Genitalverstümmelt aber selbstbestimmt

موافقة مستنيرة

הסכמה מדעת

informed consent

consentement éclairé

Patientenaufklärung und Patienteneinwilligung

Das wird interessant, TERRE DES FEMMES, das Projekt 100% MENSCH und MOGiS laden für morgen nach Berlin ein in Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, deren Gründung maßgeblich auf die Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş zurückgeht.

Hoffen wir auf eine erkenntnisreiche Podiumsdiskussion zum in sich widersprüchlichen oder jedenfalls problematischen Thema des Abends: „Genitale Selbstbestimmung als Menschenrecht – Wie kann man das Recht auf körperliche Unversehrtheit bei Kindern gewährleisten?“

Die „11 Fragen an die Politik“ der Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“ kommentieren Edward von Roy und Gabi Schmidt.

Kindliche bzw. jugendliche „genitale Selbstbestimmung“ ggf. auch auf Kosten der genitalen Intaktheit des Minderjährigen?

Gislinde Nauy, Dana Kühnau, Mariana Pinzón Becht, Walter Otte und Victor Schiering forderten am 28.06.2014: „Bereits einsichts- und einwilligungsfähige Jungen müssen umfassend über die Operationsrisiken und die zu erwartenden Auswirkungen auf ihr späteres Sexualempfinden aufgeklärt werden und im Zweifelsfall ein Vetorecht gegenüber dem Eingriff besitzen. Diese Aufklärung muss nach verbrieften Standards durch ärztliches Personal durchgeführt und dokumentiert werden, sowie auch die Eltern umfassen. Ebenso sorgfältig muss jede Jungengenitalbeschneidung mitsamt allen ggf. eintretenden Operationskomplikationen anonymisiert dokumentiert werden, um eine belastbare Datenbasis für die weitere Evaluation zu bekommen.“ (Säkulare GRÜNE: Hintergrundpapier zur „Jungengenitalbeschneidung“).

Das Grundgesetz behandelt Männer nicht anders als Frauen und Jungen nicht anders als Mädchen. Tauschen wir daher die Geschlechter und gehen von Mädchen aus, denen schließlich ebenfalls aus nichtmedizinischen Gründen Beschneidung d. i. Genitalverstümmelung droht. Dann würde der Text von Gislinde Nauy, Walter Otte etc. lauten:

„Bereits einsichts- und einwilligungsfähige Mädchen müssen umfassend über die Operationsrisiken und die zu erwartenden Auswirkungen auf ihr späteres Sexualempfinden aufgeklärt werden und im Zweifelsfall ein Vetorecht gegenüber dem Eingriff besitzen. Diese Aufklärung muss nach verbrieften Standards durch ärztliches Personal durchgeführt und dokumentiert werden, sowie auch die Eltern umfassen. Ebenso sorgfältig muss jede Mädchengenitalbeschneidung mitsamt allen ggf. eintretenden Operationskomplikationen anonymisiert dokumentiert werden um eine belastbare Datenbasis für die weitere Evaluation zu bekommen.“

Ok, es gibt von den Säkularen GRÜNEN kein Hintergrundpapier zur „Mädchengenitalbeschneidung“. Noch nicht.

Am 20. Oktober 2019 um 23:31 lud via Twitter Gislinde Nauy (M.A., Theater- und Religionswissenschaftlerin) im Namen der drei gegen unnötige Genitaloperationen kämpfenden Organisationen 100% Mensch, MOGiS und TERRE DES FEMMES zur Podiumsdiskussion am 29. Oktober 2019 um 19:30 Uhr nach Berlin in die Ibn Rushd-Goethe-Moschee. „Das Recht, über die eigenen Genitalien selbst zu entscheiden, ist ein Menschenrecht! Moderatorin Gislinde Nauy, M.A., Theater- und Religionswissenschaftlerin, freut sich auf einen spannenden Abend“.

Wieso überhaupt Diskussion, fragt sich der konsequente Intaktivist, anders gesagt der Intaktivist – ein bisschen intakt geht nicht, Intaktivismus nimmt sich zu hundert Prozent ernst. Kind ist Mensch unter 18 (achtzehn) Jahre und auch das Genital eines Mädchens ist vor jeder weiblichen Genitalverstümmelung (Female genital mutilation, FGM) zu schützen, auch vor der modifizierten Sunna (modified sunna) sprich islamischen FGM (je nach Ort genannt Chitan al-inath, Chitan al-banat, sunat perempuan, khitan wanita, KhafD / Khafz oder Chatna / Khatna), das ist eine FGM Typ Ib, II oder IV, oder auch vor der sogenannten milden Sunna (mild sunna, eine FGM Typ Ia oder IV).

Durch uns Erwachsene ist zu verhindern, dass irgendwo auf der Welt ein Mädchen einer Art Frömmigkeitstest ausgesetzt wird, sich („genitalautonom“ …) zu entscheiden, ob es „beschnitten“ (d. i. genitalverstümmelt) werden möchte oder nicht und auch jeder Junge ist entsprechend zu schützen. Eine (medizinisch unnötige, nur um diese geht es) FGM oder Zirkumzision auf Wunsch eines zwölf, 14 oder 16 Jahre alten Mädchens oder Jungen darf nicht stattfinden.

Die genitale Selbstbestimmung junger Menschen (unter 18) ist grundrechtlich nicht bedeutsamer als die körperliche Unversehrtheit dieser Menschen.

Ganz nach dem Vorbild von Mohammed und Aischa kann das Mädchen zum Zeitpunkt des Verheiratetwerdens beliebig jung sein und darf es die Ehe im Alter von neun Jahren vollziehen sprich mit dem Ehemann Sex haben. Religionswissenschaftlerin (!) Gislinde Nauy müsste doch wohl erkennen können, dass sich auch jeder Befürworter der authentisch religiös, der nach Koran und Sunna schließlich gestatteten Kinderehe sich hinter dem Motto „Das Recht, über die eigenen Genitalien selbst zu entscheiden, ist ein Menschenrecht“ verstecken kann. Hätte der Berliner Politiker der frühen Partei der Grünen bzw. Alternativen Liste (AL), der Kämpfer für straffreie Pädosexualität und Kindesmissbraucher Fred Karst den Begriff Genital Autonomy bereits gekannt, hätte er ihn sicherlich ohne zu zögern für seine Politik verwendet. Eingerückt die Zitate.

„Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“ #unversehrt

Zum Schutz von Kindern vor Genitalverstümmelung fordern wir:

Ein Gesetz zum umfassenden Schutz aller Kinder vor Genitalverstümmelungen – unabhängig von Genital und Geschlecht (Genitale Selbstbestimmung).

Selbstverständlich ist der deutsche § 1631d BGB verfassungswidrig und muss weg, doch man beachte, dass bei der Kampagne der drei Organisationen im selben Atemzug die Rede ist einerseits von „Schutz aller Kinder vor Genitalverstümmelungen“ und andererseits von „genitale Selbstbestimmung“.

Zweckmäßigerweise differenziert die bewahrenswerte WHO-Klassifikation zur weiblichen Genitalverstümmelung nicht zwischen Zwangs-FGM und Kindeswunsch-FGM bzw. Frauenwunsch-FGM. Auch die freiwillige FGM bleibt eine FGM. Wohin strebt die Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“, sollen beim diesjährigen (2019) Reden von „Schutz aller Kinder vor Genitalverstümmelungen“, wie vor vier Jahren auch von Gislinde Nauy bekundet (2014, Säkulare GRÜNE) „[b]ereits einsichts- und einwilligungsfähige Jungen“ in ihre rituelle Zirkumzision einwilligen dürfen? Sind bei Gislinde Nauy die Mädchen mit gemeint, was im Sinne der Gleichbehandlung nur konsequent wäre?

Statt als Säkulare GRÜNE seit viereinhalb Jahren über gottesfürchtige und selbstverstümmelungsbereite „[b]ereits einsichts- und einwilligungsfähige“ Minderjährige zu sinnieren oder als Bewegung der Beschneidungskritiker von Helsinki (Oktober 2012) bis Boulder, Colorado (2014) den schillernden Begriff Genital Autonomy, der genitalen Selbstbestimmung hochzuhalten, sollten sich Intaktivisten zum sinngemäßen Grundsatz bekennen: „Ob Mädchen oder Junge, keine Beschneidung unter 18 Jahren“. Einzige Ausnahme bilden Operationen an intersexuellen Kindern, hier kann vor allem aus medizinischen Gründen die Einwilligung eines Minderjährigen in eine Genitaloperation relevant und notwendig sein.

Beratungsangebote für Betroffene, Gefährdete und Eltern.

Forschungsgelder für die Untersuchung der Folgen von Genitalverstümmelungen.

Schulung von Fachkräften (Sozialarbeiter*innen, Ärzt*innen, Lehrer*innen, Hebammen, Psycholog*innen u.a.).

Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit innerhalb betroffener Communities.

Richtig, wie sich leider immer wieder herausstellt, mangelt es einem hohen Anteil der Ärzte an anatomischen, andrologischen und pädiatrischen Kenntnissen. Insbesondere ist die sensorisch-sexuelle Bedeutung der penilen Vorhaut nicht bekannt. Selbst die Entwicklung eines Jungen im Hinblick auf eine Retrahierbarkeit des Präputium (Alter des Zurückziehenkönnens der Vorhaut) ist nach wie vor unbekannt, das Durchschnittsalter liegt bei 10,4 (zehn Komma vier) Jahren (Jakob Øster (1968); Hiroyuki Kayaba et al. (1996), Thorvaldsen and Meyhoff (2005)). Jeder zweite Junge ist somit 12 oder 14 Jahre alt oder noch älter, bis die Ablösung der angeborenen Verklebung von Vorhaut und Eichel stattgefunden hat.

Primum non nocere.

Ein weiteres Manko sind die wissenschaftlichen Standards genügende unverzichtbare Aufklärung sowohl des Kindes als auch dessen Personensorgeberechtigten. Gerade dazu sind allzu viele Mediziner, selbst in Bezug auf Komplikationsrisiken und Spätfolgen, nicht in der Lage.

Betrachten wir die „11 Fragen an die Politik“ von unversehrt.eu – „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“.

FRAGE 1

Mädchen sind in Deutschland vor jeglicher Genitalverletzung durch § 226a StGB gesetzlich geschützt, während § 1631d BGB nicht-therapeutische Vorhautamputationen an Jungen ausdrücklich als Teil der ‚elterlichen Personensorge‘ erlaubt. Die Zuweisung unterschiedlicher Schutzrechte an gesellschaftliche Gruppen widerspricht aber dem Grundgesetz Art. 3.

Richtig ist, dass Frauen und Männer sowie Mädchen und Jungen gleich zu behandeln sind. Warum gibt es dann ein Männerbeschneidungserlaubnisgesetz und ein Frauenbeschneidungsverbotsgesetz? Zudem ist § 226a StGB, der Mädchen und Frauen schützen soll, derart schlampig oder jedenfalls schwammig gezimmert, dass noch nicht einmal eindeutig ist, ob von ihm FGM Typ Ia oder Typ IV überhaupt mitgemeint ist.

Das erinnert an gewisse „rein symbolische Bagatellverletzungen“, die der Trierer Strafrechtsprofessor Prof. Dr. Mark Alexander Zöller offensichtlich straffrei gestellt wissen will (Die Strafbarkeit der Genitalverstümmelung als Gesetzessymbolik? In: Festschrift für Bernd Schünemann zum 70. Geburtstag am 1. November 2014; Mitherhausgeberin: Tatjana Hörnle). „Zudem ist mit Blick auf die Wortwahl des Gesetzgebers erkennbar, dass es sich um negative Veränderungen von einigem Gewicht handeln muss. Damit scheiden rein symbolische Bagatellverletzungen, kosmetisch motivierte Eingriffe wie „Schönheitsoperationen“ im Genitalbereich oder dem Modebewusstsein entspringende Intimpiercings aus dem objektiven Tatbestand des § 226a StGB aus.″ (Mark A. Zöller, Seite 733.)

Dr. Katarina Barley war am 28.03.2018 auf AbgeordnetenWatch gefragt worden: „Sind Sie der Auffassung, dass eine religiös begründete FGM Typ Ia oder FGM Typ IV durch Art. 4 Grundgesetz gedeckt und auch nicht durch § 226a StGB verboten ist? (…) Bekennen Sie sich zum Beibehalten der WHO-Kategorisierung weiblicher Genitalverstümmelung, welche FGM definiert als Typ I, II, III, IV?“ Deutschlands Justizministerin ließ die Frage 415 Tage oder 1 Jahr 50 Tage unbeantwortet, um sie am 17.05.2019 endlich zu beantworten mit: „Weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung (…) Für uns ist klar, dass in Deutschland jüdisches und muslimisches Leben möglich sein muss. Wo die Ermöglichung religiösen Lebens mit anderen Gesetzen in Spannung steht, muss abgewogen werden. Die Beschneidung muss in Deutschland möglich sein.“

Dass der Islam mindestens der sunnitischen Schafiiten und schiitischen Bohra zwischen Junge und Mädchen in Hinblick auf die Pflicht (wâdschib, FarD) zum Beschneiden keinen Unterschied macht, war der Juristin durchaus bekannt:

„Sehr geehrte Frau Ministerin Dr. Barley,

erstmals in der Geschichte der USA begann im April 2017 ein Strafprozess nach 18 USC 116 (female genital mutilation, FGM). In Detroit, Michigan, waren Dr. Nagarwala sowie die Eheleute Attar angezeigt worden, drei Angehörige der schiitischen Dawudi Bohra, denen FGM religiöse Pflicht ist.

Islam der Sunniten. Im islamischen Recht der Schafiiten gilt die männliche wie weibliche Beschneidung als wâdschib (farD), religiös verpflichtend. Die anderen sunnitischen Rechtsschulen bejahen die weibliche Beschneidung, den Malikiten gilt sie als sunna (unbedingt nachzuahmen), Hanafiten wie vielen Hanbaliten als makrumâ (ehrenwert), die übrigen Hanbaliten bewerten sie als religiöse Pflicht.“

„Auch die Jungenbeschneidung, die männliche „Genitalverstümmelung ist immer ein massiver Eingriff, der nicht selten den Tod und häufig lebenslange Schmerzen und psychologische Traumata nach sich zieht“, um Ihre, für das männliche Geschlecht ebenfalls zutreffende, Aussage zur FGM zu zitieren. Die Grund- und Freiheitsrechte des Individuums betreffend, hat das Grundgesetz zwischen Frau und Mann, zwischen Mädchen und Junge nicht zu differenzieren.

Bekennen Sie sich zum Beibehalten der WHO-Kategorisierung weiblicher Genitalverstümmelung, welche FGM definiert als Typ I, II, III, IV? Kämpfen Sie mit uns gegen die Straffreistellung der Chatna (chitan al-inath, sunat perempuan), auch der milden Sunna? Jede Form von FGM (I, II, III, IV) gehört verboten – überall auf der Welt.“

Wie wir sahen, redete Barley um das Thema herum. Seit dem 2. Juli 2019 ist sie Abgeordnete des Europäischen Parlaments, tags darauf wurde sie zu dessen Vizepräsidentin gewählt.

Das Thema FGM wird auch für Frau Barley wiederkommen, dann europäisch. Was wird unversehrt.eu bis dahin tun?

Wird die Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“ wenigstens, wie geboten, fordern, dass in der universitären Imamausbildung sowie im Islamischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen die aus Koran und Sunna entwickelte Pflicht jedes männlichen Muslims zum Beschnittensein nicht länger auszuführen ist und dass sie, ohne Außenansicht, in Uni und Klassenzimmer nicht gelehrt werden darf?

FGM und Islam.

Eines Tages begegnete Mohammed der zum Islam konvertierten muqaṭṭiʿatu l-buẓūr (amputatrice di clitoridi, coupeuse de clitoris, cutter of clitorises), der Frauenbeschneiderin Umm ʿAṭiyya. Die Gottgehorsame befragte den Propheten nach der religiösen Rechtmäßigkeit ihrer täglichen Arbeit und Allahs Sprecher stellte fest:

أشمِّي ولا تنهَكي

ašimmī wa-lā tanhakī

[Cut] slightly and do not overdo it

[Schneide] leicht und übertreibe nicht

Oder Mohammed verkündete den Willen des Himmels so:

اختفضن ولا تنهكن

iḫtafiḍna wa-lā tanhikna

Cut [slightly] without exaggeration

Schneide [leicht] und ohne Übertreibung

Wird man morgen in der Ibn Rushd-Goethe-Moschee wagen, den gegebenen Zusammenhang von Islam und FGM beim Namen zu nennen? Oder wird man bevorzugen, zur Schariapflicht auch des Mädchenbeschneidens bei sunnitischen Schafiiten und schiitischen Bohra zu schweigen?

Wie werden sich die drei Organisationen 100% Mensch, MOGiS und TERRE DES FEMMES zu dieser damals an Barley gerichteten, immer noch aktuellen Frage positionieren? „Bekennen Sie sich zum Beibehalten der WHO-Kategorisierung weiblicher Genitalverstümmelung, welche FGM definiert als Typ I, II, III, IV? Kämpfen Sie mit uns gegen die Straffreistellung der Chatna (chitan al-inath, sunat perempuan), auch der milden Sunna? Jede Form von FGM (I, II, III, IV) gehört verboten – überall auf der Welt.“

Sowohl § 1631d BGB als auch § 226a StGB werden daher in weiten Teilen juristischer Fachkreise als verfassungswidrig angesehen, da sie ihre jeweilige Wirksamkeit zwingend an ein Genital des Menschen koppeln. Zudem macht diese Ungleichbehandlung den Schutz vor weiblicher Genitalverstümmelung angreifbar und gefährdet diesen somit.

Inwieweit arbeiten Sie an dieser Problematik?

FRAGE 2

In § 1631d BGB (Beschneidung des männlichen Kindes) besteht ein offensichtlicher Widerspruch zwischen der Vorgabe einer Durchführung nach Regeln der ärztlichen Kunst und der für Nicht-Ärzt*innen nicht möglichen (für eine Operation jedoch notwendigen) ausreichenden Anästhesie.

Die häufig verwendete und im Gesetzgebungsverfahren genannte EMLA-Salbe ist für Genitalschleimhaut von kleinen Kindern nicht zugelassen. Zur Befürwortung von § 1631d BGB wurde stets sehr deutlich die Sicherstellung einer wirksamen Schmerzbehandlung genannt. Diese ist nachweislich nicht gegeben.

Wie denken Sie dies im Sinne des Kindeswohls zu lösen?

„Wir stimmen der Forderung an die Bundesregierung, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der sicherstellt, dass eine medizinisch fachgerechte Beschneidung von Jungen ohne unnötige Schmerzen grundsätzlich zulässig ist, zu“, das sagte Volker Beck (Warum ich dem Antrag „Rechtliche Regelung der Beschneidung minderjähriger Jungen“ im Bundestag zugestimmt habe).

Ohne unnötige Schmerzen. Es gibt also auch nötige, unvermeidbare Qual, das jedenfalls fand Herr Beck 2012.

Sieben Jahre später, 2019. Heldenhaft schleicht sich unversehrt eu heran … und lässt die Regierung gedankenvoll grübeln. Etwas mehr Opium, dann geht die gemeinsame Sache schon klar im OP, oder auch nicht. Beschneidungsopfer und Beschneider, alle dürfen gemeinsam sinnieren. Ich bin ok, du bist ok.

Das Kaputtmachen ist zu verhindern, nicht das betäubte Kaputtmachen. Dem männlichen Kind und späteren Mann wird das sexuelle Lustzentrum schlechthin amputiert. EMLA ist selbstverständlich auch bei Mädchen zu jeder FGM (s. WHO-Kategorie) nicht zu verwenden.

Der weltweite Intaktivismus braucht unversehrte kindliche (Mädchen oder Jungen) Genitalien bis zum Alter von 18 Jahren und kein Gequatsche über Betäubungsmittel. [Zum Alter noch auswerten.]

Würden die Aktivisten von unversehrt.eu den deutschen Politikern in Bezug auf die Sunat perempuan, auf den Chitan al-inath ebenfalls die Frage stellen, ob eine ohne Narkose durchgeführte Islamische oder sonstige FGM weniger rechtskonform ist als eine FGM mit Schmerzlinderung, mit einem endlich gefundenen Ersatz für EMLA?

FRAGE 3

§ 1631d BGB (Beschneidung des männlichen Kindes) erlaubt in Konsequenz ‚Küchentisch‘-Beschneidungen und ermöglicht Amputationen ohne ausreichend wirksame Betäubung (z. B. Nürnberg 2019).

Die im Gesetzgebungsverfahren genannte EMLA Betäubungssalbe ist für Genitalschleimhaut von Kindern nicht mehr zugelassen. Ist eine Amputation ohne ausreichend wirksame Betäubung als Folter zu bewerten? (Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden (Art. 5 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte).

Welche Haltung vertreten Sie in dieser Frage?

Es ist zu wenig, im Oktober 2019 nur ein bisschen über die Anwendung von EMLA zu meckern. Wenn dem Thema Betäubung tatsächlich Bedeutung beigemessen werden soll, warum bringt unversehrt.eu dann keine Verlinkungen zu den zahlreichen vorhandenen Nachweisen dafür, dass EMLA nicht geeignet ist?

Habt ihr euch denn selber positioniert zur AEMR, was wünschenswert wäre und erforderlich ist? Wenn ja, warum liest man das nicht? Von anderen Menschen ein Bekenntnis zur AEMR einzufordern, aber dazu selbst kein Credo abliefern? In der Tat, allgemeine Menschenrechte (AEMR, Paris am 10.12.1948) oder Islamisches Recht (Scharia), unversehrt.eu muss sich entscheiden.

Selbst wenn EMLA wirksam wäre, ist das einerlei, denn auch betäubte Verstümmelung (FGM, MGM, IGM) ist für uns Intaktivisten nicht hinnehmbar. Betäubtes Foltern ist für Menschenrechtler, zumal für Kinderrechtler, nicht akzeptabel. Die Betäubungsfrage ist auch kein Nebenkriegsschauplatz, sondern ein Ablenkungsmanöver.

Klar, EMLA – Lidocain und Prilocain – ist ungeeignet, aber konsequenten Intaktivisten geht es nicht um die Betäubungsfrage. Relevant ist nicht fehlende, unzureichende oder gute Betäubung. Nicht EMLA, sondern die weibliche oder männliche Beschneidung sprich Genitalverstümmelung (HGM, das ist FGM; oder MGM) muss weg, überall auf der Welt.

Warum kein Bekenntnis dazu, dass die medizinisch nicht indizierte Zirkumzision selbstverständlich Folter (torture) ist? „[T]he practice of circumcision, an archaic ritual mutilation that has no justification whatever, and no place in a civilized society“, Ashley Montaigu né Israel Ehrenberg. Von etlichen Jungen und späteren Männern wird die sogenannte Beschneidung als besonders schwerer sexueller Missbrauch empfunden, nämlich als Vergewaltigung bei gleichzeitiger Amputation.

FRAGE 4

Eine Kinderrechtsverletzung über eine ‚Sozialadäquanz‘ (Handlung innerhalb der üblichen, geschichtlich entwickelten Ordnung) zu rechtfertigen, ist spätestens seit dem Jahr 2000 mit dem Recht auf gewaltfreie Erziehung in § 1631 Abs. 2 BGB hinfällig.

Wie ist dies mit Rechtfertigungstrategien (z. B. Erfüllung eines binären Geschlechterbildes, Religion/Tradition der Eltern) zur Erlaubnis nicht-therapeutischer Eingriffe und irreversibler Veränderungen an den Genitalien von nicht zustimmungsfähigen Kindern vereinbar?

Moment, wie kann ein Kind, also ein Mensch unter 18 Jahren, einerseits nicht voll geschäftsfähig sein, andererseits aber einer medizinisch nicht indizierten Operation zustimmen dürfen? Auch in Bezug auf FGM wie MGM haben Minderjährige nicht die erforderliche Einsichtsfähigkeit und Lebenserfahrung. Bereits die Formulierung der Frage impliziert einen Gesetzesauftrag dahingehend, das Lebensalter eines Minderjährigen in Bezug auf die Zirkumzision zu berücksichtigen sei. Eine solche Überlegung müsste auch Mädchen einbeziehen.

Wie kann der bis 2012 ausnahmslos bestehende Schutz wiederhergestellt werden?

Die Rechtlosstellung von Jungen durch den § 1631d BGB ist ein Skandal. Aber auch bis 2012 waren in Deutschland männliche Kinder nicht geschützt, auch in der DDR nicht, weder vor religiösen Beschneidungen noch vor nicht religiös motiviertem elterlichem Wunsch auf Genitaldesign und vielleicht am wenigsten vor der jahrzehntelangen Unwissenheit bzw. Ignoranz der deutschen Ärzte, die die Vorhaut für entbehrlich hielten, was sich bis heute leider kaum geändert hat. Der Mythos Phimose funktionierte leider bestens, es herrschte, und herrscht immer noch, Unkenntnis über die normale genitale Entwicklung von Jungen, etwa zum Thema Alter der vollständigen Retrahierbarkeit der Penisvorhaut (Durchschnittsalter von 10,4 Jahre).

Seit 2013 existiert aktuelle Fassung des § 226a StGb (Verstümmelung weiblicher Genitalien), der Mädchen keinesfalls zu hundert Prozent schützt. Die damalige Justizministerin Dr. Katarina Barley beantwortete die ihr gestellte entsprechende Frage am 17.05.2019 unter anderem so: „Wo die Ermöglichung religiösen Lebens mit anderen Gesetzen in Spannung steht, muss abgewogen werden. Die Beschneidung muss in Deutschland möglich sein.“

FRAGE 5

Die Gesellschaft hat ein immanentes Interesse daran, dass insbesondere Gesetze, die die Gesundheit der Bevölkerung betreffen, regelmäßig auf ihre Wirksamkeit, Ethik und den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse hin überprüft werden.

Wann erfolgt eine Evaluation des § 1631d BGB (Beschneidung des männlichen Kindes) durch das BMG und wer wird daran beteiligt?

Information: Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz teilte am 28. Mai 2019 auf Nachfrage schriftlich mit, dass keine Evaluation des § 1631d BGB geplant ist.

Wie lässt sich das Nichtgehen der Bundesregierung mit den Pflichten des Staates zum Schutze der Grundrechte der Bürger vereinbaren, die in besonderem Maße für Minderjährige zu beachten sind?

