Genital Autonomy? Keine medizinisch nicht unbedingt erforderliche Genitaloperation unter achtzehn Jahren

ختان

ḫitān

kadın ve erkek sünneti

FGM oder MGM nach Koran und Sunna

Die im englischen Stone (Staffordshire, West Midlands) ansässige Bewegung Genital Autonomy (GA) fördert die internationale Vernetzung von Gruppen, die sich für das Ende von nichttherapeutischen Genitaloperationen an Kindern stark machen, seien diese nun intersexuell, weiblich oder männlich. In Frankfurt am Main findet in diesen Tagen (06.-09.05.2015) der diesjährige GA-Kongress statt: Genital Autonomy 2015. Myths and Multiple Standards.

42 High Street als der Sitz von GA ist identisch mit demjenigen von NORM-UK, einer Organisation, die zu Beschneidungsfolgen aufklärt und 1994 durch Dr. John Warren gegründet wurde. Hatte NORM-UK anfangs vor allem Informationen zur Wiederherstellung der männlichen Vorhaut (engl. foreskin restoration) bereitgestellt, ist heute auch die weibliche Beschneidung sprich weibliche Genitalverstümmelung (Female circumcision, or female genital mutilation; FGM) ein Thema geworden.

Genitale Autonomy 2015. Mythen und unterschiedliche Maßstäbe, der Frankfurter Kongress wird von GA in Zusammenarbeit mit der seit 2013 bestehenden deutschen Gruppe intaktiv organisiert. Unter den zahlreichen Gästen ist Marilyn Fayre Milos, Geschäftsführerin und Mitgründerin von NOCIRC (National Organization of Circumcision Information Resource Centers), die aus den USA anreist.

Zu den geladenen Rednern gehört Mina Ahadi, die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE). Am 08.05.2015 spricht Ahadi zur Frage Circumcision of boys in „Islamic countries“: What can be done against it?, was muss jetzt gegen die Beschneidung von Jungen in den sogenannten islamischen Ländern getan werden? Die Rede gilt als der unumstrittene Höhepunkt der Konferenz und wird, gemeinsam mit Ahadis Lebensleistung, von den Teilnehmern mit lang anhaltendem Applaus gewürdigt.

Schluss mit der Kinderbeschneidung – auch in islamisch geprägten Ländern

Von Mina Ahadi

In meiner Erinnerung ist ein Bild, es ist mehr als 50 Jahre her. Ein kleiner Mann kommt zu uns, schmutzig und selbstbewusst. In der Hand eine Tüte mit einer Rasierklinge. Einige Erwachsene laufen hin und her, die Stimmung ist sehr feierlich. Von dem Zimmer, in dem mein Bruder jetzt ist, werden wir anderen Kinder ferngehalten, plötzlich schreit er auf und dann ist wieder Stille. Er wurde beschnitten. Eine Woche muss er mit einem Tuch herumlaufen statt mit einer Hose, er bekommt viele Geschenke.

So war unser Leben in dem kleinen Dorf irgendwo in Norden des Iran und bis heute spielt sich diese Zeremonie in jeder Familie mit Jungen so ähnlich ab. Für die meisten Menschen dort war und ist die Kinderbeschneidung hundertprozentig selbstverständlich, so wie die Existenz von Allah, eine Gewissheit und Normalität, die nicht hinterfragt werden darf. Die Zirkumzision ist Sunna und dient dem Seelenheil, ein unbeschnittener Penis ist unrein, ist nicht halal.

Nicht nur im Iran, sondern in jedem Land, in dem der Islam an der Macht ist oder den Alltag der Familien bestimmt, werden 95 Prozent der Jungen beschnitten. Das war auch im Iran vor fünfzig Jahren so und daran wird sich weltweit nichts ändern, wenn wir weiter schweigen und nichts tun.

Fast überall auf der Welt gilt die Jungenbeschneidung nicht als Kinderrechtsverletzung, vielmehr ist sie eine religiös motivierte Tradition, das übliche Ritual der Initiation ins Erwachsensein. Die Amputation der Vorhaut gilt als Beitrag zum Kindeswohl, den man sozial oder medizinisch begründet.

Bis vor wenigen Jahrzehnten hat Europa zu dem Teil der Welt gehört, der keine Beschneidungsriten gekannt hatte, von der jüdischen Minderheit unseres Kontinents oder von den islamisch beeinflussten Gebieten wie Bosnien abgesehen; außerdem gab es vor hundert Jahren eine nur kurzlebige Mode der Jungenbeschneidung in England.

Jetzt allerdings droht dieser gesundheitsschädliche alte Brauch auch hier in Europa auf Dauer installiert zu werden, was unsere intensive Aufklärungsarbeit erfordert. Jede medizinisch nicht zwingend notwendige Operation (auch Schönheitsoperation) an Kindern unter achtzehn Jahren, an Jungen wie an Mädchen, muss abgeschafft werden.

Erst seit zwei oder drei Generationen, seit der Einwanderungswelle aus den vom islamischen Recht, von der Scharia geprägten Ländern, gibt es beschneidende Familien in buchstäblich jeder deutschen Stadt oder Straße. Ich rede von der mit Koran und Sunna begründeten Beschneidung mindestens aller Jungen, einige islamische Rechtsschulen empfehlen allerdings die Beschneidung muslimischer Mädchen, in der schafiitischen Rechtsschule ist die FGM sogar eine religiöse Pflicht.[1]

2004 entdeckte man die Praxis der islamisch begründeten weiblichen Genitalverstümmelung in einigen Teilen des nördlichen Irak.[2] Kürzlich wurde eine Studie zur Mädchenbeschneidung im Iran erstellt, auch dort entdeckte man in mehreren Teilen des Landes Formen der FGM.[3]

Zurück zu den Jungen. Welche hohe lebenslange Schädigung durch jede Jungenbeschneidung grundsätzlich entsteht wird von unseren Politikern ignoriert, obwohl Forscher wie Morris L. Sorrells zur sensitiven Zerstörung[4] und Morten Frisch zu den negativen Folgen für Ehe und Partnerschaft sehr gründlich aufgeklärt haben.[5]

Auch auf der Seite PflegeWiki kann sich jeder zu den körperlichen [6] und den psychischen [7] Nachteilen der Jungenbeschneidung informieren. Ich bin mir sicher, dass fast alle Eltern, welche die Berichte der Forscher Sorrells und Frisch oder bei PflegeWiki gelesen haben, zur Beschneidung ihres Sohnes Nein sagen werden. Dass die Beschneidung – genauer gesagt: dass die Genitalverstümmelung – allen Mädchen genau so sehr schadet, wissen wir ebenfalls.[8]

Die übliche Jungenbeschneidung zerstört 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Ruffini, Vater-Pacini, Merkel und Meissner.[9] Das entspricht nicht dem Wegschneiden der Klitorisvorhaut, das wäre eine FGM vom Typ eins a, sondern durchaus der wesentlich schwereren Verstümmelung Typ eins b, also der Amputation der Klitoris (!) oder einer Labienamputation, das heißt einer FGM Typ zwei.[10]

Neben dieser sofortigen und irreversiblen körperlichen Schädigung drohen den Kindern, Jungen oder Mädchen, auch bei medikalisierter Durchführung (Krankenhausbeschneidung) die sogenannten Komplikationen wie Infektion, Tetanus, Blutvergiftung, Gewebsnekrose oder Tod.

Das Wort Beschneidung ist also eine unzulässige Verharmlosung, es geht um eine Verstümmelung und Kinderrechtsverletzung, einerlei ob sie an Jungen oder Mädchen vorgenommen wird.

Ähnlich verantwortungslos wie die Politiker verhalten sich leider auch viele Kinderärzte und Urologen, sowohl in den sogenannten islamischen Ländern als auch hier in Europa.

Vor einer Woche las ich in einer iranischen Zeitschrift Folgendes:

Ich bin eine junge Mutter und mein Sohn ist ein Jahr alt. Ich habe entschieden, dass dieses Kind nicht beschnitten wird, da ich das Ritual für unmenschlich halte. Meiner Meinung nach ist die Jungenbeschneidung genau so schlimm wie die Mädchenbeschneidung. Meine Frage lautet: Wie ist die medizinische und rationale Begründung für diesen Eingriff?

Ihr antwortete Dr. Soheila Khazali, eine Oberärztin mit der Fachausbildung Urologie für Kinder:

Jungenbeschneidung ist ein notwendiger Eingriff am Kind. Sie ist gut für Ihr Kind, denn sie gewährleistet Sauberkeit, wirkt prophylaktisch gegen AIDS und bringt Schönheit mit sich. Der Geschlechtstrieb und die spätere Sexualität Ihres Kindes werden ein harmonisches Gleichgewicht finden. Zudem kann Ihr Kind besser Wasser lassen.

Ein Arzt an der Beheschti-Universität argumentierte so:

In den USA wurden 80 Prozent Männer beschnitten, im Iran aber sind es 95 Prozent und das ist gesund und gut, denn die Zirkumzision verhindert Entzündungen und Krebs im Genitalbereich. Sie wirkt sogar gegen AIDS. Allen Eltern raten wir dringend, diesen Eingriff Anfang des 6. Monats machen zu lassen und nicht vorher oder nachher.

Und so weiter, und so weiter. Genau das ist das Problem in den so genannten islamischen Ländern, die pseudomedizinischen Mythen werden weitergetragen, also durchaus ähnlich wie in den USA.

In den von der Scharia geprägten Ländern argumentiert man also nach dem Schema:

„Die Beschneidung ist gut und hilft jetzt den Kindern gegen Infektionen und den späteren Erwachsenen gegen Krebs sowie gegen AIDS und andere Geschlechtskrankheiten. Sie hat keine medizinischen oder gesundheitlichen Nachteile und für Gott oder Allah ist sie auch gut.“

Über die ungezählten Opfer dieses Angriffs auf den Kinderkörper wird eisern geschwiegen. Nur selten bringt die Presse eine kleine Nachricht, dass ein Baby nach der Operation starb, doch in den Parlamenten oder Universitäten wird so etwas nie wirklich wissenschaftlich, das heißt faktenbasiert diskutiert – und schon gar nicht nachvollziehbar dokumentiert.

Für die Mehrheit der Bevölkerung muss die Routine der Beschneidung einfach weitergehen. Auch wenn einige Kinder am Eingriff sterben, erklären die Verantwortlichen: „Ja, diese Komplikationen sind zu vermeiden, die Mediziner müssen künftig noch hygienischer arbeiten, außerdem brauchen wir mehr Geld für die Erforschung dieser schlimmen Nebenwirkungen.“

Niemand wagt zu fordern: Sofort Schluss mit jeder Beschneidung.

Zwischen Marokko und Malaysia gibt es einen sehr hohen Konformitätsdruck zur Zirkumzision. Selbst Eltern, die jung, ausgebildet und kritisch sind, vertrauen den Ärzten und geben dem allgemeinen Gruppenzwang nach. Es gibt durchaus eine kleine Bewegung weg vom Aberglauben und hin zur Vernunft, doch die Anzahl derjenigen Eltern, die ihr Kind intakt lässt, muss wachsen.

Wie lässt sich das Recht aller Kinder unter achtzehn Jahren auf genitale Intaktheit durchsetzen, weltweit, also auch in den sogenannten islamischen Ländern?

● Es muss eingesehen und anerkannt werden, dass Kinder unter achtzehn Jahren völlig altersgemäß nicht einwilligungsfähig sind. Die lebenslangen Folgen einer Genitalverstümmelung für sich und die künftigen Partnerschaften können sie nicht abschätzen.

Die Kinderrechtskonvention der UN stellt fest: „Die Vertragsstaaten treffen alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen.“ Die Beschneidung – ob FGM oder MGM – ist so ein schädlicher Brauch. Auch das deutsche Grundgesetz schützt die körperliche Unversehrtheit – und Kinder sind ohne Einschränkungen von Geburt an Grundrechtsträger.

● Wir müssen das Schweigen brechen. In Deutschland haben einige Männer Kontakt zum ZdE aufgenommen und ihre Erfahrungen geschildert. Manche haben vor Wut geweint. Andere haben Depressionen oder schlimme Alpträume, können den Tätern d. h. auch ihren Eltern nicht verzeihen und finden diesen Tabubruch sehr wichtig.

● Weltweit gibt es nur EINE Wissenschaft, eine Aufspaltung in westliche Wissenschaft und islamische Wissenschaft ist zu verhindern. Forschung und Lehre müssen weltweit auf dem neuesten Stand der Erkenntnis vereinheitlicht werden. Das muss ohne Rücksicht auf ökonomische Interessen geschehen und auch die Scharia ist hier ein Hindernis.

● Ärzte müssen zur Verantwortung gezogen und juristisch belangt werden sowie Schadensersatz leisten, wenn sie den Eltern nicht die Wahrheit sagen, den erheblichen Nachteil jeder Form von Beschneidung (englisch circumcision) das heißt von Verstümmelung (mutilation) an den Geschlechtsorganen von Jungen oder Mädchen bagatellisieren und das Kind ohne medizinischen Grund operieren.

● Jeder medizinisch nicht zwingend erforderliche Eingriff an den Geschlechtsorganen von Mädchen oder Jungen unter 18 Jahren ist als Verstümmelung (mutilation) zu bewerten und mit einem Gesetz zu verbieten, zuwiderhandelnde Eltern sind zu bestrafen.

● Die von der WHO aufgestellte Klassifikation zur weiblichen Genitalverstümmelung muss erhalten bleiben,[11] alle Formen der FGM sind weltweit auch in ihrer medikalisierten Form (Krankenhausbeschneidung) zu verbieten.

Seit dem 70. Deutschen Juristentag Hannover 2014 droht auch in Europa eine Straffreistellung der sogenannten milden Sunna (FGM Typ Ia, Ib, Typ IV). In ihrem Rechtsgutachten empfahl Professorin Dr. Tatjana Hörnle (Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung) den deutschen Juristen und dem Gesetzgeber, die weibliche Genitalverstümmelung Typ eins und Typ vier straffrei zu stellen und den § 226a StGB geschlechtsneutral zu formulieren.[12]

Karl-Peter Ringel und Kathrin Meyer wollen ebenfalls die islamische FGM legalisieren, gehen aber einen anderen Weg. Sie fordern, den § 1631d BGB so umzuformulieren, dass er künftig für Jungen wie für Mädchen Gültigkeit hat.[13]

Die milde Sunna ist jedoch ein medizinisch nicht erforderlicher und deshalb zu verbietender Eingriff.

Mina Ahadi

Q u e l l e n

[1] Circumcision is obligatory (for every male and female) by cutting off the piece of skin on the glans of the penis of the male, but circumcision of the female is by cutting out the clitoris (this is called [ khifadh, arab. ḫifāḍ, ḫafḍ ] ). [ Quelle: Reliance of the Traveller and Tools of the Worshipper, bekannter unter dem kürzeren Titel Reliance of the Traveller) ]

The Arabic word baẓr does not mean „prepuce of the clitoris“, it means the clitoris itself (cf. the entry in the Arabic-English Dictionary). The deceptive translation by Nuh Hah Mim Keller, made for Western consumption, obscures the Shafi’i law, given by ‘Umdat al-Salik, that circumcision of girls by excision of the clitoris is mandatory. This particular form of female circumcision is widely practiced in Egypt, where the Shafi’i school of Sunni law is followed.

Quelle: Answering Islam

http://answering-islam.org/Sharia/fem_circumcision.html

Whereas the Hanafis do not regard female circumcision as a “Sunnah” – a religious virtue – the practice [FGM] is recommended on religious grounds by the Maliki and Hanbali law schools and is considered obligatory in the Shafi’i school.

Quelle: STOP FGM – ALSO IN THE MIDDLE EAST, by: Oliver M. Piecha, Wadi e. V. with the support of Hivos

https://hivos.org/sites/default/files/stop_fgm_-_also_in_the_middle_east_0.pdf

[2] FGM is widespread in Iraqi Kurdistan

In 2004, members of female-led mobile teams run by the relief organization WADI reported the existence of FGM in several villages of the Garmyan area, south of Suleymaniah. A subsequent study revealed that about 60% were affected. … The findings for Garmyan governorate are particularly problematic in several respects: here we find the highest FGM rates, the lowest levels of awareness and education, the highest illiteracy rates, and the most severe form of mutilation: not only the clitoris but also the labia are being cut.

Quelle: Stop FGM in Kurdistan

http://www.stopfgmkurdistan.org/html/english/fgm_e.htm#mape

[3] Iran

Local studies show that FGM is practiced in the provinces of Kurdistan, Western Azarbaijan, Kermanshah, Illam, Lorestan and Hormozghan. … In most cases type I is performed but there is also a relevant number of type II mutilations. … A medical survey was presented which found an FGM prevalence of 55% in a group of 348 interviewed women in Kermanshah province.

From the existing studies it can be assumed that FGM is only or at least mostly practiced by Sunni minorities in Iran. Most regions are bordering Iraq, but prevalence is also high in some places in the very South, among them the city of Hormozgan and the ports of Bandar Kang and Jask. …

During the last years, a vivid debate developed in the Kurdish region after several TV specials on FGM had been aired by Iraqi-Kurdish television stations which are popular among Iranian Kurds.

Quelle: Stop FGM Middle East

http://www.stopfgmmideast.org/countries/iran/

[4] Fine-touch pressure thresholds in the adult penis

Sorrells et al.

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1464-410X.2006.06685.x/abstract

[5] Male circumcision and sexual function in men and women: a survey-based, cross-sectional study in Denmark

Morten Frisch, Morten Lindholm, Morten Grønbæk

http://ije.oxfordjournals.org/content/early/2011/06/13/ije.dyr104.abstract

[6] Körperliche Nachteile

Sorgfältige klinische Forschungen haben belegt, dass durch die Zirkumzision mehr als 1 Meter an Venen, Arterien und Kapillaren, mehr als 70 m an Nerven, und mehr als 20000 Nervenenden irreversibel entfernt werden. …

Desensibilisierung, Verlust an sexueller Empfindsamkeit

Die Zirkumzision desensibilisiert den Penis. Die Amputation der Vorhaut bedeutet, dass das reichhaltige Netzwerk an Nerven und alle Nervenemdigungen in der Vorhaut abgeschnitten und für immer verloren gehen.

http://www.pflegewiki.de/wiki/Zirkumzision#K.C3.B6rperliche_Nachteile

[7] Psychische und Neurologische Schäden durch die Beschneidung

Die Beschneidung birgt ebenfalls ein Risiko für bewusste oder unbewusste Operationstraumata. So erklärt Menage, dass Behandlungen im Genitalbereich bei Kindern beiderlei Geschlechts zu einer posttraumatischen Belastungsstörung (kurz: PTBS bzw. PTSD, im ICD-10 als F43.1 codiert) führen können. Entscheidende Faktoren für die Ausprägung einer PTBS sind nach Menage: (i) Gefühle der Machtlosigkeit und des Kontrollverlusts, (ii) fehlende Zustimmung, (iii) fehlende Information darüber, was während der Untersuchung geschehen soll, (iv) fehlendes Einfühlungsvermögen des untersuchenden Arztes und (v) die Erfahrung von physischem Schmerz. Die Vermutung, dass ein Zusammenhang zwischen Beschneidung und dem Auftreten einer PTBS besteht, wird von Boyle et al. (2002) in ihrer Studie bestätigt.

http://www.pflegewiki.de/wiki/Zirkumzision#Psychische_und_Neurologische_Sch.C3.A4den_durch_die_Beschneidung

[8] WHO | Health complications of female genital mutilation

http://www.who.int/reproductivehealth/topics/fgm/health_consequences_fgm/en/

[9] Innervation. Die dorsale Seite und die lateralen Seiten der Vorhaut werden durch den Nervus dorsalis penis (Penisrückennerv) innerviert. Die ventrale Seite der Vorhaut und des Frenulum werden durch den Nervus perineales (Dammnerv) innerviert. Nervus dorsalis penis und die Nervi perinales sind Äste des Nervus pudendus (Schamnervs), der aus dem zweiten, dritten und vierten Kreuzgeflecht entspringt.

Nervenendigungen. Zahlreiche Arten von spezialisierten Nervenendigungen wurden in der Vorhaut gefunden. Unter ihnen sind: Vater-Pacicni-Körperchen (zuständig für die Wahrnehmung von Druckreizen), Ruffini-Körperchen (Mechanorezeptoren), Krause-Körperchen (zuständig für die Wahrnehmung von Vibrationen), freie Nervenendigungen (Schmerzrezeptoren), und – was für das erogene Empfindungsvermögen vielleicht am wichtigsten ist – Meissner-Körperchen, die empfindlich auf leichte Berührungen reagieren.

Zitierweise des englischen Originalartikels:

Scott S. The anatomy and physiology of the human prepuce. In: Denniston GC, Hodges FM, Milos MF, editors.; Male and Female Circumcision. New York: Kluwer/Plenum, 1999; pp. 9-18.

http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/medizinisches-grundwissen/anatomie-und-funktion-der-vorhaut/allgemein/scott.html

Innervation

Die Vorhaut ist reich an spezialisierten Nervenendigungen und spezialisiertem erogenem Gewebe. Diese spezialisierten Nervenendigungen umfassen (Meissner-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Ruffini-Körperchen und Merkel-Zellen), die bereits leichteste Berührungs- und Temperaturreize detektieren können.

Im Gegensatz zur Vorhaut besitzt die Glans penis fast ausschließlich nicht-spezialisierte, freie Nervenendigungen (sogenannte Nozizeptoren), die nur grobe Reize wie etwa starken Druck oder hohe Temperatureize detektieren können, die vom Gehirn als Schmerzen wahrgenommenen werden.

Cold und Taylor, welche die Innervation des Präputiums des Penis ausführlich untersuchten, erklärten:

„Die Glans penis ist vorwiegend durch freie Nervenendigungen innerviert und besitzt hauptsächlich nur protopathische Sensibilität. Protopathische Sensibiltät bezieht sich auf gröbere, schlecht lokalisierte Empfindungen (einschließlich Schmerz, einige Temperaturempfindungen und bestimmte Wahrnehmungen von mechanischem Kontakt). In der Glans penis sind nur wenig [spezialisierte Nervenendigungen] vorhanden, und diese finden sich hauptsächlich entlang der Eichelkranzes und des Frenulums. Im Gegensatz dazu hat das gefurchte Band der männlichen Vorhaut an der mukokutanen Grenze eine hohe Konzentration an [spezialisierten Nervenendigungen].“

http://flexikon.doccheck.com/de/Pr%C3%A4putium

Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to „see“ Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.

Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. Lightening speed feedback by somatosensory transduction from such tactile sensitivity gives humans intense pleasure, environmental awareness, and control. Cut off these super-sensitive cells and with lack of awareness comes lack of control. To say that amputation of the clitoris or amputation of the mobile roller-bearing-like portion of the natural penis, and consequently thousands of these specialized nerve cell interfaces, does not permanently sub-normalize a woman’s or a man’s natural capabilities and partially devitalize their innate capacity for gliding action tactile pleasure is grossly illogical denial of the bio-mechanical and the somatosensory facts of human genital anatomy.

aus: Gary Harryman: Basic Human Genital Anatomy

https://ms-my.facebook.com/shareyoursexknowledge/posts/652188514794501

[10] Es ist jedoch eine medizinische Fehlinformation, die in fast allen Fraktionen vorhanden ist, dass die Vorhaut des Penis anders gebaut sei als beispielsweise die Labien (kleinen Schamlippen) einer Frau. … Sowohl Vorhaut als auch Labien haben eine sehr hohe Dichte verschiedener Tast-Körperchen. Das sind spezialisierte Sinneszellen. … Ein Gewebe, das voll mit diesen Tast-Körperchen ist, ist hochempfindlich und erogen. Egal ob es Labie oder Vorhaut heißt. Die Empfindlichkeit beider übertrifft die von Lippen oder Fingerkuppen um ein Vielfaches und [beide] bilden damit mit die wichtigsten erogenen Zonen von Mann und Frau.

aus: Tanja Hindemith: Ein Offener Brief einer SPD-Genossin an Christine Lambrecht zur gestrigen Rede im BT

https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/07/20/beschneidungsdebatte-fehlinformationen-ohne-ende/

[11] Classification of female genital mutilation

http://www.who.int/reproductivehealth/topics/fgm/overview/en/

99. Deutscher Ärztetag 1996 in Köln, Entschließung zur rituellen Verstümmelung weiblicher Genitalien:

„Der 99. Deutsche Ärztetag verurteilt die Beteiligung von Ärzten an der Durchführung jeglicher Form von Beschneidung weiblicher Genitalien und weist darauf hin, dass entsprechend der Generalpflichtenklausel der Berufsordnung für die deutschen Ärzte derartige Praktiken berufsrechtlich zu ahnden sind. …“

http://www.bundesaerztekammer.de/richtlinien/empfehlungenstellungnahmen/genitalverstuemmelung/

[12] Genitalverstümmelung:

a) Bei der Auslegung von § 226a StGB ist zu beachten, dass nicht alle Veränderungen an weiblichen Genitalien unter „verstümmeln“ zu fassen sind. Dies ist nicht der Fall, wenn der Eingriff mit der Beschneidung von Jungen vergleichbar ist (etwa wenn nur Vorhaut der Klitoris betroffen ist, ohne Amputationen und weitere Verletzungen). b) Zu empfehlen sind folgende Änderungen: Erstens sollte der Strafrahmen des § 226a StGB dem in § 226 StGB angeglichen werden. Zweitens ist der Tatbestand geschlechtsneutral zu fassen, indem die Worte „einer weiblichen Person“ durch „eines Menschen“ ersetzt werden. Drittens sollte § 5 StGB erweitert werden, wenn sich eine Genitalverstümmelung gegen eine Person richtet, die zur Zeit der Tat ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat.

aus: Tatjana Hörnle: Strafrecht Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft (70. Deutscher Juristentag Hannover 2014)

http://www.djt.de/fileadmin/downloads/70/djt_70_Thesen_Strafrecht_140804.pdf

[13] „Hier ist eine Änderung des § 1631d Abs. 1 BGB erforderlich, der auch die Beschneidung der weiblichen Vorhaut aufnimmt, indem geschlechtsneutral von einer medizinisch nicht erforderlichen Vorhautbeschneidung des einwilligungsunfähigen Kindes gesprochen wird.“

aus: Karl-Peter Ringel, Kathrin Meyer: § 226a StGB – Sonderstraftatbestand der Frauenbeschneidung & verfassungswidrige Ungleichbehandlung

http://wcms.uzi.uni-halle.de/download.php?down=33910&elem=2767812

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61 Antworten to “Genital Autonomy? Keine medizinisch nicht unbedingt erforderliche Genitaloperation unter achtzehn Jahren”

  1. Edward von Roy Says:

    Nichtinformation zu den im Mai 2015 hörbar gewordenen intaktivistischen (internationalen) Organisationen und Persönlichkeiten und Desinformation zu den FGM-Typen, zur authentisch islamischen, mindestens de facto die Genitalbeschneidung erzwingenden Verpflichtung zur FGM (schafiitisch, oft auch hanbalitisch) und MGM (alle vier sunnitischen Rechtsschulen; Zwölferschia) sowie zur menschlichen Anatomie, hier vor allem zur männlichen Anatomie (die Penisvorhaut als das sensitive Pendant nicht der Klitorisvorhaut, sondern der Klitoris selbst) bringt die taz.

    Rubrik (Kolumne) GERMAN ANGST. Artikelbeschreibung:

    35 Organisationen haben für das Verbot religiöser Beschneidungen demonstriert. In der Debatte ging es von Anfang an um mehr als ein Stück Haut.

    (Zitat)

    Es ist faszinierend, wie ein kleiner Reiz ausreicht, um jahrhundertealte Vorurteile aus dem kulturellen Unterbewusstsein an die Oberfläche zu schwemmen. … Mittlerweile hat der Bundestag die Beschneidung geregelt – und so die Kriminalisierung jüdischen und muslimischen Lebens verhindert. …

    Die Emotionalität zeigt, dass es um mehr ging als ein Stück Haut. Um mehr als Kinderrechte, Religionsfreiheit. Denn ausgerechnet jene klagten über den Verlust der Vorhaut, die sie selbst im Regelfall besitzen. Hinter dem universell daherkommenden Plädoyer für das Recht auf „körperliche Unversehrtheit“ lauerte der Paternalismus der Mehrheit.

    Das notorische Scheiden zwischen den Aufgeklärten und den Barbaren mit ihrer Bringschuld gegenüber einer fortschrittlichen Gesellschaft – es ist diese Blindheit gegenüber einer Realität, die regelt, wer über was sprechen darf, die den Sprecher als deren Nutznießer entlarvt. Denn wenn die Beschnittenen „barbarisch“ sind, haben „wir“ das Recht auf unserer Seite. In Köln demonstrierten am 7. Mai 35 Organisationen für das Kölner Urteil. Sie sprachen von „Amputation“, suggerieren, der Penis würde beschnitten, es wurde gar der Vergleich zur weiblichen Genitalverstümmelung, also dem Herausschneiden der Klitoris, gezogen. …

    Die Geschichte des europäischen Antisemitismus zeigt die Attacke auf sichtbare Symbole – Gotteshäuser, Rituale, Kopfbedeckungen – als Muster. Als Tradition.

    Wie tief die geht, zeigt sich, wenn man den Blick von Europa löst und auf die USA schaut. Dort ist die Mehrheit der christlichen Männer beschnitten – der Eingriff eine Sache des Geschmacks. Eine persönliche Entscheidung. Nichts, was ein Kollektiv brandmarkt.

    aus: Sonja Vogel: In der Hose der Anderen, in: taz 15.05.2015

    http://www.taz.de/Kolumne-German-Angst/!159729/

    ::
    ::
    Im Kommentarbereich die wichtige Klarstellung von Lutz Herzer:

    „Dort ist die Mehrheit der christlichen Männer beschnitten – der Eingriff eine Sache des Geschmacks.“

    Die millionenfache Säuglingsfolter in den USA, mit EMLA-Creme ohne annähernd ausreichende Betäubung, als eine Sache des Geschmacks zu bezeichnen, das ist für mich wiederum eine Sache der Geschmacklosigkeit.

    In dem gesamten Artikel findet sich nur Empathie zu beschneidungswütigen Erwachsenen. Wo bleibt die Empathie zu den Schwächsten der Gesellschaft, den Kindern, hier den Jungen?

    http://www.taz.de/Kolumne-German-Angst/!159729/

  2. Genital Autonomy and circumcision? Anyone under the age of 18 is not able to give her or his informed consent Says:

    International conference in Frankfurt
    Genital Autonomy 2015 Myths and Multiple Standards

    Internationale Konferenz in Frankfurt
    Genitale Autonomie – Mythen und unterschiedliche Maßstäbe

    Im Original veröffentlicht auf der Seite des ZdE, Zentralrat der Ex-Muslime

    Schluss mit der Kinderbeschneidung – auch in islamisch geprägten Ländern

    Mina Ahadi am 08.05.2015

    http://exmuslime.com/schluss-mit-der-kinderbeschneidung/

  3. Genital Autonomy and circumcision? Anyone under the age of 18 is not able to give her or his informed consent Says:

    Das zumindest fahrlässige Gerede von der Genital Autonomy in Bezug auf Menschen unter achtzehn Jahren ebnet Kinderheirat, Kinderpornografie, Päderastie und Kinderprostitution den Weg, denn wer ein Mädchen oder einen Jungen als genital autonom bewertet, muss sie oder ihn (was weiterhin zu verhindern ist) eigentlich auch mit Volljährigen geschlechtlich verkehren, diese heiraten oder, ganz auf genitalautonomen Kindeswunsch, im Bordell arbeiten lassen.

    Kinderkanal-Filmjunge „Tahsin“ etwa war 11 (elf!) Jahre alt, und in Deutschland blieb (öffentlich wahrgenommener) nennenswerter Widerstand leider aus. Sobald wir aber Minderjährige wie „Tahsin“ in ihr genitales Beschnittenwerden sprich genitales Verstümmeltwerden einwilligen lassen, dürfte es rechtlich nicht mehr möglich sein, sexuelle Handlungen dieser Kinder mit Erwachsenen weiterhin (wie eigentlich geboten) strafbar zu stellen.

    Es gibt keine einvernehmlichen geschlechtlichen Handlungen eines Kindes mit einem Volljährigen, das Kind ist manipuliert und nicht in der Lage, sich abzugrenzen. Bei der Genitalbeschneidung (FGM oder MGM) ist die Lage ganz entsprechend.

    Norwegens Kinderrechtsbeauftragte etwa gehört zu denen, die im Namen der Genital Autonomy den europäischen Intaktivismus ziemlich erfolgreich kapern und untergraben konnten (s. u.: die „OSLO DECLARATION“ vom schwarzen Tag der Kinderrechte 30.09.2013). Wie leider zu erwarten war, erweist sich auch das damalige, sehr weiche Gerede der Anne Lindboe gegen die Säuglingsbeschneidung als allenfalls halbernst gemeint.

    In 2013 Anna Lindboe and the children’s ombudsmen from Sweden, Finland, Denmark, and Iceland, along with the Chair of the Danish Children’s Council and the children’s spokesperson for Greenland, passed a resolution to, „Let boys decide for themselves whether they want to be circumcised.“ They further declared that „Circumcision without a medical indication on a person unable to provide informed consent conflicts with basic principles of medical ethics.“

    http://en.wikipedia.org/wiki/Anne_Lindboe


    „OSLO DECLARATION“ (2013)

    Let the boys decide on circumcision. Joint statement from the Nordic Ombudsmen for Children and pediatric experts

    We would like to see a respectful dialogue between all involved parties on how to best ensure that boys will be able to exert their influence on the issue of circumcision. … We request our governments to take necessary measures to ensure that boys are given the opportunity to decide for themselves whether or not they want to be circumcised.

    https://www.crin.org/docs/English-statement-.pdf

    Sexuelle Befreiung sollte jetzt für alle gelten: für Heteros, Schwule und Lesben – und Päderasten gleichermaßen. Dazu passt die Forderung nach Straffreiheit für Pädokriminelle. In letzter Konsequenz hätte das bedeutet, dass Sex zwischen Erwachsenen und Minderjährigen gesetzlich erlaubt gewesen wäre. Derlei Forderungen fanden in der grünen Partei immer wieder Mehrheiten.

    In ihrem ersten nationalen Parteiprogramm verlangten die Grünen etwa, sexuelle Kontakte zu Minderjährigen und Schutzbefohlenen nur noch dann zu ahnden, wenn die Täter mit Gewalt drohen oder ein Abhängigkeitsverhältnis ausnutzen. Für Füller ist klar: Die Grünen haben „in ihrem ersten zentralen Parteiprogramm den Terminus des einvernehmlichen Sex mit Kindern“ eingeführt.

    aus: Thorsten Denkler (Wie Päderasten Einfluss nehmen), Süddeutsche Zeitung 14.03.2015

    http://www.sueddeutsche.de/politik/ideologie-und-kindesmissbrauch-wie-paederasten-einfluss-nehmen-1.2393535

    Die Revolution missbraucht ihre Kinder: Sexuelle Gewalt in deutschen Protestbewegungen

    von: Christian Füller

    http://www.amazon.de/Revolution-missbraucht-ihre-Kinder-Protestbewegungen/dp/3446247262

  4. Stellina Odorosa Says:

    Was für ein ausgezeichneter Text gegen die Beschneidung an Mädchen oder Jungen unter 18, das beste, was ich in diesem Jahr, in welchem Deutschland die Legalisierung der FGM Typ Ia und IV droht, zum wichtigen Thema gelesen habe; Mina Ahadi:

    Schluss mit der Kinderbeschneidung – auch in islamisch geprägten Ländern

    http://exmuslime.com/schluss-mit-der-kinderbeschneidung/

    ___

    Ohne das Bekenntnis zur genitalen Intaktheit (und nicht genitale „Integrität“ oder dergleichen) unter 18, Mädchen wie Jungen, geht es nicht; womit wir beim Thema Genitale Selbstbestimmung sind, ein Begriff (Genital Autonomy), der im Kampf gegen FGM bzw. MGM alles andere als selbstverständlich ist.

    Verhandeln über Altersgrenzen. Es ist auffällig, dass sich in ganz Europa kein Protest erhebt, wenn jemand zur Jungenbeschneidung beispielsweise die (nach der Halacha inakzeptable, aber nach der Scharia problemlose) Altersgrenze zwölf Jahre nennt, wie sie vor 1 bis 2 Jahren für Schweden in Umlauf gebracht wurde.

    omskärelse på pojkar … pojken är så pass gammal att han kan samtycka till ingreppet

    http://www.mynewsdesk.com/se/svenska-laekaresaellskapet/pressreleases/slutreplik-paa-dn-debatt-argumenten-utgaar-fraan-vuxnas-raettigheter-914186

    Insbesondere auch der Personenkreis um die Bewegung bzw. Idee von der Genital Autonomy (GA) scheint Jugendliche bzw. sogar ältere Kinder in ihre Genitalbeschneidung einwilligen lassen zu wollen.

    Noch so erfolgreich gegen die (in der Tat überwindenswerte) Säuglingsbeschneidung anzukämpfen, um sich anschließend der Beschneidung der älteren Kinder und Jugendlichen nicht in den Weg zu stellen, kann uns ernsthaften Intaktivisten nicht reichen.

    Leider ist auch Paul Mason (Family & Children’s Lawyer, Former Commissioner for Children of Tasmania) ein derartiger prinzipiell beschneidungsfreundlicher Intaktivist.

    Schon vor sechs Jahren (2009) wollte der Australier allen Ernstes Kinder (!) grundsätzlich in ihr Verstümmeltwerden einwilligen lassen, die entsprechende Altersgrenze sei offensichtlich zeitnah politisch auszuhandeln.

    „My concern is … that firstly children are entitled to their own bodily integrity but most importantly children are entitled to have a say in matters that affect them. That decision should wait until the child is able to give informed consent whatever age that is.“

    (berichtet von Dina Rosendorff am 19.08.2009)

    http://www.abc.net.au/pm/content/2008/s2661013.htm

    „I say let the children decide for themselves – all in good time.“

    (veröffentlich in der Selbstdarstellung („About GA“) von Genital Autonomy (GA)

    http://www.genitalautonomy.org/about-ga/

    Antrag abgelehnt, für die FGM oder MGM an Menschen unter 18 Jahren gibt es keine „rechte Zeit“ (good time).

