Mina Ahadi an Bundesaußenminister Heiko Maas

‚Dialog‘ als Codewort für die Unterstützung eines diktatorischen Regimes!

Sehr geehrter Herr Außenminister Maas,

Sie sagten in einem Interview mit der Bild am Sonntag vom 19. Januar 2020 „Wir sollten nicht so tun, als würde sich mit einem von außen herbeigeführten Regimewechsel in Teheran die Lage automatisch verbessern. Das ist woanders auch schon gehörig schiefgegangen, etwa im Irak.“ Und Sie setzen fort, wenn man die Situation im Iran verbessern wolle, dürfe man den Dialog nicht einstellen, sondern man müsse mit dem iranischen Regime reden und die Einhaltung der Menschenrechte einfordern.

Erlauben Sie mir als jemand aus der iranischen Bevölkerung und als eine Person, die seit dem ersten Tag der Machtübernahme der Islamischen Republik gegen diesen kriminellen und frauenfeindlichen Islamischen Staat gekämpft hat, sowie als Sprecherin der Arbeiterkommunistischen Partei Irans zu sagen, dass es im Iran heute nicht um einen von außen und von den USA herbeigeführten Regimewechsel geht, sondern um eine großartige Revolution für den Sturz dieses faschistisch-islamischen Regimes.

Es handelt sich um Kämpfe, die seit dem ersten Tag der Machtübernahme dieses Regimes im Iran stattgefunden haben und jetzt in Form einer Revolution in der Tiefe der Gesellschaft von Arbeitern, Lehrern, Studenten, kurz, von der gesamten Bevölkerung fortgesetzt werden, um dieses Regime endgültig zu beseitigen.

Beachten Sie also, dass wir von einer Gesellschaft reden, die nicht nur aus Regierungsleuten besteht, da Sie ja stets absischtlich und fälschlicherweise das islamische Regime mit dem Iran gleichsetzen und sagen, man muss Beziehungen zum Iran haben oder den Iran verstehen. Nein Herr Maas, wir haben im Iran ein faschistisches und mörderisches islamisches Regime, und mehr als 80 Millionen Menschen, von denen 99 % Gefangene dieses Regimes sind und als Geiseln behandelt werden.

Wenn man den Faktor äußerer Einmischung, also z. B. die Politik von Ihnen, der Trump-Regierung und anderer in die Gleichung einbezieht, müssen wir über drei Seiten sprechen: den Islamischen Staat Iran, die ausländischen Regierungen und das iranische Volk. Sowohl wir, die iranische Bevölkerung, als auch Trump und Sie wissen, dass die US-Regierung nicht versucht, das islamische Regime zu stürzen, und Sie sollten sich die Situation jetzt als Politiker etwas genauer ansehen.

Die heutige politische Situation und die Spannungen zwischen Trump und dem islamischen Regime sind nicht zu vergleichen mit der Lage zur Zeit der US-Invasion im Irak. Gerade bei den jüngsten Spannungen im Januar war klar zu erkennen, dass es nicht darum geht, einen Krieg anzufangen und dass es keine Absicht gibt, durch einen militärischen Eingriff das Regime zu stürzen. Trump hat dies deutlich gesagt. Und die US-Regierung ist nach der Niederlage im Irak und den Erfahrungen der letzten zwanzig Jahre weder zu so etwas im Stande, noch hat sie den Appetit dazu.

Die USA wollen das islamische Regime zähmen und unter Kontrolle bringen. Das islamische Regime des Iran wiederum will durch Terrorismus und Einmischung im Irak, in Jemen, im Libanon, in Palästina und überall provozieren und schließlich eine Atombombe als Werkzeug der Erpressung bauen, um seine Existenz als Diktatur zu sichern. Das ist die ganze Geschichte dieses Regimes.

Und das iranische Volk, dessen Leben ruiniert ist, für das das Fortbestehen dieses Regimes jeden Tag geistige und körperliche Zerstörung und die Zerstörung der Gesellschaft bedeutet, will es stürzen, so wie viele Diktaturen auf der Welt von couragierten Menschen schon gestürzt wurden. Sie sollten sich also besser nicht für dieses Regime entscheiden und nicht versuchen, es künstlich weiter am Leben zu erhalten.

In Ihrem Interview und bei all Ihren Berechnungen kommt das iranische Volk nicht vor. Nur am Ende einiger Ihrer Ausführungen machen Sie, mit leiser Stimme, sinngemäß die Alibi-Aussage: ‚Selbstverständlich fordern wir die Regierung des Iran auf, die Menschenrechte zu respektieren‘. Vielen Dank! Wenn Sie noch nicht einmal dieses sagen würden, würden Sie das ohnehin geringe Vertrauen der Menschen in Sie, Ihre Partei und Ihre Regierung in Deutschland auch noch verlieren.

Ich frage Sie: Welche Ihrer Forderungen die Menschenrechte zu respektieren wurde bisher gehört und ernst genommen? Wo sind Ihnen jemals die Menschenrechte im Iran wirklich wichtig gewesen? Meine Antwort ist: Nirgendwo. Die deutsche Regierung und das Außenministerium, ob unter Herrn Westerwelle oder anderen, waren nur dann sensibel und aktiv, wenn ein deutsches Leben im Iran gefährdet war. Ansonsten betrachtete man mit kaltem Blick die Steinigungen und Hinrichtungen im Iran und äußerte nur leise mal eine Kritik, von der Sie genauso wie das islamische Regime wissen, dass sie immer reine Formalität war und ist.

Seit 40 Jahren hat die deutsche Außenpolitik diesem Regime geholfen, sich über Wasser zu halten. Die deutschen Regierungen haben Augen und Ohren vor den Verbrechen des islamischen Regimes, den Hinrichtungen von politischen Aktivisten, Dissidenten, Homosexuellen usw. stets geschlossen. Sie haben immer den Dialog mit dem Regime gesucht, Geschäftsverträge geschlossen und Appeasement-Politik gegenüber den islamischen Faschisten betrieben.

Sie verkaufen dies der öffentlichen Meinung als Dialog und ich muss sagen, das nimmt man Ihnen nicht mal mehr in der deutschen Bevölkerung ab. Vor 20 Jahren organisierte die rot-grüne Regierung die Berliner Konferenz, auf der Sie der öffentlichen Meinung Chatami als bessere Alternative und als Reformisten verkaufen wollten. Ich habe damals auf dieser Konferenz gegen diese Ihre Politik gesprochen. Ich wiederhole jetzt, dass das iranische Volk gegen ein islamisch-faschistisches Regime kämpft und dass die Politik und Intervention von Regierungen wie der deutschen Regierung eher Teil des Problems ist als eine angemessene Antwort an das mörderische Regime.

Die Frage ist: Warum tun Sie das? Warum führen Sie, die Sie die historische Erfahrung des Nationalsozialismus haben und die Befreiung von Hitlers Diktatur feiern, den Dialog mit den heutigen kleinen Hitlers und suchen immer wieder nach dem kleineren Übel in deren Regime. Nach diesem Modell hätten wir wahrscheinlich immer noch eine reformierte Diktatur in Deutschland.