FRAGE 6

Nach einer Analyse der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (2014) müssen derzeit pro Jahr ca. 400 ‚Knabenbeschneidungen‘ aufgrund von Komplikationen im Krankenhaus stationär nachbehandelt werden.

Welche inhaltliche Auseinandersetzung mit den Aussagen und Forderungen zahlreicher u. a. pädiatrischer Verbände (Pädiatrie: Kinderheilkunde) finden z. B. im BMJV, BMFSFJ und BMG, im Menschenrechtsausschuss oder in der Kinderkommission statt?

Welcher Austausch mit Vertreter*innen der entsprechenden Organisationen ist diesbezüglich zu nennen?

Nicht erst die Komplikationen, die Zirkumzisionen an sich sind das Problem. Warum ist hier nicht wenigstens gefordert, dass deutschlandweit alle Eltern auf den Inhalt der aktuellen Phimoseleitlinie aufmerksam gemacht werden (S2k-Leitlinie 006-052 „Phimose und Paraphimose“ aktueller Stand: 09/2017).

Politikern gegenüber muss an dieser Stelle sofort das Wort MGM fallen, Male genital mutilation, männliche Genitalverstümmelung. Ebenfalls hat das Ausmaß der Zerstörung genannt zu werden, denn die Penisvorhaut entspricht im Hinblick auf ihre sensorisch-sexuelle Bedeutung nicht der Klitorisvorhaut, sondern der Klitoris selbst. Kind ist Junge oder Mädchen. Auch die FGM-Typen Ia Klitorisvorhaut(teil)amputation und IV müssen weltweit überwunden werden, etwa der rituelle Einschnitt oder rituelle Nadelstich, beide zu Typ IV. Oder ist für Terre des Femmes der 6. Februar nicht länger der Tag der zero tolerance, der Nulltoleranzpolitik gegenüber FGM? Die relevante Definition von weiblicher Genitalverstümmelung findet sich in der WHO-Kategorie: Classification of FGM (2007).

Gern umschleichen unsere Bundestagsabgeordneten unbequeme Themen. Deshalb hätte die Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“ hier die Studien von Frisch et al. (Male Circumcision and Sexual Function in Men and Women. A Survey-based, Cross-sectional Study in Denmark. Morten Frisch; Morten Lindholm; Morten Grønbæk) sowie Sorrells et al. (Fine-touch pressure thresholds in the adult penis. Morris L. Sorrells, James L. Snyder, Mark D. Reiss, Christopher Eden, Marilyn F. Milos, Norma Wilcox and Robert S. Van Howe) nennen müssen.

Die Kampagne setzt sich explizit für die Schaffung eines Jungen und Mädchen sowie intersexuelle Kinder berücksichtigenden Gesetzes ein. Um diese Forderung plausibel zu machen, ist auf anatomische Fakten einzugehen: Gefurchtes Band (ridged band), Frenulares Delta (Frenular delta; McGrath 2001) und Frenulum, Vorhautbändchen. Ebenfalls ist den Politikern zu sagen: Zu den durchweg nachteiligen Auswirkungen jeder medizinisch nicht indizierten männlichen Beschneidung gehört eine lebenslange starke Schädigung der sexuellen Sensitivität, denn die über 73 Meter Nervenfasern und 10.000 bis 20.000 überwiegend spezialisierten Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen (Meissner-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Ruffini-Körperchen und Merkel-Zellen) werden bei der Zirkumzision, die wir endlich männliche Genitalverstümmelung (MGM) nennen sollten, amputiert. Diese spezialisierten Nervenendigungen dienen dazu, auch leichteste Berührungen sowie Feinheiten von Temperatur, Geschwindigkeit bzw. Vibration, Dauerdruck, Druckänderung oder Textur wahrzunehmen und weiterzuleiten. Am menschlichen Körper vergleichbar reich innerviert wie die Penisvorhaut und allem ihre Zone Gefurchtes Band sind nur Lippen, Zunge, Handflächen, Fingerkuppen, Brustwarzen, Augenlider, Labien und insbesondere die Klitoris.

Die Bagatellisierung der männlichen Beschneidung, das Leugnen der Schwere der irreversiblen Schädigung (und wir reden hier noch gar nicht von den Komplikationen wie Meatusstenose oder Hautbrückenbildungen oder vom nur schwerlich aufzuhaltenden und erst nach der Mutilation allmählich beginnenden restlichen Sensitivitätsverlust) muss ein Ende haben. Jede Zirkumzision entspricht mindestens einer FGM Typ Ib oder sogar einer zusätzlichen FGM Typ II, ohne dass unsere Volksvertreter berechtigt wären, die vergleichbar stark schädigende weibliche Sunnabeschneidung oder die relativ geringer invasive milde Sunna straffrei zu stellen.

FRAGE 7

Medizinisch nicht notwendige bzw. kulturell-religiös-traditionell motivierte ‚Beschneidungen‘ werden in Deutschland vorgeblich [SIC! Gemeint dürfte sein: vornehmlich] an Jungen/Männern durchgeführt.

Wie wird garantiert, dass es sich hierbei nicht um transsexuelle Mädchen/Frauen oder nicht-binäre/diverse Personen handelt? Ist die ‚Beschneidung‘ eines penistragenden transsexuellen Mädchens als eine Form der weiblichen Genitalverstümmelung zu bewerten?

FRAGE 8

Eine Vorhautamputation hat für transsexuelle Frauen gravierende Folgen: durch den Gewebeverlust kann eine genitalangleichende Operation somit nicht mehr unter den besten Voraussetzungen erfolgen. Der § 1631d BGB (Beschneidung des männlichen Kindes) verletzt folglich auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit von transsexuellen Menschen. Wie bearbeiten Sie diesen Sachverhalt?

Inwieweit ist Fahrlässigkeit annehmbar, wenn die Möglichkeit einer Transsexualität bekannt ist, diese Möglichkeit jedoch ignoriert wird? Wie werden transsexuelle Kinder durch die derzeitige Gesetzgebung geschützt?

FRAGE 9

Ab einer Länge von wie vielen Millimetern gilt ein Genital als ‚beschneidbarer Penis‘ und nicht mehr als ‚geschützte Klitorisspitze‘? Ab wieviel ‚Penis‘ greift Ihrer Ansicht nach § 1631d BGB (Beschneidung des männlichen Kindes)? In wieweit trägt die derzeitige Gesetzgebung der Existenz von intergeschlechtlichen und nicht-binären Menschen Rechnung?

Studien zu Folge werden pro Jahr über 1.700 genitalnormierende Operationen an Kindern durchgeführt (“Zur Aktualität kosmetischer Operationen ‚uneindeutiger‘ Genitalien im Kindesalter“, Klöppel 2016). Wie lassen sich diese Operationen mit § 22 Absatz 3 PStG (Personenstand „divers“/Dritte Option) sowie dem Recht auf körperliche Unversehrtheit vereinbaren?

Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD sieht ein Verbot von genitalnormierenden Operationen vor.

Wann erwarten Sie die Umsetzung dieser Vereinbarung und wie und durch wen wird das Gesetz in der medizinischen Praxis durchgesetzt?

FRAGE 10

Alle nach § 1631d BGB (Beschneidung des männlichen Kindes) ausgeführten Vorhautamputationen setzen für ihre Rechtwirksamkeit eine gültige schriftliche Patienteneinwilligung voraus. Nach dieser muss zwingend eine ausführliche Aufklärung über die Funktionen der Vorhaut sowieso mögliche Komplikationen und Spätfolgen ihrer Amputation erfolgt sein. Dies ist noch verstärkt gegeben, wenn es sich um eine medizinisch nicht notwendige Operation handelt. Ein Eingriff ohne die vollinformierte Zustimmung wäre somit illegal.

Wer prüft und stellt sicher, dass diese Bedingung in allen Fällen, die unter § 1631d BGB fallen (also auch traditionell begründete Amputationen), erfüllt wird? Wer bzw. welche Instanz ahndet entsprechende Verstöße?

FRAGE 11

Seit Juli 2017 ist gem. § 7 Abs. 1 Nr. 11 PaßG eine Passversagung oder ein Passentzug zur Verhinderung von Auslandsreisen zum Zwecke so genannter ‚Ferienbeschneidung‘ möglich. Demnach kann Begleitpersonen (insbes. Eltern), die ein minderjähriges Mädchen ins Ausland begleiten wollen, um dort eine Genitalverstümmelung im Sinne des § 226a StGB vornehmen zu lassen, der vorhandene Pass entzogen werden. Woran wird die akute Gefährdungssituation des Mädchens gemessen, wer beurteilt diese und wie wird ein solches Passentzugsverfahren dann konkret umgesetzt? Wie viele Fälle des Passentzugs auf Basis des § 7 Abs. 1 Nr. 11 PaßG gab es bereits seit Juli 2017?

Soweit die „11 Fragen an die Politik“ der Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“. Hoffen wir auf eine erkenntnisreiche morgige Podiumsdiskussion in der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee.

WAS: Podiumsdiskussion: Genitale Selbstbestimmung als Menschenrecht – Wie kann man das Recht auf körperliche Unversehrtheit bei Kindern gewährleisten? TERRE DES FEMMES – Projekt 100% MENSCH – MOGiS laden ein

WER:

• Seyran Ateş, Gründerin Ibn Rushd-Goethe-Moschee, Rechtsanwältin

• Holger Edmaier, Geschäftsführer Projekt 100% MENSCH

• Victor Schiering, Vorsitzender MOGiS – Eine Stimme für Betroffene

• Katharina Vater, Referentin für Intergeschlechtlichkeit und trans*, InTra Beratung @Projekt 100% MENSCH

• Charlotte Weil, Referentin zu weiblicher Genitalverstümmelung, TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau

Moderation: Gislinde Nauy, M.A., Theater- und Religionswissenschaftlerin

In Deutschland erlangt man die Ehemündigkeit erst mit dem Alter von 18 Jahren. Gemäß § 1303 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) darf eine Ehe nicht vor Eintritt der Volljährigkeit eingegangen werden. Das Ehemündigkeitsalter 18 überall auf der Welt durchzusetzen, nicht nur im Recht, sondern auch in den traditionell oder streng religiös Familien, ist wichtig, weil frühe Schwangerschaften Gesundheit oder Leben des Mädchens – und ggf. ihres Babys – gefährden. Die körperlichen und seelischen Anforderungen einer Ehe bzw. Partnerschaft sowie die Verantwortung für sich und einen weiteren, noch sehr hilflosen Menschen kann ein beispielsweise 14 Jahre altes Mädchen noch nicht tragen. Auch soll das Mädchen lang genug in die Schule gehen, statt in die Rolle als Ehefrau und Mutter eingebunden zu sein – auch Bildung ist ein Menschenrecht, nicht nur für Jungen und Männer. In Deutschland ist eine religiöse oder traditionelle Handlung, die darauf gerichtet ist, eine der Ehe vergleichbare dauerhafte Bindung mit einem Minderjährigen zu begründen, verboten (§ 11 Abs. 2 des Personenstandsgesetzes).

Genitale Selbstbestimmung? Das Beispiel der südafrikanischen Xhosa zeigt, dass auch 15 oder 16 Jahre alte Jungen dem in ihrer Community herrschenden Gruppendruck zum Beschnittensein nicht ausweichen können. Die lebenslangen Folgen der FGM oder MGM auf Sexualität und Partnerschaft vermag, völlig altersgemäß, ein Minderjähriger nicht abzuschätzen.

Außerdem ist durchaus vorstellbar, dass ein Kind oder Jugendlicher, genital selbstbestimmt, die MGM oder FGM bei sich durchführen lassen will, die Eltern (oder ein Elternteil, vgl. Sorgerechtsstreit) damit jedoch nicht einverstanden ist?

Dieses Blog ist nicht damit einverstanden, dass auf echten oder angeblichen (Konformitätsdruck!) Kindeswunsch Pädosex oder Kinderheirat in den Bereich der berüchtigten „Genitalautonomie“ inkludiert werden. Auch dürfte es einem Rechtsstaat schwerfallen, einem Minderjährigen einerseits zu gestatten, sich in einer Klinik oder Arztpraxis den sexuell sensibelsten Teil des Genitals ohne medizinischen Grund amputieren zu lassen, dem 16 oder 14 oder 12 Jahre alten Menschen aber andererseits zu verwehren, mit einem Volljährigen Sex zu haben oder ihn zu heiraten. Zwischen Volljährigen und Minderjährigen gibt es keine einvernehmlichen sexuellen Handlungen.

Eine kindliche bzw. jugendliche „genitale Selbstbestimmung“ ggf. auch auf Kosten der genitalen Intaktheit des Minderjährigen darf nicht zulässig sein.

Edward von Roy und Gabi Schmidt

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46 Antworten to “Genitalverstümmelt aber selbstbestimmt”

  1. Edward von Roy Says:

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    Intaktivisten und überhaupt Kinderrechtler sollten sich zum sinngemäßen Grundsatz bekennen: „Ob Mädchen oder Junge, keine Beschneidung unter 18 Jahren“.

    Das Grundgesetz behandelt Männer nicht anders als Frauen und Jungen nicht anders als Mädchen. Der verfassungswidrige § 1631d BGB muss weg.

    Dass der Islam mindestens der sunnitischen Schafiiten und schiitischen Bohra zwischen Junge und Mädchen in Hinblick auf die Pflicht (wâdschib, FarD) zum Beschneiden keinen Unterschied macht, kann jedermann wissen.

    Erstmals in der Geschichte der USA begann im April 2017 ein Strafprozess nach 18 USC 116 (female genital mutilation, FGM). In Detroit, Michigan, waren Dr. Nagarwala sowie die Eheleute Attar angezeigt worden, drei Angehörige der schiitischen Dawudi Bohra, denen FGM religiöse Pflicht ist.

    Islam der Sunniten. Im islamischen Recht der Schafiiten gilt die männliche wie weibliche Beschneidung als wâdschib (farD), religiös verpflichtend. Die anderen sunnitischen Rechtsschulen bejahen die weibliche Beschneidung, den Malikiten gilt sie als sunna (unbedingt nachzuahmen), Hanafiten wie vielen Hanbaliten als makrumâ (ehrenwert), die übrigen Hanbaliten bewerten sie als religiöse Pflicht.

    Wird die Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“, wie geboten, fordern, dass in der universitären Imamausbildung sowie im Islamischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen die aus Koran und Sunna entwickelte Pflicht jedes männlichen Muslims zum Beschnittensein nicht länger auszuführen ist und dass sie, ohne Außenansicht, in Uni und Klassenzimmer nicht gelehrt werden darf?

    Man bekenne sich zum Beibehalten der WHO-Kategorisierung weiblicher Genitalverstümmelung, welche FGM definiert als Typ I, II, III, IV und kämpfe gegen die Straffreistellung der Chatna (chitan al-inath, sunat perempuan), auch der milden Sunna.

    Jede Form von FGM (I, II, III, IV) gehört verboten – überall auf der Welt. Und auch die rituelle sogenannte Jungenbeschneidung sprich männliche Genitalverstümmelung muss weg, überall auf der Welt.

    Denken wir einmal statt an einen Jungen an ein Mädchen – und wir lesen bei der Ibn-Rushd-Goeth-Moschee:

    „Um mehr geht es nicht! Ich bin nicht für ein absolutes Verbot der Beschneidung, sondern lediglich dafür, dass die Beschneidung zu einem späteren Zeitpunkt verschoben wird, sprich: Das Kind trifft seine Entscheidung später selbstbestimmt.“

    Antrag abgelehnt! Das Kind – Junge oder Mädchen – trifft gar keine Entscheidung zwischen heilem oder kaputtem Genital, sondern es behält seinen intakten Körper.

    Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

    https://www.ibn-rushd-goethe-moschee.de/blog/selbstbestimmungsrecht-und-der-religionsfreiheit-bei-der-maennlichen-beschneidung/?unapproved=87&moderation-hash=79efc3318aa8cc5948cdd83d8cba4f00#comment-87

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  2. Cees van der Duin Says:

    Hastiges Weglaufen vor dem – auch sehr islamischen! – Thema FGM.

    “ Die menschenverachtende, weibliche Genitalbeschneidung, die es leider immer noch gibt und mal islamisch oder auch nichtislamisch begründet wird, ist völlig indiskutabel und soll hier nicht weiter thematisiert werden. “

    Selbstbestimmungsrecht und der Religionsfreiheit bei der männlichen Beschneidung · Wie verhält es sich mit dem Selbstbestimmungsrecht und der Religionsfreiheit bei der männlichen Beschneidung? · Ibn-Rushd-Goethe-Moschee

    https://www.ibn-rushd-goethe-moschee.de/?s=Beschneidung

  3. Adriaan Broekhuizen Says:

    Wie verhält es sich mit dem Selbstbestimmungsrecht und der Religionsfreiheit bei der männlichen Beschneidung?

    Religiöse Rituale dienen oftmals der eigenen, individuellen Frömmigkeit. [Genau – und für manch einen ist der bei Bedarf kopfabhackende Dschihad der Weg dieser „individuellen Frömmigkeit“.] Das Beten kann zur inneren Vervollkommnung beitragen, das Fasten zum Reinigen des Körpers oder die Almosenabgabe an bedürftigen Menschen kann ein (marginaler) Beitrag zum riesigen Begriff der „sozialer Gerechtigkeit“ darstellen. Hingegen ist der rituelle Vorgang der Beschneidung eine religiöse Tradition [es geht um Sunna muakkada, unbedingt nachzuahmende Prophetentradition], welches man im Judentum und im Islam vorfindet, die in heutigen modernen Gesellschaften auf Probleme stoßen können [wenn nur diese schrecklichen Intaktivisten nicht wären!]. In Italien gab es vor wenigen Wochen einen tödlichen Fall, bei dem ein fünf Monate altes Baby aufgrund von Blutungen ums Leben kam [Derartiges hören wir jede Woche – Quellen gefällig?]. Die Beschneidung wurde ohne medizinische Kenntnisse eigenverantwortlich von den Eltern durchgeführt [Als ob medikalisierte FGM bzw. MGM besser wäre!]. Sie hatten religiöse Gründe das Kind zu beschneiden [Das ist das.].

    Solch ein furchtbarer Fall ist sicherlich nicht repräsentativ für die Beschneidung an sich [so selten ist Tod nach Zirkumzision gar nicht], die wiederum unter Berücksichtigung medizinischer Fachkenntnisse professionell von geschulten Ärzten in Deutschland und Europa durchgeführt wird [und dem Jungen das Äquivalent zur Klitoris amputiert]. Man kann neben religiösen Gründen auch medizinische bzw. gesundheitliche Gründe geltend machen [achja, AAP? Orange Farm? VMMC in Afrika gegen AIDS/HIV?], weshalb eine Beschneidung sinnvoll sein kann [dem ist nicht so, wie bei FGM]. Zu den religiösen Gründen hat der Journalist Hüseyin Topel vor wenigen Tagen in seinem [unsäglichen, Anm. – ___ps://www.huseyintopel.com/eingriffe-und-die-beschneidung/] Deutschlandfunk-Artikel mit Hilfe des Islamwissenschaftlers Matthias Rohe [Schariafreund und Islamverharmloser] gezeigt, dass die religiös motivierte Beschneidung im Islam keine expliziten Hinweis im Koran habe, sondern die religiöse Praxis aus dem Judentum übernommen wurde [jetzt sind die Juden auch noch an der antisemitischen Scharia schuld?]. Weiterhin falle sie nicht unter die Rubrik der „Pflichten“ im islamischen Recht (anders als das Beten und Fasten), sondern gilt lediglich als „Empfehlung“ [Sunna hier als Sunna muakkada (sog. nachdrückliche Sunna, einem wadschib de facto gleichkommend]. Trotz dieser Aspekte der Beschneidung tauchen vermehrt wichtige gesellschaftliche Fragen auf, denen sich eine kritische Öffentlichkeit stellen sollte. Immerhin geht es um mehrere Ebenen: Die Rechtliche (inwiefern stellt die Beschneidung eine Körperverletzung dar?) [da ist nichts zu diskutieren: eine schwere Verstümmelung], die Medizinische (inwieweit gibt es medizinisch vertretbare Vor – und Nachteile?) [es gibt nur Nachteile – bis, wie oben gesehen, zum Tod], die Verfassung (Welchen Handlungsspielraum hat die Religionsfreiheit hier?), die Gesellschaftliche (Worin besteht im Beschneidungsfall die Problematik zwischen Kollektiv – und Individualrecht?). Wenn im Folgenden von „Beschneidung“ die Rede ist, ist damit ausschließlich die männliche Beschneidung gemeint.1 Selbstverständlich können aus Platzgründen nicht auf alle Ebenen eingegangen werden, jedoch werden einige wichtige Grundaspekte herausgegriffen.

    Eine religiös begründete Beschneidung wird häufig als der Lackmustest schlechthin gesehen, um in die Glaubensgemeinschaft aufgenommen zu werden. Beim Beschneidungsakt wird dem Jungen ein Stück [nö – 51 % würden reichen, hat mal ein Scheich gesagt, es wir die Vorhaut amputiert, das Zentrum der sexuellen Lust] seiner Vorhaut entfernt, der ihn in patriarchal-traditionell orientierten Familien [nein, in schariatreuen Familien] zu einem „richtigen Mann“ oder einem „richtigen Muslim“ werden lässt. Dass man sich aus religiösen Gründen beschneiden lassen möchte, ist an sich nichts Verwerfliches [wenn du 18 bist und älter: dann ist Selbst-MGM schon etwas durchgeknallt, hm?]. Man kann aus religiösen Gründen beten, fasten und auch pilgern. Ja, warum sich denn nicht auch beschneiden lassen? Ich möchte einen bedeutsamen Einwand betonen, der für mich einen gewichtigen Wert hat. Eine religiös begründete Beschneidung durchzuführen, wird häufig von der Familie entschieden und nicht vom Kind selbst. [Kinder an die Macht!? Nein, das Kind darf nicht entscheiden, weil und damit es intakt bleibt] Und da liegt für mich ein großes Problem. Ich halte es für völlig unangemessen, wenn ein irreversibler medizinischer Vorgang ausgeführt wird, um in die körperliche Unversehrtheit des Kindes einzugreifen. Diesen medizinischen Eingriff führt man im Regelfall dann durch, wenn Ärzte beispielsweise gesundheitliche Probleme beim Jungen feststellen [der Mythos Phimose funktioniert immer noch]. Dann ist es geradezu geboten (und für die Ärzte vielleicht sogar verpflichtend), dass das Kind aus gesundheitlichen Gründen beschnitten werden sollte [… und erst in der Islamischen Medizin, der inschallah seelenrettenden Heilkunst nach Koran und Sunna …].

    Aber bis zu dieser Feststellung ist die Beschneidung aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt! Nun könnte man doch das Argument der Religionsfreiheit anwenden. Schließlich geht es um Religion: Man möchte mittels der Beschneidung in den Bund Gottes aufgenommen werden [islamisch ist jedes Kind als Muslim geboren, „erst die Eltern erziehen es …“ der Begriff Bund, Bund Gottes entstammt (auch wenn Mustafa Ceric hier („covenant“ – „In the sharia as their Weltanschauung, Muslims have their covenant with God, a covenant“) trickste) dem Judentum, nicht dem Islam]. Mit Sicherheit hat dieses Argument seine Berechtigung, jedoch wird häufig übersehen, dass die Religionsfreiheit, verstanden als Grund- und Menschenrecht, stets individuell zu betrachten ist, wie das bei allen Grund- und Menschenrechten eben der Fall ist. Sollte also irgendjemand auf sein Recht auf Religionsfreiheit pochen, ist es letztlich das [mindestens 18 Jahre alte] Individuum oder konkreter in diesem Fall: Das Kind, was beschnitten werden soll! [Kind geht gar nicht, Kind ist Mensch unter achtzehn] Hier sehen wir also einen spannenden Konflikt: Kollektivrecht (der Familie) oder Individualrecht (des Jungen)? [Scharia oder AEMR?]

    Da das Kind sich häufig noch im Säuglingsalter bzw. im Kindergarten- oder Grundschulalter befindet, kann der Junge sich nicht auf sein Recht auf Religionsfreiheit berufen, weil ihm – qua junges Alter – schlichtweg das Reflexionsvermögen fehlt, um die Bedeutung einer solchen religiösen Praxis zu verstehen. Dies kann der Junge jedoch im späteren Verlauf seines Lebens besser verstehen, sobald er ein religionsmündiges Alter erreicht hat, bei der er nach reichlicher Überlegung zur Entscheidung kommt, ob er beschnitten werden möchte oder nicht. [Der Autor – vielleicht kennt Massud Reza den Autor? – will Unterstufenschüler zur eigenen Beschneidung sprich zur Selbstverstümmelung drängen.]

    Um mehr geht es nicht! Ich bin nicht für ein absolutes Verbot der Beschneidung, sondern lediglich dafür, dass die Beschneidung zu einem späteren Zeitpunkt verschoben wird, sprich: Das Kind trifft seine Entscheidung später selbstbestimmt. Nun können religiöse Einwände vorgebracht werden, dass es doch geboten sei, die Beschneidung durchzuführen. In der islamischen Überlieferung findet man jedoch keinen Hinweis, in welchem Alter der Junge beschnitten werden sollte. Manche muslimischen Eltern lassen die Beschneidung ab dem 3., 4., 5., 6. oder manchmal sogar in späteren Lebensjahren ausführen. Da wir im Islam also eine solche Flexibilität haben [jaja, die Flexibilität des Dschihad, die Flexibilität des Kalifat], sollten wir sie doch positiv nutzen, um dies den gesellschaftlichen Gegebenheiten anzupassen [der aktuelle Muslimbruderschaft-Jargon]. Trifft der Junge später, seine aus einem Reflexionsprozess hervorgegangene Entscheidung, sich aus religiösen Gründen beschneiden zu lassen selbst, sehe ich darin keine weiteren Probleme [unter 18 nie. Und danach wird den Quacksalbern und Kurpfuschern das Handwerk gelegt].

