Posts Tagged ‘Baden-Powell’

Muslim Scouts. Wahhabiten und WAMY unterwandern das Weltpfadfindertum

September 9, 2009

الإتحاد الدولي للكشافة المسلمين

al-Ittiḥād ad-Dawlī al-Kaššāfa al-Muslimīn

The International Union of Muslim Scouts

Das WSIS Kampala 2009 boykottieren!

Boykottaufruf betreffend das Dritte World Scout Inter-religious Symposium (WSIS). Verfasst von Cees van der Duin

Ugandas um 1890 gegründete Hauptstadt Kampala hat heute 1,4 Millionen Einwohner, das Handels- und Dienstleistungszentrum des ostfrikanischen Binnenstaates liegt nahe am Viktoriasee. Kampalas Name leitet sich von den zehn so genannten Antilopenhügeln (kasozi k’empala) her, die das Relief der äquatornahen, ganzjährig durch ein mildes Klima begünstigten und das Umland der auf 1100-1200 Metern Meereshöhe liegenden Metropole prägen. In Uganda leben 10 % Muslime beziehungsweise 10 % mehr oder weniger muslimisch sozialisierte Menschen. Die Obrigkeit der Umma, der muslimischen Weltgemeinschaft, beginnt sich um diese Seelen rührend zu kümmern.

Auf der deutschsprachigen Seite der international tätigen, türkisch-radikalislamischen Bewegung Milli Görüş (hierzulande: IGMG) berichtet uns Ömer Faruk Yıldız am 27. Januar 2009 von der wohltätigen „Opfertierkampagne“ sprich Islamisierungskampagne der IGMG aus Ugandas Hauptstadt Kampala, wo er die Zentralmoschee (New National Mosque, aufgrund ihrer Lage in der Altstadt genannt Old Kampala Mosque) besucht. Der einschüchternd mächtige Sakralbau auf dem Mengo Hill, die größte Moschee südlich der Sahara, wird nach dem libyschen „Führer der Völker, Brother Leader“ auch Gaddafi-Moschee genannt, schließlich hat der libysche Diktator den Bau bezahlt. Der Leiterin des Goethe-Instituts sowie dem deutschen Konsulat überreichte der türkischstämmige deutsche Freund des Gedankenguts von Necmettin Erbakan jeweils einen Koran.

Neben dem ugandischen Baumeister Allahs und Sponsor der für die genannte Moschee jährlich in Höhe von 200.000 US-Dollar anfallenden Kosten für Unterhalt und Reparatur Muammar al-Gaddafi und neben der deutschen, vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuften Milli Görüş sorgen sich also weitere gottesfürchtige Kreise um das Seelenheil der ostafrikanischen Muslime. So traf sich im Jahre 2008 die Organisation of the Islamic Conference (OIC) im milden, grünen Kampala, jene OIC, welche die allgemeinen Menschenrechte ablehnt (Kairo 1990) und, völlig im Einklang mit Koran und Hadithen, halbierte Rechte für die Frauen und Nichtmuslime fordert.

OIC, Milli Görüş, al-Gaddafi, bei der Islamisierung (heiligen Kolonialisierung) Afrikas scheint es also einiges Gerangel der politreligiösen saudi-arabischen, türkischen und libyschen Goldgräber zu geben, letztlich aber wird man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner namens Scharia und Kalifat einigen können. Ebenso wie in Europa Tariq Ramadan und Mustafa Cerić den absoluten Schariavorbehalt sprich die Rechtsspaltung „legalistisch“ (demokratieüberwindend) durchsetzen wollen, bringt die „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“ die Eliten um al-Gaddafi und Milli Görüş keineswegs in einen Gewissenskonflikt.

Ugandas einstiger Gewaltherrschschaft unter Idi Amin fielen 250.000 bis 500.000 Menschen zum Opfer, dem Diktator selbst gelang 1979 die Flucht über Libyen in den Irak, sein Exil (und seinen Tod am 16. August 2003) fand der Massenmörder im saudi-arabischen Dschidda (Jeddah). Der Flughafen der 35 Kilometer von Kampala entfernten ehemaligen Hauptstadt Entebbe war 1976 Ort einer mit Hilfe Idi Amins durch überwiegend palästinensische Terroristen ausgeübten Entführung eines Flugzeuges der Air France. Die Maschine sollte von Tel Aviv nach Paris fliegen, wurde von der an Bord gelangten Gruppe von Terroristen gekapert und gewaltsam wenig zufällig ins „revolutionäre“ Libyen umgeleitet, wo sie auftanken durfte. Ziel der Geiselnahme war es, inhaftierte PLO-Aktivisten in Deutschland, Frankreich, Israel und der Schweiz zu befreien, ein Erpressungsversuch, der durch die Armee Israels (Operation Entebbe, später auch Operation Jonathan genannt) am 4. Juli 1976 glücklich durchkreuzt werden konnte. Unter den getöteten Entführern befanden sich zwei deutsche Linksterroristen der Revolutionären Zellen, darunter eine Studentin der Pädagogik.

Die 1907 gegründete, weltweit konzipierte Pfadfinderbewegung (Scouting, arabisch al-kashafa, al-kaššāfa) ist in über 200 Staaten der Erde aktiv und fasst weltweit 38 Millionen Kinder und Jugendliche zusammen. Nichtkonfessionelle und konfessionelle Verbände arbeiten hierbei im Sinne der Jugenderziehung durch Gruppenerlebnis und Naturerlebnis. Zu den ehrenwerten ethischen Zielen des Scouting gehören Selbstvervollkommnung, Mitgefühl, Nächstenliebe, Gemeinwesenarbeit, Religionsfreundlichkeit und religiöse Toleranz sowie Völkerverständigung und Weltfrieden. Pfadfindertum ist mit einem säkularen Islam problemlos kompatibel. Scouting geht jedoch nicht mit der Scharia und dem schariatischen Fiqh (das islamische Recht) zusammen, in dem Menschenklassen verschiedener (Minder-)Wertigkeit geschaffen werden und die Frau einer geheiligten Entwürdigung und Entrechtung unterliegt. Das Weltpfadfinderbüro sieht das seit Jahrzehnten und schweigt, vielleicht hofft man ja auf eine Islamreform.

WSIS 2009

Vom 21. bis zum 25. Oktober tagt das 3RD WORLD SCOUT INTER-RELIGIOUS SYMPOSIUM im zehn Kilometer außerhalb von Kampala liegenden Speke Resorts, Munyonyo. Organisator ist das World Scout Inter-religious Forum (WSIF), nach eigener Aussage ein informelles Netzwerk religiöser Gruppen/Organisationen der Pfadfinderbewegung.

Gemeinschaftlicher ausgerichtet wird das interreligiöse pfadfinderische Treffens in Uganda von der religionspolitisch im Scharia-Islam eingekerkerten International Union of Muslim Scouts und der demokratiefähigen, traditionsreichen, im Jahre 1915 gegründeten Uganda Scouts Association. Die IUMS hat ihren Sitz in Idi Amins Todesort Dschidda, im frauenentrechtenden und gottgefällig hinrichtenden Saudi-Arabien. Innerhalb der letzten zwanzig Jahre wurden in Saudi-Arabien mehr als zweitausend Menschen hingerichtet, ungefähr tausend von ihnen waren ausländische Gastarbeiter, die das barbarische klassisch-islamische Blutgeld (diya) nicht bezahlen können. Von diesen „Hütern der Heiligen Stätten“ (Mekka und Medina), Anklagepunkt als todeswürdiges Verbrechen sind neben Mord und Drogenschmuggel auch Hochverrat, Ehebruch, Hexerei und Gotteslästerung, lässt man sich als Muslim Scout ungern oder auch gerne sein Zeltlager finanzieren. Gut Pfad.

Als gesetzesislamische geistliche Autorität steht der IUMS Dr. Abdullah Omar Naseef nahe oder vielmehr vor, religionspolitischer Führer der Muslim World League (MWL). Dr. Abdullah Omar Naseef hat gegen das Gedankengut der Ideologen der Muslimbruderschaft wie Abu l-A’la al-Mawdudi, Sayyid Qutb und Said Ramadan offenkundig nichts einzuwenden und war 1988 Gründer des nach US-amerikanischer Auffassung als Terrororganisation einzustufenden Rabita Trust.

Die International Union of Muslim Scouts (IUMS) entstand vor 28 Jahren. Aus der wahhabitisch-saudischen Gastfreundschaft in Tayef heraus fassten die versammelten Majestäten, Exzellenzen, Herrschaften und Präsidenten der islamischen Staaten den Entschluss, dass mehr für das leibliche, „wertebezogene“ und „spirituelle“ Wohl der Jugend getan werden müsse.

„Werte“ sind dabei selbstverständlich die sexualmagischen und antiaufklärerischen Werte der totalitären islamischen Pflichtenlehre (Scharia), „Spiritualität“ steht im Einklang mit der repressiven hanbalitischen Rechtsschule. Im Folgejahr antwortete die Qatar Scout Association (Doha 1982) mit der Ausrichtung eines schariatisch-scoutistischen Kongresses (1st Islamic Conference & Jamboree).

Die Doppelpackung politislamisch-pfadfinderisch ist bis heute beibehalten worden und widerspiegelt sich auch 2009 im zusammenaddierten, ungleichen Pärchen IUMS plus Uganda Scouts Association. Der die islamische Radikalisierung und die ethnoreligiöse Segregation wünschende Politislam betreibt die Nutzbarmachung des sportiv, kreativ und sozial gemeinten Pfadfindertums.

Wiederum ein Jahr darauf, im September 1983 wurde die zweite Doppeltitelveranstaltung des auch von Dhimmi-Seite zunehmend schariakonform veränderten Scoutismus veranstaltet. Das Treffen titelte als Islamic Conference and Jamboree, Gastgeber war die nordafrikanische islamisch-sozialistische Theokratie Libyen. Zeitgleich fand im Unrechtsstaat des Auftraggebers eines 259 Tote fordernden Terroranschlags (Sprengung eines Flugzeugs über dem schottischen Lockerbie am 21.12.1988), des amtierenden Präsidenten der Afrikanischen Union (African Union, Union africaine) Muammar al-Gaddafi das fünfzehnte Arabische Pfadfinder-Welttreffen, das 15th Arab Scout Jamboree statt.

