Norddeutscher Rundfunk zur Jungenbeschneidung

Beschnittene Sensitivität

Abrechnungsbetrug bei Beschneidungen titelt NDR Info am 15.01.2015 und lässt Arne Meyer berichten, wie zahlreiche Arztpraxen Zirkumzisionen bei den Kassen falsch abgerechnet haben und insbesondere ihrer Dokumentationspflicht nicht oder nicht ausreichend nachgekommen sind. Leider versäumt Meyer, die Anatomie des amputierten Körperteils und die grundsätzliche Schädigung jeder Jungenbeschneidung zu beschreiben, was zwei Sozialpädagogen veranlasst, sich im Kommentarbereich (Nummer 177 bis 180) Gehör zu verschaffen. Von Edward von Roy und Gabi Schmidt am 11.03.2015.

Die Vorhaut, nicht die Eichel, ist der für leichte Berührung empfindlichste Teil des intakten männlichen Geschlechtsorgans (Sorrells, Snyder, Reiss, Ede, Milos, Wilcox, Van Howe: Fine-touch pressure thresholds in the adult penis).

Die Vorhaut ist sensibler als die menschlichen Lippen oder Fingerspitzen. Aufgrund ihrer sexuellen Empfindsamkeit spielt das Präputium eine bedeutende Rolle im Sexualleben unbeschnittener Männer und belastet ihre Amputation Sexualität, Sexualpartner und Partnerschaft (Frisch, Lindholm, Grønbæk: Male circumcision and sexual function in men and women: a survey-based, cross-sectional study in Denmark).

Zu den durchweg nachteiligen Auswirkungen jeder medizinisch nicht indizierten männlichen Beschneidung gehört eine lebenslange starke Schädigung der sexuellen Sensitivität, denn die über 73 Meter Nervenfasern und 20.000 überwiegend spezialisierten Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen (Meissner-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Ruffini-Körperchen und Merkel-Zellen) werden bei der Zirkumzision, die wir endlich männliche Genitalverstümmelung (MGM) nennen sollten, amputiert. Diese spezialisierten Nervenendigungen aber dienen dazu, auch leichteste Berührungen sowie Feinheiten von Temperatur, Geschwindigkeit bzw. Vibration oder Textur zu detektieren.

Im Vergleich dazu befinden sich auf der Glans penis (Eichel) nur rund 4.000 überwiegend unspezialisierte freie Nervenenden, sogenannte Nozizeptoren, die Schmerzreize aufnehmen und weiterleiten können. Die schmale Zone der Eichel zwischen Corona glandis (Eichelrand) und Sulcus coronarius (Penisfurche), die von Natur aus doch (wenige) Lustrezeptoren enthält, keratinisiert (verhornt) im Laufe der Jahre, was beschnittene Männer als großen Verlust an (restlicher) sexueller Lebensqualität beschreiben und mit Schutzmaßnahmen (vor mechanischer Reibung im Alltag) bzw. Restoring (Versuch der Wiederherstellung der Vorhaut) nur begrenzt ausgleichen können, das Internet ist voll von solchen verzweifelten Berichten.

Kinderrechtlich bzw. überhaupt menschenrechtlich trauriges Fazit. Durch die Beschneidung werden dem Jungen oder Mann ein Großteil der Nervenendigungen des Penis insgesamt und darüber hinaus fast alle der besonders empfindlichen niedrigschwelligen spezialisierten Nervenendigungen irreversibel entfernt (amputiert). Die empfindlichsten Regionen des unbeschnittenen Penis also sind durch die Beschneidung entfernt (amputiert) worden.

Anatomisch kundige und zugleich mutige Mitbürger vergleichen die männliche Beschneidung (MGM) im Hinblick auf die lebenslange sensitive Zerstörung mit einer FGM Typ Ib (teilweise oder gänzliche Amputation der Klitoris). Daher Schluss mit der Bagatellisierung der Zirkumzision, wie sie etwa durch Fokussierung auf das Nebenthema operative Komplikationen geschieht. Schluss auch mit dem Aushandeln von Altersgrenzen der Einwilligungsfähigkeit (genital autonomy), denn völlig altersgemäß kann auch der männliche Jugendliche die lebenslangen Beschneidungsfolgen für Sexualität und Partnerschaft nicht einschätzen und ist damit schlicht nicht einwilligungsfähig. Der Junge braucht anatomisch faktenbasierte Beratung und bis zum Alter von 18 Jahren ein unversehrtes Geschlechtsorgan (genital intactness).