    Minderjährige werden überhaupt nicht genital verstümmelt, auch nicht auf deren Wunsch.

    http://www.genitalautonomy.org/about-ga/

    Norwegens berüchtigte „Oslo Declaration“ (2013 um Anne Lindboe) und Australiens Anti-Beschneidungs-Politik oder leider vielmehr Beschneidungspolitik

    In seiner Funktion als ein Vorsitzender (Chairperson) im Australasian Institute for Genital Auronomy (AIGA) lobte Paul Mason im Oktober 2013 den unakzeptabel beschneidungsfreundlichen und dabei wie zufällig völlig schariakompatiblen Ansatz der skandinavischen Kinderechtsbeauftragten (Nordic Children’s Ombudspersons) und fordert die australische Regierung auf, eben diese Haltung übernehmen:

    … In an unrelated move on Monday, a meeting of the Nordic and Baltic Ombudspersons for Children in Oslo from 6 countries resolved unanimously that boys should decide for themselves when old enough whether they want to be circumcised. …

    AIGA spokesperson Paul Mason … unnecessary circumcision should be deferred until the boy is old enough to understand and choose. This position should be adopted by Australia’s National Children’s Commissioner and ACCG [Australian Children’s Commissioners and Guardians]. AIGA urges them and the new Health Minister Peter Dutton …

    (aus der AIGA-Presseerklärung vom 06.10.2013)

    http://aiga.org.au/wp-content/uploads/2013/10/AIGA-Med-Rel-061013.pdf

    AIGA bekennt sich zur Helsinki-Deklaration (2012)

    We adopt the 2012 Helsinki Declaration of the Right to Genital Autonomy made 3 October 2012.

    http://www.aiga.org.au/objects-and-principles/

    Laut beschwor man in Helsinki das Recht auf Genitale Autonomie (the Right of Genital Autonomy), ohne dabei den absoluten Schutz von Minderjährigen – unter achtzehn Jahren! – zu fordern:

    THE 2012 HELSINKI DECLARATION OF THE RIGHT TO GENITAL AUTONOMY

    12th International Symposium on Law, Genital Autonomy & Children’s Rights Helsinki, Finland, 29 September to 3 October 2012

    … consistent with the Right of Genital Autonomy the only person who may consent …

    http://www.genitalautonomy.org/2012/10/09/helsinki-declaration-2012/

  5. Genital Autonomy Says:

    Genital Autonomy
    2015
    Myths and Multiple Standards

    The Frankfurt conference went very well despite a local train strike forcing last minute programme changes! For a summary of the conference see this press release from our partner organisation intaktiv. Thank you to all who made the event such a sucess, intaktiv, the speakers, the GA crew and the centre’s staff. Last but not least thank you Frankfurt.

    http://www.genitalautonomy.org/2015/05/11/myths-and-multiple-standards-2/

    genital autonomy … not below the age of 18

  6. Dzięcioł Zielony Says:

    Internationale Konferenz in Frankfurt
    GENITAL AUTONOMY 2015 MYTHS AND MULTIPLE STANDARDS

    Pressemitteilungen von Mitausrichter intaktiv gibt es diverse, man unterscheide

    vor der Konferenz

    Pressemitteilung zur internationalen “Genital Autonomy”-Konferenz in Frankfurt/Main

    Am 08. und 09. Mai trifft sich in Frankfurt am Main ein internationaler Kreis von Referent/innen und Teilnehmer/innen zur “Genital Autonomy”-Konferenz, um unter dem Titel “Myths and Multiple Standards – Mythen und unterschiedliche Maßstäbe” aktuelle Fragen zu Eingriffen an den Genitalien sowie der genitalen Unversehrtheit und Selbstbestimmung von Jungen, Mädchen und Intersexuellen zu diskutieren. Die Vorträge werden sich mit juristischen, ethischen, medizinischen, psychologischen, religiösen und sozialen Aspekten befassen. …

    https://intaktiv.de/wp-content/uploads/2015/04/PM-intaktiv_GA-Konferenz_19-04-2015.pdf

    http://intaktiv.de/pm-genital-autonomy/

    nach der Konferenz

    Pressemitteilung über “Genital Autonomy 2015″

    Zwei Tage lang, am 08. und 09. Mai, haben in Frankfurt am Main Fachleute, Betroffene und Aktive unterschiedlichen Geschlechts aus 11 Ländern während der erstmalig in Deutschland ausgerichteten “Genital Autonomy”-Konferenz engagiert verschiedene Aspekte von Eingriffen an den Genitalien sowie der genitalen Unversehrtheit und Selbstbestimmung von Jungen, Mädchen und Intersexuellen diskutiert und neue Netzwerke geknüpft.

    Referent/innen und Teilnehmer/innen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Finnland, der Türkei, USA, Kanada und dem Iran tauschten sich am 08. und 09. Mai im Haus der Jugend in Frankfurt am Main intensiv zum Thema “Genital Autonomy: Myths and Multiple Standards” aus. Dabei wurde das grundsätzliche Verständnis deutlich, dass Ethik universell ist und daher in Bezug auf das Recht auf genitale Selbstbestimmung nicht nach Alter, Geschlecht, Religion oder Kultur der betroffenen Person differenziert werden kann. …

    Unumstrittener Höhepunkt der Konferenz war jedoch der Vortrag von Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime), die für ihr engagiertes Auftreten für die genitale Unversehrtheit von Mädchen und Jungen im muslimisch geprägten Kulturkreis und ihre mutige Arbeit im Allgemeinen mit stehenden Ovationen gefeiert wurde.

    https://intaktiv.de/wp-content/uploads/2015/05/PM-intaktiv_GA-Konferenz_10-05-2015.pdf

    http://intaktiv.de/pm-genital-autonomy-2015/

  7. Dzięcioł Zielony Says:

    Die bewundernswert engagierte Kinderbeschneidungsgegnerin, bedeutende Säkularistin und überzeugend argumentierende Menschenrechtsuniversalistin Mina Ahadi:

    „Als Ex-Muslimin und auch als langjährige Kritikerin von Islam und Islamismus, bin ich der Meinung, dass der Islam nicht zu Deutschland gehören sollte und meine auch, dass nicht nur der Islam, sondern alle Religionen nichts im staatlichen System und Unterricht zu suchen haben. Wir müssen versuchen, noch mehr Säkularismus, noch mehr Trennung zwischen Religion und Staat zu verwirklichen. …

    Mit dieser Politik hat die deutsche Regierung den Islamisten geholfen und einen großen Konflikt in die Gesellschaft gebracht. Schauen Sie, es gibt immer mehr „Kopftuch“ auf der Straße, mehr Einfluss von Islamisten auf Unterrichtsinhalte, mehr Einschüchterung von Schülern und Lehrerinnen durch Islamisten, und wer hier erst recht unter Druck gesetzt wird, das sind Frauen, Mädchen, moderne und säkulare Menschen aus den sog. islamischen Ländern. Frau Merkel & Co. haben uns verraten. Ein Verrat an Menschen, die hier leben wollen, und zwar orientiert an Menschenrechten und Frauenrechten. Es gibt diesbezüglich ein Problem, und die Islamisten versuchen, von diesem wunden Punkt zu profitieren und sich als Religionsgemeinschaft anerkennen zu lassen und an Einfluss zu gewinnen. Ein sehr wichtiger Punkt heutzutage ist auch, dass der Islam eben nicht nur eine Religion ist, sondern auch eine politische, aggressive und brutale Bewegung. Es gibt keine milde Brutalität oder milde Islamisten. Es gibt auch keinen besseren Islam. Alle diese islamischen Organisationen spielen ihr Spiel, und die deutsche Regierung blendet das Terror- und Barbarei-Potenzial aus und versucht zu verharmlosen, und das ist ein großes Problem für uns alle. …

    … wenn Tausende von Frauen, welche gegen die Zumutungen der islamischen Communities kämpfen, allein gelassen werden, wenn Moscheen und Islamisten immer noch mehr Macht gewinnen in der Mitte von Europa und wenn das auch noch als erfolgreiche Integration verkauft wird, wenn also statt Menschen der Islam integriert wird, was können die Frauen dann tun?

    Der Zentralrat der Ex-Muslime ist ein Versuch von unserer Seite, um dafür einzustehen, dass es im 21. Jahrhundert möglich sein sollte, seine Religion zu kritisieren und ungefährdet verlassen zu können, und niemand sollte deswegen unter Morddrohungen leben müssen. Im 21. Jahrhundert sollte es möglich sein, als individuelle Person in einer Zivilgesellschaft gesehen zu werden und nicht als Teil des Zwangskollektivs der Umma, oder als „4 Millionen Muslime“!

    Im 21. Jahrhundert sollten religiöse Organisationen, die Teil des weltweiten islamistischen Aufmarsches sind, unter Kontrolle gehalten werden und nicht als Vertreter von angeblichen Millionen von Menschen etabliert werden … Menschen, die mit diesen Islamisten rein gar nichts zu tun haben wollen, die in ihren Herkunftsländern Opfer dieser Islamisten waren.

    Es ist also Zeit für eine andere Politik, und zwar nicht mit Patrioten und Rassisten, sondern mit Humanisten und freiheitsliebenden Menschen, die Ausgrenzung und Hass verurteilen, die aber auch Frauenrechtsverletzung, Ehrenmord, Kopftuchzwang und Burka verurteilen, und welche für eine zivile Gesellschaft, für universelle Menschenrechte für alle sowie für eine klare Trennung von Religion und Staat eintreten.“

    aus: Mina Ahadi (Der Islam und Deutschland – eine Ex-Muslimin antwortet einem Leser), in: tagesspiegel 12.02.2015

    http://www.tagesspiegel.de/politik/zurueckgeschrieben-der-islam-und-deutschland-eine-ex-muslimin-antwortet-einem-leser/11364256.html


    Schon im September 2012 kämpfte Mina Ahadi gegen die Kinderbeschneidung:

    Köln am 21.09.2012, Menschenkette gegen Beschneidung:

    Für Kinderrechte – gegen Kinderbeschneidung!

    «Kinderrechtskampagne gegen Zwangsbeschneidung»

    unterstützt von:

    ICGI – International Coalition for Genital Integrity

    https://de-de.facebook.com/mina.ahadi.50/posts/4251606299831


    Zum 14.02.2014 lud Mina Ahadi nach Köln ein zum Diskussionsabend über die Kinderbeschneidung:

    Gegen Verstümmelung nicht einwilligungsfähiger und nicht urteilsfähiger Kinder unter achtzehn Jahren

    Die drei Referenten und ihre exzellenten Referate:

    Mina Ahadi
    Eltern gegen Kinderbeschneidung

    Gabi Schmidt
    Verfassungsbeschwerde gegen das Beschneidungsgesetz § 1631d BGB

    Edward von Roy
    Europa 25 Jahre nach dem First International Symposium on Circumcision. Genital Intactness statt Beschneidung auf Kinderwunsch

  8. Machandelboom Says:

    Man sage HGM, denn FGM und MGM sind ethisch gleich verwerflich.

    Minderjährige unter 18 Jahren, minors under the age of 18 haben genital intakt zu sein: Was für die FGM richtigerweise und noch viel zu selten gefordert wird, hier einmal sogar bei Genital Autonomy, muss auch für die MGM gelten – unter achtzehn Jahren kein informiertes Einwilligen in die Operation.

    The report also, and perhaps most importantly, recognises the need for FGM to be treated not just as a severe form of gender-based violence, or as a sensitive cultural and racial issue, but as a universal and ‘extreme form of child abuse’ where practiced on minors under the age of 18. ‘Misplaced concern for cultural sensitivities over the rights of the child’ is heralded as one of the main reasons why the UK has failed to successfully tackle FGM to date. Linda Weil Curiel, lawyer at the Paris Bar, says:

    “People talk of culture and tradition, but children have a fundamental human right not to be mutilated.”

    (Report by Molly Farrell )

    http://www.genitalautonomy.org/2014/07/11/fgm-select-committee-report/

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    Lesetipp

    Ich habe abgeschworen. Warum ich für die Freiheit und gegen den Islam kämpfe

    von Mina Ahadi

    http://www.amazon.de/Ich-habe-abgeschworen-Freiheit-k%C3%A4mpfe/dp/3453152883

  9. Edward von Roy Says:

    Zum gestrigen The Atlantic, man beachte die Bildbeschreibung, es geht um den Maghreb, um Algerien:

    Circumcision is compulsory for Muslim boys under the Sharia law (Islamic Law).

    Die Beschneidung der Minderjährigen (unter 18) ist das Problem, auch islamisch. Dort ist Beschneidung für Jungen wie Mädchen Teil der himmelsgegebenen, ewigen und unteilbaren Normativität und Gesetzlichkeit (šarīʿa).

    Die jenseitszentriert auf Seelenrettung zielende und dazu irdisch Ungleichbehandlung (Diskriminierung) durchsetzende Scharia, auch Ungleichbehandlung von beschnitten und unbeschnitten, ist also auch in Bezug auf Chitan (FGM oder MGM) das Problem.

    Von den weltweit noch zu wenigen ersten mutigen Menschen abgesehen, wagen es zur Zeit die meisten nordamerikanischen oder europäischen Intaktivisten immer noch nicht, die Worte Religion, Islam oder Scharia kritisch anzusprechen.

    „Schariagesetz (Islamisches Gesetz)“ heißt es lediglich in der Bildbeschreibung:

    Surgeons circumcise a boy at Beni Messous Hospital in Algiers, Algeria. Circumcision is compulsory for Muslim boys under the Sharia law (Islamic Law).

    Bei der berüchtigten Zustimmung (consent) ist immer sofort klarzustellen: nicht unter achtzehn Jahren, was Andrew Sullivan gezielt unterlässt. Islamkritik ist ein Karrierekiller, der Pseudo-Kinderschützer und einstige Blogger von The Atlantic gibt den Forderungen der Religiösen denn auch grünes Licht:

    My position on this is based on a very simple principle that people’s bodies should not be permanently altered without their consent. But I would still include a religious exception to this law, that would protect the rights of Muslims and Jews to retain this barbaric act because they sincerely believe it is integral to their faith

    Sullivan schämt sich nicht, zu seiner Rechtfertigung der operationstechnisch irgendwie hygienischeren MGM der Marken Halacha und Scharia im selben Atemzug die afrikanische Busch-Initiation der Xhosa heranzuziehen. Nein, wenn es falsch ist, einem Jungen (unter 18 Jahren) mit der Vorhaut ihren 10.000 bis 20.000 Tastkörperchen bzw. Nervenendigungen der Typen Meissner, Ruffini, Merkel, Vater-Pacini Meissner zu amputieren, dann ist auch die technologisch fortschrittlichere, die medikalisierte OP-Technik ethisch falsch – und eigentlich gerade diese.

    Wie es leider zu erwarten war, erweckt der im letzten Zitat zu Wort kommende Brian D. Earp nicht den Eindruck, sich der weiblichen Sunnabeschneidung (Islamic FGM) auch nur der sogenannten milden Typen FGM Typ Ia (Amputation der Klitorisvorhaut) oder FGM Typ IV (ritual nick, pinprick) in den Weg zu stellen.

    Europa und insbesondere Deutschland droht 2015 die Legalisierung der mindestens für Schafiiten religiös verpflichtenden Mädchenbeschneidung, der sogenannten milden Sunna.

    Das ist zu verhindern.

    Quelle bei Chris Bodenner: How Similar Is FGM to Male Circumcision? Your Thoughts, The Atlantic am 13.05.2015

    http://www.theatlantic.com/health/archive/2015/05/male-circumcision-vs-female-circumcision/392732/

  10. Wütender Intaktivist Says:

    Zum Florida-Beschneidungsstreit um den vierjährigen Chase (born in 2010 and parents Heather Hironimus and Dennis Nebus) informiert Joseph4GI

    FLORIDA UPDATE: Court Battle Slated for Monday – Father Objects to British TV Coverage
    16.05.2015

    http://joseph4gi.blogspot.jp/2015/05/florida-update-court-battle-slated-for.html

    FLORIDA CIRCUMCISION SAGA: Mother Arrested, Child Nabbed
    14.05.2015

    http://joseph4gi.blogspot.jp/2015/05/florida-circumcision-saga-mother.html


    Der Blog Joseph4GI hat im Kampf gegen die Säuglingsbeschneidung gute Arbeit geleistet und bleibt lesenswert, ich kritisiere ihn heute dennoch.

    QUICK POST: „Just a Little Piece of Skin“
    09.08.2014

    It always pisses me off to hear people write off circumcision as „just a little snip“ and the foreskin as „just a little piece of skin.“

    Leider versäumt es Joseph4GI, an dieser Stelle, wie anatomisch und hier v. a. sensitivitätsbezogen geboten, die MGM mit der Klitorisamputation einer FGM Typ Ib zu vergleichen. „10000 bis 20000, Merkel, Vater-Pacini, Ruffini, Meissner“, das muss hier sofort kommen und auch das Braille-Gleichnis des hervorragenden Gary Harryman.

    The Angry Intactivist bringt, angemessenerweise, eine wichtige Fundsache zur khitan al-inath (sunat perempuan, Islamic FGM), doch die australische, neuseeländische und nördliche transatlantische Mehrheitsbevölkerung hält er leider für immun, die weibliche Sunnabeschneidung jemals zu legalisieren.

    Mit Ringel / Meyer jedoch und v. a. mit Tatjana Hörnle und dem letzten Juristentag steht Deutschland nun unmittelbar vor der Legalisierung der sogenannten milden Sunna und bis auf mutige Wenige wie Mina Ahadi muckt nahezu niemand auch nur auf.

    Auf ihrem Blog The small light of my life* verherrlichte jedenfalls verharmloste die malaysische Aan Andres (The small girl in a big city) aus Kuala Lumpur:

    „It happens so fast, with a bismillah and a snip,
    a little bit blood and that’s it, Zahra dah sunat!
    She didn’t cry even a drop, in fact giggling 2 lagi [lagi, again, wieder].
    I guess it wasn’t painful for her, alhamdulillah.“

    Come to think about it, you know what else pisses me off?

    When people say „Don’t you dare compare male and female circumcision. They’re not the same!“

    Ch‘ Yah! You’re right! They’re not.

    The Angry Intactivist weiß nicht oder verschweigt, dass in Malaysia und Südostasien, islamisch korrekt, unzählig viele kleine Mädchen Tag für Tag weiter beschnitten sprich genital verstümmelt werden und zwar ohne Protest der Mehrheit der Bewegung für Genital Autonomy (GA).

    http://joseph4gi.blogspot.de/2014/08/quick-post-just-little-piece-of-skin.html


    03.02.2014
    CIRCUMCISION: „Just a Little Piece of Skin?“

    If this „little bit of skin“ belonged to a baby girl, there would be outrage.

    It wouldn’t matter that the baby girl would be „too small to remember.“

    It wouldn’t matter that she was given proper pain management.

    It wouldn’t matter that it was done to fulfill a religious conviction.

    The words on people’s lips would be „genital mutilation,“ and rightly so.

    Let’s take a look at a picture of a baby girl’s severed clitoris.

    Aber nein, The Angry Intactivist, alle Deutschen wissen, dass der Juristentag (djt) 2014 der Bundesregierung die geschlechtsneutrale Neuformulierung des bzw. der relevanten Beschneidungsparagraphen empfohlen hat. Ein paar Worte an (lobenswertem) Widerstand seitens einiger Anti-FGM-Initiativen, sonst nur wenig und selbst dieses Wenige wird 2015, ausgerechnet durch Deutschlands und Europas treulose Intaktivisten, angestrengt und leider erfolgreich verschwiegen.

    The foreskin is a complex, double-layered fold of flesh, laden in thousands of nerves and blood vessels.

    Genau, tausende von Nerven, warum fällt das jetzt so schwer und fehlt hier die sensitiv korrekte Gleichung Penisvorhaut = Klitoris.

    The foreskin is normal, natural, healthy, functioning tissue, with which all boys are born; it is as intrinsic to male genitalia as labia are to female genitalia.

    Der Vergleich Penisvorhaut – weibliche Labien ist stimmig (Tanja Hindemith) und ihn hier zu bringen ist intaktivistisch zu begrüßen.

    the circumcision of a healthy, non-consenting individual

    STOP, nur das zu schreiben ist nicht akzeptabel, denn auch der 14- oder 17-jährige Jugendliche, Mädchen oder Junge, ist einer Zustimmung (informed consent) in die eigene Genitaloperation völlig altersentsprechend noch gar nicht fähig.

    Antrag auf pauschales consenting abgelehnt, denn ob Mädchen oder Junge, keine Beschneidung unter achtzehn.

    http://joseph4gi.blogspot.jp/2014/02/circumcision-just-little-piece-of-skin.html

  11. Genital Autonomy 2015 Myths and Multiple Standards Says:

    [ Einen Tag eher, am 7. Mai 2015 und zum dritten Jahrestag des sogenannten Kölner Urteils, ging man für das Menschenrecht intakte Genitalien in Köln auf die Straße: The World Wide Day of Genital Autonomy (WWDOGA) ]

    Mina Ahadi, die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, nahm in ihrer Rede Stellung zur Jungenbeschneidung in den sog. „Islamischen Ländern“, in denen neben der Mädchenbeschneidung über 90 Prozent der Jungenbeschneidungen weltweit durchgeführt werden. Die Verharmlosung dieser enormen Kinderrechtsverletzung ginge soweit, dass sogar Eltern, die aus Sorge um die Gesundheit der Kinder den Brauch kritisch zu hinterfragen begännen, die Beschneidung durch Ärzte als sinnvoll und gut empfohlen bekämen. Über das „Kölner Urteil“ wurde auch in den Islamischen Ländern viel berichtet. Gerade auch in Richtung dieser Länder sei es wichtig, dass die Menschen in den westlichen Ländern gegen diese Kinderrechtsverletzung auf die Straße gingen. Der Zentralrat der Ex-Muslime habe inzwischen mit Veranstaltungen zum Thema eine Anlaufstelle geschaffen, die vor allem auch betroffenen Männern die Möglichkeit eröffnet habe, das Tabu-behaftete Thema zur Sprache zu bringen. Dem Deutschen Bundestag warf sie vor, mit reaktionären Kräften zusammengearbeitet zu haben, um das Beschneidungsgesetz zu schaffen.

    aus: Eva Matthes (Die Forderung nach der Unteilbarkeit von Kinderrechten verbindet), bei: hpd – humanistischer pressedienst 18.05.2015

    http://hpd.de/artikel/11723


    The World Wide Day of Genital Autonomy (WWDOGA)

    https://www.facebook.com/WorldDayofGenitalAutonomy

  12. Wütender Intaktivist Says:

    Der Zentralrat der Ex-Muslime Deutschland (ZdE) zeigt Fotos aus Frankfurt am Main „Genital Autonomy 2015“ mit Mina Ahadi

    https://de-de.facebook.com/permalink.php?story_fbid=834589719923925&id=486839381365629

    .
    .

    Zur offiziellen Seite des Zentralrats der Ex-Muslime in Deutschland:

    .
    .

    https://www.facebook.com/pages/Zentralrat-der-Ex-Muslime-Deutschland/486839381365629?fref=nf

  13. Genital Autonomy 2015 Myths and Multiple Standards Says:

    Einige Minderheiten im Islam rechtfertigen die Genitalbeschneidung unter Berufung auf einige wenige Hadithe. Hierbei handelt es sich allerdings oft um eine bestimmte Eingriffsform, die sogenannte „leichte Beschneidung“ (arabisch ‏الخفاض القليل‎). Bei dieser Beschneidungsart findet nur ein leichtes Entfernen des äußerlich sichtbaren Teils der Klitorisvorhaut statt. Wenige andere Gelehrte rechtfertigten als khifadh oder khafdh (arabisch ‏الخفاض‎) (DMG ḫifāḍ bzw. ḫafḍ) allerdings auch die Teilamputation der Klitoris oder sogar die Klitoridektomie.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Weibliche_Genitalverst%C3%BCmmelung#Vorkommen_im_Islam

  14. Carcinòl Says:

    Auch das (bis zur Kinderfeindlichkeit religionsfreundliche) Beschneidungsforum weiß: die Beschneidung ist Scharia, MGM wie FGM. Wer als Intaktivist den Befehl des himmlischen Gesetzes (Scharia; Halacha) nicht kritisiert, mithin den Inhalt und Glaubensgehorsam der echten alten Religion, wird nichts gegen die Genitalverstümmelung erreichen.

    Deutschland 2012, keine zwei Wochen später sollte der Gesetzgeber die Straffreistellung jeder MGM auf Elternwunsch legalisieren. Jungen religiös begründet genital verstümmeln durfte bei den Humanisten Württemberg noch etwas bequatscht werden, Religionsfreund Christoph Kupferschmid vom Verband der Kinder- und Jugendärzte mittendrin.

    Kennt seine Religion genau: Islamwissenschaftler Hussein Hamdan.

    http://www.diesseits.de/image/beschneidung-dhuw-hamdan

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    Weitaus distanzierter bei dieser Diskussion trat der Islamwissenschaftler Hussein Hamdan auf, der sich besonders im christlich-islamischen Dialog engagiert und zu diesem Thema in Tübingen promoviert. Die Beschneidung bei Jungen sei im Islam, so Hamdan, genauso verpflichtend wie im Judentum, aber die Bedeutung sei eine andere [ – zur islamischen Mädchenbeschneidung schwieg Hamdan]. Denn aus islamischer Sicht handele es sich hier um ein Ritual der Reinheit und nicht, wie im Judentum, um eine identitätsstiftende religiöse Handlung. Es handele sich bei der Beschneidung von Jungen also um keine Einführung in den Islam. Zudem betonte Hamdan die Unterschiede innerhalb des islamischen Glaubensgebietes [Dar al-Islam]. So sei es in der Türkei üblich, die Beschneidung zwischen dem siebten und neunten Lebensjahr eines Jungen durchzuführen — verbunden mit einem größeren Fest. Arabische Muslime führten die Beschneidung der Jungen schon kurz nach der Geburt durch. So gebe es dann auch in Deutschland eine je nach Herkunftsland unterschiedliche Ausführung der religiösen Beschneidung von islamischen Jungen [genau, der Befehl selbst ist umzusetzen, für einen religiös erwachsenen männlichen Muslim (15 oder 16 Jahre alt) ist die Vorhaut gar kein Körperteil bzw. als doch vorhandenes Körperteil haram, islamisch illegal].

    Die Art und Weise, wie die Diskussion in den letzten Monaten geführt wurde, empfand Hamdan selbst als schwierig und betonte, wie wichtig es sei, einen respektvollen Ton zu finden, um einen Dialog auf Augenhöhe zu führen. Rückblickend sei die Debatte um das Urteil für zwei Aspekte besonders wichtig gewesen: Erstens mussten sich dadurch Muslime und Juden intensiv mit dem Sinn der Beschneidung von Jungen befassen. Und zweitens hätten Muslime und Juden in Deutschland so eine Gemeinsamkeit entdeckt, die … ein wichtiger Schritt im Dialog zwischen beiden sei. Er bedauere es sehr, dass kein Vertreter des jüdischen Glaubens anwesend sei, denn seiner Einschätzung nach sei mit einem Beschneidungsverbot jüdisches Leben in Deutschland nicht mehr möglich [und, so suggeriert und, letztlich, verlangt es der Islamwissenschaftler, bei einem deutschen Beschneidungsverbot sei auch muslimisches Leben ebenso wenig möglich].

    aus: Julia von Staden (Debatte über Beschneidung: „Kinder sind nicht die Leibeigenen der Eltern“), in: diesseits (das humanistische magazin) 30.11.2012

    http://www.diesseits.de/perspektiven/saekulare-gesellschaft/1354230000/debatte-ueber-beschneidung-kinder-sind-nicht-leibeige

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    ::

    Nach einer Häufung von Todesfällen wurde die weibliche Genitalverstümmelung 2008 in Ägypten gesetzlich verboten. Ärzten und Hebammen, die traditionell auf dem Land den Eingriff vornehmen, droht seither eine Gefängnisstrafe. Auch der ägyptische Großmufti hatte in einer sogenannten Fatwa, einem islamischen Rechtsgutachten, vorab klargestellt, dass die weibliche Genitalverstümmelung nicht mit den Werten des Islam vereinbar sei [die Sprache der Taqiyya, die Mädchenbeschneidung (FGM) von Typ I oder IV hat der Mufti mit dieser Fatwa explizit leider nicht verboten, die eher auf FGM Typ II und III zielt, die er eben unter „Verstümmeln“ zu fassen beliebt. Der schafiitische Fiqh verpflichtet zur Mädchenbeschneidung].

    Doch seit der Revolution nehme die Zahl der Mädchen-Beschneidungen plötzlich wieder zu, hat Umm Mohamed in ihrer Gegend beobachtet. Zu Zeiten des Mubarak-Regimes hätten sich die Leute noch vor den Strafen gefürchtet. Doch jetzt würden es die Ärzte in ihrem Viertel nicht mal mehr heimlich tun, ärgert sich die Ägypterin. „Sie beschneiden tagsüber kleine Jungen. Und Mädchen beschneiden sie nachts zum doppelten Preis. Alle Leute wissen das.“ …

    Nach dem gesetzlichen Verbot hätte man einen Rückgang beobachten können. „Aber seitdem die Muslimbrüder und andere Islamisten in Ägypten das Sagen haben, steigen die Zahlen wieder. Sie ermutigen die Familien, es wieder zu tun.“ Dabei würden nicht mal die streng gläubigen Muslime in Saudi-Arabien Mädchen oder Frauen beschneiden [das ist leider falsch, zumal jeder zweite Mufti oder Scheich des hanbalitischen Fiqh die FGM als religionsrechtlich verpflichtend bewertet].

    Salafisten und Vertreter der Muslimbruderschaft, der politischen [nun, der korantreuen] Heimat von Ägyptens Präsident Mohamed Mursi, fordern trotzdem die erneute Legalisierung [genau, die Medina erneuernden Urgemeindler haben ihren Islam richtig verstanden. Auch alle Muslimbrüder waren 1928 sozusagen Salafi und sind es heute]. …

    Doch die Islamisten [gibt es nicht. Die Islamaktivisten also] hätten mancherorts bereits Fakten geschaffen [yes indeed, Islam is action], erklärt Mervat Tallawy, Präsidentin des Nationalen Frauenrates für Ägypten. Vor einigen Wochen sei sie darüber informiert worden, dass die Muslimbruderschaft in der ländlichen Region der Provinz Minia Busse als mobile Kliniken einsetzen würden. „Die Beschneidung von Mädchen wurde dabei als eine Art Gesundheitsservice angeboten. Und das kostenlos“, sagt Tallawy. Aufkleber mit dem Logo der „Partei für Freiheit und Gerechtigkeit“, dem politischen Arm der Muslimbruderschaft, hätten auf diesen Bussen geklebt.

    Der Nationale Frauenrat schaltete den zuständigen Gouverneur und das Gesundheitsministerium in Kairo ein. Aber die Sprecher der Muslimbrüder-Partei hätten alles abgestritten und den Dorfbewohnern vorgeworfen, das Logo gefälscht zu haben. Darüber muss Mervat Tallawy, eine elegante ältere Dame, bitter lachen. Die Dorfbewohner lebten sehr einfach und könnten oft kaum lesen. Ihnen traue sie eine derartige Fälschung gar nicht zu. Dass die Muslimbruderschaft womöglich illegale Beschneidungsaktionen auf dem Land finanziere, glaubt sie da schon eher. „Das ist Kindesmisshandlung, das ist ein barbarischer Akt“, kommentiert Tallawy verächtlich. „Aber solange der ägyptische Präsident diese Praktiken nicht selbst ausdrücklich verurteilt, werden die Fundamentalisten weitermachen und uns in Mittelalter zurückführen. Ich weiß nicht, warum sie die Frauen so hassen.“ [genau so fühlt sich der echte alte Islam für die Frauen an, Allahs Gesetz Praktizieren ist praktizierter Frauenhass]

    von: Cornelia Wegerhoff (Immer mehr Frauen werden verstümmelt), auf: DW 06.12.2012

    http://www.dw.de/immer-mehr-frauen-werden-verst%C3%BCmmelt/a-16395437

  15. Machandelboom Says:

    Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) schon wieder, Urologenportal.

    Alter des Jungen und durchschnittliche volle Retraktierbarkeit der Vorhaut: 10,4 Jahre (zehn Komma vier), denn was soll ein Grundschüler auch mit einer zurückziehbaren Vorhaut. Die DGU jedoch führt Eltern und Kind in die Irre sprich in den Operationsraum:

    „Bis nach Abschluss des ersten Lebensjahres kann die Vorhaut in etwa der Hälfte der Fälle zurückgeschoben werden. Nach dem 3. Lebensjahr steigt diese Rate bis auf 90 %“

    Die Ballonierung („Bildung eines „Ballons“ an der Vorhaut beim Wasserlassen“) ist grundsätzlich gerade keine auch nur relative medizinische Indikation für eine Zirkumzision, sondern sehr oft eine völlig normale und kurzzeitige Entwicklungsphase einsetzender Vorhautablösung bei bestehender kindgemäßer Vorhautenge.

    Das Genitalverstümmeln soll einfach so weitergehen, komplette Beschneidung bewirbt und komplette Desinformation verbreitet Urologenportal (DGU).

    Dass, sensitiv gesehen, jedes Wegschneiden der Penisvorhaut sehr genau einer Amputation der Klitoris entspricht, was als zwangsläufige Folge unter Komplikationen (Ist die Beschneidung mit Gefahren verbunden?) in der Tat nicht gehört, wird den Bürgern und den insbesondere Eltern eines Sohnes durch die deutsche Urologengesellschaft verschwiegen.

    DGU:

    „Selten beschreiben Männer nach einer Beschneidung leichte Gefühlsstörungen im Bereich der Eichel.“ – dass mit der Eichel ist naturgemäß nicht viel anderes als Unwohlsein bzw. Schmerz zu spüren, sagt die DGU nicht

    „Diese Veränderungen sind in der Regel vorübergehend.“ – genau, irgendwann spürt der Mann dort nicht selten gar nichts mehr

    „Mittel- und Langfristig sollten keine Veränderungen der Empfindsamkeit der Eichel resultieren.“ – eben deshalb, die Eichel hatte eine nennenswerte, Lust erzeugende Empfindsamkeit noch nie besessen und nur das Präputium die 10000 bis 20000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Merkel, Vater-Pacini, Meissner, Ruffini enthalten.

    „Das anfänglich ungewohnte Gefühl der freiliegenden Eichel lässt nach einigen Tagen nach.“ – man gewöhnt sich an alles, auch insofern lässt das welches Gefühl auch immer nach.

    Im die Routine-Folgen betreffenden Abschnitt (Hat die Beschneidung Auswirkungen auf das Liebesleben?) wird das Verschweigen medizinisch endgültig unredlich und, da die MGM einer FGM Typ Ib (Klitoridektomie) entspricht, menschenrechtsverletzend, für heute ohne weitere Worte unsererseits:

    „Manche Männer berichten über verstärkte Höhepunkte beim Geschlechtsverkehr (Orgasmen). Auch vermehrte Ausdauer beim Geschlechtsverkehr wird angegeben.“

    http://www.dgu.de/beschneidung.html

    Wie leider zu erwarten wagt Beschneidungsforum zur Stunde nicht, die sensitiv allein korrekte Gleichung Penisvorhaut = Klitoris auszusprechen, was unter Nennung von Forschern wie Sorrells oder Morten Frisch unschwer geschehen kann.

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=5754


    Sommer 2012, wie gewohnt will man jeden Jungen juristisch einwandfrei („rechtssicher“) beschneiden sprich genital verstümmeln dürfen. BDU-Stellungnahme zum „Beschneidungsurteil“ des Landgerichts Köln vom 07.05.2012, BDU-Präsident Axel Schroeder droht mit schlimmen Beschneidungsfolgen nach Abdrängen in die Hinterhöfe, stimmt schon, MGM ist Xhosa-Gruppenzwang sowie himmlische Halacha- und Schariapflicht:

    „Bei der Diskussion darüber, ob zukünftig rituelle Beschneidungen durch Ärzte rechtssicher durchgeführt werden können, sollte auch der Aspekt berücksichtigt werden, dass man rituelle Beschneidungen durch Gerichtsurteile in Deutschland nicht einfach abschaffen kann. Damit besteht die konkrete Gefahr, dass rituelle Beschneidungen vermehrt von medizinischen Laien durchgeführt werden. … Das Präsidium des BDU wird in Zusammenarbeit mit dem Hauptausschuss in den nächsten Wochen die notwendigen Maßnahmen dazu beschließen und durchführen, um entweder den Gesetzgeber zum Handeln zu veranlassen oder eine höchstrichterliche Entscheidung herbeizuführen.“

    DGU = Erfüllungsgehilfe des afrikanischen Stammesrituals bzw. des monotheistischen Gesetzes. DGU = De-facto-Ritualbeschneider.

    http://www.dgu.de/fileadmin/MDB/PDF/BDU-Stellungnahme.pdf

  16. Carcinòl Says:

    Unbeschnittene haben in Kulturen, bei denen die Initiation mit einer Beschneidung verbunden ist, mit handfesten Nachteilen zu rechnen: Sie gelten als rechtlich, sozial und wirtschaftlich nicht erwachsen und dürfen in vielen Kulturen weder heiraten noch erben. Real und auch magisch verleiht also in solchen Kulturen erst die Beschneidung im Rahmen der Initiation den vollen Erwachsenenstatus. Was der bekannte frühere Präsident Südafrikas, Nelson Mandela, aus der Traditionalen Kultur der Xhosa stammend, in seiner Biographie berichtet, ist für viele Kulturen typisch … Auch ein Xhosa kann unbeschnitten nicht heiraten, erben und religiöse Zeremonien leiten.

    p 61

    von: Uwe Krebs (Erziehung und Sozialisation im Kulturvergleich anhand ethnologischer Monographien)

    in: Elisabeth Zwick (Hg.) Pädagogik als Dialog der Kulturen: Grundlagen und Diskursfelder der interkulturellen Pädagogik

    https://books.google.de/books?id=5gPQD9Hy6iYC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

  17. Edward von Roy Says:

    DEUTSCHER BUNDESTAG
    Basisinformationen über den Vorgang
    [ID: 18-59071]

    http://dipbt.bundestag.de/extrakt/ba/WP18/590/59071.html

    33. Sitzung am Mittwoch, den 25. März 2015, 15:00 Uhr – nicht öffentlich

    [Keine Zusammenfassung]

    Abschaffung der Genitalverstümmelungen bei Frauen und Mädchen
    Entschließung des Europäischen Parlaments vom 6. Februar 2014 zu der Mitteilung der Kommission mit dem Titel „Abschaffung der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM)“ (2014/2511(RSP))

    P7_TA-PROV(2014)0105

    Federführend:
    Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    Mitberatend:
    Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz
    Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe
    Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
    Berichterstatter/in:
    Abg. Martin Patzelt [CDU/CSU]
    Abg. Gabriela Heinrich [SPD]
    Abg. Inge Höger [DIE LINKE.]
    Abg. Tom Koenigs [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]

    http://www.bundestag.de/blob/366400/440f3aad6b1984b78c9db569a1a5baef/33-2015-03-25-data.pdf

    http://sysinfo.bundestag.btg:8888/schnittstellen/redirector?dktId=169450

    Entschließung des Europäischen Parlaments zu der Mitteilung der Kommission mit dem Titel „Abschaffung der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM)“ (2014/2511(RSP))

    C. in der Erwägung, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2008 alle Verfahren als Verstümmelung weiblicher Genitalien definiert hat, bei denen die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane ohne medizinische Indikation teilweise oder vollständig entfernt werden, darunter die Sunna-Beschneidung oder Klitoridektomie (teilweise oder vollständige Entfernung der Klitoris sowie der Vorhaut), die Exzision (teilweise oder vollständige Entfernung der Klitoris und der äußeren Schamlippen) und die extremste Form der Verstümmelung weiblicher Genitalien, die Infibulation (Verengung der Vaginalöffnung durch die Schaffung einer Abdeckung);

    D. in der Erwägung, dass laut Angaben der WHO schätzungsweise 140 Millionen Kinder, junge Mädchen und Frauen weltweit diese grausame Form der geschlechtsbezogener Gewalt erlitten haben; in der Erwägung, dass laut der WHO die Genitalverstümmelung zumeist an jungen Mädchen vorgenommen wurde, die höchstens 15 Jahre alt waren; in der Erwägung, dass dieser grausame Brauch laut Berichten in 28 afrikanischen Ländern, im Jemen, im Nordirak und in Indonesien üblich ist;

    E. in der Erwägung, dass die Verstümmelung weiblicher Genitalien ein brutaler Brauch ist, der nicht nur in Drittstaaten vorkommt, sondern auch Frauen und Mädchen in der EU betrifft, die entweder im Hoheitsgebiet der EU oder vor ihrer Einreise in die EU bzw. während Aufenthalten außerhalb der EU in ihren Heimatländern der Genitalverstümmelung unterworfen werden(8); in der Erwägung, dass laut dem UNHCR jedes Jahr etwa 20 000 Frauen und Mädchen aus Ländern, in denen die Verstümmelung weiblicher Genitalien üblich ist, in der EU Asyl suchen, wobei 9 000 von ihnen möglicherweise bereits verstümmelt wurden(9), und dass Schätzungen zufolge bis zu 500 000 Frauen innerhalb der EU eine Genitalverstümmelung erlitten haben oder diesbezüglich gefährdet sind(10), während diese Straftat immer noch selten bestraft wird;

    http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+MOTION+B7-2014-0091+0+DOC+XML+V0//DE

    Der Bundestag
    Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    Archiv der Tagesordnungen

    https://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse18/a13/tagesordnungen/Archiv

  18. Carcinòl Says:

    Islam ist Beschneidung der Jungen und Mädchen. Islamic FGM
    ::

    Islam Question and Answer
    General Supervisor: Shaykh Muhammad Saalih al-Munajjid

    Fatwa 60314:
    Circumcision of girls and some doctors’ criticism thereof

    Question

    Nowadays we hear that many doctors denounce the circumcision of girls, and say that it harms them physically and psychologically, and that circumcision is an inherited custom that has no basis is Islam.

