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Teilverbot der Vollverschleierung (Niqab bzw. Burka) in Baden-Württemberg?

November 28, 2016

نقاب

niqāb

Nikab, der Gesichtsschleier als die Erweiterung bzw. Umsetzung der islamisch verpflichtenden Bedeckung (Hidschab)

Anlass für die Stellungnahme des Zentralrats der Ex-Muslime zu dem für Baden-Württemberg geplanten Teilverbot von Niqab oder Burka ist der Entwurf für ein Gesetz zur Gewährleistung offener Kommunikation und Identifizierbarkeit. Als Drucksache 16/896 wird der durch die FDP/DVP-Fraktion eingebrachte Entwurf durch den Landtag Baden-Württemberg in dessen 19. Plenarsitzung am 30.11.2016 in Erster Beratung debattiert werden.

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

Köln

An das

Ministerium für Soziales und Integration von Baden-Württemberg

Stuttgart

26.11.2016

Gesetzentwurf zur Gewährleistung offener Kommunikation und Identifizierbarkeit – Anhörungsverfahren

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Zentralrat der Ex-Muslime [ZdE] bedankt sich für die Gelegenheit, zu dem Gesetzentwurf der Fraktion der FDP/DVP Stellung zu nehmen.

Der als Antidiskriminierungsverband nach § 23 AGG tätige Verein stimmt einem eingeschränkten Verbot der Gesichtsverschleierung bedingt zu, verweist auf seine Petition 16/00494 und ergänzt den Gesetzesvorschlag wie folgt:

Zu Art. 2

Nach § 55 wird eingefügt:

§ 55 a Gesichtsverschleierung

Beamtinnen ist es untersagt, während des Dienstes ihr Gesicht zu verschleiern oder zu verhüllen, soweit Sicherheitsvorschriften dies nicht erfordern. Ein Motorradhelm oder Schutzhelm für Polizisten ist keine Gesichtsverschleierung, sondern schützt den Kopf vor Verletzungen. Sturmhauben zum Identitätsschutz sind bestimmten polizeilichen und militärischen Spezialeinheiten vorbehalten. Andere dienstliche Zwecke oder Regelungen zur Dienstbekleidung rechtfertigen keine Ausnahme vom Verschleierungsverbot.

Zu Art. 3

Änderung des Schulgesetzes

Absatz 5, der § 1 angefügt werden soll

Der Gesetzentwurf definiert staatliche Schulen zutreffend „als Ort der offenen Kommunikation und Integration“. Weil die Bedeckung des Gesichts aber die Mimik verschleiert, konterkariert sie diese Funktion. Das Verbot des Gesichtsschleiers ist daher auf den gesamten Unterricht und alle Schulveranstaltungen auszudehnen und schließt sowohl jeden bekennenden Religionsunterricht als auch alle Ganztagsangebote mit ein. Ausnahmen beschränken sich auf Schutz- und Sicherheitsvorschriften, eine Lehrkraft kann das Verbot nur ausnahmsweise für ein Theaterprojekt außer Kraft setzen.

Die Vorschrift haben alle Schülerinnen und jede Frau einschließlich Ehrenamtlerinnen als verpflichtend zu beachten, die Aufgaben in den Bereichen Betreuung, Bildung, Förderung, Erziehung, Sport, Kreativität und Freizeitgestaltung ausführen. Diese Regelung soll auch bei Veranstaltungen, die über den regulären Schulbetrieb hinaus gehen, gelten und, um eine offene Kommunikation zu ermöglichen, alle Pädagoginnen und Teilnehmerinnen auf Elternabenden, Elternsprechtagen und Elternratssitzungen einschließen.

Holt eine Mutter oder sonstige Vertrauenspersonen des Kindes, die den Mitarbeitern bekannt ist, ein Kind von der Grundschule ab, muss sie wegen ihrer Identifizierbarkeit bei Betreten des Schulgeländes auf den Gesichtsschleier verzichten. Viele Kinder haben Angst, fangen an zu weinen oder laufen weg, weil sie sich fürchten, wenn ihnen eine vollverschleierte Person begegnet, die sie nicht erkennen und einordnen können.

Zu Art. 4

Änderung des Landeshochschulgesetzes

[vgl 1. § 2 Abs. 4]

Niqab und Burka sind an allen in § 1 Abs. 1 u. 2 Punkt 1 bis 6 genannten Hochschulen zu verbieten. Sicherheitsbestimmungen sind von dieser Regelung ausgenommen. Das Verbot der Vollverschleierung darf nur ausnahmsweise für Theater- oder Filmprojekte aufgehoben werden. Nicht aus Textilien bestehende und nur während der Dauer von künstlerischen Darbietungen getragene Masken fallen nicht unter das Verbot.

Gesetz über die Betreuung und Förderung von Kindern in Kindergärten, anderen Tageseinrichtungen und der Kindertagespflege (Kindertagesbetreuungsgesetz – KiTaG)

Für Einrichtungen nach § 1 des genannten Gesetzes hat aus den gleichen Gründen wie in staatlichen Schulen ein ausnahmsloses Verbot der Vollverschleierung zu gelten, das von Leiterinnen, Erzieherinnen und sonstigen mit pädagogischen Aufgaben betrauten Personen, Praktikantinnen und Ehrenamtler sowie von Müttern und sonstigen Vertrauenspersonen der Kinder bei allen Angeboten, auch Elternabenden, Sommerfesten u. dgl., zu beachten ist.

Holt eine Mutter oder sonstige Vertrauenspersonen des Kindes, die den Mitarbeitern bekannt ist, ein Kind aus einer Einrichtung nach § 1 des genannten Gesetzes ab, muss sie wegen ihrer Identifizierbarkeit bei Betreten des Geländes auf den Gesichtsschleier verzichten. Viele Kinder haben Angst, fangen an zu weinen oder laufen weg, weil sie sich fürchten, wenn ihnen eine vollverschleierte Person begegnet, die sie nicht erkennen und einordnen können.

Begründung der Stellungnahme

[vgl. Seite 5 des Gesetzentwurfes]

Die parlamentarischen Diskussionen haben, was äußerst selten ist, über alle sonstigen Meinungsunterschiede und Parteigrenzen hinweg ergeben, dass alle Abgeordneten und Regierungsmitglieder darin übereinstimmen, dass Burka und Niqab fundamentale Grundsätze unserer freiheitlich demokratischen Grund- und Werteordnung verletzen.

Der ZdE führt ergänzend aus

Der Niqab ist ein blickdicht gewebtes Tuch, das vom Nasenrücken aus abwärts das Gesicht verdeckt. Klassischerweise wird der Gesichtsschleier zu einem sackartig geschnittenen Gewand, dem Hidschab, getragen und mit Handschuhen kombiniert. Nach den zusätzlichen Kleidungsstücken, die das bereits umfassende Bedeckungsgebot definitiver Qualität erweitern [vgl. Stellungnahme DITIB zum Beschluss des BVerfG (1 BvR 471/10; 1 BvR 1181/10) vom 27.01.2015, Rd 74], greifen meist sehr strenggläubige Muslimas, nicht selten deutsche Konvertitinnen, die dem salafistischen Glaubensspektrum des sunnitischen Islam zuzurechnen sind und Positionen von Rechtsgelehrten hanbalitischer bzw. wahhabitischer Prägung nahestehen.

Den Trägerinnen genügt es daher nicht, ihren Körper durch den Hidschab so zu verhüllen, dass Körperumrisse und weibliche Rundungen durch die lose fallende Kleidung aufgelöst werden und so nicht mehr erkennbar sind. Sie richten sich vielmehr nach Fatwen von anerkannten Autoritäten des hanbalitisch interpretierten Rechts, insbesondere Scheiche wie ibn Taimiyya und dessen Schüler ibn al-Qayyim al-Dschauziyya der klassischen Epoche und, aus der jüngeren Geschichte, die Scheiche bin Baz, al-Uthaymin und al-Fauzan. Die Gelehrten haben nach vielen Jahren des Studiums der Hadithwissenschaften und der islamischen Jurisprudenz an renommierten islamischen Universitäten begehrte Lehraufträge erhalten.

In ihren Schriften und Rechtsgutachten weisen sie immer wieder darauf hin, dass ein weibliches Gesicht und zarte Frauenhände ebenso wie ein mit sanften femininen Rundungen geformter Körper verbotene Reize aussenden würden und daher zwingend unter undurchsichtigem Stoff verborgen werden müssten, um Männer, die nicht Mahram-Verwandte sind, nicht sexuell zu erregen. Gottesfürchtige Salafistinnen befolgen diese Lehrmeinungen, um ihr ohnehin prekäres Seelenheil nicht zu gefährden und qualvollen Höllenstrafen zu entgehen.

Wie die Burka ist auch der zum Ganzkörperschleier mit offenem Sehfeld erweiterte Hidschab ein islamisches Kleidungstück, das auf den Straßen deutscher Städte eher selten zu sehen ist. Nach einer Schätzung von Sozial- und lntegrationsminister Manfred Lucha sollen sich ungefähr 1500 Niqabis in der Öffentlichkeit bis auf die Augenpartie vollverschleiern, nicht, wie der Grüne Politiker fälschlicherweise behauptet, Burkaträgerinnen. Dass da für ihn kein Problem besteht, verwundert nicht, da er sich nicht einmal die Mühe macht, zwischen den beiden Gewändern zu unterscheiden. Radikalislamische Muslimas gehören wohl nicht zu den möglichst vielen, für die der Grüne Politiker mit seiner Mannschaft ein möglichst würdevolles Leben erarbeiten will [Stuttgarter Zeitung am 11.05.2016].

Ein möglichst würdevolles Leben möglichst vieler will [Lucha] mit seiner Mannschaft erarbeiten.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.der-neue-sozialminister-manfred-lucha-sozialromantik-ist-seine-sache-nicht.e9767c2a-9269-4703-a7b2-5d88a0417484.html

Wie die Verfassungsschutzbehörden berichten, erhalten seit mehreren Jahren Gruppen oder charismatische Einzelprediger fundamentalistisch islamischer Ausrichtung regen Zulauf. Durch ihre inzwischen technisch versiert und professionell gestalteten Web- und Videoauftritte sowie durch die auf die verschiedenen Zielgruppen genau zugeschnittene Themenwahl bei ihrer Missionstätigkeit üben sie auf weibliche wie männliche junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund große Anziehungskraft aus.

Gingen die Ämter 2011 noch von 3800 teils noch sehr jugendlichen Anhängern der salafistischen Glaubensrichtung aus, gehörten im Dezember 2015 bereits 8350 zu diesen stark glaubensbewegten Gruppen. Allein in den sechs Monaten zwischen Juni und Dezember 2015 schlossen sich 850 Menschen den muslimischen Extremisten an.

2011 rechnete der Verfassungsschutz noch mit 3.800 Personen in dieser Szene. Im Juni 2015 zählten sie etwa 7.500 Anhänger, im Dezember sprach BfV-Präsident Hans-Georg Maaßen bereits von 8.350 Salafisten, Tendenz steigend.

http://web.de/magazine/politik/salafisten-deutschland-gefaehrlich-szene-31355670

Inzwischen folgen in Deutschland ungefähr 10.000 der religiös motivierten Renaissancebewegung des Salafismus. Nach persönlichen Krisen und Diskriminierungserfahrungen glauben diese Muslime durch die Hinwendung zum islamischen Fundamentalismus erkannt zu haben, wie sie künftig im Diesseits und Jenseits Probleme vermeiden und Glückseligkeit erreichen können. Unsere strengislamischen Mitbürger sind davon überzeugt, durch geistige Rückbesinnung auf die ehrwürdigen und rechtschaffenen Muslime der ersten drei Generationen [arab.: as-Salaf aṣ-Ṣāliḥ] und die medinensische Gesellschaft, die beste Gemeinschaft und deren Prinzipien [vgl. Koran 3:110], Antworten auf Sinnfragen sowie Orientierung, Halt, Kraft und Identität gefunden zu haben.

Sie irren.

In Anbetracht der Tatsache, dass der Niqab im salafistischen Milieu für Muslimas vorgeschrieben ist und höchste Wertschätzung genießt, sind 1500 Niqabträgerinnen unwahrscheinlich, die reale Anzahl dürfte höher liegen und wird aufgrund der dynamisch steigenden Mitgliederzahl sowie der durch die Imamehe (Wegfall der verpflichtenden staatlichen Voraustrauung im Jahre 2009) erleichten Polygamie in den nächsten Jahren vermutlich wachsen. Für diese Einschätzung spricht auch, dass die Gründer von drei der vier sunnitischen Rechtsschulen, und zwar der malikitischen, schafiitischen und hanbalitischen Madhhab, den Gesichtsschleier in Kombination mit Handschuhen als absolut verpflichtend ansehen und in den letzten fünf Jahren viele Menschen islamischen Glaubens aus Syrien, Irak, Somalia, Eritrea [vielfach Schafiiten] und den Maghrebstaaten [Malikiten] nach Deutschland gekommen sind.

Die meisten Rechtsgelehrten der hanafitischen Rechtsschule empfehlen Gesichtsschleier, Burka und Handschuhe lediglich. Wenn aber Gesicht und Hände einer Frau so reizvoll sind, dass sie Männer zu unkeuschen Gedanken verführen oder gar sexuelle Begierden wecken könnten, müssen Muslimas, die der hanfitischen Rechtsschule folgen Gesicht und Hände bedecken. Hardliner wie die Deobandi schreiben sogar grundsätzlich vor, dass Frauen außerhalb des Hauses Handschuhe und Gesichtsschleier zu tragen haben.

Für den ZdE ist nicht die Anzahl der Vollverschleierten von Bedeutung, sondern die Grundrechtswidrigkeit, speziell Frauenfeindlichkeit dieser Ganzkörperschleier. Deshalb setzt er sich für ein absolutes Verbot dieser islamischen Kleidung auch im öffentlichen Raum ein.

Meinung der vier Rechtsschulen bezgl. der Pflicht das Gesicht zu verschleiern und Handschuhe zu Meinung tragen

Mālikī Fiqh

Imām Mālik (…) war der Meinung, dass eine muslimische Frau dazu verpflichtet ist, ihr Gesicht und ihre Hände zu bedecken.

Shaykh al-Munāğğid sagte:

„Die korrekte Ansicht ist, dass eine Frau ihren kompletten Körper verhüllen muss, sogar das Gesicht und die Hände. Imām Aḥmad sagte, dass sogar die Fingernägel der Frau ʿAwrah sind und dies ist auch die Ansicht von Imām Mālik.“

(Fatwā Islām Q&A Frage Nr. 21536)

Shaykh al-Munāğğid in einer anderen Fatwā die Ansicht der Mālikī-Gelehrten bzgl. Niqāb spricht:

„…daher ist es für eine Frau in ihrer (malikitischen) Ansicht verboten hinauszugehen vor Nicht-Maḥrams mit einem entblößten Gesicht.“

(Fatwā Islām Q&A Frage Nr: 68152)

Shaykh al-Islām ibn Taymiyyah zur malikitschen Position:

„Es scheint so, als wenn es die Meinung von Aḥmad ist, dass jedes Teil des Körpers ʿAwrah ist, sogar die Nägel und das ist auch die Ansicht von Mālik.“

(Majmū’ al-Fatāwā, 22/110)

ibn al-ʿArabi:

„Die komplette Frau ist ʿAwrah; ihr Körper und ihre Stimme. Es ist also nicht erlaubt, dass sie dies enthüllt.“ (Ahkām al-Qurʾān 3/1578)

Muffasīr Imām al-Qurtubī sagte:

Alles an einer Frau ist ‘Awrah’ (verhüllungsbedürftig); ihr Gesicht, ihr Körper und ihre Stimme, Es ist nicht erlaubt, irgend etwas davon preiszugeben, außer in Situationen der Notwendigkeit.“

(Al-Ğāmi’ li Ahkāmi l-Qur’ān)

Aus al-Ğāmiʾ li Ahkām al-Qurʾān 14/227:

Für mehr Informationen über die Meinungen der Mālikī fuqahaʾ bezüglich der Verpflichtung für die Frau der Gesichtsverschleierung; siehe in: al-Maʾyār al-Muʾarrab von al-Wanshirīsi 10/165, 11/226 und 229, Mawāhib al-Ğalīl von al-Hattāb 3/141, al-Dhakhīrah von al-Qurāfi 3/307 und Hāshiyat al-Dasūqi ʿālā al-Sharḥ al-Kabīr 2/55.“

Ḥanbalī Fiqh

Es wurde von Imām Aḥmad ibn Ḥanbal überliefert, dass er sagte:

„Die Fingernägel der Frau sind ʿAwrah. Wenn sie also das Haus verlässt, soll sie nichts von sich zeigen. Selbst ihre Ledersocken soll sie nicht zeigen, weil die Ledersocken die Form der Füße zeigen.“ (al-Furūʿ 1:601)

al-Ḥafiz ibn al-Qayyīm al-Ğawziyyah:

„Die ʿAwrah wird in 2 Arten unterteilt: Die ʿAwrah im Gebet und die ʿAwrah beim Anschauen. Eine Frau darf ihr Gebet verrichten, wenn die Hände und das Gesicht unverschleiert sind, jedoch darf sie so nicht auf dem Markt, oder auf Versammlungen erscheinen. (d.h. es ist nicht erlaubt, wenn die Frau hinausgeht mit unbedecktem Gesicht und unbedeckten Händen.)“
(Tahdhīb as-Sunan und Iʿlam al-Muwaqicīn 2:80)

Shaykh ibn ʿUthaymīn

Die islāmische Kleidung verbirgt den gesamten Körper …

Nur durch die vollständige Bedeckung, Gesicht und Hände eingeschlossen, kann eine Frau nicht erkannt werden. Dies war das Verständnis und die Praxis der Ṣaḥāba und sie waren die beste Gemeinschaft, die edelste aus der Sicht von Allāh ta ‚ālā, mit dem vollständigsten Imān und den edelsten Charaktereigenschaften. Wie können wir von diesem Weg abweichen?“

(Hiğāb Seite 12, 13)

Shaykh Muhammad al-Saalih al-‘Uthaymeen:

The hijaab prescribed in sharee’ah means that a woman should cover everything that it is haraam for her to show, i.e., she should cover that which it is obligatory for her to cover, first and foremost of which is the face, because it is the focus of temptation and desire.

A woman is obliged to cover her face in front of anyone who is not her mahram (blood relative to whom marriage is forbidden). From this we learn that the face is the most essential thing to be covered. There is evidence from the Book of Allaah and the Sunnah of His Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) and the views of the Sahaabah and the imams and scholars of Islam, which indicates that women are obliged to cover all of their bodies in front of those who are not their mahrams.

Fataawa al-Mar’ah al-Muslimah, 1/ 391, 392)

Shaykh bin Bāz sah Niqāb ebenfalls als verpflichtend an. In einer Fatwā wurde er gefragt, ob man im Gebet Handschuhe tragen darf und er antwortete, dass man dies während des Gebets machen darf, jedoch führte er an, dass die Frau im Gebet kein Niqāb tragen soll; aber nur dann, wenn keine Nicht-Maḥram Männer anwesend sind, denn er (bin Bāz) sagte:

„Wenn Nicht-Verwandte Männer anwesend sind, dann muss sie ihr Gesicht, genauso wie den restlichen Körper, bedecken.“

(Islāmic Fatāwā Regarding Women S. 105-106)

ibn al-Qayyīm al-Ğawziyyah:

„Die ʿAwrah wird in 2 Arten unterteilt: Die ʿAwrah im Gebet und die ʿAwrah beim Anschauen. Eine Frau darf ihr Gebet verrichten, wenn die Hände und das Gesicht unverschleiert sind, jedoch darf sie so nicht auf dem Markt, oder auf Versammlungen erscheinen. (d.h. es ist nicht erlaubt, wenn die Frau hinausgeht mit unbedecktem Gesicht und unbedeckten Händen.)“
(Tahdhīb as-Sunan und Iʿlam al-Muwaqicīn 2:80)

Shaykh Saalih al-Fawzaan (may Allaah preserve him) said:

The correct view as indicated by the evidence is that the woman’s face is ‘awrah which must be covered. It is the most tempting part of her body, because what people look at most is the face, so the face is the greatest ‘awrah of a woman. This is in addition to the shar’i evidence which states that it is obligatory to cover the face.

For example, Allaah says (interpretation of the meaning):

“And tell the believing women to lower their gaze (from looking at forbidden things), and protect their private parts (from illegal sexual acts) and not to show off their adornment except only that which is apparent (like both eyes for necessity to see the way, or outer palms of hands or one eye or dress like veil, gloves, headcover, apron), and to draw their veils all over Juyoobihinna (i.e. their bodies, faces, necks and bosoms)…”

[al-Noor 24:31]

Shaykh bin Bāz

sah Niqāb ebenfalls als verpflichtend an. In einer Fatwā wurde er gefragt, ob man im Gebet Handschuhe tragen darf und er antwortete, dass man dies während des Gebets machen darf, jedoch führte er an, dass die Frau im Gebet kein Niqāb tragen soll; aber nur dann, wenn keine Nicht-Maḥram Männer anwesend sind, denn er (bin Bāz) sagte:

„Wenn Nicht-Verwandte Männer anwesend sind, dann muss sie ihr Gesicht, genauso wie den restlichen Körper, bedecken.“ (Islāmic Fatāwā Regarding Women S. 105-106)

Zum Schluss führe ich noch eine Aussage von Shaykh al-Islām ibn Taymiyyah an. Er war auch ein sehr bekannter Shaykh der Ḥanbalī-Rechtschule.

ibn Taymiyya sagte:

„Das Wort „Ğilbāb“ ist ein Tuch, dass Ibn Mas´ūd als einen Umhang beschrieb, der den ganzen Körper mit Kopf, Gesicht und Händen bedeckt. Deshalb ist es für eine Frau nicht erlaubt, ihr Gesicht und Hände in der Öffentlichkeit zu zeigen.“
(Fatāwā Band 2, S. 110)

Aus diesen Fatāwā (Rechtsgutachten) lässt sich schließen, dass die korrekte Meinung in der Rechtschule von Imām Aḥmad ibn Ḥanbal ist, dass die Frau ihr Gesicht und ihre Hände bedecken muss. In dieser Rechtschule ist es also eine Pflicht für die Frau, den Niqāb bzw. die burqaʿ zu tragen und Allāh weiß es am Besten.

Shāfiʿī Fiqh

In einer Fatwā von „Islamweb“ heißt es:

„Nach der Ḥanbalī-Rechtschule und nach der korrekten Ansicht der Shāfiʿī-Rechtschule, sollte sie ihr Gesicht und ihre Handflächen vor fremden Männern bedecken, da dies zur ʿAwrah gehört.“

(Islamweb Fatwā Nr. 81554)

In einem Ḥadīth, welcher von Abū Dāwūd überliefert wurde heißt es:

„….sie nahmen ihre Übergewänder und machten Schleier aus ihnen.“

Zu dieser Überlieferung sagte al-ʿAsqalānī folgendes:

„Diese Aussage (Sie machten Schleier aus ihnen) bezieht sich auf das Bedecken des Gesichtes. „Es hat nicht aufgehört, die Gewohnheit der Frau zu sein, in den älteren Generationen und in den neueren Generationen, dass sie ihr Gesicht vor nicht-verwandten Männern bedeckt.“ (Fatḥ al-Bāri 9:235)

Imām as-Suyūṭī:

„Der Vers über Ḥiğāb betrifft jede Frau. Darin liegt die Verpflichtung auf ihnen, dass sie ihre Köpfe und Gesichter bedecken.“ (Istinbāt at-Tanzīl 3:118)

Hieraus lässt sich ganz klar schließen, dass der Niqāb eine Pflicht für alle ist subḥānallāh.

Es gibt noch viele weitere Gelehrte bzw. Imāme der Shāfiʾī-madhhab, welche der Meinung sind, dass die muslimische Frau ihr Gesicht und ihre Hände bedecken muss. Darunter auch Imām Ibn Rislān, welcher folgendes sagte:

„Die Muslime stimmen überein, dass es für die Frau verboten ist, das Haus mit unverschleiertem Gesicht zu verlassen.“ (Nayl al-Awṭār Sharḥ Muntaq al-Akhbār 6:11)

Von Imām ash-Shirbinī in al-Mughnī al-Muhtāğ verzeichnet, dass Imām as-Subkī folgendes sagte:

„…das Gesicht und die Hände einer Frau sind ʿAwrah beim Anschauen, jedoch nicht im Gebet.“

Imām Muḥammad aṣ-Ṣanaʿnī erklärte auch, dass die Frau im Gebet nicht die Hände und nicht das Gesicht bedecken muss. Doch, was ist, wenn die Frau außerhalb des Gebetes ist und wenn fremde Männer sie anschauen? In diesem Fall sagt Imām aṣ-Ṣanaʿnī:

„Wenn ein Mann die Frau ansieht, dann gehört jedes Körperteil von ihr zur ʿAwrah.“

(Subul as-Salām Sharḥ Bulūgh al-Marām)

Ḥanafī Fiqh

Anwār ʿAlī Ādam al-Mazahirī:

Imām Shāfiʾī, Imām Mālik und Imām Aḥmad ibn Ḥanbal sind der Meinung, dass der Niqāb verpflichtend (fard) ist.

Imām Abū Ḥanifa ist hingegen der Ansicht, dass der Niqāb im Prinzip nur empfohlen ist („wāğib“). In Zeiten der Unmoral und Glaubensschwäche oder weil das Gesicht hübsch ist die Gefahr, dass ein Nicht Mahram in Versuchung geführt werden könnte, weil das Gesicht hübsch ist, werden Gesichtsschleier und Handschuhe zur Pflicht.

Islamweb Fatwā Nr. 81554)

Wenn man sich heutzutage umsieht, wie extrem die Fitnah verbreitet ist und wie extrem sich die Unzucht unter der Menschheit verbreitet hat, dann merkt man ganz schnell, dass es in der heutigen Zeit einfach nur das Beste und vorallem das Sicherste sein kann, wenn sich die muslimische Frau von Kopf bis Fuß verschleiert, wa Allāhu aʿlam.

Ibn Nujaym:

„Unsere Gelehrten erklärten: Es ist der Frau verboten ihr Gesicht unbedeckt zu lassen, während sie unter Männern ist; in unserer Zeit, aufgrund der Fitnah!“

(al-Baḥr ar-Rāʾiq Sharḥ kanz ad-Daqāʾiq)

Auch Imām Sarkhasi, welcher sagte:

„Das Verbotene daran, eine Frau anzuschauen, ist aufgrund der Fitna (Versuchung) und die Gefahr der Fitna kommt, wenn man das Gesicht der Frau anschaut, denn die meisten attraktiven Eigenschaften befinden sich im Gesicht; viel mehr als auf irgendwelchen anderen Körperteilen.“ (al-Mabsūṭ 10:152)

Deoband

The Niqab and its obligation in the Hanafi madhhab by Mufti Husain Kadodia

It is with great sadness that we note confusion in the minds of many students and even some scholars concerning the obligation of the niqab (veil) in the Hanafi madhhab, which expressly classifies covering the face as binding on women and forbids the exposure of the face in the presence of ghayr mahrams (strangers).

https://www.deoband.org/2009/04/contemporary-voices/the-niqab-and-its-obligation-in-the-hanafi-madhhab/

Es ist die politische, menschenrechtliche und durchaus auch soziale sowie sozialpädagogische Verpflichtung unserer Gesellschaft sowie der Bundes- und der Landesregierungen über jede Form von Extremismus und dessen schädliche Folgen für jeden Einzelnen von uns allen, für unsere säkulare, freiheitlich demokratische Gesellschaft und unseren Rechtsstaat im Sinne des GG [Art. 20 Abs. 1, 2 u.3 GG; Art. 28 Abs1 Satz 1 GG] aufzuklären und Projekte zu fördern die Ausstiegswillige unterstützen. Die Legislative, das Baden-Württembergische Parlament, hat uns alle, insbesondere die Bürger des Landes vor den Auswirkungen von religiös motiviertem Extremismus und seinem Angriff auf Grund- und Menschenrechte zu schützen.

Religionsfreiheit ist ein universelles, unteilbares und unveräußerliches Menschenrecht, dem überall auf der Welt Geltung zu verschaffen ist. Dieses individuelle Recht hoher Priorität, dass jedem von uns zusteht, garantiert Bekenntnisfreiheit in positiver aber auch negativer Ausprägung. Der ZdE setzt sich hier in Deutschland unter anderem für die negative Religionsfreiheit von Islamapostaten und Andersgläubigen unter den Flüchtlingen ein, die in ihren Unterkünften wegen ihrer Weltanschauung diskriminiert werden und Angriffen auf Leib und Leben ausgesetzt sind. Sie weisen darauf hin, dass selbst dem Wortlaut nach vorbehaltlos geltende Rechte verfassungsimmanente Schranken haben, die unter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsprinzips mittels praktischer Konkordanz auszuloten sind. Das Grundgesetz beansprucht konsequent und eifersüchtig, allein die Spitze der staatlichen Normenpyramide zu besetzen. Der Vorrang der Verfassung wird gesichert durch das Bundesverfassungsgericht.

Josef Isensee: Vom Stil der Verfassung

https://books.google.de/books?id=BQSnBgAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Die Einheit der Verfassung, ein Unterfall der Einheit der Rechtsordnung auf Verfassungsebene, stellt bei Fallkonstellationen, in denen sich Grundrechte widersprechen, einen fundamentalen Grundsatz der Verfassungsinterpretation dar. Normtheoretisch hat die als ideal zu geltende Einheit der Rechtsordnung die Konsequenz, dass mit jedem Rechtssatz zugleich die gesamte Rechtsordnung angewendet wird. Bei der Anwendung von Einzelnormen wird methodologisch davon ausgegangen, dass deren Aussagen begrenzt und unvollständig sind und erst aus der Zusammenschau mehrerer Normen der spezifische Zweck und Anwendungsbereich der Einzelvorschrift deutlich wird.

Peter Schwacke: Juristische Methodik. Kohlhammer, Stuttgart, 5. Aufl. 2011, S. 7: „Ist die Rechtsordnung in sich frei von Regelungs- und Wertungswidersprüchen, schließt die Anwendung eines Rechtssatzes letztlich die Anwendung der gesamten Rechtsordnung ein. Das wäre dann der Idealgrundriss einer Rechtsordnung.“

Grundrechtsverzicht, als der unmissverständlich ausgedrückte Wille rechtsverbindlich auf eine grundrechtliche Garantie zu verzichten, ist an Voraussetzungen gebunden. Vorrang und Einheit der Verfassung sind Rechtsstaatsprinzipien [Art. 20 Abs. 3 GG], die für die Bundesrepublik konstitutiv sind und nach Art. 79 Abs. 3 GG nicht verändert werden dürfen. Unsere Verfassung, das GG ist kein Warenhauskatalog, aus dem man nur die Artikel aussucht, die gefallen.

Wahrscheinlich wären die Bürgerinnen, die für ihr Recht auf freie Religionsausübung, positive Bekenntnisfreiheit und Vollverschleierung kämpfen, nicht bereit die Unantastbarkeit ihrer Würde [Art. 1 Abs. 1 GG], ihre Gleichheit vor Gericht und das Diskriminierungsverbot [Art. 3 Abs. 1 oder 3 GG] oder die Rechtsweggarantie [Art 19 Abs. 4 GG] aufzugeben.

Grund- und Menschenrechte stehen in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat nicht zur Disposition. Sie haben neben der subjektivrechtlichen für das Individuum auch eine objektive Funktion. In seinem Grundsatzurteil zum Fall Lüth [BVerfGE 7,198 – Lüth] hob das BVerfG hervor, dass unser GG auch als objektive Werteordnung anzuerkennen ist, über die nicht jeder frei verfügen kann.

Auf die vielfältigen gesundheitsschädlichen und sicherlich kostenintensiven Auswirkungen des Vitamin D Mangels für Mutter und Kind durch das Abschirmen jedes Sonnenstrahls auf der gesamten Körperoberfläche haben wir in unserer Petition bereits hingewiesen. Die Vollverschleierung erhöht das Unfallrisiko, weil sie das Gesichtsfeld einschränkt und ausreichende Übersicht verhindert. Bodenunebenheiten werden zur Stolperfalle, das selbstständige Überqueren von Straßen ist für sie und auch für die Säuglinge, die sie im Kinderwagen spazieren fährt oder die Kleinkinder neben ihr, die noch auf die Anleitung Erwachsener angewiesen sind, lebensgefährlich.

Burkaträgerinnen erkranken durch Lichtmangel

Vitamin D wird hauptsächlich über das Sonnenlicht gebildet und kann nicht ausreichend durch ausgewogene Ernährung mit Lebensmitteln wie Fisch, Milch und Getreide ausgeglichen werden. Auch Nahrungsergänzungsmittel sind kein vollwertiger Ersatz. Burkaträgerinnen und Niqabis klagen häufig über Kopfschmerzen. Der schmale Sehschlitz verursacht eine künstliche Sinnesbehinderung, welche die Augen überanstrengt und daher nicht ohne Folgen für Körperhaltung, Muskeltonus und Psyche bleibt.

Ein geringer Vitamin D Spiegel führt zu ernsthaften Krankheiten und vielerlei leicht vermeidbaren Beschwerden wie schlechter Immunabwehr, psychischer Instabilität bis zu Depressionen. Das Risiko für Koronare Herzkrankrankheiten, Diabetes Mellitus, Multiple Sklerose und Rheuma steigt. Inzwischen weiß man um die Bedeutung des ‚Sonnenscheinhormons‘ in der Krebsprophylaxe. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellten bei der Auswertung von europäischen und US-amerikanischen Studien zum Zusammenhang zwischen Vitamin D Spiegel und Sterblichkeitsrisiko nicht nur fest, dass die Studienteilnehmer mit den niedrigsten Vitamin D Werten ein 1,57-fach höheres Gesamtsterblichkeitsrisiko haben. Bei einer getrennten Auswertung der Untersuchungsergebnisse wiesen die Forscher sogar nach, dass ein Mangel an diesem Vitamin den Verlauf von Krebserkrankungen negativ beeinflusst und die Überlebenschancen der Erkrankten sinken.

Nahrungsergänzungsmittel: Natürlich ist oft besser

http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/meldung/Nahrungsergaenzungsmittel-Natuerlich-ist-oft-besser-1602850-2602850/

Nahrungsergänzungsmittel in der Kritik

http://www.deutschlandfunk.de/welthunger-nahrungsergaenzungsmittel-in-der-kritik.769.de.html?dram:article_id=292491

Weniger Infekte mit Vitamin D

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/erkaeltungskrankheiten/article/829063/immunschwaeche-weniger-infekte-vitamin-d.html

Vitamin D Mangel und Depression

http://www.vitamind.net/mangel/depression/

Vitamin-D-Mangel geht aufs Herz

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/article/823796/khk-infarkt-vitamin-d-mangel-geht-aufs-herz.html

Vitamin D unterstützt körpereigene Insulinproduktion und -empfindlichkeit

http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/presse/ddg-pressemeldungen/meldungen-detailansicht/article/vitamin-d-unterstuetzt-koerpereigene-insulinproduktion-und-empfindlichkeit-kopie-1.html

Studie bestätigt Bedeutung von Vitamin D bei MS

https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/ms-forschung/studie-bestaetigt-verbindung-zwischen-vitamin-d-mangel-und-hoeherem-multiple-sklerose-risiko-in-finn/

Studie bestätigt Verbindung zwischen Vitamin-D-Mangel und höherem Multiple Sklerose-Risiko in Finnland

https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/ms-forschung/studie-bestaetigt-verbindung-zwischen-vitamin-d-mangel-und-hoeherem-multiple-sklerose-risiko-in-finn/

Vitamin-D-Mangel – ein unterschätztes Problem von Rheumapatienten

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/skelett_und_weichteilkrankheiten/rheuma/article/609686/vitamin-d-mangel-unterschaetztes-problem-rheumapatienten.html

Ungünstige Krebs-Prognose bei niedrigem Vitamin-D-Spiegel

Nr. 33 | 09.07.2014 |

https://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2014/dkfz-pm-14-33-Unguenstige-Krebs-Prognose-bei-niedrigem-Vitamin-D-Spiegel.php

Kalziumstoffwechsel

Vitamin D: Darum ist es so wichtig

Unter dem Begriff Vitamin D fasst man verschiedene fettlösliche Vitamine zusammen, die den Kalziumhaushalt regulieren und an der Mineralisation des Knochens beteiligt sind. Der Körper nimmt zum einen Vitamin D aus der Nahrung auf, zum anderen kann er es selbst unter dem Einfluss von Sonnenlicht produzieren. Erfahren Sie hier Wissenswertes über Vitamin D.

http://www.netdoktor.de/ernaehrung/vitamin-d/

Hauptvorlesung Innere Medizin

»Calcium-/Phosphat und Knochenstoffwechselstörungen«

Holger S. Willenberg

Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Rheumatologie Direktor: Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum

http://www.uniklinik-duesseldorf.de/fileadmin/Datenpool/einrichtungen/klinik_fuer_endokrinologie_diabetologie_und_rheumatologie_id5/dateien/vorlesung_kalzium_phosphat_und_knochenstoffwechselerkrankungen_willenberg_ukd_2011.pdf

Was versteht man unter Rachitis und Osteomalazie?

https://www.tk.de/tk/krankheiten-a-z/krankheiten-r/rachitis-und-osteomalazie/30460

Ursachen bei Coxa Vara

http://www.medizinfo.de/becken/coxa_vara/ursachen.shtml

Ihre Knochen brauchen Vitamin D

http://www.osd-ev.org/osteoporose-therapie/osteoporose-ernaehrung/vitamin-d/

Dr. Miriam Casey, Konsiliarärztin der Osteoporoseabteilung des St. James Krankenhauses in Dublin berichtete in der Sunday Times, dass Burkaträgerinnen, die aus heißen Ländern mit täglich vielen Sonnenstunden in das eher regnerische Irland einwandern, nicht genügend Vitamin D aufbauen können. Insbesondere im Winter, zumal wenn sie in einer Stadt wohnen, reicht die für den Aufbau des Vitamins erforderliche Menge an UV B Strahlung auf der Insel nicht, um den Körper ausreichend mit Vitamin D zu versorgen. Die durch dieses Defizit verursachten ausgeprägten Mineralisationsstörungen der Knochen können sogar dazu führen, dass die Beckenknochen werdender Mütter unter dem Geburtsvorgang brechen.

Gefahren bei der Geburt durch Sonnen- und Vitamin D-Mangel

Ein besonders hohes Risiko tragen muslimische Frauen, die eine Burka tragen. Diese Verschleierung des gesamten Körpers verhindert die natürliche Vitamin D-Bildung in der Haut durch die UV-Strahlen der Sonne – zumal in sonnenärmeren Ländern.

Für Burka tragende Frauen in Irland schlug zu Beginn des Jahres Dr. Miriam Casey, Osteoporose-Spezialistin an der St. James’s Klinik in Dublin Alarm.

Viele Burka-Trägerinnen, die aus südlichen Ländern eingewandert seinen, litten – vor allem im Winter – an Vitamin-D-Mangel und im Gefolge an Störungen der Knochenbildung. Dadurch könne der Beckenknochen während des Geburtsvorganges brechen. Für die Babies bestehe die Gefahr von Krämpfen, Wachstumsstörungen und Muskelschwäche.

“In dem Maße wie sich der Anstieg der muslimischen Einwanderer in Irland beschleunigt, bekommen wir hier ein massives Problem“, sagte Dr. Casey gegenüber der Sunday Times.

http://sonnennews.de/2009/01/06/gefahren-bei-der-geburt-durch-vitamin-d-mangel/

Ireland: For burqa wearing women, vitamin D deficiency rises from lack of exposure to sunlight

Muslim women who wear the burqa and other similar face-coverings run an increased disk of pelvic fractures during childbirth because of a deficiency of vitamin D, warns Dr. Miriam Casey of the Osteoporosis Unit in the St. James hospital in Dublin. Those in cloudier environments such as Ireland and Britain generally run an increased risk because of lack of sufficient sun exposure, but Dr. Casey warns that Muslim women run an additional risk above the general population. “As we see a rise in the number of Muslims in Ireland, it’s going to become a massive problem. It’s worse in England whose Muslim community is older. There are already problems in the Rotunda (a maternity hospital in Dublin) and the pediatric hospitals,” she stated.

http://www.euro-islam.info/2008/12/28/ireland-for-burqa-wearing-women-vitamin-d-deficiency-rises-from-lack-of-exposure-to-sunlight/

Ganzkörperschleier gefährden die Gesundheit der Kinder vollverschleierter Mütter

Für die Babys dieser Frauen besteht zudem ein erhöhtes Risiko in den ersten Lebenswochen Krämpfe zu bekommen. Stillen komplett verschleierte Mütter ihre Babys, weist ihre Muttermilch in Europa einen signifikanten Vitamin D Mangel auf, der bei den Säuglingen Rachitis Vorschub leistet. Da auch in islamischen Familien Mütter und weibliche Verwandte für die Erziehung und Pflege der Jüngsten zuständig sind und vollverschleierte Frauen das Haus nur mit Erlaubnis ihres Gatten und alleine nur aus wichtigem Anlass verlassen (dürfen), kommen auch deren Kleinkinder kaum an Sonne und frische Luft.

Vitamin D – Sonne, Sommerzeit, Sport und Bewegung

http://www.netzathleten.de/lifestyle/body-soul/item/3613-vitamin-d-sonne-sommerzeit-sport-und-bewegung

Nach Artikel 3 Absatz 3 der UN-Kinderrechtskonvention müssen die Vertragsstaaten dafür Sorge tragen, dass die dem Schutz des Kindes dienenden innerstaatlichen Normen von den zu ihrer Anwendung berufenen Institutionen, Diensten und Einrichtungen im Sinne der Sicherheit [Unfallrisiko] und Gesundheit der Kinder [Folgen des Vitamin D Mangels ihrer Mütter] tatsächlich auch angewendet werden.

Das Menschenbild in islamisch orthodoxen Milieus

Um einschätzen zu können, ob in einem säkularen, freiheitlich demokratischen Rechtsstaat ein Burka- oder Niqabverbot verfassungsrechtlich vertretbar ist, ist es auch für den Stuttgarter Landtag sinnvoll, sich mit dem Männer- und Frauenbild des fundamentalistischen Islam, dem die muslimischen Trägerinnen und Befürworter anhängen, zu befassen.

Fitra (fiṭra), natürliche Veranlagung

Sowohl die unbelebte als auch die belebte Natur, auch jeder Mensch, ist von Ursprung und Wesen her auf seinen Schöpfer ausgerichtet, allahzentriert. Wenn ein Kind geboren wird, kommt es dementsprechend zunächst als Muslim auf die Welt. Erst seine Eltern machen aus ihm einen Andersgläuben oder Atheisten.

„Jeder (Mensch) wird im Zustand der Fitra geboren (d. h. nach der Art und Weise des Erschaffens durch Gott). Alsdann machen seine Eltern aus ihm einen Juden, Christen oder Zoroastrier.“

al-Buchari (Kitab al-Qadar, Kap. 3)

Die sakrosankten Vorschriften des islamischen Rechts [arab. Scharia] beinhalten Verhaltens- und Kleidungsregeln sowie Aufgabenverteilung, die sich gemäß der weiblichen bzw. männlichen Fitra voneinander unterscheiden.

Weibliches Rollenkonzept, Schambereich des weiblichen Körpers [Aura, ‘awra]

Der sich auf die beiden Primärquellen Koran und Sunna stützende und wortgetreu zu befolgende Islam salafistischer, wahhabitischer und hanbalitischer Prägung sieht in der weiblichen Weltbevölkerung pauschal die Ursache für Unglauben, Zwietracht, Intrige und Zerwürfnis. Weil es Frauen angeblich an Religion, Vernunft und Anstand [Al-Buchâri 298] fehlt, gelten sie als moralisch und religiös verunsichert und leicht beeinflussbar. Aus islamischer Sicht sind sie sichere Beute für den Teufel, der sie dazu verleitet, ihre Pflichten gegenüber Allah und den Glaubensgeschwistern zu vernachlässigen und dazu anstiftet, Männer vom rechten Weg abzubringen, ihnen den Kopf zu verdrehen und sie zu verführen.

Wegen ihrer Fitra, wegen ihrer flatterhaften Natur und Veranlagung zur Unmoral, und weil sie dem Teufel nahesteht, hat jede gottesfürchtige Muslima ihre Awra [auch: islamische Aura: Schambereich, Intimzone], die je nach Rechtsschule mindestens den gesamten Körper bis auf Gesicht, Hände und Füße umfasst, mit einem Hidschab zu verhüllen und nur noch in Begleitung des Ehemanns oder eines Mahramverwandten das Haus zu verlassen. Alleine aus der Wohnung zu gehen ist nur in seltenen, zu begründenden Ausnahmefällen möglich oder wenn der Ehemann es erlaubt.

Selbst bei unerträglich hohen Temperaturen in der Mittagszeit ist leichte Sommerkleidung, die zu viel nackte Haut zeigt, haram. Muslimas haben darauf zu achten, dass mit Ausnahme von Gesicht und Händen kein zusätzlicher Zentimeter Haut sichtbar wird oder durch zu transparenten Stoff durchscheint. Grundsätzlich hat der weite Schnitt der Kleidung so lose über den Körper zu fallen, dass weibliche Rundungen und die Silhouette unter blickdichten Textilien auch dann nicht zu erkennen sind, wenn man dicht beieinandersteht. Lugt der Haaransatz oder eine widerspenstige Strähne aus dem Schleier hervor, ist dieser Verstoß sofort zu korrigieren.

