Posts Tagged ‘Frau im Islam’

Keine Solidarität mit Antisemitismus und Misogynie

Oktober 21, 2018

Mit #unteilbar frohgestimmt in die Schariarepublik

„Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung!“ Dass unter den Erstunterzeichnern des Demo-Aufrufs mehrere streng an der Scharia ausgerichtete Gruppen wie der Berliner Verein Inssan oder, ebenso der Muslimbruderschaft nahestehende, Personen wie Aiman Mazyek zu finden sind, ließ die Teilnehmer der am 13. Oktober 2018 in Berlin durchgeführten Großdemonstration kalt. Weder Inssan noch der ZMD-Chef allerdings haben „Solidarität“ mit Ex-Muslimen im Sinn, leben vielmehr prima damit, dass Saudi-Arabien oder der Iran deren „Ausgrenzung“ umsetzt – bedarfsweise als Ermordung per Schwert oder Galgenstrick und Baukran.

Auf ihrer Massenveranstaltung hätten die Leithammel pardon Organisatoren der gefälligst bunten Einheitsfront aus zahllosen deutschen Organisationen wie Attac, Caritas, Diakonie, Giordano-Bruno-Stiftung beispielsweise ein paar AEMR-orientierten Menschenrechtlern oder Islamkritikern das Mikrofon reichen und anschließend, ganz nach dem Motto „Solidarität statt Ausgrenzung“, eine Resolution gegen die menschenfeindlichen und insbesondere frauenfeindlichen Schariavorbehalte in so manch einer Staatsverfassung erstellen können oder ein Manifest gegen das Menschenbild und die Rechtsfolgen der OIC-Charta entwerfen.

„Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. Es ist ein Angriff, der uns allen gilt.“ Gezielt verschweigt #unteilbar, dass die Menschenrechte auch des deutschen Grundgesetzes, diejenigen der AEMR, Paris 1948, nicht kompatibel sind mit dem Menschenrechtsbegriff der Erklärung der OIC, Kairo 1990. Gerade diese OIC-Menschenrechtspolitik aber wird durch den mitmarschierenden ZMD vertreten.

Das genaue Denken weiche der glücklichen Komplizenschaft mit Theorie und Praxis islamischer Gewalt? Für Radikale wie Maududi oder Qutb jedenfalls waren Islamherrschaft, Umma und Scharia durchaus „unteilbar“. Auch Hitlers Autorität war zwölf schreckliche deutsche Jahre lang „unteilbar“. Unteilbar ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit freiheitlich-demokratisch.

„Wir treten für eine offene und solidarische Gesellschaft ein, in der Menschenrechte unteilbar, in der vielfältige und selbstbestimmte Lebensentwürfe selbstverständlich sind.“ Solidarisch mit Muslimbrüdern und Teherans Mullahs? Weltweit mehr und mehr „unteilbare Menschenrechte“ im Sinne von Koran und Sunna? Wenn jemand dem Beispiel des Propheten folgt und ein sechsjähriges Mädchen (sechs Mondjahre) ehelicht und mit diesem drei Jahre später Geschlechtsverkehr hat, ist das dann für die entgrenzt Toleranten von #unteilbar Teil oder nicht Teil „vielfältiger und selbstbestimmter Lebensentwürfe“? Polygamie? Talaq? Deutsche islamische Schiedsstellen oder gleich Gerichte, die das in Allahs Rede (Koran) halbe Erbe für die Schwester durchsetzen?

Es waren 100.000 Teilnehmer oder 150.000 oder noch viel mehr – „Der Kaiser rief – und Alle, Alle kamen!“ Von Stadtgruppe bis Bundesverband, schier kein einziger organisierter Bessermensch fehlte: Attac, Caritas, CLAIM – Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit (unter der bei NAFISA aktiven Nina Mühe), Diakonie, Giordano-Bruno-Stiftung (gbs), Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie in der Heinrich-Böll-Stiftung, Naturfreunde, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Salaam-Schalom-Initiative, terre des hommes, ver.di Jugend, VVN-BdA – Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, … wer in diesem harmonischen Gleichschritt nicht mitmarschiert, muss ja wohl ein ganz Schlimmer sein. Vorneweg der durch die globale Muslimbruderschaft (deutscher Zweig: IGD) gesteuerte ZMD unter Chef Aiman Mazyek.

Zu den weiteren Unterzeichnern des #unteilbar-Aufrufs gehören drei Personen eines Internationalistischen Bündnisses. Bei diesem Bündnis tönte es in Berlin am 13.10.2018: „Es lebe der Befreiungskampf des palästinensischen Volkes“. Einer dieser Unterzeichner ist MLPD-Funktionär, ein anderer kandidierte für dieselbe Partei fünf Jahre lang für den Bundestag. Auch Gabi Fechtner, Parteivorsitzende der MLPD, sprach dort in Berlin. Das Internationalistische Bündnis gab zwei Rednern die Bühne, die zum Boykott Israels aufriefen sowie zum Weiterkämpfen „bis zur Befreiung von ganz Palästina 48 und bis zur Erschaffung eines Staates, wo alle Menschen gleichberechtigt in Frieden leben werden“. Nicht einmal die Gleichberechtigung von Mann und Frau oder von HAMAS und FATAH ist in Sicht, Augenhöhe mit Juden höchst unwahrscheinlich. „Frieden“ also nur bei Vernichtung des jüdischen Staates und Vertreibung der Juden, das ist die „Befreiung von ganz Palästina 48“.

Der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) Michael Schmidt-Salomon verteidigt das Mitmarschieren der gbs: „Hätten wir die Teilnahme an der Demo abgesagt, so hätten wir dem Zentralrat der Muslime bei einer der größten Demos der Nachkriegszeit das Feld überlassen.“ Den Gegnern der freiheitlichen Demokratie und der universellen Menschenrechte das Feld nicht überlassen zu wollen, ist richtig. Doch das reicht nicht aus, wenn man sich nicht eindeutig gegen die authentisch islamische Muslimbruderschaft und die tausend Jahre alte Scharia positioniert – und zwar in Berlin, an diesem 13. Oktober, nicht dürr und elf Jahre eher bei Gründung des Zentralrates der Ex-Muslime (ZdE).

Die proislamische Heerschau ist vorbei, die unter den Erstunterzeichnern befindlichen Islamschönfärberinnen Ferda Artaman, Kübra Gümüşay und Fereshta Ludin sind zufrieden.

Wofür eigentlich wurde derart „unteilbar“ durch Berlin marschiert? Für die weltweit durchzusetzenden, unteilbaren Menschenrechte im Sinne der AEMR jedenfalls nicht.

Jacques Auvergne

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Wo ist Amina?

März 23, 2013

‏ الربيع العربي

ar-Rabīʿ al-ʿArabī

Arabischer Frühling

Nur Allah kann dir mentale Gesundheit geben

Ein Kommentar zur Todesfatwa des tunesischen Predigers Adel Almi gegen Frauenrechtsaktivistin Amina Tyler sowie zum Weltsozialforum 2013, das nächste Woche in Tunis stattfinden wird. Von Jacques Auvergne.

UPDATE 25. März: Dieses Blog empfiehlt, dem Gerücht des heutigen Tages, Amina sei zu Hause bei ihrer Familie und es gehe ihr gut, keinen Glauben zu schenken. Insbesondere erscheint uns Rechtsanwältin Bochra Belhaj Hmida wenig zuverlässig. Das Haus darf sie nicht verlassen, Kontakt zur Außenwelt per Telefon oder Internet ist verboten (vgl. Kommentarbereich).

UPDATE 28. März: Die Chefredakteurin der Zeitschrift Marianne, Martine Gozlan hat mit Amina gesprochen. Wie eine Gefangene ist Amina bei ihrer Familie und steht unter Antidepressiva. Das Haus darf sie nicht verlassen, Kontakt zur Außenwelt per Telefon oder Internet ist verboten (vgl. Kommentarbereich).

Nichts als dein tatkräftig beherzigter Schariabefehl und die auch von dir angestrengt mitaufgebaute Kalifatgesellschaft bringen dem persönlichen Bewusstsein und lokalen Sozialsystem al-wasaṭīya, Mittigkeit, Ausgewogenheit. Die bildungsprogrammatische bis dschihadistische berüchtigte Wasatiyya der globalen Muslimbrüder folgt Allahs und Mohammeds Tagebuch, dem Koran, wo wir in Sure 2:143 von der ummata wasaṭa lesen, der Weltgemeinschaft (umma) der Muslime als der Nation der Wohlausgewogenheit oder Gemeinschaft der Mitte, nach Pickthall: Thus We have appointed you a middle nation, bei Yusuf Ali: Thus, have We made of you an Ummat justly balanced.

Diese – allahzentrische! – Mittigkeit führt der tunesische Imam und Todesfatwaproduzent Adel Almi im neuen Vereinsnamen Ausgewogene Gemeinschaft für Bewusstsein und Verbesserung, al-Jamiyya al-Wasatiyya li l-Tawiyya wa l-Islah.

Deine eingehaltenen himmlischen Schariapflichten und irdischen Anweisungen von Vater oder Ehemann machen dich gesund, Islamkritik hingegen bricht das heilssichernde Prinzip der Wasatiyya oder Allahzentrik, ist exzentrisch und macht dich krank. Jedenfalls wird diese Ansicht verstaatlicht (gewaltsam durchgesetzt), sobald der Islam das tut, wozu er schließlich da ist: herrschen.

Aus Pakistan wurde uns 2006 bekannt, dass Konvertit Abdul Rahman der Todesstrafe ganz islamisch-human nur dadurch entgehen konnte, dass man ihn entmündigte, ihn für geisteskrank erklärte. Muslim, tot oder verrückt, was willst du, entscheide dich. Und nicht vergessen: Islam heißt Frieden.

Amina Tyler als im psychiatrischen Sinne krank zu erklären würde dafür sorgen, dass die im Jenseits den Teufel und den sozialen Ehrverlust im Diesseits fürchtende Familie Aminas ebenso wie der schleichend islamrevolutionäre Staat Tunesien das Gesicht nicht verliert und dass die Macht und Anhängerschar von Predigern wie Imam Adel Almi weiter wächst.

Am 14. Januar 2011 wurde Tunesiens Präsident Ben Ali gestürzt. Die Muslimbruderschaft, tunesisch heute vor allem aktiv als Bewegung (Ḥarakat) und Partei (Ḥizb) Ennahda (an-Nahḍa, Erweckung, Wiedergeburt; gemeint ist die des Islam). Ennahda war bis zum 01. März 2011 illegal. Die Muslimbrüder auch Ägyptens oder Europas werden wohl leider weiterhin durch Europas parlamentarische und kirchliche Eliten als „moderat, gemäßigt“ dargestellt werden jedenfalls als ein akzeptabler Dialogpartner.

Tunesiens erste demokratische Wahl gewann der hochrangige Muslimbruder Rachid al-Ghannouchi (Rāšid al-Ġannūšī), der seit 1989 im Exil in London lebte. Der heutige ECFR-Scheich unter Yusuf al-Qaradawi führte in den Siebzigern die auch durch die pakistanische Tablighi-Bewegung geprägte Jama’at Islamiyya und in den Achtzigern, also nach Chomeinis Islamischer Revolution im Iran, den Mouvement de la Tendance Islamique (MIT), der sich 1989 in Ennahda umbenannte. Im Rahmen von offensichtlich global koordinierten Protesten in Afghanistan, Pakistan und Indonesien sowie von Angriffen auf US-Botschaften in Kairo, Khartoum und Sanaa stürmte am 14. September 2012 eine radikalislamisch motivierte Menge auch die amerikanische Botschaft in Tunis, zog die US-Fahne herunter, rief „Allah ist groß“ und schwenkte die schwarzen Fahnen der Herrschaft Allahs. Anlass oder Alibi war der ins Internet gestellte Kurzfilm Unschuld der Muslime.

Damit das Kalifat weltweit und ungestört sowie auf Kosten der allgemeinen Menschenrechte an Kontur gewinnen kann, lässt man ECFR-Scheich Mustafa Cerić im Beisein von Bundesbildungsministerin Annette Schavan den Tübinger Standort für Islamische Theologie eröffnen, deutsche Hochschulen mit der durch die Muslimbrüder unterwanderten und ohnehin theologisch islamrevolutionären ägyptischen al-Azhar kooperieren, wird volkspädagogisch weiterhin behauptet, der Islam sei eine „im Kern friedliche Religion“ (Hans-Gert Pöttering 2008, Horst Köhler 2010) und betont, dass es einen ungeheuer wichtigen Unterschied zwischen Islam und Islamismus gebe.

„Oftmals wird nicht differenziert zwischen dem Islam und dem politischen Islamismus und seiner besonders militanten Variante – dem Salafismus“, so zauberte Claudia Schmid (taz 23.06.2012). Dass echter alter Islam und neuer so genannter Islamismus dieselbe eine Schariatheorie und Fiqhpraxis anwenden, sagt uns die Leiterin des Berliner Verfassungsschutzes nicht. „Obwohl wir doch eigentlich streng zwischen Islam und Islamismus trennen müssen“ hatte schon im Vorjahr der Militärbischof der Bundeswehr, Franz-Josef Overbeck gedonnert (The European 15.08.2011) und im selben Interview die AEMR indirekt als für den Orient untauglich eingestuft: „Wir müssen neu lernen, dass man nicht einfach die Vorstellungen des Westens einem orientalisch geprägten Land aufoktroyieren kann“. Offensichtlich ist auch die hier nicht protestierende deutsche Öffentlichkeit von heute der erst unlängst betretenen kulturellen Moderne überdrüssig und bereit, auf die am 10. Dezember 1948 festgestellten Standards zu verzichten, die, obschon in Paris verkündet, nicht nur im legendären „Westen“ gelten sollten, sondern universell sprich überall, also auch im „orientalisch geprägten“ (Overbeck) Teil der Welt.

Nicht weniger universell betrachten Koran und Hadith die Islamapostasie als todeswürdiges Verbrechen. Der schariatreue afghanische Staatsanwalt Sarinwal Zamari (Interview mit Associated Press, 22.03.2006) befand über den Ex-Muslim Abdul Rahman: „Wir denken, dass er verrückt sein könnte, we think he could be mad. Er ist kein normaler Mensch. Er redet nicht wie ein normaler Mensch. Ärzte müssen ihn untersuchen. Wenn er geistig nicht auf der Höhe ist, darf der Islam ihn ganz bestimmt nicht bestrafen. Ihm muss vergeben werden. Der Fall muss eingestellt werden.“ Andere afghanische Quellen deuteten in jenen Wochen Rahmans angebliche Unzurechnungsfähigkeit etwas vorsichtiger an und betonten, dass der zum Christentum übergetretene Mann doch beruflich nicht integriert sowie geistig nicht stabil sei: „dauernd arbeitslos und mental unausgeglichen, perennially jobless and mentally unbalanced „.

In der Vergangenheit hatte Rahman in Deutschland und Pakistan gelebt. Im Februar 2006 hatte seine eigene Familie den 41jährigen Vater zweier Töchter angezeigt, die Polizei fand tatsächlich eine Bibel in seinem Besitz und verhaftete ihn anschließend. Tage später versammelten sich mehrere hundert Theologen, Studenten und andere Protestierer auf den Straßen von Mazar-i-Sharif, verlangten seine Hinrichtung und schrien: „Tod den Christen. Death to Christians.“ Staatsanwälte beschrieben ihn wie eine Quelle von Krankheiten, als „Mikrobe“.

Will Tunesien der neunzehnjährigen Amina Tyler jetzt (2013) die schariarechtlich einwandfreie Rolle des pakistanischen Islamapostaten Abdul Rahman (2006) aufzwingen, nämlich sich unter akuter Lebensgefahr zwischen geistiger Unzurechnungsfähigkeit und öffentlicher Schariakritik zu entscheiden? Was willst du morgen sein, gesteinigte oder jedenfalls hundertfach ausgepeitschte und damit möglicherweise an den Verletzungen sterbende Islamkritikerin oder lebendig und offiziell verrückt? Die Europäische Union muss intervenieren, auch Deutschlands Außenminister Dr. Guido Westerwelle muss jetzt etwas für Amina tun.

Heute, am 23. März 2013 ist Aminas Befindlichkeit und Aufenthaltsort der Weltöffentlichkeit nicht bekannt. Das deutsche Auswärtige Amt warnt Touristen davor, in Tunesien in die Nähe von Menschenansammlungen zu geraten, insbesondere nach den Freitagsgebeten. Ebenfalls heute lädt man feierlich nach Tunis zur Eröffnung des elften Weltsozialforums (WSF, World Social Forum), bei dem Nichtregierungsorganisationen wie attac eine Woche lang über soziale Gerechtigkeit diskutieren werden.

Kritik an der mit dem Höllenfeuer drohenden Scharia und an der diskriminierenden Islamischen Jurisprudenz des Fiqh steht beim Weltsozialforum in Tunis, insofern korantreu sozial, offensichtlich nicht auf dem Programm. Statt dessen weist man hin auf die Académie Française de la Pensée Islamique (AFPI), auf deren Homepage man sich indirekt zum Tauḥīd bekennt, der vierfachen Einheitlichkeit und Unteilbarkeit von Schöpfer (Allāh), Schöpfung (Ḫalq), muslimischer Weltgemeinde (Umma) und Gesetz (Šarīʿa).

Den Schariagehorsam fordernden Tauhid umschreibt man bei der AFPI mit Göttliche Einheitlichkeit (Unicité Divine), unicité bedeutet Einzigartigkeit und klingt daher harmlos. Scheich Taha Jabir Al-Alwani allerdings setzt unicité und Tauhid gleich und ist immerhin Präsident der in Ashburn, Virginia ansässigen Cordoba University sowie Gründer und einstiger Direktor des Fiqh Council of North America. 2007 erhielt seine Tochter, Dr. Ruqaia Alalwani für ihr Buch Die Rolle der muslimischen Frau (The Role Of Muslim women) einen vom Präsidenten Tunesiens gestifteten und persönlich übergebenen Preis. Ein Text von Muslimbruder Al-Alwani wiederum wird bei der deutschen GMSG beworben, der Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler.

Die Teile des Weltganzen nimmt man bei der französischen AFPI islamisch denkend irgendwie einander zugeordnet und voneinander abhängig wahr (interdépendente), also harmonisch nur innerhalb der von Allah gesetzten Grenzen. Wer dieses vom Himmel austarierte und die Seele rettende Gleichgewicht mit Islamkritik stört, muss gestoppt werden.

Korankonsequent gedacht und gelebt ist bekanntlich auch die muslimische Frau nicht gleichberechtigt, sondern allenfalls gleichwertig (equal), genauer gesagt steht sie dem Ehemann „komplementär“ gegenüber. Islam regards men and women as complementary to each other.

Für die gleichen Rechte von Mann und Frau in Tunesien oder andernorts im Maghreb scheint man auf dem diesjährigen Weltsozialforum leider nicht anzutreten, doch fehlt der energische Hinweis auf den Kampf gegen Rassismus und Islamophobie, Coordination contre le Racisme et l’Islamophobie (CRI) ebensowenig wie eine Islamische Studentengemeinschaft, islamic community of students.

Sogar ein kleines gottesfürchtiges Wirtschaftsforum wird sich nächste Woche bei den Sozialaktivisten vom WSF in Tunis darstellen, Islamic economique forum, und irgendjemand wird seine Vision zu einem koranbasierten Regierungshandeln verkünden dürfen: Islam & Gouvernance.

EMN ist das European Muslim Network. Tariq Ramadan ist der Sohn des Muslimbruders Said Ramadan (Das Islamische Recht). Said Ramadan entwarf von Genf aus die Kette der europaweit aufzubauenden Islamischen Zentren (IZ) und war 1962 in Saudi-Arabien Mitgründer der sogenannten Rabita, der Muslim World Leage. Fouad Imarraine (EMN France), Malika Hamidi (EMN Belgium) und Tariq Ramadan (EMN UK) werden am World Social Forum in Tunis auftreten.

Jacques Auvergne

Q u e l l e n

Amina Tyler, la Femen disparue internée dans un hôpital psychiatrique ou cachée par sa famille.

http://www.tuniscope.com/index.php/article/23066/actualites/tunisie/amina-105420#.UU7iUjfvjtA

Femen France annonce que des sources (non vérifiées) expliquent qu’Amina a été placée dans un centre psychiatrique contre son gré: «Amina aurait été enlevée par sa famille pour être placée dans le centre psychiatrique Bardo contre sa volonté. Nous réalisons que sa propre famille peut représenter un danger pour Amina. Nous ne savons pas si l’information est véridique mais nous continuons à la chercher»

http://www.kapitalis.com/societe/15172-amina-femen-tunisie-injoignable-au-telephone-est-elle-en-danger.html

Afghan Man is Mad? … He is a bold man for the glory of Jesus Christ and NOT a mad man!

http://www.afghantimes.com/rahman_march24th_andaryas.htm

Under sharia, a convert to Christianity „should be given time to think,“ said Abdul Aziz, a professor of Islamic law who spoke by telephone from Kabul. „What he has done may damage Islamic society, so he should change his mind.“ If he does not, sharia prescribes the punishment of death. „Then, even a judge cannot change it. It is like doing a coup against the government,“ Aziz said. Rahman’s case was brought by a public security court, not a regular criminal one.

The case against Rahman is complicated by personal aspects. His conversion was denounced by his family in Kabul after he was involved in a lawsuit and child custody fight with his former wife, and he has been described as perennially jobless and mentally unbalanced.

http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2006/03/22/AR2006032201113_2.html

The constitution in Afghanistan is based on Sharia law, which states any Muslim who rejects his or her religion should be sentenced to death.

If he had been sentenced, Rahman would have been the first person punished for leaving Islam since the Taliban was ousted by American-led forces in late 2001.

An Afghan Christian in the U.S. who has regular contact with Christians in his home country through his ministry, posted a video clip of Rahman on his website.

Rahman says in the clip, according to Andaryas: „The punishment by hanging? I will accept it gladly, but I am not an infidel. I am not a traitor. I am a follower of Jesus.“

http://www.afghantimes.com/0008_March26th2006.htm

Now, both his daughters and the rest of his family are in hiding in Kabul, fearful that they could be targeted by a now liberated Rahman or by Islamic extremists. On Monday several hundred clerics, students and other protestors gathered on the streets of Mazar-i-Sharif calling for his execution and shouting „death to Christians.“ Afghanistan’s deputy attorney general Mohammed Eshaq Aloko said Rahman would be allowed overseas for medical treatment but that the case could be reopened „when he is healthy.“

aus: Rachel Morarjee: Abdul Rahman’s Family Values

in: TIME 29.03.2006

http://www.time.com/time/world/printout/0,8816,1178054,00.html

Prosecutors have described Mr. Rahman as a „microbe“ and said conversion is illegal under Islamic law. Conservative Afghan religious leaders dominate the country’s courts and prosecutorial offices, but Afghanistan’s American-backed constitution guarantees freedom of religion.

aus: Abdul Waheed Wafa: Afghan Judge in Convert Case Vows to Resist Foreign Pressure

in: The New York Times 23.03.2006

http://www.nytimes.com/2006/03/23/international/asia/23cnd-convert.html?hp&ex=1143176400&en=f7d14b6f112a2c60&ei=5094&partner=homepage&_r=0

Geisteskrankheit; weder der Übertritt zum Islam noch die Apostasie eines Geisteskranken haben rechtserhebliche Wirkungen … Afghanistan ist eine islamische Republik, der Islam ist daher die Staatsreligion. 2006 drohte in Afghanistan Abdul Rahman wegen Konversion zum Christentum die Todesstrafe, bis das Verfahren – laut offiziellen Angaben wegen Verfahrensmängeln − vor der Prozesseröffnung eingestellt wurde. Er wurde für geisteskrank erklärt und bekam von Silvio Berlusconi in Italien Asyl.

http://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam

An Afghanistan state prosecutor Sarinwal Zamari said of Abdul Rahman in an interview with the Associated Press on March 22, 2006, „We think he could be mad. He is not a normal person. He doesn’t talk like a normal person. Doctors must examine him. If he is mentally unfit, definitely Islam has no claim to punish him. He must be forgiven. The case must be dropped.“ Other sources said Rahman is „perennially jobless and mentally unbalanced“.

http://en.wikipedia.org/wiki/Abdul_Rahman_%28convert%29

FEMEN über Amina

Shevchenko was also alerted to a video in which Amina’s aunt declared that the aspiring Femen member „is now with her family. She had decided to kill herself and so posted nude pictures of herself online,“ which Shevchenko characterized as „a typical way of reacting to a woman’s demand to be free–they say she’s gone crazy or is being too emotional.“

http://www.theatlantic.com/international/archive/2013/03/tunisian-woman-sent-to-a-psychiatric-hospital-for-posting-topless-photos-on-facebook/274298/

Amina Tyler, ihr möglicher Aufenthaltsort könnte sein: Psychiatrie von Bardo. Le Bardo ist ein westlicher Vorort der Hauptstadt Tunis.