    Answer

    – Principles of Fiqh » Jurisprudence and Islamic Rulings » Acts of Worship » Purity » Natural character and instinct of the human creation.

    … Abu Dawood (5271) narrated from Umm ‘Atiyya al-Ansaariyya that a woman used to do circumcisions in Madeena and the Prophet (…) said to her: “Do not go to the extreme in cutting; that is better for the woman and more liked by the husband.” … But the scholars differed concerning the ruling, and there are three opinions:

    1 – That it is obligatory for both males and females. This is the view of the Shaafa’is and Hanbalis, and is the view favoured by al-Qaadi Abu Bakr ibn al-‘Arabi among the Maalikis (…).

    Al-Nawawi (…) said in al-Majmoo’ (1/367): Circumcision is obligatory for both men and women in our view. This is the view of many of the salaf, as was narrated by al-Khattaabi. Among those who regarded it as obligatory is Ahmad… it is the correct view that is well known and was stated by al-Shaafi’i (…), and the majority stated definitively that it is obligatory for both men and women. end quote.

    See Fath al-Baari, 10/340; Kishshaaf al-Qinaa’, 1/80

    2 – That circumcision is Sunna for both males and females. This is the view of the Hanafis and Maalikis, and was narrated in one report from Ahmad. Ibn ‘Aabideen al-Hanafi (…) said in his Haashiyah (6/751): In Kitaab al-Tahaarah of al-Siraaj al-Wahhaaj it says: Know that circumcision is Sunna in our view – i.e., according to the Hanafis – for men and for women. end quote.

    See: Mawaahib al-Jaleel, 3/259

    3 – That circumcision is obligatory for men and is good and mustahabb for women. This is the third view of Imam Ahmad, and it is the view of some Maalikis such as Sahnoon. This view was also favoured by al-Muwaffaq ibn Qudaama in al-Mughni.

    See: al-Tamheed, 21/60; al-Mughni, 1/63

    It says in Fataawa al-Lajnah al-Daa’imah (5/223):

    Circumcision is one of the Sunnahs of the fitra, and it is for both males and females, except that is it obligatory for males and Sunnah and good in the case of women. End quote

    Thus it is clear that the fuqaha’ of Islam are agreed that circumcision is prescribed for both males and females, and in fact the majority of them are of the view that it is obligatory for both. No one said that it is not prescribed or that it is makrooh or haraam. …

    Shaykh Jaad al-Haqq ‘Ali Jaad al-Haqq, the former Shaykh of al-Azhar, said:

    Hence the fuqaha’ of all madhhabs are agreed that circumcision for both men and woman is part of the fitra of Islam and one of the symbols of the faith, and it is something praiseworthy. … Then he said:

    From the above it is clear that the circumcision of girls – which is the topic under discussion here – is part of the fitra of Islam, and the way it is to be done is the method that the Messenger of Allaah (…) explained. It is not right to abandon his teachings for the view of anyone else, even if that is a doctor, because medicine is knowledge and knowledge is always developing and changing. End quote.

    In the fatwa of Shaykh ‘Atiyah Saqar – the former heard of the Fatwa Committee in al-Azhar – it says:

    The calls which urge the banning of female circumcision are call that go against Islam, because there is no clear text in the Qur’aan or Sunna and there is no opinion of the fuqaha’ that says that female circumcision is haraam. Female circumcision is either obligatory or recommended. …

    However, medical theories about disease and the way to treat it are not fixed, rather they change with time and with ongoing research. So it is not correct to rely on them when criticizing circumcision which the Wise and All-Knowing Lawgiver has decreed in His wisdom for mankind. Experience has taught us that the wisdom behind some rulings and Sunnahs may be hidden from us.

    http://islamqa.info/en/60314

    ::
    ::

    Islam Question and Answer
    General Supervisor: Shaykh Muhammad Saalih al-Munajjid

    Fatwa 45528
    Medical benefits of female circumcision

    Question

    Could you explain me what is the medical benefit of girl’s circumcision?

    Answer

    Islam may enjoin or forbid something and the people – or most of them – may not be able to see the wisdom behind this command or prohibition. In that case we are obliged to obey the command or heed the prohibition and to have certain faith that the laws of Allaah are all good, even if we cannot see the wisdom behind them.

    Circumcision is one of the Sunnas of the fitra … Circumcision is prescribed for both males and females. The correct view is that circumcision is obligatory for males and that it is one of the symbols of Islam, and that circumcision of women is mustahabb but not obligatory. …

    Female circumcision has not been prescribed for no reason, rather there is wisdom behind it and it brings many benefits.

    Mentioning some of these benefits, Dr. Haamid al-Ghawaabi says:

    The secretions of the labia minora accumulate in uncircumcised women and turn rancid, so they develop an unpleasant odour which may lead to infections of the vagina or urethra. I have seen many cases of sickness caused by the lack of circumcision.

    Circumcision reduces excessive sensitivity of the clitoris which may cause it to increase in size to 3 centimeters when aroused, which is very annoying to the husband, especially at the time of intercourse.

    Another benefit of circumcision is that it prevents stimulation of the clitoris which makes it grow large in such a manner that it causes pain.

    Circumcision prevents spasms of the clitoris which are a kind of inflammation.

    Circumcision reduces excessive sexual desire. …

    The female gynaecologist Sitt al-Banaat Khaalid says in an article entitled Khitaan al-Banaat Ru’yah Sihhiyyah (Female circumcision from a health point of view): …

    We all know the dimensions of Islam, and that everything in it must be good in all aspects, including health aspects. If the benefits are not apparent now, they will become known in the future, as has happened with regard to male circumcision – the world now knows its benefits and it has become widespread among all nations despite the opposition of some groups.

    Then she mentioned some of the health benefits of female circumcision and said:

    It takes away excessive libido from women

    It prevents unpleasant odours which result from foul secretions beneath the prepuce.

    It reduces the incidence of urinary tract infections

    It reduces the incidence of infections of the reproductive system.

    In the book on Traditions that affect the health of women and children, which was published by the World Health Organization in 1979 it says:

    With regard to the type of female circumcision which involves removal of the prepuce of the clitoris, which is similar to male circumcision, no harmful health effects have been noted.

    http://islamqa.info/en/45528

  19. Carcinòl Says:

    One Law For All sehr geehrter Herr Rabbiner, auch der Gottesfürchtige bleibt bei Rot an der Ampel stehen und geht bei Grün oder wird sanktionsiert, gar nicht anders als der Grlaubenszweifler oder Gottlose, denn die Bevölkerung in rechtlich (menschenrechtlich, bürgerrechtlich, strafrechtlich) folgenreiche Kollektive aufteilen können und wollen wir Verfassungsfundamentalisten und Menschenrechtsuniversalisten ja gerade nicht.

    Die körperliche Unversehrtheit eines Kindes (Kind ist Mensch unter achtzehn Jahren) steht für uns nicht zur Debatte, der Minderjährige kann die lebenslangen Folgen der an ihm auf Erwachsenenwunsch vollzogenen HGM (FGM oder MGM) für Sexualität und Partnerschaft nicht überblicken und ist damit also weder einsichtsfähig noch informiert einwilligungsfähig (in den informed consent).

    Die Steinigung war auch mal sehr jüdisch und religiös ist es im nicht reformierbaren islamischen Recht (Scharia) ja vielleicht noch heute, was allerdings nur zu bedeuten hat, dass mindestens die verfassungswidrigen Inhalte der alle Lebensbereiche umfassenden (totalitären) Scharia nicht legalisiert werden können sprich dass ggf. auch ein als kohärent verstandenes Gesamtpaket namens schariatische Normativität unanwendbar (illegal) bleibt. Irgendwann sowie möglichst bald werden sich schwarzafrikanische oder islamisch-schafiitische Mädchenbeschneiderinnen nicht anders als Sünnetci und Mohalim ihrer beruflichen Umschulung zu widmen haben oder bei Fortsetzung des ggf. authentisch religiösen, doch dann endlich illegalen Tuns einer Straftat angeklagt werden und anschließend beispielsweise im sehr diesseitigen Gefängnis wohnen.

    Sommer 2015. Zum Ansinnen des Pro-FGM-Duos Ringel / Meyer (wollen § 1631d BGB geschlechtsneutral neu formulieren, um in Deutschland die nach Koran und Sunna erforderliche Beschneidung der Jungen und Mädchen zu erreichen), der Juristentagsgutachterin (2014) und Legalisiererin der Mädchenbeschneidung (d. i. FGM) Tatjana Hörnle (versucht dasselbe mit § 226a StGB ebenfalls zum Zwecke der deutschen Straffreistellung der Islamic FGM) sowie zum diesjährigen Deutschen Evangelischen Kirchentag (in Stuttgart, Losung „damit wir klug werden“).

    Carcinòl

    ::
    (Zitat)

    … Julian Chaim Soussan, Oberrabbiner aus Frankfurt, am Donnerstag in der Stuttgarter Oper. Thema war die Zukunft des jüdisch-christlichen Dialogs. Darüber diskutierte Soussan mit Ralf Meister, Landesbischof aus Hannover.

    „Die Beschneidung ist im Judentum keine Äußerlichkeit, sondern ein fester Bestandteil der Religion“, sagte Meister. Die Debatte darüber zeige, dass Religion „in unserer säkularen Gesellschaft nicht mehr von allen als „integraler Bestandteil“ gesehen werde. Soussan berichtete von der „absurden Situation, dass mir in einer Diskussion ein Vertreter des Atheismus gegenüber saß, der mir erklären wollte, was ich in meinem Glauben darf und was nicht.“ Mit den Christen verbinde die Juden „ein gemeinsames Anliegen. Wir haben das Recht darauf, unseren Glauben zu leben.“ Dafür müsse man sich gemeinsam stark machen. …

    aus: Gerlinde Wicke-Naber (Gemeinsamer Einsatz für religiöse Werte), in: Stuttgarter Zeitung 04.06.2015

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kirchentag-in-stuttgart-gemeinsamer-einsatz-fuer-religioese-werte.6584c299-6f94-4fe6-bfd4-5c1ece727e93.html

  20. Machandelboom Says:

    Victor S. Schonfeld am 30.11.2012 in der Süddeutschen Zeitung:

    „Dieses Ritual widerspricht meinen jüdischen Werten“

    Der Bundestag will in den kommenden Tagen über einen Gesetzentwurf entscheiden, der das Ritual der Knabenbeschneidung in Deutschland straffrei machen würde. Sollte dieser Entwurf der Bundesregierung, der es Eltern erlaubt, ihre minderjährigen Söhne beschneiden zu lassen, angenommen werden, so wäre das tief beklagenswert. Ich sage dies als jüdischer Vater, dessen Vorfahren stolze Rabbiner waren und dessen Verwandte teilweise im Holocaust ums Leben kamen. Ich sage es auch als Filmemacher der britischen Fernsehdokumentation „It’s a Boy!“. …

    In Großbritannien sorgte der Film für Aufruhr, weil er dokumentierte, wie ein Baby nach der Beschneidung durch einen Mohel, einen jüdischen Fachmann für den Eingriff, nur knapp dem Tod entging. Der Junge hatte bei dem Eingriff eine schwere Infektion erlitten. Der Vater, selbst kein Jude, war bei der Beschneidung nicht dabei gewesen und war danach verzweifelt, weil er sie nicht verhindert hatte. Der Vorfall muss für die Eltern eine extreme Belastung gewesen sein. Wie mag es deutschen Paaren ergehen, wenn die Beschneidung durch das Gesetz geradezu geschützt wird und Eltern sich über das Ritual nicht einig sind? …

    Ich erkläre meiner Tochter, dass es immer wieder zu Komplikationen kommt, die vertuscht werden. Zwar gibt es für kein einziges Land offizielle Zahlen, aber eine Analyse von Dr. Ronald Goldman von der gemeinnützigen US-Organisation „Jewish Circumcision Resource Centre“, deutet darauf hin, dass bei den Millionen Beschneidungen, die jährlich vorgenommen werden, mit mehr als 600.000 solcher Fälle zu rechnen ist. Das bedeutet, dass Tausende Kinder unter Blutungen, Infektionen oder anderen Komplikationen zu leiden haben, etliche hundert sind von lebensbedrohlichen Folgen betroffen – und das jeden Tag. …

    Ironischerweise plädierten in Deutschland bedeutende Rabbiner wie Abraham Geiger bereits im 19. Jahrhundert – lange vor der Nazi-Zeit – auch für die Abschaffung der Beschneidung. Geiger selbst bezeichnete sie sogar als barbarischen Akt. Und Theodor Herzl, der Begründer des modernen Zionismus, willigte nicht in die Beschneidung seines Sohnes ein.

    Der jüdischen Erziehung, die ich erfahren habe, verdanke ich einen besonderen jüdischen Wert, der mich bei allen wichtigen Filmen, die ich gemacht habe, geleitet hat: Es ist die Ermahnung, sich an Tzaar Baalei Chajim zu halten, das Vermeiden des Leidens von Lebewesen. Wenn ich nun die Aussagen von Hunderten amerikanischer Männer lese, die unter den lebenslangen Folgen der medizinisch nicht notwendigen Beschneidung leiden, der sie als Kinder unterzogen wurden, dann kann ich als Jude, der diesen zutiefst jüdischen Wert verinnerlicht hat, nicht akzeptieren, dass dieses Ritual fortgesetzt wird. …

    Eine kleine Minderheit von Rabbinern in Amerika zelebriert bereits Brit Shalom – und ihre Zahl wächst. Sie feiern die Tatsache, dass alle Kinder perfekt zur Welt kommen. Und darin liegt doch letztendlich das wahre Lob für einen „Schöpfer“, und nicht in der „operativen Korrektur“ bei jedem neugeborenen Jungen.

    Mein Appell an den Bundestag ist einfach: Machen Sie die Chancen für einen Wandel, die Ihre Richter in Köln so mutig ergriffen haben, bitte nicht zunichte. Jüdische und muslimische Kinder verdienen es, vor einem schmerzhaften, gefährlichen und längst überfälligen Brauch geschützt zu werden.

    Wenn es im 21. Jahrhundert eines deutschen Gerichts bedarf, um das Beschneidungsritual abzuschaffen, dann begrüße ich – auch und gerade als Jude – diesen Schritt.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/debatte-um-die-beschneidung-dieses-ritual-widerspricht-meinen-juedischen-werten-1.1535701


    Tza’ar ba’alei chayim

    Tza’ar ba’alei chayim (literally means: „the suffering of living creatures“[1]) is the Jewish principle which bans inflicting unnecessary pain on animals. This concept is not clearly enunciated in the written Torah, but was accepted by the Talmud (Bava Metzia 32b) as being a Biblical mandate. It is linked in the Talmud from the Biblical law requiring people to assist in unloading burdens from animals (Exodus 23:5).

    http://en.wikipedia.org/wiki/Tza%27ar_ba%27alei_chayim

  21. Jacques Auvergne Says:

    Heilen mit Koranversen und frommes Nachdenken über die Beschneidung von Jungen und Mädchen, viele Namen und Anreden gönnt sich Mullah Ali, ein FGM-Versteher und islamischer Missionar aus Erbil im nördlichen Irak. Die mehrheitlich von Kurden bewohnte Stadt (810.000 Einwohner) ist Hauptstadt wie Regierungssitz der Autonomen Region Kurdistan, wo die FGM, nach jahrelanger Aufklärungsarbeit, seit 2011 endlich offiziell verboten ist.

    Şêx Êlî Kurdî
    Mala Ali Kurdi
    Mullah Ali Mahmoud Hassan
    Mullah Ali Kalak
    Ali Kurdî Kêlek
    Mamosta Ali
    Mullah Ali
    ::

    Paying a visit to a Mullah who promoted FGM
    von: WADI 21.05.2015

    The shock was great when the Iraqi Kurdish Xelk Media Network reported about a Kurdish Mullah promoting female genital mutilation (FGM) on May 8th. Not only did Mullah Ali Kalak stress that Islam allows “female circumcision” but he demanded it to be done for the wellbeing of girls, claiming non-cut girls would enter illicit sexual affairs. …

    About FGM he told Xelk Media that “95% of the girls who have had illegal sexual affairs-problems, had not been circumcised”, elaborating: “Most of the girls who visit us and face sexual problems had not been circumcised. They have decided to commit suicide.” His analyses was: “All the problems that our nation faces result from illegal emotional relations between girls and boys.”

    He further demanded, that girls should be circumcised according to the sayings of the prophet … That extra flesh which is cut must not be longer than one millimeter. It is natural, otherwise cutting more than that displays them to problems. Hence, the person who conducts FGM should be carrying a special license”.

    Mullah Ali Kalak also slashed out at the campaign against FGM saying: “The wide international campaign for banning FGM aims at spoiling Islam in the people’s eyes.” …

    Stop FGM Middle East

    http://www.stopfgmmideast.org/campaign-in-iraqi-kurdistan-paying-a-visit-to-a-mullah-who-promotes-fgm/

    ::

    Campaign in Iraqi Kurdistan: Paying a visit to a Mullah who promoted FGM

    … Thus, the religious teacher was openly calling on people to break the law. FGM is illegal in Iraqi Kurdistan since 2011 when the government passed law No. 8 against domestic violence including FGM. WADI has been campaigning against the practice since 2006. Since last year, this campaign has been widened immensely with the support of Unicef and the Kurdish Regional Government. Religious leaders have repeatedly supported the struggle against FGM and denounced the practice harshly.

    With Mullah Ali Kalak taking the opposite path, outrage was great among Kurdish human rights organizations but also within government and parliamentarian circles. Mullah Ali Kalak is not the most important Mullah in Iraqi Kurdistan, but he runs the small but popular “Nabawi Clinic” near Erbil where he treats a wide range of illnesses with unorthodox methods such as camel urine. … he promised not to refer to “this topic anymore. The people can stop FGM since it is not obligatory” [das ließe sich theologisch allenfalls für z. B. die Hanbaliten sagen. Die islamische FGM (khitan al-inath) ist hingegen für Schafiiten, also die meisten Kurden, wadschib, schariarechtlich obligatorisch, religiös absolut verpflichtend]. …

    http://www.wadi-online.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2420%3Acampaign-in-iraqi-kurdistan-paying-a-visit-to-a-mullah-who-promotes-fgm&catid=52%3Aprojekt-updates&Itemid=172

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    Kurdistan 2013, religiöser Heiler warnt: Ganze Heerscharen von Dämonen und Geistern planen Invasion

    Kurdish spiritual healer warns from demons and jinn invasion to Kurdistan

    … Mullah Ali Mahmoud Hassan, a resident of Erbil had graduated from the Islamic Institute in Erbil and has a license from the Iraqi government to open a “Hospital “ near his home in Erbil. …

    SHAFAQ NEWS 01.12.2013

    http://www.english.shafaaq.com/community/8074-kurdish-spiritual-healer-warns-from-demons-and-jinn-invasion-to-kurdistan-.html

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    Mullah Ali

    h__ps://www.youtube.com/watch?v=ZPnbn3FJe6M

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    h__ps://www.youtube.com/channel/UCn4EvtUAQMdxDMCTZ9yUeMA

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    Mala Ali Kurdi

    h__ps://www.facebook.com/malaali.kurdi

    Şêx Êlî Kurdî, Prof. Dr. Ali Kurdî Kêlek

    شیفای قورئان
    Shifay Quran

    h__ps://www.facebook.com/pages/Shifay-Quran-%D8%B4%DB%8C%D9%81%D8%A7%DB%8C-%D9%82%D9%88%D8%B1%D8%A6%D8%A7%D9%86-%C5%9E%C3%AAx-%C3%8Al%C3%AE-Kurd%C3%AE/280497135327596

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    Mala Ali Kurdi

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    Mamosta Ali

    https://www.facebook.com/MamostaAliKalak

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    Medicine of the Prophet Muhammad

    https://www.facebook.com/ShifayQuran.Net

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    The Medical Miracle Of Quran

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    QURAN SHIFAYA

    MIRACLE OF ISLAM, This Man heals by the permission of Allah. 100 % TRUTH, NO DECEPTION.

    Ruqya shariyya [Islamisches Austreiben böser Geister, Exorzismus nach Koran und Sunna]
    dumb man cured | sheikh mala ali kurdi

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    Dr. Ali Kalak | English Subtitle

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    Christian Woman Converts To Islam

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    New Russian Women Convert To Islam (by Dr. Ali Kalak)

  22. Jacques Auvergne Says:

    (Erbil) – The practice of female genital mutilation continues in the Kurdistan region of Iraq a year after a landmark law banning it went into effect because the Kurdistan Regional Government has not taken steps to implement the law. …

    The highest Muslim authority in Iraqi Kurdistan issued a fatwa in July 2010 saying that Islam does not require female genital mutilation [wie in Malaysia und Indonesien also geht es sozusagen um das M im Kürzel FGM. Das ist Taqiyya, die genitalbeschneidende Normativität der Scharia verstümmelt (mutilates) aus ihrer Sicht ja eben gerade nicht, sondern hält heil und macht rein]. But after parliament passed the Family Violence Law, Mullah Ismael Sosaae, a religious leader, gave a Friday sermon in Erbil demanding that the KRG president, Massoud Barzani, refuse to sign it into law. Barzani did not sign it, but allowed the law to go into effect when it was published in the government’s Official Gazette …

    On July 6, 2010, shortly after the release of the June 2010 Human Rights Watch’s report on FGM, the High Committee for Issuing Fatwas at the Kurdistan Islamic Scholars Union, the highest Muslim religious authority on religious pronouncements and rulings, issued a fatwa, or religious edict, stating that FGM predates Islam and is not required by it. The fatwa did not explicitly ban the practice but encouraged parents not to subject their daughters to the procedure because of the negative health consequences. However, because villagers only heard about the fatwa from the campaigns by nongovernmental organizations, some said they doubted its veracity and so were not dissuaded from having FGM performed on their daughters.

    People in Iraqi Kurdistan with whom Human Rights Watch spoke between May and August were nearly unanimous that opposition by religious leaders was the main obstacle toward implementation of the Family Violence Law, and that their future support would be the key to its success. But as one human rights activist noted, “Religious leaders all receive their salaries from by the government, so the government cannot say it is powerless to influence them.”

    aus: Joe Stork (Iraqi Kurdistan: Law Banning FGM Not Being Enforced. One Year After Landmark Bill, Harmful Practice Persists), zu lesen bei: Human Rights Watch (HRW) am 29.08.2012

    http://www.hrw.org/news/2012/08/29/iraqi-kurdistan-law-banning-fgm-not-being-enforced

    zu lesen auch bei: MESOP (Mesopotamische Gesellschaft, Mezopotamian Development Society)

    http://www.mesop.de/human-rights-watch-wadi-germany-report-on-fgm-in-kurdistan/

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    … Wie ein Mantra behaupten UN und Nichtregierungsorganisationen, die weibliche Genitalverstümmelung habe nichts mit Religion zu tun. Die britischen Filmemacher zeigen indes in Interviews mit islamischen Geistlichen, dass im Gegenteil hier die Mädchenbeschneidung als religiöse Pflicht gilt – wenn auch einige der Geistlichen diese Auslegung ablehnen.

    Die Organisation Wadi ist eine der wenigen, die stets auf den Zusammenhang von Religion und FGM hingewiesen haben. Wenn auch die Praxis ihren Ursprung lange vor der Entstehung des Islams hat, so wird doch heute in zumindest einer Rechtschule des Islam die Mädchenbeschneidung gefordert, in zwei weiteren als gute Tat gepriesen. Weil das so ist, muss auch mit einer weiteren Legende aufgeräumt werden: Dass weibliche Genitalverstümmelung ein afrikanisches Problem sei. Nicht nur in Kurdistan, auch im Oman, im Iran, in Malaysia und Indonesien werden Mädchen verstümmelt. …

    von der Projektkoordinatorin von Stop FGM Middle East: Hannah Wettig (Film über Genitalverstümmelung in Kurdistan räumt mit Tabus auf), auf: MESOP am 28.10.2013

    http://www.mesop.de/hannah-wettig-wadi-germany-film-uber-genitalverstummelung-in-kurdistan-raumt-mit-tabus-auf/

  23. Jacques Auvergne Says:

    Will nach dem schlechten Beispiel von Ringel und Meyer (2013), im Anschluss an die Gutachterin am Juristentag Tatjana Hörnle (2014) sowie nach Lord Chief Justice of England and Wales Sir James Munby (2015) nun auch die Universität Passau die geheiligte und heilssichernde Tradition Chitan al-Inath (sunat perempuan, FGM) legalisieren? Wenn Nein, warum wird das nicht unzweideutig klargestellt?

    Warum darf über die traditionelle süddeutsche Goldhaube geredet werden und wagt es niemand, den 2015 in alle staatlichen Schulen Deutschlands drängenden Hidschab (Stichwort Lehrerinnenkopftuch) als menschenfeindlich und insbesondere frauenfeindlich und kinderfeindlich zu benennen?

    „21. Mai 2015: Podiumsdiskussion zum Thema Tradition und Gleichstellung ein Widerspruch?

    http://www.jura.uni-passau.de/putzke/aktuelles/

    Der Staat kann Männer und Frauen nicht unterschiedlich behandeln (lassen), die Legalisierung der islamischen Beschneidung der Jungen und (!) Mädchen rückt immer näher. Das gilt es abzustoppen, doch an der Uni Passau lässt man derweil ein wenig witzeln – der über Tathjana Hörnle bestens informierte und weniger gut informierende Holm Putzke mittendrin.

    „Die Universität hat nicht im Sinn, Traditionen gering zu schätzen. Sie hat den gesetzlichen Auftrag und das Leitbild, Männer und Frauen gleich zu behandeln. Offizielle Veranstaltungen der Universität müssen diesem Auftrag entsprechen, alles andere wäre gesetzeswidrig.“

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/passau-ist-fensterln-sexistisch-1.2485578-2

    Hier und heute geht es um das Amputieren von Teilen des Geschlechtsorgans, nicht um das bayrische heimliche Flirten per Leiter (Fensterln) einst oder eine spaßkulturelle studentische Mordsgaudi 2015.

    „Als freilich die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Passau Wind von der Sache bekam, schrillten bei ihr alle Alarmglocken. Sie legte den Studenten nahe, den Fensterlkönig-Wettkampf abzusagen, weil er gegen das Gleichstellungskonzept der Universität verstoße und die Frau ‚zum Objekt‘ degradiere. Auch ein Sportfest habe sich an die Gesetze zur Gleichstellung, die an der Uni gelten, zu halten. Seit Tagen wird nun auf dem Campus vor allem über eine Frage debattiert: Ist das Fensterln ein Brauchtum oder ein frauenverachtendes Spektakel?“

    Genau, erst wenn in Deutschland auf Elternwunsch alle Jungen und Mädchen beschnitten (genital verstümmelt) werden dürfen ist Gleichstellung hergestellt.

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/passau-ist-fensterln-sexistisch-1.2485578

    „Podiumsdiskussion: Tradition und Gleichstellung ein Widerspruch? … Auf dem Podium diskutieren Präsident Prof. Dr. Burkhard Freitag, die ehemalige Frauenbeauftragte der Universität Prof. Dr. Carola Jungwirth, Strafrechtsprofessor Dr. Holm Putzke, Mittelbau-Vertreterin Dr. Joanna Rostek, der stellvertretende Bürgermeister von Neuhaus am Inn und ehemalige Vorstand des Bayernbund Stefan Dorn sowie die Vorsitzende des Vereins Passauer Goldhauben Bernadette Podolak auf dem Podium. Im Anschluss ist die Diskussion für Fragen aus dem Publikum geöffnet.“

    Die seit Bestehen des grundgesetzwidrigen § 1631d BGB eigentlich (Gleichberechtigung als Staatsziel) erforderliche Straffreistellung der FGM Typen Ia, Ib und IV ist ein Tabuthema, das jeder spürt aber niemand wagt anzusprechen. Die Uni Passau im allgemeinen und Holm Putzke im besonderen drücken sich um die Beantwortung der v. a. seit dem 70. Deutschen Juristentag Hannover 2014 auf Deutschland lastenden Fragen: Milde Sunna legalisieren Ja oder Nein? Beibehaltung oder Zerstörung der vier Typen (I, II, III, IV) umfassenden WHO-Klassifikation zur weiblichen Genitalverstümmelung?

    http://www.uni-passau.de/bereiche/presse/pressemeldungen/meldung/detail/podiumsdiskussion-tradition-und-gleichstellung-ein-widerspruch

    Die Passauer Goldhaube

    http://www.goldhauben-passau.de/geschichte.html

    Damals Goldhaube, heute Lehrerinnenkopftuch. Goldhaubenfrau.

  24. Machandelboom Says:

    Schwerer Unfall bei Zirkumzision (MGM) in Dänemark

    Als wäre die irreparable und sehr starke, mit einem Klitorisherausschneiden (FGM Typ Ib) vergleichbare Zerstörung der penilen Sensitivität durch jede Jungenbeschneidung nicht schon schlimm genug, gibt es daneben ja auch noch die sogenannten Komplikationen. Diese können bis zum Tod des Kindes reichen, wie unlängst beinahe in Dänemark.

    Ein drei Monate alter Junge schwebte in Lebensgefahr: durch die genitale Beschneidung (MGM) bekam er schwere Infektionen und eine Blutvergiftung.

    Hinweis bei: BLOODSTAINED MEN c/o BROTHER K

    prosecutor Dorthe Lysgaard [Østjyllands Politi Dorthe Lysgaard]

    https://www.facebook.com/BloodstainedMenTheirFriends

    Livsfarlig omskæring af baby sender mand i fængsel

    von: Søren Ploug Lilmoes, Berlingske Nyhedsbureau 04.06.2015

    „for at have omskåret en lille dreng, der efterfølgende var i livsfare“

    http://www.b.dk/nationalt/livsfarlig-omskaering-af-baby-sender-mand-i-faengsel

    48-årig mand dømt for omskæring af barn

    Tre måneder gammel dreng fik blodforgiftning efter rituelt indgreb

    von: Karsten Gøttler, Torben Rask 04.06.2015

    http://ekstrabladet.dk/112/48-aarig-mand-doemt-for-omskaering-af-barn/5593483

    hier gefunden von Forist Selbstbestimmung:

    Dänemark: Drei Monate alter Junge war in Lebensgefahr – drei Monate Gefängnis

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=5787

  25. Machandelboom Says:

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    Um Eltern eines zwei, drei oder vier Jahre alten Jungen gegenüber die Schrecken fortgesetzten Nichtbeschneidens gar grässlich auszumalen und die Möglichkeit der baldmöglichen Beschneidung zu vergolden, säen die etwa auch das Urologenportal betreibenden Medizinmänner von BDU und DGU (Berufsverband der Deutschen Urologen und Deutsche Gesellschaft für Urologie) zielsicher Zweifel und liefern allerlei Faktenferne.

    Vorab daher Faktennähe:

    • Im Hinblick auf die sensitive Zerstörung ist die männliche „Beschneidung“ sprich Genitalverstümmelung mit einem Klitorisherausschneiden (FGM Typ Ib) vergleichbar

    • Für einen Jungen im Grundschulalter ist ein Zurückziehen der Vorhaut nicht notwendig, vielmehr grundsätzlich zu vermeiden weil gesundheitsschädlich (Gefahr von Verletzungen). Ein Retraktieren durch Erwachsene ist also grundsätzlich zu vermeiden, der einzige, der den Penis anfasst, ist der Junge selbst

    • Durchschnittsalter der vollständigen Retraktierbarkeit ist 10,4 Jahre (zehn Komma vier). Wer wie Iris Rübben suggestiv von Grundschülern oder gar von Kindergartenkindern redet, die angeblich eine weitgehend oder gar gänzlich zurückziehbare Vorhaut haben müssten, will zielsicher desinformieren oder ist anatomisch absolut unkundig

    Faktenferne erhalten Deutschlands Eltern auch durch diese Herrschaften:

    Prof. Dr. Anne-Karoline Ebert, Prof. Dr. Raimund Stein:

    Phimose beim Jungen. Informationen für Eltern

    (Ausgabe 1/2015)

    Verantwortlicher Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU, Düsseldorf)

    http://www.urologenportal.de/fileadmin/MDB/PDF/19.6.15_Flyer_Phimose.pdf

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    Mythos abgelenkter Harnstrahl und Mythos Ballonierung

    Ein Ballonieren des Präputiums bei der Miktion, also ein Aufblähen der kindlichen Vorhaut beim Wasserlassen ist nicht selten eine gesunde, normale Entwicklungsphase noch bestehender (angeborener, gesunder) VorhautENGE bei bereits einsetzender Auflösung der (angeborenen, gesunden) VorhautVERKLEBUNG und gerade keine Indikation für eine Zirkumzision (Genitalverstümmelung).

    Ganz im Stil der Iris Rübben energisch das nicht korrekte, viel zu junge Alter der (teilweisen oder vollständigen, das wird bei der DGU gerne verwischt) Retraktierbarkeit nennend, murmelt Urologenportal (DGU) verantwortungslos nebulös. Ein irgendwie nachvollziehbares „und“ sowie zwei der Konjunktion vorangestellte „z. B.“ schaffen Grauzonen, Bereiche des Zwielichtigen und den Beschneidern (Genitalverstümmlern) sehr große Einsatzmöglichkeiten:

    Die zu enge Vorhaut „balloniert“ sich während des Wasserlassen auf.Operation der Vorhautverengung bei Kindern: Sollten die genannten Maßnahmen keinen Erfolg gehabt haben, besteht oft nur noch die Möglichkeit einer operativen Behandlung. Gründe hierfür können z. B. starke Beeinträchtigungen des Harnstrahls (z. B. Ballonieren der Vorhaut während des Wasserlassens) und hierdurch bedingte wiederkehrende Harnwegsinfekte sein.

    aus: Urologenportal (BDU und DGU) 09.07.2014, Autorin: Karin Janke, aktualisiert und ergänzt durch Dr. Claudia Krallmann und Dr. Arne Tiemann im Juli 2014

    http://www.urologenportal.de/phimose.html

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    DOCTORS OPPOSING CIRCUMCISION

    Ballooning of the Foreskin

    If, at any time during childhood, the opening remains small, while the urine stream is considerable, the foreskin may balloon, with urine under back pressure. This is normal, so long as urination is not markedly prolonged. Circumcision is contraindicated.

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/physiciansguide.html

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    PROTECT Your Uncircumcised Son. EXPERT MEDICAL ADVICE FOR PARENTS
    by: Paul M. Fleiss

    Your son sprays when he urinates. Circumcision will correct this.

    In almost every intact boy, the urine stream flows out of the urinary opening in the glans and through the foreskin in a neat stream. During the process of penile growth and development, some boys go through a period where the urine stream is diffused. Undoubtedly, many of these boys take great delight in this phase, while mothers, understandably find it less amusing. If your boy has entered a spraying phase, simply instruct him to retract his foreskin enough to expose the meatus when he urinates. He will soon outgrow this phase.

    Your son’s foreskin balloons when he urinates. He needs to be circumcised or else he will suffer kidney damage.

    Ballooning of the foreskin during urination is a normal and temporary condition in some boys. It results in no discomfort and is usually a source of great delight for little boys. Ballooning comes as a surprise only to those adults who have no experience with this phase of penile development. It certainly does not cause kidney damage; it has nothing to do with the kidneys. Ballooning disappears as the foreskin and glans separate and the opening of the foreskin increases in diameter. It requires no treatment.

    http://www.nocirc.org/articles/fleiss2.php

    ::

  26. Edward von Roy Says:

    Auch als Regensburger Lehrstuhlinhaber für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Europäisches Strafrecht sollte man bei den anatomischen Fakten bleiben: die weder in der Glans (Eichel) noch in der Klitorisvorhaut in dieser hohen Anzahl vorhandenen 10.000 bis 20.000 Tastkörperchen bzw. freien Nervenenden der Typen Meissner, Vater-Pacini, Ruffini und Merkel machen das männliche Präputium (Vorhaut) zum Äquivalent nicht der Klitorisvorhaut, sondern der Klitoris.

    Der anatomisch unkundige und gleichwohl die Öffentlichkeit zur menschlichen Biologie ungerührt desinformierende deutsche Strafrechtler Tonio Walter scheint mit Fleiß an der (zu verhindernden) Straffreistellung der islamischen Mädchenbeschneidung (chitan al-inath, indones. sunat perempuan) mitzuarbeiten.

    Antrag abgelehnt, auch die geringst invasiven Formen der weiblichen Beschneidung (FGM) müssen verboten bleiben – und Jungen verdienen, etwas anderes gibt das GG gar nicht her, den selben Schutz auf genitale Intaktheit wie Mädchen. Ob der Minderjährige weiblich oder männlich ist: Keine Beschneidung unter achtzehn.

    Tonio Walter:

    „Für den Deutschen Bundestag war das bislang kein Grund, die Beschneidung von Jungen gesondert unter Strafe zu stellen. Die Beschneidung von Mädchen hingegen schon. Der Ende Juni neu geschaffene Paragraf 226a des Strafgesetzbuches (StGB) trägt die Überschrift „Verstümmelung weiblicher Genitalien“ und lautet: „Wer die äußeren Genitalien einer weiblichen Person verstümmelt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.“ Das Höchstmaß der Strafe liegt damit automatisch bei 15 Jahren.

    Liest man, was die Presse schreibt, geht es beim „Verstümmeln“ um das Herausschneiden der Klitoris, womöglich gefolgt von einem Zunähen der Vagina. Tatsächlich reicht der Tatbestand aber viel weiter. Das steht schon in seiner Begründung: Er erfasst sämtliche „Veränderungen an den weiblichen Genitalien“, auch eine nur teilweise Entfernung der Klitorisvorhaut, sogar bloße „Einschnitte“ in sie.

    Das ist deshalb so bemerkenswert, weil diese Vorhaut das Gegenstück ist zur Vorhaut des Mannes – deren Beschneidung nicht nur keinen besonderen Straftatbestand erfüllt, sondern die vor Kurzem sogar mit dem Paragrafen 1631d des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) ausdrücklich legalisiert worden ist. Das Gesetz verlangt lediglich, dass die Regeln der ärztlichen Kunst beachtet werden, vor allem, dass man eine Narkose gibt und ein steriles Skalpell benutzt. Bei einem Mädchen hilft das nichts – auch wenn es allein um die Klitorisvorhaut geht und die Eltern den Eingriff aus religiösen oder ethnischen Gründen wünschen.

