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Imam al-Ghazali zu Halal und Haram

Januar 1, 2012

‏ الحلال والحرام

al-ḥalāl wal-ḥarām

Das Heilssichernde und das Heilsgefährdende

Legal und illegal im Islam

Das Erlaubte und das Verbotene

Das 14. Buch des Hauptwerks des sunnitischen Theologen und schafiitischen Juristen Abū Ḥāmid al-Ġazālī heißt Al-Ḥalāl wal-Ḥarām. Ins Englische übersetzte es der in den USA lebende einstige Regierungsberater Pakistans für Islamische Angelegenheiten Scheich Yusuf Talal DeLorenzo (Book 14: The Lawful and Prohibited), heute ein OIC-Stratege für Scharia und Islamic Banking.[1] Ins Deutsche übertrug es Hans Bauer (Erlaubtes und Verbotenes Gut, 1922 bei Max Niemeyer).

Islamkritische Kommentare zum neunhundert Jahre alten Text Das Erlaubte und das Verbotene. Mit Ausblick auf die Wirkmacht des heutigen, Imam al-Ghazali keineswegs missbräuchlich, sondern islamkonsequent (revolutionär) einsetzenden Umfelds der Muslimbrüder bei besonderem Augenmerk auf den im Aufbau befindlichen und staatsdoktrinär versüßten Islamischen Religionsunterricht (IRU). Von Jacques Auvergne.

Die Armeen des Teufels durchjagen das Weltall und, da nicht abgestoppt, durchspülen die Leiber der Nichtmuslime, die keine krafthaltige bzw. legale (ḥalāl) Nahrung zu sich nehmen und deshalb diesseitigen Gnadenstand mit Allah und jenseitige ewige Nähe zu ihm schuldhaft verspielen. Man lade sie daher um Himmels Willen zur Rückkehr zur einzigen vom Schöpfer akzeptierten Religion (dïn) ein, zum rechten Handeln (islām).

Von Verunreinigung befreite Nahrung verhindert das Vordringen Satans in tiefere Gewebeschichten des menschlichen Körpers. Mit Allahs Billigung vollbrachte der Schariagehorsame wahren Exorzismus, ja

1. schlug er das Heer des Teufels in die Flucht, der sich gerüstet, ihn zu verführen und „der den Menschen durchfließt wie das rinnende Blut“; die Kraft der erlaubten Nahrung erschwert ihm aber den freien Lauf, denn er gelangt nur dadurch in die tieferen Adern, dass die Begierden überhandnehmen und freies Spiel haben.

Glauben heißt gehorchen:

Gesegnet sei Mohammed, der Führer aus dem Irrtum

Den heutigen Menschen mangelt es an Religion, weil sie unrecht handeln:

2. „Das Streben nach Erlaubtem ist Pflicht für jeden Muslim!“, lautet ein Ausspruch des Propheten nach einer Überlieferung des Ibn Masʿūd. Diese Pflicht ist schwerer für den Verstand zu begreifen und schwerer für die Glieder auszuführen als alle anderen Pflichten. Darum hat auch die Erkenntnis davon und das Handeln danach gänzlich aufgehört, und zwar ist die Schwierigkeit der Erkenntnis die Ursache geworden für das Aufhören des Handelns.

Mangel an Islamischem Wissen (Scharia) entbindet nicht vom Einhalten des Islamischen Gesetzes (auch Scharia). Der hochmittelalterliche persische Imam warnt den Leser vor pseudomuslimischen Liberalen (Lamya Kaddor?) oder schariaverweigernden Mystikern, die sich aus angeblich unzumutbar schwerer oder, ebenfalls ihrer Meinung nach, gänzlich unmöglicher Umsetzbarkeit des Erlaubten von der Last des Islamischen Gesetzes gleich ganz enthoben wähnen, Imam al-Ghazali donnert:

Irrtum über Irrtum! Vielmehr „ist das Erlaubte klar und das Verbotene klar und zwischen beiden liegen zweifelhafte Dinge.“ Diese drei finden sich unaufhörlich vereint, mögen die Verhältnisse liegen, wie sie wollen.

Wo aber der muslimische Endverbraucher nie ganz genau weiß, ob eine Tat nicht doch zweifelhaft ist und ob diese noch so unscheinbare begangene šubha (Zweifelhaftigkeit) am Tag der Auferstehung jenen minimalen Ausschlag gibt, der die Seele in die ewige Verdammnis wirft, werden Scheich und Mufti nie arbeitslos und gehen weder deutsche Millî Görüş noch türkische Diyanet (Präsidium für Religionsangelegenheiten) zu den Gelehrten Taqi Usmani (Ulama Mufti Mohammed Taqi Usmani) oder Yusuf al-Qaradawi (1997 Mitgründer und bis heute spirituelles Oberhaupt des Europäischen Rates für Fatwa und Forschung (ECFR)) auf Distanz, sondern betreten die Deutsche Islam-Konferenz (DIK) oder Sylvia Löhrmanns Düsseldorfer Schulministerium.

Eigentlich war es erst der Perser al-Ghazali, der, selbst das kaufmännische Rechnen bis in den letzten Winkel schariatisierend, den totalitären Glaubensgehorsam globalisierte und dem organisierten weltweiten Islam bis in unsere Zeit die Zumutung ersparte, die Wortwörtlichkeit von Koran und Hadith in Frage zu stellen. Seit dem auf Aristoteles neidischen Abu Hamid al-Ghazali ist alles fremde (unislamische) Wissen islamisch zu sabotieren. Andererseits lässt sich nicht sagen, dass der wohl bedeutendste sunnitische, im Jahre 1111 n. Chr. verstorbene Gelehrte beispielsweise Ibn Hanbal oder den Propheten Mohammed falsch verstanden hätte.

Das vollkommene Wesen, Mohammed, so muss der schriftgläubige Muslim seinen al-Ghazali heute lesen, ist der Begründer des schariakonfomen Bankgeschäfts (Sharia-Compliant banking). Islamic Banking[2] ist die alle universellen Menschenrechte (10.12.1948) verweigernde Apartheid im Finanzsektor:

4. Ferner sagt der Allerhöchste (Sūra 2:276): „O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Gott und lass den Rest des Wuchergewinnes fahren, wenn ihr gläubig seid.“ Dann fährt er fort: „Tut ihr es aber nicht, so vernehmet Krieg von Gott und seinem Gesandten“. Und weiter: „Wenn ihr euch aber bekehrt, so sollt ihr euer Kapital haben“. Dann sagt er (Sūra 2:276): Die es aber wieder tun, die werden dem Feuer gehören und ewig darin verweilen“. Danach wird also dem, der Wucherzinsen isst, zuerst der Krieg mit Gott angekündigt und schließlich das Höllenfeuer, dem er verfällt.

Im Oktober 2009 wurde bekannt, dass ein kuwaitisch-türkisches Kreditinstitut, die Kuveyt Türk Beteiligungsbank, eine Zweigstelle in Mannheim eröffnen will. Die Jenseitszentriertheit des Islamischen Finanzwesens (und die des Islamischen Rechts überhaupt) wird gerne unterschlagen, wenn man in Europa vom islamischen Zinsverbot redet.

DWS Noor Islamic Funds bieten Islamische Investment-Lösungen und binden den Investor und alle Investitionen in den wachsenden Totalitarismus Islamischer Gesellschaft oder Islamischer Ordnung (niẓām islāmī, Nizam-ı İslâm) ein. Gesteuert von der Dubai Islamic Bank (DIB) geht der finanzielle Dschihad vom Londoner Schariarat Dar Al Istithmar aus.[3]

Es gibt reines (ḥalāl), himmlisches Geld, das deiner Seelenrettung nicht im Wege steht, und teuflisch unreines (ḥarām) Vermögen, das in die Feuergrube führen muss und wahrscheinlich bereits jedes Pflichtgebet ungültig macht, weil der Muslim nicht nackt herumlaufen und nicht mit verunreinigter Kleidung beten darf.

Ist auch nur ein Bruchteil deiner Kleidung nicht schariagemäß hergestellt oder erworben worden? Ist deine Nahrung auf einem von einem Christen bebauten Acker gewachsen, der dem Schariastaat keine Dschizya zahlt? Dann züngeln dir die Flammen der Hölle höher:

5. Der Prophet sagt ferner: „Wenn einer ein Kleid für zehn Dirhem kauft und es ist ein ungerechter darunter, so nimmt Gott sein Gebet nicht an, solange er etwas davon auf dem Leibe trägt“.

6. Ferner sagt der Prophet: „Alles Fleisch, das aus unerlaubtem Gut wächst, gehört dem Höllenfeuer“.

Der koranlesende junge Mann darf als Kellner in Paris oder Berlin keinem Gast ein Glas Wein eingießen und auch die schariapflichtige französische oder nordrhein-westfälische Lehrerin muss im Schuldienst endlich ihren Schleier tragen dürfen, denn:

6. Ferner sagt der Prophet: „Wem es gleich ist, auf welche Weise er sein Vermögen erwirbt, bei dem wird es Gott gleich sein, auf welchem Weg er ihn in die Hölle schickt“.

Als er im Jahre 1960 sein berühmtes Erlaubtes und Verbotenes im Islam (Al-Ḥalāl wal-Ḥarām fil-Islām, The Lawful and the Prohibited in Islam)[4] schrieb, führte Scheich Yusuf al-Qaradawi nur das Ansinnen Mohammeds und al-Ghazalis fort:

6. Ferner sagt der Prophet: „Der Dienst Gottes besteht aus zehn Teilen, neun davon betreffen das Streben nach Erlaubtem.“

Ist die Islamische Sozialordnung (Nizam Islami) erst gebührend installiert, zeitigt Unzucht dem schariatreuen Paradiesfreund auf Erden Auspeitschung, Verbannung oder Mord. Aber vor Allah ist Zinsen zu nehmen viel schlimmer:

6. Der Prophet sagt: „Ein Dirhem[5] Wuchergewinn ist schlimmer vor Gott als dreißigfache Unzucht im Islam“.

Jemandem etwas wegzunehmen allerdings ist unter bestimmten Bedingungen ḥalāl.

15. Die Aneignung einer Sache kann entweder geschehen mit Willen des betreffenden oder ohne dessen Willen, letzteres z. B. bei dem, der eine Erbschaft hinterlässt.

Und hier kann wiederum die Aneignung gegen den Willen des Eigentümers geschehen (…) weil die Unverletztlichkeit des Eigentümers aufgehoben ist wie bei der Kriegsbeute oder weil der Aneignende in seinem Recht ist, z. B. solchen gegenüber, die keine Almosensteuer … zahlen wollen.

Klauen für Allah:

16. Zweitens: Was mit Gewalt solchen abgenommen wird, die nicht unter dem Schutz des hl. Gesetzes stehen. Hierher gehören die eroberten Ländereien (faiʾ), die Kriegsbeute und das sonstige Besitztum der bekämpften Ungläubigen. Solches ist den Muslimen erlaubt (…)

Es darf aber nicht solchen Ungläubigen abgenommen werden, die unverletzlich sind und mit uns im Vertrags- und Schutzverhältnis stehen.

Islamofaschismus ist Verträgemachen. Allah denkt an alles und al-Ghazali schätzt auch das Detail:

Die Einzelbestimmungen darüber finden sich in dem Kapitel von den Feldzügen, und im Besonderen im Kapitel über faiʾ Kriegsbeute und Kopfsteuer.

Rauben für Allah, Fortsetzung:

Drittens: Was mit Gewalt, aber auf Grund des Rechts einem solchen abgenommen wird, der seiner Verpflichtung nicht nachkommt, so dass man es ihm wider seinen Willen nehmen muss. Solches ist erlaubt, wenn der Anspruch selbst vollkommen begründet ist …

Die irdischen Besitzverhältnisse betreffend darf der islamisch Befugte ordnend eingreifen, letztlich ist sowieso nur Allah Eigentümer.

Wissen ist Macht, jedenfalls Islamisches Wissen. Damit berufliche Integration und Speiseplan sein Seelenheil nicht gefährden, muss der europäische Schariapflichtige die ʿUlamāʾ (sg. ʿālim, der Gelehrte) um Rat fragen:

17, 18. Er muss also bei allem, was ihm aus einer der genannten Quellen als Nahrung zukommt, bei den Gelehrten Erkundigung einholen und darf nicht in Unwissenheit davon Gebrauch machen. Denn wie [am jüngsten Tag] der Wissende gefragt werden wird: „Warum hast du entgegen deinem Wissen gehandelt“, so wird der Unwissende gefragt werden: „Warum bist du bei deiner Unwissenheit verharrt und hast dir kein Wissen angeeignet, nachdem man dir doch gesagt hat, dass das Streben nach Erkenntnis Pflicht für jeden Muslim ist?“

Wissen, das die von Allah gesetzten moralischen und juristischen Schranken überschreitet, ist falsches Wissen, kann eigentlich nur vom Teufel stammen und muss in jedem Fall in die Hölle führen. Demokratisches Wissen zum Beispiel wäre hochwahrscheinlich ein solches falsches Wissen, solange es den heutzutage unter Proislamisten so genannten Rahmenplan (framework) der Scharia nicht eilfertig und mit einem angeknipsten Lächeln zu bestätigen bereit ist.

Weil Allahgott das Weltgeschehen sehr „differenziert“ betrachtet, gibt es verschiedene Abstufungen von Erlaubt und Verboten:

18. Alles Verbotene ist schlecht, aber es gibt verschiedene Arten der Schlechtigkeit, ebenso ist alles Erlaubte gut, aber das eine ist besser und reiner als das andere.

Tugendhafte (Muslime) sind in Klassen verschiedener sittlicher Wertigkeit gespalten, weil sie unterschiedlich sorgfältig sind hinsichtlich ihres Einhaltens des Halal und Haram, des Erlaubten und Verbotenen. Deine sorgfaltsbezogene Zugehörigkeit ist „unbescholten“ als den Islam praktizierender Anfänger, „fromm“ als islampraktischer Fortgeschrittener, „gottesfürchtig“ als Vorbild deiner Stadt oder „vollkommen“ als Vorbild für alle Mitmenschen:

18. 1. Die Behutsamkeit der „Unbescholtenen“. Sie erstreckt sich auf Dinge, deren Übertretung den betreffenden zu einem Sünder (fāsiq) macht …, so dass er den Namen Frevler verdient und infolge seiner Sünden das Höllenfeuer zu erwarten hat.

Sein Handeln nur steuern, um das Höllenfeuer zu vermeiden, ist das Niveau der braven Tölpel:

Das ist die Behutsamkeit gegenüber dem, was nach dem Urteil der Gesetzesgelehrten strikt verboten ist.

Derlei Glaubensgehorsam ist unbedingt ausbaufähig:

2. Die Behutsamkeit der „Frommen“. Sie besteht in der Vermeidung dessen, was möglicherweise verboten sein könnte, dessen Aneignung aber der Mufti auf Grund des äußeren Wortlauts durchgehen lässt. Hierher gehören alle Fälle des Zweifelhaften (šubha)

Beneidenswertes Wohlverhalten aber erreicht erst die dritte und damit zweithöchste Tugendstufe:

3. [Die Behutsamkeit der „Gottesfürchtigen“. Sie erstreckt sich auf das,] was durch keine Fatwā verboten wird und über dessen Erlaubtheit kein Zweifel besteht, von dem aber zu fürchten ist, dass es zu etwas Verbotenem Führen könnte.

Was an einem Tun oder Ding so alles an Verunreinigung oder sonstiger Sünde dranhängt oder drinsteckt, weiß man ja nie so ganz genau, und das Zittern aus Angst vor der grässlichen Höllenflamme ziemt sich für den global auftretenden Salafisten oder Sufi:

Es ist die Vermeidung des Unverfänglichen aus Furcht vor dem Verfänglichen

Die besten Aussichten auf ewige Bleibe in der Nähe des Schöpfers aber hat:

4. [Die Behutsamkeit der „Vollkommenen“. Sie erstreckt sich auf das,] was durchaus unverfänglich ist und von dem auch nicht zu befürchten ist, dass es zu Verfänglichem führen könnte, das aber nicht mit Rücksicht auf Gott gebraucht wird und nicht in der Absicht, für Gott kräftiger zu werden, oder das seiner Herkunft nach mit einer Ungehörigkeit oder Sünde verknüpft ist.

Diese hinsichtlich ihrer „Behutsamkeit“ (ihres schariatischen Gehorsams) nahezu oder gänzlich perfekten Menschen aber sind:

[die] Vollkommenen (Ṣiddīqūn)

Sicherlich gibt es Kinder eines muslimischen Vaters, die nicht fünf Mal täglich beten, Töchter gar, die ihr Haar auf der Straße unverhüllt tragen. Das sind die Nenn-Muslime, wie jeder heutige Salafi oder Sufi oder deutsche Islamverbands-Aktivist weiß (und vielleicht sogar sagt, die Urgemeindler sind hier am ehrlichsten, während die ghazalikundigen Mystiker ein wenig Woodstock spielen und die Legalisten geduldig die noch für alle geltenden Paragraphen anknabbern), das sind diejenigen, die den Islam nicht leben.

Doch seinen Din (Glauben und Glaubensgehoram) lebt, so jedenfalls stellt Imam al-Ghazali es dar, sozusagen posthum Ibn Hanbal mit Scheich Yusuf al-Qaradawi verknüpfend, jeder Nichtpraktizierende im Zustand des für sein Dasein im Diesseits und im Jenseits absolut folgenreichen Heilsverlustes, im Zustand der Sünde.

Sünde ist:

19. Das Verbotene, … dessen Vermeidung eine Vorbedingung dafür ist, dass jemand als unbescholten angesehen wird und nicht mehr den Namen Sünder trägt

Hierbei geht es, wie wir nun wissen, immerhin bzw. erst um das unterste Niveau vermiedener Höllenstrafe, um die orthopraktische Achtsamkeitsstufe der Klatsch und Tratsch glaubensgehorsam Vermeidenden, der „Unbescholtenen“.

O Nichtsünder, die in deinem Interesse hoffentlich gestrenge islamische Lebensführungsdiktatur in Familie und Straßenzug misst dein Tun und Lassen Tag um Tag und Stunde um Stunde so sorgfältig ab, wie der Edelmetallhändler noch die feinsten kostbaren Goldkörnchen abwiegt, und, unzweifelhaft, die Gottheit wird am Yaum, am „Tag“ (der Auferstehung, yaumu l-qiyāma) noch wesentlich genauer wägen:

20. Das sind so gewisse Feinheiten in Bezug auf die Einteilung der unerlaubten Handlungen, die man nicht außer Acht lassen darf. Gäbe es keine Verschiedenheit in den Graden der Sünder, so gäbe es auch keine verschiedenen Grade des Höllenfeuers.

Man beachte hier die Kausalität Islamischer Wissenschaft, bei der keine Fragen offen bleiben jedenfalls keine Fragen mehr geduldet sind: Weil nun der im Koran zugesagte ewige Backofen abgestufte Qualen menschlichen Verbrennens bevorratet, muss oder sollte der muslimische Endanwender den Mehrsünder vom Wenigersünder unterscheiden.

Diese (von Logik und Empirie befreite) Differenz einer transzendenten, dauernde Qual bereitenden Temperatureinstellung ist demnächst Ausbildungsinhalt an Deutschlands Universitäten sowie versetzungsrelevanter schulischer Lehrstoff für den Islamischen Religionsunterricht (IRU).

Zur ersten Kategorie möchte der Imam nicht viel sagen, denn wer nur das allbekannte Böse meidet, „[das] schlechthin Verbotene“ (al-Ghazali), ist leicht als „Unbescholtener“ einzuordnen. Mehr Fachwissen erfordert die etwas gründlicher gelebte islamische Lebensführungsdiktatur, die Orthopraxiestufe der „Frommen“:

21. Als Beispiele dienen alle Fälle des Zweifelhaften, dessen Vermeidung wir nicht als geboten hinstellen, die jedoch erwünscht ist

Der Theologe führt das Beispiel des Jägers an, der ein als Jagdbeute erspähtes Tier nicht zum Schlachten und Verzehr bestimmt, nachdem er es nur anschießt, dann für eine noch so kurze Zeit aus den Augen verliert und zuletzt tot auffindet: Weil das Tier ja vielleicht gestürzt oder von einem anderen Tier getötet sein könnte, ist es vielleicht nicht halal.

Dieses meint der Prophet, wenn er sagt: „Lass, was dir zweifelhaft erscheint, und halte dich an das, woran du keinen Zweifel hegst“, ein Ausspruch, den wir als ein nahy al-tanzīh (Verbot aus Vorsicht) interpretieren

Nur sicher ist sicher und Allah weiß es am besten. Der „fromme“ Jäger rührt diese Beute nicht an.

Oder darf der nicht ganz erfolgreiche muslimische Bogenschütze das zwar seinen Pfeil aufweisende, aber erst in der Nachsuche und irgendwo im klippenreichen Gebüsch gefundene Wildpret mit der richtigen (dem Islam an die irdische Macht verhelfenden) Intention an die unreinen Dhimmis verkaufen? Diese Frage ist sicherlich nicht einfach zu klären, denn einerseits wäre der erzielte Geldgewinn nicht optimal schariakonform entstanden (so knapp daneben wie der besagte Pfeilschuss), andererseits würde die eingenommene Summe das Kalifat finanzieren und so vielleicht ganz viele Seelen retten! Allemal Stoff für eine Anfrage beim Mufti.

Dritter Grad der Orthopraxie, die Sorgfalt der „Gottesfürchtigen“. Ansteigende Furcht vor Allah und Weltgericht bewirkt ansteigendes Wohlverhalten, Mohammed weiß das und Abū Dardā schließt sich in ergebener Hinwendung (al-islām) an:

22. „Der Mensch erreicht nicht eher die Stufe der Gottesfürchtigen, als bis er auch das Unverfängliche meidet aus Furcht vor dem, was verfänglich ist“.

23. Und Abū Dardā sagt: „Die vollkommene Gottesfurcht besteht darin, dass der Mensch sich vor dem Gewicht eines Stäubchens in acht nimmt, indem er auf manches, das er für erlaubt hält, verzichtet aus Furcht, es könne doch verboten sein, so dass dies eine Scheidewand wird zwischen ihm und der Hölle.“

Das Geben und Nehmen betreffend (öffentlichkeitswirksam) unerwartet bescheiden und zugleich überraschend freigiebig zu agieren, könnte ein Ausdruck für Gottesfurcht sein:

Ein … Kaufmann nahm bei allem, was er gab, ein Korn weniger, und legte bei allem, was er gab, ein Korn zu, damit dies eine Scheidewand werde zwischen ihm und der Hölle.

Für die Sache mit der Scheidewand könnte man al-Ghazali beinahe dankbar sein, denn das die kulturelle Moderne boykottierende und sabotierende theoretische und praktische Wändemauern ist nach wie vor etwas sehr Islamisches:

Die maskulin aufgespannte, den Leib der Frau vom öffentlichen Reden und Blicken abspaltende Stoffbahn der Burka rettet vielleicht vor der Hölle, die schariabasierten, frauenspezifischen und frauendiskriminierenden Sondergesetze trennen Mann und Frau wie eine Mauer und retten inschallah ebenfalls vor dem ewigen Feuer, das für jede Frau geltende Verbot, einen Nichtmuslim zu heiraten trägt zur Seelenrettung bei. Islam ist geheiligte Integrationsverweigerung, geheiligte Asozialität, das permanente, um al-Ghazalis Begriff aufzugreifen, Errichten von Scheidewänden.

Im Islam ist jede räumliche Entität, ob Kosmos oder Straßenzug, Staat oder Atom, zerbrochen in einen himmlischen und einen teuflischen Sektor. Es existiert in Sozialverhalten, Gesetz, Speisevorschrift, zwischenmenschlicher Beziehung oder Umgangsform, um ein geometrisches Bild zu vewenden, gleichsam kein Vollkreis oder keine Scheibe, sondern es liegen sich stets, gleichsam gebrochen und sich belauernd, zwei Halbkreise oder Schalenhälften gegenüber. Wer allein diese zerbrochene islamische Wirklichkeit auszugleichen oder zu kitten vermag, sind Allahgott und sein Schariajurist oder, für die Tochter bzw. Ehefrau, ist der den göttlichen Willen durchsetzende Vater bzw. Ehemann.

Auch zeitliche Entitäten zwischen Epoche, Lebensspanne und Sekunde zeigen diesen Dipolcharakter, unterliegen dem ständigen Angriff Satans und müssen auf Allah hin ausgerichtet und gereinigt werden. Jede Stunde und jede Minute hat einen heilsgefährdenden, finsteren und einen vom Himmel geschenkten, heilssichernden Aspekt und Akzent. Auch das gehört zum Prinzip Scheidewand (Hidschab).

Erblickt es Verschwendung oder verbotenen Genuss, mag das von Allah eingesetzte Familienoberhaupt heiligen Zorn an den Tag legen, zumal gegen die naturgemäß orientierungsbedürftige Frau. Eines Tages verkaufte Omars Ehefrau Parfüm und strich, sei es aus eitlem Wohlgefallen oder aus Versehen, mit dem duftbenetzten Finger über ihr Kopftuch. Unzulässiges Schnuppern jedoch darf beide ergrimmen lassen, Allahgott und Ehemann:

25. Sulaimān [b. Ṭarfān] al-Tamīmī berichtete nach Nuʿaim dem Gewürzhändler folgendes: (…) Dann zog er ihr den Schleier vom Kopf, nahm einen Krug mit Wasser, goss es ihr über den Schleier, rieb diesen dann am Erdboden, beroch den Schleier, goss nochmals Wasser darauf, rieb ihn nochmals am Erdboden, beroch ihn nochmals, bis ihm kein Geruch mehr anhaftete.

Wer weiß, ob ein paar unerlaubt wahrgenommene Moleküle des beglückenden Duftstoffs am Tage der Auferstehung die Himmelswaage nicht in Richtung der ewigen Verdammnis kippen lassen? Bizarr und sadistisch vermengt die gerade gehörte Geschichte zudem tugendbewahrendes Kopftuch und gewaltsames Ausziehen weiblicher Kleidung mit jener zusätzlichen Herabsetzung, die im Berühren mit dem potentiell verunreinigten Erdboden liegt.

Als häuslicher Kalif hat der islamische Ehemann die Pflicht zur Erniedrigung der Frau, damit Allah und sein Gesetz erhöht bleiben. Da beschleicht einen der Gedanke, dass der unsichtbare Allah eigentlich ein ziemlich bärtiger Gott ist.

28. Vierter Grad: Die Behutsamkeit der „Vollkommenen“

Das sind jene, die alles, was nicht für Gott ist als verboten betrachten … Das ist die Stufe der „Unitarier“ (al-Muwaḥḥidūn), die sich von allem Sinnlichen losgelöst haben und deren Streben einzig und allein auf Gott geht.

Die zur irdischen Führung berechtigte Kaste der den Tauhid fehlerfrei Praktizierenden verfügt nicht lediglich über nahezu unerreichbar viel „islamisches Wissen“, sondern lebt diese „Wissenschaft“ auch noch Tag für Tag in einer annähernd engelhaften Makellosigkeit. Nicht ganz frei von Eitelkeit deutet al-Ghazali an, selber dieser Klasse der Perfekten anzugehören, was man im Jahre 2011 an der Universität Osnabrück gerne aufgreift, wo Bülent Ucar sagt: „Aber unsere erste Aufgabe ist es, Wissenschaft zu betreiben.“[6]

Großzügig, faktenfern und demokratiegefährdend setzt der Osnabrücker Schariafreund die jesuanische Ethik der absoluten Würde jedes Menschen mit der heilssichernden islamischen Ungleichbehandlung nach Koran und Sunna gleich. Ucar beruft sich nämlich auf Thomas von Aquin (1225-1274), den Nutzbarmacher von Aristoteles und Verteidiger einer christlichen Monarchie: „Das, was Thomas von Aquin für die Katholiken ist, ist Abu Hamid al-Ghazali für die Muslime.“

Vorerst ohne die Überwindung von Ratio und Rechtsstaatlichkeit ausdrücklich zu fordern, wird in diesen Jahren im engeren oder weiteren Umfeld der Muslimbruderschaft Abu Hamid al-Ghazalis himmlische Wissenschaft weltweit hochgehalten. Selbst in Australien gibt es ein (zu SunniPath bzw. Qibla http://qibla.com/ , Mitgründer war Scheich Faraz Rabbani, sowie zum kalifornischen Zaytuna Institute http://www.zaytunacollege.org/ , Mitgründer war Scheich Hamza Yusuf früher Mark Hanson, verlinkendes „Ghazalizentrum für Islamische Wissenschaft und Menschlichen Fortschritt“. Wissenschaft ohne Allahbewusstsein gilt in Mt. Lewis, einem Vorort von Sydney, als Flickwerk. Das dem amerikanischen Sufischeich Nuh Ha Mim Keller zugeneigte Al-Ghazzali Centre for Islamic Sciences and Human Development („ein Lernzentrum für das Heilige Islamische Wissen“) sieht „in Unkenntnis und Fehldeutung die größten Hemmnisse für das Licht wahren Wissens auf seinem Weg zu den Seelen der Menschen.“ Erklärtes Ziel des australischen Ghazalizentrums ist es, „das Wissen der Prophetischen Traditionen zu verbreiten, um dem menschlichen Leben spirituelle Führung zu verschaffen“. Das Zentrum ist stolz darauf, „Individuen zu befähigen, ein rechtgeleitetes Leben zu führen und ihm etwas von jenem heiligen Wissen bereitzustellen, das Allah offenbart hat, der Schöpfer des Weltalls.“[7]

Wollen Bülent Ucar oder Sylvia Löhrmann eine solche himmlisch inspirierte bzw. Allahzentrierte, eine um den Schariagehorsam vervollständigte „Wissenschaft“ (Zaytuna Institute: Islamic sciences, Al-Ghazzali Centre: holistic Science, Erdoğan-Berater und SETA-Stratege Ibrahim Kalin: Islam’s holistic view of the universe … an integrated and holistic notion of the universe in which man and nature are placed as complements to each other) demnächst in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen etablieren oder es vorziehen, die theologischen Inhalte der Imamausbildung oder Schulstunden eher mit dem Institut Européen des Sciences Humaines (IESH, http://www.iesh.org/) abzustimmen, den Theologen um Yusuf al-Qaradawi? Nein, mit Muslimbrüdern oder Millî-GörüŞ-Bewegung, darauf legt Löhrmann Wert, unterzeichne sie keine Gemeinsame Erklärung (22.02.2011), jedenfalls nicht direkt:

Auf AbgeordnetenWatch wurde Löhrmann darauf hingewiesen (04.03.2011), dass der deutsche Zweig der Muslimbruderschaft, die als extremistisch eingestufte Islamische Gemeinschaft Deutschland (IGD), den Zentralrat mitgründete und dass mit dem Islamrat (IR), welchen die islamistische Millî GörüŞ (IGMG) dominiert, eine weitere potentiell verfassungsfeindliche Organisation staatlicher Ansprechpartner für den bekennenden Religionsunterricht sein soll. Eine wichtige Frage, GörüŞ und muslimbrudernahe IGD sind schließlich in Islamrat bzw. Zentralrat lediglich eingewickelt, das Zweier-Ensemble ist dann noch ein weiteres Mal verpackt und als KRM etikettiert. Spätestens mit dem KRM signiert die Ministerin ihre Verabredung dann sehr gern, wie uns die problemlösende Antwort (31.03.2011) der Ministerin verblüfft: „Der Partner, mit dem ich eine Gemeinsame Erklärung unterschrieben habe, ist der ‚Koordinationsrat der Muslime‘ (KRM) und nicht die ‚Muslimbruderschaft‘ oder ‚Milli Görüs‘. Der KRM wird nicht vom nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz beobachtet.“

Der in Osnabrück genannte Kirchenlehrer und Scholastiker aus dem italienischen Städtchen Aquino hat, sehr anders als al-Ghazali, die Ermordung des Apostaten nicht gebilligt und steht mit seinem Gottesbegriff und Menschenbild dem Erhalt der bürgerlichen Ordnung kultureller Moderne nicht im Wege. Wo andererseits al-Ghazali (oder Mohammed) ernst genommen wird, gibt es keine Pressefreiheit, keine Frauenrechte und keine Wissenschaft, sondern schariakonforme Berichterstattung, Allahs Feminismus und „Islamische Wissenschaft“.

Wieder zum Grad vier vollkommener „Behutsamkeit“:

28. Ohne Zweifel wird einer, der sich vor dem in acht nimmt, was durch eine Sünde erlangt wird oder als Mittel zur Sünde dient, sich auch vor allem in acht nehmen, das seiner Herkunft nach mit einer Sünde oder einer Ungehörigkeit verbunden ist.

Das lässt uns Heutige erkennen, dass eine Halal-Kantinenspeise nicht lediglich nicht von Ungläubigen zubereitet werden darf oder auf Tellern und mit Besteck servierbar ist, dass Geschirrspülmaschine oder Besteckfach mit von Alkohol oder Schweinefleisch verunreinigtem Material teilte. Nein, Landwirt, Erntehelfer und Lagerarbeiter dürfen nicht mit Haram-Geld bezahlt worden sein, Köchin, Putzfrau und Kassiererin haben keine Lohnnebenkosten an das unreligiöse Fürstentum oder an die säkulare Demokratie abzuführen, sondern die Zakat an den Schariastaat, soll das Seelenheil des Nutznießers ungefährdet bleiben:

29. So trank Bišr kein Wasser aus Kanälen, die die Statthalter gegraben hatten, denn der Kanal sei die Ursache, dass das Wasser zu ihm heranfließe. Wenn auch das Wasser an sich erlaubt sei, so würde er doch … sich des Kanals bedienen, der durch die Arbeit von Lohnarbeitern hergestellt wurde (…), die durch ungerechtes Gut entlohnt worden sind.

Jede Forschung, Technik oder Finanzierungsweise, die von Nichtislamischem verunreinigt ist oder verunreinigt sein könnte, ist aus dieser allahbewussten oder „unitarischen“ Sicht zu meiden! Posthum und durchaus islamisch leistet der vor neunhundert Jahren verstorbene al-Ghazali Aufbauhilfe für die antimoderne Gegenökonomie des globalen Islamic Banking.

Wenn uns kalifatstreue Burkafrauen und Bärtige begegnen, beispielsweise bei der ghazalitreuen Lahore Ahmadiyya Islamic Movement[8] oder bei der weltweit sehr einflussreichen hanafitischen Missionsbewegung Minhaj-ul-Quran,[9] müssen wir gar nicht von Salafismus sprechen, sondern könnten Ghazalismus sagen oder einfach Islam. Abdullah Uwe Wagishauser oder „Shaykh-ul-Islam” Tahir-ul-Qadri beispielsweise, obschon einerseits, rechtes Handeln suchend, der medinensischen Urgemeinde (622-855 n. Chr.) verpflichtet,[10] sind andererseits sozusagen Ghazalisten, doch vor allem natürlich echte (nichtsäkulare, revolutionäre) Muslime.

Tahir-ul-Qadri verwendet den Imam al-Ghazali zur Begründung seiner pazifistisch tuenden, in Wirklichkeit kulturrassistisch und gegenmodern-allahkratisch ausgerichteten Fatwa gegen Terrorismus, während die endogame Sonderströmung der schariatreuen Ahmadiyya die politreligiösen Führer eines jeweils herankommenden frommen Zeitalters wie ibn Hanbal, al-Ghazali und Taimiyya zu den epochalen Mudschaddidun (muǧaddidūn), das bedeutet Islamreformern oder islamischen “Erneuerern” rechnet (sg. muǧaddid türk. müceddid).

Auch der türkische Philosophieprofessor Alparslan Açıkgenç (Ankara) verherrlicht die epochemachenden Schariadurchsetzer folgerichtig als “zeitgenössische Manifestation des Islam im Angesicht sich wandelnder menschlicher Bedingtheiten”,[11] ohne den Leser warnend auf Menschenrechtswidrigkeit, Totalitarismus und Wissenschaftsfeindlichkeit jeder Islamischen Bildungspolitik oder Islamischen Rechtspraxis hinzuweisen.

Islamistische Theoretiker wie Alparslan Açıkgenç (1990) schwärmen für die “Erneuerer” oder “Islamreformer”, weil diese der Umma die Zumutung echter wissenschaftlicher Globalisierung oder allgemeiner Menschenrechte nachhaltig ersparen.

Den indisch-pakistanischen Mudschaddidforscher Fazlur Rahman (1919-1988) nennt uns Allahs türkischer Philosoph als Zeugen, wir sollten wohl sagen als Wegweiser der schleichenden Islamischen Revolution angesichts geänderter Umweltbedingungen: “Ich hoffe zeigen zu können, dass die Islamische Welt als eine Islamische nicht nur vom aktivistischen Ferment abhängt, sondern geduldiger und komplexer geistiger Arbeit bedarf, um die unverzichtbare Islamische Vision zu erzeugen.”[12]

Ein letztes Beispiel zum gottesfürchtigen Produktboykott oder Konsumboykott:

29. Ferner gab es manche, die auf ihrer Pilgerfahrt nicht aus den Wasserbehältern tranken, die von Bedrückern angelegt waren. Obwohl nämlich das Wasser erlaubt war, so blieb es doch in einem Behälter aufbewahrt, der mit unrechtem Gut erbaut war

Coca Cola beispielsweise, so sieht es die fromme Terrorversteherin Zara Syed, fördere den demokratischen Staat Israel und tyrannisiere die schariapflichtigen Palästinenser. Ob sie bereits zur Güteklasse der Ṣiddīqūn[13] zu rechnen ist, müsste noch erforscht werden, aber sicher ist sicher: Boycotting for Justice![14]

30. es gehört zur Behutsamkeit der Ṣiddīqūn den Leib von allem Schlechten rein zu halten. (…) Aḥmed [b. Ḥanbal] … als er einmal darüber gefragt wurde, ob ein Spindelmacher bei drohendem Regenwetter unter einer Grabkuppel arbeiten dürfe, antwortete er: “Die Gräber sind nur fürs Jenseits dar.“

Weil nur den Wenigsten vergönnt ist, wirklich jede Sekunde des Lebens hellwach, überwach Allahgott und Schariagesetz eingedenk zu sein und andererseits das noch so kurze Verschwinden des Gottesbewusstseins die Lampe der Rechtleitung wahrscheinlich für immer zum Erlöschen bringt (Sahl von Tustar: Wer sein Auge für einen einzigen Moment vor Gott verschließt, wird sein ganzes Leben lang keine wahre Rechtleitung erfahren),[15] muss es zwischen der Behutsamkeit der gewöhnlichen Muslime und derjenigen der Vollkommenen allerlei Zwischenstufen geben. Die Folgen deiner Sorgsamkeit oder Behutsamkeit jedenfalls sind absolut:

31. Je strenger nun jemand gegen sich selbst ist, desto leichter wird er am jüngsten Tag zu tragen haben, desto schneller wird er über die Brücke des Ṣirāṭ gelangen und desto sicherer wird er davor sein, dass die Waagschale seiner Übeltaten die seiner guten Taten überwiegt.

Wo al-Ghazali beworben wird, wird die Existenz der islamischen Hölle (ǧahannam, ǧaḥīm) und die eben beschriebene Brücke Sirat (aṣ-ṣirāṭ al-ǧaḥīm, Bridge over hell)[16] zum universitären Ausbildungslehrstoff und ein Kind, das die das Höllenfeuer überspannende Siratbrücke bezweifelt, bekommt in Reli keine gute Note und kann mit dem Getratsche der örtlichen Umma rechnen, mit erlittener Meidung auf dem Schulhof und vielleicht mit häuslicher Gewalt.

Die Stufen der Seligkeit im Jenseits sind nämlich verschieden je nach den genannten Graden der Behutsamkeit, so wie auch die Stufen der Hölle für begangenes Unrecht verschieden sind je nach den Graden des Bösen. Du weißt also, wie die Dinge liegen, du brauchst nur zu wählen.

Soviel zur (höllischen) Wahlfreiheit im Islam (du brauchst nur zu wählen). Mit einem ernst genommenen al-Ghazali werden diese letzten Worte es dem Kind oder Jugendlichen vielleicht unmöglich machen, sich vom Islamischen Religionsunterricht abzumelden oder dem zur Scharia rufenden Lehrer zu laut zu widersprechen oder auch nur still zu widerstehen. Pädagogen und Sozialpädagogen dürfen nicht zulassen, dass Schüler mit al-Ghazali erzogen bzw. ausgebildet werden und in Furcht vor der Höllenstrafe (Du weißt also, wie die Dinge liegen) leben.

Sofern in Stadt und Land der Regent noch nicht Allah ist oder Allahs annähernd makelloser Stellvertreter (Kalif), musst du um der Rettung deiner Seele mit der Obrigkeit wie folgt umgehen:

180. Fernhaltung von den Machthabern

(…) dass man sich von ihnen fernhält, dass man sie nicht sieht und dass sie einen nicht sehen. Das ist Pflicht, da auf andere Weise keine Sicherheit möglich ist.

Neben dem ekelgeschüttelten Rückzug vor den Staatsorganen zeigt sich gelebte fromme Regierungskritik in lautlosem Groll und, kein einfaches Unterfangen für Europas Muslimbrüder im Umgang mit Parlamenten und Ministerien, im Boykottieren des Umgangs mit jedem staatlichen Kontaktunterhalter.

Darum soll man sich vornehmen, sie wegen ihrer Übeltaten zu hassen, ihnen kein langes Leben zu wünschen, kein Lob spenden, sich nicht nach ihrem Befinden erkundigen und sich nicht solchen nähern, die mit ihnen in Verbindungen stehen.

Islamkritik ist „ungerecht“ und Sünde gegen Allahgott. Es ist eine Selbstverständlichkeit und Notwendigkeit, dass Europaparlamentspräsident Hans-Gert Pöttering (2008) und Bundespräsident Horst Köhler (2010) den Islam als eine im Kern friedliche Religion bestimmten.[17] Nur so sind, wie uns al-Ghazali gleich sagen wird, die beiden Machthaber aus islamischer Sicht „gerecht“ und achtenswert geblieben.

Wer aufgrund falscher Handlungen oder fehlender richtiger Taten zu missachten ist, dem steht am Tag des Weltgerichts bei Allah weniger Wohlgefallen zu und vorab auf Erden bei den Muslimen weniger menschliche Würde:

So oft wir erfahren, dass jemand eine Ungerechtigkeit gegen die Menschen oder eine Sünde gegen Gott begangen hat, muss der betreffende in unserer Achtung sinken, und zwar ist das für uns Pflicht; denn wenn von jemandem etwas Ungehöriges ausgeht, so muss das ohne Zweifel die Hochschätzung, die wir von ihm haben, vermindern.

Der Kontostand deiner islamischen Ehre droht jederzeit aus dem akzeptablen Bereich abzusinken, was dem einzig Orientierung bietenden und den Gottesbund bewahrenden Gewebe, was der reinen Umma das Herauswaschen des menschgewordenen Makels nahe legen mag. Mit Imam al-Ghazali wird die Illoyalität zum unislamischen (beispielsweise freiheitlich demokratischen) Staatsführer zur Ehrensache und vielleicht auch die Tötung eines Frevlers zum Ehrenmord. Schließlich gilt es, angesichts des Treibens der Schariaverweigerer einen beinahe körperlichen Schmerz zu erleben:

180. und zwar muss man die Versündigung jedes einzelnen von ihnen gegen Gott wie eine Versündigung gegen sich selbst empfinden.