In Bezug auf Aminas Aufenthaltsort spricht jemand vom Straßenzug bzw. Stadtviertel Khaznadar, es gibt in Tunis die Avenue Mustapha Khaznadar (und dort ein Institut De Santé Privé Professionnel).

http://www.callupcontact.com/b/businessprofile2/Institut_De_Sant_Priv_Professionnel_Avenue_Mustapha_Khaznadar/602629

Bardo (Bardaw, Bardau). Der Name Bardo entstammt einem spanischen Wort für Garten (sonst jardín, vgl. frz. jardin), el pardo (vgl. itl. il prado oder den vielfachen Ortsnamen Les Prades, „die [grünen] Wiesen“, Wurzel ist das lateinische viridis = grün).

Le Bardo est une ville située à quelques kilomètres à l’ouest de Tunis.

http://fr.wikipedia.org/wiki/Le_Bardo

Vielleicht befindet sich die Neunzehnjährige in dieser Psychiatrie hier (Adresse verweist auf Cité Nozhet Soltane, das wäre 35 östlich von der Innenstadt von Tunis, zwischen Hammam Chatt und Soliman)

Nom de la société : cabinet de psychiatrie Dr Zouari Anis

Secteur d’activité : Santé, Bien être, Médecine

Dirigeant : Dr Zouari Anis

Adresse : Bardo Center, Bloc 1 2000 TUNIS

Téléphone : 71500981

GSM : 97071413

Descriptif : Psychiatre Psychothérapeute

http://www.index-tunisie.com/fiche-cabinet-de-psychiatrie-dr-zouari-anis,2407.html

http://www.maghreb-annuaire.com/annuaire/fr/dr-zouari-anis-psychiatre-psychotherapeute/societe-2487301/

Etwas tunesische oder vielmehr mediterrane Geschichte. Mustapha Khaznadar (Ḫaznadār heißt wörtlich Schatzhüter und ist heutzutage auch ein Familienname) war von 1837 bis 1873 tunesischer Präsident (Großwesir). Der Schatzhüter des türkischen Bey war ein zwangskonvertierter Mamluk, ein Militärsklave der Türken, der im Staat Karriere machte. Geboren wurde er als Geórgios Chalkiás-Stravelákis in Kardhámila auf der griechischen Insel Chíos.

Stravelakis as a slave was converted to Islam and was given the name Mustafa … becoming Ahmad I Bey’s treasurer (khaznadar)

http://de.wikipedia.org/wiki/Mustafa_Khaznadar

Mit seinem Bruder Yannis wurde er gefangen und versklavt, der Vater umgebracht …

Capturé avec son frère Yannis en 1821 alors que son père Stephanis Kalkias Stravelakis est massacré, prélude au massacre de Chios de 1822, il est conduit à Izmir puis Constantinople où il est vendu comme esclave à un envoyé du bey de Tunis

http://fr.wikipedia.org/wiki/Mustapha_Khaznadar

Es kann nur einen geben. Unicité ist, was sonst, Tauhid

L’islam, depuis le début, a cherché à construire une oumma, et il y a une grande différence entre la construction d’une oumma et la construction d’un Etat. Construire une communauté signifie que vous êtes porteurs d’une certaine vision de la vie et des valeurs. La communauté musulmane est fondée sur trois valeurs fondamentales : Tawhîd (Unicité de Dieu), Tazkiya (purification de l’être humain), et ‚Umrân (construction d’une civilisation avec des valeurs). Ces trois valeurs sont considérées comme les objectifs fondamentaux de l’islam (al-maqasid al-sharia). Sheikh Taha Jabir Al-Alwani

http://www.lescahiersdelislam.fr/Quelques-defis-de-l-Islam-contemporain-selon-le-Sheikh-Taha-Jabir-Al-Alwani_a123.html

Ruqaia Alalwani, Tochter des aus dem Irak stammenden Muslimbruders Taha Al-Alwani

http://bh.linkedin.com/pub/dr-ruqaia-alalwani/38/6a9/b49

The website of the International Institute of Islamic Thought (IIIT) has reported that the daughter of prominent U.S. Muslim Brotherhood leader Taha Al-Alwani (aka Taha Jabir Al-Alwani) has been given a Presidential award by the President of Tunisia … In addition to IIIT, Dr. Al-Alwani is also affiliated with many other organizations that are part of the global Muslim Brotherhood including the Fiqh Academy of North America, the Graduate Institute of Islamic Social Sciences, and the Gesellschaft Muslimischer Sozial und Geisteswissenschaftler (GMSG), a German organization of Muslim social scientists. This the first known mention of Ruqaia Alalwani and her receipt of an award by the Tunisian President is somewhat of an anomaly given the poor relationship he has with Tunisian Islamist organizations, particularly the Al Nahda movement thought to be close to the Muslim Brotherhood.

The Global Muslim Brotherhood Report 10.10.2007

GlobalMB @ October 10, 2007

http://globalmbreport.org/?p=269

Die AMSS (UK), The Islamic Cultural Centre of Ireland (ICCI) und die GMSG veranstalteten vom 27.-29. September 2002 in Bonn im Gustav-Stresemann-Institut eine europaweite Konferenz zum Thema “Muslim Education in Europe”.

http://www.gmsg.de/suche3/KONFERENZEN/konferenzen.html

The Islamic Cultural Centre of Ireland (ICCI) is an Islamic complex, including a mosque, in Clonskeagh, Dublin, Ireland. It is funded by the al-Maktoum Foundation of Dubai and has a Sunni orientation. … In February 2008, the ICCI held a Harun Yahya Conference.

The centre housed the headquarters of the International Association of Muslim Scholars (later International Union of Muslim Scholars) [IUMS] before it moved to Qatar.

http://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_Cultural_Centre_of_Ireland

International Union of Muslim Scholars (IUMS) … is an organization of Muslim scholars headed by noted Islamic scholar Yusuf al-Qaradawi, founded in 2004, and headquartered in Qatar.

http://en.wikipedia.org/wiki/International_Union_of_Muslim_Scholars

Die Führer der Muslimbruderschaft; Rachid al-Ghannouchi. Muslim Brotherhood leaders; Rashid al-Ghannushi

http://en.wikipedia.org/wiki/Category:Muslim_Brotherhood_leaders

Azzam al-Tamimi: Rachid Ghannouchi: A Democrat within Islamism, geschrieben von dem in London lebenden hochrangigen Muslimbruder und Hamas-Bewunderer, herausgegeben über den amerikanischen Gegenmodernisten und Islamverherrlicher John Esposito; Rezension zu Azzam S. Tamimi, bei: New York: Oxford University Press, 2001] … appeared in a series edited by Georgetown University’s John L. Esposito, America’s leading academic defender of Islamism.

aus: Martin Kramer

in: Middle East Quarterly (Fall 2002)

http://www.meforum.org/1492/rachid-ghannouchi-a-democrat-within-islamism

Dr Azzam Al-Tamimi is Director of the Institute of Islamic Political Thought in London and a supporter of Hamas.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/programmes/hardtalk/3985403.stm

Hamadi Jebali war von Dezember 2011 bis Februar 2013 Ministerpräsident von Tunesien. Der Muslimbruder hatte fünfzehn Jahre im Gefängnis verbringen müssen. Foto, aufgenommen in Davos, Schweiz, 2012. Hammadi Jebali, Prime Minister of Tunisia speaks during the session ‚The Future of Tunisia‘ at the Annual Meeting 2012 of the World Economic Forum at the congress centre in Davos, Switzerland, January 27, 2012

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5a/Hamadi_Jebali_-_World_Economic_Forum_Annual_Meeting_2012-1.jpg

Hamadi Jebali … Nach der Revolution in Tunesien 2010/2011 wurde Ennahda legalisiert. Seitdem ist Hamadi Jebali als Generalsekretär und Sprecher der Partei in der Öffentlichkeit präsent. Im Mai 2011 reiste er auf Einladung des Center for the Study of Islam and Democracy nach Washington, D.C.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hamadi_Jebali

Muslimbruder Hamadi Jebali, bis zum 19. Februar 2013 war er Ministerpräsident von Tunesien, freut sich auf das Weltsozialforum 2013, will es nicht politisch beeinflussen, aber fordert das WSF auf, keinesfalls den [gottlosen] politischen Gegner zu unterstützen:

The meeting between the Prime Minister of Tunisia, a leader of the Islamist Party Ennahda, and a delegation from the International Council (IC) of the World Social Forum (WSF) has confirmed the interest of the Tunisian Government to facilitate the holding of the WSF 2013 scheduled for March 23 to 28, in Tunis.

Hamadi Jebali sees with positive eyes the venue of the WSF in Tunis, especially to strengthen its position with European authorities. While he has guaranteed not to intervene politically in the event and to support the logistic, he asked the WSF not to be the lever of the political opposition. This is one of the issues that will challenge the next WSF.

http://www.fsm2013.org/en/node/160

World Social Forum 2013, Weltsozialforum

Sharia, the Islamic law

http://www.fsm2013.org/en/printpdf/152

http://www.fsm2013.org/programme/organisation_info/25926

“Islam & Gouvernance à l’ère du printemps arabe : référentiel éthique ou projet alternatif ?” Avec Tariq Ramadan, Nejmeddine Hamrouni, Alain Gresh.

Fouad Imarraine (EMN France), Malika Hamidi (EMN Belgium) and Tariq Ramadan (EMN UK) will participate to the next World Social Forum to be held in Tunis

http://www.euro-muslims.eu/interfaz.swf

http://www.facebook.com/permalink.php?id=128498273835676&story_fbid=579170932101739

Tariq Ramadan ist zur Stunde in Tunesien

27. März 2013, Tariq Ramadan mit Nejmeddine Hamrouni, einem Mitglied der [islamischen] Ratsversammlung oder Madschlis asch-Schura der Nahda und in Frankreich ausgebildeten Psychologen auf dem Weltsozialforum:

Débat avec : – Tariq Ramadan islamologue, professeur et universitaire à l’université d’Oxford auteur de „L’Islam et le réveil arabe“, Suisse. – Alain Gresh journaliste, directeur adjoint du mensuel „Le monde diplomatique“ auteur de „L’Islam, la République et le Monde“ et co-auteur avec Tariq Ramadan de „L’islam en questions“. – Nejmeddine Hamrouni, Membre du „Majless Al-Choura“ (conseil consultatif) du mouvement islamiste tunisien Ennahdha, conseiller politique auprès de Ali Larayedh président du conseil des ministres (Tunisie), ancien conseiller aux affaires stratégiques auprès de Hammadi Jebali ex-président du conseil.

http://www.fsm2013.org/fr/node/7088

27.03.2013, Tariq Ramadan und Ennahda-Politiker Nejmeddine Hamrouni auf dem WSF :

Les têtes d’affiche ne manquent pas à l’occasion du Forum Social Mondial qui démarrera ce mardi à Tunis. Le débat sur « l’Islam et gouvernance à l’ère du printemps arabe : référentiel éthique ou projet alternatif » en sera l’un des points d’orgue. Il mettra en effet face-à-face trois invités connus pour leurs positions différentes sur ces questions : Tariq Ramadan, islamologue, professeur à Oxford et auteur de « L’Islam et le réveil arabe », Alain Gresh, directeur adjoint du Monde Diplomatique et Nejmeddine Hamrouni, conseiller politique auprès du chef du gouvernement et membre du comité central (Majliss Echoura) d’Ennahda. Saida Ounissi, chercheuse en politique sociale et membre de l’association Jeunes Tunisiens de France assurera la modération du débat qui aura lieu ce Mercredi 27 mars, de 16H à 18H30, Amphi 7, au Campus.

Pour Hamrouni, c’est la première sortie publique depuis très longtemps. Conseiller de Hamadi Jebali dès son arrivée à la Kasbah en décembre 2011, chargé de la veille stratégique et de la prospective, il a toujours fui les feux de la rampe, déclinant courtoisement interviews et débats radio et télé, « pour être plus utile ». … Ancien secrétaire général de l’Union générale tunisienne des étudiants (UGTE, islamiste), il s’était réfugié en France où il a pu obtenir un doctorat en psychologie.

http://www.leaders.com.tn/article/tariq-ramadan-en-debat-a-tunis-avec-nejmeddine-hamrouni-et-alain-gresh?id=11075

19. Februar 2011, Marchienne-au-Pont (Charleroi), Tariq Ramadan und Alain Gresh hetzen gegen Israel und für die Scharia: „Israël,danger pour la paix mondial“

http://www.youtube.com/watch?v=krW3SKE5Pkg

http://www.youtube.com/watch?v=xcSKFqFcQ08

Belgischer Gastgeber für Tariq Ramadan und Alain Gresh 2011 war die Plate-forme Charleroi-Palestine

http://www.pourlapalestine.be/

Antiimperialisten kämpfen für Allahs Imperium:

Anti-imperialist Camp 2012, Assissi, Italien. Hamza Piccardo, former leading member of the Union of Islamic Communities in Italy (UCOII), former spokesperson of the European Muslim Network, Islam online (…) Moreno Pasquinelli, speaker of the Anti-imperialist Camp … [Freitag, 24.08.2012] PALESTINE • Zaher Birawi, leading Islamic Palestine activist, London • Attia Rajab, Palestine Committee Stuttgart Germany • Leo Gabriel, member of the int’l council of the World Social Forum (WSF) [am nicht weniger antiisraelisch ausgerichteten Folgetag spricht Prof. Mohammad Reza Dehshiri von der Universität von Tehran]

http://www.antiimperialista.org/de/node/7261

The Center for the Study of Islam and Democracy (CSID), Washington, USA.

Im Februar 2011 organisiert das in Washington ansässige CSID eine Konferenz im nordafrikanischen Tunis. Die schariatotalitäre Fahrtrichtung verschleiernd spricht man von roadmap, Straßenkarte. „Fahrplan für die politische Erneuerung Tunesiens“, Roadmap of Political Reforms in Tunisia.

To create a vibrant and constructive dialogue on necessary political reforms, the Center for the Study of Islam and Democracy (CSID) organized a public forum event on Thursday, February 24, 2011, with 4 panelists of extremely high calibre and influence in the Tunisian political landscape, to speak directly and candidly with Tunisian citizens about their contributions, enacted and intended, on the road to democracy. The speakers were: Yadh ben Achour, Chair of the Interim Commission for Political Reforms, Hamadi Jebali, Official Spokesperson of al-Nahda Party, Mouldi Riyahi, Representative of the Democratic Forum for Work and Liberties, and Hamoudi ben Slema, renowned political scientist and civic activist.

https://www.csidonline.org/component/content/article/596

CSID

CSID’s Mission

To develop a better understanding of the relationship between Islam and democracy.

To improve relations between the US and the Muslim World.

To foster deeper commitment to democratic principles, freedom, and liberty among Muslim intellectuals, policy makers, and religious leaders.

To facilitate dialogue among advocates of democracy and human rights in all faith-based communities.

To establish a world-wide network of Muslims committed to the establishment and preservation of democratic systems.

To inform political leaders and policy makers of the centrality of the Islamic worldview and values for advancing the systems and spirit of democracy in Muslim societies.

(…) CSID maintains its prominence in the US and the International community by participating in many other events, such as the International Gathering of Islamic Democrats in Istanbul, the Movement of World Democracies, the Islamic Society of North America’s annual conventions, and many others both in the US and in the Muslim world.

Islamdemokratische sprich islamrevolutionäre Schriften

Islam and Democracy – Towards an Effective Citizenship is a new training manual (in Arabic) to educate people in Muslim Societies on Democracy and its compatibility with Islam.

“Implementation of Shariah in a Democracy – The Nigerian Experience” is publication contains the papers and discussions of the conference on Shariah and Democracy in Nigeria, organized by CSID in Abuja, Nigeria, in July 2004. Over 300 Muslim religious scholars, leaders, and academics from all over Nigeria took part in this 3-day conference.“ is report was printed to help educate Muslims about the need for and challenges of modernizing Shariah laws and implementing them in a democratic society.

https://www.csidonline.org/pdf/csid_brochure.en.pdf

CSID: Eighth Annual Conference (Washington 2007), The Rights of Women in Islam and Muslim Societies. A detailed report of the Eighth Annual Conference of Center for the Study of Islam & Democracy

Hier berichtet bei ikhwanWeb / ikhwanMisr, der Muslimbruderschaft Ägyptens

http://ikhwanmisr.net/article.php?id=13884

Die amerikanischen Muslimbrüder:

Ghadbian is also a board member of the Center for the Study of Islamic and Democracy (CSID), founded in 1998 largely by the efforts of Georgetown University academic Dr. Esposito who during the 1990′s served in the State Department as a “foreign affairs analyst” and who has at least a dozen past or present affiliations with global Muslim Brotherhood/Hamas organizations. Many members of the early CSID board were associated with IIIT, the American Muslim Council, and the Muslim Public Affairs Council (MPAC). For example, past CSID board members included Jamal Barzinji and Taha Al-Alwani, both associated with IIIT and both important leaders in the U.S. Muslim Brotherhood who helped to establish many of the most important U.S. Brotherhood organizations. … A previous post reported that Louay Safi, along with Ghadbian a leading member of the SNC, is also a leader in the U.S. Muslim Brotherhood.

The Global Muslim Brotherhood Report 06.12.2011

GlobalMB @ December 6, 2011

http://globalmbreport.com/?p=5402

Najib Ghadbian, University of Arkansas, USA

http://rlst.uark.edu/3631.php

Ghadbian

Louay Safi, a Syrian-American fellow at Georgetown University and former chairman of the Syrian American Council (SAC); and Najib Ghadbian, a political science professor who also works at the SAC

http://frontpagemag.com/2013/dgreenfield/how-the-muslim-brotherhood-took-over-the-syrian-revolution/

November 2011, die Elite der Muslimbrüder trifft sich im Sudan, um gegen die Regierung von Bangladesch zu protestieren, welche die dortige Islamische Bewegung unterdrücke. Tunesiens Nahda-Chef Rachid al-Ghannouchi redet in Khartoum ebenso wie OIC- Generalsekretär Ekmeleddin İhsanoğlu, der langjährige Direktor des OIC Forschungszentrums für Islamische Geschichte, Kunst und Kultur (IRCICA). Die von Maududi geprägte JI Bangladesch bezeichnet al-Ghannouchi als den Architekten der tunesischen Revolution.

Speakers of an international conference of Islamic Leaders held in Sudan call for an immediate stop of the ongoing torture and injustice on the Islamist opposition leaders in Bangladesh. Top islamist leaders including Muslim Brotherhood General Guide and An Nahda of president said that the Muslim Ummah can not keep silence on the issue. They ask Bangladesh government to stop repressing the Islamic leaders of the South Asian country. They warned Bangladesh government that if oppression continues then Bangladesh might be segregated from the Muslim World.

The conference started on Thursday and is scheduled to be held until Saturday, in an international conference center in Sudan. The president of Islamic Movement of Sudan professor Dr. Ali Osman presided over the meeting and the chief guest was Sudanese president Dr. Omar al Bashir. The key note speaker was the general guide of Muslim Brotherhood Dr. Muhammad Badie. President of Tunisian Islamic movement An Nahda Rachid Ghannouchi, Chairman of OIC Dr. Ekmeleddin, President of Pakistan Jamaat e Islami Munawar Hasan spoke among others in the conference. Delegates from 150 countries including Morocco, Algeria, Tunisia, Libya, Egypt, Jordan, Syria, Turkey, Iran, Pakistan, Saudi Arabia, India, Philipine, Sri Lanka, India, Indonesia, Kuwait, took part in the conference. Most of the delegates spoke against the ongoing notorious trial of so called “War Crimes” in Bangladesh.

The architect of Tunisian revolution Rachid Ghannouchi said, the repression that the leaders of Bangladeshi Islamic Movement are going through is unacceptable. He voiced for immediate release of the opposition Islamist leaders. General Guide of Muslim Brotherhood Dr. Muhammad Badie said, Egypt and Bangladesh has historical relationship. If the Islamist leaders are not freed then diplomatic relationship of Bangladesh with Muslim World will be endangered. Pointing to the violations of legal and constitutional rights of the imprisoned Jamaat leaders he said, Bangladesh government has to respect rule of law and human rights.

veröffentlich auch bei: Bangladesh Jamaat-e-Islami 17.11.2012

http://www.jamaat-e-islami.org/en/newsdetails.php?nid=NDc0

http://bdinn.com/news/conference-of-150-country-delegates-in-sudan-stop-injustice-on-islamists-of-bangladesh/

Im Islam benötigen Mann und Frau keine Gleichberechtigung, sondern genießen Komplementarität:

Islam regards men and women as complementary to each other.

(Sayyid Mujtaba Musavi Lari)

http://home.swipnet.se/islam/articles/women.htm

Equality of Men and Woman in Islam, and their complementary nature to one another.

http://www.womeninislam.ws/en/women-right-islam_equality-men-women.aspx

The mutual dependency and complementary of the roles of males and females

http://www.islam101.com/women/equity.html

Tunesien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 23.03.2013 (Unverändert gültig seit: 14.03.2013)

Reisenden in Tunesien wird generell empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen (insbesondere im zeitlichen Umfeld zum Freitagsgebet) weiträumig zu meiden und die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. [ sarkastische Anm.: Freitagsgebet, das hat aber doch jetzt nichts mit dem Islam zu tun? ]

Im Grenzgebiet zu Algerien und Libyen abseits der befahrenen Pisten im südlichen Sperrgebiet bestehen erhebliche Entführungsrisiken.

Auswärtiges Amt

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/TunesienSicherheit.html

Für den 26. bis 30. März 2013 laden die tunesischen und maghrebinischen Sozial- und Bürgerbewegungen zum Weltsozialforum (WSF) nach Tunis ein.

http://www.attac.de/aktuell/wsf/wsf-2013/

http://www.attac.de/aktuell/wsf/wsf-2013/programm-anmeldung/

World Social Forum 2013. WSF. Tunis

http://www.fsm2013.org/en/

http://www.fsm2013.org/en/Programme

ATTAC mittendrin unter den NGOs oder Nichtregierungsorganisationen. Ganz postmodern und kultursensibel gibt es kein Bekenntnis zu den allgemeinen Menschenrechten, dafür ganz viel Religion:

Coordination contre le Racisme et l’Islamophobie (CRI)

islamic community of students

Islamic economique forum

Islam & Gouvernance

http://www.fsm2013.org/programme/27/1

WSF und Pakistan können Islam & Gouvernance

2-day International Conference on „Islam & Governance“ started at the International Islamic University, Islamabad (IIUI) in connection with its Silver Jubilee under the auspices of its offshoot Iqbal International Institute of Research & Dialogue (IRD) and in collaboration with International Islamic University, Malaysia (IIUM).

http://www.iiu.edu.pk/index.php?page_id=3897

Die Hamas und das WSF:

Today I received this alert in regard to the current Zionist lobbying efforts against the World Social Forum (WSF) – Free Palestine (FP), which is going to take place in Porto Alegre, Brazil, from November 28-December 1, 2012. At this point the Zionist lobby in Brazil has succeeded in cancelling the venue (Usina do Gasômetro) that had been booked for the WSF-FP.

http://altahrir.wordpress.com/2012/11/01/action-alert-please-support-the-world-social-forum-free-palestine/

the Palestinian National Committee for the WSF

http://altahrir.wordpress.com/2012/09/28/world-social-forum-free-palestine/

AFPI

Au sein de l’AFPI, la pensée islamique c’est d’abord une vision singulière de l’Unicité Divine, du monde, de la responsabilité de l’homme, de l’interdépendance de la nature … Directeur: Djamel Djazouli

http://www.afpi.co/

Entenhausen-Fan Patrick Bahners

Oktober 26, 2010

الخلافة

al-Ḫilāfa

Caliphate

Kalifat

Multikultur pro Kalifat

Was Multikulturalist Patrick Bahners mit »Fanatismus der Aufklärung. Zur Kritik der Islamkritik«, abgedruckt in: Blätter für deutsche und internationale Politik (Ausgabe 9/2010, Seite 105-118), zum Thema Islam schreibt, verdient Kritik, meint Jacques Auvergne.

