Der Veerman-Effekt: Vorhaut ab, Identität dran

Pro-Beschneidungs-Aktivist Veerman: „Dem Jungen die Beschneidung vorzuenthalten bedeutet, ihm seine religiöse und kulturelle Identität vorzuenthalten“

Von Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Alle Eltern lieben ihre Kinder einerseits, Beschneidungen sind praktizierte Kinderfeindlichkeit andererseits. Jedes Kind ist Beschneidungsgegner, sonst würde es, beispielsweise als US-amerikanischer, AAP-konform misshandelter männlicher Säugling, nicht in Todesangst aufschreien bzw. ins Koma fallen.

Der Erwachsene ist stärker und schneidet dem Kind das sensibelste Teil des Genitals ab, in der Tat, sehr geehrter Herr „Gesundheitsvorsorge-Psychologe“ und „Kinderrechtsexperte“ Dr. Philip Veerman, die Amputation der Penisvorhaut entspricht derjenigen der Klitoris, die Zirkumzision einer FGM Typ Ib, das ist nicht „erstaunlich, amazing“, das ist Wissenschaft.

Bei YouTube findet sich Nieuwsuur – Iceland circumcision ban, Gesamtlänge min 14:54. In min 9:41 bis 10:32 beschreibt Gert van Dijk die Funktion der penilen Vorhaut und die Schädigung bei Amputation grundsätzlich korrekt, allenfalls nicht umfassend genug.

Van Dijk ist zuzustimmen, grundsätzlich sind weibliche und männliche rituelle Genitalbeschneidung sehr wohl zu vergleichen. Jungen und Mädchen, Männer und Frauen sind nicht ungleich zu behandeln.

Aus nicht nachvollziehbaren Gründen zitiert Psychologe Vermann den KNMG-Ethiker falsch und verengt dabei den Blickwinkel zu FGM unzulässigerweise auf FGM Typ Ib, die Klitoris(teil)amputation: „Noch erstaunlicher, dass Gert van Dijk eine Vergleichbarkeit von männlicher und weiblicher Beschneidung (Klitorektomie) behauptete.“

Ab min 8:55 betont van Dijk, dass in den Niederlanden alle Formen von FGM verboten sind. In der Tat richtet sich unser Intaktivismus gegen die FGM Typen I, II, III, IV. Kein ernsthafter Kinderrechtler wird am weiblichen Genital auch nur einen rituellen Einschnitt oder Einstich billigen können (beides zu FGM Typ IV).

Ob in Den Haag oder anderswo, Mädchenbeschneidung misshandelt und schädigt Mädchen, Jungenbeschneidung missshandelt und schädigt Jungen. Der Schaden bleibt allerdings lebenslang. Die rituellen Genitaloperationen, das hat Bruno Bettelheim (Die symbolischen Wunden – Pubertätsriten und der Neid des Mannes) nahegelegt und Ashley Montagu (Israel Ehrenberg) gefordert, müssen weg, weltweit. Island und Dänemark sollten jetzt den Anfang wagen.

Dabei ist das Kinder-Unwohlfühl-Ritual noch nicht einmal ein pauschales Eltern-Wohlfühl-Ritual. Viele Eltern, ob Xhosa, Muslim oder Jude, würden ihren Sohn (außerjüdisch zusätzlich: oder ihre Tochter) nicht beschneiden lassen, wenn da nicht der immer noch viel zu hohe Gruppenzwang zum Penisvorhaut-Amputieren wäre (Schafiiten wie Bohra: zur Chatna). Nichtbeschneiden ist Schande für die ganze Großfamilie, so heißt es, Nichtbeschneiden sei Hochverrat und religiöses Abtrünnigwerden, Nichtbeschneiden missachte den Willen und Befehl Gottes.

Viele Eltern hoffen auf ein Verbot der Zirkumzision, selbstverständlich auch türkische oder jüdische Eltern. Hier zeigt sich: die sogenannte Beschneidung der Mädchen oder Jungen, wir sollten sagen die FGM oder die MGM, ist auch erwachsenenfeindlich, jedenfalls ist sie elternfeindlich.

Auf The Times of Israel, hoch lebe der Staat mit seiner ewigen Hauptstadt Jerusalem, darf also ein gewisser Philip Veerman zur Beschneidung schreiben. Der wohnt in Nordholland in Den Haag und sorgt sich um dräuenden mosaischen Identitätsverlust.

Allen Ernstes hält Philip Veerman das beschnittene – das genitalverstümmelte – jüdische (und wohl auch muslimische) Kind für berechtigt, wenn nicht gar verpflichtet, stammesidentitär nämlich ohne einen Teil seines Geschlechtsorgans aufzuwachsen.

Sind das Veermansche Gleichungen? 18 Jahre alt und Muslim bzw. Jude mit Vorhaut = schlimme Identitätsschwäche? Jüdisch, maskulin und Präputium = Ex-Jude? So ein Unsinn.

Sinngemäß lautet Veermans Argumentation: es habe keine Identität, das vorhäutige männliche jüdische Kind mit seinen 8, 10 oder 12 Jahren. Was eigentlich, Herr Veerman, ist mit dem jüdischen Mädchen im Grundschulalter oder in der Pubertät – hat es keine Identität, da grausig vernachlässigt, immer noch unbeschnitten?

Ok, ok, nur die sunnitischen Schafiiten oder schiitischen Bohra unter den 1,6 Milliarden Muslimen aller Welt beschneiden Jungen wie Mädchen religiös zwingend (farD, wâdschib). Die Juden haben bekanntlich tatsächlich keine FGM seit 2000 oder 3000 Jahren und das ist auch gut so.

Jungenversteher Veerman also kämpft für jüdische Jungen-Identität. Geradezu, als hätte ein unbeschnittener Jude, derer gibt es etliche, etwa der Sowjetunion aufgewachsene, keine Identität oder jedenfalls keine jüdische Identität. Vorhaut dran, Jüdischkeit perdu. Wie gesagt, Unsinn.

Gewiss darf jeder seine Meinung sagen zum gottesfürchtigen Teilabschneiden des Geschlechtsteils, auch ein, laut Bildbeschreibung: „Dr. Philip Veerman, (…) Gesundheitspsychologe und internationaler Fachmann für Kinderrechte, lebt in Den Haag, Niederlande.“

Intaktivisten aller Länder: Lesen, lachen, weitermachen im Sinne der Allgemeinen Menschenrechte (AEMR), des (nicht per praktizierter Unheil-Abwehr, sondern wissenschaftlich zu verstehenden) Kindeswohls und des unverhandelbaren Grundsatzes Keine Beschneidung unter 18 Jahren.

Noch wird ein jüdisches, körperlich nicht versehrendes Ritual der Namensgebung am achten Lebenstag selten begangen, noch ist ein Brit shalom (brit ben, brit chayim, brit tikkun) für die meisten jüdischen Eltern und Gemeinden nicht in Sicht. Nun, das wird.

Das Schöne: unter den globalen Intaktivisten gibt es immer mehr Juden und Muslime bzw. Ex-Muslime.

Der Skandal: ein Niederländer verteidigt auch im Jahr des noch nicht beendeten US-amerikanischen Strafrechtsprozesses gegen Jumana Nagarwala und Fakhruddin Attar die maskuline Genitalverstümmelung. Wie will ein solcher „Gesundheitsvorsorge-Psychologe und Kinderrechtsexperte“ etwas gegen die Chatna, den Chitan al-inath erreichen, gegen Islamic FGM, sunat perempuan?

Ersetzen wir in Veermans Satz Junge durch Mädchen: „Dem Mädchen die Beschneidung vorzuenthalten bedeutet, ihr ihre religiöse und kulturelle Identität vorzuenthalten“ – ganz die gegenmoderne „Ethik“ aller Parteigänger der FGM, von Fuambai Ahmadu bis Kavita Shah Arora.

Warum verteidigt der Den Haager Psychologe mit Zähnen und Klauen das Wohlverhalten der genitalbeschneidenden Kollektive, statt dem Individuum einen unversehrten Körper und ein sexuell selbst bestimmtes Leben freizukämpfen oder auch nur zu gönnen?

Romantisiert, exotisiert Dr. Veerman die beschneidenden Communities, um deren Angehörige, Männer oder Frauen, lebenslang im Stamm und in dessen Orthopraxie eingesperrt zu lassen?

Edward von Roy

Q u e l l e n

Law proposal in Iceland heats up: Children’s rights debate on circumcision not on ice | Israel Times 29.05.2018

http://blogs.timesofisrael.com/law-proposal-in-iceland-heats-up-childrens-rights-debate-on-circumcision-not-on-ice/

The Times of Israel is a Jerusalem-based online newspaper founded in 2012 to document developments in Israel, the Middle East and around the Jewish world.

It was established by veteran UK-born, Israeli journalist David Horovitz and his US-based capital partner Seth Klarman.

http://www.timesofisrael.com/about/

Defence for Children International (DCI) ist eine unabhängige NGO, die im internationalen Jahr des Kindes (1979) gegründet wurde. Sie hat das Ziel praktisches, systematisches und konzertiertes Handeln für Kinderrechte, die in der Kinderrechtskonvention stehen. Französisch DNI – Défense des enfants international, spanisch Defensa de Niñas y Niños Internacional – DNI.

„Un ancien président de DEI-DCI-DNI, Philip Veerman, a ouvert un site consacré aux Droits de l’Enfant“

http://korczak.fr/dei/b-defrance/lettre-doc_no18_11p.pdf

The rights of the child and the changing image of childhood / by Philip E. Veerman

https://catalogue.nla.gov.au/Record/614677

Child Rights Focus, Philip Veerman

Philip Veerman werkt als gz psycholoog van het (F)ACT team in den Haag

(F)ACT staat voor (Flexibel) Assertive Community Treatement

http://www.childrightsfocus.org/nl/philip-veerman-werkt-als-gz-psycholoog-van-het-fact-team-in-den-haag/

janusz korczak

http://www.childrightsfocus.org/nl/keywords/janusz-korczak/

Janusz Korczak (geb. als Henryk Goldszmit)

https://de.wikipedia.org/wiki/Janusz_Korczak

Veerman, Philip E.: Janusz Korczak in London. In: Concern. Journal of National Children’s Bureau (GB) 1987

https://books.google.de/books?id=KfPavWNeIxIC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Philip Veerman holds degrees in psychology, education, social work and human rights. He is an expert in forensic psychology, children’s rights, child protection, history of education, international human rights, and international cooperation. He wrote a doctoral dissertation in the field on the rights of the child. (…) He has been setting up many new and innovative organizations in child welfare and children’s rights in different cultural settings. (Wer multikulturverliebt von different cultural settings schwärmt, benötigt möglicherweise keine universellen Menschenrechte mehr.)

http://intersentia.be/nl/author/index/view/id/706/

Nieuwsuur – Iceland circumcision ban

YouTube – insgesamt min 14:54 hochgeladen von Simon ten Kate, von dem auch die englischen Untertitel stammen.