Zum vorletzten Ghazali-Zitat, dem ein Exkurs in die Gegenwart und zum für Nordrhein-Westfalen wohl kaum noch zu verhindernden bekennenden Islamischen Religionsunterricht folgt.

Dein Mangel an Gottesfurcht (taqva) ist Mangel an Information:

181. Wer die Beleidigung Gottes nicht verabscheut, der liebt Gott nicht; Gott liebt aber nur der nicht, der ihn nicht kennt. (…) Nun ist aber sowohl die Erkenntnis Gottes als auch die Liebe zu Gott Pflicht.

Bereits im Familien- und Erbrecht der heilssichernden Scharia gibt es Muslimsolidarität nur auf Kosten der Ungläubigen. Wer pflichtwidrig (unislamisch) lebt, liebt den Gott von Koran und Hadith nicht.

Aus dem 900 Jahre alten Iran ins islamisierende Deutschland.

Allahbewusstsein und Schariagehorsam sind in Nordrhein-Westfalen, solange sich Landesregierung, IRU-Beirat und KRM nicht von Theologen wie al-Ghazali distanzieren, ab Sommer 2012 versetzungsrelevant, denn wenn schon im Landtag keiner gegen die Scharia spricht, wird sich auch im Klassenzimmer niemand trauen, die islamgesetzlichen Maßgaben zu Ehe, Kleidung und Gesellschaft vernehmbar zurückzuweisen.

Die GRÜNE Schulministerin aber leugnet jeden Konformitätsdruck und ordnet zum Islamischen Religionsunterricht (IRU) an: „Er befähigt zu einer persönlichen Entscheidung in Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben und anderen Weltanschauungen und er fördert Toleranz und Verständnis gegenüber der Entscheidung anderer.“ Vorauszusetzen scheint sie dabei allerdings das Erlernen der Schariapflichten, denn das von ihr im Aachener Haus der Freunde der globalen Muslimbrüder, die den Islam keineswegs falsch verstanden haben, beschworenes „regelgeleitet“ könnte die kulturrassistischen, misogynen und tribalistischen Schariaregeln des echten alten Islam meinen und nicht die Regeln der universellen Menschenrechte. Der IRU nämlich, so Sylvia Löhrmann: „befähigt dazu, auf Grundlage der islamischen Quellen – insbesondere des Korans – die Welt regelgeleitet religiös zu deuten.“

Als Orthopraxie, als „regelgeleitet“ versteht offensichtlich auch Löhrmanns Gesprächspartner Aiman Mazyek die Religion von Koran und Sunna, der 2008 in seinem Grußwort zum fünfzigjährigen Bestehen der IGD befand: „Weil der Islam eben doch in erster Linie einen Glauben darstellt und eine Lebensweise empfiehlt, die versucht sich danach zu richten.“[18] Im Beisein von Murad Wilfried Hofmann sowie Tariq Ramadan, dem Sohns des ersten IGD-Vorsitzenden und Muslimbruders Said Ramadan (1926-1995),[19] forderte der Generalsekretär des Zentralrats flächendeckenden Islamunterricht an Deutschlands staatlichen Schulen, wie beim ZMD nachzulesen ist: „Mazyek wünschte sich, dass der islamische Religionsunterricht, wie von der Islamischen Föderation in Berlin gerichtlich erstritten, auch in anderen Bundesländern ausgebaut werden könne.“[20] Sylvia Löhrmann scheint 2011 das Islamverständnis von Said Ramadan, Murad Wilfried Hofmann)[21] sowie der Islamischen Föderation Berlin als unproblematisch und schultauglich einzuschätzen.

Auch ein schulbezogener Einfluss von Islampolitikern wie Ayyub Axel Köhler bereitet Frau Löhrmann keine schlaflosen Nächte. Als Nachfolger von Nadeem Elyas, dem Autor der Islamischen Charta),[22] war Köhler zwischen 2006 und 2010 Vorsitzender des ZMD. Köhler favorisiert den geschlechtergetrennten Sportunterricht (“Wenn die Eltern einen getrennten Unterricht für besser halten, werden wir das unterstützen und für pragmatische Lösungen mit den Schulen werben”) und fordert eine an der Scharia ausgerichtete Frauenkleidung (“Die Kopfbedeckung der Frau gehört in der Tat, wie überhaupt dezente Kleidung, zur Religionsausübung”).[23]

Die drei Texte Das Islamische Recht (Islamic Law, Its Scope and Equity, Said Ramadan 1961), Der Islam als Alternative (Murad Wilfried Hofmann 1992) und die für den ZMD veröffentlichte Islamische Charta: Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft (Nadeem Elyas 2002) müssen uns wohl annehmen lassen, dass es mit einem staatlich einbezogenen Zentralrat bzw. Koordinierungsrat einen Religionsunterricht geben wird, der die allgemeinen Menschenrechte der Scharia nachordnen und die säkulare freiheitliche Demokratie verächtlich machen wird.

Äußerst beachtlich ist der Ort diese Rede Löhrmanns vom 07.12.2011, das Islamische Zentrum Aachen (IZA, Bilal-Moschee), welches bis heute von von den syrischen Muslimbrüdern in der Nachfolge von MB-Führer Prof. Issam el-Attar geprägt ist und das allen anderen Strömungen der Muslim Brotherhood (MB) von IGD (deutsch) über FIOE (gesamteuropäisch) bis zur HAMAS (palästinensisch) theologisch und solidarisch nicht allzu fern steht.[24]

Das sich nach außen als dialogbereit darstellende IZA bot Radikalen eine Bühne und warb für die antisemitische Hetzschrift Protokolle der Weisen von Zion, wie Mitbürgerin Sylvia Löhrmann bei ihrem Innenministerium (in: Islamistische Organisationen in Nordrhein-Westfalen) nachlesen kann.[25]

Die Lehrerzimmer und schulischen Elternvereine zwischen Aachen und Paderborn nehmen es schweigend hin, dass die Ministerin für Schule und Weiterbildung dafür wirbt, dass die „zu muslimisierenden“ Mädchen und Jungen Weltall und Staat nach Koran und Sunna deuten lernen (Löhrmann: auf der Grundlage der islamischen Quellen – insbesondere des Korans). Islamische Quellen aber sind der Stoff, aus dem die totalitäre und brutale Scharialehre besteht. Löhrmann mag den Anschein erwecken oder es tatsächlich glauben, dass es für die in den Milieus von IGMG oder ZMD aufwachsenden Kinder oder Jugendlichen neben der schariakonformen Weltdeutung völlig unproblematisch noch gleichrangigen Raum für ein zweites, säkulares System der Weltanschauung geben könne.

Den kindlichen oder jugendlichen schariakonformen Kompetenzerwerb (Löhrmann: die Welt regelgeleitet religiös zu deuten) fordert die Islamversteherin und stellvertretende Ministerpräsidentin in den Räumlichkeiten des engsten Umfeldes der revolutionären und antisäkularen Bewegung der Muslim Brotherhood (MB), zu welcher der brandenburgsche Verfassungsschutz im Jahre 2003 feststellte:

Die meisten in Deutschland vertretenen Gruppen gehen auf die ägyptische „Muslimbruderschaft“ (MB) zurück. Sie ist die einflussreichste und am weitesten verzweigte islamistische Gruppierung. Die MB wurde 1928 von dem ägyptischen Volksschullehrer Hassan al-Banna mit dem Ziel gegründet, einen vom Islam geprägten gesellschaftlichen Gegenentwurf zur weitgehend als dekadent empfundenen westlichen Moderne zu schaffen. Nach Auffassung al-Bannas bildet der Islam eine alle Lebensbereiche umfassende Einheit aus Religion und Politik, die eine konkrete Alternative zum abendländischen Lebensstil darstellt. (…) Dem ägyptischen Zweig steht die 1960 gegründete „Islamische Gemeinschaft in Deutschland e. V.“ (IGD) nahe. Sie bemüht sich um die Ausweitung ihres Einflusses in deutschen islamischen Zentren und Moschee-Vereinen. Die „Islamischen Avantgarden“, eine Abspaltung des syrischen Zweigs der MB, unterhalten das 1978 gegründete „Islamische Zentrum Aachen – Bilal Moschee e. V.“.[26]

Soweit der Verfassungsschutzbericht, dessen „eine alle Lebensbereiche umfassende Einheit aus Religion und Politik“ ein totalitäres, theofaschistisches Staatsmodell ausgesprochen nüchtern umschreibt. Im Übrigen liegt die Bundesrepublik weder im vielleicht mit der Epoche von Gotik oder Barock untergegangenen Abendland und auch nicht in einem phantastischen Westen bzw. Okzident, sondern in der kulturellen Moderne universeller Menschenrechte und stellt auch der 1979 gegründete, echt islamische Terrorstaat von Ayatollah Chomeini „eine konkrete Alternative zum abendländischen Lebensstil“ dar, um die Worte des Verfassungsschutzberichts Brandenburg 2003 aufzugreifen.

Im Zentralrat (ZMD) und damit, möge es verhindert werden, auch im für den staatlichen Religionsunterricht betrauten KRM sitzen gleich fünf der Muslim Brotherhood nahe stehende Organisationen: Haus des Islam e.V. (HDI), über Muhammad Siddiq Borgfeld (ECFR) ist das HDI dem radikalen Scheich Yusuf al-Qaradawi treu verbunden, Islamische Gemeinschaft in Deutschland (IGD), die IGD kann uns als der deutsche Zweig der Muslimbrüder gelten, Islamisches Zentrum Aachen (IZA), Islamisches Zentrum München (IZM) sowie Muslim Studenten Vereinigung in Deutschland (M.S.V.). Zwei weitere muslimbrudernahe Organisationen sind dem ZMD assoziiert: Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland-Zentralrat, ECFR-Scheich Mustafa Cerić loyal, sowie der Rat der Imame und Gelehrten in Deutschland (RIGD). Der RIGD hat seinen Sitz in der Eichenstrasse 41 in Frankfurt, dort residieren auch Islamisches Zentrum Frankfurt sowie Muslim Studenten Vereinigung M.S.V.. Über den Islamrat ist die an Necmettin Erbakan orientierte islamistische und türkisch-nationalistische Millî Görüş am KRM beteiligt, weltanschaulich ebenfalls wohl eher nicht kindgerecht bzw. jugendfrei.

Sylvia Löhrmann könnte selbst bei Wikipedia etwas über die M.S.V. lernen, eine der Mitgliedsorganisationen in ihrem muslimbrudertreuen Ansprechpartner Zentralrat:

Sie wurde 1964 in München gegründet, hat aber heute ihren Sitz in Köln. Sie gehört zur Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), die nach Angaben des Verfassungsschutzes NRW unter dem Einfluss des ägyptischen Zweigs der Muslimbruderschaft steht. Sie ist Mitglied der Föderation Islamischer Organisationen in Europa (FIOE) und der International Islamic Federation of Student Organizations (IIFSO). Der Bundesvorsitzende ist Ibrahim El-Zayat, der stellvertretende Vorsitzende Mehmet Sabri Erbakan, früherer Generalvorsitzender der IGMG.

Soweit Wiki. Die FIOE ist die Europaorganisation der Muslimbrüder. Die Düsseldorfer Landesregierung nimmt es in Kauf, dass fundamentalistisches Moralverständnis, reaktionäres bis kulturrassistisches Gesellschaftsbild und manichäische und gewaltaffine Theologie dieser Milieus Einfluss auf das Schulsystem des bevölkerungsreichsten Bundeslandes erlangen. Das rechtlich fragwürdige Beiratsmodell mit Beteiligung des KRM sollten die Bürger, also auch die muslimischen Bürger, daher nicht widerspruchslos hinnehmen.

Der ZMD selbst fiel 2002 durch den im Grundsatzprogramm (Islamische Charta, 2002 von Nadeem Elyas) bekundeten, eigenwilligen Umgang mit den Standards der allgemeinen Menschenrechte auf (Es besteht kein Widerspruch zwischen der islamischen Lehre und dem Kernbestand der Menschenrechte). Kein Kernbestand oder Kern ohne Restbestand oder Hülle, offensichtlich halten Islamisten ein ordentliches Maß an Menschenrechten für entbehrlich.[27]

An jahrhundertealten religiösen Texten wie denjenigen eines Abu Hamid al-Ghazali können, eine engagierte Scharialobby vorausgesetzt, die erst vor wenigen Jahrzehnten mühselig errungenen universellen Menschenrechte zerschellen. Eine die Banden des Islamischen Rechts offen in Frage stellende Wissenschaftlichkeit oder Sozialarbeit, so ist zu befürchten, wird bald nicht mehr finanziert werden oder wird ausgedehnte geistige und institutionelle Zonen räumen müssen, in denen jenseitszentriertes islamisches Weltdeuten und eine schariakonforme (wissenschaftsfeindliche) Pädagogik herrschen.

Noch einmal zum iranischen Theologen, ein letztes Beispiel für die geheiligte und heilssichernde Meidung des Kontakts zu den Sündigen:

198. Je mehr solche Ungerechtigkeiten vorkommen und je mehr Personen davon betroffen sind, desto mehr sind die Urheber davon bei Gott verhasst und desto mehr muss man sich von ihnen fernhalten und den Verkehr mit ihnen meiden.

Gemeint sind, was zunächst Sympathie erwecken könnte, treulose Beamte, doch wird jeder zur Wortwörtlichkeit des Textverständnisses erzogene Muslim, zumal ein Jugendlicher oder ein Kind, zwischen impliziter Höllendrohung bei mittelalterlichem Amtsmissbrauch und entsetzlich unislamischem Verhalten eines heutigen Nachbarn oder Mitschülers eine Verbindung herstellen, das Gebot der Meidung praktisch umsetzen und, heute oder morgen, den Kontakt etwa zu Mitmuslimen abbrechen, die gegen den Hidschab oder gegen Yusuf al-Qaradawi argumentieren.

Die von AEMR und Rechtsstaat als eine Solidargemeinschaft gemeinte Bevölkerung muss sich im Sinne des Islamischen Rechts voneinander trennen in schariakonforme Muslime und sittlich Minderwertige, wie sich, um ein Bild zu verwenden, beim Erzverhütten Edelmetall und Schlacke voneinander scheiden.

Wie in der Schale mit eindampfenden Meerwasser aus kleinsten Molekülen der Salzkristall zu wachsen beginnt, so wird sich der nach Allahs Willen zu schariatisierende Mensch in das unschöpferisch und frauenherabsetzend bleibende und an Härte gewinnende Kristallgitter der Umma einzufügen haben und, bei steigender Verwirklichung der Islamischen Ordnung, eben gerade kein Individuum sein, sondern Teil der Kollektivgewalt gegen alles Unislamische.

Der muslimische Nonkonformist ist zu disziplinieren oder zu verstoßen, ob einst mit dem Gelehrten al-Ghazali oder heute mit der Muslimbruderschaft.

Yusuf al-Qaradawi konnte für sein wichtigstes, vor einem guten halben Jahrhundert veröffentlichtes Werk The Lawful and the Prohibited in Islam (Al-Halal Wal Haram Fil Islam, 1960)[28] das für al-Ghazalis Band 14 grundlegende dualistische Denkmuster von Erlaubt und Verboten ebenso beibehalten wie den jahrhundertealten Buchtitel. Aufgrund der in den frühen Sechziger Jahren häufigen Verhaftungen von ägyptischen Muslimbrüdern durch die Regierung Nasser (Staatspräsident zwischen 1954 und 1970; vgl. Hinrichtung an Sayyid Qutb 1966) musste der radikale Scheich schon im Folgejahr (1961) ins Exil nach Katar gehen.

Durch die in die Unruhen und Revolten des Arabischen Frühlings (2011) eingebetteten Ereignisse wie der Tag des Zorns (25.01.2011) und die erfolgreiche Revolution gegen Präsidenten Mubarak (Rücktritt am 11.02.2011) droht im Land am Nil, wenn die Vorteile des säkularen Staats nebst Wegfall der diskriminierenden Schariagesetze etwa im Ehe- bzw. Familienrecht gemäß Artikel 2 der ägyptischen Verfassung von 1971[29] den Menschen nicht in den nächsten wenigen Monaten einleuchten, der islamophile Polizeistaat durch einen totalitären islamischen Gottesstaat ersetzt zu werden.

Nur eine Woche nach dem Rücktritt Mubaraks hielt der in seine Heimat zurückgekehrte Schariagelehrte seine Chutba (Freitagspredigt) auf dem Kairoer Tahrir Square.[30] Angesichts der jüngsten Wahlergebnisse, insgesamt errangen die islamistischen Parteien im Dezember 65,3 % der Stimmen (Muslimbrüder 36,5 %, Salafistem 28,8 %), ist zu befürchten, dass auf Jahrzehnte nicht die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, sondern die Maßgabe des im Jahre 1111 verstorbenen Wegbereiters einer himmlischen Diktatur, Abu Hamid al-Ghazali Ägyptens Leben und Alltag prägen wird.

Jacques Auvergne

[1] im Bild: al-Ghazali-Übersetzer, Schariagelehrter und Scheich Yusuf Talal DeLorenzo

Sheikh Yusuf serves as a Shariah advisor to over 20 global financial entities, including index providers, banks, mutual funds, real estate funds, leasing funds, institutional investors, home finance providers, alternative asset managers and others.

http://islamicfinancenews.files.wordpress.com/2008/01/sheikh-yusuf-talal-delorenzo.jpg

Yusuf Talal DeLorenzo, a Shariah scholar, at his home office in Ashburn, Va.

http://graphics8.nytimes.com/images/2005/02/08/business/bahrain.span.jpg

11.04.2011. Im Umfeld des Schariagelehrten aus Ashburn / Virginia (73.000 Einwohner) wirkten weitere Islamaktivisten.

Farooque Ahmed of Ashburn was sentenced to 23 years in prison and 50 years of probation today after he pleaded guilty to plotting to bomb several Metro stations in October. v

http://www.loudountimes.com/index.php/news/article/farooq_ahmed_sentenced_to_23_years_in_prison_50_years_probation/

The FBI’s arrest of Farooque Ahmed of Ashburn, Va.

http://www.washingtontimes.com/news/2010/nov/5/the-fbis-arrest-of-farooque-ahmed-of-ashburn-va-fo/

Wir bleiben in Ashburn und innerhalb der Scharialobby. Statt profanem Bombenbau elitär den Imam al-Ghazali ins Englische übertragen und ein kulturrassistisches Finanzsystem entwickeln:

Yusuf Talal DeLorenzo is currently Chief Shari’ah Officer and Board Member at Shari’ah Capital. He is a well-known and respected Shari’ah advisor and Islamic scholar whose career spans more than 30 years. … Shaikh Yusuf is also author of the three volume “Compendium of Legal Opinions on the Operations of Islamic Banks”, the first English reference on the fatawa (religious ruling) issued by Shari’ah boards.

http://www.dinarstandard.com/images/DeLorenzo.jpg

fehlt nicht: Taqi Usmani (Mufti Muhammad Taqi Usmani)

http://ifresource.com/shariah-specialists-in-islamic-finance/

im Bild: Mufti Taqi Usmani (m)

http://seekersguidance.org/blog/wp-content/uploads/2010/03/mufti-taqi-in-amman.jpg

Mufti Taqi Usmani: Key Islamic Principles for Reforming the Global Financial System

Mufti Taqi Usmani writes: In modern economics, we are used to a purely materialistic and secular approach that does not allow religious concepts to interfere with its theories and concepts, on the premise that economy is outside the domain of religion.

bei: SeekersGuidance, das ist Faraz Rabbani (Faraz Fareed Rabbani)

http://seekersguidance.org/blog/2010/03/mufti-taqi-usmani-key-islamic-principles-for-reforming-the-global-financial-system-in-a-manner-that-promotes-the-greater-good/

Von Pakistan nach Toronto: Faraz Rabbani (Faraz Fareed Rabbani)

Faraz Fareed Rabbani is a scholar and researcher of Islamic law and translator of several Arabic works to the English language. Faraz Rabbani was born in Karachi, Pakistan and raised in Toronto, Canada. (…) In Damascus, he studied Arabic, Aqidah (Islamic creed), Mantiq (Islamic Logic), Hanafi Fiqh, Shafi’I Fiqh, Usul al-fiqh, and Hadith with a number of scholars (…) As the founder of the original Hanafi fiqh list, Shaykh Faraz was involved with SunniPath since its beginning until leaving in May 2008 in order to start.

http://en.wikipedia.org/wiki/Faraz_Rabbani

SeekersDigest is the site of Faraz Rabbani, instructor and executive director at SeekersGuidance

http://www.seekersdigest.org/?cat=45

http://www.seekersdigest.org/

Ellicott City 2008: Living the Law. The Essentials of Halal and Haram. Shaykh Faraz Rabbani.

http://www.mujahideenryder.net/wp-content/uploads/2008/12/living-light-faraz-rabbani-khalil-moore.jpg

Ellicott City (Howard County, Maryland, US)

http://www.howardcountymd.gov/hct/HCT_HomePage.htm

Rang 8 von hundert der Orte der höchsten Lebensqualität: Ellicott City

http://money.cnn.com/magazines/moneymag/bplive/2008/snapshots/PL2426000.html

[2] Der bevölkerungsreichste afrikanische Staat (50 % der Einwohner sind bzw. gelten als Muslime) führt ein schariakonformes (rechtsparalleles, jenseitszentriertes) Bankwesen ein:

Nigeria is positioning its banks to offer Islamic banking products. (…) Islamic banking complies with the tenets of Islamic Shariah law, which holds that transactions involving interest, known as riba in Arabic, are forbidden.

aus: Nigeria to Introduce Islamic Shariah-Compliant Banking

in: International Business Times 05.07.2011

http://www.ibtimes.com/articles/174698/20110705/sharia-islamic-muslim-banking-riba-haram-law-loan-lending-money.htm

am 24.10.2011 ebenfalls bei IBTimes:

Libya Sharia Law: Islamic Law Will be ‚Basic Source‘ of Legislation

„We are an Islamic country,“ Abdul-Jalil said. „We take the Islamic region as the core of our new government. The constitution will be based on our Islamic religion.“

http://www.ibtimes.com/articles/236590/20111024/libya-sharia-law-gadhafi-dead-autopsy.htm

[3] Grundgedanke des islamischen Bankgeschäfts ist das auf den Propheten Mohammed zurückgehende Zinsverbot. „Die wesentlichen Scharia-Produkte könnten in Deutschland angeboten werden“, sagte ein BaFin-Referent dem „Spiegel“.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Scharia-Bank-eroeffnet-Filiale-article551846.html

Der Dachfond der islamischen Fonds nennt sich „DWS Noor Islamic Funds

aus: Matthias Rickers: Islamic Banking: Schariakonformes Bankenwesen (48)

http://books.google.de/books?id=h9ISnX-yimAC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

That’s why DWS Investments has developed a fund range dedicated to you DWS Noor Islamic Funds. The fund range stands for Sharia compliant investments combined with DWS Investments” know-how and service.

The DWS Noor Islamic Funds are designed to provide a powerful and innovative Islamic investment solutions. The guiding principles of such Islamic fund range are inherently expressed in the name DWS Noor Islamic Funds, The new shining of light in Sharia compliant investments.

With DWS Noor Islamic Funds, you can rely on Sharia compliant framework and at the same time benefit from attractive investment opportunities, usually only available at conventional mutual funds products.

Distributor: Dubai Islamic Bank P.J.S.C (DIB)

Sharia Advisor: Dar Al Istithmar, London

http://www.dib.ae/en/investmentbanking_funds_dws_asia.htm

[4] Demokratie ist nicht ḥalāl!

Verhaltet euch nicht unislamisch, denkt nicht einmal unislamisch! Die kulturelle Moderne mit Gottesfurcht und Wohlverhalten verweigern. In der 50 Jahre alten Schrift Erlaubtes und Verbotenes im Islam (Yūsuf al-Qaraḍāwī) liest Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/11/28/212/

Yusuf Al-Qaradawi: The Lawful and the Prohibited in Islam (Al-Halal Wal Haram Fil Islam), bei: American Trust Publications (1999)

http://www.amazon.com/Lawful-Prohibited-Islam-Al-Halal-Haram/dp/0892590165

American Trust Publications (ATP), established by NAIT in 1976, is a publishing house that has published over 260 books, mostly focusing on Islamic faith and practice.

The North American Islamic Trust (NAIT) is a Saudi-backed organization based in Plainfield, Indiana, that owns Islamic properties and promotes waqf (Islamic endowments) in North America. It is the financial arm of the Muslim Students Association.

http://en.wikipedia.org/wiki/North_American_Islamic_Trust

[5] Dirham (Silbermünze), Mansur I., Buchara, Ghaznaviden, Sebüktegin

http://www.mcsearch.info/images/22_m/218575.jpg

Dirham: Zangid Atabeg von aL-Dschazira. Mu’izz ad-Din Sandschar Shah.

http://www.coinarchives.com/b6520b7f6c5f1d8679672f16ee2ba496/img/baldwin/ica018/thumb00690.jpg

Auf der Ostseeinsel Gotland sind etwa 1100 Jahre alte arabische Silbermünzen entdeckt worden. Das sei ein Schatz der Wikinger, meinen Experten … Edvin habe zusammen mit seinem drei Jahre jüngeren Bruder Arvid einem Nachbarn bei der Feldarbeit geholfen und dabei eine alte arabische Silbermünze gefunden. Sie … entdeckten dann zahlreiche weitere Münzen und Halsbänder. Experten vom Gotland-Museum in Visby datierten die Fundstücke auf ein Alter von etwa 1100 Jahren. Sie stammen offenbar aus der Zeit, als die Wikinger auf der Insel Gotland – 90 Kilometer östlich vom schwedischen Festland – herrschten. Im Mittelalter florierte auf der Insel Gotland der Ostseehandel.”

aus: Wikingerschatz auf Feld entdeckt

in: SPIEGEL-online 31.10.2006

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,445591,00.html

Dirham, Marokko, 1316 n. H. (nach Hidschra, d. h. 1898 n. Chr.)

http://www.ma-shops.com/stadler/pic/110112009bz.jpg

Jahreszählung. Konvertierungsrechner für die Umrechnung zwischen allgemeiner bzw. christlicher (genauer: “gregorianischer”) und islamischer Zeitrechung. Der 29. November 2011 n. Chr. ist der 3.1.1433 n. H.

http://home.snafu.de/bassara/islajahr.htm

http://www.planetislam.de/hijri-kalender

Jahreszählung, Konvertierungsrechner nach dem Jüdischen Kalender. Die hebräischen Daten zu weiteren Jahren, ob in der Vergangenheit oder in der Zukunft, finden Sie im Ewigen Kalender (Umrechnung allgemeiner zu hebräischen Daten). Der 29. November 2011 ist der 3. Kislev 5772

http://www.hagalil.com/kalender/monate.htm

[6] Bülent Ucar 2011 anlässlich der Osnabrücker Tagung al-Ghazali: „Aber unsere erste Aufgabe ist es, Wissenschaft zu betreiben“

Unter Rückgriff auf den im Jahre 1111 verstorbenen Supertheologen will Bülent Ucar der ausdünnenden säkularen (freiheitlichen) Demokratie schariaverträgliche „gemeinsame Wege“ aufzeigen: „Wir leben heute in einer sehr kontroversen, pluralen Gesellschaft. Das war zu Al-Ghazalis Zeiten nicht anders.“

aus: NOZ 01.11.2011, Der Islamische Thomas von Aquin: Europäer können von Al-Ghazali lernen

http://www.islamische-religionspaedagogik.uni-osnabrueck.de/images/Ghazali_-_Noz.pdf

Die österreichische Seite atheisten-info durchschaut und rügt die Osnabrücker Islambeschönigung:

Wir leben in einer aufgeklärten, wissenschaftlich-technischen Welt. Trotzdem wird in Europa zurzeit in manchen Kreisen so agiert, als wäre der Islam ein dazu passender zeitgemäßer multikultureller Beitrag. (…) Aber es ist nicht nur zumutbar, sondern unerlässlich, dass im säkularen Europa lebende Menschen, die nicht in die Kategorie religiöser Verkünder fallen, dem Islam mit der gleichen kritischen Haltung gegenübertreten, die sie für christliche Weltsichten ohne weiteres aufzubringen vermögen. Mehr ist nicht zu fordern, weniger jedoch auch nicht.

Islamkritiker spüren ein ganz Nordamerika und Europa überspannendes, gegen Andersdenkende bereits erstaunlich hohe Gewalt übendes, proislamisches Geflecht des Wohlverhaltens, ein das reduzierte Denken zur Bekundung der islamischen Herrlichkeit zwingendes Magnetfeld, das den Tugendverweigerer aus Journalismus oder Pädagogik mittlerweile beruflich und finanziell einzuschränken beginnt. Bildungsorientierte und freiheitliche Auswege suchend trifft atheisten-info ins Schwarze:

Dass 1000 Jahre lang aus dem Islambereich nichts mehr zur wissenschaftlichen Entwicklung der Menschheit beigetragen wurde, ist die dazu passende Zustandsbeschreibung des Islam. Dort setzen Islamisten und Philoislamisten nun gemeinsam an, das muss geleugnet, der Islam schöngeredet werden, Mittelalterlichkeit und Widersprüche zum Heute werden minimalisiert, als nebensächlich, als Randerscheinung abgetan, wer den Islam nicht schätzt, wird zum Rechtsextremisten erklärt.

http://www.atheisten-info.at/downloads/ghazali.pdf

[7] Al-Ghazzali Centre for Islamic Sciences and Human Development is a Learning Centre for Sacred Islamic Knowledge. It is committed to the dissemination of the true Traditional Islamic Principles and Knowledge from the Prophetic Traditions, and as understood by the rightly-guided scholars of Islam. It aims to decipher information on Islamic Sciences for those searching for Truth and those who are working to raise their standards in the Personal Development of life.

The Centre recognises ignorance and misconception as the greatest inhibitor of the light of true knowledge reaching the souls of humans. The fundamental objective of the Centre is to make efforts directed at spreading the wisdom of the Prophetic Traditions to guide human lives. Our aim is to provide the tools to individuals to live lives of guidance and adherence to the Sacred Knowledge, revealed to humanity by Allah, the Creator of the universe.

http://alghazzali.org/display/aboutus

Foundations Diploma in Islamic Sciences

A 12-month Faculty of Juridical Sciences Program

Course outline: A Foundations course, it consists of an introduction and detailed information to the various important Islamic Sciences, which have direct relevance to our Personal Obligations (Fara’id al ‚Ayn) and Communal Obligations (Fara’id al-Kifaya).

Module 1: Introduction to Islamic Jurisprudence (3 weeks) Introduction to the principles of Islamic Jurisprudence, its development over time and the importance of following a specific school of fiqh (madhab) in Islam

Module 3: Purification and Prayer (8 weeks)

The study of purification and prayer based on the Hanafi and Shafi’i schools.

Module 3: Trade (4 weeks)

A must for every Muslim. Offered in much detail for the first time in Australia, based on the Hanafi and Shafi’i Schools. Very few individuals know and practice the laws of Commerce and Trade as outlined in the Shari’ah.

Certificate 3:

Module 1: Marriage & Divorce (8 weeks) The rights & responsibilities in marriage, the marriage contract, rules of divorce and rights of responsibilities of the ex-husband and ex-wife

Module 3: Wills (4 weeks)

Rules of inheritance and wills

http://alghazzali.org/events/islamicsciences

Fiqh Essentials for Women

This is a 12-week course, taught once a week, by Ustadha Raidah Shah Idil, based on the Shafi’i Fiqh Manual authored by Imam Nawawi, Al-Maqasid.

A 12-week Fiqh course covering fiqh of purification and prayer

Purification after Menstruation

Purification after Sexual Intimacy

Ustadha Raidah Shah Idil has spent almost two years in Amman, Jordan, where she learned Shafi’i‘ fiqh, Arabic, Seerah, Aqeedah, Tasawwuf, Tafsir and Tajweed. She continues to study with her Teachers through Qibla Academy, SeekersGuidance and Al-Ghazzali Centre. She also graduated with a Psychology and English degree from University of New South Wales.

http://alghazzali.org/events/fiqhforwomen2012

Lakemba-Moschee (Australien) (Imam Ali Bin Abi Taleb Mosque), libanesisch geprägt, fromm schiitisch, den Klerikalfaschisten aus Teheran treu ergeben und den Pakistans Staatsaufbau beeinflussenden sunnitisch-radikalislamischen Inder Sayyid Abul Ala Maududi wertschätzend.

http://en.wikipedia.org/wiki/Lakemba_Mosque

Lakemba-Moschee. Imam Ali Ibne Abi Taleb Mosque. SHIAISM THE NATURAL PRODUCT OF ISLAM.

Islam and the Freedom of Thought and Belief. By Martyr Murtada Mutahhari(qs) [Anm.: das ist Ayatollah Morteza Motahhari, siehe Sägefisch 230 Stellung der Frau im Islam]

http://www.al-emaan.org/newreligion.htm

Islam and the Freedom of Thought and Belief

Tehran 1969

http://www.imamreza.net/eng/imamreza.php?id=4582

Stellung der Frau im Islam

Im Juni des Jahres 1982 rief die in Bonn-Bad Godesberg (Godesberger Allee 133-137) gelegene Presse- und Kulturabteilung der Deutschlandvertretung des gerade massenhaft Regimegegner folternden und ermordenden Īrān dazu auf, die Frau als Mensch nicht zu vergessen. Unter dem Titel Stellung der Frau im Islam veröffentlichte sie die zwischen 1966 und 1974 erschienenen Gedanken von Morteẓā Moṭahharī, wie sie vom Āyatollāh etwa in Zur Diskussion über den Schleier (1968; Ḥeǧāb, Hijab) und Die rechtliche Stellung der Frau im Islam (Qom 1974, Neẓām-e ḥoqūq-e zan dar eslām, The Order of Women`s Rights in Islam) niedergelegt worden waren. Eine Islamkritik von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/04/23/230/

Taj El-Din Hilaly (auch Tajeddin Hilaly oder Hilali oder Al-Hilaly)

The Jews‘ struggle with humanity is as old as history itself; the present continuing struggle with the Islam nation is a natural continuation of the Jews‘ enmity towards the human race as a whole. Judaism controls the world

„Der Kampf der Juden mit der Menschlichkeit ist so alt wie die Geschichte selbst; der gegenwärtige fortdauernde Kampf mit dem islamischen Nation ist eine natürliche Fortsetzung der Feindlichkeit der Juden gegenüber der menschlichen Rasse als ganzes. Das Judentum kontrolliert die Welt“

http://en.wikipedia.org/wiki/Taj_El-Din_Hilaly#1988_speech_regarding_Jews

http://de.wikipedia.org/wiki/Taj_El-Din_Hilaly

Sheik Al Hilaly spoke of an „Islamic revolution“, and told his audience not to be surprised if one day a muezzin called out „Allah is Great!“ from the „top of the White House“.

„September 11 is God’s work against oppressors,“ he said. „Some of the things that happen in the world cannot be explained; a civilian airplane whose secrets cannot be explained, if we ask its pilot who reached his objective without error: ‚Who led your steps?‘

„Or if we ask the giant that fell: ‚Who humiliated you?‘ Or if we ask the president: ‚Who made you cry?‘ God is the answer.“

aus: Kerry-Anne Walsh: September 11 is God’s work: Mufti

in: SMH (The Sydney Morning Herald) 29.02.2004

http://www.smh.com.au/articles/2004/02/28/1077677014393.html

Cronulla Riots (deutsch: Cronulla-Unruhen)

Am Sonntag, dem 4. Dezember 2005, wurden im Stadtteil Cronulla, der im Süden von Sydney liegt, die dortigen Surflifesaver (deutsch: Rettungsschwimmer) von gewalttätigen Jugendlichen angegriffen und teilweise verletzt. Die Angreifer waren Einwanderer aus dem Libanon.

http://de.wikipedia.org/wiki/Cronulla_Riots

MICK: The religious side of it is definitely a big part. The way they’re brought up and the way we’re brought up…just the morals our parents teach us and the morals their parents teach is completely different.

LIZ JACKSON: What’s different about the way they’re brought up?

MICK: Um…I think it’s got to do a lot with respect for women.

SARAH: I can’t go to the beach, normally, and wear what I’d usually wear. Because when I do, I feel as though I’m getting targeted. Like, people saying to me, like, just names and stuff, that I’m being called for wearing a bikini in my own shire. Like, I’ve grown up here. And I’m a local at the beach. And I just don’t think I should feel like that. It’s just been getting worse and worse and worse.

LIZ JACKSON: Sarah’s boyfriend, Mark, is concerned because he thinks that under Muslim law, it’s OK to rape. He’s wrong and confused about a pack-rape case four years ago where the ringleader was Lebanese-Australian Bilal Skaf.

MARK: I don’t know if you remember, but when they were being tried in the court, they were…they wanted him to be tried in an Islamic court – do you remember that? Yeah, ‚cause they wanted him to be tried under Islamic law. Because they were saying that that’s OK to do that to a woman.

LIZ JACKSON: To rape someone?

MARK: Yeah, that’s what they were saying.

LUKE: I want this government to stop the growing threat. And I want them to stop appeasing Islam. And to stop appeasing people that follow Islam.

MARK: They will probably, like, possibly out-breed us. And once they get the numbers, they can vote their members into parliament. And once their members are in parliament, they can pass laws, like, they’ve already tried to get the Islamic law into Australia a few times.

LIZ JACKSON: Are you concerned that this could become an Islamic state?

LUKE: Yeah, definitely.

bei: FOUR CORNERS, Australian Broadcasting Corporation

13.03.2006, Reporter: Liz Jackson

http://www.abc.net.au/4corners/content/2006/s1590953.htm

Dr. Timothy Winter: The life and works of al-Ghazali

[Anm.: Oft sagt man statt Timothy Winter Scheich Abdul Hakim]

http://www.youtube.com/watch?v=HMWEggenO3c

http://www.youtube.com/watch?v=zmNyOCCnZgg

Hamza Yusuf – Interview On Imam Al-Ghazali

http://www.youtube.com/watch?v=pxtsUJx1I78&feature=related

Hamza Yusuf – Lecture On Imam Al-Ghazali

http://www.youtube.com/watch?v=qo_4YUW_krc

[8] Ahmadiyya und al-Ghazali

To belie the claim of Hazrat Mirza Ghulam Ahmad of being Mujaddid of the fourteenth century Hijra, it is often asserted that no one previous to him ever claimed to be mujaddid … We show below that mujaddids before the time of Hazrat Mirza Ghulam Ahmad did make such claims. 1. Imam Al-Ghazali (d. 1111 C.E.) He was mujaddid of the 6th century hijra. … Al-Ghazali has clearly referred here to being appointed by God as mujaddid at the head of the century in accordance with the hadith about mujaddids, and to have been given a mission of reform and guidance of people from God.

http://ahmadiyya.org/claims/mujaddids.htm

A translation of his book al-Munqidh min al-Dalal (Deliverance from Error), by W. Montgomery Watt, was published under the title The Faith and Practice of Al-Ghazali (London: Allen & Unwin, 1953).

http://ahmadiyya.org/claims/al-ghazali.htm

http://www.ghazali.org/works/watt3.htm

Eine die Fallstricke des Teufels umgehende Weltbetrachtung definiert Vernunftgegner al-Ghazali († 1111) in seinem Der Erretter aus dem Irrtum: al-Munqiḏ min aḍ-Ḍalāl ist ein autobiographisches Werk des Gelehrten, das sich dazu bekennt, Weltanschauung oder Lebensführung dem islamischen Gottesbewusstsein und Schariagehorsam nachzuordnen, um der ewigen Verdammnis erfolgreich auszuweichen. Zitate aus der Übersetzung von Elschazlī (1988) kommentiert Jacques Auvergne (2011).

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/11/17/269/

[9] In the al-Ghazali Lecture at Elmhurst College, Islamic scholar Shaykh-ul-Islam Dr. Muhammad Tahir-ul-Qadri said there is no room for terrorism

“We have to establish a global society of peaceful coexistence, and Muslims should practice Islam in its true spirit.” His talk, Islam and Peace Today, was the College’s annual al-Ghazali Lecture, which honors 12th Century Muslim scholar and theologian Abu Hamid al-Ghazali.

http://public.elmhurst.edu/alumni/129553613.html

Scheich-al-Islam Tahir-ul-Qadri, der Führer der internationalen Missionsbewegung Minhaj-ul-Quran nutzt Facebook und YouTube

http://www.facebook.com/events/167411163326045/

http://www.youtube.com/watch?v=MBUqEf6rb8U

Mit Schariagesetzen made in Germany wird Afghanistans islamofaschistisches Gefängnis seit 2001 eben auch, aber nicht nur auf dem Bonner Petersberg gebaut. Die türkischen Neo-Osmanen, hanafitische Rechtsschule, setzen das gute Kalifat gegen den bösen Dschihadismus, und das geht nicht ohne den Shaykh-ul-Islam und auch nicht ohne die entgrenzt proreligiösen US-Amerikaner:

Dr Muhammad Tahir-ul-Qadri speaks at an international conference on ‚Peaceful Future in Afghanistan‘

The Centre for World Religions, Diplomacy and Conflict Resolution (CRDC) at George Mason University, Washington D.C. along with Institute for Middle East Studies at the Marmara University, Istanbul organized and hosted the international 3-day conference in Istanbul, Turkey. The conference started on 30 November 2011 and concluded on 2 December 2011.

The conference aimed at creating a space for dialogue for a peaceful future in Afghanistan. …

This project was designed by Afghan Muslim peace builders and scholars in cooperation with a variety of local and international partners and contributors. For the first time, more than 120 Afghan Imams and civil society leaders engaged directly with leading Muslim scholars such as Shaykh-ul-Islam Dr Muhammad Tahir-ul-Qadri, General Secretary of the OIC Prof Ekmeleddin Ihsanoglu, President of Al-Azhar University, Dr Usamah al-Abd, Mufti of Bosnia Shaykh Dr Mustafa Ceric, Shaykh Hisham Kabbani and various other scholars.

http://www.minhaj.org/english/tid/15468/Dr-Muhammad-Tahir-ul-Qadri-speaks-at-an-international-conference-on-Peaceful-Future-in-Afghanistan.htm

More than 120 Muslim leaders Commit to the Future of Afghanistan during International Conference in Turkey

http://eagle.gmu.edu/newsroom/893/

Loya Jirga deal between US and Afghanistan

http://scar.gmu.edu/researcher-media/13415

The mission of The Center for World Religions, Citizen Diplomacy, and Conflict Resolution (CRDC) is to engage emerging indigenous and global conflict resolvers, partner with them in innovative entrepreneurial growth, mobilize support for them, and create linkages between peacebuilders, citizen diplomats, students, business people and policy makers.

The conference opening will be observed by senior Turkish officials, senior diplomats from the Organization of the Islamic Conference (OIC), including U.S. President Barack Obama’s Special Envoy and the United Kingdom’s Ambassador to Turkey.

