ gewesen, sagte der CDU-Innenpolitiker Alexander Bauer …

    (…) Das Misstrauen gegen den Staat und die freiheitliche Gesellschaft spiegelt sich auch in Phänomenen wie den Scharia-Gerichten wider, die sich in vielen Großstädten herausgebildet haben. Neben der Justiz hat sich dort ein eigenes religiöses Rechtssystem entwickelt, das bei Streits, vornehmlich zwischen Clans, zum Einsatz kommt. …

    (…) In der kommenden Woche beschäftigt sich der Deutsche Juristentag in Hannover mit dem Phänomen der Paralleljustiz. Etwa 2500 Richter, Staatsanwälte und Verteidiger kommen zusammen, um über aktuelle Probleme der Rechtsprechung zu diskutieren. Tatjana Hörnle, Strafrechtsprofessorin an der Humboldt-Universität Berlin, hat sich bereits mit dem Thema befasst und wurde als Gutachterin des Juristentages benannt. …

    von: Per Hinrichs, Freia Peters und Christian Unger
    aus: Allahs Tugendterroristen
    in: DIE WELT 14.09.2014

    http://www.welt.de/print/wams/politik/article132224195/Allahs-Tugendterroristen.html

    ::

  4. Dwarslöper Says:

    Hamed Abdel-Samad

    13. Januar um 06:51 · Bearbeitet ·

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

    Sie sind die Bundeskanzlerin aller Menschen, die in Deutschland leben, und somit selbstverständlich auch die Kanzlerin der Muslime. Das ermächtigt Sie aber nicht dazu zu behaupten, der Islam gehöre zu Deutschland. Es ist nicht die Aufgabe eines Politikers, eine Religion zu rehabilitieren oder zu bewerten. Politiker sind für die Menschen da nicht für die Ideologien dieser Menschen.

    Bevor Sie diese Behauptung in die Welt setzen, sind Sie verpflichtet, den Bürgern dieses Landes zu erklären, was der Islam ist!

    Gehört die Aufteilung der Welt in Gläubige und Ungläubige auch zu Deutschland? Was ist mit Dschihad? Was ist mit Polygamie? Was ist mit der Todesstrafe für Apostaten? Was ist mit Körperstrafen für Diebe und Ehebrecher und Alkoholtrinker? Was ist mit Frauenrechten, die im Islam kaum vorhanden sind? Was ist mit Sklaverei, die im Islam nicht verboten ist? Was ist mit dem Recht der Kinder Angstfrei erzogen zu werden und nicht mit der Drohung mit Höllenqual aufzuwachsen?

    Entweder wissen Sie nicht, dass all das auch zum Islam gehört, dann sind Sie nicht qualifiziert, dieses Urteil zu fällen. Oder Sie wissen bescheid und täuschen die Bürger dieses Landes um weiterhin Saudi Arabien Panzer zu verkaufen und dem türkischen Handelspartner nicht zu verärgern!

    Auch ich bin ein Bürger dieses Landes und sage Ihnen, Sie irren sich. Und Sie tun Muslimen kein Gefallen in dem Sie etwas behaupten, was der Wahrheit nicht entspricht und was die Mehrheit der Deutschen anders sieht, übrigen auch viele deutsche Muslime und Ex-Muslime, die vor dem Islam in ihren ehemaligen Heimatländern fliehen mussten!

    https://de-de.facebook.com/hamed.abdelsamad/posts/10152970550030979

  5. Bragalou Says:

    Istanbul-Konvention – das Einfallstor einer Legalisierung der Päderastie

    Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, kurz die Istanbulkonvention, ist ein 2011 ausgearbeiteter völkerrechtlicher Vertrag (Council of Europe Convention on preventing and combating violence against women and domestic violence).

    Deutscher Bundestag. Am 28.01.2015 war öffentliche Anhörung im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz und bereits am 02.07.2014 war Antrag gestellt worden, Strafbarkeitslücken schließen klingt ja so menschenfreundlich und insbesondere frauenfreundlich:

    Drucksache 18/1969

    Artikel 36 der Istanbul-Konvention umsetzen – Bestehende Strafbarkeitslücken bei sexueller Gewalt und Vergewaltigung schließen

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/019/1801969.pdf

    Da ist er wieder, der die Altersgrenze 18 (Volljährigkeit) aufweichende Begriff der Genital Autonomy, den wir aus der Beschneidungsdebatte kennen. „Sexuelle Selbstbestimmung“, „selbst entscheiden“, das klingt liberal und modern, etwa hier: Drucksache 18/1969 Begründung:

    Das Rechtsgut der sexuellen Selbstbestimmung, d. h. die Freiheit der Person, über Zeitpunkt, Form und Partner bzw. Partnerin sexueller Betätigung selbst zu entscheiden, muss umfassend geschützt werden.

