Symposium zur Jungenbeschneidung Essen 2015

[Der Bericht eines Teilnehmers der Lehrveranstaltung ist in Arbeit und wird hier zu lesen sein.]

Anlässlich des Kölner Landgerichtsurteils vom Mai 2012 trat noch im selben Jahr das am 12.12.2012 durch den Bundestag gepeitschte sogenannte Beschneidungsgesetz (§ 1631d BGB) in Kraft, das ungeachtet des kindlichen Rechts auf körperliche Unversehrtheit und insbesondere auch auf genitale Intaktheit (und nicht „genitale Autonomie“) die medizinisch nicht begründete genitale Verstümmelung (genital mutilation) an Jungen erlaubt.

Auch weil er das eingeschränkte Grundrecht nicht anführt (Zitiergebot gemäß Art. 19 Abs. 1 Satz 2), Mädchen und Jungen ungleich behandelt (Gleichberechtigung ist seit 1994 Staatsziel) und das Gewaltmonopol des Staates den Clans oder Stämmen zuteilt ist der BGB-Paragraph 1631d Beschneidung des männlichen Kindes schlicht verfassungswidrig und, wie am 27.12.2013 per Verfassungsbeschwerde gefordert, sofort zurückzunehmen.

Selbstredend hat die ersatzlose Streichung des Freibriefs auf elterliche Wunschbeschneidung der Jungen so zu geschehen, dass sogenannte geringfügige Formen der Mädchenbeschneidung (FGM) wie die im schafiitischen Islam obligatorische Chitan al-Inath (sunat perempuan, eine FGM vom Typ I oder IV) unzweideutig verboten bleiben.

Das Elisabeth-Krankenhaus Essen ist das Akademische Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg-Essen und beherbergt am 03.06.2015 ein Symposium zur männlichen Genitalverstümmelung (MGM).

Symposium zur Jungenbeschneidung
Ein kleiner Schnitt für die Großen! Ein großer Schnitt für die Kleinen?

15.00 Uhr Einführung | Dr. Peter Liedgens

15.10 Uhr Jungenbeschneidung: ein Spagat zwischen medizinischen und kulturellen Standpunkten
Dr. Engelbert Kölker

15.30 Uhr Beschneidungsrituale: Ursprung und Bedeutung
Dr. Kolja Eckert

16.05 Uhr Morphologie und funktionelle Anatomie des Präputiums und des Frenulums
Prof. Dr. Ralf-Bodo Tröbs

16.35 Uhr Kulturhistorische Aspekte der Zirkumzision
Dr. Andrej V. Bobyljow

17.00 Uhr Pause

17.25 Uhr Medizinische Indikationen zur operativen Behandlung der kindlichen Phimose
Dr. Iris Rübben

17.55 Uhr Meine Beschneidung: Ein Patient berichtet

18.15 Uhr Psychotraumatologische Aspekte der Jungenbeschneidung
Prof. Dr. Matthias Franz

18.50 Uhr Die Beschneidung Minderjähriger aus juristisch-ethischer Sicht
Prof. em. Rolf Dietrich Herzberg

bis ca. 20.00 Uhr | Diskussion

http://www.contilia.de/upload/Termine/2015/2015-06/Flyer_Symposium-beschniedung_5c_WEB.pdf

[Teilnehmerbericht folgt, wir bitten um Geduld]

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24 Antworten to “Symposium zur Jungenbeschneidung Essen 2015”

  1. Machandelboom Says:

    Schwerer Unfall bei Zirkumzision (MGM) in Dänemark

    Als wäre die irreparable und sehr starke, mit einem Klitorisherausschneiden (FGM Typ Ib) vergleichbare Zerstörung der penilen Sensitivität durch jede Jungenbeschneidung nicht schon schlimm genug, gibt es daneben ja auch noch die sogenannten Komplikationen. Diese können bis zum Tod des Kindes reichen, wie unlängst beinahe in Dänemark.

    Ein drei Monate alter Junge schwebte in Lebensgefahr: durch die genitale Beschneidung (MGM) bekam er schwere Infektionen und eine Blutvergiftung.

    Hinweis bei: BLOODSTAINED MEN c/o BROTHER K

    prosecutor Dorthe Lysgaard [Østjyllands Politi Dorthe Lysgaard]

    https://www.facebook.com/BloodstainedMenTheirFriends

    Livsfarlig omskæring af baby sender mand i fængsel

    von: Søren Ploug Lilmoes, Berlingske Nyhedsbureau 04.06.2015

    „for at have omskåret en lille dreng, der efterfølgende var i livsfare“

    http://www.b.dk/nationalt/livsfarlig-omskaering-af-baby-sender-mand-i-faengsel

    48-årig mand dømt for omskæring af barn

    Tre måneder gammel dreng fik blodforgiftning efter rituelt indgreb

    von: Karsten Gøttler, Torben Rask 04.06.2015

    http://ekstrabladet.dk/112/48-aarig-mand-doemt-for-omskaering-af-barn/5593483

    hier gefunden von Forist Selbstbestimmung:

    Dänemark: Drei Monate alter Junge war in Lebensgefahr – drei Monate Gefängnis

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=5787

  2. Machandelboom Says:

    Will nach dem schlechten Beispiel von Ringel und Meyer (2013), im Anschluss an die Gutachterin am Juristentag Tatjana Hörnle (2014) sowie nach Lord Chief Justice of England and Wales Sir James Munby (2015) nun auch die Universität Passau die geheiligte und heilssichernde Tradition Chitan al-Inath (sunat perempuan, FGM) legalisieren? Wenn Nein, warum wird das nicht unzweideutig klargestellt?

    Warum darf über die traditionelle süddeutsche Goldhaube geredet werden und wagt es niemand, den 2015 in alle staatlichen Schulen Deutschlands drängenden Hidschab (Stichwort Lehrerinnenkopftuch) als menschenfeindlich und insbesondere frauenfeindlich und kinderfeindlich zu benennen?

    „21. Mai 2015: Podiumsdiskussion zum Thema Tradition und Gleichstellung ein Widerspruch?

    http://www.jura.uni-passau.de/putzke/aktuelles/

    Der Staat kann Männer und Frauen nicht unterschiedlich behandeln (lassen), die Legalisierung der islamischen Beschneidung der Jungen und (!) Mädchen rückt immer näher. Das gilt es abzustoppen, doch an der Uni Passau lässt man derweil ein wenig witzeln – der über Tathjana Hörnle bestens informierte und weniger gut informierende Holm Putzke mittendrin.

    „Die Universität hat nicht im Sinn, Traditionen gering zu schätzen. Sie hat den gesetzlichen Auftrag und das Leitbild, Männer und Frauen gleich zu behandeln. Offizielle Veranstaltungen der Universität müssen diesem Auftrag entsprechen, alles andere wäre gesetzeswidrig.“

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/passau-ist-fensterln-sexistisch-1.2485578-2

    Hier und heute geht es um das Amputieren von Teilen des Geschlechtsorgans, nicht um das bayrische heimliche Flirten per Leiter (Fensterln) einst oder eine spaßkulturelle studentische Mordsgaudi 2015.

    „Als freilich die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Passau Wind von der Sache bekam, schrillten bei ihr alle Alarmglocken. Sie legte den Studenten nahe, den Fensterlkönig-Wettkampf abzusagen, weil er gegen das Gleichstellungskonzept der Universität verstoße und die Frau ‚zum Objekt‘ degradiere. Auch ein Sportfest habe sich an die Gesetze zur Gleichstellung, die an der Uni gelten, zu halten. Seit Tagen wird nun auf dem Campus vor allem über eine Frage debattiert: Ist das Fensterln ein Brauchtum oder ein frauenverachtendes Spektakel?“

    Genau, erst wenn in Deutschland auf Elternwunsch alle Jungen und Mädchen beschnitten (genital verstümmelt) werden dürfen ist Gleichstellung hergestellt.

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/passau-ist-fensterln-sexistisch-1.2485578

    „Podiumsdiskussion: Tradition und Gleichstellung ein Widerspruch? … Auf dem Podium diskutieren Präsident Prof. Dr. Burkhard Freitag, die ehemalige Frauenbeauftragte der Universität Prof. Dr. Carola Jungwirth, Strafrechtsprofessor Dr. Holm Putzke, Mittelbau-Vertreterin Dr. Joanna Rostek, der stellvertretende Bürgermeister von Neuhaus am Inn und ehemalige Vorstand des Bayernbund Stefan Dorn sowie die Vorsitzende des Vereins Passauer Goldhauben Bernadette Podolak auf dem Podium. Im Anschluss ist die Diskussion für Fragen aus dem Publikum geöffnet.“

    Die seit Bestehen des grundgesetzwidrigen § 1631d BGB eigentlich (Gleichberechtigung als Staatsziel) erforderliche Straffreistellung der FGM Typen Ia, Ib und IV ist ein Tabuthema, das jeder spürt aber niemand wagt anzusprechen. Die Uni Passau im allgemeinen und Holm Putzke im besonderen drücken sich um die Beantwortung der v. a. seit dem 70. Deutschen Juristentag Hannover 2014 auf Deutschland lastenden Fragen: Milde Sunna legalisieren Ja oder Nein? Beibehaltung oder Zerstörung der vier Typen (I, II, III, IV) umfassenden WHO-Klassifikation zur weiblichen Genitalverstümmelung?

    http://www.uni-passau.de/bereiche/presse/pressemeldungen/meldung/detail/podiumsdiskussion-tradition-und-gleichstellung-ein-widerspruch

    Die Passauer Goldhaube

    http://www.goldhauben-passau.de/geschichte.html

    Damals Goldhaube, heute Lehrerinnenkopftuch. Goldhaubenfrau.

  3. Machandelboom Says:

    Basiswissen Anatomie, Geschlechtsorgan des Jungen. Eine fehlende vollständige Retraktion ist bis zum Alter von zehn oder 11 Jahren physiologisch (Thorvaldsen & Meyhoff, 2005). Der Versuch, die Vorhaut doch zu bewegen, kann zu schweren Verletzungen führen, etwa zu Einrissen, die vernarben können. Kein anderer als der Junge selbst darf an der kindlichen oder jugendlichen Vorhaut herumzerren.

    Premature, forcible, foreskin retraction (PFFR) is a much more painful, serious, and potentially permanent injury than most parents imagine.

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/info-forcedretraction.html

    ::

    Was muss zur Penispflege getan werden, als gelegentlich etwas lauwarmes Wasser? Wirklich nichts? – Ja, gar nichts. Doch, ein Lineal sollten Sie zur Hand haben … um damit jedem Erwachsenen, der die Kindervorhaut berühren will, dezidiert auf die Hand zu klatschen:

    the only thing she needs to take care of her son’s foreskin is a ruler … to smack anyone’s hand who tries to touch it!

    Much nonsense has been written about the special care required for an intact penis. Care advice can be summarised briefly:

    1. Leave it alone.

    (2. Leave it alone.)

    (3. Leave it alone.)

    (Very similar to the special care required by the ears and the eyes, really.)

    (The Intactivism Pages)

    http://www.circumstitions.com/Care.html

    The Intactivism Pages

    http://www.circumstitions.com/

    Ein Elternratgeber von Circumcision Information Australia:

    Circumcision: Guide for parents

    http://www.circinfo.org/parents.html

    ::

    Beschneidungsverharmloserin Dr. Iris Rübben hingegen entwirft Vorhautprobleme, verwendet 2015 in Essen als Weiterbildnerin unkommentiert das Material der esoterischen US-amerikanischen AAP ebenso wie die Daten des australischen Zirkumfetischisten Brian J. Morris, ermuntert wie versehentlich Urologen zum Bauen von beschneidungsbegünstigenden Drohkulissen, will die Zirkumzision auf gar keinen Fall Genitalverstümmelung genannt wissen und gibt dem deutschen Medizinbetrieb den Freibrief, mit allerlei Listen Eltern richtig viel Druck zu machen:

    Eine fehlende Retraktion ist bis zum 3. Lebensjahr physiologisch.

    Die fehlende Retraktion ist bis zum 3. Lebensjahr physiologisch, aber was ist danach?

    Den Jungen vor der Einschulung noch schnell beschneiden (genitalverstümmeln), darum scheint es vielen Urologen zu gehen. Man beachte, dass es sich bei den Daten von Thorvaldsen & Meyhoff (2005) um den Durchschnittswert handelt (Normalverteilung) von 10,4 Jahren (zehn Komma vier Frau Rübben!), was bedeutet: die Hälfte aller Jungen hat eine ganz zurückziehbare Vorhaut erst jenseits der 10,4 Jahre sprich mit zwölf, 13, 14, 15 oder 16 Jahren. Das ist seit Jahrtausenden der Fall und auch in Nordrhein-Westfalen, im Ruhrgebiet und in der Stadt Essen nicht anders.

    Desinformation Made in Germany by Rübben & Rübben:
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    Phimose
    Rübben, I; Rübben, H. Der Urologe. Ausg. A51.7 (Jul 2012): 1005-1016. [Dr. Iris Rübben und Professor Dr. Herbert Rübben]

    CME ZERTIFIZIERTE FORTBILDUNG

    Eine fehlende Retraktion ist bis zum 3. Lebensjahr physiologisch. Entzündungen im Vorhaut und Glansbereich (sog. Balanoposthitiden) treten in 4–11% aller nichtzirkumzidierten Knaben auf. Eine nichtbeschnittene Vorhaut birgt ein erhöhtes Risiko, dass es zu rezidivierenden Harnwegsinfektionen im Kindesalter und einer höheren Infektionsrate sexuell übertragener Erkrankungen und Penismalignome im Erwachsenenalter kommt. Im Kindesalter sollte zur Behandlung der Vorhautenge zunächst eine topische Steroidtherapie erfolgen, die in etwa 80% erfolgreich ist.“

    http://search.proquest.com/openview/d1e676443458fafda20290aeb301bf5e/1.pdf?pq-origsite=gscholar

    ZERTIFIZIERUNG

    Diese Fortbildungseinheit ist mit 3 CME-Punkten zertifiziert von der Landesärztekammer Hessen und der Nordrheinischen Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung und damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig.

    http://crawl.prod.proquest.com.s3.amazonaws.com/fpcache/d1e676443458fafda20290aeb301bf5e.pdf?AWSAccessKeyId=AKIAJF7V7KNV2KKY2NUQ&Expires=1434922765&Signature=m5HbEFJzkdLYNViCQaFlnI3M5Vs%3D

    PHIMOSE
    Vorhautverengung im Kindesalter

    Die Phimose kommt häufig vor und bedeutet, dass die Vorhaut nicht vollständig über den Glansbereich des Penis zurückgestreift werden kann. Die fehlende Retraktion ist bis zum 3. Lebensjahr physiologisch, aber was ist danach?

    publiziert am: 10.07.2012
    Zeitschrift: Der Urologe 2012/7: 1005-1016
    Autor: Dr. I. Rübben, H. Rübben [Dr. Iris Rübben und Prof. Dr. Herbert Rübben]

    http://www.springermedizin.de/phimose/3073512.html

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    The Development of Retractile Foreskin in the Child and Adolescent

    A guidance for healthcare providers from Doctors Opposing Circumcision

    Kayaba et al. reported that about only 42 percent of boys aged 8-10 have fully … Non-retractile foreskin is the more common condition until about 10-11 years of age. …

    Thorvaldsen & Meyhoff (2005) conducted a survey of 4000 young men in Denmark.10 They report that the mean age of first foreskin retraction is 10.4 years in Denmark. Non-retractile foreskin is the more common condition until about 10-11 years of age.

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/retraction.html

    BASIC MALE ANATOMY

    At birth the penis is anatomically immature and still developing. The foreskin adheres to the glans, (the little firefighter’s hat at the end) because of a natural connective membrane, the balano-preputial lamina. This membrane or synechia is apparently nature’s method of protecting the highly nerve-supplied portion of the maturing penis from feces, the ammonia in urine, and other irritants and pathogens. This membrane can take as long as 18 years or more to disappear allowing retraction. The mean age for natural foreskin retraction without pain or trauma is 10.4 years.

    Premature, forcible, foreskin retraction (PFFR) – gewaltsames Zurückziehen der Vorhaut führt zu schlimmen Verletzungen. Die PFFR entspricht durchaus einer FGM Typ IV und Phimose-Ursache ist ein unfähiger Arzt: die iatrogene oder ärztlich verursachte Phimose, pathologic [i.e., in this case, iatrogenic, or physician-induced] phimosis.

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/info-forcedretraction.html

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    Gefurchtes Band (ridged band), Frenulum (Bändchen) und Frenulares Delta vor allem sind es, welche die Penisvorhaut (Präputium) zum männlichen Lustorgan Nummer Eins machen. Dass mit den (in der Glans in dieser Höhe nicht vorhandenen) präputialen 10000 bis 20000 Tastkörperchen bzw. Nervenendigungen der Typen Meissner, Merkel, Ruffini und Vater-Pacini dem Jungen das sensorische Äquivalent nicht zur Klitorisvorhaut sondern zur Klitoris (!) amputiert wird, wissen Rübben & Rübben nicht oder verschweigen es.

    BASIC HUMAN GENITAL ANATOMY

    Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to „see“ Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.

    Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. …

    (Gary Harryman)

    https://ms-my.facebook.com/shareyoursexknowledge/posts/652188514794501

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    Fine-touch pressure thresholds in the adult penis

    Morris L. Sorrells, James L. Snyder, Mark D. Reiss, Christopher Eden, Marilyn F. Milos, Norma Wilcox, Robert S. Van Howe

    BJU International 99 (4), 864-869 (British Journal of Urology International,
    Volume 99 Issue 4 Page 864 – April 2007)

    Circumcision removes the most sensitive part of a man’s penis. Sorrells and others enlisted 159 men from the San Francisco Bay area, 91 of them circumcised, and conducted touch-sensitivity tests, using instruments that press with calibrated hairs, on 11 or 17 different places on their penises. The men could not see where they were being touched.

    http://www.circumstitions.com/Sexuality.html#sorrells

    http://www.cirp.org/library/anatomy/sorrells_2007/

  4. Edward von Roy Says:

    What we know about human genital anatomy:

    „What we call „male circumcision“ amputates the mobile portion of the penis and thousands of the most specialized pressure-sensitive cells in the human body; Meissner’s corpuscles for light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, skin tension, stretch, and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and vibration are found only in the tongue, lips, palms, nipples, fingertips, the clitoris, and the Ridged Band of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second. These are the cells that allow blind people to „see“ Braille with their fingertips. Cut them off and it’s like trying to read Braille with your elbow. Information from tactile sensitivity gives humans environmental awareness and control. With lack of awareness comes lack of control. Luckily, for those who have them, Nature has mandated that these four types of mechanoreceptors do not age-degrade like the rest of the body’s cells. To say that amputation of the clitoris or the mobile roller-bearing portion of the natural penis and consequently thousands of these specialized nerve cell interfaces does not permanently sub-normalize one’s natural capabilities and partially devitalize one’s innate capacity for tactile pleasure is grossly illogical denial of the bio-mechanical and the somatosensory facts of human genital anatomy.“

    (Gary Harryman)

  5. Schweiz intaktiv Says:

    (Anm.: Papperlappapp Frau Schwander, unter achtzehn Jahren ist eine Einwilligungsfähigkeit in eine Genitalbeschneidung sprich Genitalverstümmelung – das ist FGM oder MGM – völlig altersentsprechend gar nicht gegeben: Körper noch nicht ganz ausgewachsen; Erfahrungen zu einer zumal sexueller Partnerschaft noch nicht gegeben. Zwischen Jungen und Mädchen medizinethisch wie kinderrechtlich ist nicht zu unterscheiden.)

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    Marianne Schwander
    Dr. iur. / dipl. klinische Heilpädagogin
    Professorin für Recht an der Berner Fachhochschule, Fachbereich Soziale Arbeit
    Lehrbeauftragte der Universität Bern, Departement für Strafrecht und Kriminologie

    Bern, April 2014

    MARIANNE SCHWANDER

    KNABENBESCHNEIDUNG:
    EINE ERÖRTERUNG AUS RECHTLICHER SICHT

    da die Entfernung der Penisvorhaut weder als Verstümmelung noch als Unbrauchbarmachen einzuordnen sei […]

    In Fachkreisen wird allerdings bezweifelt, dass bei einer medizinisch nicht indizierten Knabenbeschneidung die notwendige fundierte Aufklärung und damit ein informed consent möglich ist […]

    Die Kinderrechtskonvention verleiht dem Kind die Eigenschaft als Rechtssubjekt und gesteht ihm die Fähigkeit zur Selbständigkeit zu. […]

    Kinder sind Rechtssubjekte und damit Trägerinnen und Träger der ihnen zustehenden Grundrechte. Sie sind nicht in erster Linie Mitglied einer Familie, sondern sind eigenständige Individuen mit subjektiven Rechten. […]

     Im Bereich der absoluten höchstpersönlichen Rechte können die sorgeberechtigten Eltern im Namen von urteilsunfähigen Minderjährigen keine Rechte ausüben, im Gegensatz zum Bereich der relativen höchstpersönlichen Rechte, hier können sie an Stelle des noch urteilsunfähigen Knaben handeln, sie können insbesondere die Zustimmung zu den medizinisch indizierten Eingriffen erteilen. In medizinisch nicht indizierte Eingriffe können sie dagegen nicht einwilligen.

     Die Knabenbeschneidung aus religiösen Gründen ist eine medizinische Behandlung, die nach den medizinisch-ethischen Grundsätzen nicht indiziert ist und für welche eine zeitliche Dringlichkeit nicht besteht. Zudem ist sie irreversibel.

     Allein der urteilsfähige Knabe kann daher in eine Beschneidung aus religiösen Gründen einwilligen.

    http://www.humanrights.ch/upload/pdf/140522_Schwander_Knabenbeschneidung.pdf

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    Zum Thema heute vom couragierten Selbstbestimmung sarkastisch auf den Punkt gebracht:

    „Man muss sich doch mal endlich von dem Gedanken lösen, dass Sexualität eine Spaßgeschichte wäre. Das hat man in den 70ern vielleicht mal so gesehen (sexuelle Revolution, etc.) nein! Sexualität dient allein der Fortpflanzung, und sonst nichts. Lustgefühle sind möglichst zu unterdrücken. Licht aus, viktorianisches Nachthemd, reinstecken, zack-zack-zack und fertig! Alles andere ist doch Schweinkram! So hat man das zu sehen – die Bronzezeit kann nicht irren!“

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=5561

  6. Edward von Roy Says:

    Beschneidung von Jungen. Die sozialpädagogische Sicht

    Dem wenig informierten jedenfalls wenig informierenden Urologen (♫ Ich bin Klempner von Beruf… ♪) zuerst ein bisschen Anatomie.

    Im Alter von 4 Jahren haben erst 17 % der Jungen eine komplett zurückziehbare Vorhaut (Kayaba H, Tamura H, Kitajima S, et al. Analysis of shape and retractability of the prepuce in 603 Japanese boys. J Urol 1996; 156 (5) :1813-5).

    Mit Einsetzen des Schulalters im Alter von 6-7 Jahren haben nur 23% Jungen eine komplett zurückziehbare Vorhaut (Øster J. Further Fate of the Foreskin: Incidence of Preputial Adhesions, Phimosis, and Smegma among Danish Schoolboys. Arch Dis Child, April 1968. p. 200-202).

    Im Alter von 10 Jahren können noch rund 50-60 % der Jungen ihre Vorhaut nur teilweise oder überhaupt nicht zurückziehen (vgl. bei DOC – Doctors Opposing Circumcision: “ the mean age of first foreskin retraction is 10.4 years in Denmark“).

    Was nichts anderes bedeutet, als dass die Hälfte der Jungen (50 %) erst jenseits der 10,4 Jahre (zehn Komma vier!) eine gänzlich retraktierbare Vorhaut besitzt. Völlig altersgemäß.

    Innervation

    Die Vorhaut ist reich an spezialisierten Nervenendigungen und spezialisiertem erogenem Gewebe.

    Diese spezialisierten Nervenendigungen umfassen:

    Meissner-Körperchen – detektieren schon leichteste Berührung: Druckänderung,

    Vater-Pacini-Körperchen – nehmen Vibration wahr,

    Ruffini-Körperchen – detektieren Dehnungsreize und

    Merkel-Zellen – dienen der Detektion von Druckintensität sowie von Vibrationen und sind somit hoch verantwortlich für die Tastempfindung.

    Im Gegensatz zur Vorhaut besitzt die Eichel (Glans penis) fast ausschließlich nicht-spezialisierte, freie Nervenendigungen, sogenannte Nozizeptoren, die (eben protopathisch) nur grobe Reize wie etwa starken Druck oder hohe Temperatureize detektieren können, welche vom Gehirn als Schmerzen wahrgenommenen werden.

    Cold und Taylor, welche die Innervation des Präputiums des Penis ausführlich untersuchten, erklärten:

    „Die Glans penis ist vorwiegend durch freie Nervenendigungen innerviert und besitzt hauptsächlich nur protopathische Sensibilität. Protopathische Sensibilität bezieht sich auf gröberen, schlecht lokalisierten Empfindungen (einschließlich Schmerz, einige Temperaturempfindungen und bestimmte Wahrnehmungen von mechanischem Kontakt). In der Glans penis sind nur wenig spezialisierte Nervenendigungen vorhanden, und diese finden sich hauptsächlich entlang der Eichelkranzes und des Frenulums. Im Gegensatz dazu hat das gefurchte Band der männlichen Vorhaut an der mukokutanen Grenze eine hohe Konzentration an spezialisierten Nervenendigungen.“

    (Cold CJ, Taylor JR (1999). „The prepuce“. BJU Int 83 Suppl. 1: 34-44. PMID 10349413)

    Das immer wieder zitierte Aufblähen der Vorhaut (Ballonieren) ist grundsätzlich gerade keine Indikation zu einer Beschneidung, sondern für viele kleine Jungen eine vorübergehende Phase, in welcher bei noch bestehender Vorhautenge eine Vorhautablösung bereits eingesetzt hat.

    Angesichts der sehr hohen Zahl dem Jungen oder Mann der mit dem Präputium (ridged band d. i. das Gefurchte Band; Frenulares Delta; Frenulum) amputierten Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen, die in der Eichel bis auf die schmale Zone der Eichel zwischen Corona glandis (Eichelrand) und Sulcus coronarius (Penisfurche) eben naturgemäß so gut nicht vorhanden sind, ist es angemessen und mehr als überfällig, die Penisvorhaut im Hinblick auf ihre Sensitivität nicht mit der Klitorisvorhaut zu vergleichen, sondern mit der Klitoris selbst (richtigerweise sind hierzulande auch die geringsten Formen der weiblichen Genitalbeschneidung sprich Genitalverstümmelung verboten).

    Was an männlichen Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen mit der verharmlosend Beschneidung genannten Amputation ausgeübt wird, entspricht mithin (sensitive Schädigung) nicht einer FGM Typ Ia, Klitorisvorhautamputation (removal of the clitoral hood or prepuce only), sondern einer Klitoris(teil)amputation, FGM Ib (removal of the clitoris with the prepuce).

    Edward von Roy, Dipl.-Sozialpädagoge (FH)

    http://news.doccheck.com/de/blog/post/2699-phimose-die-urologensicht/


    So heute technisch bedingt in sieben Portionen kommentiert zu: Phimose: die Urologensicht (14.07.2015). Man vergleiche dort den vorangegangenen Blogbeitrag Bürokratischer Wahnsinn (26.06.2015) desselben desinformierenden Autors und MGM-Verharmlosers: ♫ Ich bin Klempner von Beruf… ♪, der aus unerfindlichen Gründen faktenfern bis unredlich auf DocCheck News seinen Blog betreiben darf.

  7. Cees van der Duin Says:

    ESSEN. In der Tendenz ja durchaus erfreulich: „Im Elisabeth-Krankenhaus in Essen werden medizinisch nicht notwendige Eingriffe an Jungen nicht mehr vorgenommen. Aufklärungsgespräche werden genutzt.“ Leider schweigt der heutige Zeitungsartikel zum Ausmaß der Beschädigung (Genitalverstümmelung) jeder Zirkumzision, die im Bezug auf die zerstörte Sensitivität einer Amputation nicht der Klitorisvorhaut sondern der Klitoris (!) entspricht, mithin einer FGM Typ Ib. Auch wird in der heutigen WAZ unterschlagen, dass den Schafiiten (und evtl. auch den Hanbaliten) MGM ebenso wie die Chitan al-inath (indones. sunat perempuan), also die FGM religiöse Pflicht ist und dass Ringel / Meyer (seit 2013) ebenso wie vor allem Tatjana Hörnle (seit 2014, strafrechtliches Gutachten für den Juristentag) für die Legalisierung (Straffreistellung) der islamischen Beschneidung der Jungen und Mädchen kämpfen. Deutschland (und Großbritannien, s. James Munby) droht etwa die sogenannte milde Sunna (FGM Typ Ia oder IV), was es zu verhindern gilt.
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    […] In der Klinik für Kinderchirurgie und Kinder-, Jugendmedizin im Elisabeth-Krankenhaus werden medizinisch nicht notwendige Beschneidungen an Jungen nicht mehr durchgeführt. Das erste Fazit fällt positiv aus: „Unsere Angebote für medizinische Aufklärungsgesprächs werden von den Eltern gut angenommen“, sagt Dr. Peter Liedgens. Der Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie weiß, dass Eltern anschließend zu Bescheidungszentren gehen. Er weiß aber auch, dass diese nach dem Gespräch auch immer wieder Abstand von der Beschneidung ihres Kindes nehmen. […]

    Die religiöse Komponente der Rituals, das vor allem im muslimischen und jüdischen Glauben einen Stellenwert genießt, spielt bei dem Gespräch keine Rolle.

    […] Im Elisabeth-Krankenhaus ist die Zahl der Beschneidungen innerhalb eines Jahres von 70 auf 11 zurückgegangen. Die verbleibenden Eingriffe basieren auf einer medizinischen Notwendigkeit, wie chronischen Entzündungen oder Vernarbungen der Vorhaut.

    aus: Thorsten Schabelon (Warum eine Klinik in Essen Beschneidungen verweigert), in: WAZ 22.07.2015

    http://www.derwesten.de/staedte/essen/warum-eine-klinik-in-essen-beschneidungen-verweigert-id10906917.html

    ::
    Zwar fehlt der Hinweis auf die religiöse (islamische) Empfehlung bzw. nachdrückliche Empfehlung bzw. unbedingte Pflicht der Beschneidung von Jungen und Mädchen (Fiqh, Scharia), doch sehr erfreulich ist im Diskussionsbereich von Facebook etwa dieser Kommentar von Johannes Pater:

    Unter optimalen Bedingungen ließe sich auch die Klitorisvorhaut eines Mädchens in Deutschland reduzieren oder entfernen (siehe ‚sunat perempuan‚). Dies geschieht in Südostasien (Malaysia, Indonesien) jedes Jahr zehntausendfach – medikalisiert und sicher. Warum diese Doppelmoral? Kennen Sie eigentlich das Ausmaß einer Genitalbeschneidung beim Jungen? Es werden sage und schreibe 50 % der Haut am Penis entfernt. Kennen Sie die Strukturen, die irreversibel abgetrennt werden? Es sind das sogenannte ‚gefurchte Band‘, ‚das Frenulum‘ und das ‚innere Vorhautblatt‘ – die empfindlichsten Stellen des männlichen Genitals. Und eine vierte Struktur, die Eichel, keratinisiert im Laufe der Jahre und wird ebenfalls unempfindlich, da sie eigentlich ein inneres Organ ist. Wir streben in Deutschland danach, die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu vervollständigen. Mit einer Einstellung wie der Ihren werden wir dort nicht hinkommen.

  8. Machandelboom Says:

    Elisabeth Krankenhaus Essen

    Und sofort kommt der Druck der religiös (hier jüdisch) geprägten Lobby für die Genitalverstümmelung an Kindern.

    Demnächst vermutlich zusätzlich islamisch befeuert für ein straffrei zu stellendes „mildes“ genitales Beschneiden (FGM Typ Ia oder IV, richtigerweise verboten) der Mädchen, Stichwort Ringel / Meyer sowie Hörnle und die Forderung, den Paragraphen 1631d BGB bzw. 226a StGB „geschlechtsneutral zu formulieren“).

    Ob Mädchen oder Jungen, keine Beschneidung unter achtzehn.

    i24news (Tel Aviv, Israel)

    German hospital tries to prevent circumcisions

    Number of circumcisions drops from 70 in first half of 2014 to 11; procedure only performed by doctors

    A hospital in the German city of Essen is campaigning to prevent ritual circumcisions, leading to a drop in the number of procedures performed this year compared to the corresponding period last year – from 70 to 11.

    The DerWesten.de news website cited Dr. Peter Liedgens, the director of pediatric surgery at Elisabeth Hospital, saying that he has managed to persuade three quarters of parents at his hospital to rethink circumcision.

    The website also claims the hospital would cease to perform childhood circumcisions. However, a hospital spokesman clarified to The Jerusalem Post that, while it still performs circumcisions and has no plans to stop, it performs them only on children above the age of one and only under general anesthesia.

    “Circumcisions are performed only by our pediatric surgeons and not by ritual circumcisers on hospital grounds. So the new policy doesn’t really change anything concerning this procedure,” explained spokesman Thomas Kalhöfer.

    Asked if the hospital would try to deter religious families from circumcising their children, Kalhöfer told The Post: “We respect the religious grounds of families asking for circumcision, and we don’t actively want to persuade them to desist.

    “Our surgeons are arguing from a medical standpoint according to the new medical guidelines of the German Society of Pediatric Surgeons, who recommend to perform circumcision only for medical reasons,” he said. […]

    22.07.2015

    http://www.i24news.tv/en/news/international/79291-150722-german-hospital-tries-to-prevent-circumcisions


    Despite the legislation enshrining the right to circumcision, the ritual still faces opposition in Germany, according to a local media outlet, which reported that a hospital in Essen is trying to convince parents to forgo the procedure for their sons.

    The DerWesten.de news website cited Dr. Peter Liedgens, the director of pediatric surgery at Elisabeth Hospital, saying that he has managed to persuade three quarters of parents at his hospital to rethink circumcision. As a result, only 11 circumcisions were performed in the first quarter of 2015, down from 70 during the corresponding period the previous year.

    The website also claimed that now the hospital would cease to perform any childhood circumcisions. However, a hospital spokesman clarified to The Jerusalem Post that, while it still performs circumcisions and has no plans on stopping, it performs them only on children above the age of one and only under general anesthesia.

    “Circumcisions are performed only by our pediatric surgeons and not by ritual circumcisers on hospital grounds. So the new policy doesn’t really change anything concerning this procedure,” explained spokesman Thomas Kalhöfer. […]

    In 2012, a court in Cologne ruled circumcision a form of bodily harm subject to criminal penalties, causing an international furor and vehement protests from Jewish organizations and the State of Israel.