Bemerkenswerterweise beschloss das Arab Scout Committee im Jahre 1984, Islamic Scout Jamboree und Arab Scout Jamboree voneinander zu trennen.

Im Jahr des deutschen Mauerfalls und der deutschen Wiedervereinigung 1989 erfolgte in dieser Tradition die Ausrufung der International Union Of Muslim Scouts (IUMS) auf dem gemeinsamen Treffen auf Gruppenleiterebene namens 3rd International Muslim Scouts Conference & 5th Islamic Scout Jamboree.

August 1992: Pakistan lädt zur Sechsten Islamischen Pfadfinderkonferenz (6th Islamic Scout Conference). Im 2009 heute leider revolutionär-radikalislamisch unterwanderten, korrupten Polizeistaat Pakistan (Bewohner zu 96 % Muslime, meist streng hanafitische Barelwis oder ultraorthodoxe Deobandis) sind Nichtmuslime wie etwa Christen, Hindus, Parsen und Kalasha seit Jahrhunderten Menschen zweiter Klasse, die man bestehlen und belästigen darf.

Sozusagen pakistanisch-volksislamisch unterliegen gerade die pakistanischen Christen seit Jahrzehnten eher unvorhersehbaren, sozusagen anfallsweise initiierten Pogromen, sie werden, deutsche Zeitungen schreiben darüber zumeist nicht, nach lautstark geäußerten, wenig glaubwürdigen Vorwürfen (den Propheten beleidigt, den Koran geschändet) angegriffen, vergewaltigt oder ermordet, ihre Häuser werden niedergebrannt. Der labile Staat Pakistan könnte vor einer Islamischen Revolution nach iranischem Modell stehen, er hat die militärpolitische Kontrolle über gewisse Stammesgebiete wie das Swat-Tal verloren. Der Staat des Islamisten, Generals, Putschisten und langjährigen Regierungschefs Zia-ul-Haq (1977) ist seit der erfolgreichen Spionage eines in einer muslimischen Mittelschichtfamilie in Indien geborenen Muslims im Besitz von Nuklearwaffen. Aufgrund schlampiger Sicherheitsvorkehrungen gelang es dem Ingenieur Dr. Abdul Qadeer Khan, im niederländischen Atomforschungszentrum von Almelo im Laufe der Jahre 1972-1976 in den Besitz von Bauplänen für Zentrifugen für Urananreicherung zu kommen. Allahs pakistanischer Statthalter Zia-ul-Haq nannte die erstrebenswerte Gesellschaftsordnung Islamische Ordnung (nizam islami), führte die Scharia vollumfänglich ein und ließ Dieben folgerichtig die Hand abhacken, unter den Islamisten aller Welt wurde Pakistan so das Referenzmodell für einen „gerechten“ (islamischen) Staatsentwurf.

Auf der 33 Konferenz der höchsten Funktionäre der Weltpfadfinderverbände (weiblich WAGGGS und männlich WOSM), 33rd World Scout Conference, stellte sich die IUMS öffentlich vor beziehungsweise erklärte ihre künftige Anwesenheit bei allen Veranstaltungen und wurde Stunden später, Pfadfinder sind höflich und fremdenfreundlich, offiziell anerkannt. Das geschah im thailändischen Bangkok des Jahres 1993. In Thailand leben 5 % Muslime und ist der Buddhismus (Theravada) de facto Staatsreligion, lediglich im äußersten Süden (Provinzen Yala, Pattani, Narathiwat) stellen sie 30 % der über 15jährigen Bevölkerung, wo in den letzten Jahren leider dschihadistische Milizen grausame Morde an Nichtmuslimen begangen haben.

Das marokkanische Casablanca war im Juli 1994 Ort der 7th Islamic Summit Conference, dort wurde man inhaltlich: „Integrate spiritual with scouting understanding in all Muslim scout activities and programs and make them have strong believe in God.“ Während der grandiose Optimist und pragmatische, etwas pantheistische Weltbürger und Sportsgeist Lord Baden-Powell ganz selbstverständlich religiös empfand und niemandem auf der Welt sein Gottesbild wegnehmen wollte, wird hier von einer „Integration des Spirituellen mit dem Pfadfinderischen“ gesprochen. Scouting war also nicht „spirituell“ genug.

Fundamentalismuskritikern ist so etwas ganz ungefähr aus gewissen kleinen, christlich-fundamentalistisch geprägten pfadfinderischen Organisationen bekannt. Mit „strong believe in God“ aber könnte die Islamische Revolution gemeint sein und müssen wir eine auffällig angestrengte Umschreibung (kitman, Lügen durch Auslassung) der Worte Hisba, Fiqh und Scharia vermuten. Der muslimische Pfadfinder, auch der französische oder britische, soll also künftig der politreligiösen Gehorsamspflicht unterliegen, und was darunter zu verstehen ist, sagen ihm die saudischen Wahhabiten beziehungsweise wissen ja vielleicht auch die weltweit agitierenden Brüder der al-ichwan al-muslimun, der Muslimbruderschaft, von denen sich die IUMS selbstverständlich ebenso wenig distanziert wie von Yusuf al-Qaradawi.

Vorangestellt war der Satz „Select and train scout leaders according to clear understanding of Islamic teachings and scouting requirements for youth“. Die nicht schariakonformen Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter sollen also ausgesiebt werden, das ganzheitlich-kreative (sportlich-musisch-soziale) Programm der seit 1907 typischen Scout-Jugendarbeit ist demgegenüber dezidiert nachrangig.

Wird denn nicht überall da, wo von Religionsfreiheit, Schutz von Nichtmuslimen, Säkularisierungsprozessen und (fundamentalismuskritischer; islamkritischer) Pressefreiheit gar nicht erst die Rede ist, die Formel „Peace to cover the hole world and scouting work for better world under the umbrella of One World One Law and One Promise“ ein wenig zum Ruf nach dem Kalifat? Ist „Peace“ denn dann nicht vorzugsweise Islamic Peace und „One Law“ etwas anderes als das Sharia-Law?

Mädchen islamverbandlich einsperren, Frauen bändigen: „Provide union coverage to the formation of Muslim girls guide under umbrella of IUMS.“ Weib, der (pfadfinderische) Kalif ist erstens männlich und weiß zweitens, wo es lang geht. Schluss mit dem pfadfinderischen Lotterleben.

Ein müdes „Encourages cooperation between Muslim and non-Muslim scout“ setzt die berüchtigte Islamsensibilität voraus sprich den Verzicht an jeder Kritik des Nichtmuslimen am orthodoxen beziehungsweise politischen Islam. Zusammenarbeit mit islamkompatiblen Nichtpfadfindern, „cooperation with non-scout organizations of similar nature“ hingegen wird, tolerant herrschend, akzeptiert.

Zu dem seinerzeit Sünder öffentlich auspeitschenden oder hinrichtenden König Fahad Ibn Abdul-Aziz († 2005) bekennt sich die International Union Of Muslim Scouts (IUMS), die eigentlich, man kann das überlesen, die islamisch-spirituelle das bedeutet repressiv-religionspolitische Führung über alle muslimischen Pfadfinder weltweit („representing Muslim Scouts all over the world“) beansprucht, was bereits heute das Pfadfindertum in Frankreich und Großbritannien und in nicht ferner Zukunft auch die Jugendarbeit vieler Staaten Europas meinen wird.

2009 bedeutet die Unterstützung der IUMS ein Befördern des politreligiösen Ansinnens der FEMYSO (Forum of European Muslim Youth and Student Organisations), deren erster Präsident Ibrahim el-Zayat hieß. Die deutschen Jugendverbände der FEMYSO sind die Jugendabteilung der Milli Görüş (IGMG) und die 1994 im Haus des Islam (HDI) in Lützelbach, Odenwald, durch Mohammed Siddiq Borgfeldt mitgegründete Muslimische Jugend in Deutschland (MJD). Die im Juni 1996 von WAMY (World Assembly of Muslim Youth, Dachverband von 450 Organisationen, Vertretungen in 35 Staaten) und FIOE (Federation of Islamic Organisations in Europe, das ist ungefähr die Muslimbruderschaft Europas) gemeinschaftlich gegründete FEMYSO kann für freiheitlich-demokratische und damit auch für pfadfinderische Jugendverbände kein Kooperationspartner sein. Die Namensähnlichkeit des im englischen Wikipedia unter Europäischer Fatwa-Rat (ECFR) Nummer 25 genannten „Sheikh Muhammed Siddique (Germany)“ mit dem gerade genannten MJD-Mitgründer, dem Odenwälder Herrn Muhammad Siddiq (Wolfgang Borgfeldt) aus Lützelbach ist bemerkenswert, zumal Wikipedia deutsch unter MJD ausführt: „MJD-Gründer Muhammad Siddiq ist Mitglied des ECFR, dessen Vorsitzender Yusuf al-Qaradawi ist“. Ob Scheich oder Nichtscheich, die treue FEMYSO möchte ihr Leben offiziell nach den Weisungen des Fatwa-Rates (ECFR) ausrichten.

Zu ihrer politreligiösen Einbindung bekennt die IUMS: „Active member of World Assembly of Muslim Youth“.

Ob das selbstbewusste Weltweite islamische Pfadfindertum („To motivate and promote Islamic Scouting on global basis“) etwas anderes als eine weltweite Islamisierung wünscht? Die Gefahr der globalen muslimischen Gegengesellschaft sollten WAGGGS und WOSM beachten, die Unvereinbarkeit von Scharia und Allgemeiner Erklärung der Menschenrechte (AEMR) müssen Pfadfinderinnen und Pfadfinder endlich hörbar betonen, um sich nicht länger mitschuldig zu machen, den religiösen Nichtmuslimen, säkularen Muslimen und Ex-Muslimen in islamisch geprägten Ländern und längst auch in Europa die mühselig errungene Freiheit zu rauben.