    Weiter unten wird sie zwar durchaus sichtbar, die Spezies der Volljährigen …

    „Die sexuelle Selbstbestimmung Erwachsener ist weder nach aktueller Rechtslage noch entsprechend internationalen Vorgaben umfassend geschützt.“

    … doch sollen die künftigen Errungenschaften des Antrags (Drucksache 18/1969) womöglich sehr pauschal auch allen Minderjährigen zukommen, die Istanbul-Konvention jedenfalls sieht das exakt so pauschal vor. Die Antragsteller hätten doch wohl mindestens unzweideutig erklären müssen, dass durch die deutsche Umsetzung der Istanbulkonvention die Strafrechtsparagraphen 174 und 176 auf keinen Fall angetastet werden dürfen.

    Zwischen Mädchen und Frau unterscheidet die Istanbul Konvention allerdings gerade nicht, angeblich, um die Mädchen besonders zu schützen (Stichworte Zwangsheirat und FGM), leider mit der bislang seltsam energisch ignorierten Folge, diese Minderjährigen allen Konventions-Standards der erwachsenen Frau auszusetzen. Minderjährige aber sind in sexuelle Handlungen mit Erwachsenen gar nicht einwilligungsfähig (Stichworte Päderastie und ebenso Zwangsheirat oder FGM).

    Der Deutsche Bundestag scheint auch 2015 diese Gefahr eines Unterlaufens der Altersgrenzen nicht zu sehen, auch nicht die seit „Istanbul“ (11.05.2011) näher rückenden Möglichkeiten weibliche Genitalbeschneidung (FGM) auf Kinderwunsch und Kinderheirat – Kind ist Mensch unter 18 (achtzehn!) Jahren, vgl. UN-Kinderrechtskonvention: a child means every human being below the age of 18 years [Sonnenjahre; age of 18 solar year].

    Antrag der Abgeordneten Ulle Schauws, Katja Keul, Katja Dörner und weiterer Abgeordneter sowie der Fraktion des Deutschen Bundestags Bündnis 90 / Die Grünen: Artikel 36 der Istanbul-Konvention umsetzen – Bestehende Strafbarkeitslücken bei sexueller Gewalt und Vergewaltigung schließen (BT-Drucksache 18/1969).

    Dazu etwa diese Stellungnahme:

    „Nach Art. 36 Abs. 2 der Konvention muss das Einverständnis freiwillig gegeben sein, d.h. Ausdruck des in Kenntnis aller Umstände gefassten freien Willens der betroffenen Person sein. … Pönalisierung aller sexuellen Handlungen ohne Einverständnis“

    http://www.bundestag.de/blob/357194/a75ae34f805c0734d3e40b030f4c7b20/eisele-data.pdf

    „oder unter Umständen, in denen fehlende Zustimmung offensichtlich ist“

    http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/uploads/tx_commerce/Menschenrechtliche_Verpflichtungen_aus_der_Istanbul_Konvention_Ein_Gutachten_zur_Reform_des_Paragraf_177_StGB.pdf

    Gutachten der Dr. Tatjana Hörnle, Seiten 13 und 28:

    „Offensichtlich ist, dass es bestimmte Umstände gibt, in denen auch ein explizites „Ja“ der betroffenen Person nicht als gültiges, wirksames Einverständnis gewertet werden kann. Die jetzigen notwendigen Tatmodalitäten (Gewalt, Drohung, Ausnutzung einer schutzlosen Lage) beschreiben Umstände, die nahe legen, dass keine innere Zustimmung vorlag und eine „Zustimmungserklärung“, falls der Täter eine solche der betroffenen Person abringen konnte, regelmäßig als ungültig zu betrachten wäre. Zu erwägen ist, ob es andere Begleitumstände gibt, die eine möglicherweise erteilte Zustimmungserklärung unwirksam machen.

    X. Formulierungsvorschlag mit Erläuterungen
    § 177 StGB-Vorschlag: Sexueller Angriff; sexuelle Nötigung; Vergewaltigung

    (1) Wer gegen den erklärten Willen einer anderen Person oder unter Umständen, in denen fehlende Zustimmung offensichtlich ist, sexuelle Handlungen an dieser vornimmt oder an sich vornehmen lässt oder diese Person zur Vornahme oder Duldung einer sexuellen Handlung an oder mit einem Dritten bestimmt, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren bestraft. Wird mit dem Opfer der Beischlaf vollzogen oder nimmt der Täter ähnliche sexuelle Handlungen am Opfer vor oder lässt sie von ihm an sich vornehmen, die das Opfer besonders erniedrigen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Vergewaltigung), oder wird die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen, ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr.“

    http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/uploads/tx_commerce/Menschenrechtliche_Verpflichtungen_aus_der_Istanbul_Konvention_Ein_Gutachten_zur_Reform_des_Paragraf_177_StGB.pdf

    Ein derartiges Geplapper wie das von Tatjana Hörnle (die als strafrechtliche Gutachterin auf dem letztjährigen Juristentag bekanntlich für die Legalisierung der FGM-Typen Ia und IV kämpfte, nur das Wort Verstümmelung will sie über die weibliche Sunnabeschneidung nicht mehr hören) untergräbt jedenfalls ironisiert den gebotenen Kinder- und Jugendschutz, wie unbeabsichtigt auch immer.

    Dem auf die Beute Kinderkörper zielenden Vorgehen der durch ein Netzwerk von Pädosexuellen unterwanderten Berliner Alternativen Liste der Achtziger Jahre ist das derzeitige deutsche Implementieren der Istanbulkonvention gar nicht unähnlich.

