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Der Landtagspräsident antwortet auf den offenen Brief

Juli 3, 2011

Landtag Rheinland-Pfalz

Der Präsident des Landtags

Frau

Gabi Schmidt

27. Juni 2011

Sehr geehrte Frau Schmidt,

Vielen Dank für Ihren offenen Brief, mit dem Sie vor dem Hintergrund einer Kundgebung von Pierre Vogel in Koblenz dazu aufgerufen haben, den Einfluss salafistischer Prediger mit verfassungskonformen Mitteln einzugrenzen.

Sicher war die Vorstellung, dass ein radikal-islamistischer Prediger in Koblenz Tausende Muslime zur Gewalt anstachelt und den Heiligen Krieg propagiert, ein absolutes Schreckensszenario, dass sich glücklicherweise aber zumindest nicht wie befürchtet realisiert hatte. So kamen nicht die ursprünglich erwarteten 3.000, sondern „nur“ rund 500 Anhänger.

Nach einem von der Stadtverwaltung Koblenz verhängten Versammlungsverbot hatte das Oberverwaltungsgericht die Versammlung zwar zugelassen, diese allerdings mit zahlreichen Auflagen verbunden. So war beispielsweise eine Geschlechtertrennung vor der Kundgebungsbühne verboten worden. Direkte Aufrufe zur Gewalt hätten den sofortigen Abbruch der Veranstaltung zur Konsequenz gehabt. Polizei sowie Ordnungs- und Jugendamt haben die Einhaltung der Auflagen überwacht. Zu Verstößen ist es wohl nicht gekommen.

Dennoch muss der Rechtsstaat wachsam bleiben. Nach den Berichten der Verfassungsschutzbehörden gewinnen radikal-islamistische Strömungen des Salafismus immer mehr Anhänger, besonders für junge Menschen ohne Orientierung werde die Ideologie immer attraktiver. Hier gilt es nicht nur zu beobachten, sondern auch zu sensibilisieren.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Mertes, MdL

Gabi Schmidt

Mönchengladbach

Der Präsident des Landtags

Joachim Mertes

Mainz

03. Juli 2011

Ihr Schreiben vom 27.06.2011

Ihr Antwortschreiben auf meinen offenen Brief

Sehr geehrter Herr Mertes,

vielen Dank für Ihr Schreiben. Durch die Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern mit und ohne politische Funktion ist es tatsächlich gelungen, an diesem Sonntagabend im Mai die Voraussetzungen zu schaffen, dass die angekündigte Dawa-Großveranstaltung in friedlichem Rahmen blieb.

Allerdings bin ich davon überzeugt, dass die viel geringere Teilnehmerzahl und der relativ störungsfreie Ablauf vor allem dem Umstand zu verdanken ist, dass der Handlungs- und Redespielraum mit rechtsstaatlichen Mitteln so eingeschränkt worden ist, dass weder die beiden religiösen Extremisten Green und Vogel noch ihre Anhänger die Möglichkeit hatten, Hass oder antidemokratische Parolen zu verbreiten oder durch Redebeiträge beispielsweise Frauen und Homosexuelle zu diskriminieren.

Allerdings kann ich Ihre vorsichtige Einschätzung, dass die erteilten Auflagen beachtet und eingehalten worden seien, nicht bestätigen. Das gilt für die verbotene Geschlechtertrennung vor der Bühne ebenso wie für das Tragen der Ganzkörperverschleierung. Vor allem aber wurde der Jugendschutz grob missachtet, wie das Transparent an der Rückwand des zur Bühne umfunktionierten Pritschenwagens hinter den beiden Predigern beweist, das nicht zuletzt Jugendliche dafür anwarb, sich in der Islamic Online University von Bilal Philips einzuschreiben.

Schüler eines Hasspredigers zu werden, der nicht nur aus der BRD aus gutem Grund ausgewiesen wurde, ist unter dem Aspekt des Jugendschutzgesetzes sicher keine sinnvolle Möglichkeit, seine Freizeit zu gestalten. Das Curriculum dieser „Fernuniversität“, das zur linientreuen islamischen Dogmatik verpflichtet und unter Androhung der Höllenstrafe dazu auffordert, den islamischen Primärquellen Koran und Sunna nicht zu widersprechen, sie in jeden Lebensbereich wortgetreu zu integrieren und sich Allahs Gesetz, der Scharia, zu unterwerfen, ist mit den universellen Menschenrechten nicht vereinbar und damit verfassungsfeindlich.

Welcher der verschiedenen wissenschaftlich anerkannten Persönlichkeitstheorien man auch anhängt[1], eine gesunde ganzheitliche Entwicklung heranwachsender junger Menschen wird mit Gewissheit durch solche Lehrinhalte verhindert. Das Recht auf individuelle Selbstbestimmung gilt an diesem Institut nicht und stünde dem erfolgreichen Abschluss eines Zertifikats, Diploms oder Baccalaureats sicherlich im Wege. Jedes Bemühen der staatlichen Schulen, die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu demokratischen Persönlichkeiten zu erziehen und zu bilden, wird dort unterlaufen. Dafür steigt die Gefahr der Radikalisierung, die zu einer Biographie führt, die dem Lebenslauf des Frankfurter Attentäters Arid Uka ähnelt. Der 21-jährige Kosovare wurde nachweislich durch Predigten der Frankfurter Salafistenszene (Dawa FFM, Abou Maleeq alias Deso Dogg) dazu verleitet, zum Dschihadisten und Mörder zu werden[2].

Polizei, Ordnungs- und Jugendamt hätten am 29.05.11 mehrfach Grund gehabt, die Koblenzer Kundgebung zu unterbrechen, weil gegen Genehmigungsvoraussetzungen verstoßen wurde. Das von weitem lesbare Werbeplakat für das Bildungsinstituts des aus Jamaika stammenden Konvertiten, der die Bundesrepublik nach dem gemeinsamen Auftritt mit Pierre Vogel innerhalb von drei Tagen verlassen musste, 2007 von der australischen Regierung als nationales Sicherheitsrisiko eingestuft wurde und zumindest 2009 nicht in die USA einreisen durfte[3], wäre auf jeden Fall ein Anlass gewesen, die Veranstaltung sofort abzubrechen.

Aus Philips Schülerschaft sollen Kämpfer für al-Qaida rekrutiert worden sein. Am bekanntesten ist der zu lebenslanger Haft verurteilte Terrorist Al-Timimi, der dem Gelehrten zumindest sehr nahe gestanden haben muss. Der 1963 in Washington D.C. geborene Sohn irakischer Einwanderer genoss zumindest soviel Vertrauen, dass Philips ihn mit einem Empfehlungsschreiben ausstattete, das dazu aufrief, Al-Timimi politisch, finanziell und moralisch zu unterstützen. Einige Mitglieder des Virginia Paintball Jihad, eine elfköpfige Gruppe, die wegen terroristischer Verbrechen angeklagt worden ist, bezeugten bei der Gerichtsverhandlung, dass der Iraker sie dazu aufgestachelt habe, gegen die USA zu kämpfen und die Taliban in Afghanistan zu unterstützen. Kurz nach dem 11. September hätte der geistige Brandstifter einige Mitglieder davon überzeugt, nach Pakistan zu reisen und sich dort in einem Trainings-Camp für Dschihadisten ausbilden zu lassen, das der Lashkar-e-Taiba, einer ausländischen Terrororganisation angehört. Al-Timimi wurde zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt.

Am 12.06.2009 wollte Philips mit Pierre Vogel in der vom Verfassungsschutz beobachteten Al-Nur-Moschee auftreten. Wegen massiver Proteste des LSVD gegen den für seine Homosexuellenfeindlichkeit bekannten Kanadier wurde diese Veranstaltung in letzter Minute abgesagt. Volker Beck, erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hatte bereits am 17.06.2009 in der mündlichen Fragestunde des Bundestages wissen wollen, warum Imam Philips, der Al-Timimi nachweislich unterstützt hat, nicht schon an der Einreise gehindert worden sei. Als im April 2011 die beiden Extremisten Philips und Vogel nun gemeinsam auf dem Frankfurter Roßmarkt auftreten wollten, forderte der Beck gemeinsam mit dem hessischen Innenminister Boris Rhein nun endlich ein Einreiseverbot gegen den Hassprediger zu verhängen. Leider ohne Erfolg, der in Katar lebende Kanadier durfte mit dem Kölner Missionar sogar auftreten. Erst nach Beendigung der Kundgebung überreichte die Ausländerbehörde Bilal Philips eine Verfügung, das Land innerhalb von drei Tagen zu verlassen. Für Menschen zu werben, die in der BRD als unerwünschte Person und Sicherheitsrisiko gelten, verstößt gravierend gegen die Auflage, den Jugendschutz zu gewährleisten.

Auch ich bin wie Sie der Meinung, dass wir unseren Rechtsstaat nicht nur wachsam beobachten müssen, sondern auch für politischen und religiösen / weltanschaulichen Extremismus sensibilisieren sollten. Das reicht meiner Ansicht nach aber nicht aus. Wir brauchen Transparenz statt Hinterzimmerabsprache und objektive, wissenschaftlich begründete Aufklärung statt Beschwichtigungsdogmatik, entgrenzt toleranten Dialog und politische Korrektheit (DIK; Plan der Bundesregierung, den Islam als Körperschaft des öffentlichen Rechts anzuerkennen und mit den Kirchen gleichzustellen; Einführung religionsbezogener Islamischer Studien / des flächendeckenden bekennenden IRU).

Wir brauchen die wehrhafte Demokratie, wie schon Carlo Schmid sie einforderte. Wir sollten uns klar zu den allgemeinen Menschenrechten bekennen, den Schutz für Kinder und Jugendliche im Grundgesetz verankern und den Mut aufbringen, Gesetze konsequent durchzusetzen, auch wenn ein solch kompromissloses Handeln den Regeln von Appeasement und Diversity widerspricht. One Law For All.

Sehr geehrter Herr Mertes, mir bereiten nicht Extremisten jeder politischer oder religiöser Ausrichtung und deren Sympathisanten Sorgen, die mit rechtswidrigen Mitteln oder verfassungsfeindlichen Inhalten Gewalt verherrlichen, gegen Frauen und Minderheiten hetzen und mehr oder weniger verdeckt zum Staatssturz aufrufen. Vor solchen Angriffen kann sich die wehrhafte, säkulare und freiheitliche Demokratie schützen, dessen bin ich mir ganz sicher.

Das absolute Schreckensszenario ist für mich vielmehr die Feststellung, dass Politiker, Kirchenvertreter und sonstige Lobbyisten ohne Not oder unausweichlichen Sachzwang (V-Fall) bereit sind, aus entgrenzter Toleranz, politischem Appeasement, persönlichem Machtstreben, Desinteresse an den Menschen und mangelnder Zivilcourage die Existenzbedingungen für unsere offene Gesellschaft (Karl Popper) zu gefährden. Unsere Verfassung, die uns allen die von unteilbaren, universellen Menschenrechten abgeleiteten Freiheits- Schutz- und Abwehrrechte garantiert, solange wir sie wollen und mit erlaubten Mitteln schützen und verteidigen, bildet die Grundlage unserer Lebensqualität, das Fundament des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Mit freundlichen Grüßen

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Fußnoten

[1]

http://www.social-psychology.de/do/PT_intro.pdf

[2]

http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Vater-von-Arid-U-entschuldigt-sich_aid_972439.html

[3]

http://de.wikipedia.org/wiki/Bilal_Philips

Quellen

Bilder 4 und 5; sowie 16 und 17:

http://www.rhein-zeitung.de/fotos/bilder-regional_costart,1_mmid,7954.html

Bild 5: „Möchtest du Schüler von Dr. Bilal Philips werden? Gestalte deine Zukunft sinnvoll!“

http://www.rhein-zeitung.de/fotos/bilder-regional_costart,5_mmid,7954.html#pic

Bild 16 und 17: Niqab, Gesichtsschleier

http://www.rhein-zeitung.de/fotos/bilder-regional_costart,16_mmid,7954.html#pic

http://www.rhein-zeitung.de/fotos/bilder-regional_costart,17_mmid,7954.html#pic

Nur Frauen: Bild 14

http://www.rhein-zeitung.de/fotos/bilder-regional_costart,14_mmid,7954.html#pic

Links die Männer, rechts nur Frauen

http://www.rhein-zeitung.de/fotos/bilder-regional_costart,21_mmid,7954.html#pic

Auf dem Video sehe ich vor der Bühne nur Männer stehen, beispielsweise zwischen Minute 4:20 und 5:20.

http://www.youtube.com/watch?v=IFQdfW_78ys&feature=related

Video bei der Rhein-Zeitung (30.05.2011), Gesamtlänge 4:54 Minuten: Niqabis (Gesichtsverschleierte) bei 3:36 und 3:40

http://www.rhein-zeitung.de/regionales_artikel,-Kein-Aerger-bei-Kundgebung-von-Islamistenprediger-Pierre-Vogel-in-Koblenz-_arid,255620.html

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Zakir Naik: Focus on Islam

Juni 22, 2011

‏ ذاكر نايك

Zakir Naik

Betrachtungen zum Islam

Aus der Mitschrift Focus on Islam (2010) des indischen Predigers Zakir Naik übersetzt und kommentiert Jacques Auvergne.

Von seiner indischen Geburtsstadt Mumbai (Bombay) aus betreibt Zakir Abdul Karim Naik den auf ansteigende Segregation hinarbeitenden Kanal Peace TV, das „Friedensfernsehen“. Die Terroranschläge vom September 2001 hält der 1965 geborene Missionar für eine US-amerikanische Inszenierung („an inside job“).(1) Jeder männliche Muslim, so weiß der gottesfürchtige Präsident der Islamic Research Foundation (IRF), darf seine Ehefrau dann und wann ein bisschen schlagen.(2) Der Salafist nennt als seinen spirituellen Lehrmeister den indischstämmigen, in Südafrika aufgewachsenen Scheich Ahmed Deedat (1918-2005). Deedat reiste 1982 in den erst drei Jahre alten und gerade massenhaft Regierungsgegner ermordenden Iran, wo er Ayatollah Chomeinis religiöse Diktatur bewunderte.(3)

Im Juni 2010 verweigerten Großbritannien und Kanada dem als radikal geltenden Prediger die Einreise. Für Dezember 2011 plant Zakir Naik, und der sich in Istanbul mit dem aus Braunschweig stammenden, Scheich Abu Anas genannten Muhamed Seyfudin Çiftçi traf,(4) eine missionarische Rundreise durch die Türkei und Europa, wobei ein Besuch Bosniens ebenso vorgesehen ist wie die Einreise nach Deutschland.(5)

Naik arbeitet intensiv mit Predigern wie Abdur-Raheem Green (London) und Bilal Philips zusammen. Der in Kanada aufgewachsene gebürtige Jamaikaner Philips rief mehrmals zur Ermordung von Homosexuellen auf. Der Hassprediger hatte 2007 Einreiseverbot für Australien und 2009 für die USA und wurde am 20.04.2011, nach seinem Auftritt mit Pierre Vogel in der Frankfurter Innenstadt, auch aus Deutschland ausgewiesen. Am 29.05.2011 wurde Pierre Vogel nicht daran gehindert, in der Koblenzer Innenstadt und gemeinsam mit dem Engländer Green vor einem großen Plakat zu predigen, das für Philips 2001 gegründete ISLAMIC ONLINE UNIVERSITY (IOU) warb und in großen Lettern fragte: „Möchtest du Schüler von Dr. Bilal Philips werden? Gestalte deine Zukunft sinnvoll!“

Focus on Islam ist ein einziger, 2010 bei Adam (New Delhi) veröffentlichter abendlicher Vortrag, in dem der für seine Schlagfertigkeit und Korankenntnis berühmte Dr. Naik Fragen aus dem Publikum gerne zulässt und mit Blick auf ein schariatisch korrekt zu führendes Leben unverzüglich beantwortet.(6) Naik muss nicht immer sagen, was der Koran garantiert und was jeder im Saal weiß, dass nämlich jeder Mensch, der auf Erden das islamische Wohlverhalten schuldhaft verweigert, spätestens im Jenseits mit Allahs furchtbarer Strafe zu rechnen hat.(7)

Zakir Naik:

3, 4. Heute Abend sprechen wir über den Islam. „Islam“ kommt sprachgeschichtlich vom Wort „Salam“, was Frieden bedeutet. Islam bedeutet weiterhin, dass du deinen Willen ganz dem Willen des Allmächtigen Gottes unterwirfst. Jeder, ob Mann oder Frau, der sich Allah völlig unterwirft, wird Muslim genannt.

