Posts Tagged ‘al-Qaradawi’

Erlaubtes und Verbotenes im Islam

November 28, 2010

الحلال و الحرام فى الاسلام

The Lawful and Prohibited in Islam

Erlaubtes und Verbotenes im Islam

Demokratie ist nicht ḥalāl!

Verhaltet euch nicht unislamisch, denkt nicht einmal unislamisch! Die kulturelle Moderne mit Gottesfurcht und Wohlverhalten verweigern. In der 50 Jahre alten Schrift »Erlaubtes und Verbotenes im Islam« des Yūsuf al-Qaraḍāwī liest Jacques Auvergne.

Der 83jährige Yūsuf al-Qaraḍāwī (Foto (1)) genießt weltweit unter Sunniten höchste Autorität und billigt glaubensbewegte suizidale Mordanschläge (Selbstmordattentate) gegen Israelis. Der Scheich rechtfertigt weibliche Genitalverstümmelung religiös, sofern die Eltern sie im wohlverstandenen Interesse der Tochter ausüben (2). Der islamische Geistliche war 34 Jahre alt, als er 1960 sein »Al-Ḥalāl wal-Ḥarām fil-Islām« anfertigte, welches mittlerweile selbst ins Malaiische übersetzt worden ist (3).

Bereits ein Jahr nach Veröffentlichung des im Englischen als »The Lawful and Prohibited in Islam« rasch weltweit verbreiteten Buches, 1961, siedelte sich der gebürtige Ägypter in Katar (Qaṭar) an und unterstützte ab dem Folgejahr die Salafi genannten lokalen Wahhabiten beim Aufbau der dortigen Universität. Mit äußerst populären Fernsehsendungen sowie über das elitäre, der Muslimbruderschaft nahe stehende Netzwerk European Council for Fatwa and Research (ECFR) versucht Yūsuf al-Qaraḍāwī, seinen Kampf gegen die kulturelle Moderne und ihre auch für Gottlose oder Frauen ungeschmälert geltenden Menschenrechte zum Erfolg zu führen.

Sezessionsbestrebungen einer Teilbevölkerung werden Separatismus genannt. Mit den von MUSLIMLIGA (seit 1906), Muslimbrüdern (1928 ff.) und Millî-Görüş-Bewegten (ab 1972 / 1973) erhobenen Forderungen nach gesondertem Recht erlebt die staunende Menschheit zwar zumeist keine territoriale islamische Loslösung nach den Konzepten von Dār al-Islām bzw. ISLAMISTAN (4)), aber sehr wohl eine den offenen Krieg umgehende, kriegsähnlich betriebene jurisprudentielle islamische Loslösung, einen koranbasierten Separatismus des Rechts. Den nachnationalstaatlich (stammeskulturell) orientierten Völkerkundler Christian Giordano aus Fribourg in der Schweiz (5)) lässt dieser „Rechtspluralismus“ bekanntlich ebenso ungerührt wie den anglikanischen politischen Führer Rowan Williams (6).

Bosniens Großmufti Mustafa Cerić gehört dem besagten, radikal proschariatischen ECFR an, was am 22.11.2008 den deutschen Politiker Wolfgang Schäuble (7) und bereits am 27.10.2007 die Kölner Dialogfachleute Thomas Lemmen und dessen Ehefrau Melanie Miehl von der Christlich-Islamischen Gesellschaft (8) nicht davon abgehalten hat, den auf die Ungleichbehandlung der Frauen und Nichtmuslime pochenden Theologen einzuladen und öffentlich zu ehren.

Minhāǧ (minhaj (9)) ist eine vom pakistanischen Islamisten („Revivalisten“) Scheich Tahir-ul-Qadri (10) mit seiner auch in Großbritannien und den Niederlanden tätigen Missionsbewegung Minhaj-ul-Quran (MQI) (11)) verwendete Vokabel für den „theologischen Standort“ bzw. für die islamische Position. Auch der revolutionäre al-Qaraḍāwī verwendet diesen Begriff und bezeichnet seine von Islamverharmlosern „unorthodox“ genannte, die Rechtsschulen transzendierende (salafisierende) Herangehensweise als (anglisiert) minhaj al-wasatiyya, als Position der Mitte.

Yūsuf al-Qaraḍāwī betont in einem Essay über Fatwas (1988) die Notwendigkeit, auf alle Rechtstraditionen gleichermaßen zurückzugreifen und nennt diese angeblich undogmatische (korantreue) Vorgehensweise »minhāǧ al-wasaṭīya« (theologische Position des Zentrums). Der Salaf-Kult („Salafismus“) arbeitet eben als Wahhabisierung bzw. Neo-Hanbaliyya.

Der englische Text »The Lawful and Prohibited in Islam« (1960) liegt uns als die deutsche Übersetzung von Ahmad von Denffer vor (Erlaubtes und Verbotenes im Islam) und erschien bei SKD Bavaria (München 1989).

Aṣl bedeutet Kern der Sache oder Fundament (vgl. uṣūlu d-dīn, Schariagrundlagen), an-naṣṣ Eindeutigkeit im Sinne von Handlungsrelevanz:

21. Der Hauptgrundsatz ist das Erlaubtsein der Dinge

Der erste asl oder Grundsatz, den der Islam festlegte, ist, dass die die Dinge, die Allah geschaffen hat und der Nutzen, der durch sie gewonnen werden kann, eigentlich für den Menschen da und deshalb auch erlaubt sind. Nichts ist haram außer dem, was aufgrund eines unzweifelhaften und deutlichen nass von Allah, dem Gesetzgeber, verboten wurde.

Herzlich willkommen beim Zirkus Islam, treten Sie unbesorgt näher, hier ist alles erlaubt oder so ähnlich. Für den muslimischen Menschen versteht sich, und für die Frauen nur zur Hälfte, weiß Gott.

Die vom Islamischen Gesetz angeordnete Nutzbarmachung der irdischen Güter ist total. Die bei dem veritablen Kolonialismus namens Islam anfallende Beute ist zentral zu sammeln und selektiv (ungerecht) zu verteilen. Im Miniaturkalifat der Großfamilie mögen die Frauen arbeiten und ihr Gehalt oder Arbeitslosengeld dem Stammesführer abgeben, der es seinen Lieblingen abgestuft zuteil werden lässt. Den männlichen Lieblingen versteht sich, Frauen brauchen eigentlich kein Bankkonto. Im Kalifat ist Geld herrenlos (zu beschlagnahmen) oder maskulin.

Das von Frauen erwirtschaftete Geld ist unrein und damit eine Gefährdung des irdischen und jenseitigen Heils der ganzen Familie, wie Darul Uloom Deoband im indischen Lucknow klarstellt, denn es reiche nicht, zu sagen, dass eine Frau nicht in der Nähe von Männern arbeiten darf. Vielmehr sei es islamisch verboten (ḥarām), dass sie überhaupt zum Einkommen der Familie beiträgt (12). Der lokale schiitische Maulana („Meister“) Kalbe Jawwad (Syed Kalbe Jawad Naqvi (13)) stimmt dieser Fatwa durchaus zu: „Den Frauen im Islam ist es nicht gestattet, das Haus zu verlassen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, was Aufgabe der männlichen Familienangehörigen ist. Falls sie doch zum Arbeiten gezwungen ist, hat sie dafür zu sorgen, dass die Vorgaben der Scharia nicht verletzt werden.“

Den Dhimmis und den Frauen / beherzt die Sachen klauen: Kleptokrat Allahgott ruft seine irdischen Verwalter zum Nutzbarmachen der Ressourcen auf, die Schwester erbt eben nur halb so viel wie ihr Bruder und der Nichtmuslim bekommt gleich gar nichts.

An-naṣṣ, Klarheit des göttlichen Befehls, erklärt der Hassprediger in Fußnote 2, wo er die Grundlage des muslimischen Lebens bei ihrem Namen aš-Šarīʿa nennt:

21. nass ist entweder ein Koranvers oder eine eindeutige, authentische sunna des Propheten Muhammad. Dies sind die beiden Hauptquellen des islamischen Gesetzes, der scharia.

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist den Muslimen schließlich ebenso wenig zuzumuten wie die Gleichbehandlung eines Juden, Christen oder Atheisten. Tariq Ramadan (Genf) oder Bajrambejamin Idriz (Penzberg) können über den religionspolitischen Einsatz des Scheichs aus Katar zufrieden sein.

Bajrambejamin Idriz kämpft für eine künftige schariatreue (gegenmodern-revolutionäre) Begegnungs- und Lehrstätte namens ZIEM (http://www.zie-m.de/) und ist der Sohn von Idriz Idriz, einem Imam aus dem mazedonischen Skopje. Der Penzberger Imam, Künstlername Benjamin Idriz, zwischen 1994 und 1998 im Fernstudium am der Muslimbruderschaft zuzurechnenden Institut Européen des Sciences Humaines (IESH) eingeschrieben (14), pflegt den Briefwechsel mit Yūsuf al-Qaraḍāwī, den er 2006 in Bahrain auf einer Tagung zum Thema Mohammed-Karikaturen traf.

Zurück zum spirituellen Führer des heutigen IESH, und von da aus zurück ins Jahr 1960.

Der Mensch ist gar kein Gesetzgeber, Muslime können beanspruchen, von Menschen erlassene Regeln religiös begründet zu verschmähen:

25. Nur Allah allein hat das Recht, zu erlauben und zu verbieten.

Der zweite Grundsatz besteht darin, dass der Islam die Autorität darüber, haram und halal zu bestimmen, eingeschränkt und aus der Hand der Menschen genommen hat, gleich welchen weltlichen oder religiösen Ranges sie sein mögen. Diese Autorität ist allein dem Herrn aller Menschen vorbehalten. Weder Rabbiner noch Priester, weder Könige noch Sultane haben das Recht, den Knechten Allahs etwas grundsätzlich zu verbieten. Wer das tut, hat zweifellos seine Grenze überschritten und sich die Hoheit angemaßt, die im Hinblick auf die Gesetzgebung für die Menschen allein Allah, dem Erhabenen, vorbehalten ist.

Wer ohne äußersten Zwang weltliches Recht und weltliche Gerichtspraxis auf sich anwenden lässt, lästert Gott und ist eigentlich bereits kein Muslim mehr.

27. Verbieten des Erlaubten und Erlauben des Verbotenen ist wie schirk

Der Islam tadelt alle, die eigenmächtige Aussagen über Erlaubtes und Verbotenes machen, ist aber denen besonders streng gegenüber, die Verbote aufstellen, denn die Neigung, Verbote aufzustellen führt zu Unannehmlichkeiten für die Menschen und beschränkt ungerechtfertigt, was Allah für seine Geschöpfe weiträumig gestattet hat.

Nur auf den ersten Blick rückt der Islam hier in die Nähe von Hedonismus und Spaßkultur. Beim genaueren Hinsehen wird nur das islamisch korrekte Verhalten explizit als „weiträumig“ und indirekt als angenehm definiert. Zur Debatte steht die Orthopraxie gar nicht. Ich bringe euch die Freiheit, sagt der Diktator.

So lässt sich der Schariaverhinderer des Diebstahls aller Lebensfreude bezichtigen und ist es dem Gottesfürchtigen ja vielleicht gestattet, den Unbotmäßigen allerlei „Unannehmlichkeiten“ spüren zu lassen, damit „Gerechtigkeit“ herstellbar ist.

Unübersichtlichkeit macht Sorgen. Eine wirklich fürsorgliche Gottheit trifft für dich die Vorauswahl, und auch Mufti, Scheich und Stammesführer wollen nur dein Bestes. Gottes Rat an die Menschheit ist allerdings Befehl:

29. Verbote beruhen auf der Unreinheit und Schädlichkeit der Dinge

Es ist das Recht Allahs, der die Menschen geschaffen und sie mit unzähligen Gaben versehen hat, Gesetze zu geben oder Verbote zu erlassen, wie Er es für richtig ansieht und ihnen gleichfalls Verpflichtungen und Verantwortung aufzuerlegen. Als Seine Geschöpfe haben sie kein Recht, dies in Frage zu stellen oder nicht zu gehorchen. Dies ist Sein Recht als ihr Herr und ihre Pflicht als Seine Diener.

Zehnjährigen Mädchen ist daher die „Verpflichtung und Verantwortung“ zum islamrechtlich einwandfreien ehelichen Geschlechtsverkehr auferlegt, stellt der ranghöchste Kleriker Saudi-Arabiens fest. Derselbe Großmufti, für den weibliches Haupthaar Schamhaar ist, welches, sofern öffentlich sichtbar, die Dämonen heranzieht („Unverschleierte Frauen öffnen das Tor zum Bösen und zum Schlechten“).

Wer das Mädchen für zu jung zum Heiraten hält, handelt ihr gegenüber „ungerecht“, wie ʿAbd al-ʿAzīz bin ʿAbdullāh Āl aš-Šayḫ das Islam genannte ewige Gesetz (Scheich al-Qaraḍāwī: „Es ist das Recht Allahs, Gesetze zu geben oder Verbote zu erlassen“) in Raum und Zeit hinein trägt (15).

Du darfst den Islam gar nicht kritisieren, dein Schöpfer hat dir kein Recht dazu erteilt. Der Koranlehrer ist dein politischer Führer, Islam als Faschismus.

Glauben heißt gehorchen.

29. Aber Allah, der Erhabene, ist bei dem, was er befiehlt, nicht willkürlich. Weil Er seinen Knechten gegenüber barmherzig ist, erlaubt und verbietet er aus gutem Grund, mit Blick auf das Wohlergehen der Menschen. So hat er nur Reines erlaubt und nur verboten, was unrein ist.

Denken war gestern, jetzt kommt al-Islām. Das Verbotene ist dämonisch besudelt.

Simplify your life, der Reinheitsterror ist effizient:

32. Halal genügt, während haram überflüssig ist

Dies hat Ibn al-Qayyim (in: Rauda al-Muhibbin) erläutert: „Allah … hat Zinsen verboten, aber ermutigt zum gewinnbringenden Handel. Er hat das Glücksspiel verboten, aber Er hat erlaubt, bei Wettkämpfen zu setzen, die für das religiöse Streben nützlich sind, wie Pferde- oder Kamelrennen oder Wettschießen. Er hat (den Männern) das Tragen von Seide verboten, aber ihnen die Wahl anderer Stoffe gelassen wie Wolle, Leinen oder Baumwolle. Er hat Ehebruch, Unzucht oder Homosexualität verboten, aber ermutigt zu rechtmäßigen Ehe.“

Wenn wir also die islamischen Regeln in ihrer Gesamtheit betrachten, stellen wir fest, dass dort, wo Allah die Möglichkeiten Seiner Knechte bei manchen Dingen einschränkt, Er ihnen gleichzeitig eine noch größere Auswahl zuträglicher Alternativen anbietet.

Im Scherz: Was für ein liberaler Gott, haufenweise Freiheiten für alle, auch für denjenigen, der sie gar nicht will.

Sich auf die Schrift »Ar-Rauḍatu l-Muḥibbīn. Der Garten der Liebenden (16)« des als Hanbalit geltenden Ibn Qaiyim al-Ǧauziya (1292-1350) zu berufen, ist auch unter heutigen Salafis beliebt, wie ein Blick auf die Seite salaf.com zeigt, die zu den Verwaltern des Gedankenguts der islamischen Gelehrten Albani, Bin Baz und Uthaymin verlinkt (17).

Sechzehn Jahre lang war al-Ǧauziya Schüler des Taqīyu d-Dīn Aḥmad bin Taimīya‎, den die kanadische Autorin, Muslimin und Mitunterzeichnerin des »Manifests der 12 (18)« Irshad Manji als geistigen Impulsgeber der heutigen, gegenmodern und frauenfeindlich arbeitenden Bewegung der so genannten Islamisten erkennt.

Die Feststellung, Ḥalāl reiche aus, während ḥarām Luxus, legt dem Leser nahe: Schura genügt, während ein rein diesseitiger Parlamentarismus überflüssig ist. Oder: Werde wesentlich, Zweitfrau und Kindbraut genügen, die Gleichberechtigung der Frau ist verzichtbar.

32. Was zu haram führt ist ebenfalls haram

Ein weiterer islamischer Grundsatz lautet, dass wenn etwas verboten ist, alles, was dazu führt, ebenfalls verboten ist. Auf diese Weise versperrt der Islam alle Zugänge zum haram.

Sadd aḏ-ḏarāʾiʿ, Absperrung aller hinführenden Wege, im Englischen: blocking the means to evil. Der deutsche Jurist Mathias Rohe („Das Versperren der Mittel“) zeigt sich in seinem »Das islamische Recht: Geschichte und Gegenwart« auf Seite 70-71 ganz begeistert vom, Moral und Seele rettenden, Zaun gegen die Schliche.

Dabei oszilliert sadd aḏ-ḏarāʾiʿ, Allahs unser Verstehen übersteigenden Willkür und, irdisch folgerichtig, der in den Islam integrierten Rechtsunsicherheit aufregend entsprechend, irgendwo zwischen gesundheitspolitischem Präventionsgedanken und religiös begründeter Gewaltanwendung, wobei letztere die Gewaltdosis des zivilen Ungehorsams (civil disobedience, Henry David Thoreau) heutzutage glaubenspraktisch allein deshalb regelmäßig zu überschreiten hat, damit die zu muslimisierenden Individuen den Zumutungen der universellen Menschenrechte nicht ausgesetzt sind.

Was nach dem 10.12.1948 „Islamismus“ ist, war bis zum Vortag Islam.

Etwas leicht Verbotenes tun, um etwas sehr Verbotenes zu verhindern, das ist im heilssichernden Blockieren der Zuwege allerdings mit enthalten. Willkommenerweise sind gerade die Gesetze der Ungläubigen bei Bedarf besonders provokant zu ironisieren: Ein Kind vorsorglich zu züchtigen oder ihm die anstehende Klassenfahrt mit ungläubigen Kindern zu verweigern, könnte es schließlich vor ganz schlimmen Folgen bewahren.

Eines räumlich niederländischen zeitlichen Sonntagvormittags im raumlos und zeitlos gültigen Fastenmonat Ramadan kam ein gewaltiger leerer Schulbus wie zufällig vor einer Konditorei und im Parkverbot zum Stehen. Das kleine Ladenlokal war stundenlang optisch so vollständig abgedeckt wie der Frauenleib mit einer Burka, der Fahrer nicht mehr aufzufinden. Die Sonne kam zum Sinken und der Verkauf von Kaffee und Süßigkeiten fast zum Erliegen. Wer weiß, vielleicht sind so ein paar Paradiesbestimmte von der Nichterfüllung ihrer Fastenpflicht abgehalten worden. Der nichtmuslimische Busunternehmer war mittlerweile telefonisch erreicht worden und am Folgetag murmelte der fromme Angestellte etwas davon, versehentlich den falschen Stellplatz gewählt zu haben. Dass die örtlichen Dhimmis im Ramadan künftig heimlich essen sollen, muss man nicht laut sagen. Die Botschaft des Sittenwächters richtete sich vor allem an die städtischen Muslime, zumal der Kundenparkplatz gleich mit blockiert war: Sadd aḏ-ḏarāʾiʿ, closing the path that leads to evil.

Gleiches Zitat:

32. Was zu haram führt ist ebenfalls haram

Ein weiterer islamischer Grundsatz lautet, dass wenn etwas verboten ist, alles, was dazu führt, ebenfalls verboten ist.

Kunst, Kino, Karikatur, Pressefreiheit oder Demokratie verführen dich zum Glaubenszweifel. Lass das mal besser. Zeitung und Wahlen sind im Kalifat verboten, denn:

Auf diese Weise versperrt der Islam alle Zugänge zum haram.

Dem zu muslimisierenden Kind oder Jugendlichen sind demokratische Umgebungen oder Taten nicht zuzumuten, sofern ein eher islamisches Milieu oder eine stärker koranbasierte Verhaltensweise möglich ist.

Du musst deinen Mitmuslimen unter Beweis stellen, dass du die islamisch inkorrekte Verhaltensweise verachtest und vermeidest. Du darfst nicht unislamisch handeln, nicht einmal unislamisch denken.

Wir müssen überprüfen, ob Deutschlands muslimische Vorzeigepädagogen Lamya Kaddor, Rabeya Müller und Harry Harun Behr einem derartig gegenkulturellen, zur innenstädtischen Abschottung führenden Bestreben, wie wir es aus den fünfzig Jahre alten Forderungen des Yūsuf al-Qaraḍāwī (und den nahezu 1.400 Jahre alten Vorgaben Mohammeds) erschließen können, widersprechen. Ein Scharia und Fiqh nicht glaubhaft verwerfender Islam darf im Bildungsbereich nicht integriert werden, weil die Integration der Intoleranz und die Werbung für die Ungleichbehandlung den Fortbestand der offenen Gesellschaft beenden wird. Islamische Revolution geht auch im Schneckentempo.

Bislang erzieht der Islam dazu, die kleine oder mittlere Ungerechtigkeit zu bekämpfen und die große Ungerechtigkeit zu befördern:

Angesichts einer kleinen oder mittleren Unbotmäßigkeit ist ernstlich oder gespielt empört und verspannt aufschreien, man hat ihr als Amateur-Sittenpolizist beutegierig aufzulauern, der angeblichen Ehebrecherin beispielsweise oder dem Weintrinker. Der großen Ungerechtigkeit hingegen, der weltweiten Deklassierung der Frau oder dem Apostatenmord, ist der Weg zu ebnen.

Ausgerechnet im Namen der „Gerechtigkeit“.

36. Zweifelhafte Dinge sind zu vermeiden. Es gehört zu Allahs Barmherzigkeit gegenüber Seinen Geschöpfen, dass Er sie darüber, was erlaubt und was verboten ist, nicht in Unkenntnis gelassen hat. Vielmehr hat Er klar gemacht, was halal und was haram ist.

Haram gilt für jedermann. In der islamischen scharia hat haram umfassende und fortdauernde Gültigkeit. Es gibt nichts, das z. B. einem Nichtaraber verboten, aber einem Araber erlaubt, auch nichts, das einem Schwarzen vorenthalten und einem Weißen vorbehalten wäre.

Dafür gibt es ganz vieles, was die Frau nicht darf. Und der Islamapostat hat sogar das Recht, einer Hinrichtung beizuwohnen, seiner eigenen nämlich, das muss aber nicht so sein.

Koedukation und gemeinsames Arbeiten von Männern und Frauen gelten den Lobbyisten der islamischen Sozialordnung als widernatürlich und ungerecht. Die iranische Juristin und islamische Theologin Hamideh Mohagheghi etwa (19), Lehrbeauftragte für die Religion des Islam an der Universität Paderborn, Institut für Evangelische Theologie (20), stellt zum Thema Frauenrechte fest:

„Die Geschlechterdemokratie soll nicht zu einer zwanghaften Verteilung der Arbeit in der Form führen, dass in jedem Bereich eine gleiche Anzahl von Männern und Frauen arbeiten müssen. Geschlechterdemokratie ist mehr die Schaffung der Möglichkeiten, dass jeder Mensch, ungeachtet seines Geschlechtes, gemäß seinen Interessen, Fähigkeiten und natürlichen Bedürfnissen sich frei entfalten kann und darf.“

Zu Mann und Frau, weiß die 1954 in Teheran geborene Männerversteherin:

„Dass Mann und Frau von Natur aus besondere unterschiedliche Fähigkeiten haben, ist plausibel. Wenn wir die Natur beobachten, stellen wir fest, dass es unter allen Geschöpfen instinktiv und intuitiv unterschiedliche Verhaltensweisen der Geschlechter gibt. Der Islam legt besonderen Wert auf die natürlichen Bedürfnisse und bezeichnet sie als Zeichen Gottes, worauf der Mensch besonders achten soll. Die natürlichen Unterschiede bedeuten nicht, dass die Geschlechter in eine bestimmte Rolle gezwungen werden sollen.“

Innerhalb des Normengefüges der Scharia ist Kritik an der islamischen Frauenrolle durchaus zulässig, so Mohagheghi sinngemäß. Im Übrigen sei gerade die irdische islamische Herabsetzung der Frau für das konstruktive Miteinander der Geschlechter unentbehrlich. Dazu weiß die regelmäßige Referentin auf Katholikentagen und Evangelischen Kirchentagen:

„Aus islamischer Sicht ist die Zusammenarbeit der Geschlechter möglich, wenn sie sich gegenseitig als gleichwertige Menschen betrachten. Jeder Mensch kann sich, berufend auf die islamischen Werte und Prinzipien, äußern und sein Verständnis vom Islam und seine Werte darstellen. … Es existieren einerseits menschliche Bedürfnisse, die bei allen Menschen unabhängig vom Geschlecht gleich sind und andererseits geschlechtspezifische Bedürfnisse.“

Gegen Hidschab und Scharia predigt die Schiitin nicht, die Uni Paderborn lässt an ihrem Institut für Katholische Theologie die verschleierten Damen Muna Tatari (21) und Tuba Isik-Yigit (22) dozieren.