Die am 25.09.1969 mit gezielt antiisraelischer Agenda im marokkanischen Rabat gegründete Organization of the Islamic Conference (Munaẓẓamat al-Muʾtamar al-Islāmī; OIC) heißt seit dem 28.06.2011 allerdings Organization of Islamic Cooperation (Munaẓẓamat at-Taʿāwun al-Islāmī, OIC).

http://eagle.gmu.edu/newsroom/893/

L’Organisation de la coopération islamique (OCI) … créée le 25 septembre 1969 sous le nom d’Organisation de la conférence islamique … à changé de nom et d’emblème le 28 juin 2011, est la seule organisation au niveau supra-étatique et international qui soit à caractère religieux.

Altes Zeichen der OIC (Conference, Muʾtamar), 1969-2011

http://id-ea.org/wp-content/uploads/2011/07/OIC-logo.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/05/Flag_of_OIC.svg

Neues Zeichen der OIC (Cooperation, Taʿāwun), ab 2011

http://www.keydmedia.net/images/sized/article-images/e5d46b8bd909adf8be7f9639d773197d-620×330.jpg

http://iina.me/wp_en/wp-content/uploads/2011/12/oic-logo1.jpg

[10] Waheed Ahmad Sahib gehört der Ahmadiyya an und erstellt eine Liste mit spirituellen Führern der Ahmadis: Von ibn Hanbal als dem letzten der „Salaf“ (855. N. Chr.) über al-Ghazali (1111) und Ibn Taimiyya bis zu Mirza Ghulam Ahmad reicht die Kette der „Erneuerer“ (renovators, mujaddidin)!

http://sahih-al-islam.blogspot.com/2011/05/ahmadiyya-list-of-mujaddidin.html

Minhaj-ul-Quran und ibn Hanbal: Zum Fatwamachen ist der letzte der Salaf unerlässlich. Säkulare und Radikale gleichermaßen wenig überzeugend, setzt Scheich-al-Islam Tahir-ul-Qadri zeitgenössischen Dschihadismus mit ins Höllenfeuer führender Rebellion gleich. Mutiny ist Meuterei.

Rebellion in the view of the Ḥanbalῑ school of thought (p 14), The action and decree of Imām Aḥmad ibn Ḥanbal against mutiny (p 16)

Am Schariastaat (Kalifat) hält Tahir-ul-Qadri selbstverständlich fest, nur herbeigebombt werden soll es nicht. Peace ist Pax Islamica, „wechselseitiges Zusammenleben“ (mutual coexistence) zielt auf Überwindung der allein AEMR-verträglichen Rechtseinheitlichkeit für alle Menschen, auf die koranisch angelegte Rechtsspaltung.

Islam is not merely a religion. It is a complete Deen, a code of life (…) The rights and duties of state institutions have manifestly and clearly been spelled out. All citizens of the Muslim state have been placed under obligation to abide by state laws, rules and regulations. One of these principles is that a Muslim state and society should be a paragon of peace and mutual coexistence. That is why Islam strictly prohibits the taking up of arms against a Muslim state (…)

http://www.minhaj.org/images-db2/fatwa-eng.pdf

[11] Alparslan Açıkgenç (1990) nennt die “Erneuerer” der emotionalen, sozialen und juristischen Sklavenketten begeistert “the recurrent manifestation of Islam in the face of changing human situations”.

http://islamiarastirmalar.com/upload/pdf/8aacc382a0cce25.pdf?sid=43fda65fe4a564bdb3542332b1418b08

[12] Fazlur Rahman: I hope to show that the survival of the Islamic world as Islamic is conditioned not only on activist ferment, but on patient and complex intellectual labor which must produce the necessary Islamic vision.

http://islamiarastirmalar.com/upload/pdf/8aacc382a0cce25.pdf?sid=43fda65fe4a564bdb3542332b1418b08

Fazlur Rahman Malik wurde 1926 im damals ungeteilten britischen Indien in der heutigen pakistanischen Provinz Hazara als Sohn eines Islamischen Gelehrten (‚ālim) und Deobandi geboren, dissertierte in Oxford zu Avicenna (Ibn Sina) und lehrte bis 1961 im kanadischen Montréal (Québec) an der traditionsreichen McGill University (gegründet 1821) unauffällig und bescheiden Islamische Studien (Islamic studies) sowie ab 1969 bis zu seinem Tod (1988) als Hochschullehrer den Islam im US-amerikanischen Chicago. 1961 ging Rahman ans pakistanische Central Institute of Islamic Research, das der Staat gegründet hatte, um den Islam im täglichen Leben der Bevölkerung zu verankern! Irgendetwas lief nicht nach Allahs oder seinem Wunsch, und der stille Islamisierer kehrte nach Nordamerika zurück und ging nach Chicago.

Meisterhaft unterscheidet Fazlur Rahman Scharia – Din sowie ‚Ilm – Fiqh:

The most important and comprehensive concept for describing Islam as a function is the concept of the Shari’a or ‚Shar‘ This word originally means ‚the path or the road leading to the water‘, i.e. a way to the very source of life. The verb shara’a means literally ‚to chalk out or mark out a clear road to water‘. In its religious usage, from the earliest period, it has meant ‚the highway of good life‘, i.e. religious values, expressed functionally and in concrete terms, to direct man’s life. It differs from the term ‚Sunna‘ in that the subject of the Sunna ‚leads the way‘ by actual example and, therefore, his action as such is of the same kind as those who follow him in accepting the example, whereas the subject of Shar‘ shows or ordains the way and is, therefore, none else than God, the source of religious values.

The correlate of Shari’a is Din, which literally means ’submission‘, ‚following‘. Whereas Shari’a is the ordaining of the Way and its proper subject is God, Din is the following of that Way and its subject is man. (…)

From the very beginning, a definite practical intent was part of the concept of the Shari’a: it is The Way, ordained by God, wherein man is to conduct his life in order to realize the Divine Will. It is a practical concept having to do with conduct as such. But it includes all behaviour-spiritual, mental and physical. Thus it comprehends both faith and practice: assent to or belief in one God is part of the Shari’a just as are the religious duties of prayer and fasting, etc. Further, all legal and social transactions as well as all personal behaviour, is subsumed under the Shari’a as the comprehensive principle of the total way of life. But the problem is: how is the Shari’a to be known?

The first principle was called ‚learning‘ (Arabic: ‚ilm, not ‚knowledge‘ as it has been sometimes rendered); the second was called ‚understanding‘ or ‚comprehension‘ (Arabic fiqh).(…) For whereas ‚ilm is something unshakably given and objective, fiqh is something subjective, since it represents the personal understanding of a scholar. (…)

The religious developments that took place from al-Ghazali to Ibn Taymiya visibly affected legal science.

aus: Fazlur Rahman: Chapter VI from the book Islam [Anchor Book, 1968], pp. 117-137

http://ebookbrowse.com/f-rahman-shariah-doc-d18814996

Text: Fazlur Rahman: RIBA AND INTEREST

http://www.globalwebpost.com/farooqm/study_res/i_econ_fin/frahman_riba.pdf

Foto: Fazlur Rahman

http://www.globalwebpost.com/farooqm/study_res/fazlur_rahman/f_rahman.gif

als Zeichnung:

http://3.bp.blogspot.com/_gz7lR1KHuH8/TIZd5w7Pn2I/AAAAAAAAApY/ieAfBrzALG4/s400/raya.png

Das 1965 gegründete Center for Middle Eastern Studies (CMES) an der University of Chicago hat seinen Gemeinschaftsraum zu Ehren des jenseitszentrierten und auf gegenmoderne Segregation der Umma arbeitenden Schariapropagandisten genannt: Fazlur Rahman Common Room.

http://cmes.uchicago.edu/

http://cmes.uchicago.edu/faculty.shtml

Was an Fazlur Rahman (Hg. Hans Medick und Peer Schmidt: “einer der großen islamischen Gelehrten des 20. Jahrhunderts”, in: Luther zwischen den Kulturen: Zeitgenossenschaft – Weltwirkung, Seite) gelobt werden darf, hatten “Islamreformer” wie der inhaftierte Muslimbruder Sayyid Qutb oder der im türkischen und französischen Exil lebende Ayatollah Chomeini auch im Sinn:

Fazlur Rahman believes that modern Islam needs a radical change. (p 287)

http://books.google.de/books?id=zE8fd9xw_RUC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[13] Sahl al-Ṭustarī (818-896) verfasste einen frühen Tafsīr (Korankommentar)

Faith in God is established (thābit) in the heart, and certainty is firmly rooted (rāsikh) [in it] through veracity (ṣidq). Veracity of the eye is refraining from looking at all that is forbidden. Veracity of the tongue is relinquishing engagement in that which is meaningless. Veracity of the hand is not extending it to seize what is forbidden. Veracity of the feet is refraining fromwalking in quest of indecent acts. The truth of veracity (ḥaqīqat al-ṣidq) in the heart is that it constantly reflects on the past and refrains from regarding what is to come. Verily, God, Exalted is He, has granted the veracious (ṣiddīqūn) so much knowledge that if they spoke of it, the ocean would dry up with their speech.

aus: Tafsīr al-Tustarī

http://altafsir.com/Tafasir.asp?tMadhNo=0&tTafsirNo=93&tSoraNo=33&tAyahNo=35&tDisplay=yes&UserProfile=0&LanguageId=2

Frithjof Schuon: sincerity (ṣidq), and the “sincere” (ṣiddīqūn) are none other than Sufis

Schariagehorsam, the operative Virtue, rechtes Glauben und rechtes Tun. Sahl at-Tustarī:

The Islamic religion is divided into three constituent parts: Īmān, Faith, which contains everything one must believe; Islām, the Law, which contains everything one must do; Iḥsān, operative Virtue, which confers upon believing and doing the qualities that make them perfect—in other words, that intensify or deepen both faith and works.Iḥsān in short is the sincerity of the intelligence and the will: it is our complete adherence to the Truth and our total conformity to the Law, which means that we must on the one hand know the Truth entirely, not only in part, and on the other hand conform to it with our deepest being and not only with a partial and superficial will. (…)Iḥsān is right believing and right doing, and it is at the same time their quintessence: the quintessence of right believing is metaphysical truth, Ḥaqīqa, and that of right doing is the practice of invocation, Dhikr.

http://www.studiesincomparativereligion.com/uploads/ArticlePDFs/329.pdf

Koranexeget Sahl at-Tustarī genannt der Meister der Wissenden

Abu Muhammad Sahl Bin Abdullah Al Tustari (818-896) was an early scholar of Islam an notable commentator on Sufism. He was born in the fortress town of Tustar (Arabic) or Shushtar (Persian) in what is now southwestern Iran. [Al Tustari] was named by al-Dhahbi as „the master of the knowers“ (Shaykh al-‚arifin). Al-Qushayri said of him, „He had no peer in his time for correctness of transaction and superlative God consiousness (taqwa), and he was a person given to charismatic actions (karamat)“.

http://sufibooks.co.uk/sahl-al-tustari-m14.html

Tafsir Al-Tustari English

http://www.scribd.com/doc/62398505/Tafsir-Al-Tustari-English

[14] Islamischer Antimodernismus als Antisemitismus:

Boycotting for Justice!

Ahmed purchases a take-away meal which comes with a Coca Cola company beverage. Part of Ahmed’s payment covers the cost of the Coca Cola. The cost of the beverage is taken from Ahmed and paid by the take-away to the Coca Cola Company. The Coca Cola Company uses part of Ahmed’s money to pay for the production of the Coca Cola, and the remainder is revenue. Part of that revenue is then donated as „charity“ to Zionist organizations or Israeli settlements or military organizations. Therefore, when tracked, the Coca Cola-donated money is in fact used by the oppressive Zionist regime to further its destruction of the people of Palestine and claim what it believes is „rightfully and divinely“ theirs. In effect, by buying the Coca Cola beverage, Ahmed has financially contributed to the barbaric Zionist movement in Israel and its killings. (…)

In regards to the helpers of oppressors, the Messenger of Allah has said „On the Night of Ascension (Mi’raj), I saw the following inscription on the doors of Hell: Do not be a helper of the oppressors.“ (…)

May the Almighty grant us the ability and strength to prefer justice and the lives of fellow human beings over a bottle of Coca-Cola and other Zionist products. Amen.

http://www.islamicinsights.com/religion/religion/boycotting-for-justice.html

[15] Sahl at-Tustarī: „If any one shuts his eye to God for a single moment, he will never be rightly guided all his life long.“ (bei: Reynold A Nicholson: Mystics of Islam)

http://www.ardue.org.uk/library/book14/chap02.html

[16] Sirat (ṣirāṭ) eigentlich Sirat Jahim, Bridge of Hell

Buchari weiß: Einige werden sie unbeschadet überqueren, andere gerettet sein und nur ein paar Kratzer abbekommen haben, wieder andere werden herunterfallen! So some will be safe without any harm; some will be safe after receiving some scratches, and some will fall down into Hell. (Bukhari, Volume 9, Book 93, Number 532)

http://www.ummah.com/forum/showthread.php?284673-The-sirat-bridge

“Al-Dschahim” (das vernichtende Feuer für die Götzendiener)

bei: Ingo Stechmann: Kritische Vergleiche von Symbolen in christlich und islamisch fundierten Kontexten und ihre Bedeutung für die interkulturelle pädagogische Arbeit (p 88)

http://books.google.de/books?id=xSao3iSDd3YC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

ǧahannam, ǧaḥīm. Jahannam (Hell), Jaheem

our names of hell are taken from the analogy of fire (…) jahim, derived from jahm signifying the burning or blazing of fire, but this word is applied to the fury of war as well as of fire, while tajahhama, another measure from the same root means he burned with vehemence of desire or covetousness and niggardliness also he became strained in disposition, occurring 23 times in the Koran (Mumtaz Ali Tajddin S. Ali)

http://www.articleclick.com/Article/Jahannam-Hell-/1065665

Eine Fatwa von Scheich Muhammad Salih al-Munajjid widerspricht: Es gibt keine Stufen der Hölle, jeder Name der Hölle wie Hawiya, Ladha oder Jahim meint die gesamte Hölle (Islam-QA.com Frage Nr. 8578)

http://muslimat.cwsurf.de/index.php?option=com_content&view=article&id=838:namen-der-hoelle-&catid=102:tod-grab-juengster-tag-zeichen-und-jenseits&Itemid=70

al-Jaheem (fire). Jahannam.

Some of them said that these names are the names for the various levels and degrees of Hell, and some of them divided people into various categories on the basis of these levels. But it is not correct to divide people in Hell into categories on this basis, even though the division of people into categories on the basis of their actions is something that is proven from the texts – just as it is not correct to name the various levels of Hell in the manner in which they mentioned.

http://www.islam-qa.com/en/ref/8578

The Sirat (bridge) will be slippery with many thorns like a thorn bush. On either side of it will be angels with fiery shackles used for capturing people.

http://answering-islam.org/Shamoun/muslims_in_hell.htm

Himmelswaage, ins Verderben fallende Sünder.

http://3.bp.blogspot.com/-WGO16wIzINA/TnnEsVT9e8I/AAAAAAAAARM/1d2CXn3CbP8/s1600/shakizrade.jpg

kitschig und modern

http://a5.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash4/309660_155542607862206_139586639457803_317452_639742_n.jpg

Sırat Köprüsü

http://www.simge.com.tr/icerik-resimleri/sirat-koprusu.bmp

http://www.simge.com.tr/icerik_goruntule.aspx?konu=hikayeler&icerik=sirat-koprusunden-jeeple-gecilmez.htm

Karikatur zur Siratbrücke

http://imageshack.us/f/361/1087748054sirat3gt.gif/

Die Brücke Chinvat (zoroastrisch) ähnelt wenig zufällig der islamischen Himmelsbrücke, was einmal mehr zeigt, dass Islamische Orthodoxie nicht originell ist.

http://en.wikipedia.org/wiki/Chinvat_bridge

„Sirat Jahim“ means „Bridge of Hell.“ Al-Jahim is one of the seven ranks of hell.

After the Resurrection everyone has to cross the Bridge Sirat which is finer than a hair and sharper than a sword and is stretched right across the abyss of Hell. The righteous pass over with ease

„Then Allah will come to them again and say, ‚I am your Lord.‘ They will say, ‚You are our Lord.‘ Allah will call them, and As-Sirat (a bridge) will be laid across Hell and I (Muhammad) shall be the first amongst the Apostles to cross it with my followers.“ Sahih Bukhari Volume 1, Book 12, Number 770

http://www.muhammadanism.org/Crescent/p044.htm

Jahannam Hölle Abu Dujana

http://www.youtube.com/watch?v=90VNu5oXuZc

[17] 2008 bagatellisiert Hans-Gert Pöttering am für Deutschlands Demokratiegeschichte bedeutenden Tagesdatum 23. Mai Allahs ungleich behandelndes Gesetz:

Der Präsident des Europaparlaments, Pöttering, hat sich gegen eine Vorverurteilung des Islam gewandt. Der Islam sei eine im Kern friedliche Religion. Terroristen, die im Namen des Islam unschuldige Menschen töteten, missbrauchten ihre Religion, so Pöttering beim Katholikentag in Osnabrück.

http://www.domradio.de/news/artikel_41461.html

1949. Am 23. Mai wurde das von den Ländern ratifizierte Grundgesetz in einer feierlichen Sitzung des Parlamentarischen Rates verkündet, die Bundesrepublik Deutschland war damit gegründet.

http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_145.html

http://www.gesetze-im-internet.de/gg/eingangsformel.html

Horst Köhler am 12.05.2010

Ich kenne den Islam als im Kern friedliche Religion, die in sich ruht, ihre eigene Berechtigung und Geschichte hat. Respekt muss uns leiten, wenn wir über den Islam diskutieren.

http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Horst-Koehler/Interviews/2010/20100512_Rede.html

Man beachte das vielleicht wenig zufällige Tagesdatum im Folgejahr. Thursday, 12 May 2011

Muslimbruder Abdel-Moneim Abul-Futuh schlägt sich als künftigen Präsidenten Ägyptens vor.

Abdel Moneim Aboul Fotouh Abdel Hady: „From now on, the Brotherhood will only function as a lobby group. It will not enter politics because that is now the job of the ‚Freedom and Justice‘ party, which is separate from the group.“

A senior Brotherhood member said Abul-Futuh’s decision was personal and the group would not back his candidacy.

„Abul-Futuh’s decision counters the Brotherhood’s official decision,“ said Sobhi Saleh, a leading Brotherhood member in Alexandria.

http://www.onislam.net/english/news/africa/452232-brotherhood-leader-to-seek-egypt-presidency.html

Top-Islamist Abdel Moneim Aboul Fotouh Abdel Hady zu Gast bei Deutschlands demokratiemüden Proislamisten der katholisch-pazifistischen Strömung Sant’Egidio. Europas “Friedenskonferenzen” benötigende Epoche der Demokratiezerstörung kann beginnen:

Am 12.09.2011 in der Residenz München, Plenarsaal der Bayerischen Akademie der Wissenschaften: Abu’l-Futuh Abd Al-Moneim, Präsidentschaftskandidat, Ägypten. Friedenstreffen von Sant’Egidio

http://www.santegidio.org/pageID/2386/idLng/1067/idOratore/569/Abu_l-Futuh_Abd_Al-Moneim.html

im Bild: Abdel Moneim Aboul Fotouh Abdel Hady

http://www.nytimes.com/imagepages/2011/06/20/world/middleeast/EGYPT.html

http://www.salahsoltan.com/images/stories/abdualmonam9.jpg

http://electiongate.com/wp-content/uploads/2011/07/9368.jpg

Germany & Global Sharia Movement. Aus dem Dienstreisekalender des Ruprecht Polenz:

Montag, den 16. Mai 2011, 09.00 Uhr, Gespräch mit Iyadh Ben Achour, Vorsitzender der Kommission für die Reform der Verfassung

Mittwoch, den 18. Mai 2011, 16.00 Uhr, Gespräch mit Dr. Abdel Moneim Abul Fotouh, Moslembrüder

http://www.ruprecht-polenz.de/5_50_Politik-Backstage_Dienstreisen.html

Ruprecht Polenz an Staatspräsident Ahmadinejad und den Religionsführer Ayatollah Khamenei:

Polenz äußert in dem Schreiben seine Vermutung, dass der Prozess gegen die zwei Frauen sowohl gegen internationale Standards, als auch gegen die Scharia und iranisches Strafrecht verstößt.

http://www.ruprecht-polenz.de/index.php?ka=1&ska=1&suche=Scharia&idn=583

Endlich ein Bundestagsabgeordneter, der uns die Bildverzerrung behebt, der Mann hätte Bildschirmprüfer oder Augenoptiker werden müssen: Ruprecht Polenz beklagt „Zerrbild des Islam“

„Es herrscht ein Zerrbild des Islam“, sagte der Bundestagsabgeordnete am Montagabend in Münster in einer Podiumsdiskussion zum Thema Religionsfreiheit am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster.

http://www.uni-muenster.de/Religion-und-Politik/aktuelles/2011/mar/PM_Ruprecht_Polenz_beklagt_Zerrbild_des_Islam.html

Man müsse Allahgott juristisch nur ein wenig auf die Sprünge helfen. Die Uni Münster desinformiert:

„Im Islam sind Mann und Frau gleichgestellt“

Doktorandin Nimet Seker untersucht den Koran aus feministischer Perspektive

Nimet Seker studierte Islamwissenschaften, Germanistik und Ethnologie in Köln. Sie arbeitet als Redakteurin für das Islamportal Qantara.de und als Lehrbeauftragte am Orientalischen Seminar der Uni Köln. Außerdem ist die Doktorandin Herausgeberin des Magazins „Horizonte. Zeitschrift für muslimische Debattenkultur“.

Graduiertenkolleg

Serdar Kurnaz (Frankfurt a.M.): Ableitungsregeln im klassisch-islamischen Recht – die Spannung zwischen Offenbarung, Sprache, Text, Verstehen und Gesetzgebungskompetenz.

http://www.uni-muenster.de/unizeitung/2011/5-40.html

Man hat sich neuerdings daran gewöhnt, den religiös neutralen Rechtsstaat parlamentarischer Prägung dem islamischen Gottesstaat gegenüberzustellen. Ersterer berücksichtige in seiner Gesetzgebung die freie und vernünftige Autonomie mündiger Bürger, letzterer sei auf die Scharia gegründet. Allerdings treten die abendländischen Demokratien erst am Ende eines langen Prozesses der Abstreifung gottesstaatlicher Modelle auf. Dabei hat der Prozess der Aufklärung sicherlich zu einer Säkularisierung geführt, die Frage aber nach der Notwendigkeit der Korrektur positiven Rechts durch übergreifende Prinzipien nicht endgültig beantwortet. Islamische Rechtswissenschaft in islamischen Glaubensstaaten ist Scharia-Exegese, wird vom «Obersten Rat für Islamische Angelegenheiten» in Kairo seit Jahrhunderten betrieben und (…)

aus: Christoph Strosetzki: Von der lex divina zur lex positiva im Drama und in der Traktatliteratur des Siglo de Oro

http://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-6229/2008_stros_divin.pdf

Politik werde himmlisch, Sant’Egidio jubelt über einen authentischen Mitarbeiter von ECFR-Chef Yusuf al-Qaradawi:

Al-Najjar Abdul Majeed Stellvertretender Generalsekretär des European Council for Fatwa and Research, Tunesien

http://www.santegidio.org/index.php?pageID=2426&idLng=1067

Yusuf al-Qaradawi, President of ECFR (Egypt, Qatar), Rashid Al-Ghanouchi (UK), Abdul Majeed Al-Najjar, Dr. Muhammed Al-Hawari (Germany), Dr. Mustafa Cerić (Bosnia)

http://en.wikipedia.org/wiki/European_Council_for_Fatwa_and_Research#Members_of_the_ECFR

[18] Weil der Islam eben doch in erster Linie einen Glauben darstellt und eine Lebensweise empfiehlt, die versucht sich danach zu richten.

aus: Grußrede anlässlich des 50. Jahrestags der Islamischen Gemeinde Deutschland, Berlin Tempodrom von Aiman A. Mazyek am 04.10.2008

http://islam.de/11061.php

http://zentralrat.de/11066.php

http://www.igd-online.de/igd-jahreskonf-2011.html

[19] Said Ramadan: Islamic Law

Ramadans Buch von 1961 gelesen von Jacques Auvergne

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/04/06/109/

[20] „Mazyek wünschte sich, dass der islamische Religionsunterricht, wie von der Islamischen Föderation in Berlin gerichtlich erstritten, auch in anderen Bundesländern ausgebaut werden könne.“

20.10.2008

http://islam.de/11062.php

[21] Allahs Diplomat

Zum Buch »Der Islam als Alternative« (1992) des zum Islam konvertierten ehemaligen Botschafters Murad Wilfried Hofmann. Eine Demokratieverteidigung von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/10/05/144/

[22] Islamische Charta

Die am 03.02.2002 verabschiedete Islamische Charta: Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft stammt aus der Feder von Nadeem Elyas, der zeitweilig als Generalsekretär der Union Muslimischer Studenten-Organisationen in Europa (UMSO) sowie als Sprecher des Islamischen Zentrums Aachen (IZA) tätig war. Sarkastische Zwischenrufe. Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/09/27/262/

[23] »Wir vertreten einen Mainstream-Islam«

Der Sprecher des neuen Koordinationsrats der Muslime, Ayyub Axel Köhler, über Religionsfreiheit in Deutschland, Schamhaftigkeit und die Scharia

Von Jörg Lau am 19.04.2007

http://www.zeit.de/2007/17/Islam_Koehler

[24] Unserer islamfreundlichen Schulministerin will eine knappe und prägnante Stellungnahme zur Scharia, wie die patzige Bemerkung in der muslimbrudernahen Aachener Bilal-Moschee (IZA) beweist, einfach nicht über die Lippen gehen, das wiederum sagt sie ganz laut. Sylvia Löhrmann zu Allahs „Einladung“ (daʿwa!) und „Angebot“, dass man ohne zu imaginierende grausame Höllenstrafe im Jenseits und konkret erlittenes Mobbing im Diesseits gar nicht ablehnen kann:

Der Religionsunterricht in der Schule missioniert nicht, er zwingt den Schülerinnen und Schülern nichts auf. Vielmehr ist jeder Religionsunterricht eine Einladung und ein Angebot.

Jochen Luczak berichtet über die Veranstaltung in Aachen am 7.12.2011, wie ein beliebiger Mitbürger:

meinte von Löhrmann eine Akzeptanz der Scharia vernommen zu haben. Die Ministerin stellte kurz und bündig fest, dass sie sich dazu noch nie geäußert habe und auch nicht vorhabe, dazu Stellung zu nehmen. Es gelte in Deutschland das Grundgesetz für alle und die allgemeinen Menschenrechte.

Der auch mit Ministerin Löhrmann regelgeleitet (schariakonform) zu muslimisierende Schüler bleibt ohne solide Kenntnisse von Koransuren und Hadithen religiös desorientiert, Abhilfe schaffe der von Millî Görüş und dem Dunstkreis der Muslimbruderschaft als islamisch zertifizierte nordrhein-westfälische Religionsunterricht:

er befähigt dazu, auf Grundlage der islamischen Quellen – insbesondere des Korans – die Welt regelgeleitet religiös zu deuten.

http://www.hilde-scheidt.de/2011/12/13/bildungsministerin-silvia-lohrmann-zum-islam-unterricht-an-schulen-in-nrw/

[25] Islamisches Zentrum Aachen (Bilal-Moschee) e.V. (IZA)

Das IZA wurde in den 1960er Jahren auf Initiative des exilierten Führers der syrischen MB, Prof. Issam el-Attar, in Aachen gegründet, einem Hochschulort, an dem viele Technik-Studenten aus islamischen Ländern ihr Studium absolvierten. Im Jahre 1981 spaltete el-Attar das IZA von der IGD ab. … Nach außen gibt sich das IZA stets moderat und dialogbereit, sowohl gegenüber staatlichen Stellen als auch christlichen und jüdischen Organisationen. Auf der anderen Seite bot das IZA auf seinen Veranstaltungen in der Vergangenheit aber auch islamistischen Scharfmachern ein Forum und hatte antisemitische Literatur („Die Protokolle der Weisen von Zion“) in seinen Auslagen.

MB in Deutschland

Strukturen der MB sind in Deutschland vor allem bei der ‘Islamischen Gemeinschaft in Deutschland’ (IGD) und dem ‘Islamischen Zentrum Aachen’ (IZA) anzutreffen. Zu diesen gehören wiederum verschiedene Unterorganisationen. Die IGD, die ihr wichtigstes Zentrum in München hat, steht der ägyptischen MB nah, das IZA mit der „Bilal-Moschee“ wird dem syrischen Zweig zugerechnet. Sowohl die IGD als auch das IZA sind mit ihren Unterorganisationen Mitglieder im ‘Zentralrat der Muslime in Deutschland’ (ZMD). Verbindungen zum anderen islamischen Spitzenverband in Deutschland, dem ‘Islamrat’, bestehen bei der IGD ebenfalls. Die Anhängerschaft dieser beiden Organisationen samt ihren Unterorganisationen beträgt bundesweit circa 1.300, in NRW etwa 320. Von diesen auch in der Öffentlichkeit bekannteren Organisationen abgesehen, gibt es etliche Vereine und Gruppen, die bei näherer Betrachtung eine deutliche Nähe zu den Überzeugungen der MB erkennen lassen.

Gleichzeitig jedoch zirkulieren in MB-nahen Organisationen in Deutschland und Europa weiterhin extremistische Positionen, wie sie sich zum Beispiel in den Rechtsgutachten des ‘Europäischen Fatwa-Rates’ (‘European Council for Fatwa and Research’ – ECFR) niederschlagen. Die mit der MB verbundenen Organisationen versuchen, durch die Einrichtung und Nutzung europäischer Institutionen wie des ECFR und der FIOE (siehe unten) eine religiöse wie kulturelle Hegemonie über die Muslime in Europa zu erlangen und damit die Deutungskompetenz in Fragen, die den Islam und die Muslime in Europa betreffen.

HAMAS: Internationale Verbindungen

(…) Etwa in München, wo am 24.08.1973 nach dreizehn Jahren Planungs- und Bauzeit das so genannte Islamische Zentrum, IZ (München) eröffnet wurde und sehr bald Ghaleb Himmat die Leitung übernahm. Der Schwiegersohn des Dschihadtheoretikers und Gründers der Muslimbruderschaft (MB) Ḥasan Aḥmad ‚Abd ar-Raḥmān al-Bannā, Muslimbruder Said Ramadan, organisierte vom Genfer Centre Islamique (de Genève) den Aufbau des Münchener IZ mit, seine Söhne Hani und Tariq Ramadan sind führende heutige Islam(aktiv)isten.

Said Ramadans kühne Vision war, dass eine Kette von MB-treuen Islamischen Zentren (IZ) der Islamisierung Europas dienen solle.

Als Führer des deutschen Zweiges der Muslimbrüder, sprich der IGD, war Ghaleb Himmat Amtsvorgänger von Ibrahim el-Zayat, mit Youssef Nada leitete Himmat die im Dorf Campione (Campione d’Italia, eine Exklave Italiens im Schweizer Kanton Tessin) gelegene al-Taqwa-Bank, Herr Zayat war dort als Aktionär geführt. Nada kann als langjähriger Finanzierungsstratege der Muslimbrüder gelten. Wenige Wochen nach den Terroranschlägen vom 11. September, am 07.11.2001 wurden die Villen der Banker Himmat und Nada wegen des Verdachts auf Terrorfinanzierung durchsucht, ein aufgefundener brisanter Text ist als »The Project« bekannt geworden.

Sägefisch Text 219 vom 26.02.2011

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/02/26/219/

»Das Projekt«

Die italienische Enklave auf Schweizer Territorium mit nur etwas mehr als 2.000 Einwohnern, Campione d’Italia, kurz Campione genannt, gehört zur Provinz Como, ist allseitig vom Schweizer Kanton Tessin umgeben und von Italien durch Berge und durch den Luganersee getrennt. Campione bot zwei einflussreichen radikalen Muslimen, dem aus Syrien stammenden Ali Ghaleb Himmat, den der UN-Sicherheitsrat zu den mutmaßlichen Unterstützern von Osama bin Laden rechnet, und dem 1931 in Ägypten geborenen Finanzstrategen der Muslimbruderschaft, Youssef Nada Unterschlupf und finanztechnisches Betätigungsfeld ihrer zwielichtigen »al-Taqva Bank« (at-taqwā, Gottesfurcht). Als Vorgänger von Ibrahim el-Zayat war Himmat zwischen 1973 und 2002 Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland e.V. (IGD), die als der deutsche Zweig der international tätigen Muslimbruderschaft angenommen werden sollte.

Das unter Verschluss gehaltene Programm der Muslimbruderschaft fand sich am 07.11.2001 bei einer antiterroristischen Razzia in der Villa des Herrn Nada, wurde gute zwei Jahrzehnte lang der Öffentlichkeit vorenthalten und ist selbst heute viel zu wenigen Menschen als »The Project« oder »Das Projekt« bekannt. Der folgende Text basiert auf französischen Übersetzung aus dem Arabischen, die Frau Rawdha Cammoun angefertigt hat und die bei Sylvain Besson (»La conquête de l’Occident: Le projet secret des Islamistes«, Paris: Le Seul, 2005, Seiten 193-205) erschien, Übertragung ins Deutsche unter Hinzufügung von erklärenden Anmerkungen [in eckigen Klammern] von Jacques Auvergne.

Bericht S/5/100

01.12.1982

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/06/13/169/

Die ehemaligen Präsidenten sowie der aktuelle Präsident der IGD wurden bis 2006 noch auf hrer Homepage namentlich aufgelistet. Es waren von 1958 bis 1968 Saïd Ramadan, von 1968 bis 1973 Fazal-i-Yazdani, von 1973 bis 2002 Ghaleb Himmat und seit 2002 Ibrahim Faruk el-Zayat.

aus: Khadidja Katja Wöhler-Khalfallah: Islamischer Fundamentalismus: von der Urgemeinde bis zur Deutschen Islamkonferenz (p 212)

von 1973 bis 2002 Ghaleb Himmat und seit 2002 Ibrahim Faruk El-Zayat

http://books.google.de/books?id=lRzJJnBS4-MC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Tariq Ramadan verlieh Scholl-Latour den „Dr. Said Ramadan Friedenspreis für Dialog und Völkerverständigung“

Der Präsident der IGD Ibrahim El-Zayat begrüßte und beglückwünschte das Publikum und erinnerte an die vielen Persönlichkeiten dieser Gemeinschaft, die die heutige islamische Infrastruktur in Deutschland maßgeblich miterrichtet haben. Nahezu an allen heute vorhandenen muslimischen Strukturen in Deutschland hat die IGD mittelbar mitgewirkt. … Am Podium in Berlin beteiligten sich Prof. Peter Scholl-Latour, Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft, Aiman Mazyek, Generalsekretär des Zentralrates der Muslime in Deutschland (siehe unterer Link: Grußrede) und Oğuz Üçüncü Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Milli Görus.

Prof. Tariq Ramadan von der Universität in Oxford verlieh gemeinsam mit El-Zayat dem bekannten Publizisten Prof. Peter Scholl-Latour anlässlich des 50-jährigen Bestehens der IGD im Berliner Tempodrom den „Dr. Said Ramadan Friedenspreis für Dialog und Völkerverständigung“ für sein Lebenswerk. Der Preis erinnert an den ersten Präsidenten der IGD.

Die Vizepräsidentin der IGD Houaida Taraji bemängelte die Abwesenheit der geladenen Politprominenz. Dr.Murad Hofmann, Islamischer Denker und Autor, verlangte von den Muslimen sich einzubringen und nicht darauf zu warten, eingebracht zu werden. …

Der Generalsekretär des Wassatiya Instituts und Professor für Islamische Theologie Essam Al-Bashir war ein weiterer Hauptredner dieses Events. Wassatiya heißt ein Islam der Mitte, weit weg von Extremismus und Fanatismus.

Der Islam im Sinne der Wassatiya fordert die Menschen auf, sich gegenseitig kennen zulernen. Er ruft zur Sicherung des Weltfriedens und einer gemeinsamen Koexistenz zu Dialog, Kommunikation und Kooperation zwischen den Völkern und Nationen auf. Der Islam achtet die Menschenrechte und fordert zur Gleichheit der Menschen auf.

bei: ZMD 20.10.2008

http://islam.de/11062.php

Als palästinensischer Zweig der ‘Muslimbruderschaft’ ist die HAMAS eingebunden in das weltweite Netzwerk von Organisationen, die die MB repräsentieren oder ihr nahe stehen. Neben Organisationen, die vor allem propagandistisch oder auch logistisch im Sinne der HAMAS tätig sind, gibt es solche, die überwiegend Spendensammlungen und Finanztransaktionen zugunsten der HAMAS durchführen. Hierzu gehörte in Deutschland der in Aachen ansässige Verein ‘al-Aqsa e.V.’. Trotz religiös konfessioneller Unterschiede besteht eine gewisse Zusammenarbeit zwischen der sunnitisch geprägten HAMAS und der schiitischen ‘Hizb Allah’ (siehe Kapitel 2.16) im (Süd-) Libanon, die aus dem gemeinsamen Feindbild Israel resultiert. Gleiches gilt auch für die Beziehungen der HAMAS zur Islamischen Republik Iran, die die ‘Hizb Allah’ seit ihrer Entstehung ganz wesentlich unterstützt hat und einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Makropolitik dieser Organisation ausübt. Unter anderem manifestiert sich die Verbundenheit mit den Palästinensern und ihrem Jihad in dem von Ayatollah Khomeini eingeführten ‘Qods-Tag’ (‘Jerusalem-Tag’, der letzte Freitag im Monat Ramadan).

aus: Innenministerium NRW: Islamistische Organisationen in Nordrhein-Westfalen

http://www.islamismus.org/seminar-07/vs/islamismus/neuauflage_islamismus.pdf

[26] Verfassungsschutz Brandenburg 2003 (Vorabdruck) 154

Es gibt weitere islamistische Gruppierungen arabischer Herkunft, die entweder einen friedlichen Weg zum islamischen Staat beschreiten oder in Deutschland bislang nicht durch Gewalttaten aufgefallen sind, wohl aber in anderen Ländern Terrorakte begehen. Sie nutzen Deutschland für Spendensammlungen oder auch als Rückzugs- und Ruheraum. Die meisten in Deutschland vertretenen Gruppen gehen auf die ägyptische „Muslimbruderschaft“ (MB) zurück. Sie ist die einflussreichste und am weitesten verzweigte islamistische Gruppierung.

http://www.verfassungsschutz-brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/2003_vorabdruck.pdf

Die bekennende Schariabeschweigerin Sylvia Löhrmann und das islamistische Umfeld zwischen IZA / Bilal-Moschee, Al-Aqsa e.V., HAMAS und al-Qaida:

Die „Islamischen Avantgarden“, eine Abspaltung des syrischen Zweigs der MB, unterhalten das 1978 gegründete „Islamische Zentrum Aachen – Bilal Moschee e. V.“. Die HAMAS ist nach Ausbruch der ersten Intifada im Dezember 1987 aus dem palästinensischen Zweig der MB hervorgegangen. HAMAS ist ein Akronym für „Harakat al-Muqawamat al-Islamiya“ („Islamische Widerstandsbewegung“). Die HAMAS tritt entschieden für die gewaltsame Bekämpfung Israels in Palästina ein, hat aber zugleich den Charakter einer caritativen Organisation. Mit ihrer Infrastruktur an sozialen und kulturellen Einrichtungen genießt sie große Akzeptanz innerhalb der palästinensischen Bevölkerung. In Deutschland versteht sich der „Islamische Bund Palästinas“ (IBP) als Vertretung der HAMAS. Die zentrale Begegnungsstätte des IBP ist das „Islamische Kultur- und Erziehungszentrum Berlin e. V.“ (IZB). Durch ihre Vereine sammelt die HAMAS in Deutschland Spenden, die zum Teil für die Unterstützung von „Märtyrerfamilien“ und damit zur Förderung terroristischer Aktivitäten im Rahmen der Intifada genutzt werden. Aus diesen Gründen wurde der in Aachen ansässige Verein „Al-Aqsa e. V.“ am 5. August 2002 durch den Bundesminister des Innern verboten. Der Verein hat jedoch Klage gegen das Verbot eingereicht. Am 16. Juli beschloss das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, dass der Verein bis zu einer endgültigen Entscheidung unter der Auflage, dem Innenministerium ständig Rechenschaft über die Verwendung der Gelder abzulegen, weiter tätig sein darf. Allerdings hat „Al-Aqsa“ durch das Verbot den Status der Gemeinnützigkeit verloren. Gefährlich ist die HAMAS auch wegen ihrer Querverbindungen zu „Al-Qa’ida“.

aus: Verfassungsschutz Brandenburg 2003 (Vorabdruck) 154-155

http://www.verfassungsschutz-brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/2003_vorabdruck.pdf

„Wie der ägyptische Zweig der Muslim-Bruderschaft München als deutsche Operationsbasis gewählt hat, hat der syrische Zweig sein Hauptquartier in Aachen an der holländischen Grenze. Die ehemalige Karolinger-Hauptstadt mit ihrer berühmten Universität ist jetzt Heimat für eine große Zahl von Muslimen, darunter die bekannte syrische Familie Al-Attar. Der erste der Attars, der nach Aachen zog, war Issam, der in den 1950-ern vor der Verfolgung in seinem Heimatland floh, als der den syrischen Zweig der Muslim-Bruderschaft führte. Andere Mitglieder der syrischen Muslim-Bruderschaft folgten bald. Im Laufe der Zeit übernahmen Islamisten aus anderen Ländern Attars Bilal-Moschee in Aachen als Operationsbasis.[35] Aachen ist bei Geheimdiensten aus aller Welt bekannt, von der Beherbergung algerischer Terroristen im Exil[36] bis zur Arbeit einer Wohlfahrtsorganisation, die vom US-Finanzministerium als Fassade für die Hamas bezeichnet wird.[37]

Die Basis der syrischen Muslim-Bruderschaft in Aachen hielt enge Kontakte mit ihrem ägyptischen Gegenstück. So bestätigt sich die Tendenz wichtiger Familien der Muslim-Bruderschaft, enge Bündnisse durch Heirat zu schließen durch die Hochzeit des Sohns von Issam al-Attar mit der Tochter des Al-Taqwa-Bankiers Yussef Nada.[38] Verbindungen zwischen den beiden Zweigen der Muslim-Bruderschaft gehen allerdings über einfache Eheschließungen hinaus. Es wird berichtet, dass das Islamische Zentrum Aachen von Al-Taqwa Gelder erhielt.[39] Mitarbeiter haben zwischen den Islamischen Zentren in Aachen und München rotiert. So kam z.B. Ahmed von Denffer, Herausgeber der Zeitschrift Al-Islam des Islamischen Zentrums München aus Aachen.[40] Trotzdem bleibt eine gewisse Distanz. Die syrische Muslim-Bruderschaft ist nie der IGD beigetreten, sondern zog es vor sich eine Art Unabhängigkeit zu erhalten.“

aus: Lorenzo Vidino: The Muslim Brotherhood’s Conquest of Europe (Middle East Quarterly, Winter 2005)

Die Eroberung Europas durch die Muslim-Bruderschaft

Übersetzung aus dem Englischen: H. Eiteneier

ebendort, wobei der zum zeitgenössischen islamischen Extremismus forschende Lorenzo Vidino (tellvertretender Direktor bei Investigative Project, einem Antiterror-Forschungsinstitut mit Sitz in Washington, D.C.) die orthodoxe islamische Theologie anscheinend nicht kennt und und daher annimmt, dass die so genannten Islamisten (die es inschallah gar nicht gibt) den Islam falsch verstehen:

“Der Trend hin zur Konsolidierung ging 1994 einen Schritt weiter, als die deutschen Islamisten erkannten, dass eine vereinigte Koalition sich in größere politische Bedeutung und Einfluss umsetzen ließ. Neunzehn Organisationen, darunter die IGD, das Islamische Zentrum München und das Islamische Zentrum Aachen schufen eine Dachorganisation, den Zentralrat der Muslime. Ein hochrangiger deutscher Verfassungsschützer sagt, dass mindestens neun dieser neunzehn Organisationen zur Muslim-Bruderschaft gehören.[60] Die deutsche Presse hat kürzlich den Zentralrats-Präsidenten Nadim Elyas unter die Lupe genommen, einen in Deutschland ausgebildeten saudischen Arzt und Vorstandsmitglied des Islamischen Zentrums Aachen. (…)

Der Zentralrat, der sich selbst als Dachorganisation deutscher muslimischer Organisationen darstellt, ist zusammen mit der IGD und Milli Görüs der de facto-Repräsentant von drei Millionen deutscher Muslime geworden. Obwohl die IGD Mitglied des Zentralrats ist, arbeiten die beiden Organisationen oft unabhängig von einander. Ihre offenbare Unabhängigkeit ist geplant. Dadurch, dass viele Organisationen unter unterschiedlichen Namen arbeiten, führt die Muslim-Bruderschaft die deutschen Politiker an der Nase herum, weil diese glauben sie berieten sich mit einem breiten Spektrum an Meinungen.[66] Die Medien suchen nach Vertretern des Zentralrats, wenn sie die muslimische Sichtweise zu etwas haben wollen, sei es in der Debatte um die Zulässigkeit des Hijab (Kopftuch) in öffentlichen Schulen, dem Krieg im Irak usw. Politiker suchen die Befürwortung durch den Zentralrat, wenn sie die muslimische Gemeinde erreichen wollen. Viele deutsche Politiker sind über den Islam uninformiert und begreifen die Sichtweise und die Interpretation des Islam nicht, die der Zentralrat vermittelt, die IGD und die Milli Görüs – dass es sich dabei um die der Muslim-Bruderschaft handelt und nicht um die des traditionellen Islam.”

http://www.meforum.org/758/die-eroberung-europas-durch-die-muslim

Sodann wird dem Verein vorgeworfen, er handele „auf dem Boden der Muslimbruderschaft (MB) und insbesondere im Kontext von Hamas“ (Seite 5 der Verbotsverfügung). Als Beleg dafür heißt es auf Seite 11, der Vorsitzende des Vereins M. A. „ist in die Strukturen der islamischen ,Muslimbruderschaft‘ (MB) in Deutschland eingebunden; er nahm und nimmt an Veranstaltungen des ‚Islamischen Bund Palästina‘ (IBP) und der ‚Islamischen Gemeinschaft Deutschland e. V.‘ (IGD) teil. … In früheren Jahren identifizierte sich M. A. auch öffentlich mit Ideen und Zielen dieser Organisation.“ Als Beleg dafür wird dann genannt: „Auf mehreren Veranstaltungen der IGD und des IBP Ende der 90er Jahre war Al-Aqsa e. V. mit einem eigenen Stand, an dem M. A. bisweilen auch selbst Schriften verkaufte, vertreten.“ Welche Veranstaltungen das genau waren, wird in der Verbotsverfügung nicht erwähnt.

aus: Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke und der Fraktion der PDS

Drucksache 14/9969

http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/14/099/1409969.pdf

aus: Antwort der Bundesregierung

Drucksache 14/9992

Es wird darauf verwiesen, dass die Bundesregierung aus grundsätzlichen Erwägungen über möglicherweise vorhandene nachrichtendienstliche Erkenntnisse oder Belange nur die dafür zuständigen Gremien des Deutschen Bundestages unterrichtet.