Herr Maas, die iranische Bevölkerung erwartet nicht, dass Sie und die deutsche oder eine andere Regierung das islamische Regime stürzen. Wir fordern von Ihnen nur, dass Sie beiseite treten und dem Regime nicht unter die Arme greifen. Die freiheitsliebenden Menschen werden das Regime schon selber stürzen. Sie jedoch sollten dem Regime nicht länger Geld in den Rachen schmeißen, denn jeder Tag seines Fortbestehens bedeutet mehr Verbrechen, Mord und Zerstörung, und dies bedeutet Krieg gegen die iranische Bevölkerung. Sie sehen ja, wie viele Opfer dieses Regime unter seiner Bevölkerung fordert.

Ich glaube voller Hoffnung an eine gute Zukunft des Iran. Die iranische Bevölkerung ist entschlossen, dieses Regime zu entmachten, und im zukünftigen Iran werden wir Ihnen und der Welt zeigen, welche Kapazitäten der Humanität, der Gleichheit und eines Lebens in Frieden mit der ganzen Welt wir repräsentieren. Sobald das islamische Regime gestürzt ist, werden auch Sie in Berlin ruhiger leben und müssen nicht länger ständig die terroristischen Einmischungen des islamischen Regimes beobachten und fürchten.

Mina Ahadi den 23.01.2020 (Hier mit leichten Korrekturen.)

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3 Antworten to “Mina Ahadi an Bundesaußenminister Heiko Maas”

  1. Jacques Auvergne Says:

    Bei der Pressekonferenz am 16. Januar 2020 fordern Vertreterinnen der Unterzeichnerinnen des „Appell der Frauen“ (siehe unten), sich klar mit den demokratischen Kräften im Iran zu solidarisieren und die Iranpolitik zu ändern.

    Mina Ahadi, Zentralrat der Ex-Muslime Deutschland, verlangt von der deutschen Regierung eine andere Politik. „Im ersten Schritt sollte Frau Merkel den Mord von 1.500 Demonstranten öffentlich verurteilen und die Freilassung der 7.000 politischen Gefangenen verlangen. Frau Merkel, verurteilen Sie den Angriff auf das ukrainische Flugzeug und die Ermordung vom 176 unschuldigen Menschen, verlangen Sie eine genaue Erklärung dieser Tragödie.“

    Die Vorsicht deutscher Politiker sei unbegründet, erklärt Ulrike Becker, Leiterin Bereich Forschung beim Mideast Freedom Forum Berlin (MFFB).

    „Viele in Europa und in den USA sind der Meinung, dass es falsch wäre, sich offen auf die Seite der Proteste im Iran zu stellen. Man fürchtet nicht nur um die guten Kontakte in die Führung der Islamischen Republik Iran, sondern auch, die Menschen im Iran könnten dies als Einmischung von außen werten. Nichts ist jedoch falscher als das. Die Menschen im Iran brauchen die offene Unterstützung der demokratischen Gesellschaften. Sonst werden sie von den Revolutionsgarden einfach umgebracht.

    Vorsichtige Appelle an die islamistische Führung in Teheran, auf Gewalt zu verzichten, reichen nicht aus. Schweigen über die Menschenrechtsverletzungen und über den Antisemitismus macht uns zu unfreiwilligen Komplizen. Wir sollten aufhören, dem Regime von außen eine Legitimation zuzuschreiben, die es im Inneren längst verloren hat.

    Wir sollten uns von drei Illusionen über das iranische Regime verabschieden. Wenn wir helfen, das Regime zu konsolidieren, führt das erstens nicht zu Stabilität, sondern zu Instabilität in der Region. Es ist zweitens falsch, dass man die ‚Moderaten‘ gegen die ‚Hardliner‘ von außen stärken könnte. Diese Betrachtungsweise übersieht die Rolle des Obersten geistlichen Führers Khamenei, der die wesentlichen Entscheidungen trifft. Drittens: ‚Wandel durch Handel‘ funktioniert nicht; vor allem die Firmen der Revolutionsgarden und des autoritären Staates profitieren vom Handel, während private Firmen weitgehend leer ausgehen und der Großteil der Bevölkerung unter der Misswirtschaft leidet.“

    hpd | Frauen fordern Änderung der Iranpolitik! | 17.01.2020

    https://hpd.de/artikel/frauen-fordern-aenderung-iranpolitik-17626

  2. Jacques Auvergne Says:

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    Pater Nikodemus Schnabel @PaterNikodemus 05.06.2020

    das Referat #ReligionUndAußenpolitik in der Abteilung @AA_Kultur im @AuswaertigesAmt

    ttps://twitter.com/PaterNikodemus/status/1268914837024919558

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    Referat 612 – Außenministerium

    rbb 09.08.2019

    https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/kulturtermin/archiv/20190809_1904.html

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    Weltversammlung „Religions for Peace“

    Das Auswärtige Amt begleitet mit seinem ReferatReligion und Außenpolitik“ die 10. Weltversammlung der Organisation „Religions for Peace“ (RfP) inhaltlich und organisatorisch. Sie findet im August 2019 in Lindau am Bodensee statt, wird auf Beschluss des Deutschen Bundestages von der Bundesregierung finanziell gefördert und von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier eröffnet. Fast 1000 Religionsvertreterinnen und -vertreter aus über 100 Ländern erarbeiten gemeinsame Schritte zur Übernahme von Verantwortung für Frieden und Zusammenwirken.

    Konferenzen und Expertengespräche

    Neben den großen Konferenzen werden zu Rundtischgesprächen über „Religion und Außenpolitik“ Experten aus Religion, Diplomatie und Wissenschaft eingeladen. Bisherige Themen waren „Religionen zu Flucht und Migration“, „Orthodoxe Kirche in Ost- und Südosteuropa“ sowie „Islam, Toleranz und Plurikulturalität“ am Beispiel Aserbaidschans und Indonesiens.

    ttps://www.auswaertiges-amt.de/blob/2239074/b97244399c2026e963d1336d0aba1abf/religion-und-aussenpolitik-data.pdf

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    Auswärtiges Amt
    6 Abteilung für Kultur und Kommunikation
    Herr Dr. Görgen [ Andreas Görgen ]
    Referat 600, 6-zbV

    Beauftragte für Auswärtige Kulturpolitik
    Referate 601, 603, 606, 609, 612

    Beauftragte für Außenwissenschafts-, Bildungs- und Forschungspolitik und Auswärtige Kulturpolitik
    Referate 602, 604, 605, 610, AS-KE

    Beauftragter für strategische Kommunikation
    Referate 607, 608, 611

    https://docplayer.org/123813333-Organisationsplan-des-auswaertigen-amts-herausgeber-dienststelle-berlin-dienststelle-bonn.html

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    Die Jerusalem Post berichtete, dass Andreas Görgen, Leiter der Kultur- und Kommunikationsabteilung des Auswärtigen Amtes, eine Reihe von Artikeln zur Unterstützung von Achille Mbembe getwittert hatte – eines Akademikers, dem vorgeworfen wird, [den deutschen Völkermord an den europäischen Juden] zu verharmlosen und Antisemitismus zu verbreiten.

