Evin-Gefängnis: Viele Häftlinge sind schwer krank

November 5, 2013

زندان اوین, بند ۳۵۰

zendān Evin bande 350

Section 350 of the Evin Prison

Evin-Gefängnis Trakt 350

Aufruf zur Unterstützung von kranken politischen Gefangenen. Von 47 politischen Gefangenen aus Trakt 350 des Evin-Gefängnisses, Teheran, Iran

Unsere aufrichtige und tiefe Dankbarkeit gilt den Organisatoren dieser Kampagne in Europa, den Vereinigten Staaten und Kanada

Wir sind politische Gefangene mit oder ohne Gesundheitsbeschwerden aus dem Teheraner Evin-Gefängnis, Trakt 350. Wir leiden sehr daran, dass uns medizinische Behandlung vorenthalten wird, was Methode hat und Teil der systematischen Belastungen ist, die das Islamische Regime seinen Menschen auferlegt. Viele von uns sind in unmittelbarer Lebensgefahr und viele von uns haben durch den Mangel an ärztlicher Versorgung bereits bleibende Schädigungen davongetragen. Neben dem vielfältigen Druck und allen Schwierigkeiten, denen Gefangene jeden Tag ausgesetzt sind, haben sich viele von ihnen aufgrund von mangelnder Hygiene und unsachgemäßer medizinischer Versorgung Erkrankungen zugezogen. Die medizinische Fürsorge hier ist nicht nur dürftig, sondern unzuverlässig und praktisch wirkungslos. Regelmäßig verschlechtert sich der Gesundheitszustand vieler Gefangener, denn denn oft müssen sie wochen- oder sogar monatelang warten, bevor sich jemand um sie kümmert oder sie außerhalb des Gefängnisses medizinisch versorgt werden können. Wer in die Mühlen von Schreibkram und Papierkrieg gerät, die mit einem Gang ins Krankenhaus nun einmal verbunden sind, den erwarten Erniedrigung, Beschuldigungen und Schikane seitens der Gefängnisärzte und Wächter. Im Gefängniskrankenhaus wird der Kranke üblicherweise an das Bett gekettet und unmenschlich behandelt.

Die Behandlung ist derartig schrecklich, dass es die meisten vorziehen an ihrer Krankheit zu leiden, statt zu verlangen, in ein Krankenhaus zu kommen. Obwohl einige von ihnen an akuten und sehr ernsthaften Krankheiten leiden, lehnen sie es ab, die erniedrigende Gefangenenuniform zu tragen und sich Handschellen anlegen zu lassen, woraufhin ihnen der Krankenhausbesuch verweigert wird. Es scheint zum Programm des iranischen Umgangs mit Gefangenen zu gehören, dass sich medizinische Versorgung, angemessene Ernährung sowie eine hygienische Umgebung Tag für Tag verschlechtern.

Wir, die Unterzeichnenden erklären unsere größte Anerkennung für jeden, der aufrichtig und unerschütterlich, aus Gründen der reinen Menschlichkeit die Kampagne Lasst ihr Herz nicht aufhören zu schlagen – Do Not Let Their Heartbeats Stop unterstützt. Jetzt möchten wir Sie auf die schlimme Notlage aufmerksam machen, die sich aus dem Fehlen einer medizinischen Versorgung für die politischen Gefangenen ergibt und bitten Sie um Ihre Unterstützung. Unterzeichnet von folgenden politischen Gefangenen:

Amir Dorosti, Reza Shahabi, Behnam Ebrahimzade, Saeed Mohammad Ebrahimi, Omid Shah-Moradi, Majid Mohamadi Maen, Mohammad Mehdi Sajedfar, Gholamreza Khosravi, Majid Assadi, Mohammad Sayemi, Hati Yazloo, Saeed Mohammad Hadiri, Reza Akbari Monfared, Ali Maghzi, Hamid Moradi, Amir Eslati, Mostafa Daneshjoo, Afshin Kermpour, Farshid Yadollahi, Mohammad Daroie, Sina Azimi, Shahin Dadkhah, Esmael Azizi, Alireza Sayedian, Saeed Abedini, Gholamreza Hosseini, Reza Entesary, Rasol Etesami, Alireza Ahmadi, Omid Behroozi, Davood Assadi, Ali Allai, Pajman Abdol Hosseinzade, Payman Casnejad, Yaghob Maleki, Mehdi Khodai, Rasool Esmailzade, Esmael Barzagar, Hamid Horaband, Alir Rezai Ghasabzade, Vahid Asghari, Omid Zarenejad, Mohammad Haddi Bardbar, Farshid Fatehi, Salar Sotodeh, Hasan Siskhati, Kamron Eyazi

Trakt 350 des Evin-Gefängnisses, Teheran im Oktober 2013

Persische Textfassung:

http://tinyurl.com/nsaxowf

Die Organisation Campaign to Free Political Prisoners in Iran (CFPPI) hat unter dem Namen Lasst ihr Herz nicht aufhören zu schlagen (Don’t let their heartbeats stop!) eine Kampagne initiiert, die alle politischen Gefangenen im Iran unterstützen will, denen eine medizinische Versorgung vorenthalten wird. Die zweimonatige Kampagne begann am 10. Oktober 2013, dem Internationalen Tag gegen die Todesstrafe, und dauert bis zum 10. Dezember 2013, dem Tag der Menschenrechte.

Die Kampagne hat ein dreifaches Ziel: 1. der Weltöffentlichkeit die Situation dieser politischen Gefangenen bekannt zu machen, 2. die bewusste Vorgehensweise des iranischen Regimes aufzudecken, die darin besteht, die Gefangenen durch den Entzug medizinischer Behandlung lautlos umzubringen sowie 3. den Druck auf das Regime auszuüben, damit die notwendige Gesundheitsversorgung endlich bereitgestellt wird.

Die Liste der Gefangenen, die keine medizinische Versorgung erhalten umfasst mehr als 70 Namen. Jeden Tag veröffentlichen wir die Beschreibung von einem oder zwei politischen Gefangenen einschließlich seines oder ihres Gesundheitszustandes. Die veröffentlichten Fallbeispiele können Sie hier lesen:

http://cfppienglish.wordpress.com/2013/10/20/cases-dont-let-his-heartbeats-stop/

Bitte unterzeichnen Sie die Petition zur Unterstützung der politischen Gefangenen:

http://www.change.org/en-GB/petitions/don-t-let-their-heartbeats-stop

Wie Sie sonst noch tun können erfahren Sie hier:

http://cfppienglish.wordpress.com/campaigns/current-campaigns/dont-let-their-heartbeats-stop/take-an-action/

Der Mangel an medizinischer Versorgung hat das Leben von hunderten von Gefangenen in Gefahr gebracht und die Bedingungen in den Gefängnissen sind schrecklich, aber unglücklicherweise wissen immer noch allzu wenige Menschen davon. Helfen Sie uns dabei, Menschenleben zu retten – Don’t let their heartbeats stop.

Nähere Informationen, for more information please contact:

Shiva Mahbobi

Sprecherin

CFPPI (Campaign to Free Political Prisoners in Iran)

+44(0) 7572356661

shiva.mahbobi@gmail.com

Facebook

Twitter: @shivamahbobi

http://www.iranpoliticalprisoners.com

http://cfppienglish.wordpress.com/

http://zendanisiasi.wordpress.com/

http://www.youtube.com/user/CFPPI2009

Call in support of sick political prisoners from 47 political prisoners from Ward 350 of Evin prison in Iran

With great thanks and appreciation to the organizers of this campaign in Europe, United States and Canada

We, political prisoners, both with and without ailments, in Ward 350 are suffering greatly from lack of medical attention due to problems created by the Islamic regime. Many of us are in danger of losing our lives and many of us have developed defects due to lack of aid. Aside from the many pressures and difficulties prisoners face every day; many prisoners have acquired ailments due to the lack of hygiene and improper medical care. The medical aid here is minimal, limited and ineffective. In many cases prisoners have to wait weeks or even months before someone comes to look after them or they are sent outside prison which often worsens their condition. Getting involved in the paper work and red tape in order to insist to go to a hospital is always met with humiliation, insults and harassment by prison doctors and guards. Usually in the hospital the sick patient is chained to the bed and treated inhumanely.

The treatment is so horrible that most choose to suffer from their sickness instead of demanding to go to a hospital. Although some have very severe illnesses they refuse to wear the humiliating prison uniform and to be hand cuffed and as such they are refused a visit to the hospital. Medical aid, proper nutrition and a hygienic environment are all being made worse every day for prisoners.

We the undersigned declare our greatest appreciation for the sincere and unwavering humanitarian support of the campaign of Do Not Let Their Heartbeats Stop. We would like to bring to your immediate attention the dire situation of the lack of medical care for political prisoners and ask for your support. Signed by following political prisoners:

Amir Dorosti, Reza Shahabi, Behnam Ebrahimzade, Saeed Mohammad Ebrahimi, Omid Shah-Moradi, Majid Mohamadi Maen, Mohammad Mehdi Sajedfar, Gholamreza Khosravi, Majid Assadi, Mohammad Sayemi, Hati Yazloo, Saeed Mohammad Hadiri, Reza Akbari Monfared, Ali Maghzi, Hamid Moradi, Amir Eslati, Mostafa Daneshjoo, Afshin Kermpour, Farshid Yadollahi, Mohammad Daroie, Sina Azimi, Shahin Dadkhah, Esmael Azizi, Alireza Sayedian, Saeed Abedini, Gholamreza Hosseini, Reza Entesary, Rasol Etesami, Alireza Ahmadi, Omid Behroozi, Davood Assadi, Ali Allai, Pajman Abdol Hosseinzade, Payman Casnejad, Yaghob Maleki, Mehdi Khodai, Rasool Esmailzade, Esmael Barzagar, Hamid Horaband, Alir Rezai Ghasabzade, Vahid Asghari, Omid Zarenejad, Mohammad Haddi Bardbar, Farshid Fatehi, Salar Sotodeh, Hasan Siskhati, Kamron Eyazi

Ward 350, Evin Prison, Tehran Iran, October 2013

Farsi translation:

http://tinyurl.com/nsaxowf

Campaign to Free Political Prisoners in Iran (CFPPI) has initiated a campaign called “Don’t let their heartbeats stop!” which is a campaign to support political prisoners in Iran deprived of medical attention. This is a two-month campaign from 10 October 2013, ( the World Day Against the Death Penalty) to 10 December 2013 ( the Human Rights Day). The purpose of this campaign is to highlight the condition of these political prisoners, to expose regime’s practice of silently killing these prisoners by depriving them from medical attention and to put pressure on the regime to provide medical attention.

