Sapere audete, Feministinnen, wagt es weise zu sein

Offener Brief an EMMA. Von Gabi Schmidt und Edward von Roy am 26.02.2015

In der Ausgabe März / April 2015, die am 26.02.2015 erschienen ist, titelt Deutschlands bekannteste feministische Zeitschrift:

Wir wollen einen aufgeklärten, modernen Islam

„Wir“, das können Leser gleich auf den Fotos auf dem Cover erkennen, ist eine Gruppe von 19 teilweise prominenten Frauen und Männern mit einem „muslimischen Hintergrund“ (EMMA), die als Künstler, Schauspieler, Politiker oder Wissenschaftler tätig sind, fast ausschließlich schon als Kinder mit ihren Eltern eingewandert sind und denen zwei Fragen gestellt wurden:

EMMA macht eine Umfrage bei etwa einem Dutzend fortschrittlicher Frauen und Männer in Deutschland aus dem muslimischen Kulturkreis. Wir wollen damit dazu beitragen, dass der „Dialog“ zwischen Politik und MuslimInnen nicht länger auf muslimische Organisationen beschränkt bleibt, in denen nur Minderheiten organisiert sind, sondern dass dieser Dialog auch mit der Mehrheit der demokratischen MuslimInnen geführt wird. Dafür steht eine Stimme wie die Ihre.

Wir würden uns darum sehr freuen, wenn Sie uns bis spätestens 26. Januar (gerne früher) auf die zwei folgenden Fragen antworten:

1. Kanzlerin Merkel hat erklärt: „Der Islam gehört zu Deutschland.“ Stimmen Sie dem zu?

2. Welche Rolle sollten MuslimInnen in Deutschland bei dem Schulterschluss von DemokratInnen aller Provenienzen gegen den Islamismus in Deutschland und die Terrorismusgefahr jetzt spielen?

Wir bitten Sie um Verständnis dafür, dass Ihre Antworten auf gesamt ca. 1.200 Zeichen (also 20 Zeilen à 60 Anschläge) begrenzt sein müssen. Außerdem benötigen wir ein, zwei rechtefreie Fotos. Und: Lassen Sie uns bitte baldmöglichst wissen, ob Sie an unserer Umfrage teilnehmen – was wir hoffen!

Mit freundlichen Grüßen

EMMA Redaktion

Aus den Antworten auf die beiden verkürzenden und manipulierenden Fragen (welchen Islam meint die Kanzlerin, ist der „Schulterschluss“ von Demokraten denn wirklich von jedem der Interviewpartner gewollt? Niemand wird es wagen, den Schulterschluss mit „DemokratInnen“ abzulehnen) scheint die Redaktion erschließen zu können, dass die Befragten erstens den Islam für reformierbar halten und eine solche kulturell modern ausgelegte Interpretation organisierbar ist und zweitens einen solchen aufgeklärten Islam befürworten und gesellschaftlich anerkannt sehen wollen.

Ein derartig dezidiertes Statement können wir jedoch keiner einzigen Stellungnahme entnehmen. Wir könnten uns deshalb vorstellen, dass sich beispielsweise Shahin Najafi nach Veröffentlichung seiner Ansichten überrumpelt fühlt und, konkret auf die Titelthese angesprochen, nicht zugestimmt hätte. Die Headline suggeriert bei allen Befragten jedoch einen anderen Eindruck. Gegen den verfolgten und 2005 aus dem Iran nach Deutschland geflüchteten Rapper wurde 2012 eine Todesfatwa ausgesprochen. Najafi weiß aus eigener Erfahrung, dass die Schöpfungs-, Rechts- und Lebensordnung Allahs kritiklose Unterwerfung fordert, keine Aufklärung und Reform zulässt und jeden Andersdenkenden unterdrückt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Shahin_Najafi

EMMA, die sich selbst politisches Magazin für Menschen nennt, Chefredakteurin seit Gründung 1977 ist immer noch Alice Schwarzer, gliedert sich, bekräftigt durch das Editorial von Deutschlands Oberfeministin Alice, mit dieser Titelstory wieder einmal profillos in die Reihe der Islamverklärer ein, welche die Bürger für dumm verkaufen und ihnen weismachen möchten, es gäbe den guten Islam und den bösen Islamismus und man dürfe die vielen individuellen Möglichkeiten den Islam zu leben, auf gar keinen Fall verallgemeinern. Bereits das anschließende zweiseitige Interview mit Necla Kelek widerspricht dieser Intention allerdings diametral und auch der Bericht über Raif Badawi im selben Heft stellt eine ganz andere Realität dar.

Die EMMA-Islamreform, wohl wenig zufällig kurz vor dem Internationalen Frauentag angesetzt, kann nicht funktionieren, denn die Welt-, Gesellschafts- und Wohlverhaltensordnung Allahs fordert die kritiklose Unterwerfung einer jeden Muslima, eines jeden Muslims, ihres oder seines gesamten Tagesablaufs sowie des gesamten Denkens, Redens und Handelns und bedroht alle Andersdenkenden mit irdischem Strafgericht und ewigen Höllenqualen. Dem saudi-arabischen Blogger Badawi brachte die veröffentlichte Ansicht, dass Muslime, Juden und Christen gleiche Rechte haben sowie die Kritik an der Macht des Klerus zunächst die Todesstrafe ein, die auf insgesamt 1000 Peitschenhiebe abgemildert wurde, was jedoch im Prinzip ebenso tödlich sein kann, wenn diese Körperstrafe tatsächlich vollzogen wird. Überlebt er, addieren sich noch zehn Jahre Gefängnis und 200.000 € Geldstrafe hinzu.

Auch hier in Deutschland, im ausdünnenden freiheitlich demokratischen Rechtsstaat, werden Islamkritiker diffamiert und durch Islamverbände sowie Angehörige der politischen und gesellschaftlichen Eliten und deren Anhänger diskreditiert, von der Karriereleiter gedrängt und zum Schweigen gebracht. Diese Erfahrung hat beispielsweise Soziologin und Autorin Necla Kelek, Teilnehmerin der ersten Runde der vom damaligen Innenminister Schäuble initiierten unsäglichen Deutschen Islamkonferenz, seit etwa zehn Jahren immer wieder machen müssen.

Islamkonferenz: Sie wollen ein anderes Deutschland

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/islamkonferenz-sie-wollen-ein-anderes-deutschland-1512019.html

Necla Kelek: Ein Verstoß gegen die Menschenwürde!

http://www.emma.de/artikel/necla-kelek-ein-verstoss-gegen-die-menschenwuerde-264110

Man darf darauf gespannt sein, wie die Mainstream-Presse und die Republik auf Keleks Aussage: „Der Islam, so wie er sich heute darstellt, kann nicht Teil einer freiheitlichen Gesellschaft sein!“, reagiert.

Der an seiner Morallehre und Rechtsordnung (Scharia) sowie Jurisprudenz (Fiqh) festhaltende Islam ist also weder in seiner Theorie bzw. Theologie reformierbar, noch erkennt er die allgemeinen Menschenrechte an. Es ist die moralische Bankrotterklärung einer mit frauenrechtspolitischem Anspruch gegründeten Zeitschrift, wenn dieser grundgesetzwidrige authentische Islam verharmlost und verkitscht wird, weil es das Staatsziel der Gleichberechtigung von Mann und Frau untergräbt.

EMMA wurde 1977 gegründet, zwei Jahre vor der Islamischen Revolution, die aus dem Iran eine die ganze Bevölkerung und vor allem die Frauen unterdrückende religiöse Diktatur machte. Fast 40 Jahre lang haben Alice Schwarzer und ihre Mitstreiterinnen es versäumt, den Islam und die Scharia zu kritisieren oder auch nur gründlich darzustellen. Mittlerweile macht man es die EMMA-Redaktion wie viele unserer Politiker, schon 2011 unterschied Alice Schwarzer als Mercator-Professorin zwischen einem guten Islam und einem bösen Islamismus:

„Für mich ist auch der Islam nicht gleichzusetzen mit dem Islamismus, ganz im Gegenteil. … EMMA [hat] nicht aufgehört, über die Gefahr des Islamismus zu berichten und vor den Folgen zu warnen. … ihr wahres Motiv ist nicht der Glaube, es ist die Macht.“

https://www.uni-due.de/imperia/md/content/dokumente/mercatorprofessur/mp_2010_schwarzer.pdf

Das ist nicht richtig. Man kann den Machtanspruch der religiösen Bewegung von Islamaktivisten wie Hasan al-Banna oder Sayyid Qutb in Ägypten, Maududi in Pakistan oder Chomeini im Iran nicht reformieren, ohne die theokratische Weltanschauung des Islam anzugreifen. Der Islam ist eine dezidiert antisäkulare, menschenrechtswidrige und frauenfeindliche Ideologie und Lebenspraxis, die eben keine Trennung zwischen Privatleben, Politik und Seelenrettung duldet. Die demokratiefeindliche islamische Bewegung will die Herrschaft der männlichen Muslime über die Nichtmuslime und über alle Frauen in die Zukunft führen. Eine misogyne Gottesherrschaft kann in einer menschenfreundlichen Welt aber keinen Platz haben. Offensichtlich ist Alice Schwarzer dem Vernunftargument der Soziologin Dr. Kelek: „Der Islamismus ist eine Zuspitzung des Islam, aber nicht von ihm getrennt“, nachzulesen auf Seite 27 in der aktuellen EMMA, nicht zugänglich.

Mittlerweile ist es jedoch selbst in Ländern wie der Türkei oder Tunesien risikoreich, öffentlich etwas gegen den Islam zu sagen und in Afghanistan, Pakistan, Saudi-Arabien, Somalia oder im Iran droht nicht den Islamismuskritikern, sondern den Islamkritikern die Todesstrafe. Wenn wir jetzt auch in Deutschland anfangen, nur den Islamismus als problematisch, den Islam hingegen als frauenfreundlich bzw. menschenfreundlich sowie grundgesetz- und demokratietauglich schönzulügen, dann machen wir uns ohne Not auch zum Handlanger der Schariagelehrten und Islamfunktionäre, die bei sich jede Kritik an der Religion kriminalisieren und schwer bestrafen, die mit dem Koran in der Hand die Kunst, die Karikatur und die Pressefreiheit unterdrücken und die uns ihre Regeln aufzwingen wollen.