    Antisemitismus: Das peinliche Schweigen des deutschen Außenministeriums mena-watch 27.04.2020

    https://www.mena-watch.com/auswaertiges-amt-weigert-sich-zu-mbembe-unterstuetzung-stellung-zu-nehmen/

    Schuster called on the festival’s organization to fire Stefanie Carp, the director of Ruhrtriennale, who has invited Boycott, Divestment, Sanctions [ BDS ] speakers over the years to the festival to bash Israel. Schuster said Mbembe propagates the view that Israel’s conduct is worse than the former apartheid regime in South Africa. (…) Schuster also criticized Mbembe’s writings because they argue that Israel’s interaction with the Palestinians in the context of the Palestinian-Israeli conflict is worse than the Holocaust.

    By Benjamin Weinthal | German Jewish head opposes BDS speaker, anti-Israel director | Jerusalem Post | 28.04.2020

    https://www.jpost.com/diaspora/antisemitism/german-jewish-head-opposes-bds-speaker-wants-anti-israel-director-fired-625858

    (…) Kulturfestival Ruhrtriennale (…) Stefanie Carp hat nun den kamerunischen Historiker und Soziologen Achille Mbembe damit beauftragt, in diesem Jahr die Eröffnungsrede zu halten. Mbembe sieht in Israel ein schlimmeres Apartheidregime, als Südafrika es jemals war.

    Von Alex Feuerherdt | Ruhrtriennale: Israel schlimmer als Apartheid-Südafrika? | mena-watch | 13.04.2020

    https://www.mena-watch.com/ruhrtriennale-israel-schlimmer-als-apartheid-suedafrika/

    Mbembe hat das Vorwort des Buches „Apartheid Israel – The Politics of an Analogy“ geschrieben. Dies freilich nicht, um den darin nachfolgenden Texten zu widersprechen, sondern ihnen seinerseits das richtige Framing zu geben.

    https://werteinitiative.de/rt2020_1/

    Der kamerunische Historiker und Philosoph Achille Mbembe soll (…) auf dem alljährlichen Kulturfestival Ruhrtriennale am 14. August 2020 in Bochum die Eröffnungsrede halten. Dabei hält er Israel in seinen Schriften für einen Apartheidstaat, der „weitaus tödlicher“ agiere als einst Südafrika; er rückte den jüdischen Staat in die Nähe des nationalsozialistischen Deutschland; er fordert eine „weltweite Isolation“ Israels, und er nimmt durch eine Analogiebildung zwischen Shoa und Apartheid eine Relativierung des Holocaust vor (MENA-Watch berichtete). (…) Überdies stützt Mbembe Thesen wie jene, Israel wolle das Leben der Palästinenser in einen „zur Säuberung bestimmten Müllhaufen“ verwandeln, wende „Techniken der materiellen und symbolischen Auslöschung“ an und betreibe eine „fanatische Zerstörungspolitik“ – allesamt vertreten in seinem Aufsatz „The society of enmity“ („Die Gesellschaft der Feindschaft“) – auf BDS-Unterstützerinnen wie Saree Makdisi und Judith Butler.

    Von Alex Feuerherdt | Achille Mbembe: Kein Antisemitismus, nirgends? | mena-watch | 23.04.2020

    https://www.mena-watch.com/achille-mbembe-kein-antisemitismus-nirgends/

    Saree Makdisi

    Saree Makdisi is a leader within the Boycott, Divestment, Sanctions (BDS) movement and advocates for a one-state solution, which has been exposed as a strategy to eliminate Israel as a Jewish state.

    During a May 2017 BDS debate at UCLA, Makdisi suggested that Jews should become a minority in Israel by conceding the “right of return“ to millions of Palestinians.

    Canary Mission | last modified 18.02.2020

    https://canarymission.org/professor/Saree_Makdisi

    (…) In seinem Aufsatz „The Society of Enmity“, auf den sich einige Diskutanten beziehen, sieht Mbembe nämlich überall nur ein und dasselbe Prinzip des „Othering“ am Werk.

    Dieser prominent von Gayatri Chakravorty Spivak verwendete, aber der Sache nach auch dem Orientalismus-Konzept [nach] Edward Said zugrundeliegende Begriff bezeichnet das machtbasierte, diskursiv hergestellte Selbstbild einer Gruppe, das eine dichotome, projektive Konstruktion eines minderwertigen ‚Anderen‘ beinhaltet und so die Herrschaft über diesen legitimiert. Verleugnete Selbstanteile werden in die Gestalt des ‚Anderen’ externalisiert: als ‚primitiv‘ und ‚barbarisch‘ gelten dann die anderen, die ‚uns‘ damit bedrohen.

    Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Inhalt der Projektionen in aller Regel nach dem Muster des gegen Schwarze gerichteten Rassismus modelliert wird und damit abenteuerliche Behauptungen aufkommen, wie die [von] Etienne Balibar, Rassismus gegen Araber sei Antisemitismus, oder die [Ansicht von] Abigail Bakan, Antisemitismus sei antischwarzer Rassismus gegen die als „less than white“ geltenden Juden gewesen. (Heute gäbe es allerdings außerhalb neonazistischer Kreise keinen Antisemitismus mehr, weil die Juden nun zur ‚weißen Dominanzkultur‘ gehören würden.)

    Nicht der Hauch einer Ahnung ist davon zu vernehmen, dass moderner Antisemitismus gerade der Hass auf den als abstrakt, überassimiliert, überprivilegiert und hypermodern geltenden Juden ist, der die Einheit der Völker zersetze und den Frieden zwischen ihnen gefährde.

    Ganz in der Tradition dieses Mainstream-Antirassismus postkolonialer Manier verwischt auch Mbembe in seiner Darstellung jeden Unterschied zwischen Rassismus gegen Schwarze und Antisemitismus. Der bevorzugte ‚Name‘ des konstruierten „störenden Objekts“ sei früher „‚Neger‘[Nègre] und ‚Jude‘“ gewesen. „Heute sind Neger und Juden unter anderen Namen bekannt: der Islam, der Muslim, der Araber, der Ausländer, der Einwanderer, der Flüchtling, der Eindringling, um nur einige zu nennen.” (…)

    Ein anderer, im postkolonialen Kontext gern zitierter Gewährsmann, ist Aimé Césaire mit der Anklage gegenüber dem weißen Europäer nach 1945, die besagt, „daß im Grunde das, was er Hitler nicht verzeiht, nicht das Verbrechen an sich, das Verbrechen am Menschen […], sondern daß es das Verbrechen gegen den weißen Menschen ist, daß es die Demütigung des Weißen ist und die Anwendung kolonisatorischer Praktiken auf Europa, denen bisher nur die Araber Algeriens, die Kulis in Indien und die Neger Afrikas ausgesetzt waren.“

    Es müsse, so die kanadische Politikwissenschaftlerin Abigail Bakan daran anschließend, Schluss sein mit der „Behauptung der Einzigartigkeit dieses speziellen Holocaust“, der zudem vom „zionistischen Narrativ“ missbraucht werde. (…)

    Von Ingo Elbe | Postkolonial gegen Israel | mena-watch | 23.04.2020

    https://www.mena-watch.com/postkolonial-gegen-israel/

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    Dr. Andreas Görgen, Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt

    Referat 612Religion und Außenpolitik

    ttps://www.auswaertiges-amt.de/blob/2239074/b97244399c2026e963d1336d0aba1abf/religion-und-aussenpolitik-data.pdf

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    Katholische Sonntagszeitung für Deutschland

    10./11. August 2019 / Nr. 32

    Religionslehre für Diplomaten

    Seit einem Jahr gibt es im Auswärtigen Amt ein eigenes Referat

    BERLIN – Für deutsche Diplomaten spielte die Welt der Religionen lange eine eher untergeordnete Rolle. Ein eigenes Referat will das ändern. Es wurde vor einem Jahr gegründet.