Wir kürzen Bahners Text nur ein wenig und lassen den Verteidiger des Glaubens (Foto (1)) gleich loslegen:

Ayaan Hirsi Ali hat vor vier Jahren im Interview mit einer deutschen Zeitung erklärt: Es „steht für mich fest, dass der Islam mit der liberalen Gesellschaft, wie sie sich im Gefolge der Aufklärung herausgebildet hat, nicht vereinbar ist.“ Dasselbe Bekenntnis, in kaum anderen Worten, findet sich im Schlusskapitel des jüngsten Buchs von Necla Kelek, „Himmelsreise – Mein Streit mit den Wächtern des Islam“: „Ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass der Islam, so wie er sich in seinem politischen Kern heute darstellt und repräsentiert, nicht in eine demokratische Gesellschaft zu integrieren ist. Der politische Islam stellt sich in seinem ganzen Wesen als ein Gegenentwurf zur aufgeklärten Zivilgesellschaft dar.“

Ayaan Hirsi Ali und Necla Kelek überzeugen uns mit ihrer Einschätzung von Sunna und Scharia, weil ein orthopraktischer und jenseitszentrierter Kult, der seiner quasigenetisch (y-chromosomal) definierten Anhängerschar je nach Bedarf mit Verlockung, Einschüchterung, Prügel oder Mord verdeutlicht, dass ein Verlassen des Islam ebenso in die Hölle führt wie ein schuldhaft versäumtes Gebet, von uns nicht als liberal bezeichnet werden kann.

Patrick Bahners hingegen scheint am Mehrstufenrecht der mohammedschen Medinarepublik bzw. des osmanischen Millet-Systems ebenso Gefallen zu finden wie an Geschlechterapartheid und Schleierpflicht Marke Ruhollah Chomeini oder Yusuf al-Qaradawi:

Dass der Gegner unserer aufgeklärten und zivilen Gesellschaft näher bestimmt wird als der politische Islam, bedeutet bei Necla Kelek keine Einschränkung gegenüber Ayaan Hirsi Ali, die den Islam als solchen für unvereinbar mit der liberalen Gesellschaft als dem Ergebnis der Aufklärung hält. Das Politische ist nach Erkenntnis von Kelek eben der Kern, das ganze Wesen des Islam, mit dem es die Welt seit 1400 Jahren zu tun hat.

Einer kluger Slogan der alten Achtundsechziger lautete: Das Private ist politisch. Für Patrick Bahners ist die von Mohammed angeordnete Vertreibung und Ermordung der Juden in Medina offensichtlich ebenso „unpolitisch“ wie die als Zug nach Chaibar bekannte älteste Dhimma und Islamexpansion.

Menschenrechtsfeindliche Unsitten in muslimischen Migrantenmilieus, von tödlicher Selbstjustiz gegen die sexuelle Selbstbestimmung bis zu alltäglichen Routinen der Misshandlung von Frauen und der Herabsetzung von Andersgläubigen, kann Necla Kelek daher politisch deuten, als zeitgenössische Gestalten eines Herrschaftssystems der ungleichen Rechte.

Das kann die Sozialwissenschaftlerin Kelek tatsächlich, und so schwierig ist das ja gar nicht, denn nur der Mann darf nach Allahs Geboten bis zu vier Ehefrauen erhalten, der Frau jedoch stehen weder vier Ehemänner zu noch ein Leben als Single, Lesbe oder Kopftuchverweigerin.

Für Patrick Bahners mag es Gleichbehandlung sein, wenn die Aussage einer Frau vor Gericht nur halb so viel gilt wie eine männliche, die Schwester nur halb so viel erbt wie ihr Bruder. Hat der 1967 geborene Journalist schlicht keine Ahnung vom Islam?

Während selbst der Mann laut Koran für Geschlechtsverkehr mit Nichtehepartnerinnen oder Nichtsklavinnen hundert Peitschenhiebe erhält oder, sofern vier Zeugen auftreten, öffentlich gesteinigt werden soll, ist das öffentliche Steinigen oder anderweitige Töten der unzulässigen Sex kultivierenden Muslima ein aus islamischer Sicht berechtigtes Herstellen von „Gerechtigkeit“. Warum aber verteidigt der zwischen 1989 und 1993 als Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung arbeitende Bahners heutzutage die geheiligte islamische Deklassierung der Frau?

Ist der in Paderborn geborene Bahners zum Islam konvertiert und daher aus paradiesischer Gottesfurcht bzw. höchst diesseitiger Bedrohungslage gehalten, die Herabsetzung der Frau nach Sunna und Scharia zu beschönigen? Oder ist Bahners, der sein Abitur am Bonner Beethoven-Gymnasium erlangte, ein von Hass auf jede verlässliche Struktur getriebener Linksradikaler nach dem Muster der Sabine Schiffer oder aber ein Egozentriker, der weltweite Gewaltsituationen zum persönlichen Vorteil umarbeitet, etwa nach dem Grundsatz „eure Armut kotzt mich an“ bzw. nach dem klientenzentrierten Ansatz der auf den Hund gekommenen Sozialarbeit: „Ich bin ok, du bist ok, gut, dass wir darüber geredet haben“?

Es ist die Überzeugung der Islamkritik, dass freie Bürger Toleranz für den Islam, gleichgültig in welcher seiner historisch und sozial wirkmächtigen Spielarten, unter keinen Umständen riskieren dürfen. In Deutschland hat Ralph Giordano diese Überzeugung mit äußerster Schärfe ausgesprochen, in dem offenen Brief, in dem er im August 2007 im Streit um den Kölner Moscheebau dem Dialogbeauftragten des Bauherrn, der Ditib, der deutschen Repräsentanz des türkischen Staatsislam, den Dialog verweigerte. Giordano stellte die „Schicksalsfrage“: Ist der Islam „überhaupt vereinbar mit Demokratie, Menschenrechten, Pluralismus, mit Aufklärung und kritischer Methode“? Als Zeugen für seine Antwort rief Giordano, ohne die Namen zu nennen, Ayaan Hirsi Ali und Necla Kelek auf: „Es sind Muslime selbst, die dieser Frage am skeptischsten gegenüberstehen, ja, sie offen verneinen und, unter Gefährdung einer Fatwa, die eigene Religion haftbar machen als die wahre Ursache für die Schwierigkeiten, die der Islam bei seinen Anpassungsversuchen an die Moderne hat.“

Giordano forderte die Ditib auf, „die Befindlichkeit der Mehrheitsgesellschaft und ihre Furcht vor einer schleichenden Islamisierung angesichts immer neuer, wie Pilze aus dem Boden schießender Moscheen in Deutschland sehr ernst“ zu nehmen. Ernstnehmen der Moscheenfurcht der Mehrheitsgesellschaft hätte nach Giordano bedeutet: „Üben Sie den Rückzug!“ Dieser Rückzug, der Verzicht auf das Bauvorhaben in Köln-Ehrenfeld, hätte aber auch nicht erfüllt, was der Schriftsteller im Namen der Mehrheitsgesellschaft von der muslimischen Minderheit verlangte. Zur Vermeidung jeglichen Missverständnisses setzte Giordano hinzu: „Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem!“

Ralph Giordano ist zuzustimmen: So lange Scharia und Fiqh nicht überwunden sind, das heißt abgelegt sind, so lange ist der Islam als wissenschaftsfeindliche, jenseitszentrierte, sexualmagische und die Menschheit in Klassen unterschiedlichen sittlichen und finanziellen Wertes spaltende Weltanschauung eine Bedrohung für die kulturelle Moderne und nicht in einen Rechtsstaat integrierbar.

Dieselbe Aussage, freundlicher gewendet, steht auch in Ayaan Hirsi Alis Zeitungsinterview von 2006: „Der Islam, nicht die Muslime sind das Problem.“

Ausgezeichnet: Muslim rein, Scharia raus. Hirsi Ali weiß, wovon sie spricht, anders als Bahners, dem die Worte Hidschab und Scharia in dem hier betrachteten Text »Fanatismus der Aufklärung« bis jetzt nicht über die Lippen gegangen sind.

Allein die Wahl des Titels »Fanatismus der Aufklärung« ist unserer Empörung wert: Soll hier, wo Verteidiger der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wie Ralph Giordano und Necla Kelek angegriffen werden, einer »Lässigkeit der Barbarei« das Wort geredet sein? Fordert Bahners, der bei den von ihm Kritisierten offensichtlich so etwas wie wütende Wissenschaftlichkeit oder verkrampfte weltbürgerliche Gesinnung ausmacht, statt unseres Einsatzes für die AEMR die Toleranz für die »Gemütlichkeit des Gottesstaates«?

Necla Kelek hat mehr im Sinn als eine Wiederbelebung des Kanzelparagraphen im Strafgesetzbuch, der von 1871 bis 1953 Geistliche mit Haftstrafen bedrohte, die „Angelegenheiten des Staates in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise zum Gegenstande einer Verkündigung oder Erörterung“ machten. Nicht erst an dem, was in einer Moschee gepredigt wird, erkennt man, ob in ihr der politische Islam herrscht. Schon die übliche Sitzordnung, die Trennung nach Geschlechtern, zementiert das System der Macht. Daher erklärt Necla Kelek: „Solange die Moscheen nicht das gleichberechtigte Miteinander pflegen, sondern hinter dem hijab, dem Schleier, archaische und patriarchalische Strukturen befördern, solange es nicht Orte sind, an denen Männer und Frauen gleiche Rechte haben und gleich behandelt werden, sind solche Häuser demokratie- und integrationsfeindlich.“ Das müsste dann allerdings auch für die Synagogen mit Ausnahme der liberalen gelten und erst recht für katholische Kirchen, an deren Altären keine Priesterinnen das Messopfer feiern dürfen.

Weshalb wir ja auch Staatsbürger sind und keine Christenbürger oder Moslembürger. Patrick Bahners spielt ein wenig den Religionskritiker, ohne vor der drohenden Rechtsspaltung im Familienrecht zu warnen.

Dass für Nordamerika und Europa nach dem schlechten Vorbild von Pakistan, Indien und Bangladesch und mit einer Übernahme oder Neuentwicklung der schariaverträglichen »Two-Nation Theory« der Zerfall der offenen Gesellschaft in mehrere Religionsvölker oder Glaubensnationen auf dem Spiel steht, sieht Bahners nicht oder es lässt ihn ebenso ungerührt wie den Schweizer Sozialanthropologen Christian Giordano, der sich für den „Rechtspluralismus“ ausspricht und gegen das für alle geltende, einheitliche und gleich behandelnde Recht.

Kopftücher nur in der Moschee: Diese Reform wäre kein Signal der Trennung von bürgerlicher und religiöser Sphäre, sondern würde den Schleier nur fester binden, der den Patriarchalismus, dem in der Moschee gehuldigt wird, schützt.

Im Namen der Multikulturalität will Bahners das Lehrerinnenkopftuch und vielleicht auch die Burka im öffentlichen Raum dulden.

Der Hidschab ist ein Dressurinstrument auf islamisch korrektes Verhalten, die Frau bekennt sich als dem Männerrecht unterworfen. Wie ein mahnend erhobener Zeigefinger verkündet das islamische Kopftuch: Ich bin keinesfalls lesbisch und ein schwuler Sohn wäre Allahgott und mir ein Gräuel. Der Schleier ruft zum Aufbau der rechtsparallelen Ordnung auf, zum Akzeptieren der Inhalte von Koransure und Fatwa. Muslimische Frauen sind damit als Menschen zweiter Klasse kenntlich gemacht, Nichtmuslime als Halbsklaven.

Mit dem Verweis auf die Scharia wird die Unvereinbarkeitsthese inhaltlich gefüllt. Kelek warnt davor, beim Begriff der Scharia „allzu schnell“ an „Steinigungen und Peitschenhiebe“ zu denken. Das Ausmalen dieser Greuelbilder könnte die Illusion nähren, die Scharia sei durch humanitäre Strafrechtsreformen zu entschärfen. Eine Ächtung grausamer Strafen ließe „das eigentliche Grundprinzip der Scharia“ intakt, „die religiöse Normsetzung“.

Als „Beleg“ zitiert unser, ein der ekstatischen Albernheit zugeneigter bekennender Donaldist (Forscher zu Donald Duck aus Entenhausen), den zeitweiligen proschariatischen Regierungsberater und rechtspluralistisch orientierten Gerichtsgutachter im ersten Berliner Urteilsverfahren zum Schulischen Gebetsraum (Diesterweg-Gymnasium), Mathias Rohe, dessen 2009 erschienenes »Das islamische Recht. Geschichte und Gegenwart« den Fortbestand der säkularen (freiheitlichen) Demokratie aufs Spiel setzt:

Der Erlanger Zivilrechtler Mathias Rohe definiert die Scharia als „die Gesamtheit aller religiösen und rechtlichen Normen, Mechanismen zur Normfindung und Interpretationsvorschriften des Islam.“ Er will damit ausdrücken, dass die Scharia kein Normensystem nach Art einer Kodifikation ist, wie der Journalist Josef Joffe voraussetzte, als er unlängst verkündete, die Debatte um die Islamkritik erledige sich, sobald man frage, ob man der Scharia den Vorzug geben wolle oder dem BGB.

Rohe und Bahners übersehen oder verschweigen, dass der schariabezogene Gehorsamsverweigerer auf lange Zeit oder ewig in den höllischen Flammen brät. Unser Recht dient aber gar nicht der Seelenrettung.

Der Erzbischof von Canterbury hat Hass und Spott auf sich gezogen, weil er darüber nachzudenken anregte, ob das englische gemeine Recht der Scharia für geeignete Materien den förmlichen Status eines wahlweise verfügbaren alternativen Rechtsweges einräumen könnte.

Rowan Williams und Patrick Bahners wollen die religiös begründete Rechtsverschiedenheit. Antrag abgelehnt.

Necla Kelek findet nun aber gerade in der Scharia-Definition von Matthias Rohe die Denkungsart bezeichnet, von der kein Weg zur rechtsstaatlichen Gesinnung führe. Die Scharia koppelt „rechtliche Regelung“ an „religiöse Verpflichtung“.

Kelek erkennt klar, dass es bei einer im Personenstandsrecht geduldeten Scharia mehrstufigen Feminismus gibt, Menschenrecht im Plural.

Die Forderung von Mustafa Cerić: „opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law“ ist das Angebot auf einen religiös begründeten Staatsstreich. Der dem Netzwerk des Yusuf al-Qaradawi angehörende bosnische Großmufti ist ein glaubensbewegter Putschist.

Sie proklamiert also ein Rechtsetzungsmonopol des demokratischen Gesetzgebers und ist in der Verteidigung dieses Monopols noch radikaler und konsequenter als Ralph Giordano.

Das islamische Recht stammt nicht von Menschen. Hierzulande ist das Volk der Souverän, nicht die Gottheit.

Herr Bahners, auch für den Fall, dass Sie ein an Paradies und Hölle glaubender Muslim sind, möchten wir Sie dringend bitten, auf ihre die Demokratie in die (parallelgesellschaftliche) Allahkratie transformierende Werbung für eine Rechtsspaltung zu verzichten. Anders als in Saudi-Arabien oder im Iran besteht in Europa unbeschränkte Bekenntnis-, Glaubens- und Gewissensfreiheit – und das soll auch so bleiben.

Die Religionsausübung ist nach Artikel 4 GG eingeschränkt, damit frommes Menschenopfer für den hungrigen Gott Huitzilopochtli und religiös begründeter Kannibalismus nicht praktikabel werden.

In der kulturellen Moderne hat die korankonforme Dressur, die auf den Vater oder Ehemann einer so genannten Muslima eingewirkt haben mag, den Lebensweg der Frau eben nicht vorzuzeichnen. Journalist Bahners duldet die grundsätzliche Abkopplung der Biographie des zu „muslimisierenden“ Individuums vom nichtmuslimischen „way of life“. Segregierte Straßenzüge und Stadtviertel werden die Folge sein.

Den Beschwörungen einer christlichen Leitkultur kommt eine Islamkritik scheinbar entgegen, die die Muslime belehrt, sie hätten sich den hiesigen Sitten und Normen anzupassen, und die sich dabei als islamische Selbstkritik nach christlichem Vorbild gibt, als Avantgarde einer muslimischen Reformation.

Unsinn, die BRD ist nicht als Christenrepublik gedacht worden, und Calvins Todesurteil gegen Servet ist möglicherweise etwas ebenso Abendländisches wie die Durchführung eines Hexenprozesses.

Gründliche Islamkritiker verteidigen die universellen Menschenrechte und das auf ihnen beruhende deutsche Grundgesetz, nicht die Identitäten und Kollektivrechte von Okzident bzw. Christenheit.

Wie hat man sich diese Reformation vorzustellen, wenn sie nicht bloß eine Vision sein soll wie die „Himmelsreise“ von Necla Keleks jüngstem Buchtitel, die Reise Mohammeds nach Jerusalem, sondern jener historische Vorgang, auf den die islamische Welt in der Vorstellung der Islamkritik wartet, ein Vorgang in Raum und Zeit?

Sehr geehrter Herr Bahners: Was Ayatollah Chomeini 1979 leistete, war ohne Zweifel „ein Vorgang in Raum und Zeit“, das ist aber nun gar nicht die „Vorstellung der Islamkritik“, jedenfalls keine ersehnte.

Der Westen im Besitz der Wahrheit

Die Islamkritik hat keinen Anlass, Szenarien einer humanistischen Erneuerung des Islam im Bündnis mit solchen Kräften der weltlichen Klugheit zu entwerfen, wie sie zu den entscheidenden Trägern der Reformation Luthers und Calvins gehörten. Die Überzeugungskraft der aufgeklärten Gesellschaft, glaubt man, muss sich nur zur Wirkung bringen. Die Islamkritik ist die ins Apokalyptische gesteigerte Neuauflage der Magnettheorie des Kalten Krieges.

Menschenrechte sind nicht westlich und nicht östlich, sondern sie sind entweder allgemein oder sie sind gar nicht.

Den Kosmos in Dar al-Islam und Dar al-Harb zu spalten, das ist die erneuerte Zweipoligkeit. Der Islam will den Krieg gegen die kulturelle Moderne und die Gleichberechtigung der Frau, sein Friedensangebot, die Rechtsverschiedenheit und Frauendeklassierung, sollten wir nicht annehmen.

Jacques Auvergne

(1) Allahs Hofberichterstatter in Farbe. Patrick Bahners.

http://www.wiko-berlin.de/typo3temp/pics/9c8e65943b.jpg

http://www.faz.net/m/%7B355CE995-DFF9-45F5-B0A2-8B330F354C6E%7DPicture.JPG

Das Buch der Weisungen für Frauen

August 2, 2009

أبو الفرج ابن الجوزي

Abu l-Faradsch Ibn al-Dschauzi

Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī

Ebu’l-Ferec İbnü’l Cevzî

Abu’l-Faraj ibn al-Jawzi

Das weibliche Recht auf Gehorsam

Anmerkungen zum »Kitāb aḥkam an-nisāʾ«

von Jacques Auvergne

Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī (Abu al-Faradsch Ibn al-Dschauzi, † 1200) war bedeutender hanbalitischer Rechtsgelehrter (fiqh, Sakraljurisprudenz als die praktizierte Theologie des Islam), Koranexeget (tafsīr) und Interpret der Überlieferung (ḥadīṯ). In der Türkei wird al-Ǧauzī als Ebu’l-Ferec İbnü’l Cevzî verehrt und verbreitet, in Indonesien in englischer Schreibweise als Abu’l-Faraj ibn al-Jawzi. Man verwechsele ihn nicht mit seinem Enkel, dem islamischen Juristen Sibṭ Ibn al-Ǧauzī († 1256). Hier bedeutet Sibṭ Sohn der Tochter (des Ǧauzī), ein aus vormodern-patriarchalischer (damit auch zum islām gehörender) Sicht fraglos höherrangiger Sohn des Sohnes wäre ein ḥafīd.

Die hanbalitische Jurisprudenz ist auf der Arabischen Halbinsel vorherrschend, namentlich in Saudi-Arabien, wobei die ḥanbaliya im saudi-arabischen Westen genannt al-Ḥiǧāz (deutsch auch geschrieben: Hedschas, heute über sechs Mio. Einwohner), der immerhin Mekka und Medina umfasst, erst um 1925 zwangsweise eingeführt wurde. 1932 geriet der Hedschas mit dem arabischen Hochland des Nadschd (naǧd, 4 Mio. Einwohner) in die Klauen oder auch Obhut der wahhabitischen Dynastie der Saudis und wurde Teil von Saudi-Arabien.

Zwar gehören weltweit nur fünf Prozent der sunnitischen Muslime dieser begründet als besonders streng geltenden Rechtsschule (maḏhab) an, doch über die Verbreitung im arabischen Kernraum und das Wächteramt an den höchsten islamischen Pilgerstätten Mekka und Medina mit ihrer für jeden Muslimen bedeutsamen Rolle der zu den Fünf Säulen gehörenden Pilgerfahrt (ḥaǧǧ) kommt der so genannten „islamisch konservativen“ (reaktionären, mittelalterlichen) maḏhab der Hanbaliten neben der Kairoer Azhar, der Muslimbruderschaft (Ḥasan al-Bannā), der türkischen Milli-Görüş-Bewegung (Necmettin Erbakan) und der ursprünglich pakistanischen Partei Jamāʿat-e Islāmī (Sayyid Abū-l Aʿlā Maudūdī) sowie dem Europäischen Fatwa-Rat (Yūsuf al-Qaraḍāwī‎) sicherlich und bis heute die Rolle eines islamischen Referenzmodells zu. Das betrifft zentral die Frauen- und Kopftuchpolitik, wobei politischer (orthodoxer) Islam seit dem siebten Jahrhundert „die Frauenfrage“ stellt, nur geht es dem frauenpolitisch aktiven Kult (Scharia, fiqh) eben darum, die sittliche und rechtliche Ungleichheit von Mann und Frau zu verwirklichen.

Das Kopftuch ist das Zeichen der islamrechtlichen (fiqh, Scharia) Geringerstellung der Frau. Saudi-Arabien kultiviert konsequenterweise beides, die schariatische Ungleichberechtigung der Frau (Sexualität, Ehe, Kinder, Gerichtsaussage, Erbe, Kleidung) und die staatliche Schleierpflicht.

Die Städte Mekka und Medina und ihre nähere Umgebung darf von den aus schariatischer Sicht heilsfernen Unreinen (Nichtmuslimen) nicht betreten werden. Die hanbalitische, mehrheitlich der Doktrin der wahhābīya anhängende Bevölkerung Saudi-Arabiens lebt mehr oder weniger freiwillig die vollumfänglich verwirklichte Scharia und lässt zwischen dem 01.01.2007 und dem 07.08.2007, in einem guten Halbjahr also, 122 (einhundertzweiundzwanzig) Menschen mit Allahs in der Landesflagge dargestelltem Krummsäbel enthaupten. Wird Scharia erst zum Strafrecht, trennen sich Häupter vom Leib. Das Grenzvergehen zeitigt eine Art von frommer Notwehr gegen den satanischen Angreifer auf die edle Gesellschaftsordnung. Allahgott köpft. Wir werden im Folgenden bei al-Ǧauzī zur Kenntnis nehmen, dass Allāh auch die weibliche Genitalverstümmelung will.