Aiman Mazyek beispielsweise kritisiert nur die „missbräuchlich“ eingesetzte islamische Gewalt, schließt er die Feldzüge des Propheten und die alltäglichen saudi-arabischen oder iranischen Hinrichtungen dabei aus? Auch zu den Verhaftungen islamkritischer Blogger in Bangladesch schweigt der ZMD-Vorsitzende:

„Wir stehen heute an der Seite der Opfer, wir möchten unsere Stimme erheben“, so Mazyek. „Und wir wollen nicht schweigen, wenn Gewalt stattfindet – im Namen unserer Religion missbräuchlich eingesetzt.“

http://www.wdr2.de/aktuell/aktionstagmuslime100.html

Diese Spitzenfunktionäre bemühen sich, den Islam als gerecht, frauenfreundlich, kulturell modern und als mit den Menschenrechten vereinbar schönzureden. Wie würden sie auf folgende Schreckensnachricht aus dem Iran reagieren, dass ein dreißigjähriger Mann, Soheil Arabi, verheiratet und Vater eines fünfjährigen Kindes, der 2013 verhaftet wurde und bereits seit fast einem Jahr im Gefängnis sitzt, nun wegen der selben Tat gleichzeitig von zwei verschiedenen Gerichten verurteilt wurde, einmal wegen des Bloggens einiger islamkritischer Texte, das brachte ihm drei Jahre Gefängnis ein, in einem anderen Gericht in Teheran verhängte Richter Khorasani gegen ihn wegen Lästerung des Propheten Mohammed die Todesstrafe. Was würden die Herren Mazyek, Alboğa, Pürlü oder Kızılkaya sagen, wenn sie um eine Stellungnahme zum Fall Arabi gebeten würden? … Islamkritiker drohen umgebracht zu werden, weil sich gottesfürchtige Mitmenschen beleidigt fühlen.

(aus dem offenen Brief eines Mitglieds des Zentralrats der Ex-Muslime an den Koordinationsrat der Muslime in Deutschland, 04.09.2014)

https://de-de.facebook.com/mina.ahadi.50/posts/10203957315484672

Bekir Alboğa [DITIB] sagt: „Alle, die an diesem Tisch sitzen, verteidigen die Presse- und die Meinungsfreiheit. Wir wollen aber auch respektiert werden. Auf Provokationen müsste man verzichten. Wir lieben unseren Propheten.“ Eine Diskussion über die Position der Verbände zu den Karikaturen halte er derzeit nicht für „förderlich“.

Quelle: Jannis Brühl („Wir haben uns sehr stark gefühlt. Bis Mittwoch.“), Süddeutsche, 09.01.2015

http://www.sueddeutsche.de/politik/deutsche-muslime-und-der-anschlag-auf-charlie-hebdo-wir-haben-uns-sehr-stark-gefuehlt-bis-mittwoch-1.2297369

Murat Gümüş, stellvertretender Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş [IGMG], schränkt noch weiter ein. Für ihn ist eine karikaturistische, teilweise beschimpfende Darstellung des Propheten inakzeptabel.

Quelle: Matthias von Hein (Muslime setzen Zeichen gegen Terror), Deutsche Welle, 09.01.2015

http://www.dw.de/muslime-setzen-zeichen-gegen-terror/a-18182489

Und noch an einer zweiten Stelle irrt sich die EMMA-Gründerin, der Zwang zum Schleier (Hidschab) ist nicht erst 36, sondern mehr als tausend Jahre alt:

„Erst seit dem Sieg des iranischen Gottesstaates im Jahr 1979 ist das Kopftuch das Symbol und die Flagge der Islamisten, des politisierten Islam“

Soweit Alice Schwarzer.

In Band Zwölf der Wiederbelebung der Wissenschaften des Glaubens, Das Buch der Ehe, stellt Imam al-Ghazali fest:

Gott hat nämlich die Frau in die Hand des Mannes gegeben. … Denn dem Mann kommt es zu, Führer zu sein und nicht geführt zu werden. Die Natur der Frau ist wie deine eigene böse Natur … gegenwärtig ist es einer ehrbaren Frau erlaubt, mit Einwilligung ihres Mannes auszugehen, sicherer aber ist es, wenn sie zuhause bleibt. Auch soll sie nicht ohne wichtigen Grund ausgehen … Liegt aber die Widersetzlichkeit auf seiten der Frau, dann gilt: “Die Männer sind gesetzt über die Frauen” (Sure 4, 34). Der Mann soll in diesem Fall die Frau strafen und mit Gewalt zum Gehorsam zurückbringen. … Alles, was hierüber zu sagen ist, ist in dem Satz enthalten, dass die Heirat eine Art Sklaverei ist und dass die Frau die Sklavin des Mannes ist. Deshalb hat sie ihm unbedingt und unter allen Umständen zu gehorchen, in dem was er von ihr und in bezug auf sie selbst verlangt, vorausgesetzt, dass es nichts Sündhaftes ist. … Der Hochgebenedeite sagte ferner: “Die Frau steht dann Gott am nächsten, wenn sie im Innern ihres Hauses weilt”

http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Ghaz%C4%81l%C4%AB

Die Frau muss den Hidschab und eigentlich sogar den Niqab tragen, wie der im Jahr 1111 d. Z. verstorbene al-Ghazali offenbar voraussetzt, denn nicht nur am Gesicht, sondern auch an der Stimme darf die Allah und ihrem Ehemann Gehorsame nicht erkannt werden. Öffentlich zu sprechen muss die Muslima in jedem Fall vermeiden. Eigene Übersetzung aus dem auch Frau Schwarzer vertrauten Französischen:

Sie muss im Hof bleiben und sich um die Wäsche kümmern. Sie darf nicht allzu oft ausgehen, muss einfältig und gutmütig sein, darf keinen allzu geselligen Umgang mit den Nachbarn haben und sie nicht öfter besuchen, als es absolut unverzichtbar ist. Sie muss sich sehr um ihren Ehemann kümmern und ihn respektvoll behandeln. Ohne seine Einwilligung darf sie das Haus nicht verlassen. … Dabei hat sie [beim Ausgehen, beim Verlassen des Hauses] abgetragene Kleidung anzulegen und sich nur auf unbelebten Straßen zu bewegen. Die öffentlichen Märkte muss sie meiden und sicherstellen, dass niemand sie an ihrer Stimme erkennt. Sie darf sich nicht an einen Freund ihres Ehemannes wenden, selbst wenn sie seine Hilfe gerade nötig hätte. … Sie muss darum besorgt sein, die sexuellen Bedürfnisse ihres Ehemannes in jedem Augenblick zufriedenzustellen.

Elle doit rester au foyer et filer la laine. Elle ne doit pas sortir trop souvent. Elle doit être ignorante, ne doit pas être sociable avec ses voisins et ne doit leur rendre visite que si c’est absolument nécessaire. Elle doit prendre soin de son mari et doit lui témoigner du respect, en sa présence comme en son absence. Elle doit essayer de le satisfaire en toutes choses. Elle ne doit pas essayer de le tromper, ni de lui extorquer de l’argent. Elle ne doit pas quitter sa maison sans la permission de son mari … Elle devra revêtir de vieux vêtements et emprunter des rues désertes. Elle devra éviter les marchés publics et s’assurer que nul ne puisse identifier sa voix et la reconnaître. Elle ne doit pas adresser la parole à un ami de son mari, même si elle a besoin de son assistance. … Elle aura toujours souci de pouvoir satisfaire à tout moment les besoins sexuels de son époux.

aus: Revivification des sciences de la religion, cité par Ghassan Ascha, Du statut inférieur de la femme en Islam, l’Harmattan, Paris 1987, p. 41.

http://www.denistouret.fr/textes/al_Ghazali_Algazel.html

Der Doppelstandort der Universitäten Münster/Osnabrück ist neben Tübingen, Frankfurt/Gießen und Erlangen/Nürnberg eines von bundesweit vier Zentren der islamischen hochschulischen Ausbildung, die seit 2012 vom Bundesbildungsministerium finanziell gefördert werden. Die Universität zu Osnabrück feierte im Oktober 2011 den frauenfeindlichen mittelalterlichen Islamgelehrten:

900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland.

http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/

Nein Frau Schwarzer, der Islam war von Anfang an gerade keine private, sondern eine politisierte Religion, eine Trennung zwischen der versprochenen Rettung vor dem Höllenfeuer und der irdischen Herrschaft Mohammeds bestand ja gerade nicht.

Statt für die Unverhandelbarkeit und weltweite Gültigkeit der allgemeinen Menschenrechte (AEMR) einzutreten, bezeichnet sich Alice Schwarzer als: „Mensch aus dem christlichen Kulturkreis“. Unsere Menschenrechte sind aber nicht in einem sogenannten Kulturkreis gültig, sondern universell. Für freiheitliche oder moderne Menschen sollte es selbstverständlich sein, die Menschen nicht in Kulturen oder Kulturkreise einzuteilen, was stets die Rechtsspaltung nach sich zieht.

Auch über die Islamkonferenz hat Deutschlands Regierung mit den Eliten fundamentalistischer Organisationen zusammengearbeitet. Die Bewegung für immer mehr Schariatheorie und Schariagehorsam hat auch in Deutschland schon viel Einfluss und Macht. Umso wichtiger wäre es, Pseudoaufklärer wie Aygül Özkan, Lamya Kaddor oder Mouhanad Khorchide zu enttarnen.