    (…) Irgendwo zwischen Abwesenheit und Fanatismus bleiben Religionen eine prägende Kraft – nicht nur hierzulande. Im Auswärtigen Amt in Berlin spricht der Leiter der Abteilung für Kultur und Kommunikation, Andreas Görgen, gar von „den größten zivilgesellschaftlichen Institutionen der Welt“. Dafür scheint das in seiner Abteilung angesiedelte Referat „Religion und Außenpolitik“ recht klein. Vor einem Jahr wurde es eingerichtet, sechs Mitarbeiter zählt es aktuell. Vorläufer war der Arbeitsstab „Friedensverantwortung der Religionen“, der mit einer Konferenz im Mai 2017 in die Öffentlichkeit trat. Der damalige Außenminister Sigmar Gabriel, Sozialdemokrat und Protestant, hielt die Eröffnungsrede.

    „Religion polarisiert“, räumte Gabriel seinerzeit ein und fügte hinzu: „Nicht jeder wünscht der Religion eine wichtigere Rolle.“ Tatsache aber sei, „dass die Bedeutung von Religion weltweit eher an Bedeutung gewinnt“. Mehr als 80 Prozent der Weltbevölkerung bekennten sich zu einer Religion. „Anders als manche glauben, verschwindet Religion gerade nicht aus der modernen Welt“, so Gabriel.

    Gabriels Nachfolger und Parteifreund Heiko Maas teilt diese Ansicht offenbar. Unter der Ägide des Katholiken nahm Referat 612 seine Arbeit auf. An die große Glocke hängt man das Engagement im eher als religionsskeptisch geltenden Politikbetrieb der Hauptstadt nicht. Die Messlatte liegt gleichwohl hoch.

    „Religionisierung“

    Abteilungsleiter Görgen formuliert es so: „Es geht uns angesichts der drängender werdenden Überformung von Konflikten durch religiöse Aspekte und der ‚Religionisierung‘ von Konflikten darum, das Friedenspotenzial von Religionen erneut in den Fokus zu nehmen, und über das Friedenspotenzial hinaus auch um die gesellschaftliche Verantwortung, die die Vertreterinnen und Vertreter von Religionsgemeinschaften in ihren Ländern tragen.“

    Bei der zehnten Weltversammlung der Organisation „Religions for Peace“ stehen diese Themen im Mittelpunkt, inbesonderen die „Bewahrung der Schöpfung“. Erstmals ist Deutschland Gastgeber – das Referat im Außenamt unterstützt die Vorbereitungen. Zu der Versammlung vom 19. bis 23. August 2019 werden rund 900 Religionsvertreter aus etwa 100 Ländern in Lindau am Bodensee erwartet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier soll das Treffen eröffnen.

    ( Joachim Heinz )

    f i l e:///C:/Users/H1RB96~1/AppData/Local/Temp/SZD_epaper_32_114850.pdf

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    [ Ebenfalls von Joachim Heinz, KNA, (mehrere textgleiche Absätze) bereits bei ]

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    domradio 29.07.2019 | Seit einem Jahr gibt es im Auswärtigen Amt ein Religions-Referat

    Mission Horizonterweiterung

    (…) bleiben Religionen eine prägende Kraft – nicht nur hierzulande. Im Auswärtigen Amt in Berlin spricht der Leiter der Abteilung für Kultur und Kommunikation, Andreas Görgen, gar von „den größten zivilgesellschaftlichen Institutionen der Welt“.

    Dafür scheint das in seiner Abteilung angesiedelte Referat 612 „Religion und Außenpolitik“ recht klein geraten. Vor einem Jahr, am 1. August 2018, wurde es eingerichtet, sechs Mitarbeiter zählt es aktuell. Vorläufer war ein Arbeitsstab namens „Friedensverantwortung der Religionen“ (…)

    „Religion polarisiert“, räumte Gabriel seinerzeit ein und fügte hinzu: „Nicht jeder wünscht der Religion eine wichtigere Rolle.“ Tatsache aber sei, „dass die Bedeutung von Religion weltweit eher an Bedeutung gewinnt“. Mehr als 80 Prozent der Weltbevölkerung bekennten sich zu einer Religion. „Anders als manche glauben, verschwindet Religion gerade nicht aus der modernen Welt“, so Gabriel.

    Gabriels Nachfolger und Parteifreund Heiko Maas teilt diese Ansicht offenbar. Unter der Ägide des Katholiken nahm Referat 612 seine Arbeit auf. An die große Glocke hängt man das Engagement im eher als religionsskeptisch geltenden Politikbetrieb der Hauptstadt nicht. (…)

    ( Joachim Heinz )

    https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2019-07-29/mission-horizonterweiterung-seit-einem-jahr-gibt-es-im-auswaertigen-amt-ein-religions-referat

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    ReferatReligion und Außenpolitikdes Auswärtigen Amtes

    Am 1. August 2018 hat das im Auswärtigen Amt das Referat „Religion und Außenpolitik“ eingerichtet. Jetzt will es die Kontakte zu Religionsvertretern vertiefen. Es gehe nicht um einen Dialog der Religionen, sondern darum, das „Friedenspotenzial“ der Religionen für die gesellschaftliche Entwicklung nutzbar zu machen, sagte Andreas Görgen, Leiter der Abteilung für Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amts in Berlin. Zu seiner Abteilung gehört das Referat. Vorläufer war ein Arbeitsstab namens „Friedensverantwortung der Religionen“. Religionen spielten eine wichtige Rolle „für die Erziehung von Menschen zum Frieden und zur Versöhnung“.

    Derzeit unterstützen die sechs Mitarbeiter des Referats unter anderem die Vorbereitungen zur zehnten Weltversammlung der Organisation „Religions for Peace“. Zu dem Treffen vom 19. bis 23. August 2019 werden rund 900 Religionsvertreter aus etwa 100 Ländern in Lindau am Bodensee erwartet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier soll das Treffen eröffnen.