The list of political prisoners deprived of medical attention: more than 70 prisoners . Every day we publish the description of one or two political prisoner(s) along with their medical condition. You can find the description of the cases which so far have been published via:

http://cfppienglish.wordpress.com/2013/10/20/cases-dont-let-his-heartbeats-stop/

Please sign a petition in the support of political prisoners:

http://www.change.org/en-GB/petitions/don-t-let-their-heartbeats-stop

you can support further by:

http://cfppienglish.wordpress.com/campaigns/current-campaigns/dont-let-their-heartbeats-stop/take-an-action/

The lack of medical attention has put the lives of hundreds of prisoners in danger but and the condition of prisons are horrific but unfortunately not many people know about it. Help us to save them, don’t let their heartbeats stop.

For more information please contact:

Shiva Mahbobi

Spokesperson

Campaign to Free Political Prisoners in Iran (CFPPI)

+44(0) 7572356661

shiva.mahbobi@gmail.com

Facebook

Twitter: @shivamahbobi

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Hinrichtung überlebt: Iran will 27-jährigen Familienvater zum zweiten Mal erhängen

Oktober 18, 2013

Das Islamische Regime des Iran plant, einen Mann, der die Todesstrafe überlebt hat, erneut hinzurichten

Die seit Amtsantritt des Präsidenten Hassan Rohani angeblich so „moderate“ iranische Regierung und Verwaltung will einen zum Tode Verurteilten, der den Galgen überlebte, nun zum zweiten Mal hinrichten.

Das Internationale Komitee gegen Todesstrafe ruft die Weltöffentlichkeit dazu auf, diesen Plan zu verurteilen und jetzt den entsprechenden Druck aufzubauen, damit der Iran die erneute Hinrichtung des 37-jährigen Alireza M., eines Vaters von zwei kleinen Mädchen, stoppt. Seine Töchter fragen uns: „Ist diese Welt so grausam, dass sie eine derartige unmenschliche Aktion gutheißt oder einfach so hinnehmen möchte? Ist unsere Welt kaltherzig genug, die Notwendigkeit zu verleugnen, dass jetzt etwas getan werden muss, um die erneuerte Hinrichtung eines Menschen und Vaters zu verhindern?“

Alireza M. wurde für den Besitz eines Kilogramms der Droge Crystal Meth zum Tod durch Erhängen verurteilt. Am 15. Oktober berichteten die führenden iranischen Nachrichtenagenturen, dass der Häftling im Gefängnis der Stadt Bodschnurd (Provinz Nord-Chorasan) am Donnerstag den 10. Oktober noch atmend aufgefunden wurde. Zufällig ist das der Internationale Tag gegen die Todesstrafe. Man brachte ihn ins Krankenhaus, wo sich sein Gesundheitszustand nach und nach besserte.

Nach seiner Hinrichtung ließ man Alireza M. noch zwölf Minuten lang am Galgen hängen. Ebenfalls wurde er noch am Ort durch das anwesende medizinische Team untersucht, das ihn für tot erklärte. Anschließend brachte man ihn ins Leichenschauhaus. Am anderen Morgen, als ein Angestellter den Körper vorbereitete, um ihn der Familie zum Begräbnis zu übergeben, bemerkte dieser, dass Alireza unter der Plastikabdeckung noch atmete. Unverzüglich fuhr man ihn ins Imam-Ali-Krankenhaus von Bodschnurd und seine Gesundheit kehrte zurück, sobald er medizinische Versorgung erhielt. Mittlerweile hat er sich erholt.

Mohammad Erfan, ein Richter im Iranischen Verwaltungsgerichtshof, sagte: „Die Strafe, die das Revolutionsgericht festlegte, ist die Todesstrafe … in einem solchen Fall sollte sie noch einmal wiederholt werden.“

Das Internationale Komitee gegen Todesstrafe ist darüber entsetzt, dass Alireza M. jetzt zum zweiten Mal die Todesstrafe droht und ruft alle Menschen auf, gegen diesen inhumanen Akt zu protestieren.

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

15. Oktober 2013

Mina Ahadi

0049 (0) 1775692413

minnaahadi@gmail.com

Internationales Komitee gegen Todesstrafe, ICAE

http://noexecutions.blogspot.co.uk/

http://notonemoreexecution.org/

Dieser Aufruf auf dem Blog von Mina Ahadi

http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/10/the-islamic-regime-of-iran-plans-to-re.html

http://minaahadi-iran.blogspot.de

Internationales Komitee gegen Steinigung, ICAS

http://stopstonningnow.com/wpress/

The Islamic regime of Iran plans to re-execute a man who survived the death penalty

The Islamic regime of Iran plans to re-execute a man who survived his execution under “moderate” Rouhani’s administration.

The International Committee Against Execution calls for worldwide public condemnation and pressure to stop the re-execution of 37 year old Alireza M, a father of two young girls. His daughters’ ask: “Is this world cruel to the extent that it justifies and accepts such an inhumane action? Is our world harsh enough to neglect the necessity of taking an action in order to stop the re-execution of a human being, of a father?”

On 15 October, major Iranian news agencies reported that Alireza M. who was sentenced to death by hanging for possession of a kilo of crystal meth in Bojnourd Prison, was found breathing on Thursday 10 October, coinciding with the International Day against the Death Penalty, and taken to hospital where he is recovering.

Alireza M was left at the gallows for 12 minutes after his execution. He was also examined by the medical team at the scene, who pronounced him dead. He was then sent to morgue. The next morning, a worker preparing the body for its return to his family noticed that Alireza was breathing under the plastic covering. He was immediately sent to Imam Ali hospital in Bojnourd and his health condition began to improve as soon as he received medical care; he has now recovered.

Mohammad Erfan, a judge with Iran’s administrative justice court said: “The sentence issued by the revolutionary court is the death penalty … in such circumstances it should be repeated once again.”

The International Committee Against Execution is appalled that Alireza M. faces a re-execution and calls on all to condemn this inhumane act.

International Committee Against Execution

15 October 2013

Mina Ahadi

0049 (0) 1775692413

minnaahadi@gmail.com

The International Committee Against Execution, ICAE

http://noexecutions.blogspot.co.uk/

http://notonemoreexecution.org/

Mina Ahadi

http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/10/the-islamic-regime-of-iran-plans-to-re.html

http://minaahadi-iran.blogspot.de

The International Committee against Stoning, ICAS

http://stopstonningnow.com/wpress/

Petition gegen das iranische Gesetz zur legalisierten Pädophilie und Vergewaltigung von Mädchen

Oktober 5, 2013

EILAKTION

Schluss mit der legalisierten Pädophilie in der Islamischen Republik Iran!

Machen Sie mit bei unserem Protest am 11. Oktober 2013

TWITTERN:

#Iran #No2LegalPaedophilia

HIER BITTE UNTERSCHREIBEN:

https://secure.avaaz.org/en/petition/An_end_to_legalised_paedophilia_and_child_rape_in_Iran

Am Sonntag, den 22. September 2013, einen Tag vor Beginn des neuen iranischen Schuljahres, hat die Madschles-e Schora-ye Islami, das ist das Parlament der Islamischen Republik Iran, ein Gesetz verabschiedet, das jedem Stiefvater erlauben soll, sein adoptiertes Kind zu heiraten.

In Verteidigung dieses Gesetzes sagte ein Mitglied der Madschles, des Parlaments: “Nach dem Islam wird ein adoptiertes Kind nicht als wirkliches Kind betrachtet. Sowohl der Fiqh, das ist die Islamische Jurisprudenz, als auch das von Allah gegebene Schariagesetz erlauben es dem Vormund, das Stiefkind zu heiraten und mit ihm Geschlechtsverkehr zu haben.”

Dieses skandalöse Gesetz wird zu einem Anstieg an Kinderheiraten ermutigen und ist nichts anderes als legalisierte Pädophilie und Kindesvergewaltigung. Es wird zusätzlich dafür sorgen, das Wohlergehen der Mädchen zu gefährden und ihre Grundrechte zu verletzen. Es wird Kindern jedes Gespür für häusliche Sicherheit und familiäres Wohlergehen zunichtemachen.

CHILDREN FIRST NOW und FITNAH – Movement for Women’s Liberation verurteilen dieses unmenschliche Gesetz entschieden. Am 11. Oktober, dem Internationalen Mädchentag, werden wir die Weltöffentlichkeit und alle Menschenrechtsorganisationen dazu aufrufen, diese legalisierte Pädophilie und Kindesvergewaltigung zu verdammen. Dieses Gesetz, wie so viele andere Gesetze des Islamischen Regimes im Iran, verletzt die Würde und die Rechte von Kindern und muss in jedem Fall verhindert werden.

Fünf verschiedene Möglichkeiten haben auch Sie, um mit uns am 11. Oktober, dem Weltmädchentag (International Day of the Girl Child) aktiv zu werden und die Legalisierung der Pädosexualität und Vergewaltigung von Kindern zu verdammen und statt dessen Würde, Sicherheit und Rechte für alle Mädchen und Kinder im Iran und anderswo zu verlangen:

1. Twittern Sie gegen das Gesetz: #Iran #No2LegalPaedophilia

2. Unterzeichnen Sie unsere Petition und informieren Sie zehn Freunde oder Bekannte:

https://secure.avaaz.org/en/petition/An_end_to_legalised_paedophilia_and_child_rape_in_Iran

3. Schreiben Sie an den politischen und religiösen Führer Ali Chamene’i, info_leader@leader.ir, Twitter: @khamenei_ir oder an den amtierenden Präsidenten Hassan Rohani, media@rouhani.ir, Twitter: @hassanrouhani und verlangen Sie ein sofortiges Ende dieser Form von legalisiertem Kindesmissbrauch und Kindersex.