Zu Özkan:

Im Juli 2010 wurden Pläne Özkans für eine „Mediencharta für Niedersachsen“ bekannt. In dieser sollten sich Journalisten verpflichten zu einer „kultursensiblen“ Sprache. Özkan wollte die „kultursensible“ Pressezensur:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/zensurvorwurf-in-niedersachsen-ministerin-oezkan-will-medien-auf-kurs-bringen-a-708168.html

Nach Einschätzung des Arbeitsrechtlers Otto Ernst Kempen habe Aygül Özkan 2008 „Arbeitsverhältnisse am Rande der Legalität“ geschaffen.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-ministerin-tnt-betriebsrat-droht-oezkan-mit-rechtlichen-schritten-a-693789.html

Zu Kaddor:

Lamya Kaddor: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“.

http://www.cibedo.de/islamischer_religionsunterricht.html

Fünf Schüler des Projekts „Islamkunde in deutscher Sprache“ zogen als Freiwillige für den Dschihad nach Syrien, was Lamya Kaddor bedingt als persönliche Niederlage empfand.

http://www.zeit.de/politik/2013-05/extremismus-dschihad-syrien-schueler-lamya-kaddor

David Harnasch (Blind und taub in der Kulturzeit) betrachtet den Bericht über Lamya Kaddors Religionsunterricht. „Eine derart krasse Ton-Bild-Schere wie in der Montagsfolge habe ich noch nie gesehen.“

https://www.youtube.com/watch?v=mwWXelF_uOY

Zu Khorchide. Die islamkritische Studentengruppe FREE MINDS bezeichnete Khorchides Wirkungsstätte, der dort am Zentrum für Islamische Theologie (ZIT) die künftigen Lehrer für den bekennenden Islamunterricht ausbildet, als Zentrum für märchenhafte Schönfärberei:

Free Minds Münster ist eine Gruppe von emanzipierten Studentinnen mit muslimischem Hintergrund. Sie verfolgen seit Jahren die von oben beschlossene Politik im Umgang mit dem Islam mit großer Sorge und vertreten eine ganz klare Position:

»Der Islam ist nicht mehr als eine Religion. Obendrein eine, die sehr viele Probleme macht. Vor allem für Mädchen und Frauen bedeutet er Unterdrückung und Unterordnung. Die Universität Münster unterbindet jede Form der Islamkritik. Und versucht sie in die Ecke des Antisemitismus und der Fremdenfeindlichkeit zu stellen. Sie will nicht verstehen, dass es Opfer gibt, die diese Religion am laufenden Band produziert. Wer gegen jegliche Diskriminierung und Ausgrenzung ist, sich für Menschen- und Freiheitsrechte stark macht, darf diese Opfer nicht verschweigen. Während muslimische Gläubige, immer mehr Gebetsräume im öffentlichen Raum der Uni beantragen und genehmigt bekommen, werden die Aufklärungsarbeiten von Free Minds mit aller Entschiedenheit von den Verantwortlichen der Uni Münster ausgegrenzt und stigmatisiert.«

• Im Sommersemester 2010 wurde ein von Free Minds initiiertes Proseminar zum Thema Selbstbestimmungsrecht und Emanzipation von Mädchen und Frauen im Islam willkürlich aus dem Vorlesungsverzeichnis der Universität gestrichen.

• Während der Protestaktion von Free Minds am 30.10.2012 im Rahmen der Eröffnungsfeier des Zentrums für Islamische Theologie hat die Uni Rektorin nochmals den Ausgrenzungswillen deutlich gemacht und gezeigt, dass die Aufklärungsarbeiten von Free Minds in der Uni Münster unerwünscht sind und nicht geduldet werden.

• Professor Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie, hat Free Minds ein fragwürdiges Gesprächsangebot unterbreitet, ohne auf die zentralen Kritikpunkte von Free Minds inhaltlich einzugehen.

• Der Sprecher der Universität, Norbert Robers, diffamierte Free Minds als “selbst ernannte Freigeister” in der Universitätszeitung (Ausgabe vom November 2012) und auch er weigerte sich inhaltlich auf die Kritikpunkte und Aufklärungsarbeiten einzugehen.

Während der jahrelangen und offenen Ausgrenzung und Stigmatisierung von Free Minds durch die Universitätsleitung betonen die betroffenen Frauen und Sympathisanten:

»Islamkritik darf kein Tabuthema sein. Vor allem sollte eine Hochschule nicht unfair gegenüber betroffenen Frauen reagieren, die mit dem islamischen Glauben gebrochen haben, nun verfolgt werden und daher ein anonymes Leben führen müssen. Sie auszugrenzen und zu stigmatisieren, ist kein gutes Zeichen. Dem organisierten Islam in der Universität einen gänzlich kritikfreien Raum zu gewähren, ist besorgniserregend.«

Wer steckt hinter Free Minds?

Free Minds ist eine Initiative von muslimischen und nichtmuslimischen Frauen und Männern, die eine direkte Berührung zum gelebten Islam (gehabt) haben und wissen, welche Gefahren, Repressionen und Einschränkungen auf MuslimInnEn im Namen des Islams ausgeübt werden. Geleitet von universalen Prinzipien der Aufklärung, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte wünschen sich die InitiatorInnEn die Öffnung und Demokratisierung von geschlossenen, muslimischen Kreisen, in denen Menschen sowohl körperlich als auch seelisch gefangen sind.

Was sind die Ziele der Initiative Free Minds?

Die Initiative Free Minds möchte herrschende Tabus, die aus geschlossenen muslimischen Kreisen bekannt sind, brechen und sich zum Beispiel gegen den Polit-Islam – d.h. den machtpolitischen und wirtschaftlichen Missbrauch des Islam – einsetzen. Wichtigstes Ziel ist die geistige, körperliche und seelische Befreiung des einzelnen von Zwängen und Einschränkungen, die im Namen des Islam ausgeübt werden. Es geht nicht darum, die existierende gesellschaftliche und politische Diskriminierung von einzelnen MuslimInnen zu forcieren, sondern den geschlossenen Kreis zu öffnen, die herrschenden Regeln transparent zu machen und im inneren Geschehen undemokratische Tendenzen – selbstverständlich auf aufklärerischer und emanzipatorischer Art und Weise – aufzuheben. Letztlich möchte Free Minds auch emanzipierte, freiheits- und demokratieliebende Personen zu einem regen Erfahrungsaustausch und gemeinsamer und demokratischer Meinungsbildung zusammenbringen. Kritische Reflexion, eigene Meinung, Theorienbildung und -überprüfung, Äußerung von Wünschen, Liebe zur Freiheit und Selbstbestimmung werden ausdrücklich erwünscht. Niemand kann einem anderen Menschen seinen Glauben aufzwingen oder absprechen!

http://www.cileli.de/2013/01/mit-herz-und-verstand-free-minds/

Noch zu Khorchide.

Während es der deutschen Presse kaum einmal gelingt, frauenrechtlich und allgemein menschenrechtlich relevante Fakten über den Islam zu publizieren, kooperiert der als modern gelobte Professor Khorchide, heute ebenfalls von EMMA interviewt, mit der Kairoer al-Azhar. Dort, an der für sunnitische Muslime aller Welt eigentlich bedeutendsten Lehrstätte, unterrichtet man die ewige Scharia und denkt gar nicht an Reform.

http://www.uni-muenster.de/ZIT/Aktuelles/2012/aktuelles_2012_al_azhar.html

Die Azhar

http://de.wikipedia.org/wiki/Azhar_(%C3%84gypten)

Selbst die Universität Paderborn hat keine Berührungsängste, mit den Mullahs von Ghom (Qom) im Iran zusammenzuarbeiten. Diese legitimieren die grausame Diktatur des jetzigen iranischen Regimes religiös.

http://www2.uni-paderborn.de/mitteilung/132772/

Die Menschen spüren es doch längst auch hierzulande: die global agitierende Bewegung für eine Lebensführung und Gesellschaftsform nach Koran und Sunna bekämpft die universellen Menschenrechte und ist eine Gefahr für die freiheitliche Demokratie. Wir protestieren insbesondere gegen die Einschüchterung, Terrorisierung und Frauenrechtsverletzung der islamischen Radikalen.

Eine Reform des Islam ist nicht möglich, denn welche Koranverse (Suren) die anderen aufheben (abrogieren) ist beschlossene Sache, welche islamische Überlieferung (Hadith) als verbindlich anzuerkennen ist, wurde ebenfalls vor Jahrhunderten festgelegt und die privat wie politisch maßgeblichen Koraninterpretationen (Tafsir) sind auch längst geschrieben.

Auch mit Qiyas (korankompatibler Analogieschluss), Idschma (schariakonformer Konsenus) oder Idschtihad (sogenannte freie Islamauslegung in den von Allah gesetzten Grenzen) wird man nie bei der Gleichberechtigung von Muslim und Nichtmuslim oder Mann und Frau ankommen.

Deutschland hätte eine Debatte über die totalitäre Scharia und überhaupt eine Islamdebatte gebraucht. Doch die, obwohl beispielsweise 2012 auf dem sogenannten Dialog über Deutschlands Zukunft gefordert, wurde von Bundeskanzlerin Merkel („Ich teile Ihre These nicht“) eilig abgewürgt.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wie-merkel-mit-den-buergern-diskutiert-a-842305.html

Auch die Diskussion über die Jungenbeschneidung hatte Merkel 2012 mit dem Reden von der „Komikernation“ erfolgreich verhindert.

Nicht nur die Beschneidung der Jungen, sondern auch der Mädchen ist im Islam erwünscht oder sogar verpflichtend, etwa den Muftis und Scheichen in Indonesien und Malaysia. Die Legalisierung bestimmter Formen der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) ist leider in die Nähe gerückt, zum Deutschen Juristentag Hannover 2014 hat Gutachterin Tatjana Hörnle darüber nachgedacht und Alice Schwarzer oder die EMMA sagen zur islamischen FGM gar nichts, sondern loben den angeblich barmherzigen oder jedenfalls erneuerbaren Islam. Wenn im Januar 2015 die amtierende Bundeskanzlerin den ehemaligen Bundespräsidenten Wulff mit: „der Islam gehört zu Deutschland“ zitiert, gehört dann, sehr geehrte Frau Dr. Merkel, auch die Mädchenbeschneidung zu Deutschland?

Dr. Tatjana Hörnle: Verhandlungen des 70. Deutschen Juristentages • Hannover 2014 Band I: Gutachten / Teil C: Kultur, Religion, Strafrecht. Neue Herausforderungen an eine pluralistische Gesellschaft

http://www.beck-shop.de/fachbuch/inhaltsverzeichnis/Deutscher-Juristentag-djt-Kultur-Religion-Strafrecht-Neue-Herausforderungen-Gesellschaft-9783406662331_1806201406153194_ihv.pdf

Mark A. Zöller: „rein symbolische Bagatellverletzungen“

https://books.google.de/books?id=TSPoBQAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Sobald man hier vom humanen Islam redet, liefern wir die Menschen an anderen Orten oder in unseren fundamentalistisch geprägten Familien und Straßenzügen der Doktrin der Scharia aus. Statt, wie eigentlich angebracht, als Feministin gegen die islamischen Verhaltensvorschriften zu protestieren, möchte man den Koran besser verstehen?! Wir haben es doch nun global vielfach erlebt, sobald jemand etwas gegen die Scharia sagt, bekommt er Morddrohungen oder wird gleich umgebracht. Was also soll das heutige Gerede der EMMA von der Islamreform? Merkel ist Kanzlerin für alle Bürger und nicht dazu gewählt worden, zu beschließen, ob eine Religion zu Deutschland gehört.