Als indischer und pakistanischer (Kaschmir, dort vor allem in der auch Klein-Tibet genannten Gebirgsregion Baltistan) Ableger der Bewegung der Wahhabiten darf die nach 1832 unter Einfluss des jemenitischen Gelehrten al-Schaukani (aš-Šaukānī; engl.: Muhammad ash-Shawkani) entstandene und an ibn Taymiyya (bin Taimīya, † 1263) sowie am extrem puritanischen, die vier sunnitischen Rechtsschulen als „Neuerung“ (bid’a) ablehnenden Schah Dilawi (Šāh Walīyullāh ad-Dihlawī, † 1762) orientierte Glaubensbewegung Ahl-i Hadīth gelten.

Der erste Stifter des Wahhabitismus, Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhab († 1792) wurde ebenfalls vom mittelalterlichen bin Taimīya beeinflusst, den man als Hanbaliten einschätzen darf. Heute darf ibn Taimiyya, auf den sich Terrorist und Poet Sayyed Quṭb (1906-1966) ebenso berufen mochte wie die syrische Muslimbruderschaft, als der vor acht Jahrhunderten wirkende Vordenker des islamischen Puritanismus, Salafismus und des teilweise gewaltbereiten Islamismus gelten.

Soviel vorab zu der Rechtsschule der Hanbaliten (al-ḥanbaliya) und den diese Rechtsschule umgebenden, durchweg radikalislamischen Dynastien, Parteien, Bewegungen, Netzwerken und Großfamilien, die, soweit wir Islamisierung als Gefahr für die kulturelle Moderne namentlich für die freiheitlich demokratischen, sehr deutlich säkularen Staaten Europas betrachten, unser Augenmerk verdient. Ein gelegentlich vielleicht allzu voreilig als Rechtsgelehrter, Mystiker oder Moralist verbuchter hanbalitischer Denker trägt den Namen al-Ǧauzī.

Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī (1116-1200) ist Verfasser eines Werkes sunnitischer Sexualpolitik (šarīʿa, islām) namens »Kitāb aḥkam an-nisāʾ«, das inzwischen dank der Arbeit der Hannelies Koloska (Übersetzerin, Herausgeberin) als »Ibn al-Djauzī: Das Buch der Weisungen für Frauen« auch in Deutscher Sprache erscheinen konnte (Verlag der Weltreligionen im Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 2009).

Kapitel 6 Von der Beschneidung der Frau. Die Beschneidung ist Pflicht bei Mann und Frau. Über die Sitte der Beschneidung überliefert Abū Dāwūd in seinem Sunan einen Hadith von Umm ʿAṭiya al-Anṣārīya In Medina gab es eine Frau, die beschnitt. Der Prophet, Gott segne ihn und schenke ihm Heil, sprach zu ihr: »Beschneide nicht viel! Das ist zum Vorteil der Frau und ist für den Mann anziehend.« Überliefert von Anas: »Der Prophet … sprach zu Umm ʿAṭiya: Wenn du beschneidest, beschneide nur wenig, so wie du auch nur wenig Parfüm aufträgst! Es macht sie angesehener und ist genussvoller für den Ehemann.«

Abū ʿUthmān al-Baṣrī sagte, dass der Grund, warum die Frauen ursprünglich beschnitten wurden, nicht darin lag, die Schönheit zu vergrößern, ohne das Begehren zu schwächen, sondern allein der war, ihre Sittsamkeit zu erhöhen. Der Gesandte Gottes … meinte mit seiner Rede: »Beschneide nicht viel!«, dass man vom Geschlecht der Frau nur so viel abschneide, dass es ihr zu einem Grad der Mäßigung verhelfe, denn wenn die Begierde gänzlich abnimmt, versiegt auch der Genuss. Solches aber führt zur Verminderung der Liebe zwischen den Eheleuten, die bekanntermaßen eine Fessel ist, welche die Unzucht abhält.

Einige der ehrbaren Leute pflegten über die Beschneidung zu sagen: »Beschneide nur das, was sichtbar ist!«

Die meisten Sittsamen sind beschnitten.

Der Beweis, dass die Beschneidung eine Notwendigkeit ist, liegt in der Verletzung, die dadurch entsteht, und in der Entblößung der Scham. Wäre es nämlich keine Notwendigkeit, würde es keinen Spielraum dafür geben.

Islam und FGM. Von deutschen Multikulturalisten wie Dr. Sabine Schiffer wird dieser Zusammenhang bar jeder nennenswerten Islamkenntnis schnatternd abgestritten, von Islamfunktionären wie Rüdiger-Nehberg-Seelsorger Tarafa Baghajati (1), Omar al-Rawi (2) von der Initiative muslimischer Österreicherinnen und Österreicher wie auch von Anas Shakfeh von der IGGiÖ aus geheiligt kalkulierter Lüge sprich taqiyya.

FGM ist eben auch islamisch. Schariafreund Rüdiger Nehberg (3) ficht das alles nicht an (4).

Kapitel 7 Von den Regeln des Toilettenganges im Freien und von der Art und Weise der Reinigung

… man tritt mit seinem linken Fuß zuerst hinaus und sagt dabei: »Im Namen Gottes, ich nehme Zuflucht bei Gott vor dem Bösen und Boshaften, vor dem Schmutz und der Scheußlichkeit, vor dem gesteinigten Satan.«

Dann kann ja beim islamrechtlichen Urinieren und Defäzieren in freier Landschaft (draußen Pissen und Kacken nach der Scharia) nichts schief gehen? Irrtum, jetzt kommen die islamischen Vorschriften, deren Missachtung den Platz im Paradies gefährdet:

Man soll sein Gewand nicht heben, bis man nahe an den Erdboden gekommen ist. Ferner soll man weder sein Gesicht noch seinen Rücken der qibla zuwenden, noch sein Gesicht gen Sonne und Mond richten.

Tut ja auch blenden, die Sonne. Nein, es geht um die Beleidigung der verräterisch mit den Gestirnen nebst dem Kaaba-Meteorstein verbundenen Gottheit, die man schließlich auch auf Distanz keineswegs symbolisch anpinkeln darf. Also auch in einer Neumondnacht nicht ohne Kompass ins Gebüsch.

Man soll nicht in eine Ritze oder in einen Graben, weder unter einem fruchttragenden Baum, im Schatten einer Wand noch mitten auf einen Weg urinieren.

Das Reinigen ist eine Pflicht bei allem, was aus den beiden Ausscheidungswegen heraustritt, mit Ausnahme des Furzes.

Ach so. Nun zur Sunna der Analhygiene.

Das, womit man sich reinigen kann, … muss hart, rein und nicht essbar sein, … Stein, Holz, Lumpen, Erde und was diesen Dingen ähnelt. … Ein dreiseitiger Stein genügt aber.

Das würden im Falle unauffindbaren Klopapiers Wildniswanderer, Bergsteiger oder Bundeswehrsoldaten auch so tun, und dass sogar ohne bei Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī den Islam studiert zu haben.

Ist ein vierseitiger Stein auch ok?

Die meisten sagen, dass man den ersten Stein in die linke Hand nimmt, bei der rechten vorderen Seite beginnt, den Stein nach hinten zieht und dann wieder mit ihm zum Beginn zurückkehrt.

Es ist für den Mann wünschenswert, dass er vorn beginnt, damit die Hand die Vorderseite nicht beschmutzt, wenn er mit dem Hintern beginnt.

Was die Frau betrifft, so hat sie die Wahl. Wenn die Frau eine Jungfrau ist und sie möchte den Ort des Urinaustritts … säubern, dann darf sie … nur Wasser benutzen. Wenn sie keine Jungfrau mehr ist und der Urin mit Heftigkeit ausgetreten ist …

Was macht die islamrechtliche Ex-Jungfrau bei mittlerer oder eher geringer Heftigkeit des Urinaustretens?

Wenn er ungehindert austrat und etwas davon in die Vulva kam, so muss sie sie waschen. Wenn sie aber nun nicht weiß, ob Urin in die Vulva geriet oder nicht? Es ist wünschenswert, sie zu waschen.

Hadith und Fatwa beinhalten, zu vermitteln, wie die vorübergehende Unreinheit beseitigt wird, um die für das gültige Gebet nötige rituelle Reinheit wiederherzustellen.

Jedem Ort im Diesseits droht die nadschasa (naǧāsa, Pl. nadschasat (naǧāsāt), die dämonische Besudelung (5). Islam säubert magisch und spirituell. Die Dhimmis sind solange besudelt (nadschis, nāǧis (5)), wie sie nicht zum Islam konvertieren, bis dato sind sie als so dreckig wie Hund, Kot, Sperma, Schwein oder Blut anzusehen, weshalb der Muslim sie nicht berühren sollte. Beispielsweise braucht der Muslim nach kulturrassistischer Ansicht einem nichtmuslimischen Menschen zum Gruß die Hand nicht zu geben (verwirrend überlagert mit dem weiteren radikalislamischen Verbot, dass Mann und Frau einander nicht die Hand geben dürfen).

Ziel der an ein andressiertes Zwangshandeln heran reichenden islamischen Lebensweise ist die aufwändige Erreichung oder Wiederherstellung der prekären rituellen Reinheit aṭ-ṭahāra (6), der himmlisch geputzte Muslim ist also momentan rein, ṭāhir. Rituell gesäubert heißt auch pāk (paak, pak), etymologisch stammt daher das Wort in Urdu: Land der Reinen, Pākistān, deutsch Pakistan.

Kapitel 10. Von den Verletzungen der rituellen Reinheit

Das Berühren der Frauen

Die wesensgemäß dem Dämonischen näher stehende Frau besudelt den frommen Mann. Umgekehrt würde sie selbstverständlich nicht besudelt, wenn ein (rituell reiner) männlicher Muslim sie anfasst, dem Berühren des anderen Geschlechtes stehen indes, von Eheleuten abgesehen, andere Vorschriften entgegen.

Was für ein geheiligter misogyner Ekel. Der Islam heiligt die Frauenentwürdigung.

Kapitel 11. Was die Ganzwaschung erforderlich macht

Zweitens: Das Verschwinden der Eichel in einer Öffnung, sei es vorne oder hinten.

Der Islam denkt ausgesprochen peniszentriert. Wie wir hier in einem mehr als achthundert Jahre alten Text lesen, berücksichtigt al-Ǧauzī den Analverkehr. Was der Volksislam ohnehin und bis heute praktiziert, gerade unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche die islamrechtlich relevante Unversehrtheit des Hymens zu sichern haben. Auch islamunabhängig und erst recht im Zeitalter von AIDS ist Analverkehr im Orient und in Afrika ein Tabuthema geblieben (7).

Kapitel 15 Von der Menstruation

Wenn eine junge Frau Blut sieht und sie ist neun Jahre alt, so handelt es sich um die Menstruation.

Betonung auf Frau: Mit neun Jahren ist die Frau erwachsen, mit acht Jahren war das Mädchen ein Kind. Das islamische Heiratsalter beträgt neun Jahre.

Wikipedia schreibt unter Kinderheirat: „Das Mindestalter für Mädchen bei Heiraten ist nach den Bestimmungen der islamischen Rechtsschulen neun Jahre, wobei sich die Rechtsschulen an der Ehe Mohammeds mit Aischa orientieren, die vollzogen worden sein soll, als Aischa neun Jahre alt war.“

Islam und Kindbraut. Ghulam Haider aus Afghanistan (8). In Düsseldorf wurde eine zwangsverheiratete Zwölfjährige Mutter (9). Hassan N., 22 Jahre alt, und seine hochschwangere elfjährige Ehefrau meldeten sich bei der Düsseldorfer Stadtverwaltung an und legten ihre Heiratsurkunde vor. Barbara Kirchner berichtet: „An der griechischen Grenze zur Türkei werden Minderjährige (ein altes Gesetz erlaubt dies) mit Zustimmung der Eltern verheiratet. Die Zwangsehen sind zwar selten. Da sie aber Griechenland als EU-Mitglied absegnet, sind sie auch in Deutschland gültig.“ Statt „ein altes Gesetz“ zu sagen, hätte Kirchner wohl besser von der ewig jungen Scharia schreiben müssen. Diana Goldermann-Wolf vom Deutschen Kinderschutzbund Ortsverband Düsseldorf e. V. gab sich empört: „Staatlich geförderter Kindesmissbrauch – so etwas darf es in Europa nicht geben und verstößt auch gegen die UN-Kinderrechts-Konvention.“ In der Sache stimmen wir Frau Goldermann-Wolf gerne zu, nur hätte sie doch bitte das Wort Scharia oder wenigstens Islam erwähnen müssen.

Da lässt sich nur traurig sagen: Allahgott hat mit den universellen Menschenrechten nichts im Sinn, warum sollte er sich um Kinderrechte kümmern? Der Scharia-Islam ist mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und erst recht mit der UN-Kinderrechts-Konvention unvereinbar. Die Scharia muss weg. Und Griechenland muss die schariakonforme Rechtsspaltung im Familienrecht beenden, eine sexualpolitische und familienrechtliche Apartheid kann sich Europa nicht leisten.

In Brescia wurde ein zwölfjähriges Mädchen Mutter, die als Elfjährige gegen den Brautpreis von 17.000 Euro von dem aus dem Kosovo stammenden Muhamat I. in eine islamrechtlich einwandfreie Ehe gezwungen worden war (10), (11).

In Großbritannien ist eine Forced Marriage Unit ins Leben gerufen worden: „Wir gehen jährlich 1.600 Berichten über Zwangsheirat nach. Wenn du besorgt bist, dass du zwangsverheiratet werden könntest oder über einen befreundeten oder verwandten Menschen besorgt bist, wähle diese Telefonnummer (…). Wir bieten ferner Hilfestellungen und Trainingseinheiten für Professionelle aus Polizei, Sozialarbeit und Schule an.“ (12).

Die Magie um (die Schwangerschaft und) das Menstruationsblut ist sicherlich viele Jahrtausende alt und war vermutlich rund um den Pazifik wesentlich stärker vertreten als im antiken Europa, wo allerdings auch Plinius der Ältere (23 bis 79 nach Christus) von der „Unreinheit“ menstruierender Frauen lehrte. In der Nähe menstruierender Frauen verdürbe der Wein, so Plinius, würde das Saatgut unfruchtbar und würden Gras sowie Gartenpflanzen verdorren. Paracelsus gar beschrieb noch um 1520 die Existenz eines Menstrualgifts, das er Menotoxin zu nennen sich erdreistete. Naja, noch drei Jahrzehnte später ließ ein „gottesfürchtiger“ Reformator (Calvin) einen „ketzerischen“ Nonkonformisten (Servet) zu Ehren Gottes auf dem Scheiterhaufen verbrennen (13).

Einige afrikanische Volksgruppen kultivieren Rituale während der Regelblutung, die, halb durchschaut, regelmäßig Menstruationsblut, weibliche Sexualität und weiblichen Körper dämonisieren und für die Menstruierende beispielsweise einem Ausgangsverbot gleichkommen. Im heutigen Japan werden Tampons mit Einmalhandschuhen verkauft, um zu vermeiden, dass Frauen mit ihrem eigenen Blut in Kontakt kommen, eine Vorstellung, die offensichtlich mit Panik befrachtet wird. Bei manchen Völkern mussten Schwangere außerhalb des Dorfes leben und ihr Kind in einer improvisierten Hütte gebären, damit das die Geburt irgendwie umflatternde Dämonische nicht die DorfHERRschaft des „Kultur bringenden“ Jägerbundes stört. Bruno Bettelheim ordnete die (steinzeitliche) Genese der männlichen Beschneidung einem Versuch der „neidischen“ Beschlagnahmung der mysteriösen Geburtskräfte durch die Männer zu.

Initiation in den Männerbund überhöht die Geburt, nur der Mann ist im eigentlichen Sinne Mensch. So originell waren die kosmisch aktiven Frauenbändiger Mohammed und al-Ǧauzī dann also auch wieder nicht. Gerade auch den Koran und das Islamische Recht durchwabern die angsterregenden Gespenster der Steinzeit.

Extremismusforschung: Im Hirn des Menschen ist potentiell immer Steinzeit, mag er mittelalterliche „islamische Kleidung“, militärische Uniform oder Krawatte und Nadelstreifen tragen. Bei Stalin, Himmler, Hubbard, Che Guevara oder Ayatollah Chomeini ist diese innere, manichäisch zerrissene Geisterwelt leider ungefiltert politisches Handeln geworden, so etwas geht auch mal ohne die Heerscharen der Teufel und Engel.

Sozialpädagogik: Wie immunisieren wir einigermaßen gegen Fundamentalismus?

Kapitel 25 Vom Ausgehen der Frauen am Festtag

Überliefert von Ḥafsa von Umm al-ʿAṭiya, die sprach: Der Gesandte … hat befohlen, dass am Festtag die reifen Mädchen (al-ʿawātiq) sowie die in der Abgeschiedenheit lebenden Jungfrauen und die Menstruierenden, die sich allerdings von der Gebetsstätte fernhalten müssen, [zu den religiösen Zusammenkünften] ausgehen sollen. Al-ʿawātiq ist der Plural von al-ʿātiq, und das bedeutet Reife.

Mädchen oder Weib, deine sexuelle Reife, dein Genital wird im Islam zum Politikum. Für Europas nichtmuslimische weibliche Multikulturalisten ist derlei vermeintliche Sexualitätsfreundlichkeit bisweilen bereits ein Motiv gewesen, die Scharia als paradiesisch-matristisch zu verklären. Vielmehr sollten wir von geheiligter Obszönität sprechen dürfen und von einer totalitären genitalen Kontrolle.

Al-luṭ ist ein Obergewand, al-ʿqaz das Haar und ʿataqtu [heißt]: Ich bin geschlechtsreif geworden. Von den Frauen, die zur Reife gelangen, wurde als ʿātiq gesprochen.

Wir haben dargelegt, dass das Ausgehen für die Frauen erlaubt ist, aber wenn eine befürchtet, dass Unruhe durch sie oder bei ihr entsteht, so ist das Verbot des Ausgehens besser, denn die Frauen in der Frühzeit waren anders als die Frauen, die es in der heutigen Zeit gibt …

Das Mädchen oder das Weib, zumal das menstruierende, umkreisen unsichtbar die dämonischen weiblichen Sexualkräfte. Dem Allerheiligsten dürfen sich die der Menstruationsdämonie verhafteten Frauen nicht nahen. Was die Parsen, Juden oder (einstigen) Katholiken sinngemäß ebenso betrieben haben, auch dort ist Tempel, Bundeslade, Tabernakel, Altar, ewiges Licht, heiliges Feuer oder Priesteramt der Spezies Weib nicht zugänglich. Wenn wir auch sicherlich noch lange Zeit auf eine Päpstin werden warten müssen, so lassen moderne katholische Gemeinden doch bereits auch Mädchen als Messdiener zu. Andererseits muss man sich zu seinen historisch ererbten Macken bekennen und scheint mir die islamfreundliche Androgynisierung der Gottheit, wie sie die „Bibel in gerechter Sprache“ betreibt, das größere Problem zu sein. Der, soweit schariatisch sprich gegenmodern und antidemokratisch verbliebene, kriegerische Gott Allah und der vor zwei bis drei Jahrtausenden konstruierte, die Steinigung der Ehebrecherin mit Wohlgefallen betrachtet habende Jahwe sind eben nicht „Gott-Göttin“ oder „er-sie“, sondern misogyner himmlischer Stammesführer, wie auf Erden so im Himmel.

Wenn eine Frau ausgeht, soll sie einen Mann niemals grüßen.

Die Islambeschöniger Barbara John, Ursula Boos-Nünning und Sabine Schiffer würden vielleicht sagen: Wie alternativ, die Kerle sind schwatzhaft, die Damen meditativ? Wie frauenfreundlich, ein Schutz vor Belästigung?

Das im Besitz von Männern (walī, Ehemann, maḥram) befindliche (Zeichen: Kopftuch) Weib unterliegt, darf es das Haus überhaupt noch einmal verlassen, der geheiligten Isolation. Derart wird die muslimisierte Frau zum Zombie, zur untoten Toten. Öffentlicher Raum wird je nach dem Grad der Islamisierung zum männlichen Raum.

Eine islamisch-gottgefällige Variante des Ordnungsrufes (ḥisba) mag der Belästigungsdschihad zu sein: Das Angrabschen der Nichtmusliminnen und das seitens der männlichen Jugend in Nordafrika betriebene Anzischen oder obszöne Anquatschen aller Frauen. In Europa fällt Muslimen jeder Altersstufe und beiderlei Geschlechts die Belästigung der sich antischariatisch verhaltenden Frauen (nackte Schultern oder Waden, offenes Haar) oder Männer (kurze Hosen, öffentlich ein Glas Wein trinken, draußen etwas essen) im Monat Ramadan ganz offensichtlich noch wesentlich leichter als in den anderen Mondmonaten.

„Wer sich klein macht, will herrschen“, Dienen enthemmt. Mobben für Allāh.

Nach Australiens Scheich Tāǧ ad-Dīn al-Hilālī (engl: Sheikh Taj El-Din Hilaly) gehört zu der vom Münchener Staatsministerium für den islamischen Religionsunterricht an Bayerns Hauptschulen gepriesenen „Mann und Frau in Gleichberechtigung: Gleichheit in der Differenz“ (14)“ allerdings auch die Vergewaltigung der Unverschleierten (15). Was für eine ganz persönliche Art, seinen Glauben zu leben.

Bereits 1986 versuchte der für Einwanderung zuständige australische Minister Chris Hurford erfolglos, den 1941 in Ägypten geborenen islamischen Geistlichen, der 1982 mit einem befristeten Touristenvisum über den Libanon nach Australien eingereist war, des Landes zu verweisen (16). Die radikalislamische (šarīʿa, fiqh) Lakemba-Moschee allerdings hält ihrem Scheich die Treue und den Hassprediger bis heute hoch in Ehren (17).

Alle Frauen der Welt halt Australiens Scheich für die Waffen („weapons“), die kein Geringerer als der koranisch verbürgte Teufel („Satan“) mit dem Ziel einsetzt, die wesensgemäß relativ unschuldigen Männer der Welt zu unterjochen und gefügig zu machen („to control men“). Eine klassisch islamische Sichtweise, vor acht Jahrhunderten hatte Theologe und Jurist Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī die beiden Seiten der weiblich-satanischen Medaille nicht viel anders definiert.

Kapitel 26. Von der Warnung der Frauen vor dem Ausgehen

Es ziemt sich für die Frau, dass sie sich hütet auszugehen, wie auch immer ihre Möglichkeiten sind, denn wenn sie selbst auch wohlbehütet bleibt, so bleiben die Menschen nicht unversehrt von ihr.

Die frei umher laufende Frau gefährdet die öffentliche Sicherheit und wird mir zum persönlichen Gesundheitsrisiko. Deshalb bleibt die verantwortliche Frau gleich zu Hause, auf das Moral, Stadt und Staat im Sinne Allahs blühen und gedeihen mögen.

Wenn sie mit Erlaubnis ihres Mannes und in schäbiger Kleidung ausgehen muss, dann soll sie sich ihren Weg auf freien Plätzen und nicht auf Straßen und Märkten suchen und soll Acht geben, dass ihre Stimme nicht vernehmbar ist, und soll auf der Seite des Weges und nicht auf seiner Mitte gehen.

Möglichst keusch, und dabei immer öffentlich kontrolliert.

»Jede Frau, die ihr Obergewand außerhalb des Hauses ihres Mannes auszieht, schändet den Vorhang, der zwischen ihr und ihrem Herrn ist.«

Der Vorhang im Hirn. Allah soll die nackte Frau nicht sehen? Nein, die Gottheit blickt ohnehin durch die Mauern hindurch und in die Herzen, will aber die Vorhänge und Schleier für uns Menschen.

