Regeln regeln

الأمر بالمعروف و النهي عن المنكر

al-amr bi-l-maʿrūf wa-n-nahi ʿani l-munkar

to enjoin what is good and forbid what is evil

Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten

Die Hisba. Das falsche durch das richtige Gesetz ersetzen

Von Edward von Roy. Zur Demo gegen Pro Halal, Düsseldorf am 20.09.2014.

Saudi-Arabien exportiert zweierlei, das Erdöl und das Konzept für eine Islamische Religionspolizei. Auf Geheiß des Hüter der zwei heiligen Moscheen wird jeder Mutawa (muṭawwaʿ), jeder Schariapolizist, für eine staatliche Behörde tätig, das Komitee zur Förderung des Guten und Verhinderung des Bösen (CPVPV, Committee for the Promotion of Virtue and the Prevention of Vice). Der Plural, Sittenpolizisten, ist Mutawiun (muṭawwiʿūn, muṭawwiʿīn anglis. mutaween), das bedeutete ursprünglich Freiwillige und meinte in den Arabisch-Byzantinischen Kriegen Kriegsfreiwillige.

Aus der ganzen Welt reisen jedes Jahr Millionen von Gläubigen zur Haddsch oder ‚Umra heran, die in frommer Erwartung auf eine glückliche und für das Dasein im Diesseits und Jenseits erfolgreiche Pilgerreise hoffen. Der Weg ins Paradies führt sozusagen über die Stadt Mekka und der gesamte Staat, wie jedes vollkommen islamisierte Gebiet eine religiöse Diktatur und zusätzlich der rigiden Rechtsschule der Hanbaliyya folgend, möchte sich Mühe geben frei von Sünde zu sein. Ein Gottesstaat ist aus seiner Sicht in der Lage das Böse in Schach zu halten und empfiehlt sich anderen Nationen als ein auch in Bezug auf Kultur und Moral beispielhaftes Gesellschaftsmodell. Damit der Islam fehlerfrei gelebt wird kontrollieren Sittenwächter die Menschen auf korrektes Einhalten der Scharia, verhaften beispielsweise jeden, der die Geschlechtertrennung verletzt oder die korrekte islamische Kleidung nicht einhält, doch auch eine Neujahrsfeier oder eine rote Grußkarte zum Valentinstag beleidigt die Religion und wird bestraft.

Verboten ist ḥarām und was das Islamische Gesetz der Scharia erlaubt ist ḥalāl. Mit Scharia-Polizei, Anti-Haram-Team oder Pro-Halal-Team ist der Religionspolizist, der Mutawa also auch in Deutschland angekommen. Anders als Islamverbände, Presse und Politik suggerieren, lässt sich gar nicht sagen, dass Sven Lau seine Religion falsch verstanden hätte, weshalb es nicht angemessen ist, über die Wuppertaler und Düsseldorfer Sittenwächter: „Diese paar Halbstarken sprechen nicht in unserem Namen“ zu sagen. Genau das tat Aiman Mazyek, der andererseits Koran und Sunna als Geschäftsordnung des Koordinationsrates der Muslime in Deutschland (KRM) akzeptiert. Lau und Mazyek teilen dieselbe Scharia, kein Wunder, es gibt nur eine.

Ihre islamische Legitimation findet die Schariapolizei im Grundsatz Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten, den der Koran an vier Stellen nennt. Am bekanntesten ist Sure 3:110, wo der Souverän des Weltalls den Muslimen deutlich macht: “Ihr [den Islam Praktizierenden] seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Allah”.

In Deutschland darf jeder glauben oder nicht glauben, ohne dass sich sein rechtlicher Status ändert. Ob Muslim oder Nichtmuslim, ob Mann oder Frau, jeder hat die gleichen, auf den allgemeinen Menschenrechten gründenden Rechte und Pflichten. Eine überwiegend spirituell gelebte Religion wäre für die freiheitliche Demokratie auch gar kein Problem. Der an der Pflicht zur Scharia festhaltende Islam jedoch muss, muslimbrüderlich über Jahre heranschleichend oder wie bei Chomeini, den Taliban, Boko Haram oder IS innerhalb von Tagen islamrevolutionär heranrasend, eine veritable Diktatur aufbauen, in welcher Allah König ist und menschliche Stellvertreter des islamischen Gottes (das Wort Kalif bedeutet Stellvertreter) Regeln durchsetzen, die mit Koran und Sunna in größtmöglichem Einklang sind. Die Sunna ist das unbedingt nachzuahmende Handeln Mohammeds, wie es die Sammlungen der Hadithe überliefern.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) redet am Thema Scharia vorbei und behauptete vorgestern: „Der Islam ist eine friedliche Religion! Er erklärt Hetzparolen oder Judenhass, Enthauptungen oder Christenverfolgung zur Todsünde!“. Nein Herr Mazyek, erstens köpft Saudi-Arabien islamrechtlich einwandfrei und zweitens kann ein deutscher Muslim friedlicher Mensch sein wie jeder andere, doch solange die Scharia in Kraft ist und den Alltag und die Gesetzgebung totalitär bestimmen will, ist der organisierbare Islam leider keine friedliche Religion, sondern benachteiligt, sobald er auch nur etwas an die Macht kommt, alle Nichtmuslime und alle Frauen. Der von der IGD, dem deutschen Zweig der Muslimbruderschaft gesteuerte Zentralrat distanziert sich nicht von der Erklärung der Menschenrechte im Islam, Kairo 1990, die alle Rechte und Freiheiten unter den Vorbehalt der Scharia stellt.

Artikel 22 der Kairoer Charta garantiert die freie Meinungsäußerung, allerdings nur solange diese nicht die Grundsätze der Scharia verletzt. Abschnitt c) redet von Meinungsfreiheit, verbietet es jedoch sofort, die Meinungsäußerung dazu zu nutzen, „die Heiligkeit und Würde der Propheten zu verletzen, die moralischen und ethischen Werte auszuhöhlen und die Gesellschaft zu entzweien, sie zu korrumpieren, ihr zu schaden oder ihren Glauben zu schwächen“, fordert also die Pressezensur. Artikel 2 schützt das Recht auf Leben, stellt es aber ebenfalls sofort unter Schariavorbehalt: „es ist verboten, einem anderen das Leben zu nehmen, außer wenn die Scharia es verlangt.“

Wenn es nur nach Koran und Sunna geschieht, darf und muss man also die Presse zensieren und bei islamisch gegebenem Bedarf kann man einen Menschen umbringen, in der deutschen Presse aber können Schönfärber wie Mazyek erzählen: „Der Islam ist eine friedliche Religion“. Hat der ZMD-Chef die Gründungscharta der Hamas denn unislamisch genannt? Diese zitiert den Hadith aus Sahih Muslim, Buch 41, Nummer 6981: „Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‚Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’“, während Mazyek meint: „Der Islam ist eine friedliche Religion! Er erklärt Hetzparolen oder Judenhass … zur Todsünde!“.