    While the Bundestag moved swiftly to pass legislation enshrining the right of German citizens to undergo circumcisions, several German medical associations came out strongly against the practice.

    “There is no reason from a medical point of view to remove an intact foreskin from underage boys or boys unable to give consent,” the German Pediatric Association asserted in a 2012 statement.

    Jewish groups have expressed growing concern over circumcision in recent years, in the face of campaigns to ban the practice in several countries and a 2013 resolution by the Parliamentary Assembly of the Council of Europe, which described circumcision as a “violation of the physical integrity of children.”

    According to the American Academy of Pediatrics, “The health benefits of newborn male circumcision outweigh the risks, but the benefits are not great enough to recommend universal newborn circumcision,” and “the final decision should still be left to parents to make in the context of their religious, ethical, and cultural beliefs.” […]

    […] Rabbi Pinchas Goldschmidt of the Conference of European Rabbis mused that “the decision of the hospital is not based on questions of the legality of circumcision, which is guaranteed by German law […]

    aus: Sam Sokol (German hospital working to deter parents from circumcising), THE JERUSALEM POST, 21.07.2015

    http://www.jpost.com/Diaspora/German-hospital-working-to-deter-parents-from-circumcising-409733


    i24 will battle prejudice against, and ignorance about Israel with “facts and diversity.”

    Na, i24, dann berichtet doch mal über die weltweit aktiven jüdischen Beschneidungsgegner und insbesondere die israelischen Unterstützer der Brit Schalom, der symbolischen Beschneidung, statt nur über das Essener Elisabeth-Krankenhaus.

    PS
    Wissenschaftliche Fakten (facts) zur Schädlichkeit jeder Zirkumzision gelten auch im Gelobten Land.

    https://en.wikipedia.org/wiki/I24news

  9. Cees van der Duin Says:

    Symposium zur Jungenbeschneidung | Ein kleiner Schnitt für die Großen! Ein großer Schnitt für die Kleinen?

    Elisabeth-Krankenhaus Essen
    Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg-Essen
    03. Juni 2015 | 15.00 – 20.00 Uhr

    Dazu murmelt sechs Wochen (!) später dürr die WAZ, 18.07.2015

    Önder Özgeday [Essen 2015, Elisabeth-Krankenhaus, Symposium zur Jungenbeschneidung | Meine Beschneidung: Ein Patient berichtet] kann sich noch an den Tag seiner Beschneidung erinnern: „Ich war ja schon zehn Jahre alt, das ist eigentlich recht spät.“ Er erinnert sich an die Schmerzen und vor allem an die doppelte Scham: Sich vor der Familie entblößen zu müssen und vor Fremden einen Eingriff in seine Intimsphäre zu erdulden.

    Doch er erinnert sich auch an den Stolz: An Geldgeschenke mit denen er behängt wurde, kostümiert wie ein kleiner Pascha. Er hatte sich bewährt, war ein ganzer Kerl. So jedenfalls will es der Initiationsritus. Özgeday jedoch schämt sich heute wieder: Dass er damals nicht weggelaufen ist, nicht protestiert hat, nicht mutiger gewesen ist.

    Was ihm bleibt: Der Beschluss, dass sein eigener Sohn, knapp 18 Monate alt, auf keinen Fall beschnitten wird. Und der Einsatz bei einer Selbsthilfegruppe, in der er darum kämpft, dass die Beschneidung aufhört. […]

    die Beschneidung von Jungen ist die häufigste und älteste Operation – und vermutlich auch die Überflüssigste. Davon jedenfalls sind die Mediziner hierzulande überzeugt.

    […]

    Essener Elisabeth-Krankenhaus weigert sich, Beschneidungen vorzunehmen

    Indes: Das Essener Elisabeth-Krankenhaus hat beschlossen: Wir machen keine Beschneidungen mehr. Immerhin drei Viertel der Eltern, so schätzt der Leiter der Kinderchirurgie, Dr. Peter Liedgens, bringt er zum Nachdenken, ein Viertel verzichtet nach der Aufklärung bereits auf den Eingriff, schätzt er. Die Folge: Kamen im ersten Quartal 2014 noch 70 Jungen unters Messer so waren es in den ersten drei Monaten diesen Jahres nur elf. […]

    Mehr oder weniger offen fragen muslimische Eltern, wo sie ihren Sohn beschneiden lassen sollen. Gibt der Kinderarzt keinen Tipp, so der langjährige Obmann der Essener Kinder- und Jugendärzte, Dr. Engelbert Kölker, lautet die Antwort: „Dann müssen wir ja doch zum Bekannten in den Hinterhof gehen.“

    Genau dort haben Kinder- und Jugendchirurgen in den vergangenen Jahrzehnten die Operationen herausgeholt – um die Risiken zu reduzieren. Ein niedergelassener Kinderchirurg erklärt: „Besser ich mache es unter optimaler Betreuung mit eigenem Anästhesisten und mit optimaler Nachsorge als dass ich nachher die verstümmelten Penisse reparieren muss, die jemand auf dem Küchentisch verpfuscht hat.“

    [Das hat der Niedergelassene am 03.06.2015 im Hörsaal des Lehrkrankenhauses (Symposium zur Jungenbeschneidung | Ein kleiner Schnitt für die Großen! Ein großer Schnitt für die Kleinen?), vom Seitengang in der Höhe der hinteren Rängen aus, wirklich so gesagt.

    Unethisch. Der Kinderchirurg lässt sich durch die Präputophoben (the preputophobics) schlicht erpressen. Mit der gleichen schlechten Begründung müsste ein Chirurg oder Arzt jede erwünschte FGM durchführen, sobald nur Eltern kämen und sinngemäß erklärten:

    „Wenn Sie das nicht machen, müssen wir zur rituellen Mädchenbeschneiderin ins Ausland oder, von Klitorisphobie (clitorophobia) getrieben, selbst zum Küchenmesser greifen. Nur das mutilierte Genital stiftet uns beglückende Identität, spirituelle Heimat.“]

    […]

    Die Stellungnahmen der Verbände von Pro Familia über die Kinder- und Jugendärzte sind eindeutig. Die Beschneidung „ist ein schwerwiegender Eingriff mit irreversiblen Auswirkungen und berührt das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit“, sagt Renate Bernhard von Pro Familia NRW.

    Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hebt hervor, dass selbst bei einer Vorhautverengung die „Beschneidung immer die letzte, da für den Jungen gravierendste und im wahrsten Sinne des Wortes einschneidenste Behandlung“ sei.

    Mittlerweile gibt es jedoch [für die Fakten fürchtende Beschneidungslobby] ein Hilfsargument: die psychische Belastung. Ein nicht beschnittener Junge wird sich zwischen beschnittenen Altersgenossen beispielsweise im Sportverein unwohl fühlen, argumentiert eine Urologin auf einem Essener Symposium.

    [Genau Frau Ritualbeschneidungs-Versteherin und Verwenderin der Daten des Zirkumfetischisten Brian J. Morris sowie derjenigen von AAP: das genital intakte afrikanische oder muslimisch-schafiitische Mädchen wird sich unter den bereits initiierten Freundinnen bzw. den nur per FGM islamisch legal (ḥalāl) gemachten Mädchen schrecklich unwohl fühlen. Sehr geehrte Frau Dr. Iris Rübben – geht`s noch?!]

    Für Önder Özgeday ist so etwas der Ansporn, dafür zu sorgen, dass kein nicht beschnittener Junge allein dasteht. Seinen Eltern macht er heute keine Vorwürfe mehr, auch wenn der Konflikt zwischenzeitlich groß war. Die jungen Großeltern haben mittlerweile akzeptiert, dass der Enkelsohn nicht beschnitten werden wird. Ein kleiner Schritt zur allmählichen Abschaffung des kleinen Schnitts, der so großes Leid hervorruft.

    (Stephan Hermsen)

    aus: Beschneidung bringt Kinderärzte in Gewissenskonflikte, WAZ am 18.07.2015

    http://www.derwesten.de/region/beschneidung-bringt-aerzte-in-konflikte-id10875242.html?onepage=true

  10. Edward von Roy Says:

    Thema Elisabeth-Ktrankenhaus, Essen

    Schon wieder (s. Anne Lindboe usw.; KiKA-Filmjunge Tahsin) sollen Minderjährige in ihr genitales Verstümmeltwerden einwilligen dürfen?! Allen Ernstes redet MOGiS gestern vom „Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung von Kindern“ und eben nicht wie geboten vom Recht auf körperliche Unversehrtheit insbesondere auf GENITALE INTAKTHEIT von Kindern und Jugendlichen (bzw. nicht, statt Jugendliche zu erwähnen, zu sagen: Kind ist Mensch unter 18 Jahren).

    Will MOGiS mit den Ritualbeschneidern Altersgrenzen aushandeln, etwa neun Jahre für die Mädchen und 15 für die Jungen, was wie zufällig dem Erwachsensein nach Islamischem Recht (Schöpfungsordnung Scharia, umzusetzen per Fiqh) entspräche? Nach der Scharia hat das Mädchen mit neun Jahren (Mondjahren, das sind solare acht Jahre achteinhalb Monate) die körperliche und religiöse Reife bulūġ (buluugh) erlangt und darf heiraten und ehelichen Geschlechtsverkehr haben, Jungen sind im Islam mit 15 Jahren bāliġ (baaligh), d. h. religiös (juristisch) erwachsen.

    Nicht nebenbei. Das von MOGiS sicherlich irgendwie ganz anders gemeinte „sexuelle Selbstbestimmung von Kindern“ hätte im Berlin der Achtziger Jahre, Alternative Liste als der Vorläufer der GRÜNEN, eine Chiffre der ungefähr zehn päderastischen politischen Strategen um Fred Karst sein können. Wer von „sexuelle Selbstbestimmung von Kindern“ redet, hat hinzuzufügen: Es gibt keine einvernehmlichen sexuellen Handlungen zwischen Minderjährigen und Volljährigen.

    [ ZITAT ]

    Der Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS begrüßt ausdrücklich die Entscheidung des Essener Elisabeth-Klinikums und der ihr angeschlossenen Institutionen, Vorhautamputationen auf seltene medizinisch notwendige Fälle („chronischen Entzündungen oder Vernarbungen der Vorhaut“) zu beschränken.

    Auch halten wir die umfassende Aufklärung der Eltern über mögliche und zwingende negative Folgen – akut sowie langfristig – aus medizinischer Sicht für unbedingt geboten. So wird vorgebeugt, dass Eltern später ihren Wunsch auf nicht-therapeutische „Beschneidung“ bereuen, wenn ihre Söhne an den Folgen von Vorhautamputationen leiden. Folgen, über die sie nicht informiert worden waren.

    Im Artikel der WAZ heißt es:

    „Eine Entscheidung des Landgerichts Köln aus dem Jahr 2012 hatte den Prozess in Gang gebracht. Dort war die Beschneidung als rechtswidrig verurteilt worden. Die Bundespolitik kreierte anschließend einen legalisierenden Ausweichparagrafen. Daraufhin formulierte die Gesellschaft für Kinderchirurgie eine Richtlinie mit dem Credo: Nicht alles, was gesetzlich erlaubt ist, ist medizinisch vertretbar.“

    Wir möchten aus unserer Sicht hinzufügen: nicht alles, was z.B. vom Deutschen Kinderschutzbund, der Deutschen Kinderhilfe oder UNICEF unbehandelt bleibt oder gar gebilligt wird, ist deshalb ethisch vertretbar oder mit gültigem Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung von Kindern und der UN-Kinderrechtskonvention vereinbar.

    Natürlich bleibt die Gefahr sogenannter „Hinterhofbeschneidungen“ bestehen. Dieses Problem besteht übrigens auch massiv für von Genitalverstümmelung bedrohte Mädchen [ das ist korrekt und hier hätte MOGiS fordern müssen: Nein zur Legalisierung der milden Sunna, etwa der für Schafiiten zwingend verpflichtenden islamischen Mädchenbeschneidung ]. Hier in Deutschland, mitten unter uns. Mit diesem „Argument“ wurde jahrelang verzögert, weibliche Genitalverstümmelung in jeglicher Form endlich explizit zu verbieten. Dies wurde schließlich 2013 realisiert [nicht gründlich genug – und jetzt kommen Ringel / Meyer (2013) und kommt Tatjana Hörnle (seit 2014) ], während Jungen gerade erst 2012 gegen nicht-therapeutische Vorhautamputationen per Gesetz komplett schutzlos gestellt wurden.

    Insofern fordern wir alle gesellschaftlichen Kräfte auf, sich an der Aufklärung über Genitaloperationen an Kindern zu beteiligen und Impulse für einen sachlichen respektvollen Dialog zu setzen.

    [ ZITATENDE ]

    http://beschneidung.die-betroffenen.de/blog/warum-eine-klinik-in-essen-beschneidungen-verweigert/

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    Baliğ ya da Buluğ (Arapça: بالغ ya da بُلوغ‎) islam hukuku terminolojisine

    https://tr.wikipedia.org/wiki/Bali%C4%9F

    İslam hukuku, aşağıdaki anlamlara gelebilir:

    Şeriat [Scharia]
    Fıkıh [Fiqh]

    https://tr.wikipedia.org/wiki/%C4%B0slam_hukuku

    https://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_theological_jurisprudence

    Schiitisch diskutiert

    „You must be circumcised to do tawaf around the Ka`ba, which is a requirement for Hajj, and Hajj is a fardh. So yes, a male convert must eventually be circumcised.“

    „Circumcision obligatory after bulugh even for converts“

    „There’s a Hadith that says that an uncircumcised dead Muslim should not be prayed upon, so don’t take the matter lightly.“

    „circumcision is obligatory by itself and a condition for the validation of Tawaf“

    http://www.shiachat.com/forum/topic/234997593-circumcision-reverts/

    Sunnitisch, Fiqh der malikitischen Rechtsschule: Beschneidung ist männlich wadschib (Religionspflicht) und weiblich Sunna (zur Heilssicherung empfohlen aber freigestellt)

    Traditional Maliki school texts state that male circumcision is wājib (obligatory), and female circumcision (FGM) is sunnah (preferred but optional).

    https://en.wikipedia.org/wiki/Maliki#Other

    Erwachsensein in der religiösen Diktatur des heutigen Iran. Taklīf (anglis. takleef) bedeutet alt genug zu sein, die Bürde oder Last des Gesetzes (Scharia) zu tragen – alle Vorschriften der Scharia sind ab jetzt einzuhalten.

    Endlich Frau oder so. Iranisches Initiationsfest Jashn Taklif, die Mädchen tragen einen festlich weißen Hidschab.

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    According to Islamic jurisprudent upon reaching the age of Taklif (15 full lunar years for boys and 9 full lunar years for girls) no one can be treated as incompetent based on mental immaturity unless his or her insanity or mental immaturity is proven. Moreover, the Islamic Sharia decrees […}

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4276576/

    Chitan al-Inath (sunat perempuan) macht nicht nur sauber, sondern rein. Und die Islamic FGM schützt vor schlimmer Übersexualisierung, unguter Lüsternheit und außerehelicher Schwangerschaft, jedenfalls glaubt das diese glückliche Mutter:

    “I’m happy. My daughter is now clean,” her mother Yuli, a 27-year-old seamstress who goes by one name, said at a mass circumcision of 120 girls at the Assalaam Foundation’s Islamic school in the city of Bandung. […]

    “Many girls are getting pregnant out of wedlock these days,” she noted. “Circumcision hopefully will prevent my daughter from becoming oversexed, and will make her less amorous when she grows up.”

    Indonesia, home to the world’s biggest Muslim population, argues that this form of circumcision is largely symbolic, not harmful and should not be seen as mutilation.