Leider erleben wir zur Jungenbeschneidung eine veritable Pressezensur und auch im Bundestag kamen 2012 die – allen damaligen Entscheidungsträgern vorliegenden! – anatomisch korrekten Fakten zu Präputium und Zirkumzision nicht zur Sprache (wurden im Plenarsaal nicht hörbar, stehen nicht im Bundestagsprotokoll).

Der verfassungswidrige Paragraph zur Jungenbeschneidung auf Elternwunsch § 1631d BGB muss weg. Der leider schlecht gemachte Paragraph zum richtigen Verbot der weiblichen Beschneidung (FGM), § 226a StGB, muss erhalten bleiben und eindeutiger formuliert werden, denn auch die sogenannte milde Sunna (khitan al-inath, sunat perempuan) bzw. eine FGM Typ Ia oder Typ IV darf, trotz der Vorschläge des Jahres 2014 von Karl-Peter Ringel / Kathrin Meyer (Sonderstraftatbestand der Frauenbeschneidung & verfassungswidrige Ungleichbehandlung) und Tatjana Hörnle (Verhandlungen des 70. Deutschen Juristentages • Gutachten: Kultur, Religion, Strafrecht. Neue Herausforderungen an eine pluralistische Gesellschaft), nicht legalisiert werden.

Fassen wir uns kurz. Ob Junge oder Mädchen, Mann oder Frau:

Keine Beschneidung unter achtzehn.

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

Q u e l l e n

Abrechnungsbetrug bei Beschneidungen. Arne Meyer, NDR Info.

http://www.ndr.de/nachrichten/Abrechnungsbetrug-bei-Beschneidungen,rueckzahlungen100.html

Fine-touch pressure thresholds in the adult penis. Sorrells ML, Snyder JL, Reiss MD, Eden C, Milos MF, Wilcox N, Van Howe RS.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17378847

Male circumcision and sexual function in men and women: a survey-based, cross-sectional study in Denmark. Morten Frisch, Morten Lindholm and Morten Grønbæk.

http://ije.oxfordjournals.org/content/early/2011/06/13/ije.dyr104.abstract

The Development of Retractile Foreskin in the Child and Adolescent. A guidance for healthcare providers from Doctors Opposing Circumcision.

http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/retraction.html

Universal Declaration on Circumcision, Excision, and Incision. Submitted to the General Assembly, The First International Symposium on Circumcision, March 1-3, 1989, Anaheim, California by James W. Prescott, Ph.D. which was passed unanimously. The substance of the above resolution was also passed unanimously at the 1988 Annual Meeting of the The Humanist Fellowship of San Diego.

http://montagunocircpetition.org/univ_declaration.pg

THE ASHLEY MONTAGU RESOLUTION TO END THE GENITAL MUTILATION OF CHILDREN WORLDWIDE. A Petition To The World Court, the Hague. James W. Prescott, Ph. D. Adopted by the Fourth International Symposium on Sexual Mutilations, University of Lausanne, Lausanne, Switzerland, August 9-11, 1996.

http://montagunocircpetition.org/montagu_resolution.pg

§ 226a StGB – Sonderstraftatbestand der Frauenbeschneidung & verfassungswidrige Ungleichbehandlung. Karl-Peter Ringel, M.D. / Ph.D., Ass. jur. Kathrin Meyer. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Interdisziplinäres Zentrum Medizin-Ethik-Recht (MER), Halle (Saale) 2014.

http://wcms.uzi.uni-halle.de/download.php?down=33910&elem=2767812

Verhandlungen des 70. Deutschen Juristentages • Hannover 2014 Band I: Gutachten / Teil C: Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen an eine pluralistische Gesellschaft. Tatjana Hörnle.

http://www.beck-shop.de/Deutscher-Juristentag-djt-Verhandlungen-70-Deutschen-Juristentages-Hannover-2014-Band-I-Gutachten-Teil-C-Kultur-Religion-Strafre/productview.aspx?product=13174204

Arne Meyer, NDR Info

https://www.ndr.de/info/wir_ueber_uns/meyer502.html

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2 Antworten to “Norddeutscher Rundfunk zur Jungenbeschneidung”

  1. Edward von Roy Says:

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    Religionsfreund und Ritualbeschneiderversteher „Dr. Brandt“, leider ohne Vorname, am 24.01.2015 17:17 Uhr:

    Die rituelle Beschneidung wird insbesondere durch Moslems und Juden praktiziert. Sie ist dort Ausdruck und Forderung ihrer Religion.“

    Na Herr Dr. Brandt, die FGM ist den Schafiiten (sunnitische Rechtsschule in Südostasien, Kurdistan, Teilen Ägyptens usw.) wadschib (religiös verpflichtend) und jeder zweiten hanbalitischen geistlichen Autorität ebenso.