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/099/1409992.pdf

Spenden für „Märtyrerfamilien“

05.08.2002 • Der von Innenminister Schily verbotene Al Aqsa-Verein soll Spenden für palästinensische „Märtyrerfamilien“ gesammelt haben.

Der „Al Aqsa e.V.“ wurde 1991 in Aachen gegründet. Er sammelt bundesweit Spendengelder in Moscheen und islamischen Zentren, aber auch bei Kundgebungen und Demonstrationen zum Nahost-Konflikt. … Nach Erkenntnissen des Bundesinnenministeriums überweist der Verein Spendengelder an soziale und humanitäre Einrichtungen in den palästinensischen Gebieten, die „in die Organisationsstruktur der Hamas oder ihr Umfeld eingebunden sind“. Die Hamas hat sich dem bewaffneten Kampf gegen Israel verschrieben. Nach Aussage der Hamas-Führung sollen ihre Terroranschläge weder in Drittstaaten noch gegen Angehörige von Drittstaaten verübt werden.

Die Hamas gliedert sich in einen politischen Arm, der für Ideologie und Propaganda sowie karitative Einrichtungen zuständig ist, und einen militärischen Arm. Eine Sondereinheit, die so genannten Kassam-Brigaden, ist für zahlreiche Selbstmordattentate in Israel verantwortlich. …

Der Aachener Verein „Al Aqsa“ nennt laut Innenministerium in seinen Spendenaufrufen auch „Märtyrerfamilien“ als Geldempfänger. Der Begriff „Märtyrer“ sei im Nahost-Konflikt von einer islamistischen Auslegung geprägt und werde seit Jahren auch als Synonym für Selbstmordattentäter verwendet, erklärt das Innenministerium.

http://www.faz.net/aktuell/politik/al-aqsa-spenden-fuer-maertyrerfamilien-172095.html

Martin Lutz und Joachim Peter am 06.08.2002: Schily verbietet Hamas-Spendensammlerverein

http://www.welt.de/print-welt/article404886/Schily_verbietet_Hamas_Spendensammlerverein.html

Kalt erwischt wurde Mahmud Amr, 45, am vergangenen Montag kurz nach dem Frühstück. Der bärtige Verlagsangestellte aus Aachen wollte gerade zur Arbeit, als um acht Uhr Polizisten an seiner Wohnungstür in der Schurzelter Straße schellten und Einlass begehrten. Sie wedelten mit einem Durchsuchungsbefehl sowie mit einem 16-seitigen Schriftstück, verfasst am 31. Juli im Bundesinnenministerium. Wichtigster Satz: „Der Al-Aqsa e.V. ist verboten und wird aufgelöst.“

Was das praktisch bedeutet, erfuhr Vereinschef Amr, ein hagerer, groß gewachsener Jordanier, kurz darauf im Al-Aqsa-Büro in der Kapellenstraße 36. Dort, im fünften Stock eines ockergrauen Blocks, stöpselten Fahnder Computer aus und transportierten 150 Kartons voller Akten ab. Sämtliche Möbel wurden konfisziert, sogar der Abfall mitgenommen. Schwer beschäftigt waren die Staatsschützer zeitgleich in den Essener Privatgemächern von Vereinsvize Saif al-Din Thabet sowie von vier weiteren Al-Aqsa-Männern in Aachen. 340000 Euro Vereinsvermögen wurden beschlagnahmt. „Zu Unrecht“, protestiert Amr. „Wir sind harmlos!“

Deutsche Terror-Experten sehen das anders. Sie stufen al-Aqsa als „kämpferisch-aggressiv“ ein. Ziel des 1991 gegründeten Vereins sei „die Zerstörung Israels“, heißt es in der FOCUS vorliegenden Verbotsbegründung. Al-Aqsa „unterstützt die Hamas“ bei deren Kampf gegen Israel mit Millionenbeträgen, die der Verein bundesweit in Moscheen und Islamzentren sammelt.

aus: Extremismus: Hubert Gude: Extremismus: Kollekte für Killer?

in: FOCUS-online, 12.08.2002

Extremismus: Kollekte für Killer?

http://www.focus.de/politik/deutschland/extremismus-kollekte-fuer-killer_aid_203831.html

Türkisch-radikalislamische Verschwörungstheoretiker finden das gar nicht gut:

Muntasær-Bilah: „Analysiert man die 16-seitige Verbotsverfügung des BMI vom 31.07., die Otto Schily am Vormittag des 05.08. auf einer Pressekonferenz in Berlin erläutert hat, ergibt sich aus der Argumentationsweise des BMI recht eindeutig, dass die polizeiliche Zerschlagung des Al-Agsa e. V. zionistisch motiviert ist. … Das Al.Agsa e. V..-Verbot vom 31.07. belegt in sehr offenkundiger Weise, wie eng der deutsche und der zionistische Staat zusammenarbeiten“

Schaban 1423 (Oktober 2002) / Nr. 8

http://www.seriat.net/dia/008/pdf/008-inhalt.pdf

Seriat.net sind der in Deutschland verbotene Kalifatstaat und seine Freunde

http://www.seriat.net/index.html

http://www.seriat.net/dia/dia.htm

Muntasir-billah ist überzeugtes Mitglied des „Kalifatstaats“. Aus dem Gefängnis schreibt er glühende Briefe an Metin Kaplan und seine Gemeinde: „Möge Allah unseren Kalifen beschützen und unserer Bewegung eine dynamische Weiterentwicklung zuteil werden lassen!“ Er ist einer derjenigen islamischen Extremisten, die CSU-Chef Edmund Stoiber lieber heute als morgen ausweisen lassen will.

aus: Wer Deutscher ist, darf bleiben, von Pascal Beucker

taz 02.11.2001

http://www.beucker.de/2001/taz01-11-02.htm

Bruder Muntasær-Billah (Bernhard Falk) aus der JVA Werl

http://www.seriat.net/dia/005/pdf/005-inhalt.pdf

Bernhard Falk kennt die Gründe für das Unrecht auf der Welt. Ruhig und freundlich las der 30jährige frühere Physikstudent seine Erklärung vor. Auf hundert Seiten, in zwanzig Kapiteln, mit etlichen Tabellen, Zahlen und Zitaten glaubte er die Drahtzieher allen Übels zu demaskieren: die USA, Deutschland und der „auch als Israel bekannte“ zionistische Staat. Diese drei Mächte seien, so Falk, „besonders gefährlich“.

Aus: Jürgen Marks: Bombige Kumpane

FOCUS 17.11.1997

http://www.focus.de/politik/deutschland/aiz-bombige-kumpane_aid_167883.html

Hintergrund des Urteils war die Verfassungsbeschwerde eines ehemaligen Mitglieds der linksextremistischen „Antiimperialistischen Zelle“. Der inzwischen zum Islam konvertierte Bernhard Falk, der sich nun Bernhard Uzun nennt, war 1999 wegen vierfachen Mordversuchs und Sprengstoffanschlägen zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im Januar 2004 hatte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe das Urteil bestätigt.

STERN 12.04.2005

http://www.stern.de/politik/deutschland/bundesverfassungsgericht-gps-ueberwachung-krimineller-ist-rechtens-538946.html

Al-Aqsa Belgium was first registered in Verviers, an economically distressed municipality of approximately 52,000 residents located in the Belgian province of Liège and close to the cities of Aachen, Germany and Heerlen, the Netherlands where the Al-Aqsa branches in those countries were first registered. …

Mahmoud Amr is a Jordanian who was the former Chairman of the Al-Aqsa Foundation head office in Aachen, Germany, as well as the former Chairman of the Netherlands Al-Aqsa branch, now headed by Ali Sonlu. … A 1993 interrogation of Hamas operatives in Israel revealed that Mr. Amr was considered by them Mahmoud Amr to be a “senior Hamas figure in Germany” who could be contacted through the Muslim Brotherhood center. The Thüringen State intelligence agency also reported that Mahmoud Amr maintained “close relations” with the German Muslim Brotherhood organization. … Hassan Swaid is German with an address in Aachen, the former location for the head office of the Al-Aqsa Foundation. In 2003, Swaid was listed as a member of the Islamische Gemeinschaft in Deutschland, the Muslim Brotherhood organization in Germany.

Laut Angaben aus dem Bundeskriminalamt steht das am 16. Februar 2003 in Bremerhaven von 14 Personen gegründete Bremer Hilfswerk e.V. im Verdacht, Funktionen des am 5. August 2002 vom Bundesinnenministerium verbotenen Al Aksa e.V. übernommen zu haben. Beide Vereine werden von den Behörden dem Umfeld der radikal-islamistischen Muslimbruderschaft zugerechnet.

http://www.netzeitung.de/deutschland/315966.html

aus: Steve Merley: The Muslim Brotherhood in Belgium. The NEFA Foundation, 14.04.2008

http://www.flw.ugent.be/cie/documenten/moslimbroeders.pdf

Stichting al-Aqsa, G. van Lindestraat, Rotterdam (Al-aqsa hayir Kurumu)

es finden sich als Ansprechpartner bzw. Geldsammler Menschen oder Konten in London, Malmö, Basel, Wien, Genf, Brüssel auch Aachen (Kapellenstr. 36)

http://counterterrorismblog.org/site-resources/images/HLF%20Exhibit%20Mishaal%20Letter.pdf

Ausweisung des ehemaligen Vorsitzenden des verbotenen Vereins „Al-Aqsa“ rechtens

Mit Urteil vom 19. August 2008 hat die 3. Kammer die Klage des ehemaligen Vorsitzenden des verbotenen Vereins „Al-Aqsa“ e.V. gegen seine Ausweisung aus dem Bundesgebiet abgewiesen.

http://www.vg-aachen.nrw.de/presse/pressemitteilungen/archiv/2008/26_080909/index.php

[27] Islamische Charta

Die am 03.02.2002 verabschiedete Islamische Charta: Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft stammt aus der Feder von Nadeem Elyas, der zeitweilig als Generalsekretär der Union Muslimischer Studenten-Organisationen in Europa (UMSO) sowie als Sprecher des Islamischen Zentrums Aachen (IZA) tätig war. Sarkastische Zwischenrufe von Jacques Auvergne.

ZMD, Islamische Charta:

Es besteht kein Widerspruch zwischen der islamischen Lehre und dem Kernbestand der Menschenrechte

Die AEMR-bezogene Universalität vom 10.12.1948 ist fortan “westlich”, der ZMD und die von ihm mitverwalteten Deutschlandmuslime dürfen sich dieser (falschen) Prämisse zufolge offensichtlich auf “östliche” Menschenrechte zurückziehen, auf die Normen der diskriminierenden und jenseitszentrierten islamischen Scharia:

Zwischen den im Koran verankerten, von Gott gewährten Individualrechten und dem Kernbestand der westlichen Menschenrechtserklärung besteht kein Widerspruch.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/09/27/262/

Islamische Charta

Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft.

Nadeem Elyas 2002

http://zentralrat.de/3035.php

[28] Demokratie ist nicht ḥalāl!

Verhaltet euch nicht unislamisch, denkt nicht einmal unislamisch! Die kulturelle Moderne mit Gottesfurcht und Wohlverhalten verweigern. In der 50 Jahre alten Schrift »Erlaubtes und Verbotenes im Islam« des Yūsuf al-Qaraḍāwī liest Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/11/28/212/

The Lawful and Prohibited in Islam

by Yusuf al-Qaradawi

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_LP/

[29] Ägyptens gültige Verfassung von 1971 stellt in Artikel 2 fest:

Der Islam ist Staatsreligion. Arabisch ist Amtssprache, die Hauptquelle der Gesetzgebung ist die Islamische Jurisprudenz (Scharia).

Art.2. Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia).

http://www.egypt.gov.eg/english/laws/constitution/chp_one/part_one.aspx

http://www.stonegateinstitute.org/2326/muslim-brotherhood-egyptian-elections

http://islamopediaonline.org/country-profile/egypt/islam-and-constitution/sharia-principles-main-source-law

Ahmed Mohamed el-Tayeb is the current Imam of al-Azhar Mosque

Ahmad Mohammad Al-Tayyeb, Großscheich der Azhar. Am 16.02.2011 bekundet Scheich al-Tayeb, dass auch im künftigen Ägypten, nicht anders als während der Epoche Mubarak, die Scharia Hauptquelle der Gesetzgebung sein müsse, wie verfassungsrechtlich von Artikel 2 vorgegeben. Muslimbrüder und al-Azhar beschreibt er als geistige Bündnisgenossen lediglich verschiedener Methodik:

Al-Azhar Grand Imam Ahmed El-Tayeb has said that Article 2 of the Egyptian Constitution should not be changed or sectarian tension would result.

Article 2 says that “Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia).” El-Tayeb said that the article is one of the pillars of Egypt and changing it would come in the way of achieving freedom and democracy.

El-Tayeb added that he supports the idea that future grand imams would win their seat through votes and not by being appointed by the state, as long as elections are transparent and free of corruption.

Regarding Al-Azhar’s dialogue with the Muslim Brotherhood, El-Tayeb said that Al-Azhar is an educational institution, whereas the Brotherhood is a political entity, adding that they share the same faith but have different paths. He insisted, however, that there is a mutual respect between the two.

El-Tayeb added that many institutions under the Mubarak regime suffered from corruption and that those who decided to go to the street and protest against this corruption are heroes.

aus: Sheikh El-Tayeb: Article 2 of the constitution should not be changed

Al-Azhar Grand Imam Ahmed El-Tayeb says that Islamic law (Sharia) must remain the principal source of legislation in post-Mubarak Egypt

Ahram Online, Wednesday 16 Feb 2011

http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/5778/Egypt/Politics-/Sheikh-ElTayeb-Article–of-the-constitution-should.aspx

“It is very, very disappointing,” said Hani Shukrallah, who is active in a new liberal political party and is the editor of Ahram Online, a news Web site.

He and many other opponents of the referendum said religious organizations had spread false rumors, suggesting that voting against the referendum would threaten Article 2 of the Constitution, which cites Islamic law as the main basis for Egyptian law.

“I saw one sign that said, ‘If you vote no you are a follower of America and Baradei, and if you vote yes you are a follower of God,’ ” he said. “The idea is that Muslims will vote yes and Copts and atheists will vote no.” (…)

Most “no” votes emerged from Cairo and Alexandria, Mr. Shukrallah noted, whereas support flowed in heavily from the provinces.

“The revolution was a revolution of the big cities,” he said. “The provinces are just not there. The secular values that drove the revolution have not reached them.” (…)

One activist, Ahmed Maher, 30, said that on the bright side, the election was not rigged, a first for Egypt, but he worried about the religious element that crept into the get-out-the vote efforts.

“The results of the referendum make me worried about Egypt’s political future,” Mr. Maher said, vowing to redouble his efforts to get out onto the streets to organize before the elections. “The interference of religion in politics can destroy Egypt.”

aus: NEIL MacFARQUHAR: Egyptian Voters Approve Constitutional Changes

The New York Times, 20.03.2011

http://www.nytimes.com/2011/03/21/world/middleeast/21egypt.html?pagewanted=all

(CNSNews.com) – An article in Egypt’s constitution that affirms Islam as the state religion likely will remain untouched despite hopes among the country’s Christian minority that the recent uprising would usher in an era of greater tolerance for non-Muslims.

A committee considering amendments to the 1971 constitution said in a statement Sunday that article II would not be amended, the Al-Masry Al-Youm newspaper reported.

Article II reads, “Islam is the religion of the state and Arabic is its official language. Principles of Islamic law (Shari’a) are the principal source of legislation.” (…)

A Coptic Christian told CNSNews that Christians are hoping to see article II of the constitution amended, to declare specifically that Egypt is a country where freedom of religion is upheld.

(Other articles of the constitution, 40 and 46, do deal with freedom of belief and say citizens have “equal public rights and duties without discrimination between them due to race, ethnic origin, language, religion or creed” but Copts say these has long been violated in many ways.) (…)

Asked how he and Christian friends and family would feel about a new government in which the Muslim Brotherhood plays a major role, Asfour pointed to situations elsewhere in the region where strict Sunni or Shi’ite regimes are in place.

“I am afraid [Egypt will later become] like Saudi Arabia or Iran … pay extra taxes for being Christian as they did before, or pushing me to change my religion, otherwise they kill me.”

(The tax reference is to jizya, a Qur’an-ordained tax historically levied on non-Muslim men living in Islamic societies. The jizya was enforced in Egypt and the rest of the Ottoman Empire until the mid-19th century.) (…)

Cairo Center for Human Rights Studies director Bahy elddin Hassan said in an op-ed published in the Al Ahram newspaper. “The present constitution can only encourage despotism.”

In a recent document offering recommendations for a new Egyptian constitution, 15 human rights organizations in the country said the document should “establish the civil nature of the state as a state for all its citizens based on the principles of equality and impartiality toward all citizens regardless of religion, belief, gender, or race.”

It also should “guarantee freedom of religion and belief for all citizens without discrimination and criminalize incitement to religious hatred and sectarian violence,” said the groups, known collectively as the Forum for Independent Egyptian Human Rights Organizations.

aus: Patrick Goodenough: Primacy of Islam and Shari’a Law Expected to Remain in Egypt’s Constitution

cns 21.02.2011

http://cnsnews.com/news/article/primacy-islam-and-shari-law-expected-remain-egypt-s-constitution

Q. Can non-Muslim children inherit from their Muslim father?

A. al-Zuhayli said in al-Fiqh al-islami wa adillatuh (Islamic Law and Its Proof-Texts 8:263): „All four schools agree that difference in Religion between legator and inheritor, one being Muslim and the other not, precludes inheritance. The Muslim cannot leave anything to the non-Muslim nor the non-Muslim to the Muslim, whether through parenthood or marriage, due to the Prophet’s sayings: „The Muslim does not leave anything to the non-Muslim nor the non-Muslim to the Muslim“ [narrated by Bukhari and Muslim], and „The people of two different religious communities inherit nothing from each other“ [narrated by Tirmidhi, Ahmad, Abu Dawud, and Ibn Majah; Darimi narrates the same also from `Umar]. This is what applies because patronage (wilaya) is severed between the Muslim and the non-Muslim. Egyptian law and Syrian law stipulate: „There is no mutual inheritance between Muslim and non-Muslim.“

The Mufti of Egypt Muhammad Hasanayn Makhluf was asked a question to which he gave this answer in his Fatawa shar`iyya (2:233-234):

Question: „A man who was Christian and married with a Christian woman, had five children with her, two males and three females, then he became Muslim, married a Muslim woman, and divorced his Christian wife after he made his Islam public. Then he died on the 20th of July 1954. However, the children all remained Christian, and their age is now (in the year 1956 C.E.) as follows: a 22-year old daughter, an 18-year-old daughter, a 17-year-old son, a 14-year old son, and an 11-year-old daughter. It is needed to know which of his children inherit from him, and we thank your honor.“

Answer: „The inheritance of this deceased Muslim all goes to his Muslim wife. There is no inheritance for the children he left behind as mentioned above, due to their embrace of the Christian religion at the time of his death and the fact that none of them followed him in accepting Islam. Difference in religion precludes inheritance, as stipulated by the jurisprudents, and Allah knows best.“

http://sunnah.org/msaec/articles/inherit.htm

auch hier:

Egyptian law and Syrian law stipulate: „There is no mutual inheritance between Muslim and non-Muslim.“

publiziert selbst in Kapstad bei Scheich Shouket Allie von der südafrikanischen Law and Sharia Consultancy (to promote the research of various issues pertaining to the application of Muslim Personal Law in South Africa)

http://www.muslimpersonallaw.co.za/inheritancedocs/Non%20Muslim%20Childrens%20Inheritance.pdf

Glauce Hartwig: Personenstandsrecht in Ägypten

1981 hat Ägypten das UN-Übereinkommen über die Abschaffung jeder Form von Diskriminierung der Frau (Frauenrechtskonvention) ratifiziert, einige Artikel dieser Konvention jedoch unter einen “Scharia-Vorbehalt” gestellt. So erklärt sich auch, dass fast 30 Jahre später Heiratsverbote, die Benachteiligung muslimischer Frauen im Eherecht und das Scheidungsverbot des koptischen Eherechtes geltendes Recht sind, obwohl sie im klaren Widerspruch zu diesem und anderen Menschrechtsverträgen stehen, die Ägypten unterzeichnet hat.

Ein Muslim kann eine Christin oder Jüdin heiraten. Aber einer Muslimin ist es nicht erlaubt, einen nichtmuslimischen Mann zu heiraten. Dies liegt sicherlich in der Religionsgebung begründet: Kinder in Ägypten übernehmen die Religion des Vaters.

http://www.papyrus-magazin.de/Papyrus_online/Heft11_12_2010_11/Personenstandsrecht.pdf

[30] the khutbah (sermon) of Yusuf al Qaradawi in Tahrir Square

http://blog.beliefnet.com/cityofbrass/2011/03/the-khutbah-sermon-of-yusuf-al.html#ixzz1iAzKYswg

Sh. Qaradawi’s Khutbah from Tahrir Square in English

http://jannah.org/madina/index.php?topic=5186.0;wap2

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Imam al-Ghazali: Das Buch der Ehe

November 28, 2011

‏نكاح‎

nikāḥ

Heilssichernde Eheschließung nach Koran und Sunna

Ehe im Islam

Band Zwölf der Wiederbelebung der Wissenschaften des Glaubens ist das Buch der Ehe. Kitāb ādābi n-nikāh, die Sexualberatung des Großmeisters himmlischer Politik al-Ghazali († 1111), half mit, die korrekt verstandene, nämlich unterworfene Stellung der Frau im Islam bis auf unseren Tag zu befestigen. Auszüge nach den Übersetzungen von Hans Bauer (1917) und Madelein Farah (1984) kommentiert Jacques Auvergne.

Ob im tiefsten Asien, Afrika oder im tiefsten Deutschland, ohne al-Ghazali ist im Kreis der Freunde koranischer Wortwörtlichkeit keine Abwehr der bösen Geister denkbar. Dem islamischen Schöpfergott aber geht es um die Frauenfrage, und der echte Islam drückt die Frau eine in jeder Hinsicht gewaltige Stufe nach unten, nötigenfalls mit Schlägen, Vergewaltigung oder Mord. Wir Freunde der allgemeinen Menschenrechte, muslimische Großeltern aufweisend oder nicht, schlagen (Koran 4:34) daher nicht unsere Frauen, sondern schlagen die beiden gedruckten Übersetzungen auf, die nahezu unverändert gebliebene und zuerst 1917 angefertigte Übersetzung von Hans Bauer: Al-Ghazali: Das Buch der Ehe: Kitāb ādābi n-nikāh: Das 12. Buch der Iḥyāʾ ʿulūm ad-Dīn (bei Spohr, Kandern im Schwarzwald 2000) sowie Madelein Farah: Marriage, Sexuality in Islam: A Translation of al-Ghazālī`s Book on the Etiquette of Marriage from the Iḥyāʾ (University of Utah Press, Salt Lake City 1984).

Die Scharia ist dem menschlichen Verstehen nicht zugänglich. Zugleich ist das genaue Kopieren der Verhaltensweisen des Propheten und seiner Gefährten (ṣaḥāba) sowie der (bis zum Jahre 855 n. Chr., vierter Kalif) rechtschaffen handelnden Ahnen (as-salaf aṣ-ṣāliḥ) die einzige Möglichkeit, den Sinn des Lebens nicht zu verfehlen, die ewige Nähe zu Allah:

26. Gott sagt (Koran 24:32) „Und verheiratet die Ledigen unter euch.“ Dieser Satz ist ein Gebot. … Es heißt auch, Gott habe in seinem Buch nur solche Propheten genannt, die verheiratet waren. … Von Jesus aber heißt es, dass er bei seiner Wiederkunft heiraten und Kinder bekommen werde. 48. As for Jesus, he will marry should he come down to earth and have children.

Der Hochgebenedeite sagt: „Das Heiraten gehört zu meiner Sunna, und wer gegen meine Sunna ist, der ist gegen mich.“ Ferner: „Wer gegen meine Sunna ist, der gehört nicht zu mir. Zur Sunna aber gehört das Heiraten. Wer also mich liebt, befolge meine Sunna.“ 48. „Whoever refrains of my sunna, he is not of me, and marriage is a part of my sunna; whoever loves me, let him follow my sunna.“

Nichts darf die Banden der (grob skizzierten) diskriminierenden koranischen Vorgaben antasten, nichts die (feiner gesponnenen) unzweifelhaftesten der kulturrassistischen Hadithe, nichts den frauenfeindlichen Konsens (iǧmāʿ) der Gelehrten (ʿulamāʾ, sg. ʿālim).

27. Ferner sagt der Hochgebenedeite: „Wer sich verheiratet, der hat sein halbes Heil (dīn) gesichert, er beobachte nur Gottes Gebot auch in Bezug auch die andere Hälfte!“ Auch nach diesem Ausspruch liegt der Vorzug der Ehe darin, dass sie vor Verfehlungen bewahrt, weil sie eine Schutzwehr gegen die Ausschweifung ist. Denn was den Gnadenstand (dīn) eines Menschen zerstört, ist zumeist der Geschlechts- und der Nahrungstrieb; durch die Heirat wird er aber wenigstens des einen enthoben.

49. He also said: “Whoever marries or gives in marriage, for the sake of God, deserves the friendship (wilāya) of God.” And he also said, “Whoever marries safeguards half of his faith; let him fear God for the second half.” This is also an indication that its virtue is in safeguarding against disobedience, and fortifiying against corruption. …

Allah ist an die schwachen Maßstäbe der menschlichen Vernunft nicht gebunden und hat den hinweisbedürftigen Menschen mit dem Koran einen deutlichen Befehl gegeben. Andererseits liegt der Vorteil des Islam mitsamt der islamischen Ehe gleichsam auf der Hand:

35. Die Vorteile des Heiratens 53. Advantages of Marriage

Es sind ihrer fünf: (1) Erzielung von Nachkommenschaft, (2) Beruhigung der Sinnlichkeit, (3) Führung des Haushaltes durch die Frau, (4) Vermehrung der verwandtschaftlichen Beziehungen und (5) die mit der Sorge um die Familie verbundene Selbstüberwindung.

(1) Erzielung von Nachkommenschaft. Dies ist die Hauptsache und dafür wurde die Ehe eingesetzt. The first advantage – that is procreation – is the prime cause, and on it`s account marriage was institued.

Ihr Zweck ist die Erhaltung der Gattung und dass das Menschengeschlecht nicht von der Welt verschwinde. The aim is to sustain lineage

Allah, der Weltall und Schariagesetz schuf und sekündlich erneuert, ist auch der Schöpfer der einzig sittlich zu nennenden Form menschlicher Eheschließung und Nachkommenserzeugung. Eine Fortpflanzung außerhalb der Schranken des Islamischen Gesetzes ist, selbst Nichtmuslime betreffend, moralzersetzend, und widersetzt sich, wie jede unislamische Lebensweise, mehr oder weniger schuldhaft dem heilssichernden Befehl. Geht es aber um die Muslime, ist die Sache brisanter: Das uneheliche Kind schändet den Ruf des Stammes, weil Allah der Frau eine Sexualität außerhalb der Ehe untersagt hat. Daher das Kopftuchzeichen, daher die letztlich vorislamischen, aber durch den Islam alles andere als außer Kraft gesetzten Steinigungen und Ehrenmorde.

Der Schleier kennzeichnet die dem jenseitszentrierten Männerrecht unterworfene Frau als einem männlichen Vormund (walī) untertan. Dieser Wali ist zunächst ihr Vater oder, sofern der Vater tot oder unerreichbar ist, der Großvater väterlicherseits. Mit der islamischen Eheschließung geht die Frau in die Vormundschaft ihres Ehemannes über. Als Wali mudschbir (Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang) darf der Vater seine jungfräuliche Tochter in die erste Ehe auch ohne ihr Einverständnis zwingen.

Zum Beispiel in Malaysia: Islamic Family Law: “wali Mujbir” means the father or paternal grandfather and above.[1] Jabatan Kemajuan Islam Malaysia (JAKIM): A Wali Mujbir is regarded as the perfect wali because he has full power to endorse a marriage on behalf of everyone under his care. Although a father may marry off her virgin daughter without her consent, it is sunat (favourable) for the father to request for her consent (…).[2]

Bis zum Tage der Auferstehung hat das intergenerative Gewebe der muslimischen Weltgemeinde (umma) durch die Jahrhunderte fortgewirkt zu sein – ohne die teuflischen Laufmaschen namens Ehebruch, Homosexualität, Unverheiratetsein oder Kinderlosigkeit sprich Sohnlosigkeit. Die Ungebrochenheit und Eindeutigkeit der Genealogie sichert der Umma das seelische Heil, weshalb der Ehebrecher islamisch getötet werden kann. Nach verabreichten hundert Peitschenhieben ist, so der inschallah von einer Ziege weggefressene (a goat entered and ate away the paper)[3] Vers aus Sure 33 (āyatu r-raǧm), die Steinigung der Ehebrecherin das Gebot der Stunde (100 coups de fouet et lapidation).[4]

Der in Medina (622-855 n. Chr.) vom Himmel gestiftete Staat, das Kalifat, hat sein aufregend heimliches Sinn- und Lustzentrum:

35, 36. Denn der Geschlechtstrieb ist nur geschaffen als wirkender Anreiz, welcher gewissermaßen die Aufgabe hat, beim männlichen Teil die Ausstreuung des Samens und beim weiblichen die Aufnahme ins Erdreich zu veranlassen. 53. to produce the sperm; in the female it serves to facilitate cultivation so as to produce children out of coitus.

Die geschlechtliche Vereinigung dient dabei für beide Teile als Anlockungsmittel, so wie man einen Vogel dadurch anlockt, dass man ihm Körner hinstreut, die er gerne frisst, um ihn so ins Netz zu bekommen. It is like luring the bird by spreading about the seed which it likes in order to lead it to the net.

Mann und Frau erbeuten einander sexuell. Homosexualität ist in der Scharia ebenso ausgeschlossen wie ein Dasein als Single. Mehr als latent dauererregt und gottergeben koituszentriert haben sich die zwanghaft Heterosexuellen vielmehr, mit Burkas oder Bärten versehen, zu belauern und, religionsrechtlich korrekt, zu begatten. In der Schariarepublik ist dein Geschlechtsverkehr verstaatlicht, die merkwürdigen antiken Lokalformen heilssichernder Tempelprostitution wurden von Mohammed einschmelzend überwunden und als fortan einzige legale Möglichkeit der Sexualität monopolisiert.

Orgasmus für Orgasmus naht sich die Umma dem Tag der Auferstehung, während der teuflisch inspirierte Ehebruch bereits im Diesseits blutig zu ahnden ist.

43. Der dritte Gesichtspunkt ist der, ein braves Kind zu hinterlassen, damit es für den Vater bete – 57. that he should be survived by a righteous child who invoke blessings upon him

44. Übrigens wird das Gebet eines Gläubigen für seine Eltern diesen immer nützen, mag der Betreffende ein Gerechter oder ein Sünder sein. Der Vater wird also belohnt für die Gebete und die guten Werke seines Kindes, denn er ist die Ursache von all dem, aber er wird nicht verantwortlich gemacht für dessen Übeltaten

Doch der Böse lauert allerorten und verführt die Menschen zu verbotenem Sex:

47. Dämpfung der Sinnlichkeit

Der berühmteste islamische Theologe schreibt von der kasr, der „Zügelung, Drosselung“ (curbing) der Begierde und führt andernorts in seinem Lebenswerk (Revival of Religious Sciences, Iḥyāʾ ʿulūm ad-Dīn) aus: Der Teufel sagt der Frau: Du bist die Hälfte meiner Armee, du bist mein Pfeil, mit dem ich schieße und das Ziel nie verfehle, du bist die Lagerstätte meiner Geheimnisse, du bist mein Botschafter in Zeiten des Erfordernisses.[5]

Der zweite Vorteil der Ehe besteht darin, dass sie eine Schutzwehr gegen den Teufel ist, die Begierlichkeit dämpft, die Gefahren des sinnlichen Triebes beseitigt, die unlauteren Blicke und die körperlichen Ausschweifungen hintanhält. 59. The second advantage: fortification against the devil, curbing lust, warding off the excesses of desire, averting the eye, and safeguarding relief.

Pädagogisch wertvoll nimmt der Geschlechtsakt die Wonnen des Paradieses vorweg, was zum Festzurren islamischen Wohlverhaltens, zu intensivierter Hisba (Schariadurchsetzung mit Gewaltlizenz) führen möge:

48. Die irdischen Vergnügungen sind daher auch insofern von Bedeutung, als sie das Verlangen nach dem dauernden Genuss im Paradiese wecken und so einen Ansporn für den Dienst Gottes bilden. 60. On virtue of the world`s pleasures is that people wish to see them [pleasures] continue in paradise; thus they are an inducement of worship of God.

Apologeten stellen den Islam als sinnlich und lustfreundlich dar, aber bei der Frage nach prekärer Erektion und korrektem Koitus geht es um Gedeih und Verderb von Ehepaar und Umma im Diesseits und im Jenseits. Die sexuelle Erregtheit lockt den Teufel ganz dicht heran.

Aufregend stehen männliches Seelenheil und Gliedsteife, geheimnisvoll ein großes Ganzes bildend, auf dem sprichwörtlichen Spiel:

51. Und Fayyāḍ b. Najīḥ sagt: „Cum erigitur membrum viri, duae partes rationis eius pereunt“ [Wird das Glied des Mannes steif, entschwinden beide Teile seines Verstandes] und ein anderer: „… so entschwindet ein Drittel seiner Religion dahin.“

Das Politikum der Erektion kennt der Islamkenner als

die stärkste Waffe des Teufels gegen die Adamssöhne.

Diese sexualpädagogische Weisheit des größen islamischen Gelehrten wird mittlerweile selbst von den USA aus vertrieben, wo der 1945 im Libanon geborene Sufi-Scheich Hisham Kabbani (Hišām Qabbānī) zum unmittelbar drohenden Verlust von Samen, Verstand und Religion meint: „Fayyad ibn Najih said: „When the male organ of a man stands erect, two thirds of his intellect go away.“ Some add: „and one third of his religion.“[6]

Scheich Kabbani, seit einem halben Jahrhundert Schüler des zypriotischen Scheichs Nazim (Muhammad Nazim Adil al-Qubrusi al-Haqqani), reiste 1991 in die Vereinigten Staaten ein, wo er mittlerweile dreizehn Sufi-Zentren gründen konnte, die, Mystik hin oder her, kein anderes Islamisches Recht lehren als die global aktiven Deobandi, Muslimbrüder oder Wahhabiten. Überall, wo Imam al-Ghazali undistanziert angeführt wird, garantiert man für eine hundertprozentige Scharia, seit 2011 auch an der Universität Osnabrück.

Zwar kritisiert Mister Kabbani, wenn ein amerikanischer Muslim seine dreizehnjährige Tochter von einem Tag auf den anderen zwingt, den Hidschab anzulegen, jedoch nur, um seinen US-Nachwuchsmystikern erklären, dass man die Mädchen am besten ab dem Alter von fünf oder sechs Jahren an das Tuch gewöhne. Ziel sei es, dass den Muslimas das Leben mit Schleier als ganz natürlich erscheine, und, wir dürfen ergänzen, das Dasein als Unverschleierte als unnatürlich.[7]

Trübe Gegenwarten der transatlantischen Weltwirtschaftskrise erhellen sich durch eine Serienproduktion femininer Schleierlust, der schariagehorsame Orient wird zur Protest- und Alternativkultur. Der lichte Orient kann migrieren und in der finstren Fremde auf Sonderrecht pochen, weshalb Hišām Qabbānī die amerikanischen Schariapflichtigen dazu aufruft, die unislamische Lebensweise des gesellschaftlich herrschenden Westens (western society) zu verweigern. Harte Prüfungen seien dabei für alle gottesfürchtigen Eltern zu bestehen, denn: “Kinder in einer westlichen Gesellschaft aufzuziehen heißt, sie im Feuer aufzuziehen. Du kannst Sie [nur] von Kindertagen an dazu anhalten, mit dem Vater oder der Mutter zur Moschee zu gehen.”[8]

Von der Islamisierung der USA wieder zum von Dämonen umflatterten Sexuellen. Unmittelbar vor Ausübung des Geschlechtsverkehrs hat der sich seiner Ehefrau nahende Mann seine Zuflucht zur Gottheit zu suchen und zu bitten: „O Allah, halte den Satan von uns fern. Und halte Satan von dem fern, was Du uns schenkst. Und ist den beiden ein Kind bestimmt, er wird es nicht schädigen.“[9]

Nun zur Pflege von Küche und Schlafzimmer. Haushalt ist nicht nur im mittelalterlichen Orient Frauensache, und im strengen Patriarchat ist weibliche Wanderlust ein Skandal. Weltweit ist der Mann-an-sich problemlos geschäftlich auswärtig unterwegs und äugt nach Jagdbeute oder nach einer Frau, ihrem Blick hingegen sind anständigerweise Zimmerwände gesetzt. 700 Jahre nach al-Ghazali, am Ende der Französischen Revolution (1789 bis 1799), dichtete der sinnvollerweise ohne Höllenfurcht lebende Friedrich Schiller etwas übertrieben maskulin: „Der Mann muss hinaus ins feindliche Leben“ sowie: „Und drinnen waltet die züchtige Hausfrau“).[10]

Der totalitäre persische Jenseitszentriker lobt den Nutzen der Ehefrau als Köchin, Zimmermädchen und Lustobjekt:

62, 63. Der vierte Nutzen der Ehe besteht darin, dass sie den Mann von den häuslichen Sorgen befreit, so dass er sich nicht abzugeben braucht mit Beschäftigungen wie zu kochen, zu kehren, das Bett zu machen, die Gefäße zu reinigen.

Ob Proletarier oder Student, selbst für den fragwürdigen männlichen Single ohne sexuellen Heißhunger ist die menschgewordene Putz- und Spülmaschine sehr hilfreich:

Denn wenn jemand auch kein Bedürfnis nach geschlechtlichem Verkehr hat, so ist es für ihn doch schwer, zu Hause allein auszukommen. Wenn er mit den häuslichen Geschäften sich abgeben soll, so geht ihm dadurch der größte Teil seiner Zeit verloren und er kommt nicht zum Studieren oder Arbeiten.

Ohne seine Haus- und Ehefrau könnte sich der Muslim nicht auf Allah konzentrieren. Die fleißige Muslima ermöglicht männliche Glaubenstiefe:

Eine tüchtige Frau, die das Haus in Ordnung hält, ist also in diesem Sinne eine Hilfe für die Religion, während die verschiedenartigen Geschäfte den Geist ablenken und beunruhigen und das Leben zu Qual machen. Deshalb sagt der gottselige Abū Salaimān al-Dārānī: “Eine rechtschaffene Frau ist keineswegs etwas Weltliches, denn sie macht dich frei für das Überweltliche.” – « Une femme vertueuse n`est pas quelque chose de ce monde, car elle te libère au vue de l`Au-Delà. » [Quelle siehe zu Seite 64 im folgenden Zitat] Und zwar bewirkt sie das einmal, indem sie den Haushalt besorgt, und zweitens, indem sie die Sinnlichkeit befriedigt.