Von der offensichtlich auch von Paderborn ausgehenden Islamisierung von christlicher Theologie und universeller Wissenschaft zurück zu Scheich al-Qaraḍāwī, noch ein Akzent im selben Zitat, das wir als ganz und gar umfassend lesen dürfen, als totalitär:

36. Zweifelhafte Dinge sind zu vermeiden. Es gehört zu Allahs Barmherzigkeit gegenüber Seinen Geschöpfen, dass Er sie darüber, was erlaubt und was verboten ist, nicht in Unkenntnis gelassen hat. Vielmehr hat Er klar gemacht, was halal und was haram ist. Haram gilt für jedermann. In der islamischen scharia hat haram umfassende und fortdauernde Gültigkeit.

Die Zone des heilsbezogen und strafrechtlich Indifferenten, den neutralen (mubāḥ) Bereich (an action as neither forbidden nor recommended, and so religiously neutral) als verboten (ḥarām) einzustufen ist kennzeichnend für salafistische (hanbalitische / wahhabitische) Milieus. Von hier aus bis zum Gehen „Fī s-sabīl Allāh“, zum „Beschreiten des Pfades Allahs“ (in den Dschihad ziehen (23)) ist es nicht mehr weit.

Der gütige Allah hat euch Erdenbewohnern alles klar gemacht – wer hier noch widerspricht, ist kein Muslim mehr. Ernst gemeinte Diskussionen über das, was zulässig oder untersagt ist, kann es folglich nur unter Polytheisten oder sonstigen Kriegern gegen Gott geben. Die unteilbare šarīʿa allein ist NIẒĀM ISLĀMĪ, sittliche, soziale, politische und juristische Ordnung der umma.

Islam als System, Schariastaat. Pakistan war bereits seit 1956 aus seiner Sicht die weltweit erste islamische Republik und der Islam Staatsreligion. Doch erst 1977 ließ General Mohammed Zia-ul-Haq (24) die auf Mohammed zurückgehende Strafen des ḥadd („Grenze“, gemeint ist die Grenzverletzung eines göttlichen Gebots, die Verletzung der „Rechte Gottes“, ḥuqūq Allāh (sg.: ḥaqq Allāh)) wieder einführen und dem Dieb die Hand abtrennen. Pakistans Familien- und Erbrecht wurde rasch vollkommen islamisiert, der schariabasierte Staat ist seitdem weltweit als vorbildliche Möglichkeit betrachtet worden. General Zia-ul-Haq schwor das Volk auf den »niẓām islāmī« ein, seinem Militärputsch gegen den am 04.04.1979 hingerichteten Zulfikar Ali Bhutto gingen Proteste der MUSLIMLIGA und der Pakistan National Alliance (PNA) wegen Wahlbetrugs voraus. Der globalisierte Trend nach Wiedereinführung der Scharia ging nicht zuletzt von Pakistan aus.

Die Muslimliga wurde 1906 in Dhaka als All-India Muslim League gegründet. Dhaka ist heute Hauptstadt von Bangladesch. Im noch von der Kolonialmacht Großbritannien beherrschten Indien wurde 1916 der „Größte Führer“ (Qaid-e Azam) Muhammad Ali Jinnah (25) zum Präsidenten der Muslimliga gewählt.

37. Was Allah in seiner scharia erlaubt hat, ist allen Menschen erlaubt, und was Er verboten hat, ist allen Menschen verboten, bis zum Tag der Auferstehung.

Die „differenzierten“ Rechtsfolgen für die nach Allahs Weisung zu diskriminierenden Muslimfrauen, Dhimmimänner, Dhimmifrauen und Harbis sind für den frommen Scheich nicht der Rede wert. Ein Mehrstufenrecht wie im Dritten Reich, in dem für Arier und Nichtarier zwölf Jahre lang ein einheitlicher, verbindender und verbindlicher Rechtsrahmen galt.

Die relativ privilegierten männlichen Muslime sind allzeit auf ihr islamisch korrektes Verhalten zu überwachen und nach Maßgabe der Scharia zu bestrafen.

142. Verbot der Entblößung weiblicher Reize

Moral und Benehmen der muslimischen Frau unterscheiden sich deutlich von denen der nichtmuslimischen Frauen oder der Frauen aus der Zeit der dschahiliyya.

Wie sich die Paradiesbestimmte von der Fluchwürdigen unterscheidet, ist vielleicht zweitrangig, Hauptsache man ist anders.

Gegenüber der Dhimmi-Frau hat die Muslima also mental und orthopraktisch eine geheiligte Asozialität an den Tag zu legen. Schließlich gilt es, die Seele zu retten, da ist das Herabsehen auf die Unreine eine Nebensache und unvermeidbar sowieso. Dann und wann soll die Sittenwidrige das Ausmaß ihres Fehlverhaltens allerdings spürbar erleben.

Weil die Dhimmi-Frau zudem eingeladen bleibt, jederzeit zur natürlichen Religion zurück zu kehren, wird sogar kraftvolles Mobbing zur daʿwa, islamischen Mission.

142. Die muslimische Frau ist keusch, würdevoll und besitzt Selbstachtung und Schamgefühl.

Die Frau, die gegen die Scharia verstößt, ist wahrscheinlich als Islam-Apostatin anzusehen. Ich soll die nichtmuslimisch handelnde Tochter eines Muslims oder die Nichtmuslima als obszön und widerwärtig betrachten lernen, die Schamlose erniedrigt sich schließlich selbst. Nur die islamisch korrekte Lebensführung kann sie aus diesem Elend, in das sie gefallen ist wie in einen Brunnenschacht, herauf holen.

Frei nach Fatima Grimm oder Rabeya Müller: Mohammed war Feminist. Wir ergänzen: Wobei der Islam aber keinen Gleichheitsfeminismus, vielmehr einen Unterlegenheitsfeminismus fordert.

143, 144. Benehmen der muslimischen Frau

Das rechte islamische Benehmen, das von der muslimischen Frau gefordert ist und sie davon abhält, ihre Attraktivität ausschweifend zur Schau zu stellen, ist durch folgendes gekennzeichnet:

a) Senken des Blicks: der wertvollste Schmuck einer Frau ist ihr Schamgefühl, und der beste Ausdruck des Schamgefühls ist das Senken des Blicks, wie Allah der Erhabene im Koran sagt: „Und sage den gläubigen Frauen, sie sollen von ihren Blicken senken …“ (24:31)

b) sich nicht auf solche Weise in die Gesellschaft von Männern begeben, dass körperlicher Kontakt entsteht oder Männer und Frauen sich berühren, wie das heute oft in Kinos, Universitäten, Hörsälen, Bussen, Straßenbahnen usw. geschieht. Maqal ibn Yasar berichtet, dass Allahs Gesandter gesagt hat:

„Es ist besser, dass einer von euch mit einem Eisenstachel in den Kopf gestochen wird, als eine Frau zu berühren, die man nicht berühren darf.“

c) Ihre Kleidung muss den Grundsätzen der islamischen scharia entsprechen, die folgende sind:

1. Die Kleidung muss den gesamten Körper bedecken, mit Ausnahme dessen, „was sichtbar sein muss“, was nach der am meisten vorzuziehenden Auslegung Gesicht und Hände sind.

2. Die Kleidung darf nicht durchscheinend sein, so dass sichtbar würde, was darunter ist. Der Prophet hat uns davon unterrichtet:

„Unter den Bewohnern der Hölle sind solche Frauen, die bekleidet und doch nicht bekleidet sind, die verführen und verführt werden. Sie werden den Paradiesgarten nicht betreten und nicht einmal sein Geruch wird sie erreichen.“

Die Bedeutung von „bekleidet und doch nackt“ ist, dass ihre leichten dünnen und durchscheinenden Kleider nicht verbergen, was darunter ist.

3. Die Kleidung darf nicht zu eng anliegend sein, damit nicht die Konturen des Körpers und besonders die Rundungen sichtbar sind, selbst wenn sie nicht durchscheinen.

Studentin: „Ich muss zur Hochschule und bin spät dran!“ – Sittenwächter: „Aber wenn du so rennst, macht dein Gesäß Bewegungen, nun, unkeusche Bewegungen!“ – Studentin: „Dann glotzt mir doch nicht auf den Arsch!“ (Marjane Satrapi (26)).

4. Sie darf keine Kleidung tragen, die speziell Männerkleidung ist, wie heutzutage Hosen.

Der Muslima ist ein Hosenverbot auszusprechen!

5. Bei der Wahl der Kleidung soll sie nicht die Nichtmuslime nachahmen.

Der ansteigende Kopftuchkrieg ist durchaus in zeitlicher Staffelung geplant, jedes Innehalten oder Neubesinnen ermöglicht, vielmehr: verlangt eine noch radikalere textile Segregation. Die Kluft zwischen Islamtreuen und Islamwidrigen soll sich immer weiter vertiefen.

Yūsuf al-Qaraḍāwī empfiehlt den Verweigerern der Weltbürgerlichkeit, im Alltag antiislamisch gekleidete Frauen aufzuspüren oder, falls gerade nicht vorzufinden, Nichtmuslimas aufzustöbern oder wenigstens zu imaginieren, um sie entrüstet mit dem Etikett der Unmoral zu versehen. Der Scheich ruft die Dār al-Islām zur antisozialen Kleidung auf: So ekelt euch doch vor den Nichtmuslimen, weil diese unsittlich bekleidet sind!

Ein halbes Jahrhundert später. Mögen sich die Dhimmi-Französinnen doch mal so richtig nackt fühlen, die keusche „Muslimfranzösin“ aus Émerainville (Region: Île-de-France) will 2009 mit Unterwasserburka schwimmen, Burkini tragen – und flog aus dem Schwimmbad. Entweder trägt sie inzwischen Badekleidung wie alle die anderen Französinnen oder sie verzichtet auf den Wassersport (27).

Bürgermeisteramt von Émerainville. Der Bürgermeister: „Noch zum Burkini. Wir haben das laizitäre Frankreich zu verteidigen, in welchem Männer und Frauen dieselben Rechte und Pflichten innehaben. Dieser Grundsatz ist kein Gegenstand der Diskussion oder Verhandlung (28).“

Im Januar 2009 erlaubte Österreichs multikulturell denkende Hauptstadt der 27-jährigen Johanna den Burkini, eine Wienerin ärgerte sich: „Wir müssen uns ausziehen, warum darf die so ins Wasser?“ Drei Jahre eher, der Burkini war gerade erfunden worden und in Produktion gegangen, verbot der türkische Bürgermeister den islamistischen Bade-Dress im städtischen Schwimmbad von Antalya. Auch im italienischen Varallo Sesia (Piemont) ist der Burkini verboten, eine Zuwiderhandlung hätte eine Strafe von 500 Euro zur Folge. (29).

Im Jahre 1960 war der Hidschab noch nicht wasserfest. Es geht um den Textiliendschihad. Die zu muslimisierenden Töchter (und Söhne) werden hinter die immer dicker werdenden Mauern des Kalifats eingesperrt, einen Weg in ein atheistisches oder auch nur säkulares Leben soll es aus Sicht der Muslimbrüder oder Millî-Görüş-Bewegten nicht geben.

Im Oktober 2010 wurde bekannt, dass die Frau des türkischen Ministerpräsidenten, Emine Erdoğan, in ihrer Kindheit vom eigenen Bruder zum islamischen Schleier gezwungen worden war. Auf die angebliche Freiwilligkeit des Kopftuchtragens sollten wir allerdings nie herein fallen, denn das „es gibt keinen Zwang im Glauben“ bedeutet lediglich, dass du, solange du dich gezwungen fühlst, noch nicht intensiv genug glaubst.

Mein Kind, am Kopftuch zu zweifeln heißt, an Allah zu zweifeln, und das kannst du uns doch nicht antun …

Türkei.

Den türkischen Islamisten, heute in Gestalt der Regierungspartei AKP, ist seit dem frühen Wirken des Kalifatsfreundes Necmettin Erbakan der „Marsch durch die Institutionen“ durchaus erfolgreich gelungen. Das Jahrzehnte alte Kopftuchverbot in Schule und Hochschule, durch das parallele Schulsystem der İmam-Hatip-Schulen (İmam hatip lisesi), das 1997 landesweit 500.000 Schüler ausbildete leider längst ironisiert, droht 2011 in der Praxis zu fallen (30).

Theoretisch wurde das Kopftuch bereits am 07.02.2008 mit der Novellierung der Verfassung in Universitäten und Schulen zugelassen. Sofort regte sich heftiger Widerstand, das Erziehungsministerium und namhafte Hochschulen sagten zu, das Kopftuch keinesfalls zuzulassen. Sich gerade auf den Kopftuchstreit beziehend, warnen die sozialdemokratisch-säkularen Kemalisten der Republikanischen Volkspartei (CHP, Cumhuriyet Halk Partisi, Wahlergebnisse national um die 20 %, Parteichef ist Kemal Kılıçdaroğlu) davor, dass das Land sich weiter in Richtung eines Islamischen Staates entwickelt. Tausende von Demokraten protestierten gegen die Zulassung des Hidschab im Bildungsbereich (31). Am 05.06.2008 widersprach das Verfassungsgericht der Republik Türkei (Türkiye Cumhuriyeti Anayasa Mahkemesi) der Verfassungsänderung.

Bleibt zu hoffen, dass der Schleier auf dem türkischen Schul- und Hochschulgelände möglichst bald und vollständig untersagt werden kann.

Die Hälfte aller türkischen Universitäten lässt das Kopftuch einstweilen zu.

Ägypten, Bosnien, Deutschland.

EMMA-Chefredakteurin Alice Schwarzer (»Wird fürs Kopftuch bezahlt?«) berichtet am 20.10.2010 auf ihrem Blog aus dem aktuellen Frontverlauf im globalen Kopftuchkrieg, bei dem zwischen Kairo, Sarajevo und Berlin längst überall da Schleierstipendien gezahlt werden, wo der fundamentalistische Konformitätsdruck zum Tragen der islamisch korrekten Kleidung nicht ausreicht (32).

146. Umgang mit männlichen Gästen.

Die Frau darf den Gästen ihres Mannes in seiner Gegenwart servieren, solange sie die islamischen Regeln über Kleidung, Bewegung und Gespräch dabei beachtet.

Das Weib als Vielzweckwerkzeug. Nicht nur Zombie und Gebärmaschine, sondern auch noch Haushaltssklavin.

Allahgott als Sexualpädagoge:

146, 147. Geschlechtliche Perversion: Eine große Sünde

Wir müssen wissen, dass der Islam bei der Regulierung des Geschlechtstriebes nicht nur die unrechten geschlechtlichen Beziehungen und alles, was dazu führt verboten hat, sondern auch die als Homosexualität bekannte geschlechtliche Abartigkeit. Diese widernatürliche Betätigung ist eine Umkehr der natürlichen Ordnung, eine Zersetzung der männlichen Geschlechtlichkeit und ein Verbrechen gegen die Rechte der Frau (das Entsprechende gilt auch bei weiblicher Gleichgeschlechtlichkeit). …

Die islamischen Rechtsgelehrten haben über die Strafe für dieses abscheuliche Tun verschiedene Meinungen. … Zwar scheinen die Strafen grausam zu sein, doch wurden sie empfohlen, um die Reinheit der islamischen Gesellschaft zu erhalten und sie von abartigen Elementen rein zu halten.

Alfred Hackensberger: „Seit der islamischen Revolution 1979 soll der Iran bis 4000 Menschen exekutiert haben, die homosexueller Handlungen beschuldigt waren (33).“

150. Die Frau sehen, die man heiraten möchte

Es ist dem muslimischen Mann erlaubt, die Frau zu sehen, der er die Ehe vorschlagen möchte, bevor er weitere Schritte unternimmt, damit er, wenn er die Ehe eingeht, weiß, was auf ihn zukommt. …

151. Der Prophet hat weder bei Mughira noch dem anderen Mann festgelegt, wie viel von der Frau sie sehen dürfen. Manche Gelehrte sind der Meinung, dass das Ansehen auf Gesicht und Hände beschränkt ist. Allerdings ist es ja jedermann erlaubt, Gesicht und Hände zu sehen, wenn keine Begierde damit verbunden ist. Deshalb, da es eine Ausnahmesituation ist, wenn man eine Frau heiraten will, sollte der Mann, der den Vorschlag macht, offensichtlich mehr als das von der Frau sehen können.

Schwul leben darf der Mann im Schariastaat natürlich nicht und die Frau weder lesbisch noch unverheiratet. Nur der Mann darf über die Dörfer kreisen und ein heiratswertes Weib auskundschaften, sie hat zu warten. Dieses Verhalten ist in der deutschen Großstadt fortzusetzen, wie der Mufti dem Leser nahe legt.

Die männerrechtlichen Gepflogenheiten der Brautwerbung und Eheanbahnung nahezu aller vorislamischen Kulturen des nachmalig islamisierten Teils der Erde, nennen wir zoroastrische Perser oder kurdische Jesiden ebenso wie beispielsweise Juden oder Kopten, konnten im Islam konserviert werden wie vor Jahrmillionen das Insekt im Baumharz. Die Normen von Sunna und Scharia selbst gelten allerdings nicht als historisch gewachsen, sondern von Allahgott gestiftet, dein Seelenheil bei schuldhaftem Verweigern unbedingt gefährdend und als dem menschlichen Verstehen enthoben.

Deutlich wird, dass eine solche Weise des Monopols auf Gottgefälligkeit und Sinnstiftung die gewalttätigen Ebenen des Patriarchats verewigen musste, weshalb der so genannte Ehrenmord etwas echt Islamisches ist. Das dem Bernstein gleichende Patriarchat hält nicht trotz, sondern wegen des Islams die Frau in einem entwürdigten und die Gesellschaft in einem fossilen Zustand.

Albanische oder paschtunische Blutrache haben dicht am Islam sowie im Islam ebenso überdauert wie die weibliche Genitalverstümmelung bei Azhar-Muftis und schafiitischen Schariagelehrten, doch sind die koranisch verbürgte Dämonenwelt der allgegenwärtigen Dschinn, die Magie um das den Männerbund in Jagdglück und Führungskraft bedrohende Menstruationsblut sowie der Kult um die männliche, per Initiationsritual zu amputierende Penisvorhaut steinzeitliche Relikte, die der staunende Weltbürger eher bei Papuas und Voodoo vermutet.

Necmettin Erbakan und Yūsuf al-Qaraḍāwī geht es darum, den jungen so genannten Muslimen aller Welt den Einstieg in die kulturelle Moderne dauerhaft zu verbauen, was Europas Eliten leider zum entrückten Lächeln bewegt und sie die Legalisierung der Scharia anscheinend dulden lässt.

Eine reinstes Glück verströmende iKfR („im Kern friedliche Religion“) bekunden uns Hans-Gert Pöttering und Horst Köhler. Scheinbar friedlich und unseren absoluten Gehorsam erheischend, orakelte der Bundespräsident am im Mai 2010: „Ich kenne den Islam als im Kern friedliche Religion, die in sich ruht, ihre eigene Berechtigung und Geschichte hat. Respekt muss uns leiten, wenn wir über den Islam diskutieren“. Wer fortan dagegen widerspricht, da kann die Berufung auf die universellen Menschenrechte wohl auch nicht abhelfen, will offensichtlich Feindseligkeit schüren und zum Religionskrieg blasen. Zwei Jahre eher wurde diese fatale Richtung vom Präsidenten des Europaparlaments bereits genau vorgegeben, der auf dem Osnabrücker Katholikentag, bar jeder Kenntnis über den diskriminierenden Islam oder vielmehr uns ein Märchen erzählend, die Parteigänger von Sunna und Scharia pauschal als Friedensfreunde deklarierte: Der Islam sei eine „im Kern friedliche Religion“, und Terroristen, die im Namen des Islam unschuldige Menschen töteten, missbrauchten ihren Glauben, wie Pöttering die katholischen Sinnsucher rechtleitete. Der tötende Kämpfer für Scharia und Kalifat habe also vom Islam keine Ahnung und Koran und Hadith „im Kern“ falsch verstanden.

Um einige Akteure zu nennen:

A. Klerus top down: Vom britisch-anglikanischen Spitzenfunktionär Rowan Williams über die theokratische Eugen-Biser-Stiftung oder die Christlich Islamische Gesellschaft (CIG) um Thomas Lemmen und Ehefrau Melanie Miehl bis ins sehr ländliche Nachrodt-Wiblingwerde, wo Reinhold Kirste die evangelische Islamerklärung über seine InterReligiöse Arbeitsstelle (INTR°A) koordiniert, dem Schariaversteher wie Udo Tworuschka (Theologische Fakultät der Uni Jena) und Esther Seidel (Leo-Baeck-College, London) beistehen. Damit in Nordamerika und Europa mehr legalisierte Scharia und mehr Abschottung in segregierte, islamkonforme Straßenzüge den erbarmunsglos beibehaltenen Anspruch von Kohäsion und Toleranz nicht stören, wird die vormoderne Apartheid der Religionsvölker durch INTR°A als „Komplementarität der Religionen“ bezeichnet. Gegen Hidschab oder Lehrerinnenkopftuch, gegen Polygamie oder Kindbraut predigt man nicht. Gnadenlose Toleranz.

B. Rechtswissenschaft: Lordrichter Nicholas Addison Phillips, Jurist Mathias Rohe.

C. Geschichtswissenschaft bzw. Anthropologie: Peter Strohschneider und Thomas May vom deutschen Wissenschaftsrat (WR), der den Schweizer Rechtspluralismus fordernde Sozialanthropologe Christian Giordano.

D. Pädagogik: Nordrhein-Westfalens Vorzeigepädagogin und gottesfürchtige Vernunftverweigerin heißt Lamya Kaddor. Religiös begründet weist die 1978 im westfälischen Ahlen geborene Pädagogin ein ungebrochen global gültiges Denken zurück: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“. Kaddor ist damit der Ansicht, dass dem irgendwie andersartigen Islam nur eine auf die Nichtmuslime beschränkte wissenschaftliche Aufklärung zugemutet werden kann, die schariarechtlich definierten Muslimbürger hätten nach Artikel 4 GG ein Recht auf Nachwissenschaftlichkeit. Einen Wissenschaftsvorbehalt auf die schariakonforme Erziehung anzuwenden, hält die syrischstämmige Religionserzieherin zudem für verzichtbar, da eine ältere, islamische Aufklärungsleistung „den Weg für die europäische Aufklärung bereitet“ habe. Forderungen nach Gerechtigkeit für die Frau sollen nicht mit der AEMR begründet werden, sondern mit dem Buch der Bücher, denn: „die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist auch im Islam verankert“.

Ob Yūsuf al-Qaraḍāwī oder Europas genannte Lobbyisten der Scharia: Ehrenmord sei mit mehr Islam heilbar und die Frauenentrechtung mit schariabasierter Imamausbildung. Das Kalifat kann kommen.

276. Todesstrafe. Allah der Erhabene spricht: „… und tötet kein Leben, das Allah verwehrt hat, es sei denn mit gerechtem Grund …“ (6:152)

Allah hat drei Verbrechen genannt, bei denen die Todesstrafe gerechtfertigt ist:

1. Mord. Ein bewiesener Mord erfordert Wiedervergeltung, indem dem Mörder das Leben genommen wird – Leben für Leben, weil der, der tötet, mit dem Verbrechen begonnen hat.

