Posts Tagged ‘Ghezel-Hesar-Gefängnis’

Iran: 26 sunnitische Gefangene im Todestrakt der Gefängnisse der Stadt Karadsch

Oktober 2, 2013

Iran: Lasst nicht zu, dass sie uns umbringen

“Dies ist mein letzter Hilferuf an dich. Die Gefängniswächter stehen schon hinter der Türe. Sie sind gekommen, um uns mitzunehmen. Sei die Stimme unserer unterdrückten Stimme! Lass nicht zu, dass sie uns umbringen.” Das waren die Worte, die Mina Ahadi von einem Gefangenen aus dem Todestrakt des Gefängnisses Radschai Schahr hörte, das auch Gohardascht genannt wird und in der Stadt Karadsch liegt. Sie hörte noch, wie die Wachen den Zellentrakt stürmten. Dann brach das Gespräch abrupt ab.

Mohammad Mardani von der Gefängnisverwaltung im Radschai Schahr informierte die Abteilung, in der die zur Hinrichtung verurteilten sunnitischen Gefangenen am 29. September eingesperrt waren, um bekannt zu geben, dass ein Richter ihre Verlegung in Einzelzellen angeordnet hatte. Mardani verlas die Namen von zwanzig Gefangenen. Sechs andere Gefangene waren erst kürzlich in das ebenfalls in Karadsch befindliche Ghezel-Hesar-Gefängnis verlegt worden. Mardani drohte den Gefangenen, dass, wenn sie nicht auf friedliche Weise mitgingen, sie gewaltsam weggebracht werden würden und zwar mit gebrochenen Gliedmaßen.

Mina sprach gerade mit den Gefangenen, die auf ihre Hinrichtung warteten, und hörte, wie die Gefängniswärter hereinstürmen, um die Gefangenen mitzunehmen. Sie konnte hören, wie die Gefangenen aus dem Tumult schrien: “Wir werden nicht gehen, wir werden nicht gehen.” Einer von ihnen sagte ihr: “Falls wir von der Außenwelt komplett abgeschnitten werden, dann berichte du der Weltöffentlichkeit, dass wir gewaltsam zum Galgen gebracht werden. Bitte: Sei die Stimme unserer unterdrückten Stimme! Lass nicht zu, dass sie uns umbringen!”

Von den 117 sunnitischen Gefangenen dieser Abteilung waren zwanzig im Todestrakt. Sie wurden entweder zur Einzelhaft oder ins Gefängnis Ghezel Hesar gebracht. Das Regime scheint vor zu haben, die 26 gemeinsam hinzurichten.

Unsere Quellen berichten, dass, während die Familien der Opfer noch mit dem Oberstaatsanwalt zusammengekommen waren, die brutalen Gefängniswärter die Gruppe der zwanzig schon wegschleppte, um sie hinzurichten.

Das Internationale Komitee gegen Todesstrafe appelliert an jeden Menschen, energisch gegen den Plan des Islamischen Regimes des Iran Protest einzulegen, nach dem die sechsundzwanzig Gefangenen hingerichtet werden sollen. Wir müssen jetzt auf ihren Aufruf reagieren.

UPDATE: Neueste Nachrichten deuten darauf hin, dass, als Ergebnis des zweitägigen Protests und Sitzstreiks der Familien der Häftlinge, das Regime vorläufig nachgegeben und die Hinrichtungen auf nächsten Monat verschoben hat. Unsere Bemühungen müssen wir jedoch fortsetzen, bis alle Todesurteile aufgehoben worden sind.

In den letzten Monaten und ganz besonders seit dem Amtsantritt von Hassan Rohani ist die Zahl der Hinrichtungen angestiegen. 218 Menschen sind seit Juli hingerichtet worden. 22 Menschen wurden erhängt, während Rohani gerade in New York als politisch “gemäßigt” bejubelt wurde. Aus Sicht der Menschen im Iran kann das Regime keinesfalls moderat genannt werden. Das Regime und seine Vertreter sind die Henker des Volkes, die jetzt ebenso gestoppt werden müssen wie alle Hinrichtungen.