    Medizinisch könnte nun vertreten werden, dass das Kind gesundheitliche Vorteile aus einer solchen Beschneidung davonträgt und daher das Ganze völlig unproblematisch sei [ahcja, sieht die Ibn-Rush-Goethe-Moschee das so? Hoffentlich nicht]. Nicht selten werden Institutionen zitiert, die die Vorteile auch tatsächlich belegen, wie das z.B. bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Fall ist. Die Beschneidung wird demnach in Gebieten empfohlen, wo es eine hohe HIV-Infektionsrate gibt, wie das bedauerlich in einigen afrikanischen Ländern der Fall sei. Eine Beschneidung könnte danach das Risiko einer solchen Infektion verringern, heißt es seitens der WHO. Jedoch wird nirgends von ihr gesagt, dass man ein Kind beschneiden lassen sollte! Die gesundheitlichen Vorteile kommen nämlich nicht dem Jungen zugute, sondern dem erwachsenen Mann. Anders ausgedrückt: Erst wenn die Geschlechtsreife erreicht wird, können die gesundheitlichen Vorzüge genossen werden.

    Man könnte noch auf weiteren Punkten eingehen, wie die rechtliche Dimension, jedoch sollte das fürs Erste genügen. Sowohl der Islam als auch das Judentum müssten sich aus meiner Sicht nach vorne bewegen und bestimmte religiöse Traditionen über- oder weiterdenken. Die Beschneidung soll ja nicht (juristisch) abgeschafft, sondern lediglich zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt werden, wo der Betroffene, also das Kind, die Entscheidung selbst für sich trifft. Der Bund mit Gott [Terminologie Bund nicht islamisch, sondern jüdisch] wird bestimmt keine Beeinträchtigung erfahren, da es doch um den Aspekt der Freiwilligkeit gehen sollte, um in den Bund Gottes aufgenommen zu werden. Diese Entscheidung sollte man daher niemandem vorenthalten! [Und der schuldhaft schariawidrig Handelnde schmort im Jenseits auf Dauer im Feuer.]

    1 Die menschenverachtende [die echt islamische], weibliche Genitalbeschneidung [sprich Genitalverstümmelung], die es leider immer noch gibt und mal islamisch oder auch nichtislamisch begründet wird, ist völlig indiskutabel [Nein, sie ist sehr deutlich anzusprechen, weil sie endlich weg muss im Irak, in Dagestan, Sri Lanka, Thailand, Indonesien und Malaysia] und soll hier [in der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee?] nicht weiter thematisiert werden [wie haben verstanden: Redeverbot über Islamic FGM].

    https://www.ibn-rushd-goethe-moschee.de/blog/selbstbestimmungsrecht-und-der-religionsfreiheit-bei-der-maennlichen-beschneidung/

  4. Sharia Law? No Thanks. Says:

    Der „Europäische Islamophobie-Report“, finanziert von der Europäischen Union, denunziert Kritiker des politischen Islams als „islamophob“. Jetzt üben Manfred Weber und Nicola Beer scharfe Kritik und stellen die Förderung infrage. Auch das Bundesinnenministerium ist sauer.

    Der von der Europäischen Union finanzierte „Europäische Islamophobie-Report“ sorgt weiter für Kritik. Der knapp 850-seitige Bericht wird von der Seta-Stiftung herausgegeben, die der türkischen Regierungspartei AKP nahesteht. WELT hatte berichtet, dass ein Herausgeber Israel als „Apartheidstaat“ bezeichnet und die Autorin des Deutschland-Kapitels die israelische Staatsgründung als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnet hat. In den Bericht werden beispielsweise die muslimischen Menschenrechtsaktivistinnen Seyran Ates und Saïda Keller-Messahli als „islamophob“ bezeichnet.

    Auch Nicola Beer, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, übt scharfe Kritik. „Wie können europäische Gelder an voreingenommene Auftragnehmer vergeben werden, die der Autokratie-befürwortenden AKP nahestehen? Die offenbar dem politischen Islam den Weg bereiten wollen? Wie kann solch ein propagandistischer Inhalt freigegeben werden?“, fragt die FDP-Politikerin.

    Der Bericht wurde mit 126.951 Euro durch das EU-Programm „Zivilgesellschaftlicher Dialog zwischen der EU und der Türkei“ (CSD-V) gefördert. […]

    Enes Bayrakli, einer der beiden Herausgeber des Berichts, reagierte auf mehrfache WELT-Anfrage nicht. In einem mittlerweile gelöschten Tweet hatte er den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu als „Kopf eines Apartheidstaats“ bezeichnet. Der österreichische Politikwissenschaftler leitet den Fachbereich Europaforschung bei der türkischen Seta-Stiftung. Die Stiftung hat enge Verbindungen zur türkischen Regierungspartei AKP und listete im Juli 2019 143 ausländische Journalisten auf, die sich kritisch gegenüber dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geäußert hatten.

    Von Frederik Schindler | „Wie kann solch ein propagandistischer Inhalt freigegeben werden?“ | WELT 26.10.2019

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article202535650/Islamophobie-Report-Wie-kann-solch-ein-propagandistischer-Inhalt-freigegeben-werden.html?fbclid=IwAR2-sr2ZkhcHbUCt4q4BBjIwFvogESnzupX1UXrffyF_46DQkxYypTXdnYo

  5. intAction Says:

    07.05.2019

    Mit einer Pressekonferenz mit Podiumsdiskussion startete der Auftakt der Sensibilisierungs- und Aufklärungskampagne „Mein Körper – Unversehrt und Selbstbestimmt“ am 07. Mai 2019, dem weltweiten Tag für genitale Selbstbestimmung, im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin. TERRE DES FEMMES, MOGiS und Projekt 100% MENSCH luden Presse und Öffentlichkeit ein, um über die Inhalte ihrer neuen gemeinsamen Kampagne zu sprechen. Die Kampagne setzt sich gegen jegliche Art der Genitalverstümmelung an Kindern ein und möchte die Gesellschaft verstärkt für das Thema sensibilisieren.

    Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) sowie Vorhautamputationen am männlichen Genital (MGM) und genitalzwangszuweisende Operationen an intersexuellen Kindern, verletzen das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit. Das Podium war besetzt mit Charlotte Weil (Referentin zu FGM, TERRE DES FEMMES), Victor Schiering (MOGiS), Holger Edmaier (Projekt 100% MENSCH), Katharina Vater (InTra-Beratung bei Projekt 100% MENSCH) und Seyran Ateş (Rechtsanwältin und Gründerin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee).

    https://www.frauenrechte.de/unsere-arbeit/aktionen/mein-koerper-unversehrt-und-selbstbestimmt

  6. Guckstu hier, konkret Says:

    Ein bisschen Blabla zur FGM und MGM gefällig? Und achja, ist dein Sohn schon beschnitten?

    Ich bin ok, du bist ok! Schön, dass wir mal drüber geredet haben! Tschö-hö!

    06:37 – 29.10.2019

    TERRE DES FEMMES @TDFeV

    🗓 Heute (29.10.2019): #Podiumsdiskussion zum #Menschenrecht auf körperliche #Unversehrtheit
    ⏰ 19:30 Uhr
    📍Ibn-Rushd-Goethe-Moschee (#Berlin)
    Mehr zur Veranstaltung von @mogisverein , @100ProMensch und TERRE DES FEMMES: https://bit.ly/2BUkCTS

    _ttps://twitter.com/TDFeV/status/1189174495833219072

  7. 1+1=2 Says:

    „Wir freuen uns, die Thematik aus vielen verschiedenen Positionen beleuchten zu können“

    [Na dann beleuchtet mal schön … klar, von allen Seiten.]

    Podiumsdiskussion 29.10.2019 zur Kampagne „Mein Körper – Unversehrt und selbstbestimmt: Das Recht auf körperliche Unversehrtheit bei Kindern verteidigen

    Im Rahmen der Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“ laden die Partnerorganisationen TERRE DES FEMMES, 100% MENSCH und MOGiS am 29. Oktober 2019 ab 19:30 Uhr zu einer Podiumsdiskussion in die Ibn Rushd-Goethe-Moschee, Berlin. Wir freuen uns, die Thematik aus vielen verschiedenen Positionen beleuchten zu können. So sollen sowohl die männliche und weibliche Genitalverstümmelung als auch die zwanghafte „Normierung“ der Genitalien von intersexuellen Kindern diskutiert werden.

    https://www.frauenrechte.de/unsere-arbeit/aktionen/mein-koerper-unversehrt-und-selbstbestimmt/aktuelles-unversehrt/4088-podiumsdiskussion-im-rahmen-der-kampagne-mein-koerper-unversehrt-und-selbstbestimmt-wie-kann-man-das-recht-auf-koerperliche-unversehrtheit-bei-kindern-gewaehrleisten

  8. Adriaan Broekhuizen Says:

    Podiumsdiskussion in der Ibn Rushd-Goethe Moschee am 29. Oktober

    Posted by: MOGiS | Content Admin 23,09.2019, 08:18

    Die Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“ ist am 29. Oktober in der Ibn Rushd-Goethe Moschee in Berlin zu Gast und richtet eine Podiumsdiskussion aus. Der Titel: „Das Recht, über die eigenen Genitalien selbst zu entscheiden, ist ein Menschenrecht“.

    Das Podium ist mit Seyran Ateş, Holger Edmaier, Lala Süsskind, Katharina Vater, Charlotte Weil und unserem Vorsitzendem Victor Schiering besetzt, Gislinde Nauy wird moderieren.

    Hier die Ankündigung auf der Webseite der Kampagne:
    https://unversehrt.eu/podium_okt_2019

    Kommen wir miteinander ins Gespräch!

    https://die-betroffenen.de/blog/podiumsdiskussion-in-der-ibn-rushd-goethe-moschee-am-29-oktober/

  9. Cees van der Duin Says:

    اللجنة الدائمة للبحوث العلمية والإفتاء
    al-Laǧna ad-Dāʾima li-l-Buḥūṯ al-ʿIlmīya wa-l-Iftāʾ
    al-Ladschna ad-Da’ima li-l-Buhuth al-ʿIlmiyya wa-l-Ifta‘
    Comité permanent des recherches islamiques et de la délivrance des fatwas
    Permanent Committee for Scholarly Research and Ifta
    Ständiges Komitee für Rechtsfragen

    Das ständige Komitee für Rechtsfragen ist ein beratendes Amt für islamische Rechtsfragen (Fiqh) in Saudi-Arabien, das gemäß seiner (arabischen) Selbstbezeichnung Fatwas ausstellt. Es ist dem Rat der Höchsten Religionsgelehrten unterstellt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%A4ndiges_Komitee_f%C3%BCr_Rechtsfragen

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    Die Gelehrten des Ständigen Komitees sagten:

    Die Beschneidung ist eine der Sunnan der Fitra für beide, Männer und Frauen, aber sie ist verpflichtend für Männer und eine Sunna und eine Ehre für Frauen.

    Schuyuch (Pl. v. Shaykh, die Scheiche) Abdulaziz ibn Baz, Abdurrazzaq Afifi, Abdullah ibn Ghudayya, Abdullah ibn Qa‘ud

    Fatawa al-Ladschna al-Da’ima, Band 5, Seite 113, vierte Frage der Fatwa Nr. 2137

    __

    Scheich al-Islam ibn Taymiyya wurde gefragt, ob Frauen beschnitten werden sollen oder nicht.

    Er antwortete:

    Gepriesen sei Allah. Ja, sie sollten beschnitten werden, d. h. die Spitze der Haut, welche wie der Kamm eines Hahnes aussieht, sollte entfernt werden. Der Gesandte Allahs (…) sagte zu der Frau, welche Beschneidungen durchführte:

    „Lass etwas herausschauen und übertreibe nicht bei der Beschneidung. Das verursacht, dass ihr Gesicht strahlender aussehen wird und es ist erfreulicher für ihren Ehemann.“

    Dies ist, weil der Grund für die Beschneidung beim Mann der ist, ihn von der Unreinheit, die sich unter der Vorhat ansammelt, zu befreien. Aber der Grund für die Beschneidung bei der Frau ist der, ihre Begierde zu zügeln, denn wenn eine Frau nicht beschnitten ist, wird ihr Verlangen stark sein. Deshalb werden die folgenden Worte der Beleidigung benutzt: „Oh Sohn einer unbeschnittenen Frau“, weil die unbeschnittene Frau stärkeres Verlangen hat.

    Demzufolge sind auch unmoralische Taten verbreiteter unter den Frauen der Tataren und den Franken, welche nicht unter den muslimischen Frauen zu finden sind. Wenn die Beschneidung zu heftig ist, wird das Verlangen zum Erlöschen gebracht, welches für die Männer nicht erfreulich ist. Aber wenn geschnitten wird, ohne dabei zu übertreiben, wird der Zweck erreicht, welches ein gemäßigtes Verlangen ist. Und Allah weiß es am besten.

    Majmu’ al-Fataawa, Band 21, S. 114

    __

    Scheich Ibn ‘Uthaymin sagte:

    Die korrekteste Ansicht ist die, dass sie im Falle von Männern verpflichtend ist und im Falle von Frauen Sunna. Der Unterschied zwischen ihnen ist, dass sie im Falle von Männern einem Zweck dient, welcher mit den Bedingungen des Gebets zusammenhängt. Und zwar die der Reinheit (tahara), denn wenn die Vorhaut verbleibt und der Urin aus der Harnröhre kommt, wird etwas davon unter ihr bleiben. Dies verursacht zum einen Brennen und Infektion. Und jedes Mal, wenn die Person sich bewegt und die Vorhat gequetscht wird, fallen einige Tropfen Urin heraus, die die Nadschaasa (Unreinheit) verursachen.

    Im Falle von Frauen, dient sie einem nützlichen Zweck, welcher ist, die Lust zu drosseln. Dies ist das Streben nach Vervollkommnung und nicht das Entfernen von etwas Schädlichem.

    Al-Scharh al-Mumti’, 1/133-134

    __

    Ibn Qudama sagte:

    „In Bezug auf die Beschneidung, so ist sie verpflichtend für Männer und eine Ehre für Frauen, aber sie ist nicht verpflichtend für sie. Dies ist die Ansicht vieler Gelehrter. Ahmad sagte: Sie ist verpflichtender für den Mann, denn wenn ein Mann nicht beschnitten ist, bedeckt die Vorhaut die Eichel sodass sie dadurch nicht richtig gesäubert werden kann. Und sie ist weniger von Bedeutung für die Frauen.“

    Al-Mughni, Band 1, Seite 63

    ___ps://islamfatwa.de/kleidung-schmuck/20-sunan-der-fitra-beschneidung-bart-naegel/1496-beschneidung-khitaan-des-kindes

  10. Adriaan Broekhuizen Says:

    Dienstag, 29.10.2019 um 19:30 Uhr
    Podiumsdiskussion: Genitale Selbstbestimmung als Menschenrecht – Wie kann man das Recht auf körperliche Unversehrtheit bei Kindern gewährleisten? [Indem man die Kinder, Mädchen wie Jungen, nicht genitalverstümmelt, Anm.]
    Ort: Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, Berlin

    NOVEMBER
    Freitag, 1.11.2019 um 18:30 Uhr
    Frankfurter Stadtgespräche: Das islamische Kopftuch zwischen Glaubensfreiheit, staatlicher Neutralität und Gleichberechtigung. Seyran Ateş im Gespräch mit Prof. Ute Sacksofsky
    Ort: Historisches Museum Frankfurt, Frankfurt am Main

    Mittwoch, 6.11.2019 um 13:45 Uhr
    29. Tiroler Wirtschaftsforum: Vortrag „Islam und Zivilgesellschaft – Herausforderungen für Europa“
    Ort: Congress und Messe Innsbruck, Innsbruck – Österreich

    Donnerstag, 7.11.2019 um 19 Uhr
    Frauen im Gesellschaft und Kirche: „So kann man auch glauben!? Frauen in den Religionen“ Podiumsdiskussion mit Seyran Ates, Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck und Dr. Johannes zu Eltz
    Ort: Haus am Dom, Frankfurt am Main

    _ttps://seyranates.de/termine/

    TdF – Terre des Femmes

    Podiumsdiskussion: Genitale Selbstbestimmung als Menschenrecht – Wie kann man das Recht auf körperliche Unversehrtheit bei Kindern gewährleisten? [Indem man die Beschneider (FGM oder MGM) global in den Knast bringt, Anm.]

    https://www.frauenrechte.de/termine/termine2/2019/415-2019/607-podiumsdiskussion-genitale-selbstbestimmung-als-menschenrecht-wie-kann-man-das-recht-auf-koerperliche-unversehrtheit-bei-kindern-gewaehrleisten

  11. Эдвард фон Рой · Edward von Roy Says:

    Global Post: The custom of female circumcision remains good business in Indonesia

    15.04.2015. by Marie Dhumieres

    http://www.stopfgmmideast.org/global-post-the-custom-of-female-circumcision-remains-good-business-in-indonesia/

    (…) Indonesia is home to some 210 million Muslims, the world’s largest population. Researchers believe most Muslim women here are circumcised. The authorities banned the practice in 2006, but backpedaled in 2010 following pressure from some of the country’s powerful religious organizations.

    The Indonesian Ulema Council (MUI), an influential quasi-government body of Muslim scholars, was one of them.

    “The MUI met with the health ministry, and explained that banning female circumcision was against human rights, and sharia law,” says Huzaemah Yanggo, the vice-president of the council’s fatwa commission.

    She says female circumcision is not mandatory according to Islamic law. But in some interpretations it is “strongly recommended.”

    “It will lead to a much purer and healthier life” for women, avoid infections, preserve their dignity, and help “stabilize” their libido, Yanggo adds. “If it’s not done, women will become oversexed.” The last point is the main argument Komariah gave for circumcising her daughter, like most people who support female circumcision in the country.

    Government guidelines released in 2010 detailed how trained medical personnel should perform female circumcision. (…)

    A 2003 study found that 22 percent of 1,307 female circumcision cases were excisions (meaning part of the clitoris or labia was removed). Almost 50 percent involved incisions, 28 percent were “symbolic.” (…)

    By Marie Dhumieres | The custom of female circumcision remains good business in Indonesia | GlobalPost | PRI Public Radio International

    https://www.pri.org/stories/custom-female-circumcision-remains-good-business-indonesia

    Female genital mutilation persists in Indonesia | By Marie Dhumieres | 16.04.2015

    https://eu.usatoday.com/story/news/world/2015/04/16/female-genital-mutilation-circumcision-indonesia/25868057/

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    Dalam Perarutan Menteri Kesehatan (Permenkes) Republik Indonesia Nomor 1636/Menkes/Per/XI/2010 tentang Sunat Perempuan

    Hukum Khitan Perempuan dalam Islam dan Aturannya

    https://tirto.id/hukum-khitan-perempuan-dalam-islam-dan-aturannya-eeNy

    [ Permenkes 1636 Menkes Per/XI/2010 Sunat Perempuan ]

    PERATURAN MENTERI KESEHATAN REPUBLIK INDONESIA NOMOR 1636/MENKES/PER/XI/2010. TENTANG SUNAT PEREMPUAN

    https://www.persi.or.id/images/regulasi/permenkes/pmk16362010.pdf

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    Malaysia

    Jawapan Kemusykilan Agama – Jakim

    Maulana Asri: Hukum Khitan Wanita? Mengapa Ada Ulama Yang Mengharamkan?

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    Khitan Perempuan – Ustadz Aris Munandar

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    Hukum Khitan bagi Wanita – Ustadz Adi Hidayat Lc MA

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  12. Эдвард фон Рой Says:

    Исмаил Алиевич Бердиев
    Ismail Alijewitsch Berdijew
    Mufti von Dagestan, verteidigt Islamic FGM

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    Govorit Moskva
    15.08.2016

    Russian Muslim official defends female circumcision after researchers discover its practice in Dagestan

    […] “As far as I know,” Berdiev explained on air, “it’s done to calm a woman’s zeal somewhat. There’s absolutely no health problem here.”

    Berdiev was responding to a new report by the organization “Russian Justice Initiative,” which found that female circumcision is practiced in the certain areas of Dagestan, one of Russia’s predominantly Muslim republics in the North Caucasus. Russian Justice Initiative found cases in remote villages where girls under the age of three (and sometimes as old as 11) were circumcised. […]

    https://meduza.io/en/news/2016/08/15/russian-muslim-official-defends-female-circumcision-after-researchers-discover-its-practice-in-dagestan?utm_source=t.co&utm_medium=share_twitter&utm_campaign=share

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    La Parisienne
    18 Août 2016

    Russie : un mufti qui appelle à «exciser toutes les femmes» provoque un tollé

    http://www.leparisien.fr/laparisienne/societe/russie-les-propos-d-un-mufti-appelant-a-exciser-toutes-les-femmes-provoque-un-tolle-18-08-2016-6050891.php#xtref=https%3A%2F%2Fwww.google.de

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    BBC
    18 August 2016

    Russia furore over FGM in mainly Muslim Dagestan

    […] ‚Less debauchery‘

    Mr Berdiyev, the mufti of the North Caucasus, had said earlier that FGM was practised in some villages in Dagestan and that it was necessary to curb women’s sexuality.

    „It would be very good if this were applied to all women,“ the Islamic cleric said, adding, „It doesn’t stop women giving birth and there would be less debauchery.“ […]

    RJI said the subject was taboo in the mainly Muslim republic, home to many different ethnic groups, the largest of which are the Avars. FGM was largely ignored by Muslim community leaders, RJI said.

    A senior mufti in Russia’s Spiritual Administration of Muslims, Rushan Abbyasov, called FGM „alien to Islamic theology“.

    [Na, mit einem ernsten und treuen Blick gelogen? Nein, erst sobald man FGM Typ I bzw. Typ IV nicht mehr als der FGM zugehörig definiert, könnte die Behauptung, die FGM sei unislamisch, stimmen. Ruschan Rafikowitsch Abbjassow ist stellvertretender Vorsitzender des Rates der Muftis von Russland (Sowet muftijew Rossii) sowie Direktor der internationalen Abteilung dieses Muftirates. Abbjassow (Abbyasov) lehrt an der im Jahr 1999 gegründeten Islamischen Universität Moskau.]

    He said there was no clear Muslim instruction about FGM and no evidence that it „tames desire“ [das Verlangen bändigt, die Begierde zähmt]. […]

    http://www.bbc.com/news/world-europe-37115746

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    Kleine Zeitung (Österreich)
    18.08.2016

    Empörung über Aufruf von Mufti zur Genitalverstümmelung

    […] Der Mufti von Dagestan, Ismail Berdijew, verteidigte in einem Gespräch mit der russischen Nachrichtenagentur Interfax die Praxis der Genitalverstümmelung, „um die weibliche Sexualität zu verringern“.

    Er hob am Mittwoch hervor: „Alle Frauen müssen beschnitten werden, damit es auf der Welt keine Schwelgerei mehr gibt.“ […]

    Der Mufti, der an der Spitze des Zentrums zur Koordinierung der Muslime im nördlichen Kaukasus steht, äußerte sich am Tag nach der Veröffentlichung eines Berichts über Beschneidungen in Russland. Diesem Bericht einer Nichtregierungsorganisation zufolge wurden in Russland in den vergangenen Jahren tausende Frauen beschnitten, vor allem in Dagestan. […]

    http://www.kleinezeitung.at/international/5071040/Russland_Emporung-uber-Aufruf-von-Mufti-zur-Genitalverstummelung

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    Tough prison sentences ‚will not end FGM in Dagestan‘

    (Moscow-based journalist Marina Akhmedova says criminalisation will drive practice underground in North Caucasus)

    […] Responding to a draft bill introduced by MP Maria Maksakova-Igenbergs last week that called for the criminalisation of FGM, with sentences of up to 10 years, Akhmedova said such strict measures would only be seen as religious persecution and could drive the practice underground.

    Speaking to the Guardian, she said: “It is really difficult to help these women as they don’t consider themselves victims. First you need to persuade them that they are victims. Targeting them will only drive them to do this in secret. If religious leaders say it is right for a girl to undergo circumcision, people will do it.”

    She suggested that Russia needed to adopt an “accurate and moderate” approach and work with religious leaders as well as doctors and teachers to persuade them to abandon FGM. […]

    [ „Die Schafe scheren, nicht die Frauen!“ ]

    Maria Baronova, an opposition activist, responded to the report by standing outside Moscow’s main mosque with a sign saying “cut sheep not women”.

    Akhmedova said Baronova’s protest amounted to an “incitement of ethnic hatred”. […]

    (Von: Hajra Rahim und Rachel Horner | the guardian 23.08.2016)

    https://www.theguardian.com/society/2016/aug/23/tough-prison-sentences-will-not-end-fgm-in-dagestan

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    Russia orders inquiry into claims of FGM in Dagestan

    (Human rights groups allege female genital mutilation has been carried out on tens of thousands of girls in North Caucasus)

    Russia has launched an investigation into claims that tens of thousands of girls in remote mountain areas, some as young as three months’ old, have been forced to undergo female genital mutilation. […]

    [ „Offensichtlich glauben die Leute, keine Klitoris zu haben würde das Mädchen unmittelbar dazu bringen, kein Interesse an Sex und damit keinen vorehelichen Geschlechtsverkehr zu haben, sie demzufolge mittelbar davor schützen, einem Ehrenmord zum Opfer zu fallen. Schließlich billigen die Dorfbewohner diese Morde an derartigen Mädchen.“ ]

    “I believe parents use circumcision as a way of protection from honour killings. They believe if a woman doesn’t have a clitoris she won’t be interested in sex and won’t have it before marriage. The villages support killings of such girls.”

    (Von: Rachel Horner | the guardian 05.11.2016)

    https://www.theguardian.com/society/2016/nov/05/russia-orders-inquiry-into-claims-of-fgm-in-dagestan

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    FGM in Dagestan: where gynaecologists offer to cut girls for £10

    (Von: John Chua, Irene Baqué, Mary Carson)

    https://www.theguardian.com/society/video/2016/nov/05/fgm-in-dagestan-where-gynaecologists-offer-to-cut-girls-for-10

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    Girls as young as 3 undergoing genital mutilation in remote villages in Dagestan, Russia

    (RT)

    „According to Islam, it’s necessary to cut. If the girl hasn’t been cut, she can’t be considered a Muslim.“

    Local gynecologist Hadijat Ajubova also sees nothing wrong with the procedure, saying it “doesn’t harm women’s health.”

