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Marokkos Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD)

Dezember 13, 2012

سعد الدين العثماني

Saʿd ad-Dīn al-ʿUṯmānī

Saad-Eddine El Othmani

Saadeddine Othmani

Prophetische Menschenführung

Jedem Wahlberechtigten in Marokko empfiehlt sich der Parti de la Justice et du Développement (PJD) als Fahrzeug zu mehr Lebensqualität und zur schariakonformen Umgestaltung des Landes, denn nur die Muslimbrüder stehen dafür ein, Islam und Zivilgesellschaft im Sinne des vorbildlichen Mohammed und im Imamat (Islamstaat) zu verwirklichen. Das Gebiet zwischen Hohem Atlas, Rifgebirge und der Straße von Gibralter muss nun Gesetze erlassen, ohne den Bund mit Allah zu brechen und das menschliche Heil im Diesseits und im Jenseits zu verspielen. Übertragung ins Deutsche und Kommentare zu Auszügen aus: Islam und Zivilgesellschaft (Islam and the Civil State) des PJD-Führers und marokkanischen Außenministers Saadeddine Othmani (2005). Von Jacques Auvergne (2012).

Dein heute gefährdetes islamisches Ansehen auf Erden kann gerettet werden: Erniedrige dich vor Allah, und er wird dich vor den Menschen erhöhen.[1] Im Umkehrschloss klingt das allerdings bedrohlicher: Wer sich nicht schnell und vor allem nicht tief genug vor Allah verbeugt, verdient die Missachtung der Muslime. Weil Allah auch hier und heute das Verbotene (al-ḥarām) ausgebremst wissen will, ist die kultische Niederwerfung vor dem Gott von Kopftuch, Kindbraut und Apostatenmord in der Gestalt von gerne den Straßenverkehr blockierenden Betprotesten auch in New York, London, Moskau oder Paris (rue Myrha, rue Polonceau usw.)[2] zur Kriegserklärung gegen die kulturelle Moderne geworden. Radikal erlösungsreligiös spaltet das vom Himmel gestiftete Schariasystem den auf Abwehr des Teufels und Rettung der Seele verzichtenden säkularen Rechtsstaat. Wer sich klein macht, will herrschen.

Wer allgemeine Menschenrechte für unbedeutend hält oder für satanisch inspiriert und dabei einen würdigen Nachfolger des Propheten heiß bewundert, wird sich diesem Hochwürdigen anähneln und sich bei ihm einschmeicheln wollen und hat den Freibrief, jene, die diesem Ehrbaren und Ansehnlichen aus Zufall, Willkür oder eigenem Entschluss fern stehen, eiskalt zu verachten. Folglich gibt es im revolutionären Islam (Realislam) immer einige Familien, die man geringschätzen darf, unter den gottlosen Regierenden sowieso aber auch im Stadtviertel oder Straßenzug, die Familien nämlich, welche die Gesetze der heiligen Scharia öffentlich überprüfbar nicht genau einhalten oder sogar völlig verweigern.

In einer angesehenen Familie aus dem Südwesten des Landes, wo man die Taschelhit oder Schelha genannte Sprache (Marokko 8 Millionen Sprecher, EU 0,5 Millionen) der Amazigh oder Berber aus dem landwirtschaftlich fruchtbaren Souss und seiner Provinzhauptstadt Agadir spricht, wurde 1956 Saadeddine Othmani geboren, der später die Ausbildung zum Psychiater erreichte und heute Marokkos Außenminister ist. Mit der Ehrbarkeit und dem Ansehen der Nichtaraber ist es im korantreu beherrschten Gebiet seit nahezu 1.400 Jahren bekanntlich nicht weit her, und wem, aus einer nichtarabischen Ethnie entstammend, trotz allem islamischen Kastensystem, Nepotismus und Rassismus die schariakonforme Karriere gelungen ist, hat für die Konkurrenz der Identitätspolitiken zumeist eine islamische Lösung gefunden sprich zur allmählichen Auslöschung des Nichtarabischen beigetragen und des Nichtislamischen sowieso. Scheich Abdesselam Yassine (* 1928 in Marrākuš deutsch Marrakesch, http://www.yassine.net) ist ebenfalls seiner Herkunft nach Berber, erlernte den Islam, traf die richtige Wahl der Loyalität nämlich zu Allah und wurde für drei Jahre ins Gefängnis gesperrt, nachdem er in einem offenen Brief den Regierungsstil von König Hassan II. als unislamisch bezeichnet hatte.

Scheich Abdessalam Yassine aus Marokko ist nicht zu verwechseln mit Muslimbruder (seit 1955) und HAMAS-Mitgründer Ahmad Yasin (Aḥmad Yāsīn), der zu Mordanschlägen gegen Juden aufrief und 2004 durch das israelische Militär gezielt getötet wurde. Abdessalam Yassine ist Führer der radikalislamischen sprich echtislamischen Organisation Justice et Spiritualité (al-ʿAdl wal-Iḥsān, Justice and Charity, man beachte die Wiedergabe des ḥ-s-n als spirituell wie auch als wohltätig, Glaubenstiefe ist Tat und Aktion; Cheikh Imran N. Hosein: L’islam est action),[3] die Marokko in ein Kalifat verwandeln will.

Tochter Nadia Yassine meinte im Juli 2005 bei Wöchentliche Neuigkeiten al-Usbu’iyya al-Jadida: „Mein Vater ist berberischer Abstammung und stolz, ein Berber zu sein“,[4] mischt seit Jahren den globalen Menschenrechtsdialog und feministischen Diskurs im Sinne der Diktatur Allahs auf, führt die Frauenabteilung von Justice et Spiritualité und darf das Land nicht verlassen, nachdem sie im Juni 2005 die Monarchie für überwindenswert erklärte gegenüber der Islamischen Republik.[5] Als Partei darf Justice et Spiritualité nicht antreten, das Kalifat per Kippschalter ist also für Marokkaner nicht wählbar. Doch um eine Glühbirne anzusteuern gibt es auch den sanften Übergang, den Dimmer.

Wählbar nämlich ist das allmähliche Aufhellen, das schleichende Kalifat. Der Parti de la Justice et du Développement (PJD), arabisch Ḥizb al ʿAdāla wat-Tanmīya, ist die marokkanische Variante einer von der Muslimbruderschaft gesteuerten Partei. Saadeddine Othmani ist Generalsekretär der in heutiger Form 1998 entstandenen, mit frühesten Vorgängern 1967 gegründeten Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung, die nach eigenen Angaben keinen Umsturz ins Kalifat anstrebt, sondern, wie es Muslimbrüder bevorzugen, mit einer Islamisierung von Bildung, Wohlfahrt und Verwaltung zum Ziel gelangen will – zum selben Ziel.[6]

Der Psychiater und Spitzenpolitiker für Auswärtiges und Zusammenarbeit legt los, auch auf marokkanischer Erde beseitigt Allah Zwist und Zweifel:

Die Beziehungen zwischen dem Universellen und dem Legalen, zwischen dem Religiösen und der Gesetzlichkeit in unserer Kultur, treten an die erste Stelle in Bezug auf die Angelegenheiten, die der ausgiebigen Diskussion und Untersuchung bedürfen. Dieses Vorgehen sollte mit einem Perspektivwechsel verbunden sein, der uns eine neue Sicht verschafft, die uns aus den engen Räumen der Gegensätze und der Uneinigkeit hinausführt in die Weite von Harmonie und Integration.

Das stimmt, in die verwirklichte Scharia ist irgendwann jeder integriert (eingekerkert), im Kalifat ist politische Opposition überflüssig. Frei nach Joseph Goebbels, 18. Februar 1943, Sportpalastrede: Wollt ihr die totale Harmonie?!

Daher stelle ich jetzt die Frage, inwieweit Islam und Islamische Gemeinschaften mit einer Zivilgesellschaft harmonieren, in der die Gesetzlichkeit auf dem Volkswillen gründet und die Gesetze durch gewählte Institutionen erlassen werden?! Institutionen, die Gesetze im Interesse des Volkes erlassen und das mit der bestmöglichen Objektivität (objectivity).

Sachbezug oder Sachlichkeit (objectivity) wird allein hergestellt durch Allahs Wirken, Befehl und Gesetz (Scharia). Die Zivilgesellschaft muss kritisch befragt und zurechtgeformt werden, der Islam nicht, die Scharia bewegt sich keinen Millimeter.

Bei der Feststellung islamisch akzeptabler Legislative hilft dem marokkanischen Teil der Umma das absolute Kriterium des Handelns, das auf Erlangung des Wohlgefallens Allahs zielende Beispiel Mohammeds:

Richten wir, um diese Frage zu zu beantworten, den Blick auf die Handlungen des Propheten Mohammed als eines Imam, also eines Staatsführers (Muhammad as a state leader (an imam)) und die Eigenschaften dieser Staatsführung, dieses Imamats (this imamate (state leadership)), wie es von den klassischen Gelehrten in den Usul al-Fiqh beschrieben wurde, in den Prinzipien der Islamischen Jurisprudenz.

Imamat ist Kalifat. Wir übersetzen authority daher nicht mit solidarischem Gefolgschaftsgeist, jeweiliger spontaner Willensbildung oder höflichem offiziellem Ansprechpartner, sondern mit Führungsspitze und Ministerium und verstanden bereits vor mehr als vier Jahren, dass Bosniens muslimbrudernaher Großmufti eine Europäische Schariabehörde fordert, ein Superministerium für das Euro-Imamat, Muslims have to establish a single Muslim authority, unsere Übersetzung:

„Es reicht nicht aus, dass Europa die Anwesenheit des Islam auf seinem Territorium anerkennt. Muslime verdienen mehr als das. Ein Leben in Würde muss für Europas Muslime bedeuten, legalisiert zu werden in dem Sinne, dass Europa ein politisches und ökonomisches Klima schafft, in dem sie sich durch ihre Institutionen umfassendes Recht auf Teilhabe und Mitsprache schaffen können, Institutionen, die sowohl die Unterstützung der Regierungen genießen als auch die öffentliche wertschätzende Anerkennung. … Erstens müssen Muslime verstehen lernen, dass Europa ein Haus des Friedens ist, kein Haus des Krieges. Zweitens muss ihre Minimalforderung sein, ohne störende soziale Einmischung ihre islamische Kultur leben zu können und ihre Maximalforderung, aufgrund ihres heilsamen gesamtgesellschaftlichen Beitrags für die Europäische Gesellschaft anerkannt zu werden. Drittens müssen Muslime eine einzige islamische Autorität etablieren (a single Muslim authority), die sowohl für den Islam als Weltreligion sprechen kann als auch für die Muslime Europas als gute Staatsbürger.“[7]

Aus Sicht von Schriftgläubigen sind Muslime seit gestern ganz anders als die anderen und morgen und übermorgen immer noch mehr anders. Gläubig angewendete Scharia bewirkt folglich, sich immer mehr von den Nichtmuslimen abzugrenzen; selbst das Weltwahrnehmen und Weltbild der Nichtmuslime ist etwas, vor dem es den Schariafreund grausen muss. Revitalisierte, erwachte Muslime erfahren auch die Politik ganz anders als Nichtmuslime, in der beinahe absoluten marokkanischen Monarchie gibt es da spannenden Entwicklungsbedarf:

Diese Methodologie erklärt uns auch jene prophetischen Handlungen (Prophetic actions), die sich einer umfassenden Untersuchung bislang entzogen haben und zeigt uns auf, wie heutzutage muslimische politische Erfahrung entwickelt werden kann. Das wird die Muslime aus den Fesseln eigener Beschränkungen befreien, die zu gewissen historischen Erfahrungen führten …

Wie romantisch, der junge Muslim springt ins kalte Wasser des großen weiten Politischen. Dass die Königsdynastie das muslimische Eigene fesselt, hat Othmani so nicht gesagt; schariawidrige Geschichtlichkeit jedenfalls ist allzu lange erlebt worden und der islamische Wandel wird befreiend spürbar.

In seiner Fülle und Vielschichtigkeit muss Mohammed heute wieder neu begriffen werden:

Vielfalt der prophetischen Handlungen

Von vielen sind die prophetischen Taten als eindimensionale Handlungen beschrieben worden, die allesamt göttlich inspiriert sind. Jedoch verwarfen einige Juristen und klassische Gelehrte des Usul al-Fiqh diese Sichtweise und vermuteten, sie sei der Natur der prophetischen Taten entgegengerichtet. Einige Gelehrte schlugen vor, die Handlungen Mohammeds zu unterteilen. Der bedeutsamste dieser Gelehrten war Abi Muhammad Ibn Qutaybah Al-Dinori …

… Ibn Qutayba ad-Dīnawarī (828 – 889) lebte in Kufa und Baghdad, also im heutigen Irak …

… mit seinem Ta’wil Mukhtalaf al-Hadith (Figurative Interpretation of the Different Prophetic Traditions), weiter zu nennen sind al-Qadi ‚Iyad al-Yahsebi und sein Buch al-Shifa‘ bi Ta’rif Huquq al-Mustafa (The Healing by the Rights of the Recognition of the Chosen One), Ibn al-Qayyim al-Dschauziyya mit mehreren Schriften sowie der indische Gelehrte Schah Wali Allah Al-Dahlwi und sein Werk Hudschat Allah al-Balega.

Der Letztgenannte ist Schah Waliullah (Šāh Walīyullāh ad-Dihlawī, 1703 – 1762). Waliullah studierte in Mekka den Islam, um den taqlīd zu verwerfen, den von jedem Muslim geschuldeten Gehorsam einer der vier Rechtsschulen gegenüber, jedenfalls soweit die drei juristisch komplexer entworfenen nichthanbalitischen maḏāhib gemeint sind. Der historisch zuletzt entstandene und gleichsam flurbereinigend aktive hanbalitische Fiqh beansprucht nämlich, den Islam gesichert und gereinigt zu haben, urislamisch zu sein, was sich etwa seit 1925 durch die Zwangseinführung der Hanbaliyya in den Hedschas (Ḥiǧāz) und damit durch das Wächteramt über die zwei heiligen Stätten Mekka und Medina sowie durch seine minimalistische (brutalisierte) Rechtsfindungslehre sozusagen unwiderstehlich verstärkt.

Der Hanbalismus eines Abd al-Wahhab („Wahhabismus“) wurde über den Hanbalismus eines Ibn Taimiyya (1263-1328) wegweisend geprägt. Doch zu sagen, dass die Saudis und ihre (unmittelbar von ibn Wahhab abstammende) Predigerdynastie der Āl asch-Schaich (Āl aš-Šayḫ) islamjuristisch (islamisch) betrachtet echte alte Hanbaliten sind, ist in Deutschland politisch nicht gewollt, allen Panzerlieferungen zum Trotz.

Dann nämlich würde man beispielsweise den 1943 geborenen Großmufti (seit 1999) und stellvertretenden Justizminister ‚Abd al-‚Azīz bin ‚Abdullāh Āl asch-Schaich, der zehn- oder zwölfjährige Mädchen islamisch verheiraten lassen will: „Unsere Mütter und Großmütter wurden verheiratet, als sie kaum zwölf Jahre alt waren. Gute Erziehung bereitet das Mädchen auch dieses Alters auf alle ehelichen Pflichten vor. Our mothers and grandmothers got married when they were barely 12. Good upbringing makes a girl ready to perform all marital duties at that age“, der 2004 feststellte, dass, bei Anwesenheit von Männern, unverschleierte Frauen „verursachen, dass sich das Tor zum Bösen öffnet. [Unveiled women] cause the doors of evil to open)“ und der am 15. März 2012 befand, dass „alle Kirchen auf der Arabischen Halbinsel zu zerstören sind. All churches in the Arabian Peninsula must be destroyed“, als einen koranfrommen aufrechten Muslim erkennen und nicht, wie islamdialogisch sprich faktenfern noch ein Weilchen verkündbar, als einen Exzentriker oder Sektierer, der seine von uns sarkastisch als iKfR etikettierte „im Kern friedliche Religion“ (Hans-Gert Pöttering 2008, Horst Köhler 2010) doch irgendwie missverstanden hat.

„Im Kern“ ist die Religion von Scharia und Fiqh unfriedlich, denn der Nichtmuslim ist im islamischen „Kern“ zu verängstigen und zu quälen und die Frau gleich mit. Im islamischen Kern herrscht Krieg, Kernspaltung sozusagen. Allahzentrisch kreiseln im iranischen Natans Uran anreichernde Gas-Zentrifugen der absolutes Islamsystem herstellenden iKfR-Atombombe entgegen, während der seit dem 13.11.2012 kaum noch zu stoppende Hamburger Staatsvertrag dem Islam der Millî-Görüş-Bewegung und der schiitischen Ayatollahs schier unbegrenzten Einfluss auf Bildungspolitik, Rundfunk und Legislative der großen Hansestadt einräumt.

Auch für Schah Waliullah war der Rechtsgehorsam des Taqlid, in die reinen Befehle von Koran und Sunna zurückkehrend, in größerer Einfalt (Glaubensstrenge) aufzulösen. Dieses Transzendieren der Rechtsschulen nennen wir urgemeindlich (volkspädagogisch wirft man Nebel und sagt: „salafistisch“), es ist in seinem Fiqh schlicht hanbalitisch, anders gesagt: korantreu, medinensisch (dem Stadtstaat von Medina verpflichtet) oder, um es kurz zu sagen, es ist muslimisch.

Simplify your life. Eigentlich ist also jedes innerislamische Urgemeindlichmachen auf Kosten der ihre Juristerei in feinsten Verzweigungen erarbeitenden drei anderen Rechtsschulen, jede Salafisierung nur ein Wiederholen der auf komplizierte Islamjurisprudenz bewusst verzichtenden Forderung des Aḥmad bin Ḥanbal († 855) und ist jeder irdisches Islamsystem schaffende Kult um die Salaf eine Hanbalisierung.

Auch insofern bringt der missionarisch aktive Zakir Naik, brachte der antisäkulare Staatsdenker Raschid Rida (Rašīd bin ʿAlī Riḍā, 1865 – 1935) oder schuf der Hoftheologe Abdel Wahhab nichts Neues und waren oder sind Naik, Rida, Wahhab oder Pierre Vogel alles andere als ein Fremdkörper im hanbalitischen Fiqh oder überhaupt im Islam. Der ertappten Ehebrecherin oder dem angeblichen Verderbenstifter auf Erden selbst ist es übrigens vermutlich unwichtig, ob sie oder er morgen bei Sonnenaufgang schariarechtlich differenziert z. B. nach Imam asch-Schafi’i oder aber „holzschnittartig“ (Christoph Erhardt: „die rückwärtsgewandten, holzschnittartigen Lehren der Salafisten“)[8] sowie „extrem vereinfacht“ (Ahmad Mansour: „einseitig dargestellt und extrem vereinfacht“)[9] nach Ahmad ibn Hanbal hingerichtet wird, nur der Bevölkerung will unsere Regierung noch so lange wie möglich erzählen, die salafistische HAMAS bzw. die salafistischen Wahhabiten würden dem Islam unrecht tun und der Islam von Scharia und Fiqh sei zeitnah modernisierbar und im Grunde („im Kern“ …) schon heute demokratietauglich.

Schah Waliullah war Zeitgenosse des Abdel Wahhab und wirkte in Indien sehr ähnlich wie jener es auf der Arabischen Halbinsel tat. Waliullah stiftete mit der von ihm beeinflussten Ṭarīqa-yi Muḥammadīya und der aus ihr Mitte des 19. Jahrhunderts entsprossenen, zusätzlich auch an ibn Taimiyya orientierten Ahl-i Hadîth (heute von Mumbay aus etwa als: AHYA Call and Guidance Center) das südasiatische Pendant zum Wahhabismus. Bei einer Internetseite, die sich Ahl-i Hadîth nennt, zitiert man wahhabitische Scheiche wie bin Baz und verbietet nicht nur das Beten an Gräbern, sondern fordert, dass in Moscheen bestehende Gräber zu öffnen sind und dass die sterblichen Überreste islamisch korrekt neu vergraben werden müssen.[10]

Das Verbot, an Gräbern zu beten, wird, wie eigentlich alles im Islam, oft menschenverachtend wortwörtlich ausgelegt. Im August 2012 zerstörten bewaffnete nordafrikanische Anhänger eines radikalen Islam Sufischreine, Bibliotheken und teilweise in Moscheen gelegene Gräber in den Städten Zlitan, Tripoli and Misrata, was einen Beobachter in Pakistan vernünftigerweise an die Sprengung der afghanischen Buddhastatuen durch die Taliban im Jahre 2001 erinnert oder an die Vernichtung des Sufi-Heiligtums in Timbuktu in Mali im Vormonat.[11]

Der genannte ibn Qayīm al-Ǧauzīya[12] (1292-1350) war sechzehn Jahre lang Schüler des hinsichtlich Kalām (glaubensfromme Rede innerhalb der Grenzen der Scharia) und Fiqh (Allahs Herrschaft herstellende Schariajurisprudenz) als Hanbalit zu bezeichnenden ibn Taimīya, erstellte einen Korantafsir und wird wie sein Meister heute besonders unter den ausgesprochenen Urgemeindlern („Salafis“) verehrt; ibn Taimiyya genießt spätestens seit den Tagen des Sayyid Qutb zusätzliches Ansehen unter den dortigen Theoretikern des ultimativen Überzeugens der Nichtmuslime, des Dschihad. Imam Ibnul Qayyim sprich al-Ǧauzīya verfasste ferner den Aḥkām Ahl aḏ-Ḏimma, jenes Standardwerk zum islamrechtlich korrekten (kulturrassistischen) Umgang mit den Dhimmis, den im Islam „differenziert“ zu versklavenden Juden und Christen, was uns vermuten lassen darf, dass auch die Muslimbrüder und auch in Marokko Dhimmitude und Kalifat reinstallieren wollen.

Vor der aus einer geheiligten und heilssichernden Frauenentwürdigung und Rechtsspaltung herauswachsenden Herrschaft Allahs, vor dem Kalifat möchte die Deutsche Islamkonferenz die Bürger also nicht warnen, was auch mit milliardenschweren Panzerverkäufen zu tun haben könnte (nach den skandalösen Plänen des Vorjahres zum Massenexport von Kampfpanzer Leopard 2A7+ sollen inzwischen 200 Radpanzer Typ Boxer verkauft werden; Indonesien und die Emirate bekommen auch Leopard). Wie die seit Januar 2012 in Syrien für das Volk Großsyriens und gemäß Koran 9:38 „auf dem Wege Allahs“ (fī sabīli Llāhi) vorwärts schreitende (mordende) Dschabhat (Front) al-Nusra, Ǧabhat an-Nuṣra li Ahl aš-Šāms, oder die 1953 in Jerusalem aus der Muslimbruderschaft hervorgegangene Hizb-ut-Tahrir, so ist auch die 1928 gegründete Muslimbruderschaft eine Kalifatsbewegung[13]

Islaminstallierung geschieht, etwa über den Hamburger Staatsvertrag vom 13. November 2012, in einer erregenden Gestimmtheit, ähnlich wie beim kriminellen Hütchenspiel. Wer dort nicht mitspielt und kein Geld einsetzt, sondern nur zugucken will oder wer den Trick durchschaut haben könnte, wird vom improvisierten Spieltisch abgedrängt. Anschließend erfolgt das Einstreichen des Gewinns immer durch Einschüchterung oder Diebstahl. Auch dem Islametablieren geht das Einschüchtern voraus, später dann ist die beibehaltene Herrschaft Allahs auch nach innen permanente Erpressung.

Mohammed oder der Din oder Allah oder der Tauhid ist nicht teilbar. Auch die Umma oder die Scharia gibt es nur unversehrt, hundertprozentig, der muslimische Nonkonforme wird zum Schweigen gebracht oder er war Maskerade und diente als lockende Trickfigur des Kalifats, die man in Rathäusern oder Kirchen herumreichen konnte. Islamaktivisten haben nur ein Kalifat, aber mehrere Werbestrategien und Lügen. Die sicherlich keinen Gewerbeschein besitzenden Trickbetrüger beim Hütchenspiel benutzen nur ein Objekt des Begehrens, aber mehrere schnell verschobene Hütchen:

Einige Gelehrte schlugen eine Aufteilung der Handlungen des Propheten vor

Scheich Muhammad Al-Taher ibn ‚Ashour, Author von Maqasid al-Shari’ah al-Islamiah, gehörte zu den zeitgenössichen Gelehrten auf diesem Gebiet, die wertvolle Beiträge lieferten. Führend beim Herausarbeiten der unterschiedlichen Typen prophetischen Handelns jedoch war der Pionier der Grundsätze der Islamjurisprudenz [Fiqh], Shihab Al-Din Al-Qarafi (1228–1285). In mehreren Büchern veranschaulichte er diese Erkenntnisse, etwa in der berühmten Fiqh-Enzyklopädie Az-Zakirah. Schließlich gibt es in dieser Angelegenheit noch ein Spezialwerk, das Al-Ihkam fi Tamiez al-Fatwa ‚an al-Hakam wa Tasarufat al-Qadi wa al-Imam.

