Eltern gegen Kinderbeschneidung Teil I Erziehung und Menschenbild

September 21, 2012

Kindlich unversehrt statt beschnitten auf Elternwunsch

Auch im Namen der Familienfreundlichkeit oder kulturellen Vielfalt kann der säkulare Rechtsstaat die medizinisch unbegründete Beschneidung an einem Jungen nicht legalisieren. Ein Beitrag zum heutigen Kölner Protest Eltern gegen Kinderbeschneidung. Von Edward von Roy am 21. September 2012.

Zwei Zitate vorab, Graumann und Beck:

Wir haben in dieser Frage doch gar kein Verhandlungsmandat. In den fünf Büchern Mose steht nun einmal, dass jüdische Jungen, sofern sie gesund sind, am achten Tag beschnitten werden müssen. Nicht sieben Tage, nicht neun Tage, sondern acht Tage nach der Geburt. Wir selbst können da keine Zugeständnisse machen, da muss man schon mit dem lieben Gott verhandeln.

Dieter Graumann am 03. Juli 2012 zum Kölner Stadt-Anzeiger. „Die ganze jüdische Welt ist betroffen“[1]

Sie dürfen nicht übersehen, dass der Beschneidungsbefehl in der jüdischen Religion und im islamischen Glauben fundamental ist. Die Begründung des Bundes Gottes mit dem Volk Israel und Abraham in Genesis 17 beginnt mit dem Befehl an Abraham, die Kinder des Volkes Israel zu beschneiden, sobald sie acht Tage alt sind. – Da brauchen Sie nicht den Kopf zu schütteln, Frau Kollegin Rupprecht.

Es ist im Rahmen des Grundrechtsausgleichs mit zu erörtern, welchen Stellenwert der Beschneidungsbefehl für diese Religion hat. Und da kommen wir zu dem Ergebnis: Es handelt sich um den ersten Befehl Gottes, der für diese Religion gilt, und er ist das Fundament des Glaubens aller abrahamitischen Religionen. Damit hat er einen sehr hohen Stellenwert. Ein Verbot der Beschneidung jüdischer und muslimischer Kinder würde faktisch bedeuten: Jüdisches Leben und islamisches Leben sind in Deutschland auf Dauer legal so nicht möglich.

Volker Beck am 19. Juli 2912 vor dem Deutschen Bundestag, Plenarprotokoll 17/189[2]

Soweit die beiden für die deutsche Beschneidungsdebatte wichtig gewordenen Meinungen. Wer jetzt die Worte des Vorsitzenden des Zentralrats der Juden im Zeitungstext sucht, liest, ein bisschen anders als in der Überschrift, nicht: „Die ganze jüdische Welt ist betroffen“, sondern: „Die ganze jüdische Welt fühlt sich im Moment betroffen“.

Betroffen, das heißt in der deutschen Sprache zweierlei, einmal und ganz einfach: etwas ist gemeint, etwas ist jetzt Gegenstand der Betrachtung oder Debatte, und zum anderen kann es heißen: jemand ist traurig, jemand ist schmerzlich gerührt.

Graumann sagt: „fühlt sich … betroffen“, der Religionsfunktionär meint also ausdrücklich auch die Ebene des Emotionalen.

Beides könnte man unterstützen, denn auch wir meinen tatsächlich – als Betrachtungsgegenstand – die beschneidungswilligen Erwachsenen und kritisieren genau sie und niemanden sonst, und auch wir wünschen uns – emotional und einfühlsam – Rührung und Traurigkeit bei den Zirkumzisionsfreunden, allerdings meinen wir nicht Empörung über die Einmischung und Kritik von außen, sondern Trauer über die unnötige Körperverletzung an Kindern, die manche Gottesfürchtige, einer Jahrhunderte oder vielmehr Jahrtausende alten Tradition folgend, auch im 21. Jahrhundert immer noch praktizieren möchten.

Anfang Juli habe Herr Graumann, der sich gerade in Israel aufhielt, „besorgte Anrufe und Mails aus den USA und vielen anderen Ländern der Welt“ erhalten:

Alle fragen mich: Sollen Juden in Deutschland nun nicht mehr leben können?

Natürlich sollen kleine jüdische Jungen überall auf der Welt und auch in Deutschland leben können, aber eben körperlich unversehrt – und das heißt unbeschnitten.

Der Zentralratsvorsitzende unterstellt Beschneidungsgegnern Kaltherzigkeit. Wir beurteilen kindliche Genitalien als unbedingt schützenswert und nicht zu versehren:

Hinter dieser Beurteilung verbirgt sich eine kalte Gefühl- und Respektlosigkeit gegenüber Religion.

Religion ist auch mal Steinigung, insofern respektieren wir Religion tatsächlich nicht pauschal. Ansonsten kann man doch wohl auch Herrn Graumann einen Mangel an Empathie attestieren, der sich auf einen angeblich vom Himmel herab gekommenen Befehl beruft und den die Schreie des beschnittenen Säuglings kalt lassen und gar nicht rühren.

Dieter Graumann, der gerne verschweigt, dass die Mehrheit der männlichen deutschen Juden gar nicht beschnitten ist und wahrscheinlich auch noch glücklich damit, erweist sich als gehorsamer Diener der literalistischen, der wortwörtlichen Lesart heiliger Texte:

Wir haben in dieser Frage doch gar kein Verhandlungsmandat. In den fünf Büchern Mose steht nun einmal, dass jüdische Jungen, sofern sie gesund sind, am achten Tag beschnitten werden müssen. … Wir selbst können da keine Zugeständnisse machen, da muss man schon mit dem lieben Gott verhandeln.

Das Heil der Seele stehe also aus dem Spiel, und Heilsverlust spüren die globalen Fundamentalisten, auch die Christen unter ihnen, als ewige Verdammnis und, mindestens im Islam, als ewigen Aufenthalt im schrecklichen Nār, d. h. im Feuer von al-Dschahannam, der Hölle.

Mit Billigung von Schulministerin Sylvia Löhrmann ist in Nordrhein-Westfalen ab 2012 die Angst vor dem, was satanisch (heilsgefährdend) oder nadschis (rituell unrein) ist, offensichtlich pädagogisch wertvoll, ins Schulleben zu integrieren und versetzungsrelevanter Lernstoff im Islamischen Religionsunterricht.

Im Judentum wie auch im Islam ist die Frau, die gerade ihre Tage hat, rituell verunreinigt und darf als Muslima beispielsweise den Koran nicht berühren. Der männliche jüdische Neugeborene ist durch seine Geburt und den Kontakt mit dem mütterlichen Blut oder bereits den Kontakt mit dem mütterlichen Körper weiblich verunreinigt – für die Dauer von genau sieben Tagen. Erst nach Ablauf dieser Frist, am achten Tag, macht ihn das Beschneidungsritual vor dem Schöpfergott rein und nimmt ihn in den Männerbund auf.

Seit Jahrtausenden wird das Heilige maskulin verwaltet – aus keinem anderen Grund dürfen bis heute bei allzu vielen katholischen Kirchengemeinden Mädchen nicht Messdiener werden. Auch der unbeschnittene jüdische oder muslimische Mann ist rituell nicht rein und setzt, wer weiß, die Reinheit der Ehefrau und das Seelenheil der Kinder aufs Spiel.

Die Beschneidung des Jungen hat also äußerst viel mit der bei Frauen angeblich stets besonders prekären rituellen Reinheit bzw. Tahara (arab. ṭahāra, Adjektiv ṭāhir, hebr. Tahara, Adjektiv tahor) zu tun. Unreinheit ist im Islam Nadschasa (naǧāsa, Adjektiv naǧis), hebräisch Tumah (Adjektiv tame).

Die Muslima ist permanent von naǧāsa bedroht, das liegt doktrinär vor allem bereits an ihrer Monatsregel. Die Menstruation der Frau wird im öffentlich zu kontrollierenden Islam, wie ihr Kopftuch oder vielmehr Schleier (ḥiǧāb, parda), ein Politikum allerersten Ranges. Der Frau wird damit ihre Weiblichkeit zum Vorwurf gemacht, ihr bloßes Frausein grenzt an das Ekelhafte und Teuflische und könnte den Ehemann und den heiligen Text beschmutzen. Das ist beides, echte monotheistische Religion und extremer Patriarchalismus und Sexismus. Und das ist ein Frauenbild und Männerbild (und auch ein Gottesbild), das in der kulturellen Moderne nichts zu suchen hat.

Denn auch den Mann bedrohe das rituell Unreine, meinen manche Gelehrte, und noch die feinsten Partikel von selbst dem molekularen Bereich zuzurechnenden Verunreinigungen (ǧanabāt) nach vollzogenem Geschlechtsverkehr oder aber Atome des eigenen Urins könnten unter der Vorhaut haften bleiben und von dort aus, weiß Gott, das Gebet des Muslim ungültig machen.[3] Sicherheitshalber ist daher im Islam die Vorhaut zu entfernen, prophetisches Vorbild ist die Beschneidung sowieso.

Andere geistliche Autoritäten befinden, dass das rituelle siebenmalige Umkreisen (Ṭawāf) der Kaaba in Mekka nur für den Beschnittenen Gültigkeit habe. Auch das spreche für die Notwendigkeit der Zirkumzision.[4]

Sauber ist nicht rein. Der Gottlose mag sauber sein, doch nur der seinen Glauben Praktizierende ist mit sorgsam eingehaltener großer ritueller Waschung, Ghusl (ġusl) oder kleiner ritueller Waschung, Wudu (wuḍūʾ, persisch ābdast) zusätzlich für eine gewisse Zeit rein.

Wer im 21. Jahrhundert immer noch seine Söhne ohne medizinischen Grund beschneidet, will, dass alle Kinder lernen, das Reine und Heilige angestrengt zu suchen sich vor dem Unreinen und Nichtreligiösen zu ekeln. Kinder sollen aus Sicht der Fundamentalisten lernen, dass man vor Gottes Strafe im Diesseits und im Jenseits große Angst haben muss.

Zwar ist die Hölle kein Thema im Tanach, in der Hebräischen Bibel (mit ihren Hauptteilen Tora / Weisung, Nevi’im / Propheten und Ketuvim / Schriften), doch versichert uns beispielsweise das (zwischen 130 und 68 v. Chr. entstandene) Buch Henoch die Existenz der Hölle.

Aufenthaltsort der Verstorbenen sind demnach vier tiefe Hohlräume, drei dunkel, einer hell; in den Dunkelkammern leiden die Sünder, die helle Abteilung ist den Gerechten vorbehalten. Engel führen die Ungerechten dem Richtplatz zu und der grausame Rest ist allen Katholiken oder Koranlesern inhaltlich bestens bekannt:[5]

Entsprechend der Taten der Bösen werden sie in lodernden Flammen brennen, schlimmer als Feuer (100.9).

niemand wird ihnen helfen (100.4).

Und sei dir bewusst, dass sie [die Engel] eure Seelen in den Sheol bringen werden und sie [die Seelen] werden Böses erleiden und eine schwere Prüfung durchzustehen haben, in Dunkelheit, Fesseln und brennenden Flammen (103.7).

Zwar verzichtete der angesehene mittelalterliche jüdische Denker Moses Maimonides auf das Höllenmotiv und gab unumwunden zu, das männliche Geschlechtsorgan ein bisschen zerstören und schwächen zu wollen, versteckte sich aber ebenfalls hinter dem – von Volker Beck in die Bundestagsdebatte eingebrachten – himmlischen Beschneidungsbefehl.

Es stimmt aus Sicht der Literalisten, der Freunde der Wortwörtlichkeit: Moses hat seine Gesetzestafeln vom Himmel erhalten und auch der Koran ist dem Propheten von Allah oder Dschibril diktiert oder jedenfalls eingeflüstert worden. Und es stimmt wirklich, auch wenn Herr Volker Beck es anscheinend manchmal vergisst: unsere demokratischen Gesetze und die ihnen zugrunde liegenden Vorstellungen vom Menschen, also auch vom Menschen im Kindesalter, sind nicht vom Himmel gefallen.

Die britisch-jüdische Ärztin und Psychotherapeutin Jenny Goodman warb schon vor sechzehn Jahren dafür, die Beschneidung aufzugeben:[6]

Ich bin zuversichtlich, dass mein Volk so viele lebensbejahende, lebensfreudige und erkenntnisbringende Traditionen hat, dass unsere Identität und kulturelle Selbstachtung ohne Probleme überleben wird, wenn wir über die Beschneidung hinauswachsen, die ein grausames Relikt ist, das ich immer als eine Abweichung vom Herzen meiner Religion empfunden habe.

Volker Beck fällt den jüdischen und muslimischen Säkularen in den Rücken und bekundet im Plenarsaal sein Interesse an himmlischen juristischen Vorgaben:

Es ist im Rahmen des Grundrechtsausgleichs mit zu erörtern, welchen Stellenwert der Beschneidungsbefehl für diese Religion hat. Und da kommen wir zu dem Ergebnis: Es handelt sich um den ersten Befehl Gottes, der für diese Religion gilt, und er ist das Fundament des Glaubens aller abrahamitischen Religionen.

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen und menschenrechtspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion versteht es offensichtlich als seine Aufgabe, Koran und Hadith zu lesen beziehungsweise Genesis und Maimonides. In einem säkularen Staat jedoch hat ein Politiker theologische Dogmen gar nicht mit dem Grundgesetz abzugleichen, jedenfalls nicht auf Kosten des Grundgesetzes.

Auch besondere Gottesfurcht entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Das Urteil des Kölner Landgerichts hat endlich für Klarheit gesorgt und die Beschneidung als eine Körperverletzung definiert, in die auch die Eltern nicht einwilligen können.

Jetzt versuchen die Beschneidungslobbyisten diese gründliche – und mutige – Arbeit der Kölner Richter in Frage zu stellen und behaupten unbegründet, das Kölner Urteil würde Rechtssicherheit gerade verhindern.

Bereits im Juni sagte Volker Beck:[7]

Wir müssen uns darüber Gedanken machen, ob wir die Religionsfreiheit der jüdischen und muslimischen Glaubensgemeinschaft besser schützen müssen.

Da fragt man sich doch: Vor wem oder vor was soll die so genannte Religionsfreiheit geschützt werden – vor den Demokraten oder vor dem Grundgesetz?

Im selben Bericht (Der Spiegel) wurde glücklicherweise auch die Vorstandsvorsitzende der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes zitiert. Irmingard Schewe-Gerigk lobte das Gerichtsurteil aus Köln, das deutlich mache:

dass die körperliche Unversehrtheit von Kindern nicht mit religiösen Argumenten verletzt werden darf

Danke an Terre des Femmes für diese eindeutige Positionierung. Es ist sehr bezeichnend, dass eine Bewegung für die Rechte von Frauen und Mädchen 2012 die Arbeit leistet, an die sich Deutschlands Lehrer, Erzieher, Jugendverbände und vor allem Jungenarbeiter immer noch nicht herantrauen. Hochschulen für Soziale Arbeit, Städtische Jugendämter, Wohlfahrtsverbände wie Arbeiterwohlfahrt oder Der Paritätische, sie alle schweigen seit Jahren feige zum Tabuthema Nummer eins Jungenbeschneidung. Das muss sich ändern, in die Ausbildung von Erziehern, Lehrern und Sozialarbeitern muss eine ebenso höflich wie eindeutig beschneidungsablehnende Beratungsarbeit integriert werden, denn nur so kann die körperliche Gesundheit des männlichen Kindes integriert werden. Die gegenmodernen Traditionalisten und die religiösen Freunde der Wortwörtlichkeit werden selbstverständlich Widerstand leisten im Namen des gefährdeten friedlichen Zusammenlebens der Kulturen oder des Elternrechts auf religiöse Prägung des Kindes.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der heutigen zweistündigen Protestveranstaltung Eltern gegen Kinderbeschneidung haben nicht geschwiegen und lassen von kulturrelativistischen oder orthodox-religiösen Argumenten nicht beeindrucken, und dafür danke ich allen Anwesenden. Dutzende Kölner Passanten traten heran und ließen sich gerne informieren, nur drei oder vier Vertreter der Spezies entgrenzter Fremdenfreund schrien: ihr seid Nazis, oder: ihr seid Antisemiten und waren nicht bereit, die Aufklärungsbroschüren entgegenzunehmen. Diese Verteidiger offensichtlich irgendwie exotischer Initiationsrituale würden einem rheinischen Katholiken die Kinderbeschneidung verbieten und einem Menschen aus dem Nahen Osten erlauben – das ist Ungleichbehandlung.

Terre des Femmes kurz genannt TdF hat seit zwei Jahrzehnten in der deutschen Öffentlichkeit eine ganz bewundernswerte Aufklärungsarbeit zur grausamen weiblichen Genitalverstümmelung geleistet, zur so genannten FGM (female genital mutilation). In dieser Stunde werden weltweit 300 Mädchen an ihren Genitalien verstümmelt, am heuten Tag sind das 8000 Mädchen.[8]

Kein Kind kann etwas dafür, dass es als Mädchen oder Junge geboren wird. Jedes Kind hat das Recht auf ein Leben mit unversehrten Genitalien und, zwei oder drei oder vier Jahrzehnte später, auf eine uneingeschränkte Sexualität als Erwachsener.

Grundsätzlich können wir die Leistungen der weltweiten Arbeit gegen FGM also auch auf die rituelle Jungenbeschneidung übertragen; man denke nur an die erfolgreiche TdF-Kampagne „Kein Schnitt ins Leben“[9] – auch übertragen auf die 2012 von Dieter Graumann, Volker Beck, Guido Westerwelle oder Angela Merkel verteidigte Zirkumzision oder Jungenbeschneidung wäre das ein guter Kampagnentitel: „Kein Schnitt ins Leben.“

Islamische Beschneidung, Chitān (Chatna) oder türkisch Sünnet genannt, ist Pflicht oder jedenfalls Allahs nachzuahmende Sunna. Beschneidung ist damit Teil der Scharia.

Unsere Politiker in den Landtagen und im Bundestag trauen sich an das Thema Scharia nicht heran. Wenn sie es endlich einmal tun werden, müssen wir verhindern, dass das Islamische Recht mit Juristen wie Mathias Rohe oder Abdullahi an-Na’im erfolgreich und tatsachenwidrig als irgendwie menschenfreundlich und pauschal demokratieverträglich dargestellt wird.

Die Scharia ist totalitär und nicht reformierbar, weil sie – ihrer seit Imam al-Ghazali und wohl schon seit Mohammed verewigten Doktrin nach – erstens das menschliche Verstehen übersteigt und zweitens gar nicht von einem Menschen geschaffen worden ist. Allah selbst habe die Scharia geschaffen.

Die Chefideologen und Aktivisten der Islamischen Wiedergeburt, des Islamic Revival – die Parteigänger der Scharia, von Ali Schariati bis Naquib al-Attas – sagen zwar „westlich“ und „der Westen“, doch was sie meinen und angreifen, sind die Standards der allgemeinen Menschenrechte vom 10. Dezember 1948, denen die OIC seit 1990 bekanntlich ihr Menschenrechtskonzept entgegenstellt, die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam.[10]

Unsere Menschenrechte, auf denen das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland beruht, sind gar nicht „westlich“ oder „östlich, sondern sind, wie der Name schon sagt, allgemein oder universell. Boko Haram in Nigeria kämpft politisch bewusst und spirituell begeistert gegen die Gleichberechtigung der Nichtmuslime und Frauen – ab 1979 machte im Iran Ayatollah Chomeini nichts anderes. Was später auch die afghanischen Taliban auslebten, ist kein Kampf gegen den „Westen“, sondern der Dschihad für die Herrschaft Allahs – gegen die Meinungsfreiheit, gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau und nicht zuletzt gegen die Wissenschaft.

Wer gegen die rituelle Jungenbeschneidung ist, hat die Wissenschaft auf seiner Seite. Und auch Wissenschaft gibt es nur im Singular und ist unteilbar. Es gibt keine „westliche Wissenschaft“ oder „islamische Wissenschaft.“

Auch Menschheit oder Menschlichkeit gibt es nicht im Plural. Viele Traditionen oder Völker Afrikas oder Australiens haben die MGM (male genital mutilation) oder Jungenbeschneidung im Programm, und auch diesen nach Deutschland einwandernden Eltern aus den Ethnien der Xhosa oder Aboriginees hat der Rechtsstaat die Kinderbeschneidung zu untersagen – durchaus gar nicht kultursensibel, und gar nicht tolerant.

Auch im Rahmen der Beschneidungsdebatte wird – wir kennen das seit dem Kopftuchstreit oder Karikaturenstreit – immer wieder das friedliche Zusammenleben der Kulturen beschworen, gemeint ist die Erlaubnis des Kopftuchs und das Verbot der Islamkritik. Im säkularen Staat leben aber gar keine „Kulturen“ zusammen, sondern Staatsbürger bzw. Bürger. Den Einwanderer – oder den deutschen Juden oder deutschen Muslimen – juristisch folgenreich in eine angeblich fremde, angeblich ganz andersartige „Kultur“ einzusperren ist letzten Endes reinster Rassismus! Gerade wir als – global vernetzte – Beschneidungsgegner wollen und fördern die wirklich ernst gemeinte Integration.

Wer 2012 die rituelle Zirkumzision an Minderjährigen fordert, will ein Menschenbild verankern und politisch durchsetzen, das auf Reinigung und Verunreinigung beruht, auf der heilssichernden Ṭahāra und der ekelhaften und zur Hölle führenden Naǧāsa. Das ist ein Angriff auf das mühsam gegen die Macht der Religion errungene Menschenbild kultureller Moderne, gegen das Bild des Menschen, wie es von Renaissance, Aufklärungshumanismus und Psychoanalyse gefunden worden ist und die Wirkmacht der bösen Geister aus Stadtkultur und Gesetzgebung verdrängte.

Gegner der rituellen Jungenbeschneidung gibt es überall auf der Welt, unter Atheisten, Christen, Juden, Muslimen und Ex-Muslimen. Gegner der rituellen Jungenbeschneidung gibt es erfreulich oft unter Frauen und – man staune – sogar unter Männern (meistens lassen die Männer ihre Schwestern und Mütter die emotionale Arbeit erledigen oder die männlichen Missetaten in Ordnung bringen; allzu oft gilt daher der freche Satz: Das Patriarchat bauen die Frauen – die Männer sind auch dazu zu faul).

Leider sind viele Frauen auch auf der gegnerischen Seite aktiv – für die Legalisierung der Jungenbeschneidung. Eine davon ist offensichtlich Alice Schwarzer, die die Beschneidung für eine „sehr, sehr geringe“ Verletzung hält und „hygienische Gründe“ für die Routinebeschneidung an Jungen anführt. Beides ist wissenschaftlich ausreichend widerlegt.

Ich komme zum Schluss.

Es geht nicht um einen Kampf der Kulturen und schon gar nicht um einen Krieg Orient gegen Okzident, sondern es geht um den Widerspruch zwischen Kollektivismus und individueller Freiheit.

Es geht um den Kampf zwischen Gottesstaat und Aufklärungshumanismus, zwischen dem erneuerten Mittelalter und der kulturellen Moderne. Diese Grenze verläuft nicht zwischen den traditionsreichen Religionen, sondern mitten durch sie hindurch, sie trennt also nicht die Juden von allen Nichtjuden oder die Muslime von allen Nichtmuslimen, sondern sie trennt die monotheistischen Säkularen von den Anhängern der Wortwörtlichkeit.

Und sie trennt den säkularen Rechtsstaat von Halacha und Scharia.

Edward von Roy

Q u e l l e n

[1] Dieter Graumann am 03. Juli 2012 zum Kölner Stadt-Anzeiger. „Die ganze jüdische Welt ist betroffen“

http://www.ksta.de/politik/dieter-graumann–ganze-juedische-welt-ist-betroffen-,15187246,16539572.html

http://www.zentralratdjuden.de/de/article/3729.html

[2] Volker Beck am 19. Juli 2912 vor dem Deutschen Bundestag, Plenarprotokoll 17/189

http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/17/17189.pdf

[3] 24. If a drop of urine or pre-coital fluid comes out from the urinary passage, but remains within the foreskin, even then wudu will break. In order for wudu to break, it is not necessary for any liquid to come out from the foreskin.

25. If a man’s organ touches the private part of a woman and there is no cloth or any such barrier between them, wudu will break. Similarly, if the private parts of two women touch each other, wudu will break. But to indulge in such acts is a very serious sin. In both instances, whether any fluid comes out or not, wudu will break.

28. That substance whose discharge causes wudu to break is regarded as najis (impure) …

32. It is not permissible to touch the Quran without wudu. But if it is touched with a cloth which the person is not wearing, then it will be permissible.

ZEWAR BAHISHTI: HEAVENLY ORNAMENTS, BY MOULANA ASHRAF ALI THANWI

http://www.muslimkids.8m.net/TAHAARAH.htm

HAKIM-UL-UMMAT HAZRAT MOULANA ASHRAF ALI THANWI WAS THE RENOWNED PHILOSOPHER AND SCHOLAR OF ISLAMIC JURISPRUDENCE

http://www.muslimkids.8m.net/bahishti.html

[4] Article 121- Ihram of a person who has not been circumcised is correct but his Tawafs and prayers of Tawafs has problem and remains in the state of Ihram, except that he performs circumcision and then performs Tawaf and prayer of Tawaf.

Article 122- If an uncircumcised child is forced to perform Ihram or become Muhrim then his Ihram is correct; but all of his Tawafs has problem. Therefore, this person remains in the state of Ihram and exiting from the state of Ihram becomes hard for him; except that he circumcises and then performs Tawaf or others carry him for performing Tawaf.

The Rites of Umrah al-Mufradah. Rulings of Ihram

http://makarem.ir/websites/english/compilation/book.php?bcc=5003&itg=12&bi=21&s=ct

Ayatollah Makarem Shirazi

http://makarem.ir/websites/english/

[5] Hölle im Judentum, Buch Henoch

http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6lle#Judentum

[6] Lausanne (Schweiz) 1996. In ihrem Offenen Brief (Open Letter to Fourth International Symposium on Sexual Mutilations) kritisierte die britisch-jüdische Ärztin und Psychotherapeutin Jenny Goodman rituelle Vorhautbeschneidung kleiner Jungen so:

I am confident that my people have such an abundance of life-enhancing, life-affirming and mind-opening traditions, that our identity and sense of cultural self-heed will happily survive our outgrowing of circumcision, a cruel relic which has always felt to me like an aberration at the heart of my religion.

http://www.cirp.org/pages/cultural/goodman.html

[7] Der Zentralrat der Juden hatte das Urteil bereits am Dienstag als beispiellosen und dramatischen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften kritisiert. Zentralratspräsident Dieter Graumann sagte: “Diese Rechtsprechung ist ein unerhörter und unsensibler Akt.” …

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) äußerte sich ähnlich. Man sehe in dem Urteil “einen eklatanten und unzulässigen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften und in das Elternrecht”, teilte der Verband mit. Religionsfreiheit sei ein sehr hohes Gut und dürfe nicht Spielball einer eindimensionalen Rechtsprechung sein, die bestehende Vorurteile und Klischees weiter verfestige, sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek. …

Muslime fühlen sich kriminalisiert

Der Spiegel 27.06.2012

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/islamische-religionsgemeinschaft-kritisiert-beschneidungsurteil-a-841234.html

[8] Terre des Femmes

http://frauenrechte.de/online/index.php/themen/weibliche-genitalverstuemmelung.html

[9] Kein Schnitt ins Leben

http://www.anjaroehl.de/kein-schnitt-ins-leben/

[10] Universal Human Rights and “Human Rights in Islam”, By David Littman

http://www.dhimmitude.org/archive/universal_islam.html

Für Kinderrechte – gegen Kinderbeschneidung!

September 17, 2012

Menschenkette gegen Beschneidung

Köln, 21. September 2012

Für Kinderrechte – gegen Kinderbeschneidung!

Am 7. Mai 2012 hatte das Kölner Landgericht festgestellt, dass die nicht medizinisch begründete Beschneidung eines Jungen eine strafbare Körperverletzung ist, in die Eltern nicht einwilligen können. Seit drei Monaten nun erlebt Deutschland eine heftige Debatte zur rituellen Beschneidung an nicht einwilligungsfähigen männlichen Minderjährigen.

Zwei Kontrahenten stehen sich gegenüber: einerseits die islamischen und jüdischen Organisationen, die das Ritual beibehalten wollen. Diese konservativen bis reaktionären Kreise werden von Spitzenpolitikern wie Angela Merkel („Komikernation“) unterstützt. Auf der anderen Seite und weltweit vernetzt stehen wir und mit uns die Kinderrechtsorganisationen und Menschenrechtsorganisationen gegen Beschneidung.

Am 21. September werden wir eine Menschenkette bilden: Eltern oder Jugendliche, aus dem Iran oder Irak, aus Afghanistan und aus vielen anderen Ländern weltweit. Wir werden unserer Stimme Gehör verschaffen und zeigen: wir sind Eltern aus den so genannten islamischen Ländern, wo man die Beschneidung aus Tradition, seit vielen Jahrhunderten praktiziert, und wir sind kulturell modern und gegen Kinderbeschneidung.

Im Juli hat der Bundestag hastig einen Antrag angenommen, nach der die Regierung noch in diesem Herbst für die Legalisierung der religiösen Beschneidungen sorgen soll. Damit wurde gegen die körperliche Unversehrtheit und das Kindeswohl entschieden. Das ist verfassungswidrig und verstößt gegen die UN-Kinderrechtskonvention.

Bisher konnte die deutsche Öffentlichkeit bei dieser großen Debatte unsere Stimme leider nicht vernehmen.

Wir laden alle Medien und alle interessierten Menschen ein, am Freitag den 21. September um 17:00 Uhr nach Köln auf die Domplatte zu kommen und die Erfahrungen von Betroffenen zu hören.

Wir solidarisieren uns mit der Kampagne der Giordano Bruno Stiftung und ihren Partnern und mit allen anderen Kinderrechtsorganisationen, die bis heute und weltweit eine großartige Arbeit für die Kinderrechte und gegen diesen religiös begründeten Angriff auf den Kinderkörper geleistet haben.

Eltern gegen Kinderbeschneidung

Köln Domplatte

17 bis 19 Uhr

Freitag 21. September

Informationen zum Thema rituelle Beschneidung finden Sie bei:

Arbeitskreis Kinderrechte

http://pro-kinderrechte.de/

http://pro-kinderrechte.de/statement-von-eran-sadeh/

Die «Kinderrechtskampagne gegen Zwangsbeschneidung» ist eine Aktion von:

Giordano Bruno Stiftung

http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/bundestag-will-kinderrechte-beschneiden

http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/vorhautbeschneidung-ist-keine-bagatelle

U n t e r s t ü t z e r :

Evolutionäre Humanisten Berlin-Brandenburg

http://gbs-berlin.org/auf-messers-schneide-fotos-von-der-kundgebung-auf-dem-bebelplatz/

http://gbs-berlin.org/was-nun-herr-senator-heilmann/

http://gbs-berlin.org/nein-zum-geplanten-beschneidungsgesetz/

humanistischer pressedienst

http://hpd.de/node/13684

http://hpd.de/node/13768

netzwerkB

http://netzwerkb.org/category/meldungen/%E2%80%93-rituelle-gewalt/

Zentralrat der Ex-Muslime

http://www.ex-muslime.de/indexAktuell.html

Freidenker-Vereinigung der Schweiz

http://www.frei-denken.ch/de/2012/09/gute-argumente/

MOGIS

http://mogis-verein.de/2012/09/14/petition-26078-zur-beschneidung-endlich-online/

International Coalition for Genital Integrity

http://www.icgi.org/2010/04/infant-circumcision-causes-100-deaths-each-year-in-us/

Circumcision Information Australia

http://www.circinfo.org/parents.html

Offener Brief von Mina Ahadi an Tom Koenigs

September 15, 2012

An den Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundestags

„Wenn Sie um 4 Minuten nach 6 Uhr in Teheran gewesen wären …“

Sehr geehrter Herr Koenigs,

Ihren Artikel in der Frankfurter Rundschau vom Samstag, dem 8. September habe ich gelesen. Sie haben über Ban Ki-moons Reise nach Teheran geschrieben und die Überschrift zu Ihrem Artikel in Zeitung lautete: Teheran ist eine Reise wert.

http://www.fr-online.de/meinung/gastbeitrag-teheran-ist-eine-reise-wert,1472602,17199350.html

http://www.berliner-zeitung.de/meinung/gastbeitrag-teheran-ist-eine-reise-wert,10808020,17199350.html

Sicherlich haben Sie uns damit sagen wollen: man muss die Machthaber im Iran treffen und mit diesen Leuten reden und Kontakt haben. In Ihrem Artikel betonten Sie, dass Konflikte nicht durch Konfrontation, sondern nur durch Zusammenarbeit gelöst werden könnten und dass die Uno dafür der angemessene Ort sei.

Ich verzichte darauf, auf die tatsächliche Rolle der heutigen UNO einzugehen und richte meine Frage stattdessen an Sie: Glauben Sie wirklich, dass alle Konflikte mit Zusammenarbeit zu lösen sind? Wenn ja, dann müssten Sie auch sagen, dass dieses Prinzip auch in Bezug auf den Hitlerfaschismus richtig gewesen wäre. Schließlich ist in Deutschland in Medien und Gesellschaft immer die Rede von der Hitlerzeit und dem faschistischen Regime. Glauben Sie wirklich, es wäre damals besser gewesen, mit Hitler zu reden und mit den Nationalsozialisten zu kooperieren?

Am 8. September schrieben Sie, ein Besuch in Teheran ist eine Reise wert. Dazu muss ich Ihnen leider sagen: wenn Sie am Dienstag, dem 11. September um vier Minuten nach sechs Uhr morgens in Teheran gewesen wären und die Wirklichkeit dort gesehen hätten, dann würden Sie auch – so wie wir – sagen: dieses Regime ist barbarisch und jede Form der Zusammenarbeit mit diesen Mördern muss beendet werden. Zivilisierte Staaten haben die Todesstrafe abgeschafft, selbst ein Schwerverbrecher hat in Deutschland ein Recht auf Leben und auf einen fairen Prozess. Hier sehen Sie einen 32 Jahre alten Mann namens Sadegh Moradi, er wurde nach den derzeitig gültigen, barbarischen Gesetzen legal aufgehängt, und die Frage ist: was kann man gegen dieses Regime tun und wie?

http://www.nl-aid.org/domain/human-rights/one-man-hanged-in-public-in-tehran-today-his-last-words-before-death-im-innocent/

http://soliranparis.wordpress.com/2012/09/14/dernieres-nouvelles-sur-la-vague-dexecutions-sommaire-qui-touche-actuellement-liran/

Erlauben Sie mir, als eine Menschenrechtlerin, die seit 33 Jahren gegen Hinrichtungen und auch Steinigungen im Iran kämpft, Ihnen heute zu sagen: Diese Regierung ist eine faschistische Regierung und man darf nicht mit Faschisten zusammenarbeiten.

Jede Form von Kooperation und Dialog bedeutet in Wahrheit noch mehr Leid, noch mehr Mord und Hinrichtung und noch mehr Steinigung. Die deutsche Regierung und alle europäischen Regierungen sollten sagen: solange die Islamische Regierung Frauen steinigt und Menschen hinrichtet, darf sie nicht als Vertretung von Millionen von Menschen vor internationalen Organisationen auftreten. Alle diplomatischen Beziehungen mit dieser Regierung, die Scharia und Mord und Hinrichtung verteidigt, müssen unverzüglich abgebrochen werden. Das ist der Wunsch von Millionen Menschen im Iran und auch in iranischen Oppositionsgruppen. Weltweit müssen alle Botschaften dieses Regimes geschlossen werden – denn erst mit diesem Akt werden die freiheitsliebenden Menschen im Iran ein Signal bekommen, dass ihr Kampf gegen das Regime legitim ist und anerkannt wird.

Sehr geehrter Herr Koenigs,

wenn beispielsweise in Deutschland oder irgendwo anders am Dienstag, dem 11. September ein Bürger einen Mitbürger öffentlich aufgehängt hätte, dann käme niemand auf die Idee, mit dem Mörder in einen kritischen Dialog zu treten, sondern der Täter käme auf der Stelle ins Gefängnis. Jetzt stellt sich mir diese Frage: dort, wo eine Regierung mehrere Menschen umbringt und gegen tausende die Todesstrafe verhängt, wieso wird mit dieser Regierung immer noch gesprochen und der Dialog geführt? Diese Politik hilft tatsächlich nur den Diktatoren und sichert dem Islamischen faschistischen Regime das Weiterleben. Ich denke, nach so vielen Jahren und sehr vielen Erfahrungen wissen Sie und alle anderen sehr genau: der Dialog hat uns gar nicht geholfen.

Heute verlange ich von Ihnen und auch von der deutschen Regierung sowie der kanadischen Regierung, die Iranische Botschaft zu schließen und jede Zusammenarbeit mit dieser Regierung davon abhängig zu machen, dass die Regierung Steinigungen abschafft und keine Menschen mehr umbringt und aufhört, Brutalität gegen Menschen auszuüben. Glauben Sie nicht auch, dass das der bessere Weg ist?

Mina Ahadi

Telefon: 0049 (0) 1775692413

E-Mail: minnaahadi@gmail.com

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

International Committee against Execution – ICAE

http://notonemoreexecution.org

Internationales Komitee gegen Steinigung

International Committee against Stoning – ICAS

http://stopstonningnow.com/wpress/

Naquib al-Attas. Erziehung zur Disziplin

September 13, 2012

سيد محمد نقيب العطاس

Saiyid Muḥammad Naqīb al-ʿAṭṭās

Syed Muhammad Naquib al-Attas

So spürt es doch, Muslime, der Westen ist euch fremd!

Die Islamisierung deines Denkens ist die Entwestlichung deines Wissens

Zwischen 1975 und 1980 schrieb der vor dem verderbten „Westen“ universeller Menschenrechte und freier Forschung warnende malaysische Gelehrte Syed Muhammad Naquib al-Attas seine Gedanken zu Gottesfurcht, kultureller Moderne und disziplinierter Re-Islamisierung nieder, die er 1978 bei der Jugendbewegung ABIM als Islām and Secularism herausgab und die er, selbst die Seitenzahlen betreffend offensichtlich unverändert, 1984 als Islām, Secularism and the Philosophy of the Future zusammenfasste und 1985 bei Mansell (London & New York) verlegen ließ. ABIM ist die Muslim Youth Movement of Malaysia, die vom pakistanischen Revivalisten Abū l-Aʿlā Maudūdī und der Jamaat-e-Islami ebenso geprägt wurde wie von den Ägyptern Hasan al-Banna und Sayyid Qutb und ihren Muslimbrüdern.[1] Später konnte Professor al-Attas, so sind sie im Internet zu finden, seine Texte beim persönlich gegründeten und geführten International Institute of Islamic Thought and Civilization (ISTAC) publizieren. Der weltweit anerkannte sogenannte Transzendente Philosoph gewinnt seit einigen Jahren auch im Bereich des deutschen Islamischen Religionsunterrichts an Einfluss. Den Vordenker einer schariatreuen Modernitätsverweigerung übersetzt und kommentiert Jacques Auvergne (2012).

Seit drei Jahrzehnten gilt der in Malaysia arbeitende Syed Muhammad Naquib al-Attas (Saiyid Naqīb al-ʿAṭṭās, *5. September 1931 in Bohor, Java, Indonesien) als pädagogisch einflussreicher zeitgenössischer Vertreter der Islamischen Weltanschauung oder so genannten Islamischen Philosophie, jenes weltsichtverzerrenden und persönlichkeitsverzerrenden Denkens, das seit Abu Hamid al-Ghazali († 1111) für die gesamte Umma das Monopol auf Vernunft und Wissenschaft innehat und das die Richtigkeit der vom Himmel herab gekommenen, frauenfeindlichen und kulturrassistischen Schariagesetze im Sinne der Erlangung des Wohlgefallens Allahs permanent bestätigen muss.

Der Theorie und Praxis von al-Ghazali erneuernde Pionier einer Islamisierung des Wissens (Islamization of Thought) hat überall auf der Welt Bewunderer, die beginnen, die im Aufbau befindlichen und demokratiegefährdenden Projekte universitäre Imamausbildung und deutscher Islamischer Religionsunterricht zu beeinflussen. Ein Naquib-Enthusiast, der seinen Meister den al-Ghazali unserer Epoche nennt, ist Hasanul Arifin, Lobbyist für mehr Computereinsatz im Bildungsbereich und Vizepräsident National University of Singapore Muslim Society (NUSMS).[2] Arifin vergleicht die riskante islamische Gegenwart mit der grandios (total schariatisierend) bewältigten islamischen Krise der Zeit von Imam al-Ghazali. Heute, neunhundert Jahre später, müsse man lediglich die einst das arabische und persische Mittelalter irritierenden antiken griechischen Philosophen durch die Verderben stiftenden Säkularisten ersetzen: Al-Attas can be regarded as the modern day Al-Ghazali.[3] Das ist richtig, und auch Naquib al-Attas beruft sich gerne auf al-Ghazali.

Selbstbewusst versteht sich der Professor als neuzeitlicher Wegbereiter der Islamisierung des Wissens. In Deutschland gilt es zu verhindern, dass sich die entstehenden universitären Islamischen Studien nebst Imamausbildung und vor allem dass sich der Islamische Religionsunterricht (IRU) mit dem Deckmantel dieser Islamisation of knowledge einkleiden, der das letztlich auf Abu Hamid al-Ghazali und sogar auf Mohammed zurückgehende totalitäre und revolutionäre Wesen des echten Islam demokratietauglich erscheinen lassen soll. Denn solange Scharia und Fiqh nicht hörbar und glaubhaft abgelegt werden, muss der organisierte Realislam auch der deutschen Islamverbände die kulturelle Moderne in Richtung von Frauenentwürdigung und theologisch begründeter Fundamentalisierung bis Faschisierung angreifen – und hat seine Religion dabei durchaus richtig verstanden.

Die zwei frühesten, im Jahr vor und nach der iranischen Islamischen Revolution (1979) entstandenen Schriften erschienen bei der 1971 auf dem Uni-Campus der Universität Malaya (Kuala Lumpur) gegründeten revivalistischen (islamrevolutionären) Malaysischen Islamischen Jugendbewegung Angkatan Belia Islam Malaysia (ABIM), die gegen Korruptheit (Atheismus, Schariakritik?), Machtmissbrauch (Pressefreiheit, Volkssouveränität?) und Verwestlichung (universelle Menschenrechte, Gleichberechtigung von Mann und Frau?) kämpfte und Malaysia deswegen vorab und wie nebensächlich in eine Islamische Republik verwandelt wissen wollte, in einen Schariastaat. Der einstige Vize-Premierminister Malaysias entstammt der damals gelegentlich noch sympathisch studentenbewegt wirkenden ABIM, der möglicherweise vorsichtig prodemokratisch arbeitende Anwar Ibrahim. 1974 wurde der charismatische Organisator von Demonstrationen für die Provinzbevölkerung für 22 Monate inhaftiert.

1999 jedoch lebte der ehemalige Vize-Premierminister (ab 1993) Anwar Ibrahim (bereits 1984 wurde er Landwirtschaftsminister, 1986 Erziehungsminister und 1991 Finanzminister) womöglich nicht islamisch genug und wurde wegen angeblicher Korruption zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Einer der Hauptgegner war der Premierminister selbst, Mahathir bin Mohamad.

Dr. Mahathir genannt Dr. M ist ein glühender Antisemit, dessen Hass sich sogar gegen Kunstwerke und ihre Inszenierung richtet. So untersagte Mahathir 1984 den New Yorker Philharmonikern die Einreise, weil diese eine Komposition des Juden Ernest Bloch (*1880 in Genf; † 1959 in Portland, Oregon) aufführen wollten. Auch der weltbekannte und unbedingt sehenswerte Spielfilm Schindlers Liste, den Steven Spielberg, der 1946 als Kind jüdischer Eltern in Cincinnati, Ohio geboren wurde, faktennah über Begebenheiten aus dem Völkermord an den europäischen Juden nachdrehte, wurde von der Regierung Mahathir im Jahre 1994 mit der Begründung verboten, der Film wäre zu sehr pro-jüdisch. Gegen proislamistische Filme hätte „Dr. M“ vermutlich nichts einzuwenden.[4]

Anwar Ibrahims Ehefrau, die Ärztin Wan Azizah Wan Ismail führt die liberale Partei Keadilan (Parti Keadilan Rakyat, People’s Justice Party; Parteifarben Weiß-Blau-Rot). Leider ist die Bürgerrechtlerin und Kopftuchträgerin einer Zusammenarbeit mit der islamistischen PAS nicht grundsätzlich abgeneigt.

Seit dem Jahr 1998 lautete ein zusätzlicher Anklagepunkt gegen Anwar Ibrahim Homosexualität. Homosexuelle Handlungen jedenfalls glauben seine (inzwischen) politischen Gegner mit diversen, von „Zeugen“ teilweise unter Folter erlangten „Geständnissen“ belegen zu können. Das diffamiert ihn in der zunehmend schariatreuen und auch damit zunehmend homophoben Realität Südostasiens zielsicher und hätte ihn vielleicht auch ins Gefängnis bringen können. Nach vier Jahren der Anklage und Einschüchterung, ihm hätten im Falle einer Verurteilung für gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen bis zu 20 Jahre Haft gedroht, wurde Ibrahim am 9. Januar 2012 freigesprochen, 5000 seiner Anhänger feierten erleichtert auf der Straße vor dem Gerichtsgebäude. Noch am selben Tag explodierten drei Bomben vor dem Gericht, fünf Menschen wurden verletzt.

Um 1980 wurde die ABIM oft schlicht als Teil der oppositionellen, 1955 gegründeten und sehr stark von der Muslimbruderschaft beeinflussten Islamischen Partei Malaysias betrachtet, der PAS. PAS heißt ausgeschrieben Parti Islam Se-Malaysia; die Farben der Organisation oder vielmehr Hisba-Schlägerkolonne sind Grün und Weiß.[5] Unbekümmert orientiert sich die PAS seit zwanzig Jahren an den afghanischen Taliban. Bereits 1982 jedoch wechselte Führer Anwar Ibrahim von Grün-Weiß zu Rot-Weiß, zur malaiisch-nationalistischen und klar rassistischen (Chinesen dürfen nicht Mitglied werden) United Malays National Organisation (UMNO – Pertubuhan Kebangsaan Melayu Bersatu),[6] die 2012 mit dem amtierenden Parteivorsitzenden Najib Razak auch gleich den sechsten Premierminister Malaysias in Folge stellt. Vor zehn Jahren half Najib Razak Indonesien bei der Verhaftung der radikalislamischen Attentäter des Anschlags von Bali (2002).

Genug der Landeskunde.

Syed Muhammad Naquib al-Attas

Muhammad Naquib war der mittlere von drei Brüdern und wuchs in Indonesien in einer aus dem südarabischen, jemenitischen Ḥaḍramaut stammenden, jedenfalls bis heute aufgrund von möglicherweise tausendjähriger nobler Abstammung und vielen aus ihr hervorgegangenen islamischen Würdenträgern und Gelehrten sowie durch mehrere Heiraten mit Aristokraten hoch angesehenen Familie auf (was nichts anderes bedeutet, als dass man andere südostasiatische Familien ein bisschen verachten darf). Väterlicherseits (patriarchalisch korrekt) soll seine Familie, die berühmte Bā ʿAlawī sādaʾ vom Prophetenenkel abstammen, Imam Hussein (al-Ḥusain ibn ʿAlī ibn Abī Ṭālib, * 626, † 680, Sohn der Prophetentochter Fāṭima).[7] Um die Großfamilie Bā ʿAlawī baut sich ein seine spirituelle Abstammung (silsila) angeblich auf Mohammed zurückführen könnender Sufi-Orden (ṭarīqa) auf.

Der drei Jahre ältere Bruder oder Halbbruder des Nationalisten und Islamisierers war der weniger nationalistisch und vor allem weniger islamistisch denkende langjährige Universitätsprofessor Syed Hussein Alatas (1928 – 2007). 1968 gründete Alatas die liberale[8] Partei Gerakan (Parti Gerakan Rakyat Malaysia, Malaysian People’s Movement Party),[9] die sich zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 bekennt. Im Jahre 2006 waren 80 % der Mitglieder der Gerakan ethnische Chinesen und weitere 15 % ethnische Inder; auch 2012 finden sich im Internetauftritt der malaysisch-staatsbürgerlich argumentierenden Partei chinesische und indische Schriftzeichen.

Sandhurst

Im englischen Sandhurst liegt die traditionsreichste britische Königliche Militärakademie (Royal Military Academy Sandhurst (RMAS). Der gegenwärtige König von Jordanien (haschemitisches Königreich), Abdullah II. (* 1962), ebenfalls ein (angeblicher) Nachkomme des Propheten Mohammed, ist ebenso Absolvent dieser Offiziersschule wie sein Vater (König Hussein I.) oder wie der Sultan von Brunei, jener landseitig ganz von Malaysia umgebenden absoluten Monarchie (400.000 Einwohner; Hassanal Bolkiah, * 1946, ist in Personalunion Staatsoberhaupt, Premier-, Verteidigungs- und Finanzminister sowie oberster Hüter der selbstredend islamischen Staatsreligion). Vor seinem Studium an der staatlichen Universität von Malaysia absolvierte auch Syed Naquib al-Attas eine militärische Ausbildung im englischen Sandhurst.[10]

Masyarakat Madani

Masyarakat Madani sollten wir nicht einfach als Zivilgesellschaft missverstehen, sondern ist ein südostasiatisches Modell der guten gesellschaftlichen Transformation (Islamisierung). Erfinder ist Syed Naquib al-Attas. Der malaysische Politiker Anwar Ibrahim führte den Terminus 1995 in Indonesien ein, wo man gerade ein anständiges (schariakompatibles) landessprachiges Wort für civil society suchte. Masyarakat ist Gesellschaft (society), Madani heißt auf die muslimische Urgemeinde von Medina bezogen, medinensisch (ja, Stadt schlechthin heißt auch Madina, gemeint ist aber vor allem die vorbildlichste aller Städte, al-Madīna al-munawwara). Syed Farid Alatas stellt klar: „Syed Muhammad al-Naquib al-Attas (1976) hat betont, dass sich das Konzept von der Masyarakat Madani nicht auf eine zivile bzw. staatsbürgerliche Gesellschaft, sondern vielmehr auf eine religiös basierte Gesellschaft bezieht, die sich auf dem ethischen System und der moralischen Ordnung des Islam aufbaut.[11]

Entwestlichung des Wissens

Wenn al-Attas die auf eine malaysische Schariatisierung sprich islamische Faschisierung (frei nach Maxime Rodinson)[12] hinauslaufende Entwestlichung des Wissens (The de-westernization of knowledge) fordert, meint er mit „westlich“ oder „der Westen“, wie es schon Ali Schariati tat, universelle Menschenrechte und freie Wissenschaft, Pressefreiheit und die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Der politische Aufstieg Islamischen Wissens muss echtes Denken kaputtmachen. Der Professor folgt seinem Vorbild Imam al-Ghazali († 1111). Von den aus islamistischer Sicht geradezu gotteslästerlichen Zumutungen der Gleichberechtigung der Nichtmuslime und Frauen lässt sich Syed Naquib nicht verunsichern und auch an die anderen Normen der Scharia wie den Schleier (Hidschab) stellt der der feingeistig und poetisch daherkommende Islamphilosoph nicht in Frage; für alle Probleme des 21. Jahrhunderts gibt es eine islamische Lösung: „Es gibt keinen Zweifel im Islam! There is no doubt in Islam!“[13]

Die beiden Frühschriften des Islamphilosophen sind Islām and Secularism (Kuala Lumpur 1978 und 1993) bzw. ist dessen hier analysierte (mit dem Urtext offensichtlich und selbst in der Seitenzählung identische) Fassung Islām, Secularism and the Philosophy of the Future (London & New York 1985) sowie das zwei Jahre später erschienene, im Folgenden kurz Concept genannte und nur 45-seitige: The Concept of Education in Islam (Kuala Lumpur 1980: Muslim Youth Movement of Malaysia (ABIM); reprint, Kuala Lumpur 1999) drohen Einfluss auf die Imamausbildung und Islamischen Religionsunterricht zu nehmen, das Schulministerium von Niedersachsen erwähnt ihn bereits neutral bis lobend.

Verantwortungsvolle Schule und Universität will die bestmögliche Erziehung und Bildung. Ein pädagogisch wertvolles Dreiecksverhältnis sei dafür unabdingbar. Diese islampädagogische Trias bestehe aus dem, wie die gesamte Schöpfung von Allah geschaffenem islamischen Wissen, dem islampädagogischen (schariakonformen) disziplinierten Wissenserwerb im Hier und Heute und der epochal, regional und elterlich geprägten Erziehung (the elements of knowledge (‘ilm), instruction (ta‘lim), and good breeding (tarbiyah)), wie Syed Naquib 1980 in The Concept of Education in Islam (Muslim Youth Movement of Malaysia) sagt.

Weil deine Tarbiyya je nach Elternhaus auch chinesisch, hinduistisch oder sonstwie heidnisch sein kann und ‘Ilm, schon weil es etymologisch zu ‘Alim und ‘Ulama gehört (sunnitisch nahezu absolut, schiitisch absolut schariakundige, d. h. heilssichernd befehlsberechtigte Gelehrte, sg. ʿalīm, pl. ʿulamāʾ), nach Kräften vor nichtislamischer Verunreinigung zu schützen ist wird uns Islamic Education (ta’dib, allerdings bei Yusuf al-Qaradawi seit 1979 auch tarbiyya islamiyya!)[14] als Fusion oder vielmehr Mischfeld aus kulturspezifischer bzw. zeitbedingter irdischer Pädagogik (tarbīya) und ewig-unveränderlicher, die himmlischen Sphären berührenden Schariakunde erkennbar.

Zu Taʾaddub (Anerziehung des Islamischen Benimm, moral cultivation) und überhaupt zum Wortfeld Adab gehöre Taʾdib, so erklärt es uns der treue Wan Mohd Nor Wan Daud (Al-Attas’ Concept of Taʾdib as True and Comprehensive Education in Islam). Sein islampädagogischer Großmeister meine dieses: „Erziehung ist also taʾdib, das Einträufeln (Anerziehen) und Einimpfen (Einschärfen) von Adab in den Menschen“ (Education is the instilling and inculcation of adab in man – it is taʾdīb; so auch hier im betrachteten Islām, Secularism and the Philosophy of the Future, Seite 144). Der wohlerzogene Mensch ist demzufolge „der, der seiner Pflichten dem wahren Gott gegenüber ernstlich bewusst ist und der seine Pflichten, die er sowohl sich selbst als auch den Mitmenschen gegenüber hat, versteht und sie in Gerechtigkeit erfüllt.[15]

Der Adab, so hat Herr Daud uns gerade seinen Meister erklärt, ist also das aus den ʿibādāt, den Pflichten Allah gegenüber (his responsibilities towards the true God) und den muʿāmalāt, den zwischenmenschlichen Pflichten (his obligations to himself and others) zusammengesetzte irdisch totale und jenseitszentrierte Gefüge der Islamischen Seinsweise und Normativität, kurz gesagt das bedarfsweise gewaltsam in jedem Muslim zu verankernde Komplettprogramm der Scharia. Welcher Professor in der deutschen Imamausbildung oder Islamlehrerausbildung wird als erster nach dem Naquibschen Adab verlangen? Im Mai 2012 trat Daud bei dem besonders HAMAS-nahen Teil des US-amerikanischen Umfelds der Muslimbruderschaft auf, bei CAIR Chicago, und referierte zu Islam und Muslime in Indonesien und Malaysia.[16]

Die Achse der Islamisierung USA Malaysia und hierbei ausgerechnet Chicago Kuala Lumpur beschritten vor Daud bereits zwei andere einflussreich Re-Islamisierer. Zum ersten war das der Yusuf al-Qaradawi treu ergebene ECFR-Scheich und bosnische Großmufti Mustafa Cerić, der 1987 in Chicago beim pakistanischen Islamkenner Fazlur Rahman seine Doktorarbeit schrieb (1988 promovierte dort und ebenfalls bei Fazlur Rahman der al-Attas-Bewunderer und zeitweilige (1998-2002) Geschäftsführer ISTAC, Wan Mohd Nor Wan Daud) und zwischen 1991 und 1993 in Kuala Lumpur lehrte – am International Institute of Islamic Thought and Civilization (ISTAC), dessen Gründer Naquib al-Attas heißt. Im Mai 2012 sprach Daud, inzwischen Direktor am CASIS (Centre for Advanced Studies on Islam, Science and Civilisation, ansässig an der technischen Uni von Kuala Lumpur) wieder in Chicago, zwar nicht an der Uni, dafür bei den Muslimbrüdern des Council on American-Islamic Relations (CAIR). Zum zweiten arbeitete erst in Chicago und später am ISTAC der türkische Theologe Alparslan Açıkgenç.[17]

Am CAIR fühlt man zurückhaltend amerikanisch, schwungvoll schariafreundlich und ungebremst HAMAS-treu. 1998 stellte CAIR-Mitgründer Omar M. Ahmad hochgestimmt fest: „Der Islam ist nicht in Amerika, um mit irgend einer anderen Religion gleichberechtigt zu sein, sondern um zu herrschen.“ Ahmad, im Weiterdenken: „Der Koran … sollte höchste Autorität für Amerika erlangen, und Islam die weltweit einzige akzeptierte Religion sein.“[18]

Professor al-Attas zeigte der Öffentlichkeit das neue ISTAC als Gesamtkunstwerk, Architektur und Innenraumdesign hatte er, ziemlich historisierend nach der Alhambra und in jedem Fall sozusagen stilvoll islamverherrlichend selbst entworfen.[19]

Mit weniger Gottesfurcht (taqwa) gesehen will also auch Professor Syed Naquib al-Attas jeden malaysischen Schüler und Studenten auf die totalitäre Doktrin der anerkannten islamischen Gelehrten zwischen Imam al-Ghazali und Yusuf al-Qaradawi verpflichten. Die erstarkenden Allahbewussten (Emergent Muslims), denen das Buch schließlich gewidmet ist (in Islām and Secularism hieß es TO THE MUSLIM YOUTH), haben das im Koran befohlene halbe Frauenerbe durchzusetzen und, soweit weiblich, den Schleier (Hidschab) anzuziehen und nicht mehr auszuziehen. Was der am 1. Februar 1979 heimgekehrte Ruhollah Chomeini mit einem Putsch innerhalb von wenigen Wochen erreichte, Schariagehorsam und komplette Islamisierung des Rechtssystems, soll jetzt eben per Religionsunterricht und sonstigem Unterricht geschehen; die Herankunft der Herrschaft Allahs und der Ausstieg aus der Volkssouveränität geschehe ebenso schleichend wie unaufhaltsam.

Im nach Bayern flächenmäßig zweitgrößten deutschen Bundesland, wo in Osnabrück im Oktober 2011 die mittelalterliche Erstauflage der Islamisierung des (griechisch, philosophischen) Wissens beschworen wurde,[20] fand bereits im Vorjahr die islampädagogische Trias von Professor al-Attas aus Malaysia Eingang in das Kerncurriculum für den Schulversuch Islamischer Religionsunterricht in der Grundschule. Unter Didaktische Leitlinien lesen wir:

„Der islamische Religionsunterricht ist durch eine Didaktik gekennzeichnet, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, strukturiertes und lebensbedeutsames Wissen über den Glauben zu erwerben, religiöse Haltungen und Einstellungen aufzubauen und zu festigen, sich mit Formen des gelebten Glaubens vertraut zu machen sowie die eigene Dialog- und Urteilsfähigkeit weiterzuentwickeln. Eine grundlegende Aufgabe des islamischen Religionsunterrichts ist es, die Schülerinnen und Schüler ausgehend von der Trias*** aus erzieherischem Ansatz [tarbīyah], Wissensvermittlung und Wertebildung zum eigenverantwortlichen Umgang mit dem Glauben zu befähigen.“ In der dazugehörigen Fußnote nennt das niedersächsische Kultusministerium mit den arabischen Begriffen für kulturabhängig menschliche Sozialisation, heilssichernder islamischer Wissensvermittlung und allahzentrischer strenger Disziplinierung die schariapädagogischen Termini des islamistischen Vordenkers aus Malaysia: „tarbīyah, ta’alīm, ta’adīb, Vgl.: Syed Muhammad al-Naquib al-Attas: Aims and objectives of Islamic education“[21]

Dass Bildung im Islam nur aus einem einzigen Grund „individuell“ zu nennen ist verschweigt uns das Kerncurriculum aus Hannover, aber erklärt uns der treue Wan Mohd Nor Wan Daud: „letztendlicher Zweck und Ziel Islamischer Ethik ist das Individuum … im Islam ist es das Individuum, das belohnt oder bestraft werden soll am Tag der Auferstehung, the ultimate purpose and end of ethics in Islam is the individual … in Islam it is the individual that shall be rewarded or punished on the Day of Judgement).[22]

Weltweit beginnt der Erziehungs- und Bildungsbereich in „westliche“ (nichtislamische) und schariaverträgliche Bildung zu zerfallen. So tagte der seit 1970 (Ottawa, Kanada) an wechselnden Orten abgehaltene Weltkongress vergleichender Bildungsforschung 2007 in Bosnien-Herzegowina als XIII World Congress of Comparative Education Societies (WCCES). Tagungsthema in Sarajevo war „Gemeinsam leben: Bildung und interkultureller Dialog“ (Living Together: Education and Intercultural Dialogue), man erklärte ebenso feierlich wie selbstverliebt und nichtssagend: „Bildung auf allen ihren Ebenen – von hochschulischer Bildung bis zur vorschulischen Bildung und von der formellen Ausbildung bis zum informellen lebenslangen Lernen – spielt eine ganz zentrale Rolle für Wertebildung im friedlichen interkulturellen Dialog sowie zum Aufbau von Respekt, sozialer Gerechtigkeit und Gleichheit und ist damit ein Hauptfaktor für gelingende Versöhnung zwischen den diversen Communities“, Education at all levels – from higher education to pre-school education, from formal training to nonformal lifelong learning – plays a vital role in fostering values of peaceful intercultural dialogue, respect, social justice and equity, and is a major factor in bringing about reconciliation among diverse communities. Die Scharia war in diesen Bildungsbegriff leider bereits integriert, und bezeichnenderweise sollen nicht etwa säkulare Staatsbürger miteinander friedlich zusammenleben oder säkulare Rechtsstaaten, sondern „Communities“, darunter sicherlich der in Staat, Region oder Stadt an Allahs Gesetz faschistoid auskristallisierende Teil der Islamischen Glaubensnation, der Umma. ISTAC-Aktivist und Jenseitszentriker Wan Mohd Nor Wan Daud durfte auf dem Weltbildungskongress (WCCES) die auf Angst vor der ewigen Höllenstrafe beruhende islampädagogische Trias aus ganzheitlich-gottesfürchtiger Erziehung, abstrakter schariabasierter Anleitung und diszipliniertem Anstand, „ta’dib (education), and not merely ta’lim (instruction), or tarbiyyah (training, upbringing)“ unter dem Vortragstitel Das erzieherische Konzept im Islam (The concept of education in Islam) als das Bildungs- und Erziehungskonzept seines Meisters Syed Naquib al-Attas vorstellen. Im Publikum waren Frauen mit und ohne Hidschab zu erblicken, wie eine US-amerikanische Augenzeugin und Erziehungswissenschaftlerin im Ruhestand erfreut berichtet, während im Foyer ein Buch zu erwerben war zum sinngemäßen Thema: Wie lässt sich im Erziehungsalltag der Islamophobie entgegentreten?! Confronting Islamophobia in Educational Practice.[23]

Islam macht Schule, jedenfalls in Saudi-Arabien, Pakistan, Indonesien und allmählich auch in Europa. Wie rasch werden Deutschlands im Aufbau befindliche Islamische Studien dem schariakonformen und damit bleibend demokratiegefährdenden Beispiel der UIN (State Islamic University) zu Jakarta folgen, wo universitäre Fachbereiche sinngemäß Fakultät für Scharia und Jura, Fakultät für Glaubensgrundlagen und Philosophie, Fakultät für Islamisches Wohlverhalten und Humanwissenschaften oder Fakultät für Verkündung und Kommunikation heißen?[24]

Auch bei den von Prinz Charles unterstützten Schariaverharmlosern und Islamisierern von MuslimHeritage hält man Allahgott und Mohammed für die eigentlichen Stifter von Menschenbildung und Schulsystem und beruft sich auf Syed Naquib al-Attas sowie und vor allem auf die Schrift The Cultural Atlas des palästinensisch-amerikanischen Islamideologen Isma’il Raji al-Faruqi (International Institute of Islamic Thought (IIIT), in Herndon bei Washington, http://www.iiit.org/) und dessen Ehefrau Lois Lamya al-Faruqi, wenn man die global zu erneuernde Erziehung und Didaktik der „Islamischen Zivilisation“ grundsätzlich plant. General Organisation of Education and Teaching Methods in Islamic Civilisation.[25]

Das Ehepaar al-Faruqi wurde 1986 in seinem Haus in Wyncote (Pennsylvania) ermordet.

Mit al-Attas aus Kuala Lumpur und al-Faruqi aus Herndon, mit den islamistischen Denkfabriken International Institute of Islamic Thought and Civilization (ISTAC) und International Institute of Islamic Thought (IIIT) ist die koranbasierte Zerstörung des wissenschaftlichen Denkens, ist die Islamization of knowledge ein global organisierter Versuch, neben die als mechanistisch und reduktionistisch (mechanistic and reductionist) zu diskreditierende Wissenschaft (im Islamistenjargon genannt die „westliche“ Wissenschaft) eine allahzentrische sprich schariagehorsame „Wissenschaft“ zu stellen. Die schariakompatible Seite der derartig verdoppelten Wissenschaft stelle man so selbstbewusst, wie es schon Imam al-Ghazali tat, als die eigentliche Möglichkeit menschlicher Welterkenntnis dar, die dem an Körper, Seele und Geist gesunden (allahbewussten) Menschen wie von selbst zufalle (fiṭra). Volles Schariaprogramm und halbierte Vernunft, Islamgehorsam und Restlogik binde man in ziemlich überdehnte soziologische und pädagogische Konzepte ein, beim ISTAC redet man vom persönlichkeitsorientiert-ganzheitlichen Islamischen Bezugssystem (the wholistic Islamic framework).

Um nicht öffentlich von Weltgericht und Höllenpein sprechen zu müssen oder von der himmlisch befohlenen Herabsetzung der Frau im Realislam, weisen Scharialobbyisten die Universalität der 1948 bekundeten Menschenrechte bevorzugt im Namen des kulturell Besonderen oder der andersartigen kulturellen Identität zurück oder, noch besser, reden nur von muslimischer Andersartigkeit und Identitätsentwicklung. Ob in Kuala Lumpur oder Köln, wer nicht der Schariapflicht zu unterliegen glaubt, setzt das Kind eben einer anderen Kulturalisierung (Niedersächsischen Kultusministerium: „tarbīyah“) aus, dressiert es nicht in das Islamische System (an-Niẓām al-Islāmī, the Islamic order) hinein sondern beispielsweise in den Atheismus oder Katholizismus.

Allahs ungleich behandelndes Gesetz, das dem in wachsender Segregation zu Deutschlands so genannten Nichtmuslimen lebenden Teil der Umma versetzungsrelevant zu vermitteln ist („ta’alīm“),[26] und zwar mit strenger Zucht („ta’adīb“, taʾdīb) und im Wissen um die Andersheit der Unreinen, hat im Rahmen der Deutschen Islam-Konferenz (DIK), des Bürgerdialogs der Bundeskanzlerin (Merkel 2012: „Ich teile Ihre These nicht“) oder der (bislang letztlich vermiedenen) Debatte zur rituellen Zirkumzision (Merkel 2012: „Komikernation“) nicht thematisiert zu werden. Die Bevölkerung ist vielmehr mit Beschwörungen von Toleranz und Integration auf den irgendetwas Schlimmes überbrückenden und irgendetwas Wunderbares herstellenden Islamdialog einzustimmen sprich auf Apartheid und Rechtsspaltung (Cerić: opening the way for the Muslim law). Die islamkonforme Seinsweise und Gesellschaftsordnung hat das sittlich Minderwertige auf Dauer zu ersetzen, denn: „Erziehung stellt Gesellschaft her – Education is the fabric of society“, wie der pädagogische Islamist aus Malaysia weiß (Concept 25).