    The U.N. thinks otherwise. In December, it passed a resolution banning female genital mutilation, which extends to the form of circumcision practiced in Indonesia. Procedures such as pricking, piercing, incising, scraping, cauterization or burning that are carried out for nonmedical purposes are classed by the WHO as mutilation, along with practices that alter or remove any part of the genitals. […]

    Indonesian Ulema Council (MUI), the country’s top Islamic clerical body, issued a fatwa in 2008 allowing the practice [das war nur zu bestätigen, die FGM ist für Schafiiten wadschib] but did not make it compulsory [diesen Rückzug auf eine de facto einflusslose schafiitische Minderheitsmeinung gibt der in Südostasien vorherrschende Fiqh eigentlich gar nicht her]

    aus: FP-JIJI (Female circumcision not mutilation: Jakarta), in: The Japan Times 25.03.2013

    http://www.japantimes.co.jp/news/2013/03/25/asia-pacific/social-issues-asia-pacific/female-circumcision-not-mutilation-jakarta/

    Vor der Botschaft von Indonesien, Berlin 2014. Verharmlosung statt Schutz betreibt TERRE DES FEMMES:

    „Nach der Übergabe der Unterschriften haben wir mit der Leiterin der politischen Abteilung der indonesischen Botschaft Lefianna H. Ferdinandus und weiteren Botschaftsangestellten ausführlich diskutiert, da der Botschafter terminlich verhindert war. Der Bedarf einer Aufklärungskampagne in Indonesien wurde zwar bestätigt, auch plant die Regierung eine landesweite Studie doch ein Gesetz gegen weibliche Genitalverstümmelung halten sie nicht für notwendig. Die Überzeugung, dass jede Form von weiblicher Genitalverstümmelung eine Menschenrechtsverletzung darstellt wurde nicht geteilt. Weibliche Genitalverstümmelung muss weiterhin öffentlich diskutiert werden […]“

    Die indonesische Botschaftsrätin ist diplomatischer Profi und sagt selbstverständlich nichts gegen die Scharia. Wie es zu erwarten war: Lefianna Hartati Ferdinandus hat die ein bisschen gegen FGM kämpfende TdF-Delegation freundlich empfangen und ebenso freundlich weggeschickt und vorher wie seither zur sunat perempuan gar nichts gesagt.

    http://frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/weibliche-genitalverstuemmelung2/unser-engagement/aktivitaeten/6-februar/unterschriftenaktion-fgm

    Allgemeine Menschenrechte seien „westlicher“ Kolonialismus, christliche Mission, „imperialistisches Denken“. So spürt man auf IslamWeb, wo man gottesfürchtig über die weibliche Beschneidung (female circumcision) nachdenkt, welche ja gerade kein Verstümmeln sei, das nämlich wäre haram:

    In modern Western imperialistic thought, the woman represents a very important front in the conflict against Islam and Muslims. This strife aims at culminating in the control of the fortunes of the Muslim Ummah by the Christian West, […]

    The Muslim woman performs her role with efficiency, success and happiness. On the individual level, she organizes the affairs of her home, raises her children and cares for her family without complaint. […]

    There is no doubt that exporting immorality and moral disintegration into our communities is a blatant aggression against our values and etiquettes, as well as our inalienable rights in terms of belief, perception and freedom. The same can be said for issues such as female circumcision [not mutilation, which is rejected], early marriage and polygamy, for their international Christian perspective on it and their aims, run counter to ours, which are distinctively Islamic in nature.

    aus: IslamWeb (The Muslim Woman and Western Hurricanes)

    http://www.islamweb.net/womane/nindex.php?page=readart&id=158745

    Argument ganz im Stil von Indonesiens Rat der Ulama (MUI). Allah macht heil und Schariagehorsam sichert das Heil, die den Schafiiten islamisch vorgeschriebene Mädchenbeschneidung sei gar keine Verstümmelung (engl. mutilation, indones. mutilasi).

    Female circumcision not mutilation

    ___

  11. Edward von Roy Says:

    [03. Juni 2015 | 15.00 – 20.00 Uhr | Hörsaalzentrum im Elisabeth-Krankenhaus Essen | Essen.

    Symposium zur Jungenbeschneidung

    Ein kleiner Schnitt für die Großen! Ein großer Schnitt für die Kleinen?

    Satte acht Wochen sind vergangen und allmählich sickern selektierte Informationen nach draußen.]

    Dr. Engelbert Kölker aus Essen. […] Oft habe er traumatisierte Jungen behandeln müssen, die in Hinterhöfen einen schlecht durchgeführten Eingriff über sich hatten ergehen lassen müssen.

    [Mit dieser medizinischen Un-Ethik müsste er die FGM medikalisieren, die, im Hinterhof ausgeführt, äußerst gefährlich ist.]

    „Davon waren die ersten Jahrzehnte geprägt“, sagte er auf dem Symposium zur Jungenbeschneidung Ein kleiner Schnitt für die Großen! Ein großer Schnitt für die Kleinen? Anfang Juni im Elisabeth-Krankenhaus Essen. […] „Wenn Eltern eine klare Position haben, dann habe ich es bislang nicht geschafft, auch nur eine Familie zu überzeugen, sich anders zu entscheiden. Ganz klar ist: Das Verhältnis der Familie zu mir ändert sich in dieser Situation. Dieses Verhältnis würde sich erst recht verändern, wenn ich das Wort Körperverletzung ins Feld führen würde.“ […]

    Dr. Kolja Eckert, Oberarzt der Klinik […] Die Beschneidung sei „eine absichtsvolle und gewollt schmerzhafte Schädigung des kindlichen Genitalis“, machte Eckert seinen Standpunkt klar. […] Die medizinisch nicht-indizierte Amputation des Präputiums erfülle alle Kriterien sexualisierter Gewalt. […]

    „Man sollte das Präputium nicht als mythisches Organ betrachten“, sagte Professor Dr. Ralf-Bodo Tröbs, Direktor der Kinderchirurgischen Klinik des Herner Marien-Hospitals. „Es ist ein Stück Haut wie jedes andere.“ Männer aus islamisch geprägten Kulturkreisen fühlen sich ohne Vorhaut seinen Worten zufolge nicht unvollkommener als ihre Geschlechtsgenossen mit.

    [Hier tut Tröbs so, als habe er keine Kenntnis von den durchaus vorhandenen, muslimisch erzogenen Beschneidungsgegnern (mit Önder Özgeday war einer im Saal und sprach äußerst überzeugend) und als habe er den Anspruch auf Halal-Machen nicht verstanden: selbstverständlich ist schariagesetzlich gerade der intakte Körper unvollkommen. Vorhaut, auch Klitorisvorhaut, ist oder macht haram und muss dem religiös erwachsen Gewordenen, als Junge 15 oder 16 Jahre alt, als Mädchen neun, amputiert werden.]

    Dr. Iris Rübben, Urologin an der Essener Universitätsklinik, wandte sich dagegen, die Beschneidung des Penis – anders als dies bei der Beschneidung von Mädchen der Fall ist – mit einer Verstümmelung gleichzusetzen. […]

    Dr. Matthias Franz, stellvertretender Leiter des Klinischen Instituts für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Uniklinik Düsseldorf […] Das Kind habe ein Recht auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung.]

    [Nein zur Beschneidung auf Elternwunsch oder Kinderwunsch! Franz‘ geschickter (Intaktivisten seit seit Helsinki 2012 und Oslo 2013 ärgerlich bekannter) Doppelantrag auf Intaktheit und Genitalautonomie sei abgelehnt, das Kind hat nur das Recht auf körperliche Unversehrtheit (Kind hier als Mensch unter 18 Jahre). In sein genitales Verstümmeltwerden einwilligen darf es ebenso wenig wie in (genitalautonom gesehen schließlich folgerichtige) sexuelle Handlungen mit Erwachsenen.]

    Franz äußerte Verständnis für die Ängste muslimisch oder jüdisch geprägter Eltern: Diese seien oft zutiefst davon überzeugt, dass sie ihrem Kind „etwas Gutes tun, wenn sie ihm den empfindsamsten Teil seines Gliedes

    [korrekt, das Präputium ist das sensitive Äquivalent nicht der Klitorisvorhaut, sondern der Klitoris, wie ich, jeder vernahm es und keiner widersprach, in Essen per Hörsaalmikrophon anmerken durfte und was der leider auch zur bevorstehenden Legalisierung der (milden) Sunnabeschneidung der Mädchen (FGM) schweigende Bülent Erdoğan nicht berichtet]

    … abschneiden lassen“. Sie könnten sich kaum vorstellen, dass das, was ja ihre eigenen Eltern auch ihnen zufügten, etwas Schlechtes gewesen sein könnte. „Es kann und darf nicht schlecht gewesen sein, was meine Eltern mit mir gemacht haben, als ich ihr Sohn war [,,,]“

    aus: Bülent Erdoğan („Es gibt keine Frauenbeschneidung ohne Männerbeschneidung“), in: Rheinisches Ärzteblatt 8/2015

    28.07.2015 (?) „letzte Änderung am: 31.07.2015“

    https://www.aekno.de/page.asp?pageID=14192&noredir=True

    https://www.aekno.de/downloads/archiv/2015.08.023.pdf

    Rheinisches Ärzteblatt 10/2013
    Bülent Erdoğan-Griese

    https://www.aekno.de/downloads/archiv/2013.10.012.pdf

    Rheinisches Ärzteblatt

    Herausgeber:

    Ärztekammer Nordrhein und Kassenärztliche Vereinigung

    Redaktion:

    Horst Schumacher (Chefredakteur)
    Dr. Heiko Schmitz (verantw. für Beiträge der KV Nordrhein)
    Karola Janke-Hoppe (Chefin vom Dienst)
    Jürgen Brenn
    Bülent Erdoğan
    Rainer Franke
    Frank Naundorf
    Sabine Schindler-Marlow

    https://www.aekno.de/page.asp?pageID=113

    2013
    Fachtagung der Ärztekammer Nordrhein und stop mutilation e.V.
    Weibliche Genitalbeschneidung ächten

    Rhodah Koross, Erste Vorsitzende von stop mutilation e.V., widersprach dem Vorwurf, dass die Verhinderung von Beschneidungen eine Form des „Kulturimperialismus“ sei. Diese tief in den Prävalenzländern verankerte, nicht-religiös motivierte Tradition stehe klar im Gegensatz zu den Menschenrechten, die über Migrationsbewegungen auch in Deutschland angekommen sei.

    [Desinformation pur, die FGM ist schafiitisch und vielleicht auch hanbalitisch Religionspflicht]

    https://www.aekno.de/page.asp?pageID=6592

    Vor allem in 28 afrikanischen Ländern vom Senegal bis nach Somalia sei die Verstümmelungspraktik am weitesten verbreitet

    [Jemen und Oman (immerhin in diesem Text genannt), Irak, Iran, Thailand, Indonesien, Malaysia sind nicht afrikanisch]

    Gynäkologe Dr. Christoph Zerm aus Herdecke […] Die FGM sei kein religiöses Phänomen […] fordere der Koran an keiner Stelle die Beschneidung des weiblichen Genitals, so Zerm

    [Christoph Zerm kann es besser wissen, die Chitan al-Inath (FGM Typ I oder IV, letztlich nicht Ia, sondern Ib) ist mindestens der Rechtsschule der Schafiiten, evtl. zusätzlich dem Madhhab der Hanbaliten religionsrechtlich (islamisch) verpflichtend. FGM ist Scharia, FGM ist Islam]

    https://www.aekno.de/downloads/archiv/2012.11.019.pdf

    Genitale Beschneidung/Verstümmelung (FGM) bei Mädchen und Frauen. Eine Handreichung für das Gesundheitswesen

    • Die Beschneidung weiblicher Genitalien wird häufig nach der englischen Bezeichnung Female genital mutilation FGM abgekürzt.

    • FGM ist fest in Kultur und Tradition der praktizierenden, meist afrikanischen, Länder verankert; ihr Ursprung ist unbekannt.

    FGM wird meist sozial, religiös und kulturell (z.B. als Initiationsritus), traditionell (z.B. weil es schon immer gemacht wurde), zuweilen aber auch gesundheitlich (z.B. Smegmaansammlung) oder ästhetisch begründet.

    • FGM kann zu schweren Komplikationen führen und findet häufig unter unhygienischen Bedingungen statt.

    Die Mehrzahl der betroffenen Frauen betrachtet sich nicht als verstümmelt.

    [Immerhin kennzeichnet die Karte der Verbreitung der weiblichen Beschneidung sprich weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) auch außerafrikanische Gebiete wie den nördlichen Irak (Kurden, schafiitische Rechtsschule), Jemen und Oman, während Malaysia und Indonesien (ebenfalls schafiitisch, Stichworte MUI, sunat perempuan) leider fehlen.]

    https://broschueren.nordrheinwestfalendirekt.de/broschuerenservice/mgepa/genitale-beschneidung-verstuemmelung-fgm-bei-maedchen-und-frauen/1481

  12. Edward von Roy Says:

    [Petra Plaum bitte im Ganzen lesen bei: Medscape. Medscape Deutschland ist eine Online-Publikation von WebMD Global.]

    „Warum eine Klinik in Essen Beschneidungen verweigert“ und „German hospital working to deter parents from circumcising“, titelten Ende Juli Medien aus Deutschland und Israel. Dr. Kolja Eckert, Oberarzt der Klinik für Kinderchirurgie des Elisabeth-Krankenhauses Essen – der Klinik, um die es geht – ist noch immer erstaunt über das große mediale Echo.

    „Die Überschriften sind natürlich bewusst provokant“, kritisiert Eckert, „und teilweise nicht korrekt – wir machen schon Beschneidungen bei Jungen, aber eben nur, wenn diese medizinisch notwendig sind.“ Diese fänden möglichst nicht vor dem ersten Geburtstag der Kinder statt und zumeist erst nach dem Versagen anderer, z. B. medikamentöser Therapien. So ließ sich die Zahl der Beschneidungen im Elisabeth-Krankenhaus binnen zweier Jahre um etwa 90 % senken, schätzt Eckert. […]

    Inzwischen erklärt Eckert den Eltern, dass das Präputium 70 bis 80 % der Nervenendigungen enthält, die für das männliche sexuelle Lustempfinden zuständig sind [sensorisch-sexuell der Klitoris vergleichbar] – „es ist damit ein funktionell wichtiges Organ, sage ich dann, das nicht ohne guten Grund entfernt werden sollte. Die Eichel kann von ihrer nervalen Ausstattung her nur einen Bruchteil der Empfindungen aufnehmen und weiterleiten.“ […]

    Mit dieser Entscheidung gehe das Elisabeth-Krankenhaus keineswegs einen Sonderweg, informiert der Kinderchirurg. 2 Klinikteams kennt er allein in Nordrhein-Westfalen, die es ebenso handhaben. Auch niedergelassene Urologen widersetzen sich solchen Eingriffen ohne medizinische Indikation [das ist erfreulich], betont Dr. Wolfgang Bühmann [der Facharzt für Urologie – Andrologie ist außerdem Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e. V.].

    Bühmann hat eine urologische Privatpraxis auf Sylt. Zur rituellen Beschneidung merkt er an: „Ich weiß, dass unter Urologen kein Konsens zu diesem Thema herrscht, und dass Kollegen sagen: ‚Lieber mache ich das, als dass es in einem Hinterhof geschieht‘.“

    Bühmann hält das allerdings für falsch „Wer eine medizinisch nicht indizierte, rituell motivierte Beschneidung durchführt, begeht eine körperliche und seelische Verletzung an einem nicht einwilligungsfähigen Kind [na wann ist der junge Mensch denn in sein rituelles genitales Verstümmeltwerden einwilligungsfähig? Bühmann fordert leider nicht wie geboten: Keine Beschneidung unter 18]. Das steht in krassem Widerspruch zur in den ersten Artikeln unseres Grundgesetzes garantierten Unantastbarkeit der Würde, zur körperlichen Unversehrtheit und zur Religionsfreiheit – eine solche Zuwiderhandlung gehört unter Strafe gestellt, wenn Vernunft und Respekt es nicht ohnehin gebieten.“ […]

    Bei 96 % aller Neugeborenen sind Präputium penis und Glans verklebt – und sie bleiben es einige Jahre lang [und zwar genau zehn Komma vier Jahre – durchschnittlich, was bedeutet: 50 % der Jungen haben erst jenseits der 10,4 Jahre eine vollständig retraktierbare Vorhaut]. „So schützt die Vorhaut die Eichel vor Urin und Verschmutzungen“, betont Bühmann [leider begreift jedenfalls benennt auch der BDU-Pressesprecher die Vorhaut nur als Schutzkappe statt als Zentrum der Lust]. […]

    Prof. Dr. Matthias Franz, Facharzt für Psychosomatische Medizin und stellvertretender Direktor des Klinischen Instituts für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Düsseldorf. 2014 veröffentlichte er ein Fachbuch zum Thema Beschneidung von Jungen. „Die später beschnittenen Jungen im Alter zwischen vier und sechs Jahren willigen aus Liebe zu den Eltern ein, sie simulieren Einverständnis, weil sie spüren, dass ihre Eltern das brauchen“, berichtet er [gut erkannt]. „Dennoch empfinden sie den Eingriff oft als Kastrationsandrohung. Viele habe ich als Erwachsene mit schwerwiegenden Folgen wie Ängsten, sexuellen Funktionsstörungen und Problemen in der Partnerschaft als Patienten kennengelernt.“

    Unabhängig vom Beschneidungszeitpunkt sind auch Probleme mit der Narbenbildung, Beschwerden bei Erektionen und eine herabgesetzte Schmerzschwelle zu beobachten. Franz fordert darum: „Erwachsene haben an den Genitalien von Kindern nichts zu suchen – unabhängig davon, ob die Kinder männlich oder weiblich sind [Matthias Franz schweigt zu Juristentags-Gutachterin Tatjana Hörnle, die, wie schon 2013 Ringel / Meyer, seit 2014 die Mädchenbeschneidung straffrei gestellt wissen will]! Es gibt keinen medizinischen Grund dafür, einem gesunden Jungen seine gesunde Vorhaut abzuschneiden. Deshalb sollten Ärzte diesen Eingriff auch nicht durchführen, keine Gefälligkeits- oder Scheindiagnosen stellen und Krankenkassen sollten auch nicht dafür aufkommen.“ Das richtige Alter für eine Zirkumzision ohne medizinische Indikation beginnt für Franz mit der selbständigen Einwilligungsfähigkeit „ab 18 Jahre“ [na geht doch – und nicht 14 Jahre wie der verfassungswidrige Alternativentwurf des Jahres 2012]. […]

    Der Kinderchirurg erzählt von einem 8-Jährigen, der mit Mutter und Tante in die Klinik kam, beide Frauen dem äußeren Anschein nach muslimisch. „Bei dem Jungen konnte ich keine Hinweise auf eine pathologische Phimose finden und sagte, dass eine Beschneidung nicht notwendig sei“, so Eckert [das ist erfreulich]. „Die Mutter und die Tante meinten, das sei in Ordnung. Ich war überrascht und fragte, ob sie denn nicht muslimisch wären und sich keine Beschneidung wünschten. Da antworteten die Frauen: Ja, wir sind muslimisch. Aber im Koran wird keine Beschneidung vorgeschrieben, man muss es nicht machen.“

    [Das ist leider sehr falsch. Islamisches Recht (Islam) funktioniert nicht als Koran, sondern als Sure und Hadith und Fatwa („Koran und Sunna“, vgl. KRM-Geschäftsordnung). Die ‚Ulama (Sg. ‚Alim) haben dem muslimischen Endverbraucher keinen Zweifel und keine Chance gelassen: den Schafiiten und Hanbaliten ist (auch) die männliche Beschneidung Religionspflicht, den anderen beiden sunnitischen Rechtsschulen kommt sie einer religiösen Pflicht gleich, vgl. Nadeem Elyas für den ZMD: „Sunna Muakkadah (mit Nachdruck empfohlene Prophetentradition (Quelle s. u.))“.