    In dieser Ihrer, wie dann bald das Genital halbierten Logik müssten Sie eigentlich die Klitoridektomie jedenfalls sunat perempuan (indones.) tolerieren und durch Deutschlands Urologen anbioeten lassen, die khitan al-inath (arab.). MGM wie FGM ist Scharia, die Eltern wollen in den Himmel kommen.

    http://www.ndr.de/nachrichten/Abrechnungsbetrug-bei-Beschneidungen,rueckzahlungen100.html

    Enthemmt beschneidungsfreundlich mischt bei NDR-Info dieser, irgendwie urologisch daherkommende „Dr. Brandt“ den Kommentarbereich auf.

    Ob der Zirkumzisionsfreund ja vielleicht aus 66280 Sulzbach (Saar) kommt?

    Dort jedenfalls arbeitet ein Urologe mit den Zusatzbezeichnungen Andrologie, Labordiagnostik (fachgebunden), Röntgendiagnostik.

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    ::

    Anti-Aging Medizin München · 10. Konferenz der GSAAM

    Samstag, 5. Juni 2010

    14.00–15.30 Uhr Männermedizin
    Vorsitz: Dr. med. Hans-Ulrich Brandt, Sulzbach

    Die Zirkumzision als HIV-Prophylaxe
    Dr. phil. Matthias Stiehler, Dresden

    (p 15)

    http://www.gsaam2010.de/documents/Hauptprogramm.pdf

    ::

    Das durchschnittliche (!) Alter der kompletten Retraktierbarkeit der Vorhaut liegt bei 10,4 Jahren (zehn Komma vier!), Facharzt24 aber lockt jemand das zahlende Publikum heran und redet, den Bedarf weckend, von einer angeblich die Beschneidung indizierenden („zu engen“) Vorhaut sogar des Neugeborenen:

    „Obwohl die Beschneidung der männlichen Vor­haut (Zirkum­zision) in Deutschland bei Erwachsenen eher unüblich war, steigt die Nachfrage nach diesem Eingriff immer mehr. Verbreitet dagegen ist die Beschneidung einer zu engen Vorhaut, die bei manchen neugeborenen Jungen auftritt und ein gesundes Wachstum des männlichen Glieds beeinträchtigt.“

    (Quelle (Link) s. ganz unten)

    Dr. Brandt (Sulzbach) lässt sich dort listen:

    http://www.facharzt24.com/aerzte-igel/vorhautbeschneidung/sulzbach-saar.html

    Man schreibt auch mal tendenziell Sinnvolles:

    „Vorhautverengung (Phimose)

    Eine Phimose, also eine Verengung der Vorhaut, liegt vor, wenn die Vorhaut nicht über die Eichel zurückgeschoben werden kann.
    Bei Kindern und zum Teil auch Jugendlichen sind Vorhaut und Eichel noch miteinander verbunden, es liegt also eine natürliche, physiologische Phimose vor.

    Eichel und Vorhaut sind bei manchen Jugendlichen auch noch am Ende der Pubertät miteinander „verklebt“. Pathologisch und damit behandlungsbedürftig wird die Vorhautverengung erst beim Auftreten weiterer Symptome.“

    http://www.facharzt24.com/krankheiten-und-behandlungsmoeglichkeiten/vorhautverengung-phimose.html

    Die Mär mit dem Harnwegsinfekt. Zitat der hier verantwortungslos arbeitenden, weil gesundheitsgefährdend desinformierenden Seite Facharzt24:

    „Aber auch ohne medizinischen Grund wünschen Patienten aus kosmetischer, hygienischer oder kulturell-religiöser Motivation heraus eine Entfernung der Vorhaut am Penis. Vorteile einer Penisvorhautbeschneidung liegen in der Sicherstellung der künftigen Intimpflege aber auch in dem Ausschließen von Krankheiten wie Entzündungen der Vorhaut. Zudem treten bei beschnittenen Männern weniger Harnwegsinfektionen auf.

    Wie wissenschaftliche Studien bestätigen, hat die Vorhautbeschneidung keine negativen Auswirkungen auf das sexuelle Lustempfinden und -erleben.

    http://www.facharzt24.com/rund-um-ihre-gesundheit/igel-individuelle-gesundheitsleistungen/Medizinisch-kosmetische-Leistungen/vorhautbeschneidung.html

    ::
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    Kommentator Hannes sehr nachvollziehbar und angenehm kinderfreundlich zu Beschneidungsverharmloser Dr. Brandt:

    „Sie verharmlosen den Eingriff in nicht akzeptabler Weise.
    Ich zitiere 25.01.2015, 06:07 Uhr und 06:37 Uhr:

    ‚Die Phimose sollte deshalb schon vor Eintritt in die Pubertät beseitigt sein.