Die Kooperation mit der IUMS gefährdet die Glaubwürdigkeit der Weltpfadfinderbewegung als eine mit der kulturellen Moderne und der freiheitlichen Demokratie kompatible Form der Jugenderziehung und Jugendbildung. Nicht zuletzt geht es um universelle, gleichheitsfeministisch gedachten Frauenrechte, denn die hier erwähnte Traditionslinie der IUMS, ihre offenkundige Loyalität zur Wahhabiyya, zur Muslimbruderschaft, zu Muammar al-Gaddafi (Libya 1983) und zu womöglich ja auch zum in Katar lebenden, unter Sunniten hoch angesehenen Yusuf al-Qaradawi („Qatar took the initiate and held the first Muslim Scout Conference, Doha 1982″) tritt das zivilisatorische Streben der einen Menschheit nach der Gleichberechtigung der Frau mit Füßen.

Auch ist davon auszugehen, dass die politreligiösen Funktionäre der in die WAMY eingebundenen IUMS glühende Israelhasser sind. Als veritabler deutscher Zweig der radikalislamischen Muslimbruderschaft kann die Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD, vgl. Islamisches Zentrum München) gelten, der einstige IGD-Vorsitzende Ibrahim el-Zayat ist in der WAMY führend aktiv (Vertreter für Westeuropa). An alle, die in der Pfadfinderarbeit Verantwortung tragen, sei die Frage gerichtet, ob folgendes denn etwa die Ethik des gut hundertjährigen Scouting ist, was WAMY zum Thema Kindererziehung predigt: „Lehrt unsere Kinder zu lieben, dass Rache an den Juden und den Unterdrückern genommen wird und lehrt sie, dass unsere Jugend Palästina und Al-Quds [Jerusalem] befreien wird, wenn sie zum Islam zurückkehren und den Jihad um der Liebe Allahs wegen ausüben.“

Das Blog für Pfadfinderische Islamkritik „Eifelginster“ beobachtet die Re-Fundamentalisierung der muslimisch geprägten Individuen, Großfamilien und Staaten mit großer Sorge und richtet an die europäischen und eben auch deutschen Pfadfinderverbände die dringende Bitte, am interreligiösen Treffen 3RD WORLD SCOUT INTER-RELIGIOUS SYMPOSIUM, 21 -25 OCTOBER 2009, SPEKE RESORT MUNYONYO, KAMPALA – UGANDA nicht teilzunehmen. Den in den pfadfinderischen Verbänden organisierten Kindern und Jugendlichen sei die offene islamismuskritische und schariakritische Diskussion, Meinungsbildung und innerverbandliche Meinungsvertretung empfohlen.

Statt die gesetzesislamischen, durchweg faschistoiden bis faschistischen Staatskonzepte und Menschenbilder, statt die Islamvorstellungen der Wahhabiten und Muslimbrüder weiterhin zu bagatellisieren oder zu beschweigen, sollten Europas in WAGGGS bzw. WOSM organisierte Jugendverbände die Zusammenarbeit mit denjenigen muslimischen, außereuopäisch-christlichen sowie israelischen Strömungen vertiefen, die sich auf Pressefreiheit, Wissenschaftlichkeit, Säkularität und universelle Menschenrechte hinzu bewegen.

Das Pfadfindertum des Nahen Ostens hat eine reiche Geschichte. Während die erste türkische Pfadfindergruppe an der Istanbuler Imperial Galatasaray High School und noch im Osmanischen Reich durch den englisch-türkischen Lehrer Ahmet Robinson ins Leben gerufen wurde, der auch die türkischen Worte für „Pfadfinder, Pfadfinderei“ (Izci, Izcilik) prägte, standen die armenischen Pfadfindergruppen bereits vor dem antiarmenischen Völkermord (1915-1917) zumeist der 1918 in Istanbul von Shavarsh Khrissian und Hovhannes Hintlian gegründeten, patriotisch-sportiven Homenetmen-Bewegung (HoMenEtMen) nahe.

Im Bereich der Weltsprache des Arabischen war es vermutlich der Hochschullehrer Mamduh Haqqi aus dem nordsyrischen Aleppo (arab. Halab, 15-20 % der Einwohner sind Christen verschiedener Bekentnisse), der im Jahre 1929 als Erster das Buch »Scouting for Boys« als »al-Kashafa« ins Arabische übersetzte. Im Vorjahr hatte Hassan al-Banna in Ägypten die dezidiert antimoderne, radikalislamische Muslimbruderschaft gegründet, nachmaligen Wurzelgrund etlicher Terrorgruppen. Es wäre schön, wenn der Geist des »Scouting for Boys« (… and Girls) zur Demokratisierung des nahen Ostens und Afrikas beitragen kann, und ganz anders als Kulturrassist Hassan al-Banna hat Pädagoge Mamduh Haqqi seinen Beitrag für die Jugenderziehung des arabischen Sprachraumes geleistet. Die israelische Pfadfinderbewegung der für alle Kinder und Jugendlichen, auch für christliche und muslimische, offen stehenden, durchweg koedukative Hit’ahdut HaTzofim VeHaTzofot BeYisrael kurz: „Tzofim“ entstand 1919 und feiert dieses Jahr stolz ihr neunzigjähriges Jubiläum. Seit Jahren aber feuern radikalislamisch orientierte Palästinenser Kassam-Raketen aus dem Gaza-Streifen aufs israelische Sderot ab. Welchen Umgang mit dem das Weltpfadfindertum offensichtlich gezielt und menschenrechtswidrig beeinflussenden politischen Islam sind Europas und gerade auch Deutschlands Pfadfinderverbände denn unseren jüdischen Pfadfinderverbänden etwa der USA, Kanadas, Frankreichs und Israels schuldig, damit das 1907 gestiftete Ideal von der weltweiten Bruderschaft auch in Zukunft glaubhaft erfüllt werden kann?

Was für ein Islambild hat und wünscht die offizielle Pfadfinderbewegung sieben Jahrzehnte nach dem erscheinen des pfadfinderischen Handbuches »Scouting for Boys / al-Kashafa«, wenn ihr im Jahre 2009 auf dem interreligiösen Treffen in Kampala sogar wahhabitisch finanzierte und Muammar al-Gaddafi wie auch der Muslimbruderschaft kaum verhohlen nahe stehende Gruppen als annehmbare Dialogpartner gelten? Es gibt unter muslimisch sozialisierten Menschen weit mehr an Weltbürgertum und gutem Geschmack als lediglich die ewiggestrigen Rufer nach der frauenfeindlichen islamischen Orthodoxie oder die Parteigänger der die Pressefreiheit, Religionsfreiheit und Menschenrechte verhindernden islamistischen Politreligion.

Zivilcouragierte muslimische Frauen und Männer gibt es schließlich auch, und gerade für diese, die allgemeinen Menschenrechte verlangenden und damit auf die weitgehende Trennung von Religion und Politik angewiesenen Menschen haben WOSM und WAGGGS einzustehen, nicht für die Architekten der Gegenmoderne und Gottesherrschaft.

Cees van der Duin, 09. September 2009

zum Weiterlesen:

Lagerfeuer und Köpfen für Allah, Scouting & Hadd-Strafen. Al-kashafa al-arabiyya. Königlich Saudi-Arabische Botschaft in Tokio, Japan

http://www.saudiembassy.or.jp/Ar/EmbNews/Kashafa.htm

Lake Victoria, Pfadfinderfunktionäre und Polit-Islam. Homepage des luxuriösen Tagungszentrums Speke Resort, Munyonyo, Kampala, Uganda

http://www.spekeresort.com/

Gaddafi-Moschee, Kampala

http://www.world66.com/africa/uganda/kampala/lib/gallery/showimage?pic=africa/uganda/kampala/new_national_mosqu

http://www.zeast.com/blogs/ac/2007/07/friday-prayers-in-kampala.html

Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), 18.-20. Juni 2008, Kampala / Uganda

http://www.oic-oci.org/35cfm/english/index.html

Ugandas Präsifent Yoweri Kaguta Museveni eröffnet mit Muammar el-Gaddafi die größte Moschee südlich der Sahara

http://allafrica.com/stories/200803200007.html

OIC bei OIC. Member States, et al.: Albanien, Surinam, Uganda

http://www.oic-oci.org/member_states.asp

Kairoer Erklärung … der Menschenrechte … im Islam!

http://www.soziales.fh-dortmund.de/Berger/Forschung/islam/Kairoer%20Erkl%C3%A4rung%20der%20OIC.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Kairoer_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte_im_Islam

Dschihadismus in Thailand. VORSICHT, die Ergebnisse der Internet-Bildsuche unter „thailand jihad“ sind ERST AB 16 JAHREN GEEIGNET

http://www.longwarjournal.org/cgi-bin/mt-search.cgi?tag=Thailand&blog_id=7

http://littlegreenfootballs.com/article/26895_Zombie-_The_Thailand_Jihad

Operation Entebbe

http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Entebbe

Einladung zum WSIS 2009, bei Weltpfadfinderverband (WAGGGS / WOSM)

http://www.scout.org/en/information_events/events/wsis/3rd_wsis

Einladung zum WSIS 2009, bei: Internationale Konferenz des Katholischen Pfadfindertums (IKKP) / International Catholic Conferenz of Scouting (ICCS) / Conférence Internationale Catholique du Scoutisme (CICS)

http://www.cics.org/html/download/circular_letter/Circulair_Letter__Apr09_ENG.pdf

IUMS, bei WSIS

http://www.wsis2009.org/scouting_iums.php

Dr. Abdullah Omar Naseef

http://www.historycommons.org/entity.jsp?entity=abdullah_omar_naseef_1

Rabita Trust

http://www.satp.org/satporgtp/countries/pakistan/terroristoutfits/Rabita_Trust.htm

WAMY

http://demo.ebiz-today.de/personen/personen,217,Weltweit_vernetzter_politischer_Islam,news.htm

http://www.discoverthenetworks.org/groupProfile.asp?grpid=6425

http://www.geocities.com/johnathanrgalt/FBI_was_frustrated.html

militantislammonitor.org/article/id/2050

http://article.nationalreview.com/?q=ODgwMGNkNzM0MTNiMWMyZGM3ZWJlYTYxYzczNGNhMmU= </

http://de.wikipedia.org/wiki/World_Assembly_of_Muslim_Youth

Ibrahim el-Zayat

http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E01016036B44C421C90293F71616657F0~ATpl~Ecommon~Scontent.html

FEMYSO

http://de.wikipedia.org/wiki/Forum_of_European_Muslim_Youth_and_Student_Organizations

Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V. (IGD)

http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Gemeinschaft_in_Deutschland