Gert van Dijk being interviewed on Dutch TV about banning circumcision in the Netherlands, prompted by the proposal in Iceland to make circumcision illegal for all children. Subtitles by Simon en Kate

_ttps://www.youtube.com/watch?v=GSZDZwDEk2M

_ttps://www.youtube.com/watch?v=GSZDZwDEk2M&list=PLxTfd7h2KpRrUBj51sLANHz5W_36UN-Fs

Nieuwsuur – Iceland circumcision ban (Subtitled)

https://www.youtube.com/watch?v=GSZDZwDEk2M

IJsland wil verbod op jongensbesnijdenis

Gesamtlaufzeit min 7:38

_ttps://www.youtube.com/watch?v=Ktz4AHHISqQ

https://www.youtube.com/watch?v=Ktz4AHHISqQ

IJslandse politiek wil verbod op besnijdenissen: ‚Kwestie van mensenrechten‘

nos.nl 02.05.2018 aangepast 03.05.2018

[ De 10 maanden oude Heitam uit IJsland; Kinderarts Valtýr Thors, Parlementariër Ólafur Gunnarsson (Links Groen Beweging); Moskee-bestuurslid Adam Anbari; Chirurg Óskarsson; vader Azagough. Bekijk hier de gehele reportage en het studiogesprek met Gert van Dijk, medisch ethicus van artsenfederatie KNMG. ]

https://nos.nl/nieuwsuur/artikel/2230028-ijslandse-politiek-wil-verbod-op-besnijdenissen-kwestie-van-mensenrechten.html

https://nos.nl/nieuwsuur/video/2230108-ijsland-wil-verbod-op-jongensbesnijdenis.html

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27 Antworten to “Der Veerman-Effekt: Vorhaut ab, Identität dran”

  1. Wilm Hilversum Says:

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    Geloof niet alles wat je denkt | Medische ethiek door Gert van Dijk

    His Body, His Choice; Arguments against male circumcision

    http://www.gertvandijk.com/his-body-his-choice-arguments-against-male-circumcision

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    The European 09.08.2012

    „If it is not permissible to forcefully circumcise a grown man, why would it be permissible to do so to a child?“

    ( Gert van Dijk, ethicist at the Royal Dutch Medical Association. )

    https://www.theeuropean-magazine.com/819-van-dijk-gert/820-medical-and-ethical-arguments-against-male-circumcision

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    KNMG

    Koninklijke Nederlandsche Maatschappij tot bevordering der Geneeskunst

    Royal Dutch Medical Association

    „Het meest gebruikte argument om jongens- en meisjesbesnijdenis verschillend te beoordelen is dat beide praktijken ‘heel iets anders zijn’. Maar dat is feitelijk onjuist. Meisjesbesnijdenis komt wereldwijd voor en is niet één specifieke praktijk, maar is een breed scala aan heel verschillende ingrepen, variërend van symbolisch – bijvoorbeeld in Zuidoost Azië [ schafiitischer Islam ] – tot ernstig verminkend – zoals in delen van Afrika. Maar alle vormen van meisjesbesnijdenis worden – ook in Nederland – gezien als een schending van kinderrechten en zijn daarom verboden, ook al zijn ze niet verminkend of van invloed op de seksualiteit.

    Ook jongensbesnijdenis komt wereldwijd in vele verschillende vormen voor, en er wordt steeds meer duidelijk wat de schadelijke gevolgen er van kunnen zijn. Zo is na besnijdenis de kans op een plasbuisvernauwing vergroot, en ook is bekend dat besnijdenis tot seksuele problemen kan leiden. Bij de besnijdenis wordt immers een groot deel van het gezonde huidweefsel van de penis verwijderd. Dit weefsel bevat een groot aantal zenuwen die voor de seksualiteit van belang zijn. Toch bestaat voor jongensbesnijdenis geen enkele regulering.“

    ( Gert van Dijk, ethicus bij de KNMG en het Erasmus MC )

    https://www.knmg.nl/actualiteit-opinie/columns/column/jongensbesnijdenis-11.htm

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    Jongens- en meisjesbesnijdenis, echt zo verschillend?

    Besnijdenis vanuit mensenrechtelijk perspectief, NJCM
    10/12/2015

    http://www.gertvandijk.com/jongens-en-meisjesbesnijdenis-echt-zo-verschillend

    ( Gert van Dijk. Medisch ethicus, dagvoorzitter, columnist. )

    http://www.gertvandijk.com/over-gert-van-dijk

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  2. Cees van der Duin Says:

    Nieuwsuur – Iceland circumcision ban (Subtitled)

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    04.05.2018 – Hochgeladen von Simon ten Kate

    Gert van Dijk being interviewed on Dutch TV about banning circumcision in the Netherlands

  3. Edward von Roy Says:

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    Weibliche Genitalverstümmelung oder Beschneidung (FGM) : alle Vorgänge, die die teilweise oder gänzliche Entfernung der externen weiblichen Genitalien betreffen und / oder die Verletzung der weiblichen Genitalorgane auf Grund kultureller oder anderer nicht-therapeutischer Gründe (Definition der Weltgesundheitsorganisation 1995).

    aus: Menschenrechte verstehen | Handbuch für Menschenrechtsbildung

    file:///C:/Users/dell/AppData/Local/Temp/docl_18153_933253484-1.pdf

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    Michael Freeman und Philip Veerman (Hg.) 1992
    The Ideologies of Children‘s Rights
    Dordrecht / Boston / London: Martinus Nijhoff Publishers

    aus: Menschenrechte verstehen | Handbuch für Menschenrechtsbildung

    file:///C:/Users/dell/AppData/Local/Temp/docl_18153_933253484-1.pdf

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    Dr. Philip Veerman, Director of DCI-Israel and Coordinator of the Israeli Children’s Rights Coalition.

    Jerusalem, April, 2002.

    http://muhaz.org/ngo-comments-on-the-initial-israeli-state-report-on-implementi.html

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    „Vroeger heette mijn vakgebied kinderbescherming. Toen ik twintig jaar geleden wegging uit Nederland was het jeugdwelzijnszorg. Nu ik weer terug ben, is het jeugdzorg.“

    ( Dr. Philip Veerman, psycholoog, was president van Defence for Children International (dci) in Genève. Nu woont hij in Den Haag )

    | Ontzielde jeugdzorg [„entseelte Jugendpflege“ … demnächst mehr Beseelung mit immer mehr Schariagesetz?] | door Philip Veerman
    Groene.nl (De Groene Amsterdammer) 15.07.2005 – nr. 28

    https://www.groene.nl/artikel/ontzielde-jeugdzorg

    De Groene Amsterdammer is het oudste opinieweekblad van Nederland, sinds 1877 onafhankelijk baken van de vrijzinnige meningsvorming op het gebied van politiek, maatschappij, cultuur en literatuur.

    https://www.groene.nl/over

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    Noch zur o. g. Pressequelle (Law proposal in Iceland heats up: Children’s rights debate on circumcision not on ice | Israel Times 29.05.2018)

    „Eine Zirkumzision an einem Jungen jenseits des Säuglingsalters durchzuführen, bedeutet, dass die Wunde mit Stichen genäht werden muss, was stärker traumatisiert.“

    Psychologe Veerman unterschlägt die Ergebnisse zur Traumatisierung des zirkumzidierten Säuglings, um nur die Aspekte Schmerzverarbeitung, Schmerzgedächtnis zu nennen.

    „Am Abend des 2. Mai sagte Gert van Dijk (…), dass das Entfernen der Vorhaut schädigend ist, weil es zu geringerer sexueller Sensitivität führen könnte.“

    Zu lebenslangem Lustverlust führen muss, führen wird. Manchmal selbst zum Verlust des Geschlechtsorgans, selten sogar zum Tod kann eine MGM führen.

    „Es gibt viele wissenschaftliche Artikel, die diese Meinung nicht unterstützen.“

    Wissenschaftlich unredlich ist es, hier Sorrells et al. (Fine-touch pressure thresholds in the adult penis) sowie Frisch et al. (Male Circumcision and Sexual Function in Men and Women: A Survey-based, Cross-sectional Study in Denmark) nicht zu nennen.

    „Noch erstaunlicher, dass Gert van Dijk eine Vergleichbarkeit von männlicher und weiblicher Beschneidung (Klitorektomie) behauptete.“

    Das sind die anatomischen Fakten.

    Bei jeder Beschneidung (Zirkumzision) entsteht dem Körper der Verlust von 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Meissner, Ruffini, Vater-Pacini, Merkel. Damit entspricht die Jungenbeschneidung der lebenslangen sensitiven Schädigung einer weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) vom Typ II (Verstümmelung der Labien) oder einer FGM Typ Ib, das ist die Exzision (nicht der Klitorisvorhaut, sondern) der Klitoris.

    Als irreversible Vernichtung der penilen Strukturen Gefurchtes Band (ridged band) und zumeist auch Frenulares Delta (frenular delta) bedeutet das Wegschneiden der Vorhaut des Penis die Zerstörung der männlichen sexuellen Lustquelle Nummer Eins.

    Völlig altersgemäß sind Kinder (Kind ist Mensch unter achtzehn Jahren) nicht fähig, die lebenslangen nachteiligen Folgen für Sexualität und Partnerschaft abzuschätzen, die sich aus einer Genitalbeschneidung ergeben.

    Ob Junge oder Mächen: Keine Beschneidung unter 18.

    Zurück zu dem in Bezug auf die menschliche Anatomie uninformierten Dr. Veerman.

    Die UN-Kinderrechtskonvention (UN Convention on the Rights of the Child) habe mit Artikel 24 (3) lediglich die weibliche Beschneidung im Blick gehabt, betont der Psychologe aus Den Haag. Wir wissen: Rituelle genitale Operationen schaden, schädigen immer, ob Jungen oder Mädchen, und Jungen verdienen keinen schlechteren Schutz als Mädchen.

    Nun führt der Niederländer den „Kinderrechtsexperten“ Michael Freeman an, der 1999 im British Journal of Urology International geschrieben habe („Wo schon die [männliche? – Anm.] rituelle Beschneidung an sich alles andere als einen Missbrauch darstellt, ist es hingegen durchaus fraglich, ob ein Versagen [des Beschneidungswunsches] von jüdischen oder muslimischen Eltern eben dieses ist: eine Misshandlung, bei der das Kind wahrscheinlich erheblichen Schaden erleidet“ (soweit Michael Freeman, Anm.)).

    Veerman kommt zu seinem furiosen beschneidungsrhetorischen Finale:

    „Artikel 8 der Kinderrechtskonvention beleuchtet das Recht auf Identität („(1) Die Vertragsstaaten verpflichten sich, das Recht des Kindes zu achten, seine Identität, einschließlich seiner Staatsangehörigkeit, seines Namens und seiner gesetzlich anerkannten Familienbeziehungen, ohne rechtswidrige Eingriffe zu behalten.“). Dem Jungen die Beschneidung vorzuenthalten bedeutet, ihm seine religiöse und kulturelle Identität vorzuenthalten. Mein Vorschlag in dieser Debatte ist, dass der hohen Bedeutung des Rechts auf Identität mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.“

    Soweit Philip Veerman, dessen etwas unfaire sowie unserer Ansicht nach ausgesprochen kinderfeindliche Argumentation man weiterdenken sollte in Bezug auf die islamische FGM der Schafiiten oder Dawudi Bohra.