    Wer als Politiker, Arzt, Sozialarbeiter oder Pädagoge, hoffentlich universell menschenrechtlich orientiert, den theologisch gegebenen Zwang zur irdischen Einhaltung der Schariapflicht nicht unzweideutig zurückweist, wird nichts gegen die islamische Beschneidung machen (wollen). Mindestens den Schafiiten ist die Mädchenbeschneidung religiöse Pflicht.]

    […] Eine große dänische Analyse zeige, dass beschnittene Männer seltener ein erfülltes Sexualleben haben als andere.

    [Sprich dass die MGM der Partnerschaft schadet, die dänische Studie der drei doch wohl zu nennenden Forscher Frisch, Lindholm, Grønbæk: Male circumcision and sexual function in men and women: a survey-based, cross-sectional study in Denmark]

    […]

    aus: Petra Plaum (Beschneidungen von Jungs? Nur bei medizinischer Indikation! – Mit welchen Argumenten Ärzte Zirkumzisionen ablehnen), nur zu lesen in: Medscape [Medscape Deutschland ist eine Online- Publikation von WebMD Global], 04.08.2015

    http://praxis.medscapemedizin.de/artikelansicht/4903926

    http://praxis.medscapemedizin.de/artikelansicht/4903926_2

    ::

    Berufsverband der Deutschen Urologen e. V.

    BDU-Pressesprecher: Dr. Wolfgang Bühmann

    https://www.urologenportal.de/fb_berufsverband.html

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    Ist die Knaben-Beschneidung überhaupt Pflicht im Islam?

    Eine Aufklärung des Theologen und Arztes [nun, er sucht seine Doktorarbeit] Nadeem Elyas

    […] Knabenbeschneidung aus islamischer Sicht

    1. Die Knabenbeschneidung wird im Islam in Anlehnung an die Tradition des Propheten Abraham und an die jüdische und ursprüngliche christliche Tradition weitergeführt. Der Gesandte Allahs, (…), sagte: „Zur ursprünglichen Natur [zur Fitra (fiṭra), Weise des Geschaffenseins: das natürliche Ausgerichtetsein der Schöpfung auf Allah hin] der Menschen gehören fünf Handlungen: Die Beschneidung, das Abrasieren der Schamhaare, das Kurzschneiden des Schnurrbarts, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel und das Auszupfen der Achselhaare.“ So wird die die Beschneidung bei allen muslimischen Völkern seit Jahrhunderten als islamische Tradition und Pflicht gepflegt.

    [Tradition (Sunna, heilssichernde Orthopraxie) zu sagen würde hanbalitisch reichen, doch der gesamtislamisch denkende ZMD hat die, eine männliche Beschneidung zwingend erfordernde, schafiitische und hanbalitische Rechtsposition einzubeziehen, daher die Konjunktion und.]

    2. Die Verpflichtung zur Beschneidung ist durch die Sunna (Aussagen und Handlungen des Gesandten Allahs) belegt. Denn der Koran und die Sunna gelten gemeinsam als die Quelle der Rechtslehre im Islam; sie ergänzen und erklären sich gegenseitig. In der Regel enthält der Koran zusammengefasste Aussagen, die die Sunna ausführlich durch Aussagen und Lebensweise des Propheten darlegt

    3. Ausgehend von der Sunna gilt die Beschneidung sowohl bei Sunniten als auch bei Schiiten als islamische Pflicht und gehört zu den Glaubensüberzeugungen der Muslime. Bei zwei der sunnitischen Rechtsschulen (der schafiitischen und der hanbalitischen) sowie bei den schiitischen Rechtsschulen gilt die Beschneidung als wadschib [wāǧib] (Pflicht). Bei den restlichen sunnitischen Rechtsschulen (der hanafitischen und der malikitischen) gilt sie als Sunna Muakkadah (mit Nachdruck empfohlene Prophetentradition) [in der Praxis kommt sie einem wāǧib gleich].

    4. Die Beschneidung soll im Neugeborenen Alter, z. B. am 7. Lebenstag, oder später bis zur Geschlechtsreife vollzogen werden. Ist dieser Zeitpunkt überschritten, bzw. erfolgt der Übertritt zum Islam nach der Geschlechtsreife, entfällt die Pflicht. Der empfohlene Charakter dieser Tradition bleibt nichtsdestotrotz bestehen. […]

    http://islam.de/20776

    Pflicht (farḍ)
    Notwendig (wāǧib)
    Feste Sunna (sunna muʾakkada)
    Empfohlen (mandūb / mustaḥsan)

    [Tropfen oder Moleküle von Urin könnten unter der Vorhaut haften bleiben, ggf. schafft oder sichert deshalb erst die – männliche oder weibliche – Beschneidung die schöne Tahara (ṭahāra, Adjektiv ṭāhir), die zur Gültigkeit des Gebets erforderliche rituelle Reinheit, indem sie schlimme Nadschasa (naǧāsa, Pl. nadschasat, naǧāsāt) verhindert, heilsgefährdende Verunreinigung. Eventuell zählt die Umkreisung der Kaaba eines muslimischen Unbesschnittenen nicht (wird bei Allah nicht angenommen) oder darf für den gerade verstorbenen muslimischen Unbeschnittenen kein Totengebet gesprochen werden.]

    http://www.gartenderweisheit.de/

    http://www.gartenderweisheit.de/uncategorized/responsive-tabellen-test/

    ::

    [schiitisch: Kampf dem letzten Tropfen oder Molekül von Urin]

    Najasat and Taharat Rules

    by: Sayyid Muhammad Rizvi

    It is recommended for men to do istibra‘ after urinating. Istibra‘ means to clean something, to get rid of something. Here it means getting rid of the remaining drops of urine from penis. The method of istibra: Squeeze with the middle-finger of the left hand from the anus to the root of the penis three time; then holding the penis between the thumb and the fore-finger, squeeze the glans itself three times. The benefit of Istibra‘: If a liquid comes out of a man’s penis after urinating and the doubts whether this is urine or something else, then he can assume it to be tahir if he has done istibra‘. But if he has not done istibra‘, then he must consider it najis.

    http://www.islam-laws.com/taharatandnajasat.htm

  13. Edward von Roy Says:

    heute ist die erste Lesung im Bundestag
    22.11.2012

    [Rückblick auf das kinderfeindlich – ausschließlich jungenfeindlich – endende Jahr 2012. Nur wenige muslimisch sozialisierte Männer hatten 2012 und haben 2015 die Einsicht und den Mut, öffentlich gegen die Beschneidung zu argumentieren.]

    Önder Özgeday kann sich noch gut an den Tag erinnern, an dem er beschnitten wurde. Damals war er zehn. Es war eine kleine Arztpraxis, der türkische Arzt hatte schon viele aus seinem Bekanntenkreis beschnitten. […] da er nur örtlich betäubt wurde, bekam er alles bewusst mit. „Da war viel Blut – und die ärztliche Assistentin hat verschreckt geguckt“ […]

    […] in der Pubertät merkte Önder Özgeday, dass er verändert wurde.[…] Er bekam psychische Probleme, das Verhältnis zu seinen Eltern und zu seiner Herkunftskultur litt und ging schließlich in die Brüche.

    […] in Talkshows tummelten sich nur Befürworter und im aktuellen Gesetzgebungsprozess zur Erlaubnis der Beschneidung – heute ist die erste Lesung im Bundestag – würden die Gegner nicht einmal gehört, kritisiert Christian Bahls, Vorsitzender des Vereins MOGiS. „Es wird nicht hinterfragt“, fügt Önder Özgeday hinzu. Es mache ihn wütend und verletze ihn, „wenn die Beschneidung in der Öffentlichkeit bagatellisiert und gesagt wird, es sei das Recht der Eltern, darüber zu entscheiden.“

    Er ist von der Unrechtmäßigkeit der Beschneidung überzeugt. Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit steht für ihn über dem der freien Religionsausübung. „Warum hatte ich dieses Recht nicht?“

    In der aktuellen Debatte um die Beschneidung würde diese zudem instrumentalisiert: „Es ist die falsche Debatte. Es geht gar nicht um das Wohl der Kinder, sondern um die Ausübung der Religion.“ Beschneidung helfe gegen Bakterien, sei gut gegen Masturbation und religiös vorgeschrieben – die Argumente wechselten, das Ziel bleibe: die religiöse Praxis legitimieren.

    Wenn Önder Özgeday sich im Internet umschaut, dann bekommt er den Eindruck, dass noch viele andere Männer weltweit mit ähnlichen Problemen kämpfen. Doch keiner sagt etwas. „Das passt nicht mit dem Bild muslimischer Männlichkeit zusammen, da geht man nicht in die Öffentlichkeit. Wer will schon seine Männlichkeit in Frage stellen?“ […]

    aus: „Es ist ein Schock“ — Beschneidungsopfer aus Bochum erzählt, in: WAZ, 22.11.2012

    http://www.derwesten.de/staedte/bochum/beschneidung-wird-nicht-hinterfragt-id7318904.html?onepage=true

  14. Edward von Roy Says:

    the average age of first foreskin retraction is 10.4 years.

    (Thorvaldsen and Meyhoff, 2005)

    10,4 Jahre alt ist der Junge im Durchschnitt geworden (zehn Komma vier!), bis sein Präputium erstmals vollständig retraktierbar ist – die Hälfte aller Jungen erreicht demzufolge erst mit elf, zwölf, 13, 14, 15 oder gar 16 Jahren diesen reiferen genitalen Zustand.

    Sommer 2015, Prof. Dr. Raimund Stein und die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz desinformieren zum Thema Phimose so:

    Bei der Geburt liegt bei ca. 90 % der Jungen eine Vorhautverengung (Phimose) vor, d. h. die Vorhaut lässt sich nicht hinter die Eichel zurückziehen. In der Regel erweitert sich die Vorhaut von allein und im Alter von 2 Jahren lässt sie sich bei 90% der Jungen zurückziehen. Eine Behandlung mit schwach kortisonhaltiger Salbe hilft in weit mehr als der Hälfte der Fälle, manchmal ist aber dennoch eine Operation erforderlich – insbesondere bei häufig auftretenden Infekten oder einem stark verengten Harnröhrenausgang.

    Leitung Kinderurologie
    Univ.-Prof. Dr. med. Raimund Stein

    https://www.unimedizin-mainz.de/kinderurologie/krankheitsbilder/phimose.html

    Mainz 2011. Raimund Stein, Rolf Beetz, Joachim-Wilhelm Thüroff: Kinderurologie in Klinik und Praxis. Unter Mitarbeit von Annette Schröder. 3. Auflage.

    Phimose. Annette Schröder:

    Bei 90% der 3-Jährigen ist die Vorhaut retrahierbar, wobei häufig noch geringe „Adhäsionen“ im Koronarbereich bestehen (Gairdner 1949), zum Zeitpunkt der Einschulung besteht noch bei 8% eine Phimose (Oster 1968).

    [korekt zu Jakob Øster (1968) bei CIRP, s. u.]

    (Seite 47)

    https://books.google.de/books?id=CBX6K0Kz-_cC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Seit fünf Jahren ist Dr. Raimund Stein, ausgerechnet, innerhalb der DGU (Deutsche Gesellschaft für Urologie) der Vorsitzende des Arbeitskreises Kinder- und Jugendurologie.

    DGU-Arbeitskreis Kinderurologie: Neuer Vorsitzender Prof. Dr. Stein setzt auf Zusammenarbeit

    „Wenn wir über urologische Erkrankungen, öfter jedoch Fehlbildungen, bei Kindern reden, dann am häufigsten über Hodenhochstand, Vorhautverengung, vesikorenalen Reflux, aber auch das nächtliche Einnässen und Krampfadern am Hodensack, sog. Varikozelen“, sagt Professor Dr. Raimund Stein. […] Einige Weichenstellungen seines Vorgängers im Vorsitz des Arbeitskreises will Prof. Dr. Stein intensivieren. Dies gilt besonders für die Zusammenarbeit aller Fachgesellschaften, die mit Kindern zu tun haben – Kinderchirurgen, -onkologen, -radiologen und Kindernephrologen. Früher ging es hier auch schon einmal gegeneinander, bis sein Vorgänger, Prof. Dr. Joachim W. Thüroff, begann, hier gegenzusteuern, erinnert sich Stein. Prof. Dr. Thüroff ist seit November 2009 neuer Präsident des Urologen-Weltverbandes (Société Internationale d’Urologie/SIU). Die beiden kennen sich gut, denn Thüroff ist Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik der Mainzer Uni. […] Als Ausblick für die Zukunft sieht Prof. Dr. Stein jedoch einige zertifizierte Schwerpunkt-Kliniken oder Kompetenzzentren, die insbesondere auch die gesamte speziellere Kinderurologie abdeckten. Dort könne dann auch entsprechend ausgebildet werden. Über die konkrete Gestaltung werde bereits intensiv diskutiert. Prof. Dr. Stein zuversichtlich: „In drei oder vier Jahren wird es soweit sein.“ (ing)

    http://www.urologenportal.de/1274.html

    Herbst 2015
    Congress Center Hamburg:

    Motto:
    Urologie umfasst mehr.
    67. DGU-Kongress
    23.-26.09.2015

    67. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie

    Das Motto Urologie umfasst mehr steht für die Vielfalt unseres Faches über geschlechts- und altersspezifische Grenzen hinaus. […] wir werden im Rahmen des Patientenforums wie auch des Schülertages zeigen, dass die Urologie mehr ist als die oft angenommene reine Männermedizin. Wir werden die eingeleitete Strategie der Nachhaltigkeit fortsetzen. Der DGU-Kongress ist die drittgrößte urologische Tagung der Welt.

    http://www.dgu-kongress.de/

    Hauptprogramm

    Donnerstag, 24.09.2015
    KINDER- UND JUGENDUROLOGIE ALS HERAUSFORDERUNG

    Seite 125:

    14:12 Alltagsrelevante Neuerungen in der Kinderurologie
    Iris Rübben, Essen

    Samstag, 26.09.2015
    Jungensprechstunde

    Jeder Vortrag beinhaltet 5 Min. Diskussion

    Moderation:

    Wolfgang Bühmann, Sylt; Anne-Karoline Ebert, Ulm; Sabine Kliesch, Münster

    10:45 Die HPV Impfung beim Jungen – Pflicht oder Kür?
    Peter Schneede, Memmingen

    11:05 Die Zirkumzision im kulturellen Spannungsfeld:
    von der Therapie der Phimose bis zur religiösen Beschneidung

    Annette Schröder, Regensburg

    11:25 „wie geht‘s, wie steht‘s“: Ärztliche Begleitung für Jungen auf dem Weg zum Mann
    Andrea Mais, Hamburg

    11:45 Sexuelle Übergriffe auf Jungen: vorbeugen und erkennen
    Klaus M. Beier, Berlin

    http://www.dgu-kongress.de/fileadmin/user_upload/DGU2015Hauptprogramm.pdf

    Zum guten Schluss endlich etwas Faktennähe, aus: CIRP

    Ballooning is a transient condition that goes away as the prepuce continues its natural growth and development and the opening at the tip further enlarges. […] Ballooning is not injurious, and it is not a cause for concern. Ballooning is not an indication for circumcision. […]

    Jakob Øster (1968)

    The normal development of the prepuce beyond age 5 was first documented by Jakob Øster, a Danish pediatrician, who published his work in 1968. […]

    Øster’s figures refute Gairdner’s claims that 90 percent are retractable at age five, Øster found that the 90 percent retractable stage is not reached until about age 16. […]

    Hiroyuki Kayaba (1996)

    […] Kayaba’s work refutes the findings of Gairdner and confirms the work of Øster. Kayaba reported that about 40 percent of boys in the 8-10 age group are fully retractable, this leaving about 60 percent with some degree of non-retractability, He also reported that 62.9 percent of the boys in the 11 to 15 year old age group had completely retractable prepuces, thus leaving 37.1 percent with some degree of non-retractability. The prepuce is still developing in the 11-15-year-old group. Kayaba’s findings are similar to those of Øster.

    Kayaba made no reports beyond age 15.

    Kayaba’s report thus confirms the work of Øster; we see that full retractability is not reached by about 1/2 of boys until the teen-age years. This is normal, and treatment is usually not required.

    Imamura (1997)

    Imamura’s study, carried out in Japan, shows that the non-retractile prepuce is the normal condition in preschool age boys.14 Imamura found that only 38.4 percent of children three years old have a fully retractable prepuce. Imamura’s data are similar to that of Kayaba. […]

    Thorvaldsen and Meyhoff (2005)

    Thorvaldsen conducted a survey of young men in Denmark. They found that the average age of first foreskin retraction is 10.4 years.

    http://www.cirp.org/library/normal/

  15. Edward von Roy Says:

    Erst heute gefunden, unter der am 21.07.2012 in der Neue Zürcher Zeitung (NZZ) publizierten kinderrechts- und anatomiebezogenen Desinformation von Alan Niederer (ni.) (Häufigster Eingriff in der Kinderchirurgie) meine Kommentare vom 13.08.2015. Mein Dank an die NZZ für das Zulassen der Kommentare.

