Missbrauch: Aufarbeitung statt Nebelwurf oder Gaslighting

بالدوينشتاين

בלדוויןשטיין

Бальдуинштайн

Balduinstein

Missbrauch: Aufarbeitung statt Nebelwurf oder Gaslighting

Zitat.

12. Juni 2020, Konrad: Oh, da gäbs noch eine lange Reihe weiterer Untersuchungsgegenstände. Aber mich interessiert vielmehr zunächst:

– Wer soll das machen? Doch etwa nicht „die Burg“?

– Wie stellst du dir das vor, wie im öffentlichen Raum der Totaltransparenz mit den Quellen umgegangen werden soll, du siehst ja, wie schnell hier die Rechte zum Schutz der Persönlichkeit oder auch Urheberrechte verletzt werden. Frag mal die Almi, was alles NICHT in ihrem Buch steht oder nur andeutungsweise, weil es da eben gewisse rechtliche Bedingungen gibt.

– Eine Auflistung von Taten, Tätern und Netzwerken reicht nicht. Wer beurteilt denn Kontexte, Zusammenhänge und Hintergründe? Wer hebt denn die Erkenntnisse, die da drin liegen für eine differenzierte Bewertung der Vergangenheit hinsichtlich einer anschlussfähigen Deutung für die Gegenwart und Zukunft?

– Wie stellst du dir die schwierige und sensible Arbeit mit den Betroffenen vor, die nicht selten in sehr tiefen ambivalenten Konstrukten hängen und denen individuelle Betroffenengerechtigkeit widerfahren muss?

– Wie stellst du dir eine notwendig sachliche Auseinandersetzung in der jetzigen emotional aufgepeitschten Situation vor?

Zitatende. Dieser erste Kommentar Konrads wird unten analysiert.

Vorerst kurz zum zweiten Kommentar des anonym bleibenden König Konrad. Seinem Kommentar vorausgegangen war die zum Weiterentwickeln, Weiteraufklären unabdingbare Nennung und Aufzählung des folgenreichen Lebenswegs des selbstgefälligen österreichischen Pfadfinders, Schulgründers von Werkschulheim Felbertal, deutschen Wandervogels, bündisch-überbündischen Gurus und selbstverliebten jugendbewegten Missbrauchstäters axi, zu dem Kardinal Christoph Schönborn (Doris Wagner, ‎Kardinal Christoph Schönborn: Schuld und Verantwortung: Ein Gespräch über Macht und Missbrauch in der Kirche) 2019 feststellte: „Der Gründer und Direktor dieser Schule, Alexej Stachowitsch, ein Russe, war ein begnadeter Pädagoge, aber er war auch ein Pädophiler.“

Kommentator thymian am 08. Juni 2020.

Vom Felbertal (1951-58) nach Balduinstein (ab 1974)

• Teilnahme am 4th World Rover Moot (in Skjåk Skjak, Norwegen) bzw. an der (in Elvesæter Elvesaeter, Norwegen) abgehaltenen 12th World Scout Conference – im August 1949

• Programmchef und Lagerliedverfasser beim siebten Weltjamboree in Bad Ischl (Österreich) im August 1951

• Gründer und Direktor des Werkschulheims Felbertal – Spätherbst 1951 bis Frühjahr 1958

• Besuch auf der Burg Waldeck (spätestens) Dezember 1961

• Burg Hohlenfels um 1970

• Balduinstein ab 1974

• Weroth (Westerwald) ab 1983

Ende Kommentar thymian.

Auch genau darum geht es, die Lebenswege der bündischen Täter durch Landschaften und durch Zeitabläufe zu sehen und zu besprechen, ihr Heranwandern an markante, nicht selten berühmte Orte (z. B. Ludwigstein; Waldeck), ihren selbstbewussten Zug durch täterseits genau überblickte jugendbewegt-bündische Jahrzehnte. Entscheidend zu gelingender Aufarbeitung wie Prävention, dass endlich auch die Opfer und ihre Freunde sowie alle an guter Jugendarbeit interessierten Menschen den personellen (die Täter) und raum-zeitlichen (die Tatorte und Tatzeiten) Überblick erlangen und behalten. Sich im Gelände und im Jahreslauf orientieren lernen, das kann und soll jedes Kind.

Der Balduinsteiner Burgverteidiger indessen scheint Strukturen klaren Denkens und genauen Erkennens, mindestens bei anderen Menschen, zu scheuen und wird patzig:

„Und jetzt?“

Nebel werfen und den Strukturfreund ein bisschen bespucken, verächtlich machen:

„Ist das Aufarbeitung? Fünf Daten raushauen und jetzt dürfen alle mal fleißig assoziieren und spekulieren? Puh.“

Aber Nein, Konrad, unser Fakten nennen, unser Anprangern der beispielsweise gerichtlich festgehaltenen Taten ist kein Assoziieren oder Spekulieren. Obschon auch zusätzliche Phantasie nützlich sein kann, um bislang ungenannten Missbrauchs-Orten, ungenannten Taten sexualisierter Gewalt oder weiteren Missbrauchern auf die Spur zu kommen, das bündische Netzwerk der Täter und Tolerierer wucherte üppig und ist bis heute einflussreich. Jedes ordentliche Diagramm beginnt mit dem, ausreichend weit dimensionierten, Anlegen von x- und y-Achse und dann geht es, Punkt für Punkt, an das dauerhafte Sichtbarmachen.

Im Ansatz richtig hingegen dein, leider nur spöttisch-empört anfragendes, Bestreben: „jetzt dürfen alle“. Denn nicht eine hehre Elite soll Durchblick und Rederecht haben, sondern selbstverständlich jedermann („alle“) ab 18 Jahre, und alle Minderjährigen in den Bünden oder Gruppen seien mindestens so sehr mit Information ausgestattet, dass sie nicht Missbrauchsopfer werden und ihre gleichaltrigen oder jüngeren Kameraden erfolgreich schützen können. Allerdings, „jetzt dürfen alle“, das Prinzip Hinterzimmer ist beendet, vom Kennenlernen der Fakten sowie vom Aufarbeiten ist niemand länger ausgeschlossen.

Konrads Kommentar auseinandergenommen.

12. Juni 2020, Konrad: Oh, da gäbs noch eine lange Reihe weiterer Untersuchungsgegenstände.

Hütchenspielertrick, am unangenehmen Thema vorbei ins Vage deuten.

Aber mich interessiert vielmehr zunächst:

– Wer soll das machen?

Jeder.

Doch etwa nicht „die Burg“?

Selbstverständlich auch der vielfache Tatort in Balduinstein, die sogenannte Burg.

– Wie stellst du dir das vor, wie im öffentlichen Raum der Totaltransparenz mit den Quellen umgegangen werden soll, du siehst ja, wie schnell hier die Rechte zum Schutz der Persönlichkeit oder auch Urheberrechte verletzt werden. Frag mal die Almi, was alles NICHT in ihrem Buch steht oder nur andeutungsweise, weil es da eben gewisse rechtliche Bedingungen gibt.

„Totaltransparenz“ – das ist so, als wenn ein schlechter jedenfalls fauler Matheschüler seinem Lehrer vorwürfe, zur Erlangung der Schulnote Eins rücksichtslos Totalnachvollziehbarkeit zu verlangen. Der engagierte professionelle Virenbekämpfer im Hospital sei ein verranter Totalhygieniker. Der beim Foulspiel erwischte Fußballer, vom Spielfeld geschickt, nennt den Schiedsrichter totalpedantisch, der beim Fremdgehen ertappte Mann empört sich, seine Ehefrau sei total unromantisch.

Um was es allerdings geht, ganz und gar („total“). Eine bündische Gruppe mit einem den Eltern ebenso wie der deutschen Justiz planmäßig verborgenen sexuellen Geheimnis gehört überbündisch geächtet und gesellschaftlich gestoppt.

Jetzt soll alles menschliche Erkennen im Treibsand des Konstruktivismus versickern:

– Eine Auflistung von Taten, Tätern und Netzwerken reicht nicht.

Na, Balduinsteiner, macht doch erstmal dieses, ihr wart doch mittendrin 30 Jahre lang.

[Wer beurteilt denn] Kontexte, Zusammenhänge und Hintergründe?

Soso, wenn ein traditionsbewusster Afrikaner, frommer Schafiit oder gottesfürchtiger Dawoodi Bohra an einem Mädchen FGM (weibliche Genitalverstümmelung) ausübt, dann ist, das darf ich einmal unterstellen, für Konrad nicht die Gewalttat das persönliche Hauptinteresse, nicht die weltweit und allezeit unakzeptable Menschenrechtsverletzung, sondern das ggf. ergebnislose Grübeln über „Kontexte, Zusammenhänge und Hintergründe“. Den Satz kann man auch anders betonen.

Wer beurteilt denn [Kontexte, Zusammenhänge und Hintergründe?]

Jeder beurteilt. Jeder aufmerksame Leser des OvH etwa beurteilt diese Zusammenhänge und Vorgeschichten. Bei Bedarf zusätzlich ein Richter, indem er ein Urteil spricht.

Wer hebt denn die Erkenntnisse, die da drin liegen für eine differenzierte Bewertung der Vergangenheit hinsichtlich einer anschlussfähigen Deutung für die Gegenwart und Zukunft?

Keine Sorge, gemeinsam schaffen wir das. Almi etwa hat da „für die Gegenwart und Zukunft“ mit OvH (Ohne vorgehaltene Hand – Netzwerke sexuellen Missbrauchs in der deutschen Pfadfinder- und Jugendbewegung) wegweisend gearbeitet, eine ausgesprochen balduinsteinrelevante Arbeit übrigens.

Jetzt greift der Unbekannte zum Mittel der falsch oder richtig verstandenen Dialektik bzw. des radikalen Konstruktivismus. Päderastisch bzw. bündisch sachkundige große Meister, vielleicht ist Konrad einer von ihnen, sollen das irgendwie komplexe Problem solange bewerten und differenzieren lassen, bis die schlimme Vergangenheit des sexuellen Missbrauchs an Jungen glücklich entsorgt ist im großen Balduinsteiner Einerseits-Andererseits. Nur auserwählte, die Wandervogelwelt in Weisheit erschauende Lichtgestalten dürfen die gewonnene Erkenntnis ins heute und morgen emportragen, hinaufheben („wer hebt“).