Und für die den Müll in den Hof tragende und die Teetassen spülende Ehefrau fallen inschallah auch ein paar Krümel von dieser männerbündisch verankerten Transzendenz ab.

Innerhalb der islamischen Clans deiner Stadt existiert eine Hackordnung, in der man sich, um weniger leidvoll zu leben, einen Platz in der Nähe der Mächtigen suche und sichere:

64. das Bestreben, durch die Familie der Frau und durch den aus verwandtschaftlichen Beziehungen sich ergebenden Machtzuwachs Vorteil zu erlangen. Denn diese Dinge braucht man, um die Übel abzuwehren und in Sicherheit zu leben.

Ohnehin darf der Ghazalikritiker, für den es auf dem muslimisch heiß umkämpften Heiratsmarkt keine einflussreichen Frauen mehr gibt, spüren, ohne Unterstützer zu leben. Wozu denn soll der Schariagegner in Sicherheit leben? Gesamtgesellschaftlich integriert Allahgott das Mobbing gegen den Hilflosen:

Darum heißt es: “Verachtet ist, wer keinen Helfer hat.

Der Imam hat den Islam richtig verstanden, al-Ghazali heiligt die Asozialität auch auf Französisch:

« Est humilié, qui n`a personne pour l`aider. »[11]

Allahgott vermittelt uns, wann der Mann die Frau nicht mehr heiraten darf:

88. Wenn der Mann die Frau bereits zum dritten Mal verstoßen hat. In diesem Fall wird sie [die Ehe] dann erst wieder erlaubt, wenn sie [die Frau] eine rechtmäßige Ehe mit einem anderen eingegangen und diese vollzogen hat.

Der Zwischendurch-Ehemann heißt Legalisierer, muhallil, which literally means, „One who makes lawful.“

In der Hadithsammlung al-Muwatta (al-Muwaṭṭaʾ The well-trodden path, Le chemin aplani, Der gut gebahnte bzw. wohl ausgeschrittene Pfad) stellt der Gründer der malikitischen Rechtsschule zur Interimsehe (nikāḥ taḥlīl) fest: She is not halal for you until she has tasted the sweetness of intercourse.

Erst die islamische Penetration mit einem frommen Fremden macht die Frau wieder frei zur gewünschten Ehe mit dem Erstverstoßer. In Bangladesch, wo sie leider auch heutzutage häufig ist, ist die Interimsehe als Hilla oder Hila bekannt. As per the advice of local Mullah, she was put into Hila marriage.[12]

Immerhin könnte der geschlechtlich verkehrende Interims-Ehemann die erste Ehe retten – wenn da nicht die Kraft des Fluches wäre. Das ganz besondere Manneswort nämlich macht sogar die frauenerniedrigende Möglichkeit der taḥlīl marriage zunichte, menschliche Stimme ist letztlich männliche Stimme:

Wenn der Mann die “Fluch”-Formel gegen die betreffende Frau gebraucht hat, so ist die Ehe mit ihr für immer verboten.

Die Ehescheidungsmethode der Verfluchung ist eigentlich eine lautstark vorgetragene und letztlich, um der Hölle zu entrinnen, erfolglos bleibende Selbstverfluchung. Weil sie beweisen soll, dass der Sprecher nicht lügt, hat die Verfluchung durchaus Züge eines Gottesurteils (iudicium divinum, vgl. in Europas Mittelalter: Ordal, genauer: Abwehrordal). An die Menschen ist in Sure 24 der entsprechende Befehl ergangen, der, immerhin, vielleicht der Ehefrau die Tötung oder ihr lebenslanges Eingemauertwerden vermeiden kann und welcher daher (die auch in Berlin oder Köln allgegenwärtigen Drohungen der vom Islam aufgesogenen älteren Ehrenmordpraxis steigern die Spannung) vor dem Schariarichter ein Allahgott und den Teufel beschwörendes Herumschreien auf Leben und Tod ertönen last, Übersetzungen jeweils Khoury und Pickthal:

„6. Im Falle derer, die ihren Gattinnen Untreue vorwerfen, aber keine Zeugen haben außer sich selbst, besteht die Zeugenaussage eines solchen Mannes darin, dass er viermal bei Gott bezeugt, er gehöre zu denen, die die Wahrheit sagen – As for those who accuse their wives but have no witnesses except themselves; let the testimony of one of them be four testimonies, (swearing) by Allah that he is of those who speak the truth,

7. Und zum fünften Mal (bezeugt), der Fluch Gottes komme über ihn, wenn er ein Lügner sein sollte – And yet a fifth, invoking the curse of Allah on him if he is of those who lie.

8. Von ihr wehrt es die Pein ab, dass sie viermal bei Gott bezeugt, er sei ein Lügner – And it shall avert the punishment from her if she bear witness before Allah four times that the thing he saith is indeed false,

9. Und zum fünften Mal (bezeugt), der Zorn Gottes komme über sie, wenn er zu denen gehören sollte, die die Wahrheit sagen – And a fifth (time) that the wrath of Allah be upon her if he speaketh truth.“

Soweit Allah. Weil die Frau im Islam unmündig ist, wird die Rolle des im Raum anwesenden jenseitsorientierten Richters ebenfalls von einem ein Mann übernommen.

Bei diesem Fluchritual der Ehescheidung wird der Fluch (engl. curse) des Heilsverlustes, islamisch korrekt, nie auf einen anderen Muslim, sondern nur auf sich selbst herabgerufen. Der Prophet sagte: Einen Gläubigen zu verfluchen ist so, wie ihn zu ermorden – Cursing a believer is like murdering him.[13]

Heiratsvorbereitung. Welche soll`s denn sein? Zum Auswahlvorgang.

89. Außerdem muss man bei der Frau noch auf verschiedene, ein glückliches Zusammenleben verbürgende Eigenschaften sehen. … Es sind ihrer acht: 1. Religiosität, 2. guter Charakter, 3. Schönheit, 4. mäßiges Brautgeld, 5. Fruchtbarkeit, 6. Jungfräulichkeit, 7. gute Herkunft, 8. keine zu nahe Verwandtschaft.

Die Unversehrtheit des Jungfernhäutchens, die schariagemäß ordentliche weibliche Sexualität und der beide (Hymen und Scharia-Sex) versinnbildlichende Schleier (Hidschab) sind im Islam ein Politikum allerersten Ranges. Der Mann kann der Frau keine Schande bereiten, die Frau dem Mann sehr wohl, und Schande und öffentlicher schlechter Ruf führen in extrem patriarchalen Ehrkulturen zur Tötung der Frau, zum Ehrenmord. Abu Hamid al-Ghazali ist einer der Wegbereiter auch der heutigen, islamisch mitverursachten Ehrgewalt:

89. Religiosität. Was das erste betrifft, so soll sie brav und religiös sein … Denn wenn sie wenig gewissenhaft (ḍaʿīfat al-dīn) ist in der Bewahrung ihrer selbst und ihres Körpers, so wird sie ihrem Mann Schande machen und ihn vor den Leuten in schlechten Ruf bringen, sein Herz wird durch Eifersucht beunruhigt und das Leben ihm verbittert werden.

Jungfräulichkeit. Weltweit ist verlorene Jungmännlichkeit weder tadelnswert noch überhaupt zum Begriff geworden, und so regt der Verlust an männlicher sexueller Unerfahrenheit auch die Umma nicht auf. Gerade in Bezug auf herrenlos angetroffene Mädchen oder Frauen lässt die Scharia dem Mann jede heterosexuelle Freiheit. Ganz anders verhält es sich mit der stammesseits Tag und Nacht zu hütenden Jungfräulichkeit. Weltweit werden jedes Jahr 5.000 Mädchen und Frauen Opfer eines “Ehrenmords”. Der Stamm, der die Geschlechtsorgane seiner Frauen nicht bewacht, hat keine “Ehre”.

101. Jungfräulichkeit. Sechstens soll sie Jungfrau sein, entsprechend den Worten des Hochgebenedeiten zu Jābir, der eine Deflorierte genommen hatte: “Warum keine Jungfrau, damit du mit ihr kosest und sie mit dir?”

Muslimische Braut, verwendbar ab Hochzeitsnacht, sozusagen vom Erstbenutzer.

Geschlechtsverkehr mit unzerstörtem Hymen bringt den Muslim und wohl auch die Muslima der Seelenrettung näher. Sich ins Paradies hinaufdeflorieren.

Die vieldiskutierte ägyptische “Hymen-Fatwa” (2007),[14] nach der die chirurgische Wiederherstellung des Jungfernhäutchens islamisch erlaubt ist, dürfte den Kult um das heilige solange heile Hymen allerdings eher noch verschärfen und beispielsweise dafür sorgen, dass die Töchter auch in Zukunft das Haus nicht verlassen dürfen. Wer die Operation nicht bezahlen oder sie nicht schnell genug durchführen kann, wird dann eben vielleicht ehrenhalber ermordet.

Exkurs: Islam und Ehrenmord

Verbissen und zu Unrecht behaupten Islamverteidiger aller Welt, dass man zwischen Scharia und Ehrenmordpraxis keinen ursächlichen Zusammenhang herstellen könne. Wer aber auch nur ein wenig im Koran oder bei al-Ghazali gelesen hat, ahnt oder weiß, dass eine hoch panisch den ausbleibenden hochzeitsnächtlichen Hymenriss an das jenseitige Höllenfeuer und an die diesseitige Ächtung oder schwere Bestrafung koppelnde Religion sehr wohl die Ehrenmorde des ersten vorchristlichen Jahrtausends konservieren musste.

Ein Gesellschaftsverständnis und Menschenbild, das in den sehr islamischen und unter orthodoxen Muslimen hoch angesehenen Staaten Iran, Jemen, Pakistan, Saudi-Arabien und Sudan für zinā (Unzucht; Ehebruch) die von Verbannung über Auspeitschung bis zur Hinrichtung reichenden Strafen des ḥadd (“Grenzvergehen” bei Verletzung der Rechte Allahs, ḥuqūq Allāh) anwenden lässt und das beide Konzepte, zinā und ḥadd, nur deshalb predigt und praktiziert, um für möglichst viele gottesfürchtige Muslime aller Welt die Hölle zu vermeiden und das Paradies zu ermöglichen, ist auf den Ehrenmord ungefähr so sehr angewiesen wie die Haselnuss auf ihren Kern, das Flussbett auf sein Wasser oder Europas frühneuzeitliches Hexenfieber auf das gelegentliche, theologisch begleitete Verbrennen oder Ertränken (Wasserprobe) einer “echten, überführten” Hexe.

Wo einerseits Schleier, Koran und al-Ghazali die Frau sexualisieren und als Verführerin und Zersetzerin der öffentlichen Moral sowie als juristisch minderwertig (der talaq braucht keine Begründung und kann die Kopftuchträgerin jederzeit treffen) definieren und zum anderen mit Geißelungen oder Steinigungen ein auf Seelenrettung zielendes Strafrecht nicht zuletzt das islamische Sexuelle dramatisiert (selbst eine die zinā betreffende Verleumdung, qaḏf, zeitigt 40 oder 80 Peitschenhiebe), sollten wir auch für die meisten deutschen Ehrenmorde nicht Tradition oder “Islamismus”, sondern den realen Islam haftbar machen.

So lange die Schariatheorie nicht verworfen und die Fiqhpraxis nicht abgelegt ist, wird es die Ehrenmorde aller Welt vor allem innerhalb der Umma geben. Man kann auch sagen: so lange Koran und Hadith wortwörtlich gelehrt und gelesen werden, etwa in der deutschen Koranschule oder im Islamischem Religionsunterricht, wird es auch in Europa unter den so genannten Muslimen so genannte Ehrenmorde geben.

Die Gottheit des Koran will Kopftuch und Steinigung, ohne Kopftuch und Steinigung kein Höllenfeuer und ohne Hölle kein Paradies. Eine Grundschullehrerin aus Aachen-Richterich spürt genau, warum sie den Hidschab trägt, und bekundet: “Ehebruch ist ein Verbrechen, wie Mord. (…) Wenn einmal in hundert Jahren eine Ehebrecherin gesteinigt wird, vielleicht werden dann ganz viele Ehen gerettet?” Der Ehrenmörder wird islamrechtlich für Mord (zu den Hadd-Vergehen zählend) verurteilt und bestraft, was allerdings nur zeigt, dass die islamischen Zina-Prozesse die Verstaatlichung des Ehrenmordes darstellen, der im Kalifat als eine Mischung aus Stammeskultur und Lynchjustiz anzusehen ist. Die Umma selbst ist ein ins Kosmische aufgeblähter, archaisch gebliebener Super-Stamm, insofern sind die zum Vollzug von Todesstrafe oder Dschihad aufrufenden Herren Imam, Emir oder Kalif verspätete und kulturell steinzeitlich gebliebene Ehrenmörder.

Scheich ‚Atiyyah Saqr, langjähriger Vorsitzender des Fatwa-Rates der Kairoer al-Azhar, predigte nicht gegen Hidschab, Talaq, Polygamie, Ehebrecherinnensteinigung oder Apostatenmord, sondern will die Ehrverbrechen islamisch unterwerfen, islamisieren: The so-called “honor killing” is based on ignorance and disregard of morals and laws, which cannot be abolished except by disciplinary punishments.

Vom Stamm zum Kalifat, vom stammeskulturellen Ehrenmord zum staatskulturellen Kopfabhacken: männliche Allmacht und weibliche Ohnmacht gehören zum islamischen Menschenbild, Staatsverbrechen ersetzen die frauenfeindlichen Stammesgesetze. Das Familienoberhaupt beansprucht, durchaus islamisch, immer einen Teil des Gewaltmonopols.

Wie die realislamischen dynastischen Erbfolgekriege belegen, löst der Islam die Stämme gar nicht auf, sondern ist zum Tochtertausch (Imamehe) geradezu auf sie angewiesen. Ohne Stamm kein Heiratsvormund (Wali) und kein prügelnder Ehemann (Koran 4:34).

Die männlichkeitsverherrlichende Ehrkultur von Koran und Sunna wird die vorislamische Ehrenmordpraxis nie auslöschen können.

Soweit zum Thema Islam und Ehrenmord, zurück zum Jungfräulichkeitsverherrlicher al-Ghazali und seinen zwei deutschen Freundinnen.

Das Prinzip Jungfrau ehrten die postmodernen Professorinnen Ursula Boos-Nünning und Yasemin Karakaşoğlu-Aydın: “Die Mädchen interessierte (…), wie es verletzt werden kann, … wie sich ein zerrissenes Häutchen wieder “reparieren” lässt … Virginität als wichtiges Element von Weiblichkeit und als Zeichen eines ehrenhaften Lebenswandels beschäftigt die Mädchen in ihrem Alltag”, um auf der folgenden Seite zum religionspolizeilich akzeptablen Schluss zu kommen: “Die Zugehörigkeit zur muslimischen … Religion verbindet sich mit einer Sexualmoral, die vorehelichen Geschlechtsverkehr ablehnt.”[15]

Eindeutiger als deutsche Migrationsforscherinnen das Frauenbild nach Koran und Sunna verharmlosen zu lassen, ist es, den Imam al-Ghazali im Original zu lesen. Die im Status der Demut und Unmündigkeit zu haltende Frau soll sich über die Welt in jeder Hinsicht keinen Überblick verschaffen können, auch über die Welt der Sexualität nicht. Der Theologe begründet die Verheiratetung der sexuell unerfahrenen Frau:

101. Erstens, dass die Frau den Mann lieb gewinnt, mit ihm vertraut wird und so den ersten Eindruck von dem, was Liebe heißt, empfängt. … Die Natur fühlt sich eben am wohlsten bei dem, was sie von Anfang an gewöhnt ist.

Zweitens wird dieser Umstand der Frau in höherem Maße die Liebe des Mannes sichern, denn die Natur hat einen gewissen Widerwillen gegen eine solche [Frau], die schon ein anderer [Mann] berührt hat, und sie empfindet den Gedanken daran als unangenehm.

Der Mann kann “von Natur aus” mit jeder Frau sexuell verkehren, ohne dass die Ehefrau an diesem von Allah eingeräumten Recht Anstoß nehmen darf. Ghazalis fromme Muslima verrät anscheinend einen schrecklichen Mangel an Religion, falls sie “den Gedanken daran als unangenehm” (al-Ghazali) empfindet, dass ihr Mann zur Stunde seine Liegestatt mit einer der Nebenfrauen teilt.

Wer am Wohnort der Gunst der Einflussreichen entbehrt, steht dem Glauben vermutlich fern. Der heilige kulturelle Rassismus des männerzentrierten Islam, das Spalten der Menschheit in die Klassen (der Nichtmuslime, der Frauen) verschiedener Grade an sittlicher (Minder-)Wertigkeit, macht vor der Umma nicht halt und lässt jeden Muslim der lokalen islamischen High Society schmeicheln und den Unterschichtangehörigen verachten. Trügerische schöne Blumen wachsen im stinkenden Unrat:

102. Siebentens sollte sie eine nasība sein, d. h. aus seiner frommen und braven Familie stammen, denn eine solche wird auch ihre Töchter und Söhne richtig erziehen (…) Deshalb sagte der Hochgebenedeite: “Nehmt euch in acht vor einem Mistgewächs.” Als man ihn fragte, was er mit diesem Ausdruck meine, antwortete er: “Eine schöne Frau aus einem schlechten Stamm.”

Soviel zum Tochtertausch, nun zum Familienoberhaupt. Die pflichtvergessene Ehefrau spüre Wut und Zorn:

113. Vielmehr muss er, wenn er etwas bemerkt, das gegen das Gesetz und die guten Sitten verstößt, erbosen und ergrimmen!

Ḥasan [al-Baṣrī] sagt: “Wer seiner Frau in dem, was sie begehrt, zu Willen ist, den stürzt Gott in die Hölle.” 97. Al-Ḥasan said, “Verily whoever obeys the whims of his wife will be cast by God into the fire.”

Nun wird der Muslim wird dazu aufgerufen, im Sinne männlicher Vormacht seiner Ehefrau mit höflich tuenden Gesprächen Fallen zu stellen. Die Frau darf der Ehemann demütigen und quälen, indem er ihre Hoffnungen gezielt durchkreuzt:

Der gottselige ʿOmar sagt: “Tut das Gegenteil von dem, was die Frauen wünschen, darin liegt Segen.” – “Consult them, then disagree with them.”

Geht mehr misogyner Sadismus? Nur wer die Frau behandelt, wie al-Ghazali es empfiehlt, so müssten es Sunniten eigentlich sagen, ist Muslim und vermeidet die jenseitige Feuergrube.

Die Frau steht im Islam zwischen Pflanze und Hund:

113. Gott hat nämlich die Frau in die Hand des Mannes gegeben. …

Männliche Allmacht, weibliche Ohnmacht, und beide Sphären durch Mauer oder Schleier voneinander geschieden, damit im Jenseits Fromme und Sünder erfolgreich voneinander getrennt werden können.

Frauen sind naturgemäß (fiṭra, angeborenes Ausgerichtetsein auf Allah hin) desorientiert und wollen aus Männermund wissen, wo es lang geht:

114. Denn dem Mann kommt es zu, Führer zu sein und nicht geführt zu werden.

Die Natur der Frau ist wie deine eigene böse Natur: Lässt du ihr ein wenig die Zügel los, so geht sie mit dir eine weite Strecke durch, und lockerst du ihren Zaum um eine Spanne, so zieht sie dich fort eine Elle;

96. It is am man`s right to be followed, not a to be al follower. God has appointed men as trustees over women, and has called the husband “master”

hältst du sie aber fest am Zügel und ziehst ihn kräftig an, wie sich`s gehört, so hast du sie in deiner Gewalt. – but if you restrain her and treat her firmly where firmness is called for, you will be her master.

Nach drei Jahren des Bestehens ging die Deutsche Islam-Konferenz (DIK) im Sommer 2009 zwar weder zum Schariagesetz auf Distanz noch erklärte sie Abu Hamid al-Ghazali zu jemandem, der den Islam völlig falsch verstanden hätte, doch bekundete die DIK immerhin, etwas von Frauenrechten gehört zu haben (die Gleichberechtigung von Mann und Frau als zentrales Element der Werteordnung des Grundgesetzes).[16]

Der Perser habe das Wort zur gottgeschaffenen und heilssichernden irdischen Lebensordnung maskuliner Dominanz, Englisch wie gehabt nach Madelein Farah:[17]

115. So soll man im Zuwiderhandeln und Willfahren die goldene Mitte einhalten und in allem das Rechte tun, um dem von den Weibern drohenden Unheil zu entgehen – so as to be safe from their [women’s] evil. Denn “ihre List ist groß (Sūra 12, 28 – because their scheming is great) und ihre üblen Seiten sind allbekannt [their evil is widespread]. Die Mehrzahl der Frauen ist von schlechtem Charakter und schwachem Verstand [their predominant characteristics are bad manners and weak minds], und man wird mit ihnen nur zurechtkommen durch Milde, gepaart mit straffer Zucht.

Seit 1994 kennt der größte evangelische deutsche Pfadfinderverband die Folgen der Islamisierung einer Gesellschaft für alle Mädchen und Frauen: Die Töchter verlassen das Haus nie mehr,[18] daughters stay at home! Imam al-Ghazali:

120. Das Mittel gegen die Eifersucht besteht darin, das kein Mann eine Frau besucht und dass sie selbst nicht ins Freie geht.

Die Genossen des hochgebenedeiten Gottgesandten pflegten die Fensteröffnungen an den Wänden zu verstopfen, damit die Frauen nicht die Männer beobachten können. Als Muʿādh b. Jabal einmal seine Frau zum Fenster herausblicken sah, schlug er sie – 100. The companions of the Prophet used to close peepholes and perforations in the wall to prevent women from looking at men. Muʿādh [b. Jabal] saw his wife looking through a peephole, and he struck her

Der gottselige ʿOmar sagt: “Zieht den Frauen ihre Kleider aus, dann bleiben sie zwischen ihren vier Wänden.” Er wollte damit sagen, dass sie keine Lust haben, in einem schäbigen Aufzug auszugehen. – ʿUmar said: “Strip the women off their [beautiful] clothes and they will stay in their rooms.”

Der Leser möge einmal darauf achten, ob nach Europa eingewanderte (so genannte) Muslime etwa aus Somalia halbdurchsichtige blaue Plastikfolie oder weißliches Pergamentpapier in die Fenster der von Frauen bewohnten Zimmer kleben, um den Frauen, ganz nach Maßgabe des persischen Imams, das Hinausschauen zu verunmöglichen, oder ob in Deutschlands Parks, Fußgängerzonen und Straßen ausschließlich türkeistämmige Jungen schlendern, deren Schwestern, ghazaligemäß, öffentlich unsichtbar bleiben.

Dem Beispiel der rechtschaffenen Altvorderen (as-salaf aṣ-ṣāliḥ) ist zu folgen:

121. gegenwärtig ist es einer ehrbaren Frau erlaubt, mit Einwilligung ihres Mannes auszugehen, sicherer aber ist es, wenn sie zuhause bleibt. Auch soll sie nicht ohne wichtigen Grund ausgehen – 101. Nowadays, it is permissible for a chaste woman to go out with the permission of her husband; however, remaining [at home] is safer.

Jeder Schäfer weiß, dass die zur Knechtschaft herabgesetzten Hütehunde den regelmäßigen Anpfiff verdienen. ‚Umar kannte die Frauen:

121. Ein anderer Ausspruch von ihm lautet: “Gewöhnt die Frauen an das ‘Nein’!” – – He also said: “Accustom your women to ‘No!’ ”

Auch ‚Aischa wusste um die angeborene Lasterhaftigkeit ihrer Geschlechtsgenossinnen und beklagte sich über den diesbezüglichen prohetischen Großmut, der, zumal nach Mohammeds Ableben, Moral und Fortbestand der Umma aufs Spiel setze:

“Wüsste der hochgebenedeite Prophet, was die Frauen anstellen, so würde er ihnen das Ausgehen verbieten. –If the Prophet only knew of the misdeeds that women would bring after his time, he would have prevented them from going out.”

Nun aber zum islamischen Frauenprügeln, al-Ghazali stellt den Willen Allahs fest:

129. Liegt aber die Widersetzlichkeit auf seiten der Frau, dann gilt: “Die Männer sind gesetzt über die Frauen” (Sūra 4, 34). Der Mann soll in diesem Fall die Frau strafen und mit Gewalt zum Gehorsam zurückbringen. Und wenn sie das Gebetsoffizium unterlässt, so soll er sie mit Gewalt zum Gebet zwingen. 105. However, if the discird ist the woman`s fault, it is the husband`s right to chastise and induce her forcibly to obey, since men are guardians over women. Likewise, she should be remiss in performing her prayers, it is his right to force her to perform them.

Der Dreischritt, erst das Mahnen, dann das im Ehebett Meiden und erst zuletzt das heilssichernde Schlagen, ist einzuhalten, sagt der Imam. Dann aber soll die Widerspenstige den in Deutschland grundgesetzwidrigen, aber ihr islamisch zustehenden Schmerz spüren, weiß der Theologe:

Fruchtet auch das nicht, so soll er sie schlagen, ohne sie zu schädigen (ghair muharriḥ), d. h. ihr zwar weh tun, aber nicht so, dass ihr ein Knochen gebrochen wird oder sie blutet; auch darf er ihr nicht ins Gesicht schlagen, das ist verboten. 105. Should all of this fail, then he should beat her but not excessively, that is, to the point that he would inflict only pain but without breaking a bone or causing her to bleed. He should not strike her face that is forbidden.

Die am Salafismus bzw. Islam interessierte deutsche Öffentlichkeit kennt diese Forderungen nahezu gleichen Wortlauts aus einem zeitweise auch bei Pierre Vogel vertriebenen Buch (Frauen im Schutz des Islam). In Deutschland ist die Schrift von Scheich ‚Abd ar-Rahman asch-Schiha seit mehr als zwei Jahren erfreulicherweise als jugendgefährdend eingestuft worden.[19]

Das Blog Sägefisch (Pädagogische Islamkritik) fordert die Aufnahme der – dem indizierten Buch Frauen im Schutz des Islam schließlich zu Grunde liegenden – gewaltverherrlichenden Schrift des Al-Ghazali: Das Buch der Ehe (Kitāb ādābi n-nikāh) in die Liste der jugendgefährdenden Medien und beruft sich auf die Bewertung der Bundesprüfstelle (Entscheidung Nr. 5610 vom 15.1.2009, bekannt gemacht im Bundesanzeiger Nr. 16 vom 30.1.2009) zu Scheich al-Schiha (ash-Shiha). Das Gremium der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien begründete sehr nachvollziehbar:

“Es steht zu vermuten, dass die Übersetzung mit dem Ziel erfolgte, gerade auf junge Menschen, die zwischen zwei Kulturen stehen, einzuwirken und ihnen Handreichungen bzw. Legitimationen für nicht akzeptables Gewalt- und Diskriminierungsgebaren anzubieten. Damit würden sämtliche gesellschaftlichen Migrationsbemühungen in ganz erheblichem Maße konterkariert.”

Auch wenn der elitäre islamische Spohr-Verlag von Kandern (Schwarzwald) aus, anders als die eher im Hauptschülerbereich erfolgreichen Missionsvereine Die wahre Religion (DWR) oder Einladung zum Paradies (EZP, neuerdings Medina) vielleicht nicht die Radikalisierung der Vorstädte und Schulhöfe betreiben will, muss dem von Hans Bauer (1917) ins Deutsche übersetzten Band 12 der (vierzigbändigen) Wiederbelebung der Religionswissenschaften (Revival of Religious Sciences) ein Warnhinweis vorangestellt werden, damit Minderjährige den Text nicht ohne freiheitlich-demokratische pädagogische Betreuung lesen. Denn ob Scheich asch-Schiha oder Imam al-Ghazali, das mittelalterliche religiöse Frauenprügeln heute zu publizieren muss, wir zitieren die Entscheidungsbegründung aus dem Jahr 2009: “zu Gewalttätigkeit anreizen, verrohend wirken” und ist “als Frauen diskriminierend einzustufen.”

Der hochmittelalterliche Theologe fast die Pflichten der Frau gegenüber dem Mann knapp zusammen:

161. Alles, was hierüber zu sagen ist, ist in dem Satz enthalten, dass die Heirat ein Art Sklaverei ist und dass die Frau die Sklavin des Mannes ist. Deshalb hat sie ihm unbedingt und unter allen Umständen zu gehorchen, in dem was er von ihr und in bezug auf sie selbst verlangt, vorausgesetzt, dass es nichts Sündhaftes ist.

Die Sklavenhaltung namens islamische Ehe noch einmal auf Englisch:

120. The authoritative statement in this context is that marriage constitutes a form of enslavement;

Weil, wie wir gehört haben, “die Frau die Sklavin des Mannes ist”, wäre es Krieg gegen die Allah und den Propheten, zu sagen “thus he is her slave”:

thus she is his slave, and she should obey the husband absolutely in everything he demands of her provided such demands do not constitute an act of disobedience.

Lebewesen bewegen sich. Auch eine Frau könnte sich frei bewegen. Da sei Allah vor:

163. Der Hochgebenedeite sagte ferner: “Die Frau steht dann Gott am nächsten, wenn sie im Innern ihres Hauses weilt”, 121 “A woman is nearest to the face of God when she is in the inner sanctum of her house.”

Ungezügeltes Umherstreifen ist männliches Privileg, die glaubensgehorsame (muslimische) Frau kennzeichnet eine mit einem Gefängnisaufenthalt vergleichbare Ortsansässigkeit.

Lebenslangen weiblichen Verzicht auf freies Entscheiden und Umherbewegen signalisiert der Schleier,[20] der von Christian Schüle (2010) oder Seren Basogul (2011) als ein “Stück Stoff” verharmlost wird.[21]

Jacques Auvergne

[1] Wali mudschbir (walī muǧbir, Nötigender Heiratsvormund, von wali, Vormund und adschbara, zwingen). Malaysia: Islamic Family Law: “wali Mujbir” means the father or paternal grandfather and above

http://www.agc.gov.my/Akta/Vol.%207/Act%20303.pdf

[2] Jabatan Kemajuan Islam Malaysia (JAKIM): A Wali Mujbir is regarded as the perfect wali because he has full power to endorse a marriage on behalf of everyone under his care. Although a father may marry off her virgin daughter without her consent, it is sunat (favourable) for the father to request for her consent

http://www.islam.gov.my/

[3] Aischa berichtete: In einem unbeobachteten Moment kam eine Ziege ins Haus fraß den unterm Bett bewahrten Zettel mit dem Steinigungsvers: the Qur’anic verses of stoning were written on a piece of paper and were lost when a goat ate it

[Narrated ‚Aisha] „The verse of the stoning and of suckling an adult ten times were revealed, and they were (written) on a paper and kept under my bed. When the messenger of Allah expired and we were preoccupied with his death, a goat entered and ate away the paper.“

Musnad Ahmad bin Hanbal. vol. 6. p. 269; Sunan Ibn Majah, p. 626; Ibn Qutbah, Tawil Mukhtalafi ‚l-Hadith (Cairo: Maktaba al-Kulliyat al-Azhariyya. 1966) p. 310; As-Suyuti, ad-Durru ‚l-Manthur, vol. 2. p. 13

http://wikiislam.net/wiki/Qur%27an,_Hadith_and_Scholars:Stoning

death of the offender accused of adultery did exist but was eaten up by a goat

aus: RAJM: STONING TO DEATH

http://www.quranic.org/quran_article/26/rajm_stoning_to_death.htm

[4] Steinigung, frz. la lapidation, dann steinigt sie, alors lapide-la, sie wird (ist) gesteinigt (fem.), elle est lapidée, jemanden steinigen, lapider quelqu’un [lateinisch lapis, der Stein].

Le Messager d’Allah (bénédiction et paix sur lui) dit : „Prenez (ce que je vous dis) ! Prenez (ce que je vous dis) ! Allah a décrété un nouvel ordre à leur égard: la vierge par la vierge: 100 coups de fouet et un an d’exil, et la mariée par la mariée : 100 coups de fouet et lapidation“ (rapporté par Muslim, At-tirmidhi, Ibn Majah et Abi Daoud).

Le prophète a dit : „Par Celui qui détient mon âme, je vais juger entre vous selon le Livre d’Allah : tes 100 ovins et ton domestique sont rejetés et ton fils aura 100 coups de fouet et un an d’exil. Ô Aniss ! Vas interroger la femme de cette personne, si elle avoue, alors lapide-la“ La femme a avoué et est lapidée (rapporté par les imams Bukhari et Muslim : Allo’lo‘ wal Marjane, 423-424). …

Omar Ben al-Khattab (qu’Allah lui offre Son Agrément) était un jour sur le prêchoir et a prononcé un long discours : „Allah a envoyé Muhammad (bénédiction et paix sur lui) par la vérité et a fait descendre sur lui le Livre et parmi ce qu’Allah a fait descendre, le Verset sur la lapidation. Nous l’avons récité et nous l’avons bien compris et assimilé. Le Messager d’Allah a lapidé et nous avons lapidé après lui. Je crains que si le temps passe, certains diraient : „Par Allah, nous ne trouvons pas le Verset sur la lapidation dans le Livre d’Allah.“ Ils vont ainsi s’égarer pour avoir délaissé une obligation révélée par Allah. La lapidation est, dans le Livre d’Allah, la sanction légale infligée à la personne mariée qui fornique, qu’elle soit un homme ou une femme, à condition d’avoir une preuve évidente, une grossesse ou un aveu“ (rapporté par les imams Bukhari et Muslim). …

Un homme a dit à Ibn Abbass: est-ce cette femme est celle mentionnée par le prophète quand il a dit : „Si je dois lapider quelqu’un sans preuve, je lapiderai celle-ci ?“ Ibn Abbass répondit : „Non, c’était une femme qui montrait la perversion au temps d’Islam“ (rapporté par les imams Bukhari et Muslim). Donc, la femme qui apparaît perverse par sa tenue, son comportement ou son état ne doit pas être lapidée qu’en présence des preuves évidentes: soit le témoignage de quatre hommes qui ont vu l’acte soit l’aveu et le témoignage contre soi-même quatre fois. Il n’est pas permis de lapider en se basant sur des doutes ou des indications indirectes.

aus: La lapidation dans la Charia (Die Steinigung in Scharia und Fiqh)

http://www.angelfire.com/journal/sunnah/Islam/lapidation.html

[5] asr al Shahwatayn (Curbing the Two Appetites)

from

al-Ghazali: Ihya ‚Ulum al-Din (Revivification of the Sciences of Religion), Sayings Concerning the Lust of the Genital

Someone said: „the devil tells woman: you are half my army; you are my arrow with which I strike and do not miss; you are the repositow of my secrets; you are my messenger in time of need.“ Half his army is lust and the other half is anger. The greatest lust of all is lusting after women.

http://www.ghazali.org/works/abstin.htm

[6] Erektile Theologie: `Ikrima and Mujahid are reported to have said, concerning the meaning of the verse, „Allah would make the burden light for you, for man was created weak“ (an-Nisa‘ 4:28), that it means men cannot do without women. „Fayyad ibn Najih said: „When the male organ of a man stands erect, two thirds of his intellect go away.“ Some add: „and one third of his religion.“ „Ibn `Abbas explains the meaning of the verse: „From the evil of the darkness when it is intense“ (al-Falaq 113:3) as referring to the erection of the male organ. „The reason for this is that sexual desire is an overwhelming bane which, when it arises, cannot be countered with mind nor religion, although it is good insofar as it serves both for the life of this world and the next.

Sex mit den bis zu vier Ehefrauen oder den beliebig vielen zusätzlichen Konkubinen (those whom his right hand possesses, also mit den Sklavinnen) ist nach Allahs Gesetz gestattet. Selbstbefriedigung aber wird von der Scharia ausdrücklich missbilligt, obwohl Ehebruch noch viel schlimmer ist, weiß:

What does the Shari`a say about masturbation (istimna‘)?

The young man said: „I am an unmarried young man, and sometimes I fear hardship upon myself, so I masturbate [astamni] with my hand.“ Ibn `Abbas turned his face from him and said: „Fie, alas! It would be better to marry even a slave-girl, and yet it is better than adultery [zina].“ „This is a warning that the unmarried man who is controlled by his lust faces three evils: the least of them is to marry a slave-girl who might bring a child into slavery, worse is masturbation, but most indecent yet is adultery.

http://sunnah.org/msaec/articles/masturba.htm

bei: As-Sunnah Foundation of America (ASFA) das ist Scheich Kabbani (Shaykh Muhammad Hisham Kabbani)

Degree in Islamic Divine Law, Damascus, Syria. License to teach, guide and counsel students in Islamic spirituality from the renowned Shaykh Muhammad Nazim Adil, authority of the Hanafi school of Islamic law in the Middle East and world leader of the Naqshbandi Haqqani Sufi Order.

http://www.sunnah.org/about/shaykh_muhammad_hisham_kabbani.htm

[7] Mawlana Shaykh Muhammad Hisham Kabbani teaches if you want your daughter to wear hijab, start her wearing it at 5 or 6 years old so it becomes natural to her.

http://eshaykh.com/family/forcing-to-wear-hijab/

Ja, warum bist du denn überhaupt in ein westliches Land ausgewandert, und sagst mir nun voller Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit, dass deine Kinder den rechten [islamischen] Pfad verloren haben? As Mawlana Shaykh Muhammad Hisham Kabbani said, “why do you move to western countries and then you are coming to me at the end and despairing that your children have lost their way?”

http://eshaykh.com/family/forcing-to-wear-hijab/

[8] To raise children in western society, you are raising them in fire. You can train them from childhood to go with the father or the mother to the masjid.

http://eshaykh.com/family/raising-children-in-west/

I would like to ask for forgiveness, I have lied to Shaykh Hisham, ich habe den Scheich belogen. – Der Meister verzeiht dir und betet für dich. Aber sage dreihundert Mal die Bitte nach Vergebung, Mawlana Shaykh Hisham is praying for you and forgives you. Say Istighfar 300 times daily.

http://eshaykh.com/sufism/lied-to-shaykh/

Istighfar is the act of seeking forgiveness from God [Allah]

http://en.wikipedia.org/wiki/Istighfar

[9] Wenn du dich deiner Frau näherst (zum Geschlechtsverkehr), dann sprich:

“Bismillah. Allahumma djannibna-aSchaytan, wa djannib-isch-Schaytan maa razaqtanaa.”

“Im Namen Allahs. O Allah, halte den Satan von uns fern, und halte Satan von dem fern, was Du uns schenkst.”

Der Prophet (salla-llahu ´alaihi wasalam) sagte:

“Wenn einer von euch zu seiner Frau kommt, und spricht: “Im Namen Allahs. O Allah, halte den Satan von uns fern, und halte Satan von dem fern, was Du uns schenkst, und den beiden ist ein Kind bestimmt, wird er es nicht schädigen.” (Sahih Al-Bukhari, Hadith Nr.141)

Wenn du ins Bad (Toilette) gehst, trete mit dem linken Fuß ein und sprich:

“Bismillahi, Allahuma inni a’udhu bika min al-khubthi wal-khabaa`ith.” “O Allah, ich suche Zuflucht bei Dir vor allen Übeln.”

Und wenn du die Toilette verlässt, trete mit dem rechten Fuß aus und sprich: “Ghufraanak.” “Gewähre Deine Vergebung.”

Der Prophet (salla-llahu ´alaihi wasalam) sagte:

“Wenn er die Toilette betrat: „O Allah, ich suche Zuflucht bei Dir vor allen Übeln. “ Und wenn er die Toilette verließ: „Gewähre Deine Vergebung.”(Sahih Ibn Habban Hadith Nr. 1444)

http://1ststepsinislam.com/de/supplications-islamic-etiquettes.aspx

6. He must control his passions and act in a moderate manner especially in the context of sexual intercourse. Remember that Allah has placed between you and her „friendship and mercy“ (mawadda wa rahma), not the gratification of your every lust; and that the Prophet (s) advised young men to marry „because it casts down the gaze and walls up the genitals,“ not in order to stimulate sexual passions. The husband should habitually seek refuge in Allah before approaching his wife and say: „O Allah, ward off the satan from us and ward him off from what you have bestowed upon us in the way of children“ (allahumma jannibna al-shaytana wa jannibhu ma razaqtana).

aus: Some Responsibilities of the Husband and Rights of the Wife in Islam, Dr. G. F. Haddad, Damascus

http://sunnah.org/msaec/articles/responsibilities_husband.htm

auch beim Islamic Centre (Leicester), The husband … before approaching his wife … „O Allah, ward off the satan from us“

http://www.islamiccentre.org/index.php?option=com_content&view=article&id=1121:womans-role-is-in-a-marriage-&catid=40:marriage-faqs&Itemid=88

Der am Islamic Centre (Leicester) verehrte Moulana Hafiz Ather Hussain Al Azhari berät das All Things Halal Office 4, Ground Floor, Cobden House, Cobden Street, Leicester, LE1 2LB, United Kingdom

http://www.athalal.com/advisory-board.php

All Things Halal Latest International News, Latest International News

http://www.athalal.com/news-offers.php

THE World Halal Forum (WHF), Netherlands to host World Halal Forum in October

THE World Halal Forum (WHF) is heading for the Netherlands in October this year, the first time it will be held outside Malaysia. … Held in Kuala Lumpur last May, the event attracted over 908 participants from 47 countries, with the attendance of 52 local and international media.

According to the statement, the halal sector maintains a 16 per cent share of the global food market, earning an annual US$634 billion in serving the 1.6 billion worldwide Muslim population. Europe accounts for US$66.6 billion of the halal food market.

http://www.athalal.com/news-offers.php?id=12#article

[10] Das Lied von der Glocke, Friedrich Schiller 1799

Und drinnen waltet / Die züchtige Hausfrau (…) Und reget ohn Ende / Die fleißigen Hände (…) Und füget zum Guten den Glanz und den Schimmer / Und ruhet nimmer.

http://ingeb.org/Lieder/festgema.html

[11] « Une femme vertueuse n`est pas quelque chose de ce monde, car elle te libère au vue de l`Au-Delà. » (p 34)

« Est humilié, qui n`a personne pour l`aider. » (p 35)

GHAZÂLÎ : AL-GHAZÂLÎ. Le livre des bons usages en matière de mariage (extrait de l’Ih’ya‘ ‚Ouloûm ed-Dîn ou : Vivification des sciences de la foi). Traduction française annotée par Léon BERCHER (Institut des Hautes études de Tunis) et Georges-Henri BOUSQUET (La Faculté de droit d’Alger).

http://ghazali.org/books/marriage-french.pdf

bei Éditions A. Maisonneuve (Paris)

http://www.maisonneuve-adrien.com/description/islam/ghazali.htm

Themawechsel oder auch nicht, ebenfalls bei Éditions A. Maisonneuve erschien zum Kalifatsprogramm des Raschid Rida (Rašīd Riḍā, 1865-1935) :

Henri LAOUST : Le Califat dans la doctrine de Rasid Ridâ. Traduction annotée d’al-Hilâfa au al-Imâma al-‚uzmâ“ (Le Califat ou l’Imâma suprême). Paris, Réimpression 1986, in-8° br., 285 pages. La 1ère édition : Publications de l’Institut Français d’Etudes Arabes de Damas Tome XIV

http://www.maisonneuve-adrien.com/description/islam/laoust_califat.htm

Rida (Rašīd Riḍā)

Il souhaitait voir émerger une nation arabe islamique, avec le retour du califat du fait de la « trahison turque de l’islam ». Il affirme que le seul modèle islamique pur est le modèle islamique arabe, et se déclare partisan d’un contre-califat arabe.