Pfadfinderfunktionäre flirten mit dem Polit-Islam, Baden-Powell wäre womöglich stocksauer. Das 1923 gegründete Internationale Pfadfinderzentrum im Schweizer Kandersteg, Weltzentrum des WOSM, lädt zum WSIS Uganda 2009

http://www.scout.org/en/information_events/events/wsis/3rd_wsis

Anmeldung bei den tunesischen Pfadfindern, Scouts Tunisiens (al-Kachāfa at-Tūnisiyya) der Teilnehmerbetrag ist nach Jeddah (Dschidda) zur IUMS zu überweisen. Bitte ausfüllen: 12. Experience in working with Scouting and Spiritual Development, 13. Have you participated in an inter-religious dialogue before? If yes, briefly explain your experience

Applications to be sent to: Mr. Hussain Sahal, Deputy General Secretary, International Union of Muslim Scouts (IUMS), P.O. Box 9141 Jeddah 21413, Kingdom of Saudi Arabia. (Deadline for the application to reach us: 20th July 2009)

http://www.scouts.org.tn/pages/Registration-3rd-WSIS-En.pdf

The Hebrew Scout Movement, Israel (Hebrew)

http://www.zofim.org.il/

Friends of Israel Scouts. Tzofim

http://www.chetz-vkeshet.org.il/

Catholic Scouts Association in Israel (CSAII)

http://www.csaii.org/en/

Gaza, Hamas, Kindererziehung. Bei: Spirit of Entebbe

http://spiritofentebbe.wordpress.com/2009/09/03/gaza-stimmen-fur-den-frieden/

Wahhabitische Jugendarbeit

Dezember 14, 2008

092

Muslim Scouts

Pfadfinder und Scharia.

Das Zeltplatzkalifat

Cees van der Duin

Wir schreiben den 10. Dezember 2008, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte hat Geburtstag und wird sechzig Jahre alt. Menschenrechte sind entweder universell oder sie sind nicht. Islamische Menschenrechte, die Muslimbruderschaft und Milli Görüş mögen das ja vielleicht anders bewerten, kann es daher nicht geben.

Der Scoutismus, das 1907 gestiftete Weltpfadfindertum, ist einer universellen, aufklärungshumanistischen Ethik verpflichtet, die im Gedanken der weltweiten Bruderschaft oder, seitdem es Mädchenpfadfinder, Pfadfinderinnen gibt, im Ausdruck der weltweiten Geschwisterschaft zum Ausdruck kommt: „Der Scout ist Freund zu allen und Bruder zu jedem anderen Pfadfinder.“ Auch wenn das Pfadfindertum des zwanzigsten Jahrhunderts nicht gerade die Speerspitze des Kampfes für Frauenrechte gewesen ist, sind unter dem Begriff Bruder oder Brüderlichkeit der universellen pfadfinderischen Ethik, wie sie das Pfadfindergesetz, das Scout Law (1) deutlich benennt, doch sehr wohl Mädchen und Frauen mit gemeint und darf die pfadfinderische Pädagogik ungeachtet gelegentlich da und dort bekundeter Entgleisungen übersteigerter Männlichkeit getrost dem Adjektiv gleichheitsfeministisch beschrieben werden. Die Bedeutung des pfadfinderischen Anspruchs einer gelebten weltweiten Brüderlichkeit und Bruderschaft, diesen Qualitätsstandard dürfen wir als Islamkritiker genau betrachten, denn der politische Islam fühlt sich neuerdings berufen, jugendarbeiterisch und jugendpflagerisch tätig zu sein. In der dritten oder vierten Generation wollen die Nachkommen der nordafrikanisch- oder kleinasiatisch-stämmigen Einwanderer nach Europa, einst nannte man sie Gastarbeiter oder sogar Ausländer, pfadfinderische Jugendarbeit betreiben. Prinzipiell ist das sicherlich begrüßenswert, die sozialisierende und zivilisierende Wirkung zünftiger Pfadfinderarbeit ist der freiheitlichen Demokratie noch immer zuträglich gewesen. Es kam also auch in Europa, wie es kommen musste und in der (irgendwie) mehr und mehr zusammen wachsenden Welt musste ein Gott namens Allah Einzug halten auf den fröhlichen Wiesen pfadfinderischer Zeltlager. Da war doch was? Richtig, weltweite Bruderschaft, Freundschaft zu jedem Menschen und gleichheitsfeministische Praxis auf der pfadfinderischen Seite und andererseits ein orthodoxer (politischer) Islam geheiligter Abschottung von den Dhimmi und Kuffâr mit seiner Kultur der Frauenentrechtung sowie der in Koran und Hadithen festgeschriebenen Verachtung der Juden und alles Jüdischen. Liebe Toleranzdogmatiker, jetzt habt ihr ein Problem.

Das Pfadfindergesetz (Scout Law) will die Eintracht befreundeter Weltbürger mit ihrer Bruderschaft einer pfadfinderischen Avantgarde erreichen (1). Scout Law ist also mit einer postulierten sittlichen Minderwertigkeit der Dhimmis oder gar einer (angeblich) islam-politisch durchzusetzenden antidemokratischen Hakimiyyat Allah (2) mit einem Gott als obersten Souverän nicht kompatibel.

Ein muslimischer Pfadfinder hat den jüdischen Pfadfinder als Bruder anzusehen, beide haben zusätzlich den idealistischen Gedanken des Befreundet-Seins mit jedem Menschen auf dem Planeten glaubhaft zu leben. Jemand, der sich in erster Linie ernsthaft dem Kalifat verpflichtet fühlt, der geheiligten Herrschaft der für das Paradies bestimmten rechtgläubigen Muslime über die im Feuer der Hölle qualvoll verbrennenden ungläubigen Nichtmuslime, der kann ja vielleicht ein echter Muslim sein, jedoch kein echter Pfadfinder.

Mit dem Scouting ist bereits die koranische Forderung nach halbiertem Erbe jeder (muslimischen) Frau und ihrer nur halb so viel geltenden Aussage vor Gericht nicht zu machen. Insbesondere ist das patriarchalische Verständnis von der Rolle der muslimischen Frau, wie es die Scharia „unverhandelbar und auf ewig“ (Mustafa Cerić) vorgibt, mit den universellen Menschenrechten ebenso wenig kompatibel wie mit einer pfadfinderischen Jugendarbeit. Denn dreierlei fordert die Menschheitsgeißel der Scharia von einer jeden tugendhaften Frau (beispielsweise). Erstens die eingeschränkte Bewegungsfreiheit: Ohne mahram darf die Frau eventuell keine Reisen unternehmen (Stichwort Kamel-Fatwa). Zweitens die eingeschränkte Verfügung über Geld: Der kleine türkische Bruder bezahlt der großen Schwester im Supermarkt die Süßigkeiten. Drittens die Wahl des Ehepartners und die Heirat: Nur mit Zustimmung und im Beisein des Heiratsvormunds namens wali ist die Heirat möglich, das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder behält der Mann. Noch zur islamischen Frauenrolle: Gleichgeschlechtliche Lebensentwürfe sind (eben auch) der Frau verboten, auch Lesben werden zwangsverheiratet (natürlich auch schwule Männer), das politreligiöse Tuch auf dem Kopf, das Kopftuch signalisiert, keinesfalls homosexuell zu sein und homosexuelle Lebensweisen zu verachten. Das Kopftuch signalisiert: „Ich will Kinder haben und erziehen, welche die islamische Lebensordnung der Scharia und Sunna beherzigen, sie nicht verlassen sondern als islamische Gesellschaft ordnungspolitisch durchsetzen.“ Wir Pfadfinder haben jetzt ein Problem, ob wir nun säkulare Muslime, Ex-Muslime, Christen oder einfach nur Menschen sind.

Der Gründer der nun 101 Jahre alten Pfadfinderbewegung, der kreative und idealistische britische Kolonialoffizier Lord Baden-Powell war dem Gott und dem Religiösen in sportiv-weltbürgerlicher Manier ebenso einfältig wie optimistisch zugetan. Den Atheismus verachteter er, etwas hochnäsig vielleicht, doch wird niemand daran zweifeln, dass Baden-Powell im ausgehenden, von Klassengegensätzen zerrissenen viktorianischen England und mit dem weltbürgerlichen Überblick eines in Indien und Afrika eingesetzten Offiziers jedem Menschen die Berufung zum Religiösen zugebilligt hat, dem britischen Proletarier oder Arbeitslosen ebenso wie dem afrikanischen Stammesangehörigen oder dem indischen ’Unberührbaren’. Baden-Powell predigte die Feindesliebe noch nicht einmal, er lebte sie in kontaktstarker Geradlinigkeit. Sein durchaus eigenwilliges Christentum zwang er niemanden auf, Religion war für ihn Leitstern und Hintergrund der wichtigen charakterlichen und persönlichen Entwicklung, verbunden für jeden sittlich reifen Menschen mit dem sozialen Einsatz für Gerechtigkeit und Bildung, heute würden wir sagen für Chancengleichheit und emanzipatorische Pädagogik.

Baden-Powell sagte einmal: “Ein Mann ist nichts ohne eine Religion”. Sein Religionsbegriff war christlich, europäisch-säkular-christlich, ein paar freimaurerische, hier heißt das wohl kaufmännisch-weltbürgerliche Akzente haben sich im Laufe seines Lebens dazu gesellt. In BPs Gottesbild sind fordernde universalistisch-aufklärungshumanistische und sanfte mystisch-pantheistische Züge zu finden, seine eindrucksvollsten Aussagen zu Gott beziehen sich vielfach auf Stunden selbst erlebter Ehrfurcht vor der Natur, auf den als Wanderer und Camper sauber zurückgelassenen Wald, auf einen vom Boot aus erlebten Sonnentag als Segelkamerad am Meer. Zu Religionskritik im Sinne einer Herrschaftskritik war er nur sehr begrenzt in der Lage, andererseits scheint es in der sich später herausbildenden Scouting-Administration einiges Interesse gegeben zu haben, uns diejenigen von BPs Worten, in denen er die Frömmelei und das stumpfsinnige Wiederholen kritisierte und die vielmehr eine Spiritualität der Naturromantik und der Selbstentfaltung betonte zu unterschlagen.