    Könnte Fred Karst seinen kinderfeindlichen Kampf für eine Abschaffung der §§ 174 und 176 StGB mit der Istanbul Deklaration posthum doch noch gewinnen?

    Q u e l l e n

    Council of Europe: Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt und erläuternder Bericht

    Istanbul, 11.5.2011

    http://www.coe.int/t/dghl/standardsetting/convention-violence/convention/Convention%20210%20German%20&%20explanatory%20report.pdf

    Der Bundestag, Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz, öffentlichen Anhörung

    Mittwoch, 28. Januar 2015, 16.00 Uhr – Istanbul-Konvention

    http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse18/a06/anhoerungen/Archiv/istanbul-konvention/348876

    Stellungnahmen der Sachverständigen

    http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse18/a06/anhoerungen/Archiv/stellungnahmen/356896

    Wortprotokoll

    http://www.bundestag.de/blob/364092/df89febc55ea019d388978c80fa0a030/wortprotokoll-data.pdf

  6. Jacques Auvergne Says:

    Mohamed: Eine Abrechnung
    Verlag: Droemer Knaur (2015)
    ISBN 978-3-426-27640-2

    حامد عبد الصمد
    Ḥāmid ʿAbd aṣ-Ṣamad
    Hamed Abdel-Samad

    Droemer Knaur Verlag

    http://www.droemer-knaur.de/autoren/6896619/hamed-abdel-samad

    Freiheitliche Demokraten aller Welt und Menschenrechtsuniversalisten haben Grund zur Freude, denn der deutsch-ägyptische Politologe Abdel-Samad kann sein neues Buch vorstellen: Mohamed: Eine Abrechnung

    „Ich veröffentliche alle meine Bücher zuerst auf Arabisch, dann auf Deutsch. Aber mein nächstes Buch wagt bisher niemand auf Arabisch zu drucken. Der Prophet war ein gewalttätiger Eroberer und dient deshalb heute Terroristen als Vorbild.“

    http://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/28/hamed-abdel-samad-rettung

    „Ich gehe von einer multiplen Krankheit aus, die aus seiner persönlichen Geschichte resultiert und die die Muslime absorbiert haben. Narzissmus und Paranoia haben ihren Ursprung sehr oft in Minderwertigkeitsgefühlen, Zurückweisungen, Ablehnung. Mohammed ist als Kind oft zurückgewiesen worden. Den Vater kannte er nicht, die Mutter gab ihn weg und starb, als er sechs Jahre alt war. Er hatte keine Leitbilder, kannte keine Liebe, keine Zärtlichkeit, keine Anerkennung. So bildete sich eine Persönlichkeit, die unter Kontrollzwang, Verlustängsten und Paranoia litt. (..)

    Mohammed schließt Kriegsbündnisse, im Schatten des Schwertes kam der Erfolg. Erst als Kriegsbeute in Aussicht stand, wurde der Islam auch zu einem ökonomischen Projekt, das immer mehr Anhänger fand. Viele Kriegsfürsten, die Mohammed früher bekämpft hatten, hielten nun zu ihm, weil sie auf das siegreiche Pferd setzen wollten. (..)

    Der IS macht nichts, was Mohammed in seiner Zeit nicht auch getan hat. Er zieht aus den historischen Texten für jede seiner Taten eine religiöse Legitimation. Ob Enthauptungen, Versklavung, Vergewaltigung, Ehe mit Minderjährigen, die Vertreibung von Juden und Christen – für alles lassen sich entweder im Koran oder in den Hadithen (Überlieferungen der Taten und Aussagen Mohammeds) Belege finden. (..)

    Mohammed war Kriegsherr, er hat das Gleiche getan, was die IS-Terroristen heute tun. Es ist die Geisteshaltung Mohammeds, der den Menschen misstraute, die sich bis heute erhalten hat. Die Geisteshaltung eines größenwahnsinnigen Narzissten, der einen inneren Kreis von Gefolgsleuten definiert und alle, die außerhalb dieses Kreises stehen, als Feinde betrachtet, die ausgelöscht gehören. Der IS ist das legitime Kind von Mohammed, in Wort und Tat. Niemand versteht Mohammed so gut wie der IS. Genau wie die Religionspolizei in Saudi-Arabien, die Fanatiker in Indonesien, Boko Haram in Nigeria, al-Schabab in Somalia und die Hamas im Gazastreifen. Sie stammen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten, berufen sich aber alle auf die gleichen multiplen Krankheiten des Propheten und damit auch seiner Religion.“

    http://www.welt.de/politik/ausland/article146903739/Mohammed-war-ein-Massenmoerder-und-ein-kranker-Tyrann.html

  7. Cees van der Duin Says:

    DER SPIEGEL vom heutigen Menschenrechtstag 10.12.2015 berichtet ungutes Neues über die kalifatischen Wuppertaler Sittenwächter, die ihre orangenen Warnwesten mit SHARIA POLICE, Schariapolizei beschriftet hatten, um das alle Lebensbereiche umfassende (totalitäre) islamische Regelwerk durchzusetzen.
    ::

    Islamisten in Wuppertal. Landgericht lehnt Strafprozess wegen „Scharia-Polizei“ ab

    Der Aufzug von Islamisten als „Scharia-Polizei“ in Wuppertal war nicht strafbar. Das dortige Landgericht hat nun entschieden, ein Verstoß gegen das Uniformverbot liege nicht vor und lehnte die Eröffnung eines Strafprozesses ab.