Der islamische Geistliche aus Katar, wir erinnern uns: Mustafa Cerić aus Sarajevo ist über den Fatwa-Rat ECFR einer seiner Europavertreter, Benjamin Idriz aus Penzberg ihm in dankbarer Loyalität zugetan, bekennt sich zum religiös begründeten Töten nach dem qiṣāṣ, dem schariatischen Vergeltungsrecht.

Scheich al-Qaraḍāwī kennt den Islam gut, und Allahgott bzw. der koranische Ghostwriter Muḥammad befiehlt uns in Sure 2:178: „Ihr Gläubigen! Bei Totschlag ist euch die Wiedervergeltung vorgeschrieben: ein Freier für einen Freien, ein Sklave für einen Sklaven und ein weibliches Wesen für ein weibliches Wesen.“

Eine kleine Unregelmäßigkeit kann gewaltige Folgen haben. Wie eine durch einen winzigen Dorn entstandene Laufmasche das Gewebe eines Damenstrumpfes komplett zu zerreißen droht, haben die um ihr Heil im Diesseits und Jenseits besorgten Muslime den Missetäter auszupeitschen oder zu töten, damit der Islam der gesamten Menschheit nicht zerstört wird. Den Mörder leben zu lassen wäre ein Webfehler, das Gewebe der Sittlichkeit verlangt, den Fehler sprich den Menschen aus dem sekündlich von Allah gewirkten Gewebe des Lebens zu entfernen, den Aufsässigen zu töten.

Wie bereits erwähnt, studierte Bayerns Vorzeigeimam zwischen 1994 und 1998 am radikalen Institut Européen des Sciences Humaines (IESH), einer auch Centre Bouteloin genannten Privatuniversität im burgundischen Dorf Saint-Léger-de Fougeret unweit von Château-Chinon, einer Einrichtung, die der europäischen bzw. französischen Muslimbruderschaft (FIOE, UOIF) zuzurechnen ist:

„Dipl.-Theol. Benjamin Idriz, geb. 1972 in Skopje, Gymnasium in Damaskus, Studium an der Europäischen Fakultät für Islamische Studien (IESH, Château-Chinon, Frankreich), Magister in Islamischer Theologie an der Al-Ouzai-Universität Beirut (34).“

Der 83-jährige ranghöchste islamische Gelehrte der Muslimbrüder und ihres Dunstkreises hat mittlerweile ein Bildungszentrum gegründet oder gründen lassen, das »Al Qaradawi Centre For Islamic Moderation and Renewal (35)«.

Yūsuf al-Qaraḍāwī kommt zum Schluss seiner Handlungsanleitung und wirft an dieser so exponierten Stelle eine ganz wichtige Frage auf, vielleicht die wichtigste, die den Islam von der kulturellen Moderne scheidet, nämlich die islamisch verstandene Frauenfrage:

297, 298. Aischa sagte: „Die Frauen … der ansar … Als der Vers der Sure an-Nur »dass sie ihr Kopftuch über ihren Busen schlagen« offenbart wurde, gingen die Männer zu ihren Häusern zurück und trugen es ihren Frauen vor. Kaum hatte der Mann es seiner Frau, Tochter, Schwester oder anderen weiblichen Verwandten vorgetragen, band sie das nächstbeste Stoffstück, vielleicht von einem Vorhang mit Bildern darauf (auf ihren Kopf), so dass sie, als sie kamen um hinter dem Propheten zu beten, aussahen, als säßen Krähen auf ihren Köpfen“ (Ibn Kathir bei der Erörterung dieses Verses, nach Ibn Abi Hatim.

298. So war die Reaktion der gläubigen Frauen auf das, was Allah ihnen gesetzlich vorgeschrieben hatte. Sie beeilten sich damit, zu erfüllen, was Er befohlen hatte, ohne Zögern, Einhalten und Nachdenken oder Abwarten. … bis sie ein weiches Stück Stoff bekamen … damit es Kopf und Brust bedeckt … Sie kümmerten sich nicht um ihr Aussehen, das … so war, als säßen Krähen auf ihren Köpfen.

Yūsuf al-Qaraḍāwī fordert die so genannten Muslime dazu auf, die Ansprüche der universellen Menschenrechte religiös begründet zu verweigern und das Kopftuch sowie die mit ihm verbundene Herabstufung der Frau durchzusetzen. Den auf Ungleichbehandlung gründenden Islam hat der spirituelle Führer der Muslimbrüder dabei keineswegs falsch verstanden.

Der im syrischen Bosra (Buṣrā aš-Šām, zur Zeitenwende Teil des Reiches der Nabatäer, ab 106 römisch als Nova Trajana Bostra) geborene schafiitische (!) Rechtsgelehrte Ibn Kathir (Abū l-Fidāʾ Ismāʿīl bin ʿUmar bin Kaṯīr, 1301-1373), sein Ehrentitel lautete ʿImādu d-Dīn („Stütze der Religion“), war ein Theoretiker der tötungsbereiten Islamexpansion (al-ǧihād) und des grenznahen Militärzentrums (ar-ribāṭ, Bewohner: al-murābiṭūn). Gemeinsam mit dem turkmenischstämmigen „Sohn des Goldschmiedes“ aḏ-Ḏahabī (1274-1348), einem Hadith-Kritiker und seinem zweiten Lehrer, gilt er als bedeutendster Schüler von Ibn Taimīya. Als militärseelsorgerlich orientierte Auftragsarbeit verfasste Ibn Kathir „Zur theologischen Auslegung des Strebens nach dem Dschihad“ (Al-Iǧtihād fī Ṭalab al-Ǧihād).

Das geistige Erbe des Ibn Taimīya ist nach vielfacher Meinung vom Gründer des Wahhabismus bzw. reformierten Hanbalismus, Muḥammad ibn ʿAbdu l-Wahhāb, ebenso fortgesetzt worden wie vom zeitgenössichen globalen Flechtwerk der Dschihadisten und Salafisten.

Dabei lässt sich, zur Wahrung von AEMR und GG mehr oder weniger zweckmäßig, betonen, dass die Muslimbruderschaft (MB) aus dem Salafismus heraus entstand. Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz etwa sagt: „Al-Banna erhielt eine umfassende religiöse Erziehung, ganz im Sinne der erstarkenden Salafiya-Bewegung, auf deren Basis er später die Grundüberzeugungen der Muslimbruderschaft formulierte. … Mit der Gründung der Muslimbruderschaft (Ägypten, 1928) wurde eine neue Plattform zur Präsentation und Umsetzung der Reformgedanken der Salafiya-Bewegung geschaffen. Aufbauend auf die Salafiya, versuchte die Muslimbruderschaft den Islam als staatliches Ordnungsmodell einzuführen.“ (36)).

Entscheidender, als dem Kalifatsfreund Ḥasan Aḥmad ʿAbd ar-Raḥmān al-Bannā (1906-1949) posthum das Etikett eines Salafisten zu verpassen, ist allerdings, die Menschenrechtswidrigkeit und Grundrechtswidrigkeit der tausend Jahre alten Scharia zu bekennen, zumal weder der MB-Gründer noch ʿAbdu l-Wahhāb noch Ibn Taimīya noch Muḥammad bin ʿAbd Allāh al-Qurašī (570-632) den Islam falsch verstanden haben. Es geht nicht darum, den Islam bzw. seine momentan ärgerlichste Strömung in der Manier eines Hütchenspielers in dieser oder jener geistigen Schublade unterzubringen, sondern um die europäische und deutsche Verhinderung der Rechtsspaltung. Im Übrigen erhielt der Sohn des Imams und hanbalitischen Scheichs Aḥmad ʿAbd ar-Raḥmān al-Bannā as-Sāʿātī keine salafistische Erziehung, sondern eine orthodoxe islamische Erziehung und zusätzliche Ausbildung an der Azhar.

Muslimbruder Yūsuf al-Qaraḍāwī:

298. Was wir hier betonen möchten ist, dass bloßes theoretisches Wissen über halal und haram und ihre Grenzen nicht ausreicht … Obwohl die großen Sünden und die Hauptpflichten jedem Muslim bekannt sind, sehen wir doch viele, die diese Sünden begehen und diese Pflichten vernachlässigen und mit offenen Augen ins Höllenfeuer laufen.

Die typisch muslimisch-orthodoxe, automatenhafte seelische Kippschaltung von Erlaubt und Verboten beschwörend, appelliert Yūsuf al-Qaraḍāwī sinngemäß an die umma: Verweigert euch der offenen Gesellschaft! Verweigert Wissenschaftlichkeit und Pressefreiheit! Verweigert das Leben nach der Art der Nichtmuslime! Verweigert die Gleichberechtigung von Mann und Frau! Und Necmettin Erbakan oder Tariq Ramadan sagen nichts anderes.

298. Wenn der Muslim seine Religion und ihre scharia gut kennt und zugleich ein wirklich waches Gewissen besitzt, dass die Grenzen schützt, so dass sie nicht überschritten werden können, dann ist er wahrlich reich an allem Guten.

Beschließen wir unser Buch mit dem folgenden Bittgebet, dass uns von unseren muslimischen Vorfahren überliefert ist:

„O Allah, mach uns frei durch Dein halal von Deinem haram und durch Gehorsam Dir gegenüber und durch Deine Güte von allem anderen außer Dir.“

Letzte Spuren demokratischer Verunreinigung sind baldmöglich zu bereinigen. Wer ein Gesetz befolgt, das nicht von Allahgott stammt, betreibt schließlich Schirk, polytheistische Beigesellung.

»O Allah! Suffice us through your halal from your haram«, wie es die Seite SunniPath beschwört (37), dem sich das Umfeld von Dr. Farhat Hashmi, dem pakistanisch-nordamerikanischen Netzwerk Al-Huda International zugehörig (38), anschließt: »Suffice me with Your halal (lawful) and (save me) from Your haram (39)«.

Der Demokrat zweifelt an Allahs Güte.

Demokratie ist nicht ḥalāl (40).

Jacques Auvergne

(1) Ana Belen Soage: »Shaykh Yusuf Al-Qaradawi: Portrait of a leading Islamist cleric«. Bei: World Security Network, 17.05.2010

http://www.worldsecuritynetwork.com/showArticle3.cfm?article_id=15628&topicID=29

Drei Bilder, Yusuf al-Qaradawi zeigend

http://alexawy.files.wordpress.com/2008/04/large_82973_48148.jpg

http://newsimg.bbc.co.uk/media/images/44559000/jpg/_44559395_qaradafp.jpg

http://rayaam.info/news_images/824200935400AM8.jpeg

(2) Actually, Muslim countries differ over the issue of female circumcision; some countries sanction it whereas others do not. Anyhow, it is not obligatory, whoever finds it serving the interest of his daughters should do it, and I personally support this under the current circumstances in the modern world. But whoever chooses not to do it is not considered to have committed a sin for it is mainly meant to dignify women as held by scholars.

http://www.islamonline.net/servlet/Satellite?pagename=Islamonline-English-Ask_Scholar/FatwaE/FatwaE&cid=1119503543886

(3) HALAL & HARAM DARAM ISLAM. Buchumschlag aus Malaysia („In der Übersetzung von Dr. Zulkifli Bin Mohamad al-Bakri“).

http://firdauskhalil.files.wordpress.com/2010/03/sam_0463.jpg

Blog des malaiischen Qaradawi-Übersetzers Zulkifli Bin Mohamad al-Bakri, Absolvent der Islamischen Universität zu Medina und der syrischen Universität (‚Ilmu l-Islam), begeistert von Sayyid Qutb und Yusuf al-Qaradawi.

http://zulkiflialbakri.blogspot.com/2010/10/alam-ada-penciptanya.html

Malaysia interessiert sich für die Freimaurer, Zionisten und die palästinensische HAMAS. Syahid = Schahid, Märtyrer. Zeitgenössische Fatwas. Auch hier möchte man al-Qaradawi zitieren („Dr. Yusuf Al-Qardhawi“). Von Zulkifli Mohamad al-Bakri und Fatimah Syarha Mohd. Noordin.

http://albelurani.blogspot.com/2010/06/palestin-tak-pernah-gentar.html

»PALESTIN TAK PERNAH GENTAR! Fatwa kontemporari dan Penyelesaiannya«

http://2.bp.blogspot.com/_He-b5t4HMfY/THPEw7M5y0I/AAAAAAAAAGw/4zlXSjGjr6o/s1600/ScreenHunter_31+Aug.+24+21.10.gif

Älterer Buchumschlag, deutsch, bei: Bavaria SKD (SKD Bavaria Verlag und Handel GmbH, Carl-von-Linde-Straße 23, 85748 Garching bei München)

http://www.druidrhein.net/pres_europa_erlaubtes.jpg

SKD Bavaria Verlag und Handels GmbH, Carl-von-Linde-Straße 23, D-85748 Garching. Ansprechpartner: Herr Abdel-Haliem Khafagy

http://www.wlw.de/treffer/religioese-buecher/muenchen.html

Abdul-Halim Khafagy »An meine gläubige Schwester. 33 Briefe über die Seele und das Paradies« (Zusammenstellung von Sprüchen des bei Salafisten beliebten Ibn Qayyim al-Dschauziya) …

http://www.scribd.com/doc/4447619/An-Meine-Glaubige-Schwester-Abdul-Halim-Khafagy

… das Auszüge aus dem Kitab ar-Ruh und dem Hadi al-Arwah („Führer der Seelen“) des Ibnu l-Qaiyim al-Ǧauziya (Ibn Qayyim al Jawziyyah) enthält:

http://www.amazon.com/Kitab-Ar-Ruh-Ibn-Al-Qayyim/dp/1870582055

Ibn ul Qayyim, bei: ISLAMIC NETWORK. Ar-Rooh. Haadi Arwah ila biladil Afrah.

http://talk.islamicnetwork.com/showthread.php?t=13846

Über Ibn al-Qayyim und dessen „Hādī al-Arwāḥ“, denkt, ein Abu kommt selten allein, am 18.04.2010 ein gewisser Abū al-Qaa-Qaa („Dr. Yusuf al-Qaradhawi hat genau das Gegenteil bestätigt.“). Aus der Diskussion: Anschuldigungen gegen Ibn Taymiyya, bei: AHLU SUNNAH. ISLAM NACH QURAN & SUNNAH UND DEM VERSTÄNDNIS DER SALAF AS-SALIH. (Tarek Saidi, Hamburg)

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/29320-anschuldigungen-gegen-ibn-taymiyya

Scheich bin Bāz, zur schariabasierten Staatsführung. Ein obligatorischer Ratschlag zum Herrschen mit dem reinen Gesetz Allāhs – Shaikh ‚Abdil’azīz bin Bāz.

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/32075-Ein-obligatorischer-Ratschlag-zum-Herrschen-mit-dem-reinen-Gesetz-All%C4%81hs

»Maʿālim fi ṭ-Ṭarīq – MILESTONES. On The Road To Firmness In Faith« verherrlicht den geistlichen Führer der Muslimbrüder Sayyid Qutb. “Kategorie: Ibn al-Qayyim”

http://iskandrani.wordpress.com/category/scholarly-selections/ibn-al-qayyim/

Über Abdel-Haliem Khafagy berichtet Hans-Martin Tillack am 02.05.2007 im STERN

„Seit 1979 lebt er in München. Drei seiner Kinder sind Deutsche. Doch am 25. September 2001 war es für ihn mit dem Schutz des Grundgesetzes vorbei. Mitten in der Nacht zerrten ihn US-Soldaten aus seinem Hotelzimmer im bosnischen Sarajevo. … Khafagy selbst sagt, er sei in Tuzla zweimal von einem Mann in Zivil vernommen worden, der sich als Deutscher vorstellte. Zwei Nachbarn erinnern sich sogar an merkwürdige Vorgänge vor Khafagys früherem Haus in Oberschleissheim bei München – im Herbst 2001, als der Ägypter in Bosnien war. An mehreren Tagen habe gegenüber ein Mann in einem dunkelgrauem Opel Omega mit Fürstenfeldbrucker Kennzeichen gesessen und Zeitung gelesen – als ob er den Eingang observierte.“

Hans-Martin Tillack: »Droht Steinmeier neues Ungemach?«

http://www.stern.de/politik/deutschland/entfuehrungsfall-khafagy-droht-steinmeier-neues-ungemach-588286.html

(4) Europa durchweht und durchduftet ein erster Hauch von ISLAMISTAN, straßenzugweise oder rechtsparallel.

“The president of the ruling Muslim League announced that Pakistan would bring all Muslim countries together into “Islamistan” – a pan-Islamic entity. In 1949, the Pakistani government also sponsored the World Muslim Conference presided over by the Grand Mufti of Palestine, Amin al-Husseini, to promote Pan-Islamism. This conference led to the formation of the Motamar al-Alam al-Islami (Muslim World Congress), which has since played a crucial role in building up the feeling of Muslim victimization that has subsequently fed the global Islamist movement. Since the creation of Pakistan, Islamist groups have been sponsored and supported by Pakistan’s state machinery at different times to influence domestic politics and shore up Pakistani national identity, which is periodically threatened by sub-national ethnic challenges.”

Aus: Husain Haqqani: »The Ideologies of South Asian Jihadi Groups« in: CURRENT TRENDS IN ISLAMIC IDEOLOGY, Band 1, Seite 14.

http://www.e-prism.org/images/Hudson_Book_-_Final_Version_with_all_changes_.pdf

(5) Pascal Hollenstein: „Der Text birgt Sprengstoff. Was der Sozialanthropologe fordert, ist nicht weniger als der Bruch mit der bestehenden Rechtsordnung in den modernen westlichen Staaten. Nicht mehr alle sollen vor dem Gesetz gleich sein: Je nach Herkunft, Ethnie oder Religion soll künftig anderes Recht gelten und von anderen Gerichten beurteilt werden.“, in: »Scharia-Gerichte in der Schweiz?«, aus: NZZ, 28.12.2008.

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/scharia-gerichte_fuer_die_schweiz_1.1606772.html

(6) Rowan Williams: “It seems unavoidable and, as a matter of fact, certain conditions of Sharia are already recognised in our society and under our law, so it is not as if we are bringing in an alien and rival system.”, aus: Katie Franklin and agencies: »Rowan Williams says Sharia law unavoidable«, in: THE TELEGRAPH, 07.02.2008.

http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/1577927/Rowan-Williams-says-Sharia-law-unavoidable.html

(7) Harald Biskup, 18.11.2008, aktualisiert 19.11.2008, auf: ksta, »Ehrung für Scharia-Verfechter« „Der Historiker Michael Wolffsohn, jüdisches Mitglied im Stiftungsrat der Biser-Stiftung, sagte dem Kölner Stadt-Anzeiger, sollten diese Vorwürfe zutreffen, halte er Ceric für ungeeignet. … Der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, Heiner Köster, sprach von der Möglichkeit, dass die Preisverleihung auf einer „Täuschung“ basiere.“ Wieso Täuschung, Allahgott hat sich jedenfalls nicht getäuscht und sein bosnischer Schatten Mustafa Cerić, der den Preis geduldig entgegennahm, auch nicht. Das bundespolitische wie das postchristlich-elitäre Deutschland (Eugen-Biser-Stiftung) beschloss, sich zufrieden zu zeigen. Impression Management ist die Kunst des schönen Eindrucks.

http://www.ksta.de/html/artikel/1226655097962.shtml

(8) 25 Jahre CIG. Festakt der Christlich Islamischen Gesellschaft am 27. Oktober 2007 in Bergisch-Gladbach

“An den Feierlichkeiten nahmen teil, der Botschaftsrat für religiöse Angelegenheiten der türkischen Botschaft in Berlin, Sadi Arslan, NRW-Integrationsminister Armin Laschet, der Oberbürgermeister von Köln, Fritz Schramma, der Vorsitzende der Christlich-Islamischen-Gesellscchaft, Wilhelm Sabri Hoffmann und ihr Geschäftsführer Dr. Thomas Lemmen, Frau Ayten Kiliçarslan (DITIB-Vorstandsmitglied), der Großmufti von Bosnien, Mustafa Ceric, Pfarrer Bernd Neuser, Weihbischof Franz Vorrath und eine Reihe von islamischen und christlichen Geistlichen und die Vertreter ihrer Institutionen.“

http://www.chrislages.de/25cig_aslan.htm

Islamerklärer Pfarrer Bernd Neuser. „Besonders gegenüber Muslimen gebe es in Deutschland eine große Verunsicherung, sagte Neuser.“ Wer Sunna und Scharia als frauenfeindlich und kulturrassistisch einstuft, hat demnach offensichtlich keine Informationen, sondern ist „verunsichert“.

http://www.ekir.de/ekir/13064_17909.php

Bernd Neuser, Reinhard Kirste, Udo Tworuschka und die Eheleute Lemmen und Miehl gesellen als proislamistische Kirchenfunktionäre in Vergesellschaftung mit den rechtsspaltenden Schariafreunden Murad Wilfried Hofmann, Sigrid Hunke Irmgard Pinn, Said Ramadan, Mathias Rohe und [Thorsten] Gerald Schneiders und Amir Zaidan. Alles da, von Kirche über Klerus bis Kalifat und Kamel-Fatwa.