Islam heißt Unterwerfung, den bekannten und überstrapazierten Hinweis auf eine Sprachverwandtschaft zu Frieden hätte Naik sich sparen können. Andererseits mögen einem engagierten Islamischen Revolutionär Herren wie Maududi oder Qutb als pazifistisch vorkommen, schließlich ist Pressefreiheit oder Gleichberechtigung der Frau „ungerecht“ und Krieg gegen Gott. Während die um die Jahrtausendwende von der Millî-Görüş verbreiteten Aufkleber „Islam ist Frieden“ beinahe ganz verschwunden sind,(8) nennt Hessam Kordian seinen Blog unbeirrt nach dem „friedlichen“ Prinzip der Schreckensherrschaft der Islamgelehrten.(9) Der gottesfürchtige Schiit und Freund der Islamischen Revolution von 1979 hält es für geboten, dass die Frau vor Nichtverwandten keine Haarsträhne sehen lässt, er als Mann muss „natürlich“ keinen Hidschab tragen.(10)

Den Eltern gegenüber höflich zu sein ist eine Ibadah, eine Pflicht Allah gegenüber

24, 25. Im Koran (17:23-24) sagt Allah: Ich habe euch aufgetragen, niemanden außer Mich anzubeten und euren Eltern gegenüber höflich zu sein.

Widersprecht euren Eltern mit keiner Silbe und wendet euch ihnen mit Ehrerbietung zu.

Wenn die Tochter ihrem Wali Mudschbir nicht gehorcht und einen Mann heiratet, den ihr Vater ablehnt, oder sich nicht von ihrem Vater zwangsverheiraten lässt, lästert sie Allahgott. Zwar hat die der in Südostasien vorherrschenden schafiitischen Rechtsschule verpflichtete Regierung von Malaysia den entsprechenden Gesetzestext mit dem väterlichen Recht auf zwangsweises Verheiraten der Tochter nach Jahren von ihrer Homepage herunter genommen, doch gilt es als islamisch, dass die Muslima ohne die Zustimmung ihres Vaters nicht heiraten darf:

„Alles hängt vom Vater ab. Selbst wenn er die Ehe nicht erzwingen kann, so kann er sie doch verhindern, denn die Scharia gestattet es der Frau so gut wie gar nicht, einen Ehevertrag ohne die Zustimmung ihres Vaters einzugehen.“(11)

Cik Nik Noriani von den Sisters in Islam schenkt uns in Bezug auf das Islamische Familienrecht Malaysias reinen Wein ein:

„Noriani berichtete über die [Bestrebungen zur] Außerkraftsetzung der Vorgaben zum Wali Mudschbir, die in einigen Staaten [Malaysias] gegenwärtig Anwendung finden. Sie erläuterte, dass die Doktrin des Idschbar dem Wali Mudschbir [Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang], welcher der Vater oder väterliche Großvater der Frau ist, gestattet, seine jungfräuliche Tochter unter gewissen Umständen ohne ihr Einverständnis zu verheiraten.“(12)

Das Schweigen der Braut gilt als Einwilligung. Die in Bosnien, Kleinasien und Pakistan verbreiteten Hanafiten kennen den Wali Mudschbir ebenfalls, gestatten es der volljährig gewordenen Zwangsverheirateten jedoch, die Scheidung einzureichen. Der Idschbar, das religiöse Zwangsverheiraten, ist auch in der in Nordafrika den Ton angebenden Rechtsschule der Malikiten gestattet.(13)

Geschlechtsverkehr und Enthalten vom Ehebruch sind Ibadah, menschliche Pflicht Allah gegenüber

Wenn du Geschlechtsverkehr ausübst oder wenn du keinen Ehebruch begehst, betreibst du Gotteslob, Anbetung.

Auch wenn du dich sittsam kleidest, übst du Ibadah aus, Anbetung. Kurz gesagt ist all dein Befolgen der von Allah gegebenen Anordnungen eine Anbetung des Allmächtigen. Wenn du dich der Dinge enthältst, die Allah verboten hat, auch dann übst du Ibadah.

Der Islam kennt zwei Dimensionen von Pflichten, die ʿIbādāt schuldet der Muslim der Gottheit, die Muʿamalāt seinen Mitmenschen. Wir könnten das zwischenmenschliche Interagieren mit der x-Achse vergleichen, die dem allgewaltigen Himmlischen geschuldeten Verpflichtungen mit der y-Achse.

Zakir Naik betont, dass auch dein islamisch korrektes Verhalten den Menschen gegenüber (x) der Erhöhung Allahs (y) dient und deinen eigentlichen Pflichten der Gottheit gegenüber hinzuaddiert werden kann. Das überzeugt durchaus, denn Hedonismus, Selbsterfahrung und Egotrip sehen Koran und Sunna nun wirklich nicht vor, und einen anderen Sinn, als Annäherung (taqarrub) an Allah kann es für den Menschen nicht geben: Dhimma und Kalifat sind Gebet!

Genau betrachtet kommt es, einen Menschen, auch einen Ehepartner, um seiner selbst willen zu lieben, einer Form des Götzendienstes gleich. At-Tirmidhi sagte: „Allah sprach: Wer auch immer einen Menschen um Meiner Willen liebt, der gehört zu den Fackeln des [islamischen] Glanzes, und selbst die Propheten und Märtyrer werden solches begehren.“(14)

Die islamische „Liebe“ ist eine permanente Kontrolle, eine autonome Lebensführung wird mit der Drohung der Höllenstrafe verhindert. Auf die gerade zum Zwecke der islamischen Mission (daʿwa) oder beim Erbeuten einer Ehefrau verabreichte Verlockung von der innermuslimischen Geschwisterlichkeit oder Freundesliebe sollte daher niemand hereinfallen. Aus kulturell moderner, sprich aus säkularer Sicht wird der Familienangehörige, der Freund („Bruder“) oder Mitbürger im fundamentalistischen (klassischen) Islam zur bloßen Kulisse herabgewürdigt, wenn etwa auf Mohammed Bezug genommen wird, der sagte: „Ich schwöre bei dem Einen, in Dessen Hand meine Seele liegt, dass ihr das Paradies nicht erreichen werdet, bis ihr glaubt, und dass ihr erst glaubt, wenn ihr euch liebt.“(15)

26. Der Islam hat einen dualen Charakter, er zielt auf den Körper ebenso wie auf den Geist. Und mögen die Menschen auch sagen, die Lehren des Islam seien falsch, so zeigt sich darin nichts als der Mangel an Wissen.

Wissen ist islamfreundliches Wissen. Islamkritik ist falsches Wissen.

So mögen sie beispielsweise sagen, dass es falsch ist, mehr als eine Frau zu heiraten.

Islam ist wieder trendy, und der Trend geht zur Zweitfrau.

Wer gründlich informiert ist, wer korrektes Wissen über den Islam hat, wird erkennen, dass nicht eine einzige Lehre des Islam gegen die Menschlichkeit verstößt.

Die Ehebrecherin zu steinigen, jeder Frau den Schleier aufzuzwingen und dem Weintrinker vierzig bis achtzig Peitschenhiebe zu verabreichen,(16) all das ist für Zakir Naik eine Frage der „Humanität“ (humanity).

33. In Amerika gibt es täglich 1.900 Fälle von Vergewaltigung. Nun, wenn einer jemanden vergewaltigt, sieht die Scharia „schwerste Bestrafung“ vor, doch die Leute sagen das sei barbarisch. Ich fragte Nichtmuslime: „Welche Strafe würdest du jemandem geben, der deine Ehefrau oder Schwester vergewaltigt?“ Alle antworteten: „Den Vergewaltiger werde ich umbringen!“ Die Leute fordern also die Todesstrafe. Manche sagten sogar: „Ich werde ihn zu Tode foltern!“

Wenn wir die Scharia in Amerika implementieren würden, … befehlen würden, dass jeder Mann vor einer Frau den Blick zu senken hat und dass jede Frau anständig angezogen ist, und wenn dann immer noch einer vergewaltigt: Kapitaldelikt! … Dann würde die Quote der Vergewaltigungen zurückgehen. Aus keinem anderen Grund ist es Saudi-Arabien, das die niedrigste Anzahl von Vergewaltigungen aufweist.

Naik steht mit seiner echt islamischen Meinung nicht allein oder hat erfolgreich für das strafrechtliche Mittelalter missioniert. Auch der Blog Islam – The Truth kennt die Zahl der angeblichen täglichen US-amerikanischen 1.900 Vergewaltigungen und schließt sich der Pflichtverschleierung aller Frauen und dem schwersten Bestrafen des Vergewaltigers an.(17)

Die Muslime glauben, alles gehört Gott, alles ist Gottes, während die Hindus glauben, alles ist Gott.

40. Der gewöhnliche Hindu ist ein Anhänger des Pantheismus und sagt deshalb: „Alles ist Gott“. Dieser gewöhnliche Hindu sagt beispielsweise: „Der Baum ist Gott, die Sonne ist Gott, der Mond ist Gott, jedes menschliche Wesen ist Gott, der Affe ist Gott, die Schlange ist Gott.“ Das ist der wesentliche Unterschied zwischen den Hindus und uns Muslimen, wir verwenden das Genitiv-s und sagen: „Alles ist Gottes“.

41. Die Schriften des Hinduismus [aber] sagen „Ekham Braham“, das bedeutet, dass es nur einen Gott gibt, keinen zweiten, überhaupt nicht, ganz und gar nicht, kein bisschen. Der selbe Rig-Veda, immerhin die heiligste aller hinduistischen Schriften, sagt in Band 8 Kapitel 1 Vers 1 „Alles Lob gebührt Ihm alleine“ – Allhamdulillah Hi Rabbul Alamin. Der selbe Rigveda, Band 6 Kapitel 45 Vers 16 sagt „Es gibt nur einen Gott … Dient alleine Ihm“. Qul Huwallahu Ahad“ – „Sprich: Allah, Er, der Eine und Einzige“.

Indem wir also die Schriften der Hindus und der Muslime gründlich studieren und vergleichen, das gilt letztlich für alle religiösen Schriften, stellen wir fest, dass sie alle über den Tauhid sprechen, über das Konzept des Einen Gottes.

Islam ist das Original an Weltwahrnehmen und Weltverstehen, alles andere ist Kopie und damit Verfälschung, Zerrbild, Abirren. Nichtmuslime sind die Wahrnehmungsgestörten oder Frevler, die in die Irre Gegangenen. Was nicht Islam ist, ist nicht wichtig, weil es nicht menschengemäß ist, weil es unmenschlich ist.

Der nicht verstockte Hindu oder Christ entdeckt Allah und die Wahrheit der Scharia selbst in seinen nichtislamischen Schriften und muss, um sein Menschsein nicht zu verfehlen, lediglich zur wahren Religion zurückkehren. Wer das erkennt und dennoch Nichtmuslim bleibt, greift den Islam an, lästert den Propheten, führt Krieg gegen Allah.

Islam ist Naturreligion, ein wahrer Naturwissenschaftler ist bekennender Muslim.

Der Islam ist das einzige nicht-christliche Bekenntnis, das an Jesus Christus glaubt

44, 45. Das Wort Christ ist ein Spitzname, das die Feinde Christi erfunden haben … [Erst] die Feinde der Christen nannten die Angehörigen des Christentums Christen. Das war eine Misshandlung, die bis heute fortgesetzt wird. Der Heilige Koran jedoch sagt in Sure al-Imran, 3:52, dass Jesus Christus ein Muslim war. Der Koran sagt in Sure al-Imran, 3:67, dass er weder Jude noch Christ war, sondern Muslim. Damit hat das Gesetz, das Mohammed den Menschen brachte, dieselbe Grundaussage: Eingottglaube, das Verwerfen der Götzenanbetung und des Aberglaubens. Dann erst, als die Menschheit [nach und mit Jesus] ein gewisses [sittliches und spirituelles] Niveau erreicht hatte, war sie so weit, Allahs letzte Botschaft zu empfangen. Nach ihr [der Verpflichtung auf die Scharia] wird kein anderer Botschafter kommen, kein anderes Gesetz.

Mit dem kunstfertig eingesetzten Werkzeug der Auslassung (kitman) vermeidet Zakir Naik, seinen urgemeindlichen (salafistischen) Anspruch kundzutun: Der Mensch ist nicht befugt, sich Gesetze zu geben, nur Allah ist Gesetzgeber. Jedem strenggläubigen Muslim ist klar, dass Medina (622-855 n. Chr.) das einzige sittlich zu nennende Gemeinwesen war und dass islamischer Gehorsam (beherzigte Urgemeindlichkeit, „Salafismus“) militant (dschihadistisch), provokant (legalistisch) oder wie absichtslos (quietistisch) den Aufbau der Islamischen Ordnung nach sich zieht, die Umformung (Islamisierung) der von heilsgefährdender „Unwissenheit“ (Ǧāhilīya) verunreinigten monarchistischen, diktatorischen oder demokratischen heutigen Politik und Gesellschaft.

Tazkīya wa tarbīya, Purify and Educate (There is no tazkiya without shariah).(18) Man spricht auch von taṣfīya wa tarbīya.(19)

Jesus will, so deutet Zakir Naik an, dass der Christ die Scharia einhält. Jesus ruft zum Islam.

48. So etwas wie einen geborenen Priester kann es im Islam nicht geben. Unser geliebter Prophet sprach: „Jedes Kind ist im Deen-ul-Fitr geboren worden“. Deen-ul-Fitr bedeutet, als Muslim geboren zu sein. … Jedes Kind wird ohne Sünde geboren.

Von Geburt an, so der orthodoxe Islam, neige jeder Mensch zum Tauhid (tauḥīd), zum Erkennen und freudigen Fürwahrhalten der Unübertrefflichkeit und Unteilbarkeit von Gott, Weltgemeinde und Gesetz (Allah, Umma und Scharia). Dieses Konzept der fiṭra, des naturhaften Ausgerichtetseins hin auf Allah, Umma und Scharia, weist dem Islamkritiker oder Islamgegner einen Platz im Bereich des Widernatürlichen und Unmenschlichen zu.

Dīn, bei Naik anglisiert Deen, ist das „doing Islam“, beschränkt sich für den Einzelnen also keineswegs auf eine Erkenntnisebene oder spirituelle Innerlichkeit, sondern meint die Pflicht zur aktiven Durchsetzung (ḥisba) der Herrschaft Allahs. Auf der Ebene der Umma ist Dīn ganz entsprechend kein Verwalten von Traditionen oder Riten, sondern die Islampraxis, der Aufbau und das Perfektionieren (Islamisieren) von Erziehung, Verwaltung und Justiz. Der dīn ist damit die gesamte vom Menschen beeinflussbare irdische Sphäre, soweit sie nicht aus dem Bereich des nach der Scharia Zulässigen herausfällt (und Allah angreift). Dīn ist Schariapraxis und (damit) der Aufbau des auf das Jenseits ausgerichteten Staates.

Unmissverständlich und zur fehlerfreien Niederschrift (al-qurʾān) sagte die Gottheit in Vers 5:3 zu dem mit einem säkular verstandenen „Religion“ nicht umfassend genug wiedergegebenen Begriff des Dīn:

This day have I perfected your religion for you and completed My favour unto you, and have chosen for you as religion AL-ISLAM.(20) Heute habe ich euch eure Religion vervollständigt (so dass nichts mehr daran fehlt) und meine Gnade an euch vollendet, und ich bin damit zufrieden, dass ihr den Islam als Religion habt.(21)

Niqab ist spirituell, ja, Steinigung ist Religion, ja, doch im Sinne einer beibehaltenen AEMR ist der im Koranvers 5:3 genannte Dīn eben keine legale Religion. Schon weil er Kinder mit augenblicklicher Teufelsanwesenheit und künftiger Höllenstrafe einschüchtert, kann der Dīn (Islam) auch als islamischer Religionsunterricht (IRU) nicht pauschal legalisiert werden. Allein die geheiligte Frauendiskriminierung betreffend, um wieder nur einen winzigen Aspekt eines kulturrassistischen Totalitarismus aufzugreifen, darf IRU in keiner Weise zum Islamischen Recht (Scharia) aufrufen, denn die Scharia ist so wenig teilbar wie die Umma oder wie Allahgott selbst. Die Bundesrepublik kann in Sachen Hochschulpolitik oder Schulpolitik mit schariatreuen islamischen Verbänden wie ZMD, IGMG, VIKZ, DITIB oder KRM nicht zusammenarbeiten.