    [ Dagestan. Erwachsene Frauen berichten, wie ihnen als Kind mit Werkzeug, das dem Scheren der Wolle der Lämmer dient, mit Gerät der Schafschur das Genital beschnitten wurde. ]

    Journalist and investigator Marina Ahmedova […] went on to share accounts of adult women who had their genitals cut as children with devices used to cut lamb’s wool.

    https://www.rt.com/news/357033-female-genital-mutilation-dagestan/

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  13. Cees van der Duin Says:

    CRIN (Child Rights International Network) veröffentlichte afrikanische Stimmen zu den westlich finanzierten „Beschneidungsprogrammen“ als angebliche HIV-Prävention:
    „Da Korruption in Uganda und Kenia an der Tagesordnung ist, geben die Agenten von VMMC den Schulverwaltungen Geld, um kleine Jungen zu sammeln und ihnen mitzuteilen, dass sie, wenn sie beschnitten werden, niemals HIV bekommen und AIDS nur unbeschnittene Menschen tötet. Sie geben Kindern gratis Süßigkeiten, einige geben Spielzeug, Geld usw. Dann bringen sie diese Kinder in Lastwagen zu ihren Beschneidungszentren. Diese Kinder werden beschnitten, in ihre Region zurückgebracht und dort ohne weitere medizinische und soziale Unterstützung deponiert.“

    Hinter „VMMC“ stecken, ganz offiziell: USAID, UNICEF, The U.S. President’s Emergency Plan for AIDS Relief (PEPFAR), Bill Gates, World Health Organization (WHO), Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Karl Lauterbach (SPD) hat sie laut taz als „sinnvolle Ergänzung“ bezeichnet. Rassismus und Gewalt haben viele Gesichter. In diesen Berichten kommen nun die Opfer zu Wort.

    _ttps://www.facebook.com/unversehrtundselbstbestimmt/posts/772518003168566?__xts__[0]=68.ARDhK4nH8bJxxk0xjY4BdEgNidSuIGnf6jHFo9J9fqY2brHQIO3KTHZq025_zCuBLArDAS2GI5kwgF–TSZXxDfzPwIkl_yKwd0ggE60GQ1kf2vACyvgJKC4frlso7BugVmCGfxUtqz5snd6Yt2UHwH1t2BVW25RxOymhvnbI1l0lL3rBuFUqCcbCtAOh474-9Er3OCOdjxHf0-ZK46EgoqUq3nob-hMOgSRHhmcQZ_4iZfb_u0aae-fM1Ak1nPynBmh47H2t2aSYxhxtMpwBobGds9MRtd_1YiF7GKTV0yF8eUhmceoRiANH6dB0zDJiPPHWV4y-kkizApgPug3zv4&__tn__=-R

  14. Cees van der Duin Says:

    Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt · 29.10.2019 ·

    #unversehrt | „15 Fragen an die Politik in Deutschland“ – bitte helfen Sie mit und fragen Sie Ihre Abgeordneten, ob Sie sich damit beschäftigen. Wir müssen endlich miteinander ins Gespräch kommen. Für die Umsetzung unteilbarer Kinderrechte!

    _ttps://www.facebook.com/unversehrtundselbstbestimmt/videos/vb.697010127386021/2317784301866400/?type=3&theater

    _ttps://www.facebook.com/unversehrtundselbstbestimmt/videos/2317784301866400/?hc_ref=ARQqPpBohoSEqh8s18M69tvdn-BHMHT6AggANFkotbnlCXX_TrFJ801TyHwP88fo_MY&fref=nf&__tn__=kC-R

  15. Эдвард фон Рой Says:

    Seyran Ateş, Rechtsanwältin und liberale Moscheegründerin, bestätigt, es gäbe im Islam keine Grundlage für FGM [und hat von Islam keine Ahnung]. Anders sei das mit der Jungenbeschneidung, die sowohl im Judentum als auch im Islam zur religiösen Praxis gehört und die von der Kampagne gleichermaßen verurteilt wird. Inwiefern sich die Entfernung der Penis-Vorhaut negativ auswirken kann, ist umstritten. Gesetzlich ist sie in Deutschland erlaubt, sofern sie nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt wird – FGM hingegen ist seit 2013 in Deutschland verboten. Was die Beschneidung von Jungen angeht, müssten innerhalb der Religionsgemeinschaften Debatten geführt werden, so Ateş. Einige Familien würden aber nicht öffentlich darüber diskutieren, aus Angst vor antireligiösen Reaktionen aus der Gesellschaft.

    Von Lou Zucker | Für genitale Selbstbestimmung | Erstmals setzen sich Frauen- und LGBTIQ*-Organisationen gemeinsam gegen Genitalverstümmelung ein | nd Neues Deutschland 07.05.2019

    _ttps://www.neues-deutschland.de/artikel/1118197.genitalverstuemmelung-fuer-genitale-selbstbestimmung.html

    Lou Zucker @LouZucker

    Redakteurin bei @ndaktuell und Supernova @LeftstyleMag. Im Kollektiv mit @collectext. Queerfeminusmus, Machtverhältnisse, Liebe und Sex

    https://twitter.com/louzucker?lang=de

    FGM is Non-Islamic, against the teachings of Islam and brings Islam into disrepute, is putting the health of our daughters, sisters, mothers and wives at great risk, is illegal in the UK and carries a prison sentence of up to 14 years.

    FGM Islam leaflet | EndFGM | 30.01.2019

    https://www.endfgm.eu/resources/violence-against-women/fgm-islam-leaflet/

    08.05.2018

    Muslim scholars deplore FGM and say it violates Koran, Islamic law

    They asked communities to desist from linking it to their religion. The scholars said FGM violates the essence and objective of Islamic law, which protects the welfare of family, dignity, wealth and the mental capacity of an individual. Speaking in Nairobi, Deputy Chief Kadhi Rashid Ali Omar said FGM should not be condoned.

    https://www.endfgm.eu/news-en-events/fgm-in-the-news/muslim-scholars-deplore-fgm-and-say-it-violates-koran-islamic-law/

    The End FGM European Network (End FGM EU) is a European umbrella network of 24 organisations working to ensure sustainable European action to end female genital mutilation.

    https://www.endfgm.eu/who-we-are/

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    Fatou Diatta
    Sister Fa

    In cooperation with Tostan, Orchid Project and World Vision

    https://www.endfgm.eu/who-we-are/ambassadors/ambassador-7/

    20.06.2019

    Sister Fa: the hip-hop Queen against FGM

    Fatou or ‘Sista Fa’ has been working on putting an end to FGM since 2007. She is a passionate and committed activist who started as a CHANGE Agent with our member TERRE DES FEMMES, and who uses her music to raise awareness on social and political themes focusing on women’s rights.

    Amongst others, here are some examples of the types of activities she has been implementing: inter-generational forums, home visits, sports games to raise awareness on FGM, meetings with religious leaders to debunk misconceptions on religion and FGM in Islam.

    https://www.endfgm.eu/news-en-events/news/sister-fa-the-hip-hop-queen-against-fgm/

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    #EyesOnFGM – Interview: Fatou (Sister Fa)

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    SiS

    Sisters In Islam’s judicial review application on June 24

    Parties in the judicial review application by Sisters in Islam or SIS Forum Malaysia have agreed that the newly amended Selangor’s Religion of Islam Enactment 2003 has no effect to the suit.

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    SiS

    Sisters in Islam remains ‘deviant group’ in Selangor

    The Kuala Lumpur High Court today dismissed an application by Muslim women’s advocacy group Sisters in Islam (SIS) to challenge a fatwa by the Selangor religious authorities outlawing the body five years ago.

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    SIS gagal cabar fatwa ’sesat‘ dari Selangor

    Mahkamah Tinggi Kuala Lumpur menolak permohonan pertubuhan Sisters In Islam (SIS) untuk mendapatkan semakan kehakiman ke atas fatwa dikeluaran pihak berkuasa Islam Selangor.

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  16. nothing to do with nothing Says:

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    [ 100% Islam äh … ] 100% Mensch hat eine Veranstaltung geteilt.
    Am 20.10.2019 um 07:30 Uhr ·

    #unversehrt | in Berlin diskutieren wir die Unteilbarkeit der Kinderrechte. Die körperliche Unversehrtheit wird derzeit in Deutschland in Abhängigkeit des Genitals garantiert oder entzogen. Gleicher Schutz für alle Kinder! [ Kreisch! I Am OK You Are OK … ]

    ___s://www.facebook.com/100ProzentMensch/posts/2226846017427208?__xts__[0]=68.ARCc2b-mnEeu9ZkD0Q1nUcQQ5JfLBavoK1BJ2Rdk8fZASHsM6vqZW79cb9dKaKfrwkeWZQ1sDYHkrYXtilhLMl0t2j6Ytr4pHQEMhU9J8QI0joEUobx262RTy1kAOb86MrY43m0vnc6n3pQCvaYKTiwKe7HZ_qWfs1WldaiKj3C80OBlbsfb-czqx7xPVrjJekfRlC-vRTERtHy7YAoZN3hZkXX49mn5MVtG4KYZEJtmvl-W4oOBYqw0ahEMjiX25tS-Cph0EBac-fSk319Qi72gFCKnFRYEjc6C8VIzXqZ683hArzBotoJXZUIrGKMmbPyU4eZSphVOM815IIv8ffij1g&__tn__=-R

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    Bet what happened is nothing that had nothing to do with nothing

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  17. Edward von Roy Says:

    11. Dezember 2017 Geschäftsstelle DAKJ

    5 Jahre Beschneidungsgesetz: „Rechtsfrieden“ zu Lasten von Kinder- und Menschenrechten. Kinderschützer und Ärzte ziehen Bilanz

    Berlin, 11.12.2017 – Zum fünften Jahrestag der Abstimmung im Deutschen Bundestag zur Neuregelung der Rechtmäßigkeit nicht medizinisch indizierter Vorhautentfernungen an Jungen äußern Ärztevertretungen und Kinderschutzverbände erneut Kritik an der geltenden gesetzlichen Regelung. Ihr Fazit: Die Politik muss sich den Konsequenzen des von ihr beschlossenen Gesetzes für die betroffenen Kinder stellen. Es gelte, hier endlich in einen breiten gesellschaftlichen Dialog für Wege zu umfassendem Schutz von Kindern unabhängig vom Geschlecht zu treten.

    Mit dem am 12. Dezember 2012 beschlossenen „Gesetz über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes“ legalisierte der Bundestag vor fünf Jahren nicht-therapeutische Vorhautentfernungen an Jungen aus jeglichem Grund. Voraussetzung für den Eingriff ist allerdings, dass er nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt wird. In den ersten sechs Monaten nach der Geburt eines Kindes dürfen sogar Nicht-Ärzte eine Vorhautentfernung vornehmen.

    Die diese Pressemitteilung unterstützenden Verbände und Organisationen

    DAKJ – Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V.
    BVKJ – Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
    DGKCH – Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie e.V.
    DGKJ – Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V.
    DGSPJ – Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V.
    Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) e.V. – Sektion Kinder- und Jugendpsychosomatik
    (I)NTACT – Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen e.V.
    MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene
    TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V.

    nennen konkrete schwerwiegende Auswirkungen dieser Regelungen für betroffene Jungen und beklagen zudem ein völliges Ausbleiben faktenbasierter Aufklärung für Eltern durch die zuständigen staatlichen Organe.

    Für die DAKJ – Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin erklärt Dr. Christoph Kupferschmid: „Zusammen mit vielen kinder- und jugendärztlichen und kinderchirurgischen Fachgesellschaften weltweit hat sich die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin gegen medizinisch nicht indizierte Beschneidungen ausgesprochen. Sie verändern den Körper irreversibel und stehen bei nicht einwilligungsfähigen Jungen nicht im Einklang mit Gesundheitsschutz und Kindeswohl. Insbesondere in den ersten sechs Monaten nach der Geburt, wenn sogar Nicht-Ärzte eine Vorhautentfernung vornehmen dürfen, werden Beschneidungen oft ohne ausreichende Betäubung und daher nicht nach den Regeln der ärztlichen Kunst vorgenommen. Die Kinder erleiden dabei unnötige Schmerzen. Die Kinder- und Jugendärzte und –ärztinnen und Kinder- und Jugendchirurgen und –chirurginnen in Deutschland würden es sehr begrüßen, wenn zur Frage der Jungenbeschneidung ein breiter nationaler Dialog aufgenommen würde, um zu einer Verständigung zu kommen. Sie empfehlen, mit der Beschneidung eines Jungen so lange zu warten, bis er selbst mündig entscheiden kann, ob er beschnitten werden möchte.“

    Victor Schiering, 1. Vorsitzender von MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene, erläutert für den Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.: „Immer mehr Betroffene finden den Mut, sich zu negativen Spätfolgen und traumatisierenden Erlebnissen zu äußern. Das Beschneidungserlaubnisgesetz lässt also Jungen und die Erwachsenen, die aus ihnen werden, den Preis dafür zahlen, dass sich unsere Gesellschaft einer schwierigen Debatte entziehen will. Jungen sind hier per Gesetz ohne jeden wirksamen staatlichen Schutz gestellt. Am heutigen Tag ist die Politik aufgefordert, sich endlich angemessen mit dieser ethisch und menschenrechtlich unerträglichen Situation auseinander zu setzen.“ Für konkrete Sofortmaßnahmen weist er auf die Abschlussforderungen der Fachtagung „Jungenbeschneidung in Deutschland“ am Universitätsklinikum Düsseldorf vom 8. Mai dieses Jahres hin: „Notwendig sind Aufklärungsinitiativen über anatomische und medizinische Fakten, Risiken und Spätfolgen durch Institutionen wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Zudem muss die Klagemöglichkeit der Betroffenen – auch gegen die eigenen Eltern sowie gegen die Beschneider – sofort wieder hergestellt werden. Dies muss auch gelten, wenn keine vollumfängliche und am Kindeswohl orientierte Aufklärung dokumentiert ist. Es kann nicht sein, dass Betroffene selbst bei schwersten Folgen keine Entschädigung geltend machen können. In Nürnberg ist im vergangenen Juli ein Säugling nach einer Hausbeschneidung, wie sie durch das Gesetz erlaubt ist, fast verblutet. 400 Jungen müssen jährlich in Deutschland stationär wegen Komplikationen nachbehandelt werden.“

    Für TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V. nimmt Dr. Idah Nabateregga, Referentin im Referat Weibliche Genitalverstümmelung, Stellung: „Als Feministinnen lehnen wir die Ungleichbehandlung der Geschlechter grundsätzlich ab. Die gesetzliche Lage in Deutschland stellt Female Genital Mutilation (FGM) unter Strafe, während Male Genital Mutilation (MGM) legal ist. Vor dem Gesetz müssen aber alle Kinder unabhängig vom Geschlecht gleich gestellt sein. Gleichstellung kann insofern nur bedeuten, dass unsere Null-Toleranz-Position für alle Kinder gelten muss. Dies beinhaltet für uns darüber hinaus auch den Schutz intersexueller Kinder vor medizinisch nicht notwendigen ‚geschlechtsangleichenden Operationen‘. Deshalb lehnt TERRE DES FEMMES die derzeit in Deutschland gültige Regelung zur Straflosigkeit von medizinisch nicht erforderlichen Beschneidungen an nicht einsichts- und urteilsfähigen Jungen ab.“

    Prof. Dr. Matthias Franz äußert sich für die Sektion Kinder- und Jugendpsychosomatik der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie – DGPM: „Die Evolution bringt keine überflüssigen Körperteile hervor und Menschenrechte gelten auch für Kinder. Es gibt aus Sicht eines gesunden kleinen Jungen deshalb keinen medizinischen und schon gar keinen ärztlich zu rechtfertigenden Grund ihm seine gesunde Vorhaut, den sensibelsten Teil seines Gliedes, abzuschneiden und dadurch seine sexuelle Selbstbestimmung und genitale Integrität ohne dokumentierte Diagnose irreversibel und schwer zu beschädigen. Deshalb sollten die Krankenkassen die Kosten für diesen schädlichen und mit erheblichen Risiken für die körperliche und psychische Gesundheit belasteten Eingriff auch weiterhin nicht übernehmen, wenn keine medizinische Notwendigkeit besteht. Zudem wissen wir heute aus der Gewaltopferforschung und aus entwicklungspsychologischer Sicht mit Gewissheit zwei Dinge: Erstens, man tut Kindern nicht weh, man beschädigt sie nicht, weil jeglicher Schmerz Spuren hinterlässt. Zweitens, Erwachsene haben an den Genitalien von Kindern nichts zu suchen. Das gilt auch für Jungen.“

    Christa Müller, 1. Vorsitzende von (I)NTACT – Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen e.V. , führt aus: „Vor fünf Jahren hat der Deutsche Bundestag mit einem Gesetz die männliche Genitalverstümmelung erlaubt. Damit wurde eine Menschenrechtsverletzung legalisiert. In der Realität sind hiervon vor allem muslimische und jüdische Jungen betroffen. Sind sie uns weniger wert als christliche Jungen? Darüber hinaus ist diese Erlaubnis zugleich das Einfallstor für die weibliche Genitalverstümmelung. Entsprechend hat sich bereits die Präsidentin des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages Christine von der Au im Mai dieses Jahres geäußert: ‚Wenn beispielsweise eine Muslima hierzulande mit ihrer Tochter zum Frauenarzt komme, um aus religiöser Tradition heraus deren Schamlippen zu beschneiden, sei das gegen die Menschenrechte. Doch weigerte sich der Arzt, das zu tun, würden sie möglicherweise zu einem ‚Kurpfuscher‘ gehen, der die Gesundheit der jungen Frau gefährde. Deshalb könnte der Arzt den Eingriff gegen seine eigentliche Überzeugung vornehmen und dann gemeinsam mit Betroffenen etwas gegen diese religiöse Praxis unternehmen.‘ Deswegen muss dieses Gesetz weg. Alle im Bundestag vertretenen Parteien sind aufgefordert, dafür zu sorgen, dass es Eltern ohne Ausnahme verboten ist, die Genitalien ihrer Kinder zu verstümmeln.“

    Prof. Dr. med. Dr. h.c. Maximilian Stehr, Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie – DGKCH, AG Kinderurologie der DGKCH, zitiert aus der neuen konsentierten Leitlinie „Phimose und Paraphimose“: „Das Präputium ist ein physiologischer Bestandteil des männlichen äußeren Genitales mit zahlreichen unterscheidbaren Funktionen. Die operative Entfernung (Zirkumzision) bedarf in unserem Rechts- und Wertesystem einer medizinischen Indikationsstellung. Diese unterscheidet sich hinsichtlich ihres Anspruches nicht von der anderer operativer Eingriffe. Eine Therapie der Phimose sollte nur dann erfolgen, wenn die Patienten Beschwerden haben oder solche unmittelbar zu erwarten sind. Vor durchgeführter Zirkumzision soll darüber aufgeklärt werden, dass durch den bei der Beschneidung resultierenden Hautverlust es zu einem Sensibilitätsverlust kommen kann, der wiederum möglicherweise das spätere Sexualleben beeinflusst. Vor durchgeführter Zirkumzision soll darüber aufgeklärt werden, dass auch unter optimalen Bedingungen mit einer Komplikationsrate von etwa 5%, in der Neugeborenenperiode u.U. auch mit einer höheren Rate (z.B. durch die Ausbildung einer Meatusstenose) zu rechnen ist.“

    V.i.S.d.P:
    Victor Schiering
    Vorsitzender MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene
    Kopernikusstraße 11
    18057 Rostock

    Kontakt:

    Dr. Christoph Kupferschmid

    Victor Schiering

    Literatur:

    Franz M, Hrsg. Die Beschneidung von Jungen. Ein trauriges Vermächtnis. 1. Auflage. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht; 2014.

    Universitätsklinikum Düsseldorf. Fachtagung Jungenbeschneidung. Abschlussforderungen 2017. http://www.jungenbeschneidung.de/material/Abschlussforderungen.pdf

    Bergner C. Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt? Betroffene packen aus. Hamburg: Tredition; 2015

    Stellungnahme zur Beschneidung von minderjährigen Jungen Kommission für ethische Fragen der DAKJ http://dakj.de/wp-content/uploads/2016/12/2016-dakj-beschneidung-jungen.pdf

    Stier B, Lichtenheldt M. Mann oh Mann. Flyer Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Köln 2013. https://www.kinderaerzte-im-netz.de/fileadmin/pdf/kin/oh-mann.pdf

    Bundesforum Männer. Positionspapier zur Beschneidung von Jungen. 2017. https://bundesforum-maenner.de/wp-content/uploads/2017/05/BFM-zu-Beschneidung-von-Jungen-20170505.pdf Bernhard R, Eckert K. Beschneidung von Jungen und Mädchen – (K)ein Thema für den Kinderschutz? Die Kinderschutz-Zentren Köln: Eigenverlag; 2017. http://www.renate-bernhard.de/images/Beschneidung%20und%20Kinderschutz.pdf

    Eckert K, Janssen N, Franz M, Liedgens P. Die nicht retrahierbare Vorhaut bei beschwerdefreien Jungen. Der Urologe 2016; 56: 351–357 Önder Özgeday/Victor Schiering. Beschneidung von Jungen: Perspektiven leidvoll Betroffener – Kinderrechte als Chance. pädiatrische praxis 88, 616–625 (2017) Mediengruppe Oberfranken – Fachverlage GmbH & Co. KG

    https://www.dakj.de/pressemitteilungen/5-jahre-beschneidungsgesetz-rechtsfrieden-zu-lasten-von-kinder-und-menschenrechten/

  18. Adriaan Broekhuizen Says:

    ::

    Dienstag, 5. November

    In Nürnberg aufgeführt im Kino Casablanca

    Männerwochen Nürnberg: Einschneidendes Erlebnis

    Im Zentrum des Films stehen die Bedeutung und der Umgang von jüdischen und muslimischen Kindern und Jugendlichen mit ihrer Bescheidung. Hierfür wurde die Beschneidung von muslimischen und jüdischen Kindern (und ihren Familien) filmisch dokumentiert, betroffene Jugendliche und Eltern hierzu ausführlich interviewt. Zirkumzision, auch männliche Beschneidung, ist die teilweise oder vollständige Entfernung der männlichen Vor­haut. Sie gehört zu den weltweit am häufigsten durchgeführten körperlichen Eingriffen und wird meist aus religiösen und kulturellen Beweggründen durchgeführt, selten mit medizinischer Indikation.

    Ziele des interreligiösen und interkulturellen Films sind:

    Aufklärung über die Beschneidung und ihre Begründung im jüdischen und muslimischen Kontext
    Kennenlernen von religiösen/kulturellen Zusammenhängen der Beschneidung und ihrer Bedeutung für nicht­jüdische und nicht­muslimische Jungen
    Abbau von Stereotypen und Vorurteilen zwischen jüdischen, muslimischen, christlichen und nicht­ religiösen Jugendlichen und Unterstützung von Akzeptanz und Diversität.

    Am anschließenden Fachgespräch und der Diskussion beteiligen sich:

    Prof. Dr. Maximilian Stehr, Cnopfsche Kinderklinik Nürnberg
    Victor Schiering, MOGiS
    Prof. Dr. Dr. h.c. Heiner Bielefeldt, Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik – Institut für Politische Wissenschaft – Universität Erlangen-­Nürnberg
    Scheich Süleyman W. Bahn, Mevlevi­-Orden, Nürnberg

    Di 05.11.2019 19:00
    Männerwochen: Einschneidendes Erlebnis

    https://www.casablanca-nuernberg.de/event/einschneidendes_erlebnis/

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    Diskutiert auch auf Beschneidungsforum

    Nürnberg, 5.11., 19 Uhr – Erste Männerwochen in Nürnberg – Diskussion über MGM

    https://www.beschneidungsforum.de/thread/9370-n%C3%BCrnberg-5-11-19-uhr-erste-m%C3%A4nnerwochen-in-n%C3%BCrnberg-diskussion-%C3%BCber-bgm/?postID=67723#post67723

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    MOGiS und Freunde ist hier: Casablanca Filmkunsttheater Nürnberg.

    · Nürnberg ·

    Filmabend „Einschneidendes Erlebnis“ und Fachgespräch am 5. November im Rahmen der Männerwochen Nürnberg! Veranstalterin ist die Stadt Nürnberg (Stabsstelle Menschenrechtsbüro und Frauenbeauftragte, Ansprechpartner für Männer).

    Wir freuen uns sehr, dass diese wichtige Produktion des Medienprojekt Wuppertal dort gezeigt wird.

    Anschließend diskutieren Prof. Dr. Maximilian Stehr (Cnopfsche Kinderklinik Nürnberg), Prof. Dr. Dr. h.c. Heiner Bielefeldt (Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik – Institut für Politische Wissenschaft – Universität Erlangen-­Nürnberg), Scheich Süleyman W. Bahn (Mevlevi­-Orden, Nürnberg) und MOGiS-Vorsitzender Victor Schiering. Natürlich auch mit dem Publikum!

    Kommen wir miteinander ins Gespräch.

    https://www.nuernberg.de/imperia/md/frauenbeauftragte/dokumente/internet/wir_ueber_uns/flyer-mannerwochen-nurnberg-nov.2019-web.pdf

    #Beschneidung #Genitalverstümmelung #Sexismus #Kinderrechte #Ethikrat #unversehrt #diversity #FGM #circumcision

    _ttps://www.facebook.com/MOGiSundFreunde/photos/a.496946743754777/2415868968529202/?type=3&permPage=1

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    Liebe Nürnberger Männer*,

    das Netzwerk Jungen und Männer Nürnberg hat anlässlich des Weltmännertags am 03.11. und des Internationalen Männertags am 19.11. erstmals eine Kampagne zum Thema Männergesundheit und verschiedene Veranstaltungen zum Männerleben und Männerrollen zusammengestellt.

    03.11. Weltmännertag
    Beim jährlichen Weltmännertag am 03. November steht vor allem die Gesundheit der Männer im Vordergrund. Besonders die rechtzeitige Vorsor­ge und die realistische Einschätzung der gesundheitlichen Verfassung und Risiken. Männer sollen sich über Gesundheitsthemen informieren und verstehen, wie wichtig diese eigentlich für sie sind – insbesondere vor dem Hintergrund der im Vergleich zu Frauen um durchschnittlich fünf Jahre geringeren Lebenserwartung von Männern.