Auch die Opfer bleiben nicht unerwähnt, die für König Konrad allerdings noch nicht einmal Experten in ihrer eigenen schlimmen Sache sind, sondern die unglücklich „hängen“, von weiterem Absturz bedroht über der Tiefe hängen oder die gefesselt hängen, unglückliche Gefangene im Netz des eigenen Strebens nach Vernunft und Redefreiheit, Betroffene, die „in sehr tiefen ambivalenten Konstrukten hängen“. Die Empathieverweigerung Jungen gegenüber, siehe männliche Genitalverstümmelung (MGM) genannt Beschneidung, ist weltweit leider immer noch gewaltig hoch, doch zum Glück für alle Kinder und Erwachsenen würde kaum einer wagen, sexuell missbrauchten oder vergewaltigten Mädchen öffentlich vorzuwerfen oder zu attestieren, sie würden „in sehr tiefen ambivalenten Konstrukten hängen“.

– Wie stellst du dir die schwierige und sensible Arbeit mit den Betroffenen vor, die nicht selten in sehr tiefen ambivalenten Konstrukten hängen und denen individuelle Betroffenengerechtigkeit widerfahren muss?

Antrag abgelehnt, hier ist Bundesrepublik, keine Sponti-Republik. Nicht nebenbei: Was würde uns Konrad („die schwierige und sensible Arbeit mit den Betroffenen“) empfehlen, wenn das möglicherweise irgendwie gillickkompetente oder genitalautonome Kind, Kind ist Mensch unter 18 Jahre, über den Missbraucher oder dessen Tun sagt: „Ich liebe diesen Mann“, oder: „Das alles war schon völlig ok so“?

Es ist im Rechtsstaat einerlei, ob das Opfer gottesfürchtig oder atheistisch ist, welche Leistung im Kopfrechnen es aufweist, welche Hautfarbe, welche Schuhgröße. Wir brauchen keine „individuelle Betroffenengerechtigkeit“, wir brauchen Gerechtigkeit, verlässliche Gesetze und die Strafe für den Täter. Das Jahrhundert an Unkultur des Missbrauchs in den Bünden bestand nicht aus einem Einzelfall hier und einem anderen Einzelfall dort, sondern hatte und war System. Entsprechend ist auch die Aufarbeitung nicht fallbezogen („individuell“) in getrennte Hinterzimmer zu verlagern, sondern als Gesamtbild öffentlich sichtbar zu machen.

Was die Betroffenen brauchen, ist die öffentliche Anerkennung der Tatsache, dass ihnen Unrecht geschehen ist und die Gewissheit, dass die Allgemeinheit den Täter mit rechtsstaatlichen Mitteln nach besten Kräften an der künftigen Begehung von derartigen Taten hindert. Was die Betroffenen und ihre Freunde brauchen, ist das Redendürfen und Schreibendürfen, privat wie öffentlich, ohne Zensur, ohne Selbstzensur.

Ferner darf „individuelle Betroffenengerechtigkeit“ nie darauf hinauslaufen, dass die Täter und Tolerierer im Rahmen einer esoterischen, d. h. der Außenwelt nicht zugänglichen Streitschlichtung erfolgreich darin sind, sich ein für sie günstiges Ergebnis zu produzieren, sobald der Betroffene nur ausreichend verschüchtert oder, vielleicht immer noch traumatisiert, ausreichend anspruchslos ist. Auch ist die Gemeinschaftlichkeit und möglichst Solidarität zwischen den Betroffenen nach Kräften zu fördern und nicht durch asoziale („individuelle“) Fallbearbeitung zu zerstückeln.

Ich verstehe Konrad so: Nicht in den Taten lag und liegt für ihn das eigentliche moralische, pädagogische und juristische Problem, sondern in den allen Beteiligten Unrecht tuenden, insbesondere aber den Betroffenen durch ihre Widersprüchlichkeit belastenden Konstruktionen („Konstrukten“) seitens der Außenwelt. Anders gesagt: Die Ressentiments oder Vorurteile der Umwelt vor allem würden es sein, die den Betroffenen belasten, nicht Täter und Tat.

Das „nicht selten in sehr tiefen ambivalenten Konstrukten hängen“ ist Gaslighting pur. Gaslighting beinhaltet auch: „Gewaltopfer, du kannst dir kein verallgemeinerbares Urteil zutrauen. Dein Zorn ist sinnlos, deine prägnante Sicht der Dinge ist Unfug und letztlich falsch. Sobald aber deine eigenwillige Perspektive spurlos im Ozean des Sowohl-als-auch aufgeht, im Wüstensand des Einerseits-Andererseits versickert, wird sie sozialverträglich, anschlussfähig für Gegenwart und Zukunft.“

– Wie stellst du dir eine notwendig sachliche Auseinandersetzung in der jetzigen emotional aufgepeitschten Situation vor?

Hier wird bereits jedem geringfügig Empörten die Kompetenz zum Aufarbeiten abgesprochen. Das „in der jetzigen emotional aufgepeitschten Situation“ entbehrt einer gewissen Komik nicht, denn seit Hans Blüher und Gustav Wyneken, solange kennen die Bünde das Päderastieproblem, ist nun doch ein bisschen Wasser die Elbe und den Rhein heruntergeflossen und die Jugendbewegung insgesamt war in dieser Zeit nie „emotional aufgepeitscht“ oder anders am Ende ihrer Kräfte, sondern selbstzufrieden, dumpf und verschnarcht.

„Beruhigt euch endlich, damit ihr irgendwann in meinem Sinne diskurstauglich werdet, gelangt dann unter meiner Führung zu einer anschlussfähigen Deutung für Gegenwart und Zukunft, indem ihr eure Kritik am Bildungswerk Balduinstein mehr und mehr relativiert und zuletzt glücklich beendet“, vielleicht möchte der Nebelwerfer uns dieses sagen.

Edward von Roy

(Im Original ist die Antwort des Diplom-Sozialpädagogen (FH) an Anonymus „Konrad“ zu lesen nur im Kommentarbereich von: scouting | die Infoseite der Pfadfinder- und Jugendbewegung • Balduinstein als friedlicher Ort • Gepostet von almi (Redaktion; DPB) am 19.05.2020.)

Balduinstein als friedlicher Ort

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(Zum Thema kommentierte am 01. Juni 2020 thymian, nachdem Konrad um eine Empfehlung an das heutige Freie Bildungswerk Balduinstein, die der Waldjugend nahestehende Annegret Nortmeyer bündisch gretel ist neue Vorstandsvorsitzende, in die Runde fragte, wie Aufarbeitung aussehen könnte oder muss. Konrad: „Was sollen sie denn nun ganz konkret auf welche Weise und in welcher Reihenfolge tun?“ Kein Problem, thymian leuchtet ihm schnörkellos („ganz konkret“) heim.)

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Zur verweigerten, ausstehenden Aufarbeitung und ebenfalls zu einer ernst gemeinten bündischen Prävention

gehört die ausführliche, schriftlich dokumentierte, jederzeit öffentlich zugängliche Darstellung, was alles zu den Übergriffen auf Jungen führte sowie was sie begleitete.

Zu diesen begünstigenden und begleitenden Rahmenbedingungen seit 1974 ist, sobald dort die skandalöserweise ausstehende Aufarbeitung der Vergangenheit der eigenen Institution erwünscht sein wird, durch den neuen heutigen Vorstand, d. h. durch Annegret Nortmeyer („vorstand: vorsitzende“) und Mitarbeiter (gemeinsam der „vorstand der burg“) darzulegen in Bezug auf ihre Jugendburg:

Die Bedeutung der Epoche Hohlenfels, Kontakte nach Rees, die Bedeutung der überbündischen Feste / Treffen bzw. der Singetreffen / Singewettstreite in Balduinstein oder mit Balduinsteinbeteiligung andernorts, die Rolle der Zeitschriften, die der Falado, der balduinsteinnahen gj grauen jungenschaft incl. Pädo-Idol fred Alfred Schmid, Rolle, Herstellung und Vertrieb der „Atmosphäre“ herstellenden Fotos bzw. Kunstwerke von der silbernen Reihe der Zeitschrift eisbrecher bis zum Gengenbacher Nacktjungenmaler, die päderastische „Pädagogik“ des „Sexualaufklärers“ und mindestens zweimaligen (1988, 1990) Referenten beim Freien Bildungswerk Balduinstein Prof. Dr. Helmut Kentler, Hochschullehrer von 1976 bis 1996.

Dazu gehört die detaillierte Analyse

der Verbindungen von Funktionsträgern bzw. Verantwortlichen der Jugendburg Balduinstein ab 1974 mit den eigenen sowie den befreundeten weiteren bündischen Tätern. Zu diesen Verbindungen kann auch das Gutheißen, Billigen, Verharmlosen oder Beschweigen der jeweiligen Missbrauchstat gehören. Taten geschahen auf der Burg oder andernorts in Deutschland oder im Ausland.

thymian

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Zum Weiterlesen in Sachen System Balduinstein:

Bündisch ist … (Von Cees van der Duin, 19.03.2015.)

https://eifelginster.wordpress.com/2015/03/19/422/

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20 Antworten to “Missbrauch: Aufarbeitung statt Nebelwurf oder Gaslighting”

  1. Эдвард фон Рой Says:

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    Thema Freies Bildungswerk Balduinstein. Die öffentlich nachvollziehbare, gründlich dokumentierte Aufarbeitung der Jahrzehnte des Missbrauchs steht aus. Bis dahin ist der Ort nicht friedlich zu nennen.

    Versöhnung ist eine schwierige Arbeit, Phase eins das schonungslose Benennen der Tatsachen. Versöhnung ist oft das Gegenteil von Versöhnlichkeit (konfliktscheu bzw. harmoniesüchtig sein, ggf. Konfliktleugnung oder angestrengt hergestellte Harmonie, Komplizenschaft beim Unter-den-Teppich-Kehren).