48. Wir Muslime bitten Allah um Rechtleitung und danken Allah für erhaltene Rechtleitung. … Rechtleitung erhalten wir als Salaah, in der Auskunft darüber, was für den Menschen gut ist und was schlecht ist.

Ṣulḥ bedeutet nicht Optimierung, sondern Heilssicherung. Die Wortgruppe um ṣalāḥ (Naik: Salaah), istiṣlāḥ (to seek the best public interest) oder maṣlaḥa deutet nicht einfach auf ein kulturell modern verstandenes Wohlergehen oder auf ein demokratietaugliches Gemeinwohl, sondern warnt den Koranleser vor dem ewigen Höllenfeuer. Ein Engländer läge falsch, Maṣlaḥa nur als public interest wiederzugeben, und übersähe das in Maṣlaḥa integrierte Streben nach ewiger Rettung der Seele und irdischer Abwehr der bösen Geister, bösen Ex-Muslime und bösen Frauen.

Heinrich Tischner aus dem hessischen Kreis Bergstraße übergeht oder übersieht nicht nur den Totalitarismus, sondern auch die Jenseitsbezogenheit, wenn er in einem Text zum Thema Weltfrieden zum Ordnungsbegriff der Scharia befindet: „ṣulḥ … Das Verbum ṣalaḥ usw. bedeutet ‚in Ordnung sein / bringen, sich versöhnen, Frieden schließen‘, daraus türk. sulh, pers. (solh). Diese beiden Wörter haben also eine ähnliche Bedeutung ‚Wohlergehen ≈ Ordnung‘.“(22)

Mit einer solchen Aussage eckt der im Kreis Groß-Gerau bis 2002 drei Jahrzehnte lang als Pfarrer tätige Evangelische innerhalb der Spezies der heutigen deutschen Politiker oder christlichen Kleriker nun wirklich nicht an, wo man Gewalt, Frauenfeindlichkeit und Schwarze Pädagogik (Katharina Rutschky) jedes schariatreuen Muslimisierungsprozesses nicht beim Namen zu nennen wagt. Implizit lobt Tischner den Islam pauschal als ordentlich und friedlich.(23)

Der Islam hat eine Obergrenze für Ehefrauen bestimmt, die anderen Religionen haben das nicht

56-58. Andere menschliche Lebensformen dulden beliebig viele Ehefrauen, alleine der Islam setzt das Maximum auf vier fest.

Warum die muslimische Frau nicht mehrere Männer heiraten darf? Wenn die Frau mehrere Männer hat, weiß man nicht, wer der Vater des Kindes ist, das ist der Grund. Heiratet der Mann mehr als eine Ehefrau, sind für jeden Vater und Mutter bekannt.

Geburtenkontrolle ist im Islam verboten, ich bin das fünfte Kind meiner Eltern, und mit einer gelungenen indischen Geburtenkontrolle stünde ich jetzt nicht vor Ihnen.

Warum ein nichtmuslimischer Junge das muslimische Mädchen nicht heiraten darf? Stellen wir uns nur ein Auto vor, das an derselben Achse einen Fahrradreifen und einen Lkw-Reifen aufweist – was denken Sie, wie gut das Auto fährt? Mit der Ehe sollten wir anders umgehen, schließlich ist die Frau der Partner für das ganze Leben. … Wenn der eine Ehepartner zur Kirche geht und der andere zur Moschee, beginnen beide, verschiedene Dinge anzubeten. So ein Fahrzeug läuft nicht harmonisch, es läuft gar nicht. Damit die Familie also gut funktioniert, sollte sie die selbe, gemeinsame Philosophie haben – das ist sehr wichtig.

Was das Wohlergehen der Familie als des Kristallzentrums des Kalifats sichert, ist sehr bald auf Schule, Stadt und Staat zu übertragen. Als Pakistans Two-Nation Theory oder Zwei-Nationen-Theorie ließ sich dieser am angeblich naturgemäßen islamischen Körperkonzept und am islamisch beherrschten Sexuellen ansetzende fromme Ekel zur territorialen Zerlegung Südasiens trefflich einsetzen. Von der religiösen Ehe, der Imam-Nikāḥ, führt der koranische „gerade Weg“ (aṣ-ṣirāṭu l-mustaqīm, the straight path) in die Abschottung und Apartheid.

Der Nichtmuslim widersetzt sich dem eigentlichen Femininen und eigentlichen Maskulinen, Allahgott liefert seinen Parteigängern das Monopol auf glückliches Frausein und echte Männlichkeit:

57. In Amerika leben sieben bis acht Millionen mehr Frauen als Männer, alleine New York hat eine Million mehr weibliche als männliche Bewohner. Und von der Bevölkerung New Yorks ist ein Drittel schwul. Das sind die Schwulen, Sodomiten, Qaum-e-Loot, diese Männer finden keinen weiblichen Partner. Es gibt mehr als 25 Millionen Schwule in Amerika. In Großbritannien gibt es vier Millionen mehr Frauen als Männer, in Deutschland fünf, in Russland sieben Millionen.

Wenn die Amerikaner, Briten, Russen und Deutschen endlich den Islam annähmen, so legt Zakir Naik uns nahe, könnten polygame Ehen die Einsamkeit dieser gotteslästerlich unverheirateten Frauen beenden. Oder sind es die fromm gewordenen Ex-Schwulen, welche dann die bevölkerungspolitisch unfruchtbaren Frauen heiraten?

Die Geschichte von Lot, arabisch Lūṭ, kommt auch im Koran vor, und die unübertreffbaren Laster der „Leute des Lot“, Qaum al-Lūṭ, der Bewohner von Sodom,(24) werden auch im Christentum mit der religiös verbotenen Homosexualität („Sodomie“, vom Sex mit Tieren sprachlich traditionell gar nicht unterschieden) verbunden.

Für Naik besteht in der islamischen Ächtung und schwersten Bestrafung homosexueller Lebensweise ein ebenso hoher Sinn wie im von Allah jeder Frau auferlegten Verbot, pro Ehedauer mit mehr als einem Mann Geschlechtsverkehr zu haben. Der Fortbestand der heilssichernden Umma, die Erbfolge der stammesseits erworbenen Eizelle und des im Stamm verbleibenden Spermas, ist über alle Generationen und Jahrhunderte sicher zu stellen bis zum Tage der Auferstehung. Die zum Zwecke der Fortpflanzung in den männlichen Stamm eingehandelte Frau ist mit einem Schleier zu bedecken, ihr Kopftuch verdeutlicht der Außenwelt ihr durch den Männerbund kontrolliertes Genital.

Jacques Auvergne

(1) 9/11 was an INSIDE JOB! – Dr. Zakir Naik

http://www.youtube.com/watch?v=kwEjtond_Yg

(2) Beating wife in Islam : Dr Zakir Naik. Dr Zakir Naik gives comprehensive answer regarding the Beating of Wife in Islam in accordance to Holy Qur’an and Sahih Hadith. This question was post in the program ‚Dare to Ask‘ of Peace TV.

http://www.youtube.com/watch?v=K1FYvtjH5uM

(3) Gürhan Özoguz und Yavuz Özoguz bei ESLAM: Über die islamische Revolution sagte Deedat: „Dies ist keine iranische Revolution, sondern eine islamische Revolution.“

http://www.eslam.de/begriffe/d/deedat_ahmed.htm

(4) Das Treffen mit Dr. Zakir Naik in Istanbul / Türkei. Im Video eingeblendet die Internetadressen von Abu Anas (Muhamed Seyfudin Çiftçi, Braunschweig), vom jugoslawischen Netzwerk PozivuRaj (Tuzla) sowie von CenneteDavet, dem türkischsprachigen Missionswerkzeug des Braunschweigers.

http://www.youtube.com/watch?v=devTw6_ju8A

PozivuRaj (Stupine B-8, 75 000 Tuzla, Bosna i Hercegovina) verlinkt zum stadtfein daherkommenden ECFR-Mitglied und Führer der Gelehrten (Reisu-l-ulema) Großmufti Mustafa Cerić (http://www.rijaset.ba/), was PozivuRaj nicht davon abhält, ein Video mir Zakir Naik einzustellen, das gleich zu Beginn die salafistischen deutschen Internetadressen von Scheich Abu Anas, Einladung zum Paradies sowie CenneteDavet (Çiftçi, Braunschweig) einblendet.

http://www.pozivuraj.com/index.php?option=com_content&view=article&id=971:susret-sa-dr-zakir-naik-om-u-turskoj&catid=41:muslimani&Itemid=75

CenneteDavet (Çiftçi) will die Sprecher des Türkischen urgemeindlich machen (salafisieren). An prominenter Stelle wird für das online-basierte Fernstudium von ISLAMSCHULE (Çiftçi) sowie für den Moschee-Verlag (Çiftçi) geworben.

http://www.cennetedavet.net/

Ebu Hamza (Abu Hamza) ist Pierre Vogel, den der Braunschweiger Muhamed Ciftci per CenneteDavet solidarisch in den türkischen Sprachraum hinein wirken lässt.

http://www.cennetedavet.net/index.php?option=com_hwdvideoshare&task=viewvideo&Itemid=147&video_id=35

Ebu Adem (Abu Adam) ist der deutsche Ex-Feuerwehrmann Sven Lau (Mönchengladbach)

http://www.cennetedavet.net/index.php?option=com_hwdvideoshare&task=viewvideo&Itemid=147&video_id=5

Authentisches Wissen habe Ebu Said (Muhammed Ebu Said el-Yarbuzi, hier bei: Çiftçi / CenneteDavet)

http://www.cennetedavet.net/index.php?option=com_hwdvideoshare&task=viewvideo&Itemid=147&video_id=90

Çocuk eğitimi (Child education), Ebu Said zur Kindeserziehung, bei: Ciftci / CenneteDavet.

http://www.cennetedavet.net/index.php?option=com_hwdvideoshare&task=viewvideo&Itemid=147&video_id=104

Ein Millî-Görüş-Portal diskutiert über den salafistischen Hodscha Muhammed Ebu Said el-Yarbuzi.

http://www.milligorusportal.com/showthread.php?t=20596&page=1

(5) Bei Einladung zum Paradies e. V. (EZP) wusste man: Dr. Zakir Naik kommt nach Deutschland! InschaAllah

http://www.ezpmuslimportal.de/index.php?option=com_hwdvideoshare&task=viewvideo&Itemid=1&video_id=1683&lang=de

Dawa-News greift das gerne auf: Zakir Naik kommt nach Deutschland. Einladungzumparadies berichtet, dass der International bekannte, aus Indien stammende Islamprediger „Dr. Zakir Naik“ im Dezember diesen Jahres nach Deutschland kommen wird.

http://dawa-news.net/2011/03/24/dr-zakir-naik-kommt-nach-deutschland/

Bei Shia-Forum ist nicht jeder begeistert. Dr. Zakir Naik bald in Deutschland.

http://www.shia-forum.de/index.php?/topic/42874-dr-zakir-naik-bald-in-deutschland/

(6) Focus on Islam

http://www.institutealislam.com/focus-on-islam-by-dr-zakir-naik/

Yasser Masood betreibt das im November 1998 gegründete Institute Al Islam, das authentisches Islamisches Wissen verbreiten möchte.

http://www.institutealislam.com/

Scheich Ahmed Deetat (1918-2005)

http://www.institutealislam.com/the-quran-and-the-computer-by-sheikh-ahmed-deedat-lecture-video/

(7) … Heaven or Hell forever

http://www.youtube.com/watch?v=L5HNJKrZbZs

Why the Hell?

http://zakirnaik.videos99.com/video/2187

(8) Ein Aufkleber mit der Aufschrift „Islam ist Frieden“ klebt an der Eingangstüre des Islamischen Informationszentrum e. V., IIZ, in Ulm.

http://www.dradio.de/images/40242/landscape/

Zu den so genannten Sauerlandbombern, die in Oberschledorn bei Medebach einen Terroranschlag vorbereiteten, berichtet WELT-online am 05.09.2007, Bild 14 von 17:

An der Tür des Islamischen Informationszentrums (IIZ) in Ulm prangt ein Aufkleber mit der Aufschrift „Islam ist Frieden“. Im Umfeld des IIZ soll sich einer der verhafteten Männer bewegt haben.

http://www.welt.de/multimedia/archive/00372/Terror_DW_Politik_U_372260a.jpg

Hochsauerlandkreis, Ortsschild von Oberschledorn.

http://www.dradio.de/images/49202/portrait/

Zwei alte Postkarten zeigen Oberschledorn.

http://static3.akpool.de/images/cards/4/45706.jpg

http://static3.akpool.de/images/cards/4/46904.jpg

(9) Hessam Kordian betreibt die Seite Islam ist Frieden.

Nacktheit – Schaytan möchte uns entkleiden.

http://www.islam-ist-frieden.de/frauen-im-islam/schaytan-nacktheit-sexualitaet

Hessam Kordian beschweigt die vielen Opfer des 31 Jahre alt gewordenen klerikalfaschistischen iranischen Systems, stellt einen Artikel der staatlichen Propagandaseite IRIB ein und lässt Chamenei („Das geehrte Oberhaupt der Islamischen Revolution; Der geehrte Ayatollah; Das geehrte Revolutionsoberhaupt“) zu Wort kommen.

http://www.islam-ist-frieden.de/islamische-revolution/22-bahman-iran-feiert-islamische-revolution

(10) Hessam Kordian: Überlieferungen über das Tragen des Hidschabs.

http://www.islam-ist-frieden.de/frauen-im-islam/hidschab-tragen

(11) It’s all about the father, even when he cannot force the marriage, he can stop it, the Syariah almost never allows a woman to contract a marriage without the father’s consent

http://www.themalaysianinsider.com/breakingviews/article/child-marriage-and-the-syariah-haider-ala-hamoudi/

2005 widersprach die im malaysischen Kuala Lumpur ansässige IWRAW (International Women’s Rights Action Watch Asia Pacific) dem Wali Mudschbir und der Scharia nicht ausdrücklich:

The practices of having a woman’s consent mediated by a guardian, and of providing recourse to the courts to override any prohibition within the family on a woman’s choice of a husband, is still violative of covenant rights. All legal provisions hindering a woman’s free choice of spouse and rules differentiating between a man and a woman’s right to marry must be repealed;

Aus: THE RIGHT TO DECIDE IF, WHEN AND WHOM TO MARRY

http://www.unescap.org/esid/GAD/Events/EGM-VAW2007/Background%20Papers/Occasional%20paper%20on%20marriage.pdf

(12) Islam und Heiratsvormund: marriage guardianship, wali nikah.

Cik Nik Noriani recommended the repeal of the provisions on wali mujbir currently existing in certain states. She explained that the doctrine of ijbar allows the wali mujbir who is the woman’s father or paternal grandfather to marry off his virgin daughter or granddaughter without her consent under certain circumstances.

Aus: Session 1 (Paper 3) – CEDAW & Islamic Family Laws in Malaysia

http://www.suhakam.org.my/c/document_library/get_file?p_l_id=10127&folderId=24513&name=DLFE-305.pdf

(13) Idschbar (Ijbar), religiöse Zwangsverheiratung, ist auch malikitisch.

Sawtul Islam fragt am 14.06.2010: Why do Malikis believe in Forced marriage (ijbar) ?? Why does the Maliki madhab allow forced marriage?

http://forums.islamicawakening.com/f16/why-do-malikis-believe-forced-marriage-ijbar-36154/

Abu_Abdallah weiß am 26.06.2008:

In the Maliki Madhhab a father is allowed to force his child, a virgin daughter, to marry. This is the view of the Seven Jurists of Madinah and the people of Madinah, and by implication also the view of Imam Malik.

http://forums.islamicawakening.com/f20/are-forced-marriages-permitted-in-shafi-madhab-14445/

Abu_Abdallah am 29.06.2008:

The Seven Jurists of Madinah: Sa’id b. al-Musayyab, ‚Urwa b. al-Zubayr, al-Qasim b. Muhammad, ‚Ubaydallah b. ‚Abdallah b. ‚Utba b. Mas’ud, Sulayman b. Yasar, Kharijah b. Zayd b. Thabit and Abu Bakr b. ‚Abd al-Rahman all opinion that the father is entitled to force his virgin daughter, whether adult or child, without her permission. If the woman is a non-virgin (adult or child) they say not. The Companion ‚Abdallah b. ‚Umar says this too.