Der Schlendrian muss ein Ende haben, Eltern haften für ihre Kinder. Zum islamischen Benimm weiß Islamic-Dictionary: „Adab. Islamisches gutes Benehmen, der Sunna entstammend aber üblicherweise von den Eltern vermittelt. Wenn der Adab eines Menschen schlecht ist, tragen wahrscheinlich seine Eltern die Schuld.“[27]

In der älteren vorislamischen arabischen Sprache, so Dr. Syed Naquib (Concept), stamme der Begriff Adab aus dem Bereich des elitären gesellschaftlichen Abendessens, des Gastmahls (banquet) bei sozial oder vielmehr stammesfeudal Hochgestellten, noch genauer entspringe er jener noblen Charakterhaltung des gnädig Eingeladenen, die sein Eingeladenwerden zu einem Bankett zur Voraussetzung habe (auch im hier untersuchten Werk, Seite 184: In its original, basic sense, adab is the inviting to a banquet). Systemisch ist das korrekt, Islam ist die Suche zur Nähe der Macht aus Angst vor der Strafe (Stockholm syndrome, or capture-bonding, is a psychological phenomenon in which hostages express empathy and have positive feelings towards their captors), heutzutage fällt dem kirchlichen Islamverharmloser von der Tafel der Saudis ein Krümelchen auf den Katzentisch herab. Allah, so erkläre der Hadith, bereite dem Gläubigen (dem Gehorsamen) das Erdendasein wie ein Gastmahl. Der Koran ist dabei das eigentliche Bankett, ein spirituelles Gastmahl, dessen nahrhafter Genuss nur dem Besitzer von Wissen (islamischem Wissen) zuteil werde. Vom spirituellen Gastmahl des Korankonsums sprach selbst Theologe und Massenmörder Imam Chomeini[28]

Adab gilt für al-Attas als ein integraler Teil der Weisheit und Gerechtigkeit. Völlig folgerichtig warnt ISTAC-Spitzenfunktionär Daud (Wan Mohd Nor Wan Daud), wie sein großer Meister, vor dem Verlust (the loss) von Adab, was zu Unordnung, Ungerechtigkeit und Dummheit, ja beinahe zum Wahnsinn führen müsse:

Was für eine Verrücktheit läge doch im Ziel, ein Wissen zu erwerben, das etwas anderes bezwecken soll als wahre [islamische] Glückseligkeit oder die Zuneigung Allahs, in dieser Welt nach den Befehlen der wahren Religion und im Jenseits, um Ihn zu schauen. Gleichermaßen ist es äußerste Dummheit, zu versuchen, ohne die rechte Weise von Wissen und Tat Glück in dieser Welt und der nächsten erlangen zu wollen.[29]

Herr Daud, bewährte professorale rechte Hand und so etwas wie der Erbe des Meisters, betont dass gerade im Zeitalter der Globalisierung „der wesenhaft gute Mensch, also der Mann oder die Frau des Adab“ (intrinsically good men and women, i.e., men and women of adab) für Gesellschaft und Menschheit von größerem Nutzen ist als der bloße gute Staatsbürger. Wobei der hochverehrte islamradikale Professor (Aims and Objectives of Islamic Education) engagiertes Staatsbürgersein (good citizenship) nicht etwa pauschal verwirft, sondern lediglich dem Absoluten unterordnet, der ewigen Nähe zu Allah: „wohingegen wir unter Bürger den Bürger des Anderen Königreichs verstehen, der, folgerichtig, schon im Hier und Jetzt als guter Mensch handelt“ (that we mean by ‘citizen’ a Citizen of that other Kingdom, so that he acts as such even here and now as a good man). Der irdische Muslim ist „folgerichtig“ nur Staatsbürger Allahs, Passpapiere und Wahlunterlagen sind von ihm entsprechend ironisch zu betrachten.[30]

Bürgerdialog und Islamkonferenz, Globalisierungskritiker und Kirchentagsszene sind sich einig: Der Orient, gemeint ist stets die Umma, hat das Recht, anders zu sein als der „Westen“ oder Okzident, unabhängig, postkolonial. Und alles, was fremd ist oder irgendwie exotisch aussieht, weckt in Europäern seit der Zeit von Jugendstil oder Studentenprotest bekanntlich Reflexe von Beschützenwollen, Masochismus und flehentlicher Bitte um Entsühnung. Hatte denn nicht schon Rudyard Kipling (1892) vor zwölf Jahrzehnten festgestellt, dass der Osten auf immer östlich bleiben wird und der Westen westlich und dass selbst eine punktuelle kulturelle Verschmelzung von Okzident und Orient unmöglich ist: Oh, East is East, and West is West, and never the twain shall meet.[31]

Nun zum Text

Bereits im Vorwort des der muslimischen kommenden oder erstarkenden oder jugendlichen Generation (To The Emergent Muslims) gewidmeten Islām, Secularism and the Philosophy of the Future (Urfassung und online als Islām and Secularism) kündigt der Professor an, auf Begrifflichkeiten wie adab (right action) bzw. das sprachverwandte taʾdīb (education) einzugehen. Insbesondere sei klarzustellen, dass das eigentliche islamische Erziehen, taʾdīb, vom jeweiligen elternhausbedingten Prägen und Sozialisieren, tarbīya, abzugrenzen sei. Selbstbewusst meint der Professor:

Ich habe, vielleicht als erster, das Konzept der Islamisierung definiert und ein System Islamischer Erziehung und Ausbildung formuliert, auf dessen Basis eine Islamische Wissenschaft aufgebaut werden könnte (I have defined, perhaps for the first time, the concept of islamization and I have also formulated a framework for an Islamic philosophy of education, and a basis on which an Islamic philosophy of science might be erected).

Nicht der pflichtbewusst Paragraphen einhaltende Bürger, sondern der rationale und zugleich offenbarungsgeleitete Mensch gilt schariatreuen Islampädagogen als Bildungsziel. Auch Syed Muhammad Naquib al-Attas fordert, anzuerkennen, dass mit Koran und Sunna nicht (nur) zum glatt funktionierenden Staatsbürger, sondern zum glaubenstiefen Menschen zu erziehen ist:

The fundamental idea that the purpose of seeking knowledge and of education in Islām is to produce a good man and not a good citizen.

Dass Bürgerbegriff und säkulares System mit einer solchen Pädagogik allmählich ausdünnen und der Islamischen Ordnung weichen, dürfte jedem klar sein, der die totalitäre und insbesondere auch frauenfeindliche Realität in Malaysia, Pakistan oder Ägypten nicht für so etwas wie einen islamischen Betriebsunfall hält.

Mit seinem Konzept eines Integralen Humanismus (Humanisme intégral, 1936) kann man Jacques Maritain (1882-1973) den wichtigen Wegbereiter hinein in den Raum nennen, der den Namen kulturelle Moderne verdient, in welchem Gesetze und Verordnungen das friedliche Zusammenleben regeln und nicht den Verbleib in Himmelsgarten oder Höllenfeuer (nebenbei und zur gemäß Drucksache 17/10331 am 20. Juli 2012 vom Deutschen Bundestag hektisch verherrlichten religiösen genitalen Mutilation: die fiṭra einzuhalten ist Allahs Wille und Gesetz, Fingernagelbeschneidung und Jungenbeschneidung sind Scharia). Weltweit windet sich jeder Scheich oder Mufti wie ein Aal, um uns zu begründen, warum ein Atheist oder eine Frau aus religiösen Gründen nicht gleichberechtigt sein dürfen.

Leider unterstützte der französische Schüler des Lebensphilosophen Henri Bergson zeitweilig die um die Jahrhundertwende und nach der Dreyfus-Affäre entstandene, deutschenfeindliche und antisemitische, nationalistische und monarchistische Bewegung Action française. In die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) jedoch sind berechtigterweise 22 seiner 26 Artikel eingegangen; Maritain hatte sie im Jahre 1942 entworfenen: Les Droits de l’homme et la loi naturelle.

Professor al-Attar sieht genau, wo der Feind und was auf dem Spiel steht: können Naturrecht, Maritain und AEMR zu Ehren Allahs dauerhaft in einen „Abendland“ oder „der Westen“ genannten hellenistisch-christlichen Käfig eingesperrt bleiben wie das Böse in Pandoras Büchse oder kann die Universalität der Menschenrechte ausbrechen und die leuchtende Festung der islamischen Gesetzesreligion schleifen?

Wirklich ernst gemeinte AEMR zu wittern, bei der volkspädagogisch islamverharmlosenden Deutschen Islam-Konferenz gibt es insofern wenig zu schnuppern, muss jedem Freund der wortwörtlichen Lesart von Koran und Hadith vorkommen wie der vom Allergiker gespürte Reizstoff. Und so reagiert Syed Naquib bereits auf Seite 1 und damit im schließlich einer Speerspitze gleichenden ersten Satz wie ein Allergiker auf die demokratische Finsternis im Allgemeinen und auf den französischen Denker im Besonderen:

1. Maritain beschrieb, wie sehr sich Christentum und westliche Welt in einer schwerwiegenden Krise befinden. … Und tatsächlich ist die von Maritain beschriebene geistig-seelische Erschütterung seit der Zeit der Philosophen der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert vorausgeahnt worden.

Die AEMR ist für den global denkenden Islamstrategen aus Malaysia eine Beleidigung des guten (islamischen) Geschmacks; gastronomisch gesprochen müsste al-Attas ausrufen: „Kellner: Loi naturelle ist völlig ungenießbar!“ Aber ist Europa nicht wirklich krisengeschüttelt und der „Osten“, der Islam, von souveräner Ruhe? „Allen Ernstes, ihr wollt gleiches Recht für Atheisten und Frauen?!“, könnte Syed Naquib uns bedauernswerten Bewohnern des Okzidents entsetzt zurufen: „Die moralische Krise setzt euch wirklich sehr zu.“

Dass Jacques Maritain die Welt und ihr Recht universalistisch betrachtete und gerade nicht in westlich und östlich spaltete unterschlägt Allahs Bildungsbeauftragter:

1. Seit der Zeit der Europäischen Aufklärung, die sich vom 17. bis zum 19. Jahrhundert erstreckte und im Westen mit dem Aufstieg von Vernunft, Empirismus und Fortschritt auf wissenschaftlichem und technologischem Gebiet einherging, hatten englische, niederländische, deutsche und französische Denker die später von Maritain beschriebene Krise gespürt. … Einige christliche Theologen hatten das Herankommen einer derartigen Krise, die wir die Säkularisierung nennen (which is called secularization), bereits gesehen.

1-2. In der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts beispielsweise rechnete der französische Philosoph und Soziologe August Comte mit dem Aufstieg der Wissenschaft und dem Niedergang der Religion und glaubte, ganz der säkularen Logik westlicher Philosophie und westlicher Wissenschaft verhaftet, dass Gesellschaft vom primitiven zum modernen Stadium „fortschreite“ und vom der Theologie zur Wissenschaft … was noch im selben Jahrhundert den deutschen Philosophen, Dichter und Visionär Friedrich Nietzsche dazu brachte, den literarischen Zarathustra den – zumindest für die westliche Welt gültig – auszurufen: „Gott ist tot. God is dead.“

Dem Schariadenker in den Mund gelegt: Mit dem Verbleichen der letzten Spuren des wahren Monotheismus, alle nennenswerten Errungenschaften der Renaissance entstammen schließlich dem Islam und Prophet Jesus war Wegbereiter der Herrschaft Allahs, beschreiben Dichter und Denker wie Comte oder Nietzsche nichts anderes als die ansteigende Dekadenz des der Gottlosigkeit anheim fallenden Europa; wie wir sehen: Wissenschaft ohne Koran und Sunna ist Götzendienst und führt ins Verderben von Faschismus, Sozialismus und Feminismus:

Die Denker, Dichter und Publizisten des Westens lobten diesen Vorgang als Weg in eine „emanzipierte“ Welt ohne „Gott“ und ohne „Religion“.

Auf den französischen Theologen und Paläontologen Teilhard de Chardin folgten weitere Theologen wie der Deutsche Dietrich Bonhoeffer und der Amerikaner Paul Tillich …, die begannen, die Ausweglosigkeit einer bevorstehenden religiösen und theologischen Krise zu akzeptieren.

Frei nach al-Attas ergänzt: Was für christliche Memmen, die hatten auch wirklich keine Ehre! Statt den katholischen Gottesstaat wieder aufzubauen, beugten sich Europas und Nordamerikas Kleriker dem Tsunami der Säkularisierung und waren sogar bereit, ihre (seit Mohammeds Lebzeiten veraltete und später zusätzlich verzerrte) Glaubenslehre dem perversen Denken einer von himmlischer Offennbarung getrennten Wissenschaft unterzuordnen. Naturkunde zu betreiben, ohne auf die Bewahrung des Heils der Seele zu achten, führt in die ewige Verdammnis. Erst die sittlich wertvolle, von Disziplin (Adab) erfüllte Schule und Universität bringt Ratio und himmlische Botschaft wieder in Einklang. Nur das Miteinander von Mathebuch und Koran, Formelsammlung und Schariabefehl führt zur Harmonie im Klassenzimmer.

Heute könnte jeder Globalisierungskritiker oder fromme Muslim dem Islamphilosophen Syed Naquib al-Attas beinahe prophetische Gaben attestieren. Im Sommer 2012, wo die sich mehr und mehr an der ewigen Scharia ausrichtenden Staaten der zunehmend intransparent arbeitenden Europäischen Union die dramatische finanzielle Griechenlandkrise und wohl auch Spanienkrise nur mühsam mit dem bunten Lack von Sport-Spektakeln wie Fußball-Europameisterschaft und Olympiade übertünchen können und dem zum Jubeln verurteilten Volk in Windeseile dahergezimmerte Institutionen wie Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) und Europäischer Fiskalpakt (Europäische Fiskalunion) präsentieren, gewinnt die Theorie einer Europa angeblich seit dreihundert Jahren grundsätzlich prägenden Krise an Aktualität. Dies gilt sicherlich umso mehr, nachdem der auch Jasminrevolution genannte, anfangs durchaus von Bürgerrechtlern mitgestaltete Arabische Frühling in Städten wie Tunis und Kairo offensichtlich vollends von der flackeräugigen Avantgarde der islamrevolutionären Medina-Urgemeindler (Salafisten) und den etwas gemächlicher nachrückenden radikalislamischen Parteien der global aktiven Bewegung der Muslimbruderschaft übernommen worden sind. Islamische Krisenbewältigung, ob nach Malaysias Professor al-Attas oder Tunesiens Wahlsieger Rachid al-Ghannouchi, hat auch im Fastenmonat des Jahres 1434 (2012) nur eine Antwort bereit: al-Islām huwa l-ḥall, Sunnagehorsam und Schariajustiz sind die „Lösung“ (al-ḥall). Wo der Tunesier zwar von Islamischer Demokratie redet, aber jedem politischen System, dass die Grenzen der Scharia antastet, das Prädikat islamisch abspricht und der Malaysier Wert oder Unwert von Bildung und Pädagogik daran bemisst, ob sie nach Maßgabe von Koran und Sunna den Weg in die ewige Gottesnähe ermöglicht oder verbaut, wird deutlich, dass sich der ranghohe ECFR-Scheich (European Council for Fatwa and Research, unter Yusuf al-Qaradawi) und der Vordenker der Islamization of Knowledge nur hinsichtlich ihrer ganz persönlichen Arbeitspraxis unterscheiden.

Am Südostasienzentrum der Universität zu Athens, Ohio, USA, wurde 1981 mit Unterstützung von in Malaysia tätigen amerikanischen Unternehmen sowie des Staates Malaysia eine Stiftungsprofessur eingerichtet, der Tun Razak Chair. Den jeweiligen Amtsinhaber benennt das Bildungs- und Erziehungsminiserium von Malaysia; der erste, ein „Professor für Islamische Literatur“ (Professor of Islamic Literature) auf diesem Lehrstuhl war Syed Naquib al-Attas.[32]

Angewidert, mit spitzen Fingern zeigt Allahs Bildungsstratege aus KL, wie Kuala Lumpur (1,5 Millionen Einwohner, mit verstädtertem Umland 8 Millionen) im Volksmund genannt wird, auf den geistlichen Verfall Nordamerikas und Europas, wo die um 1960 vom Ungeist der kulturellen Moderne sprich vom Satan mehr und mehr infizierten Theologen sogar bereit waren, ihre jahrhundertealten Dogmen der (ohnehin nichtislamisch, also fehlerhaft verstandenen) Seelenrettung dem Rationalismus und Individualismus zu opfern. Unter diesen moralisch Korrupten befand sich der in Deutschland wenig bekannte niederländische Theologe Arend van Leeuwen, der über den hochmittelalterlichen sunnitischen Supertheologen Abu Hamid al-Ghazali dissertiert hatte und nach dem Zweiten Weltkrieg als Missionar in die damalige Kolonie Indonesien ging:[33]

3. Karl Barth, Friedrich Gogarten, Rudolph Bultmann, Gerhard von Rad, Arend van Leeuwen, Paul van Buren, Harvey Cox, Leslie Dewart und viele andere mehr, katholisch wie protestantisch, fühlten sich genötigt, nach radikalen Veränderungen hinsichtlich der Praxis der Verkündigung und der Rolle der Kirche zu rufen, die sich dem Bild des zeitgenössischen Menschen im Westen anzunähern hätten, wie es in der säkularen Weltordnung (in the secular panorama of life) vorgesehen ist.

Der amerikanische Theologe Paul van Buren (* 1924 in Norfolk / Virginia; † 1998 in Blue Hill / Maine) verstand sich, eigentlich lobenswert, wenn er den unbedingten Vorrang des Naturrechts und der universellen Menschenrechte vor dem Islamischen Recht gefordert hätte, als Wegbereiter eines Säkularen Christentums (Secular Christianity) und war später Direktor des Zentrums für Ethik und Religiösen Pluralismus (Center of Ethics and Religious Pluralism) am Shalom-Hartman-Institut in Jerusalem.[34]

Theologe Leslie Dewart stellte die auf den ersten Blick nicht unsympathische These (das Dogma …) auf, alle christlichen Dogmen seien relativ, da sie seit jeher einem permanentem Wandel unterliegen würden, was die Neuzeit lediglich erkannt habe. Hoffentlich ist dem Freund des Relativen die durch zeitlichen „Wandel“ irgendwann „abgewandelte“, aber dogmatisch völlig korrekte Hexenverbrennung als absolut unchristlich erschienen. Dem heute die deutsche Soziale Arbeit bedauerlicherweise prägenden radikalen Konstruktivismus geht es wenig sozial darum, die repressiven Scharianormen sowie Allahs Naturkunde und Menschenbild „tolerant“ und „gleichberechtigt“ neben AEMR und Wissenschaftsbegriff zu stellen. Dieses Konzept gewissermaßen vorwegnehmend, das „westliche“ Selbst- und Weltwahrnehmung erodiert sprich den Islam befördert, hielt Leslie Dewart selbst das Konzept der Wahrheit für zeitbedingt.[35]

Wahrscheinlich kommt Kindererziehung auch in der kulturellen Moderne, schließlich gilt: Kinder brauchen Grenzen, und: Kinder brauchen Märchen, um eine sozusagen konservative Haltung der Erzieher gar nicht herum, eine Haltung, die eben nicht alles (gleichgültig!) als gleich gültig betrachtet: Mehrparteiensystem und Gottesstaat, polygyner Harem und linke WG, Burka und Punkfrisur. Syed Naquib al-Attas weidet sich an Selbstkritik und Selbstauflösung der christlich geprägten Teile der Welt und würde, den Islam betreffend und auf ihn übertragen, das seit den Sechziger Jahren im „Westen“ (Dar al-Harb) eingeübte Vorgehen der nicht „literalistischen“ (wortwörtlichen) Textlektüre oder die auf die (wissenschaftlich gesehen schlicht menschengeschaffene) Genese von Schleierpflicht und Schariagesetz angewendete historisch-kritische Methode (Historical criticism, also known as the historical-critical method or higher criticism) sicherlich für unerträglich und unzumutbar betrachten.

Professor al-Attas verachtet, ja verspottet jedes vom „Westen“ definierte Modell einer sich aus Mittelalter über Aufklärung und Industrialisierung hin zu einer kulturellen Moderne entwickelnden Gesellschaft (the ‚evolutionary process‘ of human history), jedenfalls soweit dieser Entwicklungsprozess nicht im Koran aufgezeichnet ist. Ein wenig erinnert diese Verneinung jedes prozesshaft Fortschreitenden an den etwa von Harun Yahya betriebenen Versuch, die seit Charles Darwin erforschte biologische Evolution zu verneinen. Himmelswächter – auch christliche Darwinhasser – haben offensichtlich ein Problem, die Befehle ihrer jeweiligen Gottheit in der globalisierten Welt plausibel zu machen und haben Angsat, dass sie ihren Einfluss auf die nachwachsende junge Generation verlieren.

Der die Gesellschaft mit Koran und Hadith verstehende „Islamsoziologe“ Syed Naquib ist argumentativ – genauer: uns die Argumente verweigernd – nur einer von vielen. Alle Islamlobbyisten spätestens seit Ali Schariati reden so, sinngemäß: Wir Orientalen (wir Schariapflichtigen) sind derartig exotisch, so andersartig, dass wir eure Erfindung der Gleichberechtigung aller Atheisten und Frauen gar nicht benötigen, ihr Westler (Sozialisten, Trinitätsanbeter, Atheisten, Satanisten usw.) hingegen seid zur Selbstreflexion und Selbstzerknirschung verflucht wie Sisyphos zum Heraufrollen des Felsbrockens.[36]

3-4. Viele [christliche Denker] beginnen, der Vorhersage des österreichischen Psychoanalytikers Sigmund Freud Glauben zu schenken, dessen Die Zukunft einer Illusion (The future of an illusion, London 1928) als der umfassendste Angriff auf den Theismus betrachtet werden kann, den der Westen jemals erlebt hat.

Im Scherz und Professor al-Attas in den Mund gelegt: Mögen Allah und seine Dschihadisten verhindern, dass in den Reihen der Umma jemals ein erfolgreicher Sigmund Freud arbeitet!

Ganz im Ernst: Wir Staatsbürger und Bürger schätzen und verehren Sigmund Freud, haben unseren religiösen Führerschein allerdings, wie der große Wiener Entdecker des Unbewussten, ebenfalls absolviert und sind (sehr zum Leidwesen der uns die AEMR nebst hundertprozentigen Frauenrechten sowie die selbstbestimmte Sexualität verweigernden Rabbiner, Bischöfe und Scheiche) nicht nur geistliche Untertanen, religiöse Fahrgäste, sondern steuern das geschätzte Fahrzeug des uralt-humanen Spirituellen autonom. Wir wollen das Religiöse und beanspruchen es! Das tun wir bürgerlich, was im Zweifelsfall bedeutet: antiklerikal. Solange (beschneidungsfordernder) Rabbi,[37] Imam oder Pfaff ordentlich (freiheitlich demokratisch, aufklärungshumanistisch) arbeiten, gönnen wir uns zur Bereicherung unseres Alltags oder jedenfalls Feiertags den außeralltäglich gekleideten Pastor oder Schamanen, großherzig, weltbürgerlich und geschichtsbewusst. Wenn aber der Wettermacher, Kleriker oder Imam die Kinder moralinsauer gängelt und mit der Höllenqual droht, sollten wir ihn aus Klassenzimmer oder Jugendgruppe hinaus werfen.

4. Hinzu kommt, dass [selbst] die Christen, die im Großen und Ganzen die Säkularisierung abzulehnen scheinen, eifrigste Komplizen des betrachteten Vorgangs sind, in einem Ausmaß, … dass Maritain als „immanente Apostasie“ innerhalb der christlichen Gemeinde beschreibt.

Der Mensch ist zur Religion begabt und berufen – das mag so sein, und wenn das gilt, ist das auch der muslimisch sozialisierte Mensch. Religion und religiöser Mensch, Denken und Menschheit sind aber erst dann bzw. nur dort frei und schöpferisch und zivilisiert, wo der Zweifel an sich selbst und am Dogma größer ist als der (nun blinde) Glauben an die andressierte eigene Glaubenssystematik und das ortsübliche oder gemeindliche Dogma.

Es sei denn, man hat die Universalität der Menschenrechte oder das Naturrecht oder den schariawidrigen (und, solange Imam al-Ghazali und die Muslimbrüder nicht theologisch überwunden sind: islamwidrigen) Gleichheitsfeminismus zum Dogma. Dann nämlich darf man gläubig an denen zweifeln, die Angst davor haben, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt (etwa wenn sie ihren Sohn nicht rituell beschneiden lassen oder ihrer Tochter das Kopftuch nicht aufbürden).

Auch Menschenopfer und Hexenverbrennung sind Religion, aber sehr inhumane, und, wagen wir es endlich zu sagen, schlechte Religion. Wir brauchen also Qualitätskritien für – demokratietaugliche, das bedeutet gemeinschaftfähige oder nicht kulturrassistische – Religiosität. Und das ist durchaus das, was Erich Fromm (1976) als das Sein dem Haben gegenübersetzt, denn der in der Wortwörtlichkeit eingekerte Leser des Hadith, der seine Mitmenschen unter Druck setzende oder quälende Schariafreund „hat“ (Erich Fromm: To Have) die vermeintlich richtige Weltanschauung, während der wirklich spirituelle Koranleser – richtig, von den Scharia-Gewalttätern bedroht – weder Kopftuchbefehl noch Beschneidungsbefehl oder Befehl zum Aufbau des Kalifats „hat“ oder als Besitz „benötigt“ (Schariagesetz ist Bedarfsweckung), sondern „ist“ (Erich Fromm: to be), nämlich aufmerksam und nachdenklich ist – und den Koran wirklich in Freiheit lesen kann und jedes andere Buch gleich mit.

Der orthodox islamisch Abgerichtete als ein die inhumanen islamischen Gelehrten und seine Fesseln nicht in Frage stellender Muslim hat Angst, beim Lesen von nicht der Scharia folgenden Büchern auf unislamisches Wissen zu stoßen, das ihn, glaubt er bzw. vielmehr glaubt sein repressiver Koranlehrer, in in die Hölle führen kann. Reaktionär al-Attas will eben diese Erziehung schwarzer Pädagogik, will diesen verängstigten Menschen, der weder die Natur vourteilsfrei betrachten kann noch den eigenen Körper. Nur diese Marionette der Hadithverse und Fatwas wird nicht aus der Reihe tanzen und den Eltern und Imamen nicht Richting kulturelle Moderne verloren gehen.

Pädagogen und Sozialpädagogen müssen den Mut haben, solche Schriftgläubigen als Sklaven des Aberglaubens zu bezeichnen, die selbstverständlich nicht auf die Umma beschränkt sind. Auch christlich-amerikanische Antidarwinisten oder am 9. September 2012 in Berlin für das Elternrecht auf Vorhautamputation demonstrierende Juden gehören zur Spezies dieser untoten Toten, denen in Bildungsbereich und Rechtssprechung nicht die angeblich dem Himmel gerecht werdende Herrschaft zu überlassen ist.

Levi Salomon vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus hat für die Pro-Beschneidungs-Demo[38] auch Berlins gehorsame Diener des Schariabefehls zur Teilnahme aufgerufen. Salomon verschweigt, dass viele wenn nicht die meisten männlichen deutschen Juden gar nicht beschnitten und mit echter jüdischer Vorhaut noch nicht mal an einem schlimmen Identitätsproblem leiden. Die sich aus Angst an Identitätsverlust und Heilsverlust an die Brit Milah klammernden Nachfolger Abrahams und Moses wollen kritische Außenansicht höchstens ungern zulassen, ob sie von den Jews Against Circumcision komme oder von den verächtlich Goim genannten Nichtjuden. Die den Protest organisierende jüdisch-muslimische Beschneidungslobby, Aboriginees und Xhosa gibt es nicht so viele, legt ein hoch politisches, die kulturelle Moderne zerspaltendes Jammern an den Tag: „Wir wehren uns dagegen, kriminalisiert oder als archaisch und blutrünstig hingestellt zu werden.“ Das sieht der Rechtsstaat nüchterner, und Jahrtausende alte Archaik ist das blutige männerbündische Initiationsritual allemal. Und wenn das nicht medizinisch indizierte Abschneiden der kindlichen Vorhaut illegal sein wird, ist sie, so erwischt, selbstberständlich kriminell, und hält das für alle geltende Gesetz freiwillig ein, verlässt das Staatsgebiet oder wohnt im Gefängnis.

Kulturrassismus koscher? Klingt so: „Ihr also werdet Menschen genannt, aber die Goim nicht“ (Kerithuth 6b p. 78), Sanhedrin 74b Tosephoth: „Der Geschlechtsverkehr eines Goi und eines Tiers sind gleichwertig.“[39]

Lausanne (Schweiz) 1996. In ihrem Offenen Brief (Open Letter to Fourth International Symposium on Sexual Mutilations) kritisierte die britisch-jüdische Ärztin und Psychotherapeutin Jenny Goodman rituelle Vorhautbeschneidung kleiner Jungen so:

„Ich bin zuversichtlich, dass mein Volk so viele lebensbejahende, lebensfreudige und erkenntnisbringende Traditionen hat, dass unsere Identität und kulturelle Selbstachtung ohne Probleme überleben wird, wenn wir über die Beschneidung hinauswachsen, die ein grausames Relikt ist, das ich immer als eine Abweichung vom Herzen meiner Religion empfunden habe.“[40]

Auf Argumente glaubt Pro-MGM-Aktivist Hannes Stein verzichten zu können, der fliegende Fäkalien wittert: „Aber diese unsägliche Beschneidungsdebatte verblüfft mich nun doch. Da stellen sich also Leute hin und behaupten … Kinder hätten ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Nein, das haben sie nicht. … Beschneidung gehört noch zu den harmloseren Dingen, die religiöse Eltern ihren Kindern antun. … Ein Gutes hat der Sturm aus Scheiße, der da grade über uns hinweggeht, immerhin. Noch nie habe ich mich meinen muslimischen Brüdern und Schwestern so nahe gefühlt wie jetzt.“[41]

Vor lauter beglückender Jüdischkeit und jüdisch-islamdialogischem Sich-Nahe-fühlen (tatsachenbezogener: heutzutage sind die meisten männlichen deutschen Juden unbeschnitten) übersahen die Organisatoren, dass sie mit der Teilnahme des Islamischen Kultur- und Erziehungszentrums Berlin e. V. beinahe eine waschechte Vorfeldorganisation der HAMAS für die Demo zur andächtigen Vorhautentfernung geduldet hätten. Inzwischen ist der im Berliner Verfassungsschutzbericht von 2020 dargestellte Verein von der Demo-Unterstützerliste gestrichen worden.[42]

Mit einer gewaltbezogenen und juristischen Apartheid der oft so genannten Kulturen hat Achgut-Autor Stein kein Problem, der, glücklich in den USA, so schmollt: „An diesem Beschneidungsdings werde ich mich nicht weiter beteiligen. Macht das in Deutschland untereinander aus, es geht mich nichts an.“ Diese Ethik ist ja genau das, was wir Beschneidungsgegner oder Gegner der Zwangsverheiratung verurteilen: Das Private ist politisch, familiäre Gewalt ist öffentlich zu machen. Ungewollt hat Stein damit sein die Rechtsspaltung begünstigendes Betriebsgeheimnis verraten, das den Menschen als Eigentum seiner Eltern und seines Stammes begreift und nicht als Individuum.[43]

Anders als Hannes Stein argumentieren die deutschen Ex-Muslime im Juli 2012 sehr überzeugend:

„In diesen Tagen polarisiert die oft bagatellisierte Frage der Beschneidung von Jungen die deutsche Gesellschaft. Während sich manche hinter der Religionsfreiheit oder der Multikulturalität verstecken und die blutige Tradition verteidigen oder versuchen den Gegner als Rassisten darzustellen, betonen wir die Kinderrechte, die auch von religiösen Organisationen nicht eingeschränkt werden dürfen. Körperverletzung ist kein schützenswertes religiöses Ritual. Einige von uns, die aus einem so genannten islamischen Land hierher nach Europa gekommen sind, haben Erinnerungen daran, wie kleine Kinder unter der Beschneidung gelitten haben. Das ist ein religiös begründeter Angriff auf den wehrlosen Kinderkörper, der weltweit Tag für Tag Opfer fordert. Die Jungenbeschneidung ist keinesfalls risikolos, sondern kann schwere Komplikationen nach sich ziehen, wie es im Kölner Fall geschehen ist.“[44]

Zurück zu Dr. Syed Naquib, der ein längst vergangenes, Allah erfreuendes Urchristentum zu vermuten scheint, während die reale europäische Christenheit bereits der frühen Jahrhunderte eine bizarre Mixtur aus restlicher respektabler Frömmigkeit, perverser griechischer Philosophie und kirchendogmatischer Willkür darstelle, noch später durch frevlerische und selbstvergottende Renaissance und Aufklärung angekränkelt. Das Gottesbild der Christenheit sei grässlich verzerrt:

10-11. Jenes höchst unwahrscheinliche konzeptuelle Amalgam, bestehend aus dem Theos der griechischen Philosophie, dem Jahwe der Hebräer, dem Deus der westlichen Metaphysiker, das auch noch [Vorstellungen der] Götter der vorchristlich-germanischen Tradition aufgenommen hat. Was wir [daher] heute erleben, ist das Heraustreten dieser einander wesensfremden (these separate) und auch tatsächlich einander widerstreitenden Konzepte (mutually conflicting concepts), die [naturwidrig und] künstlich zusammengeschmolzen worden waren zu einem widersprüchlichen Ganzen (into an ambiguous whole), was jetzt [endlich] zerfällt und uns die Krise ihres Glaubens an Gott erkennbar macht, die sie schon seit Beginn [der kirchenchristlichen Lehre] verwirrt hat.

Diese zu Schrecklichkeiten wie religionslose Weltbetrachtung und allgemeinen Menschenrechten führende theologische Schlampigkeit und charakterliche Disziplinlosigkeit der Europäer und Amerikaner habe inzwischen sogar muslimische Denker in Versuchung geführt. Insbesondere die Säkularität, jener aktuelle Hauptangriff des verderbten Westens auf die islamische Identität und Religion, drohe muslimische Gelehrte und Intellektuelle zu beeinflussen:

13. Die aus der Säkularisierung stammenden Probleme haben, wenn auch nicht genau so [sehr] wie im Westen, viel Verwirrung in unserer Mitte [der Umma] geführt. Für uns ist es von höchster Bedeutung, zu erkennen, dass diese Probleme [nur] der Einführung der westlichen Weise des Denkens, Bewertens und Glaubens (of Western ways of thinking and judging and believing) verschuldet sind, die einige [treulose und] völlig unangemessen vom Westen beeinflusste muslimische Gelehrte und Intellektuelle an den Tag legen. Eingeschüchtert durch dessen wissenschaftliche und technologische Errungenschaften … und aufgrund ihrer einflussreichen gesellschaftlichen Position in der muslimischen Gesellschaft verbreiteten sie, bewusst oder unbewusst, ganz unnötige Verwirrung und Unwissenheit (confusion and ignorance).

Leider verrät uns Professor al-Attas nicht, wer genau aus seiner Sicht so ein klerikaler oder intellektueller muslimischer Islambeschädiger ist, der die Jugend Malaysias ins diesseitige und jenseitige Verderben führt, „bewusst oder unbewusst“.

Al-Attas argumentiert hier sehr ähnlich wie Ali Schariati, jener iranische Vordenker der monotheistischen und „antiwestlichen“ (gemeint ist: universell menschenrechtswidrigen) Revolution, die einen „Osten“ retten will, vor der westlichen Infektion oder der Verwestlichungskrankheit zu schützen seien. Identität und Wohlergehen der so genannten Orientalen, gemeint sind natürlich nicht die Ex-Muslime, sondern die gehorsamen Islampflichtigen, seien laut Schariati, der hier auf Jalal al-Ahmad („der Gifthauch der westlichen Krankheit“, the pestilential breath of occidentosis) zurückgreifen konnte, von der angeblich großes Unheil bringenden Gharbzadaghi (Westitis, Occidentosis) bedroht; Ayatollah Chomeini hätte diesen Gedanken so ergänzen können: die Schariapflichtigen sind für immer in den „östlichen“ sprich islamisch gereinigten Gottesstaat einzusperren und bei Widerstand ins folternde Evin-Gefängnis.[45]

Schariati starb 1977, im Jahr von al-Attas islampädagogischem Auftritt in Mekka.

Seit 33 Jahren wird Schariatis Heimat islamisch und staatsterroristisch beherrscht. Im heutigen Iran kann man (zwar weder Betty Mahmoodys Nicht ohne meine Tochter noch Salman Rushdies Die Satanischen Verse, aber dafür) den malaysischen Islamphilosophen lesen, nachdem Professor al-Attas Islam and Secularism 1996 auf Persisch erschienen ist: Islām va Dunyāvigari (übersetzt von Ahmad Aram, erschienen bei Tehran University Press). Die den Teheraner Mullahs nahestehende, in London veröffentlichte Zeitschrift für Transzendentale Philosophie (Transcendent Philosophy Journal) erwähnt Naquib al-Attas, zu einem Gremium der Londoner Herausgeber gehört der zeitweilige ISTAC-Lehrer Alparslan Açıkgenç.[46]

Muss uns das Warnen des Professors vor Sittenlosigkeit, Gottlosigkeit und zivilisatorischer Verunreinigung nicht auch ein wenig an den berüchtigten Bußprediger Girolamo Savonarola erinnern, der 1497 in Florenz durch eine spontan erscheinende Miliz von Jugendlichen gottlose Texte, Schminkspiegel, erotische Kunstwerke und nicht geistlich verwendete Musikinstrumente sammeln und verbrennen ließ? Seltsamerweise nennt die EKD seit 1969 den florentinischen Bilderstürmer offiziell als Vorbild in ihrem Evangelischen Namenskalender – was der florentinische Hassprediger, der arbeitete wie ein afghanischer Talib zwischen 1996 und 2001, dort zu suchen hat, ist wenig erklärlich. Evangelischer Gedenktag für den radikal religiösen Savonarola ist der 23. Mai, gemeinsam mit dem wirklich verehrenswerten Ludwig Ingwer Nommensen, der, 1834 auf Nordstrand geboren, als Missionar unter den Batak in Indonesien arbeitete, wo er 1918 verstarb.

Da Nommensens einstiger Wirkungskreis so dicht beim ISTAC zu Kuala Lumpur gelegen ist,[47] hier ein kurzer Blick auf die andere, indonesische Seite der für Piraten interessanten Straße von Malakka. Im Gegensatz zu den christianisierten Batak haben die islamisierten Batak ihre alten, vorislamischen Traditionen kaum bewahren können; die geistfeindliche Scharia radiert eben auch Erinnerungen weg, wenn sie nicht (wie es auch Naquib al-Attas fordert) gar alles Vorislamische als dem Bereich der Dschahiliyya zugehörig erklärt, dem vernichtenswerten Heidentum.[48] Eine 1954 gegründete und 1980 wiedergegründete, der Batak Christian Protestant Church (HKBP) nahestehende Privatuniversität (Universitas HKBP Nommensen) in Nordsumatra (Muslime 65,5 %, Christen 31,5 %), die Provinz ist unmittelbar dem wahhabitisierten und talibanisierten Landesteil Aceh benachbart, hält die Erinnerung an den deutschen Missionar auch in ihrem Namen aufrecht.[49] Die heutigen Christen Indonesiens sind vom realen Scharia-Islam bedroht, und wir haben den schulpolitisch besorgt wirkenden und menschenfreundlich tuenden Naquib al-Attas immer auch als Vordenker der weiteren Islamisierung sprich islamischen Faschisierung Südostasiens zu verstehen, was, kann sie nicht gestoppt werden, eine weitere Einschränkung der Rechte der Frauen und Nichtmuslime bedeuten wird, während die deutschen christlichen Kleriker (und deutschen Politiker) den Islam pauschal und mittlerweile erstaunlich aggressiv weißwaschen.[50]

Zurück zum religiösen Kulturkreistheoretiker und Professor für islamfromme Zucht und entwestlichtes sprich islamisiertes Denken:

16. Mit der „Säkularisierung“ der Werte (deconsecration of values) meinen sie [die Menschen des „Westens“] das Verbot der sakralen Legitimierung politischer Macht und Autorität … der Mensch ist [nun erst] frei, den Wandel (change) zu erschaffen in den „evolutionären“ Prozess einzutauchen. Er muss damit leben, die Relativität all seiner Regeln und ethischen Normen zu erkennen, die sein eigenes Leben zwar prägen [mögen], aber sich im Laufe der Zeit und der Generationen verändern werden. Diese Haltung verlangt nach dem, was sie „Reife“ („maturity“) nennen, und folgerichtig ist [ihnen] die Säkularisierung ein Vorgang der „Entwicklung“ („evolution“) des menschlichen Bewusstseins von einem „infantilen“ zu einem „reifen“ Stadium, [bei Harvey Cox] definiert als „Hinwegnehmen der jugendlichen Abhängigkeit von jedem Aspekt der Gesellschaft, … das Hinwegnehmen aller religiösen oder metaphysischen Stützen, um den Menschen auf sich selbst zurückzuwerfen (putting man on his own).“

Richtig, etwas pauschal nannte der 1929 geborene baptistische Theologieprofessor und Forscher zur Befreiungstheologie alle traditionell lebenden Menschen unreif, infantil. Ob sich der elitäre Christ jemals eindeutig von Dhimma und Scharia distanziert hat, oder sind Zweitfrau und Burka für Cox evolutiv fortgeschritten, „reif“?

Der heutigen Multikulturlobby nebst durchschnittlicher Sozialarbeit und Kirchentagsszene sind verlässliche Werte und Bekenntnisse grundsätzlich so sehr verhasst, bezeichnenderweise nur die islamischen nicht, dass man um den Fortbestand der freiheitlichen Demokratie fürchten muss.

Wir Anhänger von Naturrecht und universellem Menschenrecht sind aber gar nicht relativ! Die uns von al-Attas verpasste „Relativität [aller] Regeln und ethischen Normen“ weisen wir im Namen der AEMR scharf zurück. Auf Deutschland und seine Scharialobby aus Salafisten und muslimbrudernahen Islamverbänden bezogen argumentieren wir fundamental menschenrechtlich und fundamental verfassungstreu, ohne dazu bereit zu sein, über das für alle geltende einheitliche Recht oder die Gleichberechtigung von Mann und Frau zu verhandeln.

Dr. Naquib, wie alle Islamisten die Sollbruchstellen in der Abwehr seiner Gegner genau spürend, ermuntert die zugegebenermaßen von entgrenzter Toleranz und Wertebeliebigkeit befallenen Mehrheiten der säkularen Staaten („des Westens“, so ein Unsinn), auf den letzten Rest an Normativität zu verzichten und jede Struktur endlich ganz aufzulösen. Wenn man betrachtet, dass Schulministerin Sylvia Löhrmann 2011 in der vom Verfassungsschutz beobachteten Aachener Moschee des syrischen Zweigs der Muslimbrüder ihren Islamischen Religionsunterricht der Öffentlichkeit vorstellt oder dass Kanzlerin Merkel 2012 ein etwaiges, über die rituelle Zerstörung von intaktem kindlichem Genitalgewebe demokratisch siegreiches Deutschland als als „Komikernation“ schmäht, könnte man dem ISTAC-Gründer beinahe zustimmen: „Ja, uns Demokraten ist wirklich alles egal, solange es nicht gegen den Islam geht.“ Heutige Islam(aktiv)isten dressieren die Nationen der Dhimmis mit immer noch mehr „Toleranz“, das erleichtert die Arbeit. Den europäischen, zur legalen Menschensorte gewordenen Muslimen gönne man Zweitfrau, Kindbraut und Burka: „Dhimmi, sei tolerant!“

Von kulturell differenten Ureinwohnern besiedelte Inseln schwimmen in Allahs Ozean und schaffen Zivilisation im Plural, dialogisch überbrückt mit der Alliance of Civilizations (AoC, UNAoC) oder mit Schariafreundin Gudrun Krämer („Es ist etwas faul im Verhältnis zwischen islamischer und westlicher Welt: Misstrauen und Angst geben den Ton an, beide eher diffus, doch durchaus stark empfunden“).[51] Westliche Inselwelt, östliche Inselwelt, gerade der Eingeborene der ersten, der innerlich zerrissene so genannte Westliche Mensch ist schwierig um Umgang und dem ganzheitlich empfindenden, feinfühligen Bewohner des ewigen Ostens (Dar al-Islam) eine schlimme Zumutung.

Zweimal Taka-Tuka-Land, der Ostländer dabei der tiefen Seelenruhe verpflichtet:

18. So hat die Säkularisierung zwar ihre Wurzeln im biblischen Glauben, aber so, wie der westliche Mensch ihn interpretierte. Damit ist sie keine Frucht des Evangeliums, sondern Frucht des Jahrhunderte andauernden philosophischen und metaphysischen Konflikts, der die religiöse und rein rationalistische Weltsicht (world view) des westlichen Menschen bildet.

Das gerade ist es ja, was Wissenschaftlichkeit ausmacht, die Falsifizierbarkeit. Oder, anders gesagt, das beständige (insofern, sehr geehrte durch himmlisches Eingreifen von allen irdischen Anfechtungen befreite Fundamentalisten, ist der moderne Mensch durchaus Sisyphos) Weiterentwickeln von These über Gegenthese zur nächsten, keineswegs endgültigen Synthese. Unsere Forschungsergebnisse sind vorläufig, nicht vom Himmel gefallen und auch gar nicht dazu da, den (sehr fraglichen, so fragen wir) Wahrheitsgehalt von Talmud oder Neuem Testament zu beweisen. Die amerikanische Christliche Rechte sieht das leider anders als wir und wird die Islamisierung der USA und Europas begünstigen – ebenso wie Handel und Waffenlieferung nach Riad und Dubai. Islambeschönigung schafft Arbeitsplätze, Islamkritik ist kostspielig.

Das unter dem Schutt der Philosophen nahezu erstickte eigentliche Christentum, so legt uns Naquib al-Attas nahe, hätte Jerusalem nicht verlassen dürfen, und es war, so glaubt Professor, das aus dieser Westwärtswanderung – über Athen nach Rom und noch weiter – resultierende Zerreißen der Wurzeln zum abrahamisch geprägten Kulturkreis und zur göttlichen Offenbarung, das den Christen und, nach ihrem wissenschaftlichen und technologischen Erfolg, inzwischen der ganzen Menschheit die Pestilenz der Säkularisierung beschert hat:

20. Später jedoch markierte die Verwestlichung des Christentums (the westernization of Christianity) den Beginn des Säkularisierungsprozesses. Die Säkularisierung selbst ist die Fehlanwendung griechischen Denkens im Bereich der Theologie und Metaphysik des Westens, wie sie im 17. Jahrhundert folgerichtig von Descartes ausformuliert wurde, die Zweifel und Skepsis Tür und Tor öffnete (who opened the doors to doubt and scepticism) und die sich nachfolgend im 18. und 19. Jahrhundert und bis heute als Atheismus und Agnostizismus, Utilitarismus, dialektischer Materialismus, Evolutionstheorie und Historizismus darstellt.

Schriftstück Koran, legendäres Sunnavorbild und fromm ersonnener Schariabefehl dürfen nicht historisch-kritisch betrachtet werden, und wer Mohammed zeichnet oder gar karikiert, muss, die Höhe der Gewalt ist dem islamgemäßen Ziel der Prophetenverherrlichung anzupassen, gestoppt werden.

Die Parteigänger von Allahkratie (Ḥakimīya li-llāh) und soziopolitischem Islamsystem (Niẓāmu l-Islāmī) müssen mit viel eingefordertem Adab, islamischem Benimm, erreichen, dass die muslimisch sozialisierten Menschen einer Region mehrheitlich das weltweit gültige aufgeklärte Denken als etwas Unsittliches empfinden und als etwas allenfalls für die im Kerker verzerrter Weltwahrnehmung gefangenen Europäer und Amerikaner Gültiges. Um das Kalifat effizienter zu errichten, betreibe eine Kolonne das transatlantische Islambeschwichtigungsprogramm, den interreligiösen Dialog.

Eine Quelle zum Mindanao-Konflikt der Moro wörtlich Mauren, der Muslime also, die nur 5 % der Bevölkerung der Philippinen darstellen weiß: „Zu den Grundannahmen und Handlungsüberzeugungen des Islamischen Revival gehört, … dass die Hakimiyya, Allahs Oberhoheit und der Nizam al-Islam, die Islamische Ordnung uneingeschränkt herrscht und das westlich geprägte Gesetz ersetzt haben sollte.“[52]

Jeffrey Ayala Milligan (Islam and Education Policy Reform in the Southern Philippines) kennt Professor Saiyid Naqīb al-ʿAṭṭās und seine Forderung nach einer Islamisierung der Pädagogik, vergleicht dessen vielleicht allzu fundamentalistisches Ansinnen mit der gegenwärtigen Entwicklung einer Erziehungsreform im Süden der Philippinen und glaubt Entwarnung geben zu können. Alles werde sehr „pragmatisch“ vor sich gehen.[53]

Wer dem schriftgläubigen Pragmatiker genau zuhört, kann diesen pauschalen Optimismus schwerlich teilen oder muss hoffen, dass Syed Naquib al-Attas im philippinischen – oder deutschen – Erziehungskonzept und Schulprogramm nie zu Einfluss gelangen wird:

21. Eine Antwort, die lediglich auf subjektiver Erfahrung und Bewusstheit und „wissenschaftlicher“ Mutmaßung besteht, wo keine Kriterien für Wissen und Gewissheit existieren, können wir nicht akzeptieren. Denn was sie [die Säkularen] sagen, läuft darauf hinaus, dass Gott den Menschen seine Offenbarung gesendet hat oder sich selbst geoffenbart hat, als der Mensch noch in seinem „infantilen“ Stadium der „Evolution“ weilte.

Im Islam gilt der letzte Prophet als das vollkommene Geschöpf und nicht als vollkommenes Greenhorn. Eigentlich besteht das Weltall nur, um dem absoluten und absolut unverzichtbaren Sinnerklärer, Allahs Liebling Mohammed, die Bühne der kosmischen Wirkung und politisch-pädagogischen Beeinflussung zu bieten. Mohammed grün hinter den Ohren? Das hält der Professor für eine Ungeheuerlichkeit:

22. Warum sollte Gott einem „infantilen“ Menschen gegenüber seine Offenbarung senden oder sich selbst offenbaren, zumal Gott, Der den Menschen schuf, die Stufe des Wachstums kennen muss, auf der sich der Mensch im Augenblick der Offenbarung befindet?

Eine höhere Stufe der Tugend und Fülle, als ganz dicht am Propheten zu leben, hat es für die Menschheit nicht geben können. Moralisch bewertet war der Medinastaat (622-855 n. Chr.) der kostbarste Ort der Menschheitsentwicklung vor dem Dasein im Paradies; Zivilisation nach Mohammeds Tod kann deshalb nur noch versuchen, medinensisch zu sein, zu leben wie die Salaf.

Jeder Gefährte Mohammeds war der ṣaḥābī, mehrere waren die ṣaḥābiyīn oder ṣaḥābiyūn. Mohammed ist das perfekte Geschöpf, und seine ṣaḥāba oder Gefährtenschaft ist die Menschengruppe, die den höchstmöglichen Grad an Glaubensstärke (īmān) erreicht hat. The Perfect Iman Of The Sahaba.[54]

Die arroganten Westler, so empört sich Dr. Syed Naquib, wähnen, sie seien die Avantgarde der Erde und halten ihre Denkungsart für die höchstentwickelte, so dass alle anderen Kulturen im unausbleiblichen Evolutionsprozess noch ein wenig hinterherhinken und irgendwann auch hinauf auf ihre Entwicklungsstufe gelangen würden. Der Islamische Denker wird feierlich:

23. Wir weisen die Gültigkeit der Wahrheit dieser ihrer Behauptung zurück, die Säkularisierung ebenso betreffend wie ihre Theorien zu Erkenntnis und Erkenntnisbildung.

Schluss mit der Flachheit, auf in die Seelentiefe! Logik war gestern, jetzt kommt al-islām. Was der Westen über die Welt und den Menschen denkt gilt nur für ihn, wenn es überhaupt gilt. Andere Kulturkreise und insbesorndere wir Schariapflichtigen haben, pfui, damit nichts zu tun.

Schluss mit dem Denken ohne Gottesfurcht. O Glaubensgeschwister, so schwört dem nicht islamisierten Denken ab. Der Exorzist wird laut:

23. Ganz und gar verwirft der Islam jede Verpflichtung auf die Konzepte des Säkularen, der Säkularisierung oder des Säkularismus, denn sie gehören in jeder Hinsicht nicht zu ihm und sind ihm fremd.

Islām totally rejects any application to itself of the concepts secular, or secularization, or secularism as they do not belong and are alien to it in every respect

Nur dem sittlich minderwertigen Westen können die Ideologien des Säkularen helfen, die innere Zerrissenheit notdürftig zu kompensieren oder zu tarnen, so ließe sich Professor al-Attas fortführen. Dieses Elend sei zweitausend Jahre alt, und weil Mohammed oder jedenfalls Allah optimaler Gesetzgeber und Naturerklärer ist, habe sich das christliche Trauerspiel auch juristisch und weltanschaulich fortsetzen müssen:

26. Wo es [das Christentum] nun also kein geoffenbartes Recht (Revealed Law) besaß, musste es das römische Recht assimilieren, und weil es kein schlüssiges Weltbild bereitstellen konnte, musste es Anleihen aus dem griechisch-römischen Denken nehmen und später zu Theologie und Metaphysik herausarbeiten.

Diese haltlosen Rüpel mussten entweihend und räuberisch tätig werden. Die unschuldige Natur selbst wurde beraubt:

Aristotelische Philosophie und Weltanschauung und andere westliche Ideenbruchstücke [kamen dazu] und „entzauberten“ die Natur nach und nach und beraubten sie ihrer spirituellen Bedeutung (and deprived it of spiritual significance).

Was für ein Glanz dagegen andernorts mit dem Islam erstrahlte, soziales und politisches Vorbild bis zum Ende der diesseitigen Welt:

28. … das war die letztgültige Offenbarung von Gott, die ultimative Religion für die Menschheit, der letzte Prophet war gekommen. Dieses Zeitalter der Geschichte wurde zum Maßstab für die Zukunft (That age of history became the Criterion for the future)

Maßstab (criterion) kennen wir von al-Ghazali als den Mīzān, als die Skala an der Waage der moralischen Bewertung menschlichen Handelns; der größte sunnitische Theologe schrieb Das Kriterium des Handelns (Mīzān al- ʿamal, Criterion of Action).[55]

Das stündlich versuchende Teuflische ist dem Heilssichernden abgeneigt und der Muslim neigt sich der Rettung zu (bei jedem Gebet). Und was sich mit absolut fataler Konsequenz neigen wird hat, ist Allahs Waage der Sündenberechung, die deine guten oder bösen Taten öffentlich und präzise aufzeigt und dir den unausweichlichen und ewigen (unavoidable, everlasting)[56] Platz des Verweilens im Rauḍa (pl. Riyāḍ) zuweist, im Garten[57] oder in an-Nār, im Feuer.[58]

Dr. Syed Naquib hat den Islam von Scharia und Fiqh richtig verstanden und duldet keine Naturwissenschaft ohne Jenseitslehre. Weltall ist Diesseits (dunyā), die unbeutendere von zwei Sphären. Wer nicht an die Engel und Dschinnen und den Tag der Auferstehung und das Jenseits (al-āḫira) glaubt, kann sich kein Bild seiner Umwelt machen und kann als Physiker oder Biologe nicht verantwortungsvoll forschen, als Soziologe nicht abwägen und als Politiker nicht seriös entscheiden.

Kinder und Jugendliche sind in diese korrekte (islamische) Weltsicht hinein zu dressieren. Ihnen ist gutes Benehmen abzuverlangen, Adab.

Der irdische Staat verdient letztlich keine Treuepflicht um seiner selbst willen:

29. Tatsächlich schuldet der Muslim König, Land und Staat keine Gefolgschaftstreue und Loyalität, … seine wirkliche Lehnstreue und Ergebenheit gehört Gott und Seinem Propheten bei Ausschluss alles anderen.

Der säkulare Staat ist verachtenswert oder mindestens unwichtig. Auf Dauer gilt es, im korankonformen Staat und Regierungsapparat wie zufällig dem islamisch arbeitenden Staatsführer oder Kalifen zu gehorchen, nicht um ihn zu verehren, sondern um in die ewige Nähe zu Allah gelangen, ins Paradies.

Der Westen, so legt uns der Vordenker einer global aufzubauenden Islampädagogik nahe, habe im Laufe der Jahrhunderte einen unumkehrbaren Weg aus der geistigen relativen Vollständigkeit und Fülle in das rettungslos Bruchstückhafte und Mangelhafte genommen und seine Chance auf vollständige Weltbetrachtung für alle Zeit schuldhaft verspielt.

Wie der Steinmetz aus dem Felsen durch Entfernen, durch Wegschlagen eine Figur gewinnt, mathematisch wäre das also eine Subtraktion, sei das säkularisierte Bild oder vielmehr Zerrbild, das der Westen von der Welt und der Rolle des Menschen in ihr hat, auf das gewaltsame Wegschlagen des Religiösen und Spirituellen zurückzuführen. Die sich daraus ergebende, lächerlich dürftige Endform an Wissenschaftlichkeit und Weltanschauung, die der Westen stolz als endgültig, ausgereift und befreiend preist, ist, islamisch gesehen, nichts als eine kümmerliche Ruine.

Die islamische Zivilisation hingegen, die trotz aller Anfechtungen des Modernismus und Rationalismus weiterhin Koran und Logik, Frommheit und Naturkunde, Scharia und Soziologie so sehr miteinander verbunden oder vielmehr verschmolzen und fusioniert hält, dass die Maßgaben von Koran und Sunna niemals einen Schaden nehmen können, sie weiß, dass Wissenschaftlichkeit ohne taqva, ohne islamische Gottesfurcht gar nicht betrieben werden kann und dass alle Pädagogik und jedes Schulprogramm Glück und Segen im Diesseits und im Jenseits im Blick haben muss.

Den Fehler des Westens, das Spirituelle aus der Forschung und Erziehung zu vertreiben, darf der Islam, will er nicht verkümmern, also auf keinen Fall nachmachen:

33. Die Philosophie des Westens entwickelte sich mit aller Entschiedenheit und Konsequenz parallel mit der [westlichen] Säkularisierung der Wissenschaft. Der Mensch wurde mehr und mehr nach den [moralzersetzenden] Ansprüchen von [angeblich erstrebenswerter] menschlicher Humanität, Individualität und Freiheitlichkeit entworfen.

Das stimmt, so machten das Renaissaince, Aufklärung und sexuelle Revolution. Freiheitlichkeit ist für Syed Naquib offensichtlich etwas ganz Schlimmes. Allah liebt Zucht und Ordnung, Adab.

Professor al-Attas will das Individuum verhindern, das sich von den Normen – nicht zuletzt den sexuellen Normen – seiner Eltern und Großeltern befreit. Das korrekte Verhalten nach Koran und Sunna wird den Folgegenerationen, so sagen wir Säkularen es, zum sozialen Gefängnis, der Schriftgläubige hingegen sagt: es sichert das Heil der Seele.

In der islamischen Reaktivierung, im Islamic Revival sollen Kinder den Vorstellungen der Eltern also entweder genauestens folgen oder, zumal wenn die Eltern schariatisch pflichtvergessen leben, sie sogar an Radikalität übertreffen. Dazu braucht man schariakundige Erzieher, Lehrer, Kulturpolitiker und Schulpolitiker, und diese will Naquib al-Attas mit seinem ISTAC beeinflussen oder ausbilden.

Sicherlich ist der Wunsch, Kinder zu beeinflussen und zu prägen, zeitlos und menschlich sehr verständlich. Wir universellen Menschenrechtler könnten es schließlich auch nicht begrüßen, dass sich unsere Kinder oder Enkelkinder von Aufklärungshumanismus und freiheitlicher Demokratie hin zum Faschismus oder hin zum Islamismus „befreien“ würden, weshalb Wertebeliebige uns neuerdings Menschenrechtsfundamentalismus oder Verfassungsfundamentalismus vorwerfen. Das sind wenig zufällig dieselben Kulturrelativisten, die zur repressiven und frauenfeindlichen Scharia gar nichts sagen, denn das würde der eigenen Karriere in Stadtverwaltung, Schulministerium, Landtag, Partei oder Kirche schließlich schaden.

Selbst im Geschichtsunterricht oder in der Biologiestunde muss der junge Muslim lernen, die Zeichen, die Āyāt (sg. Āya auch in der Bedeutung von Koranvers) des absoluten Erziehungs- und Bildungsprogramms zu erblicken, von Allahs Heilsplan. Eine Blume oder ein Sternenhimmel ist daher nicht an sich schön, sondern nur schön, um dich zu Gotteslob und Schariagehorsam zu veranlassen. Sinngemäß machen das christliche Fundamentalisten genau so, von Mormonen bis Zeugen Jehovas, weshalb wir Aufklärungshumanisten darauf achten müssen, dass der Blick auf die Welt und die Umwelt eines Kindes nicht islamisiert oder fundamentalisiert wird.

Das Kind oder der Jugendliche hat das Recht, die Welt und die Gesellschaft anzuschauen ohne Angst vor dem göttlichen Strafgericht haben zu müssen. Schule und Universität betreffend sind Erziehungswissenschaft und Biologieunterricht (Stichwort Charles Darwin und Evolutionstheorie) aber ebenso Naturkunde, Selbsterfahrung und ökologisches Lernen, die drei letzten zusammengefasst als Umweltbildung, von Allahs oder Jahwes oder Krishnas Befehl freizuhalten (auch von Beschneidungsbefehl und Zirkumzisionsdogma), damit ein Mensch heran wachsen kann, der zu umfassendem wissenschaftlichem Denken überhaupt fähig ist – und auch zum nachhaltigen Bewahren der Demokratie, des säkularen Rechtsstaats.

Dr. Syed Naquib hingegen will das Gegenteil. Für ihn wird jeder wohlerzogene Mensch Stellvertreter Allahs sein, Kalif:

36. Die im Heiligen Koran enthaltene Beschreibung von Natur und Mensch – sowohl in ihrer äußeren Verkörperung als auch in Bezug auf ihre inneren Verborgenheiten –, nämlich als āyāt (Worte, Sätze. Zeichen, Symbole) [verpflichtet uns auf die heute dargestellte Weltanschauung, die islamische nämlich]

Natur hat eine kosmische Bedeutung und Notwendigkeit und muss betrachtet und [respektvoll] beachtet werden (must be respected) aufgrund ihrer symbolhaften Verknüpfung mit Gott.

Überall auf der Welt und in völliger Übereinstimmung mit Imam Abu Hamid al-Ghazali behaupten die schariapolitisch aktiven Denker und Pädagogen, dass die Natur ohne Allahgott keinerlei menschliche Hochachtung verdiene. Im Gegenteil bedeute es, die Natur lediglich als eine solche zu beobachten bzw. gar wertzuschätzen, nämlich bei nicht vorhandenem oder schuldhaft verweigertem Allahbewusstsein, Schirk zu betreiben, Polytheismus und Götzendienst.

Der Mensch hat im Weltganzen und Sozialgefüge die Rolle des Stellvertreters Allahs:

36. Nach den Vorgaben des Heiligen Koran ist der Mensch Stellvertreter (Kalif) Gottes und hat das Königreich der [diesseitigen] Natur und Naturgegebenheiten [gleichsam und zur treuen Pflege] geerbt.

Man according to the Holy Qurʾān is God`s vicegerent (khalīfah) and inheritor of the Kingdom of Nature.

Allāh ist König. Das und nichts anderes ist die islamische Erziehungswissenschaft von Professor al-Attas: der – angeblich von Natur aus zu muslimisierende – junge Mensch soll Kalif werden. Wir können ergänzen: das örtliche Sozialgefüge soll dieser korangemäßen Stellvertreterschaft mehr und mehr gerecht werden, kalifengerecht – kalifatsgerecht.

Dr. Syed Naquib fordert das Kalifat nicht.

Nein, er nicht.

Allah fordert.

Auch Hörsaal und Klassenzimmer müssen Allahs Königtum gerecht werden. Eine andere Schulpolitik oder Wissenschaftspolitik werde überwunden und durch pädagogisches Jenseitsbewusstsein einschließlich Höllenfurcht ersetzt:

39. Der Heilige Koran sagt [uns], dass das Jenseits besser ist als das Diesseits; es ist [unvergleichlich] beständiger, [nämlich] immerwährend.

The Holy Qurʾān says that the Hereafter is better than the life of the world; it is more abiding, everlasting.

Im säkularen Rechtsstaat kann jeder Bürger daran glauben oder nicht glauben, seine Großeltern im Paradies wiederzusehen oder mit einem anderen vermissten Verstorbenen himmlische Party ohne Ende zu genießen. Die meisten Religionen oder deren volkstümliche Ausprägungen haben eine vergleichbare Vision im Programm, und ganz entsprechend darf in Deutschland im grundgesetzlich vorgesehenen bekennenden Religionsunterricht solches Gegenstand des Bekundens und Bekennens sein. Das Kind oder der Jugendliche darf dabei aber nicht überwältigt werden, etwa, indem es sich sittlich minderwertig, unvollkommen oder unmoralisch fühlen muss, wenn es an ein Leben im Jenseits nicht ganz glauben kann oder gar nicht glauben kann.

Im naturkundlichen Unterricht ist der Paradiesglaube nicht zu verstaatlichen.

Gefährlicherweise schreibt das nordrhein-westfälische Schulgesetz seit 2006 in § 2 Abs. 2 als Lernziel „Ehrfurcht vor Gott“ fest. Erfreulicherweise rief dieser Verstoß gegen die Trennung von Kirche und Staat erste Kritik hervor. 2011 schlug die Initiative Sozis für Laizismus den Landtagsabgeordneten folgende Änderungsfassung vor: „Achtung vor der Würde des Menschen, die unbedingte Akzeptanz der Menschenrechte und die Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.“ Im Dezember 2011 setzte sich, bislang leider erfolglos, die (die Scharia leider nicht laut zurückweisende) Landttagsfraktion der Partei DIE LINKE dafür ein, Gott und Gottesfurcht aus derm Schulgesetz zu entfernen.[59]

Die Säkularisierung, so entrüstet sich der Islamphilosoph aus „KL“, sei nicht nur Ausdruck von Glaubensferne (expression of an utterly unislamic world view), sondern gezielt antiislamisch (set against Islām). Etwas trickreich übersetzt Naquib der schariapflichtigen Jugend Malaysias die säkulare Idee in ein islamisiertes Vokabular:

38. Größtmögliche Entsprechung findet das Konzept des Säkularen im koranischen Konzept al-ḥayāt al-dunyā: „das Leben der Welt“, „das weltliche Leben“.

Gegenteil und Ergänzung von Dieseits, Dunya (dunyā) ist Achira (al-āḫira), islamisches Jenseits als Ort der ewigen Scheidung in Lustgarten und Feuergrube. Ob Soziologie, Physik oder Medizin, islamgemäßes Denken hat nur in der – jenseitsbewussten und jenseitsorientierten – Sphäre der Dunya statt zu finden. Ein kleines Gebet im Matheunterricht, ein Segenswunsch im physikalischen Institut oder Plenarsaal muss also jederzeit integriert werden. Eure westliche Physik, so ließe sich mit al-Attas sagen, ist unvollständig, das – selbstredend islamische – Spirituelle ist aus ihr gewaltsam herausgebrochen worden.

Selbstbewusste Säkulare verweigern, dass ihre Forschung durch die totale islamische Ideologie ironisiert und in den Kerker der schariabegrifflichen Dunya eingesperrt wird, weil sie verhindern wollen, dass die Menschen von Heilssicherung und Paradiesglauben abhängig werden wie der Süchtige von der Droge.

Anders als wir hält Dr. Naquib allerdings gerade das Weltliche für suchterzeugend:

39. [Die Dunya als] die uns umgebende Welt … überwältigt uns und ist geeignet, uns vom Bewusstsein unserer letztgültigen Bestimmung abzulenken (distract us from consciousness of our final destination).

Teufelsdreck ist aus Weltgeschehen (Dschihad) oder Großfamilie (Ehrenmord) auszuwaschen, Reinheit herzustellen. Gewisse Mischungen sind dem Weltenlenker ein Gräuel:

40. Was auch immer „islamisches Christentum“ oder „christlicher Islam“ wäre, es ist weder Christentum noch Islam. Christentum ist Christentum und Islam ist Islam.

Christentum bzw. christlich ließe sich hier durch jeden anderen Begriff wie sozialistisch oder säkular ersetzen:

40, 41. [Nur muslimische Fehlgeleitete und Verführer können] so einen Unsinn verbreiten wie „islamischer Sozialismus“ oder „Sozialismus im Islam“. … Ganz entsprechend kann es in Wirklichkeit niemals einen „islamischen Säkularismus“ geben – und die Säkularisierung kann wirklich nie ein Teil des Islam sein (there can never really be an „Islamic Secularism“; and secularization can never really be a part of Islām).

Danke, das ist deutlich. Und das ist genau die Botschaft der gefeierten Vorzeigelehrerin für den (damals noch nicht bekennenden) Religionsunterricht Lamya Kaddor, die 2008 wusste: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“

Gib mir die Technologie, aber verschone mich vor dem rationalen Denken, wasch mich aber mach mich nicht nass.

Selbstbewusst nennt man am ISTAC den Islam eine Lehre der Befreiung, weder der uralte und magische Animismus noch der neuzeitliche und moralzersetzende Säkularismus können den Menschen an der Entfaltung aller Möglichkeiten hindern. Professor al-Attas kennt die islamische Theologie:

42. Befreiung in diesem Sinne bedeutet für ihn eine Rückkehr in den ursprünglichen Zustand, der mit allem Seienden harmonisch ausgesöhnt ist (to his original state, which is in harmony with the state of all being and existence (i. e. fiṭrah).

Islamisierung ist insofern kein Prozess der Evolution, sondern der Devolution zurück zur Ursprungsnatur. Islamization is a process not so much of evolution as that of devolution to original nature.

Nisyān (Wissensverlust im Islam, Schariavergesslichkeit), ǧahl (dämonische Unwissenheit, gleichsam vorislamisches Heidentum wiederbelebend, vgl. anglis. Jahiliyya etwa bei Sayyid Qutb) und ẓulm (fehlgeleitetes und wohl auch unterdrückerisches, fluchwürdiges Tun, heilszerstörende und eher gewalttätige Abirrung zum Verbotenen; s. u. bei al-Wahhab, der Koransure 6:82 anführt) sind drei weitere theologische Fachtermini:

43. Wann auch immer der Islam angesichts gewandelter äußerer Bedingungen den Anschein des Unangemessenen und Unbrauchbaren erweckt, so ist das eine [ziemlich satanische] Illusion und liegt das nicht am Islam, sondern … an der menschlichen Vergesslichkeit (nisyān), die Unwissenheit (ǧahl) erzeugt und die mit [islamischem] Lernen und Wiedererinnern [bestmöglich] kurierbar ist.

Wissensmangel erzeugt Verwirrung und Irreführung, ẓulm, (Ignorance causes confusion, ẓulm), und Unwissenheit und Fehlleitung sind das Resultat der Deislamisierung, die es bei den früheren [bis 855. n. Chr.] Muslimen noch gar nicht gegeben hat.

Deislamisierung ist das Hineingießen fremdartiger Weltanschauung (alien concepts) in die Hirne der Muslime, wo sie zurückbleibt und Denken und Urteilsvermögen [destruktiv] beeinflusst.

Sinngemäß wiederholt auf Seite 206:

Deislamization is the infusion of alien concepts into the mind of Muslims, where they remain and influence thought and reasoning;

Wortgleich in Concept 40.

Islam sei die zeitlos optimale Antwort auf jedes Problem, muslimische moralische Zersetzung sei auf Informationsmangel zurückzuführen (wobei konstruktives Wissen selbstredend islamisches Wissen ist) und die nicht am Hineinströmen gehinderte spirituelle Jauche (wie wir gleich sehen werden, hatte ʿAbd al-Wahhāb zweihundert Jahre früher sehr ähnlich argumentiert) aus der Dar al-Harb drohe heutzutage die Hirne der Angehörigen der Umma zu verschmutzen. Da sollten wir uns daran erinnern, dass Dschahl (ǧahl) etymologisch zu Dschahiliya gehört, einem Kernbegriff im Denken des ägyptischen radikalislamischen Theoretikers Sayyid Qutb und dass Syed Muhammad Naquib al-Attas 1977 (31.03.-08.04.) mit dessen jüngerem Bruder Muhammad Qutb (*1919) im saudisch gehüteten Mekka weilte und über Islamische Erziehung nachdachte (vgl. Allahs Pädagogik, Sägefisch 214).[60] Auch der 1972 freigelassene und nach Saudi-Arabien geflüchtete, 2012 noch lebende und angeblich weniger radikal als sein 1966 hingerichteter Bruder argumentierende Muhammad Qutb verwendet den Begriff der Dschahiliya (vgl. Buchtitel Jahiliyya of the Twentieth Century).

Islamische Weltbildungskongresse

Tagungsthema von 1977 lautete Grundlagen eines Islamischen Erziehungssystems (Basis For an Islamic Education System). Organisatoren waren die König-Abdul-Aziz-Universität und die Regierung des Königreichs. 350 muslimische Gelehrte aus der ganzen Welt nahmen an dieser ersten Weltkonferenz für Muslimische Erziehung teil. Gewissermaßen als Nachwirkung der Konferenz entstanden 1981 das in den USA ansässige International Institute of Islamic Thought (IIIT)[61] in Herndon (Virginia) sowie das World Centre for Islamic Education (WCIE) zu Mekka. Das Erstere inspirierte inzwischen die Gründung eines entsprechenden Instituts in Bangladesch (BIIT, Bangladesh Institute of Islamic Thought).