    Ein Knabe, der mit 3 – 5 Jahren zirkumzidiert wurde, hat mit 12 Jahren meistens kaum mehr eine konkrete Erinnerung an die Therapie. Im Kindesalter besteht auch kein Verständnis für den Penis als Sexualorgan. Der Penis ist nur zum Miktionieren.

    Jungen, die ich als Kind zirkumzidiert habe und später als 15-Jährige o.ä. sehe und auf die Operation nachfrage, können sich nur ganz vage daran erinnern. ‚Und? War´s schlimm?‘ Die meisten sagen: Nö'“

    Sicher, oberflächlich betrachtet haben Sie natürlich recht, die Chance, dass sich der Junge nicht oder nur noch vage an den Eingriff erinnert, sind groß. Was an Ihren Überlegungen gänzlich fehlt, ist der Respekt vor dem Körper des Kindes, der Respekt vor einem Körperteil, dessen Wert und Funktion Sie als beschämend gering einschätzen.

    Ist doch nur Haut!

    Diese Äußerungen sind es, die ich kritisiere, Herr Dr. Brandt!

    Ich habe das Gefühl, Ihnen fehle es klar an Respekt und Empathie. Für wie wichtig schätzen Sie diese Eigenschaften bei einem Arzt ein?

    (Eintrag 116 bis 120, Hannes am 29.01.2015 08:42 Uhr)

    http://www.ndr.de/nachrichten/Abrechnungsbetrug-bei-Beschneidungen,rueckzahlungen100.html

    ::
    ::

    Dr. Brandt schrieb am 25.01.2015 06:34 Uhr:

    Fortsetzung

    „Jungen, die ich als Kind zirkumzidiert habe und später als 15-Jährige o.ä. sehe und auf die Operation nachfrage, können sich nur ganz vage daran erinnern. ‚Und? War´s schlimm?‘ Die meisten sagen: ‚Nö‘

    (Studien fehlen!)

    Vor diesem Hintergrund halte ich es schon für sinnvoll und angebracht, Therapie und/oder die Zirkumzision im Kindesalter (ideal bis 5 Jahre, definitiv bis 10 Jahre) durchzuführen.

    Der Junge, der mit Phimose nach dem Sportunterricht gemeinsam mit den anderen Jungs duscht, wird nicht selten gehänselt.
    Nicht schön und für seine psychosexuelle Entwicklung schlicht katastrophal.

    Der operierte Junge ist halt operiert. Das wird meistens von den Mitschülern zwar bestaunt, aber noch eher toleriert.

    Diese Eindrücke habe ich Gesprächen mit zirkumzidierten Jungen.
    (Studien fehlen und werden wahrscheinlich nicht realisierbar sein)

    Bitte lassen Sie uns endlich hier von Zirkumzision schreiben. Der Ausdruck Vorhautamputation ist schlichtweg in der medizinischen Terminologie nicht gegeben, fachlich falsch und wird unter Ärzten nicht verwendet. Ich würde das als höfliches Entgegenkommen werten. Besten Dank!“

    Unerträglich. Nicht eine Gleichaltrigen beim Duschen irgendwie als phimotisch sichtbar werdende Vorhaut, die Amputation des Zentrums der Lust ist seelisch traumatisierend und körperlich beschädigend („für seine psychosexuelle Entwicklung schlicht katastrophal“).

    ::

    Um seinen makellosen Ruf scheint der Beschneidungsverharmloser und Urologe sehr besorgt, Dr. Brandt schrieb am 24.01.2015 18:31 Uhr:

    „Ich hatte bereits im letzten Jahr bemerkt, dass eine Kampagne auf die deutschen Urologen zukommen würde. Aus diesem Grunde hatte ich mich mit dem Generalsekretär der DGU in Verbindung gesetzt.

    Ich bedaure, dass die aktive Widerlegung dieser schier unglaublichen Anschuldigungen nicht schon weit im Vorfeld erfolgt ist.

    In der jetzigen Situation scheint es den Medien jedenfalls einfach, eine tendenzielle und sensationsträchtige Darstellung zu machen.

    Solche Artikel werden stets von der Allgemeinheit gerne gelesen. Sie vertiefen allerdings vorbestehende Ressentiments.

    That´s why I am here😉

    Es geht um Dialog und Klarstellung, besonders wenn es hier in den Kommentaren bisweilen auch tendenziell und ohne profunde Expertise erscheint. Sie erlauben, dass ich mich als Urologe hier erwehre.