‚Ata b. Abi Rabah, Ibrahim al-Nakha’i, al-Sha’bi (according to one riwayah), Ibn Abi Layla, al-Layth, Malik, al-Shafi’i, Ishaq b. Rahawayh, Ahmad (according to one riwayah) and Isma’il al-Qadi agree: a virgin daughter can be forced into marriage without her permission, i.e. against her will, by the father who is most entitled to be her guardian.

All these scholars say this concerning the virgin, irrespective if she’s an adult or child (add: al-Shafi’i according to an opinion gives the grandfather the same authority as the father, i.e. he may forces his virgin daughter also into marriage).

http://forums.islamicawakening.com/f20/are-forced-marriages-permitted-in-shafi-madhab-14445/index4.html

(14) Love for Allah`s sake, at-Tirmidhi:

Allah said: those who love one another for My glory will be upon Minbars of light [high positions], and the Prophets and martyrs will wish that they had the same.

http://www.islamicteachings.org/forum/islamic-articles-all-kinds/love-for-allah-s-sake-t8157.html

(15) Love for Allah`s sake, Muhammad:

I swear by the One in Whose hands my soul is, you will not enter Paradise until you believe, and you will not believe until you love one another.

http://www.islamicteachings.org/forum/islamic-articles-all-kinds/love-for-allah-s-sake-t8157.html

(16) The Islamic Law and the Alcoholics

The maximum punishment for this crime is eighty stripes. (…)

The punishment of a free person, for drinking wine or other intoxicating liquor, is eighty stripes, on the authority of all the Companions; and those eighty stripes are to be inflicted in every respect under the same rules and restrictions as in the case of whoredom.

If the drinker of wine be a slave, male or female, the punishment for wine-drinking is forty stripes only, because the state of bondage induces only half punishment.

According to the Shari’ah, it is the duty of the Islamic State to enforce prohibition.

http://islam4all.com/chap-9.htm

Die Seite islam4all wird gesponsort von Mandurah Consulting

http://www.mcgsite.com/

Dschidda, Saudi-Arabien: Mandurah Consulting, Jeddah, SA. Domain Name: ISLAM4ALL.COM, Administrative Contact: Mandurah Consulting, Jeddah, SA

http://whois.domaintools.com/islam4all.com

(17) Islam – The Truth: Capital punishment for rapist

The Islamic shariah prescribes capital punishment for a convicted rapist. The non-Muslim may be horrified at such a stringent punishment in this age. Many accuse Islam of being ruthless and barbaric. … Later another report said that an average of 1900 cases of rape are committed in U.S.A every day. … Islam has Practical Solutions for the Problems of Mankind

http://islamtruth4all.blogspot.com/2011/05/q17-all-religions-basically-teach.html

Suchbegriff Naik

http://islamtruth4all.blogspot.com/search?q=Naik#uds-search-results

(18) 6.3 Tajkiyyah/Tarbiyyah (Purification/Education)

The third component of this long-term, systematic Islah [Reinigung im Sinne von Hebung des Gemeinwohls durch Abwehr des Unislamischen] effort is purification and education. It is a sad reality that most Muslims have a compound ignorance. They know and understand very little about the essencial message of Islam, but they either do not, or tend not to, acknowledge that ignorance. Even those who know about Islam, their attitude and conduct may not have gone through a process of purification and education.

6.3.a Purification

The main idea behind purification is to make our life Allah-centered, where our motivation and intention are guided by the pleasure of Allah and we dedicate our lives to the way Allah wants us.

6.5 Social relevance of Islah program

The entire Islah program is not merely relevant to the individuals who participate in this program, but also for the society as a whole.

http://www.globalwebpost.com/farooqm/writings/islamic/islah/Islah-06.html

So, in essence, Islah means to purify by fixing or reforming. Bei: Naqschbendi-Scheich Mushtaq Ahmad.

http://www.islahebatin.org/BasicsForTheSeeker.aspx/What_Is_Islah

“Islah” means “renovation”, “restore the original” or “purification.”. Aus: Wiki: Qatar Indian Islahi Centre (QIIC).

http://en.wikipedia.org/wiki/Qatar_Indian_Islahi_Center

Qatar Indian Islahi Centre (QIIC). Islahi Movement in Kerala.

http://www.islahiqatar.org/islahimovement.aspx

There is no tazkiya without shariah.

The first stage of tazkiya, however, is complete obedience to the laws of the shariah.

http://www.contentsoul.com/2011/03/31/there-is-no-tazkiya-without-shariah/

(19) tatt Tazkīya wa Tarbīya kann das salafistische Doppelprogramm von Reinigen und Erziehen, von Schmutzentfernen und Drill, auch Taṣfīya wa Tarbīya genannt werden.

Im ersten Schritt gilt es, gleichsam eine Säuberung vorzunehmen, alles Unislamische auszumerzen (taṣfīya), dann aber sind die Muslime im Sinne der Scharia zu Sitte und Anstand, zu rufen, zu Zucht und Ordnung (tarbīya). Reinigen und Erziehen: at-Tasfiyya wat-Tarbiyya, purification and education.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/05/09/235/

Tasfiya and Tarbiya – purification and cultivation.

http://tasfiyatarbiya.wordpress.com/about/

(20) Koran 5:3, Script Usmani, rechts in Arabisch sagt Allahgott allerdings nicht Religion im freiheitlich demokratischen Sinne, sondern „dīn“.

http://www.quranexplorer.com/quran/

(21) Koran 5:3 nach Rudi Paret, „Religion“ ist nicht total (totalitär) genug.

http://de.wikipedia.org/wiki/Din_%28Islam%29

(22) Heinrich Tischner lobt den orthodoxen Islam nebst Schariagesellschaft und beschuldigt das römische Recht. Aus: Tischner: Frieden in der Bibel, zuerst in: TEAM, Mitarbeiterzeitschrift der Evangelischen Jugend im Dekanat Reinheim, 6/1981.

http://www.heinrich-tischner.de/21-th/2bibel/theol/frd-bbl/1afried.htm

(23) Heinrich Tischner übersieht, dass nach Allahs Gesetz die muslimische Frau nur die Hälfte bekommt, der Dhimmi meistens, bis auf die zu zahlende Dschizya, gar nichts, und dass der Harbi gleich alles abgeben muss. Saudi-Arabien oder der Iran sind für den evangelischen Theologen und fleißigen Etymologen diskreter Sozialstaat: „Schon im Altertum war die Armenfürsorge anders geregelt: Man gab dem Armen das Geld nicht direkt, um ihn nicht zu beschämen. Die Mittel flossen in einen großen Topf und wurden daraus verteilt. So handhaben es heute noch Synagoge, Kirche, Moschee und Staat.“

http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/9sp-ecke/artikel/201/2011/11-06-07.htm

(24) John Martin (1789-1854), Sodom und Gomorrha

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e1/John_Martin_-_Sodom_and_Gomorrah.jpg

Zu Lots Höhle, bitte hier entlang.

http://www.kuwaite.ws/uploads/449e3246a0.jpg

Totes Meer oder Salzmeer, Jam haMelach, vielleicht der Ort von Sodom und Gomorrha.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3c/DeadSeaSinkhole.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/25/Deadseadusk.jpg

Dank an die Stadtverwaltung Koblenz

Mai 29, 2011

كوبلنس

Koblenz

Gabi Schmidt

Edward von Roy

An die Verwaltungsmitarbeiter der Stadt Koblenz

29.05.2011

Danksagung, Offener Brief

Pierre Vogel in Koblenz

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihr Engagement. In der ausklingenden Woche hat die Stadt Koblenz viel gegen den global tätigen Fundamentalismus getan. Sie hat Weitblick und Mut bewiesen, indem sie betonte, dass es gelte, die Allgemeinheit und besonders die Jugend vor den Aussagen der Prediger Pierre Vogel und Abdur-Raheem Green zu schützen, indem sie das Teilnahmeverbot bzw. Zugangsverbot aller Minderjährigen forderte und am Freitagnachmittag Einspruch beim Oberverwaltungsgericht gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts einlegte, nachdem das OVG den für heute Abend geplanten Auftritt Vogels erlaubt hatte.

Koblenz ist weltoffen und fremdenfreundlich, und es ist ein kalkulierter Trick der Salafis (Salafisten), sich immer wieder als Opfer einer angeblich vorhandenen ‚Medienhetze‘ oder Xenophobie zu inszenieren.

Hoffentlich wird Vogel in wenigen Stunden gar keine ‚Seele fangen‘ können und das schöne Koblenz noch am späten Abend verlassen, ohne dass Heranwachsende oder auch Sechzehnjährige öffentlich zum urgemeindlich (salafistisch) gelesenen Islam konvertiert sind.

Aber ob Pierre Vogel, Bilal Philips, Abdur-Raheem Green, Nicolas Blancho oder Ibrahim Abou-Nagie, die korantreuen Revolutionäre werden wiederkommen, um ihr „vor dem Höllenfeuer rettendes“, gegenmodernes, nicht zuletzt auf Frauenentwürdigung beruhendes Gesellschafts- und Menschenbild zu propagieren und die Standards von AEMR und GG zu ironisieren bzw. provokant anzuknabbern. Im Dezember 2011 kann der aus dem indischen Mumbai nach Deutschland einreisende Zakir Naik durchaus auch am Mittelrhein Station machen.(1)

Der Deutsche Städtetag und etwa die Lehrergewerkschaft GEW oder der sozialpädagogische Berufsverband DBSH sollten in den nächsten Monaten versuchen, ganz allgemein allen Extremisten, ob Salafisten oder NPD-Neonazis, das ungehemmte Reden auf Marktplätzen zu erschweren.

In Mönchengladbach etwa durfte Einladung zum Paradies 2010 geschätzte vierzig Info-Stände in der Fußgängerzone betreiben, Kinder liefen dort ungehindert herum, während der Staatsschutz das Gelände observierte. Unser Mönchengladbacher OB meinte, er sei keine ‚Versagungsbehörde‘ und habe sich dieser ‚Sondernutzung‘ nicht in den Weg zu stellen. Das aber ist rechtlich fraglich und es käme auf einen Versuch an, ob von beispielweise fünf beantragten Infotischen nicht, juristisch nachhaltig, auch einer „reicht“.

Zur Frage Was ist Salafismus beschreibt Purify and Educate die geheiligte Intoleranz der salafistischen Theologie, ihre totalitäre Wohlverhaltensdoktrin, der unsere muslimischen oder nichtmuslimischen Jugendlichen (14-17 Jahre), altersentsprechend, wohl noch nicht widersprechen können.(2)

Zakir Naiks Medieneinsatz betreffend ist interessant, dass seit fünf Jahren für Ägypten ein durch einen saudischen Unternehmer gesponsorter salafistischer Fernsehkanal besteht, al-Khalajia TV.(3)

Entsprechende Pläne gibt es für Europa, wie die von Bergheim bei Köln aus betriebene Seite Way to Allah weiß: „Wir werden mit der Hilfe von Allah und eurer Unterstützung einen islamischen Fernsehsender in deutscher Sprache gründen, der in Deutschland seinen Sitz hat, allerdings auch in Österreich und der Schweiz zu empfangen sein wird.“(4)

Auf dieser Linkliste (Blogroll von: One Law For All: Mönchengladbach ohne salafistische Islamschule) finden sich mehr als hundert Pressequellen zum Thema Salafismus / Einladung zum Paradies, die vom versuchten Anwerben eines zwölfjährigen Kindes (027. Islamisten werben Jugendliche an) bis zum theologischen Begründen der Tötung der Ehebrecherin (033. Ciftci: Steinigung ist gerechtfertigt) die Praxis des Missionars Vogel und seiner Mitstreiter beschreiben. Durch das öffentliche Beschimpfen von ihrer Arbeit nachgehenden Journalisten (016. Salafisten: Kampagne gegen Reporter) fielen die Salafisten 2010 der Öffentlichkeit ebenso auf wie durch den illegalen Betrieb einer Kindertagesstätte (021. Masjid As-Sunnah Mönchengladbach – Erster muslimischer Kindergarten).(5)

Jugendliche waren 2010 auch in Berlin eine Zielgruppe salafistischer Missionare, dem Charme des Rebellischen und Protestkulturellen dürften Minderjährige, völlig altersgemäß, besonders leicht erliegen.(6)

Koblenz hat in Bezug auf Pierre Vogel besser argumentiert als bislang jede andere Stadt, wenngleich sich deutschlandweit wohl noch kein Politiker traut (auch nicht Axel Wilke oder Julia Klöckner, die das Wort Scharia immerhin bereits ausgesprochen haben), von unseren Islamverbänden die absolute und unwiderrufliche Abkehr von Scharia und Fiqh zu fordern.

Pierre Vogel hat keine andere Scharia im Programm als Ayyub Axel Köhler (ZMD) oder die Sonderströmung der Ahmadiyya, mit deren Frauenbild und Schleierpflicht Oberbürgermeister Hofmann-Göttig offensichtlich keine Probleme hat, oder als die die salafistischen, der Muslimbruderschaft nahestehenden Lifemakers, welche vor fünf Jahren die Koblenzer Hochschulgruppe gründeten und bis heute prägen (ISK, um Safiye Ilhan). Muslimbruderschaft (IGD, FIOE, FEMYSO, ECFR) sind natürlich auch urgemeindlich orientiert, sind Salafisten.

Sorglos integriert die Uni Koblenz gut vernetzte Schariafreunde in ihren Internetauftritt (Islamische Studierende in Koblenz – ISK), lässt Safiye Ilhan (Lifemakers Rosenheim) zu ‚Frauenfragen‘ zu Wort kommen, eine unverhohlen auf Pro-ḤAMĀS-Kurs befindliche Meldung zur hochschulseits offensichtlich unproblematischen ‚Gaza-Blockade‘ schließt sich an.(7)

Pierre Vogel hat ein sportgymnasiales Abitur (Berlin 1999) erworben und dann in Saudi-Arabien den Islam studiert. Die ISK-Koblenz verlinkt nach Bonn in die Adenauerallee 13 (Lifemakers; Rat der Muslime Bonn) und gehört damit dem nicht minder revolutionären akademischen Salafismus an. Arbeitsteilig übernimmt Pierre Vogel Hauptschulen und Vorstädte, während Lifemakers Germany offensichtlich an Hochschulen und Wohlfahrtsverbände herangeht.(8)

Der ZMD ist urgemeindlich geprägt, „salafistisch“, und wird dem Geist der Muslimbrüder (Said Ramadan, Vater von Hani und Tariq Ramadan) durchaus gerecht. Das ist der Unterwasseranteil des Eisbergs deutscher Salafismus. Seelenfänger, Empörungsobjekt und Provokationskünstler Pierre Vogel ist für uns alle lediglich einfacher sichtbar, den Gewinn aus der Empörung gegen Nicolas Blancho oder Pierre Vogel streichen Tariq Ramadan, Mustafa Ceric (Sarajevo; ECFR) und Bajrambejamin Idriz (Penzberg; Projekt ZIE-M) ein.(9),(10),(11)

Pierre Vogel hat den Islam gründlich studiert und richtig verstanden.

Notfalls bleibt uns eben „nur“, unsere Minderjährigen so stark zu machen, so sehr zu „immunisieren“ gegenüber politischem bzw. religiösem Extremismus, dass sie weder bei den Kindern Gottes, Hare Krishna oder der Mun-Sekte noch bei Skinheads, gewaltbereiten Linksradikalen, Scientology oder eben bei Pierre Vogel ‚versickern‘, und falls doch, dass sie wieder den Rückweg ins freie Denken (und Fühlen) finden.

Kalifat und Scharia sind schließlich nicht angeboren, es gibt auch kein Burka-Gen.