    Im vergangenen Jahr waren Islamisten als selbsternannte Sittenwächter durch die Straßen Wuppertals patrouilliert. Sie trugen Westen mit dem Aufdruck „Shariah Police“. Die Scharia ist das islamische Recht. Der Auftritt hatte bundesweit für Empörung gesorgt. Er wurde von den Salafisten selbst gefilmt und im Internet verbreitet.

    Das Landgericht entschied nun: Von den handelsüblichen grell-orangen „Shariah-Police“-Warnwesten sei keine einschüchternde, militante Wirkung ausgegangen. Dies sei laut Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts aber Voraussetzung für die Eröffnung eines Strafverfahrens. Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft kündigte Beschwerde gegen die Entscheidung an. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung werde man gegen weitere Auftritte der „Scharia-Polizei“ strafrechtlich vorgehen.

    Lediglich gegen den islamistischen Prediger Sven Lau wurde ein Teil der Anklage zugelassen – er soll die Demonstration nicht angemeldet haben. Das Verfahren wurde nun an das Amtsgericht abgegeben. Lau gilt als einer der führenden Köpfe der islamistischen Szene. Laut Verfassungsschutz ist er ein „ideologisches Bindeglied“ salafistischer Netzwerke.

    Insgesamt war Anklage gegen neun Männer im Alter von 24 bis 34 Jahren erhoben worden. Die Islamisten hatten zusätzlich mit gelben Verbotshinweisen den Anspruch auf eine „Shariah Controlled Zone“ (Scharia-kontrollierte Zone) erhoben. Darauf waren Verhaltensregeln festgehalten, wie sie in streng islamischen Staaten gelten: Kein Alkohol, kein Glücksspiel, keine Musik und Konzerte, keine Pornografie und Prostitution, keine Drogen.

    (apr/dpa)

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/scharia-polizei-landgericht-wuppertal-erlaubt-den-salafisten-auftritt-a-1066943.html

    ::
    ::

    [Gestern auf WZ, leider ohne vor der Nichtmuslime diskriminierenden sowie frauenfeindlichen Scharia zu warnen.]

    Kommentar: Entscheidung beweist Stärke
    Von Lothar Leuschen

    […] Das Landgericht […] kam nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss, dass gegen die meisten der lächerlichen Warnwesten-Islamisten nichts auszurichten ist. Wer den Fall ein wenig gelassener betrachtet, kann dem Gericht nur gratulieren. Es hat mit seiner Entscheidung gezeigt, wie stark der deutsche Rechtsstaat ist. Richtersprüche werden nicht mit Wut im Bauch oder der Bibel in der Hand gesprochen, sondern auf der Basis von Gesetzen. Das ist beruhigend. Zumindest, was den Zustand der Rechtsprechung in Deutschland angeht.

    Gesellschaftlich ist das Treiben der Scharia-Polizei beunruhigend. Sie hat offenbar zwar gegen keinen Paragrafen verstoßen. Aber sie verletzte ungeschriebene Regeln des Zusammenlebens in einer modernen Gesellschaft. In Deutschland ist es jungen Erwachsenen nicht verboten, Gaststätten und Spielhallen aufzusuchen. Es ist erlaubt, dass junge Frauen ohne Kopftuch über die Straße laufen, egal, wo ihre oder die Wiegen ihre Eltern standen. Mädchen dürfen am Schwimm- und am Turnunterricht teilnehmen.

    Es ist wichtig, dass jeder diese Regeln toleriert, sonst funktioniert Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft nicht.

    Umso notwendiger ist es, dass die Gesellschaft das auch sagt und sich um jene kümmert, die den Islamisten sonst auf den Leim gehen. Denn dass die Scharia-Polizisten nicht vor Gericht müssen, ist nicht schlimm. Schlimm ist, dass diese Extremisten glauben, Erfolg haben zu können. Und am schlimmsten ist, dass sie Erfolg haben.

    [Genau, die sogenannten Islamisten sprich hundertprozentigen Schariatreuen kennen Koran und Sunna und wollen in den Himmel kommen. Ohne Not menschengemachten Gesetzen zu folgen ist Sünde, auch in Deutschland hat die Volkssouveränität der Herrschaft Allahs zu weichen. Wenn die (auch muslimischen) Säkularen nicht Nein sagen, leben wir irgendwann im Kalifat.]

    http://www.wz.de/home/leitartikel/entscheidung-beweist-staerke-1.2077520

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    WZ
    09.12.2015

    Kein Verfahren gegen Sharia-Polizei

    Wuppertal. Die zweite große Strafkammer des Landgerichts hat ein Hauptverfahren gegen die sogenannte Sharia-Polizei abgelehnt: Die orangenen Warnwesten seien keine Uniformierung. […] die Staatsanwaltschaft hat bereits eine Beschwerde angekündigt.