Nach schariakonformem Rollenkonzept gehört zu den Aufgaben einer Muslima Hausarbeiten ordentlich zu erledigen und das Haus sauber zu halten. Sie ist verantwortlich für die gottgefällige Erziehung der Kinder und hat den Ehegatten liebevoll, demütig und gehorsam zu umsorgen. Die Töchter werden schon früh in ihre künftigen Pflichten eingeführt und an ein Allah ergebenes Leben gewöhnt. Nach islamischer Doktrin haben Grundschülerinnen bereits mit neun Mondjahren, nach unserem solaren Kalender also mit etwa achteinhalb Jahren, die religiöse Reife [Taklif] erreicht, um sowohl die ihnen zustehenden Schariarechte zu beanspruchen als auch die ihnen auferlegten religiösen Pflichten wortgetreu zu erfüllen.

Da die Monatsregel heutzutage mit neun oder zehn Jahren einsetzen kann (als Grenze der Menarche werden sowohl 17 % Körperfett als auch 48 kg Körpergewicht von Wissenschaftlern diskutiert), folgt aus der Offenbarung Allahs, dass bereits Grundschülerinnen in der dritten bis vierten Klasse religionsrechtlich als Frauen gelten, denen die volle Verantwortung für ihr Seelenheil zu übertragen ist. Auch sie haben dann ihren immer noch sehr kindlichen Körper bis auf Gesicht und Hände zu verbergen. Leichte Blusen oder Tops, die die Arme nicht bedecken, kurze Röcke, Kleider oder Hosen, die nackte Beine sichtbar werden lassen, sind tabu. Die Kindheit unbeschwert zu genießen, an der frischen Luft herumzutollen oder sich spontan zu treffen, wie ihre gleichaltrigen nicht muslimischen Klassenkameradinnen, ist dann nicht mehr möglich. Überwachung und Kontrolle durch die Familie und der Konformitätsdruck durch das soziale Umfeld steigen an.

Keine Salafistin oder Wahhabitin wird sich dem Vorwurf aussetzen wollen, der eigenen Tochter den ‚geraden Weg‘ (Koran 36:60-62 usw., aṣ-ṣirāt al-mustaqīm) ins Paradies vorzuenthalten und damit nicht nur das eigene, sondern auch das Seelenheil des Mädchens zu gefährden. Deshalb wird man das Kind rechtzeitig durch das Kopftuch an das Verschleierungsgebot gewöhnen: „From an early age, daughters should be taught that hijab is an ordinance from Allah to protect their chastity. When a girl reaches puberty she is obliged to do all the obligatory duties and to avoid all haram things. One of the obligatory duties is wearing hijab“, wie man im theologischen Umfeld von Yusuf al-Qaradawi zur Frage klarstellt, ob muslimische Eltern das Recht haben, ihren Töchtern den Hidschab aufzuzwingen.

Der aus dem Libanon stammende promovierte Philosoph, Islamwissenschaftler und Publizist Dr. Ralph Ghadban schreibt zum Frauenbild in Koran und Sunna: „Die Frau ist eine ‚aurah, wenn sie ausgeht, dann kommt ihr der Teufel entgegen. Sie ist am nähsten zu Gott, wenn sie in ihrem Haus tief steckt. Der Prophet soll gesagt haben: „Die Frau hat zehn ‚aurah. Wenn sie heiratet, schützt ihr Mann eine von ihnen und wenn sie stirbt, schützt das Grab alle zehn ‚aurah.

[at-Tirmidhî 1093]

Ali reported the Prophet saying: ‚Women have ten (ʿawrāt). When she gets married, the husband covers one, and when she dies the grave covers the ten.

Kanz al-ʿUmmāl, Vol. 22, Hadith No. 858

Samuel Schirmbeck zu den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht 2015/16

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-von-samuel-schirmbeck-zum-muslimischen-frauenbild-14007010.html

„Herr Augstein, Sie irren“. Von Sounia Siahi.

In seiner aktuellen Kolumne auf SPIEGEL ONLINE warnt Jakob Augstein vor übertriebener Hysterie ob der Patrouille sogenannter Scharia-Polizisten in Wuppertal. Je dümmer die Provokation, desto eher fallen wir darauf herein‘, so sein Urteil. Auf diesen Text hat die marokkanisch-deutsche Journalistin Sounia Siahi mit einer besorgten Zuschrift reagiert. Ihren Beitrag – und Augsteins Replik – dokumentieren wir hier im Wortlaut.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/salafisten-journalistin-sounia-siahi-reagiert-auf-augstein-kolumne-a-991888.html

Männliches Rollenkonzept, Schambereich des männlichen Körpers [Aura, ʿawra]

Jungen bürdet man diese Last erst ab zwölf, eigentlich ab fünfzehn Jahren auf. Ihnen steht auch nach der religiösen Reife frei, sich jederzeit überall mit Freunden zu treffen und sich mit ihnen an jedem Ort aufzuhalten, der ihnen gefällt. Weil sich die männliche Awra nur vom Bauchnabel bis zu den Knien erstreckt, kann er bei sommerlicher Hitze Shorts und kurzärmlige T-Shirts oder ärmellose Muskelshirts anziehen, die einen durchtrainierten männlichen Körper gut zur Geltung bringen, die Haare sind meist kurz geschnitten und werden offen getragen. Der muslimische Mann ist für die ökonomische und körperliche Sicherheit der Familie zuständig, vertritt sie nach außen und trifft alle wichtigen Entscheidungen.

Aus dem Blickwinkel des auf Koran und Sunna aufbauenden islamischen Rechts, der Scharia, ist jede verschleierte und besonders die nicht verschleierte Frau zum freilaufenden moralischen und sexuellen Sicherheitsrisiko zu erklären. Der noch so unbedarfte Blickkontakt, das Händeschütteln bei Begrüßung eines Freundes oder Smalltalk mit dem Nachbarn ist Musliminnen in diesen islamisch fundamentalistischen Parallelgesellschaften verboten. Männer hingegen können gemäß Allahs Schöpfungsordnung niemals unanständig, liederlich oder sündhaft handeln, sondern sind im Zweifelsfall hilflos triebfixierte, willensschwache Opfer weiblicher Bezauberung und Verführungskunst.

Nach dieser Logik sind muslimische Männer nicht in der Lage Frauen zu Unmoral und Ehebruch zu verleiten. Es ist die Muslima, die für seine anzüglichen Bemerkungen, kompromittierenden Blicke, sexuellen Nötigungen und Vergewaltigungen verantwortlich zu machen ist. Hätte sie die Kleidungs- und Verhaltensvorschriften beachtet und ihre Awra korrekt bedeckt, hätten die Täter nicht die Kontrolle über sich verloren, sondern ihr weibliches Gegenüber mit Respekt behandelt.

Dass die Verfassung jede staatliche Gewalt und somit auch den baden-württembergischen Gesetzgeber an die universellen, unteilbaren und unveräußerlichen Grundrechte [Art. 1 Abs. 3; Art. 20 Abs. 3 GG] bindet, ist keine Sozialromantik, sondern unmittelbar geltendes Recht.

Die unantastbare Menschenwürde, die der Staat zu achten und zu schützen hat [Art. 1 Abs. 1 Satz 1 u. 2 GG], gilt auch für Frauen, sogar für Niqabis und Burkaträgerinnen. Sie ist das tragende Fundament und das höchste Ziel der Menschenrechte. Franz Josef Wetz lehrt Philosophie und Ethik an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Für den Philosophen besteht der wahre Gehalt menschliche Würde in verwirklichten Menschenrechten – einem Leben in körperlicher Unversehrtheit, freiheitlicher Selbstbestimmung und Selbstachtung sowie sozialer Gerechtigkeit.

Franz Josef Wetz, Die Würde des Menschen: antastbar?, S. 16

Elisabeth Selbert und Friederike (Frieda) Nadig setzten gegen anfangs heftigen Widerstand auch aus eigenen Reihen durch, dass die Aufnahme des Artikel 3 Abs. 2 „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ in das bundesdeutsche Grundgesetz aufgenommen wurde. Sie kämpften dafür, dass Frauen über die staatsbürgerliche Gleichstellung hinaus, auch im Familien- und Eherecht gleichgestellt würden. Mit ihrer Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit sowie nach Gleichstellung unehelicher und ehelicher Kinder scheiterte Nadig.

Sicherlich hätten sich beide Politikerinnen sehr darüber gefreut, wenn sie miterlebt hätten, dass die Förderung der tatsächlichen Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern durch den Staat und dessen Hinwirken auf die Beseitigung bestehender Nachteile zum Staatsziel und damit zum Leitprinzip im Verfassungsrang erhoben wurde.

Staatszielbestimmungen

Nach Vorarbeiten einer Gemeinsamen Verfassungskommission […] wurden 1994 der Schutz […] und die Förderung der „tatsächlichen Durchsetzung der Gleichberechtigung“ (Artikel 3 Absatz 2 Satz 2) in die Verfassung aufgenommen

Wie hätten diese beiden Mütter des Grundgesetzes reagiert, wenn sie mitbekommen hätten, wie Abgeordnete unter dem Vorwand sich für Freiheitsrechte von Frauen einzusetzen, diese Direktive unterlaufen und frauenpolitische Errungenschaften verraten hätten, indem sie sich weigern ein Gesetz zu verabschieden, das diese misogynen Vollverschleierungen auch im öffentlichen Raum verbietet.

Wenn das BVerfG feststellt, dass Verschleierung ein religiöses Bekenntnis sein kann und weder sich selbst noch dem Gesetzgeber die Entscheidungsbefugnis über die Auslegung religiöser Vorschriften anmaßen möchte, ist dies nachvollziehbar, weil in der Regel weder Politiker noch Juristen auf das nötige theologische Fachwissen zurückgreifen können. Als Richter des Bundesverfassungsgerichts sind sie jedoch Experten im Bereich des Staatsrechts und dafür zuständig, über die Einhaltung des Grundgesetzes zu wachen und Grundrechte durchzusetzen.

Dass der Staat Glaubenslehren und Weltanschauungen neutral gegenüberstehen muss und sie nicht bewerten darf, bedeutet nicht, dass sie ihm aus grund- und menschenrechtlicher bzw. verfassungsrechtlicher Sicht gleichgültig zu sein haben. Vielmehr bindet Art. 1 Abs. 3 GG alle drei Gewalten an die allgemeinen, unveräußerlichen und unteilbaren Grund- und Menschenrechte, die als Abwehr-, Gleichheits- und Freiheitsrechte jedem Individuum qua Geburt zustehen und eine objektive Werteordnung verkörpern, die als verfassungsrechtliche Grundentscheidung für alle Bereiche des Rechts gilt [BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 15. Januar 1958, Az. 1 BvR 400/51, BVerfGE 7, 198 – Lüth].

Der am 27.01.2015 entscheidende Erste Senat folgte in wesentlichen Aspekten der Rechtsauffassung des am 24.09.2003 beschließenden Zweiten Senats allerdings nicht [2 BvR 1436/02]. Nach § 16 BVerfGG hätte in einem solchen Fall zwingend das Plenum des BVerfG einberufen werden müssen, um eine Vereinheitlichung der Rechtsprechung mit dem Ziel herbeizuführen, einen nicht vorhersehbaren, plötzlichen und der bisherigen Spruchpraxis entgegenstehenden Wechsel in der Rechtsprechung und die verfassungswidrigen Folgen zu verhindern. [Zur Einschlägigkeit des § 16 BVerfGG vgl. Von tragenden Gründen und abstrakter Gefahr: Hans Michael Heinig, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Kirchenrecht und Staatskirchenrecht].

Stattdessen setzte sich die hohe Richterschaft über die Rechtsnorm hinweg und kippte eigenmächtig das landesweite, pauschale Kopftuchverbot. Mit diesem verfassungswidrigen Handeln überschritten die Verfassungsrichter ihre Entscheidungskompetenz und missachteten das in Art. 20 Abs. 3 GG verankerte Rechtsstaatsgebot, das unter anderem die Rechtsprechung an Gesetz und Recht bindet. Zwei der sechs Richter fassten ein Sondervotum:

Entscheidung des 2. Spruchkörpers des Bundesverfassungsgerichts vom 24.09.2003

L e i t s ä t z e

zum Urteil des Zweiten Senats vom 24. September 2003

– 2 BvR 1436/02 –

1. Ein Verbot für Lehrkräfte, in Schule und Unterricht ein Kopftuch zu tragen, findet im geltenden Recht des Landes Baden-Württemberg keine hinreichend bestimmte gesetzliche Grundlage.

2. Der mit zunehmender religiöser Pluralität verbundene gesellschaftliche Wandel kann für den Gesetzgeber Anlass zu einer Neubestimmung des zulässigen Ausmaßes religiöser Bezüge in der Schule sein.

Entscheidung des 1. Spruchkörpers des Bundesverfassungsgerichts vom 27.01.2015

L e i t s ä t z e

zum Beschluss des Ersten Senats vom 27. Januar 2015

– 1 BvR 471/10 –

– 1 BvR 1181/10 –

1. Der Schutz des Grundrechts auf Glaubens- und Bekenntnisfreiheit (Art. 4 Abs. 1 und 2 GG) gewährleistet auch Lehrkräften in der öffentlichen bekenntnisoffenen Gemeinschaftsschule die Freiheit, einem aus religiösen Gründen als verpflichtend verstandenen Bedeckungsgebot zu genügen, wie dies etwa durch das Tragen eines islamischen Kopftuchs der Fall sein kann.

2. Ein landesweites gesetzliches Verbot religiöser Bekundungen (hier: nach § 57 Abs. 4 SchulG NW) durch das äußere Erscheinungsbild schon wegen der bloß abstrakten Eignung zur Begründung einer Gefahr für den Schulfrieden oder die staatliche Neutralität in einer öffentlichen bekenntnisoffenen Gemeinschaftsschule ist unverhältnismäßig, wenn dieses Verhalten nachvollziehbar auf ein als verpflichtend verstandenes religiöses Gebot zurückzuführen ist. Ein angemessener Ausgleich der verfassungsrechtlich verankerten Positionen – der Glaubensfreiheit der Lehrkräfte, der negativen Glaubens- und Bekenntnisfreiheit der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern, des Elterngrundrechts und des staatlichen Erziehungsauftrags – erfordert eine einschränkende Auslegung der Verbotsnorm, nach der zumindest eine hinreichend konkrete Gefahr für die Schutzgüter vorliegen muss.

3. Wird in bestimmten Schulen oder Schulbezirken aufgrund substantieller Konfliktlagen über das richtige religiöse Verhalten bereichsspezifisch die Schwelle zu einer hinreichend konkreten Gefährdung oder Störung des Schulfriedens oder der staatlichen Neutralität in einer beachtlichen Zahl von Fällen erreicht, kann ein verfassungsrechtlich anzuerkennendes Bedürfnis bestehen, religiöse Bekundungen durch das äußere Erscheinungsbild nicht erst im konkreten Einzelfall, sondern etwa für bestimmte Schulen oder Schulbezirke über eine gewisse Zeit auch allgemeiner zu unterbinden.

4. Werden äußere religiöse Bekundungen durch Pädagoginnen und Pädagogen in der öffentlichen bekenntnisoffenen Gemeinschaftsschule zum Zweck der Wahrung des Schulfriedens und der staatlichen Neutralität gesetzlich untersagt, so muss dies für alle Glaubens- und Weltanschauungsrichtungen grundsätzlich unterschiedslos geschehen.

BUNDESVERFASSUNGSGERICHT

– 1 BvR 471/10 –

– 1 BvR 1181/10 –

Auszug aus dem Sondervotum der Richter Schluckebier und Hermanns

Die Entscheidung vermögen wir in weiten Teilen des Ergebnisses und der Begründung nicht mitzutragen.

Die vom Senat geforderte einschränkende Auslegung des § 57 Abs. 4 Satz 1 SchulG NW dahin, dass nur eine hinreichend konkrete Gefahr für den Schulfrieden und die staatliche Neutralität ein Verbot religiöser Bekundungen durch das äußere Erscheinungsbild von Pädagogen zu rechtfertigen vermag, wenn es um die Befolgung eines imperativ verstandenen religiösen Gebots geht, misst den zu dem individuellen Grundrecht der Pädagogen gegenläufigen Rechtsgütern von Verfassungsrang bei der Verhältnismäßigkeitsprüfung zu geringes Gewicht bei. Sie vernachlässigt die Bedeutung des staatlichen Erziehungsauftrags, der unter Wahrung der Pflicht zu weltanschaulich-religiöser Neutralität zu erfüllen ist, sowie den Schutz des elterlichen Erziehungsrechts und der negativen Glaubensfreiheit der Schüler. Damit beschneidet der Senat zugleich in nicht akzeptabler Weise den Spielraum des Landesschulgesetzgebers bei der Ausgestaltung des multipolaren Grundrechtsverhältnisses, das gerade die bekenntnisoffene öffentliche Schule besonders kennzeichnet. Der Senat entfernt sich so auch von den Maßgaben und Hinweisen der sogenannten Kopftuch-Entscheidung des Zweiten Senats vom 24. September 2003 (BVerfGE 108, 282), die dem Landesschulgesetzgeber gerade für den Bereich der öffentlichen Schule die Aufgabe zuschreibt, gesetzlich zu regeln, inwieweit er religiöse Bezüge in der Schule zulässt oder wegen eines strikteren Neutralitätsverständnisses aus der Schule heraushält. Nach unserer Auffassung ist die vom nordrhein-westfälischen Landesschulgesetzgeber gewollte Untersagung schon abstrakt zur Gefährdung des Schulfriedens und der staatlichen Neutralität geeigneter Bekundungen durch das äußere Erscheinungsbild von Pädagogen verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Allerdings muss es sich bei Bekundungen durch das Tragen religiös konnotierter Bekleidung, die geeignet zur Gefährdung der Schutzgüter sind, um solche von starker religiöser Ausdruckskraft handeln (dazu I.).

3

Anders als der Senat meint, ist Satz 3 des § 57 Abs. 4 SchulG NW, wonach die Wahrnehmung des Erziehungsauftrags der Schulen nach der nordrhein-westfälischen Landesverfassung und die entsprechende Darstellung christlicher und abendländischer Bildungs- und Kulturwerte oder Traditionen dem Verhaltensgebot nach Satz 1 nicht widerspricht, in der Auslegung durch das Bundesarbeitsgericht verfassungsrechtlich unbedenklich. Diese Interpretation, die an die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts anknüpft, hält sich in den Grenzen richterlicher Gesetzesbindung (Art. 20 Abs. 3 GG). Liegt damit für christliche und jüdische Religionen keine Freistellung vom Bekundungsverbot des Satzes 1 in § 57 Abs. 4 SchulG NW und damit keine Privilegierung vor – eine solche wäre auch unserer Ansicht nach gleichheitswidrig -, so besteht auch kein Grund, die Teilregelung des Satzes 3 für verfassungswidrig und nichtig zu erklären (dazu II.).

4

In der Folge bestehen gegen die angegriffene Vorschrift des § 57 Abs. 4 SchulG NW auch keine durchgreifenden Bedenken, die sich aus anderen Grundrechten der Beschwerdeführerinnen, aus den Vorschriften der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten sowie den bundesrechtlichen Bestimmungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes ergeben könnten (dazu III.). Im Ergebnis wäre deshalb allenfalls die Verfassungsbeschwerde der Beschwerdeführerin zu I.) als begründet zu erachten gewesen, weil die von ihr getragene Kopfbedeckung (Wollmütze und gleichfarbiger Rollkragenpullover) im gegebenen Umfeld der Schule nicht ohne Weiteres als religiöse Bekundung deutbar ist. Die Verfassungsbeschwerde der Beschwerdeführerin zu II.) erscheint dagegen nach den vorgenannten Maßstäben unbegründet (dazu IV.).

Ein Vollverbot von Burka bzw. Niqab im öffentlichen Raum und in allen staatlichen Institutionen wie Parlament, Gericht, Polizei, Rathaus, Kindergarten, Schule und Hochschule ist mit der Verfassung nicht nur vereinbar, sondern von ihr geboten.

Mina Ahadi

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Verpasste Chance. Beschwerde an NDR-Rundfunkrat

November 14, 2016

Edward von Roy

NDR Rundfunkrat

Hamburg

14.11.2016

Formelle Eingabe gemäß § 13 NDR-Staatsvertrag

Mein Leben für Allah – Warum radikalisieren sich immer mehr junge Menschen?

Anne Will am 06.11.2016 21:45 Uhr

Verharmlosung des Islamischen Rechts (Scharia)

Sehr geehrte Damen und Herren,

gemäß § 13 NDR-Staatsvertrag lege ich förmliche Programmbeschwerde ein. Die konkrete Verletzung von Programmgrundsätzen betrifft die Sendung von Anne Will vom 06. November 2016 21:45 Uhr: Mein Leben für Allah – Warum radikalisieren sich immer mehr junge Menschen?

Über die Radikalisierung, bis hinein in den islamischen Terrorismus, von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und über Wege der Verhinderung einer Radikalisierung diskutierten Wolfgang Bosbach, Sascha Mané, Nora Illi, Mohamed Taha Sabri und Ahmad Mansour.

Gegenstand der Sendung war damit die schariatreue, die islamische Radikalisierung von Jugendlichen bzw. war die äußerst radikale, die terroristische Varietät von Islam (am Beispiel Islamischer Staat (IS)) und deren leider faszinierende Wirkung auf junge Menschen einerseits und andererseits die etwas verzweifelte deutsche Suche nach erfolgreichen Strategien von Prävention und Resozialisation bzw. Deradikalisierung radikalislamisch („islamistisch“) verführter junger Menschen. Der häufig herangezogene Begriff Islamismus führt in die Irre, es geht um die Religion Islam, die jungen Islamradikalen wollen in den Himmel kommen, deshalb ihr Kampf gegen den irdischen Kufr, Unglauben, und die dazugehörigen Kuffār, Ungläubigen.

In was hinein jedoch resozialisiert, deradikalisiert werden sollte, nämlich, und um nichts anderes kann es in der Bundesrepublik Deutschland gehen, hinein ins Grundgesetz und in die allgemeinen oder universellen Menschenrechte (AEMR, Paris am 10. Dezember 1948), wurde selbst in einer vollen Stunde (60:14 min) beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) nicht angesprochen. Die AEMR als Grundlage des Grundgesetzes für die BRD (GG, 23. Mai 1949) wurde bei Anne Will nicht verteidigt.

Gerade hier zeigt sich die Unausgewogenheit der Sendung. Eine Stimme nämlich hat gefehlt, die den Mut aufgebracht hätte, die Unverhandelbarkeit universeller Menschenrechte mit dem aus der wortgetreuen Anwendung von Sure und Hadith (KRM: „Koran und Sunna“) zwangsläufig resultierenden islamischen Totalitarismus und seiner Frauenentwürdigung zu kontrastieren, auf einem Vorrang von Individualrechten vor Gruppenrechten zu bestehen und unzweideutig zu warnen vor einer deutschen Rechtsspaltung bzw. Rechtsveränderung auch bereits im Familienrecht oder Eherecht (die Muslima darf keinen Nichtmuslim heiraten; Polygynie; neun bis 15 Jahre alte Kindbraut) oder im Erbrecht (der Ex-Muslim verliert jeden Erbanspruch; laut Koran nur das halbe Erbe für die Tochter gegenüber ihrem Bruder). Was die an einer schleichenden Abschaffung des Grundgesetzes nicht interessierte BRD hierzu voraussetzen darf und muss, kann im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht verschwiegen werden.

Um die Ferne oder auch Nähe des in der NDR-Sendung angeprangerten radikalen Islam im Verhältnis zum gemäßigten Islam zu bestimmen, hätte der theologische und organisatorische Mainstream der Religion von Koran und Sunna zur Sprache kommen müssen. Das geschah nicht. Es hätte ja auch ergeben, dass der literalistisch verstandene Islam alle Lebensbereiche ordnen sprich einen religiösen Totalitarismus errichten will und dabei den muslimischen (sofern schariagehorsamen) Mann privilegiert, jeden Nichtmuslim und jede Frau hingegen entrechtet und entwürdigt.

In bester Eintracht wird dieser Mainstream, um beim sunnitischen Islam zu bleiben, mit Billigung und offensichtlicher Sympathie auch seitens der im KRM zusammengeschlossenen deutschen Islamverbände weltweit, von der Kairoer al-Azhar bis zum Darul Uloom Deoband gelehrt und in Europa beispielsweise durch die Organisationen FIOE (Federation of Islamic Organizations in Europe – Föderation Islamischer Organisationen in Europa) und ECFR (European Council of Fatwa and Research – Europäischer Rat für Fatwa und Forschung) vertreten. FIOE wie ECFR sind der Muslimbruderschaft zuzurechnen.

Anders als das deutsche Gerede von der „Vielfalt des Islams“ (Reinhard Kirste; Kai Hafez; bpb; EZIRE; Schura Bremen) nahelegen könnte, vertreten al-Azhar, Deoband, Muslimbrüder und die Islamdiktatur Saudi-Arabien auch nicht verschiedene Islamse oder sagt man Islame oder verschiedene Scharias oder Scharien, sondern die eine Rede Allahs (Koran), die eine Schöpfungsordnung und Gesetzlichkeit (Scharia), den einen Islam und führen die eine Umma (muslimische Weltgemeinde). Nichts und niemand darf „Koran und Sunna“ widersprechen, Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM), Geschäftsordnung in der Fassung vom 28. März 2007: „Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlagen des Koordinationsrats. Dieser Grundsatz darf auch durch Änderungen dieser Geschäftsordnung nicht aufgegeben oder verändert werden.“

FIOE

Vorsitzender der FIOE ist Chakib ben Makhlouf, der Ahmed al-Rawi ablöste. Generalsekretär ist Emad Al-Banani; Vorstandsmitglied für „Relations“ ist Ibrahim El-Zayat. Im Februar 2002 wurde Ibrahim El-Zayat Präsident der IGD (Islamische Gemeinschaft in Deutschland), dem deutschen Zweig der globalen Muslimbruderschaft, und wurde 2006 für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. El-Zayat sitzt auch im Vorstand der von ihm 1995 mitgegründeten Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler/Innen e. V. (GMSG) in Köln. Verheiratet ist der europäische Islamfunktionär mit Sabiha El-Zayat-Erbakan, seine Frau ist die Schwester des IGMG-Funktionärs Mehmet Sabri Erbakan. Damit ist eine geradezu dynastische Verbindung der Clans El-Zayat und Erbakan gegeben, die dem Lebenswerk von Necmettin Erbakan treu sein dürfte, über den der NRW-Verfassungsschutz schreibt: „Die auf seinem Verständnis des Islam fußenden ideologischen Vorstellungen einer „Gerechten Ordnung“ und die „Vision von Millî Görüş„, die eindeutig extremistisch sind, werden von seinen Anhängern in der Türkei und in Europa nach wie vor weiter verfolgt.“ Einer unbedingt zu errichtenden ADİL DÜZEN, (eingedeutscht Adil Düzen, zu arab. ʿādil), nämlich der „gerechten“ sprich islamischen Lebensordnung stellte der türkische Islamtheoretiker und Stifter der pantürkischen und radikalislamischen Bewegung für Schariagesetzlichkeit Millî Görüş die Bâtıl Düzen (Batil Düzen) gegenüber, die nichtige, die bei Allah verworfene Seinsweise (bāṭil), schariarechtlich null und nichtig, islamisch grundfalsch).

ECFR

Gründungsmitglied und seither Vorsitzender des ECFR ist der Cheftheologe der Muslimbruderschaft Yusuf al-Qaradawi. Der baden-württembergische Verfassungsschutz charakterisierte den ECFR im Frühjahr 2011 so:

„Der ECFR sieht sich als Repräsentant der islamischen Welt und vor allem der muslimischen Minderheiten im Westen. Den Verlautbarungen des Rates ist zu entnehmen, dass die Entwicklung eines Islam europäischer Prägung und einer Islam-Auslegung, die sich an demokratischen Werten und dem westlichen Verständnis von Menschenrechten und Selbstbestimmung orientiert, verhindert werden soll.“

(Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg: Yusuf al-QARADAWI: Einer der einflussreichsten sunnitischen Islamgelehrten. Reihe „Führungs- und Identifikationsfiguren extremistischer Organisationen“, 4|2011.)

Hinsicht verhinderter Bürgerrechte und verhinderter Pressefreiheit sowie mit Blick auf gesellschaftlichen Totalitarismus und systematische, über kurz oder lang juristisch durchzusetzende Frauenfeindlichkeit unterscheidet sich auch der schiitische Islam, betrachten wir das Regime der Teheraner Mullahs (Zwölferschia), vom sunnitischen Islam nicht.

All das jedoch unterblieb am 6. November 2016, man kannte jedenfalls kritisierte ECFR und FIOE nicht und sprach noch nicht einmal über die gegebene AEMR-Widrigkeit und Grundrechtswidrigkeit des Islamischen Rechts (gottgegeben als die Scharia; von den Menschen anzuwenden als der Fiqh). Was geboten wurde, war eine Sendung über den (radikalen) Islam ohne Information zum Islam, man schlich um das Thema Islamische Normativität (Schariagesetz) bzw. Islam herum wie die sprichwörtliche Katze um den heißen Brei.

Dieses Ausweichen vor dem Thema widerspricht dem Programmauftrag des Norddeutschen Rundfunks. Im NDR-Staatsvertrag heißt es in § 5 Programmauftrag (1) unter anderem:

„Der NDR hat den Rundfunkteilnehmern und Rundfunkteilnehmerinnen einen objektiven und umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und länderbezogene Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. Sein Programm hat der Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung zu dienen.“

Sofern er nicht, und das sind die wenigsten, blind oder sehbehindert ist, hinterlässt Visuelles beim Menschen besonders starke und bleibende Eindrücke. Ein Eindruck über einen Menschen, vielleicht der symbolische Ausdruck des Humanen schlechthin ist die menschliche Gestalt und hier insbesondere das menschliche Gesicht. Im Islam ist der dämonisierte Körper der als wankelmütig und glaubensschwach geltenden sowie zeitlebens eines männlichen Vormunds (walī, das ist: Vater; großer Bruder; Heiratsvormund; Ehemann) bedürftigen Frau mit dem Hidschab abzudecken – mindestens! – bis auf Hände und Gesicht.

Wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange erstarrt, so durfte der NDR-Zuschauer auf ein Ex-Gesicht oder Vielleicht-Gesicht starren, durfte er über das durch schwarze Textilien ausgelöschte Antlitz der zu Anne Will eingeladenen Nora Illi meditieren – sechzig Minuten lang. Dass eine kulturell moderne Gesellschaft diese Körperpolitik und Ideologisierung des weiblichen Gesichts und Körpers im öffentlichen Raum, erst recht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, untersagen sollte, ist das eine.

Das andere, und hier liegt das eigentliche, nicht hinnehmbare Versagen des NDR, ist das Versäumnis, als Sender auf die Menschenverachtung und Grundrechtswidrigkeit nicht lediglich des Niqab, sondern jedes Hidschab hinzuweisen. Mindestens einer solchen Ansicht zur islamischen Bedeckung (Hidschab, verkürzt genannt und genäht Kopftuch) hätte der NDR eine Stimme geben müssen, statt zur besten Sendezeit lediglich eine Stunde lang ein sprechendes schwarzes Gespenst im Studio in Erscheinung treten zu lassen.

Bereits die schlicht islamische (und nicht etwa die wahhabitische, salafistische, islamistische u. dgl.) Vorschrift, dass jedes Mädchen ab neun Jahren und jede Frau ihren gesamten Körper bis auf Hände und Gesicht mit Stoff blickdicht und alle Rundungen und Konturen verbergend bedecken muss, ist totalitär sowie frauenfeindlich und zusätzlich kinderfeindlich – und diskriminiert im Übrigen auch jeden Mann, der angesichts einer frei herumlaufenden unbedeckten Frau in den Zustand eines willenlosen Triebtäters falle. Der türkische Staatsislam, Diyanet deutscher Arm DITIB, fordert diesen Hidschab als „nach den Hauptquellen der Rechtsfindung im Islam […] bestimmtes religiöses Gebot definitiver Qualität“. Hier bereits liegt die Unverträglichkeit zu unseren Freiheitsrechten, nicht erst in der strengen Auslegung von Hidschab bzw. islamischer weiblicher Kleidung, nicht erst im Gesichtsschleier (Niqab).

Der Hidschab ist kein Freiheitsrecht. Zur Freiheit einen Hidschab zu tragen, würde immer auch die Freiheit gehören, ihn jederzeit wieder ablegen zu können, das aber lässt die Scharia nicht zu. Der Hidschab ist islamische Pflicht (alle vier sunnitischen Rechtsschulen ebenso wie die Zwölferscha), wer als Frau den Schleier verweigert, gilt im Islam als sittenlos und ist zu verachten. Zur islamischen weiblichen Kleidung gibt das Bundesverfassungsgericht weiter:

Beschluss vom 27. Januar 2015 – 1 BvR 471/10

„9. Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) hat folgende theologische Bewertung ihres Obersten Religionsrates mitgeteilt: Muslimische Frauen müssten ab Eintritt der Pubertät in Gegenwart von Männern, mit denen sie nicht verwandt seien und die zu ehelichen ihnen religionsrechtlich erlaubt sei, ihren Körper – mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen – mit Kleidung derart bedecken, dass die Konturen und Farbe des Körpers nicht zu sehen seien. Der Kopf gelte dabei als bedeckt, wenn Haare und Hals vollständig bedeckt seien. Dies sei ein nach den Hauptquellen der Rechtsfindung im Islam (Koran, Sunna, Gelehrtenkonsens und allgemeiner Übereinkunft der Gemeinden) bestimmtes religiöses Gebot definitiver Qualität. In welcher Weise die vorgeschriebene Bedeckung erfolge, sei allein die Entscheidung der muslimischen Frau. Das Tragen des Kopftuchs diene demnach ausschließlich der Erfüllung eines religiösen Gebots und habe darüber hinaus für die Trägerin weder einen symbolischen Charakter noch diene es der Bekundung nach außen.“

Diese Verpflichtung für jede Muslima, zur Bewahrung des Gnadenstandes mit Allah – beim Bestreben, nach dem Tod zu ihm ins Paradies und eben nicht in die Hölle zu kommen – zeitlebens beinahe den gesamten Körper (DITIB: „mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen“) abdecken zu müssen, ist das im freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat untragbare frauenrechtliche und überhaupt menschenrechtliche Problem, nicht erst Frau Illis Niqab (Gesichtsschleier).

Warum nur verpasste der NDR am 06.11.2016 (Mein Leben für Allah – Warum radikalisieren sich immer mehr junge Menschen?) die Möglichkeit, etwas zum reaktionären und totalitären Charakter jeder islamischen weiblichen Kleidung zu sagen, zu einer Doktrin, die jede Verweigerin des Hidschab ihren schariatreuen Mitmenschen als Brennstoff fürs Höllenfeuer im Jenseits und als Schlampe im Diesseits erscheinen lassen muss? Nicht das schwarze Tuch auf Mund und Nase, die Pflicht zum islamischen Wohlverhalten und Gesetzesgehorsam, die Scharia ist das Problem.

Denn auch dieses hätte der NDR in einer Sendung mit Islambezug sagen müssen: Der Mensch im Islam darf sich keine Gesetze geben, Allah ist Gesetzgeber, ist Souverän, über kurz oder lang ist jeder von Menschenhand geschaffene Paragraph durch einen schariakonformen zu ersetzen. Wohin geht Deutschland: Volkssouveränität oder Herrschaft Allahs? Ob die NDR-Gäste Nora Illi und Mohamed Taha Sabri AEMR und GG den Vorzug geben und auf Durchsetzung der Allahkratie verzichten kann in diesem Schreiben dahingestellt bleiben, NDR-Moderatorin Anne Will jedoch muss die freiheitliche Demokratie vernehmbar verteidigen und dazu das islamische System bzw. die islamische Herrschaft, Maududi sprach vom Nizam (niẓām islāmī), Sayyid Qutb von der Hakimiyya (ḥākimiyyat Allāh), unzweideutig zurückweisen. Da gibt es nichts zu verhandeln.

Aus dem bisher Gesagten folgt schließlich, dass der NDR in einer Sendung mit Islambezug den Gegenentwurf zur AEMR, die 1990 bekundete gegenmoderne und totalitäre CDHRI (Cairo Declaration on Human Rights in Islam – Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam) dem Publikum erläutern muss, diese aber nicht sechzig Minuten lang äquidistant diskutieren lassen darf, sondern unzweideutig zurückzuweisen hat. Anne Will sollte das zeitnah tun.

Nähme der NDR seinen Informationsauftrag ernst, würde er, etwa bei Anne Will, über die Nichtmuslime und Frauen diskriminierenden sowie die Meinungsfreiheit verhindernden Schariavorbehalte in den Staatsverfassungen von Ländern wie Pakistan oder Ägypten berichten lassen und nicht lediglich Gäste einladen, die, wie Nora Illi, Mohamed Taha Sabri und Ahmad Mansour, ganz dem Motto zu folgen scheinen: Böser Islamismus – guter Islam.

Vermeidbar wird der Erfolg von „Salafismus-Prävention“ oder „Islamismusprävention“ ausgesprochen begrenzt bleiben, solange gerade auch die deutschen Medien nicht faktentreu über Scharia und Fiqh berichten, anders gesagt solange das Monopol auf faktennahe Berichterstattung zum Islam überwiegend bei den Islamradikalen selber liegt.

Nicht nebenbei: Wir sollten froh sein, dass wir Grundrechte haben und nicht nur eine, in letzter Zeit beunruhigend oft beschworene, Wertegemeinschaft oder Werteordnung. Rechte sind einklagbar, Werte nicht. Es geht um Bürgerrechte, es heißt Civil Rights Movement, Bürgerrechtsbewegung und nicht Bürgerwerte-Bewegung.

Die sehr islamische Parallelkultur oder vielmehr islamische Gegengesellschaft von Geschlechterapartheid, Tugendterror, Tochtertausch und sonstiger Frauenunterdrückung lässt sich ebenso mit wie ohne bewaffneten Kampf errichten. Nicht nur die Milieus von Burka, Pantoffeln und langen Bärten, das Islamische Recht, das Menschenbild und der Wohlverhaltenszwang der – vom iranischen Religionsführer (rahbar) Ali Chamene’i ebenso wie von Kairos al-Azhar bis hinein in die Deutsche Islamkonferenz vertretenen – Scharia ist das Problem.

Um die allgemeinen Menschenrechte (AEMR) und dabei nicht zuletzt die Gleichberechtigung der Nichtmuslime und der Frauen zu verteidigen, muss der NDR das Problem Scharia und Fiqh beim Namen nennen und eben nicht, frei nach Angela Merkel, gemäß dem Motto handeln: Wir schaffen das … zu ignorieren.

Um islamisch radikalisierte junge Menschen möglichst erfolgreich vom zum Töten bereiten Aufbruch Fī sabīli Llāh (auf dem Wege Allahs, für die Sache Allahs) abzuhalten, gilt es, das Faszinosum Kalifat, das Faszinosum Dschihad einzugrenzen. Solange Funk und Presse die Menschenrechtswidrigkeit (AEMR-Widrigkeit) und Grundrechtswidrigkeit jeder islamischen Seinsweise und Gesellschaftsordnung (Nizam; Hakimiyya; Adil Düzen) mit dem Schleier des Schweigens bedecken, können – in einem vermeidbaren Ausmaß – jungen Menschen Hasspredigten als beglückende Wahrheit erscheinen und Glaubenskämpfer als Märtyrer.

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

mitzeichnend

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Kindermagazin des Spiegel-Verlags verharmlost den mädchen- und frauenfeindlichen Islam

Januar 10, 2016

Offener Brief von Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE)

Dein SPIEGEL ist eine seit 2009 herausgegebene Zeitschrift für Kinder aus jenem Verlag, der seit 1947 das Hauptblatt DER SPIEGEL produziert. Die aktuelle Ausgabe des Kindermagazins (Nr. 1 / 2016) titelt mit: Für Kinder erklärt: DER ISLAM und bildet ein glückliches Mädchen im Hidschab ab, im nach Koran und Sunna ab Pubertät vorgeschriebenen Schleier. Keine Haarsträhne des Mädchens ist zu sehen. Eigentlich lieben Kinder aller Welt an ihrer Kleidung kraftvolle bunte Farben, doch das Körperumriss und Körperlichkeit verbergende Oberteil des Titelmädchens ist von einem unsinnlich blassen Flechtengrün, das Ohren, Nacken und Kehle verbergende Kopftuch von einem beinahe weißen, fahlen Blau. In der Tat sieht man in den letzten Jahren in Deutschland derart bleiche, Lebensfreude verneinende Farben immer häufiger bei der Kleidung muslimischer Mädchen. Das sympathische Kind lächelt, womit suggeriert wird, alles im Islam und insbesondere die religiöse Kleidung sei auch für Frauen und Mädchen grundsätzlich völlig unproblematisch.

Auf drei Seiten erklärt der deutsche Journalist Christoph Reuter den Kindern den Islam. Reuter hatte sein Studium der Islamwissenschaft, Politikwissenschaft und Germanistik mit dem Magister abgeschlossen und arbeitet seitdem beispielsweise im Irak und in Afghanistan als Kriegsberichterstatter.

Im Abschnitt FRAUEN IM ISLAM erklärt Reuter, dass der Koran verlangt, „dass muslimische Frauen sich mit Anstand kleiden müssen“, und ergänzt: „Damit ist klar: sie sollen nicht angebaggert werden.“ Dass damit jede unverschleierte Frau eine Schlampe ist und dass selbst die keusche Verschleierung ihren Körper sexualisiert, beklagt Reuter nicht. Der sogenannte Islamexperte unterschlägt die in Koran und Hadith angedrohte Höllenstrafe für jede Frau, die schuldhaft gegen Allahs bzw. Mohammeds Befehl zum Schleiertragen verstößt. Die Seiten 22 und 23 zeigen den Kindern fünf Frauen, eine ohne Kopftuch und vier in der religiösen Bedeckung verschiedener Gestaltung: Hidschab, Tschador, Niqab und Burka.

Obwohl der Islam den Schleier zur religiösen Pflicht erklärt, nennt der Journalist den entsprechenden Textabschnitt DAS TRÄGT FRAU. Gerade so, als ob es um emanzipiertes weibliches Selbstbewusstsein und modischen Schick ginge. Tatsachenwidrig erklärt Reuter: „Der Hidschab ist ein Kopftuch, das vor allem die Haare bedecken soll. Es gibt ihn in verschiedenen Farben“. Nein, der gesamte Körper ist als sogenannte islamische Aura (Schambereich) blickdicht und jeden Umriss verbergend mit weiter Kleidung abzudecken bis auf Hände und Gesicht. Auch für die muslimischen Frauen wird die Farbauswahl von Jahr zu Jahr eintöniger.

Die DITIB kennt Koran und Sunna und verpflichtet jedes die Pubertät erreichende Mädchen sich mit dem Schleier zu bedecken, was Dein Spiegel dem Leser vorenthält. Vor einem Jahr ließ das Bundesverfassungsgericht die Position des angeblich moderaten türkischen Verbandes in das Urteil zum Lehrerinnenkopftuch einfließen:

Muslimische Frauen müssten ab Eintritt der Pubertät in Gegenwart von Männern, mit denen sie nicht verwandt seien und die zu ehelichen ihnen religionsrechtlich erlaubt sei, ihren Körper – mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen – mit Kleidung derart bedecken, dass die Konturen und Farbe des Körpers nicht zu sehen seien. Der Kopf gelte dabei als bedeckt, wenn Haare und Hals vollständig bedeckt seien. Dies sei ein nach den Hauptquellen der Rechtsfindung im Islam (Koran, Sunna, Gelehrtenkonsens und allgemeiner Übereinkunft der Gemeinden) bestimmtes religiöses Gebot definitiver Qualität. In welcher Weise die vorgeschriebene Bedeckung erfolge, sei allein die Entscheidung der muslimischen Frau. Das Tragen des Kopftuchs diene demnach ausschließlich der Erfüllung eines religiösen Gebots […]

Dass einige Musliminnen ihren kompletten Körper, also auch Hände und Gesicht bedecken, ist manchen Kindern bekannt. Christoph Reuter erwähnt den Gesichtsschleier und die Burka, aber verschweigt, dass die afghanischen Taliban die Burka mit Prügel und Mord durchgesetzt haben und erklärt den 8- bis 12-jährigen Lesern äquidistant:

Die Burka gibt es in Afghanistan. Sie bedeckt den ganzen Körper – sogar die Augen. Wer sie trägt, guckt durch ein Gitternetz.

Das ist alles, was der Nahostfachmann sagen will? Sinngemäß schreibt der Islamerklärer: Liebe Kinder, auch ein Vollschleier ist völlig in Ordnung, die wasserblaue Burka ist unproblematisch und wer als Frau in dieses typisch afghanische Gewand schlüpft, kann die Welt natürlich nur noch durch das dazugehörige Stoffgitter betrachten. Auch dass der zumeist schwarze Niqab (Gesichtsschleier) mit seinem Sehschlitz von wenigen Millimetern nur ein extrem schmales Blickfeld ermöglicht, ist für Reuter kein Problem. Nun fröhlich weiter im Text, lernen wir mehr über die aufregende Religion Islam.

Der ZdE verurteilt diese Verharmlosung einer Religion, die, solange sie auf die Wörtlichkeit von Koran und Sunna besteht, immer auch eine totalitäre politische Bewegung ist, die unsere Lebensqualität und Freiheit in den sogenannten islamischen Ländern ebenso wie in Europa oder jedem anderen Land mit Einschüchtung, Angriffen, Hinrichtungen, Schleierzwang oder sogar mit der Burka stark einschränkt und belastet.

Unabhängig davon, ob ein Journalist sich an Kinder oder Erwachsene wendet, können wir erwarten anzuerkennen, dass jedes Kinderkopftuch eine Kinderrechtsverletzung ist. Die Schariagelehrten verlangen den Schleier von jedem Mädchen, das die Pubertät erreicht hat bzw. neun Jahre alt geworden ist. Jungen oder Männer unterliegen weder dieser strengen Verschleierung noch sind sie rund um die Uhr auf anständiges Verhalten zu überwachen. Der Hidschab und die gesamte entwürdigte Rolle der Frau im islamischen Recht verstoßen gegen die allgemeinen Menschenrechte und das deutsche Staatsziel der Gleichberechtigung. Herr Reuter hätte das erwähnen müssen und zusätzlich nicht verschweigen dürfen, dass jede rituelle Beschneidung der Genitalien Minderjähriger, also von Mädchen und Jungen unter 18 Jahren, die körperliche Unversehrtheit antastet und daher grundrechtswidrig ist. Der Islam verlangt die Jungenbeschneidung, in Reuters nordirakischem Arbeitsgebiet sogar die Beschneidung (Genitalverstümmelung) der Mädchen. Noch ist die geringst invasive Form der Mädchenbeschneidung in Deutschland verboten und das soll so bleiben.