Sven Lau und seine Mitarbeiter dürfen die orangenen Warnwesten mit dem Aufdruck Scharia-Polizei nicht mehr benutzen, die Selbstbezeichnung als Polizist hat sich also für die streng religiösen ehrenamtlichen Sittenwächter erledigt. Aber auf der Schutzweste lasen wir noch das zweite Wort, Scharia, das ist die angeblich im Himmel, von Allah geschaffene Gesetzlichkeit als die hier auf der Erde bei Bedarf mit Gewalt durchzusetzende: „islamische Gesetzlichkeit. „Islamische Gesetzgebung“ sagt es Sven Lau ganz praxisnah und auf das Wort Gesetzgebung hätte man in dieser Woche in Hannover auf dem 70. Deutschen Juristentag genauer achten sollen. Die Juristen haben in den letzten Tagen, neben dem von Gutachterin Tatjana Hörnle vorangetriebenen Versuch der Legalisierung der Mädchenbeschneidung sprich Genitalverstümmelung der FGM Typen Ia und IV, allen Ernstes über die Einführung von Scharia-Gerichten diskutiert. Gemeint sind Formen von islamischer Streitschlichtung oder islamischem Täter Opfer-Ausgleich. Das sollte sich eine freiheitliche Gesellschaft nicht leisten.

Ein Religionsgesetz ins säkulare Rechtssystem einzubauen ist demokratisch riskant. In den religiösen Milieus wird beispielsweise der Druck anwachsen, die staatlichen Strukturen als nicht so wertvoll anzusehen oder sogar zu verachten. Wie konntest du nur zu einem ungläubigen Streitschlichter gehen? Auch wird sich die Lobby der Scharia nicht mit Friedensrichtern begnügen, sondern den Druck auf den Staat erhöhen, dem Islamischen Recht entgegenzukommen und in das Personenstandsrecht (Stichwort Polygamie) und überhaupt das Familienrecht schariakonforme Paragraphen einzubauen. Dann werden die nächsten Forderungen kommen, zuletzt wird das Strafrecht islamisiert. Darum geht es der Rechtsreligion, alle Regeln – das menschliche Verhalten und die staatlichen Gesetze betreffend – müssen islamisch geregelt werden, denn der eigentliche Gesetzgeber ist und bleibt Allah. Der freiheitliche Staat muss diesen durch die Religion aufgedrängten Prozess der Islamisierung des Rechts abstoppen.

Schon vor acht Jahren forderte Mustafa Cerić in der Deklaration Europäischer Muslime: „Wege zu finden, wie muslimisches Recht für Personenstandsangelegenheiten, wie z. B. Familienrecht, anerkannt werden kann.“ Hier muss der Staat Nein sagen, wenn er Folgen wie das Aufenthaltsbestimmungsrecht über die Kinder nur noch durch den Vater, das Recht auf Zweitfrau bis Viertfrau und auf Frauenverstoßung (ṭalāq) oder das sehr niedrige und in Griechenland legale Heiratsalter für muslimische Mädchen von neun Jahren verhindern will.

Der Juristentag hätte nicht über ein auf Seelenrettung zielendes Recht sprechen dürfen, jedenfalls nicht auf der sprichwörtlichen Augenhöhe. Die Scharia einzuhalten rettet vor der Hölle während die deutschen Gesetze und Verordnungen einzuhalten bisher nur diesseitige Folgen hat, was sich nicht ändern sollte.

Säkulares Recht und Religionsrecht gehören so wenig zusammen wie deutsches Handelsrecht und der die Aufenthaltsdauer im Fegefeuer verkürzende Ablasshandel oder wie faktenbasierte Himmelsforschung und angstgetriebene Wahrsagerei, Astronomie und Astrologie. Grundgesetz und Scharia gehören so wenig zusammen wie Psychologie und die Zauberei des Voodoo. Wer Scharia-Gerichte aufbaut wird die Muslime, ganz im Sinne der verschiedenen Radikalen von religiös bis rassistisch, noch weiter in die Isolation treiben. Die unteilbare (kohärente) und totalitäre Scharia zu integrieren zerspaltet mehr und mehr sowohl das noch für alle geltende Recht als auch die einheitliche Rechtsgemeinschaft, die Bevölkerung in Staat und Stadtviertel.

Zum Streitschlichten gibt es überall den Schiedsmann, dessen Dienstleistung jeder von uns in Anspruch nehmen kann, ob gottesfürchtig oder gottlos und der, anders als die Scharia, Mann und Frau stets gleich behandelt.

Edward von Roy

Q u e l l e n

StGB § 132a Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen

http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__132a.html

“Es gibt ein Gewaltmonopol des Staats … Niemand anderes ist befugt, sich in die Rolle der Polizei hineinzuschleichen.”

Angela Merkel

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/merkel-fordert-gegen-scharia-polizei-entschieden-vorzugehen-13142350.html

Auch der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, hat die Aktion jetzt scharf kritisiert. “Diese paar Halbstarken sprechen nicht in unserem Namen”, sagte Mazyek im “Tagesspiegel am Sonntag”. Was die Wuppertaler Salafisten täten, sei eine “Zweckentfremdung unserer Religion”. Sie schadeten mit ihrer “schrillen und völlig unsinnigen Aktion” den Muslimen ungemein. Mazyek forderte allerdings auch, der Aktion nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Quelle: Salafisten aus Wuppertal: Zentralrat der Muslime verurteilt “Scharia-Polizei”. DER SPIEGEL 07.09.2014.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/scharia-polizei-in-wuppertal-zentralrat-nennt-salafisten-halbstarke-a-990271.html

Dieser Kurzauftritt von elf (einigermaßen clever kommunizierenden) Tugendwächtern brachte Innenminister Thomas de Maizière und Justizminister Heiko Maas in Wallung – und zwar derart, dass sie mit ihren vielleicht 20-sekündigen Fernsehstatements einige Jahre bundesdeutscher Integrationspolitik karikierten. All die “Hosgeldiniz”-Rufe der Integrationsstaatsministerinnen. All die Wir-gehören-zusammen-Beteuerungen auf Islamkonferenzen. Und all die Bekenntnisse speziell von CDU-Politikern, Muslime und Unionschristen teilten doch den Wertekonservatismus.

Und für diese Demontage brauchten die beiden Minister nur zwei Sätze. “Die Scharia wird auf deutschem Boden nicht geduldet”, so lautete der eine Satz, gesprochen vom christdemokratischen Innenminister. Und: Das Verhalten der elf Salafisten sei “ein Anschlag auf unser freies Lebensmodell” lautete der andere, aus dem Munde des sozialdemokratischen Justizministers. Applaudiert und assistiert wurde den beiden sogleich von einem riesigen Kommentatorenchor – was den Schaden potenzierte.

Von Till-R. Stoldt. Stoppt die Hysterie um die “Scharia-Polizei”! DIE WELT 08.09.2014.

http://www.welt.de/regionales/nrw/article132023600/Stoppt-die-Hysterie-um-die-Scharia-Polizei.html

Firmenlogo der saudi-arabischen Schariapolizei. Streng dem Prinzip PVPV dienen: the promotion of virtue and prevention of vice.

http://travelblog.viator.com/wp-content/uploads/2010/01/vice.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/3/3f/Mukfellas.png/220px-Mukfellas.png

Vier Mutawi’un auf der Suche nach Sündern. Auf Erden im Dienst des Himmels, um Einfallstore des Bösen aufzuspüren.

http://images.alarabiya.net/5d/db/640x392_90528_223283.jpg

So geht das aber nicht.

http://cdn.theatlantic.com/static/mt/assets/international/witch.jpg

Eine mutmaßlich ungehorsame Frau verfolgend.

http://jafrianews.files.wordpress.com/2013/09/saudi-religious-police-chasing-woman.jpg

Frauenkleidung in Schwarz gibt dem Staat innere Sicherheit.

http://s1.ibtimes.com/sites/www.ibtimes.com/files/styles/v2_article_large/public/2012/03/08/245922-saudi-women-injured-in-university-protest.jpg

http://42zpug2ddkllrvopi2h8z3kfeh.wpengine.netdna-cdn.com/files/2010/07/phpZ4DNWsPM2.jpg

Hisba (Enjoining Good and Forbidding Evil)

… Hisba has four components: Al-Muhtasib (the person who practices Hisba), Al-Muhtasabu ‘alayhi (the person to whom Hisba is directed), Al-Muhtasabu Feehi (the subject of Hisba) and Ihtisab (the actual act of enjoining good and forbidding evil).