    19.11. Internationaler Männertag
    Der Internationale Männertag findet jährlich am 19. November statt und wird weltweit begangen. Er thematisiert die Vielfalt von Geschlechter­identitäten und Rollenkonzepten von Männern*, Vätern* und Jungen* sowie das Verhältnis der Geschlechter zu­ und untereinander in unserer Gesellschaft. Männliche Geschlechterrollen und Identitäten sind vielfältig und bereichern unsere Gesellschaft. Die Veranstaltungen zum Internationalen Männertag greifen Aspekte und Entwicklungen auf, wie Männer*, Väter* und Jungen* in vielfältiger Weise Gesellschaft und Umwelt, Partnerschaft und Familie gestalten, ohne dabei die Gleichberechtigung von Frauen*, Müttern* und Mädchen* in Frage zu stellen.

    https://www.nuernberg.de/imperia/md/frauenbeauftragte/dokumente/internet/wir_ueber_uns/flyer-mannerwochen-nurnberg-nov.2019-web.pdf

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    Einschneidendes Erlebnis – Medienprojekt Wuppertal

    Eine interreligiöse und interkulturelle Dokumentation

    Die Beschneidung von gesunden Kindern am achten Lebenstag gilt im Judentum als Gebot Gottes. Der Koran erwähnt sie nicht ausdrücklich, dennoch ist sie in islamisch geprägten Ländern als Sunna weit verbreitet und wird im Kindes- oder Jugendalter durchgeführt.

    Die Dokumentation zum Thema »Beschneidung von Jungen« wurde mit muslimischen, jüdischen und anderen Jugendlichen produziert. Im Zentrum des Filmes stehen die Bedeutung und der Umgang von jüdischen und muslimischen Kindern und Jugendlichen mit ihrer Bescheidung. Hierfür wurde die Beschneidung von muslimischen und jüdischen Kindern (und ihren Familien) filmisch dokumentiert, betroffene Jugendliche und Eltern hierzu ausführlich interviewt.

    Ziele des interreligiösen und interkulturellen Filmes sind:

    • Aufklärung über die Beschneidung und ihre Begründung im jüdischen und muslimischen Kontext;
    • Reflexion des eigenen Beschneidungserlebnisses (Körpergefühl, Sexualität, Zugehörigkeit zur kulturellen/religiösen Gruppe, Umgang mit Mädchen);
    • interreligiöse/interkulturelle Auseinandersetzung und Annäherung von jüdischen und muslimischen Jungen aufgrund der gleichen Erfahrung mit gemeinsamer abrahamitischer Begründung;
    • Kennenlernen von religiösen/kulturellen Zusammenhängen der Beschneidung und ihrer Bedeutung für nicht-jüdische und nicht-muslimische Jungen;
    • Abbau von Stereotypen und Vorurteilen zwischen jüdischen, muslimischen, christlichen und nicht-religiösen Jugendlichen und Unterstützung von Akzeptanz und Diversität.

    https://www.medienprojekt-wuppertal.de/einschneidendes-erlebnis

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  19. Adriaan Broekhuizen Says:

    [ Im Ganzen zu lesen bei Renate Bernhard ]

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    Meine Stellungnahme zum Thema „Genitalverstümmelung“
    FÜR DIE Experten-ANHÖRUNG IM LANDTAG NRW AM 3.6.2019

    Die Stellungnahme […]

    Bezug: Antrag von CDU/FDP, (Drucksache 17/5067), dem sich SPD und Bündnis 90 / Die Grünen offenbar zwischenzeitlich angeschlossen haben, und Antrag der AFD, Drucksache 17/5071

    gerichtet an den Landtag NRW, 17. Wahlperiode, Stand jeweils 12.2.2019

    Anlass:

    Anhörung am 3.6.2019 um 14:30-16:30 h, im Landtag Nordrhein-Westfalen, Raum E3 D01

    Weitere geladene Expertinnen:

    Jawahir Cumar (Stop Mutilation), Ibrahim Gueye (Afrikanischer Dachverband), Prof. Dr. Daniel Zerbin (Kriminalwissenschaftler), Dr. med. Christoph Zerm (Gynäkologe),

    Inhalt:

    Zu Ihren Überschriften und der damit ausgedrückten Intention:

    Kinder sind alle: Mädchen, Jungen, intersexuell geborene Menschen – und alle brauchen sie Schutz

    Erwachsene können ihr Recht auf Selbstbestimmung meist selbst verteidigen – sie brauchen Aufklärung

    Ein paar Ergänzungen zu Ihren Anträgen:

    Warum die Betroffenen-Zahlen zugenommen haben

    Die Einwanderung ist nur ein Teilaspekt

    Es wird aufgeklärt, wir wissen daher mehr

    Die Verbreitung des Islamismus befördert auch Genitalverstümmelung

    Wir brauchen mündige BürgerInnen – und nicht beschnittene

    Keiner der Anträge erfasst das System, in den Beschneidungen stattfinden.

    Aber es braucht den systemischen Blick für einen wirksamen Kampf

    gegen die weibliche Genitalverstümmelung:

    Beispiele, wo wegen der Jungenbeschneidung die Sache der Mädchen geschwächt wird:

    1. Die mangelnde Wirksamkeit von § 226a StGB

    – Eingestellter Prozess trotz xfacher Mädchen-Beschneidung in den USA

    – Wie es vermutlich in Deutschland laufen würde

    – Der Ausweg: alle Kindern schützen

    2. Das System, in dem Beschneidung stattfindet

    – Beschneidung – ein Akt der Loyalität gegenüber den Eltern

    – Frauenbeschneidung ist nicht nur Frauensache

    – Beschneidung ist eine Machtausübung: Männer über Frauen, Ältere über Jüngere

    – Warum sollte ein Vater, der die größte Macht in diesem System hat, seine Tochter schützen?

    Die Lösung:

    Die gesetzlichen Grundlagen sind alle bereits vorhanden

    – Warum fällt die Anwendung so schwer?

    Eigentlich ist es ganz einfach:

    – „Man tut Kindern nicht weh“

    – „Erwachsene haben an den Genitalien von Kindern nichts verloren“.

    Der Weg dahin:

    Erst mal vor der eigenen Türe kehren

    Genitalbeschneidungen – 300 Jahre medizinisch begründeter Misshandlungen in Europa

    Zahlen zur Jungenbeschneidung: religiöse und traditionelle Beschneidungen sind der kleinste Teil

    Das zahlenmäßig größte Problem sind die falschen Phimosebeschneidungen

    Es gibt auch beschneidungskritische Juden –

    Der ständig bemühte Antisemitismus-Vorwurf gegen Beschneidungskritiker ist nicht zutreffend

    Aufklärung ist der 1. Schritt auf einem längeren Weg

    Es ist nachvollziehbar wie es zum § 1631d kam. Nur darf es dabei nicht bleiben.

    Abgesehen von der Moral: Auch unser Grundgesetz verpflichtet!

    Nur wenn man Steine ins Wasser wirft, können sie ihre Kreise ziehen

    ———-

    […]

    https://www.renate-bernhard.de/mein-fachgebiet/stellungnahme-expertenanh%C3%B6rung-landtag-nrw-3-6-19/

    Renate Bernhard

    Dolmetscherin und Übersetzerin: Englisch-Französisch-DEutsch journalistin: Print, Radio, TV/Film, Moderation

    https://www.renate-bernhard.de/

  20. Adriaan Broekhuizen Says:

    Das nächste Kind

    Boy, three, has penis amputated in botched circumcision in Brazil before doctor tried to hide his mistake using gauze and bandage

    https://www.dailymail.co.uk/news/article-7622091/Boy-three-penis-amputated-botched-circumcision-Brazil.html

    ::

    Nürnberg

    Beschneidung auf Küchentisch: Verfahren gegen Chirurg eingestellt

    https://www.nordbayern.de/region/beschneidung-auf-kuchentisch-verfahren-gegen-chirurg-eingestellt-1.8483384

  21. Cees van der Duin Says:

    – Zitat –

    A number of Sri Lankan Muslim groups have called on the government to medicalise female circumcision.

    In representations made to the Parliamentary Committee on Women and Gender, members of the All Ceylon Jamiyathul Ulama, All Ceylon YMMA Conference, Centre for Islamic Studies and United Religions Initiative urged the Health Ministry to withdraw a recent circular prohibiting medical professionals from carrying out female circumcision.

    In their submission, the joint Muslim groups stated that the Muslim community is very concerned about moves to ban this obligatory Islamic duty on the grounds that it is Female Genital Mutilation (FGM).

    “We wish to categorically state that the practice of female circumcision is an obligatory Islamic duty, that it confers numerous benefits and is not Female Genital Mutilation. As such we condemn all moves to ban the practice of female circumcision by legislation and/ or by government bodies and urge that no moves be taken in this direction which we will regard as an unwarranted intrusion on and infringement of our religious duties guaranteed by the law and constitution of the Democratic Socialist Republic of Sri Lanka”, the Muslim representatives said in their submission. “We also request the Ministry of Health to withdraw a recent circular it issued prohibiting medical practitioners from performing the procedure and to issue a fresh circular excluding Islamic female circumcision a.k.a hoodectomy from the definition of FGM”

    Joint Spokesperson Noor Hazeema Haris said that although Muslims wholeheartedly support the abolition of traditional practices harmful to women and children such as FGM, in case it is shown to exist in Sri Lanka, the Islamic practice of female circumcision is vastly different. She pointed out that this religious obligation practiced by the Muslims of the country for centuries in keeping with the requirements of the Islamic faith is not FGM. This was evident from the Joint Ministry of Health (MOH) and WHO report on Violence and Health in Sri Lanka in 2008, which states categorically that FGM does not exist in Sri Lanka.

    She pointed out that while countless Sri Lankan Muslim Women have undergone childbirth deliveries in Governmental and Private Hospitals over the past decades, not a single case has arisen where Muslim women have been shown to have undergone FGM. It is therefore very clear that Sri Lankan Muslim women have never experienced FGM.

    She further pointed out that female circumcision practiced by Muslims is a very minor procedure similar to male circumcision where the prepuce of the clitoris is removed. This is the same as hoodectomy which is a legal cosmetic procedure chosen by women to improve genital hygiene and enhance their sex lives. (…)

    The Muslim Representatives included M.N.M.Naphiel, President of the All Ceylon YMMA Conference, Asiff Hussein, Vice-President Outreach, Centre for Islamic Studies, Noor Hazeema Haris, Co-ordinator of United Religions Initiative, Sheikh M.F.M Farhan, Manager, All Ceylon Jamiyyathul Ulama and Sheikh M.A. Haris, Co-Ordinator of the Fatwa Committee of All Ceylon Jamiyyathul Ulama.

    (…)

    Muslim groups call for female circumcision to be medicalised | Daily Mirror | 07.09.2018

    http://www.dailymirror.lk/article/Muslim-groups-call-for-female-circumcision-to-be-medicalised-155186.html

    ::

    Assiff Hussein, ein in Sri Lanka arbeitender Journalist und Forscher zum Islam, kämpft seit mehreren Jahren für die milde Sunna (Female Circumcision – The Hidden Truth), die straffreie FGM Typ Ia: „An Islamic practice that brings untold benefits to women. Eine islamische Praxis, die den Frauen unerhörte Wohltaten schenkt.“

    https://www.rcinet.ca/en/2017/09/08/canadian-muslim-site-advocates-for-female-circumcision/

    https://nationalpost.com/health/calgary-muslim-website-defends-female-circumcision-and-critiques-jewish-media

    Assiff Hussein has written in support of what the World Health Organization classifies as Type Ia Female Genital Mutilation (FGM). In an article entitled „Female Circumcision: The Hidden Truth“ he defended amputation of the clitoral prepuce as „an Islamic practice that brings untold benefits to women,“ while criticising more extreme forms of FGM such as clitoridectomy and infibulation.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Asiff_Hussein

    ::

    The Arabic word baZr does not mean „prepuce of the clitoris“, it means the clitoris itself (cf. the entry in the Arabic-English Dictionary). The deceptive translation by Nuh Ha Mim Keller, made for Western consumption, obscures the Shafi’i law, given by ‘Umdat al-Salik, that circumcision of girls by excision of the clitoris is mandatory. This particular form of female circumcision is widely practiced in Egypt, where the Shafi’i school of Sunni law is followed.

    Islamic Law on Female Circumcision | answering-islam

    https://answering-islam.org/Sharia/fem_circumcision.html

    Nuh Ha Mim Keller ist Autor einer Anzahl von Büchern und übersetzte verschiedene bedeutende arabische Werke ins Englische, darunter auch Umdat al-Salik aus dem 14. Jahrhundert von Naqib al-Misri („Reliance of the Traveller“, ein klassisches Handbuch der islamischen Jurisprudenz gemäß der Rechtsschule der Schafiiten; Kellers Übersetzung wurde von der hohen sunnitischen Lehrautorität, der al-Azhar-Universität in Kairo, autorisiert).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Nuh_Ha_Mim_Keller

    ::

    Fiqh nach Imam asch-Schafii. Das Religionsrecht der Schafiiten ist einsehbar im Umdat as-Salik wa Uddat an-Nasik, Das Vertrauen des Reisenden und Rüstzeug des Anbetenden, das Shihabuddin Abu al-Abbas Ahmad ibn an-Naqib al-Misri (1302–1367) verfasste; englisch als: Reliance of the Traveller: The Classic Manual of Islamic Sacred Law.

    Anmerkung: Nuh Ha Mim Keller übersetzt baZr (بظر baẓr) falsch mit Klitorisvorhaut – das geben die autoritativen Quellen des Islam nicht her, und jeder kann wissen: baZr war und ist die Klitoris.

    baZr (بظر baẓr) bızır

    https://www.etimolojiturkce.com/kelime/b%C4%B1z%C4%B1r

    Klitoris veya bızır

    https://tr.wikipedia.org/wiki/Klitoris

  22. Jacques Auvergne Says:

    .

    Hadith No: 495

    From: Sahih Muslim. Chapter 2, Purification (Kitab Al-Tahara)

    Narrated/Authority of Abu Huraira

    Five are the acts quite akin to the Fitra, or five are the acts of Fitra: circumcision, shaving the pubes, cutting the nails, plucking the hair under the armpits and clipping the moustache.

    .

    Hadith No: 496

    From: Sahih Muslim. Chapter 2, Purification (Kitab Al-Tahara)

    Narrated/Authority of Abu Huraira

    Five are the acts of fitra: circumcision, removing the pubes, clipping the moustache, cutting the nails, plucking the hair under the armpits.

    .

    Hadith No: 502

    From: Sahih Muslim. Chapter 2, Purification (Kitab Al-Tahara)

    Narrated/Authority of Aisha

    The Messenger of Allah (,,,) said: Ten are the acts according to fitra: clipping the moustache, letting the beard grow, using the tooth-stick, snuffing water in the nose, cutting the nails, washing the finger joints, plucking the hair under the armpits, shaving the pubes and cleaning one’s private parts with water. The narrator said: I have forgotten the tenth, but it may have been rinsing the mouth.

    .

    Hadith No: 618

    From: Sunan Abu Dawood. Chapter 2, Prayer (Kitab Al-Salat)

    Narrated/Authority of Ali ibn Abu Talib

    The Prophet (…) said: The key of prayer is purification; takbir (saying „Allah is most great“) makes (all acts which break prayer) unlawful and taslim (uttering the salutation) makes (all such acts) lawful.

    https://ahadith.co.uk/searchresults.php?q=five+acts+of+fitra

    .

    „Beschneidung als eine Initiation der Männer in die Männlichkeit“ [ Vom Islam keine Ahnung. ]

    [ Die Beschneidung ist Voraussetzung für die Gültigkeit des Umkreisens der Kaaba bei der Pilgerfahrt und der Wallfahrt. (Zitat, s. u.) ]

    (…) Charlotte Weil, Referentin zu weiblicher Genitalverstümmelung bei TERRE DES FEMMES, berichtete von dem langjährigen Einsatz der Organisation für ein Ende von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM – Female Genital Mutilation) und dem langen Weg hin zur gesellschaftlichen Erkenntnis, dass es sich bei FGM auch um ein Problem hier in Deutschland handelt. Trotz dieser Bemühungen und der Tatsache, dass weibliche Genitalverstümmelung mittlerweile gesellschaftlich geächtet als auch strafbar ist, sind viele Frauen von FGM betroffen und viele Mädchen bedroht, so Charlotte Weil.
    Die verbreitete Scheu, Themen, denen kulturelle oder religiöse Bedeutung zugeschrieben wird, konkret anzusprechen, hat dennoch bis heute zur Folge, dass Mädchen nicht umfassend geschützt werden.

    Das Schweigen jedoch ist ein Verrat. „Ein Verrat am Feminismus, ein Verrat an Frauen, es ist ein Verrat an Menschen- und besonders Kinderrechten“, betonte Seyran Ateş: „Und es sind nicht nur die Frauen betroffen. Das Gleiche haben wir bei der Jungenbeschneidung.“

    Seyran Ateş ist als feministische Juristin, Imamin und Gründerin der liberalen Moschee mit Tabubruch und Kontroverse vertraut. Daher sind ihr eine Offenheit gegenüber marginalisierten Personengruppen und deren Anliegen wichtig. „Wir sprechen hier in der Moschee über alle Themen, die die Menschen bewegen“, sagt sie, betonte jedoch zugleich, dass sie gerade in Hinblick auf die Bedeutung der Jungenbeschneidung nur für die muslimische Gemeinde sprechen könne und wolle. Im Islam würde die Beschneidung als eine Initiation der Männer in die Männlichkeit und nicht als eine Aufnahme in den Glauben praktiziert, dies sei im jüdischen Glauben anders. (…)

    (TdF) Podiumsdiskussion „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“: Gemeinsam gegen Kinderrechtsbeschneidung!

    https://www.frauenrechte.de/unsere-arbeit/aktionen/mein-koerper-unversehrt-und-selbstbestimmt/aktuelles-unversehrt/4095-podiumsdiskussion-mein-koerper-unversehrt-und-selbstbestimmt-gemeinsam-gegen-kinderrechtsbeschneidung?fbclid=IwAR38R89LmGt0Sd7njnjz_52n-mUcV6tkSB-N4eF7hqt9cUp8jD9E5bujxJ8

    .

    Fatwa

    20015

    Publication : 09-05-2001

    Question

    What is the ruling on circumcision? What is the ruling on what some people do, where they flay the penis or the pubic area?

    Answer

    (…)

    https://islamqa.info/en/answers/20015/ruling-on-circumcision

    .

    Shaykh Ibn ‘Uthaymin (…) said: “The most correct view is that it is obligatory in the case of men… it serves an interest which has to do with one of the conditions of prayer, namely purity (tahara), because if the foreskin remains, when the urine comes out of the urethra, some of it will collect there, and this causes burning and infection every time the person moves, and every time the foreskin is squeezed, some drops of urine come out, thus causing najasa (impurity)…” (Al-Sharh al-Mumti’)

    This is the view of Imam Ahmad (…). Ibn Qudama said in al-Mughni: “As for circumcision, it is obligatory for men…”

    Ibn al-Sabbagh said in al-Shamil: “What is obligatory in the case of a man is to cut the skin on the tip of the penis until the entire glans becomes visible…”

    Imam Ahmad said: “Ibn ‘Abbas was very strict on this matter, and it was narrated that there is no Hajj and no prayer for him, i.e., if a person is not circumcised his Hajj and prayer are not valid.” (Al-Mughni) He further said: “It is more of an obligation for men, because if a man is not circumcised, this piece of skin will be dangling down over the head of the penis and it will be too difficult to clean left-over urine properly…”

    Shaykh al-Islam Ibn Taymiyya said: “With regard to circumcision, whenever he wants, he can be circumcised, but if he is approaching the age of puberty he should be circumcised as the Arabs used to do, to make sure he does not reach puberty when he is not circumcised.” (Al-Fatawa al-Kubra)

    Circumcision is a duty according to Imam al-Shafi’i.

    https://studentsofknowledge.org/worship-ibadah/purification-tahara/question-432-is-circumcision-for-men-mandatory/

    .

    What is the Ruling on Circumcision for Women?

    Answered according to Shafi’i Fiqh by Shafiifiqh.com

    Circumcision is obligatory upon men and women according to us (i.e. the Shafi’is). (Majmu’ of Imam an-Nawawi 1:164) The circumcision is wajib upon men and women according to the rājih qawl of Shāfi’ī madhhab. Answered by: Sidi Abdullah Muḥammad al-Marbūqī al-Shāfi’ī. Checked by: Al-Ustāż Fauzi ibn Abd Raḥman

    https://islamqa.org/shafii/shafiifiqh/30239

    .

    Die Beschneidung ist Voraussetzung für die Gültigkeit des Umkreisens der Kaaba bei der Pilgerfahrt und der Wallfahrt. Es entspricht dem Vorbild der Propheten beschnitten zu sein.

    ( Eslam )

    http://www.eslam.de/begriffe/b/beschneidung.htm

    .

  23. Jacques Auvergne Says:

    Vor fünf Jahren (2014) wurde Terre des Femmes beinahe ein bisschen wach: „Die Überzeugung, dass jede Form von weiblicher Genitalverstümmelung eine Menschenrechtsverletzung darstellt wurde nicht geteilt.“

    Übergabe unserer Petition „Genitalverstümmelung in Indonesien – Schutz statt Verharmlosung“

    (…)

    Unterschriftenübergabe in Deutschland: Wir fordern Unversehrtheit!

    Nach der Übergabe der Unterschriften haben wir mit der Leiterin der politischen Abteilung der indonesischen Botschaft Lefianna H. Ferdinandus und weiteren Botschaftsangestellten ausführlich diskutiert, da der Botschafter terminlich verhindert war. Der Bedarf einer Aufklärungskampagne in Indonesien wurde zwar bestätigt, auch plant die Regierung eine landesweite Studie doch ein Gesetz gegen weibliche Genitalverstümmelung halten sie nicht für notwendig. Die Überzeugung, dass jede Form von weiblicher Genitalverstümmelung eine Menschenrechtsverletzung darstellt wurde nicht geteilt.

    [ Die Überzeugung, dass jede Form von weiblicher Beschneidung eine Genitalverstümmelung darstellt, wird von der Regierung Indonesiens natürlich ebensowenig geteilt, aber diese Frage hätte TdF erst einmal stellen müssen. ]

    Unser Engagement gegen FGM in Indonesien und Asien geht weiter

    [ So wird das nie was. ]

    https://www.frauenrechte.de/index.php/themen-und-aktionen/weibliche-genitalverstuemmelung2/aktuelles/1680-uebergabe-unserer-petition-genitalverstuemmelung-in-indonesien-schutz-statt-verharmlosung

  24. have a nice day Says:

    Stadt Flensburg [ HA-3/2019 ] 27.02.2019

    Der/Die Vorsitzende des Hauptausschusses

    Beschlussblatt aus der 10.Sitzung des Hauptausschusses vom Dienstag,19.02.2019,16:00 Uhr

    Nein zu diskriminierender, frauenfeindlicher und sexistischer Außenwerbung!

    Verbindliche Regeln für städtische Werbeflächen;

    Antrag der Ratsfraktion/en Bündnis 90/Die Grünen, SPD, SSW, Die Linke

    HA-3/2019

    (…)

    Die Kriterien für die Bewertung sexistischer Werbung orientieren sich an den Kriterien des Deutschen Werberats. Demnach handelt es sich um sexistische Darstellungen, wenn

    1. Geschlechtsbezogene Über-/Unterordnungsverhältnisse dargestellt werden.

    2. Eigenschaften, Fähigkeiten und soziale Rollen in Beruf und Familie ausschließlich auf-grund von Geschlecht zugeordnet werden.

    3. Sexuelle Anziehung als ausschließlicher Wert von Frauen dargestellt wird.

    4. Sexuelle Verfügbarkeit suggeriert wird.

    (…)

    https://ratsinfo.flensburg.de/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZauX83n2RfcV8jtl04e6-qelYBxgAg4izHsy9XUVI2ZD/Beschlusstext_HA-3-2019_-oeffentlich-_Hauptausschuss_19.02.2019.pdf

    vgl.
    hpd
    am 8. März 2019 – Internationaler Frauentag, Weltfrauentag

    Keine sexistische Werbung mehr auf öffentlichen Flächen

    Von Hella Camargo am 08.03.2019

    https://hpd.de/artikel/keine-sexistische-werbung-mehr-oeffentlichen-flaechen-16576

    hpd
    Von Hella Camargo am 25.10.2019

    (In Pakistan ist ein Mann für im Jahre 2017 bei Facebook veröffentlichter Aussagen wegen blasphemischer Cyberkriminalität von einem Spezialgericht in Lahore zu fünf Jahren Haft, Zwangsarbeit und einer Geldstrafe verurteilt worden. Er gilt damit als erster Mensch, der nach dem 2016 erlassenen Gesetz verurteilt wurde. Das Gesetz schränkt nicht nur die Meinungsfreiheit ein, sondern lässt sich auch verwenden, um unliebsame Mitmenschen anzuzeigen.)

    Pakistan: Fünf Jahre Haft für blasphemische Cyberkriminalität

    Sajid Ali war 2017 wegen blasphemischer Postings gegen den Islam im sozialen Netzwerk Facebook angezeigt worden. (…)

    Das pakistanische Gesetz gegen Blasphemie ist eines der strengsten, mit zahlreichen Anzeigen gegen muslimische, christliche und hinduistische Personen gleichermaßen. Noch relativ neu sind sowohl das National Response Centre for Cyber Crimes, kurz NR3C, und die Anzeige von Online-Inhalten. Obwohl die NR3C in ihrer Aufzählung von Cyberkriminalität Blasphemie nicht erwähnt, verlinkt sie doch in ihrem Nachrichtenbereich auf einen Bericht von Pakistan Today, welcher sich mit dem Fall des [ Schiiten ] Sajid Ali befasst.

    Der Bericht zeigt auf, dass gerade eine Anzeige wegen Blasphemie viel Spielraum für Anklage und Gericht gibt, womöglich unbequeme Personen drakonisch zu bestrafen. Nach Angaben des Standard werden immer wieder Menschen im Rahmen von Nachbarschafts- oder Immobilienstreits der Blasphemie bezichtigt. (…)

    https://hpd.de/artikel/pakistan-fuenf-jahre-haft-fuer-blasphemische-cyberkriminalitaet-17340

    Sajid Ali was charged with posting blasphemous and derogatory content against revered Islamic figures on the social network in 2017.

    https://gulfnews.com/world/asia/pakistan/pakistani-man-jailed-for-blasphemous-facebook-post-1.67225757

    The special court for cybercrime sentenced Sajid Ali, an active member of the Shia sect after he was charged for posting „sacrilegious, blasphemous and derogatory“ material on Facebook in 2017.

    https://www.ndtv.com/world-news/pak-man-sentenced-to-5-years-in-jail-for-blasphemous-facebook-post-under-new-cyber-crime-law-2119152

    Shia (…) He was punished below part 11 of the Prevention of Digital Crimes Act 2016 and 298-A of the Pakistan Penal Code, which offers with the usage of derogatory remarks towards holy personalities of Islam.

    https://heraldpublicist.com/pak-man-sentenced-to-5-years-in-jail-for-blasphemous-facebook-post/

    § 298 Uttering of any word or making any sound or making any gesture or placing of any object in the sight with the deliberate intention of wounding the religious feelings of any person.