Es gibt also einen sichtbaren und einen unsichtbaren Schleier (Hidschab, ḥiǧāb). Das kosmische Prinzip Frau hat sein menschgewordenes Antlitz symbolisch von der ebenso maskulinen wie unsichtbaren (IPU, The Invisible Pink Unicorn) Gottheit weg zu drehen. Ist Allah vielleicht gerade nackt und schämt sich? Auch das nicht, den kann auf Erden niemand erblicken.

Doch die unverschleierte Frau ist eine Bedrohung nicht lediglich für die Menschheit, sondern sogar für die Gottheit. Schamloses Weib, willst du mit deinen nackten Haaren Allah ärgern? Geh, verhülle dich!

Zu den Schamlosigkeiten gehört, dass Frauen die jungen Männer beobachten, wenn sie sich zu ihren religiösen Zusammenkünften versammeln, denn man kann vor der Unruhe nicht sicher sein.

Heinrich Schurtz prägte den Begriff Männerbund im Jahre 1902 in seiner Forschung zu ostafrikanischen Initiationsbünden. Der Männerbund tut geheimnisvoll. Auch Freimaurer oder Burschenschaftler legen auf frauenfreie Zonen großen Wert und sind womöglich vor einer verbalen, frauendiskriminierenden Großspurigkeit pädagogisch-männerarbeiterisch zu warnen. Der Islam jedoch dressiert die Frau selbst dazu, ihren Leib, ihr Dasein als eine Bedrohung für die das Heil alleinig garantierende patriarchalische Ordnung anzusehen.

Eine derartige Abrichtung, die, ist sie erfolgreich, bei den Mädchen und Frauen einen die Persönlichkeit verzerrenden Selbstekel zur Folge haben muss und männlicherseits ein gewalttätiges heiliges Frauenverachten, darf nicht Teil des von Innenminister Schäuble gewünschten Islamischen Religionsunterrichtes werden. Solange sich die Islamverbände und auch die vorsichtig säkularen Organisationen wie der Türkische Bund Berlin-Brandenburg (TBB) nicht von der Scharia distanzieren, ist Islam nicht schulreif.

Man mag es Lobbyarbeit oder Wahlbeeinflussung nennen, dass der TBB alle in Deutschland lebenden Türken aufrief, anlässlich des Volksentscheides der christlich-theokratischen Initiative Pro Reli (24.04.2009) mit Nein zu stimmen und dass er nach wie vor die Rolle der in Berlin Religionsunterricht erteilenden Islamischen Föderation (IFB) vorsichtig kritisiert (18). Die weniger als halbherzig betriebene Kopftuchkritik des TBB indessen wird nicht ausreichen, um einen organisierten Islam zu schaffen, der mit den allgemeinen Menschenrechten kompatibel ist und der die Gleichberechtigung von Frau und Mann will (19).

Kapitel 29. Vom Verbot auszugehen, wenn die Frau sich parfümiert hat

Überliefert von Abū Huraira: »Jede Frau, die sich mit Weihrauch parfümiert hat, darf nicht mit uns am letzten Abendgebet teilnehmen.«

Überliefert von Ghunaim ibn Qais von al-Ashʿarī: »Jede Frau, die sich parfümiert und an den Leuten vorbeigeht, damit sie ihren Wohlgeruch wahrnehmen, ist eine Hure.«

Überliefert von Abū Huraira: »Wer von den Frauen parfümiert zur Moschee kommt, von der nimmt Gott das Gebet nicht an, bis sie sich davon gereinigt hat mit der Waschung wie bei einer großen rituellen Unreinheit. So geh nun und wasch dich!«

Man sagt umgangssprachlich mit tiefem Sinn: „Den kann ich riechen“, finde ich sympathisch, beziehungsweise: „Den kann ich nicht riechen“, finde ich unsympathisch. Islamisierung eines Territoriums ist Politik gewordenes Wegsperren der Frau aus dem öffentlichen Raum. Da sieht doch bitte nichts mehr nach Frau aus (Burka, Tschador, Niqab). Da duftet auch nichts nach Frau, bitte sehr. Kerle hingegen, das hat diesen islamtypischen, verklemmt homosexuellen Unterton, verwenden Rosenwasser.

Der Islam ist in seinen größeren Teilen leider im sexualpolitischen Mittelalter stecken geblieben und greift daher die kulturelle Moderne hoch motiviert an. Die Seite http://www.fataawa.de verlinkt zum radikalislamischen Prediger Mohamed Benhsain (Abu Jamal, http://www.al-tamhid.net, Bonn-Bad Godesberg) und stellt sich, genau wie Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī es vor achthundert Jahren tat, hier und heute die Frage nach dem Thema Moschee, Weib und Parfüm. Und beantwortet sie „authentisch“. Maschinengleich (Fundamentalisten sagen fromm) an Fäden zappeln wie eine Marionette, nur dass diese Steuerfäden von verstorbenen Strippenziehern wie al-Ǧauzī bedient werden.

Die Diyanet İşleri Başkanlığı (kurz Diyanet oder DIB, hierzulande: Diyanet İşleri Türk İslam Birliği, abgekürzt DİTİB oder Ditib) als der organisierte türkische Staatsislam beschäftigt 80.000 Menschen, davon 60.000 Imame, schreibt allen 80.000 türkischen Moscheen die Freitagspredigten (vor) und verkommt unter der Führung der Herren Gül und Erdoğan mehr und mehr zu einer Kopie der Religionspolitik Irans oder Saudi-Arabiens. Jedes Flirten, so ordnet eine Broschüre des einstmals krampfhaft laizistisch geplanten, doch seit zwanzig Jahren islamistisch unterwanderten türkischen Religionsministeriums an, sei gleichbedeutend mit Ehebruch, jede Begegnung einer frommen Türkin mit einem fremden Mann sei zu vermeiden.

Den Gebrauch von Deo oder Parfüm im öffentlichen Raum erklärt der von SPD wie CDU gehandelte EU-Beitrittspartner Türkei über seine staatliche Islambehörde zur sündigen Handlung (21). Die türkische Frauenrechtlerin Kizbes Aydin warnt berechtigt vor einer drohenden Verschiebung der „Schuld“ vom männlichen Belästiger (oder Vergewaltiger) auf die „unkeusche“, kulturell modern lebende Frau, die Turkish Daily News nennt die Geisteshaltung der Diyanet völlig zu recht als den afghanischen Taliban würdig. Mögen diese zaghaften türkischen Säkularen nachhaltig erfolgreich sein, an einem Gottesstaat Türkei ist uns nicht gelegen.

„Mit Migrationshintergrund“ wäre: In der kulturellen Moderne angekommen, und das stimmt eben noch immer nicht. Es wollen sich kleine männliche Grundschüler mit Migrationsvordergrund auf Deutschlands Schulhöfen mit einem wütenden: „Deine Mutter ist eine Hure!“ erfolgreich beleidigen. Immigrierender orthodoxer Islam ist eben zumeist leider kein Hintergrund, die Scharia steht im Vordergrund.

Überliefert von Ḥaḥṣin ibn Miḥṣin: »Hast du einen Ehemann? Sie antwortete : Ja. Er sprach : Wie bist du zu ihm? Sie sprach: Ich mühe mich ständig um ihn, außer in den Dingen, die ich nicht für ihn erreichen kann. Er sagte: Achte darauf, welchen Stand du bei ihm hast, denn er ist dein Paradies und deine Hölle.«

Der muslimische Ehemann ist der Kalif der muslimischen Frau. Das Seelenheil der Frau ist zentral von ihrem ehelichen Gehorsam abhängig, er kann ihr den Zugang ins Paradies verweigern. Unter der Bettdecke mit dem fallweise in einer islamischen Zwangsheirat (walī muǧbir) angetrauten Herrn entscheidet sich die imaginierte absolute Zukunft (al-āḫira, das Jenseits) der Frau als ihr Verbleib im paradiesischen Seelenheil oder in der ewigen Verdammnis. Der sinnlich-irdische (ad-dunyā, das Diesseits) Raum des sakramentalen Gehorsams der muslimischen Frau ist das Schlafzimmerkalifat.

Dem Menschen ist die Schwere und schmerzliche Zucht der Scharia zuzumuten. Dieses Aufladen der Bürde der šarīʿa auf jeden einzelnen Muslimen, diese Beschwerung und Belastung des Menschen mit dem islamischen Gesetz heißt taklif (at-taklīf), in Indonesien in englischer Schreibweise takleef. Mit womöglich militärischer, aber rational nachvollziehbarer „Pflicht“ (duty) oder gar mit der an Logik wie Ethik orientierten „Verantwortung“ (responsability) wird taklīf nicht sinnvoll (also ohne taqiyya) ins Deutsche übertragen.

Bezeichnenderweise ist taklīf auch der Name eines schiitisch-iranischen, mahnenden Initiationsfestes für die neunjährigen Mädchen. Bei der taklīf-Zeremonie lernen die weißgekleideten, vollverschleierten Mädchen, sich von heute an auf Schritt und Tritt von einem maḥram-Verwandten begleiten zu lassen, sich ansonsten von allen Jungen fern zu halten. Die Kinder müssen von nun an sittsam die Verschleierung des islamischen ḥiǧāb (Iran: pardā; deutsch: das ḥiǧāb-Provisorium Kopftuch) tragen, sie dürfen in der Öffentlichkeit nicht mehr lachen und müssen lernen, „den Westen“ kultureller Moderne als satanisch und ekelhaft anzusehen.

Über Sexualität zu sprechen, so wird den Mädchen suggeriert, sei eine schwere Sünde, Aufklärungsunterricht, Sexualkunde oder Gesundheitserziehung wird in der Logik dieser Gehirnwäsche zum satanischen Werkzeug. Zugleich ist die taklīf-Zeremonie als ein „schockierend festlicher“ Einstieg in die sexualmagisch blockierten Denk- und Lernverbote ganz gezielt die öffentliche Bekundung des Erwachsenseins, des Daseins als heiratsfähige Frau (22), (23).

Kinderverlobung, Eheanbahnung oder auch mal die Kindbraut mag sich mit dem iranischen oder sonstigen radikalislamischen „Reifezeugnis“ schrill-dissonant begegnen.

Kapitel 63 Vom Gebot, ein Mädchen zu verheiraten, wenn es volljährig ist

Überliefert von ʿAlī ibn Abī Ṭālib: »Es gibt drei Dinge, die du auf keinen Fall aufschieben darfst: Das Gebet, wenn die Zeit dafür gekommen ist, das Begräbnis, sobald es vorbereitet ist, und die ehelose Frau [zu verheiraten], wenn du einen geeigneten Mann [für sie] gefunden hast.«

Überliefert von Yaḥyā ibn Ab dar-Raḥmān ibn Abī Labība: »Wer erkennt, dass ein Kind heiratsfähig ist, und die Möglichkeit hat, es zu verheiraten, tut es aber nicht und dann geschieht etwas deswegen, so liegt die Sünde bei beiden.«

Überliefert von Muḥammad ibn Ibrāhīm al-Taimī von ʿAʾsha: »… Nichts ist besser für eine Frau als ein Ehemann oder das Grab.«

Überliefert von Zaid ibn Aslam: »Verheiratet eure Kinder, wenn sie erwachsen sind, damit ihr nicht ihre Sünden tragt.«

Überliefert von al-Ḥasan: »Verheiratet eure Frauen eilends, denn die Verzögerung weckt die Begierde in ihnen.«

Der fromme Frauenversteher al-Ǧauzī berichtet aus der für orthodoxe Muslime neben dem Koran sehr verbindlichen Hadithliteratur. Der „edle“ al-qurʾān und die gleichsam die Nervenfasern der Sunna bildenden Hadithen (aḥādīṯ, Singular ḥadīṯ) sind auch für die Hanbaliten die Basis der Scharia, für die drei anderen sunnitischen Rechtsschulen treten noch Analogieschluss (qiyās) und Konsensus der Gelehrten (iǧmāʿ) hinzu, um den Weg ins Paradies islamrechtlich (fiqh als die Anwendung der Theologie) mit Gerichtsurteilen und Fatwas zu pflastern. So genannte Beweiskraft (ḥuǧǧa) und damit Rechtsverbindlichkeit haben lediglich die als „stark, gesund“ (ṣaḥīḥ) bewerteten Hadithe, doch dürfen wir angesichts dieser fünf bei al-Ǧauzī zitierten Anordnungen Allahs, die Töchter mit Erreichen der Volljährigkeit zu verheiraten, die 2009 seitens von Frau Dr. Boos-Nünning verharmlosend arrangierte Ehe genannte Zwangsverheiratung sicherlich als ein veritables islamisches Sakrament bezeichnen. Das islamische Heiratsalter ist neun Jahre, im Volksislam, der ohnehin keinen Geburtstag feiert und die Kinder auf den lästigen türkischen, tunesischen oder deutschen staatlichen Formularen notfalls „zufällig“ am ersten Januar eines (irgendeines) Jahres, wahlweise am Ersten eines (irgendeines) Monats geboren sein lässt, ist die mütterseits schon mal mit Anschreien und Schlagen der Tochter befrachtete erste Regelblutung das göttliche Zeichen der Heiratsfähigkeit.

Islam und Frauenrecht: Die Frau hat das Recht, in ihre Zwangsverheiratung (walī muǧbir) einzuwilligen.

Das Befolgen der Befehle der Männer ist für die muslimische Frau ein heiliges Tun (Sakrament), das der Gehorsamen den Weg ins Paradies öffnet und der Ungehorsamen den Verbleib in der Hölle sichert. Die Muslima erst familiär und später zusätzlich ehelich zu schlagen, sichert somit ihr eigenes und unser aller Seelenheil.

Meine Damen und Herren, unser Innenminister beziehungsweise Ihr örtlicher katholischer oder evangelischer Funktionär wird es Ihnen so klar nicht sagen wollen oder dürfen: Die Frau im Islam ist gehorsamspflichtig. So und nicht anders klärt Allahgott die „Frauenfrage“. Die unter dem Stichwort Bezness (24) von mutigen Menschen wie Evelyne Kern (Sand in der Seele) dokumentierten Misshandlungen an Europäerinnen beispielsweise im nördlichen Afrika sind mitnichten auf die Kolonialzeit, die dortige Armut oder den Traditionalismus der Bevölkerung zurückzuführen, sondern sind Begegnungen mit dem Menschenbild und Frauenbild von Herren wie al-Ġazālī, al-Ǧauzī, Yūsuf al-Qaraḍāwī oder Recep Tayyip Erdoğan (25), (26).

Solange (zumal in Europa) der organisierte Islam und die muslimische Mehrheit die Abkehr von der Scharia und vom fiqh nicht vollzogen hat, solange also der Islam unter Frauenrecht das Recht auf Gehorsam versteht, dürfen und müssen wir die besprechenswerte Opfererfahrung der Frauen im „Bezness“ als etwas zutiefst Islamisches bezeichnen.

Kapitel 64 Von der Gehorsamspflicht dem Ehemann gegenüber und von seinem Recht auf seine Frau

»Ein Mann fragte den Gesandten Gottes: Was ist, wenn ein Mann unter uns Verlangen nach seiner Frau verspürt? Er antwortete: Sie kann es ihm nicht versagen, auch wenn sie am Backofen beschäftigt ist.«

Auch von ihm überliefert: »Wenn der Mann seine Frau ruft, soll sie kommen, selbst wenn sie am Backofen zu tun hat.«

Allahgott meint es gut mit den Männern: Buchstäblich jederzeit ganz wild geschlechtlich verkehren zu dürfen, bedarfsweise ohne Zustimmung des benutzten Weibes. Ob eine solche als Religion getarnte Sexualpolitik nicht auch für deutsche Sinnsucherinnen und Sinnsucher geeignet ist?

Das andernorts als obszön etikettierte frauenfeindliche Augenzwinkern versauter Männerbünde erfährt Heiligung. Diese Araber sind doch tolle Kerle. Mag das Brot doch verbrennen, der fromme Mann will ficken, die Achtundsechziger hätten gesagt: Ganz im Hier und Jetzt.

Islam bedeutet Besinnung auf das Wesentliche: Die gleichermaßen zu Moral und Recht werdende Unterwerfung der Frau.

Überliefert von Muʿadh ibn Djabal: »Würde es recht sein, dass ein Mensch sich vor einem anderen hinwirft, dann würde ich der Frau befehlen, sich vor ihrem Ehemann hinzuwerfen … «

Nur einer von drei nahezu gleichlautenden Hadithen, denn wie Muʿāḏ ibn ‎ Ǧabal ist beispielsweise auch Anas ibn Mālik der Meinung, dass die Frau allen Anlass der Welt hat, sich vor ihrem Ehemann in demütiger Huldigung in den Staub zu werfen.

Die Verachtung des „unten“ gegenüber dem „oben“, die geheiligte Geringschätzung der Erde gegenüber dem Himmel ist typisch patriarchalisch bzw. manichäisch und verdoppelt die Geometrie der kosmischen Herrschaft des „himmlischen“ muslimischen Mannes über das „erdige“ muslimische Weib, mikrokosmische Entsprechung letztlich zur Überordnung der „geistigen“ Gottheit (allāh) über den nicht zufällig ziemlich „irdischen, weiblichen“ Satan (iblis). Um die zerstörerische Wirkung des Scharia-Islam aufzulösen und um den Islam der Einwandererfamilien mit der kulturellen Moderne auszusöhnen, haben wir Pädagogen und Erzieher darauf zu achten, dass die leider in Koran und Sunna tief verankerte Geringschätzung des Erdhaften (im Sufismus wie Dschihadismus: Des Diesseitigen) aufgehoben wird. Die örtlichen Moscheegemeinden und sämtliche deutschen Islamverbände werden uns dabei noch auf einige Zeit Gegenspieler sein.

Überliefert von Ibn ʿAbbās: »Dies sind die Ehefrauen von euch, die zu den Paradiesbewohnerinnen gehören werden: Die Freundliche, die Vielgebärende und diejenige, die, wenn sie jemandem Schaden zufügt oder einen solchen erleidet, zu ihrem Mann kommt und ihre Hand in die seine legt und spricht: Ich will keinen Schlaf mehr kosten, bis du wieder froh bist.«

Bewerkenswert, dass es unerheblich ist, ob die Frau jemanden beschädigt hat oder von jemandem beschädigt wird. Sie hat in beiden Fällen des weltlichen und sozialen Kontaktes nur einen Auftrag, den Ehemann glücklich zu machen. Wie das geschieht, bestimmt nicht sie.

Die Frau muss wissen, dass sie für den Ehemann wie ein Sklave ist.

Das Weib wird dem Männerrecht nutzbar. Islam ist Nutzbarmachung.

Die Eltern der Frau, insbesondere aber die Mutter, müssen sie das Recht des Mannes lehren und ihr alle Ratschläge geben.

Die Braut hat ja schließlich Geld gekostet. Noch ein letzter al-Ǧauzī zum islampädagogischen Schlusswort:

Kapitel 67 Davon, dass es dem Mann erlaubt ist, seine Ehefrau zu schlagen

Wenn die Frau gegen den Mann aufbegehrt oder sich ihm in etwas widersetzt, worauf er ein Recht hat, soll sie mit Erlaubnis Gottes, des Starken und Mächtigen, erzogen werden, indem er sie ermahnt. Wenn sie aber weiter darauf besteht, sich zu widersetzen, soll er sie von der Lagerstatt fernhalten. Beharrt sie dann noch, soll er sie schlagen, aber nicht heftig, ein oder zwei Peitschenhiebe oder ein wenig mehr.

So viel zu Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī, zur Rolle der Frau im Islam und zu Allahs ein oder zwei Peitschenhieben. Oder ein wenig mehr.

Jacques Auvergne

(1) Tarafa Baghajati: „FGM – weibliche Genitalverstümmelung steht im Widerspruch zum Islam“

http://www.thieme.de/viamedici/aktuelles/artikel/fgm.html

(2) Österreichische radikalislamische Funktionäre verbreiten bewusst die Unwahrheit, FGM sei nichtislamisch: Baghajati und al-Rawi. FGM sei ein „afrikanischer Brauch“, den es unmöglich im Irak geben könne

http://sebandthecity.typepad.com/seb_and_the_city/files/wie_geschmiert.pdf

(3) Abenteurer und Atheist Rüdiger Nehberg kämpft gegen FGM – mit dem fragwürdigen Werkzeug des mittelalterlichen, sexualmagisch und misogyn orientierten Fatwa-Wesens und mit Unterstützung der radikalislamischen politischen Bewegung

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/04/19/112/

(4) Was Anti-FGM-Fatwas nicht bewirken können. Ein Plädoyer für die sexuelle Unabhängigkeit der Frauen. Von Mary Kreutzer

http://sites.google.com/site/marykreutzer/publikationen/was-anti-fgm-fatwas-nicht-bewirken-koennen

(5) naǧis (nadschis) ist satanisch besudelt, naǧāsa (nadschasa) oder naǧāsāt die das Seelenheil gefährdende Besudelung

http://en.wikipedia.org/wiki/Najis

(6) Ziel der an ein andressiertes Zwangshandeln heran reichenden islamischen Lebensweise ist die aufwändige Erreichung oder Wiederherstellung der prekären rituellen Reinheit aṭ-ṭahāra, der himmlisch geputzte Muslim ist also momentan rein, ṭāhir, auch pāk (paak, pak) genannt

http://de.wikipedia.org/wiki/Tah%C4%81ra

(7) Bernard Bauschert: Hintergründe der AIDS-Epidemie in Afrika. Ndiri kutsvaga sauti – Ich suche nach Salz. Überlieferte Vorstellungen und tradierte Sexualpraktiken lassen die HIV-Prävention häufig ins Leere laufen.

A-1372 (44) Deutsches Ärzteblatt 95, Heft 22, 29. Mai 1998

http://aerzteblatt.lnsdata.de/pdf/95/22/a1370-72.pdf

GEO: „Er ist 40 Jahre alt, sie elf. Und sie sind verlobt – der Afghane Faiz Mohammed und das Kind Ghulam Haider.“ Foto: Stephanie Sinclair

http://www.geo.de/GEO/fotografie/fotoshows/57462.html?t=img&p=3&pageview=

(8) Barbara Kirchner: Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby

http://www.express.de/nachrichten/region/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby_artikel_1212758529424.html

(9), Brescia: Sposa a 11 anni, madre a 12: arrestato marito a Brescia

http://www.lastampa.it/redazione/cmsSezioni/cronache/200807articoli/34428girata.asp

(10) Brescia: Il marito, kosovaro, 21 anni, è in prigione da luglio per violenza sessuale e riduzione in schiavitù. Sposa bambina, arrestati i suoceri

Ha partorito a 12 anni. L‘ accusa: comprata in Serbia per 17 mila euro Devono rispondere di immigrazione clandestina, concorso in violenza sessuale e riduzione in schiavitù

http://archiviostorico.corriere.it/2008/ottobre/17/Sposa_bambina_arrestati_suoceri_co_7_081017007.shtml

(12) Forced Marriage Unit

Our Forced Marriage Unit is a joint-initiative with the Home Office. We see over 1600 reportings of forced marriages a year.

If you are worried you might be forced into marriage or are worried about a friend or relative see information for victims, or call us on 0207 008 0151.