    Es ist möglich, dass Aussöhnung, Verzeihen zwischen zwei Menschen stattfindet, auch zwischen Täter und Opfer. Eine Institution jedoch wie die 1974 gegründete Jugendburg kann für alle (!) Täter und Opfer ihrer Vergangenheit keine (auch nur halbwegs vollständige) Aussöhnungsarbeit leisten, was nicht nur daran liegt, dass einige der dortigen Täter oder ihrer den Missbrauch tolerierenden bündischen Kameraden mittlerweile verstorben sind.

    Mit dem kindgerechten ‚Komm, wir vertragen uns wieder‘ oder dem berüchtigten sozialpädagogischen ‚ich bin ok, du bist ok‘ ist der durch das Bildungswerk voreilig behauptete Zustand („Unsere Burg ist ein schöner und friedlicher Ort“) nicht zu erreichen. Friedlichkeit, Friede ist nicht planbar als das (gefälligst erfolgreiche) Ergebnis einer Podiumsdiskussion.

    Angesichts der Mehrzahl wenn nicht Vielzahl von Missbrauchsfällen versuche man gar nicht erst, Frieden herzustellen, sozusagen per Mehrheitsbeschluss der Anwesenden. Denn was ist mit denen unter den Betroffenen, die bisher geschwiegen haben und heute das Gefühl haben, an einem Diskurs (noch) nicht teilnehmen zu können? Diesem Opfer von gestern, das sich erst morgen melden wird, dürfen wir dann nicht sagen: ‚Gewiss, aber das Thema haben wir schon ausdiskutiert‘.

    Eine, derzeit aufgrund von Unfähigkeit oder Verweigerung seitens der Burg ohnehin fiktive, Schlussstrichdebatte, bei der jeder Diskussionsteilnehmer dem anderen verzeiht und künftig gegen die Burg kein Vorwurf mehr erhoben werden soll, darf es nicht geben.

    Nebenbei bemerkt hüte man sich, auch als pfadfinderischer „Freund aller Menschen“, in Sachen Aufarbeitung vor dem dialogischen Prinzip. Dialog bedeutet stets, sich in der Mitte zu treffen, einen Kompromiss auszuhandeln. In Sachen sexualisierte Gewalt gibt es keinen Kompromiss.

    Balduinstein wie gesagt, die Aufarbeitung der Jahrzehnte des Missbrauchs steht aus. Von Nachteil auch für die gesamte Jugendbewegung und deutsche Pfadfinderbewegung wäre (fortgesetzte) Konfliktscheu seitens der Bünde und eine gewiefte Bühnenshow seitens der Institution.

    19.05.2020

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  2. Lahntalwanderer Says:

    Von Runkel zum König-Konrad-Denkmal-Blick (Lahn)

    Streckenlänge: 5 km
    Gehzeit o. Pause: 1 Std. 9 Min.

    https://www.ich-geh-wandern.de/von-runkel-zum-k%C3%B6nig-konrad-denkmal-blick-lahn

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    In den Steilhängen der Lahn zwischen Villmar und Runkel

    Streckenlänge: 9 km
    Gehzeit o. Pause: 2 Std. 26 Min.

    Vom Bahnhof geht es über kleine Pfade in das Naturschutzgebiet bei den Karlsteinen mit schönem Blick auf die gegenüberliegende Bodensteiner Lay mit dem König-Konrad-Denkmal. Bodenstein und Karlsteine bilden bedeutende natürliche Kalkfelsen an der Lahn. An dieser Stelle durchbricht die Lahn den Villmarer Massenkalkzug, wodurch sich das Tal auf weniger als 200 m verengt. Bis ins 19. Jahrhundert zogen sich die Kalkklippen des Bodensteins bis weit in die Lahn, wurden aber im Zuge der Schiffbarmachung gesprengt. Übrig blieben die schönen Felsüberhänge und Balkone hoch über dem Flusstal. (…)

    König-Konrad-Denkmal. Konrad I. war 911-18 König des Ostfrankenreichs und beendete die Vorherrschaft der Karolinger. Mit dem Weilburger Testament reichte er die Reichsinsignien weiter an Heinrich I. von Sachsen und gilt damit als einer der Wegbereiter des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation. Konrad residierte u. a. in Weilburg

    https://www.ich-geh-wandern.de/in-den-steilh%C3%A4ngen-der-lahn-zwischen-villmar-und-runkel

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    Die König-Konrad-Halle steht auf dem (…) Gelände der Firma (…), die bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der größten Marmor verarbeitenden Betriebe an der Lahn war.

    https://www.lahn-marmor-museum.de/marmorweg-lahn-marmor/stationen-marmorweg.html

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    Das Sandsteindenkmal wurde 1894 auf einem Sockel aus verschiedenen Lahnmarmor-Varietäten („Bongard P.“, „Schupbach-schwarz“, „Famosa violett“) errichtet. Die Schrifttafel besteht aus Carrara-Marmor.

    https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-291608

  3. 1+1=2 Says:

    Gaslighting

    absprechen der Berechtigung oder uminterpretieren der Gefühle des Opfers,

    dem Opfer unzutreffende Realitätswahrnehmung oder falsche Realitätsbeurteilung vorwerfen,

    dem Opfer die Worte im Mund herumdrehen oder ihm Worte in den Mund legen,

    dem Opfer unangemessenes Verhalten, Körpersprache oder Bekleidung vorwerfen,

    dem Opfer einreden, dass dieses etwas nicht könne, nicht gut genug sei, unqualifiziert sei,

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gaslighting

    ::

    « Tu prends les choses trop à coeur. »

    https://fr.wikipedia.org/wiki/Gaslighting

  4. Lahntalwanderer Says:

    König-Konrad-Denkmal

    Das König-Konrad-Denkmal ist dem deutschen König Konrad I. (911–918) gewidmet, der die Krone Heinrich von Sachsen übertrug. Das 1894 errichtete Denkmal steht auf dem Felsen Bodenstein über der Lahn bei Villmar.

    Konrad wird als erster deutscher König angesehen. Bei seinem Tod in Weilburg am 23. Dezember 918 veranlasste er mit dem Weilburger Testament seinen Bruder Eberhard zum Thronverzicht und die Übergabe der Königsinsignien an den Sachsenherzog Heinrich.

    Die aus belgischem Sandstein gefertigte, 2,32 Meter hohe Statue steht auf einem Sockel aus Lahnmarmor. Ursprünglich war das Denkmal von einem schmiedeeisernen Gitter umgeben. Die Statue zeigt den König im Gestus der Kronübergabe. Die Inschrift auf dem Sockel lautet: Konrad I., 911-918, Deutscher König und Graf des Lahngaues übertrug in treuer Sorge für des Reiches Sicherheit und Macht sterbend Heinrich von Sachsen Krone und Herrschaft. Das Denkmal ist ein Wahrzeichen des Kreises und ein Beleg der kaiserzeitlichen Geschichtspflege im 19. Jahrhundert.

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    https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nig-Konrad-Denkmal

  5. Lahntalwanderer Says:

    Balduinstein 1917

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    Balduinstein 2011

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  6. ואנדרפוגל · Вандерфогель Says:

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    „Sie nannten es Geheimbund“, Sven Reiss (rosé), 12.06.2013 (taz)

    https://taz.de/Sie-nannten-es-Geheimbund/!479903/

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    Sexueller Missbrauch auch an der Lahn: Pfadfinderführer muss ins Gefängnis. Saarbrücken / Balduinstein 15.06.2013 (Rhein-Zeitung)

    s://www.rhein-zeitung.de/region/rheinland-pfalz_artikel,-sexueller-missbrauch-auch-an-der-lahn-pfadfinderfuehrer-muss-ins-gefaengnis-_arid,610350.html

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    „Abgründe hinter Burgmauern“, Burkhard Westerweg, 06.06.2014 (FNP)

    (In 27 Fällen soll sich ein heute 54 Jahre alter Mann an Jugendlichen sexuell vergangen haben. Im Zentrum der Anschuldigungen stehen Treffen in der Jugendbegegnungsstätte Burg Balduinstein.)

    (…) Der Junge, im Verlauf der Verhandlung fällt der Begriff „Lieblingspimpf“, habe sich zunächst gewehrt, doch „der Angeklagte ließ nicht locker“, weist die Anklage massive Anschuldigungen auf. (…) 2005 wurde er Mitbegründer der autonomen Wandervögel in Balduinstein, dort, wo er schon Anfang der 90er-Jahre Mitglied im Trägerverein der Burg geworden war. (…)

    https://www.fnp.de/lokales/limburg-weilburg/diez-ort901855/missbrauchsprozess-abgruende-hinter-burgmauern-10923777.html

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    „Sexuelle Gewalt mit System?“, Florian Renneberg, 26.03.2015 (Marktspiegel)

    „Jugendburg Balduinstein: Haft nach Missbrauch“, 08.03.2019 (Rhein-Zeitung)

    „Missbrauchsprozess: 74-jähriger muss ins Gefängnis“, 11.03.2019 (Rhein-Zeitung)

    https://www.burgludwigstein.de/erleben/praevention/ak-schatten-der-jugendbewegung/veroeffentlichungen

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    Burg Balduinstein
    Nutzung als Jugendburg

    Seit 1974 werden die auf dem Gelände der Burg gelegene Villa aus dem 19. Jahrhundert und ihre Nebengebäude als Jugendburg Balduinstein genutzt. Die Jugendburg ist ein Selbstversorgerhaus für Pfadfinder und bündische Gruppen.

    2013 wurde bekannt, dass auf dem Gelände Minderjährige sexuell missbraucht worden waren.[1] Zunächst wurde ein 37-Jähriger zu zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt, weil er mehrere Jungen auf der Burg missbraucht hatte.[2] Ein Jahr später wurde ein 54-jähriger Mittäter des 37-Jährigen verurteilt. In beiden Prozessen wurde ein Missbrauchssystem enthüllt, dessen Täter aus dem engeren Umfeld der damaligen Besetzung des Trägervereins der Burg stammten.