Šihāb ad-Dīn al-Qarāfī wurde 1228 in Oberägypten in eine Berberfamilie des Stammes der Ṣanhāǧa (Iẓnagen) geboren und war später als malikitischer „Jurist“ berühmt, das bedeutet als ein urteilend „Gerechtigkeit“ (Islamsystem, Herrschaft Allahs) herstellender und somit inschallah vor der Hölle bewahrender Schariajurist. Mit dem Fiqhlexikon dürfte Aḏ-Ḏakīra fi Furūʿ al-Mālikīya (The Stored Treasure; zu. ḏikr, Erinnerung, Gedächtnis; Andacht) gemeint sein. Ebenfalls von al-Qarāfī stammt das vom Politiker erwähnte Al-Aḥkām fi Tamīz al-Fatāwī ʿan al-Aḥkām wa Taṣarufāt al-Qāḍī wa al-Imam (neu aufgelegt in Rabat 1974, Marokko, oder in Beirut 2009, Libanon).[14]

Es geht also um Vorgaben für die Siyar (sg. Sīra, Kriegs- und Fremdenrecht, Allahs Außenpolitik gegenüber den Ungläubigen; PJD-Führer Othmani sagt Spezialwerk, his specialized book on the subject). Es geht um die Handbücher für Dschihad und Dhimmitude des bedeutendsten malikitischen Schariajuristen des dreizehnten Jahrhunderts – für das heranwachsende maghrebinische Imamat.

Diesen versammelten Bemühungen folgend, lassen sich die prophetischen Handlungen grundsätzlich so einteilen:

1. Gesetzgebendes Handeln. Handlungen, die Mohammed durchführte, um ein Beispiel zu geben, das nachgeahmt und eingehalten wird. Diese wiederum unterteilen sich in:

a. Handlungen allgemeiner Gesetzgebung, gültig für die gesamte Umma und bis zum Tage der Auferstehung. Diese Handlungen sind uns entweder überliefert oder werden als Fatwen gegeben.

b. Handlungen spezieller Gesetzgebung. Diese beziehen sich auf einen bestimmten Ort, eine bestimmte Zeit, einen bestimmten Zustand oder eine bestimmte Person und sind nicht an die gesamte Umma gerichtet. Diese [prophetischen d. h. von Mohammed vorbildlich ausgeübten] Handlungen beziehen sich auf gerichtliche, imamatische und private Handlungen. Diese Handlungen verpflichten nur die Person, an die sie gerichtet wurden und niemanden sonst. Manchmal werden sie als partielle oder parteiische Aktionen oder als partielle oder parteiische Rechtsvorschriften bzw. Abhandlungen bezeichnet.

Ja wie sind sie denn nun anzuwenden, Koransure und Hadithvers, unveränderbar brutal bis zum Weltenende oder schlüpfrig bis willkürlich im Hier und Jetzt? Der muslimische Endverbraucher hat diese Frage gar nicht zu entscheiden, sondern Rechtsschule, Scheich oder Stammesführer zu folgen – und als Frau einen Schleier zu tragen. Die Mär vom irgendwie lösbaren Geheimnis des islamischen Stabilen und Elastischen wird inzwischen überall und immer lauter geraunt, schließlich muss der Islam integriert werden und die islamrechtliche Ungleichbehandlung postmodern rechtlich gleichgestellt. Im Mai 2005 tagte man in Sarajevo zum Thema The Changeable and Unchangeable in Islamic Thought and Practice, einen Vortrag zu How to be an European Muslim hielt Tariq Ramadan.[15]

Zwei Mühlsteinen gleich zerreiben die beiden Geister von islamischer Dynamik und islamischer Statik die Voraussetzungen für Logik und Phantasie, Wissenschaft und Widerspruch. Begeistert forscht man am Osnabrücker IIT, dem Institut für Islamische Theologie: „Religiöse Normen in der Moderne. Zum wandelbaren und statischen Teil des Islam“, die Institutsleitung des IIT haben Bülent Ucar und, stellvertretend, Rauf Ceylan inne. Zwei jahrein jahraus den Hidschab tragende Autorinnen der Seite Nafisa forschen an Osnabrücks Uni mit zum Wandelbaren und Statischen Teil der Schariapflicht, Nafisa verlinkt zum Islamologischen Institut des für seine Kamel-Fatwa bekannt gewordenen Amir Zaidan sowie zur 1995 von Ibrahim el-Zayat mitgegründeten GMSG, der Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler/Innen. GMSG-Vorsitzender Norbert Müller ist von Gründung an (1999) in der Hamburger Schura aktiv, zurzeit als Beisitzer. Einer der drei Vorsitzenden der Schura Hamburg ist Millî-Görüş-Funktionär Mustafa Yoldas.[16] Alles eine Frage des islamischen Changeable and Unchangeable …

Alles ist Eins (Tauhid; nur der Teufel sieht das anders), und letzten Endes überbrückt der Gott von Kindbraut und Dschihad jeden Unterschied, auch den zwischen Rechtsstaat und Kalifat. Aus dem Grundsatzpapier der Hamburger Schura: „Als Bürger dieser Gesellschaft, in Anbetracht der Grundsätze der Menschenrechte und Demokratie wie auch der Dynamik des islamischen Rechts und der kollektiven Vernunft, besteht für uns keine Unvereinbarkeit zwischen Grundgesetz und Scharia.“

Und Allah greift immer von der Seite an, von der der Feind es am wenigsten erwartet. Notfalls über einen humanistisch klingenden „Offenbarungsanlass“, mit dem sich der Islam dann doch noch ins europäische oder deutsche Recht integrieren lassen müsste:

2. Nichtgesetzgebendes Handeln. Das sind Handlungen, die weder der Umma noch den Angesprochenen gegenüber als zu befolgendes Modell dienen sollen, darunter auf Körperlichkeit und Triebleben bezogene, alltagsbezogene, belehrende und private Handlungen.

Ein derartiges Einteilen beeinflusst das Verständnis von Religion und den Umgang mit der Prophetentradition günstig gegenüber der einseitigen Herangehensweise … all jener, die die Überlieferung innerhalb des Rahmens von Wortlaut und Sprachstruktur zwar verfeinerten, doch die Umstände von Umgebung und die [prophetische] Absicht außer Acht ließen (They confined the sayings within the framework of the wordings and the linguistic structures, not considering the surrounding circumstances and context).

Wir nähern uns den berüchtigten „Anlässen“ der Rede Allahs (occasions of revelation, circumstances of revelation), mit denen der Penzberger Imam Bajrambejamin Idriz Künstlername Benjamin Idriz bislang eher erfolglos versucht, ein bisschen Gleichberechtigung der Frau in den Islam zu integrieren. Mit einem Beschwören, der von allen Menschen ausschließlich für Mohammed wahrnehmbar gewordenen, jüngsten Offenbarungsanlässe (asbāb an-nuzūl)[17] lässt sich als ewiggestriger oder postmoderner Schariatisierer nicht nur die vermeintliche Rangfolge einzelner Koransuren herstellen (das ist nasḫ, die Abrogation, der für menschliches Verstehen und Gehorchen bedeutsame Vers ist nāsiḫ, aufhebend, der zweitrangige mansūḫ, abrogiert oder aufgehoben), sondern die vollständige Islamische Revolution hinter einem Schleier von theologischem Gequatsche unsichtbar machen.

Dann aber würde man die Sunna des Propheten in abstrakte Prinzipien und Regeln verwandeln, die nichts mit der dynamischen Realität, der Komplexität menschlichen Lebens oder den im Laufe der Zeit gewandelten Wirklichkeiten zu tun haben.

Das hinsichtlich seiner Fließeigenschaften nahezu feste, superzähe Pech enthält zwar Öl, aber ist schwarz von den Stäuben der Holzkohle. In Wartephase ist Islam scheinbar bewegungslos, wie der Stoff Pech. Bei nicht verhindertem Eindringen von Wissenschaft und universellem Menschenrecht sowie bei widerwärtig schariafeindlichen Außenbedingungen kann und muss sich Islam gleichsam einigeln und für sein Voranschreiten Zeit lassen, geduldig wie die extrem langsam fallenden Tropfen beim Pitch drop experiment oder Pechexperiment.[18]

Den alle paar Jahrzehnte oder Generationen auftretenden Dschihad könnten wir allerdings ebenso mit dem Pechtropfenfall versinnbildlichen: der fröhliche Dhimmi freut sich über eine gewandelte Schariapraxis (Fiqh; Mythos Idschtihad), hat postmodern geschichtsvergessen ohnehin die Übersicht verloren und erinnert sich nicht mehr an das letzte Pogrom. Den Wechsel der kalifatischen Fließgeschwindigkeit, pechhaft zäh oder ölig rasant, gilt es situationsangepasst zu variieren, und das zu koordinieren macht die Muslimbruderschaft.

Am durch eine deutsche Kanzlerin oder einen marokkanischen König dreist verhinderten Islamsystem hat der Wortgläubige allerdings sehr zu leiden, denn sofern hier sein mangelnder Einsatz ursächlich ist droht ihm schlimme jenseitige Strafe. Je reiner aber das Öl des Islam den porösen Stein der Dschahiliyya berührt, desto niedriger seine Viskosität und desto schneller sein Vordringen hinein in die feinsten Ritzen des Unglaubens. Zwischen zähem und leichtem Fließen kann sich der himmelsgesetztlich starre Islam situativ entscheiden – das und nichts anderes ist die „Flexibilität“ der Scharia. Am Ende gibt es nur noch himmlische Paragraphen und ist alles Nichtislamische „flexibel“ beseitigt.

Damit die Dhimmis die heimtückisch elastisch voranschreitende Rechtsspaltung nicht stören und die eigenen Frauen oder jedenfalls die für den Islam gewonnenen Konvertitinnen das Märchen vom toleranten Islam glauben, wird für einen frühlingsfrischen „eigentlichen“ Islam geworben. Schleierzwang, Apostasieverbot und Dschihad würden nichts als den Mangel an Anpassung an das Situative verraten, seien graue Theorie:

Eine solche Herangehensweise verwendet die Sunna als völlig abstrakte Gesetzgebung, die nichts mit den Veränderlichkeiten der jeweiligen politischen und sozialen Wirklichkeit zu tun hat und die von der menschlichen Wesensart und Veranlagung weit entfernt ist (that has nothing to do with the variables of a specific political or social reality and which is remote even from human nature).

Islam prima, Situation prima.

Islamkritik menschenfeindlich, der Islamkritiker ist zu ächten und auszugrenzen.

Deshalb forderte Shihab Ad-Din Al-Qarafi eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Typen prophetischen Handelns … In diesem Sinne stellte auch Ibn Al-Qayyim Jawziyyah die wichtige Regel auf:

„Jene prophetischen Überlieferungen, die einzelfallorientiert und personenbezogen (partial and private) sind, sollten nicht für allgemeingültig (general) gehalten werden und ebensowenig sollten die allgemeingültigen für situativ oder personenbezogen gehalten werden, das würde Brüche und Widerprüchlichkeiten erzeugen.“

Genau, als deutscher Imam oder Mollah zu sagen, dass der Apostat überhaupt gar nicht mehr getötet werden darf, würde Muslime sehr irritieren.

Mit diesem Trick spielen die Islamaktivisten (in Deutschland volkspädagogisch irreführend Islamisten genannt) auf Zeit, den mehr und mehr zur Sorte Mensch werdenden Nichtmuslimen macht man noch ein paar Jahre lang weis, dass Hidschab und Talaq nicht unbedingt sein müssen. Sobald Schleier und Verstoßung durchgesetzt (legal) sind wie neuerdings in Großbritannien, erzählt man den Dhimmis, die Möglichkeit zu Kindbraut und Mädchenbeschneidung sei in Westeuropa islamrechtlich nicht unbedingt erforderlich, jedenfalls solange, bis der Skandale fürchtende und seine Abschaffung billigende Rechtsstaat auch hierbei nachgibt und die zwölfjährige Ehefrau im Namen des friedlichen Zusammenlebens integriert (wie seit Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten in Griechenland praktiziert) und die FGM ebenso ins elterliche Belieben gestellt werden wird wie es in diesen Monaten mit der das Kindeswohl schädigenden MGM der Fall ist. Dann muss die Flexibilität der Scharia nur noch ein letztes Mal beschworen werden, der Dschihad sei gar nicht unbedingt nötig.

Da wird das Kalifat doch glatt zum Einzelfall.

Der Teufel schläft nie und will Seelen ins Feuer locken und der Gnadenstand mit Allah ist nur durch absoluten Schariagehorsam zu bewahren:

Handlungen Mohammeds als ein Imam

Die Handlungen Mohammeds als ein Imam werden als die eines Staatsführers definiert: einer, der die staatlichen Angelegenheiten im Sinne der Aufrechterhaltung aller staatlichen Anliegen ordnet und im Sinne der Abwehr des Unheils (warding off any kind of evil).

Die Präambel einer 1981 der UNESCO eingereichten Allgemeinen Islamischen Erklärung der Menschenrechte (Universal Islamic Declaration of Human Rights) stellt fest:

„Deshalb wurde es für die Muslime eine Pflicht, alle Menschen vom Aufruf (da’wa) zum Islam in Kenntnis zu setzen, im Gehorsam gegenüber dem Auftrag ihres Herrn: »Aus euch soll eine Gemeinschaft (von Leuten) werden, die zum Guten aufrufen, gebieten, was Recht ist, und verbieten, was verwerflich ist« (Koran 3:104), und in Erfüllung des Rechts der Menschheit gegen sie als aufrichtiger Beitrag zur Rettung der Welt aus allen Übeln, die sie befallen haben, und als Befreiung der Völker von mannigfaltigen Plagen, unter denen sie stöhnen.“

Dort stellt Artikel 14 fest:

„a) Jeder hat das Recht, allein oder mit anderen am Leben der Gemeinschaft teilzunehmen: religiös, gesellschaftlich, kulturell, politisch usw., und die Institution einzurichten oder die Mittel zu schaffen, die zur Ausübung dieses Rechts notwendig sind … Es ist das Recht und die Pflicht eines jeden, das Rechte zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten und von der Gesellschaft die Einrichtungen derjenigen Institution zu verlangen, die für die Individuen die Erfüllung dieser Verantwortung ermöglichen, um sich gegenseitig zur Frömmigkeit und Gottesfurcht zu verhelfen: »Aus euch soll eine Gemeinschaft werden, die zum Guten aufruft, gebietet, was recht ist und verbietet, was verwerflich ist« (Koran 3, 104).“[19]

Welche Folgen Erlaubt und Verboten für Leib und Leben haben, führt die neun Jahre später von der OIC angenommene Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam aus, The Cairo Declaration on Human Rights in Islam:

„a) Das Leben ist ein Geschenk Gottes, und das Recht auf Leben wird jedem Menschen garantiert. Es ist die Pflicht des einzelnen, der Gesellschaft und der Staaten, dieses Recht vor Verletzung zu schützen, und es ist verboten, einem anderen das Leben zu nehmen, außer wenn die Scharia es verlangt. … c) Solange Gott dem Menschen das Leben gewährt, muß es nach der Scharia geschützt werden. d) Das Recht auf körperliche Unversehrtheit wird garantiert. Jeder Staat ist verpflichtet, dieses Recht zu schützen, und es ist verboten, dieses Recht zu verletzen, außer wenn ein von der Scharia vorgeschriebener Grund vorliegt.“

Hisba, Schariadurchsetzung, die Ethik und Prügelpraxis der Religionspolizei. Wer aber bereits als Kind zum Sunnagehorsam erzogen worden ist, macht als Erwachsener keine Dummheiten, verstößt nicht gegen die vom Himmel gesetzten Grenzen und muss inschallah auf Erden nicht bestraft werden, weiß die von den Bremer Brüdern Özoguz betriebene Seite ESLAM:

„Allgemein gilt, dass alle religiös Erwachsenen dazu unter bestimmten Umständen religiös verpflichtet sind … Das Prinzip Gutes gebieten und Schlechtes verwehren findet seine häufigste Anwendung bei der Kindererziehung. Dabei gibt es verschiedene Stufen. Wenn das Ziel mit einer einfachen Stufe erzielt werden kann, ist es nicht zulässig, höhere (strengere) Stufen anzuwenden (siehe: Imam Chomeini (…)). So ist es z.B. nicht erlaubt, eine Strafe anzudrohen, wenn bereits der freundliche Hinweis das Schlechte abwehren kann.“[20]

Es wird imamisch, wir nähern uns der Bedeutung des Titels prophetische Menschenführung. Führer befiehl, wir folgen dir:

Als Führer traf Mohammed die notwendigen Entscheidungen und ordnete Vorgehensweisen an, um die Ziele zu erreichen, die von der Scharia vorgegeben sind. (The Prophet, as a leader, took the necessary decisions and procedures to achieve the objectives of Shari’ah in society). Einige Gelehrte nennen diese Handlungen schariabasierte Politikgestaltung oder islamgemäße Staatsführung (Shari’ah-based policy or that of the leadership of the state).

Arbeitsteilung flexibler Bartlänge. Die globale Muslimbruderschaft ist nicht nur eine Kalifatsbewegung, sondern in Theologie und Strategie streng urgemeindlich (medinensisch, „salafistisch“). Die flackeräugigen Nichtmuslimbrüder mit „östlichem“ Kittelhemd, Gebetsmütze, Pantoffeln und Knüppeln sind die Langbartsalafis, die angeblich moderaten, Sozialwerke und Parteien aufbauenden und einen feinen „westlichen“ Anzug tragenden Muslimbrüder und Islampolitiker wie Chalid Maschal (Ḫālid Mašʿal) von der terroristischen Hamas, Ägyptens vorletzte Zurückhaltung übender Theofaschist Mursi oder Marokkos Parteiführer Othmani sind die Kurzbartsalafis.

Im September 2009 nahm der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag Ruprecht Polenz Kontakt zur Hamas auf und wollte „ausloten, welche Flexibilität bei Hamas besteht.“[21] Im Dezember 2012 fordert Grünen-Politikerin Claudia Roth: „Es geht um Verhandlungen auch mit dem pragmatischen Teil der Hamas“, was den Blog Tapfer im Nirgendwo fragen lässt: „Was würde Claudia Roth sagen, wenn ausländische Politiker die Grünen ausdrücklich auffordern würden, mit dem „pragmatischen Teil“ der NPD zu verhandeln?“[22]

Andrew C. McCarthy erkannte im Mai 2011: „Muslimbrüder sind Salafisten. The Muslim Brothers are Salafists, … Schritt für Schritt und Staat um Staat wollen sie die das Islamische Recht und System einführen, bis Allahs Herrschaft weltweit verwirklicht ist. It is the goal of the Brotherhood: … gradually implement sharia, enclave by enclave, country by country, until a global caliphate is established.“[23]

Das Prophetentum als Kern und die kontextuale Hülle. Der Himmel ermächtigte Mohammed zum Herrschen und der heutige Führer der inschallah die Seelen der Menschen vor dem Feuer rettenden Staatlichkeit wird Imam genannt. Doch muss sich heutige imamische, mohammedorientierte Führung mit dem Profanen und sogar dem Gottlosen auseinandersetzen und ist allein deshalb im Rang herabgestuft gegenüber jenem makellosen Kern, der alles prophetische Handeln und Offenbaren enthält und ein paar Engel.

Um das Schlimmste zu verhindern, das verschlossene Tor ins Paradies, ist unsere von moralischen und juristischen Finsternissen (ẓalām; Barino: „Dschahiliya ist die Zeit in der ein anderer als Allah die Gesetze macht“) verschmutzte irdische Umgebung islamisch zu deuten und mit korangemäßen Bildungsprogrammen, Paragraphen und Gerichtsurteilen islamisch zu bändigen:

Einige klassische Gelehrte der Prinzipien des Fiqh (Islamic jurisprudence) nutzten jenen Kontext, in dem sich Mohammeds Handeln ereignete, für uns also das Hier und Heute, in Bezug auf die Staatsführung.

1. Der Imam, bemerkte al-Qarafi, ist die Person, welche „die Vollmacht [Allahs] innehat, gegenüber allen Menschen und Interessengruppen die Regeln des Zusammenlebens auszugestalten (authorized to manage the public policy of the people and interests), das Böse abzuwehren (to ward off evil), Straftäter zu unterdrücken (to repress criminals), Gewaltherrscher umzubringen (to execute despots) und den Menschen im Land eine Heimstatt zu bieten (and to accommodate citizens in the territory).“

Ohne das auf Erden von dir aufgebaute oder zumindest mühsam erstrebte Kalifat verspielst du die absolute Heimkehr hochwahrscheinlich, die ewige Nähe zu Allah.

2. Der Imam hat das Recht auf vollziehende Gewalt (The imam is entitled executive power), die weder dem Mufti noch dem Richter gegeben ist. Die Erfüllung dieses Anspruchs eines Imamats bedeutet definitionsgemäß „dazu bestimmt zu sein, Macht und Regierungsgewalt zu verkörpern (is meant to include power and governance).“

Im Christentum verkörpert sich das Himmlische im gewaltlosen Jesus, im Islam verkörpert sich die himmlische Macht im Führer göttlicher Gewaltlizenz.

Überspringen wir die Abhandlung des ausgebildeten Psychiaters und marokkanischen Außenministers zu den vier bedeutendsten Kategorien prophetischer Ansprache und Rechtleitung und betrachten wir die die von ansteigendem Glaubensfieber erhitzte Gesellschaft:

Aufbau der Zivilgesellschaft (Creating the Civil State)

Die Handlungen des Propheten als Imam und unsere Vision einer schariabasierten Politik haben uns beflügelt, die staatsbildende islamische Jurisprudenz zu erneuern (for renovation of political fiqh) und viele ihrer Angelegenheiten zu überdenken. Ebenso schufen sie uns den Baugrund für eine methodische Achtsamkeit schariakonformer Alltagspolitik (Shari’ah-based policy) und gewährten vielen unter jenen ein entsprechendes aufmerksames Bewusstsein, die sich mit Rat und Tat für die soziale Islamische Wiederauferstehung einsetzen (among those interested in the Islamic revival, theoretically and practically).

Besonders in Bezug auf Angelegenheiten staatsbürgerlichen Handelns und politischen Gestaltens (matters connected to political activity) ist im Islam die Unterscheidung zwischen dem [von Allah geoffenbarten] Inspirierten und dem Menschengemachten grundsätzlich eindeutig und nachvollziehbar.

Nur gänzlich Unerleuchtete missverstehen das sinnliche und gesellige Kalifat oder Imamat als trockene Theokratie:

Alle Eigenheiten der Handlungen Mohammeds als eines Imam stellen heraus, das der Islamische Staat im Wesen und Kern vollkommen zivil ist und kein Gottesstaat westlichen Verständnisses (the Islamic state is essentially civil and not a religious one as deemed in the Western political approach). … Im Islam ist der Staat keine Theokratie (The state in Islam is not theocratic) und kann es keinen Staat geben, der von Kräften aus dem Jenseits oder durch Offenbarung inspiriert worden ist.

Zauberkünstler Othmani verblüfft also weiter, einen kleinen Seitenhieb an die Schia austeilend, deren höchste Ayatollahs, gewöhnlichen Sterblichen ungleich und ein wenig wie die Engel, begrenzten Einblick ins Jenseitige haben und zusätzlich sogar auf Erden kleine Wunder wirken.

Das Sunnitentum ist nüchterner. Der jenseitszentrierte Kalif hat das dem Verstehen enthobene Islamsystem diesseitig knallhart durchzusetzen und nur Mohammed hatte Einblick in al-Ġaib, in den Seinsbereich der Verborgenheit.

Der Staat im Islam ist immer ein weltlicher Staat (The state in Islam is a worldly state) … Ein islamischer Führer leitet seine Amtsbefugnis nicht aus dem Bereich des Transzendenten her, sondern ist ein ganz gewöhnlicher Mensch, freiwillig gewählt von der Gemeinschaft, die er vertritt und der gegenüber er verantwortlich ist (A leader in Islam does not acquire legitimacy from a transcendental power; he is an ordinary person willingly authorized and chosen by the Ummah of which he is representative and before which he is liable). Seine größte Verantwortung für all sein Tun und Lassen besteht gegenüber Allah (He is, above all, liable for each and every action before Allah).

Sarkasmus mit Othmanizitaten: Briefträger bringt Einschreiben: Hiermit erhalten Sie die Verfügung über Ihre Auspeitschung, einzulösen ab Mitte nächster Woche; der für Ihren Fall zuständige Richter, „ein ganz gewöhnlicher Mensch“, veranlasst das nicht aus Egoismus oder auf himmlische Einflüsterung hin, vielmehr gilt: „seine größte Verantwortung für all sein Tun und Lassen besteht gegenüber Allah“. Verehrer von Osama bin Laden oder Mohammed Atta könnten über ihr Vorbild ebenfalls sagen: „He is, above all, liable for each and every action before Allah.“

Leider völlig ernsthaft macht der Außenminister und Parteiführer weiter:

Als sie über schariakonforme Politik oder die Rolle des Imam im Islam nachdachten, hoben die wegweisenden alten muslimischen Staatsrechtler (Classical Muslim political jurists) diese Kriterien stets hervor. … Abu Al Hasan Al-Mawardi definierte das Imamat als „Stellvertreterschaft im Namen des Prophetentums und zum Schutze von Religion und weltlicher Politik.“ Ibn Khaldun sagte: „Es ist eine Vollmacht, die Religion zu schützen und die irdische Politik.“ Anschließend ergänzte er: „wenn wir ihn als Kalifen bezeichnen, dann nur deshalb, weil er in Bezug auf die Handhabung der Angelegenheiten der Umma Nachfolger Mohammeds ist“.