Mit freundlichen Grüßen

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Quellen

(1) Über die Islamic Research Foundation betreibt der Inder Zakir Naik den Salafi-Fernsehkanal Peace TV.

http://www.irf.net/

24-Stunden Islamic Spiritual Entertainment! Jetzt mit Umfrage: “Wer ist Ihr Lieblings-Redner, Abu Ameenah Bilal Philips, Scheich Yusuf Estes, Abdur-Raheem Green (England), Dr. Zakir Naik (Indien) oder Scheich Ahmed Hoosen Deedat (Südafrika)?”

http://www.irf.net/index.php?option=com_content&view=article&id=140&Itemid=56

Das Who-is-who der internationalen islamischen Oratoren der Da’wa

http://www.irf.net/index.php?option=com_content&view=article&id=159&Itemid=174

(2) Zur Frage Was ist Salafismus. Purify and Educate.

http://eifelginster.wordpress.com/2011/05/09/235/

(3) DIE WELT, 08.05.2011

http://www.welt.de/politik/ausland/article13359898/Salafisten-sind-treibende-Kraft-des-Angriffs-in-Kairo.html

(4) Deutschland: Salafistischer TV-Kanal im Aufbau.

http://www.way-to-allah.com/projekte/1.html

Way to Allah (Adel Zaghdoud, 50127 Bergheim), der zum Aufbau eines Salafismus-TV wirbt, empfiehlt theologisch den Prediger Pierre Vogel.

http://www.way-to-allah.com/unterricht_predigten.html

(5) Mönchengladbach, As-Sunnah-Moschee. Salafistischer Kindergarten nahm ohne behördliche Genehmigung den Betrieb auf.

http://www.youtube.com/watch?v=DC1vPYZWJk8

Salafismus in Mönchengladbach 2010. Linkliste mit Pressequellen.

http://eickener.wordpress.com/

(6) Berliner Morgenpost, 15.06.2010. Verfassungsschutz: Islamisten werben Berliner Jugendliche an.

http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1326206/Islamisten-werben-Berliner-Jugendliche-an.html

(7) ISK, integriert in die Homepage der Uni Koblenz. „Unterdrückt der Islam Frauen? Ist der Islam eine frauenfeindliche Religion? Gibt es Frauenrechte im Islam? Was ist mit Aufklärung und Emanzipation für die Frau?“

http://userpages.uni-koblenz.de/~muslime/?p=440

ISK, Koblenz. „Gaza: Die Blockade überwinden – die Reise der Freiheitsflotte und was daraus geworden ist. Matthias Jochheim, Frankfurt/M, … wird von seinen Erfahrungen als Teilnehmer der ‚Freedom Flotilla‘ Richtung Gaza an Bord des Schiffes ‚Mavi Marmara‘ berichten.“

http://userpages.uni-koblenz.de/~muslime/?p=433

(8) Lifemakers Germany

http://www.lifemakers-germany.de/index.html

(9) Tariq Ramadan

http://www.tariqramadan.com/

(10) Mustafa Ceric: The challenge of a single Muslim authority

in Europe „In the sharı¯’’ah as their Weltanschauung, Muslims have their covenant with God“ , „In fact, the question of the imamate as the ‘supreme leadership’ of the universal Muslim umma [21, p. 859] after the death of the Prophet is the central issue of the current situation not only in the Muslim centre, but also in the Muslim periphery, Europe included. I have designated the imamate as the third theological foundation of Islamic authority in civil life because it is a part of Islamic judicial theory as well. The imamate is a human product based on personal faith, established by collective moral commitments and maintained by political power.

http://springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf

Mustafa Ceric: DECLARATION OF EUROPEAN MUSLIMS

f) opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law; g) and the protection of European Muslims from islamophobia

http://blog.zeit.de/joerglau/2006/12/01/erklarung-der-europaischen-muslime_62

(11) ZIE-M

„Zentrum für Islam in Europa – München ist eine Initiative, die bisherige muslimische Vergangenheit in diesem Lande herausfordern will, sich der Lebensrealität im Kontext der Gegenwart im Hier und Jetzt zu stellen. Das Projekt ZIEM ist ein aufrichtiges Angebot von Muslimen in München, die sich dem Gemeinwohl [Anm.: istiṣlāḥ, koranbasiertes und schariagehorsames Gemeinwohl] unserer Gesellschaft in Deutschland verpflichtet sehen. Mit Bezug auf das Konzept vom ZIEM ist von einer progressiven und innovativen Ansatzweise die Rede. Innovativ deshalb, weil dieses Konzept sich in einem Punkt von eingespielten muslimischen Strukturen unterscheidet: Es ist vollkommen abgekoppelt von Einflussnahmen durch die einstigen Herkunftsländer [Anm.: Ja, gar kein Staat, nur noch Allāh ist Souverän]. Progressiv deshalb, weil es spezifisch auf das Hier und Heute und auf den heutigen, in Deutschland heimischen Muslim eingeht [Anm.: der Muslim sei eine Sorte Mensch und müsse daher eine Sorte Staatsbürger werden], und auf unser aller gemeinsame [Anm.: rechtsverschiedene] Zukunft hin ausgerichtet ist.“

http://www.zie-m.de/index.php?option=com_content&view=article&id=390&Itemid=752&lang=de

Bajrambejamin Idriz: Projekt ZIE-M

http://www.zie-m.de/

Salafistische Kundgebung in Koblenz verhindern

Mai 24, 2011

كوبلنس

Koblenz

Gabi Schmidt

Mönchengladbach

An das Ordnungsamt der Stadt Koblenz, Herrn Reiner Klug

an den Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig

24. Mai 2011

Eilantrag auf Verbot der für den 29.05.2011 geplanten islamistischen Kundgebung in Koblenz (Pierre Vogel); Umsetzung des gesetzlichen Kinder- und Jugendschutzes durch ein verfügtes Teilnahmeverbot aller Minderjährigen an dieser Veranstaltung, falls sich diese nicht verhindern lässt

Sehr geehrter Herr Klug,

sehr geehrter Herr Dr. Hofmann-Göttig,

sehr geehrte Damen und Herren,

wie die Rhein-Zeitung am heutigen Tage (13:56 Uhr) mitteilt, will der Islamist Pierre Vogel in fünf Tagen in Koblenz eine Kundgebung abhalten und hat dazu beim Koblenzer Ordnungsamt einen entsprechenden Antrag eingereicht.

Pierre Vogel arbeitet auf eine Apartheid zwischen Nichtmuslimen und Muslimen sowie auf die Ungleichbehandlung der Frau hin, womit er die Segregation bestärkt und die Integration in die Standards von AEMR und Grundgesetz verhindert. Damit richtet sich sein Predigen bzw. Referieren gegen die Verfassung. Wir fordern Sie deshalb hiermit auf, die Veranstaltung zu verbieten.

Da der Gruppenzwang sehr hoch ist, wird für das Individuum ein Ausstieg aus dem Kreis der Salafisten erfahrungsgemäß kaum noch möglich sein. Unsere offene Gesellschaft (Karl Popper) ist für diese Menschen dann faktisch unzugänglich. Angehörige eines Konvertiten, etwa wenn ihre Tochter oder ihr Sohn zu den Salafisten angeworben wird, erleben oft großes Leid.

Auch Abdur-Raheem Green, der seine koranbasierten Reden beim indischen Hassprediger Zakir Naik (Peace TV, Mumbai) veröffentlicht, gefährdet die Standards der universellen Menschenrechte. Green verherrlicht den Dschihad und billigt, dass der muslimische Mann seine Ehefrau schlägt.[1]

Prediger Zakir Naik, der den USA vorwirft, die Terroranschläge von 2001 selbst inszeniert zu haben, soll im Dezember 2011 nach Deutschland einreisen.[2] Muhamed Seyfudin Ciftci, zeitweise Scheich bei Einladung zum Paradies (EZP, um Pierre Vogel), traf sich mit Naik in Istanbul.

Falls die islamistische Kundgebung dennoch im öffentlichen Raum der Stadt Koblenz abgehalten wird, fordern wir Sie auf, den gesetzlichen Kinder- und Jugendschutz umzusetzen, indem Sie ein Teilnahmeverbot für alle Minderjährigen an dieser Veranstaltung verfügen und zur weiteren Auflage machen,

dass Redebeiträge die Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht in Frage stellen,

dass der Niqab (Gesichtsschleier) auf dieser Kundgebung verboten ist,

dass Andersgläubige, Ex-Muslime, Atheisten und Homosexuelle nicht diskriminiert werden sowie

dass keine Geschlechtertrennung (durch Ordner oder per Gruppenzwang) durchgeführt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Quellen

[1] Abdur-Raheem Green, zu: Ist Dschihad Pflicht?

http://www.youtube.com/watch?v=7nFpz4KaP1I

Green, bei: Peace-TV (Zakir Naik, Mumbai, India)

http://www.youtube.com/watch?v=UQskiWpKzcs

Prediger Green: Darf der Mann im Islam seine Frau schlagen?

http://www.youtube.com/watch?v=CiG2N6Q4MS8

Abdur-Raheem Green – Is death penalty wrong according to the Qur’an?

Sagt der Koran, dass die Todesstrafe falsch ist? Das kommt darauf an!

Peace Conference Scandinavia 2010.

http://www.youtube.com/watch?v=ENrDRMX4bMw

Ja, der Dschihad ist Pflicht.

Ist Jihad pflicht_ – Abdur Raheem Green (german subtitle). Green: „als in Bosnien der Dschihad stattgefunden hat, begaben sich alhamdulillah (Gott sei Dank) manche Brüder dorthin, um zu kämpfen. … So erfordert nicht jeder Dschihad deine körperliche Präsenz.“

http://www.youtube.com/watch?v=AIbQqjzjLQs

Abdur Raheem Green: Frauen schlagen im Islam

http://www.youtube.com/watch?v=CiG2N6Q4MS8&feature=related

Green auf Zakir Naiks TV-Kanal „Friedensfernsehen“. Was ist Demokratie? What is democracy? by Abdul Raheem Green peace tv

http://www.youtube.com/watch?v=eV4yp0gp5vI

Culture Confusion – Abdur Raheem Green. Do you SUBMIT TO ALLAH or do you SUBMIT TO YOUR CULTURE? MAKE YOUR CHOICE!

http://www.youtube.com/watch?v=JuECO3unh3o&feature=related

[2] Zakir Naik soll im Dezember 2011 nach Deutschland einreisen. Bei: Dawa-News.

http://dawa-news.net/2011/03/24/dr-zakir-naik-kommt-nach-deutschland/

Bei: EZP

http://www.ezpmuslimportal.de/index.php?option=com_hwdvideoshare&task=viewvideo&Itemid=1&video_id=1683&lang=de

Zakir Naik als Verschwörungstheoretiker zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001.

„Dr Zakir Naik explains how 9/11 was an inside job.“

http://www.youtube.com/watch?v=kwEjtond_Yg

Petition gegen Pierre Vogels Kundgebung in Frankfurt

Mai 6, 2011

بيير فوغل

Pierre Vogel

Gabi Schmidt

Mönchengladbach

Präsident des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs, Kassel

Hessischer Landtag, Petitionsausschuss

Verwaltungsgericht Kassel

Verwaltungsgericht Gießen

Verwaltungsgericht Frankfurt am Main

Oberbürgermeisterin Petra Roth

Ordnungsamt der Stadt Frankfurt

Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

Stadt Frankfurt, Dezernat V: Ordnung, Sicherheit, Stadtrat Volker Stein

Hessisches Landeskriminalamt

06.05.2011

Petition

Verbot der salafistischen Veranstaltung am 07. Mai 2011 in der Frankfurter Innenstadt, Umsetzung des gesetzlichen Kinder- und Jugendschutzes

Sehr geehrte Damen und Herren,

der vom Verfassungsschutz beobachtete Islamist Pierre Vogel kündigt für den morgigen Samstag, 07. Mai 2011, eine Großveranstaltung in der Frankfurter Innenstadt an. Das Thema der Kundgebung sei laut Vogels Homepage „Wie steht der Islam zum Terrorismus?“

Die Demokratie hält der Kölner Prediger für sittlich minderwertig gegenüber dem islamischen Gesetz, von Menschen erlassene Vorschriften sind für den Salafisten letztlich nicht wichtig, weshalb er und seine Gruppe Einladung zum Paradies die geltende Ordnung immer wieder kraftvoll ignorieren, indem sie beispielsweise, so geschehen im September 2010 in Mönchengladbach-Eicken, nächtliche und auch ungenehmigte Großgruppengebete auf dem Marktplatz organisierten.(1)

Im Jahr 2010 empfahl Pierre Vogel der Bundeskanzlerin, probeweise und lokal das verfassungswidrige islamische Strafrecht einzuführen.(2)

Um die Relevanz des Predigers zu bewerten, ist ein Blick auf dessen Veranstaltungen zweckmäßig. Zwei Ereignisse des Jahres 2011 seien hier betrachtet, Frankfurt am 20.04. und Koblenz am 29.05. Vogels Ehrengäste beider Tage verweisen auf den von Mumbay (Indien) aus aktiven Salafisten Zakir Naik.

Am 20. April 2011 kamen auf dem Roßmarkt 1500 Sympathisanten der extremistischen Missionare Pierre Vogel und Bilal Philips zusammen.(3) Etwa 1500 Menschen hörten den prominenten Salafisten zu, Menschenrechtsgruppen protestierten unweit davon gegen Islamismus und Scharia. Die behördliche Auflage, die Geschlechter nicht zwangsweise zu trennen, wurde umgangen,(4) für die Geschlechtertrennung sorgte eine Ordnerin:

„Alle Brüder bitte nach ganz links.“

Dem in Jamaika geborenen und in Kanada aufgewachsenen Philips wurde unmittelbar nach dem Auftritt auferlegt, Deutschland innerhalb von drei Tagen zu verlassen.

Bilal Philips hat Einreiseverbot in den USA, 2007 galt er in Australien als Nationales Sicherheitsrisiko und erhielt daher kein Visum. Philips rief in den Neunziger Jahren Konvertiten zum Islam dazu auf, in Bosnien „für die Muslime“ zu kämpfen. Der für seine schwulenfeindlichen Äußerungen bekannte Prediger hält Vorträge an der von Zakir Naik (s. u.) geleiteten Islamic Research Foundation im indischen Mumbai (Bombay). Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) protestierte 2009 dagegen, dass Bilal Philips pauschal Homosexualität mit Pädophilie und Inzest gleichsetzt und als „Bedrohung für die Gesellschaft insgesamt“ zusammenfasst.(5),(6)

Philips soll mehrfach zur Ermordung von Homosexuellen aufgerufen haben.(7)

In Koblenz will Pierre Vogel noch in diesem Monat mit einem anderen international bekannten salafistischen Prediger auftreten, es geht um Abdur Raheem Green (http://www.islamsgreen.org/) aus England. Der aus Daressalam (Tansania) stammende Green ist ein weiterer prominenter Missionar der islamischen Gegenmoderne, die Salafismus genannt wird und welche die Lebensweise der Zeit zwischen 622 und 855 n. Chr. verherrlicht.

Auch Green begründet religiös, dass der Islam mit der Demokratie unvereinbar ist und dass das islamische Rechtssystem, die Scharia, einem jeden von Menschen ersonnenen Gesetz sittlich überlegen sei. Urheber des Islamischen Rechts ist für Salafisten bzw. orthodoxe Muslime Allah, der nicht nur innerseelisch, sondern auch in allen gesetzgeberischen Belangen Regent sein muss, Souverän.

Vor tausenden von Zuhörern predigte Green in Indien:

“Der Islam ist mit der Demokratie nicht kompatibel.”

In Indien ist Abdur Raheem Green vor vier Jahren Gast von Zakir Naik gewesen. Dr. Naik fordert die Todesstrafe für Glaubensabtrünnige und den Hidschab (Schleier(8)) für die Frau.