In der Scharia ist die Frau ein Wesen, das bereits durch ihr körperliches Existieren die Männer zur Sünde verführen kann und deshalb bis auf Hände und Gesicht mit einem Schamtuch zu bedecken ist. Besser noch sie geht gar nicht erst auf die Straße. Ohne Erlaubnis des Ehemannes darf sie das Haus grundsätzlich nicht verlassen, Fundamentalisten praktizieren den Islam so. Würde Herr Reuter akzeptieren, dass seine Tochter mit neun oder zehn Jahren den Schleier anlegen und bis ans Ende ihres Lebens jeden Tag tragen muss? Würde er billigen, dass ihre Haare nicht frei im Wind wehen dürfen? Weiß Reuter nicht, dass mit der islamischen Kleidung für die Muslima eigentlich auch, wie es der Koran verlangt, ein im Vergleich zu ihrem Bruder halbiertes Erbteil verbunden ist sowie der halbe Wert ihrer Aussage vor Gericht?

Will Herr Reuter uns Frauen aus sogenannten islamischen Ländern erklären, dass es gar nicht so schlimm ist mit einem Tschador oder einer Burka auf die Straße zu gehen? Kann er die Erniedrigung nicht verstehen? Wie kann er für Frauen, wo auch immer auf der Welt, das Kopftuch kritiklos zulassen und zugleich wissen, dass an vielen Orten die Kopftuchverweigerin eingesperrt oder ausgepeitscht und die beispielsweise somalische, afghanische oder iranische Muslima, die mit einem Mann islamisch unerlaubten Sex hat, durch Erhängen oder Steinigung hingerichtet werden kann? Der Kriegsberichterstatter weiß, dass an der globalen Kampagne zur Verschleierung der Frau besonders gewalttätige Organisationen beteiligt sind, von Boko Haram bis zu den Taliban, von Al-Shabaab bis zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Das sogenannte Kopftuch ist kein unschuldiges Stück Stoff und der Terror hat sehr wohl mit dem Islam zu tun. Christoph Reuter:

Der Islam war anders als das Christentum und das Judentum – aber nicht völlig unterschiedlich. […] Bis heute streiten viele Menschen darüber, wie friedlich Mohammed war, wie friedlich der Islam überhaupt in die Welt gekommen ist […]

Mehrere Hadithe befehlen die Tötung desjenigen, der seine Religion wechselt, weshalb das Abfallen vom Glauben nach islamischer Rechtsauffassung mit dem Tode bestraft wird. Selbst in Europa müssen Islamapostaten mit Morddrohungen rechnen. Menschen, die sich in sogenannten islamischen Ländern tatsächlich oder angeblich vom Islam abwenden, erleiden soziale Ächtung, den Verlust des Arbeitsplatzes, Angriffe oder haben mit Mordanschlägen zu rechnen. In mehreren Staaten werden Apostaten islamjuristisch begründet hingerichtet. Offensichtlich ist Reuter der Ansicht, dass man Kindern das wahre Gesicht des Islam nicht zumuten kann und präsentiert ihnen einen rosaroten Kitschislam oder Bambi-Islam.

Der ZdE protestiert gegen diese Verharmlosung der menschenfeindlichen und insbesondere frauenfeindlichen Bewegung und fordert vom Kindermagazin Dein Spiegel eine Erklärung. Kinder brauchen sachliche Information und unseren besonderen Schutz. Alle Mitbürger in Deutschland, denen die universellen Menschenrechte und insbesondere die Gleichberechtigung von Mann und Frau wertvoll sind, rufen wir auf, gegen eine derartige märchenhafte Schönfärberei aktiv zu werden.

Über Mohammad schreibt Herr Reuter völlig unkritisch und verschweigt, dass seine Kriege und Landnahmen denjenigen des heutigen IS sehr ähnlich sind. Nein, nein, dass dürfen wir Kindern nicht erzählen, so scheint Reuter zu denken, die jungen Schüler sollen ausschließlich hören, dass Mohammad ein netter Mensch war und dass alle späteren oder heutigen Probleme mit Dschihadisten mit dem eigentlichen Islam und seinem Propheten nichts zu tun haben. Wir brauchen uns keine Gedanken zu machen, alles ist im grünen Bereich und jede Frau kann schließlich auch mit Kopftuch und Burka glücklich werden und weiter leben …

Sollen die Kinder, sollen wir alle die Folgen der globalen islamischen Bewegung bagatellisieren, vielleicht in der Hoffnung, dass dann die Terroristen nicht böse werden und sowieso alles von selbst besser wird? Hat al-Qaida, haben die Taliban den Islam falsch verstanden, sind Staaten wie Pakistan, Saudi-Arabien oder der Iran ja vielleicht noch nicht islamisch genug?

Nein, liebe Verantwortliche der Kinderzeitschrift des Spiegel-Verlages: Die Musliminnen unter dem Schleier, die Frauen oder Kinder mit dem Kopftuch sind Opfer dieser Bewegung und auch Religion und man kann diesen Mitmenschen nur helfen, indem man Klartext redet und nicht schönfärbt oder vertuscht.

Die Unvereinbarkeit von islamischem Recht und allgemeinen Menschenrechten bzw. von Scharia und Grundgesetz müssen wir ansprechen – auch und gerade gegenüber allen Kindern und Jugendlichen.

Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime

09.01.2016

Tel: 0049 (0) 1775692413

minaahadi26@gmail.com

http://exmuslime.com/kindermagazin-des-spiegel-verlags-verharmlost-den-maedchen-und-frauenfeindlichen-islam/

Verfassungsgericht kippt Kopftuchverbot für Lehrerinnen

März 14, 2015

حجاب‎

ḥiǧāb

„O Asma, when woman attains her puberty it is not proper that any part of her body should be seen except this.“ And he pointed to his face and hands. (Sunan Abu Dawood 31:30)

Weibliche Bedeckung nach Koran und Sunna

Lediglich um ein Tuch auf dem Kopf geht es nicht

Das im März 2015 bekannt gewordene Kopftuchurteil des Bundesverfassungerichts gefährdet den Rechtsstaat und untergräbt die freiheitliche Demokratie. Von Edward von Roy.

Manch einem unserer Verfassungsrichter scheint es nicht schnell genug zu gehen mit dem Weg Deutschlands ins Kalifat. Nur mit einiger Mühe konnten im Laufe der vergangenen zehn Jahre, zugegebenermaßen mehr oder weniger gut gemachte, Verbotsgesetze zum Lehrerinnenkopftuch geschaffen werden, die bislang in jedem zweiten Bundesland gelten und den Schleier der Pädagogin dem Klassenzimmer fernhalten. Muslima rein, Kopftuch raus, damit soll es nun vorbei sein.

Nur das Verbot des Schleiers bietet allen muslimischen oder nichtmuslimischen sowie weiblichen oder männlichen Schülern Schutz vor islamischem Fundamentalismus und schariabasiertem Mobbing. Nur die Möglichkeit, in einem Bundesland ein allgemeines Kopftuchverbot im Schuldienst zu erlassen, hätte den weiblichen oder männlichen Lehrern und Schulleitern Rechtssicherheit und Verlässlichkeit bieten können.

Verkehrte Welt: Mobbing gegen kopftuchfreie Mädchen

(Rita Breuer, Islamwissenschaftlerin, in: EMMA, 01.09.2009)

http://www.emma.de/artikel/verkehrte-welt-mobbing-gegen-kopftuchfreie-maedchen-264094

Das Bundesverfassungsgericht hat ein landesweites und grundsätzliches („pauschales“) Kopftuchverbot für Lehrerinnen an staatlichen Schulen für grundgesetzwidrig erklärt. Generell unterliegen Schulangelegenheiten nach wie vor der Hoheit des jeweiligen Bundeslandes, nun aber kann der Einzelfall der Störung oder eben Nichtstörung des Schulfriedens geprüft werden. Wer sich als Schüler oder Elternteil jetzt noch trauen sollte, vor Schulleiter und Gericht zu bekunden, sich durch die schariakonforme Bekleidung seiner Lehrerin in der negativen Religionsfreiheit eingeschränkt zu fühlen, dürfte es nicht einfach haben. Karlsruhe jedenfalls hat 2015 den Hidschab in Deutschlands staatliche Schulen gedrückt, ohne sich dafür zu interessieren jedenfalls ohne der Bevölkerung zu sagen, was das System Kopftuch ist, ein kohärentes System der Seelenrettung und irdischen Herrschaft, der Verhaltensdressur, Sexualisierung, Körperpolitik und Frauenfeindlichkeit – das auf Allah ausgerichtete Islamische System. Mit Maududi können wir Verschleierung und Genderapartheid als System Hidschab oder System Parda (the system of purdah) nennen.

Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts entschieden, dass ein pauschales Verbot religiöser Bekundungen in öffentlichen Schulen durch das äußere Erscheinungsbild von Pädagoginnen und Pädagogen mit deren Glaubens- und Bekenntnisfreiheit (Art. 4 Abs. 1 und 2 GG) nicht vereinbar ist. § 57 Abs. 4 Satz 1 und Satz 2 des nordrhein-westfälischen Schulgesetzes sind daher verfassungskonform dahingehend einzuschränken, dass von einer äußeren religiösen Bekundung nicht nur eine abstrakte, sondern eine hinreichend konkrete Gefahr der Beeinträchtigung des Schulfriedens oder der staatlichen Neutralität ausgehen muss, um ein Verbot zu rechtfertigen.

(1 BvR 471/10, 1 BvR 1181/10 Beschluss vom 27. Januar 2015)

Karlsruhe verlagert den frommen Streit (Dschihad) um die Bedeckung des weiblichen Körpers in Schulhof und Lehrerzimmer und rückt die letzten verbliebenen, sich in Schülerschaft, Elternschaft, im Lehrerkollegium oder unter den Schulsozialarbeitern und Mitarbeitern des Offenen Ganztags (OGaTa) befindlichen konsequenten („pauschalen“) Gegner von islamischer Gesetzlichkeit (Scharia) und islamisch einzig akzeptabler Frauenkleidung (Hidschab) in die Nähe von Verfassungsfeinden. Das BVerfG hätte vielmehr jene schützen müssen, die ernsthaft (eben „pauschal“) auf dem Vorrang des aufgeklärten Denkens und der allgemeinen Menschenrechte vor dem himmlischem Befehl und koranbasierten Wohlverhalten bestehen, nicht die beiden um ihren irdischen islamischen Status und jenseitigen Platz im Paradies bekümmerten Klägerinnen für die Schleierpflicht.

Das höchste deutsche Gericht schweigt zur bleibenden Grundrechtswidrigkeit und Menschenrechtswidrigkeit der auf Erden zu errichtenden Herrschaft Allahs (al-Ḥākimiyya li-Llah, the sovereignty of God). Die beiden Klägerinnen treten als Individuen auf, deren Grundrechte im Falle eines im Schulbetrieb geltenden rücksichtslosen Kopftuchverbots gefährdet seien. Im erst einmal erstarkten Schariasystem (niẓām islāmī) selbst ist für Individualität allerdings gar kein Platz. Im Islam ist das Kopftuch, richtiger: ist der Hidschab auch keine Frage der individuellen Handlungsautonomie, sondern von öffentlich bewiesener Treue oder eben sichtbarem Verrat an Allahs Befehl. Statt Deutschlands Kinder und Jugendliche wenigstens ein paar Stunden am Tag vor dem totalitären Islamischen Recht (Scharia) zu schützen, stärkt das auf zwei Individuen eingehende höchste deutsche Gericht die in der Religion von Koran und Sunna theologisch vorgegebene Überwindung der persönlichen Autonomie und die Verhinderung des Individuellen. So also dünnt die kulturelle Moderne aus und gewinnt das Kalifat an Kontur.

Monotheism in authority (ḥākimiyya) means that authority belongs to God as a fixed right, and He is the Only Ruler over the individuals constituting the society, as the Glorious Qurʾān says: ﴾…﴿ “Sovereignty belongs only to Allāh.

(Portal AhlulBayt)

http://www.ahl-ul-bayt.org/en.php/page,336Book1472P37.html

Maududi [Islām kā niẓām-i ḥayāt] Islam Ka Nizam Hayat, dt.: Als Muslim leben

http://de.scribd.com/doc/3271205/Als-Muslim-Leben-Abul-A-la-Maududi

Parda, anglis. Schreibweise Purdah. Die körperliche Abschottung innerhalb eines Gebäudes geschieht durch eigene Bereiche für Frauen (in größeren Gebäuden, Harem = verbotener Bezirk), Vorhänge und Ähnliches. Das Leben einer Frau in Parda beschränkt ihre persönlichen, sozialen und wirtschaftlichen Interaktionen mit der Außenwelt (Seklusion). Während der Taliban-Herrschaft galten in Afghanistan strenge Parda-Vorschriften. Die Praxis wird in den meisten Regionen Arabiens und des indischen Subkontinents islamisch begründet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Parda

This is not the first time Taslima Nasrin has attacked on the purdah system in Muslim community. … Maulana Khalid Rasheed Firangi, a Sunni leader, said „See this is a baseless statement. In Islam wearing purda is a duty, in Quran it has been said so.“

http://www.merinews.com/mobile/article/India/2014/11/06/author-taslima-nasrin-calls-burqa-and-hijab-vulgar-faces-harsh-criticism-from-muslim-community/15901802

Purdah was criticised from within its community, for example in the 1905 story entitled The Sultana’s Dream, by Bengali feminist Rokeya Sakhawat Hussain. Bhimrao Ambedkar, a social reformer and the chief architect of the Constitution of India, imputed many evils existing among the Muslims of British India to the system of purdah in his 1946 book Pakistan, or The Partition of India, saying that women lack „mental nourishment“ by being isolated and that purdah harms the sexual morals of society as a whole.

http://www.wikigender.org/index.php/Purdah

Maududi: Purdah And The Status of Woman In Islam (The word Purdah is used as a title for the set of injunctions which constitute the most important part of the Islamic system of community life.)

http://www.khilafahbooks.com/purdah-and-the-status-of-woman-in-islam-by-syed-abul-a-la-maududi/

Maududi: Purdah And The Status of Woman In Islam. Chapter titles and sub-topics include: Status of woman in different ages (Greece, Rome, Europe), Western concepts of morality, Tragic consequences (Industrial revolution, capitalist selfishness, Moral bankruptcy), Sexual delinquency among American children (venereal diseases, divorce), the Oriental `Occidentals‘, Laws of Nature (control of sexual urge), Social system of Islam (Prohibited relations- muharramat, adultery, Restrictions for woman, Nudity, Evil look, Haya), Punishment for Fornication (injunctions for clothing and covering of nakedness (boundaries of Satar for males and women; Prohibition of touching or having privacy with women; Mahram relatives); Commandments of Purdah (restraining the eyes, covering the face-veiling); Divine laws for the movements of women (permission to leave the house, permission to visit the mosque, participation in battle [women can use weapons to defend themselves while adding their men-folk who are in battle against some enemy]).

http://www.amazon.com/Purdah-Status-Woman-Islam-Maududi/dp/1567442005

http://de.wikipedia.org/wiki/Sayyid_Abul_Ala_Maududi

Wie leider so viele hierzulande, sprechen auch die Hüter der deutschen Verfassung immer noch über ein Stück Stoff, redet Karlsruhe vom Kopftuch (engl. veil, scarf), als ob es lediglich um Kopf oder Haare der Muslima gehen würde. Sicherlich darf nach der Scharia nicht zuletzt auch das Haupthaar der Frau nur dem Ehemann und engsten Verwandtenkreis (Mahram-Verwandte) sichtbar sein, aber was soll das Reden vom Kopf, wenn es darum geht, Busen und Gesäß der Gottesfürchtigen so zu verhüllen, dass nicht nur die Haut abgedeckt ist, sondern dass sich durch den Stoff hindurch keine feminine Rundung abzeichnet, die Männer im Islam schließlich unverzüglich zur Sünde verführen kann? Wenn es darum geht, dass sich Frauen und Männer überhaupt nicht ohne guten (islamischen) Grund gemeinsam in einem Raum aufhalten dürfen? Auch Kehle und Nacken sind vor dem lüsternen Blick männlicher Kollegen und wohl auch männlicher Schüler verborgen zu halten, wie man in Karlsruhe durchaus mitbekommen hat: „durch eine rosafarbene handelsübliche Baskenmütze mit Strickbund und einen gleichfarbigen Rollkragenpullover als Halsabdeckung“, so schreibt das BVerfG über eine der Klägerinnen. Die Rollkragen- und Baskenmützenträgerin geht auch im Hochsommer nicht mit nackten Waden oder Unterarmen zur Arbeit und trägt auch keine Stöckelschuhe, dazu aber sieht jedenfalls sagt Karlsruhe nichts.

Sicherlich soll die Pädagogin nicht bauchfrei unterrichten, doch ihr Schleier ideologisiert und sexualisiert den Körper der Frau in einer Weise, vor der das Bundesverfassungsgericht die Mädchen und Jungen hätte schützen müssen. Hidschab bedeutet: ich bin keinesfalls lesbisch und ein schwuler Sohn wäre mir und Allahgott ein Gräuel. Lehrerinnenkopftuch bedeutet: ich habe einen Aufpasser und Besitzer, den Wali, meinen Vater, Bruder oder Ehemann. Islamische Kleidung einer Lehrerin bedeutet: ich rufe dazu auf, die Kleidung und Lebensweise der Nichtmuslime zu verachten.

Nach Koran und Sunna ist die Frau als unmündig zu bewerten und unmündig zu halten, ohne Wali kann sie noch nicht einmal heiraten. Vielleicht ohne es zu wissen, hat Karlsruhe 2015 nicht nur über das umstrittene Tuch auf dem Kopf, sondern auch über die zur islamischen Lebens- und Gesellschaftsordnung gehörenden Schariaprinzipien von Fitra (fiṭra, Ausgerichtetsein aller Kreatur auf Allah hin), Aura (ʿawra, in der Öffentlichkeit zu verhüllender Schambereich, bei der Frau wesentlich umfangreicher als beim Mann), maḥram und walī geurteilt.

Mahram-Verwandte sind Verwandte des jeweils anderen Geschlechts, die einem so nahe stehen, dass man diese (auch theoretisch) nicht heiraten dürfte, sowie der Ehepartner, mit dem man bereits ohnehin verheiratet ist. Der Begriff kommt von dem arabischen ḥarām (Verbot bzw. geschützter Bereich).

(Eslam)

http://www.eslam.de/begriffe/m/mahram-verwandte.htm

WALI (GUARDIAN) IN ISLAM

A wali (guardian) is a very important and vital aspect in a marriage. It determines whether or not a certain marriage contract (akad nikah) that has been performed is valid. … Wali is one of the wedding pillars that need to be properly identified and carried out according to the correct order.

(publiziert bei: Regierung von Malaysia)

http://www.islam.gov.my/sites/default/files/wali_in_islam.pdf

In der Religion von Koran und Sunna, in dem nach himmlischem Wollen weltweit geltenden und durch die Korangehorsamen (die Muslime) weltweit im Paragraphenwerk zu installierenden Islam, gibt es kein Kopftuch, sondern den Hidschab (ḥiǧāb). Dieser hat den Leib der Frau blickdicht und jede Körperform verbergend zu verhüllen bis auf Hände und Gesicht. Mohammed selbst (Sunan Abī Dāwūd 31:30) verkündete Allahs Befehl zum Bedecken des Körpers der Frau:

O Asma, when a woman reaches the age of menstruation, it does not suit her that she displays her parts of body except this and this,‘ and he pointed to his face and hands. … The Prophet turned his head aside and said, “Only this and this should be visible,” while pointing to his face and hands.

(The American Muslim Teenager’s Handbook, Seite 110)

https://books.google.de/books?id=MLbEAwAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Der Prophet (…) hat gesagt: „Wenn ein Mädchen die Pubertät erreicht, soll sie ihren Körper verhüllen, bis auf ihre Hände und ihr Gesicht. …

Imam Reza (…) wurde gefragt, welchen Sinn der Hijab hätte und er sagte: „Die Haare einer Frau führen zur sexueller Erregung. Dadurch fühlt sich der Mann ihr gegenüber hingezogen und diese Entwicklung kann zu Verdorbenheit (zwischen Mann und Frau) führen. Der Mann wird zum Verbotenem (haram) verleitet.“ (Ilul ash-Sharaih, vol. 2, p. 287, Section 364)

Imam Jafar as-Sadiq (…) wurde gefragt, was zu tun sei, wenn eine Frau auf einer Reise stirbt und kein Mahram-Mann in ihrer Gegend ist, um die Todeswaschung vorzunehmen. Der Imam antwortete: „Diese Männer sollen nur ihr Gesicht und ihre Hände waschen. Das reicht aus. Es ist nicht notwendig ihren gesamten Körper zu waschen. Daher darf ein Mann auch das Gesicht und die Hände einer lebenden Frau sehen.“ (Wasa’il, vol.17, p.135.)

(auf der Seite al-Shia)

http://www.al-shia.de/hijab/ahadith.htm

Wer als Frau den Hidschab schuldhaft verweigert, im Karlsruher Beschluss findet das keine Erwähnung, weltweit aber durchaus in manch einer Fatwa oder Freitagspredigt, kommt nicht in den Himmel und ist auf Erden als sittlich geringwertig zu verachten, als unkeusche Schlampe.

Das Leben im Diesseits ist nichts als eine Durchgangsstation zum eigentlichen Dasein im Jenseits. Dort teilt sich die Menschheit in zwei voneinander absolut geschiedene Gruppen, die Bewohner des Höllenfeuers und des Paradiesgartens. Wer dieses islamische Wissen auf Erden nicht öffentlich kontrollierbar bekundet, als Frau selbstverständlich mit dem Schleier verkürzt genannt und genäht Kopftuch, gehört ganz offensichtlich zur Partei Satans.

To Ash’ari and Ghazali, life on Earth is a provisional „station“ imposed by God as a test; the aim of life is, in fact, the hereafter …

Hezbollah … The members are taught that humans form two groups: the partisans of Allah (Muslims) and the followers of Satan (infidels) who should be suppressed so that Allah’s rule will extend to the whole planet. … woman’s lock showing from under her veil (chador); the bare leg of an adolescent boy; women and men mixing in public places (cinemas, cafes, restaurants); the Israeli occupation of Palestine; and so on. The struggle against Satan is a full-time job

(Fereydoun Hoveyda, 2002, Seite 47 und 94)

https://books.google.de/books?id=UOCkuvtS_8sC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Die an unseren Universitäten installierten Studiengänge für Islamische Theologie ehren und lehren den im Jahre 1111 d. Z. verstorbenen Imam al-Ghazali (Abū Ḥāmid al-Ġazālī). Das Verfassungsgericht des Bundes indessen ist für Heilssicherung und Seelenrettung weder errichtet worden noch zuständig. Der als demokratieverträglich gehandelte Imam al-Ghazali mahnt die rechte Seinsweise an, zu der die korrekte Kleidung von Mädchen und Junge, Frau und Mann ebenso gehört wie die Apartheid von Männern und Frauen, die totale Geschlechtertrennung:

Moralisch gute Gesinnung zielt darauf, jede schlechte Angewohnheit zu entfernen, wie das islamische Gesetz der Scharia gründlich aufzeigt. … Gute Gesinnung lässt einen die schlechte Gewohnheit so verabscheuen wie Schmutz.

Solange die Ausübung der islamischen Pflichten mit Kummer oder Widerwillen verknüpft bleibt, zeigt sich ein Charaktermangel, der den Weg zum Glück verhindert.

Die Frauenfrage war dem vor 900 Jahren verstorbene Imam Politikum allerersten Ranges und Herzenssache, wie wir im Al-iḥyāʾ ʿulūm ad-dīn (Die Wiederbelebung der religiösen Wissenschaften) erfahren:

Sie muss im Hof bleiben und sich um die Wäsche kümmern. Sie darf nicht allzu oft ausgehen, muss einfältig und gutmütig sein, darf keinen allzu geselligen Umgang mit den Nachbarn haben und sie nicht öfter besuchen, als es absolut unverzichtbar ist. Sie muss sich sehr um ihren Ehemann kümmern und ihn respektvoll behandeln. Ohne seine Einwilligung darf sie das Haus nicht verlassen.

Wer das jetzt nur lustig findet, weiß immer noch nicht, was Islamisches Recht (gottgegeben als Scharia, menschlich umzusetzen als Fiqh) und weltweite Ehrenmorde miteinander zu tun haben.

Unattraktiv, hässlich muss sich die Tugendhafte geben, wie der sunnitische Supertheologe feststellt, anonym wie ein Zombie hat die Muslima durch die Nebengassen unserer Stadt huschen:

Dabei hat sie [beim Ausgehen, beim Verlassen des Hauses] abgetragene Kleidung anzulegen und sich nur auf unbelebten Straßen zu bewegen. Die öffentlichen Märkte muss sie meiden und sicherstellen, dass niemand sie an ihrer Stimme erkennt. Sie darf sich nicht an einen Freund ihres Ehemannes wenden, selbst wenn sie seine Hilfe gerade nötig hätte.

Das ist kein legendärer Islamismus, das ist in NRW Inhalt der Lehrerausbildung und damit für Schüler potentiell versetzungsrelevant.

Leider lernen und lehren Deutschlands amtierende und angehende Lehrerinnen und Lehrer für den Islamischen Religionsunterricht al-Ghazali ohne die pädagogisch und freiheitlich demokratisch gebotene Außenansicht.

Osnabrück 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften

al-Ġazālī and Anscombe’s Tahafut: Making Use of the Imam in a European Context

Timothy Winter (Cambridge)

Panel: Islam und Wissenschaft im Dialog

Moderation: Prof. Dr. Rauf Ceylan (Osnabrück)

al-Ġazālī als Mittler zwischen den Wissenschaften

Dr. Silvia Horsch (Berlin)

Gruppe A: Jurisprudenz und Rechtsdenken

Moderation: Prof. Dr. Bülent Ucar (Osnabrück)

http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/

Ein an Imam al-Ghazali orientierter, sprich ein Allahs Befehl (Koran) und Mohammeds Anweisung (Sunna) strikt folgender Religionsunterricht wird die Kinder und Jugendlichen der freiheitlich demokratischen Grundordnung mehr und mehr entfremden, was auch kein Islamismus ist den es gar nicht gibt, sondern authentische Religion, echter alter Islam.

Selbst der türkische Staatsislam von DIYANET (Diyanet İşleri Başkanlığı, Präsidium für Religionsangelegenheiten) hierzulande DİTİB propagierte die schariagemäß dämonische Frauenrolle, wie vor sieben Jahren bekannt wurde:

Es handelt sich um einen Leitfaden für das gute und vorbildliche Leben der muslimischen Frau. Flirten, so heißt es da, sei nicht mehr und nicht weniger als Ehebruch. Der Kontakt mit fremden Männern müsse generell vermieden werden. Der Gebrauch von Parfüm außerhalb des eigenen Hauses sei Sünde. “Frauen müssen vorsichtiger sein, sie senden besondere Reize aus”, so der Text weiter.

(aus: Daniel Steinvorth: Wenn Frauen besondere Reize aussenden. DER SPIEGEL, 01.06.2008)

http://www.spiegel.de/politik/ausland/islam-in-der-tuerkei-wenn-frauen-besondere-reize-aussenden-a-556473.html

Der getragene oder verweigerte Hidschab entscheidet über Lohn und Strafe im Diesseits und im Jenseits. Mit dem neuen Kopftuchurteil hat das höchste deutsche Gericht eine Entscheidung getroffen, welche sehr dazu geeignet ist, die freiheitliche Demokratie zu erodieren und den Rechtsstaat allmählich überflüssig zu machen.

Jedes nicht jenseitszentrierte und schariakonforme, sondern rein menschengemachte Gesetz lästert Allah und führt mit ziemlicher Sicherheit in die Hölle: „Wer nicht nach dem waltet, was Allah [als Offenbarung] herabgesandt hat, das sind die Ungläubigen“ (Koran 5:44). Seiner eigentlichen Aufgabe, nämlich die Verfassung zu schützen, durchaus auch vor der weltweit aktiven Bewegung für Schariagesetz und Kalifat, ist Karlsruhe nicht nachgekommen.

Allah also ruled that those rulers who do not rule by what Allah sent down are unbelievers, wrongdoers, and rebellious. He says: „And he who does not rule by what Allah sent down, it is they who are the disbelievers.“ (5:44)

And He says: „And he who does not rule by what Allah sent down, it is they who are the wrongdoers.“ (5:45)

And He says: „And he who does not rule by what Allah sent down, it is they who are the rebellious.“ (5:47)

http://www.qsep.com/modules.php?name=aqtawhid&file=article&sid=14

Das Bundesverfassungsgericht nimmt also die Klage der beiden Frauen entgegen und redet nicht über die im Koran verbürgte Höllenstrafe, sondern über ein Tuch auf dem Kopf. Nur Kopftuchtragen reicht aber nicht aus, um als Muslima gelten zu können, der Islam ist ein Komplettprogramm (Totalitarismus) und umfasst alle Bereiche des Lebens.

Allah says: „O you who believe! uphold Islam in its entity (as a whole).“ (2:208)

And Allah condemned the Jews saying: „Do you, then, believe in part of the Book and disbelieve in part?“ (2:85)

http://www.qsep.com/modules.php?name=aqtawhid&file=article&sid=14

Der islamische Geistliche steht zum säkularen Richter durchaus in Konkurrenz. Im eigenen Interesse hätte sich Karlsruhe einmal dafür interessieren sollen, was eine Rechtsreligion ist. Der globalen Schariafront, von der man nicht sagen kann, dass sie ihre Religion falsch verstanden hätte, geht es darum, die demokratische Rechtsordnung Paragraph für Paragraph durch eine theozentrische zu ersetzen. Nicht das Volk, Allah ist Souverän.

Die Richter in Karlsruhe haben ausreichend Zeit gehabt, sich darüber zu informieren, was göttlicher Schariabefehl, menschliche Schariapflicht und Herrschaft Allahs bedeuten. Sie hätten die in Muslime und Nichtmuslime keinesfalls aufzuteilende Bevölkerung vor Scharia und Kalifat warnen und Deutschlands Schüler, das sind Mädchen und Jungen, vor der von Lehrerinnen oder Lehrern getragenen, hohen Gruppenzwang erzeugenden islamischen Kleidung schützen müssen.

Ein Tuch auf dem Kopf wäre vielleicht gar kein pädagogisches und politisches Problem. Ein Kleidungsstück jedoch, das nach der eigentlich bei Todesstrafe nicht zu verlassenden Lebensweise von Geschlechterapartheid, Zweitfrau und Kindbraut, dem halbiertem Erbe für die Tochter, nach der Genitalbeschneidung für jeden Sohn sowie, mindestens unter Schafiiten, auch für jede Tochter ruft, ist im Schulgebäude nicht zuzulassen – weder bei Lehrerinnen noch bei Schülerinnen.

Nur kurz zur islamischen Genitalbeschneidung (Genitalverstümmelung). Die Verfassungsbeschwerde liegt dem Hohen Gericht seit dem 27. Dezember 2013 vor, der grundgesetzwidrige Paragraph zur Jungenbeschneidung auf Elternwunsch § 1631d BGB muss weg. Der leider schlecht gemachte Paragraph zum begrüßenswerten Verbot der weiblichen Beschneidung (FGM), § 226a StGB, muss erhalten bleiben, aber genauer formuliert werden, denn auch die sogenannte milde Sunna (ḫitān al-ināṯ anglis. khitan al-inath, indones. sunat perempuan) bzw. eine FGM Typ Ia oder Typ IV darf, trotz der Vorschläge des Jahres 2014 von Karl-Peter Ringel / Kathrin Meyer (Sonderstraftatbestand der Frauenbeschneidung & verfassungswidrige Ungleichbehandlung) und Prof. Dr. Tatjana Hörnle (Verhandlungen des 70. Deutschen Juristentages • Gutachten: Kultur, Religion, Strafrecht. Neue Herausforderungen an eine pluralistische Gesellschaft), nicht legalisiert werden. Ringel und Meyer wollen den 1631d BGB, Juristentagsgutachterin Hörnle will den 226a StGB gleichberechtigt umgestalten („geschlechtsneutral formulieren“) und es ist zu befürchten, dass die 2015 den folgenreichen Hidschab ins Schulgebäude winkende Richterschaft aus Karlsruhe sich auch dem Wunsch nach der religiösen FGM nicht entgegenstellen wird. Soviel nur für heute zur Genitalverstümmelung nach Koran und Sunna.

Man fragt sich, wie die Verfassungsrichter die Begriffe der Menschenwürde und der Gleichberechtigung von Mann und Frau eigentlich interpretieren, wo der Schleier doch der Religion und Gesellschaftsform der Herabwürdigung der Frauen und Nichtmuslime entstammt und, um ins Paradies zu kommen, überall auf der Welt eine entsprechende politische Ordnung errichten will, in der die Frau ein unmündiges, treuhänderisch zu verwaltendes Gut ihres Vaters, Bruders oder Ehemannes ist. Ein Staat, der die islamgemäße Theologisierung der Politik nicht abstoppt, wird sich in eine Islamische Diktatur verwandeln, wie Saudi-Arabien, Pakistan, der Sudan oder der Iran es leider bereits sind.

Fassen wir zusammen. Beim sogenannten Kopftuch der Lehrerin geht es den streng islamisch Motivierten um den Kampf für Geschlechtertrennung, halbierte Frauenrechte, um halbes Erbe der Tochter und halbe weibliche Aussagekraft vor Gericht, um das schafiitische Gebot der Mädchenbeschneidung (FGM) und das gesamtislamische Verbot für die Muslima, einen Nichtmuslim zu heiraten. Es geht um die Konzepte Wali (Heirat nur mit männlicher Erlaubnis) bzw. Wali mudschbir (islamische Verheiratung der Jungfrau auch gegen deren Willen) sowie Mahram (Ausgangs- und Reiseverbot ohne männlichen Begleiter). Es geht um ein lebenslanges Eingesperrtsein im Käfig der Schariapflichten, denn nach Hadith und Idschma‘ zieht der Abfall vom Islam, die Islamapostasie (ridda, irtidād), die Todesstrafe nach sich. In Afghanistan, im Iran, in Jemen, Katar, Mauretanien, Pakistan, Saudi-Arabien, Somalia sowie im Sudan kann die Apostasie von der angeblich einzig wahren Religion mit der Hinrichtung bestraft werden.

Das alle Lebensbereiche reglementierende System der Moral, nicht zuletzt der Sexualmoral, des Wohlverhaltens, der Sozialbeziehungen, der Herrschaft und des Besitzes ist mit dem Schleier verkettet, richtet sich auf Allah aus und erwartet dessen zwischen Himmel und Hölle entscheidendes Urteil am Tag der Auferstehung. Ein vollständiges, jenseitszentriertes Rechtssystem (Fiqh) hängt am Hidschab, der die anderen Muslime wie ein erhobener Zeigefinger ermahnt und dazu aufruft, alle von Menschen ersonnenen Verhaltensweisen und Paragraphen sehr bald durch die himmlischen Vorgaben zu ersetzen und die Gesellschaft Schritt für Schritt in eine islamgemäße umzubauen. Warum auch immer die Karlsruher Richter es uns nicht sagen können oder wollen, ob in Tunesien, in der Türkei oder in Deutschland, beim Schleier zumal der staatlich angestellten Lehrerin geht es um die Weichenstellung zwischen Außenansicht und Literalismus, freiheitlicher Demokratie und islamischem Totalitarismus, funktionierendem Rechtsstaat und Allahkratie.

Lediglich um ein Tuch auf dem Kopf geht es nicht.

Edward von Roy

Q u e l l e

Bundesverfassungsgericht

Pressemitteilung Nr. 14/2015 vom 13. März 2015

Ein pauschales Kopftuchverbot für Lehrkräfte in öffentlichen Schulen ist mit der Verfassung nicht vereinbar

Beschluss vom 27. Januar 2015

1 BvR 471/10, 1 BvR 1181/10

http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2015/bvg15-014.html

Anti-Scharia-Koalition

März 12, 2013

WELTWEITES BÜNDNIS GEGEN SCHARIA-GESETZE

International Coalition against Sharia Law

Die islamischen Staaten haben mit ihrer Realisierung der Gebote der Scharia autoritäre Gesetze geschaffen, die der gesamten Bevölkerung in der Politik und im Alltagsleben mittelalterliche Verhältnisse aufzwingen. Besonders die Frauen haben dadurch die Rechte verloren.

Die Scharia ist eine Ansammlung reaktionärer und unmenschlicher Gesetze und basiert auf rückständigen Verhältnissen und Traditionen der alten arabischen Stammesgesellschaften und Sippen. Zwar verwendet das Recht der Scharia die mehr als tausend Jahre alten Texte von Koran und Sunna, doch historisch ist es erst im 12. oder 14. Jahrhundert verfasst worden. Weil die Scharia die Menschen ungleich behandelt und vor allem die Nichtmuslime und alle Frauen diskriminiert, sollten die islamischen Gesetze in der kulturellen Moderne in keinem gesellschaftlichen Bereich Anwendung finden, weder in der Verfassung noch in der Justiz (wie im Familienrecht, Zivilrecht, Strafgesetz oder sonst wo).

Die islamischen Staaten und die reaktionäre islamische Bewegung haben seit Jahrzehnten den Revolutionen und Protestbewegungen und überhaupt allen fortschrittlich denkenden Menschen geschadet. Hinrichtung, Steinigung, Schleier- und Burka-Zwang, Trennung der Geschlechter, eine iranische Verurteilung zum Heraustrennen der Augen oder, in mehreren Staaten, die Durchführung von Amputationen der Hände und Füße waren ihre Mittel dazu. Die Menschheit muss aufstehen, um diesen Verbrechen ein Ende zu setzen. Es ist genug.

Die diktatorischen Regierungen in Ägypten, Tunesien und Libyen sind durch die Revolution der Bevölkerung gestürzt worden. Die islamische Bewegung in diesen Ländern versucht jetzt, die ganze Macht an sich zu reißen, um das System der reaktionären Scharia-Gesetze in diesen Gesellschaften aufzurichten. Die islamischen Kräfte im Westen streben nach Anerkennung der Rechtsprechung auf der Grundlage des islamischen Rechts (also auf der Scharia) und finden Unterstützung in der Beschwichtigungspolitik und Kompromiss-Politik dieser Regierungen und in Anlehnung an die Theorie des Kulturrelativismus. Als Zielgruppen betrachten sie Emigranten und jene Menschen, die aus den islamisierten Ländern in den Westen geflüchtet sind. Es ist sehr wichtig, dass alle freiheitsliebenden Menschen und Organisationen jetzt gemeinsam gegen den Versuch der islamischen Bewegung, die Scharia-Gesetze in Ägypten und Tunesien und letzten Endes weltweit einzuführen, protestieren.

Wir rufen am Internationalen Frauentag, am 8. März 2013, zu einem Weltweiten Bündnis auf zur Unterstützung der Frauen-Proteste in Ägypten, Tunesien, Iran, Irak, Afghanistan … und gegen Scharia-Gesetze und Angriffe der islamische Kräfte auf die elementaren Menschenrechte der Bevölkerung, insbesondere die Frauenrechte in allen Ländern.

Das WELTWEITE BÜNDNIS GEGEN SCHARIA-GESETZE (International Coalition against Sharia Law) ist eine internationale Vereinigung, die sich für die Realisierung folgender Ziele einsetzt:

1. Trennung zwischen Religion und Staat, in Verfassung und Bildungssystem ein Verbot von Scharia-Gesetzen; Trennung zwischen Religion und Gesetzen, Justiz- und Rechtssystem.

2. Verbot von Kleidungszwang (Schleier, Kopftuch, Burka …)

3. Gleichberechtigung von Mann und Frau in allen gesellschaftlichen Bereichen und Rechtsverhältnissen

4. Weltweites Verbot der Steinigung

5. Verbot von Geschlechter-Apartheid und Geschlechter-Trennung

Wir appellieren an alle Aktivistinnen oder Aktivisten, fortschrittlichen Organisationen, Atheistinnen oder Atheisten und alle Frauenorganisationen, sich diesem Bündnis anzuschließen.

Mina Ahadi

Telefon: 0049 (0) 1775692413

E-Mail: minnaahadi@gmail.com

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

International Committee against Execution – ICAE

http://notonemoreexecution.org

Internationales Komitee gegen Steinigung

International Committee against Stoning – ICAS

http://stopstonningnow.com/wpress/

Das Weltweite Bündnis gegen Scharia-Gesetze (The International Coalition against Sharia Law) wird unterstützt von:

Mary Devery für den TERRE DES FEMMES Vorstand

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Q u e l l e n

An der Konferenz zum Internationalen Frauentag am 8. März an der Goethe Universität in Frankfurt, die vom Zentralrat der Ex-Muslime und von Equal Rights Now organisiert wurde, haben 6 prominente Frauenrechtlerinnen und mehr als 200 Besucher teilgenommen.

http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/03/arabischer-fruhling-weibliche_11.html

Fotos aus Frankfurt

http://www.exmuslime.com/Gallery/

Mina Ahadis Rede zum Internationalen Frauentag 2013

http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/03/mina-ahadis-rede-zum-internationalen.html

Maryam Namazies Rede von der Frankfurter Konferenz

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/2013/03/10/impossible-not-to-see/

Die Botschaft von Taslima Nasrin zur Frankfurt Konferenz. Taslima Nasrin´s message for the Frankfurt conference

http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/03/taslima-nasrins-botschaft-zur-frankfurt.html

Here’s Nawal El Sadaawi’s message to the conference

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/2013/03/10/we-are-not-free-until-all-women-are-free/

Stellungnahme des Zentralrats der Ex-Muslime über den Islamvertrag des Stadtstaates Hamburg

November 20, 2012

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

18.11.2012

Der Hamburger „Staatsvertrag“ mit islamischen Gemeinschaften ist eine vorsätzliche Verletzung der Freiheitsrechte

Der Abschluss eines „Staatsvertrags des Stadtstaates Hamburg mit den islamischen und alevitischen Religionsgemeinschaften“ wird offiziell in großem Stil bejubelt und als wesentlicher Schritt in Richtung auf Anerkennung und Integration der „Muslime“ in Deutschland gefeiert. Tatsächlich aber ist er ein kontraproduktiver Schritt genau in die falsche Richtung. Der Vertrag dient nicht der Integration der „muslimischen“ Bürger, sondern fördert den Einfluss der Islamisten in Deutschland.

Die Freie und Hansestadt Hamburg schließt leider aus dem falschen Ausgangspunkt heraus einen Vertrag mit den islamischen Vereinen und Verbänden ab, so wie es auch Wolfgang Schäuble als Innenminister bei der Gründung der Islam-Konferenz im Jahr 2006 getan hatte. Es wurde nämlich behauptet, dass die islamischen Religionsgemeinschaften die angeblich 100.000 muslimischen Einwohner in Hamburg vertreten. Es wurde nie darüber aufgeklärt, wie diese Statistik ermittelt wurde, ganz zu schweigen von der rechtlichen Vertretung dieser Menschen durch die islamischen Verbände und Vereine mit denen der Vertrag abgeschlossen wurde.

Das bedeutet, dass die Hansestadt Hamburg beim Abschluss dieses Vertrags die Meinung der Menschen, die angeblich den erwähnten 100.000 angehören, missachtet und mit großer Unverschämtheit ignoriert hat. Die Mehrheit von diesen „100.000“ Menschen hat diese Religionsgemeinschaften als Vertreter weder gewählt noch akzeptiert. Zuletzt soll erwähnt sein, dass viele Ex-Muslime in dieser Statistik pauschal als Muslime gezählt werden.

Der Vertrag bekräftigt und schafft noch mehr rechtsfreie Räume für die islamischen Verbände und Vereine und deren Anhänger, um sich in der Gesellschaft zu präsentieren, zu verbreiten und sich noch mehr auf der politische Ebene zu bewegen.

Um es zu verdeutlichen, wie großzügig und in welchem Ausmaß der Hamburger Staat sich auf Kosten der Einwohner in Hamburg bei diesem Vertrag ins Zeug gelegt hat, hier einige Punkte aus dem Vertrag[1]:

• Islamunterricht in den staatlichen Schulen als reguläre Unterrichtstunden und islamische Hochschulausbildung. Förderung der Islamlehrkräfte.

• Religiöse/r Betreuer/in in öffentlichen Einrichtungen wie in Krankenhäusern, Heimen und ähnlichen Institutionen zur Ermöglichung von religiösen Veranstaltungen und Gottesdiensten

• Der Staat garantiert, dass in allen Rundfunkprogrammen auf die „sittlichen und religiösen“ Meinungen der Muslime geachtet wird.

Ebenso wird sich der Staat Hamburg dafür einsetzen, dass eine „angemessene“ Teilnahme der islamischen Vertreter an den Aufsichtsgremien sowie Ausschüssen von NDR-Rundfunk, ZDF-Fernsehrat und DLR-Hörfunkrat realisiert wird.

• Anerkennung der islamischen Feiertage als offizielle Feiertage für alle Muslime (Schüler, Lehrer, Mitarbeiter der öffentlichen Einrichtungen usw.)

• Ständige Vertretung eines islamischen Beauftragten bei Senat und Bürgerschaft.

• Religiöse Speisevorschriften sowie kostenfreie Räumlichkeiten in den öffentlichen Einrichtungen.