Aus der Website: »CHRISTEN UND MUSLIME. Engagement und Kompetenz im Dialog«, c/o Christlich-Islamische Gesellschaft e.V., Alte Wipperfürther Str. 53, 51065 Köln (Buchheim). „Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 55 Abs. 2 RStV: Melanie Miehl, Wilhelm Sabri Hoffmann“

http://www.christenundmuslime.de/literatur/empfehlungen_cig.php

(9) Minhaj of the True Salaf as Salihoon

http://www.al-adaab.org/home/index.php?limitstart=70

Minhadsch-zentriert, kulturrassismuszentriert, islamrevolutionär. ISIM: »“method of the middle way” (minhaj al-wasatiyya) which goes beyond a mere juridical context.«

http://www.iiav.nl/ezines/email/ISIMreview/2005/no15.pdf

The event was organised by Minhaj Welfare Foundation and Radical Middle Way, and sponsored by Pendle Borough Council.

http://www.minhajwelfare.org/?p=513

“And thus have We willed you to be a community of the middle way, so that you might bear witness to the truth before all humankind.” Qur’an, Surah al-Baqarah, verse 143

The Radical Middle Way (RMW) is a revolutionary grassroots initiative aimed at articulating a relevant mainstream understanding of Islam that is dynamic, proactive and relevant to young British Muslims.

http://www.radicalmiddleway.co.uk/

Die Salafisten von der dem terrorfreundlichen pakistanisch-amerikanischen Scheich Jilani bzw. Gilani (http://www.holyislamvillesc.org/) sowie SunniPath (http://www.sunnipath.com/) nahe stehenden Seite AL-ADAAB stellen Wahhabiten/„Salafiyya“ als Abweichler vom wahren Minhadsch (Minhaj) dar, vom Gerechten Glauben der Salaf as-salihin bzw. True Salaf As Salihoon und rufen zur Echten Lebensweise („Authentic Practices“) und zur Wahren Göttlichen Rechtleitung (True Divine Guidance) auf.

http://www.al-adaab.org/home/index.php?option=com_k2&view=item&id=153:the-beginning-and-spreading-of-wahhabism

Sheikh Syed Abdul-Qadir Jilani (Sheikh Syed Mubarik Ali Shah Gilani)

http://www.holyislamvillesc.org/sheikh/

Jamaat ul-Fuqra (JF) or „community of the impoverished“, a terrorist outfit operating in Pakistan and North America, was formed by a Pakistani cleric, Sheikh Mubarak Ali Gilani, in New York in 1980. Bei: SOUTH ASIAN TERRORISM PORTAL (SATP)

http://www.satp.org/satporgtp/countries/pakistan/terroristoutfits/jamaat-ul-fuqra.htm

Jamaat-ul-Fuqra, Sheikh Mubarik Ali Hasmi Shah Gilani. International Quranic Open University. Welcome to Islamberg. Bei: Northeast Intelligence Network

http://homelandsecurityus.com/special-investigative-reports/muslim-terrorist-training-camps-in-north-america

Pakistani, Sufi, Salafi, Dschihadi und US-Bürger. Mubarak Ali Shah Gilani (Mubrik Ali Shah Jilani) is a Hanafi Sufi cleric from Pakistan and founder of the Muslims of the Americas organization.

http://en.wikipedia.org/wiki/Mubarak_Ali_Gilani

Bei den Kulturrassisten von TWO CIRCLES zum Begriff Minhadsch: Among the things that we are given is the Shari’ah and minhaj,

http://www.twocircles.net/polls/best_indian_muslim_organization.html

Khilafat, Muslim separatism. I belong to two circles of equal size, but which are not concentric. One is India, and the other is the Muslim world. — Maulana Muhammad Ali Jauhar

http://www.twocircles.net/about.html

Muhammad Ali Jinnah. Fourteen Points

http://en.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Ali_Jinnah#Fourteen_points

ISLAMISIERUNG einer Weltregion im Namen von „Religionsfreiheit“ und „Personenstandsrecht“: Punkt 7 und 12 verhindern Staatsbürger und Stadtbürger und geben Scharia und Dhimma den Vorrang:

Full religious liberty, i.e. liberty of belief, worship and observance, propaganda, association and education … the protection of Muslim culture and for the protection and promotion of Muslim education, language, religion, personal laws and Muslim charitable institution

http://en.wikipedia.org/wiki/Fourteen_Points_of_Jinnah

(10) Shaykh-ul-Islam Dr Muhammad Tahir-ul-Qadri is the founding leader of Minhaj-ul-Qur’an International (MQI)

http://www.islamicresearcher.com/

Minhaj University Lahore

http://www.mul.edu.pk/home/index.php

Faculty of Islamic Studies

Department of Islamic Studies

Department of Shariah

http://www.mul.edu.pk/home_old/index.php?id=39

Minhaj University Lahore Pakistan: „The university established by Minhaj-ul-Quran International under the supervision of Dr. Muhammad Tahir-ul-Qadri“

http://video.google.com/videoplay?docid=-6312514991908313997#

(11) Islam stands for peace, love and human dignity and there is no room for terrorism in Islam. This was stated by Shaykh-ul-Islam Dr. Muhammad Tahir-ul-Qadri, in a powerful speech to a gathering of thousands of British Muslims at the Global Peace & Unity event on Sunday 23 October 2010.

http://www.minhaj.org/english/index.html

Gosha-e-Durood ist eine weitere Organisation um den „Scheich des Islam“ Tahir-ul-Qadri.

http://www.gosha-e-durood.com/durood/index.php

(12) THE TIMES OF INDIA titelt am 12.05.2010 »Deoband Fatwa. It`s illegal for women to work, support family«. Pervez Iqbal Siddiqui:

The fatwa was in response to a question whether Muslim women can take up government or private jobs and whether their salary should be termed as `halal‘ (permissible under the Sharia) or `haram‘ (forbidden). Well-known Shia cleric Maulana Kalbe Jawwad, however, justified the fatwa. „Women in Islam are not supposed to go out and earn a living. It’s the responsibility of the males in the family.“

http://timesofindia.indiatimes.com/india/Deoband-fatwa-Its-illegal-for-women-to-work-support-family/articleshow/5919153.cms

(13) Lucknow und Indiens Schiiten. Kalbe Jawwad (Syed Kalbe Jawad Naqvi)

Rizvi Syed Haider Abbas: »Who is Kalbe Jawwad«, in: »The Milli Gazette. Indian Muslim`s Leading English Newspaper«, am: 24.05.2006

http://www.milligazette.com/dailyupdate/2006/20060525_muslim_india_politics.htm

(14) Benjamin Idriz als Student am Institut Européen des Sciences Humaines (IESH). Bei: Gesellschaft der Freunde Islamischer Kunst und Kultur e. V.

http://www.freunde-islamischer-kunst.de/2010/10/buchertipps-quer-durch-die-buchhandlung/

Benjamin Idriz und die im Département Nièvre ansässige Scharialehrstätte der europäischen Muslimbrüder: „1994 Islamisch-theologisches Gymnasium in Damaskus; Abschlussdiplom über die Emanzipation der Frau im Islam; 1994-1998 Fernstudium bei der Europäischen Fakultät für Islamische Studien (IESH, Château Chinon, Frankreich); 2000 Magister in Islamischer Theologie an der Al-Ouzai-Universität Beirut/Libanon; seit 1995 Imam der Islamischen Gemeinde Penzberg (Oberbayern)“

http://www.zie-m.de/index.php?option=com_content&view=article&id=444&Itemid=2

„ZIEM, das ist die Abkürzung für das “Zentrum für Islam in Europa – München”. Es ist eine Initiative, die bisherige muslimische Vergangenheit in diesem Lande herausfordern will, sich der Lebensrealität im Kontext der Gegenwart im Hier und Jetzt zu stellen. Das Projekt ZIEM ist ein aufrichtiges Angebot von Muslimen in München, die sich dem Gemeinwohl unserer Gesellschaft in Deutschland verpflichtet sehen.

Mit Bezug auf das Konzept vom ZIEM ist von einer progressiven und innovativen Ansatzweise die Rede. Innovativ deshalb, weil dieses Konzept sich in einem Punkt von eingespielten muslimischen Strukturen unterscheidet: Es ist vollkommen abgekoppelt von Einflussnahmen durch die einstigen Herkunftsländer.

Progressiv deshalb, weil es spezifisch auf das Hier und Heute und auf den heutigen, in Deutschland heimischen Muslim eingeht, und auf unser aller gemeinsame Zukunft hin ausgerichtet ist.

ZIEM will mit seiner Initiative auf allen erforderlichen Ebenen den Prozess der Integration unterstützen und beschleunigen. In diesem Sinne versteht sich ZIEM als eine Art Querschnittsfunktion zwischen muslimischen Migranten und deutscher Gesellschaft.

ZIEM stellt es sich zur Aufgabe, den Islam in den europäischen Strukturwandel einzubeziehen und will den gesellschaftlichen Diskurs um eine Neuorientierung der unterschiedlich geprägten religiösen Identitäten auf innovative Weise begleiten.

ZIEM betrachtet es als zentrale Aufgabe, Musliminnen und Muslimen in München zur Wahrung islamischer Identität und gleichzeitig zur Festigung der demokratischen und pluralistischen Gesellschaftsordnung in Deutschland ein wertvoller Partner zu werden.“

Zusammenfassend sind die Hauptanliegen:

Zentrale Aufgabe ist es, für Muslime einen kompetenten Partner zu schaffen, um islamische Identität in die demokratische Mehrheitsgesellschaft erfolgreich zu integrieren

Zur besseren Lebensqualität im Sinne eines friedvollen, ausgewogenen und respektvollen Miteinanders zwischen Mehrheits- und Minderheitsgesellschaft beizutragen

Als Bindeglied zwischen staatlichen Institutionen und zivilen Einrichtungen zu fungieren

Alle Menschen, unabhängig von Ihrer Herkunft, von ihrer Rasse, von ihrem sozialen Status, ihrem Geschlecht und ihrer Religionszugehörigkeit gleichberechtigt aufzunehmen und zu vertreten

Die Rolle und die Stellung der Frau im gesellschaftlichen Partizipationsprozess zu stärken

http://www.zie-m.de/index.php?option=com_content&view=article&id=390&Itemid=752&lang=de

(15) Saudi Arabia’s most senior cleric has told followers it is permissible for ten-year-old girls to marry and anyone who think they are too young are doing the youngsters ‘an injustice’. Abdul-Azeez ibn Abdullaah Aal ash-Shaikh, the country’s grand mufti, said: ‘It is wrong to say it’s not permitted to marry off girls who are 15 and younger. ‘A female who is ten or 12 is marriageable and those who think she’s too young are wrong and are being unfair to her,’ he said during a Monday lecture. Bei: INFIDELS ARE COOL, 14.01.2009

http://infidelsarecool.com/2009/01/14/saudi-arabias-senior-most-cleric-oks-pedophelia/

Seelenrettende Universitäten, mit Hilfe des Wissenschaftsrates (WR) demnächst auch in Deutschland: Faculty of Sharee’ah, Fakultät für Scharia.

Grand Mufti ‚Abd al-‚Aziz ibn ‚Abd Allah Aal ash-Shaikh, Biography.

http://www.fatwa-online.com/scholarsbiographies/15thcentury/abdulazeez.htm

(16) Ibn Qayyim (al-Jauzīya, al-Jawziyyah). Rawdhat al-Muhibbeen (The garden of the lovers).

http://books.google.de/books?id=CP6O3wkivMIC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

Dort, zu: Ibn Qayyim al-Dschauziya:

http://books.google.de/books?id=CP6O3wkivMIC&printsec=frontcover#v=onepage&q=Qayyim&f=false

Abdul Hakim I. al-Matroudi: »The Hanbalī School of law and Ibn Taymiyyah. Conflict and conciliation«

http://books.google.de/books?id=PVL2qKzcM6AC&printsec=frontcover&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false

Dort, zu: Ibn Qaiyim al-Ǧauziya:

http://books.google.de/books?id=PVL2qKzcM6AC&printsec=frontcover&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q=Qayyim&f=false

(17) Unsere vor- oder nachmodernen Salafisten lesen Dschauzia.

http://salaf.com/2007/02/12/new-book-ibnul-qayyims-the-path-to-guidance/

(18) Manifest der 12 „Gemeinsam gegen den neuen Totalitarismus“

http://www.welt.de/print-welt/article201259/Manifest_der_12_Gemeinsam_gegen_den_neuen_Totalitarismus.html

MANIFESTO: Together facing the new totalitarianism

http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/4764730.stm

Le manifeste des douze : „Ensemble contre le nouveau totalitarisme“

http://www.communautarisme.net/Le-manifeste-des-douze,-publie-par-Charlie-Hebdo-Ensemble-contre-le-nouveau-totalitarisme-_a699.html

Il manifesto dei dodici : „Insieme contro il nuovo totalitarismo“

http://www.prochoix.org/cgi/blog/index.php/2006/03/01/419-il-manifesto-dei-dodici-insieme-contro-il-nuovo-totalitarismo

(19) Hamideh Mohagheghi, in: »Geschlechterdemokratie – ein Thema im Islam?«, bei: HUDA. Netzwerk für muslimische Frauen.

http://www.huda.de/zeitschrift/geschlechterdemokratie.html

(20) Universität Paderborn, Institut für Evangelische Theologie

http://kw.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/institut-fuer-evangelische-theologie/personal/mohagheghi-hamideh/

(21) Muna Tatari

http://kw.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/institut-fuer-katholische-theologie/personal/tatari/

Forum 2: Wie können Bibel und Koran Frauen aus Unterdrückung befreien? … Muna Tatari M.A. (Hamburg), Geschlechtergerecht – genderbewußt – gender-jihad. Was tragen diese Ansätze zu einer (Frauen-)befreienden Tradition bei und wo sind möglicherweise ihre Grenzen? Tagung, Diözese Rottenburg-Stuttgart, Stuttgart-Hohenheim am 06.-08.03.2009

http://www.akademie-rs.de/fileadmin/user_upload/pdf_archive/schmid/TFCI/ThF_2009/Programm_Theologisches_Forum_2009.pdf

(22) Tuba Isik Yigit

http://kw.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/institut-fuer-katholische-theologie/personal/isik-yigit/

Tuba Isik Yigit (Tuba Işık-Yiğit) sitzt mit Maryam Brigitte Weiß (ZMD, BFmF, Pro-Lehrerinnenkopftuch-Lobby „Initiative für Selbstbestimmung in Glaube und Gesellschaft (ISGG)“) im Vorstand von »Muslimische Frauen«:

„Tuba Işık-Yiğit ist gebürtige Mainzerin. Sie ist Magister Juristin und Pädagogin. Während des Studiums absolvierte sie zusätzlich einen universitären Weiterbildungsstudiengang zur Islamischen ReligionslehrerIn an der Universität Osnabrück. Durch diese Fortbildung und Auslandssemester an theologischen Fakultäten in der Türkei liegt ihr Schwerpunkt insbesondere auf Islamischer Religionspädagogik. Seit Februar 2010 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften an der Universität Paderborn. Ein wesentlicher Beitrag von ihr besteht darin, die Etablierung eines Forschungsverbundes „Islamische Theologie“ an der Universität Paderborn mit dem Ziel der Schaffung der Infrastruktur für einen Lehramtsstudiengang „Islamische Religionslehre“ an derselben Universität mitzutragen. Tuba ist als Multiplikatorin des bundesweiten Projekts „Gegen häusliche Gewalt“, der türkischen Tageszeitung Hürriyet ausgebildet und ist eine der Moderatorinen des Jugenddialog 2020 Projektes. In Bahrain wurde sie in einem Kooperationsprojekt des Ministeriums für religiöse Angelegenheiten zu einer qualifizierten Moscheeführerin ausgebildet, wo sie vor Ort über zwei Monate insgesamt 1500 deutsche Touristen durch die größte Moschee Bahrains führte. Ferner schult sie sporadisch als freie Referentin in diversen Einrichtungen nicht-muslimische Fachkräfte inhaltlich zum Islam. Tuba ist Teilnehmerin der neuen Islamkonferenz und wird unsere Interessen dort vertreten.“

http://www.muslimische-frauen.de/vorstand/

„Maryam Brigitte Weiß trat Anfang 1990 zum Islam über und ist Mitglied des Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. (BFmF) in Köln, wo sie als Vorstandsmitglied arbeitete. Von 2000 bis 2004 war sie Vorstandsmitglied der Deutschen Muslimliga Hamburg. Das Amt der Frauenbeauftragten des ZMD übt sie seit 2001 aus. Frau Weiß ist Mitglied des Pädagogischen Fachausschuss des ZMD zur Erstellung der Lehrpläne für den Islamischen Religionsunterricht.“

http://www.zentralrat.de/4707.php

4. Internationaler Kongress Islamischer Feminismus, 21.-24.10.2010, Madrid, Spanien. „Zira Mir-Hussaini vertrat sogar die Ansicht, dass die Konzepte Islam und Feminismus zusammengehören und hob dezidiert den befreiungstheologischen Aspekt des IF hervor. … We miss diversity!“

http://www.muslimische-frauen.de/2010/10/4-internationaler-kongress-islamischer-feminismus-21-24-oktober-2010-in-madrid-spanien/

(23) Fī s-sabīl Allāh, „Beschreiten des Pfades Allahs“, in den Dschihad ziehen

http://en.wikipedia.org/wiki/Fi_sabil_Allah

(24) Zia-ul-Haq. Islamische Revolution im pakistanischen Strafrecht: Dem Dieb die Hand abhacken.

http://www.welt.de/multimedia/archive/01067/Mohammed_Zia_ul_Ha_1067392s.jpg

Der gottesfürchtige Militärputsch: Am 05.07.1977 stürzte General Zia-ul-Haq die Regierung von Zulfikar Ali Bhutto und rief das Kriegsrecht aus. Bhutto selbst hatte Zia-ul-Haq erst am 01.04.1076 als Armeechef eingesetzt.

http://i.telegraph.co.uk/telegraph/multimedia/archive/01701/Zia-ul-Haq_1701629c.jpg

Zia-ul-Haq, Allahs Maschinengewehr

http://www.defence.pk/gallery/data/711/medium/Zia.JPG

„Am 17. August 1988 stürzt eine Maschine mit dem pakistanischen Präsidenten und Militärmachthaber Zia Ul-Haq an Bord ab. Die Armee-Transportmaschine des Typs C-130 explodierte drei Minuten nach dem Start nahe Bahawalpur.“

http://estb.msn.com/i/AB/7A803B1869B94AEA9462157922CC1A.jpg

(25) Der „Größte Führer“ (Qaid-e Azam). Muhammad Ali Jinnah. Drei Fotos aus unterschiedlichen Jahrzehnten.

http://topnews.in/files/Muhammad.Ali.Jinnah.jpg

http://www.wwnorton.com/college/english/nael/images/20thc/Jinnah.jpg

http://www.storyofpakistan.com/images/p0615060601.jpg

(26) WELL, THEN DON`T LOOK AT MY ASS! (aus: Persepolis)

http://www.abc.nl/blog/wp-content/uploads/2008/04/persepolis-ass.jpg

(27) Postmoderne Frauen, Badevergnügen unter der „spirituellen“ Dhimma: Ich lass dich nackt aussehen! Das Schwimmbadkalifat und der Burkini. Das Département Seine-et-Marne verspürt zu unserem Glück noch wenig Lust auf die Unterwasserburka.

LE PARISIEN, « Le maillot de bain islamique intedit à la piscine »

Carole voulait se baigner en « burkini », maillot de bain islamique. La direction de la piscine le lui a interdit. Une nouvelle affaire, deux mois après la polémique sur la burqa.

Bildunterschrift : Ich kann nachvollziehen, dass es erst einmal schockierend wirkt, sagt Carole über ihr Badekostüm befragt, das die islamischen Normen einhält. PISCINE D’EMERY, EMERAINVILLE (SEINE-ET-MARNE), HIER. « Je comprends que cela puisse choquer », admet Carole à propos de cette tenue de bain qui respecte les règles de l’islam.

http://www.leparisien.fr/seine-et-marne-77/le-maillot-de-bain-islamique-interdit-a-la-piscine-12-08-2009-604601.php

Charles Bremner in Paris, 13.08.2009, »French Muslim woman wearing ‚burkini‘ banned from Paris swimming pool«.

http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/europe/article6793574.ece

(28) 04.09.2009. Mairie d`Émerainville, Le Maire : « Le burkini : Nous devons défendre une France laïque dans laquelle les hommes et les femmes possèdent les mêmes droits et les mêmes devoirs. Ces principes ne se discutent pas. Ils ne sont pas négociables. »

http://www.mairie-emerainville.fr/forum/viewtopic.php?t=397&sid=892bdd14b1ba7ffd0dca0150ab25d5fa

(29) Wien und der Halal-Badeanzug. Am 29./30.8.2009 titelte DER STANDARD „Der Burkini ist für mich eine Befreiung“

http://diestandard.at/1250691504286/Ganzkoerperanzug-Der-Burkini-ist-fuer-mich-eine-Befreiung

Der „Heilige Berg von Varello“, Sacro Monte di Varallo, liegt in der Burkini-geplagten piemontesischen Gemeinde Varallo Sesia. Der Wallfahrtsort, einst Zentrum der Gegenreformation, ist seit 2003 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

SACRI MONTI. Centro di Documentazione dei Sacri Monti, Calvari e Complessi devozionali europei (Dokumentationszentrum der europäischen Sacri Monti, Kalvarienberge und Andachtsstätten)

http://www.sacrimonti.net/User/index.php?PAGE=Sito_deu/sacri_monti_del_piemonte_e_della_lombardia

(30) DIE STANDARD, 27.10.2010. Unter dem Titel »Kopftuch Gesetz erst 2011« heißt es: „Trotz der Freigabe des islamischen Kopftuches an den Universitäten in der Türkei wird es eine gesetzliche Grundlage für die Aufhebung des Kopftuchverbotes erst im kommenden Jahr geben. … Unterdessen dürfen Studentinnen bereits an jeder zweiten Universität im Land das Kopftuch tragen. Der türkische Hochschulrat hatte das Kopftuchverbot an den Unis vor drei Wochen mit einem Erlass de facto aufgehoben.“

http://diestandard.at/1288160054640/Tuerkische-Unis-Kopftuch-Gesetz-erst-2011

20.10.2010, BBC: Turkey’s Supreme Court has warned politicians against a creeping relaxation of restrictions on women wearing headscarves. … „Recognition of headscarf use on the basis of religious convictions when regulating the dress codes for university students violates the principle of secularism by using religious fundamentals as a basis for a regulation concerning public space,“ the Supreme Court said in a statement.

http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-11590588

29.10.2010, BBC: Women are currently forbidden from covering their heads in many universities and all government offices, but few universities are complying and the education ministry says it will back any student flouting the ban. … Secular Turks fear that lifting the ban may be the start of a creeping Islamisation of Turkish society.

http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-11652750

(31) GULF NEWS zum türkischen Kopftuchstreit vom Frühjahr 2008:

Turkey’s parliament voted on Saturday to lift a ban on female students wearing the Muslim headscarf at university, a landmark decision that some Turks say will undermine the foundations of the secular state. … As voting took place, thousands of protesters demonstrated against the changes near parliament. „We are against lifting this ban, we do not want to live in a religious state,“ said Ebru Okay, a protester.

http://gulfnews.com/news/world/other-world/turkey-votes-to-lift-headscarf-ban-1.83856

(32) Alice Schwarzer (»Wird fürs Kopftuch bezahlt?«), 20.10.2010

„unter kritischen IslamwissenschaftlerInnen und SozialarbeiterInnen in den Problemvierteln ist das schon lange ein offenes Geheimnis. In Ägypten zum Beispiel, so berichtet die Islamwissenschaftlerin Rita Breuer, „wird an den Universitäten zunächst mit Gruppendruck gearbeitet. Und wenn das nicht reicht, wird den Vätern Geld geboten“. Und in Bosnien, so schreibt mir der Staatsanwalt i.R. Udo Schaefer, Autor einer Einführung in die „Glaubenswelt Islam“, erhalten junge Frauen Stipendien, wenn sie sich unter den Hijab begeben und sich „islamisch verhalten“.

Für Deutschland berichtete SpiegelOnline bereits 2006, dass die vom türkischen Staat finanzierte und vom deutschen Verfassungsschutz beobachtete Milli Görüs jährlich rund 250 Studienstipendien vergeben an Frauen, die in der Türkei ja bis vor kurzem nicht mit Kopftuch studieren durften. Rund 150 dieser Türkinnen kamen ins tolerante Deutschland oder nach Österreich. Der Löwenanteil der Fördergelder aber – in der Regel pro Person 300-400 Euro im Monat – „gehe an Studenten in Deutschland, deren Stipendienzahl steige.“

http://www.aliceschwarzer.de/publikationen/blog/?tx_t3blog_pi1[blogList][showUid]=53&tx_t3blog_pi1[blogList][year]=2010&tx_t3blog_pi1[blogList][month]=10&tx_t3blog_pi1[blogList][day]=20&cHash=69f7108177

ALICE SCHWARZER. Journalistin & Feministin. Verlegerin und Chefredakteurin von EMMA.

http://www.aliceschwarzer.de/publikationen/blog/

(33) Alfred Hackensberger, 14.06.2008, aus: Islam und Homosexualität

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27781/1.html

Kommentarbereich bei GAY WEST, „Piraja“ schrieb am 29. September 2008 um 19:18:

„Die ganze Sache ist von Dominanzsexualität geprägt. Jeder versucht sich so gut es geht irgendwie ein bisschen Lust abzugreifen.