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

29. September 2013

Mina Ahadi

0049 (0) 1775692413

minnaahadi@gmail.com

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

The International Committee Against Execution, ICAE

http://noexecutions.blogspot.co.uk/

http://notonemoreexecution.org/

Dieser Aufruf auf dem Blog von Mina Ahadi

http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/10/iran-dont-letthem-murder-us-this-is-my.html

http://minaahadi-iran.blogspot.de

Internationales Komitee gegen Steinigung

The International Committee against Stoning, ICAS

http://stopstonningnow.com/wpress/

Zentralrat der Ex-Muslime, ZdE

http://www.ex-muslime.de/

Iran: Don’t let them murder us

“This is my last appeal to you: The prison guards are right behind the door. They have come to take us. Be the voice of our suppressed voice! Don’t let them murder us.” These were the last words Mina Ahadi heard from a prisoner on death row in Rajai Shahr prison. She heard the guards raid the ward and the call was disconnected abruptly.

Mohammad Mardani, Rajai Shahr prison’s warden, called on the ward where the Sunni prisoners sentenced to execution were held on 29 September to let them know a judge had ordered their transfer to solitary cells. Mardani read out the names of twenty prisoners. Six other prisoners had previously been transferred to Ghezel Hesar prison. Mardani also threatened the prisoners that should they not go peacefully, they would be taken forcibly and with broken limbs.

Mina talked to the prisoners awaiting their execution and heard he prison guards about to bust in to take the prisoners. She could hear the prisoners shouting in the midst of a commotion: “we won’t go; we won’t go.” One of them told her: “if we are completely cut off from the outside world, let everyone know that we were forcibly taken to the gallows. Please be the voice of our suppressed voice! Don’t let them murder us!”

Of the 117 Sunni prisoners held in this ward, twenty were on death row. They were taken either to solitary confinement or to Ghezel Hesar prison. The regime apparently intends to execute the 26 together.

Our sources report that whilst the victim’s families were meeting with the Prosecutor General, the violent prison guards were dragging the group of twenty away to execute them.

The International Committee Against Execution appeals to one and all to vehemently protest the Islamic regime of Iran’s plan to execute these twenty-six prisoners. We must respond to their appeal.

Update: The latest reports indicate that as a result of two-days of protest and sit-in by the families of the prisoners, the regime has backed down for now and postponed the executions until next month. But the struggle must continue until all the death sentences have been revoked.

In the past months and particularly since Hassan Rouhani took office, executions have been stepped up. 218 people have been executed since July; 22 people were hung whilst Rouhani was being hailed as a “moderate” in New York. From the perspective of the people of Iran, the regime cannot be moderate. It and its representatives are the people’s executioners and must all be stopped as must all executions.

International Committee Against Execution

29 September 2013

Mina Ahadi

0049 (0) 1775692413

minnaahadi@gmail.com

The International Committee Against Execution, ICAE

http://noexecutions.blogspot.co.uk/

http://notonemoreexecution.org/

Earlier published on Mina Ahadi’s blog:

http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/10/iran-dont-letthem-murder-us-this-is-my.html

http://minaahadi-iran.blogspot.de

The International Committee against Stoning, ICAS

http://stopstonningnow.com/wpress/

Council of Ex-Muslims Germany – Zentralrat der Ex-Muslime

http://www.ex-muslime.de/

Hilferuf einer Mutter aus dem Iran

Oktober 21, 2012

‏ سعيد صديقي‎

Saʿīd Ṣiddīqī

Saeed Sedighi

update

Saeed Sedighi und die anderen neun Gefangenen sind heute morgen umgebracht worden. Der Islamische Faschismus der Teheraner Regierung und die den Islam verharmlosenden europäischen Politiker schweigen zu dieser Barbarei.