Das Wort Erfahrung klingt ergreifend (das Denken vernebelnd?) nach Selbstfindungsseminar per Urschreitherapie oder Bewusstseinsentwicklung beim Guru, nach naturnahem Urlaub oder einer über Jahre hinweg erworben Lebensweisheit. Deutschlands ekstatische Postmodernisten in Erziehung und Politik kommen auch insofern dem Schariasystem und Imamat entgegen, als dass sie immer öfter von „Erfahrungswissen“ sprechen. Das sittsame Kopftuchmädchen erlebe ein von der Öffentlichkeit gefälligst wertzuschätzendes anderes Welterfahren als das nackthaarige Christenmädchen, beiderlei Seinsweise zu dulden und zu fördern sei eine Frage der wertvollen kulturellen Vielfalt, und eine koranlesende Familie, die ihre Tochter auf Klassenfahrt schicken müsste und nicht arrangiert in eine Ehe drängen dürfte (Ursula Boos-Nünning: Familialismus, Virginität),[24] würde mitleidlos aus dem altehrwürdigen islamischen kollektiven Erleben herausgerissen, was schon erlebnispädagogisch nicht angehen könne aber auch nicht juristisch. Die zeitgenössischen edlen Wilden als die gottesfürchtigen, vor Verwestlichung sprich Verweltlichung zu bewahrenden Muslime dürfen demzufolge durch ihre Imame und Islamverbände (Euro-Imamat?) in die vollen Schariapflichten eingesperrt werden, um ihr vormodernes bzw. gegenmodernes „Erfahrungswissen“ Generation um Generation weiter zu tragen.

Volker Beck etwa stellte 2012 das eigene sowie das halachagemäße bzw. schariakonforme sinnliche Welterleben zum elterlich versehrbaren männlichen Kindergenital so in den Raum:

„Zudem vollzieht sich mit der „Trauma“-Behauptung ein unangemessener Angriff der Expertenabstraktionen auf jenes Erfahrungswissen, von dem die Beschneidung doch ganz nüchtern eingeschätzt wird: Muss man nicht machen, kann man machen, nutzt nichts, schadet nicht … Und was den Körper betrifft, so erkennt gerade das aufgeklärte Erfahrungswissen moderner Gesellschaften, dass die Beschneidung der Penisvorhaut bei sachgemäßer Durchführung keine körperlichen Folgeschäden verursacht: Wir grenzen sie selbstverständlich ab von der grausamen Verstümmelung, wie sie die Klitorisbeschneidung bei Mädchen darstellt.“[25]

Das Letztgesagte meint die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) der UN-Klassifikation von Typ III, II oder I b, zur im Islam beispielsweise unter Schafiiten völlig üblichen Klitorisvorhautbeschneidung (FGM Typ I a) sagte Beck gerade nichts (wobei wir, wie Answering Islam überzeugend widerlegt, den Beteuerungen des amerikanischen Sufimeisters Nuh Ha Mim Keller keinen Glauben schenken dürfen, dass sich nämlich Islamic FGM lediglich auf die klitorale Vorhaut, gelegentlich und eher fälschlich: al-baẓr, bezöge und die eigentliche Klitoris, auch und vor allem korrekt: baẓr, unangetastet bliebe).[26]

2. Im zeitgenössischen Denken haben die Versuche einer Unterscheidung zwischen dem Religiösen und dem Politischen zu unterschiedlichen und widersprüchlichen Ergebnissen geführt. Das trifft auch auf den Westen zu, ungeachtet aller gemeinsamen Grundlagen zwischen der muslimischen Erfahrung und der des Westens. … In dieser Hinsicht ist es für uns, die wir unsere Art einer Demokratie aufrichten wollen, notwendig, aus der Erfahrung von anderen Menschen oder Kulturen Nutzen zu ziehen. Die politischen Erfahrungen der Menschheit (Human political experiences) haben in hohem Maße zur jeweiligen nationalen Stabilität beigetragen sowie zur Effizienz und Effektivität beim erfolgreichen Bewältigen aller staatlichen Aufgaben (to achieving stability of their nations and to rationalizing peoples‘ contribution in the management of the state affairs).

Es gibt unislamisches Verwaltungshandeln und es gibt Islampolitik. Staunend und ein wenig kopfschüttelnd steht der seine Wurzeln bewahrende Bewohner des islamisch erleuchteten Ostens vor dem seelenlosen politischen Treiben der Menschen des Okzidents. Einen derartigen Irrweg dürfen die Muslime im Himmels Willen nicht beschreiten.

Aber heilig ist die korangemäße Politik der Muslimbruderschaft gerade nicht. Das Tor zum Himmel stand nur für Mohammed ganz offen, und unantastbar sind seit dem Tode des Propheten in der Religion der radikalen Transzendenz, der zerstückelten und nur durch Allah zusammengehaltenen Augenblicke und der absolut riskanten Situation allenfalls Buchstabe und Klang von Sure und Hadith. Und wieder genießt es Saʿd ad-Dīn al-ʿ-Uṯmānī, den der Welt zugewandten Pragmatiker zu spielen. Die Integration aller Grundlagen und Hauptziele des von Allah geschaffenen und dem Verstand unbegreiflichen Islamischen Gesetzes fordert der Salafist allerdings dann doch ein:

Eine tiefgehende Analyse der westlichen politischen Erfahrungswerte versetzt uns in die Lage, ein Modell zu entwickeln, das Religion und Gesetzgebung miteinander in Einklang bringt und unsere besonderen Bedürfnisse berücksichtigt (one that responds to our special needs) … unabdingbar ist dabei, alles Heilige der Politik fern zu halten, sofern nicht die Grundlagen und wichtigsten Ziele der Scharia gemeint sind (the general principles and the main objectives of Shari’ah). Was also bleibt, ist eine menschliche, weltliche Angelegenheit; und auf dieser Ebene ist prophetische Führung völlig menschlich (The remaining is a human, worldly matter, and the Prophet’s actions of leadership in this context are purely human).

Der zum vollwertigen schariatischen Gesellschaftssystem (an-Niẓām al-Islāmī) gewordene (hoffentlich verhinderbare) künftige Staat der marokkanischen Muslimbrüder garantiert den Rahmen zur Erfüllung aller zwischenmenschlichen Pflichten (muʿamalāt), Voraussetzung für die Gültigkeit deiner Handlungen der Gottheit gegenüber (ʿibadāt).

Wenn die politischen Praktiken Mohammeds relativ sind, ist es auch die tätige Erfahrung des Kalifen. Wir, denen aufgetragen ist, den Fußspuren Mohammeds im Hinblick auf seine grundlegenden Methoden als Staatsführer zu folgen, ohne uns unversöhnlich an situationsgebundene Teilaspekte zu klammern, wir müssen die rechtgeleiteten Kalifen nur in Bezug auf ihre Nachfolge des Propheten annehmen, auf ihr Interagieren mit der jeweils gewandelten islamischen Realität sowie hinsichtlich ihrer Anwendung religiöser Aussagen (If we are obliged to follow in the footsteps of the Prophet’s general methods as a state leader, without intransigent adherence to partial rulings, we have then to take the rightly-guided caliphs as models only with regards to their following the Prophet, their interaction with the variable Islamic reality, and their application of religious statements).

Der Kalif als Sponti:

Institutionelle Formen, verfassungsmäßige Mechanismen sowie die gesetzgeberischen und politischen Interpretationen im Zeitalter der Kalifen sind nichts anderes als menschliche Resultate, die durch geschichtlichen Kontext, kulturelle Umstände und durch das Umfeld bedingt waren. Auf keinen Fall ist dieser Nachlass als jener unersetzbare Teil der Religion misszuverstehen, die alle Muslime in jeder Epoche verpflichtet. … Der Koran hingegen bleibt die unerschöpfliche Quelle der Inspiration, die allen Menschen in Übereinstimmung mit ihren Potentialen [größtmöglichen] Nutzen stiftet.

Bürgerbewegt engagiert und protestkulturell charmant dürfte es den global vertretenen Angehörigen der Spezies Gutmensch anmuten, wenn die Muslimbrüder davon reden, für Marokko eine heimelig-nestwarme „Zivilgesellschaft“ zu schaffen. Schließlich können auch in Europa erst mit einem derartigen Konzept nichtislamische und islamische Zivilgesellschaft miteinander in den „Dialog“ treten, ziemlich genau so, wie es die „Zivilisationen“ nach dem proislamistischen Modell der Alliance of Civilizations (AoC) im Weltmaßstab (terrorvermeidend freiwillig) zu tun haben.

Ob in Ägypten, Tunesien oder Marokko, die Erben von Hassan al-Banna wollen in die Parlamente. Da die Islamische Revolution noch nicht angewendet werden kann, möge das die völlige Schariatisierung frech verweigernde Königreich religionsfreundlich ausdünnen, um sich irgendwann selbst beseitigt haben. An seine Stelle wird eine Allahkratie (an Islamic state) getreten sein, dem Schattendasein des Ehrenamts entsprungen und inzwischen professionell aus Bildungsbetrieb und Sozialarbeit erwachsend.

Die nach pakistanischem oder iranischem Beispiel zu einer Islamischen Republik gewordene einstige Gegengesellschaft von Koranlektüre, Wohlverhaltensdrill und Gehirnwäsche (an Islamic state as a civil one) erblickt in Atheismus, Frauenrechten und sonstiger Verwestlichung lästigen Staub, den man erfolgreich abschütteln konnte; vorletztes Zitat des psychiatrisch geschulten Ministre des Affaires étrangères et de la Coopération, der auf Umerziehung der Bevölkerung setzt und die Könige noch ein Weilchen regieren lässt:

Mit [einer einheitlichen Islamischen Lebensform als Öffentlichkeit, Infrastruktur und Administration, mit] einem Islamischen Staat (Having an Islamic state as a civil one), der seine Legitimation durch seine Staatsbürger bezieht, öffnen sich die Muslime einer unaufhörlichen Weiterentwicklung der Regierungsform, die hinsichtlich der staatlichen Instrumentarien und der gesamten Staatsordnung alles Menschenmögliche [Gute] einschließt (that derives its legitimacy from its citizens makes Muslims more open to the incessant development of the form of government according to the humanly generated mechanisms and systems).

Muslimbrüdergemäße Jugend- und Erwachsenenbildung in jeder Straße, gottesfürchtige Mehrheitsbeschlüsse in Stadt und Provinz sowie korankonformes ministerielles Qualitätsmanagement beschere dem Land zwischen Agadir und Tétouan die permanente Islamische Revolution. Die Ikhwan droht Marokko nicht mit einem Flächenbrand, sondern wirbt für parlamentarische Arbeit nach Koran und Sunna.

Allah selbst (Sure 2:143) definiert die muslimische Weltgemeinde als die Nation des Harmonischen, Zentralen und der Wohlausgewogenheit, Thus, have We made of you an Ummah justly balanced. Schließlich will die Muslimbruderschaft als die mittlerweile auch in der Ukraine sowie als Sudentenbewegung im rumänischen Temeschwar aktive Bewegung der spirituellen und politischen Kunst des Ausgleichens, der „Mittigkeit“ (anglisiert Wasatiyya), nicht das brennend Heiße, sondern die angenehme Wärme.[27]

Seit seinen Fatwakommentaren von 1988 und 1993 fordert der Führer der 2004 gegründeten International Union for Muslim Scholars (IUMS, Sitz ist Dublin), Yusuf al-Qaradawi, eine Politik des [theologischen; machtpolitischen] Standorts der „Mittigkeit“ (method of the middle way: minhaj al-wasatiyya; middle way for the Islamic community of the middle: al-minhaj al-wasat lil-umma al-wasat). Bei wenig verhohlenem sunnitischem Führungsanspruch dürfen Schiiten, Ibaditen und Zaiditen ein bisschen in der IUMS mitmachen, eine medinatreue Fusionierung („Salafisierung“, wahrscheinlich nichts als Hanbalisierung) der vier Schulen des sunnitischen Fiqh und eine weltweite islamische Führung (die IAMS inzwischen IUMS redet von global Islamic authority) werden selbstbewusst angestrebt, universelle Menschenrechte werden dafür nicht benötigt.[28]

Angesichts des fortgesetzten Schweigens etwa der deutschen CDU zur Menschenfeindlichkeit von Scharia und Fiqh scheint es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich der bürgerlich klingende Zentralitätsbegriff („centrist“) der 2001 aus Christian Democrat International in Centrist Democrat International umgenannten CDI dem middle way der MB und dem koranischen justly balanced angeglichen haben wird.

Zentraldemokratisch „Mittigkeit“ (al-wasaṭīya) ausbreiten. Dschihad auf Sparflamme. Wir kommen zum Schluss:

Ebenfalls wird es sie noch mehr dazu befähigen, die beste Form der Demokratie anzuwenden (applying the best form of democracy), welche sie umso mehr mit Islamischen Prinzipien und Werten anreichern können, sodass sie mit der gebilligten demokratischen Form eine Erhabenheit des Glaubens erlangen und eine mitmenschliche und menschliche Fülle.

Die Bewohner des Westens und die Gottlosen unter den Marokkanern haben es nur noch nicht verstanden, dass die Idee der Volkssouveränität erst im Islamstaat ihre Erfüllung findet, so ließe sich mit Parteiführer Saadeddine Othmani sagen, und ergänzen: die beste Demokratie ist die Islamdemokratie.

Jetzt gilt es, den Roi des pauvres, König der Armen genannten Mohammed VI., geschätztes Privatvermögen zwei Milliarden Euro, so unter Druck zu setzen, dass er sich von seiner nahezu absoluten Herrschaft verabschiedet und eine konstitutionelle Monarchie gestattet, in deren Parlament mehr und mehr Mitglieder der Schariabewegung des Parti de la justice et du développement hineingewählt werden, der „mittig ausgewogenen“ PJD. Europas Multikulturfreunde werden solange wie möglich darüber begeistert sein, dass ein König dem Parlament mehr Mitsprache einräumen muss, Sozialdemokraten, Grüne und großkirchliche Initiativen werden sich schon bald darum reißen, mit den Führern des PJD reden zu dürfen. Noch ist, über die Centrist Democrat International (CDI) der marokkanische Parti de l’Istiqlal (Ḥizb al-Istiqlāl) Partnerpartei der CDU, doch könnte man als CDU-Mitglied den PJD denn nicht schon heute als Pendant zumindest der CSU ansehen? Wird sich, während die Königstreuen an Bedeutung verlieren, die CDU dem PJD denn nicht eines Tages als proreligiöse und wertkonservative Schwesterpartei empfehlen?

Schritte in diese Richtung gibt es – von der politischen Seite der Grünen und Liberalen. Am 07. Februar 2011 verglich Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) Ägyptens Muslim Brotherhood mit der CSU:

„Wir haben jahrelang in der Vorstellung gelebt, das eigentlich Schlimme das uns dann drohen könnte sind die Islamisten. Und nun stellt sich raus, unter denjenigen die da in der Opposition sind, sind die Muslimbrüder wahrscheinlich eher die gemäßigten und diejenigen die zur Mäßigung aufrufen, weil sie nämlich eine Mittelstandspartei sind. Die sind, [das] ist jetzt nicht als Polemik gemeint, aber um es sinnbildlich darzustellen, die sind so ein bisschen wie die CSU in Bayern“.[29]

Sechzehn Monate vergingen. Im Juni 2012 dann war es Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP), der mehr Unbefangenheit im Umgang mit der parteigewordenen Muslimbruderschaft wünschte:

„Vielleicht sollten gerade wir in Deutschland uns da ein bisschen mit Kritik zurücknehmen – immerhin handelt es sich bei CDU und CSU ja auch um christliche Parteien. Warum also nicht auch mit einer moderaten islamischen Partei Gespräche führen.“[30]

Solange jeder, der in Europa beruflich in Presse, Pädagogik oder Sozialarbeit nicht weggebissen werden will, von einem guten Islam und bösen Islamismus reden muss und solange der Yusuf al-Qaradawi treu ergebene bosnische Führer der Gelehrten Mustafa Cerić (Reisu-l-ulema) 2012 nicht nur öffentlich nahezu unwidersprochen, sondern erregt gefeiert mit deutschen Politikern ein „Islamzentrum“ an der Universität Tübingen einweihen darf (Villa Köstlin, Studiengang Islamische Theologie),[31] brauchen Marokkos ausgesprochen islamkundige Muslimbrüder noch nicht einmal eine von der nördlichen Seite des Mittelmeers kommende Kritik zu befürchten.

Die Muslimbruderschaft kennt ihren Islam, doch Humanität und Scharia verhalten sich zueinander wie Maus und Kreuzotter. In der kulturellen Moderne ist für Schariadogma und Fiqhpraxis kein Platz, auch nicht in Nordafrika. Die Muslimbruderschaft und ihre Parteien und Organisationen wollen verhindern, dass Menschen dem geistigen und politischen Mittelalter entschlüpfen und in die Moderne eintreten, ein strahlend neuer und letztlich 1.400 Jahre alter Islamstaat soll das bestehende, angeblich nicht ausreichend religiöse System ablösen. Und solange die Menge nach mehr Scharia fiebert, wird ein Regent, der nicht allzu rasch enden will wie Gaddafi oder Mubarak, den Muslimbrüdern entgegenkommen müssen, immer noch ein bisschen mehr.

Freiheitsliebende Menschen gibt es überall und das massenhafte Verlangen nach Hidschab und Polygamie oder Imamat und Kalifat ist nicht angeboren, sondern Ergebnis korangemäßer Dauerberieselung für die Erwachsenen, gewalttätiger Erziehung der Kinder, erregter permanenter Kontrolle der Schwestern auf keusche Lebensführung und Einsperren von Tochter und Ehefrau ins Haus. Man kann den Marokkanern nur wünschen, dass sie nicht schon bald unter der ganzen Herrschaft des Islam leben müssen wie die Menschen auf der arabischen Halbinsel seit Jahrhunderten und im islamisch reaktivierten Iran seit 1979.

Die Menschheit und nicht nur der bei Kalifatsfreunden und Abendlandverherrlichern gleichermaßen beliebte „Westen“ hat Pressefreiheit, Unbestechlichkeit der Wissenschaft und allgemeine Menschenrechte durchzusetzen. Dabei dürfen auch die deutschen Curricula und Unterrichtspraktiken der universitären Imamausbildung oder des staatlichen Islamischen Religionsunterrichts keine Inseln der Exotik (alterity)[32] sein.

Jacques Auvergne

Q u e l l e n

[1] Nur die Unterwerfung unter Allah führt die Erhöhung der Umma herbei:

Lower yourself in front of Allah and He will elevate you in front of others.

http://islam2011.tumblr.com/post/20964573437/lower-yourself-in-front-of-allah-and-he-will

[2] Paris 2009. La rue des Poissonniers, jeden Freitag sind beide Bürgersteige mit Allahs Betern besetzt, sodass die Pflichtschludrigen oder Nichtmuslime anfangs noch auf der Straße sprich im symbolischen Dreck gehen müssen. Wenn die Sache dann richtig anläuft, wird auch die Straße abgesperrt, sodass kein (irdisches) Fahrzeug sie nutzen kann.

La rue des Poissonniers est toujours occupée chaque vendredi par les musulmans, qui confisquent ses deux trottoirs, forçant les piétons à marcher sur la chaussée. Une fois leur prière commencée, les musulmans bloquent la rue avec une barrière (visible à la fin de la vidéo), empêchant tout véhicule de l’emprunter.

http://www.youtube.com/watch?v=IBvQk0QiFhI

Frankreich 2010. Le cauchemar continue, der Albtraum geht weiter. Zusammenstellung bei Riposte Laïque.

http://ripostelaique.com/Nos-videos-les-plus-spectaculaires-6408.html

American Muslims pray at Occupy Wall Street. New York.

http://www.youtube.com/watch?v=67H_8WFm4YE&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=WvHz5B3SMxY

Betend den öffentlichen Raum besetzen. Mönchengladbach 17.09.2010

http://www.youtube.com/watch?v=t1TPG9XF4lA

Schichtwechsel bei der Abteilung Betprotest, Nachtschicht, ebenfalls in Mönchengladbach. September 2010.

http://www.youtube.com/watch?v=643044T5rP0&feature=relmfu

THOUSANDS OF MUSLIMS BLOCKING STREETS FOR EID PRAYERS (MOSCOW 08/31/11)

http://www.youtube.com/watch?v=TOSFT3FxqgM&feature=related

Report: London City University Muslim Society 2010

http://www.youtube.com/watch?v=wlGHnd_u3tc&feature=related

[3] Glaube ist Tat!

… pour rappeler que l‘Islam est action. Cheikh Imran Nazar Hosein.

http://www.youtube.com/watch?v=b18xsIU4oPU

Scheich Imran Nazar Hosein. He was born in the Caribbean island of Trinidad in 1942 from parents whose ancestors had migrated … from India. He is a graduate of the Aleemiyah Institute in Karachi and has studied at sevaral instutions of higher learning including the University of Karachi,the University of the West Indies, Al Azhar University and the Graduate Institute of International Relations in Switzerland. He worked for several years as a Foreign Service Officer in the Ministry of Foreign Affairs of the Government of Trinidad and Tobago but gave up his job in 1985 to devote his life to the mission of Islam.

http://www.imranhosein.org/about-imran-n-hosein.html

arbeitet auch in Malaysia

http://www.imranhosein.org/news/412-malaysia-seminar-on-political-and-economic-reality.html

Imran Nazar Hosein: Explaining Israel’s Mysterious Imperial Agenda

Written by Imran N. Hosein in Kuala Lumpur

http://www.imranhosein.org/books/373-explaining-israel.html

Repentance [Buße und Umkehr, arab. tauba] is change and change is action, without action there is no change.

https://twitter.com/thedivineway/statuses/235223547528753152

Das Leben ist nur ein Augenblick, lass es einen Augenblick des Gehorsams sein. Life is but a moment, let it be a moment od obedience. Imam Shafi’i.

http://www.islaminspires.tumblr.com/

[4] Nadia Yassine: My father is of Berber origin and is proud of being Berber.

http://www.aljamaa.net/ar/document/2608.shtml

[5] Die Tochter von Scheich Abdessalam Yassine will die Monarchie Marokko durch eine Republik ersetzen, durch eine Islamrepublik versteht sich.

Nadia Yassine: „Islamist zu sein bedeutet ganz einfach, aus dem spirituellen Bezugsrahmen der Umma heraus zu leben, die technologische Moderne im Griff zu haben und überkommene politische Traditionen hinter sich zu lassen. Etre islamiste c’est tout simplement se ressourcer aux références spirituelles de tous les peuples musulmans, gérer la modernité et dépasser les archaïsmes politiques.“

„Wir wollen die muslimischen Völker befreien, indem wir die Art, wir der Koran gelesen wird, von jedem Kompromiss freiräumen. Nous voulons libérer les peuples musulmans en dégageant le Coran de ces lectures du compromis.“

aus: Nadia Yassine préfère la République à la Monarchie

in: SaphirNews 18.11.2005

http://www.saphirnews.com/Nadia-Yassine-prefere-la-Republique-a-la-Monarchie_a1582.html

[6] Islam and the Civil State (Saadeddine Othmani 2005)

http://onislam.net/english/shariah/contemporary-issues/islamic-themes/425871-islam-and-the-civil-state.html

auch hier

http://timelessfaith.org/Politics/islam_civil_state.htm

im Bild oder Film: Saadeddine Othmani

http://www.jeuneafrique.com/photos/012012/021012012114820000000saadedine.jpg

http://www.bladna.nl/IMG/jpg/saadedine_el_othmani.jpg

http://www.flm.ma/photos/599876659.jpg

Saad Eddine Othmani à Montréal

http://www.youtube.com/watch?v=2kLnF7ud0yk

Secretary Clinton Delivers Remarks With Moroccan Foreign Minister Saad-Eddine Al-Othmani

http://www.youtube.com/watch?v=_DKM-rr__bk

Zeichen der Partei Ḥizb al ʿAdāla wat-Tanmīya, Parti de la justice et du développement (PJD)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/32/PJD-Maroc.jpg

Offizieller Internetauftritt der PJD (arabisch)

http://www.pjd.ma/

PJD zwitschert (twittert)

https://twitter.com/PJDofficiel

PJD kommuniziert per Kurzfilm über YouTube

http://www.youtube.com/user/pjdcommunication

PJD bei YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=yqDUm7594SU

Im echten alten Islam ist die Frau ohne Schleier eine Schande für die Familie, gefährdet das friedliche Zusammenleben und ist für das Höllenfeuer bestimmt. Frauen der PJD schariatisch richtig im Hidschab

http://www.youtube.com/watch?v=6o6Mm4rGY2s

noch geschlechtergetrennt oder bereits frauenfrei?

http://www.youtube.com/watch?v=99LILC17bgA

PJD-Aktivisten bei der Arbeit, bei Minute 1:35 bis 1:37, 4:42 sowie 5:25 bis 5:28 sehen wir alle Frauen im Schleier

http://www.youtube.com/watch?v=ed6XT7XTHf0&feature=relmfu

[7] It is not enough that Europe recognises the presence of Islam on its territory. Muslims deserve more than that. They deserve that their presence be legalised in the sense of creating a political and economic climate in which European Muslims can represent themselves through the institutions that should have both governmental support and public acceptance. …

First, Muslims have to understand Europe as a house of peace, not a house of war. Second, Muslims have to be clear that their minimum claim is to be free from social interference in their cultural life and that their maximum claim is for social recognition because of their positive contribution to the common good of European society as a whole. And thirdly, Muslims have to establish a single Muslim authority that can speak for both Islam as a world religion and Muslims as good citizens of Europe.

aus: Herr Cerić fordert das europäische Imamat, Sägefisch 076, am 03.07.2008

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2008/07/03/076/

Mustafa Cerić: The Challenge of a Single Muslim authority in Europe (European View, 2007, 6, 41-48)

http://link.springer.com/article/10.1007/s12290-007-0004-8

(…) Über die „Herausforderung einer einzigen Muslim-Autorität in Europa“ schreibt Mustafa Ceric, Großmufti der etwa zwei Millionen Muslime in Bosnien und Herzegowina.