Das mekkanische WCIE steht unter Schirmherrschaft der OIC. Das IIIT betreibt eine afrikanische Außenstelle in Nigeria, dieses IIITN liegt auf dem Gründstück der 1977 gegründeten Bayero University Kano (BUK), an der ebenso Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin gelehrt wird wie schariakompatibles Bankwesen am International Institute of Islamic Banking and Finance (IIIBF). Die Stadt Kano wurde am 20. Januar 2012 von der Boko Haram angegriffen, mindestens 191 Menschen starben. Am 29. April 2012 ermordete Boko-Haram etwa zwanzig christliche Gottesdienstbesucher auf dem Universitätsgelände, die Dschihadisten waren mit zwei Motorrädern und einem Auto gekommen, schossen und warfen Sprengsätze. Seit dem Jahr 2000 herrscht im gleichnamigen Staat Kano auch im Strafrecht ganz offiziell die Scharia, Ehebrecher können gesteinigt werden oder hundert Peitschenhiebe erhalten (stoning to death (rajm) for married or previously married convicts or caning of 100 lashes), wer Alkohol trinkt, bekommt achtzig Peitschenhiebe (caning of eighty lashes).[62]

Die zweite World Conference on Muslim Education wurde in Pakistan abgehalten, war gemeinschaftlich organisiert von der Quaid-e-Azam Universität zu Islamabad (Pakistan; benannt nach Ali Jinnah, der in Pakistan als „größter Führer“ verehrt wird: Qāʾid-e Aʿẓam) und der saudi-arabischen King Abdul-Aziz University und sollte hauptsächlich dazu dienen, schariataugliche Lehrpläne zu entwickeln und, auf lange Sicht, die Kluft zwischen staatlichen Schulen und Madrassen zu überbrücken (to design curricula for different ladders of education with the view of bridging the gap between secular and madrasah systems of education). Die Reihe dieser saudi-arabisch gesteuerten Treffen wurde fortgesetzt: drittens Dhaka Bangladesch 1981, viertens Jakarta Indonesien 1982. Das ägyptische Kairo erlebte 1987 die fünfte und das südafrikanische Kapstadt 1996 die sechste Islampädagogische Weltkonferenz.[63]

Ein weiteres Zentrum will Logik und Islam, Wissenschaftsbetrieb und Schariagelehrsamkeit verschmelzen. Das Center for Islam and Science (CIS) arbeitet vom kanadischen Sherwood Park (Alberta) aus und bewirbt neben al-Ghazali und al-Afghani auch ISTAC-Gründer Naquib al-Attas, Reislamisierer Alparslan Açıkgenç (Ankara, Wisconsin, Chicago; 1995-1999 am ISTAC) sowie Said Nursi und sogar den Kreationisten und Antisemiten Harun Yahya.[64]

Theologisches. Zwei Beispiele aus dem 20. Jahrhundert für den ẓulm, die Düsternis und vermutlich auch Gewalttätigkeit der Abirrung vom Islam. Das erste, veröffentlicht 1984 und dazu aus einem ägyptischen Hochsicherheitsgefängnis herausgeschmuggelt, stammt von drei dschihadistischen Denkern, das zweite vom angesehenen hanbalitischen Theologen ʿAbd al-Wahhāb. Die den finsteren und repressiven ẓulm begehen, sind die Ẓālimūn:

„Teil Acht: Unsere ʿAdāwa (Feindseligkeit). Unsere ʿAdāwa (animosity, enmity) müssen wir gegen die ẓālimūn (disbelievers, polytheists, wrong-doers) richten, und zu aẓ-Ẓālimūn sind all jene zu rechnen, die aẓ-Ẓulm praktizieren, Ungerechtigkeit, zum Beispiel Polytheismus. Aẓ-Ẓulm tritt in zweierlei Gestalt auf: 1. Kufr oder Unglaube, ẓulm akbar [Großer ẓulm]. 2. Ungehorsam, den ein Muslim begeht, ẓulm aṣġar [Kleiner ẓulm]. Die Ungläubigen betreffend: Diese müssen von uns mit der vollen Wucht des Hasses getroffen werden, mit aller unserer geheiligten Feindseligkeit, die sie schließlich umgekehrt ja auch uns entgegen bringen.“ Zitatende.[65]

Der Saudi-Arabien bis heute beeinflussende Muḥammad bin ʿAbd al-Wahhāb lebte zwischen 1703 und 1792. Seine sehr rigide religiöse Lehre nennt man, etwas verlegen, gerne wahhabitisch; wir sollten statt Wahhabismus allerdings besser hanbalitische Rechtsschule sagen oder einfach Islam. Der spätere Hoftheologe, der sich anlässlich eines Studienaufenthalts bei der lebenslustigen Bevölkerung von Basra als Prediger gegen Tabak und Tanz derartig unbeliebt machte, dass er aus der Stadt geworfen wurde, betont, dass Allah selbst in Sure 6:82 Širk und Ẓulm gleichsetzt, Zitat nach dem Kitābu t-Tauḥīd, The Book of Tawheed: Die da glauben und ihren Glauben nicht mit Ẓulm [Ungerechtigkeit und damit Unrecht, d. h. Schirk] vermengen, sie sind es, die Sicherheit haben und rechtgeleitet werden. Zitatende. Das mit muẓlim, dunkel, finster, ẓalām, Finsternis, und ẓallām, Unterdrücker sprachverwandte Ẓulm definiert die menschliche Gattung der Verworfenen als aẓ-Ẓālimūn (disbelievers, polytheists, wrong-doers). Diese Frevler sind zum Zwecke der Verabreichung von Peitschenhieben oder Steinwürfen der Religionspolizei zu überreichen oder auch mal wegen Hexerei oder Verderbenstiften auf Erden anzuklagen.[66]

Zwar wird der Ẓulm von Dr. Syed Naquib nicht so militant verstanden wie von den drei zitierten Dschihadisten. Doch die wahhabitische Deutung, insbesondere auch die Denkfigur des bedrohlichen Einfließens oder Hineinmischens („vermengen“) macht den Malaysier al-Attas einmal mehr zum Komplizen des Unrechtsregimes Saudi-Arabien.

Da anzunehmen ist, dass der „Transzendente Philosoph“ keinen anderen Begriff vom ẓulm hat als ʿAbdalwahhāb und weil wir die Diktatur des saudischen Gottesstaats kennen, ist nicht hinzunehmen, dass Naquib al-Attas im Kerncurriculum für das Unterrichtsfach Islamische Religion an den Grundschulen (Kultusministerium Niedersachsen) als pädagogischer Ideengeber genannt wird:

„Eine grundlegende Aufgabe des islamischen Religionsunterrichts ist es, die Schülerinnen und Schülerausgehend von der Trias*** aus erzieherischem Ansatz, Wissensvermittlung und Wertebildung zum eigenverantwortlichen Umgang mit dem Glauben zu befähigen. … ***tarbīyah, ta’alīm, ta’adīb, Vgl.: Syed Muhammad al- Naquib al-Attas: Aims and objectives of Islamic education.“[67]

Schließlich darf der staatliche Schulunterricht für islamische Diktaturen wie Saudi-Arabien oder den Iran keine Reklame machen, noch nicht einmal im irgendwie märchenhaften und dabei knallhart versetzungsrelevanten Schulfach Religion.

Weiter im Text:

56. Gott ist der, der Belohnung und Vergeltung bereitet, der Höchste Richter, ad-dayyān. Er ist der König, al-mālik. God is the Requiter, the Supreme Judge: al-dayyān. He is the King, mālik.

Die Tatsache, dass Gott als König bezeichnet wird und alles andere das Königreich, über das er absolute Gewalt und Vollmacht hat, malakūt, zeigt auch hier wieder, dass der Mensch Sein mamlūk ist, sein Sklave.

Wer unislamisch handelt oder auch nur unislamisch denkt, zerstöre die Harmonie der ganzen Welt:

57. Der natürliche Zustand des Seins wird fiṭra genannt. Letztlich bzw. genau genommen bedeutet [der gesamte] dīn auch fiṭra. Die fiṭra ist das Muster, nach dem Gott alle Dinge geschaffen hat. Sie ist Gottes Weise des Erschaffens, sunnat Allāh, und alles passt in diesem Muster mit jedem zusammen und findet seinen richtigen Platz. Es ist das Gesetz Gottes. Sich dem Gesetz zu unterwerfen schenkt Harmonie (It is the Law of God. Submission to it brings harmony)

58. Unterwerfung unter Gottes Willen bedeutet folglich Gehorsam Seinem Gesetz gegenüber. Submission to God`s Will means also obedience to His Law.

Hitler oder Mao hätten es auch so sagen können: sich dem Gesetz zu unterwerfen bringt Harmonie. Und „natürlich“, also von Natur (fiṭra) aus, hat der Muslim der ganzen Scharia zu gehorchen, der Meinung der höchsten Gelehrten, den Fatwas und den Schiedssprüchen des islamischen Gerichts.

Wo es noch kein Schariagericht gibt, das ihn beurteilen könnte, muss der Muslim sich für den Aufbau einer solchen Fiqh-Justiz einsetzen, und wo es in einem Rechtsgebiet noch keine islamisierten Paragraphen gibt, hat der Muslim die Rechtssprechung kraftvoll zu islamisieren, schariakonform zu machen. Muss denn nicht die geforderte und irgendwann auch erzielte Errichtung von islamischen Schiedsstellen oder, noch später, von Scharia-Gerichten die Folge eines jeden verkündenden Islamischen Religionsunterrichts sein?

Fromm und gehorsam geht der wohlerzogene junge Mensch dem Paradies entgegen, künftig versetzungsrelevant auch an den Schulen an Rhein und Ruhr:

75. Er ist ausgerüstet und bereit, den Geraden Pfad (aṣ-ṣirāṭu l-mustaqīm) zu Allah zu beschreiten. (he is set ready on the Straight Path (al-ṣirāṭ al-mustaqīm) leading to God).

Ordnung ist im Islam zentral, jedenfalls ist alles, bis in den molekularen Bereich hinein, feinverzweigt aufgeteilt in höherrangig und niedriger, oben und unten. Eine gewaltige, das Weltall aufspannende hierarchische Ordnung weist damit jedem Ding den angemessenen Rang und Platz zu. Alles im islamischen Weltall, auch der Mensch folgt Befehl und Gehorsam. Dabei ist nichts wirklich gleich oder gar gleichwertig:

102. Vom Mineral über die Pflanze bis zur Tierwelt erkennen wir Ordnungen der Hierarchie vom Niedrigsten bis zum Höchsten. Selbst unter den Engeln gibt es jene, die sich in dichtester Nähe zu Gott befinden (al-muqarrabūn).[68] Und auch im Jenseits sind die jeweiligen Einwohner von Himmel und Hölle entsprechend angeordnet, vom Höchsten zum Niedrigsten.

Erbeutete Bodenschätze, eigene Soldaten und wohlerzogene Kinder sind hierarchisch anzuordnen wie in einem Regal oder Setzkasten.

Al-Attas (Concept 22) fordert jenen Adab als Charakterzug und Tugendbeweis, der Gerechtigkeit (ʿadl) herstellt, die ihrerseits aus der ḥikma, der Weisheit Allahs entspringt:

Ihrerseits ist die Gerechtigkeit ein Widerschein der [islamischen] Weisheit oder ḥikma, also jenes gottgegebenen Wissens, … den rechten und schönen Ort einer Sache oder eines Menschen zu kennen …, Adab ist die äußere Verkörperung der Gerechtigkeit, ein Abglanz der göttlichen Weisheit (ḥikma).

Justice is … the right and proper place for a thing or being to be … the spectacle (mashhad) of justice as it is reflected by wisdom.

Solange die fatale endgültige Entscheidung noch nicht gefallen ist (am Tag der Abrechnung durch Allahgott), kommt erregende Dynamik ins absolut folgenreiche Spiel. Wer im Setzkasten oder Spielfeld des irdischen Nizam den rechten Platz verweigert oder wer im Diesseits von Muslimen an den Rand gedrängt wird, hat möglicherweise auch im Jenseits Schlimmes zu erwarten.

Ein Gerangel um die Gunst von Gottheit oder Bürgermeister kann daher losbrechen, selbst in der Schulklasse dürfen Lehrers Lieblinge an Ansehen gewinnen. Dieser Gott und diese Religion braucht Strahlende und Nutzlose, Führer und Erniedrigte, Gewinner und Verlierer. Und so (wie es gelegentlich auch verrzerrt christliche Anhänger der Prädestination meinen) kann sich am Reichen und Erfolgreichen der nahezu sichere ewige Verbleib im Paradiesgarten abzeichnen, während dem Islamkritiker schon hier auf Erden ein wenig die Hölle heiß zu machen ist.

Allgemeine Menschenrechte oder Rechtsstaatlichkeit sind mit diesem Weltbild der heiligen Ungleichheit (hierós, heilig und arché, Beginn, Führung, Herrschaft; Hierarchie) überflüssig und die Gleichberechtigung von Mann und Frau gilt Schariafreunden sowieso nur als eine perverse Kopfgeburt des Okzidents.

Für Naquib al-Attas (Seite 104) ist die Sache sehr ernst, der Denker von Zucht und Anstand (Adab) im Islam wiederholt seine Warnung vor dem Prozess der Gleichmacherei (process of levelling … I mean the levelling of everyone). Der Professor bemüht sich noch nicht einmal, seine Forderung nach grundsätzlicher Ungleichwertigkeit aller Menschen und selbstverständlicher Ungleichbehandlung beispielsweise als notwendiges Übel auf dem Weg zu baldiger gesellschaftlicher Gleichheit zu rechtfertigen oder als erfolgreiche Methode, Straftaten zu verhindern. Nein, die geradezu militärische Hierarchie sei die einzige Chance, die Eigenbewegung des gottvergessen heidnischen (dschahili, adj.) Menschen hin zu Individualismus, innewohnender Selbstherrlichkeit und Halsstarrigkeit zu blockieren (This Jāhilī streak of individualism, of immanent arrogance and obstinancy). Nur „falsche Führer“ (104. false leaders) wagen es, pauschal nach Gleichheit und Gleichberechtigung zu rufen, Verderbensstifer, „die jede legitime Autorität und gültige Rangfolge niederreißen wollen“ (who wish to demolish legitimate authority and valid hierarchy).

Was für ein Demokratiefeind und Erzreaktionär … und Sufi:

115. Die ernsthafte und korrekte Praxis [des Sufismus] ist nichts anderes als die Intensivierung der Scharia, die Zuspitzung der Scharia auf das eigene Selbst; [anders gesagt] die Ausdrucksweise von islamischer Perfektion oder Exzellenz in der [für jeden Muslim verbindlichen] Gottesknechtschaft

taṣawwuf … its sincere and correct practice is none other than the intensification of the sharīʿah upon one`s self; it is the expression of iḥsān in the ʿabd

p 207. I have defined taṣawwuf as „the practice (aʿmāl) of the sharīʿah at the station (maqām) of excellence (iḥsān). This definition is based on the ḥadīth … „that thou shouldst worship God as if thou sawest Him“[69]

Das ist korrekt, Sufismus ist der hübsche Lack in rosa und gold. Wo das einheitlich brutale Kalifat ein wenig glänzt und glitzert, ist es sufistisch aufgehübscht. Sufismus ist die Selbsthypnosetechnik zur frohgestimmten Unterwerfung unter Allahs System.

Sufismus ist innere Mission hinein ins Geistig-Emotionale oder Geistig-Seelische des Einzelnen, die Dawa hinein ins Halbbewusste der Muslime, hin zum Bereich des islamischen Geheimnisses (as-sirr), während Salafismus die Reislamisierung des öffentlich sichtbaren Handelns ist, die Dawa der Glaubenspraxis, die Dawa des äußeren islamisch korrekten Verhaltens (as-sunna). Sufismus sirr, Salafismus sunna? Nicht ganz: Sufismus ist Sirr als Kür zusätzlich zur Pflicht der Sunna, Salafismus hingegen ist bloße Scharia und Sunna, pur und brutal, ohne den sufischen Sirr nebst poesiebestickter ḥaḍra-Zusammenkunft, herzensreinigenden Dhikr (ḏikr türk. zikir, Zusatzgebet in Trance) und Ego-auslöschenden Kreistanz. Tariq Ramadan weiß: „Sufismus ist das Herz der Scharia. Sufism ist he heart of Sharia.“ Noch der Sohn von Muslimbruder Said Ramadan, hier aus dem Französischen: „Die Ma’rifa, die intime Nähe zu Allah, liegt im Herzen der Scharia. … Es gilt, die Scharia mit der Mystik und dem Sufismus versöhnen.“[70]

Sufismus ist die verträumte und romantische Seite des Dschihad, die Kulturpädagogik des Kalifats.

128. Unter „westlicher Zivilisation“ verstehe ich die Zivilisation, die sich aus der geschichtlichen Verschmelzung der Kulturen, Philosophien, Werte und Intentionen der Griechen und Römer ergeben hat, ihrer nachträglichen Vermengung mit Judentum und Christentum sowie ihrer Weiterentwickung und Umformung durch romanische, germanische und keltische Völker.

Nicht zuletzt dadurch, dass al-Attas, immerhin gebürtiger Indonesier, lebenslang die Kulturen der hinduistisch überformten und rituell (religiös) kannibalischen Animisten vom Volk der Batak[71] oder der bis heute stark matristisch geprägten Minangkabau[72] an dieser Stelle eben nicht verteidigt, lässt Allahs Philosoph durchblicken, dass eine Mischkultur eher minderwertig bleiben muss und dass es für die Menschheit, egal ob in Europa oder Südostasien, nur einen einzigen ungetrübten, nicht verschmutzten kulturellen Ausweg gibt, den Islam. Aus Sicht des Kalifats müssen altertümliche Animisten oder Hindus islamisiert werden oder einflusslos bleiben, für neumodische Atheisten oder Säkulare gilt dasselbe.

Naquib al-Attas mit seinen jahrzehntealten guten Verbindungen zu den globalen Muslimbrüdern und in den Gottesstaat der Saudis wurde 1931 auf Java geboren. Sechzig Prozent der muslimischen Javaner sind synkretistische muslimische Abangan (in ganz Indonesien immerhin 30 Prozent) und verstehen die Scharia bislang lediglich symbolisch-mystisch, eben nicht als monopolistisch heilssichernd und unmittelbar gültiges Gesetz. Die übrigen Muslime auf Java sind Santri (Santeri), eher orthodoxe Muslime. Santri sind entweder Traditionelle, meist den Nahdlatul Ulama verbunden, oder so genannte Modernisten sprich Revivalisten, von Muhammad Abduh geprägt und oft der Schariabewegung und Massenorganisation der Muhammadiyah zuzurechnen (http://www.muhammadiyah.or.id/). Diese seit mehr als hundert Jahren bestehende Spaltung der Muslime auf Java in Synkretisten und Orthodoxe wird mit der Arbeit des Professors verstärkt, alles Unislamische, nicht ganz Schariakonforme oder Säkulare ist noch mehr durch realislamische Gewalt gefährdet.

Die Doktrin von der fiṭra, dem naturhaften Ausgerichtetsein auf Allahgott hin, ist vor- bzw. gegenaufklärerisch. Islam ist eben nicht angeboren. Wer ernsthaft an den allgemeinen Menschenrechten orientiert ist, würde verhindern wollen, dass Polygamie, Kindbraut, Frauenverstoßung und Steinigung unter den Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes (immaterielles Kulturerbe, intangible cultural heritage) gestellt werden. Einerseits also darf Kultur (und darf Religion, zumal der Islam) kein Alibi sein, die AEMR zu umgehen, andererseits zerstört Allahs Planstaat aus Schariatheorie und Fiqhpraxis Kulturen und Kultur.

Der indische Soziologe Tharaileth Koshy Oommen[73] kennt drei Dimensionen von Völkermord, den Genozid (genocide) als die physische Ermordung der Menschen, den Kulturozid (culturocide) als Vernichtung der Gruppenidentität sowie die naturräumliche Zerstörung der Lebensgrundlagen, den er Ökozid (ecocide) nennt.[74] Ob Darfur oder Süd-Molukken, bereits auf kultureller Ebene ist jede Islamisierung also ein Völkermord und, wir greifen zu Oommens Kulturbezug, bereits ab 632 n. Chr. in Medina und Umland realisiert. Auch innerislamische Kulturen müssen der Kulturvernichtung (Salafisierung, Schariatisierung) schrittweise zum Opfer fallen, und ob das beeindruckende vorislamische Erbe der matrilokalen Minangkabau, die Haus und Acker ausschließlich matrilinear vererben, folgenden Jahrhunderten erhalten werden kann, bleibt angesichts der frauenfeindlichen, nicht modernisierbaren Scharia nur zu hoffen. Wer sich distanzlos an Syed Muhammad Naquib al-Attas begeistert, wird sich für die Islamisierung der letzten die Unterhose verweigernden Papua[75] und der Minangkabau einsetzen und damit für die Zerstörung ihrer Kultur. Die Islamische Religionspolizei wartet auf ihren Einsatz.

Das im Oktober 2009 verabschiedete indonesische Anti-Pornographie-Gesetz[76] stellt Werke und “Körperbewegungen” unter Strafe, die im Sinne des Islamischen Rechts als obszön gelten und die öffentliche Moral gefährden. Heilige hinduistische, nackte Tatsachen darstellende balinesische Tempelreliefs könnten den religiös motivierten muslimischen Kulturvernichtern ebenso zum Opfer fallen wie die traditionsreiche, sehr sparsam gehaltene oder gar nicht vorhandene Kleidung der Papuas.

Professor al-Attas entstammt einer angesehenen Familie aus dem arabischstämmigen und arabischsprachigen, seit Jahrhunderten zwischen Madagaskar, Somalia, Malaysia und den Philippinen verbreiteten Händler- und Seefahrervolk der Hadhrami.[77] Der Islamisierer von Wissen und Sprache ist ein hoch angesehener Kenner des Malaiischen, einer Sprache, die laut al-Attas und bewusst nach dem Arabischen Vorbild prophetischer Zeit heute endlich durch und durch zu islamisieren ist (vgl. Concept 10 What I wish to introduce here is the concept of Islamic language). Nur so kann die heidnische Weltsicht (vorislamisch und bei Sayyid Qutb bekanntlich auch außerislamisch Dschahiliyya; Concept 10 the Jāhilī vision of the world) auch Südostasiens uralten Bergvölkern, oberflächlich islamisierten Minangkabau, hinduistisch geprägten Göttersbildschnitzern und chinesischen Händlern ausgetrieben werden. Über diese vorislamisch oder außerislamisch beeinflussten regionalen Kulturen redet al-Attas gar nicht erst. Was der dem Geist und Personalbestand der Muslimbrüder zumindest nahestende Salafist explizit billigt, ist die Islamisierung Südostasiens, das Einschmelzen aller anderen Religionen und Lebensformen in das System Islam – und all das geht nicht ohne Adab.

Der radikalislamische Didaktiker donnert, Concept 27:

Der islamische Anstand oder islamische Benimm [und nichts sonst!] kann verhindern, dass der Mensch fehlerhafte Schlüsse zieht, falsch urteilt.

Adab is knowledge that prevents man from errors of judgement.

Der gegenwärtige und globale Angriff des Säkularismus würde die Sprachen der Muslime und ihr Sprechen und Bedeutungsbilden verunsichern. Auch dieser semantischen Verwirrung (semantic confusion) sei nur mit verbesserter Erziehung, optimierter Tarbiyya zu begegnen. Nach al-Attas habe Tarbiyya, da Nichtmuslime ihrem Nachwuchs schließlich auch eine Art von Erziehung (tarbiyah) entgegenbringen, nur eben keine sittliche (islamische) Erziehung, im reinen Adab zu gipfeln, in der echten permanenten islamischen Selbstzucht (andere Islamaktivisten wie der von Dhaka, Bangladesch, aus arbeitende Sadiq („Sacred Activism“) von Technology of the Heart http://www.mysticsaint.info verstehen allerdings bereits unter Tarbiyya den islampädagogischen Vollwaschgang und legen Wert auf die Sprachverwandtschaft von tarbīya zu al-murabbi, Lehrer, Schutzgeber und mehr noch zum Gottesnamen ar-rabb, der Herr, der Ernährer; im kanadischen Staat Alberta betont man: the Lord is the Supreme Educator (ar-Rabb), bei: Muslims of Calgary http://www.muslimsofcalgary.ca/ ).

In Concept, 22, sagt Allahs Bildungsfachmann:

Adab ist die Disziplinierung von Körper, Geist und Seele. … Diese [Disziplin] liegt im bewussten und bereitwilligen Einüben der eigenen [sozialen, sexuellen und juristischen] Rolle im Einklang mit der … [islamisch zu verstehenden] Gerechtigkeit (ʿadl).

Adab is the discipline of body, mind and soul … in positive and willing participation in enacting one`s role in accordance with … justice (ʿadl).

Einklang, Wohlklang, Harmonisierung, Islamisierung.

Angleichung, Dawa, Gleichmachen Hisba, Gleichschritt Dschihad.

Der irdische berufene Schullehrer hat viel ḥikma, islamische Weisheit, seinem glücklichen Schüler ziemt der Gehorsam, da es ihm an Lebenserfahrung und ḥikma mangelt. Was im Kosmos bzw. Kalifat ordnungsgemäß hingestellt ist, schariakonform platziert, das allein ist gerecht, und das Bewusstsein des Ordnungsgemäßen zu haben ist weise. Daher wiederholen wir noch einmal aus dem Concept, etwas ausführlicher, Seite 22:

Ihrerseits ist die Gerechtigkeit ein Widerschein der [islamischen] Weisheit oder ḥikma, also jenes gottgegebenen Wissens, das den Beschenkten dazu befähigt, den rechten und schönen Ort einer Sache oder eines Menschen zu kennen … Kurz und knapp: Adab ist die äußere Verkörperung und das öffentlich zu Erblickende der Gerechtigkeit, ein Abglanz der göttlichen Weisheit (ḥikma).

Justice itself is a reflection of wisdom (ḥikma), which we have already defined as that God-given knowledge which enables the recipient to discover the right and proper place for a thing or being to be. Adab, concisely defined, is the spectacle (mashhad) of justice as it is reflected by wisdom.

Die Amöbe überfließt Sandkörner und Bakterien und unterscheidet zwischen Nahrung und anorganischem Material. Der Islam überfließt Landschaften und Völker und löscht das Individuelle aus. Legalisierung der Scharia bewirkt den Kulturozid (culturocide).

Unser vorletzter Blick auf den Islampädagogen. Mehr Reinheit, mehr Harmonie:

128. Doch schufen Fusionierung und Amalgamierung jenen charakteristischen Dualismus, der Weltsicht und Wertehierarchie des Westens prägt, eine Zerrissenheit, die niemals in ein harmonisches Einssein aufgelöst werden kann, da sie [weiterhin] aus einander widerstrebenden Ideen, Werten, Glaubenssätzen, Dogmen und Theologien besteht. Dieser Dualismus bleibt dem gesamten Leben und Geistesleben des Westens ebenso verhaftet wie er in beständiger Erbarmungslosigkeit die westliche Religion durchflutet.

Interessant, ausgerechnet das den Kosmos zweipolig durchwirkende oder vielmehr zerspaltende, gleichsam elektrische Feld aus Plus und Minus, Licht und Finsternis, Engeln und Teufeln, ḥalāl und ḥarām gilt hier als unsteigerbar in Eintracht und Wohlklang befindlich, die lebensbejahende Meinungsvielfalt kultureller Moderne und die Vorläufigkeit hellwacher Wissenschaft hingegen würden an unerträglicher Dissonanz und Zerrissenheit leiden. Dass allein der säkulare (rechtsstaatliche) Parlamentarismus einen Regierungswechsel ohne Blutvergießen ermöglicht und der schariatisierte Landstrich auf Königsmord und Staatsstreich angewiesen bleibt, weigert sich Allahs Philosoph zuzugeben.

Letztes Zitat:

129. Der fragende Geist der westlichen Kultur und Zivilisation ging einher mit der Entzauberung der Religion oder vielmehr mit der Entzauberung dessen, was diese Kultur unter Religion versteht. Eine in unserem Sinne verstandene Religion, nämlich als dīn, konnte in der Zivilisation des Westens aufgrund der exzessiven und fehlgeleiteten Liebe zur Welt und zum säkularen Leben niemals Wurzeln schlagen.

Mit einem kalten You love life and we love death. Ihr liebt das Leben und wir lieben den Tod[78] stellten im Jahre 2004 korantreue Bombenbauer der spanischen al-Qaida diese kulturelle Distanz zum Westen öffentlich fest. Nur dass es, wenigstens außerhalb der Herzen und Hirne der Islamisten und gegenmodernen Antiislamisten, um einen Schicksal gewordenen „Westen“ gar nicht geht, sehr wohl aber um den Kulturschock zwischen der offenen und der segmentierten Gesellschaft, der Zone der Gleichberechtigung der Frau und der Zone ihrer geheiligten Entwürdigung. Kulturkreistheoretiker Samuel Phillips Huntington (The Clash of Civilizations), immerhin hat er sinngemäß die Worte Islam und Konflikt in einem Atemzug genannt, liegt dabei falsch; Zivilisation oder Menschheit gibt es nur im Singular. Auch unsere Menschenrechte sind entweder universell oder sie sind gar nicht.

Naquib al-Attas und Deutschlands Schulen

Dīn ist der totale Islam, Dīn ist das dem Schöpfer unterworfene, gegenwärtige und zugleich ewige Jenseits. Dīn ist kommendes göttliches Strafgericht und diesseitiger Glaubensgehorsam, elitär verwalteter Himmelsbefehl und von jedem Muslim zu konsumierende schariatische Gerichtspraxis. Dīn ist Allah und Umma, Koran und Mohammedkult, Schariatheorie und Sunnapraxis, Himmel und Gottesstaat.

Ein Bundesland Nordrhein-Westfalen, das gestatten würde oder vielleicht schon heute gestattet, dass Kindern und Jugendlichen im Islamischen Religionsunterricht Angst vor der Hölle gemacht werden darf und denen ein muslimbrudernaher Schariafreund wie Professor Naquib al-Attas Orientierung bieten soll, wird sich dessen Idee vom Ausbreiten der totalen islamischen Weltdeutung und Verhaltenssteuerung, nämlich einerseits zum Dīn als Fiṭra (die auf Allah hin ausgerichtete Ursprungsnatur) und andererseits zum Dīn als islamisches Wohlverhalten (Sunna, Orthopraxie), nicht in den Weg stellen.

Wie wir gesehen haben, sind mit al-Attas gedacht Fiṭra-Dīn und Sunna-Dīn auf Wissen (thought) und Wissenschaft (science) anzuwenden, denn nur die islamisierte Schule und Universität könne brauchbare Menschen und Erkenntnisse liefern. Sollte sich diese an Imam a-Ghazali anknüpfende Islamisierung der Bildung durchsetzen, werden die Normen der Scharia die Schulbücher und Forschungen anderer Fächer als Religion bzw. Theologie mehr und mehr bestimmen, die Uni-Fakultäten außerhalb des Fachbereichs Islamische Studien geistig und finanziell zunehmend gleichschalten und Kritik an der Scharia ausschalten.

Manche europäischen oder nordamerikanischen Denker der Aufklärung empfanden durchaus religiös. Doch mehrheitlich hatten diese Pioniere der Neuzeit keine Angst davor, dass ihre Ideen sie ins ewige Höllenfeuer führen könnten. Die Grundlage kulturell moderner und im Schulunterricht, auch im Religionsunterricht, zu vermittelnder Forschung legten neugierige Menschen wie Maria Sibylla Merian (1647–1717) oder Alexander von Humboldt (1769–1859). Solche Menschen gibt es auch heute und überall auf der Welt.

Deutschlands Bildungspolitik muss die Merians und Humboldts unter den Muslimen stark machen, nicht die Maududis und Chomeinis unter ihnen.

Ein Naquib al-Attas hat in einem Kerncurriculum nichts zu suchen.

Jacques Auvergne

[1] During its infancy years, ABIM was an organization that tried to make a strong impression on the Malaysian socio-political scene and gain popular support for its ideals and beliefs. When it first started in 1971, the ideological and organizational shape and form that the organization took was fashioned according to two influential Islamist movements; the Jemaat-e-Islami of Pakistan and the Muslim Brotherhood of Egypt. This was largely due to the high level of influence that the Brotherhood and the Jemaat has had on ABIM’s founding members, the Malay students in Malaysia and other parts of the world that had the opportunity to interact with the Brotherhood and Jemaat members. I argue that in 1971, the Muslim Brotherhood/Jemaat-e-Islami-modeled ABIM was building on the ideas and inspiration that both Al-Banna and Mawdudi had for their respective societies in Egypt and India/Pakistan through the adoption of their da’wa methods and approaches in rendering Islam as a way of life in Malaysia.

ABIM used the Muslim Brotherhood as a benchmark for its platform in a variety of ways. The Brotherhood’s goal of popularizing Islam among the masses appealed to ABIM, as its members envisioned a similar development in Malaysia. The Brotherhood also called upon Sufism as a means to frame its message, which ABIM mimicked. Sufism also suited Malaysian society.

aus: Zulkifly Abdul Malek: FROM CAIRO TO KUALA LUMPUR: THE INFLUENCE OF THE EGYPTIAN MUSLIM BROTHERHOOD ON THE MUSLIM YOUTH MOVEMENT OF MALAYSIA (ABIM)

Washington, DC, April 26, 2011

Syed Naquib al-Attas rechts im Bild (weißer Bart). Links neben ihm (hellblaues Hemd) Professor Wan Mohd. Nor Wan Daud vom ATMA-UKM, das bedeutet Institute of the Malay World and Civilisation (ATMA), angesiedelt an der Universiti Kebangsaan Malaysia (UKM)).

http://2.bp.blogspot.com/_hMSZjYdu-BE/S0GxnuJ4e2I/AAAAAAAAB64/donqGq1Kr2s/s400/Picture+447.jpg

Syed Naquib al-Attas auf YouTube

The worldview of Islam by Syed Muhammad Naquib al-Attas

http://www.youtube.com/watch?v=wZk9sth9MAc

Hamza Yusuf with Syed Muhammad Naquib Al-Attas

http://www.youtube.com/watch?v=L5pyXqZq4E0&feature=related

Perjuangan UMNO Sangat Bermakna dan Terus Relevan — Syed Naquib

http://www.youtube.com/watch?v=FywpM79Ivmk&feature=related

Tokoh Melayu Terbilang 2011 : Profesor Datuk Dr. Syed Naquib Al-Attas

http://www.youtube.com/watch?v=QUObgrHJfyA

IRCICA AWARD FOR: PROF. SYED MUHAMMAD NAQUIB AL-ATTAS

(Professor Dr. Wan Mohd Nor Wan Daud)

The International Institute of Islamic Thought and Civilization (ISTAC) is really privileged and takes great pleasure in announcing that Y.M. Professor Dr. Syed Muhammad Naquib al-Attas, The Founder-Director of ISTAC and the Holder of the al-Ghazali Chair of Islamic Thought, has been honored by the Islamic World as a distinguished scholar who will receive the IRCICA Award for excellent contributions to various fields of Islamic Civilization.

http://muslimcivilizationproject.blogspot.de/2011_03_01_archive.html

Muhammad Zainiy Uthman obtained his B.Sc (1996) from the University of Wisconsin-Madison (USA). After having completed his M.A (1990) from the University of Chicago (USA), he joined ISTAC in 1991 as Junior Research Fellow at the invitation of Professor al-Attas. Upon completion of his Ph.D at ISTAC in 1997, he served as Research Fellow, then Senior Research Fellow.

He was Associate Professor and Curator of ISTAC Library from 2002-2003 and was awarded the British Chevening Fellowship (2003-2004) where he spent an academic year at the Oxford Centre as Visiting Fellow for Islamic Studies. In 2005-2006, he returned to Oxford as Visiting Fellow at the same centre. … He translated al-Attas’ “The Meaning and Experience of Happiness in Islamic” into Malay (ISTAC 2002). He is now co-editor with Prof. Wan Mohd Nor Wan Daud of the Knowledge, Language, Thought and the Civilization of Islam: essays in Honor of Syed Muhammad Naquib al-Attas, which was launched this year.

http://muslimcivilizationproject.blogspot.de/2011/03/scholars-profile-prof-zainiy-uthman.html

The Oxford Centre for Islamic Studies provides a meeting point between the Islamic and Western worlds of learning.

http://www.oxcis.ac.uk

Distinguished Visiting Lecturers

“Islam and the Environment”

HRH The Prince of Wales

Patron of the Oxford Centre for Islamic Studies

“The Islamic World, Democracy, and Development”

HE Mr Abdullah Gül

The President of the Republic of Turkey

“Islam and the West”

HRH The Prince of Wales

Patron of the Oxford Centre for Islamic Studies

“Renaissance and Renewal: Towards A New World Order”

Mr Nelson Mandela

President of the Republic of South Africa

“The Dialogue of Civilisations and the Need for a Global Ethic”

Mr Kofi Annan

Secretary-General of the United Nations

“Overcoming Disconnect”

HRH Prince Saud al-Faisal

Foreign Minister of the Kingdom of Saudi Arabia

“Islam: The Misunderstood Religion”

Dato’ Seri Dr Mahathir bin Mohamad

Prime Minister of Malaysia

http://www.oxcis.ac.uk/lectures.html

Scharia als Öko-Spiritualität?! Der „Westen“ sei entseelt, so knickt der Prinz of Wales ein, das Religiöse und der Osten, so legt er dem Leser nahe und meint den Islam, sei achtsam, herzensgut und ganzheitlich. Prinz Charles scheint in Mohammed beinahe den ersten Umweltschützer der Menschheitsgeschichte zu erblicken! Was unter Teenagern und für eine Feld-, Wald und Wiesenandacht bei konfessionellen Pfadfindern durchaus geeignet wäre, wird demokratiegefährdend, weil es Dhimma, Kalifat und Dschihad nun mal gibt. Labende Seelentiefe spürt His Royal Dhimmi:

In short, when we hear talk of an “environmental crisis” or even of a “financial crisis,” I would suggest that this is actually describing the outward consequences of a deep, inner crisis of the soul. It is a crisis in our relationship with – and our perception of – Nature, and it is born of Western culture being dominated for at least two hundred years by a mechanistic and reductionist approach to our scientific understanding of the world around us.. …

In general, we live within a culture that does not believe very much in the soul anymore – or if it does, won’t admit to it publicly for fear of being thought old fashioned, out of step with “modern imperatives” or “anti-scientific.” The empirical view of the world, which measures it and tests it, has become the only view to believe. A purely mechanistic approach to problems has somehow assumed a position of great authority and this has encouraged the widespread secularisation of society that we see today.

http://www.princeofwales.gov.uk/speechesandarticles/a_speech_by_hrh_the_prince_of_wales_titled_islam_and_the_env_252516346.html

Mengenai Saya vom Blog Rausyanfikir weiß, dass mindestens fünf Gelehrte des Institute of Islamic Understanding Malaysia (IKIM), aber auch der heutige Großmufti von Bosnien und Herzegowina, Mustafa Cerić persönlich vom malaysischen AEMR-Verweigerer und Islamdenker Syed Naquib al-Attas ausgebildet wurden:

It is best to leave this matter to the Muslim scholars who have been trained as Theologians (mutakallimun), that possessed in depth understanding on Islamic Theology, Islamic and Western Philosophy as well knowledge about the Western Civilization (which Christianity is one of the mosaic part of the whole picture) to deal with this issue succinctly.

Most of them that I have known are the young protege of Muslim scholars who being trained by Prof. Al-Attas himself during his days in the “original” ISTAC like Prof. Wan Mohd. Nor Wan Daud (ATMA-UKM), Assoc. Prof. Dr. Zainiy Uthman (IIUM), Prof. Alparslan Acikgenc (Fatih University), Dr. Mustafa Ceric (Grand Mufti of Bosnia-Herzegovina), Dr. Zaidi Ismail (IKIM [Kuala Lumpur]), Dr. Sani Badron (IKIM), Dr. Wan Azhar (IKIM), Dr. Farid Shahran (former VP of ABIM, IIUM) Dr. Wan Suhaimi Wan Abdullah (UM), Dr. Azizan Sabjan (USM), Dr. Adi Setia (IIUM ) Ustaz Asham Ahmad (IKIM), Ustaz Nik Roskiman (IKIM)

http://rausyanfikir.com/2010/01/prof-al-attas-view-on-polemical-usage.html

Weitere Zentralfigur der globalen Re-Islamisierung, von Professor Naquib al-Attas in der Neuauflage des Concept (47) unter Books of Islamic Science genannt, ist Alparslan Açıkgenç. Nach seinem Theologiestudium in Ankara ging er in die USA, um, noch in den Siebzigern, in Wisconsin Philosophie zu lehren. Um 1980 arbeitete Açıkgenç in Chicago (dort wirkte zeitweilig der spätere ECFR-Scheich Mustafa Cerić) und in den Neunziger Jahren in Kuala Lumpur – ja, am ISTAC (ebenfalls wie Cerić).

Visiting Scholar, The University of Chicago, 1985

Professor of History of Philosophy at International Institute of Islamic Thought and Civilization, Kuala Lumpur, Malaysia, 1991-1999

http://fatih.academia.edu/AlparslanA%C3%A7%C4%B1kgen%C3%A7

INSTITUTE OF ISLAMIC UNDERSTANDING MALAYSIA IKIM, Kuala Lumpur

http://www.ikim.gov.my/v5/index.php?lg=2

http://www.ikim.gov.my/v5/index.php

IKIM’s official website is a landmark in disseminating ‘Islamic Understanding’ effectively and precisely through research, seminars, workshops, forums, consultancy, training and various publications.

http://www.ikim.gov.my/v5/index.php?lg=2&opt=com_info&grp=5&men=40&key=1003

Syariah = Scharia

The Centre also carries out translation works of the writings of notable scholars from Arabic into Malay, and from Arabic into English.

http://www.ikim.gov.my/v5/index.php?lg=2&opt=com_info&grp=5&men=41&key=1017

Wan Mohd Nor Wan Daud is director of Center for Advanced Studies on Islam, Science and Civilisation (CASIS), Universiti Teknologi Malaysia. After obtaining his doctorate from the University of Chicago under the late Fazlur Rahman in 1988, he was invited by Syed Muhammad Naquib al-Attas to assist him at the newly established International Institute of Islamic Thought and Civilization (ISTAC) in all the formal and non-formal academic development including library, publication and student affairs. From 1998-2002 he served as the Deputy Director of ISTAC.

From 2008 to February 2011 he served as Principal Research Fellow at the Institute of the Malay World and Civilisation (ATMA), Universiti Kebangsaan Malaysia. Professor Wan Mohd Nor has written more than 13 books and monographs as well as more than 30 academic articles in local and international journals, of which the major ones are: The Concept of Knowledge in Islam: Its Implication for Education in a Developing Country (1989); A Commentary on the Culture of Knowledge (Malay) (1990); The Educational Philosophy and Practice of Syed Muhammad Naquib al-Attas: An Exposition of the Original Concept of Islamization (1998); Development in Malaysia: Towards a Holistic Understanding (Malay) (2000); 2 books of philosophical-mystical Malay poetry (2003 and 2004); Hadhari Muslim Society: An Epistemological and Educational Approach Towards National Unity (Malay) (2006); a book co-authored with Syed Muhammad Naquib al-Attas, The ICLIF Leadership Competency Model: An Islamic Alternative (2007); a book co-edited with Muhammad Zainiy Uthman, Knowledge, Language, Thought and The Civilization of Islam: Essays in Honor of Syed Muhammad Naquib al-Attas (UTM, 2010). Several of his books, articles and monographs have been translated into Malay, Indonesian, Turkish, Japanese, Persian, Russian, Bosnian and Macedonian.

http://www.utm.my/casis/academic-staff/prof-dr-wan-mohd-nor-wan-daud/

England, 13.05.2012. A major breakthrough was achieved over the last few days at Ditchley Roundtable Conference jointly organized by Universiti Teknologi Malaysia [UTM] and Oxford Centre for Islamic Studies. … Prof. Wan Mohd Nor

In her concluding remarks, HRH Raja Zarith Sofia highlighted some efforts to inspire science among young children and the importance of intilling in them the sense of awe and wonder of science. HRH Raja Zarith also suggested how of the state of science in Muslim societies can be shared with the use of the Internet as one technology to be harnessed to create access to greater educational content. A website about Islam and Civilizations and Science that is accessible by any child around the world with ability to respond to any questions must be developed and maintained. …

UTM is going to host the next exhibition of “1001 Muslim Invention [CE4CE]” a new venture between Foundation of Science,Technology, and Civilization and National Geographic in KL, co-organised by various sponsors led by UTM. The exhibition will be preceded with a Conference on Science and Technology in the Muslim World: From Past Achievement to Future Revitalization in Malaysia sometime in later part of next year.

http://www.utm.my/casis/blog/2012/05/15/ditchley-roundtable-organised-by-utm-oxford-centre-for-islam/

http://www.news.utm.my/2012/05/ditchley-roundtable-organised-by-utm-oxford-centre-for-islam/

Fazlur Rahman (1919 – 1988), ein in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa (heutiges nördliches Pakistan) im damaligen Britisch-Indien geborener Sohn eines sunnitischen ʿālim (Gelehrten), wanderte in die USA aus.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/31/Fazl_ur_Rahman_Dr..jpg

Der aus Pakistan stammende, in Chicago arbeitende und zum klaren Denken fähige Fazlur Rahman schrieb 1967 sein Islam, das bald den Zorn der Islam(aktiv)isten erregte.

http://www.amazon.com/Islam-Fazlur-Rahman/dp/0226702812

An anonymous commentator has inquired about the ‘backstory’ of banning of Fazlur Rahman’s ‘Islam‘ and forced me to terminate my prolonged hiatus from blogging.

Anyone examining the newspapers of second half of 68′ would know with ease that the whole episode was one of the earliest and most unfortunate sagas of political hijacking of Islam. It is immaterial whether Fazlur Rahman was labeled a kaafir, an apostate or a religious hypocrite and how the political environment at that time overshadowed an otherwise academic issue; what is important however, that Fazlur Rahman proved to be a victim of misdirected traditionalist emotionalism and paid the heavy price of abandoning his cherished goal of transforming intellectual heritage of Muslims and deploying a modern religious education policy in Pakistan.

Tragically, he suffered a lot due to peculiarity of his dual associations; wherein he was an active proponent of reforming traditional understanding of primary religious sources while being an academic chairing a prestigious national institution (Central Institute of Islamic Research) at the same time. The tradionalist circles, in their blinded zeal to safeguard Islamic tradition, targeted him in person by unjustly questioning his intentions rather than postulating a fair and academic rebuttal to his thought and works. Additionally, he was misquoted by way of limiting his statements (made in his book) to specific meanings.

http://hangingodes.wordpress.com/2006/11/10/revisiting-fazlur-rahmans-ordeal/

http://www.facebook.com/aasem.bakhshi

Pak Tea House

http://pakteahouse.net/

Fazlur Rahman (1919 – 1988)

1958—Publication of Prophecy in Islam

1958-1961—Associate Professor, Institute of Islamic Studies, McGill University, Montreal, Canada

1959—Publication of Avicenna’s De Anima

1961-1962—Visiting Professor, Central Institute of Islamic Research, Karachi, Pakistan

1962-1968—Director, Central Institute of Islamic Research, Karachi, Pakistan

1965—Publication of Islamic Methodology in History

1967—Publication of Islam

1968—Publication of Letters of Shaikh Ahmad Sirhindi; Italian translation of Islam

1969—Visiting Professor, Spring Term, University of California, Los Angeles

1969-1988—Professor of Islamic Thought, University of Chicago

Aus der biographischen Aufstellung von Ali Altaf Mian (Dwelling Of Thought)

http://alialtafmian.com/2011/03/15/fazlur-rahman/

Fazlur Rahman: Islam and Modernity: Transformation of an Intellectual Tradition, Publisher: University Of Chicago Press (May 15, 1984)

http://www.amazon.com/Islam-Modernity-Transformation-Intellectual-Publications/dp/0226702847/ref=pd_sim_b_3

Revival and Reform in Islam: A Study of Islamic Fundamentalism

Fazlur Rahman and Ebrahim Moosa (Authors)

http://www.amazon.com/Revival-Reform-Islam-Islamic-Fundamentalism/dp/185168204X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1300167012&sr=8-1

Pakistan: Reform in Family Laws 1961-1999

Let me begin with the story of APWA, All Pakistan Women Association, a movement launched in 1949 in Pakistan. Muhammad Ali Bogra, the Prime Minister of Pakistan (1953-1955) concluded second marriage against the wishes of the first wife who happened to be a prominent member of APWA. The Association organised a protest that led to the constitution of a commission for law reforms that included two members of APWA along with traditional religious scholars, judges and modernist jurists. Approved after long debates, recommendations of this commission produced Muslim Family Laws of Pakistan 1961. It introduced a number of reforms in laws ranging from age of marriage, irrevocable triple divorce, the registration of marriages and divorce, the inheritance of orphaned grandchildren, dower, and maintenance, including restrictions on polygamy. These law reforms generated heated controversy over the Islamic authenticity of this law. The traditional Ulama called the reformist modernists (tajaddud pasand) and disciples of the Orientalists to discredit their interpretation of Islamic law.

It was during these debates that I joined the Central Institute of Islamic Research in Karachi in 1963. This Institute that was later designated as Islamic research Institute, was established in 1960 to reinterpret Islam in the modern context. It was also assigned to conduct research on Islamic laws to assist Islamic Advisory Council that was established in 1962 to review the existing laws in Pakistan. I became part of the debate on Islamic laws as a research and editorial staff of the Institute. The reformist approach at the Institute under Dr. Fazlur Rahman relied on historicising the Qur’anic injunctions and on inductive reasoning. For instance, traditional Ulama cited the Qur’anic verses about marrying more than one wives and interpreted them literally. The Institute in its journals published in Urdu, English, Bangla and Arabic explained that the verses related to the exceptional circumstances in seventh century war torn Medina where the number of orphaned girls had increased due to continuing wars. The verses were specifically addressed to that situation. Further, the Qur’anic verses restricted the number of wives and conditioned it with fair treatment stressing that such treatment was not possible. The modernists interpreted these verses as prohibition rather than permission.

I need not go into the details. However, it is important to note that initiative for reform came from women movement that also reinforced the modernist approach to Islamic law. Equally significant is to remember that dialogue on reforms in Islamic laws is not simply a battle of ideas it is also a clash with vested interests and therefore fraught with all sorts of dangers. Religious opposition to Ayyub Khan led to mass movement for his resignation. Ghulam Ahmad Parwez and Dr Fazlur Rahman, two of the prominent supporters of family law reforms were branded infidels and Fazlur Rahman had to leave the country in 1969.

Veröffentlicht am 09.12.2011 von: masud (Internetseite maruf)

http://www.maruf.org/?p=397

Dr. Muhammad Khalid Masud (Internetseite maruf)

http://www.maruf.org/?page_id=9

Muhammad Khalid Masud (born April 15, 1939) is the Director General of Islamic Research Institute, International Islamic University, Islamabad, Pakistan. Formerly he was Chairman (2004 – 2010) of the Council of Islamic Ideology in Pakistan.

Masud obtained his PhD in Islamic Studies at McGill University, Montreal, Canada. Previously he worked as the Academic Director of the International Institute for the Study of Islam in the Modern World (ISIM) in Leiden (the Netherlands).

http://en.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Khalid_Masud

[2] Mit der National University of Singapore Muslim Society (NUSMS) wachse bündisch-studentisches Allahbewusstsein:

NUS Muslim Society – TOWARDS A GOD-CONSCIOUS SOCIETY

http://nusms.org.sg/

Introduction to NUS Muslim Society

The National University of Singapore Muslim Society (NUSMS) was established back in the 1960s to provide a platform for both undergraduates and graduates to engage in activities that serve the Muslim community in campus and the nation in general.

Its five strategic thrusts which are social integration, religious development, academic innovation, inter-religious understanding and community engagement allows the society to use these as a basis in engaging individuals through its events and activities. …

In addition to constantly displaying the right image of the society, members should also be active and innovative to translate ideas and plans into action. At the same time, members should keep the society’s mission and vision in mind at all times.

Moreover, NUSMS has extended its network with other Malay/Muslim organizations through event organizing and invitations. These include, but are not limited to, Nanyang Technological University Muslim Society (NTUMS), Singapore Institute of Management Malay Cultural and Muslim Society (SIM MCMS), Young Association of Muslim Professionals and the Islamic Religious Council of Singapore (MUIS).

Our Objectives

1. To ensure the welfare of the Muslim population in NUS is maintained satisfactorily.

2. To provide a platform for the Muslim population in NUS to be heard.

3. To develop members into well rounded individuals both in the academic and religious aspects.

4. To enhance Islamic spirituality in campus.

Das hat nichts mit dem Islam zu tun, alles nur misconceptions, Zerrbilder oder Missverständnisse:

8. To promote inter-religious understanding with other religious societies in NUS and to clear any misconceptions about Islam through Islamic Awareness Projects.

10. NUSMS must also strive to achieve secondary objectives which include:

– To assist other Muslim organizations that would be beneficial to the Muslim community as a whole. (…)

http://nusms.org.sg/about/

Islamisch-jugendbewegt den Campus zu Singapur auf Schleier (Hijab) und schariatische Pflichtentreue (duties … according to … Quran, Hadith) gleichschalten:

The Islamic Appreciation Week 2012 (IAW 2012) is a week-long event held between 13-17 February this year. Previously known as Islamic Awareness Week, IAW 2012 aims to enable students and staff of NUS alike to together, (re)learn new knowledge that transcends mere awareness to greater understanding, comprehending and internalising the way Muslims carry out their duties, according to what is scripted in the Quran, Hadith and that which is being propagated by Prophet Muhammad, the Messenger of Allah.

A week long exhibition, Three talks, One ‘Be Modest’ Movement (which encompasses a Hijab Challenge and a sharing session cum Tea Party) summarise the itinerary for the one week event. …

Venue: ERC Global Learning Room “Islam: The Call towards Humanity” -By Ustaz Zhulkeflee Bin Hj Ismail. Date: 16th Feb, Thursday. Venue: LT 29, Science Faculty

“Shariah: Get your facts right”- By Ustaz Saifu-ur-Rahman. Date: 17th Feb, Friday. Venue: LT 14, Arts Faculty

Der Arbeitskreis Schamhaftigkeit ist sehr aktiv. Botschafterinnen der Sei-keusch-Bewegung verteilen Gratisschleier, denn einen Tag lang dürfen auch die nichtmuslimischen Studentinnen den vom Himmel angeordneten Hidschab tragen:

As part of the ‘Be Modest’ movement, a Hijab Challenge was organised, where female patrons were given free Hijabs by the ambassadors. Such allowed both Muslims and non-Muslims to wear the Hijab for the day, after being introduced to the meaning of being modest in Islam.

http://nusms.org.sg/blog/post-event-islamic-appreciation-week-2012/

Singapur, NUS Muslim Society (NUSMS). Kurzfilme.

http://www.youtube.com/watch?v=qbWpVVlAc48

http://www.youtube.com/watch?v=qbWpVVlAc48&feature=plcp

http://www.youtube.com/watch?v=LB-RfuAsT14&feature=related

[3] With this, Al-Attas can be regarded as the modern day Al-Ghazali, who also similarly argues about the epistemological challenge faced by the medieval Muslims with the onslaught of Greek philosophy. The difference is that this time around, the Muslims are faced with the challenge of secularism, which he defines as the modern day manifestation of Greek philosophy.

Hasanul Arifin

http://www.amp.org.sg/edisi/data/Publications/Karyawan%20-%20Vol%2010%20Issue%201/Vol10%20Iss1%20-%20Issues%20-%20Islamisation%20of%20Knowledge.pdf

Hier der Blog des Hobbyphilosophen und bekennenden al-Attas-Bewunderers Hasanul Arifin, der sich als A soul waiting to meet His Lord islamisch erkennt:

On A Journey Towards Meaning

I am an amateur philosopher and a Syed-Muhammad-Naquib-Al-Attas enthusiast. My interests include history and philosophy of science, Islamic science, history of the Malay world and the modern impact of secularization. I intend to make some positive contributions in the field of Islamic Science in the future, insya-Allah.

http://www.hasanularifin.com/

Hasanul Arifin als Lobbyist für mehr Computereinsatz im Bildungsbereich

http://hasanulict.blogspot.de/

Von Khuram gepostet am 11.10.2010 auf dem Blog Allahcentric. Man beachte das (noch) selten zu vernehmende, den angeblichen Westen und die tatsächliche kulturelle Moderne islamistisch ironisierende und verhöhnende Symbol, hier als Grafik, des fluchbelegten altgriechischen Schwerenöters Sisyphos:

The Tragedy of Humanism

By Sayyid Naquib al-Attas

http://allahcentric.wordpress.com/2010/10/11/the-tragedy-of-humanism-sayyid-naquib-al-attas/

Dieses Werk von Syed Muhammad Naquib al-Attas hatte der eben erwähnte Allahzentriker Khuram gelesen und hierher verlinkt, zum US-amerikanischen Buchversand KAZI:

Prolegomena to the Metaphysics of Islam – An Exposition of the Fundamental Elements of the World View of Islam

http://www.kazi.org/Books/iman-foundations/prolegomena-to-the-metaphysics-of-islam-an-exposition-of-the-fundamental-elements-of-the-world-view-

Suchbegriffe Attas bzw. Naquib, eingegeben bei: Kazi Publications, Chicago (USA)

http://www.kazi.org/Default.aspx?A=ProductSearch&ID=/search-results&q=Attas

http://www.kazi.org/Default.aspx?A=ProductSearch&ID=/search-results&q=Naquib

On the 18th of February 2012, Assembly of Intellectual Muslim (HAKIM) have sent six of their members to a lecture organized by Dar al-Andalus, Suffah Study Circle of Singapore at Orchard Parade Hotel. The lecture entitled “The Meaning and Experience of Happiness in Islām” was delivered none other than Malaysian-based scholar, the honourable Professor Syed Muhammad Naquib Al-Attas. …

In conjunction of the visit, HAKIM would like to extend utmost gratitude to our hosts – Dar al-Andalus and Suffah Study Circle of Singapore for the warmth treatment that we have received throughout our very short-stint there. We hope more fruitful cooperation can be extended from both sides in near future in supporting the mutual course of strengthening the authentic Islamic knowledge tradition especially among the youth.

aus: Wan Ahmad Fayhsal: Revisiting “Meaning and Experience of Happiness in Islām”

bei: SeekersGuidance: Knowledge Whithout Barriers 25.03.2012

http://seekersguidance.org/blog/2012/03/revisiting-%E2%80%9Cmeaning-and-experience-of-happiness-in-islam%E2%80%9D/

Inspiration. Motivation. Knowledge. With these three keys, SeekersGuidance will show you how to manifest the guidance of the Qur’an and Prophetic teachings in your own life.

SeekersGuidance, a non-profit Islamic educational portal, makes sound knowledge from reliable scholars available anywhere, at any time, through online courses, on-the-ground seminars, engaging and inspiring Islamic media and direct access to scholars through our Answers service.

Why SeekersGuidance?

In order to benefit you, knowledge must be sound, relevant and accessible. We at SeekersGuidance are dedicated to helping you to apply the mainstream, traditional understanding of Islam in your day-to-day life.

SeekersGuidance was established to fulfill the communal obligation (fard kifaya) of cultivating individuals and communities through the spread of knowledge. We take this obligation seriously. It is our goal to reach all segments of the Muslim community, excluding no one, and to operate on a large enough scale that any who wish to learn will have the opportunity.

http://seekersguidance.org/about-us/

Islamic Parenting: Raising Upright Children Instructor(s): Shaykh Faraz Rabbani, Ustadha Shireen Ahmed

http://seekersguidance.org/courses/GEN140

Suchbegriff Naquib

http://seekersguidance.org/search/?q=Naquib

The Loss of Adab, The Corruption of Knowledge, and The Moral Dislocation of the Muslim World (Sayyid Naquib al-Attas)

früher bereits auf: Allahcentric Blog, hier bei: SeekersGuidance

http://seekersguidance.org/blog/2011/04/the-loss-of-adab-the-corruption-of-knowledge-and-the-moral-dislocation-of-the-muslim-world-sayyid-naquib-al-attas-allahcentric-blog/

Justice and Its Relationship to Knowledge. By Sayyid Naquib al-Attas

http://seekersguidance.org/blog/2010/01/justice-and-its-relationship-to-knowledge-sayyid-naquib-al-attas/

Noch einmal Hasanul Arifin. Geistige Schau oder Audienz bei den lokalen ‘Ulama kann dich die islamische wissenschaftliche Wahrheit spüren lassen, irgendein (nichtmuslimischer) Hergelaufener aber kann das nicht, mag er noch so sehr und wie ein Papagei plappern, disziplinierte Praxiserfahrung, das Einüben guten Benehmens sei die Lösung:

Knowledge without practice is useless and unbeneficial, and this is how to my mind and in my role as an educator to address the problem of the loss of adab. Any Tom, Dick or Harry can parrot that the solution is to ‘instill adab’, yet when asked the question ‘how to’, they stumble, because they have not understood the concept properly in the first place, nor have they attempted to practise them in their professions and in their personal lives.

It is my desire to clarify that there is a difference between unaided philosophical speculation and aided philosophical speculation. In the first, a conclusion on spiritual and metaphysical proofs are arrived at solely using the faculty of imagination of the soul (Mutakhayyilah). In the second, a conclusion of spiritual and metaphysical proofs are arrived at using the same faculty, but with guidance from Revelation and from those who are in close contact with the spiritual realm.

http://www.hasanularifin.com/2012/05/spiritual-interpretation-of-physical_08.html

[4] Ein altes antisemitisches Muster, mit erregtem Ekel beschworen, ist das falsche Bild vom geldgierigen und reichen Juden, oft ergänzt um die etwa aus der Hetzschrift Die Protokolle der Weisen von Zion bekannte Verschwörungstheorie, die behauptet, Juden würden global „die Fäden ziehen“ sprich für jede nur denkbare und irgendwann auftauchende Gehässigkeit oder Gemeinheit verantwortlich sein. Mahathir bin Mohamad, gelernter Kinderarzt und zwischen 1981 und 2003 malaysischer Premierminister, glaubt an Allahgott, den jüdischen Geldgier-Trieb oder Geldgier-Instinkt (understand money instinctively) und die jüdische Weltverschwörung (the Jews rule this world):

This afternoon in Trafalgar Square as part of the ‘Stop The War’ protests, Dr Mahathir Mohamed, ex President of Malaysia, is speaking. In 2003 he said “the Jews rule this world by proxy [Anm.: eigtl. Prokura, gemeint wohl: mit finanztechnischen Tricks].” He has also said “The Jews . . . are not merely hook-nosed but understand money instinctively.” In 1994 his government banned the film “Schindler’s List” for being too pro-Jewish. When the Malaysian currency collapsed in 1997, Mahathir blamed it on George Soros, an American investor. “We do not want to say that this is a plot by the Jews,” he thundered at a rally, “but in reality it is a Jew who triggered the currency plunge — and coincidentally Soros is a Jew.”

Jonathan Hoffman, Highgate School Jewish Circle 70th Anniversary – 1st April 2009

http://www.highgateschool.org.uk/media/CholmeleianSociety/jc70_speech.pdf

Wo Mahathir am Trafalgar-Square reden wollte, gegen welchen Krieg? Ein Blick zu den Freunden von Burka und HAMAS:

2009 — ALTERNATIVE SUMMIT IN TRAFALGAR SQUARE SPEAKERS INCLUDE: Tony Benn; Arthur Scargill; Susan George; Bruce Kent, CND; Lindsey German, Stop the War Coalition; Dr Mahathir Mohamed, ex President of Malaysia; Daud Abduallah, Muslim Council of Britain; Jeremy Corbyn MP; Keith Sonnet, UNISON; Victoria Brittain; Alan Simpson MP, Billy Hayes,CWU; Ismail Patel, BMI; Mohammed Umar, Ramadan Foundation.

http://stopthewarletter.blogspot.de/2009/03/stop-war-coalition-06-march-2009-email.html

Mahathir’s Judeophobia is an old story. More than 30 years ago he wrote: “The Jews . . . are not merely hook-nosed but understand money instinctively.” He has blasted Jews as “monsters”;

http://hurryupharry.org/2009/03/31/antisemite-mahathir-will-speak-at-g20-protest/

Malaysian Prime Minister Mahathir Mohamad: On the Jews

January 2002: In a statement made prior to hosting an international meeting of Muslim countries on terrorism, Mahathir said of terrorism:

“At the moment the definition tends to be confined only to Islamic nations and Muslims at large whereas Israel and the Jews are also terrorist state or people.” (BBC Monitoring, January 30, 2002.)

September 1986: In a speech at meeting of the Non-Aligned Movement, Mahathir stated that “the expulsion of Jews from the Holy Land 2,000 years ago and the Nazi oppression of Jews have taught them nothing. If anything at all, it has transformed the Jews into the very monsters that they condemn so roundly in their propaganda material. They have been apt pupils of the late Dr. Goebbels.” (BBC Summary of World Broadcasts, September 10, 1986; Chicago Sun-Times, October 17, 2003.)

1970: In his book The Malay Dilemma, Mahathir wrote: ‘”Jewish stinginess and financial wizardry gained them commercial control of Europe and provoked anti-Semitism which waxed and waned in Europe throughout the ages.” He also wrote that “the Jews for example are not merely hook-nosed, but understand money instinctively.” (Sydney Morning Herald, October 17, 1997)

The Anti-Defamation League 27.10.2003

http://www.adl.org/Anti_semitism/Malaysian_1.asp

[5] Partei PAS. Freie Fahrt auf dem Weg in den malaysischen Gottesstaat, Hindernisse sind zu beseitigen. Islamrevolutionär in Grün-Weiß.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f0/PAS_logo.svg

Malaysias Neue Ökonomische Politik (Abkürzung: NÖP; malaiisch Dasar Ekonomi Baru) wird auch Bumiputra-Politik genannt. Ziel dieser Politik war es, die 1969 in vielen Bereichen unterrepräsentierten autochthon Volksgruppen gegenüber der indischen und chinesischen Community zu stärken, angeblich oder auch tatsächlich, um gewalttätige Konflikte zu verhindern. Das vordergründig sozialaktivistische und unterschwellig bzw. anwachsend islamistische „positive Diskriminierungsprogramm“ der so genannten Bhumiputra sollte vor allem die in der Tat überrepräsentierten Chinesen, aber auch Inder aus einflussreichen Positionen wie Handel und Medizin drängen. Die Folge der Bumiputra war ein Anstieg von Korruption und Islamisierung.

http://en.wikipedia.org/wiki/Bumiputera_%28Malaysia%29

http://en.wikipedia.org/wiki/Malaysian_New_Economic_Policy

Staatliche Aufträge werden häufig nur an Bumiputra vergeben. Das führt zu so genannten “Ali-Baba”-Projekten. Dabei steht Ali für eine Bumiputra Firma, die lediglich auf dem Papier am Projekt beteiligt ist und dafür einen Anteil am Gewinn bekommt. Baba steht dabei für die ausführende Firma.

Quoten für den Zugang zu Universitäten. So bekommen weniger qualifizierte [Anm. Blog Sägefisch: gemeint ist: dumme, doofe, faule] Bumiputra einen Anspruch auf einen Studienplatz, während andere [Anm: kluge oder fleißige, dabei aber nichtmalaiische oder, sprechen wir es aus: nichtmuslimische] Studenten mit höherer Qualifikation abgelehnt werden.

Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Malaysische_Neue_%C3%96konomische_Politik

(…) Ministerpräsident Najib Razak hat überraschend nach nur 100 Tagen im Amt die jahrzehntelange »Bumiputra Politik« dramatisch zurückgeschraubt. Die bisherige Regelung, dass mindestens 30 Prozent eines börsennotierten Unternehmens von Bumiputras, den »Prinzen des Landes« [Anm.: ja, kann auch heißen: Söhnen des Landes], wie die ethnischen Malaien sich nennen, gehalten werden müssen, wird abgeschafft. Zwar muss ein Unternehmen, das an die Börse gehen will, weiter 25 Prozent seiner Aktien der Öffentlichkeit anbieten, aber nur noch 12,5 Prozent davon sind für Malaien reserviert.

Das ist ein gewagtes Spiel von Najib, dessen Vater Abdul Razak als malaysischer Ministerpräsident Anfang der 1970er Jahre nach den blutigen Rassenunruhen im multiethnischen Malaysia die Bumiputra-Regelung zum Kernstück seiner »Neuen Wirtschaftspolitik« machte. Deren Ziel war es, die wirtschaftliche Benachteiligung der Malaien abzubauen, die zu der rassistischen Gewalt vor allem gegen die chinesischstämmigen Malaysier geführt hatte.

Seit 1971 sind die Firmenanteile der Malaien, die etwa 55 Prozent der Einwohner Malaysias ausmachen, von nur 2,4 Prozent auf jetzt etwas über 19 Prozent gestiegen. Gleichzeitig hat sich die Förderungspolitik aber als Vehikel für Korruption und Vetternwirtschaft erwiesen. Malaien mit guten Verbindungen zu Politikern verdienten sich eine goldene Nase.

(…) Für die immer stärker werdenden nationalistisch-islamistischen Malaien sind die wirtschaftlichen Privilegien der Bumiputras nur eine wichtige Etappe auf dem Weg hin zur totalen Dominanz über die 45 Prozent Malaysier vorwiegend chinesischer und indischer Abstammung und der Errichtung eines islamischen Gottesstaats. Diese brisante Mixtur aus Nationalismus und Religion hat in den vergangenen Jahren zu steigenden Spannungen zwischen den ethnischen Gruppen und Religionen geführt. Chinesen und Inder, Christen, Buddhisten und Hinduisten sehen sich zunehmend als Bürger zweiter Klasse.