    § 298A Use of derogatory remarks etc., in respect of holy personages. 1980

    https://en.wikipedia.org/wiki/Blasphemy_in_Pakistan

  25. have a nice day Says:

    Bloodstained Men @BloodstainedMen 28.10.2019 09:37

    Denmark Doctors Declare #Circumcision Of Healthy Boys ‚Ethically Unacceptable‘

    It is considered an operation seriously and patently at odds with the #HippocraticOath (”first do no harm”)

    #aap19 #aap #aapexperience #bloodstainedmen #firstdonoharm #doctor

    _ttps://twitter.com/BloodstainedMen/status/1188857237948829697

    ___p://www.huffpost.com/entry/denmarks-29000-doctors-declare-circumcision-of-healthy_b_58753ec1e4b08052400ee6b3 …

    Intact Denmark – Forening mod omskæring af børn

    · Am 09.10.2019 um 08:34 ·

    OMSKÆRING PÅ DAGSORDENEN I FOLKETINGET

    _ttps://www.facebook.com/IntactDenmark/posts/2518756268205228?__xts__[0]=68.ARA6vxO8cfTCWPRamYLDp25UC2E8RkyjeyFq-24SDf0kqtWmaqqx8KC-no9VZBH31fOPcCUQ8gEXNrg9SYxv3Ig5YIe1PLBIY–GciR2FFOm3PXL5LLdxxfBVWgna8noSOWi5ZsbhbrEATWaFTmLJ5Ifo3XSulAoD_uYgnflKbp9MpDfCWzVgsQ0U57ZyoLXRtXzZDbOHALnbzwML7w7u088GC3Dzrl3NeUX8vIno64yIr1o3KDnAEkgbU1pPbahCVe0om8SdLZKBFjOQ7H4I14ETbUmhzUTtop_5N_WJRB7Bme4DlwQTryx_9wJgtUQwo6MOMGsSImxH5snHlVDQr1PFQ&__tn__=-R

  26. intAction Says:

    “ Selbstverständlich ist der Eingriff ein Eingriff über den Kopf des Jungen hinweg. (…) Man kann nicht per Federstrich tausende Jahre Geschichte beenden. (…) Natürlich ist es wichtig, dass Muslime Traditionen kritisch hinterfragen. Vielleicht sollten gerade sie darüber nachdenken, ob ein früherer Beschneidungszeitpunkt besser wäre. “ Lamya Kaddor

    Auf Deutschlandfunk Kultur am 24.08.2012

    Ein Beschneidungsverbot wäre Intoleranz

    (Dem Kölner Urteil zur Vorhautentfernung darf Islamfeinlichkeit unterstellt werden.)

    Von Lamya Kaddor

    Man muss kein Paranoiker sein – trotzdem löste das Urteil des Kölner Landgerichts zur Beschneidung von Jungen das Gefühl aus, es könnte islamfeindliche Züge tragen. Es wäre nicht die erste Mal bei Entscheidungen staatlicher Einrichtungen in Deutschland: Man denke an die Kopftuchverbote oder den Gesinnungstest für Muslime.

    Inzwischen zeigt sich: Einer der geistigen Väter des Urteils, der emeritierte Juraprofessor Rolf Herzberg, entdeckte das Thema und seine Abneigung für Beschneidungen nach der Lektüre eines Buchs. Er versprach der Autorin, einzuschreiten und betraute seinen Schüler Holm Putzke mit der juristischen Ausarbeitung.

    Das Buch, das der Professor damals zur Hand nahm, stammt von der so genannten Islamkritikerin Necla Kelek. (…)

    (…) Islamfeindlichkeit ist aber nur ein Grund, der dem Urteil den Weg geebnet hat. Zunehmend ist festzustellen, dass der Boden für Glaubensfragen in diesem Land dünner wird. Zwar fordern säkular Denkende und Atheisten von gläubigen Menschen Verständnis und Respekt. Aber umgekehrt? Es ist an der Zeit, auch mal wieder Fairness gegenüber religiösem Denken zu erwarten.

    Das Kölner Urteil scheitert an der fehlenden Rücksichtnahme auf eine Jahrtausende alte Tradition. Isoliert betrachtet, ist die Argumentation der Richter nachvollziehbar. Selbstverständlich ist der Eingriff ein Eingriff über den Kopf des Jungen hinweg. Aber erstens machen Eltern das unzählige Male im Leben eines Kindes, und zweitens ist diese isolierte Betrachtung unlauter.

    Es fehlt die Abwägung und das zeugt von mangelndem Weitblick beziehungsweise von weltanschaulicher Beeinflussung. Man kann nicht per Federstrich tausende Jahre Geschichte beenden. Beschneidung mag nach neuesten medizinischen Erkenntnissen Jungen psychisch und seelisch beeinflussen. Ja. Dennoch wird hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht – und das primär wegen des Unvermögens mancher Zeitgenossen, Andersartigkeit zu akzeptieren.

    Haben denn Beschneidungen Generationen traumatisierter Männer hervorgebracht? Nein. Muslime haben trotz des Schnitts sogar eine blühende Hochkultur entwickelt, jüdische Männer bringen es bis zum Nobelpreis. Muslimische Eltern sind nicht verantwortungsloser als andere. Sie lieben ihre Kinder nicht weniger.

    Natürlich ist es wichtig, dass Muslime Traditionen kritisch hinterfragen. Vielleicht sollten gerade sie darüber nachdenken, ob ein früherer Beschneidungszeitpunkt besser wäre. Ganz bestimmt darf es keinen sozialen Druck geben, wenn jemand den Sohn nicht beschneiden lassen will.

    Doch wir brauchen keine außenstehenden Aufpasser, keine chauvinistischen Vormünder in Gestalt christlicher oder atheistischer Juristen, die uns erst einmal erklären, wie aufgeklärte Welt funktioniert.

    Jungenbeschneidung gehört zur Identität von Muslimen. Sie daran zu hindern, bedeutet, ihnen ein Stück davon zu nehmen. Mir berichtete kürzlich ein Schüler, 13 Jahre alt, nach einer Woche Abwesenheit, er sei beschnitten worden. Er bat mich inständig, es niemandem weiter zu erzählen. Die späte Beschneidung, sei ihm sehr peinlich.

    Ich hoffe, dass der Bundestag eine vernünftige Regelung findet, die die rituelle Beschneidung erlaubt – ausgeführt unter besten medizinischen Bedingungen – und Schluss macht mit den Fantasien eines Beschneidungsverbots – einem absoluten Ausdruck von Intoleranz.

    ( Lamya Kaddor )

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/ein-beschneidungsverbot-waere-intoleranz.1005.de.html?dram:article_id=219530

  27. Primum non nocere Says:

    04.10.2012

    Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime (ZMD) in Deutschland, Aiman Mazyek befürchtet jedoch auch eine mögliche Gefährdung für den Fall einer ausbleibenden Beschneidung.

    „Wenn Außenstehende vehement dem Kind ihre ablehnende Haltung zur Beschneidung aufoktroyieren wollen und so das Kind stark verunsichern und in ein zum minimalen körperlichen Eingriff unverhältnismäßigen Konflikt stürzen, ist das eine Gefahr für das Kindeswohl.“

    https://www.focus.de/politik/deutschland/koalition-praesentiert-gesetzentwurf-beschneidungsdebatte-zentralrat-der-muslime-bleibt-skeptisch_aid_831962.html

    04.10.2012

    Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Beschneidung begrüßt. Der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek:

    „Wenn Außenstehende vehement dem Kind ihre ablehnende Haltung zur Beschneidung aufoktroyieren wollen und so das Kind stark verunsichern und in ein zum minimalen körperlichen Eingriff unverhältnismäßigen Konflikt stürzen, ist das eine Gefahr für das Kindeswohl.“

    https://www.merkur.de/politik/muslime-begruessen-gesetzentwurf-beschneidung-2531826.html

    .

    „Primum non nocere, secundum cavere, tertium sanare“, übersetzt „erstens nicht schaden, zweitens vorsichtig sein, drittens heilen“.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Primum_non_nocere

  28. Adriaan Broekhuizen Says:

    Bloodstained Men

    Brother K

  29. Zero Tolerance for Female Genital Mutilation Says:

    Berichtet von Safe Hands For Girls (Banjul, Gambia sowie Atlanta Georgia, USA).

    Einer der islamischen Lehrer an der Bureng Upper and Senior School habe sinngemäß gesagt, FGM sei ein Teil der der gottesdienstlichen Pflichten, oder jedenfalls könne Bestandteil dieser Ibadat sein.

    Bureng

    https://de.wikipedia.org/wiki/Jarra_East

    „FGM als ein Akt der Anbetung“

    … derartige Fehlinterpretationen, so Safe Hands For Girls …

    „Derartige tief verwurzelte Missverständnisse“

    Safe Hands For Girls @SafeHands4Girls 29.10.2019 – 12:48

    We had an interesting encounter with one of the Islamic teachers in Bureng Upper and Senior School during our outreach activity who believed that #FGM is “an act of worship”.

    Seeing educators holding such notions has reminded us that it is especially critical to reach out …

    …s://twitter.com/SafeHands4Girls/status/1189267764244111360

    … to remote communities and clear such deep-rooted misconceptions to protect women and girls from human rights abuses.

    .
    .

    Kwinella

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kwinella

    Am 30.10.2019 aus Gambia um 05:23 Uhr –

    Mass Laye answers a question from one of the students from Kwinella Upper and Senior Secondary School on #FGM being a legimate Islamic practice. #WednesdayWisdom

    …ps://twitter.com/SafeHands4Girls/status/1189518235567382529

    __
    __

    FGM
    Gambia
    Vorkommen

    Gambia ist ein sehr kleines Land, in dem viele unterschiedliche Ethnien leben. Weibliche Genitalverstümmelung (FGM – Female Genital Mutilation) wird unterschiedlich stark praktiziert. Bei den Sarahule sind 98% der Frauen beschnitten. Die Wolof kennen traditionell kein FGM trotzdem wird es bei 12,5% ihrer Töchter praktiziert. Bei den Mandinka liegt die Beschneidungsquote bei 97%, den Djola bei 87% und den Serer bei 43%. Unter den muslimischen Frauen sind 77% beschnitten, bei den Christen sind es 21%.

    Mitunter werden auch erwachsene Frauen genitalverstümmelt. Dies geschieht beispielsweise dann, wenn eine erwachsene Frau in eine Familie einheiratet, die auf eine Genitalverstümmelung besteht. So praktizieren z.B. die Wolofs, Akus, Sereres und Manjangos nicht selbst und dennoch gibt es zahlreiche Frauen aus ihren Stämmen, die FGM erleben mussten.

    Zahlen

    Betroffene: 56% der Mädchen (0-14 Jahre) und 75% der Mädchen und Frauen (15-49 Jahre)
    Befürworterinnen: 65% der Mädchen und Frauen (15-49 Jahre)
    Beschneidungsalter: 55% von FGM fand bis zum 4. Lebensjahr statt, 28% zwischen dem 5. und 9., 7% zwischen dem 10. und 14. und nochmals 1% nach dem 15.
    99% der Genitalverstümmelungen werden durch traditionellen Beschneiderinnen vorgenommen

    https://www.frauenrechte.de/unsere-arbeit/themen/weibliche-genitalverstuemmelung/unser-engagement/aktivitaeten/genitalverstuemmelung-in-afrika/fgm-in-afrika/1454-gambia

  30. Adriaan Broekhuizen Says:

    Geschrieben auf Twitter von Steffen Wasmund @Steffen_Wasmund am gestrigen 02.11.2019

    „Die männliche #Beschneidung verringert die Empfindlichkeit des Penis, gemessen in einer großen Kohorte“

    => rechtswidriger Eingriff in den abwägungresistenten Kern des Allgemeinen Persönlichkeitsrechtes (Sexuelle Selbstbestimmung) nach Art. 2 Abs 1 i.V.m Art. 1 Abs. 1 GG => Menschenwürdeverletzung

    …ps://twitter.com/Steffen_Wasmund/status/1190812631197769729

    ::

    Male circumcision decreases penile sensitivity as measured in a large cohort

    Guy A. Bronselaer
    Justine M. Schober
    Heino F.L. Meyer‐Bahlburg
    Guy T’Sjoen
    Robert Vlietinck
    Piet B. Hoebeke

    First published: 04 February 2013 – 04.02.2013

    doi.org/10.1111/j.1464-410X.2012.11761.x

    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/j.1464-410X.2012.11761.x

    ::

    Male circumcision decreases penile sensitivity as measured in a large cohort

    Subjects and Methods

    • The study aimed at a sample size of ≈1000 men.
    • Given the intimate nature of the questions and the intended large sample size, the authors decided to create an online survey.
    • Respondents were recruited by means of leaflets and advertising.

    Results

    • The analysis sample consisted of 1059 uncircumcised and 310 circumcised men.
    • For the glans penis, circumcised men reported decreased sexual pleasure and lower orgasm intensity. They also stated more effort was required to achieve orgasm, and a higher percentage of them experienced unusual sensations (burning, prickling, itching, or tingling and numbness of the glans penis).
    • For the penile shaft a higher percentage of circumcised men described discomfort and pain, numbness and unusual sensations.
    • In comparison to men circumcised before puberty, men circumcised during adolescence or later indicated less sexual pleasure at the glans penis, and a higher percentage of them reported discomfort or pain and unusual sensations at the penile shaft.

    Conclusions

    • This study confirms the importance of the foreskin for penile sensitivity, overall sexual satisfaction, and penile functioning.
    • Furthermore, this study shows that a higher percentage of circumcised men experience discomfort or pain and unusual sensations as compared with the uncircumcised population.
    • Before circumcision without medical indication, adult men, and parents considering circumcision of their sons, should be informed of the importance of the foreskin in male sexuality.

    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/j.1464-410X.2012.11761.x

  31. Kalifat Nein, 100 % AEMR Ja Says:

    Den Islam reformieren? Das Problem: Mohammed war Islamist

    Felix Perrefort / Die Achse des Guten / 03.11.2019

    […] Solche sich aufdrängenden Fragen kann auch der Film nicht beantworten. Sie verweisen auf den Grundwiderspruch, den keine noch so progressiv eingestellte Theologie wird auflösen können: Ein humanistisch reformierter Islam müsste seinen Religionsstifter verachten. Denn: „Mohammed war Islamist.“ Paulette Gensler, von der das Zitat stammt, weist die theologische Haltlosigkeit der Islamreformer minutiös nach. So schlägt sie beispielsweise jene Sure im Koran nach, die in einer Freitagspredigt in der Ibn Rushd-Goethe Moschee herangezogen wird (hier nachlesbar), um an die im Koran angeblich vorhandene Aufforderung zum Nachdenken zu belegen, und merkt an, dass es sich bei jener „ausgerechnet um eine der kriegerischsten Suren des gesamten Koran“ handelt. „‚Nachdenken‘“, schließt Gensler, „ist im Koran immer verbunden mit einem einzigen legitimen Ergebnis – die Unterwerfung unter Allah und Mohammed.“

    Man muss keine aufwendigen theologischen Studien betreiben, um zu erkennen, dass die Reform des Islam zum Scheitern verurteilt ist. Auch ein Laie, der den Mut hat, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen und in einer Buchhandlung für nur drei Minuten in diesem Buch blättert, wird erkennen, dass diesem historischen Dokument kein auch nur ansatzweise humanistisches, freies Denken abzutrotzen ist. Ja, genauso einfach ist es. […]

    Seyran Ateş präsentiert sich glaubwürdig als Vertreterin jener geknechteten Frauen, die frei leben und trotzdem muslimisch bleiben wollen, und darin liegt das Problem. […]

    https://www.achgut.com/artikel/den_islam_reformieren_das_problem_mohammed_war_islamist

  32. Cees van der Duin Says:

    Zitat aus: Der Humanistische Pressedienst (hpd)

    .

    „Eine Kinderrechtsverletzung definiert sich danach, was mit einem Kind passiert“

    Von: Gisa Bodenstein | hpd am 04.11.2019

    „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“ […] Vertreter der drei daran beteiligten Organisationen – Terres des Femmes – Menschenrechte für die Frau, MOGiS – eine Stimme für Betroffene und 100% Mensch – kamen an diesem Abend in der liberalen Berliner Ibn-Rushd-Goethe-Moschee zusammen. Gründerin und Leiterin des liberalen Gotteshauses, Seyran Ateş, saß selbst ebenfalls auf dem Podium. Gisline Nauy, Theater- und Religionswissenschaftlerin und selbst Aktivistin bei MOGiS, übernahm die Moderation. Die drei Initiativen verfolgen unterschiedliche Ansätze: Während sich Terres des Femmes vor allem gegen weibliche Genitalverstümmelung einsetzt, will MOGiS diese auch bei Jungen und Männern abschaffen. Die LGBTIQA*-Organisation 100% Mensch wendet sich gegen genital-angleichende Operationen bei Menschen, deren Geschlecht weder eindeutig männlich noch weiblich ist. […]

    Über sexuelle Orientierung könne man mittlerweile relativ frei und offen reden, begann Holger Edmaier, Geschäftsführer der Organisation 100% Mensch, wohingegen das Thema Geschlecht immer noch stark tabuisiert würde, was auf das noch immer stark verhaftete binäre System (männlich-weiblich) bei der Vorstellung von Geschlechtern zurückzuführen sei. […] Wichtig sei in der Debatte eine Unterscheidung zwischen Genital und Geschlecht: „Genital hat nichts mit Geschlecht zu tun. Das Genital sitzt zwischen den Beinen, das Geschlecht sitzt zwischen den Ohren“, stellte er klar. [..]

    Seyran Ateş: Die Rechtsanwältin sprach von einer Vortragenden auf dem feministischen Juristinnen-Tag 1998, die über die weibliche […] Genitalverstümmelung sagte, sie sei nicht absolut dagegen. Das sei unerträglich für sie gewesen. Seit damals habe sich in den Köpfen der Links-Liberalen nur wenig verändert. [Gut, dass Seyran Ateş berichtet. Und allerdings, wo ist FGM links bzw. liberal? „Diversity“, „interkulturelle Öffnung“ …] „Das ist ein Verrat am Feminismus, ein Verrat an Frauen, ein Verrat an Menschenrechten.“ Eine Beschneidung sei „zerstörend“ für Frauen, für ihre Sexualität und ihr Körperbewusstsein. Aber es seien ja nicht nur die Frauen betroffen: Das Thema Jungenbeschneidung in islamischen Communities anzusprechen, sei in den Augen Mancher bereits islamfeindlich. […]

    Bei allen Genitaleingriffen versuche man, durch eine Normierung einer gesellschaftlichen Erwartungshaltung gerecht zu werden, ergänzte Holger Edmaier. Oft werde den Kindern eine Intergeschlechtlichkeit sogar verheimlicht. Wir müssten dahin kommen, dass sich die Gesellschaft umgekehrt den existierenden Genitalien anpasse. [Sehr gut gedacht und gesagt, danke!]

    Seyran Ateş brachte die Rolle der Religion ins Spiel: Sie sei ein Machtinstrument, das oft benutzt werde, um Sexualität zu kontrollieren. [Nun. Die wollen in den Himmel kommen. Schuldhaft schariaschludrig oder gar schariawidrig = ewiges Höllenfeuer.]

    Im Rahmen der Kampagne wurde ein Flyer mit „15 Fragen an die Politik in Deutschland“ an sämtliche Bundestagsabgeordnete „des demokratischen Spektrums“, wie es der Geschäftsführer von 100% Mensch formulierte, geschickt, mit der Aufforderung, bis zum 8. November darauf zu antworten. Sie wollten die Politiker dazu bringen, das Thema endlich anzugehen. Paragraph 1631d BGB („Beschneidung des männlichen Kindes“) sei das einzige Gesetz, das die Gesundheit der Gesellschaft betrifft und nicht auf Folgen und Wirksamkeit evaluiert werde. „Ausgesprochen problematisch“ findet er die Haltung vieler Politiker, in dieser Frage keine Stellung beziehen zu wollen.

    (…) Anschließend kam noch ein Gast aus Dänemark zu Wort: Lena Nyhus, die Vorsitzende von Intact Dänemark berichtete, dass in ihrem Land gerade über ein von ihrer Organisation angestoßenes Gesetz beraten wird, dass Genitaleingriffe generell erst ab 18 Jahren erlaubt. „Die Debatte (…) findet auf der ganzen Welt statt“, wusste sie zu berichten.

    In der Abschlussrunde verlas Moderatorin Gislinde Nauy noch ein schriftliches Statement von Lala Süsskind, Vorsitzende des jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus, die kurzfristig aus terminlichen Gründen abgesagt hatte. Die Beschneidung von Jungen [und warum verdienen die Mädchen nicht ein ebenso bedeutendes Fest, selbstredend ohne Amputation?] gehöre „zum Wesen des Judentums“ hieß es darin. Die Beschneidungsdebatte habe sie „wütend“ [ist fortgesetztes Schweigen plus stummes Weiterbeschneiden eine Lösung im Sinne des globalen, also auch jüdischen Kindeswohls und der universellen Kinderrechte und Menschenrechte?], die Gleichstellung mit der Genitalverstümmelung bei Frauen habe sie „fassungslos“ gemacht. [Stören Fakten? Und warum sind Jungen weniger wert als Mädchen?] Sowohl ihr Mann als auch ihre Enkelsöhne seien beschnitten und wohlauf und hätten „weder einen gesundheitlichen noch seelischen Schaden erlitten.“ Auf die ihr gestellten Fragen war sie nicht eingegangen.

    https://hpd.de/artikel/kinderrechtsverletzung-definiert-sich-danach-einem-kind-passiert-und-nicht-danach-erwachsene-dabei-17370

  33. Adriaan Broekhuizen Says:

    Termin: 24.10.2019 Uhrzeit: 18:00 – 20:00

    The Criminalisation of Female Genital Mutilation – A German-Australian Comparison

    Vortrag

    Referent/in: Dr. Kerstin Braun, LLM /Qld, PhD /Qld, Senior Lecturer (Law and Justice) at University of Southern Queensland (Australia).

    While Female Genital Mutilation (‘FGM’) is mainly practiced in some African, Asian and Middle-Eastern countries, a number of cases have been reported in Western countries of immigration, including Germany and Australia. As a result, both countries have amended their laws and introduced the stand-alone offence of FGM in their respective criminal frameworks. This lecture explores how the laws operate in Germany and Australia in this context by analysing relevant statutes, case law and the problems associated with law reform in this area.

    Juridicum, Adenauerallee, Bonn

    Veranstalter: Bonner-FFA des Rechtswissenschaftlichen Fachbereichs

    https://www.uni-bonn.de/veranstaltungen/public-1570445475.24

    ::

    24.10.2019: The Criminalisation of Female Genital Mutilation – A German-Australian Comparison

    The lecture will be held by Dr. Kerstin Braun.

    It takes place on October 24th 2019 at 6 pm. (s.t.) in Hörsaal G/ Juridicum.

    We are looking forward to seeing you there!

    https://www.jura.uni-bonn.de/studium/lehrangebote/fremdsprachen/ffa-lecture-series/

  34. No more FGM, no more MGM Says:

    Girls and boys need EDUCATION, not MUTILATION !

  35. 1+1=2 Says:

    Behandlungsbedürftige kindliche Phimose? Stoppen wir den Mythos endlich

    .

    „Mutter sucht Hilfe für Sohn 1 Jahr alt“, zu lesen auf Beschneidungsforum. Der ein Jahr alte Junge hat glücklicherweise noch seine Vorhaut, zusätzlich und dann völlig unabhängig möglicherweise einen HWI (dt.), einen Harnwegsinfekt (engl. UTI urinary tract infection).

    Der HWI wäre unbedingt auszuheilen, selbstverständlich ohne Zirkumzision, Präputiolyse (Lösung der angeborenen, völlig gesunden Verklebung (Adhäsion) zwischen Eichel und Vorhaut), PFFR premature forcible foreskin retraction, Salbenanwendung oder jedwede sonstige Manipulation an der Vorhaut durch einen Erwachsenen.

    Gut, dass Tursiops über seine einstige Harnwegsinfektion nach Baden in der Natur, Schwimmen in einem Teich berichtet: „Ich hatte als Sechsjähriger auch so eine HWI, nachdem ich in einem Löschteich geplanscht habe.“

    Harnwegsinfekte gehören zu den häufigen bakteriellen Erkrankungen im Kindesalter. Sie entstehen gewöhnlich dadurch, dass von außen (z. B. aus dem Darm) Bakterien in die Harnröhre geraten und von dort aus in die Blase, die Harnleiter und die Nierenbecken „hochsteigen“. Oft begünstigen kalte Füße und Unterkühlung die Ausbreitung der Bakterien.

    Mädchen erkranken häufiger an Harnwegsinfekten als Jungen, da bei ihnen die Harnröhre kürzer ist. (…)

    (BzGA Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

    https://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/erkrankungen/harnwegsinfekte/

    Nach dem Schwimmen lassen viele die nasse Badekleidung an. Trocknen die Sachen auf der Haut, entsteht durch die Verdunstung Kälte. Der Beckenbereich kühlt rapide ab und das erhöht das Risiko eines Harnweginfekts.

    Denn durch die Kälte wird die Durchblutung reduziert und das verursacht genau in diesem Bereich eine Abwehrschwäche. Keime und Bakterien haben dann ein leichtes Spiel. Deswegen sollte Mann oder Frau sich auch nicht auf einen kalten Steinboden setzen.

    Um einer Unterkühlung vorzubeugen, ist es deswegen ratsam sich nach dem Schwimmen schnell umzuziehen.