Auch die leider üblich gewordene Einschüchterung, nicht zwischen Menschen (Muslime) und Ideologie (Islam) unterscheiden zu dürfen, muss uns unbeeindruckt lassen. Doch hätte Merkel im Januar 2015 nur die Menschen willkommen heißen und vor falschen Verdächtigungen schützen dürfen, nicht die Glaubenslehre. Zu sagen: „Als Bundeskanzlerin nehme ich die Muslime dagegen in Schutz, und das tun wir in diesem Hause alle“, steht ihr zu, doch die namentlich nicht genannten, aber offensichtlich sehr mächtigen islamischen Himmelswächter geradezu anzuflehen, den in erheblichem Maße auch zur Gewalt aufrufenden Islam zu verbessern („Ich halte eine Klärung dieser Fragen durch die Geistlichkeit des Islams für wichtig. Und ich halte sie für dringlich“), ist nicht ihre Amtsaufgabe.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article136421455/Die-Scharia-steht-nicht-ueber-dem-Grundgesetz.html

Was wir dagegen brauchen, ist Aufklärung über den Islam und faktenbasierte, wissenschaftliche Diskussion zum Islam. Eben keinen Dialog, der definitionsgemäß immer auf einen Kompromiss hinausläuft. Als Sozialarbeiter und Sozialpädagogen aus der Integrationsarbeit haben wir gar keine Lust, das Grundgesetz einzuschränken, um dem Islam und der Scharia Platz zu schaffen. Kein weiterer, nun einmal feministisch inspirierter Bürgerdialog, keine neue Verharmlosungskampagne. Es reicht.

Statt uns den Islam schönzumalen, lese man als EMMA-Redakteurin bei Kant:

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Gabi Schmidt und Edward von Roy

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4 Antworten to “Sapere audete, Feministinnen, wagt es weise zu sein”

  1. Jacques Auvergne Says:

    Yașar Sarιkaya
    Yasar Sarikaya
    Justus-Liebig-Universität Gießen

    Aufbruch zu neuen Ufern: Aufgaben, Problemlagen und Profile einer Islamischen Religionspädagogik im europäischen Kontext

    17.-19.09.2015

    https://www.uni-giessen.de/cms/ueber-uns/veranstaltungen/tagungen/tagung-itd

    ::::::::::

    Donnerstag, 17.09.2015

    Bildung zur Pluralitätsfähigkeit muslimischer Kinder in Europa
    Prof. Dr. Ednan Aslan (Universität Wien)

    Freitag, 18.09.2015

    Panel 2: Theologische und anthropologische Grundlagen religiösen Lernens

    Moderation: Dr. Armina Omerika (Goethe-Universität Frankfurt)

    1. Islamische Religionspädagogik zwischen theologischen und anthropologischen Erwägungen
    Prof. Dr. Bülent Ucar (Universität Osnabrück)

    2. Reflections on the Qur’anic Educational Anthropology and Human Agency: Can Islamic education foster critical learning?
    Dr. Abdullah Sahin (Markfield Institute of Higher Education (England)) [ MIHE, mihe ]

    3. Eine dialogische Gott/Mensch-Beziehung als Grundlage einer
    islamischen Religionsdidaktik
    Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

    4. Das Menschenbild im islamischen Denken und seine Bedeutung
    für die islamische Religionspädagogik
    Ass. Prof. Dr. Mizrap Polat (Eskişehir Osman Gazi Universität)

    Panel 4: Gendersensibler Religionsunterricht: Problemfelder und Perspektiven

    Moderation: Elif Gömleksiz, M.A. (Justus-Liebig-Universität Gießen) / Dipl. Päd. Rida Inam (Justus-Liebig-Universität Gießen)

    1. Gender im Islamunterricht?
    Annett Abdel-Rahman (Universität Osnabrück/Zentrum für Islamische Religionspädagogik in Hannover)

    2. Gender und religiöses Lernen in der Moschee
    Najla Al-Amin, M.A. (Universität Osnabrück)

    3. Gendersensible Ansätze in der christlichen/evangelischen Religionspädagogik
    Dr. Annebelle Pithan (Comenius-Institut)

    Kommentar: Dr. Kathrin Klausing (Universität Osnabrück)

    Kommentar: Univ.-Prof. Mag. Dr. Zekirija Sejdini (Universität Innsbruck)

    http://www.integrationskompass.de/global/show_document.asp?id=aaaaaaaaaaaevww

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    Abdullah Sahin

    Dr Sahin has recently published a book entitled „New Directions in Islamic Education: pedagogy and identity formation“, (2013, Kube)

    _ttp://www.mihe.org.uk/abdullah-sahin

    Abdullah Sahin
    A Theology of Belonging: The Case of European Muslims Reconsidered‘, Die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, 2013.

    http://www.akademie-rs.de/fileadmin/user_upload/download_archive/interreligioeser-dialog/131115_sahin_belonging.pdf

    The Islamic Foundation, which was established in 1973 and based on Ratby Lane in Markfield, Leicestershire

    https://en.wikipedia.org/wiki/The_Islamic_Foundation

    In the year 2000 the Islamic Foundation established the Markfield Institute of Higher Education [ MIHE, mihe ]

    _ttp://www.islamic-foundation.org.uk/User/AboutUs.aspx

    Professor Khurshid Ahmad, Chairman
    Mr Abdur Rashid Siddiqui, Vice-Chairman
    Mr Syed Faiyazuddin Ahmad, Secretary

    _ttp://www.islamic-foundation.org.uk/User/BoardofTrustees.aspx

    Abdur Rashid Siddiqui [ MIHE, Markfield ] als der Herausgeber u. a. von Mawlana Sayyid Abu’l A’la Maududi ist glücklich:

    Tazkiyyah, self-development, lies at the core of the Islamic life. Success in this life and the next depends very much on it. There are many works in Islamic literature on this subject, written from a variety of angles. This anthology has been compiled to meet the need of self-development from an authentic Islamic perspective. Mawlana Mawdudi, Mawlana Amin Ahsan Islahi and Ustadh Khurram Murad are the leaders of the Islamic Movement of the last century and their contributions are the bedrock for initiating the process of self-development.

    Tazkiya : The Islamic Path of Self-Development (Mawdudi, Murad, Islahi, others)

    http://www.islamicbookstore.com/b8108.html

    Freitagspredigten

    Lift Up Your Hearts! Volume 2 : A Collection of 25 Khutbah for Friday Prayer (Abdur Rashid Siddiqui)

    http://www.islamicbookstore.com/b8480.html

    Ein anderer Siddiqui:

    Dr. Ataullah Siddiqui
    Reader in Religious Pluralism and Inter-Faith Relations

    http://www.mihe.org.uk/ataullah-siddiqui

    Kein Problem mit Pakistans in den Siebzigern eingeführten Hadd-Strafen hat der geehrte Vater der modernen islamischen Ökonomie und des islamischen Kapitalismus:

    Khurshid Ahmad

    A senior and known ultraconservative figure, he has been long-standing member of the Jamaat-e-Islami (JeI), and successfully contested in 2002 general elections for a technocrat seat on a platform of Muttahida Majlis-e-Amal (MMA)—an alliance of far right parties. Previously, he had served as the deputy chairman of the Planning Commission in a military government of President General Zia-ul-Haq, where he played an influential role in Islamization of the country’s national economy in the 1970s. Ahmad is cited as the father of modern Islamic economics and Islamic capitalism, and is considered one of the influential thinkers in the field of Islamic economics.

    Founder and Chairman of both the Institute of Policy Studies, Islamabad and The Islamic Foundation, Leicester.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Khurshid_Ahmad_(scholar)

    Khurshid Ahmad

    Professor Khurshid Ahmad is a world-renowned research scholar, an educationist, economist and a versatile writer. Born in 1932, Prof Khurshid Ahmad earned his BA in Commerce (1953), MA in Economics (1955), LLB (1958) and MA in Islamic Studies (1964). He also holds an honorary doctorate (PhD) in Education from University of Malaysia.

    _ttp://www.mihe.org.uk/node/166

    Four Key Concepts of the Qur’an
    von Sayyid Abul A’la Maududi

    Sayyid Abul A’la Mawdudi. Published by The Islamic Foundation Markfield Conference Centre Ratby Lane, Markfield Leicestershire, LE679SY, United Kingdom

    https://books.google.de/books?id=kzw9BAAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

  2. Jacques Auvergne Says:

    Soziologie des Islams
    [genau, immer weniger Dschahiliyya, immer mehr Kalifat]

    Clanbasierte Schlichtung (Ṣulḥ) bei Fällen von häuslicher Gewalt
    [den Polizisten, Schiedsmann und ungläubigen Richter boykottieren – wir wollen in den Himmel kommen]

    Ein Kopftuch voll Angst
    [Der Hidschab ist Pflicht und der Islam ein totales System]

    Schariadurchsetzung per Uni Münster.
    ::

    Exzellenzcluster „Religion und Politik“
    > Newsletter
    Juli 2015

    […]

    Tagung zur „Soziologie des Islams“

    Die Religionssoziologin Christel Gärtner organisierte die Veranstaltung gemeinsam mit den Bielefelder Soziologen PD Dr. Heidemarie Winkel und PD Dr. Levent Tezcan. Die Tagung „Zur Soziologie des Islam – Reflexion, Revision & Neuorientierung“ fand in Kooperation mit dem Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung statt.

    „Eine Soziologie des Islams sollte das muslimische Alltagsleben aus erfahrungswissenschaftlicher Perspektive rekonstruieren, wobei die muslimische Praxis ebenso wie muslimische Institutionen oder Wissensordnungen in den Blick kommen müssen“, unterstrich Prof. Gärtner. […]

    Die Islamwissenschaftlerin Ulrike Qubaja vom Forschungsverbund setzte sich in ihrem Beitrag mit der „Clanbasierten Schlichtung (Sulh) [ Ṣulḥ ] bei Fällen von häuslicher Gewalt“ auseinander. Prof. Gärtner leitet am Exzellenzcluster das Projekt A2-22 „Islam und Gender in Deutschland. Zur (De-)Konstruktion säkular und religiös legitimierter Geschlechterordnungen“ und ist Mentorin der Graduiertenschule des Forschungsverbundes.