    Damit verstößt der neue Paragraf 226a StGB gegen einen zentralen Satz des Grundgesetzes: dass niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Denn eine Teilentfernung der weiblichen Vorhaut, erst recht ein bloßer Einschnitt in sie, ist nicht gravierender als die Beschneidung eines Jungen. Im Gegenteil, das radikale, vollständige Wegschneiden der Vorhaut eines Jungen geht weiter. Denn die Vorhaut hat bei beiden Geschlechtern die gleiche Funktion: Sie schützt ein kleines Körperteil, das sexuelle Erregung auslöst, ohne selbst Teil dieses – wie Biologen sagen – Erregungssystems zu sein.

    aus: Tonio Walter (Das unantastbare Geschlecht), in: Zeit 14.07.2013

    http://www.zeit.de/2013/28/genitalverstuemmelung-gesetz-frauen/komplettansicht

  27. Edward von Roy Says:

    You can’t ‘ave THIS THING, my son. It no belong to you. Not our religion, see.

    Hömma, du kannz DIESE SACHE nich haben, mein Sohn. Die gehört nich zu dir. Dat is nich unsre Religion, vastehste.

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    Die islamische Mädchenbeschneidung ist (mindestens) schafiitische religiöse Pflicht – auch die also müsste Dänemark registrieren. Und mindestens für besonders Befugte – Wissenschaftler, Imame usw. – wird es die Ebene der Patientendaten bzw. der persönlichen Namen geben.

    An Kontur gewinnender Islamfaschismus (Kalifat) braucht die Registrierung der Genitalverstümmelung (MGM, FGM). Hoffentlich kann der Datenschutz noch verhindern, dass Dänemark ein Beschneidungsregister einführt.

    *Sarkasmus ein*

    Na, dein Sohn oder deine Tochter will in die Moschee oder in den Islamischen Religionsunterricht, ist aber am Geschlechtsteil noch nicht rituell rein (ṭāhir)? Ihr wisst doch, vorhandene Klitorisvorhaut bzw. inkakte Klitoris ist für Mädchen über neun Jahren und anwesendes Präputium für Jungen über 15 Jahren islamisch illegal (ḥarām). Ihr wollt doch einst nicht ins ewige Feuer (ǧahannam) kommen, sondern ins Paradies (ǧanna), oder? Your son goin’ bloody ‘ell with this thing.

    *Sarkasmus aus*

    ::

    Alle religiøse omskæringer skal nu registreres

    Nu skal et nyt register for første gang forsøge at skabe klarhed om netop de spørgsmål. … Islamiske Trossamfund i Danmark, Imran Shah, … Dansk Folkepartis sundhedsordfører, Liselott Blixt

    http://nyhederne.tv2.dk/2015-07-26-alle-religioese-omskaeringer-skal-nu-registreres

    Das protheologisch und proreligiös (sprich auch proschariatisch) orientierte Beschneidungsforum (Weguer, wenn Jungenbeschneidung Schariapflicht ist, bist du dann für oder gegen die Scharia?) hat bislang offensichtlich nicht verstanden, was für ein Totalitarismus sich aus einer Registratur religiöser Genitalverstümmelung ergeben kann – der Staat wird der organisierten Umma den vollen Zugang zum Register, und das enthält die Ebene der Personennamen, nicht verweigern, was für die schützenswerte Intaktheit des Genitals aller Minderjährigen (unter achtzehn Jahre) gerade nicht günstig ist.

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=5595

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    Kritik: Jøder og muslimer skal ikke i særligt register

    Må man registrere borgere på baggrund af deres religion? … Registret er lavet på initiativ fra den tidligere regering i 2013 og skal være med til at kvalificere omskæringsdebatten herhjemme ved blandt andet at klargøre omfanget af rituelle omskæringer og hyppigheden af sundhedsmæssige komplikationer efter indgrebene.

    http://www.kristeligt-dagblad.dk/danmark/kritik-joeder-og-muslimer-skal-ikke-i-saerligt-register

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    27.07.2015
    by Rose Nayatine

    Intact Denmark [das ist Lena Nyhus] i TV2 News i dag kl. 17.30 – ang. det nye register for omskæring

    https://intactdenmark.wordpress.com/2015/07/27/intact-denmark-i-tv2-news-i-dag-kl-17-30-ang-det-nye-register-for-omskaering/

    ::

    East Is East (Film, 1999)

    00:18:02 Not our religion, see?

    Time – Phrase

    00:17:57 You can’t have this thing.

    00:18:00 It no belong to you.

    00:18:02 Not our religion, see?

    00:18:04 No worry about it. I buy you nice watch.

    00:18:08 0h, why bother with this at his age, George?

    http://www.subzin.com/quotes/M1526479d5/East+Is+East/Not+our+religion%2C+see%3F

    ::

    East is East (Film, 1999)

    Schlimmer Slang in der von “Verwestlichung” sprich Islamlosigkeit bedrohten Familie, jeder zweite Satz verwendet bloody, verdammtnochmal.

    Der traditionsbewusste Patriarch sieht sich vor der gesamten Moscheegemeinde bloßgestellt, grausam entehrt, weil sein jüngster Sohn noch nicht vorhautamputiert ist.

    Schorsch: Getan? Isch werde sagen was er verdammtnochmal getan hat. Er hat misch verdammt blamiert. Die ganze Familie hat misch verdammt vorgeführt. Da gehe isch jahrelang Moschee. Wie soll isch morgen demm Mullah innet verdammte Gesischt gucken? Alldieweil DEIN SOHN noch diesen verdammten Dödel hat.

    George: Done? I tell you what he bloody done, missus. ‘E makes a bloody show of me. All the bloody family always makes a bloody show of me. I go to that mosque long time. Now how I looking Mullah in the bloody face? ‘Cause your son got bloody tickle-tackle.

    [Im Jargon steht tickle-tackle ironisch und frivol für das männliche Genital; Yet another slang term for male genitalia, but twee and camp rather than vulgar. “If you show me your boobs I’ll show you me tickle-tackle.”]

    http://de.urbandictionary.com/define.php?term=tickle-tackle

    Sajid (backing away): Get stoofed!

    [Ziemlich grob für Verpisst euch: “Fickt euch”; Didn’t know what “stoof” meant so I looked it up. Stoof means “another word for sex, or when you want to fuck”.]

    http://justicebuilding.blogspot.de/2013/06/a-hero.html

    Drehbuch bzw. Filmbeschreibung zu Sajids Verhalten: backing away, weicht zurück; Sajid whimpers, Sajid wimmert, er hat also große Angst vor der männlichen Genitalverstümmelung.

    Die in Halacha und Islam dämonisierte Vorhaut als das männliche Lustorgan Nummer Eins wird zu DIESE SACHE:

    DIESE SACHE muss abjeschnitte sein!

    Auch das fromm tuende, aus Pakistan stammende und die Unmoral und “Verwestlichung” seiner ziemlich englischen Familie fürchtende Familienoberhaupt verwendet lautstark und wenig fromm einen subproletarischen Slang:

    George: No bloody funny, you sees. It’s got be fixed! This thing has to be cutting! (Sajid runs away) Ey! Come ‘ere you bastard!


    Saleem: (secretly an art student, drawing an intact penis to show his brothers and sister) We draw ’em all the time at college. … protects the end of the penis.

    Der totalitär spirituelle Manir kennt seine Religion:

    Vorhäute sind dreckig.

    Salim zweifelt eher am Glauben als an der Evolution:

    Es gäbe sie nicht, wenn sie wirklich dreckig wären.

    Maneer (the religious one): Foreskins are dirty.

    Saleem: They wouldn’t be there if they were dirty.

    Mina stellt alte Gewohnheiten in Frage:

    Warum schneidet man sie eigentlich immer ab?

    Meenah: Why do they cut it off?

    Der Sohn versteckt sich vor Schorsch und schließt sich auf dem Klo ein. Der islamisch jenseitszentrierte und schariakonform vorhauthassende Vater kann nur durch ein Loch in der Toilettentür zu Sajid hereinrufen:

    Hömma, du kannz DIESE SACHE nich haben, mein Sohn. Die gehört nich zu dir. Dat is nich unsre Religion, vastehste.

    George (calling through a hole in the outside toilet door to Sajid): You can’t ‘ave this thing, my son. It no belong to you. Not our religion, see. No worry about it. (Cajoling [redet ihm gut zu]) I buy you nice watch.

    Ella: Ach Schorschilein, warum warum sollen wir uns in seinem Alter mit dem ganzen Thema noch rumärgern.

    Oh why bother with all this now at ‘is age, George?

    Doch der seinen moscheegemeindlichen Ehrverlust fürchtende Ehemann erinnert an das im Islam sehr grundsätzlich präputial bedrohte Seelenheil.

    The ‘ell ist eigentlich hell also die Hölle und DIESE SACHE, der Vorhautbesitz, führe unweigerlich weg vom Paradies und ins ewige Feuer:

    George: Your son goin’ bloody ‘ell with this thing. But we fixes.

    Die Ehefrau versucht es reformislamisch, keine Chance:

    Ella: Achnee, dat führt ihn nich inne Hölle.

    Ella: ‘E’s not goin’ to ‘ell.

    George: I tell you, missus, it’s my ‘ouse, an I bloody control it. (They argue.)

    Nach der Genitalverstümmelung (aus schlechter Gewohnheit im Deutschen verharmlosend Beschneidung genannt) im Krankenhaus.

    Muslim “Schorsch” lässt dem professionell perfekten doch unbekümmert genitalbeschädigenden, vermutlich indischen Arzt gegenüber eine für ihn gewohnte rassistische Bemerkung fallen, der immerhin gerade seinen Sohn “beschnitten” sprich genitalverstümmelt hat.

    Das Beschneidungsgeschenk, eine Uhr, so lesen wir, sei irgendwie arabisch, vielleicht ein religiöser Wecker mit Gebetszeiten, sicherlich eine Anspielung auf das zeitlos islamische Zeitverständnis.

    Der ewige reine Osten ist im dekadenten England angekommen und hat mit euren wissenschaftlichen Erkenntnissen und euren allgemeinen Menschenrechten nichts zu tun, so ließe es sich mit “George” sagen, uns korantreuen Orientalen die kulturelle Vormoderne, East is East.

    http://www.circumstitions.com/Movies.html

  28. Edward von Roy Says:

    the average age of first foreskin retraction is 10.4 years.

    (Thorvaldsen and Meyhoff, 2005)

    10,4 Jahre alt ist der Junge im Durchschnitt geworden (zehn Komma vier!), bis sein Präputium erstmals vollständig retraktierbar ist – die Hälfte aller Jungen erreicht demzufolge erst mit elf, zwölf, 13, 14, 15 oder gar 16 Jahren diesen reiferen genitalen Zustand.

    Sommer 2015, Prof. Dr. Raimund Stein und die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz desinformieren zum Thema Phimose so:

    Bei der Geburt liegt bei ca. 90 % der Jungen eine Vorhautverengung (Phimose) vor, d. h. die Vorhaut lässt sich nicht hinter die Eichel zurückziehen. In der Regel erweitert sich die Vorhaut von allein und im Alter von 2 Jahren lässt sie sich bei 90% der Jungen zurückziehen. Eine Behandlung mit schwach kortisonhaltiger Salbe hilft in weit mehr als der Hälfte der Fälle, manchmal ist aber dennoch eine Operation erforderlich – insbesondere bei häufig auftretenden Infekten oder einem stark verengten Harnröhrenausgang.

    Leitung Kinderurologie
    Univ.-Prof. Dr. med. Raimund Stein

    https://www.unimedizin-mainz.de/kinderurologie/krankheitsbilder/phimose.html

    Mainz 2011. Raimund Stein, Rolf Beetz, Joachim-Wilhelm Thüroff: Kinderurologie in Klinik und Praxis. Unter Mitarbeit von Annette Schröder. 3. Auflage.

    Phimose. Annette Schröder:

    Bei 90% der 3-Jährigen ist die Vorhaut retrahierbar, wobei häufig noch geringe „Adhäsionen“ im Koronarbereich bestehen (Gairdner 1949), zum Zeitpunkt der Einschulung besteht noch bei 8% eine Phimose (Oster 1968).

    [korekt zu Jakob Øster (1968) bei CIRP, s. u.]

    (Seite 47)

    https://books.google.de/books?id=CBX6K0Kz-_cC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Seit fünf Jahren ist Dr. Raimund Stein, ausgerechnet, innerhalb der DGU (Deutsche Gesellschaft für Urologie) der Vorsitzende des Arbeitskreises Kinder- und Jugendurologie.

    DGU-Arbeitskreis Kinderurologie: Neuer Vorsitzender Prof. Dr. Stein setzt auf Zusammenarbeit

    „Wenn wir über urologische Erkrankungen, öfter jedoch Fehlbildungen, bei Kindern reden, dann am häufigsten über Hodenhochstand, Vorhautverengung, vesikorenalen Reflux, aber auch das nächtliche Einnässen und Krampfadern am Hodensack, sog. Varikozelen“, sagt Professor Dr. Raimund Stein. […] Einige Weichenstellungen seines Vorgängers im Vorsitz des Arbeitskreises will Prof. Dr. Stein intensivieren. Dies gilt besonders für die Zusammenarbeit aller Fachgesellschaften, die mit Kindern zu tun haben – Kinderchirurgen, -onkologen, -radiologen und Kindernephrologen. Früher ging es hier auch schon einmal gegeneinander, bis sein Vorgänger, Prof. Dr. Joachim W. Thüroff, begann, hier gegenzusteuern, erinnert sich Stein. Prof. Dr. Thüroff ist seit November 2009 neuer Präsident des Urologen-Weltverbandes (Société Internationale d’Urologie/SIU). Die beiden kennen sich gut, denn Thüroff ist Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik der Mainzer Uni. […] Als Ausblick für die Zukunft sieht Prof. Dr. Stein jedoch einige zertifizierte Schwerpunkt-Kliniken oder Kompetenzzentren, die insbesondere auch die gesamte speziellere Kinderurologie abdeckten. Dort könne dann auch entsprechend ausgebildet werden. Über die konkrete Gestaltung werde bereits intensiv diskutiert. Prof. Dr. Stein zuversichtlich: „In drei oder vier Jahren wird es soweit sein.“ (ing)

    http://www.urologenportal.de/1274.html

    Herbst 2015
    Congress Center Hamburg:

    Motto:
    Urologie umfasst mehr.
    67. DGU-Kongress
    23.-26.09.2015

    67. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie

    Das Motto Urologie umfasst mehr steht für die Vielfalt unseres Faches über geschlechts- und altersspezifische Grenzen hinaus. […] wir werden im Rahmen des Patientenforums wie auch des Schülertages zeigen, dass die Urologie mehr ist als die oft angenommene reine Männermedizin. Wir werden die eingeleitete Strategie der Nachhaltigkeit fortsetzen. Der DGU-Kongress ist die drittgrößte urologische Tagung der Welt.

    http://www.dgu-kongress.de/

    Hauptprogramm

    Donnerstag, 24.09.2015
    KINDER- UND JUGENDUROLOGIE ALS HERAUSFORDERUNG

    Seite 125:

    14:12 Alltagsrelevante Neuerungen in der Kinderurologie
    Iris Rübben, Essen

    Samstag, 26.09.2015
    Jungensprechstunde

    Jeder Vortrag beinhaltet 5 Min. Diskussion

    Moderation:

    Wolfgang Bühmann, Sylt; Anne-Karoline Ebert, Ulm; Sabine Kliesch, Münster

    10:45 Die HPV Impfung beim Jungen – Pflicht oder Kür?
    Peter Schneede, Memmingen

    11:05 Die Zirkumzision im kulturellen Spannungsfeld:
    von der Therapie der Phimose bis zur religiösen Beschneidung

    Annette Schröder, Regensburg

    11:25 „wie geht‘s, wie steht‘s“: Ärztliche Begleitung für Jungen auf dem Weg zum Mann
    Andrea Mais, Hamburg

    11:45 Sexuelle Übergriffe auf Jungen: vorbeugen und erkennen
    Klaus M. Beier, Berlin

    http://www.dgu-kongress.de/fileadmin/user_upload/DGU2015Hauptprogramm.pdf

    Zum guten Schluss endlich etwas Faktennähe, aus: CIRP

    Ballooning is a transient condition that goes away as the prepuce continues its natural growth and development and the opening at the tip further enlarges. […] Ballooning is not injurious, and it is not a cause for concern. Ballooning is not an indication for circumcision. […]

    Jakob Øster (1968)

    The normal development of the prepuce beyond age 5 was first documented by Jakob Øster, a Danish pediatrician, who published his work in 1968. […]

    Øster’s figures refute Gairdner’s claims that 90 percent are retractable at age five, Øster found that the 90 percent retractable stage is not reached until about age 16. […]

    Hiroyuki Kayaba (1996)

    […] Kayaba’s work refutes the findings of Gairdner and confirms the work of Øster. Kayaba reported that about 40 percent of boys in the 8-10 age group are fully retractable, this leaving about 60 percent with some degree of non-retractability, He also reported that 62.9 percent of the boys in the 11 to 15 year old age group had completely retractable prepuces, thus leaving 37.1 percent with some degree of non-retractability. The prepuce is still developing in the 11-15-year-old group. Kayaba’s findings are similar to those of Øster.

    Kayaba made no reports beyond age 15.

    Kayaba’s report thus confirms the work of Øster; we see that full retractability is not reached by about 1/2 of boys until the teen-age years. This is normal, and treatment is usually not required.

    Imamura (1997)

    Imamura’s study, carried out in Japan, shows that the non-retractile prepuce is the normal condition in preschool age boys.14 Imamura found that only 38.4 percent of children three years old have a fully retractable prepuce. Imamura’s data are similar to that of Kayaba. […]

    Thorvaldsen and Meyhoff (2005)

    Thorvaldsen conducted a survey of young men in Denmark. They found that the average age of first foreskin retraction is 10.4 years.

    http://www.cirp.org/library/normal/

  29. Edward von Roy Says:

    Erst heute gefunden, unter der am 21.07.2012 in der Neue Zürcher Zeitung (NZZ) publizierten kinderrechts- und anatomiebezogenen Desinformation von Alan Niederer (ni.) (Häufigster Eingriff in der Kinderchirurgie) meine Kommentare vom 13.08.2015. Mein Dank an die NZZ für das Zulassen der Kommentare.

    So kommentiert auch zu den beiden Texten von Simon Hehli (hhs.) (21.07.2015; 22.07.2015).

    __________
    __________

    Bis zu 20000 Nervenenden bzw. Tastkörperchen (der Typen Meissner, Vater-Pacini, Ruffini, Merkel) gehen bei der Zirkumzision für immer verloren.

    Die schlichten anatomischen Fakten zur durchschnittlich bis zum Alter von 10,4 Jahren bestehenden physiologischen Phimose im Sinne einer erst von diesem Alter an möglichen vollständigen Retraktierbarkeit (Jakob ØSTER (1968); Hiroyuki KAYABA (1996)) sind immer noch wenig bekannt. Zehn Komma vier Jahre! Die zweite Hälfte der Jungen ist erst ein paar Monate oder ein paar Jahre später so weit, mit 13 oder 15 Jahren beispielsweise.

    Auch die sensorische Bedeutung der Vorhaut ist vielen Menschen unklar, die nämlich durchaus der Klitoris oder den kleinen Labien entspricht. Das Präputium ist mithin das Zentrum des männlichen sexuellen Lusterlebens (Sorrells et al.: Fine-touch pressure thresholds in the adult penis).

    Richtigerweisene sind in vielen Staaten auch die geringst invasiven Formen der weiblichen Genitalverstümmelung verboten.

    __________

    Die sensorische Ausstattung und Funktion der Vorhaut sind für die Sexualität und ebenso für die Partnerschaft hoch bedeutsam, s. die dänische Studie von Frisch, Lindholm und Grønbæk (Male circumcision and sexual function in men and women).

    Im Gegensatz zur Eichel (Glans penis), welche naturgemäß fast nur zur Wahrnehmung von Schmerzreizen fähig ist, enthält die Vorhaut (Präputium) zusätzlich Mechanorezeptoren: Ruffini-Körperchen zum Detektieren von Dehnungsreizen, Meissner-Tastkörperchen zum Wahrnehmen von Druckintensität, Vater-Pacini-Tastkörperchen für detektierte Vibration, Merkel-Zellen für Druck- und Berührungsdetektion.

    Besonders dicht liegen diese spezialisierten Nervenenden der Vorhaut im sogenannten Gefurchten Band (ridged band), am Frenulum und am Frenularen Delta.

    Mythos kindliche vollständige Retraktierbarkeit der Vorhaut und Mythos Phimose: im Alter von 10 Jahren haben nur 50 % der Jungen eine gänzlich zurückziehbare Vorhaut. Die andere Hälfte der Jungen bekommt erst irgendwann zwischen dem 10. Lebensjahr und dem Abschluss der Pubertät ein vollständig retraktierbares Präputium.

    __________

    Die nach wie vor tabubefrachtete und medial immer wieder bagatellisierte Jungenbeschneidung erfährt in diesen Jahren eine verhängnisvolle Nutzbarmachung in Bezug auf die Mädchen.

    Die wichtigen Standards der WHO zur Klassifikation der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) drohen unterlaufen zu werden, insbesondere FGM Typ Ia (Klitorisvorhautamputation) und FGM Typ IV (hier: pricking, ritual nick) sollen legalisiert (straffrei gestellt) werden.

    Im islamischen Recht der Schafiiten ist die weibliche Sunnabeschneidung (arab. chitan al-inath, indones. sunat perempuan) ebenso eine religiöse Pflicht wie die Jungenbeschneidung und in Deutschland sind Prof. Karl-Peter Ringel / Ass. jur. Kathrin Meyer (§ 226a StGB – Sonderstraftatbestand der Frauenbeschneidung & verfassungswidrige Ungleichbehandlung) (2013) sowie Prof. Dr. Tatjana Hörnle (2014 Juristentagsgutachterin für den Teil Strafrecht) Vorreiter dieser Legalisierung einer „milden Sunna“ (FGM).

    Das ist zu verhindern, auch die angeblich geringfügigsten Verletzungen des weiblichen Genitals müssen verboten bleiben.

    Jungen und Mädchen jedoch verdienen den selben Schutz vor medizinisch nicht erforderlichen Genitaloperationen.

    Ob Mädchen oder Junge: keine Beschneidung unter achtzehn.

    http://www.nzz.ch/schweiz/haeufigster-eingriff-in-der-kinderchirurgie-1.17384556

    Redaktion NZZ Wissenschaft
    Alan Niederer (ni.)

    „Medizinstudium in Bern […] Vier Jahre Tätigkeit als Assistenzarzt im Spital. Facharztprüfung in innerer Medizin 1998. Anfang 2000 Einstieg in den Journalismus, zuerst als freier Mitarbeiter der NZZ. Seit Ende 2001 festangestellter Wissenschaftsredaktor mit den thematischen Schwerpunkten klinische Medizin und Medizinforschung. 2013 Prix Média der Akademien der Wissenschaften Schweiz (Kategorie Medizin).“

    http://www.nzz.ch/impressum/impressum_niederer_alan-1.87836


    Breiter Support für Knabenbeschneidung
    von Markus Häfliger (hä.), in: NZZ 10.08.2012

    http://www.nzz.ch/schweiz/breiter-support-fuer-knabenbeschneidung-1.17383510

    Markus Häfliger (hä.)

    http://www.nzz.ch/impressum/impressum_haefliger_markus-1.15180417


    Beschnittene Autonomie
    von: Simon Hehli
    in: NZZ 21.07.2015

    http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/beschnittene-autonomie-1.18583568

    Neuer Streit um ein Stückchen Haut
    von: Simon Hehli
    in: NZZ 22.07.2015

    http://www.nzz.ch/schweiz/neuer-streit-um-ein-stueckchen-haut-1.18583488

    Simon Hehli (hhs.)

    „Von 2002 bis 2009 Studium der Geschichte, Politik- und Religionswissenschaften in Zürich und Buenos Aires […] Seit August 2014 in der Inlandredaktion der NZZ. Themenschwerpunkte: Gesundheit, Religion/Kirchen und Volksrechte.“

    http://www.nzz.ch/impressum/impressum_hehli_simon-1.18455777

  30. Machandelboom Says:

    Jungen lasst euch initiieren (beschneiden) und unterstützt die Männerhelden beim Kampf gegen den Teufel Präputium. Der heilige Beschneidungskrieg.

    Zirkumfetischist Morris (aus dessen geballter Fehlinformation 2015 im Essener Elisabeth-Krankenhaus Datenmaterial durch Iris Rübben per Projektorfolie verwendet wurde) sowieso, aber auch ein gewisser Klausner aus Kalifornien …
    ::

    Brian J. Morris, Jake H. Waskett, Ronald H. Gray, Daniel T. Halperin, Richard Wamai, Bertran Auvert, Jeffrey D. Klausner:

    Exposé of misleading claims that male circumcision will increase HIV infections

    In: Journal of Public Health in Africa. 2011; volume 2:e28, doi:10.4081/jphia.2011.e28 PDF

    http://publichealthinafrica.org/index.php/jphia/article/view/jphia.2011.e28

    „We trust that our assessment may help refute the claims by Van Howe and Storms“ [Antrag abgelehnt, Robert S. Van Howe, Michelle R. Storms haben und verdienen unser Vertrauen]

    Brian J. Morris
    University of Sydney, Australia

    Jake H. Waskett
    Circumcision Independent Reference and Commentary Service, United Kingdom

    Ronald H. Gray
    Johns Hopkins University, United States

    Daniel T. Halperin
    Harvard School of Public Health, United States

    Richard Wamai
    Northeastern University Boston, United States

    Bertran Auvert
    INSERM-UVSQ, France

    Jeffrey D. Klausner
    University of California, United States

    __

    How the circumcision solution in Africa will increase HIV infections

    Robert S. Van Howe, Michelle R. Storms

    http://www.publichealthinafrica.org/index.php/jphia/article/view/jphia.2011.e4/html_9

    __

    Morris und Klausner und so weiter:

    Review: a critical evaluation of arguments opposing male circumcision for HIV prevention in developed countries.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22452415
    __
    __

    Heute, 12:27 Uhr dankenswerterweise zitiert von Forist Selbstbestimmung, der auch auf Haiti aufmerksam macht:

    From 2009-2011 Dr. Klausner was Branch Chief for HIV and TB at the Centers for Disease Control in Pretoria, South Africa, helping lead the South African PEPFAR program for care and treatment.

    Klausner JD, Morris BJ. Benefits of male circumcision. JAMA. 2012 Feb 1;307(5):455-6; author reply 457. PubMed PMID: 22298671.

    Selbstbestimmung weiß: „Klausner steckt auch bei der Baby-Verstümmelungskampagne auf Haiti mit drin:“

    In 2008, Dr. David Patrick was the head of the B.C. Centre for Disease Control. […]

    Dr. Jeffrey Klausner, professor at [the University of California, Los Angeles] Medical School […]

    Klausner, a professor of medicine in the division of infectious diseases and the program in global health at UCLA, is an advocate in the use of medical male circumcision for the prevention of sexually transmitted diseases and HIV. He volunteers with GHESKIO, an organization run out of the Centre for Global Health at Weill Cornell Medical College in partnership with the Haitian government. Operating primarily in Port-au-Prince, their work is supported by Haiti’s first lady and has a mission to combat HIV and improve conditions of maternal and child health. GHESKIO will host Pollock’s training in Port-au-Prince.

    Raised in Winnipeg, Pollock explained that he decided to become a doctor “because I had a strong interest in sciences, medicine and surgery from a young age.” Early in his career, he decided to create a special focus on circumcision and vasectomy, and built a highly focused practice and a well-tested – and respected – technique.

    “My interest in developing a safe, quick and painless approach to circumcision for the medical community in B.C. arose initially from some of the rabbis approaching me approximately 20 years ago and encouraging me to become a mohel in Vancouver,” Pollock said. […]

    http://www.cireport.ca/2014/07/infant-circumcision-evangelist-dr-neil-pollock-ready-to-train-haitians-to-circumcise-their-male-infants.html

    __

    Klausner und so weiter:

    Knowledge, Attitudes, Practices and Beliefs about Medical Male Circumcision (MMC) among a Sample of Health Care Providers in Haiti.

    Haiti has the highest number of people living with HIV infection in the Caribbean/Latin America region. Medical male circumcision (MMC) has been recommended to help prevent the spread of HIV. We sought to assess knowledge, attitudes, practices and beliefs about MMC among a sample of health care providers in Haiti. […]

    Physicians and nurses who were willing to offer MMC if provided with adequate training were 2.5 (1.15-5.71) times as likely to choose the best age to perform MMC as less than one year. Finally, if the joint probability of choosing „the best age to perform MMC“ as one year or older […]

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26237217

    __

    JEFFREY KLAUSNER, MD, MPH
    Professor of Medicine and Public Health
    Los Angeles, Kalifornien, USA

    From 2009-2011 Dr. Klausner was Branch Chief for HIV and TB at the Centers for Disease Control in Pretoria, South Africa, helping lead the South African PEPFAR program for care and treatment.

    http://chipts.ucla.edu/people/jeffrey-klausner-md/
    __
    __

    Noch zur Genitalverstümmelungskampagne in Haiti:

    In Neil Pollock’s home province of British Columbia, a group called Foreskin Pride has actually held protests against circumcision, the procedure that has formed the heart of Dr. Pollock’s medical career for 20 years.

    In the crumbling Caribbean nation of Haiti, the operation made him something of a hero. […] Now he is in talks with Ms. Theron [Charlize Theron] to deliver similar training in Kwa-Zulu-Natal province of her native South Africa, a place harder hit by HIV than almost anywhere in the world. […]

    More recently, Jeff Klausner, a medical professor at the University of California at Los Angeles, discussed with contacts in Haiti the idea of bringing back the largely overlooked procedure there. […] He asked around for someone to teach the Haitian doctors. Everyone told him Dr. Pollock “had a reputation for being the best in the field and a great trainer.”

    aus: Tom Blackwell (B.C. doctor delivers unusual foreign aid to Haiti by teaching surgeons to perform safer circumcisions), in: National Post (Toronto, Ontario, Kanada), 15.03.2015

    http://news.nationalpost.com/health/b-c-doctor-delivers-unusual-foreign-aid-to-haiti-teaching-surgeons-to-perform-almost-painless-circumcisions

  31. Carcinòl Says:

    Buchankündigung:

    Unaussprechliche Verstümmelungen

    Am 15. September 2015 erscheint das Buch Unaussprechliche Verstümmelungen – Beschnittene Männer sprechen darüber (bei CreateSpace).

    Das Buch ist die deutsche Übersetzung von Unspeakable Mutilations – Circumcised Men Speak Out, von Lindsay R. Watson, Neuseeland, das 2014 ebenfalls bei CreateSpace erschien.

    Übersetzung ins Deutsche von Ulf Dunkel.

    https://ulfdunkel.wordpress.com/2015/08/18/unaussprechliche-verstuemmelungen/

    .
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    Zirkumzision
    Der nachfolgende Text stammt aus dem Zirkumpendium.

    Körperliche Spätfolgen
    Eine unvermeidliche Spätfolge jeder Beschneidung ist der dauerhafte Verlust von sexuellem Empfindungsvermögen. Dies ist zum einen auf das Entfernen sensorischen Gewebes zurückzuführen. Die Vorhaut enthält ca. 20.000 Nervenenden und Tastkörperchen, die für den Großteil der sexuellen Empfindung des Mannes verantwortlich sind. Wird die Vorhaut entfernt, stehen sie nicht mehr zur Erzeugung sexueller Stimulation zur Verfügung. Zum anderen reagiert die Eicheloberfläche auf den nach einer Zirkumzision fehlenden Schutz vor Reibung und Austrocknung mit dem Bilden einer Hornhaut. Dadurch sinkt die Empfindungsfähigkeit der verbliebenen Nerven in der Eichel über die Jahre immer weiter ab. Die Studie von Sorrells et. al. wies eine deutliche Reduktion der Berührungsempfindlichkeit beschnittener gegenüber intakten Penissen bei erwachsenen Männern nach. Andere Studien ergaben, das beschnittene Männer deutlich seltener Kondomen benutzen als unbeschnittene, da diese die sexuelle Empfindung noch weiter einschränken (s.o.).

    http://de.intactiwiki.org/index.php/Beschneidung#K.C3.B6rperliche_Sp.C3.A4tfolgen

    Vorhaut
    Der nachfolgende Text stammt aus dem Zirkumpendium.

    Die Vorhaut dient als Verbindungskanal für zahlreiche bedeutende Venen. Zudem ist das innere Blatt mit circa 20.000 Nervenendungen und Meissnerschen Tastkörperchen durchzogen, den selben Rezeptoren also, wie sie auch in den Fingerkuppen vorkommen. Die enorm hohe Dichte der Nerven und Tastkörperchen macht es zum empfindlichsten Teil des Körpers, in etwa zehnmal so empfindlich wie die Fingerkuppen.

    http://de.intactiwiki.org/index.php/Vorhaut#Aufbau_und_Funktion_der_Vorhaut_im_Detail

    .

    Das große Zirkumpendium – Die Wissenssammlung rund um das Thema männliche Beschneidung. Zusammengefasst von gbs-Mitglied Stefan Schritt.

    http://abgeblogged.rz-etelsen.net/wp-content/uploads/2013/01/Das_grosse_Zirkumpendium.pdf

  32. Edward von Roy Says:

    the abolition of RMC on non-consenting minors
    (Intaktivistisch dechiffriert: auf Kinderwunsch jede MGM oder „milde“ FGM endlich erlauben)

    Kinder an die Macht? Antrag abgelehnt Frau Erlings, Minderjährige (minors), minderjährig ist ein Mensch unter achtzehn Jahren, Junge oder Mädchen, sind zum wirksamen Einwilligen (consent; Verb consenting) völlig altersentsprechend gar nicht fähig, weshalb für uns Erwachsene eine von den beschneidungsbegeisterten Minderjährigen abzugrenzende Kategorie der nicht einwilligenden Minderjährigen (non-consenting minors) nicht zu existieren hat.

    Die politische Debatte über das rechte kindliche oder jugendliche Alter des informed consent soll beginnen dürfen und wird auch die Mädchen einschließen müssen. Vorkämpfer wie Esther Erlings vermeiden dabei, den etwa schafiitischen Gelehrten das Leben schwer zu machen. Wenn der 15 oder 16 Jahre alte Junge und das acht oder neun Jahre alte Mädchen in seine Sunnabeschneidung einwilligt, sind der himmlische Urheber der Schariagesetze und die irdischen Ulama des MUI zufrieden.

    Child Safety, Welfare and Well-being
    2016, pp 95-113
    Date: 06.08.2015
    The Law and Practices of Ritual Male Circumcision: Time for Review
    Esther I. J. Erlings

    „ritual male circumcision (RMC) […] we should strive for the abolition of RMC on non-consenting minors, although many states may need a transition period during which the practice should be strictly regulated.“

    http://link.springer.com/chapter/10.1007/978-81-322-2425-9_8

    http://link.springer.com/search?facet-creator=%22Esther+I.+J.+Erlings%22

    RESEARCH STUDENTS
    Ms. Esther ERLINGS
    Working toward a PhD in Laws, expected 2015

    I am interested in human rights (in particular freedom of religion, non-discrimination and the right to education), family law, children’s rights and access to justice, the horizontal effect of human rights treaties, constitutional and comparative law.

    The focus of my thesis is on religion within the family. Its aim is to find a framework allowing for the (harmonious) resolution of differences related to religious practices between parents and children. Special attention is paid to the role of the State as intervener and facilitator.

    2013: E. Erlings, The law and practices of ritual male circumcision – time for review? Paper presented at the International Conference on Protection of Child Rights: Issues and Challenges, Pondicherry, 18-20 January 2013

    http://www.law.cuhk.edu.hk/en/study/esther-erlings.php

    .

    E. Erlings
    The Law and Practices of Ritual Male Circumcision: Time for Review Introduction

    ab Seite 95, in: Child Safety, Welfare and Well-being: Issues and Challenges, herausgegeben von: Sibnath Deb

    https://books.google.de/books?id=BvpUCgAAQBAJ&pg=PA95&lpg=PA95&dq=Esther+I.+J.+Erlings&source=bl&ots=mx0-fSU2_4&sig=0MKq00-9B1scDobUX5DkfghdIes&hl=de&sa=X&ved=0CCIQ6AEwAGoVChMIk_SEqae1xwIV4xFyCh1msQod#v=onepage&q=Esther%20I.%20J.%20Erlings&f=false

    .

    Hong Kong 17.03.2015
    Centre for Comparative and Public Law, HKU

    Children are increasingly perceived as active agents with their own personality, and holders of rights within the family. Parents, in turn, are encouraged to respect children’s identity [Identität – und eben nicht wie geboten genital intactness] and fulfill obligations corresponding to children’s rights.

    .

    http://www.law.hku.hk/conferencesphoto2015/mar/17_ccpl/

    .

    Esther Erlings is a PhD fellow (HKPFS) from the Netherlands. She received her LLB (cum laude) from Utrecht University, her LLM (cum laude) from Maastricht University and has recently submitted her thesis to The Chinese University of Hong Kong.

    https://www.facebook.com/events/938596386173510/

  33. Edward von Roy und Gabi Schmidt Says:

    „So läuft das ab!“

    Beschneidungsrhetoriker Bühmann

    Männliche Genitalverstümmelungen begünstigende Desinformation ausgerechnet gegenüber Minderjährigen als der Zielgruppe der BRAVO verantwortet das Mietmaul pardon der Pressesprecher des BDU und Betreiber einer urologischen Privatpraxis auf Sylt Dr. Bühmann.

    Seit viereinhalb Jahren unkorrigiert im Netz – kein Wort von den bei jeder Zirkumzision amputierten 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Merkel, Meissner, Vater-Pacini, Ruffini. Kein Hinweis auf die damals (2011) bereits vier Jahre alten Forschungsergebnisse von Morris L. Sorrels et al. (fine-touch; sensorische Schädigung des Penis; von 2007).

    Sicherlich, die Erkenntnisse von Morten Frisch et al. (negative Auswirkungen auf die Partnerschaft) waren erst acht Wochen später zugänglich, doch hätte man sie seit Mai 2011 im Online-Text ohne weiteres nachtragen können und müssen – und muss das immer noch sehr geehrter Herr Bühmann. Auch eine neuer Text ließe sich schreiben, warum nicht in der BRAVO.

    Nicht einmal den Hinweis auf vorhauterhaltende Techniken wie die Triple-Inzision werden den Jugendlichen seit 2011 angeboten, im Gegenteil wird von jeder anderen OP als der vollständigen Zirkumzision ausdrücklich abgeraten.

    Zitat: BRAVO vom 08.03.2011 | Beschneidung: So läuft das ab!

    Beschneidung: So läuft das ab!

    Geht auch eine Teilbeschneidung?

    Bei einer Teilbeschneidung wird nur ein Teil der Vorhaut abgetrennt, so dass die verbleibende Haut noch über der Eichel liegt. Allerdings hat diese Art der Beschneidung gegenüber einer vollständigen Beschneidung keine Vorteile. Im Gegenteil: Bei einer Teilbeschneidung ist in etwa 30 Prozent der Fälle eine Nachoperation nötig, weil es durch Narbenbildung zur erneuten Enge kommen kann.

    Wie ist der Sex hinterher?

    Direkt nach der Operation ist die Eichel noch sehr empfindlich. Klar, sie ist es nicht gewohnt, frei zu liegen. Deshalb kann das neue Gefühl anfangs gewöhnungsbedürftig sein. Ein beschnittener Junge kann aber genauso tollen Sex erleben, wie ein Unbeschnittener. Jungen, die den Vergleich „Sex mit und ohne Vorhaut“ kennen, berichten trotzdem von einem Unterschied.