1. Al-Muhtasib: This refers to the person who enjoins good and forbids evil, whether he is permitted to do so by the Imam in charge of Muslims’ affair or not. …

“If I instruct you to do something, then do as much as you can.” Bukhari and Muslim

All this is admissable as long as there is a Muslim Imam (leader) who entrusts the responsibility of Hisba to those fit to carry it out. In this day and age, however, our rulers who have apostatised by changing the laws of Shar’ia have no right to delegate the responsibility for Hisba. Indeed, they should be removed in accordance with the consensus of the Ulama. …

We have said earlier that disapproving of evil with the heart is a duty for every Muslim, whether he is physically capable or not, and must never be neglected under any circumstance whatsoever, as this would indicate the disappearance of all traces of Iman from the heart.

http://www.kalamullah.com/manhaj01.html

Neben der Pflicht jedes Muslims, ‘das Gute zu gebieten und das Böse zu verbieten’, bezeichnet der Begriff hisba auch den Aufgabenbereich der Person, die in einer Stadt mit der Überwachung des moralischen Verhaltens der Einwohner und insbesondere auch der Märkte betraut war.

Rüdiger Lohlker, Das Islamische Recht im Wandel (Seite 159).

http://books.google.de/books?id=5o3G6sH2Aa0C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Ma’ruf

http://en.wikipedia.org/wiki/Ma’ruf

Um einerseits religiöse Gefühle saudischer Bürger nicht zu verletzen, andererseits aber dennoch die eigene Identität als westliche Frau zu bewahren, empfiehlt sich, wie hier allgemein üblich, das Tragen eines schwarzen, den Körper und die Beine komplett verhüllenden Umhanges (sog. Abaya). Das Tragen eines Kopftuches wird von Angehörigen des „Komitees zur Förderung des Guten und Verhinderung des Bösen“ – den sog. Mutawa („Religionswächter“) – zwar regelmäßig gefordert, ist aber letztlich nicht zwingend erforderlich. Um Konflikte zu vermeiden, empfiehlt die Botschaft aber bei Aufforderung die Haare zu bedecken, der Bitte nachzukommen. In der Regel reicht dafür ein leichter Schal, der mit der Abaya getragen werden kann. …

Für Frauen besteht ein absolutes Autofahrverbot. Bei der Benutzung von Taxis ist darauf zu achten, dass Frauen keinesfalls auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Auch wenn ein anderes Fahrzeug mit einem nicht-verwandten Fahrer benutzt wird, sollten Frauen auf den Rücksitzen Platz nehmen. In Restaurants herrscht in der Regel strikte Geschlechtertrennung. … In Modegeschäften ist Frauen die Anprobe von Kleidungsstücken nicht gestattet.

Deutsche Botschaft Riad

http://www.riad.diplo.de/Vertretung/riad/de/04__RK__Visa/Leben_20und_20Arbeiten/Verhalten_20Frauen.html

Schiitisch. Das Rechte befehlen

Commanding the just (Amr bi l-Maʿrūf) is a part of Shia Islam’s Branches of Religion. It refers to encouraging people to do the necessary good in life even when they have forgotten to do so. For example, when they have forgotten salat.

http://en.wikipedia.org/wiki/Commanding_what_is_just

Schiitisch. Das Verwerfliche verbieten

Forbidding what is evil (Nahi ʿani l-Munkar), is a part of Islam and means, for example, to oppose injustice. In a more political and social context, Muslims are divided: Some believe that one should not take a social stance unless the Caliph orders.

http://en.wikipedia.org/wiki/Forbidding_what_is_evil

Sunnitisch

Enjoining good and forbidding wrong

Enjoining good and forbidding wrong, (Arabic: al-amr bi l-ma’ruf wa n-nahi ‚ani l-munkar) or promotion of virtue and prevention of vice (PVPV), is an Islamic doctrine mentioned in the Qur’an. This expression is the base of the Islamic institution of hisba. It forms a central part of the Islamic doctrine for all Muslims. It is also explicitly referred to in the two Shi’a Ancillaries of the Faith, commanding what is just and forbidding what is evil.

Sura 3:110 translated by Abdullah Yusuf Ali:

Ye are the best of peoples, evolved for mankind, enjoining what is right, forbidding what is wrong, and believing in Allah. If only the People of the Book had faith, it were best for them: among them are some who have faith, but most of them are perverted transgressors.

Sura 3:104 translated by George Sale:

Let there be people among you, who invite to the best [in religion]; and command that which is just, and forbid that which is evil; and they shall be successful.

Sura 7:157 translated by Sale:

„Those who follow the apostle, the unlettered Prophet, whom they find mentioned in their own (scriptures), – in the law and the Gospel; – for he commands them what is just and forbids them what is evil; he allows them as lawful what is good (and pure) and prohibits them from what is bad (and impure); He releases them from their heavy burdens and from the yokes that are upon them. So it is those who believe in him, honour him, help him, and follow the light which is sent down with him, – it is they who will prosper.“

Sura 9:71 translated by Sale:

And the faithful men, and the faithful women are friends one to another: They command that which is just, and they forbid that which is evil; and they are constant at prayer, and pay their appointed alms; and they obey God, and his apostle: Unto these will God be Merciful; for He [is] Mighty [and] Wise

http://en.wikipedia.org/wiki/Enjoining_good_and_forbidding_wrong

and the various volunteers (muṭṭawi’a) who flocked to participate in the jihad

http://en.wikipedia.org/wiki/Arab%E2%80%93Byzantine_wars

Ḥisba in Syrien / Irak beim Islamic State (IS ehem. ISIS)

Auf dem Fahrzeug, gezeigt in Teil 3 bei min 0:53 / 0:54, liest man arabisch al-ḥisba. Zwei freundlich lächelnde Männer in streng islamischer Kleidung und mit Maschinenpistole fahren durch die syrische Stadt al-Raqqa sorgen religionspolizeilich für islamischen Anstand (islamischen Totalitarismus).

http://www.vice.com/de/vice-news/der-vormarsch-des-kalifats-islamischer-staat-teil-3-652

al-amr bi-l-maʿrūf wa-n-nahi ʿani l-munkar

Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten

Seine moralisch-ethische Bedeutung verdeutlicht auch ein auf den Propheten Mohammed zurückgeführter Hadith in der Traditionssammlung Sahih von Muslim ibn al-Haddschādsch, in dem er die Zeit politischer Wirren u.a. wie folgt umschreibt: das Herz weiß nicht, was recht ist, und verbietet nicht, was verwerflich ist.

Al-Ghazali († 1111) erachtet diese Norm als Grundlage der Religion und der göttlichen Botschaft durch die Propheten; ohne sie würde Anarchie herrschen und die Menschen wären zum Untergang verurteilt. Gemäß Ibn Hanbal und aṭ-Ṭabarī ist ihre Umsetzung in der Gesellschaft religiöse Pflicht, während al-Hasan al-Basri sie lediglich als freiwillige Leistung des Einzelnen einstuft.