Après l’abolition du califat par Atatürk en 1924, Rida insiste alors sur le caractère arabe de la fonction du califat.

http://fr.wikipedia.org/wiki/Mohammed_Rachid_Rida

[12] Interimsehe (nikāḥ taḥlīl)

A woman in western district of Bangladesh was banished from the rural society not too long ago. Her husband uttered the infamous word Talaq three times and thereby the marriage was made null and void just like that. As per the advice of local Mullah, she was put into Hila marriage. Because the Mullah said in order for the husband to reclaim his recently divorced wife she needs to be wedded as per Hila marriage. And that is not all. Her marriage needs to be consummated. You know what that means. The problem arose because the ex-husband now refuses to take his wife back because she slept with another man as far as he is concerned. Sexual purity is a big deal in our part of the world. In the West, these escapades are taken lightly. But in Bangladesh it is entirely a different matter. The worrisome thing is this. This woman who had no role in the divorcement of her marriage became a victim because her husband uttered the wrong word three times to show his anger and the woman was needed to be wedded to another man.

aus: By A. H. Jaffor Ullah: The curse of Hila marriage (2001)

http://cyber_bangla0.tripod.com/article/article27.html

Kamrul Hossain: In search of equality: marriage related laws for Muslim women in Bangladesh

http://ulapland.academia.edu/KamrulHossain/Papers/635916/In_search_of_equality_marriage_related_laws_for_Muslim_women_in_Bangladesh

Dhaka, 06.03.2011, HILLA FATWA

The couple, Koichhar Mia and Rabeya Khatun, told a press conference in Dhaka on Feb 9 that a local cleric, Moulvi Faizul, and influential people had given the fatwa for their Hilla marriage as Koichhar had verbally divorced his wife during a heated quarrel. Hilla marriage means a female’s interim marriage to a third person after a divorce to remarry the first husband.

The couple had told reporters that the clerics involved in pronouncing fatwa were pressing them to stay separate and Rabeya to marry Faizul before she got married with Koichhar again.

They said they fled home as Rabeya was threatened with 100 lashes in case of violation of the edict.

http://dhaka.bdnews24.com/details.php?id=189086&cid=2

Weltfrauentag 2009 (achter März), BASUG-Bangladesh Support Group (A mouthpiece of Bangladeshi Diaspora in the Netherlands)

hilla marriage (an interim marriage of a woman with a third person for reunification with the former husband after divorce), Alphan Arzu kennt Polygamie, Kindbräute, Interimsehen, Säureattentate und Vergewaltigungen in Bangadesch:

Between May 1999 and 2008, 1,405 women, 714 children and 690 men were victims in 2,196 incidents of acid violence. Although the trend might come down, the status of hundreds of thousands of women in Bangladesh, especially in the north, is worse. Dowry, divorce, polygamy, early marriage, hilla marriage (an interim marriage of a woman with a third person for reunification with the former husband after divorce), repression of women within family, and rape are now commonplace in all backward villages in Bangladesh.

http://www.basug.nl/uploads/newsletters/200903_BasugNewsletter_Eng.pdf

This is what the founder of Maliki School of jurisprudence says: A three times divorced woman must marry another man and must taste the sweetness of intercourse (hila marriage) before she can remarry her former husband.

Imam Malik ibn Anas: Muwatta (Muwaṭṭaʾ), Book 28, Hadith Number 28.7.18

Book 28, Number 28.7.18: Yahya related to me from Malik from Yahya ibn Said from al-Qasim ibn Muhammad that A’isha, the wife of the Prophet, may Allah bless him and grant him peace, said when asked whether it was permissible for a man to marry again a wife he had divorced irrevocably if she had married another man who divorced her before consummating the marriage, „Not until she has tasted the sweetness of intercourse.“

http://islam-watch.org/AbulKasem/WomenInIslam/women_in_islam5.htm

MUHALLIL

If a Muslim man has divorced his wife, but then has a change of mind, he cannot simply remarry her even if both want to start over again. Islamic law stipulates that the wife must first marry and have intercourse with another man, and who has to divorce her again, before it becomes lawful for the original couple to remarry. The man who marries a divorced wife in order to make her lawful for her former husband again is called muhallil, which literally means, „One who makes lawful.“

http://answeringislam.info/Index/M/muhallil.html

L’époux ne peut pas tout de suite épouser encore sa femme après une séparation, elle doit auparavant seulement un autre homme (muhallil) être épousé.

http://www.worldlingo.com/ma/dewiki/fr/Versto%C3%9Fung

Al MuHallil : celui qui se mari pour rendre licite la femme à son premier mari.

http://www.el-ilm.net/t6410-el-wadjiz-fi-fiqhi-le-livre-du-mariage

Auch Scheich al-Munadschdschid (Muḥammad Ṣāliḥ al-Munaǧǧid) bewertet die Interimsehe als haram, als religiös verboten. Wer die taḥlīl marriage praktiziert, facht sich das Höllenfeuer stärker an und ist unverheiratet: Tahleel marriage is haraam and invalid

Allah werfe den Interims-Ehemann aus dem heilssichernden Gnadenstand heraus, Allah verfluche (engl. to curse) den Muhallil! May Allaah curse al-muhallil (…). He is a muhallil, and if he intends thereby to make her permissible for her first husband, then he is cursed.

http://islamqa.com/en/ref/109245

Die Nikah tahlil hat vorislamische Wurzeln:

Cela consistait à demander la fille chez ses parents, le mari donnait une dot en échange du mariage àsa future femme. Cela autorisait les rapports sexuels avec celle-ci appelé tahlil. Ce type de mariageavec des témoins et un contrat écrit a été conservé par Mahomet.

http://www.scribd.com/doc/53678898/17/Nikah-tahlil

http://fr.wikipedia.org/wiki/Mariage_arabe_pr%C3%A9islamique#Nikah_tahlil

Women and Muslim Family Laws in Arab States

Editors: Annelies Moors, ISIM / University of Amsterdam, Mathijs Pelkmans, ISIM / University College Utrecht, Abdulkader Tayob, University of Cape Town

http://eprints.soas.ac.uk/3469/1/Women_Muslim_Family_Laws_Arab_States.pdf

[13] Heraustrennung aus der Allerbarmerschaft mit dem Schöpfer und Erhalter der Welt, Verlustiggehen des Gnadenbundes mit Allah: Fluch im Islam

To curse a Muslim is akin to killing him. Allah’s Messenger said, ‘Cursing a believer is like murdering him.’ [Agreed upon]The act of cursing is such that one who does it can himself become a recipient of it.

Narrated Abu Darda, ‘Allah’s Messenger said, ‘When a person curses (La’nah; to ask that something be deprived of Allah’s Mercy) somebody or something, the curse goes up to the heaven and the gates of the heaven are closed. Then it comes down to the earth and its gates are closed. Then it turns right and left, and if it does not find an entrance to go anywhere, it returns to the person or thing that was cursed, if he or it deserves to be cursed; otherwise, it returns to the person, who uttered it.’ [Abu Dawood] Allah’s Messenger also warned, ‘Those who frequently resort to cursing would neither be accepted as witnesses nor as intercessors on the Day of Resurrection.’ [Saheeh Muslim]

http://learndeen.wordpress.com/2007/07/23/cursing-is-prohibited/

1551. Abu Zaid Thabit bin Ad-Dahhak Al-Ansari (May Allah be pleased with him( (he is one of those who gave their pledge of allegiance to the Messenger of Allah (PBUH) under the Tree) said: The Messenger of Allah (PBUH) said, „He who swears by a religion other than that of Islam, is like what he has professed. He who kills himself with something, will be tormented with it on the Day of Resurrection. A person is not bound to fulfill a vow about something which he does not possess. Cursing a believer is like murdering him.“ [Al-Bukhari and Muslim].

1554. Samurah bin Jundub (May Allah be pleased with him) said: The Messenger of Allah (PBUH) said, „Do not curse one another, invoking Curse of Allah or Wrath of Allah or the fire of Hell.“ [Abu Dawud and At-Tirmidhi].

http://www.witness-pioneer.org/vil/hadeeth/riyad/17/chap264.htm

So the Curse (La’nah) of Allah is actually being deprived from Allah’s rehmah and blessing. It may be in the dunya (peace, wealth, health, tranqulity) or in the Akhirah (deprived of Jannah, deprived of their good deeds, deprived of eternal peace etc)

http://www.ummah.com/forum/showthread.php?195798-What-does-it-mean-when-people-are-quot-cursed-quot-by-Allah

[14] Reconstructive hymen surgery for women who lost their virginity before marriage is halal (religiously permissible), said to Aly Gomaa, the Grand Mufti of Egypt. … Gomaa, the highest authority with the power to issue a fatwa (religious edict), appeared the popular terrestrial Channel Two’s talk show El Beit Beitek, where he condoned the controversial fatwa, released by Soad Saleh, the ex-dean of the faculty of Islamic studies at Al-Azhar University and noted scholar.

In Upper Egypt honor crimes are still committed. If a woman loses her virginity out of wedlock, she is considered a big shame on everyone and deserves to die.

Yasmine Saleh (Mufti’s ‚hymen fatwa‘ causes shock waves among scholars), DAILY NEWS EGYPT 20.02.2007

http://www.dailystaregypt.com/article.aspx?ArticleID=5719

Doaa Khalifa und Abir Taleb werden vergeblich hoffen, dass die von Scheich Goma (ʿAlī Ǧumʿa) bestätigte Fatwa der schariagelehrigen Niqab-Kritikerin Soad Saleh (Suʿād Ṣāliḥ, International Union of Islamic Scholars) dazu beiträgt, das Jungfernhäutchen zu entmystifizieren. Schutz und Schamhaftigkeit seien schließlich ein islamisches Prinzip, wie auch die Kunsthymenfatwa ihre Entscheidung begründet. Das Rechtsgutachten segnet die chirurgische Verletzung und das erneute Einreißen und Bluten ab, erhöht also die Verletzung und ihr relativ öffentliches Begaffen um ein Mehrfaches.

Selon cette fatwa, le rafistolage de l’hymen est tout à fait licite, quelles que soient les raisons. Le mufti s’est basé sur le principe islamique du « satr », c’est-à-dire de la protection et de la discrétion. Une fatwa qui a choqué l’opinion publique, in einer Gesellschaft, in der die Jungfräulichkeit ein echtes Tabu bleibt, dans une société où la virginité reste un véritable tabou, und vor allem ein unantastbarer Grundsatz, et surtout un principe sacro-saint. Es geht um das als heilig angesehene Konzept der Ehre: Car il est question du concept sacro-saint de l’honneur.

http://islam-aarifa.conceptforum.net/t980-fatwa-absurde

Eine Blutung mal drei macht drei Blutungen. Wer geblutet hat beim verwerflichen vorehelichen Geschlechtsverkehr, darf noch zwei Mal mehr bluten, erst beim klandestinen Zusammennähen und dann beim religiösen Offizialsex, so rechnet der schafiitische, also die FGM islamrechtlich billigende, Großmufti durch.

Scheich Ali Gum’a hat klare Vorstellungen von gelingendem Leben: Das Schlagen der Ehefrau ist in islamischen Ländern erlaubt, im Westen dagegen verboten! Mufti of Egypt Sheik Ali Gum’a: Wife-Beating Is Permitted by Islam in Muslim Countries, but Is Forbidden in the West – Al-Risala TV (Saudi Arabia/Kuwait) – 5/26/2006

http://video.google.com/videoplay?docid=-3009025678515984303

Ali Gum’a: Wife-beating is associated with the cultural status of women in the different societies. Women in some cultures are not averse to beatings. They consider it as an expression of masculinity, and as a kind of control, which she herself desires. In other societies, it is the exact opposite. We must follow reason. When we are dealing with certain societies…

Allah selbst gestattete den Muslimen das Schlagen der Ehefrau, erläutert Ali Gum’a, Frauenprügeln dient dem Bewahren der Familie, dem Bewahren der [moralischen gesellschaftlichen] Stabilität:

I got a question from Canada. The man said: „Here, it is a crime to beat a wife, even with a toothbrush. Is this prohibition acceptable in Islam? Yes. Islam accepts that the beating of Canadian wives, in this culture and ambience… From childhood they are taught that beating women is a type of barbarism, savagery, and so on. There is nothing wrong with taking this into consideration, and adapting to society, because Islam did not command us to be aggressive towards women….

But when Allah permitted wife-beating, He permitted it to the other side of culture, which considers it as one of the means to preserve the family, and as one of the means to preserve stability.

http://www.jihadwatch.org/2006/06/mufti-of-egypt-wife-beating-is-permitted-by-islam-in-muslim-countries-but-is-forbidden-in-the-west.html

im Bild: Ali Goma (ʿAlī Ǧumʿa)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/96/Ali_Gomaa.JPG

obligatory to cover is termed as Satr by the Shariah

aus: Syeda Aasiyah Andrabi: Dress means decency, not decoration

http://www.greaterkashmir.com/news/2006/Feb/17/dress-means-decency-not-decoration-1.asp

dawr al-satr

Lit. ‘period of concealment’. Qadi Nu‘man (d. 974) uses the term dawr al-satr to refer to the period of around 150 years in which the Isma‘ili imams were hidden from public knowledge

http://www.iis.ac.uk/GlossaryItem.asp?GlossaryID=281

Nizārīya (Nizaris, Khodjas)

which is itself veiled (satr). … For Isma’ili the chain of Imamate remains continuous until the end of the world, Imams may go in to satr (concealment, veiling) ushering in an age known as dawr al-satr (epoch of concealment) when the Imams remain hidden

http://en.wikipedia.org/wiki/Nizari

In: Temple and Contemplation beschreibt Henry Corbin: Cycles of Unveiling (dawr al-kashf) alternate with Cycles of Occultation (dawr alsatr).

http://www.scribd.com/doc/32975060/Temple-Contemplation-Part-1-by-Henry-Corbin

Top-Islamistin Soad Saleh will selbstverständlich nicht weniger Scharia, sondern mehr Scharia. Dazu sind der Azhar-Professorin für Rechtsvergleich ein paar aufregende jungfräulichkeitsbezogene Genitalfatwas ein willkommenes Mittel (Taqiyya) zum Zweck (Kalifat).

http://islamopediaonline.com/profile/soad-saleh

http://saveegyptfront.org/blog/wp-content/uploads/2010/06/suad-saleh-2.jpg

Juristin, Kulturrassistin und Azhar-Professorin Soad Saleh (Suʿād Ṣāliḥ) bei der Arbeit, Soad Saleh rejects the possibility of having a Coptic President in Egypt. Staatsbürgerlichkeit ohne dhimmitude darf nicht sein, niemals darf ein Christ ägyptischer Staatspräsident werden. Das ist echter alter Islam, nur eben mit religionsrechtlich korrekt neugenähtem Jungfernhäutchen.

http://www.youtube.com/watch?v=aog4n22BCRE&feature=related

Dem werdenden Kalifat von Kairo entgegenplappern: Dr. Su’ad Saleh und Großscheich Tantawi

http://www.youtube.com/watch?v=GAcylNrK4og

Soad Saleh spielt geschickt: Ein bisschen Schnattern über den Niqab, um den Hidschab weltweit juristisch durchzusetzen. Die Aussage, der Gesichtsschleier habe nichts mit dem Islam zu tun, setzt stillschweigend voraus, dass Koran, Scharia und Hidschab etwas Gutes sind.

In the midst of Egypt’s niqab controversy, Soad Saleh, a professor of Islamic law and former dean of the women’s faculty of Islamic studies at Al-Azhar University, Egypt, said that the face covering had nothing to do with Islam.

Multikulturalistin und Schariaversteherin Mona Eltahawy von der längst erloschenen Progressive Muslim Union of North America (PMU) fordert denn auch gar keinen absoluten Vorrang der Allgemeinen Menschenrechte, sondern sinniert über die in den Okzident ausgewanderten Umma, der zum Nichtintegrieren (Fremdbleiben, s. u.: Maghreb, gharib) berufenen Wanderumma sozusagen, der sie sich zurechnet (As Muslims in the West). Westen (al-maġrib, vgl. Maghreb) und Fremdheit sind im Arabischen und im theologischen bzw. politischen Islam sprachverwandt oder sogar identisch und beziehen sich auf das Untergehen der Sonne (ġaraba, weggehen, ins Exil gehen; untergehen).

http://www.muslimcanadiancongress.org/20061024.html

Hence, a believer will feel like a stranger in the society. In another hadith the Prophet said. „Islam started as a stranger (gharib) and will end as a stranger. How nice to be among the strangers (ghuraba).“

Gharib is a person who is away from his hometown, family, relatives and friends. A gharib Muslim is a Muslim who lives in a society in which he has no friends or loved ones to understand him or to support him. He is not recognized or known in the town.

http://www.alperen2000.net/indexen.htm

Alperen2000: THE VIRTUES OF JIHAD, Allah Forgives a Martyr His Sins

Prof. Dr. Mahmud Es’ad COSAN verwendet fî sebîlillâh, das Gehen „Auf dem Pfade Allahs“ (fi s-sabīl Allāh), das zum Töten der Gegner berechtigt.

http://www.alperen2000.net/indexen01.htm

Alperen. Eine Rechtsabspaltung der rassistischen Grauen Wölfe (MHP) ist die islamistische Partei der Großen Einheit (Büyük Birlik Partisi, BBP), deren Gründer und Führer Muhsin Yazıcıoğlu 2009 bei einem Hubschrauberabsturz starb.

mouvement de tendance islamo-nationaliste Alperen Ocakları (Foyers d’Alperen) .

http://fr.wikipedia.org/wiki/Parti_de_la_grande_unit%C3%A9

Der Verband der Türkischen Kulturvereine in Europa

In Europa ist die BBP durch den „Verband der türkischen Kulturvereine in Europa“ (Avrupa Türk Birliği, ATB) vertreten. Die Organisation entstand 2002 als Nachfolgerin der Avrupa Nizam-ı Alem Ocakları Federasyonu (ANOF). Der gegenwärtige Vorsitzende ist Recep Yıldırım. Zitate von der Website (atb-europa.com):

„Wer seine Religion leugnet, ist nichts, wer seinen Stamm leugnet, ein Bastard“

(Dinini inkar eden HİÇ, soyunu inkar eden PİÇ’tir.)

„Nationalismus ist unser Blut, das Wesen des Grauen Wolfes unser Stamm, auf dem Wege ALLAHs ist unser Weg eins. Wir sind die ALPERENs, die Enkel der Osmanen. Für die rote Fahne mit dem Halbmond und Stern geben wir unser Leben.“

(Milliyetçilik kanımız, bozkurtluktur soyumuz, ALLAH yolunda BİR’dir yolumuz, Biz Osmanlı’nın torunları ALPEREN’leriz, Ayyıldızlı al bayrak için can verenleriz.)

Die Alperen Ocakları

Die Jugendverbände der BBP nennen sich Alperen Ocakları (ocak bedeutet „Herd“ aber in diesem Sinne wird es als „Unterschlupf“ oder „Versammlungsort“ angewendet

http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCy%C3%BCk_Birlik_Partisi#Organe_und_Nebenorganisationen

Mete Çubukçu ist Chefredakteur beim türkischen Nachrichtensender NTV. Er sieht die IHH als Teil einer islamistischen Bewegung, deren Ziel eine Gesellschaftsordnung auf Basis des Islam ist. „Die IHH hat eine starke Milli-Görüs-Basis„, sagt Mete Çubukçu. „Die Anhänger haben einen engen Bezug zu dieser islamistischen Bewegung. Aber das sagen sie auch selbst.“ Chef der IHH ist Bülent Yildirim. In den 1990er Jahren soll er geholfen haben, Kämpfer für den Heiligen Krieg anzuwerben. Kurz vor dem Angriff der israelischen Marine gibt er an Bord der „Mavi Marmara“ ein Interview.

Auf der Passagier-Liste stehen Autoren radikal-islamistischer Zeitungen und Funktionäre der Partei BBP, zum Beispiel deren Pressesprecher, präsentiert auf der parteieigenen Website. Die BBP ist für Experten eine Partei mit antisemitischen und militanten Tendenzen.

aus: Fragwürdige Friedensmission: Wer war auf dem Schiff nach Gaza? (3sat 08.06.2010)

http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/145159/index.html

Progressive Muslim Union of North America (2004-2006)

http://en.wikipedia.org/wiki/Progressive_Muslim_Union

Mona Eltahawy: Stand up for the freedom to offend (10.09.2010)

Kritik an der Scharia wird von ganz schlimmen Leuten betrieben, legt Eltahawy dem Leser nahe, und jammert kalkuliert erpresserisch über eine „Welle antimuslimischer Rhetorik“ (The wave of anti-Muslim rhetoric).

http://www.thestar.com/printarticle/858915

Mona Eltahawy: Hey, America: I’m a Muslim, let’s talk (14.09.2010)

Der makellose Ur-Islam sei im Laufe der Jahrhunderte von unreligiösen Männerbündlern gekapert worden, und jetzt komme es darauf an, dass die Muslimas der Bewegung Musawah den gleichheitsfeministischen oder jedenfalls irgendwie frauenfreundlichen Islam erneuern. AEMR? Keine Silbe, dafür ein frisches oder vielmehr görenhaftes „Hey, America!“ Diskriminierende ewige Scharia? Wir Optimistinnen von der Musawahbewegung machen das schon:

I told her I would be lying if I denied that women in Muslim-majority countries enjoyed equal rights but also said I belonged to a movement called Musawah, which means equality and which aims for equality and justice in the Muslim family by working to remove misogynistic and male-dominated interpretations of Islam.

ttp://www.commongroundnews.org/article.php?id=28458&lan=en&sid=1&sp=0&isNew=1

Amina Wadud

http://de.wikipedia.org/wiki/Amina_Wadud

[15] aus : Viele Welten leben: zur Lebenssituation von Mädchen und jungen Frauen mit Migrationshintergrund, von: Ursula Boos-Nünning und Yasemin Karakaşoğlu-Aydın (p 281-283)

http://books.google.de/books?id=iOUUNlmzAwEC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Je mehr künstliche Hymen, desto mehr berechtigte Panik vor einem hochzeitsnächtlichen Nichtbluten. Was „natürlich“ der Sinn der Sache ist, die dem gegenmodernen islamischen Männerrecht unterworfenen Mädchen sollen ständige Angst vor sexueller Verfehlung haben. Die Aufrechterhaltung der Jungfräulichkeitsnorm der frauenfeindlichen Scharia spült Deutschlands Chirurgen Geld in die Kasse:

„Gerade in arabischen Ländern dient ein intaktes Jungfernhäutchen als Zeichen der Jungfräulichkeit und hat eine große traditionelle Bedeutung. Wenn bei Ihnen einer der oben genannten Fälle vorliegt, kann das Jungfernhäutchen durch einen unserer erfahrenen Chirurgen wiederhergestellt werden.“

http://www.sensualmedics.com/de/info/jungfernhaeutchen-wiederherstellen.html

[16] Werbend möchte die Deutsche Islam-Konferenz der jugendlichen Spezies oder Kindersorte der Muslimmädchen und Muslimjungen allerlei über den Gleichheitsgrundsatz erzählen:

Zugleich wirbt das Papier dafür, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau als zentrales Element der Werteordnung des Grundgesetzes bei muslimischen Kindern und Jugendlichen zu befördern ist. Die Stellungnahme enthält Übereinstimmungen und Differenzen. (Bundesministerium des Innern 25.06.2009)

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2009/06/dik.html?nn=102630

Der 2011 an der Uni Osnabrück öffentlich geehrte Herr al-Ghazali wäre, lebte er noch, im selben Jahr vermutlich ein Verfassungsfeind.

http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_3.html

[17] Book on the Etiquette of Marriage, ABU HAMID AL-GHAZALI translated by Madelein Farah

http://www.ghazali.org/works/marriage.htm

[18] Es gibt keine Jugendbewegung, obwohl bei einer Parade Pfadfinder zu sehen waren. Und es ist eine islamische Gesellschaft mit entsprechenden Konsequenzen für Mädchen und Frauen (daughters stay at home). Fazit für den VCP: bei einem Engagement in Jericho ist mit gutem Willen allein nichts zu machen, es fehlt an Geld und Material.

aus: BERICHT über “Project-1994” der Arbeitsgruppe “ISRAEL/NAHER OSTEN” des VCP mit dem Subcommittee “German-Israeli Relationship” der Hebrew Scout Association, The Israel Boy & Girl Scouts Federation vom 26. 9. bis 7. 10. 1994 in Israel

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des VCP:

Arbeitsgruppe ISRAEL/NAHER OSTEN: Elke Bauer, Ulrich Bauer, Kai Driesch, Verena Eisenlohr, Michael Gölz, Sigrid Mosbach, Martin Schulze, Ruth Schwegler, Petra Waschner

http://www.exchange-visions.de/excv/dateien/OR589-9eb8/PR627/PR627-pg94proj.pdf

Prof. Dr. Ulrich Bauer, ehemaliger Bundesvorsitzender des VCP, ist heute ehrenamtlich für das Bundesarchiv aktiv. Hans-Peter von Kirchbach war Generalinspekteur der Bun¬deswehr und ist Präsident der Johanniter Unfallhilfe. Er war Bundesvorsitzender des VCP und wesentlich am Aufbau von Pfadfinden in Ostdeutschland beteiligt. Sigrid Mosbach ist bei UNICEF engagiert. Sie war Internatio¬nal Comissionar (Auslandsbeauftragte) des VCP. Wolfgang Schmohel ist Generalsekretär des VCP.

nach: Evangelisches Pfadfinden im 21. Jahrhundert: Theologische, pädago¬gische und gesellschaft¬liche Perspektiven. Eine gemeinsame Tagung der Evangelischen Akade¬mie Thüringen und des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder vom 16. bis 18. November 2007

http://www.vcp.de/uploads/media/Programm_Neudietendorf_V5__2_.pdf

Der langjährige prominente Bundeswehr- und Pfadfinderfunktionär Hans-Peter von Kirchbach (Abitur 1960 in Koblenz) geht zum diskriminierenden Islamischen Recht (Scharia, Fiqh) nicht auf Distanz, weilte 2011 auf dem Evangelischen Kirchentag (Dresden), wo auch der bosnische Großmufti und ECFR-Scheich (unter Muslimbruderschafts-Spitzentheologe Yusuf al-Qaradawi) Mustafa Cerić sprechen durfte, und fiel der Öffentlichkeit als politreligiöser Aktivist im Rahmen der antisäkularen Berliner Kampagne Pro Reli auf.

Hans-Peter von Kirchbach: „Ich möchte Wahlfreiheit in Wertefragen!“

http://www.youtube.com/watch?v=9Bdve5VLxcA

http://www.auslandshilfe.eu/2011/11/05/hans-peter-von-kirchbach-ich-mochte-wahlfreiheit-in-wertefragen/

[19] Verfassungsschutz Baden-Württemberg 08/2009 – Indiziertes Buch liegt an Informationsständen und bei Vorträgen in Baden-Württemberg aus

Das Buch „Frauen im Schutz des Islam“ von Abd ar-Rahman Asch-Schiha (…) lag sowohl an den Informationsständen über den Islam in Pforzheim am 14. Februar und 4. April 2009 als auch bei Vorträgen von Pierre VOGEL am 25. November 2007 in Tübingen und am 11. Juni 2009 in Stuttgart-Wangen zur Mitnahme aus. Es wurde ebenfalls in einem im Mai 2008 gesicherten Videofilm von Pierre VOGEL empfohlen.

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=921:082009-indiziertes-buch-liegt-an-informationsstaenden-und-bei-vortraegen-in-baden-wuerttemberg-aus&catid=201:meldung&Itemid=327

[20] Warum soll ich den Hidschab tragen? Aus dem Englischen von:
Umm Amani al-Akad

Allah hat uns jede gute Tat befohlen und uns jede, die schlecht für uns ist, untersagt. Allah ordnet den muslimischen Frauen an, den hidschab zu tragen, wenn sie die Sicherheit ihrer Häuser verlassen oder sich in der Anwesenheit fremder Männer befinden. Also ist für dich – eine muslimische Frau – das Tragen des hidschab eine Quelle guter Dinge …

Allah drückt mit dem hidschab deine Unabhängigkeit aus. Du stellst klar heraus, dass du eine gehorsame Dienerin des Größten Meisters bist. Du wirst niemandem sonst absoluten Gehorsam leisten und keinem anderen Weg folgen. Du bist keine Sklavin irgendeines Mannes noch irgendeiner Nation. Du bist frei und unabhängig von allen menschengemachten Systemen.

http://www.salaf.de/gesellschaft&leben/pdfs/Die%20Frau%20im%20Islam/ges0005_Warum%20soll%20ich%20den%20Hidschab%20tragen.pdf

Why should I wear the Hijab?

Allah has commanded us with every action that is good for us and prohibited us from performing every action that is bad for us. Allah orders the Muslim woman to wear the hijab when she steps out of the security of her home or when in the presence of strange men. So to wear the hijab is a source of great good for you …

Allah expresses your independence through the hijab. You are stating clearly that you are an obedient servant of the Greatest Master. You will obey no one else and follow no other way. You are not a slave to any man, nor a slave to any nation. You are free and independent from all man-made systems.

http://howtowearhijab.net/why-wear-hijab/why-should-i-wear-the-hijab

http://hijabiscraft.blogspot.com/p/how-to-wear-hijab.html

The Top Ten Excuses of Muslim Women Who Don’t Wear Hijab

http://howtowearhijab.net/why-wear-hijab/the-top-ten-excuses-of-muslim-women-who-dont-wear-hijab

Augenbrauen zupfen erlaubt?

„In der malikitischen Schule ist es Pflicht/Wagib für die Frau, dass sie alle Haare ihres Körpers (außer den Kopfhaaren) entfernt. Für die Männer ist es erlaubt, außer dem Bart. Diese Meinung findet man nur in dieser Rechtsschule. Was das Zupfen betrifft, so ist es nach den Malikiten erlaubt, wenn die Frau verheiratet ist.
Eine Frau, welche in Wartezeit (nach dem Tod ihres Mannes) oder ihr Mann ist verschwunden, darf nicht ihre Augen zupfen.“

„Gemäß der Shafi’i Madhhab muss eine Frau sowieso ihren gesamten Körper bedecken, also auch ihr Gesicht, denn vor Männern, die nicht zu ihrem Mahram gehören, ist ihr gesamter Körper ‚aura. Demnach wäre es sündhaft, keinen Niqab zu tragen, unabhängig davon, ob man seine Augenbrauen zupft oder nicht.“

http://ahlu-sunnah.de/foren/themen/3959-Augenbrauen-zupfen-erlaubt?s=504b7b8c45bd51d2cc02385ec9817a91

Leben in den Ländern der Kuffar

„Ich habe schon öfter gehört, dass wir hier (d.h. in allen Ländern der Kuffar) nicht leben dürfen und hijra machen müssen. Die einzigen Gründe, die es erlauben würden, hier zu leben, sind:

1. Wenn man krank ist und diese Krankheit nur in den Ländern der Kuffar behandelt werden kann.

2. Wenn man sich Wissen aneignen will, was nütztlich für die Ummah ist, aber nur in den Ländern der Kuffar erlernt werden kann.

3. Wenn man Da’wa machen will.

Allerdings gelten diese Punkte nur für Personen, die sowohl im Wissen als auch im Glauben gefestigt sind und falls es einen Kalifen gibt, benötigt man seine Erlaubnis.“

„Was gibt es denn für Alternativen zu den Ländern der kuffar?
Länder in denen Bida und Tyrannei herrschen? Wo wird die Sharia denn richtig in den Staat eingebettet? Nirgends.“

http://www.ahlu-sunnah.de/foren/themen/3965-Leben-in-den-L%C3%A4ndern-der-Kuffar

[21] Seren Basogul nennt den Hidschab ein “Stück Stoff”, zur frauenfeindlichen Scharia möchte die Aachener Designerin nichts sagen.

Seren Basogul: „Ich bin gläubige Muslimin und denke, dass es meine religiöse Pflicht ist, das Tuch zu tragen. (…) Es wird zu viel in das Tuch hinein interpretiert. Es ist ein Medium geworden, um den Islam zu kritisieren. Aus islamischer Sicht ergibt es übrigens überhaupt keinen Sinn, sein Kind zum Kopftuchtragen zu zwingen – man soll sich doch damit identifizieren können. Dass manche Eltern trotzdem so handeln, ist ein Problem. Ich bin dennoch gegen ein generelles Kopftuchverbot, zum Beispiel in der Schule, weil das wiederum die Freiheit von Frauen und Mädchen beschneidet, die es wirklich tragen wollen.“

aus: Björn Rosen: „Es ist doch nur ein Stück Stoff“: Das Kopftuch verschleiert den Blick des Betrachters. Seren Basogul fotografiert Frauen mit Tuch. Im Interview erklärt sie, was die Bilder bewirken, in: ZEIT-online 10.06.2011

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-06/kopftuch-fotos/komplettansicht

Aachen – Philosophischer Salon mit Mounir Azzaoui und Ausstellung von Seren Basogul

Am Sonntag, den 17.07.2011 um 12:00 Uhr findet LOGOIs monatlicher Philosophischer Salon statt. Diesmal wird Mounir Azzaoui einen Vortrag halten zum Thema: »Integrationsfeindlich und Demokratieresistent Herausforderungen und Perspektiven muslimischer Integration.« (…) Mounir Azzaoui … war Pressesprecher für den Zentralrat der Muslime in Deutschland (…). Zeitgleich zeigen wir die Ausstellung »Cover/Discover« von Seren Basogul.

Seren Basogul hat in Aachen Visuelle Kommunikation studiert. In ihrer Diplomarbeit »Cover/Discover« untersucht sie die visuelle Wirkung des Kopftuchs auf den Betrachter.

http://www.openpr.de/news/554051/Aachen-Philosophischer-Salon-mit-Mounir-Azzaoui-und-Ausstellung-von-Seren-Basogul.html

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland bewertet das Kopftuch-Verbot als verfassungswidrig. „Das ist aus unserer Sicht eine eindeutige Diskriminierung“, sagte Sprecher Mounir Azzaoui.

aus: Landtag beschließt Kopftuch-Verbot, WDR 31.05.2006

http://www1.wdr.de/themen/archiv/sp_integration/kopftuchverbot124.html

Kopftuchgeschwätz mit Schleierknipserin Seren Basogul:

„Was sehen wir? Was wollen wir sehen? Was denken wir dabei? Lassen wir bekannte Denkmuster einrasten? Wie tolerant sind wir?“

http://diploma-ac.de/detail.php?uid=225&ln=1

Wenn das Stück Stoff zum Symbol des Islams an sich reduziert wird, muss die anhängige Debatte um das Kopftuch als Stellvertreterschlacht in einem Kulturkampf zwischen Islamkritikern und Islamkritiker-Kritikern begriffen werden, der auch ein Kampf der Klischees ist. Die Islamkritiker sagen in etwa: Der Islam sei unreformierbar, rückständig und das Kopftuch, wie Alice Schwarzer es in einem Interview vor vier Jahren in der FAZ formulierte, die »Flagge des Islamismus«. Die Kritiker der Islamkritiker sagen: Man muss den Islam neu definieren, den Koran aus dynamischer Perspektive lesen und vor allem mit jeder einzelnen Muslimin über ihre Motive sprechen, Aug’ in Aug’, Fall für Fall. (…) Heiner Bielefeldt. Für ihn ist das Kopftuchtragen ein Menschenrecht, weil es in den Schutzbereich der Religionsfreiheit fällt.

aus: Christian Schüle: Mit erhobenem Haupt, ZEIT-online 10.05.2010

http://www.zeit.de/2010/19/DOS-Kopftuch/komplettansicht

Heiner Bielefeldt: Muslime im säkularen Rechtsstaat

Kopftuchtragende muslimische Frauen und Mädchen sehen sich nicht nur im laizistischen Frankreich, sondern auch in Deutschland dem Vorwurf ausgesetzt, rückständig zu sein und sich der Moderne zu verweigern. Zeitungsberichten zufolge hat der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Peter Frisch, türkische Eltern dazu aufgerufen, ihre Töchter ohne Kopftuch zur Schule zu schicken, weil das islamische Kopftuch ein Zeichen mangelnder Integrationsbereitschaft in die säkulare Verfassungsordnung sei.8 Auch das „Projekt der Moderne“ kann, wenn es zum fortschrittsideologischen Zivilisationsmodell verdinglicht und „vormodernen Kulturen“ (gemeint ist damit meistens der Islam) dichotomisch entgegengesetzt wird, zum Bestandteil politischer Ausgrenzungsrhetorik werden. (…)

So plädiert der einflußreiche pakistanische Schriftsteller Abul A’la Mawdudi … für eine islamische „Theo-Demokratie“, in der die Gemeinschaft der Gläubigen gleichsam als kollektiver Statthalter Gottes auf Erden die Weisungen der Scharia politisch zur Geltung bringen soll. … Polemischer noch als Mawdudi ist Sayyid Qutb, der 1966 hingerichtete Märtyrer der ägyptischen Muslimbruderschaft. Sein politischer Kampf gilt der „jahiliyya“, d.h. jener heidnischen „Unwissenheit“, die im traditionellen Islam als Bezeichnung der vor-islamischen Zeit diente und die sich nach Qutb in allen nicht-islamistischen Vorstellungen manifestiert. Auch der säkulare Rechtsstaat, der nicht göttliches, sondern weltliches Recht zur Grundlage hat, ist nach Qutb Ausdruck der gottlosen jahiliyya, die die Muslime mit aller Entschiedenheit überwinden sollen. Die Schriften von Mawdudi and Sayyid Qutb sind in zahlreiche Sprachen übersetzt worden und liegen mittlerweile auf den Büchertischen islamischer Gruppen in aller Welt aus; sie sind auch unter den in Deutschland lebenden Muslimen verbreitet.

http://www.migration-boell.de/downloads/integration/bielefeldt.pdf

im Bild: Heiner Bielefeldt

http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos82520100625ddp-jpg/1867900/4.JPG?format=format1

http://www.genf.diplo.de/contentblob/2718956/Galeriebild_gross/806435/BielefeldHeinerSonderberichterstatter.jpg

Islamversteher Bielefeldt stammt aus der zwischen Köln und Aachen, in der Jülicher Börde gelegenen Ortschaft Titz-Opherten (Kreis Düren).

Düppelsmuehle bei Titz

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/54/Dueppelsmuehle.jpg

Titz-Opherten

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/45/Opherten_m%C3%BCndt.JPG

Das Weltbild des Schariagelehrten al-Ghazali

November 17, 2011

المنقذ من الضلال

al-munqiḏ min aḍ-ḍalāl

rescuer from misguidance

Erretter aus dem Irrtum

Islamische Wissenschaft

Eine die Fallstricke des Teufels umgehende Weltbetrachtung definiert Vernunftgegner al-Ghazali († 1111) in seinem Der Erretter aus dem Irrtum. Der Munqiḏ min aḍ-Ḍalāl ist ein autobiographisches Werk des Gelehrten, das sich dazu bekennt, Weltanschauung oder Lebensführung dem islamischen Gottesbewusstsein und Schariagehorsam nachzuordnen, um der ewigen Verdammnis erfolgreich auszuweichen. Zitate aus der Übersetzung von Elschazlī (1988) kommentiert Jacques Auvergne (2011).

Ob im tiefsten Asien, Afrika oder im tiefsten Deutschland, ohne al-Ghazali ist im Kreis der bildungspolitisch aktiven Schariafreunde keine Abwehr des Teufels möglich. Der koranisch verbürgten Gottheit aber geht es um die Frage gelingender Lebensführung, und der echte Islam ist es, der die nüchterne Betrachtung der Welt stolz (faktenresistent) verweigert. Alle Vorgänge oder Situationen der diesseitigen Welt sind Zeichen der kommenden und können und müssen korrekt, nämlich islamisch erklärt werden.

Die verweigerte Diskussion mit den Philosophen ist das von al-Ghazali zementierte Muster, mit dem der Islam von Scharia und Fiqh bis heute Globalität und Globalisierung gegenübertritt. Bis heute birgt der 900 Jahre alte Text Risiken für das weltweite freie Denken. Wie das Gesamtwerk al-Ghazalis, so kann auch das im Folgenden Munqiḏ oder Erretter genannte Büchlein al-Munqiḏ min aḍ-Ḍalāl (Deliverance from Error; Erreur et Déliverance) Forschung, Lehre und Bildungspolitik zerstören und der erst vor wenigen Jahrzehnten betretenen kulturellen Moderne angsterfüllte Jahrhunderte bescheren. Ein solches Herausfallen aus der Epoche der Nachprüfbarkeit ist im Sinne des beibehaltenen Rechtsstaats und wissenschaftlich Denkens zu verhindern, weshalb wir den Erretter auf Seite vier aufschlagen.

Echt offenbarungsreligiös ist das Weltganze ist in Jenseits und Diesseits zerspaltet zu spüren. Was Welt, was Wissenschaft ist, erklären die Gelehrten, Scheiche und Muftis. Um dem Teufel die Sache nicht so leicht zu machen, ist nichtmuslimisches Weltdeuten ohnehin vernachlässigenswert, und innerislamisch gilt es, gemeinwohlgefährdende (heilsgefährdende) Abweichler koranisch zu resozialisieren:

4. Wisset, dass die Meinungen der Menschen über die Religionen und Glaubensrichtungen … und das Auseinanderklaffen der Schulrichtungen [wie] ein tiefes Meer ist, in dem schon viele ertrunken sind und aus dem sich nur wenige gerettet haben.

Alles andere als einen Mangel an Bescheidenheit zeigt al-Ghazali dem Rest der Welt, wenn er sich rühmt, über eine Zeitdauer von mehr als drei Jahrzehnten, mit Allahbewusstsein gewappnet, immer wieder in die Abgründe des philosophischen oder sonstigen nichtislamischen Aberglaubens hineingetaucht zu sein:

4. Seit der Blüte meiner Jugend … hörte ich nicht auf, mutig und nicht zaudernd oder feige in die Tiefe dieses weiten Meeres und in jede Dunkelheit einzudringen, griff jedes Problem an, stieß in jede Schwierigkeit vor, untersuchte die Glaubensgrundsätze (ʿaqīda, pl. ʿaqāʾid) jeder Schulrichtung, … damit ich zwischen dem wahrhaftigen und dem falschen, dem Sunnīten und dem ketzerischen Erneuerer unterscheiden konnte.