Baden-Powell jedenfalls konnte, sei es aus Optimismus oder Gutmütigkeit, zwischen religiös und fundamentalistisch lebenslang nicht unterscheiden, persönlich brauchte er das sozusagen nicht, da er niemanden gängelte oder erpresste. Zugleich machte er den Weg zur Gründung konfessionell orientierter Pfadfinderorganisationen ganz bewusst frei, den Aufbau evangelischer, katholischer, jüdischer, islamischer, hinduistischer und shintoistisch-buddhistischer Gruppen konnte er (über zwei Weltkriege hinweg bzw. durch sie unterbrochen) ja bewusst erleben und verfolgen. Der orthodoxe Islam wie auch der faschistoide politische Islam (Islamismus) hingegen scheint gerade das Gängeln und Erpressen zur Methode der (schwarzen) Pädagogik erhoben zu haben, ohne das Erwecken der Angst vor der Höllenstrafe kann man seiner Tochter oder Ehefrau das Kopftuch eben auch kaum aufzwingen. Muslimische Pfadfinder, so es sie denn geben könnte, müssen Kopftuchgegner sein.

Die Ur-Idee von 1907 (Brownsea-Island) war (noch) nicht konfessionell gebunden, insofern ist die säkulare / staatliche Organisation der Pfadfinder-Idee durchaus als die originäre zu bezeichnen, wenn sich für Europa auch vereinfacht sagen lässt, dass es in jedem Staat seit Jahrzehnten einen religiös neutralen, einen katholischen und einen evangelischen Pfadfinderverband gibt. Dazu gab und gibt es oft noch einen jüdischen. Und dazu wird nun kommen oder ist bereits da: Ein muslimischer Pfadfinderverband, aus der Logik der pfadfinderischen Toleranz kann das als selbstverständlich empfunden werden. Wer aber als Nichtmuslim den Islam gut kennt, das heißt wer Scharia und Hadithe und Fatwen kennt, oder auch wer als ein dezidiert säkularer Muslim oder muslimischer Islamkritiker den universalistischen und dabei aufklärungshumanistischen Anspruch des Scoutismus kennt, der wird das gewaltige Konfliktpotential zwischen Scouting und Scharia sehen, der wird die Unverträglichkeit der Idee der weltweiten Geschwisterlichkeit mit der Doktrin der muslimischen Verachtung jedes Dhimmis beim Namen nennen. Man schweigt?

Wer hierzu schweigt, hat eine von vier Motivationen. Typ oder Gruppe 1: Dem fehlt entweder die Information über die unvermeidliche Gehirnwäsche jeder Scharia und die fundamentalistische Enge des Lebens nach Sunna und Fatwen. Oder, Gruppe 2, der will als „Polit-Muslim“ (Auvergne) auch innerhalb der pfadfinderischen Jugendarbeit die Dâr al-Islam über die Dâr al-Harb ausbreiten und trägt dann meist, soweit männlich, Bart und Häkelmützchen oder guckt, wenn weiblich, schnippisch-hochnäsig unter dem sexualpolitischen Dressurmittel und Machtinstrument namens Kopftuch hervor (siehe in Neuchâtel). Oder aber der ist, Gruppe 3, ein auf seine Karriere schielender Gutmensch „entgrenzter Toleranz“ (Auvergne), ein „Beschwichtigungsdogmatiker“ (Giordano), der einer islamisch betriebenen parallelgesellschaftlichen Segregation zuarbeitet und oft im Besitz eines roten oder grünen Parteibuches ist. Oder (Gruppe 4) er ist zeitgenössischer (hier: nichtmuslimischer) Nationalsozialist und will als solcher ebenfalls die territoriale Segregation der ethno-religiösen Kollektive unserer Städte „prekärer Moderne“ (Auvergne), der arbeitet der islamischen Apartheid der Dhimma aus eurozentrisch-rassistischer Motivation zu; diese gespenstische Gruppe ist zum Glück in Europa überall winzig klein und bewundert die HAMAS für deren ungehemmten Judenhass oder/und sitzt als nationalistischer Funktionär besuchsweise als Ehrengast im geschlechtergetrennten Raum eines islamischen Verbandes. Verblüffend, wie dabei Gruppe 3 (Gutmenschen) der Gruppe 2 (Polit-Muslime) und sogar 4 (Schariatolerante nichtmuslimische Nazis) zuarbeitet und natürlich auch den islambezogen Unwissenden von Typ 1. Die Mehrheit der jugendverbandlichen Funktionäre dürfte ein Mischtyp aus 1 und 2 sein, der Scharia unkundig (Typ 1) und dabei gerissen unschuldig spielend (Typ 2).

Auch hier ist die europäische Jugendarbeit genaues verkleinertes Abbild, Hohlspiegelbild, Mikrokosmos der vom politischen Islam unterwanderten UN (Menschenrechtsrat, simple Mehrheitsverhältnisse), der selbstbeschädigend islamtoleranten EU (Türkeibeitritt um jeden Preis, Duldung von britischen Scharia-Gerichtshöfen) und der deutschen Bundesregierung (Innenminister Schäuble), letztere man als radikal islamoptimistisch bezeichnen sollte und die zur Integration von Scharia und Fiqh in die irgendwie säkular gedachte Demokratie kein anderes Rezept anzubieten weiß, als einen flächendeckenden islamischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen einzuführen. Deutschlands säkulare Muslime sind sprachlos, ihnen will aber auch kein Mit-Inszenierer der Schaufensterveranstaltung namens Integration zuhören, weder der Politmuslim noch der rot-grüne Multikulturelle. Wir sehen, jeder in Europa ist beschäftigt, jeder hat zu tun. Nur dem Islamkritiker fliegt die Tür vor de Nase zu.

Brownsea Island, das erste Zeltlager der Scout-Bewegung vereinte bewusst Jungen aus allen Gesellschaftssschichten und bot die Chance, dass Bürgerkind und Arbeiterkind einander im Gewand – im neu entworfenen, militärischen Uniformen nachempfundenen Jugendgruppenhemd – begegneten. Textile Barrieren, welche die ökonomisch und bildungsbezogen recht segregierten Klassen in den Stadtteilen Londons damals noch so scharf trennten, wurden von Baden-Powell mit der Gruppenkleidung ganz bewusst überwunden, jeder sollte jeden als gleichberechtigten Menschen individuellen Charakters wie geteilter Mitverantwortlichkeit erkennen. Die neue Erlebnispädagogik ‘zündete’ und wurde bald auch von den Kirchen beziehungsweise Glaubensgemeinschaften übernommen: Es gab noch keine Jugendpflege oder Jugendzentren und man wollte die Jugend natürlich an die (religionsverbandlichen) Erwachsenenorganisation binden.

Einen Blick wert ist an dieser Stelle die dreiste Übernahme pfadfinderischer Stil-Elemente und Praxis-Elemente (Kleingruppe, Erlebnispädagogik, Zeltlager, Uniform) durch totalitäre Gruppen wie HJ und Komsomol/Junge Pioniere (heute: durch die libanesichen paramilitärischen ’Imam al-Mahdi-Scouts’), auch wenn es sich doch wohl um einen Missbrauch handelt; Hitler wie Stalin haben die ihnen eben doch zu sehr humanistisch-liberale Pfadfinderarbeit ja auch ganz bewusst verboten.

Baden-Powell wollte den Weltfrieden und sah den Scoutismus, das Pfadfindertum als Pfad in diese Richtung: eine Brüderlichkeit (Geschwisterlichkeit) der Pfadfinder sollte, ebenso naiv wie ehrlich gemeint, als bildungsorientierte Avantgarde der Klassen- und Völkerversöhnung dienen. Zu den Religionen – zu allen Religionen – sagte ‘BP’ lebenslang ganz optimistisch “Ja!” Den Atheismus schien er pauschal verachtet zu haben, was zu tun stets fragwürdig ist. Für das Entwickeln pädagogischer ’neuer‘ Mädchen- und Jungen-‚Bilder‘ war es noch zu früh, für seine Zeit jedoch, etwa um 1910 oder 1959 oder 1980, braucht sich das organisierte Pfadfindertum im Allgemeinen, bis auf seine (marginalen) besonders militaristischen homophoben Ecken, nicht zu verstecken. Das Pfadfindertum war nie mysogyn. Der Islam ist es.

Insofern ist – leider ist – ein am Fundamentalismus der Sunna und der Fatwen sowie ein an der Menschheitsgeißel der Dhimma und Scharia ausgerichtetes Pfadfindertum nicht zu verhindern gewesen. Auch haben vereinzelt, wenn auch ohne Anerkannt-Sein des Weltpfadfinderverbandes (WOSM bzw. WAGGGS), auch sehr fundamentalistisch orientierte ‘christliche’ Milieus Pfadfinderarbeit betrieben (etwa die KPE).

Baden-Powell durchschaute die Totalitarismen von Stalin und Hitler wenigstens ungefähr, konnte jedoch die ‘organisierte Gegenmoderne’ des politischen Islam noch nicht erahnen. Verflixterweise spricht sich kein deutscher Islamverband und keine Moscheegemeinde Europas gegen den Totalitarismus der kulturrassistischen Scharia und die vielleicht ja anmaßende beanspruchte innerislamische Deutungshoheit der Muslimbruderschaft aus. Und da diese Leute nun zwischen Tunesien und Indonesien so genannte Pfadfinderarbeit beeinflussen oder gar veranstalten, wird das Pfadfinderideal der ‚weltweiten Bruderschaft‘ nun eben von Seiten der extrem-toleranten Nichtmuslime nach Kräften verwässert und ausgedünnt, von Seiten der Schariafreunde nach Kräften ironisiert. Zum Ausgleich bekränzt man sich wechselseitig mit ‚Toleranzpreisen gegen Rassismus‘ (Neuchâtel) und hat dergestalt den anti-universalistischen und anti-humanistischen fressenden Rost der Islamisierung für kurze Zeit notdürftig mit dem Lack des Optimismus überdeckt. Ja, muslimische Pfadfinderinnen und Pfadfinder kann es geben, Schariapfadfinder nicht. Ist zu befürchten, dass es nicht nur die entgrenzt Toleranten unter den nichtmuslimischen Pfadfinderfunktionären sind, die ein Scharia-Scouting bzw. Fiqh-Scouting zulassen, sondern auch die mit der Theokratie liebäugelnden ‚Wiedergeborenen‘ aus der Ecke der Evangelikalen und Kreationisten?