Sure 3, Vers 110 betont, dass die muslimische Gemeinschaft sich gerade durch die Einhaltung dieses Grundsatzes von anderen unterscheidet:

„Ihr (Gläubigen) seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Gott.“

– Übersetzung Rudi Paret

http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Rechte_gebieten_und_das_Verwerfliche_verbieten

Sven Lau. Auftritte als „Sharia Police“ in Wuppertal und als „Pro Halāl“ in Düsseldorf

Im September 2014 sprachen Lau und weitere salafistische Aktivisten in Wuppertal im Eingangsbereich von Spielhallen und Gastwirtschaften Besucher an und forderten nach Berichten der Westdeutschen Zeitung islamische Bürger auf, von Glücksspiel und Alkoholgenuss abzulassen. Zugleich warben sie mit Visitenkarten für den Besuch der Darul Arqam Moschee. Dabei trugen sie Signalwesten mit der Aufschrift Sharia Police (englisch für „Scharia-Polizei“) und gelbe Schilder mit Piktogrammen gegen Alkohol, Glücksspiel, Musik, Pornografie, Drogen und Prostitution unter der Aufschrift Sharia Controlled Zone (englisch für „Scharia-kontrollierte Zone“).

Nach Polizei- und Medienangaben warb Lau im September 2014 mit seiner Gruppe unter dem Motto Pro Ḥalāl und ohne Uniformierung auch in Düsseldorf für eine schariakonforme Lebensführung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sven_Lau

Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem

Islamkonferenz um Islamkonferenz der Rechtsspaltung entgegen? Der säkulare Verfassungsstaat hat mit totalitär denkenden Jenseitszentrikern nicht auf Augenhöhe zu diskutieren, auch nicht im Rahmen der „Verbesserung des Zusammenlebens zwischen der Mehrheitsgesellschaft und den Muslimen … ein gemeinsamer Weg zu einem besseren Miteinander“ (DIK 2009) oder von „Allianzen für die transkulturelle Gesellschaft“ (KIK 2013). Von Edward von Roy.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2013/04/15/336/

Was ist Salafismus:

Purify and Educate

Bärte, Burkas, Betproteste. Zu leben wie die korrekt handelnde Urgemeinde, den verwehenden Fußspuren des Propheten und der rechtgeleiteten Altvorderen (as-salaf aṣ-ṣāliḥ) genau nachzufolgen ist das Anliegen der Revivalisten oder Salafisten. Von Edward von Roy.

Inhalt

1. Verstoße alles Nichtislamische und halte dich den Ungläubigen fern! Das geheiligte und heilssichernde Verhalten der Meidung, al-barāa

2. Das islamisch korrekte Verhalten durchsetzen, bei Bedarf mit Gewalt: ḥisba

3. Frommheit oder Frevel? Tauhid oder Schirk?

4. Der Taghut, der Götze

5. Das salafistische Doppelprogramm: Reinigen und Erziehen (at-taṣfīya wat-tarbīya)

6. Rebellische Inseln kultureller Gegenmoderne. Salafismus als Verweigerung der universellen Menschenrechte

7. Die postmodernen Erklärer des Weges: Mit Abdullahi Ahmed an-Na’im, Mathias Rohe und Mustafa Cerić in die religiös begründete Rechtsverschiedenheit einziehen

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/05/09/235/

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13 Antworten to “Regeln regeln”

  1. Bragalou Says:

    Berlin am vergangenen Donnerstag. Vor dem Friseursalon „Salin“ in Kreuzberg sitzen drei bärtige Männer mit Pluderhosen auf Bierbänken. Aufmerksam mustern sie vorbeigehende Passanten. „Bedecke deine Beine, oder willst du in der Gosse landen?“, rufen sie einem Mädchen zu, das im Minirock vorbeigeht. Die junge Frau reagiert nicht. Die Männer vor dem Friseursalon sind arabische Salafisten. Sie sind jetzt öfter hier.

    In der vergangenen Woche hat es bereits eine Schlägerei gegeben, ein Salafist schlug einem Anwohner auf den Hinterkopf. „Das ist jetzt das dritte Opfer in einer Woche“, sagt eine Anwohnerin. „Seit Kurzem haben die Männer Tische vor den Laden gestellt und pöbeln vorbeigehende Menschen an, sie seien Ungläubige.“ Ausgerechnet im multikulturellen Kreuzberg versuchen die Islamisten, andere Menschen einzuschüchtern, bedrohen sie sogar. …

    Einmal habe sie auf dem Schulhof gehört, wie ein Mädchen als „Schlampe“ beschimpft wurde, weil sie kein Kopftuch getragen hat. Sie selbst wurde auch schon angemacht. „Wieso bist du nicht zu?„, hat ein Junge Selin gefragt. „Zu“ heißt hier im Viertel verschleiert.

    Von Per Hinrichs, Freia Peters , Christian Unger, Hannelore Crolly und Kristian Frigelj. Der Islamismus gehört längst zu Deutschland. DIE WELT 14.09.2014

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article132243516/Der-Islamismus-gehoert-laengst-zu-Deutschland.html

  2. Machandelboom Says:

    Bajrambejamin „Benjamin“ Idriz machte bekannt:

    Der erwähnte Scheich im Europäischen Fatwa-Rat unter dem Muslimbrudertheologen Yusuf al-Qaradawi, Mustafa Cerić, war in dieser Woche sozusagen unweigerlich im Einsatz.

    Der ehemalige bosnisch-herzegowinische Großmufti zerredete mit allerlei anderen Klerikern die kulturelle Moderne von München aus:

    Alois Glück
    Bund Deutscher Katholiken

    Heinrich Bedford-Strohm
    Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

    Mustafa Ceric

    Andreas Renz
    Fachbereich Dialog der Religionen (kath.), München

    hxxps://www.facebook.com/photo.php?fbid=734907516581862&set=a.444455362293747.100003.100001878619444&type=1

    Mustafa Cerić, Präsident des Bosniakischen Weltkongresses und Mitgründer der Bosniakischen Akademie der Wissenschaften und Künste, ehem. Großmufti von Bosnien und Herzegowina, Sarajevo – diese Ämter ruhen derzeit, da Mustafa Cerić für das Amt des Staatspräsidenten von Bosnien und Herzegowina kandidiert

    http://www.evstadtakademie.de/programm/veranstaltungen/veranstaltung/krieg-ist-immer-eine-niederlage-fuer-die-menschheit.html

  3. Demo gegen Pro Halal Says:

    Demo gegen Pro Halal Düsseldorf den 20.09 2014
    khaled1359

    Veröffentlicht am 20.09.2014
    Zentralrat der Ex-Muslime Deutschland

    http://www.ex-muslime.de

  4. Machandelboom Says:

    auf dem durch die Scharia-Polizei verteilten gelben Flugblatt (das Wort Scharia leider ausgeblendet) liest man zum Beispiel:

    CONTROLLED ZONE
    ISLAMIC RULES INFORCED

    Man beachte die fünf Piktogramme

    http://www.berliner-kurier.de/politik—wirtschaft/salafisten-video-so-loben-hass-prediger-pierre-vogel-und-sven-lau-die–scharia-polizei-,7169228,28336364.html

    Das Flugblatt ist aus England bekannt, hier zu sehen in ganzer Länge:

    YOU ARE ENTERING A
    SHARIAH CONTROLLED ZONE
    ISLAMIC RULES INFORCED

    … Gli attentati fanno paura, ma non sono tutto. Il pericolo peggiore consiste nella nascita di veri e propri emirati all’interno delle nostre città. Torino, Milano, Roma e tante altre città minori dell’Italia centro-settentrionale hanno già nuclei di quelli che potrebbero diventare ghetti islamici, veri e propri emirati in miniatura, con tanto di polizia religiosa che veglia sul rispetto della legge coranica. Succede già in tutte le maggiori metropoli ad alta immigrazione islamica, nell’Europa occidentale e settentrionale. Qualche esempio? A Wuppertal, se non ve ne siete accorti, la polizia tedesca ha smantellato un corpo di polizia islamica. Avete letto bene: polizia islamica, come in Arabia Saudita. Era formata da un tedesco convertito, Sven Lau, che ha ritrovato la sua purezza nell’Islam e ha iniziato a raccogliere gente disposta ad applicare la legge coranica in tutta la città, con le buone e con le cattive. Andavano dalle donne e le costringevano a mettersi il velo, andavano dai ragazzi e li costringevano a non fumare, a non giocare d’azzardo, a non andare in discoteca. Se la polizia non li avesse sciolti in tempo, avrebbero vietato concerti in pubblico, locali dove si vendono alcolici, salumerie (che sono haram! Proibite) e tutto ciò che riguarda il “malcostume” occidentale.