Der Konflikt hat sich bisher jedoch noch nicht in erneuten blutigen Kämpfen zwischen den Ethnien entladen, sondern sucht nach einer politischen Lösung. Bei den Wahlen im März 2008 waren die Wähler in Scharen zur Koalition der Oppositionsparteien unter Führung des charismatischen Anwar Ibrahim übergelaufen, die auch unter (vor allem jüngeren) Malaien dick punkten konnte mit ihrem Versprechen, Wirtschafts-, Sozial- und Bildungspolitik für alle Malaysier machen zu wollen.

aus: Michael Lenz: Schluss mit Bumiputra

zuerst in: Neues Deutschland, 17.07.2009

http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Malaysia/reform2.html

PAS über sich selbst, Mission und Vision, Misi dan Visi: Mit der Scharia Allahgottes und der Sunna des Propheten und ganz viel Koran. Syari’at Allah dan Sunnah RasulNya … al-Qura’an.

http://www.pas.org.my/index.php?option=com_content&view=article&id=200&Itemid=439

Man kennt sich. Die Ikhwan und Scheich al-Qaradawi: Muslim Brotherhood’ dan tokoh ulama dunia, Dr Yusuf Al Qardhawi

http://www.pas.org.my/index.php?option=com_content&view=article&id=222:rayuan-kepada-pengundi-merlimau-dan-kerdau&catid=50:kenyataan-media-presiden-pas-sesi-2009-2011&Itemid=447

Murschid ist der Titel des Führers – wie bei der Muslim Brotherhood so in Malaysia. Mursyidul Am, Tuan Guru Datuk Nik Abdul Aziz Nik Mat. Syaitan ist der Gehörnte.

http://www.pas.org.my/index.php?option=com_content&view=article&id=1196:syaitan-kenyataan-mahathir-bahaya&catid=80:kenyataan-mursyidul-am-2011-2013&Itemid=504

Ogottogott, der Gottseibeiuns! Syaitan – Šayṭān – Satan

http://1.bp.blogspot.com/-Fhk7dcCifHY/TtNZ35kwYxI/AAAAAAAAAhc/OS6oyXNjWqc/s1600/syaitan.jpg

http://cdn.images.trosworld.com/product/syaitan1.jpg

[6] Partei UMNO – Leicht rassistisch in Rot-Weiß

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8a/UMNO_logo_baru1.jpg

[7] Ba ‘Alawi sada

http://en.wikipedia.org/wiki/Ba_%27Alawi_sada

Anne Bang: Sufis and Scholars of the Sea. Family Networks in East Africa, 1860–1925

http://books.google.de/books?id=aCgzr5jKQEkC&lpg=PP1&pg=PA13&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false

ebenda, Suchwort Attas

http://books.google.de/books?id=aCgzr5jKQEkC&lpg=PP1&pg=PA13&redir_esc=y#v=onepage&q=Attas&f=false

The Saints Of Hadramaut

http://books.google.de/books?id=Pos3wAofV4UC&lpg=PP1&pg=PA235&redir_esc=y#v=onepage&q&f=true

Syed Muhammad Naquib bin Ali bin Abdullah bin Muhsin al-Attas was born on September 5th, 1931 in Bogor, Java. His genealogical tree can be authentically traced over a thousand years through the BaʾAlawi sayyids of Hadramaut and all the way back to the Imam Hussein, the grandson of the Holy Prophet (PBUH). His earlier illustrious ancestors include saints, scholars and savants, one of whom, from his maternal side, was Syed Muhammad al-ʿAydarus, the teacher and spiritual guide of Syed Abu Hafs ʿUmar ba Syaiban of Hadramaut, who initiated one of the most prominent scholars in the Malay world, Nur al-Din al-Raniri into the Rifaʿiyyah Order.

Syed Muhammad Naquib’s mother Sharifah Raquan al-ʿAydarus, from her maternal side, came from Bogor, Java and was a descendant of the Sundanese royal family of Sukapura. His paternal grandfather, Syed Abdullah bin Muhsin bin Muhammad al-Attas was a saint (wali) from Java whose influence was not confined only to Indonesia but extended to Arabia as well. One of his disciples, Syed Hasan Fadʿak was the religious advisor to Amir Faisal, the brother of King Abdullah of Jordan, and a contemporary of the famous Lawrence of Arabia. His paternal grandmother, Ruqayah Hanum, a Turkish lady of aristocratic lineage, was married to Ungku Abdul Majid, the younger brother of Sultan Abu Bakar of Johore (d. 1895), while her sister Khadijah was married to the Sultan himself, and became the Queen of Johore. When Ungku Abdul Majid passed away, leaving two sons, Ruqayah married Syed Abdullah al-Attas and later gave birth to their only child, Syed Ali al-Attas, the father of Syed Muhammad Naquib.

Syed Muhammad Naquib al-Attas is the middle child among three siblings, the eldest being Syed Hussein who is a distinguished sociologist and the former Vice Chancellor of the University of Malaya while the youngest, Syed Zaid is a chemical engineer and a former lecturer at MARA Institute of Technology.

http://cgm.cs.mcgill.ca/~hagha/library/attas.htm

[8] Council of Asian Liberals and Democrats (CALD)

http://en.wikipedia.org/wiki/Council_of_Asian_Liberals_and_Democrats

[9] Logo der GERAKAN:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/0/01/Gerakan_logo.png

Auch 2012 zeigt die sich zur AEMR bekennende Partei chinesische und indische Schrift:

Parti Gerakan Rakyat Malaysia, Parti Gerakan for short, has since its founding in 1968, been committed to the pursuit of a non-ethnic approach as the basis of its political struggle, be it in politics, economics, education and culture. Parti Gerakan has never relented, and will never relent, in our struggle for a truly Malaysian non-racial approach towards the attainment of a united, secular and socially just Malaysia, though the forms and modes of struggle can vary according to changing circumstances. … Parti Gerakan is committed to this movement for a more open, transparent and accountable government. We are equally as committed to the protection and promotion of human rights and fundamental freedoms as enshrined in our country’s Constitution, the United Nations Charter (Chapter X, Article 62) and the Universal Declaration on Human Rights of 1948. While we recognize that most human rights are universal, indivisible, interdependent and inter-related, we also share the view that the right to development as contained in the Vienna Declaration and Programme of Action on Human Rights adopted in June 1993 is equally a universal and inalienable right and hence an integral part of fundamental human rights.

http://www.gerakan.org.my/my_ideology.asp

http://www.gerakan.org.my/

[10] Attas, Syed Muhammad Naquib al- (b. 1931 ). Malaysian thinker. Trained at Sandhurst Military Academy in Britain and the University of Malaya. Defended Malay identity and as such served as mentor to ABIM in the 1970s. Best known for his works on the Islamization of knowledge. Rejects secularism as a Western product that leads to the “leveling” of the Muslim mind. Founder-director of the International Institute of Islamic Thought and Civilization (ISTAC) since 1987.

http://www.oxfordislamicstudies.com/article/opr/t125/e238?_hi=0&_pos=712

[11] Masyarakat Madani

The attempt to find an appropriate Islamic concept to render civil society ended on September 26, 1995, when Anwar Ibrahim, a former deputy prime minister and finance minister of Malaysia, came to Indonesia and introduced the term Masyarakat Madani*** to render civil society. Masyarakat Madani as a concept was first coined by the Malaysian scholar Naquib al-Attas. Anwar Ibrahim, when encountering the weakness and the backwardness of the Muslims, tried to solve such problems through religious principles such as morality, justice, equality, consultation, and democracy. According to him, religion is the source, civilization is the process, and urban society is the result. One year after Masyarakat Madani was introduced, Nurcholish start addressing together the issue of “civil society” and Masyarakat Madani. Citing Robert Bellah, Nurcholish declared that the society that was built by the Prophet Muhammad was too modern for its era.213 Of course, what Nurcholish was implying was that that the time had now come to implement the ideal masyarakat madani in Indonesia.

(***Madani refers to Madina, the city where the Prophet established the first Islamic communal or political entity)

aus: Mohammad Hanafi: A DECONSTRUCTIVE READING OF NURCHOLISH MADJID’S THOUGHT ON RELIGIOUS REFORM

http://athenaeum.libs.uga.edu/bitstream/handle/10724/9493/hanafi_mohammad_200612_ma.pdf?sequence=1

Der erste Islamstaat, Medina, sei uns Ur-Modell zivilisierter Gesellschaft, das himmlisch rechtgeleitete Medina werde begriffen als Stadtgesellschaft-an-sich:

masyarakat madani … can be translated as „civilised society“ or even „city-society“

vgl.: Mikaela Nyman: Democratising Indonesia: The Challenges of Civil Society in the Era of Reformasi (p 30-31)

http://books.google.de/books?id=9jLCB4dSU3UC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Syed Muhammad al-Naquib Al-Attas (1976) has pointed out that the concept of masyarakat madani does not refer to civil society but rather to a religion-based society founded upon the ethical system and moral order of Islam.

Syed Farid Alatas (p 222)

Islam in Southeast Asia: Political, Social, and Strategic Challenges for the 21st Century

Hg.: K. S. Nathan, Mohammad Hashim Kamali

http://books.google.de/books?id=4FhfkkT1iPAC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Syed Farid Alatas ist Leiter des Fachbereichs für Malaiische Studien sowie Associate Professor am Fachbereich Soziologie der National University of Singapore

http://dewesternizingcomm.blogspot.de/2008/12/syed-farid-alatas-resume-and-abstract.html

De-Westernizing Communication Research: What is the Next Step?

Conference: 13-14 December 2008, Department of Journalism, National Chengchi University, Taipei, Taiwan

http://dewesternizingcomm.blogspot.de/2008/07/de-westernizing-communication-research.html

[12] Den Islam, zumal derjenige, den die Muslimbruderschaft monopolisiert und vermarktet, erkannte Maxime Rodinson 1979 als einen „archaischen Faschismus“,: a certain type of archaic fascism (type de fascisme archaïque)

The comparison of Islamism with fascism was also put forward by Maxime Rodinson, [1915-2004] the eminent French scholar of Islam, and by common consent one of three greatest scholars of Islam of the 20th century, who pioneered the application of sociological method to the Middle East. As a French Jew born in 1915, Rodinson also learned about fascism from direct experience; his parents perished in Auschwitz. Rodinson replied to Michel Foucault-to be discussed at length below- and Foucault’s uncritical endorsement of the Iranian Revolution. In a long front-page article in Le Monde, Rodinson targeted those who “come fresh to the problem in an idealistic frame of mind.” Rodinson admitted that trends in Islamic movements such as the Muslim Brotherhood were “hard to ascertain….But the dominant trend is a certain type of archaic fascism (type de fascisme archaïque). By this I mean a wish to establish an authoritarian and totalitarian state whose political police would brutally enforce the moral and social order. It would at the same time impose conformity to religious tradition as interpreted in the most conservative light.”

hier bei: Ibn Warraq: ISLAM AS TOTALITARIANISM

(Jan. 2009, zitiert aus: Maxime Rodinson. Islam Resurgent? Le Monde, December, 6-8, 1978, quoted in Janet Afary and Kevin B.Anderson.)

ttp://www.newenglishreview.org/Ibn_Warraq/Apologists_of_Totalitarianism%3A_From_Communism_to_Islam,_Part_I/

The comparison of Islamism with fascism also made sense to the late Maxime Rodinson, the preeminent French scholar of Islam, who pioneered the application of sociological method to the Middle East. As a French Jew born in 1915, Rodinson also learned about fascism from direct experience. He moved to Syria in 1940, but the Vichy regime deported his parents to Auschwitz, where they perished. Rodinson was a man of the left—in his early years, militantly so—but he took his thinking from no one.

Maxime Rodinson hielt es einerseits für schwierig, die Strömungen innerhalb der Islamischen Bewegungen wie beispielsweise Muslimbruderschaft eindeutig zu beschreiben. Andererseits könne man sagen:

But the dominant trend is a certain type of archaic fascism (type de fascisme archaïque). By this I mean a wish to establish an authoritarian and totalitarian state whose political police would brutally enforce the moral and social order. It would at the same time impose conformity to religious tradition as interpreted in the most conservative light.

aus: Martin Kramer: Islamism and Fascism: Dare to Compare

in: Sandstorm 20.09.2006

http://www.geocities.com/martinkramerorg/2006_09_20.htm

Der Dschihad ist es noch nicht, aber der “Dialog” mit den “moderaten Islamisten” ist ausgebrochen. Europa ist blind, sagt Martin Kramer:

Whenever I hear the word “dialogue,” I ask myself the question: dialogue about what? What does the United States have to say to the Muslim Brotherhood in a “close and constant dialogue”? What does it hope to learn? …

Quid pro quo. The point of dialogue is give-and-take. It is here that the problem arises, and it is this: Islamists would give us very little, and take from us a great deal. …

Europe’s bind. So the advantages of dialogue are not at all clear, while the disadvantages are obvious. If one needs more evidence, one might look to Europe. …

aus: Martin Kramer: He ain’t heavy, he’s my Muslim Brother

in: Sandbox 07.10.2004

http://www.martinkramer.org/sandbox/2004/10/he-aint-heavy-hes-my-muslim-brother/

[13] Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass der indisch/pakistanische Philosoph Mohammad Iqbal für den modernen Islamdiskurs in Süd- und Südostasien sehr wichtig ist. Er hatte im Heidelberg der frühen zwanziger Jahre studiert und schrieb 1927 als Reaktion auf die Heidelberger Debatten sein Buch The Reconstruction of Religious Thought in Islam, das sich kulturkritisch gegen den materialistischen Nihilismus des Westens wandte. Iqbal sprach von der „spiritual democracy as the ultimate aim of Islam” (Iqbal 1954: 180), über die der Westen nicht verfüge. Damit verfolgte er schon damals eine internationale Erneuerung des Islams als einer Form der modernen spirituellen Regulierung der Gesellschaft und als einer modernen Methode der Wirklichkeitserfahrung.

“There is no doubt in Islam, so lautet eine Parole des zeitgenössischen islamischen Theoretikers Mohammad Naqib al-Attas in Malaysia. Al-Attas versuchte sich in den 1980er Jahren mit einer Theorie der „Entwestlichung“ des Wissens. Er folgt dem Weg Iqbals und predigt einen spiritualistischen Wissens-Islam, eine islamisch-mystische Naturphilosophie, mit der er den Islam als inneres Erneuerungsmodell für eine moderne malaysische Gesellschaft predigt.”

Es ist in Malaysia kein Geheimnis, dass Naquib al-Attas sich hier indirekt gegen die Thesen seines Halbbruders, den Soziologen Hussein Alatas wandte, der schon 1963 mit einem Aufsatz „The Weber-Thesis in South-East Asia“ international hervorgetreten war und einer progressistisch-asketischen Variante des modernen Islam in Südostasien das Wort redete. Der Studentenführer und spätere Bildungs- und Finanzminister Anwar Ibrahim gehörte zu den Schülerkreisen dieser beiden Intellektuellen und Professoren.

Als Mahatir Muhammad 1981das Amt des Ministerpräsidenten in Malaysia übernahm, leitete er eine look East policy ein und kooptierte die islamistische Bewegung unter der Führung von Anwar Ibrahim. In Singapur und an malaysischen Universitäten waren die Thesen Max Webers über den Zusammenhang von Protestantismus und Kapitalismus diskutiert und unter Alatas’ Einfluss auf Asien hin umdefiniert worden. Wie unter den Chinesen Singapurs der Konfuzianismus, wurde jetzt der Islam als ethische „Voraussetzung“ der kapitalistischen Entwicklung erkannt. Die Tugenden des asiatischen Asketismus und eines korruptionsfreien bürokratischen Rationalismus’ Asiens wurden hochgehalten. Für Mahatir galt der Islam nun als ein mobilisierendes Instrument für die kapitalistische Emanzipation Malaysias und der Malayen. Er richtete seine Stellungnahmen zum Islam ganz auf die funktionale Rolle des Islams für die Entwicklung eines asketischkapitalistischen Selbstbildes aus. Mahatirs politische Philosophie beruhte somit vollständig auf einer Art islamisierter Protestantismus-These, an der er seine Islamisierungspolitik und sein Modell des modernen islamischen Malaysias orientierte.

Das Beispiel Malaysia zeigt, wie unmittelbar und direkt die essentialistische Islam-Kritik Webers, in ihr Gegenteil verkehrt, ja, in ein affirmatives Kulturwerkzeug gewandelt, zu einem realistischen und real durchführbaren Programm für eine moderne islamische Gesellschaft funktionalisiert werden konnte. Malaysia ist ein ganz herausragender Fall. Aber überall in der islamischen Welt wurde unter Soziologen und Intellektuellen in den 1960er und 1970er Jahren die Weber-These diskutiert, wenn auch mit weit weniger unmittelbarer Wirkung als in Malaysia.

Zwei Bücher, die gleich nach ihrem Erscheinen in der islamischen Welt große Verbreitung fanden, müssen hier genannt werden: Maxim Rodinsons „Islam und Kapitalismus“ (1966, dt. 1969) und Bryan Turners „Weber and Islam“ (1974). Der kürzlich verstorbene Pariser Marxist und Islamwissenschaftler Rodinson erkannte eine eigenständige innere Entwicklung kapitalistischer Bedingungen in den islamischen Reichen des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit und macht letztlich den westlichen Kolonialismus für den Niedergang der islamischen Zivilisation verantwortlich – so jedenfalls haben vor allem arabische Soziologen und Intellektuelle Rodinson verstanden. Der englische Weberianer Bryan Turner seinerseits – durchaus die Grundaussagen der Weber’schen Protestantismusthese auf den Islam beziehend – behauptet, dass es im islamischen Mittelalter schon eine hypermoderne säkulare urbane Struktur der Verwaltung, des Handels und der Wissenschaft mit den entsprechend ausgebildeten Schichten und Institutionen gegeben habe (…)

aus: Georg Stauth: „Protestantisierung des Islams“ Authentizität, Anerkennung, Entwicklung? (2006)

http://www.ifeas.uni-mainz.de/workingpapers/AP70.pdf

Hasanul Arifin: ISLAMISATION of KNOWLEDGE

Hasanul Arifin is Vice President of the National University of Singapore Muslim Society (NUSMS).

There are primarily two schools of thought associated with the notion of Islamisation. The first is spearheaded by the late scholar of Islam, Ismail Faruqi and his International Institute of Islamic Thought (IIIT). The second is initiated by Syed Muhammad Naquib Al-Attas using the International Institute of Islamic Thought and Civilisation (ISTAC) as his propagation centre. Because Al-Attas is considered the original father of the movement, this article will focus on his ideas. …

With this, Al-Attas can be regarded as the modern day Al-Ghazali, who also similarly argues about the epistemological challenge faced by the medieval Muslims with the onslaught of Greek philosophy.

http://www.amp.org.sg/edisi/data/Publications/Karyawan%20-%20Vol%2010%20Issue%201/Vol10%20Iss1%20-%20Issues%20-%20Islamisation%20of%20Knowledge.pdf

[14] Im Rahmen von Vorbereitungen für ein gemeinsames Seminar mit einem Saarbrücker Islamwissenschaftler beschäftige ich mich derzeit mit muslimischer Erziehung (tarbiya islamiya). Einmal abgesehen davon, dass es kaum Ansätze einer Theorie muslimischer Erziehung gibt (Ausnahmen sind im wesentlich historisch rekonstruierender Art oder stammen aus nah- oder fernöstlichem Kontext) herrscht unter den Autoren – ganz gleich ob muslimische Erziehung in Deutschland oder anderswo im Blick ist – fraglose Einigkeit darüber, dass die Kenntnis des Koran, damit auch das Erlernen des Hoch-Arabischen und das Verwirklichen der sog. fünf Säulen der Kern muslimischer Bildung ist (So etwa AL-AQUIB AL-ATTAS 1979, v.a. 104-117, ANDAÇ 1995, v.a. 134-176, und HEIDARI 2001).

aus: Bernd Schröder: Mindeststandards religiöser Bildung und Förderung christlicher Identität: Überlegungen zum Zielspektrum religionspädagogisch reflektierten Handelns

Literatur

AL-NAQUIB AL-ATTAS, SYED MUHAMMAD (Ed.), Aims and objectives of Islamic education, London 1979.

ANDAÇ, MUSTAFFA, Der Islam und türkisch-islamische Erziehungsmethoden, Münster u.a. 1995.

HEIDARI, MOHAMMAD, Religiöse Erziehung in den Religionen 2 Islam, in: LexRP 2001, 1637-1644.

http://www.theo-web.de/zeitschrift/ausgabe-2003-02/schroeder-bernd_relig_grundbildung.pdf

[arab.] Islamic Education at-tarbīya al-islamīya

http://www.madariss.fr/Islam/index.htm

Islamic Education : The Right Path : A Step by Step Approach (Tarbiyya Islamiya) Universal Academy of Florida Elementary School Curriculum Book : Step 2

http://www.islamicbookstore.com/b7796.html

In 1961, Qaradawi moved to Qatar, where he currently resides. Despite his departure from Egypt, Qaradawi’s theological influence on the Muslim Brotherhood continued. Qaradawi participated in developing the educational and cultural structure of the Brotherhood, publishing essays and books that were absorbed into the educational curriculum by its Tarbiyya (Education) Department. … Another of his books, at-Tarbiya al-Islamiyya wa Madrasat Hassan al-Banna (Islamic Education and Hassan al-Banna’s school), published in 1979, was officially incorporated into the educational curriculum by the Brotherhood.

aus: Sheik Yusuf al-Qaradawi: Theologian of Terror

in: Anti Defamation League 02.02.2009

http://www.adl.org/main_Arab_World/al_Qaradawi_report_20041110.htm?Multi_page_sections=sHeading_2

[15] Education, is thus taʾdib”: the instilling and inculcation of adab in man. (…)

An educated man is a good man, and by ‘good’ he means a man possessing adab in its full inclusive sense. A man of adab (insan adabi) is defined as: the one who is sincerely conscious of his responsibilities towards the true God; who understands and fulfills his obligations to himself and others in his society with justice, and who constantly strives to improve every aspect of himself towards perfection as a man of adab [insan adabi].

http://www.crvp.org/book/Series04/IVA-30/chapter-19.htm

[16] On Wednesday, May 16th at 6:00pm Professor Wan Mohd Nor Wan Daud will present on “Islam and Muslims in Indonesia and Malaysia.” Daud will highlight new developments within the regions and discuss Indonesian and Malaysian cultures and traditions. Both countries play an important role in cultivating religious pluralism. Daud will discuss how we can learn from their example in our own society.

Indonesia has developed a shared identity defined by a national language, ethnic diversity, religious pluralism within a majority Muslim population, and a history of colonialism and rebellion against it. Indonesia’s national motto, “Bhinneka Tunggal Ika” (“Unity in Diversity” literally, “many, yet one”), articulates the diversity that shapes the country.

aus: An Evening on Islam and Muslims in Indonesia and Malaysia – May 16th

bei: CAIR-Chicago 0l.05.2012

http://www.cairchicago.org/2012/05/09/an-evening-on-islam-and-muslims-in-indonesia-and-malaysia-may-16th/

CAIR Chicago. Our staff, unser Mitarbeiterstab, unsere Mitarbeiter.

http://www.cairchicago.org/our-staff/

CAIR Identified by the FBI as part of the Muslim Brotherhood’s Palestine Committee

By The Investigative Project on Terrorism (IPT)

http://counterterrorismblog.org/2007/08/cair_identified_by_the_fbi_as.php

The MB Groups in the U.S. March On

By Douglas Farah

http://counterterrorismblog.org/2010/01/the_mb_groups_in_the_us_march.php

[17] Alparslan Açıkgenç:

Born in Senkaya, Erzurum, Turkey on November 24th 1952, Alparslan received his B.A. degree at Ankara University, School of Theology in 1974. He was successful at a nationwide exam and then was awarded a scholarship abroad to do M.A. and Ph. D. in history of philosophy. He received his M.A. at the University of Wisconsin-Milwaukee (1977) and his Ph. D. at The University of Chicago in 1983. After receiving his doctoral degree he began to teach at the Middle East Technical University, Department of Philosophy where he remained until 1994. Between 1991-1993 Acikgenc was visiting professor at the International Institute of Islamic Thought and Civilization (ISTAC), Kuala Lumpur, Malaysia. He joined and taught at ISTAC as Professor of Philosophy from 1995 until 1999. In 1998 he was visiting professor at The University of Jordan, Department of Philosophy, Amman. Then he joined Fatih University as professor of philosophy, where presently he serves also as the Dean of the Faculty of Arts and Sciences.

bei: The Center for Islam and Science (CIS), Kanada

http://cis-ca.org/voices/a/alparslan.htm

CIS – The Center for Islam and Science , Sherwood Park, Alberta Kanada.

http://cis-ca.org/

In einem englischen schariaverherrlichenden Text plötzlich Weltanschauung zu sagen wagte auch Mustafa Cerić:

The Center for Islam and Science (CIS) is dedicated to the promotion of research and diffusion of knowledge on all aspects of Islam. CIS encourages a creative exploration of Islamic Weltanschauung in relation to the natural and human sciences, critical integration of contemporary scholarship into the framework of traditional Islamic thought and learning, and a renewed and rigorous link with the intellectual tradition of Islam. CIS supports activities aimed at enhancing our religious and scientific understanding of nature and the human condition.

The Center does not construe “Islam” and “science” as two separate domains that need to be somehow connected through an external process. …

President: Muzaffar Iqbal, Vice President Mohamed Salim Sabir, Secretary Ashfaq Shuaib, Director Programs Omar Farooq

http://cis-ca.org/aboutus.php

[18] Islam isn’t in America to be equal to any other faith, but to become dominant, he said. The Koran, the Muslim book of scripture, should be the highest authority in America, and Islam the only accepted religion on Earth, he said.

immer zuverlässig: Jihad Watch 11.12.2006

http://www.jihadwatch.org/2006/12/did-cair-founder-say-islam-to-rule-america.html

[19] Bilder vom ISTAC. Zucht und Ordnung von Fitra und Scharia herrschen in Allahs Kosmos und Professors Architektur.

http://2.bp.blogspot.com/_JEplbDA38io/TS51sWWc6tI/AAAAAAAAAKU/tLd895qr4IQ/s1600/admin.jpg

http://3.bp.blogspot.com/-xHK6jgH958c/TedUvlNh93I/AAAAAAAAAQg/f6sJilSdPZw/s1600/09032011704.jpg

http://www.acmalite.com/Gallery/images/ISTAC.jpg

http://4.bp.blogspot.com/_B4xyAyb0jhU/TCxzCUaM-UI/AAAAAAAAAtA/kKylh28uODk/s1600/istac.jpg

http://2.bp.blogspot.com/-v1lpQhhbpkE/TWIBXp7jnuI/AAAAAAAAAGE/6qKJJ6jESvo/s1600/ISTAC9.jpg

http://4.bp.blogspot.com/-dF-ew717GKE/T-Mg4PTxk7I/AAAAAAAAHTA/zYXFZ3GG0gk/s1600/3774661490_d37c26d22d.jpg

http://3.bp.blogspot.com/_KWWtOFagx2o/S_x-UV7LQ7I/AAAAAAAAAQE/v9IczJjto5g/s1600/25052009272.jpg

Music of Unity, Sounds of Dakwah, Musik der Einheit, Klänge der Da’wa . Nicht ganz oder nicht nur am ISTAC, aber mindestens drumherum ist dieser studentische Verein aktiv: IIUM Angklung Club, International Islamic University Malaysia

http://iiumangklungclub.blogspot.de/search?q=ISTAC&x=0&y=0

Wie das ISTAC ebenfalls auf dem Unigelände der IIUM liegt das Institut für schariakompatibles Finanzwesen:

Thank you for visiting IIUM Institute of Islamic Banking and Finance (IIiBF), a unique institution of international reputation and significance.

International Shari’ah Audit Conference and Workshop 2011

http://www.iium.edu.my/iiibf/news/international-shariah-audit-conference-workshop-2011

Logik wird blass, Demokratie dünnt aus, The framework, d. h. Allahs „Bezugssystem“ gewinnt an Kontur. Change-Prozess des Schariatisierens, in den kalifatischen Setzkasten (framework) hinein. Geht nicht ohne Masterplan (auch framework). Alles framework oder was:

Shariah Governance & Shariah Audit are increasingly becoming an important and essential elements of Islamic Financial Institutions (IFIs). The Central Bank of Malaysia (BNM) has introduced a comprehensive Shariah Governance Framework (SGF) that came into force in January 2011. The SGF which is broadly in line with the Guiding Principles on Shariah Governance Framework for Islamic Financial Institutions issued by Islamic Financial Services Board (IFSB) specifically aims at enhancing the role of the Board, Shariah Committee and the Management of IFIs especially in respect of Shariah Review, Shariah Audit, Shariah Risk Management and Shariah Research.

It is against this background that the International Shariah Audit Conference – 2011 (ISAC2011) is being organized. The main focus of ISAC2011 is on the framework of Shariah Audit, both from the international and domestic perspectives & critical issues relating to its implementation.

http://aibim.com/isac2011/

AIBIM (Association of Islamic Banking Institutions Malaysia) verlinkt zu ISRA (International Shari‘ah Research Academy for Islamic Finance) , dort toben die Banker aus Saudi-Arabien, mittendrin Scheich Yusuf Talal DeLorenzo.

http://www.isra.my/

Yusuf Talal DeLorenzo, currently lives in the U.S.A, and has been in the Islamic Banking and Finance scene for a long time.

Presently he is Chief Shariah Officer and Board Member at Shariah Capital.

Shaykh Yusuf is a well-known and respected Shariah advisor and Islamic scholar whose career spans more than 30 years. Based in the Washington, DC area, he serves as a Shariah advisor to over 20 global financial entities, including index providers, banks, mutual funds, real estate funds, leasing funds, institutional investors, home finance providers, alternative asset managers and others.

http://muslim-investor.com/mi/bio-delorenzo.phtml

Mr. DeLorenzo, 58 years old, is at the center of the push to develop Islamic financial products in the U.S. He also serves on boards of Islamic scholars that rule on their acceptability, as do a cadre of less than 20 top scholars globally — only a couple of them in North America — who advise banks and financiers. Mr. DeLorenzo’s clients have included Morgan Stanley, Brown Brothers Harriman & Co., Royal Bank of Scotland PLC, and France’s Société Générale SA.

An Islamic mortgage that Mr. DeLorenzo helped develop here is serving as a blueprint for a venture in Saudi Arabia. He worked with a Lebanese investment bank to structure the first-ever Islamic bond from a U.S. company, issued last year by a small Texas energy firm.

aus: Joanna Slater: When Hedge Funds Meet Islamic Finance

in: The Wall Street Journal 09.08.2007

http://online.wsj.com/article/SB118661926443492441.html

HSBC Securities Services, in conjunction with HSBC Amanah, the bank’s global Islamic financial services division, today launched HSBC Amanah Securities Services, the bank said in a statement.

Shariah-compliant securities services are now available globally to Islamic investment managers and traditional investment managers managing Islamic funds.

[Bildbeschriftung] Arindam Das (left), Regional Head of HSBC Securities Services, Middle East and Africa, with Dr Yusuf Talal DeLorenzo, a world renowned Shariah scholar.

aus: HSBC offers global Islamic securities service

in: Emirates 247 (Dubai, UAE) 10.03.2011

http://www.emirates247.com/business/hsbc-offers-global-islamic-securities-service-2011-03-10-1.366366

Das al-Attas-verliebte niedersächsische Kerncurriculum kann pädagogische Folgen haben:

6th International Shari’ah Scholars Forum (ISSF 2011)

Kuala Lumpur, November 30-December 1, 2011 – The Sixth International Shari‘ah Scholars Forum (ISSF 2011) was organized by the International Shari‘ah Research Academy for Islamic Finance (ISRA) of Malaysia, in collaboration with the Islamic Research and Training Institute (IRTI) of the Islamic Development Bank (IBD) in Jeddah. The forum was held at the InterContinental Hotel, Kuala Lumpur, Malaysia from 30 November – 1 December, 2011 (4-5 Muharram, 1433H).

The theme of this year’s forum revolved around one of the most important dimensions of Islamic finance, i.e., Islamic financial intermediation and the maqasidi approach, focusing on the reality, the challenges and the way forward.

Among the eminent scholars who participated in the forum were:

Dr. Hussain Hamid Hassan

Sheikh Yusuf Talal DeLorenzo (…)

On behalf of IRTI, Dr. al-Ayashi Faddad gave a brief speech expressing his gratitude to ISRA for organizing this annual event and stressing the importance of adhering to the objectives of the Shari‘ah (maqasid al-shari‘ah) in implementing Islamic finance. (…)

Dr al-Ayashi Faddad spelled out the resolutions and recommendations of this year’s forum, which can be summarized as follows:

To develop an academic and practical project in the form of an analytical and applied study of the various aspects of financial intermediation along with detailed steps for implementing maqasid al-shari‘ah into practice;

To present this proposed project to the OIC Fiqh Academy;

http://www.isra.my/events/previous-event/events-report/item/776-6th-international-shariah-scholars-forum-issf-2011.html

[20] 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften

http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/?page_id=38

Abū Ḥāmid al-Ġazālī ist als der einflussreichste Denker des islamischen Mittelalters bekannt. Er hinterließ grundlegende Werke, deren Bedeutung die heute lebenden Muslime in ihrem Denken und Handeln nicht unbeeinträchtigt lässt. Er gilt als Verteidiger der muslimischen Orthodoxie … Wichtig ist vor allem die Herstellung einer Verbindung zum Hier und Jetzt einer muslimischen Gesellschaft, die in der Bundesrepublik eigentlich erst am Anfang ihres geistigen Findungsprozesses steht, einer Gemeinschaft, die Religion gerade erst als spirituellen Aspekt ihres Vorhandenseins in der deutschen Gesellschaft entdeckt …

http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/

Pressemitteilung Nr. 139/2009

Osnabrück, 2009-04-22

Die Scharia und westliche Rechtsvorstellungen

Uni Osnabrück: Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Bülent Ucar

[24.04.2009] Der Normenkatalog der islamischen Scharia wird von vielen als unvereinbar mit westlichen Grundrechtsvorstellungen betrachtet. Darüber hinaus bilden die rigiden Regeln und Vorschriften der Scharia auch eine Herausforderung für die islamische Religionspädagogik. Im Rahmen der Ringvorlesung »Islamische Religionspädagogik« wird am Freitag, 24. April, Prof. Dr. Bülent Ucar in seiner Antrittsvorlesung an der Universität Osnabrück auf dieses Thema eingehen. Die interessierte Öffentlichkeit ist zu dem Vortrag um 19 Uhr im Schloss-Hauptgebäude, Raum 15/211, herzlich eingeladen.

http://www2.uni-osnabrueck.de/pressestelle/mitteilungen/Detail.cfm?schluessel_nummer=139&schluessel_jahr=2009

auch hier; 24.04.2009

http://www.islamische-religionspaedagogik.uni-osnabrueck.de/976.htm

Osnabrück. Für die deutsch-türkische Soziologin Necla Kelek ist die Beschneidung von Jungen ein Unterdrückungsinstrument, das geächtet werden muss. Der Osnabrücker Religionswissenschaftler Professor Rauf Ceylan hält sie dagegen für ein kulturell stark verankertes Ritual, das unbedingt erhalten werden sollte.

Wenn sich jetzt zu Ferienbeginn in Deutschland lebende türkischstämmige Familien auf den Weg in die Türkei machen, steht bei vielen, die einen Jungen im Alter zwischen sieben und neun Jahren haben, auch deren Beschneidung auf dem Programm.

Kelek, die das Ritual auch in ihrem Buch „Die verlorenen Söhne“, Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes, zum Thema macht, aber warnt ausdrücklich vor den Folgen „des blutigen Eingriffs“: Die Beschneidung gehöre zum Muslimsein und unauflöslich zur männlichen Identität. Und diese gewinne nur, wer Schmerzen ertragen könne. „Durch das Opfer der Vorhaut wird die Unterwerfung symbolisch wie materiell manifestiert.“ …

„Das sind Fremdzuschreibungen und gedankliche Konstruktionen, die mit dem Wesen des Rituals wenig gemein haben“, weist Ceylan diesen Vorwurf entschieden zurück. Der Akt der Beschneidung diene vor allem der religiösen Identitätsbildung. Am Ende dieses Prozesses steht aber nach Ansicht der Islamkritikerin Kelek nichts Gutes: „Beschneidung ist ein Brauch wie das Barttragen, mit dem sich Fundamentalisten heute von den Ungläubigen, die Sauberen von den Unreinen, den Nichtmuslimen, abgrenzen“, schreibt sie in einem Beitrag in der Welt. Andere Kritiker warnen, die Beschneidung könnte ein Integrationshemmnis für in nicht moslemischen Ländern lebende Muslime sein. Für den beschnittenen Jungen und auch für die Angehörigen, die diese Werte teilten, seien Unbeschnittene unrein. Wer aber in solchen Kategorien der Abgrenzung dächte, sei für die Werte einer freiheitlichen (westlichen) Gesellschaft schwerlich zu gewinnen.

Auch das weist Ceylan zurück: Seiner Ansicht nach ist Abgrenzung keine Frage der Beschneidung. „Identitätskonstruktionen durch Abgrenzung zu anderen Gruppen sind immer problematisch und können durch unterschiedlichste Symbole und Merkmale geschehen. Das kann die Ethnie sein, die Konfession oder andere Merkmale“, betont der Religionswissenschaftler.

aus: Waltraud Messmann: Muss die Beschneidung von Jungen geächtet werden?

in: Neue Osnabrücker Zeitung 19.07.2012

http://www.noz.de/deutschland-und-welt/gut-zu-wissen/65512823/muss-die-beschneidung-von-jungen-geaechtet-werden

[21] Niedersächsisches Kultusministerium: Kerncurriculum für den Schulversuch in der Grundschule Schuljahrgänge 1-4

An der Erarbeitung des Kerncurriculums für das Unterrichtsfach Islamische Religion in den Schuljahrgängen 1 – 4, das nach zweijähriger Erprobungszeit evaluiert wird, waren die nachstehend genannten Personen beteiligt:

Saja Alwa, Hannover

Ömer Aslangeciner, Lehrte

Tünay Aygün, Hannover

Jörg Ballnus, Osnabrück

Orhan Güner, Hannover

Hassene Dallali, Hann. Münden

Monia Medhioub, Göttingen

fachkundig beratend:

Mohammed Ibrahim, Wolfsburg

Mehmet Soyhun, Dortmund

Herausgegeben vom Niedersächsischen Kultusministerium (2010)

Didaktische Leitlinien

Der islamische Religionsunterricht ist durch eine Didaktik gekennzeichnet, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, strukturiertes und lebensbedeutsames Wissen über den Glauben zu erwerben, religiöse Haltungen und Einstellungen aufzubauen und zu festigen, sich mit Formen des gelebten Glaubens vertraut zu machen sowie die eigene Dialog- und Urteilsfähigkeit weiterzuentwickeln. Eine grundlegende Aufgabe des islamischen Religionsunterrichts ist es, die Schülerinnen und Schüler ausgehend von der Trias*** aus erzieherischem Ansatz, Wissensvermittlung und Wertebildung zum eigenverantwortlichen Umgang mit dem Glauben zu befähigen. … Die didaktische Aufbereitung der beiden islamischen Hauptquellen Koran und Sunna erfolgt nach den Prinzipien der Elementarisierung (Konzentration auf theologisch wesentliche und für Lernende bedeutsame Inhalte) und der Korrelation (wechselseitige Erschließung von Glaubensüberlieferung und eigener Erfahrung). Es geht darum, koranische Inhalte und die Überlieferungen vom Gesandten altersgerecht erfahr- und differenzierbar zu machen und mit den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler zu verknüpfen. Fußnote drei: ***tarbīyah, ta’alīm, ta’adīb, Vgl.: Syed Muhammad al-Naquib al-Attas: Aims and objectives of Islamic education

http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/kc-iru-2010.pdf

Auf den Seiten 75-76 wird die Islampädagogik auch eines Naquib al-Attas erklärt, Tarbīya (Tarbiyah) etwa, das Sozialisieren und Kulturalisieren eines Individuums, je nach Umwelt nicht zwangsläufig in den Islam hinein; islamisch wertvolles Wissen jedoch (Knowledge, ‘ilm; vgl. ta’alīm) „umfasst die Totalität des Lebens, encompasses the totality of life: spiritual, intellectual, religious, cultural, individual and social.“ Islamisches gelingendes Lernen komme nicht ohne ta’dīb aus (Schreibweise ta’dib, Kultusministerium Niedersachsen: ta’adīb), Islamkenner wissen, dass es um die Einhaltung der Schariapflichten geht mit dem Ziel, das Wohlgefallen Allahs zu erlangen und im Diesseits und Jenseits göttliche Strafe zu vermeiden und göttlichen Lohn zu erhalten. Im Hadith wird der islamische Benimm oder die islamische Selbstzucht, at-ta’dīb, noch allgemein verwendet in der Bedeutung von zähmen. In [a] hadith ta’dib is used in its general sense meaning ‘to tame’.

Mehr dazu bei: Suleiman M.H. Boayo: Idea of Thaqâfah and Culture in the Muslim and Western Conception

in: World Journal of Islamic History and Civilization, 1 (2): 70-78, 2011

http://idosi.org/wjihc/wjihc1%282%2911/1.pdf

[22] the ultimate purpose and end of ethics in Islam is the individual … in Islam it is the individual that shall be rewarded or punished on the Day of Judgement.

aus: Wan Mohd Nor Wan Daud: Al-Attas’ Concept of Ta‘dib as True and Comprehensive Education in Islam

http://www.crvp.org/book/Series04/IVA-30/chapter-19.htm

[23] WanMohd NorWAN DAUD in Sarajevo (2007)

The concept of education in Islam: A contemporaryMuslim philosophical interpretation

This article discusses the concept of education in Islam as espoused by Syed Muhammad Naquib al-Attas, one of the most prominent contemporary Muslim philosophers. Al-Attas’ main thesis is that education in Islam is conveyed in the most comprehensive manner through the term ta’dib (education) and not merely ta’lim (instruction), or tarbiyyah (training, upbringing) both of which have been popularly used in modern Muslim educational writings and practice.

XIII World Congress of Comparative Education Societies in Sarajevo, September 3-7, 2007

Thematic Group T7: Ethnicity, Religion, Secularism and Spirituality

http://www.wcces2007.ba/eng/WCCS2007.pdf

The World Council of Comparative Education Societies (WCCES) was established in 1970. Its specific goals are:

to promote the study of comparative and international education throughout the world and enhance the academic status of this field;

to bring comparative education to bear on the major educational problems of the day by fostering co-operative action by specialists from different parts of the world.

http://www.wcces2007.ba/eng/keynote.html

Multiculturalism and the Scars of War

by: Elizabeth Sherman Swing, CIES Historian, Professor Emerita, St. Joseph’s University

I have recently returned from the conference of the World Congress of Comparative Education Societies (WCCES), in Sarajevo, Bosnia/Herzegovina, a newly independent nation. For our readers who did not get to Bosnia, I suggest orientation through a visit to the WCCES Website (wcces2007). I attended this WCCES conference in order to give a paper, “The Multicultural Dilemma,” the dilemma being the difficulty of suspending disbelief in order to live peacefully with people whose values are incompatible with one’s own, an Enlightenment exercise that has fallen into disuse. … The University of Sarajevo faculty put their best multicultural face forward. Registration was handled by cheerful graduate students, young women wearing headscarves side by side with the bareheaded. The organizing committee showed a short documentary film about the dedication of a school teacher in a central Bosnian village. In fact, dedication and optimism were underlying themes. Among items on sale was a book with the provocative title, Confronting Islamophobia in Educational Practice, a book addressing a concern found throughout Europe. A multicultural chorus gave a wonderful concert featuring music by Roman Catholic Christians, Orthodox Christians, Protestants, Muslims, and Jews.

http://cies.us/newsletter/jan%2008/index_jan08.html

The Comparative and International Education Society (CIES), Inc., was founded in 1956 to foster cross-cultural understanding, scholarship, academic achievement and societal development through the international study of educational ideas, systems, and practices. The Society’s members include more than 2000 academics, practitioners, and students from around the world.

http://cies.us/aboutus.htm

[24] The complete faculties of UIN Jakarta are the following: the Faculty of Tarbiyah and Teaching Sciences; the Faculty of Syariah and Law; the Faculty of Ushuluddin and Philosophy; the Faculty of Adab and Humanities; the Faculty of Dakwah and Communication; the Faculty of Islamic Studies (Dirasat Islamiyyah); the Faculty of Psychology; the Faculty of Economics and Social Sciences; the Faculty of Science and Technology; the Faculty of Medicine and Health Sciences; and the Faculty of Graduate Studies.

aus: Azyumardi Azra: FROM IAIN TO UIN: ISLAMIC STUDIES IN INDONESIA

in: Islamic studies and Islamic education in contemporary Southeast Asia / editors: Kamaruzzaman Bustamam-Ahmad, Patrick Jory

Kuala Lumpur 2011

http://espace.library.uq.edu.au/eserv/UQ:238095/IslamicStudiesandIslamicEducation.pdf

Islamische Hochschulen gibt es weltweit, etwa in Pakistan:

International Islamic University, Islamabad (IIUI)

Faculty of Shariah & Law

http://www.iiu.edu.pk/index.php?page_id=86

Faculty of Islamic Studies (Usuluddin)

http://www.iiu.edu.pk/index.php?page_id=68

Universitär organisierte Gegenmoderne: Pakistanische Hochschul-Impressionen aus der Islamischen Universität zu Islamabad

http://www.iiu.edu.pk/index.php?page_id=11152

Hier gibt`s für Pakistans Richter und Rechtsanwälte himmlischen Nachhilfeunterricht:

Shari’ah Academy IIUI

Shari’ah (Islamic Law) Courses for Judges, Prosecutors and Law Officers (16 week duration)

Shari’ah (Islamic Law) Courses for Lawyers (15 days duration)

http://www.iiu.edu.pk/index.php?page_id=9624

Dawah Academy, International Islamic University, Islamabad, Pakistan

http://dawah.iiu.edu.pk/

Da’wa per Kinderbuch, Children Literature Department (CLD), Dawah Academy

http://dawah.iiu.edu.pk/index.php/dawah/content/id/76/102156833360

Nicht in Pakistan und etwas weniger akademisch, die Scharia ist dieselbe:

Teaching the Child Islamic Rules Regarding Puberty

When the child reaches puberty, he becomes fully accountable for his deeds in front of Allah (SWT). It is first and foremost the responsibility of the parents to carry this message to the child.

The parents of the adolescent boy should inform him that the first time he ejaculates he becomes accountable for his actions in front of Allah (SWT), and he should perform the acts of worship in the same way that adult Muslims do.

When the girl is about nine years old, her parents should inform her that the first time she sees blood (menstruation), she becomes accountable for her acts and the worship acts prescribed on the Muslim women are also prescribed on her.

http://www.missionislam.com/family/puberty.htm

Aqeedah (Belief and Practice of a Muslim)

diverse radikalislamische (authentisch islamische) Texte von Abdul-Wahhab und Scheich al-Maqdisi

http://www.missionislam.com/knowledge/index.htm

Intention is the Key to Eternal Living in Paradise or Hell-Fire

Jamaal al-Din M Zarabozo

http://www.missionislam.com/knowledge/intentionkey.htm

Islam und Wissenschaft

http://www.missionislam.com/science/index.htm

The Scientific Miracles of the Qur’an

http://www.missionislam.com/science/book.htm

Kalifatstreue Erbauung (Antisemitismus pur)

http://www.missionislam.com/nwo/index.htm

Kindererziehung. Warum wurden wir überhaupt geschaffen? Genau, mein Kind, sei hübsch folgsam: We seek refuge in Allah from all the evil of ourselves and the wickedness of our deeds. … The aim of our life is Al Jannah (the Paradise) with Allah (swt) so follow the Qur’an and the Sunnah and with the Mercy of Allah we will attain Al Jannah, insha’Allah!

http://www.missionislam.com/kidsclub/whycreated.htm

Immerhin, die Kinder sind besser informiert als unsere Bundestags- und Landtagsabgeordneten. Belief in the Day of Judgment:

Muslims believe in the Day of Judgment (the Day of Resurrection) when all people will be resurrected for God’s judgment according to their beliefs and deeds.

http://www.missionislam.com/kidsclub/basibeliefs.htm

Was ist falsch mit unserem [US-amerikanischen] Bildungs- und Erziehungssystem?

http://www.missionislam.com/homed/whatswrong.htm

[25] S. M. Hossain: A Plea for a Modern Islamic University: Resolution of the Dichotomy, in Aims and Objectives of Islamic Education, S M al-Naquib al-Attas ed., Hodder and Stoughton; King Abdulaziz University, Jeddah. 1977

bei: MuslimHeritage

http://muslimheritage.com/topics/default.cfm?ArticleID=640

Established in 2002, the web portal MuslimHeritage.com was the first major project of FSTC. It is a unique online education community of Muslims and non-Muslims seeking to advance human civilisation through the study of Muslim heritage.

http://www.fstc.org.uk/muslim-heritage

Wissenserwerb ist für al-Faruqi gottesdienstliche Handlung:

Islamic civilisation sprang into existence from the time of the Prophet in the 7th century. The Prophet gave the lead, teaching in the mosque, and from mosque learning would evolve the first universities in history: Al-Qayrawan (9th century), followed by al-Qarawiyyin, then Cordoba, and then Al-Azhar. … Al-Faruqi notes how Islam identifies with knowledge, and so makes knowledge its condition and its goal, equating the pursuit of knowledge with ibadah (worship) and pouring lavish praise on those who committed themselves to knowledge …

Letztlich, al-Faruqi spricht es nicht aus, zählt nur dein ewiger Verbleib in Hölle oder Paradies. Wissen erwerben für`s Seelenheil:

Islamic science, in the words of al-Faruqi, is neither “an involuntary flash in the consciousness… nor is it some esoteric information obtained on authority after initiation, or an illumination arrived at subjectively through contemplation. Rather, Islamic knowledge is the rational-empirical and intuitive apprehension of every realm of reality. It is the critical knowledge of man and history, of earth and heaven. It is the practical knowledge that produces results and leads to virtue, the object of the Muslim’s prayer `Oh God! Grant us a knowledge that is useful and beneficial.”

Offenbarung und Vernunft als die zwei Quellen der Wahrheit:

Al-Faruqi offer an excellent outline on this relationship between the Islamic faith and rationalism, and how Islamic civilisation was propelled forward by such a linkage, “..and they (people) conclude that the intelligent Muslim is a rationalist as he insists on the unity of two sources of truth, namely revelation and reason“.

aus: How Islam Inspired Scientific Advance

bei: MuslimHeritage

http://www.muslimheritage.com/topics/default.cfm?articleID=651

[26] Im Urdu-sprachigen Pakistan ist Taʿīm ein Jungenname und bedeutet im Arabischen eigentlich Erziehung, Ausbildung, Anweisung

Name: Talim, Meaning: Education, instruction.

http://islam.onepakistan.com/urdu/name_meaning.php?eu=talim

Talim-ul-Islam Ontario (Kanada)

http://www.talimulislam.ca/

TAʿLIM O TARBIAT (historische Zeitschrift, iranisch)

monthly periodical published by the Ministry of Culture (April 1925-March 1927, April 1934-July 1938).

TAʿLIM O TARBIAT, title of a monthly periodical published by the Ministry of Culture as its organ from Farvardin 1304 until Esfand 1306 Š./April 1925-March 1927, and again from Farvardin 1313 until Tir 1317 Š./April 1934-July 1938

http://www.iranicaonline.org/articles/talim-o-tarbiat

Talim-ul-Islam College (also referred to as T.I. College) is a private college located in Rabwah, Pakistan. Originally founded in 1898 in Qadian, India by the Ahmadiyya Muslim Community, the college was the inspiration of the community’s founder Mirza Ghulam Ahmad.

http://www.ticollegerabwah.com/index.htm

IIS – The Institute of Ismaili Studies (His Highness the Aga Khan) sind die Siebenerschiiten persisch Esmā’īliyān. Es gibt nur 18 Millionen Ismailiten; der Koran wird glücklicherweise oft gleichnishaft ausgelegt. Ta’lim Curriculum

Ta‘lim is an international programme in religious and cultural education. It is presented through a series of educational materials, designed to meet the needs of Ismaili Muslim students, parents and teachers living in different countries and cultures. The Institute has, to date, published materials for the following age groups:

http://www.iis.ac.uk/view_article.asp?ContentID=104853

THE ISMAILI. Siebener-Schia. Kein Kopftuch zu sehen erfreut.

http://www.theismaili.org/

2011 Ismaili Games Uganda were hosted at Darkhana Jamatkhana

http://www.theismaili.org/cms/1332/around-the-world

Ta’Alim Islamic Homeschool Alliance of GA (US-amerikanisch)

Ta’Alim(to SEEK knowledge) … The TaAlim Islamic Homeschool Alliance (TIHA) of Georgia is a homeschool support central AND a consultation/information organization for homeschool support groups, homeschoolers and non traditional schoolers throughout Gwinnett, Dekalb and Metro Atlanta area. We will provide support, information, workshops, and training to those involved in the Alliance and consultation and information services (optional) to those individuals, groups, and schools who have chosen to be involved in the home education of their children.

http://www.freewebs.com/tiha/

Risalah Ta’alim

by Muhammad Abdullah Al-Khatib

http://www.goodreads.com/book/show/6453448-risalah-ta-alim

Vom selben Autor, Syariah ist Scharia, der Schreibweise nach also für ein südostasiatisches Publikum …

Syarah Usul 20

by Muhammad Abdullah Al-Khatib

http://www.goodreads.com/book/show/8594479-syarah-usul-20

… doch könnte der Autor dieser ägyptische Scheich und ranghohe Muslimbruder sein:

Speaking of Christians, specifically the minority Copts of Egypt, Egypt’s new President Morsi in an article titled “The Muslim Brotherhood Asks Why Christians Fear Them?!” secularist writer Khaled Montasser, examining the Brotherhood’s own official documents and fatwas, shows exactly why. According to Montasser, in the Brotherhood publication “The Call [da’wa],” issue #56 published in December 1980, prominent Brotherhood figure Sheikh Muhammad Abdullah al-Khatib decreed several anti-Christian measures, including the destruction of churches and the prevention of burying unclean Christian “infidels” anywhere near Muslim graves. Once again, this view was never retracted by the Brotherhood. As Montasser concludes, “After such fatwas, Dr. Morsi and his Brotherhood colleagues ask and wonder—”Why are the Copts afraid?!”

aus: Raymond Ibrahim: Muslim Brotherhood Reality Check

bei: Stop Radical Islam 27.06.2012

http://www.radicalislam.org/category/tags/caliphate

Sheikh Abdullah Al-Khatib, the MB mufti

http://today.almasryalyoum.com/article2.aspx?ArticleID=202778

sheikh Mohamed Abdullah Al Khatib, a member of the group”s Executive Office who is dubbed “the group”s mufti”, he is nearer to be the group”s representative among Azhar scholars, rather than Azhar”s representative in the organization

aus: By-Hossam Tamam: A Reading into Al-Qaradawi-Muslim Brotherhood Relation

auf: Muslimbruderschaft – Ikhwanweb | The Muslim Brotherhood’s Official English Website 18.07.2008

http://ikhwans.net/article.php?id=17396&ref=search.php

For example, the Old Guard is generally resistant to the reformist ideas popular among younger members that favor transforming the organization into a political party. Veteran members also generally lack a well-developed understanding of politics and of democratic practices and principles such as equality. Perhaps the best examples of this generation are the current General Guide, Mahdi Akef (age 81); the Brotherhood’s mufti and a member of the Guidance Bureau, Sheikh Abdullah al-Khatib (age 80); the deputy of the General Guide, Mohammed Habib (age 66); and the organization’s Secretary-General, Mahmoud Ezzat (age 65).

aus: Khalil Al-Anani: The Young Brotherhood in Search of a New Path

auf: Muslimbruderschaft – Ikhwanweb | The Muslim Brotherhood’s Official English Website 06.10.2009

http://ikhwanmisr.net/article.php?id=21203&ref=search.php

Al-Fadhil Syeikh [Der tugendhafte Scheich] Muhammad Abdullah al-Khatib, verehrt beim Blog Berjalan Di Bawah Sinar in Südostasien

http://ibnutoha.files.wordpress.com/2010/09/imgw45.jpg

… wo man für Salafi-Scheich Yusuf Estes, den türkischen Darwin-Hasser Harun Yahya und das unberechtigte Anliegen der terroristischen HAMAS große Sympathien hegt

http://ibnutoha.wordpress.com/2010/09/10/sejenak-tentang-eid-mubarak/

“Islam began as something strange, and it shall return to being something strange, so give glad tidings to the strangers.” – Prophet Muhammad

http://ibnutoha.wordpress.com/2011/01/20/713/

Semi at-taalim

http://www.youtube.com/watch?v=OHgpsBeabjk

[27] Adab: Islamic Manners. These are derived from Sunnah, but are usually taught by the parents. If someones’ manners are bad, it is probably the fault of the parents.

http://www.islamic-dictionary.com/index.php?word=Adab

[28] In its original, basic sense, adab is the inviting to a banquet. The idea of a banquet implies that the host is a man of honour and prestige, and that many people are present; that the people who are present are those who, in the host’s estimation, are deserving of the honour of the invitation, and they are therefore people of refined qualities and upbringing who are expected to behave as befits their station in speech, conduct and etiquette. The islamization of this basic concept of adab as an invitation to a banquet, together with all the conceptual implications inherent in it, which even then already involved knowledge, is significantly and profoundly expressed in a Ḥadīth narrated by Ibn Masʿūd, where the Noble Qurʾān itself is described as God’s invitation to a banquet on earth, in which we are exhorted to partake of it by means of acquiring real knowledge of it (…) The Discerning Qurʾān is God’s invitation to a spiritual banquet, and the acquiring of real knowledge of it is the partaking of the fine food in it. In the same sense that the enjoyment of fine food in a banquet is greatly enhanced by noble and gracious company, and that the food be partaken of in accordance with the rules of refined conduct, behaviour and etiquette, so is knowledge to be extolled and enjoyed, and approached by means of conduct as befits its lofty nature. Thus the men of discernment speak of that knowledge as the food and life of the soul; it is that which makes the soul alive. (al-Attas)

http://mef-ca.org/files/attas-text-final.pdf

Spirituelles Festbankett Koranlektüre – sogar bei Ayatollah Chomeini:

As Imam Khumayni explains, “The Qur’an is like a banquet from which everyone must partake according to his capacity. It belongs to everyone, not to any particular group; there is a share in it for everyone” (Islam and Revolution 424); “The Qur’an possesses everything. It is like a vast banquet that God has spread out in front of all humanity and that everyone partakes of according to his appetite” (414).

http://www.al-islam.org/shiite-islam-orthodoxy-heterodoxy/14.htm

http://www.coiradio.com/library/library/beliefs/shiite_islam/09.htm

Allahs irdischem Gastmahl gerecht werden, mordend. Chomeinis Religion war, jedenfalls nach der Revolution, staatsterroristisch, jetzt wird es privatterroristisch. Islamic Emirate of Afghanistan. Demokratie ist eine Religion:

Islamic activists agreed on one thing about democracy, that democracy is the product of the kafir and thus contrary to the Islamic law. … However, to this day there is still a group of people who refuse to budge from the view that democracy is not a religion but a vehicle for heading towards a civil society or heading towards a society with the Shari’ah of Islam. So is it true that democracy is a religion? …

a brief explanation of democracy and why Islam is so opposed to it and threatens the perpetrators of democracy as a people who are out of Islam

aus: a Mujahid: Democracy, A Religion? 29.01.2011

http://theunjustmedia.com/Islamic%20Perspectives/Jan11/Democracy,%20A%20Religion.htm

New Book By Shaykh Abū Yahyā Al-Lībī

Al-Fajr Media

http://theunjustmedia.com/Books/oct08/Libi/libi.htm

Abu Yahya al-Libi war Terroristenführer der Qaida in Afghanistan

http://en.wikipedia.org/wiki/Abu_Yahya_al-Libi

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8a/Sheikh_Abu_Yahia_al-Libi.jpg

In July 2005, Omar al-Faruq, the highest-ranked prisoner at the base and one of the highest-ranked al-Qaeda officers ever captured, escaped along with Libyan Abu Yahya al-Libi, Saudi Muhammad Jafar Jamal al-Kahtani and Syrian Abdullah Al-Shami.

http://en.wikipedia.org/wiki/Invasion_of_Afghanistan_prisoner_escapes

“Jihaad the Absent Obligation” by Muhammed Abdul Salam Faraj

http://theunjustmedia.com/Books/sep08/absent/absent.htm

Islamisches Emirat Afghanistan (IEA, Islamic Emirate of Afghanistan)

http://theunjustmedia.com/

Islamic Emirate of Afghanistan (Da Afghanistan Islami Amarat, 1996-2001)

Issus principalement de l’ethnie Pachtounes, les Talibans mélangent le code tribal du Pachtounwali avec l’enseignement de l’islam Deobandi afin de former une idéologie fondamentaliste islamique hautement restrictive, anti-occidentale et anti-moderne avec laquelle ils dirigèrent le pays

http://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89mirat_islamique_d%27Afghanistan

Anonym besteht der kurzlebige Terrorstaat immer noch, jedenfalls digital …

http://shahamat-english.com/

… und gibt 2011 und 2012 etwa alle drei Wochen eine Presseerklärung

http://shahamat-english.com/index.php?option=com_content&view=category&id=4&Itemid=4

Patrouille der Taliban, Herat 2001. Bärtig, mit “islamischer Kleidung” und Gewehr und Panzerfaust auf einem Toyota-Kleintransporter, einem sogenannten Pick up.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ae/Taliban-herat-2001_ArM.jpg

Flagge der Taliban

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/24/Flag_of_Taliban.svg

Emblem des Emirats der Taliban (IAE)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d8/Arms_of_the_Islamic_Emirate_of_Afghanistan.svg/500px-Arms_of_the_Islamic_Emirate_of_Afghanistan.svg.png

[29] Since adab is an integral part of wisdom and justice, the loss of adab would naturally entail the prevalence of injustice, and stupidity, and even madness. Injustice is of course a condition where things are not in their right places. Stupidity (humq), is the deployment of wrong methods to arrive at right goals or ends, while madness (junun) is the struggle to attain false or wrong aims or goals. It is indeed a madness if the very purpose of seeking knowledge is other than the attainment of true happiness or the love of God (mahabbah) in this world according to the dictates of the true religion, and the attainment of His vision (ru’yatullah) in the Hereafter. Similarly, it is utter stupidity to attempt to attain happiness in this world and in the next without the right kind of knowledge and practice.

aus: Wan Mohd Nor Wan Daud: Al-Attas’ Concept of Ta‘dib as True and Comprehensive Education in Islam

http://www.crvp.org/book/Series04/IVA-30/chapter-19.htm

erschienen in: Marietta T. Stepanyants (Hg.): Comparative Ethics in a Global Age

Cultural Heritage and Contemporary Change, Series IVA. Eastern and Central Europe, Volume 30

http://www.crvp.org/book/Series04/IVA-30/front.htm

Comparative Ethics in a Global Age

von Marietta Tigranovna Stepanyants

(Professor Marietta T. Stepanyants has been the Head of the Center for the Study of Oriental Philosophies at the Institute of Philosophy, Russian Academy of Sciences, since 1980. She is the founder and the present chairperson of the UNESCO Chair in “Philosophy in the Dialogue of Cultures”.)

http://books.google.de/books?id=QRZ-P7VOqAQC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

UNESCO Chair in “Philosophy in the Dialogue of Cultures” (810), established in 2008 at the Institute of Philosophy, Russian Academy of Sciences, Moscow (Russian Federation).

Dr Prof Marietta Stepanyants.

http://www.unesco.org/en/university-twinning-and-networking/access-by-region/europe-and-north-america/russian-federation/unesco-chair-in-philosophy-in-the-dialogue-of-cultures-810/

Marietta Stepanyants

http://eng.iph.ras.ru/stepanyants.htm

[30] Muslim sein ist Selbstzucht! Das Individuum ist im Islam wichtig … allerdings nur, weil es am Tag der Auferstehung belohnt oder bestraft werden wird:

However, al-Attas asserts that Islam accepts the idea of good citizenship as the object of education, “only that we mean by ‘citizen’ a Citizen of that other Kingdom, so that he acts as such even here and now as a good man.” The primary focus on the individual is so fundamental because the ultimate purpose and end of ethics in Islam is the individual. It is because of this notion of individual accountability as a moral agent that in Islam it is the individual that shall be rewarded or punished on the Day of Judgement.

Wan Mohd Nor Wan Daud: Al-Attas’ Concept of Taʾdib as True and Comprehensive Education in Islam.

http://www.crvp.org/book/Series04/IVA-30/chapter-19.htm

[31] J. K. Buda: Rudyard Kipling`s »The Ballad of East and West«

http://www.f.waseda.jp/buda/texts/ballad.html

[32] Während völkisch-rassistisch motivierte deutsche Kreise seit hundert Jahren den Iran verherrlichen und, auch wo rot-grün gefärbt oder kirchentagsbewegt, die Teheraner Mullahs irgendwie verstehen und „tolerieren“, geht die Islamisierung des europäischen Bildungssystems auch von den Saudi-Arabien freundlich gesonnenen USA aus. 1981 wurde mit Unterstützung des Staates Malaysia eine Professur eingerichtet, der Tun Razak Chair.

The Tun Abdul Razak Chair was established in 1980 by Ohio University’s Center for Southeast Asia Studies. The endowed chair, named after Malaysia’s second Prime Minister, ruling from 1970 to 1976, brings an eminent, senior scholar to Ohio University every two years. The Tun Razak Professor, selected by the Malaysian Ministry of Education, the Tun Abdul Razak Council, and Ohio University, conducts research and seminars for undergraduate and graduate students in his or her respective areas of expertise and organizes an international conference on Southeast Asia in the second year. The Razak Chair is supported by funds from the Malaysian Government and matching funds from American firms with business interests in Malaysia.

http://www.library.ohiou.edu/about/collections/international-collections/southeast_asia_collection/tun-abdul-razak-chair/

1981-1982 Professor Dr. Syed Muhammad Naquib al-Attas

Professor of Islamic Literature, Universiti Kebangsaan Malaysia (National University of Malaysia)

http://www.seas.ohio.edu/People/TunRazakChair.html

The Muslim Students Association at Ohio University

The Islamic Center of Athens, Athens, Ohio, U.S.A

http://www.ohio.edu/orgs/muslimst/islam_in_brief.html

100 Years of Progressive Islam

1909 – 2009

A Conference in honor of

Mahmoud Mohmed Taha

Ohio University

January 17-18, 2009

http://www.african.ohio.edu/Conferences/

[33] Predikant en hoogleraar (Utrecht 1 september 1918 – Gendt 27 juni 1993) Arend van Leeuwen groeide op in een remonstrants gezin. Zijn vader was hoogleraar dermatologie in Utrecht en oprichter van het Instituut voor Dermatologie van de rijksuniversiteit. In het ouderlijk huis heerste een vrijzinnige, sociaal bewogen sfeer die Van Leeuwen voor het leven tekende. In 1936 ging hij aan het Leidse remonstrants seminarium studeren, maar hij kon er niet aarden. De opleiding was hem te burgerlijk, te weinig missionair. Van Leeuwen zocht in 1942 contact met de hervormde zendingstheoloog Kraemer die zijn promotor werd, maar als gevolg van de Duitse bezetting kwam van begeleiding weinig terecht. Kraemer zat anderhalf jaar in het gijzelaarskamp in Sint-Michielsgestel, terwijl Van Leeuwen moest onderduiken. Uiteindelijk kon hij zich in 1947 met de doctorshoed tooien. Zijn dissertatie handelde over de Perzische filosoof al-Ghazali, voor veel soennieten de tweede leermeester na Mohammed. Na drie jaar studentenpredikant te zijn geweest in Leiden vertrok Van Leeuwen in 1950 als zendingspredikant naar Indonesië. Dat het land eind 1949 onafhankelijk was geworden had hij toegejuicht; de twee politionele acties waarmee Nederland in 1947 en 1948 had geprobeerd zijn gezag te herstellen had hij scherp veroordeeld. Politiek was voor Van Leeuwen onlosmakelijk verbonden met theologie.

von: Peter Bak, zuerst in: Protestant.nl19 November 2008

http://www.protestant.nu/Encyclopedie/tabid/359/Default.aspx?Page=Leeuwen,%20Arend%20Theodoor%20van

[34] The Rev. Dr. Paul Matthews van Buren, a leading exponent of the ”death of God” school of theology, died on June 18 at Memorial Hospital in Blue Hill, Me. He was 74 and lived on nearby Little Deer Isle. … In his book ”The Secular Meaning of the Gospel: Based on an Analysis of Its Language” (Macmillan, 1963), Dr. van Buren said, he was ”trying to find an utterly nontranscendent way of interpreting the Gospel.”

”That way,” he said, ”sense could be made of it.”

Other theologians criticized both the methodology and thinking of the approach. One of the critics’ central counterarguments was that if faith was stripped of all the mysticism surrounding the deity, there was little left of religion.

Dr. van Buren, as an associate of the Shalom Hartman Institute of Judaic Studies in Jerusalem in the 1980’s, worked to build bridges and new understanding between Christianity and Judaism. His last book, ”According to the Scriptures,” considered how early Christians, as Jews, understood the death of Jesus through Jewish methods of biblical interpretation. It is to be published in October by Wm. B. Eerdmans.

Dr. van Buren made his reputation as a nontraditional theologian with ”The Secular Meaning of the Gospel.” He also wrote ”The Edges of Language: An Essay in the Logic of a Religion” (Macmillan, 1972). His long engagement with Judaism and discussions with rabbinical scholars at the Hartman Institute was distilled in a trilogy, ”A Theology of the Jewish-Christian Reality” (Harper & Row, 1987-88). …

Paul van Buren was a native of Norfolk, Va. He graduated with a bachelor’s degree in government from Harvard College in 1948 after having served in World War II in the Coast Guard. He received a bachelor’s of sacred theology at Episcopal Theological School in 1951 and was ordained an Episcopal priest in the Diocese of Massachusetts. His doctorate in theology came from the University of Basel in 1957.

Dr. van Buren served as a co-rector and curate in Detroit and began his academic career in 1957 as an assistant professor of systematic theology at the Episcopal Theological Seminary of the Southwest in Austin, Tex. He joined the Temple faculty in 1964, served as chairman of the department of religion from 1974 to 1976 and took emeritus status in 1986.

aus: Wolfgang Saxon: Paul van Buren, 74, ‘Death of God’ Exponent

in: The New York Times 01.07.1098

http://www.nytimes.com/1998/07/01/us/paul-van-buren-74-death-of-god-exponent.html

http://www.nytimes.com/1998/07/01/us/paul-van-buren-74-death-of-god-exponent.html?pagewanted=2&src=pm

Der amerikanische Theologe Paul van Buren hat eine dreibändige Theologie des Judentums veröffentlicht. Da der erste ins Deutsche übersetzte Band seiner Trilogie kaum verkauft wird, werden auch die beiden anderen Bände seines umfassenden Werkes nicht im Deutschen erscheinen — ein für die wissenschaftliche Theologie entlarvendes Faktum.

BRSD, Bund der Religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschlands e.V.

http://www.brsd.de/zeitschrift-cus/artikel/71-die-theologischen-grundlagen-des-dialogs-mit-dem-islam?start=2

Sozialistisch und pro Scharia?

„Willkommen bei den ReSos! Schön, dass du dich für den Bund der Religiösen Sozialistinnen und Sozialisten interessierst.“

http://www.brsd.de/aktuell/12-willkommen-bei-den-resos

Khatami, der ehemalige Staatspräsident Irans äußerte sich bei einem Gespräch mit Christen in Tehran, dass wir für den Dialog eine Sprache entwickeln müssen. Er meinte:“ Diese Sprache kann nicht die theologische Sprache sein.“ In der Tat kann die theologische Sprache eher eine Trennung verursachen als eine Annährung, besonders wenn diese dafür eingesetzt wird, den eigenen Weg als einzig richtigen und verbindlich für alle darzustellen.