• Im Vertrag wird zwar die Anerkennung der Gleichberechtigung der Geschlechter genennt, doch wird unmittelbar danach eingeschränkt, dass Frauen und Mädchen nicht wegen ihrer Bekleidung in ihrer Berufsausübung eingeschränkt werden dürfen. Das heißt, muslimische Frauen und Mädchen dürfen in Zukunft sogar mit Schleier, Niqab oder Burka (gesamte Körperbedeckung) in Schulen, Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen tätig sein.

• Nicht zu letzt sind die islamischen Gemeinschaften frei, Moscheen und Einrichtungen mit Minaretten und allem, was dazu gehört zu bauen.

Die Medien versuchen krampfhaft, den Inhalt des Vertrags nicht ans Licht zu bringen und stellen nur die Anerkennung der offiziellen islamischen Feiertage in den Mittelpunkt. Doch die oben aufgelisteten Auszüge, die nur einen Teil vom Umfang des Vertrags darstellen, sind aussagekräftig genug, um jeden über die schlimmen Konsequenzen einer Umsetzung dieses Vertrags zu überzeugen.

Dieser Vertrag ist eine rote Karte nicht nur für den Hamburger Staat, sondern auch für die Bundesrepublik Deutschland. Er ist ein Beweis für die Verachtung der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg, für die zunehmende Entfernung Deutschlands zu einem säkularen Staatswesen und für die Hinwendung zu rückschrittlich-religiösen gesellschaftlichen Verhältnissen.

Der Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) verurteilt den Abschluss dieses Vertrags auf das Schärfste und wird sich für die Bewahrung einer der wichtigsten Errungenschaften der zivilisierten Gesellschaft, das heißt für die Trennung von Religion und Staat einsetzen.

Der ZdE fordert gleiche Rechte für alle Menschen ungeachtet von Glaube, Nationalität, Geschlecht oder Herkunft. Denn nur in so einer Gesellschaft können die Menschen ihre Freiheit genießen, ein gesundes Leben miteinander führen und Respekt vor ihren Mitmenschen haben.

Deutschland benötigt mehr Säkularität und einen stärkeren Schutz individueller Grundrechte und weniger Einfluss religiöser Herrschaftskultur und islamischer Weltanschauung auf seine Gesellschafts- und Lebensordnung.

Zentralrat der Ex-Muslime – Deutschland

exmuslime@googlemail.com

http://www.ex-muslime.de/

————————–

[1] Vertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg, dem DITIB-Landesverband Hamburg, SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg und dem Verband der Islamischen Kulturzentren

http://www.hamburg.de/contentblob/3551370/data/download-muslim-verbaende.pdf

Die Religion der Demokratie

Oktober 13, 2010

طواغيت

طاغوت

ṭawāġīt, ṭāġūt (1)

Die Götzen und der Götze

»Democracy … a Religion«

Vom salafistisch motivierten autodidaktischen Studenten zum Vordenker der gottgewollten und heilsbringenden Kriegsführung. Jacques Auvergne betrachtet den Text »Ad-Dīmuqrāṭīya Dīn. Die Religion der Demokratie« des Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī, dem hier sein Gedicht »Dear Brother, who dwells in these prisons« vorangestellt wird.

Nāblus, das biblische Sichem oder Shechem, liegt unterhalb des heiligen Berges der Samaritaner, dem Garizim oder arabisch Ǧabal Ǧarizīm. Die heutige Stadt hat 100.000 Einwohner und befindet sich in den Palästinensischen Autonomiegebieten (2).

In Nāblus wurde im Jahre 1959 ein Theoretiker der glaubensbewegten Kriegsführung geboren, der uns drei oder vier Jahrzehnte später als der jordanisch-palästinensische, sehr konsequent islamische sprich terroristische Verfasser Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī bekannt werden sollte (3). Sein ursprünglicher Name ist ʿIṣām Muḥammad Ṭāhir al-Barqāwī, wir verwenden im Folgenden den Predigernamen al-Maqdisī.

Noch in seiner Kindheit wanderten seine Eltern mit ihm nach Kuwait aus. Sie gestatteten ihm das gewünschte religiöse Studium an der Universität von Medina nicht, sondern schickten ihn ins nordirakische Mosul, um Maschinenbau zu erlernen. Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī musste sich die Schariawissenschaft folglich autodidaktisch beibringen, was ihm offensichtlich gelang.

Intensiv forschte er zu den von ihm zeitlebens hoch verehrten, demokratiegefährdend bleibenden islamischen Autoritäten Ibn Taimiyya (Taqīyu d-Dīn Aḥmad bin Taimīya‎ al-Ḥarrānī, 1263–1328) und Ibn Qayyim al-Dschauziya (Ibn Qaiyim al-Ǧauziya, 1292-1350). Der fromme Kulturrassist al-Ǧauziya verfasste das »Aḥkām ahl aḏ-ḏimma« zur Rechtsproblematik der im Diesseits und Jenseits als minderwertig einzustufenden monotheistischen Schutzbefohlenen (Halbsklaven). Ferner war es die bis heute Köpfe abhackende Doktrin der hanbalitischen Wahhabiten, zu sich der al-Maqdisī hingezogen fühlte. Bereits 1985 hatte den in Nāblus Geborenen eine Reise ins pakistanische Peschawar geführt, die ihn in Bezug auf die dschihadistische Theorie sehr inspiriert habe. Gewissermaßen eine Bildungsreise, um für immer aus dem wissenschaftlichen Lernen auszusteigen.

Zu allem Ende ist al-Maqdisī zusätzlich durch die von Ǧuhaymān al-ʿUtaibī (4) geführte Bewegung »Die Ḥisba praktizierende Salafi-Gemeinschaft, al-Ǧamāʿa as-Salafīya al-Muḥtasiba« beeinflusst worden, die im November 1979 die Große Moschee und die Kaaba in Mekka zu Allahgottes Verherrlichung eroberte und wochenlang besetzt hielt (5). Ǧuhaymān al-ʿUtaibī, der am 09.01.1980 hingerichtet wurde, hatte Vorlesungen bei Scheich bin Bāz (1910-1999) gehört, dessen Gedankengut jene zeitgenössischen deutschen Konvertitinnen aufsaugen, die ihr Gesicht mit einem niqāb „bedecken“ und die den sektenartigen salafistischen Kontaktnetzen um Pierre Vogel und Nicholas Blancho nicht weit entfernt stehen, wobei die Frauen durch die fiebrigen Männerbündler digital in „Schwester-Foren“ und real ins Haus gesperrt bleiben und nur selten in Begleitung von „Herrchen“ mit Burka für mehr „Religionsfreiheit“ demonstrieren dürfen, einem ausgeführten Hund nicht unähnlich.

Mit dem gerade gefallenen Begriff der ḥisba sollten wir Pädagogen und Sozialpädagogen auf aller Welt uns schleunigst befassen, wenn uns an kulturrassismusfreien Räumen und Zeiten von Bildungskultur und lebenslangem Lernen gelegen sein sollte, an gründlicher Arbeit.

Für seine drei Werke »Democracy … a Religion (6). Die Religion der Demokratie«, »This is our Aqidah« und »Religion of Abraham. Die Religion Abrahams. Millat Ibrāhīm«, 1985) genießt al-Maqdisī in besonders gewaltaffinen muslimischen Kreisen bis heute größte Anerkennung. Sein in der Manier der Salafisten selbst gewählter Name bezieht sich auf den Jerusalemer Tempelberg, der im Arabischen Bayt al-Maqdis bzw. Bayt al-Muqaddas heißt, wörtlich Haus der Heiligkeit (zu q-d-s, heilig, vgl. Jerusalem als al-Quds pers. Ghods; Variante al-Quds aš-Šarīf, osmanisch Kuds-i Şerîf, zu šarīf, edel, vornehm). In den zur irdischen Herrschaft berechtigten Stand der Krieger Allahs erhoben, wählt Muhamed Seyfudin ÇiFTÇi den Namen »Abū Anas« und gibt von Braunschweig aus den Scheich für ein salafistisches Deutschland ab, der einstige Berufsfeuerwehrmann Sven Lau mutiert zu »Abū Ādam« und lässt sich einen Bart wachsen, während der griechischstämmige Rheinländer Efstathios Tsiounis den Kriegspfad ebenso bärtig und als Abu Alia betritt, was wie eine Ehrerbietung für Alija Izetbegović klingt (7), den Verfasser von »Islamska deklaracija. Die Islamische Deklaration« (1970). Exkurs nach Bosnien und in den Iran.

»Der Islam zwischen Ost und West« (1980) hieß ein weiterer Text von Schariafreund Izetbegović, ein Titel, den wir als schamlose Anspielung an den iranischen Wegbereiter der Islamischen Revolution Ali Schariati verstehen dürfen, der den Islam als Weltanschauung oder Philosophie der „Mittigkeit“ („vaseteh“, al-wasaṭīya) darstellt. Die islamkonforme Sozial- und Wirtschaftspolitik überwinde die schrillen Missklänge von Kapitalismus und Kommunismus. Angesichts des seit Titos Gesetz zur Arbeiterselbstverwaltung einen „Dritten Weg“ beanspruchenden Jugoslawiens bietet derlei „religiöse Versöhnlichkeit“ vielleicht auch in Zukunft Anlass zur Sorge. Den politischen Allahkult nannte Schariati »Maktab-e Vaseteh-e Islam«, oder, nach dem mathematischen Zentralwert, »The Median School Of Islam« (siehe Sägefisch Text Nummer 171 und 172). Weder planwirtschaftlich noch kapitalistisch ausgerichtet, weder dem sozialistischen Religionsersatz verpflichtet noch der Dogmatik einer christlichen Kirche: Der schariatreue Mensch fühle und handle seiner Natur gemäß und bewirke sozialen Frieden und Harmonie. Der Islamkritiker aber wird so zu einem den Wohlklang der „Mitte“ bedrohenden Extremisten, religiös begründete Gewalt gegen Islamkritiker befreit lediglich von „Ungerechtigkeit“ – genau da steht Europa inzwischen, zumal Deutschland.

Noch zu Bosnien. In besagter Deklaration heißt es in einer Fußnote: „Jahiliya: the godless period of darkness prior to Islam“ und im dazugehörigen, alles andere als frühmittelalterlich gemeinten Text: „Der mühsame Einsatz auf dem erfolgreichen Weg zu ungeahnten Zielen hat nicht erst heute begonnen … wenn es auch bisher überwiegend außergewöhnliche Einzelne oder couragierte kleine Gruppen sind, die dem ungeheuren Gegendruck der Dschahiliyya standhalten. The struggle towards new goals did not begin today. … Still, this is mainly the personal sacrifice of exceptional individuals or courageous minor groups in collision with the mighty forces of the Jahiliya.“ Alija Izetbegović vertritt die von Sayyid Quṭb geprägte Konzeption der Dämonie der Ǧāhilīya, der heidnischen Barbarei – Salafismus und Dschihadismus in reinster Form. Zur Schariarepublik Pakistan fällt dem über die Frage des Handabhackens verschwommen herumdrucksenden Bosnier nichts anderes ein als: „Pakistan is our greatest hope.“ und fragt nur, wie repressiv und total („how rigidly“) die Scharia im Strafrecht und Familienrecht implementiert werden soll, das Islamische Recht selbst steht für den Jugoslawen nicht zur Diskussion. Dass Bosniens amtierender Großmufti Mustafa Cerić der Muslimbruderschaft nahe steht und die Scharia durchsetzen will („Opening the way for the Muslim law“), wird uns hier als Fortsetzung des allahkratischen Weges Bosniens erkennbar, den der nachmalige bosnische Präsident Alija Izetbegović, wenn auch zaghaft, eingeschlagen hat. Soweit zu Bosnien.

Zurück zu Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī.

In Afghanistan traf der Salafist in den späten Neunziger Jahren den jordanischen Führer der al-Qaida im Irak, Aḥmad Faḍīl an-Nazāl al-Ḫalāila, der weltweit als Abū Muṣʿab az-Zarqāwī (1966-2006, benannt nach seinem Geburtsort, der jordanischen Industriestadt az-Zarqāʾ, 400.000 Einwohner) bekannt geworden ist (8). Im salafistischen Dschihadtheoretiker al-Maqdisī fand az-Zarqāwī, der am 07.06.2006 von amerikanischen Streitkräften im Irak getötet wurde, für mehrere Jahre seinen spiritueller Meister, bis die beiden sich über schariarechtliche Fragen (sprich taktisch-militärpolitische Fragen wie: Dürfen Schiiten ermordet werden?) entzweiten. Bereits ab 1992 riefen al-Maqdisī und az-Zarqāwī in Jordanien den Terroristenbund At-Tawhid ins Leben. At-tauḥīd, Einsgottglaube, wörtlich „Einsheit“, meint die Einzigartigkeit Allahgottes und die Einheitlichkeit der umma.

Heute berufen sich gewaltbereite beziehungsweise terroristische aktive salafistische Milieus auf al-Maqdisī, den das Combating Terrorism Center der United States Military Academy (USMA, ansässig in Westpoint, New York) für den einflussreichsten zeitgenössischen dschihadistischen Theoretiker hält.

Innerhalb der letzten eineinhalb Jahrzehnte ist der Denker des Dschihad mindestens drei Mal inhaftiert gewesen. 1995 zu fünfzehn Jahren verurteilt, kam al-Maqdisī doch 2000 frei, wurde aber bald wieder unter Terrorismusverdacht eingesperrt. Wenn man im Umfeld des Vereins Einladung zum Paradies / Islamschule (EZP, Braunschweig, Hannover, Mönchengladbach, Bonn, um Muhamed Seyfudin Çiftçi und Pierre Vogel) Demokratie ausdrücklich für eine „falsche Religion“ hält (9), dürfte, von al-Maudūdī und Quṭb abgesehen, das Gedankengut von Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī eine Rolle spielen.

Noch als Häftling in Zelle Nummer 63 des jordanischen »General Intelligence Prison Facility« betrieb Muḥammad al-Maqdisī vor sechzehn Jahren Gefängnisseelsorge, wie sich einem zum islamisch begründeten Krieg aufrufenden Kurzfilm entnehmen lässt, den »ismaelAbdulrahman« am 15.11.2008 auf YouTube einstellt, ein Video, das hoffentlich auch von Deutschlands so genannten Muslimen als Aufruf zum Hass auf die kulturelle Moderne und die Gleichberechtigung von Mann und Frau verstanden und inhaltlich zurückgewiesen wird.

Die zum Opferfest ʿĪdu l-Aḍḥā (20. Mai 1994) niedergeschriebenen Worte des Gedichtes lauten (10), ein wenig abgeändert und gekürzt:

Wenn es Allah gefällt, entströmt den Gefängnissen Parfüm

Mein lieber Bruder, du, der du in den Gefängnissen verweilst, zu dir schreibe ich in Schmerz und Trauer, so bleibe standhaft, mit Allahs Willen, welche Mühsal könnte dich noch ergreifen?

Hüte dich, mein Bruder, vor der Korruption der Gedanken, sei eingedenk des Versprechens Allahs! Hunderttausende der Wahrhaftigen, auf Zeit inhaftiert, im Gefängnis verweilend? Stärke dich durch das Gedenken an Allāh Subḥānahu wa Taʿāla, den Allmächtigen. Übe dich im Auswendiglernen des Buches der Offenbarung, das für dein Herz wie ein geborgtes Bollwerk sei und deiner Seele Versorgung und Hilfe.

Diese Härten, sie finden ein baldiges Ende, selbst wenn sie dich nun beschimpfen, quälen und foltern und dich zusammenschlagen – doch du unterwirfst dich nicht – ihnen nicht. Du bist nicht der erste, gefoltert und gequält für eine Religion, eine gewaltige, gottgesegnete Inspiration, und du bist auch nicht allein auf diesem Wege: Sieh, all die Karawanen, all diese Jahre, ein ʿĪd-Fest.vergangen, ein Sohn geboren. Dann die Monate in Gefangenschaft, die verzehrte Zeit, sei nicht bekümmert, rechtschaffener Bruder: Leben und all deine Kinder – bedeutungslos geworden um das Wohlgefallen deines Herrn, des Allmächtigen, des Edelmütigen.

Die Gefängnisse sind nun voller Duft, die Bitterkeit ist zur Süße geworden, entweder ein Sieg über die Menschheit oder zu Allāh in die Ewigkeit.

Gewiss: Ich nehme Vergeltung, doch einzig um Allahs Willen und seines Dīn. Sie haben uns von unserem Entschluss nicht abbringen können, weder unsere Hingabe noch unseren Eifer verringert.

Und so werden die Gefängnisse keine Minderung, vielmehr eine Stärkung unserer Gewissheit sein, die Fesseln keine Minderung, sondern eine Stärkung unserer Geduld. Weder Qualen noch Foltern gegen unsere Brüder, auch nicht die Tötung der Prediger, hunderter von ihnen, ungeschwächt, all das bewirkt nichts anderes als die Erhebung der Flaggen unseres Glaubens, deutlich manifestierend den Tauḥīd der Wahrheit des Dīn.

Wir werden eure Samen bewässern mit unserem Tauḥīd durch das Durchtrennen unserer Adern, durch die Opferung unseres Blutes. Wir werden euch erhöhen mit unserem Banner des Islām. Weder werden wir je vom Wege der Wahrheit abkommen, noch jemals vom Wege der Konfrontation abirren.

Wir verbleiben auf diesem Wege, achtlos der Wunden. Nimmer werden wir vom Ǧihād abkommen, weiter den Ṭawāġīt entgegen und, nimmer in Furcht, den Heiden entgegen tretend. Ein Leben um den Sieg zu erringen für den Dīn, die großartige Religion.

Auf dem Wege der Märtyrer: Ein Teil von ihnen erfüllt und ein anderer noch auf dem Wege dorthin, wir auf ihrem Wege, unablässig, marschierend, mit Hilfe Allahs, zu Hilfe und Beistand der Religion. Welch ein Weg ist dies, der Weg der Unerschrockenen. Das sind die Meilensteine des gewaltigen Dīn.

So, wer sehnt sich wahrlich, die Gärten zu betreten, und wer begehrt, von himmlischen Jungfrauen umarmt zu werden? Ja, die Pflichten auf diesem Wege erfordern gewiss die Zahlung einer teuren Mitgift, eines Heiratsguts.

ʿĪdu l-Aḍḥā (islamisches Opferfest, 20.05.1994)

Soweit zur Gefängnislyrik des Muḥammad al-Maqdisī, zu dem ein Anonymus namens »kuhface« deutscher und vermutlich auch albanischer Sprache, sein YouTube-Konto ist mittlerweile gesperrt worden, leider kein Ruf nach der universellen Geltung der Menschenrechte, sondern folgende islamisch glaubensbewegte Verwünschung einfällt:

»allah uakbar, möge allah ihnen reichlichen lohn geben und möge allah die feinde des islam in die höchste stufe der höllenfeuer geben, möge allah ihre gesundheit in krankheit verwandeln, die verfluchten affen und schweine, man muss die alle abschlachten.«

Mit der junge Muslime wie »kuhface« womöglich fehlleitenden, von al-Maqdisī betriebenen Online-Bibliothek http://www.tawhed.ws darf der geistige Vater des zeitgenössischen Dschihadismus sein gegenmodernes bis terroristisches Gedankengut auf Arabisch und Englisch weltweit verbreiten.

Nun zum Text, den ein gewisser Abū ʿIzzudīn (Hommage an Scheich ʿIzz ad-Dīn al-Qassām, nach dem eine schariafaschistische Brigade und eine das Kalifat herbeibombende Rakete benannt sind?) ins Deutsche übersetzt hat, auf die Übersetzung ins Englische zurückgreifend, die ein gewisser Abū Muḥammad al-Malikī (wohl nach dem saudischen Scheich Muḥammad ʿAlawī al-Malikī, 1944-2004, genannt) anfertigte (11). Da Salafisten sich mit »Abū« beginnende Übernamen oder vielmehr Kriegsnamen geben, gilt die Faustregel: Ein »Abū« kommt selten allein.

»Ad-Dīmuqrāṭīya Dīn. Die Religion der Demokratie«

BismiAllāh ar-Rahmān ar-Rahīm Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Dies ist eine Auswahl von Schriften, die ich schon vor dem Beginn der polytheistisch, legislativ-parlamentarischen Wahlen geschrieben habe – in einer Zeit, als die Menschen sich von der Demokratie faszinieren ließen.

Und sie vermischten die Falschheit mit der Wahrheit.

Manchmal nennen sie Demokratie eine Freiheit oder einen Rat. Manchmal bringen sie Argumente hervor, die die Demokratie als gültiges Konzept erscheinen lassen und sie benutzen die Geschichte des Urteils von Yūsuf (‚as) mit dem König als Beispiel. An anderen Stellen benutzen sie das Urteil des Negus (Naǧāšī) als Beispiel – einfach um ihren eigenen Interessen und Motiven zu nutzen und ihre eigenen Agenden zu realisieren. Sie verzerren die Wahrheit mit Falschheit, vermischen das Licht mit der Dunkelheit und den Polytheismus der Demokratie mit dem Monotheismus des Ìslām. Aber wir haben, mit der Hilfe Allāhs, all diesen Irrtümern geantwortet und gezeigt, dass die Demokratie eine Religion ist. Aber sie ist nicht die Religion Allāhs.

Sie ist nicht die Religion des Monotheismus. Und ihre Parlamentsräte sind nichts als Orte des Polytheismus und Zufluchtsorte der heidnischen Überzeugungen. All dies muss vermieden werden um den Monotheismus, welcher Allāhs Recht über Seinen Diener ist, zu erreichen. Wir müssen jene, die der Demokratie folgen, zerstören und wir müssen ihre Anhänger als Feinde betrachten – sie hassen und einen großen Ǧihād gegen sie ausführen.

Demokratie ist ein offensichtlicher Polytheismus und daher ein klarer Unglaube, wovon Allāh uns in Seinem Buch gewarnt hat. Und Sein Gesandter (š-Allāh-‚aws) griff solche Ṭāghūt (falsche Götter (´āliha)) während seines ganzen Lebens an.

Abu Saiid ist Co-Autor vom dschihadistischen »Ansar ul Haqq Media Blog. Artikel und Nachrichten aus islamischer Perspektive«, wo man zu http://diewahrereligion.de/ („Derjenige, der vom Propheten (Frieden und Segen auf ihm) gehört hat und den Islam nicht annimmt, der bleibt für alle Ewigkeit in der Hölle. Das besagt ein Hadith.“) verlinkt und erkennbar auch als „Ansarulhaqq Media Team“ über die Seite http://www.ansarulhaqq.com/ arbeitet.

Abu Saiid empfiehlt am 04.08.2010 das Werk des dschihadistischen Theoretikers Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī (12). Zur terrornahen, Aiman aẓ-Ẓawāhirī bewerbenden Seite »Ansar alJihad Network. http://www.ansar.com« http://ansar1.info/ („Osama bin Ladin – May Allah protect him“) wird von Burkafreund Abu Saiid ebenfalls verlinkt.

Scheich al-Maqdisī:

Man sollte wissen, dass Allāh der Schöpfer und der Urheber aller Dinge und aller Wesen ist. Die wichtigste Sache, die Allāh dem Sohn ´Ādams – vor dem Gebet, der Abgabe der Zakā (Almosen) oder irgendeiner anderen Handlung der Anbetung – zur Erlernung und Ausführung auferlegt hat, ist der Glaube an die Einheit Allāhs und die Ablehnung des Glaubens an irgendeine andere (falsche) Gottheit (ìlah). Dies ist der Grund, dass Allāh die Geschöpfe erschaffen hat, die Propheten entsandte, die Bücher offenbarte und den Ǧihād und die Šahāda (Martyrium) befahl. Dies ist der Grund, dass es Feindschaft zwischen den Anhängern von ar-Raḥmān und denen des Šayṭān gibt. Und dies ist der Grund, dass der ìslāmische Staat und das System der rechtgeleiteten Khilāfa gegründet wird. Allāh (‚awj) sagte:

Und Ich habe die Ǧinn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen (sollen).

[adh-Dhāriyyāt:56]

Und in jedem Volk erweckten Wir einen Gesandten (,der da predigte): „Dient Allāh und meidet den Ṭāghūt.“ …

[an-Nahl:36]

Dieser Glaube, dass es keinen in Wahrheit der Anbetung Würdigen (ìlah) außer Allāh gibt, ist ein Grundelement des Ìslām. Kein Ruf (da’wa), keine Anstrengung (ǧihād), kein Gebet (ṣalā), kein Fasten (ṣawm) keine Almosenabgabe (zakā) und keine Pilgerfahrt (haǧǧ) wird (von Allāh) ohne dessen angenommen. Niemand kann vom Feuer der Hölle errettet werden, ohne daran zu glauben, denn dies ist der einzige Haltegriff, den Allāh Seinen Anhängern garantiert hat, dass dieser in das Paradies führen wird. Kein anderer Haltegriff wird für den Schutz vor dem Feuer ausreichend sein.

Der Ṭāghūt, gegen den man den Unglauben (kufr) ausführen und die Anbetung und Dienerschaft (‚ibāda) vermeiden muss, beinhaltet nicht nur Steine, Götzen, Bäume oder Gräber, die durch Niederwerfung (suǧūd) oder durch Bittgebet (du’ā`) angebetet werden. Tatsächlich umfasst er (der Ṭāghūt) viel mehr als dies. Er umfasst jedes angebetete Wesen oder Ding (ma’būd) -außer Allāh dem Erhabenen-, das die Anbetung und Dienerschaft (‚ibāda) (an sich), gleich welcher Art auch immer, nicht ableugnet und verweigert (munkar).

Wenn ein Geschöpf sich gegen die eigene Seele versündigt, dann überschreitet es die Grenzen, die durch Allāh gesetzt wurden. Und dies beinhaltet die Anbetung falscher Gottheiten (ṭawāghīt) neben Allāh. Die Handlung der Anbetung umfasst Niederwerfung, Verbeugung, Bittgebet, zu schwören und (ein Tier als Opfergabe) zu schlachten.

Gehorsamkeit in der Gesetzgebung ist auch eine Art der Anbetung.

Seine wahren Ziele zu verbergen ist etwas, was wir Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī nun wirklich nicht vorwerfen können. Unser Blick kann sich daher für einige Augenblicke auf die mutmaßlich in einem Prozess der Radikalisierung befindlichen europäischen muslimischen Leser richten oder auf eine fehlende Personengruppe, auf die Frauen.

Militaristen und andere, fast durchweg homophobe, Erhöher des Maskulinen kommen gern etwas keusch daher, religiös ergriffen nahezu asexuell, allerdings nur, um die Frauen ihres Jagdgrundes umso nachhaltiger dämonisieren und deklassieren zu können. Auch al-Maqdisī lebt in diesem Sinne ganz männerbündisch und erachtet in seiner schriftgewordenen Verherrlichung der Demokratieresistenz das Weib für keinerlei Aufmerksamkeit würdig (in seinem »Min Thamrāt al-Jihād. From the fruits of Jihād« lautet ein Kapitel allerdings »Behandelt die Frauen höflich. Act Gently With the Women« (13)). Lediglich in der letzten Zeile des Gefängnisgedichtes gibt es ja ein symbolisches Gleichsetzen des Selbstmordattentats bzw. des Ermordetwerdens für die Sache Allahs mit einer Hochzeitsfeier („Mitgift, Heiratsgut“) und ersetzt die Bombenexplosion oder jedenfalls der Eingang ins Märtyrertum den perfekten sexuellen Höhepunkt.

Mit der schlimmste Götzendienst, da unterscheiden sich Muslimbrüder, Salafisten und Millî-Görüş-Bewegte nicht voneinander, ist die irdische Gleichberechtigung von Mann und Frau. Damit also die einzig sittlich zu nennende Seinsweise, die islamische, ein Zeichen gegen den Glaubensverlust setzt, wird, wie Abu Saiid am 29.07.2010 impliziert, von Aiman aẓ-Ẓawāhirī (al-Qaida) zum Bedecken des weiblichen Gesichts aufgerufen. Der salafistische deutschsprachige Blogger unterstützt also den Aufruf des Top-Terroristen zum Tragen des Ganzkörperschleiers, wir dürfen uns einen strengen ḥiǧāb, also eine Art iranischen Tschador denken, jedenfalls sagt aẓ-Ẓawāhirī nicht explizit Burka bzw. niqāb (Gesichtsschleier).

Abu Saiid kann sich allerdings auf den Parteigründer der pakistanischen Jamaat-e-Islami (JI), Abu l-Aʿlā al-Maudūdī („Es ist für die Frauen angeordnet, sich in der Öffentlichkeit das Gesicht zu verschleiern“, zitiert nach »Kopftuch oder Niqab?«, bei: http://diewahrereligion.de/ – vgl. b. Ibn Farooq (14)) ebenso berufen wie auf ʿAbd al-ʿAzīz bin Bāz (1910-1999), der als einer der höchstrangigen saudischen Kleriker Handschuhe und Gesichtsschleier als Teil des verpflichtenden ḥiǧāb bewertete. Islamterrorfreund Abu Saiid fährt fort:

„Diesen Aufruf, kann man nur unterstützen. Es geht hier nicht um den Niqaab, sondern um die systematische Ausrottung des Islams in Europa. Es hat begonnen mit dem Kopftuchverbot auf Schulen in manchen Ländern, dann das Minarettbauverbot, jetzt das Niqaabverbot auf der Straße! Und bald kommt das Kopftuchverbot in der Öffentlichkeit. Man kann nur an unsere Schwestern, die den Niqaab nicht tragen, appellieren, ein Zeichen zu setzen. Denn in Kürze sind eure Hijabs auch dran. Hier geht es nicht darum, ob Niqaab Pflicht oder Sunnah ist, sondern darum, dass der Islam von eurer Seite her angegriffen wird, deswegen verteidigt euren Diin indem ihr beginnt den Niqaab zu tragen. Wenn die Kuffar sehen, dass durch ihre Verbote mehr Frauen den Niqaab tragen, dann werden sie vor Wut zerbersten und ihre Methoden überdenken (15).“

Scheich al-Maqdisī:

Allāh (swt) sagte über die Christen:

Sie haben sich ihre Schriftgelehrten und Mönche zu Herren genommen neben Allāh …

[at-Tawba:31]

Obwohl sie sich vor ihren Priestern nicht niederwarfen oder verbeugten, folgten sie ihnen und stimmten ihnen in ihrem Verbot des Erlaubten (ḥalāl) und der Erlaubnis des Verbotenen (ḥarām) zu. Daher erachtete Allāh (swt) dies in der Hinsicht, dass sie sie (ihre Priester) zu Herren (àrbāb) neben Allāh genommen haben, denn die Gehorsamkeit in der Gesetzgebung (tašrī‘) ist eine Form der Anbetung (‚ibāda) und darf für niemanden ausgeführt werden außer für Allāh, da Allāh der Einzige ist, der die Gesetzgebung verordnen kann.

Dementsprechend ist jeder, der die Ausführung einer anderen Gesetzgebung als der Allāhs ersucht, tatsächlich ein Polytheist (mušrik).

Daher beinhaltet das Wort „Ṭāghūt“ jeden, der sich selbst zum Gesetzgeber neben Allāh macht. Ob Herrscher oder Beherrschte, ein Vertreter im Parlament (die gesetzgebende Autorität) oder die Personen, die ihn wählen, sie alle übertreten die Grenzen. Der Mensch wurde erschaffen um ein Diener Allāhs zu sein und Allāh hat ihm anbefohlen, Seine (Allāhs) Gesetzgebung anzuerkennen. Aber der Mensch wies dies zurück und übertrat die Grenzen. Er wollte sich mit Allāh gleichstellen und an der Gesetzgebung teilhaben, was niemandem außer Allāh zusteht. Wenn irgendjemand die Grenzen überschreitet und dies (Gesetzgebung) ausführt, so macht er sich selbst zum Gesetzgeber und er nimmt somit die Rolle eines Ṭāghūt ein. Sein Ìslām und sein Monotheismus (tawḥīd) wird nicht angenommen, außer und bis er dem, was er getan hat, den Unglauben (kufr) entgegenbringt, es verwirft und sich von dessen Dienern und Unterstützern lossagt. Allāh, der Erhabene, sagte:

… Sie wollen (nun) eine rechtswirksame Entscheidung beim Ṭāghūt suchen, wo ihnen doch befohlen worden ist, den Unglauben an ihn zu begehen (yakfurū) …

[an-Nisā‘:60]

Dürfen wir einen Kult der abgestuften Deklassierung als Religion oder Theologie bezeichnen – oder müssen wir es, zumal der großkirchliche Klerus mit dem Umfeld der Muslimbrüder kooperiert? Wie auch immer, Nordrhein-Westfalens oberstem Verfassungsrichter Michael Bertrams ist zuzustimmen, dass die Scharia mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist (16).

Mit ṭāġūt Götze, haben wir einen zentralen religiösen Begriff der zum Morden gewillten Verehrer der frommen Altvorderen (Dschihad-Salafismus) vor uns. Dieser Widersacher Allahs, Mehrzahl ṭawāġīt, Götzen, spielt in der islamischen Theologie des salafistischen Attentäters Mohammed Bouyeri eine bedeutende Rolle, wie wir dem »Drohbrief an Ayaan Hirsi Ali« (Übersetzung ins Deutsche und Kommentierung von Cees van der Duin, Sägefisch 067) entnehmen können, wo es heißt:

»Dit is een open brief aan een ongelovig fundamentalist, Ayaan Hirshi Ali, van de Thaghoet partij VVD. Dieses ist ein offener Brief an eine ungläubige Fundamentalistin, Frau Ayaan Hirshi Ali von der Partei der Sünde, der Abirrung und der Verworfenheit namens VVD.«

Cees van der Duin betont eher das Prinzip des aus gegenmoderner (politisch-islamischer) Sicht Widerwärtigen: „T(h)aghoet oder Taaghoet, nichtfigürlicher Götze, ist auch für niederländische Wahhabiten und Salafisten unter Berufung auf den Koran (4:76) die militärpolitische Parteinahme gegen Allah und für den Satan. Sure 4 Aya (Vers) 76 bezeichne mit Thaghoet (Taaghoet) die widergöttliche Ideologie der Gegner der Kämpfer Allahs und damit die satanische Lehrmeinung der Kämpfer gegen den Islam. Beim Gründer der islamisch-göttlichen Diktatur Ayatollah Chomeini wie auch beim radikalislamischen Kölner Kalifen Cemaleddin Kaplan spielt der ṭāġūt-Begriff eine zentrale Rolle und meint etwa die ‘Götzen’ der Meinungsfreiheit oder des Parlamentarismus.“

Ṭāġūt jedoch ragt, wie al-Maqdisī nahelegt, weit über die quṭbsche Ǧāhilīya (jahiliyyah), die vorzivilisatorische Ebene der dämonischen Barbarei, hinaus, und erscheint nicht lediglich als Prinzip, sondern als Personifikation, ja sogar als (anzugreifende) Person. Mit al-Maqdisī dürfen wir den ṭāġūt also nicht lediglich als widergöttliche Sphäre einschätzen, sondern können den „Götzen“, mit dem magischen und faschistischen Weltverständnis der Salafisten, als handelnden Teufel erkennen, ihn entweder mit dem kosmischen Gegenspieler Allahs identifizieren, dem höchsten Teufel, Iblīs, oder mit »al-Masīḥ ad-Daǧǧāl, the false Messiah«, dem Kriegsfürsten der Finsternis im Endkampf, bei dem das Licht (Allāh) siegen wird.

Folgerichtig betont der terroristische Geistliche das Menschengestaltige des ṭāġūt:

Muǧāhid (r-Allāh-‚a) sagte: „Der Ṭāghūt … ist ein Satan in der Gestalt eines Menschen, dem sich die Menschen zur Urteilsfindung zuwenden und sie folgen ihm (darin).“

Und Šaykh al-Ìslām Ibn Taymiyya (rh-Allāh-ta’āla) sagte: „… Aus diesem Grund ist jener, der (etwas) richtet, ohne sich dabei auf das heilige Buch (d.h. Qur´ān) zu beziehen, ein Ṭāghūt.“

[Maǧmū‘ al-Fatāwa, Kapitel 28, Seite 201]

Einige der neben Allāh (swt) angebeteten (ma’būda) Ṭāghūt der heutigen Zeit, welchen jeder Monotheist (muwaḥid) den Unglauben (kufr) entgegenbringen muss, genauso wie (er) jedem seiner Anhänger (den Kufr entgegenbringen muss), um an dem festesten Haltegriff festzuhalten und (damit) vom Höllenfeuer errettet zu sein, sind die vergänglichen menschengemachten falschen Götter (al-ìlaha az-zāìfa) und Götzen der so genannten Legislativen bzw. gesetzgebenden Körperschaften.

Unsere Minister und Parlamentarier sind aus Sicht eines Salafi echte heidnische Götter. Bei ansteigender Intransparenz (Korruption) mag mein Bürgermeister in den Augen der nach Macht rangelnden oder ohnmächtig gelähmten Menschen meiner Stadt allerdings eine Verähnlichung mit einer Gottheit durchmachen.

Wir können mit einer (im Anstieg befindlichen) Kultur des Nepotismus und der Hinterzimmerabsprachen dem Gesellschaftsverständnis der Salafisten also durchaus entgegenkommen. Und wirklich: Im Namen des „Dialogs mit dem Islam“ und des „friedlichen Zusammenlebens der Religionen“ beginnen Dhimmis und muslimische Herrenrasse, dasselbe Lebensgefühl und Gottesbild zu teilen.

Zu begleiten ist eine derartige Entchristlichung und Entdemokratisierung allerdings mit einer Verähnlichung von Jesus und Allahgott bzw. Jahwe und Allahgott. In einer katholischen rheinischen Gemeinde wird zu diesem Zwecke das Gemeindevolk aufgefordert, per Stimmzettel ein kleines, im Seitenaltar befindliches neugotisches und etwas kitschiges Christus-Fresko durch ein abstraktes Symbol zu ersetzen oder weiß zu verputzen, um, so der örtliche Kleriker im Umfragebogen wörtlich, dem Gottesbild der Juden und Muslime eher zu entsprechen.

Allāh, der Erhabene, sagte:

Oder haben sie Allāh beigesellte Gottheiten, die ihnen Glaubensvorschriften machen, die Allāh nicht erlaubt hat? Wenn nicht Allāhs Wort bereits ergangen wäre, dass ihnen bis zum Jüngsten Tag Aufschub gewährt wird, wäre zwischen ihnen (schon) entschieden worden.

[aš-Šūra:21]

Daher sind die Gesetzgeber zu Göttern und Herren (àrbāb) für jeden einzelnen geworden, der ihnen Gehorsam leistet, ihnen folgt oder ihnen in diesem Unglauben und Polytheismus zustimmt. Genau wie Allāh dies über die Christen sagte, als sie ihren Priestern und Mönchen folgten. Die Anhänger der heutigen Demokratien sind schlimmer, unmoralischer und unreiner als jene Priester und Mönche. Dies, weil die Priester nicht beanspruchten, das was sie sagten, zum Gesetz oder zum allgemeingültigen Rechtssystem zu erheben. Und sie bildeten (hierzu) weder Verfassungen oder Bücher, noch bestraften sie jene, die das was sie (die Priester) sagten, nicht annahmen oder ausführten. Auch benutzten sie nicht Allāhs Buch, um daraus Beweise für ihren Ṭāghūt zu liefern.

Wenn man dazu kommt, dies zu verstehen, dann sollte man wissen, dass der größte Schritt des Festhaltens am festesten Haltegriff und der größte Schritt des Unglaubens (kufr) gegenüber diesen menschengemachten Ṭāghūt das Höchstmaß des Ìslām ist. Damit meine ich al-Ǧihād.

Den Ǧihād gegen den Ṭāghūt, seine Anhänger und Helfer um zu versuchen, dieses menschengemachte System zu zerstören und zu versuchen, die Menschen dazu zu bringen, sich von der Anbetung (an dieses System) abzuwenden und zur Anbetung an Allāh allein zurückzukehren. Es muss eine Bekanntmachung und einen offenen Ruf zur Wahrheit geben, genau wie die Propheten es taten. Und wir müssen dies auf dieselbe Art und auf demselben Weg ausführen. Ein Weg, den Allāh (swt) uns klar aufzeigte, indem Er uns anbefahl, Ìbrāhīms Religion und seinen Ruf (da’wa) als Beispiel zu nehmen.

Artikel 51 der Verfassung Kuwaits sagt: „Die legislative Autorität wird durch den Prinzen und die parlamentarische Versammlung gemäß der Verfassung ausgeführt.“, Artikel 25 der jordanischen Verfassung legt fest: „Die legislative Autorität steht unter dem Amt des Königs und der parlamentarischen Versammlung.“ Und Artikel 86 der ägyptischen Verfassung bestimmt: „Das Parlament ist dazu bestimmt, die Verantwortung der legislativen Autorität zu tragen.“

Allāh sagt:

Ihr habt bereits ein vortreffliches Beispiel an Abraham (Ìbrāhīm) und denen mit ihm, als sie zu ihrem Volk sagten: „Wir haben nichts mit euch noch mit dem zu schaffen was ihr statt Allāh anbetet. Wir verwerfen euch. Und zwischen uns und euch ist offenbar für immer Feindschaft und Hass entstanden; (solange,) bis ihr an Allāh glaubt und an Ihn allein“ …

[al-Mumtahana:4]

Damit ist die Bedeutung dieser Aussage zweifellos und klar. Man ziehe in Betracht, wie Allāh mit der Feindschaft vor dem Hass begann. Feindschaft ist wichtiger, denn der Mensch kann die Ṭāghūt-Anhänger hassen, aber könnte sie dabei nicht als Feinde ansehen. Doch erfüllt ein Mensch nicht seine Pflicht, bis er sie hasst und sie als Feinde ansieht. Man betrachte auch, wie Allāh ihre Missbilligung gegenüber den Polytheisten erwähnte, noch vor der Missbilligung dessen, was sie anbeteten, denn das erste ist wichtiger als das zweite. Viele Menschen zeigen Missbilligung gegenüber Götzen (al-àšnām), Ṭawāghīt, Verfassungen, Gesetzen und verwerfen Religionen und die Falschheit, aber sie verweigern es, eine (genauso) hohe Missbilligung gegenüber ihren Dienern oder Unterstützern aufzuzeigen.

Deshalb erfüllt solch ein Mensch nicht seine Pflicht und das was ihm auferlegt wurde. Wenn er den polytheistischen Dienern des Ṭāghūt seine Missbilligung entgegnet, dann bedeutet dies, dass er seine Missbilligung auch ihren geltungslosen Religionen entgegen bringt, was immer es auch ist, das sie anbeten.

Wenn jemand dem Ṭāghūt in dieser Welt nicht aus dem Weg geht (ihn meidet; sich vor ihm in Acht nimmt) indem er es verweigert, ihm zu dienen und ihn anzubeten, der wird einer von den Verlierern des Jenseits sein. Nichts von der Religion (dīn) wird ihm (dann) nützen oder von Vorteil sein. Und er wird es bereuen, an einem Zeitpunkt, an dem der Kummer ihm nicht von Nutzen sein wird. Dann wird es den Wunsch geben, ins Diesseits zurückzukehren und erneut zu leben.

Aber es wird zu spät sein, es wird kein zurück mehr ins Diesseits geben. Wenn du daher, oh Diener Allāhs, die Sicherheit und die Hoffnung auf des Herrn (Rabb) Gnade erreichen möchtest, welche Er den frommen Gottesfürchtigen gab, dann musst du alle Arten des Ṭāghūt verwerfen. Verwerfe und verleugne sie jetzt! Jetzt! Niemand wird sie im Jenseits verwerfen können, wenn er sie nicht im Diesseits verwirft. Aber für jeden, der ihre Religion der Falschheit unterstützt und ihnen (den Dienern des Ṭāghūt und somit dem Ṭāghūt selbst) folgt, so wird es einen Rufer im Jenseits geben, der rufen wird: „Jeder, der etwas anbetete (‚ibāda), wird dem folgen. Jeder, der die Sonne anbetete (‚ibāda entgegenbrachte), wird ihr folgen; jeder, der den Mond anbetete, wird ihm folgen; jeder, der den Ṭāghūt (welcher Art auch immer) anbetete, wird ihm folgen.“

Was religiöses Wohlverhalten ist, definiert dein Imam, Scheich oder Mufti, und wenn du dich nicht islamisch korrekt verhältst, musst du in der Hölle brennen. Den Missetäter – die Feministin, den Demokraten – musst du noch heftiger hassen als sein islamwidriges Ideal, doch deinen berechtigten Hass musst du als praktizierender Muslim ihn gleichwohl spüren lassen.

Was mag es für die Atmosphäre in Schulhof oder Vorstadtstraße bedeuten, wenn ein Teil der dortigen Muslime sich für das Menschenbild des jordanisch-palästinensischen Hasspredigers begeistert? Der Aufbau von spontanen oder offiziellen Kadern von Religionspolizisten wird wohl unvermeidlich sein, und dass diese „Bärtigen“ Gewalt anwenden, um die islamische Ordnung durchzusetzen, mussten erst vor drei Wochen sich unislamisch verhaltende Besucher einer Istanbuler Galerie schmerzhaft erfahren: „Sie haben uns angegriffen, weil wir auf der Straße etwas getrunken haben. Sie haben Allahu Akbar (Gott ist groß) gerufen … Wenn die Galerien nicht sofort die Rolläden heruntergelassen hätten, wäre es eine Art Lynchen geworden (17).“

Fortgesetztes salafistisches Mobbing wird zu segregierten Stadtvierteln führen, ein Prozess der Entflechtung und Abkopplung, der der Abmeldung eines „muslimischen“ Mädchens vom Schwimmunterricht oder mit einem zweiten Kühlschrank im Kindergarten „für die muslimischen Kinder“ beginnen mag.

Dann sagte Allāh, der Erhabene:

An jenem Tage werden sie alle Teilhaber an der Strafe sein. So verfahren Wir mit den Schuldigen, denn als zu ihnen gesprochen wurde: „Es ist kein der Anbetung Würdiger (ìlah) außer Allāh“, da verhielten sie sich hochmütig.