    Denn in Art. 8 (2) lesen wir: „Werden einem Kind widerrechtlich einige oder alle Bestandteile seiner Identität genommen, so gewähren die Vertragsstaaten ihm angemessenen Beistand und Schutz mit dem Ziel, seine Identität so schnell wie möglich wiederherzustellen.“

    Damit wäre der Staat, sei er die USA oder die Niederlande, gehe es um Island, Dänemark oder Deutschland, verpflichtet, im Sinne des MUI (Majelis Ulama Indonesia) oder Malaysischen Fatwa-Rats Jungen wie Mädchen auf Elternwunsch beschneiden zu lassen.

    http://blogs.timesofisrael.com/law-proposal-in-iceland-heats-up-childrens-rights-debate-on-circumcision-not-on-ice/

    .

    Dazu meine Frage an die neue Justizministerin.

    Frage von Edward von Roy · Rqjneq iba Ebl · an Dr. Katarina Barley bezüglich Inneres und Justiz

    „… Sind Sie der Auffassung, dass eine religiös begründete FGM Typ Ia oder FGM Typ IV durch Art. 4 Grundgesetz gedeckt und auch nicht durch § 226a StGB verboten ist? … Bekennen Sie sich zum Beibehalten der WHO-Kategorisierung weiblicher Genitalverstümmelung, welche FGM definiert als Typ I, II, III, IV? … Kämpfen Sie mit uns gegen die Straffreistellung der Chatna (chitan al-inath, sunat perempuan), auch der milden Sunna? Jede Form von FGM (I, II, III, IV) gehört verboten – überall auf der Welt.“

    https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/dr-katarina-barley/question/2018-03-28/297901

    .

  4. 1+1=2 Says:

    ::

    Children’s commissioner wants circumcision banned

    Posted 13 Aug 2007, 4:23am

    Tasmania’s Children’s Commissioner, Paul Mason, wants the State Government to ban the non-medical circumcision of young boys.

    Female genital mutilation is illegal in Tasmania.

    Mr Mason said it’s unfair that boys aren’t given the same protection.

    „We’re discriminating against the little baby boys themselves, because they’re not safe whereas the little girls are,“ he said.

    He said circumcision is an abuse of human rights and should be outlawed until the person is old enough to decide for themselves.

    „It’s a permanent procedure, they get no choice.“

    „It’s painful, even under anaesthetic,“ said Mr Mason.

    (…)

    ABC | 13.08.2007

    http://www.abc.net.au/news/2007-08-13/childrens-commissioner-wants-circumcision-banned/637658

    ::

    21.06.2015 – Paul Mason, Family & Children’s Lawyer, Former Commissioner for Children of Tasmania discusses children’s rights to bodily integrity.

    http://intactwiki.org/wiki/Children_and_Human_Rights

    ::

  5. Jeremy Clifford Says:

    Die Erstlingsfrüchte

    Lev 19,23 Wenn ihr in das Land kommt und einen Fruchtbaum pflanzt, sollt ihr seine Früchte behandeln, als ob sie seine Vorhaut wären. Drei Jahre lang sollen sie für euch etwas Unbeschnittenes sein, das man nicht essen darf.

    ( Universität Innsbruck )

    https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/lev19.html

    .

    … sondern als vorhäutig, gesetzlich unerlaubt und unnutzbar ansehen Lev. … seine Frucht, drei Jahre sollen sie (die Früchte) euch vorhäutig (unrein) sein, nicht …

    … seine Vorhaut, d. i. seine Blösse in ihrer ganzen heidnischen Schande …

    Der Prophet HABAKUK. Ausgelegt von Franz Delitzsch
    Leipzig 1843

    https://books.google.de/books?id=Pyk-AAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Der Prophet Obadja, ausgelegt
    Carl Paul Caspari – 1842 –

    https://books.google.de/books?id=dLE-AAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    .

    Neben dem Nomen עָרְלָה ‘årlāh „Vorhaut“ (16-mal) gibt es im Hebräischen das Adjektiv עָרֵל ‘ārel „mit Vorhaut versehen / unbeschnitten“ (34-mal; Textänderung in Ez 32,27; Hab 2,16) und das Verb ערל ‘rl „die Vorhaut stehen lassen“ (1-mal). Auf der emotionalen Ebene sind mit dem Begriff „Vorhaut“ Ekel und Unreinheit – und zwar Unreinheit in einem sehr umfassenden Sinne – gemeint.

    ( Deutsche Bibelgesellschaft )

    https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/vorhaut/ch/ca125ae0705e22f56eb51535a4bfcdb1/

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    3.5. Sünde und ihre Folgen bilden eine Einheit

    … Die sündige Tat bildet eine Schuld-Strafe-Sphäre, die auf den Täter zurückwirkt und auch seine Umgebung, d.h. die Gemeinschaft, in der er steht …

    Sünde / Sünder (AT)
    von Jörn Kiefer (erstellt: Aug. 2017)

    https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/suende-suender-at/ch/30978bf120f94e188d5a9cced024df11/

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    Kareth

    The Hebrew term kareth („extirpation“; „cutting off“, Hebrew: כרת‎, [kaˈret]) is derived from the Hebrew verb karat („to cut off“). The noun form does not occur in the Hebrew Bible. The plural, Kerithoth („Excisions“), is the seventh tractate of the fifth order Kodashim of the Mishnah. In the Talmud, kareth means not necessarily physical „cutting off“ of life, but extinction of the soul and denial of a share in the world to come.

    Offenses punishable by kareth

    According to the Mishnah in Kerithoth (1:1) there are a total of 36 offenses punishable by kareth.

    36. Failure to be circumcised

    https://en.wikipedia.org/wiki/Kareth

  6. Jeremy Clifford Says:

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    (…) “It is important that circumcision is practised legally, in a medically appropriate and safe setting, so that the child’s health is not jeopardized”, says CEC President Bishop Christopher Hill and adds that “We should not forget that it is a right recognised in the UN convention of the rights of the child to belong to and to be educated in the religious tradition of his or her family.” (…)

    This law would render a xenophobic image of Iceland in a religiously and culturally diverse world. Should this proposal go through it also risks inspiring similar initiatives in other European countries and beyond. (…)

    Christians, Jews, Muslims concerned by Iceland circumcision proposal | Press Release No: 18/09 | The Conference of European Churches (CEC). Issued jointly with the CCEE St. Gallen (Switzerland) / Brussels (Belgium), 15.03.2018

    https://www.ceceurope.org/christians-jews-muslims-concerned-by-iceland-circumcision-proposal/

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    Alþingi
    The Icelandic Parliament
    … may vote on a bill on male circumcision later this year

    114. mál, lagafrumvarp (bann við umskurði drengja)

    http://www.loc.gov/law/foreign-news/article/iceland-bill-on-male-circumcision-headed-for-review/

    114. mál, lagafrumvarp RSS þjónusta

    http://www.althingi.is/thingstorf/thingmalalistar-eftir-thingum/ferill/?ltg=148&mnr=114

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    DOCTORS OPPOSING CIRCUMCISION URGES ICELAND TO RESTRICT MALE CIRCUMCISION TO MEDICAL NEED ONLY

    – Alþingi

    „… please support the ban in Iceland on non-medical, merely cultural, unnecessary, male circumcision.“

    https://www.althingi.is/altext/erindi/148/148-721.pdf

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    jews against circumcision – Alþingi

    „… we wholeheartedly and enthusiastically endorse this legislation … The right of every child to be free of genital cutting is an idea whose time has come. The proposed circumcision ban, as we see it, represents the inevitable and irresistible march of human progress toward greater respect for the rights of the child and the rights of the individual. …“

    https://www.althingi.is/altext/erindi/148/148-1018.pdf

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  7. kopte Says:

    eine fatwa, die zeigt, wie weit die arabische welt bis jetzt sich entwickelt hat – im negativen sinne –

    die fatwa behörde wurde befragt

    verursacht das schlucken des eigenen hustenschleimes während des ramadans den fastenverfall?

    antwort

    nur der er erst spuckt und dann die spucke zu sich nimmt, gilt als fastenbrecher

    استقبلت دار الإفتاء المصرية، سوالًا حول: ما حكم بلع البلغم؟.

    وردت دار الإفتاء عبر حسابها الرسمي على موقع التواصل الاجتماعي“فيس بوك“، قائلة إن بلع البلغم أثناء الصيام لا يفطر عند الجمهور إلا إذا أخرجه الصائم ثم ابتلعه فإنه يكون مفطرًا.

    https://www.ahlmasrnews.com/news/article/625571/ما-حكم-بلع-البلغم-أثناء-الصيام؟

  8. vis-à-vis Says:

    ( Ein Blick auf die Multikultur-Front (um Naika Foroutan), die die Scharia verharmlost )

    Wer gehört zum deutschen Wir? — Pressemitteilung vom 03.12.2014, erstellt von Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

    HU Berlin — Humboldt-Universität zu Berlin

    … strukturelle, kulturelle, sozial-räumliche und symbolische Anerkennung und Teilhabe: So sind 69 Prozent der Bevölkerung für den islamischen Religionsunterricht. Gleichzeitig wollen aber 60 Prozent der Befragten die Beschneidung von Jungen verbieten. Beinahe die Hälfte aller Deutschen (48 Prozent) findet, dass Lehrerinnen das Tragen des Kopftuchs nicht erlaubt sein sollte …

    … Muslimen kulturell-religiöse, sozialräumliche oder symbolische Rechte vorzuenthalten …

    ( Alles klar, wir müssen ohne Einschränkung erlauben: Hidschab für die neunjährigen Mädchen, Beschneidung für die Schafiitinnen, Zweitfrau bis Viertfrau für den männlichen Muslim. Schließlich wäre „kulturell-religiöse Rechte vorzuenthalten“ ganz schlimm intolerant. )

    https://www.hu-berlin.de/de/pr/nachrichten/archiv/nr1412/pm_141203_01

  9. Jacques Auvergne Says:

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    Erfolgreicher Kampf gegen FGM und Islamglück jetzt im Doppelpack. Das schöne Gerücht: FGM ist unislamisch, endlich sichert der Fatwa Nummer 66386 vom 30. Mai 2018 das muslimische Mädchen- und Frauenglück. Alle Jahre wieder: Ägyptens Klerus verbietet die Mädchenbeschneidung oder so ähnlich. Wieder ist nicht geschehen, worauf es auch für Ägypten ankommt.

    Weibliche Beschneidung = FGM (Typen I, II, III, IV) wird, unter islamischen Gelehrten wie unter Islamschönmalern ist das üblich geworden, nicht korrekt (WHO-Kategorie) definiert. Wie in den letzten Monaten in Somaliland und Kenia, ist dann mit FGM oder Chitan al-inath (ختان الإناث) möglicherweise nur FGM Typ III gemeint. Vielleicht zusätzlich Typ Ib und II, vielleicht auch nicht.