Wir erleben hier seit einiger Zeit, wie intensiv besonders von Seiten einiger prominenter christlicher Theologen die Meinung vertreten wird, dass wir nicht den selben Gott anbeten: „Allah und Gott sind wesentlich von einander zu unterscheiden, Allah ist strafender Gott und Gott im Christentum ist Gott der Liebe“ ist permanent zu hören. Es ist keine Frage, dass es unterschiedliche Gottesvorstellungen und Zugänge zu Gott gibt, aber die Meinung, dass wir zwei völlig verschiedene Götter anbeten, kann uns ein festes Fundament entziehen, worauf wir unser Zusammenleben aufbauen können. Die Spiritualität ist ein Weg, der die Menschen innerlich miteinander verbinden kann und ihnen Stärke schenkt, um gemeinsam die Probleme im Leben zu bewältigen. Eine gemeinsame Quelle, aus der jeder mit eigenen Mitteln Kraft und Mut schöpft, ist eine große Hilfe und Unterstützung für das friedliche Zusammenleben.

aus: Hamideh Mohagheghi: Zusammenleben von Christen und Muslimen

zuerst in: CuS 4/2006

hier bei: Bund der Religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschlands (BRSD)

http://www.brsd.de/zeitschrift-cus/artikel/70-zusammenleben-von-christen-und-muslimen

[35] I propose at this point to interrupt the steady course of my exposition in order to examine an approach to religious belief which has received widespread attention during the last few years and which, if it was adopted, would undermine not only traditional theism but also any attempt to construct a systematic and reasoned metaphysic. This is the approach which was introduced by Dr Leslie Dewart in 1967 in his moderately sized book The Future of Belief and was elaborated two years later in a massive work entitled The Foundations of Belief The former book was described by Dr Harvey Cox, in words which the publishers quoted in their banner, as a mature, highly erudite and utterly radical book which could be epoch-making. The fact that it urged, in the name of Catholic Christianity, nothing less than the abandonment of nineteen centuries of Christian thought makes the question of its truth or falsehood of some importance. In the preface to the second work Dr Dewart wrote as follows:

„In The Future of Belief I addressed myself to the question: can the Christian faith be deemed truly to develop and unequivocally to evolve… even if it is assumed that this faith is supernatural and that its object is revealed? The question to which I address myself here, however, is more fundamental yet: can the Christian faith be said truly to develop and unequivocally to evolve, on the assumption that this faith is true and that its object is real?… My earlier publication was synecdochically devoted, in effect, to the future of Christian belief, whereas the present one is elliptically concerned with the foundations of religious belief.“

Nevertheless, the former work contains enough about religion in general to make its discussion not irrelevant to the special concerns of a Gifford Lecturer. …

Some of Harvey Cox‘s most perceptive critics—not necessarily Christian critics at that—have seen that his glorification of ‘technopolis’ is basically the adornment with a Christian label of the American way of life. Dewart is more subtle, but his outlook is much the same. If we enquire how it is that such an obviously intelligent and committed Catholic has fallen into this kind of relativism, we shall see that it is at least partly due to the philosophical doctrine which he has adopted, according to which truth is itself a historically conditioned concept. This stands out very clearly in what might otherwise have been an extremely valuable discussion of Marxism. He pertinently observes that atheism as a cultural phenomenon is indigenous to Christian societies, and we might expect that he would explain this, when it was not due to less respectable causes, as at least partly due to the failure of Christians to live in accordance with their professed beliefs. On the contrary, he sees it as resulting from the fact (for such he holds it to be) that for Christianity it is not either belief or disbelief that really matters but a conditional attitude to both. ‘I recall it’, he writes, ‘in confirmation of the conditional nature of Christian belief and its relativity to disbelief.… In the Judaeo-Christian tradition… the steady purification of the concept of God has increasingly facilitated the emergence of that peculiar disbelief which, being born of the same religious experience as belief, can fairly be called—in contradistinction to the atheism born of inconsiderateness, unreflectiveness, inexperience, or sheer obstinacy in refusing to admit the possibility of God—religious atheism.’ Both Christianity and Marxism, Dewart tells us, share a relative atheism, but that of Marxism is relative to its humanism while that of Christianity is relative to its theism. Dewart sees, indeed, some problems in his view of the nature of Christian theism:

From the relative nature of Christian theism follows its aptitude for development, readjustment and cultural polymorphism. It is not given once for all. It is, therefore, dynamic, evolving and self-transforming. But how could Christian theism be all these things and nevertheless true?

The answer which he gives to this question is, as we shall see, that truth itself is changing and relative.

At this point Dewart plunges into a discussion of the development of Christian dogma. ‘The fact of which we have recently become aware’, he writes, ‘is not that Christian doctrine has begun to develop in recent times, but that it has always existed in a process of development. It is only the awareness of this fact that is new.’ His explanation of this is simply that human awareness in general has become aware of its own historicity and evolutionary nature, and the Church is sharing in this contemporary experience, though lamentably lagging behind because of its attachments to the past.

http://www.giffordlectures.org/Browse.asp?PubID=TPTOOB&Volume=0&Issue=0&ArticleID=8

[36] Der Nichtmuslim ist zur sinnlosen Qual verflucht. Wie er sich doch müht, und leidet, der doofe westliche Mann, der Sisyphos. The Confusion of Seksuality (…)

bei: AL-HIKMAH (Malaysia)

http://hakim.org.my/blog/?p=100

Man beruft sich auf Naquib al-Attas, bei: al-Hikmah:

According to the authority of Malay language, Tan Sri Prof. Dr. Syed Muhammad Naquib al-Attas, Bahasa Melayu is considered to be a family member of Islamic languages that consist of Arabic, Persian, Turkish and Urdu. These languages shared many crucial semantic terms that defined their rich legacy in subsisting advanced discourse especially in the realm of knowledge. This can be proven via the legacy of scientific works in those languages – notably Arab and Persian, had upon the translation movement of European scholars that heralded the age of Renaissance and Enlightenment in the West.

http://hakim.org.my/blog/?p=149

… und verlinkt zu CASIS (Centre for Advanced Studies on Islam, Science and Civilisation), also zu Professor al-Attas Zögling Wan Mohd Nor Wan Daud

http://www.utm.my/casis/

Sisyphos beim Heraufrollen des Felsbrockens

Persephone beaufsichtigt Sisyphos mit seinem Stein in die Unterwelt. Seite A von einer schwarzfigurigen attischen Amphora, um 530 v. Chr. Aus Vulci.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/58/Nekyia_Staatliche_Antikensammlungen_1494_n2.jpg

Sisyphos bei der schweren Arbeit. London 1732

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e2/Sisyphos_1732.jpg

Nackte Qual. Sisyphos von Franz von Stuck, 1920

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0f/Sisyphus_by_von_Stuck.jpg

Viel zu tun auch als schlesischer Zwerg. Moderner Sisyphos; ul. Świdnicka, Wrocław (Breslau), Polen

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4a/Wroclaw_krasnal_Syzyfek.jpg

Der Dhimmi macht, gleichsam als ein Sisyphos sich das Leben schwer und dem Kalifat das Wachstum leicht. Wer seiner Würde wohl bewusst ist, weist diese Rolle zurück:

Israeli prime ministers repeatedly obscure the simple fact that Islamic rulers cannot become a “partner for peace” without renouncing Islam itself—a 1,400 year-old ideology. It seems that Jews like Sisyphus are condemned to roll up the immense boulder of Islam’s fourteen-century hatred of Jews.

But now, allow me to go beyond academic language and address the reader in personal terms. I ask you to imagine what peace-loving Jews must feel, and how much they must endure, seeing that massive boulder they rolled up roll down again and crush the lives of innocent Jewish men, women, and children!

This has been the suffering Jews have endured for two decades since their leaders consummated a covenant of death with the PLO! Two decades of madness and terror.

Hence, I ask you to think of the families and friends of the thousands of Jews who have been murdered or maimed since that 1993 lethal covenant with Israel’s sworn enemies. Think of the loved ones of the Jewish victims of this covenant. Imagine their despair hearing again and again the lies of their own government about trying to achieve “peaceful coexistence” with the mortal enemies of the Jewish people.

Peace with whom? Peace with jobless Arabs paid to kill Jews? That’s what Israeli governments have been selling Jews for two decades!

Ponder well about these mirages—yes, and about over 1,000 Jewish casualties resulting from that 1993 covenant of death for which no one has been punished.

And while you think about the hallucinatory Israelis who think they can make peace, think also of what normal Jews must feel and endure hearing their governments talk about relations with Israel’s barbaric enemies, whose warriors destroyed hundreds of Christian, Hindu, Buddhist, Zoroastrian, and Jewish communities.

Is more evidence needed to convince any rational person that Israel is confronted by a genocidal enemy, an enemy that believes its own lies and who is therefore infected by a psychotic disorder produced by a 1,400-year culture of hatred?

aus: Prof. Paul Eidelberg: Op-Ed: Sisyphus in Israel

in: Arutz Sheva 7 / IsraelNationalNews (a7)

http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/11387#.UB_p6IFnrDM

auch Eidelberg, leider; am 13.06.2011 und damit ein Jahr vor der deutschen, hektisch und wenig zufällig schariakonform durch den Bundestag gepeitschten Beschneidungsdebatte. Als ob jüdische Beschneidungskritiker die Einheit (unity) des Judentums zertören wollten und als ob die männlichen Juden sich den heiligen nächsten und ganz besonders schönen Tempel nicht ebensogut mit wie ohne genitale Vorhaut aufbauen könnten. The loss, der Verlust erinnert ein wenig an the loss of Adab des Naquib al-Attas:

Circumcision is the one permanent physical sign of the Unity of the Jewish People. It was the loss of Jewish unity that brought about the destruction of the Second Temple.

http://www.jewishindy.com/modules.php?name=News&file=article&sid=15428

Zweiter Tempel, im Jahre 70 christlicher Zeitrechnung zerstört (der Jüdisch-römische Krieg began 66 nach sozialen Unruhen und endete mit der Eroberung der Masada im Jahr 74).

The Second Jewish Temple. Model in the Israel Museum.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/cd/Second_Temple.jpg

Rechts deutlich zu erkennen die massive Erdrampe, die von der römischen Armee erbaut wurde, um die Festungsmauern zu durchbrechen.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/39/Vista_general_de_Masada.jpg

Masada heute, Blick hinab auf die Seilbahn; Bildmitte: Römisches Kleinkastell, ebenso rechts vor der Talstation der Bahn.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b0/CableCarToMasada.JPG

Modellbild des Salomonischen Tempels, der 586 v. Chr. durch Nebukadnezar II. zerstört wurde.

http://www.bible-architecture.info/4.The_16.jpg

Modell der Stiftshütte auch Stiftszelt genannt in Israel, Timna Park. Originalgetreu nachgebaut und begehbar. Die Vorschrift zum Bau des Heiligtums wird auf Ex 25,8 EU zurückgeführt, wo es heißt: “Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich in ihrer Mitte wohne.” Der Ausdruck “in ihrer Mitte” lässt nach der jüdischen Tradition darauf schließen, dass das Heiligtum nicht als “Wohnplatz” Gottes zu verstehen ist, sondern als ein Symbol für die Heiligkeit Gottes, dem das Volk nachzuleben hatte, wenn sein Geist in ihrer Gemeinschaft weilen sollte. Das Zelt diente den Israeliten während ihrer Wüstenwanderung und bis zur Zeit König Davids als zentraler Ort der Begegnung mit Gott. Zuerst wurde es auf den Wanderungen mitgeführt, später hatte es seinen Standort in Schilo etwa in der Mitte des Landes Israel.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/18/Stiftshuette_Modell_Timnapark.jpg

http://de.wikipedia.org/wiki/Mischkan

Bundeslade

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/fa/R%C3%A9plica_del_Arca_de_la_Alianza–1.JPG/800px-R%C3%A9plica_del_Arca_de_la_Alianza–1.JPG

Bundeslade, in den Tempel getragen; Frankreich, frühes 15. Jahrhundert, aus den Très Riches Heures du Duc de Berry

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fa/Folio_29r_-_The_Ark_of_God_Carried_into_the_Temple.jpg

auch Bundeslade, beinahe jedenfalls; evangelische Jugendarbeit, Deutschland

http://www.hamm-sieg.de/hamm/Aktuelles/Archiv/%E2%80%9EAuszug%20aus%20%C3%84gypten%20%E2%80%93%2040%20Jahre%20durch%20die%20W%C3%BCste%E2%80%9C/840%20-%2040%20Bundeslade%20tragen.jpg?resize=400×300

Albert Camus gab eurer westlichen Dekadenz Ausdruck. Der Osten (Islam) leidet nicht an der Sinnkrise, sondern gehorcht Allahs Befehl. Euch den Sisyphos, uns das Schariagesetz:

The Western existentialist tradition looks at the human condition and sees meaninglessness. This is well exemplified in Albert Camus’s “The Myth of Sisyphus.” Life and death are equally random and purposeless. There is no underlying teleological or redeeming force to make things come out right so that one could say all is well, as the Christian says. Each person is ultimately alone, shorn of any self-deluded hope of salvation or bliss after a life of possible suffering. The only hope of remission of meaninglessness is to live an “authentic existence,” to rise to the challenge of meaninglessness and to conquer it by force of will. The excitement of existentialism is, as Sartre has said, that “it puts every man in possession of himself as he is, and places the entire responsibility for his existence squarely upon his own shoulders. And when we say that man is responsible for himself, we do not mean that he is responsible only for his own individuality, but that he is responsible for all men” (Jean-Paul Sartre, “Existentialism is a Humanism,” in Existentialism from Dostoevsky to Sartre [New York: New American Library, 19751, p. 34). …

Islam is a deeply humanistic tradition assessing that there is indeed a problem with human existence and labels the problem forgetfulness. The divine nature is dormant in every human being, waiting to be awakened to a life lived in obedience to the will of God. The Islamic solution to the problem of forgetting the will of God is spelled out in God’s holy book, the Qur’an, and made readily available to all humans there and in shari’ah. Muslims have no doubt as to the availability of salvation-it is there for the taking. Just as Christians maintain that in Adam all sinned, Muslims claim that the potential for obedience to the divine law lies within each of us.

aus: Ellen Zubrack Charry: A Step toward “Ecumenical Esperanto”

in: Leonard Swidler, Hg.: Toward a Universal Theology of Religion

http://astro.temple.edu/~swidler/swidlerbooks/universal_theology.htm

[37] Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland (ORD) nennt elterliche Selbstvergewisserung guter deutscher Jüdischkeit vermittels Vorhautentfernung am männlichen Kind die Basis für ein gelingendes Leben und beruft sich inschallah auf die „drei“ abrahamischen Religionen, also unnötigerweise gleich auch auf Allahs antisemitisches Schariagesetz. 4000 Jahre Penisschnitzerei, wahrscheinlich, mit Xhosa, Papuas und Aboriginees 40.000 Jahre. Je oller je doller, oder ist denn alles nur deshalb gut, weil es aus der Steinzeit oder Bronzezeit stammt:

„Die Beschneidung ist für das Judentum seit jeher ein unverzichtbarer Bestandteil! Sie führt direkt auf den Vorvater der drei großen abrahmitischen Religionen, Abraham, zurück, als festes Zeichen des Bundes mit G”tt und der Zugehörigkeit jedes Juden zum jüdischen Volk.

Seither wird die Beschneidung fast 4000 Jahre in ununterbrochener Linie ausgeübt! Schätzungsweise fast eine Milliarde Männer weltweit sind beschnitten, meist aus religiösen, kulturellen oder präventiv gesundheitlichen Gründen, aber wohlgemerkt in der Regel ohne medizinische Indikation – handelt es sich hier um millionenfache Körperverletzung? Kann eine so alte und weltweit verbreitete Tradition als unrechtens gebrandmarkt werden?

Beschneidung ist für das Judentum unverzichtbar! Ohne das Recht auf Beschneidung ist die vom Grundgesetz zugesicherte Religionsfreiheit für das Judentum eine leere Hülle und ein reines Lippenbekenntnis.

Mit dem vom Kölner Landgericht gefällten Urteil macht sich eventuell jeder an einer Beschneidung direkt Mitwirkende strafbar, womit die einfache Ausübung der jüdischen Religion kriminalisiert wird! Mit Bestürzung verfolgt die jüdische Gemeinschaft in Deutschland und weltweit diese Entwicklung – sollte Deutschland in der heutigen Zeit wirklich diese Rolle einnehmen wollen?“

http://www.ordonline.de/index.php?option=com_content&view=article&id=307:pressemitteilung-beschneidung-fuer-judentum-unverzichtbar&catid=155:pressemitteilungen&Itemid=13

Heute ist die religiöse Beschneidung in den meisten Ländern der Welt zugelassen. 2008 urteilte der finnische Obergerichtshof, dass die rituelle Beschneidung erlaubt ist. 2011 versuchte eine Bürgerinitiative in San Francisco ein Referendum zum Verbot der Beschneidung zu organisieren. Die Volksbefragung wurde aber noch vor dem Urnengang von einem Gericht für verfassungswidrig erklärt. Kurz danach erließ der Staat Kalifornien ein Gesetz, das regionale Verbote von Beschneidung untersagt.

http://www.ordonline.de/index.php?option=com_content&view=article&id=309:millionenfacher-eingriff&catid=9:dwar-thora&Itemid=7

»Der Tempelberg ist unser«

Warum die israelische Metropole die Hauptstadt aller Juden ist (ob beschnitten oder unbeschnittenen, Ergänzung Sägefisch)

Eine 2.000 Jahre alte Prophezeiung ist vor 45 Jahren mit dem Ende des Sechstagekrieges in Erfüllung gegangen. Damit wurde ein Kreis geschlossen, der für das Volk Israel im babylonischen Exil endete. Der Verlust der Heimat und das Leben in der Fremde bedeuteten eine neue Etappe: Die Juden lebten nicht mehr in Eretz Israel, sondern auf unterschiedlichen Kontinenten und in Ländern über die ganze Welt verstreut.

Dieser Zustand endete mit der Rückkehr im Jahre 1967 (5727) nach Jerusalem. 2.000 Jahre lang lebten die Juden, wie den Propheten zu entnehmen ist, an den Flüssen Babyloniens, der Themse und des Rheins, und die Israeliten weinten in guten und schlechten Tagen in Erinnerung an die Stadt, die sie verlassen mussten, um ins Exil zu gehen – Jerusalem (Psalm 137).

Große Aufregung erfasste die Juden auf der ganzen Welt, als die Einnahme Jerusalems bekannt gegeben wurde und der Chef der Fallschirmjägereinheit, Generalleutnant Mordechai »Mota« Gur, erklärte: »Der Tempelberg ist in unseren Händen.« Diese Meldung veränderte die Stimmung, die während des Krieges in Israel herrschte. Eigentlich warteten Juden in aller Welt seit 1.000 Jahren auf diesen Augenblick, dann war Westjerusalem plötzlich wieder mit Ostjerusalem vereint, und die Juden hatten wieder Zugang zur Kotel, einem Überbleibsel des Tempels, um wieder vor der Klagemauer beten zu können.

http://www.ordonline.de/index.php?option=com_content&view=article&id=303:rder-tempelberg-ist-unserl&catid=9:dwar-thora&Itemid=7

13 Was in deinem Haus geboren oder um Geld erkauft wird, soll unbedingt beschnitten werden. So soll mein Bund an eurem Fleisch sein, ein ewiger Bund. 14 Und ein unbeschnittener Mann, einer, der sich nicht beschneiden läßt am Fleisch seiner Vorhaut, dessen Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er meinen Bund gebrochen hat!

aus: 1. Buch Mose 17

http://www.way2god.org/de/bibel/1_mose/17/

Die denkverbotene Sache mit dem Präputium. So originell war der 99 Jahre alte Axtschwinger Abraham dann auch wieder nicht:

Incision, the least harsh of the male genital mutilations, consists of either a simple cut on the foreskin to draw blood, or a complete cutting through of the foreskin in a single place so as to partly expose the glans. Incision existed primarily among peoples of the East African coast, in Island Asia and Oceania, and among a few peoples of the New World. Circumcision, a harsher mutilation where the foreskin of the penis is cut or torn away, was and is practiced across much of the Old World desert belt, and in a number of Sub-Saharan Central Asian, and Pacific Ocean groups. When performed during puberty, circumcision was largely a premarital rite of pain endurance.

Circumcision only gained the status of being a “hygienic operation” in relatively recent times, although the most recent and best medical evidence has in fact shown that routine circumcision has neither short nor long-term hygienic benefits; indeed, it has mild to severe negative psychological and physiological effects. Particularly in the bush, under less than sanitary conditions, the circumcised boy infant or child would have been at greater risk than the uncircumcised boy. The most severe male genital mutilation, a form of skinstripping, was practiced along the Red Sea coast in Arabia and Yemen, at least into the 1800s. Here, in an endurance ritual performed on a potential marriage candidate, skin was flayed from the entire penile shaft as well as from a region of the pubis. The community blessing would only be bestowed upon the young man who could refrain from expressing emotion during the event (DeMeo 1986).

Another harsh ritual, subincision, was practiced primarily among Australian aborigines and on a few Pacific Islands [z. B. der australische Stamm der Aranda bzw. Arunta bzw. Arrernte, das Volk und seine Sprache wurde zwischen 1907 und 1920 von Carl Strehlow erforscht]. It consisted of a cutting open of the urethra on the underside of the penis down to as far as near the scrotum; the subincision ritual was generally preceded by a circumcision ritual. The practice did not confer any contraceptive advantage, and no claims as such were made for it by the Australian aborigines. The geographical aspects of the Australian genital mutilations has been studied previously, and two competing theories were developed: Northwest Australia, specifically the Kimberly region, was identified as a location where genital skin stripping was performed, and some believed that circumcision and subincision spread into Australia from that region, diffusing to the east and south. On the other hand, independent development of the traits within Australia has been argued, based upon the observation that the most intense forms of subincision occurred in the desert center of the continent, being absent in a few border regions where only circumcision was practiced (DeMeo 1986).

http://www.noharmm.org/geography.htm

I felt as if fire was shooting through my veins, the pain was so intense. I called out “NDIYINDODA” aka I AM A MAN. At the conclusion of the ceremony, we returned to our huts. We were ordered to lie on our backs in the smoky huts, with one leg flat and one leg bent.

Our guardian paint our naked bodies from head to foot in white ocher, turning us into ghosts. the white chalk symbolised our purity. At midnight an attendant aka “Inkhantatha” crept around the hut instructing the boys to leave the hut and go bury their foreskins. The traditional reason for this practise was so that their foreskins would be hidden before wizards could use them for evil purposes.

Nelson Mandela

http://saharanvibe.blogspot.de/2007/04/long-walk-to-adulthood.html

Seit dem 26. Juni hat das Jüdische Krankenhaus offiziell die religiös motivierte Beschneidung von unter 14-Jährigen eingestellt. “Als ich abends vor dem Fernseher von dem Urteil erfuhr, war ich einfach überrascht. Erst am nächsten Morgen, in der Teambesprechung mit dem ärztlichen Direktor über unsere zukünftige Praxis, ist mir bewusst geworden, welche Auswirkungen der Richterspruch auf unsere Arbeit und das Leben unserer Patienten hat”, meint der 56-Jährige. …

Obwohl man in Deutschland ab 14 Jahren uneingeschränkt religiös mündig ist und das Alter nach dem Urteil auch auch für das Krankenhaus die offizielle Beschneidungsgrenze ist, operiert das Kollegium vorerst nur Patienten ab 18 Jahren. “Wir warten auf eine endgültige Entscheidung und gehen bis dahin lieber auf Nummer sicher, bevor wir uns strafbar machen”, erklärt der Oberarzt.

Anm. Blog Sägefisch: ab 18 Jahren ist wünschenswert, keine Beschneidung ohne absolute medizinische Indikation an Minderjährigen.

aus: Cornelius Wüllenkemper: “Plötzlich diskutieren wir über Selbstverständlichkeiten”. Wie das Jüdische Krankenhaus in Berlin mit dem Beschneidungsurteil umgeht

in: evangelisch Juli 2012

http://aktuell.evangelisch.de/comment/3291?destination=comment/3291

http://aktuell.evangelisch.de/comment/3291?destination=comment/3291

Harmlose männerbündische Romantik, etwas exzentrischer New Age, problematisch neokonservative erneuerte Archaik oder der Weg in den globalen männlichkeitsverherrlichenden Totalitarismus?

A conscious rite of passage for your community. BECOMING MEN – TALKS AND CAMPS

http://www.tasmen.org.au/images/stories/PDFs/cropflyersept2011-wholedoc.pdf

[38] Am Sonntag möchte das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus gemeinsam mit muslimischen Verbänden auf die Straße gehen. “Wir sind entsetzt”, heißt es in dem Demonstrationsaufruf, “über eine von Vorurteilen und diffusen Ängsten geprägte Diskussion, die teils hysterische Züge annimmt und antisemitische und antiislamische Stereotypen bemüht”. Plötzlich stünden Muslime und Juden als Kinderquäler da, als lieblose und schlechte Eltern, die an Kindern blutige Rituale ausführen, berichtet Zeit Online. “Niemand muss sich für Beschneidungen begeistern. Aber Respekt können wir verlangen.”, sagte der jüdische Regisseur und Initiator der Demonstration, Levi Salomon.

http://www.newspoint.cc/artikel/Weltweit/Beschneidung_Demo_gegen_Vorurteile_91602.html

[39] „You are thus called men, but the Goim are not called men“ (Kerithuth 6b p. 78), Sanhedrin 74b Tosephoth: “The sexual intercourse of a Goi is like to that of a beast”, Kethuboth 3b: “The seed of a Goi is worth the same as that of a beast.”

http://www.urbandictionary.com/define.php?term=goim

[40] I am confident that my people have such an abundance of life-enhancing, life-affirming and mind-opening traditions, that our identity and sense of cultural self-heed will happily survive our outgrowing of circumcision, a cruel relic which has always felt to me like an aberration at the heart of my religion.

aus: OPEN LETTER FROM DR. JENNY GOODMAN

[to friends who will be in attendance at the Fourth International Symposium on Sexual Mutilations, Lausanne, Switzerland, August, 1996, as published in the Syllabus of Abstracts of the Symposium].

http://www.cirp.org/pages/cultural/goodman.html

[41] aus: Hannes Stein: “Juden raus!”

auf: Die Achse des Guten 22.07.2012

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/juden_raus/

[42] Tatsächlich. Eine HAMAS-Tarnorganisation marschiert mit wenn, es um “Toleranz, Weltoffenheit und Gelassenheit gegenüber einer Tradition, die für die jüdische und muslimische Identität” gehen sollte. … Update: Auf Anfrage von Humanist News teilte uns Levi Salomon, einer der Organisatoren dieser Demo mit, dass das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) zwar den Aufruf zur Unterstützung gestartet, jedoch keinerlei Möglichkeit hatte zu prüfen, ob “die eine oder andere Organisation mit unseren politischen Ansichten nicht konform ist”. Nach dem Hinweis sollen diese beiden oben genannten Gruppierungen aus der Unterstützerliste gestrichen werden, so Salomon.

aus: Mit der HAMAS auf einer Pro-Beschneidungsdemo in Berlin

auf: HN – Humanist News 27.08.2012

http://www.humanist-news.com/mit-der-hamas-auf-einer-pro-beschneidungsdemo-in-berlin/

[43] aus: Hannes Stein: Das 614. Gebot

auf: Die Achse des Guten 27.07.2012

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_614_gebot/

[44] Im Sommer 2012 kämpfen orthodoxe jüdische und islamische Organisationen, sonst nicht selten verfeindet, Hand in Hand gegen das Kölner Beschneidungsurteil. Die an der gegenmodernen Scharia festhaltenden Islamverbände möchten bis nach Karlsruhe gehen; andere warnen vor einem erneuerten Völkermord oder Holocaust.

Die deutsche Regierung wird offensichtlich von den reaktionären religiösen Wortführern unter erheblichen Druck gesetzt und will Rechtsklarheit schaffen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle etwa will „die Beschneidung als Ausdruck religiöser Vielfalt geschützt“ wissen, ein Argument, mit dem man künftig auch die Mädchenbeschneidung legitimieren und legalisieren müsste.

aus: Kindesmisshandlung unter dem religiösen Vorwand

Zentralrat der Ex-Muslime 16.07.2012

http://nicsbloghaus.org/2012/07/18/zentralrat-der-ex-muslime-kindesmisshandlung-unter-dem-religioesen-vorwand/

[45] Allah bewahre uns, in der Dar al-Islam breitet sich die hoch infektiöse Verwestlichung aus:

This may be why the religious schools and the Islamic schools have suddenly begun to flourish over the last decade. In schools of this sort, no threat is perceived to the faith of the students coming from strict religious households; they have not been immobilized by the pestilential breath of occidentosis. But what is the use? The petrification that has overtaken religious milieux will turn these students into fossils in another way.

JALAL AL-I AHMAD: OCCIDENTOSIS: A Plague From the West

Translated by R. Campbell

Annotations and Introduction by Hamid Algar

http://multiworldindia.org/wp-content/uploads/2010/05/occidentosis.pdf

[46] Transcendent Philosophy Journal is an academic peer-reviewed journal published by the London Academy of Iranian Studies (LAIS) and aims to create a dialogue between Eastern, Western and Islamic Philosophy and Mysticism

Editor

Seyed G. Safavi

SOAS, University of London, UK

Book Review Editor

Sajjad H. Rizvi

Exeter University, UK

Editorial Board

G. A’awani, Iranian Institue of Philosophy, Iran

A. Acikgenc, Fatih University, Turkey

M. Araki, Islamic Centre England, UK

S. Chan, SOAS University of London, UK

Und wieder dieser gottlose Sisyphos:

[Ausgabe Dezember 2011] Genealogy of absurdism is to be traced in ancient Greeks because the first great adventures of unaided human reason and thus its failure were to be found there. The Sceptic Empedocles’ observation that the life of mortals is so mean a thing as to be virtually un-life, for instance, captures the essence of absurdist nihilist thesis. The task that Camus issues for the absurd hero Sisyphus is one where man lives on without the hope of transcendence.

(…) References: Al-Naquib Al-Attas, S M, Islam and Secularism, Delhi: Ruby Printing Press, 1984. Pp. 33-34

http://www.iranianstudies.org/wp-content/uploads/2010/04/Transcendent-Philosophy-Journal-Volume-12-December-2011-LAIS.pdf

Transcendent Philosophy (Journal)

http://iranianstudies.org/journals/transcendent-philosophy-journal/

Islamic Perspective (Journal)

http://iranianstudies.org/journals/islamic-perspective-journal/

A Comparative Study on Islamic and Western Philosophy

Edited by Seyed G Safavi, 2002

http://iranianstudies.org/research-and-publication/a-comparative-study-on-islamic-and-western-philosophy/

[47] In regards to ferries between Penang Malaysia and Belawan Harbour ( 30 kms from Medan) they ceased operation in mid 2010.

http://www.tripadvisor.com/ShowTopic-g294231-i9609-k4576284-Getting_to_Sumatra_Medan_from_Singapore_Kuala_Lumpur-Sumatra.html

Just to update everyone the Ferry service is still not running between Penang and Medan and according to local gossip will not be running again! 2012.

http://www.lonelyplanet.com/thorntree/thread.jspa?threadID=2035497

Piraterie, Meeres-Terrorismus … Die dreizehn Verhafteten sollen ein dschihadistisches Ausbildungslager in der Provinz Aceh durchlaufen haben. … [Piraten sind hier altbekannt, aber] Terrordrohung, das ist etwas Neues:

in een rapportage over piraterij en terrorisme ter zee … De Indonesische politie maakte gisteren bekend dat zij 13 verdachten had gearresteerd die betrokken zouden zijn bij terreurtrainingen in een kamp van moslimextremisten in Atjeh, dat grenst aan de Straat van Malakka. De zee-engte is al langer werkterrein van piraten. Een terreurdreiging is nieuw.

http://vorige.nrc.nl/buitenland/article2497720.ece/Maatregelen_na_terreurdreiging_Straat_Malakka

Ein humanitärer Skandal mit Tradition ist die sklavengleiche Kinderarbeit auf dem Jermal, der Fischfangstation. Zwar sind es nicht mehr 1.700, aber einige dieser oft illegal errichteten Pfahlbauten stehen auch 2012 noch im flachen Meer vor Nordsumatra:

Ein Jermal gleicht einem Fischerboot, das niemals einen Hafen anläuft. Außer Sichtweite der Küste schaukelt es träge im seichten Wasser der Malakkastraße, ohne je die Fanggründe wechseln zu müssen, denn die stete Meeresströmung treibt unaufhörlich neue Beute ins Netz. Ein künstliches Paradies, mag ein Besucher denken, sobald er sich an die wackelige Plattform gewöhnt hat: die flaschengrüne See, der tropische Sonnenuntergang, ein majestätischer Seeadler lässt sich auf einem Stützpfahl nieder.

Doch so ein Besucher müsste kalt sein gegenüber dem Los der Menschen, die hier schuften. Der Mandor wird alle zwei Wochen abgelöst, doch die sechs Jugendlichen bleiben monatelang, ohne je Land und andere Leute zu sehen. Nur ein Versorgungsschiff legt einmal wöchentlich an, holt den Fang und bringt Vorräte. Auf dem Jermal arbeiten sie sieben Tage die Woche, 20 Stunden am Tag. „Auf so eine Heuer lässt sich kein erfahrener Fischer ein“, sagt Edy, „deshalb beschäftigen die Jermal-Eigner Leute aus dem Binnenland – am liebsten Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und achtzehn. Die sind schon kräftig genug, begnügen sich aber mit weniger Lohn als Erwachsene, lassen sich leichter gängeln und achten nicht darauf, wie gefährlich ihre Arbeit ist.“ Damit niemand fliehen kann, besitzt kein Jermal ein eigenes Boot. „Die Jungs hier“, sagt Edy, „werden gehalten wie Sklaven.

aus: Marcel Keifenheim: Sumatra: Kinder auf Fischfang

in: greenpeace magazin 6.00

http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=3890

Bild eines Jermal

Jermal is a fishing platform built on the sea about four to seven miles away from the sea shore of east coastline of North Sumatera, Indonesia. … Of thousands of jermals in the 70s, now only 16 exist. The rest have been destroyed during storm seasons at the end of each year, claiming many lives. The legal ban for the reconstruction of new jermals, the high price of the establishment and the scarcity of fish in the areas also have something to do with the decreased number of jermals. The main reason for banning jermal in operation is the issue of child slavery. Earlier most of about ten labors in each jermal were boy children, who in the year of 2003 was paid only US$. 12.00 (IDR. 120.000) per month. These boys had to work for at least three months before they were allowed to return home. During high tide seasons, they had to work day and night with only about five hour sleep (24.00 to 05.00). Physical, psychological, sexual and economic abuses were the main part of the little boys’ lives. At least 20 boy children are still leading that misery life when this article is posted.

http://www.flickr.com/photos/21273988@N03/2299143859/

Jermal, der Film zum Thema Jermal, seit dem 12. März 2009 in indonesischen Kinos.

http://kabarmag.com/blog1/2009/03/13/jermal-a-tale-of-a-father-a-son-and-the-isolation-of-a-malaccan-fishing-platform/

After his mothers death, 12-year-old Jaya (Iqbal S. Manurung) is sent to his father, Johar (Didi Petet), who works as a supervisor on a jermal (a fishing platform perched on log stilts in the middle of the sea). Johar is shocked, never knowing he has a son, and rejects the boy as his kin. Fully aware he cant bring Jaya back to land due to a dark past, Johar is forced to accept the boy as a worker on the site.

Faced with constant rejection from his father and relentless bullying by the other boys who work on the jermal, Jaya decides to take fate into his own hands. He gives up hope on being accepted and learns the skills and attitude needed to survive on the jermal.

Jaya increasingly becomes like the other boys: a tough, rough survivor; while Johar is forced to gradually face and accept his past. Eventually, both Johar and Jaya learn that they are bound by their past, united by the space in which they move, and connected by the inescapable truth.

http://www.imdb.com/title/tt1190073/synopsis

Film: “Jermal”

Drama, 2008, RI/NL, 90 Min.. Regie: Ravi Bharwani; Rayya Makarim, Drehbuch: Rayya Makarim

http://hamburg.stadtus.de/kino/film_jermal.html

Filmplakat

http://www.disctarra.com/uploads/covers/ca64bc597936033401c2ac7aadb16ec8.jpg

[48] Das Volk der Batak wird in sechs Volksgruppen gegliedert, deren ursprüngliches Siedlungsgebiet auf Samosir, der Insel im Tobasee, liegt. Die größte Gruppe sind die Toba, die um die südliche Hälfte des Tobasees und auf Samosir siedeln. Südlich folgen die Angkola, die mit den Mandailing weiter südlich bis zur Grenze von Westsumatra zusammengefasst werden können. Die beiden letztgenannten Gruppen sind mehrheitlich Muslime und haben viele Traditionen aufgegeben, alle anderen Batak sind überwiegend christianisiert und haben viele alte Bräuche bewahrt. Die Karo leben nördlich des Sees im Hochland von Kabanjahe und Berastagi. Im Osten des Tobasees leben die Simalungun um Pematang Siantar. Die Pakpak, die auch Dairi genannt werden, siedeln im Nordwesten und Westen des Sees um Sidikalang. (Wikipedia)

http://de.wikipedia.org/wiki/Batak

[49] Nommensen-Universität, Sumatra, Indonesien. Universitas HKBP Nommensen.

http://www.nommensen-id.org/

alte Website

http://www.nommensen.org/

YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=9zUA1_XPs1M

Studentengemeinschaft Eintracht. Concordia.

http://www.nommensen-id.org/index.php/content/view/Njk-

The Huria Kristen Batak Protestan (HKBP), which translates into the Batak Christian Protestant Church, is the largest Protestant denomination in Indonesia, with a baptized membership of 4,178,256.

The first Protestant missionaries who tried to reach the Batak highlands of inner Northern Sumatra were English and American Baptist preachers in the 1820s and 30s, but without any success. After Franz Wilhelm Junghuhn and Herman Neubronner van der Tuuk did intensive research on Batak language and culture in the 1840s, a new attempt was done in 1861 by several missionaries sent out by the German Rhenish Missionary Society (RMG). The first Bataks were baptized in this year. In 1864, Dr. Ludwig Ingwer Nommensen from Rhenish Missionary Society Germany, reached the Batak region and founded a village called “Huta Dame” (village of peace) in the district of Tapanuli in Tarutung, North Sumatra.

http://en.wikipedia.org/wiki/Batak_Christian_Protestant_Church

[50] Der aktive (revolutionäre) Islam in Indonesien und Malaysia:

Teufel, Tugend und Textilien

Den leuchtenden Staat von Medina durch sein Alltagshandeln kraftvoll zu erneuern, wird unter den Koran lesenden Gegnern der Wissenschaftlichkeit, politisch gesagt den Gegnern der Säkularität, auch im schafiitisch geprägten Südostasien als religiöse Pflicht empfunden. Proschariatische Geflechte aus jungen Predigern, investitionsfreudigen Konzernchefs, medial erfahrenen ‘Ulama (Islamgelehrten), prügelbereiten Sittenwächtern und mittlerweile überraschend jenseitszentriert argumentierenden Politikern und Juristen zurren die Fesseln der Scharia um Indonesiens Provinzen und Malaysias Staaten immer enger. Von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/04/30/231/

[51] Gudrun Krämer verspürt Ost und West und erhält Zwischenrufe von Jacques Auvergne:

War es früher möglich, “Islam” und “den Westen” klar voneinander zu unterscheiden, so ist dies nicht länger möglich. Die Grenze zwischen Innen und Außen wird zusehends verwischt. Millionen von Musliminnen und Muslimen leben im Westen, viele von ihnen als Bürger westlicher Gesellschaften; damit sind sie selbst Teil des Westens. [Vibriert die aufregende Ortsgrenze Kalifat-Nichtkalifat mittlerweile also in jeder deutschen Stadt und Straße?]

Der Westen wiederum wirkt auf vielerlei Weise in die islamische Welt hinein, nicht allein politisch und militärisch, sondern über die materielle Kultur, die Technologie, moderne Kommunikations- und Organisationsformen, denen sich niemand entziehen kann, der sich nicht vollkommen von seiner Umwelt isoliert. Die daraus resultierenden Konflikte sind ganz real. [Sollen sich die freiheitlichen Demokraten für Internet und Mobiltelefon schämen?]

Doch wer so stark die Vernunft als Erbe des Christentums und der Aufklärung für sich reklamiert, wie dies in Europa derzeit üblich ist, der sollte die Vernunft nicht über Bord werfen, wenn es um das Verhältnis zum Islam und den Muslimen geht. … [Muslime als Spezies, für die ein kultureller Rabatt oder ein Sonderrecht gelten soll? Warum schweigt Gudrun Krämer zu den Ex-Muslimen? Was ist vernunftgeleiteter Umgang mit Zweitfrau, Kindbraut und Burka?]

Die ständige Forderung an die Muslime, sie müssten sich sofort auf den Marsch durch Reformation und Aufklärung machen, um überhaupt an der Moderne teilhaben zu können, ist sinnlos und kontraproduktiv. Kontraproduktiv sind auch Provokationen wie etwa die bewusste Beleidigung des Propheten, die eben mehr ist als seine bildliche Wiedergabe, für die es in der islamischen Kunst sehr wohl Beispiele gibt. [Aufruf zur Unterwerfung, wer droht, hat recht. Islamkritik ist gemeinschaftsschädlich, „kontraproduktiv“?!]

Man kann das Grundrecht der Meinungsfreiheit, der künstlerischen und der wissenschaftlichen Freiheit wahren und verteidigen, ohne sich auf diesen sensiblen Punkt zu versteifen. Das ist nicht Kapitulation vor hetzerischen Gewalttätern, sondern Rücksichtnahme auf die religiösen Empfindungen von Musliminnen und Muslimen, die durch die Beleidigung des Propheten gerade nicht dazu angeregt werden, sich kritisch und aufgeklärt mit ihrem Islamverständnis auseinanderzusetzen. Das Gegenteil ist der Fall. [1930 oder 1933 hätte man Hitler also nicht mit den frechen Karikaturen von Helmut Herzfeld ärgern dürfen, im „Gegenteil“ (Krämer). Irgendwie ist John Heartfield am Nationalsozialismus schuld?!]

aus, allen Ernstes: Gudrun Krämer: Der Islam und der Westen

in: DER SPIEGEL 21.11.2006 v

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-49626797.html

im Bild: Gudrun Krämer

http://de.qantara.de/files/4227/4148/4d46d4ba65182_Gudrun_Kraemer_Dpa.jpg

Die renommierte Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer nimmt über die Grenzen ihres Fachs hinaus an den öffentlichen Islam-Debatten teil. Für ihre Arbeit wurde sie 2010 mit dem Internationalen Forschungspreis der Gerda Henkel Stiftung ausgezeichnet.

http://de.qantara.de/Mit-rationalen-Argumenten-gegen-die-Islamfeindlichkeit/4227c144/index.html

Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer erhält den Gerda Henkel Preis 2010

Das Stiftungskuratorium folgte in einer einstimmigen Entscheidung einer Empfehlung der Jury, der Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik sowie die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung angehören. Vorsitzender war Professor Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Frühwald. In der Begründung der Jury heißt es: „Gudrun Krämer ist eine quellen-, sprach- und methodensichere Historikerin. Sie untersucht, erläutert und erklärt, kritisch, aber mit sichtbarer Zuneigung zu ihrem Forschungsgebiet, die Geschichte, die Kultur, die Religion und die Wertvorstellungen der Muslime und gewinnt daraus Erklärungsmuster auch für gegenwärtige Konflikte. Da sie eine glänzende Stilistin ist, hat sie sich ein Publikum weit über die Grenzen ihres Faches hinaus erobert. Gudrun Krämer sucht sich für ihre Arbeiten brisante Themen, so dass sie, ohne an fachlicher Reputation zu verlieren, in den Medien und in der Politik zu einer gesuchten, verständlich sprechenden und urteilenden Expertin für jene Fragen geworden ist, die uns in der Auseinandersetzung mit Islam und Islamismus aktuell beschäftigen.“

„Gudrun Krämers Arbeit bringt uns einem tieferen Verständnis islamisch geprägter Kulturen und Gesellschaften sehr viel näher“, so der Vorsitzende des Vorstands der Gerda Henkel Stiftung, Dr. Michael Hanssler. „Historisch fundiert vermittelt die Trägerin des Gerda Henkel Preises 2010 damit ein differenziertes Bild unserer Lebenswirklichkeit.“

http://www.gerda-henkel-stiftung.de/presse_detail.php?nav_id=711

L.I.S.A.Lecture

Islam und Recht in Europa

Vorlesung von Prof. Dr. Mathias Rohe (1/2)

Gerda Henkel Stiftung

http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/videos.php?nav_id=32&what=tag&search_tag=Kopftuch

“Demokratie aus dem Islam heraus begründen”

Interview mit Prof. Dr. Mathias Rohe

Gerda Henkel Stiftung

http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/content.php?nav_id=2012

Dr. Sabine Damir-Geilsdorf ist Islamwissenschaftlerin und Privatdozentin in der Abteilung für Islamwissenschaften der Universität Bonn. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem religiös-politische Bewegungen und die Entwicklungen des islamischen Rechts. Zurzeit arbeitet sie an einem Forschungsprojekt über Scharia-Konzepte und Reformagenden verschiedener religiös-politischer Bewegungen.

Das Projekt wird von der Gerda Henkel-Stiftung gefördert.

http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/content.php?nav_id=1514

[52] Herrschaft Allahs und Islamsystem (al-Ḥakimīya li-llāh wan-Niẓām al-Islāmī)

5.3 Islamic Revival – main tenets or beliefs:

5.3.1 Din wa Dawla (religion and state) – have no separation. Islam is a total and comprehensive system or way of life, the blueprint for which is the Qur’an.

5.3.2 Qur’an wa Sunna (the way of the Prophet Muhammad) – are the foundations of Islam, its early roots to which Muslims should return for authentic renewal.

5.3.3 Puritanism and Social Justice – as Islamic values and practices, while rejecting Western cultural values and mores as alien to Islam. The failure of Muslim societies is due to departure from the straight path of Islam by following a Western secular path.

5.3.4 Hakimiyya (Allah’s sovereignty) and nizam al-Islam (Islamic order or system) – are the ultimate aim where Shari’ah (Islamic law) is supreme and should replace Westernized law.

5.3.5 Jihad (holy war or struggle) – means defensive and offensive external struggle against threats to Islam, as well as inner struggle to control one’s own base desires or impulses.

5.3.6 Although Westernization is condemned, modernisation as such, especially is science and technology, is accepted but subordinated to Islamic beliefs and values.

aus: SOLIMAN M. SANTOS, JR.: A HOLISTIC PERSPECTIVE ON THE MINDANAO CONFLICT

http://www.aer.ph/pdf/papers/holistic_perspective_on_the_mindanao_conflict.pdf

[53] Alles gar nicht so besorgniserregend (worrisome), findet Jeffrey Ayala Milligan:

The devolution of control over education policy in the Autonomous Region in Muslim Mindanao of the southern Philippines has led, in recent years, to efforts to Islamise education in the region, a trend reflective of similar efforts in other Southeast Asian Muslim countries but often seen as worrisome by secular observers concerned about the alleged radicalising influences of Islamic education. This essay critically examines two approaches to the Islamisation of education proposed by Syed Muhammad Naquib al-Attas and Fazlur Rahman, arguing that Islamisation of education in Muslim Mindanao is more likely to take a pragmatic than fundamentalist course.

betr.: Jeffrey Ayala Milligan: Islam and Education Policy Reform in the Southern Philippines

in: Asia Pacific Journal of Education, v28 n4 p369-381 Dec 2008

Routledge. Available from: Taylor & Francis, Philadelphia

http://www.eric.ed.gov/ERICWebPortal/search/detailmini.jsp?_nfpb=true&_&ERICExtSearch_SearchValue_0=EJ821637&ERICExtSearch_SearchType_0=no&accno=EJ821637

http://www.zhongtu.com.cn/Article.aspx?Code=15160220&View=baokanarticle

Jeffrey Ayala Milligan: Islamic Identity, Postcoloniality, and Educational Policy: Schooling and Ethno-Religious Conflict in the Southern Philippines

Published August 1st 2005 by Palgrave Macmillan

http://www.goodreads.com/book/show/1785964.Islamic_Identity_Postcoloniality_and_Educational_Policy

Jeffrey Ayala Milligan: The Prophet and the Engineer Meet Under the Mango Tree: Leadership, Education, and Conflict in the Southern Philippines

INTERNATIONAL PERSPECTIVES ON THE POLITICS OF EDUCATION: LEADERSHIP & IDENTITY IN MULTIPLE CONTEXTS 2010 Politics of Education Yearbook

http://www.fsu.edu/~pea/yearbook_2010.html

Teaching at the Crossroads of Faith and School: The Teacher as Prophetic Pragmatist

by Jeffrey Ayala Milligan

Published February 15th 2003 by University Press of America

http://www.goodreads.com/book/show/1891261.Teaching_at_the_Crossroads_of_Faith_and_School

[54] Shaykh Zulfiqar Ahmad: The Perfect Iman Of The Sahaba

http://zainabcenter.org/audio/Z/1-shaykh-zulfiqar-ahmad-db/2-foundations-of-islamic-jurisprudence/71-3-01-the-perfect-iman-of-the-sahaba-ra.html

“Meine Gefährten (Sahaba) sind wie die Sterne. Wem immer ihr nacheifert, so werdet ihr Rechtleitung erlangen.”

Hadith, bewertet als da’if (ḍaʿīf), weak, schwach.

http://wahre-sunnah.de.tl/Hadith_-Gef.ae.hrten–k1-Sahaba-k2–sind-wie-die-Sterne.htm

Hadith-Terminologie

http://en.wikipedia.org/wiki/Hadith_terminology

Schiiten wagt es euch nicht die Sahaba zu beleidigen!

http://www.youtube.com/watch?v=tIGyzq9XvZA

[55] Das Kriterium des Handelns

Einen schriftgewordenen Angriff auf die menschliche Weltwahrnehmung, Vernunft und Würde verfertigte ein gewisser Abū Ḥāmid Muḥammad bin Muḥammad al-Ġazālī († 1111 n. Chr.) als »Mīzān al-ʿAmal«, aus welchem Jacques Auvergne die wichtigsten Teile neu überträgt und mit Blick auf die Gegenwart kommentiert.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/03/17/162/

[56] Das Gegenteil von Dunya oder Diesseits ist Achira, das Jenseits:

The opposite of Dunya is Akhirah, the Hereafter.

The Hereafter consists of Jannah (paradise) and Jahannam (hellfire).

The Hereafter is what you should be concerned about!

The Hereafter is unavoidable!

The Hereafter is everlasting!

Dschanna ist das Paradies. Ewige Glückseligkeit gibt es … nicht umsonst:

(…) Allah SWT provides those who enter Jannah with anything and everything that they could ever possibly desire along with never again experiencing any hate, jealously, anger, hunger, fear, loneliness, repulsion, hurt, impurity, pain, or any kind of discomfort…..EVER!

But, Allah SWT does not give us a free ticket to Jannah. He tells us, over and over again, of our purpose: To worship Him alone by following His commands, by following the Qur’an and the Sunnah of the Prophet Muhammad (SAW). …

As humans, we have been given free will to choose our path. Often, we become distracted from our path and we choose to amuse ourselves with all of this worldly nonsense that will give us very temporary joy and happiness. Most of the time, this “stuff” gives us false happiness, or short-term happiness, that fulfills our immediate cravings or wants, but distracts us and allows us to pass the time away carelessly.

Dschahannam, die Hölle, ein unbeschreiblich schrecklicher Ort:

(…) The clock is ticking and I do not want to add to an account (of bad deeds) in Jahannam (Hellfire). Jahannam is a indescribably horrific place to end up.

http://riversflowinginparadise.com/2012/05/01/

[57] Sei paradiesfokussiert! Be Jannah focused!

http://pakislam.com/wp-content/uploads/2012/07/556393_10151027424909648_1654183719_n.jpg

[58] A Visit to hell. Ein Besuch in der Hölle. Gefunden bei Suficomics

http://www.suficomics.com/wp-content/uploads/2011/12/sufi-comic-A-Visit-to-Hell.jpg

Sufi Comics is a web comic by brothers Mohammed Ali Vakil & Mohammed Arif Vakil that began in the year 2009. These comics are short stories taken from Islamic history & tradition to illustrate the eternal spiritual truths in the teachings of Islam. The first 40 comics have been published in the form of a book “ … Mohammed Ali Vakil & Mohammed Arif Vakil are brothers who grew up in Dubai where they attended a local Community Madrasah. hey currently reside in Bangalore, India.

http://www.suficomics.com/40-sufi-comics-book/

[59] Landtag Düsseldorf 2011, Fraktion DIE LINKE will Erziehungsziel „Ehrfurcht vor Gott“ aus der Landesverfassung streichen:

Diese einseitige Ausrichtung auf ein monotheistisches Glaubensbekenntnis, d.h. der Glaube an einen Gott, steht im Widerspruch zu dem von der Landesregierung vorgelegten Teilhabe- und Integrationsgesetz und dessen Ausrichtung auf Werte von religiöser bzw. kultureller Pluralität. Die Landesverfassung richtet sich mit dem postulierten Erziehungsziel „Ehrfurcht vor Gott“ nicht an jene Menschen, die eben nicht an den einen Gott glauben. Hindus, Buddhisten, Konfessionslose u.a. fühlen sich als Einwohner Nordrhein-Westfalens von der Verfassung nicht angesprochen. Nein, im Gegenteil — sie sehen sich mit dem Erziehungsziel „Ehrfurcht vor Gott“ von der Gesellschaft ausgegrenzt.

http://archiv.linksfraktion-nrw.de/aus_dem_landtag/argument_der_woche/detail_fuer_argument_der_woche/artikel/das-erziehungsziel-ehrfurcht-vor-gott-gehoert-nicht-in-die-landesverfassung-von-nrw/

[60] Allahs Pädagogik

Zu: Syed Muhammad Naquib al-Attas (Hg.), Muhammad Qutb, Muhammad Faisal al-Saud et al.: »Aims and Objectives of Islamic Education« (1977), übersetzt und kommentiert von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/12/12/214/

[61] Herndon, Virginia: IIIT – International Institute of Islamic Thought. Man denkt zum Maqasid-Begriff – ein wenig wie Mathias Rohe. Man bewirbt und verkauft Taha Jabir Al-Alwani und Aisha B. Lemu. Sonstige empfohlene und vertriebene Literatur:

Maqasid Al-Shariah Made Simple, Author: Mohammad Hashim Kamali

Approaching the Sunnah: Comprehension and Controversy, Author: Yusuf al Qaradawy

Islamic Awakening Between Rejection and Extremism, Author: Yusuf Al-Qaradawi

Revitalizing Higher Education in the Muslim World, Author: AbdulHamid A. AbuSulayman

Civilization And Society, Author: Syed Sajjad Husain; Publisher: Bangladesh Institute of Islamic Thought

Man And Universe, Author: Major Md. Zakaria Kamal G, Publisher: Bangladesh Institute of Islamic Thought

http://www.iiit.org/Publications/English/tabid/177/Default.aspx

Islam and Knowledge: Al Faruqi’s Concept of Religion in Islamic Thought

Essays in Honor of Ismai’l Al Faruqi

Editor: Imtiyaz Yusuf

Publisher: I.B. Tauris in association with the International Institute of Islamic Thought (IIIT) and the Prince Alwaleed Bin Talal Center for Muslim Christian Understanding (ACMCU)

http://www.iiit.org/NewsEvents/News/tabid/62/articleType/ArticleView/articleId/272/Default.aspx

Hallo liebe Dhimmis! Je tiefer die Kluft zwischen euch und den Hochwertigen geworden ist, desto wichtiger ist die Stellschraube des überbrückenden hochelitären Islamdialogs, weshalb, formulieren wir es so herum, der Dialog immer wichtiger werden muss:

Professor Heidi Hadsell, President of the Hartford Seminary, delivered Al Faruqi Memorial Lecture at the IIIT annual Friends of IIIT Iftar/Dinner held at IIIT on July 25, 2012. The focus of the keynote address was on Christian-Muslim Relations and overcoming the gap of understanding between different faith communities.

http://www.iiit.org/NewsEvents/News/tabid/62/articleType/ArticleView/articleId/268/Default.aspx

Auch andernorts in den USA wird zum Islam gedacht. Kaitlin Schnabel war schon mal Gast beim IIIT Herndon. Hier an der NAU, Northern Arizona University, Fachbereich Vergleichende Kulturwissenschaften, Department of Comparative and Cultural Studies:

Randi Ringes: Instruments of Reason: Islamic Assimilation of Greek Science

Kaitlin Schnabel: Hasan al-Banna in Western Academia

Samantha Thompson: US Punk Muslims and Pop Culture

http://nau.edu/CAL/Events/Event-Pages/Undergraduate-Research-Symposium/

BIIT – Bangladesh Institute of Islamic Thought

http://iiitbd.org/

The thought of Dr. Ismail Raji al Faruqi on “Islamization of Knowledge” published by the International Institute of Islamic Thought (IIIT) USA, was taken as the starting point.

BIIT is basically an organization engaged in research and in-depth study for synthesizing education, culture and ethics. The prime objectives of the Institute are:

To work for the revival of the intellectual, educational cultural and universal identity of the Ummah.

To develop a comprehensive Islamic approach towards addressing the problems which have been threatening the progress of human civilization.

To work for developing an integrated scientific and ethical base of education which is essential for a civil society.

http://iiitbd.org/sample-page/aims-objectives-programs/

[62] Thus Chapter VIII defines and provides punishment for Hudud and Hudud Related Offences like adultery or fornication (Zina), rape, sodomy (Liwat), false accusation of adultery (Qadhaf), theft (Sariqah), drinking alcohol (Shurbul-Khamr), and robbery (Hiraba). For instance, Zina is now punishable with either stoning to death (rajm) for married or previously married convicts or caning of 100 lashes plus one year imprisonment for convicts yet to marry (section 125 of the Law). Qadhaf carries caning of 80 lashes (section 131). Sariqah for the first time offender attracts amputation of the right hand from the wrist joint (section 133). Drinking alcohol or any other intoxicant voluntarily is punished with caning of eighty lashes (section 136). Qisas (retaliatory offences) like homicide and bodily injuries attracting both punishment and compensation and Ta’azir (offences of discretionary punishments) like criminal force and assault, kidnapping, abduction and forced labour, lesbianism etc. have also been accommodated in Chapter IX and Chapter X of the Law respectively. The Upper Sharia Courts are given jurisdiction to try all offences under the Sharia Penal Code Law and the Sharia Courts are to try all the offences except homicide, adultery and robbery. This is contained in the First Schedule, Part 1 of the Sharia Courts Law.

aus: Mamman Lawan Yusufari: Sharia Implementation in Kano State

http://www.gamji.com/article3000/NEWS3706.htm

[63] The First World Conference on Muslim Education was held at Makkah between 31 March and 8 April 1977

The Second World Conference on Muslim Education was jointly organized by Quaid-i-Azam University, Islamabad, Pakistan and King Abdul-Aziz University, Saudi Arabia. It was held at Islamabad, Pakistan between 15th and 20th of March 1980

A year after the Second World Conference on Muslim Education, the third of its nature came up at Dhaka, Bangladesh between 5th and 11th of March 1981. It was co-organised by the Institute of Islamic Education and Research, Bangladesh, and King Abdul-Aziz University, Saudi Arabia.

In 1982, the Fourth World Conference on Muslim Education was held at Jakarta, Indonesia. The conference was themed “Islamic Methods of Teaching.”

The Fifth World Conference on Muslim Education was held in Cairo, Egypt, in March 1987.

The Sixth World Conference on Muslim Education took place at Islamic College, Cape Town, South Africa between 20th and 25th of September 1996

The greatest consequence of the first conference was the establishment of the International Institute of Islamic Thought (IIIT) in Herndon, Virginia, United States of America in 1981. In the same year, the World Centre for Islamic Education was established in Makkah under the auspices of the Organization of Islamic Conferences (OIC) to “spearhead conceptual research and implementation of the blueprints and recommendation of the conference.” In Nigeria, the branch office of the IIIT was established in the premise of the Bayero University, Kano with zonal branches in some states of the federation.

aus: THE INFLUENCE OF THE WORLD CONFERENCES ON MUSLIM EDUCATION ON ISLAMIC EDUCATION IN NIGERIA

von: ADEBAYO, R. I. (Ph. D)

http://www.unilorin.edu.ng/publications/adebayori/The%20Influence%20of%20wolrd%20conference.htm

[64] Major Voices in Islam and Science

Denken war gestern, jetzt kommt al-Islam, und hier sogar aus Kanada: Imam Abu Hamid al-Ghazali, Chomeini-Wegbereiter und Frauenfeind Ayatollah Murtaza (Morteza) Motahhari, der kurdische Mystiker Said Nursi sowie Darwinhasser Harun Yahya umkränzen die universitären Helden der Gegenmoderne Frithjof Schuon (Scheich Issa Nureddin Ahmad al-Shadhili al-Darqawi al-Alawi al-Maryami), Professor Naquib al-Attas und den einstigen ISTAC-Philosophiedozenten Alparslan Açikgenç.

http://cis-ca.org/voices.php

[65] Allahs Wohlgefallen erstrebend … Dr. Naajeh Ibrahim, Sheikh ‘Aasim ‘Abdul Maajid, Sheikh ‘Esaam-ud-Deen Darbaalah: In Pursuit of. Allah’s. Pleasure. Liman Turrah Prison, Egypt, in February 1984. Ins Deutsche von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/10/25/207/

[66] Islamverständnis (Rechtspraxis) der so genannten Wahhabiten. Kitābu t-Tauḥīd (The Book of Tawheed, ins Englische von Sameh Strauch, deutsch von Abu Imran.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/05/14/236/

[67] Der islamische Religionsunterricht ist durch eine Didaktik gekennzeichnet, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, strukturiertes und lebensbedeutsames Wissen über den Glauben zu erwerben, religiöse Haltungen und Einstellungen aufzubauen und zu festigen, sich mit Formen des gelebten Glaubens vertraut zu machen sowie die eigene Dialog- und Urteilsfähigkeit weiterzuentwickeln. Eine grundlegende Aufgabe des islamischen Religionsunterrichts ist es, die Schülerinnen und Schüler ausgehend von der Trias*** aus erzieherischem Ansatz, Wissensvermittlung und Wertebildung zum eigenverantwortlichen Umgang mit dem Glauben zu befähigen. … ***tarbīyah, ta’alīm, ta’adīb, Vgl.: Syed Muhammad al- Naquib al-Attas: Aims and objectives of Islamic education.

aus: Kerncurriculum für das Unterrichtsfach Islamische Religion in den Schuljahrgängen 1 – 4

Herausgegeben vom Niedersächsischen Kultusministerium (2010)

http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/kc-iru-2010.pdf

[68] Ätsch, nicht jeder Engel ist ganz dicht dran:

Angels that worship: Muqarrabun:

They are always engaged in mentioning the names of God Almighty, glorifying Him by saying that He is free from all imperfection and blessing Him with all of His perfect attributes. They are overwhelmed by the knowledge, love and worshipping of Allah.

aus: How many groups are angels divided into? What are their duties?

bei: Questions on Islam

http://www.questionsonislam.com/article/how-many-groups-are-angels-divided-what-are-their-duties

[69] According to a famous saying of the Prophet, the Islamic tradition rests on three fundamental principles, namely: resignation to the Divine Will (islām), faith (imān), and spiritual virtue (ihsān). The Divine Will makes itself known in the revealed religious law (sharī’a) and in destiny. The object of faith is the doctrine of the unity and omnipotence of God, of the divine mission of all prophets—including Jesus—up to Mohammed, and of life after death. As for spiritual virtue—or sincerity—it is by means of this that ordinary faith becomes inward certainty, and that outward conformity to the law becomes total abandonment to the will of God. Spiritual virtue was defined by the Prophet as follows: “It is that thou shouldst worship God as if thou sawest Him; for if thou seest Him not, He nevertheless seeth thee.”

The instruction that is provided in the Koranic universities relates to the first two principles just mentioned, namely to the contents of the faith, which are enshrined in the dogmas, and to the law which, on the one hand, determines divine worship (the rites) and, on the other hand, determines the social order. The exact knowledge of the third principle, spiritual virtue, exceeds the bounds of scholastic instruction, which has been called “the science of the outward”. It is the prerogative of the contemplative sage or mystic, the Sufi, who alone has access to “the science of the inward”. In the Islamic world mysticism is regarded as a science, which is handed down from master to disciple just like jurisprudence, with this difference, that from the disciple a special qualification, or more exactly, an inward vocation, is required. In addition, theoretical learning must go hand in hand with spiritual practice, which alone is capable of disclosing the content of the propositions and the symbols that are taught.

aus: Titus Burckhardt: Traditional Science

zuerst in: Studies in Comparative Religion, Vol. 16, No. 1 & 2 (Winter-Spring, 1984)

hier bei:

http://www.studiesincomparativereligion.com/public/articles/Traditional_Science-by_Titus_Burckhardt.aspx

Titus Burckhardt

http://de.wikipedia.org/wiki/Titus_Burckhardt

Traditionalistische Schule

http://de.wikipedia.org/wiki/Traditionalistische_Schule

Seyyed Hossein Nasr

http://de.wikipedia.org/wiki/Seyyed_Hossein_Nasr

Frithjof Schuon

http://de.wikipedia.org/wiki/Frithjof_Schuon

FRITHJOF SCHUON ARCHIVE – A Resource On Frithjof Schuon’s Life & Teachings

http://www.frithjofschuon.com/public/home.aspx

Sufismus als konservative Revolution oder so – nennen wir die Sache scharia oder Islam:

FONS VITAE

http://www.fonsvitae.com/

http://www.fonsvitae.com/AboutUs/tabid/56/Default.aspx

Seyyed Hossein Nasr, Timothy J. Winter, Sheikh Hamza Yusuf

http://www.fonsvitae.com/AdvisoryBoards/ScholarlyAdvisoryBoardbios/tabid/101/Default.aspx

ZAYTUNA COLLEGE

http://www.zaytunacollege.org/

[70] Tariq Ramadan: Sufismus ist das Herz der Scharia! ‘Sufism is the heart of Sharia’ – Professor Tariq Ramadan

http://www.youtube.com/watch?v=5FVYf_xBz3k&feature=fvwrel

Tariq Ramadan: Die Ma’rifa, die islamische intime Nähe zu Allah, liegt im Herzen der Scharia. … Es gilt, die Scharia mit der Mystik und dem Sufismus versöhnen!

Le savant indien Ahmad al Sirhindi (1564-1624) avait très tôt contesté l’idée qui consistait à distinguer les domaines de la connaissance et de l’action entre al-aquida qui comprendrait les principes de la foi (arkan al iman), ash-sharia, qui s’intéresserait spécifiquement aux lois, et, enfin al-haqiqa qui serait la voie de la connaissance intime pour Dieu.

Pour lui, ash-sharia englobe, à l image de ce que nous avons exposé tout au long de cet ouvrage (islam, la réforme radicale, éthique et libération), la dimension de la gnose, de l’éducation du coeur et de l’élevation vers l’Unique. Al-marifa, la connaissance intime de Dieu en tant que vérite, est au coeur de la sharia : elle en est l’essence et la lumière et al-haqiqa et ash-sharia se fondent sur une aquida, un credo clair et unique. Cette approche a le mérite de rappeler un certain nombre de vérites auxquelles les musulmans doivent revenir : l’éducation spirituelle, le travail exigeant de la réforme et du dépassement de soi qui est l’essence de la mystique musulmane, du soufisme, représente le coeur des enseignements islamiques.

Suivre ces derniers, évoluer dans la connaissance, suivre la voie (ash-sharia) rend impératif cet effort (jihad) de l’intimité sur l’intimité, sur l’égo. Cette pratique et ses exigences constituent la condition et la lumière de l’engagement dans la Voie. En sus, elles représentent les meilleures moyens de lutter contre la réduction formaliste dont nous avons si souvent parlé. Remettre l’éducation et la quête spirituelle au centre de la compréhension et de l’application de la sharia, c’est s’imposer de reconsidérer les priorités et les finalités de l’action humaine et de l’éthique. … Il importe de réconcilier la sharia avec la mystique et le soufisme en redonnant sa juste place à ce dernier dès lors que les principes normatifs sont respectés

http://mejliss.com/node/1455927?page=4

http://www.aslama.com/forums/archive/index.php/t-21698.html

http://www.aslama.com/forums/showthread.php/21698-Professeur-Tariq-Ramadan-et-le-Soufisme

Sufi Hadra Spirtual Dance in Love of Allah !

http://www.youtube.com/watch?v=_EwikMM8ATE

Muslim brother Hassan Roberto Minichini speaks about some types of western sufi people

Some westerners like Sufism without Sharia, but Sufism without Sharia is not Sufism. Brother Hassan Roberto Minichini is a simple italian muslim brother, not a scholar, he is a lover of Sufism and Ahl-Bayt.

http://www.youtube.com/watch?v=wHl_4H3iOxo

Spiritual Transformation & Shariah: Dr.Alan Godlas

Spiritual Transformation & Shariah: Dr.Alan Abdal Haqq Godlas,Professor Islamic Studies,University of Georgia,a lecure delivered at International Mawlid-un-Nabi Conference 1996, UIC,Chicago, sponsored by Naqshbandiya Foundation for Islamic education (www.nfie.com)

http://www.youtube.com/watch?v=EMwRbrwi-gQ

Le vrai soufi transforme son cœur la nuit et transforme le monde lejour

http://le-guerrier-interieur.over-blog.com/article-le-soufisme-selon-ramadan-70947527.html

[71] Batak

Im Gedenken an verstorbene Professoren

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/04/Batak_totem_09N9443.jpg

Rhetorik der Argumentationsverstärkung

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a6/Batak_Warriors_60011135_edit.jpg

Staatsverfassung

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/49/Book_of_Wizards_Batak_Indonesia.jpg

Justizministerium

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5d/Gerichtsst%C3%A4tte_der_Batak_bei_Tomok.jpg

[72] Minangkabau. Fürsten

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/93/COLLECTIE_TROPENMUSEUM_Adathoofden_van_de_Minangkabau_met_gevolg_TMnr_10026889.jpg

Mädchen

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b4/COLLECTIE_TROPENMUSEUM_Minangkabau-vrouw_in_adatkostuum_West-Sumatra_TMnr_10002791.jpg

[73] TK Oommen (T. K. Oommen, Tharaileth Koshy Oommen) was a Professor at the Centre for the Study of Social Systems, School of Social Sciences, Jawaharlal Nehru University in Delhi, India

http://www.isa-sociology.org/about/presidents/isa-president-tk-oommen.htm

[74] TK Oommen: Kulturozid (culturocide) als Vernichtung von Gruppenidentität

http://www.hinduonnet.com/fline/fl2308/stories/20060505000807500.htm

[75] „Bedroht werden die Koteka und ähnliche Bräuche von einem neuen Anti-Pornographie-Gesetz, das das von muslimischen Abgeordneten dominierte Parlament im Oktober verabschiedet hat. Es stellt Werke und “Körperbewegungen” unter Strafe, die als obszön erachtet werden und die öffentliche Moral gefährden könnten. … Das Bergland von Papua ist eine Hochburg anti-indonesischer Bestrebungen. Viele Papuaner betrachten die Herrschaft Jakartas über das Gebiet im Westen der Insel Neu-Guinea als Besatzung. Hier sorgt allein die Vorstellung für Unmut, dass Druck von außen zur Aufgabe der Bräuche zwingen könnte. … Die Oppositionsabgeordnete Eva Sundari fürchtet hingegen, dass islamistische Hardliner mithilfe der Rechtsvorschrift nun als Moralpolizei auftreten könnten. Eine viel kritisierte Klausel erlaubt nämlich Zivilisten die Durchsetzung “öffentlichen Anstands”. “Das Ziel dieses Gesetzes ist, als legaler Deckmantel für die Durchsetzung der Scharia zu wirken”, warnt Sundari.“ Aus: Kampf um das Penisrohr von Papua, STERN, 05.01.2009.

http://www.stern.de/panorama/indonesien-kampf-um-das-penisrohr-von-papua-650547.html

[76] Aubrey Belford: „The latest threat to the koteka, and traditions like it, is a new anti-pornography law passed in October by mostly Muslim lawmakers in the capital Jakarta, 3,500 kilometres (2,000 miles) away.