Der Erneuerer (mubtadiʿ, zu: bidʿa, ketzerische Erneuerung)[1] verbreitet falsches Wissen über die Welt und den Menschen, welches mit Wahrscheinlichkeit den höchsten Sinn gelingenden menschlichen Lebens, die Annäherung (taqarrub, vgl. muqtarib min, sich nahen)[2] an Allah, verfehlen lässt.

Nichtislamische Wissenschaft gefährdet deinen Eingang in Paradies.[3] Doch zum Glück ist der Islam jedem von uns angeboren, wie der einfältige Islamisierer und allahkratische Unschuldsengel weiß:

5. Mein Durst nach der Erfassung der Wahrheiten der Dinge war seit Anfang und während der Blüte meiner Jugend Eigenschaft und Gewohnheit, Instinkt und natürliche Veranlagung, die meinem Wesen von Gott ohne meine Wahl und mein Zutun verliehen wurden, so dass die Fessel der blinden Nachahmung sich schon in der frühen Jugend löste und die überlieferten Glaubensgrundsätze in mir zerbrachen. Denn als ich sah, dass die Kinder der Christen auf nichts anderes als das Christentum, die Kinder der Juden auf das Judentum und die Kinder der Muslime zum Islam hin erzogen wurden, … drängte es mich in meinem Inneren, die Wahrheit dieser ursprünglichen Natur und die der zufälligen Glaubensgrundsätze, die durch Nachahmung von Eltern und Lehrern entstanden sind, zu erfahren (…)

Das ist der Beweis, Islam ist Naturreligion! Das ist zwar unvernünftig, aber eben echt islamisch, und verhöhnt praktischerweise die nichtmuslimischen Monotheisten nach Maßgabe der Dhimma. Dem Diener Allahs gilt es, die brutalen Schariagesetze so lange schönzufärben, bis sie als reinste Humanität und vollständiges Naturgesetz erscheinen, dann gibt es keine Nachahmung (taqlīd)[4] mehr, sondern nur noch reines beglückendes Strömen und Fließen und dann und wann eine Auspeitschung oder Steinigung.

Selbst ein al-Ghazali durfte nicht ohne schmerzliche Umwege zu einer derartigen Gedankenhöhe aufsteigen. Um im Hier und Jetzt als theologisches Genie unangefochten zu herrschen, sollte man vorab ein Opfer erbracht haben. Ein erbärmliches Larven- oder Puppenstadium der Zeit des lichtlosen Leidens macht sich erfahrungsgemäß besonders gut, um später als Schmetterling und Hochstapler bunt aufzuglänzen. Über seine Sinnkrise vertraut uns der Schariagroßmeister an:

9. Diese Krankheit verschlimmerte sich und dauerte ungefähr zwei Monate.

Dann, so kann es jedermann im Munqiḏ nachlesen, machte es Ping und Allahgott selbst knipste im Hirn des Persers den Schalter der Erleuchtung an:

10. Dies geschah nicht durch einen geordneten Beweis und eine systematische Redeweise, sondern durch ein Licht, das der erhabene Gott in meine Brust warf, jenes Licht, welches als Schlüssel der meisten Erkenntnisse gilt.

Es ist … das Licht, von dem der Prophet sagte: „Der erhabene Gott hat die Menschen in Dunkelheit geschaffen, dann hat er sie mit seinem Lichte besprengt!“ Von diesem Licht soll die Enthüllung (der Wahrheit) erhofft werden. Dieses Licht entsprießt … der göttlichen Güte.

Zum Resultat der Erkenntnis eines solchen Erweckungserlebnisses kann der Islampolitiker, wen sonst, das vollkommene Wesen anführen. Mohammed sagt was der Ausgang aus dem Irrtum ist:

10. „Die Abkehr vom verführerischen Diesseits und die Rückkehr zum ewigen Jenseits.“

Mehr zu den Themen Verführungsprophylaxe und paradiesbezogene Rückreise dürften Deutschlands Schariapflichtige und Dhimmis schon bald aus ihren Fakultäten für Islamische Theologie erfahren.

Ob sie das einzig mögliche Vehikel der Seelenrettung, den gelebten Islam, beinahe zerstört hätten oder nicht, ohne Allahs Zustimmung hätten vier mittelalterliche Gruppen von Islambetrachtern, Scholastiker (Mutakallimun, Esoteriker bzw. Unterrichtsgläubige (Batiniten; erfolgreiches Lernen sei nur bei einem unfehlbaren Imam möglich), Aristoteliker (Philosophen) und Mystiker (Sufis) die Menschheit gar nicht erst verunsichern können.

13. Denn der erhabene Gott hat seinen Dienern durch die Zunge seines Propheten einen Glaubensgrundsatz vermittelt, welcher die Wahrheit ist und die Richtigkeit ihrer Religion und ihres Lebens enthält. Die Erkenntnis davon wird durch den Koran und die muhammedanische Überlieferung vermittelt. Dann flüsterte der Satan in das Bewusstsein der ketzerischen Erneuerer Dinge ein, die der muhammedanischen Überlieferung (Sunna) widersprechen.

Nur ein Teil der Mutakallimun (zu: kalām, schariakonforme schöngeistige Spekulation), ist, obschon methodisch mangelhaft, gottesfürchtig, während mit Billigung des Schöpfers der Teufel Tag und Nacht im Einsatz ist und die Gruppe der bösen Scholastiker vollends in die Irre führt.

14. Deshalb genügte mir die islamische Scholastik nicht. Sie heilte mich nicht von meiner Krankheit

Und so begann der nach himmlischer Erkenntnis und irdischer Macht Strebende, sich den zeitgenössischen Freunden des antiken griechischen Denkens zuzuwenden. Dort schimmelt geistiger Morast, und unserem islamischen Helden gelang es flott, die spitzfindigsten griechischen Denker zu widerlegen, denn Platon ist klug, Aristoteles klüger, doch al-Ghazali am klügsten:

15. Ich erfuhr mit Gewissheit, dass man die Fäulnis einer Wissenschaft nicht erkennen kann, solange man nicht in die Tiefen ihrer Grundlagen eingedrungen ist, bis man dabei dem besten ihrer Gelehrten gleichkommt und ihn übertrifft.

Der Imam endlich brachte Licht in die philosophisch angekränkelte Finsternis der Mutakallimun.

Innerhalb der Scholastiker, ja, unter allen Muslimen kommt niemand dem al-Ghazali gleich, sagt al-Ghazali:

15. Ich habe keinen einzigen Gelehrten des Islam gefunden, der sich mit dieser Aufmerksamkeit und diesem Eifer dem Studium der Philosophie widmete. Vielmehr gab es in den Büchern der islamischen Scholastiker dort, wo sie sich mit den Antworten auf die Philosophen beschäftigten, nichts außer unzusammenhängenden und komplizierten Worten, deren Widersprüchlichkeit und Falschheit eindeutig ist.

Der Hochstapler und sunnitische Supertheologe stellt sich die Ehrendoktorwürde gleich selbst aus, summa cum laude nach vier Semestern:

16. Der erhabene Gott ließ mich allein durch die Lektüre während dieser mir abgestohlenen Zeit den höchsten Grad ihrer (philosophischen) Wissenschaften in weniger als zwei Jahren erkennen.

Philosophische Sittenstrolche treten in dreierlei Gestalt auf, es gibt die Materialisten, die Naturalisten und die Theisten. Die Erstgenannten schrecken vor eigenmächtigen Denkversuchen ohne Gottesbewusstsein nicht zurück:

16, 17. Materialisten, … welche den Schöpfer und Lenker, den Allwissenden und Allmächtigen leugnen. … Niemand kann sich mit der Anatomie und der Physiologie befassen, ohne dass bei ihm nicht das notwendige Wissen entsteht, dass der Schöpfer den Körperbau des Tieres, speziell den Menschen, vollkommen erschaffen hat.

Eine al-Ghazali ernst nehmende Bundesrepublik wird ihren staatlichen Biologieunterricht schleunigst an den islamischen Kreationismus anzupassen haben. Nun zu den Naturalisten, diese sind. wie im Munqiḏ geschrieben steht:

17. der Ansicht, die Seele sei sterblich und kehre niemals zurück. Folglich leugneten sie das Jenseits, Paradies und Hölle, Versammlung, Auferstehung und das Gericht. Es blieb ihnen weder Raum für die Belohnung des Gehorsams (gegenüber den religiösen Pflichten) noch für die Bestrafung der Sünden. Deshalb haben sie die Zügel aus ihren Händen gelöst und ihren Begierden freien Lauf gelassen nach Art des Viehs.

Auch diese sind Häretiker. Denn die Grundlagen des Glaubens sind der Glaube an Gott und an den Jüngsten Tag.

Pure Naturbetrachtung mit einem zusätzlichen dünnen Gottesbegriff zu versehen, kommt misslingendem Leben gleich, denn ohne Schwitzen und Gewaltanwenden zu Ehren Allahgottes und ohne Zittern aus Angst vor Strafgericht und Höllengrube geht Wissenschaft nicht, jedenfalls nicht im Islam.

Jedenfalls nicht im Islam von Fiqh und Scharia.

18. Die dritte Gruppe der Theisten, … wie Sokrates, der Lehrer Platons, welcher wiederum der Lehrer des Aristoteles war. … Insgesamt widersprachen die meisten (der Theisten) den beiden vorher erwähnten Gruppen der Materialisten und Naturalisten. Durch das Aufdecken von Ungereimtheiten haben sie anderen diese Arbeit erspart. Somit stimmt der (Vers des Korans): „Und Er verschont die Gläubigen damit zu kämpfen“, indem sie sich gegenseitig bekämpfen.

Sadistisch grinsend zusehen, wenn zwei Minderwertige sich quälen oder ausrotten. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Moslem. Das Zitierte jedenfalls stammt vom Schöpfergott persönlich, der in Sure 33:25 klarstellt: „Und Allah schlug die Ungläubigen in ihrem Grimm zurück; sie erlangten keinen Vorteil. Und Allah ersparte den Gläubigen den Kampf. Und Allah ist Allmächtig, Erhaben.“[5]

Selbst der größte aller Philosophen, Aristoteles, war nicht weniger gotteslästerlich als Platon oder Sokrates, denn:

18. Auch er blieb jedoch in den Ungereimtheiten ihres Unglaubens und ihrer Ketzereien verhaftet, von denen er sich erfolglos zu befreien versuchte. Deshalb müssen sie und ihre Anhänger, unter ihnen islamische Philosophen wie Ibn-Sīna (Avicenna), al-Fārābī und andere, als Ungläubige bezeichnet werden.

Wenn sich ein Himmelswächter der Realität zuwendet, liest sich das so:

23. Die Naturwissenschaften befassen sich mit der Welt des Himmels, ihren Gestirnen und mit dem, was unter ihnen an einfachen Stoffen wie Wasser, Luft, Erde und Feuer und zusammengesetzten Körpern wie Tieren, Pflanzen und Metallen vorhanden ist; ferner mit den Ursachen von Veränderungen …

wobei sich ohne Zustimmung der absoluten Ursache, ohne Allahs Zustimmung, nichts ändert und auch nichts beharrt:

… ferner mit den Ursachen von Veränderungen, mit ihren Wandlungen und Vermischungen.

Das grundlegende Prinzip ist, dass man wissen soll, dass die Natur dem erhabenen Gott unterworfen ist. Sie agiert nicht selbständig, sondern sie steht im Dienste ihres Schöpfers.

Der Stein fällt nicht herunter, weil der Planet Gravitation erzeugt, weil die Schwerkraft es verursacht, sondern weil Allahgott es will, der den fallenden Stein schließlich in jedem Augenblick abstoppen und in der Luft stehen lassen oder nach oben in den Himmel hinauf fallen lassen könnte, sonst wäre er nicht allmächtig.

So wenig, wie die Marionette zum beeindruckenden Tanzen auf die bewegten Fäden verzichten kann, so wenig innerweltlich bewegen sich die islamisch verstandenen Elemente der Natur. Nur der Schöpfer und sekündliche Bewahrer des Weltganzen kittet die kosmischen Splitter und Scherben zu einem sinnvollen Ganzen zusammen.

Ursache Nummer Eins stiftet jeden Kontext und alle Kausalität, der große Korangott und Schariagott. Ohne Befehlsgeber hat der Sklave oder Soldat kein Recht, etwas zu tun und weiß der Stern oder Planet nicht, wie er sich bewegen soll. Über den absoluten Beweger, über Allah muss noch der nüchternste Naturforscher sagen:

Sonne, Mond und Sterne sind seinem Befehl untertan. Keines von diesen handelt aus sich selbst heraus.

Nur Allah weiß, so lässt sich mit al-Ghazali sagen, ob man einen heutigen Aristoteles oder Avicenna als Harbi enteignet oder ihm als Dhimmi die Dschizya abgepresst hätte:

23, 24. Die Lehre des Aristoteles steht den Lehrmeinungen der Muslime in der Übermittlung durch al-Fārābī (al-Farabius) und Ibn-Sīna (Avicenna) nahe. Die Summe ihrer Irrtümer liegt in zwanzig Fragen. In drei von ihnen müssen sie für Ungläubige, in siebzehn für ketzerische Erneuerer gehalten werden. Um ihre in diesen zwanzig Fragen zum Ausdruck kommende Lehrmeinung zu widerlegen, haben wir unser Buch »Destructio philosophorum« verfasst.

Das erwähnte Lebenswerk, dieser jenseitig ausgerichtete und welterobernde Generalangriff auf die Vernunft und damit auf die Möglichkeit einer humanen islamischen Gesellschaftsgestaltung, das 1095 entstandene Tahafut al-falasifa (Die Inkohärenz der Philosophen), veranlasste Averroes zu seinem Tahafut al-tahafut (Die Inkohärenz der Inkohärenz, lat. Destructio destructionum).[6]

Drei hauptsächliche Argumente würden den barbarischen Gegnern Islamischen Denkens und Weltdeutens zur Verfügung stehen, um die Menschen von der Wahrheit der Religion abzuhalten, erstens:

24. Die Körper würden nicht auferstehen, sondern die reinen Seelen würden belohnt und bestraft werden. Belohnung und Bestrafung seien nur geistige Zustände, keineswegs körperliche.

Das geht im Islam natürlich gar nicht, denn wo ein letztlich pädagogisch wertvoller und barmherziger irdischer Peitschenhieb ein sinnliches Erlebnis ist und alle zuschauenden Muslime zu mehr Gehorsam (iṭāʿa)[7] und Reue (tauba) mahnt,[8] hat das jenseitige Strafgericht um ein Mehrfaches schmerzhafter zu sein. Zweitens:

Von derselben Art ist ihre Behauptung, Gott kenne nur Universalia, nicht aber Singularia. Dies ist auch klarer Unglaube. Das wahre aber liegt darin: „Dem Herrn entgeht auch nicht das Gewicht eines Stäubchens, weder auf der Erde noch im Himmel.“

Der Köpfe und Hände abhackende Gott ist ein ganz Sensibler. Aus dem Tafsir Ibn Kathir stammt die Bemerkung, dass dem göttlichen Eigenschaftslosen (Unberechenbaren) zugesagt wird, ihm entgehe auch nicht das Gewicht eines Staubkörnchens. Derartiges Feingefühl, so glaubt manch ein Koranleser, kann am Tag der Auferstehung ganz wichtig sein, um im buchstäblich letzten Augenblick die Höllenstrafe zu vermeiden: Wer auch immer gute Taten im Gewicht eines Staubkörnchens getan hat, soll es dann sehen.[9] Weil niemand gerne umsonst arbeitet oder gar erschafft, ist überhaupt nicht hinzunehmen, Schöpfungsleistung und Weltende abzustreiten, drittens also:

Das Gleiche gilt für ihre Behauptung, die Welt sei ewig, ohne Anfang und Ende. Keiner der Muslime hat eine solche Auffassung je vertreten.

Der vor genau neun Jahrhunderten verstorbene Imam hätte vielleicht die Macht gehabt, die religionspolitischen Weichen anders zu stellen und den Islam einem global verstandenen Forschergeist und (damit) Humanismus zu öffnen. Doch blockierte al-Ghazali diese (mit dem Koran ohnehin nur sehr dünn vorhandene) Möglichkeit der islamischen wissenschaftlichen Globalisierung und verewigte das Feindbild naturkundlichen antiislamischen Bewusstseins, die Kategorie falschen Wissens. Wer die Natur oder die Welt nicht so betrachtet, wie Mohammed oder al-Ghazali es taten, ist kein Wissenschaftler, und Ewigkeit (ḫuld) steht nur dem Schöpfer zu. In der Manier von Taoisten oder manchen Animisten ein von Sinn, Heilung und Heil durchwirktes Weltall als ohne Anfang (azalī) und ohne Ende (abadī) zu bezeichnen, lästert Gott, dem allein das Adjektiv ewig (ḫālid) zukommt.

Verweigerte Globalisierung im Denken geht mit Sezession im Strafrecht einher, die Folge wird bis heute von islamischen Gelehrten wie Yusuf al-Qaradawi oder Ayatollah Chamenei gefordert, die religiöse Ermordung des Apostaten.

Ein öffentlich als Muslim bekannt gewesener bekennender Pantheist oder anti-kreationistischer Naturwissenschaftler hat drei Tage Zeit, zu bereuen, schafiitische Jurisprudenz: Zu diesem Zwecke halten wir drei Tage für ausreichend, malikitischer Fiqh: Wenn er nach drei Tagen [vom Unglauben] zurücktritt, muss er freigelassen werden, tut er es nicht, muss er am dritten Tag getötet werden, bei Sonnenaufgang.[10]

Nun geht der Munqiḏ zum Thema politische Bildung über. Je erdverhafteter die Politik, desto ungenauer und unzureichender bildet sie die vom Himmel herab gekommenen Vorgaben zu Staatsführung und Gesellschaftsaufbau ab:

25. Die Politikwissenschaften

Ihre gesamten Reden betreffen administrative Leitsätze, die sich auf das Diesseits und die weltliche Macht beziehen. Dies aber haben sie den göttlichen Büchern entnommen, die den Propheten offenbart wurden, und den Weisheitssprüchen der Vorgänger der Propheten.

Wie als Herausforderung und zur Charakterprüfung duldet Allahgott auf Erden das unvermeidliche geistige Zwielicht, damit seine Getreuen es siegreich mit dem Glanz von Koran und Sunna erhellen. Die Konstrukte der Philosophie, obschon unrettbar mit Heidentum verschmutzt, sind insofern nicht pauschal zurückzuweisen, steht im Erretter, sondern ein Testfeld für Gottesfurcht und Vernunft.

Dabei kann sich al-Ghazali auf ʿAlī bin Abī Ṭālib berufen, den vierten der Rechtgeleiteten Kalifen (al-Ḫulafāʾu r-Rāshidūn). Kalif Ali wurde, wie seit dem zweiten Kalifen üblich, ehrenvoll Fürst der Gläubigen oder Beherrscher der Gläubigen (Amīr al-Muʾminīn, Commander of the Faithful)[11] genannt und, nur der erste Kalif Abu Bakr starb eines natürlichen Todes, nach fünf Jahren der Regentschaft im Jahre 661 n. Chr. ermordet.

27. Vernünftig ist derjenige, der sich nach der Aussage des Fürsten der Gläubigen ʿAlī ʾbn-Abī-Ṭālib verhält, der gesagt hat: „Erkenne das Wahre nicht durch die Menschen, sondern erkenne zuerst das Wahre, dann wirst du seine Anhänger erkennen.“[12] Der Vernünftige, der wahrhaft nach Erkenntnis strebt, erkennt zuerst das Wahre und reflektiert über die Aussage selbst. … Er wird sogar danach streben, das Wahre aus den Aussagen der Irrenden herauszuholen, weil er weiß, das Gold im Schlamm zu finden ist.

Alles Nichtislamische ist hinderlich auf dem Weg zum Erfolg und dreckig wie Schlamm. Für die nicht ausreichend geschulte Masse der Muslime sind die Philosophen dabei eine Quelle der moralischen Gefährdung und allenfalls in Begleitung eines Schariagelehrten zu lesen.

Was der mit allerlei Masken täuschende Satan dem gereiften Islamkundigen anzubieten hat, ist diesem Tugendhaften ohne weiteres als giftig und wertlos erkennbar. Ja, den außergewöhnlich gut gerüsteten Freund Allahs vergnügt das Aufdecken der kleinen und großen teuflischen Listen:

27. Es ist nichts gegen den Geldwechsler einzuwenden, wenn er seine Hand in den Geldbeutel des Fälschers steckt, um das reine Gold dem falschen und unechten zu entreißen, sofern er sich auf seinen Scharfsinn verlässt.

Zurück zum von al-Ghazali theatralisch und rollenbewusst so dargestellten, die globale muslimische Tugend bedrohenden vierfachen Risiko der Mutakallimun, Batiniten (an einen Imam gebundene Dogmatiker einer esoterischen Islamdidaktik), Philosophen und Sufis. Die letztgenannten, die Mystiker, betreiben aus al-Ghazalis Sicht immerhin eine Art Erlebnispädagogik, die Allahs Existenz und Barmherzigkeit und die Richtigkeit der Schariavorschriften beweist, jedenfalls den Verständigen unter ihnen und nicht den Ketzern:

40. Ich erkannte, dass ihr Weg nur durch die Verbindung von Theorie und Praxis nachvollziehbar ist. Der Ertrag ihrer Tätigkeit besteht darin, die Hindernisse für die Entfaltung der Seele zu beseitigen und sich über ihre verwerfliche Gesinnung und ihre bösen Eigenschaften zu erheben, um so das Herz von all dem, was außer Gott ist, zu befreien und es mit der (ständigen) Anrufung Gottes zu schmücken.

Sufismus (taṣawwuf, ṣūfīya) ist, sehr anders als es heutzutage in den Kreisen der New Ager oder Kirchentagsbewegten mit bemerkenswerter Anstrengung gemutmaßt wird, mitnichten Islam minus Scharia, sondern Scharia plus Ekstase. Der allahkratische Vernunftfeind, der sozusagen im Selbstversuch ein paar Jahre lang sufisch lebte, versteht die (islamisch zulässigen) Sufis als kalifatstreue Kulturschaffende:

42. Es blieb, was nicht durch Zuhören und Lernen, sondern durch Schmecken und Handeln zu erfahren ist … ein unerschütterlicher Glaube an den erhabenen Gott, an die Prophetie und an den Jüngsten Tag.

Sofern die Schariapflichten nicht vernachlässigt werden, darf der spätgeborene Muslim, also nach der Zeit des persischen Predigers Abd al-Qadir al-Dschilani (1077-1166), der den wohl frühesten sufischen Orden (ṭarīqa, pl. turuq) gründete, dem Tag des Tobens (yaumu l-qiyāma) kulturtechnisch verfeinert entgegenjubeln oder entgegentanzen. Al-Dschilanis Bewegung ist die heute auch auf dem Balkan, bei den (schafiitischen) Kurden oder in Pakistan verbreitete, nach ihm benannte Qādirīya,[13] wobei jeder Freund der allgemeinen Menschenrechte (AEMR) wissen sollte, dass den Schafiiten, also auch manchen irakischen oder iranischen Kurden und darunter ja vielleicht auch frommen Sufis, die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) als religiöse Pflicht gilt.[14]

Der Seele und Herz des Schariapflichtigen um das absolute Zentrum der Welt, um Allah herum konzentrierende Gesang des Dhikr oder der die Abwendung vom Bösen und den Aufstieg ins Paradies symbolisierende Derwischtanz wäre ohne überdurchschnittlich stark verinnerlichten Glauben an die Engel und Dämonen frevlerische Neuerung (bidʿa), störrisches Heidentum (ǧāhilīya) oder aggressiver Polytheismus (širk). Der Sufi betreibt seine Form von zusätzlicher Hisba.

Sufismus ist die Jugendmusikbewegung des Dschihad, die in männerbündischen Zusammenkünften begangene Trance für das Kalifat. Der augenblicklich in Jordanien wohnhafte amerikanische Übersetzer, Konvertit und Sufigroßmeister Nuh Ha Mim Keller, der dem muslimischen Endverbraucher das eigenständige Lesen des Hadith zu meiden auferlegt (without a guiding hand, the untrained reader will misunderstand many of the hadiths), studierte denn auch nicht Kunstpädagogik, sondern Schariagerichtsbarkeit (Fiqh) und betont die Vereinbarkeit von Sufiritual und Schariagesetz: the relation of the hadra to the shari‘a or “Sacred Law” … [public dhikr] is compatible with the Sacred Law of orthodox Islam.[15]

Mystische islamische Kreistänze umrahmen schafiitische FGM, afghanische Burka und gesamtislamische Steinigung.

Seit elf Jahren harmoniert im islamischen Norden Nigerias denn auch beides. Immer schöner werden die öffentlichen Sufi-Tänze und immer genauer verwirklicht wird die Schariagesetzgebung, mittlerweile auch mit Auspeitschung (flogging) oder Handabhacken (amputation).[16]

Nicht anders geschieht es im sudanischen Gottesstaat der afrikanischen Muslimbrüder: Islampolizeilich ausgeteilte fünfzig Peitschenhiebe für die Frau, die eine zu kurze Hose trug (A Woman Receives 50 Lashes For Wearing Pants in Public) und ganz viele zu Allahs Trommelwirbel schwingende Männerleiber.[17]

In der Hierarchie der islamischen Gelehrten war al-Ghazali inzwischen sehr weit nach oben geklettert, was ihm hochrangige Aufpasser bescherte. Und so stellt der letztlich erfolgreiche Schariavollender dar, wie sehr seine Abreise nach Syrien einer Flucht glich:

44. Ich gab den Entschluss vor, nach Mekka abzureisen, während ich heimlich meine Reise nach Damaskus vorbereitete … aus Furcht, dass der Kalif und alle meine Freunde meine Entscheidung, in Damaskus zu bleiben, erfahren könnten. … Ich war den Angriffen der religiösen Führer des Irak ausgesetzt. Denn es gab unter ihnen keinen, der ein religiöses Motiv für die Abwendung von meiner bisherigen Lebensweise anerkennen wollte, da sie glaubten, meine (bisherige) Stellung sei die höchste in der Religion. … Außerhalb des Irak vermutete man, die Furcht vor den Herrschern sei für mich bestimmend gewesen.

Derlei Risiko bringt eine mit Lizenz zum Töten ausgestattete Politreligion nun einmal mit sich. Der notorisch gewaltverliebte Islam hätte, begünstigt durch die damalige Grundspannung zwischen Seldschukensultanen und nominell herrschenden Kalifen, mit den Ideen von Glaubenspflicht oder Treueeid oder mit beidem, jederzeit einem Anhänger dazu motivieren können, den persischen Unbotsamen al-Ghazali aus dem Weg zu räumen. Es ist daher anzunehmen, dass al-Ghazali, wie jeder einflussreiche Zeitgenosse, in ständiger Lebensgefahr schwebte.

Im Jahre 1092 brachte ein Unbekannter den in Ṭūs (iranische Provinz Chorasan und Razavi) geborenen seldschukischen Wesir Nizam al-Mulk (Ḫwāğa Nizāmu l-Mulk al-Ṭūsī, türk. Nizamülmülk) um. Über den als frommen Derwisch verkleideten Mörder ist unklar geblieben, ob er im Auftrag der terroristischen, ismailitischen (siebenerschiitischen) Assassinensekte (die 1103 für den in der Moschee und während des Freitagsgebets begangenen Mord an Janah ad-Dawla, dem Herrscher von Homs (Ḥimṣ) verantwortlich ist)[18] oder nicht doch beispielsweise auf Geheiß des Seldschuken Malik Shah I. handelte (Sultan Melikşah warf die Byzantiner aus Anatolien und eroberte Syrien).

Erst im Vorjahr, 1091 war Abu Hamid al-Ghazali von Nizam al-Mulk zum höchsten Gelehrten der Bagdader Nizamiyya eingesetzt worden. In dieser Zeit der religiös erhitzten Machtintrigen waren Morde islamischer Alltag und blieb nur ein Einziger moralisch merkwürdig makellos, Schariavollender al-Ghazali, der, wie absichtslos, zur bis heute höchsten anerkannten sunnitischen Autorität nach Mohammed aufstieg. Ist es denn undenkbar, dass es, um Allah zur Herrschaft zu verhelfen, 1092 ein, sagen wir salafistischer, Bewunderer des ebenfalls in Ṭūs geborenen Ghazali war, der den nicht ausreichend religiös legitimierten Sultan tötete?

1096, in aller Heimlichkeit und nach erfolgreicher Fertigstellung seines The Incoherence of the Philosophers (1095) verließ al-Ghazali Bagdad:

45. Ich begab mich nach Damaskus, wo ich mich ungefähr zwei Jahre lang aufhielt. … Eine Zeit lang zog ich mich in die Moschee … zurück. Ich stieg auf das Minarett und schloss mich dort den ganzen Tag ein. … Danach bewegte mich der Drang nach der Erfüllung der Pilgerpflicht.

Wir nähern uns dem Ende des Munqiḏ, der klarstellt, dass es zwar einen Grund gibt, warum das islamische Morgen-, Mittags- und Abendgebet differenziert, nämlich mit zwei, vier und drei Kniebeugen zu versehen ist, dass dieser aber dem Laien auf ewig verschlossen sein soll:

67. Diese Besonderheiten werden nur durch das Licht der Prophetie erkannt.

Derartige allgemeine Entmündigung ist zumindest für die elitären Muslime vorteilhaft, denen zu sündigen gewissermaßen von Natur aus unmöglich ist:

70, 70. „Ein wahrhaftiger Gelehrter begeht niemals eine Sünde, es sei denn einen Fehltritt. … Denn das wahrhaftige Wissen führt zu der Erkenntnis, dass die Sünde ein vernichtendes Gift und das Jenseits besser als das Diesseits ist.“

Abu Hamid al-Ghazali schließt seinen Erretter mit dem, genau betrachtet alles andere als solidarischen, Flehen nach Privileg:

70. Wir bitten den allmächtigen Gott, uns zu denjenigen zu zählen, die er auserwählt und bevorzugt, die er zum Wahren geführt und geleitet hat, …

Zwei Kategorien von Menschen sind erschaffen, die Guten und die Schlechten. Ein wenig wie die beiden Linsensorten, die es für eine bekannte Märchenfigur unter Zeitdruck aus der Asche zu sortieren galt, der die Gefiederten zur Hilfe eilten auf Aschenputtels: „Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen!“

Der Gott des Auserwählens und Bevorzugens benachteiligt also die anderen und führt sie in die Irre. Das bereits vorhandene innere Böse gewinnt Macht über diese Unglücklichen und sie heben an, neben Allahgott einen Götzen namens Buddha, Jesus, Gleichberechtigung oder Demokratie anzubeten:

die Er vor der Bosheit ihrer eigenen Seele bewahrt, damit sie niemand anderen außer Ihm lieben

Das jenseitige Strafgericht bekräftigend, seien jene verderbten Schariaverweigerer vorab zu erniedrigen, bis sie Angst haben und Schmerzen erleiden. Die erfreulichen anderen sind diejenigen,

die er zu sich selbst heraufgehoben hat

Wenn sich jemand derartig klein macht angesichts eines immer noch ein wenig größeren (akbar) Gottes, wird er von seinen Mitmenschen leicht als derjenige übersehen, der, sozusagen als Stellvertreter (Kalif), alle nur mögliche Hochachtung entgegennimmt. Der menschgewordene Gottesgesandte Mohammed forderte absoluten Gehorsam, angeblich nicht für sich selbst, sondern, wie al-Ghazali, für den Schöpfer des Universums:

damit niemand außer Er selbst verehrt wird.

Einen Menschen, und wäre er der höchste Prophet, neben Allah zu verehren, ist grausiger Schirk.[19] Schriftgläubige fordern deine und meine Unterwerfung unter die Gesetze des von Mohammed gegründeten Staates von Medina, Mohammedaner möchten sie dabei aber nicht genannt werden.

Beigesellung oder Götzendienst betreibt aus Sicht der Nichtsäkularen, wer nach etwas anderem richtet als nach Allahs Gesetz.[20] Weil Allah sowohl der einzig legitime Gesetzgeber ist als auch der einzige, dem Verehrung gebührt, hat al-Ghazali soeben nach Überwindung aller nichtislamischen Rechtsordnungen gerufen. Den Islam hat er völlig richtig verstanden.

Jacques Auvergne

[1] Bida (bidʿa), ketzerische Erneuerung

Nach ESLAM: Bida bedeutet im Islam eine „unzulässige Hinzufügung“ und steht im Widerspruch zum Heiligen Qur’an und zur Verfahrensweise [sunna] des Propheten Muhammad (s.). … In wieweit eine Bida einen geringfügigen Fehler, eine schwere Sünde oder gar Häresie bewirkt, können nur hinreichend qualifizierte Rechtsgelehrte [mudschtahid] entscheiden.

http://www.eslam.de/begriffe/b/bida.htm

Bei Die Wahrheit in Herzen weiß man:

Aischa ra überliefert, dass der Gesandte Allahs (s) gesagt hat: „Wer in dieser unserer Sache [Das heißt: der islamischen Religion] etwas neu begründet, was nicht ein Bestandteil davon ist, ist abzuweisen.“ (Al-Bukhari und Muslim)

…Wahrlich, das beste Wort ist das Wort Allahs (der Qur’an), und die beste Führung ist die Führung Muhammads. Die schlechtesten Dinge, sind die (in die Religion) neu eingeführten Dinge.“ [Sahih Muslim]

‚Abdullah ibn Mas’ud sagte: „Folge der Sunna Muhammads – Allahs Heil und Segen auf ihm – und mache keine Bid’a, denn das, was dir befohlen wurde (zu tun), ist genug für dich.“ [ad-Darimi]

Hudhaifah ibn al-Yaman sagte: „Jede ‚Ibada-Handlung, die die Gefährten nicht gemacht haben, mache du auch nicht.“ [Abu Dawud]

http://diewahrheitimherzen.net/forum/Thema-Bid%C2%B4a-Neuerungen

for every newly begun matter is innovation, every innovation is misguidance, and every misguidance is in hell

http://www.masud.co.uk/ISLAM/nuh/bida.htm

Tirmidhi: „Wer von euch ( lange) am Leben bleibt, der wird viele Meinungsverschiedenheit sehen. So haltet euch an meiner Sunna und an die Sunna der rechtgeleiteten, rechtschaffenen Nachfolger. Beißt mit den Zähnen darauf! Hütet euch vor den neuen Dingen ( in Glaubensfragen), denn jede neue Sache ist eine Neuerung, und jede Neuerung ein Irregehen, und jedes Irregehen führt ins Höllenfeuer.“

http://www.islam-beauty.de.tl/Bida_Neuerungen-in-der-Religion.htm

[2] muqtarib min, to come near, aus: Federico Corriente: A dictionary of Andalusi Arabic, p 419

http://books.google.de/books?id=D2H8kOFNJbgC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[3] Call for the Islamisation of science and technology

Kuala Lumpur. For Muslims to be capable in science and technology, training courses on Islamic teachings and practices must be introduced at all levels in schools, colleges and universities, said two Pakistani scientist, Dr, M.M. Qurashi and Dr. S.M.A. Shah. (…) the major objective in this Islamisation is to produce graduates and scientists who do not have “two compartments in their minds; contemporary knowledge and personal belief.” The educated person … must have one personality and be able to visualise the unity of knowledge as maintained by Islam.

http://news.google.com/newspapers?nid=1309&dat=19840728&id=9qNUAAAAIBAJ&sjid=6o8DAAAAIBAJ&pg=6886,5885356

The Role of Islamic Thought in the. Resolution of the Present Crisis in Science and Technology. Mazhar Mahmud Quraishi and. Sayid Maqsud Ali Shah

“the Islamization of the scientific subjects. … aims at inculcation of a spirit to develop and apply science and technology for the good of mankind in accordance with the high ideals of Islam and the reinterpretation of sciences insofar as moral, social and economic issues are concerned”

http://i-epistemology.net/attachments/530_IOD%20-%20IV%20-%20The%20Role%20of%20Islamic%20Thought%20in%20the%20Resolution%20of%20the%20Present%20Crisis%20in%20Science%20and%20Technology.pdf

[4] Nachahmung, taqlīd. Eslam:

Nachahmung ist neben der Vorsichtsentscheidung [ihtiyat] die Rechtsfindungsmethoden eines religiös Erwachsenen, der nicht die Fähigkeit zur selbständigen Rechtsfindung [idschtihad] hat … Die Nachahmung [taqlid] ist beschränkt auf die Zweige der Religion. Den Stamm der Religion [usul-ad-din] bzw. die unabdingbaren Glaubensgrundlagen muss jeder selbst verinnerlichen und darf diese nicht nachahmen. … Die religiöse Verpflichtung [wadschib] zur Nachahmung [taqlid] beginnt mit der Erfüllung der Nachahmungsvoraussetzungen.

http://www.eslam.de/begriffe/n/nachahmung.htm

The different levels of Taqleed, aus: Mufti Taqi Usmani: The Legal Status of Following a Madhab

http://www.cometoislam.com/fiqh/legal/66-67.htm

Mufti Muhammad Sajaad: UNDERSTANDING TAQLĪD: FOLLOWING ONE OF THE FOUR GREAT IMĀMS

It is an undisputed fact that taqlīd existed from the very early days of Islam, as that is the most basic and most efficient method for learning one’s Din. (p 15)

Thus there are those who can be worthy of speaking on matters of the Dīn and those who are not. It is thus obvious that the unlearned will follow the learned. (p 17)

http://islam-globe.com/books/Understanding%20Taqlid%20by%20Mufti%20Muhammad%20Sajaad.pdf

Shaykh Tahir Mahmood Kiani: Taqlid: Trusting a Mujtahid

In Shariah, taqlid means: ‘To accept the saying of another without proof.’ … The Holy Qur’an and the Sunnah are the primary sources of Islamic law. All laws of the Shariah are deduced from them, directly or indirectly. … if one has not attained the degree of a mujtahid, he must follow and accept the juristic decisions of a qualified mujtahid, an Imam, and adhere to a particular school of thought, a madhhab, in order to live life as a successful Muslim in this world, and succeed in the Hereafter.

http://www.caribbeanmuslims.com/attachments/1/taqlid-tahirkiani.pdf

[5] Koran 33:25

Pickthal:

Allah averted their attack from the believers.

Taqi Usmani

Allah has turned back the disbelievers with all their rage, having achieved no good; and Allah sufficed the believers against fighting.

http://www.quranexplorer.com/quran/

Allah wirft Todesangst in die Herzen der feindlichen Dhimmis, den Folgevers (33:26) übersetzt Yusuf Ali so:

And those of the people of the Book who aided them― Allah did take them down from their strongholds and cast terror into their hearts, (so that) some ye slew, and some ye made prisoners.

[6] Tahafut al-Falasifa (Incoherence of the Philosophers), Abu Hamid al-Ghazali (1058-1111 CE), Translated into English from Urdu Translation by Sabih Ahmad Kamali

http://www.ghazali.org/books/tf/index.htm

[7] Gehorsam: iṭāʿa

http://www.youtube.com/watch?v=O6PXXligohs

http://www.youtube.com/watch?v=Og3ZqjyyFNQ

http://www.youtube.com/watch?v=KfoI96RZ10o

[8] Reue: tauba; bei: Islam-Pedia

http://www.islam-pedia.de/index.php5?title=Reue

Tauba by Shaykh-ul-Islam Dr Muhammad Tahir-ul-Qadri

http://www.youtube.com/watch?v=waM1yDNHBUg&feature=player_embedded#!

Mit At-Tauba wird im Islam die Abkehr von den Sünden bezeichnet. Die Abkehr von den kleinen und großen Sünden stellt eine Pflicht dar, welche sofort zu erfüllen ist.

http://www.al-islam.de/020718.htm

[9] Hypersensibel und rachsüchtig: Nothing slips or escapes from His knowledge and observation, oder: Allahgott und die Sache mit dem gewichtigen Staubkörnchen. Muhammad Saed Abdul-Rahman: The Meaning and Explanation of the Glorious Qur’an (p 189)

Allah wrongs not even of the weight of a speck of dust

Was den prekären Vorteil hat, dass in der Black Box auch deine guten Taten verrechnet werden:

So, whosoever does good equal to the weight of a speck of dust shall see it.

http://books.google.de/books?id=ZmSQPIkTyN0C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Sunnafromm sinniert Mohammed Swairky darüber, dass „Gewicht“ und „Atom“ (poids et atome) im Koran immer nur im Doppelpack als «mithkal dara» auftreten:

« Quiconque fait un bien fût-ce du poids d’un atome, le verra, », «Et quiconque fait un mal fût-ce du poids d’un atome, le verra.», La secousse, Sourate 99, 7 et 8. Swairky: Il est important de noter que le mot atome dans le coran était toujours mentionné avec le mot poids «Mithkal», ce mot en arabe a un correspondant en chimie qui est: La mass atomique ou le poids atomique. Ceci n’explique pas l’atome comme entité, volume, ou forme.

Bevor er das Denken ganz einstellt, fallen dem Korankundler noch die Namen zweier Physiker des Zwanzigsten Jahrhunderts ein, Niels Bohr und Werner Heisenberg.

http://quran.al-shia.org/fr/article/25.htm

Mohammed Swairky, al-Ghazalis Fußspuren millimetergenau nachtappend, grübelt ergebenst schariagehorsam über das Kupfer und das Eisen, das Allah in seiner Bastelanleitung für gelingendes Leben als der Rede wert erachtet: Le fer (al-hadid), le cuivre (Alkitr, Ain al-kitr), um über die neuesten Forschungsergebnisse zu metallischem Schmelzverhalten in aller Gottesfurcht herumzuspinnen.

http://quran-m.com/firas/france/index.php?option=com_content&view=article&id=136:le-fer-et-le-cuivre-dans-le-coran&catid=36:dans-lunivers&Itemid=90

[10] Abu Hamid al-Ghazali zementierte das islamische Strafrecht bis auf den heutigen Tag und weiß, wie mit dem zu verfahren ist, der das Leben selbst und die zeitlose Welt heiligt: Der Pantheist hat drei Tage Zeit, seine Apostasie zu bereuen.

Schafiitische Jurisprudenz: We consider three days to be sufficient for this purpose, malikitischer Fiqh: If he repents after three days, he is to be released; but if he does not, he is to be killed on the third day, at sunset.

http://answering-islam.org/Silas/apostasy.htm

APOSTASY FROM ISLAM (RIDDA) (Apostasy from the Reliance of the Traveller, p 595) When a person who has reached puberty and is sane voluntarily apostatizes from Islam, he deserves to be killed. … There is no indemnity for killing an apostate (O: or any expiation, since it is killing someone who deserves to die). (Misri, Ahmad, “Reliance of the Traveler”, Amana, Beltsville, MD, 1994)

Encyclopaedia of Islam: In Fikh, there is unanimity that the male apostate must be put to death, but only if he is grown up (baligh) and compos mentis (‘akil) and has not acted under compulsion (mukhtar). (Encyclopadia of Islam, published by Brill, Leiden, Netherlands)

Ayatollah Ali Khamenei said that the sentence for apostasy is execution: “Islamic laws usually require that apostates be sentenced to death.

http://answering-islam.org/Silas/apostasy.htm

[11] Amir Al-Mumineen, Imam Ali ibn Abi Talib

http://www.shiachat.com/forum/index.php?/topic/234991821-amir-al-mumineen-imam-ali-ibn-abi-talib-as/

Imam Ali bin Abi Taleb (as) the Commander of the Faithful (Amir al-Muminin) was the first cousin of Holy Prophet Muhammad Mustafa (saw).