    [1] „Jungen auf Burg Balduinstein missbraucht“. Rhein-Zeitung vom 6. Juni 2014

    [2] „Sie nannten es Geheimbund“. taz vom 12. Juni 2013

    https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Balduinstein

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    christian füller @ciffi · 8. März 2019

    Und nun hats den Chef der #Balduinstein-Truppe also doch noch erwischt. Mit 74 muss er büßen – für zwei Mal #Missbrauch. Und der mutige Richter spricht es aus: es war eine Serie von Taten, wir können nur diese ahnden s://rhein-zeitung.de/region/lokales/diez_artikel,-jugendburg-balduinstein-haft-nach-missbrauch-_arid,1945152.html

    s://twitter.com/ciffi/status/1103989987291422720

    @ciffi Auf der Burg herrschten ekelhafte Zustände. Alle #Missbrauch’er hatten ihren Lieblingspimpf (Wandervogel-Jungen), der immer mit aufs Privat-Zimmer musste. Auch die extra eingerichtet. In der Burg Bühers Missbrauchmanual „Wandervogel als erotisches Phänomen“, Knabenfotos /3

    s://twitter.com/ciffi/status/1103985041061875717

    Interessant und (für Außenstehende) irritierend: wie lange die Jungen brauchten, um sich zu befreien. Das Gemisch aus Schuld, Scham, Schweigegelübde & Auserwähltsein (!) klebt verdammt gut. Manche von denen haben aber auch 10 Jahre durchgehalten, um die Täter dranzukriegen. /4

    s://twitter.com/ciffi/status/1103985968871284737

    Ganz wichtiges Urteil zu so genannten Jugendburg #Balduinstein, die in Wahrheit Pädoburg war. Inzwischen mehrere Urteile und nun wurde auch der Chef und #Missbrauch‘er dito zu 2 Jahren ohne Bewährung verurteilt #jugendbewegung

    s://twitter.com/ciffi/status/1103982188817772549

    Für Burg #Balduinstein war einer eigener Wandervogel-Zweig mit Jungen ab 12/13 Jahren gekeilt und systematisch gegroomt worden. Der Lieferant von Frischfleisch wurde schon 2013 wg #Missbrauch verurteilt (2013!) p://taz.de/!5065581/ http://taz.de/!479903/ /2

    s://twitter.com/ciffi/status/1103984131304800257

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    Von Christian Füller, über die Päderasten in der Jugendbewegung

    Wandern und vögeln

    taz vom 11.06.2013.

    (…) Der Wandervogel (…) Zu den führenden Köpfen der Gründerzeit gehört Wilhelm „Onkel Willie“ Jansen, der als überzeugter Pädosexueller denkt und handelt. Jansen war Mitbegründer der Zeitschrift Der Eigene, der weltweit ersten homosexuellen Publikation, die damals offen Pädophilie propagierte. Zu den pubertierenden Wanderburschen lotst ihn Hans Blüher.

    Der Wandervogel der ersten Stunde beschreibt 1912, vom eigenen pädosexuellen Coming-out beflügelt, „Die deutsche Wandervogelbewegung als erotisches Phänomen“. Blüher arbeitet diesen Ansatz später zu einer zweibändigen sexuell-politischen Theorie männlicher Überlegenheit aus.

    Motto: Sex mit einer Frau ist ein privater, also niederer Geschlechtsakt zur Fortpflanzung; Sex mit einem Knaben ist etwas Höherstehendes und eine patriotische Tat – die Grundlage zur Staatsbildung („Die Rolle der Erotik in der männlichen Gesellschaft“). (…)

    Im Saarbrücker Prozess wird deutlich, wie sehr sich die heutigen Wandervögel auf die Blüher’sche Pädotheorie stützen. „Es tut mir leid“, entschuldigt sich der Angeklagte bei einem seiner Opfer für die pädosexuellen Übergriffe, „wir wussten damals nicht, dass das verboten ist“. (…)

    Daher befasst sich ein eigener Arbeitskreis „Schatten der Jugendbewegung“ mit dem Thema sexuelle Gewalt. „Dieser Straftatbestand zieht sich leider wie ein roter Faden durch die über 100-jährige Geschichte der Jugendbewegung, aber damit wollen wir uns nicht abfinden“, sagt Jugendbildungsreferentin Annemarie Selzer, die dem Arbeitskreis angehört.

    „Es gibt keine einvernehmliche sexuelle Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen. Auch nicht unter dem Begriff des ’pädagogischen Eros‘, der über Jahrzehnte das Leitmotiv vieler jugendbewegter Gruppen war und nicht selten als Legitimation für sexuelle Übergriffe diente.“

    Beim Prozess in Saarbrücken geht es nicht nur um die individuelle Schuld des Angeklagten. „Es darf nicht sein, dass das anderen Jugendlichen immer wieder passiert“, sagte der Nebenkläger im Prozess aufgewühlt. „Die ganze Szene lügt sich was zusammen. Ihr müsst kapieren, dass es nicht in Ordnung ist, wenn ein alter Wandervogelführer einen 13-, 14-Jährigen auf dem Schoß hat und ihm in den Schritt fasst.“ (…)

    https://taz.de/Paederasten-in-der-Jugendbewegung/!5065581/

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  7. Kanufreund Says:

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    Paddeln und kurbeln auf der Lahn – Kanufahren im Lahntal | HessenTourismus #HessenÜberrascht

    Eine Kanufahrt auf der Lahn ist immer ein besonderes Erlebnis. Und solltest du bei deiner Kanutour jemals vor verschlossenen Schleusen stehen, gibt es eine einfache Lösung: Einfach aufkurbeln!

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    „Paddle your own canoe“ (B.-P.)

    „Paddle your own canoe — looking ahead. If you let yourself be rowed by others, with backs to the danger, you may get wrecked.“

    Baden-Powell, Rovering to Success, Chapter I, Paddle your own canoe

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    Paddeltour auf der Lahn | DW – Deutsche Welle

    Schleusen, Burgen und Natur – Nicole Frölich unterwegs im romantischen Lahntal.

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  8. « diriger son propre canoë » Says:

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    PADDLE YOUR OWN CANOE

    There is a tendency for you as a young man starting out into life to feel that you are but one of a crowd, and so can drift along with the rest and you will be all right, (…)

    Well, that is a rotten bad tendency. Remember, you are you. You have your own life to live, and if you want to be successful, if you want to be happy, it is you who have to gain it for yourself. Nobody else can do it for you. (…)

    Paddle your own canoe — looking ahead. If you let yourself be rowed by others, with backs to the danger, you may get wrecked.

    (…) In my picture of you, you are paddling your canoe, not rowing a boat.

    The difference is that in the one you are looking ahead and sending yourself along all the time, while in the other you are not looking the way you are going but trusting to the steering of others, and consequently you may bump into snags before you know where you are. (…)

    Paddle your own canoe; don’t rely upon other people to row your boat. You are starting out on an adventurous voyage from the stream of childhood, along the river of adolescence, out across the ocean of manhood to the port you want to reach. You will meet with difficulties and dangers, shoals and storms on the way. But without adventure life would be deadly dull. With careful piloting, above-board sailing, and cheery persistence, there is no reason why your voyage should not be a complete success, no matter how small the stream in which you make your start.

    Rovering To Success A GUIDE FOR YOUNG MANHOOD By LORD BADEN-POWELL OF GILWELL

    Klicke, um auf rts.pdf zuzugreifen

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  9. Cees van der Duin Says:

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    Gaslighting

    Die Täter werden auch als Gaslighter bezeichnet.

    Dabei ist eine Grundvoraussetzung, dass sich Täter und Opfer in einem Vertrauensverhältnis befinden, also dass das Opfer dem Täter und seinen manipulierenden Aussagen vertraut.

    Besonders perfide ist es, wenn Täter auch Menschen aus dem sozialen Umfeld des Opfers manipulieren und dazu missbrauchen, dass sie den Standpunkt oder die Aussagen des Täters bestätigen oder ebenfalls die Wahrnehmungen des Opfers anzweifeln und so unbewusst in der „Inszenierung“ des Täters mitwirken.

    Auch im Bereich des sexuellen Kindesmissbrauchs (aber auch bei anderen Missbrauchsformen, wie emotionalem Missbrauch) wird Gaslighting häufig von Tätern eingesetzt, sowohl um die Opfer während der Tat zu manipulieren als auch danach um ihre Erinnerungen an die Tat gezielt zu manipulieren und/oder um ein Abhängigkeitsverhältnis herzustellen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gaslighting

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    In a 1980 book on child sexual abuse, Florence Rush summarized George Cukor’s Gaslight (1944) based on the play and wrote, „even today the word [gaslighting] is used to describe an attempt to destroy another’s perception of reality.“

    (Florence Rush (February 1992). The Best-kept Secret: Sexual Abuse of Children. Human Services Institute. p. 81.)

    https://en.wikipedia.org/wiki/Gaslighting

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  10. psári Says:

    Hajo Ortil. 1916 stieß er zum Alt-Wandervogel und war später Mitglied in der Deutschen Freischar. Nach dem Krieg wurde er Lehrer an der Oberschule an der Dechanatstraße in Bremen und 1958 am Gymnasium an der Parsevalstraße.