    (Von Martina Lippl. Ist eine nasse Bikinihose wirklich ungesund? Merkur, 24.08.2016.)

    https://www.merkur.de/leben/gesundheit/eine-nasse-bikinihose-wirklich-ungesund-zr-5025358.html

    Mutter Springinkel berichtet:

    „Mein Sohn 1 Jahr hat eine neue Diagnose: „Phimose mit Ballonierung“ (…) und erkennt: „wenn eine Phimose keine Schmerzen verursacht und mein Junge eh noch Zeit hat, bevor es nötig wird die Vorhaut zurück zu ziehen, dann kann das doch alles so bleiben wie es ist. Also weder OP noch Salbe und in der Hoffnung, dass sich das auf natürliche Weise gibt (…)“.

    Weguer betont: „sollte Dein Sohn z. B. einen HWI haben, hat die Vorhaut nichts damit zu tun und muss in Ruhe gelassen werden. Sprich: keine Manipulation, keine Salbe, keine OP“ und Tursiops gibt die so wichtige Warnung vor PFFR – premature, forcible, foreskin retraction: „Und natürlich darauf achten, dass der Arzt nicht versucht die Vorhaut zurück zu ziehen oder zu lösen„.

    .

    Mutter sucht Hilfe für Sohn 1 Jahr alt

    https://www.beschneidungsforum.de/thread/9376-mutter-sucht-hilfe-f%C3%BCr-sohn-1jahr-alt/

    .

    Sehr kenntnisreich kommentiert dazu Philip am heutigen 07.11.2019.

    (Springinkel schrieb: Phimose ohne Schmerzen >>>Salbentherapie/zur Not OP)

    Herzlichen Glückwunsch. Du musst überhaupt nichts machen. Eine Phimose verursacht nämlich in der Regel keinen Leidensdruck.

    (Springinkel schrieb: Phimose mit Schmerzen >>>Direkt OP)

    Viel zu überstürzt. Man muss ersteinmal die Ursache der Schmerzen abklären. Die meisten Urologen sind allerdings gehirngewaschen und raten direkt zur Genitalverstümmelung.

    (Springinkel schrieb: bevor es nötig wird die Vorhaut zurück zu ziehen)

    Ab wann ist es nötig die Vorhaut zurück zu ziehen? Was denkst du was passiert wenn man die Vorhaut nicht zurück ziehen kann?

    Hast du dich schon eingehend mit der Thematik befasst? Ist dir der Nutzen der Vorhaut bekannt? Sind dir die möglichen Komplikationen einer Zirkumzision im Kindesalter sowohl auf der körpelichen und seelischen Ebene bekannt? Weißt du was eine Beschneidung mit der Mutter-Kind-Beziehung anrichten kann?

    Ich kann mich noch konkret an die Zeit erinnern, als ich meine Vorhaut noch hatte. Meine Mutter hat mir auch vorgeworfen, dass sich meine Vorhaut während der Miktion „balloniert“ hätte. Ich kann mich an keine „Ballonierung“ erinnern. Falls die „Ballonierung“ einen Leidensdruck ausgelöst hätte, dann hätte ich mich zu 100 % daran erinnert. Bei der Phimose deines Sohnes handelt es sich um einen physiologischen Entwicklungsprozess. Physiologische Entwicklungsprozesse können weh tun und unter Umständen auch temporäre Komplikationen auslösen. Wenn dein Sohn einen Urinstrahl hat, dann ist die Öffnung der Vorhaut wahrscheinlich auch ausreichend groß. Warte mal ab, bis deinem Sohn die Milchzähne wachsen. Das ist auch ein physiologischer Entwicklungsprozess. Da wird dein Sohn auch Schmerzen haben. Deshalb wirst du ihm aber höchstwahrscheinlich nicht die Milchzähne ziehen lassen, noch bevor sie durchgebrochen sind, nur um ihm ein bisschen Schmerzen zu ersparen, oder?

    Falls ich die Wahl gehabt hätte, dann hätte ich lieber eine hochgradige Phimose, als einen verstümmelten Penis. Ich bin der ganzen Sachen gegenüber sehr nachtragend. Du kannst froh sein, wenn dich dein Sohn später nicht dafür hasst, solltest du dich dennoch von der Panikmache unserer „Fachärzte“ einlullen lassen und dich dafür entscheiden ihn zu verstümmeln. Du beraubst ihm dadurch den Großteil seines sexuellen Empfindungsvermögens.

    (Soweit Philip.)

    https://www.beschneidungsforum.de/thread/9376-mutter-sucht-hilfe-f%C3%BCr-sohn-1jahr-alt/?postID=67801#post67801

    .

    Auch der 18 Jahre alte d36200 ist möglicherweise völlig gesund, auch wenn eine nennenswerte Vorhautenge erkennbar ist. In diesem Alter kann er die in seinem Fall fraglos sinnvolle Vorhautweitung mit vorsichtigen Dehnübungen versuchen, etwa per Phimocure.

    „Ich war bereits deswegen bei einem Arzt und dieser riet mir direkt zu einer OP, da dies mit Salben nicht mehr behandelbar wäre, da dies eine Extreme Form der Phimose wäre. Dies war vor ca. 3 Jahren“, d36200 war damals erst ungefähr 15 Jahre alt.

    Philip gibt sehr gute Tipps:

    „Ich sehe (…) keinen Grund, warum es mit Phimocure nicht funktionieren sollte. Ich würde dir außerdem empfehlen evtl. zum Hautarzt zu gehen, weil deine Vorhaut auch leicht schuppig aussieht. Da kannst du abklären lassen, ob du vielleicht eine Pilzinfektion hast.“

    https://www.beschneidungsforum.de/thread/9381-phimose-zum-arzt-gehen/?postID=67793#post67793

  36. Cees van der Duin Says:

    Europäisches Parlament 26.11.2019
    Angenommene Texte
    Dienstag, 26. November 2019 – Straßburg Vorläufige Ausgabe
    Die Rechte des Kindes anlässlich des 30. Jahrestags des Übereinkommens über die Rechte des Kindes

    https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/TA-9-2019-11-26-TOC_DE.html

    Entschließung des Europäischen Parlaments vom 26. November 2019 zu den Rechten des Kindes anlässlich des 30. Jahrestags des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes (2019/2876(RSP))

    Texts adopted

    Tuesday, 26 November 2019 – Strasbourg 26.11.2019

    Internal policies Interne Politikbereiche

    End all forms of violence against children Beendung aller Formen von Gewalt gegen Kinder

    11. Condemns all forms of violence against children, including physical, sexual and verbal abuse, online and offline violence, forced marriage [man beachte – die Kinderehe auf Kindeswunsch ist durch die Istanbul Convention nicht verboten, das islamische Heiratsalter des Mädchens (neun Jahre) wird nicht angetastet], child labour, prostitution, trafficking, trafficking of organs, torture, other cruel, inhuman or degrading treatment or punishment, honour killings, female genital mutilation [von der Istanbul Convention leider nicht gemeint sind FGM Typ Ia sowie FGM Typ IV der WHO-Kategorie – die Islamic FGM (khitan al-inath, sunat perempuan, khitan wanita) traut man sich nicht zu verbieten], recruitment, conscription and the use of children as soldiers and human shields, deprivation, neglect and malnutrition as well as psychological violence and all forms of bullying; considers that tradition, culture, religion or beliefs, political or any other opinion should never be used to justify violence against children; recalls the important role that communities and civil society organisations can play in eliminating all forms of violence against children; 11. verurteilt alle Formen von Gewalt gegen Kinder, einschließlich körperlichen, sexuellen und verbalen Missbrauchs, Online- und Offline-Gewalt, Zwangsheirat, Kinderarbeit, Prostitution, Menschenhandel, Organhandel, Folter, anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe, Ehrenmorde, weiblicher Genitalverstümmelung, Rekrutierung, Wehrdienst und des Einsatzes von Kindern als Soldaten und menschliche Schutzschilde, Entbehrung, Vernachlässigung und Unterernährung sowie psychologische Gewalt und alle Formen von Mobbing; vertritt die Auffassung, dass Tradition, Kultur, Religion oder Weltanschauung, politische oder andere Meinungen niemals dazu benutzt werden sollten, Gewalt gegen Kinder zu rechtfertigen; verweist auf die wichtige Rolle, die Gemeinschaften und Organisationen der Zivilgesellschaft bei der Beseitigung aller Formen von Gewalt gegen Kinder übernehmen können;

    (…)

    Vulnerable children Schutzbedürftige Kinder

    39. Calls on the Member States to treat every child first and foremost as a child, regardless of their social or ethnic background, gender, sexual orientation, ability or migration status; 39. fordert die Mitgliedstaaten auf, jedes Kind unabhängig von seinem sozialen oder ethnischen Hintergrund, seinem Geschlecht, seiner sexuellen Ausrichtung, seinen Befähigungen und seinem Migrationsstatus in erster Linie als Kind zu behandeln;

    40. Stresses the importance for the Member States of working out an intersectional approach to combating all forms of discrimination affecting children, taking into in consideration their vulnerabilities, in particular those of children with disabilities, migrant children, children of migrant background, children from minorities and religious groups, LGBTI children, children of foreign fighters, children in detention, children of imprisoned parents, children of LGBTI parents, children in care and stateless or undocumented children, who are disproportionately exposed to discrimination on multiple grounds and therefore require a specialised approach to address their specific needs; calls for the Member States to finally adopt the Horizontal Directive on discrimination;

    41. Deplores all forms of gender-based violence and urges the Member States to enforce concrete measures to end child marriage, female genital mutilation [sind Jungen keine Kinder? Warum erhalten Jungen keinen Schutz vor der MGM, der männlichen Genitalverstümmelung?] and other harmful practises that constitute serious human rights violations against children; calls on the Member States, therefore, to ratify the Istanbul Convention and to follow up on Parliament’s resolutions of 4 October 2017 on ending child marriage, of 4 July 2018 entitled ‘towards an EU external strategy against early and forced marriages – next steps’, and of 7 February 2018 on zero tolerance for female genital mutilation (FGM)(16); 40. betont, dass es wichtig ist, dass die Mitgliedstaaten einen intersektionalen Ansatz zur Bekämpfung aller Formen der Diskriminierung von Kindern ausarbeiten, bei dem ihre Schutzbedürftigkeit berücksichtigt wird – insbesondere die Schutzbedürftigkeit von Kindern mit Behinderungen, minderjährigen Migranten, Kindern mit einem Migrationshintergrund, Kindern aus Minderheiten, Kindern, die religiösen Gruppen angehören, LGBTI-Kindern, Kindern ausländischer Kämpfer, in Gewahrsam genommenen Kindern, Kindern inhaftierter Eltern, Kindern von LGBTI-Personen, Kindern in Betreuung und staatenlosen Kindern bzw. Kindern ohne Papiere, die der Diskriminierung aus mehreren Gründen unverhältnismäßig stark ausgesetzt sind und für die daher ein besonderer Ansatz erforderlich ist, der ihren konkreten Bedürfnissen Rechnung trägt; fordert die Mitgliedstaaten auf, endlich die horizontale Richtlinie zur Diskriminierung anzunehmen;

    (…)

    57. Urges the Commission to follow up on Parliament’s resolution of 4 October 2017 on ending child marriage; calls on the EU and its Member States to apply unified legal standards with regard to the procedure for dealing with child marriages, to cooperate with third countries, and to provide training and technical assistance to help with the adoption and enforcement of legislation prohibiting early and forced marriages, including a minimum age for marriage; asks the Member States to adopt measures to encourage the exchange of best practices on minimum age for marriage and the non-recognition of marriage of migrant children arriving in Europe [warum steht da sinngemäß nicht wie geboten: Keine Heirat unter achtzehn Jahre – damit ist auch eine Imam nikah mit einem minderjährigen Mädchen (jünger als 18 Jahre) wirkungslos und unzulässig], and to adopt national measures to prevent foreign travel of children for the purpose of marriage outside the EU; calls on the Commission to dedicate a European Year to the fight against child, early and forced marriages; 57. fordert die Kommission auf, der Entschließung des Europäischen Parlaments vom 4. Oktober 2017 zu dem Thema „Kinderehen ein Ende setzen“ Rechnung zu tragen; fordert die EU und ihre Mitgliedstaaten auf, im Hinblick auf das Verfahren für den Umgang mit Kinderehen einheitliche rechtliche Normen anzuwenden, mit Drittstaaten zusammenzuarbeiten und Schulungen und technische Hilfe anzubieten, um bei der Annahme und Durchsetzung von Rechtsvorschriften Unterstützung zu leisten, mit denen Früh- und Zwangsehen untersagt werden und in denen ein Mindestalter für Eheschließungen vorgesehen wird; fordert die Mitgliedstaaten auf, Maßnahmen zu ergreifen, um den Austausch über bewährte Verfahren in Bezug auf ein Mindestalter für Eheschließungen und die Versagung der Anerkennung von Ehen minderjähriger Migranten, die nach Europa kommen, zu fördern, und einzelstaatliche Maßnahmen zu verabschieden, mit denen verhindert werden soll, dass Kinder ins Ausland reisen, um außerhalb der EU zu heiraten; fordert die Kommission auf, der Bekämpfung von Kinder-, Früh- und Zwangsehen ein Europäisches Jahr zu widmen;

    European Parliament resolution of 26 November 2019 on children’s rights on the occasion of the 30th anniversary of the UN Convention on the Rights of the Child (2019/2876(RSP))

    (16) OJ C 463, 21.12.2018, p. 26. [ deutsch: ABl. C 463 vom 21.12.2018, S. 26. ]

    https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/TA-9-2019-0066_EN.html

    Convention on preventing and combating violence against women and domestic violence (Istanbul Convention)
    Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen (Übereinkommens von Istanbul, „Istanbul-Konvention“)

    Artikel 38 – Verstümmelung weiblicher Genitalien

    Die Vertragsparteien treffen die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass folgendes vorsätzliches Verhalten unter Strafe gestellt wird:

    a) Entfernung, Infibulation oder Durchführung jeder sonstigen Verstümmelung der gesamten großen oder kleinen Schamlippen oder Klitoris einer Frau oder eines Teiles davon (excising, infibulating or performing any other mutilation to the whole or any part of a woman’s labia majora, labia minora or clitoris);

    b) ein Verhalten, durch das eine Frau dazu genötigt oder gebracht wird, sich einer der unter Buchstabe a aufgeführten Handlungen zu unterziehen;

    c) ein Verhalten, durch das ein Mädchen dazu verleitet, genötigt oder dazu gebracht wird, sich einer der unter Buchstabe a aufgeführten Handlungen zu unterziehen.

    Artikel 37 – Zwangsheirat

    1 Die Vertragsparteien treffen die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass vorsätzliches Verhalten, durch das eine erwachsene Person oder ein Kind zur Eheschließung gezwungen wird, unter Strafe gestellt wird (Parties shall take the necessary legislative or other measures to ensure that the intentional conduct of forcing an adult or a child to enter into a marriage is criminalised).

    2 Die Vertragsparteien treffen die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass vorsätzliches Verhalten unter Strafe gestellt wird, durch das eine erwachsene Person oder ein Kind in das Hoheitsgebiet einer Vertragspartei oder eines Staates gelockt wird, das nicht das Hoheitsgebiet ihres beziehungsweise seines Aufenthalts ist, um diese erwachsene Person oder dieses Kind zur Eheschließung zu zwingen (Parties shall take the necessary legislative or other measures to ensure that the intentional conduct of luring an adult or a child to the territory of a Party or State other than the one she or he resides in with the purpose of forcing this adult or child to enter into a marriage is criminalised).

    ( Jacques Auvergne blickt durch )

    Aha, „dieses Kind zur Eheschließung zu zwingen“ sei europaweit illegal, „dieses Kind zur Eheschließung“ zu begleiten oder auch zu überreden indes kein legales Problem, jedenfalls der Rede nicht wert?

    Dass Kinder nicht „zur Eheschließung gezwungen“ werden sollen wirkt auf den ersten Blick kinderfreundlich und scheint den Wali mudschbir, den islamischen Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang auszuschließen, den man allerdings mutig hätte nennen müssen. Doch wird in Art. 38 dreimal seelenruhig über Kind und Eheschließung geschrieben, die kulturelle Moderne jedoch kann die Eheschließung eines Kindes nicht einmal in Erwägung ziehen.

    https://schariagegner.wordpress.com/2014/11/25/die-istanbul-konvention-eine-verpasste-chance-fuer-frauenrechte/

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    Amtsblatt der Europäischen Union
    Official Journal of the European Union

    C 463

    I. (…) ungeachtet der Tatsache, dass es keine religiöse Verpflichtung zur Verstümmelung weiblicher Genitalien gibt (…) [ dem ist nicht so … einfach MUI, JAKIM oder den Syedna fragen. ]

    5. betont, dass die Mitgliedstaaten gemäß Artikel 38 des Übereinkommens von Istanbul verpflichtet sind, Genitalverstümmelung sowie die Aufforderung bzw. Nötigung von Mädchen, sich einer solchen Prozedur zu unterziehen, unter Strafe zu stellen

    (…)

    21. (…) erkennt an, dass es keine Religion gibt, die diese Praxis befürwortet; [die schiitischen Dawoodi Bohra und die sunnitischen Schafiiten sollen weiter ihre Mädchen (mindestens gemmäß FGM Typ Ia oder FGM Typ IV … s. Istanbulkonvention) beschneiden dürfen, wie in ihrer Religion (Islam) verpflichtend (wAdschib; farD) gefordert.]

    https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=OJ:C:2018:463:FULL&from=NL

    although there is no religious requirement to perform FGM

    5. Underlines that, under Article 38 of the Istanbul Convention, the Member States have the obligation to criminalise FGM (…)

    21. (…) recognises that no religion advocates this practice

    [ Über den Islam nur Gutes. Andererseits hat die Istanbul Convention FGM Typ Ia oder FGM Typ IV unter den Tisch fallen lassen. ]

    https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=OJ:C:2018:463:FULL&from=EN

  37. Cees van der Duin Says:

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    35,000 boys get the cut without parental consent

    Gatonye Gathura | The Standard 10.08.2019

    About 35,000 underage boys have been circumcised without parental knowledge or consent in the ongoing HIV prevention drive.

    A study by Kenya Medical Research Institute (KEMRI) and the Pacific Institute for Research and Evaluation (PIRE) of US, reports that boys, some aged under 10 years, have been circumcised without the mandatory parental consent.

    The study, funded by the US government and published on August 2, 2019, says some of the children circumcised without parental consent were found to suffer depression related to the event.

    The team involving the University of North Carolina, US, had sampled 1,939 adolescents who went through the voluntary medical male circumcision (VMMC) in Western Kenya. (…)

    https://www.standardmedia.co.ke/article/2001337555/35-000-boys-get-the-cut-without-parental-consent

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    How unethical groups minted millions from anti-HIV male cut

    Gatonye Gathura | The Standard 10.11.2019

    (…) about 35,000 underage boys have been circumcised without parental knowledge or consent in the ongoing HIV prevention project.

    To get the numbers the new report says anything goes. “We are calling it ‘broking (brokering) system,” says a mobiliser.

    He said although they are not supposed to give children money they sometimes have to pay a boy about Sh50 for him to bring in his friends.

    “For instance, if he brings four, I give 100–150 KES. At the end of the day, I will hit my target,” says the mobiliser.

    But things get more interesting once the boys get to the clinic especially during the high seasons, usually during school holidays like now.

    The rule book says a circumcision team should incorporate one surgeon, a surgical assistant, a counselor and infection prevention officer all working together in each case.

    Such a team should on average do no more than 12 cuts a day. On average one case the report says should take 12 to 25 minutes.

    However during the peak season, the Kemri team says it confirmed these guidelines are not observed with an operation sometimes taking just about six minutes. (…)

    https://www.standardmedia.co.ke/health/article/2001348778/how-unethical-groups-minted-millions-from-anti-hiv-male-cut

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    Arrest NGO chiefs using children to get money from AIDs donors

    The Standard 12.11.2019

    (…) the US government-funded anti-HIV male circumcision project, which has circumcised more than 1.5 million males since it was rolled out in 2007.

    Through this project, community mobilisers are tasked with recruiting boys aged above 10, and they must volunteer for the cut.

    (…) Data collected by the Kenya Medical Research Institute (KEMRI) and US researchers that was published last week has exposed the high levels of corruption in the circumcision project, derailing the war against HIV and Aids.

    Project implementers, mostly non-governmental organisations, have opted to use underhand methods to boost the numbers of their clients and with this, increase the level of funding from the US President’s Emergency Plan for AIDS Relief (PEPFAR).

    The report shows that the project implementers recruit underage boys through coercion and bribery, sometimes without the consent of the boys’ parents. So far, about 35,000 boys have been circumcised without their parents’ consent.

    This is not only unethical, but it is also dishonest. (…)

    https://www.standardmedia.co.ke/article/2001349020/arrest-ngo-chiefs-using-children-to-get-money-from-aids-donors

  38. Jacques Auvergne Says:

    FGM and religion? Nothing to do with nothing – nothingtodowithislam – hatabernichtsmitdemislamzutun

    Den Islam weißwaschen, den Islam schönfärben – von London aus und seit 11 bis 14 Jahren – begeistert aufgegriffen in Irland

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    Female Genital Mutilation (FGM) – THE FACTS

    By Shuja Shafi 1, Yunes Teinaz 2, Estelle Robinson 3, Khalda El-Hafiz 4, and Mari-Claire Price 5.

    THE LONDON CENTRAL MOSQUE TRUST & THE ISLAMIC CULTURAL CENTRE

    London

    1 Shuja Shafi – Muslim Council of Britain
    2 Yunes Teinaz – Chartered Environmental Health Practitioner
    3 Estelle Robinson – FORWARD
    4 Khalda El-Hafiz – FORWARD
    5 Mari-Claire Price – FORWARD

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    Created by Dr Yunes Teinaz 2005
    REVISED: 2008

    Female genital mutilation has no basis in any religion

    FGM is neither a Muslim tradition nor required by the Islamic faith – the practice predates Islam. FGM is not practiced by the majority of Muslims, however, it is often associated with Islam as the Muslim societies that practice FGM cite religious teachings to support their actions. FGM is also practiced by some Christians, Jews and Animists.

    Many who practice FGM do so because they mistakenly believe it to be a Muslim requirement. It has become a „law by custom“ in many Muslim countries. However, neither of the two main sources of the Islamic Shariah law – the Quran and the Sunnah – specifically mention female circumcision, and most Islamic scholars agree that it is not an Islamic religious rite.

    FGM is neither a Muslim tradition [am Thema vorbei, es geht um Islamic practice] nor required by the Islamic faith [„erforderlich“ (required ) in der Tat nur den Schafiiten und Bohra, den anderen islamrechtlich eingestuft z. B. als ehrbar (makruma), doch alle Madhhahib (Rechtsschulen, Sg. Madhhab) erkennen einander an] – the practice predates Islam (auch die Steinigung „ist älter als“ (predates) Islam … und die Scharia, der Islam gilt bis zum Tage der Auferstehung]. FGM is not practiced by the majority of Muslims [… diese Pflichtschludrigen?], however, it is often associated with Islam as the Muslim societies that practice FGM cite [allerdings, sie zitieren den Hadith: Es sprach Mohammed an Umm Atiyya … la tanhaki / la tanhikna] religious teachings to support their actions. FGM is also practiced by some Christians, Jews and Animists.

    Many who practice FGM do so because they mistakenly believe it to be a Muslim requirement [es geht um Muslim requirement – und schafiitisch wie für die Bohra, z. B. die Dawoodi Bohra, ist es ein „Erfordernis“, requirement]. It has become a „law by custom“ in many Muslim countries. However, neither [Taqiyya, glatt gelogen!] of the two main sources of the Islamic Shariah law – the Quran and the Sunnah – specifically mention female circumcision [chitan al-inath / chitan al-binat, südostasiatisch khitan wanita, sunat perempuan, kurzgesagt: die Islamic FGM ist Sunna], and most Islamic scholars agree that it is not an Islamic religious rite [auch glatt gelogen – es sei denn, FGM Typ I oder IV gelten nicht als Verstümmelung, mutilation, und genau so sehen es MUI und JAKIM].

    h t t p://www.iccservices.org.uk/FGM_Leaflet.pdf

    .
    .

    Die Desinformation wird 2008 vom irischen National Plan of Action to Address FGM herangezogen, siehe Fußnote 20

    Ireland’s National Plan of Action to Address FGM

    National Steering Committee Members

    daphne

    AkiDwA
    Amnesty International (Irish Section)
    Barnardos
    Cairde
    Children’s Rights Alliance
    Christian Aid
    Comhlamh
    HSE
    Integrating Ireland
    Integration of African Children in Ireland
    Irish Aid
    Irish Family Planning Association
    National Women’s Council of Ireland
    Refugee Information Service
    Somali Community in Ireland
    Somali Community Youth Group
    UNICEF
    Women’s Health Council

    The formation of the National Steering Committee and the development of the Plan of Action is partly funded by the European Commission through Euro Net-FGM, a European network dedicated to the prevention and eradication of harmful traditional practices which affect the health of women and children.15 EU countries are participating in this project and all will launch their respective National Actions Plans on November 25th 2008, International Day for the Elimination of Violence against Women. The Irish Steering Committee came together in early 2008 to develop the Plan of Action. Members contributed their time, experience and expertise to ensure Ireland’s Plan of Action meaningfully addresses the varied consequences of female genital mutilation.

    .

    Many communities believe that FGM is required by their particular religion and that rejection of FGM could therefore be interpreted as a rejection of religious teaching and authority. Although practised by Christians, Muslims, Animinists and other faiths, FGM is commonly believed to be a religious obligation of Islam. This is reinforced by descriptions of FGM in some Muslim communities which in clude words linked closely with Islam such as Sunna or Tahur. Islamic scholars have refuted the links between FGM and Islam through interpretation of texts but also by noting that FGM is not specified as a requirement in any religious text. Furthermore, FGM is not widely practised among Muslims globally 20.

    20. FORWARD, The Islamic Cultural Centre & The London Central Mosque (ICCCM). In Female Genital Mutilation : Religious, Cultural and Legal Myths. Retrieved September 1, 2

    https://www.ifpa.ie/sites/default/files/documents/media/publications/fgm_plan_of_action_report.pdf

  39. Adriaan Broekhuizen Says:

    hussain hilmy @iruvayani hussain hilmy hat DhiIslam Daily retweetet

    #FGM being justified here in the name of Islam.