4. Veröffentlichen Sie diese Kampagne in Sozialen Netzwerken, beispielsweise, indem Sie ihr Profil in unser Kampagnen-Plakat umwandeln.

5. Unternehmen Sie solidarisch etwas … im Internet, in Ihrem Stadtviertel, am Arbeitsplatz, an Ihrer Universität … um die Kinderrechte durchzusetzen und das Gesetz zu verhindern.

Nähere Informationen in englischer Sprache finden Sie bei:

Fitnah – Movement for Women’s Liberation

http://www.fitnah.org

http://fitnahmovement.blogspot.co.uk/

fitnahmovement@gmail.com

+44 (0) 7719166731

Children First Now

http://www.childrenfirstnow.com

childrenfirstnow@hotmail.com

info@childrenfirstnow.com

+46 70 852 67 16

Urgent Action

End legalised paedophilia in the Islamic Republic of Iran

Join Protest on 11 October 2013

TWEET: #Iran #No2LegalPaedophilia

SIGN:

https://secure.avaaz.org/en/petition/An_end_to_legalised_paedophilia_and_child_rape_in_Iran

On 22 September 2013, one day before the start of the school year in Iran, the Islamic Republic of Iran’s Majlis or parliament passed a law permitting a stepfather to marry his adopted child.

In defence of the law, one Member of Parliament said: “According to Islam, every child who is accepted as an adopted child is not considered a real child. Islamic jurisprudence and Sharia law allow the guardian of the child to marry and have sex with his step-child.”

This shocking law will encourage child ’marriages’ and is nothing more than legalised paedophilia and child rape. It will further endanger the welfare of the child and violate her basic rights. It will deny the child any sense of security and safety in the home.

Children First Now and Fitnah – Movement for Women’s Liberation unequivocally condemn this inhuman law. On 11 October, International Day of the Girl Child, we call on the public and rights organisations to condemn this legalised paedophilia and child rape. This law, like many other laws in the Islamic regime of Iran, violates the dignity and rights of children. And it must be stopped.

Here are five things you can do on 11 October, International Day of the Girl Child, to condemn legalised paedophilia and child rape, and demanding dignity, security and rights for all girls and children in Iran and beyond:

1. Tweet against the law:

#Iran #No2LegalPaedophilia

2. Sign our petition and forward it to 10 friends or acquaintances:

https://secure.avaaz.org/en/petition/An_end_to_legalised_paedophilia_and_child_rape_in_Iran

3. Write to Ali Khamenei, Iran’s Leader, info_leader@leader.ir, Twitter: @khamenei_ir or to Hassan Rouhani, President, media@rouhani.ir, Twitter: @hassanrouhani demanding an end to child rape and paedophilia.

4. Publicise the campaign on social media including by changing your social media profile to our campaign poster.

5. Do an act of solidarity on the internet, in your city square, at work, at your university… in support of children’s rights and against the law.

For more information, contact:

Fitnah – Movement for Women’s Liberation

http://www.fitnah.org

http://fitnahmovement.blogspot.co.uk/

fitnahmovement@gmail.com

+44 (0) 7719166731

Children First Now

http://www.childrenfirstnow.com

childrenfirstnow@hotmail.com

info@childrenfirstnow.com

+46 70 852 67 16

Iran: 26 sunnitische Gefangene im Todestrakt der Gefängnisse der Stadt Karadsch

Oktober 2, 2013

Iran: Lasst nicht zu, dass sie uns umbringen

“Dies ist mein letzter Hilferuf an dich. Die Gefängniswächter stehen schon hinter der Türe. Sie sind gekommen, um uns mitzunehmen. Sei die Stimme unserer unterdrückten Stimme! Lass nicht zu, dass sie uns umbringen.” Das waren die Worte, die Mina Ahadi von einem Gefangenen aus dem Todestrakt des Gefängnisses Radschai Schahr hörte, das auch Gohardascht genannt wird und in der Stadt Karadsch liegt. Sie hörte noch, wie die Wachen den Zellentrakt stürmten. Dann brach das Gespräch abrupt ab.

Mohammad Mardani von der Gefängnisverwaltung im Radschai Schahr informierte die Abteilung, in der die zur Hinrichtung verurteilten sunnitischen Gefangenen am 29. September eingesperrt waren, um bekannt zu geben, dass ein Richter ihre Verlegung in Einzelzellen angeordnet hatte. Mardani verlas die Namen von zwanzig Gefangenen. Sechs andere Gefangene waren erst kürzlich in das ebenfalls in Karadsch befindliche Ghezel-Hesar-Gefängnis verlegt worden. Mardani drohte den Gefangenen, dass, wenn sie nicht auf friedliche Weise mitgingen, sie gewaltsam weggebracht werden würden und zwar mit gebrochenen Gliedmaßen.

Mina sprach gerade mit den Gefangenen, die auf ihre Hinrichtung warteten, und hörte, wie die Gefängniswärter hereinstürmen, um die Gefangenen mitzunehmen. Sie konnte hören, wie die Gefangenen aus dem Tumult schrien: “Wir werden nicht gehen, wir werden nicht gehen.” Einer von ihnen sagte ihr: “Falls wir von der Außenwelt komplett abgeschnitten werden, dann berichte du der Weltöffentlichkeit, dass wir gewaltsam zum Galgen gebracht werden. Bitte: Sei die Stimme unserer unterdrückten Stimme! Lass nicht zu, dass sie uns umbringen!”

Von den 117 sunnitischen Gefangenen dieser Abteilung waren zwanzig im Todestrakt. Sie wurden entweder zur Einzelhaft oder ins Gefängnis Ghezel Hesar gebracht. Das Regime scheint vor zu haben, die 26 gemeinsam hinzurichten.

Unsere Quellen berichten, dass, während die Familien der Opfer noch mit dem Oberstaatsanwalt zusammengekommen waren, die brutalen Gefängniswärter die Gruppe der zwanzig schon wegschleppte, um sie hinzurichten.

Das Internationale Komitee gegen Todesstrafe appelliert an jeden Menschen, energisch gegen den Plan des Islamischen Regimes des Iran Protest einzulegen, nach dem die sechsundzwanzig Gefangenen hingerichtet werden sollen. Wir müssen jetzt auf ihren Aufruf reagieren.

UPDATE: Neueste Nachrichten deuten darauf hin, dass, als Ergebnis des zweitägigen Protests und Sitzstreiks der Familien der Häftlinge, das Regime vorläufig nachgegeben und die Hinrichtungen auf nächsten Monat verschoben hat. Unsere Bemühungen müssen wir jedoch fortsetzen, bis alle Todesurteile aufgehoben worden sind.

In den letzten Monaten und ganz besonders seit dem Amtsantritt von Hassan Rohani ist die Zahl der Hinrichtungen angestiegen. 218 Menschen sind seit Juli hingerichtet worden. 22 Menschen wurden erhängt, während Rohani gerade in New York als politisch “gemäßigt” bejubelt wurde. Aus Sicht der Menschen im Iran kann das Regime keinesfalls moderat genannt werden. Das Regime und seine Vertreter sind die Henker des Volkes, die jetzt ebenso gestoppt werden müssen wie alle Hinrichtungen.

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

29. September 2013

Mina Ahadi

0049 (0) 1775692413

minnaahadi@gmail.com

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

The International Committee Against Execution, ICAE

http://noexecutions.blogspot.co.uk/

http://notonemoreexecution.org/

Dieser Aufruf auf dem Blog von Mina Ahadi

http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/10/iran-dont-letthem-murder-us-this-is-my.html

http://minaahadi-iran.blogspot.de

Internationales Komitee gegen Steinigung

The International Committee against Stoning, ICAS

http://stopstonningnow.com/wpress/

Zentralrat der Ex-Muslime, ZdE

http://www.ex-muslime.de/

Iran: Don’t let them murder us

“This is my last appeal to you: The prison guards are right behind the door. They have come to take us. Be the voice of our suppressed voice! Don’t let them murder us.” These were the last words Mina Ahadi heard from a prisoner on death row in Rajai Shahr prison. She heard the guards raid the ward and the call was disconnected abruptly.

Mohammad Mardani, Rajai Shahr prison’s warden, called on the ward where the Sunni prisoners sentenced to execution were held on 29 September to let them know a judge had ordered their transfer to solitary cells. Mardani read out the names of twenty prisoners. Six other prisoners had previously been transferred to Ghezel Hesar prison. Mardani also threatened the prisoners that should they not go peacefully, they would be taken forcibly and with broken limbs.

Mina talked to the prisoners awaiting their execution and heard he prison guards about to bust in to take the prisoners. She could hear the prisoners shouting in the midst of a commotion: “we won’t go; we won’t go.” One of them told her: “if we are completely cut off from the outside world, let everyone know that we were forcibly taken to the gallows. Please be the voice of our suppressed voice! Don’t let them murder us!”

Of the 117 Sunni prisoners held in this ward, twenty were on death row. They were taken either to solitary confinement or to Ghezel Hesar prison. The regime apparently intends to execute the 26 together.

Our sources report that whilst the victim’s families were meeting with the Prosecutor General, the violent prison guards were dragging the group of twenty away to execute them.

The International Committee Against Execution appeals to one and all to vehemently protest the Islamic regime of Iran’s plan to execute these twenty-six prisoners. We must respond to their appeal.

Update: The latest reports indicate that as a result of two-days of protest and sit-in by the families of the prisoners, the regime has backed down for now and postponed the executions until next month. But the struggle must continue until all the death sentences have been revoked.