    (pp 18-19)

    ULRIKE QUBAJA

    Department of Arabic and Islamic Studies
    Institut für Arabistik und Islamwissenschaft

    PARTICIPATION IN THE CLUSTER OF EXCELLENCE:
    BETEILIGUNG AM EXZELLENZCLUSTER:

    Member of the Graduate School
    Mitglied der Graduiertenschule

    Field of Research A Normativity
    Forschungsfeld A Normativität

    Interconnecting platform G Religion, Politics, and Gender Relations
    Arbeitsplattform G Religion, Politik und Geschlechterordnung

    Coordinated project group The liquefaction and solidification of normativity
    Koordinierte Projektgruppe Verflüssigung und Verfestigung normativer Diskurse

    Coordinated project group The implementation and enforcement of norms
    Koordinierte Projektgruppe Implementation und Durchsetzung von Normen

    http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.uni-muenster.de%2Fimperia%2Fmd%2Fimages%2Freligion_und_politik%2Fpersonen%2Fulrike-qbaja.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.uni-muenster.de%2FReligion-und-Politik%2Fen%2Fpersonen%2Fgraduiertenschule%2Fdoktorandinnen%2Fqubaja.shtml&h=200&w=150&tbnid=m0i3JW1yjH7MYM%3A&docid=cUkqIa-_LO7ZOM&ei=-EQAVr7pC4OjU7yZlpgM&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=316&page=1&start=0&ndsp=38&ved=0CCEQrQMwAGoVChMIvsWQ49mIyAIVg9EUCh28jAXD

    http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.uni-muenster.de%2Fimperia%2Fmd%2Fimages%2Freligion_und_politik%2Fpersonen%2Fulrike-qbaja.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.uni-muenster.de%2FReligion-und-Politik%2Fen%2Fpersonen%2Fgraduiertenschule%2Fdoktorandinnen%2Fqubaja.shtml&h=200&w=150&tbnid=m0i3JW1yjH7MYM%3A&docid=cUkqIa-_LO7ZOM&ei=-EQAVr7pC4OjU7yZlpgM&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=316&page=1&start=0&ndsp=38&ved=0CCEQrQMwAGoVChMIvsWQ49mIyAIVg9EUCh28jAXD

    Ein Ṣulḥ-Verfahren nach einem tödlichen Unfall in der Region Hebron – Wahlmöglichkeiten und Normen im Kontext von rechtlichem Pluralismus

    Qubaja (Ein Ṣulḥ-Verfahren … Hebron …im Kontext von rechtlichem Pluralismus) wird genannt in:

    Veröffentlichungen der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer : VVDStRL ; 74

    Öffnung der öffentlich-rechtlichen Methode durch Internationalität und Interdisziplinarität: Erscheinungsformen, Chancen, Grenzen
    von Andreas Arnauld, Hans Christian Röhl, Fabian Wittreck, et al.

    https://books.google.de/books?id=Fp0oCQAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    AEMR Fehlanzeige bzw. entsorgt, doch sorgfältig beschrieben bei
    GAIR
    Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht

    GAIR-MITTEILUNGEN 2014
    6. Jahrgang

    […] nebeneinander Normen gültig sind, welche unterschiedlichen normativen Systemen mit unterschiedlichen Legitimationsgrundlagen angehören […] rechtlichen Pluralismus […] John Griffiths in seinem Aufsatz „What is Legal Pluralism? [Was ist Rechtspluralismus?] […] In meiner Arbeit beziehe ich mich auf das Konzept von Ido Shahar.

    [p 218]

    [FN 41, FN 44]

    John Griffiths, What is Legal Pluralism?, in: Journal of Legal Pluralism and Unofficial Law 24, 1986, S. 1.

    Ido Shahar, State, Society and the Relations Between Them: Implications for the Study of Legal Pluralism, in: Theoretical Inquiries in Law 9/2, June 2008, S. 417–441.

    http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/15352/GAIR-Mitteilungen_2014.pdf

    ::
    [ Weiter mit Münster ]

    Religionswissenschaftlerin zum Kopftuch-Urteil aus Karlsruhe

    Mit dem jüngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Kopftuchtragen muslimischer Lehrerinnen befasst sich Religionssoziologin PD Dr. Astrid Reuter vom Exzellenzcluster in einem Beitrag auf der Website der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Unter dem Titel Ein Kopftuch voll Angst schreibt die Wissenschaftlerin, „warum es gut ist, dass wir nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wieder über die Bedeutung des Kopftuchtragens diskutieren (müssen).“ Die Forscherin, die 2014 eine Studie über Rechtskonflikte um Religion vorgelegt hat, beschreibt in dem Blog-Eintrag die Entwicklung seit dem ersten Karlsruher Kopftuch-Entscheid im Jahr 2003 und den daraus folgenden „Kopftuchgesetzen“ in verschiedenen Bundesländern. Die Entscheidung vom 27. Januar 2015 nehme „etwas Druck aus dem Prozess der Überreglementierung“. […]

    PD Dr. Astrid Reuter ist Mitglied im Exzellenzcluster und wissenschaftliche Geschäftsführerin des Centrums für Religion und Moderne (CRM). Bei der Studie handelt es sich um ihre Habilitationsschrift […]

    (p 24)

    ::

    Religionssoziologe und islamischer Theologe zur Wahrnehmung des Islams

    Zur Wahrnehmung des Islams in Deutschland haben sich der islamische Theologe Prof. Dr. Mouhanad Khorchide und der Religionssoziologe Prof. Dr. Detlef Pollack vom Exzellenzcluster anlässlich der im Januar vorgestellten Sonderauswertung des Religionsmonitors der Bertelsmann Stiftung zum Islam in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) geäußert. Es folgen Ausschnitte aus dem Originalbericht:

    Studie: Thema Gewalt verdrängt positives Islam-Bild

    […] Detlef Pollack widerspricht Khorchide in einem Punkt. Der Religionssoziologe der Uni Münster weist auf den Zusammenhang von Gewalt und Islam hin.

    (pp 33-34)

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    [ Tatjana Hörnle ]

    Rechtswissenschaftlerin zum Strafrecht in multikulturellen Gesellschaften

    Über die „Zukunft des Strafens in multikulturellen Gesellschaften“ hat die Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Tatjana Hörnle in der Ringvorlesung des Exzellenzclusters gesprochen. „Die vermutlich in den kommenden Jahren weiter zunehmende multikulturelle Aufsplitterung der Gesellschaft wirft auch für das Strafrecht Fragen auf“, sagte sie in der Vortragsreihe „Zukunftsvisionen zwischen Apokalypse und Utopie“. Darin erörterte die Juristin der Humboldt-Universität Berlin, ob Verbotsnormen angesichts der wachsenden gesellschaftlichen Vielfalt angepasst, aufgehoben oder verschärft werden müssen.

    Prof. Hörnle plädierte einerseits dafür, „über solche Fragen nachzudenken, ohne eine Anpassung an geänderte gesellschaftliche Verhältnisse abzublocken“.

    (p 47)

    http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/religion_und_politik/aktuelles/2015/06_2015/newsletter_exzellenzcluster_juli_2015.pdf

  3. Jacques Auvergne Says:

    The Prophet (…) said:

    Verily, Allah is Al-Hakam (i.e. the Judge), and unto Him belongs the Hukm (i.e. the Judgement, the Rule, etc.).“ (Abu Dawud: 4955, An-Nasa’i: 8/226, authenticated by al-Albani)

    Mohammed sprach:

    „Wahrlich, Allah ist Hakam (Richter oder Herrscher und ihm gebührt der Hukm (Urteilsfällung).“

    Hadith (Abu Dawud: 4955, An-Nasa’i: 8/226)
    .
    .
    .

    „Saint-Denis : ma ville à l’heure islamiste“

    Fewzi Benhabib
    avec Daniel Bernard [geb. 1971, Journalist]

    En devanture, les afches destinées aux enfants enseignent les bonnes pratiques de l’islam, ne pas se moquer des autres, dormir sur le côté droit, boire en trois fois. Sur les présentoirs trônent les grandes vedettes de l’islam politique [politischer Islam ist Unsinn. Mohammed war Realpolitiker und Staatsgründer], Hani et Tariq Ramadan, bien sûr, ainsi que Sayyid Qutb et Hassan el-Bana [Hassan al-Banna, 1928 Gründer und erster geistlicher Führer (muršid ʿāmm) der Muslimbruderschaft].

    Dans cette librairie musulmane, aucune place n’est faite à des islamologues humanistes comme Tahar Haddad [Schariagelehrter. Später aktiv gegen die angeblich nicht koranische Polygamie. Islam ginge prima mit Frauenrechten zusammen. Argumentierte mit Koran gegen den Schleierzwang (Hidschab) des Hadith. Und so weiter], Mohamed Arkoun [advocating Islamic modernism, secularism, and humanism. Ähnelt dem „Wir brauchen einen islamischen Humanismus“ des Mouhanad Khorchide (Gott glaubt an den Menschen. Mit dem Islam zu einem neuen Humanismus)] ou Abdelwahab Meddeb [der Islam sei genau so demokratiefähig wie das Christentum].

    http://www.marianne.net/saint-denis-ma-ville-heure-islamiste-100238075.html

    [Der Artikel erschien am 16.11.2015 in der französischen linken Zeitschrift Marianne, zwei Tage vor dem Anti-Terror-Einsatz in Saint-Denis nach den Attentaten vom 13. November.]

    Einst floh Fewzi Benhabib vor Algeriens Islamisten [Schariafront] nach Saint-Denis. Heute sei die Stadt nicht wiederzuerkennen, schreibt er, Islamisten hätten Straßen und Geschäfte erobert: Bericht eines Fassungslosen.
    ::

    Saint-Denis: Wie meine Stadt islamistisch wurde

    […] Saint-Denis hat nichts mehr mit dem Saint-Denis von damals zu tun. Und das Land der Menschenrechte weigert sich, hinzusehen. In Saint-Denis hat sich ein Spalt aufgetan, der Erinnerungen weckt, er tut sich auf auf den Gehsteigen, auf dem Markt am Sonntag. Und dennoch weigern sich viele Bürger zu erkennen, dass hier ein Gegenprojekt [genau, reine Seinsweise nach Koran und Sunna] an den demokratischen Grundfesten der pluralistischen Gesellschaft nagt.