Die Unverschleierte, so der Mediziner, gerate in Gefahr, vergewaltigt zu werden. Die von ihm so genannte westliche Gesellschaft habe die Frau in den erniedrigten Status einer Konkubine herabgedrückt und verzerre die maskuline Identität in Richtung von hoffnungsloser Sinnsuche und barbarischem Sexkonsum. Erst der Islam hebe die Frau wieder hinauf zu ihrer eigentlichen Bestimmung und wahren femininen Würde. Zakir Naik verachtet die USA („America, the biggest terrorist“), bewundert Osama bin Laden theologisch und betreibt den Fernsehkanal Peace TV, der sich an die Muslime Indiens richtet. Tatsachenfern stellt das „Friedensfernsehen“ die New Yorker Terrorangriffe als antiislamisches Werk der US Regierung dar.(9)

Neben der Wertschätzung der Todesstrafe für Glaubensabtrünnige,

“People who change their religion should face the death penalty”,

fiel der gottesfürchtige Green-Gastgeber Naik durch sein Interesse am Dschihad auf:

„If Osama Bin Laden is terrorizing the enemies of Islam, I am with him. If he is terrorizing America, the biggest terrorist, then I am with him. Every Muslim should be a terrorist.“(10)

Im Januar 2010 wurden bei einer bundesweiten Razzia der Polizei in Privatwohnungen und in wahhabitischen bzw. salafistischen Moscheen gegendemokratisch und frauenfeindlich orientierte Bücher sowie Filme und CDs beschlagnahmt. Darunter war auch die vom saudi-arabischen Islamgelehrten Abd ar-Rahman asch-Schiha (Abdul Rahman al-Sheeha) verfasste Schrift Frauen im Schutz des Islam(11),(12), in der verheirateten männlichen Rechtgläubigen erlaubt wird, ihre widerspenstigen Ehefrauen erst zu ermahnen, dann im Ehebett zu meiden und zuletzt im Namen der Religion

„zu schlagen, ohne zu verletzen, Knochen zu brechen, blaue oder schwarze Flecken auf dem Körper zu hinterlassen, und unter allen Umständen vermeiden, ins Gesicht zu treffen.“

Bereits ein Jahr vor der Razzia war das Buch Frauen im Schutz des Islam durch ein Gremium der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien in die Liste der jugendgefährdenden Medien aufgenommen (15. Januar 2009).

Andere Schriften desselben Klerikers aus Saudi-Arabien wurden noch am 26.12.2010 in Mönchengladbach auf dem Außengelände der zeitweilig einen illegalen Kindergarten betreibenden, an jenem Tag allerdings behördlich versiegelten salafistischen Moschee verteilt.

Religiöses Frauenprügeln ist von Artikel 4 (2) GG Ausübung der Religion nicht gedeckt. Wer derartige Bücher verteilt, braucht die bundesdeutsche Verfassung offensichtlich nicht mehr, sondern will einen anderen Staat. Im Zusammenhang mit den beschlagnahmten Büchern vom Januar 2010 sind in der Presse die Namen Mohammed Ciftci (Braunschweig), Pierre Vogel (Köln) und Sven Lau (Mönchengladbach) genannt worden.

Bis Ende März 2011 war Scheich Muhamed Seyfudin Ciftci spirituelle Autorität beim Verein Einladung zum Paradies (EZP), dessen bekanntester Prediger Pierre Vogel ist. Auch am heutigen Tage verlinkt EZP (Sven Lau, http://www.ezpmuslimportal.de) zum Braunschweiger Ciftci („Scheikh Abu Anas“), zu Pierre Vogel, zum Al-Tamhid-Verlag (K. Benhsain, Bonn) und zur Islamic Online University (IOU) von Bilal Philips.(13)

Die Hannoversche Allgemeine (HAZ) beruft sich auf Landes- und Bundesverfassungsschützer, die wissen, dass das Ziel des an Ciftcis Braunschweiger „Islamschule“ gelehrten Salafismus die Abkehr von der Demokratie und die Hinwendung zum Gottesstaat ist. „Islamschule“ bietet ein Online-basiertes Fernstudium nach saudi-arabischem Lehrplan an, 200 Studenten sollen dort eingeschrieben sein und den salafistischen bzw. hanbalitisch-wahhabitischen Islam lernen. Ciftcis Scharia-Lehrstätte ist seit Jahren im Visier der niedersächsischen Verfassungsschützer, der im Sommer 2010 geplante Umzug nach Nordrhein-Westfalen (Mönchengladbach) wurde bislang nicht umgesetzt.

Volkssouveränität gelte, so die HAZ weiter, für Salafisten als unsittliche Weltanschauung:

Ziel des dort gelehrten Salafismus sei ein rigider „Gottesstaat“, wie er in der Frühzeit des Islam herrschte. Demokratie gelte für Salafisten dagegen als „falsche Religion“.(14)

Die WELT (20.01.2010) schreibt über die gezielt desintegrierende Arbeitsweise der Salafisten:

Sie schwören zwar der Gewalt ab, verfolgen aber unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit und Gesetzestreue antidemokratische Ziele. Mit propagandistischen Mitteln wird versucht, Vorstellungen und Werte in der hiesigen Gesellschaft zu verankern, die nicht nur laufende Dialog- und Integrationsbemühungen untergraben, sondern auch die Gültigkeit geltender Rechtsnormen aushebeln.

Die salafistischen Netzwerke, die von Verfassungsschützern teilweise dem dschihadistischen Spektrum zugerechnet werden, wollen also nicht die wichtige Integration, sondern die Abschottung, die Segregation, ihre Rede von religiöser Toleranz bedeutet geheiligte Frauenentrechtung, und wenn sie Koexistenz sagen, sollten wir Apartheid verstehen.

Salafisten verlangen von ihren Frauen eine extreme Weise der Verschleierung, grundsätzlich gelten Ganzkörperbedeckungen mit Niqab (Gesichtsschleier) als verpflichtend.

Anders als es die jenseitszentrierten Herren Ciftci, Vogel und Lau sehen, ist für uns Säkulare, also auch für die Muslime unter uns, Demokratie keine „falsche Religion“, sondern dient überhaupt nicht der Rettung der Seele. Erst die freiheitlich-demokratische Grundordnung und Lebensweise, die mit dem islamischen Recht nicht möglich ist, schafft die für jeden Einzelnen, auch für jede Frau, zugänglichen Grundrechte und Bürgerrechte.

Viele der Menschen, die der „Einladung zum Paradies“ auf den Leim zu gehen drohen, sind zwischen zwanzig und vierzig Jahre alt. Durch schlechte oder fehlende Schulabschlüsse sowie die allgemein schwierige wirtschaftliche Situation sozial und ökonomisch marginalisiert und von der gesellschaftlichen Teilhabe weitgehend ausgeschlossen, ist es einem hohen Prozentsatz dieser Menschen noch nicht gelungen, in der Gesellschaft sicher Fuß zu fassen. Besteht dann durch angespannte Familienverhältnisse wenig Rückhalt und Zuspruch, ist die Wahrscheinlichkeit einer Sinnkrise groß. Mit seinem manichäischen Schwarz-Weiß-Denken, den einfachen Erklärungsmustern, klaren Regeln, simplen Lösungen und nicht zuletzt durch die scheinbare Aufwertung des verletzten Egos bieten salafistische Netzwerke jungen Leuten, die nach Orientierung, Rechtleitung und Anerkennung suchen, einen aus Sicht der Angeworbenen plausiblen Ausweg aus ihrer Misere an. Jetzt gehört man zu Allahs auserwähltem Volk und steht als Rechtgläubiger endlich auf der Seite der Gewinner.(15)

Doch auch angehende Akademiker fallen in das Beuteschema der Missionare, vor allem weibliche Studierende. Vor zehn bis zwölf Monaten lagen Werbeflyer von Einladung zum Paradies in den Fluren und Aufenthaltsräumen der Hochschule Niederrhein aus, einer eigentlich zur weltanschaulichen Neutralität verpflichteten Institution.

Insbesondere Kinder und Jugendliche sind davor zu bewahren, von den Salafisten angeworben zu werden.

Im Mai 2010 ist ein zwölfjähriges Kind in einer Mönchengladbacher Arztpraxis von einem erwachsenen Islamisten, der religiöse Kleidung trug, zu sportlichen und erlebnisorientierten Veranstaltungen angeworben worden, dem Jungen wurde eine Visitenkarte von Einladung zum Paradies (EZP) zugesteckt.(16)

EZP betrieb am Nachmittag des 09.04.2011 in der Innenstadt von Mönchengladbach (MG Rheydt, Marienplatz) einen überdachten Infotisch. Dort fanden sich gegen 17:20 Uhr zwei Mädchen im Alter von schätzungsweise elf und sechs Jahren ein, die sich mindestens zwanzig Minuten lang mit den Aktivisten unterhielten und das ausliegende Informationsmaterial gemeinsam betrachteten. Bei dem sonnigen, warmen Wetter brachte ein Salafist ein Tablett mit Eisbechern heran, die Missionare und auch die beiden Kinder erhielten jeweils ein Eis. Das Anwerben von Kindern und Jugendlichen, die nicht in Begleitung ihrer Eltern sind, ist niemandem erlaubt und sollte allen erwiesenermaßen verfassungsfeindlichen Gruppen erst recht nicht gestattet werden.

Mit dieser Petition fordern wir die Abgeordneten des Hessischen Landtages, die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth, die Frankfurter Stadtverwaltung und die Ratsmitglieder der Stadt Frankfurt dazu auf, deutlich zu sagen, dass eine an der Scharia orientierte Missionsveranstaltung auf dem Frankfurter Roßmarkt untersagt werden soll.

In Umsetzung der gesetzlichen Regelungen zum Kinder- und Jugendschutz sollte die Stadt Frankfurt dafür Sorge tragen, dass Kindern und Jugendlichen am 07.05.2011 der Zutritt zur Veranstaltung Pierre Vogels verunmöglicht wird.

Der gesetzliche Kinder- und Jugendschutz beinhaltet, Gefährdungen möglichst nicht entstehen zu lassen (struktureller Jugendschutz), über Gefährdungen aufzuklären und zur Bewältigung anzuleiten (erzieherischer Jugendschutz), den Umgang mit Gefährdungen zu regeln (gesetzlicher Jugendschutz).(17)

Hessische Landesregierung und Frankfurter Stadtverwaltung sollten die Öffentlichkeit aktiv und fundiert über den Salafismus informieren, jene jugendgefährdende, menschenfeindliche und dezidiert frauenverachtende Strömung des fundamentalistischen Islam.

Die Adressaten dieses Briefes sollen dazu beitragen, dass eine derartig misogyne und demokratiefeindliche Gruppe wie Einladung zum Paradies auf dem Frankfurter Stadtgebiet und im Bundesland Hessen in den nächsten Jahren keinen Infotisch aufstellen oder ähnliche Aktivitäten im öffentlichen Raum sowie in städtischen Einrichtungen durchführen darf.

Der Verein, in dem Pierre Vogel Mitglied ist, nennt sich Einladung zum Paradies und beansprucht die Deutungshoheit zum Islam. Alle anders ausgerichteten Muslime befinden sich demzufolge einem Irrweg, muslimische Säkulare wie Bassam Tibi oder Necla Kelek droht die Zuschreibung der Apostasie.

Für alle säkularen muslimisch geprägten Demokraten müssen wir uns einsetzen. Den Kindern und Enkelkindern sowohl der Konvertiten zum Islam als auch der muslimisch sozialisierten Einwanderer der Sechziger und Siebziger Jahre haben wir den Weg in die kulturelle Moderne offen zu halten. Frauenrechtlerinnen, gerade denen mit einem so genannten islamischen Migrationshintergrund, dürfen wir nicht in den Rücken fallen, indem wir zum Salafismus schweigen bzw. ihm Werbung ermöglichen.

Integration bleibt unsere wichtigste Aufgabe. Es ist unser Ziel, Bürgerinnen und Bürger zu integrieren: In den Arbeitsmarkt, in die Frauen und Atheisten gleich behandelnde Solidargemeinschaft, in Sprachfähigkeit und Sprachkultur. Hier wird deutlich: Wir integrieren in die universellen Menschenrechte (AEMR, 10.12.1948), nicht in die Scharia. Wir integrieren in das Grundgesetz, nicht in die religiös begründete Segregation und die Geschlechterapartheid des islamischen Fundamentalismus.

Der Adressat dieser Petition muss die für den morgigen Samstag (07.05.2011) geplante salafistische Kundgebung verbieten, denn der Kinder und Jugendschutz ist nicht zu gewährleisten, die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger kann nicht garantiert werden, da am selben Tag in Frankfurt ein sehr großes Fußballspiel stattfindet und weil das erträgliche Maß, das eine freiheitliche Demokratie dulden kann und muss, überschritten ist.

Das vielfache gegendemokratische Reden Pierre Vogels und seiner von ihm geschätzten Gastredner Philips und Green, die Aggressivität seiner Ordner und Sympathisanten, ein Fotograf erhielt einen Schlag auf den Hinterkopf,(18) sowie das Umgehen mehrerer behördlicher Auflagen lassen die für morgen geplante Durchführung der Veranstaltung „Wie steht der Islam zum Terrorismus?“ nicht zu, eine Genehmigung der EZP-Kundgebung ist zu versagen.

Mit freundlichen Grüßen

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Quellen

(1) Rheinische Post, 10.09.2010, von Jan Drebes und Gabi Peters

http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Salafisten-Demos-in-Gladbach_aid_905274.html

(2) „Ein Jahr Scharia, für Ehrenmord gibt es die Todesstrafe, für Klauen und Raub gibt es die Hand ab, da wollen wir mal gucken, wie das Ganze sich nach einem Jahr entwickelt“

BürgerZeitung Mönchengladbach

http://www.bz-mg.de/stadtbezirk-nord/eicken/salafisten-post-und-schroeren-fordern-innenminister-ralf-jager-spd-soll-tatig-werden.html

DER TAGESSPIEGEL, 20.12.2010, vom Ulrich Kraetzer

http://www.tagesspiegel.de/politik/radikaler-rueckschlag/3637256.html

(3) FOCUS, 20.04.2011

Nach Ansicht von Hessens Innenminister Rhein und dem Verfassungsschutz tragen radikal-islamische Prediger wie der deutsche Konvertit Vogel zur Radikalisierung junger Muslime bei. Ihre Thesen verbreiten durften sie dennoch.

http://www.focus.de/politik/deutschland/kundgebung-umstrittene-islam-prediger-sprechen-in-frankfurt_aid_620324.html

DER SPIEGEL, 21.04.2011

Die Sicherheitskräfte greifen durch: Der radikalislamistische Prediger Bilal Philips wird aus Deutschland ausgewiesen. Die Polizei habe ihm eine entsprechende Verfügung der Frankfurter Ausländerbehörde am Mittwochabend übergeben, teilte Polizeisprecher Jürgen Linker mit. Bilal, der als Hassprediger gilt, hatte zuvor mit dem salafistischen Konvertiten Pierre Vogel bei einer umstrittenen Veranstaltung zum Thema „Islam – die missverstandene Religion“ in der Frankfurter Innenstadt vor rund 1500 Menschen gesprochen.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,758369,00.html

(4) Frankfurter Rundschau Stefan Behr, 20.04.2011:

Das Verwaltungsgericht hatte zur Auflage gemacht, dass Männer und Frauen nicht voneinander getrennt werden dürfen. Aber die muss keiner trennen. Das macht das Publikum schon selbst. Rechts von der Bühne stehen die Frauen. Links von der Bühne stehen die Männer. Funktioniert bestens. Nur ganz hinten, wo das eher unorthodoxere Publikum steht, hilft eine Ordnerin sanft nach: „Alle Brüder bitte nach ganz links.“

http://www.fr-online.de/frankfurt/duestere-fronten/-/1472798/8365316/-/index.html

Süddeutsche, 21.04.2011

Trotz zahlreicher Proteste sind die radikalislamistischen Prediger Pierre Vogel und Bilal Philips in der Bankenstadt Frankfurt aufgetreten. Vor rund 1500 Menschen – streng getrennt nach Männern und Frauen – sprachen sie an diesem Mittwoch auf dem Roßmarkt in der Innenstadt etwa zwei Stunden über den „Islam – die missverstandene Religion“

http://www.sueddeutsche.de/politik/nach-auftritt-in-frankfurt-schwulenhassender-islam-prediger-ausgewiesen-1.1087848

(5) DER TAGESSPIEGEL, 11.06.2009

Der ebenfalls von der Moschee angekündigte Vortrag des islamistischen Konvertiten und Ex-Profiboxers Pierre Vogel findet offenbar statt. Die Al-Nur-Moschee gilt in Sicherheitskreisen als potenzieller Durchlauferhitzer für Muslime, die sich radikalisieren.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/hassprediger-kommt-doch-nicht/1534432.html

(6) The consequence of AIDS is enough to prove that homosexuality is evil and dangerous to society.