Eine solche muslimische Autorität müsse auf drei theologischen Fundamenten basieren, nämlich auf Aqidah (Glaube), Scharia (dem islamischen Recht) und Imamat (die Idee der Führung von Menschen im Sinne der Worte des Propheten durch eine göttlich inspirierte Person, etwa einen Imam). „Demzufolge ist die islamische Verpflichtung auf die Scharia immerwährend, nicht verhandelbar und unbefristet“, so Ceric in dem englischsprachigen Text.

Die Scharia sei die Basis, von der aus „alle Muslime in allen Generationen das Recht und die Pflicht haben, über gut und böse, richtig und falsch zu urteilen, im Kontext von Zeit und Raum und in Übereinstimmung mit den eigenen Erfahrungen“.

Dieser Aufsatz aus dem Dezemberheft der Zeitschrift „European View“ hat die CDU-Extremismusexpertin Kristina Köhler alarmiert. Von WELT ONLINE angesprochen, sagte Köhler, Ceric‘ Forderungen liefen darauf hinaus, „dass alle Muslime in Europa unter einem gemeinsamen politischen und geistigen Führer und unter der Herrschaft der Scharia leben – und der Staat soll diese Parallelwelt auch noch per Vertrag garantieren“. In der Konsequenz führe das „zu einem europäischen Kalifat“, sagte Köhler.

aus: Ansgar Graw: Aufsatz in CDU-naher Zeitschrift fordert Scharia

in: Die Welt 12.05.2008

http://www.welt.de/politik/article1987988/Aufsatz-in-CDU-naher-Zeitschrift-fordert-Scharia.html#vote_1987996

Der Großmufti von Bosnien und Herzegowina und die Scharia als ewige, unveränderliche Pflicht, bei: Niew Religieus Peil:

In het tijdschrift ‚European View‘ van het Centre for European Studies, de Brusselse denktank van de Europese Volkspartij (EVP), pleit de grootmoefti Mustafa Ceric van Bosnië en Herzegowina voor de sharia als eeuwige onveranderlijke plicht voor alle moslims.

http://www.nieuwreligieuspeil.net/node/1954

Sommer 2009, Cerić will die Scharia in die bosnische Verfassung einfügen:

Sarajevo, 17 August (AKI) – Bosnia’s Muslim spiritual leader, Reis-ul-Ulema Mustafa Ceric, has drawn strong criticism from moderate Muslims and from Bosnian Serbs, after he called for Islamic Sharia law to be incorporated into the Bosnian constitution. …

Strict Sharia law drastically reduces the rights of women, allows polygamy for men, forbids marrying non-Muslims and sanctions cruel penalties including stoning.

aus: Bosnia: Muslim spiritual leader urges more Sharia law

in: AKI / adnkronos 17.08.2009

http://www.adnkronos.com/AKI/English/Religion/?id=3.0.3666977693

On 15 August 2009, while conducting Bosnia’s first Sharia mass wedding in Zenica, he called for Islamic Sharia law to be incorporated into the Bosnian constitution.

http://en.wikipedia.org/wiki/Mustafa_Ceri%C4%87

Explaining Pax Islamica, The Islamic Conception Of An International Order

By Sheikh Imran Hosein

http://www.youtube.com/watch?v=eR4_8pore7E&feature=watch-vrec

[8] Die Salafisten predigen einen archaisch anmutenden Islam. … Die Probleme sind der missionarische Eifer und die rückwärtsgewandten, holzschnittartigen Lehren der Salafisten. … Sie wollen einen Scharia-Staat …

aus: Christoph Erhardt: Hammerfett wird es erst im Paradies

in: FAZ 24.04.2012

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/salafisten-in-deutschland-hammerfett-wird-es-erst-im-paradies-11729259.html

[9] Dahinter verberge sich jedoch eine äußerst flache Theologie. „Der Islam wird von den salafistischen Missionaren einseitig dargestellt und extrem vereinfacht„, so Mansour. „Das muss man entlarven, und zwar so, dass Jugendliche diese Islam-Interpretation als Einstiegsdroge erkennen.“

aus: Florian Flade: Die salafistische Verführung in Deutschland

in: Die Welt 09.11.2012

http://www.welt.de/politik/deutschland/article110853935/Die-salafistische-Verfuehrung-in-Deutschland.html

[10] Prayers should not be offered in mosques in which there are graves. The graves should be dug up and the remains transferred to the public graveyards, with each set of remains placed in an individual grave as with all other graves. It is not permissible for graves to be left in mosques, whether that is the grave of a wali (“saint”) or of anyone else, because the Messenger (peace and blessings of Allaah be upon him) forbade that and warned against that, and he cursed the Jews and Christians for doing that. Shaykh Ibn Baaz 10/246

http://www.ahlalhdeeth.com/vbe/showthread.php?t=7015

Multaqa Ahlalhadeeth

„Englischsprachiges salafistisches Forum; auch mit tamilischem Unterforum.“

Hinweis aus: Rüdiger Lohlker (s. u.)

http://www.ahlalhdeeth.com/vbe/

AHYA Call and Guidance Center

Internetauftritte nach Rüdiger Lohlker: In Bombay beheimatete Organisation der Ahl-i Hadith mit Aktivitaten in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Stellen u.a. eine Vielzahl von Texten zur Verfügung. Die Texte haben zum Teil eine anti-Deobandi und anti-Tabligh-i Djama’at-Ausrichtung. Newsletter u. a.

Hinweis aus: Rüdiger Lohlker (s. u.)

http://www.ahya.org/

Quelle: Lohlker: Katalog der nah-, mittelöstlichen und islamischen Präsenz im Internet

Rüdiger Lohlker

Der Verfasser dieses Katalogs ist Islamwissenschafter und lehrt am Institut für Orientalistik der Universität Wien. Er arbeitet über den Islam in der Moderne, Dschihadismus, über die islamische Präsenz im Internet, den Islam in Europa und das islamische Recht.

http://lohlker.files.wordpress.com/2009/02/katalog1.pdf

http://lohlker.files.wordpress.com/2012/04/katalog-neu.pdf

http://tribune.com.pk/story/428052/unesco-urges-end-to-attacks-on-libyan-sufi-mosques-graves/

[11] After destroying shrines in Zlitan, Tripoli and Misrata at the weekend, crews of armed men desecrated graves at a mosque and madrassa in the capital’s old city on Monday and Tuesday.

Militants, kept in check under the dictators overthrown in the Arab Spring, have campaigned over the past year to stamp out what they see as idolatry in traditional Sufi mosques and shrines in Libya, Tunisia and Egypt.

The destruction in Libya mirrors the 2001 dynamiting of two giant Buddha statues by the Taliban in Afghanistan and the sacking of Sufi tombs in Timbuktu in July after Ansar Dine group seized power in northern Mali.

Many of the Ottoman-era Sufi shrines and lodges in Libya have a room or yard with graves of revered saints, scholars or benefactors. Attackers usually dig up these graves and dump the bodies elsewhere, infuriating the shocked Sufis.

The League of Libyan Ulema urged Tripoli “to pressure the government of Saudi Arabia to restrain its clerics who meddle in our affairs” by training young Libyans in Salafism and spreading the ideology through books and tapes.

It also urged Libyans to protect Sufi sites by force.

Nayed, who lectures at the old Uthman Pasha madrassa that was desecrated on Tuesday evening, said the attackers were “Wahhabi hooligans (and) all sorts of pseudo-Salafi elements” while government security officials were “complacent and impotent”.

“Libya has to make a clear choice – either a Taliban/Shabaab-style religious fanaticism or a true Muslim moral and spiritual civility,” he told Reuters.

aus: Reuters: UNESCO urges end to attacks on Libyan Sufi mosques, graves

in: The Express TRIBUNE (Pakistan) 29.08.2012

http://tribune.com.pk/story/428052/unesco-urges-end-to-attacks-on-libyan-sufi-mosques-graves/

Islamist hardliners have been blamed for the demolition of the mausoleum of the large Al-Shaab Al-Dahman mosque near the centre of Tripoli in broad daylight on Saturday, an act that has been condemned by Government officials.

The group that bulldozed the mosque that contained Sufi Muslim graves and shrines to Sufi figures said it was un-Islamic and alleged that a Sufi Muslim sect has been engaging in “black magic”.

This is the second razing of a Sufi site in just two days by Salafi activists. Government officials condemned the acts that seem to indicate that religious sectarian tensions are reaching record levels in the country.

What is of even more concern the fact that, as witnesses said, police surrounded the site and prevented people from getting close to the destruction, and that they did not stop the demolition, a desecration as it has been described, as empty graves lay gaping in the rubble of the mosque.

There have also been reports that n the early hours of Friday, ultra-conservative Islamists wrecked Sufi shrines with bombs and another bulldozer destroyed the tomb of a 15th-century Sufi scholar Abdel Salam al-Asmar and set fire to a historic library in the mosque in the city of Zlitan ruining thousands of books.

Tripoli’s Sha’ab mosque that was demolished on Saturday contained around 50 Sufi graves, including the tombs of Libyan Sufi scholar Abdullah al-Sha’ab and of soldiers who fought Spanish colonialists. …

A government official who refused to be named, was quoted saying that a large number of armed militias carrying medium and heavy weapons arrived at the al-Sha’ab mosque with the intention to destroy the mosque because of their belief graves are anti-Islamic. …

aus: Islamist Hardliners Blamed for Demolition of Mosque in the Heart of Tripoli

in: The Tripoli Post (Libyen) 26.08.2012

http://www.tripolipost.com/articledetail.asp?c=1&i=9087

[12] Wir sollten an den Zorn und die Bestrafung Allahs denken, denn Er ist zornig mit den Personen, die fortfahen, schlechte Taten zu begehen. … Wir sollten Plätze, an denen Fitna und Verführung vorzufinden sind, meiden, …

Ibn Qayīm al-Ǧauzīya

http://www.salaf.de/swf/tarb0027.swf

Von jeder Sache fern zu bleiben, die sich zwischen das Herz und Allah stellt.

Ibn Qayīm al-Ǧauzīya

http://www.salaf.de/swf/tarb0013.swf

[13] Restoration of the lost caliphate – i’adat al Khalifa al Mafqudah – is the chief immediate political goal of the Islamist movement.

http://www.mideastweb.org/Middle-East-Encyclopedia/hassan_al-banna.htm

Of course, all Islamists have the same goal: the establishment of a sharia-enforcing caliphate.

Jihad Watch

http://www.jihadwatch.org/2012/01/ibrahim-muslim-brotherhood-declares-ultimate-goal-mastership-of-world.html

2012, Krieg in Syrien, verschiedene Bewegungen erstreben das Kalifat

Gefährlicher indes ist nach Einschätzung O’Bagys eine Dschihadisten-Gruppierung syrischen Ursprungs: Jabhat al-Nusra, etwa Unterstützungsfront für das syrische Volk. Ähnlich wie al-Qaida will sie ein globales Kalifat errichten und die strikte Einhaltung der Scharia erzwingen.

aus: Reymer Klüver: Unheilige Allianzen

in: Süddeutsche 15.10.2012

http://www.sueddeutsche.de/politik/al-qaida-in-syrien-unheilige-allianzen-1.1495995-2

http://www.sueddeutsche.de/politik/al-qaida-in-syrien-unheilige-allianzen-1.1495995

Dschabhat al-Nusra (Ǧabhat an-Nuṣra li Ahl aš-Šāms)

http://www.hawasoria.com/test/hawasyr/website/files/images/0,,15730571_401,00.jpg

http://im14.gulfup.com/yoDK3.jpg

http://www.youtube.com/watch?v=54uYbf9qwAc

Banner der jihadistischen Organisation Jabhat Al-Nusra während des Bürgerkriegs in Syrien 2012.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/4/47/Jabhat_al-Nusra_Banner_Syrien_2012.jpg

Amazing and moving scenes from Aleppo (Halab) Syria where thousands of people call for the Islamic Caliphate (Khilafah) during the Syrian Uprising. This clip is from 12 March 2012.

http://www.youtube.com/watch?v=-DLSNxGgsh0

Inspiring chant in Syria: „Caliphate is what we want and martyrdom is what we seek“

13.03.2012

http://www.youtube.com/watch?v=_kwXkzBfd3Y

Voranschreiten um der sache Allahs Willen, das bedeutet Dschihad, Koran 9:38, bei Muhsin Khan:

Koran 9:38, to march forth in the Cause of Allah (i.e. Jihad)

http://quran.com/9/38

Koran 9:24, Unter Anstrengungen dem Weg Allahs folgen, Dr. Ghali betont die Strebsamkeit bei Auslassung des Tötens: „and striving in His way“, Sahih International gibt zu, dass im Koran Dschihad steht: „and jihad in His cause“

http://quran.com/9/24

Wohin des Wegs, Heidentum oder Islam?

Dschahiliyya ←→ Islam

http://2.bp.blogspot.com/_An79RaZMHs0/SW2hb5Hz62I/AAAAAAAAANM/zHINi4gkz9A/s400/arroworange.jpg

Zurück zu deiner allahzentrisch-ureigenen Wesensnatur (al-fiṭra). Das Symbolbild Dschahiliyya ←→ Islam findet sich beim von Bangkok (Thailand) aus und auch auf malaiisch geschriebenen, radikalislamischen, amerikafeindlichen und dschihadfreundlichen Blog einer Studentin für Biomedizin:

BACK TO YOUR FITRAH

http://shabab-fitrah.blogspot.de/2009/01/islamour-way.html

39 Möglichkeiten, dem Dschihad zu dienen und an ihm teilzunehmen. 39 Ways to Serve and Participate in Jihad.

Ein Punkt 40, die alte orientalische Symbolzahl des Leidens und Trauerns, fehlt und darf als orgasmushafter Verschmelzungsvorgang mit dem Paradiesischen dazugedacht werden, als Massenmord.

7. Supporting the Families of Martyrs

21. Following and Distributing News of the Jihad

36. Raising Children To Love Jihad and Those Who Wage It

http://shabab-fitrah.blogspot.de/2009/01/39-ways-to-serve-and-participate-in.html

„At the age of 13 I continued my secondary and high school at an Islamic school in Bangkok, Thailand. … After 6 years in the Islamic school I opted to further my university life in IIUM, Malaysia. Here, I am taking biomedical science.“ (Bloggerin Ghuraba, das bedeutet wörtlich die Fremde, gemeint ist die radikalislamische Aussteigerin aus der sinnlichen, vom Satan versuchten diesseitigen Welt, siehe den folgenden Hadith bei Muslim)

http://shabab-fitrah.blogspot.de/

“Islam began as something strange and will revert to being strange as it began, so give glad tidings to the strangers.” …

“Strange” refers to the small number of its adherents. The basic meaning of ghareeb (a stranger) is being far from one’s homeland. “And will revert to being strange” refers to the small number of those who will adhere to its teachings even though its followers are many.

http://islamqa.info/en/ref/45855

Who are al-Ghurabaa‘ (the Strangers)?

Folge der Scharia kompromisslos, sei fremd, wirke wie ein Fremder:

An-Nuzzaa’ (those who withdraw) has two meanings:

Those who completely withdraw themselves from their own tribes and family customs and traditions

Those who leave their countries or place of residence in order to perform Jihaad (fighting against the enemies of Allah)

The Ghurabaa‘ are those who submit to Allah (swt) exclusively, and follow the Sharee’ah in every aspect of their life. They worship, obey and follow none but Allah, whilst associating no man, woman or object with Him.

The real Ghurabaa‘ do not miss any corruption, culture or tradition (the way many people miss their previous corrupted lifestyles). The Ghurabaa‘ hate all of that which they used to do and any jaahiliyyah they come across, hence you never see them voting for man-made law, calling for Freedom, Secularism, Democracy, swearing allegiance to the president and its nation or committing any form of kufr or shirk.

To be from this minority we must always keep rejecting anything that is alien to Islam such as the customs of the people: Easter, Valentines Day, Christmas and New-Years, Mothers Day, Fathers Day, Birthdays and any other forms of celebrations or anniversaries that are not from Islam. An-Nuzzaa’ reject all of this corruption and innovation, and the consequence they will face is sever attack by all people, the so-called „Muslims“ (Munaafiqeen and Faasiqeen) and non-Muslims.

They engage in the true intellectual & political struggle and are the people of Haq (truth), Tawheed, al-Walaa’ wal-Baraa’ (love for the believers and hatred towards the disbelievers) and people who forbid the munkar (what the Sharee’ah defines to be evil), are blunt about it, and never compromise.

Islamic Thinkers Society 22.10.2005

http://www.islamicthinkers.com/index/index.php?option=com_content&task=view&id=358&Itemid=26

[14] Fiqh-Spezialwerk des Šihāb ad-Dīn al-Qarāfī: Al-Aḥkām fi Tamīz al-Fatāwī ʿan al-Aḥkām wa Taṣarufāt al-Qāḍī wa al-Imam. Beirut 2009

http://www.arabicbookshop.net/main/details.asp?id=106-339

hier erwähnt, die Umma betreibt Außenpolitik (siyar) gegenüber jedem Dhimmi und Harbi: Labeeb Ahmed Bsoul: International Treaties at in Islam – Theory and Practice in the Light of Siyar (Islamic International Law)

Institute of Islamic Studies, McGill University, Montreal August 2003

Blutgeld im „Einzelfall“:

Should a Muslim kill one of the people to whom aman has been granted, the Muslim is under obligation topay the blood money or wergild.(p 206)

http://de.scribd.com/doc/29726588/International-Treaties-at-in-Islam-Theory-and-Practice-in-the-Light-of-Siyar-Islamic-International-Law

Shihab al-Qarafi: Adh-Dhakira fi Furu‘ al Malikiya

http://www.arabicbookshop.net/main/details.asp?id=129-178

[15] The Changeable and Unchangeable in Islamic Thought and Practice

Kongress in Sarajevo, 07.-09.05.2012, organisiert von der Oslo Coalition on Freedom of Religion or Belief in Zusammenarbeit mit der Faculty of Islamic Studies, Sarajevo

http://www.oslocoalition.org/html/project_new_horizons/SarajevoWorkshop.htm

Project on New Directions in Islamic Thought and Practice

Project group: Kari Vogt (chair) University of Oslo

Das islamrevolutionäre Thema ist äußerst ernst, gleichwohl zur Verdeutlichung vorab sarkastisch zugespritzt: Aus dem Gegensatz zwischen seiner Rolle als Bürger und der religiösen Bindung und Identität erfährt der Muslim an sich, vor allem wenn er im identitätsgefährdenden Reich des Westens lebt, Spannungen und Zerrkräfte, und schmerzlich vermisst er einen gegenwartstauglichen und passgenauen schariabasierten Baugrund und Referenzrahmen. Scheich, gib mir Fiqh!

In the entire Muslim world, including Muslim minorities in the West, many people experience tensions and discrepancies between their roles as citizens and their religious affiliation and identity. Urged to respond to contemporary challenges of toleration and solidarity they often miss the requisite theological and fiqh-based grounding and reference.

In 2008: The second of the series of workshops on „Ethical Guidelines on Islamic Family Law“ was planned in 2008 and carried out in Cairo in January 2009

In 2007: „Ethical Guidelines on Islamic Family Law“ workshop. The group of experts created at the Istanbul conference in January 2007 (see below) met again in November in Marrakesh to begin the work on creating ethical guidelines for Islamic Family Law.

http://www.oslocoalition.org/nd.php

Im Prinzip gibt es eine Antwort! Islamisches Rechtsgutachten. Dem Drogensüchtigen das Rauschmittel, dem allahzentrischen Verzweifelten die Fatwa von Zahnarzt Kablawi genannt Abu Ubeidah (altayyib.com) aus Miami, Florida, US:

It is the obligation of every Muslim to attain at least the basic knowledge of how to conduct his affairs in this life regarding his relationship with his Lord, himself and other human beings. Muslims need to know about their creed, way of worship, methods of dealing in transactions and manners. Altayyib.com will dedicate this section to try to answer your questions in accordance to Qura’an and the Sunnah of the messenger peace be upon him.

http://www.altayyib.com/index.php?option=com_rsform&Itemid=37

Abu Ubeidah, Fadi Yousef Kablawi, was born … 1978 in Amman, Jordan. Ubeidah is not his son, but rather his chosen kunyah (nickname) resembling the name of the famous sahabi [Wegbegleiter Mohammeds] Abu Ubeidah `Amer ibn Aljarrah.

Upon his completion of the eleventh grade in Jordan, Abu Ubeidah moved to the United States in 1995 with his family, unable to speak any English. He went on to finish his high school education in the top 10% of his class. He completed his undergraduate studies at Florida International University in Miami, graduating with a bachelor’s degree in Chemistry. After that, Abu Ubeidah attended The University of Pennsylvania, School of Dental Medicine; one of only three Ivy League dental schools, alongside Harvard and Columbia. …

He currently teaches different series in various masajid in South Florida. Some of these have included: The Authentic Seerah, The Authentic Stories of the Prophets, The Three Fundamentals Explained, The Forty Nawawi Hadith Explained, and is currently teaching The Explanation of ‚Umdat Alfiqh for Ibn Qudamah Almaqdisi, The Building of Determinations Series and The Hereafter Series, in addition to many other miscellaneous lectures and khutbahs. Abu Ubeidah lives in Miami … In addition to his da`ua activities, he also runs his two dental clinics, Mecca Dental and Madina Dental.

http://www.altayyib.com/index.php?option=com_content&view=article&id=103&Itemid=20

Abu ‚Ubaydah ibn al-Jarrah (Abū ʿUbayda ʿĀmir bin ʿAbd Allāh bin al-Ǧarrāḥ, 583-638) war ein Prophetengefährte

http://en.wikipedia.org/wiki/Abu_Ubaidah_ibn_al-Jarrah

Der Allahkrat weiß, dass eine bleibend demokratische Regierung nicht gegen ihre Demokraten kämpfen kann. Am 28.11.2012 tippt Dr. Fadi Kablawi per Handy auf seine Facebookseite:

A question regarding Egypt: If run a new election and more than 50% of voters vote for Morsy and don’t mind if he becomes a dictator. Will that be considered Democracy?

http://www.facebook.com/drfadikablawi?filter=1

Why Muslims Should NOT Vote in America!

http://www.youtube.com/watch?v=XVbvWMs-xuY

Islam & Science – Dr. Fadi Kablawi @ FIU

gemeint ist die radikalislamische Studentenvereinigung FIU-MSA abgekürzt oder auch MSA @ FIU, an der Florida International University (FIU)

http://www.youtube.com/watch?v=oVCW1qwb7dk

FIU-MSA – The Muslim Student Association at Florida International University. 2010 Islamic Awareness Week

http://www2.fiu.edu/~msa/Albums/Pages/2010_Islamic_Awareness_Week.html

MSA @ FIU (The Muslim Student Association), das Medinamodell studentischer Selbstverwaltung, jede Entscheidung gründe auf Sure und Hadith, must be based on Holy Quran and Sunnah:

Article 4

It is not fitting for a Believer, man or woman, when a matter has been decided by Allah and His Messenger to have any option about their decision: if any one disobeys Allah and His Messenger, he is indeed on a clearly wrong Path. (Al-Ahzab: 36)*

Decision Making Process

Decisions are made by a simple majority vote of the members. In the event of a tie, the President is the tiebreaker and the members comply with the decision.

In the case of a dispute over a religious matter, the President and Executive Board may approach to two Islamic scholars for arbitration. If both consultants advocate a certain position, a decision based on that position stands despite any majority vote to the contrary. If the two consultants differ in their position, the original majority vote stands.

No abstention is allowed for votes.