    Quello di Wuppertal non è un caso unico. Anche a Londra i Tower Hamlets, per un certo periodo del 2011, sono diventati “Shariah Controlled Zone”, una zona in cui si applicava la sharia, la legge coranica. Anche in questo caso, una mini-polizia religiosa, formata da volontari, pattugliava le strade e implementava le norme coraniche. «Se le persone sono terrorizzate dal taglio della mano, non rubino – diceva il leader islamico Anjem Choudary ai suoi intervistatori – se la gente si scandalizza per la lapidazione delle adultere, si eviti l’adulterio». Per fortuna che questa polizia religiosa è stata sciolta dalle autorità. Ma il problema resta, perché a Birmingham i radicali islamici locali hanno tentato di conquistare le scuole pubbliche e cambiarne i programmi. In Inghilterra, dove sono già in funzione 85 corti islamiche, le minoranze musulmane sono già uno Stato nello Stato.

    Stefano Magni. Vogliamo finire così? L’intraprendente (Milano / Mailand, Italien) 22.09.2014.

  5. Machandelboom Says:

    *
    *
    Fitna lauert. Der Traum und gefälligst Alptraum des Mutawa

    *
    *
    Wasser predigen. Hat der Schariapolizist Feierabend …

  6. Machandelboom Says:

    DA!
    Düsseldorfer AufklärungsdienstTV

    Veröffentlicht am 21.09.2014
    Auf der Kundgebung sprach Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime in Deutschland.

    Aufruf zur Demo gegen Scharia-Polizei.
    Wir möchten ein Zeichen setzen!

    http://exmuslime.com/kampagne/

    Gegen islamischen Sittenterror – Keine Scharia-Polizei in Deutschland!
    Im Namen von Millionen Menschen möchten wir deshalb in Düsseldorf auf die Straße gehen und sagen: NEIN zur Scharia, NEIN zu Islamisten, NEIN zu frauenfeindlichen islamischen Gesetzen!

  7. Nä wat woar dat wier en Jedöns Says:

    Sarenmermal so:

    Islamkritik zwischen Aufklärung und Rassismus
    Düsseldorf am 12.11.2014. Vortrag und Diskussion mit Mina Ahadi

    Hörsaal 5J der HHU
    Universitätsstraße 1
    40225 Düsseldorf

    Düsseldorf am 12.11.2014 „Islamkritik zwischen Aufklärung und Rassismus“

    Mittwoch, 12. November 18:30 – 21:00
    Heinrich-Heine-Universität [ ORT: Hörsaal 5J der HHU, Universitätsstraße 1, 40225 Düsseldorf ]
    Vortrag und Diskussion mit Mina Ahadi

    Rassistische Gruppen wie Pro NRW gebrauchen „Islamkritik“ gerne für ihre Zwecke. Darf man den Islam trotzdem kritisieren? Gemeinsam mit Mina Ahadi diskutieren wir über den Islam und seine Kritik. Auch über aktuelle Entwicklungen, wie etwa den Islamischen Staat, soll gesprochen werden. Mina Ahadi ist Vorsitzende des Internationalen Komitees gegen Steinigung, des Komitees gegen Todesstrafe und des Zentralrats der Ex-Muslime.

    Veranstalter: Association début d´histoire (ADH)
    in Kooperation mit
    Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA!)

    https://www.facebook.com/pages/Zentralrat-der-Ex-Muslime-Deutschland/486839381365629

    Association début d’histoire | ADH – Anfang der Geschichte

    http://adhduesseldorf.blogsport.eu/uber-uns/debut-dhistoire-anfang-der-geschichte/

    https://www.facebook.com/pages/Association-d%C3%A9but-dhistoire/322097607912627

  8. schariagegner Says:

    Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

    Tattoos, Make-up, politische Symbole: Darauf müssen Schüler in der Türkei künftig verzichten. Dafür dürfen Mädchen ab zehn Jahren jetzt Kopftuch tragen.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/tuerkei-verbietet-schuelern-piercings-und-tattoos-und-make-up-a-994235.html

    Liebe Grüße

    Ümmühan

  9. Bragalou Says:

    10.06.2015 [d. h. gemeinsam mit dem Thema Kopftuch im Schuldienst / Lehrerinnenhidschab]
    LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN
    16. Wahlperiode

    E 16/1258
    05.06.2015

    46. Sitzung (öffentlich) des Integrationsausschusses am Mittwoch, dem 10. Juni 2015, nachmittags, 13.30 Uhr, Raum E 1 A 16

    Salafismus konsequent mit den Mitteln des Rechtsstaats bekämpfen! [vgl. Zitat und Quelle, siehe unten]

    Antrag der Fraktion der FDP
    Drucksache 16/6127
    Ausschussprotokoll 16/826

    https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_I/I.1/Tagesordnungen/WP16/1200/E16-1258.jsp

    ::
    ::

    Stichworte

    – Bonn.
    – Dawa to go, ein Konzept radikalislamischer Straßenmission.
    – Grillfest, ebenfalls geradezu ein Konzept der Anwerbung.
    – DIE WAHRE RELIGION = Ibrahim Abou Nagie (Köln) = LIES!
    – HELFEN IN NOT mit Sitz in Neuss.
    – ANSAAR DÜSSELDORF.
    ::

    LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN
    16. Wahlperiode

    Drucksache 16/6127
    24.06.2014

    Antrag der Fraktion der FDP

    Salafismus konsequent mit den Mitteln des Rechtsstaats bekämpfen!

    In Nordrhein-Westfalen hat sich insbesondere die Stadt Bonn als ein Schwerpunkt salafistischer Aktivitäten herauskristallisiert. Das beobachten unabhängig voneinander die Bonner Polizei und unterschiedliche Experten. Gelegenheiten für Radikale, auf ihre Glaubensgeschwister einzuwirken, gibt es einige: So werden weiterhin Benefiz-Veranstaltungen mit Blick auf den Bürgerkrieg in Syrien genutzt. Ferner führen Salafisten in Bonn die Aktion „Dawa to go“ durch, in etwa übersetzungsfähig mit „Glauben zum Mitnehmen“. Dabei handele es sich um Aktionen radikaler Prediger, die durch die Straßen der Altstadt oder des Stadtteils Tannenbusch ziehen, um junge Leute gezielt anzusprechen und Infomaterial zu verteilen. Im Sommer 2014 ist die Veranstaltungsform „Grillfest“ hinzugetreten. Dabei laden die Salafisten zu Grillveranstaltungen in öffentlichen Parkanlagen oder ähnlichen Bereichen ein, die intensiv zur Mitgliederanwerbung und zur Verbreitung der eigenen Ideologie genutzt werden. Regelmäßig treten Gastredner auf, die offensiv salafistisches und fundamentalistisches Gedankengut propagieren. Nach einem Bericht von „Focus Online“ vom 24. Februar 2014 geht der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz davon aus, dass die Veranstaltungen des Vereins „Helfen in Not“ zur Anwerbung von Kämpfern für den Djihad in Syrien oder im Irak genutzt werden. „Spiegel Online“ berichtete am 19. Juni 2014, dass von den rund 10.000 Mitgliedern der irakisch-syrischen Terrororganisation „ISIS“ rund ein Drittel Ausländer seien. Diese Miliz kämpfe grenzübergreifend im Irak und in Syrien; allein 320 Deutsche seien nach Angaben des Verfassungsschutzes inzwischen z.B. nach Syrien gereist. Das ist ein rasanter Anstieg: Noch Mitte 2013 seien es nur 60 Personen gewesen. Es handele sich in der Regel um junge deutsche Männer, Muslime mit Migrationshintergrund, die bereits hierzulande in den Bann von religiösen Extremisten geraten seien.