Es wird auch pfadfinderische Islamkritik geben, sogar unter Muslimen, inselhaft vereinzelt. Auf der ganzen Welt, scheint es, sind die nichtmuslimischen Verantwortlichen der pfadfinderischen Jugendarbeit sehr zum Schweigen verurteilt, sich offen gegen den Sunna-Fundamentalismus und die Scharia-Sexualpolitik aussprechen können sie wohl nicht. Von der Scharia haben sie aber auch kaum eine Ahnung (unsere Politiker auch nicht) und der Dschihadismus überrascht uns alle (vielleicht manchmal sogar die Muslime unter uns). Passable Alibis zum Weiterschweigen.

Zeltlager, Wanderung, Kleingruppe, Lagerfeuer: Soll das den Kindern und Jugendlichen im islamisch geprägten Teil der Welt vorenthalten bleiben? Der gutmütige Optimist BP hätte “Nein!” gerufen. BP hat immer noch Recht.

Man muss von ‘Muslimischen Pfadfindern’ verlangen, sich zu den universellen Menschenrechten zu bekennen, die heute am 10.12.2008 gerade 60 Jahre alt werden. Man muss von jedem Leiter der muslimischen Jugendarbeit verlangen, sich von der vormodernen Sexualpolitik und kulturrassistischen Ordnungspolitik der Scharia zu distanzieren, von der faschistoiden Vision namens Imamat (Mustafa Ceric) oder namens Kalifat. Niemand jedoch wird dieses wagen? Das Wort Scharia ist in ganz Europa bereits ein Karrierekiller?

Wir sehen: Beide Seiten sind überfordert, die nichtmuslimischen Pfadfinder und die muslimischen Pfadfinder.

Der späte Baden-Powell hat, kindlich gutmütig geblieben, versäumt, gegen Theokratie und Fundamentalismus Stellung zu beziehen. BP war sicherlich Kosmopolit und Antirassist, leider jedoch kein Antitheokrat. BP war Antifundamentalist eher nur aus gutem Geschmack heraus, nicht aber aus philosophischem oder pädagogischem Verstand. Und doch oder gerade deshalb ist ein fundamentalistisch interpretiertes Pfadfindertum ein Missbrauch der kreativen Ideen des aufrichtigen Gründers. Wie geht es weiter – werden WOSM und WAGGGS auf Jahre oder gar Jahrzehnte genau so unterwandert, wie es der UN-Menschenrechtsrat ist, gar mit den selben polit-islamischen Netzwerken?

Kann der urtümliche ‘Spirit’ von 1907 (Brownsea Island) mit einer recht starken (leider kaum bewusst gewesenen und daher nicht kodifizierten) Säkularität bei einer fast etwas pantheistisch ausgerichteten Gläubigkeit (als ein Lebensgefühl der Dankbarkeit und Freude) in das Islam-Pfadfindertum einfließen? Dann könnte das Scouting mithelfen, den Islam zu demokratisieren, das heißt beispielsweise Apostasie (ridda) islamrechtlich zuzulassen jedenfalls zuzulassen und die Gleichberechtigung der Frau mit dem am Ort herrschenden Islam kompatibel zu machen jedenfalls durchzusetzen.

Wie auch immer: Muslimisches Pfadfinderum darf keine sittlich höherwertige ’sakrale’ Pfadfinder-Kaste sein, die es sich erlaubt, auf die von Allah verachteten Dhimmi-Pfadfinder hinab zu sehen. Muslimisches Pfadfindertum wird sich hörbar vom koranischen Antijudaismus zu verabschieden haben. Muslimisches Pfadfindertum wird die Logik von Pfründekassieren und Beutemachen sowie Tochtertausch und Frauenwegsperren, wird Günstlingswesen und Einschüchterung, Tyrannis und Wissenschaftsfeindlichkeit bedenken und bekennen müssen, die allesamt seit einem Jahrtausend mit der islamischen Kultur in hohem Maße einhergehen und denen die Muslimbruderschaft, jener Brutofen aller möglichen militanten und terroristischen Gruppen, seit achtzig Jahren huldigt.

Muslimisches Pfadfindertum soll es einmal geben, ja. Doch was fehlt heute dazu? Was fehlt, auch unter jungen Muslimen (die ja die im Koran von Allah selbst angeordnete Ehebrecherinnensteinigung, die Ägyptens tagtägliche und von manchen Rechtsgelehrten der al-Azhar sowie von der Muslimbruderschaft gelangweilt verteidigte Klitoridektomie, die den Aufruf zum fallweise eben auch militärischen Dschihad und die das fromme Handabhacken gar nicht erfunden haben), was zum Aufbau eines muslimischen Pfadfindertums fehlt, das ist: Islamkritik. Also beispielsweise auch … Kopftuchkritik. Die Pädagogik des Scouting ist in Ordnung, die der Hadithe ist es nicht. Auch die weltweite Pfadfinderbewegung darf daher rufen: Muslime rein, Scharia raus. Warum sollen es denn nicht auch muslimische Pfadfindergruppen sein, die Pfade aus dem Kollektivismus von Stamm und Umma hinaus finden, Wege in ein an der Erkenntnis der universellen Wissenschaft (es kann keine islamische Wissenschaft geben) finden, die Wege in ein an der Psychoanalyse gereiftes Denken finden. Diese muslimischen Pfadfinder allein wären kein Risiko für die (nachhaltige) freiheitliche Demokratie und die allgemeinen Menschenrechte namentlich Frauenrechte. Diese säkularen muslimischen Pfadfinder werden, allerdings, ziemlich viel Ärger mit ihrer an Geistlichkeit bekommen und wohl auch mit der derzeitigen Führung des Muslimischen Pfadfinder Österreichs (MPÖ), dort verlinkt man zur Muslimischen Jugend Österreichs und die mischt sich kopftuchpolitisch sprich kopftuchbefürwortend ein in bayerische Belange, streitet aber jede politische Bedeutung des ’rein spirituellen’ Kopftuchs ab (4).

Die Website der österreichischen muslimischen Pfadfinderorganisation MPÖ (5) und auch die Fotos aus dem schweizerischen Neuchâtel zeigen fast durchweg extrem verschleierte weibliche Menschen, keine Haarsträhne ist sichtbar. Die schariakonforme Ideologisierung des Frauenleibes (damit auch die des Männerkörpers und etwa des schweinefleischfressenden Dhimmi-Männerkörpers) scheint also auf dem Lehrplan zu stehen. Ist das der Geist des weltweiten Pfadfindertums? Wohl nicht, eher schon der Geist des islamischen Fundamentalismus gelebter Gegenmoderne.

Liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder Europas, habt ihr schon einmal von ’Muslim Scouts’ gehört, kennt ihr WAMY, die World Assembly of Muslim Youth, deutsch Welt-Versammlung Muslimischer Jugend (7)? Die in Riad (Riyadh) ansässige WAMY nämlich hat die internationale muslimische Jugendorganisation namens ’International Union of Muslim Youth’ offiziell anerkannt, 2006 der Betreiber von jeweils einer ’Muslim Scout’-Großveranstaltung in Saudi-Arabien, Uganda und der Schweiz. 2007 organisierte IUMS jeweils eine Scout Conference in Ägypten und Japan (man werfe einen Blick auf http://www.iums.net – Verwechslungsgefahr besteht mit der gleichfalls IUMS abgekürzten ’International Union for Muslim Scholars’ des Dr. Yusuf al-Qaradawi).

Und ihr werdet es nicht glauben, euer (männlicher) Scout-Weltverband, der gute alte WOSM tat es ihr gleich, das war im südostasiatischen Bangkok und bereits 1993. Die IUMS ist in der Hafenstadt Dschidda (Jidda) am Roten Meer ansässig.

Dschidda hat 3 Millionen Einwohner und lebt vom Erdöl. Der Türke Sabri Bogday wohnt in Dschidda, allerdings seit einem Jahr im Gefängnis, wegen Gotteslästerung soll er enthauptet werden (Stand April 2008, Quelle 8). Inscha’llah lebt Sabri Bogday noch, Allahs irdisch-geerdete Scharia als Sittengesetz und Pflichtenlehre willkürlich begrenzter Barmherzigkeit ist ja so (schrecklich, schreckensreich, das ist der islampädagogische Zweck) ’flexibel’. Ich gehe davon aus, dass WAMY und IUMS derartige Rechtssprechung völlig in Ordnung finden. Diese Kreise bezahlen europäische Zeltlager. Die Integration geht seltsame Pfade.

Die WAMY (Welt-Versammlung Muslimischer Jugend) führt, das findet ihr unter Wikipedia English, unter dem Motto oder/und Organisationsnamen ’European Muslim Scouts’ Zeltlager für die muslimische europäische Jugend durch, der Großteil der Finanzierung und der ideologischen Richtlinien kommt dabei aus dem sonnigen Saudi-Arabien (9). Doch spart euch die Zeit: Nach verborgenen Frauenrechten oder gar allgemeinen Menschenrechten im Staate Saudi-Arabien, liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder, braucht ihr gar nicht erst umständlich zu suchen.

Wikipedia Deutsch erwähnt den Verdacht, dass WAMY gelegentlich mit Geldspenden den terroristischen Dschihad sowohl der HAMAS als auch der al-Qaida unterstützt, was WAMY freilich weit von sich weist. Finanzierer wäre dann, so Wikipedia, beispielsweise die reiche arabische Familie bin Laden. Na, irgendwoher muss das Geld ja kommen, letztlich verbrauchen Europa und die USA arabisches Erdöl. Wikipedia erwähnt einen zweiten Verdacht, nämlich dass WAMY darauf zielt, die Ideologie der Wahabiyya weltweit verbreiten zu wollen. Auch das streitet die WAMY ab. Und Allah ist der größte Ränkeschmied.

„Muslimische Pfadfinder integrieren sich besser und können zugleich ihre Identität wahren“ titelt die türkisch-britische Website turkishweekly. Ghareib al-Arabi, Vorsitzender der (Schweizer!) Swiss Islamic Youth and Childhood Group freut sich über sportliche und kulturelle Bildung, sein Mitstreiter Moaz al-Khureigy, Chef der britischen Muslim Scout Union, betont die positiven Wirkungen der Pfadfinderei auf Persönlichkeit und Sozialkompetenz (10).