    Nach den Worten von Pater Nikodemus Schnabel soll es bei diesen und anderen Veranstaltungen nicht nur um Fragen von Krieg und Frieden, sondern auch um sozialen Zusammenhalt, Menschenrechte, Klimawandel oder um den Umweltschutz gehen. „84 Prozent der Menschheit bekennen sich zu einer Religion. Wer so großen Einfluss hat, hat Verantwortung – und über diese Verantwortung wollen wir ins Gespräch kommen!“

    Schnabel lebt und arbeitet in der Dormitio-Abtei der Benediktiner in Jerusalem. Derzeit hat er ein einjähriges Sabbatical eingelegt. Die Auszeit verbringt er in Berlin im Auswärtigen Amt als Berater der Abteilung für Kultur und Kommunikation im Referat „Religion und Außenpolitik“.

    (kna / 29.07.2019)

    https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2019-07-29/mission-horizonterweiterung-seit-einem-jahr-gibt-es-im-auswaertigen-amt-ein-religions-referat

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    „‚Religions for Peace / WCRP-Deutschland‘ lädt Menschen aller Religionen ein, sich gemeinsam auf der Grundlage der Friedenswerte ihrer Religion für den Frieden einzusetzen. (…) ‚Religions for Peace / WCRP-Deutschland‘ will die Bedeutung der Religionen bewusst machen, besonders im Hinblick auf Frieden, gegenseitiges Verstehen, Gerechtigkeit und Ökologie.“

    Weltweit arbeitet RfP in Krisenregionen (Irak, Sri Lanka, Sudan, Israel/Palästina, Korea u. a.) gemeinsam mit lokalen Religionsvertretern an Konfliktlösungen und gewaltpräventiven Maßnahmen mit.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Religions_for_Peace

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    As of August 2019, Azza Karam is the new Secretary General, proceeding William F. Vendley.

    The first World Conference was convened in Kyoto, Japan, on 16–21 October 1970, the second World Assembly was held in Leuven, Belgium in 1974, the third in Princeton, New Jersey, United States [ August / September 1979 ], the fourth in Nairobi, Kenya in 1984, the fifth in Melbourne, Australia in 1989, the sixth in Riva del Garda, Italy in 1994, the seventh in Amman, Jordan in 1999, the eighth in Kyoto, Japan in 2006, the ninth World Assembly in Vienna, Austria [ 2013 ] and the tenth in Lindau, Germany [ 2019 ].

    https://en.wikipedia.org/wiki/Religions_for_Peace

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    Prof. Dr. Azza Karam serves as the Secretary General of Religions for Peace – the largest multi-religious leadership platform with 90 national and 6 regional Interreligious Councils. She also holds a Professorship of Religion and Development at the Vrije Universiteit in Amsterdam, in The Netherlands – of which she is a citizen.

    She served as a Senior Advisor on Culture, at the United Nations Population Fund (UNFPA); and as Coordinator/Chair of the United Nations Inter-Agency Task Force on Religion and Development; where she coordinated engagement with members of a Global Interfaith Network for Population and Development with over 600 faith-based organizations from all regions of the world, representing all religions and interreligious affiliation. She is the Lead Facilitator for the United Nations’ Strategic Learning Exchanges on Religion, Development and Diplomacy, building on a legacy of serving as a trainer cum facilitator of inter-cultural leadership and management in the Arab region as well as Europe and Central Asia.

    https://rfp.org/prof-azza-karam/

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    (Azza Karam ist die neue Generalsekretärin von „Religions for Peace“. Erstmals steht eine Frau an der Spitze der bald 50 Jahre alten internationalen Organisation.) Und dann kam sie gleich auf die Charta der Vereinten Nationen, an der sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten ihre Arbeit ausrichtete: die Grundprinzipien der Würde und Gleichheit aller Menschen, die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten, „ohne Unterschied in Bezug auf Rasse, Geschlecht, Sprache oder Religion“. Und sie erinnerte an das Recht auf Gedanken-, Gewissens-, Religions- und Glaubensfreiheit. Für all das solle „Religions for Peace“ gleichermaßen eintreten, aber auch für die Freiheit, nicht zu glauben. (…) Azza Karam war schon einmal als offizieller Gast auf einer deutschen Bühne eingeladen: Beim Leipziger Katholikentag 2016 beteiligte sie sich als Vertreterin des UN-Weltbevölkerungsfonds am Podium „Frei und gleich an Würde und Rechten“.

    Von Christoph Strack | Weltbürgerin und Weltreisende in Sachen Religion | DW Deutsche Welle | 27.08.2019

    https://www.dw.com/de/weltb%C3%BCrgerin-und-weltreisende-in-sachen-religion/a-50187274

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    Dr. Azza Karam serves as the Senior Culture Advisor at the United Nations Population Fund (UNFPA), where she coordinates Fund-wide global activities on Culture and Religion. Prior to joining UNFPA, she was the Senior Policy Research Advisor at the United Nations Development Program (UNDP), in the Regional Bureau for Arab States where she worked on the Arab Human Development Reports, among other portfolios including Knowledge and youth. Her programmatic experience spans the fields of global multi-religious collaboration, gender issues, governance, human rights, conflict, and political Islam. Prior to joining the UN, Dr. Karam worked at the World Conference of Religions for Peace where she founded the first Global Women of Faith Network, and advised on issues related to Muslim and Arab affairs. Also during this time, she served as the President of the Committee of Religious NGOs at the United Nations. (…) Her books include:

    Transnational Political Islam: Religion, Ideology and Power (Pluto, 2004) [Azza Karam ist Herausgeberin, das Vorwort schrieb Schariafreund John Esposito. Der Verlag macht mit beim Islamschönfärben: „Political Islam, to be distinguished from Islam as a culture or a religion …“, die übliche Lüge vom guten Islam und bösen Islamismus.]

    Women, Islamisms and the State: Contemporary Feminisms in Egypt (Palgrave / Macmillan, 1998)

    Women in Parliament: Beyond Numbers (IDEA, 1998 and 2007)

    A Woman’s Place: Religions Women as Public Actors (WCRP, [2001] 2002)

    https://www.wisemuslimwomen.org/muslim-woman/azza-karam-2/

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    Political Islam, to be distinguished from Islam as a culture or a religion, and from Islamic Fundamentalism, is an increasingly important feature of the western political scene. The ideologies of Political Islam reflect the fact that some of their adherents live and work within a Western socio-political context.

    https://www.plutobooks.com/9780745316253/transnational-political-islam/

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    Daisy Khan
    WISE · Women’s Islamic Initiative for Spirituality and Equality

    https://en.wikipedia.org/wiki/Daisy_Khan

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    John Esposito und Sheila Lalwani wollen die Rechtsspaltung, freuen sich über die britischen Schariagerichte bzw. MAT (Muslim Arbitration Tribunal), die Scharia-Schiedsstellen. Auch der deutsche Islamisierer Mathias Rohe bekommt ein Lob.