Mit Leuten aus dieser Szene ist es sehr schwer überhaupt über irgendwas zu sprechen. …

Die meisten können sich nur teilweise vom Islam freimachen. Einige fanden ihr Schwulsein sehr schlimm, andere können Islam und Schwulsein irgendwie verbinden. …

In Syrien haben nicht einmal Heteros eine einigermaßen selbsbestimmte Sexualität. Ehepartner werden von der Familie ausgesucht. Jungs können eher bei einem Partner nein sagen als Frauen, aber frei sind sie auch nicht. …

Alles in allem ist die Sexualität überall unterdrückt, was zu einer oft sehr schwülen, sehr sexualisierten Atmosphäre führt. …

Im Irak werden Schwule von religiösen Muslimen gejagt und umgebracht. Wenn die Ordnung in Syrien zusammenbrechen würde, wäre es wohl nicht anders.“

http://gaywest.wordpress.com/?s=Qaradawi&submit=Suchen

(34) Zawya Ltd.: Dr. Mustafa ef. Ceric: Highest Qualification: Available for members only. Current Board Positions: Available for members only. Co-Scholars: Currently works with 13 scholars. Nationality: Bosnia-Herzegovina (aus: Zawya Shariah Scholars).

http://www.zawya.com/shariahscholars/sch_profile.cfm?scholarid=225

Zawya is the leading Middle East business information company serving the high-end business and financial professional community. Headquartered in Dubai, Zawya has sales and support offices in Lebanon, Kuwait, Malaysia and Singapore

http://www.zawya.com/about/about.cfm

(35) Al Qaradawi Centre For Islamic Moderation and Renewal

http://www.qatarvisitor.com/index.php?cID=448&pID=1715

An Islamic centre set up by Qatar is trying to improve Islam’s image in the West, defend women’s rights and promote interfaith dialogue, its director, Muhammad Ahmad, said yesterday. … Britain refused Qaradawi a visa in 2008, accusing him of justifying terrorism. The United States also denied him a visa. Qaradawi condemned Al Qaeda’s September 11 attacks but has supported Palestinian suicide bombings and attacks on coalition forces in Iraq as acts of resistance against occupation forces.

http://www.iloveqatar.net/forum/read.php?28,10800

(36) Die Muslimbruder als Salafisten verstehen – so jedenfalls sieht es das NRW-Innenministerium (vgl. auch: Grafik auf Seite 13: „Um den zeitgeschichtlichen Ablauf deutlicher zu machen und die noch im Folgenden zu beschreibende Beeinflussung der Salafiya durch die Wahhabiya darzustellen, wurden die maßgeblichen Daten in nachstehender Grafik aufbereitet.“). Aus: »Salafismus – Entstehung und Ideologie. Eine Analyse der Ideologie durch den Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen«, Düsseldorf 2009

http://www.im.nrw.de/sch/doks/vs/Salafismus.pdf

(37) SunniPath

http://qa.sunnipath.com/issue_view.asp?HD=3&ID=2812&CATE=389

(38) Farhat Hashmi. Al-Huda International.

http://www.farhathashmi.com/dn/AboutAlHuda/ContactUs/tabid/59/Default.aspx

(39) Dr. Farhat Hashmi, Islamabad 11.06.2010: »Quranic & Masnun Supplications«.

http://www.download.farhathashmi.com/dn/Portals/0/E-Library/books/Qurani-Masnoon-July-2010.pdf

(40) Warum sollten sie sich dafür interessieren, ob das parlamentarische Schaffen von Gesetzen halal oder haram ist? Why should they care about the parliamentary legislation being halal or haram? (aus: Hizb ut-Tahrir Afghanistan: Open letter to the Muslims of Afghanistan. Do not take part in the parliamentary election!, veröffentlicht am 17.09.2010 bei: KHILAFAH.com (HuT))

http://www.khilafah.com/index.php/concepts/general-concepts/10366-open-letter-to-the-muslims-of-afghanistan-do-not-take-part-in-the-elections

Nachdem am 03.03.1924 der Kalifatsstaat zerstört worden war, was das Ende der strahlenden Epoche Islamischer Herrschaft darstellte, haben sich die Finsternisse der westlichen Zivilisation über die ganze Welt gelegt. Since the 3rd March 1924, the Khilafah State was destroyed, marking the end of an illustrious era of Islamic rule. Since then, the dark shadow of the West has engulfed the world.

http://khilafah.com/index.php/about-us

Inklusion der Scharia in die Migrationsforschung

Juni 19, 2009

الـشَّـرِيعَـة

aš-šarī’a

die Scharia, Allahs Gesetz

Frau Karakaşoğlu und die Grenzen der Toleranz

In ihrer am 9. Juni 1999 in Frankfurt gehaltenen Rede »Wer definiert die Grenzen der Toleranz? Kopftuch, Koedukation und Sexualkundeunterricht« verteidigt die Bremer Erziehungswissenschaftlerin Dr. Yasemin Karakaşoğlu-Aydın (damals Universität GH Essen) orthodoxes islamisches Menschenbild und radikal schariatreues Gesellschaftsmodell. Von Jacques Auvergne (2009).

Religiosität nach Koran und Hadithen wird wohl auch einmal nützliche Lebenshilfe persönlicher Spiritualität sein, doch in erster Linie ist der orthodoxe Islam leider weltweit und nach wie vor wenig mehr denn der Wohlverhaltensterror einer durch Nachbarschaft, Großfamilie und durch die umma der islamischen Weltgemeinschaft kultivierten Lebensführungsdiktatur, die mit großen Teilen der allgemeinen Menschenrechte oder der deutschen Grundrechte schlicht nichts anzufangen weiß. Wie Lernforscher sagen, muss Wissen anschlussfähig sein, doch Autonomie oder Emanzipation, Frauenrechte oder Religionskritik sind im heutigen Islam sozusagen unfunktional jedenfalls eher überflüssig. Der orthodoxe (politische) Islam braucht die Demokratie nicht und noch nicht einmal die Wissenschaft, welche er gebraucht, nicht braucht, die er verwendet, nicht benötigt. Der ländliche orthodoxe Muslim oder der städtische Islamist guckt sekundenlang mit großen Augen völlig erstaunt, wenn das säkular muslimische oder ex-muslimische Gegenüber ihm universelle Menschenrechte oder Gleichberechtigung der Frau anbietet, um dann sehr rasch äußerst aggressiv zu werden. Derlei fundamentalistische Weltbildbegrenzung und antimoderne Lernverweigerung ist dem homo sapiens mitnichten angeboren, sondern bedarf fein gesponnener Netze des Einschüchterns und Überwachens.

Islam ist 100 % Seelenrettung, 100 % Politik und 100 % Recht und Islam ist das Monopol auf diese drei Bereiche, jedenfalls soweit sie sittlich zu nennen seien und der Teufel seine Finger nicht im Spiel habe. Denn eine andere Heilssicherung als die nach Koran und Sunna gibt es im Islam nicht, das hoch politische Wohlverhalten des Einzelnen blühe auf zu Familiengründung und zu der das Modell von Medina (622-855 d. Z.) kopierenden Staatsgestaltung, und anderen Paragraphen freiwillig und auf Dauer Folge zu leisten als dem vom Himmel herab gekommenen Schariagesetz, ist Gotteslästerung und Götzendienst. Unter Baustein 109. hat Blog Sägefisch einige Auszüge aus dem 1961 erschienenen Buch »Islamic Law« (Das islamische Recht) des Panislamisten (jemand, der das weltweite Kalifat anstrebt) und Muslimbruders Saïd Ramadan (Ramaḍān) analysiert, dessen islamisches juristisches Werk multikultureller Rechtsspaltung seine Söhne Tariq (Ṭāriq Ramaḍān) und Hani (Hānī; Steinigung als gottgefälliges Tun) bis heute so getreulich fortführen.

Zur Teufelsabwehr und Seelenrettung verwendet der etwas mehr verwirklichte Islam das Europa drohende Islamische Familienrecht (2006 forderte Mustafa Cerić: opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law), aber, wenn auch erst bei weit fortgeschrittener Islamisierung eines Landes, auch die barbarische diyya, das geheiligte Blutgeld welches dem qisas, dem Wiedervergeltungsrecht zugehörig ist das im Koran in Sure 2:178 verankert ist. Etwas der diyya sehr Entsprechendes wurde im germanischen, die Blutrache tolerierenden Recht Weregild oder Wergeld genannt, aber so etwas pflegt die kulturelle Moderne nicht mehr. Anders die islamische Jurisprudenz (fiqh), die seit tausend Jahren jede juristische (religiöse) Änderung verweigert hat und derlei Recht, wir Säkularen müssten eigentlich Unrecht sagen, als Religion versteht. Islam ist ganzheitlich (total, totalitär) und im Sinne der unveränderlichen Scharia abgeschlossen, ist Welterklärung, Seelsorge, Sexualerziehung und Politik. Veränderlich ist jetzt nur noch die an „Zeit und Raum“ (time and space; Tariq Ramadan, Mustafa Cerić usw.) angepasste Strategie der Schariaimplementierung.

Das islamische Recht bietet, wie sich am Beispiel der am 1. Mai 2009 im Iran hingerichteten Delara Darabi beziehungsweise der verweigerten Annahme der diyya sehen lässt, systematisch noch nicht einmal den Muslimen Rechtssicherheit und diskriminiert Frauen und diskriminiert die verschiedenwertigen Nichtmuslime oder Islamapostaten. Islam erniedrigt die schutzvertraglich erklärten Dhimmis, das sind Juden und Christen, oder die schutzlosen Polytheisten genannt Harbis (vogelfrei, können getötet werden, ferner ist auch ein sich auf islamischem Gebiet aufhaltender ḏimmī ohne einen aman genannten Schutzvertrag als ein ḥarbī zu betrachten). Islam diskriminiert die islamrechtlich beiläufig zu tötenden Islamapostaten verschiedenartig, Allāh erniedrigt eben unterschiedlich.

Scharia diskriminiert differenziert. Völlig glaubenskonform verkündete die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) in ihrer Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Jahre 1990 folgendes zum Recht auf Leben: „Das Leben ist ein Geschenk Gottes … es ist verboten, einem anderen das Leben zu nehmen, außer wenn es die Scharia verlangt“ (Artikel 1). Die „ewige und unverhandelbare“ (Mustafa Cerić) Scharia führt auch Ihre und meine Meinungsfreiheit als Buchdrucker, Evolutionsforscher, Musiker, Maler, Karikaturist, Regisseur, Publizist oder Religionswissenschaftler in die Bahnen göttlicher wie sozialer Harmonie: „Jeder hat das Recht, den Erfolg seiner wissenschaftlichen, literarischen, künstlerischen oder technischen Arbeit zu genießen, … vorausgesetzt, dass die Werke nicht den Grundsätzen der Scharia widersprechen (3).“

Rechtssicherheit sogar für Frauen und Gotteslästerer sowie vor allem Rechtseinheitlichkeit soll in der Bundesrepublik Deutschland der so genannte »ordre public« derart sichern, dass wesentliche Grundsätze des deutschen Rechts auch durch das islamische Recht der Scharia (šarī’a, islamische Religion) nicht unterlaufen werden. Der deutsche ordre public ist jedoch sozusagen geduldig und möchte erst dann eingreifen, wenn sagen wir einmal das islamische Personenstandsrecht, Aufenthaltsbestimmungsrecht oder überhaupt das islamische Familienrecht „mit wesentlichen Grundsätzen des deutschen Rechts offensichtlich unvereinbar ist“.

Da fragt man sich doch, ab wann denn bitte die korangemäß zu verprügelnde muslimische Ehefrau, die hierzulande eigentlich verbotene Vielweiberei oder die mit mehr oder weniger viel Zwang verbundene, ebenso vorislamisch-traditionelle wie orthodox-islamische „arrangierte Ehe“ denn den Kernbestand der inländischen Rechtsordnung antastet. Bildung, Sprache, Ausstiegswilligkeit und technische Ausstiegsfähigkeit aus dem Kerker der Großfamilie gehören sicherlich dazu, um erlittene Nötigung oder Zwangsverheiratung erst einmal bei einer staatlichen Behörde (hoffentlich nicht bei einem parallelgesellschaftlichen, islamischen religiösen Gericht) anzuzeigen. Vielleicht sollten wir uns an dieser Stelle daran erinnern, dass eine gewisse arabischstämmige Gottheit den seine Tochter oder Enkelin nötigenfalls unter Anwendung von Zwang verheiratenden muslimischen Vater oder Großvater vorsieht (arab. walī muğbir, türk. mücbir veli), dass bereits seit vielen Jahren Migrationsforscher wie Ursula Boos-Nünning (1) oder Erziehungswissenschaftler wie Yasemin Karakaşoğlu (2) die arrangierte Ehe öffentlich und professionell bagatellisieren, beschönigen und, letztlich, verteidigen.

Mit dieser öffentlichen Verteidigung des oft mit einem Cousin und immer wieder für die sechzehn- oder fünfzehnjährige oder noch jüngere Tochter „die Ehe arrangierenden“ Vaters oder Großvaters sorgen Boos-Nünning und Karakaşoğlu dafür, dass die frauenentrechtende Scharia sprich: Dass der politisch gewordene (angewendete) Islam in Jugendamt, Schulministerium und Hochschullandschaft zu wirken beginnt. Diesen Beitrag zur Islamisierung leistet man dann besonders nachhaltig, wenn man das Wort Scharia oder wali mudschbir nicht ausspricht.

Ein Grund zur Besorgnis ist der mit dem Beginn des Jahres 2009 in Kraft getretene Wegfall der so genannten Voraustrauung, der nach Meinung von Familialismus-Gegnern und Scharia-Kritikern der Zwangsheirat, Kinderheirat und der Polygamie womöglich „Tür und Tor geöffnet“ hat (Seyran Ateş), vgl.: Petition gegen das Personenstandsrechtsreformgesetz (PStRG) Petitions-Aktenzeichen Pet 1-16-06-211-046040 vom 08.12.2008 etwa auf Blog Schariagegner beziehungsweise Blog Sägefisch Petition: 077.; ein Kommentar zur Sache: 078. Petition gegen das Personenstandsrechtsreformgesetz (PStRG) Petitions-Aktenzeichen Pet 1-16-06-211-046040 vom 08.12.2008

Vielleicht ist es ja reiner Zufall, dass Karakaşoğlu und Boos-Nünning bei ihrem Verteidigen des elterlichen „Rechts“, die Kinder arrangiert zu verheiraten, ganz im Einklang mit Artikel 22 („Jeder hat das Recht auf freie Meinungsäußerung, soweit er damit nicht die Grundsätze der Scharia verletzt“) oder vor allem mit Artikel 7 der islamischen Erklärung der Menschenrechte (Kairo 1990) tätig sind: „Eltern haben das Recht, für ihre Kinder die Erziehung zu wählen, die sie wollen, vorausgesetzt, dass die Erziehung mit den ethischen Werten und Grundsätzen der Scharia übereinstimmt (3)“, die Muslimbruderschaft jedenfalls kann mit einer derartigen wissenschaftliche Betreuung der bundesdeutschen, seit zwanzig Jahren katastrophal scheiternden Arbeit der eigentlich wichtigen Integration sehr zufrieden sein.

Der eigentlichen, im Sommer 1999 an der Frankfurter Universität gehaltenen Rede wurde fünf Monate später ein von Matthias Proske und Frank-Olaf Radtke angefertigtes und signiertes Vorwort vorangestellt, welches der Intention von Frau Karakaşoglu-Aydın derart (verantwortungslos) gerecht wird, dass die Urheberschaft der deutschtürkischen Bremerin zu vermuten ist.

3. [Proske/Radtke] Das Kopftuch. … Sobald es ernst wird und institutionelle Selbstverständlichkeiten in Frage gezogen werden, kehrt sich die Forderung nach Anerkennung, Wertschätzung und Bewunderung der kulturellen, linguistischen und religiösen Differenz um. Nun sind es die Minderheiten, denen Toleranz und Respekt vor den Traditionen der Mehrheit abverlangt wird. Diese merkwürdige Umkehrung der Toleranzidee …

Die xenophoben Alteingesessenen würden sich hinter ihren verkrusteten Institutionen verstecken? Dann also auf zum „Marsch durch die Institutionen“ im Stile der rebellischen Studentenbewegung der siebziger Jahre, nun allerdings als schariatisch orientierter Legalist. Frau Karakaşoglu-Aydın, unsere Grundrechte sind in der Tat nicht verhandelbar.

Indirekt wird die bundesrepublikanische Gesellschaft als minderheitenfeindlich dargestellt und die Parteinahme für die Scharia mit dem Charme des Jugendbewegten und Gegenkulturellen umgeben. „Sobald es ernst wird“ heißt ungefähr „ihr spielt mit uns“, ein Vorwurf allerdings, der in Teilen leider stimmt und den die Schariafreunde aus der Deutschen Islamkonferenz (DIK) durchaus an Gastgeber Wolfgang Schäuble richten könnten: „Ihr Scheindemokraten redet doppelzüngig von Religionsfreiheit, doch sobald wir die familienrechtliche Scharia fordern mit Allahs Zwangsheirat, mit der dreizehnjährigen Braut, mit Polygamie und mit der geheiligter Verstoßung der Ehefrau, dann enthaltet ihr uns entfremdeten und marginalisierten Einwanderern die grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit vor!“

3. [Proske/Radtke] Weil die Aufgabe der Schule traditionell darin gesehen wird, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu gewährleisten fällt ihr der Umgang mit Differenz besonders schwer.

So weit Karakaşoglu-Aydın mit „Differenz“ den eingewanderten Fundamentalismus meint, ist dieses den Lehrerzimmern und Kultusministerien attestierte Unbehagen („fällt schwer“) durchaus zu begrüßen.

Scharia wird trickreich umetikettiert zur „Differenz“, was in den Alteuropäern ganz gezielt Schuldgefühle erwecken soll. Wer jetzt noch länger den Ansprüchen der islamischen Orthodoxie widerspricht, kann ja nur eurozentrisch und fremdenfeindlich motiviert sein.

3-4. [Proske/Radtke] Gesucht werden Ordnungsmodelle, die den Bereich der gesellschaftlich-politischen Gemeinsamkeit zuverlässig von der Sphäre privater Besonderheit trennen, aber auch in der Lage sind, einvernehmliche Lösungen für die neuralgischen Überschneidungszonen bereitzustellen.

Fordert die Autorin beziehungsweise fordern Proske und Radtke mit ihrem Aufruf nach Neubestimmung der Grenzen zwischen „dem Privaten“ und „dem Öffentlichen“ das parallelgesellschaftliche Außerkraftsetzen des Grundgesetzes im Bereich des patriarchalischen Familiengefängnisses nach dem Motto: „Haltet euch da raus, das ist unsere Kindererziehung und Sexualpolitik!“? Dann wäre Karakaşoglu-Aydın neben Amir Zaidan, Nilüfer Göle und Tariq Ramadan zu den exponiertesten europäischen Vorkämpfern der Schariatisierung zu rechnen. „Einvernehmliche Lösungen“ könnte auf einen Staatsvertrag hinauslaufen. Die Bremer Autorin will die Rechtsspaltung und sollte sich schleunigst auf den Boden des (für alle geltenden, sogar für Frauen!) Grundgesetzes zurück bewegen.

4. [Proske/Radtke sagen über die Autorin] Ihre Hoffnung setzt sie auf „dialogische Vermittlung“, deren Ziel neue regulative Ideen, deren Voraussetzung aber Rechtsgleichheit und gegenseitige Anerkennung wären.

Hier wird mit den Worten „Rechtsgleichheit“ und „gegenseitige Anerkennung“ vordergründig harmlos klingend nach „Chancengleichheit“ und „Gleichberechtigung für alle“ gerufen, was wir gut zu finden haben und sogar gut finden. Kenner der differenziert diskriminierenden Scharia hingegen sind alarmiert und müssen selbstverständlich ausrufen: „Keine geheiligte Frauendiskriminierung, keine Rechtsspaltung in Zonen islamischen Rechts!“ Erkennbar wird, dass Proske und Radtke vom Islam ganz offensichtlich keine Ahnung haben. Staatsvertraglich geregelte „gegenseitige Anerkennung“ mit einer intoleranten, antidemokratischen (islamischen) Rechtsordnung darf es niemals geben. Wir können auch anders: Wir anerkennen den orthodoxen (politischen) Islam – als Antimoderne, „wir anerkennen“ heißt dann aber: Wir haben zu verhindern.

So weit das von Dr. Matthias Proske und Prof. Frank-Olaf Radtke (beide Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt) im November 1999 angefertigte jedenfalls unterzeichnete Vorwort zur im Rahmen des Seminars »Die Grenzen der Toleranz in der Einwanderungsgesellschaft« am 9. Juni 1999 gehaltenen Rede der Bremer Erziehungswissenschaftlerin.

Nun zur Rede der Frau Dr. Karakaşoglu-Aydın »Wer definiert die Grenzen der Toleranz. Kopftuch, Koedukation und Sexualkundeunterricht«.

5. In der gegenwärtigen pädagogischen Debatte ist es durchaus umstritten, ob eine durchgängige Koedukation tatsächlich die Gleichberechtigung der Geschlechter fördert.

Dem stimmen wir als langjährige Praktiker einer gleichheitsfeministisch und aufklärungshumanistisch orientierten, reflektierten Mädchenarbeit und einer ebensolchen Jungenarbeit bedingt zu, obwohl wir uns gerade im Bereich der Pädagogik als Gegner der Autorin vermuten müssen. Dass Dr. Karakaşoglu-Aydın an einer Gleichberechtigung der Geschlechter außerhalb der von Allahgott vorgeschriebenen Grenzen überhaupt Interesse hat, würden wir sehr begrüßen.

Mädchen und Jungen ist die wechselseitige Anwesenheit auch beim Mathematikunterricht oder Sportunterricht ebenso zuzumuten, wie sie auch einmal ein paar Stunden lang ohne das andere Geschlecht auskommen können. In der Erlebnispädagogik gilt es etwa, das dem Patriarchat entsprungene Klischee des „die Mädchen kochen, die Jungen bauen das Zelt auf“ ganz bewusst aufzubrechen und die Jungen „weibliche Tätigkeiten“ (Speisezubereitung, Putzen) machen zu lassen beziehungsweise den Mädchen traditionell als „männlich“ deklarierte Rollen (wie eine Fahradtour oder Bergwanderung ohne Jungs) einüben zu lassen. Eine „blinde Koedukation“ beseitigt Geschlechterklischees und Sexismen in der Tat keineswegs.

Redet sie denn wirklich so undeutlich zu uns, will Erziehungswissenschaftlerin Karakaşoglu-Aydın denn überhaupt das in der kulturellen Moderne erstrebenswerte gemischtgeschlechtliche Großraumbüro oder das von Frauen wie Männern jeder Religion, Ex-Religion oder Nichtreligion gleichzeitig benutzte öffentliche Schwimmbad? Die Autorin mag es uns doch einfach erklären. Oder verkauft sie uns die islamische, an der kulturrassistischen und sexualmagischen Scharia ausgerichtete Geschlechtertrennung als Beitrag zur nützlichen geschlechtssensiblen Pädagogik? Das allerdings wäre doch wohl eher ein Missbrauch der wesensgemäß mit gegengewichtsartiger Zeitweiligkeit, gesamtgesellschaftlicher Integration, gleichheitsfeministischem Aufklärungshumanismus und wissenschaftsorientierter Emanzipation zunehmend einhergehenden, von Frau Dr. Karakaşoglu-Aydın zur Untermauerung der eigenen Argumentation kalkuliert herangezogenen geschlechtsspezifischen Jungenarbeit beziehungsweise geschlechtsspezifischen Mädchenarbeit.

5-6. Von einem [bewussteren] Ansatz geht die mittlerweile als pädagogischer Ansatz grundsätzlich anerkannte parteiliche Mädchenarbeit aus, die dem Koedukationsparadigma den geschlechtsspezifischen Ansatz entgegensetzt.

Genau dieses machen wir jeden Tag, dabei die Kinder aus säkular-christlichen, aus eher atheistischen, muslimischen, jüdischen oder ex-muslimisch geprägten Familien in die Mädchengemeinschaft oder aber in die Jungengruppe integrierend. Dabei wollen wir die Koedukation und berücksichtigen das koedukative Lernen jedes jungen Menschen recht genau.

6. Wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist, dass Jungen nicht mit einbezogen werden und die Arbeit nur von weiblichen Fachkräften durchgeführt wird.

Das ist selbst uns als Praktikern des nonkoedukativen Ansatzes zu muffig und vor allem ohne Bekenntnis zu einer Struktur der bewussten Ergänzungen zur lebensweltlichen Koedukation (!). Für Kinder und Jugendliche sind die Nachmittage, Wochenendreisen und Sommerfreizeiten der Selbsterfahrung und des Gemeinschaftserlebnisses mit den ungefähr gleichaltrigen Wesen der eigenen Geschlechtsklasse als den „Menschen des eigenen Selbst“ ein hervorragender Trittstein, Fairness eben auch mit dem anderen Geschlecht zu erlernen, nämlich die „weiblichen“ und „männlichen“ Seelenanteile in sich selbst auszubauen und ihre kulturell und traditionell ererbten Dogmen zu hinterfragen. Die damit durchaus auch einer Meditation ähnelnden Zeiten der gleichgeschlechtlichen und dabei durchaus ganz bewusst dem Abbau von Machismo, weib-weiblicher Aggressivität à la Zickenterror sowie beziehungsweise damit dem Abbau von Homophobie dienenden ausgleichenden Gegengewichte zur wünschenswerten Norm (und schlichten Realität) des gemischtgeschlechtlichen weltbürgerlichen Alltags des Kindes oder Jugendlichen setzt die Mädchen- und Jungenarbeit bewusst ein, um gegen Geschlechterchauvismismus, Gruppenchauvinismus und Fundamentalismus zu immunisieren, nicht zuletzt dem islamischen.