    Zwecks Organisation und Vernetzung rekurrieren die Salafisten in Nordrhein-Westfalen auf ein inzwischen sehr umfassendes Netz von Vereinen, Zusammenschlüssen und Stiftungen. Exemplarisch können insofern das Netzwerk „Die wahre Religion“ des in Köln lebenden salafistischen Predigers Ibrahim Abou Nagie, dem auch die „Lies!“-Stiftung angehört, die u. a. als Verlag für die kostenlos verteilten Ausgaben des Koran dient, und die Vereine „Helfen in Not e.V.“ mit Sitz in Neuss und „Ansaar Düsseldorf e.V.“ genannt werden. „Helfen in Not e.V.“ bezeichnet sich zwar formaliter als Hilfsverein zur Unterstützung notleidender Muslime – insbesondere im syrischen Bürgerkrieg –, es ist jedoch davon auszugehen, dass über diesen Verein auch Mittel zum Erwerb von Kriegswaffen für in Syrien oder im Irak an Kampfhandlungen teilnehmende Djihadisten gesammelt oder Kämpfer für die dortigen Auseinandersetzungen rekrutiert werden. Nach einem Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ vom 14. Januar 2014 ergaben Recherchen von Journalisten dieser Zeitung und des Bonner General-Anzeigers im Kriegsgebiet in Syrien, dass von „Helfen in Not“ gekaufte Krankenwagen auch als Transporter für Djihadisten und Waffen genutzt werden. Ähnliches könnte auch für den 2012 in Düsseldorf gegründeten Verein „Ansaar Düsseldorf“ gelten, der ausweislich des aktuellen Verfassungsschutzberichts für Nordrhein-Westfalen eng mit der salafistischen Szene verwoben ist.

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD16-6127.pdf

  10. Jacques Auvergne Says:

    Um vorab zu warnen: Vorsicht, es folgt mehr oder weniger korankompatible französische Komik zum islamischen Fastenmonat.

    Der Pariser Witzbold Yacine Hasnaoui, der schon mal den bösen Muslim spielt, den aus seiner (islamfreundlichen) Sicht in Frankreich angeblich alle Nichtmuslime dauernd sehen wollen würden, schlüpft dazu in die Rolle eines Schariapolizisten. Dieser hätte, sichtbar bärtig und nicht kniefrei versteht sich, ja in der Tat das Fasten mit Ermahnung und bedarfsweise per Gewalt durchzusetzen, was allerdings für uns Bürgerrechtler und universelle Menschenrechtler kein Witz ist, sondern echte islamische Praxis der Hisba, ethisch abzulehnender religiöser Totalitarismus.

    Frankreich, Paris, Sommer 2015. Allahs Gesetz installieren … mit dem international verständlichen und im interreligiösen Dialog die letzten Zweifler argumentativ überzeugenden Holzknüppel.

    C’est Ramadan, on arrête de boire, chacun rentre chez lui, ok !
    ::

    PARIS: Muslim physically threatens diners at cafe for eating during Ramadan while Muslims are fasting

    Shouting at customers, throwing food on the ground and turning over tables, this wild-eyed Muslim jihadist appears ready to start hitting people with a wooden cane just as the video cuts off.

    h__p://shoebat.com/2015/07/08/paris-muslim-physically-threatens-diners-at-cafe-for-eating-during-ramadan-while-muslims-are-fasting/

    Guy shouts and reverses tables because it’s the Ramadan

    A young French Muslim shouts in Paris restaurant „People can’t eat because it’s the ramadan“. After he reverses tables, and throws food on the ground.

    Und so sind die Mutawiun (muṭawwiʿūn, anglis. mutaween) also auch in Frankreich angekommen …

    ::

    Wie vorab gesagt, der Auftritt sollte schräger Humor über die Hisba sein.

    Ein höchst unpassender Scherz angesichts der weltweiten, sehr realen Durchsetzung der Scharia! Denn wie leider zu erwarten, ist unser Spaßvogel aus Seine-Saint-Denis, das Départemenent umfasst überwiegend die Vororte im Norden und Nordosten der Hauptstadt, zu feige, zu sadistisch oder zu sehr ein Macho und Schariafreund, um die Frauenfeindlichkeit und überhaupt die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit des islamischen Rechts und der islamischen Gesellschaftsordnung beim Namen zu nennen.

    Yacine Hasnaoui, 04.07.2015 um 11:53 Uhr

    https://www.facebook.com/HasnaouiOfficiel

  11. Jacques Auvergne Says:

    Mohamed: Eine Abrechnung
    Verlag: Droemer Knaur (2015)
    ISBN 978-3-426-27640-2

    حامد عبد الصمد
    Ḥāmid ʿAbd aṣ-Ṣamad
    Hamed Abdel-Samad

    Droemer Knaur Verlag

    http://www.droemer-knaur.de/autoren/6896619/hamed-abdel-samad

    Freiheitliche Demokraten aller Welt und Menschenrechtsuniversalisten haben Grund zur Freude, denn der deutsch-ägyptische Politologe Abdel-Samad kann sein neues Buch vorstellen: Mohamed: Eine Abrechnung

    „Ich veröffentliche alle meine Bücher zuerst auf Arabisch, dann auf Deutsch. Aber mein nächstes Buch wagt bisher niemand auf Arabisch zu drucken. Der Prophet war ein gewalttätiger Eroberer und dient deshalb heute Terroristen als Vorbild.“

    http://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/28/hamed-abdel-samad-rettung

    „Ich gehe von einer multiplen Krankheit aus, die aus seiner persönlichen Geschichte resultiert und die die Muslime absorbiert haben. Narzissmus und Paranoia haben ihren Ursprung sehr oft in Minderwertigkeitsgefühlen, Zurückweisungen, Ablehnung. Mohammed ist als Kind oft zurückgewiesen worden. Den Vater kannte er nicht, die Mutter gab ihn weg und starb, als er sechs Jahre alt war. Er hatte keine Leitbilder, kannte keine Liebe, keine Zärtlichkeit, keine Anerkennung. So bildete sich eine Persönlichkeit, die unter Kontrollzwang, Verlustängsten und Paranoia litt. (..)

    Mohammed schließt Kriegsbündnisse, im Schatten des Schwertes kam der Erfolg. Erst als Kriegsbeute in Aussicht stand, wurde der Islam auch zu einem ökonomischen Projekt, das immer mehr Anhänger fand. Viele Kriegsfürsten, die Mohammed früher bekämpft hatten, hielten nun zu ihm, weil sie auf das siegreiche Pferd setzen wollten. (..)