The law, which criminalises all works and “bodily movements” deemed obscene and capable of violating public morality, was pushed through by Islamic parties despite stiff opposition and years of rancorous debate.

Opponents of the law say its definition of pornography is too broad and could threaten local traditions, from nude temple carvings on Hindu-majority Bali island to tribal dances and phallic totems on Papua, a vast territory of untouched forests and mountains on the western end of New Guinea island.“

Aus: Indonesian porn law threatens Papua traditions, in: ThingsAsian, 08.12.2008.

http://www.thingsasian.com/stories-photos/33905

[77] The Hadhrami or Hadharem are people from the Hadhramaut and their descendants in diaspora communities around the world. They speak Hadhrami Arabic.

(…) unity among the 151,000 Hadrami people is not very strong. Antagonism between townsfolk and wandering tribesmen has been so bitter that the towns are surrounded by stone walls to protect them from attack by their tribal countrymen.

Many Hadramis still practice the nomadic lifestyle of their ancient ancestors. But today approximately half of the Hadramis live in the towns and villages scattered through the deep valleys of their region. Even among these settled peoples, there are sharp distinctions, the highest social prestige belonging to the wealthy, educated Sadahs, who claim to be direct descendants of Muhammed. Hadramis rarely marry outside their own social level, and often live in segregated groups in separate parts of town.

The Hadharem have a long seafaring and trading tradition, which has seen them migrate in large numbers all around the Indian Ocean basin, from the Horn of Africa and the Swahili Coast in East Africa to the Malabar Coast and Hyderabad, India in South India, and to Maritime Southeast Asia. … Some Hadhrami communities also reportedly exist in Mozambique and Madagascar.

http://en.wikipedia.org/wiki/Hadhrami

[78] Koranbasierter Bombenterror, Spanien 2004. „Das ist die Antwort auf Eure Zusammenarbeit mit dem Verbrecher Bush und seinen Alliierten. Es ist die Antwort auf die Verbrechen, die ihr in der Welt begangen habt, vor allem im Irak und in Afghanistan, und wenn Gott will, wird es mehr (Anschläge) geben.. … Ihr liebt das Leben und wir lieben den Tod.“

Ein Jahr eher hieß es in Täterkreisen: „Wir müssen den größten Nutzen aus der Nähe des Wahltermins in Spanien im kommenden März ziehen. … Spanien hält maximal zwei oder drei Anschläge aus, bevor es sich aus Irak zurückzieht.“

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,290529,00.html

Bekennerschreiben der Terroristen, in: Vincent Burns, Kate Dempsey Peterson: »Terrorism: A Documentary and Reference Guide«, Westport (CT), USA 2005, Seite 232. You love life and we love death.

http://books.google.de/books?id=5HxMQ4Km2VEC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

Vosotros queréis la vida y nosotros la muerte. ELMUNDO, 14.03.2004.

El hombre que aparece en el vídeo, vestido con ropas típicas árabes, se identifica como Abu Dujan Al Afgani y dice: “Declaramos nuestra responsabilidad de lo que ha ocurrido en Madrid, justo dos años y medio despues de los atentados de Nueva York y Washington. Es una respuesta a vuestra colaboración con los criminales Bush y sus aliados”. “Vosotros queréis la vida y nosotros la muerte“.

http://www.elmundo.es/elmundo/2004/03/13/espana/1079203531.html

Islam and Secularism

International Institute of Islamic Thoughts and Civilization (November 30, 1978)

http://www.amazon.com/Islam-Secularism-Muhammad-Naquib-al-Attas/dp/9839962868

The Loss of Adab

(p 99-100 “Islam, Secularism and the Philosophy of the Future” by Syed Muhammad Naquib al-Attas)

gelesen bei: allahcentric

http://allahcentric.wordpress.com/2010/09/25/the-loss-of-adab-and-the-fall-of-the-muslim-world-sayyid-naquib-al-attas/

Allahcentric A man striving to get from “Allah who?” to “Allah Hu!”

http://allahcentric.wordpress.com/about/

Al-Attas’ Concept of Ta‘dib as True and Comprehensive Education in Islam – Wan Mohd Nor Wan Daud

gelesen bei: SEEKER`sGUIDANCE

http://seekersguidance.org/blog/2009/12/al-attas%E2%80%99-concept-of-ta%E2%80%98dib-as-true-and-comprehensive-education-in-islam-wan-mohd-nor-wan-daud/

What are SeekersCircles? SeekersCircles are free online community-focused study groups (halaqāt) broadcast to centers across the world. Each study group covers key Islamic topics in an inspiring, engaging manner. SeekersCircles are led by top scholars and seeks to promote (1) individual faith and learning and (2) community building by gathering together individuals for Islamic learning in their own community and instilling in them the Prophetic concern for service. SeekersCircles is a partnership of SeekersGuidance & Al-Ghazzali Centre.

http://seekersguidance.org/seekerscircles/

Selected Publications by Al-Attas

(1963), Some Aspects of Sufism as Practiced among the Malays, Malaysian Sociological Research Institute, Singapore.

(1966), Raniri and the Wujudiyyah of 17th Century Acheh, Malaysian Branch of the Royal Asiatic Society, no. 3, MBRAS, Singapore.

(1970), The Mysticism of Hamzah Fansuri, University of Malaya Press, Kuala Lumpur.

(1978), Islam and Secularism, ABIM, Petaling Jaya; 2nd impression (1993), ISTAC, Kuala Lumpur.

(1981), The Positive Aspects of Tasawwuf: Preliminary Thoughts on an Islamic Philosophy of Science, Islamic Academy of Science, Kuala Lumpur.

(1985), Islam, Secularism and the Philosophy of the Future, Mansell, London & New York.

(1986), A Commentary on the Hujjat al-Siddiq of Nur al-Din al-Raniri: being an exposition of the salient points of distinction between the positions of the theologians, the philosophers, the Sufis and the pseudo-Sufis on the ontological relationship between God and the world and related questions, Ministry of Culture, Kuala Lumpur.

(1989), Islam and the Philosophy of Science, ISTAC, Kuala Lumpur.

(1990), The Intuition of Existence: A Fundamental Basis of Islamic Metaphysics, ISTAC, Kuala Lumpur.

(1990), The Nature of Man and the Psychology of the Human Soul: A Brief Outline and a Framework for an Islamic Psychology and Epistemology, ISTAC, Kuala Lumpur.

(1991), The Concept of Education in Islam: A Framework for an Islamic Philosophy of Education, ISTAC, Kuala Lumpur.

(1994), On Quiddity and Essence: An Outline of the Basic Structure of Reality in Islamic Metaphysics, ISTAC, Kuala Lumpur.

(1995, 2002), Prolegomena to the Metaphysics of Islam: An Exposition of the Fundamental Elements of the Worldview of Islam, ISTAC, Kuala Lumpur.

(2001), Risalah Untuk Kaum Muslimin (Message to the Muslims), ISTAC, Kuala Lumpur.

http://www.scribd.com/doc/53197183/Al-Attas%E2%80%99-Philosophy-Of-Science-An-Extended-Outline

Mitbegründerin der Grünen will Körperverletzung unter Betäubung legalisieren

August 8, 2012

الخِتان

al-ḫitān

Beschneidung

Wenig paradiesisch: Eva und die Vorhaut

Von Jacques Auvergne am 08.08.2012

Wie kann jemand, der im Spätsommer 2010 gegen die Burka angeschrieben hat und vier Wochen eher gegen die politischen Folgen der Scharia unterzeichnet, 2012 für die religiöse Beschneidung eintreten, wenn sie nur unter einer das Kind kräftig benebelnden Narkose durchgeführt wird?

Bei aller noch zu erwartenden oder bereits hörbar gewesenen Erpressungstaktik von schrecklichen Penis-Verwundungen bei stümperhaften Hinterhofbeschneidungen ist die Verlagerung eines angeblich das Heil der Seele sichernden Rituals in ein Hospital, ist die Medikalisierung der Amputation einer hoch sensiblen Hautfalte am maskulinen Kindergenital für jeden Freund des Aufklärungshumanismus und der Universalität der Menschenrechte keine sozialpädagogische oder juristische Option.

Zirkumzisionsfreundin Eva Quistorp meldet sich am 17. Juli 2012 zum Thema Ritualbeschneidung (Ḫitān bzw. Brit Mila) bei Perlentaucher zu Wort (Wider die postmoderne Religionspolitik) und ruft nun nicht etwa nach dem, kulturell modern, endlich durchgesetzten Verzicht auf gottesfürchtige Entfernung gesunden Genitalgewebes am Kinderpenis, sondern nach dem durchgesetzten Einsatz von Opiaten für “kleine Jungen” bzw. “kleine Jungs”. Ja, die gute alte Kinderzeit; kleine Jungen klingt so familienidyllisch-traut, scharfes Denken stört da die Romantik (scharfes Messer nicht?) und kleine Jungs klingt sogar ein wenig nach Pipimachen.

Nanu, “Juden” und “Muslime” sind nicht einfach als Staatsbürger misszuverstehen, sondern gleichen, ein wenig wie die in die europäische Fauna hinein immigrierten Waschbären oder Halsbandsittiche, einer Art zugewanderter Spezies? Frau Quistorp jedenfalls wünscht sich allen Ernstes:

“Ich habe nichts gegen eine Kompromisslösung zur Beschneidung von kleinen Jungs bei Juden und Muslimen, wenn sie betäubt werden und daraus kein Gruppenzwang wird … [und ich finde den Versuch von Volker Beck und Renate Künast anerkennenswert, zeitnah] eine juristische Klärung und einen Kompromiss zu erreichen, der zumindest auf der Schmerzbetäubung besteht bei der Beschneidung kleiner Jungen.”

Das ist argumentativ und ethisch widerlich und verstößt gegen die Normen von körperlicher Unversehrtheit und Menschenwürde. Hier heißt es deshalb, auf den groben Klotz der Eva Quistorp einen genau so groben Keil zu setzen bzw. paradox zu intervenieren, um Menschenfeindlichkeit zu erkennen und zu verwerfen; wollen wir denn etwa ab morgen sagen:

“Ich habe nichts gegen eine Kompromisslösung zur Beschneidung von kleinen Mädchen, wenn sie betäubt werden und daraus kein Gruppenzwang wird … [lassen Sie uns versuchen] eine juristische Klärung und einen Kompromiss zu erreichen, der zumindest auf der Schmerzbetäubung besteht bei der Beschneidung kleiner Mädchen.”

Das wollen wir natürlich nicht, Kinder und Jugendliche, einerlei ob weiblich oder männlich, haben Anspruch auch gewaltfreies Heranwachsen und unversehrte Geschlechtsorgane. Beschneidung ist Gewalt (mit oder ohne Opium).

Emanzipatorisch tuend bei Perlentaucher zu lärmen, die wortwörtliche Lesart der so genannten Heiligen Schriften sei ja irgendwie so was von ewiggestrig, aber im selben Text die Jungenbeschneidung mit einem Paragraphen durchsetzen wollen, in den klinische Betäubungsmittel sozusagen integriert sind, DAS ist postmodern![1]

Sehr geehrte Frau Quistorp, was ist geschehen: Sie schrieben schon mal viel besser, etwa, als Sie gegen die Burka argumentierten; genau so sollten Sie auch mit der Zirkumzision umgehen:

“Das ist ein Verfall der Diskussions- und Denkkultur, die kohärent und auch in komplexen Zusammenhängen denken muss. Es muss daran erinnert werden, dass bis in die 70er Plakate und Filme de facto als “blasphemisch” zensiert wurden. Soll das Rad wirklich dorthin zurückgedreht werden?” (Lüftet den Schleier, 11.08.2010)[2]

Ersetzen wir im Text gegen die kulturrelativistischen Burkaverteidigerinnen nur ein Wort, und lesen zuerst, Eva Quistorp:

“Inzwischen wird Religionsfreiheit in der deutschen Debatte aber zu häufig absolut gesetzt und von den anderen Grundrechten abgekoppelt. Es ist nicht den Traditionen des Grundgesetzes und der europäischen Aufklärung und Demokratie entsprechend, wenn die Religionsfreiheit jetzt über die anderen Freiheiten erhoben wird und einige intellektuelle Frauen meinen, die Burka verteidigen zu müssen.”

Jetzt um ein paar Buchstaben abgewandelt, das “Frauen” lassen wir beim Thema Jungenbeschneidungslobby auch mal stehen:

“Inzwischen wird Religionsfreiheit in der deutschen Debatte aber zu häufig absolut gesetzt und von den anderen Grundrechten abgekoppelt. Es ist nicht den Traditionen des Grundgesetzes und der europäischen Aufklärung und Demokratie entsprechend, wenn die Religionsfreiheit jetzt über die anderen Freiheiten erhoben wird und einige intellektuelle Frauen meinen, die Beschneidung verteidigen zu müssen.”

Und wie soll “Ein glaubwürdiges Bekenntnis zur FdGO, besonders unter Berücksichtigung der Gleichberechtigung der Geschlechter, der negativen Religionsfreiheit, der Meinungsfreiheit auch in religiösen Angelegenheiten und der sexuellen Selbstbestimmung” aussehen, wenn die Eltern des heute Erwachsenen bestimmt haben, ob Klitorisvorhaut, Präputium oder Klitorisspitze religiös gebilligt vorhanden sind oder in Kindertagen religiös begründet abgetrennt worden sind? Den Satz hat Quistorp 2010 signiert, Grüne gegen Scharia:[3]

Der demokratiegefährdend trickreiche, schariafreundliche grüne Ausweg ist die Ritusbezogenheit:

“Bei sämtlichen Verhandlungen – insbesondere bei geplanten Staatsverträgen mit islamischen Verbänden – muss ein öffentlicher, unrückholbarer Verzicht auf die nicht-ritusbezogenen, also rechtlich-politischen Teile der Scharia garantiert werden. Wenn dieser Verzicht von den islamischen Organisationen und Verbänden anlässlich von geplanten Abkommen mit Regierungsstellen und anderen offiziellen Institutionen nicht geleistet wird, kann es zu keinen Vereinbarungen kommen.”

Beschneidung ist Hadithbefehl, nachzulesen bei Buchari, Beschneidung ist reinster Wille Allahs, reinste zeitlose Scharia. Und Beschneidung ist ein vom der Zeitlichkeit unterworfenen Menschen auszuübender Ritus. Auch Talaq, Dhimma, Dschihad und Kalifat sind beides, sind ganz schariatisch-ewig und ganz Ritualpflicht, jedenfalls betont das manch ein Scheich. Ohne deine realisierten Muʿamalāt (mensch-menschlichen Pflichten nach Koran und Sunna) sind deine ʿIbadāt (gottesdienstlichen islamischen Pflichten) vergeblich, wer seinen Sohn schuldhaft nicht beschneidet, dessen Gebet wird bei Allah vielleicht ja gar nicht angenommen.

Ein schöner Satz aus dem offenen Brief zur Kritik am Wissenschaftsrat, Grüne gegen Scharia, ist bei der Achse des Guten archiviert:

“Wir sehen die Grundsätze der freiheitlichen Demokratie des Grundgesetzes durch den theokratischen politischen Islam und die verfassungswidrige Scharia gefährdet und fordern die zur Konferenz geladenen Politiker, Professoren und Journalisten sowie die bei der Tagung anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung dazu auf, die drohende Rechtsspaltung in Grundgesetz und Schariarecht zu verhindern. Menschen sind Staatsbürger, keine Angehörigen ethnoreligiös definierter Kollektive. Auch im Personenstands- und Familienrecht darf die Scharia in Europa nicht legalisiert werden.”

Hidschāb, Schleier ist Scharia. Ḫitān, Beschneidung ist Scharia.

Den einseitig beschneidungsfreundlichen und damit grundsätzlich kinderfeindlichen Appell von Volker Beck und Renate Künast (Das ist keine Straftat, Berliner Zeitung vom 09.07.2012) als “Kompromisslösung” zu bezeichnen ist rhetorisch unredlich. Beck und Künast, denen Quistorp hier “wohltuende Differenzierung” attestiert, lassen dem kleinen Jungen eben gerade keine Differenzierung zwischen Vorhaut und keine Vorhaut. Sünnetci und Mohel schneiden das hoch sensitive Gewebe ab – im vermeintlichen Dienste der Abwehr des Bösen und der Erlangung des Wohlgefallens der Gottheit – ganz pauschal und undifferenziert. Oder, anders gesagt: differenziert wird nur zwischen vorher, unbeschnitten-kindlich-unerwachsen, und nachher, in den Männerbund initiiert und beschnitten sprich heiratsfähig, oder aber man unterscheidet, genauer man diskriminiert zwischen der sittlich höherstehenden Kultur der Beschneider und der sittlich minderwertigen Lebensweise der Nichtbeschneider.

Noch kein deutscher Imam sagt in einer Freitagspredigt, dass es ein gelingendes islamgemäßes Leben als männlicher Beschneidungsverweigerer geben kann. Das sollte sich ändern und das lässt sich erreichen.

Erwachsene dürfen sich an ihrem Genital oder woanders am Körper ästhetisch modellieren. Wir wollen weder die Beschneidung verbieten noch die Religion, sondern wir wollen die religiöse Beschneidung an Minderjährigen verbieten. Die so genannte Religionsfreiheit der Eltern wird nicht eingeschränkt, wenn sie keine genital mutilation an ihrem Kind vornehmen. Beschneidung ist Körperverletzung und schädigt das Kind an Körper und Psyche. Beschneidung ohne medizinische Begründung ist brutal und gegenaufklärerisch und widerspricht wissenschaftlichen Standards.

Sehr richtig – und erfreulicherweise war auch Eva Quistorp unter den Erstunterzeichnern: “Ein Islam, der nicht schulreif ist, schadet der Integration und gefährdet die freiheitliche Demokratie.” Einen Satz eher lesen wir zustimmend: “Jeder Schulunterricht hat in der Tradition der Aufklärung zu erfolgen und wissenschaftlichen Standards zu genügen.”

Genau, und weil oder obwohl der himmlische Beschneidungsbefehl im Islamischen Religionsunterricht (IRU) versetzungsrelevant gelehrt werden wird, hat auch jedes einzelne unserer Argumente zum Einsatz oder Nichteinsatz von Messern oder Skalpellen in Festsälen und Kinderzimmern im Rahmen so genannter heiliger Handlungen eben diesem Grundsatz zu entsprechen:

“hat in der Tradition der Aufklärung zu erfolgen und wissenschaftlichen Standards zu genügen.”

Sehr geehrte Frau Quistorp, das haben auch Sie abgezeichnet. Vor gar nicht so langer Zeit.

Vor vierundzwanzig Monaten.

Jacques Auvergne

[1] Eva Quistorp: Wider die postmoderne Religionspolitik

publiziert von: perlentaucher 17.07.2012

http://www.perlentaucher.de/essay/wider-die-postmoderne-religionspolitik.html

[2] Eva Quistorp: Lüftet den Schleier

veröffentlich bei: The European 11.08.2010

http://www.theeuropean.de/eva-quistorp/3984-burkaverbot-und-grundgesetz-2

[3] Grüne gegen Scharia

zu lesen auf: Die Achse des Guten 13.07.2010

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/print/0017076

Petition gegen Kinderbeschneidung

Juli 21, 2012

الخِتان

al-ḫitān

Beschneidung

Edward von Roy

Mönchengladbach

An den

Deutschen Bundestag

Petitionsausschuss

Berlin

20. Juli 2012

Pet 4-17-07-451-040847

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, Personensorgeberechtigten jede rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung eines Jungen (Zirkumzision) oder eines Mädchens (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) im Hinblick auf die Verwirklichung der körperlichen Unversehrtheit des Kindes oder Jugendlichen bis zu dessen Volljährigkeit zu untersagen. Um dem Individuum die Option auf ein Leben mit unversehrten Genitalien und mit der Option auf eine selbstgeschriebene Biographie zu ermöglichen, insbesondere im Hinblick auf die Entscheidung, ob eine lebenslange Sexualität mit oder ohne Präputium (Junge) oder Klitorisvorhaut (Mädchen) verwirklicht wird, möge der Bundestag beschließen, in das Bürgerliche Gesetzbuch Buch 4 Familienrecht Abschnitt 2 Verwandtschaft Titel 5 Elterliche Fürsorge § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge einzufügen:

§ 1631d

Verbot der rituellen Genitalmutilation

Die Eltern können nicht in eine rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung ihres Sohnes (Zirkumzision) oder ihrer Tochter (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) einwilligen. Auch das Kind selbst kann nicht in die Beschneidung einwilligen. § 1909 findet keine Anwendung.

Begründung

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR, Paris 10.12.1948) und das auf ihr beruhende Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (23.05.1949) richten sich zuallererst an den Menschen als Individuum und nicht, wie in der von Stammesreligion, Rechtspluralismus und Initiationsriten geprägten kulturellen Vormoderne, an den Menschen als Angehörigen eines ethnoreligiösen Kollektivs, in welchem Schamanen oder Theologen juristisch folgenreich definierten oder immer noch definieren, was menschliche Wesensnatur (islamisch fiṭra)[1] oder rituelle Reinheit (ṭahāra)[2] ist.

Die Europäische Union hat sich im Jahr 2000 in ihrer Charta der Grundrechte deutlich zur Umsetzung der Kinderrechte bekannt, Artikel 24 Rechte des Kindes lautet:

(1) Kinder haben Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge, die für ihr Wohlergehen notwendig sind. Sie können ihre Meinung frei äußern. Ihre Meinung wird in den Angelegenheiten, die sie betreffen, in einer ihrem Alter und ihrem Reifegrad entsprechenden Weise berücksichtigt. (2) Bei allen Kinder betreffenden Maßnahmen öffentlicher oder privater Einrichtungen muss das Wohl des Kindes eine vorrangige Erwägung sein.

Da wir körperliche Unversehrtheit und genitale Integrität für wichtig halten, insbesondere auch im Wissen darum, dass im freiheitlich demokratischen Rechtsstaat jeder Jugendliche (Religionsmündigkeit) oder Erwachsene seine Religion jederzeit wechseln kann oder auch ohne Religion leben kann, stellen wir fest, dass es Eltern oder anderen Erziehungsberechtigten nicht zusteht, eine Entscheidung über Vorhandensein, Funktionsfähigkeit und ästhetische Umgestaltung der Genitalien ihres Kindes zu treffen und in ein Ritual einzuwilligen, das lebenslange Spuren der Markierung als Zugehöriger zu einem traditionellen, so genannten kulturkreisbedingten oder religiösen Kollektiv hinterlässt. Auch das ebenfalls in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union genannte „Recht der Eltern, die Erziehung und den Unterricht ihrer Kinder entsprechend ihren eigenen religiösen, weltanschaulichen und erzieherischen Überzeugungen sicherzustellen“, so steht es in Artikel 14 Recht auf Bildung, kann kein Freibrief für eine Beschneidungspraxis sein.

Bereits im März 2006 hat der Europarat den Mitgliedsstaaten nahegelegt, allen Kindern Chancengleichheit zu geben, unabhängig von ihrem Milieu oder familiären Hintergrund.[3] Eine nicht auf eigenen Entschluss, sondern durch den Elternwillen erworbene Genitalmutilation, nicht selten verbunden mit einer seelischen Traumatisierung, trägt eher zur gefühlten Andersartigkeit und zu einer dogmatische Reinheit herstellenden Segregation zu den Milieus der Unbeschnittenen bei und gerade nicht zu Integration und „Chancengleichheit.“

Rituelle Beschneidung (mindestens) der Klitorisvorhaut gilt der schafiitischen Rechtsschule des sunnitischen Islam als religiös verpflichtend (wadschib)[4] und wird im bevölkerungsreichsten muslimischen Land, in Indonesien, von Wohltätigkeitsorganisationen bei nur zu vermutendem hohem Konformitätsdruck öffentlich angeboten und durchgeführt.[5] Auf diese Form der Beschneidung, nach den WHO-Kriterien ist sie eine Female genital mutilation (genauer: eine FGM vom Typ I),[6] kann, ebenso wie Jungenbeschneidung, StGB § 228 angewendet werden: „Wer eine Körperverletzung mit Einwilligung der verletzten Person vornimmt, handelt nur dann rechtswidrig, wenn die Tat trotz der Einwilligung gegen die guten Sitten verstößt.“ Nach dem Rechtsverständnis eines säkularen Rechtsstaats, der sich an den allgemeinen Menschenrechten orientiert, sind weder FGM noch MGM „gute Sitte“, sondern § 223 StGB Körperverletzung.

Was die oft bagatellisierte männliche Beschneidung (Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Wir machen uns ja sonst zur Komikernation“)[7] betrifft, können 14-jährige Jungen nicht als einwilligungsfähig gelten und vermutlich noch nicht einmal 16 jährige, weshalb keine jugendlichen Religionsmündigen, sondern erst Erwachsene ihrer eigenen MGM zustimmen könnten (was sozialpädagogisch, psychologisch oder medizinisch begründet keineswegs pauschal zu empfehlen ist).

Ein Kind, also einen nicht einwilligungsfähigen Menschen ohne medizinischen Grund, sondern lediglich zur Abwehr vermeintlicher böser Geister und Dschinnen oder zur Erlangung des Wohlwollens der elterlich vermuteten Gottheit am Genital zu operieren, finden wir, um Frau Merkels Wort aufzugreifen, tatsächlich nicht „komisch“.

Heute treffen wir auf säkulare Muslime oder auf Ex-Muslime, die das im gegenmodernen und aufklärungsverweigernden[8] Islam von Scharia und Fiqh selbstverständliche Recht der Eltern, den Körper des Kindes im Genitalbereich mit einer kultischen Operation zu verändern, in Frage stellen: „Ich verstehe deshalb die Aufregung um dieses Verbot nicht. Wir, die Muslime in Deutschland, sollten diese jetzige Diskussion als Chance begreifen, endlich bestimmte religiöse Rituale und Traditionen auf den Prüfstand der Demokratie zu stellen“, das sagt Ahmad Mansour, Diplom-Psychologe und Mitglied der Arbeitsgruppe “Präventionsarbeit mit Jugendlichen” der Deutschen Islam Konferenz (DIK).

Mansour stellt ein auch sozialpädagogisch überzeugendes Qualitätskriterium für eltern- und kinderfreundliche Spiritualität auf: „Die Rechte der Kinder auf individuelle Freiheit zu ignorieren ist bei muslimischen Familien sehr verbreitet, Kinder werden als Mitglieder der Gemeinschaft erzogen und nicht als Individuen. Persönliche Bedürfnisse und Selbstentfaltungsversuche, die der kulturellen und religiösen Vorstellung der Eltern widersprechen, werden systematisch unterdrückt. Ein Verbot der Beschneidung dagegen wäre der wahre Ausdruck der Religionsfreiheit – die man seinen Kindern lässt!“[9]

Auch unter Juden wird das Beschneidungsritual seit und mit Sigmund Freud und Bruno Bettelheim kritisiert. Sehr plausibel argumentiert die britisch-jüdische Ärztin und Psychotherapeutin Jenny Goodman: „Ich bin zuversichtlich, dass mein Volk so viele lebensbejahende, lebensfreudige und erkenntnisbringende Traditionen hat, dass unsere Identität und kulturelle Selbstachtung ohne Probleme überleben wird, wenn wir über die Beschneidung hinauswachsen, die ein grausames Relikt ist, das ich immer als eine Abweichung vom Herzen meiner Religion empfunden habe.“[10]

Die ohne medizinischen triftigen Grund vorgenommene rein rituelle orthodox-jüdische oder orthodox-islamische Zirkumzision und ebenso die schafiitische Mädchenbeschneidung sind Taten der Gewalt am Kind, gleichzeitig sind sie islamisch verpflichtend als wadschib (wāǧib) oder fard (farḍ). Schafiitische FGM und jüdische sowie gesamtislamische MGM gehören deshalb, auch unter Bezug auf BGB § 1631 (2), wo feststellt wird: „Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung“, nicht in Deutschlands Kinderzimmer, Festsäle, Krankenhäuser oder Arztpraxen. Die gottgegebenen Gesetze von Halacha oder Scharia missachten das Kindeswohl.

Dass traditionsverliebte oder besonders gottesfürchtige Eltern beteuern, nur das Beste ihres Kindes im Sinne zu haben kann uns eine genitale Mutilation am Kinderkörper nicht billigen lassen, noch weniger die Vermutung der religiösen Wortführer, die Beschneidungsgegner würden wertvolles Kulturerbe vernichten (entsprechend kann aufklärungshumanistische Beschneidungskritik nicht ihrerseits stammeskulturelles Erbe verteidigen, etwa unter Beschwörung des famosen Europäischen oder Christlich-Abendländischen, was Xenophobie oder Antisemitismus ja auch nur sehr dürftig bedecken würde).

Jahrhunderte lang hätte es kaum jemand für möglich gehalten, aber die Sklaverei ist auch weltweit überwunden worden. Ebenso sollte und kann die Jahrtausende alte Kinderbeschneidung global überwunden werden, in Köln, Teheran, Mekka und Jerusalem, auch wenn der beharrliche Doron Rabinovici da anscheinend gar keine Chance sieht: „Die Brit Mila wurde bereits unter Antiochus IV. verboten und in der Sowjetunion erschwert. Aber die Juden hielten daran fest und eine Milliarde Moslems werden ebenfalls nicht davon lassen, bloß weil deutsche Richter es ihnen nicht gestatten.“[11]

Dass es mit dem beschneidungslosen neuen Ritual Brit Shalom (Covenant of Peace) und den Jews against Circumcision eine, zugegebenermaßen noch kleine, Bewegung bewusst jüdischer Zirkumzisionsgegner gibt, deutet Rabinovici, der die Jungenbeschneidung nicht etwa abschaffen will, sondern dem es darum geht, „Schmerzbehandlung und die medizinische Wundversorgung zu verbessern“, den Lesern der Süddeutschen immerhin an. Den MGM-Kritikern, die Rabinovici pauschal ein wenig in die Ecke von Rassismus und Antisemitismus rückt, unterstellt er hintergründig schwelende „Kastrationsangst“ und unter Kindeswohl versteht der Religionsfreund die grundsätzlich begrüßenswerte Frage: „Wäre es nicht sinnvoll, nicht nur an Biologie und Medizin zu denken, sondern auch an das politische Klima, in dem wir leben wollen?“ Ob hierzulande Grundgesetz oder himmlisches Gesetz gelten soll fragen wir uns ebenfalls, und wünschen uns eine Gesellschaft mit ganz vielen Ex-Muslimen, säkularen Juden und säkularen Muslimen und ohne blutige religiöse Riten.

Cahit Kaya, österreichischer Ex-Muslim, begrüßt ein Verbot der medizinisch nicht indizierten Beschneidungen an Kindern: „auf alle Fälle in der gesamten EU … Was die Gläubigen dann im Erwachsenenalter machen, soll in ihrer Entscheidungsfreiheit bleiben.“ Kaya kennt den Gruppenzwang und die Mauer des Schweigens ebenso wie den vielfachen Wunsch nach einer Abkehr vom Sünnet-Ritual: „Oft sieht es hinter den Kulissen ganz anders aus. Aber es wagt niemand, sich gegen seine Religionsgemeinschaft zu stellen. In Wahrheit wären nämlich viele muslimische Eltern sogar froh, wenn ein Beschneidungsverbot kommt. Sie hätten dann einen Vorwand, ihren männlichen Kindern diese Prozedur zu ersparen.“[12]

Seine heutigen gesundheitlichen Belastungen, nämlich Schlafstörungen führt Menschenrechtsaktivist Kaya auf seine als Kind erfahrene Zirkumzision zurück: „Ich wurde von meinen Eltern in ein Krankenhaus gebracht und dort alleingelassen, ohne zu wissen, was mit mir passiert. Das ist für ein Kind sehr belastend. Auch später in der Schule war ich immer der Markierte“[13] (Multikulturalisten könnten jetzt natürlich vorschlagen, gleich alle männlichen Kinder zu beschneiden, damit sich kein Junge mehr als Außenseiter bzw. markiert und stigmatisiert fühlt).

Fuat Sanac, Präsident der islamischen Glaubensgemeinschaft in Wien, fragt im selben Artikel vorwurfsvoll nach außerislamischer Mutilation wie Piercings und Brustvergrößerungen – eine sinnvolle Frage, aber was ist denn, wenn sich der junge Mann das Piercing in der Penisvorhaut anbringen möchte, er aber auf Elternwunsch als Kind religiös beschnitten wurde?

Die rituelle Beschneidung – auch die Jungenbeschneidung – ist Gewalt und zerstört die körperliche Unversehrtheit, und wenn sich die Bundesrepublik einerseits zum kindlichen „Recht auf gewaltfreie Erziehung“ (BGB § 1631 (2)) verpflichtet und andererseits jetzt vor den Forderungen der Vertreter der religiösen Gruppen einknickt, dann und erst dann, sehr geehrte Frau Dr. Merkel, macht sich Deutschland zur „Komikernation“ – und auch beim Verstoß gegen Artikel 24 (3) des Übereinkommen über die Rechte des Kindes, bei der sich die Vertragsstaaten verpflichten „überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind“ abzuschaffen. Die Beschneidung, noch so „fachgerecht“ (Drucksache 17/10331) vorgenommen, formt das Genital auf archaisch tabubefrachteten und angeblich heilssichernden Elternwunsch um, zerstört die genitale Integrität des Kindes und ist ein schädlicher Brauch – bei Mädchen und bei Jungen.

FGM, auch die immer noch bagatellisierte Klitorisvorhautbeschneidung (zu FGM Typ I) sowie MGM sind eine Form körperlicher und seelisch-geistiger Gewaltanwendung, deshalb verbieten sich beide blutige Rituale durch das auch von der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnete Übereinkommen über die Rechte des Kindes (UN-Kinderrechtskonvention), wo es in Artikel 19 Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung, Verwahrlosung (1) heißt:

Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs-, Sozial- und Bildungsmaßnahmen, um das Kind vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung, Schadenzufügung oder Misshandlung, vor Verwahrlosung oder Vernachlässigung, vor schlechter Behandlung oder Ausbeutung einschließlich des sexuellen Missbrauchs zu schützen, solange es sich in der Obhut der Eltern oder eines Elternteils, eines Vormunds oder anderen gesetzlichen Vertreters oder einer anderen Person befindet, die das Kind betreut.[14]

Der Bundestag ist über die Aktivität der Pro-MGM-Lobby informiert, wie der kulturell gegenmoderne Inhalt der Drucksache 17/10331 beweist,[15] der den muslimischen Säkularen und den Ex-Muslimen in den Rücken fällt und sowieso allen angeblich auch im 21. Jahrhundert auf die Körperideologien und Reinheitsvorstellungen von Halacha oder Scharia zu verpflichtenden und am Genital entsprechend zurecht zu schnitzenden Jungen; wir zitieren den Skandal:

Rechtliche Regelung der Beschneidung minderjähriger Jungen

Der Bundestag wolle beschließen:

Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, im Herbst 2012 unter Berücksichtigung der grundgesetzlich geschützten Rechtsgüter des Kindeswohls, der körperlichen Unversehrtheit, der Religionsfreiheit und des Rechts der Eltern auf Erziehung einen Gesetzentwurf vorzulegen, der sicherstellt, dass eine medizinisch fachgerechte Beschneidung von Jungen ohne unnötige Schmerzen grundsätzlich zulässig ist.

Berlin, den 19. Juli 2012

Volker Kauder, Gerda Hasselfeldt und Fraktion

Dr. Frank-Walter Steinmeier und Fraktion

Rainer Brüderle und Fraktion

Ohne unnötige Schmerzen. Das steht da wirklich. Die integrierte Amputation der Vorhaut gelange ins deutsche Gesetz – für alle dem Ritual zu unterwerfenden Jungen ohne unnötige Schmerzen. Beschnittenes Kindeswohl – mit den auf himmlischen Befehl dazugehörigen nötigen Schmerzen. Wieviel Schmerzen sind jedem, Abrahams Beispiel treu bleibenden bzw. schariapflichtigen Kind denn bitteschön zuzumuten, Generation für Generation?

Womöglich um künftige illegale Hinterhofbeschneider oder schlechte medizinische Standards im Ausland und damit ganz viele medizinische Komplikationen verhindern zu lassen, ruft man also nach der von Ägyptens politischem Handhaben der FGM sattsam bekannten Medikalisierung.

Drucksache 17/10331 begründet so:

Jüdisches und muslimisches religiöses Leben muss weiterhin in Deutschland möglich sein. Die Beschneidung von Jungen hat für Juden und Muslime eine zentrale religiöse Bedeutung.

Herr Kauder, Frau Hasselfeldt, Herr Dr. Steinmeier und Herr Brüderle mit ihren Fraktionen verlangen jetzt nicht etwa von den Innehabern der Deutung dessen, was unter Islamisch oder Jüdisch zu verstehen ist, die Zirkumzision, dieses Fleischopfer im Tempel der elterlichen Selbstvergewisserung und Gewissensberuhigung für die nächsten Jahrtausende in den Bereich des religiös Dezentralen oder Überflüssigen zu verschieben.

Ob jüdisch oder islamisch, die männliche Beschneidung stammt aus der Sozialstruktur und dem Zeitalter der Steinigung der Ehebrecherin. Burka und Steinigung haben im Islam auch eine ziemlich „zentrale religiöse Bedeutung“, glaubt man Islamkennern wie Ayatollah Chomeini, den afghanischen Taliban oder Nigerias Boko Haram. Auch Zia-ul-Haq erklärte die Steinigung für islamisch.[16]

Das Mädchen steht genau so unter dem Schutz des Grundgesetzes wie der Junge, beide haben denselben Rechtsanspruch auf körperliche Unversehrtheit. Drucksache 17/10331 hingegen will den Jungen versehren und das Mädchen nicht.

Was ist mit der authentisch religiösen nämlich echt islamischen FGM, die zwischen Kuala Lumpur und Kurdistan zwar mindestens aus dem Entfernen der Klitorisvorhaut bestehen kann? Diese Form der FGM ist dort und andernorts leider immer noch „sozial akzeptiert“ (so verteidigt Drucksache 17/10331 die MGM). Sie gilt, wie uns der von Saudi-Arabien aus arbeitende Scheich al-Munajjid versichert, auch außerhalb der Rechtsschule der Schafiiten als ehrbare Glaubensfrömmigkeit, je nach elterlichem Wohlwollen mit der völlig islamischen Kappung der Klitoris; und Allah weiß es am besten: „Wenn der Kitzler groß ist, sollte ein Teil von ihm entfernt werden, if the clitoris is large, then part of it should be removed. And Allah knows best.“[17]

„Der Inhalt des Kindeswohls wird im Regelfall von den Eltern bestimmt“ (Drucksache 17/10331), hier könnte Scheich Yusuf al-Qaradawi zustimmen und hat die Mädchen noch nicht einmal vergessen: „Wer jetzt denkt, es sei im Interesse seiner Töchter, sollte es tun, whoever finds it serving the interest of his daughters should do it.“[18]

Mit der durch Kauder, Hasselfeldt, Steinmeier und Brüderle betriebenen Erweckung von Schuldgefühlen unter offensichtlichem Aufgreifen des grausamen und unbedingt zu verurteilenden Holocaust (auch die einzige Demokratie im nahen Osten, den Staat Israel verteidigen wir unbedingt) arbeitet die Andeutung „Jüdisches und muslimisches religiöses Leben muss weiterhin in Deutschland möglich sein“, so, als ob beschneidungskritische Atheisten, Traditionskritiker oder Säkulare, darunter selbstverständlich auch Muslime und Juden (auch in Israel),[19] einen Völkermord planen würden, der jetzt, im letzten Augenblick, nur mit dem deutschen Elternrecht auf jederzeitige Amputation des kindlichen Präputium abzuwenden wäre.

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung äußerte sich Dieter Graumann: „Wir beschneiden männliche Säuglinge seit 4000 Jahren, und wir wollen das auch noch mindestens weitere 4000 Jahre lang tun“.[20] Der Präsident des Zentralrats der Juden führte die Leserschaft gekonnt mit einem – seitdem in der Presse in unzähligen Varianten wiederholten – „Wir brauchen Rechtssicherheit“ in die Irre, in Wirklichkeit hat das Urteil des Kölner Landgerichts (151 Ns 169/11) genau diese eben hergestellt, die Rechtssicherheit nämlich.

Graumann hingegen erblickt einen: „beispiellosen und dramatischen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften.“ Einen „Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht“ des männlichen Kindes und späteren Erwachsenen sieht der Religionsfunktionär nicht. Ein unbeschnittener männlicher Jude ist für den biblischen Schöpfergott ja vielleicht gar kein schlimmer Gräuel, auf Erden und für Herrn Graumann aber sehr wohl.

Die Vorhautbeschneidung (der schafiitischen muslimischen Mädchen oder der muslimischen oder jüdischen Jungen) transportiert patriarchalische Frauen- und Männerbilder. Das Kind hat Schmerzen zu erdulden, der Stamm das Recht, des kindliche Genital zum Bluten zu bringen. Viele Eltern sind gezwungen, das Kind zu belügen mit einem sinngemäßen: Das ist nicht schlimm, oder: Das muss so sein.

Kein Mufti oder Scheich, kein Imam einer deutschen Moschee findet bislang den Mut, zu sagen, dass es ein gelingendes muslimisches Leben auch als männlicher Unbeschnittener geben könne. Drucksache 17/10331 unterstützt diese archaische Norm und will sie in die nächste und übernächste Generation tragen.

Mit der Jungenbeschneidung wird außerdem der heilige Ekel im Herabsehen auf die Kultur der Nichtbeschneider transportiert, die, wie die Unbeschnittenen selbst, im Islam von Scharia und Fiqh als sittlich minderwertig anzusehen sind. Die fromme Muslima soll sich vor dem Gedanken ekeln, mit einem Unbeschnittenen Sex zu haben – genau hier sollten modern denkende Pädagogen (und modern denkende Politiker) sehr wohl aufklärend dazwischenreden.

Die islamische MGM sexualisiert kleine Jungen wie Mädchen gleichermaßen, sie dramatisiert (wie es auch der Hidschab macht) das irdische Sexuelle als Schlachtfeld zwischen Licht und Finsternis, scheuen Engeln und versuchenden Satanen, Weg ins Paradies oder Weg ins Höllenfeuer.

Dieses Menschenbild der mit Koransuren und Hadithen begründeten Homophobie, Misogynie und Entwürdigung der Nichtmuslime will der am 19.07.2012 gestellte Antrag der Fraktionen der CDU/CSU, SPD und FDP (Rechtliche Regelung der Beschneidung minderjähriger Jungen) legalisieren und wird, wenn er nicht verhindert werden kann, auch der bekennende Islamische Religionsunterricht (IRU) demnächst in unsere Lehrer- und Klassenzimmer einbringen.

Kritik an der islamischen MGM darf nämlich auch im IRU offensichtlich nicht bekennend gelehrt werden und traut sich an einer deutschen staatlichen Schule schon seit vielen Jahren kein Lehrer mehr auszusprechen – aus Angst vor Gefährdung des schulischen Friedens. Man beschwört allerdings, gerade in kirchlichen Kreisen, auch lieber ein „friedliches Zusammenleben“,[21] auf Einhaltung der Standards der AEMR und auf ein Zurückweisen des immer noch allzu viele Verfassungen so genannter islamischer Länder prägenden Schariavorbehalts verzichtet man.

Die schariatreuen Islamverbände des Koordinierungsrats (KRM) dürfen den Bekenntnisinhalt des Islamischen Religionsunterricht bestimmen, und da wird es wohl bekennend und versetzungsrelevant heißen: Nach der Sunna (Hadith: Sahih Buchari Nr. 5891)[22] muss jeder Junge beschnitten sein, also auch du! Das ist der kulturelle Standard von Initiationsriten in den Jägerbund und erinnert an das von Nelson Mandela beschriebene Ukwaluka-Beschneidungsritual der Xhosa, bei dem der zum vollwertigen Mann und vollwertigen Menschen Gemachte auszurufen hat: „Ich bin ein Mann – Ndiyindoda!“ Manche der in der folgenden Nacht aufgeweckten Initiierten sollen ihre abgetrennte Vorhaut und damit ihre Jugend eigenhändig begraben; alle werden für einige Zeit als Zeichen ihrer neuen Reinheit am ganzen Körper weiß bemalt.[23]

Deutschlands Politik- und Religionslehrern ist zuzumuten, die Jungenbeschneidung der australischen Aboriginees, afrikanischen Xhosa, Juden oder Muslime nicht zu tolerieren oder gar pauschal zu „integrieren“, sondern unter Berufung auf das Selbstbestimmungsrecht des Kindes oder Jugendlichen über den eigenen Körper und die Universalität der Menschenrechte zu kritisieren – aber wie soll das zeitnah funktionieren, wenn das 2012 noch nicht einmal der Deutsche Bundestag wagt?

Das Landgericht Köln beschreibt die lebenslangen Folgen der genitalen Mutilation genau: „Zudem wird der Körper des Kindes durch die Beschneidung dauerhaft und irreparabel verändert.“[24] Über die dauerhaften und vielleicht ebenfalls irreparablen seelischen Folgen der bei der Beschneidung erlittenen Traumatisierung endlich offen zu reden sollte unsere gemeinsame zukünftige Aufgabe sein.

Die gestern im Bundestag hastig thematisierte männliche Beschneidung ist mit nennenswert häufigen, teilweise schweren gesundheitlichen Risiken verbunden; die Quelle nennt und zeigt im Bild Hautbrücken (Skin-bridges), Vernarbungen (Scarring) und Krampfadern (Varicose veins). Die Zirkumzision ist immer eine Schädigung; bei Männern ist die noch so „fachmännisch“ durchgeführte Beschneidung mit einem Verlust von bis zu 75 % an peniler Sensitivität verbunden.[25]

Wir erinnern noch einmal Artikel 24 (3) der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen:

Die Vertragsstaaten treffen alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen.

Eine poetische, aber wichtige Frage sicherlich auch zum Thema Zirkumzision finden wir beim Künstler Herbert Grönemeyer. Auch die Abgeordneten des Bundestags könnten sie sich stellen, wenn sie „im Herbst 2012 unter Berücksichtigung der grundgesetzlich geschützten Rechtsgüter des Kindeswohls, der körperlichen Unversehrtheit, der Religionsfreiheit und des Rechts der Eltern auf Erziehung“ (Drucksache 17/10331) über den gestern eingeforderten Gesetzentwurf und damit für oder gegen eine Legalisierung der Jungenbeschneidung abstimmen werden.

Wann ist ein Mann ein Mann?

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

[1] Muhammad said that there are five acts of fitra. (Editor’s note: The translated hadith collections say that following fitra means adhering to the tradition of the prophets, taking the right path or following Islam.) The five acts of fitra enumerated by Muhammad are: circumcision, shaving one’s pubic hair, plucking out the hair under one’s armpits, cutting one’s nails and clipping one’s moustache to keep it short. It was reported that the last four of these should not be neglected for more than forty nights.

In one hadith, there are ten acts of fitra listed: those above excluding circumcision and six more: letting one’s beard grow, using a tooth-stick, snuffing up water into one’s nose, washing the joints of one’s fingers, cleaning one’s private parts with water and rinsing one’s mouth.

Yomatari’s Laws of Religion

Laws of Islam Concerning Ritual Purity and Cleanliness

from the Holy Qur’an, major hadith collections

and Islamic jurisprudence

http://www.religiousrules.com/Islampurity09grooming.htm

Die Beschneidung im islamischen Rechtssystem (Fiqh)

Die Beschneidung ist eine Pflicht jedes Vaters. Er muss die Beschneidung durchführen (lassen).

Bei der Beschneidung gilt, dass mind. die Hälfte der Vorhaut entfernt werden muss.

Nach den vier Rechtsschulen des Islam (Ebu Hanifa, Safi-i, Malik-i, Hanbeli) gilt über hitan folgendes:

Bei Ebu Hanifa und Malik-i gilt die Beschneidung als Sünnet-i müekkede (ein auf der Sunna beruhender, über das Pflichtmaß hinausgehender Akt der Gottesverehrung, dessen Unterlassung ungehörig ist). Das bedeutet eine unbedingte Sunna.

Für Hanbeli hingegen ist es für die Männer ein Vacib [wadschib, farḍ]

Für Safi-i ist die Beschneidung ein Vacib.

ENFAL

http://www.enfal.de/hitan.htm

wadschib (farḍ)

http://www.eslam.de/begriffe/r/religioeses_verpflichtung.htm

Farḍ. In Indonesian, wajib also means obligatory, since the word is derived from Arabic.

http://en.wikipedia.org/wiki/Wajib

The point here is that the religion of Allaah is haneefiyyah (pure monotheism) which fills the heart with knowledge and love of Him and sincerity towards Him, and worship of Him alone with no partner or associate, and which marks the body with the characteristics of the fitrah, namely circumcision, removal of the pubic hair, trimming the moustache, cutting the nails, plucking the hair from the armpits, rinsing the mouth, rinsing the nose, using the siwaak (toothbrush made from twigs from a certain tree) and cleaning oneself after elimination of urine or faeces.

So the fitrah of Allaah is manifested in the hearts of the haneefs and on their bodies.

(Tuhfat al-Mawdood bi Ahkaam al-Mawlood by Ibn al-Qayyim, p. 351)

http://www.islam-qa.com/en/ref/7073

[2] TAHARA (Cleanliness or Purification)

Islam requires physical and spiritual cleanliness. On the physical side, Islam requires Muslims to clean their bodies, clothes, houses, and community, and they are rewarded by God for doing so. While people generally consider cleanliness desirable, Islam insists upon it and makes it an indispensable fundamental of religious life. In fact, books on Islamic jurisprudence often contain a whole chapter on this very requirement.

http://www.thewaytotruth.org/pillars/tahara.html

The Holy Qur’an does not impose an obligation on parents to circumcise their children, but the prophet Mohammed is reported to have stated that “Circumcision is a sunnah (customary or traditional) for the men. Most references to male circumcision occur in the examples and traditions of the Prophet (peace be upon him). Therefore the scholars strongly recommend circumcision for male.

From this point of view, traditionally, adult male converts to Islam are encouraged to undergo the operation.

Furthermore, besides submission to the Will of God, male circumcision is an important ritual aimed at improving cleanliness. Therefore, in Arabic, circumcision is also known as tahara, meaning purification or cleanliness.

Islam strongly emphasises cleanliness and purification both spiritual and physical. The mental and spiritual purification cleanses the heart while the social and physical purification cleanses the body as in circumcision. It also indicate that circumcised males are regarded as more pure (clean).

Although circumcision is not one of the Five Pillars of the Faith, which consist of: the profession of faith, daily prayer, fasting at Ramadan, giving money to the poor (charity), and the pilgrimage to Mecca. However, this ritual is an act of purification and connects the person to the Prophet Ibraheem (peace be upon him) and his religion, Islam.

The Qur’an says: “Allah does not want to place burden on you. Rather, He wants to purify you and to complete His favours to you so that you may be grateful.” [The Holy Qur’an 5:7]

The Hadith, the acts and the approvals of the Prophet Muhammad (peace be upon him) together constitute the Sunnah. This is the second source of Islamic Law.

http://convertingtoislam.com/circum.html

[3] In March 2006, the European Council requested the Member States “to take necessary measures to rapidly and significantly reduce child poverty, giving all children equal opportunities, regardless of their social background”.

Towards an EU Strategy on the Rights of the Child

Brussels, 4.7.2006

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2006:0367:FIN:EN:PDF

[4] Circumcision is obligatory upon men and women according to us (i.e. the Shafi’is). (Majmu’ of Imam An-Nawawi 1:164) The circumcision is wajib upon men and women according to the rājih qawl of Shāfi’ī madhhab. Answered by: Sidi Abdullah Muḥammad al-Marbūqī al-Shāfi’ī. Checked by: Al-Ustāż Fauzi ibn Abd Rahman

Clarification: Shaykh Nuh Keller translates and comments in his Reliance of the Traveller:

“Circumcision is obligatory (Shaykh ‘Umar Barakat: for both men and women. For men it consists of removing the prepuce from the penis, and for women, removing the prepuce (Ar. bazr) of the clitoris (Shaykh Nuh Keller: not the clitoris itself, as some mistakenly assert).”

Shafi’i Institute

http://www.shafiifiqh.com/what-is-the-ruling-on-circumcision-for-women/

In the Shafi’i Scool, circumcision is necessary for both men and women. (Sharh al-Muhadhdhab v. 1, p. 300) It is recommended for a child’s guardian to circumcise it during infancy, while not obligatory. It is obligatory that one be circumcised after reaching puberty. (Ibid p. 302-03)

http://www.shafiifiqh.com/is-delaying-circumcision-past-puberty-a-sin/

[5] A Cutting Tradition. By SARA CORBETT. The New Yok Times. Published: January 20, 2008

http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html

Inside a Female-Circumcision Ceremony. Photo: Stephanie Sinclair

http://www.nytimes.com/slideshow/2008/01/20/magazine/20080120_CIRCUMCISION_SLIDESHOW_index.html

[6] Clitoridectomy: partial or total removal of the clitoris (a small, sensitive and erectile part of the female genitals) and, in very rare cases, only the prepuce (the fold of skin surrounding the clitoris).

http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs241/en/

FGM is classified in 4 types: type I involves excision of the prepuce with or without excision of part or all of the clitoris; Female genital mutilation is usually done without anesthesia and in poor conditions by elderly women specially designated for this task. This may lead to unintended additional damage, even after type I FGM, with the development of subsequent complications. Our study documents the occurrence of long-term sequelae after type I FGM. The long duration of symptoms reflects the amount of unnecessary anxiety, shame, and fear these girls and women felt before seeking medical care. Therefore, an increased awareness of long-term complications after type I FGM is necessary.

Epidermal clitoral inclusion cyst after type I female genital mutilation

Abdulrahim A. Rouzi, FRCSC, Othman Sindi, FRCSC, Bandar Radhan, Facharzt, and Hassan Ba’aqeel, FRCSC

Jeddah, Saudi Arabia

http://ipac.kacst.edu.sa/edoc/2004/142869.1-20040300096.pdf

[7] Merkel – “Wir machen uns zur Komikernation”

http://www.welt.de/politik/deutschland/article108304605/Merkel-Wir-machen-uns-zur-Komikernation.html

[8] Lamya Kaddor, die islamische Religion unterrichtet und bis vor kurzem die vakante Professur an der Universität Münster vertrat, empört eine solche Position. „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“, sagt sie. Das Ergebnis sei das Gleiche: eine zeitgemäße Religionspraxis und ein friedvolles Miteinander mit anderen Gruppen. Als Muslima zweifele sie aber „nicht daran, dass stimmt, was im Koran steht“. Quelle: CIBEDO – Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz

http://www.cibedo.de/islamischer_religionsunterricht.html

[9] „Viel zu lang hat der Staat keine klare Position bezogen, viel zu lang haben die muslimischen Verbände diese Auseinandersetzung vermieden und nur emotional reagiert. Es ist für uns Muslime höchste Zeit, den Mut aufzubringen, diese Diskussion innerislamisch zu führen und dabei in Kauf zu nehmen, uns eventuell von dem einen oder anderen unserer Rituale zu verabschieden. Das Vorhaben der deutschen Regierung, kurzfristig eine gesetzliche Regelung zur Legalisierung religiöser Zwangsbeschneidungen von Kindern zu erlassen, setzt da leider genau das falsche Signal.“

Ahmad Mansour. WELT 18.07.2012

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article108321226/Muslime-muessen-endlich-offener-diskutieren.html

[10] Entschieden wehrte sich Schmidt-Salomon gegen die häufig anzutreffende Bagatellisierung der Vorhautbeschneidung: „Zwar ist die Vorhautbeschneidung bei Jungen in ihren Auswirkungen nicht vergleichbar mit der Klitorisverstümmelung bei Mädchen, dennoch handelt es sich, wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung weiß, um eine höchst unangenehme, schmerzreiche Prozedur, selbst wenn sie unter besten medizinischen Bedingungen erfolgt. Kein Kind sollte dieses Leid erfahren müssen, es sei denn, es liegen eindeutige medizinische Gründe für den Eingriff vor.“ Erwachsene könnten für sich selbst die Entscheidung treffen, ob sie aus religiösen Gründen beschnitten werden möchten, sie dürften diese Entscheidung jedoch nicht für ihre Kinder treffen. „Wenn Bundeskanzlerin Merkel meint, Deutschland mache sich mit einem Beschneidungsverbot zu einer ‚Komikernation‘, zeigt dies nur, dass sie sich mit den Problemen der Zirkumzision nicht ernsthaft beschäftigt hat und religiösen Vorurteilen höheres Gewicht beimisst als dem Kindeswohl.“

http://hpd.de/node/13768

[11] Doron Rabinovici, Süddeutsche 11.07.2012

http://www.sueddeutsche.de/kultur/kritik-an-ritueller-beschneidung-im-hintergrund-schwelen-kastrationsaengste-1.1408075

„Eine Milliarde Moslems werden ebenfalls nicht davon lassen.“

http://www.sueddeutsche.de/kultur/kritik-an-ritueller-beschneidung-im-hintergrund-schwelen-kastrationsaengste-1.1408075-2

Doron Rabinovici, 1961 in Tel Aviv geboren, lebt seit 1964 in Wien. Er ist Schriftsteller, Essayist und Historiker. … 2007 Willy und Helga Verkauf-Verlon Preis des DÖW für österreichische antifaschistische Publizistik [DÖW = Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes]

http://www.rabinovici.at/bio.html

DÖW – Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes

http://www.doew.at/

[12] Brigitte Warenski: „Viele Eltern für Beschneidungsverbot“. Tiroler Tageszeitung vom 16.07.2012

http://www.exmuslime.at/%E2%80%9Eviele-eltern-fur-beschneidungsverbot/

[13] Noch heute fühle er sich manchmal ausgeliefert – was ihm schlaflose Nächte bereitet. Kaya will helfen, anderen Kindern dieses Schicksal zu ersparen. Gemeinsam mit der Initiative gegen Kirchenprivilegien machte er Dienstag gegen die Beschneidung von Kindern mobil – womit die deutsche Debatte endgültig nach Österreich übergeschwappt ist.

Kurier vom 17.07.2012

http://kurier.at/nachrichten/4503967-beschneidung-was-ist-mit-piercing.php

[14] Übereinkommen über die Rechte des Kindes (UN-Kinderrechtskonvention)

http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/358176/publicationFile/3609/UNkonvKinder1.pdf

[15] Drucksache 17/10331 vom 19.07.2012 (elektronische Vorab-Fassung)

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/103/1710331.pdf

[16] The Federal Sharia Bench declared rajm, or stoning, to be un-Islamic; Zia-ul-Haq reconstituted the court, which then declared rajm as Islamic. …

Pakistan. Zia-ul-Haq’s Islamization. Blasphemy Laws. Description, Penalty.

298A Use of derogatory remarks etc., in respect of holy personages 3 years imprisonment, or with fine, or with both

295B Defiling, etc., of Quran Imprisonment for life

295C Use of derogatory remarks, etc.; in respect of Muhammad Death and fine

http://en.wikipedia.org/wiki/Zia-ul-Haq%27s_Islamization

[17] Ibn Qudamah (may Allah have mercy on him) said, in his book al-Mughni:

Circumcision is obligatory for men, and it is an honour for women, but it is not obligatory for them. This is the opinion of many scholars. (Imam) Ahmad said: For men it is more strictly required, but for women it is less strictly required.” (al-Mughni 1/70).

Circumcision of the female consists of the removal of a part of the clitoris, which is situated above the opening of the urethra. The Sunnah is not to remove all of it, but only a part. (al-Mawsu‘ah al-Fiqhiyyah 19/28).

In this matter, it is wise to follow the interests of the female: if the clitoris is large, then part of it should be removed, otherwise it should be left alone. This size of the clitoris will vary from woman to woman, and there may be differences between those from hot climates and those from cold climates.

A hadith on the topic of female circumcision has been attributed to the Prophet (Peace and Blessings of Allah be upon Him), according to which he said: “Circumcision is a Sunnah for men, and an honour for women,” but there is some debate as to the authenticity of this hadith. See Silsilah al-Ahadith al-Da‘ifah by al-Albani, no. 1935.

How circumcision is to be performed is mentioned in the hadith narrated by Umm ‘Atiyah, may Allah be pleased with her, according to which a woman used to perform circumcisions in Madinah. The Prophet (Peace and Blessings of Allah be upon Him) told her: “[La tanhaki (ikhtafidna wa-la tanhikna)] Do not abuse (i.e. do not go to extremes in circumcising); that is better for the woman and more liked by her husband.” (Reported by Abu Dawud in al-Sunan, Kitab al-Adab; he said this hadith is da’if [ḍaʿīf, weak, schwach]

Islam Q&A

Sheikh Muhammed Salih Al-Munajjid

http://islamqa.info/en/ref/427/circumcision

[18] Sheikh Yusuf al-Qaradawi is the Sunni Islamic world’s foremost Shariah scholar. He is the head of the International Association of Muslim Scholars and European Council for Fatwa and Research [ECFR]. … Qaradawi, who has been described as the Muslim Brotherhood’s spiritual and ideological leader, issued a fatwa asserting that “circumcision is better for a woman’s health and it enhances her conjugal relation with her husband” and that, “ whoever finds it serving the interest of his daughters should do it, and I personally support this under the current circumstances in the modern world.”

http://sheikyermami.com/2012/04/22/female-genital-mutilation-is-part-of-the-sunna-of-the-prophet-part-ii/

[19] Brit Shalom is a non-cutting naming ceremony which replaces Brit Milah (ritual circumcision) for newborn Jewish boys. It is not intended for boys who have previously been circumcised in a hospital. It can be similar to the naming ceremony traditionally used for baby girls. It may be performed by a Rabbi or other experienced lay leader. If desired, celebrants can aid parents in devising their own ceremony. It has also been termed Alternative Brit (or Bris), Brit B’li Milah (Covenant without cutting) and Brit Chayim (Covenant of Life).

Not all the celebrants listed are opposed to Brit Milah. However, they are all committed to providing service to families unwilling to circumcise their sons, by officiating at Brit Shalom ceremonies. This list is continually being updated.

http://www.circumstitions.com/Jewish-shalom.html

JAC, Jews Against Circumcision, is a diverse group of Jews from every english-speaking country on the planet. We range in observance from Secular Jews to Orthodox. We even have some Rabbis in our group. We also consist of people from every socio-economic class and education level.

We have come to realize that mutilating a male’s genitalia in the name of religion is not acceptable. We are not superstitious and uneducated people anymore. No loving God would demand this. It is ridiculous to think so.

As you read through this website, you will see the various arguments: medical, Jewish, sexual, etc. to not circumcise. Please read and think about the content of this website. You’ll be doing a mitzvah.

Brit Shalom, Covenant of Peace, is the only acceptable naming ceremony in the modern age.

http://www.jewsagainstcircumcision.org/

[20] Nach dem Bekanntwerden des Kölner Urteils am 26. Juni, wonach Beschneidung aus religiösen Gründen strafbar sei, handelte der Zentralrat der Juden schneller als die muslimischen Verbände. Noch am gleichen Tag teilte er mit, das Urteil stelle einen „beispiellosen und dramatischen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften“ dar. Der Koordinationsrat der Muslime hingegen war zunächst nicht sprachfähig.

FAZ vom 17.07.2012, Uta Rasche: Lobbyarbeit mit Kollateralnutzen

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/beschneidung-lobbyarbeit-mit-kollateralnutzen-11823361.html

[21] CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGEN FÜR EIN FRIEDLICHES ZUSAMMENLEBEN VON MUSLIMEN UND CHRISTEN IN INDONESIEN

Pfarrerin Ati Hildebrandt Rambe

http://www.bruecke-nuernberg.de/pdf/weltreise/Christen%20und%20Muslime%20in%20Indonesien.pdf

Angesichts wachsender gesellschaftlicher Spannungen in Nigeria unterstrich Zollitsch während der Begegnung seine Solidarität mit den Christen des afrikanischen Landes. „Ein friedliches Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen ist notwendig. Nigeria ist eine Nation, die zum Dialog aller gesellschaftlichen und religiösen Gruppen fähig ist. Der Alltag ist aber immer wieder gefährdet“, so Zollitsch.

http://www.katholisch.de/Nachricht.aspx?NId=5191

KNA 02.01.2012 — Vatikanstadt (KNA) Papst Benedikt XVI. hat in seiner Neujahrspredigt ein friedliches Zusammenleben der Völker, Kulturen und Religionen der Welt gefordert.

http://www.cibedo.de/sanktegidio119133786366013385620.html

[22] Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Zur Fitra gehören fünf Dinge: Die Beschneidung, das Abrasieren der Schamhaare, das Kurzschneiden des Schnurrbarts, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel und das Auszupfen der Achselhaare.

http://islamische-datenbank.de/option,com_buchari/action,viewhadith/chapterno,70/min,20/show,10/

[23] Just after the surgeon, inchibi, cuts the foreskin, he says to the initiate, “Yithi uyindoda,” or “Say: you’re a man!” At which point the initiate shouts, “ Ndiyindoda!” or “I’m a man!” In addition to this verbal recognition of the boy’s status as a young man, the young man also receives a new name. … The first midnight following the circumcision, the abakwetha are woken and sent out of the hut into the dark of the night to bury their foreskin. In Mandela’s words, “The traditional reason for this practice was so that our foreskins would be hidden before wizards [Anm.: Zauberer, Hexenmeister] could use them for evil purposes, but, symbolically, we were also burying our youth.”

The next weeks or months are spent together as abakwetha secluded from regular society in the itonto. During this time of physical healing the young men are brought further into manhood by learning the histories and mysteries of the Xhosa men. During this time of seclusion, the young men are smeared with a white clay or chalk as a symbol of their new purity.

Samuel D. Giere, PhD: “This is my world!” Son of Man (Jezile) and Cross-Cultural Convergences of Bible and World

http://www.wartburgseminary.edu/uploadedfiles/Campus_Community/Faculty_Course_Materials/Giere/S%20D%20Giere%20-%20This%20is%20my%20world%20-%20Son%20of%20Man%20and%20Cross-Cultural%20Convergences%20of%20Bible%20and%20World%20-%20SBL%20-%20Nov%202010.pdf

[24] Kölner Landgericht Az. 151 Ns 169/11

http://adam1cor.files.wordpress.com/2012/06/151-ns-169-11-beschneidung.pdf

[25] Intact men enjoy four times more penile sensitivity than circumcised men, according to the “Fine-touch Pressure Thresholds in the Adult Penis” article published today in the British Journal of Urology International.

http://www.nocirc.org/touch-test/touchtest.php

P H O T O G A L L E R Y – Introduction to the natural, intact penis

To fully appreciate the damage caused by circumcision, one must understand how the natural, intact penis should look and function. The photos on this page show the way that Nature/God intended the human penis to look and function.

Exterior Appearance of the Natural Penis (Flaccid)

Just as the female genitalia exhibit a wide variety of appearances of the labia and female foreskin (see the book “Femalia”), so too does the male foreskin reveal a wide variety of length, thickness and coloration. In the adult male, the foreskin accounts for 1/3 to 1/2 of the skin system of the penis, or about 15 square inches of erogenous inner and outer foreskin tissue.

http://www.circumcisionharm.org/gallery%20intact.htm

P H O T O G A L L E R Y O F D A M A G E – Page 1

Images here reveal both routine and extraordinary damage from circumcision in infancy or childhood (physical damage only).

It does not account for adverse sexual, emotional/psychological, spiritual or self-esteem outcomes from the physical damage.

While the extremes of male and female genital cutting may differ in the effects upon individuals, one common denominator is the fact that no matter how “serious” or “minor” the public may perceive the differences in harm to be, the damage is often an all-consuming issue to the individual who must live with the loss of their inherent genital integrity, especially when the genital loss and scars were imposed on them when they could not consent, refuse or escape.

http://www.circumcisionharm.org/gallery1.htm

http://www.circumcisionharm.org/gallery2.htm

http://www.circumcisionharm.org/gallery3.htm

http://www.circumcisionharm.org/gallery4.htm

http://www.circumcisionharm.org/gallery5.htm

A Gallery of Circumcisions

Hautbrücken 1. Skin-bridges

http://www.circumstitions.com/Restric/Botched1sb.html

Vernarbungen 3. Scarring

http://www.circumstitions.com/Restric/Botched3sc.html

Krampfadern 5. Varicose veins

http://www.circumstitions.com/Restric/Botched5va.html

Edward von Roy

Mönchengladbach

DEUTSCHER BUNDESTAG

Sekretariat des Petitionsausschusses

Berlin

17.09.2012

Pet 4-17-07-451-040847

Herr Kollege Beck, Sie wissen, dass das Bundesverfassungsgericht schon 1968 festgestellt hat, dass Kinder Grundrechtsträger sind, und zwar ohne Einschränkung

Marlene Rupprecht (SPD) am 19. Juli 2012, Plenarprotokoll 17/189

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die Vergabe des Aktenzeichens (Petitionsnummer) für meine Petition vom 20. Juli 2012. Sie schreiben:

Zu der von Ihnen vorgetragenen Thematik liegen dem Petitionsausschuss bereits Zuschriften anderer Bürgerinnen und Bürger vor. Ermittlungen hierzu sind eingeleitet worden. Ihre Ausführungen werden in diese Ermittlungen einbezogen und gemeinsam mit den anderen Petitionen beraten.

Der Deutsche Bundestag wird auf Empfehlung des Petitionsausschusses zu diesen Petitionen einen Beschluss fassen, der Ihnen mitgeteilt wird.