    Einerlei, die Multikultifreunde möchten sich freuen. Fatwa Nummer 66386 vom 30.05.2018 … großer Jubel allerseits und Islam ist prima.

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    Karim El-Gawhary @Gawhary reicht die Pressequelle weiter, sagt selbst nichts außer: „Ein Fatwa aus dem Büro des Muftis“.

    _ttps://twitter.com/Gawhary/status/1002915264051150848

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    Vorausgegangen war ein kleiner Skandal, denn محمد نصر اللبان Mohamed Nasr El Labban / Dr. Mohamed Nasr al-Labban, Professor für Hadith an Al-Azhar-„Universität“, bewertete den Chitan al-inath (Islamic FGM) als مكرمة makruma, honorable. Islamisch, etwas abweichend je nach Rechtsschule (schafiitisch wadschib), ist das so, vor allem malikitisch ist die weibliche Beschneidung makruma li’l-nisa (ehrbar für die Frau).

    الدكتور محمد نصر اللبان، أستاذ الحديث بجامعة الأزهر
    في حواره بالأمس مع موقع صدي البلد الإخباري في جوابه علي سؤال هل ختان الإناث حرام شرعا؟
    فأجاب : الختان عموما مكرمة، أى فضيلة لمن تحتاج إليه، ولكن المسألة لا ترتبط بالشرع فقط ولكنها ترتبط بالطب أيضا، فكما قال الأطباء هناك بعض الفتيات يحتجن إلى هذا والبعض لا يحتجن، فالقضية هنا مرتبطة بالشرع وبالطب ولابد لمن يقوم هذه العملية أن يكون طبيبا مسلما يتصف بالعدالة.

    _ttps://it-it.facebook.com/Tadwein/posts/931619163667704

    http://www.elbalad.news/3327809

    Dr. Mohamed Nasr el-Labban, Professor of Hadith Studies at the Faculty of Graduate Studies, Al Azhar University

    https://www.bibalex.org/en/events/eventdetails?id=61483&keywords=

    _ttps://ar-ar.facebook.com/drmohammedellabban/

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    Égypte-actualités
    31. Mai um 22:44 · 1977108165697660

    Égypte : La Dar el-Iftaa déclare que les mutilations génitales féminines sont interdites par la religion

    _ttps://fr-fr.facebook.com/EgyptActus/posts/1977108165697660
    _ttps://www.facebook.com/EgyptActus/posts/1977108165697660

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    Keine Scharia ohne FGM. Islamschönfärberin Nimco Ali spielt fröhlich:

    Nimco Ali @NimkoAli

    #FGM has never been rooted in Islam [ wrong – no Sharia without FGM. FGM is very Islamic ] and I am happy that this is being made clear. Egypt has one of the largest populations of women and girls who have been subjected to #FGM and this is a massive step forward [ forward towards caliphate? ].

    09:05 – 2. Juni 2018

    ___ps://twitter.com/NimkoAli/status/1002944184855212035

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    دار الإفتاء المصرية
    Dār al-Iftāʾ al-Miṣriyya
    Ägyptisches Fatwa-Amt

    https://en.wikipedia.org/wiki/Dar_al-Ifta_al-Misriyyah

    https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84gyptisches_Fatwa-Amt

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    Ägypten: Fatwa-Amt (Dar al-Ifta) erlaubt (!) FGM

    CAIRO – 31 May 2018: Egyptian Dar al-Iftaa declared that female genital mutilation (FGM) is religiously forbidden on May 30, 2018, adding that banning FGM should be a religious duty due to its harmful effects on the body.

    Dar al-Iftaa also explained that FGM is not mentioned in Islamic laws (…)

    Das kann sich nur auf FGM Typ III beziehen. Der Rest der Aussage ist gelogen. Die Scharia verlangt mindestens für Schafiiten die FGM, keine sunnitische Rechtsschule verbietet sie.

    The Minister of Health and the Administrative Court of Justice decided that “FGM should be banned in hospitals and public/private clinics. And it should only be done if the female suffers from a serious disease, which is decided by the head of the department of Gynecology based on a doctor’s recommendation.”

    Sobald das Mädchen oder die Frau sexsüchtig ist oder durch die wackelnde Straßenbahn sexuell erregt wird (vgl. das MEMRI-Video mit Zarrar und Wahdan), liegt ja möglicherweise eine „serious disease“ vor und kann der Gynäkologe auf Arztempfehlung hin die FGM durchführen.

    Das Fatwa-Amt macht sich noch ein bisschen Sorgen um modernes Operationsbesteck und allgemeine Hygiene, Keimfreiheit:

    Dar al-Iftaa stressed that if the surgery doesn’t have the necessary tools, sanitary requirements and the approval of a certified doctor that the patient is ill and is in need to remove this part of her body, then it’s considered illegal and religiously forbidden, and it should be banned.

    Operationswerkzeug intakt? Alles fein hygienisch, steril? Ein ägyptischer Doktor in Greifweite, der attestiert, dass der Patientin ein Körperteil abgeschnitten werden muss? Dann frisch und fromm zur Sache, denn jetzt ist die FGM islamisch NICHT verboten.

    Einfach genau lesen.

    Quelle: Egypt Today (Giza) | Female Genital Mutilation is declared religiously forbidden in Islam | by Menna Saad | 31.05.2018

    http://www.egypttoday.com/Article/2/51304/Female-Genital-Mutilation-is-declared-religiously-forbidden-in-Islam

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    أزمة جديدة بسبب تصريح «أزهري» حول ختان الإناث

    (…) رقم 66386 بتاريخ 30 مايو 2018 (…)
    Fatwa Nummer 66386 vom 30.05.2018 / 30 Mai 2018

    https://akhbarelyom.com/news/newdetails/2679124/1/%D8%A3%D8%B2%D9%85%D8%A9-%D8%AC%D8%AF%D9%8A%D8%AF%D8%A9-%D8%A8%D8%B3%D8%A8%D8%A8-%D8%AA%D8%B5%D8%B1%D9%8A%D8%AD-%D8%A3%D8%B2%D9%87%D8%B1%D9%8A-%D8%AD%D9%88%D9%84-%D8%AE%D8%AA%D8%A7%D9%86-%D8%A7%D9%84%D8%A5%D9%86%D8%A7%D8%AB

    … ebenfalls besagter Fatwa Nummer 66386

    http://www.ahewar.org/news/s.news.asp?nid=3073429

    ist vorsichtig bzw. unterlässt, worauf es ankäme:
    Tadwein / تدوين (Kairo) Gender Research Centre @tadwein
    _ttps://www.facebook.com/Tadwein/posts/932663616896592
    _ttps://www.facebook.com/Tadwein/posts/934028783426742
    … und verlinkt zu
    elFasla
    دار الإفتاء حرمت ختان الإناث
    _ttp://www.elfasla.com/Buzz/Egyptian-Dar-Al-Iftaa-Declares-Female-Genital-Mutilation

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  10. kopte Says:

    ich frage mich, wie es einen islam unterricht ohne mohammed geben kann. wenn die blutige biographie, und das ist die einzige anerkannte von ibn hisham, dazuzählt, dann gute nacht europa.

  11. Cees van der Duin Says:

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    (…) Der Präsident der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), Bischof Christopher Hill, verwies in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Rat der Europäischen Bischofskonferenzen CCEE darauf, dass es wichtig sei, eine Beschneidung unter medizinisch angemessenen Umständen durchführen zu können, um die Gesundheit des Kindes nicht zu gefährden. Die Legalität der Beschneidung sei hierzu Voraussetzung. Da in vielen Ländern Beschneidungen auch ohne religiösen Hintergrund vorgenommen werden, hält er das Argument, eine Beschneidung sei ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit, für nicht ausreichend. Für ihn bedeutet der Gesetzesentwurf eine Einschränkung der Religions- und Glaubensfreiheit.

    Kardinal Angelo Bagnasco, Präsident der CCEE, rief auch in Erinnerung, dass es für die katholische Kirche ein besonderes Anliegen sei, „die Rechte der Kinder zu verteidigen, zu dem auch das Recht und die Pflicht der Familie gehört, ihre Kinder ihren eigenen religiösen Überzeugungen entsprechend zu erziehen.“

    Diese [ intaktivistische, kinderfreundliche; Anm. ] Initiative richte sich somit gegen die Religionsfreiheit und die Grundlagen der Demokratie, „die eine Zivilgesellschaft ausmachen“. (…)

    In Island könnten Beschneidungen verboten werden | (pm – nv) | Vatican News | 15.03.2018, 15:20

    https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2018-03/beschneidung-island-islam-judentum-religionsfreiheit.html

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    Vatican News ist das neue Portal des Heiligen Stuhls. Es ist das Ergebnis eines gemeinsamen Weges, der am 27. Juni 2015 mit dem Motu Proprio von Papst Franziskus seinen Anfang nimmt.

    https://www.vaticannews.va/de/ueber-uns.html

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    Franziskus findet würdevolles Schlagen von Kindern okay – WELT

    06.02.2015 – Seine Kinder zu schlagen ist aus Sicht von Papst Franziskus in Ordnung – solange dabei deren Würde geachtet werde.

    https://www.welt.de/politik/ausland/article137175452/Papst-findet-wuerdevolles-Schlagen-von-Kindern-okay.html

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    Le pape François
    Papst Franziskus

    Kinder hauen ja, aber würdevoll, das versteht sich doch

    „Ce pape est particulièrement humain, mais tout homme peut se tromper. En affirmant qu’il est normal de frapper [un enfant] si cela se fait dans la dignité, il se fourvoie totalement“.

    https://www.francetvinfo.fr/monde/vatican/pape-francois/les-declarations-du-pape-favorables-a-la-fessee-tres-critiquees_818025.html

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  12. Jacques Auvergne Says:

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    Die „Beobachtungsstelle zur Dokumentation von Islamophobie“ (Observatory for Monitoring Islamophobia bzw. Islamophobia observatory department; kooperiert mit Ägyptischem Fatwa-Rat) ist hochfreut: es hat sich ein „Weltkonzil für muslimische Minderheiten“ (World Council of Muslim Minorities) gegründet mit Sitz in Abu Dhabi

    Egypt’s Dar al-Ifta Observatory for Monitoring Islamophobia Praises the Launch of Abu Dhabi’s World Council of Muslim Minorities

    http://eng.dar-alifta.org/foreign/ViewArticle.aspx?ID=5771&CategoryID=1

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    (…) The aim of this council is to support the said minority in times of hardships that they might face because of their faith and Islamophobia caused by negative beliefs towards the religion of Islam.

    Located in Abu Dhabi, the supreme committee that organized the international conference of the Muslim minorities, announced the launch of an international council named „The International Council of Muslim Minorities“. The council’s headquarters will be located in Abu Dhabi. (…)

    The Muslim minority observatory department in Egypt’s Dar al-Ifta is aiming to demolish the racist views towards Islam, by creating new means of communication with different recipients and entities, especially in the fields of media and research, in the hope of clarifying and changing any negative beliefs towards Islam. (…)

    Another approach is to (…) spread the knowledge of Islam to the world (…) to change the way the world thinks of Islam and to support and serve the needs of the Muslims worldwide.