„Jungen nicht mit einbezogen“ (Autorin) wird diesem genannten Anspruch womöglich in keiner Weise gerecht, denn der nationalsozialistische BdM war, derartig vordergründig betrachtet, ja auch „geschlechtsspezifischer Ansatz“. Auch die extremistische, sehr zu Recht vom Verfassungsschutz beobachtete und der Muslimbruderschaft nicht allzu fern stehende Milli Görüş um Necmettin Erbakan (*1926) und Dr. Yusuf Zeynel Abidin (1939-1986, Muslimbruder, Europarepräsentant der Muslimbruderschaft, Vater von Emel Abidin-Algan genannt Emel Zeynelabidin) betreibt auf den ersten Blick eine solche irgendwie „grundsätzlich anerkannte parteiliche“ getrenntgeschlechtliche Mädchenarbeit und Jungenarbeit. Denn auch Milli Görüş, von deren leider nach wie vor einflussreicher, sexualisierter und antimoderner Pädagogik sich Erziehungswissenschaftlerin Karakaşoglu-Aydın nicht hörbar distanziert, lässt unter Berufung auf die Wohlverhaltensdoktrin Allahs ganz gerne „die Arbeit nur von weiblichen Fachkräften“ durchführen. Wahhabiten oder Taliban sind dann die berufensten Experten für jene bewusst zum islamischen Fundamentalismus und zum ersehnten Gottesstaat erziehende Geschlechtertrennung, welche die Sozialpädagogik einer nachhaltigen kulturellen Moderne allerdings nun gar nicht wollen kann.

Herr Tariq Ramadan hat Einreiseverbot in die USA. Ramadan ist zugleich der höchstrangige europäische Funktionär des organisierten, etwa ein Jahrhundert alten Islamismus (mit Thomas Meyer: Fundamentalismus als „Aufstand gegen die Moderne“). In der dem faschistoiden Islamismus arbeitsteilig zugeordneten, nicht weniger herrschaftskulturellen Pyramide der dem vorindustriellen, klassischen Islam entstammenden Orthodoxie und Theokratie entspricht ihm Bosniens Großmufti Mustafa Cerić.

Herr Ramadan folgte am 04.04.2009 der Einladung der deutschen Milli Görüş zum „Uniday 2009“ in die Dortmunder Westfalenhalle. Der Sohn des Muslimbruders Said Ramadan rief die 3.000 (Islamische Zeitung: 4.000) Anwesenden ja womöglich zur Etablierung der islamischen Gegenkultur und Gegenmoderne auf mit Sätzen wie: „Wir sind europäische Muslime und nicht Muslime in Europa. Wir haben multiple Identitäten und müssen dazu stehen“, „Wo immer ihr seid, habt ihr eine Verpflichtung. Ihr müsst vermitteln“ oder: „Wir wollen endlich von dem Begriff Integration weg – zu dem Begriff Partizipation! (4)“ Die Islamische Zeitung (um den Konvertiten Andreas Abu Bakr Rieger entstanden) zitiert Ramadan unter dem Hinweis auf die laut Ramadan wünschenswerten „multiplen Identitäten der Muslime in Europa“ so: „Muslime sollen sich integrieren, aber ihre eigene Identität beibehalten. Es wird nicht bei der Integration bleiben! (5)“

Ermunterte uns Frau Dr. Karakaşoglu-Aydın 1999 in Frankfurt ja womöglich, über genau die Fragen nachzudenken, die ein Tariq Ramadan zehn Jahre später in Dortmund beantwortet? „Erneuerung durch Wiederholung“ jedenfalls hieß das Motto des zweiten Uniday (2009), zu dem Celal Tüter (IGMG) ausführte: „Wer nicht wiederholt und zurückblickt kann sich nicht erneuern, sich nicht bessern. Eine gesunde Beziehung zur Vergangenheit wird zu einer optimalen Zukunftsgestaltung führen! (5)“ Die IGMG verwendet die Pädagogik des Kopftuchs und die Pädagogik der Geschlechtertrennung, die imaginierte unsichtbare Scharia umflattert die ganze Sache wie Allahs mahnend erhobener Zeigefinger und fordert die teilweise Selbstaufgabe und permanente Verhaltenskontrolle. Celal Tüter ist Leiter der Jugendabteilung der Milli Görüş und damit pädagogisch tätig (taz: Jugendarbeit im Dienste Allahs (6)). Auch Herr Tüter vertritt ja vielleicht genau jenen „geschlechtsspezifischen Ansatz“, den die erziehungswissenschaftliche Akademikerin Karakaşoğlu-Aydın uns wärmstens zu tolerieren empfiehlt.

7-8. Die türkisch-muslimische MigrantInnengesellschaft

Dieses große „i“ wirkt ja sehr modern und feministisch, da gibt der Durchschnittsintegrationsbeauftragte sogleich das weitere Denken an der Abendkasse ab. Ich vermisse die „türkisch-atheistische MigrantInnengesellschaft“. Sind denn säkulare Muslime mit gemeint, und wie säkular dürfen diese dann sein? Und überhaupt, was glauben die Kinder und Enkelkinder dieser von Karakaşoglu-Aydın umrissenen Sorte oder Klasse Mensch namens muslimische Türken oder türkische Muslime? Und wie türkisch sind die Passdeutschen der zweiten oder dritten Generation? „Türkische Muslime“ lautete es im Buchtitel der Autorin aus dem Jahre 1994, herausgegeben von einem nordrhein-westfälischen Ministerium.

Glaubenswechsel ist hier womöglich nicht vorgesehen, könnte man meinen, damit aber wäre ein Anspruch der Scharia erfüllt und ein Artikel des Grundgesetzes (Religionsfreiheit) übergangen.

Wir müssen beides tun, „kulturalisieren“ mit dem Ziel der Integration sprich Demokratisierung aller (leider realen und sehr wirksamen) ethnisch-religiösen Kollektive, gerade auch familiäre Gewalt, familiären oder milieubezogenen Fundamentalismus, Jugendkriminalität oder einheimischen wie zugewanderten Antisemitismus und Extremismus betreffend, und wir müssen gleichzeitig „nicht kulturalisieren“, um die für jede Präventionsarbeit oder Integrationsarbeit notwendigen Nullpunkte der Koordinatensysteme oder durchschnittlichen Normwerte zu bestimmen. Gegen die Verwendung des Begriffs „türkisch-muslimische MigrantInnengesellschaft“ ist nicht grundsätzlich etwas einzuwenden. Doch gegen die beispielsweise von den Integrationsräten und Ausländerbeiräten wie der LAGA NRW (7) vertretene Werbung für die „multikulturelle“ Gesellschaft möchten an den universellen Menschenrechten orientierte Sozialarbeiter warnen, da damit die Zunahme an ethno-religiöser Segregation (kalifatsähnliche Struktur) verschleiert oder bagatellisiert wird.

Die nordrhein-westfälische LAGA distanziert sich nicht von der Scharia, sondern kehrt die wünschenswerte Verhinderung der (fundamentalistischen, familialistischen) Parallelgesellschaft und der schariatischen (kulturrassistischen) Gegengesellschaft gekonnt um, indem sie jede bloße Benennung (Denken heißt Unterscheiden) der prekär integrierten Milieus als „Ethnisierung“ und „Kulturalisierung“ in die Ecke des deutschen Nationalismus und der rassistischen Fremdenfeindlichkeit schiebt (7). Die LAGA nimmt uns die Sprache, das Handwerkszeug. Integrationserfolg und Integrationsmisserfolg wird so nicht länger messbar.

Damit tun die Integrationsräte und Ausländerbeiräte, vielleicht ohne das zu beabsichtigen, den Deutschland ganz grundsätzlich willkommenen Einwanderern nun allerdings gar keinen Gefallen. Es muss uns darum gehen, Zwangsheiraten und Ehrenmorde zu verhindern, dazu gehört auch die Aufklärung über die islamische arrangierte Ehe mit den durch ihr Schweigen oder Weinen zustimmenden hanafitischen Importbräuten oder extrem minderjährigen Bräuten zuzüglich gelegentlicher Zweitfrauen. Dazu gehört die Forschung und das Informieren über den patriarchalischen namus-Ehrbegriff (nāmūs) mit der archaischen Logik des Tochtertausches und der Zwangsverlobung der Kinder. Auch zum entwürdigenden Jungfräulichkeitskult von altorientalischem namus wie orthodox islamischer Scharia schweigt die LAGA „differenziert“ und „kultursensibel“. Der Nebelschleier der politisch korrekten Sprachlosigkeit beginnt die zu scheitern drohende Integration zu umwölken. Vorwärts, avanti, venceremos, auf zum Integrationsfest …

Dr. Klaus Gebauer (8) wirbt in einer LAGA-Publikation mit dem Aufsatz „Islamischer Religionsunterricht – Es wird Zeit! Wir brauchen ihn!“ (Titel wie genannt, in: Aus vielen Quellen schöpfen. Mehrsprachigkeit, religiöse und kulturelle Identität – eine Bereicherung für diese Gesellschaft, Seite 51-64) für den flächendeckend einzuführenden islamischen Religionsunterricht. Diesen stellt sich Gebauer erfreulicherweise als mündig machend, zur Kritik befähigend, das Überwältigungsverbot garantierend vor. So einen Islamunterricht stellen wir uns ja vielleicht auch vor. Das Wort Scharia erwähnt Gebauer nicht. Beim Suchlauf nach „islam“ ergeben sich in der LAGA-Veröffentlichung „Aus vielen Quellen schöpfen“ mehr als 150 (in Worten: hundertfünfzig) Treffer, das klingt ja richtig herzhaft islambegeistert, indessen finden wir beim Suchen nach „scharia“ „sunna“, „kopftuch“, „fiqh“, „fatwa“ jedes mal 0 Treffer, in Worten: Null; nichts, nothing, rien, niente, nada. Ich vermute, nach wali mudschbir brauchen wir nicht zu suchen. Was für einen Islam beschwört der freundliche Herr Gebauer uns denn da und schmuggelt uns die LAGA in Schule, Rathaus und Jugendamt hinein?

Gebauer arbeitet am in Soest ansässigen Landesinstitut für Schule und ist seit dem iranischen Revolutionsjahr, pardon, seit 1979 (seit drei Jahrzehnten) im Auftrag des Kultusministeriums mit der Erstellung „eines Curriculums für die religiöse Unterweisung von Schülern islamischen Glaubens“ befasst. Wie gesagt, das Wort „Überwältigungsverbot“ stimmt etwas hoffnungsvoll. Das reicht aber nicht. Denn andererseits: Dreißig Jahre Islam befördern – und von Scharia kein Wort gehört? Warum verschweigt uns Gebauer die Scharia beziehungsweise distanziert sich nicht hörbar von der Scharia? Gebauer dozierte im September 2004 auf dem 29. Deutschen Orientalistentag der Deutschen Morgenländische Gesellschaft zum Thema „Islamunterricht in Nordrhein-Westfalen – Ein Modellversuch“, ohne Frage der geeignete Referent (8). Nun ja, dann eben Islam ohne Scharia. Müsste mir eigentlich ganz recht sein.

Vorsitzender der LAGA NRW ist Tayfun Keltek, Mitautorin der erwähnten Broschüre („Aus vielen Quellen schöpfen“) war Sanem Kleff von der Lehrergewerkschaft (GEW Berlin) und war die wiederholte Verteidigerin der Kopftücher und der arrangierten Ehen Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning (mündlich: „Die werden nicht unterdrückt!“). Sanem Kleff leitet die bundesweite Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, gibt die auf den ersten Blick verhalten antideutsch, antietatistisch und proislamisch wirkende Schülerzeitung Q-rage heraus (Auflage eine Million). Q-rage lästert zwar nicht über die Hamas oder Muslimbruderschaft, dafür jedoch über evangelikale Christen, die sie im November 2008 unter Verzicht von Korankritik und Schariakritik mit den terrornahen Islamisten verglich (9). Pädagogin, Interkulturalitätsfachfrau und GEW-Funktionärin Kleff ist seit einem halben Jahrzehnt eher für das Lehrerinnenkopftuch und eher gegen Korankritik aktiv, dabei aber ganz entschieden gegen Rassismus und für Toleranz (10).

7-8. Das Grundgesetz als „imperative“ (L. Berger 1997) Vermittlungsinstanz zwischen den Positionen. … Im Gegensatz zur imperativen Vermittlung … [der staatlichen Gerichte und ihrer Urteile will die] „pragmatische“ Vermittlung [spontan ausdiskutieren und beschließen und die] „dialogische Vermittlung“ … normative Unterschiede direkt aufgreifen und nicht nur nach einem pragmatischen sondern ideenbildenden Kompromiß suchen

Good vibrations, legalize it, Weihrauch- oder noch ganz anderer Pflanzenduft durchströmt die Hippie-Kommune. Oder vielmehr ein Hauch von Rechtsspaltung? Wenn wir konzeptionell und organisiert bundesweit Foren außergerichtlicher Vermittlung stiften, nähern wir uns de facto der Schaffung einer zweiten Ebene von Gerichten, nur dass dort eben kein „imperativer“ (hach, wie repressiv und ewiggestrig!) säkularer bundesdeutscher Paragraph länger bemüht werden muss, sondern ein multikultureller Mix aus Bauchgefühl, Wut, Kreativität und Scharia-Islam.

Wir sind Utopia, so benannte Dichter Stefan Andres (1942) einen großartige Roman zum Thema menschlicher Freiheit und Schuld, in dem der idealistische, innerlich fraglos autonome Held Paco, Matrose, nun Gefangener, vormals jedoch Mönch, dem Lagerkommandanten die Beichte abnehmen soll und dabei die Gelegenheit hätte, ihn zu töten wie auch seine Mitgefangenen zu befreien. Was er nicht tut und woraufhin er von seinem seltsamen, religiös symbolischen und minutenlang realen Schützling und wochenlangen grausamen Wächter hingerichtet wird. Es betrat Paco „Utopia“ und Zerstörung zugleich, dieser Freund der uns von Pädagogin Karakaşoglu-Aydın ans Herz gelegten Rechtsfindungspraxis „dialogischer Vermittlung“, Das Beispiel passt nur mäßig, denn anders als der Strafgefangene in einer Diktatur „Paco“ verspielen wir unsere in vielen Generationen errungene säkulare Freiheit vor dem zugewanderten geheiligten Kulturrassismus (šarī’a, fiqh) einstweilen ohne jede Not, sondern eher aus „dialogischer“ Langeweile, aus geradezu suchthafter und dabei in der Sache eher unkundiger Xenophilie, aus Karrieregeilheit oder aus masochistischer Lust an der Unterwerfung. Vielleicht bereits aus Machtkalkül, schon bald Mitmensch und Mitsadist im durchaus möglichen Kalifat zu werden.

8. Ziel [der dialogischen Vermittlung] ist es, die Parteien zu der Erkenntnis zu bringen, dass die jeweilige ’Gegen’-Partei ebenso legitime Identitäts- und Existenzansprüche vorbringt wie sie selbst.

Ich als Schiffbrüchiger mit nur einem Menschen auf der Insel, der Kannibale hat Hunger. Wetter ok, Strand super, nächste Fähre in zwei Wochen sicher, bis dahin Fisch und Obst satt. Aber nein, der Mann ist legitimer Menschenfresser, existenzieller Kannibale. Und dem Mann knurrt der Magen.

Wir wissen, dass der Scharia-Islam Existanzansprüche stellt, die allerdings die FdGO anknabbern. Die Scharia mag ja vor Allahgott legitim sein, das jedenfalls ist islamisches Recht. Islam ist Recht, aber kein deutsches. Das Menschenbild der Scharia ist mittelalterlich oder in Teilen (schafiitische FGM bzw. al-Azhar-FGM) sogar in ihrer Wurzel vorgeschichtlich. Über eine Art von geheiligtem Faschismus wird sich die angewendete Scharia nicht hinaus entwickeln können. So einer Lebensweise brauchen wir nicht die „ebenso“ gleichen Entfaltungsmöglichkeiten einzuräumen wie den deutschen Grundrechten (1948) und allgemeinen Menschenrechten (1949).

Karakaşoglu-Aydın wirbt für genau jene multikulturelle (diskriminierende) Rechtsfindung, wie sie im Londoner Stadtteil Leyton betrieben wird. Dort in der Straße Francis Road Hausnummer 34 ist genau jene alternative Instanz der die staatlichen Gerichte vermeidenden Vermittlung ansässig, die sich unsere Bremer Erziehungswissenschaftlerin vorstellt: Islamic Sharia Council. Wohlverhalten zeitigt auch gleich noch den Platz im Paradies, da kann das säkulare Gericht zugegebenermaßen nicht mithalten. Witzig ist die Sache indes gar nicht, denn die Angst vor der Höllenstrafe beziehungsweise vor sozialer Ächtung wird es den jungen Frauen schwer machen, aus der parallelen Welt der Rechtsfindung heraus zu kommen und den Weg zu Polizei, Rechtsanwalt, Frauenhaus und Staatsanwalt zu finden.

Für solche womöglich demokratiegefährdenden Gedankenspiele, wie Frau Karakaşoglu-Aydın sie betreibt, sollten wir unsere Erziehungswissenschaftler eigentlich ganz bewusst nicht bezahlen.

8. Nicht selten wird auf das Selbstverständnis des Islam als „Der Islam ist Religion und Staat“ hingewiesen und damit eine grundsätzliche Unvereinbarkeit mit westlichen Vorstellungen von Demokratie unterstellt.

„Nicht selten“? Leider etwas zu „selten“. „Unterstellt“ ist durchaus möglich und wäre dann sogar noch völlig richtig! Damit hätte Frau Karakaşoglu-Aydın, kaum zu fassen, zum Thema politischer (orthodoxer) Islam auch mal einen Treffer gelandet. Und dabei auch noch die passende Formel zitiert, al-islām dīn wa daula, die in ihrer Kürze und Wortfigur zwar dem neunzehnten Jahrhundert entstammen soll, sich jedoch auf nahezu eineinhalb Jahrtausende Geschichte berufen kann und auf die real existierenden heutigen Islamverbände, Moscheegemeinden und Muslimbrüder gleich mit.

Im Übrigen besteht in Deutschland Religionsfreiheit und kann hier jeder ein Gebet zu einer Göttin oder einem Gott seiner Wahl sprechen. Die Autorin scheint gezielt den Eindruck erwecken zu wollen, in der Bundesrepublik Deutschland würde das Grundrecht auf Religionsfreiheit mit Füßen getreten und wären Muslime eine diskriminierte religiöse Minderheit. Ein paar fromme Gebete irgendeiner Lehre zwischen Taoismus, Zarathustra und Bahá’í oder ein paar unfromme Verse der Herren Feuerbach, Marx oder Nietzsche, an ein paar Engel oder Teufelchen auch Orishas des Santería glauben oder an die Wiedergeburt oder auch Atheist sein, das alles ist in Europa für jeden möglich und du darfst sogar jedes Jahr eine neue Religion haben wenn es dir Spaß macht. Anders als in Pakistan oder Somalia und übrigens auch anders als von Koran und Hadithen vorgesehen! Der Spruch al-islam din wa daula ermahnt uns säkulare oder sonstige Weltbürger:

Islam ist daran zu hindern, Staat zu werden.

Sehr gehrte Frau Karakaşoglu-Aydın, hier in Deutschland ist das Volk oberster Souverän, nicht die Gottheit. Das Konzept des Demokratiehassers Sayyid Qutb von der gesellschaftlichen hakimiyyat allāh möchten wir „citoyens et citoyennes“ gemeinsam mit den Ex-Muslimen oder den dissidenten und gefährdeten säkularen (antischariatischen) Muslimen keinesfalls tolerieren müssen, nur weil eine wissenschaftlich vergütete Bremer Universitätsprofessorin im Februar 2006 in den Schmerzensschrei „Gerechtigkeit für die Muslime!“ ausbrach (12).

10. Unterrichtsbefreiung aus religiösen Gründen

Antrag abgelehnt. Es gilt die Schulpflicht.

Buddhisten, Fußballspieler, Muslime, Atheisten oder Taubenzüchter stehen nicht unter Naturschutz, sie alle müssen bei „Rot“ an der Ampel warten, ihre Steuererklärung beim Finanzamt einreichen und alle werden bei unterlassener Hilfeleistung belangt oder haben Krankenwagen im Einsatz beziehungsweise fahrende Busse nicht anzugreifen.

Bekannt sind die Klagen von Pädagogen und Pädagoginnen über den Widerstand eines Teils der muslimischen Eltern gegenüber der Teilnahme ihrer Kinder auch am Biologie-Unterricht (vor allem wegen den Unterrichtseinheiten zur Sexualkunde und der Evolutionstheorie), und der Versuch, die Kinder vom Besuch dieses Unterrichts zu befreien.

In der Tat wird uns der von den Parteigängern der politischen Scharia verweigerte oder staatlicherseits durchgesetzte schulische Bildungsauftrag noch jahrelang beschäftigen. Kinder aus Familien der bibeltreuen Zwölf Stämme, der Zeugen Jehovas oder evangelikaler Kreationisten unterliegen ebenfalls diesem Druck der Familie, dem wissenschaftlich ausgerichteten Denken und Lernen Scheuklappen anzulegen.

Im Mai 2005 wies das Verwaltungsgericht Düsseldorf die Klage der einem orthodoxen Islam anhängenden Eltern eines Jungen ab und beschloss, dass dem Jungen der koedukativ erteilte Schwimmunterricht zuzumuten sei (13). Im Mai 2008 verkündete das Verwaltungsgericht Düsseldorf, dass eine Tochter aus orthodox-islamischem Elternhaus am koedukativ erteilten Schwimmunterricht teilnehmen muss (14).

Erziehungswissenschaftlerin Karakaşoglu-Aydın unterstützt ganz offensichtlich jene europaweit vernetzten und hart agitierenden Legalisten, die mit Rechtsanwälten wie dem Bonner Konvertiten Yahya Martin Heising versuchen, unter Berufung auf Religionsfreiheit und bei Darstellung eines angeblichen Gewissenskonfliktes, den (angeblichen) islamischen Wohlverhaltenskodex gegen den staatlichen Erziehungs- und Bildungsauftrag durchzusetzen (15).

11. Zur Frage des Sexualkundeunterrichts gibt es von islamischer Seite Vorschläge, wie ein Kompromiß zwischen den Positionen erreicht werden könnte.4 [siehe auch Fußnote 4]

Fußnote 4 gibt eine Lektüreempfehlung dessen, was Dr. Yasemin Karakaşoğlu unter der „islamischen Seite“ versteht: Adnan Aslan: „Geschlechtererziehung in den Schulen und die islamische Haltung“, Institut für islamische Erziehung (Hg.), Stuttgart 1996. Adnan Aslan wird unter kitapshop.de vertrieben (16), dort empfiehlt man lesefreudigen Glaubensbrüdern und -schwestern, die Veröffentlichungen folgender Publikationsorte zu studieren: Islamisches Zentrum Hamburg (Schia), Islamisches Zentrum Aachen (jetzt ZdM, vorher IGD, noch vorher Muslimbruder Issam el-Attar), Islamisches Zentrum München (heute ZdM, früher IGD, einstiger Leiter war der mittlerweile oberste Führer der Muslimbruderschaft Mohammed Mahdi Akef), das nur zum Buchstaben „i“, kitapshop empfiehlt damit Schriften der deutschen Unterorganisationen der weltweiten Muslimbruderschaft (MB) und der Teheraner Mullahs gleich mit. Das ist schön vollständig, doch sollte eine Erziehungswissenschaftlerin uns ein paar Worte der Kritik am Erziehungsansatz und Menschenbild der MB um Akef (Dschihad, FGM, Kalifat, Streben nach der Vernichtung Israels) und an der Pädagogik des Staates Iran seit Chomeini (Allahkratie, Apostatenmord, Wunsch nach der Zerstörung Israels) bekunden.