    Die Sharia-Polizei erlangte im September 2014 Bekanntheit, als mehrere Männer mit bedruckten Warnwesten als fundamentalistische Sittenwächter vor Discotheken und Spielhallen auftraten. Sie fielen einer Polizeistreife auf, ein Video über die Sharia-Polizei kursierte im Internet.

    Die Staatsanwaltschaft war der Auffassung, dass die neun Angeschuldigten Uniformen oder Uniformteile öffentlich getragen haben, mit der sie eine gemeinsame politische Gesinnung deutlich gemacht hätten. Das ist laut §3 des Versammlungsgesetzes strafbar.

    Warnwesten sind nicht bedrohlich

    Nach Auffassung der zweiten Großen Strafkammer trifft dies nicht zu. Zwar hätten die Angeschuldigten orangene Warnwesten mit dem Aufdruck „Shariah-Police“ getragen, […] Nach Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichtes gelte das Verbot nur für Kleidungsstücke, die Uniformen oder Uniformteilen gleich seien.

    Verboten seien nur Symbole organisierter Gewalt, etwa solche Kleidungsstücke, die erkennbare Bezüge zur „uniformen Bekleidung historisch bekannter militanter Gruppierungen“ aufweisen. Von den Warnwesten gehen nach Auffassung der Strafkammer keinerlei einschüchternde oder bedrohliche Effekte aus. Auch könnten die grellorangenen Warnwesten nicht mit einer Polizeiuniform verwechselt werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

    […]

    Staatsanwaltschaft kündigt Beschwerde an

    In einer Stellungnahme hat die Staatsanwaltschaft bereits angekündigt, eine Beschwerde gegen die Nichteröffnung einzulegen. […] Sobald die Zustellung erfolgt ist, wird Beschwerde eingelegt und anhand der Akten geprüft, ob das Rechtsmittel weiter durchgeführt wird.

    Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung wird die Staatsanwaltschaft weiterhin jede Person strafrechtlich verfolgen, die in vergleichbarer Weise auftreten, heißt es in der Stellungnahme.

    [Hoffentlich kann sich die Staatsanwaltschaft durchsetzen, damit sich nicht bald ganz Wuppertal, Deutschland und Europa in eine Shariah Controlled Zone (Scharia-kontrollierte Zone) verwandelt.]

    http://www.wz.de/lokales/wuppertal/kein-verfahren-gegen-sharia-polizei-1.2077238

  8. Machandelboom Says:

    __________

    HISBA IN EUROPE?
    ASSESSING A MURKY PHENOMENON
    Lorenzo Vidino, Ph.D.
    June 2013

    __________

    TABLE OF CONTENTS

    EXECUTIVE SUMMARY 9
    HISBA: IMPOSING ISLAMIC MORALITY IN EUROPE 9
    MEASURING HISBA-RELATED INCIDENTS IN EUROPE 10
    CATEGORISING HISBA IN EUROPE 10
    INFORMING POLICYMAKERS ABOUT HISBA 11
    POLICY RECOMMENDATIONS 11
    INTRODUCTION 13
    CHAPTER 1 WHAT IS HISBA? 20
    THEOLOGY 20
    THE DEBATE OVER WHO SHOULD PERFORM HISBA 22
    HISBA IN MUSLIM-MAJORITY COUNTRIES TODAY 24
    CHAPTER 2 HISBA IN EUROPE 32
    WHAT IS HISBA IN EUROPE? 33
    BORDERLINE HISBA 37
    CHAPTER 3 A CASE STUDY: CATALONIA 44
    SALAFISM IN CATALONIA 45
    HISBA IN CATALONIA 49
    THE CASE OF LLEIDA 53
    VIOLENT HISBA? 56
    CONCLUSION 62

    http://europeandemocracy.eu/wp-content/uploads/2013/06/Hisba_in_Europe1.pdf

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    _

    The Muslim Brotherhood in the West: Evolution and Western policies
    Lorenzo Vidino
    February 2011

    http://icsr.info/wp-content/uploads/2012/10/1300106834ICSRTheNewMBintheWest.pdf

    The New Muslim Brotherhood in the West
    Lorenzo Vidino
    August 2010

    http://cup.columbia.edu/book/the-new-muslim-brotherhood-in-the-west/9780231151269

    _
    _

    Lorenzo Vidino

    Articles and Reports

    http://lorenzovidino.com/selected-writings/articles-and-reports/

  9. Edward von Roy Says:

    [ Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem ]

    Der Islamwissenschaftler Tilman Nagel (* 1942) vertrat 2005 in seinem Essay Islam oder Islamismus? Probleme einer Grenzziehung die Meinung, eine Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus sei „ohne Erkenntniswert“. „Islam und Islamismus sind so lange nicht voneinander zu trennen, wie Koran und Sunna als absolut und für alle Zeiten wahr ausgegeben werden“, so Nagel. Er verwendet das Wort „Islamismus“ und setzt in seiner Argumentation den Begriff letzten Endes mit dem orthodoxen Islam gleich. Nagel argumentiert, der Islam sei von Hause aus – mit Ausnahme der Muʿtazila – fundamentalistisch.