„Muslim Scouts haben dem europäischen Pfadfindertum das spirituelle Element gebracht“, erklärt al-Khureigy stolz. Wohl eher die Scharia pur, das wäre nun wirklich nicht nötig gewesen.

Man will jedes Jahr einen Leiterlehrgang in der Schweiz durchführen und hofft auf vielfachen erfolgreichen Gruppenaufbau in Österreich und der Schweiz. Der Schwede Bosaidy zieht Bilanz: ’Muslim Scout’ schützt, hochmoralisch, die Mitglieder vor Laster und Schaden.“ Eine Blitzschutzversicherung hätte also nicht gereicht, um die kleinen muslimischen Pfadfinder vor den Gefahren zu schützen, die im unmoralischen Schweden überall lauern. Oder ein Anti-Aggressions-Training. Ohne Ironie, Pfadfinderpädagogik ist klasse, fundamentalismusfreie.

Fünfzig junge Frauen und Männer sollen Gruppenleiterlehrgang im Ort La Chaux-de-Fonds teilgenommen haben. Den Ortsnamen habe ich gerade irgendwo gelesen …

Aha: La Chaux-de-Fonds ist, das mag Zufall sein oder auch nicht, bei hafez-of-arabia.blogspot erwähnt. Der Ort ist im Kanton Neuenburg gelegen, Neuenburg, man sagt auch Neuchâtel. Da stellt sich uns jetzt die Frage ob es genau diese bei der WAMY beliebten IUMS-Pfadfinder gewesen sein könnten, die den Preis für Toleranz und gegen Rassismus erhalten haben, ob jene in der Presse hoch gelobte muslimische Pfadfindergruppe in Neuchâtel, hieß sie nicht el-fejr sprich al-fadschr, das bedeutet die Morgendämmerung, ein saudisches Exportprodukt ist. Der nachtgleichen Unwissenheit Ende, leider wäre die nachfolgende islamische Dämmerung, ungefähr das Gegenteil von säkularer Aufklärung. Der Glanz der Scharia beginnt, das noch der Zeit der Unwissenheit entstammende Pfadfindertum zu erleuchten.

Muslim Scouts als Seelsorge der wahhabitischen Wölfe, die sich den Schafspelz der pfadfinderischen Erlebnispädagogik umlegen? Muslim Scouts als Trittstein der islamischen Fundamentalisierung? Mag sein. Ein phantasievoller Konvertit (zum Islam hin, nicht die andere Richtung) namens Dr. Harry Harun Behr bietet uns noch eine andere Deutung an. Der 1962 in Koblenz (von Natur aus) als Nichtmuslim geborene Behr trat 1981 zum nahöstlich-mittelalterlichen politischen Kult namens Islam über und ist Mitwirkender am ersten deutschen Schulbuch für den islamischen Religionsunterricht „Saphir 5/6“ (islamkritisch rezensiert unter Baustein 086 von Jacques Auvergne). Harry Harun Behr ist angestellt als Professor für islamische Religionslehre und Leiter des Interdisziplinären Zentrums für islamische Religionslehre (IZIR) an der Universität Erlangen-Nürnberg. Zum Islam konvertierte Behr vor seinem in Münster abgelegten Abitur, kurz vorher besuchte Behr für eineinhalb Jahre eine Mittelschule im indonesischen Vorort von Jakarta, in Cililitan. Gute 85 % der Indonesier sind Muslime, davon praktisch alle Sunniten und zwar Schafiiten. Die Schafiiten orientieren sich an der Ehe von Mohammed und Aischa und halten Jungen mit 12 und Mädchen mit 9 Jahren für heiratsfähig. Die schafiitische Kultur praktiziert als blutiges vormodernes Ritual die sexualmagische khifâdh (oder khafd) genannte Mädchenbeschneidung (11), von der sich ein zertifizierter Personenschützer sowie Grund- und Hauptschulpädagoge Behr ja einmal hörbar distanzieren könnte. Jetzt aber zu den Muslim Scouts.

Behr preist in seiner Dissertation (242, FN 338) die in der für Muslime (angeblich) verbindlichen Sunna beschriebene, auf die heranwachsende Persönlichkeit positiv wirkende Rolle von mittelalterlichen, irgendwie karitativ tätigen Jugendgruppen (er meint Jungenhorden, wo eigentlich sind die Mädchen, etwa in der Küche eingeschlossen?) namens hilful-fudûl, prominentester Angehöriger jener arabischen Knabenbande ein gewisser Mohammed, nachmals begeisterter Prophet. Jetzt müsste Baden-Powell mal bitte weghören, lebte der begabte Pädagoge und Menschenführer noch. „Muhammad selbst war in seiner Jugend Angehöriger der Gruppe hilful-fudûl, die sich der sozialen guten Tat verschrieben hatte. Sie wird heute von vielen Muslimen als Vorläufer und theologisch authentisches Beispiel für muslimische Pfadfinderarbeit angesehen, die bereits über eigene, internationale Organisationen verfügen oder aber in solche integriert sind (wie in die American Boy Scouts)“, offenbart uns Professor Behr, leider ohne uns einige Namen der „vielen Muslime“ zu nennen, die „heute“ das Urpfadfindertum in der Allianz namens hilful-fudûl (hilf al-fudul) sehen sollten, im (beschränkt) nach Gemeinschaftssinn, Kult, Recht und Wissen strebenden Jugendbund Mohammeds in Mekka.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder ernennen wir Lord Baden-Powell posthum zum Muslim. Dass das funktioniert, solange man es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, haben uns mit Johann Wolfgang von Goethe europäische Fundamentalisten um (den Althippie Ian Dallas, islamisch bekehrt nun) Herrn `Abdalqadir al-Murabit und den zweiten Konvertiten (hin zum Islam, immer, nicht weg vom Islam, nie) Andreas Abu Bakr Rieger mit seiner Islamischen Zeitung (12) bereits bewiesen: Goethe war Muslim, hier ist die Fatwa (13). BP muslimisieren ist die eine Möglichkeit. Oder wir erklären zum ersten Pfadfinder der Menschheitsgeschichte: Mohammed.

Das ist es. Vergesst die Insel Brownsea des Jahres 1907, da ist die Scout Movement gar nicht entstanden. Die Wurzel islamischer Pädagogik und zugleich das pfadfinderische Original an Jugendarbeit liegt nicht auf einer winzigen Insel in der Irischen See, sondern auf der großen arabischen Halbinsel in einem mekkanischen männlichen Jugendbund. Das klingt vielleicht nett, wird allerdings immer einen Haken haben. Wenn Scouting ’Hilf al-fudul’ ist, dann ist Scouting islamrechtlich noch unreif (14), und hat sich dem nachfolgend offenbarten Islam zu öffnen. Andererseits ist sowieso jeder Mensch Muslim, folgt man dem Konzept der fitra (15).

Wohl noch auf Jahrzehnte wird es dem islamischen Monopol oder Kartell aus Tradition, alter (Azhar) oder neuer (Cerić) orthodoxer Geistlichkeit und verbandsislamischer Polit-Scharia gelingen, das ’tugendhafte, Allah wohlgefällige’ Frauen-, Männer- und Menschenbild krampfhaft vom so genannten ’westlichen’ Frauen- und Menschenbild entfernt zu halten. Das Generation um Generation den Kindern antrainierte ’Feindbild Nichtmuslim’ bedarf dazu aufwändiger ideologischer Pflege sowie, gerade in der Diaspora aber auch in Kairo, der stadträumlichen Separierung von den angeblichen Unreinen: Eigene Nahrung (gar bei der ’Notwendigkeit’ neu zu entwerfender halal-Zertifikate), eigene nichtmuslimfreie Arztpraxen und Kliniken, eigene Versammlungsorte und eigene Wege zu diesen Versammlungsräumen. Innerhalb der Räume, ob Moschee oder angemietete Stadthalle blüht dann fiebrig-verspannt die vielleicht ja altarabische doch heute nicht selten durch die Öldollars der Wahhabiten, Salafisten, Muslimbrüder oder Teheraner Ayatollahs geradezu industriell erzeugte Geschlechtertrennung.

Eine politische Scharia, eine Schariatisierung, die nicht lediglich die nichtmuslimische Nachbarn Europas irritiert, sondern die vielleicht vorrangig darauf hin zielt, den Nahen Osten von Mandäern, Jesiden und Juden zu ’säubern’ oder die noch stark vorislamisch-matristisch geprägten Ackerbauernkulturen Südostasiens, beispielsweise der Minangkabau (16) radikal zu ’muslimisieren’. In Nordsumatra, das derzeit eine Phase starker Islamisierung durchlaufe, wie das Max-Planck-Institute for Social Anthropology bekannt gibt, seien die gerichtlichen Verhandlungen zu Landbesitzstreitigkeiten im Laufe der neunziger Jahre von den bisher genutzten Zivilgerichten mit Masse zu den neuen Scharia-Gerichtshöfen abgewandert. 1989 ist in Indonesien ein einheitliches System von Scharia-Gerichtshöfen installiert worden (17).

Unter dem kitschig-süßlichen Motto “Together for Harmony and Peace“ wird das dritte interreligiöse Symposium der Welt-Pfadfinder (3rd World Scout Interreligious Symposium / 3e Symposium Interreligieux Scout Mondial) vom 22. bis zum 26 Oktober 2009 im ägyptischen Kairo stattfinden. Ob im Land der Pyramiden und der seitens der al-Azhar mehr als gebilligten alltäglichen Klitoridektomie, am 23. Juli 2003 verboten, signiert Suzanne Mubarak (18), an muslimischen Mädchen der Jahre 2008 und 2009 (19), ob in der dann von netten Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus aller Welt bereicherten Stadt das Thema Schariakritik, islamischer Fundamentalismus oder Kritik am politischen Islam zur Sprache kommen wird? Wahrscheinlich nicht, sicherlich nicht. Man schweigt aus den oben erwähnten (vier) verschiedenen Gründen, fehlende Information: Typ 1 …

Im selben Pfadfinder-Treffpunkt Kairo lebt selbstverständlich auch im Oktober 2009 eine ’ethnoreligiöse’ Minderheit, die bei der Wohnungs- und Arbeitssuche ganz selbstverständlich diskriminiert wird und der ein Zugang zu höheren Verwaltungsposten faktisch unzugänglich ist (20). Kairo: Die ägyptischen Bahá’í sind nahezu vogelfrei, nichtmuslimische Mädchen sind vielfach entführt und zwangsislamisiert worden, Kinder getrennt lebender Eltern sind gezwungen worden, zum Islam zu konvertieren und werden in ihren Ausweisdokumenten als Muslime bezeichnet. Das ist Koranpraxis, das sind die getreu befolgten Hadithe. Auf gewisse Weise wäre Kairo also gerade der richtige Ort für den interreligiösen Pfadfinder-Kongress.