In the past months and particularly since Hassan Rouhani took office, executions have been stepped up. 218 people have been executed since July; 22 people were hung whilst Rouhani was being hailed as a “moderate” in New York. From the perspective of the people of Iran, the regime cannot be moderate. It and its representatives are the people’s executioners and must all be stopped as must all executions.

International Committee Against Execution

29 September 2013

Mina Ahadi

0049 (0) 1775692413

minnaahadi@gmail.com

The International Committee Against Execution, ICAE

http://noexecutions.blogspot.co.uk/

http://notonemoreexecution.org/

Earlier published on Mina Ahadi’s blog:

http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/10/iran-dont-letthem-murder-us-this-is-my.html

http://minaahadi-iran.blogspot.de

The International Committee against Stoning, ICAS

http://stopstonningnow.com/wpress/

Council of Ex-Muslims Germany – Zentralrat der Ex-Muslime

http://www.ex-muslime.de/

Bleiberecht für Mehrzad Zarnegar

August 13, 2013

Abschiebung in den Iran erfolgreich verhindert

Am 14. August 2013 kann uns die Rhein-Zeitung sehr gute Nachrichten melden: Mehrzad Zarnegar wird nicht abgeschoben.

Beinahe wäre der junge Regimekritiker in die Diktatur zurückgeschickt worden. Viele haben mitgeholfen, das zu verhindern: Marie Salm als die Vorsitzende der Koblenzer Piratenpartei, Mehrzad Zarnegars Rechtsanwalt, Doris Schneider als die Redakteurin für das Ressort Schulen und Soziales der Rhein-Zeitung, Nazanin Borumand vom Zentralrat der Ex-Muslime, Shahnaz Morattab von der Internationalen Föderation Iranischer Flüchtlinge sowie, last but not least, einzelne Bürgerinnen und Bürger.

Noch in der Nacht, in den ersten Stunden des 13. August erhielten Wohlfahrtsverbände, einzelne rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete, Ausländerbehörden in Mainz und Trier, Flüchtlingsinitiativen sowie einzelne Mitarbeiter der Stadtverwaltungen von Koblenz und Ingelheim per-E-Mail einen dieser zwei Briefe:

13.08.2013

Akz. oder Geschäftszeichen: 5567467-439

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wenden uns an Sie in der Angelegenheit von Herrn Mehrzad Zarnegar, der in den Iran abgeschoben werden soll. Das wäre jedoch sein sicheres Todesurteil.

Herr Zarnegar stammt aus einer politisch aktiven Familie. Sein Onkel, ein bekannter linker Politiker im Iran, wurde dort bereits von der damaligen Regierung umgebracht.

Der 26-jährige ist seit Oktober 2012 Mitglied im Zentralrat der Ex-Muslime und hat hier in Deutschland an mehreren Aktionen gegen Hinrichtungen im Iran und anderen Staaten teilgenommen.

Der im Juni gewählte neue Präsident des Iran, Hodschatollah Hassan Rohani, hat bereits im ersten Monat seiner Amtszeit 103 Menschen hinrichten lassen.

Bitte verhindern Sie, dass Zarnegar ein Opfer dieses menschenverachtenden Regimes wird. Ein Rechtsstaat wie die Bundesrepublik Deutschland kann nicht zulassen, dass ein Mensch Gefahr von Leib und Leben ausgesetzt wird, weil er ein Regierungskritiker ist.

Mit freundlichen Grüßen

Mehrzad Zarnegar darf nicht abgeschoben werden!

An das

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Fr. Krippes

Referat Außenstelle Trier

13.08.2013

Akz. oder Geschäftszeichen: 5567467-439

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau Krippes,

der aus dem Iran stammende Ex-Muslim und Asylbewerber Herr Mehrzad ZARNEGAR (26) lebte bis gestern in Koblenz. Doch als er seinen provisorischen Ausweis verlängern lassen wollte, wurde er verhaftet und befindet sich zur Stunde in Ingelheim von wo aus er, jedenfalls ist das zu befürchten, schon bald in sein Heimatland abgeschoben werden soll.

Der Iran wird seit 1979 von einem totalitären Regime beherrscht, das bekennende Atheisten nicht selten verfolgt, inhaftiert, foltert und hinrichtet.

Der 26-Jährige ist seit Oktober 2012 Mitglied im Zentralrat der Ex-Muslime und hatte an mehreren Demonstrationen und Veranstaltungen gegen die iranische Diktatur teilgenommen.

Der seit dem 3. August 2013 amtierende neue Präsident des Iran, der schiitische Kleriker (Hodschatoleslam) Hassan Rohani, ist keineswegs moderat, vielmehr wurden in der kurzen Zeit nach seiner Wahl am 14. Juni innerhalb von drei Wochen mehr als 50 Menschen hingerichtet und bis heute hat dieser „neue“ Iran insgesamt mehr als hundert Menschen umgebracht.

Ein Verwandter des 26-Jährigen war ein bekannter linker Aktivist und wurde bereits vor vielen Jahren im Iran hingerichtet, und das Leben von Herrn Mehrzad ZARNEGAR ist in ebenso großer Gefahr, sobald er in das Land einreisen müsste.

Diese lebensgefährliche Abschiebung ist daher zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen

Presseberichte

Junger Iraner kämpft gegen seine Abschiebung

Koblenz – Einen kleinen Aufschub hat Mehrzad Zarnegar bekommen. Der junge Iraner sollte gestern Morgen direkt nach einem Termin bei der Koblenzer Ausländerbehörde abgeschoben werden. Rhein-Zeitung 13.08.2013

http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/koblenz_artikel,-Junger-Iraner-kaempft-gegen-seine-Abschiebung-_arid,1023064.html

Asyl: Junger Iraner wird nicht abgeschoben

Koblenz – Mehrzad Zarnegar wird nicht abgeschoben. Und nicht nur das: Der 25-jährige Iraner bekommt jetzt auch eine Aufenthaltserlaubnis. Das hat das Bundesamt Trier gestern entschieden. Rhein-Zeitung 14.08.2013

http://www.rhein-zeitung.de/region_artikel,-Asyl-Junger-Iraner-wird-nicht-abgeschoben-_arid,1023759.html

Rohanis Hinrichtungsseile sind auch lila

Juli 22, 2013

Hinter der Maske des Gemäßigten lauert die tödliche Repression des islamischen Regimes

Die Farbe des Wahlprogramms von Rohani war lila. Doch nach der Wahl wurden seit Mitte Juni bis heute 103 Personen im Iran hingerichtet. Deshalb sagen die Menschen dort: Alles ist wie vorher. Nur die Farbe ist lila …

Die taktische Inszenierung von Rohani als „gemäßigt“ diente und dient nicht zuletzt der Irreführung und Einschläferung der westlichen Öffentlichkeit, um den politischen Druck, der auf der islamischen Regierung lastet, abzubauen. Und tatsächlich gehen die deutsche Regierung, Barack Obama und Catherine Ashton, die „Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik“, auf diese Inszenierung ein, loben den „gemäßigten Präsidenten“ und wecken Hoffnungen auf konstruktive Verhandlungen. Im Iran, so die desorientierende Botschaft, wende sich jetzt alles zum Besseren.

Doch im Iran ist keine positive Wende in Sicht, und es gibt dort auch keinen „gemäßigten Präsidenten“, sondern einen Präsidenten, der für das islamische Regime eine spezielle Rolle spielt. Seine Aufgabe ist es, eine Fassade der Sanftmut aufzubauen, um dem totalitären Regime Luft und Zeit zu verschaffen. Tatsächlich besteht der Unterschied zwischen Ahmadinejad und Rohani nur darin, dass der Erstgenannte laut und deutlich die Vernichtung Israels und die Notwendigkeit der Frauenunterdrückung und Geschlechtertrennung propagiert, während Rohani – wie zuvor schon Khatami – dasselbe vertritt, aber mit sanfter Stimme, geschminkter Rhetorik und mit lachendem Gesicht.

Die Wirkung der falschen Bilder vom „gemäßigten Präsidenten“ und vom Iran „auf gutem Weg“ ist verheerend. Obwohl im Iran innerhalb von 30 Tagen über hundert Hinrichtungen stattfanden, schweigen die westlichen Medien, die Bundesregierung und die etablierten Parteien, die nun ganz auf ihren populistischen Wahlkampf mit vielen halbseidenen Themen eingestellt sind.

Im Iran bin ich als Person bekannt, die sich für die Todeskandidaten des islamischen Regimes einsetzt. Deshalb bekomme ich jeden Tag aus den dortigen Gefängnissen Anrufe und höre jeden Tag die Stimmen von Inhaftierten, die morgen oder übermorgen hingerichtet werden sollen. Und dabei werde ich oft von diesen Menschen gefragt, was sagt die Weltöffentlichkeit zu unserem Schicksal und was gedenkt sie dagegen zu tun? Ich muss leider antworten, dass Frau Merkel gar nichts sagt und sich derzeit im Einklang mit Barack Obama und einigen Politikern anschickt, Rohani schönzufärben und zu hofieren und dabei die brutale Repression der islamischen Regierung gänzlich ignoriert.

Das Verhalten des Westens gegenüber der islamischen Regierung basiert auf zwei grundlegenden Interessen: Erstens spielen hier die Gespräche über das Atomprogramm der islamischen Regierung eine zentrale Rolle. In diesem Kontext gibt man sich – aktuell bestärkt durch das Trugbild vom „gemäßigten Präsidenten“ – immer noch der Illusion hin, man könne die Regierung im Iran durch die Schaffung eines „guten Gesprächsklimas“ von ihrem Plan abbringen, die Regierung mit der Atomwaffe auszustatten. Zweitens geht es vielen westlichen Unternehmen darum, wieder ungehindert Geschäftsbeziehungen mit dem Iran einzugehen. Auch hier erweist sich die Legende vom moderaten Präsidenten Rohani als probates Hilfsmittel. Nicht die Menschenrechte, sondern ökonomische und politische Interessen bestimmen die Iranpolitik des Westens.