    „Der Islam (richtet) nicht wie das Christentum sich in einem bestehenden Staat ein, sondern (gründet) einen eigenen.“ Historisch begründet Nagel dies mit der frühislamischen Gemeinde unter Mohammed, zu der Nagel schreibt: „von Anfang an ein entschiedenes Streben nach Dominanz über alle anderen Menschenverbände eigen, eben weil [die Umma] sich … als unerschütterbar wahr und endgültig richtig auffasste. Die Anwendung von Gewalt zur Selbstbehauptung und dann zur Unterwerfung anderer Gemeinschaften, die eben nicht islamische waren, ist demgemäß ein wesentliches, wenn nicht das wesentliche Merkmal der Geschichte des Wirkens Mohammeds in Medina.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Islamismus#Definitionen_und_Begriffskritik

    .
    .
    .

    Man lese diesen Essay von
    Markus C. Schulte von Drach,
    in:
    Süddeutsche Zeitung,
    02.03.2016

    Guter Islam, böser Islam

    Wer sagt, Terror, Gewalt und die Unterdrückung von Frauen hätten auch mit dem Islam zu tun, gilt schnell als islamophob und fremdenfeindlich. Das schadet einer wichtigen Debatte.

    […] Hamed Abdel-Samad: „Man muss zwischen Muslimen und Islam unterscheiden, aber den Islam nicht reinwaschen wollen“, sagte er in der Zeit. Wer – wie viele Muslime es tun – den Koran als direktes Wort Gottes betrachtet, könne ihn eigentlich nicht relativieren. Abdel-Samad fordert von den Muslimen, sich von der Geltung der Texte im Koran zu verabschieden, so wie die meisten Christen sich von den Sätzen des Alten Testaments distanziert haben. Und Mohammed müsse als historischer Mensch mit Schwächen betrachtet werden. […]

    Wer aber […] Islamismus und Terror mit dem Islam in Verbindung bringt, konservative Muslime kritisiert und von den Gläubigen eine deutlichere Distanz zu den Originalquellen fordert, ist in Gefahr, als „islamophob, unsozial oder sogar gefährlich“ diffamiert zu werden. Und zwar nicht nur von gläubigen Muslimen, sondern auch von vielen Linksliberalen, klagt die iranische Bürgerrechtlerin Maryam Namazie.

    „Was die ‚Linken‘ übersehen“, schreibt Namazie im Guardian, sei, dass in der muslimischen Welt „im Kern ein Kampf stattfindet zwischen Theokraten und der religiösen Rechten einerseits und Säkularisten und jenen, die für soziale Gerechtigkeit andererseits kämpfen.“ Anstatt die fortschrittlichen Kräfte in den muslimischen Gemeinden zu stärken, werfe ein Teil der Linken den „Schleier des Respekts vor der anderen Kultur“ über die Missstände und die Ablehnung der Werte wie Freiheit und Gleichheit, die dort zum Teil herrschten. […]

    Wer aber im Westen Islamismus und Terror mit dem Islam in Verbindung bringt, konservative Muslime kritisiert und von den Gläubigen eine deutlichere Distanz zu den Originalquellen fordert, ist in Gefahr, als „islamophob, unsozial oder sogar gefährlich“ diffamiert zu werden. Und zwar nicht nur von gläubigen Muslimen, sondern auch von vielen Linksliberalen, klagt die iranische Bürgerrechtlerin Maryam Namazie. […]

    „Was die ‚Linken‘ übersehen“, schreibt Namazie im Guardian, sei, dass in der muslimischen Welt „im Kern ein Kampf stattfindet zwischen Theokraten und der religiösen Rechten einerseits und Säkularisten und jenen, die für soziale Gerechtigkeit andererseits kämpfen.“ Anstatt die fortschrittlichen Kräfte in den muslimischen Gemeinden zu stärken, werfe ein Teil der Linken den „Schleier des Respekts vor der anderen Kultur“ über die Missstände und die Ablehnung der Werte wie Freiheit und Gleichheit, die dort zum Teil herrschten.

    Sie ist mit ihrem Frust darüber nicht allein. So fordert die offen lesbische kanadische Muslimin Irshad Manji, dass Nichtmuslime im Westen endlich ihr Schweigen und ihre Selbstzensur brechen sollten. „Multikulturalismus kann von Nichtmuslimen nicht länger wörtlich genommen werden.“

    Auch Samuel Schirmbeck, zehn Jahre in Nordafrika Korrespondent der ARD, kritisierte jüngst in der FAZ die „liebedienerische Haltung des hiesigen linken Spektrums gegenüber jedwedem Obskurantismus“, sobald dieser nur das Etikett „muslimisch“ trage. Anstatt den muslimischen Aufklärerinnen und Aufklärern zur Seite zu springen, dresche die deutsche Linke seit fünfzehn Jahren auf sie ein und beschuldige sie, Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten zu liefern.