Herr Aslan wird auch unter buchara-versand.de verkauft, etwa seine Werke „Religiöse Erziehung der muslimischen Kinder“ und „Geschlechtererziehung in den öffentlichen Schulen“ (17). Der klassisch islamisch ausgerichtete Online-Handel hält das Frauenbild und die Ehevorstellung des im Jahre 1111 verstorbenen Extrem-Theokraten al-Ghazali (Das Buch der Ehe – Kitab adabi n-nikah) für islamisch und verkauft es uns in deutscher Übersetzung. Mit einem wörtlich genommenen al-Ghazali sind universelle Menschenrechte, Gleichberechtigung der Frau oder Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland schlicht unvereinbar. Beim Buchara-Versand ist der Risale-i Nur (Bediüzzaman Said Nursi) ebenso erhältlich wie die Schrift „Muslime im Westen“ (Tariq Ramadan), ferner sind dort die fundamentalistischen Machwerke des Leugners der Evolutionstheorie Harun Yahya zu erstehen.

Auch das Buch „Gleichwertigkeit der Geschlechter im Islam“ des gebürtigen Ägypters und emeritierten kanadischen Professors, des begeistert homophoben Verteidigers der Polygynie Dr. Jamal Badawi aus Halifax, Nova Scotia, darf in diesem Buchversand nicht fehlen. Jamal Badawi ist Mitglied im kanadischen fiqh-Rat ISNA, sein reaktionäres: „Gender Equity in Islam“ ist auf Englisch zu lesen unter: soundvision.com/Info/gender. Wir dürfen uns sicherlich erlauben, Karakaşoglu-Aydın als brave Nachfolgerin (taqlīd) der Herren Tariq Ramadan und Jamal Badawi zu betrachten, wann immer sie von „muslimischer Mann“, muslimische Frau“ und, im Bereich Schule und Erziehung, von „muslimischer Junge und muslimisches“ Mädchen spricht. Wer als gebildete Muslima Ramadan oder Badawi lobend zitiert, stellt sich hinter das Konzept der nikah, der frauenentrechtenden Imam-Ehe. Wir warnen alle Leser dringend vor der reaktionären, theokratischen und repressiven „islamischen Religionspädagogik“ der Herren Dr. Ramadan und Dr. Badawi, die mit persönlicher, autonomer Spiritualität oder mit dem Ungewissheitsvorbehalt jeder Wissenschaft sehr wenig, dafür mit Kollektivismus, Modernitätsverweigerung, Familialismus, Wohlverhaltenskontrolle und Schariavorbehalt sehr viel zu tun hat.

Karakaşoğlu, inzwischen (2006) als Kämpferin (Gerechtigkeit für die Muslime) gegen die mutigen Menschenrechtsaktivistinnen Seyran Ateş, Necla Kelek oder Ayaan Hirsi Ali bekannt geworden empfiehlt uns 1999 als islamische Autoritäten zu Erziehungsfragen, öffentlichem Schulwesen, Bildungspolitik und Integrationspolitik die Funktionäre aus dem Dunstkreis der Muslimbruderschaft, die mit ihren europäischen Unterorganisationen wie FIOE, FEMYSO, UOIF (französisch) und IGD (deutsch) einer allumfassenden (totalitären) Scharia zum Durchbruch verhelfen will mindestens im Sinne einer staatsvertraglich geregelten Rechtsspaltung. Als Nahziel sieht die Muslimbruderschaft das eigene Scharia-Familienrecht für die „Nation der Gläubigen“ vor, daher das auffällige, Europäern vielleicht gar nicht nachvollziehbare Interesse nahezu aller islamischen oder islamistischen Autoritäten von Milli-Görüş-Bewegung bis ECFR für die Themen islamische Rolle der Frau, „muslimische Gleichberechtigung“ und durchgesetzte Verschleierung.

Das Kopftuch ist nicht erst politisiert worden, es ist immer hoch politisch gewesen. Politikum Kopftuch.

Prof. Dr. Adnan Aslan wurde 1959 im nordostanatolischen Bayburt geboren. Gute zwei Jahrzehnte später habe er in Krefeld und Köln Sozialwesen studiert (1981-82) und habe sein Diplom als Sozialpädagoge in Esslingen erworben. Aslan sei nacheinander für die Arbeiterwohlfahrt Stuttgart, das Sozialamt Tübingen und das Deutsche Rote Kreuz Heilbronn tätig gewesen und habe in der Erwachsenenbildung gewirkt. Heute leitet der Schariafreund das Institut für islamische Erziehung (Schwerpunkt: Entwicklung von Lehrplänen für den Islamischen Religionsunterricht, Entwicklung islampädagogischer Lehrerdidaktik). Mit einer Arbeit zur religiösen Erziehung muslimischer Kinder in Österreich und Deutschland habe er 1996 einen akademischen Titel im österreichischen Klagenfurt (Kärnten) erworben. Seine Homepage adnan-aslan.com titelt: Islamische Religionspädagogik und Didaktik, Prof. Dr. Mag. Adnan Aslan.

Heute lebt Aslan in Wien, und wer im Internet nach „Neustiftgasse 117“ sucht, erfährt, dass man sich dort (www.islamologie.info) zwar nicht zur Fortbildung in Islamwissenschaft (historisch-kritische Methode, Ratio) anmelden kann, dafür gleich zur Ausbildung in „Islamologie“ (fundamentalistische Methode, Esoterik) und dass im selben Haus die Islamische Religionspädagogische Akademie (IRPA) ansässig ist.

IRPA (Neustiftgasse 117) denkt weltweit. In die Räumlichkeiten der IRPA lud der Direktor des Islamischen Religionspädagogischen Instituts (IRPI, Adresse ebenfalls Neustiftgasse 117, Träger: IGGiÖ sprich Anas Shakfeh) namens Herr Mag. Amir Zaidan im April 2006 zu einem Kongress europäischer Imame und islamischer Seelsorger. Auf der Rednerliste für den Kongress, deren Eröffnung unverständlicherweise im Wiener Rathaus stattfinden durfte, standen Ayatollah Seyyed (Sayed) Abbas Ghaemmaghami als der Präsident (2004-2008) des den iranischen Mullahs (Religionspolizei, Steinigung, Blutgeld) treu ergebenen, schiitischen Islamischen Zentrums Hamburg, der österreichische Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel, der radikalislamische Theoretiker Dr. Murad Wilfried Hofmann, die EU-Kommissarin Dr. Ferrero-Waldner, Schariafreund Dr. Axel Ayyub Köhler vom deutschen ZdM, Dr. Ursula Plassnik als die österreichische Außenministerin sowie Generaldirektor Abdul Aziz-Altuajiri (auch: Abd al-Aziz ‚Uthman al-Tweijri, Abdulaziz Othman Altwaijri) von der in Marokko ansässigen Islamischen Wissenschafts-, Erziehungs- und Kulturorganisation ISESCO und schließlich Generalsekretär Mohammed Ahmed Sherif (auch: Mohammad Abd al-Ghaffār al-Sharīf; 1998-2002 Professor für Scharia an der Universität von Kuweit) von der World Islamic Call Society. Die letzten beiden, Altuajiri (Altwaijri) und Sherif (al-Sharif) gehören zu den Unterzeichnern des offenen Briefes an Papst Benedikt. Über die Wiener „Konferenz Europäischer Imame und SeelsorgerInnen 2006“ berichtete etwa die spanischsprachige Internetseite webislam.com (18).

Der gebürtige Syrer Amir Zaidan (19) war Mitunterzeichner der berüchtigten, auf schulische Desintegration und Islamisierung des Schulalltages zielenden „Kamel-Fatwa“, scheiterte dabei, im Rahmen der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) für die ihr unterstehenden Muslime eine Art von paralleler Rechtsordnung zu installieren und hat dazu beigetragen, über die intransparente Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) den Einfluss der Muslimbruderschaft auf Österreichs Schulsystem zu vergrößern.

Die im Sinne des Islam auf Tugendhaftigkeit hin orientierte World Islamic Call Society (WICS) ist ganz bewusst auch frauenpolitisch aktiv. Nein, nicht gleichheitsfeministisch, das war die entfremdete kulturelle Moderne, jene materialistische Epoche der Dekadenz und Gottlosigkeit. Jetzt startet die befreite Menschheit in die Ära der Spiritualität und nun möchte auch die WICS die Frauen von der Last befreien helfen, den Männern nacheifern zu müssen und damit ihr einzigartiges weibliches Wesen zu verlieren.

Am 29. Januar 2009 besuchte der bereits im Februar 2008 durch seine Forderung nach teilweiser Einführung der Scharia ins britische Rechtssystem bekannt gewordene Erzbischof Rowan Williams die World Islamic Call Society, redet im Beisein von Dr. Mohamed Achmed Sherif (Secretary General of the WICS) von Gottesbewusstsein und echtem Dialog sowie von dem Juden, Christen und Muslime angeblich irgendwie verbindenden Stammvater Abraham (20). In der angegebenen Quelle wird lobend erwähnt, dass Rowan Williams sich Weihnachten 2008 als Gegner der „israelischen Aggression gegen Palästina“ erklärt hatte, gemeint ist, dass er es als Oberhaupt der Anglikanischen Kirche für verachtenswert hält, dass die Israelis sich gegen den monatelangen Beschuss mit aus dem Gaza-Streifen abgefeuerten Kassam-Raketen wehrten. Moment mal, lieber Erzbischof, „der Führer spricht“ hier, und auch da ist schon wieder auf der WICS-Seite (islamic-call.net) von „Brother Leader“ die Rede, Rowan Williams mittendrin, Bruder Führer vorneweg, und hier, The Leader`s Speech, „Führerrede“? Wer ist der Bruder Führer, wer ist der Führer (21)?

Muammar al-Gaddhafi! (Mu’ammar al-Qaḏḏāfī) gründete unter großzügiger Mitwirkung der WICS die unter Führung Libyens stehende World Islamic Peoples Leadership und lässt in seiner Barmherzigkeit zu, eben auch in den Kreisen der WICS als „Leader“ bezeichnet zu werden. Der deutsche Islamratsvorsitzende Hasan Özdoğan war 1989 an der Gründung der Deutschen Sektion der libysch finanzierten WICS beteiligt, gelegentlich werden beide Organisationen sinnvollerweise wie eine einzige, etwa als „WICS / WIPL, Tripolis“ genannt, deren Ziel als eine da’wā-Organisation (Missionsorganisation) es ist, den Islam besonders in Afrika und grundsätzlich weltweit zu intensivieren und auszubreiten. Im Dezember 1999 hielten der Islamrat und die Weltkonferenz der Religionen für den Frieden (WCRP) eine Tagung in Bad Neuenahr ab, auf welcher der Generalsekretär der WICS sprechen dufte (22). In dieser Zeit kooperierten im Islamrat neben Hasan Özdoğan auch Ali Kızılkaya sowie Abu Bakr Rieger.

Alles … „von islamischer Seite“.

11-12. Bedenken der muslimischen Eltern, die Sexualkundeunterricht vor allem als Angelegenheit der Familie und nicht der Schule betrachten, richten sich vor allem gegen die Intention des Unterrichts, Kinder auch auf außereheliche Beziehungen vorzubereiten, Mädchen und Jungen in der gleichen Klasse mit dem Thema Geschlechtlichkeit zu konfrontieren und entsprechend realistisches Bildmaterial zu verwenden. Adnan Aslan schlägt vor, eine Form des Unterrichts zu verwenden, die auch den Ansprüchen der islamischen Sicht auf den Unterricht gerecht wird. Das heißt, er fordert die Beteiligung der muslimischen Seite im Hinblick auf die Unterrichtsgestaltung ein (Aslan 1996, S. 50-54) und macht damit im Sinne Bergers ein Angebot zur diskursiven Verständigung.

Adnan Aslan, der sich mit Murad Wilfried Hofmann, Axel Ayyub Köhler und dem nach eigener Aussage dem Gedankengut der Muslimbruderschaft nahe stehenden Amir Zaidan zu umgeben pflegt, mache also der säkular gedachten Demokratie „im Sinne Bergers ein Angebot zur Verständigung“?

Wohl weniger „im Sinne Bergers“, schon eher im Sinne Allahs.

Karakaşoğlu will, dass wir mit der „islamischen Sicht“ der Islamisten Tariq Ramadan und Muammar al-Gaddhafi sowie mit derjenigen des erwiesenen Umfeldes der Muslimbruderschaft (Islamrat, Milli Görüş, IRH, IGGiÖ) „Verständigung“ suchen! Die Bremer Erziehungswissenschaftlerin möchte damit, dass wir uns großzügig („tolerant“) über die Erkenntnisse des hessischen Landesverfassungsschutzes hinwegsetzen. Die Behörde attestierte der von Adnan-Aslan-Freund Amir Zaidan (einst IRH, jetzt IGGiÖ) geführten Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen, insgeheim verfassungsfeindliche Ziele zu verfolgen und recht offen eine Lebenspraxis zu kultivieren, die die Freiheits- und Grundrechte besonders von Frauen massiv einschränkt (23).

12. Der Staat ist … nicht befugt, zu bewerten, ob eine Religion ihrem Angehörigen eine bestimmte Kleidung vorschreibt oder nicht. … Dies gilt auch für Schülerinnen, die das Gesicht mit Ausnahme der Augen völlig verschleiern.

Die multikulturell tolerierte Schleierpflicht des vom Terrorismusverteidiger Yusuf al-Qaradawi oder vom der Diktatur des Iran geforderten hidschab, was für ein reiner Wahnsinn aus dem kulturellen Mittelalter! Eine westfälische (1999), inzwischen ostfriesische (2009) Erziehungswissenschaftlerin fordert von Deutschlands Lehrerinnen und Lehrern allen Ernstes, in den Klassenzimmern staatlicher Schulen den sexualisierenden ḥijāb fallweise auch als entmenschenden niqāb zuzulassen: Unfasslich, Karakaşoğlu-Aydın (mittlerweile nennt sie sich meist kurz Karakaşoğlu) will nicht nur den Tschador jeder in der BRD schulpflichtigen Schülerin zulassen, sondern auch ihren Gesichtsschleier (peçe auf türkisch, mit Tschador kombiniert: Çarşaf). Die Autorin weiß, dass im Einklang mit der antidemokratischen Scharia bis heute viele hoch angesehene islamische Autoritäten in ihren Schriften oder islamische Rechtsgelehrte in ihren Fatwas von jedem männlichen Gläubigen fordern, an ihren untergebenen Töchtern oder Ehefrauen den hidschab oder mindestens das Kopftuch notfalls mit Prügel durchzusetzen. Unter der Burka sieht man die blauen Flecken auch nicht, seelisch stabilisierender für die „Islam heißt Frieden“ singenden bundesdeutschen Pädagogen.

In der Fußnote 5 verweist die Autorin auf Seite 13 lobend auf die „Vielzahl von konkreten Beispielen“, die eine Untersuchung biete, die 1996 von der Deutschsprachigen Islamischen Frauengemeinschaft (DIF) „zur Situation muslimischer Kinder und Jugendlicher in Schule und Ausbildung“ angefertigt worden sei. Beim Lesen von Helmut Zenz (helmut-zenz.de/hzisla12.html) wird uns klar, wer unter DIF in der Meerheimer Straße 229 in Köln residiert: Milli Görüş, die vom Verfassungsschutz observierte Islamistenbewegung des Entwurfs der die Ära der Menschenrechte (batil düzen, nichtige Weltordnung) siegreich verlassenden Gegendemokratie eines türkisch-nationalistischen und radikalreligiösen Islamstaates (adil düzen, gerechte Weltordnung), wie ihn Necmettin Erbakan erträumte. Karakaşoğlu verweist grundsätzlich anerkennend („eine Vielzahl von Beispielen“) auf die in radikalislamischem Umfeld erstellte Studie „Schleierhaft. Dokumentation zur Situation muslimischer Kinder und Jugendlicher in Schule und Ausbildung (Köln 1996)“, ohne es offenbar für nötig zu halten, sich vom extremistischen Gedankengut der Milli Görüş zu distanzieren. Damit wird sie zur Komplizin der Erbakan-Doktrin und jener geheiligten Frauenfeindlichkeit, wie sie im größten türkischen organisierten dschihād gegen die kulturelle Moderne Gestalt annimmt. Ein Foto auf der selben Seite („Illustration 2“) zeigt fünf im Stile der Milli Görüş verschleierte Frauen.

Milli Görüş gehört ideell und personell ganz dicht zur durch staatliche Verbote unterbrochenen Traditionslinie legalistischer (die Demokratie zu überwinden strebender) Parteien wie Fazilet Partisi (Tugendpartei, 2001 verboten) und Saadet Partisi (Partei der Glückseligkeit). Laut Ursula Spuler-Stegemann aber wollte die der Erbakan-Lehre treu ergebene Tugendpartei „die Regierung übernehmen und die Scharia einführen“ (24). Für Karakaşoğlu ist eine solche politisierte Theologie (oder Theologisierung und Schariatisierung der türkischen Politik) offensichtlich kein Problem.

Die islamische Kleidung oder eben auch das Kopftuch mag ja für vieles stehen, für den empfundenen Ekel gegenüber Nichtmuslimen und Menstruationsblut, für nachbarschaftlichen Tugendterror und Gerangel um den Platz im Paradies oder für den Wunsch nach einem Leben wie zu Zeiten des Propheten, jedoch ist Kopftuch immer auch Werbung zur Errichtung einer radikalislamischen Politik. Islampolitik (Islam) ist theozentrisch, das bedeutet, das Volk ist nicht länger oberster Souverän, Allahgott ist es bzw. dessen Emire, Muftis, Ayatollahs und Imame sind es (angeblich gibt es ja keinen Klerus, so die taqiyya). Kopftuch ist der unhörbare Kampfschrei nach Errichtung eines hierarchischen und repressiven Staates islamischer Pflichtenlehre (Kalifat).

15. Der Fall „Fereshta Ludin“ … zeigt, [dass es darum gehen muss, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger] an den Grundwerten der Verfassung orientieren [und nicht darum gehen kann, ob Zuwanderer] in ihrem Lebensstil den ’common sense’ der Mehrheit (als eine Art ’Nationalkultur’) übernommen haben.

Erbakan, al-Qaradawi, Zaidan und Ramadan haben hidschāb und islām keineswegs verfälscht oder fehlinterpretiert, und Frau Karakasoglu hat Kopftuch und Scharia ebenso wenig missverstanden. Die Scharia widerspricht den „Grundwerten der Verfassung“ sehr und widerspricht der grundgesetzlich verankerten Gleichberechtigung von Frau und Mann ganz und gar. Kindern und Jugendlichen die Angst vor der imaginierten Hölle anzudressieren als die Hauptaufgabe der Erziehung und Bildung zu betrachten ist wohl auch nicht ganz der Geist der von der Autorin bemühten Verfassung, eher der Geist der Inquisition und Hexenverbrennung.

15. Hierin offenbart sich die diesem Integrationsverständnis innewohnende Aufforderung der kulturell-religiösen Assimilation, die die Zugewanderten von der aktiven Beteiligung an einem Wandel des gesellschaftlichen ’common sense’ ausschließt.

Jammerei. Solch eine freiheitliche Gesellschaft wie in Westeuropa findet Schariafreundin Karakaşoğlu zwischen Marokko und Malaysia nicht so rasch. Also Deutsch lernen, Deutscher werden, wählen dürfen, Steuern zahlen und durchschnittlich begeistert gesetzeskonform leben. Wer freilich die islamische Revolution anstrebt oder eine andere Art von Faschismus, der ist von „einem Wandel des gesellschaftlichen ’common sense’“ fern zu halten. Das genau nämlich IST der common sense: Keine Toleranz der Intoleranz.

Raffiniert mogelt die Autorin ins schläfrige Halbbewusste der bundesdeutschen Integrationsdebatte, „die Ausländer“ (eben nicht!) oder vielmehr „die Muslime“ (aha!) würden diskriminiert, ins Abseits gedrängt, an der Mitbestimmung gehindert. Seitens von Frau Karakaşoğlu-Aydın eine ziemliche Unverschämtheit, der Mehrheitsgesellschaft ein solches undemokratisches Verhalten zu unterstellen, zugleich ist uns die Dreistigkeit der Autorin kaum nachweisbar, denn wer wird denn vor einem Lehrerinnenkopftüchlein Angst haben oder einem melodiösen Gebetsruf, und das Wort Scharia oder Kalifat spricht die Dame nicht aus.

Schon wieder hat die Autorin die Ex-Muslime vergessen, oder die säkularen muslimischen Gegner einer zur (kalifatsähnlichen) Politik gewordenen Scharia. Diese Menschen vor den orthodoxen Patriarchen und antimodernen Extremisten zu schützen, das ist demokratischer, pluralistischer common sense, besser: Das ist ordre public.

Privat mag Fereshta Ludin ihr Kopftuch ja tragen, im Staatsdienst und als professionelles Vorbild für Minderjährige nicht.

18. [Kapitel 4.1. ist überschriftet mit] Islam als Hindernis für selbstbestimmte weibliche Lebensentwürfe

Was für ein erfreulicher Titel.

19. [Schule, Lehrer seien gegen das Kopftuch aktiv tätig] Der unbedeckte Kopf soll den Mädchen helfen, sich in der Mehrheitsgesellschaft zu integrieren.

Genau das soll er. Und das erreicht er. Und das Ganze ist auch wesentlich besser, als dass sich ein unbedeckter Mädchenkopf verschleiern müsste, um sich in die wahhabitisch-saudische oder mullah-iranische Gesellschaft zu integrieren. Die äquidistante, entgrenzt kulturrelativistische Autorin sieht das ja vielleicht anders.

Gute Pädagogen wollen die eine die orientalische Sexualisierung (‚aura engl. awrah als Befrachtung des weiblichen Leibes mit geheiligtem nādschis-Ekel) vermeidende Kleidung, wollen eine nicht segregierende (dhimma, islamische Apartheid) Kleidung als äußeres Zeichen ernst gemeinter Gleichstellung. Die vollen Freiheitsrechte und Bürgerrechte gelten auch für Ex-Muslime und sogar für Muslime, selbst für weibliche Muslime.

21. … in der westlichen Moderne …

Falsch, es muss heißen: In der „kulturellen Moderne“, nicht in der „westlichen Moderne“. Nationalsozialismus, Vietnamkrieg, DDR-Unrechtsregime mit Mauerbau und Schießbefehl sowie dem Stasi-Gefängnis „Bautzen II“ oder das Camp Delta in Guantanamo Bay wären durchaus Teil dieses neuzeitlichen „Westens“, da sie sich zeitlich nach der Französischen Revolution und nach der Erfindung von Evolutionstheorie, Dampfmaschine, Glühbirne und Psychoanalyse ereignet haben, waren aber nicht kulturell modern.

Universelle Menschenrechte, Rechtsstaat, Parlamentarismus, Pressefreiheit, Religionsfreiheit, Bürgerrechte, alles mit Gleichberechtigung für Frauen, Apostaten irgendeiner Glaubenslehre oder für Religionskritiker, das alles ist kulturelle Moderne, die wir auch in Japan oder Israel vorfinden. Kulturelle Vormoderne ist beispielsweise, wenn und solange die Schafiiten kleinen Mädchen im Genitalbereich geheiligte Amputationen durchführen. Die Journalistin Stephanie Sinclair hat dieses islamische Handeln des Genitalverstümmelns der schafiitischen Rechtsschule, durchgeführt von der hoch angesehenen indonesischen Assalaam-Foundation, dankenswerterweise dokumentiert (25). Wir wünschen unverstümmelte indonesische Mädchen in Bandung, West Java. Die von der Autorin angeführte „Moderne“ ist also mitnichten „westlich“, sondern eine Lebenswirklichkeit politischer, religiöser und sexueller Selbstbestimmung.