    Auch Selbstbefriedigung ist beschnitten möglich. Der Rest der Vorhaut bleibt schließlich beweglich und kann für schöne Gefühle sorgen. Wer gern eine Lotion oder ein Öl dazu nehmen möchte, kann das tun. Es geht aber auch ohne Hilfsmittel.

    Ein Märchen ist allerdings, dass beschnittene Jungen beim Sex länger durchhalten, weil angeblich ihre Eichel unempfindlicher geworden ist. Dafür gibt es keinen Beweis. Wie schnell ein Junge erregbar ist, hat nicht allein mit seiner Eichel zu tun, sondern auch mit den Hormonen, der Aufregung oder dem Stress, den sich der Junge selber macht – also viel mit dem Kopf.

    Für diesen Artikel wurde das Dr.-Sommer-Team beraten von:
    Herrn Dr. Wolfgang Bühmann
    Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BDU)
    Text: Marthe Kniep

    http://www.bravo.de/dr-sommer/beschneidung-so-laeuft-das-ab-240345.html

    Auch 2015 erweist sich Wolfgang Bühmann als eher lernresistent. Der Arzt aus Westerland leugnet die hohe sexuelle, nämlich sensitive und partnerschaftliche Bedeutung der Penisvorhaut. Einen eigenen Wert im männlichen sexuellen Erregungssystem habe sie nicht, so implizit der Sylter, dem das Präputium zur Eichelschutzkappe verkommt („[s]o schützt die Vorhaut die Eichel“) und der wie zufällig verschweigt, dass die Mehrheit sprich über 50 % aller Jungen im Grundschulalter, diese sind jünger als 10 (zehn!) Jahre und eben nicht nach der Geburt lediglich „einige Jahre“ alt, von Natur aus noch keine gänzlich retraktierbare Vorhaut besitzt:

    Bei 96% aller Neugeborenen sind Präputium penis und Glans verklebt – und sie bleiben es einige Jahre lang. „So schützt die Vorhaut die Eichel vor Urin und Verschmutzungen“, betont Bühmann.

    Sicherlich gibt es die Keratinisierung (Verhornung), die Männer spüren dann wenig bis gar nichts mehr und möchten erklärlicherweise Kondome ablehnen, was die Gefahr der HIV-Übertragung erhöht und die afrikanischen Kampagnen als unsinnig erkennen lässt. Wir haben aber über den Schaden jeder Zirkumzision zu sprechen. Nein, die Vorhaut SCHÜTZT nicht, sie IST das maskuline Lustorgan Nummer Eins oder sie WAR es.

    Zum Glück darf Dr. Kolja Eckert im selben Artikel der Petra Plaum (Beschneidungen von Jungs? Nur bei medizinischer Indikation! – Mit welchen Argumenten Ärzte Zirkumzisionen ablehnen, Medscape, 04.08.2015) die anatomischen Fakten darstellen, warum liest man das nicht auf dem Internetauftritt des Essener Elisabeth-Krankenhauses:

    Inzwischen erklärt Eckert den Eltern, dass das Präputium 70 bis 80 % der Nervenendigungen enthält, die für das männliche sexuelle Lustempfinden zuständig sind – „es ist damit ein funktionell wichtiges Organ, sage ich dann, das nicht ohne guten Grund entfernt werden sollte. Die Eichel kann von ihrer nervalen Ausstattung her nur einen Bruchteil der Empfindungen aufnehmen und weiterleiten.“

    http://praxis.medscapemedizin.de/artikelansicht/4903926

    Auf Seite 2 darf Prof. Dr. Matthias Franz, warum bleibt Morten Frisch ungenannt und wird die Studie nicht verlinkt, dünn über die längst erforschten nachteiligen Auswirkungen auf Ehe bzw. Partnerschaft reden:

    Eine große dänische Analyse zeige, dass beschnittene Männer seltener ein erfülltes Sexualleben haben als andere.

    Das beschneidungsrhetorische Dreigestirn Eckert – Bühmann – Franz gibt sich einsichtig und erheischt unser Vertrauen:

    Alle 3 Mediziner fordern unisono umfassendere Elternberatungen als bisher üblich

    http://praxis.medscapemedizin.de/artikelansicht/4903926_2

    Faktenbasierte Aufklärungsgespräche (Elternberatungen) zur männlichen Beschneidung (MGM) fordern wir Sozialpädagogen auch, sind aber dahingehend besorgt, dass der in der Vergangenheit eher faktenfern (unwissenschaftlich) und beschneidungsfreundlich (kinderfeindlich) arbeitende BDU dazu auch im Jahre 2015 weder bereit noch in der Lage ist.

    Alles soll irgendwie besser werden. Man empört sich über dieses und beteuert jenes, aber man legt sich gerade nicht fest:

    umfassendere Elternberatungen als bisher üblich

    Schluss mit der BDU-Doppelstrategie aus Schaufensterveranstaltung (Elisabeth-Krankenhaus, Essen 2015) und Hinterzimmer (mystisches Elterngespräch zum Kinderpenis, danach die MGM).

    Den für die Öffentlichkeit dann endlich überprüfbaren phimose- und zirkumzisionsbezogenen Inhalt von BDU-Aufklärungsgespräch und BDU-Elternberatung jetzt auf den Tisch.

    Zusätzlich fordern wir einen Aufruf des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BDU) an seine 2685 Mitglieder (Stand 1. November 2011), sich jeder Bestrebung nach Straffreistellung der Sunna-Mädchenbeschneidung (schafiitische Religionspflicht) in den Weg zu stellen.

    Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)
    Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

  34. Edward von Roy und Gabi Schmidt Says:

    „So läuft das ab!“

    Beschneidungsrhetoriker Bühmann

    Männliche Genitalverstümmelungen begünstigende Desinformation ausgerechnet gegenüber Minderjährigen als der Zielgruppe der BRAVO verantwortet das Mietmaul pardon der Pressesprecher des BDU und Betreiber einer urologischen Privatpraxis auf Sylt Dr. Bühmann.

    Seit viereinhalb Jahren unkorrigiert im Netz – kein Wort von den bei jeder Zirkumzision amputierten 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Merkel, Meissner, Vater-Pacini, Ruffini. Kein Hinweis auf die damals (2011) bereits vier Jahre alten Forschungsergebnisse von Morris L. Sorrels et al. (fine-touch; sensorische Schädigung des Penis; von 2007).

    Sicherlich, die Erkenntnisse von Morten Frisch et al. (negative Auswirkungen auf die Partnerschaft) waren erst acht Wochen später zugänglich, doch hätte man sie seit Mai 2011 im Online-Text ohne weiteres nachtragen können und müssen – und muss das immer noch sehr geehrter Herr Bühmann. Auch eine neuer Text ließe sich schreiben, warum nicht in der BRAVO.

    Nicht einmal den Hinweis auf vorhauterhaltende Techniken wie die Triple-Inzision werden den Jugendlichen seit 2011 angeboten, im Gegenteil wird von jeder anderen OP als der vollständigen Zirkumzision ausdrücklich abgeraten.

    Zitat: BRAVO vom 08.03.2011 | Beschneidung: So läuft das ab!

    Beschneidung: So läuft das ab!

    Geht auch eine Teilbeschneidung?

    Bei einer Teilbeschneidung wird nur ein Teil der Vorhaut abgetrennt, so dass die verbleibende Haut noch über der Eichel liegt. Allerdings hat diese Art der Beschneidung gegenüber einer vollständigen Beschneidung keine Vorteile. Im Gegenteil: Bei einer Teilbeschneidung ist in etwa 30 Prozent der Fälle eine Nachoperation nötig, weil es durch Narbenbildung zur erneuten Enge kommen kann.

    Wie ist der Sex hinterher?

    Direkt nach der Operation ist die Eichel noch sehr empfindlich. Klar, sie ist es nicht gewohnt, frei zu liegen. Deshalb kann das neue Gefühl anfangs gewöhnungsbedürftig sein. Ein beschnittener Junge kann aber genauso tollen Sex erleben, wie ein Unbeschnittener. Jungen, die den Vergleich „Sex mit und ohne Vorhaut“ kennen, berichten trotzdem von einem Unterschied.

    Auch Selbstbefriedigung ist beschnitten möglich. Der Rest der Vorhaut bleibt schließlich beweglich und kann für schöne Gefühle sorgen. Wer gern eine Lotion oder ein Öl dazu nehmen möchte, kann das tun. Es geht aber auch ohne Hilfsmittel.

    Ein Märchen ist allerdings, dass beschnittene Jungen beim Sex länger durchhalten, weil angeblich ihre Eichel unempfindlicher geworden ist. Dafür gibt es keinen Beweis. Wie schnell ein Junge erregbar ist, hat nicht allein mit seiner Eichel zu tun, sondern auch mit den Hormonen, der Aufregung oder dem Stress, den sich der Junge selber macht – also viel mit dem Kopf.

    Für diesen Artikel wurde das Dr.-Sommer-Team beraten von:
    Herrn Dr. Wolfgang Bühmann
    Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BDU)
    Text: Marthe Kniep

    http://www.bravo.de/dr-sommer/beschneidung-so-laeuft-das-ab-240345.html

    Auch 2015 erweist sich Wolfgang Bühmann als eher lernresistent. Der Arzt aus Westerland leugnet die hohe sexuelle, nämlich sensitive und partnerschaftliche Bedeutung der Penisvorhaut. Einen eigenen Wert im männlichen sexuellen Erregungssystem habe sie nicht, so implizit der Sylter, dem das Präputium zur Eichelschutzkappe verkommt („[s]o schützt die Vorhaut die Eichel“) und der wie zufällig verschweigt, dass die Mehrheit sprich über 50 % aller Jungen im Grundschulalter, diese sind jünger als 10 (zehn!) Jahre und eben nicht nach der Geburt lediglich „einige Jahre“ alt, von Natur aus noch keine gänzlich retraktierbare Vorhaut besitzt:

    Bei 96% aller Neugeborenen sind Präputium penis und Glans verklebt – und sie bleiben es einige Jahre lang. „So schützt die Vorhaut die Eichel vor Urin und Verschmutzungen“, betont Bühmann.

    Sicherlich gibt es die Keratinisierung (Verhornung), die Männer spüren dann wenig bis gar nichts mehr und möchten erklärlicherweise Kondome ablehnen, was die Gefahr der HIV-Übertragung erhöht und die afrikanischen Kampagnen als unsinnig erkennen lässt. Wir haben aber über den Schaden jeder Zirkumzision zu sprechen. Nein, die Vorhaut SCHÜTZT nicht, sie IST das maskuline Lustorgan Nummer Eins oder sie WAR es.

    Zum Glück darf Dr. Kolja Eckert im selben Artikel der Petra Plaum (Beschneidungen von Jungs? Nur bei medizinischer Indikation! – Mit welchen Argumenten Ärzte Zirkumzisionen ablehnen, Medscape, 04.08.2015) die anatomischen Fakten darstellen, warum liest man das nicht auf dem Internetauftritt des Essener Elisabeth-Krankenhauses:

    Inzwischen erklärt Eckert den Eltern, dass das Präputium 70 bis 80 % der Nervenendigungen enthält, die für das männliche sexuelle Lustempfinden zuständig sind – „es ist damit ein funktionell wichtiges Organ, sage ich dann, das nicht ohne guten Grund entfernt werden sollte. Die Eichel kann von ihrer nervalen Ausstattung her nur einen Bruchteil der Empfindungen aufnehmen und weiterleiten.“

    http://praxis.medscapemedizin.de/artikelansicht/4903926

    Auf Seite 2 darf Prof. Dr. Matthias Franz, warum bleibt Morten Frisch ungenannt und wird die Studie nicht verlinkt, dünn über die längst erforschten nachteiligen Auswirkungen auf Ehe bzw. Partnerschaft reden:

    Eine große dänische Analyse zeige, dass beschnittene Männer seltener ein erfülltes Sexualleben haben als andere.

    Das beschneidungsrhetorische Dreigestirn Eckert – Bühmann – Franz gibt sich einsichtig und erheischt unser Vertrauen:

    Alle 3 Mediziner fordern unisono umfassendere Elternberatungen als bisher üblich

    http://praxis.medscapemedizin.de/artikelansicht/4903926_2

    Faktenbasierte Aufklärungsgespräche (Elternberatungen) zur männlichen Beschneidung (MGM) fordern wir Sozialpädagogen auch, sind aber dahingehend besorgt, dass der in der Vergangenheit eher faktenfern (unwissenschaftlich) und beschneidungsfreundlich (kinderfeindlich) arbeitende BDU dazu auch im Jahre 2015 weder bereit noch in der Lage ist.

    Alles soll irgendwie besser werden. Man empört sich über dieses und beteuert jenes, aber man legt sich gerade nicht fest:

    umfassendere Elternberatungen als bisher üblich

    Schluss mit der BDU-Doppelstrategie aus Schaufensterveranstaltung (Elisabeth-Krankenhaus, Essen 2015) und Hinterzimmer (mystisches Elterngespräch zum Kinderpenis, danach die MGM).

    Den für die Öffentlichkeit dann endlich überprüfbaren phimose- und zirkumzisionsbezogenen Inhalt von BDU-Aufklärungsgespräch und BDU-Elternberatung jetzt auf den Tisch.

    Zusätzlich fordern wir einen Aufruf des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BDU) an seine 2685 Mitglieder (Stand 1. November 2011), sich jeder Bestrebung nach Straffreistellung der Sunna-Mädchenbeschneidung (schafiitische Religionspflicht) in den Weg zu stellen.

    Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)
    Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

  35. Bragalou Says:

    Germany and Great Britain are paving the way towards the so called “mild Sunnah” type, towards a legal FGM. We should stop this, any form of FGM or MGM should be banned everywhere.

    Universität Würzburg

    Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf [im gbs-Beirat, s. u.]
    Ordinarius für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie

    WS 2015/2016
    Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene
    Hausarbeit

    Arzt A ist niedergelassener Urologe. In dem Einzugsgebiet seiner Praxis wohnen auch zahlreiche muslimische Familien. Schon mehrfach hat A religiös motivierte Beschneidungen (Vorhautentfernung) an Jungen im Alter von 7 bis 12 Jahren vorgenommen. Eines Tages kommen B und C zusammen mit ihrem 14jährigen Sohn D in seine Praxis und beauftragen ihn, an D eine Beschneidung vorzunehmen. Obwohl D erklärt, damit nicht einverstanden zu sein, wird ein Operationstermin vereinbart und durch A die Beschneidung lege artis vorgenommen. D fügt sich dem, wie er A mitteilt, nur aus Angst vor seinen Eltern.

    Einige Tage später meldet sich E. Sie möchte an ihrer dreijährigen Tochter F ebenfalls eine Genitalbeschneidung vornehmen lassen. Allerdings soll die Beschneidung nur in einem „Einritzen“ unter optimalen medizinischen und hygienischen Verhältnissen bestehen. Wenn A die Beschneidung nicht vornehme, werde „die Familie“ F in ihre Heimat mitnehmen, wo eine sehr viel weitergehende Beschneidung traditionell üblich und von den religiösen Autoritäten vorgeschrieben sei. Nur um dies zu verhindern, willigt A in die Vornahme der Operation ein und führt sie durch.

    Anderntags meldet sich G bei A. Sie möchte bei ihrem vierjährigen Sohn H ein Intimpiercing im Genitalbereich durchführen lassen. A hat Bedenken, doch G zerstreut sie mit dem Argument, wenn eine Beschneidung zulässig sei, dann doch wohl erst recht ein weniger „einschneidendes“ Intimpiercing. A führt daraufhin auch diese Operation durch.

    Arzthelferin I kennt sämtliche Fälle, doch unternimmt sie nichts, weil sie As Tätigkeit für zulässig hält. Sie ist überdies der Meinung, dass jedenfalls das Grundrecht auf Religionsfreiheit Genitalbeschneidungen bei Jungen und Mädchen legitimiere.

    Haben sich A, B, C, E, G und I strafbar gemacht? Erstellen Sie ein Gutachten, in dem auch (in der gebotenen Kürze) auf die verfassungsrechtlichen Vorgaben eingegangen wird. Ärztliches Standesrecht soll nicht angesprochen werden.

    Abgabe in der ersten Übungsstunde des Wintersemesters. Eine spätere Abgabe ist nicht möglich.

    http://www.jura.uni-wuerzburg.de/fileadmin/02150100/Lehrmaterialien/Uebung/WS_2015/HA_WS_2015.pdf

    .

    [ Bei Hilgendorf publizierte Tatjana Hörnle ]

    Strafrechtliche Verbotsnormen zum Schutz von kulturellen Identitäten, in: Horst Dreier / Eric Hilgendorf (Hrsg.), Kulturelle Identität als Grund und Grenze des Rechts. Akten der IVR-Tagung vom 28.-30. September 2006 in Würzburg, ARSP Beiheft Nr. 113, Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2008, S. 315 – 337

    http://hoernle.rewi.hu-berlin.de/PublikationenHoernle.pdf

    .

    Horst Dreier / Eric Hilgendorf:

    Kulturelle Identität als Grund und Grenze des Rechts

    Akten der IVR-Tagung vom 28.-30. September 2006 in Würzburg. ARSP Beiheft Nr. 113

    Herausgegeben von Prof. Dr. Horst Dreier, Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf

    „Der moderne Verfassungsstaat gewährt umfassende Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses und ist selbst – Spiegelbild dieses Umstandes – religiös und weltanschaulich neutral. Ungeachtet dessen liegt aber die Prägung der westlichen Demokratien durch die Kulturmacht des Christentums auf der Hand.

    Die Beiträge widmen sich den vielfältigen Fragen, die sich aus diesem spannungsreichen Verhältnis ergeben. Sie tragen insbesondere dem Tatbestand Rechnung, dass sich die Grundproblematik durch die forcierte Pluralisierung religiöser Gemeinschaften in entscheidender Weise verschärft hat.“

    http://www.nomos-shop.de/Dreier-Hilgendorf-Kulturelle-Identit%C3%A4t-Grund-Grenze-Rechts/productview.aspx?product=10024

    .

    Hilgendorf ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs)

    http://www.giordano-bruno-stiftung.de/beirat/hilgendorf-eric

    .

    Female genital mutilation comprises all procedures involving partial or total removal of the external female genitalia or other injury to the female genital organs for non-medical reasons (WHO, UNICEF, UNFPA, 1997). The WHO/UNICEF/UNFPA Joint Statement classified female genital mutilation into four types (FGM Type I, II, III, IV).

    Now UK judge James Munby compares male circumcision with FGM – without demanding a ban on ritual circumcision of minors. Are fears of legalisation of female genital mutilation (FGM Type IV and maybe also Type Ia) in the UK unfounded?
    ::

    In the matter of B and G (Children) (No 2)
    Sir James Munby, President of the Family Division

    http://www.judiciary.gov.uk/wp-content/uploads/2015/01/BandG_2_.pdf

    ::

    Germany (Ringel / Meyer; Tatjana Hörnle), bad enough, and unfortunately now even Great Britain are paving the way towards the so called “mild Sunnah” type, towards a legal FGM. We should stop this, any form of FGM or MGM should be banned everywhere.

    Judge Sir James Munby can know that the circumcision of girls is religion, part of several hadith and many fatwa. The Fiqh (Islamic Jurisprudence) of Shafii madhhab and many Ulama of Hanbali madhhab regard FGM as wajib, i. e. as a religious duty. So khitan al-inath (sunat perempuan; FGM) is part of authentic Islam.

    Hadith. Muhammad said to the muqaṭṭiʿa al-buẓūr (cutter of clitorises) Umm ʿAṭiyya:

    أشمِّي ولا تنهكي
    ašimmī wa-lā tanhakī
    [Cut] slightly and do not overdo it

    اختفضن ولا تنهكن
    iḫtafiḍna wa-lā tanhikna
    Cut [slightly] without exaggeration

    Today several Muslim clerics promote a “mild sunnah” circumcision; who tells Judge Munby about this fatwa: What is the Ruling on Circumcision for Women?

    Circumcision is obligatory upon men and women according to us (i.e. the Shafi’is). (Majmu’ of Imam An-Nawawi 1:164) The circumcision is wajib upon men and women according to the rājih qawl of Shāfi’ī madhhab. Answered by: Sidi Abdullah Muḥammad al-Marbūqī al-Shāfi’ī. Checked by: Al-Ustāż Fauzi ibn Abd Rahman

    My real concern is that Europe will soon legalise some “mild” forms of the Classification of FGM.

    And again: any form of FGM or MGM should be banned everywhere.

    s o u r c e s

    A Cutting Tradition. By Sara Corbett. The New York Times. Published: 20.01.2008

    http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html

    Inside a Female-Circumcision Ceremony. Photo: Stephanie Sinclair

    http://www.nytimes.com/slideshow/2008/01/20/magazine/20080120_CIRCUMCISION_SLIDESHOW_index.html

    ::

  36. Edward von Roy Says:

    (Desinformation pur)

    Penis beschneiden? 12 Fragen und Antworten
    von Dr. med. Roland Mühlbauer, 31.08.2015

    http://www.apotheken-umschau.de/Sexualitaet/Penis-beschneiden-12-Fragen-und-Antworten-491193.html

    (Meine Antwort)
    03. Sep 2015 23:18 und
    03. Sep 2015 23:20

    ::
    ::

    Nein zur medizinisch nicht unbedingt erforderlichen Beschneidung

    Ob Apotheken-Umschau bereit ist, dazuzulernen, bleibt zu hoffen.

    Wie wohltuend, dass wenigstens hier im Kommentarbereich auf die sensorisch-sexuelle Bedeutung der Vorhaut eingegangen worden ist: „dass das Präputium 70 bis 80% der Nervenendigungen enthält, die für das männliche sexuelle Lustempfinden zuständig sind“.

    Kein Wort hingegen verliert Autor Dr. med. Roland Mühlbauer über die bei jeder Zirkumzision amputierten 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Merkel, Meissner, Vater-Pacini, Ruffini. Keinen Hinweis gibt er auf die Forschungsergebnisse von Morris L. Sorrels et al. (fine-touch; sensorische Schädigung des Penis; von 2007). Auch auf die Erkenntnisse von Morten Frisch et al. (negative Auswirkungen der Beschneidung auf die Partnerschaft) ist von einem Mediziner hinzuweisen.

    Im Gegensatz zur Vorhaut besitzt der größte Teil der Glans penis (Eichel) beinahe ausschließlich nicht-spezialisierte, freie Nervenendigungen (Nozizeptoren), die nur grobe Reize wie etwa starken Druck oder hohe Temperaturreize detektieren können, die vom Gehirn als Unlust oder Schmerz wahrgenommenen werden.

    Penisvorhaut maskulines Lustorgan Nummer Eins

    Bis auf jene schmale Zone zwischen Corona glandis (Eichelrand) und Sulcus coronarius (Penisfurche) ist die Glans zur Wahrnehmung von sexueller Lust von Natur aus nicht fähig. Das maskuline Lustorgan Nummer Eins ist die Vorhaut – oder sie war es.

    Auch Herr Dr. med. Roland Mühlbauer kann damit beginnen, sich zum Thema Zirkumzision zu informieren.

    Richtigerweise ist in vielen Staaten weltweit auch die geringste Form der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) verboten, beispielsweise Formen von Ritzen oder Einstechen (FGM Typ IV) oder die Amputation der Klitorisvorhaut (Typ Ia).

    Die Vorhaut eines Jungen oder Mannes ist genau so sehr zu schützen wie ihr sensorisch-sexuelles Äquivalent, die Klitoris eines Mädchens oder einer Frau. Die zerstörerische Wirkung der (etwa kulturell oder rituell begründeten) Amputation der Penisvorhaut entspricht einer FGM Typ Ib, einer Klitoris(teil)amputation.

  37. Edward von Roy Says:

    ::
    a father may marry off her virgin daughter without her consent

    (Malaysia, JAKIM – Jabatan Kemajuan Islam Malaysia)

    A virgin girl can be entered into a marriage without her consent by the Wali Mujbir

    (Malaysia, KPWMG – Ministry of Women, Family and Community Development)
    ::

    Stichworte
    FGM und Scharia / Islam
    Zwangsheirat und Scharia / Islam – Wali mudschbir
    Eric Hilgendorf
    Strafrecht und Interkulturalität

    Wo Eric Hilgendorf so überall verwendet wird … etwa bei Antonia Egner, die für das Freiburg Law Students Journal / Freilaw 3/2014 zu den Rechtsfolgen der Scharia desinformieren darf.

    Fußnoten:
    [1] Hilgendorf, JZ 2009, 139 (140).
    [3] Hilgendorf, JZ 2009, 139 (140).
    [110] Hilgendorf, JZ 2009, 139 (144).

    Antonia Egner weiß nicht oder verschweigt, dass die weibliche Genitalbeschneidung (FGM) auch mit der Religion begründet wird, insbesondere mit dem keineswegs falsch verstandenen verstandenen Islam – warum leugnet Freilaw die Islamic FGM, chitan al-inath (sunat perempuan). Dem schafiitischen Madhhab (der in Teilen des Irak, Ägyptens sowie in Südostasien maßgeblichen Fiqh-Schule) ist die Mädchenbeschneidung Religionspflicht – und eventuell den Hanbaliten, dein Scheich weiß mehr.

    STRAFRECHT UND KULTUR IM KONFLIKT
    Die neuen Straftatbestände der Genitalverstümmelung und der Zwangsheirat
    Antonia Eger*, Universität Freiburg

    *Die Autorin studierte im 7. Fachsemester Rechtswissenschaft an der Universität Freiburg und befindet sich zur Zeit in der Examensvorbereitung. Ihr Beitrag basiert auf einer im Februar 2014 im Rahmen des von Prof. Dr. Hefendehl [Roland Hefendehl, s. u.] geleiteten Seminars „Das Strafrecht an seinen Grenzen“ verfassten Seminararbeit zum Thema: Strafrecht und Kultur im Konflikt – Beschneidung, Genitalverstümmelung, Zwangsheirat.

    B. Weibliche Genitalverstümmelung
    IV. Motive für die Genitalverstümmelung

    Angesichts der erheblichen gesundheitlichen Folgen ist die Frage zu stellen, warum die Frauen und Mädchen diesen Leiden ausgesetzt werden. Die Begründungen sind vielfältig. Dabei spielt die Tradition die wichtigste Rolle: FGM wird häufig als Initiationsritus begangen. Nur beschnittene Mädchen werden als vollwertiges Gesellschaftsmitglied anerkannt und haben bessere Heiratschancen und Zukunftsperspektiven 11. Außerdem soll die sexuelle Aktivität der Frau kontrolliert, ihre Jungfräulichkeit und eheliche Treue gewährleistet und dadurch ein die Familienehre schädigendes Verhalten verhindert werden. Daneben wird versucht, die Praxis der Genitalverstümmelung durch medizinische und ästhetische Argumente zu rechtfertigen: Nicht beschnittene Frauen seien unhygienisch und unattraktiv; außerdem könne ihre Fruchtbarkeit gesteigert und die Gesundheit des Geschlechtspartners sowie daraus entstandener Kinder verbessert werden 12.

    Antonia Egner weiß nicht oder verschweigt, dass die Zwangsverheiratung auch mit der Religion begründet wird, insbesondere mit dem keineswegs falsch verstandenen Islam – warum desinformiert Freilaw zur Scharia-Rechtsfolge Wali mudschbir (anglis. wali mujbir), dem sogenannten zwingenden oder nötigenden Heiratsvormund.

    C. Zwangsheirat
    III. Motive und Hintergründe

    Die Zwangsheirat beruht auf einem patriarchalisch-traditionellen Familienverständnis, das den Töchtern und Söhnen kein Recht auf Selbstbestimmung zubilligt 53. Darüber hinaus wird bezweckt, die Familienehre zu wahren, sich an der westlichen Lebensweise orientierende Töchter und Söhne zu „disziplinieren“, dem Ehegatten einen Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen und schließlich von eventuellen finanziellen Vorteilen in Gestalt des Brautpreises zu profitieren 54.

    http://www.freilaw.de/strafrecht-und-kultur-im-konflikt/1686

    Freilaw 3/2014

    Daneben beleuchtet Antonia Egner die in den letzten Jahren neu eingeführten Straftatbestände der Zwangsheirat
    (§ 237 StGB) und der weiblichen Genitalverstümmelung (§ 266a StGB) und geht dabei insbesondere der Frage
    nach, inwieweit eine eigenständige Normierung notwendig ist.

    http://www.freilaw.de/wordpress/wp-content/uploads/2014/12/Freilaw_4_2014_Grenzen_des_Strafrechtes.pdf

    Freilaw
    Wer wir sind

    http://www.freilaw.de/who-we-are

    Freilaw
    Professorenbeirat

    http://www.freilaw.de/professorenbeirat

    Festschrift für Bernd Schünemann zum 70. Geburtstag am 1. November 2014 … herausgegeben von Roland Hefendehl, Tatjana Hörnle, Luis Greco

    https://books.google.de/books?id=TSPoBQAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Handbuch Rechtsphilosophie. Eric Hilgendorf / Jan C. Joerden (Hrsg.)

    https://www.metzlerverlag.de/index.php?mod=bookdetail&isbn=978-3-476-02433-6

    https://www.metzlerverlag.de/index.php?mod=bookdetail&isbn=978-3-476-02433-6&show=KUR

    Strafrecht und Kultur im Konflikt
    Freilaw – 17-12-2014
    Antonia Egner Mit dem Gesetz zur Bekämpfung der Zwangsheirat vom 1.7.2011 trat auch der neue Straftatbestand Zwangsheirat (§ 237 StGB) in Kraft. Das 47. Strafrechtsänderungsgesetz vom 24.9.2013 stellte mit dem Straftatbestand § 226a StGB erstmals ausdrücklich die Verstümmelung weiblicher Genitalien unter Strafe.

    http://www.curq.de/freilaw_thema/

    Malaysia, Islambehörde JAKIM – Department of Islamic Development Malaysia

    WALI (GUARDIAN) IN ISLAM

    1. PREFACE
    A wali (guardian) is a very important and vital aspect in a marriage. It determines whether or not a certain marriage contract (akad nikah) that has been performed is valid. […]

    4. TYPES OF WALI
    a) Wali Mujbir (guardian by force)

    Although a father may marry off her virgin daughter without her consent, it is sunat (favourable) for the father to request for her consent. And the father may not act freely using his ijbar authority. He has to make sure that his actions are just and fair for the benefits of his daughter.

    http://www.islam.gov.my/sites/default/files/wali_in_islam.pdf

    JAKIM (Department of Islamic Development Malaysia, früher Pusat Islam, Abteilung in der Behörde des Premierministers, versendet Gesetzesentwürfe an die Regierungen der Bundesstaaten)

    http://www.islam.gov.my/en

    Islam ist Wali Mudschbir (wali mujbir). Schafiitische Rechtsschule, Malaysia

    Is consent from the bride required before a marriage can be carried out?

    Yes, consent from the bride is required for any marriage. For a woman who has never been married before (virgin), the consent comes from her Wali Mujbir (guardian)

    Can a virgin girl be forced to enter into a marriage without her consent by the Wali Mujbir?

    A virgin girl can be entered into a marriage without her consent by the Wali Mujbir on the condition that the marriage is sekufu [standesgemäß] and the marriage will not bring dharar [Beschädigung, Bruch] syarie [mit Allahs Gesetz, der Scharia] to the bride.

    http://www.kpwkm.gov.my/new_index.php?page=faq_content&code=4&faqtitleID=5&lang=eng

    https://schariagegner.wordpress.com/2010/04/07/rauf-ceylan/

    MALAYSIA

    KPWKM
    Kementerian Pembangunan Wanita, Keluarga dan Masyarakat
    KPWKM
    Ministry of Women, Family and Community Development

    Welcome To KPWKM’s Official Website

    Frequently Asked Questions

    Title :
    Consent To Marriage

    1.
    Is consent from the bride required before a marriage can be carried out?
    Yes, consent from the bride is required for any marriage. For a woman who has never been married before (virgin), the consent comes from her Wali Mujbir (guardian)
    2.
    Can a virgin girl be forced to enter into a marriage without her consent by the Wali Mujbir?
    A virgin girl can be entered into a marriage without her consent by the Wali Mujbir on the condition that the marriage is sekufu and the marriage will not bring dharar syarie to the bride.
    3.
    How about the consent for a divorcee to marry?
    A divorcee does not require consent from her wali to enter into a marriage.
    4.
    What is the meaning of sekufu?
    Sekufu is the situation whereby the husband and the wife are at par (same standard) with each other and are of equal status in term of family, financial, education level, descent and profession.
    5.
    Who is qualified to be a wali?
    The List of wali, in the order of priority, is as follows:
    i) Father by birth;
    ii) Grandfather on the father’s side;
    iii)Brother from the same parents;
    iv) Brother from the same father;
    v) Nephew from the same parents;
    vi) Nephew from the same father;
    vii) Uncle from father’s side of the same parents;
    viii) Uncle from father’s side of the same father;
    ix) Male cousin from the father’s side of the same parents;
    x) Male cousin from the father’s side of the same father;
    xi) Father’s uncle of the same parents;
    xii) Father’s uncle of the same father;
    xiii) The son of the father’s uncle of the same parents;
    xiv) The son of the father’s uncle of the same father;
    xv) Uncle of grandfather of the same parents;
    xvi) Uncle of grandfather of the same father;
    xvii)The son of the uncle of grandfather of the same parents;
    xviii) The son of the uncle of grandfather of the same father;
    xix) Wali Hakim.
    6.
    Who is a Wali Mujbir?
    Wali Mujbir is the natural father (father by birth) or grandfather on the father’s side.
    7.
    Who is a Wali Raja?
    Wali Raja is a wali that has been conferred the authority by the DYMM SBP Yang Di-Pertuan Agong or Sultan or state’s ruler to marry a woman who has no wali from the nasab (family lineage from the male side).
    8.
    When is a Wali Mujbir used?
    Wali Mujbir is used when the birth father or grandfather from the father’s side is still alive
    9.
    When is a Wali Raja used?
    Wali Raja is used when there is none of the above Wali Mujbir or when all the Wali Mujbir are residing more than 60 miles away or if none of them are known to be alive. A Wali Raja is also used in cases involving adopted children.
    10.
    If the birth father cannot be located, who should be the wali?
    If the birth father cannot be located, the grandfather from the father’s side shall act as the wali, and if none of the Wali Mujbir is available, the role falls under the responsibility of a Wali Raja.
    11.
    If the father of the bride is not qualified to be the wali due to fasiq, who takes over his role?
    If a father is not qualified to be a wali due to fasiq(religious ignorance), his role shall be taken over by the grandfather from the father’s side, and if he is not available, to be followed by others, according to the prescribed order of the Wali Mujbir list
    12.
    What is wali fasiq?
    ali fasiq is a wali who does not hold on to and who does not practise the prescribed Islamic teachings, who commits major sins such as adultery, drinking etc.

    http://archive.is/rsy1U

  38. Machandelboom Says:

    Der humanistische pressedienst (hpd) unterlässt zu tun, was so dringend nötig ist, nämlich das – letztlich globale – Verbot der milden Sunna (meistens im Bereich der FGM Typ IV oder Typ I) zu fordern.

    Nein, die Schönwetteratheisten vom hpd wittern Ungleichbehandlung („Geschlechterdiskriminierung“) – und bereiten damit Aktivisten wie Ringel / Meyer oder Tatjana Hörnle den Weg.

    Denn diese drei Herrschaften wollen ja die Straffreistellung der angeblich irgendwie nicht verstümmelnden Genitalbschneidung für beide (!) Geschlechter, wollen ja genau die Überwindung der Verschiedenbehandlung von Jungen und Mädchen.

    Ist dem heute beim hpd publizierenden Peter Salewsky das strafrechtliche Gutachten von Tatjana Hörnle (2014) denn nicht bekannt, so fragt man sich, weiß er nicht, dass (mindestens) der schafiitische Islam die Beschneidung der Jungen und Mädchen verlangt?

    (Zitat)

    „Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ist eine Einrichtung, die sich – wie der Name schon andeutet – mit der Aufklärung über und dem Kampf gegen Diskriminierungen aus unterschiedlichsten Gründen (Religion, Geschlecht, ethnische Herkunft u.a.) beschäftigt. Aktuell ruft sie unter dem Motto „Gleiches Recht. Jedes Geschlecht.“ zu einem für den 16. September geplanten Aktionstag in Berlin auf.

    Allerdings weckt ein Vorfall vom Freitag (11.9.) Zweifel an den Zielen und der Lauterkeit dieser Veranstaltung. Auf der Facebook-Seite zum Aktionstag hatte ein Kommentator die Abschaffung des § 1631d BGB (Beschneidungsgesetz) angemahnt, das einseitig Jungen (und damit späteren Männern) das Recht auf ein Leben mit intaktem Genital verweigert.

    Weitere Kommentare in die gleiche Richtung folgten. Doch kurze Zeit später waren diese Kommentare gelöscht.

    Allerdings hatten die Betreiber der Seite die Rechnung ohne das Web gemacht. Andere Leser waren bereits vor der Entfernung auf diese Kommentare aufmerksam geworden und kommentierten nun erbost deren Löschung. […]

    Es dürfte – wenn überhaupt – wenige ähnlich klare und krasse Fälle von Geschlechterdiskriminierung geben wie den Gegensatz zwischen § 226a StGB und § 1631d BGB. Die Untätigkeit der ADS in dieser Angelegenheit ist schlimm genug; wenn sie nun jedoch sogar offen Forderungen nach Abschaffung dieser Ungleichbehandlung/strong torpediert, dann betreibt sie ganz unverblümt selbst Diskriminierung. Auf eine solche Einrichtung können wir getrost verzichten!“

    (von Peter Salewsky am heutigen 14.09.2015)

    (Zitatende)

    Salewsky sollte doch wohl erkennen können, dass mit einer in Deutschland straffrei möglichen Beschneidung aller Jungen und Mädchen jede Ungleichbehandlung überwunden ist.

    Oder winkt hpd die chitan al-inath (sunat perempuan) gelangweilt ins deutsche Recht herein? Dann wäre ein Statement doch beinahe brauchbar, man müsste es lediglich in seiner Zielrichtung umkehren und auf den Begünstiger der Legalisierung der schafiitischen Sunnabeschneidung beziehen, auf hpd selbst:

    „Auf eine solche Einrichtung können wir getrost verzichten!“

    http://hpd.de/artikel/12166


    hpd kann nicht sagen, sie hätten von nichts gewusst, ließen sie doch den bvkj-Präsidenten Dr. Wolfram Hartmann noch vor einem Jahr zu Wort kommen:

    (Zitat)

    Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte ist empört über den Vorstoß der Berliner Rechtswissenschaftlerin Tatjana Hörnle, die die Legalisierung der Klitorisvorhautbeschneidung und anderer Formen der Genitalverstümmelung rechtfertigt. Hörnle wird ihre These auf dem 70. Deutschen Juristentag (16. bis 19. September 2014 in Hannover) vertreten.