    Den Widerstand gegen Islamkritik bekommt in Deutschland besonders Hamed Abdel-Samad zu spüren. Er nimmt bei seiner Kritik keinerlei Rücksicht. Dafür muss er, dessen Leben von Islamisten bedroht wird, sich gefallen lassen, in einer deutschen Zeitung als „Islamhasser“ bezeichnet zu werden. Für die muslimische Religionspädagogin Lamyar Kaddor gehört er zu den „willfährigen Helfern der Islamisten“ bei deren Versuch, einen Keil zwischen Muslime und Nichtmuslime zu treiben. Sie zählt die Islamkritiker zu einer „islamfeindlichen Szene“. […]

    Aber Abdel-Samad ist nicht fremdenfeindlich, genauso wenig wie Islamkritiker und muslimische Dissidenten wie Necla Kelek, Seyran Ateş oder Mina Ahadi in Deutschland, oder Taslima Nasrin, Maryam Namazie, Ali Sina, Rafiq Tağı [Taghi, Taqi] (ermordet), Asif Mohiuddin und die vielen in Bangladesch attackierten und teils ermordeten Atheisten, Ashraf Fayadh und Raif Badawi, Salman Rushdie oder die viel kritisierte Ayaan Hirsi Ali. Das gilt ebenso für atheistische Religionskritiker wie Michel Onfray, Richard Dawkins, Christopher Hitchens, Sam Harris, Oriana Fallaci oder die Redakteure und Zeichner von Charlie Hebdo.

    […] Sie kämpfen nicht für angeblich christlich-abendländische Werte. Sie setzen sich ein für Menschen- und Frauenrechte, Meinungs – und Religionsfreiheit. Es sind die humanistischen Werte, die im Westen gegen den Widerstand der Kirchen und Konservativen bitter erkämpft wurden, fasst etwa Mina Ahadi vom Zentralrat der Ex-Muslime ihre Ziele zusammen. Diese Werte müssten nun auch gegen konservative Vertreter des Islam verteidigt werden.

    Seit Jahren fordert deshalb der syrisch-deutsche Islamwissenschaftler Bassam Tibi für Europa eine „auf den europäischen Wertvorstellungen basierende Hausordnung“, auf der Basis säkularen Rechts und der individuellen Freiheit. Viele muslimische Migranten brächten eine eigene Leitkultur mit – die Scharia -, deren Geltung in Europa sie im Namen von Multikulturalismus und Vielfalt fordern. Diese Scharia-Leitkultur aber sei mit den Wertvorstellungen eines demokratischen Europas unvereinbar. Dass manche Europäer die europäischen Werte im Namen der Toleranz relativieren, sieht auch er deshalb als Risiko.

    Wie konnte es dazu kommen? Der Islamwissenschaftler Tilman Nagel von der Universität Göttingen erklärt dies damit, dass in unserer säkularisierten Gesellschaft die Religion an Bedeutung verloren hat. Viele Menschen betrachten Religion als Privatsache, schließen von sich auf andere und unterstellen diese Haltung auch Menschen, die aus anderen Gesellschaften einwandern. Seiner Meinung nach hat sich in Teilen der Öffentlichkeit deshalb eine falsche Vorstellung von einer Grenze zwischen Islam und Islamismus entwickelt.

    Verschiedene Umfragen unter Muslimen in Deutschland, Europa und der Welt deuten darauf hin, wie durchlässig diese Grenze sein kann. So halten nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung von 2015 etwa 90 Prozent der sunnitischen Muslime in Deutschland die Demokratie zwar für eine gute Regierungsform. Eine Untersuchung der Hamburger Universität für die Bundesregierung hatte 2007 allerdings gezeigt, dass etwa 47 Prozent der befragten Muslime die Befolgung der religiösen Gebote für wichtiger hielten als die Demokratie. Liegt hier ein Widerspruch vor oder eine Priorisierung?

    In einer Umfrage, die das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung 2013 veröffentlicht hat, stimmten sogar 65 Prozent der in Europa befragten Muslime türkischer und marokkanischer Herkunft der Aussage zu, dass religiöse Regeln wichtiger seien als die Gesetze des Landes, in dem sie leben. (Unter den Christen waren das immerhin auch 13 Prozent.)

    In Gallup-Umfragen, die zwischen 2001 und 2007 in 35 Staaten mit überwiegend muslimischer Bevölkerung – von der Türkei über Saudi-Arabien bis Indonesien – durchgeführt wurden, gab in den meisten Ländern die Mehrheit an, eine Form der Scharia sollte eine oder sogar die einzige Quelle der Gesetzgebung sein. […]

    Religiöse Dissidenten wie Hamed Abdel-Samad, Maajid Nawaz oder Ayaan Hirsi Ali sowie unterdrückte Minderheiten in muslimischen Ländern fordern […] energisch eine Reform des Islam dort, wo er ihrer Meinung nach etwa der Gleichberechtigung der Frau und der Religions- und Meinungsfreiheit entgegensteht oder gewaltbereiten Islamisten ihre Rechtfertigungen zu liefern scheint.