Our trained professionals offer confidential advice and assistance to:

– those who have been forced into marriage overseas

– those at risk of being forced into marriage

– people worried about friends or relatives

– professionals working with actual or potential victims of forced marriage

http://www.fco.gov.uk/en/fco-in-action/nationals/forced-marriage-unit/

(13) Miguel Serveto (Michel Servet) leugnet die Dreifaltigkeit? Jean Cauvin (Johannes Calvin) reinigt die Genfer Erde vom Teuflischen. Evangelisches Töten für Jesus! Verbrennung auf kleiner Flamme gemeinsam mit seinen Schriften

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/05/23/121/

(14) „Mann und Frau in Gleichberechtigung (Gleichheit in der Differenz)“, „Regeln regeln das Zusammenleben“. Aus: Lehrplan für die islamische Unterweisung in deutscher Sprache Grundschule Hauptschule Jahrgangsstufen 1 bis 10. Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus (2005)

http://www.isb.bayern.de/isb/download.aspx?DownloadFileID=ebaab98abb1856b37c8f97dc7580121c

(15) Sheikh al-Hilali: „The uncovered meat is the problem.“ The sheik then said: „If she was in her room, in her home, in her hijab, no problem would have occurred.“

He said women were „weapons“ used by „Satan“ to control men.

http://www.theaustralian.news.com.au/story/0,20867,20646437-601,00.html

(16) Chris Hurford und der Scheich Hilaly

http://www.abc.net.au/insiders/content/2003/s890658.htm

(17) Lakemba-Mosque, Lebanese Moslem Association

http://www.lma.org.au/about.php

(18) TBB ist gegen Pro-Reli und schweigt zur Scharia

http://www.tbb-berlin.de/?id_presse=91

(19) TBB ist ein bisschen gegen Kopftuch im Öffentlichen Dienst, aber nicht gegen Kopftuch

http://www.tbb-berlin.de/?id_presse=41

(20) http://www.fataawa.de Frage Nummer 0042 nach http://www.islam-qa.com Frage 7850. Zum Thema Frau und Parfüm. Scheich Muhammad Salih al-Munadschid

http://www.fataawa.de/Fatawaas/7.Verhalten%20&%20Moral/2.schlechtes%20Verhalten/0042.pdf

(21) Willkommen im Mittelalter. „Diyanet Isleri Baskanligi“ (Diyanet İşleri Başkanlığı, DIB). Leitfaden für das gute und vorbildliche Leben der muslimischen Frau

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,556473,00.html

(22) Initiation der neunjährigen Mädchen: die taklif-Zeremonie. Nozrat Kazemi-Trensch: Bildung von Mädchen und Berufsleben der Frauen in drei islamischen Ländern Afghanistan, Iran, Jordanien (2003). Suchfunktion: taklif

http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2004/4407/pdf/Dissertation.pdf

(23) Initiation der neunjährigen Mädchen. Bei: Mohebban-e-Fatemeh: Suchfunktion: takleef

http://mohebban.burjalsaheb.com/wp-content/uploads/2009/04/fatemeh-3.jpg

(24) Für säkular und gleichheitsfeministisch geprägte Europäerinnen ein Kulturschock: Bezness. In völliger Harmonie mit der Scharia

http://www.1001geschichte.de/

(25) Boris Kalnoky: Seit Erdogan regiert, haben die Frauen es schwer

http://www.welt.de/politik/article913046/Seit_Erdogan_regiert_haben_es_Frauen_schwer.html

(26) Türkische Unis: Erdogan will Kopftuchverbot kippen

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,506728,00.html

Lied gegen Scharia und Kalifat

April 21, 2009

خليفة

chilāfat (Allāh), irdischer Stellvertreter Gottes (Allahs), Kalif. Im Deutschen umgebildet zu Kalifenstaat, Kalifat. Kalifat ist das Territorium geltender Scharia, die kulturrassistisch befreite Zone

Das Lied vom Kalifat

Ein Lied zum Erhalt der freiheitlichen Demokratie, die einen Ratio und Phantasie ermöglichenden Wurzelgrund der Säkularität (kulturelle Moderne) benötigt, den es im Scharia‑Islam (hadīth, al‑Gazālī) nicht geben kann.

Ein Lied über die gestern in Genf angelaufene, radikalislamisch unterwanderte UN-Konferenz gegen Rassismus genannt “Durban II“. Gerne zu singen zur wohl aus den fünfziger Jahren stammenden Melodie des schottischen Straßenmusikers Alex Campbell, wie sie Hannes Wader (“Heute hier, morgen dort“) 1972 mit dem Text unterlegte “Bin auf meinem Weg – schon so lang!“

Text vom Arbeitskreis pädagogische Islamkritik (pik), Duisburg 2009

Auch dir, Demokrat … (Kalifat!)

… wird Islam zum Staat – Kalifat.

Es gibt kein Zurück, Scharia bringt Glück.

Es brennen die Schulen im Tal von Swat[1]! Kalifat!

Islamkritisch ist … (Kalifat!)

… doch nur der Rassist[2]! Kalifat.

Schau, Kunst und Kultur, die stören doch nur[3].

Erzbischof und Imam die rufen zur Tat[4]. Kalifat.

Wer schenkt uns den Sieg? „Kalifat!“

Der heilige Krieg[5]! (Kalifat!)

Es poltert in Genf AhmadīNedschād[6],

es leitet uns recht der Fatwa‑Rat[7]. Kalifat!

Wer weiß guten Rat … (Kalifat!)

… für Kirche[8] und Staat? „Kalifat!“

Herr Hāmid Karzai macht euch Frauen frei[9].

Die Sexpflicht der Ehe[10], den Feldern die Saat[11]. Kalifat.

Es treffe der Fluch … (Kalifat!)

… das Weib ohne Tuch[12]. Kalifat!

Manch ein Journalist ein Frevler ist[13].

So sei Wissenschaft nun abgeschafft[14]! Kalifat!

Auch dir, Demokrat … (Kalifat!)

… wird Islam zum Staat – Kalifat.

Es gibt kein Zurück, Scharia bringt Glück.

Es brennen die Schulen im Tal von Swat[15]! Kalifat!

pik. Duisburg 2009

Akkorde

GD GD

GD GD

DA GD

DA GD, GD

Statt wie Wader “schon so lang“ singe man eben “Kalifat!“

Auf dass uns die hakkimiyyat Allah nicht zur ’postmodernen Alternativkultur’ werde.

Der nonkonformistische Wader überging in seinem Kulturschaffen leider Maos und Stalins Schreckensherrschaft. Wader war Kommunist (DKP) zwischen 1977 und 1991 und noch 2003 Sänger auf dem kommunistischen ZU-Pressefest.

Ob der revolutionäre Herr Wader jemals die inhumane Herrschaftskultur der Sunna und Scharia kritisiert hat? Ob Waders DKP, ob Deutschlands alternativkulturelle Liedermacherszene die Staatsordnung der Koranverse und Hadithen für Kommunismus oder Humanismus hält?


Den Teufel zähmen

September 24, 2008

079

Iblis, Teufel.

Islam als

territorial dominante

Sexualpolitik

Frauenentwürdigung.

Die Seele der Scharia

Von Jacques Auvergne

14. Juli 2008

Das mittelalterliche Wappenzeichen des im gesamten christlichen Raum verbreiteten heiligen Georg zeigt einen männlichen Ritter jedenfalls Reiter mit Lanze, der sich anschickt, selbige in den Leib eines aggressiv guckenden Fabelwesens zu stoßen. Das Untier wird von jedem Kind ganz richtig als Drache erkannt. Georg, im Wappen vieler Städte wie Moskau, Hattingen oder Stein am Rhein, Georg, Schutzpatron Englands oder auch der weltweiten Pfadfinderbewegung, Georg steht dabei für den Sieg des Guten über das Böse.

Als Tierfreund fordere ich freilich sofort dazu auf die Jagd auf Ungeheuer aller Art einzustellen und den Drachen unter Naturschutz. Andererseits wird jeder Mensch das „Böse“ seines Lebens konstruieren müssen, um handlungsfähig zu sein, bei aller Gefahr, die sich aus manichäischen jedenfalls dualistischen Weltbildern ergibt und die, wenn größere Gruppen politisch prägend, geschichtlich bisweilen schon zum rassistischen Pogrom oder Völkermord geführt hat. Sicherlich ist der Reiter individuell immer wieder einmal wie ein Schutzamulett gegen böse Kräfte verstanden worden. In den Stadtwappen von Archangelsk, Heiligenstadt, Jena oder Zeitz übernimmt ein gewisser Sankt Michael den symbolischen Drachenmord, der geht aber zu Fuß.

Das Gute gewinnt über das Böse. Gegenüber den arg zwielichtigen heidnischen Märchen oder antiken Mythen rätselhafter Zwischentöne, empörender Unmoral und dreister Betrügerei ist die als Ideal empfohlene Drachentötung allerdings etwas über das zur Wertorientierung und Gesetzesbestimmung für jedes Gemeinwesen unumgängliche Maß an eingeforderter Sittlichkeit und Bürgerpflicht hinaus geschritten, moralisch bereits bedenklich vergröbert in Richtung des in der persischen Antike entdeckten Tugendstaates der Formel „Staat = Wahrheit“ oder „Herrschaft = Moral.“ Wobei zwischen den beiden persischen Zauberern Zarathustra und Ayatollah Khomeini deutliche Ähnlichkeiten vorliegen, der erstgenannte aber nicht so frauenfeindlich war. Er war ja auch noch nicht islamisiert.

Um menschlich zu sein, darf ein Gemeinwesen nicht perfekt sein. Skandalfreiheit gibt es frühestens im Paradies. Die mit einer freiheitlichen Demokratie unvereinbare islamische Gesellschaft jedoch wird als perfekt angesehen, ihr Nichtaufbau oder der Widerstand gegen sie als Gefährdung des Seelenheils. Jeder heutige islamische Staat, glaubt man den Radikalen, stellt sich der Ordnung Allahs entgegen. In dieser Logik des politischen Islam wird Demokratie zum Götzendienst. So sehr ein Sankt Georg dem Individuum Orientierung geben darf, so wenig darf eine säkulare Gemeinschaft den Bürger zum Kampf gegen das Böse verpflichten. Andernfalls ist dein Bürgermeister dein Guru, dein Präsident dein Heilsbringer.

Den Handwerker kennzeichnet Erfahrung, keine Tugendhaftigkeit. Der Polizist ist professionell, nicht fromm (Bülent Arslan sieht das anders). Der Kommunalpolitiker hat Wissen, keine Heiligkeit. Darum braucht die Demokratie keine Experten oder Polit-Berater, sondern Bürger fehlbarer Mündigkeit. Diese Bürgerschaft ist Souverän, nicht Gott. Hier liegt der Geburtsfehler des neuen Staates Afghanistan, in dem, für Europäer leicht zu übersehen, Allahs Scharia als der menschengemachten Verfassung sittlich übergeordnet festgeschrieben ist. Dieser definierte Schariavorbehalt ist mit einer säkularen Verfassung nicht kompatibel. Dieses Afghanistan wird, so, niemals eine säkulare, freiheitliche Demokratie.

Neben Georg und Michael spießte auch ein gewisser Seyfrit oder Sigurd oder Siegfried die eine oder andere jungfrauenfressende Echse auf. Jungfrauenfressend ist einer Betrachtung wert, ein Mann rettet eine Frau vor dämonischen, animalischen und irgendwie sexuellen Trieben, jedenfalls ist das schwache Weiblein auf die Hilfe des Kerls angewiesen und dieser erweist sich als völlig zuverlässig. Sigmund Freud oder Carl Gustav Jung hätten womöglich die Lanze als symbolischen Phallus gedeutet. Hauptsache die Reinheit der Jungfrau ist gerettet und diese dem Helden zu Dank verpflichtet. Andererseits würde ich das hübsche Fräulein ja auch nicht fressen lassen.

Der Drache also ist das Böse, nennen wir es einmal den Teufel. Und wir Stadtbürger und zugleich Weltbürger müssen das Böse benennen dürfen: Korruption, Gewalt, Willkür, Ungerechtigkeit. Das Wort Teufel oder auch nur das Wort das Böse sollte in einer säkularen politischen Debatte allerdings wohl besser gar nicht erst fallen. Man könnte von „Feindbild“ sprechen, Psychologen entwickelten weise Konzepte wie „das Verdrängte“ oder „der Schatten.“ Greifen wir einmal auf das mittelalterliche Wortbild Drache oder Teufel zurück. Ohne Teufel nämlich kein politischer Islam.

Für etwas ängstliche, wortgläubige Christen verkörpern vielleicht Feuerbach oder Nietzsche den „teuflischen Drachen“, für Rudolf Steiner oder Friedensreich Hundertwasser liegt „das Verachtenswerte“ im rechten Winkel, für Herrn Hitler ist „das Teuflische“ der Jude, für die HAMAS oder Herrn Ahmadinedschad meint „Satan“ ebenfalls den Juden. In der Wahl der Ziele und der Mittel unterscheiden sie sich die genannten Menschen allerdings erheblich, und darauf sollte es uns bei aller schmeichelnder Fremdenliebe und masochistischer Selbstbezichtigung ankommen: Künstler Hundertwasser war Atomkraftgegner, sägt aber noch nicht einmal Strommasten um. Wobei sich andererseits etwa Hitler und die HAMAS gar nicht so sehr unterscheiden, und auch das ist der Rede wert.

Der Drachentöter ist aber nicht einfach nur „gut“ wie der wiedergeborene Christ George Walker Bush es für seine Gefolgschaft ist oder der edle Freiheitsheld des großmäuligeren Teils der islamischen jungen Generation, Osama bin Laden. Der Drachentöter will nicht nur das „Böse“ angreifen. Der Drachentöter ist nicht nur kein Drache, er ist vielmehr männlich und zielt auf das Weib oder auch nur ganz knapp vorbei. Diese nahräumliche Konstellation oder Geometrie, dass nämlich ein grüngeschupptes, bissiges Kriechtier ganz dicht neben einem bezaubernd süßen Mägdelein zu stehen kommt ist mir als einem Christen seit frühesten Kindertagen vertraut: Neben der allzu lebenshungrigen Eva ringelt sich ein sprechendes Reptil am Baume der Erkenntnis. Eine einflüsternde Schlange! Oder sollte ich sagen: Neben der einflüsternden Eva, dieser falschen Schlange?

Durch des Weibes verbotswidrigen Apfelappetit flog das Pärchen aus der paradiesischen Vollversorgung in die vormoderne agrarische Arbeitswelt. Soweit der bunte jüdische Mythos. Das ewig lockende Weib jedoch bedroht die Zivilisation der Patriarchen aller Länder angeblich bis heute, der populärkulturelle Schürzenjäger Dieter Bohlen weiß davon ein Lied zu singen. Islamisch bedroht das Weib die Gesellschaftsordnung vor allen Dingen dann, wenn es kein Kopftuch trägt. Die unbedeckte Frau bringe, als ein einziges leibgewordenes Geschlechtsorgan bevorzugt aber mit ihrem zaubermächtigen Haupthaar, fitna in den artigen Männerbund, Spaltung, Streit, Unruhe. Andere Haare hat sie sich abzurasieren, wildverwegene Augenbrauen etwa zum Püppchengesicht zu zupfen. Wildverwegen ist schließlich nur der Held.

„Bricht den Kopf der alten Schlange(n) / und zerstört der Höllen Reich“ heißt es in einem alten, erhebend festlichen Kirchenlied. Als alte Schlange sollte man um eine so singende, derart kriegerisch gestimmte Gemeinde jetzt besser einen Bogen machen. „Hat ja fast etwas vom Anstand unseres Heiligen Krieges“, könnten die wenig zimperlichen Muslime sagen: „Aus euch Christen kann ja doch noch `was werden. Eigentlich seid ihr ja bereits Muslime, das tönt hier im Lied bereits durch.“

Schlange kann als Symbol für Erdgöttinnen angenommen werden, im Orakel von Delphi (wörtlich: „der Mutterschoß“) hieß die Priesterin, von der imaginierten mächtigen Erd-Schlange Python abgeleitet, Pythia. Die späteren Griechen haben den älteren und damit eher matristischen Geburtskult allerdings trickreich in den Griff gekriegt. Und widmeten das Heiligtum dem Schönling Apoll. So etwas kennen wir doch aus Arabien, die Umwidmung eines Heiligtums, erst drei Göttinnen, dann ein unsichtbarer, hemmungslos sadistischer Geistgott? Richtig, die Kaaba. Dummer Stein.

„Mann ist Himmel, Frau ist Erde.“ Ein wichtiger wie grundfalscher Satz. Drache und Schlange also zu „Erde“ und der Teufel ist auch „ganz unten“, in der tiefsten Etage. Im Unterkörper, allerdings, aus verkopfter Patriarchensicht im sexuellen Untergeschoss. Der Kopf ist asexuell jedenfalls rein. Das Männerhirn ist sauber. Die Frau hat keins. Frau ist animalische Wildnis, tierische Natur, Mann ist Kulturwesen, Geistwesen. Aus diesem Grund stehen bei Juden, Hindus, Zoroastriern, Christen und Muslimen keine Frauen am Allerheiligsten des jeweiligen religiösen Bezirks. Geist sei Männlich, Mitgefühl weiblich. Logik ziert den Krieger, Intrige ziemt sich für das Weib. Zwischen beide ein blickdichter Vorhang, über das teuflisch-verführerische Frauenhaar ein Tuch, auf das erotische Drachengesicht ein Niqab. Hach, wir Burschen unter uns, dieser edle, kriegerische, treue Männerblick, guckstu. Geh, Weib, bedecke deine Reize.

Den Sündenfall bedeute es, Anima und Animus jeder Menschenseele in die Formel „Mann ist Himmel, Frau ist Erde“ zu zerbrechen. Halbierte Persönlichkeiten, die, Jahrtausende später, die kulturelle Moderne wieder mühsam kitten muss. Das ist die seelische Seite, politisch heißt das: Gleichheitsfeminismus.

Drache und Frau.

Rheinische Kerle, die wie nistende Schleiereulen am Biertresen hocken, mögen sich in wechselseitigen Klagen mäßig erfolgreicher Seelsorge über einen Erzählgegenstand namens „Hausdrache“ ergehen. Bei verstärkt schief hängendem Haussegen auch als „alter Drache“ bekannt. Seltsam, der Georgsdrache lauerte noch knapp neben der Frau, hier jedoch die Gleichsetzung? Nun, die Frau ist ja auch keine Jungfrau mehr sondern zwei bis drei Jahrzehnte gealtert. Irgendwie bleiben wir Männer immer jung. Und darf man sich als Bundeskanzler zum vierten male eine Zwanzigjährige zulegen.

Drache und Teufel.

Mythen- und Symbolforscher vermuten im Drachen verdichtete Bedeutungen des Erdigen, Erdentsprossenen, Irdischen. Eine dem geflügelten Wesen zugrunde liegende Fusion aus Schlange und Hahn wird angenommen. Wobei der typischerweise eben nicht fliegende sondern auf der Erde stolzierende Hahn mit seinem roten Kamm und dem sonnenbegrüßenden Ruf auch für das feurige Element steht, der symbolische „rote Hahn“ im alten deutschen Sprachgebrauch für die kriegerische jedenfalls schreckensreiche Feuerbrunst brennender Hausdächer. Dieses Mischwesen aus Vogel und Echse, diese blutrünstige Hahnenschlange, der Drache, jedes Kind weiß das, spuckt Feuer. Zwischen Feuer und Erde bestehen Korrelationen und Kongruenzen, noch deutlicher gilt das für Feuer und Sexualität. Während im durchaus mysogyn geprägten China der Drache als Herrschaftszeichen des Kaiserhauses gegolten hat und als Garant für die Harmonie zwischen Himmel und Erde und damit Reisfeldfruchtbarkeit und Wohlstand, konnte es im manichäisch oder christlich geprägten Europa und vorislamischen Orient für das das feuerspuckende und Felsklüfte liebende Fabeltier nur noch einen Aufenthaltsort geben: Da der Himmel bereits anderweitig besetzt war blieb die angestammt Höhle, wortgewandelt zur Hölle. Schlangenbrut, der Gehörnte ist nicht weit.

Teufel und Frau.

Aus jahrtausendealter männerbündischer Sicht ist Sexualität ebenso dämonisch wie unvermeidlich, da sich Kardinäle oder Kreuzritter, Papua-Krieger, Bundeswehrsoldaten oder Koranschüler nicht durch Teilung oder Sprossung fortzupflanzen vermögen. Verflixt, um die Mutterfigur kommt man also nicht herum. Da bleibt einem als Patriarch nichts anderes übrig, als das verstörende Mütterliche durch Hofieren und Bestechung zu bannen (Islam: „Unter den Füßen der Frau liegt das Paradies“; NS-Mutterkult), die reale „sündhafte“ Frau durch ein unerreichbares marianisches Keuschheitsmonster einzuschüchtern, sie mit dem Teufel gleichzusetzen oder als entmachtete Barbiepuppe zu beherrschen sprich im neuen Großbordell als Prostituierte stundenweise zu kaufen. Tja, Helden wie wir.

Die Frau mit dem Dämonischen oder Teuflischen gleichzusetzen tut jedes Patriarchat seit Konfuzius oder Moses, niemand aber so verbissen und dabei so dogmatisch wie der Islam. Die sexuelle Zähmung des dem iblīs, dem islamischen Teufel nahestehenden Weibes ist im orthodoxen Islam eine gottesdienstliche Handlung. Geschlechtsverkehr ist Gebet, Schwängerung Heiliges Tun, Vergewaltigung nichts als das Bändigen des teuflischen Widerstandes.

Keine Religion hat eine solche Affinität zur außerehelichen oder auch ehelichen Vergewaltigung wie der Islam. Konsequenterweise oder auch ursächlich, jedenfalls strukturell ist die Inszenierung der islamischen Hochzeitsnacht eine institutionalisierte Vergewaltigung.

Schariatisches Fortpflanzen. Austausch der Brautgeschenke zwischen den Clans, Imamehe, (patrilokale) Verfrachtung der Braut ins Haus des Mannes sowie die Feier im Männerkreis zeitigen für das junge Paar Sex auf Knopfdruck. Vor der Türe die Jujuju-schreienden maghrebinischen Weibchen oder die anatolische Dorfbevölkerung, die das blutige Bettlaken sehen will und sehen wird. Die islamische Hochzeitsnacht wird zur heiligen Vergewaltigung. Muslimen ist dieses Thema stinkepeinlich und sie werden jede Außenansicht auf ihr Sittenleben mit Geflunker oder Geschrei zu verhindern trachten. Gegen die Alltäglichkeit der Zwangsehen tun sie indes – nichts. Eine andere Scharia, ein anderes Frauenbild (entsprechend: Männerbild) hat es seit 1.400 Jahren noch nicht gegeben.

Vielmehr stellt die islamische Geistlichkeit bis heute ihren Schützlingen zwischen Marokko und Malaysia einen Gott Allah dar, der mit diesem, unterworfenen Frauenbild und dem entsprechenden Männerbild zufrieden ist. Hier tut Aufklärung und Befreiung not, für Frauen wie Männer. Der Islam braucht eine gänzlich geänderte Jungen- und Mädchenerziehung, um für die kulturelle Moderne ohne Konflikte tauglich zu werden. Was wir als Dschihadismus erleben ist nämlich durchaus auch die Weigerung, Töchtern und Söhnen andere, gewaltärmere seelische und damit sexuelle und damit soziale Rollen zuzugestehen. Homosexuelle Identitäten beispielsweise, daran droht 2008 allerdings auch die weltweite anglikanische Kirche zu zerreißen. Oder eine Frauenrolle jenseits von Kinderzucht und Söhnchenfabrik. Bildung wäre auch klar von Vorteil.

Durch moderne Pädagogen oder Sozialpädagogen ausgesprochene Kritik an Erziehungsfragen jedoch wird von der muslimischen Familie als brutaler Angriff erlebt. Muslimisch (übrigens auch zigeunerisch) geprägte Einwanderer akzeptieren bereits die mit einer auch nur rudimentär realisierten Schulpflicht oder Gesundheitsvorsorge verbundene staatliche Einmischung in Familienangelegenheiten zumeist nur höchst widerwillig. Das setzt sich fort beim Thema Spracherwerb oder der Teilnahme an Klassenfahrten, wobei die „seelsorgerlich tätigen“ Islamistenvereine den um die Reinheit der Tochter bekümmerten Eltern diensteifrig zur Seite stehen. „Der Islam ist die Lösung“ … für Probleme mit diesen nervtötenden Dhimmis und Demokraten.

Auch in Nordafrika oder Kleinasien hat sich ein weltliches und modernes Bildungssystem in einem bis heute nicht gewonnenen Kampf durchsetzen müssen. Älteren Mädchen wird der Schulbesuch oder gar Hochschulbesuch vielerorts verweigert. Dass Frauen in vielen islamisch geprägten Teilen der Erde wie ganz selbstverständlich kein eigenes Bankkonto besitzen dürfen oder ohne triftigen Grund oder jedenfalls ohne Alibi nicht alleine über den Dorfplatz oder durch die Innenstadt flanieren dürfen ist in Europa weithin unbekannt.