    Dar al-Ifta establishes World Council of Muslim minorities | Egypt Today | 22.04.2018

    https://www.egypttoday.com/Article/1/48412/Dar-Al-Ifta-establishes-World-Council-of-Muslim-minorities

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  13. 1+1=2 Says:

    „(…) KNMG legt dar, dass es gute Gründe gäbe, die Beschneidung zu ächten, obwohl man sich der tief religiösen, symbolischen und kulturellen Hintergründe bewusst sei, doch würde ein Verbot wohl dazu führen, diese Praxis in die Illegalität zu treiben und deshalb eher kontraproduktiv wirken. In den Niederlanden werden jedes Jahr ca. 15.000 Knaben beschnitten. Die meisten sind Kinder von Muslimen oder Juden.

    Der Chef-Ethiker der KNMG, Gert van Dijk führt aus: „Wir sind überzeugt, dass die Beschneidung eine nicht notwendige Operationsform darstellt. Der Patient muss zu einer Operation sein Einverständnis erklären, doch ist ein Kind dazu unfähig und wir glauben, dass Beschneidung einfach falsch und eine Verletzung des Rechts des Kindes ist. Unsere Ethikvorschriften in der Medizin verbieten, dem Patienten Schaden zuzufügen, doch Beschneidung bedeutet genau dies.“ (…)“ ( erziehungstrends )

    ( erziehungstrends [ Vorsicht Sekte! ] 2011 )

    http://www.erziehungstrends.net/Holland-Euthansie-Beschneidung

    _

    “ Chefredakteur von erziehungstrends ist Horst Hennert [ von der Sekte Opus Dei ]. Er lebt in Berlin und ist Geschäftsführer der Fördergemeinschaft für Schulen in freier Trägerschaft. Zudem Herausgeber der „Gelben Reihe“ “

    http://www.erziehungstrends.net/ueber_uns

    _

    Numerarier Horst Hennert lebt in Sühne und Enthaltsamkeit [ tja, besser etwas frivol und dafür ganz ohne religiöse FGM / MGM ]

    29.04.2013

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/leben-mit-opus-dei-numerarier-horst-hennert-lebt-in-suehne-und-enthaltsamkeit-/8135802-2.html

    _

    “ [ Der katholische Laienbund Opus Dei ] In Deutschland hat die Organisation rund 600 Mitglieder. Einer der mächtigsten Männer ist Horst Hennert (69). Der ehemalige Deutsch-Lehrer leitet die Berlin-Zentrale. Als Jugendlicher wollte er „eine Familie mit zehn Kindern“. Mit 20 trennte er sich von seiner Freundin und schloss sich Opus Dei an. “

    Die Berliner Kapelle der Qualen | 22.11.2013

    https://www.bz-berlin.de/artikel-archiv/die-berliner-kapelle-der-qualen

    _

  14. eekhoorntje Says:

    Philip Veerman plappert seit 1992, – seit 26 Jahren! – äquidistant über male GM (genital mutilation)

    _______

    Philip E. Veerman, The Rights of the Child and the Changing Image of Childhood, Martinus Nijhoff, Dordrecht, 1992, pp. 184-185.

    _______

    (…) Veerman considers the Convention on the Rights of the Child to be innovative, for, among other things, „[I]t will be the first binding instrument that specifically states that „traditional practices“ such as female circumcision (…) are harmful.“56 It is, according to Veerman, generally known that the „traditional practices“ named in Article 24(3) refer in the first place to female genital mutilation, and that these vague terms are used in order to avoid problems.57 The question is whether the article is also applicable to male circumcision. If one considers the latter procedure not „an infringement upon the health or rights of boys and young men as it implies no permanent damage to health,“58 then Article 24(3) is not relevant. However, given the fact that male circumcision is painful and can have harmful implications, one could also argue that this custom also falls under the definition, especially because of the vague terms used. (…)

    [ Sie schadet, schädigt lebenslang, die Zirkumzision – jede, man rede gar nicht erst hastig von den (oft schlimmen) Komplikationen. ]

    Q u e l l e

    Jacqueline Smith. Male Circumcision and the Rights of the Child. In: Mielle Bulterman, Aart Hendriks and Jacqueline Smith (Eds.), To Baehr in Our Minds: Essays in Human Rights from the Heart of the Netherlands (SIM Special No. 21). Netherlands Institute of Human Rights (SIM), University of Utrecht, Utrecht, Netherlands, 1998: pp. 465-498.

    http://www.cirp.org/library/legal/smith/

  15. eekhoorntje Says:

    The Ideologies of children’s rights / edited by Michael Freeman and Philip Veerman

    Dordrecht ; Boston : M. Nijhoff Publishers ; Norwell, MA : Sold and distributed in the U.S.A. and Canada by Kluwer Academic Publishers, 1992

    [ Towards a More Integrated Base for the Children’s Rights Movement: Objectives and Outcome of the First International Interdisciplinary Study-Group on Children’s Rights ]

    https://catalogue.nla.gov.au/Record/1081758?lookfor=author:%22Veerman,%20Philip%20E%22&offset=3&max=3

  16. Adriaan Broekhuizen Says:

    Circumcision should not be performed before the girl or boy is 18 years old.

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    Doctors Opposing Circumcision – D.O.C. –

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    Eliyahu Ungar-Sargon: Culture is Changing

    Independent filmmaker Eliyahu Ungar-Sargon discusses the experiences that informed his film, Cut: Slicing Through the Myths of Circumcision.

    https://www.cutthefilm.com/

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    „Säuglinge nicht mit dem Messer willkommen heißen“ – Jüdischer Beschneidungskritiker Jerome Segal

    [ Dr. Jérôme Segal ist Koordinator eines Doktoratskollegs an der Universität Wien und Assistenzprofessor an der Universität Paris-Sorbonne ]

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    Jerome Segal interviewt von Teresa Arrieta: „Als Jude sage ich, Beschneidung ist barbarisch“

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    Gastkommentar von Jérôme Segal:

    „Aber es steht in der Tora!“

    ( profil (Wien) 03.05.2014 )

    „… Heute gibt es immer mehr Juden, vor allem in Israel und in den Vereinigten Staaten, die statt der ‚Brit Mila‘ eine ‚Brit Shalom‘ praktizieren, bei der man Neugeborene in der Gemeinde ohne Verstümmelung willkommen heißt. In Österreich sind Piercing-Eingriffe erst ab 14 Jahren erlaubt, Tattoos ab 16 – warum gestattet man die Vorhautamputation im Alter von acht Tagen oder sieben bis neun Jahren bei den Muslimen? …“

    https://www.profil.at/ausland/gastkommentar-jerome-segal-aber-tora-374834

    Kommentarbereich schreibt Jérôme SEGAL (jsegal) am 04.05.2014

    „Re: Ich bin selbst beschnitten… Sicher kann man mit einem Schwarz-Weiß-Fernseher zufrieden sein, und sicher kann mit einem mono Plattenspieler glücklich sein. Keine Frage. In dem Fall hat aber die Natur Farbfernseher und Stereoanlagen vorgesehen.“

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    WWDOGA 2018 – Önder Özgeday [4/18]

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    Circumcision & Human Rights

    Morris L. Sorrells, M.D. discusses our evolving understanding of human rights and how these pertain to infant circumcision.

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    En 18 års aldersgrænse for omskæring

    … vi foreslår at børn under 18 år beskyttes mod omskæring.

  17. 1+1=2 Says:

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    Over 400 Doctors Support Circumcision Ban | Iceland Review

    22.02.2018 – More than 400 Icelandic doctors have signed a statement expressing their support of the bill proposing a ban on circumcising boys.

    http://icelandreview.com/news/2018/02/22/over-400-doctors-support-circumcision-ban

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    Über 400 Ärzte unterstützen Beschneidungsverbot

    von Dagmar Trodler | Iceland Review (Reykjavik) | 24.02.2018

    Über 400 isländische Mediziner haben eine Erklärung unterzeichnet, mit der sie eine Gesetzesvorlage zum Verbot der Beschneidung von Juungen unterstützen, berichtet RÚV. (…)

    http://icelandreview.com/de/news/2018/02/24/ueber-400-aerzte-unterstuetzen-beschneidungsverbot

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  18. Cees van der Duin Says:

    Der von Intact Denmark eingereichte Bürgervorschlag

    Einführung des Mindestalters von 18 Jahren in Bezug auf die Beschneidung gesunder Kinder

    Indførelse af 18 års mindstealder for omskæring af raske børn

    ID: FT-00124

    Folketinget pålægger regeringen at fremsætte lovforslag, der indfører en kønsneutral mindstealder på 18 år for omskæring, som ikke er nødvendig af helbredsmæssige årsager. (…)

    [ „Das Parlament verpflichtet die Regierung, Gesetzesvorlagen vorzulegen, die ein geschlechtsneutrales Alter von 18 Jahren für jede Beschneidung vorsehen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht notwendig ist. (…)“ ]

    https://www.borgerforslag.dk/se-og-stoet-forslag/?Id=FT-00124

    https://intactdenmark.wordpress.com/2018/02/28/borgerforslag-stoet-18-aars-mindstealder-for-omskaering/

  19. Edward von Roy Says:

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    BayArea Intactivists @BAIntactivists
    Antwort an @dr_veerman Dr Philip Veerman 29.05.2018

    If your religious or cultural identity depends on cutting the genitals of children, perhaps it is time to reexamine what values you want to pass on to the next generation.

    Wenn Ihre religiöse oder kulturelle Identität davon abhängt, die Genitalien von Kindern zu schneiden, ist es vielleicht an der Zeit, erneut zu prüfen, welche Werte Sie an die nächste Generation weitergeben möchten.

    29.05.2018 22:35 – 29. Mai 2018

    _ttps://twitter.com/BAIntactivists/status/1001698615075762176

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    Neue App aus Malaysia hilft dabei, Jungen zu überlisten, sich verstümmeln zu lassen: BraveBoy

    Regional Conference on Science, Technology and Social Sciences (RCSTSS 2016) pp 119-127 | Cite as

    Persuasive Multimedia Application for Children Readiness Towards Circumcision

    Authors

    Raudzatul Fathiyah Mohd Said
    Norzilah Musa
    Norzehan Sakamat
    Noorazida Mohd Idris

    Pusat Asasi, Universiti Teknologi
    MARA Cawangan
    Selangor Kampus
    Malaysia

    Abstract

    Nowadays, there are many educational software products that have incorporated motivational factors for assisting parents and teachers in persuading, convincing and motivating children to change their existing perception or behaviour. Different combinations of persuasive approaches work with different children, as verbal persuasive alone is not sufficient in changing children’s behaviour. The lack of existing applications to assist parents in persuading boys to undertake the circumcision procedure has motivated this study. A survey was conducted in order to determine the factors that might influence children to undergo circumcision. Rasch Measurement Model is used for validating and analysing the collected data. Results from this analysis are used for designing a knowledge management framework, which in turn will be used as a base for developing a multimedia prototype called BraveBoy. The strength of this framework is in its combination of different knowledge sources on circumcision procedures for boys, blended with various persuasive techniques to form an effective strategy.

    https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-981-13-0074-5_11

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    Demnächst ja vielleicht auch für die Mädchen … „Persuasive Multimedia Application for Children Readiness Towards Circumcision: App BraveGirl – say Yes to Khatna (khitan bagi wanita, sunat perempuan)“ … wer weiß?