    Der IS macht nichts, was Mohammed in seiner Zeit nicht auch getan hat. Er zieht aus den historischen Texten für jede seiner Taten eine religiöse Legitimation. Ob Enthauptungen, Versklavung, Vergewaltigung, Ehe mit Minderjährigen, die Vertreibung von Juden und Christen – für alles lassen sich entweder im Koran oder in den Hadithen (Überlieferungen der Taten und Aussagen Mohammeds) Belege finden. (..)

    Mohammed war Kriegsherr, er hat das Gleiche getan, was die IS-Terroristen heute tun. Es ist die Geisteshaltung Mohammeds, der den Menschen misstraute, die sich bis heute erhalten hat. Die Geisteshaltung eines größenwahnsinnigen Narzissten, der einen inneren Kreis von Gefolgsleuten definiert und alle, die außerhalb dieses Kreises stehen, als Feinde betrachtet, die ausgelöscht gehören. Der IS ist das legitime Kind von Mohammed, in Wort und Tat. Niemand versteht Mohammed so gut wie der IS. Genau wie die Religionspolizei in Saudi-Arabien, die Fanatiker in Indonesien, Boko Haram in Nigeria, al-Schabab in Somalia und die Hamas im Gazastreifen. Sie stammen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten, berufen sich aber alle auf die gleichen multiplen Krankheiten des Propheten und damit auch seiner Religion.“

    http://www.welt.de/politik/ausland/article146903739/Mohammed-war-ein-Massenmoerder-und-ein-kranker-Tyrann.html

  12. Edward von Roy Says:

    Ist ein Euro-Islam möglich?

    Rede von Ralph Ghadban bei der KAS (2009)

    […] Zusammengefasst: Der Islam ist die beste Religion [Din als Wohlverhalten, Gesetzlichkeit und Seinsweise], die Umma der Muslime ist die beste Gemeinschaft unter den Menschen, ihr Auftrag ist es, die Herrschaft des Islam auf die ganze Welt auszudehnen und die Menschheit auf den Weg Gottes hinzuweisen oder wie im Fall der Heiden, sie dazu zu zwingen. Wenn ein Muslim an die Wortwörtlichkeit dieser Offenbarung glaubt und das tun die meisten Muslime, weil der Koran das Wort Gottes ist, dann haben wir bezüglich der Menschenrechte ein massives Problem. […]

    In den humanistischen Vorstellungen besitzt der Mensch durch seine bloße Existenz eine Würde und ein Recht auf Freiheit, Gleichheit und Solidarität. In der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ [AEMR] von 1948 heißt es in Artikel I: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“ […]

    Das gilt uneingeschränkt für alle Menschen.

    Im Koran bildet der Glaube [als der Glaubensgehorsam. Allah ist Herrscher und Mohammed Sein Befehlsgeber. Scharia ist Schöpfungsordnung und der Din die rechte Seinsweise. Islam is action, Islam ist Tat] den entscheidenden Aspekt in der menschlichen Natur und nicht die Würde, die Vernunft oder das Gewissen. […] Mit anderen Worten gilt die Würde in vollem Sinn nur für die Gläubigen [als die Schariagehorsamen, die Islampraktiker]. Die Ungläubigen [als Verweigerer der rechten Seinsweise, die Schariaverweigerer] sind krank, in ihren Herzen taub, stumm und blind und werden in der Hölle enden (2:5-20) […]

    Der Mensch muss den Schöpfungszweck erfüllen, seiner Natur folgen und Gott anbeten. Darin besteht seine Würde. Als bestes Geschöpf ist der Mensch auch der Stellvertreter Gottes (khalîfa) auf Erde. Und als solcher ist er beauftragt, dem Willen Gottes zu folgen, in dem er sein Gesetz (schari’a^, Scharia) umsetzt. Das Gesetz regelt die Beziehungen der Menschen zu Gott (’ibâdât) sowie die Beziehungen der Menschen untereinander (mu’âmalât). Die Beziehung zu Gott besteht in der bedingungslosen Unterwerfung unter seine Allmacht. Im Diesseits hat der Mensch den Auftrag (taklîf), die Welt nach dem Gesetz Gottes zu verwalten […]

    Nach dieser Auffassung ist der Islam eine Gesetzesreligion, die den Menschen keine Rechte einräumt, sondern nur Pflichten erlegt, nämlich den Glaube an Gott und die Umsetzung der Scharia. […]

    Die Kairoer Erklärung von 1990 ist nicht anders. Nach einer langen und schönen Präambel wird im vorletzten Artikel 24 knapp und kurz gesagt: „Alle Rechte und Freiheiten, die in dieser Erklärung erwähnt sind, unterliegen der islamischen Scharia“ und, um Missverständnisse zu vermeiden, findet eine Bestätigung im letzten Artikel 25 statt: „Die islamische Scharia [die dem menschlichen Verstand enthoben ist, der Endanwender folgt den Weisungen von Familienoberhaupt, Scheich, Mufti, Amir, welche Koran und Sunna nicht widersprechen dürfen] ist die einzige Referenz für die Interpretation und Deutung der Artikel dieser Erklärung.“ […]

    Trotz der formellen Akzeptanz der UN-Deklaration der Menschenrechte durch die islamischen Ländern haben die religiösen Institutionen in ihren islamischen Menschenrechtsdeklarationen der UN Position nie zugestimmt, im Gegenteil die alte traditionelle islamische Position bestätigt. Viele Modernisierungsversuche sind deshalb, wie al-Afif gezeigt hat, mehr oder weniger unehrliche Scheinversuche für die Bewahrung des alten religiösen Bestandes und verhindern eine Anpassung an die Moderne.

    Die Anstrengung der Islamisten mit Hilfe des fiqh einen westlichen Islam zu schaffen, ist ein Manöver im Rahmen ihrer Missionierungsbestrebungen zur Islamisierung des Westens. Sie dienen weder der Integration noch der Modernisierung, sondern dem Erhalt und der Stärkung der muslimischen Gemeinschaften im Hinblick auf die Einführung der Scharia in den säkularen Staaten.

    (Ist ein Euro-Islam möglich? Von Ralph Ghadban. KAS-Bonn 25.08.2009)

    http://www.ghadban.de/de/wp-content/data/Vortrag-KAS-Bonn.pdf

    Konrad-Adenauer-Stiftung – Politisches Bildungsforum NRW
    ISLAM – RELIGION UND GESELLSCHAFTSMODELL
    24.–26.08.2009
    ORT
    Schloss Eichholz, Wesseling
    Dienstag, 25.08.2009
    16.00 – 17:30 Uhr
    Ist ein Euro-Islam möglich?
    Ralph Ghadban
    Evangelische Fachhochschule Berlin

    http://www.kas.de/bundesstadt-bonn/de/events/37055/


    TILMAN NAGEL. Die Scharia und der Verfassungsstaat.

    https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb5/inst/IRP/BG_Einzeldokumente_ab_2010/Bitburger_Gespr_2010_I_Nagel_75_82_geschuetzt.pdf


  13. Cees van der Duin Says:

    DER SPIEGEL vom heutigen Menschenrechtstag 10.12.2015 berichtet ungutes Neues über die kalifatischen Wuppertaler Sittenwächter, die ihre orangenen Warnwesten mit SHARIA POLICE, Schariapolizei beschriftet hatten, um das alle Lebensbereiche umfassende (totalitäre) islamische Regelwerk durchzusetzen.
    ::

    Islamisten in Wuppertal. Landgericht lehnt Strafprozess wegen „Scharia-Polizei“ ab

    Der Aufzug von Islamisten als „Scharia-Polizei“ in Wuppertal war nicht strafbar. Das dortige Landgericht hat nun entschieden, ein Verstoß gegen das Uniformverbot liege nicht vor und lehnte die Eröffnung eines Strafprozesses ab.