    Heybey, Seeadler

    Zur Zeit liest man im Artikel: „1975 Seine letzte Reise machte Ortil mit den „Seeadlern“, einer ähnlichen Gruppe wie Ortils Piraten. Sie wurde geleitet von Dietmar Heybey, einem Lehrer aus Buxtehude. 1964 hatten Ortils Piraten und Heybeys Seeadler schon einmal eine Reise zusammen gemacht, damals nach Pantelleria.“ – ist genannter Dietmar Heybey ja vielleich identisch mit diesem im WVDB aktiven Menschen: „Dietmar Heybey kritisierte die Überzahl der Jüngeren und bemängelte, dass die Bünde nur sich selbst hätten darstellen wollen“ (50 Jahre danach – 50 Jahre davor: Der Meißnertag von 1963 und seine Folgen, S. 73) s://books.google.de/books?id=zYsOBQAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false vgl. hier: „Zu ihm reiste Dietmar Heybey, einer der Gehrdener Wandervogelführer“ (ZEITUNG 2/2017, S. 35) s://www.freischar.de/wp-content/uploads/2018/01/zeitung_2_2017_web.pdf

    s://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Hajo_Ortil

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    „Es gibt eine Menge Gerüchte über ihn, die leider alle stimmen. Hajo war ein Pädophiler, der seine Boys über Jahrzehnte verführte, fotografierte, Pornofilme erstellen ließ und „seine“ Jungs auch an andere Päderasten weitervermittelte. Kurioserweise brachten die Päderasten aus dem Netzwerk Ortil (Hans-Joachim Oertel) ebenfalls „ihre“ Jungs mit und so wurden rauschende Feste in den Ferien zu Ostern und/oder Silvester in der Hartwigstr. oder z. B. in Bristol gefeiert – tatsächlich entstanden große Liebesbeziehungen zwischen den Jungs und selbst ich kann sagen, meine größte Jugendliebe war zu einem Schweizer gleichaltrigen Jungen. Später war die Hälfte meiner Klasse bei Hajo und wir vögelten in der Vor-AIDS-Zeit um die Wette. Schließlich kam es wie es kommen musste: 1979 kam es zu einer eine großen Hausdurchsuchung bei Hajo und eine staatsanwaltliche Anklage folgte. Was daraus wurde weiß ich nicht mehr. Ein ehemaliger Hajo-Boy, der ironischerweise später Polizist wurde, hatte ihn angezeigt wegen Kindesmissbrauch.“ 14. April 2012

    s://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Hajo_Ortil

  11. three lions Says:

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    Be Prepared (1928)

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    1933 Scout Jamboree

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    Baden Powell Leaves For Jamboree (1934)

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    Baden Powell In Australia

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    Funeral of Lord Baden-Powell – 1941

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    Baden-Powell Message

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  12. Edward von Roy Says:

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    JACQUI SARADJIAN & HELGA HANKS, WOMEN WHO SEXUALLY ABUSE CHILDREN: FROM RESEARCH TO CLINICAL PRACTICE 2 (1996) (arguing that the construction of women as asexual caregivers may lead to more psychological trauma for victims)

    Saradjian, J., Women who Sexually Abuse Children. Chichester: Wiley, 1996.

    https://link.springer.com/article/10.1023/A:1008713919597

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    Jacqui Saradjian

    Saradjian, J. (2010). Understanding the prevalence of female-perpetrated sexual abuse and the impact of that abuse on victims. In T. A. Gannon & F. Cortoni (Eds.), Female sexual offenders: Theory, assessment and treatment (p. 9–30). John Wiley & Sons Ltd.

    https://doi.org/10.1002/9780470666715.ch2

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    Sexueller Missbrauch durch Täterinnen

    (…) Ein Punkt, an welchem nach Amendt problematische Einstellungen und Verhaltensweisen bei Müttern besonders deutlich werden, ist die Genitalwaschung. Viele Mütter übersehen die Schamgrenzen ihrer Söhne. Teilweise wird die Waschung des Penis des Sohnes bis zum Alter von 12 Jahren beschrieben. Genitalwaschungen von Vätern bei Töchtern wird von den Müttern in jedem Falle skeptischer begegnet. (…)

    Klicke, um auf Sexueller%20Missbrauch%20durch%20Taeterinnen.pdf zuzugreifen

    Psychotherapeutische Praxis Rossilhol

    http://www.berlin-traumatherapie.de/

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    (Eine Großmutter missbraucht ihren Enkel während Jahren sexuell. Jedes Mal, wenn der Bub bei ihr im ländlichen Thurgau zu Besuch kommt, zieht sie ihn zuerst langsam aus und küsst danach seinen ganzen Körper. Regelmäßig seift sie ihn unter der …)

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    NZZ 21.08.2011

    Der zärtliche Missbrauch

    (…) Fachleute sind mittlerweile überzeugt, dass 15–25 Prozent der sexuellen Übergriffe auf Kinder von Frauen ausgehen, Tendenz steigend.

    Der Psychotherapeut und Sozialpädagoge Peter Lacher, der seit Jahren gewaltbetroffene Knaben und Männer betreut, stellt fest, dass für diese das Reden über das Erlebte noch schwieriger ist als für weibliche Opfer. «Die Demütigung wird von Buben als besonders stark erlebt, da sie ja eigentlich das starke und aktive Geschlecht sein sollten», so Lacher. (…)

    Treten die Betroffenen – oft erst viele Jahren nachher – mit den Vorfällen schließlich doch noch nach außen, werden die sexuellen Übergriffe mit Sprüchen wie «Auf alten Pfannen lernt man kochen» oder Ähnlichem bagatellisiert. Als ob alles Sexuelle einem Knaben automatisch Spaß machen müsste.

    Lacher erinnert sich: «Als der Fall mit dem Knaben und seiner Grossmutter schließlich vor Gericht kam, sagte ein Journalist: „Jetzt weiß er wenigstens, wie’s geht.“ Und im Fall der Haushälterin war die Familie des missbrauchten Buben schließlich so zermürbt und enttäuscht von der Schweizer Justiz, dass sie in die USA auswanderte. Die Einseitigkeit liegt aber auch daran, dass die Beratungsstellen für Opfer von sexueller Gewalt oft von feministisch orientierten Frauen besetzt sind, die Männer reflexartig auf der Täterseite lokalisieren und weibliche Übergriffe tabuisieren.

    (…)

    Kommt erschwerend hinzu, dass die sexuelle Ausbeutung von Frauenseite oft subtil ausgeübt wird, indem sie unter dem Deckmäntelchen von Körperpflege und mütterlicher Fürsorge passiert. Lacher weist in diesem Zusammenhang auf eine – aus Sicht der Wissenschaft – ziemlich bizarre Angewohnheit hin, der gemäß internationalen Studien etwa die Hälfte der Mütter anhängen.

    Sie streifen «vorbeugend gegen eine sogenannte Vorhautverengung» regelmäßig die Vorhaut ihrer Söhne zurück und untersuchen den Penis. Viele Mütter haben, darauf weist unter anderen die britische Expertin Hilary Eldridge hin, bewusst oder unbewusst das Gefühl, ihre Kinder gehörten ihnen und insofern gebe es für sie so etwas wie sexuelle Übergriffe eigentlich gar nicht.

    In der Mehrheit der Fälle geht es dann auch nicht um offensichtliche, gewalttätige Ausbeutung, sondern vielmehr um einen Mix aus Verführung, Manipulation und Druckversuchen. So kommt es vor, dass Frauen, wenn ein Bub sexuelle Handlungen ablehnt, an seine Männlichkeit appellieren. Sie sagen dann zum Beispiel: «Bist du denn kein Mann? Oder bist du vielleicht schwul?»

    Ganz besonders komplex ist die emotionale Belastung nach Erfahrung der Fachleute, wenn ein Sohn von der Mutter als Partnerersatz missbraucht wird. Gemäß Psychotherapeut Peter Lacher ist diese Situation, insbesondere in der Konstellation «alleinerziehende Mutter mit Einzelkind» recht häufig, wobei auch hier der Übergang von der emotionalen Ausnützung zum sexuellen Übergriff fließend ist. «Es gibt Mütter, die sich – zum Beispiel nach einer Scheidung – an ihre Söhne klammern, sie wie ihr Eigentum behandeln und sie entsprechend aufziehen», heißt es im Buch «Die gestohlene Kindheit» der Autoren Bauerfeind und Schäfer. «Es sind Mütter, die ihre Söhne als Ersatz für den Ehe- oder Lebenspartner aufbauen.»

    Im Sachbuch «Von der Mutter missbraucht» von Alexander Markus Homes schildert eine solche von den Männern enttäuschte Frau, wie sie jeweils, wenn ihr Gatte auf Geschäftsreise war, mit ihrem Sohn ausging und ihr Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Intimität auf seine Kosten befriedigte (…)

    Homes kommt im Laufe seiner umfassenden Studie zum Schluss, dass der weibliche Anteil bei sexuellem Missbrauch systematisch verharmlost, relativiert oder geleugnet werde. (…)

    https://www.nzz.ch/der_zaertliche_missbrauch-1.11990171

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  13. Эдвард фон Рой Says:

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    Zartbitter @Zartbitter_eV · 31.07.2020

    Sehr irritierend: Der Beitrag ist inhaltlich sauber recherchiert.

    Allerdings mekrwürdig: Als Experte bzgl Kooperation #EKD mit #Kentler kommt Pof. Uwe Sielert zu Wort, der Anfang der 90er Jahre trotz der ihm nachweislich bekannten Fakten zu Kentler & der Unterbringung von Kindern & Jugendlichen bei pädokriminellen Pflegevätern nicht bereit war, sich von #Kenlter zu distanzieren.

    Stattdessen gab #Sielert gemeinsam mit Herrath Fachbuch heraus, indem Pädosexuellenlobbyist Bornemann, Vetrinärmediziner & Briefkastenonkel der „Neuen Revue“ sowie Kuratoriumsmitglied d umstrittenen AHS unwidersprochen unter dem Titel „Wenn der Versuch der Verhinderung Schaden erzeugt“ behaupten durfte, dass Kinder in der Mehrzahl der „Beziehungen“ mit Erwachsenen die Initiatoren seien. (Herrath/Sielert 1990).

    Nun sieht Prof. Sielert bei #EKD Aufklärungsbedarf.

    M. E. besteht ebenso Aufarbeitungsbedarf bzgl einer „Mittäterschaft“ d Inhaber d Lehrstühle sexual- & erziehungswissenschaftlicher Fakultäten, die in 90ern sich nicht vom Pädokriminellen-Lobbyist Kentler distanzierten.

    ( – es twittert Ursula Enders )

    ttps://twitter.com/Zartbitter_eV/status/1289306351395467265

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  14. Grüner Bund Says:

    ( Landgericht Regensburg )

    ( 7. Strafkammer des Landgerichts Regensburg unter dem Vorsitz von Richter Fritz Kammerer )

    ( Angeklagt war heute 66 Jahre alter Rentner aus dem Landkreis Straubing-Bogen )

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    Onetz ( Oberpfalz ) 22.07.2020

    Missbrauch bei Pfadfindern: Anklage wackelt

    Ein ehemaliger „Pfadführer“, heute 65, muss sich am Landgericht Regensburg des Vorwurfs auf sexuellen Missbrauchs verantworten.