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  20. eekhoorntje Says:

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    Plötzlicher Kindstod, SIDS, plötzlicher Säuglingstod, Krippentod, mors subita infantium

    Männliche Säuglinge sind mit 60 % stärker betroffen als weibliche. Zwei Drittel der Todesfälle ereignen sich in den Wintermonaten.

    Risikofaktoren

    https://de.wikipedia.org/wiki/Pl%C3%B6tzlicher_Kindstod#Risikofaktoren

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    Plötzlicher Kindstod / SIDS und männliche sogenannte Beschneidung des Neugeborenen / male neonatal circumcision – besteht ein Zusammenhang? Eran Elhaik findet heraus: Ja

    Adversarial childhood events are associated with Sudden Infant Death Syndrome (SIDS): an ecological study

    Eran Elhaik
    doi: https://doi.org/10.1101/339465

    Abstract

    Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) is the most common cause of postneonatal infant death. The allostatic load hypothesis posits that SIDS is the result of perinatal cumulative painful, stressful, or traumatic exposures that tax neonatal regulatory systems. To test it, we explored the relationships between SIDS and two common stressors, male neonatal circumcision (MNC) and prematurity (…)

    https://www.biorxiv.org/content/early/2018/06/07/339465

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    Eran Elhaik (born 1980 in Israel) is an Israeli-American geneticist and bioinformatician. His research uses computational, statistical, epidemiological and mathematical approaches to fields such as complex disorders, population genetics, personalised medicine, molecular evolution, genomics, paleogenomics and epigenetics.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Eran_Elhaik

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    Rheinland oder Kaukasus?

    ( Der amerikanische Forscher Eran Elhaik frischt die Chasaren-Hypothese wieder auf )

    24.01.2013 auf Jüdische Allgemeine
    – von Ingo Way

    https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15024

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    ca. min 1:55 – 2:10

    Dan Bollinger estimated that approximately 119 infant boys die from circumcision

    Joe Rogan Rants About Circumcision

    _ttps://www.youtube.com/watch?v=XO_k19EzCrw&feature=youtu.be

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    Bollinger estimated that approximately 119 infant boys die from circumcision-related each year in the U.S. (1.3% of all male neonatal deaths from all causes).

    Circumcision Deaths | CIRP

    http://www.cirp.org/library/death/

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    Dan Bollinger
    Lost boys: An estimate of U.S. circumcision-related infant deaths
    Thymos: Journal of Boyhood Studies Volume 5, Number 1 (Spring 2010)

    http://www.academia.edu/6394940/Lost_Boys_An_Estimate_of_U.S._Circumcision-Related_Infant_Deaths

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  21. Cees van der Duin Says:

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    Mutilated Humanity
    Ashley Montagu

    Presented at The Second International Symposium on Circumcision, San Francisco, California, April 30-May 3, 1991.

    „… the practice of circumcision, an archaic ritual mutilation that has no justification whatever and no place in a civilized society.“

    http://www.nocirc.org/symposia/second/montagu.html

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  22. S' chrüücht es Schnäggli ... s' Bergli uuf Says:

    ::

    (In einer Petition fordern Teile der Bevölkerung von Dänemark die Einführung eines Verbots von Beschneidungen bei Minderjährigen.)

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    infoSPERBER (Schweiz) am 16.06.2018

    Beschneidung erst ab 18 Jahren: Juden und Moslems schockiert

    [ Nicht ganz. Wenige Juden und sogar die ersten Muslime wollen keine rituelle genitale sog. Beschneidung an Menschen unter 18 Jahren mehr, manche davon unterstützen den Plan für ein isländisches oder dänisches Beschneidungsverbot. ]

    Tobias Tscherrig / 16. Jun 2018 – Dänemarks Parlament muss über ein Verbot von Beschneidungen Unmündiger abstimmen. Das Kindsrecht komme vor der Religion.

    … Im Gegensatz zu Parlament und Regierung unterstützt die dänische Bevölkerung die Petition. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens «Megafon» hatte ergeben, dass 83 Prozent der dänischen Wähler ein Verbot der Beschneidung von Minderjährigen befürworten. …

    https://www.infosperber.ch/Artikel/FreiheitRecht/Beschneidung-erst-ab-18-Jahren-Das-Dilemma-von-Danemark

    ::

  23. 1+1=2 Says:

    ( Clayton County State Court Judge Shalonda Jones-Parker wrote that a doctor and nurse at a Riverdale pediatric clinic had a duty to preserve tissue accidentally sliced from an infant’s penis. )

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    Judge Strikes Defenses in Botched Circumcision Case

    By Greg Land | 22.06.2018

    A Clayton County judge struck the defenses of a Riverdale medical practice and a doctor and nurse as a sanction for spoliation after determining that the severed tip of an infant’s penis—which had been stored in a refrigerator following an allegedly botched circumcision—was discarded after it became known that litigation was underway.

    The order by State Court Judge Shalonda Jones-Parker said the destruction of the tissue, along with the clinic’s cleaning and returning to service a medical clamp used in the procedure, deprived the child’s mother (…)

    After consulting with the clinic’s owner, Anne Sigouin, Register called Willis’ treating pediatrician, Abigail Kamishlian, and told her that the glans—the rounded tip of the penis—“had been severed during circumcision.” (…)

    As to the Mogen clamp, (…)

    https://www.law.com/dailyreportonline/2018/06/22/judge-strikes-defenses-in-botched-circumcision-case/?slreturn=20180528123732

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    (…) On October 21, 2013, baby DeJuan Williams’ mother brought him to a medical clinic in Clayton County, Georgia where he was scheduled to be circumcised by a nurse midwife.

    “The child went in for a circumcision with a nurse midwife in Clinton County when he was three weeks old,” says attorney Jonathan Johnson from the Jonathan Johnson Attorneys at Law in Atlanta, Georgia. “The nurse midwife accidentally severed a portion of his penis. It is the end of the penis called the glans.”

    Glans is Latin for the word acorn and refers to the shape of the hyper sensitive tip of the male penis. (…)

    [ Unsinn, Amerikaner! Hochempfindlich (hyper sensitive) ist nicht die Eichel (glans), sondern ist – oder vielmehr war – das, was ihr kulturell bedingt und wissenschaftsfeindlich jeden Tag so gerne amputiert, die penile Vorhaut. ]

    In the process, the complaint says, the midwife “amputated the glans of DeJuan Williams’ penis by placing and using the Mogen Clamp in an attempt to perform a circumcision on the infant.” (…)

    [ Die männliche Vorhaut als das Zentrum der Lust entspricht der Klitoris. Jede Zirkumzision beschädigt lebenslang, einer FGM Typ Ib vergleichbar – nicht nur die verpfuschte (botched) MGM. ]

    _ttp://intaction.org/circumcision-news/

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  24. Pelikan Says:

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    FGM = FGM Type I, II, III, IV (WHO | Classification of female genital mutilation).

    Not the clitoral foreskin (that would be a FGM Type Ia), but the clitoris is often referred to as ‚haraam ki boti‘ or immoral lump of flesh and is removed in order to fulfil religion. The Dawoodi Bohra community, a Shia sub-sect, practises FGM in the form of khatna or khafD (female circumcision), which often involves the total or partial removal of the clitoris (FGM Type Ib).

    Any form of FGM should be banned everywhere.

    __
    __

    Etwas zum Thema Islamic FGM bringt The Wire (Indien).

    Auch die indischen Bohra begehen – möglicherweise seit Jahrhunderten sowie völlig gezielt – ein Äquivalent zur FGM Typ Ib gemäß WHO-Klassifikation, also eine Klitoris(teil)amputation, und damit gerade nicht lediglich eine FGM Typ Ia.

    Vartika Neeraj sollte nicht (ggf. versehentlich) die Strategie von Scheich Nuh Ha Mim Keller (USA) und Asiff Hussein (Sri Lanka) bestärken, die behaupten, die islamische ChafD / Chatna ziele nie auf eine Verstümmelung des baZr (بظر), der Klitoris.

    Warum nur gibt es dieses gierige Bedürfnis nach einer die Klitoris unbedingt bewahrenden Religion nach Koran und Sunna – will man auf einen Kompromiss hinarbeiten nach dem Motto: Ein bisschen (FGM Typ Ia oder IV) die Mädchen beschneiden ist nicht schlimm und den Muslimen weltweit zu erlauben?

    Einen verlässlich klitorisschützenden Islam gibt es weder schiitisch noch sunnitisch.

    Noch die geringst invasive Form der FGM muss verboten bleiben bzw. werden, auch der rituelle Einschnitt oder Nadelstich.

    .

    Vartika Neeraj | Genital Mutilation Plagues Thousands of Bohra Women in IndiaThe clitoral hood is often referred to as ‚haraam ki boti‘ or immoral lump of flesh and is removed in order to ’suppress‘ sexual urges in a woman. | The Wire 23.07.2018 |

    https://thewire.in/women/genital-mutilation-plagues-thousands-of-bohra-women-in-india

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  25. Adriaan Broekhuizen Says:

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    ( ERLANGEN. (hpd) Mit einem „evidenzbasierten Blick auf die Beschneidungsdebatte“ will Hendrik Pekárek die Risiken und Vorteile der Zwangsbeschneidung Neugeborener unvoreingenommen bewerten. Den zentralen Aspekt jedoch leugnet er: Es ist keine medizinische, sondern eine ethische Frage. )

    Evidenz ohne Ethik

    von: Harald Stücker | hpd 24.01.2014

    https://hpd.de/node/17669

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    – Zitat –

    Hendrik Pekárek hat Ende des vergangenen Jahres in der Zeitschrift für Internationale Strafrechtsdogmatik einen „evidenzbasierte[n] Blick auf die Beschneidungsdebatte“ geworfen. Pekárek ist Research Fellow und Doktorand bei den Berliner Studien zum Jüdischen Recht an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er geht den medizinischen Argumenten nach, die in der juristischen Diskussion für oder wider die medizinisch nicht indizierte Knabenbeschneidung ins Feld geführt worden sind. Der Versuch: die verwendeten medizinischen Studien auf ihre Beweiskraft zu untersuchen und ihnen widersprechende Studien gegenüberzustellen. Die evidenzbasierte Medizin liefert ihm dafür Kriterien wie das Studiendesign, das Publikationsmedium und das Vorliegen von Interessenkonflikten. Das Ergebnis: Die Auswahl vieler von den Beschneidungsgegnern in Bezug genommener Quellen in dieser Debatte ist angreifbar. Damit geht eine inhaltliche Pointe einher: Während die Beschneidungsgegner die gesundheitlichen Gefahren der Zirkumzision überschätzten, unterschätzten sie ihre Vorteile. Nur die Forderung nach effektiver Schmerzbehandlung lasse sich empirisch überzeugend untermauern. Allein aufgrund der Risiken und Auswirkungen der Beschneidung könne den Eltern die Möglichkeit einer rechtfertigenden Einwilligung schwerlich verweigert werden.