Gemeinsam mit anderen oppositionellen iranischen Organisationen haben wir vom 22. Juli bis zum 5. August zu zweiwöchigen internationalen Widerstandsaktionen gegen die Hinrichtungswelle im Iran aufgerufen. Wir rufen alle Menschen und insbesondere fortschrittliche Organisationen dazu auf, sich an unseren Aktionen zu beteiligen und uns zu unterstützen. Denn:

Die Todesstrafe ist staatlicher Mord und muss abgeschafft werden.

Verurteilen wir gemeinsam das barbarische islamfaschistische Regime im Iran.

Die Herrscher des islamischen Regimes haben Angst vor Widerstand und revolutionären Aktivitäten. Aus diesem Grund forcieren sie den Hinrichtungsterror.

Wir dürfen diesem barbarischen Massenmord nicht länger tatenlos zusehen, sondern müssen endlich etwas dagegen tun!

Mina Ahadi

0049 (0) 1775692413

minnaahadi@gmail.com

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

The International Committee Against Execution, ICAE

http://noexecutions.blogspot.co.uk/

http://notonemoreexecution.org/

Dieser Aufruf auf dem Blog von Mina Ahadi

http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/07/rohanishinrichtungsseile-sind-auch-lila.html

http://minaahadi-iran.blogspot.de

Internationales Komitee gegen Steinigung

The International Committee against Stoning, ICAS

http://stopstonningnow.com/wpress/

Zentralrat der Ex-Muslime, ZdE

http://www.ex-muslime.de/

Appell der Familien von 26 zum Tode verurteilten politischen Aktivisten an Ban Ki-moon

Juli 18, 2013

Bittgesuch der Familien der 26 zum Tode verurteilten politischen Häftlinge!

An Ban Ki-moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen

Eure Exzellenz, sehr geehrter Herr Ban Ki-moon,

hiermit erhalten Sie einen schmerzreichen Brief jener 26 Familien, deren Kinder seit langer Zeit Exil, Gefängnis oder die aufgezwungene Ferne zu Haus und Heimat erleiden mussten, denen die ihnen zustehenden Rechte vorenthalten worden sind und denen lange Zeiten der Isolationshaft auferlegt worden sind. Entweder ist ihnen erst gar kein Rechtsanwalt zu ihrer Verteidigung gestellt worden oder ihre Rechtsanwälte haben keine Redeerlaubnis bekommen oder gegen die Inhaftierten ist die willkürliche und erfahrungsgemäß meist ausweglose Anklage der “Moharebeh” (Krieg gegen Allah oder Seinen Statthalter bzw. Staat) erhoben worden, für Letztgenannte es nach der Scharia vier Arten der Bestrafung gibt: Hinrichtung, Abtrennen von Hand und Fuß gegenüberliegender Körperseite, Exil oder Gefängnis. Vielen dieser Gefangenen ist gleichzeitig Haftstrafe, Hinrichtung und Exil auferlegt worden. Einige von ihnen sind durch Kugeln verletzt worden oder haben Teile ihres Körpers verloren.

Die Namen der 26 Inhaftierten lauten:

Hamed Ahmadi, Jamshid Dehqani, Jahangir Dehqani, Kamal Mollaii, Seddiq Mohammadi, Hadi Hoseini, Loqman Moradi, Zanyar Moradi, Shahram Ahmadi (dessen Bruder, Bahram Ahmadi, am 27.12.2012 hingerichtet wurde, obwohl er zum Zeitpunkt seiner Verhaftung jünger als 18 Jahre alt war), Mohammad Yavar Rahimi (dessen Bruder, Asqar Rahimi, am 27.12.2012 hingerichtet wurde), Mukhtar Rahimi, Bahman Rahimi, Poorya Mohammadi, Mohammad Qaribi, Farzad Shah Nazari, Poorya Qaderifard, Jamal Seyed Moosavi und Loqman Amini.

Die Genannten verbüßen ihre Gefängnisstrafe im als Radschai Schahr bekannten Gohardascht sowie im Qezel Hesar. Beide Gefängnisse befinden sich in der Stadt Karadsch. Obwohl ihre alt gewordenen Mütter nicht zu Besuchen kommen können, verlagern die Behörden die Inhaftierten nicht in ihre Heimatstädte. Erst vor wenigen Tagen besuchte die 67-jährige Mutter eines dieser Häftlinge ihre Söhne Shahram und Bahram Ahmadi und musste erleben, dass ihr nicht mitgeteilt worden war, dass die Behörden ihren Sohn Bahram bereits am 27. Dezember 2012 umgebracht und beerdigt hatten. Als ihr die Justizvollzugsbeamten im Besucherzimmer mitteilten, dass nur Shahram da sei und dass sie Bahram ein halbes Jahr eher hingerichtet hätten, brach sie zusammen und muss seit nun zwölf Tagen in intensivmedizinischer Versorgung verbringen, während die Ärzte sagen, dass sie aufgrund des erhaltenen Schocks ihr Gedächtnis verloren haben könnte. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus all dem Schmerz und Leid der 26 Familien. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass wir mehrere Briefe an Präsident Ahmadinedschad sowie an Staatsführer Chamene’i geschrieben haben, die aber ohne Ergebnis geblieben sind.

Wir bitten Sie darum, Briefe an die Iranischen Behörden zu schreiben, insbesondere an den künftigen Präsidenten Rohani, der versprochen hat, die politischen Gefangenen freizulassen, und alle Verantwortlichen auf diese Weise dazu aufzufordern, die Todesstrafe gegen diese 26 Menschen fallen zu lassen und sie so bald wie möglich freizulassen, damit sie zu ihren Familien zurückkehren können.

Mit freundlichen Grüßen

Die Familien der 26 Gefangenen, denen die Todesstrafe droht

15. Juli 2013

Ebenfalls veröffentlich beim Internationalen Komitee gegen Hinrichtung (ICAE) am 15.07.2013

icaes.international@gmail.com

http://noexecutions.blogspot.de/

Plea of the Families of 26 Activists Who Have Been Sentenced to Death!

To Ban Ki-moon, Secretary General of the United Nations

Secretary General of the United Nations,

Receive the painful letter of these families whose children have been in exile, jail, and away from family and home, have been deprived of their legal rights, and have been in solitary confinement for long periods of time. They either have not had a defense attorney, or their attorneys have not had the permission to speak, or they have faced baseless charges of “moharebeh” (war against God or state), for which there are 4 kinds of punishments: execution, cutting hand and leg in opposite directions, exile, and prison. These prisoners are given jail terms, execution sentences, and exile at the same time. Some of these prisoners have been wounded by bullets and have lost some parts of their body.

The names of these 26 people are as follows:

Hamed Ahmadi, Jamshid Dehqani, Jahangir Dehqani, Kamal Mollaii, Seddiq Mohammadi, Hadi Hoseini, Loqman Moradi, Zanyar Moradi, Shahram Ahmadi (whose brother, Bahram Ahmadi, has been executed 27.12.2012, while he was under 18 at the time of arrest), Mohammad Yavar Rahimi (whose brother, Asqar Rahimi, was executed 27.12.2012), Mukhtar Rahimi, Bahman Rahimi, Poorya Mohammadi, Mohammad Qaribi, Farzad Shah Nazari, Poorya Qaderifard, Jamal Seyed Moosavi, and Loqman Amini.

These people are serving their jail terms in Rajai Shahr and Qezel Hesar prisons, and because their elderly mothers are not able to go for visits, the authorities will not even transfer them to their own cities. A few days ago, when a 67-year-old mother of one of these prisoners went to visit Shahram and Bahram Ahmadi, she had no news that her son Bahram was executed on 27 December 2012, and had been buried by the authorities. When officers of the visiting room said only Shahram was there and that they had executed Bahram 6 months ago, she got a stroke and for the last 12 days has been under intensive care, and doctors have said that she might lose her memory because of the shock she has received. This is a small fraction of pain and suffering of the families of these prisoners. We need to mention that we have written a few letters to Mr. Ahmadinejad and the leader of Iran, but gotten no results.

We ask you to write letters to the Iranian authorities, especially to the new president who has promised to free political prisoners, and ask them to cancel the death sentence of these prisoners and free them as soon as possible, so that they can come back to their families.

Sincerely

Families of 26 Prisoners Facing Execution

15 July 2013

Also published by the International Committee against Execution, ICAE 15.07.2013

icaes.international@gmail.com

http://noexecutions.blogspot.de/

Appell der Familie von Khaled Hardani an Ban Ki-moon

Juli 18, 2013

So hört doch unsere Stimme der Unschuld

Appell der Familie Khaled Hardanis an Ban Ki-moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen

Eure Exzellenz,

einen hochachtungsvollen Gruß von einer Familie, dessen einziger Erwerbstätiger seit vierzehn Jahren Kerker, Misshandlung und Folter erleidet und der zur Stunde in der Stadt Karadsch unrechtmäßig im Gefängnis von Gohardascht eingesperrt ist, im sogenannten Radschai Schahr. Im Laufe dieser leidvollen Jahre hat er jede Hoffnung aufgegeben. Seine Zukunft ist ungewiss und er lebt mit der Ahnung vom Tod der ihm Tag für Tag droht sowie mit der Wirklichkeit häufiger Folter und körperlicher Misshandlung. Zahlreiche falsche Anschuldigungen sind gegen ihn erhoben worden, sodass er heute keine Möglichkeit mehr hat für seine Rechte selbst einzutreten. Die Geheimpolizei hat ihn mehrmals schwer misshandelt. In diesen langen Jahren durfte er das Gefängnis auch nicht für einen einzigen Tag verlassen – noch nicht einmal zum Begräbnis seiner Mutter durfte er anreisen, nachdem sie aus Schmerz um die Trennung zu ihrem Sohn verstarb.