    Wer lässt sich schon eine eine miese Reputation unterschieben?“

    http://www.ndr.de/common/apps/php/sophorum/thread/countitems?cmsid=60cac837-8bdd-4fdd-b0ed-fbdeea99197c&id_page=16

    ::

    Aber nicht doch, sehr geehrter Herr Dr. Brandt, irgendjemandem „eine miese Reputation unterschieben“ brauchen wir Intaktivisten doch gar nicht, dass schafft jeder die anatomischen Fakten zur Vorhaut und die lebenslange Schädigung jeder Zirkumzision unterschlagende Urologe schon ganz allein.

    ::

  2. Cees van der Duin Says:

    Völlig richtig, Urologen „Dr. Brandt“ könnte es mehrere geben.

    Der bei NDR Info orts- und vornamenlos auftretende „Dr. Brandt“ weist ebendort am 24.01.2015 17:46 Uhr den GSAAM-Kongress (Anti Aging …) hin, auf dem er für eineinhalb Stunden den „Vorsitz“ des Moduls Männergesundheit innehatte, ist also ziemlich wahrscheinlich identisch mit dem bei GSAAM genannten „Dr. med. Hans-Ulrich Brandt, Sulzbach“.

    http://www.gsaam.de/fileadmin/content/programme/Programm_GSAAM_Kongress_2010.pdf

    Der damals und unter Brandts „Vorsitz“ (!) über das US-amerikanisch finanzierte, kritikwürdige AIDS-prophylaktische männliche Genitalverstümmeln sinnierende „Dr. phil. Matthias Stiehler, Dresden“ macht auf Männerforschung, 2010 war er mitwirkend am „Ersten Männergesundheitsbericht“.

    „Matthias Stiehler, Jahrgang 1961, ist in Dresden Berater beim Gesundheitsamt.“

    https://edomblog.wordpress.com/tag/stiehler/

    „Matthias Stiehler von der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit, Mitherausgeber des Berichts“

    http://www.focus.de/gesundheit/gesundheits-news/gesundheit-erster-maennergesundheitsbericht-veroeffentlicht_aid_566636.html

    Matthias Stiehler studierte von 1983 bis 1989 evangelische Theologie am Theologischen Seminar in Leipzig. 1999 promovierte er an der Fakultät Erziehungswissenschaften der TU Dresden zum Dr. phil. 1990 war er zunächst Vikar, dann Pfarrer in Höckendorf bei Dippoldiswalde. Seit 1993 arbeitet er als psychologischer Berater im Gesundheitsamt Dresden. 2009 übernahm er die Leitung der dortigen Beratungsstelle für AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten. Seit 2001 leitet er zudem das Dresdner Institut für Erwachsenenbildung und Gesundheitswissenschaft.

    2001 gründete er gemeinsam mit Klaus Hurrelmann und Theodor Klotz eine Initiative für einen bundesdeutschen Männergesundheitsbericht. Seit 2005 ist er im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit (DGMG).

    http://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Stiehler

    Eintrag 76 bis 80 von 180

    Dr. Brandt schrieb am 24.01.2015 17:46 Uhr:

    „Michaela

    Vor ca. 5-6 Jahren gab es eine afrikanische Studie, die gezeigt hat, dass die HIV-Infektionsrate bei zirkumzidierten Männern um (ich glaube) ca 30 % geringer war als im Vergleichskollektiv.

    Die Zahl der AIDS-Opfer in Afrika ist bekanntermaßen beträchtlich.
    Diese Studie wurde u.a. im American Journal of Urology veröffentlicht und diskutiert.

    Sie werden den Artikel dort sicher finden können.

    Wir haben diese Ergebnisse der afrikanischen Studie ebenfalls auf unserer Sitzung Männergesundheit (DGMG) im Rahmen des
    GSAAM-Kongresses 2010 in München vorgestellt und diskutiert.

    Die Eintrittspforte für das AIDS-Virus sind nach Untersuchungen die Langerhansschen Zellen des inneren Präputialblattes.

    Anmerkung: Die Resektion des inneren Präputialblattes ist bei der Zirkumzision nicht unbedeutend. Belässt man es zu lang, so kann es zu unangenehmen Ödemen und einer unschönen Wulstbildung als OP-Ergebnis kommen.“

    Dr. Brandt kann wissen: Gegen AIDS helfen keine Beschneidungen, sondern Kondome – auch in den USA oder in Afrika und sogar im Saarland.

    http://www.ndr.de/nachrichten/Abrechnungsbetrug-bei-Beschneidungen,rueckzahlungen100.html

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