Bitte haben Sie Verständnis, dass in diesem Beschluss zu den Zuschriften vieler Bürgerinnen und Bürger nicht auf alle der vorgetragenen Aspekte im Einzelnen eingegangen werden kann.

Unzufrieden und sehr besorgt bin ich darüber, dass meine Eingabe unter Besonderer Teil des Strafgesetzbuches einsortiert worden ist; hier könnte (Mehrfachpetition bzw. sogar Massenpetition) eine mir unbekannte Leitpetition sozusagen das Gleis, den Kanal bestimmt haben.

Ich habe aber unmissverständlich vom BGB gesprochen, und gar nicht vom StGB:

möge der Bundestag beschließen, in das Bürgerliche Gesetzbuch Buch 4 Familienrecht Abschnitt 2 Verwandtschaft Titel 5 Elterliche Fürsorge § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge einzufügen: § 1631d Verbot der rituellen Genitalmutilation

Ich bitte deshalb hiermit den Petitionsausschuss, meine Eingabe unter BGB / Familienrecht zu verbuchen – und bin da auch sehr gerne Leitpetition. Dann gibt es eben mehrere Leitpetitionen, eine im StGB und (m)eine im BGB und gerne noch weitere.

Ich bin weiterhin etwas verärgert und sehr besorgt, da, wie Sie selbst schreiben: “nicht auf alle der vorgetragenen Aspekte im Einzelnen eingegangen werden kann”, dass auf meine Argumente wie schafiitische FGM, Jungenbeschneidung bei Xhosa und Aboriginees sowie Scharia-Totalität nicht “eingegangen” werden wird oder dass Elterliche Fürsorge / Inhalt und Grenzen der Personensorge (§ 1631 BGB) zum bloßen “Aspekt” herabgestuft wird, auf den dann nicht “eingegangen werden kann.”

Eine pauschale Ungleichbehandlung von FGM Typ I und Zirkumzision wäre, da grundrechtswidrig, nicht zu akzeptieren; zumal bei einer legalisierten Jungenbeschneidung die “milde Sunna”, wie sie etwa die Assalaam Foundation in Indonesien öffentlich praktiziert, (mit Betäubung) auch in Deutschland statthaft sein müsste.

Der Ethikrat sendet leider auch bereits die grundgesetzwidrigen falschen Signale, nur Reinhard Merkel bleibt fast grundgesetzkonform:

Die frühkindliche Beschneidung ist ein massiver körperlicher Eingriff in die geschützte, verfassungsrechtlich geschützte physische Integrität des Kindes. … Lassen Sie mich ganz deutlich sagen, dass das Recht auf Religionsfreiheit auf gar keinen Fall ein Recht gewährt, unmittelbar in den Körper anderer Personen einzudringen. Es geht ganz primär um das elterliche Sorge- und Erziehungsrecht.

Genau, und über dieses Recht wacht die staatliche Gemeinschaft; und so richtet sich meine Petition auf § 1631 BGB.

Leider mogelt sich Rechtswissenschaftler Merkel im selben Interview dann doch zur umfassenden Betäubung des Kindes durch, dem dann die nur Sekunden eher noch zugestandene körperliche Unversehrtheit im Namen der elterlichen Frömmigkeit, Traditionspflege und (juristisch falsch verstandenen) Fürsorge geraubt werden dürfe.

Der Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie liegt da natürlich falsch und weiß das, und der Bundestag weiß das auch und wird in den nächsten Wochen einen Gesetzentwurf einbringen, der den Zirkumzisionsfreunden Angela Merkel und Volker Beck sowie dem Ethikrat argumentativ folgt. Das Parlament wird dann, so ist jetzt zu befürchten, dem Druck der global und gegenmodern aktiven religiösen Lobbygruppen nachgeben, nicht zuletzt den legalistischen Parteigängern der Scharia.

Dann hätte sich das angeblich vom Himmel herab gekommene, frauenfeindliche und kinderfeindliche Islamische Recht nicht bewegt und das Grundgesetz nachgegeben. Das ist im säkularen Staat zu verhindern.

Zur ebenfalls bleibend grundgesetzwidrigen jüdischen Zirkumzision (Brit Mila) an Neugeborenen möchte der Petitionsausschuss bitte die angefügten drei Quellen Dr. Paul D. Tinari; David B. Chamberlain Ph. D. und Mosheh ben Maimon genannt Moses Maimonides zur Kenntnis nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

Q u e l l e n

A neurologist who saw the results to postulated that the data indicated that circumcision affected most intensely the portions of the victim’s brain associated with reasoning, perception and emotions. Follow up tests on the infant one day, one week and one month after the surgery indicated that the child’s brain never returned to its baseline configuration. In other words, the evidence generated by this research indicated that the brain of the circumcised infant was permanently changed by the surgery.

Dr. Paul D. Tinari, Ph. D.

http://www.drmomma.org/2009/10/mri-studies-brain-permanently-altered.html

In a definitive study of the types and degrees of crying during circumcision, psychologists and physicians at Washington University in St. Louis measured cries in exhaustive detail (Porter, Miller, & Marshall, 1986). They discovered that crying correlated with the invasiveness of the surgery. For the thirty babies in the study the frequency of cries shot up from 224 in the ten minutes before restraint, to 1,817 cries during the three minutes of lysis. There were almost as many cries in the following two minutes of clamping, pulling, and cutting.

Detailed sound portraits (spectrograms) of cries at different stages of the operation were easily sorted into separate piles by strangers who did not know what they were looking at. The variation and urgency of cries was obvious to adult judges who were listening. The degree of urgency matched the stages of wsurgical invasiveness and unmistakably represented degrees of infant pain.

Babies Remember Pain

David B. Chamberlain Ph. D.

PRE- AND PERI-NATAL PSYCHOLOGY, Volume 3, Number 4: Pages 297-310, Summer 1989.

http://www.cirp.org/library/psych/chamberlain/

The bodily injury caused to that organ is exactly that which is desired; it does not interrupt any vital function, nor does it destroy the power of generation. Circumcision simply counteracts excessive lust; for there is no doubt that circumcision weakens the power of sexual excitement, and sometimes lessens the natural enjoyment: the organ necessarily becomes weak when it loses blood and is deprived of its covering from the beginning. Our Sages (Beresh. Rabba, c. 80) say distinctly: It is hard for a woman, with whom an uncircumcised had sexual intercourse, to separate from him. This is, as I believe, the best reason for the commandment concerning circumcision. And who was the first to perform this commandment? Abraham, our father! …

This law can only be kept and perpetuated in its perfection, if circumcision is performed when the child is very young, and this for three good reasons. First, if the operation were postponed till the boy had grown up, he would perhaps not submit to it. Secondly, the young child has not much pain, because the skin is tender, and the imagination weak; for grown-up persons are in dread and fear of things which they imagine as coming, some time before these actually occur. Thirdly, when a child is very young, the parents do not think much of him; because the image of the child, that leads the parents to love him, has not yet taken a firm root in their minds. That image becomes stronger by the continual sight; it grows with the development of the child, and later on the image begins again to decrease and to vanish. The parents’ love for a new-born child is not so great as it is when the child is one year old; and when one year old, it is less loved by them than when six years old. The feeling and love of the father for the child would have led him to neglect the law if he were allowed to wait two or three years, whilst shortly after birth the image is very weak in the mind of the parent, especially of the father who is responsible for the execution of this commandment. The circumcision must take place on the eighth day (Lev. xii. 3), because all living beings are after birth, within the first seven days, very weak and exceedingly tender, as if they were still in the womb of their mother; not until the eighth day can they be counted among those that enjoy the light of the world. That this is also the case with beasts may be inferred from the words of Scripture: “Seven days shall it be under the dam” (Lev. xxii. 27), as if it had no vitality before the end of that period. In the same manner man is circumcised after the completion of seven days. The period has been fixed, and has not been left to everybody’s judgment.

The Guide of the Perplexed, Teil III, Kapitel XLIX

Moses Maimonides

Dalālat al-ḥā`irīn, hebräisch als More nevuchim, Führer der Unschlüssigen. Maimonides Hauptwerk entstand ungefähr zwischen dem Jahr 1176 und 1190 oder 1200

http://www.sacred-texts.com/jud/gfp/gfp185.htm

The Guide of the Perplexed, Übersetzung M. Friedländer (1903)

http://www.sacred-texts.com/jud/gfp/gfp185.htm

DEUTSCHER BUNDESTAG

Petitionsausschuss

Pet 4-17-07-451-040847

(Bitte bei allen Zuschriften angeben)

Herrn

Edward von Roy

Mönchengladbach

27.09.2012

Betr.: Besonderer Teil des Strafgesetzbuches

Bezug: Ihre E-Mail vom 18.09.2012

Sehr geehrter Herr von Roy,

für Ihr Schreiben danke ich Ihnen.

Aus arbeitsorganisatorischen Gründen ist eine Änderung der Struktur in Ihrem Sinne leider nicht möglich.

Inhaltlich werden selbstverständlich alle von Ihnen eingebrachten Aspekte geprüft.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

( … )

Keine religiös begründete Beschneidung an Jungen

Juli 16, 2012

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

Presseerklärung

16.07.2012

Kindesmisshandlung unter religiösem Vorwand

Der Zentralrat der Ex-Muslime begrüßt die Entscheidung des Kölner Landgerichts vom 7. Mai 2012 zum Thema Jungenbeschneidung ohne medizinische Indikation (Az. 151 Ns 169/11) und rät der deutschen Regierung dringend davon ab, jetzt angesichts der Wünsche der religiösen Organisationen in die Knie zu gehen.

Im Sommer 2012 kämpfen orthodoxe jüdische und islamische Organisationen, sonst nicht selten verfeindet, Hand in Hand gegen das Kölner Beschneidungsurteil. Die an der gegenmodernen Scharia festhaltenden Islamverbände möchten bis nach Karlsruhe gehen; andere warnen vor einem erneuerten Völkermord oder Holocaust.

Die deutsche Regierung wird offensichtlich von den reaktionären religiösen Wortführern unter erheblichen Druck gesetzt und will Rechtsklarheit schaffen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle etwa will die „die Beschneidung als Ausdruck religiöser Vielfalt geschützt“ wissen, ein Argument, mit dem man künftig auch die Mädchenbeschneidung legitimieren und legalisieren müsste.

Kein Kind auf der Welt möchte Angst haben oder Schmerzen erleiden. Es geht also ebenso um Kinder, die hier leben, wie um Kinder in den vom Islam geprägten Ländern.

Am Diskussionsthema Zirkumzision sehen wir, dass die Religionsführer und die Mächtigen der Politik zusammenarbeiten; dabei sollten wir im säkularen und freiheitlich demokratischen Staat Politik und Religion voneinander trennen.

Die eine Seite argumentiert mit Traditionsbewusstsein und religiöser Pflicht und billigt einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit eines nicht einwilligungsfähigen Kindes.

Uns hingegen geht es um um säkular-humanistische Werte im 21. Jahrhundert und um die allgemeinen Menschenrechte, die schließlich auch für Kinder gelten. Spät genug, am 15. Juli 2010, hat die Bundesrepublik Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention ohne Vorbehalte akzeptiert.

In diesen Tagen polarisiert die oft bagatellisierte Frage der Beschneidung von Jungen die deutsche Gesellschaft. Während sich manche hinter der Religionsfreiheit oder der Multikulturalität verstecken und die blutige Tradition verteidigen oder versuchen den Gegner als Rassisten darzustellen, betonen wir die Kinderrechte, die auch von religiösen Organisationen nicht eingeschränkt werden dürfen. Körperverletzung ist kein schützenswertes religiöses Ritual.

Einige von uns, die aus einem so genannten islamischen Land hierher nach Europa gekommen sind, haben Erinnerungen daran, wie kleine Kinder unter der Beschneidung gelitten haben. Das ist ein religiös begründeter Angriff auf den wehrlosen Kinderkörper, der weltweit Tag für Tag Opfer fordert. Die Jungenbeschneidung ist keinesfalls risikolos, sondern kann schwere Komplikationen nach sich ziehen, wie es im Kölner Fall geschehen ist.

Der Zentralrat der Ex-Muslime hat in seinen Reihen mehrere erwachsene Mitglieder, die diesen Angriff als Kind erlebt haben und die bis jetzt von diesem Trauma nicht befreit sind.

Nach Artikel 3 (1) der UN-Kinderrechtskonvention „ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.“ Zudem ist zwar nach dem deutschen Grundgesetz Artikel 6 (2) „Pflege und Erziehung der Kinder … das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“, aber dieses Recht der Eltern hat Grenzen, denn: „über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“

Wenn wir Beschneidungen gesetzlich erlauben, ist das der Einstieg in das religiös begründete Sonderrecht, in die Rechtsspaltung.

Das ist Stammeserziehung und kulturell vormodern. Im Sinne der Durchsetzung der negativen Religionsfreiheit ist es wichtig, dass dem Kind keine traumatisierende Verletzungserfahrung und bleibende Körpermutilation aufgezwungen wird, solange es nicht einwilligungsfähig ist, was wahrscheinlich aufgrund des hohen Erwartungs- und Gruppendrucks auch bei einem 14-jährigen oder 16-jährigen Jungen noch nicht der Fall ist.

Mina Ahadi

E-Mail: minaahadi@aol.com

Telefon: 0049 (0) 1775692413

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

International Committee Against Execution (ICAE)

http://notonemoreexecution.org

Internationales Komitee gegen Steinigung

International Committee Against Stoning (ICAS)

http://stopstonningnow.com/wpress/

Ayatollah Sobhani zur Doktrin der Schia

Juli 16, 2012

جعفر سبحانی تبریزی

Ǧaʿfar Sobḥānī Tabrīzī

Ja’far Sobhani

Die Doktrin der Schia

Iran. Der im Jahr 1930 geborene Ja’far Sobhani ist ein Ältester im Rat der Rechtsgelehrten der Hauzah al-‘Ilmiyyah Ghom, dem theologischen Seminar[1] und Direktor des 1979 gegründeten Imam Sadeq Institute. Der einflussreiche Großayatollah gilt einigen Muslimen als Mardscha (Quelle, eigentlich marja-e taqlid, Quelle der Nachahmung), als ganz und gar zu imitierendes Vorbild.

Der in Welt- und Jenseitskundigkeit womöglich nur von Propheten zu übertreffende Ayatollah verfasste mehr als achtzig Bücher, in denen er zu den Themen Tafsir (schariatreue Koranexegese), Theologie (Schariabefehl), Philosophie (schariabestätigende Philosophie), Fiqh (Islamische Jurisprudenz, teufelsabwehrend und prekär seelenrettend) sowie zur menschlichen Geschichte (das heißt zur menschlichen Erfüllung oder Verweigerung des von Allah geschaffenen Heilsplans) nachdenkt. Für besonders fromme Zwölferschiiten haben Sobhanis Äußerungen annähernd den Charakter einer Fatwa.

Seit sechs Jahrhunderten ist Ghom den Theologen ein Ort der Gelehrsamkeit und dem Volk Zentrum des Pilgerns zum Grab von Fatima al-Ma’sumeh († 817)[2] der Schwester des Prophetennachkommen Reza († 818), dem achten der nach schiitischer Auffassung von Gott ernannten zwölf Imame und Tochter des ebenfalls von Mohammed abstammenden siebten Imam († 799).

Ungeachtet seines Alters, die achtzig hat der Gelehrte überschritten, und trotz seines traditionsreichen Wohnorts ist Sobhani alles andere als weltabgewandt. Im Mai 2012 interessierte sich der Großayatollah für Jugendkultur und Musik-Events, brandmarkte den Wettbewerb Eurovision als sittengefährdend und stellte den angeblich zu Religionsfeindlichkeit und Unmoral auffordernden Rap-Musiker Shahin Najafi auf eine Stufe mit Salman Rushdie.

Aus dem auf Nichttheologen zugeschnittenen schiitischen Standardwerk Manshur-i ‘Aqayid-i Imamiyya (A Charter of Imami Beliefs; nach der englischen Übersetzung von Reza Schah-Kazemi: Doctrines of Shi’i Islam: A Compendium of Imami Beliefs and Practices) übersetzt ins Deutsche und kommentiert Jacques Auvergne.

Die Charta der Imamischen Glaubenslehre (A Charter of Imami Beliefs) besteht aus knapp 150 Artikeln, das sind teilweise sehr kurze Abhandlungen zur Doktrin der Schia. Zur Orientierung: in den (eingerückten) übersetzten Zitaten wird die Artikelnummern genannt, nicht die Seitenzahl; Artikel eins, Großayatollah Sobhani:

1. Drei grundsätzliche Werkzeuge kennt der Islam, um Wissen über die Welt und die Wahrheit der Religion zu erwerben: … [erstens] Sinnesorgane und Sinneswahrnehmung, darunter vor allem und Hör- und Sehsinn, [zweitens] Intellekt und Vernunft, … sowie [zum Dritten] Offenbarung (revelation), jenes Werkzeug, mit dem auserwählte, herausragende Individuen Wissen aus dem unsichtbaren Seinsbereich (from the unseen domain) erhalten.

Unnötig zu sagen, dass im Islam mein oder dein bisschen Vernunft der Offenbarungswahrheit der anerkannten spirituellen Führer nicht zu widersprechen hat.

Die auch von Ja’far Sobhani[3] gewählte Reihenfolge innerhalb des sinnlichen Weltwahrnehmens, nämlich das Hören dem Sehen voranzustellen, ist typisch islamisch, denn was der Menschheit von dem einst Mohammed eingeflüsterten vollkommenen Gesetz geblieben ist, ist Klang, nämlich die Klangwerdung des rezitierten Koran. Der Sehsinn, das Sehen auf den Ort der moralischen (islamischen) Erprobung namens Diesseits (dunyā) wird vom Teufel verführt und genarrt und dazu verleitet, die bedeutsamere jenseitige Welt (āḫira) als den Ort von Strafgericht, Höllenfeuer und Paradiesgarten aus dem Blick zu verlieren.

Das Ohr könne in Bezug auf die Wahrheit nicht betrogen werden, das Auge hingegen allerlei optischen Täuschungen erliegen, weshalb es nicht wie beim Ungläubigen nur platt technisch nach außen zu schauen hat, sondern, so versichern Islamtheologen, allahbewusst und frohlockend „tief“ zu erkennen: „Nötig ist ein Auge, das nach innen sehen kann, it needs an eye that can see inwardly and deeply.“[4] In der Höhle des Berges Hira wurde die Gottheit oder dessen Engel dem meditierenden Mohammed zum akustischen Ereignis.

Allenfalls die koranischen Schriftzeichen selbst leiten das potentiell irritierte menschliche Auge recht, und so wird (auch aus furchtsamer Suche nach einem irdischen Signal himmlischer Bestätigung, trotz aller Verführungen zum Bösen und schariarechtlichen Unwägbarkeiten ein rechtschaffenes Leben zu führen) volksislamisch etwa das Wort Allah in aufgeschnittenen Tomaten[5] oder auf dem Schuppenmuster eines Goldfischs erblickt.[6] Die vermeintlich vom Schöpfer signierten Naturobjekte selbst sind dabei natürlich keinesfalls zu verehren, das wäre Pantheismus oder sogar Animismus und somit finsterster Schirk; die Schöpfung als solche vielmehr, so versichern uns letztlich wohl alle monotheistischen Religionen, ist nichts als Beweis für die Existenz des Schöpfers und mit dessen absoluter Wahrheit keinesfalls gleichzusetzen.

Ja’far Sobhani:

Die ersten beiden [Mittel des Weltverstehens] sind allen Menschen gemeinsam und helfen ihnen dabei, die Welt richtig einzuschätzen; sie bilden eine effektive Unterstützung für das Verständnis des Islamischen Gesetzes (they are the effective supports for the comprehension of the Shariʿa). Die dritte Weise [von Welterkenntnis] betrifft [nur] die Individuen, die vom Allmächtigen auf besondere Weise gesegnet worden sind; die herausragendsten Beispiele sind die Botschafter Gottes (the messengers of God).

Für Schiiten haben auch die höheren Ayatollahs, die, wie etwa Chomeini, nicht selten schlicht Imame genannt werden, Einblick in den Verborgenen Bereich (al-ġaib, anglis. ghaib) der Welt; sunnitisch wird ihnen allerdings jedwede Jenseitskundigkeit (ʿIlmu l-Ġaib, ilm-e-ghaib) empört abgesprochen.[7]

Als Beleg für seine Thesen zum Thema Sinneswahrnehmung und Intellekt zieht der Imam das Buch der Bücher heran, Sure die Biene, Koran 16:78:

1 „Allah hat euch aus dem Leib eurer Mütter ohne irgendein Wissen herauskommen lassen und hat euch Gehör, Augenlicht und Herzensverstand („Herz“, afʾida, hearts) gegeben, auf dass ihr Ihm vielleicht eure Dankbarkeit erweisen möget.“

Das Wort afʾida ist die Mehrzahl von fuʾād und beschreibt die innere Empfänglichkeit oder nachdenkliche Innerlichkeit (the inner sphere) des Menschen, in der Hören, Sehen und Intellekt artikulierbar werden.

Oft galt oder gilt im Islam nicht das Hirn, sondern das Herz als Sitz des menschlichen Verstandes.[8]

Auch in Bezug auf die himmlische Herabsendung von Information blättert der iranische Ayatollah in der Gebrauchsanleitung für gelingendes Leben, im Koran, wo, ebenfalls in Sure 16, Vers 43 klarstellt:

„Und [in der Zeit] vor dir haben wir niemand anderen als jene Männer entsandt, denen wir die Offenbarung anvertrauten, daher fragt doch die Leute des Erinnerungsvermögens [die Kenner der heiligen Texte], wenn ihr selber nicht wisst.“

Sobhani erklärt, wie Allahgott vom Himmel aus in die Hierarchien der Hauza zu Ghom (Houze-ye Elmiye-ye Qom) und iranischen Koranschulen Wissen gnädig herabrieseln lässt:

Während sie Wissen über die Welt und die Religion erlangten, haben die spirituellen Führer (religious men) sicherlich von ihren Sinnesorganen profitiert. Doch die menschliche Wahrnehmung kann nur die empirische Basis für unser verständiges Urteil bilden, jedes [wirkliche, umfassende] Verständnis [der Welt und der Menschheit] bedarf des Erwerbs von Kenntnis über Allah (God), Seine Attribute und Seine Taten (His attributes and His acts).

Wissen ist islamisches Wissen, der nichtmuslimische Professor gefährdet das Seelenheil seiner Studenten.

2. Der Inhalt der von Allah an die Propheten gelieferten Botschaft kann in zwei Kategorien angeordnet werden: Glaube und Tat (belief and action). Was den Bereich des Glaubens betrifft, geht es zuerst um den [festen] Glauben an die Wirklichkeit Allahs und Seiner Attribute voller Schönheit (ǧamāl) bzw. Majestät (ǧalāl) sowie Seines göttlichen Handelns (His divine acts). Wie beim Bereich der Aktion sind [uns Menschen] auch hier gottgesandte Verpflichtungen und Befehle (duties and commands) gestiftet worden, die eine individuelle und soziale Lebensführung im Einklang mit der [uns als Scharia bekannten] göttlichen Norm (according to the divine norm) aufzeigen.

Ziel rechten Glaubens sind Wissen und Gewissheit; und zweifellos kann nur der religiöse Beweis (ḥuǧǧa, anglis. hujja) [als gottgewollt und gottgeleitet] Indikator dieser Gewissheit sein. Folgerichtig ist jedem Muslim auferlegt, [mühsam] Gewissheit in allen Angelegenheiten des Glaubens zu erlangen; er kann sich [also] in diesem Bereich nicht hinter der Pflicht zur Nachahmung anderer Menschen, dem Taqlid (taqlīd) verstecken. Die Pflichten und Anordnungen des Bereichs der Tat aber haben zum Ziel, Alltag und Leben (our lives) mit unseren Glaubensgrundsätzen in Übereinstimmung zu bringen. [Denn] in Ergänzung zur Gewissheit muss der Gläubige [ganz und gar] auf Verhaltensweisen zurückgreifen, die von der Scharia bestätigt worden sind, was wiederum bedeutet, dass er sich auf einen Mudschtahid (anglis. mujtahid) beziehen muss, auf einen Schariakundigen (an Expert on the Sharīʿa).

Wie zufällig den Taqlid leben ohne Zwang zum Taqlid … wer nicht recht handelt, beweist nicht lediglich Wissensmangel, sondern lästert den Schöpfer und gefährdet zudem das Seelenheil seiner Angehörigen und Nachbarn.

Im Koran noch schlicht als Stilmittel der Beweisführung für bzw. gegen Allah genannt, hat die Huddscha (anglisiert als ḥojjat) unter Zwölferschiiten eine ausschließlich islamische sowie eine zusätzliche Bedeutung: In jeder Phase der Menschheitsgeschichte, öffentlich bekannt oder nicht, gibt dank Allahs Gnade eine menschgewordene Verkörperung dieses “Beweises”; daneben wird der in der uns allen fast zum Greifen nahen Verborgenheit (al-ġaiba) lebende Fürst der Zeit genannte Zwölfte Imam als Seine Heiligkeit der Beweis, Ḥażrat-e Hoǧǧat verehrt (Hazrat aus arab. ḥaḍra, was wörtlich präsent meint, wird islamisch vor allem in Südasien als Ehrentitel benutzt etwa im Sinne der Anrede Euer Ehren oder Eure Majestät). Im neunzehnten Jahrhundert zu einem Titel geworden, Hodschatoleslam (Ḥoǧǧat al-Eslām), begründete später Ruhollah Chomeini sein Modell der Herrschaft des Höchsten Rechtsgelehrten mit dem etwaige kritische Einwände islamisch aktiv (gewalttätig) aus dem Weg räumenden Begriff des Beweises.[9]

4. Weil nun aber einerseits Offenbarung endgültige Rechtleitung darstellt und zum anderen der Intellekt das von Gott in jedes Individuum gestellte innere Licht, da kann es letztlich keinen Widerspruch geben zwischen diesen zwei göttlich angeordneten Beweisquellen menschlicher Erkenntnis. Falls irgendein Widerspruch zwischen beiden auftritt, haben wir entweder ein Mangel an Verständnis der Religion vorauszusetzen oder eine fehlerhafte Prämisse im Bereich der Theorie.

Wo aber nun kein wirklicher Widerspruch zwischen Intellekt und Offenbarung besteht, sollte es auch keinen Widerspruch zwischen Wissenschaft und Offenbarung geben.

Universitäre Forschung und Lehre haben die Wahrheit der Scharia zu belegen oder dürfen nicht betrieben werden.

Das ist die berüchtigte Islamische Wissenschaft, die darauf beruhen muss, aufklärungshumanistische universelle Wissenschaft (Universität) zu ironisieren und zu unterwandern. Sobhani fordert nichts weniger als die beibehaltene Gleichschaltung des iranischen Hochschulbetriebs: Politologie, Jura, Soziologie und vor allem Pädagogik sind nur wahr, solange sie die (der ganzen Menschheit) von Allah gesetzten Grenzen der Scharia bestätigen oder zumindest nicht verletzen.

5. Was nun jene Gesetze (laws) betrifft, die die Ordnung des Existierenden steuern (govern the order of existence) – Gesetze, die objektiv sind und unabhängig von unseren Gedanken und Vorstellungen – so ist festzuhalten, dass sie endgültige und ewige Wirklichkeiten darstellen (definitive and permanent realities).

Islam ist gereinigter Wohlklang, von teuflischen Missklängen befreites Naturgesetz.

Nicht dass du etwa meintest, Muslim, dich gehen lassen zu können, denn auch neuzeitliche, etwa technologisch geprägte Umweltbedingtheiten schmälern deine von Mohammed, Abu Hamid al-Ghazali oder Ruhollah Chomeini genannten Schariapflichten keinesfalls:

Wenn sich bei der menschlichen Untersuchung des Weltganzen einmal ein Teil der Erkenntnisse als wahr herausgestellt hat und ein anderer als unwahr, dann ist der wahre Teil für immer wahr, denn eine Veränderung der äußeren Bedingungen verändert die kosmische Realität keinesfalls (for a change of environmental conditions does not effect a change in universal reality). Mit anderen Worten können Kern und Wesen des Konzepts von ‚Relativität‘ als ein Weltbetrachten und Bedeutungsbilden, das zu einer Zeitepoche gültig sei und zu einer anderen ungültig, von uns auf keinen Fall als irgendwie wahr betrachtet werden. Wenn zwei mal zwei vier ist, wird das bedingungslos und immer so sein, und wenn nicht, dann niemals; dieser Grundsatz gilt absolut. Wissen kann nicht sowohl der Seite des Wahren angehören und zugleich dem Bereich des Irrtümlichen.

Nach Sahih International übersetze ich aus Koransure 24 Das Licht Vers 2:

„Wenn eine [unverheiratete] Frau oder ein [unverheirateter] Mann schuldig befunden worden sind, Unzucht begangen zu haben, gebt jedem hundert Peitschenhiebe, und habt kein Mitleid mit ihnen wo es doch um die Religion Allahs geht und ihr an Allah und den Jüngsten Tag glauben sollt! Und lasst eine Schar von Gläubigen bei ihrer Bestrafung Zeuge sein.“

Zwei mal zwei ist vier und Scharia ist Gesetz, frei nach Sobhani ergänzt: Wissen muss im Volk verbreitet werden!

Diese himmlische, die Haut des Sünders zerfetzende und die frommen Gaffer erschreckende und begeisternde Vorgabe kann man als Sultan oder Demokrat auf Erden ja vielleicht mit einem Befehl außer Kraft setzen, die Bestrafung selbst bleibt islamisch wahr. Und genau im einschüchternden Sinne dieses (angeblichen) Islamischen Beweises, Islamischen Wissens und Islamischen Wahren vergleicht Ja’far Sobhani im Jahre 2012 den begabten Kölner Musiker Shahin Najafi mit Salman Rushdie, offensichtlich befürchtend, dass die iranische Jugend dem Einfluss der Kleriker endgültig verloren geht und im Weltbürgerlichen und Wissenschaftlichen der kulturellen Moderne ihre neue Heimat findet. Bei ABNA (AhlulBayt News Agency) wettert der Großayatollah über den eines Heinrich Heine, Bertolt Brecht oder Wolf Biermann würdigen soziokritischen Liedertext, stellt den Rapper in eine Reihe mit Salman Rushdie und ruft zur Gleichbewertung (und, da Islam Praxis ist, wohl auch zur Gleichbehandlung) beider Frevler auf:

„Selbstverständlich ist das kein Projekt eines Einzelnen, sondern eine wohldurchdachte Maßnahme, um die religiösen Grundsätze des Volks zu untergraben und eine Form von Unwissenheit in der Gesellschaft zu verbreiten.”[10]

Unwissen darf im Volk nicht verbreitet werden!

Sobhani betont: „Allah behandelt den Gläubigen niemals wie den Ungläubigen. God never treats the believer in the same way as the unbeliever.“[11]

Gewalt im Islam richtet sich immer ganz besonders gegen die Frauen; das Zeichen ihrer irdischen Herabsetzung und Entwürdigung ist der Schleier. Sobhani und der Hidschab:

„Es ist eine soziale Sünde, wenn die Leute keinen guten Hidschab tragen. Politiker und Beamte der Islamischen Regierung sind für diese große Sünde verantwortlich. Aber anscheinend kümmern sie sich nicht ausreichend darum. Das Überleben unserer Islamischen Regierungen hängt am Hidschab!“

Angewendete Taqiyya mag das Schariasystem befördern und die Nichtmuslime schwächen, und so kennt dieselbe Quelle (Kabir News) Ja’far Sobhani auch als Prediger der islamisch verstaatlichten Lüge:

„Lügen ist eine große Sünde, aber die Wahrheit sagen muss auch nicht immer sein! Lying is a big sin, but telling the truth is not a must!“[12]

Naturkunde werde islamisiert:

6. Der Kosmos – hier verstanden als alles, was nicht Gott ist – ist die Schöpfung Gottes, und nie ist er unabhängig von Gott gewesen oder wird es sein, nicht einmal für einen Augenblick.

Scharia ist, wenn es kein Entrinnen gibt. An der Ausweglosigkeit führt kein Weg vorbei.

Indem wir die Welt als Schöpfung Gottes feststellen, meinen wir, dass sie durch Seinen Willen entstanden ist.

Ghom 2012. „Wir Muslime sind Menschen mit Wissenschaft und höchster Kenntnis“, sagt der Großayatollah und ergänzt zur Menschheitsgeschichte: „falls wir in der Wissenschaft einmal eine Zeit lang zurückgefallen sind, sind entweder wir oder unsere Feinde dafür zu beschuldigen, die makellose Islamische Lehre aber kann dafür nichts.“ Dreierlei irdische Tätigkeit finden Allahs Wohlgefallen und werden von ihm reich belohnt: „Die Aktivitäten der Wissenschaftler, der Dschihadisten und der Arbeiter!“ Die Behörden und ihre Mitarbeiter warnt der Geistliche dringend vor offensichtlich schier allgegenwärtigen inneren und äußeren Feinden, die das System schwächen wollen, und den Wissenschaftlern und Publizisten gibt er folgenden Wink, gewissermaßen ein Ernährungstipp: „Weil der Mensch nun einmal physischer und spiritueller Nahrung bedarf, haben Forscher und Autoren sehr genau zu kontrollieren, was sie veröffentlichen und womit sie Verstand und Herz der Jugend nähren.“[13]

Der Weg ins Paradies ist dem iranischen Studenten oder Zeitungsleser sicher, Allahgott kann Pressezensur.

Das Ende dieser Welt und dieser schariapflichtigen Gesellschaft ist nahe, inschallah:

7 Die gegenwärtige Ordnung des Universums besteht nicht für immer und ewig. Vielmehr wird dieses Weltgefüge, nach einer gewissen Zeit, deren Dauer nur Gott kennt, zusammenbrechen, um einer anderen Ordnung zu weichen, die schon dem Bereich der Auferstehung in jener anderen Welt zugehört. (Sure 14:48)

Bis dahin gilt der himmlische Befehl.

Einstweilen daher weiter im Blick auf das Diesseits … durch die ewigen Gitterstäbe des Gefängnisses der Scharia versteht sich, dir, den Scheuklappen des gepeinigten Arbeitspferdes nicht unähnlich, lebensfeindliche Beschränkungen andressierend, tausend angeprügelte Stoppschilder, muslimische Identität stiftend, welche dir Überblick und Phantasie tausendfach durchkreuzen:

8. Die Ordnung der Welt gründet in Ursache und Wirkung, das gilt für jedes existierende Phänomen. Gleichwohl kann die Einwirkung oder Beeinflussung zwischen zwei Objekten jederzeit zerstückelt oder gebrochen sein, ganz nach Belieben des göttlichen Willens.

Nicht die irdische Schwerkraft fesselt den kreisenden Mond an unseren Planeten, Allahgott macht das. Alles könnte ganz anders sein. Um Himmels Willen:

Die Weisheit Gottes selbst nimmt durch diese Ordnung Gestalt an, sodass der Ausfluss Seiner Gnade durch die ureigenste Natur der Dinge hindurchscheint, was sich, auf der Ebene des Beobachtbaren, als Ursache und Wirkung zeigt.

Nächtens leuchtet das ferne Mondgestein nicht, weil es das Sonnenlicht reflektiert, und es regnet auch nicht, weil Wassermoleküle zum Tropfen kondensieren, sondern weil Allah das so will.

Der Koran hat diese beiden Ebenen genau herausgearbeitet, dass alle Naturerscheinungen von Wirkungszusammenhängen beherrscht werden einerseits und zum anderen, dass der eigentliche und wirklich wahre Einfluss auf jede Wirkung und Veränderung der Vollmacht des universellen göttlichen Willens bedarf.

Das bewirkt … die Theologisierung der Werkstätten, Schulen und Labore. Wer in Teheran noch so trockene Physik studiert, hat ins Preisen der Herrlichkeit Allahs einzustimmen.

Ob die im Deutschland des Jahres 2012 im Aufbau befindlichen, zwei Jahre eher vom Wissenschaftsrat (WR) „empfohlenen“, theologisch (schariatreu) orientierten Islamischen Studien an deutschen Hochschulen denn auf lange Sicht gar keine Auswirkung auf die Nachbarfakultäten wie Soziologie oder Pädagogik haben werden? Mögen die Lehrenden und Lernenden in Münster / Osnabrück, Frankfurt / Gießen, Nürnberg / Erlangen oder Tübingen vor dem Einfluss der Muslimbrüder und Millî-Görüs-Bewegten verschont bleiben, jedenfalls so weit und so lange wie möglich.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan sah das im März 2011 so: „Theologie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Klärung, zur Aufklärung … Das Verhältnis von Glaube und Vernunft ist eine der Grundfragen schlechthin, und ich glaube, in der Universität des 21. Jahrhunderts wird Theologie auch immer mehr als Orientierungswissenschaft gefragt sein. Theologische Kompetenz wird in vielen anderen Berufen gefragt sein … “[14]

Mein Schüler, was fragst du noch nach der Wirklichkeit? Allah bewirkt!

10. Die Welt ist eine geführte Wirklichkeit (a guided reality); alle ihre Partikel, auf welcher Rangstufe der Existenz (degree of existence) sie sich auch befinden mögen, zehren vom Licht der göttlichen Rechtleitung im genauen Maße ihrer Empfänglichkeit (according to their measure of receptivity).

Das Konvolut deiner maximalen Islamerkenntnis (ʿaqīda) ist angeboren nämlich vorherbestimmt; du kennst die Höhe nicht, solltest allerdings, um nicht auf Dauer in der Verdammnis zu darben, im Diesseits, also heute, jetzt, das gotterkennende und gottbekennende Plansoll keinesfalls unterschreiten. Kommst du freiwillig mit zum Gebet, Bruder?

Sobhani belegt hier mit Koran 20:50, wo die (selbstredend von Allah) geschaffene ureigene, dinghafte Natur jeder Sache oder jedes Wesens in einem vielleicht zweiten Schritt den Befehl (den Befehl Allahs „natürlich“) zur Einnahme des korrekten Orts und Kurses im Unheil abwehrenden Schariasystem erhält. Aus Sahih International übersetzen wir: Unser Herr ist Er, Der jedem Ding seine Form gab und [es] dann anleitete; aus Pickthall: Der allem seine Natur gab und es dann rechtleitete (zum Nachlesen kann Allah Internet unter http://quran.com/20/50 ).

Der Mensch an sich ist von Geburt aus Muslim, weil seine fiṭra, sein natürliches Ausgerichtetsein auf Allahgott es so vorgibt. Zum Islam zu wechseln heißt für dich daher nichts anderes als dein atheistisch oder christlich oder anderweitig verschüttettes ureigenes Wesen und angeborenes Allahbewusstsein zu befreien und zu reaktivieren. Das jedenfalls sagen echte Schariafreunde:

14. Jeder ist mit einer reinen Urspungsnatur geboren worden, der fiṭra, und mit dem Bewusstsein für den Tauhid (the Divine Oneness), auf dass er seine wesenhafte Natur fortwährend entwickeln möge, alle Tendenzen zur Rebellion gegen sie abwehre und so, unausweichlich, seinen Weg hin zur absoluten Wahrheit finde.

Sobhanis the Divine Oneness, der auch bei Ayatollah Chomeini zentrale Begriff des Tauhid[15] ist der für jeden – auch sunnitischen – Muslim verpflichtende Glaube an die vierfache Einheit und Unteilbarkeit von Schöpfer, Schöpfung, Weltgemeinde und Gesetz, anders gesagt die vierfache Einheit und Unteilbarkeit von Chaliq, Chalq,[16] Umma und Scharia.

Und Sklave von Allah und ab 1979 Revolutionär unter Imam Chomeini zu sein und jedem Regierungskritiker und jeder freiheitlichen Frau das Leben zur Hölle zu machen, das ist die hier von Ja’far Sobhani verherrlichte, speziell schiitische fiṭra.[17]

15. Der Mensch ist mit freiem Willen ausgestattet; er ist fähig, unabhängig auszuwählen – das bedeutet, dass, wenn er beschließt, etwas zu tun oder zu unterlassen, er die verschiedenen Perspektiven und Folgen im Licht seiner intellektuellen Befähigung abwägt (he takes account of its various dimensions in the light of his intellectual faculty. Der Heilige Koran stellt dazu in 76:3 fest:

„Wahrlich, wir haben ihm den Weg gezeigt, ob er nun dankbar sei oder ungläubig“

und sagt in Sure 18:29

„Sprich: [Dies ist] die Wahrheit von deinem Herrn [zu den Menschen gekommen]. Nun also, wer es will, den lasst glauben, und wer es [anders] will, den lasst nicht glauben.“

Allahs Drohung klingt allerdings auch im ersten Koranzitat auf. Sure 76:3 ist von Sobhani vollständig wiedergegeben – siehe http://quran.com/76/3 –, doch hat der zum Schariagehorsam verpflichtete Leser, beispielsweise der nordrhein-westfälische Schüler des ab 1. August 2012 bekennenden Islamischen Religionsunterrichts (IRU) auch den Folgevers in strenger demokratischer Gottesfurcht (Landesschulgesetz NRW) zu verinnerlichen: „Wir haben den Ungläubigen Ketten, Fesseln und Feuerglut bereitet.“

Zu Sure 18:29 fehlen gleich zwei Drittel, in http://quran.com/18/29 finden wir den entscheidenden Rest; die Sache mit der legendären islamischen Freiheit im Glauben wird vom himmlischen Chef persönlich klargestellt: „Wir haben den Ungerechten [the wrong-doers; the unjust; Muhsin Khan liest: the Zalimun] ein Feuer [Höllenfeuer] bereitet, das sie [einer Hauswand oder einem Zelt gleich] auf allen Seiten umgibt [und nicht mehr heraus lässt]. Wenn sie um Hilfe [wie um einen labenden Trunk] flehen, wird sie ihnen gewährt mit einem Wasser, das wie geschmolzenes Metall [oder siedendes, trübes Öl] ist und ihnen die Gesichter verbrennt. Einen schlimmeren Trunk und eine üblere Ruhestätte gibt es nicht.“

Handlungsbezogene Flüchwürdigkeit (ẓulm) zu vermeiden ist im neuen Schuljahr versetzungsrelevant jedenfalls Einstellungskriterium für das IRU-Lehrpersonal. Die demnächst im Staatsauftrag auch unter deinen deutschen Schulkameraden oder Uni-Kommilitonen ausfindig zu machenden ẓālimīn, 91 mal im Koran,[18] oder ẓālimūn, 33 mal im Koran,[19] sind die Polytheisten und die, die Unrecht (aẓ-ẓulm) begehen (mushrikeen, wrongdoers, oppressors).

Imam an-Nawawi (1234–1278), Autor von Gärten der Tugendhaften Riyāḍu ṣ-Ṣāliḥīn, hat die Übeltäter sorgfältig aufgelistet, denen Allahgott flucht und kommt auf elf Kategorien, darunter die Frauen, die Perücken tragen oder anfertigen, Juden, die an prophetischen Gräbern Verehrung betreiben, jene, die Bilder belebter Wesen malen sowie die Männer, die Frauen nachahmen und die Frauen, die Männer nachahmen.[20]

Exkurs Bilderverbot. Es erzählte Ali ibn Abu Talib: Der Prophet sagte: Die Engel betreten kein Haus, in dem es ein Bild gibt, einen Hund oder eine in sexueller Hinsicht unreine Person. Angels do not enter the house where there is a picture, or a dog, or a person who is sexually defiled (Abu Dawud Buch 32 Nummer 4140 und wortgleich in Abu Dawud Buch 1 Nummer 0227). Der große Hadithsammler Buchari (3:34:318) stellt nach Aischa den himmlischen Willen fest, dass auch Sitzkissen nicht mit Bildern bestickt sein dürfen; wie bei Sahih Muslim 19:024:5268 werde den frevlerischen Bildermalern oder Bildbesitzern am Tag der Auferstehung die – unerfüllbare und damit das entsetzliche Los besiegelnde – Forderung gestellt, der Abbildung Leben einzuhauchen.[21]

Auch das ist Tauhid, wer ein noch so kleines Teil der islamischen Schöpfungseinheit nachmachen will oder jedenfalls diesen Anschein zu erwecken nicht öffentlich überprüfbar vermeidet stellt die Einheitlichkeit Allahs in Frage (wer einen noch so kleinen säkularen juristischen Bereich nicht nach besten Kräften schariatisiert ebenso: vom Koranrezitieren zum Kopfabhacken ist es, sobald Polygamie, Kindbraut oder koranisches Erbrecht legalisiert sind, letztlich nur ein fließender Übergang und eine Frage der Bereitschaft, seine islamische Religion ernst zu nehmen).

Ein fiktiver Blick in Deutschlands Klassenzimmer und Universitäten der nahen Zukunft. Muss die Schul- oder Hochschulbibliothek, vielleicht durch schariafromme („salafistische“) Rollkommandos, nicht zeitnah von islamfeindlichen Büchern oder unverschleierten Frauen gesäubert werden, etwa so, wie es der islamkritisch denkende pakistanische Physiklehrer Pervez Hoodbhoy aus Islamabad berichtet?[22] Ob die Islamische Religionslehrerin, die ihre Haare nicht bedeckt oder sie pfiffig rappelkurz trägt, nicht gegen den Islam verstößt und Männer imitiert, und erst recht jene Frau, die ein Holzfällerhemd oder gar eine körperbetonte Jeanshose trägt? Und darf der junge IRU- und Mathelehrer sich eigentich seinen Bartwuchs ganz abrasieren, der Mann hat doch Vorbildfunktion im Sinne der umliegenden Moscheegemeinden? Können wir Diener Allahs unwidersprochen dulden, dass junge Leute händchenhaltend über den Campus schlendern oder dass männliche Hochschüler am Fachbereich Islamische Studien ein Seidenhemd tragen oder einen goldenen Ring, Seide und Gold, das dürfen doch nur Frauen? Wie auch immer – damit die schöne sittliche Ordnung nicht einstürzt und mit ihren Trümmern den Weg ins Paradies versperrt, dürfen Männer und Frauen sich nicht ähnlich sein, so lernt es weltweit jeder Koranschüler und verinnerlicht es gehorsam, geheiligte und heilssichernde Frauenentwürdigung und Homophobie in eine neue Generation tradierend.[23]

19. Ethische Werte, die dem ureigensten Prinzip des Menschlichen zuzurechnen sind und in der fiṭra wurzeln, sind dauerhaft und unveränderlich (permanent and immutuable); weder der Lauf der Zeit noch die Veränderung der Gesellschaft kann sie abändern.

Im Guten, so fährt der Großayatollah fort, seien zum Beispiel eingehaltene Versprechen sowie wohltätige Gaben und Gegengaben zeitlos wertvoll, von ihm überzeugend begründet mit Koran 55:60 (nicht ganz genau nach Pickthall), im gegenteiligen Bereich beispielsweise die Hässlichkeit von Verrat oder nicht eingehaltener Zusage. Die ewige Bedrohung der islamischen Werte lautet in Sobhanis verwendetem englischem Korantext wortgleich mit der Koranübersetzung von Pickthall: and forbiddeth lewdness [Anstößigkeit, Unzüchtigkeit] and abomination [Gräuel, verruchte Taten, abscheuliche Laster] and wickedness [Verruchtheit, Frevel]. Yusuf Ali schreibt es verständlicher: He forbids all shameful deeds, and injustice and rebellion, Shakir: He forbids indecency and evil and rebellion, Dr. Ghali: He forbids obscenity and maleficence [Schädlichkeit] and iniquity [Frevel, Widerrechtlichkeit, Ungerechtigkeit].

Wie im Januar 2012 die himmlische Diktatur Iran das Strafmaß gegen den 28-jährigen Amir Mirzaei Hekmati begründet? Der vermeintliche Delinquent ist angeblich ein Spion.[24] Seine Tat kann damit als Moḥārebeh klassifiziert werden (Krieg gegen Gott und seinen Propheten; der entprechende Täter ist Moḥāreb genauer moḥāreb bā Khoda). Der Iran wendet also den Koran an und verteidigt die islamischen Werte, die, wie Sobhani versichert: „in der fiṭra wurzeln.“ Die 2008 verhaftete siebenköpfige informelle Führung der iranischen Bahai wurde für Verderben stiften auf Erden (efsād-e fel-arẓ; Täter: mofsed-e fel-arẓ) angeklagt,[25] auch diese Anklage kann die Todesstrafe nach sich ziehen. Ernst genommene Scharia führt von Fitratheorie zur Galgenpraxis.

21. Aufstieg und Niedergang der Völker hängt von vielen Ursachen zugleich ab, die, lassen wir externe Faktoren einmal beiseite, vor allem damit zu tun haben, wie das jeweilige Volk religiöse Überzeugungen und moralische Grundsätze erkennt und beherzigt. Dieses Prinzip steht nicht im Widerspruch zur göttlichen Vorsehung (divine predestination, qaḍāʾ wa qadar), was daran liegt, dass alle Ursächlichkeit nichts als Ausdruck des universellen Willen Gottes ist (This is because the principle of causality is itself an expression of the universal will of God).

Darüber denken nicht nur die Schiiten nach. Zum äußerst bedeutsamen Islamischen Grundsatz von [Allahs] Fügung und Bestimmung (al-Qaḍāʾ wal-Qadar) gibt Scheich al-Munajjid (Muḥammad Ṣāliḥ al-Munaǧǧid, * 1960) zumindest den Sunniten folgende Antwort, Fatwa:

„Niemand kann daher wahren und sicheren Glauben haben, außer er kennt Allāh durch Dessen schönste Namen und erhabene Attribute, sich Seinen Befehlen mit ruhigem Gewissen und im Vertrauen auf seinen Herrn unterwerfend. In diesem Fall können keine Zweifel oder fadenscheinige Argumente Einzug finden in das Herz des Menschen. Zweifellos ist das der größte Beweis dafür, dass der Glaube an al-Qadar wichtiger ist als der Glaube an andere Säulen des Glaubens und dass der menschliche Verstand nicht selbstständig al-Qadar verstehen kann, denn al-Qadar ist eines der Geheimnisse Allāhs in Seiner Schöpfung. Was auch immer Allāh uns in Seinem Buch mitteilte oder durch den Mund Seines Gesandten, akzeptieren wir und glauben daran, und was auch immer unser Herr uns nicht mitteilte, daran glauben wir, so wie wir auch an Seine vollkommene Gerechtigkeit und Weisheit glauben und daran, dass Er nicht nach dem gefragt wird, was Er tut, doch die Menschen werden gefragt.“[26]

Shaykh Muhammad ibn Ibrâhim at-Tuwaijri (* 1952) aus Saudi-Arabien wird in Deutschland beispielsweise bei den Medinafreunden („Salafisten“) von Die Wahre Religion (Ibrahim Abou-Nagie) hoch geachtet. Der Scheich wird zur islamischen Tugend der Geduld (aṣ-‎ṣabr) befragt, antwortet im Sinne der Scharia und weist hin auf den unbedingt notwendigen Glauben jedes Muslim hin an Qaḍāʾ wa Qadar. Fatwa:

„Der Glaube an al-Qadā‘ wa-l-Qadar (den göttlichen Willen und die Bestimmung) ist eine der Säulen des Glaubens. Der Glaube des Muslims ist nicht vollständig, bis er davon überzeugt ist, dass alles, was ihn trifft, ihn niemals verfehlen konnte, und dass alles, was ihn verfehlt, ihn niemals treffen konnte. … All die Desaster und Bedrängnisse, die auf der Erde eintreten oder die dem Einzelnen geschehen oder mit seinem Vermögen oder seiner Familie, waren Allāh bekannt, noch bevor sie geschahen. Er hat sie auf al-Lauh al-Mahfūz (der bewahrten Tafel) niedergeschrieben. … Jedes Unglück tritt durch Allāhs Bestimmung ein. Wenn Er es nicht gewollt hätte, wäre es nicht geschehen, doch Allāh erlaubte und bestimmte es und so geschah es. … Der Gläubige muss das, was Allāh bestimmt hat, mit Geduld ertragen und geduldig im Gehorsam Allāh gegenüber sein und geduldig im Fernbleiben der Sünde. Wer auch immer geduldig ist, dem wird Allāh am Tag der Auferstehung einen Lohn ohne Maß geben.“[27]

Wieder zur Zwölferschia. Ayatollah Sobhani zu Höherentwicklung und Verfall der Nationen und Staaten:

Anders gesagt: der Wille Gottes manifestiert sich dergestalt, dass die Gesellschaften ihr eigenes Schicksal durch Anwendung ihrer Glaubenssätze und Taten vorzeichnen. Eine Gesellschaft, die sich auf Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit gründet, wird in Wohlstand und Beständigkeit leben; im entgegengesetzten Fall steht ihr ein unangenehmes Los bevor.

Alles in allem ist Optimismus angezeigt:

22. Das [von Allah gewirkte] Schicksal hält der Menschheit eine leuchtende Zukunft bereit. Sicherlich begleiten Ungleichheit und Entbehrung das menschliche Leben, aber das wird nicht für immer so sein. Die Menschheit bewegt sich auf eine bessere Zukunft hin, in der sich ein vollumfängliches System der Gerechtigkeit duchgesetzt hat. … Und so wird sich, nach einem zähen Kampf zwischen Wahrheit und Irrtum, der endgültige Sieg der Wahrheit einstellen, wie lang auch immer es bis dahin dauern möge.

Zu diesem Islamischen Saubermachen (Endsieg) muss der Versuch der Ausrottung der gleichgeschlechtlichen Liebe gehören. Und so sprach der Theologe aus dem altehrwürdigen Ghom im Mai 2012 – nur ganz kurz – über den dieses Jahr in Aserbaidschan abgehaltenen Musikwettbewerb Eurovision und die (angebliche) dazugehörige Schwulenparade. Sobhani brauchte gar nicht mehr zu sagen. Die Andeutung des Großayatollahs reichte aus, um in Baku radikale islamische Demonstranten auf die Straße zu bringen, die gewaltig große Fotos trugen, welche Ahmadinedschad und Chameine’i abbildeten (hier also kein Bilderverbot) sowie ein Transparent mit der Aufschrift: Aserbaidschan braucht keine religiösen Homosexuellen! Offiziell war eine Schwulenparade zwar gar nicht vorgesehen, aber Kunst oder anderweitig Nichtislamisches ist für Sobhani offensichtlich immer „pervers“ und der Mensch an sich pflichtschuldigst heterosexuell, jedenfalls der nicht am Galgen aufzuhängende Mensch. Auch im Internet wurden Allahs Revolutionäre aktiv und man hackte die Homepage von Eurovision, der Besucher las: „Stoppt die Durchführung von Eurovision 2012 in Baku und erlaubt keine Homo-Paraden! Gezeichnet: Cyber-Krieger für Freiheit.“ Anwohner fanden islamistische Flugblatt- und Video-Propaganda gegen das europäische Musik-Event in ihren Briefkästen.[28]

Wenn man sich ganz bewusst macht, dass das Fundament menschlichen Lebens im Bewahren seiner spirituellen Würde besteht, folgt daraus ohne Frage, dass im Islam jede Handlung verboten ist, die von der menschlichen Würde oder von einer der anderen gottgegebenen Qualitäten abweicht. Um hier genauer zu werden ist beispielsweise jede Gewaltherrschaft (tyrannical authority) – sowohl für den Herrschenden als auch für die Beherrschten – streng verboten.

Die Frage ist, ab wann der schriftgläubige Muslim die nicht schariakonforme Demokratie angreifen muss, die ja vielleicht auch eine Tyrannis ist.

Hier wird der Islam doch glatt zur Befreiungstheologie, was die Politikwissenschaftlerin, Pastorin und „Islambeauftragte“ Beate Sträter[29] mit dem Vergleich von Leonardo Boff und Sayyid Qutb (Zwischen Radikalisierung und Integration: Politischer Islam in Ägypten und christliche Befreiungstheorie in Brasilien) bereits andeutete. 2007 fordern die an das südamerikanische christliche Vorbild erinnernden, leicht antisemitischen Hamas-Freunde („Das Projekt der nationalen Befreiung vom Zionismus“; „Denn nur mit der militärischen Niederlage Israels, der USA und ihres Bündnisses kann ein demokratischer Staat Wirklichkeit werden.“) und engagierten Kopftuchverteidiger („Die Kampagne gegen das Kopftuch ist Teil des Kulturkampfes des Westens gegen den Rest der Welt“) von der Antiimperialistischen Koordination (AIK) die Anerkennung der Schariabewegung als spirituell motivierten Sozialaktivismus: „Ein Vierteljahrhundert später, wo im Nahen Osten, der Region, die heute die zentrale Zielscheibe des imperialistischen Krieges ist, ähnlich geartete politisch-religiöse Bewegungen an vorderster Front Widerstand gegen Besatzung und westliche Dominanz leisten, da scheinen diese Erfahrungen wie weggeblasen. Man kann nicht umhin zu denken, dass diese gänzlich andere Rezeption damit zusammen hängt, dass deren religiös-kultureller Hintergrund nicht christlich, sondern islamisch ist.“[30]

26. Die Freiheit des Individuums im Islam findet seinen Ausdruck auch darin, dass es keinen Zwang gibt im Hinblick darauf, welcher Religion jemand angehören möchte. … Glauben kann im Islam erst aus innerer Überzeugung und frommer Herzensregung entstehen, die aus einer Reihe von Faktoren fließen, deren wichtigste die Fähigkeit ist, das Wahre vom Falschen zu unterscheiden, das Realistische vom Unrealistischen. Wenn [vom Individuum] erst einmal Urteilsvermögen erworben worden ist, wird es sich – unter normalen Umständen – dafür entscheiden, der Wahrheit zu folgen.

Wie zu erwarten nennt Sobhani hier Koransure 2:256, das berüchtigte kein Zwang in der Religion: There is no compulsion in religion. The right way is distinct from error.

Wer die Scharia nicht lobpreist und – öffentlich kontrollierbar – tätig beherzigt, ist kein Realist, sondern ein Phantast, ein weltfremder Spinner oder ist nicht geschäftsfähig, hat kein „Urteilsvermögen“, ist, sagen wir es politisch unkorrekt: verrückt. Und wo Islam richtig ruppig (original) angewendet wird, besteht auch heute in manchen Weltgegenden die vielleicht einzige Möglichkeit, eine nach der Sunna geforderte Todesstrafe abzuwenden (Sahih Buchari Nr. 9.83.17 Ein Muslim darf nicht getötet werden, mit folgenden drei Ausnahmen, als Strafe für Mord, Ehebruch oder Apostasie, und 9.84.57 Wer immer die Islamische Religion wechselt, den tötet), darin, den Apostaten für unzurechnungsfähig zu erklären. Auch die islamisch einwandfrei verurteilte Atefah Rajabi Sahaaleh wurde noch schnell für geistesgestört erklärt, bevor man die Sechzehnjährige am 15. August 2004 öffentlich aufhängte.

Diese durch und durch islamische Möglichkeit (üb)erlebte im Jahr 2006 der ethnische Tadschike Abdul Rahman (* 1965). Seit seinem Religionswechsel zum Christentum (1990) führte der verheiratete Vater zweier Töchter den biblischen Namen Joel und im von der deutschen Bundeswehr „befriedeten“ Afghanistan drohte dem Islamapostaten, durchaus dank der schariatreuen Bonner Afghanistan-Konferenz (2002), die Todesstrafe. Wakil Omari, der Sprecher des Obersten Gerichts in Kabul, gab im Einklang (oder vielmehr legalisierten Zweiklang) von Verfassung und Scharia bekannt, dass der neue Christ doch einfach für psychisch gestört erklärt und dann sofort auf freien Fuß gesetzt werden könnte. Herrn Omari sei die Familie des Unbotmäßigen zu Hilfe gekommen, die ausgesagt hätte, Abdul Rahman wäre geistig labil („mentally instable“), der Gerichtssprecher wusste Genaueres: „Er hat selbst ausgesagt, fremdartige Stimmen in seinem Kopf zu hören. He himself has said that he hears strange voices in his head.“

Optimistisch befand Staatsanwalt Abdul Wasay: „In unserem Gesetz steht es ganz deutlich: wenn jemand geisteskrank ist, kann er nicht verurteilt werden und ist freizulassen. In our law it is clear — if one is not mentally healthy, he or she cannot be tried, he can be freed.“ Zweihundert Menschen demonstrierten gegen das Gerichtsurteil im tadschikisch geprägten Mazār-i Scharif (Provinz Balch, das historische Baktrien). Weil Mohammeds Neffe ʿAlī bin Abī Ṭālib, der vierte der rechtgeleiteten Kalifen und Ehemann von Prophetentochter Fatima dort bestattet ist, der persische Ortsname bedeutet Grab des Heiligen, gilt die Stadt allen islamischen Strömungen als kostbarer Wallfahrtsort. Leider waren es nicht etwa Säkulare, die angelegentlich der Freilassung des Konvertiten protestierten, sondern zornige Mullahs und Koranschüler aus der Nachbarschaft: „Wir wollen, dass die Scharia angewendet wird, wir wollen, dass er hingerichtet wird. We want Islamic Sharia implemented, we want him executed.“ Nichtafghanische, fremde („westliche“) Einmischung verbat man sich wie selbstverständlich und bewies mit Sprechchören Multikultur und globales Denken: „Tod Amerika, Tod Bush!“[31]

Die Verfassung Afghanistans, die Weichenstellung in Richtung einer Islamrepublik erfolgte 2002 auf dem Bonner Petersberg (Sharia made in Germany), nennt die Staatsform einer Islamischen Republik (Art. 1), ordnet die Staatsreligion an als die Heilige Religion des Islam (Art. 2) und stellt fest, dass kein Gesetz gegen die Glaubensgrundsätze und Vorgaben der heiligen islamischen Religion verstoßen kann (Art. 3; die afghanische Rechtssprechung soll dabei in Übereinstimmung mit der hanafitischen Jurisprudenz der Scharia erfolgen (Art. 130)). Etwas später also etwas müde bekennt man sich zu den Menschenrechten der UN (Art. 7), andernorts (Art. 35 Recht auf Gründung politischer Parteien) erfolgt das für „Islamdemokratien“ typische Nebeneinander sprich Schariaerhöhen in der Aufzählung von Islamprinzip und Verfassungsrahmen (Their manifesto and charter shall not contravene the Holy religion of Islam and principles and values enshrined in this constitution), himmlischem und menschengemachten Gesetz. Der Vorrang dürfte klar sein und stand ja auch bereits in Artikel eins bis drei. Allah ist im Halbkalifat bereits der eigentliche Regent, Islam rules.[32]

Auf manchen Angehörigen der kulturellen Moderne werden Theologen wie Ja’far Sobhani, wenigstens auf den ersten Blick, sehr tolerant wirken („Die Freiheit des Individuums im Islam …, dass es keinen Zwang gibt im Hinblick darauf, welcher Religion jemand angehören möchte. … Glauben kann im Islam erst aus innerer Überzeugung und frommer Herzensregung entstehen“), genau diese Himmelswächter aber tragen in Wirklichkeit die Barbarei des todeswürdigen Apostasieverbots und den einzigen Ausweg, einen Unzurechnungsfähigen nicht zu ermorden, ins 21. Jahrhundert. Islamkritiker müssen sich daher sofort an Menschen wie Abdul Rahman aus Afghanistan erinnern, wenn Scharia-Theologen wie der Großayatollah sagen, was akzeptable Gläubigkeit ist: „die Fähigkeit …, das Wahre vom Falschen zu unterscheiden, das Realistische vom Unrealistischen. Wenn [vom Individuum] erst einmal Urteilsvermögen erworben worden ist, wird es sich – unter normalen Umständen – dafür entscheiden, der Wahrheit zu folgen“. Der „unterscheidungsschwache“ tadschikische Familienvater verlangte „Unrealistisches“, tötet ihn.

Artikel 26 ist noch nicht zu Ende. Zum Zwecke der selbstredend völlig friedlichen globalen islamischen Mission denken Allahgott und Sobhani militärpolitisch:

Es ist wahr, dass der Dschihad eine Verpflichtung für alle Muslime darstellt, aber das bedeutet keinesfalls, andere dazu zu zwingen, den Islam anzunehmen (It is true that Jihād is an obligation for all Muslims, but this does not in any way mean forcing others to accept Islam).

Das Ziel des Dschihad liegt vielmehr in der Beseitigung aller Barrieren, die verhindern, dass die göttliche Botschaft zu den Menschen gebracht wird, auf dass der „rechte Weg“ den Menschen auch wirklich erkennbar wird und erläutert werden kann (The aim of Jihād is, rather, the removal of barriers that prevent the divine message from being [peacefully] conveyed tot he people throughout the world, so that the „right way“ can indeed be clarified and presented to all).

Die Kopplung von Dawa und Dschihad zu erkennen ist für uns Säkulare unverzichtbar, vielleicht ja sogar ihre Identität. Die Prediger darf niemand an ihrer Arbeit hindern, auch im Feindesland oder Heidentum nicht; wer sich irgendwo auf der Welt der Dawa in den Weg stellt, kann im Islam wahrscheinlich getötet werden. Wer das weiß und spürt, redet so: „Der Islam auferlegt uns beides, Dawa und Dschihad. Beide sind gleich bedeutsam und untrennbar. Wo doch unser ganzes Leben islamisch gestaltet werden muss, brauchen wir Dawa und Dschihad ganz wesentlich, nichts von beiden kann dem anderen vorgezogen werden“, das war ein Zitat von der vor allem von Pakistan aus agierenden Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba (LeT, the Army of the Pure).[33]

Muslim werden ist dein Weg aus dem finstren Götzendienst hinauf zum erhabenen Allahbewusstsein, vom Schirk zum Tauhid. Allahs Einssein, der Tauhid, so Sobhani, habe oder erfordere fünf Aspekte: Wesenhaftigkeit (Oneness in the Essence), Gotteswirksamkeiten (Oneness of the Attributes), Schöpfertum (Oneness of Creatorship), Regentschaft (Oneness of Lordship) und Verehrungswürdigkeit (Oneness of Worship).

Koran 7:54 lautet: „Ihm alleine gehören (al-chalq WA l-amr), die Schöpfung UND der Befehl.“ Die Gottheit rief das Weltall ins Dasein und gab ihr den Befehl zum Gehorsam. Das sind (mindestens) zwei Schritte: Allah war uranfängliche Wirkung und wirkt in jedem Augenblick (die Scharia). Eine Tauhid-Doktrin von Sobhani (Artikel 31) erscheint denn auch ein wenig so, als ob Allāh die eine selbe Schöpfung zweimal geschaffen hätte oder doppelt beherrsche, einmal in ihrer physischen und einmal, vielleicht in einem zweiten, veredelnden Schritt in ihrer religiösen d. h. schariatisierenden Dimension der Existenz. Jedenfalls unterscheidet der Großayatollah die Herrschaft (at-tadbīr) Allahs über die kreatürliche (takwīnī) und die religiöse (islamische, tashrīʿī) Sphäre. Naja, die bösen der Dschinnen und die Satane durchtoben fraglos nur die finstere Dimension des Hier und Heute und sind, wie die vielen Hinrichtungen beweisen, auch im Iran noch nicht ganz ausgetrieben; Sobhani: This oneness of lordship has two aspects: (a) creative governance (tadbīr takwīnī), and (b) religious governance (tadbīr tashrīʿī).

Dr. Mohd Zaidi Ismail vom kulturell gegenmodernen International Institute of Islamic Thought and Civilization (ISTAC) in Malaysia beispielsweise kennt den mit Allahs Wirkungskraft (al-ʿamr) oder Wirken verbundenen tadbīr als dessen göttliche Sachwalterschaft, Führung und Regentschaft (tadbir is one of the major Arabic terms meaning administration, management, or governance).[34] Entsprechend unterscheidet Mohd Zaidi Ismail zwischen Gesetzgebendem Befehl (Legislative Commands, al-amr al-taklifi) und Kreatürlichem Befehl (Creative Command, al-amr al-takwini).[35]

Gesetze fallen im Islam vom Himmel, wer andere Paragraphen erlässt, wird in Ewigkeit brennen. Der 1959 in Nablus geborene, sehr konsequent islamische sprich terroristische Denker Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī (»Democracy … a Religion«, vgl. Sägefisch 206) weiß, wer in die Hölle kommt:

„Gesetzgeber, Abgeordnete, Anwälte, Richter … Und deshalb erklären wir denjenigen zum Kafir, der im Einklang mit dem Din namens „Demokratie“ Gesetze erlässt.“[36]

Wer Scheich Ṣaliḥ al-Fawzān ernst nimmt, hält die menschenrechtlichen Normen vom 10. Dezember 1948 für einen Aufruf zur Blasphemie und das muslimseitig mehr als zufällige Befolgen des deutschen Grundgesetzes für praktizierten Satanismus:

„Das Festlegen von Gesetzen … ist ein Recht Allahs des Erhabenen … Und wer eine Gesetzgebung außer der Gesetzgebung Allahs akzeptiert, der hat Allah etwas zur Seite gestellt (Schirk begangen), … So hat also Allah das Befolgen der Satane und ihrer Verbündeten in der Erlaubnis einer Sache, welche Allah verboten hat, zum Schirk erklärt. Genauso gilt für jemanden, der Gelehrten oder Führern im Verbot von etwas folgt, was Allah erlaubt hat, oder in der Erlaubnis einer Sache, die Allah verboten hat, dass er sich diese als Herren neben Allah genommen hat. … Ihr Gehorsam ihnen gegenüber im Erlauben und Verbieten von Dingen neben Allah stellte also ihre Anbetung und ihren Schirk dar. Es ist ein großer Schirk, welcher unvereinbar mit dem Tawḥīd ist, welchen das Bezeugen von „lā Ilāha illā Allah“ nach sich zieht, denn von den Folgen dieses Zeugnisses ist, dass das Verbieten und Erlauben einzig das Recht Allahs ist. … Dieser hat sich die Ungläubigen zu Herren neben Allah genommen, die für ihn die Gesetze erlassen …“[37]

Der schiitische Großayatollah widerspricht weder dem Dschihad-Ideologen al-Maqdisi noch dem salafistischen Scheich al-Fauzan, Sobhani:

32. Folglich: Einheit der Herrschaft, Einheit im Aufstellen des religiösen Gesetzes [der Scharia], Einheit im Gehorsam – all das und viel mehr gehört zur Einheitlichkeit von Staatsführung und Regierungsform. Dem Propheten Mohammed kam der Titel eines Machthabers zu; er war von Gott auserwählt; [und nur] eine solche Regentschaft ist im Einklang mit der göttlichen Vollmacht und Ermächtigung. Deshalb muss jeder Muslim dem Propheten so gehorchen, wie er Gott gehorchen muss; so [und nicht anders] ist es jedem Muslim auferlegt; wahrlich, Gehorsam ihm gegenüber ist dasselbe wie Gehorsam Gott gegenüber.

Weil aber die Präzisierung der religiösen Verpflichtungen Teil des göttlichen Herrschaftsbereichs ist, hat niemand das Recht, anders zu urteilen [als nach Koran und Sunna].