Ein typischer Trick der Islamisten ist es, die freiheitlichen Demokratien als „westlich“ zu bezeichnen, damit wollen sie erreichen, dass der islamisch geprägte Teil der Erde von kulturell-politischer Modernisierung (Demokratisierung, Pressefreiheit, Religionsfreiheit, Gleichberechtigung der Frau) verschont bleibt. Konsequent ist es in dieser fundamentalistischen Logik zudem, die Demokratisierung mit „Christianisierung“ gleichzusetzen, das ist auch unter deutschen Muslimen gar nicht so selten: „Eure Demokratie ist eine Form von Christentum“.

Manch ein islamischer Hadith (ḥadīṯ, pl. aḥādīṯ) spricht: Wenn du schneidest, übertreibe nicht, „ashimmi wa-la tanhaki“, das ist angenehmer, „ahza“ für den Mann. Die Beschneidung des weiblichen Geschlechtsteils macht das Gesicht der Frau strahlender, „ashraq“ und ist besser, „ahab; abha“ für den Mann. Nimm nur ein wenig [Genitalgewebe, mit dem Messer] weg und zerstöre nicht. Übertreibe es nicht, „la tanhaki“. Die Beschneidung, „khafdh; khifadh“ ist verpflichtend, „sunnah“ für der Mann und ehrenwert, „makrumah“ für die Frau. So weit der islamische Hadith, hier genannt als ein Beispiel für ein Textdokument aus der kulturellen Vormoderne.

Modern ist nicht gleich westlich. Auch unsere (allgemeinen) Menschenrechte sind universell oder sie sind gar nicht. Mittlerweile ist FGM auch in Europa kultiviert worden, damit ist die FGM ja vielleicht „westlich“ jedenfalls „im Westen angekommen“, nicht aber modern, Frau Karakaşoğlu. Auch die ersten Gesichtsschleier sind in Deutschland aufgetreten, das erste Hundert der anrollenden Welle der am Namus-Ehrkonzept orientierte Frauenmorde („Ehrenmorde“) hat sich ereignet. Auch Burka und Niqab könnte man, geographisch nüchtern, insofern „deutsch“ oder „westeuropäisch“ oder „westlich“ nennen, jedenfalls als europäisches oder deutsches Integrationsproblem, sie entstammen allerdings anderen Jahrhunderten (Jahrtausenden) kultureller Vormoderne.

Die Heirat einer (traditionell islamisch: Die Verheiratung einer) patrilateralen Parallelcousine, arabisch: bint ‚amm, wörtlich Tochter des Vaterbruders, galt zwar auch den Herren Isaak (19. Jahrhundert … ) und Jakob (18. Jahrhundert … ) als besonders ehrenvoll, doch sollte man bedenken, dass die beiden frommen Juden nicht NACH der Geburt des Juden Jesus von Nazareth ihre aus damaliger Sicht juristisch, pädagogisch und religiös einwandfreie Cousinenehe kultivierten, sondern im genannten Jahrhundert VOR Christus. Familienseits gewünschte Cousinenehe muss von modern denkenden (selbstverständlich auch von muslimischen!) Pädagogen doch wohl hörbar zurückgewiesen werden. Karakaşoğlu schweigt auffallend. Arrangierte Ehe haben wir grundsätzlich ebenso zurückzuweisen, und die elf-, zehn- oder neunjährige Braut erst recht (das Letztgenannte gilt der Moderne gottseidank auch juristisch als inkorrekt). Karakaşoğlu schweigt schon wieder. Solange Europäischer Fatwa-Rat (ECFR), Milli Görüş, die Kairoer Azhar und die Muslimbruderschaft mit der kulturellen Moderne ein geheiligtes (totales) Problem haben, darf und muss die Moderne (meinetwegen auch: Darf „der Westen“) mit der so genannten Religion des Islam ein säkulares (rechtliches, journalistisches, pädagogisches) Problem haben.

Wir haben die Gegengesellschaften der Einwanderermilieus zu analysieren, um Bürgerrechte und Frauenrechte für jeden einzelnen Menschen durchzusetzen. Das ist etwas völlig anderes als die womögliche Empfehlung der Erziehungswissenschaftlerin, die kulturelle Vormoderne des Scharia-Islam (Islam) und Fiqh-Islam (auch Islam) mit ihren Apostatenmorden, Gesichtsschleiern und Zwangsheiraten in die kulturelle Moderne zu integrieren. Karakaşoğlu promovierte 1999, im selben Jahr also, aus dem dieser ihr Text stammt, als Wissenschaftlerin, und mag sich künftig doch bitte klarer verständlich machen, wie sie zu den universellen Menschenrechten und zur menschenrechtswidrigen Scharia steht.

25. Mit dem Kopftuch bzw. entsprechend verhüllender Kleidung [erreichen] muslimische Frauen, die dies freiwillig aus religiöser Überzeugung tun, … die ansonsten in räumlicher Trennung ausgedrückte Geschlechtertrennung (Innenraum – Raum der Frauen, Außenraum – Raum der Männer) zu durchbrechen und sich gemeinsam mit Männern im öffentlichen Raum außerhalb des Hauses aufzuhalten.

Frauen sollen in die Häuser gesperrt werden? Parlamente, Rathäuser und selbst öffentliche Versammlungsorte als männerbündisches Refugium? Was für ein kulturelles Mittelalter, und zwar orientalisches, oder auch Bronzezeit, allerdings wohl weder slawische noch keltische Bronzezeit. Und ist die muslimische Frau, die den öffentlichen Raum unverschleiert betritt, ein Stück Dreck?

Der Islam steckt in einer kulturellen Sackgasse und hat erklärlicherweise Angst, „sein Gesicht zu verlieren“ und als System barbarischer Sexualpolitik (Wächter maḥram, Stoffgefängnis ḥiǧāb, Verkauftwerden nikāh, Verstoßenwerden ṭalaq) sowie als Konzept kulturrassistischer (ḏimma, Ḫilāfa) ethnoreligiöser Politik enttarnt zu werden. Diese Blamage kann die kulturelle Moderne (damit auch: Kann die Psychologie oder kann die Erziehungswissenschaft) weder Recep Tayyip Erdoğan noch Yasemin Karakaşoğlu-Aydın ersparen.

30. In einer säkularisierten Gesellschaft wie derjenigen der Bundesrepublik erscheinen religiös begründete Argumente als unzeitgemäß, weil irrational, ja sogar gefährlich, da Fundamentalismus- und Extremismus-verdächtig.

Das kommt vor … und bisweilen bewahrheitet sich der Verdacht sogar.

Weil die Autorin die Milli-Görüş-Bewegung ebenso kennt wie deren Bewertung durch die deutschen Sicherheitsbehörden nicht als „Extremismus-verdächtig“, sondern ganz klar als extremistisch, dürfen wir vorläufig annehmen, dass Frau Karakaşoğlu die pädagogischen Ansätze der verfassungsfeindlichen Milli Görüş zu den „religiös begründeten Argumenten“ rechnet.

30. Die Diskussion um die Rolle der Religion in Deutschland hat durch die muslimischen Zuwanderer und ihre lauter werdenden Ansprüche, in allen Bereichen der Gesellschaft gleichberechtigt zu partizipieren, neuen Auftrieb bekommen.

Wie bereits 1994 beruft sich die Autorin auch 1999 auf das Buch Die Stellung der Frau zwischen Islam und westlicher Gesetzgebung (München 1993) des Sunna-Fundamentalisten und Allahkraten Salim el-Bahnassawy („das islamische Lebenssystem … kann niemals geändert werden“, 207), der sich auf über 200 Seiten um die islamistenseits neuerdings dreist „Frauenfrage“ genannte Gängelung jeder einem besonders fundamentalistischen Islam unterworfenen Frau bekümmert, weil für den Islam alle Frauen wankelmütig, hilfsbedürftig und verhältnismäßig unmündig sind (26).

Wer definiert die Grenzen der Toleranz? Das macht, Seite 204, Salim el-Bahnassawi: „Der Islam betrachtet Ehe und Familienleben als eine heilige Institution, gerichtet auf das Allgemeinwohl aller Beteiligten und der Gesellschaft im allgemeinen. Im umfassenden und vollständigen islamischen Familiensystem wird Gehorsam als eine Angelegenheit der Loyalität und Treue betrachtet. Es ist aber kein Indikator für die Unterlegenheit oder Inferiorität der Frau. Es ist schlicht eine Verpflichtung gegenüber der Familie und für den andauernden Erfolg der Ehe.“ Der fromme Mann predigt also, dass die Frau gehorsam sein muss, ohne sich unterlegen zu fühlen, andernfalls würde sie völlig unverantwortlich handeln. Mit noch anderen Worten: Weib, du hast zu gehorchen, nur so bist du nicht unterlegen. Man sollte von Erpressung reden, zumal ein Verstoß gegen die als Loyalität und Treue schönzulügende Gehorsamspflicht den Platz im Paradies verspielt, da sie nach orthodox islamischem Weltbild die Frau ins ewig lodernde Höllenfeuer führt und ihre eigenen Kinder gleich mit. Sie kann es natürlich nicht verantworten, das Seelenheil ihrer Kinder zu zerstören: Nur deshalb gehorcht die orthodox denkende Muslima ihrem Ehemann total, von der „motivierenden“ Prügel abgesehen.

Was meint Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu-Aydın, wenn sie von „der Westen“ oder von „Gleichberechtigung von Mann und Frau“ spricht? Das hören wir auf Seite 204 bei Salim el-Bahnassawi: „Im Islam wurde die Gleichberechtigung von Mann und Frau vom Qur’an ausdrücklich garantiert und stellte kein Problem dar. Mit dieser Gleichberechtigung war nicht gemeint, dass die Frauen die Männer überbieten sollten, oder das westliche bzw. östliche Konzept von Freiheit und Gleichberechtigung zu übernehmen, das der Frau den Boden entzog und sie mehr und mehr entfeminisierte. Vielmehr wurde ständig im Auge behalten, dass Mann und Frau gleich, aber nicht dasselbe sind.“

Da müssen wir säkularen Muslime, Ex-Muslime oder Noch-nie-Muslime uns also Sorgen machen, dass unsere Bremer Erziehungswissenschaftlerin nicht den Boden unter den pädagogischen Füßen verliert und sich, im verderbten Westen lebend, maskulinisiert. Im Islam erbt die Frau lediglich 50 %, doch sie ist nicht ungleich, sondern gleich, ihre Aussage vor Gericht gilt die Hälfte, doch gerade das macht sie gleich. Frauen aller Länder, auf in die Bodenhaftung und Feminisierung!

Leider wird in Bezug auf die hinsichtlich der heiligen Gehorsamspflicht die Frau islamisch diskriminierenden Scharia-Gleichberechtigung der genannte Herr el-Bahnassawi, der in Kairo islamisches Recht studiert hat und nun als Richter in Kuweit tätig ist, mittlerweile offensichtlich völlig unkritisch bei der Friedrich-Ebert-Stiftung verbreitet, wo ihn Frau Dr. Menekşe Gün (Bad Salzuflen) in: „Religion und Sexualität in muslimischen Gemeinschaften“) verbreiten darf (27).

Damit das Grundgesetz erhalten bleibt, sollten wir die vormoderne, angeblich göttlich herabgesendete, uns irdischen Staatsbürgern jedoch keine Rechtssicherheit bietende Scharia als sehr weitflächig vorstellen, die Fläche der echte Freiheitsrechte (sowie wissenschaftliches Denken) ermöglichenden Religionsfreiheit aber wesentlich begrenzter: die ihrem eigenen Bekunden nach unverhandelbare, unermessliche, kohärente und zeitlose Scharia (Großmufti Cerić 2007 in The challenge of a single Muslim authority in Europe: Hence, this Islamic covenant, the sharī’ah, is perpetual, it is not negotiable and it is not terminable) lappt hier also maßlos über – und macht Bürger-Sein und Pressefreiheit überflüssig. Mit den Gottlosen trete man in Verhandlung, um mehr und mehr schariakompatibles Recht zu legalisieren, ganz im Hier und Jetzt (Cerić a. a. O.: in the context of its time and space in accordance with its own experience). Richtigerweise und wenigstens hierzulande wurde am 15.01.2003 die am radikal verstandenen Islam (an der ewigen Scharia) orientierte, international aktive Hizb ut-Tahrir durch den Bundesinnenminister an der weiteren Betätigung („ihre lauter werdenden Ansprüche“) gehindert (28).

Karakaşoğlu wird die „muslimischen Zuwanderer“ der Hizb ut-Tahrir sicherlich nicht übersehen haben, die noch im Jahre 2002 Besuch des geschwisterlich denkenden sprich grundgesetzwidrig orientierten NPD-Vorsitzenden Udo Voigt erhalten hatten; eigentlich müssten, Karakaşoğlu zu Ende gedacht, im Rechtsstaat die selbe Chance haben, „in allen Bereichen der Gesellschaft gleichberechtigt zu partizipieren.“

Aus Sicht der freiheitlichen Demokratie sind der orthodoxe Islam und seine Scharia wesentlich mehr als bloße Religion. Im Übrigen gilt für jeden Menschen in Deutschland die Gewährleistung der ungestörten Religionsausübung, die Autorin möge dazu doch gerne im Grundgesetz unter Artikel 4 (2) nachlesen.

Jacques Auvergne

(1) Verwandt, verlobt verheiratet! Von Janine Flocke. Migrationsforscherin Boos-Nünning verteidigt die arrangierte Ehe mit Zähnen und klauen, weil diese ja keine Zwangsehe sei

http://www.zeit.de/online/2007/12/verwandtenehe?page=all

(2) Erziehungswissenschaftlerin Karakaşoğlu zitiert uns zu Integrationsproblemen und Ehefragen nicht das Grundgesetz, sondern den Koran. Karakaşoğlu gibt das Vorhandensein von mehr oder weniger starkem „Druck“ – also Zwang! – der Eltern gegen ihre Kinder zu, in eine der unter deutschen Türkeistämmigen „sehr weit verbreiteten“ arrangierten Ehen einzuwilligen. Gut dokumentiert am 08.03.2005, 15.17 Uhr bei WDR von: Schiwa Schlei: Mord im Namen der Familienehre.

„Ich glaube, dass in der türkisch-muslimischen Community in Deutschland, der Versuch, Kindern eine arrangierte Ehe nahe zu legen, sehr weit verbreitet ist“, sagt Karakasoglu

http://www1.wdr.de/themen/archiv/sp_integration/integration322.html

http://www.wdr.de/themen/politik/1/integration_muslime/zwangsehe.jhtml

Islam ist … wali mudschbir (walī muğbir), der zwingende Heiratsvormund

http://de.wikipedia.org/wiki/Wali_mudschbir

(3) Der Allahgott kann Menschenrechte, islamische Menschenrechte. Die Kairoer Erklärung der OIC (1990), hier in der englischen Fassung

http://www.religlaw.org/interdocs/docs/cairohrislam1990.htm

(4) Die islamistische Milli Görüş lässt Tariq Ramadan reden, Uniday 2009 in der Westfalenhalle in Dortmund. Bei Milli Görüş

http://www.igmg.de/index.php?id=582&no_cache=1&type=98

(5) Auch die Islamische Zeitung (um Rechtsanwalt Andreas Abu Bakr Rieger, Rieger gehört zur radikalislamischen Sekte der Murabitun um den schottischen Ex-Hippie Ian Dallas, welcher konvertiert nun Abdalqadr as-Sufi heißt) schreibt zu Tariq Ramadans Rede im April 2009 in Dortmund

http://www.islamische-zeitung.de/?id=11827

(6) IGMG erzieht mit und zu Kopftuch und Geschlechtertrennung. taz: Jugendarbeit im Dienste Allahs.

http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2004/09/29/a0269

IGMG für feminine Kleidungsvielfalt? Da sei Allah vor

http://www.berlin-igmg.de/bolge/resimler/2008/alemlere_rahmet/2008Alemlere_Rahmet-25.jpg

Männerfreie Zone, Karakasoglu-Aydin nennt es „geschlechtsspezifischer Ansatz“

Ohne Sitte kein Way to Allah. Scharia: Heiratsalter neun Jahre

http://www.berlin-igmg.de/bolge/resimler/2008/alemlere_rahmet/2008Alemlere_Rahmet-5.jpg

(7) Und das werdende Kalifat wird unsichtbar: Mythos Multikultur. LAGA NRW nennt ungefähre Normen, auf die hinzu integriert werden soll, nationalistisch und fremdenfeindlich. Damit sagt die LAGA: Lass die Fremden, sie sie sind, wende keine „deutschen“ (keine grundgesetzlichen?!) Normen auf die „Anderen“ an und bewerte (beobachte) beide nicht. Der die zu scheitern drohende Integration umwölkende Nebelschleier des islamverbandlich auferlegten Schweigens oder der politisch korrekten Selbstzensur wird dichter

http://www.laga-nrw.de/xd/public/content/index._cGlkPTU4_.html

(8) Islam bereits demokratisiert? Islam jetzt ohne Scharia? Islamkritiker nun beschäftigungslos? Dem Herrn Dr. Gebauer geht das Wörtchen Scharia nicht über die Lippen, doch referiert er auf dem 29. Orientalistentag (DMG) über seine drei Jahrzehnte Curriculums-Entwicklung für IRU (links unter „Teilnehmer“ klicken)

http://www.dot2004.de/orientalistentage.php

(9) Die in Ankara geborene Deutsch-Türkin Sanem Kleff von der GEW ist Autorin von „Islam im Klassenzimmer“ und organisiert seit 2001 die bundesweite Sektion der europäischen Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SOR-SMC)

http://de.wikipedia.org/wiki/Sanem_Kleff

(10) Kleff (GEW) elegant und fürsorglich pro Fereshta Ludin (GEW), aber gegen Islamismus. In dieser Quelle bemerkenswert, dass die schariatreue Kollegin Ludin behauptet, nicht zu wissen, dass ihr Arbeitgeber, die Islamische Grundschule der Islamischen Föderation Berlin (IFB) zu Milli Görüs gehöre – natürlich taqiyya vom Feinsten; indes, die beobachtende Kleff zitiert uns die ganze Sache seltsam genüsslich und womöglich lückenhaft. Islamkritiker, beobachte den Beobachter …

http://www.gew-berlin.de/2564.htm

(11) Staatlich-säkulares Gerichtsurteil war gestern, willkommen in der Postmoderne, Ihr Scharia-Gerichtshof. Islamic Sharia Council

http://www.islamic-sharia.org/

(12) Was für eine herzzerreißende Wehklage aus den barbarischen Germanien: Gerechtigkeit für die Muslime! Drei mutige Frauen namens Seyran Ates, Necla Kelek und Ayaan Hirsi Ali kann man da schon mal öffentlich verunglimpfen. Gemeinsam mit Mark Terkessidis, von Yasemin Karakasoglu

http://www.zeit.de/2006/06/Petition

Diesem arg demokratieverdrossenen Gejammere gegen die „ungerechte“ Säkularität und vielleicht ja für die irgendwie „gerechtere“ Ordnung der Scharia entgegnete Alice Schwarzer

http://www.emma.de/514.html

(13) AZ 18 K 74/05 – Allahgottes kleiner Sohn muss Schwimmen lernen wie alle Jungen und Mädchen der bergischen Stadt Wuppertal. Denn unsere Kinder aus Familien jeder Religion, Ex-Religion und Nichtreligion sollen gesund und lange leben und nicht im Bach oder Teich ertrinken

http://www.vg-duesseldorf.nrw.de/presse/pressemitteilungen/archiv/2005/19_050530/index.php

(14) AZ 18 K 301/08 – Allahgottes kleine Tochter muss Schwimmen lernen wie alle Mädchen und Jungen der bergischen Stadt Remscheid. Denn uns. Kinder a. Familien jed. Religion, Ex-Religion u. Nichtreligion sollen gesund u. lange leben u. nicht i. Bach o. Teich ertrinken

http://www.vg-duesseldorf.nrw.de/presse/pressemitteilungen/archiv/2008/20_080507/index.php

(15) Ein deutschstämmiger, zum Islam konvertierter Rechtsanwalt betreibt die Homepage muslimeandeutschenschulen.de und unterstützt Eltern, die ihre Tochter oder ihren Sohn vom Schwimmunterricht oder Sportunterricht abmelden möchten

http://www.muslimeandeutschenschulen.de/recht_schwimmunterricht.php

(16) Adnan Aslan

http://www.kitapshop.de/Verlage/I/Institut-fur-islamische-Erziehun

(17) Adnan Aslan: „Religiöse Erziehung der muslimischen Kinder“, „Geschlechtererziehung in den öffentlichen Schulen“, beide bei: Buchari-Versand

http://www.bukhara-versand.de/index.php?manufacturers_id=54&XTCsid=tcke7qi2moq7gq3ou10j93r22ju4qri4

(18) webislam.com

http://www.webislam.com/?idn=5372

Bis ins ferne japanische Tokyo für die Sache Allahs im Einsatz: Dr. Abdulaziz Othman Altwaijri (ISESCO; in Wien und Spanien auch geschrieben: Abdul Aziz-Altuajiri)

http://www.unu.edu/dialogue/papers/Altwaijri-ss.pdf

(19) „Der Autor der Kamel-Fatwa als Ausbilder islamischer Religionslehrer in Deutschland?“ Von Jörg Lau

http://blog.zeit.de/joerglau/2007/03/27/405_405

(20) Rowan Williams bei der WICS

http://www.islamic-call.net/english/modules/news/article.php?storyid=639

(21) Islamic Call

http://www.islamic-call.net/english/modules/news/article.php?storyid=716

(22) Andreas Lenz, Stephan Leimgruber (Hg.), Lernprozess Christen Muslime

http://books.google.de/books?id=Nt2a9WA4xugC&pg=PA80&lpg=PA80&dq=gaddafi+wics&source=bl&ots=R22TgnTFAE&sig=VqSP56AdIAHi-2R9K3s-dS-EGvM&hl=de&ei=YD84SrXALty2sgaTzqWrCw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1#PPP1,M1

(23) Karl Pfeifer auf haGalil über Amir Zaidan (einst IRH, jetzt IGGiÖ).

http://www.hagalil.com/01/de/Europa.php?itemid=1299

(24) Die 2001 zwangsaufgelöste Tugendpartei wollte die Türkei in einen an der Scharia ausgerichteten, mehr oder weniger islamischen (undemokratischen) Staat umformen

http://www.buergerimstaat.de/4_01/muslimelorga3.htm

(25) Geheiligte Genitalverstümmelung an Frauen ist auch im größten muslimischen Staat der Erde eine Selbstverständlichkeit. Dokumentation

http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html

(26) Rechtleitung für die hilfsbedürftige, ständig von Unmoral bedrohte muslimische Frau erteilt Herr Salim el-Bahnassawi: Die Stellung der Frau zwischen Islam und westlicher Gesetzgebung, München 1993.

http://www.scribd.com/doc/4447641/Die-Stellung-der-Frau-Salim-el-Bahnassawi

(27) Menekse Gün darf bei der Friedrich-Ebert-Stiftung das Scharia-Konzept der die Frau diskriminierenden islamischen Gleichberechtigung von Mann und Frau bewerben und el-Bahnassawi unkritisch zitieren. Politischer Dialog, Islam und Gesellschaft Nr. 7: Karin Brettfeld, Menekse Gün, Bernd Simon: Religion und Sexualität in muslimischen Gemeinschaften, dort als der Aufsatz: Individualität, Pluralität und sexuelle Selbstbestimmung bei sunnitischen Muslimen in Deutschland

http://library.fes.de/pdf-files/akademie/berlin/06007.pdf

(28) Januar 2003, Verbot der (beispielsweise auch durch Nähe zur gleichfalls anti-demokratischen und antisemitischen NPD aufgefallenen) radikalislamischen Hizb ut-Tahrir.

http://www.hamburg.de/archiv/231958/rechtsextremisten-kontakte-hizb-ut-tahrir-artikel.html