[aš-Šāffāt:33-35]

Sei vorsichtig, oh Diener Allāhs! Weise das Wort des Monotheismus nicht ab und verwerfe es nicht. Zerstöre nicht das, was in diesem Wort impliziert ist und sei immer stolz auf das rechtschaffene Wort. Dieses ist die Einheit Allāhs. Zerstöre nicht die Anhängerschaft an die Wahrheit und bestehe nicht auf die Unterstützung des Ṭāghūt, denn du wirst (sonst) am Tage des Gerichts mit den Leuten der Vernichtung sein und ihr Ende teilen (d.h. in Ǧahannam eingehen).

Du solltest wissen, dass Allāh (swt) diesen reinen Dīn des Ìslām erschaffen hat und diesen für Seine monotheistischen Diener (muwaḥidīn) erwählt hat. Daher, wer immer diesem folgt, dessen Taten werden akzeptiert sein und wer immer irgendeiner anderen der Religionen (àdyān) folgt, dessen Taten werden abgelehnt und er wird einer der Verlierer sein. Er, der Erhabene, sagt:

Und Abraham (Ìbrāhīm) befahl es seinen Söhnen an und ebenso Jakob (Ya’qūb): „Meine Söhne, Allāh hat für euch die Religion auserwählt, deshalb sterbt nicht anders als (Allāh) ergeben (muslimūn) zu sein.“

[al-Baqara:132]

Und Er, der Erhabene, sagte:

Wahrlich, die Religion bei Allāh ist der Ìslām.

[´Āli-‚Imrān:19]

Und Er sagte:

Und wer eine andere Religion als den Ìslām begehrt: nimmer soll sie von ihm angenommen werden, und im Jenseits wird er unter den Verlierern sein.

[´Āli-‚Imrān:85]

Sei vorsichtig, um das Wort der „Religion“ nicht nur auf das Christentum oder das Judentum usw. zu begrenzen, denn du könntest den anderen hinfälligen Religionen folgen und dadurch in die Irre gehen. Es beinhaltet jede (Art von) Religion, jede Methode, jedes richterliche System und jedes Gesetz, welchem die Geschöpfe folgen und sich diesem unterwerfen. All diese falschen Religionen müssen verlassen und verworfen werden. Wir müssen Unglauben (kufr) gegenüber ihnen begehen, ihre Helfer und Unterstützer ablehnen und (dürfen) uns nur für den monotheistischen Dīn einsetzen, dem Dīn des Ìslām. Der Allmächtige ordnete uns an, dies all den Ungläubigen mit ihren verschiedenen Religionen zu sagen:

Sprich: „O ihr Ungläubigen! Ich diene nicht dem, dem ihr dient und ihr dient nicht Dem, Dem ich diene. Und ich werde nicht Diener dessen sein, dem ihr dient und ihr werdet nicht Diener Dessen sein, Dem ich diene. Ihr habt eure Religion und ich habe meine Religion.“

[al-Kāfirūn]

Daher ist jede religiöse Gemeinschaft [ganz] innerhalb der ungläubigen Gemeinschaften, welche diesen [auch nur] zustimmt, mit diesen Vereinbarungen schließt oder sich (mit ihnen) in einem System versammelt, das dem Ìslām widerspricht – [denn] so ist jene [Islamverleugnung auch] zu ihrer Religion geworden. Es kann Kommunismus, Sozialismus, Säkularismus und andere solcher neuen Methoden und Prinzipien beinhalten, welche Menschen durch ihre eigenen Gedanken erfanden, die dann damit, als ihre [gewählte] eigene Religion, zufrieden waren.

Eine dieser Religionen (àdyān) ist die Demokratie. Es ist eine Religion (dīn), die der Religion Allāhs widerspricht. Nachfolgend werden einige zusammengefasste Punkte aufgeführt, welche die Falschheiten dieser erfundenen neuen Religion, von welcher viele Menschen – einschließlich jener, die behaupten der Ìslām sei ihre Religion – fasziniert sind, verdeutlichen. Sie wissen, dass Demokratie eine andere Religion als die der wahren monotheistischen Religion des Ìslām ist. Und sie wissen, dass sie einer der Irrwege ist, auf welchen zum Höllenfeuer gerufen wird.

Es ist eine Illusion einer Gruppe von Leuten, die sich Muslime nennen, jedoch nicht das verlassen, das dem Ìslām widerspricht. Sie sprechen sich selbst dem Ìslām zu, aber handeln zur selben Zeit entgegen diesem und rühmen sich gar damit.

Sie haben nicht die Religion der Demokratie verlassen, so wie an-Naǧāšī die Religion des Christentums verlassen hat, nein. Sie waren fasziniert von ihrer Belobigung und von den Beweisen, die sie den Menschen erbrachten und sie riefen die Menschen dazu auf, in diese unwahre Religion einzutreten. Sie machten sich selbst zu Göttern, welche Gesetze für den Menschen erlassen, wozu Allāh keine Befugnis erteilt hat. Sie vereinigen sich auch mit jedem, der mit ihnen in ihrer Religion übereinstimmt, wie die Repräsentanten der Parlamente oder ihren Ministerien. Sie schließen sich ihnen an in ihrer ungläubigen Gesetzgebung, welche gemäß den Texten der Verfassung beschlossen wird. Sie folgen dem und hassen jeden, der es angreift oder Einwand dagegen erhebt.

Wo befindet ihr euch nun? Verbleibt ihr weiterhin in eurem Schlummer und eurem alten Irrtum? Steckt ihr den Kopf in den Sand? Seht ihr nicht die Ähnlichkeiten um euch herum? Da haben wir Algerien, da Kuwait, da Ägypten usw. Seid ihr euch immer noch nicht sicher, dass dies das Spiel der Ungläubigen ist? Ein geschlossenes, krummes polytheistisches Schauspiel. Seid ihr euch immer noch nicht sicher, dass die Parlamentsräte Spielereien unter der Verfügungsgewalt des Ṭāghūt sind? Er eröffnet und beendet sie, wie er will und wie er wünscht. Kein Gesetz kann erlassen werden, ohne vorherige Zustimmung des Ṭāghūt.

Wenn ihr einer der Atheisten seid, dann hoffen wir, dass ihr diese Gemeinschaft und Beteiligung genießt. Teilt mit ihnen euren Unglauben und Polytheismus, wenn ihr es wollt. Aber ihr müsst wissen, dass diese Beteiligung nicht an den Begrenzungen der diesseitigen Welt endet! Sie wird fortbestehen, wie Allāh (‚awj) in Surat an-Nisā` sagte, nachdem Er vor solchen Versammlungen warnte und befahl, solchen Leuten aus dem Weg zu gehen und nicht mit ihnen zu sitzen, denn jeder der mit ihnen sitzt, einer von ihnen sein wird, wie Allāh uns davor warte:

32 Artikel 34, Teil 2 der jordanischen Verfassung sagt: „Der König ruft den Parlamentsrat zur Versammlung und eröffnet, verschiebt und löst ihn auf gemäß der Verfassung“, Teil 3 sagt: „Der König hat die Autorität, den Parlamentsrat aufzulösen“.

33 Artikel 79 der kuwaitischen Verfassung besagt: „Kein Gesetz wird verabschiedet ohne die vorherige Genehmigung des Parlamentsrates und der Zustimmung des Prinzen“ Und Artikel 93 Teil 1 der jordanischen Verfassung sagt: „Jedes Programm, das durch den parlamentarischen Rat bestimmt wurde, muss zu König entsandt werden, um die Zustimmung zu erhalten“ und in Teil 3 steht: „Wenn der König das Gesetz nicht legitimiert, kann er dies dieses widerrufen (bis zu sechs Monaten nach deren Erlassung)“. In Jordanien bestehen vor der Zustimmung des Königs die Zustimmung und die Einverständnis des Senats, dessen Mitglieder vom König ernannt werden. Und selbst bei all diesen Umständen.

… Wahrlich, Allāh wird die Heuchler und die Ungläubigen allesamt in Ǧahannam versammeln.

[an-Nisā`:140]

Oh Menschen, hütet euch vor dem Ṭāghūt und seinen Versammlungen, verlasst sie und bringt ihnen den Unglauben entgegen, solange sie bestehen wie sie sind.

Dies ist das offenkundige Recht, das zweifellose und klare Licht, doch die meisten Menschen wissen nicht …

Verwerft sie, verlasst sie, verlasst ihre Anhänger und ihren Polytheismus bevor es zu spät ist, bevor der Tag kommt an dem dies die größte Angelegenheit sein wird. Ihr werdet wünschen und hoffen, aber danach ist es zu spät und an dem Tag (des Gerichts) gibt es keine Rücksichtnahme auf den Kummer und die Wehklagen.

Meidet sie jetzt und sagt ihnen – wenn ihr der Religion Ìbrāhīms folgt und dem Weg der Propheten – das, was wir zum Abschluss dieser Darlegung anbringen:

Oh, ihr Sklaven des irdischen Gesetzes und des irdischen Urteils.

Oh, ihr Leute des Dīn der Demokratie.

Wir sagen uns los von euch und eurem Dīn.

Wir entgegnen euch mit Unglauben, euch und eurer polytheistischen Gesetzgebung und euren heidnischen Parlamenten.

Und die Feindschaft und der Hass bestehen zwischen uns und euch. Bis ihr glaubt, an Allāh allein!

Soweit zu »Die Religion der Demokratie«.

Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī sagt uns, was Islam aus seiner Sicht ist: Geheiligte und heilssichernde Ungleichbehandlung, Islam als ein Faschismus, der jeden Gegner töten will und töten wird. In das etwas verkrampft beschworene Bild vom Islam als einer „im Kern friedlichen Religion“ (Hans-Gert Pöttering, Horst Köhler) will dieser authentische Islam nun allerdings gar nicht passen. Die immer wieder pauschal erhobene Forderung, „den Islam gleichzustellen“ oder „den Islam zu integrieren“ haben freiheitliche Demokraten im Namen der Rechtseinheitlichkeit und der schützenswerten allgemeinen Menschenrechte zurückzuweisen.

Das Gerede vom abendländischen Kulturkreis bzw. morgenländischen Kulturkreis dient dazu, die Menschen zwischen Casablanca und Jakarta, nicht zuletzt die Ex-Muslime, Atheisten, Christen oder Feministinnen unter ihnen, von den Standards des Aufklärungshumanismus auf Dauer auszuschließen oder beschönigt eine künftige innereuropäische Rechtsspaltung. Es gibt aber nur eine Wissenschaft, eine Naturbetrachtung und eine Erziehungswissenschaft, es gibt keine unislamische Physik und islamische Physik, keine Christensoziologie und Muslimsoziologie. Pädagogische Erkenntnis ist universell. Rechtstaatlichkeit ist kein Kulturkreis, Wissenschaft auch nicht. Und es gibt nur eine Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

Mit ihrem im Oktober 2010 geäußerten: ‚Es gilt bei uns das Grundgesetz, und nicht die Scharia‘ hat Angela Merkel, wiewohl nicht unschuldig am bisherigen Ausbleiben einer öffentlichen Diskussion über das grundrechtswidrige islamische Recht, darauf hingewiesen, dass die Verfassung auch religiös begründet nicht außer Kraft zu setzen ist. Doch wird es zur Sicherung der freiheitlichen Demokratie nicht ausreichen, dass eine Bundeskanzlerin das vielleicht nur halb verstandene Wort Scharia ausspricht.

Herrschaftskulturelle Abendlandbeschwörer und spätstalinistische bis friedensbewegte Multikulturalisten bedrohen Pressefreiheit und Religionsfreiheit gleichermaßen, der gelegentlich von der CSU verteidigte, abschaffenswerte „Gotteslästerungsparagraph“ 166 StGB wird sich bei ansteigender Geltung des Islamischen Rechts zur Sklavenkette der Dhimmis und Harbis verwandeln.

Multikulturelle, sprich von Selbsthass oder Antietatismus getragene Jahrzehnte lang haben wir den Diskurs über die »citoyenneté« vernachlässigt (18). Franzosen oder Deutsche sind Bürger, keine Christenbürger und Moslembürger. Die Religion oder Nichtreligion meiner Nachbarn oder Eltern darf meinen selbst geschriebenen Lebenslauf subkulturell bis begeisternd beeinflussen, aber nicht zerstören. Aus einer kulturell modernen Sicht, die für den Einzelnen ja gar nicht atheistisch sein muss, können nur citoyen und citoyenne überhaupt eine Gewissens- und Bekenntnisfreiheit erringen, der Mensch im Gottesstaat hingegen ist zwangsweise „religiös“, eine persönliche Spiritualität kann nicht reifen. Im Iran oder in Saudi-Arabien gibt es keine Religionsfreiheit, das aber sagt Frau Merkel seltsamerweise nicht.

Was wollen wir? Durch klerikale Eliten geführte Religionsvölker oder Rechtseinheitlichkeit? In religiös definierte Ghettos verbarrikadierte innerstädtische Glaubensnationen oder die offene Gesellschaft und die weltbürgerlich und nachmagisch verstandene Idee von Bildung? Wollen wir die „pädagogisch“ erweckte Höllenangst oder die aufklärungshumanistisch arbeitende Schule? Erforschung von Tatsachen oder nachwissenschaftliche Lobbyarbeit?

Jacques Auvergne

(1) ṭawāġīt, ṭāġūt. Die Suchbegriffe führen, arabisch geschrieben, zu antidemokratisch-islamischen (salafistischen) Videoclips und von da aus in einen demokratiehassenden Kosmos von Kurzfilmen.

http://www.youtube.com/watch?v=KhBdvL-gD3c

ABU DUJANA spricht über das halbiert-solidarische (orthodox islamische) Konzept »al-walāʾ wal-barāʾa«, Muslimūnsolidarität bei Kuffārhass, das vom anonymen MuwahidMedia angemessen übersetzt als “Loyalität und Lossagung für Allah”.

http://www.youtube.com/watch?v=taNFeQjBCq8&feature=related

Ganz im Stil von al-Maqdisī sagt sich ABU HUDHAIFA Rami Nazaar AbdAllâh Abu Suwairy, Komandeur bei den Qassām-Brigaden, von Volkssouveränität und Parlamentarismus los. Eine konsequent salafistische (dschihadistische) Propaganda vom Al-Ansar Media Battailon.

http://www.youtube.com/watch?v=Afn7yyT30k0&feature=related

Wala und Bara. Ältere Einträge aus dieser Kategorie. Posted by tawhidwataqwa.

http://tawhidwataqwa.wordpress.com/category/wala-und-bara/

(2) Nablus (Sichem), Foto, Wikipedia gestiftet von Uwe am 13.07.2005

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/66/NablusPanorama2.jpg

(3) Bild: al-Maqdisī. Bei: amnesty international (ai)

http://2009.amnesty.ch/de/aktuell/news/2006/systematische-folter-von-mutmasslichen-terroristen/image1_1column

Jordanien foltert. ai: »Systematische Folter von mutmaßlichen „Terroristen“« Bilduntertitel: „Obwohl seine Unschuld anerkannt wurde, wird Scheich Abu Muhammad Maqdisi weiterhin festgehalten“

http://2009.amnesty.ch/de/aktuell/news/2006/systematische-folter-von-mutmasslichen-terroristen/

Bild. Bei: The Jamestown Foundation

http://www.jamestown.org/typo3temp/pics/a662bdbc50.jpg

aus: Murad Batal al-Shishani: »Jihad Ideologue Abu Muhammad al-Maqdisi Challenges Jordan’s Neo-Zarqawists«, in: The Jamestown Foundation (zuerst in: Terrorism Monitor Volume: 7 Issue: 20 July 9, 2009)

http://www.jamestown.org/single/?no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=35245

(4) Juhayman al-Otaibi – Executed 9 January 1980

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f2/Juhayman_al-Otaibi.jpg

Juhayman’s Officers

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f5/Officers_Juhayman_al-Otaibi-1.jpg

(5) »Rejectionist Islamism in Saudi Arabia: The Story of Juhayman al-‘Utaybi Revisited«, von: Thomas Hegghammer and Stéphane Lacroix. (“This article will appear in a revised form, subsequent to editorial input by Cambridge University, in International Journal of Middle East Studies (vol. 39, no. 1, 2007, pp. 103-122), published by Cambridge University Press”)

http://moyen-orient.sciences-po.fr/revue_en_ligne/articles_pour_revue_en_ligne/17042007%20Hegghammer%20%20Lacroix%20-%20Juhayman%20-%20Website%20version.pdf

(6) »DEMOCRACY: A RELIGION«, Abu Muhammad ‚Aasim al-Maqdisi, ins Englische von Abu Muhammad al-Maleki, überarbeitet von Abu Sayf Muwahhid. Ein Abu kommt selten allein, ziemlich viele Abus heute.

http://www.scribd.com/doc/18993155/Democracy-a-Religion-Abu-Muhammad-alMaqdisi

Mister al-Maqdisi goes online: »Minbar of Tawhid and Jihad. PULPIT OF MONOTHEISM AND JIHAD«. Dort finden sich alle möglichen Schriften des Cheftheoretikers der Muslimbruderschaft Sayyid Quṭb (*1906, † 1966) ebenso wie der Text »Praktische Schritte zur Befreiung Palästinas« von einem gewissen Osama bin Laden. Rechtleitung für Berlins Regierende fehlt nicht im revolutionären Programm, ein Abu Talha der Deutsche ist Verfasser von »Das Rettungspaket für Deutschland«. Dann kann ja nichts mehr schief gehen, alle weiteren Fragen zu Wirtschaft-, Bildungs- und Familienpolitik beantworten mir der Kalif und der Allahgott.

http://www.tawhed.net/c.php?i=18

Der Befehlshaber der „Al-Qaida für den islamischen Maghreb“ (AQIM), Abu Musab Abdul Wadud, bat den in Jordanien ansässigen dschihadistischen Kleriker Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī darum, in allen Schariaangelegenheiten (islamische Dogmatik und islamische Jurisprudenz) Auskünfte zu erteilen. The Emir of Al-Qaeda in the Islamic Maghreb (AQIM), Abu Mus’ab ‚Abd Al-Wadoud, has asked the Jordan-based jihadist cleric Abu Muhammad Al-Maqdisi to rule on shari’a matters for the organization. Bei: MEMRI

http://www.thememriblog.org/blog_personal/en/20235.htm

YouTube, radikale Maqdisi-Filmchen auf jugoslawisch

http://www.youtube.com/watch?v=UB5oubv3BE4&feature=related

(7) Alija Izetbegović, Verfasser der »Islamska deklaracija. Die Islamische Deklaration« (1970). Darin heißt es in einer Fußnote: „Jahiliya: the godless. Period of darkness prior to Islam“ und im dazugehörigen, alles andere als frühmittelalterlich gemeinten Text: „The struggle towards new goals did not begin today. … Still, this is mainly the personal sacrifice of exceptional individuals or courageous minor groups in collision with the mighty forces of the Jahiliya.“ Salafismus und Dschihadismus in reinster Form. Die „Deklaration“ steht bei Infidel The American.

http://infideltheamerican.files.wordpress.com/2010/02/islamic-declaration.pdf

(8) »Profile: Abu Musab az-Zarqawi«, BBC, 10.11.2005

http://news.bbc.co.uk/2/hi/3483089.stm

(9) Demokratie wird von nahöstlichen Dschihad-Salafisten wie al-Maqdisī ebenso als „falsche Religion“ bezeichnet wie von Deutschlands Mainstream-Salafisten aus dem Umfeld von Pierre Vogel.

»dpa. Der bekannte Salafist Mohammed Ciftci wolle seinen Verein „Einladung zum Paradies“ und seine in Braunschweig angesiedelte Islamschule nach Mönchengladbach verlagern … Der niedersächsische Verfassungsschutz habe immer wieder auf die Gefahren dieses Zentrums hingewiesen … Verfassungsschützer von Bund und Ländern betonen stets, Ziel des dort gelehrten Salafismus sei ein rigider „Gottesstaat“, wie er in der Frühzeit des Islam herrschte. Demokratie gelte für Salafisten dagegen als „falsche Religion“.« Aus: Hannoversche Allgemeine vom 03.08.2010, Titel: »Umstrittene Islamschule in Braunschweig plant Umzug nach NRW«.

http://www.haz.de/layout/set/gallery/layout/set/gallery/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Umstrittene-Islamschule-in-Braunschweig-plant-Umzug-nach-NRW

(10) »Gedicht von Muhammad al-Maqdisi«, Kurzfilm, am 15.11.2008 bei YouTube gepostet von ismaelAbdulrahman

http://www.youtube.com/watch?v=17G0Z3zHwHs

For the Pleasure of My Lord, The Prisons come Perfumed

Dear Brother, who dwells in these prisons To you I write with distresses, If to Allah you hold fast Then what harm will a misfortune of time do to you? Beware dear Brother, of making your corrupting your thoughts Regarding the Promise of the Deity, Mighty and Strong, Verily, He has promised the Believers with Salvation As He saved Yunus from the dark depths of the belly of the Fish,

Dear Brother, before you, passed the ancient ones These prisons are but like those prisons, Did not Yusuf dwelled in them for a phase And Musa, the tyrants threatened him with it, And such was the Messenger of the Generous Deity To imprison him, the pagans plotted, So my Lord saved him through his Hijrah In the company of that trustworthy friend,

And in their footsteps, the Believers traversed Like Ahmad, that firm Imam, And likewise Ibn Taymiyyah was blessed with it In the fortress of Sham, as a prisoner he dwelled, Hundreds of thousands of the True Faithful Dwelled for a time in these prisons, Be not weak, dear Brother, nor lose hope When your time comes, nor submit,

Strengthen yourself by remembering the Deity, Most Supreme And hasten in memorizing the Manifest Book, That is for your heart a secure stronghold And this is for your spirit an assisting provision, These are hardships, soon they will all cease And remaining from it will be various fruits and benefits,

So if they intimidate you, and they threaten you Never weaken, or soften to them, And even if they insult you, and they torture you And if they beat you, submit not, You are not the first to be tortured For a Mighty Religion and a Manifest Legislation, Nor are you alone on this Path For there are countless caravans throughout the years,

And if an ‘Eid passes by, and a son is born And months rotate, while you are imprisoned, Do not grieve O Brother of the Righteous Ones Of departing from family and losing children, And if they forbid you from their visits And likewise their letters never appear, So if this is for a Lord and Religion Then where is the patience, where is the certainty!?

And where are your past speeches Regarding the (weight of the) Millah of that Trustworthy Messenger?! That Intimate Friend went willingly To slaughter his son, a clear trial, On a magnificent, noble day like today Without any anxiety, he put him down upon his forehead, So my Lord saved him through His Good Will And ransomed him with a fat sheep,

But you, your sons are in a carefree life And diversion and amusement, and a secured home, Yet you have not been asked to slaughter them Rather, merely for patience of a temporary separation, For verily, they are in the care of a Merciful Lord And you are in solitude with Him and Faith,

For the Pleasure of a Lord and assisting a Religion Life and all children become insignificant, For the Pleasure of a Lord, Mighty and Generous The prisons come perfumed, and the bitter come sweet …

Written by Shaykh Abū Muhammad Al-Maqdisī

General Intelligence Prison Facility, Jordan – Cell No. 63

‘Eid Al-Adh’hā 1414 H

http://www.ummah.com/forum/showthread.php?150852-The-Perfumed-Prisons-Poem-By-Skeykh-Abu-Muhammad-Al-Maqdisi

(11) »Ad-Dīmuqrāṭīya Dīn. Die Religion der Demokratie«, von: Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī, ins Deutsche von: Abū ʿIzzudīn, bei Verwendung der Übersetzung ins Englische von: Abū Muḥammad al-Malikī.

http://ansarulhaqq.com/buecher/Aqaaid%28Glaubensfundamente%29/ad-dimuqratiyya-din_al-maqdisi.pdf

(12) Auf »Ansar ul Haqq Media Blog. Artikel und Nachrichten aus islamischer Perspektive«, empfiehlt (die Spezies Abu rottet sich im Plural zusammen, bereits bei EZP & Co. gibt`s viele Abus) ein gewisser »Abu Saiid« am 04.08.2010 das Werk des dschihadistischen Theoretikers Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī. Abu Saiid betreibt den sich zur Salafiyya und zur al-Qaida bekennenden Blog gemeinsam mit Umm Kulthuum und Umm Habiiba.

http://ansarulhaqq.wordpress.com/2010/08/04/bucherempfehlungen-die-religion-der-demokratie/

Dort verweist man auf die organisatorisch verwandte und namensgleiche Seite ansarulhaqq.com, auf der die terroristisch denkende Werbeschrift als pdf-Datei bevorratet wird

http://ansarulhaqq.com/buecher/Aqaaid%28Glaubensfundamente%29/ad-dimuqratiyya-din_al-maqdisi.pdf

Zur offen terroristischen, Aiman aẓ-Ẓawāhirī nahe stehenden Seite »Ansar alJihad Network. http://www.ansar.com« http://ansar1.info/ („Osama bin Ladin – May Allah protect him“) wird durch Abu Saiid und sein Team bzw. seinen Blog »Ansar ul Haqq Media« schamlos verlinkt.

http://ansar1.info/

(13) Der Terrorprediger und die Frauen. Shaykh Abu Muhammad al-Maqdisī: Über die Früchte des Dschihad. From the fruits of Jihād. Kapitel acht: Behandelt die Frauen höflich. Act Gently With the Women.

http://www.myiwc.com/forums/showthread.php?t=5504

Ob »Min Thamrāt al-Jihād. From the fruits of Jihād« im Deutschen rezipiert wird, von uns islamkritischen Freunden der freiheitlichen Demokratie einmal abgesehen? Leider ja, beim salafistischen Blog »Tawhid wa Taqwa« (Einsgottglaube und Gottesfucht), der von „AbdulMuhaymen“ betrieben wird und die antisemitische Hetzschrift »Die Protokolle der Weisen von Zion« zum Download anbietet, heißt es: „Der Jordanier Abu Muhammed al-Makdisi ist derzeit einer der einflussreichsten Ideologen Dschihadiyya. Sein Denken beeinflusst weltweit die Dschihad-Bewegung. Er der Chefideologe der Dschihadiyya. Sein berühmtester Schüler ist Landsmann Abu Musab al-Sarkawi, dessen Anhänger heute im Irak mit Selbstmordattentaten den Kampf gegen die amerikanischen Truppen anführen. … Zusammen mit al-Sarkawi gründete al-Makdisi in Jordanien in den neunziger Jahren eine Organisation, die dem heiligen Krieg verpflichtet ist.“

http://tawhidwataqwa.files.wordpress.com/2010/03/interview-mit-abu-muhammad-al-makdisi.pdf

Um jeden Demokratieanwender als Apostaten bezeichnen zu können, müssen sich die Gottesfurchtverbreiter und Dschihadisten von »Tawhid wa Taqwa« theologisch vom Kölner Missionar Abu Hamza (Pierre Vogel) distanzieren: „Der Sinn und das Ziel, dieses Blogs ist es, zum Islam aufzurufen, den Islam zu erklären. Dabei sei betont, es geht uns um den richtigen Islam, den geraden Weg, zu dem alle Gesandten (as) aufgerufen haben. … Uns geht es, um es einmal anders auszudrücken um das ‘Zurück zu den Wurzeln’. … Abu Humazah, der Lügner aus Köln, behauptet, es gäbe Ijma darüber, dass diejenigen, die nach etwas anderem richten, als nach dem, was Allah (swt) herabgesandt hat keinen grossen Kufr, sondern „nur“ kleinen Kufr begehen und somit nicht aus der Millah ausgetreten wären. Wie wir schon des Öfteren berichtet haben, nimmt es Abu Humazah Vogel mit der Wahrheit nicht immer so ganz genau, aber mit dieser Behauptung hat er, die Jäger würden sagen, „Bock geschossen“. Komischerweise aber merkt niemand, dass Vogel lügt.“

http://tawhidwataqwa.wordpress.com/uber-diese-seite/

http://tawhidwataqwa.wordpress.com/2010/08/04/maida-544-und-ijma/

Blogger „AbdulMuhaymen“ verbreitet in werbender, sprich in geistig terroristischer Manier die Schriften von zwei Radikalen: al-Maqdisī ebenso wie Sayyid Quṭb. Ein hoffentlich klein bleibendes Mischfeld aus al-Maqdisī und Quṭb gibt es also auch im deutschen Sprachraum.

http://www.youtube.com/user/AbdulMuhaymen#p/u/2/ziMaku1se34

»Zeichen auf dem Weg. Maʿālim fi ṭ-Ṭarīq«, von Sayyid Quṭb. Übersetzung ins Deutsche und islamkritische Kommentierung von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/09/13/200/

(14) In »The Niqaab in light of the Holy Quran and Sahih Hadith and in the Opinions of the great scholars« belegt Ibn Farooq, dass auch der Gründer der Kalifatspartei (“revivalist party”) Jamaat-e-Islami (JI), Abū l-Aʿlā l-Maudūdī, für den Gesichtsschleier kämpfte

„In verse 59 the third step for social reform was taken. All the Muslim women were commanded that they should come out well covered with the outer garments and covering their faces whenever they came out of their houses for a genuine need.“ (From Tafseer of Quran by Maoulana Abul A’la Maududi in tafseer of ayah # 59 of Surah Al-Ahzaab)

Shaikh Abul A’la Maududi (Who was the founder of „Jamat-ul-Islami“ also a known and respect scholar of the Hanafi madhab) “A person who considers carefully the wordings of the Quranic verses, their well-known and genreally accepted meaning and the practice during the time of the Holy Prophet (Sallallaahu Álayhi Wasallam) cannot dare deny the fact that the islamic Shari’ah enjoins on the woman to hide her face from the other people and this has been the practice of the Muslim women ever since the time of the Holy Prophet (Sallallaahu Álayhi Wasallam) himself” (In the book „Purda“ by Shaikh Abul A’la Maududi P# 199 )

http://ibnfarooq.tripod.com/niqaab.htm

Wer sich in deutscher Sprache für al-Maudūdī als einen Gesichtsschleierfreund interessiert? Allah goes Jyväskylä, angeblich jedenfalls. »Niqab von Ibn Farooq«, bei: an-niqab.de Copyright by AmatulAziz, Adresse: A. Zahdi, Lehtorannantie 22 A Ort: FI-40520 JKL, Suomi – Finnland

http://an-niqab.de/sunna-pflicht/pflicht/35-ibn-farooq

Individuen verlieren im Islam Struktur und Kontur, weibliche jedenfalls. Die Frage, wer oder was Amatul Aziz ist, führt zu Allahgottistdergrößte.

http://www.allahuakbar.de.ms/

Meine Religion ist der Islam. Gebürtig bin ich Deutsche und habe keine muslimischen Vorfahren. Wie das geht? Ich konvertierte zum Islam, alhamdulillah (alles Lob gebührt Gott). Diese Entscheidung, die sich bald als die beste und sinnvollste meines Lebens herausstellte, traf ich vor ca. 4 Jahren.

Was sagen meine Eltern dazu? Ernst genommen wurde ich als >MuslimaKopftuchJilbab< geworden, denn im Quran wird den gläubigen Frauen ein Übergewand, dass den ganzen Körper bedeckt befohlen – mit einem Kopftuch ist es nicht getan.

Die Hölle. Das Heim der Ungläubigen. Der Platz, an dem die Ungläubigen bis in alle Ewigkeit bleiben werden, wurde erschaffen, um dem menschlichen Körper sowie der Seele Schmerzen zuzufügen. Die Gerechtigkeit Allahs sieht ihre Bestrafung vor, da die Ungläubigen schuldig sind. Oder wäre es Ihrer Meinung nach gerecht, dass grausame Menschen, die schlimme Taten begangen haben, genauso wie die Gläubigen, die sich um Gutes im Diesseits bemüht haben, belohnt werden? Das wäre nicht gerecht. Und Allah ist der gerechteste Richter über alle Dinge, und Er wird keinen Menschen zu Unrecht bestrafen.

http://allahuakbar.oyla14.de/cgi-bin/hpm_homepage.cgi

Was haben Erbse, Banane, Auster und Praline gemeinsam? Den Hidschab! »The orange keeps itself within its shiny orange Hijab to protect its delicious fruit. Otherwise it loses its taste too. So are the banana, the coconut and the pomegranate. Each one has an elegant and unique Hijab, which protects it from disease and destruction. The jewel of the sea, the pearl, has been given a very tough and rugged Hijab – oyster shell. It protects it from sea animals and keeps it sparkling and shining inside.«

http://www.councilofulama.co.za/index.php?option=com_content&view=article&id=392:the-elegant-hijab&catid=44:social&Itemid=61

The Council of Ulama Eastern Cape (CUEC) or Lajnatul Ulama was formed at the end of 1999 with the aim of co-ordinating the activities of the various Ulama in the Eastern Cape. The founding members included Moulana Junaid Adam, the current Ameer, and Moulana Is’haaq Ackerdien. CUEC Offices, 1 Bell Road, Parkside, Port Elizabeth, Eastern Cape, South Africa.

http://www.councilofulama.co.za/index.php?option=com_content&view=article&id=50&Itemid=53

Amir des CUEC. Name: Junaid Adam, Born: 1961 in Durban. Moulana [Junaid Adam] completed most of his primary and secondary schooling at Orient Islamic School, Durban. On the advice of Moulana Yunus Patel, Moulana furthered his Islamic education at Darul Uoom Newcastle in 1977. He completed the secondary Islamic course in 1979. The teachers he studied under were the late Moulana Cassim Sema rahimahullah and Moulana Mansurul Haq of Pakistan. The Darul Uloom then introduced the complete Alim course and he completed it in 1983. Moulana [Junaid Adam] was in the first batch of Ulama who qualified from Darul Uloom Newcastle. His teachers were Moulana Mumtazul Haq of Pakistan, Moulana Yunus Osman, Moulana Mahmood Akram, Mufti Abdul Qadir Hoosein (now of CII), Moulana Sulaiman Goga and Moulana Munir Soofie. »ISLAMIC FOCUS«

http://www.islamicfocus.co.za/index.php?option=com_content&task=view&id=222&Itemid=34

Vize-Amir des CUEC. Name: Ishaaq Ackerdien, Born: 1958 in South End, Port Elizabeth. Moulana Ishaaq did schooled at Bethelsdorp High. His early Islamic education was under his father, Hajee Hashim Ackerdien (cousin of late Sheikh Jameel rahimahumallah) who had a maktab in Gelvandale. Other early teachers were Imams Piney, Muhammad, Yaseen and Yusuf of Uitenhage. His grandmother also played a part in his early education. On completing schooling, Moulana went in 1976 for the 3-year Aalim course at Newcastle Darul Uloom.

http://islamicfocus.blogspot.com/2007/11/moulana-ishaaq-ackerdien.html

(15) Aiman aẓ-Ẓawāhirī fordert im Sommer 2010 den weiblichen Schleier, um die europäischen Muslime von den universellen Menschenrechten zu segregieren und die Rechtsspaltung zu erzwingen. Aus der österreichischen Hauptstadt schreibt dieStandard: „Die in Europa lebenden Musliminnen sollen sich gegen mögliche Verschleierungsverbote zur Wehr setzen, empfiehlt Al-Kaida-Vize Ajman al-Sawahri. Durch das Tragen des Schleiers würden die Frauen zu „Heiligen Kriegerinnen“ im Kampf gegen den säkularen Kreuzzug des Westens, sagte der zweite Mann an der Spitze des Terrornetzwerks in einer am Mittwoch im Internet aufgetauchten Audio-Botschaft.“

http://diestandard.at/1277339122131/Al-Kaida-Europas-Musliminnen-als-Heilige-Kriegerinnen

Salafist Abu Saiid beliebt, den Aufruf der Nummer 2 von al-Qaida, den antieuropäischen Dschihad des Schleiertragens, als dringende Empfehlung zum Gesichtsbedecken zu interpretieren. Ganz Unrecht hat Abu Saiid nicht, den der unter Reaktionären beliebte saudische Scheich bin Bāz (1910-1999) forderte die Bedeckung von Hand und Gesicht:

http://ansarulhaqq.wordpress.com/2010/07/29/al-qaida-ruft-muslimas-zum-niqaab-auf/

(16). pro Christliches Medienmagazin: »Richter: Scharia nicht gesetzeskonform«

»Der Islam und das islamische Recht, die Scharia, seien dagegen in manchen Teilen nicht mit den Grundwerten der deutschen Verfassung vereinbar, so Bertrams weiter: „Sie weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann.“Dies widerspreche sowohl dem Gleichheitsgebot als auch der Menschenwürde, dem höchsten Wert des Grundgesetzes. „Eine muslimische Lehrerin, die auf dem Tragen des islamischen Kopftuchs beharrt, bekennt sich deshalb nicht ohne Vorbehalt und widerspruchsfrei zu unserer Verfassung und unseren Werten“, so der Verfassungsrichter laut einer Mitteilung der Evangelischen Kirche Westfalen. Wenn eine muslimische Frau darauf beharre, ein Kopftuch zu tragen, schließe dies ihre Eignung für den Beruf der Lehrerin an einer staatlichen Schule aus.«

http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[id]=2381&news[image]=1&news[action]=detail

(17) »Mit Steinen und Knüppeln bewaffnete Angreifer haben in Istanbul Besucher von Kunstgalerien verletzt. Fünf Gäste, darunter auch ein Deutscher, seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilten die Galerien mit. Sie verurteilten den Angriff als „organisierten Überfall“. Der Streit hatte sich offenbar entzündet, weil öffentlich Alkohol getrunken wurde. Anwohner erklärten, Mitglieder einer islamischen Gruppe seien für den Angriff verantwortlich. Sieben Verdächtige wurden festgenommen. Bei der „geplanten Attacke“ hätten die Angreifer auch Pfefferspray eingesetzt, sagte der Kurator Nazim Dikbas auf einer Pressekonferenz. Der Umtrunk war der Beginn einer Kunstveranstaltung, bei der im gesamten Viertel Beyoglu mehrere Galerien geöffnet hatten. Die meisten der Hunderten von Gästen flüchteten sich vor den Angreifern in Kunstgalerien, bis die Polizei kam … Eine lokale Internetseite hatte kürzlich „wachsende Sittenlosigkeit“ kritisiert im Hinblick auf immer mehr Cafés und Restaurants, die in dem auch von vielen Ausländern besuchten Viertel Alkohol ausschenken. Der Galeriebesitzer Dikbas warnte, dass Angriffe wie am Dienstagabend zunähmen und „das soziale und kulturelle Leben der Stadt gefährden“ könnten. Anwohner reagierten empört. „Das waren die Religiösen von der Bruderschaft. Sie leben hier im Viertel“, sagte ein Verkäufer in einem Geschäft nahe der Galerie. Eine Kundin in einem Lebensmittelgeschäft sagte: „Das waren die Bärtigen. Ich lebe hier seit 60 Jahren. Das Viertel hat sich sehr verändert.“«

Aus: »Wütende Anwohner gehen auf Galeriebesucher los«, DER SPIEGEL, 22.09.2010

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,719026,00.html

(18) Religionsvölker oder Rechtseinheitlichkeit, Glaubensnationen oder säkulare Nation?

VIE PUBLIQUE. Au cœur du débat public. Direction de l’information légale et administrative, 26 rue Desaix, 75015 Paris

http://www.vie-publique.fr/

»Quel est le statut juridique d’un citoyen ?«

liberté de pensée, d’opinion et d’expression, liberté de religion, de liberté de circulation, liberté de réunion, d’association ou de manifestation

http://www.vie-publique.fr/decouverte-institutions/citoyen/citoyennete/definition/definir/quel-est-statut-juridique-citoyen.html

»Quels rôles un citoyen peut-il jouer dans la société ?«

http://www.vie-publique.fr/decouverte-institutions/citoyen/citoyennete/definition/definir/quels-roles-citoyen-peut-il-jouer-societe.html

»Quelles sont les valeurs attachées à la citoyenneté ?«

La civilité. Le civisme. La solidarité.

http://www.vie-publique.fr/decouverte-institutions/citoyen/citoyennete/definition/definir/quelles-sont-valeurs-attachees-citoyennete.html

Scharia in den USA

Juli 22, 2009

الدعوة

ad-da’wa

Allahs honigsüßer Fliegenfänger:

Landnahme und Seelenfang

Der Arzt, die Salatschüssel und das Entenküken. Verabschieden sich die USA von den allgemeinen Bürgerrechten?

Gekürzte Übertragung ins Deutsche und Kommentierung der »25 Fragen zum Islam« (Shahid Athar). Von Cees van der Duin

Dr. Athar will das seit Henry David Thoreau und Martin Luther King entwickelte, bürgerrechtlich orientierte Ideal des die US-amerikanische Gesellschaft versinnbildlichenden Schmelztiegels (melting pot) durch das einer neuen Apartheid völlig angemessene Symbol der Salatschüssel (salad bowl) ersetzen. Ich werde mir erlauben, dem frommen Mann gelegentlich ins Wort zu fallen. Was es mit dem Entenküken auf sich hat, sei an dieser Stelle noch nicht verraten.

Im Namen Allahs, des Allergnädigsten, des größten Gnadengebers.

Im Namen der Allgemeinen Menschenrechte, des weltbürgerlichen Feingefühls und der selbstkritischen Wissenschaft. Unser amerikanischer Staatsbürger und Doktor der Endokrinologie fängt ja gut an, mit einer magischen Formel. Sucht er himmlischen Beistand zum eigenen erflehten schärferen Denken, will er uns einschüchtern oder möchte Herr Athar als routinierter Entertainer eine feierlich-sakrale Atmosphäre stiften? Aber seien wir nicht antireligiös, auch ein Schamane würde sich sein außeralltägliches Gewand überziehen und mit einem kostbaren Zauberspruch den Segen des Großen Geistes heran rufen.

Die pluralistische Amerikanische Gesellschaft beginnt, sich vom sprichwörtlichen melting pot, vom Schmelztiegel, zur salad bowl, zur Salatschüssel zu entwickeln, und alle Zutaten zu ermuntern, ihren eigenen, unterschiedlichen Geschmack und Duft beizubehalten. Doch obgleich der Islam eine Weltreligion mit einer Milliarde Gläubigen weltweit und mehr als sechs Millionen Anhängern in den USA geworden ist, gibt es nach wie vor Amerikaner, die ihn für einen obskuren Kult halten, gibt es einige, die Muslime mit Terroristen gleichsetzen oder einen jeden männlichen Gläubigen für einen Polygamisten mit vier Frauen erachten oder die mich fragen, ob meine Frau Kopftuch trägt und für mich Bauchtanz macht! Solcherlei fehlerhaftes Islamverständnis kann andauern, weil es an richtiger, genauer Information mangelt, welche die grundlegenden Lehren des Islams authentisch wiedergibt.

1. Was ist der Islam?

Wort Islam bedeutet Frieden und Unterwerfung. Frieden bedeutet, mit sich selbst im Reinen zu sein und Unterwerfung bedeutet, sich dem Willen Gottes zu unterwerfen. Eine ganzheitlichere Bedeutung des Wortes Islam ist, Frieden zu erreichen, indem man sich dem Willen Gottes unterwirft.

Was orthodoxe Muslime unter Frieden verstehen, haben Nichtmuslime seit nahezu eineinhalb Jahrtausenden als brutalen Angriff (dschihād; Menschenraub; Vergewaltigung), Erpressung (dschizya; Entführung), geheiligte islamische Unterdrückung (dhimma; Zwangskonversion) und faschistoide Diktatur (Iran, afghanische Taliban, Somalia, pakistanische Extremisten) bezeichnet. Sakastisch ließe sich sagen, das wäre eben alles eine Frage der Perspektive. Objektiver dürfen wir sagen: Islam ist ein repressives System abgestufter Entrechtung. Die Scharia diskriminiert … differenziert.

2. Wer ist Allah?

Allah ist das arabische Wort für „der eine Gott“. Allah ist nicht lediglich der Gott der Muslime. Er ist der Gott aller Geschöpfe, denn er ist ihr Schöpfer und Erhalter.

Eine glatte Erpressung, wie sie uns in der Struktur freilich vom kirchlich organisierten Christentum bekannt ist: Hallo Heide, wir haben dieselbe Religion, das hast du gar nicht gewusst? Der Gott namens Allah habe alle Geschöpfe geschaffen? Dr. Athar ist kein Marabu in einer Oase in der westlichen Sahara und auch kein Kind aus dem afghanischen Gebirge, bei denen können wir Europäer ein vielleicht einfältiges, vorwissenschaftliches, persönliches Welterklären an ihre bildungsfernen Freunde durchgehen lassen. Dr. Athar jedoch ist amerikanischer Endokrinologe und arbeitet als Experte für Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen. Wenn ein indonesischer Fischer einen naiven Schöpfungsglauben hat, ist das erklärlich. Ein Arzt darf durchaus dezidiert religiös sein, nur frage ich mich, ob der für den Islam werbende Dr. Athar skeptischen oder säkularen amerikanischen Muslimen eine Hilfe ist oder ob der Mediziner aus Indianapolis nichtmuslimischen Patienten gerecht werden kann. Behandelt er nur Muslime? Und falls ja, bestärkt er diese in der unter Fundamentalisten (aller Religionen) verbreiteten, ausgesprochen hochnäsigen Meinung, in allen Nichtmuslimen verstockte Menschen vorzufinden, die sich der absoluten (eben auch wissenschaftlichen) Wahrheit verweigern?

3. Wer ist ein Muslim?

Das Wort Muslim bezeichnet jemanden, des sich dem Willen Gottes unterwirft. Das geschieht durch das Bekenntnis: »Es gibt keinen Gott außer Gott und Muhammad ist der Botschafter Gottes«. Im weiteren Sinne ist jeder, der sich bewusst der Herrschaft Gottes unterstellt ein Muslim. Deshalb treffen wir Muslime an, die sich überhaupt nicht dem Willen Gottes unterwerfen und andere Muslime, die ihr Bestes geben, ein wirklich Islamisches Leben auszuüben.