    Dr. Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, sagte dazu: „Hörnle argumentiert, wenn die Vorhaut der Jungen amputiert werden dürfe, müsse auch die Beschneidung der Klitorisvorhaut erlaubt sein. Eine solche Argumentation, bei der frei nach dem Motto ‚Gleiches Recht für alle‘ körperliche Gewalt an Mädchen durch Gewalt an Jungen gerechtfertigt wird, ist an Zynismus kaum noch zu überbieten.“

    Kinder haben verfassungsmäßig garantierte Rechte, zu diesen Rechten gehört das Recht auf Schutz vor Gewalt. „Die Resolution der Vereinten Nationen erlaubt keine Art von Beschneidungen an Mädchen und Frauen. Ist ein Arzt an einem solchen Eingriff beteiligt, so kann dieser auch standesrechtlich belangt werden.“

    Hartmann fordert von seinen KollegInnen: „Wir müssen uns dafür einsetzen, dass Jungen und Mädchen gleichermaßen vor Genitalverstümmelung geschützt werden. Weder Tradition noch Religion dürfen dazu führen, dass an den Genitalien von minderjährigen nicht einwilligungsfähigen Mädchen oder Jungen ohne medizinische Indikation herumgeschnitten wird.“

    [Das geht so nicht bzw. hier fehlt leider die Forderung: Eine Einwilligungsfähigkeit ist bei Minderjährigen (unter 18 Jahre alt) nicht gegeben.]

    „Menschenrechtsverletzungen bleiben Menschenrechtsverletzungen, auch wenn sie aus rituellen Gründen begangen werden“ fuhr er fort, „es ist Zeit, dass das 2012 erlassene ‚Beschneidungsgesetz‘ novelliert wird. Der Gesetzgeber muss dafür sorgen, dass rituelle Verstümmelungen uneingeschränkt weder an Mädchen, noch an Jungen vorgenommen werden dürfen.“

    Bereits in den Diskussionen um das „Beschneidungsgesetz“ wurde häufig erwähnt, dass eine Zulassung der Beschneidung von Jungen zwangsläufig dazu führen wird, dass über kurz oder lang die Beschneidung von Mädchen gefordert werden wird.

    (Zitatende)

    http://hpd.de/artikel/10048


    Jahresrückblick

    Das war das Jahr 2014 des hpd

    Von Frank Nicolai

    23.12.2014

    September

    Nach der parlamentarischen Sommerpause wurde auch über das Thema Beschneidung wieder heftig gestritten. Die Berliner Rechtswissenschaftlerin Tatjana Hörnle plädierte für die Zulassung der weiblichen Genitalverstümmelung.

    http://hpd.de/artikel/10833?nopaging=1


    hpd, 18.09.2014

    Juristentag debattiert Klitorisbeschneidung

    Das Thesenpapier der Berliner Strafrechtsprofessorin Tatjana Hörnle machte bereits im Vorfeld Schlagzeilen: „Der Grund dafür war vor allem, dass sich die Juristin darin versucht, die 2012 erlaubte Geschlechtsteilbeschneidung bei Jungen mit dem Verbot bei Mädchen und Frauen zu vereinbaren.“

    Gegen dieses Thesenpapier gab es schon im Vorfeld des Juristentages viel Widerstand, da Hörnle darin die These vertritt, dass „bei der Rechtsauslegung darauf geachtet werden [sollte], dass nicht alle ‚Veränderungen an weiblichen Genitalien‘ als ‚Verstümmelungen‘ im Sinne des StGB-Paragrafen § 226a StGB verstanden werden.“

    http://hpd.de/artikel/10102

  39. Edward von Roy Says:

    Neue Zürcher Zeitung schon wieder.

    Der notorische und beratungsresistente Beschneidungsverharmloser Simon Hehli (Steuerzahler finanzieren religiöse Beschneidungen), NZZ am heutigen 22.09.2015. Mein Kommentar:

    Nein zur medizinisch nicht unbedingt erforderlichen Beschneidung

    NZZ-Autor Simon Hehli kann wissen: das Präputium enthält 70 bis 80 % der Nervenendigungen, die für das männliche sexuelle Lustempfinden zuständig sind.

    Kein Wort hingegen verliert auch der Direktor der Kinderchirurgie am Berner Inselspital, Steffen M. Berger über die bei jeder Zirkumzision amputierten 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Merkel, Meissner, Vater-Pacini, Ruffini. Keinen Hinweis gibt er auf die Forschungsergebnisse von Morris L. Sorrels et al. (fine-touch; sensorische Schädigung des Penis; von 2007). Ebenso hat ein Mediziner auf die Erkenntnisse von Morten Frisch et al. (negative Auswirkungen der Beschneidung auf die Partnerschaft) hinzuweisen.

    Im Gegensatz zur Vorhaut besitzt der größte Teil der Glans penis (Eichel) beinahe ausschließlich nicht-spezialisierte, freie Nervenendigungen (Nozizeptoren), die nur grobe Reize wie etwa starken Druck oder hohe Temperaturreize detektieren können, die vom Gehirn als Unlust oder Schmerz wahrgenommenen werden.

    Die Penisvorhaut ist – oder war – das maskuline Lustorgan Nummer Eins, denn bis auf jene schmale Zone zwischen Corona glandis (Eichelrand) und Sulcus coronarius (Penisfurche) ist die Glans zur Wahrnehmung von sexueller Lust von Natur aus nicht fähig.

    Richtigerweise ist in vielen Staaten weltweit auch die geringste Form der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) verboten, beispielsweise Formen von Ritzen oder Einstechen (pinprick, ritual nick; zu FGM Typ IV) oder die Amputation der Klitorisvorhaut (FGM Typ Ia). Der schafiitische Islam erfordert bekanntlich diese Mädchenbeschneidung (sog. milde Sunna).

    Die Vorhaut eines Jungen oder Mannes ist genau so sehr zu schützen wie ihr sensorisch-sexuelles Äquivalent, die Klitoris eines Mädchens oder einer Frau. Die zerstörerische Wirkung der (etwa kulturell oder rituell begründeten) Amputation der Penisvorhaut entspricht einer FGM Typ Ib, einer Klitoris(teil)amputation.

    http://www.nzz.ch/schweiz/steuerzahler-finanzieren-religioese-beschneidungen-1.18616992

  40. Dwarslöper Says:

    Dieser Mann klagt vor allem rücksichtslose und gewinnorientierte Ärzte an.

    #ichbinnichtdankbar

    Als Kind beschnitten wegen kindlicher Phimose, als Erwachsener klagt er deshalb über sexuelle und psychische Probleme.

    #beschneidungverletzt

    Ein weiterer Mann, der auf Anraten seines Arztes seine Vorhaut verlor. Und damit auch sein sexuelles Empfindungsvermögen und seine Orgasmusfähigkeit.

    #beschneidungschadet

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=6059


    https://twitter.com/hashtag/beschneidungverletzt


    https://twitter.com/search?q=%23ichbinnichtdankbar

  41. Edward von Roy Says:

    Europarat gegen Verbot der Jungenbeschneidung

    Erneut ein Schwarzer Tag für die Kinderrechte und die Vernunft der Spezies Mensch.

    Wer wie der Europarat argumentiert, wird der religiös verpflichtenden Beschneidung (FGM) aller dem schafiitischen Recht unterliegenden Mädchen nicht entgegentreten können und wollen.

    Berichtet heute 01.10.2015

    La Commission européenne renonce à vouloir interdire la circoncision

    by: Shraga Blum

    Le Conseil de l’Europe qui siège à Strasbourg a adopté une décision annulant une décision antérieure de l’une de ses commissions appelant les pays de l’Union à légiférer contre la pratique de la Brit Mila (circoncision). Israël était représenté par le député Issawi Fredj (Meretz) qui a défendu l’acte de circoncision pratiqué également en Islam. Il s’est félicité de la décision et a estimé que le débat est légitime mais qu’il vaut mieux que les adversaires de cette coutume ne tentent pas de l’interdire au moyen d’une loi.

    http://lphinfo.com/2015/10/01/la-commission-europeenne-renonce-a-vouloir-interdire-la-circoncision/

    Europe Overrules Recommended Circumcision Ban

    Thanks to joint Jewish-Muslim rallying, European Council has decided not to recommend a ban on circumcision.

    The Council of Europe has decided not to recommend a ban on circumcision. At a meeting of the Council in Strasbourg this week, it decided to accept arguments put forth by Jewish and Muslim groups supporting circumcision.

    The joint effort was a rare one for Jews and Muslims in Europe, as both sought to uphold their ancient traditions in the wake of attempts by European Union governments to ban the practice, other than for dire medical need.

    According to those opposed to circumcision, infants sustain significant “psychological damage” because they are unable to resist what they see as a violent attack on their body.

    The EU, UN, and other international organizations have all seen circumcision as a form of “violence” against children, and have recommended banning the practice based on that.

    To reverse the Council’s recommendation, Jews and Muslims formed a joint committee to testify and present arguments in favor of the practice.

    Among the members of the group, called the Muslim-Jewish Leadership Council, are the Conference of European Rabbis, the King Abdullah International Centre for Interreligious and Intercultural Dialogue (KAICIID), the Islamic Council of the Republic of Germany, and the World Islamic Relief Organization.

    Representing Israel was MK Issai Freij (Meretz), who spoke before the Council on the human rights aspect of preserving circumcision.

    Commenting on the new decision, Freij said that it was “a victory for logic [nanu, das fromme Teilamputieren der Genitalien ist logisch?]. The debate over circumcision is a legitimate one, but those opposed to this ancient practice should be battling it through education, not legislation [in der Tat, leider wird und nichts anderes übrig bleiben. Die Beschneidung (Genitalverstümmelung) der Jungen und schafiitischen Mädchen ist politisch-elitär gewollt].”

    (Israel National News)

    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/201288#.Vg1bUdJ_t31

    ::
    ::

    Auf dem belgischen 7sur7 (die frankophone Version der niederländischsprachigen Seite HLN.be) hatte man vor drei Wochen über den neuen Jüdisch-Muslimischen Rat berichtet. „Afin de défendre les libertés religieuses en Europe et de lutter contre l’extrémisme“, soso, das Kindergenitalbeschneiden ist Religionsfreiheit? Und sind jetzt alle Intaktivisten Extremisten?

    Ce conseil, le MJLC (Muslim-Jewish Leadership Council), a été lancé par la CER, qui rassemble près de 700 rabbins orthodoxes, le Secours islamique mondial, l’une des principales ONG musulmanes, et le Conseil islamique pour la République fédérale d’Allemagne.

    http://www.7sur7.be/7s7/fr/1505/Monde/article/detail/2451634/2015/09/10/Creation-d-un-conseil-europeen-judeo-musulman.dhtml

  42. Edward von Roy Says:

    1978 gründete sich in Rom die World Association for Sexual Health (WAS). WAS besteht bis heute, ihr Hauptziel sei „sexuelle Gesundheit“ (the WAS main goal is to promote sexual health for all through sexological science).

    https://en.wikipedia.org/wiki/World_Association_for_Sexual_Health

    Betrachten wir ihr Grundlagenpapier Erklärung der sexuellen Menschenrechte. Declaration of Sexual Rights. Alles Fred Karst oder was? Und bzw. oder soll so die neun Jahre alte islamische Ehefrau irgendwie genitalautonom gleich mit legalisiert werden?

    Erklärung der sexuellen Menschenrechte
    Declaration of Sexual Rights

    Verabschiedet von der Generalversammlung der World Association for Sexual Health (WAS) am 26. 08.1999 in Hongkong (Volksrepublik China) /
    Adopted by the General Assembly of the World Association for Sexual Health (WAS) August 26, 1999, in Hong Kong (People’s Republic of China)

    Übersetzung: Rolf Gindorf:

    „1. Das Recht auf sexuelle Freiheit.

    Sexuelle Freiheit als sexuelle Selbstbestimmung umfasst die Freiheit eines jeden Individuums, alle seine sexuellen Möglichkeiten zum Ausdruck zu bringen. Dies schließt jedoch zu jeder Zeit und in jedweden Lebenssituationen alle Formen sexuellen Zwangs, sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch aus.“

    Die Kinderfeinde von der Päderastenlobby (Kind ist Mensch unter 18 Jahren) definieren sich erklärlicherweise weder als ausbeuterisch noch als missbrauchend. Hier fehlt zu Genitalautonomie („sexuelle Selbstbestimmung“) das Bekenntnis: Einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen Kindern (unter 18) und Volljährigen gibt es nicht.

    Soll der Minderjährige (weiblich oder männlich) in sein rituelles genitales Verstümmeltwerden einwilligen dürfen? Ab 16, ab 14, ab 12 Jahren? Nein, wer 17 ist und jünger, kann die lebenslangen nachteiligen Folgen etwa einer schafiitischen Chitan (anglis. khitan, darunter auch sunat perempuan) oder Brit Mila auf Sexualität und Partnerschaft noch gar nicht abschätzen und einschätzen.

    „2. Das Recht auf sexuelle Autonomie, sexuelle Integrität und körperliche Unversehrtheit.

    Dieses Recht beinhaltet die Fähigkeit zu selbständigen Entscheidungen über das eigene Sexualleben im Rahmen der eigenen persönlichen und sozialen Ethik. Es umfasst auch das Recht auf Verfügung über und Lust am eigenen Körper, frei von jeder Art von Folter, <strongVerstümmelung [vgl. u. mutilation] und Gewalt.“

    Man war zu feige, die Überwindung der rituellen Beschneidungen (HGM d. i. FGM oder MGM) zu fordern – oder hat einfach nicht daran gedacht.

    1. The right to sexual freedom.

    Sexual freedom encompasses the possibility for individuals to express their full sexual potential. However, this excludes all forms of sexual coercion, exploitation, and abuse at any time and situations in life.

    2. The right to sexual autonomy, sexual integrity, and safety of the sexual body.

    This right involves the ability to make autonomous decisions about one’s sexual life within the context of one’s own personal and social ethics. It also encompasses control and enjoyment of our own bodies free from torture, mutilation [Verstümmelung, siehe oben], and violence of any sort.

    Da ist das Wort: mutilation, Verstümmelung. Scharia und Halacha verstümmeln nicht, sondern machen heil, sagen die lesekundigen Freunde der Wortwörtlichkeit unter den Religiösen. In schriftlosen Traditionen etwa diverser Ethnien Afrikas wird die Beschneidung der Mädchen oder Jungen vergleichbar als Einweihen, Reinigen, Heiratsfähigmachen u. dgl. gesehen, nicht als Zerstören.

    Wer da so alles mitwirkt:

    PRÄSIDIUM • GOVERNING BOARD:
    Prof. Dr. Ernest Borneman † • Rolf Gindorf (Ehrenpräsidenten • Honorary Presidents)
    Prof. (US) Dr. Jakob Pastötter (Präsident • President) • Prof. Dr. Karla Etschenberg (Vizepräsidentin • Vice President)
    Wolfgang Gindorf (Sekretär • Secretary)
    KURATORIUM • INTERNATIONAL ADVISORY BOARD:
    Prof. John De Cecco, PhD (San Francisco) • Prof. John Gagnon, PhD (New York) • Prof. William Granzig, PhD (Winter Park)
    Prof. Dr. Igor S. Kon (Moskau) † • Prof. Dalin Liu (Schanghai) • Prof. John Money, PhD (Baltimore) †
    Prof. Man Lun Ng, MD (Hongkong) • Prof. Martin S. Weinberg, PhD (Bloomington)
    INTERNATIONALE MITGLIEDSCHAFTEN • INTERNATIONAL AFFILIATIONS:
    European Federation of Sexology (EFS) • World Association for Sexual Health (WAS)
    DGSS-INSTITUT FÜR LEBENS- UND SEXUALBERATUNG • DGSS SEXUAL COUNSELING INSTITUTE:
    Leitung • Head: Rolf Gindorf (Düsseldorf)

    http://www.sexologie.org/sexualrechte.htm


    Was zu befürchten war! Die in Düsseldorf ansässige Deutsche Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS, German Society for Social Scientific Sexuality Research) bagatellisiert, schlimmer, sie bewirbt die männliche Beschneidung d. i. männliche Genitalverstümmelung:

    „Was tun bei Vorhautverengung (Phimose)?

    Beim Geschlechtsverkehr und bei der Selbstbefriedigung muss die Vorhaut ganz über die Eichel am steifen Glied zurückgeschoben werden können (das passiert „automatisch“ beim Eindringen in Scheide oder After). Beim Onanieren müsste man das ohne Probleme hinkriegen – sonst eine Zeitlang üben!

    Leider kommt es aber relativ häufig vor, dass dies wegen einer angeborenen oder erworbenen Vorhaut-Verengung (Phimose) gar nicht, nur teilweise bzw. nicht ohne Schmerzen geht. Dann muss vom Facharzt (Urologen, Andrologen, Dermatologen oder Chirurg) eine Beschneidung (ganz oder nur teilweise, je nach konkreter Situation) durchgeführt werden – meist ambulant. Das sollte auch deswegen geschehen, weil eine Phimose die Entstehung eines Peniskarzinoms (Krebs) fördert.

    Also: zu einem Urologen, Andrologen, Hautarzt oder Chirurgen gehen und sich beraten lassen! Eine etwa nötige Beschneidung (Zirkumzision) wird mit Sicherheit überlebt (auch wenn es danach ca. 1 – 2 Wochen wehtut, etwa beim Wasserlassen, und man in derZeit auch nicht onanieren oder Geschlechtsverkehr haben sollte). Nach einer Eingewöhnungszeit macht der Sex danach wieder Spaß!

    Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

    Übrigens werden weltweit etwa 1 Milliarde Menschen gleich nach der Geburt aus religiös-hygienischen Gründen „automatisch“ beschnitten, z. B. alle Moslems, Juden und fast alle Nord-Amerikaner.“

    Kinderfeinde. Boykottieren.

    http://www.sexologie.org/dgssinst/i_fragen.htm#Phimose


    „Im Jahre 1971 wurde in Düsseldorf von Rolf Gindorf die Deutsche Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS) gegründet, zunächst (bis 1982) als Gesellschaft zur Förderung Sozialwissenschaftlicher Sexualforschung (GFSS). Die DGSS ist somit die älteste nicht-medizinische sexualwissenschaftliche Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum.

    In der DGSS haben sich seit Beginn zahlreiche renommierte Wissenschaftler engagiert. An ihrer Spitze als Präsidenten bzw. Vorsitzende standen bisher

    Rolf Gindorf (1971-1979, dann -2004 Vize-, seither Ehrenpräsident),

    Helmut Kentler (1979-1982),

    Ernest Borneman † (1982-1986, seither Ehrenpräsident),

    Erwin J. Haeberle (1986-2002)

    Gunter Runkel (2002-2006) und

    Jakob Pastötter (seit 2006).“

    http://www.sexologie.org/dgss/d_dgss.htm

    Dacht ich`s mir doch. Pädophilenbewegung.

    „Vertreter einer Forderung nach Legalisierung oder Teillegalisierung berufen sich dabei unter anderem auf sexualwissenschaftliche Theorien, die vor allem in der 70er und 80er Jahren entwickelt wurden. Helmut Kentler und Ernest Bornemann vertraten die Meinung, pädosexuelle, physisch wie psychisch gewaltfreie Sexualhandlungen müssten nicht unbedingt negative Folgen für das Kind haben.[23][24][25] Solche würden nicht durch das zumeist als harmlos oder sogar lustvoll erlebte Geschehen selbst ausgelöst, sondern durch die nachträgliche Dramatisierung durch das soziale Umfeld.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dophilenbewegung



    Sozialpädagogen, Jugendarbeiter und Eltern sollten auf taz im Ganzen lesen:

    DER VERSUCH
    VON NINA APIN UND ASTRID GEISLER

    Ulrich war 13 Jahre alt, abgehauen aus dem Kinderheim, Stricher am Bahnhof Zoo. Er hatte kein Zuhause, lesen und schreiben konnte er nicht. Aber sein „Vorteil war, dass er gut aussah und dass ihm Sex Spaß machte; so konnte er pädophil eingestellten Männern, die sich um ihn kümmerten, etwas zurückgeben.“

    Das schreibt der renommierte Sexualwissenschaftler Helmut Kentler über den Jungen, den er Ulrich nennt, in einem Bericht über ein pädagogisches Modellprojekt, das er 1969 in Westberlin ins Leben rief. Ulrich bekam auf Kentlers Betreiben hin ein neues Zuhause: bei einem vorbestraften Pädosexuellen, mit Genehmigung der von der SPD geführten Senatsverwaltung für Jugend.

    Drei vorbestrafte Hausmeister wurden auf diese Weise zu offiziellen Pflegevätern gemacht und für ihre Betreuung der Minderjährigen mit staatlichem Pflegegeld entlohnt. Kentler übernahm die Supervision und machte zweimal die Woche Hausbesuche.

    Man kann sich das, von heute aus betrachtet, kaum vorstellen: Sex zwischen Betreuern und ihren Schutzbefohlenen – gefördert von einer Behörde.

    Der Berliner Fall übertrifft, was die Recherchen über pädophile Verstrickungen von Grünen und FDP bisher ans Licht brachten. Die Verantwortlichen waren linke Sozialdemokraten und nicht etwa Mitglieder der Indianerkommune – diesem hippiehaften Nürnberger Wohnprojekt, das freien Sex von Kindern mit Erwachsenen forderte. Sie setzten eine Forderung der Pädophilenlobby in die Praxis um, die damals in linksliberalen Kreisen nicht unpopulär war: die Idee, nicht nur homosexuelle, sondern auch pädosexuelle Beziehungen zu legalisieren. […]

    Kentler machte seinen Pilotversuch in den achtziger Jahren mehrfach publik: in der linken Zeitschrift konkret, dann vor FDP-Bundestagsabgeordneten, 1988 in einem von der Jugendbehörde bei ihm in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Gutachten. Ein Jahr später brachte Rowohlt Kentlers pädophilenfreundliche Thesen unter dem Titel „Leihväter“ sogar als Buch heraus.

    In all diesen Publikationen beschreibt Kentler sein Projekt als Erfolgsgeschichte: „Sekundärschwachsinnige“ Analphabeten hätten sich durch die zärtliche Fürsorge der Pädosexuellen zu selbstständigen Persönlichkeiten entwickelt, die ein „ordentliches, unauffälliges Leben“ führten. Ja, nicht mal schwul seien sie geworden.

    Dass die pädophilen Betreuer mit ihren Zöglingen Sex haben wollten, gehörte für Kentler ausdrücklich zum Konzept. „Mir war klar, dass die drei Männer vor allem darum so viel für ,ihren‘ Jungen taten, weil sie mit ihm ein sexuelles Verhältnis hatten“, schrieb der Wissenschaftler in dem offiziellen Senatsgutachten. „Sie übten aber keinerlei Zwang auf die Jungen aus, und ich achtete bei meiner Supervision besonders darauf, dass sich die Jungen nicht unter Druck gesetzt fühlten.“

    Wo, fragt man sich, blieb der große Aufschrei?

    1988 – knapp zwanzig Jahre nach Beginn des Modellprojekts – erhielt Kentler von der Berliner FDP-Jugendsenatorin Cornelia Schmalz-Jacobsen den Auftrag, die Eignung Homosexueller als Pflegeeltern zu beurteilen. In seinem Gutachten, das der taz vorliegt, lieferte der Wissenschaftler unverlangt auch eine Empfehlung für Sex mit Schutzbefohlenen ab. […]

    Helmut Kentler, Jahrgang 1928, war keine gesellschaftliche Randfigur, im Gegenteil. Der homosexuelle Diplompsychologe, politisch im linken SPD-Lager zu Hause, zählte zu den Stars der Sexualwissenschaft, war als progressiver Erziehungswissenschaftler gefragt – und galt, anders als die ausgeflippten Typen aus der Indianerkommune, nicht als Spinner. Vielleicht verschaffte genau das die Akzeptanz für seine pädophilen Ideen auch unter Bildungsbürgern.

    Ein Charismatiker aus dem Reformlabor

    Seine Sexratgeber begeisterten schon früh auch Bürgerliche und Intellektuelle, die den Verklemmungen der Nachkriegszeit entfliehen wollten. Als Gastautor empfahl er 1969 den Lesern der Zeit, sich doch bei der Sexualerziehung daheim lockerer zu machen. Warum, fragte er, solle ein Kind „seinen Vater immer nur ohne Sexualität wie ein griechisches Standbild kennenlernen, beispielsweise erst dann, wenn seine morgendliche Erektion abgeklungen ist?“

    Zur Zeit des Modellversuchs arbeitete Kentler als Abteilungsleiter beim Pädagogischen Zentrum in Berlin, einem bundesweit beachteten Reformlabor. Ein Charismatiker, der beeindruckend reden konnte, und ein Kümmerer. Der Pädagoge nahm selbst gestrandete Jungs bei sich auf, drei von ihnen adoptierte er. Auch die evangelische Kirche schätzte ihn als progressiven Mitstreiter.

    Kentler lehrte am Studienzentrum für Evangelische Jugendarbeit im bayerischen Josefstal, arbeitete dort mit Behinderten und deren Familien, referierte an Evangelischen Akademien, stritt gemeinsam mit der „Ökumenischen Gemeinschaft Homosexuelle und Kirche“ für die Akzeptanz schwuler Pfarrer.

    Kentler war ein Pädagogik-Idol. […]

    http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=hi&dig=2013%2F09%2F14%2Fa0045


    Lesetipp:

    Die Revolution missbraucht ihre Kinder: Sexuelle Gewalt in deutschen Protestbewegungen

    VON CHRISTIAN FÜLLER

    .

    http://www.amazon.de/Revolution-missbraucht-ihre-Kinder-Protestbewegungen/dp/3446247262

  43. Jacques Auvergne Says:

    An der Universität Bonn wurschtelt man schon seit acht Monaten und noch zwei Jahre lang an einer neuen S3-Leitlinie zum Kinderschutz in der Medizin.

    Zu den lebenslangen und hohen schädlichen Folgen jeder männlichen Beschneidung ( = männlichen Genitalverstümmelung, MGM) für das geschädigte Individuum wie für dessen Partnerschaft wird man vermutlich ebenso schweigen wie zu den europäischen und hier vor allem deutschen Kampagnen (englisch Munby; deutsch seit Ringel / Meyer sowie dem 70. djt / strafrechtliche Gutachterin Tatjana Hörnle) für eine Straffreistellung der sogenannten milden Sunna als der islamischen weiblichen Beschneidung ( = weiblichen Genitalverstümmelung, FGM). Islam ist beides, Heilssicherung und Rechtssystem, und in der Rechtsschule der Schafiiten ist die FGM ebenso als zwingende religiöse Pflicht verankert wie die MGM.

    Es geht um Kindesmisshandlung, -missbrauch, -vernachlässigung, zentraler Begriff sollte also das Kindeswohl sein. Aus islamischer Sicht ist die FGM Typ I oder IV ebenso wie die Amputation der Penisvorhaut freilich gerade keine Kindesmisshandlung, sondern vernachlässigen ihre religiösen Pflichten ebenso wie das Kind selbst gerade die Eltern, die am Jungen oder (mindestens sunnitisch-schafiitisch zu erziehenden) Mädchen keine Chitan veranlassen (weiblich Chitan al-inath, indones. sunat perempuan).

    Anmelder der S3-Leitliniengruppe bei der AWMF ist Dr. med. Ingo Franke.

    ::::::::::

    Kindesmisshandlung, – missbrauch, -vernachlässigung unter Einbindung der Jugendhilfe und Pädagogik (Kinderschutzleitlinie)

    Leitlinien-Detailansicht
    Angemeldetes Leitlinienvorhaben
    Registernummer 027 – 069 Klassifikation S3
    Kindesmisshandlung, – missbrauch, -vernachlässigung unter Einbindung der Jugendhilfe und Pädagogik (Kinderschutzleitlinie)
    Anmeldedatum:
    15.04.2015
    Geplante Fertigstellung:
    31.12.2017

    Gründe für die Themenwahl:

    Upgrade von AWMF-Register-Nr.:

    071/003 „Kindesmisshandlung und Vernachlässigung“ der Dt. Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ), erstellt 2002, überarbeitet 2008, abgelaufen 2012 und der
    028/034 „Vernachlässigung, Misshandlung, sexueller Missbrauch“ der Dt. Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) , erstellt 1999, überarbeitet 2006, abgelaufen 2010 und
    064/014 „Verdacht auf Misshandlung“ der Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie (GPR), erstellt 2001, überarbeitet 2013, gültig bis 2018

    Die vorhandenen LL der DGSP und DGKJP sind abgelaufen. Ziel dieser LL ist die Erstellung einer „Kinderschutzleitlinie“ unter Einbindung der Jugendhilfe und der Pädagogik auf höchstem wissenschaftlichem Niveau; gemäß der Empfehlung im Abschlussbericht des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch 30.11.2011.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Zugewinn an Sicherheit im Wahrnehmen, Erkennen und im Umgang mit möglichen Fällen der unterschiedlichen Formen von Kindesmisshandlung

    Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die Diagnostik der unterschiedlichen Formen von Kindesmisshandlung
    Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für den Umgang mit anderen Professionen, insbesondere aus den Bereichen Jugendhilfe und Pädagogik

    Verbindung zu vorhandenen Leitlinien anderer Fachgesellschaften:

    Kindesmisandlung und Vernachlässigung
    Vernachlässigung, Misshandlung, sexueller Missbrauch
    Verdacht auf Misshandlung – Bildgebende Diagnostik

    Anmelder bei der AWMF (Person):
    Dr. med. Ingo Franke

    Anmeldende Fachgesellschaft(en):

    Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)

    Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)

    Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ)

    Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)

    Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie (GPR)

    Deutsche Gesellschaft für Rechtsmedizin (DGRM)

    http://www.awmf.org/leitlinien/detail/anmeldung/1/ll/027-069.html

  44. Edward von Roy Says:

    Tuomas Kurttila will Jungen (demnächst auch Mädchen?) in ihr genitales Verstümmeltwerden einwilligen lassen und wehrt sich lediglich gegen die Beschneidung unterhalb einer wohl noch auszuhandelnden Altersgrenze (the circumcision of underage boys).

    Kurttila weiß, dass er Jungen und Mädchen nicht verschieden behandeln kann und ist auch gar nicht Jungenbeauftragter, sondern Kinderbeauftragter. Konsequenterweise redet er dann auch von Kindern (!), deren Zustimmung in die Genitalverstümmelung man doch bitte einholen müsse, ansonsten seien Verordnungen unakzeptabel: „since parents are not obliged to ask the children their opinion about circumcision“.

    Dass sich die 15 und 16 Jahre alten Jungen der Xhosa nicht trauen, dem Gruppenzwang zum Beschnittensein auszuweichen, kann der Ombudsmann ebenso wissen wie er von der islamischen Pflicht Kenntnis haben kann, dass, mindestens unter Schafiiten, jeder Junge und jedes Mädchen zu beschneiden ist: MGM wie FGM ist Scharia.

    Tuomas Kurttila. Ein weiterer Verräter an der körperlichen Unversehrtheit jedes Menschen unter achtzehn Jahren erfleht einen neuen finnischen Paragraphen zur baldigen Legalisierung der: „ausdrücklichen Einwilligung des Kindes“ (the explicit consent of the child). Die Beschneidung auf Kinderwunsch müsse endlich finnisches Gesetz werden:

    „Currently, the circumcision of underage boys is regulated by a ministerial guideline but not by legislation.“

    Derlei berüchtigte genitale Autonomie eines Minderjährigen freut bekanntlich jeden Päderasten, denn wer als Kind oder Jugendlicher auf einen Teil seines Geschlechtsorgans verzichten darf, dem kann der Staat die durch einen Erwachsenen begangene sexuelle Handlung doch wohl kaum noch verbieten. Für die Integration ist das durchaus praktisch, die Scharia fordert die genital autonomy der neunjährigen Ehefrau.

    Keine Beschneidung unter achtzehn.

    http://www.finlandtimes.fi/health/2015/10/10/21196/Ombudsman-for-ending-non-consented-circumcision

  45. Edward von Roy Says:

    Anmerkung zu Helena Weiss (Drei Jahre Beschneidungsgesetz), vgl. derFreitag am Menschenrechtstag 10.12.2015

    Vielleicht hat die Autorin es ja nett gemeint und ist gegen jede Art der rituellen Genitalverstümmelung an allen Kindern (Kind ist Mensch unter achtzehn Jahren*), an Mädchen wie Jungen.

    Sollte sie nichts von den globalen, nicht zuletzt europäischen und hier v. a. deutschen Kampagnen zur Straffreistellung der Chitan al-Inath, der islamischen Mädchenbeschneidung mitbekommen haben? Hat Freitag-Community-Mitglied Helena Weiss keine Ahnung davon, dass der Islam mindestens für die Schafiiten die Beschneidung aller Jungen und Mädchen fordert?

    „Die halbe Welt kämpft vereint gegen die weibliche Genitalverstümmelung.“

    Und die andere Welthälfte, bei Indonesiens MUI, bei der OIC oder auf dem 70. Deutschen Juristentag?

    Die MUI-Islamgelehrten kämpfen ebenfalls gegen „weibliche Genitalverstümmelung“ (FGM) – doch definieren sie ihre sunat perempuan, die Sunna-Mädchenbeschneidung, nicht als Verstümmelung (mutilation), Ringel / Meyer sowie Tatjana Hörnle argumentieren völlig MUI-konform.

    Sexualisierte Gewalt erzeugt für den Betroffenen Leid, das oft auf Jahrzehnte oder lebenslang schädlich wirksam bleibt und nicht selten auch die spätere Partnerschaft und Familie belastet. Der Kampf gegen sexualisierte Gewalt ist wichtig, doch ist von einem Intaktivisten noch nicht einmal der Eindruck zu erwecken, die Schwere der Traumatisierung durch Kindesmissbrauch gegen die Schwere des Beschneidungstraumas auszuspielen. Sozial geachtete Initiation mit sozial geächteter sexualisierter Gewalt zu vergleichen ist nicht angebracht, sondern mindestens Populismus. Helena Weiss meint allen Ernstes:

    „Eine Beschneidung wird schlimmer erlebt als sexueller Missbrauch.“

    Fuambai Ahmadu sieht das anders, und auch die immer noch viel zu vielen vielen wenige Tagen alten jüdischen oder US-amerikanischen Jungen können das sicherlich ebenfalls so nicht sagen, allein schon, weil sie sich, als Erwachsener, an ihre MGM gar nicht erinnern. Die männlichen Xhosa wollen dazugehören bzw. haben Angst, als Unbeschnittener gemobbt zu werden, sie sind zum Zeitpunkt der Beschneidung 15 oder 16 Jahre alt. Wir haben die stammeskulturell / ehrkulturell und / oder theologisch begründete FGM wie MGM weltweit zu überwinden sprich abzuschaffen, religiöse Mitbürger können sie durch ein nicht schädigendes Ritual wie den Brit Schalom ersetzen.

    Alle Eltern lieben ihre Kinder, auch in den beschneidenden Religionen, Kulturen oder Milieus, und wollen ihr Kind vor sexueller Gewalt schützen.

    Eher schon stellt sich die Frage der Einwilligungsfähigkeit, diese allerdings hat etwas mit sexualisierter Gewalt zu tun. Helena Weiss hätte sinngemäß sagen müssen und sollte nachholen: Es gibt keine einvernehmlichen sexuellen Handlungen zwischen Volljährigen (über 18) und Minderjährigen, um dann auf HGM (d. i. FGM und MGM) zu sprechen zu kommen: Ein junger Mensch (unter 18) ist in eine rituelle genitale Operation nicht einwilligungsfähig. Die Beschneidung ist gar nicht zu integrieren, weder auf Elternwunsch noch auf Kinderwunsch (vgl. der sich auf seine Beschneidung freuende Filmjunge Tahsin bei KiKA).

    „Letztendlich ist es mit der Jungenbeschneidung genauso wie mit FGM: so etwas wird nur geduldet, solange man nicht die Fakten kennt.“

    FGM ist Religion (Islam). Die wollen in den Himmel kommen. Auch im Judentum ist die Beschneidung himmlischer Befehl, für viele fromme Menschen gehören eigene Sinneswahrnehmung wie Textdogmatik zu den Fakten des Daseins. Schon Maimonides kannte und billigte die genitale Schädigung. Intaktivisten brauchen ebensowenig mit dem Rotstift an heilige Texte zu gehen wie Politiker.

    Nein Frau Weiss, so wird das nichts. Bekennen Sie sich erst einmal dazu, dass eine sogenannte milde Sunna, eine FGM Typ Ia bzw. aus dem Bereich von Typ IV, nicht beschneidungsermöglichend ins deutsche Gesetz integriert werden darf, weder in den strafrechtlichen Teil, wo man das FGM-Verbot schlampig eingebaut hat, noch ins BGB, wo die grundgesetzwidrige Erlaubnis der MGM abgelegt worden ist.

    Edward von Roy

    Q u e l l e n

    https://www.freitag.de/autoren/helenaweiss/drei-jahre-beschneidungsgesetz-2

    *What is the Convention on the Rights of the Child?

    Today we live in a world where almost everyone agrees that anyone below 18 years old has the right to special care and protection.

    http://www.unicef.org/rightsite/433_468.htm

    The Convention on the Rights of the Child […] defines a child as anyone below the age of 18 years

    http://www.un.org/en/globalissues/briefingpapers/childlabour/intlconvs.shtml

    Übereinkommen über die Rechte des Kindes
    vom 20. November 1989

    Artikel 1
    [Geltung für das Kind; Begriffsbestimmung]

    Im Sinne dieses Übereinkommens ist ein Kind jeder Mensch, der das achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, soweit die Volljährigkeit nach dem auf das Kind anzuwendenden Recht nicht früher eintritt.

    Artikel 24
    [Gesundheitsvorsorge]

    (3) Die Vertragsstaaten treffen alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen.

    http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Die-Rechte-der-Kinder-Logo,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf

  46. Dwarslöper Says:

    Kinderrechte-UNCUT – riecht nach Pseudonym jedenfalls Postfach. Ob denn bitte der Name „Frau Helena Weiss“ ein Echtname ist?

    Kinderrechte-UNCUT – jemand hat einen Briefkasten angemietet … im Gebäude der Hauptpost.

    Helena Weiss
    Kinderrechte-UNCUT
    Mainz

    http://www.kinderrechte-uncut.com/about/

    „Post befindet sich in der Bahnhofstraße 2 in Mainz“

    http://www.werhatoffen.de/oeffnungszeiten/post-mainz-bahnhofstrasse-2

  47. Edward von Roy Says:

    [ Andreas Manok; unten auch mit FGM-Freundin Kathrin Meyer ]
    [ RA Andreas Manok, LL.M. & Ass. iur. Kathrin Meyer ]
    ::

    Manok, Andreas
    Die medizinisch nicht indizierte Beschneidung des männlichen Kindes
    Rechtslage vor und nach Inkrafttreten des § 1631d BGB unter besonderer Berücksichtigung der Grundrechte
    Schriften zum Gesundheitsrecht (SGR), Band 34
    2015. 217 S. Broschur (340 g)
    ISBN 978-3-428-14584-3

    Andreas Manok untersucht die Frage der rechtlichen Zulässigkeit medizinisch nicht indizierter Beschneidungen männlicher Minderjähriger auf Veranlassung ihrer Eltern. Nach einem kulturhistorischen Abriss und der Betrachtung medizinischer Aspekte prüft er umfassend, ob der vom Bundesgesetzgeber als Reaktion auf das sogenannte »Kölner Beschneidungsurteil« in das BGB eingefügte § 1631d verfassungsgemäß ist. Er gelangt zu dem Ergebnis, dass § 1631d BGB in mehrfacher Hinsicht verfassungswidrig ist. Denn zum einen überwiegt angesichts der Tragweite und der Irreversibilität des Eingriffs das Grundrecht der Minderjährigen auf körperliche Unversehrtheit das elterliche Erziehungsrecht und deren Grundrecht auf Religionsfreiheit. Zum anderen liegt eine nicht gerechtfertigte Diskriminierung männlicher Minderjähriger wegen des Geschlechts vor, da der Eingriff bei ihnen zulässig sein soll, während selbst milde Formen weiblicher Beschneidung durch § 226a StGB als Verbrechen unter Strafandrohung stehen.

    http://www.duncker-humblot.de/index.php/fachgebiete/rechts-und-staatswissenschaften/die-medizinisch-nicht-indizierte-beschneidung-des-mannlichen-kindes.html

    ::
    ::

    2. Dresdner Medizinrechtssymposium (25./26. Oktober 2013)

    Am 25. und 26. Oktober findet das 2. Dresdner Medizinrechtssymposium im Festsaal der Sächsischen Landesärztekammer in Dresden statt. Das Symposium richtet sich an alle Entscheider im Gesundheitswesen.