His father is Abu Talib the son of Abdul Muttalib

The father of Holy Prophet Muhammad (P) is Abdullah son of Abdul Muttalib.

Abu Talib and Abdullah were brothers from the father Abdul Muttalib (who was called Shaybah) ibn Hashim.

http://www.almujtaba.com/en/index.php/left-menu-articles/35-imam-ali-voice-of-human-justice/1554-genealogy-of-imam-ali-bin-abi-taleb-as

[12] Abu Talib: „Do not seek for the truth by means of men; find first the truth and then you will recognize those who follow it.“

Abu Hamid al-Ghazali (1058-1111 CE): Munkidh min al-Dalal (Deliverance from Error), c. 1100 CE

http://www.ghazali.org/books/md/gz101.htm

[13] Martin van Bruinessen: The Qadiriyya and the lineages of Qadiri shaykhs in Kurdistan

The two families of shaykhs that have dominated the Qadiriyya in southern and eastern Kurdistan for the past century and a half are the Barzinji, with their major centres in the the city of Sulaymaniyya and a number of villages in the districts around it, and the Talabani, with their central takiya in Kirkuk.

http://www.hum.uu.nl/medewerkers/m.vanbruinessen/publications/Bruinessen_Qadiriyya_in_Kurdistan.pdf

Stop FGM in Kurdistan

http://www.stopfgmkurdistan.org/

[14] Mullah Ismael Sosaae: Allah says if a woman disobeys her husband he has the right to beat her, but the lashes should be according to the Sharia. … The Imam Shafi’i (most Iraqi-Kurds belong to the Shafi’i law school) said circumcision is good! Aren’t you following his denomination? Didn’t the KRG president say that he is a Shafi’i? Your denomination says FGM is good, and that is why I am saying it is good. If you are honest in your denomination then don’t accept this discussion to be held in the parliament. Imam Shafi’i is one of those who say that FGM is an obligation, that girls and women should be circumcised (…)

http://stopfgmkurdistan.wordpress.com/2011/08/15/female-genital-mutilation-is-an-obligation-says-mullah-in-iraqi-kurdistan/

Jan Ilhan Kizilhan: Impact of psychological disorders after female genital mutilation among Kurdish girls in Northern Iraq

http://www.stopfgmkurdistan.org/html/english/articles/article051e.htm

[15] Nuh Ha Mim Keller: Without a guiding hand, the untrained reader will misunderstand many of the hadiths he reads, and these mistakes, if assimilated and left uncorrected, may pile up until he can never find his way out of them

http://www.islamfortoday.com/keller01.htm

Nuh (Keller): As shown by the rigorously authenticated hadiths mentioned in Sahih al-Bukhari and elsewhere about the spiritual merit of gatherings of dhikr, the hadra is an act of worship. How many a time in the 1980s I would wonder whether to go downtown on Saturday nights to the hadra, in view of trying to finish the Reliance as soon as possible. I once asked our sheikh in Damascus, “Don’t you think that working on knowledge at home might be better than going down to the hadra?” After all, I reasoned, working on the book might fulfill a communal obligation (fard kifaya), and what was the hadra to compare with that? He said: “No Sidi. You should stand with the Sufis when they stand.”

ttp://shadhilitariqa.com/site/index.php?option=com_content&task=view&id=49

Foto: Nuh Ha Mim Keller

http://www.thaqofah.com/v1/mediafiles/images/gambarartikel/tokoh/islam/sheikh_nuh_ha_meem2.jpg

Die Hadra ist die öffentliche begangene sufische Zeremonie (public dhikr) und möchte die irdische Verpflichtung zum Heiligen Islamischen Gesetz in keiner Weise mindern, weiß Schariafreund Keller. The Hadra and the Sacred Law.

I was one of those who asked our sheikh about the relation of the hadra to the shari‘a or “Sacred Law” which is the guiding light of our tariqa. As Muslims, our submission to the law is total, and there are no thoughts or opinions after legally answering the question “Does the hadra agree with orthodox Islam?” …

To summarize, the hadra of our tariqa, consisting of circles of invocation of Allah (dhikr) conjoined with the singing of permissible poetry and dancing, is compatible with the Sacred Law of orthodox Islam; and when the latter elements facilitate presence of heart with Allah (as they do with most people who possess hearts), they deserve a reward from Allah by those who intend them as such.

http://shadhilitariqa.com/site/index.php?option=com_content&task=view&id=52

Hadrapraxis in Syrien und im Labanon

http://www.youtube.com/watch?v=Oep64-E25xc

Tschetschenische Hadra der Qadiri-Sufis

http://www.youtube.com/watch?v=XB_jYkBtZyk

http://www.youtube.com/watch?v=6uGOhQ4fR_I&feature=related

Hanafitisch-indische Dhikr, This shadhuli zikr hadra is conducted by Hazrat Sheik Abdullah Hidayathulla

http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=oika-lreIUU

Sudan: Religiöses Ritual der Sammaniya Tariqa

http://www.youtube.com/watch?v=ON5boRk9fBs&feature=related

Nigeria, ebenfalls der Sammaniya-Orden

http://www.youtube.com/watch?v=OjGsAjf39yg&feature=related

Dhikr in der nigerianische Provinz Kano

http://www.youtube.com/watch?v=zkbekwqvLC0&feature=related

[16] Kein Problem besteht offensichtlich zwischen immer mehr Dhikr und immer reinerem Schariagesetz! Nigeria 2000: Hundreds of thousands of Nigerian Muslims have been celebrating the adoption of Islamic law or Sharia in the country’s most populous northern state, Kano. … Kano is the fourth and largest Nigerian state to adopt Sharia – which includes punishments such as amputation and flogging – and other states are likely to follow.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/798630.stm

derStandard 04.08.2010. Kano – Islamische Sittenwächterinnen haben im Norden Nigerias 80.000 Bierflaschen zerstört, um das Alkoholverbot durchzusetzen. Die islamischen Polizistinnen, rund ein Dutzend verschleierte Frauen von der sogenannten Scharia-Polizei Hisbah, zerschlugen in der Stadt Kano mit Stöcken die Flaschen, begleitet von Rufen „Gott ist groß“. An der Veranstaltung zur Stärkung der im Norden verbreiteten Scharia-Gesetzgebung nahmen auch Behördenvertreter teil. … Das Bier war am Wochenende beschlagnahmt worden, als die Flaschen aus dem christlich geprägten Süden des Landes nach Kano geliefert wurden, wie die Hisbah-Chefin Saidu Dukawa sagte. Obwohl Alkoholgenuss in Kano verboten ist, werden Lokale in dem von Christen dominierte Viertel Sabongari mit Bier beliefert.

http://derstandard.at/1277339557768/Scharia-Polizei-geht-gegen-80000-Bierflaschen-vor

[17] Sudans Schariapolizei: Fünfzig Peitschenhiebe für die Frau, die eine kurze Hose zu tragen wagte. A Woman Receives 50 Lashes For Wearing Pants in Public

http://www.worldpulse.com/files/upload/1361/flogging_a_young_woman.jpg

Die schwarzhäutige Frau bittet darum, mit dem Schlagen aufzuhören, die religiösen Sittenwächter lachen nur und befehlen ihr, mit dem Weinen aufzuhören, damit sie zum raschen Ende gelangen, denn schließlich hätten sie es heute eilig. Am 08.12.2010 berichtet Journalistin Halima Mohamed Abdel Rahman:

Under the Al Bashir Islamic regime, flogging women has become a common phenomenon. The Sudanese government insists on flogging women for what it calls indecent outfits. Pants is considered a sensational dress and a lady in pants is normally subjected to apprehension and interrogation and can receive lashes that vary from 10 to 40 or 50.

http://www.worldpulse.com/node/31892

Stellung der Frau im Islam

http://mayrant.files.wordpress.com/2010/12/flogging.jpg

YouTube-Videofilm zur sudanesischen Auspeitschung

In 2009 Lubna Hussein, a Sudanese journalist, was sentenced to 40 lashes for appearing in public wearing trousers. Under a storm of international criticism, she was released with a fine

http://www.dailymail.co.uk/news/article-1338479/YouTube-video-Sudan-shows-woman-flogged-laughing-policemen.html

Experience an Evening of Sudanese Hadrah: Shaykh Babikir Ahmed

http://www.youtube.com/watch?v=8mzNYck0vg0

Sudanese Sufi Dance

http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=DJ0mUcUkhWo

Sufism Zikr Sudan

http://www.youtube.com/watch?v=DuSO6a1MaEE

Sufitanz in der Hauptstadt Khartum

http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=rtcHZKQ5mzA

Every Friday afternoon, supporters of the Sufi tribe meet at a graveyard in the Omdurman district of Khartoum, where they dance into the sunset

http://www.youtube.com/watch?v=zIXaio1K0RE&feature=related

[18] Farhad Daftary: The Assassin legends: myths of the Isma’ilis

Regent Janah al-Dawla wurde vom Assassinen al-Hakim al-Munajjim umgebracht: “in May 1103 during a Friday prayer in the great Mosque of Hims”

http://books.google.de/books?id=V2PisfCC7gkC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[19] Die 20 größten Sünden im Islam

Shirk (Vielgötterei)

Yaas Hoffnungslosigkeit/Verzweiflung)

Qunut (Mutlosigkeit/Niedergeschlagenheit)

Al Amno Min Makr-illah (Geringschätzung der Strafen Allahs)

Mord

Aaq-e-Waledain (Ungehorsam gegenüber den Eltern)

Qat-e-Rahimi (Abbruch der Familienbeziehungen)

Usurpation des Reichtums der Waisenkinder

Wucher

Unzucht

Sodomie

Qazaf (Bezichtigung des Ehebruchs oder der Homosexualität)

Alkohol

Wetten

Musik

Singen

Lügen

Falscher Eid

Falsches Zeugnis ablegen

Die Zeugenaussage verbergen

http://www.al-shia.de/artikel/kleineundgrossesuenden.htm

[20] Rechtsgutachter: Ibn Taymiyya, ein muslimischer Gelehrter, auf den sich Gelehrte des saudisch-wahhabitischen Islam häufig beziehen

Rechtsgutachten: Rechtsgutachtensammlung: 28/524

„Es ist eine Selbstverständlichkeit im Islam und ein Konsens [unter den muslimischen Gelehrten], dass derjenige, der zu einer anderen Religion als dem Islam oder zu einem anderen Gesetz [arab. Schari’a] als dem Gesetz Muhammads verleitet wird, als ungläubig gilt. Dieser ähnelt einem Ungläubigen, der teilweise an den Koran glaubt, genau wie Allah [im Koran] sagte: ‚Wahrlich, diejenigen, die nicht an Allah und Seine Gesandten glauben und eine Trennung zwischen Allah und Seinen Gesandten machen und sagen: ‚Wir glauben an die einen und verwerfen die anderen’ und einen Zwischenweg einschlagen möchten, diese sind die Ungläubigen im wahren Sinne, und bereitet haben wir den Ungläubigen eine schmähliche Strafe.‘ (Sure 4,150-151).’

Rechtsgutachter: Ibn Kathir, der vielleicht prominenteste Koranausleger des sunnitischen Islam

Rechtsgutachten aus ‚al-bidaya wa n-nihaya. 13,119

„Derjenige, der einem anderen Gesetz … folgt und nicht dem, das auf Muhammad ibn Abdullah, das Siegel der Propheten, herabgesandt wurde, gilt als ungläubig … Es ist Konsens im Islam, dass jemand, der so etwas tut, als ungläubig gilt.

Allah hat [im Koran] gesagt: ‚Wünschen sie etwa die Richtlinien der Dschahiliya [der vorislamischen Unwissenheit]? Und wer ist ein besserer Richter als Allah für ein Volk, das fest im Glauben ist?‘ (Sure 5,50) Und: ‚Doch nein, bei deinem Herrn; sie sind nicht eher Gläubige, bis sie dich zum Richter über alles machen, was zwischen ihnen strittig ist, und dann in ihren Herzen keine Bedenken gegen deine Entscheidung finden und sich voller Ergebung fügen.‘ (Sure 4,65).“

http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M556728dc2ae.0.html

Shirk akbar (großer Shirk) ist:

1) Wer (ein Gesetz) erlässt, welches Allah nicht herabgesandt hat.

2) Allahs Recht zu richten und (das) Seines Gesandten abzulehnen.

3) Das Urteil des Taghut vor dem Urteil Allahs zu bevorzugen, sei es komplett oder in einigen Dingen.

4) Wer das Urteil Allahs und das Urteil des Taghut als gleichwertig ansieht.

5) Zu glauben, dass es erlaubt ist, nach etwas zu richten, das von Allahs Gesetzen und denen Seines Gesandten abweicht, oder wer glaubt, dass das Richten nach dem, was Allah herabgesandt hat nicht obligatorisch ist, oder [dass es] freiwillig [ist].

6) Die Weigerung nach Allahs Gesetzen zu richten.

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/30893-Der-Kufr-desjenigen-der-nach-etwas-anderem-richtet-als-das-was-Allah-…

shirk akbar (major shirk):

(1) Ruling by other than that which Allaah has revealed.

(2) Denying the right of Allaah and His Messenger to rule.

(3) Preferring the rule of falsehood to the rule of Allaah, whether this is complete or only in a few matters.

(4) Regarding the rule of Allaah and the rule of falsehood as equal.

(5) Thinking that it is permissible to rule by something that contradicts what Allaah has revealed, or believing that ruling by what Allaah has revealed is not obligatory or is optional.

(6) Refusing to rule by what Allaah has revealed.

http://islam-qa.com/en/ref/974

Mit al-Ghazali gegen allgemeine Menschenrechte?

Oktober 20, 2011

Mit al-Ghazali auf dem Irrweg der staatlichen Imamausbildung voranschreiten?

Osnabrücker Universität ehrt einen orthodox-islamischen Totengräber des orientalischen Rationalismus

Eine Stellungnahme der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte ( GAM )

Osnabrück vermarktet sich nicht nur als „Friedensstadt“. Osnabrück ist auch bekannt als eine Stadt, die gute Beziehungen zur iranischen Gottesdiktatur pflegt, deren Tageszeitung und Universität Hochburgen islamophiler Ideologiebildung darstellen und die immer wieder durch Kollaboration mit zwielichtigen islamischen Funktionsträgern auf sich aufmerksam macht.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ahmadineschads_willige_geiger/

http://www.glasnost.de/autoren/krauss/integrationspol.html

http://nicsbloghaus.org/2010/06/19/die-gbs-zur-absage-von-osnabrueck/

Aus der Friedensstadt Osnabrück stammt auch jener umstrittene parteichristliche Bundespräsident Christian Wulf, der uns den Islam – ohne tabufreie und chancengleiche öffentliche Debatte – als organischen Teil Deutschlands aufnötigen möchte und dafür trotz weitgehend gleichgeschalteter Medien wohl kaum eine Mehrheit hinter sich brächte.

Diesmal ist es wieder so weit. An der Universität Osnabrück, einer der vier Standorte für islamische Theologie in Deutschland, soll vom 28. bis 30. Oktober eine Konferenz zum Thema „900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften. Perspektiven für eine islamische Theologie in Deutschland“ stattfinden.

Zur institutionellen Einbettung dieser Veranstaltung ist zunächst prinzipiell Folgendes anzumerken: Zum einen ist es höchst abwegig, Theologie und offenbarungsreligiösen (hier: islamischen) Glauben als „Wissenschaft“ zu bezeichnen und zu behandeln. Zum anderen verstößt die Einrichtung einer staatlichen Imam-Ausbildung grundsätzlich gegen das verfassungsrechtliche Neutralitätsgebot in Religionsangelegenheiten. Es kann nicht sein, dass dem ungefragten deutschen Steuerzahler, darunter ein Drittel Konfessionsloser, nun auch noch die Finanzierung des geistlichen Personals einer höchst kritikwürdigen Fremdreligion aufgebürdet werden soll. Drittens ist zu kritisieren, dass den Studierenden des Erweiterungsfachs „Islamische Religionspädagogik“ als Voraussetzung für ihre Lehrerlaubnis die Zugehörigkeit oder die Konversion zum Islam abverlangt wird.

Begründet wird diese verfassungswidrige und demokratisch illegitime Institutionalisierung mit dem angeblichen Vorhaben, den Islam „von außen“ im Sinne der Prinzipien der europäischen Moderne zu domestizieren und gegenüber radikalen (islamistischen) Ausformungen zu immunisieren. Für die Einsicht, dass diese dogmentheoretische Einmischung von Seiten des „Staates der Ungläubigen“ bei dem orthodoxen Mainstream-Islam und seinen berufsmuslimischen Vertretern auf wenig Verständnis und Hinnahmebereitschaft stoßen dürfte (es sei denn, diese erhalten hinter verschlossenen Türen doch noch die inhaltliche Lufthoheit), muss man kein Hellseher sein.

Um die ausschlaggebenden Kräfte der islamischen Orthodoxie gnädig zu stimmen, haben sich die universitären Profiteure der Theologie- und Imamausbildung mit Abū Ḥāmid al-Ġazālī (1058-1111) eine geeignete Galionsfigur auserkoren. Unter dem Eindruck gravierender geistiger Gegensätze und Orientierungswidersprüche innerhalb der zeitgenössischen Umma zwischen Sufismus (islamische Mystik), aristotelischer Philosophie, traditioneller Orthodoxie und ismaelitisch-schiitischer Einflüsse verkörpert al-Ġazālī die orthodox-islamische Verdammungsideologie gegenüber den Einwirkungen der aristotelischen Philosophie auf die islamische Weltanschauung. Mit Bezug auf al-Farabi und Ibn Sina wird von ihm das Recht der philosophisch argumentierenden Vernunft bestritten, den Offenbarungsglauben zu hinterfragen und überhaupt rationales Denken auf religiöse Prinzipien anwenden zu dürfen. Verurteilt wird auch die Leugnung von Wundern durch die Philosophen sowie das Kausalitätsdenken, weil es die göttliche Allmacht, ein Grunddogma des islamischen Eingottglaubens, in Frage stellt und dadurch die Krisen erzeugende Verunsicherung der Menschen hervorrufe. Um die rationale Philosophie als Nebenbuhlerin des Ringens um Wahrheit auszuschalten und den Absolutheitsanspruch des theokratischen Denkens zu befestigen, belässt es al-Ġazālī nicht nur bei der Kritik der angeblichen philosophischen Irrtümer, sondern verdammt die Philosophen als Ungläubige, was im orthodoxen Islam einem Todesurteil gleichkommt. Im Einzelnen gelten ihm drei Auffassungen als Indikatoren für todeswürdigen Unglauben (Glaubensabfall) für einen Muslim: 1) dass die Welt ungeschaffen und ewig sei, 2) dass Gott nur das Allgemeine, nicht aber das Besondere und Einzelne wisse und 3) dass es keine leibliche Auferstehung gebe.

Mit diesem islamisch-theologischen Verdammungsurteil fungiert al-Ġazālī als herausragende Figur der Austreibung philosophisch-rationaler Diskurskeime aus dem islamischen Weltanschauungssystem, das auch heute in seiner orthodoxen Grundgestalt mit der säkularen Moderne auch bei größtem Aufwand spitzfindigster Hermeneutik nicht in Einklang zu bringen ist.

Dass nun die Osnabrücker Universität ausgerechnet al-Ġazālī, nicht aber die muslimischen Vertreter der aristotelischen Philosophie würdigen, lässt tief blicken in die wahren Abgründe und Perspektiven der mehr als fragwürdigen und deplatzierten Imamausbildung an deutschen Hochschulen.

Ergänzend und vertiefend hierzu der folgende Text:

Osnabrück und das erneuerte Mittelalter: Heilssicherung verhindert Wissenschaftlichkeit

https://schariagegner.wordpress.com/2011/10/18/al-ghazali-am-ziis/

Zur Kritik der Imamausbildung:

Universitäre Imamausbildung und Einführung von Islamunterricht: Mit Siebenmeilenstiefeln in die falsche Richtung: Stellungnahme zur forcierten Etablierung islamischer Herrschaftskultur in Deutschland

http://www.hintergrund-verlag.de/texte-islam-universitaere-imamausbildung-und-einfuehrung-von-islamunterricht.html

Wer den Osnabrücker Veranstaltern seine Meinung mitteilen möchte, kann das hier tun:

info-irp@uni-osnabrueck.de

http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/?page_id=30

Die Entscheidung einer Konvertitin

März 27, 2009

نِقاب

niqāb:

Gesichtsschleier

Konvertitin und Niqabi

Jacques Auvergne, vgl. Nr. 032.

Hallo Autor!

Aus deinem Text spricht die Unmoral. Warum willst du Arme, Beine und Gesicht einer Frau sehen? Warum willst du wissen welcher Nationalität sie ist? Du wirst es nicht glauben, aber genau damit du das nicht siehst tragen diese Frauen es. Und sie „geben nicht vor es freiwillig zu tragen“ sie TRAGEN es FREIWILLIG! Warum ich das so genau weiß? Weil ich es selber trage. Und mich hat kein Mann, keine Familie, und kein Land dazu gezwungen, ich bin 100% deutsch, und habe mich selbst für eine andere Religion und eine andere Art der Kleidung entschieden, als hier die meisten.

Du reihst nur Vorurteile aneinander, und man darf nur hoffen, dass nicht alle so engstirnig sind und denken wie du.

Mehr sage ich dazu nicht mehr.

Faizah, faizah.de.vu

Sehr geehrte Faizah,

es bestehen große Unterschiede in der Weise, wie zwei Geschwister gleich welchen Geschlechts Frau und Mann, eher halb bewusst denn bewusst, im Alltag betrachten und was für Welterklärungen, Menschenbilder, Gottesbilder sowie Sittlichkeitsvorstellungen sie mit Mythos Mann und Mythos Frau verbinden. Das gilt auch für Realität Mann und Realität Frau.

Zugleich werden wir beide vermutlich darin übereinstimmen, dass Religion kein Randbereich des Lebens ist. Ich halte den Menschen zur Religion begabt oder berufen, in einer spöttischen Minute oder beim Erleben von praktizierenden Glaubensfanatikern mag ich murmeln “… zur Religion verflucht”. Doch was ist Religion und was nicht? Es gibt ganz große Unterschiede sowie Zwischentöne im Bereich etwa zwischen Spiritualität (befreiendes Gegengewicht zum Alltag) und Spiritismus (magisches Denken, Besessenheitsglaube, Machbarkeitswahn).

Wir Menschen, seit Jahrtausenden unterwegs auf den schwerlich überschaubaren, verschlungenen, dämmerigen Pfaden des Träumerischen und der Sehnsucht, der Götter oder des Gottes, wir sind angewiesen auf Qualitätskriterien für Religiosität. Und keine der Weltreligionen hat hier so viel Arbeit vor sich wie der so genannte Islam, der grundsätzlich keine schlechteren oder dümmeren der zum Islam hin geprägten und erzogenen Menschen beinhaltet als jede andere Religion, Ex-Religion oder Nichtreligion. Aber da fängt es schon an, islamisch-kritisch zu werden (Islam in der Krise, daher Islamkritik). Das Wörtchen Nichtreligion macht dem Islam Probleme oder vielmehr umgekehrt.

Freiheitliche Demokratie stellt die Forderung nach für jeden zugänglicher Ex-Religion. Negative Religionsfreiheit wird in der kulturellen Moderne oder auch nur in jeder geschmackvoll und stilsicher eingerichteten Gesellschaftsform heißen dürfen: Persönlicher Ex-Islam, sprich Ex-Muslime wohlwollend zuzulassen. Damit aber hat der durch irdische, oft gnadenlose Eiferer als anfallsweise gnadenlos dargestellte Allāh derzeit so seine Schwierigkeiten.

Der Scharia-Allāh oder Fiqh-Allāh ist ein unreifer Flegel, grün hinter den Ohren, unerzogen. Ich wünsche Ihnen, sehr geehrte Faizah, in Herz und Hirn einen ganz anderen Allāh. Rund um Volksislam, islamische Mystik und säkularen Islam gibt es durchaus, leider manchmal durch ihre Mitmuslime bedrohte Menschen, deren Gottheit die säkulare Demokratie nicht hauptberuflich verachtet oder gar angreift. Beschäftigen Sie sich mit säkularen Muslimen wie Professor Bassam Tibi oder Frauenrechtlerin Fatma Bläser, das sind die Menschen, auf die der deutsche Teil der umma wirklich stolz sein darf.

Muslimische Familien sind regelmäßig durch ausgesprochen gewaltreiche Erziehungsmethoden gekennzeichnet, so, als ob die Einordnung in die angeblich naturgegebene kosmische Religion hier auf Erden durch schmerzhafte Prügelpädagogik sinnlich erfahrbar werden müsste. In Kombination mit der durch Allāh jedem Vater gestatteten Zwangsverheiratung der eigenen Tochter durch ihn als „Wali“ (walī mudschbir, mücbir veli) und im Wissen um gelegentliches islamisches Handabhacken und Steinigen, beim vom Hörensagen bekannt werdenden Vergewaltigungsdschihad wie in Darfur oder bei dem durch Europas Medien vertuschten, europäisch-vorstädtischen Belästigungsdschihad (Nebeneffekt ist das unters Kopftuch Mobben) wachsen viele junge Migrantenkinder auf. Da erstaunt es nicht, dass die islamische Kindererziehung leider immer noch viel zu oft die autoritäre Persönlichkeit formt. „Angeboren“ (fitra) ist das nicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Autorit%C3%A4re_Pers%C3%B6nlichkeit

Man nennt sie auch autoritären Charakter

http://de.wikipedia.org/wiki/Autorit%C3%A4rer_Charakter

Wir dürfen vermuten, dass Mohammed diese vormoderne oder, heute, gegenmoderne Haltung, das Erziehungsziel: Autoritäre Persönlichkeit ebenso propagiert hat wie Said Ramadan oder Necmettin Erbakan es später taten. Man hört bisweilen sagen, diese Herren hatten eine schwere Kindheit, waren Kinder ihrer Zeit, mussten so fühlen und denken. Das mag ja auch stimmen, doch sind für die Zukunft der Gesellschaft (der Welt, Europas, Deutschlands) keine auf der Erde gelandeten Göttervertreter, keine sunnitischen Scheichs oder schiitischen Ayatollahs verantwortlich, sondern die Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Tja, wenn die allerdings mehrheitlich das Kalifat wollen, verkommt die Demokratie zur ‘hakimiyyat Allah’, oberster Souverän ist dann nicht länger das Volk, sondern der Islamgott.

Der säkulare Staat hat “die Muslime” (auch so ein deutscher Gutmenschen-Mythos, der die Säkularen und die Schariagegner gerne unterschlägt), für genau so lernfähig zu halten wie die so genannten Nichtmuslime (was ist das für eine ethno-religiöse Kaste, hat ein Grundschulkind jetzt ein Schild um den Hals: “Vorsicht, nichtmuslimisches Kind”?).

Der Staat braucht ethno-religiöse Sondergesetze und vormoderne Sittlichkeitsvorstellungen (’aura/awrah, fitra, nikah, tahāra, hidschāb/niqāb) wesensgemäß nicht zu berücksichtigen, wird sie aber immer dann eingrenzen müssen, wenn Grundrechte Dritter oder, wie im Falle von neunjährigen Ehefrauen oder bedrohten Ex-Muslimen, Grundrechte von Menschen bedroht sind.

Ich vermute, es ist mir in meiner Freizeit auch außerhalb des Karnevals erlaubt, einen Kartoffelsack überzuziehe und Huibui das Schlossgespenst zu spielen. Wahrscheinlich würden meine Freunde sagen, ich hätte nicht mehr alle Mokkatassen im Schrank.

Lehrerinnenkopftuch sagt, ruft, schreit: “Ich bin keinesfalls lesbisch und ein schwuler Sohn wäre mir und Allāh ein Gräuel!” Die kopftuchtregende Lehrerin wird anmutig lächeln, unschuldig spielen oder sogar arglos sein und murmeln: “Allāh empfiehlt der Frau die Haarbedeckung”.

Das Lehrerinnenkopftuch ist hisbah (Allahs unsichtbarer erhobener Zeigefinger), ordnungspolitischer Aufruf, eben hisbah, zur Errichtung der ‘islamischen Gesellschaft’.

Kopftuch bekundet ohne Worte, weit leuchtend: Al-amr bi’l ma’ruf wa n-nahy ‘an al-munkar – Das Gute gebieten und das Schlechte verbieten!

http://de.wikipedia.org/wiki/Hisbah

Damit ist das islamische Kopftuch ein äußeres Zeichen der Ideologisierung des Leibes (fitra, ‘aura). Kopftuch – jedes – sagt zur Imam-Ehe (nikah) und zur Scharia “Ja!”, jedenfalls sagt es niemals nein zur Scharia und kein deutscher Moscheeverein lehnt die vormoderne, demokratiegefährdende islamische Pflichtenlehre ab. Von der kalifatsorientierten Ambition der durchweg reaktionären deutschen Islamverbände nicht zu sprechen.

Ob Salafiyya oder Milli Görüş: Die Kopftuchfreunde bevorzugen das Kalifat (Großmufti Mustafa Cerić sagt anstelle von Kalifat trickreich Imamat, in: The challenge of a single muslim authority in Europe) gegenüber jeder kulturellen Moderne, gegenüber Pressefreiheit, Religionskritik und Gesellschaftskritik. Der clevere Murad Wilfried Hofmann nennt die von ihm erträumte schariatisierte Nachdemokratie “Post-Postmoderne”.

http://www.designe-ligne.de/de/islam/kommentare/data/28-03-2003_17_47_58.php

Die säkulare Kultur benötigt zu ihrer Selbsterhaltung das pädagogische und politische Arbeitsmittel des Verbots des Lehrerinnenkopftuchs an ihren staatlichen Schulen. Auch Rheinland‑Pfalz sollte sich in diesen Monaten ein entsprechendes Gesetz geben, wie der gestörte Schulfriede am Speyer‑Kolleg anzeigt. Erfreulicherweise hat die dortige CDU einen entsprechenden Gesetzesentwurf bereits eingereicht.

So lange in vielen europäischen Moscheegemeinden der Forderung nach dem für jede muslimische Frau verpflichtenden hidschāb nicht widersprochen wird, ganz im Einklang mit anerkannten islamischen Autoritäten und zugleich Demokratiefeinden wie Yūsuf al-Qaradāwi, darf uns Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern jedes Kopftuch als ‘Wegzeichen’ (Buchtitel von Sayyid Qutb) für schariatische Islampolitik gelten, für geheiligte Entwürdigung der Nichtmuslime und der Frauen. Diese vormoderne religiöse Einstellung ist vom Grundrecht der Religionsfreiheit schlichtweg nicht gedeckt.

Der heutige Allāh verhindert Religionsfreiheit. Jedenfalls lässt er sein irdisches Bodenpersonal derartig wirken, diese Vertreter Allahs auf Erden, die Kalifen sprich Stellvertreter namens Ayatollah, Großmufti und Scheich. Apostasie wird nicht geduldet. Das aber ist aus demokratischer Sicht eine Unart, grundgesetzverträgliche Religion ist es gewiss nicht, eher sozialer Kerker, eine als Religiosität deklarierte Sklavenkette. Religionswechsel muss akzeptiert, bejaht werden, zurzeit für al-Azhar oder Europäischen Fatwā‑Rat (ECFR), für Ghom, Nadschaf oder Teheran (Tehrān) eine unüberwindbar scheinende Hürde.

Die Beurteilung eines Andersgläubigen als eines wenigstens grundsätzlich als sittlich wertvoll denkbaren Menschen muss möglich werden. Koran und Hadithen jedoch lehren den (islampädagogischen) Ekel vor den Dhimmis, den Hass auf die Polytheisten. Der Islamische Gelehrte und „Hodschatolislam“ Abu Muhammad al-Ghazali (hujjat‑ul‑islām al-Ghazālī, 1058-1111) und der Theologe Ibn Taimiya (1263-1328) Taimiyya, Taimiyyah) brachten diesen Aufruf zum theokratischen und nahezu sakramentalen Apartheitsstaat in eine endgültig menschenverachtende sowie zutiefst frauenverachtende Form. Die Scharia muss auf den Schutthaufen der Menschheitsgeschichte! Die Scharia-Gerichtshöfe müssen aufgelöst werden und die fatwaproduzierenden Milieus sind durch Bildung aller Menschen in ihrer schädlichen, suchterzeugenden Wirkung zu entmachten.

Sehr geehrte Faizah, sie fragen mich, warum ich Arme, Beine und Gesicht einer Frau sehen will. Tue ich doch gar nicht. Keine Frau im Zimmer. Im Nachbarhaus schlafen schon alle, Männer und Frauen. Morgen früh sehe ich wohl wieder ein paar Menschen (wer sagt Ihnen eigentlich, dass ich nicht blind bin? Nun, zum Glück habe ich gute Augen).

Oft beiläufig, grundsätzlich eher interessiert, manchmal mit Freude schaue ich Menschen ins Gesicht, den ganz alten wie den kleinen Kindern, den Jugendlichen und Erwachsenen, seien sie weiblichen oder männlichen Geschlechts. Und habe dabei den Glauben, er mag Ihnen seltsam erscheinen, dass eine Frau einen Mann grundsätzlich genau so lüstern oder begehrlich, sympathisch oder würdigend, nachbarschaftlich oder kollegial, neutral oder kühl anzusehen in der Lage ist wie ein Mann eine Frau. Dass Menschen, leider jedoch gerade Muslime hasserfüllt gucken können, ist uns vertraut. Da gibt es gar keinen Unterschied zwischen den Geschlechtsklassen, allenfalls etwas kulturell oder milieubezogen oder religiös antrainiertes Getue.

Da Sie für den Gesichtsschleier werben möchten, danke ich Ihnen zwar für diesen authentischen Beitrag aus dem radikalislamischen Innenleben, möchte Sie jedoch in der Sache nicht unterstützen. Fragen Sie also nach Zustimmung zum niqāb den indonesischen Gelehrtenrat, Indonesian Ulema Council, der, interessant und absonderlich, die für Schafiiten seit Jahrhunderten verpflichtende islamische Frauengenitalverstümmelung rechtfertigt. Die haben in den letzten Jahren recht lange Frauengewänder befördert, andererseits jedoch das strenge Kopftuch dem gesichtsverhüllenden niqāb vorgezogen. Besser also, Sie holen sich beim Herrn Abu Bakar Bashir die solidarische Zustimmung, ob eine gottesfürchtige Muslima ihren hidschāb als niqāb tragen sollte. Der Geistliche will die Bedeckung des Frauenleibes: “Naked women [are] worse than Bali bombings, unbekleidete Frauen sind schlimmer als das Bali-Attentat”, meint der einen persönlichen Kriegsgott anbetende P#333399iger.

http://en.wikipedia.org/wiki/Abu_Bakar_Bashir#Views_and_controversies

http://sweetness-light.com/archive/bali-bombers-says-naked-women-worse-than-bombs

Abu Bakar Bashir, Mitgründer der Jamaah Islamiyah und gottesfürchtiger Terrorfreund, will für alle Muslime Indonesiens ein Leben nach der ganzen, reinen Scharia.

Bei der nach Totalität strebenden islamischen Sexualpolitik, wie sie mit dem politreligiösen Kopftuch beginnt, geht um die männliche Herrschaft über die gewaltsam (dschihād) ins Abseits getriebenen, nach Maßgabe des Tochtertauschens erworbenen Frauen (Kaufvertrag nikah‑nama), die nachfolgend das Haus nicht ohne männlichen Begleiter (mahram) verlassen dürfen. Symptom dieser sexualpolitischen Landnahme ist das Kopftuch.

Das Wort Mängelwesen stammt von Arnold Gehlen. Gehlen meinte den naturhaft schutzbedürftigen Menschen, jeder Kultur (beiderlei Geschlechts). Der Islam aber meint mit mangelhaftem Wesen die Dhimmis, von denen es für jeden frommen Muslim gilt, Schutzgeld (die islamrechtlich einwandfreie dschizya) zu erpressen. Und neben dem Nichtmuslim (dhimmī; harbī) kennt der Islam noch ein weiteres Mängelwesen: Die Frau.

http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4ngelwesen

Es ist ein zwar grundfalscher, jedoch konsequenter Weg, den Sie, sehr geehrte Faizah, gegangen sind, vom Kopftuch über den Tschador zu der Ganzkörperverhüllung einschließlich Gesichtsverhüllung (niqāb). Schließlich hat im besonders radikalem Islam jede Frau als ein ganz ausgesprochenes Mängelwesen, das dem Mann sittlich, religiös und geistig unterlegen ist, vor der Öffentlichkeit nicht nur ihren verruchten, beständig vom iblīs (Teufel) umflatterten Leib, sondern auch ihr Antlitz zu verbergen.

Niqabi. Die sozial Entleibten, die geschaffenen Gesichtslosen huschen geistergleich, lebenden Toten gleich durch die ersten europäischen Straßen, indes die Ureinwohner wie auch die Einwanderer meist nicht einmal blöde gucken sondern irgendwie Verständnis haben. Ich habe für den niqāb kein Verständnis!

Der Ganzkörperschleier, auch der gesichtzeigende Tschador oder die Abaya, steht außerhalb der Kleiderordnung (dresscode). In Europa haben Mann und Frau einen Leib wie ein Gesicht. Im radikalen Islam nicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kleiderordnung

Im radikalen Islam ist Geld ist eben Männergeld, ist der städtische Zentralplatz Männerwelt, ist menschliches Gesicht Männergesicht. Sehr geehrte Faizah, vielleicht sollten Sie, durch mir nicht bekannte Lebensumstände bedingt, in diesen Jahren muslimisch leben, so etwas gibt es ja überall auf der Welt und ist erst einmal kein Grund, den Kopf in den Sack, äh: Den Kopf in den Sand zu stecken. Lesen Sie „Ich war ein Munie“ (Oliver von Hammerstein), das Buch (al‑kitāb) könnte Sie sehr betreffen. Falls Sie schariatisch überwacht sind, lesen Sie das Buch heimlich. Sie könnten es in einen kalligraphisch gestalteten Umschlag einer hadīth- oder tafsir-Sammlung einarbeiten und zur Freude Allahs in den Frauenbereich der Moschee schmuggeln. Ginge auch mit: Die satanischen Verse (Salman Rushdie) oder: Gabriels Einflüsterungen (Jaya Gopal), warum bitte sollen Muslime nichts lernen über Literatur oder Menschheitsgeschichte.

Falls Sie den niqāb tagsüber und draußen dauernd tragen und sofern Sie das Haus verlassen dürfen: Verzichten Sie zunächst, sage ich jetzt so ähnlich wie ein Suchtberater es tun würde, für zwei Tage in der Woche darauf, Ihr Gesicht mit einem niqāb zu verschleiern. Trainieren Sie später einen Wochentag lang den european dresscode, das durchschnittliche Erscheinungsbild.

http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstdarstellung#Grenzen

Neues Erleben wird sich Ihnen auftun, ebenso menschliches wie gottgewolltes. Der Name Faizah bedeutet die Siegreiche, die Gewinnerin. Werden Sie der Bedeutung Ihres Namens gerecht.

Mit freundlichen Grüßen

Jacques Auvergne

Lesetipp

Kapitel 09 und 10 aus der Analysiert von Ümmühan Karagözlü den niqāb.

https://schariagegner.wordpress.com/2008/03/22/mannerblicke-frauenkorper/

Karagözlü antwortete einer Niqabi. An Schleiergesicht oder vielmehr Schleiernichtgesicht Melanie

https://schariagegner.wordpress.com/2008/05/19/antwort-an-melanie/

Oh, deswegen wählte ich den Namen damals: Denn er war zutreffend, ich habe den islam für mich gewonnen und in mein Leben lassen dürfen.

Warum sollte ich irgendwas “trainieren” wovon ich al hamdu lillah mit der Zeit endlich wegkam, und was ich zutiefst verachte?

Warum immer RADIKALER islam? ES gibt nur einen islam, DEN Islam. DIE Wahrheit. Das ist nicht einfach eine der Weltreligionen wie Sie es abtun. Es gibt nur eine Wahrheit und eine Logik. Jemand hat uns erschaffen, deswegen sind wir hier, deswegen haben wir uns an die Gesetze zu halten, die dieser jemand aufgestellt hat: Allah ta’ala. Wenn sich das puzzle zusammenfügt, man plötzlich ALLES versteht und keine Fragen mehr hat, zweifelt man nicht mehr an der Richtigkeit. Der islam ist die einzige Religion die auf alles Antworten parat hat.

Kommen Sie mir bitte nicht mit irgendwelchen Quellen von Leuten die sich Muslime nennen, aber es oft nicht mal sind. Wir nehmen als Muslime nicht Wissen von Shiiten, anderen Sektenangehörigen, den Ahlu Bidah, oder Leuten die nicht mal Bart tragen aber Vorträge halten, Leuten die sagen, Christen sind auch okay und kommen ins Paradies, Leuten die dazu aufrufen einige Verse aus dem Qur’an zu ignorieren. Damit will ich nicht sagen dass sie alle keine Muslime sind, nein, das wäre verboten, aber was die Quellen angeht lese ich wie jeder Muslim es sollte, Qur’an und Sunnah, selbstverständlich nicht selbst interpretiert, sondern nach dem Verstand der salaf salah und höre dann was die Ulama sagen – Sheikh Albani, Utheymin, BinBaz, etc. Das wars. Ich werde also nicht irgendwelche Werke lesen von Leuten die doch keine Ahnung haben – das ist nur Fitnah. Und irgendwas einschmuggeln, ich bitte Sie machen Sie sich nicht lächerlich, bleiben wir bitte ernst – denn Allah sieht alles.

Eine Sache spreche ich noch kurz an: Es ist anmaßend zu behaupten, Sie könnten sich auch nur im geringsten vorstellen, was eine Frau empfindet wenn sie einen Mann sieht, verglichen zu dem, was der Mann empfindet wenn er eine Frau sieht. 1. Sie waren nie eine Frau, werden nie eine sein, und da können ihnen noch hundert Frauen erzählen, sie seien angeturnt von Männern auf der Straße, die Intensität dieser Aussage werden sie nie einschätzen können. 2. Werden Sie also nie in der Lage sein, Mann und Frau zu vergleichen, denn Sie kennen nur die eine Seite. 3. Wer kann sie vergleichen? Der der sie GEMACHT hat. Allah ta’ala. Und deswegen vertrauen wir ihm doch 100%ig.

Ich empfehle IHNEN http://www.islam-links.eu zu studieren. Ansonsten empfehle ich gar nichts mehr. Allah leitet recht wen er will und führt in die Irre wen er will.

Ich denke in der Diskussion immer: Wie schön, dass eines Tages ALLE wissen werden wovon wir Muslime immer gesprochen haben. Al hamdu lillah. Es wird ein Tag kommen, da wird es zu spät sein, Einsicht zu zeigen.

Faizah