    Schleier für eine Vierjährige

    Wo sind, an diesem geradezu sommerlichen Novembersonntag, noch leichte Tops und kurze Röcke? Wo ich auch hinsehe, Schleier, Schleier, nochmals Schleier – einfache Kopftücher, Tücher, die auch die Stirn verdecken, und große für den ganzen Körper. Seit Kurzem gibt es in der Straße, die den Namen des kommunistischen Widerstandskämpfers Gabriel Péri trägt, Geschäfte für islamische Kleidung. Sie heißen Dubaï Center oder Daffah – eine blühende Saudi-Firma. Das ist das Gesetz von Angebot und Nachfrage, was ist schlecht daran?, fragen die Naiven, zu denen ich mich nicht mehr zählen kann. Meine Frau fragt treuherzig: „Haben Sie ein Kopftuch für meine achtjährige Enkelin, die klein für ihr Alter ist?“ Die Verkäuferin zeigt ihr Modelle: „Ich habe eines einer Vierjährigen verkauft.“

    Dazwischen liegen Bücher, sie vermitteln gemeinsam mit der „wahhabitischen Mode“ den Bekehrungseifer einer islamistischen Randgruppe [nein, keine Randgruppe, sondern der Weg zurück in die medinensische Mitte, wie ihn bis 855 d. Z. ibn Hanbal lehrte. „Wahhabismus“ ist hanbalitische Rechtsschule], deren Ideologie viele, aus Schwäche oder Ignoranz, für die Botschaft des Korans halten. Diese will die „Muslime“ im islamistischen Orbit [„islamistischer Orbit“ ist Unsinn, Allah ist Souverän des Weltalls, Seine Herrschaft ist auf Erden zu errichten] festhalten, die Gemeinschaft beherrschen, die Abspaltung vom Rest der Gesellschaft zu fördern [Muslimsolidarität bei Meidung der Nichtmuslime und ihrer Verhaltensweisen, getreu dem islamischen Grundsatz al-walā wa-l-barāa (الولاء والبراء)]. […]

    Als meine Schwiegertochter ihre Tochter in der Schule anmeldete, kreuzte sie beim Kantinen-Fragebogen an, das Kind esse „alles“. Einige Tage nach Schulbeginn sprach sie ein Betreuer an: „Sie wissen schon, dass Sie, indem Sie ,alles‘ angekreuzt haben, zugestimmt haben, dass Ihre Tochter auch Lebensmittel isst, die nicht halal sind?“ [In der Tat schlimm, dass pädagogische Dhimmis bei der Zwangs-Schariatisierung (Hisba) mitmachen.]

    Meine Stadt hat mir in den letzten Jahren wieder den Argwohn eingeimpft, den ich vor 21 Jahren auf der anderen Seite des Mittelmeers zurücklassen wollte. Der Menschenstrom, der sich jeden Freitag in die Rue de Boulangerie ergießt, ist keine gewöhnliche Versammlung von Gläubigen. Vom Tawhid-Zentrum aus, das so viele Gläubige anzieht, dass ihre Gebetsteppiche zeitweise den Verkehr zum Stillstand brachten, startete im Jahr 2000 der Prediger Tariq Ramadan seine Frankreich-Tätigkeit. Dieser Gebetsraum, den manche für eine einfache Moschee halten, ist das Zentrum jener, die der politischen Ideologie der Muslimbrüder folgen (nichtislamisches Gesetz und Verhalten ist oft nicht halal. Fewzi Benhabib tut so, als hätte die Muslimbruderschaft den Islam falsch verstanden. Man mag es bedauern, aber das ist theologisch falsch. Der deutsche Zweig der MB, die IGD, steuert den ZMD, Partner von Islamkonferenzen und Staatsverträgen).

    [Die Muslimbruderschaft (und der Rest der Schariabewegung) beseitigen schariawidrige Paragraphen, nehmen den Souverän ernst: „Wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat, das sind die Ungläubigen.“ (Al-Maida 5:44).]

    ___p://islamfatwa.de/manhaj/111-herrscher/570-herrscher-die-nicht-mit-allahs-gesetzgebung-regieren

    Das alles erinnert mich in unheimlicher Weise an das Oran der 1990er-Jahre, als die islamistische Stadtregierung als erste Maßnahme das Konservatorium schloss, Musik und Tanz verbot und Kunst als importierte Sünde verdammte. Wurde nicht ein Imam in der bretonischen Stadt Brest vor einigen Wochen gefilmt, als er seinen kleinen Schülern erklärte, Musik sei für Affen und Schweine gemacht?

    Als die der extremen Rechten nahestehende Organisation Civitas eine Konferenz gegen die Gendertheorie veranstaltete, wurde der Ordnungsdienst nicht etwa von konservativen Katholiken organisiert, sondern von den bärtigen Männern des Tawhid-Zentrums, die der Ehe für alle genauso feindlich gesinnt sind. Wie viele solche Vorkommnisse wird es noch brauchen, um der Linken von Saint-Denis die Augen zu öffnen?

    Am Technologie-Institut von Saint-Denis, einen Steinwurf vom Friseursalon Mixte Coiffure entfernt, hat eine Studentenorganisation gefordert, dass die Vorlesungszeiten nicht in die Gebetszeiten fallen. Weil er es wagte, an die Werte der Republik zu erinnern, wurde der Institutsdirektor Opfer einer brutalen Einschüchterungskampagne, erhielt Drohbriefe, sein Auto wurde beschädigt, er wurde verprügelt. Was tut die Polizei? Wo ist die Linke?

    In den Neunzigerjahren habe ich meine algerischen Mitbürger genauso hilflos angesichts der riesigen geistigen und logistischen Maschinerie der algerischen Islamisten gesehen. Der Islamismus [nein, der Islam, die Schariabewegung] kam damals auf leisen Sohlen, mit kleinen, aufeinanderfolgenden Dreistigkeiten, anfangs sehr darum bemüht, niemanden zu erschrecken – um sich schlussendlich in den Terror zu stürzen [die wollen in den Himmel kommen] und in die Barbarei [Errichtung von Allahs Hakimiyya (Hakimiyyatu ‚l-Llah). Erneuertes Medina, Herrschaft Allahs].

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4869481/SaintDenis_Wie-meine-Stadt-islamistisch-wurde

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    Was ist Tauhid al-Hakimiyyah?
    Von Shaykh Abu Basir Mustafa Halimah al-Tartosi

    Fatwa

    Frage:
    Wäre es dir möglich mir die Bedeutung von Tauhid al-Hakimiyyah zu erläutern? Es scheint mir, als wäre es die Hälfte von Tauhid al-‚Uluhiyyah?! Da ich hörte, dass Shaykh Muhammad bin Ibrahim – der Shaykh von ibn Baz – zu denen gehörte, der den Leuten Tauhid al Hakimiyyah beibrachte und dann wurde dieser Ausdruck von vielen der Saudi Salafis abgelehnt und sie bezeichneten es als Bid’a. Stimmt das?! Ist es des weiteren möglich, dass du mir Bücher empfehlen kannst, die diese Seite des Tauhids behandeln?

    Bitte beachten: Die Bezeichnung „Saudi Salafis“ in dieser Frage bezieht sich nur auf die Jahmis und Madkhalis

    Antwort:
    Tauhid al Hakimiyya bedeutet Allah, den Allerhöchsten, zum dem Einzigen vereinen, allein in Seiner Urteilsfällung (Hukm) und in Seiner Gesetzgebung (Tashree‘). Also genauso wie Er, der Allerhöchste, keine Partner in seiner Herrschaft und bei der Kontrolle der Angelegenheiten der Schöpfung hat, genauso hat er keine Partner in Seiner Urteilsfällung (Hukm) und in Seiner Gesetzgebung (Tashree‘).

    So sagt Er, der Allerhöchste: [12.40.] Die Entscheidung (Hukm) steht Allah allein zu. Er hat befohlen, dass ihr nur ihm dienen sollt. Das ist die richtige Religion . Aber die meisten Menschen wissen nicht.

    Und Er, der Allerhöchste sagt: [13.41.] Und Allah richtet; da ist keiner, der Seinen Richtspruch umstoßen könnte.

    Und Er, der Allerhöchste sagt: [18.26.] Und Er teilt Seine Befehlsgewalt mit keinem.

    Und Er, der Allerhöchste sagt: [5.50.] Wünschen sie etwa die Rechtsprechung (aus den Tagen) der Unwissenheit zurück? Und wer ist ein besserer Richter als Allah für ein Volk, das fest im Glauben ist?

    Und [42.10.] Und über was immer ihr uneins seid, die Entscheidung darüber ruht bei Allah.

    Und Er, der Allerhöchste sagt: [6.121.] Und wenn ihr ihnen gehorcht, so werdet ihr Götzendiener sein.

    […]

    Und der Hadith, welcher authentisch (sahih) ist , in dem der Prophet sallallahu allayhi wa sallam sagte: „Wahrlich, Allah ist Hakam (Richter oder Herrscher und ihm gebührt der Hukm (Urteilsfällung).“

    ___p://www.ahlu-sunnah.com/threads/26924-Tawhid-al-Hakimiya

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    Choosing between Kufr and Eeman: The 7 Points of Democracy.