    – Zitatende –

    Evident daneben: eine Antwort auf Holm Putzke | von: Johannes Bethge, Lara Zwiffelhoffer | am 10.03.2014 auf: Verfassungsblog |

    https://verfassungsblog.de/evident-daneben-antwort-auf-holm-putzke/

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    Ein evidenzbasierter Blick auf die Beschneidungsdebatte

    von: Hendrik Pekárek, Berlin

    http://www.zis-online.com/dat/artikel/2013_12_786.pdf

    Circumcision Indecision in Germany

    author: Hendrik Pekárek
    source: Journal of Law, Religion and State, Volume 4, Issue 1, pages 1 – 48

    http://booksandjournals.brillonline.com/content/journals/10.1163/22124810-00401001

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    Deutscher Bundestag
    Sachstand
    WD 2 – 3000 – 034/18

    [ Die Istanbul-Konvention / Istanbulkonvention ist bekanntlich pro FGM Typ I und IV ]

    06. April 2018 / 06.04.2018

    Weibliche Genitalverstümmelung im menschenrechtlichen Kontext | Völkerrechtliche Vorgaben und Anforderung an deren nationale Umsetzung

    https://www.bundestag.de/blob/557652/45473f1d675e8544357d02bfa60a55b4/wd-2-034-18-pdf-data.pdf

    .

    Wissenschaftliche Dienste
    Deutscher Bundestag 2018
    WD 7 – 3000 – 075/18
    20. April 2018 / 20.04.2018

    Strafbarkeit der Beschneidung von Mädchen, insbesondere in Fällen mit Auslandsbezug

    (…) [ Islam = Islamic FGM = Chitan al-inath, sunat perempuan, Chatna / khatna, khafD / khafz ]

    Bei dieser Frage ist allerdings auch zu berücksichtigen, dass sich die betroffene Frau möglicherweise aus bestimmten religiösen oder traditionellen Gründen und in Kenntnis der Bedeutung, Nachwirkungen und Folgen einer Genitalverstümmelung trotzdem für diese entscheidet. (…)

    (…) steht dann die Frage im Raum, ob die Eltern für ihre Tochter einwilligen können. Grundsätzlich unterliegt das sexuelle Selbstbestimmungsrecht der alleinigen Disposition des Rechtsgutsinhabers, hier der Minderjährigen. Die Eltern können daher nur dann in die Beschneidung ihrer Tochter einwilligen, wenn die Maßnahme vom elterlichen Sorgerecht umfasst ist. (…)

    Die Eltern können folglich nicht wirksam in die Genitalverstümmelung ihrer Tochter einwilligen. (…) [ Anmerkung: laut Istanbul Convention sowie gemäß Pekárek sind die FGM Typen Ia Klitorisvorhautamputation und IV nicht gemeint – fordern wir also: § 226a StGB muss dringend nachgebessert werden im Sinne der keinesfalls aufzuspaltenden WHO-Kategorie zur FGM ]

    Hiermit wird noch einmal der gravierende Unterschied zur männlichen Beschneidung [ bei FGM Typ Ib oder II besteht kein Unterschied zwischen FGM und MGM ] deutlich. Denn bei dieser ist die Einwilligung der Eltern in die Beschneidung nach § 1631d BGB von der Personensorge umfasst. Damit hat der Gesetzgeber deutlich gemacht, dass er die männliche Beschneidung als regelmäßig erlaubte Handlung einstuft. (…) [ schlimm genug … § 1631d BGB ist verfassungswidrig und zu streichen, denn Jungen sind ebenso zu schützen wie Mädchen: hundertprozentige Genital Intactness bis zum 18. Geburtstag – also Ja zum Verbot der Sunna-FGM, dabei auch der sogenannten milden Sunna ]

    [ Pekárek in Fußnote 8 ( Ein evidenzbasierter Blick auf die Beschneidungsdebatte ) – der WD belügt sich oder die Öffentlichkeit folgendermaßen, obgleich eine jede Zirkumzision mit einer FGm Typ Ib – Klitoridektomie – vergleichbar ist in Bezug auf den lebenslangen sensitiv-sexuellen Schaden – siehe Sorrells et al., siehe M. Frisch (Dänemark) et al. ]

    Im Rahmen einer Beschneidung von Jungen und Männern wird die Penisvorhaut beschnitten. Dies stellt – im Vergleich mit der weiblichen „Beschneidung“ – einen relativ geringen Eingriff dar, mit dem keine schwerwiegenden Komplikationen und Risiken verbunden sind.

    [ Risiken reichen von Penisverletzungen inklusiv Harnröhrenverletzungen und von hässlicher Narbenbildung über Hautbrückenbildung bis hin zu Sepsis ggf. bei Verlust des Penis und sogar bis hin zum Tod – ist das den WD noch nicht genug Risiko, hm? ]

    [ Nicht die nahezu ausschließlich Nozizeptoren (können nur Unwohlsein und Schmerz detektieren und ans Gehirn weiterleiten) beinhaltende penile Glans (Eichel), das Präputium (Vorhaut) ist das Zentrum der männlichen Lust. Die sogenannte Jungenbeschneidung – die männliche Genitalverstümmelung – schädigt so vergleichsweise genau sehr wie die Klitoridektomie (FGM Typ Ib) oder die Amputation der kleinen Labien (FGM Typ II). ]

    https://www.bundestag.de/blob/557600/f56055a9a0d7a4dc25096a798d8c8569/wd-7-075-18-pdf-data.pdf

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    Wissenschaftliche Dienste ( WD )
    Dokumentation
    2018
    Deutscher Bundestag
    WD 9 – 3000 – 023/18
    24. April 2018 / 24.04.2018
    Fachbereich: WD 9 : Gesundheit, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

    [ Wir wissen: Kein Islam ohne FGM ]

    [ Die WD verstecken sich hinter der zum Islam desinformierten oder desinformierenden Bundesärztekammer, obwohl, die WD können es wissen, der Islam mindestens der sunnitischen Schafiiten und schiitischen Bohra z. B. Dawoodi Bohra die weibliche Genitalverstümmelung religionsrechtlich (islamisch) zwingend erfordert ]

    „Auch ein Hinweis, dass FGM von allen großen Religionen abgelehnt wird, kann hilfreich sein.“

    Weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland | Gesundheitliche Auswirkungen und Präventionsmaßnahmen

    https://www.bundestag.de/blob/557698/259d14b816ce5ada304073c98eefa069/wd-9—023-18-pdf-data.pdf

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    Nicht erst seit dem 05.02.2017 ist der Bundestag über die regelmäßige schwere körperliche Schädigung und das zusätzliche hohe Komplikationsrisiko jeder Zirkumzision informiert und stellt sich dumm.

    Desinformierte jedenfalls desinformierende Wissenschaftliche Dienste sind den pflichtvergessenen Kinderfeinden und Parlamentariern zum Dummstellen allerdings unerlässlich.

    Offener Brief von Edward von Roy an den Deutschen Bundestag.

    5. Februar 2017

    Der Deutsche Bundestag im Januar 2017 und die rituelle Zirkumzision

    Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident Lammert, sehr geehrte Damen und Herren Bundestagsabgeordnete,

    was wir stets im Gedächtnis behalten sollten. Erstens. In den Sagen oder Schriften der beschneidenden Völker unserer einen, unteilbaren Menschheit wird es angedeutet: Es gab eine Zeit vor der Beschneidung, vor der weiblichen (FGM) bzw. männlichen (MGM) Genitalverstümmelung. Zweitens: Die Kritik an der Beschneidung ist so alt wie die Beschneidung selbst, auch wenn sie, der Gruppendruck gibt es vor, üblicherweise nicht verbalisiert werden darf – die älteren Jungen spüren Angst und Schmerz, das Baby schreit, auch das ist Kritik.

    Die Beschneidungskritik der vergangenen Jahrzehnte ist einem hohen Anspruch treu geblieben, um nur einen Namen und ein Ereignis zu nennen: Ashley Montagu geboren als Israel Ehrenberg (1905 – 1999) und das Symposium on Circumcision, 3. März 1989 in Anaheim, Kalifornien, USA.

    […]

    In Ihrer 128. Sitzung am Donnerstag, dem 26. Januar 2017 behandelten Sie Pet 4-18-07-403 als eine Petition gegen § 1631d BGB Beschneidung des männlichen Kindes, Text der Eingabe: „Mit der Petition wird gefordert, das Beschneidungsgesetz (§ 1631d BGB) abzuschaffen oder zu ändern.“ Der Deutsche Bundestag stellte sie online und ließ sie diskutieren als Petition 65714 Familienrecht – Abschaffung oder Änderung des § 1631d BGB vom 14.05.2016 (Mitzeichnungsfrist: 13.07.2016, Anzahl Mitzeichner: 126, Anzahl Beiträge: 38).

    Diese anatomiebezogen vielleicht eher kenntnislose, sich zudem leider auf allzu dürftige Forderungen beschränkende Petition und die vor zehn Tagen im Parlament durchgeführte Abstimmung ohne Aussprache hatten zur Folge, dass die körperbezogenen Fakten, dass die schädlichen Folgen der Jungenbeschneidung, nämlich mit FGM Typ Ib (Klitoridektomie) vergleichbar zu sein (Sorrells et al., Fine-touch pressure thresholds in the adult penis) sowie, belegt in einer Studie aus Dänemark, Ehe und Partnerschaft zu schaden (Morten Frisch et al., Male circumcision and sexual function in men and women) auch im Januar 2017 im Bundestag nicht zu vernehmen waren.

    Hingegen hat Sie der Verfasser von § 1631d Verbot der rituellen Genitalmutilation (Pet 4-17-07-451-040847) bereits am 20. Juli 2012 mit einer Petition zusätzlich auf die erheblichen Risiken jeder Jungenbeschneidung, als da sein können Sepsis, Hautbrückenbildung, Verlust des Geschlechtsorgans, Tod, hingewiesen, doch bis zum schwarzen Tag der Kinderrechte, Mittwoch 12. Dezember 2012, kamen im Deutschen Bundestag weder die medizinischen Komplikationen der Zirkumzision angemessen zur Sprache noch wagte man die (mindestens) den Schafiiten als Religionspflicht geltende Chitan al-Inath (ḫitān al-ināṯ, indonesisch sunat perempuan) zu kritisieren oder auch nur anzusprechen, die im Islamischen Recht (Scharia; Fiqh) von der Jungenbeschneidung nicht trennbare weibliche Genitalverstümmelung (FGM).