The Prophet cursed men who imitated women and women who imitated men. The Western fashion industry is controlled by homosexuals who attempt to blur the distinction between males and females in order to make their behavior more acceptable. (Bilal Philips)

http://www.hidayat.org/blog/2007/03/09/islam-and-homosexuality/

(7) LSVD: In einem 18-minütigen, im Internet zugänglichen Video rechtfertigt Philips die Tötung Homosexueller.

http://www.lsvd.de/1178.0.html

Predigt von Bilal Philips zum Thema Homosexualität, ab Minute 16:00.

http://www.youtube.com/watch?v=AerCqUUxiUo

(8) Hidschab

The four major Sunni schools of thought (Hanafi, Shafi’i, Maliki and Hanbali) hold that entire body of the woman, except her face and hands – though a few clerics say face, hands – is part of her awrah, that is, the parts of her body that must be covered during prayer and in public settings.

http://en.wikipedia.org/wiki/Hijab#Dress_code_required_by_hijab

Hidschab oder Hijab (ḥiǧāb ‚Vorhang‘) ist der arabische Name einer islamisch begründeten Körperbedeckung für Frauen, die nicht nur den Kopf, sondern auch den Körper als Ganzes bedeckt. In Saudi-Arabien ist das Tragen des Hidschab Pflicht, Zuwiderhandlungen werden bestraft. …

Rechtsgelehrte wie z. B. Sayyid Abul Ala Maududi oder der ehemalige Vorsitzende der saudischen Ulama, Abd al-Aziz ibn Baz, vertreten hingegen einen strengeren Standpunkt. Nach ihrer Ansicht müssen auch Gesicht und Hände bedeckt werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hidschab

In den Staaten Saudi-Arabien und Iran ist der Hidschab für Frauen aufgrund staatlicher Gesetze verpflichtend. Bei Nichtbeachtung der Vorschrift drohen empfindliche Strafen (u. a. Züchtigungen). In vielen muslimischen Staaten besteht für Muslimas praktisch die Verpflichtung zum Hidschab, etwa im Jemen, im Oman und den anderen kleinen Golfstaaten sowie in Afghanistan und neuerdings, nach der Machteroberung durch die Hamas 2007, auch im Gaza-Streifen, wo Frauen ohne Kopftuch bedroht werden. Im Irak werden Frauen, die kein Kopftuch tragen, oder sonst „unislamisch“ gekleidet sind, zunehmend Opfer von Gewalttaten bis hin zu Mord. Auch Angehörige anderer Glaubensrichtungen, etwa Christinnen, werden zum Tragen des Kopftuchs gezwungen.

Begründet wird der Zwang zum Hidschab mit der koranischen Vorschrift, das Rechte zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten. Nach klassischem islamischen Recht (scharia) sind Zwangsmittel dazu nicht nur erlaubt, sondern Pflicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hidschab#Hidschab_als_Zwang

(9) Hassprediger Zakar Naik (Peace TV. Mumbai / Bombay, India) bewundert Osama bin Laden theologisch und fordert den weiblichen Schleier. In: THE TIMES (The Sunday Times), 30.05.2010. David Leppard: Muslim preacher of hate is let into Britain

Zakir Naik, an Indian televangelist described as a “hate-monger” by moderate Muslims and one Tory MP, says western women make themselves “more susceptible to rape” by wearing revealing clothing. … According to reports in the Indian media, his organisation, the Islamic Research Foundation in Mumbai, was where Rahil Abdul Rehman Sheikh, suspected of being commander of a series of train bombings in Mumbai, and other alleged terrorists spent much of their time before the attacks. …

Zakir Naik: “Western society has actually degraded [women] to the status of concubines, mistresses and social butterflies, who are mere tools in the hands of pleasure seekers and sex marketeers”

“People who change their religion should face the death penalty”

http://www.timesonline.co.uk/tol/news/politics/article7140235.ece

(10) Zakir Naik und der heilige Krieg der al-Qaida:

http://wikiislam.net/wiki/Rebuttals_to_Zakir_Naik#Support_for_Osama_Bin_Laden

Dr. Zakir Naik interviews Abdur Raheem Green

http://www.grandestrategy.com/2010/03/dr-zakir-naik-interviews-abdur-raheem.html

(11) Verfassungsschutz Baden-Württemberg zum Buch Frauen im Schutz des Islam (Abd ar-Rahman asch-Schiha) – Indiziertes Buch liegt an Informationsständen und bei Vorträgen in Baden-Württemberg aus

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=921:082009-indiziertes-buch-liegt-an-informationsstaenden-und-bei-vortraegen-in-baden-wuerttemberg-aus&catid=201:meldung&Itemid=327

WELT-online vom 20. Januar 2010 – Polizei stellt frauenfeindliche Islam-Bücher sicher

http://www.welt.de/politik/deutschland/article5921859/Polizei-stellt-frauenfeindliche-Islam-Buecher-sicher.html

(12) If that doesn’t work, he can „leave the wife’s bed.“ Finally, he may „beat“ her, though it must be without „hurting, breaking a bone, leaving blue or black marks on the body and avoiding hitting the face, at any cost.“ …

Such appalling recommendations, drawn from the book „Woman in the Shade of Islam“ by Saudi scholar Abdul Rahman al-Sheha, The notion of using physical punishment as a „disciplinary action,“ as Sheha suggests, especially for „controlling or mastering women“ or others who „enjoy being beaten,“ is common throughout the Muslim world.

http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2006/10/20/AR2006102001261.html

(13) Sven Lau (EZP) verlinkt am 06.05.2011 zur Islamic Online University (IOU) von Bilal Philips

http://www.ezpmuslimportal.de/index.php?option=com_weblinks&view=category&id=2&Itemid=94&lang=de

http://www.islamiconlineuniversity.com/

(14) Hannoversche Allgemeine vom 03. August 2010 – Umstrittene Islamschule in Braunschweig plant Umzug nach NRW

http://www.haz.de/layout/set/gallery/layout/set/gallery/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Umstrittene-Islamschule-in-Braunschweig-plant-Umzug-nach-NRW

(15) Diese deutsch- oder auch türkischsprachige Propaganda fällt dort, wo Jugendliche Identitätskrisen durchleben, auf fruchtbaren Boden: Mit Filmen, Vorträgen und Texten werden aufgrund ihrer einfachen, widerspruchsfreien und totalitären Aussagen gerade bei Jugendlichen immer wieder neue Anhänger für das salafistische Wertesystem gewonnen. Die Integration in salafistische Gemeinschaften wird dabei von einem Radikalisierungsprozess begleitet, der in mehreren Stufen verläuft und dazu führen kann, dass sich Einzelne zur Begehung von Gewalttaten entschließen (Jihadisierung).

Quelle: Verfassungsschutzbericht Baden-Württemberg 2009, Seite 37-38

http://www.sicherheitsforum-bw.de/x_loads/vsbericht_bw_2009.pdf

(16) Gabi Peters, Tina Stockhausen: Islamisten werben Jugendliche an. Rheinische Post, 06.08.2010.

„Der Junge war allein da, und meine Mitarbeiterin hörte, wie der Mann ihn einlud vorbeizukommen“, erzählt sie. „Es gebe dort tolle Sachen. So könne er zum Beispiel Boxen lernen.“ Die Visitenkarte vom Verein „Einladung ins Paradies“ (EZP), die der Mann dem Zwölfjährigen zusteckte, nahm sie an sich.

http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Islamisten-werben-Jugendliche-an_aid_890623.html

(17) Gesetzliche Regelungen zum Kinder- und Jugendschutz

Sigmar Roll (überarbeitete Fassung, Stand: 01.01.2011).

http://www.familienhandbuch.phase4.de/rechtsfragen/kinderrechte/gesetzliche-regelungen-zum-kinder-und-jugendschutz

(18) Journal Frankfurt, 21.04.2011

Fotografen hatten hier nichts zu lachen: Rüde Ordner schreckten nicht davor zurück, die Presseleute anzugreifen, ein Fotograf erhielt einen Schlag auf den Hinterkopf. Andere wurden verbal bedroht.

http://www.journal-frankfurt.de/?src=journal_news_einzel&rubrik=2&id=12978

Frankfurter Rundschau, 20.04.2011, Stefan Behr:

Ein paar Meter weiter streitet sich eine verschleierte Frau mit den Polizisten, die sie kontrollieren wollen. „Islam – der Weg ins Paradies“ steht auf ihrem Schild. „Wir brauchen hier eine Frau an der Kontrolle, eine Polizistin“, brüllt ein Polizist in Richtung seiner Kollegen.

http://www.fr-online.de/frankfurt/duestere-fronten/-/1472798/8365316/-/index.html

Pierre Vogel in Koblenz

Mai 2, 2011

كوبلنس

Koblenz

Gabi Schmidt

Mönchengladbach

Update: Islamistische Open-Air-Veranstaltung in Koblenz. Wie bei Thilo Becker am 21.05.2011 zu lesen ist, hat der Inhaber der Moorsberghalle mitgeteilt, dass die Veranstaltung mit Pierre Vogel und Abdur-Raheem Green für diesen Ort abgesagt worden ist. Am 22.05.2011 weiß der Bürgermeister von Höhr-Grenzhausen: „Auf seiner Homepage wird nun eine Veranstaltung unter freiem Himmel am 29.05.2011 in Koblenz angekündigt. … in der Schlusssequenz des Videos von Ibrahim Thomas Al Almani zu lesen.“

Herrn Oberbürgermeister

Joachim Hofmann-Göttig

Ratsmitglieder der Stadt Koblenz

Jugendrat Koblenz

Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Trier

02.05.2011

Offener Brief

29. Mai 2011: Koblenz muss die Propaganda salafistischer Prediger eingrenzen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

der vom Verfassungsschutz beobachtete Missionar Pierre Vogel genannt Abu Hamza kündigt für den 29. Mai 2011 eine Dawa-Großveranstaltung in Koblenz oder im Koblenzer Umland an. Anders als in der Frankfurter Innenstadt, wo die Islamisten am 20. April 2011 auf einem innenstädtischen Platz zusammenkamen[1], soll der mittelrheinische Vortrag in einer großen Halle stattfinden, deren genaue Lage vom Veranstalter zur Stunde geheim gehalten wird.

In Frankfurt hörten 1500 Menschen dem Islamisten zu, Menschenrechtsgruppen protestierten unweit davon gegen Islamismus und Scharia. Die behördliche Auflage, die Geschlechter nicht zwangsweise zu trennen, wurde umgangen, für die Geschlechtertrennung sorgte eine Ordnerin. Ehrengast war der in Jamaika geborene und in Kanada aufgewachsene Hassprediger Bilal Philips, dem unmittelbar nach dem Auftritt auferlegt wurde, Deutschland innerhalb von drei Tagen zu verlassen.

Bilal Philips genannt Abu Ameenah hat Einreiseverbot in den USA, 2007 galt er in Australien als Nationales Sicherheitsrisiko und erhielt daher kein Visum. Philips rief in den Neunziger Jahren Konvertiten zum Islam dazu auf, in Bosnien „für die Muslime“ zu kämpfen. Der für seine schwulenfeindlichen Äußerungen bekannte Prediger hält Vorträge an der von Zakir Naik (s. u.) geleiteten Islamic Research Foundation im indischen Mumbai (Bombay). Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) protestierte 2009 dagegen, dass Bilal Philips pauschal Homosexualität mit Pädophilie und Inzest gleichsetzt und als „Bedrohung für die Gesellschaft insgesamt“ zusammenfasst[2], [3]. Philips soll mehrfach zur Ermordung von Homosexuellen aufgerufen haben [4] FOCUS, 20.04.2011

In Koblenz will Vogel in diesem Monat mit einem anderen international bekannten salafistischen Prediger auftreten, es geht um Abdur Raheem Green (http://www.islamsgreen.org/) aus England. Der aus Daressalam (Tansania) stammende Green ist ein weiterer prominenter Missionar der islamischen Gegenmoderne, die Salafismus genannt wird und welche die Lebensweise der Zeit zwischen 622 und 855 n. Chr. verherrlicht.

Auch Green begründet religiös, dass der Islam mit der Demokratie unvereinbar ist und dass das islamische Rechtssystem, die Scharia, einem jeden von Menschen ersonnenen Gesetz sittlich überlegen sei . Urheber des Islamischen Rechts ist für Salafisten bzw. orthodoxe Muslime Allah, der nicht nur innerseelisch, sondern auch in allen gesetzgeberischen Belangen Regent sein muss, Souverän.

Vor tausenden von Zuhörern predigte Green in Indien:

“Der Islam ist mit der Demokratie nicht kompatibel.”

In Indien ist Abdur Raheem Green vor vier Jahren Gast von Zakir Naik gewesen. Dr. Naik fordert die Todesstrafe für Glaubensabtrünnige und den Hidschab (Schleier) für die Frau. Die Unverschleierte, so der Mediziner, gerate in Gefahr, vergewaltigt zu werden. Die von ihm so genannte westliche Gesellschaft habe die Frau in den erniedrigten Status einer Konkubine herabgedrückt und verzerre die maskuline Identität in Richtung von hoffnungsloser Sinnsuche und barbarischem Sexkonsum. Erst der Islam hebe die Frau wieder hinauf zu ihrer eigentlichen Bestimmung und wahren femininen Würde. Zakir Naik verachtet die USA („America, the biggest terrorist“), bewundert Osama bin Laden theologisch und betreibt den Fernsehkanal Peace TV, des sich an die Muslime Indiens richtet. Tatsachenfern stellt das „Friedensfernsehen“ die New Yorker Terrorangriffe als antiislamisches Werk der US Regierung dar[5].

Neben der Wertschätzung der Todesstrafe für Glaubensabtrünnige,

“People who change their religion should face the death penalty”,

fiel der gottesfürchtige Green-Gastgeber Naik durch sein Interesse am Dschihad auf:

„If Osama Bin Laden is terrorizing the enemies of Islam, I am with him. If he is terrorizing America, the biggest terrorist, then I am with him. Every Muslim should be a terrorist.“[6]

Im Januar 2010 wurden bei einer bundesweiten Razzia der Polizei in Privatwohnungen und in wahhabitischen bzw. salafistischen Moscheen gegendemokratisch und frauenfeindlich orientierte Bücher sowie Filme und CDs beschlagnahmt. Darunter war auch die vom saudi-arabischen Islamgelehrten Abd ar-Rahman asch-Schiha (Abdul Rahman al-Sheeha) verfasste Schrift Frauen im Schutz des Islam[7], [8], in der verheirateten männlichen Rechtgläubigen erlaubt wird, ihre widerspenstigen Ehefrauen erst zu ermahnen, dann im Ehebett zu meiden und zuletzt im Namen der Religion

„zu schlagen, ohne zu verletzen, Knochen zu brechen, blaue oder schwarze Flecken auf dem Körper zu hinterlassen, und unter allen Umständen vermeiden, ins Gesicht zu treffen.“

Bereits ein Jahr vor der Razzia war das Buch Frauen im Schutz des Islam durch ein Gremium der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien in die Liste der jugendgefährdenden Medien aufgenommen (15. Januar 2009).

Andere Schriften desselben Klerikers aus Saudi-Arabien wurden noch am 26.12.2010 in Mönchengladbach auf dem Außengelände der zeitweilig einen illegalen Kindergarten betreibenden, an jenem Tag allerdings behördlich versiegelten salafistischen Moschee verteilt.

Religiöses Frauenprügeln ist von Artikel 4 GG Religionsfreiheit nicht gedeckt. Wer derartige Bücher verteilt, braucht die bundesdeutsche Verfassung offensichtlich nicht mehr, sondern will einen anderen Staat. Im Zusammenhang mit den beschlagnahmten Büchern vom Januar 2010 sind in der Presse die Namen Mohammed Ciftci (Braunschweig), Pierre Vogel (Köln) und Sven Lau (Mönchengladbach) genannt worden.

Bis Ende März 2011 war Scheich Muhamed Seyfudin Ciftci genannt Abu Anas spirituelle Autorität beim Verein Einladung zum Paradies. Die Hannoversche Allgemeine (HAZ) beruft sich auf Landes- und Bundesverfassungsschützer, die wissen, dass das Ziel des an Ciftcis Braunschweiger „Islamschule“ gelehrten Salafismus die Abkehr von der Demokratie und die Hinwendung zum Gottesstaat ist. „Islamschule“ bietet ein Online-basiertes Fernstudium nach saudi-arabischem Lehrplan an, 200 Studenten sollen dort eingeschrieben sein und den salafistischen bzw. hanbalitisch-wahhabitischen Islam lernen. Ciftcis Scharia-Lehrstätte ist seit Jahren im Visier der niedersächsischen Verfassungsschützer gewesen, der im Sommer 2010 geplante Umzug nach Nordrhein-Westfalen (Mönchengladbach) wurde bislang nicht umgesetzt.