    Ist ihre Forderung anmaßend? Genauso anmaßend wie es der dreihundert Jahre währende Kampf für die universellen Menschenrechte gegen die Überzeugung der Mehrheit der gläubigen Christen in Europa war. Und nicht anmaßender als die Forderung, alle Menschen müssten die universellen Menschenrechte in Anspruch nehmen dürfen, wie sie die Charta [ Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, AEMR ] der Vereinten Nationen formuliert.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/religion-guter-islam-boeser-islam-1.2849053

  10. Jacques Auvergne Says:

    Nizza 2016
    Schariabasierter Angriff auf Kellnerin ‚wegen Ramadan‘
    .
    .

    atlantico, 07.06.2016

    Nice : une serveuse aurait été agressée pour avoir servi de l’alcool pendant le ramadan

    [Das mit dem beanstandeten Alkoholverkauf tagsüber im Ramadan führt am sehr islamischen Thema vorbei. Denn es geht um den Verstoß gegen den Schariabefehl des Fastens an sich. Die Kellnerin hätte auch Käseschnittchen essen oder Wasser trinken oder einem Gast ein Croissant oder einen Kaffee anbieten können: Vor Sonnenuntergang darf – im Islam – eine Hisba-Miliz sie zum Wohlverhalten bringen, mit einer Ermahnung oder mit Gewalt.]

    Les faits se seraient déroulés dans un bar du centre-ville de Nice, rue Lamartine.

    Selon les informations publiées mardi 7 juin par le quotidien Nice-Matin, un passant aurait agressé une employée d’un bar niçois, au motif que cette dernière servait des verres d’alcool lundi soir, alors que venait de débuter le ramadan.

    Les faits se seraient déroulés dans un bar du centre-ville de Nice, rue Lamartine. L’homme aurait interpellé la serveuse – qui elle-même pratique le ramadan ; elle lui aurait répondu qu’il n’était pas en droit de la juger, ce que Dieu seul peut faire.

    „Si j’étais Dieu, je t’aurais déjà étranglée“, aurait rétorqué l’intéressé avant de la gifler.

    Le propriétaire du bar a rapidement porté plainte auprès du commissariat. La police a fait des recherches dans le secteur, en se basant sur les bandes de vidéo surveillance de la scène de l’agression. Dans le même quartier de Nice, un boulanger avait été agressé parce qu’il vendait des sandwichs au jambon, en 2014.

    http://www.atlantico.fr/pepites/nice-serveuse-aurait-ete-agressee-pour-avoir-servi-alcool-pendant-ramadan-2726196.html

    ::
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    Quelle:
    RivieraZeit

    Angriff auf Kellnerin wegen Ramadan

    RivieraZeit, 08.06.2016
    Côte d’Azur & Provence

    Gleich zu Beginn des Fastenmonats der Muslime am vergangenen Montag ereignete sich eine von Hass und Gewalt geprägte Szene im Zentrum Nizzas. Ein Gast des „Café Vitis“ bedrohte die Kellnerin verbal und wurde schließlich handgreiflich. Sie hatte trotz des Ramadans Alkohol ausgeschenkt.

    Ramadan

    Während des Ramadans wird streng gefastet und auf Alkohol, Zigaretten und sämtliche Genussmittel verzichtet.

    Alkoholkonsum ist während des muslimischen Fastenmonats strengstens verboten. [Unsinn, im Islam ist Alkoholkonsum immer streng verboten, nicht nur im Ramadan.] Das gab auch der Mann im „Café Vitis“ der Kellnerin gestikulierend zu verstehen. Diese – selbst gläubige Muslimin – zeigte sich zunächst vom Benehmen des Gastes unbeeindruckt. Er verließ das Lokal, kehrte jedoch nur wenige Augenblicke später zurück und fing an, auf die junge Frau einzuschlagen.

    Die Frau hat bereits Anklage erhoben. Schockiert zeigten sich der Abgeordnete und Präsident des Departements „Alpes-Maritimes“ Eric Ciotti und der (Noch-)Bürgermeister von Nizza Christian Estrosi. Letzterer drückte am heutigen Mittwoch seine Empörung über den Vorfall aus. In einem öffentlichen Schreiben betont er, die Kellnerin habe lediglich ihren Beruf ausgeübt. Eine solche Tat sei durch nichts zu rechtfertigen, auch nicht durch Religionsfreiheit.

    Darüber hinaus erinnerte Estrosi an eine vergleichbare Tat, die sich im November 2015 in Nizza ereignete. Damals hatten muslimische Imbissbudenbesitzer einen Bäcker angegriffen, weil er Schinkenbrötchen und Kuchen mit Alkohol verkaufte.

    FS

    http://www.riviera-press.fr/zeit/content/was-meinen-sie-angriff-auf-kellnerin-wegen-ramadan

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    08.06.2015
    Il Secolo XIX aus Torino / Turin

    […] avvenuto lunedì scorso al Café Vitis di rue Lamartine, dove una cameriera è stata presa a schiaffi da un avventore musulmano perché in quel bar si servono alcolici. L’invasato islamico avrebbe urlato alla ragazza: «Se fossi dio ti impiccherei». […]

    http://www.ilsecoloxix.it/p/mondo/2016/06/08/ASqdZF2C-escalation_musulmana_indignata.shtml

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