    […]

    Als Deutscher Bundestag folgten Sie der Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses, das Petitionsverfahren abzuschließen. Sammelübersicht 400 zu Petitionen: „Wer stimmt dafür? – Wer stimmt dagegen? – Wer enthält sich? – Alle dafür. Angenommen.“

    Anl. 2 z. Prot. 18/75: „Wenn ausnahmsweise das Kindeswohl gefährdet ist, scheidet eine Einwilligung aus“. Nein, das Kindeswohl ist nicht nur im seltenen Fall („ausnahmsweise“) gefährdet, sondern stets, weil einerseits, auch bei der Verlagerung in Klinik oder Arztpraxis, sog. Medikalisierung, immer Komplikationen drohen und andererseits Zirkumzision der Verlust von 10.000 bzw. 20.000 Nervenendigungen ist: der sensibelste Teil des männlichen Geschlechtsorgans wird weggeschnitten. Die Penisvorhaut ist mitnichten das sexuell-sensorische Äquivalent zur Klitorisvorhaut. Jede Jungenbeschneidung, richtiger gesagt Genitalverstümmelung, amputiert Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Ruffini, Vater-Pacini, Merkel und Meissner und entspricht nicht dem Wegschneiden der Klitorisvorhaut, nicht einer FGM Typ Ia, sondern der wesentlich schwereren Verstümmelung FGM Typ Ib als der Amputation der Klitoris.

    Die penilen Strukturen Gefurchtes Band, Frenulum und Frenulares Delta, in einem Wort: die Vorhaut, nicht die Eichel, ist der für leichte Berührung sensibelste Teil des Penis und die Dichte an Rezeptoren ähnelt, im Vergleich mit anderen Körperorganen menschlicher Anatomie, nur Zunge, Lippen, Augenlidern, Handflächen, Fingerspitzen, Brustwarzen und Klitoris. Und im Januar 2017 hält das Parlament und somit das gesetzgebende Organ der Bundesrepublik Deutschland § 1631d BGB für eine „ausgewogene Regelung“ und nennt die geltende Rechtslage „sachgerecht“? Um welche aus sachgerecht zu erschließende Sache bitte geht es? Soviel ist für den Bürger gewiss: Das Kindeswohl ist mit dieser Sache, diesem „sachgerecht“ nicht identisch und der Bundestag täte gut daran, sich auf Artikel 24 der UN-Kinderrechtskonvention zu besinnen, insbesondere auf 24 (3) Die Vertragsstaaten treffen alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen.

    Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident Lammert, sehr geehrte Damen und Herren Bundestagsabgeordnete, Sie sind aufgefordert, Ihre viereinhalb Jahre währende Verharmlosung der Zirkumzision zu beenden und die lebenslange Schädigung, die dem Jungen und späteren Mann bei jeder Beschneidung entsteht, nicht länger durch Schweigen zuzudecken. Zu einem faktenbasierten politischen Reden und Handeln gehört ebenso das Nennen der negativen Folgen, die eine Zirkumzision für den Partner hat, nachzulesen in der o. g. dänischen Studie (Male Circumcision and Sexual Function in Men and Women: A Survey-based, Cross-sectional Study in Denmark (Morten Frisch; Morten Lindholm; Morten Grønbæk).

    […]

    https://schariagegner.wordpress.com/2017/02/05/kinderrechte-sind-unantastbar/

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  26. Cees van der Duin Says:

    _

    27.09.2012

    27. September 2012

    Keine Strafe für Beschneidung

    Stellungnahme von Christine Buchholz (MdB, Mitglied im geschäftsführenden Parteivorstand), Werner Dreibus (MdB), Stefanie Graf (Mitglied im Parteivorstand), Nicole Gohlke (MdB, Mitglied im Landesvorstand DIE LINKE Bayern), Claudia Haydt (Mitglied im Vorstand der Europäischen Linken (EL)), Luc Jochimsen (MdB), Caren Lay (MdB, stellvertretende Parteivorsitzende), Bodo Ramelow (MdL, Fraktionsvorsitzender Linksfraktion Thüringen), Katina Schubert (Mitglied im geschäftsführenden Parteivorstand, Landesgeschäftsführerin DIE LINKE Berlin)

    Für jüdische und muslimische Bürgerinnen und Bürger ist die Frage existentiell, ob sie zukünftig einen wesentlichen Teil ihrer religiösen und kulturellen Tradition in Deutschland ausüben und in der von ihnen gewählten Art und Weise Beschneidungen von Jungen durchführen können. Hier sind sich konservative und liberale Jüdinnen, Juden, Muslima und Muslime einig.

    Bei der Debatte um die Beschneidung kleiner Jungen konkurrieren mehrere Rechte miteinander: das Recht auf Religionsfreiheit, das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das Recht auf religiöse Selbstbestimmung, Elternrechte, Kinderrechte. Linke müssen sich in Abwägung der Argumente und Rechtspositionen letztlich politisch positionieren. Leitmotiv dabei ist der gesellschaftliche Zusammenhalt unter Anerkennung und Respekt unterschiedlicher Lebensweisen,Weltanschauungen und religiöser Überzeugungen auf der Basis der allgemeinen Menschenrechte.

    Die Beschneidung von Jungen ist nicht vergleichbar mit der genitalen Verstümmelung von Mädchen. Analogien verbieten sich deshalb. [ Unsinn. FGM Typ Ib ist weniger invasiv, die meisten FGM Typ IV sind weniger invasiv als eine Zirkumzision. ]

    Die Debatte um Beschneidung wird begleitet von antisemitischen Klischees. Die Tatsache, dass es in Deutschland einen seit Jahren wachsenden Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus gibt, muss immer Teil der Erwägungen der LINKEN sein.

    Das Kölner Landgericht führt das Recht auf religiöse Selbstbestimmung als ein Grund für die Forderung nach einem Verbot der Beschneidung von Jungen an. Das Landgericht stellt in seinem Urteil fest: „Diese Veränderungen [des Körpers des Kindes durch Beschneidung] läuft dem Interesse des Kindes, später selbst über seine Religionszugehörigkeit entscheiden zu können, zuwider.“ Das Argument trifft nicht zu. Uns ist keine Religion oder Weltanschauung bekannt, die Beschnittenen die Aufnahme in ihre Reihen verwehrt. Umgekehrt ist es auch nicht so, dass jeder der beschnitten ist, automatisch Jude oder Muslim ist oder wird.

    Die Befürworter des Kölner Urteils argumentieren, dass Beschneidung aus religiösen Gründen ein nicht medizinisch notwendiger körperlicher Eingriff ist und deswegen als Körperverletzung zu werten sei. Aber alle medizinischen Eingriffe haben immer eine gesellschaftlich-kulturelle Dimension. [ Ja – auch die FGM ] Eltern haben einen Ermessensspielraum bei körperbezogenen Entscheidungen für ihre Kinder bei Heileingriffen, Impfungen, Schönheitsoperationen, Geschlechtszuweisungen bei Intersexualität. Von daher müssen sich Linke die Frage stellen, warum es jetzt eine Kampagne für eine Einschränkung der Beschneidung gibt, andere körperliche Eingriffe aber außen vor bleiben.

    Die Auffassung, die Beschneidung widerspreche dem Kindeswohl, unterstellt der Mehrheit der jüdischen und muslimischen Eltern, unverantwortlich mit ihren Kindern umzugehen. [ die Sklaverei der USA widersprach dem Menschenwohl ]

    Durch die Drohung mit dem Strafrecht erreicht man nicht weniger Beschneidungen, sondern eine Verunsicherung und Stigmatisierung der Betroffenen [ dann hört doch endlich auf zu beschneiden, statt an „Verunsicherung“ zu leiden ]. Das kann dazu führen, dass zukünftig mehr Beschneidungen nicht medizinisch sachgerecht durchgeführt werden [ das Hinterhof-Scheinargument – man übertrage das auf die Mädchenbeschneidung = FGM ] und Komplikationen verschwiegen werden, aus Angst, ansonsten strafrechtlich belangt zu werden. Komplikationen werden durch eine Kriminalisierung und Tabuisierung eher häufiger auftreten.

    Wir sehen es nicht als die Aufgabe der LINKEN an, Vorschläge für die Änderung der Religionspraxis von Juden, Jüdinnen, Muslima und Muslimen zu machen. [ Auch nicht zu Hidschab-Zwang, Polygamie sprich Polygynie, Kindbraut = ehelicher Sex ab neun Jahren, Talaq, Islamic FGM? ] Von daher halten wir den Vorschlag einiger Vertreter der LINKEN, Beschneidung bei unter 14 Jährigen in Deutschland zukünftig nur noch als symbolische Beschneidung durchzuführen, für nicht richtig. Die Mehrheit der muslimischen und jüdischen Gemeinden und Organisationen halten eine „symbolische Beschneidung“ nicht für einen adäquaten Ersatz für die Beschneidung.

    Wir sind überzeugt: Wenn die Praxis einer Religion verändert werden soll, dann muss der Impuls von innen kommen. [ Darauf könnt ihr noch weitere 1400 Jahre warten und noch viel länger. ]

    Wir wissen, dass die Beschneidung für viele jüdische und muslimische Menschen auch Symbol von Zusammengehörigkeit ist [ warum schweigt ihr zu den vielen Juden und Muslimen unter den Intaktivisten aller Welt? ], das in Situationen gesellschaftlicher Diskriminierung und Stigmatisierung eine hohe Bedeutung bekommt. Wir haben nicht das Recht, diese Eigendefinition in Frage zu stellen, schon gar nicht im Land der Schoa.

    DIE LINKE ist eine nicht-religiöse, aber keine antireligiöse Partei. Linke müssen nicht „für“ Beschneidung sein. Wir plädieren aber dafür, dass sich DIE LINKE gegen jegliche Form der Kriminalisierung von Beschneidung von Jungen einsetzt [ wann wird DIE LINKE die Chatna (chitan al-inath) akzeptabel finden und per Bundespartei-Stellungnahme verteidigen? ] und damit deutlich macht, dass Jüdinnen, Juden, Muslima und Muslime und ihre religiösen Traditionen Teil dieser Gesellschaft sind.

    ___ps://archiv2017.die-linke.de/politik/aktionen/archiv/2012/beschneidung-von-jungen/keine-strafe-fuer-beschneidung/

    _

  27. Yolanda Figueras Says:

    .

    […] Veerman considers the Convention on the Rights of the Child to be innovative, for, among other things, „[I]t will be the first binding instrument that specifically states that „traditional practices“ such as female circumcision (…) are harmful.“56 It is, according to Veerman, generally known that the „traditional practices“ named in Article 24(3) refer in the first place to female genital mutilation, and that these vague terms are used in order to avoid problems.57 The question is whether the article is also applicable to male circumcision. If one considers the latter procedure not „an infringement upon the health or rights of boys and young men as it implies no permanent damage to health,“58 then Article 24(3) is not relevant. However, given the fact that male circumcision is painful and can have harmful implications, one could also argue that this custom also falls under the definition, especially because of the vague terms used. […]

    Jacqueline Smith. Male Circumcision and the Rights of the Child. In: Mielle Bulterman, Aart Hendriks and Jacqueline Smith (Eds.), To Baehr in Our Minds: Essays in Human Rights from the Heart of the Netherlands (SIM Special No. 21). Netherlands Institute of Human Rights (SIM), University of Utrecht, Utrecht, Netherlands, 1998: pp. 465-498.

    http://www.cirp.org/library/legal/smith/

    .

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