    Die Vorwürfe gegen einen 65-jährigen „Pfadführer“ aus dem Landkreis Cham gehen zurück auf die Jahre 2013 und 2014. Vor sieben Jahren soll er – damals Ende 50 – einen 13-Jährigen mehrmals sexuell missbraucht haben. Als ihn der 19-Jährige letztes Jahr anzeigte, kam der Rentner in Untersuchungshaft. Derzeit muss er sich vor der 7. Strafkammer des Landgerichts Regensburg unter Vorsitz von Richter Fritz Kammerer verantworten. Ebenfalls angeklagt ist der Besitz von kinderpornografischen Schriften.

    Den Besitz der bei ihm sichergestellten rund 3600 Dateien mit etwa 12 000 Bildern räumte der Angeklagte von Anfang an ein. Er will nicht gewusst haben, dass schon der Besitz strafbar ist. Die sexuellen Übergriffe bestreitet er. Der 19-jährige Anzeigeerstatter sorgte als Zeuge vor Gericht mit einer vagen Aussage mit Ungereimtheiten für Stirnrunzeln bei den Richtern (wir berichteten).

    https://www.onetz.de/deutschland-welt/regensburg/missbrauch-pfadfindern-anklage-wackelt-id3063536.html

    Onetz ( Oberpfalz ) 28.07.2020

    Bewährungsstrafe für 65-jährigen „Pfadfinder“

    (…) Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, 2013 und 2014 einen damals 13-jährigen Pfadfinder zehn Mal sexuell missbraucht zu haben. Die Pfadfindergruppe durfte in den Jahren einen Raum auf dem Dachboden des Anwesens des heute 65-Jährigen für Treffen nutzen. Bei zehn Gelegenheiten soll der Angeklagte den Jungen veranlasst haben, zu bleiben. Der heute 19-Jährige sagte im vergangenen Jahr der Polizei, dass er aufgefordert wurde, sich nackt auszuziehen. Auch der Angeklagte habe sich entkleidet. Dann sei es zu Zärtlichkeiten und sexuellen Handlungen gekommen.

    Nachdem der junge Mann Anzeige erstattet hatte, war es zu einer Hausdurchsuchung beim Angeklagten gekommen. Auf seinem Tablet wurden 3600 Dateien – die zwar gelöscht waren, aber wiederhergestellt werden konnten – mit kinderpornografischen Bildern und Videos sichergestellt, die den Angeklagten einmal mit einem Mann und ein anderes Mal mit einer deutlich jüngeren Frau beim Austausch von Intimitäten zeigten. Diesen Besitz räumte der Angeklagte von Anfang an ein, will aber nicht gewusst haben, dass der Besitz strafbar ist. (…)

    https://www.onetz.de/deutschland-welt/regensburg/bewaehrungsstrafe-fuer-65-jaehrigen-pfadfinder-id3067162.html

    ( Onetz.de, zuvor Oberpfalznetz )

    Der neue Tag ist eine regionale Tageszeitung der Oberpfalz Medien mit Sitz in Weiden in der Oberpfalz.

    Zum Medienhaus gehören das Internet-Portal Onetz sowie die Oberpfälzer Wochenzeitung (OWZ). Außerdem ist Der neue Tag am regionalen Radiosender Radio Ramasuri und am regionalen Fernsehsender Oberpfalz TV (OTV) beteiligt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Der_neue_Tag_(Weiden_in_der_Oberpfalz)

  15. Edward von Roy Says:

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    Eine wichtige Beschützerin aller Kinder auch bei den Pfadfindern oder Bündischen, die mutige Autorin des OvH – Ohne vorgehaltene Hand – am 04.09.2020:

    „Die vierte Unterlassungsaufforderung ist eingetrudelt. Wieder die gleichen. Der Schreckeffekt nutzt sich ein bissel ab. Bis das Buch zu Ende gelesen wurde, kommen bestimmt noch mehr dazu.“

    ____s://www.facebook.com/almutwiddershoven/posts/1426360620885871?__tn__=-R

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    _ttps://de-de.facebook.com/182191321854325/photos/liebe-gr%C3%BC%C3%9Fe-an-die-rabenklaue-berlin-/861127123960738/

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    Alles Rabenklaue oder was?

    120 Jahre alt ist unsere jugendbewegt-bündische Sache, es wurde eine Menge Wichtiges, Anständiges und Kluges wie leider auch Unmoralisches und Widerwärtiges gespürt, ersonnen, geschrieben und geredet, sexistische Bemerkungen fehlten nicht, hier vor allem misogyne, frauenfeindliche Bemerkungen. Den absoluten Tiefpunkt jugendbewegt-bündischer Umgangsform setzt jetzt mit „die Porno-Lilly“ ein gewisser Dietmar K. von der Rabenklaue Berlin.

    Dietmar K.: Hat die Porno Lilli ( so wird sie bei uns genannt ) Pause ? Immerhin kann sie ja schon lesen ?

    ____s://www.facebook.com/almutwiddershoven/posts/1375956909259576?__tn__=-R

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  16. Edward von Roy Says:

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    28.11.2020

    28. November um 22:57 · Almut Widdershoven

    Das Hauptverfahren wurde am zweiten Verhandlungstag abgebrochen und zwecks Nachermittlung an Staatsanwaltschaft und Polizei zurückgegeben. Die Richterin sagte (Schnellprotokoll): „Das habe ich in meiner gesamten Zeit so noch nicht erlebt, dass so dermaßen schlecht ermittelt worden ist. In diesem Umfang … dass hier noch noch nicht mal ansatzweise ausermittelt worden ist. … Wir können das hier im laufenden Verfahren nicht im diesem Umfang nachermitteln … Dass auch polizeiliche Befragungen nicht erfolgt sind. …“

    Die Verantwortung für diese suboptimalen Ermittlungen trug, wenn ich es recht verstanden habe, der für die Ermittlungen zuständige Staatsanwalt, der wohl möglicherweise entsprechende Weisungen an die ausführenden Ermittlungsbehörden (Polizeidienststellen) unterließ.

    Zuvor hatten Zeugenbefragung wiederholt ergeben, dass es Hinweise auf weitere Zeugen gibt, die bislang noch nicht verhört worden waren, aber auch Hinweise auf weitere Beweise, denen bislang noch nicht nachgegangen worden war, obgleich ihre Existenz schon länger bekannt war. Letzteres gab m.E. den Ausschlag.

    Ich muss allerdings einwerfen, dass ich davon ausgehe, dass man hier weniger fündig werden wird, als es vor Gericht durch einen Zeugen dargestellt wurde. Dieser führte aus, er sei nach seiner Verhörung in Diez unsicher geworden und habe dann anhand von angeblich im Internet noch auffindbaren Belegen Ereignisse und anwesende Personen nachvollzogen.

    Das hatte ich seinerzeit (2019) auch versucht, aber die behaupteten Dokumente waren seinerzeit schon nicht mehr vorhanden gewesen. Es mag sein, dass ich an den falschen Stellen gesucht habe. Aber ich kann durchaus mit Wayback-Maschinen umgehen. Ich halte es deshalb für möglich, dass dieser Zeuge erneut „Dinge durcheinandergebracht hat“ und seine Behauptung, er habe diese Dinge 2019 noch gefunden, nicht zutraf.

    Pikant bei der Sache ist, dass nach meiner Kenntnis Hinweise darauf vorliegen, dass er selbst technisch fähig und angeblich „autorisiert“ gewesen wäre, Einfluss auf die Löschung zu nehmen. Kurzum haben mir andere Mitglieder der Gruppe berichtet, er selbst sei angeblich der Webmaster gewesen und hätte angeblich die Dokumente im zeitlichen Zusammenhang mit der Aufnahme von ersten Ermittlungen gelöscht. Das sind aber nur Behauptungen, deren Beweis aussteht.

    Schwieriger dürfte sein, dass auch diese „Dokumente“, sofern sie doch noch aufzufinden wären, nur die Anwesenheit von Personen und Zeitpunkte von Ereignissen darlegen, dass aber die Nichterwähnung von Personen nicht automatisch ihre Abwesenheit beweist. Allenfalls könnten weitere Zeitzeugen in Erfahrung gebracht werden. Ob die aber „Neues“ beizutragen haben, bleibt abzuwarten.

    Es sind jetzt schon sieben Jahre seit Anzeige ins Land gegangen. Ich fühle mit dem Nebenkläger, der dann erneut wird aussagen müssen, erneut alles innerlich wird durchleben müssen. Die in meinen Augen schlicht schlampig erfolgten Ermittlungen sind ein Skandal.

    facebook.com/almutwiddershoven/posts/1500789643442968?__tn__=-R

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  17. Cees van der Duin Says:

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    Spitzensportler Otto Peltzer unterrichtete von 1926 bis 1933 in Wickersdorf und musste die Schule wegen sexuellen Missbrauchs an zwei Schülern verlassen. 1935 stand er wegen Sittlichkeitsverbrechen in acht Fällen vor Gericht.

    https://taz.de/!ku4998/

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    Otto Peltzer was often persecuted for his homosexuality. In 1933 he joined the Nazi Party and the SS. However, in June 1935 he was sentenced to 18 months imprisonment for ‚homosexual offences with youths‘.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Otto_Peltzer

    Alexander Priebe: Vom Schulturnen zum Schulsport: Die Reform der körperlichen Ausbildung in den Deutschen Landerziehungsheimen und der Freien Schulgemeinde Wickersdorf von 1898 bis 1933. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2007, S. 167–172.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Peltzer