    Im vergangenen Jahr waren Islamisten als selbsternannte Sittenwächter durch die Straßen Wuppertals patrouilliert. Sie trugen Westen mit dem Aufdruck „Shariah Police“. Die Scharia ist das islamische Recht. Der Auftritt hatte bundesweit für Empörung gesorgt. Er wurde von den Salafisten selbst gefilmt und im Internet verbreitet.

    Das Landgericht entschied nun: Von den handelsüblichen grell-orangen „Shariah-Police“-Warnwesten sei keine einschüchternde, militante Wirkung ausgegangen. Dies sei laut Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts aber Voraussetzung für die Eröffnung eines Strafverfahrens. Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft kündigte Beschwerde gegen die Entscheidung an. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung werde man gegen weitere Auftritte der „Scharia-Polizei“ strafrechtlich vorgehen.

    Lediglich gegen den islamistischen Prediger Sven Lau wurde ein Teil der Anklage zugelassen – er soll die Demonstration nicht angemeldet haben. Das Verfahren wurde nun an das Amtsgericht abgegeben. Lau gilt als einer der führenden Köpfe der islamistischen Szene. Laut Verfassungsschutz ist er ein „ideologisches Bindeglied“ salafistischer Netzwerke.

    Insgesamt war Anklage gegen neun Männer im Alter von 24 bis 34 Jahren erhoben worden. Die Islamisten hatten zusätzlich mit gelben Verbotshinweisen den Anspruch auf eine „Shariah Controlled Zone“ (Scharia-kontrollierte Zone) erhoben. Darauf waren Verhaltensregeln festgehalten, wie sie in streng islamischen Staaten gelten: Kein Alkohol, kein Glücksspiel, keine Musik und Konzerte, keine Pornografie und Prostitution, keine Drogen.

    (apr/dpa)

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/scharia-polizei-landgericht-wuppertal-erlaubt-den-salafisten-auftritt-a-1066943.html

    ::
    ::

    [Gestern auf WZ, leider ohne vor der Nichtmuslime diskriminierenden sowie frauenfeindlichen Scharia zu warnen.]

    Kommentar: Entscheidung beweist Stärke
    Von Lothar Leuschen

    […] Das Landgericht […] kam nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss, dass gegen die meisten der lächerlichen Warnwesten-Islamisten nichts auszurichten ist. Wer den Fall ein wenig gelassener betrachtet, kann dem Gericht nur gratulieren. Es hat mit seiner Entscheidung gezeigt, wie stark der deutsche Rechtsstaat ist. Richtersprüche werden nicht mit Wut im Bauch oder der Bibel in der Hand gesprochen, sondern auf der Basis von Gesetzen. Das ist beruhigend. Zumindest, was den Zustand der Rechtsprechung in Deutschland angeht.

    Gesellschaftlich ist das Treiben der Scharia-Polizei beunruhigend. Sie hat offenbar zwar gegen keinen Paragrafen verstoßen. Aber sie verletzte ungeschriebene Regeln des Zusammenlebens in einer modernen Gesellschaft. In Deutschland ist es jungen Erwachsenen nicht verboten, Gaststätten und Spielhallen aufzusuchen. Es ist erlaubt, dass junge Frauen ohne Kopftuch über die Straße laufen, egal, wo ihre oder die Wiegen ihre Eltern standen. Mädchen dürfen am Schwimm- und am Turnunterricht teilnehmen.

    Es ist wichtig, dass jeder diese Regeln toleriert, sonst funktioniert Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft nicht.

    Umso notwendiger ist es, dass die Gesellschaft das auch sagt und sich um jene kümmert, die den Islamisten sonst auf den Leim gehen. Denn dass die Scharia-Polizisten nicht vor Gericht müssen, ist nicht schlimm. Schlimm ist, dass diese Extremisten glauben, Erfolg haben zu können. Und am schlimmsten ist, dass sie Erfolg haben.

    [Genau, die sogenannten Islamisten sprich hundertprozentigen Schariatreuen kennen Koran und Sunna und wollen in den Himmel kommen. Ohne Not menschengemachten Gesetzen zu folgen ist Sünde, auch in Deutschland hat die Volkssouveränität der Herrschaft Allahs zu weichen. Wenn die (auch muslimischen) Säkularen nicht Nein sagen, leben wir irgendwann im Kalifat.]

    http://www.wz.de/home/leitartikel/entscheidung-beweist-staerke-1.2077520

    ::
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    WZ
    09.12.2015

    Kein Verfahren gegen Sharia-Polizei

    Wuppertal. Die zweite große Strafkammer des Landgerichts hat ein Hauptverfahren gegen die sogenannte Sharia-Polizei abgelehnt: Die orangenen Warnwesten seien keine Uniformierung. […] die Staatsanwaltschaft hat bereits eine Beschwerde angekündigt.

    Die Sharia-Polizei erlangte im September 2014 Bekanntheit, als mehrere Männer mit bedruckten Warnwesten als fundamentalistische Sittenwächter vor Discotheken und Spielhallen auftraten. Sie fielen einer Polizeistreife auf, ein Video über die Sharia-Polizei kursierte im Internet.

    Die Staatsanwaltschaft war der Auffassung, dass die neun Angeschuldigten Uniformen oder Uniformteile öffentlich getragen haben, mit der sie eine gemeinsame politische Gesinnung deutlich gemacht hätten. Das ist laut §3 des Versammlungsgesetzes strafbar.

    Warnwesten sind nicht bedrohlich

    Nach Auffassung der zweiten Großen Strafkammer trifft dies nicht zu. Zwar hätten die Angeschuldigten orangene Warnwesten mit dem Aufdruck „Shariah-Police“ getragen, […] Nach Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichtes gelte das Verbot nur für Kleidungsstücke, die Uniformen oder Uniformteilen gleich seien.

    Verboten seien nur Symbole organisierter Gewalt, etwa solche Kleidungsstücke, die erkennbare Bezüge zur „uniformen Bekleidung historisch bekannter militanter Gruppierungen“ aufweisen. Von den Warnwesten gehen nach Auffassung der Strafkammer keinerlei einschüchternde oder bedrohliche Effekte aus. Auch könnten die grellorangenen Warnwesten nicht mit einer Polizeiuniform verwechselt werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

    […]

    Staatsanwaltschaft kündigt Beschwerde an

    In einer Stellungnahme hat die Staatsanwaltschaft bereits angekündigt, eine Beschwerde gegen die Nichteröffnung einzulegen. […] Sobald die Zustellung erfolgt ist, wird Beschwerde eingelegt und anhand der Akten geprüft, ob das Rechtsmittel weiter durchgeführt wird.

    Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung wird die Staatsanwaltschaft weiterhin jede Person strafrechtlich verfolgen, die in vergleichbarer Weise auftreten, heißt es in der Stellungnahme.

    [Hoffentlich kann sich die Staatsanwaltschaft durchsetzen, damit sich nicht bald ganz Wuppertal, Deutschland und Europa in eine Shariah Controlled Zone (Scharia-kontrollierte Zone) verwandelt.]

    http://www.wz.de/lokales/wuppertal/kein-verfahren-gegen-sharia-polizei-1.2077238

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