Volkssouveränität gelte, so die HAZ weiter, für Salafisten als unsittliche Weltanschauung:

Ziel des dort gelehrten Salafismus sei ein rigider „Gottesstaat“, wie er in der Frühzeit des Islam herrschte. Demokratie gelte für Salafisten dagegen als „falsche Religion“.[9]

Die WELT (20.01.2010) schreibt über die gezielt desintegrierende Arbeitsweise der Salafisten:

Sie schwören zwar der Gewalt ab, verfolgen aber unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit und Gesetzestreue antidemokratische Ziele. Mit propagandistischen Mitteln wird versucht, Vorstellungen und Werte in der hiesigen Gesellschaft zu verankern, die nicht nur laufende Dialog- und Integrationsbemühungen untergraben, sondern auch die Gültigkeit geltender Rechtsnormen aushebeln.

Die salafistischen Netzwerke, die von Verfassungsschützern teilweise dem dschihadistischen Spektrum zugerechnet werden, wollen also nicht die wichtige Integration, sondern die Abschottung, die Segregation, ihre Rede von religiöser Toleranz bedeutet geheiligte Frauenentrechtung, und wenn sie Koexistenz sagen, sollten wir Apartheid verstehen.

Salafisten verlangen von ihren Frauen eine extreme Weise der Verschleierung, grundsätzlich gelten Ganzkörperbedeckungen mit Niqab (Gesichtsschleier) als verpflichtend[10].

Anders als es die jenseitszentrierten Herren Ciftci, Vogel und Lau sehen, ist für uns Säkulare, also auch für die Muslime unter uns, Demokratie keine „falsche Religion“, sondern dient überhaupt nicht der Rettung der Seele. Erst die freiheitlich-demokratische Grundordnung und Lebensweise, die mit dem islamischen Recht nicht möglich ist, schafft die für jeden Einzelnen, auch für jede Frau, zugänglichen Grundrechte und Bürgerrechte.

Ein großer Anteil der Bevölkerung, die der „Einladung zum Paradies“ auf den Leim zu gehen drohen, ist zwischen zwanzig und vierzig Jahre alt. Durch schlechte oder fehlende Schulabschlüsse sowie die allgemein schwierige wirtschaftliche Situation sozial und ökonomisch marginalisiert und von der gesellschaftlichen Teilhabe weitgehend ausgeschlossen, ist es einem hohen Prozentsatz dieser Menschen noch nicht gelungen, in der Gesellschaft sicher Fuß zu fassen. Besteht dann durch angespannte Familienverhältnisse wenig Rückhalt und Zuspruch, ist die Wahrscheinlichkeit einer Sinnkrise groß. Mit seinem manichäischen Schwarz-Weiß-Denken, den einfachen Erklärungsmustern, klaren Regeln, simplen Lösungen und nicht zuletzt durch die scheinbare Aufwertung des verletzten Egos bieten salafistische Netzwerke jungen Leuten, die nach Orientierung, Rechtleitung und Anerkennung suchen, einen aus Sicht der Angeworbenen plausiblen Ausweg aus ihrer Misere an. Jetzt gehört man zu Allahs auserwähltem Volk und steht als Rechtgläubiger endlich auf der Seite der Gewinner[11].

Doch auch angehende Akademiker fallen in das Beuteschema der Missionare, vor allem weibliche Studierende. Vor zehn bis zwölf Monaten lagen Werbeflyer von Einladung zum Paradies in den Fluren und Aufenthaltsräumen der Hochschule Niederrhein aus, einer eigentlich zur weltanschaulichen Neutralität verpflichteten Institution.

Insbesondere Kinder und Jugendliche sind davor zu bewahren, von den Salafisten angeworben zu werden.

Im Mai 2010 ist ein zwölfjähriges Kind in einer Mönchengladbacher Arztpraxis von einem erwachsenen Islamisten, der religiöse Kleidung trug, zu sportlichen und erlebnisorientierten Veranstaltungen angeworben worden, dem Jungen wurde eine Visitenkarte von Einladung zum Paradies (EZP) zugesteckt[12].

EZP betrieb am Nachmittag des 09.04.2011 in der Innenstadt von Mönchengladbach (MG Rheydt, Marienplatz) einen überdachten Infotisch. Dort fanden sich gegen 17:20 Uhr zwei Mädchen im Alter von schätzungsweise elf und sechs Jahren ein, die sich mindestens zwanzig Minuten lang mit den Aktivisten unterhielten und das ausliegende Informationsmaterial gemeinsam betrachteten. Bei dem sonnigen, warmen Wetter brachte ein Salafist ein Tablett mit Eisbechern heran, die Missionare und auch die beiden Kinder erhielten jeweils ein Eis. Das Anwerben von Kindern und Jugendlichen, die nicht in Begleitung ihrer Eltern sind, ist niemandem erlaubt und sollte allen erwiesenermaßen verfassungsfeindlichen Gruppen erst recht nicht gestattet werden.

Mit diesem offenen Brief fordern wir den Koblenzer Oberbürgermeister, die Ratsmitglieder der Stadt Koblenz und den Jugendrat Koblenz dazu auf, sich von den gegendemokratischen Bestrebungen der Prediger Pierre Vogel und Abdur Raheem Green zu distanzieren und klar zu sagen, dass eine an der Scharia orientierte Missionsveranstaltung in Städtischen Räumen und im öffentlichen Raum nicht erwünscht ist und, gerade für Minderjährige, nicht empfohlen wird.

In Umsetzung der gesetzlichen Regelungen zum Kinder- und Jugendschutz sollte die Stadt Koblenz dafür Sorge tragen, dass Kindern und Jugendlichen am 29.05.2011 der Zutritt zur Veranstaltung der Islamisten Green und Vogel verunmöglicht wird.

Der gesetzliche Kinder- und Jugendschutz beinhaltet, Gefährdungen möglichst nicht entstehen zu lassen (struktureller Jugendschutz), über Gefährdungen aufzuklären und zur Bewältigung anzuleiten (erzieherischer Jugendschutz), den Umgang mit Gefährdungen zu regeln (gesetzlicher Jugendschutz)[13]

Die Koblenzer Stadtverwaltung, insbesondere das Amt für Jugend, Familie, Senioren und Soziales – Abteilung IV (Kinder, Jugend und Familie) sowie die Gleichstellungsstelle (Stabsstelle 07), sollten die Öffentlichkeit aktiv und fundiert über den Salafismus informieren, jene jugendgefährdende, menschenfeindliche und dezidiert frauenverachtende Strömung des fundamentalistischen Islam.

Die Adressaten dieses Briefes sollen dazu beitragen, dass eine derartig misogyne und demokratiefeindliche Gruppe wie Einladung zum Paradies auf dem Stadtgebiet und im Regierungsbezirk auch in den nächsten Jahren keinen Infotisch aufstellen oder ähnliche Aktivitäten im öffentlichen Raum sowie in städtischen Einrichtungen durchführen darf.

Der Verein, in dem Pierre Vogel Mitglied ist, nennt sich Einladung zum Paradies und beansprucht die Deutungshoheit zum Islam. Alle anders ausgerichteten Muslime befinden sich demzufolge einem Irrweg, muslimische Säkulare wie Bassam Tibi oder Necla Kelek droht die Zuschreibung der Apostasie.

Für alle säkularen muslimisch geprägten Demokraten müssen wir uns einsetzen. Den Kindern und Enkelkindern der Konvertiten zum Islam oder der muslimisch sozialisierten Einwanderer der Sechziger und Siebziger Jahre haben wir den Weg in die kulturelle Moderne offen zu halten. Frauenrechtlerinnen, gerade denen mit einem so genannten islamischen Migrationshintergrund, dürfen wir nicht in den Rücken fallen, indem wir zum Salafismus schweigen bzw. ihm Werbung ermöglichen.

Integration bleibt unsere wichtigste Aufgabe. Es ist unser Ziel, Bürgerinnen und Bürger in zu integrieren: In den Arbeitsmarkt, in die Frauen und Atheisten gleich behandelnde Solidargemeinschaft, in Sprachfähigkeit und Sprachkultur. Hier wird deutlich: Wir integrieren in die universellen Menschenrechte (AEMR, 10.12.1948), nicht in die Scharia. Wir integrieren in das Grundgesetz, nicht in die religiös begründete Segregation und die Geschlechterapartheid des islamischen Fundamentalismus.

Mit freundlichen Grüßen

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Quellen

[1] FOCUS, 20.04.2011

Nach Ansicht von Hessens Innenminister Rhein und dem Verfassungsschutz tragen radikal-islamische Prediger wie der deutsche Konvertit Vogel zur Radikalisierung junger Muslime bei. Ihre Thesen verbreiten durften sie dennoch.

http://www.focus.de/politik/deutschland/kundgebung-umstrittene-islam-prediger-sprechen-in-frankfurt_aid_620324.html

DER SPIEGEL, 21.04.2011

Die Sicherheitskräfte greifen durch: Der radikalislamistische Prediger Bilal Philips wird aus Deutschland ausgewiesen. Die Polizei habe ihm eine entsprechende Verfügung der Frankfurter Ausländerbehörde am Mittwochabend übergeben, teilte Polizeisprecher Jürgen Linker mit. Bilal, der als Hassprediger gilt, hatte zuvor mit dem salafistischen Konvertiten Pierre Vogel bei einer umstrittenen Veranstaltung zum Thema „Islam – die missverstandene Religion“ in der Frankfurter Innenstadt vor rund 1500 Menschen gesprochen.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,758369,00.html

[2] DER TAGESSPIEGEL, 11.06.2009

Der ebenfalls von der Moschee angekündigte Vortrag des islamistischen Konvertiten und Ex-Profiboxers Pierre Vogel findet offenbar statt. Die Al-Nur-Moschee gilt in Sicherheitskreisen als potenzieller Durchlauferhitzer für Muslime, die sich radikalisieren.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/hassprediger-kommt-doch-nicht/1534432.html

[3] The consequence of AIDS is enough to prove that homosexuality is evil and dangerous to society. …

The Prophet cursed men who imitated women and women who imitated men. The Western fashion industry is controlled by homosexuals who attempt to blur the distinction between males and females in order to make their behavior more acceptable. (Bilal Philips)

http://www.hidayat.org/blog/2007/03/09/islam-and-homosexuality/

[4] LSVD: In einem 18-minütigen, im Internet zugänglichen Video rechtfertigt Philips die Tötung Homosexueller.

http://www.lsvd.de/1178.0.html

Predigt von Bilal Philips zum Thema Homosexualität, ab Minute 16:00.

http://www.youtube.com/watch?v=AerCqUUxiUo

[5] Hassprediger Zakar Naik (Peace TV. Mumbai / Bombay, India) bewundert Osama bin Laden theologisch und fordert den weiblichen Schleier. In: THE TIMES (The Sunday Times), 30.05.2010. David Leppard: Muslim preacher of hate is let into Britain

Zakir Naik, an Indian televangelist described as a “hate-monger” by moderate Muslims and one Tory MP, says western women make themselves “more susceptible to rape” by wearing revealing clothing. … According to reports in the Indian media, his organisation, the Islamic Research Foundation in Mumbai, was where Rahil Abdul Rehman Sheikh, suspected of being commander of a series of train bombings in Mumbai, and other alleged terrorists spent much of their time before the attacks. …

Zakir Naik: “Western society has actually degraded [women] to the status of concubines, mistresses and social butterflies, who are mere tools in the hands of pleasure seekers and sex marketeers”

“People who change their religion should face the death penalty”

http://www.timesonline.co.uk/tol/news/politics/article7140235.ece

[6] Zakir Naik und der heilige Krieg der al-Qaida:

http://wikiislam.net/wiki/Rebuttals_to_Zakir_Naik#Support_for_Osama_Bin_Laden

Dr. Zakir Naik interviews Abdur Raheem Green

http://www.grandestrategy.com/2010/03/dr-zakir-naik-interviews-abdur-raheem.html

[7] Verfassungsschutz Baden-Württemberg zum Buch Frauen im Schutz des Islam (Abd ar-Rahman asch-Schiha) – Indiziertes Buch liegt an Informationsständen und bei Vorträgen in Baden-Württemberg aus

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=921:082009-indiziertes-buch-liegt-an-informationsstaenden-und-bei-vortraegen-in-baden-wuerttemberg-aus&catid=201:meldung&Itemid=327

[8] If that doesn’t work, he can „leave the wife’s bed.“ Finally, he may „beat“ her, though it must be without „hurting, breaking a bone, leaving blue or black marks on the body and avoiding hitting the face, at any cost.“ …

Such appalling recommendations, drawn from the book „Woman in the Shade of Islam“ by Saudi scholar Abdul Rahman al-Sheha, The notion of using physical punishment as a „disciplinary action,“ as Sheha suggests, especially for „controlling or mastering women“ or others who „enjoy being beaten,“ is common throughout the Muslim world.

http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2006/10/20/AR2006102001261.html

[9] Hannoversche Allgemeine vom 03. August 2010 – Umstrittene Islamschule in Braunschweig plant Umzug nach NRW

http://www.haz.de/layout/set/gallery/layout/set/gallery/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Umstrittene-Islamschule-in-Braunschweig-plant-Umzug-nach-NRW

[10] WELT-online vom 20. Januar 2010 – Polizei stellt frauenfeindliche Islam-Bücher sicher

http://www.welt.de/politik/deutschland/article5921859/Polizei-stellt-frauenfeindliche-Islam-Buecher-sicher.html

[11] Diese deutsch- oder auch türkischsprachige Propaganda fällt dort, wo Jugendliche Identitätskrisen durchleben, auf fruchtbaren Boden: Mit Filmen, Vorträgen und Texten werden aufgrund ihrer einfachen, widerspruchsfreien und totalitären Aussagen gerade bei Jugendlichen immer wieder neue Anhänger für das salafistische Wertesystem gewonnen. Die Integration in salafistische Gemeinschaften wird dabei von einem Radikalisierungsprozess begleitet, der in mehreren Stufen verläuft und dazu führen kann, dass sich Einzelne zur Begehung von Gewalttaten entschließen (Jihadisierung).

Quelle: Verfassungsschutzbericht Baden-Württemberg 2009, Seite 37-38

http://www.sicherheitsforum-bw.de/x_loads/vsbericht_bw_2009.pdf

[12] Gabi Peters, Tina Stockhausen: Islamisten werben Jugendliche an. Rheinische Post, 06.08.2010.

„Der Junge war allein da, und meine Mitarbeiterin hörte, wie der Mann ihn einlud vorbeizukommen“, erzählt sie. „Es gebe dort tolle Sachen. So könne er zum Beispiel Boxen lernen.“ Die Visitenkarte vom Verein „Einladung ins Paradies“ (EZP), die der Mann dem Zwölfjährigen zusteckte, nahm sie an sich.

http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Islamisten-werben-Jugendliche-an_aid_890623.html

[13] Gesetzliche Regelungen zum Kinder- und Jugendschutz

Sigmar Roll (überarbeitete Fassung, Stand: 01.01.2011).

http://www.familienhandbuch.phase4.de/rechtsfragen/kinderrechte/gesetzliche-regelungen-zum-kinder-und-jugendschutz

DER OBERBÜRGERMEISTER DER STADT KOBLENZ

Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig

Frau Gabi Schmidt

Mönchengladbach

Koblenz, 10. Mai 2011

Sehr geehrte Frau Schmidt,

vielen Dank für Ihr Schreiben und Ihren Hinweis, dass der Missionar Pierre Vogel, wie von Ihnen beschrieben, genannt Abu Hamza für den 29. Mai 2011 eine Veranstaltung in Koblenz oder im Koblenzer Umland angekündigt hat.

Wir haben uns deshalb aufgrund Ihres Schreibens zeitnah mit den zuständigen Behörden der Polizei und des Kommissariats des Staatsschutzes in Verbindung gesetzt, um mögliche Details und Kenntnisse in Erfahrung zu bringen. In diesem Rahmen hat uns das Kommissariat darüber informiert, dass die Veranstaltung definitiv nicht in der Stadt Koblenz stattfinden wird. An welchem Ort ein möglicher Auftritt geplant, wurde uns aus polizeilichen Gründen jedoch nicht mitgeteilt.

Ich werde diese Informationen auch an die Fraktionen des Koblenzer Stadtrates weitergeben. Ich bedanke mich noch einmal für Ihren unverzüglichen und hilfreichen Hinweis und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Hofmann-Göttig