    @MoGFSSmv @HPA_MV

    hussain hilmy hat hinzugefügt,

    DhiIslam Daily @dhiislamDaily

    Anhen Kudhin Hithaanu Kurun: Islam Dheenuga Iqraaru Vefaiva Hudhdha Kameh ( Part 3 ) | #Dhiislam

    ___p://dhiislam.com/88259

    Jenny Latheef @LitmusTimes 05.12.2019
    Antwort an @iruvayani @FuttaruFureytha und (…)

    Can’t be justified! It’s just fucked up paranoid insecure men and their useless minds!

    hussain hilmy @iruvayani 05.12.2019

    It is allowed in Islam, Mo allowed it.

    h t t ps://twitter.com/iruvayani/status/1202496277327405056

    .

    Maldivian news website. We brings you the latest news around the world and Maldivian news as well. Insha Allah this will be work which will benefits to Muslims and None Muslims.

    h t t ps://www.facebook.com/dhiislam.daily.7

    h t t ps://www.youtube.com/user/dhiislam

    .
    .

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/29/Emblem_of_Maldives.svg

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    Republik der Malediven
    Ministerium für Tourismus, Kunst und Kultur
    Amt für Information

    Dhiislam Daily is an Online News Media Registered at Department of Information, Republic of Maldives. We bring you the latest news around the world and Local News in Maldives.

    h t t ps://play.google.com/store/apps/details?id=com.minddev.dhiislam&hl=uk

    DEPARTMENT OF INFORMATION
    Ministry of Tourism, Arts and Culture
    MALE‘, REPUBLIC OF MALDIVES

    h t t p://www.maldivesinfo.gov.mv/home/

    https://en.wikipedia.org/wiki/Ministry_of_Tourism_(Maldives)

    Ministry Of Health

    h t t p://www.health.gov.mv/

    Ministry Of Islamic Affairs, Malé

    h t t ps://de-de.facebook.com/minislamicaff

    Malediven

    Der Islam ist die alleinige Staatsreligion. Religionsfreiheit wird ausdrücklich ausgeschlossen: Die öffentliche Religionsausübung jeder anderen Religion ist verboten und unterliegt strafrechtlicher Verfolgung. Das muslimische Glaubensbekenntnis ist Bedingung für die maledivische Staatsbürgerschaft, seit der Verfassungsrat im Dezember 2007 eine Verfassungsänderung verabschiedete (Artikel 9 Absatz D der neuen Verfassung). Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex des christlichen Hilfswerks Open Doors stehen die Malediven auf Platz 13 (Stand 2018).

    Nicht-Muslime werden diskriminiert; die gesellschaftliche Kontrolle ist enorm. Zum 1. Januar 2008 wurde vielen Staatsbürgern, die Christen sind, die Staatsbürgerschaft entzogen. Mehr als 700 Christen wurden so zu Staatenlosen. Kirchen sind verboten; der Import christlicher Literatur ist untersagt; Staatspräsident Mohamed Nasheed bat deutsche Islam-Gelehrte darum, ihm bei der Durchsetzung der Scharia auf den Malediven zu helfen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Malediven

    Christentum auf den Malediven

    https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum_auf_den_Malediven

    The legal system is based on Islamic law with admixtures of English common law primarily in commercial matters. Maldives has not accepted compulsory International Court of Justice jurisdiction.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Politics_of_the_Maldives

    .

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0f/Flag_of_Maldives.svg

  40. Adriaan Broekhuizen Says:

    Gary Harryman 05.12.2016

    Cliff notes on Human Genital Anatomy #101

    Male or female, Nature designed and made you sexually perfect for what you are supposed to do.

    Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid and external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture and stretch at the micrometer level. These are the cells that allow blind people to “see” Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.

    Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The corrugations at the tip of the penile foreskin called the Ridged Band is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. Lightening speed feedback by somatosensory transduction from such tactile sensitivity gives humans intense pleasure, environmental awareness, and control. Cut them off and with lack of awareness comes lack of control. To say that amputation of the clitoris or the mobile roller-bearing-like portion of the natural penis, and consequently thousands of these specialized nerve cell interfaces does not permanently sub-normalize a woman’s or a man’s natural capabilities and partially devitalize their innate capacity for gliding action tactile pleasure, is grossly illogical denial of the bio-mechanical and the somatosensory facts of human genital anatomy.

    Mechanically, the natural vaginal and penile lubricants are kept inside the vagina during male/female intercourse by the organic seal effect of the mobile penile foreskin. The mechanoreceptors in the buried legs of the intact clitoris straddle the entroitus of the vagina and are stimulated by the identical mechanoreceptors in the bunching accordion folds of the mobile penile foreskin. Both the clitoris and the penile foreskin are intensely vascular. Millions of years of trial and error evolutionary forces have synchronously engineered the human sex organs to function synergistically. We can be sure Nature has evolved (if you prefer, God has created) these differences and duplications for a reason. The brilliantly engineered natural female body is the perfect match for the equally brilliantly engineered design of the natural penis; they evolved together to compliment each other and they function collaboratively to achieve two common goals – mutual pleasure and insemination.

    Ethically, just like slavery and racism, male genital mutilation and female genital mutilation are the same. A woman can live without the sensitivity of the visible part of her clitoris and a man can live without the mobile and most sensitive part of his penis, but both men and women are better off with their natural fine-touch parts intact – all of them. And so are their sexual partners.

    h t t ps://deviwardtantra.com/whats-sensitive-clitoris/

  41. Adriaan Broekhuizen Says:

    [ Taschenbuch – 5. Oktober 2017 ]

    ::

    Beschneidung in Deutschland

    Eine Zwischenbilanz aus ärztlicher Sicht

    Matthias Franz

    Der Konflikt um die Jungenbeschneidung ist erstarrt in einem Minenfeld aus Desinteresse, aggressiver Ignoranz, patriarchalischer Loyalität, religiösen Machtansprüchen, soziokulturellem Gruppenzwang, Kastrationsangst, historischer Schuld und politischer Korrektheit – mit dem Ergebnis fast völliger Denk- und Diskussionsunfähigkeit. Politik und Medien wollen dieses Thema nicht und die leidvoll betroffenen Jungen und Männer bleiben auf der Strecke. Dabei ist nichts wirklich geklärt und verstanden.

    Franz M. (2019) Beschneidung in Deutschland. In: Barz H., Spenlen K. (eds) Islam und Bildung. Springer VS, Wiesbaden

    https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-26229-7_13

    ::

    Islam und Bildung

    Auf dem Weg zur Selbstverständlichkeit

    Herausgeber: Heiner Barz und Klaus Spenlen

    Front Matter
    Pages I-XII

    Einleitung
    Heiner Barz, Klaus Spenlen
    Pages 1-3

    Gelebter Islam
    Heiner Barz
    Pages 5-21

    Muslim Girls
    Sineb El Masrar
    Pages 23-34

    Islamischer Religionsunterricht
    Klaus Spenlen
    Pages 35-54

    Die Bildungsinitiativen der Gülen-Bewegung in Deutschland
    Thomas Geier, Magnus Frank
    Pages 55-81

    Interreligiöser Dialog in der Kritik
    Uwe Gerrens
    Pages 83-108

    Zur Kritik des Fundamentalismus
    Peter Tepe
    Pages 109-132

    Islamistischer Pop?
    Marc Dietrich, Martin Seeliger
    Pages 133-145

    Vom Klassenzimmer in den Heiligen Krieg
    Lamya Kaddor
    Pages 147-159

    Muslime in Düsseldorf – starke und verlässliche Kooperationspartner im Netzwerk für Sicherheit
    Dirk Sauerborn
    Pages 161-177

    Religiöse Konflikte in multikulturellen Gesellschaft
    Klaus Spenlen
    Pages 179-200

    Debatte über Beschneidungen – Triumph des Vulgärrationalismus
    Navid Kermani
    Pages 201-205

    Beschneidung in Deutschland
    Matthias Franz
    Pages 207-227

    Ist der Islam mit europäischen Werten und Lebensweisen vereinbar?
    Klaus Spenlen
    Pages 229-250

    Islam und Bildung
    Heiner Barz
    Pages 251-272

    https://link.springer.com/book/10.1007%2F978-3-658-26229-7

    [ Springer Fachmedien Wiesbaden, Oct 5, 2017 ]

  42. Cees van der Duin Says:

    STATEMENT ON NON-THERAPEUTIC CIRCUMCISION OF BOYS

    The penile foreskin is a natural and integral part of the normal male genitalia. The foreskin has a number of important protective and sexual functions. It protects the penile glans against trauma and contributes to the natural functioning of the penis during sexual activity. Ancient historic accounts and recent scientific evidence leave little doubt that during sexual activity the foreskin is a functional and highly sensitive, erogenous structure, capable of providing pleasure to its owner and his potential partners.

    As clinical sexologists, we are concerned about the human rights aspects associated with the practice of non-therapeutic circumcision of young boys. To cut off the penile foreskin in a boy with normal, healthy genitalia deprives him of his right to grow up and make his own informed decision.

    Unless there are compelling medical reasons to operate before a boy reaches an age and a level of maturity at which he is capable of providing informed consent, the decision to alter the appearance, sensitivity and functionality of the penis should be left to its owner, thus upholding his fundamental rights to protection and bodily integrity.

    Every person’s right to bodily integrity goes hand in hand with his or her sexual autonomy. By signing this statement we support the resolution of September 30, 2013, issued by the Nordic ombudsmen for children, and the resolution of October 1, 2013, issued by the Parliamentary Assembly of the Council of Europe, in which governments are urged to take the necessary measures to protect children’s bodily integrity with regard to non-therapeutic genital surgery.

    Helsinki, October 10th, 2013

    Maaret Kallio

    President of the Nordic Association for Clinical Sexology

    On behalf of all six member organizations:

    The Finnish Association for Sexology (Contact: Maaret Kallio; Maaret.Kallio @ vaestoliitto.fi)
    The Norwegian Society for Clinical Sexology (Contact: Elsa Almås; elsa.almas @ uia.no)
    The Danish Association for Clinical Sexology (Contact: Inger Bugge; psykolog @ ingerbugge.dk)
    The Swedish Association for Sexology (Contact: Suzann Larsdotter; suzann @ svensksexologi.se)
    The Icelandic Sexology Association (Contact: Sigga Dögg Arnardottir; sigga @ siggadogg.is)
    The Estonian Academic Society of Sexology (Contact: Paul Korrovits; paul.korrovits @ kliinikum.ee)

    http://nacs.eu/data/press_release001.pdf

    .

    NORDISKE SEXOLOGER IMOD RITUEL DRENGEOMSKÆRING

    Intact Denmark

    Forening mod omskæring af børn

    https://intactdenmark.dk/2013/10/11/nordiske-sexologer-imod-rituel-drengeomskaering/

    .

    Stopp omskjæring

    h t t ps://www.facebook.com/omskjaering/posts/594179310639628/

  43. AEMR statt multikulti Says:

    Beryl Makogo setzt sich sehr persönlich mit dem Thema Beschneidung in IN SEARCH… auseinander.

    ( achja – und sie findet sie „sehr persönlich“ irgendwie doof, die weltweit eben durchaus auch islamische FGM ? )

    https://www.swr.de/-/id=24163910/property=download/nid=19095208/1gm1lg0/index.pdf

    IN SEARCH… by Beryl Magoko wins Audience Award

    ( Ekstase pur, Preis über Preis … preisgekrönt wie eine Almkuh )

    https://www.frauenfilmfestival.eu/index.php?id=490&L=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=632&cHash=2df0e9af81c2e899eabe4f993d8770de

    In Search…

    Beryl Magoko

    It’s not the subject of the film, but it does raise the question: why do mothers allow their daughters to undergo female genital mutilation (FGM)? The Kenyan director Beryl Magoko, who now lives in Germany, ( rituelles Gental(teil)kaputtmachen an Mädchen oder Jungen … man wird doch mal drüber reden dürfen … das Thema ist ja auch aufregend irgendwie, jedenfalls, gähn, fast ein bisschen spannend )

    https://www.idfa.nl/en/film/f072ab2e-e261-484e-bdf4-ef5e0513f1e0/in-search

  44. Jacques Auvergne Says:

    Almost 1 in 5 women in Saudi subject to FGM

    New research published by the British Medical Journal reveals that almost one in five women and girls in Saudi Arabia has undergone female genital mutilation (FGM).

    “That’s a high rate,” says MENA consultant for the London based women’s rights organisation Equality Now, Suad Abu-Dayyeh. “We knew FGM is being practiced in Saudi Arabia but not to this extent.”

    Middle East Monitor 06.06.2019

    https://www.middleeastmonitor.com/20190606-almost-1-in-5-women-in-saudi-subject-to-fgm/

    .

    2019 ( “ Between December 2016 and August 2017 (…) “ )

    Survey on female genital mutilation/cutting in Jeddah, Saudi Arabia

    Abdulrahim A Rouzi, Rigmor C Berg, Rana Alamoudi, Faten Alzaban, Mohammad Sehlo

    Results In a convenience sample of 963 women aged 18 to 75 years, 175 (18.2%) had undergone FGM/C. Compared with women without FGM/C, women with FGM/C were older, married, non-Saudi and had a lower monthly income. Thirty-seven (21.1%) women had had FGM/C with some cutting of body parts (type I or II), 11 (6.3%) with suturing (type III), 46 (26.3%) with no cutting of body parts (type IV) and 81 (46.3%) did not know their type of FGM/C. There was also a significant association between nationality and age at which FGM/C was performed, with Saudi women undergoing the procedure earlier than Egyptian, Somali, Yemeni and Sudanese women.

    Conclusions FGM/C is prevalent in Jeddah, Saudi Arabia, among immigrant women from other countries, and it is practised among Saudi women. Further research is needed to determine its prevalence.

    https://bmjopen.bmj.com/content/9/5/e024684.full

    https://www.semanticscholar.org/paper/Survey-on-female-genital-mutilation%2Fcutting-in-Rouzi-Berg/0d66922ef96725a18b24905c14f6aa928c9cbd7e

    Genitalverstümmelung in Saudi Arabien: Jede fünfte Frau betroffen

    https://www.taskforcefgm.de/2019/07/genitalverstuemmelung-in-saudi-arabien-jede-fuenfte-frau-betroffen/

    .

    2008

    Sexual function in women with female genital mutilation

    Sharifa A. Alsibiani, and Abdulrahim A. Rouzi

    https://www.kau.edu.sa/Files/140/Researches/50534_20747.pdf

  45. Эдвард фон Рой Says:

    Beschnittene Sensitivität

    Wie zweckmäßig, dass hpd auf das Thema Zirkumzision anspricht, denn die sensorisch-sexuelle Bedeutung der Vorhaut wird immer noch verkannt, nicht zuletzt im Bereich der Jungenarbeit, der Sozialen Arbeit und der Sozialpädagogik.

    Bei einer Zirkumzision werden die für das sexuelle Erleben zentralen Körperteile des Penis amputiert, das Gefurchte Band, die innere Vorhaut, das Frenulum (Bändchen) und das Frenulare Delta, das entspricht der Amputation nicht der Klitorisvorhaut, sondern der Klitoris.

    Schon gar kein Junge im Kindergartenalter, aber auch kein männlicher Grundschüler oder Fünft- und Sechstklässer braucht eine retrahierbare (zurückziehbare) Vorhaut. Deshalb: Finger weg vom Kindergenital! Einzige Ausnahme ist der Junge selbst, der nach Belieben an seinem Penis herumhantieren darf, der weiß nämlich als einziger, was schmerzlos ist und damit ungefährlich (und zusätzlich lustvoll). Bei einem Mädchen wird schließlich auch nicht durch besorgte Eltern an Schamlippen oder Kitzler herumgefingert.

    Thema Alter des Zurückziehenkönnens: Von menschlicher Natur aus und bei bester Gesundheit erst mit 10,4 (zehn Komma vier!) Jahren und auch dann kann das erst jeder zweite Junge (Jakob Øster (1968); Hiroyuki Kayaba et al. (1996), Thorvaldsen and Meyhoff (2005)).

    Die Vorhaut, nicht die Eichel, ist der für leichte Berührung empfindlichste Teil des intakten männlichen Geschlechtsorgans (Sorrells, Snyder, Reiss, Ede, Milos, Wilcox, Van Howe: Fine-touch pressure thresholds in the adult penis).

    Die Vorhaut ist sensibler als die menschlichen Lippen oder Fingerspitzen. Aufgrund ihrer sexuellen Empfindsamkeit spielt das Präputium eine bedeutende Rolle im Sexualleben unbeschnittener Männer und belastet eine jede Vorhautamputation Sexualität, Sexualpartner und Partnerschaft (Frisch, Lindholm, Grønbæk: Male circumcision and sexual function in men and women: a survey-based, cross-sectional study in Denmark).

    Zu den durchweg nachteiligen Auswirkungen jeder medizinisch nicht indizierten männlichen Beschneidung gehört eine lebenslange starke Schädigung der sexuellen Sensitivität, denn die über 73 Meter Nervenfasern und 10.000 bis 20.000 überwiegend spezialisierten Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen (Meissner-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Ruffini-Körperchen und Merkel-Zellen) werden bei der Zirkumzision, die wir endlich männliche Genitalverstümmelung (MGM) nennen sollten, amputiert. Diese spezialisierten Nervenendigungen dienen dazu, auch leichteste Berührungen sowie Feinheiten von Temperatur, Geschwindigkeit bzw. Vibration oder Textur wahrzunehmen und weiterzuleiten.

    Im Vergleich dazu befinden sich auf der Glans penis (Eichel) nur rund 4.000 überwiegend unspezialisierte freie Nervenenden, sogenannte Nozizeptoren, die Schmerzreize aufnehmen und weiterleiten können. Die schmale Zone der Eichel zwischen Corona glandis (Eichelrand) und Sulcus coronarius (Penisfurche), die von Natur aus doch (wenige) Lustrezeptoren enthält, keratinisiert (verhornt) im Laufe der Jahre, was beschnittene Männer als großen Verlust an (restlicher) sexueller Lebensqualität beschreiben und mit Schutzmaßnahmen (vor mechanischer Reibung im Alltag) bzw. mit Restoring (Versuch der Wiederherstellung der Vorhaut) nur begrenzt ausgleichen können.

    Kinderrechtlich bzw. überhaupt menschenrechtlich trauriges Fazit. Durch die Beschneidung werden dem Jungen oder dem Mann ein Großteil der Nervenendigungen des Penis insgesamt und fast alle der besonders empfindlichen niedrigschwelligen spezialisierten Nervenendigungen irreversibel entfernt (amputiert). Die empfindlichsten Regionen des unbeschnittenen Penis sind durch die Beschneidung entfernt (amputiert) worden.

    Anatomisch kundige Mitbürger vergleichen die männliche Beschneidung (MGM) im Hinblick auf die lebenslange sensitive Zerstörung mit einer FGM Typ Ib (teilweise oder gänzliche Amputation der Klitoris) oder FGM Typ II. Daher Schluss mit der Bagatellisierung der Zirkumzision, wie sie etwa durch Fokussierung auf das Nebenthema operative Komplikationen geschieht. Schluss auch mit dem Aushandeln von Altersgrenzen der Einwilligungsfähigkeit (genital autonomy), denn völlig altersgemäß kann auch der männliche Jugendliche die lebenslangen Beschneidungsfolgen für Sexualität und Partnerschaft nicht einschätzen und ist damit schlicht nicht einwilligungsfähig. Der Junge braucht anatomisch faktenbasierte Beratung und bis zum Alter von 18 Jahren ein unversehrtes Geschlechtsorgan (genital intactness).

    Noch die geringst invasive Form der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) muss verboten werden, weltweit, also auch FGM Typ Ia oder Typ IV nach der Klassifikation der WHO. Eine Legalisierung beispielsweise der sogenannten milden Sunna (FGM Typ Ia oder Typ IV) ist zu verhindern. Alle vier Typen der weiblichen Genitalverstümmelung, das ist FGM Typ I, II, III, IV, müssen verboten bleiben. Die Grund- und Freiheitsrechte des Individuums betreffend, hat das Grundgesetz zwischen Frau und Mann, zwischen Mädchen und Junge nicht zu differenzieren.

    Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

    https://hpd.de/artikel/weibliche-und-maennliche-genitalbeschneidung-im-vergleich-17663

  46. Edward von Roy Says:

    Referentenentwurf eines Gesetzes zum Schutz von Kindern vor geschlechtsverändernden operativen Eingriffen

    Stellungnahme des mindestens selektiv genitalverstümmelungsfreundlichen (hier bzw. heute: MGM männliche Genitalverstümmelung) LSVD vom 18. Februar 2020

    Das generelle Verbot von Eingriffen an den inneren und äußeren Geschlechtsmerkmalen von Kindern mit Ausnahme qualifizierter medizinischer Notwendigkeit ist aus unserer Sicht zu begrüßen. Zu den nunmehr vorgelegten Regelungen nehmen wir kritisch Stellung.

    Begriffsbestimmung

    Problematisch ist aus unserer Sicht die Verwendung der Begriff des „geschlechtsverändernden“ Eingriffs in § 1631c BGB-E. Der Begriff suggeriert, dass es vorliegend mit den Zuschreibungen „weiblich“, „männlich“ und „divers“ drei klar voneinander abgegrenzte Geschlechter gibt. Dies ist nicht zutreffend und führt daher bereits im Bereich des vorliegenden Tatbestandes zu erheblicher Rechtsunsicherheit bei der Frage, wann ein Eingriff die Grenze eines der Geschlechter überschreitet und damit eine Veränderung darstellt. Unklar ist zudem, wem die Definitionsmacht in diesen Fragen zukommen soll, da auch die Medizin hier keine eindeutigen Abgrenzungen bereitzustellen in der Lage ist.

    Darüber hinaus birgt der Begriff des „geschlechtsverändernden Eingriffs“ insbesondere in der Abgrenzung zum „geschlechtsangleichenden Eingriff“ das Risiko der Fortschreibung der aktuellen Praxis nicht zwingend erforderlicher medizinischer Eingriffe unter Umgehung des Regelungszwecks, indem diese als lediglich geschlechtsangleichend definiert werden. Somit ist bereits in der Vorschrift selbst ein erhebliches Missbrauchsrisiko angelegt und die Unbestimmtheit und das damit verbundenen Auslegungserfordernis führen absehbar zu Problemen in der Rechtsanwendung.

    Generelle Verbotsregelung

    Um dies zu vermeiden, erscheint es aus unserer Sicht geboten, nicht nur geschlechtsangleichende und geschlechtsverändernde Eingriffe zu verbieten, sondern sämtliche Operationen an den inneren und äußeren Geschlechtsorganen bei allen Kindern, sofern diese nicht aufgrund einer erheblichen Gesundheitsgefahr oder einer Lebensgefahr geboten sind. Aus systematischen Gründen wäre selbstverständlich zu ergänzen, dass § 1631d BGB unberührt bleibt.

    Darüber hinaus bedarf es der Klarstellung, dass pubertätsaufschiebende Hormonbehandlungen und eine endokrinologische Versorgung unter Einbeziehung des einwilligungsfähigen aufgeklärten Kindes von der Regelung ausgenommen bleiben.

    https://www.lsvd.de/de/ct/1879-Referentenentwurf-eines-Gesetzes-zum-Schutz-von-Kindern-vor-geschlechtsver%C3%A4ndernden-operativen-Eingriffen

    ::
    ::

    Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz

    Entwurf eines Gesetzes zum Schutz von Kindern vor geschlechtsverändernden operativen Eingriffen

    ___ps://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/Dokumente/RefE_Verbot_OP_Geschlechtsaenderung_Kind.pdf;jsessionid=3FB2516346097BCA8EC57EC431075C53.1_cid297?__blob=publicationFile&v=2

    Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs

    § 1631c des Bürgerlichen Gesetzbuchs in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. Januar 2002 (BGBl. I S. 42, 2909; 2003 I S. 738), das zuletzt durch … geändert worden ist, wird wie folgt gefasst:

    Folgende Ziffer 6 wird angefügt: „6. in Verfahren nach § 1631c Absatz 2 Satz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs.“

    2. Dem § 163 wird folgender Absatz 3 angefügt:

    „(3) In Verfahren nach § 1631c Absatz 2 Satz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs hat eine förmliche Beweisaufnahme durch Einholung eines Gutachtens über die Erforderlichkeit des operativen Eingriffs stattzufinden. Der Sachverständige muss über eine ärztliche Berufsqualifikation verfügen und Erfahrung mit operativen Eingriffen an den inneren und äußeren Geschlechtsmerkmalen eines Kindes haben. Der Sachverständige darf nicht der Behandelnde im Sinne des § 630a Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs sein.“

    https://www.dgti.org/images/pdf/RefE_IGM.pdf

    ::
    ::

    Entwurf eines Gesetzes zum Schutz von Kindern vor geschlechtsverändernden operativen Eingriffen (Stand: 09.01.2020)

    Verantwortliches Ressort: Justiz und Verbraucherschutz

    Veröffentlichung vom: 16.01.2020

    (…)

    Dazu soll im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) eine Änderung erfolgen, nach der Eltern in keinen „operativen Eingriff an den inneren oder äußeren Geschlechtsmerkmalen“ ihres Kindes einwilligen können, durch den es „zu einer Änderung des angeborenen biologischen Geschlechts“ kommt, § 1631c Abs. 2 S. 1 HS. 1 BGB. Eine Ausnahmeregelung soll § 1631c Abs. 2 S. 2 BGB für den Fall vorhalten, dass operative geschlechtsverändernde Eingriffe „zur Abwendung einer Gefahr für das Leben oder einer erheblichen Gefahr für die Gesundheit des Kindes erforderlich“ sind. Die Einwilligung hierzu soll jedoch der Genehmigung des Familiengerichts bedürfen, vgl. § 1631c Abs. 2 S. 3 BGB. Um die Genehmigung erteilen zu können, soll die Notwendigkeit des operativen Eingriffs durch ein Gutachten von einer Person mit ärztlicher Berufsqualifikation, die mit solchen operativen Eingriffen erfahren und nicht an der Operation beteiligt ist, im Rahmen einer förmlichen Beweisaufnahme dargelegt werden, vgl. § 163 Abs. 3 Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG).

    https://www.jugend-check.de/alle-jugend-checks/verbot-geschlechtsveraendernder-ops/

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