Der angebliche islamische Wille Gottes ist höchst politisch und wird seit tausend Jahren Scharia genannt. Praktischerweise haben sich die erreichbaren Nichtmuslime der Scharia gleich mit zu unterwerfen und in der kulturrassistischen islamischen Gesellschaft fortan eine entrechtete Rolle einzunehmen. Zu Dr. Athars göttlichem Willen gehört das islamische Recht, welches garantiert, dass die Frau nur die Hälfte erben kann und der Christ gar nichts, dass ihre Meinung vor Gericht nur die Hälfte gilt und die des Dhimmis am ehesten gar nichts. „Muslime, die ihr Bestes geben“ sind Menschen, die der Scharia zum politischen Durchbruch verhelfen. „Muslime, … die ein wirklich islamisches Leben [ausüben]“ sind Muslime, die in einer islamischen Gesellschaft leben. Diese Gesellschaft (Islam wird Staat) nennt man, sofern nicht aus demographischem Grund (Muslime in der Minderheit) die radikal schariatische Gegengesellschaft kultiviert wird, Kalifat.

Die sozusagen versehentlich aus dem seelischen und geistigen Mittelalter in die kulturelle Moderne gestolperten muslimischen Orthodoxen beziehungsweise die dezidiert antimodernen Islamisten sind mit einer Islamisierung nach dem Modell des heiligen Staates von Medina (Koran 3:110 ihr seid die beste aller Gemeinschaften) oder mit einer islamischen Revolution nach iranischem Vorbild (Ayatollah Chomeini 1979) mit der vollumfänglich installierten Scharia als einzigem, jedenfalls höchstem Gesetz (Schariavorbehalt, neuerdings leider in Afghanistan und im Irak verfassungsrechtlich festgeschrieben) überwiegend sehr einverstanden.

Die Extremeren unter ihnen wie die Anhänger der weltweit aktiven, doch noch national denkenden Muslimbruderschaft oder der sozusagen globalisierten, international denkenden Bewegung Hizb at-Tahrir (HuT) bekennen sich programmatisch dazu, jede andere Lebensform als das Kalifat und jedes andere Staatsoberhaupt als den Emir für antiislamisch, für Gotteslästerung und Aggression gegen Allah zu halten.

Die HuT (Ḥizb at-taḥrīr, Schreibweise auch Hizb ut-tahrir) wurde von dem Islamgelehrten und Muslimbruder Scheich Taqi ad-Din an-Nabhani gegründet, ist in vielen islamisch geprägten Staaten offiziell verboten doch weltweit einflussreich.

Die Muslimbruderschaft (radikalislamisch-national) und die indirekt aus ihr hervorgegangene HuT (radikalislamisch-transnational) sind in ihrer Wurzel (lat. radix) sehr grundsätzlich islamisch, radikalislamisch. Demokratische Standards sind mit einem radikalen (realpolitischen) Islam unverträglich.

Das Ausmaß davon, wirklich Muslim zu sein, entspricht der Vollständigkeit des Unterwerfens unter den Willen Gottes, in allen menschlichen Glaubenssätzen und Handlungen.

Die frauenentrechtende Sexualpolitik der Scharia soll, wenn schon nicht Staatsverfassung, dann doch parallelgesellschaftliches, segregierendes Familienrecht werden. Jeden Nichtmuslimen und seine Lebensweise gilt es, als dämonisch und ekelhaft zu empfinden und als verachtenswert, als keinesfalls nachahmenswert zu benennen.

8. Was sind die [fünf] ‚Säulen‘ des Islam?

Es gibt fünf Säulen oder Grundpflichten des Gläubigen, welche auch die fünf Hauptbestandteile des [islamischen] Glaubens bilden.

Diese fünf Säulen sind 1) al-imān, der Glaube [aš-šahāda, Glaubensbekenntnis], dass es [nur] den Einen Gott gibt und dass Muhammad sein Botschafter ist, 2) aṣ-ṣalāt, das Gebet, das täglich fünfmalig auszuführen vorgeschrieben ist, 3) aṣ-ṣaum, das Fasten, welches im Monat Ramadan erforderlich ist, 4) az-zakāt, Wohltätigkeitssteuer, die den Armen [Muslimen] zukommt und aus dem Vermögen der Reichen [Muslime] stammt und 5) ḥaǧǧ (haddsch), die Pilgerfahrt, die jeder Muslim, der es sich körperlich und finanziell leisten kann, einmal im Leben begehen muss.

Alle diese fünf Säulen sollten [jedem einzelnen Muslimen] die gleiche Tragfähigkeit haben, damit das sinnbildliche [persönliche] Glaubensgebäude Form und Harmonie erlangt. Es ist beispielsweise unmöglich, dass jemand die Pilgerfahrt unternimmt, der nicht auch die Fastenzeit einhält oder der seiner Gebetspflicht nicht nachgekommen ist.

Um beim Bild des Gebäudes zu bleiben, stellen wir uns doch ein Bauwerk vor, das nur aus Säulen besteht. So etwas würde den Namen Gebäude nicht verdienen. Um es also zu einem wohnlichen Gebäude werden zu lassen, muss es ein Dach bekommen, muss es Wände haben, benötigt es Türen und Fenster. Diese Dinge sind der Islamische Moralkodex, zu dem Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Standhaftigkeit und viele andere Qualitäten menschlicher Moral gehören. Um dem Anspruch, Muslim zu sein, gerecht zu werden, reicht es also nicht, lediglich die fünf Säulen des Islam zu leben, sondern muss es ebenfalls darum gehen, das größtmögliche Bemühen an den Tag zu legen, ein guter Mensch zu sein. Nur dann ist das Bild des Gebäudes erfüllt, nur dann sieht das Haus schön aus.

Das Kollektiv ist berechtigt, den Einzelnen zurechtzuweisen und dauernd auf gottgefälliges Verhalten zu überwachen. Schließlich bedroht der Pflichtvergessene, Missetäter oder Frevler auch das eigene Seelenheil. Also, um des Paradieses willen, sorgen wir dafür, dass keiner aus der Reihe tanzt.

9. Was ist Zweck der Islamischen Verehrung Gottes?

Zweck der Gottesverehrung im Islam ist es, Gott [möglichst] bewusst zu sein, Gottesbewusstsein zu erlangen. Auf diese Weise ist gottesdienstliches Handeln, sei es als Gebet, Fasten oder Wohltätigkeit, gleichermaßen Weg und Ziel. Derartig in Gedanken und Taten Gottesbewusstsein zu leben, gewährleistet eine günstigere Position, Gottes Wohlgefallen zu erlangen, sowohl im Diesseits als auch im Jenseits.

Ohne Allahgott hat das Leben keinerlei Sinn. Es gibt keine wahre Naturbetrachtung ohne das Bewusstsein von Allahgott, menschliche Handlungen lassen sich unverzerrt nur im Licht der Scharia betrachten.

10. Glauben Muslime an das Leben nach dem Tod?

Gott will Gerechtigkeit, Gott ist gerecht und übt seine Gerechtigkeit aus. Er stiftete das System der Verantwortlichkeit. Jene, die Gutes tun, werden belohnt werden, und jene, die Böses tun, werden entsprechend bestraft werden. Aus diesem Grunde hat Er Himmel und Hölle geschaffen und es gibt für beides Zugangskriterien. Muslime glauben, dass das irdische Leben ein zeitweiliges, vorläufiges ist.

Dieses erhebende Lebensgefühl des koranischen Fundamentalisten, der genau zu wissen glaubt, dass der nichtmuslimische Nachbar oder die muslimische Kopftuchverweigerin im Jenseits von sadistischen Teufeln genüsslich gefoltert werden wird. Spannend ist die Sache ja allemal auch, nach dem Tod nur ganz knapp dem Abgrund zu entkommen, nur kurz von der höllischen Flamme angesengt zu werden. Das ist aufregender als an der Börse zu spekulieren: Wird meine Waagschale von den diesseitig mühsam verdienten Pluspunkten (hassanat) auch ausreichend schwer sein? Oder droht mir die ewige Qual? Um meinen Kindern und meiner Ehefrau die ewige Verdammnis zu ersparen, darf ich Gewalt anwenden. Um mir keine Vorwürfe machen zu müssen, meine Regierung habe nicht ausreichend islamisch gelebt, darf ich sie brüllend und den Koran wie eine Anklageschrift hochhaltend zur Umkehr oder zum Rücktritt mahnen. Oder angreifen, so aber leben nur die wenigsten ihren Glauben.

11. Werden die guten Taten der Ungläubigen verschwendet sein?

Nein. Der Koran sagt ganz deutlich, dass „Jeder, der das Gewicht eines Staubkorns an Gutem tut, bei Allah anerkannt werden wird, und jeder der das Gewicht eines Staubkorns an Bösem ausführt, von Allah bestraft wird (Quran 99:7-8)“. Damit soll gesagt sein, dass jene, die die Ungläubigen sind, aber gleichwohl gute Werke vollbracht haben, noch in dieser Welt ihre Belohnung erhalten. Andererseits werden jene [muslimischen Menschen], die gute Taten ausführten, nicht lediglich im Diesseits belohnt werden, sondern auch im Jenseits. Und die letzte Entscheidung liegt bei Gott allein (Quran 2:62).

Der Frevler (Nichtmuslim) mag also noch so wohlhabend und machtvoll sein, an ihm zeigt sich, um den Theokraten Calvin umkehrend zu verwenden, nichts als das vorweggenommene Höllenreich.

12. Was bedeutet Muslimische Kleidervorschrift?

Islam strebt nach [auch in Bezug auf die Kleidung] tugendhafter Zurückhaltung. Kein Mensch sollte auf die Rolle eines Sex-Objekts reduziert werden. Also gibt es gewisse Richtlinien sowohl für Männer als auch für Frauen, dass ihre Kleidung weder so durchsichtig noch so eng anliegend sein möge, dass die Körperformen enthüllt würden. Männer betreffend müssen alle Teile zwischen Nabel und Knie bedeckt sein, und Frauen sollten bis auf Gesicht und Hände alle Teile bedecken. Um ein Kopftuch [allein] geht es also nicht.

Dr. Athar fordert den frauenfeindlichen hidschāb und die schariakonforme männliche Kleidung.

14. Was ist der Dschihad?

Das Wort Dschihad bedeutet Anstrengung für die Sache Gottes, vor allem auch ein innerlich mühevolles Streben für dieses [einzig legitime] Ziel. Jede alltägliche Anstrengung mit dem Ziel, Gott zufrieden zu stellen, kann [also] Dschihad genannt werden. Eine der höchsten Stufen des Dschihad ist, einem Tyrannen entgegenzutreten und die Wahrheit zu bekennen. Die mühsam aufgebrachte Selbstdisziplin, falsche Taten zu unterlassen, ist ebenfall ein großer Dschihad. Zum Dschihad gehört aber auch, die Waffen zu ergreifen, um den Islam [weltweit] oder um ein islamisches Land gegen jeden antiislamischen Angriff zu verteidigen. Diese Art von [militärischem] Dschihad muss offiziell von der religiösen Führerschaft oder von einem Quran und Sunnah in Treue folgenden muslimischen Staatsführer erklärt werden.

17. Was ist Scharia?

Scharia ist die Muslimische Pflichtenlehre, die aus zwei Quellen entspringt, a) aus dem Quran und b) aus der Sunnah, den Traditionen des Propheten Muhammad. Scharia berücksichtigt und behandelt jeden Aspekt des Alltags sowohl des Muslimischen Individuums als auch des Muslimischen Kollektivs.

Das Ziel der Islamischen Gesetze sind der Schutz der grundlegenden Menschenrechte einschließlich des Rechtes auf Leben und Eigentum, des Rechtes auf politische und religiöse Freiheit sowie die Gewährleistung der Frauenrechte und Minderheitenrechte. Die [erwiesenermaßen] niedrige Rate an Verbrechen in Muslimischen Ländern rührt aus eben dieser Installation oder Implementierung der Islamischen Gesetze her.

Herr Athar, Sie lügen durch Auslassen, das Islamische Recht kennt die Todesstrafe. Wie können Sie vom Recht auf Leben sprechen, wo Ihr Gott Allāh diesem Lebensrecht deutliche Grenzen (hadd) setzt.

18. Wurde der Islam mit dem Schwert verbreitet?

Laut Koran gilt: „Es gibt keinen Zwang im Glauben“ (2:256), allein schon deshalb kann niemand gezwungen werden, Muslim zu sein. Andererseits ist es historisch richtig, dass Muslimische Armeen des Mittelalters Schwerter mit sich führten, denn das war die Waffe der Zeit, doch beabsichtigten diese einrückenden Armeen lediglich, Land oder Leute zu befreien. Wir sollten daher betonen, dass sich der Islam nicht mit dem Schwert verbreitete, und können als Beweis anführen, dass zu vielen Orten der Erde, an denen heute Muslime leben, wie beispielsweise in Ostasien namentlich Indonesien und China sowie in Teilen Afrikas, noch nie behauptet werden konnte, dass dort jemals eine Muslimische Armee einmarschiert sei. Die [abwegige] Meinung, der Islam sei mit dem Schwert verbreitet worden, würde der Behauptung entsprechen, das Christentum sei mit Gewehren, F-16-Kampfflugzeugen und Atombomben verbreitet worden, was schlicht nicht der Wahrheit entspricht.

Zehn Prozent aller Araber sind Christen. Das leider sprichwörtliche „Schwert des Islam“ hat also nicht vermocht, alle nicht-Muslimischen Minderheiten in Muslimischen Ländern zur Konversion [zum Islam] zu bewegen. Selbst in Indien, wo die Muslime für sieben Jahrhunderte herrschten, sind sie immer noch eine Minderheit. In den U.S.A. [jedoch] ist der Islam die schnellstwachsende Religion und hat sechs Millionen Gläubige, ohne dass [hier] irgendwo ein Schwert herumliegen würde.

19. Befürwortet der Islam Gewalt und Terrorismus?

Nein. Der Islam ist die Religion von Frieden und Unterwerfung und betont die Heiligkeit des menschlichen Lebens. Ein Vers im Koran (5:32) sagt, dass „wer auch immer ein Leben rettet, so wie jemand ist, der die gesamte Menschheit gerettet hätte, und wer auch immer eine Person (ausgenommen bei Mord oder Fehlverhalten auf Erden) tötet, wie jemand ist, der die gesamte Menschheit getötet hätte“. Der Islam verurteilt all die Gewalt, die während der Kreuzzüge, in Spanien oder im Zweiten Weltkrieg herrschte oder wie sie durch Menschen wie den Sekten-Prediger Jim Jones, wie David Koresh, Dr. Baruch Goldstein oder durch die Christlichen Serben in Bosnien durchgeführt worden ist.

Wer auch immer gerade Gewalt anwendet, praktiziert zur gleichen Zeit seine Religion nicht.

Das Opfer hält den Krieg führenden frommen Muslim vom Beten ab. Bei Licht betrachtet eigentlich ein doppelter Grund, den Gegner Allahs zu erschlagen.

20. Was ist „Islamischer Fundamentalismus“?

Im Islam gibt es kein Konzept eines „Islamischen Fundamentalismus“.

Eben, das ist der Trick. Und wer etwas anderes sagt, wird islamisch verprügelt.

Es war der Westen, der diesen Begriff gemünzt hat, um jene Muslime zu brandmarken, die zu ihren grundlegenden Glaubensprinzipien zurückkehren wollten und ihr Leben entsprechend formen wollten. Der Islam ist die Religion des Maßes, der Mäßigung und der Ausgewogenheit.

Islam als Religion des Maßes, das berüchtigte Konzept namens wasatiyya, wörtlich Mittigkeit, das alle Islamverweigerer (Nichtmuslime) zu schrillen Exzentrikern und jeden Islamkritiker zum maßlosen Extremisten erklärt. Wer bereits im moralischen Zentrum ist (der Muslim), braucht sich nicht zu verändern (islamische Lernverweigerung), wer als islamische Strömung noch nicht die Mitte (die öffentlich Meinung) beherrscht, kann sich als zu unrecht abgedrängt, marginalisiert vorkommen und Notwehr (dschihād) üben.

Gottesfurcht zu praktizieren kann niemals fanatisch oder extremistisch sein.

Sie meinen: Andere das Fürchten zu lehren. Der Rest des Satzes ist dann stimmig, wenigstens aus Sicht der abgestuft (differenziert) diskriminierenden geheiligten Pflichtenlehre (Scharia) und der sakralen Jurisprudenz (Fiqh).

21. Empfiehlt der Islam die Polygamie?

Nein, Polygamie ist eine Erlaubnis, keine Beauftragung. Betrachten wir die Geschichte: Bis auf Jesus, der unverheiratet war, hatten alle Propheten hatten mehr als eine Frau.

Vermutlich waren Jesus und Mohammed historische Figuren. Die anderen mögen Legendengestalten sein oder legendär verzerrt worden sein und gleichwohl die Sexualmoral des früh- und vorgeschichtlichen Judentums wiedergeben. Mag ja sein, dass vor dreitausendachthundert Jahren ein gewisser Abraham seine Cousine geheiratet hat – ist das jetzt für Sie oder mich empfehlenswert? Vielleicht hatte der mythische Stammvater eine Zweitfrau oder auch Drittfrau, etliche Indianerstämme oder womöglich gar die Wikinger und Normannen werden polygam, im Patriarchat heißt das übrigens polygyn gelebt haben. Herr Dr. Athar jedoch wirbt heute für die Polygamie. US-Bürger Athar will den politisch akzeptierten Scharia-Islam, also muss er die koranische, die islamische Polygamie verteidigen. Athar will die Scharia als segregiertes US-Familienrecht. Die Rechtsspaltung.

Muslimischen Männern ist, wie es der Quran belegt, gestattet, mehr als nur eine Ehefrau zu haben, doch nicht etwa, um sexuelle Lust zu befriedigen, sondern um in Kriegszeiten für Witwen und Waisen zu sorgen.

Da der Islam seit 1400 Jahren mit dem Rest der Menschheit verfeindet ist und im seriell unterbrochenen (anfallsweise losbrechenden) Krieg befindlich, kann Polygamie von der UNESCO unter Kulturdenkmal verbucht werden? Die schafiitische FGM stellen wir unter Naturschutz, und für die Teilnahme an einem authentischen Scharia-Kulturfestival inklusive Kopf- und Handabhacken werben wir im Reklameteil der Zeitung? So ein Unsinn, jede Polygynie entwürdigt die in permanenter Sorge um ihr Verstoßen-Werden (at-talaq) lebende Frau, zumal die Muslima in erster Ehe durch ihren Vater oder den Großvater männlicherseits nach Allahgottes Willen gegen ihren eigenen Willen (wali mudschbir) verheiratet werden kann. Das heißt, sie ist dann womöglich Dritt- oder Viertfrau, und ihr Einkäufer und Besitzer (islamischer Ehemann) übernachtet im Nebenzimmer auf einem anderen Kopfkissen. Kommt der Mann von der Arbeit, sie zu ihm: Hallo Schatz, hast du mir etwas mitgebracht? Er: Ja, ein Schmuckstück und ein fußlanges Kopftuch, und eine Küchenhilfe, die habe ich gleich geheiratet. Sie: Wie herrlich, genau so habe ich es bei Dr. Athar aus Amerika gelesen.

In vor-Islamischen Zeiten pflegten Männer viele Frauen zu haben. Ein Mann hatte gar elf Frauen, und als er Muslim wurde, fragte er den Propheten Muhammad: „Was soll ich mit den vielen Frauen tun?“ Dieser antwortete: „Lasse dich von allen scheiden, bis auf vier!“ Der Quran sagt: „Du kannst zwei oder drei und sogar vier Frauen heiraten, wenn es dir gelingt, sie alle gleich zu behandeln (4:3).“ Weil es aber nun sehr schwierig ist, allen Frauen gegenüber gleich gerecht zu sein, hat die Mehrheit der Muslime auf aller Welt in der Realität nicht mehr als eine Frau.

Sogar der Prophet Muhammad selbst hatte im Alter von 24 bis 50 Jahren nur eine einzige Frau, Khadidscha. In westlichen Gesellschaften haben manche Männer [zwar] eine Ehefrau und [trotzdem] viele außereheliche [oft heimliche] Affären [, ist das etwa besser als die ehrliche Polygamie?].

Selbst eine in »U.S.A. today« vom 4. April 1988 (Sektion D) veröffentlichte Befragung von 4.700 weiblichen Sexualpartnern ergab, dass sie ein Leben als offizielle Zweitfrau dem [weiteren heimlich-unheimlichen] Leben einer Rolle als „die Andere“ den Vorzug zu geben bereit sind, weil sie [derzeit] sowohl juristisch als auch finanziell nicht mit der regulär geheirateten Frau gleichgestellt sind.

Weib-weibliche Aggression ist das dunkle Betriebsgeheimnis des Patriarchats. Was sollen sich meine Weiber auch auf Entfernung glühend hassen, wütend anblitzen und schrill anfauchen, das geht doch bei der gemeinsamen Hausarbeit gleich viel sinnlicher. Vielweiberei ist erlebnispädagogisch wertvoll.

22. Unterdrückt der Islam die Frauen?

Nein. Ganz im Gegenteil ist es der Islam gewesen, der den Status der Frauen bereits vor 1.400 Jahren angehoben hat, indem er ihnen das Recht auf Scheidung gegeben hat.

Das ist ganz überwiegend gelogen, denn Dr. Athar unterschlägt neben orthodox-islamischer oder islamistischer Zwangsverheiratung und Jungfernhäutchenkontrolle auch den patriarchalen Konformitätsdruck des traditionellen orientalischen Menschenbildes: Wenn der Ehemann die trennungswillige Frau nicht verprügelt oder ermordet, wird es ihre Herkunftsfamilie tun, und ein Leben als moderner weiblicher Single ist zwischen Casablanca, Kairo und Jakarta symbolisch und alltagspraktisch gleichbedeutend mit einem Leben als vogelfreie Sklavin und Nutte.

Die Frau darf arbeiten und über das verdiente Geld frei verfügen.

Die Frau arbeitet, der Mann oder Großvater kassiert das Geld, auch in Deutschland. Der kleine Bruder verwaltet das Geld seiner großen Schwester, wiederum auch in Deutschland. Geld ist Männergeld, selbst Stamm, Großfamilie und Ehe folgen dem Modell der Raubökonomie und des Beute-Verteilens, der Pfründe-Vergabe. Das Individuum, zumal das weibliche, hat kein Geld.

Die Braut wird gegen den geheiligten islamischen Brautpreis eingekauft. Der Brautpreis wird in der von Allahgott gestifteten, Frauen entrechtenden Imam-Ehe in einem Vertrag genau festgeschrieben. Im Ehevertrag sind womöglich auch die (keine Rechtssicherheit bietenden) Scheidungsgründe beinhaltet, beispielsweise der Scheidungsgrund Zweitfrau. Die eingekaufte Braut wohnt im Hause ihrer Schwiegermutter (patrilokal), ist deren mehr oder weniger edle Sklavin und hat nach wie vor in den größeren Teilen Nordafrikas, des Nahen Ostens oder Indonesiens kein Bankkonto. Der Mann kann der Frau verbieten, einen Beruf auszuüben und kann ihr verbieten, das Haus zu verlassen. Das ist dann Dr. Athars islamischer Feminismus, soviel auch zur von Muhammad vor 1.400 Jahren angeordneten finanziellen Unabhängigkeit der Frau.

Schließlich ist es der Islam gewesen, welcher den Frauen das Recht gegeben hat, als würdevolle Frauen (hidschāb) erkannt zu werden. Das Recht auf Scheidung, das Recht auf finanzielle Unabhängigkeit und Recht auf Würde (hidschāb) hat allein der Islam der Menschheit geben können, während der Rest der Welt, Europa eingeschlossen, Frauen diese Rechte noch viele Jahrhunderte lang vorenthalten hat.

Hidschāb gibt dem Weib Würde, ohne hidschāb ist es würdelos und nuttig. Allah sei Dank, dem diabolisch spaltenden, ewig nackten Mangelwesen (Frau) ist die Sicherheitsabdeckung (hidschāb, Kopftuch) erfunden worden.

Die kleinen Muslime als Entenküken?

Shahid Athar hat unter den Muslimen der USA großen Einfluss: Die Internetseite CrescentLife.com zeigt allen amerikanischen Entenküken und allen amerikanischen Musliminnen die sexualpädagogische Weisheit des Herrn Dr. Athar:

„Wenn es nicht nötig ist, dem Entenküken beizubringen, wie es schwimmt, warum soll es dann nötig sein, dass Teenager Sexualkunde, Sexualaufklärung oder Sexualtechniken theoretisch erlernen, bevor derlei Kenntnis von ihnen erwartet wird?“

Dr. Athar im englischen Original:

If it is not necessary to teach baby ducks how to swim, why is it necessary for teenagers to be taught the education of sexual techniques before they are expected to engage in them?

Die genaue Quelle ist unten genannt.

Frauen sind im Islam den Männern gleichgestellt in allen Handlungen der Frömmigkeit (Quran 33:32).

Rituell dreckig (menstruierend) müssen islamisierte Frauen das Fasten im Ramadan unterbrechen, das gibt risikoreichen Punkteabzug sprich drohende ewige Verdammnis in den drohenden schmerzlichen Höllenflammen, zumal der Ehemann ihnen das Nachholen der Gebete verwehren darf, beispielsweise, wenn er seinen quasi sakramentalen und exorzistischen Sex haben will.

Der Islam erlaubt der Frau, ihren Mädchennamen zu bewahren, ihr verdientes Geld zu behalten und nach Belieben auszugeben, und Männer zu fragen, ihr Beschützer zu sein, weil Frauen [nun einmal] auf der Straße belästigt werden können. Der Prophet Muhammad ermahnte die Muslime: „Der Beste von euch ist derjenige, der am besten gegenüber seiner Familie ist.“ Nicht der Islam, sondern einige Muslimische Männer sind es, die heutzutage Frauen unterdrücken. Das aber begründet sich in nichts anderem als in den kulturellen Gewohnheiten oder in ihrer Unkenntnis über ihre Religion. Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilations) hat nichts mit dem Islam zu tun.

Der Herr sollte anfangen etwas über den Islam zu lernen oder uns weniger schamlos belügen. FGM ist der schafiitischen Rechtsschule verpflichtend vorgeschrieben und findet in Indonesien seit Jahrhunderten und neuerdings völlig öffentlich in Schulgebäuden statt (westliches Java, Region Bandung, Sponsor und Organisator ist die angesehene Assalaam-Foundation). FGM gilt Hanbaliten und Malikiten als ehrenhaft. Vor dem Islam war FGM vorislamisch, also entweder diabolische Sünde oder frommes Hanifentum (menschliche Natur, eine Art Proto-Islam). Und seit dem frauenfreundlichen Islam ist die FGM durchaus auch eine islamische Frauenfreundlichkeit.

Ägypten praktiziert alltäglich die Klitoridektomie, und die Gelehrten an der unter Sunniten hoch angesehenen, so genannten Universität namens al-Azhar (Kairo) haben diese (unterägyptische) FGM Jahrhundert für Jahrhundert nicht nur geduldet, sondern sogar gewünscht. Dem im Golfstaat Katar lebenden Scheich Yusuf al-Qaradawi wird im sunnitischen Islam weltweit hohe oder sogar höchste islamische Autorität zugestanden. Herr al-Qaradawi war und ist ein Freund der FGM, „selbstverständlich nicht bei jedem Mädchen, und nur so viel wegschneiden, wie nützlich ist“. Sollte unser Dr. Athar denn den weltweit verehrten Scheikh Yūsuf al-Qaraḍāwiy aus Qaṭar nicht kennen oder von dessen operationsfreundlicher Haltung zur Kappung der Klitoris „bei an sexueller Übererregtheit leidenden Mädchen oder bei Mädchen mit einer zu großen Klitoris“ noch nichts vernommen haben?

Female Genital Mutilation ist ein prä-Islamischer Brauch, der ebenso von nicht-Muslimen einschließlich der koptischen Christen praktiziert wird.

Steinigung der Ehebrecherin ist auch ein vorislamischer Brauch, jedoch auch Allahgott und Mohammed wollen fliegende Steine und abgehackte Hände, man nennt solches auch Islam. Das sexualmagische Sakrament der männlichen Beschneidung ist (auch) vorislamisch. Doch Steinigung und weibliche (schafiitische) beziehungsweise männliche Beschneidung gehören beides nicht in die kulturelle Moderne, weder die Steinigung für den Allahgott noch die chirurgische Entfernung der männlichen Vorhaut ohne absoluten medizinischen Grund (schon gar nicht bei männlichen Kindern als bei nicht Einwilligungsfähigen).

Auch die im Englischen Poisonous Pedagogy oder Black Pedagogy (nach dem deutschen Begriff Schwarze Pädagogik, Katharina Rutschky) genannte Einschüchterung von Kindern mit Drohung, Schreien, Prügel und nicht zuletzt mit den koranischen Werkzeugen des imaginierten Anti-Allah namens iblis (Teufel) hat unter modern denkenden Muslimen keinen Platz.

Dr. Athar verweigert ganz offensichtlich das moderne Denken mit geradezu islamischer Standhaftigkeit und zieht es vor, seine Bücher wie „Gesundheitsfragen für Gläubige“ („Health Concerns for Believers“, Kazi, Chicago 1995; „Health Concerns for Believers. Contemporary Issues“, Kazi, Chicago 1996) in Druck zu geben. Dr. Athar scheint Experte, mahnender Botschafter und Werbevertreter für die grausame Hölle und das süße Paradies zu sein. Die aspektweise nichtige oder teuflische Welt, die von bösen Kräften durchwobene Erde und Gesellschaft zu reinigen und zu entmischen (hisba), die teuflischen und höllischen Schlacken (Dhimmis, Harbis, Ex-Muslime, Heuchler) aus dem reinen lichten Gold der islamischen Lebensweise zu entfernen, gilt Fundamentalisten wie dem Mediziner Dr. Athar als islamische Wissenschaft. Dieses Tun ist so bedeutsam, dass man mit der historischen Wahrheit oder schlicht mit der Logik auch einmal etwas großzügiger umgehen darf.

Neben den radikalislamischen Schriften des Pakistaners Maulana Maududi (sein Tafsir, d. h. seine Koran-Exegese) und des ägyptischen Syed Qutb (Sayyid Qutb: Milestones), zwischen Yusuf Estes, dem wissenschaftsfrei argumentierenden türkischen Kreationisten Harun Yahya (das ist Holocaustleugner Adnan Oktar) und dem in Jamaika geborenen und in Kanada aufgewachsenen Hass- und Fernsehprediger Bilal Philips (will die Todesstrafe für Homosexuelle, hat Einreiseverbot in die USA) finden sich etliche Texte von Shahid Athar auf http://www.teachislam.com – darunter auch die hier betrachteten 25 Fragen.

23. Ist der Islam intolerant gegenüber religiösen Minderheiten?

Der Islam erkennt die Rechte der [ethnoreligiösen] Minderheiten an.

Sicherlich, die erfolgreiche Diskriminierung bedarf eines wohldurchdachten Systems. Insofern „Anerkennung der Rechte“ – der halbierten Rechte.

Um das Wohlergehen und die Sicherheit der [ethnoreligiösen] Minderheiten zu gewährleisten, haben ihnen die Muslimischen Herrscher eine Steuer, die dschizya auferlegt. Vom Wehrdienst waren sie befreit.

Geheiligtes Ausplündern heißt dschizya. Islam als kalkuliertes in die Armut Treiben der Nichtmuslime. Die dschizya war öffentlich zu übergeben, wobei der Zahlende einen demütigenden Schlag auf den Kopf erhielt. Wer nicht zahlen konnte, galt als Feind der Ordnung sprich als Angreifer gegen den Islam, wurde ermordet oder versklavt, sein Besitz wurde verteilt (20 % an den militärischen Führer), die Kinder als Haussklaven verkauft und islamisiert. Waffen durften auch die dschizya zahlenden Dhimmis nicht tragen, damit sie sich nicht wehren konnten, insofern und nur deswegen durften sie nicht in die Armee, waren die verstaatlichten Minderwertigen, wie Athar beschönigt: „vom Wehrdienst befreit“.

Der Prophet Muhammad verbot den Muslimischen Armeen, Kirchen und Synagogen zu zerstören.

Der gesamte, ursprünglich und bis zu Mohammeds Lebzeiten polytheistische und daneben mehr oder weniger lose von Hellenismus, Zoroastrismus, Gnosis und Manichäismus erreichte arabische Raum war von christlichen Lehren wie den Armeniern, Syrisch-Orthodoxen (Stichwort Kloster Mor Gabriel), Kopten und Nestorianern geprägt und daneben natürlich auch ganz stark vom Judentum als dem Wurzelgrund der Christen. Ferner spielten die etwa durch das Vorbild des himyaritischen Königs Yūsuf Asar Yathar genannt Dhū Nuwas zum Judentum gewechselten arabischen Stämme eine Rolle.

Hunderte von Kirchen, Klöstern, Synagogen und jüdischen Ritualbädern zwischen Nil, Tigris und dem Mittelmeer indes sind im Laufe der Jahrhunderte und meist nahezu vollständig zerstört worden. In der Tat war ein heiliger Trick der Dhimmitude (zumeist) nicht die Zerstörung der Sakralbauten, sondern bestand im langfristig nicht weniger wirksamen Verbot der Restauration und Reparatur bei selbstverständlichem Verbot des Neubaus von Synagogen und Kirchen. Nach den koranisch inspirierten örtlichen oder regionalen Massenmorden und Vertreibungen der Nichtmuslime konnte das Werk der letzten Vernichtung der Erinnerung, der Beseitigung der vorislamischen Architektur, im zwanzigsten Jahrhundert in Gebieten wie Tur Abdin, Syrien, Ägypten, dem Irak und Afghanistan (Buddhastatuen von Bamyan) nahezu vollendet werden.

In Spanien waren die Juden willkommen und ihre Gemeinschaften konnten zu einer Zeit erblühen, während der sie im übrigen Europa unterdrückt wurden.

Am 30. Dezember 1066 kreuzigte der glaubensbegeisterte almoravidisch beherrschte Pöbel den jüdischen Wesir Joseph ibn Naghrela, den Sohn des Großwesirs und berühmten jüdischen Dichters Schmuel ha-Naghrid. Anschließend ermordete man, gar nicht im Widerspruch zu Koran und Sunna, den jüdischen Teil der Bevölkerung der Stadt Granada, das waren mehr als 1.500 Familien. Von viertausend ermordeten Juden ist beim Massaker von Granada auszugehen. Vorher, noch 1066, schrieb Abu Ishaq den antisemitischen und verhetzenden Vers:

»Betrachte es nicht als Glaubensbruch, sie [die Juden] [allesamt] umzubringen, der Glaubensbruch wäre, sie ungehindert weiter gewähren zu lassen. Denn sie haben den geschlossenen gemeinsamen Vertrag gebrochen, wie also könntest du gegen die Gewalttäter für schuldig befunden werden? Wie sollten sie einen Vertrag [so genannter Friedensvertrag sprich dhimma-Schutzvertrag, Islam heißt Frieden] haben können, während wir im Abseits leben und sie derartig herausgehoben? Derzeit sind wir doch die Erniedrigten, stehen tiefer als sie, so, als ob wir die in die Irre gehenden wären, und sie die Rechtgeleiteten!«

Die Dhimmis haben gegenüber den Muslimen erniedrigt zu sein, das ist orthodoxer Islam, das ist islamische Lebensweise. Bereits 1090 wurde die jüdische Gemeinde von Granada wieder angegriffen, dieses Mal vom Herrscher der Almoraviden selbst, von Yūsuf bin Tāšfīn. Dass in dem übrigen, christlichen Europa die Juden in der Zeit zwischen 711 (Ṭāriq ibn Ziyād) und 1492 (Fall des Kalifats von Granada) immer wieder unter durchaus auch religiös begründeten Diskriminierungen und Verfolgungen zu leiden hatten, ist ebenso richtig wie die städtebauliche und kulturelle Leistung der muslimischen Herrscher Spaniens anzuerkennen ist. Doch war auch der spanische Islam selbstverständlich ein kulturrassistisches Apartheidssystem sorgsam verschieden abgewerteter Religionsvölker, und entsprach die graduelle Entrechtung der Juden und Christen (und der Frauen) der um das Jahr 1.000 entstehenden unveränderlichen Scharia und dem grundsätzlich bis heute Geltung habenden islamischen Recht. Da bleibt von der sich unter Islamophilen hartnäckig haltenden Legende vom toleranten Al-Andalus und vom Goldenen Zeitalter nicht mehr viel übrig.

In Muslimischen Staaten leben Christen im Wohlstand …

Oh, ich habe heute morgen die Zeitung nicht gelesen, das muss ganz neu sein, bis gestern Abend sind in allen islamisch geprägten Staaten die Christen seit Jahren und Jahrzehnten diskriminiert worden, völlig im Einklang mit Koran, Scharia, ägyptischer und iranischer Verfassung …

In Muslimischen Staaten leben Christen im Wohlstand, haben Regierungsposten inne und können ihr Gemeindeleben pflegen.

… wenn die Kirche nicht gerade abgebrannt oder gesprengt worden ist. Auch die entführten, zwangsislamisierten oder ermordeten Christen können nicht zur Kirche gehen.

24. Was ist die islamische Sicht zum Flirten [von einem jungen Mann und einer jungen Frau], um ein von Vertraulichkeit und Zärtlichkeit geprägtes Treffen zu vereinbaren? Was denkt der Islam über [ein solches Treffen wirksamer Zurückgezogenheit einer Frau und eines nicht mir ihr verheirateten Mannes, der auch nicht ihr Heiratsvormund oder ihr sittlicher Beschützer ist, und wie über] vorehelichen Geschlechtsverkehr?

Der Islam ermuntert nun gar nicht dazu, von erotischer Intimität geprägtes, geschlechtergemischtes Zusammensein zu kultivieren, vorehelicher oder außerehelicher Sex ist im Islam ausdrücklich verboten.

Richtig ist, dass der Islam mit Drohungen vor dem Feuer (nār) der Hölle (ǧahannam) und mit Prügel zu einer gefälligst zu empfindenden Panik vor gemischtgeschlechtlicher öffentlicher Koexistenz, beispielsweise vor schulischer Koedukation erzieht, und den Befehl (ḥisba) zum Aufbau immer vollständigerer Geschlechtertrennung (ḥidschāb, pardā) ausgibt.

Teilweise gelogen ist die Sache mit dem vor- und außerehelichen Geschlechtsverkehr, das Verbot gibt es zwar, aber in keiner Weise für den muslimischen Mann. Nur die Frau muss jungfräulich in die Ehe gehen und darf in der Ehe außer mit ihrem Mann keinen Sex haben, der Mann jedoch kann mit den sehr unreinen (nichtmuslimischen; entehrten; versklavten) Frauen jederzeit sexuell verkehren, ob verheiratet oder noch nicht. Als Single darf niemand leben, dafür sorgen Koran und Großfamilie. Die Scharia lässt ein Leben in einer homosexuellen Partnerschaft unter keinen Umständen zu, sondern empfiehlt die Tötung des Schwulen, während Gott Allah zur Existenz von Lesben vermutlich schweigt.

Der Islam ermutigt dazu, die Ehe als einen Schutzschild gegen die Versuchung des vor- und außerehelichen Geschlechtsverkehrs zu begreifen und als eine Quelle wechselseitiger Liebe, Barmherzigkeit und Friedlichkeit.

Die Deutsche Bundesregierung äußert am 19.12.2007 auf http://www.bundesregierung.de zum Migrationsbericht des Jahres 2006 (Maria Böhmer), dass schwere und schwerste körperliche Gewalt (besonders) gegen Mädchen und Frauen ein wichtiger Bereich sind, in dem die Einwanderer leider noch große Defizite zeigen: „Das Potenzial der Zuwanderer entwickeln. … So bleiben 40 Prozent aller ausländischen Jugendlichen ohne berufliche Qualifizierung. … Aspekte, die erfolgreicher Integration entgegenstehen: auf deutscher Seite etwa Fremdenfeindlichkeit, auf Seiten der Migranten Faktoren wie mangelnde Anerkennung der Gleichberechtigung von Frauen und familiäre Gewalt, insbesondere gegen Mädchen und Frauen.“

Real sind Prügel und Misshandlungen, doch Dr. Athar predigt von Liebe? Das ist ein Widerspruch, Islam aber bedeutet Klarheit. Wir brauchen eine fatwā. Und hier ist sie (Institut für Islamfragen), es rechtleitet uns der ägyptische Geistliche Ghalal al-Chatib, sein Name hat auch die Schreibweise al-Ḫaṭīb oder …

Galal al-Khateeb:

»Eins der Rechte des Ehemannes seiner Ehefrau gegenüber ist, sie zu züchtigen, wenn sie widerspenstig ist. Widerspenstigkeit heißt z. B.: Wenn die Ehefrau die gemeinsame Wohnung ohne Erlaubnis des Ehemannes verlässt; Wenn sie ihrem Ehemann im Ehebett [sexuell] nicht gehorcht; Wenn sie mit ihm auf ungute Weise umgeht, z. B., wenn er sie anspricht oder wenn sie Dinge, die er mag, nicht mitmacht. Dies alles sind Beispiele der Widerspenstigkeit. Das islamische Gesetz [arab. schari’a] bietet gegen eine widerspenstige Frau verschiedene Mittel der Züchtigung. … Das erste Mittel ist die Ermahnung. … Die zweite Züchtigungsstufe ist, sie zu verlassen. Einige [muslimische Schriftgelehrte] verstehen das Verlassen der Ehefrau als ein Verlassen des gemeinsamen Ehebettes. Andere verstehen dies als ein sexuelles Verlassen in dem Sinne, keinen sexuellen Umgang mehr mit ihr zu haben. … Was soll der Ehemann tun, falls die erste und zweite Züchtigungsmethode nichts bewirkt hat? Die Antwort ist: „Schlagt sie“ (Sure 4:34). … Der Ehemann darf sie nicht ins Gesicht schlagen; empfindliche Stelle am Körper der Ehefrau müssen beim Schlagen so vermieden werden, dass ihr keine Knochen gebrochen werden. Dazu darf ihr keine Verstümmelung ihrer Schönheit zugeführt werden, sei diese Verstümmelung im Gesicht oder an einer anderen Stelle ihres Körpers. Das Schlagen gilt als verboten, wenn es der Ehefrau Blutungen, Knochenbrüche, Verstümmelung oder einen blauen Flecken verursacht, weil die Menschen dadurch erkennen können, dass sie geschlagen wurde. … Das erlaubte Schlagen beinhaltet z. B. eine leichte Ohrfeige, ein etwas stärkeres Kneifen, ein leichter Schubs etc. Hauptsache ist, dass er sie dadurch spüren lässt, dass er sie erziehen möchte. Er soll ihr dadurch mitteilen: „Ich bin nicht zufrieden mit dir!“«

Die Ehe eine Quelle wechselseitiger Liebe, Barmherzigkeit und Friedlichkeit.

Was uns der Islam zu Homosexualität und AIDS sagt, ist Folgendes: Der Islam steht der Homosexualität grundsätzlich ablehnend gegenüber und bewertet sie als eine Sünde. Andererseits sind Muslimische Ärzte angewiesen, sich genau so mitfühlend um AIDS-Patienten zu kümmern wie um andere Patienten.

Wenn Gott Allāh die Homophobie heiligt, dürfte das perfekte Geschöpf Muhammad auch Homosexuellenhasser gewesen sein.

25. Wie sollen Muslime Juden und Christen behandeln?

Der Quran nennt sie das „Volk des Buches“, das bedeutet diejenigen, welche die göttlichen Schriften vor Muhammad erhalten haben. Muslimen ist aufgetragen, sie mit Respekt und Gerechtigkeit zu behandeln und nicht gegen sie zu kämpfen, es sei denn, sie würden feindselig handeln oder den islamischen Glauben lächerlich machen.

Wir dürfen das wohl so verstehen, dass Dr. Athar seine Damen und Herren Mitmuslime dazu ermuntert, Juden und Christen militärisch anzugreifen, sobald diese den Islam verspotten.

Muslime hoffen, dass Juden und Christen einst den Muslimen zum gemeinsamen Verehren Gottes beitreten werden und sich Seinem Willen unterwerfen. „Sprich, o Muhammad: o Volk der Schrift [Juden, Christen], kommt herbei, ein Abkommen zwischen uns und euch zu schließen, dass wir fortan keinen anderen verehren als Allāh und Ihm niemanden beigesellen, und niemand von uns stelle andere Götzen neben Allah. Und falls sie sich abwenden, so sagt: Seid Zeuge, dass wir diejenigen sind, die sich [Ihm] ausgeliefert haben“ (Quran 3:64).

Weltweite Islamisierung ist das Ziel, das ist auch die Hoffnung unseres medizinisch ausgebildeten Predigers. Wenn es kein lügendes Judentum (Schriftverfälscher) und kein fehlgeleitetes Christentum (Tradierer der gefälschten Schrift) mehr gibt, ist ein schönes Stück Gottesdienst verwirklich worden und die Erde Ort gesteigerter Sauberkeit, Reinheit und Gottgefälligkeit.

Hindus, Bahai, Buddhisten und den Angehörigen anderer Religionen sollten ebenfalls mit Liebe, Respekt und Verständnis behandelt werden, um sie zu den Empfängern der [geheiligten] ‚Einladungen zum Islam‘ zu machen.

Hindus, Bahai, Buddhisten und andere für das diskriminierende islamische Dhimmi-Dasein ungeeignete Frevler sollen also nur deswegen „mit Liebe, Respekt und Verständnis“ behandelt werden, um zum Islam zu konvertieren – eine andere Daseinsberechtigung gesteht ihnen unser predigender nordamerikanischer Doktor nicht zu.

Soweit Dr. Shahid Athar, der zwar seinen religiösen Führerschein noch nicht gemacht hat, sondern das Steuer für sein Seelenleben und Sexualleben den Herren al-Ghazālī und Ibn Taymiyya überlässt. Bleibt uns Weltbürgern nichts anderes übrig, als zu wünschen, dass Dr. Athar, der Englisch, Hindi und Urdu spricht, sich trotz aller Neigung zum Fundamentalismus täglich professionell als ein ganz hervorragender Mediziner und Endokrinologe erweisen kann.