All decision must be based on Holy Quran and Sunnah.

http://www2.fiu.edu/~msa/Constitution.html

[16] „Religiöse Normen in der Moderne. Zum wandelbaren und statischen Teil des Islam“, Wolfgang Bauer, Silvia Horsch-Al Saad, Kathrin Klausing, Ibrahim Salama

http://www.islamische-religionspaedagogik.uni-osnabrueck.de/personen.php

MUSAFIRA (Kathrin Klausing)

http://www.musafira.de/impressum/

AS-SAKINA (Silvia Horsch)

http://al-sakina.de/

NAFISA (Kathrin Klausing, Nina Mühe, Silvia Horsch) – mit Durchklick zum Islamologischen Institut des Amir Zaidan (ja, der mit der Kamel-Fatwa) sowie zur 1995 von Ibrahim El-Zayat mitgegründeten GMSG (Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler)

http://www.nafisa.de/

[17] 1.3. Asbāb an-nuzūl (Offenbarungsanlässe)

Die beiden Standardwerke sind:

al-Wāḥidī an-Naisābūrī (an-Nīsābūrī): Asbāb an-nuzūl

as-Suyūṭī: Asbāb an-nuzūl [= Lubāb an-nuqūl fī asbāb an-nuzūl]

(mit Suyūṭīs kurzer muqaddimah, die in den Asbāb als Randruck zum Tafsīr al-Ǧalālain fehlt), ed. Ḥamid Aḥmad aṭ-Ṭāhir, Kairo 1423/202; 480 S.

Sek.literatur:: Andrew Rippin: »Occasions of Revelation« in EQ [*3.4.]

aus: Andreas Ismail Mohr: Literaturhinweise zu Koran, Sīrah und zur islamischen Spiritualität (10 / 2011)

http://www.ismailmohr.de/Literatur_Koran_Sira_Mohr_24_10_2011.pdf

Asbab al-Nuzul (Offenbarungsanlässe)

http://islam-auf-deutsch.de/koran/902-asbab-al-nuzul-offenbarungsanlaesse

gefunden bei

Islam auf Deutsch, Islamische Akademie Deutschland, Nordenham

Wir sind ein idealistisches Team aus jungen Wissenschaftlern, die sich am sunnitischen Islam orientieren. Wir sind ideologisch und organisch unabhängig von jeder Gruppe, aber erstreben dennoch eine Zusammenarbeit. Unser höchstes Ideal: Die Wiederbelebung islamischer Wissenschaften in deutscher Sprache. (…) Kurz: Wir bauen die Infrastruktur des islamischen Wissens!

http://islam-auf-deutsch.de/

Die Diskussion um die Rechte der Frauen haben nicht nur im Westen, sondern in den letzten Jahren auch im Osten – stark zugenommen. Diese Thematik greift bereits der Koran schon im 7. Jahrhundert auf. Die 58. Sure des Korans hat den Titel »mudschadala« (Diskussion), oder »mudschadila« (Diskutantin). Der Offenbarungsanlass dieser Sure war eine Diskussion, die eine Frau zu Lebzeiten Muhammads entfachte. Indem sie eine Angelegenheit, die unter Frauen zu klären war, publik machte, konnte sie diese zu ihren Gunsten entscheiden. Das heißt: Je mehr Mitspracherechte Frauen in der Gesellschaft erhalten und je offener Männer mit ihnen über gesellschaftliche Themen diskutieren, desto schneller können Vorurteile und Missverständnisse beseitigt werden und desto eher erreicht man Gerechtigkeit und Gleichberechtigung.

Eines der umstrittensten Themen – heute und insbesondere in der Gesellschaft, in der wir leben – ist die Stellung der Frau in den muslimischen Gesellschaften. Und das ist gut so, denn wir sind davon überzeugt, dass Analog zu einer gleichberechtigteren Stellung der Frau auch die Integration Fortschritte machen wird.

Imam Benjamin Idriz (Islamisches Forum Penzberg)

http://www.islam-penzberg.de/41572/300008.html

In Abou El Fadl’s view, traditional Islamic law can still be applied to present-day situations because it brings a subtle interpretation of the whole text to bear on particular problems in varied circumstances. Others, like the Swiss-born cleric and professor Tariq Ramadan, are public figures whose writings show Western Muslims that their political theology, properly interpreted, offers guidance for living with confidence in their faith and gaining acceptance in what he calls an alien “abode.” To read their works is to be reminded what a risky venture renewal is. It can invite believers to participate more fully and wisely in the political present, as the Protestant Reformation eventually did; it can also foster dreams of returning to a more primitive faith, through violence if necessary, as happened in the Wars of Religion.

Perhaps for this reason, Abou El Fadl and especially Ramadan have become objects of intense and sometimes harsh scrutiny by Western intellectuals. We prefer speaking with the Islamic liberalizers because they share our language: they accept the intellectual presuppositions of the Great Separation and simply want maximum room given for religious and cultural expression. They do not practice political theology.

[Anm.: der amgeblich so islamliberale Tariq Ramadan praktiziere keine politische Theologie? So ein Unsinn. Es sei denn, der Sohn von Said Ramadan praktiziert eine Stufe mehr: theologische Politik.]

aus: Mark Lilla: The Politics of God

(from his book “The Stillborn God: Religion, Politics and the Modern West”. Mark Lilla is professor of the humanities at Columbia University)

hier bei: IKHWANweb (Muslim Brotherhood) 09.09.2007

http://www.ikhwanweb.com/print.php?id=13951

[18] Thomas Parnell muss ein geduldiger Mensch gewesen sein. Irgendwann im Jahr 1927 goss der Professor für Physik an der Universität von Queensland in Brisbane, Australien, heisses Pech in einen unten verschlossenen Trichter – dann wartete er drei Jahre. Das Pech sollte sich in dieser Zeit setzen. 1930 öffnete er den Trichter und wartete erneut – diesmal acht Jahre, bis sich im Dezember 1938 der erste Tropfen Pech löste und in das Becherglas unter dem Trichter fiel. … Neun Jahre nach dem ersten Tropfen hatte sich ein zweiter gebildet, der sich im Februar 1947 löste. Dann starb Parnell, und ein Mitarbeiter kümmerte sich um das Experiment. Eine Aufgabe, die vor allem darin bestand, nichts zu tun. Im April 1954 löste sich der dritte Tropfen. … «Für nichts anderes ist die Universität so berühmt wie für das Pitch-Drop-Experiment», sagt Mainstone, der hofft, den nächsten Tropfen, den er in fünf Jahren erwartet, endlich mitzuerleben. Auf den übernächsten Tropfen angesprochen, beginnt Mainstone zu rechnen und sagt dann: «Das könnte etwas problematisch werden.» Der Professor ist 73 Jahre alt.

aus: Reto U. Schneider: Das Experiment – Das langweiligste Experiment der Welt

in: NZZ 07/08

http://www.nzzfolio.ch//www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/8803ed00-489f-41bd-b52e-71a5774cb6a0.aspx

The Pitch Drop Experiment L’expérience de la goutte de poix

http://www.smp.uq.edu.au/content/pitch-drop-experiment

Picture of the Pitch Drop Experiment from University of Queensland featuring the current (2007) custodian, John Mainstone (picture taken in 1990), two years into the life of the 8th drop

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/03/Pitch_drop_experiment_with_John_Mainstone.jpg

Das brutale, unwandelbare und zeitlose Islamsystem tropft in die Menschheitsgeschichte, alle paar Jahrzehnte ein Pogrom oder eine Landnahme

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/99/University_of_Queensland_Pitch_drop_experiment-white_bg.jpg

[19] Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte im Islam (London, 19. September 1981)

http://www.unesco-phil.uni-bremen.de/dokumente/Menschenrechtserkl%E4rungen/Allg%20Erkl%20d%20MR%20im%20Islam.htm

But the problem with such goals is that they can be repeatedly nullified through attempts to deliberately confuse universal human-rights issues. One “religious” example of this was the “Universal Islamic Declaration of Human Rights,” proclaimed at UNESCO in 1981 and followed by the “Cairo Declaration on Human Rights in Islam” (CDHRI), adopted in August 1990 by the 19th Islamic Conference of Foreign Ministers of the 45 OIC countries.

Already in 1981, at the 36th session of the U.N. General Assembly, the representative of Iran had declared that the Universal Declaration of Human Rights represented a secular interpretation of the Judeo-Christian tradition, which could not be implemented by Muslims; if a choice had to be made, he said, between its stipulations and “the divine law of the country,” Iran would always choose Islamic law. Since then, Iran has led the struggle to modify the UDHR.

In October 1998, the Association for World Education requested from the Office of the High Commissioner for Human Rights (OHCHR) an explanation for the inclusion of this religious “Declaration” in the U.N. publication, A Compilation of International Instruments, vol. II (1997), pp. 478-84. A reply, dated September 14, 2000, reaffirmed that:” The Member States which have acceded to and ratified United Nations Human Rights Conventions remain bound, under all circumstances by the provisions of those texts, as well as by the erge omnes obligations under customary international law.”

It is significant that article 24 of the CDHRI states that it is “subject to the Islamic sharia,” and its article 25 confirms that sharia “is the only source of reference for the explanation or clarification of this Declaration.” It is thus clear that sharia has supremacy, and that the 1990 CDHRI has primacy — in the view of its authors — over all universal instruments, including the International Bill of Human Rights (UDHR included) and all other U.N. covenants.

aus: David G. Littman: Human Rights and Human Wrongs. Sharia can’t be an exception to international human-rights norms.

(19.01.2003)

http://www.nationalreview.com/articles/205577/human-rights-and-human-wrongs/david-g-littman

[20] ESLAM: Gutes gebieten und Schlechtes verwehren [al-amr bil-maaruf wan-nahy anil-munkar]

http://www.eslam.de/begriffe/g/gutes_gebieten.htm

[21] Ruprecht Polenz und HAMAS

Brisantes Treffen

DER SPIEGEL 21.09.2009

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-66970423.html

[22] Die brutalsten Vertreter der Menschen, die Israel vernichten wollen, haben sich in der Hamas vereint. Die Hamas will Israel vernichten und kämpft für ein “judenreines” Palästina. Ein Minister der Hamas sagt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

In der Charta der Hamas steht im Artikel 7:

„Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“

Das ist der Pragmatismus der Hamas!

aus: Gerd Buurmann: Der pragmatische Teil der Hamas

bei: Tapfer im Nirgendwo 05.12.2012

http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/12/05/der-pragmatische-teil-der-hamas/

Der künstlerischer Leiter des Kölner Severins-Burg-Theaters und Betreiber des Weblogs Tapfer im Nirgendwo stellte Strafanzeige gegen Walter Herrmann, einen der beiden Macher der antisemitischen Kölner so genannten Klagemauer. Bei Lizas Welt 12.02.2012

http://lizaswelt.net/2010/02/12/antisemitismus-ist-immer-ein-notfall/

[23] Hooey. The Muslim Brothers are Salafists. As I detail in The Grand Jihad, the Brotherhood rigorously hews to the Salafist ideology of its founder, Hassan al-Banna. It is a retro-reformist movement that seeks to return to the Islam of Mohammed and the first generations of Muslims — the Salafiyyah (a term derived from al-Salaf al-Salih, the Righteous Companions: Mohammed and the first “rightly guided” caliphs). This is the Islam the Brotherhood seeks to impose on the world, through implementation of Islam’s legal and political system, sharia. The goal of the Salafists is “shared” with the Brotherhood precisely because the Brotherhood and the Salafists are one, as their just-announced electoral pact suggests. What is that goal? Contrary to the Journal’s claim, sharia already is incorporated in the Egyptian legal system: The goal is to make sharia the only law of Egypt, just as it is the only law of Saudi Arabia and Iran. It is the goal of the Brotherhood in all of the scores of countries in which it operates: gradually implement sharia, enclave by enclave, country by country, until a global caliphate is established.

aus: Andrew C. McCarthy: An Ill Season

National Review Online 14.05.2011 (Page 2 of 2)

http://www.nationalreview.com/articles/267211/ill-season-andrew-c-mccarthy?pg=1

(Page 1 of 2)

http://www.nationalreview.com/articles/267211/ill-season-andrew-c-mccarthy?pg=2

[24] Das heißt, der sich hierin ausdrückende Familialismus ist zwar besonders deutlich bei Mädchen türkischer Herkunft, doch findet sich durchaus ausgeprägt auch bei denjenigen italienischer Herkunft. … Deutliche Unterschiede zu einheimischen deutschen jungen Frauen bestehen in der Akzeptanz der Virginität vor der Ehe. … Junge Frauen mit starker religiöser Bindung verfügen über eine traditionelle Geschlechterrolle, was Beruf und Familie anbetrifft, sind seltener bereit, einen deutschen Mann zu heiraten, und akzeptieren die Virginitätsnorm häufiger.

aus: Ursula Boos-Nünning: Junge Migrantinnen in Deutschland (Young Migrant Women in Germany)

http://www.dab-ev.org/fileadmin/bildmaterial/veranstaltungen/UWE_Ruhr/Young_Migrant_Women_in_Germany_d.pdf

[25] aus: Schariaverharmloser und Beschneidungsfreund Matthias Kamann: Gelassen beschneiden

in: Die Welt 27.09.2012

http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article109490600/Gelassen-beschneiden.html

[26] Nuh Hah Mim Keller’s Translation:

„e4.3 Circumcision is obligatory (O: for both men and women. For men it consists of removing the prepuce from the penis, and for women, removing the prepuce (Ar. Bazr) of the clitoris (n: not the clitoris itself, as some mistakenly assert). … The Arabic word bazr does not mean „prepuce of the clitoris“, it means the clitoris itself“

The deceptive translation by Nuh Hah Mim Keller, made for Western consumption, obscures the Shafi’i law, given by ‘Umdat al-Salik, that circumcision of girls by excision of the clitoris is mandatory. This particular form of female circumcision is widely practiced in Egypt, where the Shafi’i school of Sunni law is followed.

Zu lesen bei: Answering Islam

http://answering-islam.org/Sharia/fem_circumcision.html

baẓr

http://ar.wikipedia.org/wiki/%D8%A8%D8%B8%D8%B1

http://de.wikipedia.org/wiki/Klitoris

Following are excerpts from an interview with Al-Azhar Cleric Farahat Said Al-Munji, which aired on Al-Mihwar TV on May 10, 2007:

Farahat Sa’id Al-Munji: The Prophet said that circumcision is obligatory for men, and is noble for women. This means that for the sake of her honor, a woman can be circumcised. This noble act can be either carried out or not. Moreover, this noble act is subject to restrictions nowadays. I once had a discussion with a gynecologist, who said: “A man brought his daughter to me, and I told him she must be circumcised immediately.” Why? Because he discovered that her clitoris was so big that it was bound to cause her pain or bother her when she reached puberty, and therefore, she had to be circumcised. He told me that other girls came to him, and he said they should not be circumcised. Why? Because their clitoris was normal in size, and did not bother them. It would be crazy to deal with such a clitoris, which does not protrude to an extent that might bother the woman, when it rubs against her clothing and so on …

Fernsehsender al-Miḥwar (Mehwar TV Channel, http://www.elmehwartv.com/ ), ausgestrahlt am 10.05.2007, Quelle MEMRI

archiviert bei Winds of Jihad. Thanks to MEMRI and Sheik Yer’mami!

http://sheikyermami.com/2007/05/31/female-genital-mutilation-is-part-of-the-sunna-of-the-prophet/

http://www.egyptsearch.com/forums/ultimatebb.cgi?ubb=print_topic;f=10;t=005912

Azhar-Kleriker Farahat Said al-Mundschi im Kurzfilm von MEMRI, archiviert bei YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=fsr2oSljT7E

[27] an Arab group I’m particularly interested (the Muslim Brotherhood / the Wasatiyya movement). They also operate in Ukraine and that’s the context for my research. However, they are highly active in the rest of Europe, and come under the umbrella of the Federation of the Muslim Organisations in Europe [FIOE]. I’ve just realised that the group associated with the MB has been active in your hometown as well.

In this respect the situation in Romania is better than elsewhere since there seem to be capable people among the many young Arabs living there. The Muslim Student Association of Romania operates a centre in Timişoara [Temeschwar], at 15 Ştefan Stâncă Street.

aus: DanutM: On the Muslim Brotherhood in Romania

auf dem Weblog: Persona 16.08.2010

http://danutm.wordpress.com/2010/08/16/on-the-muslim-brotherhood-in-romania/

Timişoara: Str. Ştefan Stâncă nr 15

http://www.muslimsromania.com/f8/adrese-moschei-fundatii-din-romania-289/

Temeschwar. Imam Ramez Achraf kam 1981 aus Syrien, Imam Safwan Alim zehn Jahre später aus Ägypten:

Moscheea timişoreană se află pe strada Ştefan Stâncă

http://old.banateanul.ro/articol/ziar/timisoara/micul-islam/2685/

[28] The al-Ittihad al-Alami li-Ulama al-Muslimin (The International Association [mittlerweile: Union und deswegen IUMS] of Muslim Scholars, IAMS) was founded in July 2004. The founding conference of the IAMS in Dublin was attended by eminent scholars of different religious backgrounds, including Sunni, Shii, Omani Ibadis, and Yemeni Zaydis. Shaykh Yusuf Abdallah al-Qaradawi, the Azhar-educated Egyptian scholar and former member of the Muslim Brotherhood, was elected as president of the IAMS. Muhammad Salim al-Awwa, attorney of the Egyptian Wasat party, became the secretary general, with the former Mauritanian justice minister Abdallah Bayn Bihi, the Shii cleric Ayatollah al-Takhiri, and the Ibadi Shaykh Ahmad al-Khalili as his deputies. …

Based on the ummatan wasatan concept of the Quran (2/143), al-Qaradawi argues for a balanced implementation of Islamic law, meaning both the balance between new and established views as well as between different doctrines. He believes that fatwas (legal opinions) should always be composed “according to the spirit of mediation” and that in doing so one should resort to all legal traditions within Islam. He describes his approach as the “method of the middle way” (minhaj al-wasatiyya) …

See Y. al-Qaradawi, Al-Fatwa bayna ‘l-indibat wa ‘l-tasayyub (Cairo, 1988); Y. al-Qaradawi, Fatawa mucasira, vol. 2 (Cairo, 1993).

aus: Bettina Gräf: In Search of a Global Islamic Authority

https://openaccess.leidenuniv.nl/bitstream/handle/1887/16970/ISIM_15_In_Search_of_a_Global_Islamic_Authority.pdf?sequence=1

[29] „aber das heißt doch für uns, dass wir unsere Einstellung verändern müssen, dass wir differenzieren müssen unter den islamistischen Bewegungen und Parteien, dass es auch dort solche und solche gibt, und dass wir vielleicht die Erfahrung des Säkularisierungsprozesses einer ehemals islamistischen Partei, wie der türkischen AKP, [dass] das vielleicht nicht eine türkische Ausnahme ist sondern eine Alternative ist, [dass] nicht nur, dass ein Weg von Islamismus zu Terrorismus führt, sondern auch ein Weg vom Islamismus zu einer muslimischen, aber die Werte einer Verfassung akzeptierenden Partei. Ich glaube, diese Neujustierung europäischer Außenpolitik ist wichtig, und da kommt der Türkei und unserer Zusammenarbeit mit der Türkei eine große Rolle zu.“

Jürgen Trittin in der Sendung: Unter den Linden, TV-Sender Phoenix am 07.02.2011 (hier publiziert bei: Informations et actualités du gouvernement luxembourgeois / Regierung von Luxemburg)

http://www.gouvernement.lu/salle_presse/interviews/2011/02-fevrier/07-asselborn/index.html

[30] Sein Ministerium versuche, den Demokratisierungsprozess in den Ländern des Arabischen Frühlings zu unterstützen, „auch wenn uns klar ist, dass dieser Prozess nicht unbedingt nach westlichem Muster verlaufen wird“. Der Umwälzungsprozess in den betroffenen Staaten sei jedenfalls noch lange nicht zu Ende. „Und ja: Er könnte unseren Vorstellungen zufolge auch ein schlechtes Ende nehmen, muss er aber nicht“, sagte Niebel.

aus: Niebel warnt vor Berührungsangst mit Islamparteien

in: Focus 28.06.2012

http://www.focus.de/politik/deutschland/nach-wahlsieg-der-muslimbruderschaft-in-aegypten-niebel-warnt-vor-beruehrungsaengsten-mit-islamparteien_aid_774041.html

[31] Wie wichtig die Gründung wissenschaftlicher Islamzentren für die Selbstfindung europäischer Muslime sei, betonte der Großmufti von Sarajevo, Mustafa Ceric. Es sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem friedlichen Europa – „frei von Krieg und Genozid“, einem Europa, in dem die Menschen keine Angst voreinander hätten. „Ich hoffe, dass die Studierenden des Islamzentrums diese Botschaft hinaustragen in die Welt“. Wichtig sei auch der Dialog der Muslime untereinander. Keine Nation habe „ein Monopol auf den Islam“, sagte Ceric. „Der Islam ist ein Geschenk Gottes.“

Die Hochschulen in der Türkei seien gespannt und sehr bereit, Kooperationen mit dem Tübinger Islamzentrum zu beginnen, sagte Mehmet Paçaci vom Amt für Religiöse Angelegenheiten der Türkei. Darüber hinaus hoffe er, dass das Islamzentrum den Rechten und Bedürfnissen der Moschee-Gemeinden in Deutschland förderlich sei.

Als Schnittstelle zwischen dem akademischen Zentrum und den Moschee-Gemeinden dient unter anderem der Beirat des Islamzentrums, in dem zahlreiche muslimische Gemeinschaften und Verbände vertreten sind. Das sei ein Provisorium, da der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland juristisch immer noch nicht als Religionsgemeinschaft anerkannt sei, sagte dessen Sprecher Bekir Alboga.

Anerkennende Worte fanden gestern etliche Festredner für Rektor Bernd Engler, ohne dessen Aufgeschlossenheit, Elan und Beharrlichkeit das Tübinger Zentrum wohl nicht zustande gekommen wäre – oder zumindest nicht so schnell, wie Wissenschaftsministerin Theresia Bauer sagte. „Sie waren der Motor des Gründungsprozesses“, sagte Bauer. Dem Islamzentrum, das von Bund und Land finanziert wird, wünschte sie, dass es „beseelt sei vom Geist der Toleranz“ – und dass dieser Gedanke in die Welt hinaus getragen werde.

aus: Angelika Bachmann: Tübingen feiert die Eröffnung des Islamzentrums

in: tagblatt 17.01.2012

http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/tuebingen_artikel,-Tuebingen-feiert-die-Eroeffnung-des-Islamzentrums-_arid,160197.html

[32] Meilensteine (Zeichen auf dem Weg, Sayyid Qutb, islamkrisch analysiert unter Sägefisch 200). Schleichende Islamisierung über Beschwörung des dialogischen Gegenübers und „Anderen“, Islam und Westen als zweierlei Weise der „Alterität“, argumentieren Führer Qutbs Getreue:

Quṭb, Sayyid. Maʿālim fī al-ṭarīq (Signposts on the road). New ed. Damascus and Qom, 1985. Main statement on the “alterity” of the contemporary social and political order and the necessity of a complete Islamic reversal.

http://www.oxfordislamicstudies.com/article/opr/t236/e0394

Iman Attia: Die »westliche Kultur« und ihr Anderes: Zur Dekonstruktion von Orientalismus und antimuslimischem Rassismus

http://www.amazon.de/%C2%BBwestliche-Kultur%C2%AB-Anderes-Dekonstruktion-antimuslimischem/dp/3837610810

Die Muslime fühlen anders als wir im Westen, wir dürfen uns da nicht einmischen – mit derartig viel „westlicher“ Toleranz geht es ruhugen Gewissens in die Kalifate dort und in die Rechtsspaltung hier:

I am happy to let Muslims arrange their own lives under whatever legal set of narrative values they prefer. That, to me, is the most vital western value … the west needs to solve its own problems, rather than insisting on interfering in the affairs of Muslims, while failing to admit that previous interference might have provoked much of the „Muslim rage“ that westerners find so „medieval“

aus: Deborah Orr: The west and the Islamic world should leave one another to live and let live

in: The Guardian 21.09.2012

http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2012/sep/21/west-islamic-world-let-live

Israelkritik, die zarteste Versuchung seit es Antisemitismus gibt. Nur neun Tage später frohlockt Orr über mehr Konturen für das Hamas-Kalifat, denn wenn Juden und Muslime zum gleichen Lohn in derselben Gärtnerei arbeiten oder dieselbe Schule besuchen müssen, ist das irgendwie dasselbe wie von Gaza aus gen Israel fliegende Kassamraketen:

Mahmoud Abbas, the Palestinian president, greeted the result as the „birth certificate“ of a Palestinian state, declaring: „Enough of aggression, settlements and occupation.“ No one has any difficulty, surely, in condemning aggression, particularly in the form of rockets sent by Hamas into Gaza? A lot of us consider settlements and occupation to be acts of aggression as well, and simply don’t understand how Israel can manage to persuade itself that, somehow, some way, they’re not.

aus: Deborah Orr: Palestine gets a ‚birth certificate‘

in: The Guardian 30.09.2012

http://www.guardian.co.uk/world/2012/nov/30/palestine-un-israel-deborah-orr

Mehr Toleranz für die islamische Alterität? Zwischen Januar und November 2012 wurden 2.256 (zweitausendzweihundertsechsundfünfzig) Raketen auf Israel abgefeuert.

http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Palestinian_rocket_attacks_on_Israel,_2012

Muslime, so erbarmt sich der Kulturrelativist, seien anders und würden andere Loyalitäten haben, other loyalties:

There’s a place for finding what would be a constructive accommodation with some aspects of Muslim law, as we already do with some other aspects of religious law.

aus: Rowan Williams: Sharia law in UK is ‚unavoidable‘

http://news.bbc.co.uk/2/hi/7232661.stm

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Revolutionsführer Chomeini

Juni 26, 2010

ولاية الفقيه

Wilāyatu l-Faqīh

Velāyat-e Faghīh

Herrschaft des Obersten Rechtsgelehrten

Die Herrschaft der Imame

Gedanken zum »Velāyat-i Faqīh« des Chomeini. Von Jacques Auvergne.