    The United Kingdom has officially sanctioned the use of Islamic tribunals to settle some disputes, and in Germany, Islamic legal scholars such as Mathias Rohe have noted the compatibility of Islamic law to German law. The application of Islamic Law in Europe may remain controversial, but in the court of American public opinion, the idea of the Islamic legal system having any application in the US provokes massive social angst and sleazy political opportunism. The southern state of Tennessee is the latest example of an irrational fear of Islam, which threatens American values and Muslim civil liberties. (…) The fear that Islamic law could supplant American law is simply misplaced. (…) Like followers of other faiths, Muslims can and do fulfil the personal religious obligations of their faith without supplanting the laws of their country. The United Kingdom offers a good example: the rulings of a network of sharia courts are enforceable, when both parties to a dispute have agreed to abide by them, and where they do not conflict with English law, with the full power of the judicial system, through the county courts or high court. (…) Not only do anti-sharia in America fearmongers show an appalling ignorance of the meaning and nature of sharia as a moral compass but they also do not provide offer any evidence that their concerns have a solid foundation in reality. (…) In America, Muslims, like members of other faiths, can draw on their religious law to govern internal matters and as a guide in family and social behaviour as long as they do not violate civil law.

    John Esposito and Sheila Lalwani | Fear of sharia in Tennessee | (Senator Bill Ketron’s bill goes further than other irrational US reactions to Islam by attempting to outlaw sharia entirely.) | The Guardian | 25.03.2011

    https://www.theguardian.com/commentisfree/belief/2011/mar/25/islam-religion

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    Muslim Arbitration Tribunal
    MAT

    The Muslim Arbitration Tribunal is a form of alternative dispute resolution which operates under the Arbitration Act 1996 which is available in England. It is one of a range of services (Islamic Sharia Council is another) for Muslims who wish to resolve disputes without recourse to the courts system.

    The tribunals were set up by lawyer Faiz-ul-Aqtab Siddiqi and operate in London, Bradford, Manchester, Birmingham and Nuneaton. Rulings can be enforced in England and Wales by both the County Courts and the High Court. The media have described a system of Islamic Sharia courts which have the power to rule in civil cases. As of 2008, the courts had dealt with around 100 cases dealing with issues such as inheritance and nuisance neighbours. [ Vererben, Erbschaftsangelegenheiten, die Schwester bekommt halb so viel wie ihr Bruder. Kein Islamismus oder Salafismus oder Wahhabismus den es gar nicht gibt, sondern echter Islam. Koran 4:11 – siehe unten. ]

    https://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_Arbitration_Tribunal

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    Examples include the words of God the Almighty: „Allah instructs you concerning your children: for the male, what is equal to the share of two females“ [Quran 4: 11]

    Based on this, it is only natural that God, the Most Wise, has made a female’s portion half of that of a man of the same degree of kinship whether she is an offspring or a full or paternal sibling.

    Dar al-Ifta Al-Missriyya Ägyptisches Fatwa-Amt | Can women receive equal inheritance shares like men?

    https://www.dar-alifta.org/Foreign/ViewFatwa.aspx?ID=8314

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    Islamic inheritance jurisprudence

    a daughter is entitled to only half that of the son (…) generally, Islam allots women half the share of inheritance available to men if they inherit from the same father. For example, where the decedent has both male and female children, a son’s share is double that of a daughter’s.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_inheritance_jurisprudence

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    Islamisches Erbrecht

    E: Ehemann, zwei Söhne, eine Tochter: In diesem Fall erhält der Ehemann als Quotenerbe 1/4, die Tochter mit den Söhnen gemeinsam als Asabah den Rest im Verhältnis 2:1, d. h. jeder Sohn erhält 3/10 des Gesamterbes, die Tochter 3/20 (3/4 verteilt auf fünf Teile)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Islamisches_Erbrecht

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    RfP [ … ekstatisch ins Deutschlandkalifat mit … ]

    Martin Affolderbach
    Franz Brendle
    Reinhold Mokrosch
    Johannes Lähnemann
    Nicola Towfigh
    Ahmad Aweimer

    ttp://www.religionsforpeace.de/?id=rundbrief

    Runder Tisch der Religionen in Deutschland
    RfP Religions for Peace Deutschland

    ttp://runder-tisch-der-religionen.de/?id=stellungnahmen

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  3. Jacques Auvergne Says:

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    2020

    Auswärtiges Amt

    Einladung zur virtuellen Langen Nacht der Ideen am 19. Juni 2020 – #LNDI2020

    (Weder Ex-Muslime noch Islamkritiker waren eingeladen, Anm.)

    https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/themen/kulturdialog/lndi2020/2347650

    Anstoß zur Diskussion gaben wir durch diverse Zitate, beispielsweise zur Kopftuch-Debatte

    Wessen Abendland? Vielfaltsverteidigung in Deutschland und Europa – Vermutlich eine der kontroversesten und am meisten besuchten Stationen dieses Abends. Angelehnt an Debatten um eine sogenannte Leitkultur, ein vermeintlich „jüdisch-christliches“ Abendland und die Vereinnahmung von Diskursen um den Abendlandbegriff durch politische Gruppen zur Propagierung eigener Dominanz und Ausschluss anderer gesellschaftlichen Gruppen, wurde an dieser Station viel diskutiert. Mit Hilfe zwei großer Pinnwände gaben wir den Besuchern die Möglichkeit, ihre Meinungen und Assoziationen zur Frage „Wessen Abendland?“ kund zu tun. Anstoß zur Diskussion gaben wir durch diverse Zitate, beispielsweise zur Kopftuch-Debatte oder der Diskussion um öffentliches Tragen von Kippot, Ausschnitten aus den Wahlprogrammen zur Europawahl der großen Parteien in Deutschland und Manifesten wie dem der Gruppierung „Juden in der Afd“.

    קָרוֹב
    قريب

    … die Verwandtheit des hebräischen Wortes karov und des arabischen Wortes qarib

    https://dialogperspektiven.de/blog/sieben-stationen-der-vielfalt-dialogperpsektiven-bei-der-langen-nacht-der-ideen-2019/

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    ב—ר—קָ
    ب—ر—ق
    Q—R—B

    Beispielsweise im Koran 96:19

    وَاقْتَرِبْ
    … wa-iq’tarib
    … and draw near (to Allah)
    … und wirf dich in Anbetung nieder und nahe dich (Allah).

    http://corpus.quran.com/qurandictionary.jsp?q=qrb

    se rapprocher d’Allah

    https://islamqa.info/fr/answers/104771/la-voie-a-emprunter-pour-se-rapprocher-dallah

    salafidunord.com/article-les-oeuvres-pieuses-107638681

    Comment se rapprocher d’Allah ? Pour tout musulman, l’homme le plus proche de Dieu est le Prophète Muhammad

    albayyinah.fr/spiritualite/2505-comment-se-rapprocher-d-allah-al-harith-al-muhasibi-spiritualite-musulmane-editions-iqra-9782916316864

    [ Die „bunte Republik“, Christian Wulff 2010 in der ersten Rede nach seiner Vereidigung als Bundespräsident, Deutschland wird sich des Qarib bewusst. Heiko Maas trainiert seinen Taqarrub – sich Allah annähern – schon ganz ordentlich, das Auswärtige Amt, übt sich sehr in Sachen Iqtarib, „und wirf dich in Anbetung nieder und nahe dich (Allah).“ ]

    Il est « tout proche de l’homme qu’Il a créé » (Coran, 34,50) Den Menschen, die Er geschaffen hat, ist Er ganz nahe. (Louis Gardet: Les hommes de l’islam, approche des mentalités, Paris, Hachette, 1977.)