    So kommentiert auch zu den beiden Texten von Simon Hehli (hhs.) (21.07.2015; 22.07.2015).

    __________
    __________

    Bis zu 20000 Nervenenden bzw. Tastkörperchen (der Typen Meissner, Vater-Pacini, Ruffini, Merkel) gehen bei der Zirkumzision für immer verloren.

    Die schlichten anatomischen Fakten zur durchschnittlich bis zum Alter von 10,4 Jahren bestehenden physiologischen Phimose im Sinne einer erst von diesem Alter an möglichen vollständigen Retraktierbarkeit (Jakob ØSTER (1968); Hiroyuki KAYABA (1996)) sind immer noch wenig bekannt. Zehn Komma vier Jahre! Die zweite Hälfte der Jungen ist erst ein paar Monate oder ein paar Jahre später so weit, mit 13 oder 15 Jahren beispielsweise.

    Auch die sensorische Bedeutung der Vorhaut ist vielen Menschen unklar, die nämlich durchaus der Klitoris oder den kleinen Labien entspricht. Das Präputium ist mithin das Zentrum des männlichen sexuellen Lusterlebens (Sorrells et al.: Fine-touch pressure thresholds in the adult penis).

    Richtigerweisene sind in vielen Staaten auch die geringst invasiven Formen der weiblichen Genitalverstümmelung verboten.

    __________

    Die sensorische Ausstattung und Funktion der Vorhaut sind für die Sexualität und ebenso für die Partnerschaft hoch bedeutsam, s. die dänische Studie von Frisch, Lindholm und Grønbæk (Male circumcision and sexual function in men and women).

    Im Gegensatz zur Eichel (Glans penis), welche naturgemäß fast nur zur Wahrnehmung von Schmerzreizen fähig ist, enthält die Vorhaut (Präputium) zusätzlich Mechanorezeptoren: Ruffini-Körperchen zum Detektieren von Dehnungsreizen, Meissner-Tastkörperchen zum Wahrnehmen von Druckintensität, Vater-Pacini-Tastkörperchen für detektierte Vibration, Merkel-Zellen für Druck- und Berührungsdetektion.

    Besonders dicht liegen diese spezialisierten Nervenenden der Vorhaut im sogenannten Gefurchten Band (ridged band), am Frenulum und am Frenularen Delta.

    Mythos kindliche vollständige Retraktierbarkeit der Vorhaut und Mythos Phimose: im Alter von 10 Jahren haben nur 50 % der Jungen eine gänzlich zurückziehbare Vorhaut. Die andere Hälfte der Jungen bekommt erst irgendwann zwischen dem 10. Lebensjahr und dem Abschluss der Pubertät ein vollständig retraktierbares Präputium.

    __________

    Die nach wie vor tabubefrachtete und medial immer wieder bagatellisierte Jungenbeschneidung erfährt in diesen Jahren eine verhängnisvolle Nutzbarmachung in Bezug auf die Mädchen.

    Die wichtigen Standards der WHO zur Klassifikation der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) drohen unterlaufen zu werden, insbesondere FGM Typ Ia (Klitorisvorhautamputation) und FGM Typ IV (hier: pricking, ritual nick) sollen legalisiert (straffrei gestellt) werden.

    Im islamischen Recht der Schafiiten ist die weibliche Sunnabeschneidung (arab. chitan al-inath, indones. sunat perempuan) ebenso eine religiöse Pflicht wie die Jungenbeschneidung und in Deutschland sind Prof. Karl-Peter Ringel / Ass. jur. Kathrin Meyer (§ 226a StGB – Sonderstraftatbestand der Frauenbeschneidung & verfassungswidrige Ungleichbehandlung) (2013) sowie Prof. Dr. Tatjana Hörnle (2014 Juristentagsgutachterin für den Teil Strafrecht) Vorreiter dieser Legalisierung einer „milden Sunna“ (FGM).

    Das ist zu verhindern, auch die angeblich geringfügigsten Verletzungen des weiblichen Genitals müssen verboten bleiben.

    Jungen und Mädchen jedoch verdienen den selben Schutz vor medizinisch nicht erforderlichen Genitaloperationen.

    Ob Mädchen oder Junge: keine Beschneidung unter achtzehn.

    http://www.nzz.ch/schweiz/haeufigster-eingriff-in-der-kinderchirurgie-1.17384556

    Redaktion NZZ Wissenschaft
    Alan Niederer (ni.)

    „Medizinstudium in Bern […] Vier Jahre Tätigkeit als Assistenzarzt im Spital. Facharztprüfung in innerer Medizin 1998. Anfang 2000 Einstieg in den Journalismus, zuerst als freier Mitarbeiter der NZZ. Seit Ende 2001 festangestellter Wissenschaftsredaktor mit den thematischen Schwerpunkten klinische Medizin und Medizinforschung. 2013 Prix Média der Akademien der Wissenschaften Schweiz (Kategorie Medizin).“

    http://www.nzz.ch/impressum/impressum_niederer_alan-1.87836


    Breiter Support für Knabenbeschneidung
    von Markus Häfliger (hä.), in: NZZ 10.08.2012

    http://www.nzz.ch/schweiz/breiter-support-fuer-knabenbeschneidung-1.17383510

    Markus Häfliger (hä.)

    http://www.nzz.ch/impressum/impressum_haefliger_markus-1.15180417


    Beschnittene Autonomie
    von: Simon Hehli
    in: NZZ 21.07.2015

    http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/beschnittene-autonomie-1.18583568

    Neuer Streit um ein Stückchen Haut
    von: Simon Hehli
    in: NZZ 22.07.2015

    http://www.nzz.ch/schweiz/neuer-streit-um-ein-stueckchen-haut-1.18583488

    Simon Hehli (hhs.)

    „Von 2002 bis 2009 Studium der Geschichte, Politik- und Religionswissenschaften in Zürich und Buenos Aires […] Seit August 2014 in der Inlandredaktion der NZZ. Themenschwerpunkte: Gesundheit, Religion/Kirchen und Volksrechte.“

    http://www.nzz.ch/impressum/impressum_hehli_simon-1.18455777

  16. Machandelboom Says:

    Es wäre so schön faktenbasiert und ethisch, dass sich möglichst viele Kliniken weltweit ein Beispiel an Oberhausen nehmen sollten: das Evangelischen Krankenhaus Oberhausen (EKO) führe nur noch medizinisch notwendige Vorhautoperationen durch.

    So heißt es – leider (noch) gar nicht auf der Homepage des Krankenhauses, sondern, naja, immerhin, von einer der beiden Kliniksprecherinnen weitergegeben, in der WAZ / Der Westen:
    .
    .

    Oberhausen. Im Evangelischen Krankenhaus Oberhausen werden medizinisch nicht notwendige Eingriffe nicht mehr vorgenommen. Aufklärungsgespräche werden genutzt.

    18.08.2015 | 08:00 Uhr
    RELIGION

    Oberhausener Klinik verzichtet auf religiöse Beschneidungen

    Die Kinderchirurgie des Evangelischen Krankenhauses Oberhausen (EKO) führt nur noch Beschneidungen durch, die medizinisch notwendig sind. Dies bestätigt Krankenhaussprecherin Pia Voigt auf Anfrage. Eingriffe aus religiösen Gründen lehnt das EKO dagegen ab […]

    [Nach der] Entscheidung des Landgerichts Köln aus dem Jahr 2012 […] formulierte die Gesellschaft für Kinderchirurgie eine Richtlinie mit dem Credo: Nicht alles, was gesetzlich erlaubt ist, ist medizinisch vertretbar.

    „Ein auf den Bedarfsfall abgestimmtes Aufklärungsgespräch ist für uns selbstverständlich“, erklärt Voigt. „Dabei achten wir in erster Linie darauf, ob der Eingriff aus medizinischer Sicht wirklich notwendig ist.“ Ergibt sich der Eindruck, dass eine Beschneidung nicht erforderlich ist, wird ein Aufklärungsgespräch geführt und schließlich von dem Eingriff abgeraten. […]

    http://waz.m.derwesten.de/dw/staedte/oberhausen/oberhausener-klinik-verzichtet-auf-religioese-beschneidungen-id10999984.html?service=mobile

    .

    Der gleiche Text bei WAZ, 18.08.2015

    .

    Oberhausener Klinik verzichtet auf religiöse Beschneidungen

    […] [Pia Vogt] „Natürlich respektieren wir die religiösen Anschauungen, betrachten diesen Eingriff aber aus medizinischer Sicht.“

    http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/oberhausener-klinik-verzichtet-auf-religioese-beschneidungen-id10999984.html

    .

    Ob am EKO (Evangelisches Krankenhaus Oberhausen) korrekt informiert wird, beispielsweise zur so oft angeborenen, völlig gesunden Adhäsion sprich zum Durchschnittsalter 10,4 Jahre für die komplette Retraktionsfähigkeit, dazu, dass eine Phase des Ballonierens (Aufblähen) beim Urinieren eben gerade keine Indikation zur Zirkumzision ist, dazu, dass die sensitive Bedeutung der Vorhaut derjenigen der Klitoris gleichkommt?

  17. Edward von Roy Says:

    the abolition of RMC on non-consenting minors
    (Intaktivistisch dechiffriert: auf Kinderwunsch jede MGM oder „milde“ FGM endlich erlauben)

    Kinder an die Macht? Antrag abgelehnt Frau Erlings, Minderjährige (minors), minderjährig ist ein Mensch unter achtzehn Jahren, Junge oder Mädchen, sind zum wirksamen Einwilligen (consent; Verb consenting) völlig altersentsprechend gar nicht fähig, weshalb für uns Erwachsene eine von den beschneidungsbegeisterten Minderjährigen abzugrenzende Kategorie der nicht einwilligenden Minderjährigen (non-consenting minors) nicht zu existieren hat.

    Die politische Debatte über das rechte kindliche oder jugendliche Alter des informed consent soll beginnen dürfen und wird auch die Mädchen einschließen müssen. Vorkämpfer wie Esther Erlings vermeiden dabei, den etwa schafiitischen Gelehrten das Leben schwer zu machen. Wenn der 15 oder 16 Jahre alte Junge und das acht oder neun Jahre alte Mädchen in seine Sunnabeschneidung einwilligt, sind der himmlische Urheber der Schariagesetze und die irdischen Ulama des MUI zufrieden.

    Child Safety, Welfare and Well-being
    2016, pp 95-113
    Date: 06.08.2015
    The Law and Practices of Ritual Male Circumcision: Time for Review
    Esther I. J. Erlings

    „ritual male circumcision (RMC) […] we should strive for the abolition of RMC on non-consenting minors, although many states may need a transition period during which the practice should be strictly regulated.“

    http://link.springer.com/chapter/10.1007/978-81-322-2425-9_8

    http://link.springer.com/search?facet-creator=%22Esther+I.+J.+Erlings%22

    RESEARCH STUDENTS
    Ms. Esther ERLINGS
    Working toward a PhD in Laws, expected 2015

    I am interested in human rights (in particular freedom of religion, non-discrimination and the right to education), family law, children’s rights and access to justice, the horizontal effect of human rights treaties, constitutional and comparative law.

    The focus of my thesis is on religion within the family. Its aim is to find a framework allowing for the (harmonious) resolution of differences related to religious practices between parents and children. Special attention is paid to the role of the State as intervener and facilitator.

    2013: E. Erlings, The law and practices of ritual male circumcision – time for review? Paper presented at the International Conference on Protection of Child Rights: Issues and Challenges, Pondicherry, 18-20 January 2013

    http://www.law.cuhk.edu.hk/en/study/esther-erlings.php

    .

    E. Erlings
    The Law and Practices of Ritual Male Circumcision: Time for Review Introduction

    ab Seite 95, in: Child Safety, Welfare and Well-being: Issues and Challenges, herausgegeben von: Sibnath Deb

    https://books.google.de/books?id=BvpUCgAAQBAJ&pg=PA95&lpg=PA95&dq=Esther+I.+J.+Erlings&source=bl&ots=mx0-fSU2_4&sig=0MKq00-9B1scDobUX5DkfghdIes&hl=de&sa=X&ved=0CCIQ6AEwAGoVChMIk_SEqae1xwIV4xFyCh1msQod#v=onepage&q=Esther%20I.%20J.%20Erlings&f=false

    .

    Hong Kong 17.03.2015
    Centre for Comparative and Public Law, HKU

    Children are increasingly perceived as active agents with their own personality, and holders of rights within the family. Parents, in turn, are encouraged to respect children’s identity [Identität – und eben nicht wie geboten genital intactness] and fulfill obligations corresponding to children’s rights.

    .

    http://www.law.hku.hk/conferencesphoto2015/mar/17_ccpl/

    .

    Esther Erlings is a PhD fellow (HKPFS) from the Netherlands. She received her LLB (cum laude) from Utrecht University, her LLM (cum laude) from Maastricht University and has recently submitted her thesis to The Chinese University of Hong Kong.

    https://www.facebook.com/events/938596386173510/

  18. Cees van der Duin Says:

    Die Mädchenbeschneidung auch von FGM Typ IV oder Ia muss verboten bleiben einerseits, eine Zirkumzision (MGM) macht so viel kaputt wie eine FGM Typ Ib Klitoris(teil)amputation andererseits. Jungen sind nicht schlechter zu stellen als Mädchen.

    Genitalverstümmelung gut, Anatomie ungenügend: Jungensprechstunde.

    Diese spezialisierten Nervenendigungen umfassen Meissner-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Ruffini-Körperchen und Merkel-Zellen

    … genau das wird in Jungensprechstunde verschwiegen.

    Desinformierende Inhalte zusammengestellt von:

    Deutsche Gesellschaft für Urologie
    Berufsverband der Deutschen Urologen

    Eichel
    … ist der sehr empfindliche vordere Teil des Penis.

    Vorhaut
    … bedeckt und schützt die berührungsempfindliche Eichel. Sie ist normalerweise so elastisch, dass du sie leicht über die Eichel bis zum Penisschaft zurückschieben kannst. Beschnittene Jungen haben keine Vorhaut. Sie wurde aus religiösen oder medizinischen Gründen durch eine Operation entfernt.

    http://www.jungensprechstunde.de/alles_hat_einen_namen.html

    Sinnvollerweise kritisiert flyguy:

    Wieso erwähnen die dass die Eichel empfindlich ist, aber sagen nichts über die Empfindlichkeit der Vorhaut? Auch sonst nicht gerade differenziert. Sie könnten ja noch was zur inneren Vorhaut/dem gefurchtem Band schreiben.

    Also bei mir sind die Reste der Vorhaut viel empfindlicher als die Eichel. Ich denke das wird sich auch nicht ändern, wenn die überflüssigen Keratinschichten mal weg sind.

    Kenntnisreich bemängelt Selbstbestimmung:

    Nicht dass die Vorhaut aus zwei separaten Schichten besteht, das innere Vorhautblatt als Schleimhaut ausgebildet ist, beide Blätter zusammen rund die Hälfte der sensiblen Oberfläche des Penis ausmachen.

    Stattdessen wird die Vorhaut als problemlos entbehrlich dargestellt

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=6045

    Sexuell-sensitiv entspricht die glücklich vorhandene oder eben rituell amputierte Gesamtheit aus Gefurchtem Band, Frenularem Delta und Frenulum nicht der Klitorisvorhaut, sondern der Klitoris.

    Mein Vorwurf an Jungensprechstunde entspricht demjenigen an das anatomisch nach wie vor korrekturbedürftige un-heil des Mario Lichtenheldt.

  19. Edward von Roy und Gabi Schmidt Says:

    „So läuft das ab!“

    Beschneidungsrhetoriker Bühmann

    Männliche Genitalverstümmelungen begünstigende Desinformation ausgerechnet gegenüber Minderjährigen als der Zielgruppe der BRAVO verantwortet das Mietmaul pardon der Pressesprecher des BDU und Betreiber einer urologischen Privatpraxis auf Sylt Dr. Bühmann.

    Seit viereinhalb Jahren unkorrigiert im Netz – kein Wort von den bei jeder Zirkumzision amputierten 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Merkel, Meissner, Vater-Pacini, Ruffini. Kein Hinweis auf die damals (2011) bereits vier Jahre alten Forschungsergebnisse von Morris L. Sorrels et al. (fine-touch; sensorische Schädigung des Penis; von 2007).

    Sicherlich, die Erkenntnisse von Morten Frisch et al. (negative Auswirkungen auf die Partnerschaft) waren erst acht Wochen später zugänglich, doch hätte man sie seit Mai 2011 im Online-Text ohne weiteres nachtragen können und müssen – und muss das immer noch sehr geehrter Herr Bühmann. Auch eine neuer Text ließe sich schreiben, warum nicht in der BRAVO.

    Nicht einmal den Hinweis auf vorhauterhaltende Techniken wie die Triple-Inzision werden den Jugendlichen seit 2011 angeboten, im Gegenteil wird von jeder anderen OP als der vollständigen Zirkumzision ausdrücklich abgeraten.

    Zitat: BRAVO vom 08.03.2011 | Beschneidung: So läuft das ab!

    Beschneidung: So läuft das ab!

    Geht auch eine Teilbeschneidung?