22. Oktober 2012, 10:50 Uhr

Hilferuf einer Mutter für die Rettung ihres Sohnes

Saeed Sedighi soll morgen hingerichtet werden

An die Weltgemeinschaft,

ich, Monireh Alizadeh-Noorani, die Mutter von Saeed Sedighi, beschreibe eine kurze Biografie meines mühseligen und schweren Lebens in der Hoffnung, dass diese das Leben von meinem jungen und unschuldigen Sohn, der für unsere Familie sorgt, rettet.

Nachdem ich meinem Mann am 28.02.1999 durch die unheilbare Krankheit Multiple Sklerose (MS) verloren hatte, habe mit großen Schwierigkeiten und viel Mühe meine Kinder alleine großgezogen. Meine ganze Hoffnung im Leben, nach Gott, ist mein ältester Sohn Saeed, der zurzeit auf seine Hinrichtung wartet, nachdem er zehn Monate in Haft, davon zwei Monate in Einzelhaft mit grausamster Folter verbrachte.

Daher bitte ich Sie verzweifelt, gegen die Vollstreckung des Todesurteils meines Sohnes Maßnahmen zu ergreifen.

Die Mutter von Saeed Sedighi,
Monireh Alizadeh-Noorani

20.10.2012

Das ist die Stimme von einer traurigen Mutter, deren Sohn durch die Henker der islamischen Regierung verhaftet und gefoltert worden ist und der nun hingerichtet werden soll.

Saeed Sedighi, ein junger Mann von 31 Jahren, hat aus dem Gefängnis mit seiner eigenen Stimme die Welt um Hilfe für seine Rettung gebeten. Er sagt, dass er, nach einer langen psychischen und körperlichen Folter, durch eine schnelle Gerichtsverhandlung zum Tode verurteilt worden ist. Er beteuert seine Unschuld.

http://soundcloud.com/justice-for-iran/24-1391

Die Mutter von Saeed versucht ununterbrochen, durch viele Interviews mit den Medien und Vorsprache bei den verantwortlichen Organen und Personen des Evin-Gefängnisses und der Führung des Islamischen Regimes die Hinrichtung ihres Sohnes zu verhindern.

Hier ist ein Interview in persischer Sprache:

http://sepidedam.org/?p=6135

Heute hat die Mutter von Saeed die Nachricht vom Gefängnis erhalten, dass ihr Sohn morgen hingerichtet wird.

Das Internationale Komitee gegen die Todesstrafe ruft durch die Veröffentlichung des Briefes von Monireh Alizadeh-Noorani alle freiheitsliebenden Menschen dazu auf, ihr zu helfen, diesen Brief zu übersetzen und an alle Menschenrechtsorganisationen, Parteien und Regierungen zu verschicken.

Möge es uns durch eine internationale Protestaktion gelingen, die Hinrichtung von Saeed Sedighi und neun weiteren Menschen, die in den Gefängnissen des Islamischen Regimes auf ihre Hinrichtung warten, zu verhindern.

Die Namen der fünf Menschen, die uns bekannt sind, sind hier aufgelistet:

Saeed Sedighi, geboren 1360 (= 1981)

Abbas Namaki, geboren 1353 (= 1974, hat zwei Kinder)

Hamid Rabi’ee, geboren 1347 (= 1969)

Mohamad Ali Rabi’ee, geboren 1336 (= 1957, der Vater von Hamid Rabi’ee)

Ali Darvish, geboren 1347 (= 1969)

Die letzte Nachricht, die das Komitee erreicht hat, ist, dass sich 200 Angehörige der zum Tode verurteilten Inhaftierten vor dem Büro von Ali Chamene’i versammeln, dem Führer der barbarischen islamischen Regierung.

Diese Aktion findet zur Stunde statt.

Internationales Komitee gegen die Todesstrafe

21.10.2012, 19:00 Uhr (MEZ)

Mina Ahadi

Telefon: 0049 (0) 1775692413

E-Mail: minnaahadi@gmail.com

Internationales Komitee gegen die Todesstrafe

International Committee against Execution – ICAE

http://notonemoreexecution.org

Internationales Komitee gegen Steinigung

International Committee against Stoning – ICAS

http://stopstonningnow.com/wpress/