    https://books.google.de/books?id=yqkRkDJ20eAC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    André Brottier – under the name of Louis Gardet he devoted himself to the research of the Islamic religion

    https://en.wikipedia.org/wiki/Louis_Gardet

    Koran 34:50

    قُلۡ إِن ضَلَلۡتُ فَإِنَّمَآ أَضِلُّ عَلَىٰ نَفۡسِیۖ وَإِنِ ٱهۡتَدَيۡتُ فَبِمَا يُوحِیٓ إِلَىَّ رَبِّیٓۚ إِنَّهُۥ سَمِيعٌۭ قَرِيبٌۭ
    qul ʾin ḍalaltu fa-ʾinnamā ʾaḍillu ʿalā nafsī wa-ʾini htadaitu fa-bi-mā yūḥī ʾilayya rabbī ʾinnahū samīʿun qarībun
    Sag: Wenn ich irregehe, tue ich das nur zu meinem eigenen Nachteil, und wenn ich mich rechtleiten lasse, auf Grund dessen, was mir mein Herr eingibt. Er hört (alles) und ist (den Menschen) nahe.

    Sag: Wenn ich irregehe, gehe ich nur zu meinem eigenen Nachteil irre, und wenn ich rechtgeleitet bin, so ist es durch das, was mir mein Herr (als Offenbarung) eingibt. Gewiss, Er ist Allhörend und nahe.

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    AND THE ANSWER IS . . . AL-QAREEB!

    Allah calls Himself Al-Qareeb, the Near One

    Allah is Al-Qareeb and His type of closeness (qurb) is a general nearness or closeness, as He is the All-Hearer, All-Seer and All-Knower of both believers and non-believers, sinners and good-doers.

    https://understandquran.com/answer-al-qareeb/

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    القرب من الله

    https://mkaleh.com/%D9%83%D9%8A%D9%81_%D9%8A%D8%AA%D9%82%D8%B1%D8%A8_%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%A8%D8%AF_%D8%A7%D9%84%D9%89_%D8%A7%D9%84%D9%84%D9%87

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    اَلتَّقَرُّبُ إِلىَ اللهِ
    taqarrub ilallah
    Die Annäherung an Allah als Lebensaufgabe jedes Menschen

    https://slideplayer.info/slide/2701153/

    At-Taqarrub Ila Allah – Drawing close to Allah

    Buch von Fawzi Sunuqrot

    https://tarbiyahbooksplus.com/shop/aqidah-belief/at-taqarrub-ila-allah-drawing-close-to-allah/

    Taqarrub (التقرّب, Literally „seeking proximity“) means seeking closeness to God. Taqarrub is referred to in the Qur’an by different expressions such as „qurb“ (closeness), „Talab wajh-Allah“ (seeking the face of God) and „liqa‘-Allah“ (meeting God) and has a significant position in hadiths and supplications.

    In Islamic culture, „taqarrub“ means „seeking closeness to God by performing actions and duties God has burdened the servants with“. Closeness to God is considered spiritual which is achieved by keeping away from moral vices, lack of arrogance and egotism, submission to the will of God and servitude. Ayatollah Motahhari interpreted closeness to God as His contentment with the servant due to worship, obedience, spiritual conduct and sincerity.

    http://en.wikishia.net/view/Taqarrub

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    Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes:

    Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch

    Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch ist ein Programm der Leo Baeck Foundation realisiert durch das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk zur Entwicklung und Etablierung neuer und innovativer Formen des interreligiös-weltanschaulichen Dialogs. Seit 2015 kamen im Rahmen des Programms über 200 Studierende und Promovierende unterschiedlichster religiöser und weltanschaulicher Orientierungen zusammen.

    Mit Unterstützung des Auswärtigen Amts wird das Programm als europäische Plattform ausgebaut, mit dem Ziel, einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Verständigung und Zusammenarbeit, zur Stärkung und Verteidigung der europäischen Zivilgesellschaft und zur Gestaltung eines pluralen, demokratischen und solidarischen Europas zu leisten.Künftige europäische Führungskräfte in Wissenschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft werden zu Experten eines neuen, gesellschafts-orientierten interreligiös-weltanschaulichen Dialogs ausgebildet.

    Die Teilnehmer bilden auf einzigartige Weise die religiöse, politische und gesellschaftliche Pluralität der europäischen Gesellschaft ab. Sie machen ihre vielfältigen Hintergründe und Erfahrungen für den Austausch fruchtbar und finden bei den Dialogperspektiven den dringend benötigten Raum für Begegnung, Austausch und Dialog.

    https://dialogperspektiven.de/

    Helfen Sie uns bei unserer Aufgabe! Investieren Sie in die Zukunft des interreligiösen Dialogs! Stichwort: „Dialogperspektiven“

    https://dialogperspektiven.de/kontakt-impressum/

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    Lange Nacht der Ideen 2020 – Panel 1: Religion – Sprache – Gesellschaft

    Mit Claudia Roth, MdB, Kübra Gümüşay und Max Czollek

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    Kübra Gümüşay, Publizistin und Aktivistin, schreibt und referiert zu den Themen Internet, Politik, Feminismus, Rassismus & Islam. Sie ist u. a. Co-Gründerin des Zahnräder Netzwerks für Social Entrepreneurship, der Kampagne #SchauHin gegen Alltagsrassismus, des feministischen #Ausnahmslos -Bündnisses gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus, sowie Initiatorin der Kampagne #OrganisierteLiebe für mehr Liebe, Wohlwollen und gesunde Streitkultur im Netz (und außerhalb). Ihr Blog ein-fremdwoerterbuch.com wurde 2011 für den Grimme Online Award nominiert.

    https://dialogperspektiven.de/personen/kuebra-guemuesay/

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    Rückblick: Paneldiskussion „Religion – Sprache – Gesellschaft“

    Im Rahmen der Langen Nacht der Ideen des Auswärtigen Amts am 19. Juli 2020

    https://dialogperspektiven.de/blog/rueckblick-paneldiskussion-religion-sprache-gesellschaft/

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    Europa ist ein Ort der Vielfalt, ein Raum der Möglichkeiten und der gesellschaftlichen Zusammenarbeit. Der religiös-weltanschauliche Pluralismus Europas hat dabei die Vorstellung einer einheitlichen nationalen oder religiösen Homogenität längst überholt. Gleichzeitig ist Europa geprägt von politischer Fragmentierung und Polarisierung, erstarkendem Nationalismus und der Abwehr alternativer Lebensentwürfe.