Cees van der Duin

(1) Scout Law

http://en.wikipedia.org/wiki/Scout_Law

(2) Hakimiyyat Allah: Herrschaft Gottes, zentraler Begriff der Herren Qutb und Maududi, geschrieben auch Haakimiyyah Allah, Hakimiya Allah oder (türkisch) hakimiyet allah. Dazu Qutb

http://de.wikipedia.org/wiki/Sayyid_Qutb

(4) MPÖ. Viel Islam, wenig Pfadfinder?

http://www.mpoe.or.at/web/index.php

MPÖ: Das Scout Law etwas großzügig auf Allahs Bedürfnisse krummgebogen: „Abu Huraira überliefert (…)“ – ist das jetzt bevorzugt gruppenegoistisch-islamsolidarisch oder fühlt man sich in aufklärungshumanistisch-emanzipatorischer Weise als solidarischer Teil der gesamten Menschheit? Von allgemeinen Menschenrechten oder auch von Gleichberechtigung ist beim MPÖ (noch) nichts zu lesen, Zwangsverheiratung, Fundamentalismus, Ehrenmord sind kein Thema

http://www.mpoe.or.at/web/index.php?option=com_content&task=blogsection&id=14&Itemid=40

Das zehnte Pfadfindergesetz „Der Pfadfinder ist rein in Gedanken Wort und Tat“ bedeutet im Sinne Baden-Powells doch fraglos, dass man sich Hinterlist, Lüge und niederträchtiger Gewalt enthalten soll. Die MPÖ-Pfadfinder erklären das ausgerechnet mit der von Nichtmuslimen manchmal als sehr arrogant empfundenen Sure 3:110, eine Sure, die Nichtmuslime vielleicht dreist abwertet und sich als muslimische Umma oder als muslimische Minderheit darüber hinaus möglicherweise in die erfolgreiche Lernverweigerung treibt. Angeordnet wird die territoriale Allah-Herrschaft durch den zuständigen Emir oder durch den Kalifen, der das Untugendhafte verbieten soll. Wenig pfadfinderisch, buuh!

“Die MPÖlerInnen sind rein in Gedanken, Worten und Taten

Ihr seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen hervorgebracht worden ist, sofern ihr das Rechtmäßige gebietet, das Unrechtmäßige untersagt und an Gott glaubt.[3:110]“

MPÖ kann unterschreiben und will Frieden im Libanon und in Palästina. Islamischen Frieden? Von den Mahdi-Scouts distanziert man sich nicht

http://www.dar-al-janub.net/BilderKundgebungLibanon2/DemonstrationLibanonPalaestina039.htm

MPÖ steht auf der Linklist bei junge musliminnen österreich (jmö), das ist männerfreie Zone. Ein keusches Tuch bedeckt nahezu jeden Kopf, die Nähmaschine hatte viel zu tun gehabt:

http://www.jmoe.at/index.php?location=foto12

(5) MJÖ kämpft für die Freiheit? Naja, die üben noch, vorerst kämpfen sie für das ’Freiheitsrecht’ auf ein Lehrerinnenkopftuch:

http://www.mjoe.at/downloads/kopftuchverbot/brief_de_botschaft.pdf

(6) Neuchâtel. De achtzehnte Gruppe von Pfadfindern ist da: Vierzehn sind säkular, drei christlich, die neue nun ist muslimisch. Abschottung oder Bereicherung, Symptom der Parallelgesellschaft oder Pfad in die Integration zu Gemeinwesen und Staat? Im Umfeld des Centre islamique de Neuchâtel jedenfalls gab es Einwanderer, die Pfadfindertum aus Tunesien kennen. 2008 nimmt Radhia Jendoubi für die muslimischge Gruppe “El Fejr“ (Die Dämmerung, fejr oder fajr bezeichnet auch das Morgengebet) den Preis „Salut, l`étranger!“ entgegen, „Willkommen bei uns, lieber Migrant!“ Alle Arbeit für den Kampf, “für die Integration und gegen den Rassismus – la lutte pour l`intégration et contre le racisme.“ Ob die Pfadi El Fejr die Diskriminierung der Kopten in Ägypten beklagt?

http://www.scoutne.ch/fichiers/2008_12_07_17_27_express_2008_12_04_p5_prix_salut_ltrange.pdf?PHPSESSID=876ad78d4d3f665eea47bbb6ecf3a3b9

Einfach googeln: neuchatel pfadi toleranz

http://www.scoutne.ch/articles/07-05-08-groupe_scout_musulman.pdf

Schweizer Pfadfinder für Toleranz

http://www.swissinfo.ch/ger/multimedia/bild_des_tages/Pfadfinder_fuer_Toleranz.html?siteSect=15095&sid=10050110&cKey=1228387092000&ty=in

Der libanesische Blogger Hafez al Assadullah Mukhtar Achrafieh, Beirut, Lebanon vom hafez-of-arabia.blogspot erwähnt die muslimische Pfadfindergruppe Neuchâtel

http://hafez-of-arabia.blogspot.com/2008/12/prix-salut-l-etranger.html

Rassismus und Wehrsport als Pfadfinderprogramm getarnt: Die radikalislamischen Mahdi-Scouts,

http://en.wikipedia.org/wiki/Al-Mahdi_Scouts

Die Schariafreunde der OIC über die muslimische pfadfinderische Internationale namens International Union of Muslim Scouts (IUMS). Interessant ist, wer alles diese International Union of Muslim Scouts (IUMS) so anerkennt: WOSM (Bangkok 1993) und WAMY tun dieses gleichermaßen

http://www.oicun.org/articles/50/1/International-Union-of-Muslim-Scouts/1.html

IICDR. International Islamic Council for Da’wa and Relief

http://en.wikipedia.org/wiki/International_Islamic_Council_for_Da%E2%80%99wah_and_Relief

(7) WAMY

http://en.wikipedia.org/wiki/World_Assembly_of_Muslim_Youth

Allah gelästert und den Propheten gleich mit, Enthauptung droht in Dschidda

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,548618,00.html

(9) WAMY organizes European Muslim Scouts camps for Muslim youth in Europe. It receives its major funding and ideological cues from Saudi-Arabia.

WAMY führt ’European Muslim Scouts’-Zeltlager für die muslimische Jugend Europas durch, der Großteil der Finanzierung und ideologischen Richtlinien kommt dabei aus Saudi-Arabien

http://en.wikipedia.org/wiki/World_Assembly_of_Muslim_Youth

(10) Muslim Scouts. turkishweekly

http://www.turkishweekly.net/news.php?id=30070

(11) Islam inside: Indonesiens Muslime beschneiden Mädchen. Don`t panic, it`s Islamic. Falsch, du solltest zugeben, Panik zu haben, das allein wäre der Einstieg in den Ausstieg aus der sexualmagischen islamischen khifadh, die immer wieder auch von der al-Azhar oder von der Muslimbruderschaft gefordert oder verteidigt oder beschwichtigt oder verboten wird, je nach Publikum und Hörerwunsch

http://beingfeminist.wordpress.com/2008/01/19/mass-female-genital-mutilation-events-held-in-indonesia/

http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html?_r=1&ref=magazine

http://www.nytimes.com/slideshow/2008/01/20/magazine/20080120_CIRCUMCISION_SLIDESHOW_index.html

(12) Weimar, Granada, Penzberg. Gudrun Eussner zu den Murabitun

http://www.eussner.net/artikel_2008-01-09_22-58-25.html

(13) Bei Zeus: Goethe war Muslim! Fatwa aufgestellt, Denken abgestellt. Weimar 1995: Wir bekehren sogar Tote. Alles Sufis oder was?!

http://www.enfal.de/gote-fat.htm

(14) hilful-fudûl / hilf al-fudul. Mohammeds Gefährtenkreis der Jugendjahre in Mekka

http://en.wikipedia.org/wiki/Hilf_al-Fudul

(15) fitra, natürliche Veranlagung islamischer Doktrin: Der Mensch ist von Natur aus Muslim

http://de.wikipedia.org/wiki/Fitra

(16) Minangkabau

http://de.wikipedia.org/wiki/Minangkabau

(17) Landbesitzstreitigkeiten in Nordsumatra: Scharia-Gerichtshöfe graben den Zivilgerichten das Wasser ab

http://www.eth.mpg.de/dynamic-index.html?http://www.eth.mpg.de/people/fbenda/project.html

(18) Ägypten guckt entschlossen und verbietet die FGM (ägyptische Klitorisamputation). Mit tiefem Ernst. Oder so ähnlich. Nebenbei: Ist Fatima noch unbeschnitten, wir wollen sie doch mit dem Cousin verheiraten?

http://www.childinfo.org/files/fgmc_Cairodeclaration.pdf

(19) Ägypten: Ein Scheich, Herr Abdel Tawab al-Mungi will die Beschneidung der islamisch-tugendhaften Mädchen und fordert die Eltern auf, ihr Kind notfalls im Ausland von der Klitoris „zu säubern“. Und Scheich Abdel Aleem Ramadan, Imam einer namhaften Moschee, warnt uns Beschneidungskritiker: „Es geht um die Ehre der Frau!“

http://www.taz.de/index.php?id=start&art=1412&id=471&cHash=2532ce4673

(20) Ägypten. Scout-Kongress 2009, drei Straßen weiter brutale Unterdrückung der ägyptischen Urbevölkerung, der christlichen Kopten. Kein Pfadfinder-Thema?

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,559619,00.html

http://www.gfbv.it/3dossier/me/kopten.html