    15:30 – 17:00 Uhr Themenblock 7: Beschneidung der Rechte von Knaben?

    Verfassungsrechtliche Aspekte des § 1631d BGB,
    Referent: RA Andreas Manok, LL.M., Ravensburg

    ::
    ::

    26.10.2013

    15.30 – 17.00 Uhr Themenblock VII – Beschneidung der
    Rechte von Knaben?

    Verfassungsrechtliche Aspekte des § 1631d BGB,
    Referent: RA Andreas Manok LL M Ravensburg & Ass iur Kathrin Meyer, Universität Leipzig

    […]

    Verfassungsrechtliche Aspekte des § 1631 d BGB
    Zwischenfazit [Seite 19]

    § 1631d BGB und § 226a StGB behandeln die Beschneidung von Mädchen und Jungen unterschiedlich

    ƒ Männliche Kinder sind in Bezug auf den ihnen gewährten (staatlichen) Schutz ihrer körperlichen Unversehrtheit schlechter gestellt [Na ihr Juristen, nun flugs die islamische FGM legalisieren, damit endlich alle Kinder gleich schlecht gestellt sind?]

    Anatomische Vergleichbarkeit
    Penisvorhaut — Klitorisvorhaut [Seite 20]

    [ Das ist anatomisch kenntnislos. Die männliche Vorhaut ist das Lustorgan Nummer Eins, sie enthält 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen, korrekt ist daher nur dieser Vergleich:

    Peniles Präputium = Klitoris! ]

    Vergleichbarkeit hingegen bei der Beschneidung der Klitorisvorhaut mit der Beschneidung der Penisvorhaut – hier keine biologischen Unterschiede, die eine Ungleichbehandlung rechtfertigen. [S. 20]

    [Zwei Juristen kultivieren anatomische Faktenferne, damit die mindestens allen Schafiiten religiös zwingend vorgeschriebene Chitan al-Inath (islamische FGM) straffrei werden kann. Das ist zu verhindern.]

    Verfassungsrechtliche Aspekte des § 1631 d BGB
    Ungleichbehandlung wegen des Geschlechts
    Ergebnis

    Keine Rechtfertigung der unterschiedlichen Behandlung der Beschneidung der Klitorisvorhaut und der Beschneidung der Penisvorhaut möglich.

    http://www.di-uni.de/fileadmin/content/medizinrechtssymposium/vortraege/Themenblock%20VII%20-%20Beschneidung.pdf

  48. Edward von Roy Says:

    Ausgerechnet die zur schafiitischen FGM-Pflicht schweigenden deutschen Damen und Herren von pro familia erklären männliche genitale Anatomie und MGM, kann das was werden?

    Warum das nichts wird. Der Intaktivist fasst sich und fasst die Broschüre an:

    „Vorhaut Verengung Beschneidung. Wann und Wie (be-) handeln? Für Eltern.“

    „Impressum: © 2013 pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e. V., Bundesverband, Stresemannallee 3, 60596 Frankfurt am Main“

    Mühsam versucht pro familia den Ausgleich zwischen kindlicher genitaler Intaktheit und Religionsgesetz, manch ein Leser könnte voreilig meinen, das sei couragiert kinderfreundlich und überhaupt dem Kindeswohl verpflichtet.

    Über das Genital des Mädchens schweigt pro familia in dieser pro und kontra „Beschneidung“ herumdrucksenden Broschüre, eine Geschlechtsklasse also wird einfach ausgeblendet – noch, Tatjana Hörnle oder Ringel / Meyer sind längst weiter. Zwischen männlicher und weiblicher Genitalbeschneidung sprich Genitalverstümmelung hat Aufklärungsarbeit oder Soaziale Arbeit gar nicht zu „differenzieren“, noch die geringst invasive FGM hat, global, ausnahmslos und für immer, zeitnah abgeschafft zu werden und Jungen sind nicht schlechter zu behandeln als Mädchen.

    Noch redet pro familia nur vom männlichen Geschlechtsorgan und grübelt über den Kinderpenis:

    „Die Vorhaut verfügt über viele Nervenzellen und ist daher sehr empfindungsfähig. Sie schützt die Eichel. Über weitere Funktionen der Vorhaut gibt es bis heute kaum verlässliche Forschung.“

    Allerdings ist die Vorhaut sensitiv, sie besitzt 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen – und damit mehr als die Klitoris. Das männliche Präputium (und nicht die penile Eichel) ist Lustorgan Nummer Eins. Hier hätte pro familia die durchaus vorhandene Information weitergeben müssen.

    Immerhin wird gesagt, dass eine behandlungsbedürftige Phimose irgendwie „selten“ ist. Dann aber mogelt man doch noch die Möglichkeit der Vorschulbeschneidung herein und schreit nach dem „5. Lebensjahr“, der Junge ist also viereinhalb Jahre alt, und zeigt sogar auf die Fußnote, wo der Leser drei bis fünf Jahre liest:

    „Phimosen kommen relativ selten vor (bei ungefähr 1 von 300 Jungen) und werden in der Regel nicht vor dem 5. Lebensjahr operativ behandelt.1

    1
    Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie vom 13. August 2013 schreibt, dass sich die „physiologische Vorhautverklebung und -enge bei der übergroßen Mehrzahl der Knaben im Alter von 3 bis 5 Jahren“ auflöst.“

    Vorher stand allerdings bereits:

    „Da sich bei kleinen Kindern in den ersten Lebensjahren Vorhaut und Eichel erst langsam voneinander lösen, lässt sich eine Phimose vor dem 5. Lebensjahr kaum sicher feststellen.“

    Was soll das, warum unterschlägt pro familia die Erkenntnis von den 10,4 (zehn Komma vier!) Jahren? Und das ist ein Durchschnittswert, 50 % der Jungen liegen also darüber, was die vollständige Retraktierbarkeit ihrer Vorhaut betrifft. Hier hätte pro familia die elterlichen echten oder angeblichen Gewissensnöte und die urologische Geldgier eingrenzen müssen.

    Gefahr im Verzug, es wird gottesfürchtig. Xhosa, Papua, Muslime, AAP-gläubige Amerikaner, Juden und viele andere, Generation um Generation wird die familiäre Vorhautfurcht (Präputophobie) kultiviert und das eigene erwachsene Wohlgefühl operativ am Kindergenital gerettet. So steht es geschrieben, der Brit Mila soll sein. Warum wirbt pro familia nicht wenigstens, auch, für den Brit schalom?

    „So werden jüdische Jungen traditionell am 8. Tag nach ihrer Geburt beschnitten. Die Brit Mila, wie die religiöse Beschneidung von gläubigen Juden genannt wird, darf in Deutschland von geschulten Fachleuten, sogenannten Mohalim, vorgenommen werden. Ein Mohel ist bildet, die Beschneidung in der Synagoge vorzunehmen. Er kann den Eltern genau erklären, welche Instrumente er dabei benutzt. Oft wird […]“

    … der Mund eingesetzt und gelegentlich stirbt der Säugling an Herpesviren. Warum kein klares: pro familia kämpft gegen die Metzitzah b’Peh und empfiehlt Hebräischlernen statt Mundbeschneiden.

    Jetzt zur leider tonangebenden Deutschlandreligion Nummer Eins, dem Schariagehorsam:

    „Welche anderen Gründe gibt es für Beschneidungen? […] vor allem traditionelle und religiöse Überzeugungen. […] Auch im Islam gibt es eine starke Tradition der Beschneidung.“

    Genau, die muslimischen Mädchen müssen ebenfalls alle beschnitten werden, sagen die Islamgelehrten des Fiqh nach asch-Schafii. Der schafiitische Islam ist beispielsweise in Malaysia, Kurdistan und Somalia vorherrschend, aber auch im traditionellen östlichen Teil von Ägypten sowie in vielen Straßenzügen der Metropole Kairo.

    Allerlei ethnologische Kostbarkeiten, pro familia wird kinderfeindlich kultursensibel und sogar gegenmodern kulturkreistheoretisch. In der Tat, das tun sie, die das unversehrte Genital traditionell entsetzt verabscheuenden Kulturkreise mit oder ohne Gottheit bzw. Geister- und Götterwelt:

    „Auch ohne religiösen Hintergrund legen einige Gesellschaften und Kulturkreise Wert auf einen beschnittenen Penis bei ihren Kindern […]“

    … und ggf. auch auf ein genital verstümmeltes weibliches Geschlechtsteil. Was es da nicht alles so gibt, FGM Typ I, II, III, IV, „einige Gesellschaften und Kulturkreise“ wollen das so, demnächst ja auch vielleicht in Deutschland legalisiert mit der nach Koran und Sunna durchgeführten Chitan al-Inath (sunat perempuan) an Mädchen, die der Beschneider oder die Beschneiderin vermutlich auch den (noch) unreligiösen Eltern gar nicht verweigern wird.

    Fazit

    Derartige Faktenferne und kinderfeindliche Feigheit war leider zu befürchten. Vielleicht murmelt man ja im Beratungsgespräch ein bisschen gegen die Genitalbeschneidung?

    „pro familia Landesverbände […]
    Ihre nächste Beratungsstelle
    Stempel der Beratungsstelle“

    Schlimm! Intaktivisten sollten den Damen und Herren eine Demo vor die Tür legen, auch die schließlich leider unmittelbar bevorstehende und zu verhindernde deutsche gesetzliche Erlaubnis der milden Sunna (FGM Typ I oder IV) betreffend.

    http://www.profamilia.de/fileadmin/publikationen/Reihe_Eltern/Bro_Beschneidung_140110_Ansicht.pdf

  49. Edward von Roy Says:

    Ulle Schauws und Kordula Schulz-Asche sagen nichts dazu, dass der Islam die FGM fordert, etwa die schafiitische Rechtsschule als religiöse Pflicht (letztlich als FGM Typ Ib).

    Schauws und Schulz-Asche sagen uns nicht, dass sie gegen explizit jede FGM kämpfen, also auch gegen Typ Ia oder IV, sondern reden von Verstümmelung, so als wüssten sie nicht, dass Indonesiens Ulama des MUI, die deutschen Ringel / Meyer und Hörnle sowie viele andere Klitorisvorhautamputation oder ritual nick (pinprick) gar nicht unter mutilation (Verstümmelung) fassen möchten.

    So wird das nichts. Wo das Bekenntnis zur Unteilbarkeit der WHO-definierten FGM (Typ I, II, III, IV) fehlt, kann eine Forderung wie „verbindliche Vereinbarungen zum Schutz von Mädchen und Frauen“ darauf hinauslaufen, die weibliche Sunnabeschneidung straffrei zu stellen. Wollen Ulle Schauws und Kordula Schulz-Asche eine deutsche sogenannte milde Sunna?

    .
    .

    Zum internationalen Tag ,,Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“ erklären Ulle Schauws, Sprecherin für Frauenpolitik, und Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Prävention und Gesundheitsförderung:

    Weltweit wird das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit an etwa 200 Millionen Frauen durch Genitalverstümmelung verletzt. Mindestens 25.000 in Deutschland lebende Frauen und Mädchen sind nach Schätzungen von Terre des Femmes betroffen oder bedroht. Deshalb müssen wir endlich auch hier eine klare Linie gegen die Genitalverstümmelung ziehen.

    Wir fordern die Bundesregierung auf, sich international verstärkt für verbindliche Vereinbarungen zum Schutz von Mädchen und Frauen vor Genitalverstümmelung einzusetzen. […]

    (aus: PRESSEMITTEILUNG 05.02.2016 Schutz vor Genitalverstümmelung greift zu kurz)

    http://www.gruene-bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2016/februar/schutz-vor-genitalverstuemmelung-greift-zu-kurz_ID_4398112.html

    .
    .

    Für Schafiiten und evtl. Hanbaliten ist die FGM religiöse Pflicht. Nicht nur Ringel / Meyer, sondern sogar der Deutsche Juristentag mit Tatjana Hörnle wollen die milde Sunna straffrei stellen – und die zur Grundrechtswidrigkeit der Jungenbeschneidung (männliche Genitalverstümmelung, § 1631d BGB) karrieresicher schweigende Ulle Schauws lobt den schlampig gemachten § 226a StGB:

    „Weibliche Genitalverstümmelung weltweit ächten

    Zum Internationalen Tag ‚Null Toleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung‘ erklären Ulle Schauws, Sprecherin für Frauenpolitik und Katja Keul, Sprecherin für Rechtspolitik:

    Die weibliche Beschneidung stellt eine schwere Menschenrechtsverletzung dar. […] Seit Juni 2013 ist in Deutschland die weibliche Genitalverstümmelung ausdrücklich im Strafgesetzbuch geregelt. Deutschland setzt damit ein eindeutiges Signal: In unserem Land ist die weibliche Genitalverstümmelung ein Verbrechen.“

    http://ulle-schauws.de/2014/02/weibliche-genitalverstuemmelung-weltweit-aechten/

    .
    .

    [Was machte Kordula Schulz-Asche im November 2012 zum Thema lebenslang schädigen per Ritual am Kindergenital?]

    Protokoll zur KMV am 14.11.2012 in Nieder-Ramstadt

    Top 1: Sitzungsleitung Christian, Protokoll Susanne

    Christian begrüßt Kordula Schulz‐Asche, hess. Landesvorsitzende […]

    BDK Hannover 16.11. – 18.11.2012

    […] die Beschneidungsdebatte […] Die Debatte fand schließlich statt, jedoch ohne Votum. Die Komplexität des Themas wurde deutlich und darum soll in den BAGs weiter diskutiert werden. Die meisten Delegierten nahmen es mit Erleichterung auf, denn auch die eigene Entscheidung wäre wahnsinnig schwer geworden, gute Argumente gab es auf beiden Seiten.

    (Dezember 2012. Es griene Blädsche Nr. 270 – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

    http://www.gruene-dadi.de/wp-content/uploads/sites/56/2015/06/Egb_270.pdf

    [Wenn niemand dazwischengeht, kommt die milde Sunna, und GRÜNE Politiker wie Kordula Schulz‐Asche werden ein paar Tage vor der Bundestagsentscheidung wieder alles und jeden aus tiefstem Herzen verstehen, denn „die eigene Entscheidung wäre wahnsinnig schwer geworden, gute Argumente gab es auf beiden Seiten“. Dann wird zur Islamischen FGM Stille einkehren, ganz großes Schweigen. Oder etwa nicht?]

    .
    .

    Kordula Schulz-Asche

    Nach dem Abitur an der Lily-Braun-Oberschule in Spandau und einer Ausbildung zur Krankenschwester beim Roten Kreuz studierte Kordula Schulz-Asche Kommunikationswissenschaften, Geschichte und Politikwissenschaft an der FU Berlin. Der Titel ihrer Magisterarbeit von 1989 lautet: Medieneinsatz zur Gesundheitsaufklärung in der Dritten Welt am Beispiel einer Radiokampagne in Burkina Faso. Von 1986 bis 1998 lebte sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter in verschiedenen Ländern Afrikas (Burkina Faso, Ruanda und Kenia). In dieser Zeit arbeitete sie für Entwicklungsorganisationen im Bereich Gesundheitsaufklärung. Von 2000 bis 2003 arbeitete sie bei der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Eschborn (bei Frankfurt am Main) im Projekt „HIV/AIDS-Bekämpfung in Entwicklungsländern“.

    Im 18. Deutschen Bundestag ist sie erstmals ordentliches Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe. Sie ist Sprecherin der Fraktion für Prävention und Gesundheitswirtschaft sowie Bürgerschaftliches Engagement.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kordula_Schulz-Asche

    [Vor einem halben Jahrzehnt! Am 06.02.2011 war Kordula Schulz-Asche in Frankfurt irgendwie ein bisschen aktiv gegen die FGM vor allem in Sierra Leone.]

    Feiern & leben ohne Schnitte. Internationaler Tag gegen die weibliche Genitalbeschneidung ‚Zero Tolerance to Genital Mutilation‘

    Ravensteinzentrum
    Frankfurt

    http://www.pendakenia.org/pendaKeniaD/pendaKenia_Blog/Eintrage/2011/2/6_Leben_ohne_Schnitt_files/Einladung%206.2.11_leben%20o.%20Schnitte-3.pdf

    Gemeinsam in eine unversehrte Zukunft

    Zero Tolerance to Genital Mutilation […] Wie er waren rund 100 Menschen am Sonntag, 06. Februar 2011, in das Ravensteinzentrum Frankfurt am Main gekommen […] Dieser Idee folgt die Arbeit von LebKom e.V. im Fulda-Mosocho-Projekt durch den im „Center for PROFS“ der Hochschule Fulda entwickelten Wert-Zentrierten Ansatz. […] Die Wichtigkeit der Thematik wurde darüber hinaus durch die Anwesenheit von Dr. Ute Müller-Kindleben, Kordula Schulz-Asche (Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/ Die Grünen) und Dr. Angelika Köster-Lossack (MdB) unterstützt. […]

    Die von MAISHA e.V. ausgerichtete Veranstaltung wurde in Kooperation mit pendaKenia e. V., dem sierra-leonisch-deutschen Freundschaftsverein, Terre des Femmes, LebKom e. V, Africa Diaspora in Europa, European Network of MigrantWomen, der Amnesty International “END FGM European Campaign” und unter der Schirmherrschaft des Frauenreferats Frankfurt durchgeführt. Der Frankfurter Turnverein 1860 (FTV) stellte die Räumlichkeiten zur Verfügung.

    http://s522930744.online.de/fgm_alt/wp-content/uploads/2011/05/Zero_Tolerance_to_FGM_06.02.2011.pdf
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    Kordula Schulz-Asche

    Richtig tolle Diskussionen zur Vorbereitung der #bdk (Außen-, Sozialpolitik, Beschneidung) und zum Flughafen bei der #grünen kmv #mtk #fb

    Am 14.11.2012 um 00:10 Uhr

    http://www.bundestwitter.de/thema/bdk

  50. Jacques Auvergne Says:

    „Religionsfreiheit – Interreligiöse Herausforderungen angesichts von Zuwanderung“

    (03.12.2015)
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    Eugen Biser (1918 – 2014) war ein deutscher römisch-katholischer Priester, Fundamentaltheologe und Religionsphilosoph.

    Der mindestens schafiitische Islam verlangt die Beschneidung aller Jungen und Mädchen; Schariagehorsam (d. i. der nicht säkularisierte Islam oder Mainstream-Islam, kurz gesagt Islam) ist chitan al-inath (FGM, indonesisch sunat perempuan). Der Deutsche Juristentag seit Tatjana Hörnle weiß das, und auch kirchenchristlich baut man am Rechtspluralismus oder Stadtviertelkalifat.

    Mindestens müssen die bestehenden Paragraphen dazu grün angemalt, schariaverträglich werden. Ein unbeschnittenes Genital (Mann oder Frau) ist uns Schafiiten haram, wir wollen in den Himmel kommen! Noch ist jede Form der weiblichen Genitalverstümmelung verboten – die Islamisierungsfabrik Eugen-Biser-Stiftung wird aktiv.

    Eugen-Biser-Stiftung. Der Vorsitzende des Kuratoriums ist der ehemalige Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof. Im Kuratorium sitzt Schariafreund Mathias Rohe. Richard Heinzmann ist Ehrenpräsident des Stiftungsrats.

    BR
    ARD-alpha
    2016
    111 Minuten

    Denkzeit
    Religionsfreiheit

    Samstag, 13.02.2016
    22:30 bis 00:20 Uhr

    Redaktion: Birgit Engel

    Religionsfreiheit – Interreligiöse Herausforderungen angesichts von Zuwanderung

    Eine Veranstaltung der Eugen-Biser-Stiftung vom 3. Dezember 2015.

    – Prof. Dr. Heinrich Heinzmann, Prof. em. für Christliche Philosophie und Theologische Propädeutik

    – Prof. Dr. Ömer Özsoy, Professor für Koranexegese, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

    – Prof. Dr. Dr. h.c. Walter Homolka, Rabbiner, Direktor der „School of Jewish Theology“ Universität Potsdam

    – Prof. Dr. Dres. h.c. Paul Kirchhof, Bundesverfassungsrichter a.D.

    – Prof. Dr. Martin Thurner, Akademischer Direktor am Martin-Grabmann-Forschungsinstitut, LMU München

    http://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/programmkalender/ausstrahlung-592144.html

    http://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/programmkalender/sendung-1184260.html

    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/denkzeit/denkzeit104.html

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    Dazu bei Beschneidungsforum. Aus den Kommentierungen von Forist Selbstbestimmung:

    2:20 Heinzmann: „Zwang und Glauben schliessen sich gegenseitig aus“

    Hört, hört!

    Homolka, 31:19: „wir Europäer müssen aus unserer bisherigen Unfähigkeit, religiös-pluralistischen Gesellschaften Rechnung zu tragen, die richtigen Lehren ziehen.“

    Wo zeigt sich denn diese Unfähigkeit? Wird hier interreligiöser Geschlechtsverkehr mit dem Tode bestraft, wie im Iran? Wird hier der Bau von Gotteshäusern von Minderheitsreligionen verboten oder behindert, wie in vielen Ländern der Welt, vor allem muslimischen?

    Wird hier Minderheitsreligionen das Missionieren verboten, wie in vielen Ländern der Welt, vor allem muslimischen?
    Werden hier Andersgläubige mit Gewalt vertrieben, wie z.B. im Irak und in Syrien?

    „Die Lösung… wird auf einer neuen Form von postnationaler und postsäkularer Demokratie aufbauen müssen.“

    Was ist eine „postsäkulare Demonkratie“? […] Im ersten Teil der vor Blödsinn strotzenden Rede von Paul Kirchhof (man muss im Hinterkopf einfach nur an „religös motivierte Züchtigung“, „Bluttransfusion bei Kindern“, FGM usw. denken) lugt aus jeder zweiten Zeile „Beschneidung“ hervor – aber er vermeidet das WORT wie der Teufel das Weihwasser.

    49:49 „Die Eltern verantworten ein Leben lang unkündbar unscheidbar, was mit diesem ihre Kind geschieht …“

    Äh, werden Menschen jetzt gar nicht mehr volljährig? Und müssen Jugendämter und Familiengerichte nicht immer wieder Kinder vor ihren Eltern schützen?

    „Wir müssen nicht im 21. Jh. denken, sondern wir müssen uns unserer Traditionen besinnen.“

    Ja, diese tollen Traditionen, Frauen unterdrücken, Kinder schlagen, Sklavenhaltung, Hexen verbrennen … Warum sollten wir auch ausgrechnet im 21. Jh. denken? Nur weil wir zufällig im 21. Jh. leben?

    „Der Mensch will auch lachen und weinen.“

    Lachen bestimmt. Aber wollen die meisten Menschen wirklich weinen?

    Kirchhof:

    „Freiheit meint, jeder hat die Möglichkeit zu lassen und zu tun was er will – im Rahmen des Religiösen.“

    „Beschneidung ist ja angesprochen worden“

    Zuvor? Wo? Habe ich das überhört? Kann mir da jemand helfen? Ich finde das nicht! [Wichtiger Einwand.]

    Kirchhof hat jedenfalls das Wort „Beschneidung“ peinlichst vermieden [gut erkannt]. Der hat ganz abstrakt von der elterlichen Allmacht geschwurbelt, Kinderrechte – Fremdwort.

    „Da war es ja ein Fall, wo der Staat ein Bedürfnis einer bestimmten Religionsgemeinschaft dann auch gesetzlich legitimiert hat – vor zwei Jahren, gut, aber vorher war’s ja auch möglich, vorher ist es nicht problematisiert worden [Nein, von mir und bereits am 04.11.2007 Blutige Neugeburt im afropazifischen Jägerbund], in dem Moment wo es dann problematisiert worden ist, ist es dann auch gesetzlich legitimiert worden – was ja nicht unkritisch aufgenommen worden ist in der deutschen Gesellschaft, es gab ja eine engagierte Diskussion [die abgewürgt wurde. Es gab Petition Pet 4-17-07-451-040847 sowie die, u. a. durch den ZdE getragene, gegen den grundgesetzwidrigen § 1631d BGB fristgerecht eingelegte Verfassungsbeschwerde vom 27. Dezember 2013]“

    Ja, schön, dass wir mal drüber gesprochen haben!

    Merke: das war nie ein Problem, das ist kein Problem, und das wird auch nie ein Problem sein! Das ist lediglich problematisiert worden! (Und das ist ja jetzt, Jehova / Allah sei Dank, vorbei).

    „wir würden nicht davon abrücken, dass eine Körperverletzung bei uns strafbar ist.“

    Also wenn eine Religionsg. die Körperverletzung erlaubt, dann stellt sich wohl die Frage, dass wir die Religionsfreiheit als Recht garantieren, also d. h. als eine Berechtigungsposition in einer Rechtsordnung, die prinzipiell die Gewalt von Mensch gegen Mensch nicht toleriert“

    MGM [und, lieber Selbstbestimmung, und FGM à la Tatjana Hörnle, djt, MUI] ist Kirchhof wohl zu heikel, er weicht lieber aufs Schächten aus.

    „Auch da gibt es dann Regeln – nehmen sie mal das Schächten, das Schächtverbot wir haben ein prinzipielles Schächtverbot – aber wir haben – wegen der Religionen dann eine Ausnahme gemacht.“

    Schächten – ist das jetzt ein Beispiel für Gewalt Mensch gegen Mensch?

    „Wir werden, glaube ich beim Rechtsgüterschutz [körperliche Unversehrtheit?] in unserer Rechtsordnung nicht differenzieren wollen, wenn die Religion mehr zulässt, aber im Übrigen religionsoffen sein.“

    [Jeder darf bald Jungen und Mädchen beschneiden – dahin steuert der Gegenaufklärer und proschariatische Jurist Kirchhof.]

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/6545-Gestern-Abend-in-BR-alpha-Religionsfreiheit-Interreligi%C3%B6se-Herausforderungen-ang/?postID=47241#post47241

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    Islamisierungs-„Denk“fabrik Eugen-Biser-Stiftung

    http://eugen-biser-stiftung.de/VERANSTALTUNGEN.2.0.html

    http://eugen-biser-stiftung.de/Dialog_mit_dem_Islam.333.0.html

    http://eugen-biser-stiftung.de/Symposien_zum_christlich-islamischen_Dialog.375.0.html

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    Eugen-Biser-Stiftung vor sechseinhalb Jahren, Tatort Verzeihung Tagungsort Evangelische Akademie Tutzing

    Ausbildung von Imamen in Deutschland
    23. – 24.11.2009

    Imam Benjamin Idriz, Islamisches Forum Penzberg
    Richard Heinzmann, Eugen-Biser-Stiftung
    Walter Homolka, Uni Potsdam / Abraham-Geiger-Kolleg
    Janbernd Oebbecke, Uni Münster
    Rauf Ceylan
    Bülent Uçar

    http://web.ev-akademie-tutzing.de/cms/index.php?id=576&part=prog&lfdnr=1445

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    Eugen-Biser-Preis 2008

    H. R. H. Prince Ghazi bin Muhammad bin Talal
    Haschemitisches Königreich von Jordanien

    Shaykh Habib Ali Zain al-Abideen al-Jifri
    Vereinigte Arabische Emirate

    Reisu-l-Ulema Dr. Mustafa Cerić
    Großmufti von Bosnien und Herzegowina

    Reden anlässlich des Festaktes in der Allerheiligen-Hofkirche

    Professor Dr. Dr. h. c. mult. Paul Kirchhof
    Vorsitzender des Kuratoriums der Eugen-Biser-Stiftung

    Professor Dr. Richard Heinzmann
    Vorsitzender des Stiftungsrats der Eugen-Biser-Stiftung

    http://eugen-biser-stiftung.de/Eugen-Biser-Preis_2008.345.0.html

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    2016

    STIFTUNGSRAT
    Professor Dr. Richard Heinzmann
    – Ehrenpräsident –

    http://eugen-biser-stiftung.de/STIFTUNGSRAT.296.0.html

    Paul Kirchhof

    Er ist zudem Vorsitzender des Kuratoriums der Eugen-Biser-Stiftung

    https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Kirchhof

    Im Kuratorium neben Helmut Kohl usw.

    Professor Dr. Dres. h. c. Paul Kirchhof

    Bundesverfassungsrichter a. D., Direktor des Instituts für Finanz- und Steuerrecht an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

    Professor Dr. Mathias Rohe

    Professor für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Direktor des Erlanger Zentrums für Islam und Recht in Europa (EZIRE)

    Dr. h. c. Annette Schavan

    Bundesministerin für Bildung und Forschung a. D., Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl, Vatikanstadt

    http://eugen-biser-stiftung.de/KURATORIUM.298.0.html

  51. Edward von Roy Says:

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    Schluss mit dem Gerede von der genitalen Autonomie für Minderjährige (unter achtzehn Jahre alt)

    Der Intaktivismus als der 1989 so selbstbewusst und glaubwürdig begonnene weltweite Kampf gegen die Genitalbeschneidung (Declaration of the First International Symposium on Circumcision. Adopted by the First International Symposium on Circumcision, Anaheim, California, March 3, 1989) hat auftragsgemäß – der Name Intaktivismus sagt es – nicht auf genitale Autonomie, sondern auf genitale Intaktheit zu bestehen. Seit einigen Jahren ist dieser unbequeme Intaktivismus durch die karrieresichernde Bewegung der Genitalautonomen unterwandert worden.

    Seither kann man so tun, als habe man den Kampf gegen die rituelle Beschneidung im Sinne, versteckt sich in Wirklichkeit hinter dem Recht auf kindliche, auch genitale sprich sexuelle Selbstbestimmung (alles Fred Karst oder was?) und diskutiert mit Sünnetci oder Mohel auf Augenhöhe sowie mit der echt afrikanischen oder der echt islamischen Mädchenbeschneiderin. Jeder ist zufrieden, niemand hat sein Gesicht verloren und der Beschneider nicht seinen Job.

    Mit der leider nicht bedingungslos kinderschützerisch, sondern „genitalautonom“ sprich schleichend MGM- und FGM-freundlich orientierten Erklärung von Helsinki (The 2012 Helsinki Declaration of the right to genital autonomy) hatte es begonnen, dann, vor weniger als drei Jahren, kam Oslo (September 30th 2013 „Let boys decide for themselves whether they want to be circumcised“) und im Folgejahr (2014) Boulder, Colorado (The 13th International Symposium on Genital Autonomy and Children’s Rights: “Whole Bodies, Whole Selves: Activating Social Change”).

    Im Früherbst 2016 wird es in Großbritannien weitergehen. Europa droht die Straffreistellung der weiblichen Sunnabeschneidung (FGM Typ I oder IV) und um ein besseres Bild abzugeben, benötigen die Parlamentarier treulose Juristen und Intaktivisten.

    Genital Autonomy („It’s a personal choice“) ist islamverträglich; der vierzehn Jahre alte Junge oder die das neunjährige (Mondjahre, also achteinhalb) Mädchen sei erwachsen könne in ihr Verheiratetwerden oder genitales Verstümmeltwerden einwilligen (Wali mudschbir und schafiitischer faktischer Beschneidungszwang regeln etwaige Pflichtschludrigkeit oder Widerspenstigkeit).

    Auch wenn es echte Religion war und bleibt (da die himmlische Scharia nicht zu ändern ist und wir Säkularen gar nicht mit dem Rotstift an autoritative Texte herangehen), gilt es die Kult-OP mit dem jeden gleich behandelnden und für alle geltenden Recht zu verhindern: keine Beschneidung (FGM oder MGM) unter achtzehn.

    Die 1949 einen Kilometer südlich des Dorfes Keele gegründete gleichnamige Universität, Motto: Thank God for all, liegt im Raum Newcastle-under-Lyme bzw. Stoke-on-Trent in Staffordshire in Mittelengland (The Midlands) und auf halber Strecke zwischen den Großstädten Birmingham und Manchester. Vom 14.09.2016 bis zum 16.09.2016 strömt das Who-is-who des mehr oder weniger ernst gemeinten Kampfes gegen die Kinderbeschneidung zusammen: „Changing Global Perceptions: Child Protection & Bodily Integrity.“

    Auf Kinderschutz (child protection) kommt es in der Tat an, sofern das Nichtbeschneiden gemeint ist und der noch nicht erwachsene, jeder unter 18 Jahre alte Mensch geschützt werden soll, was man leider nicht liest. Angebunden sprich eingebunden (integriert) mit dem berüchtigten Wort „und“, man wählte den pfiffig wirkenden Schnörkel des leicht zu überlesenden Et-Zeichens (&), beschwört man die körperliche Integrität (bodily integrity) und eben nicht die körperliche Intaktheit (bodily intactness).

    Allerlei Wohlfühlen, Wünschen und Wollen, ggf. also auch das Initiiertwerdenwollen oder der sonstige Wunsch nach Zugehörigkeit des Minderjährigen werden hier integriert, nicht hingegen das uns Erwachsenen gebotene Nein zu jeder rituellen Veränderung (mutilation, etwa FGM Typ Ia) oder Verletzung (auch mutilation, etwa der ritual nick bzw. pinprick, zu FGM Typ IV) des kindlichen Geschlechtsorgans. In der Beschneidungsdebatte beachten ernsthafte Intaktivisten, wie schon gesagt: Kind Mensch unter achtzehn Jahre.

    Kein Intaktivist kämpft pauschal gegen Traditionsbewusstsein oder persönliche Spiritualität. Im freiheitlichen Rechtsstaat kann jeder an einen Engel glauben oder an einen Gott oder mehrere oder an das Leben nach dem Tod. Und doch gibt es für einen Beschneidungsgegner gar keinen Anlass, mit den Himmelswächtern Kompromisse auszuhandeln. Was ist weltweit durchzusetzen:

    • die Volljährigkeit (achtzehn Jahre) als das Alter der Einwilligungsfähigkeit (age of consent) rein ins geltende Recht

    • die milde Sunna (FGM Typ Ia oder IV) und die Jungenbeschneidung rein ins Strafrecht

    Nur so verlagert sich die Beschneidungspraxis raus aus dem Kinderzimmer und rein ins Geschichtsbuch.

    Edward von Roy, 19.02.2016

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    Symposium, Keele University, 14 – 16th Sept 2016

    Day One: Child Protection, Law and Ethics

    Confirmed speakers include Michael Thomson, Professor of Law at Leeds University; Brian Earp, Research Associate with tthe Oxford Centre for Neuro-ethics; James Chegwidden, Barrister and a speaker from CRIN (The Children’s Rights Information Network)

    Day Two: Politics and Activism

    Confirmed speakers include Ann-Marie Wilson from 28 too many, Maryam Namazie, Iranian-born human rights activist from the Council of ex-Muslims of Britain, and Antony Lempert, Chair of the Secular Medical Forum

    Day three: Consequences: Psychological harms, sexual dysfunction and pathways to treatment

    Confirmed speakers include John Dalton, Trustee and member of a research ethics committee; Tiina Vilponen, Communications Manager and Tommi Paalanen, Executive Director from the Sexpo Foundation, Finland; Dr Comfort Momoh MBE, an FGM and public health specialist at Guys and St Thomas’ NHS Foundation Trust; a speaker from the Porterbrook Clinic in Sheffield, one of the largest in the UK specialising in psycho-sexual problems.

    https://www.genitalautonomy.org/events/symposium-keele-university-14-16th-sept-2016/

    https://www.genitalautonomy.org/

    How to Prevent Unnecessary Male Circumcision, Keele University, Staffordshire, England

    http://intactnews.org/node/161/1337912812/how-prevent-unnecessary-male-circumcision-keele-university-staffordshire-england

    14-16 September 2016
    Keele international symposium on Changing times, changing minds: Child Protection and bodily integrity, Staffordshire

    http://maryamnamazie.com/calendar/calendar.html

    ONE LAW for ALL

    http://www.onelawforall.org.uk/14-16-september-2016-child-protection-symposium-staffordshire/

    Changing Global Perceptions: Child Protection & Bodily Integrity; 14th Symposium
    Genital Autonomy
    Wednesday, 14 September 2016 at 10:30 – Friday, 16 September 2016 at 17:30 (BST)
    Keele, United Kingdom

    http://www.eventbrite.co.uk/e/changing-global-perceptions-child-protection-bodily-integrity-14th-symposium-tickets-21307649754

    J. Steven Svoboda is founder and Executive Director of Attorneys for the Rights of the Child (ARC)

    The 14th International Symposium on Genital Autonomy and Children’s Rights

    http://www.arclaw.org/about-us/people/j-steven-svoboda-esq

    FGM ist Scharia und mindestens dem schafiitischen Fiqh wadschib, religiös verpflichtend, vielleicht auch den Hanbaliten. Schlimm genug, dass Terrence McCoy am 22.05.2014 auf Washington Post FGM-bezogene Islamschönfärberei unkommentiert durchgehen ließ. Warum aber verbreiten auch die ARC diese Desinformation?

    Equality Now denied that female circumcision was vital to Islam.

    “It’s not an Islamic issue – it’s cultural,” said Suad Abu-Dayyeh, regional representative for Equality Now … “In Sudan and Egypt the practice is widespread. But in most of the other Arab countries – which are mostly Muslim countries – people don’t think of it as a Muslim issue.”

    http://www.arclaw.org/news/egyptian-doctor-stands-trial-illegal-genital-cutting-caused-girls-death

    Patrick Kingsley schrieb es am 20.11.2014 in The Guardian und engagiert malt sich jedenfalls uns J. Steven Svoboda den je nach Madhhab die FGM begrüßenden oder fordernden Islam schön:

    While many use Islam to justify FGM, activists stress it is a cultural, rather than a religious practice. FGM is not mentioned in the Qur’an, and the practice is not as prevalent in other predominantly Muslim countries.

    http://www.arclaw.org/news/no-one-found-guilty-egypt-s-first-trial-over-female-circumcision

    So wird das nie was mit eurem Kampf gegen die Mädchenbeschneidung, Equality Now. Warum das nichts wird:

    the realization that FGM is not a religious requirement of Islam

    http://www.equalitynow.org/first-international-meeting-ex-circumcisers-convened-equality-now-brings-groundbreaking-perspective

    Suad Abu-Dayyeh | Equality Now

    Suad Abu-Dayyeh joined Equality Now as a consultant for the Middle East and North Africa in 2008. Before joining the organization, Ms. Abu-Dayyeh worked for ten years with the Women’s Center for Legal Aid and Counseling in Jerusalem (WCLAC). WCLAC is a Palestinian [also schafiitische Rechtsschule, FGM ist Religionspflicht] feminist NGO which works to address gender-based violence within the Palestinian Society in both the private and public spheres. Ms. Abu-Dayyeh holds an MA in “Women & Development” from the Institute of Social Studies in the Netherlands and Bachelors degrees in Social Work and Law from Bethlehem University and Al Ahliyya Amman University in Jordan. Currently, she is pursuing a Master’s in Public Law at Middle East University Jordan.

    http://www.equalitynow.org/people/suad_abu_dayyeh

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  52. Bragalou Says:

    Islam ist FGM Typ I oder IV und bei 28 Too Many (um Ann-Marie Wilson) lässt man Hama Jaiteh das Gegenteil behaupten.