Cees van der Duin

Zum englischsprachigen Text des Dr. Shahid Athar (Indianapolis, Indiana, U.S.)

http://www.islamfortoday.com/athar.htm

http://www.teachislam.com/content/blogsection/221/545/

Weitere erbauliche Texte des Mediziners (Innere Medizin, Endokrinologie) Dr. Shahid Athar. Über schariatreue Gesundheitserziehung, Jugenderziehung, Ehe, Sexualität

http://www.islam-usa.com/im20.html

Wo Herr Athar so tätig wird? Monastic Interreligious Dialogue, Nordamerikas Benediktiner und Zisterzienser

http://monasticdialog.com/search/index.php

Monastic Interreligious Dialogue kann interreligiösen Dialog. Dazu schreibt man in arabischer Kalligraphie »Es gibt keinen Gott außer Gott« in die Bildschirmecke und orakelt (wir üben noch) relativ islamfreundlich »Abraham was neither a Jew, nor a Christian, nor a Muslim – Abraham war weder Jude, noch Christ, noch Muslim«. Wenn der alte Abraham euch klerikale Lümmel erwischt, könnt ihr was erleben

http://monasticdialog.com/a.php?id=480

Nordamerikas Benediktiner und Zisterzienser lassen unseren Freund der Imam-Ehe über seine Begegnung mit dem Dalai Lama reden. Bei allen Göttern, wie nett!

http://monasticdialog.com/a.php?id=168

Dr. Shahid Athar ist seit mehr als zwanzig Jahren im interreligiösen Dialog (nas-)führend aktiv, etwa in der »Interfaith Alliance of Indiana (IAI)« seit dem Jahr 1992. Bei der IAI ist von methodistisch über jüdisch, katholisch, Bahai, Sikh, Unitarier, Brethren, Buddhisten und Muslime anscheinend alles vertreten, was im US-Staat Indiana gemeinschaftlich glaubt

http://www.interfaithindy.org/

CrescentLife.com – Muslimas in Nordamerika lesen al-Qaradawi und Harun Yahya

http://www.crescentlife.com/thisthat/feminist%20muslims/feminist_muslims.htm

Die Muslima als Entenküken?

CrescentLife.com zeigt den amerikanischen Entenküken und Musliminnen die sexualpädagogische Weisheit des Dr. Shahid Athar:

Wenn es nicht nötig ist, dem Entenküken beizubringen, wie es schwimmt, warum soll es dann nötig sein, dass Teenager Sexualkunde, Sexualaufklärung oder Sexualtechniken theoretisch erlernen, bevor derlei Kenntnis von ihnen erwartet wird?

If it is not necessary to teach baby ducks how to swim, why is it necessary for teenagers to be taught the education of sexual techniques before they are expected to engage in them?

http://www.crescentlife.com/articles/social%20issues/a_case_against_pornography.htm

Shahid Athar: „Schädliche Wirkungen von Nacktheit und Pornographie“ (Harmful Effects of Nudity and Pornography)

1. „Entwertung der Frauen. …“

Bei mancher Pornographie vielleicht allein im Bild und wahrscheinlich in der Porno-Industrie und ihrem Umfeld, doch bei schlichter Nackheit? Warum wird Pornographie und Nacktheit von dem islamischen Moralbringer Athar denn überhaupt in einem Atemzug genannt? Und was bedeutet das für unsere Städte: Die Burka rein und den Minirock raus, alles im Namen der Scharia-Moral? Das erinnert uns an Indonesiens neues Anti-Porn-Law, das die Jahrzehntausende alte knappe Kleidung der steinzeitlich geprägten männlichen und weiblichen Papuas ebenso bestrafen will wie die nacktschultrigen balinesischen Tänzerinnen der hochkulturellen religiösen Zeremonien oder die bäuerlichen Holzschnitzer mit ihren höchst phallischen Abwehr-Geistern und bizarr zeigefreudigen Fruchtbarkeits-Idolen.

Athar hält pornographisches Bildmaterial pauschal für eine „Entwertung der Frauen – Degradation of women.“ Das mag ja mal der Fall sein, doch ist auch das staatlich verhüllte Genital ein verstaatlichtes Genital, und genau darum geht es dem Scharia-Islam. Der mittelalterliche und im Mittelalter stecken gebliebene Islam, etwa derjenige von Ayatollah Chomeini oder den afghanischen Taliban, fordert Staatwerdung der Scharia (Eherecht, Familienrecht, Personenstandsrecht, islamische Kleidung) und vergrößert die keusch bedeckte Frau zum sicherheitspolitischen Risiko, vervielfacht die dämonische, unsichtbare Vagina zur politischen Vagina. Gegen die Auspeitschungen oder Steinigungen in den Golfstaaten und im Iran hat Dr. Athar nichts einzuwenden? Die aber sind es, auch die angeordneten Burkas und Kopftücher, die wir für eine „Entwertung der Frauen“ halten.

2. „Nacktheit zu erblicken desensibilisiert Männer und Frauen gegenüber normalen sexuellen Reizen. …“

Also am besten die Frau unter Tschador und Burka blickdicht verpacken, Herr Dr. Athar, das ist besser für den islamisch korrekten ehelichen Geschlechtsverkehr?

2. Watching nudity desensitizes men and women to normal sexual stimulus.

3. „Nacktheit und Pornographie … führt zu Verbrechen wie Drogen, Mord, Vergewaltigung, … Kindesmissbrauch …“

Aha, im Iran seit 1979, in Yemen, Saudi-Arabien und im Sudan gibt es keine Vergewaltigungen mehr? Nackte Frauen sind dort in der Öffentlichkeit doch wohl eher selten zu erblicken. Falls Kindesmissbrauch, Drogen und Vergewaltigungen in Riyadh und Teheran existieren, haben die Gesellschaften der Mullahs und Wahhabiten dann etwa einen zu hohen Porno-Konsum? Und wenn ja, wer ist daran schuld? Der Teufel, die Frau, der Jude oder der irgendwie weibliche und aus koranischer Sicht wohl auch ziemlich jüdische Teufel? Ist der Super-Muslim etwa nicht in der Lage, ein irgendwo erhältliches Porno-Heft einfach liegen zu lassen?

3. Nudity and pornography are an addiction that leads to other crimes including drugs, murder, rape, abduction, child molestation, and incest. …

http://www.crescentlife.com/articles/social%20issues/a_case_against_pornography.htm

Stichwort: ehelich Frauen prügeln:

al-Chatīb kennt den Koran Sure 4:34 „Schlagt sie“

http://www.memri.org/bin/latestnews.cgi?ID=SD222909

http://www.blinkx.com/video/wife-beating-in-islam-explained/mZDZHkbb6CG4QHTYsQzBhQ

al-Gum’a: Frau schlagen als Schutz der Familie

http://www.blinkx.com/video/wife-beating-in-islam-explained/mZDZHkbb6CG4QHTYsQzBhQ

Freitagspredigt vom 27. August 2004, ausgestrahlt auf Qatar TV, „Allāh will, dass wir die Frauen züchtigen“

http://www.blinkx.com/video/wife-beating-in-islam-explained/mZDZHkbb6CG4QHTYsQzBhQ

Buchrezension: Verschleierte Wirklichkeit

Juli 1, 2009

تحرير المرأة

taḥrīr al-mara’aḥ,

Die Befreiung der Frau,

(Buchtitel, Qasim Amin 1899)

Spezies Muslima

Zu: Christina von Braun, Bettina Mathes: »Verschleierte Wirklichkeit« (2007)

Jacques Auvergne

[Titel] »Verschleierte Wirklichkeit. Die Frau, der Islam und der Westen«

Da gibt es die Wahrheit, die aber ist euch verborgen. Wir, von Braun und Mathes, enthüllen euch diese Wirklichkeit. Ist das der Anspruch des Titels? Die Frau, der Islam und der Westen. Das Buch beansprucht, uns aufzudecken, was Frau ist (damit sicherlich auch, was Mann ist), wir werden im Folgenden sehen, ob dieser Anspruch annähernd eingelöst werden kann. Was qualifiziert eine Filmemacherin (von Braun) und eine Anglistin (Mathes), uns zu offenbaren, was Frau ist?

Der Islam und der Westen. Gegenüberstehend, einander wesensfremd? Wo ist die (universelle) Schnittmenge? Darf der Westen unislamisch sein beziehungsweise soll er islamisiert werden, soll der Islam verwestlicht werden oder soll er „rein“, unwestlich bleiben? Ist von Säkularisierungsprozessen überhaupt noch die Rede? Heißt Globalisierung Duldung von kalifatsähnlichen Strukturen?

Werden Ex-Muslime zu Wort kommen oder orientalische Christen oder orientalische Juden, kurdische Jesiden, iranische Bahá’í? Wer wird die Deutungshoheit zu „Islam“ haben, die Psychologin Wafa Sultan, die muslimischen Säkularen wie Necla Kelek oder Bassam Tibi, oder vielmehr die radikalen Islamisten von der Milli Görüş oder gleich von der Muslimbruderschaft?

11. Wir sind der Ansicht, dass die Geschlechterordnung das Terrain ist, auf dem das Unbewusste jeder Kultur am deutlichsten agiert.

Wir auch. Maßgabe sind allerdings universelle Menschenrechte, Gleichberechtigung von Mann und Frau, der Ungewissheitsvorbehalt der wesensgemäß vorläufigen Wissenschaft sowie der Wunsch nach einem Leben ohne Kulturrassismus und in möglichst gewaltarmer Weise.

Welcher Hohepriester deckt uns denn bitte die genannten „unbewussten“ Zusammenhänge auf? Papst, Scheich, Schamane, von Braun oder Mathis?

12. Zwangsheirat, Ehrenmord, Genitalverstümmelung. Dabei wird übergangen, dass diese Praxis zwar in islamischen Gesellschaften vorkommt, aber keineswegs ausschließlich in diesen. … Wenn ein Land wie Somalia eine Fatwa gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen anordnet, so ist diese Nachricht den westlichen Zeitungen kaum drei Zeilen wert.

Wir wissen, welchen Wert fatāwā (Fatwas) für die Rechtssicherheit eines Individuums im Allgemeinen und gegen die FGM (female genital mutilation) im Besonderen besitzen: Gar keinen.

Die Filmemacherin und Professorin Christina von Braun und die Anglistin und Germanistin Bettina Mathes werben hier indirekt für das vormoderne, misogyne Fatwa-Wesen des Scharia-Islam und Fiqh-Islam.

Leider haben von Braun und Mathis vom Islam keine Ahnung, denn der Scheich Nur Barhud Gurhan, er war es, der die legendäre „somalische fatwā gegen FGM“ erstellte, hat die Öffentlichkeit gezielt belogen, indem er behauptete, die FGM würde im Islam absolut verboten sein und einem Verbrechen von der Schwere eines Mordes gleichkommen. Islamische Scheichs indes sagen Nichtmuslimen nicht immer die Wahrheit.

Hohe und höchste islamische Geistliche der Kairoer al-Azhar wie der Rechtsgelehrte Dr. Muhammad Wahdan (al-Rai TV, 2006, bei MEMRI TV) forderten die zu Ägyptens Alltag gehörende Klitoridektomie oder Klitoriskappung, was den Schariaverteidigern von Braun und Mathes womöglich gleichgültig ist oder vielleicht auch unbekannt. Für Hanbaliten und Malikiten ist FGM (milde Sunna sprich Klitorisvorhautamputation oder nur ein wenig Amputation der Klitorisspitze, wir haben zu sagen: FGM) ehrenhaft, die schafiitische Rechtsschule (Indonesien, Malaysia, Kurdistan, Palästina) hält FGM („milde sunna“, khifadh / khafdh) für verpflichtend, arabisch sagt man zur heiligen Pflicht farḍ, farīḍa.

Der nur halbwegs Islamkundige sagt: „Ja, aber der Abenteurer Rüdiger Nehberg hat doch mit dem geachteten Hassprediger Yusuf al Qaradawi (Yūsuf al-Qaraḍāwī) die Fatwa gegen FGM persönlich auf den Weg gebracht und dank der sprichwörtlichen islamischen Toleranz sogar als ein unreiner Atheist den Segen der al-Azhar für seinen medienwirksamen Kampf gegen die FGM erhalten!“

Diese Nachricht war in der Tat derartig rührend, dass es im Blätterwald nur so rauschte und nahezu niemand mehr dem hoch anerkannten und israelhassenden islamischen Radikalen al-Qaradawi zuhörte, der genau differenzierte (Allāh denkt differenziert), dass man zwar die kleinen Schamlippen nicht länger entfernen möge und die großen zunähen, nein, dass man sich aber an den islamischen Grundsatz zu halten habe: „Schneide nicht so tief! Das ist schöner und stellt den Ehemann zufrieden.“ Scheich al-Qaradawi erklärt dem Rest der Welt, dass es Frauen mit übergroßer Klitoris gebe oder mit übermäßig starkem Sexualtrieb, und für die müsse eine islamrechtlich einwandfreie Einzelfallregelung der Klitoriskappung oder Klitorisamputation stets möglich bleiben (1)“

Sicherlich, Herr Rüdiger Nehberg hat seine Fatwa trotzdem bekommen, die orientalische Gastfreundschaft ist schließlich ebenso legendär wie die kunstvolle islamische taqqiyya. Und wer in den von Herrn Nehberg gesundheitspolitisch betreuten Stämmen der nordostafrikanischen Afar noch FGM macht, wird enthauptet – Tod der FGM.

Und in Europa stehen al-Qaradawi sowie die Azhar seit 2006 als angebliche Humanisten und FGM-Feinde ganz hoch im Kurs. Damit kann der Einfluss des Europäischen Fatwa-Rates (ECFR; geistliches Oberhaupt: Yūsuf al-Qaradāwī) beziehungsweise der afrikanischen Muslimbrüder (al-Ikhwān al-Muslimūn) ja ungehindert steigen und darum ging es.

Somalia? Der bei von Braun und Mathes ohne Quellenangabe erwähnte murmelnde Somalier ist Scheich und heißt Nur Barud Gurhan (auch: Scheikh Nur Barud) vom Ulema Council. Der Stellvertreter Allahs wetterte im Jahre 2003 gegen die Benutzung von Präservativen (2) und wollte Verstöße gegen das Kondomverbot nach dem geheiligten Scharia-Strafrecht mit der von Allahgott vorgesehenen öffentlichen Auspeitschung ahnden lassen.

Scheich Nur Barud äußerte sich 2005 gegen FGM. Und, was ist geschehen, meine Damen von Braun und Mathes? Nichts. FGM ist somalischer Alltag, ohne oder mit Fatwa. Der radikale Islam allerdings hat an Macht gewonnen und gleich einige Steinigungen vollzogen.

Derselbe Sheikh Nur Barud, den wir eurozentrischen Wirklichkeitsverschleierer nach von Braun und Mathes als Genitalverstümmelungsausrotter wertschätzen sollen, ist Gründungsmitglied und stellvertretender Vorsitzender der radikalislamischen, 1991 durch Anhänger der Union of Islamic Courts sowie der Muslimbruderschaft gegründeten Miliz Kulanka Culimada. Scheich Nur Barud Gurhan hat, um die gestörte gesellschaftliche Harmonie wiederherzustellen, also sozusagen in Notwehr, die Tötung aller somalischen Christen gefordert: „Das somalische Volk hat das Recht auf den dschihād. Wir werden alle Apostaten töten. Somalia ist zu hundert Prozent muslimisch. (3)“

Haben Sie Zweifel, ob der Sheikh Nur Barud, zu dem der christliche Blog somalisforjesusblogspot informiert, seine Drohung ernst meint? Möchten Sie trotz Lektüre von »Verschleierte Wirklichkeit« (2007) wissen, was die vollumfänglich installierte Gesetzesreligion mit Abtrünnigen macht?

2005 wurde der sein Menschenrecht auf Religionsfreiheit (New York 1948) wertschätzende Mansur Mohamed durch seine Landsleute und Anhänger der islamischen Miliz Hizbul Shabaab (auch: aš-šabāb, wörtl.: Jugend) unter Verlesung einer Sure aus dem Koran enthauptet. Mansur Mohamed wollte für sich eine Spiritualität nach Jesus von Nazareth der kriegerischen Ethik des Feldherrn Mohammed vorziehen. Muslime haben Furcht vor fitna und sorgen dafür, dass keiner aus der Reihe tanzt. Bitte Vorsicht, Sie sehen hier eine Scharia-Hinrichtung (4).

Entschleierte Wirklichkeit. Islamisches Recht.

13. Alle Formen des Fundamentalismus verbindet zumeist eine oberflächliche Kenntnis der heiligen Texte

Erbakan und al-Qaradawi hätten den Koran und die Hadithen nicht verstanden? Oder, nehmen wir diese als Textkenner, wären Milli Görüş oder Muslimbruderschaft nichtfundamentalistisch? Und was ist mit Nur Barud, den die beiden Autorinnen uns ans Herz legen, ist der fromme Beschneiderinnenbekehrer aus Mogadischu eher Analphabet oder eher weltbürgerlich?

Und überhaupt, sollen wir jetzt die „heiligen Texte“ immer genauer studieren, um uns gegenüber dem Fundamentalismus zu immunisieren?

Fundamentalismus ist fanatische Textkenntnis.

13. [Alle Formen des Fundamentalismus verbindet zumeist eine oberflächliche Kenntnis der heiligen Texte.] Dem Mörder des ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat wurde – erstaunlich genug – bei seinem Prozeß die Möglichkeit geboten, seine Tat theologisch zu begründen. Die Anhörung offenbarte eine bemerkenswerte Unkenntnis des Koran und seiner Auslegungen.

Der Mord an Muammar Anwar as-Sādāt wurde von Anhängern der Gruppe al-Jihad begangen, die aus der Jama’at Islamiyya (al-dschamā’a al-islāmiyya) hervorging. Diese ist, wie so viele radikalislamische, eine Staatswerdung der vollumfänglichen Scharia verlangende Terrorgruppen, in den siebziger Jahren aus der Muslimbruderschaft entstanden.

Anders als Filmemacherin von Braun und Anglistin Mathes, die einmal mehr beweisen, dass sie von Scharia oder Islam so gut wie nichts verstehen, kennen und verstehen die Autoritäten von Muslimbruderschaft, dschamā’a al-islāmiyya oder al-dschihād den qur’ān und die aḥādīṯ, (Hadithen, Plural von ḥadīṯ) äußerst genau, wie das Beispiel „Ich habe Pharao getötet!“, so sagte der erfolgreiche Attentäter, belegt. Nicht, dass diese Leute jedes Wort der Suren oder Hadithe kennen ist das Problem, das tun wir Islamkritiker schließlich auch, leider nehmen diese Leute den Koran wörtlich.

Fundamentalismus ist Wortgläubigkeit.

Präsident as-Sādāt wurde ermordet, weil sein Staat nicht ausschließlich nach der scharī’a regiert und verwaltet wird. Das sagten die Islamisten selbst und wir sollten diese frommen Herren sehr ernst nehmen. Alle, die das Wenige, was in Ägypten an säkularer und transparenter Verwaltung und Justiz aufgebaut worden ist, verteidigen möchten, wissen, dass die Attentäter die Islamische Gesellschaft wollen, das Kalifat.

Was oder wer hat von Braun und Mathes motiviert, zu behaupten, nach der Staatswerdung des Islamischen Rechts zu streben sei unislamisch? Hätten die Islamisten von al-Dschamā’a al-islāmiyya oder al-Dschihād wie der in den USA lebenslang im Gefängnis wohnende, blinde Kleriker ‚Umar ‚Abd ar-Raḥmān, hätten die beiden Attentäter an Präsident Sadat, die „frommen Soziokritiker“ Karam Zuhdi und Abdessalam Faraj in der Koranschule besser aufpassen sollen oder Ḥasan al-Bannā und Sayyid Qutb gründlicher studieren sollen, damit sie eben gerade keine säkularen Muslime („Pharao“) ermorden?

Und noch einmal: Die der Terrorgruppe al-Dschihad enstammenden, weltweit gesuchten Brüder Ayman Rabi‘ az-Zawāhirī und Mohammed Mohammed Rabi‘ az-Zawāhirī kennen die „heiligen Texte“ (Zitat von Braun / Mathes) nicht gründlich genug? Einen Korankurs für Osama bin Laden?

Selbst die gefährlich schariafreundliche Europäische Union behandelt die Dschamā’a al-islāmiyya richtigerweise als Terrororganisation. Und von Braun und Mathes verteidigen nicht nur die mittelalterlich-orthodoxe oder antimodern-radikalislamische Sexualpolitik mit seinem textilen Kerker namens hidschāb, sondern möchten den ägyptischen Herren Islamisten Nachhilfe in Korankunde geben, damit sie nicht so viele koranisch motivierte Morde begehen?

Der Ausweg aus jedem Fundamentalismus ist das Lernen, politische, sexuelle, ökonomische und religiöse Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit in sich und im Mitmenschen zuzulassen, für seine und zugleich für die politische, sexuelle, ökonomische und religiöse Emanzipation aller Mitmenschen einzustehen, Zweifel und Fragen in sich selbst und in der Öffentlichkeit immer neuen Raum zu geben sowie die Gegner der offenen Gesellschaft, die immer eine säkulare Gesellschaft ist, mit den Mitteln der freiheitlichen Demokratie in Schranken zu halten. All dieses wird durch Allahs wörtlich verstandene Pflichtenlehre ebenso erschwert wie durch kulturrelativistische, den fiqh und die scharī’a verkitschende Schriften wie die hier analysierte.

14. hervorragende Islamwissenschaftlerinnen … wie Fatimah Mernissi oder Nilüfer Göle

Entweder kennen Filmemacherin von Braun und Anglistin Mathes die den islamischen Fundamentalismus verteidigenden Schriften der Koranliebhaberin Mernissi oder der französischen Soziologin Nilüfer Göle nicht, oder wissen nicht, was Wissenschaft ist.

14. Was besagt eigentlich die Fülle von Schriften, die sich dem Orient widmen, über den Okzident?

Der gefährliche Dualismus Orient versus Okzident arbeitet dem Kalifat zu oder der demokratiehassenden NPD (Udo Voigt wallfahrtet zur Hizb ut-Tahrir) oder allen anderen, die daran Interesse haben, universelle Menschenrechte sowie bundesdeutsche, für jeden geltende Grundrechte (und Grundpflichten) zu verhindern. Christina von Braun und Bettina Mathes laden uns zu einem Sühneritual ein, bei dem „wir sozialdemokratischen Abendländer“ die „so ganz anderen Orientalen“ um Absolution für unsere ekklesiogenen Neurosen samt Kreuzzügen und Kolonialzeitgräueln bitten. Eines tun von Braun und Mathes nicht: Sich zur kulturellen Moderne zu bekennen, zu den universellen Menschenrechten von 1948 und gegen die Kairoer Erklärung der Menschenrechte von 1990, die den totalen Schariavorbehalt gebietet.

15. [Der Text des über den Kolonialismus forschenden französischen] Psychiaters Frantz Fanon: … „Jeder abgelegte Schleier … drückt auf negative Weise aus, dass Algerien beginnt, sich selbst zu verleugnen“ … erhält durch die Kopftuchdebatte eine überraschende Aktualität

Die weiblichen Kinder oder Enkelkinder islamisch geprägter Nordafrikaner sollen also für alle Zeit hidschāb tragen?

16. Wir teilen die Empörung über Zwangsheirat

Walī mudschbir.

16. Wir teilen die Empörung … über Klitorisbeschneidung

„Eine Beschneidung macht die Mädchen, bei denen sie erforderlich ist, keusch, würdig und rein“, weiß Dr. Mohammed Wahdan, Dozent an der al-Azhar-„Universität“ in Kairo.

Warum kritisieren von Braun und Mathes denn unsere islamischen, die Frauenbeschneidung fordernden Autoritäten wie Herrn Dr. Wahdan nicht vernehmbar? Meinen die beiden das „wir teilen die Empörung“ überhaupt ernsthaft?

Und der Islamgelehrte ‚Omar al-Khatib redet vor der Kamera:

“Ja ein bisschen, nicht zuviel, maßvoll und im Einklang mit den religiösen Traditionen, ja! Auch sollte die Öffentlichkeit nicht so viel darüber reden, das ist doch ein familiäres Thema und ein Thema des lokalen Volksbrauchtums. Ja, sage ich, soweit die islamischen Rechtsschulen die Frauenbeschneidung oder Mädchenbeschneidung gutheißen, so weit ist sie gut, mehr wäre natürlich nicht gut. Und Allah weiß es am besten.”

198. [Film »Submission«] Wir wollen … den beiden Autoren [Theo van Gogh und Ayaan Hirsi Ali] nicht unterstellen, absichtlich einen religiös inspirierten Pornofilm gedreht zu haben mit dem Ziel, den Islam zu erniedrigen.

Über religiös inspirierte Pornofilme würden wir gerne etwas Genaueres wissen. Submission ist kein Pornofilm.

[s. o.] mit dem Ziel, den Islam zu erniedrigen

Haben van Gogh und Hirsi Ali das denn getan, haben sie den Islam erniedrigt? Fordern von Braun und Mathes uns hier auf, künftig den Islam nicht zu erniedrigen? Sondern erhaben bleiben zu lassen? Oder zu erhöhen? Und wer Islamkritik übt, verschuldet seine Hinrichtung? Christina von Braun und Bettina Mathes begeben sich auf die Stufe der Komplizenschaft zu Mohammed Bouyeri, indem sie sagen:

198. Der Film hat … teil heftigen, teils gewaltsamen Protest ausgelöst und zur Ermordung des Filmemachers geführt.

Als ob Gewaltsamkeit nicht auch heftig wäre.

„Der Film hat zur Ermordung des Filmemachers geführt“ – das stimmt nicht, die der Gottheit geweihte Hinrichtung durch den die marokkanische und die niederländische Staatsangehörigkeit besitzenden muslimischen Attentäter Herrn Bouyeri hat zu dem Mord geführt. Der Pistolenschuss und die Messerstiche haben zum Mord, zum Tod geführt, nicht der Film.

Am 2. November 2004 schoss Bouyeri nach längerer radikalislamisch-mentaler und kriminell-organisatorischer Vorbereitung auf den gerade mit dem Fahrrad zur Arbeit fahrenden Filmemacher und stieß ihm ein nepalesisches Kukri-Kampfmesser (Khukuri) in den Körper sowie ein zweites, kleineres Messer. Am zweiten Messer hatte der Islamist sein Bekennerschreiben, den Drohbrief gegen Ayaan Hirsi Ali befestigt, wie ihn Cees van der Duin ins Deutsche übersetzte und kommentierte, zu lesen als Nummer 067. auf dem Blog Sägefisch (6).

Zwei Personen üben die Tätigkeit des Filmemachens aus, die laut Klappentext 50 Filmdokumentationen angefertigt habende Christina von Braun und der niederländische Regisseur Theo van Gogh, der sechs von seinen 19 fertig gestellten Filmen selbst finanziert hatte.

Die Professorin am kulturwissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin von Braun empfiehlt uns ihr islamverteidigendes Verhalten als nachhaltig, als survival of the fittest? So geht man eben mit dem so ganz anderen Islam um, islamkritisch van Gogh, islamfreundlich von Braun, ist das hier das Lernziel?

200-201. [Der islamkritische Film »Submission«] Was erfahren wir in dieser Sequenz über den Islam? Sollen wir glauben, im Islam gehorche das Beten den Regeln der Peepshow? Sollen wir glauben, im Gebet biete sich die Muslimin Gott als sexuelle Ware an?

Selbstverständlich ist die Gottheit aus Sicht eines scharfen Religionskritikers ein seitens des Betenden erhoffter Spanner. Man nennt das auch Atheismus. Im orthodoxen Islam ist öffentliche Gotteslästerung leider ein todeswürdiges Verbrechen, wir haben vom fundamentalistischen Islam Änderung zu verlangen, nicht vom seine Meinungsfreiheit nutzenden Atheisten. Was von Braun und Mathes uns angesichts rasch beleidigter Muslime dringend empfehlen, ist die Zensur.

Religion ist stets total, repressive Religion wie der Islam totalitär, und der Islam ist dabei auch noch extrem sexualisiert. Der bei drohender Höllenstrafe von genau einzuhaltenden Zwangshandlungen (Waschungen und vieles mehr) zu begleitende eheliche Sex ist im Islam geradezu ein Akt des Exorzismus.

Nach der Scharia hat die Ehefrau hat ihrem Mann jederzeit sexuell zur Verfügung zu stehen, indem sie mit ihrem Leib das von Allahgott vorgesehene Objekt der geheiligten Triebabfuhr willig verkörpert und indem sie ihren Uterus dem Schlafzimmerkalifat, der patriarchalischen, sie eingekauft habenden (Brautpreis) muslimischen Sippe und der imaginierten islamischen Weltgemeinschaft in eine geheiligte Söhnchenfabrik zu verwandeln zulässt. Eine sexuelle Gehorsamsverweigerung seitens der Frau ist ein Akt der Auflehnung gegen Allāh, ist Apostasie, bringt sie in die eingebildete Hölle und gestattet ihrem Ehemann, Prügelstrafe auszuüben. Das ist Sex für die Ehefrau im Scharia-Islam, auch das gehört zum Gebet der orthodoxen muslimischen Ehefrau, und genau diesen vormodern sexualmagischen, barbarisch obszönen, frauenentrechtenden Status der Frau in Koran und ḥadīṯ kritisiert der gut gemachte, sehenswerte Film »Submission«.

Wer Muslimas und Muslimen, wer den Töchtern und Söhnen, Enkelinnen und Enkeln orthodox islamischer oder antimodern-islamistischer Familien den Zugang in die kulturelle Moderne eines spirituell, sexuell und sozial selbstbestimmten Lebens verbauen will, wirbt allerdings gegen den islamkritischen Film, gemeinsam mit den beiden Autorinnen. Was derlei Kulturrelativismus mit Gleichberechtigung der Frau und Feminismus zu tun haben soll, versuchen von Braun und Mathes uns Bedürftigen auf 435 Seiten engagiert zu vermitteln.

Das war ein Scherz, die beiden Autorinnen fordern lediglich, dass jede deutsche Muslima nach einer von uns gefälligst mental und politisch zuzulassenden, sexualmagisch und fundamentalistisch orientierten Seinsweise der Verhaltensüberwachung durch das muslimische Kollektiv leben darf. Kürzer gesagt: Christina von Braun und Bettina Mathes fordern die Rechtsspaltung, das auf muslimische Familien begrenzte Sonderrecht der Scharia. Das eingewanderte (Importbraut) oder zum Polit-Kult hin konvertierte Exemplar der „Gattung Islam-Weib“ wird zur Verfügungs- und Manövriermasse der geheiligten europäischen Macho-Bünde. Die islamisierten „freien, gleichberechtigten“ Frauen sollen im Namen der Kulturwissenschaft (Berliner Humboldt-Universität) und Solidarität (Gewerkschaften; SPD; Kirchentage) aus der offenen Gesellschaft abgedrängt werden in eine sich zunehmend abschottende Apartheid der Gegenmoderne. Allahs xx-Chromosom wird biologisiert. Spezies Muslima.

227. …die kopftuchtragende oder verschleierte Muslimin muß beinahe zwangsläufig provozieren, denn sie vertritt »eine Position, die ohne Umschweife die Verschiedenheit der Geschlechter betont«425 – dies aber nicht als Hindernis für ein emanzipiertes Leben oder die Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit sieht.

Der Mann im Islam hat die Entscheidung über den Wohnort der Familie, das Aufenthaltsbestimmungsrecht über die Kinder, Kinder gehören ihm beziehungsweise seiner Sippe, er kann sich eine Zweit- oder Drittfrau dazukaufen, er kann die dann sozial verachtete und an Gesundheit und Leben gefährdete Frau verstoßen, er darf die Frau nach Yusuf al-Qaradawi zum Tragen des Kopftuches zwingen, er darf die widerspenstige oder potentiell ungehorsame Frau schlagen. Wie eine derartig muslimisierte Frau allerdings jetzt noch „emanzipiert leben“ kann oder was eine solche sakrale Frauenentrechtung mit „Geschlechtergerechtigkeit“ zu tun haben soll, dass wissen nur von Braun, Mathes, Mohammed und Allahgott.

Einen Vorteil haben Tschador und Burka: Unter dem Stoff sieht man die blauen Flecken nicht. Das ist leider kein Witz.

Der Vater im Islam oder der Vater des Vaters kann seine Tochter beziehungsweise seine Enkelin als wali mudschbir, Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang, in erster Ehe auch gegen deren Willen verheiraten.

Sofern die Autorinnen nicht durch schwachen Geist oder ausgeprägte Unfähigkeit zur Empathie vorherrschend geprägt sind, gibt es jetzt drei Möglichkeiten: Entweder kennen von Braun und Mathes die Scharia sprich den Islam nicht, oder, zum Zweiten, sie ermuntern uns, derlei Kulturbereicherung zumindest vorübergehend zu dulden und auf rasche Selbstauflösung der Scharia und baldige Angleichung (Assimilation) der islamischen Sexualpolitik an die universellen Menschenrechte zu hoffen. Oder, zum Dritten, sie arbeiten für die Vertiefung und Ausweitung des islamischen Rechts in Europa sprich gegen das Grundgesetz.

230. [Überschrift Kapitel V] Orient und Okzident: Zwei Wissensordnungen

China nicht vergessen bitte, direkt die dritte Wissensordnung, der Chinese-an-sich, ist er nun Konfuzianer oder Staatskommunist, jedenfalls ethnokulturell reinrassig, ach was, lasst uns als Peking-Kommunisten die Konfuzianer ausrotten, das ist dann Wissenssystem und Recht auf Selbstbestimmung. Und der spezifische Inder, auch dieser Antiimperialist darf im Falle seiner Einwanderung hier in Europa nach dem Kasten-System leben und ist, bei Lichte besehen, erst dann glücklich, wenn ihm die Kolonialmacht nicht länger verbietet, die satī, die Witwenverbrennung durchzuführen. Mein Kollege stammt aus Neuguinea, sein Großvater war noch authentischer Papua und völlig enkulturiert in die Tradition und zugleich Religion, seinen Feinden einen von einer Bogensehne schnellenden, federgeschmückten Holzpfeil in den Leib zu befördern, allerdings nur in den Rücken zu schießen, denn die Wissenskultur der Papuas ist an den Werten der Vorsicht und der kulturellen Nachhaltigkeit ausgerichtet.

Wissensordnung neben Wissensordnung! Wenn sich Deutschland und Europa auf derlei „Toleranz“ einlassen, wird unsere Gesellschaftsform rasch und für lange ungefähr so kohärent sein wie Anatolien 1915, Südafrika 1970 oder Jugoslawien 1995.

231. Es waren islamische Herrscher, die im Laufe des 7. und 8. Jahrhunderts in den von ihnen eroberten Gebieten … Schulen und Universitäten gründeten.

Schulpflicht für Mädchen Fehlanzeige, für von Braun und Mathes aber alles kein Problem. Dass in den angesprochenen Lernorten des kulturellen Rassismus (dhimma) das betrieben wurde, was wir heute Volksverhetzung nennen, ist den „toleranten“ Autorinnen nicht so wichtig. Die Dhimmis wurden geheiligt diskriminiert, waren täglich mit Missachtung zu strafen. Der orthodoxe Islam fordert von jedem Muslim, den angetroffenen Nichtmuslim die vorweggenommene Höllenstrafe spüren zu lassen, ihn vom Weg abzudrängen, ihn keine neuen Gotteshäuser bauen zu lassen, im die kulturrassistische Strafsteuer (dschizya) aufzuzwingen, ihm die Lektüre des kulturrassistischen islamischen Rechts zu verwehren.

Der moralisch minderwertige dhimmī ist mit dämonischem Ekel zu befrachten und daher als nādschis zu bezeichnen, das bedeutet, als so widerlich unrein wie Fäkalien zu empfinden. Kopftuch ist der Ausweis auf (prekäre, labile) Reinheit des islamisierten Weibes, Kopftuch ist das unsäglich arrogante Zeichen der Reinen.

Der gelehrte Kulturrassist und islamische Sufi al-Ghazali (Abū Ḥāmid Muḥammad bin Muḥammad al-Ġazālī) studierte die griechischen Philosophen in der Tat – um ihren „verhängnisvollen Einfluss“ zu vernichten. Die vorislamische Vergangenheit zu studieren, um sie zu zerstören, das ist al-Ghazali, dessen Befehl neun Jahrhunderte später, am 12. März 2001 und mit Dynamit an den Statuen von Bamyan folgerichtig umgesetzt wurde. Die außerislamischen Kulturen studieren zu lassen, um fromme Kämpfer (dschihād) gegen eben jene als teuflisch (bid’a, schirk, kufr) diffamierten nichtislamischen Lebensweisen und Lebensentwürfe zu motivieren, das ist „islamische Universität“, und in der Tat wäre hier auch die Kairoer Azhar zu nennen:

231. In der Kairoer Hochschule Al-Azhar wird seit mehr als tausend Jahren ohne Unterbrechung gelehrt und geforscht.

Dort wird gelehrt, ja, auch auf dem zumeist Heiliger Berg (Άγιον Όρος, Ágion Óros) genannten Athos (Άθως, Àthos) wird seit einem guten Jahrtausend unterrichtet. Der Sitz der tibetischen religiösen Autorität, der Potala in Lhasa, dürfte älter sein und tibetische Buddhisten studieren gründlich. Dass jemand alte arabische Handschriften (kritisch) untersucht oder ordentlich Arabisch lernt wäre gar nicht schlecht. Leider fühlt sich die Azhar der Scharia und dem Fiqh verpflichtet und ist folglich zu einer historisch-kritischen Methode unfähig. Damit aber herrscht de facto Zensur und keine Universität.

Die Islamgelehrten der auch geistig dem Mittelalter entstammenden „Blühenden“, das heißt al-Azhar wörtlich, haben auch heute teilweise sehr reaktionäre Ansichten. Fiqh (Scharia-Jurisprudenz) ist frauendiskriminierend, Nichtmuslime entrechtend und dazu leider noch nicht einmal modernisierbar. Nichtmuslime dürfen an der „Blühenden“ nicht studieren, das ist religiöse Apartheid, jedenfalls keine Schule oder Hochschule im Sinne von Platon oder im Geiste der immerhin fünf Jahrhunderte alten Studia humanitatis. Der Geist der Renaissance, der Humanismus, fordert die Würde des – jedes – Menschen und dessen Recht auf Leben.

Im orthodoxen Islam aber hat der hörbar bekennende Gegner der islamischen Pflichtenlehre das Recht auf seinen herbeigeführten Tod. Auf irtidād oder ridda, Apostasie, folgt nach dem spezifisch islamischen Konzept von Sozialverantwortung, Notwehr und Bewahrung vor weiterer Umweltverschmutzung die einem Sakrament gleichkommende Tötung des Angreifers (Islamkritikers) anhand der Definition der Grenze zur Beleidigung Gottes (die hudūd-Vergehen, wörtlich Grenzverletzungen, Sg. hadd). Am 23. September 1978 beschied der Fatwa-Rat der bei von Braun und Mathes so gerühmten al-Azhar zur Frage des Rechts auf Leben eines aus Allahgottes Sicht gesund erzogenen sprich naturreligiös (muslimisch) sozialisierten Ägypters. Der Ägypter hatte eine Deutsche geheiratet und war zum Christentum übergetreten. Da will seine besorgte Familie doch wissen, wem die Kinder des verlorenen Sohnes vom Nil gehören (Allahgott natürlich). Die Azhar antwortete:

„Alles Lob gebührt Gott, dem Herrn der Welten. Segen und Friede sei mit dem Siegel der Propheten, unserem Herrn Muhammad, seiner Familie und allen seinen Gefährten. Hiermit erteilen wir Auskunft: Da er vom Islam abgefallen ist, wird er zur Reue aufgefordert. Zeigt er keine Reue, wird er islamrechtlich getötet. Was seine Kinder betrifft, so sind sie minderjährige Muslime. Nach ihrer Volljährigkeit, wenn sie im Islam verbleiben, sind sie Muslime. Verlassen sie den Islam, werden sie zur Reue aufgefordert. Zeigen sie keine Reue, werden sie getötet. Und Gott der Allerhöchste weiß es am besten. Der Vorsitzende des Fatwa-Ausschusses in der Azhar. Datum: 23. September 1978; Siegel mit Staatswappen: Die Arabische Republik Ägypten. Al-Azhar. Der Fatwa-Ausschuss in der Azhar.“

Das aus der Sicht der Scharia erbauliche Traktätchen »Verschleierte Wirklichkeit. Die Frau, der Islam und der Westen« erschien 2007 und lobt die Weisheit, Frauenfreundlichkeit und Glaubenstiefe der Azhar. Im selben Jahr äußerte sich die tief gläubige (radikalislamische) Muslima Frau Souad Saleh, immerhin Dekanin der keusch (geschlechtergetrennt) organisierten Frauenabteilung der islamisch-frommen (barbarischen) Azhar über einen fünfundzwanzigjährigen Ägypter namens Mohammed Hegazy. Hegazy war vom Islam zu den traditionellen Christen (Einwohnern) Ägyptens von der koptischen Kirche übergetreten und damit murtadd, Apostat (zu arab. ridda, Apostasie). Universitätsdekanin Saleh forderte islamrechtlich einwandfrei, Herrn Hegazy zu töten. Naja, Souad Saleh ist nur eine halbe Person (Frau), mögen Kenner des Islam sagen. Scheich Youssef al-Badri vom Zentrum für Barbarei (islamische Universität) der Azhar wird um Auskunft gebeten. Christina von Braun und Bettina Mathes verneigen sich tief, der Scheich wird bestimmt tolerant sein, Islam ist Friede und Antiimperialismus!

War nichts. Auch Scheich al-Badri will dem Fünfundzwanzigjährigen in ernsthafter Atmosphäre (islamische Kulturpädagogik) den Kopf vom Körper abtrennen lassen. Herr Schäuble, mehr Dialog!

Aus Angst, getötet zu werden, lebt Mohammed Hegazy irgendwo im Untergrund. Mittlerweile sind seine Anwälte verhaftet worden, denn einen Apostaten zu verteidigen ist Beihilfe zum Staatsterror.

Die al-Azhar will FGM. Wir finden das ganz schlimm. Frau von Braun und Frau Mathes finden die Azhar gut.

Alles eine Frage der Wissensordnung.

356. »Wohin erziehen wir unsere Kinder, wenn wir die Auffassung vertreten, daß sie nicht in der Lage sind, mit dem unterschiedlichen (auch religiös bedingten) Äußeren verschiedener Menschen (das ihrer LehrerInnen eingeschlossen) umzugehen?, fragt die in Berlin ansässige AG »Muslimische Frau in der Gesellschaft«.744

Die erwähnte „AG“ (Muslimische Frau in der Gesellschaft) bzw. Fußnote 744 verweist auf (muslimat-berlin, inzwischen automatische Weiterleitung zu nafisa.de) die zum Islam konvertierten Frauen Nina Mühe (sie betreibt auch: „ninainkairo.wordpress“, Januar 2009 unternahm sie einen Ausflug in den Gaza-Streifen), Silvia Horsch („al-sakina.de“), Kathrin Klausing („musafira“) (7). Die drei frommen Berliner Damen sind sexualpolitisch aktiv, wie der von ihnen betriebene erhebliche Kopftuchkult veranschaulicht (8).

Des Weiteren verlinkt man dort zu Amir Zaidan vom Islamologischen Institut, Zaidan ist Mitverfasser der widerlichen Kamel-Fatwa und steht nach eigener Aussage dem Gedankengut der Muslimbruderschaft nahe, woran wir gar keinen Zweifel haben. Mühe, Horsch und Klausing verlinken ferner zur GMSG, dort strahlt uns ein Tagungsplakat mit dem Konterfei von Tariq Ramadan, Nadeem Elyas und Ali Kızılkaya entgegen. Die GMSG gibt recht radikale islamische Texte in einer eigenen Buchreihe heraus, wo Murad Hofmann, Bd. 8, und Ibrahim el-Zayat, Bd. 11, zu Wort kommen dürfen und Irmgard Pinn sowie Abdurrahman Reidegeld nicht fehlen.

Christina von Braun und Bettina Mathes empfehlen also, wenn sie vom islamischen Blickwinkel reden oder uns auf kompetente Deutung des Islam hinweisen, das dichteste Umfeld der Muslimbruderschaft.

Ach ja, diese zwei Wissensordnungen.

Die Filmemacherin und die Anglistin stellen sich indirekt hinter Fereshta Ludin und deren Kampf für die Zulassung des Lehrerinnenkopftuchs, die eben zitierte Frage („Wohin erziehen wir unsere Kinder“) nämlich soll aus der Zeit der Klage der prominentesten Kopftuchklägerin stammen und sich ausdrücklich auf Ludin beziehen. Leider nennen von Braun und Mathes keine Quelle, doch der Brief wurde im Jahr des Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Kopftuchstreit, 2004, auf der Seite der SPD Baden-Württemberg abgedruckt. Dort (Kapitel 9) wird leider ebenfalls nicht persönlich unterzeichnet, sondern als die bei von Braun und Mathes lobend erwähnte „AG Muslimische Frau in der Gesellschaft; DMK e.V.); Drontheimer Str. 16, Berlin“ (9).

Die Autorinnen berufen sich also auf den »Appell muslimischer Frauen an die PolitikerInnen Deutschlands. Und: Und 12 wichtige Aspekte zur Debatte über „das Kopftuch“ und muslimische Frauen«, genannt ist ferner ein Verein namens Deutschsprachiger Muslimkreis Berlin (DMK). Der DMK (www.dmk-berlin.de) nennt keinen Ansprechpartner namentlich, sondern versammelt viele Berliner Moscheegemeinden und islamische Vereine. DMK verlinkt zu muslimehelfen.org (Ahmad von Denffer) und, an prominenter Stelle, zu Islamic Relief Deutschland (Gitschiner Straße, Berlin, nebenan residiert Verein Inssan), die der internationalen Islamic Relief Worldwide (IR) zugehört.