    […] Democracy is therefore, by definition and in principle, a polytheistic concept that nullifies Tawheed, i.e., it is MAJOR SHIRK, and thus the Muslim is obliged to disbelieve in and reject it. […]

    Point 7: Equality
    Equality is another principle upon which it is claimed the ideology of democracy is based. This concept, which is generally perceived to be an act of justice, states that all citizens are equal and are thus entitled to equal rights, opportunities, treatment, etc., irrespective of race, gender, religious beliefs, sexual orientation, etc. However, in addition to the fact that men are not created equal, this concept is a manifestation of great injustice. This is because justice is to accord to people that which they deserve of either good or bad, as opposed to equating the evil-doer to the righteous, the believer to the disbeliever, or the sexually depraved to the morally sound. Allah (swt) says:
    „Or do those who earn evil deeds think that We shall hold them equal with those who believe and do righteous deeds, in their present life and in after their death? Evil is the judgement that they make.“ (Al-Jathiyah: 21)
    Likewise, women are not equal to men, as was acknowledged by the mother of Maryam bint ‚Imran (a.s) who said:
    „And the male is not like the female, and I have named her Maryam, and I seek refuge with You for her and for her offspring from Shaytan, the outcast.“ (Ali ‚Imran:36)
    However, in a democratic society women are, in theory, considered equals to men and are thus accorded the same rights and opportunities, etc. This includes the right of women to stand as candidates in elections and become leaders of nations, effectively becoming rulers over men, something which is prohibited in Islam. The Prophet (saw) said:
    „A nation that entrusts its affairs to a woman will never be successful.“ (Al-Bukhari: 4425)
    These are the seven reasons why the Muslim must reject democracy. It is not possible for one to be a „democratic Muslim“, it is either Islam or democracy. The Prophet (saw) said:
    “Īmān (belief) and Kufr (disbelief) cannot co-exist in the heart of a person.” (Silsalat us-Sahīha for Shaykh Albānī No.1050)

    ___ps://www.facebook.com/husnainbashir55/posts/826620640736346

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    Hakimiyyah Was Introduced In Makkah | معالم في الطريق [„Zeichen auf dem Weg“, Sayyid Qutb]

    „hardly any rituals of worship were obligated in Makkah, then the Madani chapters concentrated intensely on the concept of judgement (Hakimiyya), and the obligation of applying the Shari’a of Allah, […] the issue of Hakimiyya – i.e., admitting that the right of judgement belongs solely to Allah, and that the right of legislation of permissibility, prohibition, allowing, and preventing is a specific right of Allah, with no human sharing that right with Him, and that legislating by other than what Allah Revealed constitutes polytheism, and that obedience to those who legislate by other than what Allah Revealed constitutes polytheism“

    ___ps://iskandrani.wordpress.com/2008/02/09/hakimiyyah-was-introduced-in-makkah/

  4. Jacques Auvergne Says:

    جامعة الإمام الأوزاعي
    Ǧāmiʿa al-Imām al-Awzāʿī
    Imam al-Auzai Universität

    The Awza’i madhhab (الأوزاعي‎) was one of the schools of Fiqh, the Islamic jurisprudence, or religious law within Sunni Islam in the 8th century. Its Imam was Abd al-Rahman al-Awza’i [Gründete eine eigene Rechtsschule; wegweisend als Gelehrter für den Fiqh zu den Siyar mitsamt Dschihad und zum Status Dhimma].

    the faculties at Al Imam Al Ouzai University in Beirut, the city where Imam Al Ouzai lived and his following grew

    „1999 bis 2004 Studium der islamischen Theologie an der Al Ozaii-Imam-Fakultät für Islamische Studien im Libanon“

    .
    .
    .

    Mouhanad Khorchide hat den Islam im Libanon studiert – an der University Of Al Imam Al Ouzai. Genau dort übrigens, wo sich laut Toufic Al-Houri ein gewisser Imam aus Penzberg Bajrambejamin Idriz genannt Benjamin Idriz zwar eingeschrieben hatte, jedoch nie einen Magistergrad erwarb.

    Al Imam Al Ouzai Faculty of Islamic Studies
    Toufic Al-Houri (Chairman)

    http://eacea.ec.europa.eu/extcoop/call/documents/lebanon.pdf

    :

    Al Imam Al Ouzai University

    University Of Al Imam Al Ouzai. Islamic Studies College

    P.O. Box : 14 – 5355 Beirut Lebanon

    Board of Trustees
    Chairman : Toufic Al-Houri
    Dr. Hassan Hallak
    Marwan Al Chaar
    Badreddine Nawar
    Salim Abyad
    Dr. Fawzi Adham
    Abdul Rahman Hajjar
    Dr. Abdullah Al Khaldi
    Dr. Mohammed Ali Al Kouzi
    Dr. Sara Meneimneh
    Rachid Shaaban

    Documentation Center for Bibliographic Information on Islam and the Muslim World
    Documentation Center on World Countries and Major Cities
    Documentation Center on World Leading Banks
    Dr. Ibrahim Assal

    Post-Doctoral Research Unit
    Toufic Al-Houri

    Library Administration
    Marwan Al Chaar

    The Islamic Institute for the Supervision of Food Products
    Dr. Ibrahim Adham

    ___p://www.wakf.org/contact_f.htm

    Faculty of Islamic Studies

    The Faculty of Islamic Studies was established to respond to the Muslim world’s need for a faculty that could address the practice of Islam as it applies to the different areas of life. This faculty differs in concept from the faculties of traditional law because it is concerned with teaching Islam from a variety of different angles: as a doctrine, a legal science, a law, a geographical expansion, a language diversification, and other fields related to Islam throughout the world. This faculty is the first of its kind to grant accredited Bachelor’s, Master’s and Doctorate degrees. The faculty began in 1400 A.H. (1979 C.E.) under the name the “Al Imam Al Ouzai College for Islamic Studies.” On October 15, 1986, the Equivalence Committee in the Ministry of Education issued Decree No. 3484 approving the foundation of this faculty, which was preceded by Resolution No. 23- 15/82 accrediting the degrees granted by the faculty of Islamic studies.

    ___p://www.wakf.org/islstudies_f.htm

    Faculty of Islamic Business Administration

    ___p://www.wakf.org/business_f.htm

    Future Faculties

    All the following faculties will be available to students in the graduate programs (Master’s and Doctorate):

    Faculty of Technology

    This Faculty aims at preparing graduates who will be able to create a local technology, based on international technology studies, and develop, transfer, implement, operate, and update that technology in different fields in order to exploit the country’s resources to serve the local community’s needs.

    Faculty of Arts

    This Faculty aims at preparing graduates who will be able to develop architecture and art that is characteristic of the Islamic world in order to found schools of art and architecture that will benefit from the experiences of other nations and make use of archeology, history, and culture.

    Faculty of Education

    This Faculty aims at preparing graduates who will be the future teachers, directors, and designers of traditional and non-traditional educational curricula, public instructors (in admonition, guidance, and the oriented press), and managers of educational institutions (e.g., religious, Wakf, and informational institutions). The students in this Faculty will be responsible for effecting educational changes among individuals and groups within the society.

    ___p://www.wakf.org/potfac_f.htm

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    „Der Vorsitzende des Beirates der Imam-Ouzai-Hochschule für Islamische Studien in Beirut hat in der report-Sendung ausgesagt, Sie hätten sich lediglich an der Universität immatrikuliert, jedoch keinen Abschluss erworben. Diese Aussage bekräftigte Toufic Al-Houri auf unsere Anfrage hin nochmals am heutigen Tage.“

    [ Aus den kenntnisreichen und scharfen zwölf Fragen an Idriz ]

    Unser Fragenkatalog an den Imam
    Von Franz Feyder auf StN am 24.04.2012

    [ 1 Imam Idriz: Lebenslauf poliert ]
    [ 2 Unser Fragenkatalog an den Imam ]
    [ 3 Die Antwort von Imam Benjamin Idriz ]

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.islam-imam-idriz-lebenslauf-poliert-page1.a598b68b-6d4b-41ca-a3e5-48a3724b2937.html

    […] „Ich möchte daher darauf verzichten, auf Fragenkataloge zu antworten, die erkennbar die Absicht verfolgen, [mein Wirken und das meiner Gemeinde] zu diskreditieren, oder den Islam an sich als fremd und gefährlich darzustellen“ […]

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.islam-imam-idriz-lebenslauf-poliert-page2.a598b68b-6d4b-41ca-a3e5-48a3724b2937.html

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    1999 bis 2004 Studium der islamischen Theologie an der Al Ozaii-Imam-Fakultät für Islamische Studien im Libanon

    „In Saudi Arabien, wo ich aufgewachsen bin, lebten hauptsächlich nur Muslime. Meine ersten Begegnungen mit Nichtmuslimen fanden im Libanon statt, wo ich meine Oma schon als Kind im Sommer regelmäßig besucht habe. Im Libanon ist die Hälfte der Bevölkerung christlich und die andere muslimisch.“

    https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Unterricht/Lernbereiche-und-Faecher/Religionsunterricht/Interview-mit-Prof_-Mouhanad-Khorchide-_Zentrum-fuer-Islamische-Theologie-Muenster_/index.html

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    الأوزاعي
    al-Awzāʿī
    al-Auzai

    عبد الرحمان بن عمرو بن يحمد الأوزاعي
    ʿAbdu r-Raḥmān bin ʿAmr bin Yuḥmid al-Awzāʿī
    Abd al-Rahman ibn Amr bin Yuhmid al-Auzai

    Geb. um 707 in einem Dorf bei Baalbek gest. 774 in Beirut. […] Kitāb as-Sunan fī l-fiqh („Buch der Normen in der Jurisprudenz“) und ein Kitāb al-Masāʾil fī l-fiqh („Buch der Probleme in der Jurisprudenz“). Sie sind in Auszügen nur in der Bearbeitung der Folgegenerationen erhalten: im Kitab al-Umm von asch-Schāfiʿī, wo die Thesen von al-Auzāʿī durch seinen Zeitgenossen, den Hanafiten Abū Yūsuf, widerlegt werden. Das Original seines Kitāb as-Siyar in der Überlieferung seiner Schüler soll bis ins 17. Jahrhundert bekannt gewesen sein.

    Eine weitere Quelle, die die Rekonstruktion seiner heute nicht mehr vorliegenden Rechtswerke ermöglicht, ist das Kitab as-Siyar seines Schülers Abū Ishāq al-Fazārī (gest. gegen 804), der al-Auzai (al-Awzāʿī) in seinem Buch über völkerrechtliche Fragen (siyar) durchgehend zitiert. Im edierten Teil dieses Werkes referiert der Verfasser rund 80 Rechtsfragen, die sein Lehrer zur genannten Thematik beantwortet hatte. Das Werk fand bei asch-Schāfiʿī so große Anerkennung, dass er eine juristische Abhandlung mit ähnlicher Thematik diktierte, die dessen Anordnung entsprach.