Die Anklage, die durch einen Vertreter der Teheraner Staatsanwaltschaft gegen ihn erhoben wurde, lautete Gefährdung der allgemeinen Sicherheit an Bord eines Flugzeugs. Daraus und aufgrund der herrschenden Rechtslosigkeit konnten eigenmächtig handelnde Polizeibeamte die Todesstrafe basteln, nachdem er es auch noch ablehnte, an erfahrungsgemäß unfair inszenierten Fernsehinterviews teilzunehmen. Obwohl sein Rechtsanwalt diese Verurteilung als politisch bewertete und eine Sonderverhandlung zur Neubewertung des Falls aufgrund von Inkompatibilität mit dem islamischen Rechtsdenken verlangte, ganz in Übereinstimmung mit Artikel Acht des Gesetzes über Aufbau und Funktion der Allgemeinen und Revolutionären Gerichte, gelang es den gleichen Akteuren um den Jahreswechsel von 2004 auf 2005 rechtswidrig, den Beschuldigten mit der Durchführung der bevorstehenden Hinrichtung zu konfrontieren. Nur dem starken, von Menschenrechtsorganisationen und der breiten Bevölkerung erhobenen Protest ist es zu verdanken, dass Ayatollah Schahrudi, damals Vorsitzender der Justiz, die Aussetzung der Hinrichtung anordnete.

Doch der Einfluss und die Macht jener treulosen Polizeikräfte auf gerichtliche Angelegenheiten blieb derartig groß, dass es ihnen gelang, ungeachtet des Einspruchs des Chefs der Justiz und des Obersten Staatsanwalts zwar nicht auf der Todesstrafe zu bestehen aber doch die grausame lebenslängliche Haftstrafe durchzusetzen. Dies geschah trotz der Tatsache, dass der Vertreter der Staatsanwaltschaft schon beim Erlassen der formalen Anklage festgestellt hatte – und so ist es als Mitschnitt auf einem Tonträger gespeichert worden, der nach wie vor im Gerichtsarchiv existiert –, dass der Angeklagte gemäß Abschnitt 5 des nur einen Artikel umfassenden Luftfahrt-Sabotage-Gesetzes freigelassen werden solle. Desungeachtet haben es diese gesetzlosen und mitleidlosen Beamten in ihrer beratungsresistenten Rechthaberei hinbekommen, dass dem höflichen und warmherzigen Vater sein ihm zustehendes Recht auf Freiheit verweigert wurde.

Eure Exzellenz, angesichts des unermesslich großen Schmerzes, den Khaled und seine Familie während dieser vierzehn Jahre erdulden mussten bitten wir Sie inständig, unter Nutzung der Ihnen verfügbaren Möglichkeiten als ein Anwalt der Leidenden, die bedingungslose Freilassung von Khaled Hardani zu verlangen sowie die Führung der Islamischen Republik Iran dazu aufzufordern, all dieser Gesetzlosigkeit und Willkür ein Ende zu bereiten, auf dass die Pein einer notleidenden Familie gemildert werde und damit dem sittlichen und gesetzlichen Mandat der Vereinten Nationen entsprochen wird.

Mit den aufrichtigsten und erkenntlichsten Grüßen

Khaled Hardanis Familie

15. Juli 2013

Ebenfalls veröffentlich beim Internationalen Komitee gegen Hinrichtung (ICAE) am 15.07.2013

icaes.international@gmail.com

http://noexecutions.blogspot.de/

Hear the voice of our innocence

Khaled Hardani’s family’s appeal to Ban Ki-moon, Secretary General of the United Nations

Your Excellency,

Respectful greetings from a family whose only breadwinner endured more than 14 years of incarceration, maltreatment and torture and is now being held illegally in Rajai Shahr Prison. Throughout these painful years he has lost hope. His future is uncertain and he lives with the daily threat of death and the frequent reality of torture and physical mistreatment. Numerous false accusations were made against him, so that he now has no way to defend his legal rights. He has been severely mistreated several times by the secret police. During these long years he has not had a single day’s leave, not even to attend his mother’s funeral after she died of grief because of being parted from him.

The charge laid against him by a representative of the Tehran prosecution office was of endangering public safety aboard an aircraft. Because of prevailing lawlessness, arbitrary police officers engineered his death sentence after he had refused to take part in staged television interviews. Although his lawyer deemed this judgement political and requested an extraordinary review on grounds of incompatibility with Islamic jurisprudence, in conformity with article 8 of the Law Establishing the General and Revolutionary Courts, following an illegal order by the same organisations he was summoned for implementation of his death sentence in late 2004 – early 2005. Due to strong protests from human-rights organisations and from the people at large, Ayatollah Shahroudi, then head of the Judiciary, issued a stay of execution.

Such was the influence and power of these arbitrary and lawless police forces in judicial matters that despite the protests of the head of the Judiciary and the chief prosecutor, although they retreated from insisting on the death penalty, they nevertheless managed to have him cruelly sentenced to life in prison. This is despite the fact that in issuing the formal charges, the representative of the prosecution office had stated – and this was recorded on a tape which exists in the Judiciary’s archives – that according to section 5 of the one-article Aviation Sabotage Law, the defendant should go free. Instead, the stubborn insistence of these lawless and callous officers meant that this kind and compassionate father was denied his legal right to freedom.

Your Excellency, in view of the torments that Khaled and his family have been enduring these fourteen years, we urgently implore you, in your capacity as a defender of those who suffer, to demand the unconditional release of Khaled Hardani, and to request that the leaders of the Islamic Republic of Iran put an end to all this lawlessness and arbitrary behaviour, so as to relieve a needy family of their anguish and fulfil the moral and legal mandate of the United Nations.

With warmest and most grateful salutations,

The family of Khaled Hardani

15 July 2013

Also published by the International Committee against Execution, ICAE 15.07.2013

icaes.international@gmail.com

http://noexecutions.blogspot.de/

Solidarität macht stark

Juli 17, 2013

Unsere Solidarität mit Mina Ahadi!

Das ist so seit Gründung des Zentralrats der Ex-Muslime im Jahr 2007 und das bleibt so: Wenn Mina Ahadi gedroht wird, wird jedem Irankritiker und Islamkritiker gedroht. Seit Jahren steht Frau Ahadi im erfolgreichen Kampf gegen iranische Hinrichtungen und gegen die Steinigung in der ersten Reihe.

Insbesondere der Fall der zum Tode durch Steinigung verurteilten Sakineh Mohammadi Ashtiani hat dazu beigetragen, dass die Weltöffentlichkeit auf den Iran schaut, aber ebenso, dass die Rufmordkampagnen gegen Mina Ahadi an Intensität zugenommen haben.

Wenn Frau Ahadi jetzt mundtot und unglaubwürdig gemacht werden soll, dann geht das jeden Menschenrechtsaktivisten oder Religionskritiker etwas an, der die kulturelle Moderne und die Meinungsfreiheit verteidigt und für den die allgemeinen Menschenrechte irgendwann und möglichst schon bald auch in Tunesien, Ägypten, Pakistan oder im Iran gelten müssen.

Menschenrechte sind universell und auch in Europa ein unverhandelbares und unteilbares Gut, das dem interreligösen oder interkulturellen Dialog nicht geopfert werden darf. Wir erkennen die aktuellen und weltweit spürbaren Drohungen gegen Islamkritiker auch im Kontext des erstarkenden Fundamentalismus in Tunis, Kairo oder Istanbul und als Teil der Gesamtstrategie einer globalen Islamischen Bewegung.

Als Bürgerrechts- und Menschenrechtsaktivisten haben wir denen zur Seite stehen, denen das Wort verboten wird oder die aus dem öffentlichen Diskurs ausgegrenzt werden sollen.

Wir verurteilen die Drohungen, die seit April 2000, seit der in Berlin veranstalteten Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung immer wieder gegen eine mutige und gründlich arbeitende Kritikerin der Menschenrechtssituation im Gottesstaat Iran erhoben und die auch im Sommer 2013 für die Betroffene spürbar geworden sind.

Gabi Schmidt

Edward von Roy

Aufruf an alle Humanisten

Juli 14, 2013

An alle mitfühlenden und solidarisch denkenden Menschen weltweit!

Von Mina Ahadi am 11. Juli 2013. Erstveröffentlicht in englischer Sprache auf der Seite Rowzane sowie bei Maryam Namazie. Dem Originaltext vorausgehende, unautorisierte Übersetzung ins Deutsche und Hinzufügung der Quellen von Edward von Roy.

Dieses Foto zeigt ein hübsches junges Paar, Ali Mahin Torabi und seine Ehefrau, die von der Türkei aus einen sicheren Ort auf der Welt suchen, zu dem sie ziehen können.[1]

Ali war im Iran zum Tode verurteilt worden. Im Jahr 2001, er war damals erst 16 Jahre alt, fragte er einen Mitschüler, warum er denn so spät dran wäre. Die Stimmung unter den Schülern war an diesem Tag wohl bereits angespannt, es kam zu Wortgefecht und Rauferei, andere Schüler mischten sich handgreiflich ein. Der Mitschüler wurde durch einen Messerstich schwer verletzt, für den Ali verantwortlich gemacht und angeklagt wurde. Aus dem Gefängnis rief er mich an und sagte mit kindlicher Stimme: Liebe Mina, sagen Sie den Leuten in Deutschland, dass sie verhindern müssen, dass Ali hinerichtet wird. Alle Menschen, die zum Tode verurteilt sind, haben die starke Hoffnung und Erwartung, dass ihnen jeder hilft, der jetzt davon weiß. Und wirklich, als dieser Fall erst im Iran in den Medien publik gemacht worden war und als danach sogar ein weltweiter, heftiger Protest gegen die geplante Hinrichtung begann, reichte diese gemeinsame Anstrengung aus, um Alis Leben zu retten.