Dass im Namen der Scharia systematisch versklavte Frauen längst auch in Belgien oder England leben ist erst durch eine Handvoll Journalisten offengelegt worden, im Juli 2008 etwa durch die in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 06. Juli beschriebene Arbeit von James Brandon und Salam Hafez (Heinrich Maetzke: Tanzt nicht aus der Reihe!). Brandon und Hafez berichten für das Center of Social Cohesion, dass britisch-muslimische Familien ihre eingeheirateten sprich eingekauften Frauen verprügeln, in Gefangenschaft halten, in die Prostitution zwingen oder ermorden und sie im Falle einer Flucht erfolgreich durch das ganze Land verfolgen, aufspüren und gewaltsam zurückbringen lassen. Moscheegemeinden schweigen dazu oder sind der Beteiligung an Gewalttaten gegen Frauen bereits überführt, jedenfalls wünschen sie offensichtlich kein geändertes Bewusstsein zur Rolle von Frau und Mann. Der britische Muslim-Rat trug vielmehr dazu bei, ein Gesetz gegen Zwangsehen zu verhindern. Ein 21 Jahre alter „britischer“ Sohn von Einwanderern fasst sein sexualpolitisches sprich islamisches Weltbild männerbündischer Kontrolle über die zu unterwerfenden, von ständiger Unreinheit bedrohten und bei Entehrung zu ermordenden Frauen in diese Worte:

“A man is like a bar of gold, a woman is like a piece of white silk. If gold gets dirty you can just wipe it clean, but if a piece of silk gets dirty, you can never get it clean again and you might as well just throw it away.”

“Ein Mann ist wie ein Goldbarren, eine Frau ist wie ein weißes Seidentuch. Wenn Gold schmutzig wird, kannst du es einfach wieder sauberwischen, aber wenn ein Seidentuch schmutzig wird, dann wirst du es nie mehr sauber bekommen, dann könntest du es genau so gut gleich wegwerfen.“

Europas muslimische Einwanderer und die erlaubten Männer- und Frauenrollen: Bei Regelverstoß droht der Mord aus Gründen des al‑Namus, der angeblich befleckten sexualpolitischen Ehre. Das ist Islam.

Muslimische, wie Spitzel tätige männliche Angestellte in britischen Behörden helfen entgegen ihrer Dienstvorschriften den patriarchalischen Häschern, ihre flüchtigen Frauen einzufangen. Ein landesweites Netz von zumeist pakistanischen Taxifahrern verfügt über Namenslisten und Fotographien der „vermissten“ Mädchen und Frauen und entführt diese wieder zu ihrem islamischen Ehemann oder jedenfalls Besitzer zurück. In Polizeiwachen oder Sozialämtern lügen die dort tätigen Übersetzer oder versuchen, die häusliche Gewalt wider besseres Wissen zu bagatellisieren. Britische Sozialarbeiter wissen, dass sogar diensthabende Polizisten, soweit „Asiaten“, das heißt: Muslimisch geprägt, als Unterstützer der Frauenversklavung und Frauenjagd kein Vertrauen verdienen.

Droht Deutschland eine ähnliche Zukunft? Ja. Oder auch nein, aber dann nur deshalb, weil sie bereits Gegenwart ist: Aus einer nordrhein-westfälischen Großstadt ist uns ein Fall eines Taxifahrers bekannt, der auf Wunsch der ihm völlig unbekannten Mutter und mit einem Passbild des Kindes eine Vierzehnjährige eines Sommerabends gewaltsam einfing und nach Hause zurücktransportierte, die Mutter hatte die Polizei noch nicht einmal eingeschaltet, auch lieferte der Taxifahrer das Mädchen nicht bei Polizei oder Jugendamt ab sondern bei der Familie, die dem “hilfsbereiten” Taxifahrer reichlich Geld bezahlt hatte. Auch bei uns also maßte sich ein Taxifahrer an, wie ein Vollzugsorgan der Exekutive tätig zu werden und im fragwürdigen aber bezahlten Sinne einer Familie körperliche Gewalt anzuwenden.

Bereits vor eineinhalb Jahrzehnten hätte uns die parallelgesellschaftliche und islamische Realität „deutscher“ Ehrenmordmilieus klar werden können. Nach dem Ehrenmord von Waldshut (EMMA Juli/August 1993) an einer scheidungswilligen Siebzehnjährigen, der Türkin Leyla, die mit vierzehn Jahren zwangsverlobt und mit fünfzehn Jahren zwangsverheiratet worden war. Mindestens zweimal flüchtete das Mädchen, erstmalig in der Zeit ihrer Zwangsverlobung, da brachte die deutsche Polizei die Flüchtige zurück zu ihren Eltern, dann in der Zeit der zwangsweisen Eheschließung. Das meint wohl Necla Kelek mit „die zweite Stadt“: Weitgehende Abschottung von den Ureinwohnern, für letztere das Leben der Frauen im Einwanderermilieu der Scharia nicht zu verstehen und vielleicht auch kaum zu glauben ist.

Leyla, das „parallele“ Leben einer Türkin in Deutschland: Mit vierzehn zwangsverlobt, mit fünfzehn zwangsverheiratet. Der in Koran und Scharia vorgeschriebene Geschlechtsverkehr wird ihr Leben noch zwei letzte Jahre lang bestimmt haben. Leylas in der Türkei aufgegriffener Vater und Mörder gestand seine Tat sofort.

Doch gibt es auch Erfolgsmeldungen, wie Brandon und Hafez 2008 schreiben: Einer britischen Sondereinheit gelingt es vereinzelt, zwangsverheiratete Mädchen aus Pakistan nach England zurück zu holen. Leider nur vereinzelt.

Wo das Verteidigen der absoluten Geltung des al-Namus, der Familienehre, für die Männer zu einem antimodernen Widerstand im Namen der Religion verschmilzt, da ist der begangene Ehrenmord für den Täter, man denke an den französischen Mordfall Sohane Benziane, die 2002 mit siebzehn Jahren ermordet wurde, beinahe zum islamischen Märtyrertum stilisierbar, zum Dschihad als einem „Gender-Dschihad“. Sittlich bleibt der Ehrenmord aus Tätersicht jedenfalls und zumeist lebenslang makellos, die Gefängnisstrafe wird mit kaltem Stolz in Kauf genommen. Das Aussteigen aus dieser falschen Auffassung von Ehre wird wohl viele Generationen benötigen. Sexualität und Gewalt sind im Islam einstweilen untrennbar miteinander verwoben.

Sohane wurde am 4. Oktober 2002 von ihren männlichen „Freunden“ mit Benzin übergossen und angezündet. Die muslimischen jungen Männer wollten die „Schmutzige“ in den im Koran an so vielen Stellen erwähnten Flammen der Hölle braten, quälen, rösten und vergehen lassen. Ohne Koran hätten sie diese Tötungsart wohl gar nicht gewählt. Auch ihr selbstverständlicher – pervertiert männlicher – Herrschaftsanspruch sowie die seelisch krankhafte Manie der angeblichen weiblichen Unreinheit und Verführungskraft sind seit mehr als tausend Jahren in jedem Text der islamischen Orthodoxie nachzulesen.

Der Mord an Sohane und die Gruppenvergewaltigungen in jenem französischen Stadtteil sind wohl weniger islamischer Betriebsunfall denn durchgesetzte Scharia. Der Alptraum Frauenmord ist ein perverser islamischer Männertraum. Wir alle, Muslime und Nichtmuslime, müssen diese gigantische Fehlentwicklung zur Sprache bringen. Der Islam darf, frei nach Mina Ahadi, nicht in die Demokratie integriert werden, vielmehr sind die einzelnen Muslime in die kulturelle Moderne zu integrieren. Der Rechtsstaat darf der ebenso frauenversklavenden wie unwandelbaren Scharia keine Mitgestaltung an seinen Institutionen zubilligen.

Wer aber die vormoderne islamische Jungen- und Mädchenerziehung angreift, die sich im Ehrenmord nur konsequent umsetzt, der greift Allah an. Islamische Erziehungskritik ist Islamkritik und damit todeswürdig. Dementsprechend üben sich Deutschlands Kindergärten, Schulen und Jugendämter in der als Toleranz deklarierten Kultur des Wegsehens. Im Zweifelsfall passt man sich an die jeweilige islamische Maßgabe an und isst alāl und feiert Ramadan und fährt nicht auf Klassenfahrt und redet nicht über Evolutionstheorie oder Kreuzzüge oder Tiere auf dem Bauernhof. Und baut als Grundschullehrerin traditionelle Kinder-Weihnachtslieder islamkonform um, obwohl es „türkischerseits“ noch nicht einmal Beschwerden gab. An genau dieser Schule, mutmaßen Kenner, soll es eine türkische Cousinen-Kinderheirat gegeben haben.

Die Islamverbände sind derweil nicht untätig gewesen und haben einen neuen Typus des kommunalpolitischen Aktivisten herangebildet: Unter diesen „neuen“ radikalen Muslimen gilt es als hoch anerkannte sportliche Übung, den gottlosen Staat der Kuffār, ob kemalistisch oder bundesrepublikanisch, auszutricksen. Der „alte“ Ehrenkodex des Stammes (al‑Namus und Schari‘a; albanischer Kanun; Stammeskultur der Roma) oder des im gefühlten oder auch berechtigten generationenlangen Widerstand lebenden Volkes (Kurden oder Berber, andere ethnische Minderheiten) war ebenfalls noch nie bereit, familiäre Angelegenheiten einer anderen Instanz zu überlassen als dem Patriarchen und dem Rat des Stammes. Nun übernehmen Islamverbände die Deutungshoheit zum Thema Muslim und muslimisch. Durch Parlamente und Ministerien wandeln mittelalterlich denkende Super-Stammeschefs als modern auftretende Funktionäre in Nadelstreifen.

Die ordnungspolitische Theologie des Islam wirkt seit 1.400 Jahren wie eine ins gigantische vergrößerte räuberische Sippe: An ihrer territorialen Grenze militärisch und versklavend: „Aslim, taslam!“, „Unterwirf dich (dem Islam) und du wirst verschont!“. Nach innen nachhaltig unterdrückerisch und eine jede Individualität planmäßig verhindernd. In die als Feindesland betrachtete Außenwelt hinein und bei dem zu vermeidenden Leben in der Diaspora als antisoziale und sadistische Gegenkultur „selbstgewählter Fremdheit“. Ich rede hier nicht vom einzelnen vielleicht säkularen oder gar nicht praktizierenden oder auch einfach anständigen Muslim, ich spreche von der orthodoxen islamischen Geistlichkeit, der allerdings sich niemand in den Weg zu stellen wagt, auch kein „moderner“ nordafrikanischer oder nahöstlicher oder türkischer Politiker.

Der politische, seine Umwelt verändernde Islam will mit eingeforderten und durch die Anhänger der Multikultur merkwürdig gerne gewährten Sonderrechten und Sonderpflichten (Kopftuch, Geschlechtertrennung, „reine“ Nahrung) die Frauen, Männer und Kinder aus der eigenen „Sorte Mensch“ daran hindern, in die kulturelle Moderne „der Fremden, der Ungläubigen“ auszubrechen. Verwestlichte Exemplare werden erpresserisch zur Räson gebracht: Erzwungene Muslimisierung.

Bei fast keiner anderen Einwanderergruppe sondern eigentlich nur bei den nach Europa eingewanderten Muslimen findet diese ausgeprägte Weise des Nichtbeachtens und Ironisierens aller Ordnungen der kulturellen Moderne statt: Die Scharia wird zur Jurisdiktion des Clans oder Straßenzuges, der Clan oder die Moscheegemeinde zur Exekutive der Scharia.

Andererseits lebte ja bereits der Prophet Mohammed selbst in einem solchen Clan und fühlte und dachte in den Strukturen des patriarchalischen Männerbundes. In ganzen Stadtvierteln der auf den ersten Blick modern erscheinenden Millionenstädte wie Kairo (Klitorisverstümmelung) oder Istanbul (Zwangsheirat) regiert allenfalls am Bankschalter oder Flughafen die kaufmännische säkulare Zeit, hinter der Haustüre jedoch die „familiäre Bronzezeit“. Und genau hier, an der Bruchlinie zur immerhin möglichen, nahezu greifbaren kulturellen Moderne knüpfen die Agitateure des politischen Islam an, ob pittoresk gewandete Salafiyya oder optisch gewieftere Muslimbrüder: Die jeweiligen Kinder sollen nicht in die kulturelle Moderne entlassen werden. Gerade die muslimischen deutschtürkischen Töchter sollen sich nicht, das Wort ist in der xenophilen deutschen Linken leider vergessen oder auch niemals verstanden worden, „emanzipieren“ können.

Angesichts der demographischen Entwicklung droht der Bundesrepublik das aus Schlamperei und Feigheit zugelassene islamische Sonderrecht. Wird Deutschlands Topographie künftig einem religionsrechtlichen Flickenteppich gleichen wie ihn die Landkarte des deutschen Sprachraumes etwa um 1700 zeigte, drohen „islamisch befreite Zonen“ (islamischer Frauenentrechtung) nach dem vordemokratischen Grundsatz des Friedens von 1648: cuius regio, eius religio? Ein Staat, der sich ernst nimmt, müsste solches wenigstens verhindern wollen.

Meditieren wir noch einmal über das eingangs erwähnte Bild des Drachentöters. Stechen von oben nach unten. Krieg des Himmels gegen die Erde. Der muslimische Mann sei dem Himmlisch-Göttlichen nahe, die Frau der teuflischen Hölle. Die islamischen Hadithe oder andere Erbauungsschriften zur Assoziation „Frau = Teufel“ sind zahlreich wie Sandkörner in der Wüste, als Vergewaltiger erwischte europäische Imame mittlerweile nicht viel weniger. Der Muslim auf Erden habe die Aufgabe, das Weib sexuell zu zähmen, nötigenfalls mit erzwungenem Sex. Im letztgenannten Fall auch in der Weise der in der gesamten Literatur islamischer Orthodoxie sehr lobend erwähnten Gruppenvergewaltigung.

Heilige Vergewaltigung: Nur insofern bejaht der Islam die Sexualität. Dem Muslimen ist Geschlechtsverkehr mit seinen bis zu vier neunjährigen oder älteren Ehefrauen erlaubt. Kriegerischer Sex, ob die Ehefrau oder Sklavin gerade willig ist oder nicht, erzwungener Sex zähme und bändige die Wirkmacht des Teufels. Der Akt wird zum Exorzismus.

In militärisch eroberten Territorien wird der islamisch empfohlene Geschlechtsverkehr mit den Frauen der Unterworfenen zum Vergewaltigungsdschihad. Aus Darfur, Basra oder Malmö-Rosengård vernehmen wir Schreckliches über muslimischerseits gruppenvergewaltigte Frauen: In Darfur wird mit einem Zehntausende von Opfer fordernden Vergewaltigungsdschihad ein islamischer Völkermord gerahmt, in Basra durch Frauenvergewaltigungen seitens dschihadistischer Straßenmilizen jede alleine spazierende oder gar berufstätige sprich unislamische Frau ins Haus gezwungen und in Malmö und Oslo machen Iraker und Somalier Jagd auf die aus koranischer Sicht minderwertigen skandinavischen Ureinwohnerinnen. Die Hunderte von islamischen Vergewaltigungsopfer an den Mädchen der Urbevölkerung Ägyptens der letzten Jahre seien nicht vergessen, die vom muslimischen Mob gerade im Fastenmonat Ramadan und da gerade am letzten Tag des Monats gejagt und gruppenweise, islamreligiös fiebrig, vergewaltigt worden sind.

Kaum ein Moscheeturm sieht derart anatomisch korrekt nach Kultphallus aus wie das aufgereckt in der Fassade prangende Minarett der 1990 erigierten äh errichteten Finsbury-Park-Mosque. Eben jener Londoner Moschee, die seit der dortigen sechsjährigen Tätigkeit des Hasspredigers Abu Hamza im englischen Volksmund als „suicide factory“ bekannt geworden ist und die der spirituellen Schulung Dutzender Top-Terroristen gedient hat.

Wir fassen zusammen: Anders als jede andere Religion ist der Islam vom Koitus geradezu besessen. Geschlechtsverkehr soll laut Koran unbedingt so oft wie gewünscht praktiziert werden, die muslimische Ehefrau ist dabei neun Jahre alt oder älter. Ayatollah Khomeini durchdachte sogar die Vergewaltigung von Babys. Prophet Mohammed und seine Gefährten kultivierten wie selbstverständlich die Vergewaltigung des weiblichen Teils der menschlichen Kriegsbeute. Bis heute darf jeder Muslim auf der Welt bis zu vier Frauen haben, die ersten Mehrehen sind ja bereits in Europa vorzufinden, und unbegrenzt viele Sklavinnen, wobei er auch mit seinen Sklavinnen jederzeit Geschlechtsverkehr ausüben darf. Denn es ist stets ehrenhafter zu Vergewaltigen denn zu Masturbieren. Selbstbefriedigung nämlich, so wird es jedem religiösen Jungen und Mann vermittelt, sei vor Allah verwerflich: Dann doch besser über eine Dhimmi-Frau oder Atheistin herfallen. Aber nachher bitte gleich duschen, sonst ist die rituelle Reinheit nicht gegeben.

Der Anspruch der ewigen Scharia wird die menschenrechtlich wie grundgesetzlich gebotene Gleichberechtigung der Frau oder die sexuelle Selbstbestimmung ihrer Töchter und Söhne ebenso wenig zulassen wie er dreist von jedem deutschen Islamverband und von jeder Moscheegemeinde als Waffe gegen den säkularen Rechtsstaat erhoben wird. Alles ganz sei symbolisch, das verstehe sich doch. Wo die sensiblen Orientalen doch da’wa machen müssen, das bedeutet Proselytismus (das Abwerben eines Gläubigen einer anderen Religion) und bei deiner oder meiner Gegenwehr in Gefahr laufen, ihr „Gesicht zu verlieren“? Wo sie so rasch seelisch traumatisiert sind und politisch beleidigt! Und kreuzenthaltende Fahnen verbrennen und Autos anzünden.

An die die oberflächlich zwar modifizierbare und vorläufig auch mal nur teilweise umzusetzende, letztlich jedoch absolute und ewige Scharia bleibt eine Entwürdigung der Frau und bleibt eine weitgehende Entrechtung der nichtmuslimischen Frau gekettet. Dieses ist weder mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte noch mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland vereinbar.

Jeder Muslim ist durch die unveränderbare Doktrin von Koran, Scharia und Sunna aufgefordert, nach Kräften die islamische Gesellschaftsordnung gegen jede andere Lebensweise zur totalen Geltung zu befördern.

Heldentum soll für Jungen und männliche Jugendliche gerne durchlebt werden, warum nicht auch für Mädchen. Es gibt diesen Wunsch nach Verkörpern der das Unheil bezwingenden Urbilder, von Gilgamesch bis Siegfried, als Robin Hood oder Winnetou. Gerade die Kinder- und Jugendarbeit und selbst manch therapeutischer Ansatz für Erwachsene greift auf solche Spielideen oder Theaterrollen zurück, die dem Individuum helfen, seiner Einzigartigkeit und seinem Potential auf die Spur zu kommen. Frau kann in diesem ästhetischen Sinne gerade in der kulturellem Moderne ein paar Stunden im Monat Amazone, Zauberpriesterin oder Göttin sein, das Mädchen darf seinen Traum und seine Wirklichkeit anhand der Archetypen Prinzessin oder Zicke, Amazone, girlie oder femme fatale abgleichen, entwickeln und verändern.

Muslimischen Mädchen und auch Jungen wird der Zugriff auf dieses kreative Wählen und Spielen genannter weiblicher und männlicher Rollen allerdings erheblich eingeschränkt und wird so die Chance auf Autonomie und die Entwicklung einer gereiften Persönlichkeit versagt. Das enge Gleis des im islamischen sozialen Geschlecht Erlaubten ist von einer durch Misshandlung und Missbrauch gerahmten „Fahrbahnbegrenzung“ gekennzeichet, die jede andere Weise weiblich oder männlich zu sein, verbietet. Atheistische Weiblichkeit beispielsweise. Schwule Männlichkeit. Heldenhaftes Mädchentum etwa. Rücksichtsvolles, zärtliches Junge-Sein.

Der arrangierte Geschlechtsverkehr an der im Islam ohne weiteres auch dreizehn- oder zwölfjährigen Braut ist ein die meisten Mädchen lebenslang seelisch brechender Kindesmissbrauch. Die Routine-Beschneidung an Jungen im Namen nicht eines Arztes sondern Gottes ist religiöse sexualisierte Gewalt. Millionen Ägypter schweigen uns gegenüber zu der tagtäglichen Klitoris-Amputation, Millionen Türken zu den täglichen Zwangsehen. In diesem Sinne aber und im Wissen, dass ein Kindesmissbrauch auch die Geschwister, Mitwisser, Kinder und Enkel belastend prägt, ist jeder Muslim und jede Muslima sexuell missbraucht. Zu erkennen jedoch, in der Weise sexualisierter Gewalt Opfer der eigenen Eltern, der Imame und der heiligen Schriften geworden zu sein, käme einer Explosion gleich. Einer Explosion, die man nach außen ableitet, aus der Umma in die Dar al-Harb. Der Knall, der sich seitens der Muslima nämlich gegen den Vergewaltiger im Ehebett oder seitens des muslimischen Machos gegen Tantchen und Mami richten müsste, die einem die zu vergewaltigende Ehefrau besorgten, dieser Knall richtet sich gegen uns Islamkritiker. Richtet sich gegen die Demokratie.

Deutschlands Türken der Sechziger und Siebziger waren anfangs Söhne und zeitlich wenig später auch Töchter aus einem Dorf oder Gecekondu, in dem harte Landarbeit, Feudalismus, Bildungsferne, Korruption, Zwangsehen, islamische Kindesmisshandlung, verleugneter Armeniervölkermord und bitterste Armut das Leben prägten. Oft um buchstäblich nicht zu verhungern, kam das Angebot irgendwelcher Fabriken im regnerischen grünen Almanya gerade recht. Diese Menschen wollten leben, kein Kalifat aufbauen! Mit den Spitzenfunktionären gewisser Islamverbände sah die Sache allerdings anders aus, die hatten und haben den von der Muslimbruderschaft formulierten Plan der Islamisierung Europas, die wollten und wollen die Segregation und das Imamat ganz bewusst. Während also das muslimische Fußvolk Europas sich heute von den Ureinwohnern segregiert, um der dargestellten schmerzlichen Erkenntnis auszuweichen, die die kulturelle Moderne weltweit jedem Muslim abverlangt, wollen Europas Islamverbände ganz bewusst die Gegengesellschaft, die Gegendemokratie: Das islamische Sonderrecht und die islamisch befreiten Zonen.

Europas altes Wappenzeichen des drachentötenden Ritters. Auch wir Bürgerinnen und Bürger eines freiheitlichen Gemeinwesens, wir als Nichtmuslime, Ex-Muslime und Muslime, auch wir dürfen auf dieses Sinnbild zurückgreifen und unsere rechtsstaatliche Waffe gegen die Feinde der kulturellen Moderne richten. Das waren einmal Nationalsozialisten und Stalinisten und das sind jetzt Islamofaschisten. Ganz ohne das konstruierte „Böse“ wäre ich handlungsunfähig.

Die noch viel zu wenigen säkularen oder auch bloß weltbürgerlichen Muslime betrachten die Doktrin von Sunna und Kalifat zwar als historisch und geschmacklos, doch das zu sagen ist gerade für sie mittlerweile auch in Deutschland lebensgefährlich. Innenminister Schäuble jedoch verweigert auch diesen demokratischen Muslimen gegenüber die notwendige Unterstützung und bereitet den Seelenfängern der hart agitierenden Islamverbände eine muffige Hinterzimmerbühne, in der sich der seichte Traum eines Einzelnen vom Orwellschem Überwachungsstaat und die tausend Jahre alten Doktrin der sadistischen Scharia in schriller Dissonanz überlagern.