    Pluralisierung bedeutet nicht nur Vermehrung und Ausdifferenzierung von Identitäten, sondern auch Stärkung religiös-weltanschaulicher Gemeinschaften. In den vielfältigen Gemeinschaften Europas werden längst nicht mehr nur Fragen nach Integration gestellt, sondern kritisches Selbstbewusstsein erprobt, gesellschaftliche Teilhabe eingefordert und an den öffentlichen Diskursen partizipiert. Welche Rolle Religionen und Weltanschauungen in der Gestaltung europäischer Gesellschaft einnehmen können, ist dabei ein Aushandlungsprozess [ wieso Aushandlungsprozess, so schlecht waren AEMR und GG doch gar nicht … ], der eben diese gesellschaftliche Pluralität widerspiegeln muss und der gerade auch die einschließen muss, die z. B. nicht religiös identifiziert sind.

    https://dialogperspektiven.de/blog/europaeische-interventionen-navigieren-durch-pluralistische-gewaesser-lange-nacht-der-ideen-2020/

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    Lange Nacht der Ideen 2020 – Panel 2: Pluralismus und politische Teilhabe in Europa

    Mit Staatsminister Michael Roth, Terry Reintke MEP und Esra Küçük

    Wer ist Europa? Wer darf Europa gestalten? Wie wird Europa zu unserem Europa? Wollen wir das überhaupt?

    Dieses Panel nimmt den europäischen Kontext in den Blick und fragt nach Möglichkeiten und Grenzen politischer Teilhabe in einem pluralistischen Europa. Staatsminister Michael Roth, die Europaabgeordnete Terry Reintke und die Geschäftsführerin der Allianz Kulturstiftung Esra Küçük diskutieren Strategien des Navigierens durch unsere pluralistische europäische Gesellschaft.

    Moderatorin: Iman Al Nassre (Dialogperspektiven)

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    Iman Al Nassre ist Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und Dialogperspektiven-Alumna. Sie studiert Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Ihre Interessen gelten Säkularismus, Religion und gesellschaftlichem Pluralismus, (Islamischen) Feminismen und Rassismus.

    https://dialogperspektiven.de/personen/iman-al-nassre/

    Iman Al Nassre ist Referentin für das Programm Dialogperspektiven. Sie studiert Philosophie und Religionswissenschaften an der Freien Universität Berlin. Zu ihren freiberuflichen Arbeitsschwerpunkten gehören Säkularität und Religion in pluralen Gesellschaften.

    https://www.dialogueperspectives.org/personen/iman-al-nassre-2/

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    Rückblick: Paneldiskussion „Pluralismus und politische Teilhabe in Europa“

    Im Rahmen der Langen Nacht der Ideen des Auswärtigen Amts am 19. Juli 2020 richteten die Dialogperspektiven eine vierstündige, digitale Veranstaltung zum Thema „Europäische Interventionen – Navigieren durch pluralistische Gewässer“

    https://dialogperspektiven.de/blog/rueckblick-paneldiskussion-pluralismus-und-politische-teilhabe-in-europa/

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    Rückblick: „Europäische Interventionen – Navigieren durch pluralistische Gewässer“ Lange Nacht der Ideen 2020 des Auswärtigen Amts

    Staatsministerin Michelle Müntefering betonte in Ihrer Ansprache zur #LNDI2020 die Wichtigkeit internationaler Kulturprojekte während dieser einzigartigen Krise, die Möglichkeiten digitaler Formate und die grenzüberwindende Kraft der Kultur.

    Dabei bestätigt Sie und das Auswärtige Amt auch die Devise der Dialogperspektiven: Social Distancing darf nicht wörtlich genommen werden. Solidarität, gemeinschaftliches Zusammenarbeiten und menschlicher Kontakt im digitalen Raum sind insbesondere während dieser Krise wichtig!

    Die Lange Nacht der Ideen ist eine Teamarbeit des Auswärtigen Amts, seiner Mittlerorganisationen sowie weiterer starker Partner aus Zivilgesellschaft, Forschungs- und Wissenschaftsorganisationen sowie privaten Stiftungen. Das Ziel der Veranstaltung ist es, unter anderem, die unterschiedlichen Facetten und Themen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik und ihre Mittlerorganisationen der Gesellschaft zugänglich zu machen.

    Wir läuteten den Abend mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Religion – Sprache – Gesellschaft“ ein. Autorin und Aktivistin Kübra Gümüşay („Sprache und Sein“), diskutierte mit Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Bündnis 90 / Die Grünen), und dem Lyriker und Autor Max Czollek („Desintegriert euch!“). Jo Frank, Geschäftsführer des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks, führte durch das Gespräch. Gemeinsam diskutierten sie, wie Sprache Wirklichkeit abbildet und Realität schafft und inwiefern Sprache die Gesellschaft formen kann.

    Anschließend widmeten wir uns dem zweiten Panel des Abends. Unter der Moderation von Iman Al Nassre, freie Referentin bei den Dialogperspektiven, diskutierten der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, Esra Küçük, Geschäftsführerin der Allianz Kulturstiftung, und Terry Reintke, Abgeordnete im Europaparlament für die Europäischen Grünen, über Pluralismus und politische Teilhabe in Europa. Wer ist Europa? Wer darf Europa gestalten? [ Islamkritiker dürfen nicht gestalten? ] Wie wird Europa zu unserem Europa? Was sind die Möglichkeiten und Grenzen politischer Teilhabe in einem pluralistischen Europa? [ Die Grenzen sind die unantastbaren allgemeinen Menschenrechte, mit denen das Islamische Recht – Scharia – an tausend Stellen kollidiert. ]

    Dialogperspektiven … ein herzlicher Dank an unsere Fördererer, ganz besonders an das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

    https://dialogperspektiven.de/blog/europaeische-interventionen-navigieren-durch-pluralistische-gewaesser-lange-nacht-der-ideen-2020/

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    Esra Küçük ist eine deutsch-türkische Sozialwissenschaftlerin, die seit Sommer 2018 als Geschäftsführerin die Allianz Kulturstiftung leitet.

    Nach dem Studium war sie bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik tätig und absolvierte bei der Mercator-Stiftung in Essen ein zweijähriges Management-Traineeprogramm. 2012 war sie persönliche Referentin der Geschäftsführung beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration. Außerdem war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialwissenschaften der Berliner Humboldt-Universität.

    2010/2011 initiierte Küçük die Gründung des bundesweiten Dialogforums Junge Islam Konferenz, womit sie auf das Buch Deutschland schafft sich ab von Thilo Sarrazin reagierte. In Ergänzung zu einer Mehrheitsgesellschaft, die verstärkt über Menschen muslimischen Glaubens spricht, wollte sie religiösen und nicht-religiösen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund eine Austauschmöglichkeit und eine Stimme zum Thema Identität, Islam oder Rassismus geben.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Esra_K%C3%BC%C3%A7%C3%BCk

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    Kübra Gümüşay, geborene Kübra Yücel, studierte Politikwissenschaften in Hamburg und an der School of Oriental and African Studies der Universität von London. Seit 2012 lebt sie mit ihrem Mann Ali Aslan Gümüşay in Oxford, Großbritannien. Kübra Gümüşay ist praktizierende, kopftuchtragende Muslima; sie bezeichnet sich selbst als Deutschtürkin und Feministin. Matthias Matussek schrieb in seinem Debattenbeitrag zum Thema Integration für Spiegel Online, Kübra Gümüşay trage das Kopftuch nicht aus Unterwürfigkeit, sondern aus Stolz. Sie wolle damit ihre Religion zeigen. Es sei ihre Form von Punk, ihre Form von Aufstand.

    https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCbra_G%C3%BCm%C3%BC%C5%9Fay

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