Dieses Bild zeigt Zaniar (oder Zanyar) Moradi, der in einem der schlimmsten iranischen Gefängnisse überleben muss, im Gohardascht genannt Radschai Schahr in der Stadt Karadsch.[2]

Er und sein Cousin Loghman (oder Loqman) Moradi sind für die – angebliche! – Ermordung des Sohns des Freitagspredigers von Marivan angeklagt worden, des Klerikers Shirzadi. Zaniar war zum Zeitpunkt der Verhaftung erst 17 Jahre alt. Der ungeklärte Mord geschah im Juli 2009. Marivan liegt ganz im Westen des Iran, unmittelbar an der Grenze zum Irak und in einem von kurdischer Bevölkerung geprägten Gebiet. Im Dezember 2010 verurteilte Zweigstelle 15 des Teheraner Revolutionsgerichts die beiden Cousins aufgrund der iranischen Straftatbestände „Feindschaft gegen Gott“ (enmity against god, moharebeh ba khoda) und „Verderbenstiften auf Erden“ (corruption on earth, efsad-e fel-arz) zum Tod durch Erhängen. Unter der Folter gestand er.

Zaniar Moradi erlitt durch die Folter schwere Rückenverletzungen, aufgrund derer er nicht mehr gehen kann. Die Behörden verweigerten ihm den Arztbesuch. Die Gefängniswärter sagten ihm, dass er doch sowieso bald hingerichtet werden würde und dass es deshalb nicht mehr von Nutzen sei, ihn noch zu einem Arzt zu lassen. In einem Interview mit italienischen Reportern, das live vom Gefängnis aus übertragen wurde, sagte er: Lasst nicht zu, dass sie mich umbringen, ohne dass meine Wünsche erfüllt sind – ich will leben. Jeder in Italien, der das anhörte und anschaute, war tief berührt und weinte. Ein italienischer Reporter schrieb: Die Geschichte Italiens ist in zwei Teile gespalten, einen Teil bevor Zaniars Stimme gehört wurde und einen Teil danach.

Zaniar ist einer von vielen Hundert politischen Gefangenen, die im Gohardascht-Gefängnis eingesperrt und zum Tode verurteilt sind. Mittlerweile sind es ungefähr 1400 Gefangene, die im berüchtigten Radschai Schahr auf die Todesstrafe warten, vielfach aufgrund der – echten oder angeblichen – Vergehen Drogenbesitz oder Mord. Nach unseren neuesten Informationen vom sechsten Juli haben die Behörden und Verantwortlichen alle 1400 Häftlinge darauf hingewiesen, dass sie in den nächsten sechs Monaten hingerichtet werden sollen.

Dieses Bild zeigt den zwanzigjährigen Ibrahim Arnavaz, der am letzten Samstag hingerichtet wurde, am siebten Juli 2013.[3]

Er war Sportler und hatte nach seiner Verhaftung mehrfach seine Unschuld beteuert. Unglücklicherweise erfuhren wir erst nach der Hinrichtung von diesem Fall. Ibrahim Arnavaz war einer der 98 Menschen, die im Iran innerhalb der letzten zwanzig Tage hingerichtet worden sind. Heute möchte ich jedem verdeutlichen, dass er, indem er diese Informationen verbreitet und unsere Protestkampagne unterstützt, wirklich mehreren Menschen das Leben retten kann.

Das Internationale Komitee gegen Todesstrafe verurteilt die Welle der Hinrichtungen, die seit der Präsidentschaftswahl Rohanis den Iran überschwemmt. Wir appellieren an Sie, alles in Ihren Möglichkeiten Stehende zu tun, um das Morden zu beenden.

Es vergeht kein einziger Tag, ohne dass mich die Verurteilten aus dem Gefängnis anrufen und um Hilfe bitten, damit sie nicht umgebracht werden. Jeder Mensch auf der Welt kann von seinem Ort aus etwas tun, um ihnen zu helfen. Wir rufen alle Menschen dazu auf, mit uns gegen die Todesstrafe und gegen die verantwortlichen iranischen Behörden zu protestieren.

Mina Ahadi

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

Internationales Komitee gegen Steinigung

0049 (0) 1775692413

minnaahadi@gmail.com

http://stopstonningnow.com/wpress/

http://notonemoreexecution.org/

http://ex-muslime.de/

Q u e l l e n

[1] This is a picture of a nice young couple. This is Ali Mahin Torabi and his wife, in Turkey who are looking for a safe place to move to. (hier bei: Rowzane)

http://rowzane.com/html/%D9%85%D9%86%D8%AA%D8%AE%D8%A8-%D8%B3%D8%B1%D8%AF%D8%A8%DB%8C%D8%B1/%D9%85%D9%87%D9%85%D8%AA%D8%B1%DB%8C%D9%86-%D8%B1%D9%88%DB%8C%D8%AF/762-mina-ahadi-to-all-caring-people-around-the-world.html

Ali Mahin Torabi (ein Bild von: Guardian, hier bei: GulfNews)

http://gulfnews.com/polopoly_fs/1.1005068!/image/2869401713.jpg_gen/derivatives/box_475/2869401713.jpg

I was in custody for 28 days and during that time, I endured all kinds of torture and beatings. They beat me so hard that finally I confessed to something I had not done.

aus: Iranian talks about seven years on death row

in: Guardian News & Media Ltd, 07.04.2012 (ein Artikel von Saeed Kamali Dehghan, Erstveröffentlichung s. u.)

http://gulfnews.com/news/region/iran/iranian-talks-about-seven-years-on-death-row-1.1005009

Iranian who spent seven years on death row tells of ordeal. Von Saeed Kamali Dehghan, Guardian 27.03.2012

http://www.guardian.co.uk/world/2012/mar/27/iranian-death-row-tells-ordeal

[2] als kurdischer politischer Gefangener im Todestrakt des Gefängnisses Radschai-e Schahr: Zanyar Moradi (hier bei: International Campaign for Human Rights in Iran)

http://www.iranhumanrights.org/wp-content/uploads/zanyar_moradi1.jpg

rechts: Zanyar Moradi, links im Bild sehen wir seinen Cousin Loghman Moradi (hier beim Blog: Persian2English)

http://persian2english.com/wp-content/uploads/2012/03/zL.jpg

rechts: Zanyar Moradi, links im Bild sehen wir seinen Cousin Loghman Moradi (hier beim Blog: Persian2English)

22.10.2011 – The death sentences against Loghman Moradi and Zaniar Moradi, two members of Iran’s Kurdish minority have been upheld by the Supreme Court. They could now be executed at any time.

Zaniar (or Zanyar) Moradi and Loghman (or Loqman) Moradi were sentenced to public hanging on 22 December 2010 by Branch 15 of the Tehran Revolutionary Court. They have been convicted of “enmity against God” (moharebeh) [Anm.: der Täter ist ein mohareb, a warrior against God] and [spreading] “corruption on earth” [Anm.: efsad-e fel-arz; der Täter ist ein Mofsed-e fel-Arz] for allegedly murdering the son of a senior cleric in Marivan, Kordestan province, north-eastern Iran, on 4 July 2009. They have also been convicted of participating in armed activities with Komala, a Kurdish opposition group. The trial reportedly lasted 20 minutes but the two men appealed the sentences.

A 12 October 2011report stated that the Supreme Court had upheld the verdicts. According to information, Loghman and Zaniar Moradi have been verbally notified of the Supreme Court’s decision. Amnesty International is investigating reports suggesting that Zaniar Moradi was 17 at the time of his arrest.

Zaniar Moradi and Loghman Moradi were arrested respectively on 1 August 2009 and 17 October 2009 in Marivan. They were held by the Ministry of Intelligence for the first nine months of their detention, when no charges of murder were brought against them. They were moved several times between detention facilities and, at or around the beginning of December 2010, were finally transferred to Section 4 of Raja’i Shahr Prison in Karaj, northwest of Tehran.

Loghman and Zaniar Moradi then wrote a letter in which they stated that during their interrogation session by the Ministry of Intelligence they were forced to “confess” to the allegations of murder after being tortured for a period of 25 days and threatened with rape. Both men were denied access to adequate medical treatment.

Gefunden bei: Mesopotamische Gesellschaft, Mezopotamian Development Society

http://www.mesop.de/2011/10/23/so-where-is-the-protest-of-the-german-left-party-who-smiles-with-the-mullahs-amnesty-international-iranian-kurds-at-risk-of-imminent-execution/

HRANA News Agency – Zaniyar Moradi, the political prisoner who is sentenced to death was transferred to hospital due to medical treatments related to his diseases but without completing the process he has been moved back to quarantine of Rajaie Shahr prison in Karaj.

According to a report by Human Rights Activists News Agency (HRANA), Zaniyar Moradi the political prisoner in ward 12 of Rajaie Shahr prison was transferred to Sina hospital to get treatments for hernia and issues related to knee and his back.

He has transferred back to prison on Saturday at 11:30 right after the hernia surgery, however, the doctors emphasized he needs to be under medical supervision because of the surgery and continuation of medical treatment related to his knee and back.

One of the prisoners in Rajaie Shahr prison said to HRANA correspondent that “Zaniyar has been beaten when he returned to prison by a warder whose name is Daftari and because he has been beaten severely one of his stitches torn. Then Zaniyar has been transferred to quarantine ward of Rajaie Shahr prison which is one of the dirtiest wards of this prison and there is no news about Zaniyar till now.”

“The warder who was beating Zaniyar and formed dossier for Zaniyar to send him to confinement cell, tried one more time to beat Zaniyar in Summer 2010 but the other prisoners mediated and did not let him to do it”, he continued.

The political prisoners of ward 12 believe that the warder revenged Zaniyar.

Zaniyar Moradi is accused of killing Memari and Hajeer Ibrahimi, the sons of Marivan Friday’s prayer Imam by collaboration of his cousin Loghman Moradi.

They have refused all charges several times before.