Sobhani zitiert aus Sure 5:44 „Diejenigen, die nicht nach der Offenbarung Gottes richten, das sind gewiß die Ungläubigen.“ Einige nordamerikanische oder europäische Korangläubige werden aus dieser Sure die Pflicht lesen, Familienstreitigkeiten unbedingt ohne staatliche Einmischung zu regeln oder vor einem nicht nach der Scharia handelnden Richter nicht aufzustehen, wirklich Strenggläubige erkennen in 5:44 einen Aufruf zum Umsturz und zur totalen Durchformung von Verfassung und Paragraphenwerk nach den Vorgaben von Koran und Sunna.

Harun Yahya hingegen hält Chomeini oder Sobhani zwar nicht für Apostaten, aber schweigt zur nach 5:44 begründbaren Islamrevolution und nennt nur den ersten Teil der Sure, in dem Allahgott von sich behauptet, den Juden die Thora herabgesendet zu haben. Der Kreationist tut so, als würde er Mohammeds Verhöhnung der (trotz aller Ermahnung immer noch nicht zum Islam übergetretenen) Juden nicht erkennen, sondern ruft die Abraham verwendenden Religionen zum friedlichen Zusammenleben … auf islamischer Grundlage:

„Die Konflikte zwischen Juden, Christen und Muslimen, die auf historische Ursachen zurückzuführen sind, auf Vorurteile und Missverständnisse, sollten ein für alle Mal beendet werden. Die Anhänger aller drei Religionen sollten in gegenseitigem Verständnis und in Toleranz zusammen leben. Wichtig ist, die Gemeinsamkeiten hervorzuheben und nicht die Unterschiede zu betonen. Man muss helfen anstatt Ärger zu schüren, konstruktiv sein, anstatt destruktiv, kooperativ anstatt obstruktiv, und man muss einen anstatt zu trennen.“[38]

Der islamfromme türkische Antisemit Harun Yahya („Wie haben die Nationalsozialisten Millionen Juden, Zigeuner und Behinderte ermordet? Welche geheime Abmachung gab es zwischen den Nationalsozialisten und dem radikalen Zionismus? How Did The Nazis Massacre Millions Of Jews, Gypsies And The Disabled? What Was The Secret Agreement Between Nazism And Radical Zionism?“) weiß, dass Jesus von Nazareth bald zurück auf die Erde kommen wird, um das Islamische Recht anzuwenden und kein anderes:

„Jesus wird zur Erde zurückkommen … Sein Richten als gerechter Richter bedeutet … dass er gemäß der Scharia (die Gesamtheit der Gebote) des Islams richten wird, also in Übereinstimmung mit dem Quran und der Sunna des Propheten Muhammad.“[39]

Noch eine letzte theologische Denkfigur sei mit Sobhani betrachtet, ab nächsten Monat (1. August 2012) ist bekennende Schariakunde in Nordrhein-Westfalen schließlich versetzungsrelevant: al-Qaḍāʾ wal-Qadar, Allahs Wollen und Sein Anordnen, göttlicher Befehl (Qaḍāʾ) und göttliche Grenzbestimmung (Qadar), die monotheistisch konkurrenzlose Entscheidungsmacht und die von uns gefälligst nicht als knauserig oder gar geizig zu nennende Portionierung ihrer diesseitigen Ausgestaltung.

Der qaḍāʾ ist das ins Dasein Rufen (Koran 2:117 „Als er [Allah] ein Ding [ins Dasein] rief, sagte er nur: Sei! Und es ist“), während der als Islamische Vorbestimmung (türk. kismet) wohlbekannte Qadar die Zuweisung des Maßes ist, die Befristung, beispielsweise der Dauer der Existenz, für den Menschen am interessantesten, die Lebensdauer (Koran 6:2 Er ist Der, Der dich aus Lehm erschaffen hat, und er hat dir eine Frist gesetzt“).

Zum Qadar gehört die Auslöschung (al-fanāʾ) die nach Allahs unergründlich-allweisem Ratschluss das Erdenleben beendet. Im Iran beendet, glaubt man den barbarischen Mullahs, der himmlische Wille die Lebensspanne für die Frau aus Teheran im Evin-Gefängnishof mit fliegenden Steinen (Maryam Ayubi am 11. Juli 2011) und für den Mann in Semnan (ein angeblicher Drogenschmuggler, 18.04.2012), Isfahan (zwei ebenfalls bei Anklage wegen Rauschgiftbesitzes Gehenkte, 19.04.2012) oder Marvdasht (20.04.2012) an einem in Deutschland hergestellten mobilen Baukran (Qadar made in Germany sozusagen). Auch die jugendliche Atefah Rajabi Sahaaleh, Anklagepunkt „Vergehen gegen die Keuschheit, crimes against chastity“ wurde am 15.08.2004 im Stadtzentrum von Nekā, Provinz Māzandarān, öffentlich erhängt. Angeblich hatte die Sechzehnjährige mehrere islamisch nicht erlaubte sexuelle Beziehungen in Folge; sie war am Wohnort bereits seit drei Jahren als Sünderin sozusagen markiert und bereits als Dreizehnjährige auf einer Party gewesen. Damals hatte man hatte sie mit einem Jungen in einem Auto erwischt, wofür sie hundert Peitschenhiebe erhielt. Weil sie im Laufe des Prozesses aus Protest etwas von ihrer Kleidung ablegte, erklärte sie der wutergrimmte untere Richter für geistig unzurechnungsfähig und legte ihr wenig später die Galgenschlinge persönlich um den Hals.[40]

Schon um das Seelenheil der Tugendhaften (Auspeitschungs- und Hinrichtungsfreunde) nicht zu gefährden, muss bei jedem Verstoß gegen das Himmelsgesetz der uranfänglichen Maßgabe (Sobhani: the initial measuring out, taqdīr) bzw. der religiösen (religionsrechtlichen) Vorherbestimmung (Sobhani: the religious pre-determination, taqdīr tašrīʿī) entsprochen werden, Allahs heilssichernder Lebensdauerbegrenzung bedarfsweise Tötung. Scharia muss Justiz werden und Todesurteil zum Gottesurteil – im Sinne des Gemeinwohls (maslaḥa, public interest).

In der völligen Gewissheit der Existenz Allahs zu leben und zu sterben bedeutet, in jederzeit möglicher sonstiger Ungewissheit zu leben, auch in der Ungewissheit über eine eigene Willensentscheidung. Der Qadar ist sinnlich erlebbar zu machen:

48. Der Glaube an das Prinzip von qaḍāʾ und qadar ist im Islam von äußerst wichtiger Bedeutung.

49. In letzter Konsequenz ist der Glaube an das göttliche Wissen des qadar nichts als eine Funktionsweise des Glaubens an das ewige Wissen Gottes. … Imam ʿAlī sagte: Die Bedeutung von qaḍāʾ und qadar bezieht sich auf das Anordnen des Gehorsams und das Verbieten des Ungehorsams (commanding obedience and forbidding disobedience).

Allahs Liebling hatte gelegentlich Schwierigkeiten, als Prophet ernst genommen zu werden (6:7 Wenn Wir dir eine auf Papier geschriebene Schrift herabgesandt hätten, die sie in die Hand nehmen könnten, hätten die Ungläubigen gesagt: “Das ist eindeutig Zauberei!”). Da sprang die Gottheit ein (85:21-22) und deutete an, dass ein Urkoran [bei Ihm Selbst, Allah] im Himmel liegt („Und trotzdem, er ist ein herrlicher Quran, auf einer wohlverwahrten Tafel“; bzw.: „Nein, es ist der würdige Koran, unantastbar auf der gut behüteten Tafel“). Bei Sahih Buchari (Band 4 Buch 54 Nummer 414) lässt das den Imran ibn Husain fragen und Mohammed zur islamischen Weltchronik sprechen („O Gesandter Allahs, wir sind zu dir gekommen, damit du uns unsere Religion lehrst, so berichte uns über die Entstehung der Schöpfung!” Unser Prophet, Allahs Segen und Frieden mit ihm, erwiderte: “Allah war, und es war nichts außer Ihm da. Dann schuf Er das Wasser und danach den Thron (Al-‘Ahrsh), der sich über dem Wasser befand. Als dann ließ Er jenes Schreibrohr (Al-Qalam) auf die wohlverwahrte Tafel (Lauhul-Mahfudh) alles, was auf der Welt geschehen wird, schreiben, und dann schuf Er Himmel und Erde.“)

Es steht geschrieben! Questions on Islam sind türkeistämmige Freunde von Said Nursi in der Hauptsache und Fethullah Gülen mehr als nebenbei und reden richtig vom Clear Book (6:59 kitāb mubīn).[41] Der Heilsplan der Menschheit ist dabei eindeutig, ob er im ewigen Lauḥ eingesehen werden könnte oder von dir und mir in der materialisierte Papierversion nachgelesen wird, im vermutbaren jedenfalls okkulten Urkoran oder im konkreten Koran. Das ist vom muslimischen Endverbraucher auch gar nicht zu klären (6:59 Gott allein hat die Schlüssel zum Verborgenen; nur Er weiß darüber Bescheid. Er weiß alles, was es auf der Erde und in den Gewässern gibt. Kein Blatt fällt herab, das Gott nicht kennt, kein Saatkorn in der dunklen Tiefe der Erde, nichts Weiches und nichts Trockenes, das nicht im eindeutigen Buch [fi kitāb mubīn] (des göttlichen Wissens) geschrieben steht), und so ist es von der kosmischen Superdatenbank Lauḥ al-Maḥfūẓ (al-Lawh al-Mahfooz, the preserved tablet, die wohlverwahrte Tafel) nicht weit bis zu einem Qadar-Konzept.

Auch Scheich Muḥammad Ṣāliḥ al-Munaǧǧid glaubt an die koranische Urausgabe, ortet sie aber im der menschlichen Sinneswahrnehmung enthobenen Seinsbereich (al-ghaib)[42] und weist die Vermutung mancher Exegeten zurück, die wohlverwahrte Tafel sei auf der Stirn des Engels Isrāfīl gelagert oder bestünde aus dem gelbgrünen Edelstein Chrysolith und bittet um Geduld bis zum Tag der Auferstehung.[43]

Scheich al-Munajjid betont, dass du an Qaḍāʾ (Allahs Wollen) und Qadar glauben musst, aber dass du an folgende vier Sachen glauben musst, um an den Qadar (Allahs Maßgeblichkeit) glauben zu können: 1.) Allah ist allwissend, 2.) alles ist 50.000 Jahre vor Erschaffung der Welt im Buch al-Lawh al-Mahfooz [al-Lauḥu l-Maḥfūẓ] aufgeschrieben worden, 3. Allahs Befehl ist unaufhaltsam und vollumfänglich. 4.) alles Bestehende ist von Allah geschaffen und gewollt.

Im Islam ist die Art, wie ein Mensch seinen Lebensunterhalt bestreitet und wie (the specific manner) er zu Tode kommt Teil des gottgewollten Schicksals, Islam Q&A (al-Munajjid) sagt: „Sein [Allahs] Wissen, dass alle Dinge zu der Ihm bekannten Zeit vergehen und in jener besonderen Weise, die Er verfügt und will. His [Allah`s] knowledge that they will come to pass [dahingehen] at the times that are known to Him and in the specific manner that He has decreed and willed.“ Der Glaube an die göttliche Bestimmung (Qadar) selbst ist Charakterprobe und Treuebeweis, al-Munajjid: „Der Glaube an al-Qadar ist ein wirklicher Test hinsichtlich der Stärke des Glaubens einer Person an Allāh. Es ist der wahre Test über das Wissen eines Menschen hinsichtlich seines Herrn und hinsichtlich dessen, was aus diesem Wissen des sicheren und aufrichtigen Glaubens an Allāh sowie Seiner Attribute der Majestät und Perfektion resultiert.“[44]

79. Die Islamische Scharia

Das Geheimnis der Ewigkeit der Islamischen Scharia umfasst zweierlei: Zum ersten ist diese Scharia der vollständigste Plan der Sicherung der natürlichen und spirituellen Bedürfnisse der Menschen in Übereinstimmung mit der göttlichen Anleitung und Lenkung (divine guidance); nichts Vollständigeres als Islam kann ersonnen sein. Zum zweiten, im Bereich der alltagsorientierten Entscheidungen und Bestimmungen (practical rulings), bietet Islam eine Palette umfassender Prinzipien und universeller Normen, die in der Lage sind, den unterschiedlichsten menschlichen Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht zu werden (capable to the most diverse needs of man).

Und so sieht die universelle himmlische Normenpalette der Scharia (divine guidance) alltagspraktisch aus, practical rulings:

„[2009] In Iran hat die Polizei am Donnerstag erneut Proteste von Studenten gewaltsam niedergeschlagen. Unterstützt von Mitgliedern der berüchtigten Bassidsch-Miliz setzten die Polizisten Tränengas ein, um eine Demonstration von etwa 250 Anhängern der Reformbewegung an der Universität von Teheran aufzulösen. … Laut offiziellen Angaben wurden bei den bisherigen Protesten mindestens 20 Menschen getötet. Die Reformbewegung spricht von deutlich mehr Toten. Menschenrechtsgruppen schätzen, dass seit der Wahl etwa 2000 Menschen verhaftet wurden. … Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP ergriff Iran auch andere Maßnahmen, um Demonstrationen zu unterbinden. So hätten die Behörden den dritten Tag in Folge das Handynetz so blockiert, dass keine Kurznachrichten verschickt werden konnten.“[45]

Die Scharia ist nicht von gestern, Sobhani im selben Artikel:

Das wird in der Tatsache unter Beweis gestellt, dass die Islamischen Rechtsschulen des Fiqh seit vierzehn Jahrhunderten kreativ den praktischen Rechtsbedürfnissen der Muslime gerecht geworden sind, bis zum heutigen Tage: keine Rechtsangelegenheit ist bekannt geworden, die der Islamische Fiqh nicht hätte lösen können.

Unsteigerbare Harmonie wird wird mit Allahs Gesetz endlich sozial integriert. Die Vorzüge der Scharia leuchten auch dem Dümmsten ein, und dass der Islam von Scharia und Fiqh mit unverfälschter Natürlichkeit, mit Einfachheit zu tun hat, erklärte uns der IRU-Wegbereiter und CDU-Landtagsabgeordnete Michael-Ezzo Solf so: „Muslime bringen Religion in ein sich entreligionisierendes Europa … in unseren unglücklich aufgeklärten Breiten ist das Talent der Transzendenz verkümmert. Da schwimmt man in einem Meer von Relativierungen, und da wird man jetzt konfrontiert mit gläubigen Menschen, die zumeist auf eine viel einfachere Weise glauben.“[46]

Auch das Talent der Transzendenz Ja’far Sobhani will das Einfache, einfach Islam:

80. Eine Besonderheit der Scharia ist ihre Einfachheit und die ausgewogene Natur ihrer Regelungen, ein Charakteristikum, das ihre Vorzüge jedem so leicht verständlich macht.

Was die Regeln der Schariapraxis betrifft, so lässt sich sagen, dass im Islam jede unnötige Härte und Ungerechtigkeit verboten ist; hat sich doch Mohammed selbst als jemand vorgestellt, der ein „einfaches“ Gesetz bringt – who brings an „easy“ law: I have come with a law that is easy (sahla) and tolerant (samḥa).“

Wenn der Schüler im bekennenden Islamischen Religionsunterricht (IRU) eine Norm der Scharia als unmenschlich hart empfindet, ist er voller Unverstand und fehlt ihm der rechte „einfache“ (sahla) Glaube.

Wenn der IRU-Teilnehmer den Islam kritisiert, ist er nicht samḥa, ist er intolerant, und wenn er den Islam von Scharia und Fiqh ablehnt, handelt er ungerecht. Diesem Schüler steht, nach Sobhani Artikel 21, sicherlich: „ein unangenehmes Los bevor“, und zwar auf Dauer:

118. Abiding in the punishment of Hell is the fate apportioned to the unbelievers – Der ewige Verbleib im strafenden Höllenfeuer ist das Los für die Ungläubigen.

Schüler, du willst doch die Klasse nicht wiederholen müssen und eine Sechs in IRU? Lausche dem Großayatollah:

119. We believe that, even now, Heaven and Hell are existent realities. Bereits im Hier und Heute glauben wir, dass Himmel und Hölle Wirklichkeit sind.

Und so wusste auch Ministerin Sylvia Löhrmann, am 7. Dezember 2011 zu Gast in der Bilal Moschee am Islamischen Zentrum Aachen: „Unsere Schulen bilden für das Leben – und wenn Religion das Leben prägt, dann gehört Religionsunterricht in die Schule. … Das Beiratsmodell erlaubt uns, einen vollwertigen islamischen Religionsunterricht anzubieten. Wir wollen nicht länger warten, bis es eine anerkannte muslimische Religionsgemeinschaft gibt. … Dabei ist der islamische Religionsunterricht für die muslimischen Schülerinnen und Schüler eine große Chance, denn er unterstützt die Entwicklung einer muslimischen Identität in einer nicht durchgängig muslimisch geprägten Umgebung und er befähigt dazu, auf Grundlage der islamischen Quellen – insbesondere des Korans – die Welt regelgeleitet religiös zu deuten.“

Die koranischen Regeln (rules, Islamic rules) hat Allahgott aufgestellt. Ministerin Löhrmann, ihre Rede hielt sie beim syrischen Zweig der Muslimbruderschaft im IZ Aachen, billigt den totalen Schariagehorsam: der zu muslimisierende junge Mensch an Rhein und Ruhr lebe künftig „regelgeleitet“ – also schariageleitet! Auch der Islamische Religionslehrer Sobhani denkt regelgeleitet:

„Das Gesellschaftssystem der Islamischen Revolution gründet sich auf dem Volkswillen und wird durch Islamische Regeln und Vorgaben eingelöst. The system of Islamic Revolution is based on people’s will that should be met in the form of Islamic rules and instructions.“[47]

Jacques Auvergne

[1] Sobhani spricht

http://www.ana.ir/photo/2012-04-04/sobhani1.jpg

Konferenz an der Hauza (Spracheinstellung hier indonesisch)

http://www.abna.ir/data.asp?lang=12&Id=190052

http://shafaqna.com/english/component/k2/item/502-ayatollah-sobhani-warns-against-enemy-seditions-in-muslim-countries.html

Von der altehrwürdigen Hauza zu Ghom aus und für die libanesische Hizbollah: Tod Israel, Nieder mit den USA, Zionisten sind Faschisten; das Übliche unter Schariafreunden und AEMR-Gegnern. Hoffentlich werden solche Proteste an den Zentren für Islamische Theologie an deutschen Universitäten nicht „tolerant integriert“. Die antisemitische und echt islamische Studentensolidarität an der Houze-ye Elmiye-ye Qom wird ungerührt oder wohlwollend Kenntnis genommen bei JafariyaNews: Largest Shia News Website

Hawzah ilmiyah Qom denounces Israel attacks

By: Sheikh M Khurasani

HOLY CITY OF QOM, Iran: The religious seminary of Holy City Qom “Hawzah ilmiyah” has strongly condemned Israeli’s brutal military actions in Lebanon.

In this regard, hundreds of religious students marched in Holy city of Qom to demonstrate against Israel’s atrocities in Lebanon and the Palestinian-run territories.

Demonstrators, carrying Lebanese, Palestinian and Islamic Republic of Iran flags, chanted slogans such as `Death to Israel’, `Down with USA’, `Zionist are fascists’. Participants expressed their full solidarity with the Lebanese people and Hizbullah.

http://www.jafariyanews.com/2k6_news/july/23hawzah_qom_statment.htm

hauzah ilmiah Qom (beachtliche Internetadresse: leader ist Chamene’i; Spracheinstellung hier indonesisch)

http://www.leader.ir/langs/id/index.php?p=contentShow&id=7420

Stellung des Führenden aus der Sicht Imam Chomeinis

Voraussetzungen des Oberhauptes

http://www.leader.ir/langs/de/index.php?p=leader_imam

Hauzah Ilmiyah Qom Iran

http://abna.ir/print.asp?lang=12&id=203954

http://www.abna.ir/a/uploads/52/9/52981.jpg

Chamenei in Ghom

http://www.abna.ir/a/uploads//74/5/74569.jpg

Qom, Feb 10, IRNA – Expediency Council Akbar Hashemi Rafsanjani said in Qom on Friday that extremist movements within various religious factions are hurting the security and unity of the world’s Muslims. Rafsanjani made the remarks while addressing a conference on the Islamic world and its challenges.

http://www.payvand.com/news/07/feb/Rafsanjani-Qom1.jpg

http://www.payvand.com/news/07/feb/1125.html

Ayatullah Jaafar Subhani … Hawzah Ilmiyah Qom. Thematisiert beim WordPress-Blog Syiahali und von Indonesien aus.

http://syiahali.wordpress.com/2011/05/17/pandangan-resmi-ulama-ulama-panutan-syiah-itsna-asyariyah-perihal-para-sahabat-dan-istri-istri-nabi-saw/

SYIAHALI: web syi’ah imamiyah ushuliyah terlengkap di Indonesia-Malaysia dan Brunei.. Web ini membantu N.U dan Rakyat Malaysia melawan Salafi Wahabi demi persatuan islam, demi toleransi dan saling sayang Sunni-Syi’ah

tägliche Besucher 609 (Juli 2012)

http://www.statscrop.com/www/syiahali.wordpress.com

[2] Shrine of Fatemeh Masoumeh in Qum, Iran in August 2005.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7c/Masoumeh.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Honor_Maasoome-Ghom-Iran.JPG

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/66/Fatimah_Ma%27sumah_Shrine_Qom_22.jpg

Der Schrein selbst

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/fa/c/ce/Zarih-fatemeh-masomeh.jpg

Shrine of Fatimah Ma’sumah, Qom, Iran. January, 2009

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d0/Fatimah_Ma%27sumah_Shrine_Qom_14.jpg

Exit door of shrine of Hazrat Massoumeh Qom, Iran

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/51/Sortie_haram_edit.jpg

Dicht am Fatimaschrein liegt die unter Großayatollah Borudscherdi (1875-1961) erbaute Azam-Moschee (Masjid-e ‘Azam, Bauzeit 1954-1961), an der heutzutage auch Großayatollah Sobhani predigt. Borudscherdi gilt unzweifelhaft als Quelle der Nachahmung, seit ihm gab es auf Erden keine gesicherte marja-e taqlid mehr.

Masjid-i Azam has now become central place for the students of the Islamic seminaries

http://www.masoumeh.com/eng/html/id/4/6.html

The Ulama and the people of Qum under the leadership of Imam Khomeini (R.A.) staged a historical uprising against the dictatorial Pahlavi regime in the month of June 1963. This uprising was brutally suppressed by the military and Imam Khomeini (R.A.) was exiled from Iran. But great jurisprudents like Ayatullah al-Uzma Gulpaigani (R.A.) [nicht der noch lebende Großayatollah Lotfollah Safi-Golpaygani (* 1918), der 2012 wie Sobhani religiös gegen den Rap-Musiker hetzte, sondern Großayatollah Mohammad-Reza Golpayegani, Lebenszeit 1899 – 9.12.1993, der die Hauza, die Religions-Hochschule nach dem Ableben von Borudscherdi und in der Zeit von Chomeinis Exil leitete] and Ayatullah al-Uzma Araki, who were present in Qum guided the Islamic seminary.

The Islamic revolution in Iran achieved remarkable victory in the year 1979 under the leadership of Imam Khomeini (R.A.) but the Baathist regime in Iraq led by Saddam imposed a war against Islamic Republic of Iran and heavily suppressed all the activities of the Islamic seminaries in the holy city of Najaf (Iraq). Thousands of leading Ulama and Tullab were massacred in Najaf by Saddam’s regime and many others fled from Najaf and took refuge in the holy city of Qum which has now emerged as the greatest centre of Islamic learning in the world. At present more than 60,000 Ulama [zu sg. alim, Gelehrter, das ist etwas hoch angesetzt – die Studenten, tullab sg. Talib sind hier wohl mitgerechnet] including the leading Marajah Taqleed are residing in this holy city. [Sehr interessant: die Flucht der Gelehrten aus Nadschaf nach Ghom. Man gibt sich in Ghom ziemlich stolz, aber allseits anerkannte Mardscha-e Taqlid leben seit Borudscherdi nicht] Many research centres in Islamic sciences have been established recently in the holy city of Qum and at present more than 50 different Islamic seminaries are functioning in the holy city to disseminate and propagate the teachings of Islam. … At present more than 10,000 non-Iranian tullab from 90 countries are studying in the Islamic seminaries in this holy city.

Beside many Islamic seminaries many leading Islamic research institutions and centres are working in the holy city of Qum. All these Islamic research centres in Qum have been established after the victory of the Islamic revolution and are carrying out intensive and advanced research in all the specialized fields of Islamic sciences under the guidance of the Paramount Leader of Islamic Revolution Hadrat Ayatullah al-Uzma Sayyid Ali Khamenei.

http://www.masoumeh.com/eng/html/id/10/index.html

[3] Ja’far Sobhani: Doctrines of Shi’i Islam: A Compendium of Imami Beliefs and Practices

http://books.google.de/books?id=6h2UnIaoioQC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

The Qom Theological Lecturers Association, Association of the Teachers and Researchers of Qom, Society of Seminary Teachers of Qom, , Society of Islamic Teachers of Qom’s Hawzah, die Benennung variiert

Jame’eh-ye Modarressin (Jame’eh-ye Modarressin-e Howzeh-ye ‘Elmiyye-ye Qom)

http://www.jameehmodarresin.org/

Religions-Hochschule [hauza, Howzeh]

Religious Highschool

Als Religionshochschule gelten höhere Bildungseinrichtungen, in denen eine Ausbildung zum Gelehrten [faqih] erfolgt.

Die Ausbildung ist vergleichbar einem Universitätsstudium. Eine Besonderheit religiöser Hochschulen besteht darin, dass unterschiedliche Hochschullehrer dasselbe Lehrfach anbieten, so dass die Studenten die Auswahl zwischen verschiedenen Hochschullehrern haben. Das Ansehen eines Hochschullehrers steigt mit der Zahl seiner Studenten, was eine Qualitätssteigerung in konstruktiver Konkurrenz zur Folge hat.

Während bei Sunniten die Al-Azhar-Universität einen hohen Bekanntheitsgrad genießt, sind bei Schiiten die Religionshochschulen in Qum und Nadschaf sehr angesehen. Darin erfolgt unter anderem die Ausbildung zum Hudschat-ul-Islam und Ayatollah.

aus: ESLAM

http://www.eslam.de/begriffe/r/religions-hochschule.htm

Ayatollah Sobhani … head of Imam Sadeq Research and Academic Institute

http://en.icro.ir/index.aspx?siteid=257&pageid=11747&newsview=340111

Imam Sadeq Institute (ISI, Ayatollah Ja’far Sobhani)

http://imamsadeq.org/ar.php

The Imam Sadiq Institute, based in Qom, Iran, is under the supervision of Ayatollah Ja‘far Sobhani. Established in 1979 on ‘Id al-Ghadir (the anniversary of the designation and appointment by Prophet Muhammad of ‘Ali b. Abi Talib as Imam), the ISI endeavours to enrich theological discourse in the Muslim community through its mandate, which is to explore theology and theological issues in their contemporary contexts and its position and subsequent development through history; and to enrich the consciousness of the current generation on issues of Islam and its principles.

http://www.iis.ac.uk/view_article.asp?ContentID=101992

His eminence Ayatollah Jafar Sobhani is a leading member of the Council of Mujtahids in the Seminary of Qom; one of the two most important centers of learning in Twelver Shi’ism. He is the director of the Imam Sadiq Institute, Iran. His work in all areas of the Islamic sciences is widely known and receives critical attention. His is a prolific writer having published over 300 scholarly works.

(The 500 Most Influential Muslims)

http://www.slideshare.net/AlHaqqNetwork/the-500-most-influential-muslims-2009

Der Ayatollah im Bild

http://www.rasanews.ir/Images/News/Larg_Pic/15-5-1390/IMAGE634482500497968750.jpg

http://www.allameh.ir/images/mosahebe1/jafar-sobhani-l.jpg

YouTube-Kurzfilme

Dhuhr Salat (Afternoon Prayer) Led by Ayatollah Jafar Subhani

http://www.youtube.com/watch?v=Esc_j-NUqz4

Hier sogar verehrt als Quelle der Nachahmung

sobhani jafar ayatollah marja taghlid

http://www.youtube.com/watch?v=ul3pzCa_OGs

Scholars of Qom meet Imam Khamenei

Including Ayatullah Sayyid Ali Meelani, Ayatullah Makaarim Shirazi, Ayatullah Ja’far Subhani, etc.

Khamenei visits the city of the BIGGEST MARJA’S in the world: Qom.

Um sich zu entwickeln und um der Wissenschaft zur Ausbreitung zu verhelfen, braucht die Menschheit Ausbilder und Führer … so ist es uns schließlich im Koran als dem vollständigsten und vollkommensten Buch zur Erziehung der Seele aufgezeigt worden:

L’Ayatollah Sobhani : ” Le Coran nous a présenté les meilleurs éducateurs de l’Humanité”

Téhéran (IQNA) – “Si la société humaine accepte qu’elle a besoin de formateurs pour avancer, la science s’étendra dans le monde, apportant l’ordre, le salut et le bonheur pour tous” a affirmé l’Ayatollah Sobhani .

L’ayatollah Sobhani lors de ses cours de commentaire coranique, a souligné que l’Humanité ne parviendrait à la paix et à la sécurité qu’en se formant au niveau idéologique : “L’être humain pour progresser et évoluer, a besoin d’éducateurs et ces éducateurs ont été présentés dans le Coran qui est le livre le plus complet et le plus parfait pour l’éducation de l’âme. Si la société humaine accepte qu’elle a besoin de formateurs pour avancer, la science s’étendra dans le monde, apportant l’ordre, le salut et le bonheur pour tous.”

Agence Internationale de Presse Coranique (IQNA)

Mardi , Octobre 2, 2007

http://www.iqna.ir/fr/news_detail.php?ProdID=173592

Echte Erben des Wissenschaftszerstörers Abu Hamid al-Ghazali … die IQNA lässt über Aristoteles denken:

Belief in the Hereafter, Main Difference between Naṣīr al-Dīn al-Ṭūsī and Aristotle’s Views on Salvation

One of the main differences between Khajah Nasir and Aristotle’s viewpoints concerning man’s salvation is that Aristotle believes in the possibility of reaching absolute bliss in this world while Naṣīr al-Dīn al-Ṭūsī maintains that perfect prosperity can only be gained in the Hereafter.

This is according to Shahin A’vani, academic board member of Iran’s Philosophy and Wisdom Research Center, speaking on the last day of the congress held on February 26 to commemorate prominent Iranian polymath and prolific writer Khajeh Nasireddin Toosi, better known as Naṣīr al-Dīn al-Ṭūsī.

Elaborating on the concept of salvation in view of Khajeh Nasir, she said: “Since ethics is primarily aimed at reaching prosperity, it is first essential to compare Khajeh Nasir and Aristotle in terms of their views on ethics.”

http://www.iqna.ir/en/news_detail.php?ProdID=961899

November 2012. Himmlische Gedichte sollen den Islamischen Kampfgeist der Prügelmiliz (Basidsch) heben:

Foreign Poets to Partake in 3rd Congress of Islamic Resistance Poetry

Secretary of the third International Islamic Resistance Poetry Congress said foreign poets will participate in the congress.

Nosratollah Salehnejad also told IQNA that the event will be held for three days beginning from November 3rd, the national Students Day.

“It is organized by the Ravayat Publications in cooperation with the Ministry of Culture and Islamic Guidance and the Basij Organization”, he added.

Salehnejad noted that three cities of Kermanshah province are planned to host the congress, which aims to discuss and clarify the scientific, art and cultural foundations of resistance poetry in Iran and the rest of the world.

He referred to identifying and introducing top poems featuring resistance and Islamic Awakening, providing a venue for interaction among poets from Iran and other countries, and publishing top works in the field as other objectives of the congress.

http://www.iqna.ir/en/news_detail.php?ProdID=1043266

Wie bei der gegenmodernen globalen sunnitischen Islamischen Bewegung, verwendet man auch im Iran den Begriff vom Islamischen Erwachen (Islamic Awakening)

http://www.iqna.ir/en/news_detail.php?ProdID=1026405

„Die Islamische Revolution hat Religion und Leben miteinander versöhnt“Ajatollah Mohammad Ali Taskhiri, Generalsekretär des Weltforums für die Annäherung der Islamischen Denkschulen hat auf einer wissenschaftlichen Gedenkfeier für den verstorbenen muslimischen Philosophen Professor Roge Garaudy [d. i. Roger Garaudy] gesagt:

„Zum ersten Mal bin ich dem Namen Roge[r] Garaudy begegnet als ich das Buch „Unsere Wirtschaft“ von Schahid Sadr las.“ Er fuhr fort: „Schahid Sadr hat in diesem Buch die Marxisten gefragt, was der Beweis für die Richtigkeit ihrer Theorie sei. Und die Marxisten haben in Erwiderung dieser Frage das Thema der Anpassung angeführt. Schahid Sadr hat wegen diesem Thema an den Marxisten Kritik geübt.“

Taskhiri fuhr fort: „Einer der Bereiche, in denen Schahid Sadr in diesem Buch Roge Garaudy gegenübertritt ist die wissenschaftliche Forschung. Schahid Sadr untersucht aufgrund logischen Denkens und aufgrund seiner Ausbildung an der theologischen Hochschule die Theorie Garaudys und analysiert sie kritisch.“

Ajatollah Taskhiri berichtet weiter: „Als ich im Gefängnis von Saddam war, in dem harte Bedingungen herrschten, war ich mit einem kommunistischen Mitglied der irakischen Armee in einer Zelle und ich habe mit ihm darüber gesprochen, was Schahid Sadr an den Marxisten bemängelt. Er wusste keine Antwort auf diese Kritik und ist, nachdem ich ihm die Kritik von Sadr vorgelegt hatte, Muslim geworden. Die Kritik, die Schahid Sadr an den irakischen Kommunisten übte, war für diese niederschmetternd. Damals meinten die Marxisten, entweder jemand ist Kommunist oder er hat keine Ahnung.“

Taskhiri sagte: „Ich habe Garaudy gefragt, ob Ajatollah Sadr die Marxisten verstanden hat.“ Er antwortete mir: „Nur wenige haben die Marxisten verstanden. Einer von ihnen war Schahid Ajatollah Sadr.“

Ajatollah Taskhiri weiter: „Roge Garaudy besaß eine revolutionäre Gesinnung und war davon überzeugt, dass es drei große Abtrünnigkeiten von der Religion gab. Die größte Abtrünnigkeit vom Judentum war für ihn der Zionismus, vom Christentum der Römische Katholizismus und vom Islam der Wahhabismus. Er hat Malik Fahad als politische Dirne bezeichnet.“

Der Generalsekretär des Weltforums für die Annäherung der Islamischen Denkschulen sagte: „Bei einem Besuch Roge[r] Garaudys im Iran fragte in ein hoher Verantwortungsträger der Staatsordnung: `Welches wichtige Phänomen haben Sie nach der Revolution im Iran beobachtet?“ Er antwortete: „Iran hat nach der Revolution Religion und Leben miteinander versöhnt.“

Ajatollah Taskhiri sagte abschließend: „Roger Garaudy hat den Wahhabismus scharf abgelehnt und gesagt, dass dieser den Islam auf der Welt entwürdigt.“

http://www.taqrib.info/germany/index.php?option=com_content&view=article&id=767:die-islamische-revolution-hat-religion-und-leben-miteinander-versoehnt&catid=36:1389-04-05-12-37-23&Itemid=64

Auf seinem Weg durch die Ideologien und Religionen der Welt war er Kommunist, Christ, Verfechter des Islam und Holocaust-Leugner. … Im Jahr 1981 wollte Garaudy als Grüner und Kernkraftgegner französischer Präsident werden. Ein Jahr später trat er zum Islam über. … Im Zuge seiner Israel-Äußerungen wurden nicht zuletzt die arabischen Übersetzungen von Garaudys Werken zu Verkaufserfolgen.

Süddeutsche 15.06.2012

http://www.sueddeutsche.de/kultur/franzoesischer-philosoph-und-holocaust-leugner-roger-garaudy-ist-tot-1.1383762

Garaudy bedient in seinem Text eine ganze Reihe jener Erwartungen, die ein Auschwitzleugner hegen mag, wenn und falls überhaupt er ein Buch zur Hand nimmt und nach Bestätigung für seine historischen Phantasien sucht.

So erwähnt er beispielsweise die Resolution der UN von 1975, die den Zionismus als eine Form des Rassismus verurteilte. Nur auf amerikanischen Druck, so Garaudy, sei die Resolution nach dem Zusammenbruch des Ostblocks zurückgenommen worden:

„Neben vielen anderen internationalen Schurkereien erreichten sie die Rücknahme der berechtigten Resolution von 1975 (…)“ [nach: Garaudy: Founding Myths, Gründungsmythen’]

Garaudy bezeichnet die Resolution als gerecht und die Rücknahme als “international banditry”, als internationale Schurkerei. Er bleibt den Nachweis schuldig, dass dies auf Druck der USA geschehen sei, und die Tatsache, dass der Generalsekretär der Vereinten Nationen die Resolution von 1975 später noch einmal ausdrücklich als bedauerlichen Fehler und als Tiefpunkt der Beziehungen bezeichnet hat, verschweigt Garaudy seinen Lesern. …

Garaudy schließt sein Buch mit den Worten:

„Es gibt keine wirkungsvollere Anklage gegen Hitlers Regime als das Beharren auf der historischen Wahrheit. Zu dieser Wahrheit wollten wir mit diesem Werk beitragen.“

Er meinte wohl eher die ‘revisionistische Wahrheitssuche’, und die ist ihm in vollem Umfang gelungen. Die amerikanische Ausgabe seines Buchs ist denn auch bei Noontide Press erschienen, dem Verlag der antisemitischen und rassistischen ‘Liberty Lobby’.

aus: Holocaust-Referenz (h-ref), Argumente gegen Auschwitzleugner

http://www.h-ref.de/literatur/g/garaudy-roger/gruendungsmythen.php

Revolutionen in der Arabischen Welt – ein Vorspiel zu einer rein islamischen Weltordnung

http://www.taqrib.info/germany/index.php?option=com_content&view=article&id=368&Itemid=148

Al-Andalus, Cordoba! Plätschernde Brunnen, arabische Gelehrsamkeit und heilige Schutzgelderpressung der Dschizya. Lautengeklimper, Marmorpaläste und dann und wann eine kleine Dhimmi-Auspeitschung. Märchenstunde mit Seyed Mohammad Saghafi:

Glanzvolles über die islamische Zivilisation Andalusiens

Ja, Andalusien, das dereinst die helle Leuchte der islamischen Zivilisation und Vermittler bei der Übertragung der Kultur nach Europa war, hatte einen derartigen Niedergang, dass das Herz davon ergriffen wird und die Tränen in die Augen treten, und dass es jeden mitfühlenden muslimischen Menschen aufschreien und ihn über die Zerstörung der Gebetsnischen und den Einsturz der Kanzeln, die früher einmal die Plätze der Betenden einfassten und die erhabenen Stellen der Prediger waren, Gedichte der Trauer vortragen lässt.

http://www.taqrib.info/germany/index.php?option=com_content&view=article&id=97&Itemid=115

Islam Meets Sociology – Dr Seyed Mohammad Saghafi, a distinguished cleric teaching at Azad University with Dr. Gholamabas Tavasoli, Doyen of Iranian Sociology.

http://en-gb.facebook.com/note.php?note_id=214480365262743&comments

Suchbegriff Sobhani bei Mohabat News – IRANIAN CHRISTAN NEWS AGENCY

http://www.mohabatnews.com/index.php?searchword=Sobhani&ordering=&searchphrase=all&option=com_search

Ayatollah Sobhani invited the Christian leaders of Iran to a debate!

http://www.mohabatnews.com/index.php?option=com_content&view=article&id=2803:ayatollah-sobhani-invited-the-christian-leader-of-iran-to-a-debate&catid=36:iranian-christians&Itemid=279

[4] Voodoo, Koran und Inquisition sind (schlechte, mag sein) Religion. Der bloße Jägerblick reicht dem Schamanen nicht aus; um der von Dämonen durchflatterten Weltlichkeit erfolgreich Widerstand (resistence) zu leisten, musst du vielmehr bereit sein, mit einem erleuchteten Auge (eye) entrückt in die Geisterwelt zu gucken. Spitzt die Ohren, Koranschüler! Lauschet den geehrten Führern und Gelehrten:

It needs an eye that can see inwardly and deeply and an ear that is sensitive and punctilious. … conscious perception of religion is the main source of resistance (p 134, 135)

aus: The Call of Islam Radio (COIRadio), Islamische Republik Iran

http://www.coiradio.com/library/library/quran/light/light_12/025/73-74.htm

coiradio, Address: Holy City of Qom, Iran

http://www.coiradio.com/index.php?option=com_content&view=article&id=1207&Itemid=415

Auch in der heiligen Stadt Ghom (Qum) denkt Allahgott folgenreich (juristisch), an prominenter Stelle findet sich daher der Durchklick zum Islamischen Recht. Wie sehr darf Geld mit Unerlaubtem (haram, unlawful) durchmischt sein, um noch als der Fünfte (chums) angesehen werden zu können? Khums on the Items Mixed With Haram

(The Call of Islam Radio, Qum, Iran)

http://islamiclaws.radioftp.ir/2011/07/13/khomse-on-the-items-mixed-with-haram/

[5] Hundreds of Muslims are flocking to a small terraced house in West Yorkshire to see a tomato which they believe carries a divine message from Allah.

Housewife Shabana Hussain, 27, found the Islamic scripture while she was preparing a meal for her family.

She chopped a tomato in half, and bismillah, or Allah, was written in Arabic in the veins. The other half of the vegetable said la illaha illala, or There is no God but Allah.

“I was shocked and surprised,” she said. “Now word has got out about the tomato and hundreds of people have called in to see it.”

Mrs Hussain and her husband Imdad, who have four young children, are now expecting more visitors to their home in the Girlington district.

“It’s very clear,” said Mrs Hussain. “Everyone has been able to make the message out.” …

Away from the kitchen, a Virgin Mary statue in southern Italy was found to weep tears that looked like vegetable oil in 1997.

And two years earlier, pilgrims flocked to the town of Civitavecchia, near Rome, where there were claims of another Madonna weeping blood.

Message from Allah ‘in tomato’, BBC 09.09.1999

http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/443173.stm

Weiteres himmlisch beschriftetes Gemüse, die Wahrheit von Scharia und Kalifat beweisend

http://www.peterboroughtoday.co.uk/webimage/1.712551.1280475566!image/1589575157.jpg_gen/derivatives/landscape_595/1589575157.jpg

Rather than keeping the tomato, Mrs Khan, of Park Lane, Eastfield, presented it to her sister Hambreen Hanif so she could eat it for good luck.

Mrs Khan said: “When I first saw the writing, I just thought, ‘Is this real?’

aus: Adam Uren: Fruity phenomenon: Muslim word seen in tomato, Peterborough Today 30.07.2010

http://www.peterboroughtoday.co.uk/news/local/fruity-phenomenon-muslim-word-seen-in-tomato-1-712552

My sister was preparing dinner yesterday.She cut a tomato in half and to her amazements the word Allah was written inside it … Subhan’Allah!

Yanabi: Reviving the Spirit of Islam, 24 October 2010

http://www.yanabi.com/Uploads/Images/8100e1ea-b386-44ba-be30-bd01.JPG

[6] Ich bekam zu hören, dieser Fisch ist ein Mysterium, er trägt den Namen ,,Allah“ auf der einen und ,,Mohammed“ auf der anderen Körperseite. … Er kam am nächsten Tag mit einem Dolmetscher, sah sich staunend den Fisch an und bestätigte, dass jeder, der den Koran lesen kann, auch die Schriftzeichen für Allah und Mohammed lesen kann.

Jürgen Fechner: The Fish Divine with the Signs of Allah

http://www.wonder-fish.com/allah_d.htm

Der Schöpfer signiert. Mehr Allahfisch gefällig?

http://farm5.static.flickr.com/4028/4296200058_5ff64da5c1.jpg

http://www.underwatertimes.com/news2/allah_fish.jpg

[7] Für Sunniten ist der Einblick in die Sphäre des Verborgenen (al-ghaib) seit dem Ableben Mohammeds nicht mehr menschenmöglich:

Imam Jafar is reported by the Shia to have said the following to his peers: “I swear by God that knowledge of the first things and the last things has been bestowed on us [Imams].” On hearing this utterance of the Imam, one of his companions asked him wether he had knowledge of the unseen. He [Imam Jafar] answered:

“Woe upon you that you find it necessary to ask such a question. We are fully informed of each drop of sperm in the loins of men and the wombs of women. Woe upon you; open your eyes, and let your hearts perceive the truth! We are God’s proof, dwelling among His creation, but only the believers whose faith is as firm as the mountains of Tihamah has the ability to perceive this truth. I swear by God that if I wished I could inform you how many pebbles exist in the world, even though their number is constantly growing, by night and by day.” (Source: http://al-islam.org/leadership/ )

These quotes are all contradictory to the Quran, in which Allah declares that He and He alone possesses knowledge of the Unseen. This idea that the Imams can see the Unseen, that they can know everything about the heavens and the earth, and all of these other exaggerations are contradictory to the spirit of Islam. To give the attributes and qualities of Allah to the creation is the unforgiveable sin that is known as Shirk. …

This article is only the tip of the iceberg, but it is a good insight into the manner in which the Shia exalt their Imams and commit Shirk in the process. What is the most perplexing is the fact that if any of these statements about the Imams were really true, then why is this not mentioned in the Quran?

von: Ibn al-Hashimi, in: Ahlel Bayt: A Sunnah Perspective

http://www.schiiten.com/backup/AhlelBayt.com/www.ahlelbayt.com/articles/imamah/imamah-and-shirk.html

Der südasiatische Mehrheitsislam der ein wenig schiitisch und volksislamisch gefärbten, im Übrigen orthodox sunnitischen Barelwi betont, dass noch nicht einmal Mohammed vollständigen ‘ilm-e-ghaib (knowledge of the unseen) hatte, vollständige Einsicht in den verborgenen Seinsbereich:

We, The Ahle As Sunnah, believe that Allah has given the knowledge of the Ghayb (unseen), to the Prophet [May Allah bless him and grant him peace], and that it is also permissable to say that our Prophet [May Allah bless him and grant him peace] knows the knowledge of the Ghayb. However, it is not possible, nor permissable to say that the Prophet’s [May Allah bless him and grant him peace] knowledge of the Ghayb is equal to that of Allah – or even like the knowledge of Allah, since Allah’s knowledge is His own and the Prophet’s knowledge has been given to him by Allah.

http://www.alahazrat.net/islam/knowledge-of-unseen-%28ilm-ul-gaib%29.php

Imam Ahmed Raza Khan (radi Allahu Ta’ala anhu), popularly known as “A’la Hadrat” in the Islamic world, was born on the 10th of Shawaal 1272 A.H. (14 June 1856) in Bareilly Shareef, India. His father, Moulana Naqi Ali Khan (radi Allahu Ta’ala anhu), and illustrious grandfather, Moulana Rida Ali Khan (radi Allahu Ta’ala anhu), were great Awliya and celebrated theologians recognized as such by academic circles of the entire sub-continent.

http://www.alahazrat.net/islam/about-us.php

Barelwi (Barelvi), nur echt mit der schwarzweißen Zwiebelkuppel. City of Bareilly (Barelī, 900.000 Einwohner, 52 % Hindus, 34 % Muslime, 10 % Sikhs), Uttar Pradesh, Indien.

http://mw2.google.com/mw-panoramio/photos/medium/12182233.jpg

http://dargahawlia.files.wordpress.com/2011/01/imam-e-ahle-sunnatimam-ahmadahmed-raza-khan-bareillyra-shrinedargah-in-indiainsideoutside-viewby-dargahawlia-urs-barelvi-sunni.jpg

http://forum.valka.cz/attachments/12801/bareilly.jpg

Barelvi is a term used for a movement of Sufi, Sunni Islam originating in the Indian subcontinent. The movement is known as Ahle Sunnat to its followers.

The movement in British India was shaped by the writings of Ahmed Raza Khan Barelvi (1856–1921). The movement defends contemporary traditionalist Islamic beliefs and practices from the criticisms of movements like the Deobandi, Wahabi and Ahl al-Hadith. This included a defence of many traditional practices and rites associated with popular Sufism. … India Today estimates that the vast majority of Muslims in India adhere to the Barelvi movement, and The Times (UK) writes that most (South Asian) Muslims in the United Kingdom also adhere to the movement. Similarly, the conservative think tank The Heritage Foundation gives such estimates for the vast majority of Sunni Muslims in Pakistan. … Barelvis follow the Ash’ari and Maturidi schools of aqidah, any one of the four school of fiqh, and the Qadri, Chishti, Naqshbandi or Suhrawardi Sufi orders.

http://en.wikipedia.org/wiki/Barelvi

Ahmed Raza Khan Fazil-e-Barelvi

http://en.wikipedia.org/wiki/Ahmed_Raza_Khan_Barelvi

Fazl-e-Haq Khairabadi (1797–1861) was one of the main figures of the Indian Rebellion of 1857. He was a philosopher, a poet, a religious scholar, but is most remembered for his role as a freedom fighter. It was he who issued the fatwa in favour of Jihad against the English in 1857.

http://en.wikipedia.org/wiki/Fazl-e-Haq_Khairabadi

[8] Herz als Sitz des Verstandes, auch in Malaysia, aber nicht nur irgendwie sufistisch, sondern kalifatstreu:

So, what is soul actually? The soul (nafs), spirit (ruh), heart (qalb), and mind (`aql) have been used either interchangeably or for different but interrelated concepts (Al-Attas, 1990). This posting will only focus on the mind (since its close relation with the brain) and the heart (since early Muslim scholars had emphasised its connection with the brain (e.g. Ibn al-Qayyim).

The Qur’an and Hadith have indicated the role played by the (spiritual) heart in relation to behaviour and cognition. Some Qur’anic verses mentioned that the heart is involved in conceptualisation or understanding (7: 179, 63: 3). In addition, Prophet Muhammad (PBUH) in his famous hadith said that: “Inside the body, there is a ‘mudghah’(piece of flesh). If it is in a good condition, then the rest of the body will be in a good condition. If it is in a bad condition, then the rest the body will be in a bad condition. Indeed, it is the ‘qalb’” (narrated by Bukhari & Muslim).

http://islamic-world.net/index.php?option=com_content&view=article&id=1762:the-place-of-soulnafs-in-biological-psychology&catid=35:islamic-phsycology&Itemid=67

We would like to introduce an innovative plan on behalf of Islam. It is called Islamic World, and it is a concept rather than an organization. We accept that there is no path to a right and just world but Islam, therefore we want to do our utmost to bring rightly guided committed belief and dedicated practice of Islam back into every aspect of life for all members of the Muslim ummah; and, to make Islam both acceptable and attractive to non-Muslims. … Our ultimate goal is a truly and fully, united Islamic world.

http://www.islamic-world.net/index.php?option=com_content&view=article&id=48&Itemid=34

http://www.islamic-world.net/

Kalif: Muhammad Al’Mahdi at the Khalifah Institute

The Calif speaks. View The Video Presentation by Prof Muhammad al Mahdi

http://caliph.wordpress.com/

Der kleine oder nicht so kleine Kalif aus Malaysia verlinkt zur Dawa-Bewegung für Burma. Da’wah in Myanmar (Burma). This site contains information about islamic education, Myanmar Qu’ran Translation,propagation(da’wah)and character building,Myanmar Muslim History, etc…

http://myanmarwind.blogspot.de/

Es kann nur einen (Koran; Allah; Kalifatsplan) geben! Die letztlich selbe Kalifatsbewegung, viele Deutsche reden immer noch verlegen von „Salafismus“. Hier aus Indonesien.

http://indo2.islamic-world.net/

[9] Beweis [der Wahrheit der Scharia], Hoddschatoleslam (Ḥuǧǧatu l-Islām).

ḤOJJAT (Ar. ḥojja, “proof or argument”), a term used as: (1) a line of argument in the course of debate; (2) designation of the Shiʿite Imams or their most essential spiritual function as “proofs of God”; (3) an epithet specifically applied to the Twelfth Imam, Ḥażrat-e Hojjat; and (4) a high official in the hierarchy of Ismaʿili missionary activities (daʿwa; see DĀʿI).

Usage in debate. Ḥojja is not necessarily an irrefutable proof or even a correct one, but rather a line of argument used to advance one viewpoint against another in the course of debate. The Arabic term is Koranic in origin and is used to refer both to the false and self-serving arguments the unbelievers may advance against God or his prophets (Koran 42:16, 25), and to the arguments of God or his prophets against such unbelievers (Koran 6:83). The Koran tells us, however, that God’s is the decisive proof or argument (ḥojja bāleḡa) that silences all others (Koran 6:149). This term is also sometimes used in theology (kalām) and philosophy to mean argument or proof, but it does not seem to have a uniform or technical definition in either of these disciplines (Gardet, pp. 543-44).

Usage in Shiʿism. Ḥojjat does possess a specific, technical meaning in the Shiʿite tradition, especially in Imami Shiʿism, where it refers to that single individual in any given era of human history who represents God’s “proof “ to humanity. Such an individual is either a prophet or the imam/legatee of the prophet, and Imami doctrine holds that there is always one such ḥojjat in existence at all times (e.g., Kolayni, I, pp. 232-35). …

The Imams were considered the “proofs of God” … and in this capacity, the Imams would also serve as “witnesses” against human beings on the Day of Resurrection. The Imam’s status as the very “proof of God to mankind” was also an argument for his supernaturally comprehensive knowledge and infallibility (ʿeṣma)[Unfehlbarkeit] .

The notion of the Imam as “ḥojjat Allāh” seems to have assumed particular importance after the disappearance or occultation (ḡayba) of the Twelfth Imam.

Encyclopædia Iranica

http://www.iranicaonline.org/articles/hojjat

The title Hujjatu l-Islām wa l-Muslimīn (“Authority on Islam and Muslims) is given to middle-ranking clerics.

http://en.wikipedia.org/wiki/Hujjat_al-Islam

`Esma, Justice, and Infallibility

The `esma of a prophet is different from the justice of a pious man as it is different from the infallibility of angels.

Infallibility: Angels are incapable of committing a sin and hence are infallible by definition.

Is ‘Esma Contrary to Freewill?

The issue of freewill arises when the argument of ‘Esma or divine protection is made. … Therefore, about Prophet Joseph – Yusuf (a.s) we recite in the Quran:

“And indeed she did desire him, and he would have inclined to her desire, had he not seen the evidence of his Lord.” 12:24

In the same story the Quran narrates from the wife of the king who said to the women in the city:

“I did seek to seduce him, but he sought Protection (Esmat from God).” 12:32

Therefore, if Prophet Joseph (a.s) was incapable of committing adultery he would not have had the desire for it, nor would he need to seek divine protection.

http://www.ihic.org.au/Book.aspx?id=10&sec_id=61

Alles zu finden beim IHIC: Imam Husain Islamic Centre (“The Light of Guidance, and the Ark of Salvation”) bei den Schiiten von downunder … Australien.

http://www.ihic.org.au/Book.aspx?id=10&sec_id=51

Die Lampe der Rechtleitung, und das Boot der Rettung, das ist Hussein, und jeder kann es auf der rechten Seite des Thrones (ʿarš) Allahs nachlesen. This is how Imam Hussain (a) became the Torch of guidance, and Ark of salvation

http://www.sibtayn.com/en/index.php?option=com_content&view=article&id=35&Itemid=110

Der Thron ist groß, sehr groß. Thus, it is a significantly large `Arsh; none knows how great the size of its magnificence is except Allah (Glorified and Exalted be He) Who created it (but we are told by the Prophet that it is very large).

http://asmawasifaat.wordpress.com/2011/10/14/meaning-of-allahs-arsh-throne/

Maturidis Aussage zum “(ar: ar-Raḥmān ʿāla al-ʿarš Istawāʾ)” – wörtlich: „Er, der Allerbarmer Erhob sich über den Thron.“ [5:20] die von den Hanafiten vertreten wird … Auf dieser Basis vertrat Maturidi die Ansicht, dass die sogenannten “Hände” Gottes (im Koran wörtlich: yedullah) die Macht Gottes sein könnten oder auch nicht, da es dafür keinen festen Beleg gebe; daher machte er keine kategorische Schlussfolgerung. Abu al-Hasan al-Asch’ari dagegen machte sie und vertrat die Ansicht, dass die Hände Gottes zweifellos für die Macht Gottes stehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abu_Mansur_al-Maturidi

[10] (Ahlul Bayt News Agency) – Grand Ayatollah Jafar Sobhani, Iranian senior jurisprudent in a statement denounced heinous act of an Iranian singer to desecrate Imam Hadi, the tenth Shia Imam and grandson of Prophet Mohammad.

Top cleric in this message, slammed sacrilegious song by Shahin Najafi, Iranian singer living in Germany saying, “Of course this is not a project by an individual, but a pre-planned measure to undermine the religious beliefs of the people and to create a kind of ignorance in society.

He called the act to be in line with what Salman Rushdie did previously and said the outcome for both of them is the same.

A young Iranian singer in Germany has recently performed a song desecrating Imam Hadi (AS), tenth Shia Imam raising the anger of Muslim communities across the world.

A number of Iranian Shia jurisprudents have announced him to be heretic, a statement for which the punishment is execution.

Previously the same statement has been issued for Salman Rushdie, Indian author of Satanic Verses, the book which desecrated Prophet Mohammad.

http://www.abna.ir/data.asp?lang=3&Id=316573

eingestellt ebenfalls bei der Chomeini-treuen türkischen Seite Islamic Invitation Turkey („… it is Hizbullah that will vertainly triumph. Qur’an-5/56“)

http://www.islamicinvitationturkey.com/2012/05/21/muslim-cleric-likens-najafi-to-salman-rushdie/

Großayatollah Sobhani stellt Najafi und Salmani Rushdie gleich

Wie die Ahlul Bayt News Agency ABNA berichtet, hat der Großayatollah den Rapper Shahin Najafi und den Autor des Buches Satanische Verse, Salman Rushdie, auf die selbe Stufe herabgesetzt.

Najafi hatte in einem Lied den 10. Imam der Schiiten, Imam Naghi beleidigt und sich über die Gebräuche der Muslime lustig gemacht. Außerdem hatte er Gott beschimpft und den Glauben der Muslime geschmäht.

In seiner Ansprache sagte Sobhani, dass dies nicht das Projekt einer einzigen Person sei und dass es eine vorausgeplante Maßnahme war, um den religiösen Glauben der Menschen zu schmähen und Ignoranz in der Gesellschaft zu erreichen.

Er stellte die Schandtat mit den Satanischen Versen des Salman Rushdie gleich und sagte, dass die Ergebnisse Untaten desselben Ausmaßes seien.

(Anmerkung Jacques Auvergne: Der junge Kölner Künstler ist jemand, auf den ein moderner Iraner stolz sein kann. Großayatollah Sobhani hingegen erweist sich einmal mehr als ganz schlechtes Vorbild für die Jugend; die Menschen im Iran haben bessere Seelsorger verdient als Chomeini und Sobhani und die barbarische Scharia haben sie gar nicht verdient!)

http://abna.ir/data.asp?lang=7&id=316703

[11] Die rachsüchtigen Herrschaften Allahgott und Sobhani wünschen jedem das Seine:

When it comes to apportioning reward and punishment, God never treats the believer in the same way as the unbeliever, the good in the same way as the bad; rather, He gives each person an appropriate, fitting recompense.

http://www.sies.co.uk/sies/minister/2006/sep/sep2006_6.html

[12] Sobhani, der Hidschab und die islamisch verstaatlichte Lüge

Grand Ayatollah Jafar Sobhani criticized the current situation of Hijab in Iran.

“Its a social sin when people don’t wear good Hijab. Authorities and officials of the Islamic government are responsible for this huge sin. But it seems they don’t care about it that much. The survival of our Islamic government is up to Hijab. So this shows the importance of this divine duty.” Ayatollah Sobhani said on Tuesday in Qom.

“People and officials should not ignore Hijab issues. They should care about it as much as they can.” He added.

Hijab is required on women in public in Iran. However in Iran many women, especially younger ones, have taken to wearing transparent, colorful and very loosely worn Hijabs instead of Chadors or manteaus to protest but keep within the law of the state. Iran’s police have tightened the control of Hijab recently. Police usually arrest people who don’t have good Hijab.

Jafar Sobhani is a lecturer at Qom seminaries and a senior member of the high council of Qom Seminary. Sobhani believes that the media in an Islamic country must be tightly controlled by the administration and it is not necessary that the people get informed about news unless necessary. He said: “Lying is a big sin, but telling the truth is not a must.”

Quelle: Samia Zahid am 02.06.2012 auf Kabir News

http://kabirnews.com/ayatollah-jafar-sobhani-criticized-hijabs-situation-in-iran/2393/

Ahmad Reza Radan, Deputy Commander of the Iranian police and Tehran’s police chief, defines Hijab standards in Iran.

“Wearing tight clothes, short mantuas, short-sleeve mantuas and clothes are completely prohibited and they are against Hijab standards in Iran.” Radan said.

He also commented about the scarves and shawls worn by women, “Women must wear scarves which completely cover their hairs from back and forth.” Radan also asked Iranian women to follow these guidelines in cars too. Ahmad Reza Radan believes Iranian police is responsible for Hijab problem and this is a divine duty.

It’s noteworthy that US sanctions were imposed on two Iranian national police officials, Ismail Ahmadi Moghadam and Ahmad-Reza Radan. According to US officials, Radan has been involved in assisting the Syrian government in suppressing the anti-government protests and has travelled to Syria to “aid in the Syrian crackdown of its people”. Radan is infamous for his crackdown on “unIslamic” hair and dress style too.

Quelle: Samia Zahid am 26.06.2012 auf Kabir News

http://kabirnews.com/ahmad-reza-radan-defines-hijab-standards-in-iran/2641/

[13] Professor at Qom Seminary glorified Islam as the school of science, learning and culture saying, “Muslims are people with science and high knowledge.” adding, “If we lag behind in science for a period of time, that is either we or the enemies have to be blamed for that but the school of Islam has no shortcoming.”

Ayatollah Sobhani also underscored the most valuable activities that are rewarded by God saying, “Activities of the scientists, Jihadists (those who combat for heavenly means) and workers are highly valued and rewarded by God Almighty.”

He also warned the high officials against domestic and foreign enemies who plan to weaken the system.

Ayatollah Sobhani addressed the publishers and researchers and said,” Man needs to b e fed both physically and spiritually; hence, researchers and writers have to carefully review what they produce and how they feed the minds of the youth.”

http://www.abna.ir/data.asp?lang=3&Id=293609

[14] Die Hoffnungsweiterträgerin, Entwicklungshelferin, himmlisch rechtgeleitete Bundesbildungsministerin und Glaubensdenkerin Annette Schavan: „Das ist eine Hoffnung, von der ich aus vielen Gesprächen mit muslimischen Theologen, aber auch mit sonstigen jungen Intellektuellen weiß, dass sie sich das wünschen: eine Möglichkeit der Entwicklung über die Theologie. Der Staat bestimmt das nicht, der Staat schafft Rahmenbedingungen – Fachbereiche – in denen Entwicklung möglich ist.“

„Theologie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Klärung, zur Aufklärung; deutlich zu machen, wie stark das aufklärerische Potenzial des Christentum ist. Sie hilft, deutlich zu machen, dass Glaube nicht nur geglaubt werden will, sondern auch gedacht werden. Das Verhältnis von Glaube und Vernunft ist eine der Grundfragen schlechthin, und ich glaube, in der Universität des 21. Jahrhunderts wird Theologie auch immer mehr als Orientierungswissenschaft gefragt sein. Theologische Kompetenz wird in vielen anderen Berufen gefragt sein, und das Angebot des Studiums könnte wunderbar weiterentwickelt werden auf diese anderen Berufsfelder und Kompetenzbereiche und damit weit über Kirche hinaus ausstrahlen.“

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=474466

Allahs Ausstrahlung werden wir schon zu spüren bekommen … für die freiheitliche Demokratie verheißt es allerdings nichts Gutes, dass Schavan im Januar 2012 das Zentrum für Islamische Theologie an der Uni Tübingen gemeinsam mit Mustafa Cerić eröffnete. Cerić ist Großmufti von Bosnien und Herzegowina und Scheich im ECFR (Chef ist Yusuf al-Qaradawi).

http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/newsticker-zentrum-fuer-islamische-theologie.html

internationale Kooperationen der Arabistik und Islamwissenschaft mit Universitäten und universitären Einrichtungen in der islamischen Welt wie auch Kooperationsvereinbarungen der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen mit der Islamisch-Theologischen Fakultät Sarajevo und der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen mit entsprechenden Islamisch-Theologischen Fakultäten der Universität İstanbul und der Dokuz Eylül Universität İzmir …

Studierende/Struktur/Räume

Im aktuellen Wintersemester 2011/12 sind 36 Studierende eingeschrieben, davon 23 Frauen und 13 Männer; sie kommen aus aller Welt.

Die W 3-Professur für „Koranwissenschaften“ ist mit Dr. Omar Hamdan besetzt. Er wird durch ein Sekretariat und seinen Assistenten, Dr. Mohammed Nekroumi, unterstützt.

Die W 3-Professur für „Islamische Glaubenslehre“ wird Dr. Lejla Demiri übernehmen. Sie hat den Ruf inzwischen angenommen und wird voraussichtlich ab dem Wintersemester 2012/13 an der Universität Tübingen lehren und forschen.

Ein Ruf auf die W 3-Professur für „Islamische Religionspädagogik“ wurde im Dezember 2011 erteilt.

Die W1-Juniorprofessur für „Islamisches Recht“ wird von Dr. Mouez Khalfaoui übernommen (Ruf angenommen). Auf die W 1-Juniorprofessur für „Geschichte und Gegenwartskultur des Islam“ wurde Dr. Erdal Toprakyaran berufen (Ruf angenommen).

Das Tübinger Zentrum ist eine zentrale Einrichtung, als akademischer Lehr- und Forschungsbereich bietet es ein breit gefächertes Studium der Islamischen Theologie. Die Forschung soll auf ein international anerkanntes Niveau gestellt werden. Der 8-semestrige Bachelorstudiengang „Islamische Theologie“ ist bekenntnisbezogen ausgerichtet und verbindet die Islamische Theologie auch mit allgemeinen geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Dazu gehört die Be-schäftigung mit religiösem Quellenmaterial, aber auch die Auseinandersetzung mit der religiösen Glaubenspraxis und deren Vermittlung. Darüber hinaus befasst sich der Studiengang mit der islami-schen Religion im europäischen und deutschen Kontext und vermittelt interreligiöse und interkulturelle Kompetenzen. Ergänzend sollen ein Masterstudiengang sowie ein Lehramtsstudiengang entwickelt werden.

Bei der Besetzung der Professuren gilt, analog zu den christlich-theologischen Fakultäten, das Prin-zip der Konfessionsbindung. Es ist die Aufgabe eines Beirats, diese bei der Besetzung der Professuren sicherzustellen. Die wissenschaftliche Eignung und akademische Exzellenz der Professoren wird ausschließlich durch die Universität geprüft und gewährleistet.

Beirat

Ein siebenköpfiger Beirat begleitet den Prozess der Akademisierung und Institutionalisierung der Islamischen Theologie an der Universität Tübingen und entscheidet in bekenntnisrelevanten Fra-gen. Als Beiratsmitglieder wurden im Mai 2011 bestellt:

Vorsitzender: Suleyman Tenger (geb. in der Türkei), Religionsbeauftragter an der Zentral Moschee der Türkisch Islamischen Union und Religionspädagoge am Dokumentationszentrum für Islamische Religionspädagogik;

Muhamed Baščelič (geb. in Bosnien-Herzegowina), Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland e.V. und Doktorand an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen;

Dr. Fatma Bayraktar-Karahan (geb. in der Türkei), Predigerin im Raum Essen und Referentin im Projekt ProDialog;

Serkan Ince (geb.in Deutschland), Masterstudent der Religionswissenschaft mit Schwerpunkt religiöse Gegenwartskultur an der Universität Bayreuth;

Ismail Kuvvet (geb. in Deutschland), Gemeindeleiter und Erzieher am Kulturzentrum der Deutsch-Türkischen Integration und Islam Bildung e. V. (KDTI) Herrenberg;

Prof. Dr. Abdullah Takim (geb. in der Türkei), Stiftungsgastprofessor für Islamische Religion an der Universität Frankfurt; Mitorganisator des Theologischen Forums Christentum –Islam der Diözese Rottenburg-Stuttgart;

Dr. Halise Kader Zengin (geb. in Deutschland), wissenschaftliche Assistentin an der Theologischen Fakultät der Universität Ankara.

Feierliche Einweihung des „Zentrums für Islamische Theologie“ an der Universität Tübingen am 16. Januar 2012. Pressemitteilung. Tübingen, den 16.01.2012

http://www.uni-tuebingen.de/uploads/media/12-01-16ZentrumIslamischeTheologieTuebingen.pdf

http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/newsfullview-aktuell/article/feierliche-einweihung-des-zentrums-fuer-islamische-theologie-an-der-universitaet-tuebingen-am.html

Beirat

Seine Zusammensetzung folgt den Empfehlungen des Wissenschaftsrats. Alle Beiratsmitglieder verfügen über theologische Kompetenz. Fünf Vertreter werden von den Verbänden vorgeschlagen. Dabei entfallen auf DITIB drei Stimmen, auf VIKZ und IGBD je eine Stimme. Die zwei nicht-organisierten Muslime mit je einer Stimme werden vom Rektor vorgeschlagen.

Der Beirat entscheidet ausschließlich in bekenntnisrelevanten Fragen. Die Wissenschaftsfreiheit der Hochschule wird gewahrt. Bei Berufungen wird entsprechend dem Landeshochschulgesetz verfahren: Die Berufungskommission wird vom Rektorat einberufen. Ihr gehören islamische Theologen – derzeit sind hier nur externe Vertreter möglich – sowie Wissenschaftler anderer Fakultäten und Repräsentanten der unterschiedlichen universitären Gruppen an. Das Auswahlverfahren in der Berufungskommission erfolgt nach den hochschulintern geltenden Regeln und nach ausschließlich wissenschaftlichen Kriterien. Nach Abschluss des Auswahlverfahrens in der Berufungskommission ist in Analogie zu Berufungsverfahren bei den christlich-theologischen Fakultäten die Zustimmung des Beirates einzuholen. …

Die Stiftung Mercator will den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich islamische Theologie mit insgesamt 3,6 Millionen Euro in sechs Jahren fördern. Um diese Förderung können sich auch Nachwuchswissenschaftler des Zentrums für Islamische Theologie der Universität Tübingen bewerben. Ergänzt werden diese Bemühungen durch die Etablierung eines Netzwerks mit Universitäten in der islamischen Welt (Ankara, Istanbul, Izmir, Sarajevo, Kairo, Rabat etc.), mit denen bereits wissenschaftliche Kooperationen bestehen.