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    Insgesamt stellte Otto Peltzer vier Weltrekorde auf. Selbst „Rassenhygieniker“ und bis 1935 Angehöriger der nationalsozialistischen SS, wurde er in jenem Jahr wegen seiner Homosexualität und Kindesmissbrauchs von der NS-Justiz verhaftet und verurteilt, woraufhin er 1938 nach Schweden und Finnland emigrierte. 1940 wurde ihm seine deutsche Staatsbürgerschaft entzogen. Nach seiner Auslieferung nach Deutschland wurde er von 1941 bis Kriegsende als Zwangsarbeiter im KZ Mauthausen und Ebensee eingesetzt. (…)

    Abitur legte Peltzer als Jahrgangsbester an der Stettiner Bismarck-Oberrealschule ab. Während dieser Zeit und danach war er Mitglied der Jugendbewegung. (…)

    Peltzer, der ab Herbst 1926 eine Stelle als Lehrkraft an der Freien Schulgemeinde Wickersdorf annehmen sollte (…) Nach seiner Abberufung vom Lehramt wurde Peltzer von der Schulgemeinde Wickersdorf zur Schülerwerbung akquiriert. Am 1. Mai 1933 wurde er Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer 3.280.146), die ihm jedoch die Aushändigung der Parteikarte verweigerte, und der SS (Mitgliedsnummer 75.534), aus der er am 8. Februar 1935 ausgeschlossen wurde. (…) Insbesondere erhoffte sich Peltzer durch die Annäherung an den Nationalsozialismus persönlichen und beruflichen Erfolg, was neben dem Rettungsversuch für Wickersdorf grundlegendes Motiv seiner opportunistischen Bestrebungen war.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Peltzer

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    Nicht erst „ein Kreis um den renommierten Reformpädagogen und langjährigen Schulleiter Gerold Becker verübte unter dem Deckmantel der „Nähe zum Kinder“ diese Verbrechen“ Sexuelle Übergriffe von Lehrern an Schülerinnen und Schülern waren von Anfang an Teil der „Reformpädagogik“. Von 1918 bis 1935 war Otto Kiefer Lehrer an der Odenwaldschule, ein bekannter Publizist u.a. von pro-pädophilen Schriftwerken. An der OSO wurde 1933 der Lehrer Erich Schramm unter Hinweis auf mögliche Missbrauchsfälle entlassen. Hermann Lietz, Gründer des ersten Landerziehungsheims „Ilsenburg“, hatte „ein deutlich erotisches Verhältnis zu bestimmten Schülern“, und fühlte sich isb. „zu den Zehn- bis Zwölfjährigen hingezogen“ (Oelkers). Gustav Wyneken, Leiter der Freien Schulgemeinde Wickersdorf, hatte ebenfalls eine „Vorliebe für Knaben“ und wurde nicht nur einmal offen der sexuellen Übergriffigkeit gegenüber Schülern bezichtigt. 1921 wurde er sogar wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt. Ab 1914 war Ernst Schertel Lehrer in Wickersdorf. Er war u.a. „Pionier des Nackttheaters“ und musste die Schule 1916 verlassen, weil er den Schülern „die menschenbildende und kulturfördernde Kraft der mannmännlichen Liebe“ nahebringen wollte. An derselben Schule (Wickersdorf) lehrte Georg Hellmuth Neuendorff, der 1924 wegen schweren sexuellen Missbrauchs zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde. 1931 wurde Joachim Georg Boeckh aus Wickersdorf wegen „sexueller Verfehlungen“ entlassen. Über sexuellen Missbrauch im Landerziehungsheim Haubinda berichtet u.a. der Theaterwissenschaftler A.-G. Kuckhoff. Der Spitzensportler Otto Peltzer unterrichtete von 1926 bis 1933 in Wickersdorf und musste die Schule wegen sexuellen Missbrauchs an zwei Schülern verlassen. 1935 stand er wegen Sittlichkeitsverbrechen in acht Fällen vor Gericht.

    https://taz.de/!ku4998/

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  18. Grüner Bund Says:

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    Gabriel Matzneff

    Spätestens seit der Veröffentlichung seines 1974 erschienenen Werks Les moins de seize ans („Die Unter-16-Jährigen“) thematisierte Matzneff in seinen Werken seine sexuelle Vorliebe für junge Mädchen und Jungen bis ins Kindesalter und verteidigte sexuelle Affären mit Kindern auch bei Auftritten in der Öffentlichkeit, insbesondere im Fernsehen.

    Im Januar 1977 verfasste Matzneff einen offenen Brief, der in der Tageszeitung Le Monde veröffentlicht wurde und in dem er die Freilassung dreier inhaftierter Männer verlangte, denen sexuelle Handlungen mit 13- und 14-jährigen Jungen und Mädchen vorgeworfen wurde. Zu den Unterzeichnern des Schreibens zählten zahlreiche prominente Vertreter des Kulturbetriebs, darunter Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Gilles Deleuze, Guy Hocquenghem, Louis Aragon, Roland Barthes, Philippe Sollers und der spätere Kulturminister Jack Lang.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_Matzneff

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    16.01.2020 | FR | Literatur und Pädophilie

    (Jahrzehntelang schrieb der französische Schriftsteller Gabriel Matzneff pädophile Bücher. Und jahrzehntelang feierte ihn die Pariser Literaturszene dafür. Jetzt klagt ihn ein Opfer an.)

    Gabriel Matzneff: Der zerrissene Schleier

    Stefan Brändle

    (…) Vanessa Springora war 14, als sie Matzneff in die Fänge kam und seine „Geliebte“ wurde. Die Depressionen und Alpträume kamen erst später. Jetzt hat die Leiterin des Pariser Verlages Julliard selber zur Feder gegriffen und einen aufwühlenden Bericht über die psychischen Folgeschäden pädophilen Missbrauchs verfasst.

    (…) Ideologisch bestätigt sah sich diese selbstgefällige sexuelle Aristokratie 1968 durch das philosophische Gebot, es sei „verboten zu verbieten“.

    fr.de/kultur/gesellschaft/gabriel-matzneff-zerrissene-schleier-13444851.html

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    10.01.2021 | taz | Pädophilie in Frankreich

    (Vorzeigelinker Olivier Duhamel soll seinem Stiefsohn sexualisierte Gewalt angetan haben. Der Skandal regt französische Intellektuelle auf.)

    Beredtes Schweigen

    Rudolf Balmer

    (…) Um eine Art „Omertà“, das beschämte Verschweigen durch die Eingeweihten, in einer Pariser Patchworkfamilie geht es im Buch „La Familia grande“, das am Donnerstag im Verlag Seuil erschienen ist.

    Die 45-jährige Anwältin beschreibt darin, was alle im familiären Umkreis längst wussten: Ihr Stiefvater Olivier Duhamel habe vor mehr als dreißig Jahren ihren Zwillingsbruder, den sie im Buch „Victor“ nennt, zu oralem Sex gezwungen, als er 13 oder 14 Jahre alt war.

    Für die Justiz ist der mutmaßliche Straftatbestand höchstwahrscheinlich verjährt. Für das Opfer der sexuellen Aggression aber bleibt der Schaden ein Leben lang. „Verstehst du, welche Ängste uns seither quälen?“, fragt die Autorin im Buch ihren Stiefvater, der als Politologe, sozialistischer EU-Parlamentarier und regelmäßiger Fernsehkommentator eine „Figur“ der linken Intelligenzija in Paris war. (…)

    In diesem „Kaviarlinke“ genannten Prominentenmilieu wird die schmutzige Wäsche hinter verschlossenen Türen gewaschen. (…)

    https://taz.de/Paedophilie-in-Frankreich/!5742700/

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    12.01.2021 | Deutschlandfunk Kultur | Literatur über Missbrauch in Frankreich

    „Die Fassade der Bourgeoisie bröckelt“

    Ute Cohen im Gespräch mit Andrea Gerk

    (…) „Es ist bereits das dritte Buch, das zum Thema Missbrauch – beziehungsweise Gewalt gegenüber Kindern – in den letzten zwei Jahren in Frankreich erscheint“, sagt Ute Cohen.

    Die Autorin und Publizistin hat lange in Frankreich gelebt und den autobiografischen Roman „Satans Spielfeld“ über eigene Missbrauchserfahrungen geschrieben.

    Schon vor einem Jahr wurde über ein ähnliches Buch viel diskutiert: „Die Einwilligung“ von Vanessa Springora. Und in „Le Temps gagné“ schreibt Raphael Enthoven über Gewalt, die ihm durch seinen Stiefvater – einen Kinderpsychiater – angetan wurde.

    Immer gehe es in diesen Büchern um Persönlichkeiten aus der so genannten guten Gesellschaft, sagt Cohen. „Die Fassade der Bourgeoisie bröckelt ganz gewaltig.“

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/literatur-ueber-missbrauch-in-frankreich-die-fassade-der.1270.de.html?dram:article_id=490676

    .

  19. Grüner Bund Says:

    12.10.2021 — Willi Schmiedel am 12. Oktober 2021 — Rhein-Zeitung

    Burg Balduinstein: Geselliges Fest in alten Gemäuern

    Die rund 700 Jahre alte Burg Balduinstein, hoch über dem geschichtsträchtigen Lahndorf, stand jetzt ganz im Zeichen des traditionellen gemeinsamen Herbstfestes der Ortsgemeinde und des Freien Bildungswerkes Balduinstein.

    Begünstigt von der wärmenden Oktobersonne aus einem wolkenlosen blauen Himmel, konnten Ortsbürgermeisterin Marie-Theres Schmidt und Annegret Nortmeyer als „Burgherrin“ eine große Zahl von Festgästen aus nah und fern auf dem Freigelände der sanierten Burgruine begrüßen.

    … Unter der sachkundigen Führung von Annegret Nortmeyer, der Vorsitzenden des Freien Bildungswerks Balduinstein, ging es von der neuen Brücke …

    … Annegret Nortmeyer (links) und Marie-Theres Schmidt dankten Willi Bode …

    rhein-zeitung.de/region/aus-den-lokalredaktionen/rhein-lahn-zeitung-diez_artikel,-burg-balduinstein-geselliges-fest-in-alten-gemaeuern-_arid,2321114.html

    ·

    Michael Schnatz (SPD) [ Bürgermeister der Verbandsgemeinde Diez ]

    700 Jahre Balduinstein – Festkommers und Kirmes …

    michael-schnatz.de/700-jahre-balduinstein-festkommers-und-kirmes/

    ·

    Über zwei Jahre LEADER-Förderung in der Region Lahn-Taunus – eine Zwischenbilanz

    2016 wurde die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Lahn-Taunus, bestehend aus den Verbandsgemeinden Bad Ems, Diez, Hahnstätten, Katzenelnbogen, Nassau und Nastätten, gegründet. Michael Schnatz, Vorsitzender der LAG und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Diez, zieht eine Zwischenbilanz und be­richtet über Erfolge, Herausforderungen und Erwartungen.