Zwischen dem 21.01.1970 und dem 08.02.1970 hielt der 67-jährige, seit mehr als fünf Jahren in der Verbannung lebende Großayatollah Chomeini (Rūḥollāh Mūsavī Khomeynī (1)) in seinem irakischen Exil in Nadschaf neunzehn Vorträge, die alsbald in einem kleinen Buch zusammengefasst wurden, »Velāyat-e Faghīh«, das bedeutet „Herrschaft des Obersten Rechtsgelehrten“ (von arabisch Wilāyatu l-Faqīh, Verwaltungshoheit des Schariagelehrten). Mitschriften der Vorlesungen wurden mit verschiedenen Titeln versehen (The Islamic Government, Authority of the Jurist, A Letter from Imam Musavi Kashef al-Qita) um die iranische Zensur irrezuführen und anschließend in den Iran geschmuggelt, wo das inhaltlich explosive Büchlein in den letzten Jahren vor der Islamischen Revolution weite Verbreitung fand und nach 1979 die dem jenseitigen Glück der schariatisch Gehorsamen verpflichtete heutige Verfassung des Īrān prägen konnte.

Hier wird die Übertragung von Ausschnitten aus dem »Velāyat-e Faghīh« aus dem Englischen und aus verschiedenen Werken des schiitischen Islamkonvertiten (ein Ex-Kāfir, sozusagen), Chomeini-Biographen und Chomeini-Verehrers Hamid Algar (2) herangezogen, aus dem die wichtigsten Aussagen ins Deutsche übersetzt werden.

Hamid Algar wurde 1940 in England geboren, erlernte als Jugendlicher das Französische und Deutsche und verbrachte vor seinem Hochschulstudium ein ganzes Jahr im badischen Freiburg. In Cambridge studierte er bis 1965 das Arabische, das Persische und die Islamwissenschaften und erhielt seinen Dr. phil. ebendort und als Islamwissenschaftler. Seither ist Algar Dozent im kalifornischen, zunächst studentisch-revolutionären Berkeley, von wo aus er in unserer Zeit die äußerst Chomeini-orientierte und dabei interessanterweise den Saudis wohl gesonnene Islamic Human Rights Commision (IHRC) unterstützt. Diese titelt am 03.06.2002 mit »IHRC UK EVENT: A discussion with Professor Hamid Algar« und gibt sich erfreut über die „große Ehre“, Algar am gleichen Tag ins schiitische Londoner Islamische Zentrum (The Library, Islamic Centre of England, 140 Maida Vale, London, W9) einladen zu dürfen (3).

Das Schiitenzentrum, gelegentlich Markaz Eslami genannt oder Hawza Ilmiyya, wird vom iranischen Irshad Trust und dem zeitgleich (1996) gegründeten Islamic Centre of England Ltd (ICEL) geführt, der unmittelbar Ayatollah Chamenei (ʿAlī Ḫāmeneʾī) untersteht. Als Oberster Rechtsgelehrter ist Chamenei Staatsoberhaupt – und für die zahllosen Ermordungen und Verhaftungen, die Pressezensur sowie den frauenfeindlichen Schleierzwang der heutigen iranischen Diktatur verantwortlich. Bei der Lektüre Jahrhunderte alter islamischer Texte kann es schon einmal vorkommen, dass mitten in London alle Nichtmuslime mit Schweinen und Hunden (pigs and dogs) verglichen und als Dreck (filth) bezeichnet werden (4).

Die Islamic Human Rights Commision erledigt die „Verteidigung der Unterdrückten“ völlig im Sinne Allahgottes, Mohammeds oder Chomeinis. Polytheisten oder Ex-Muslime sollen allerdings vermutlich nicht zu diesen Unterdrückten gerechnet werden und sind so, völlig folgerichtig, auch nicht zu verteidigen. Die IHRC lässt Arzu Merali am 17.11.2009 die weltweit herumgereichte Proislamistin und Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi loben („Mrs. Ebadi might well be the most courageous human rights defender the world has ever seen“), jene Ebadi, die gründliche Islamkritiker allerdings für das Maskottchen des mordenden Mullah-Regimes halten und für Ahmadineschads Glücksfee, „a human rights activist for her pro-woman and child work“ (IHRC).

Bereits am 18.04.2004 gab die IHRC ihre hochrangigen Mitstreiter Saied Reza Ameli und Arzu Merali die Broschüre »British Muslims Expectations of the Government. DUAL CITIZENSHIP: British, Islamic or both?« heraus mit dem, ganz im Sinne von Tariq Ramadan oder Murad Wilfried Hofmann, recht unverhohlen auf eine künftige gesonderte Muslim-Staatsbürgerschaft hingearbeitet wird (bei IHRC-online am 02.04.2010 (5)), was wenig zufällig der Forderung des Allāh- und Qaraḍāwī-Stellvertreters Mustafa Cerić nach einer Rechtsspaltung im Familienrecht sehr genau entspricht.

Am 18.11.2009 sucht die IHRC freiwillige Schariafreunde (Alert: Volunteers required for an IHRC research project on Germany) und verurteilt nicht einmal drei Wochen später, am 07.12.2009, die rechtsstaatlich legitimierten Polizei-Razzien bei der deutschen Millî Görüş (Germany. IHRC condemns the recent raids of the offices of IGMG). IHRC-Vorstandsmitglied Massoud Shadjareh beklagt die weltweite Islamophobie, der in Deutschland die IGMG zum Opfer falle: „what is happening in Germany is a reflection of the intolerant attitude of the EU governments against Islam and the draconian approach to Muslim groups in general“.

Alljährlich vergibt die IHRC den als ätzende Ironie zu verstehenden Preis für Islamophobie (The Islamophobia Awards) an die größten Islamophoben des Jahres („the worst Islamophobes of the year“). Islamophobie wird von der IHRC definiert:

„What is Islamophobia? A contemporary and emerging form of prejudice Islamophobia can be described as stereotypes, bias or acts of hostility towards individual Muslims or followers of Islam in general. In addition to individual acts of intolerance and racial profiling, Islamophobia leads to viewing Muslims as a greater security threat on an institutional, systemic and societal level and perceiving their views to be intrinsically problematic, violent or unethical.“

Damit ist also jeder, der die Polygamie, die Frauenverstoßung, das halbierte Erbe der Frau und ihre halbe Stimme vor Gericht, den Kulturrassismus der Dhimmitude, das Steinigen der Ehebrecherin oder das Schwängern neunjähriger Bräute für „unethisch“ (unethical) hält, ein Islamophober. Islambezogenes Wissen wird so zum „Vorurteil“ und „Stereotyp“. Der Dschihad gegen die Menschenrechte, jetzt gleich, und gegen die Tatsache, etwas später.

Der offizielle IHRC-Berater („Professor Algar is also an advisor to IHRC“) meint, der Islamischen Revolution von 1979 komme für den weltweiten Islam die Rolle des hervorragendsten und hoffnungsvollsten Ereignisses zu (6).

Nun zu Ayatollah Chomeini. Neben den kommentierenden Zwischenrufen stammen auch die in eckigen Klammern stehenden [erklärenden] Anmerkungen von Jacques Auvergne.

1. Die [noch so gut gemeinte] Gesamtheit von Gesetzen reicht für die [heilssichernde] Verbesserung der Gesellschaft nicht aus. Damit die Gesetze [also wirklich] zum Werkzeug der Verbesserung werden und zum Glück der Menschheit, bedürfen sie der ausführenden Gewalt, der Vollstrecker. Deswegen hat der erhabene Herr neben einem offenbarten System von Gesetzen, neben den Geboten der Šarīʿa, eine Regierung errichtet und die Einrichtung von Institutionen der Ausführung und Verwaltung befohlen. [Muhammad als] der Gesandte Gottes stand an der Spitze der ausführenden und verwaltenden Organe der islamischen Gemeinschaft. [Denn] außer der Verkündigung der göttlichen Offenbarung und der Erläuterung und Auslegung der islamischen Religionsgesetze, Gebote und Anordnungen wirkte er vorbildlich an der Umsetzung der Gebote und am Aufbau der gesellschaftlichen Strukturen des Islam, um einen [veritablen] islamischen Staat zu stiften. So begnügte sich der Prophet in jenen Jahren nicht nur mit dem Verkünden des Strafrechtes, sondern führte es zugleich aus: Er schlug Hände ab, ließ Auspeitschen und ordnete Steinigungen [ar-raǧm] an. … Wenn er den Kalifen, den Nachfolger bestimmte, so nicht allein, um die Glaubenssätze und göttlichen Befehle zur Sprache zu bringen, sondern er sorgte dafür, dass man sich auch um die Ausführung der Gebote und Gesetze kümmert. … Die Muslime brauchten nach dem [Tode des] Propheten jemanden, der die Gesetze anwenden und die islamische Gesellschaftsordnung garantieren konnte, damit ihr Glück im Diesseits wie im Jenseits gesichert ist.

Der Valî-e Amr [Walī ul-Amr, der Vormund der Menschheit, der Befehlshaber Allahs] ist zugleich Inhaber aller ausführenden Gewalt. … [Sowohl] die Sunna und die Lebensweise des Gesandten verlangen [von uns], die Notwendigkeit der Bildung einer [islamischen] Regierung [zu erkennen]; denn zum einen hat der Prophet selbst eine Regierung geformt, … und zum anderen hat er, dem Befehl Gottes treu, einen Nachfolger für sein Führungsamt festgelegt, was bedeutet, dass die [islamische] Regierung nach dem Tode des Propheten unverzichtbar bleibt. Die Notwendigkeit der [organisierten] Durchsetzung der göttlichen Gebote … bleibt nach dem Tode des Propheten bestehen. Nach den Worten des ehrbaren Koran beziehen sich die islamischen Gebote nicht auf Raum und Zeit; sondern werden bis in alle Ewigkeit bestehen bleiben und ausführungspflichtig sein.

Demnach entspricht es sowohl der Vernunft als auch der Scharia [Šarīʿa], dass das, was zu Lebzeiten Mohammeds und Alis von Nöten war, nämlich der Regierungsaufbau und die Einrichtung einer islamischen Verwaltung, … auch heutzutage unverzichtbar ist. … Wer auch immer sagt, die Einrichtung einer islamischen Regierung sei nicht notwendig, hat damit die Pflicht der Durchsetzung der Islamischen Gebote, ihre Vollkommenheit und Kohärenz sowie die ewige Geltung der Religion des Islam abgestritten. … Ein anderer Grund, der die Regierungsbildung unabdingbar macht, heißt: Das Wesen der islamischen Gesetze, al-aḥkām aš-šarʿ [aḥkām, gehorsamspflichtige Anweisungen Allahs, zu: Sg. ḥukm, Gottesbefehl, Islamisches Gebot].

2. Diese aḥkām-e šarʿ sind das Gefüge der Gesetze und Bestimmungen, die als [vollkommenes] Ganzes [allein] eine [gesunde] Gesellschaftsordnung aufzurichten vermögen. In [der Šarīʿa als] diesem System der Rechte [und Pflichten] ist alles berücksichtigt, was der Mensch zu einem gelingenden Leben braucht: Vom rechten Verhalten im Umgang mit Nachbarn, Kindern, Familienmitgliedern oder Verwandten beziehungsweise Mitbürgern über private Belange [wie auch] dem Eheleben bis hin zu den [von Allāh aufgestellten] Bestimmungen über die Frage nach Krieg und Frieden oder zu den Fragen, die den Umgang mit anderen Völkern betreffen. Alle Rechtsbereiche, … vom Strafrecht bis zum Wirtschafts-, Industrie- und Landwirtschaftsrecht, sind [in der Šarīʿa] zur Sprache gebracht [und sehr deutlich] angeordnet worden. Die Šarīʿa hat [damit] für alle Lebensstationen [die optimalen, vollkommenen] Bestimmungen: … von der Heirat und ihrem Abschließen [Imam-Ehe], über die Embryonalentwicklung und die gesunde Ernährung der werdenden Mutter, über die elterlichen Pflichten während der Stillzeit bis zur Frage, wie man Kinder erziehen soll und wie das rechte Verhältnis der Eltern zu ihren Kindern aussehen muss.

2.1. [Beim] genauen Betrachten des Wesens und Charakters der aḥkām-e šarʿ wird erkennbar, dass Erreichbarkeit und Verwirklichung dieser Gebote einer Regierungsbildung bedürfen, [und] dass die Durchsetzung der göttlichen Gebote ohne einen groß angelegten Apparat der Kontrolle und Verwaltung nicht zu gewährleisten ist.

Nehmen wir beispielsweise den ḫums [wörtlich das Fünftel], der eine bedeutsame Einnahme des Fiskus [Baytu l-Māl, die „Schatzkammer“ der umma, zu bayt / bait, Haus] bildet. … In unserer [einzigen heilssichernden] Religion wird ḫums in den Bereichen Handel, Landwirtschaft und Bergbau eingezogen sowie bei allen Gewinnen und Erlösen. Es treten zakāt [zakāh, die für jeden Muslim verpflichtende Sozialabgabe] und ǧizya [Kopftsteuer der Dhimmis an die befehlsberechtigten Muslime im islamischen Staat] hinzu sowie die ḫarāǧ [Grundsteuer]. … Mit Anarchie oder Chaos wäre derlei [wohldurchdachte Finanzpolitik] doch ganz gewiss nicht zu machen.

2.2. Ein weiterer Beweis für die Notwendigkeit der Bildung einer Islamischen Regierung sind die Gebote der Aufrechterhaltung der Islamischen Ordnung und diejenigen der militärischen Verteidigung des unverletzlichen Territoriums. Beispielgebend dürfen wir hier das göttliche Gebot aus der Sure al-Anfāl Vers 61 heranziehen: „Bereitet euch nach Kräften gegen eure Feinde und rüstet starke Heere auf.“ Dieses Gebot ist ein Befehl an alle Muslime, eine Armee aufzustellen und dauerhaft zu finanzieren sowie ein Befehl, auch in ruhigen und friedlichen Zeiten in ständiger Alarmbereitschaft zu sein. Wenn die Muslime sich an dieses göttliche Gebot gehalten hätten, wäre es einer Handvoll Juden nicht gelungen, unsere Lande zu besetzen und unsere al-Aqṣā-Moschee zu zerstören oder in Brand zu setzen. … Wenn die Regierungen der [heutigen, so genannten] islamischen Staaten wirklich die [vor Allāh legitimen] Vertretungen der Gläubigen gewesen wären, hätten sie ihre geringen Meinungsverschiedenheiten und Streitereien beiseite gelassen und sich zu einer einzigen, geballten Faust vereint.

Die al-Aqṣā-Moschee steht auf dem etwas nachträglich al-Ḥaram aš-Šarīf, „das edle Heiligtum“ genannten Tempelberg, der im regional wesentlich angestammteren Hebräischen Berg des Hauses heißt, Har haBayit. Gemeint ist allerdings ganz Jerusalem, was wiederum heißt: ganz Israel, das es aus Chomeinis Sicht für den Islam zurückzuerobern gilt. Wortherkunft zu al-masǧid al-aqṣā, „der weit entfernte Ort der Niederwerfung“. Wird oft verwechselt mit dem benachbarten goldbekuppelten Felsendom, Qubbatu ṣ-Ṣaḫra.

2.3. Göttliche Gebote zum Recht und Strafrecht

Ohne eine funktionierende [islamische] Regierung können, um weitere Beispiele anzuführen, die vielen göttlichen Gebote zu den diyyāt [Sg. Diyya, talionsrechtliche finanzielle Entschädigung, heilssicherndes Blutgeld] oder die strafrechtlichen Gebote Gottes zu den ḥudūd [Sg. ḥadd] und zum qiṣāṣ nicht angewendet werden.

3. Von der Notwendigkeit der politischen Revolution

Als der Prophet gestorben war, haben die Widersacher [Allahs] und die Umayyaden (al-Umawiyyūn) verhindert, dass es eine Islamische Regierung nach der Maßgabe der Wilāya [vor Allāh legitime Statthalterschaft und Staatsführung] gibt. Diese Kräfte haben ein Regieren zu Allahs und Mohammeds Zufriedenheit nicht geduldet, … ihre Regierungsweise ähnelte vielmehr derjenigen der persischen Großkönige, römischen Cäsaren oder ägyptischen Pharaonen. Diese unislamische Form des Regierens hat an den meisten Orten der Welt bis in unsere Tage ihre [heilsgefährdende] Fortsetzung gefunden. Doch gebieten uns sowohl die Šarīʿa als auch die Vernunft, dass wir nicht zulassen, dass sich ein derartiges Regieren, ein derartig unislamischer politischer Zustand fortsetzt. Denn der Zusammenhang müsste doch eigentlich jedem [Gläubigen] ersichtlich sein, dass das Vorhandensein einer unislamischen politischen Ordnung lediglich bedeutet, dass die [gleichsam naturhafte und gesunde, fiṭra-anlagegemäße] islamische politische Ordnung nicht zum Durchbruch gekommen ist.

Sondern von universell-menschenrechtlichen, freiheitlich-demokratischen und anderen satanischen Kräften verhindert wird.

Daraus folgt, dass jede unislamische Politik einen Polytheismus darstellt, weil ihr Herrscher ein Ṭāġūt [anglisiert Taghoot, NL taghoet] ist, ein Götze. Wir [Muslime] haben die Pflicht, jede Spur der Vielgötterei aus unserem Leben und Staat zu entfernen und für immer zu zerstören. … Wir müssen grundsätzlich Bedingungen schaffen, die der Herrschaft eines Ṭāġūt oder einer [schariarechtlich] illegitimen Macht entgegengesetzt sind [wir dürfen hier gewalttätig sein], denn nur unter diesen können [junge] Menschen zu Frömmigkeit und Bildung emporwachsen. Die Verderbtheit unserer Zeit wird durch das politische System verursacht, welches der Herrschaft der Ṭawāġūt [eigtl. Ṭawāġīt, Götzen, Sg. Ṭāġūt) und derjenigen des Polytheismus dient. Das aber ist die „Verderbnis auf Erden“, die beseitigt werden muss und deren Verursacher zu bestrafen sind. Keine andere Verderbtheit war es, die einst das politische System des ägyptischen Pharao aufgerichtet hat. In einer solchen Gesellschaft aber kann ein religiöser, Gott fürchtender Mensch nicht existieren, will er dem Islam und dem islamischen Wohlverhalten treu bleiben. Er hat nur zwei Möglichkeiten: entweder er akzeptiert, dass er [schariarechtlich] verbotene Taten begeht und damit de facto dem Polytheismus dient, oder er leistet Widerstand, um dem System und der Logik des Ṭāġūt zu entkommen. Uns bleibt gar keine andere Wahl als die verderbten und Verderbtheit erzeugenden politischen Systeme zu vernichten.

Als er am 06.10.1981 mit drei dschihadistischen Komplizen der Gruppe al-Jihad (auch: al-Gihad) seinen Präsidenten Muḥammad Anwar as-Sādāt (el-Sadat) erschossen hatte, rief der Attentäter Khalid Ahmed Showky al-Islambouli: „Ich habe den Pharao getötet!“ (I have killed the Pharaoh!), nach anderen Berichten: „Tod dem Pharao!“ („Death to Pharaoh!). Al-Jihad / al-Gihad ist eine Abspaltung der radikalislamischen al-Jamaat al-Islamiya (el-Gama’a el-Islamiyya), die am 08.06.1982 den Agrarwissenschaftler und Gesellschaftskritiker Faradsch Fauda (Farag Fauda) ermordete. Vielleicht hat Attentäter al-Islambouli genau Ayatollah Chomeinis zitierten heiligen Hass auf das „politische System des ägyptischen Pharaos“ nicht gekannt, in der Geschichtslosigkeit oder vielmehr in der ewigen Gegenwart des Islam jedoch ist jede unislamische Herrschaft ein Staat der Feinde Allahs, der gewissermaßen als pharaonisch gelten muss und damit zu beseitigen ist. Die Ära der Pharaonen ist für jeden Dschihadisten gleichbedeutend mit der von bin Taimīya (1263-1328), al-Maudūdī und Quṭb „politisch“ (islamisch konsequent) verwendeten berüchtigten Ǧāhilīya, der Epoche der [vorislamischen] Barbarei. Denn einerlei ob vorislamisch oder unislamisch, die Herrschaft Allahs ist morgen aufzurichten, dein Heil ist heute gefährdet und dein Einsatz beim Beseitigen des Kufr ist in zwei Stunden gefragt, am besten in einer Stunde.

4. Die Unabdingbarkeit der Islamischen Einheit

Die Kolonialmächte und Despoten haben die Geborgenheit des Islam in Stücke gerissen, die islamische Umma in separate Nationalstaaten geteilt. Russland, England, Österreich und die anderen Kolonialmächte handelten vereint, überzogen das Osmanische Reich mit Krieg und teilten es untereinander oder machten die Territorien abhängig. …

Der typisch islamischen Angst vor der fitna, der „Zerspaltung“ von Gesellschaft oder Kriegerbund, lässt sich mit dem Aufbau absolut verlässlicher Hierarchien von Befehl und Gehorsam begegnen, die es gilt, als egalitär darzustellen.

Uns bleibt gar kein anderer Weg, wollen wir die Einheit der Umma wieder herstellen und die islamische Heimat den Besatzern beziehungsweise ihren Marionettenregierungen entreißen, als eine [islamische] Regierung zu bilden. Um der Einheit und Freiheit der muslimischen Völker Willen gilt es, die unterdrückerischen und die von [ungläubigen] Fremden ernannten Regierungen zu stürzen. um anschließend die Gerechtigkeit und Gemeinwohl gewährleistende Islamische Regierung aufzurichten. Wir sehen, dass die Regierungsbildung zum Schutz von Einheit und Wohlergehen aller Muslime unerlässlich ist, wie uns ja bereits die heilige Zahrā ermahnt: „Das Imamat ist für die aufrecht erhaltene Ordnung der muslimischen Gemeinschaft und die Verwandlung ihrer Zerstrittenheit in Eintracht unerlässlich.“

Die Mutter aller prophetischen Nachkommen und Tochter (bint) Mohammeds gilt den Schiiten als eine Heilige (7).

Fāṭima bint Muḥammad (606-632) wird auch Fāṭima z-Zahrā genannt. Man verwechsele sie nicht mit der ungefähr sechs Jahre eher verstorbenen Fāṭima bint Asad, einer der ersten Musliminnen oder Muslime überhaupt, welche vier Söhne und zwei Töchter hatte, unter den Söhnen befanden sich Ǧaʿfar bin Abī Ṭālib („Dschafar ibn Abu Talib“) (8) und ʿAlī bin Abī Ṭālib („Ali ibn Abu Talib (a.)“), der vierte der vier rechtgeleiteten Kalifen der Sunniten und der erste der heiligen schiitischen Zwölf Imame (9).

5. Von der Notwendigkeit der Emanzipation der Entrechteten und Unterdrückten

Unsere Aufgabe ist es, diese [hungernden und entrechteten] Menschen zu retten. Unsere [von Gott auferlegte] Pflicht ist es, Freund aller Unterdrückten und Feind jedes Unterdrückers zu sein. … Den ʿUlamāʾ des Islam kommt dabei eine wichtige Aufgabe zu … sie dürfen es nicht länger dulden, dass ein großer Teil der Menschheit Hunger leidet, während wenige Ausbeuter und Plünderer im Überfluss leben. Der Emir der Gläubigen [ʿAlī] sagt uns: „Die Regierungsführung habe ich nur deswegen übernommen, weil Allāh die ʿUlamāʾ dazu verpflichtet hat, zur Dekadenz der Plünderer und Unterdrücker und zur Marginalisierung und Mittellosigkeit der Unterdrückten nicht zu schweigen“ (Nahdsch-ul-Balāgha 41/1 (10)). Wir dürfen nicht länger tatenlos dabei zusehen, wie sich die Verräter [der rechten, islamischen Seinsweise] Unredliches erlauben und die Pfründe der [ungläubigen] Fremden einstreichen, … und dabei Millionen von Muslimen in Armut belassen. Es ist die Aufgabe der ʿUlamāʾ und aller anderen Muslime, … die unterdrückerischen Regimes zu stürzen und islamische Regierungen zu errichten.