    Bei einer Teilbeschneidung wird nur ein Teil der Vorhaut abgetrennt, so dass die verbleibende Haut noch über der Eichel liegt. Allerdings hat diese Art der Beschneidung gegenüber einer vollständigen Beschneidung keine Vorteile. Im Gegenteil: Bei einer Teilbeschneidung ist in etwa 30 Prozent der Fälle eine Nachoperation nötig, weil es durch Narbenbildung zur erneuten Enge kommen kann.

    Wie ist der Sex hinterher?

    Direkt nach der Operation ist die Eichel noch sehr empfindlich. Klar, sie ist es nicht gewohnt, frei zu liegen. Deshalb kann das neue Gefühl anfangs gewöhnungsbedürftig sein. Ein beschnittener Junge kann aber genauso tollen Sex erleben, wie ein Unbeschnittener. Jungen, die den Vergleich „Sex mit und ohne Vorhaut“ kennen, berichten trotzdem von einem Unterschied.

    Auch Selbstbefriedigung ist beschnitten möglich. Der Rest der Vorhaut bleibt schließlich beweglich und kann für schöne Gefühle sorgen. Wer gern eine Lotion oder ein Öl dazu nehmen möchte, kann das tun. Es geht aber auch ohne Hilfsmittel.

    Ein Märchen ist allerdings, dass beschnittene Jungen beim Sex länger durchhalten, weil angeblich ihre Eichel unempfindlicher geworden ist. Dafür gibt es keinen Beweis. Wie schnell ein Junge erregbar ist, hat nicht allein mit seiner Eichel zu tun, sondern auch mit den Hormonen, der Aufregung oder dem Stress, den sich der Junge selber macht – also viel mit dem Kopf.

    Für diesen Artikel wurde das Dr.-Sommer-Team beraten von:
    Herrn Dr. Wolfgang Bühmann
    Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BDU)
    Text: Marthe Kniep

    http://www.bravo.de/dr-sommer/beschneidung-so-laeuft-das-ab-240345.html

    Auch 2015 erweist sich Wolfgang Bühmann als eher lernresistent. Der Arzt aus Westerland leugnet die hohe sexuelle, nämlich sensitive und partnerschaftliche Bedeutung der Penisvorhaut. Einen eigenen Wert im männlichen sexuellen Erregungssystem habe sie nicht, so implizit der Sylter, dem das Präputium zur Eichelschutzkappe verkommt („[s]o schützt die Vorhaut die Eichel“) und der wie zufällig verschweigt, dass die Mehrheit sprich über 50 % aller Jungen im Grundschulalter, diese sind jünger als 10 (zehn!) Jahre und eben nicht nach der Geburt lediglich „einige Jahre“ alt, von Natur aus noch keine gänzlich retraktierbare Vorhaut besitzt:

    Bei 96% aller Neugeborenen sind Präputium penis und Glans verklebt – und sie bleiben es einige Jahre lang. „So schützt die Vorhaut die Eichel vor Urin und Verschmutzungen“, betont Bühmann.

    Sicherlich gibt es die Keratinisierung (Verhornung), die Männer spüren dann wenig bis gar nichts mehr und möchten erklärlicherweise Kondome ablehnen, was die Gefahr der HIV-Übertragung erhöht und die afrikanischen Kampagnen als unsinnig erkennen lässt. Wir haben aber über den Schaden jeder Zirkumzision zu sprechen. Nein, die Vorhaut SCHÜTZT nicht, sie IST das maskuline Lustorgan Nummer Eins oder sie WAR es.

    Zum Glück darf Dr. Kolja Eckert im selben Artikel der Petra Plaum (Beschneidungen von Jungs? Nur bei medizinischer Indikation! – Mit welchen Argumenten Ärzte Zirkumzisionen ablehnen, Medscape, 04.08.2015) die anatomischen Fakten darstellen, warum liest man das nicht auf dem Internetauftritt des Essener Elisabeth-Krankenhauses:

    Inzwischen erklärt Eckert den Eltern, dass das Präputium 70 bis 80 % der Nervenendigungen enthält, die für das männliche sexuelle Lustempfinden zuständig sind – „es ist damit ein funktionell wichtiges Organ, sage ich dann, das nicht ohne guten Grund entfernt werden sollte. Die Eichel kann von ihrer nervalen Ausstattung her nur einen Bruchteil der Empfindungen aufnehmen und weiterleiten.“

    http://praxis.medscapemedizin.de/artikelansicht/4903926

    Auf Seite 2 darf Prof. Dr. Matthias Franz, warum bleibt Morten Frisch ungenannt und wird die Studie nicht verlinkt, dünn über die längst erforschten nachteiligen Auswirkungen auf Ehe bzw. Partnerschaft reden:

    Eine große dänische Analyse zeige, dass beschnittene Männer seltener ein erfülltes Sexualleben haben als andere.

    Das beschneidungsrhetorische Dreigestirn Eckert – Bühmann – Franz gibt sich einsichtig und erheischt unser Vertrauen:

    Alle 3 Mediziner fordern unisono umfassendere Elternberatungen als bisher üblich

    http://praxis.medscapemedizin.de/artikelansicht/4903926_2

    Faktenbasierte Aufklärungsgespräche (Elternberatungen) zur männlichen Beschneidung (MGM) fordern wir Sozialpädagogen auch, sind aber dahingehend besorgt, dass der in der Vergangenheit eher faktenfern (unwissenschaftlich) und beschneidungsfreundlich (kinderfeindlich) arbeitende BDU dazu auch im Jahre 2015 weder bereit noch in der Lage ist.

    Alles soll irgendwie besser werden. Man empört sich über dieses und beteuert jenes, aber man legt sich gerade nicht fest:

    umfassendere Elternberatungen als bisher üblich

    Schluss mit der BDU-Doppelstrategie aus Schaufensterveranstaltung (Elisabeth-Krankenhaus, Essen 2015) und Hinterzimmer (mystisches Elterngespräch zum Kinderpenis, danach die MGM).

    Den für die Öffentlichkeit dann endlich überprüfbaren phimose- und zirkumzisionsbezogenen Inhalt von BDU-Aufklärungsgespräch und BDU-Elternberatung jetzt auf den Tisch.

    Zusätzlich fordern wir einen Aufruf des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BDU) an seine 2685 Mitglieder (Stand 1. November 2011), sich jeder Bestrebung nach Straffreistellung der Sunna-Mädchenbeschneidung (schafiitische Religionspflicht) in den Weg zu stellen.

    Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)
    Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

  20. Edward von Roy Says:

    Dies sei ein nach den Hauptquellen der Rechtsfindung im Islam (Koran, Sunna, Gelehrtenkonsens und allgemeiner Übereinkunft der Gemeinden) bestimmtes religiöses Gebot definitiver Qualität.

    (BVerfG 2015, DITIB zitierend zum Hidschab, dem islamischen Zwangsschleier)

    ::

    Sehnsüchtig streben Deutschlands Eliten nach Legalisierung des islamischen Wohlverhaltens und damit auch nach der Straffreistellung der milden Sunna. Die FGM Typ IV oder I, gerade auch Ib Klitoris(teil)amputation, ist islamisch. Ein Bundesverfassungsgericht, das ausgerechnet (*) am 27. Januar 2015 die jeder Muslima ab der Pubertät aufzuzwingende Bedeckung (Hidschab), dazu die hanafitischen Islamgelehrten der Türkei zitierend, als „religiöses Gebot definitiver Qualität“ für grundgesetzkonform hält, kann einem die Mädchenbeschneidung fordernden indonesischen oder malaysischen ‚Alim (Pl. ‚Ulama) eigentlich nicht widersprechen, denn auch die FGM ist jedem Schafiiten wadschib, „religiöses Gebot definitiver Qualität“.

    Noch wird der gegebene Zusammenhang Islam FGM von Parlamenten, Presse und Islamverbänden aufwändig verschleiert. Ringel / Meyer sowie Tatjana Hörnle allerdings haben die Gleise künftiger politischer Entscheidungen längst gelegt, die Presse schaut angestrengt woanders hin, die löbliche Ausnahme war der Berliner Kurier vom 12.09.2014 Beschneidung bei Mädchen soll erlaubt werden.

    Man will die Bevölkerung noch ein Weilchen beruhigen, wohl wissend, dass einer überraschenden Willenserklärung des Gesetzgebers sowie der dann zeitnah durch den Bundestag gepeitschten Abstimmung zum gewünschten Ergebnis führen wird, zur straffreien milden Sunna, ganz wie in Sachen Jungenbeschneidung zwischen 19.07.2012 und 12.12.2012.

    Im Sommer vor drei Jahren hieß es:

    Beschneidung minderjähriger Jungen: Der Bundestag hat mit breiter Mehrheit für einen gemeinsamen Entschließungsantrag von CDU/CSU, SPD und FDP zur rechtlichen Regelung der Beschneidung minderjähriger Jungen (17/10331) gestimmt. Damit wird die Bundesregierung aufgefordert, im Herbst 2012 unter Berücksichtigung des Kindeswohls und der Religionsfreiheit sowie des Rechts der Eltern auf Erziehung einen Gesetzentwurf vorzulegen, der sicherstellt, dass eine medizinisch fachgerechte Beschneidung von Jungen ohne unnötige Schmerzen grundsätzlich zulässig ist.

    https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/39861243_kw29_angenommen_abgelehnt/209066

    Formulieren wir das einmal geschlechtsneutral, noch ist es Fiktion:

    Beschneidung Minderjähriger: Der Bundestag hat mit breiter Mehrheit für einen gemeinsamen Entschließungsantrag von CDU/CSU, SPD und FDP zur rechtlichen Regelung der Beschneidung weiblicher oder männlicher Minderjähriger gestimmt. Damit wird die Bundesregierung aufgefordert, im Herbst 2015 unter Berücksichtigung des Kindeswohls und der Religionsfreiheit sowie des Rechts der Eltern auf Erziehung einen Gesetzentwurf vorzulegen, der sicherstellt, dass eine medizinisch fachgerechte Beschneidung von Mädchen oder Jungen ohne unnötige Schmerzen grundsätzlich zulässig ist.

    Der Zentralrat der Muslime (ZMD) lügt uns ins Gesicht, indem er auf seiner FAQ – Antwortseite im selben Abschnitt VII. Islam und Medizin über die weibliche und männliche Beschneidung behauptet, dass die weibliche Beschneidung (FGM) vorislamisch, afrikanisch und keinesfalls religiös verpflichtend sei.

    Dass die Jungenbeschneidung den Schafiiten Religionspflicht ist wird zwar wahrheitsgemäß gesagt, doch geschieht das unter gezielter Auslassung der nach Imam Schafi’i ebenso verpflichtenden Mädchenbeschneidung. Zwischendurch hat man Nebel geworfen und die besonders grausame FGM Typ III in den Raum gestellt, die Infibulation. Das soll Empörung erzeugen und vom eigentlichen Thema, Islam und männliche wie weibliche Genitalbeschneidung, ablenken. Eingangs als die Bewegung der Schariagehorsamen sogleich die Afrikaner schlimmer Grausamkeiten zu beschuldigen hat beinahe etwas Rassistisches, der Islam jedenfalls bringe Zivilisation und Humanität und würde sich gegen jede FGM richten, so suggeriert man. Umgehungstrick: die milde Sunna (anatomisch falsch, ethisch unakzeptabel) aus dem offiziellen Bereich der Verstümmelung (mutilation) herausrücken und, mit der MGM, in eine Zone der kindlichen oder jugendlichen, mindestens aber der elterlichen Wahlfreiheit packen … AAP: it’s pro-choice.

    This is not really pro-circumcision. It falls in the middle. It’s pro-choice, for lack of a better word. Really, what we’re saying is, ‘This ought to be a choice that’s available to parents.’

    (Dr. Douglas S. Diekema, Douglas Diekema is a paediatric bioethicist serving on AAP’s Task Force on Circumcision)

    http://www.nytimes.com/2012/08/27/science/benefits-of-circumcision-outweigh-risks-pediatric-group-says.html

    Derselbe Mediziner schlug schon mal vor, in Arztpraxen oder Kliniken auf elterliches Ansinnen ein wenig in die Klitoris(vorhaut) der Mädchen hineinzuschneiden (a small nick of the clitoral hood).

    Douglas Diekema

    He caused controversy by advocating a ritual nick of the clitoris of young girls.

    http://www.intactwiki.org/wiki/Douglas_Diekema

    Der Islam fordert die Beschneidung der Mädchen mindestens nach der schafiitischen Rechtsschule, eventuell auch hanbalitisch. Keine Madhhab untersagt die FGM (Typ IV oder I). Dreiste Lüge also bleibt das: „Die Beschneidung von Frauen ist im größten Teil der islamischen Welt völlig unbekannt und wird dort nicht praktiziert“, während Sachverhalt und Begriff der Mutilation (Verstümmmelung) durch den ZMD bezeichnenderweise lediglich FGM Typ III zugeordnet werden.

    Hier also handelt der Zentralrat der Muslime ganz in der Manier der ‚Ulama des indonesischen MUI, für welche die Chitan al-Inath (dort genannt sunat perempuan) bekanntlich so etwas wie ein Richtigstellen, Veredeln und Saubermachen des weiblichen Genitals ist und angeblich, wie die Jungenbeschneidung, gerade keine Verstümmelung.

    Der ZMD ohne rot zu werden:

    4. Was sind die islamischen Erfordernisse hinsichtlich der Beschneidung?

    Die Beschneidung findet im Koran keine direkte oder indirekte Erwähnung. Die Beschneidung von Frauen ist im größten Teil der islamischen Welt völlig unbekannt und wird dort nicht praktiziert, mit Ausnahme von wenigen Ländern in Afrika. Dort, wo es die Beschneidung von Mädchen gibt, erfolgt sie auch unter Nichtmuslimen, weil es sich um einen vorislamischen Brauch handelt. Im Gegensatz zu der kürzlich veröffentlichten Meinung des ägyptischen Scheichs Jussuf al-Badri, gibt es aus islamischer Sicht kein derartiges Erfordernis. Die mit „pharaonischer Beschneidung“ schöngeredete Verstümmelung der Geschlechtsteile von Mädchen widerspricht eindeutig den Lehren des Islam, auch weil damit eine gravierende und gesundheitlich riskante Veränderung der Schöpfung GOTTES vorgenommen wird. Was nun die Beschneidung von Knaben beziehungsweise Männern betrifft, so handelt sich dabei um eine Sunna des Propheten Ibrahim (…). Vom Propheten Muhammad (…) wird in sämtlichen authentischen 6 Hadithsammlungen folgender Ausspruch überliefert: „Es gibt 5 Dinge, die zur natürlichen (Hygiene) gehören: Die Entfernung des Schamhaares, die Beschneidung, das Kürzen des Schnurrbartes, die Entfernung des Achselhaars und das Schneiden der Fingernägel.“ Nach Imam Abu Hanifa und Imam Malik ist die Beschneidung empfohlen (sunna mu’akkada). Nach Imam Schafi’i und Imam Ahmad Ibn Hanbal ist sie verpflichtend (wadschib). Deswegen sollten muslimische Eltern darauf achten, dass ihre männlichen Kinder beschnitten werden, und zwar aus hygienischen Gründen wie auch aus Gründen der prophetischen Tradition. Die korrekte Art der Beschneidung ist, dass die Vorhaut (qulfa) so entfernt wird, dass die Eichel vollständig frei liegt. Entsprechend der Sunna ist es empfohlen, die Beschneidung am siebten Tag nach der Geburt (einschließlich des Geburtstages) vorzunehmen, aber sie kann auch früher oder später erfolgen. Viele Eltern lassen den „Eingriff“ bereits im Krankenhaus vornehmen; da dies aber nicht vor dem 4. Tag nach der Geburt stattfinden soll, bevorzugen die Eltern, die Beschneidung ambulant bei einem Arzt ihrer Wahl vorzunehmen. Leider wird dies meist nicht mehr über die Krankenkasse abgerechnet. Der Eingriff wird im Krankenhaus normalerweise unter leichter Narkose gemacht, und in einer Praxis zumeist nur mit lokaler Betäubung. In beiden Fällen werden die Eltern genau informiert, wie sie damit umgehen. Das Baby scheint kaum etwas zu verspüren, nach dem Eingriff schläft es länger als sonst, die Heilung erfolgt schnell. Was nun die Beschneidung im fortgeschritteneren Alter betrifft, also bei Erwachsenen, die zum Islam übertreten, so ist dazu zu bemerken, dass es sich um eine empfohlene Handlung (Sunna) und nicht um eine Pflicht handelt [so nicht korrekt, männliche Beschneidung (Genitalverstümmelung) ist schafiitisch wie hanbalitisch Pflicht]. Wenn irgend möglich, sollte man sich beschneiden lassen, weil der Islam der Beschneidung den Vorzug gibt. Anzumerken ist, dass vom Propheten Ibrahim (…) überliefert wird, er habe die Beschneidung im Alter von 80 Jahren vorgenommen. Muslim wird man durch Aussprechen des islamischen Glaubensbekenntnisses und nicht etwa erst durch die Beschneidung. Angeblich soll es sogar in Deutschland vorgekommen sein, dass man von jemandem, der den Islam annehmen wollte, zunächst eine ärztliche Bescheinigung hinsichtlich einer bereits erfolgten Beschneidung verlangt habe. Das ist natürlich Unsinn, denn wäre die Beschneidung tatsächlich verpflichtend, dann würde eine solche Verpflichtung erst mit Annahme des Islam entstehen und nicht schon vorher. Folgte man dieser Logik unter Berücksichtigung des oben zitierten Ausspruchs des Propheten, dann wäre zum Beispiel auch die Entfernung von Scham- und Achselhaar zu verifizieren und zu bescheinigen! Quelle: Rundbrief der Deutschen Muslim-Liga, Hamburg, Nummer 06/1997.

    http://islam.de/1641.php

    ::

    Bundestagsrede 2015: Beschneidung minderjähriger Mädchen oder Jungen, noch ist es nicht soweit, doch bald wird die Parlamentsdebatte kommen.