    Michael Schnatz: „Abseits des herkömmlichen LEADER-Programms konnten und werden wir außerdem über sogenannte ‚Ehrenamtliche Bürgerprojekte‘ kleinere Vorhaben mit einer Fördersumme von bis zu 2.000 € unterstützen. Hier lassen sich beispielsweise die Er­stellung eines Volksliederbuches für Pfadfindergruppen oder die Verschönerung der Lahnanla­gen Balduinsteins als besonders kreative und schöne Beispiele nennen.“

    michael-schnatz.de/meldungen/ueber-zwei-jahre-leader-foerderung-in-der-region-lahn-taunus-eine-zwischenbilanz/

    ·

    [ Förderverein Heimatmuseum Esterau Willi Schmiedel – Museum in Holzappel ]

    Heimat- und Bergbaumuseum Esterau

    Im Erdgeschoss des 1705 errichteten Rathauses in Holzappel dokumentiert das kleine Heimat- und Bergbaumuseum Esterau seit 1988 die historische Entwicklung des Ortes. Die Museumsräume sind nach Themenschwerpunkten gegliedert:

    • Vom „Esten-Gericht“ zur Grafschaft Holzappel (Original-Kupferstichkarten; Münzen)
    • Die Stadt Holzappel (Ev. und Kath. Kirche; Alte Apotheke; Jüdische Mitbürger; Urkunden)
    • Wohnkultur und Alltagsleben im 19.Jahrhundert („Esterau-Stube“; Kinderspielzeug)
    • 200 Jahre Erzbergbau in der „Grube Holzappel“ (Werkzeuge, Untertage-Fotos, Bergmannstrachten, Mineralien-Sammlung)

    In das Besichtigungsprogramm einbezogen ist die „Melander-Gruft“ in der angrenzenden Johanneskirche mit den Sarkophagen des Grafen Peter Melander von Holzappel (Kaiserlicher Feldmarschall im 30 Jährigen Krieg) und seinen fürstlichen Nachfahren, darunter seine Tochter Elisabeth Charlotte, die Gründerin des Waldenserdorfes Charlottenberg bei Holzappel.

    ·

    17.11.2020 — Ben Kurier ( ben-kurier.de ) Dornholzhausen

    Hilft mir denn kein Balduinsteiner?

    BALDUINSTEIN · In seinem neu erschienenen Buch „Juden in Balduinstein“ verfolgt Willi Bode die jüdischen Spuren im Dorf, von dessen Gründung im Jahre 1319 bis zu ihrer Vertreibung durch die Nazis. Erläuterungen zum Judenhuyss als eine jüdische Wohn- und Gebetsstätte sowie zum Judentodtenhof im Ortsteil Hausen runden das 306 Seiten mit 228 Abbildungen und Fotos umfassende Buch ab.

    Es enthält mit Hinweisen auf jüdische Familien in Cramberg, Langenscheid, Isselbach, Diez und Montabaur auch zahlreiche über Balduinstein hinausgehende Bezüge.

    Der Autor Willi Bode, 1937 geboren und in Balduinstein aufgewachsen, erforschte das Schicksal der ehemaligen jüdischen Mitbürger, um sie mit ihrem Namen und ihrem Gesicht der Anonymität zu entreißen und ihnen das zurückzugeben, was ihnen die Nationalsozialisten genommen hatten: ihre Individualität und ihre Würde. Gleichzeitig brandmarkt er die NS-Politik, und er will ein Stück Balduinsteiner Geschichte dem Vergessen entziehen und im dörflichen Bewusstsein verankern.

    ben-kurier.de/tag/willi-bode/

  20. Lorenz Wachtendonk Says:

    .

    C & W: Braucht das Kind nicht Mutter und Vater?

    Winterhoff: Das kann man nicht generell sagen. Ein Kind kann auch Ersatzväter haben, das kann ein Lehrer sein, ein Pfadfinderleiter oder wer auch immer.

    muetterimfamiliengericht.wordpress.com/2015/08/07/michael-winterhoff-die-kinder-werden-emotional-missbraucht/

    .

    Erlernen sozialer Fähigkeiten – die Gruppe ist das Erlebnis

    Neben der Gefahr durch Politfunktionäre sehe ich im Moment noch zwei weitere Schwachstellen. Die eine ist unser Bildungssystem, in dem unsere Kinder systematisch verdummt werden. So sieht es zumindest der Kinderpsychiater Michael Winterhoff. Das System des selbstbestimmten Lernens, das

    vor zwanzig Jahren von Bildungspolitikern durchgesetzt wurde, krempelt die

    Kinder um – leider in die falsche Richtung. Wenn Lehrer keine Lehrer mehr

    sind, sondern nur noch Lernbegleiter, wenn selbstbestimmtes Lernen be-

    denkenlos propagiert wird, leidet irgendwann das gesamte System. Kinder

    können nicht entscheiden, was sie lernen müssen (und wenn sie es doch ent-

    scheiden müssen, wird es in Inkompetenz enden). Nur an den Bezugspersonen

    kann sich ein Kind orientieren. Soziale Fähigkeiten und Arbeitshaltung können

    sich nur durch ständiges Einüben und ein sorgsames Begleiten entwickeln. Ja,

    genau dafür brauchen wir unsere Gruppenstunden. Hier spielt sich die Praxis

    ab. Sagen wir es mal so: Wer in der Sippe mit dem Sippenamt des Kochs beauftragt ist, kann nicht darüber schwadronieren, wie gut er kochen kann

    oder welche schönen Posts er auf dem Handy hat.

    ( Lasst Euch nicht unterkriegen! | Scouting Jahrbuch 2019 | 1. Auflage Juli 2020 | Spurbuchverlag, Baunach )

    AppData/Local/Temp/Scouting-Jahrbuch%202019%20Leseprobe[1].pdf

    .

    Winterhoff erlebt sein Waterloo

    – kinderdok.blog

    10.08.2021

    In der ARD gibt es eine neue Dokumentation über Dr. Michael Winterhoff, den Bonner Kinder- und Jugendpsychiater, der vor Jahren bekannt wurde mit dem Buch „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“. In den folgenden Büchern variierte er seine Hauptthese immer wieder, ohne unbedingt die Prämisse zu ändern, viel mehr geriet sein Argumentieren in immer globalere Fahrwasser: Aus den tyrannischen Kindern werden unfähige Gesellschaftsmenschen, die keine Produktivität in den Arbeitsalltag tragen, schließlich „verdummt“ das gesamte Bildungssystem.

    Die Doku nimmt nun das „System Winterhoff“ vollends auseinander. Man konnte zu seinen Thesen stehen, wie man wollte, hier kommen die Schattenseiten hervor: Winterhoff wird zum Populisten, der Geld mit seinen Einsichten verdient, er wird zum „Guru“, zum Sektierer. Die Filmemacher lassen verschiedene ehemalige Patienten und deren Eltern zu Wort kommen, es werden falsche Diagnosen gestellt (jeder Patient wird zum Narzissten, jede Eltern-Kind-Beziehung als pathologisch abgewertet), diese sogar der Krankenkasse gegenüber falsch benannt.

    Eltern werden überredet, ihre Kinder mit Dipiperon (einem sedierenden Neuroleptikum) ruhigzustellen, auch in von Winterhoff betreuten Heimen wird dies Medikament eingesetzt. Kinder- und Jugendpsychiatrische Kollegen kommen zu Wort und verurteilen Winterhoffs Diagnosestellungen und Therapieansätze aufs Schärfste.

    Aber es kommt noch dicker, die ultimative Verurteilung als Kinderschänder. Zwei inzwischen erwachsene Männer schildern, wie sie als Kinder oder Jugendliche alleine mit Winterhoff waren, und dieser ihr Genitale befummelt habe. […]

    Als ich vor Jahren das erste Buch von Winterhoff gelesen habe, empfand ich seine Thesen als durchaus interessant und einleuchtend. Die antiautoritäre Erziehung der Siebziger und Achtziger des vergangenen Jahrhunderts hatte versagt, die Helikoptereltern waren geboren, Winterhoff sah in seiner Praxis Eltern, die ihre Kinder zu Partnern machten, zu Freunden, zu Ebenbürtigen. Sie suchten nach Einverständnis mit ihren Kindern, nach Harmonie durch stetes Erlauben, in Winterhoffs Sicht produzierten die Eltern aber dadurch „Tyrannen“, die aus ihrem Kleinkindverhalten nicht herauswuchsen, sondern fortgesetzt impulsgesteuert den eigenen Kopf durchsetzten. Er nennt das „Symbiose“ zwischen Eltern und Kindern, in der keine Seite Fortschritte macht, weil konfliktscheu keine Entwicklung, geschweige denn Reifung des Kindes stattfinden darf. Naja.

    In der „heutigen“ bindungsorientierten, ja bedürfnisorientierten Erziehung sind wir da glücklicherweise ein Stück weiter. Winterhoffs erste Ideen waren vielleicht gar nicht die schlechtesten, seine Analysen natürlich kinder- und jugendpsychiatrisch geprägt, weniger pädagogisch. Beziehungen, nein Bindungen wurden als pathologisch diffamiert, die Variationen der späteren Bücher wurden diffuser und immer weniger nachvollziehbar. Aber: Es sind ihm viele viele gefolgt, seine Bücher fanden reißenden Absatz, seine Vorträge waren überfüllt. Jetzt wussten es mit einem Male alle besser. Auch hier ein: Naja.

    Nun also das Waterloo für […]

    kinderdok.blog/2021/08/10/winterhoff-erlebt-sein-waterloo/

    .

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