6. Über die Notwendigkeit des Regierens gemäß der Aḫbār [Sg. ḫabar, Bericht, Nachricht] der heiligen Berichte

Aḫbār („Nachrichten“) ist heutzutage, die Faktennähe nimmt sich zaghaft den Vortritt gegenüber der islamischen Heilsrettung heraus, der Name vieler arabischsprachiger Zeitungen (11), sogar bis in die USA (12).

Keine Religionsgemeinschaft auf der Welt vermag ohne einen Führer zu sein. … Allahs Ratschluss hat es fern gelegen, die Menschheit ohne einen Führer zu lassen, von dem, wie er [Allāh] weiß, die Menschen existentiell abhängig sind, weil sie die Feinde abzuwehren und die gemeinschaftlichen Einkünfte zu verteilen haben und weil sie die gemeinsamen Gebete verrichten müssen … . Ohne einen von Gott eingesetzten Imām, Führer, welcher Ordnung und [bestenfalls rein schariatische] Gesetzeseinhaltung gewährleistet, würden Volk und Religion untergehen.

Die Menschen sind zu mangelhaft, zu unterschiedlich und launisch, um ohne einen Führer leben zu können. … Viele Gründe also sprechen für die Islamische Regierung und die Einsetzung eines Valī-e Amr, eines befehlsgebenden Statthalters. … Die Anwesenheit eines [obersten politischen] Befehlsgebers, eines Wächters über das Islamische Gesetz, ist unerlässlich, … um die bidʿa – die von Menschen erfundene, irrige Lehre – abzuwehren.

Die Verwestlichung [Entartung] der Muslime hat nur geschehen können, weil wir keinen Qaiyim (Vormund, Aufpasser) hatten.

B. Über die Natur der Islamischen Regierung

1. Islamisches Regieren und nichtislamisches Regieren

Islamisches Regieren lässt sich mit keiner anderen Regierungsweise vergleichen. Sie ist beispielsweise keine Diktatur …, sondern die an Koran und Sunna gebundene Anwendung der göttlichen Gesetze auf das Volk.

Anders als Monarchie oder Verfassungsstaat … obliegen die Legislative und die Bevollmächtigung zur [Durchsetzung der] Šarīʿa [durch seine die Gewaltlizenz gegen alle Nichtmuslime und unbotmäßigen Muslime innehabende Regierung] dem erhabenen Gott [Allahgott]. Gesetzgeberische Gewalt nämlich kann im Islam nichts anderes sein als die heilige Šarīʿa. Niemand sonst [außer Allah] hat das Recht, Gesetze zu erlassen, keine außerhalb der Šarīʿa liegenden [beziehungsweise gegen ihre Grenzsetzungen verstoßenden] Gesetze dürfen zur Anwendung kommen. Und so kennt die Islamische Regierung auch kein Parlament, sondern eine Planungskammer, die für die einzelnen Ministerien Pläne aufstellt, welche den Geist der Islamischen Normen wiederspiegeln. Die Pläne wiederum prägen den Charakter des Öffentlichen Dienstes, der das ganze Staatsgebiet erfüllt.

Die Gesamtheit des [kohärenten und ewigen] Islamischen Gesetzes, das sich aus Koran und Sunna herausbildet, wird von der gehorsamspflichtigen Umma [in Freiwilligkeit] anerkannt. Gesetzlichkeit ist damit Sache des Volkes, durch die [auf der Zustimmung des Volkes aufbauende, harmonische] Übereinstimmung zwischen [islamischer] Führung und [muslimischem] Volk ist die Ausübung des Regierungsamtes leicht. In den Republiken oder konstitutionellen Monarchien hingegen wird es überwiegend so sein, dass die so genannten Volksvertreter der Bevölkerung ihren Willen aufzwingen.

Die Islamische Regierung ist eine Regierung der Gesetze, Gott selbst ist Souverän, das Gesetz wiederum ist Befehl oder Gebot des Herrn. Alle Individuen unterstehen dem Islamischen Gesetz, anders gesagt, unterstehen Allahs Befehl.

Als der Prophet [Mohammed] das Kalifat implementierte, tat er es auf Befehl Gottes. Allāh selbst hat ihn zu seinem irdischen Kalifen [Statthalter, Stellvertreter] gemacht, es war also nicht etwa der Fall, dass Mohammed hier einer persönlichen Meinung gefolgt wäre. Mohammed wiederum bestimmte ʿAlī zu seinem Kalifen, um das Aufkommen von Zwist in der noch unerfahrenen Umma zu vermeiden. Wir sehen, dass Regieren im Islam bedeutet, den Gesetzen Folge zu leisten und dass außer ihnen nichts anderem die Rolle des Herrschens zukommt. Sogar die Freiräume [persönlicher Entscheidung] wurden [schließlich] von Gott [unübertrefflich perfekt] bestimmt. Das prophetische Erwähnen eines Sachverhaltes oder Verkünden eines Gebotes verlief in jedem einzelnen Fall in den Bahnen des göttlichen Gesetzes, weshalb alle Muslime Mohammeds Beschreibungen oder Anweisungen [absolute] Folge leisten müssen. Selbst das Folgeleisten ist ja ein göttlicher Befehl, Koran 4:59, „und gehorchet dem Gesandten“.

Auch das Gehorchen auf die Anweisungen der Ulil-Amr, der [„heiligen“] Statthalter, entspringt Allahs koranischem Befehl aus Sure 4 „Und gehorchet denen unter euch, die Befehle erteilen dürfen!“ Persönliche Meinungen, und seien es die des Propheten selbst, haben in diesem System keine Bedeutung. Alle unterstehen Allahs Willen.

Ulil-Amr (ʾ-m-r; Supreme Authority, Heilige Obrigkeit) entstammt dem Koran, wo es in 4:58 heißt: „Gehorche Allah und dem Gesandten und all jenen, die hoheitliche Macht haben (13).“

2. Voraussetzung des Regenten

Neben Vernunft und Klugheit sowie Wohlgeratenheit:

1. Gesetzeskenntnis [Schariawissenschaft] und Gerechtigkeit

2.1. Gesetzeskenntnis des Regenten ist unerlässlich. … Unsere religiösen Führer (Aʾimma, Sg. Imām) erklärten ihr Imāmāt durch den Wissensvorsprung des Führers. … Gesetzeskenntnis und Gerechtigkeitssinn sind die Grundlage der legitimen Herrschaft jedes Regenten, alle weiteren Führungseigenschaften sind entweder unmaßgeblich oder unwichtig.

Das Kalifat betreffend muss der Kalif zum Ersten die Islamischen Gebote kennen, muss also gesetzeskundig sein, und hat sich zum Zweiten durch Gerechtigkeit auszuzeichnen sowie durch Vollkommenheit der Moral und Glaubenstiefe. … Solange er taqlīd übt [und keinen iǧtihād betreibt] … wird seine Herrschaft scheitern, zumal ein richtiger Herrscher und Vollstrecker ja doch wohl nie nur ein getreuer Befolger sein kann. Denn auch das steht für alle Zeiten fest: „Die Theologen gebieten über die Sultane [Könige, Präsidenten]“. Die Könige, sofern sie echte Muslime sind, haben sich den Fuqahāʾ, den Theologen zu unterwerfen und sie haben die Fuqahāʾ nach dem Islamischen Gesetz und Gebot sowie nach der korrekten [das diesseitige und jenseitige Heil bestmöglich garantierenden] Anwendung von Koran und Hadith zu befragen.

Sunnitisch und schiitisch Volksentmündigung, Allahkratie, schiitisch zusätzlich Klerusherrschaft, Klerokratie.

2.2. Der Regent muss in Moral und Glaubenstiefe integer sein sowie vollkommen gerecht und sündenfrei. Denn wer die ḥudūd [Sg. ḥadd] vollstreckt, das islamische Strafrecht, kann doch nicht selber ein Sünder sein. Nein! Der gesegnete und allmächtige Allāh gibt keinem unrechten Herrscher eine solche Befugnis.

Islamische Führungsethik: Wer nur genügend mordet, dabei selbstverständlich ausschließlich schariakonform mordet (ḥalāl-Mord), ist integer und ohne Sünde.

Was aber soll man [als Muslim] jetzt tun, in einer Epoche der „Verborgenheit“ [ohne Kalifat beziehungsweise ohne einen obersten schiitischen Imām], in einer Zeit, in der der gesegnete und erhabene Allāh keine Person mit dem Amt der Regierungsbildung betraut hat? Wie erläutert, ist der Aufbau der Islamischen Regierung [jedem Muslim] vorgeschrieben. … wenn also zurzeit kein höchster Imam der Staatsführer ist, dann muss eben jeder Einzelne alles in seiner Macht stehende tun, um dieser Staatsform zur Gestaltwerdung zu verhelfen. [Geeignete Kandidaten für die Bildung einer Regierung des Super-Imam gibt es ja schließlich auch heute genügend, und] wenn diese sich nur gemeinschaftlich versammeln würden, könnten sie die Menschheit mit einer Staatsführung der allgemeinen Gerechtigkeit beschenken.

„Verborgenheit“ meint im engsten Sinne das gemäß der schiitischen Gläubigkeit die derzeit zu duldende „Große Verborgenheit“, al-ghaiba al-kubra (14), das Warten auf den 12. Imām, jenem sehr heiligen Wiederkehrer, dessen Figur sich allerdings notwendig mit dem Amte Mohammeds und demjenigen eines jeden wahren Kalifen verflicht sowie mit der Rolle des den Endkampf gegen das Böse erfolgreich führenden Heerführers, des Mahdī (15). Der ungeduldige Noch-nicht-Diktator Chomeini bringt sich hier in jeder Weise selbst ins Spiel, wer weiß, ob er nicht von den glühendsten Getreuen für den verborgenen Imām gehalten worden ist. Wer weiß, ob im Jahre 2010 der an der Atombombe bauende Herr Ahmadinedschad (Maḥmūd Aḥmadī-Nežād), als 6. Präsident seit dem 03.08.2005 im Amt, nicht bewusst damit kokettiert, dem Mahdī sehr zu ähneln.

3. Die Regentschaft des Faqīh

Sobald eine würdige Person auftritt [zum Beispiel ich, Chomeini], welche die soeben genannten Eigenschaften aufweist, und eine Regierung aufbaut, dann ist diese genau das Staatswesen, das der Prophet dereinst für die Verwaltung seiner Gemeinschaft stiftete, und jeder [Muslim] hat die Pflicht, dieser Regierung Folge zu leisten.

Der Führerstaat. Gelegentlich ähnelt Chomeinis Buch »Velāyat-e Faghīh« dem Hitlerschen Mein Kampf.

Es ist nämlich völlig unberechtigt, zu fragen, ob Allāh Mohammeds Regentschaft in vollkommenerem Maße ermächtigt hätte als diejenige von ʿAlī und diese vollkommener ermächtigt als die der Theologen. … Allāh hat dieselbe [ungeschmälert heilssichernde und unteilbare] Vollmacht den Menschen anvertraut, sowohl Mohammed als auch ʿAlī oder den Aʾimma [die Mehrzahl von Imām], und zu dieser Vollmacht gehört Heeresgründung, Mobilmachung und Steuereintreibung (zakāt, ǧizya usw.).

Das prekäre Heil der muslimischen Seele ist mit einem Male relativ gesichert, der Muslim kann womöglich bald wieder leben wie zu Zeiten des Propheten. Die vollumfänglich installierte islamische Seinsweise allein gibt optimalen Anschluss an den Medinastaat gestern und die Paradiesfreude morgen. Chomeini erlöse uns.

Wilāya, Regieren und Verwalten eines Staates sowie Gesetzeserlass nach [den Strukturen] der [ungefilterten, ungeschmälerten] Šarīʿa ist ein schweres und bedeutsames Tun, zumal sie niemandem besondere Würde einbringt und keinen höher stellt als den anderen. Anders als oft vermutet ist Wilāya kein Privileg, sondern eine Bürde.

Die Pflicht zur Wilāya (islamische Regierung und islamisches Führertum) erlischt für einen Muslim niemals, zumal die Fuqahāʾ (Gelehrten) von Gott eingesetzt sind. Sie sollen versuchen, die Steuer, das Zehntel (zakāt), Fünftel (ḫums) und die Grundsteuer (ḫarāǧ) einzunehmen und im Sinne des [kulturrassistischen islamischen] Gemeinwohls zu verwenden, auch das islamische Strafrecht sollen sie durchsetzen [und dem Dieb die Hand abhacken].

Wir haben eine das Weltall schaffende Herrschaft vor uns, das Kalifat ist kosmogenetisch, alle Teilchen des Universums sind dem Führer (Valī-e Amr) unterworfen.

Zackig bis auf die subatomare Ebene, und selbst die Moleküle entbieten den Hitlergruß. Mohammed und Chomeini als zwei Seelen rettende Teilchenbeschleuniger. Profane Gaszentrifugen zur waffenfähigen Anreicherung von Uran mögen beim globalen Saubermachen Ergänzung sein (16).

Nach der Überlieferung sind der Prophet und die Aʾimma [Sg. Imām] einst Lichter im Schatten des göttlichen Thrones gewesen, auch in ihrer Embryonalentwicklung oder vielmehr Keimbefruchtung sind sie gewöhnlichen Menschen ungleich.

Wissenschaft war gestern, jetzt kommt al-islām. Der schiitische Hochklerus wird uns zur Superrasse.

5. Die theologische Regierungskunst in der Überlieferung

Der heutige Islam aber ist wie ein Fremdling. Nichts als der Name von ihm ist geblieben. Der umfassende islamische Strafrechtskatalog, der trefflichste seiner Art, der jemals den Menschen offenbart worden ist, ist in Vergessenheit geraten. Hat denn der Prophet auch so gehandelt? Verlas er etwa nur den Koran und schob ihn dann beiseite? War er nicht vielmehr um die [genaue] Vollstreckung der Strafen und Durchsetzung der Gebote bekümmert? Haben etwa die Kalifen sich darauf beschränkt, der Bevölkerung einen Haufen an theologischen Fragestellungen vor die Nase zu werfen und sich dann [in die Tatenlosigkeit und ins Schweigen] zurückzuziehen? Oder ließen sie [nicht vielmehr] die Straftäter auspeitschen, steinigen, einsperren oder in die Verbannung schicken?

6. Das unmittelbare Regieren der Fuqahāʾ

Die höchste Aufgabe aller Propheten liegt darin, eine gerechte Gesellschaftsordnung aufzurichten. Das setzt sicherlich Diskussion und Mission, Pädagogik und Propaganda der von Allāh gesetzten Normen voraus, das Ziel aber bleibt die [einzig] gerechte Gesellschaftsordnung, wie das der Koran (al-Hadīd:25 [hier nach Rudi Paret, ergänzt]) sagt: „Wir haben doch (im Laufe der Zeitalter) unsere Gesandten mit den klaren Beweisen (zu allen Menschen) geschickt und die Schrift und die Waage mit ihnen herabkommen lassen, damit die Menschen für Gerechtigkeit sorgen würden.“ Also bleibt das generelle Ziel allen Prophetentums, die Menschen auf der Basis gerechter sozialer und politischer Beziehungen zu ordnen, auf dass sie ein gelingendes Leben führen können, was [nur] dann möglich ist, wenn eine [islamische] Regierung gebildet und die Gebote [der vollumfänglichen Scharia] durchgesetzt werden.

6.1. Islamische Regierung als praktizierte Gesetzesreligion benötigt Staatsführer und mehr noch Religionsgelehrte (Fuqahāʾ), welche gesetzeskundig sind. … Die Fuqahāʾ sind nach Allahs Geboten Treuhänder und … dürfen nicht dulden, dass vom Islam abgewichen wird. … Bestraft daher ein Faqīh einen Sexualstraftäter wegen unehelichem Geschlechtsverkehr (Ehebruch), hat er ihn den [göttlichen] Weisungen gemäß vor ein Publikum zu führen und mit hundert Schlägen auspeitschen zu lassen. Der Faqīh darf weder 101 Schläge verordnen noch ihn beleidigen, ohrfeigen oder für einen Tag einsperren. Nicht anders hat es der [islamische] Theologe bei der Einziehung der [von Allāh befohlenen] Steuer zu tun, die und die Summe darf er einnehmen und keinen Cent mehr.

Der Herrscher [im Islam] ist wirklich das personifizierte Gesetz. Alle befinden sich unter seiner Herrschaft in Sicherheit und haben ein Recht auf den Schutz, der ihnen gesetzlich [d. h. nach der Scharia] zusteht. Im Rahmen der Weisungen Allahs sind die Muslime also in der Islamischen Gesellschaft freie Menschen, denen niemand Vorschriften machen darf …

Falls es also [und hoffentlich in Kürze] zur Bildung des Islamstaates kommen sollte, werden alle Menschen im Schutz der [optimalen] Gesetze leben und kein Politiker hätte das Recht, etwas zu tun, was gegen die Vorgaben und Vorschriften der heiligen Šarīʿa verstößt.

Der Islam betrachtet Gesetze als Werkzeuge oder Vehikel, mit denen eine gerechte Staatsordnung aufgebaut werden kann, als Instrumente, welche die Menschheit in der Moral und im Geist veredeln.

6. 3. Rechtskundige Theologen (al- Fuqahāʾ) als sozialpolitische Entscheidungsbefugte

Eine Überlieferung [»Wasāʾil aš-Šīʿa« Hadith 9] berichtet, wie Ishaq bin Yaʿūb den Regenten der Zeitalter (Ṣahib az-Zamān, der verborgene Imām in der Schia) fragt, wer einem denn [heilssichernde] Beratung zu „Begebenheiten und Geschehnissen“ erteilen könne. Der Ṣahib az-Zamān sprach: „So erbitte du doch von den Überlieferern des Hadith [in deiner Stadt] die Erteilung eines Ratschlags, denn diese sind [gottgegebener, Orientierung stiftender] Beweis für euch, nicht anders, als ich euch gegenüber den Beweis Gottes verkörpere.“

»Wasāʾil aš-Šīʿa« (Wasa’il al-Shi’a) ist die nach »Kutub Arbaʿa« („Vier Bücher“ (17)) die maßgeblichste Hadithsammlung des schiitischen Islam und wurde vor etwas mehr als drei Jahrhunderten von Scheich al-Ḥurr al-ʿĀmilī (1623-1692) zusammengestellt (18).

Mit „Begebenheiten und Geschehnissen“ sind [dabei] all jene Situationen gemeint, die von der Šarīʿa nicht entschieden worden sind, jene Unvorhersagbarkeiten also, die über einen Muslim hereinbrechen. Was aber bedeutet „Beweis Gottes“? Nichts anderes, als dass der Gesandte, dass also Mohammed das letzte Wort hat und die absolute Autorität innehat, der jeder Muslim gemäß göttlicher Anordnung in allen Lebenssituationen Folge leistet. Damit also ist die Instanz der [Recht bzw. Einzelfallrecht sprechenden oder Lebensberatung erteilenden] Fuqahāʾ für das ganze Volk und für alle [nur denkbaren] Vorkommnisse zuständig und verantwortlich.

Durch Gott selbst also ist der Ḥoǧatollāh, der Beweis Gottes, für spezifische [irdische] Aufgabenbereiche eingesetzt worden, weshalb der Muslim die Worte und Handlungen des Ḥoǧatollāh gehorsam nachahmen muss. Gegen jeden, der sich hier widersetzt, wird Beweis geführt werden. Wer sich also trotz dieser [Mensch gewordenen und durch Gott in ihr Amt eingesetzten] göttlichen Beweise an die bestehenden [säkularen, wissenschaftlich orientierten] Institutionen wendet, welche nichts als Institutionen der Unterdrückung darstellen, wird am Tage der Auferstehung der Beweisführung Allahs entgegen sehen müssen [und wird damit nachfolgend, sehr wahrscheinlich für immer, in die unnennbar grauenvolle Hölle fallen].

Allāh selbst wird euch die Frage stellen, warum ihr trotz des Beweises die Unterdrücker [Präsidenten, Ministerien, Universitäten, Polizei- und Beratungsstellen] um Rat gebeten habt und ihre [säkulare] Justiz verwendet habt [und kein Scharia-Gericht]. Allāh selbst wird jeden Regenten und Regierungsmitarbeiter, der sich unislamisch verhalten hat, zur Rede stellen und für seine Taten verantwortlich machen. So wird er [Allāh selbst] fragen: Warum habt ihr das Vermögen des Volkes verprasst? Warum habt ihr ein Fest zur Feier des 2.500-jährigen Bestehens des Königshauses begangen? Heutzutage sind eben die Fuqahāʾ die islamischen Beweise, und zwar für alle Menschen. Alle Führungs- und Leitungsaufgaben sind ihnen [von Allāh] anvertraut worden. Wer sich dem widersetzt, den wird Allāh zur Rede stellen.

Gott selbst also hat euch Menschen den Befehl gegeben, das euch zur getreuen Verwahrung Anvertraute [al-amānat, von Allāh treuhänderisch dem Vormund überlassene Güter] an die rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben.

Letztlich gibt es nur einen rechtmäßigen Besitzer, das ist Allāh, der den Menschen als zeitlichen Verwalter des Planeten und seiner Ressourcen eingesetzt hat; die ǧizya von morgen steht also der Umma als rechtmäßiger Besitz gewissermaßen bereits heute zu und die den getöteten Feinden abgenommene Kriegsbeute, al-anfāl, wechselt aus der Hand des unrechtmäßigen Eigentümers zum angemessenen Ort hinüber.

Weil die Frau im Islam als verstandesschwach, leicht zu verführen und zudem auch noch als wankelmütig gilt, ist für den muslimischen Ehemannn unter amānat, überantwortetes Gut, durchaus auch die eigene Ehefrau zu verstehen, für die er ja dank der Gnade des Allmächtigen die Treuhänderschaft übernommen hat: „Allah, gepriesen sei er, hat die Ehefrau der Obhut des Mannes anvertraut, Allah Ta’ala has assigned the wife to the care of the husband.“ In seiner unbegrenzten Gnade hat Allah dem Ehemann wahrhaftig das Recht zuerkannt, von der heiligen Wertsache namens Eheweib Behaglichkeit, Erholung, Friedlichkeit und Nutzen zu beziehen, However, Allah Ta’ala in His infinite mercy has bestowed to the husband the right to derive comfort, rest, peace and benefit from the Sacred Trust we call The Wife (19).“

Dem Hadith gemäß gilt das Gebot des Verwahrens für die Imame, das Gebot der Gerechtigkeit für die Regenten und das Gebot des Gehorsams für jeden Muslim. … Denn wenn der Prophet zum Gebet ruft, folgt er Allahs Anweisung. Der den Gottesdienst begehende Muslim aber ist, in diesem Augenblick, Allāh gegenüber gehorsam, und das ist etwas völlig anderes, als [im Alltag oder Krieg] dem Propheten zu gehorchen. … Bereits der Koran macht uns den Sachverhalt klar: Gott ist zuständig für die Gebote, der Prophet aber für die Ausführung.

Architekt Allahgott, Mohammed Bauunternehmer.

Dem muslimischen Endverbraucher gezielt undurchschaubar überlagern sich die verschiedenen Gehorsamsvektoren mit Raffinesse, zunächst zu den uns von der x- und der y-Achse bekannten Raumdimensionen auffächernd (seitwärts zu den Menschen, aufwärts zur Gottheit), dann aber bald, zumal seit dem Ableben Mohammeds, eine zeitbezogen gestaffelte Kopplung bildend und den von Allah als der absoluten Ursache ausgehenden Energie- oder Druckimpuls in die geringerwertigen Zonen der göttlichen Hühnerleiter (Allahs Kosmos ist eben Hierarchie, kosmische Ungleichheit) weitergebend wie ein Starkstromkabel oder eine Reihung kunstvoll einstürzender Dominosteine.

Die Moral des Radfahrers oder orthodoxen Muslims lautet eben: Nach oben buckeln, nach unten treten. Die innermuslimische Menschenschar zweiter Klasse, die weibliche, ist folgerichtig heilssichernd zu erniedrigen, und da islamische Spiritualität und praktizierte Misogynie die zwei Wasserspiegel einer uns vom Waschbeckensyphon vertrauten kommunizierenden Röhre bilden, musste eine westdeutsche Großstadt wie Köln, die ein Großbordell bereits hatte, dann auch die Großmoschee erhalten.

Orthodoxer Islam ist der Politkult der Frauenentrechtung und der Ausplünderung der Nichtmuslime und damit von Artikel 4 (Religionsfreiheit) des Grundgesetzes nicht gedeckt. Ehrenmord, den sicherlich leider auch das Jesidentum kennt, ist etwas typisch Islamisches und wird es bis zur ehrlich gemeinten Zerstörung der Scharia durch die dann säkularisierten Muslime auch bleiben. Ob man die Sache Islamisches Weltbild oder Scharia nennt, seelisch-geometrisch und bei hoch politischer Auswirkung ist sie, ob atomar oder global, stets die in zwei Hälften halbierte Scheibe, welche die muslimische und die männliche Täterschaft und das nichtmuslimische und das weibliche Opfersein will.