    Weitere Passagen nach al-Awzāʿī über Fragen des Dschihad und der Dschizya zitiert at-Tabarī durch die Vermittlung von Abū Ishāq al-Fazārī in seinem Werk über Die kontroversen (Lehrmeinungen) der Rechtsgelehrten. Der malikitische Gelehrte von Kairouan Sahnūn ibn Saʿīd (gest. 854) greift in seiner Mudauwana auf die Lehrmeinungen von al-Auzai in den Kapiteln über Dschihad zurück. Seine Sendschreiben mit juristischen Direktiven an Kalifen und an ihre Gouverneure sind in den Schriften von Ibn Abī Hātim ar-Rāzī (gest. 938) überliefert […]

    Die juristischen Lehrmeinungen von al-Auzai haben durch die Vermittlung seiner Schüler bereits im ausgehenden 8. Jahrhundert al-Andalus erreicht, wo sie dann durch die Malikiten allmählich verdrängt worden sind. Seine Lehren über Fragen des Völker- und Fremdenrechts sind durch syrisch-andalusische Vermittlung allerdings bis in das 12. Jahrhundert in andalusischen Gelehrtenkreisen unterrichtet worden. Im Muwattaʾ-Kommentar des malikitischen Gelehrten Ibn ʿAbd al-Barr († 1070) aus Córdoba sind über fünfhundert Hinweise auf die Lehre von al-Auzāʿī erhalten. […]

    Ibn ʿAsākir liefert in seiner Stadtgeschichte und Gelehrtenbiographie von Damaskus nicht nur eine rund 80 Seiten umfassende Biographie von al-Auzāʿī, sondern erwähnt bei der Darstellung der Qādī-Ämter von Damaskus die Repräsentanz syrischer Gelehrter, die unter dem Einfluss der Rechtsschule von al-Auzai standen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Auz%C4%81%CA%BF%C4%AB

    Abd al-Rahman al-Awza’i

    Abu Amr Abd al-Rahman ibn Amr al-Awzai (707–774) was the chief representative and eponym of the Awzai school of Islamic jurisprudence.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Rahman_al-Awza%27i

    Siyar

    Siyar (سير / siyar, die Pluralform von Sira / سيرة / sīra / „Verhaltensweise“) regeln im islamischen Recht (Fiqh) das Kriegs- und Fremdenrecht. Die Summe dieser Regeln stellt innerhalb der islamischen Jurisprudenz einen eigenständigen Zweig der Rechtslehre dar und wird aus dem Koran, der Sunna, dem Qiyās, der Idschmāʿ ferner aus den Rechtsbestimmungen betreffs Dschihad abgeleitet. Der Begriff bezeichnet die Gesamtheit der Regeln, die die Haltung des islamischen Staates gegenüber den Nicht-Muslimen (Dhimma) bestimmen. Es handelt sich hierbei um einen Vorläufer völkerrechtlicher Regelungen, die auf der Rechtspraxis der islamischen Expansion beruhen. […]

    Einer der ersten Rechtsgelehrten, der einen Traktat zu den Siyar verfasste, war ʿAbd ar-Rahmān al-Auzāʿī (st. 774). Sein Werk hat sich zwar nicht eigenständig erhalten, doch wird der Text in drei späteren Werken zitiert, nämlich 1. dem Kitāb ar-Radd ʿalā Siyar al-Auzāʿī („Buch zur Widerlegung der Siyar al-Auzāʿīs“) von Abū Yūsuf (st. 798), 2. dem Kitāb as-Siyar von Abū Ishāq al-Fazārī, einem Schüler al-Auzāʿīs, und 3. dem Kitāb al-Umm von asch-Schāfiʿī (st. 820). Abū Yūsuf zitiert in seinem Werk zunächst die Differenzen zwischen Abū Hanīfa und al-Auzāʿī und trägt dann jeweils seine Position vor. Asch-Schāfiʿī zitiert den Text mit den Kommentaren und Glossen von Abū Hanīfa und Abū Yūsuf und geht dann auf Punkte ein, bei denen seine eigene Lehrmeinung gegenüber den früheren Gelehrten abweicht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Siyar

    According to al-Auza’i and Sharik ibn-‚Abdallah, if they are dhimmis like the Jews of al-Yaman […] and you should not let the dhimmi buy the tithe-land or possess it.

    https://books.google.de/books?id=bcWtttJL3WEC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Al-Auza’i used to say, The Cyprians did not abide by the terms they made with us.‘ But we consider them as ‚ people bound to us by covenant,‘ whose terms of peace involve rights to them and obligations on them, and the violation of which is legal only if they do some thing that shows their perfidy and treachery.

    (Aus: The Origins of the Islamic State (Kitâb Futûḥ al-Buldân); von: Ahmad Bin Yahya Bin Jabir Al Biladuri (). Translated by Dr. Philip Khûri Hitti in 1916.)

    https://books.google.de/books?id=bcWtttJL3WEC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    أحمد بن يحيى بن جابر البلاذري‎
    أبو العباس أحمد بن يحيى بن جابر البلاذري
    Abu l-ʿAbbās Aḥmad bin Yaḥyā bin Ǧābir al-Balāḏurī
    Abu l-Abbas Ahmad ibn Yahya ibn Dschabir al-Baladhurī
    Ahmad Bin Yahya Bin Jabir Abul Hasan Balazry
    Abi al-Hassan Baladhuri

    Al-Baladhuri war ein bedeutender muslimischer Historiograph im 9. Jahrhundert. Sein Geburtsjahr ist unbekannt; er starb gegen 892 in Bagdad. Er gilt neben at-Tabari als einer der besten Kompilatoren historischer Nachrichten der ersten Jahrhunderte des Islams aus den Schriften seiner Lehrer und aus denen früherer Geschichtsschreiber, deren Werke zum größten Teil verloren gegangen sind.

    Werke

    Das „Buch der Eroberungen“ Kitāb al-Futūh / كتاب الفتوح / Kitābu ’l-Futūḥ, auch unter dem Titel „Die Eroberung der Länder“ فتوح البلدان / Futūḥu ’l-buldān bekannt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Bal%C4%81dhur%C4%AB

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    Was die qawāʿid (Sg. qāʿida) sind und woher der Name der Terrorgruppe stammt (al-Qaida)

    principles of Islamic law (qawaid fiqhiyyah) that can be used as guidelines

    http://repository.um.edu.my/39149/1/ISIJAGE.pdf

    Al-Qarafi focused more on the principles of fiqh (qaida fiqhiyya) than the language of fiqh, because herein contained the secrets and laws of shari’a […]

    (Aus: Understanding Women in Islam: An Indonesian Perspective; von Syafiq Hasyim)

    https://books.google.de/books?id=mlGgGVCp0UcC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Sie ist ein wichtiger Grundsatz (qāʿida) des islamischen Rechts.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C5%ABr%C4%81

    Islamische Rechtsmaximen

    Als Rechtsmaximen (arabisch قواعد فقهية, qawāʿid fiqhīya von sing. qāʿida fiqhīya) werden im Islam eine Anzahl von prägnanten Formeln bezeichnet, die grundlegende Prinzipien der Normenlehre zusammenfassen und bei der Beurteilung von Rechtsfragen Anwendung finden. Viele dieser Maximen haben eine rhythmische Form und weisen Alliterationen auf. Allgemein schlägt sich in ihnen der Leitgedanke eines zu erhaltenden „Gemeinwohls“ (maṣlaḥa) nieder. Die Rechtsmaximen, die neben den Usūl al-fiqh und den Rechtsanwendungen (furūʿ) einen eigenen Wissensbereich der islamischen Normenlehre bilden, stehen auf dem Lehrplan fast aller Scharia-Fakultäten […]

    […] er die einzelnen Maximen nicht als qāʿida, sondern als aṣl („Grundsatz“ pl. uṣūl).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Rechtsmaximen

    „Qaida“ means something like „set of principles that form a foundation.“ It also means „base“, as for the base of a statue.

    ___ps://www.reddit.com/comments/7lkgz/alqaida_meansthe_database_it_was_originally_the/

    al-qāʿida ‚Basis, Fundament‘
    Al-Qaida

    https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Qaida

    Soweit zu der etwa in den Kreisen der Multikulturfreunde, Postmodernisten und blindwütigen USA-Kritiker begierig aufgesogenen Geschichte von der Adresskartei oder Namensliste, wie sie der Gründer des angeblich irgendwie demokratietauglichen Movement for Islamic Reform in Arabia (MIRA) verbreitet, Saʿd al-Faqīh (Saad Al-Fagih, * 1957), der sozusagen über eine Gästeliste namens Al Qaida erzählt, genauer, Qaida würde schlicht Datei, Kartei, Verzeichnis oder Liste bedeuten. Der angebliche Religionsreformer Saad Al-Fagih legt sich ins Zeug, um von der bleibend menschenfeindlichen Scharia und ihren islamischen Grundsätzen abzulenken:

    „[…] Al Qaeda is just a record for the people who came to Peshawar and moved from there back and forth to the guest house. And moved back to their country. […] Al Qaeda was public knowledge. It was a record of people who ended up in Peshawar and joined, and move from Peshawar to Afghanistan. It was very [benign] information. A simple record of people who were there just to make record available to bin Laden if he’s asked by any family or any friend what happened to Mr. so-and so. […]“

    http://www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/shows/binladen/interviews/al-fagih.html

    Jürgen Elsässer (Phantom Al Qaida) kritisiert nichts als die USA und Israel, statt das menschenfeindliche und insbesondere frauenfeindliche Islamische Recht zurückzuweisen. Der einstige Leninist und nun Querfrontler echot al-Faghis Taqiyya, was die AG Friedensforschung (AGF, Friedenspolitischer Ratschlag) unkommentiert weiterreicht:

    „Al Qaida ist nur die Liste all der Leute, die irgendwann in das Gästehaus in Peschawar kamen.“

    http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Terrorismus/al-kaida-2.html

    Wenn er jetzt noch gesagt hätte, dass die Glaubenskämpfer ihre Religion durchaus gründlich kennen und dass die Scharia ein Problem für den freiheitlichen demokratischen Staat ist, hätte sogar Ian Blair recht, jener britische Polizeibeamte im Ruhestand, der von 2005 bis 2008 den höchsten Offiziersrang des Metropolitan Police Services innehatte:

    „Al Qaeda is a way of working

    https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Qaeda

    „Islam is a way of Living“ (Harun Yahya)

    Islam is a way of living that encompasses human morality and relations in the best possible way, makes people most comfortable, with peace, justice, security, brotherhood, love to the utmost and helps people live in the best and the most comfortable way. And Allah created people’s character in line with Islam.

    _ttp://www.harunyahya.com/en/Articles-by-our-friends/156546/islam-is-the-most-comfortable

    „Islam is a way of being
    (Naila Amat-un-Nur, auf ihrem Blog: Nazr-e-Kaaba. The Eye of the Heart)

    Islam is a way of being and anyone, anywhere in the world can be a Muslim. It is therefore a universal deen or faith as it requires only one thing and that is submission of the individual will to the Supreme Will of God.

    http://www.nazr-e-kaaba.com/deen-e-fitrah.html

    http://www.nazr-e-kaaba.com/links.html

    Sufi Teacher, Naila Amat-un-Nur, Head of Pakistan Chapter of Sufi Order International.

    _ttp://www.techofheart.co/2013/01/interview-sohbet-with-Sufi-Naila-Tiwana-Amat-un-Nur.html

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