    Bundestagsrede 19.07.2012: Beschneidung minderjähriger Jungen

    ::

    __________
    * Der sinnvolle und erhaltenswerte Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag, 2015 war der 70. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung. Während in Karlsruhe das höchste deutsche Gericht dem frauenfeindlichen Hidschab grünes Licht gibt, donnert Bundestagspräsident Norbert Lammert in Berlin, dem die herabgesetzte, die entwürdigte Rolle jedes Nichtmuslims, jedes Islamapostaten oder jeder Muslima im Herrschaftsbereich des Islamischen Rechts (Scharia) kein Wort wert ist:

    In Deutschland jedenfalls ist Intoleranz nicht mehr tolerierbar.

    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Bulletin/2001_2007/2002/04-1_Thierse.html

    Das Wohlergehen und die Lebensqualität der weltweit bedrohten Kopftuchverweigerinnen, Islamkritiker und Ex-Muslime ist Herrn Lammert völlig egal:

    „In Deutschland jedenfalls ist Intoleranz nicht mehr tolerierbar“, sagte Lammert. „Nie wieder dürfen Staat und Gesellschaft zulassen, dass Menschen wegen ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer politischen Einstellung, ihrer sexuellen Orientierung, wegen ihrer Andersartigkeit zum Feindbild einer schweigenden Mehrheit gemacht, verachtet, gedemütigt oder bedroht werden.“

    http://www.toleranz-foerdern-kompetenz-staerken.de/meldungen/nachrichten/news-einzelanzeige/news/bundestagspraesident-lammert-intoleranz-nicht-mehr-tolerierbar/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=283b5d858e7b378e4f9b13f007ba0704

  21. Edward von Roy Says:

    (Desinformation pur)

    Penis beschneiden? 12 Fragen und Antworten
    von Dr. med. Roland Mühlbauer, 31.08.2015

    http://www.apotheken-umschau.de/Sexualitaet/Penis-beschneiden-12-Fragen-und-Antworten-491193.html

    (Meine Antwort)
    03. Sep 2015 23:18 und
    03. Sep 2015 23:20

    ::
    ::

    Nein zur medizinisch nicht unbedingt erforderlichen Beschneidung

    Ob Apotheken-Umschau bereit ist, dazuzulernen, bleibt zu hoffen.

    Wie wohltuend, dass wenigstens hier im Kommentarbereich auf die sensorisch-sexuelle Bedeutung der Vorhaut eingegangen worden ist: „dass das Präputium 70 bis 80% der Nervenendigungen enthält, die für das männliche sexuelle Lustempfinden zuständig sind“.

    Kein Wort hingegen verliert Autor Dr. med. Roland Mühlbauer über die bei jeder Zirkumzision amputierten 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Merkel, Meissner, Vater-Pacini, Ruffini. Keinen Hinweis gibt er auf die Forschungsergebnisse von Morris L. Sorrels et al. (fine-touch; sensorische Schädigung des Penis; von 2007). Auch auf die Erkenntnisse von Morten Frisch et al. (negative Auswirkungen der Beschneidung auf die Partnerschaft) ist von einem Mediziner hinzuweisen.

    Im Gegensatz zur Vorhaut besitzt der größte Teil der Glans penis (Eichel) beinahe ausschließlich nicht-spezialisierte, freie Nervenendigungen (Nozizeptoren), die nur grobe Reize wie etwa starken Druck oder hohe Temperaturreize detektieren können, die vom Gehirn als Unlust oder Schmerz wahrgenommenen werden.

    Penisvorhaut maskulines Lustorgan Nummer Eins

    Bis auf jene schmale Zone zwischen Corona glandis (Eichelrand) und Sulcus coronarius (Penisfurche) ist die Glans zur Wahrnehmung von sexueller Lust von Natur aus nicht fähig. Das maskuline Lustorgan Nummer Eins ist die Vorhaut – oder sie war es.

    Auch Herr Dr. med. Roland Mühlbauer kann damit beginnen, sich zum Thema Zirkumzision zu informieren.

    Richtigerweise ist in vielen Staaten weltweit auch die geringste Form der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) verboten, beispielsweise Formen von Ritzen oder Einstechen (FGM Typ IV) oder die Amputation der Klitorisvorhaut (Typ Ia).

    Die Vorhaut eines Jungen oder Mannes ist genau so sehr zu schützen wie ihr sensorisch-sexuelles Äquivalent, die Klitoris eines Mädchens oder einer Frau. Die zerstörerische Wirkung der (etwa kulturell oder rituell begründeten) Amputation der Penisvorhaut entspricht einer FGM Typ Ib, einer Klitoris(teil)amputation.

  22. Edward von Roy Says:

    Neue Zürcher Zeitung schon wieder.

    Der notorische und beratungsresistente Beschneidungsverharmloser Simon Hehli (Steuerzahler finanzieren religiöse Beschneidungen), NZZ am heutigen 22.09.2015. Mein Kommentar:

    Nein zur medizinisch nicht unbedingt erforderlichen Beschneidung

    NZZ-Autor Simon Hehli kann wissen: das Präputium enthält 70 bis 80 % der Nervenendigungen, die für das männliche sexuelle Lustempfinden zuständig sind.

    Kein Wort hingegen verliert auch der Direktor der Kinderchirurgie am Berner Inselspital, Steffen M. Berger über die bei jeder Zirkumzision amputierten 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Merkel, Meissner, Vater-Pacini, Ruffini. Keinen Hinweis gibt er auf die Forschungsergebnisse von Morris L. Sorrels et al. (fine-touch; sensorische Schädigung des Penis; von 2007). Ebenso hat ein Mediziner auf die Erkenntnisse von Morten Frisch et al. (negative Auswirkungen der Beschneidung auf die Partnerschaft) hinzuweisen.

    Im Gegensatz zur Vorhaut besitzt der größte Teil der Glans penis (Eichel) beinahe ausschließlich nicht-spezialisierte, freie Nervenendigungen (Nozizeptoren), die nur grobe Reize wie etwa starken Druck oder hohe Temperaturreize detektieren können, die vom Gehirn als Unlust oder Schmerz wahrgenommenen werden.

    Die Penisvorhaut ist – oder war – das maskuline Lustorgan Nummer Eins, denn bis auf jene schmale Zone zwischen Corona glandis (Eichelrand) und Sulcus coronarius (Penisfurche) ist die Glans zur Wahrnehmung von sexueller Lust von Natur aus nicht fähig.

    Richtigerweise ist in vielen Staaten weltweit auch die geringste Form der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) verboten, beispielsweise Formen von Ritzen oder Einstechen (pinprick, ritual nick; zu FGM Typ IV) oder die Amputation der Klitorisvorhaut (FGM Typ Ia). Der schafiitische Islam erfordert bekanntlich diese Mädchenbeschneidung (sog. milde Sunna).

    Die Vorhaut eines Jungen oder Mannes ist genau so sehr zu schützen wie ihr sensorisch-sexuelles Äquivalent, die Klitoris eines Mädchens oder einer Frau. Die zerstörerische Wirkung der (etwa kulturell oder rituell begründeten) Amputation der Penisvorhaut entspricht einer FGM Typ Ib, einer Klitoris(teil)amputation.

    http://www.nzz.ch/schweiz/steuerzahler-finanzieren-religioese-beschneidungen-1.18616992

  23. Edward von Roy Says:

    ein barbarisch blutiger Akt, der den Vater mit Angst erfüllt, die Wöchnerin in krankhafte Spannung versetzt

    its only foundations are habit and fear
    ::

    Abraham Geiger (geboren am 24. Mai 1810 in Frankfurt am Main; gestorben am 23. Oktober 1874 in Berlin) war ein deutscher Rabbiner und zeitweise durchaus ein entschiedener Beschneidungsgegner.

    Am 18.03.1845 schrieb Abraham Geiger privat an Leopold Zunz:

    „[die Beschneidung] verbleibt ein barbarisch blutiger Akt, der den Vater mit Angst erfüllt, die Wöchnerin in krankhafte Spannung versetzt, und das Opferbewusstsein, das sonst dem Akte eine Weihe gab, ist doch nun einmal bei uns verschwunden, wie es denn, als ein rohes, auch keine Befestigung verdient.“

    http://www.archive.org/stream/abrahamgeigersn01kircgoog/abrahamgeigersn01kircgoog_djvu.txt

    http://www.archive.org/stream/lbi_kobler_mf760_reel15/lbi_kobler_mf760_reel15_djvu.txt

    auch bei Jérôme Segal S. 217

    http://jerome-segal.de/Publis/SEGAL-Beschneidung-Maerz2014.4-12.pdf

    Another Reform leader Abraham Geiger (1810-1874), who led reform groups in Breslau, Frankfurt and Berlin, called circumcision „a barbaric act of blood-letting rite“

    http://www.the-jewish-story.org/germany.html

    http://www.aish.com/jl/h/cc/48955721.html

    The fact remains that it is a barbaric, gory rite which fills the infant’s father with fear and subjects the new mother to harmful emotional strain. The sense of sacrifice, which in days long past lent an aura of consecration to this ceremony, has long since vanished from our midst; nor is so brutal a thought deserving of perpetuation. True, in the olden days religious sentiment may have clung to it; at present, however, its only foundations are habit and fear, and we surely have no desire to dedicate temples to either.

    http://www.israel613.com/reform.htm

    טורים, מחקרים בהיסטוריה ותרבות יהודית מוגשים לד“ר ברנרד לנדר
    von: Michael A. Shmidman, Bernard Lander
    p 20

    https://books.google.de/books?id=K7fYHDDQ_FkC&pg=PA20&lpg=PA20&dq=%22The+fact+remains+that+it+is+a+barbaric,+gory+rite+which+fills%22&source=bl&ots=BTDSwJt05K&sig=Hxcz1pWfoY0jCEaQzPdJGfukJsU&hl=de&sa=X&ved=0CCMQ6AEwAGoVChMI8_Tj1NqIyQIVhnsOCh32cwYH#v=onepage&q=%22The%20fact%20remains%20that%20it%20is%20a%20barbaric%2C%20gory%20rite%20which%20fills%22&f=false

  24. Edward von Roy Says:

    Ausgerechnet die zur schafiitischen FGM-Pflicht schweigenden deutschen Damen und Herren von pro familia erklären männliche genitale Anatomie und MGM, kann das was werden?

    Warum das nichts wird. Der Intaktivist fasst sich und fasst die Broschüre an:

    „Vorhaut Verengung Beschneidung. Wann und Wie (be-) handeln? Für Eltern.“

    „Impressum: © 2013 pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e. V., Bundesverband, Stresemannallee 3, 60596 Frankfurt am Main“

    Mühsam versucht pro familia den Ausgleich zwischen kindlicher genitaler Intaktheit und Religionsgesetz, manch ein Leser könnte voreilig meinen, das sei couragiert kinderfreundlich und überhaupt dem Kindeswohl verpflichtet.

    Über das Genital des Mädchens schweigt pro familia in dieser pro und kontra „Beschneidung“ herumdrucksenden Broschüre, eine Geschlechtsklasse also wird einfach ausgeblendet – noch, Tatjana Hörnle oder Ringel / Meyer sind längst weiter. Zwischen männlicher und weiblicher Genitalbeschneidung sprich Genitalverstümmelung hat Aufklärungsarbeit oder Soaziale Arbeit gar nicht zu „differenzieren“, noch die geringst invasive FGM hat, global, ausnahmslos und für immer, zeitnah abgeschafft zu werden und Jungen sind nicht schlechter zu behandeln als Mädchen.

    Noch redet pro familia nur vom männlichen Geschlechtsorgan und grübelt über den Kinderpenis:

    „Die Vorhaut verfügt über viele Nervenzellen und ist daher sehr empfindungsfähig. Sie schützt die Eichel. Über weitere Funktionen der Vorhaut gibt es bis heute kaum verlässliche Forschung.“

    Allerdings ist die Vorhaut sensitiv, sie besitzt 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen – und damit mehr als die Klitoris. Das männliche Präputium (und nicht die penile Eichel) ist Lustorgan Nummer Eins. Hier hätte pro familia die durchaus vorhandene Information weitergeben müssen.

    Immerhin wird gesagt, dass eine behandlungsbedürftige Phimose irgendwie „selten“ ist. Dann aber mogelt man doch noch die Möglichkeit der Vorschulbeschneidung herein und schreit nach dem „5. Lebensjahr“, der Junge ist also viereinhalb Jahre alt, und zeigt sogar auf die Fußnote, wo der Leser drei bis fünf Jahre liest:

    „Phimosen kommen relativ selten vor (bei ungefähr 1 von 300 Jungen) und werden in der Regel nicht vor dem 5. Lebensjahr operativ behandelt.1

    1
    Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie vom 13. August 2013 schreibt, dass sich die „physiologische Vorhautverklebung und -enge bei der übergroßen Mehrzahl der Knaben im Alter von 3 bis 5 Jahren“ auflöst.“

    Vorher stand allerdings bereits:

    „Da sich bei kleinen Kindern in den ersten Lebensjahren Vorhaut und Eichel erst langsam voneinander lösen, lässt sich eine Phimose vor dem 5. Lebensjahr kaum sicher feststellen.“

    Was soll das, warum unterschlägt pro familia die Erkenntnis von den 10,4 (zehn Komma vier!) Jahren? Und das ist ein Durchschnittswert, 50 % der Jungen liegen also darüber, was die vollständige Retraktierbarkeit ihrer Vorhaut betrifft. Hier hätte pro familia die elterlichen echten oder angeblichen Gewissensnöte und die urologische Geldgier eingrenzen müssen.

    Gefahr im Verzug, es wird gottesfürchtig. Xhosa, Papua, Muslime, AAP-gläubige Amerikaner, Juden und viele andere, Generation um Generation wird die familiäre Vorhautfurcht (Präputophobie) kultiviert und das eigene erwachsene Wohlgefühl operativ am Kindergenital gerettet. So steht es geschrieben, der Brit Mila soll sein. Warum wirbt pro familia nicht wenigstens, auch, für den Brit schalom?

    „So werden jüdische Jungen traditionell am 8. Tag nach ihrer Geburt beschnitten. Die Brit Mila, wie die religiöse Beschneidung von gläubigen Juden genannt wird, darf in Deutschland von geschulten Fachleuten, sogenannten Mohalim, vorgenommen werden. Ein Mohel ist bildet, die Beschneidung in der Synagoge vorzunehmen. Er kann den Eltern genau erklären, welche Instrumente er dabei benutzt. Oft wird […]“

    … der Mund eingesetzt und gelegentlich stirbt der Säugling an Herpesviren. Warum kein klares: pro familia kämpft gegen die Metzitzah b’Peh und empfiehlt Hebräischlernen statt Mundbeschneiden.

    Jetzt zur leider tonangebenden Deutschlandreligion Nummer Eins, dem Schariagehorsam:

    „Welche anderen Gründe gibt es für Beschneidungen? […] vor allem traditionelle und religiöse Überzeugungen. […] Auch im Islam gibt es eine starke Tradition der Beschneidung.“

    Genau, die muslimischen Mädchen müssen ebenfalls alle beschnitten werden, sagen die Islamgelehrten des Fiqh nach asch-Schafii. Der schafiitische Islam ist beispielsweise in Malaysia, Kurdistan und Somalia vorherrschend, aber auch im traditionellen östlichen Teil von Ägypten sowie in vielen Straßenzügen der Metropole Kairo.

    Allerlei ethnologische Kostbarkeiten, pro familia wird kinderfeindlich kultursensibel und sogar gegenmodern kulturkreistheoretisch. In der Tat, das tun sie, die das unversehrte Genital traditionell entsetzt verabscheuenden Kulturkreise mit oder ohne Gottheit bzw. Geister- und Götterwelt:

    „Auch ohne religiösen Hintergrund legen einige Gesellschaften und Kulturkreise Wert auf einen beschnittenen Penis bei ihren Kindern […]“

    … und ggf. auch auf ein genital verstümmeltes weibliches Geschlechtsteil. Was es da nicht alles so gibt, FGM Typ I, II, III, IV, „einige Gesellschaften und Kulturkreise“ wollen das so, demnächst ja auch vielleicht in Deutschland legalisiert mit der nach Koran und Sunna durchgeführten Chitan al-Inath (sunat perempuan) an Mädchen, die der Beschneider oder die Beschneiderin vermutlich auch den (noch) unreligiösen Eltern gar nicht verweigern wird.

    Fazit

    Derartige Faktenferne und kinderfeindliche Feigheit war leider zu befürchten. Vielleicht murmelt man ja im Beratungsgespräch ein bisschen gegen die Genitalbeschneidung?

    „pro familia Landesverbände […]
    Ihre nächste Beratungsstelle
    Stempel der Beratungsstelle“

    Schlimm! Intaktivisten sollten den Damen und Herren eine Demo vor die Tür legen, auch die schließlich leider unmittelbar bevorstehende und zu verhindernde deutsche gesetzliche Erlaubnis der milden Sunna (FGM Typ I oder IV) betreffend.

    http://www.profamilia.de/fileadmin/publikationen/Reihe_Eltern/Bro_Beschneidung_140110_Ansicht.pdf

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