Der „kultursensiblen“ Republik droht die Rechtsspaltung.

Jacques Auvergne

Will Europa das Kalifat?

Juli 3, 2008

إمامة

imamah,

islamisches Imamat.

Imamat ist die politische Herrschaft der

islamischen Geistlichkeit bei aufgezwungener

„Muslimisierung“ auch der säkularen Muslime.

Imamat ist seit 1979 im Iran kulturell wirksam

Herr Cerić fordert das

europäische Imamat

Jacques Auvergne

3. Juli 2008

In der Doktrin der Schiiten, der Schia bezeichnet imamah, Imamat die religiöse, spirituelle und (!) politische Führung der umma, der Gemeinschaft der Gläubigen (1). Man beachte das „und“, es steht dem Muslim nämlich nicht zu, lediglich Religionsführerschaft bis zur Abwahl, persönliche geistliche Lebenshilfe oder vorübergehendes politisches Kanzleramt zu wählen, nein, das Imamat der Schiiten ist die monopolistische Deutungsmacht des Klerus in Bezug auf jeden organisierten Islam des Territoriums, die Kontrolle jeder Behörde und Stadtverwaltung und ist das von dir lebenslang zu erbringende moralische Ausrichten an der Kaste der höchsten Imame. Eine eventuell vorhandene gesonderte weltliche Administration ist dem Rat der Imame untergeordnet: Imamat ist die totale staatspolitische Steuerung des Territoriums. Imamat ist politisch angewendeter Islam, realisierter Islam, Kalifat.

Für Schiiten, so das englische Wikipedia, sind die Imame die wahren Kalifen oder rechtmäßigen Nachfolger des Propheten Mohammed, für Zwölferschiiten und Ismailiten sind darüber hinaus die höchsten Imame mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, frei von Fehlerhaftigkeit und Sünde, sprich: Sind zauberkräftig, unfehlbar und moralisch rein. Sunnitische Muslime kennen diese Verehrung des Imamats, die seit 1979 von Teherans Ayatollahs nutzbar gemacht wird, in dieser Weise nicht, jedoch hat der Begriff Kalif auch für Sunniten viel zu sagen.

Kalif ist die deutsche Form des arabischen Wortes خَلِيفَة Khalīfah und bedeutet wörtlich Nachfolger oder Repräsentant. Der Kalif ist das Staatsoberhaupt aller Muslime der umma, der vom juristischen Rahmen der gottgeschaffenen Scharia umfangenen Gemeinschaft aller Muslime (2). Die Scharia ist für folgsame Muslime Allahs ewiges, unveränderliches Religionsgesetz, gebunden an die einzelnen islamischen Rechtsschulen ebenso wie an die zeitlos gültige Rechtleitung von Koran und Hadithen. Wie im einzelnen „die“ Scharia in einem islamisierten Territorium der Erde zur Anwendung kommt, sprich wie denn Scharia in die Urteile der Rechtssprechung oder die Paragrafen einer staatlichen Ordnung gefasst werden soll ist von Gott Allah offensichtlich nicht eindeutig geregelt worden.

Insofern könnte die Scharia als flexibel und erneuerungsfähig bezeichnet werden, was für uns Demokraten jedoch einem verhängnisvollen Trugschluss gleichkäme, denn die institutionalisierte Herabwürdigung der Frau, die geheiligte Verachtung der Christen und vor allem der Juden, Atheisten und Apostaten, die Etablierung des Kalifats als der idealen islamischen Gesellschaft sowie die weltweite Ausbreitung des Herrschaftsbereichs des Islam, diese jedem Muslim auferlegten Pflichten schaffen einen immerwährenden Konflikt zu den universellen Menschenrechten, etwa zu deren gleichheitsfeministischem Anspruch.

Was einem Trugschluss gleichkäme – und wohl auch: Gleichkommen soll. Muslime jedenfalls haben den Freibrief und Auftrag, Nichtmuslime in dieser Angelegenheit mit Taqiyya, geheiligter Lüge, nur im Notfall zulässig, oder vielmehr mit ايهام Îhâm zu täuschen, der heiligen Lüge für den Normalfall. Von dieser rhetorischen Gepflogenheit im Umgang mit Nichtmuslimen, die einem Nebelschleier gleich die Methodik der دعوة da’wa, der islamischen Mission sowie tagespolitisch besonders kontroverse und dabei islamrelevante Themen zu umgeben pflegt, von dieser heiligen Lüge namens Îhâm machen nicht nur Deutschlands islamverbandliche Vertreter verlässlich regen Gebrauch. Auch der Großmufti von Bosnien und Herzegowina, Mustafa Cerić, gibt sich bedarfsweise als Menschenfreund oder Frauenversteher wenn es nur der guten Sache dient, sprich der Ausbreitung der islamischen Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnisse in Europa.

Wir ahnen mit leichtem Grauen die mehr als ein Jahrtausend alte Unversöhnlichkeit des institutionalisierten Islam, der nicht einen Millimeter zur Veränderung bereit ist und noch jede andere, nichtislamische Lebensweise planmäßig und in Allahs Auftrag erodiert und unterdrückt hat wenn er sie nicht vernichtet hat. Das aber halten die zarten Nerven der politischen Elite des heutigen Europas nicht gerne aus weshalb man bevorzugt, den Islam für reformfähig zu halten und die islamischen Geistlichen für unser Vertrauen verdienend. Europas Ex-Muslime warnen uns vergeblich, diesen Zerstörern jeder Geschlechtergerechtigkeit und Meinungsfreiheit auch nur ein Wort zu glauben.

Volksvertreter Schäuble führt seine Gespräche mit den frauenfeindlichen und zum Apostatenmord aufrufenden Anhängern der Theokratie weiter. Warum eigentlich? Ein Demokrat hat mit einem Faschisten, Rassisten oder eben Theokraten eigentlich keine Kompromisse einzugehen. Offensichtlich hofft man, den Islam demokratisch zähmen zu können. Optimismus ist sicherlich eine gute Sache. Menschen können, will mir scheinen, nicht nur blind vor Hass oder Liebe sein sondern auch blind vor Optimismus.

Hören wir auf Mustafa Cerić, den obersten orthodox-islamischen Führer und für das muslimische Fußvolk Südosteuropas damit wohl auch bereits den höchsten politreligiösen Führer Bosniens. Dieser Großmufti von Bosnien und Herzegowina also tut Europas Rechtgläubigen und Dhimmis kund:

It is not enough that Europe recognises the presence of Islam on its territory. Muslims deserve more than that. They deserve that their presence be legalised in the sense of creating a political and economic climate in which European Muslims can represent themselves through the institutions that should have both governmental support and public acceptance.

Es reicht nicht aus, dass Europa die Anwesenheit des Islam auf seinem Territorium anerkennt. Muslime verdienen mehr als das. Ein Leben in Würde muss für Europas Muslime bedeuten, legalisiert zu werden in dem Sinne, dass Europa ein politisches und ökonomisches Klima schafft, in dem sie sich durch ihre Institutionen umfassendes Recht auf Teilhabe und Mitsprache schaffen können, Institutionen, die sowohl die Unterstützung der Regierungen genießen als auch die öffentliche wertschätzende Anerkennung.

Cerić erweckt in den Nichtmuslimen Schuldgefühle für angeblich verübte ausgrenzende Gewalt und in den Muslimen heilige Wut in Bezug auf ein ihnen ebenso angeblich ständig widerfahrenes Unrecht. Ziemlich dreist stellt der Großmufti die sensiblen europäischen Muslime der herzlosen Demokratien Europas als gedemütigt, ja fast als illegal dar. Die erwähnten Institutionen kosten („Unterstützung“) sicherlich auch Geld, wahrscheinlich darf die EU da finanziell mit angemessener Dschizya einspringen. Und einerlei was diese islamischen Behörden leisten werden, sie verdienen deine und meine Anerkennung. An einem Übermaß an Schüchternheit leidet Herr Cerić jedenfalls nicht.

Cerić durfte diese Worte im Dezember 2007 in der europäisch-wertkonservativen und CDU-nahen European View abdrucken, eine Rede, die den Titel „The challenge of a single Muslim authority in Europe“ trägt. Ein Titel, der jeden Fundamentalismuskritiker alarmieren müsste, denn das wörtliche „Die Herausforderung einer einzigen Muslimischen Behörde/Autorität in Europa“ ließe sich in Kenntnis des politischen Islam treffender durch „Die Herausforderung, eine einzige, anerkannte muslimische Hierarchie für ganz Europa zu etablieren“ wiedergeben. Für jeden Islamkenner wird damit klar: Der Mann will das Kalifat (was denn sonst, er ist Muslim).

Aber: Eine CDU-nahe Zeitung druckt diese Worte ab, wahrscheinlich in völliger Unkenntnis des orthodoxen Islam, der immer auch eine Staatsgründung ist und der die Muslime seines Territoriums – alle Muslime, auch die, die die Schnauze voll haben von der Theokratie – in psychische Abhängigkeit bringen will und halten will. Und bringen wird und halten wird, verhindert die säkulare Demokratie dieses nicht. Einen anderen Islam, man mag das bedauern, gibt es noch nicht. Europa muss die Muslime vor „ihrem“ politischen Islam schützen, sie selbst sind dazu aus seelischer Abhängigkeit und mangelndem islampolitischen Einfluss nicht in der Lage, von den wenigen dezidiert säkularen Muslimen einmal abgesehen, die man allerdings an einer Hand abzählen kann.

Yassin Musharbash beliebte, die in European View abgedruckte Rede des Großmuftis zu verteidigen. Am Begriff und Anspruch der Scharia kaute Musharbash scheinbar kenntnislos jedenfalls lustlos herum, wobei er die islamisch unverzichtbare Existenz der hadd-Vergehen und ihrer koranisch angemessenen Folgen (Steinigung, Handabhacken) zwar nicht völlig leugnete, sie jedoch benutzte, um uns Demokraten irgendwie zu beschuldigen (4). Als Redakteur von SPIEGEL-online scheint er mit der Aufforderung Allahs, jeden Islam-Apostaten zu töten, keine großen Schwierigkeiten zu haben. Der Mann ist wirklich toleranter als ich. Oder aber: Der 1975 geborene Sohn einer Deutschen und eines Jordaniers betreibt kunstsinnig ايهام Îhâm, notfallfreie Lüge (3). Fromme Flunkerei.

Die meisten Muslime vernebeln mir als Nichtmuslim jeden interreligiösen Dialog oder auch nur jedes ernsthafte Gespräch über Religion oder Islam innerhalb von Minuten mit Îhâm und schrecken beispielsweise nicht davor zurück, sich in einem Satz mehrfach zu widersprechen, schmierig zu grinsen, bewusste Auslassungen vorzunehmen (die in Allahs Scharia enthaltene Todesstrafe für Apostasie, die auch in Europa und Deutschland angestrebte Rechtsspaltung für edle Muslime beziehungsweise unwürdige Dhimmis, die Reife für den Geschlechtsverkehr eines islamischen Mädchens mit neun Jahren, die Wertschätzung islamischer Geistlicher für die islamische Frauenbeschneidung) oder mich fraglos wider besseres Wissen der Demokratiefeindlichkeit namentlich des Angriffs auf die Religionsfreiheit zu beschuldigen. Ich weiß nicht, ob Muslime derlei aus Unfähigkeit zu Selbstkritik tun, aus Angst vor Allahs Höllenstrafe beziehungsweise Sorge vor sozialer Exklusion oder aus einer fast rassistisch zu nennenden Verachtung für mich als sittlich geringer wertigen Menschen sprich Nichtmuslim. Ich bilanziere lediglich, dass es einen wie auch immer gearteten Dialog nicht gibt. Und ich habe den Verdacht und zugleich die Hoffnung, dass selbst Dr. Schäuble allmählich erkennt, dass er seine Islamkonferenz besser gar nicht erst gestartet hätte.

Cerić, der Großmufti aus Sarajevo weiter:

First, Muslims have to understand Europe as a house of peace, not a house of war. Second, Muslims have to be clear that their minimum claim is to be free from social interference in their cultural life and that their maximum claim is for social recognition because of their positive contribution to the common good of European society as a whole. And thirdly, Muslims have to establish a single Muslim authority that can speak for both Islam as a world religion and Muslims as good citizens of Europe.

Erstens müssen Muslime verstehen lernen, dass Europa ein Haus des Friedens ist, kein Haus des Krieges. Zweitens muss ihre Minimalforderung sein, ohne störende soziale Einmischung ihre islamische Kultur leben zu können und ihre Maximalforderung, aufgrund ihres heilsamen gesamtgesellschaftlichen Beitrags für die Europäische Gesellschaft anerkannt zu werden. Drittens müssen Muslime eine einzige islamische Autorität etablieren, die sowohl für den Islam als Weltreligion sprechen kann als auch für die Muslime Europas als gute Staatsbürger.

Cerić verwendet einen tausend Jahre alten Binärcode, die Dualität aus der Dar al-Islam und der Dar al-Harb. Hier sei kein Haus des Krieges: Rührend aufmerksam, denn als Harbi dürfte mich jeder Muslim, islamrechtlich einwandfrei, totschlagen. Augenzwinkernd verkündet er mit dem Begriff „Haus des Friedens“ jedem Islamkundigen, Europa sei bereits dem Islamischen Staatsschatz zuzuzählen, islamisiertes Territorium. Die multikulturellen Deppen indes speist er mit demselben, doppelgesichtigen Satz ab mit einem sinngemäßen, „Euer Großmufti will Frieden!“ Bemerkenswert ist seine Forderung, „ohne Einmischung und Störung“ leben zu dürfen. Wir müssen ihm widersprechen: Nein, die Demokratien werden die übliche Gewalt in der islamischen Familie, die Prügelstrafen als Mittel der Kindererziehung und Koranschulpädagogik, die islamisch weltweit wohlwollend geduldete Frauenbeschneidung und die antisemitischen Sprüche in Moschee und Koranschule nicht dulden vielmehr durchaus stören. Und es ist ja wohl ein Witz, dass ein europäisches Imamat notwendig sein soll um den andernfalls allzu sprachlosen Muslimen eine staatsbürgerliche Stimme zu verleihen. Problem allerdings: Die staatsbürgerlich schafblöden Muslime Europas setzen sich gegen Cerić wahrhaftig nicht zur Wehr.

Der Großmufti, so ist zu befürchten, wird seine Vision einer islamischen Schreckensherrschaft recht ungehindert verwirklichen können. Die europäischen Moscheegemeinden, die einem Theokraten und Ironisierer der Demokratie wie Herrn Mustafa Cerić zu widersprechen in der Lage und willens sind, lassen sich an einer Hand abzählen. Da muss sich rasch etwas ändern. Ist es die Angst vor der Höllenstrafe, die nahezu jeden deutschen Muslim daran hindert, den Großmufti von Sarajevo als Gefahr für die Demokratie zu benennen? Oder ist es der antrainierte Hass auf die Kuffar?

Mustafa Cerić war Gründungsmitglied des europäischen Fatwa-Rates (European Council for Fatwas and Research, ECFR). Das ECFR möchte nach eigener Aussage ein Scharia-Recht formulieren, welches auf die kulturelle Moderne zugeschnitten ist. Mit dem Vorsitzenden Yusuf al-Qaradawi und der Beteiligung aus deutschem und niederländischem Sprachraum durch die vom Verfassungsschutz beobachtete Milli Görüş (IGMG) dürfen wir also in den nächsten Monaten und Jahren auf eine fleißige Fatwaproduktion gespannt sein.

Yusuf al-Qaradawi billigt Selbstmordattentate, hält Homosexuelle („100 Peitschenhiebe“, auch mal: „die Todesstrafe“) für abartig und islamrechtlich bestrafenswert, hält das Frauenkopftuch für verpflichtend („nur Gesicht und Hände sollen sichtbar sein“) und fordert eine Dominanz der Scharia im Allgemeinen und seiner Fatwas im Besonderen über jedes säkulare Recht. Der Ehemann darf, so al-Qaradawi, seine Frau schlagen („leicht, mit den Händen“), sollte diese sich gegen ihn auflehnen.

Vorsitzender des deutschen Kooperationspartners IGMG ist Osman Döring genannt Yavuz Çelik Karahan, der immerhin den Mord an drei christlichen Mitarbeitern in Malatya im April 2007 als „barbarischen Akt“ verurteilte. Den gefesselten Opfern eines religiösen Verlages waren die Kehlen durchschnitten worden wie auszublutendem Schlachtvieh. Einer der Vorgängerorganisationen der IGMG aber meinte 1986 in Bezug auf die ungläubigen europäischen Ureinwohner: „Der Europäer ist ein Atheist und Götzenanbeter, ein Wucherer, Kapitalist, Sozialist, Zionist, Kommunist und Imperialist, ständig brünstig und besoffen, ehebrecherisch und materialistisch. Er hat sich dem Teufel verschrieben. (5)“ Vielleicht sucht die IGMG ja noch ihre Identität.

Für uns Islamskeptiker ist dieses Zitat von 1986 sicherlich geradezu ein Leckerbissen. Als Sozialpädagoge frage ich mich allerdings, ob auch heute im demokratiehassenden Geist Erbakans Kinder und Jugendliche indoktriniert werden und, gegebenenfalls, wie denn diese radikalislamisch Indoktrinierten wieder zu entnazifizieren, pardon, zu resozialisieren sind. Lassen Sie uns hoffen, dass den anständigeren Muslimen Bosniens, Österreichs und der Bundesrepublik Deutschlands die Demokratie stets attraktiver erscheinen wird als das Kalifat oder Imamat.

Das Gottesgesetz der Scharia, wie sehr man es auch polieren und vergolden mag, wird mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau, der körperlichen Unversehrtheit, der religiösen und der an sie gebundenen sexuellen Selbstbestimmung sowie mit der Meinungsfreiheit stets kollidieren. Im Sinne dieses von Musharbash so gerne bagatellisierten Gottesgesetzes werden die Herren al-Qaradawi, Cerić und Döring (genannt Karahan) nun auch für Europa Fatwa um Fatwa produzieren. Von der kulturellen Moderne allerdings wird in ihrem Arbeitsbereich womöglich nicht viel übrig bleiben. Die der Erbakan-Doktrin von der gerechten Ordnung („adil düzen“) und der nichtigen Ordnung („batil düzen“) verpflichtete und an einer verstärkten Nichtintegration, Segregation und Gegengesellschaft der türkischstämmigen Muslime in Deutschland interessierte Organisation Milli Görüş wird das antidemokratische, das theokratische Gedankengut von al-Qaradawi und Cerić begierig aufsaugen.

Ein sadistischer Kriegsgott könnte mit seinem bosnischen Vertreter in Sarajevo eigentlich ganz zufrieden sein. Und die militanten und mysogynen Muslime werden sich einen kriegerischen, frauenfeindlichen Gott schaffen, um ihre fiebrige Seele, auf Kosten der Ex-Muslime, Dhimmis und demokratischen säkularen Muslime, im Gleichgewicht zu halten. Hadithe hin, Fatwas her. Wie auf Erden so im Himmel.

Ein aufmerksamer Zeitgenosse (6) prägte unlängst das Gleichnis des Kabelbinders (7), welches das zersetzende islamische Umweltverändern, die ätzende islamische Grenzfläche zur Dar al-Harb sehr treffend zeichnet. Der Kabelbinder, jene elastische Plastikschlinge mit schräger Rasterzahnung und stabilem, kantigem Kopf nämlich bewegt sich … immer nur in eine Richtung. Demokraten empört, dialogbereit. Islam bewegt sich nicht. Demokraten sauer, kompromissbereit. Umma bewegungslos. Demokraten machen ein Zugeständnis. Islam steht still. Demokraten wieder nervös … und so fort.

Das Bild vom Kabelbinder beschreibt den derzeitigen, von Ausnahmen abgesehen zum Scheitern verurteilten demokratisch-islamischen Dialog. Der Kabelbinder der Scharia bewegt sich nur in eine Richtung. Die Schlinge der Multikulturalität und der Dialogforen zieht sich zu.

Seit mehr als tausend Jahren: Islam verändert Nichtislam. Stillstand auf der einen Seite, Nachgeben auf der anderen. Da’wa trifft Dialog, Schäuble den KRM (8). Das von Herrn Cerić gepriesene Europa-Imamat begegnet der säkularen Gesprächsbereitschaft. Wir schuldzerknirschten Europäer sind ganz auf Toleranz und windigen Veränderungsprozess getrimmt, indes die Schergen der politischen Scharia vor Sadismus und frommer Lernverweigerung nur so glänzen. „Es geht immer nur in eine Richtung weiter“. Die meisten Kabelbinder lassen sich nur durch Zerstörung öffnen.

Tolerant bis naiv also redet man von „kultureller Vielfalt am Arbeitsplatz“ (9) oder „ethnischer Ökonomie“ (10). Die Europäische Union hat 2008 zum „Jahr des interkulturellen Dialogs“ ernannt (11).

Der Islam strebt nach totaler Herrschaft und damit gerade auch nach militärischer und politischer Dominanz. Der klassische und der derzeitige Islam können daher die Demokratie nicht wollen. Ein anderer Islam, etwa ein sich einer weltbürgerlichen Rationalität und damit Wissenschaftlichkeit freiwillig unterordnender Ijtihad-Islam oder ein sich auf Seelsorge beschränkender und auf jede politische Herrschaft bewusst verzichtender Sufi-Islam, der allerdings Menschen- und Frauenrechte erst einmal entdecken müsste, ein anderer als der politische Islam hat sich bislang als unerwünscht oder nicht überlebensfähig erwiesen. Säkulare Muslime wie Irshad Manji und Bassam Tibi versuchen, einem noch sehr utopischen, künftigen Islam eine solche Verträglichkeit mit der kulturellen Moderne, damit beispielsweise eine Demokratiefähigkeit, zugänglich zu machen. Mögen sie Erfolg haben.

Der politische Islam aber umschließt alle Kulturen seiner Umgebung. Wie ein Kabelbinder.

Jacques Auvergne

Quellen:

1

http://en.wikipedia.org/wiki/Imamah_(Shi%27a_doctrine)

2

http://en.wikipedia.org/wiki/Caliph

3

Iham, Fromme Flunkerei, bei Wikipedia unter: Taqiyya, dort: Diskussion

http://static.wikipedia.org/new/wikipedia/de/articles/t/a/q/Diskussion~Taqiyya_7096.html#Iham

4

Yassin Musharbash am 14 Mai 2008, SPIEGEL-online

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,553231,00.html

5

Islamische Gemeinschaft Milli Görüş

http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Gemeinschaft_Milli_G%C3%B6r%C3%BC%C5%9F

6

„Hier in Deutschland läutet man mit solchem “Entgegenkommen” den Beginn einer gesellschaftlichen Veränderung ein: Die Gutmenschen denken, sie machen was Humanes, wenn sie sooo auf die türkischen Bürger zugehen.

Die türkischen Bürger werden aber stehen bleiben. Die Gutmenschen werden sich wieder auf sie zubewegen. Dieser Zyklus ergibt langfristig einen islamischen deutschen Gottesstaat. Diese Gutmenschen erkennen nicht, dass sie bestehende Werte einfach wegwerfen.

Der Islam und das Türkische werden immer mehr Einzug in den deutschen Alltag halten. Das Deutsche wird aber nicht Einzug in den türkischen Alltag der hier lebenden Türken halten. Es ist wie bei einem Kabelbinder: Es geht immer nur in eine Richtung weiter.“

Politically Incorrect, #37 RadikalDemokrat (15. Jun 2008 19:49)

http://www.pi-news.net/2008/06/oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-jetzt-auf-tuerkisch/

7

Kabelbinder. Bei: Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Kabelbinder

8

http://de.wikipedia.org/wiki/Koordinierungsrat_der_Muslime

9

„Kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz“

http://www.vielfalt-als-chance.de/index.php?id=235

10

„Ethnische Ökonomie“

http://www.schader-stiftung.de/wohn_wandel/499.php

11

EU ernennt 2008 zum Jahr des interkulturellen Dialogs

http://www.interculturaldialogue2008.eu/333.html?L=1