Islamic Relief Worldwide (IR), man verwechsele es nicht mit „International Islamic Relief Organization“, wurde 1984 von Dr. Hany el-Banna (Hany Abdel Gawad el-Banna) in Birmingham gegründet und versteht sich als islamische Organisation der Entwicklungshilfe. Das IR hat sich der Schirmherrschaft der Kairoer Azhar unterstellt, sammelt weltweit sozusagen überall milde Gaben für humanitäre Zwecke und ist Geheimdiensten in Großbritannien durch die spendensammelnde Person eines ehemaligen Anwerbers für den militärischen Dschihad (10) und in Russland durch eine mögliche Nähe zum tschetschenischen Terrorismus (11) aufgefallen.

Ob Dr. Hany el-Banna mit diesem Herrn Hani al-Banna von Muslim Aid identisch ist? Auch dort ist Ahmad von Denffer mitverantwortlich (12). IR arbeitet weltweit, Dr. al-Banna berichtet aus seinen persönlichen Besuchen im von der Tsunami-Naturkatastrophe heimgesuchten Südostasien, namentlich in der Provinz Banda Aceh, die inzwischen die vollumfängliche Scharia (eben auch im Strafrecht) installiert bzw. aktiviert hat.

Deutschlands berüchtigste und toleranteste Integrationsbeauftragte heißt Barbara John. Mensch heißt auf Arabisch insan. Wie nett. Menschenfreundin John sitzt im Beirat vom Verein »Inssan«. Der Verein steht der Muslimischen Jugend Deutschlands (MJD) nahe, zwei Inssan-Vorstandsmitglieder waren einst bei der MJD führend tätig.

Im Auftrag von »Europe Trust« (Muslimbruderschaft) kaufte Ibrahim el-Zayat, Chef der IGD, die als der deutsche Arm der Muslimbruderschaft gelten kann, für den eher winzigen, vierzig meist studentische Mitglieder umfassenden Verein Inssan (immer gerne dabei: die ehemalige Ausländerbeauftragte des Berliner Senats, Barbara John) das Gelände für eine in Berlin-Neukölln (Pflügerstraße) aufzubauende Moschee. Gesammelte Spenden und Schenkungen aus den Golfstaaten würden die Finanzierung decken. Vor dem Verwaltungsgericht scheiterte das für ein Wohngebiet als zu groß befundene Projekt im Juni 2007. Also plante Inssan in Berlin-Charlottenburg (Keplerstraße) in den Jahren 2007 (Bauantrag) bis 2009 (Baubeginn? Hoffentlich nicht) die Errichtung einer

Moschee für 700 Gläubige. Leicht ersichtlich, dass vierzig Studenten eine so große Moschee nicht selbst bezahlen können. Angeblich soll es also wieder mit einem Drittel Spenden, zwei Dritteln arabischer Finanzierung vonstatten gehen.

In der Bürgerinitiative »Menschen am Mierendorffplatz« haben sich zivilcouragierte und weitblickende Berliner zusammengefunden, um mit den Mitteln des freiheitlich demokratischen Rechtsstaates nicht gegen einen orientalischstämmigen Monotheismus und schon gar nicht gegen Deutschlands Einwanderer, sondern gegen einen der antimodernen Muslimbruderschaft nahestehenden Verein anzugehen und um den Inssan-Moscheebau zu verhindern. Die Bürgerinitiative bekundet ihre säkulare, humanistische und demokratische Sicht auf eine radikalislamische Haltung selbst gewählten Fremdheit in einem lesenswerten Positionspapier (14). Auch das Flugblatt könnte der Mehrheit der am Ort wohnenden Menschen einleuchten, von denen eben die meisten das Grundgesetz wollen und nicht die Scharia (15). Viel Erfolg!

Die MJD betreibt den Verlag Green Palace und verlegt dort die Schriften des ranghöchsten europäischen Nadelstreifenislamisten Tariq Ramadan (Die Muslime im Westen. Aufbauen und Mitgestalten) sowie die Bücher des bei vdmev.de ins Deutsche übersetzten türkischen Fundamentalisten Mustafa Islamoğlu (16), außerdem sind über Green Palace Bücher des Ahmad von Denffer, des „Islamologen“ Amir Zaidan (Kamel-Fatwa) und des Vordenkers des weltweiten Islamismus Sayyid Qutb (1906-1966) erhältlich.

Qutb, Autor von »Meilensteine«, hatte den Begriff der dschahiliyya, der eigentlich eher schlicht die vorislamische Epoche meinte, streng auf die Tagespolitik bezogen und religiös aufgeladen, gewissermaßen als das teuflische, auszulöschende Heidentum des Kapitalismus, des Materialismus und der Demokratie. Sayyid Qutb forderte die Souveränität nicht des Volkes, sondern Allahgottes: hakimiyyat allah. Nach Studium an der Azhar und sechzehnjähriger Arbeit für das ägyptische Bildungsministerium nahm er erst nationalistische, dann radikalislamische Standpunkte ein. Zwei Jahre lang lebte er in den USA, in denen damals noch die schreckliche Rassentrennung galt, vor der auch er betroffen war. Nach einem Attentatsversuch vielleicht unklarer Täterschaft auf Präsident Nasser (1954) wurden zahlreiche Muslimbrüder verhaftet und gefoltert, auch Qutb. In Gefängnishaft schrieb er die Werke Fi zilal al-Qur’an (Im Schatten des Koran) und Ma’alim fi-t-tariq (Zeichen auf dem Weg). Das letztgenannte Buch, je nach Übersetzer auch „Wegzeichen“ oder „Meilensteine“ genannt (englisch „Signposts Along the Way“ oder schlicht „Milestones“ entstand in seiner Haftzeit und wurde mehrfach vom ägyptischen Staat verboten.

Es ist genau dieses radikalreligiöse Denken, wie Qutb es mit seiner dschahiliyya-Konzeption pflegte, das dem erwähnten (islamkundigen) Benennen des Präsidenten Sadat als „Pharao“ seitens des Sadat-Mörders zugrunde liegt, vgl. zu Seite [13].

Die berühmte Kopftuchklägerin Fereshta Ludin war in den Jahren vor (!) dem Prozess auf deutscher Bundesebene Vorstandsmitglied (1997-1999) der MJD. Die Autorinnen von Braun und Mathes berufen sich auf Ludin und, in vielleicht bezeichnend versteckter Weise (Fußnote, keine Personnennamen), auf die (namentlich ebenso wenig signierte) bereits erwähnte, in der Drontheimer Straße 16 ansässige Arbeitsgemeinschaft. Diese AG „Muslimische Frau in der Gesellschaft“ teilt sich, vielleicht ja aus Kostenbewusstsein, das Haus mit der Organisation Islami Tahrik beziehungsweise Bilal-Moschee. Manchmal wird für Bilal-Moschee auch Hausnummer 3 genannt.

Die Seite von Bilal-Moschee und Verein „Islami Tahrik Berlin e. V.“ (www.islamitahrik.de) ist in Arabisch und Englisch gehalten, Location Germany, Drontheimer Str. 16. Ob sie sich wirklich der weltbekannten al-ichwān al-muslimūn, der 1928 von Ḥasan al-Bannā gegründeten Muslimbruderschaft verbunden fühlt, können uns Christina von Braun und Bettina Mathes doch sicherlich beantworten. Die Mutterarmee ungezählter kleiner Terrormilizen, von der unmittelbaren Tochterorganisation Hamas (Israel und Palästinensergebiete) bis zur ägyptischen al-Dschamā’a al-islāmiyya und von der Gruppe Al-Dschihad (Tanzim Al-Jihad, Ägypten) bis zur tunesichen en-nahda und zur algerischen FIS, diese eindrucksvolle Muslimbruderschaft wäre in einem 435 Seiten starken Werk über die Frau im Islam, einem Werk, an dem Hasan al-Banna und Sayyid Qutb seine Freude gehabt hätten, doch durchaus der Rede wert gewesen. Warum diese Schüchternheit, meine Damen? Welche Wirklichkeit wollen Sie uns verschleiern?

Wikipedia setzt im Juni 2009, unter Bilal-Moschee, ein unauffälliges „(MB)“. Noch zur Drontheimer Straße, denn nebenan residiert das Interkulturelle Zentrum für Dialog und Bildung, IZDB, (Drontheimer Straße 32a), an welcher der 1979 in Deutschland geborene, sittenstrenge Hassprediger Ferid Heider („Es ist nicht normal, dass Mädchen und Jungen zusammen ins Kino gehen“) arbeitet und das gelegentlich auf Kosten des deutschen Steuerzahlers. Ferid Heider (17), Sohn einer polnischen Mutter und eines irakischen Vaters, wünscht, dass alle muslimischen Kinder auch in der Schule beten (18), was mir zur säkularen Arbeitswelt wenig zu passen scheint und was ein System der Bespitzelei, der geheiligten Einschüchterung der Betverweigerer und Nichtmuslime, der permanenten Mädchenkontrolle nach sich ziehen würde und was die erstrebenswerte, oft ohnehin prekäre Klassengemeinschaft endgültig in das zwischen Gläubigen und Ungläubigen spaltende Klassenzimmerkalifat verwandeln müsste.

Ferid Heider meinte sinngemäß: „Ich vermag keinen Gegensatz zwischen dem deutschen Grundgesetz und unserer Religion zu sehen“, und: „Es gibt religiöse Grenzen der Redefreiheit, man darf die Religion nicht in den Schmutz ziehen“ (19).

Irgendetwas läuft falsch zwischen Integration und Scharia, Grundgesetz und Kalifat. Partnerverein des IZDB ist das Islamische Kultur- und Erziehungszentrum Wedding (IKEZ), über das sich der bildungsorientierte Integrationsbeauftragte Arnold Mengelkoch noch nicht gänzlich zufrieden zeigen möchte, sich aber nicht traut, von Scharia, Dhimma, Dschihad und Kalifat zu sprechen oder auch nicht weiß, was Scharia ist. Der Verfassungsschutz hält das IKEZ schlicht für ein Zentrum der terroristischen Hamas (20), der palästinensischen, im Nahen Osten eben auch im „theologischen Fachbereich Dschihad“ tätigen Muslimbruderschaft.

Entgeistert klappe ich das dicke, anspruchsvoll daherkommende Buch über Frauen, den Islam und Europa zu. Wie zufällig streift mein Blick noch einmal den vorderen Umschlag. Und ich muss plötzlich gemein grinsen, denn einen besseren Buchtitel für diesen Ausbund an Unkenntnis und Demokratiegefährdung als »Verschleierte Wirklichkeit« hätte ich nicht wählen können. Doch das Thema ist zu ernst, das Buch ist gefährlich, denn leider muss ich damit rechnen, dass die 1944 in Rom geborene Kulturtheoretikerin Dr. phil. Christina von Braun, Professorin für Kulturtheorie, Geschlecht und Geschichte (Uni Berlin) sowie Sprecherin des DFG-Graduiertenkollegs „Geschlecht als Wissenskategorie“ ihren Text nicht als Satire versteht.

Leicht erklärlich, dass einer deutschen Wissenschaftlerin und mitnichten „enkulturierten“, vielmehr selbstverantwortlich praktizierenden Kulturrelativistin bei den von ihr beraterisch herangezogenen Berliner Vereinen »Inssan« und »IZDB« ein Buch wie »Verschleierte Wirklichkeit« entstehen musste.

Jacques Auvergne

PS: Regina Mönch (Verschleiertes Weltbild) (21) und Rolf Löchel (Der Inhalt der Leere) (22) schreiben je eine weitere feine Rezension zu: Christina von Braun, Bettina Mathes: Verschleierte Wirklichkeit

(1) Endlich, der Durchbruch: Die Fatwa gegen FGM! Gemeinsam mit Nehberg und al-Qaradawi, der zweite will aber die FGM, na sowas. Wo ist die Fatwa, guckstu? Und wo der Scheich? Ah, die Mädchen beschneiden. Und hier ist ja auch die Fatwa

http://www.nzz.ch/2006/11/24/vm/articleEOTFW.html

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=10793

(2) Scheich Nur Barud hält Kondome für unislamisch (2003)

http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/3340611.stm

(3) Herr Schäuble, der Dialog ist im Eimer! Somalia von Dhimmis säubern, der bei von Braun und Mathes gelobte, angeblich die FGM verbietende postmoderne Scheich will den Dschihad. Robert Spencer, JihadWatch

http://www.jihadwatch.org/dhimmiwatch/archives/000458.php

(4) Sein Recht auf Leben, Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit (New York 1948) schätzte der Somalier Mansur Mohamed. Geheiligte islamische Enthauptung unter Verlesung einer Sure aus dem „edlen“ Koran. Allah kann Strafrecht. Islamisches Recht. Vorsicht, gefilmte Ermordung

http://somalisforjesus.blogspot.com/2009/01/mansur-mohamed-sfj-martyr-of-year-2009.html

(5) Islam pro FGM: Mohammed Wahdan

http://www.memri.de/uebersetzungen_analysen/2006_02_AMJ/frauen_moderne_06_04_06.pdf

http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/3340611.stm

(6) Der Bekennerbrief des Islamisten Bouyeri am ermordeten Filmemacher Theo van Gogh ist auch ein Drohschreiben gegen Ayaan Hirsi Ali

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2008/04/18/067/

(7) muslimat-berlin = nafisa.de = die deutschen Freundinnen der Muslimbruderschaft

http://www.nafisa.de/ueber-uns/ueber-uns-die-autorinnen/

(8) Willkommen, liebe Studenten, an der Azhar. Lernziel des ersten Semesters: Töten für Allāh. Euer Scheich und eure Dekanin

http://www.kath.net/detail.php?id=17614

(9) Zum Kopftuchstreit und zu Fereshta Ludin. „Warum fällt es so schwer, die Vielfalt in Deutschland anzuerkennen?“ und andere kalkuliert dosierte Krokodilstränen. Von der legalistischen “AG Muslimische Frau in der Gesellschaft (DMK), Deutschsprachiger Muslimkreis Berlin e.V., Drontheimer Str. 16, 13359 Berlin“

http://spdnet.sozi.info/bawue/asfbawue/dl/asf-aktuell-04-2004.pdf

(10) Islamic Relief Worldwide. Großbritannien

http://www.militantislammonitor.org/article/id/336

(11) Islamic Relief Worldwide. Großbritannien. Spendengelder für den Terrorismus in Tschetschenien?

http://counterterrorismblog.org/2006/08/cnn_promotion_of_islamic_relie.php

(12) Hani al-Banna. Muslim Aid. Mit dabei: Ahmad von Denffer

http://web.archive.org/web/20010124133800/www.muslimaid.org/info-hist.html

(13) Hany El Banna in Malaysia. Islamic Relief

http://www.irm.org.my/portal/eyewitness-account-from-indonesia

(14) Menschen am Mierendorffplatz. Wichtig für Berlin und zugleich ein Lesegenuss. Positionspapier

http://www.menschenammierendorffplatz.org/wp-content/uploads/2008/05/inssan_pospap_presse-010508.pdf

(15) Menschen am Mierendorffplatz. Ein überzeugendes Flugblatt

http://www.menschenammierendorffplatz.org/wp-content/uploads/2008/05/moscheeflugblatt4.pdf

(16) Mustafa Islamoğlu. Siehe auch http://www.vdmev.de

http://www.mustafaislamoglu.com/yazidetay.php?Yazi_id=1825&yazar=18

(17) Klassenzimmerkalifat. Imam Ferid Heider

http://www.bild.de/BILD/berlin/aktuell/2008/08/07/islam-prediger/gibt-lehrern-nachhilfe.html

(18) Ferid Heider darf bei dem bekanntertmaßen schariafreundlichen Goethe-Institut schreiben:

I think it’s right for girls and boys to meet in separate youth groups. And why is it not possible for a young Muslim woman to integrate herself in Germany if she wears a headscarf? I can’t see any contradiction between the Basic Law of Germany and our religion. I wish we had such great things as freedom of the press, freedom of speech and democracy in the Islamic countries. True, there must be a framework. There are religious limits to freedom of speech; it’s not right to drag a religion through the dirt. But then there are courts where one can file a lawsuit and be given justice.

http://www.goethe.de/ges/phi/thm/ind/en1743966.htm

(19) Das IZDB. Für die beiden Freundinnen von Kopftuch und Harem, Christina von Braun und Bettina Mathes ist das IZDB, neben Tariq Ramadan, der Kairoer Azhar und dem Berliner Verein Inssan gleichsam das Fenster zur Geschichte von eineinhalb Jahrtausenden zu billigender Unterdrückung der Frauen und Nichtmuslime, der Stichwortgeber für die zu enteuropäisierende und entkolonialisierende Spezies Weib eines imaginierten Kollektivs wesensgemäß antiimperialistischer Muslime. Kein Wunder, dass der Ausblick durch dieses Fenster die Perspektive verzerrt

http://www.izdb-berlin.de/

(20) IKEZ. Der Partnerverein des IZDB steht der Hamas nahe

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Islam-Lehrer;art270,2591777

(21) Regina Mönch: Verschleiertes Weltbild. (Rezension zu von Braun, Mathes: Verschleierte Wirklichkeit) Die Achse des Guten (achgut.com)

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/regina_moench_verschleiertes_weltbild

(22) Rolf Löchel: Der Inhalt der Leere. (Rezension zu von Braun, Mathes: Verschleierte Wirklichkeit) Literaturkritik. Rezensionsforum für Literatur und für Kulturwissenschaft (literaturkritik.de)

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=10793

Parteiische Frauenarbeit in Kriseneinrichtungen

Mai 1, 2009

Dr. Ludwig Zimmermann
Psychologe, Lebens- und Eheberater bei
Ex Gratia, Netzwerk gegen Zwangsheirat
68159 Mannheim

Ümmühan Karagözlü

(alle Personen- Vereins- und Ortsnamen wurden von der Redaktion des Blogs Schariagegner geändert)

Sehr geehrte Frau Karagözlü,

als Psychologe bin ich Mitgründer von ’Ex Gratia, Netzwerk gegen Zwangsheirat’, einer Menschenrechtsorganisation für Beratung und Fluchthilfe für in Deutschland und Österreich lebende Frauen, die von islamischem Fundamentalismus, Zwangsheirat und Ehrverbrechen bedroht sind.

Prinzipiell bin ich gegen jeglichen Zwang in der Religion, was sich für Fundamentalisten jeder monotheistischen Religion aber gegenseitig ausschließt: die geforderte Unterwerfung unter die Herrschaft des jeweiligen Gottes von Christen, Juden oder Muslimen ist identitätsbegründender Kern dieser Religionen, die übrigens, wie alle anderen Weltreligionen auch, von Männern gegründet, ausgebildet und mit Inhalt gefüllt und damit zutiefst patriarchalisch im Denken und Handeln sind. Kein Wunder sind alle somit auch frauenverachtend bis frauenfeindlich.

Leider sind dogmatisch starre und auf (ebenfalls männliche) identitätsstiftenden Grundsätzen fußende politische Parteien, egal ob rechts oder links, in dieser Hinsicht nicht besser: Männer kümmern sich um die Welt und Frauen sollen zuhause bleiben und sich um die K’s kümmern (Kinder, Kirche, Küche, Krankheiten…) und wenn sie raus wollen in die Welt außerhalb des Heims, sollen sie sich anständig anziehen und verhalten und zufrieden sein mit dem Platz, den sie in Kirchen und Gotteshäusern von Männern zugewiesen bekommen. Im besten Fall sollen sie die Doppelbelastung tragen, die Beruf und Familienbetreuung bedeuten; kein Mann, welcher Religion oder Kultur er auch angehört, würde das mitmachen.

So ist es kein Wunder, dass und wie fundamental gläubige Muslime ihre Haltung zu Frauen definieren und denen zwangsweise Befolgung von Regeln auferlegen, wovon das Verhüllen des Kopfes oder gar des ganzen Körpers nur eine ist, wenn auch eine deutlich sichtbare. Als „Eigentum“ ihrer Väter, Brüder und Männer werden sie sich unterwerfen und fügen müssen oder sie riskieren Leib und manchmal auch Leben. Ganz so schlimm sind die Folgen für Regelübertretungen im Christentum zwar nicht mehr, aber es ist noch nicht lange her, dass z. B. unverheiratete, geschiedene oder alleinerziehende Frauen mit Ausgrenzung, Verachtung und misstrauischer Ächtung zu kämpfen hatten.

Wenn Sie also gegen das Tragen von Kopftuch u. ä. Kopfbedeckungen bei Mädchen (es muss „Mädchen“ und nicht „Kinder“ heißen, Jungen unterliegen diesen Geboten bekanntlich ja nicht) in der Öffentlichkeit sind, weil das ihnen aufgezwungen wurde und gleichzeitig religiös begründete, frauenverachtende Haltungen aufzeigt, stimme ich Ihnen voll zu.

Aber gleich nach dem Staat zu rufen, er möge so was allgemein verbieten, findet überhaupt nicht meine Zustimmung: das ist eine hohle, politisch nicht durchsetzbare Forderung, die letztlich an unserem Grundgesetz scheitern sollte. Wenn einzelne Kindergärten und Schulen eigene Bekleidungsregeln aufstellen (z. B. Schuluniform), so haben Eltern zumindest eine Wahl und können sich nach Alternativen umsehen. Mit Verbot und Strafen sind menschliche Dummheit, Verblendung und unrechtes Handeln noch nie aus der Welt geschafft, höchstens kriminalisiert worden. Da sollte uns das Deutschland, das kurzerhand alles, was seiner Führung nicht genehm erschien, bei Strafe verbot – das Haben und Äußern eigener Meinung, die freie Entfaltung der Persönlichkeit im Privaten, wie im Beruf etc. etc…, aber nach 40 unsäglichen Jahren glanzlos scheiterte, eine ewige Lehre sein. Man muss manche Ungerechtigkeit und falsches Verhalten aushalten lernen, um es so und dauernd bekämpfen und sich dagegen zur Wehr setzen zu können!

Ich bin auch gegen das Verschleiern von Mädchen im Kindesalter und zwar prinzipiell und ohne Ausnahme. Staatliche Verbote zu fordern halte ich aber für völlig falsch und übrigens, wie dargelegt, auch für undurchführbar.

Freundlich grüßend, und kämpfen Sie weiter gegen religiösen Wahn, Unterdrückung und Missachtung von Menschen- und Frauenrechten.

Ich schreibe Ihnen diese Zeilen privat und nicht als Vereinsmitglied des Ex Gratia, Netzwerk gegen Zwangsheirat!

Mit freundlichen Grüßen

Ludwig Zimmermann

Sehr geehrter Dr. Ludwig Zimmermann,

es ist Ihnen gelungen, mich in ungläubiges Staunen zu versetzen. Als Sozialpädagogin in der Lern- und Sprachförderung und in der parteiischen Mädchenarbeit tätig, leite ich eine integrative Mädchengruppe, in der junge Menschen mit und ohne Handicap unabhängig von Religion, Kultur und Herkunft miteinander lernen, ihre Umwelt entdecken und phantasievoll verändern und auch sonst eine Menge Spaß bei Ausflügen und kreativem Gestalten miteinander haben.

Zunächst möchte ich begründen, warum ich den Begriff Kinderhijab weiterhin vorziehen möchte.

Wenn wir uns wirksam für Gleichberechtigung und Gleichstellung der Geschlechter einsetzen wollen, ist es von großer Bedeutung junge Menschen unabhängig von ihrer Geschlechtszugehörigkeit in erster Linie als Kinder zu akzeptieren und zu respektieren. Wird diese betont geschlechtsneutrale Einstellung und Haltung zum Selbstverständnis und Qualitätskriterium der angestrebten gleichheitsfeministischen Sozialisation und Begegnung, fördern und unterstützen wir eine möglichst selbstbestimmte und individuelle Persönlichkeitsentwicklung bei Mädchen und Jungen, die eben nicht an geschlechtsspezifische Rollenkonzepte gebunden ist. Die Vorliebe kleiner Mädchen für Puppen und die Farbe rosa ist nämlich nicht an das zweite X Chromosom gebunden und daher auch nicht genetisch vorbestimmt.

Es trifft zwar zu, dass Jungen ihr Haar im Scharia-Islam nicht bedecken müssen, doch hat die fundamentalistische Verschleierung von Mädchen und Frauen schon sehr früh Auswirkungen auf das indoktrinierte Selbst- und Männerbild der heranwachsenden Machos sowie deren Einstellung zu Mädchen und Frauen. Mit tatkräftiger Unterstützung von Eltern, Sippe, muslimischer Community und kultursensiblen Gutmenschen bauen und festigen sie von Kindesbeinen an Patriarchat und Kalifat. Die Bezeichnung Mädchenkopftuch bei Kindergartenkindern und Grundschülerinnen ist daher unfair. Sie schiebt die Verantwortung für die angeblich freiwillig gewählte Andersartigkeit und Fremdheit von Musliminnen sehr einseitig äußerst kindlichen, meist noch androgyn wirkenden Mädchen zu, die sich auf Grund entwicklungsbedingt fehlender Einsichtsfähigkeit und mangelnden Durchsetzungsvermögens nicht gegen das

Sexualisieren ihres Kinderkörpers, das Dämonisieren ihrer Kinderseele und die Abwertung ihres kindlich unbedarften Wesens als moralisch verwerflich durch muslimische Fundamentalisten nicht zur Wehr setzen können. Nebenbei, nach SGB VIII § 7 (1) ist Kind, wer noch nicht 14 Jahre alt ist, Kind im Sinne der §1 (2) ist, wer noch nicht 18 Jahre alt ist.

Selbst wenn Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frau und Mann in der Bundesrepublik durchaus noch ausbaufähig sind und selbst unsere Sprache patriarchalisch gefärbt ist, leben wir in einer Gesellschaft, die sich freiheitlich demokratisch nennen darf. Eine solche politische Ordnung bietet jedem einzelnen Bürger verbriefte Grundrechte und viele individuelle Chancen der Selbstverwirklichung und persönlichen Entwicklung. Sollen diese Handlungsfreiheiten und Gestaltungsspielräume von jedem gleichberechtigt genutzt werden, muss der Einzelne Verantwortung für sich und andere übernehmen und nach demokratischen Grundsätzen gemeinsam vereinbarte Regeln einhalten.

In den folgenden Abschnitten werde ich versuchen, an einem Beispiel zu erklären, welche Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten der einzelne Staatsbürger in einem Staat wie der Bundesrepublik Deutschland hat und welche wichtige Funktion Regeln und Verbote haben.

Anders als zur Zeit des Absolutismus ist das Volk Träger der Staatsgewalt. Jeden einzelnen Bürger könnte man sich daher als Leiter einer Firma vorstellen, den Staat als unseren Musterbetrieb. Das Produkt, das hergestellt werden soll, ist der säkulare, freiheitlich demokratische und soziale Rechtsstaat. Die Politiker in den Parlamenten sowie die Angestellten und Beamten im öffentlichen Dienst sind die weisungsgebundenen Mitarbeiter, die mit dem Bürger in seiner Funktion als „Firmenchef“ in den Abteilungen Entwicklung (Legislative), Fabrikation (Exekutive) und Qualitätskontrolle (Jurisdiktion) Hand in Hand an der Herstellung und Optimierung des Erzeugnisses Demokratie arbeiten.

Zu den wichtigsten Führungsaufgaben des Firmenchefs gehört es, als Primus inter pares die einzelnen Arbeitsschritte im Produktionsablauf seines Betriebes „Staat“ genau zu beobachten. Um sich der Bereitschaft der Mitarbeiter zu versichern, sich für Erfolgschancen und Gewinnmaximierung der Firma auch außerhalb des zugeteilten Aufgabenbereichs aktiv einzusetzen, wird sich der Bürger als Chef seines Unternehmens persönlich um beste interne materielle, möglichst individuelle Arbeitsbedingungen bemühen und sich extern für förderliche politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen engagieren. Im Interesse des Betriebsfriedens und der reibungslosen, kollegialen Zusammenarbeit ist es beispielsweise durchaus sinnvoll, sich auf gemeinsame Regeln zu einigen. Selbst wenn Verbote tatsächlich ihre abschreckende Wirkung verfehlen würden, lassen sich aus diesen Vorschriften jedoch Empfehlungen ableiten, wie jeder einzelne weitgehend konfliktfrei mit anderen zusammenleben und -arbeiten kann.

Selbstverständlich ahndet die Unternehmensleitung Ordnungswidrigkeiten, missbilligt Mobbing und „kriminalisiert“ schwere Verstöße wie Diebstahl von Firmeneigentum, rassistische Beleidigungen von Kollegen und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Den Tätern verdeutlichen wir beispielsweise durch Personalgespräche, Abmahnung, Kündigung und nötigenfalls Strafanzeige, dass sie gegen demokratisch vereinbarte Abmachungen verstoßen haben, die den Betriebsfrieden gefährden und eine reibungslose Zusammenarbeit erschweren. Es gilt jedoch das Übermaßverbot, sogar Straftäter werden resozialisiert und erhalten eine zweite Chance.

Wie alle erfolgsorientierten Firmenchefs werden die Bürger als Arbeitgeber des Staates Qualitätszirkel (Arbeitskreise, Ausschüsse) einrichten, in denen die Mitarbeiter (Politiker, Beamte, Angestellte im öffentlichen Dienst) Verbesserungsvorschläge besprechen können. Die werden dann geprüft, demokratisch abgestimmt und entsprechend umgesetzt, noch einmal überdacht oder eben verworfen. Ein Chef, der sich aber nur auf gute Zusammenarbeit, Innovation und Kompetenz seiner Mitarbeiter in den verschiedenen Produktionsabteilungen und Arbeitskreisen verlässt, wird mit seinem Betrieb bald Konkurs anmelden und das Insolvenzverfahren einleiten müssen. Der „Firmenleiter“, in unserem Beispiel das Volk, muss Eigeninitiative ergreifen und sich bei kritischen Situationen lenkend einschalten. Er ist gut beraten, das Subsidiaritätsprinzip beachtend, sich dazu aller rechtsstaatlich zur Verfügung stehenden Mittel zu bedienen. Sind alle niederschwelligen Möglichkeiten ausgeschöpft, muss er die „Abteilung Entwicklung“, in unserem Beispiel die Legislative damit beauftragen, nach einer mehrheitsfähigen Lösung des Problems zu suchen.

Jeder Bürger ist somit persönlich für das Gütesiegel seines Firmenerzeugnisses „Demokratie“ mitverantwortlich. In den Händen jedes Einzelnen liegt die Fürsorgepflicht für seine Familie, für Nachbarschaft und soziales Umfeld (Stichwort unterlassene Hilfeleistung) sowie für die Selbstvorsorge. Unsere Umwelt- und Lebensbedingungen gestalten nicht König, Gottheit oder Schicksal, sondern wir Staatsbürger.

Nun stellt sich die politische Situation der Bundesrepublik folgendermaßen dar:

Nachweislich ist es uns nicht gelungen, endlich auch die muslimisch sozialisierte allochthone Bevölkerung zu bestärken, an möglichst vielen Angeboten der beruflichen, privaten und gesellschaftlichen Selbstverwirklichung teilzunehmen. Die Bundesregierung hat ihr Ziel die Arbeitslosenquote in dieser Bevölkerungsgruppe zu senken trotz geförderter Sprachangebote, Orientierungskurse und sonstiger Bildungsmöglichkeiten für Erwachsene und junge Menschen nicht erreicht. Sozialpädagogische Dienstleistungsangebote wie Erziehungs- und Familienberatung, Jugendgerichtshilfe, frühkindliche Lern- und Sprachförderung sowie berufliche (Wieder )Eingliederung haben nicht dazu beigetragen, die Anzahl der muslimisch sozialisierten Familien, die von finanziellen Unterstützungsleistungen des Staates abhängig ist, zu verringern. Selbst eigene Organisationen wie beispielsweise der türkische Elternverein, muttersprachige Integrationslotsen [1] oder die in den Kommunalverwaltungen ansässigen Integrationsräte (Ausländerbeirate) haben nicht verhindern können oder wollen, dass sich Gegengesellschaften mit mehr oder weniger autarken Substrukturen etabliert haben, in denen eigene Gesetze, nämlich Koran, Sunna und Scharia gelten.

Gründe

Kulturrelativistisches Gutmenschentum, entgrenzte Toleranz und Dialogbereitschaft um jeden Preis, auch mit als radikal und extremistisch bekannten Gesprächspartnern haben nachweislich leider nur den Einfluss und die Macht von verfassungsfeindlichen, islamistischen Verbänden und Organisationen gestärkt, die sich die Deutungshoheit über Islam, Integration und demokratische Prinzipien anmaßen. Durch diese Diskussionsforen, Dialogveranstaltungen und nicht zuletzt durch die Deutsche Islamkonferenz aufgewertet, werden Fundamentalisten nicht müde, Grundrechte à la carte für Muslime einzufordern, um die Demokratie legalistisch auszuhöhlen. Gemeinsam mit dienstbeflissenen Prominenten aus Forschung, Bildungspolitik und Kirche hat ihre harte Agitation wesentlich dazu beigetragen, dass bisher alle Bemühungen gescheitert sind, Einwanderer aus islamischen Herkunftsländern zu motivieren, sich mit der deutschen Wahlheimat zu identifizieren. Hoher Konformitätsdruck, Familialismus, patriarchalische Überwachung, häusliche Gewalt, Bedrohung von Gesundheit und Leben sowie panische Angst vor der Hölle verhindern, aus dem fundamentalistisch islamisch geprägten Familiengefängnis auszubrechen und einen legalen Weg für eine selbstbestimmte, eigenständige Biographie zu wagen.

Ein Großteil dieser in der parallelen Gesellschaft lebenden Bevölkerungsgruppe, teilweise mit deutschem Pass oder in der dritten und vierten Generation in der Bundesrepublik lebend hier geboren und so deutscher Staatbürgerschaft, meidet unnötige Kontakte zur Mehrheitsgesellschaft. Durch islamistische Persönlichkeiten, zu denen sicherlich auch der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan gehört, werden diese orthodox gläubigen Menschen darin bestärkt, sich bewusst abzuschotten und vor allem den Töchtern und Frauen den Umgang mit den Ungläubigen zu untersagen, um nach den islamischen Glaubensregeln in der halbierten Moderne zu leben. Denn auf technische Errungenschaften des 21. Jahrhunderts wie Handy, Computer, Fernsehen und Haushaltsgeräte möchte man ja nicht verzichten. Auch die Segnungen des Sozialstaats nehmen viele ‚Rechtgläubige‘ gerne in Anspruch, ohne jedoch die geringste Bereitschaft zu zeigen, ihrerseits das demokratische Gesellschaftssystem wenigstens durch Loyalität zu unterstützen (SPIEGEL-online am 20.12.2007).

Auswege aus der Sackgasse

Um Ausbau und Festigung islamistischer Gegenwelten in unseren Städten zu verhindern, in denen ziemlich unverhohlen UN Kinderrechtskonvention, universelle Menschenrechte und das Grundgesetz ignoriert und durch Sunna, Koran und Scharia ersetzt werden, gilt es die manipulierende Wirkung allgegenwärtiger islamischer Indoktrination einzudämmen. Auch wenn unsere Forderung nach gänzlich kopftuchfreien Kindergärten und Schulen sowie das Verschleierungsverbot von Kindern unter 14 Jahren in der Öffentlichkeit für außenstehende Gutmenschen ‚hohl‘ ist, ’nicht durchsetzbar‘ erscheint und letztendlich angeblich ‚am Grundgesetz scheitern sollte‘, dürfen wir uns nicht entmutigen lassen, unsere Überzeugungen, die mehr Freiheit, bessere Lebensqualität und die Durchsetzung grundrechtlicher Standards für alle Bürger fordern, in die politische Diskussion einzubringen. Entsolidarisierung durch soziale und rechtliche Double Standards gefährden Freiheit und sozialen Frieden. Rechtsspaltung wäre die Kapitulation der Demokratie vor dem Kalifat.

Die negative Religionsfreiheit ist in der Bundesrepublik ein wichtiges Verfassungsprinzip. Junge Menschen sind auf Grund ihres noch nicht abgeschlossenen, individuellen persönlichen Reifungsprozesses in ihrer seelischen, körperlichen und geistigen Entwicklung naturgemäß beeinflussbar und verletzlich und daher besonders zu schützen. Das Recht auf religiöse Erziehung ihrer Kinder schließt Misshandlung, schwarze Pädagogik, Bedrohung und Freiheitsberaubung durch die Eltern oder andere Erziehungsberechtigte unbedingt aus. Körperliche und seelische Gesundheit sowie Menschenwürde, unabhängig von Geschlecht oder Religion bzw. Nichtreligion der Eltern, sind unverletzlich. Die gelingende altersgemäße Entwicklung und individuelle Förderung von Mädchen und Jungen (SGB VIII) darf durch das elterliche Verständnis von Sittlichkeit, Tugend und religiöser Pflicht nicht gefährdet werden.

Die staatliche Gemeinschaft, also wir Mitbürger, Jugendamt und Polizei, die laut Grundgesetz Art. 6 GG über das Recht und die Pflicht der Eltern, ihre Kinder unter dem Vorbehalt des Kindeswohls zu erziehen wachen, müssen hier, zunächst beratend, eingreifen. Kinderrechte und negative Religionsfreiheit müssen ausdrücklich ins Grundgesetz aufgenommen werden.

Alle Eltern, die ihre Töchter und Söhne in der Tradition von Humanismus und Aufklärung erziehen und unterrichten lassen wollen und sie deshalb in einem nicht konfessionell gebundenen oder privaten Kindergarten bzw. an einer öffentlichen Schule anmelden, haben das Recht, sich darauf verlassen zu können, dass ihre Kinder während des Aufenthalts in Kindergarten, Schule und bei Schulveranstaltungen keiner weltanschaulichen Propaganda oder politischer Beeinflussung ausgesetzt sind. Der Staat als Garant der Neutralitätspflicht in seinen Erziehungs- und Bildungsinstitutionen hat die negative Religionsfreiheit für Kindergartenkinder, Schülerinnen und deren Eltern durchzusetzen, notfalls gegen den Willen der Pädagogen [2] und Erziehungsberechtigten. Wie ihre Kollegen sind Lehrerinnen und Erzieherinnen sehr wichtige, prägende und beispielgebende Bezugspersonen. Aufgrund ihrer Bedeutung für die Bildung, Erziehung und die individuelle Förderung der ihnen anvertrauten jungen Menschen zu demokratischen, selbstbewussten und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten, hat die Kleidung von Pädagoginnen und Pädagogen jeden Anschein grundgesetzwidriger, weltanschaulicher und politischer Beeinflussung zu vermeiden. Gesetzliche Bestimmungen zum Kindeswohl betonen das Recht jedes einzelnen Kindes auf von der Religion, Ethnie, und dem Geschlecht unabhängige gleichberechtigte Erziehung und Förderung. (Art. 3, die aus Art. 4 abgeleitete negative Religionsfreiheit, Art. 6 GG; SGB VIII § 1) Das Recht auf Religionsfreiheit der Beamtinnen und städtischen Angestellten, sowie das Recht der Eltern auf religiöse Erziehung ihrer Kinder ist hier einzugrenzen (Dienstrecht in öffentlichen Verwaltungen und Einrichtungen).

Das Kinderkopftuch, das neuerdings sogar in Kindergärten und Grundschulen immer häufiger zu sehen ist, steht für einen besonders fundamentalistischen Polit-Islam, der wegen seiner geschlechtsspezifischen Sozialisations- und Erziehungsprinzipien vor allem kleine Mädchen eine ihrer ganzheitlichen, individuellen Entwicklung förderliche, unbeschwerte Kindheit vorenthält und sie zu bloßen Sexualobjekten herabwürdigt. Kleinkinder, Schülerinnen und Schüler sind daher vor jeglichem religiösen, weltanschaulichem und politischem Fundamentalismus besonders zu schützen. Sie können sich der Wirkung und Beeinflussung durch das „Schamtuch[3]“ (Feridun Zaimoglu) der Erzieherin und Lehrerin ebenso wenig entziehen, wie sie dem Habitus des Kinderhidschab ausweichen können.

Diesen schon sehr früh orthodoxen und patriarchalischen Verhaltensmustern ausgesetzten jungen Menschen bieten gänzlich kopftuchfreie Erziehungs- und Bildungseinrichtungen einen Schutzraum vor schariatischen Wohlverhaltenszwängen, Gender-Apartheid und Überwachung durch Pädagogen. Solche Einrichtungen bieten den unter sechsjährigen Kindern sowie Schülern unabhängig von der elterlichen Religion oder Nichtreligion ideale Lern- und Experimentierfelder des Erarbeitens von Gender-Rollen und Handlungsspielräumen. Klein- und Schulkinder können hier nicht für die Muslimisierung „ungläubiger“, nicht religiöser oder säkularer Spiel- und Klassenkameraden benutzt werden, ohne die Folgen erkennen und einschätzen zu können. Hidschabfreie Erziehungs- und Bildungseinrichtungen bewahren nicht religionsmündige Kinder sowie mit ihrer Persönlichkeitsentwicklung völlig ausgelastete Jugendliche und Heranwachsende davor, unfreiwillig oder ohne es zu wissen für muslimisches Umweltverändern eingesetzt zu werden.

Auch Pädagoginnen dürfen sich freier bewegen ohne durch die mnemotechnische Stütze des Schleiers ständig gegängelt zu werden. Der Hidschab wirkt wie eine ständig präsente Gedächtnisstütze, die seine Trägerin permanent zu rigider Selbstkontrolle zwingt und das muslimische Umfeld ständig dazu ermahnt, seiner Kontroll- und Überwachungsfunktion nachzukommen. Selbst Nichtmuslime werden durch das nicht zu übersehende Symbol aufgefordert, das verschleierte Gegenüber zu entpersonalisieren, ihm seine Einzigartigkeit und Selbstbestimmtheit zu nehmen, um es einem religiösen Kollektiv und dessen Regeln zu „inkludieren“ sprich unterzuordnen. Diese Mädchen und Frauen nehmen wir eben nicht als Düsseldorferin, Kölnerin, Kollegin, Schwester, Tochter, Mutter oder einfach Sevim wahr, sie sind in erster Linie als Muslima erkennbar. Ein Verbot des Kinderkopftuchs in der Öffentlichkeit für Kinder bis 14 Jahren sowie gänzlich kopftuchfreie staatliche Kindergärten und Schulen sind daher eine Notwendigkeit.

Soziale Arbeit gliedert sich in mehrere Dimensionen. Zu den gesellschaftlichen Aufgaben staatlich anerkannter Sozialarbeiter und Sozialpädagogen gehört es, in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Soziologen, Sozialwissenschaftlern und Politologen gesellschaftliche Missstände und soziale Schieflagen aufzuzeigen, zu beschreiben, zu analysieren und Lösungsvorschläge zu entwickeln, die möglicherweise darin bestehen, den Gesetzgeber dazu aufzufordern, den durch gesellschaftlichen und sozialen Wandel jeweils neu entstandenen Regulationsbedarf durch neue Gesetze oder Gesetzesreformen abzudecken. Rahmenbedingungen für diese Initiativen sind Grundgesetz und universelle Menschenrechte.

Zur klassischen Sozialarbeit gehört seit ungefähr vier Jahrzehnten auch die Migrations- und Integrationsberatung. In diesem wichtigen Arbeitsfeld sind wir tätig. Unser Ziel ist es, Einwanderer zu ermutigen und zu unterstützen, hier in Deutschland Fuß zu fassen, Kontakte auch außerhalb der Familie zu knüpfen, sich die Freunde selbst zu suchen, die deutsche Sprache zu erlernen, einen qualifizierten Schulabschluss anzustreben und beruflich wie privat eigene, den individuellen Vorstellungen und Fähigkeiten entsprechende Wege zu gehen. Um es mit einem Fachbegriff zusammenfassend zu beschreiben: Ein wichtiges Ziel in der Sozialen Arbeit ist das Empowerment der Klienten. Loyalitätskonflikte mit der Familie lassen sich dabei nicht immer vermeiden, sie unterstützen die Persönlichkeitsentwicklung. Für Mitarbeiter gilt der Grundsatz: Individualisierung vor kollektivistischem Familialismus. Die Emanzipations- und Integrationsbemühungen der nach Selbstbestimmung und Freiheit strebenden Adressaten sind parteiisch zu fördern. Daher gilt es, Ratsuchende darin zu unterstützen, Konfliktfähigkeit zu entwickeln, Disharmonie und Ambiguität aushalten zu lernen, eigene Stärken (wieder) zu entdecken, Ichstärke auf- und auszubauen sowie die eigenen Befindlichkeiten, Gefühle, Wünsche und Interessen wahrzunehmen, zuzulassen und konsequent umzusetzen, Selbstbehauptung zu erlernen. Für das erfolgreiche Entwickeln einer demokratischen Persönlichkeit sind die von Ihnen beschworene ’Leidensfähigkeit’ und das ’Aushalten von Ungerechtigkeit’ als kontraproduktiv anzusehen und als grundsätzlich abzulehnen. Muslimisch sozialisierte Menschen haben die gleichen rechte, auch für sie gelten die von den universellen Menschenrechten abgeleiteten Konventionen und Gesetze.

Als Psychologe dürften Ihnen die traumatiserenden und die Persönlichkeit verzerrenden Folgen einer gewalttätigen Erziehung und ’schwarzer Pädagogik‘ bekannt sein. Auch Kinder haben das Recht auf gewaltfreie und damit eben auch auf fundamentalismusfreie Bedingungen des körperlichen und seelischen Wachsens. Diese Voraussetzungen haben wir Erwachsenen zu schaffen.

Ümmühan Karagözlü


[1] http://www.duisburg.de/vv/ob_5/lotsen.php

[2] http://www.agpf.de/akt88-3.htm#ROT-VERBOT

[3]http://de.wikipedia.org/wiki/Feridun_Zaimo%C4%9Flu