    At a Youth Summit held in Banjul in October 2014, Islamic scholar Hama Jaiteh emphasised the importance of addressing the religious arguments justifying FGM. Jaiteh advocated a reassessment of the Qur’anic texts, stating: ‘There is no valid hadith they can bring to support their claims (…). Let everybody go back and read, conduct research. Islam is Islam, it is here to preserve the interests and rights of the woman. This FGM is completely against Islam’ (Topping, 2014).

    http://www.28toomany.org/media/file/profile/Gambia_v5_high.pdf

    Die genitalautonome Bewegung („Genital Autonomy (GA), with headquarters in Stone, Staffordshire, England“), welche seit 2012 (Helsinki) und 2013 (Oslo) den globalen Intaktivismus unterwandert und voll im beschneidungsoptionalen und islamophilen Griff hat, wird es Ann-Marie Wilson von der Organisation 28 too many erlauben, im September 2016 in Keele zu sprechen.

    Der amtierende Direktor von GA (Genital Autonomy) bzw. der Hauptverantwortliche für das globale genitalautonome Geplapper über die Beschneidung auf Kinderwunsch versteckt sich ziemlich gut, doch die Adresse ist Intaktivisten bekannt. In 42 High Street Stone Staffordshire ST15 8AU war und ist die von Dr. John Warren („Chair“) und David Smith („General Manager“) verantwortete NORM UK ansässig. 15 Square, the trading name for NORM-UK.

    https://www.15square.org.uk/

    https://www.15square.org.uk/whos-who-at-15-square/

    Keine Beschneidung unter achtzehn – das ist die richtige Forderung. Aber warum wird durch Petentin Charlotte Cornell das Land Schweden erwähnt (The Swedish Medical Association recommended 12 as a minimum age for male circumcision and requiring a boy’s consent), ohne zu sagen, dass ein Mensch unter 18 Jahren, männlich oder weiblich, völlig altersgemäß nicht in die MGM bzw. FGM einwilligungsfähig ist?

    Petition: Protect boys: ban male circumcision for under-18s on non-medical grounds.

    A girl’s genitals are no more sacrosanct than those of the world’s men. Fight the double standard on circumcision. Bodies are born, made as they were made to be made: there is no place in the modern world for doctor, state or faith to interfere: it is time to ban male circumcision for under 18s.

    https://www.15square.org.uk/petition-protect-boys-ban-male-circumcision-for-under-18s-on-non-medical-grounds/

    https://petition.parliament.uk/petitions/111265

    Achtzehn Jahre als age of consent ist 15 Square / NORM UK offensichtlich gar nicht wichtig, denn unter Ziele (Aims of 15 Square Posted on 10/01/2013 by John Dalton) werden sie nicht eingefordert.

    https://www.15square.org.uk/aims-15-square-norm-uk-circumcision-foreskin/

    [Keele 2013. Promoting children’s rights in Europe: recent developments.]

    John Dalton

    John Dalton is the lead researcher and archivist for Genital Autonomy and NORM UK. He was born in Cumbria and was educated at Dundee and St Andrews Universities. He is an independent nuclear safety consultant and a lay member of an NHS research ethics committee. He has studied the literature on the foreskin and circumcision for twenty-five years and has amassed an archive of over 4000 documents related to the issue.

    https://www.genitalautonomy.org/events/promoting-childrens-rights-in-europe-recent-developments/

    https://www.genitalautonomy.org/events/promoting-childrens-rights-in-europe-recent-developments/#programme

    Dr Antony Lempert; Secular Medical Forum (SMF)

    Dr Antony Lempert is a partner in a rural Welsh GP practice and has been chair of the (UK) Secular Medical Forum (SMF) since 2010 having previously taken over as coordinator in 2008 from SMF founder, Dr Michael Irwin.

    The SMF is a not for profit organisation run by volunteer healthcare professionals campaigning to limit the harm caused to patients by the imposition on them of other people’s personal religious beliefs. The SMF challenges religious privilege in both healthcare provision and decision – making especially where such privilege disadvantages other people. […]

    In 2012, Antony was invited to Geneva to meet with the chair of the UN committee on the rights of the child (UNCRoC) to discuss male circumcision. During this visit he also met with the current chair of the UNCRoC. Following this meeting, and the subsequent submission of formal evidence to the committee, the UNCRoC has made its first ever comment about the harms of ritual circumcision.

    [Das war Keele 2013. Schlimm, Norwegens Freundin der Beschneidung auf Kinderwunsch Anne Lindboe fehlte nicht.]

    https://www.genitalautonomy.org/events/promoting-childrens-rights-in-europe-recent-developments/

    https://www.genitalautonomy.org/events/promoting-childrens-rights-in-europe-recent-developments/#programme

    https://www.15square.org.uk/whos-who-at-15-square/

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    Changing Global Perceptions: Child Protection & Bodily Integrity. Symposium, Keele University, 14 – 16th Sept 2016

    Day One: Child Protection, Law and Ethics

    Confirmed speakers include Michael Thomson, Professor of Law at Leeds University; Brian Earp, Research Associate with tthe Oxford Centre for Neuro-ethics; James Chegwidden, Barrister and a speaker from CRIN (The Children’s Rights Information Network)

    Day Two: Politics and Activism

    Confirmed speakers include Ann-Marie Wilson from 28 too many, Maryam Namazie, Iranian-born human rights activist from the Council of ex-Muslims of Britain, and Antony Lempert, Chair of the Secular Medical Forum

    Day three: Consequences: Psychological harms, sexual dysfunction and pathways to treatment.

    Confirmed speakers include John Dalton, Trustee and member of a research ethics committee; Tiina Vilponen, Communications Manager and Tommi Paalanen, Executive Director from the Sexpo Foundation, Finland; Dr Comfort Momoh MBE, an FGM and public health specialist at Guys and St Thomas’ NHS Foundation Trust; a speaker from the Porterbrook Clinic in Sheffield, one of the largest in the UK specialising in psycho-sexual problems.

    https://www.genitalautonomy.org/events/symposium-keele-university-14-16th-sept-2016/

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    Comfort Momoh, die aus Nigeria stammt und im September 2016 bei der Bewegung der Genitalautonomen (Genital Autonomy) reden darf, behauptet ebenso standhaft wie faktenwidrig, dass es keinen Zusammenhang zwischen Scharia (Islam) und FGM gebe:

    “the practice of FGM is not obligatory in Islam; there is nothing in the Koran, or the Sunnah, to suggest that it is a prescribed ritual […] female circumcision is not part of the Islamic faith, and it is not a religious duty.”

    Im Kontext:

    However, Islamic scholars have delivered edicts, clearly stating that the practice of FGM is not obligatory in Islam; there is nothing in the Koran, or the Sunnah, to suggest that it is a prescribed ritual of initiation for women. Mali is an example of a staunchly Islamic country, where organisations and progressive Imams are working together to spread the message that abandoning the custom of FGM is not a sin against Islam, but the end of a dangerous practice that can have long-lasting health repercussions. […]

    Ethical, religious and legal issues

    Whilst Islam is the main religion in areas where FGM is practised, female circumcision is not part of the Islamic faith, and it is not a religious duty. Christian, Jewish and traditional religious groups have also practised circumcision and, conversely, in some Islamic countries such as Pakistan, female genital mutilation is extremely uncommon.

    (Female Genital Mutilation. Von Comfort Momoh. Die beiden Zitate finden sich in der Einführung (Introduction) und auf S. 31.)

    https://books.google.de/books?id=dVjIP0RfVAMC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

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    https://www.facebook.com/GenitalAutonomyUK/events?key=past&ref=5&action_history=null

  53. Cees van der Duin Says:

    Angelika Kallwass
    Angelika Bergmann-Kallwass
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    [ Weltweiter „Tag der Genitalen Selbstbestimmung“ ]

    […] Kundgebung in Köln am Samstag, den 07.05.2016
    Beginn: 10:00 Uhr, Landgericht, Luxemburger Str. 101
    Zentrale Kundgebung: 11:30 Uhr, Wallrafplatz am WDR-Funkhaus

    Die Forderungen zum Worldwide Day of Genital Autonomy sind:

    Schutz aller Kinder weltweit vor jeglicher Verletzung ihrer körperlichen und sexuellen Integrität! [das steht da wirklich so: Integrität – und eben nicht Intaktheit. Das ist das Problem mit der Bewegung für genital autonomy und eben nicht genital intactness. Allerlei nun könnte in so ein Wünschen oder Wollen („Integrität“) integriert sein, etwa auch die FGM oder MGM auf Kinderwunsch. Man sagt nichts gegen die islamische Beschneidungspflicht – mindestens schafiitisch auch der Mädchen! -, man verzichtet auf die kinderrechtlich (und gesundheitlich und pädagogisch) allein akzeptable Forderung: Keine Beschneidung an Menschen unter achtzehn Jahren.]

    […] in Köln und Düsseldorf wird Angelika Kallwass moderieren […]

    Auch in den USA sind anlässlich des vierten Worldwide Day of Genital Autonomy verschiedene Aktionen geplant. Am Union Square in New York findet eine Demonstration statt und in Cathedral City in Kalifornien werden am 7. bzw. 8. Mai die Filme „Whose Body, Whose Rights?“ (Lawrence B. Dillon & Tim Hammond), „Intersexion“ (Grant Lahood, John Keir & Mani Bruce Mitchell), „Cut: Slicing through the Myths of Circumcision“ (Eliyahu Ungar-Sargon) und „Fire Eyes“ von Soraya Mire gezeigt.

    (intaktiv)

    http://intaktiv.de/wwdoga-4/

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    7. Mai: Worldwide Day of Genital Autonomy

    […] Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr vor dem Kölner Landgericht, um 11.30 Uhr findet eine Kundgebung auf dem Wallraffplatz statt. Als RednerInnen werden neben VertreterInnen von Organisationen und Verbänden u.a. die Psychotherapeutin und TV-Moderatorin Angelika Bergmann-Kallwass und der Filmemacher Ari Libsker (Israel) erwartet.

    Begleitend zum Weltweiten Tag der Genitalen Selbstbestimmung präsentieren MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene und pro familia NRW eine Reihe von Filmabenden mit Podiumdiskussion in Anwesenheit der FilmerInnen sowie Medizinern in München – Kulturzentrum Giesinger Bahnhof (5.5.), Düsseldorf – Bambi Filmstudio (6.5.), Köln – Filmforum im Museum Ludwig (7.5.) und Berlin – Moviemento (8.5.)
    Auf dem Programm stehen : „Circumcision“ (Dokumentation von Ari Libsker, Israel 2004, 21 Min), „Hibos Lied – Weibliche Genitalverstümmelung und die Macht der Tradition“ (von Renate Bernhard und Sigrid Dethlof, Deutschland 2007, 55 Min.), „Hermes und Aphrodite“ (Zeichentrickkurzfilm von Gregor Zootsky, Deutschland 2013, 10 Min.)

    (hpd, 27.04.2016)

    http://hpd.de/artikel/7-mai-worldwide-day-of-genital-autonomy-13031

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    […]

    • Schutz aller Kinder weltweit vor jeglicher Verletzung ihrer körperlichen und sexuellen Integrität!

    […]

    Auf der Kundgebung am 7. Mai ab 11:30 Uhr auf dem Walraffplatz in Köln werden nach jetzigem Stand folgende RednerInnen erwartet:

    Dr. Christoph Kupferschmid – Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)
    Angelika Bergmann-Kallwass, Psychotherapeutin und TV-Moderatorin
    Shemuel Garber – intaktiv e.V. – Eine Stimme für genitale Selbstbestimmung
    Renate Bernhard – pro familia NRW
    Ari Libsker – Journalist und Filmemacher (Israel)
    Simon Zobel – Biologe
    Önder Özgeday – Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.
    Ali Utlu – Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.
    Viola Schäfer- intaktiv e.V. – Eine Stimme für genitale Selbstbestimmung
    Felix Bölter – Partei der Humanisten
    Christian Bahls – MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene
    Ulla Barreto – TABU e.V.

    http://saekulare-gruene.de/7-mai-worldwide-day-of-genital-autonomy/

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    Angelika Kallwass

    Angelika Bergmann-Kallwass (* 31. Oktober 1948 in Köln) ist eine deutsche Fernsehmoderatorin und Psychotherapeutin.

    Der Großvater von Angelika Kallwass, der selbst polnischer Abstammung ist, war jüdischer Abstammung und wurde im Holocaust von den Nationalsozialisten ermordet. In der Sendung Anne Will sprach sie sich gegen rituelle Beschneidungen aus, die sie als traumatisierende Körperverletzung bezeichnet.

    2013 moderierte sie den 2. Deutschen Humanistentag in den Fliegenden Bauten Hamburg.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Angelika_Kallwass

  54. Edward von Roy Says:

    [Professor Maximilian Stehr ist Vorsitzender der AG Kinderurologie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) und müsste jetzt eigentlich auch jugendliche Mädchen auf ihren Wunsch hin beschneiden sprich genital verstümmeln lassen.]

    „Wenn Eltern mit ihren 14 oder 16-jährigen Söhnen zu mir kommen und auch der Jugendliche die Zirkumzision will, dann habe ich überhaupt nichts dagegen“ […]

    Er betont, dass es dabei nicht um die „Diskriminierung von Religionsgemeinschaften, Bräuchen oder Ritualen“ gehe. „Es geht nur darum, wie man den Wert der Unversehrtheit und des Selbstbestimmungsrecht von Kindern einordnet. Und das ordnen wir heute möglicherweise anders ein als noch vor hundert oder gar tausend Jahren“, so Stehr.

    In persönlichen Gesprächen mit muslimischen und jüdischen Mitbürgern habe er erfahren, dass dem Kind durch einen Aufschub der Beschneidung auch „keine sozialen Nachteile wie ein Religionsausschluss“ entstünden. […]

    [Maximilian Stehr redet laut von genitaler Autonomie, aber will dem islamischen Gesetz, den Schariavorgaben, letztlich entsprechen. Der Professor ist bereit, einen Jugendlichen („14 oder 16-Jährigen“) auf dessen Wunsch hin per Operation lebenslang am Genital zu beschädigen.]

    Vorteile einer Beschneidung sieht er in Ländern mit hohen Hygienestandards nicht. „Demgegenüber stehen einige Nachteile: Das direkt operative Risiko, es kann zu Nachblutungen – wie in dem Fall, auf dem das Urteil basiert – kommen, Langzeitfolgen wie eine Verengung der Harnröhrenöffnung, Oberflächenveränderung der Eichel und ähnliches können entstehen“, so Stehr. […]

    [Dass die sensitive Bedeutung der Penisvorhaut derjenigen der Klitoris gleichkommt, interessiert Maximilian Stehr nicht, jedenfalls verschweigt er es.]

    Auch er hat Eltern kennengelernt, die auf eine Ablehnung der Beschneidung durch den Arzt mit Unverständnis reagiert haben. Doch meistens sei das anders: „Viele können das allerdings nachvollziehen und sagen: ‚Wir können noch warten‘.“

    [Geduld, Geduld … irgendwann muss das Geschlechtsteil laut Scharia verstümmelt werden, bis dahin warten alle … und die wartenden Eltern und der wartende Herr Stehr freuen sich.]

    (Deutsch Türkische Nachrichten, 28.06.2012.)

    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/06/455911/%E2%80%9Ewir-wollen-keine-religionsgemeinschaften-diskriminieren%E2%80%9C/

    ::

    Maximilian Stehr:

    Ich war schon immer der Auffassung, dass dieser Eingriff nicht mit geltendem Recht und auch nicht mit geltender medizinethischer Überlegung in Einklang zu bringen ist. Und so empfehle ich weiterhin, diesen Eingriff nicht durchzuführen, sondern die religiös motivierte Beschneidung, wenn sie denn durchgeführt werden soll, in einem Alter durchzuführen, in dem das Kind oder der Jugendliche einwilligungs- oder zumindest konsensfähig ist. […]

    Wenn solche medizinisch nicht indizierten Eingriffe durchgeführt werden sollen, bedürfen sie zwingend der Zustimmungsfähigkeit seitens des Patienten. […]

    [Und die Mädchen hat der Mediziner nicht ungleich zu behandeln.]

    Man kann es nur so regeln, dass die Religionsgemeinschaften sich darauf verständigen können, dass man diesen Akt tatsächlich verschiebt in eine Zeit, wenn das Kind einwilligungs- oder konsensfähig ist. Es muss ein Kompromiss sein […]

    [Wenn ein schafiitischer Ulama die im Hinblick auf die Schädigung mit der MGM vergleichbare Klitoris(teil)amputation für wadschib hält (beschnitten werden muss in dieser Madhhab auch das Mädchen in jedem Fall), dann müsste Stehr, nähme er sich und das grundgesetzliche Gebot nach Gleichbehandlung der Geschlechter ernst, begeistert wiederholen: „dass man diesen Akt tatsächlich verschiebt in eine Zeit, wenn das Kind einwilligungs- oder konsensfähig ist.“]

    (Stehr: „Niemals Schaden zufügen“. DW, 25.07.2012.)

    http://www.dw.com/de/stehr-niemals-schaden-zuf%C3%BCgen/a-16104062

  55. Cees van der Duin Says:

    [ Der Einleitungstext strotzt nur so vor Fehlern, Radio München plappert munter drauflos:

    „Religiös motivierte Beschneidungen von Säuglingen sind erlaubt“ – Nein, am 12.12.2012 ging es im Bundestag weder (nur) um Säuglinge noch um religiöse (!) Beschneidung. Und um Beschneidung auf Kinderwunsch – Kind ist Junge oder Mädchen unter 18 Jahre – kann es ernsthaften Intaktivisten nicht gehen.

    „Männliche Beschneidungen unter gewissen Auflagen sind also wieder legal“ – Unsinn, die Zirkumzision war und ist grundgesetzwidrig.

    „Hat also nicht jedes Kind ein Recht auf genitale Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Tradition“ – das passt nun einmal nicht zusammen: „genitale Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit“. Denn die berüchtigte genital autonomy beinhaltet ja gerade – auch, ggf. – die Beschneidung auf Kinderwunsch. Wir Volljährigen müssen jeden Minderjährigen (Mensch unter 18 Jahre) vor der Macht der Tradition und den Forderungen der Religion schützen und noch dem weiblichen oder männlichen 17-Jährigen genitale Intakheit („körperliche Unversehrtheit“) gewährleisten und gerade keine genitale Autonomie („genitale Selbstbestimmung“). Ganz analog zu Kinderheirat und Päderastie (Heiratsalter im Islam für Mädchen neun Jahre, neun Mondjahre, also achteinhalb).

    Wie es zu befürchten war – Christoph Kupferschmid (Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte) bringt anatomische Desinformiertheit jedenfalls Desinformation, er setzt Klitorisvorhaut und Penisvorhaut weitgehend gleich. Wo aber die genitale Schädigung nicht eingeräumt wird, kann nichts folgen als ein Vorbeireden am wissenschaftlichen sowie am kinderrechtlichen und überhaupt allgemein menschenrechtlichen Thema HGM (d. i. FGM oder MGM). Durchaus wichtige Fakten und Gedanken nennt Renate Bernhard, leider (s. u.), ohne sich zum age of consent von gebotenen achtzehn Jahren zu bekennen. ]

    Sendetermin Radio München: Podiumsdiskussion „Genitale Selbstbestimmung“ 19.5. 19:00 Uhr

    Neu
    PROGRAMM-TIPP: Hat jedes Kind ein Recht auf genitale Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Tradition? Beschneidung jeglicher Art: Religiös-kulturelles Ritual, medizinische Notwendigkeit oder Körperverletzung? Anlässlich des Worldwide Day of Genital Autonomy– des Weltweiten Tages der genitalen Selbstbestimmung“ am 07.Mai, veranstaltete „MOGIS e.V. – eine Stimme für die Betroffenen“ und „pro familia NRW“ am 05. Mai im Kulturzentrum „Giesinger Bahnhof“ einen Filmabend mit Podiumsdiskussion zum Thema „Genitalverstümmelung, Beschneidung und genitaler Selbstbestimmung“. Wie lassen sich religiös-kulturelle Tradition, medizinische Thesen, deutsche Rechtsauffassung und Ethik mit einander vereinbaren? Gesprächsteilnehmer waren die Filmemacher Renate Bernhard (Hibos Lied – Weibliche Genitalverstümmelung und die Macht der Tradition), Ari Libsker aus Israel (Circumcision), Gregor Zootzky (Hermes und Aphrodite) und Dr. Christoph Kupferschmid (Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte). Die Moderation hatte die Fachjournalistin Helga Vollmer. Die Diskussion fand auf Englisch und Deutsch statt. Radio München sendet am Donnerstag (19.05.) von 19:00 bis 20:00 in „Abends unterwegs“ die Podiumsdiskussion in Ausschnitten. Am Samstag läuft die Wiederholung, gleicher Sender, gleiche Zeit.

    [ Beitrag ca. 25 Minuten lang – als mp3 hier anhörbar ]

    https://www.dropbox.com/s/ekfjf57xfs4gnwv/beschneidung_radioMuenchen20160519.mp3?dl=0

    Auch auf Beschneidungsforum plappert man ein bisschen mit

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/6806-Sendetermin-Radio-M%C3%BCnchen-Podiumsdiskussion-Genitale-Selbstbestimmung-19-5-19-00/?postID=49091#post49091

    Renate Bernhard

    http://www.renate-bernhard.de/journalistin.html

    Gemeinsamkeiten zwischen Zwangsheirat, Ehre, Ehrenmord und weiblicher Genitalverstümmelung

    http://www.renate-bernhard.de/gemeinsamkeiten.html

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    Genitale Selbstbestimmung
    Filmabend & Podiumsdiskussion

    Anlässlich des Worldwide Day of Genital Autonomy am 7. Mai 2016 – Aktionstag für den Schutz der Rechte des Kindes auf körperliche unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Tradition – veranstalten MOGiS e.V.-Eine Stimme für Betroffene und pro familia NRW im Kulturzentrum Giesinger Bahnhof einen Filmabend mit Podiumsdiskussion.

    Circumcision Dokumentation von Ari Libsker, Israel 2004, 19 Min.
    Zu den berühmtesten Werken des israelischen Journalisten und Filmemachers Ari Libsker gehört die Dokumentation Circumcision. Sie befasst sich mit dem Einfluss der männlichen Beschneidung auf das Sexualleben. Channel 2 (Israel) wollte das Werk zunächst zensieren, strahlte es später dann aber doch im Nachtprogramm aus.

    Hibos Lied – Weibliche Genitalverstümmelung und die Macht der Tradition
    von Renate Bernhard und Sigrid Dethlof, Deutschland 2007, 55 Min.
    Die Geschichten dieser Frauen, eine Reise an die Wurzeln dieser grausamen Tradition und Bilder nigerianischer Künstler, die dagegen anmalen – all dies besungen von der berühmten somalischen Sängerin Hibo.

    Hermes und Aphrodite Zeichentrickkurzfilm von Gregor Zootsky, Deutschland 2013, 10 Min.
    Hermes und Aphrodite erzählt die Geschichte des Kindes Sascha, von dem alle bis zur Pubertät denken, es wäre ein Mädchen. Sascha vertraut sich seiner Mutter an. Gemeinsam sucht die Familie einen Arzt auf, welcher das Kind untersucht und ein Zwischengeschlecht „diagnostiziert“. Der Arzt plädiert für eine medizinische Maßnahme, welche Sascha physisch zu einer Frau machen würde.

    Podiumsdiskussion mit Renate Bernhard, Ari Libsker, Gregor Zootsky und Dr. Christoph Kupferschmid (Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte).
    Moderation: Helga Vollmer

    Spielplan: Donnerstag, 5. Mai 2016; 19.30 Uhr

    Raum: Gepäckhalle (behindertengerecht, barrierefrei)

    Preis: 6,– Euro

    Reservierung: filmabend [ @ ] mogis.info

    http://www.giesinger-bahnhof.de/programm/gepaeckhalle/05-mai/may-05.php

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    Renate Bernhard, Vorstand von pro familia NRW: „Genitale Beschneidungen haben irreparable Folgen für das sexuelle Empfinden und bei manchen Betroffenen auch traumatisierende Auswirkungen. Als Verein, der sich für die sexuellen und reproduktiven Rechte einsetzt, fordern wir eine gesetzlich vorgeschriebene Aufklärung über die Folgen der männlichen Beschneidung nach neuesten medizinischen Erkenntnissen. Die Entscheidung über eine Beschneidung sollte ausschließlich von der Person getroffen werden können, an der diese vorgenommen wird und erst dann, wenn sie hierzu entscheidungsfähig ist.“ [ Der junge Mensch, männlich oder weiblich, soll in sein genitales Verstümmeltwerden einwilligen dürfen … warum sagt Renate Bernhard nicht Nein zu jeder FGM oder MGM unter 18? ]

    http://www.kikoko.info/aktuelles-1144.html

  56. Edward von Roy Says:

    [ Stichworte
    Tuğsal Moğul
    Der goldene Schnitt
    Begleitmaterial für Pädagogen

    Tuğsal Moğul (Der goldene Schnitt) weicht dem Thema lebenslange Schädigung durch jede Zirkumzision aus oder ist nicht informiert. ]

    Pädagogisches Begleitmaterial zu
    DER GOLDENE SCHNITT
    von Tuğsal Moğul

    [ Die Schariapflicht zur Beschneidung aller Jungen – und schafiitisch aller Mädchen – wird in diesem Freibrief auf selektiv erlaubtes Denken der deutschen Schüler zum Thema Jungenbeschneidung („Begleitmaterial für Pädagogen“, „Pädagogisches Begleitmaterial zu DER GOLDENE SCHNITT von Tuğsal Moğul“) nicht kritisiert.

    Eher schon wird implizit nahegelegt, dass der religiöse Muslim das Kind zu beschneiden hat oder jedenfalls beschneiden kann:

    „Ich bin nicht religiös und empfinde religiöse Traditionen nicht als bindend. Entsprechend kann ich sie auch infrage stellen“ (Sevgi Demirkaya, Grafikerin aus Köln)

    – denn was bedeutet das im Umkehrschluss?

    Etwa dass, wer eben doch an die Pflicht zur Einhaltung von Allahs Gesetz (Scharia) glaubt, sein Kind beschneiden lassen muss oder soll oder jedenfalls straffrei können muss? ]

    https://www.theaterdo.de/uploads/events/downloads/Begleitmaterial_Der_goldene_Schnitt.pdf

    19.04.2016
    Deutschlandfunk
    Das Universum und ein Stückchen Haut
    Von Dorothea Marcus

    [ Der mit der Klitoris (und nicht der Klitorisvorhaut) vergleichbare sensibelste Teil des Penis ist kein „Stückchen Haut“. ]

    […] Einen Abend später ist in Dortmund das Universum auf einmal auf ein Stückchen Haut zusammengeschrumpft. Doch auch daran können sich große Konflikte entzünden. Zunächst sind die Zuschauer in „Der goldene Schnitt“ des türkischen Autors Tuğsal Moğul selber illustre Gäste einer schicken Feier: die Live-Beschneidung des Zehnjährigen, größte Hoffnung des hocherfolgreichen Ärzte-Ehepaars mit jüdisch-muslimischen Wurzeln. Ein Mini-Eingriff natürlich nur, aber notwendiger Bestandteil der Kindes-Optimierung. […]

    [ Dorothea Marcus betreibt die Abwertung des maskulinen Lustorgans Nummer Eins auf ein bedeutungsloses Anhängsel „Stückchen Haut“ und bagatellisiert die einer FGM Typ Ib oder II vergleichbare Genitalverstümmelung zum „Mini-Eingriff“. ]

    http://www.deutschlandfunk.de/theater-dortmund-das-universum-und-ein-stueckchen-haut.691.de.html?dram:article_id=351880

  57. Cees van der Duin Says:

    Giovanni Benedetto SINIBALDI (1594 – 1658)
    Ioannes Benedictus SINIBALDUS
    Joannes Benedictus SINIBALDUS
    Johannes Benedictus SINIBALDUS
    .
    .

    15th century
    Jacopo Berengario da Carpi (1460-1530), Italian anatomist, identifies the most sensitive part of the penis as the foreskin.

    16th century
    Gabriele Falloppio (1523-62) describes function of the foreskin to provide lubrication and increase pleasure during sex.

    17th century
    William Harvey (1578-1657), the discoverer of the circulation of the blood, states that circumcised men have less pleasure in sex. Giovanni Sinibaldi identifies the clitoris as the functional equivalent of the foreskin and as each the main source of sexual pleasure for women and men respectively.

    http://www.historyofcircumcision.net/index.php?option=content&task=view&id=31

    ::

    A 17th Century sex manual

    Giovanni Sinibaldi (or Johannes Sinibaldus) compiled an eccentric collection of folklore and observations on sexual matters, called Geneanthropeiae, published in Rome in 1642. Despite its many absurdities (some of which were jokes), he had a more accurate knowledge of human sexual anatomy and physiology than many doctors over the next 300 years. He understood that the main source of sexual pleasure in women was the clitoris and that its functional equivalent in men was not the glans of the penis, but the foreskin, which he held to be the seat of male sexual pleasure. He also considered that the foreskin contributed to women’s pleasure during sexual intercourse, claiming that „the Jewish women, Turkesses and Mauritaniae, their husbands being shorn, make much of it, and most gladly accept the embraces of Christians“.

    Quoted in Alex Comfort, The anxiety makers, p. 26

    http://www.circumstitions.com/Pleasure.html

  58. Edward von Roy Says:

    änd Ärztenachrichtendienst
    Hamburg

    19.06.2016

    Beschneidung bei Flüchtlingen – wie halten es die Kollegen?

    Zum wiederholten Male schicken Hausärzte Flüchtlinge mit der Diagnose einer Phimose zur Beschneidung. Lokalbefund blande, mit viel Phantasie ein Frenulum breve.

    Vertragsärztlich ist die Sache klar, keine Indikation zur Zirkumzision als Kassenleistung. Geld für die rituelle Beschneidung haben diese Leute nicht.

    Wie halten Sie es?

    Z.B. Einweisung in urologische Kliniken, die diese Eingriffe wohl auch im Rahmen der Weiterbildung ihrer Assistenten anbieten. Ablehnung unter Verweis auf die Leitkultur?

    So, 19.06.2016 09:05 / ak

    http://www.facharzt.de/content/red.otx/1011,Beschneidung-bei-Fl%C3%BCchtlingen—wie-halten-es-die-Kollegen_169128,0.html

    ::

    [ Der islamrechtlich erwachsene männliche Muslim, 15 Mondjahre und älter, darf keine Vorhaut haben: chitan (türk. sünnet) ist religiöse Pflicht – schafiitisch auch für jedes Mädchen (das im Islam mit neun Mondjahren schariapflichtig sprich u. a. heiratsfähig ist).

    Statt sich von der totalitären Scharia zu distanzieren, wird auf Beschneidungsforum notorisch Islambeschwichtigung geübt. ]

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/6879-Beschneidung-bei-Fl%C3%BCchtlingen/

  59. Edward von Roy Says:

    Kristian Jensen verspricht dem Rest der Welt, dass Dänemark die Beschneidung international auf ewig als Menschenrecht bejubeln wird. Mette Gjerskov ärgert sich nachvollziehbarerweise über dieses Versprechen, nennt aber keine Fakten und verzichtet auf den gebotenen Vergleich zur FGM Typ Ib oder Typ II. Liselott Blixt hingegen tut so, als würde sie sich ärgern, nur um in Sachen Genitalverstümmelung die rechte Altersgrenze auszuhandeln.

    Minister grilles: Kaldte omskæring menneskeret

    Et flertal uden om regering kræver svar af udenrigsministeren, der fredag underskriver et brev til FN om at Danmark accepterer, at det er en menneskeret at omskære drenge.

    http://www.mx.dk/nyheder/danmark/story/30150521

    Die irgendwie linke Jane Heitmann findet MGM prima, solange der Junge medikalisiert beschädigt wird, also in einer Arztpraxis oder im Krankenhaus. Nun, und die Schafii-Mädchen?

    Danish government agrees that circumcision is a human right

    No legislation will be passed on the issue

    […] “Venstre doesn’t want a ban on circumcision, but it is paramount to us that the practice is in line with Danish law and that it is performed by a doctor,” Jane Heitman, a spokesperson for government party Venstre, told Metroxpress newspaper.

    http://cphpost.dk/news/danish-government-agrees-that-circumcision-is-a-human-right.html

  60. Cees van der Duin Says:

    ( Medienprojekt Wuppertal )
    ( Geschäftsführer: Andreas von Hören )

    Interkulturelles Videoprojekt zur Beschneidung von Jungen

    http://www.medienprojekt-wuppertal.de/interkulturelles-videoprojekt-zur-beschneidung-von-jungen

    ::

    ( Kinder- und Jugendarbeit )

    Teilnehmer gesucht für interkulturelles Videoprojekt zur Beschneidung von Jungen

    Das Medienprojekt Wuppertal plant ein dokumentarisches Filmprojekt zum Thema „Beschneidung von Jungen“ mit muslimischen und jüdischen Jugendlichen. Im Zentrum stehen die Bedeutung der Beschneidung für jüdische und muslimische Kinder und Jugendliche und ihr Umgang damit.

    Hierfür soll die Beschneidung von muslimischen und jüdischen Kindern (und ihren Familien) filmisch dokumentiert, betroffene Jugendliche und Eltern hierzu ausführlich interviewt werden. Die Inhalte des Films werden mit den Teilnehmer(inne)n zusammen erarbeitet. Der Film soll anschließend öffentlich im Kino präsentiert und auf DVD für die Aufklärungsarbeit genutzt werden.

    Ziele

    Ziele des interreligiösen und interkulturellen Filmes sind die Aufklärung über die Beschneidung und ihre Begründung im jüdischen und muslimischen Kontext, die Reflexion des eigenen Beschneidungserlebnisses, die interreligiöse Auseinandersetzung und Annäherung von jüdischen und muslimischen Jungen aufgrund der gleichen Erfahrung mit gemeinsamer abrahamitischer Begründung, das Kennenlernen von religiösen und kulturellen Zusammenhängen der Beschneidung für nicht-jüdische und nicht-muslimische Jungen, der Abbau von Stereotypen und Vorurteilen zwischen jüdischen, muslimischen, christlichen und nicht-religiösen Jugendlichen und die Unterstützung von Akzeptanz und Diversität.
    Wer wird gesucht?

    Für das Filmprojekt werden gesucht:

    – muslimische und jüdische Familien, die in den kommenden Monaten die Beschneidung eines Sohnes planen;

    – muslimische und jüdische Jugendliche, die über ihre Beschneidung Interviews geben wollen.

    Kontakt:

    Medienprojekt Wuppertal, Christian Meyer, Fatih Aydin

    Quelle: Medienprojekt Wuppertal vom 07.09.2016

    __ps://www.jugendhilfeportal.de/jugendarbeit/artikel/teilnehmer-gesucht-fuer-interkulturelles-videoprojekt-zur-beschneidung-von-jungen/

    Medienprojekt Wuppertal

    http://www.medienprojekt-wuppertal.de/

    ::

    „Vorbehalte und Vorurteile (nicht nur im rechtsradikalen Lager) bei der deutschen Bevölkerung verstärken eine Islamphobie, die den Umgang auch von Jugendlichen untereinander erschwert. Ein Dialog mit (insbesondere jungen) Muslimen ist deswegen notwendig.“

    ( Andreas von Hören, Geschäftsführer Medienprojekt Wuppertal )

    ( Hier bei: Bundeszentrale für politische Bildung. Bündnis für Demokratie und Toleranz )

    http://www.buendnis-toleranz.de/163215/jung-und-moslem-in-deutschland-eine-dokumentarvideoreihe-mit-und-ueber-junge-moslems

    ::

    beinahe wie geboten kritisch, wenn auch leider noch nicht schariakritisch sprich islamkritisch bei: Beschneidungsforum

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/7061-Betroffene-gesucht-f%C3%BCr-Videoprojekt-zur-Akzeptanz-von-Genitalverst%C3%BCmmelung/

  61. Edward von Roy Says:

    An Josef Bordat (Kinder haben Rechte), publiziert in: Die Tagespost – Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur (vormals Deutsche Tagespost Katholische Zeitung für Deutschland) am: 19.09.2016.

    Josef Bordat: „[…] die Dramatisierung der Beschneidung als Form von „Gewalt“ […]

    Eine Nicht-Beschneidung hinderte sie ja gerade an Kulturpflege und Religionsbekenntnis. Also: Die UN-Kinderrechtskonvention schützt das Recht auf Beschneidung – aus der Sicht des Kindes und aus Gründen des Kindeswohls. […]

    Wir sollten bei aller Achtung vor dem (mutmaßlichen) Willen des Kindes grundsätzlich aufpassen, dass wir die heranwachsende Generation mit dem „Soll sie / er später selbst entscheiden!“ nicht zur religiösen und kulturellen Sprachlosigkeit erziehen. Denn das wäre sicherlich kein Beitrag zum Kindeswohl.“

    . . .
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    Meine Antwort am Folgetag (20.09.2016).

    . . .

    In der Tat, Kinder haben Rechte – auf intakte Genitalien. Der deutsche Staat kann Jungen und Mädchen nicht ungleich behandeln.

    Der Islam der schafiitischen Rechtsschule verlangt die Beschneidung aller Jungen und Mädchen. Auch in Deutschland versucht man die arab. Chitan al-inath (indones. sunat perempuan) genannte islamische Mädchenbeschneidung, eine FGM, straffrei zu stellen. Prominente Vorkämpfer sind Tatjana Hörnle sowie Karl-Peter Ringel und Kathrin Meyer.

    Zur Straffreistellung dieser „milden Sunna“ bzw. „weiblichen Sunnabeschneidung“, eine FGM Typ I oder Typ IV, soll der (grundrechtswidrige) Paragraph der Erlaubnis der männlichen Beschneidung sprich männlichen Genitalverstümmelung geschlechtsneutral neuformuliert werden. Ringel und Meyer zielen dabei auf den § 1631d BGB, während Hörnle den § 226a StGB verändert wissen will.

    Völlig altersgemäß sind Kinder (Kind ist Mensch unter achtzehn Jahren) nicht fähig, die lebenslangen nachteiligen Folgen für Sexualität und Partnerschaft abzuschätzen, die sich aus der (jeder!) Beschneidung ergeben.

    Ob Mädchen oder Junge: Keine Beschneidung unter achtzehn.

    Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

    http://www.die-tagespost.de/feuilleton/Kinder-haben-Rechte;art310,172625

    . . .
    . . .

    […] Josef Bordat wuchs in Straelen am Niederrhein auf. 1991 beendete er seine Schulausbildung am Friedrich-Spee-Gymnasium Geldern mit dem Abitur. Nach seinem Hochschulabschluss als Wirtschaftsingenieur (Dipl.-Ing.) studierte Bordat Soziologie und Philosophie in Berlin und Arequipa / Peru (M.A.). 2006 wurde er am Institut für Philosophie, Wissenschaftstheorie, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Berlin zum Dr. phil. promoviert. […]

    Derzeit arbeitet Bordat als freier Autor, insbesondere zu den Aktualisierungsmöglichkeiten der Völkerrechtskonzeption des Bartolomé de Las Casas, zu Fragen im Spannungsfeld von Ethik, Politik und Recht, zum Verhältnis von Religion und Wissenschaft resp. Kirche und Medien sowie zur Kirchengeschichte. […]

    Bordat lebt mit seiner Frau in einer katholischen Pfarrei im Süden Berlins, wo er ehrenamtlich als Küster, Lektor und Katechet tätig ist. […]

    http://kathpedia.com/index.php?title=Josef_Bordat

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