Quelle: Human Rights Activists News Agency (HRANA)

https://hra-news.org/en/zaniyar-moradi-was-transferred-to-confinement-in-quarantine-ward

auf Italienisch, ebenfalls bei HRANA

E’ stato operato d’ernia, ma subito dopo, nella giornata di sabato scorso, è stato riportato in carcere, benché i medici avessero sottolineato che il decorso post-operatorio dovesse svolgersi sotto controllo medico e che le terapie al ginocchio e alla schiena dovessero continuare. … Zanyar Moradi è condannato a morte per l’accusa di avere ucciso, in collaborazione con suo cugino Loghman Moradi (anch’egli condannato a morte), Memari e Hajeer Ibrahimi, i figli dell’Imam della preghiera del venerdì di Marivan (città della provincia del Kurdistan iraniano). Sia Zanyar che Loghman Moradi hanno più volte respinto tutte le accuse.

http://www.iranhr.it/sospese-le-cure-ospedaliere-a-prigioniero-politico-condannato-a-morte-e-ritornato-in-carcere/

Mamousta Mostafa Shirzadi, der Freitagsimam und Vater des in Marivan Ermordeten Saadi. Julias Blog übersetzt dazu:

Die Angehörigen von Loghman und Zanyar erklärten gegenüber Rooz, dass die Geständnisse konstruiert und unter Gewaltanwendung erzwungen worden seien.

Zanyar und Logman Moradi bestätigten dies in einem im Gefängnis verfassten Schreiben. Ihre Geständnisse seien unter Folter erzwungen worden, die Verhörbeamten hätten ihnen mit “sexueller Vergewaltigung” gedroht, erklärten sie. …

Zanyars Vater Eghbal Moradi sagte dazu gegenüber Rooz: “Unsere einzige Hoffnung ist, dass der Freitagsprediger dem Druck der staatlichen Sicherheitsorgane nicht nachgibt. Mamousta Shirzadi weiß besser als jeder andere, wie sein Sohn umgebracht wurde. Wir glauben, dass er hier in ein politisches Spiel geraten ist. Er weiß, dass Zanyar und Loghman unschuldig sind, und ich hoffe, dass er sich daran erinnert.”

http://englishtogerman.wordpress.com/2012/02/08/todesurteile-gegen-zanyar-und-loqman-moradi-der-freitagsprediger-konnte-sie-retten/

Der Vater von Zanyar Moradi, Eghbal Moradi berichtet dem Iran Human Rights Documentation Center (IHRDC)

I am Eghbal Moradi. At the moment I reside in Iraqi Kurdistan. I have been working with Kurdish political parties for 33 years. I am also the father of Zanyar Moradi, who is currently a political prisoner sentenced to death in Iran. In the past I was one of the officials of the Komala movement. … I heard the news of Zanyar’s arrest 10 to 15 days after I was attacked by a terrorist group affiliated with the Islamic Republic within the borders of Iraq. I was wounded severely by the attack. The government of the Islamic Republic itself tried to assassinate me with the help of terrorist groups it had in Iraqi Kurdistan. Since they were not successful in their attack, I knew that they would somehow hurt my family in order to retaliate out of fear that I would take some action against the terrorists they had sent to kill me. Unfortunately, Zanyar was with my parents in Iran at the time, and 10 to 15 days after I was wounded Zanyar was arrested by the Intelligence Ministry Office in Sanandaj. … I was arrested in Sanandaj, where I was a student at the time. After I had been in prison for 5 or 6 years without being charged, Khomeini announced a public amnesty and fortunately I was one of those amnestied, otherwise I would have been executed. There were about 13 or 14 of us and we were all from Marivan. … I was in captivity for 5 or 6 years in Orumiyeh, Sanandaj, Marivan, and Tabriz. Eghbal Moradi, December 21, 2011

http://www.iranhrdc.org/english/publications/witness-testimony/1000000115-witness-statement-of-eghbal-moradi.html#.UeN4SKxc06A

Der Oberste Gerichtshof hat die gegen Loghman Moradi und Zaniar Moradi verhängten Todesurteile bestätigt. Den beiden iranischen Kurden droht nun jederzeit die Hinrichtung.

Loghman Moradi und Zaniar Moradi waren am 22. Dezember 2010 in einem Berichten zufolge 20-minütigen Prozess von der 15. Kammer des Revolutionsgerichts in Teheran zum Tod durch Erhängen verurteilt worden. Das Gericht hatte die beiden Kurden der „Feindschaft zu Gott“ (moharebeh) und der „Verdorbenheit auf Erden“ schuldig gesprochen, weil sie am 4. Juli 2009 in Marivan, einer Stadt in der im Nordosten des Landes gelegenen Provinz Kurdistan, den Sohn eines hohen Geistlichen ermordet haben sollen. Darüber hinaus hatte das Gericht die beiden Männer für schuldig befunden, in bewaffnete Aktivitäten der kurdischen Oppositionsgruppe Komala verwickelt gewesen zu sein. Loghman Moradi und Zaniar Moradi legten Rechtsmittel ein, die jedoch laut einer Meldung vom 12. Oktober 2011 vom Obersten Gerichtshof abgewiesen wurden. Es hieß, die beiden Männer seien mündlich über die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs informiert worden. Amnesty International geht derzeit Berichten nach, denen zufolge Zaniar Moradi zum Zeitpunkt seiner Festnahme erst 17 Jahre alt gewesen sein soll.

Zaniar Moradi und Loghman Moradi waren am 1. August beziehungsweise 17. Oktober 2009 in Marivan festgenommen und anschließend neun Monate lang vom Geheimdienstministerium in Haft gehalten worden. Während dieser neun Monate ist keine Anklage wegen Mordes gegen sie erhoben worden. Beide Männer wurden mehrfach in verschiedene Hafteinrichtungen verlegt, bevor man sie schließlich etwa Anfang Dezember 2010 in Trakt 4 des in Karaj nordwestlich von Teheran gelegenen Gefängnisses Raja’i Shahr einwies. Von dort schrieben sie einen Brief, in dem sie ausführten, während ihrer Vernehmung durch Angehörige des Geheimdienstministeriums zu dem „Geständnis“ gezwungen worden zu sein, den Sohn des Geistlichen ermordet zu haben. Zuvor, so Zaniar Moradi und Loghman Moradi, in ihrem Schreiben, seien sie 25 Tage lang gefoltert und mit Vergewaltigung bedroht worden. Keiner der beiden Männer wurde angemessen medizinisch versorgt.

amnesty international, 19. Oktober 2011

http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-307-2011/iranischen-kurden-droht-hinrichtung

Die Mutter von Zanyar Moradi bittet das Regime, ihren Sohn nicht hinzurichten. Kurdisch mit persischen Untertiteln. Mother of Zanyar Moradi asks that the regime in Iran not execute her son. Kurdish w Farsi subs

http://www.youtube.com/watch?v=5wLct7j1cSI&feature=player_embedded

Auch MISSION FREE IRAN setzt sich für die Freilassung von Zanyar & Loghman Moradi ein

http://missionfreeiran.org/2013/01/09/tweetstorm-to-stop-the-execution-of-zanyar-loghman-moradi/

http://missionfreeiran.org//?s=Moradi

[3] der Athlet Ibrahim Arnavaz, hingerichtet am 7. Juli 2013 in der nordiranischen Stadt Rascht (Resht), Provinz Gilān (hier als Foto gefunden auf: facebook)

https://fbcdn-sphotos-c-a.akamaihd.net/hphotos-ak-prn1/p480x480/933901_10151442287492132_980872307_n.jpg

Athlet Ibrahim Arnavaz (hier als Foto bei: Maryam Namazie)

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/files/2013/07/ebrahim-11.jpg

(hier bei: Freedom Messenger – Ghasedane Azadi)

https://fbcdn-sphotos-a-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash4/p480x480/999815_10151468459102271_76816158_n.jpg

To all caring people around the world!

This is a picture of a nice young couple. This is Ali Mahin Torabi and his wife, in Turkey who are looking for a safe place to move to.[1]

Ali had been sentenced to death. In 2001 when he was 15 years old he asked a fellow student at his school why he was late. As they started to fight, Ali’s fellow student got stabbed by a knife and Ali was convicted for it. He called me from prison and said with a childish voice: Dear Mina, tell the people of Germany that they have to prevent Ali from getting executed. People who are sentenced to death penalty have an expectation that everyone who knows about the case shall help them. Since this was broadcasted in Iran and across the world a massive protest began and thanks to that Ali is still alive.

This is a picture of Zaniar Moradi who is in one of Iran’s worst prisons, The Rajaie Shahr in Karaj.[2]

He and Loghman Moradi were arrested in charge of murder of a religious leader’s son (Marivan). He confessed during the torture. He got a serious back injury from the torture and now he can’t walk. The authorities denied him hospitalization. The prison guardians told him that he will be executed anyway so it was no use for him to go to the doctors. In an interview with Italian reporters which was broadcasted live from prison he said: Don’t let me get killed without my wishes getting fulfilled, I want to live. Everyone who saw this in Italy where very touched and cried. A reporter in Italy wrote: The history in Italy got divided into two parts, one before they heard Zaniar’s voice and one after.

Zaniar is one of many political prisoners who are sentenced to death in The Rajaie Shahr. Meanwhile there are approximately 1400 prisoners in the same prison who are convicted to death, possession of drugs and murder. According to recent news from the sixth of July, that we received, the authorities have warned all 1400 prisoners that they will be executed within six months.

This is a picture of Ibrahim Arnavaz who was 20 years old and got executed last Saturday the seventh of July 2013.[3]

He was an athlete and at several times he said that he was innocent. Unfortunately we got aware of this case after the execution. He was one of the 98 persons who have been executed the last 20 days in Iran. Hereby I want everyone to realize that when you spread information, help and protest you can save several lives.

The International Committee Against Execution condemns the massive wave of executions after Rohani’s presidential election and we are urging you to do whatever you can to prevent the killing.

There is not one single day that the convicts don’t call me from prison and ask for help so they don’t get killed. What can we do to help them? We are asking all human beings to protest against death penalty and the authorities.

Mina Ahadi

2013-07-11

Mina Ahadi

The International Committee Against Execution, ICAE

The International Committee Against Stoning, ICAS

0049 (0) 1775692413

minnaahadi@gmail.com

http://stopstonningnow.com/wpress/

http://notonemoreexecution.org/

http://ex-muslime.de/