Entweder denken wir eine, einschüchternd große, Hälfte weiß und die andere schwarz, gut und böse, himmlisch und höllisch, männlich und weiblich, oder wir malen zwei überschaubar kleine Hälften in Blau und Rot oder auch gleichfarben, aber verrücken sie ein wenig gegeneinander, vielleicht um ein Viertel des Durchmessers: Das ist Islam, die auf geheiligte Ungleichheit begründete Herrschaft. Das ist das halbierte Gesicht Allahgottes, das eine, verteidigende und das andere, zerstörende Auge der Gottheit.

Das ist die Gebrochenheit des irdischen Seins auf jeder Ebene, den Menschen bereits auf der Ebene seiner Organe, Drüsensekrete, Hautzonen und Körperhaare in himmlische und satanische Gefilde zerlegend. Der dem unterworfenen Menschen, dem Muslimen, einzig verbleibende Fluchtweg, der sogar der Frau Erleichterung verschaffende, erlösende Ausweg besteht darin, im Jenseits oder bei absolutem irdischem Gehorsam an einem Seelenfrieden (ungebrochener Kreis), vielleicht, teilhaftig zu werden.

Ob die betrachtete, zu islamisierende Einheit dabei das Molekül sei, jeder Mensch oder der Globus, bleibt einerlei. Die islamisch verstandene Weltkugel ist ein gigantisches, im inneren Krieg befindliches Doppelatom, kosmischer Eigentümer ist jederzeit Allahgott, der als Schöpfer, allmächtiger Steuermann und Sieger feststeht und der sich viele Dämonen und Satane hält, um deinen Charakter auf die Probe zu stellen und die Menschheit in ewige Gewinner und ewige Verlierer zu spalten. Weiß muss Schwarz besiegen und auslöschen, die Dār al-Islām die Dār al-Ḥarb erlösen, al-īmān (20) muss den verstockten, Krieg gegen Gott führenden Rest des weltweiten Kufr mit angemessener Brutalität in die Hölle drücken.

6.4. Muslime boykottieren alle unrechtmäßige Herrschaft

Der Koran selbst fordert in Sure 4 Vers 60 alle Muslime zum Boykott der ungerechten Herrschaft auf: „Hast du denn nicht jene Menschen gesehen, die nur vorgeben, an das zu glauben, was [in den Offenbarungen] den Menschen herab gesandt worden ist, während sie sich doch zur Entscheidungsfindung an die Götzen (Ṭawāġīt, Ṭawāġūt; Sg. Ṭāġūt] wenden, obgleich ihnen aufgetragen ist, nicht an sie zu glauben? Satan leitet sie weit ab [von der Geradheit des durch Allāh gewirkten Lebenspfades].“ Vielleicht ist [von besagtem Koranvers] nicht jedes [heutige] diktatorische Regime oder jede unrechte Herrschaft mit „Ṭāġūt, Götze“ gemeint, doch müssen wir vermuten, dass zum mindesten Regenten und Richterschaft gemeinsam mit Ṭāġūt gemeint sind.

Denn es ist doch so, dass man sich zuerst an die gerichtliche Instanz wendet, um [auf Erden] Recht zu bekommen, und der Schiedsspruch, wie immer er ausfallen mag, wird alsdann von den Behörden vollstreckt. [Aber] jede auf Ungerechtigkeit und Tyrannis gegründete Herrschaft ist Ṭāġūt, indem sie sich gegenüber Allahs Gebot als ungehorsam erweist, sich [also] rebellisch auflehnt [Krieg führt gegen Gott], willkürlich Gesetze erlässt und entsprechend anmaßend [und letztlich illegitim] nach diesen Gesetzen handelt.

Nicht koranbasierte Gesetzesbücher sind Fetisch, schlimmster Schirk und Kufr.

Allāh hat den Befehl ausgesprochen, ihnen [der Kombination aus Regent und Richterschaft bzw. ihren Gesetzeswerken] entgegenzutreten und ihren [säkularen, nicht jenseitszentrierten] Gesetzen gegenüber Widerstand zu leisten. Unweigerlich werden alle [Gottesfürchtigen], die den Götzen den Gehorsam verweigern wollen, auf große Widerstände stoßen, doch brauchen sie nur [da Allāh niemandem aufgetragen hat, eine Last zu tragen, die zu schwer für ihn ist] im Rahmen ihrer Chancen und Fähigkeiten [für das Kalifat, für die Islamische Revolution] engagierten Einsatz zu leisten.

Es ist das politische Gebot des Islam, jede unrechte Herrschaft zurückzuweisen. Das Volk ist aufgerufen, die [vor Allāh] illegitimen Regierungen und ihren Justizapparat zu boykottieren, um den unterdrückerischen und ungerechten Institutionen jedes Arbeiten zu lähmen.

Ob 1979 in Teheran oder 2010 in Köln: Wie ein Kleinkind über eine unerwünschte Mahlzeit dezidiert bähh äußert, so verschmähe der Rechtgläubige doch bitte die ihm von der kulturellen Moderne angebotene, trügerisch verheißungsvoll duftende Speise der juristischen Gleichbehandlung der Nichtmuslime oder Frauen. In deutschen Gerichtssälen braucht man als radikaler Muslim vor dem Richter nicht aufzustehen (20).

Ob Präsident Erdoğan von Zeit zu Zeit heimlich Ayatollah Chomeini liest? Gleichheit vor dem Gesetz für Atheisten oder für Frauen? Bähh!

Zweifelsohne hat der [absolute] Imām [und damit: hat Gott] die Geistlichen ebenso mit der Rechtsfindung wie mit dem Regierungsamt beauftragt. Nun ist es an den Muslimen, an jedem einzelnen, diesem Befehl des Imam [und damit diesem Gottesbefehl] Folge zu leisten.

Diese Aufruf zum sofortigen, totalen Einsatz erinnert sehr an den Sunniten al-Maudūdī (1903-1979), wenn auch bei dem zusätzlichen Einbau der schiitischen Kaste der Theologen. Dein Islam als der von dir zu betreibende politische Umsturz.

7. Der zeitlich dauerhafte Charakter des Amtes der ʿUlamāʾ.

Es stellt sich die Frage, ob die vom [absoluten] Imam bestimmte Rolle des Amtes der Fuqahāʾ (Sg. Faqīh) nach seinem Tod nicht mehr gelten solle oder Bestand habe. … Auf der ganzen Welt bleiben die Führungsämter des Militärs beim Tod eines Herrschers in Kraft und werden keineswegs außer Dienst gesetzt, es sei denn, die neue Regierung stürze die Militärführer. Sicherlich gibt es Anweisungen, die mit dem Ableben des Faqīh ihre [gehorsamspflichtige] Gültigkeit verlieren, etwa ein an einen bestimmten Menschen gerichteter Arbeitsauftrag, der an einem benannten Ort umgesetzt werden soll. Doch die Vormundschaft für einen Unmündigen oder das Verwalteramt eines Waqf [islamische Stiftung] bleiben auch nach dem Tode des Faqīh rechtskräftig. Nicht anders ist es mit der den Islamischen Theologen auferlegten Pflicht, den Staat zu führen und Recht zu sprechen, die immer [bis zum Tage der Auferstehung] Gültigkeit besitzt. Was also Imām Ṣādiq als die Amtspflichten eines Faqīh festgelegt hat, hat der auf ihn folgende Imam Mūsā ibn Ǧaʿfar ebenso wenig aufgehoben wie die nachfolgenden Imame. Keiner, nicht einmal ein [höchster] Imām also kann einen derartigen Befehl für ungültig erklären und den Menschen empfehlen, sich nicht an die gerechten Geistlichen zu wenden, sondern an die [Gerichte und Ministerien der] ungerechten Regenten.

Man mag sich bei Chomeinis Führungsanspruch an das Selbstverständnis von Diktatoren wie Hitler und Mao erinnert fühlen. Als Totalitarismus gründet sich Chomeinis hier entworfene Klerusregierung oder Klerokratie auf die schiitische Scharia und nicht zuletzt auf den keineswegs falsch verstandenen Koran. Das womöglich allzu leicht übersehene „Ǧomhūrī-ye Eslāmī – Islamische Republik“ im Titel des heutigen Staates Īrān ist kein Etikettenschwindel, sondern ein restauriertes islamisches Kalifat in seiner schiitischen Spielart, mit großem Ernst dem kulturrassistischen medinensischen Staat Mohammeds nachgebildet. Die brutal niedergeknüppelten Demonstrationen des Sommers 2009 deuten glücklicherweise auf eine längst bestehende umfassende Befreiungsbewegung im Volk hin. Die Mehrheit der Iraner möchte, weltweit hat man das miterlebt, nicht länger in einer Allahkratie leben. Das Kalifat jedoch ähnelt mit Führerprinzip, Personenkult und verordnetem absolutem Gehorsam aller Untertanen einem, zwar imaginiert-jenseitszentrierten sowie seltsam sexualisierenden und frauendeklassierenden, Faschismus, und das seit 1.400 Jahren.

Können Nordamerikas oder Europas Schiiten der von Chomeini geforderten Regierungsführung der Imame, der zum Buchtitel gewordenen Velāyat-e Faghīh, überhaupt offen widersprechen? Hoffen sie, nicht selten Flüchtlinge aus dem Iran, dass sie einstweilen von der kulturellen Moderne und ihren Freiheitsrechten profitieren können, und dass nur ja niemand eine schiitische Moschee in ihrer Nähe baut? Spielen sie auf Zeit, hoffen sie, ihren Allāh gequält betrügend, dass sich ihre Familienangehörigen in den nächsten Jahren eben keinem strengen Verständnis der Scharia zuwenden werden?

Ob Scharia mit oder ohne ein paar Ayatollahs, auch Imam Chomeinis politischer Geist ist der menschenverachtende und frauenfeindliche Geist des echten, zeitlosen Islam. Hoffen allein wird daher für den erhaltenswerten säkularen Staat zu wenig sein, um den schiitischen Beitrag zu einer islamisch dominierten Theologisierung der nordamerikanischen und europäischen Politik für immer zu verhindern.

Jacques Auvergne

(1) Rūḥollāh Mūsavī Khomeynī

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ac/%D8%B1%D9%88%D8%AD_%D8%AE%D8%AF%D8%A7_%D8%AE%D9%85%DB%8C%D9%86%DB%8C.jpg

(2) Über Hamid Algar ist das Imam Reza Network voll des Lobes, veröffentlicht bei »English Islam Times«

http://www.islamtimes.org/vdch.6n-t23n-k10d2.html

Zweifelsohne, dieser Dozent hat Höheres im Sinne. Foto, Prof. Algar zeigend.

http://www.islamtimes.org/images/docs/000006/n00006684-t.jpg

Erstveröffentlichung

http://www.imamreza.net/eng/imamreza.php?print=7094

Imam Reza Network

http://www.imamreza.net/eng/

(3) Hamid Algar ist Berater der IHRC (Islamic Human Rights Commission). Die IHRC erledigt die „Verteidigung der Unterdrückten“ im Sinne Allahgottes. Mohammeds und des Koran.

„The Islamic Human Rights Commission was set up in 1997. We are an independent, not-for-profit, campaign, research and advocacy organization based in London, UK. We have consultative status with the United Nations Economic and Social Council. Our aims are manifold, and our inspiration derives from the Qur’anic injunctions that command believers to rise up in defence of the oppressed.”

Alljährlich vergibt die IHRC den als ätzende Ironie zu verstehenden Preis für Islamophobie (The Islamophobia Awards) an die größten Islamophoben des Jahres („the worst Islamophobes of the year“).

Islamophobie wird von der IHRC definiert: „What is Islamophobia? A contemporary and emerging form of prejudice Islamophobia can be described as stereotypes, bias or acts of hostility towards individual Muslims or followers of Islam in general. In addition to individual acts of intolerance and racial profiling, Islamophobia leads to viewing Muslims as a greater security threat on an institutional, systemic and societal level and perceiving their views to be intrinsically problematic, violent or unethical.“ Damit ist also jeder, der die Polygamie, die Frauenverstoßung, das halbierte Erbe der Frau und ihre halbe Stimme vor Gericht, den Kulturrassismus der Dhimmitude, das Steinigen der Ehebrecherin oder das Schwängern neunjähriger Bräute für „unethisch“ (unethical) hält, ein Islamophober. Islambezogenes Wissen wird zum „Vorurteil“ und „Stereotyp“. Der Dschihad führt Krieg gegen die Tatsache.

http://www.ihrc.org/

(4). Sean O’Neill berichtet am 20.04.2006 auf der britischen TIMES-online, dass das schiitische Zentrum Londons Nichtmuslime als „filth“, als Dreck darstellt, die Schweinen und Affen ähneln würden. In: »Muslim Students ‚being taught to despise unbelievers as filth’« erfahren wir, dass Studenten Protest einlegen und forfern, dass der mittelalterliche Text vom Curriculum verschwindet.

http://www.timesonline.co.uk/tol/news/uk/article707299.ece#cid=OTC-RSS&attr=Britain

(5) »Dual Citizenship: British, Islamic or Both? — Obligation, Recognition, Respect and Belonging«, (VOL. 1 of the British Muslims‘ Expectations Series, Summary). A report by Saied Reza Ameli and Arzu Merali for the Islamic Human Rights Commission, November 2004

http://www.ihrc.org.uk/file/BMEG_VOL1.pdf

(6) Über den Leugner des Völkermordes an den Armeniern und Verharmlosers von Selbstmordattentaten gegen israelische Zivilisten Prof. Hamid Algar weiß die Seite »Discover The Noetworks« in »Anti-American professor at the University of California-Berkeley« zu berichten.

Hamid Algar meint zur Bedeutung der Islamischen Revolution für die Muslime und den weltweiten Islam: „the most significant, hopeful, and profound event in the entirety of contemporary Islamic history“.

http://www.discoverthenetworks.org/individualProfile.asp?indid=2161

http://www.campus-watch.org/article/id/3241

(7) Die gottesfürchtigen »Shia Sisters« haben für The Holy Zahra immer einen flotten Reim auf Lager, solange es nur um Kopftuchverteidigung und gegen unzüchtige indische Kinofilme geht: „Making mockery of ‘hijaab’- Have you no shame? Sisters in ‘Imaan’ – Islam is no game! They gave us ‘Surah Nisa’ – For guidance as beacons of light! But still ‘Kuffar’ system confuses you – Believing wrong is right! This fashion world is just a stepping stone, for all to one day leave. So is it not better now, you repent your sins, practice and believe! Bollywood films are Satanic, that destroys Islamic ideology by day! These and otherworldly attractions lead you astray!“

http://www.shiasisters.net/articles_submissions/tears_of_fatema_zahra.html

(8) Dschafar ibn Abu Talib.

http://www.eslam.de/begriffe/d/dschafar_ibn_abu_talib.htm

(8) Ali ibn Abu Talib (a.), ʿAlī bin Abī Ṭālib. 4 = 1, vierter sunnitischer Kalif = erster Imam der heiligen schiitischen Zwölf Imame.

http://www.eslam.de/begriffe/a/ali_ibn_abu_talib.htm

(9) In Bremen vertreibt Gürhan Özoguz die gesammelten Worte des Scharif Radhi Muhammad ibn Hussain: »Nahdsch-ul-Balagha. Pfad der Eloquenz«, in der Übertragung ins Deutsche von Fatima Özoguz

http://m-haditec-shop.de/index.php?page=product&info=487

Syed Radi: Nahj-ul-Balagha

http://www.nahjulbalagha.org/

NAHJUL BALAGHAH, bei AhlulBayt

http://www.ahlulbaytportal.com/en.php/page,Nahj1603.html?PHPSESSID=4bd3cd3ecd3021bfe4c0d9fe9245b3fd

In Bremen erhält man buchgewordene Sonnenstrahlen, Intimes aus dem Leben eines Massenmörders, Kriegstreibers und Revolutionsführers. »Sonnenstrahlen. Geschichten aus dem Privatleben Imam Chomeinis«, denn: „Viel wurde über Imam Chomeini als politisches und einiges als spirituelles Vorbild und Oberhaupt der Islamischen Revolution geschrieben. Das Ziel dieses Buches besteht darin, dem Leser einen Einblick in das Privatleben Imam Chomeinis zu ermöglichen, über das viel zu wenig bekannt ist.“

http://m-haditec-shop.de/index.php?page=product&info=493

(11) al-Akhbaar heißt und ist so, „Nachrichten“, irakisch.

http://www.akhbaar.org/

Akhbaar-e-Pakistan, auch Nachrichten, kommt aber gar nicht aus Pakistan, sondern aus der Großstadt (700.000 Einwohner) Mississauga, westlich von Toronto, Provinz Ontario, Kanada. Toronto? Genau, um ein Haar wäre dort vor neun Jahren die Scharia verstaatlicht worden, die hält sich lokal erfahrungsgemäß ein paar Jahrhunderte frisch.

http://www.akhbaarepakistan.com/

Toronto und Islam? Genau: »The International Campaign Against Sharia Court. Internationale Kampagne gegen das Sharia-Gericht in Kanada«

http://www.nosharia.com/german.htm

Homa Arjomand blickt durch: “The Campaign Against Sharia Court in Canada consists of independent individuals and members of various organizations. We believe that all people who live in Canada are citizen with equal rights, and should live according to the same social laws and norms. We do not divide society into cultural, religions, national, racial groups. We stand for equal and universal laws for all humanity irrespective of sex, race, ethnicity, etc. The International Campaign Against Sharia Court in Canada opposes the Ontario Arbitration Act 1991 which recognizes the Islamic Court in Canada under the pretext of “religious freedom”, “tolerance” and cultural sensitivity. We call on all individuals and progressive organizations to join the International Campaign Against Shari’a Court in Canada. We demand: Separation of religion from the content of the Canadian justice system. We demand: That all family disputes be resolved in the Canadian secular court system and not by arbitrators outside of court regardless of their race, ethnicity, religion.”

http://www.nosharia.com/about.htm

»JAME MASJID MISSISSAUGA, Islamic Propagation Centre (IPC) of Ontario«

http://blog.jamemasjid.org/

Allahs kanadischer Vize: Imam Nafis Bhayat. Geboren in Indien, Schariastudium in Darul Uloom Bury, UK, Umzug nach Kanada, Oberster Imam im Islamic propagation centre of Ontario, besser bekannt als Jame Masjid Mississauga. Mister Bhayat ist Kanadas islamischer Multifunktionsträger: „Imam Nafis is an executive member of the Canadian council of Imams, Canadian Council of Muslim Theologians, Shariah advisor to UM financial and Ontario registered minister of religion & licensed marriage officer.“

http://alfajrinstitute.com/main/wp-content/uploads/2009/10/imam%20nafis%20bio.pdf

Darul Uloom Bury. Die in Bury, Großraum Manchester, gelegene Darul Uloom Al-Arabiyyah Al-Islamiyyah, meistens kurz Darul Uloom Bury genannt (Darul Uloom Islamic College, 149 Holcombe Old Road, Bury, Lancashire BL8 4NG), ist die älteste einer Reihe von britischen Madrassas, die dem pakistanischen, urdusprachigen, strengstens schariatreuen und zusätzlich antihinduistischen Deobandi-Milieu entsprossen sind und auf der ganzen Welt Darul Uloom (Dar al-‚Ulum) heißen. Die eigentliche, erste Dāru ʾl-ʿUlūm („Haus des Wissens“) steht in Deoband (Devaband), Provinz Uttar Pradesh, Indien. Die Anhänger dieses Studienzentrums und ihre Familien, auch hier funktional der den Staat ins Kalifat transponierenden türkischsprachigen Görüş-Bewegung ähnlich: Staat im Staat und Volk im Volk (Türkei: gegenmodern, antikurdisch, anti-alevitisch) werden deswegen Deobandi genannt. Dem vor 250 Jahren am Studienzentrum in Lucknow (Lakhnaū), dem Firangi Mahal (wörtl. Palast des Franzosen, Farangi ist aber auch jeder Europäer) entstandenen und als Scharia-Curriculum weltweit verbreiteten Dars-e-Niẓāmī verpflichtet, gründete der aus Indien stammende Scheich MOTALA (Shaikh-ul-Hadis Moulana Yusuf MOTALA, * 25.11.1946) die Schule im Jahre 1973. Männliche Schüler zwischen zwölf und 23 dürfen damit beginnen, die Islamische Weltsicht, Pflichten- und Rechtslehre zu studieren, die ungefilterte Scharia also, die Säkularen sollten die Demokratiegefährdung erkennen, von Gehirnwäsche reden und Aussteigerprogramme anbieten. Die jüngsten Schüler erhalten dort vorab ihre weiterführende Schulausbildung, in den höheren Klassen erst sind wenige der allerbesten Schüler berechtigt, einen Iftaa- oder Mufti-Kurs anzuschließen und sich in ein Spezialgebiet der Scharia einzuarbeiten, sie tragen später den akademischen Titel eines Aalim / Maulana from the Darul Uloom. Motala war Schüler von Muhammad Zakariya al-Kandahlawi, dem Neffe des Gründers der antiwestlichen Tablighi-Missionsbewegung oder »TJ« (Tablighi Jamaat, Gemeinschaft der Verkündigung und Mission), Muhammad Ilyas al-Kandhlawi.

http://www.inter-islam.org/

Holcombe-Hill & Moor, ostwärts blickend, fotografiert von: „Parrot of Doom“, am: 21.11.2007

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d6/Holcombe_hill1.jpg

Islam zwischen Karibik und Atlantik. Trinidad und Tobago (T&T) hat 60 % Christen (katholisch / evangelisch jeweils gleich stark), 25 % Hindus, etwas Voodoo und nur 6 % Muslime. DARUL ULOOM TRINIDAD AND TOBAGO. The Home of Islamic Knowledge

http://www.darululoomtt.org/aboutus.shtml

DarulUloom Toronto, “AL-ASHRAF ISLAMIC SCHOOL“. Die DarulUloom of Canada ist im idyllischen Bowmanville gelegen, ann#hernd eine halbe Fahrtstunde außerhalb von Toronto. On The Path To Paradise … Insha Allah.

http://www.darululoom.ca/

Die Islamisierung Kanadas: Toronto Shariah Program. Shaikh Yusuf Mullan (Dewsbury, UK) und Sheikh Shams Ad-Duha Muhammad (auch britischstämmig, aufgewachsen in East-London).

http://www.shariahprogram.ca/

(12) al-Akhbar. Arab-American News (Los Angeles, California USA) „AL-Akhbar is a bilingual, Arabic and English newspaper that was established in 1995 by Samer Saba. AL-Akhbar is the most involved newspaper in the Arab-American community activities in Southern California spreading the word all over the western states helping all types of businesses, Arab American and otherwise, rely on AL-Akhbar to reach Arabs and Middle Easterners in the United States. … AL-Akhbar Is an independent bilingual (Arabic-English) news-paper, published in Los Angeles”

http://www.alakhbar-usa.com/

(13) Ulil-Amr. Koran 4:58, Script Usmani, dank sei Quran Explorer: Obey Allah, and obey the messenger and those of you who are in authority.

http://www.quranexplorer.com/quran/

Der Vers “Wilayah” ist dem Portal AhlulBayt am 06.04.2010 eine Diskussion zur Allahkratie wert, man übersetzt den Koran: Obey Allah and obey the Apostle and those vested with authority among you.

http://www.ahlulbaytportal.com/en.php/page,905A8697.html?PHPSESSID=4bd3cd3ecd3021bfe4c0d9fe9245b3fd

(14) Kleine Verborgenheit, al-ghaiba al-sughra (873-941), der Unsichtbare spricht zu seinen Getreuen über Botschafter. Seit dem Jahre 941 ist der Imām entschwunden und bis zu seiner Wiederkehr leben wir in der Großen Verborgenheit (al-ghaiba al-kubra). Von: Eslam, mit freundlicher Genehmigung bei: Islamisches Zentrum Schwerin

http://iz-sn.de.tl/Imam-al_Mahdi–k1-aswaf-k2–_-Er-ist-noch-immer-am-Leben-ar-.htm

Eslam: vier Botschafter halten Kontakt zum Mahdi

http://www.eslam.de/begriffe/b/botschafter.htm

Eslam: Imam Mahdi, geboren 869, der Fürst der Zeit (Sahib-ul-Zaman, )

http://www.eslam.de/begriffe/m/mahdi.htm

(15) Mahdi & Co, bei AhlulBayt sortiert man den Mahdismus (the „Mahdism“)

http://www.ahlulbaytportal.com/en.php/page,Unit2905.html

Junge, ohne Mahdi fehlt dir was: »The Emergence of Belief in the Mahdiism«

http://www.ahlulbaytportal.com/en.php/page,2905A6822.html

(16) Mit Zentrifugen für Uranhexafluorid (UF6) ist man auf dem Weg zur Atombombe. Kaskade von Gaszentrifugen, Piketon, Ohio, USA 1984

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/69/Gas_centrifuge_cascade.jpg

Max Steenbeck (1904 – 1981), deutscher Physiker unter Hitler und Stalin, 1947 Erfinder der Technologie der Urananreicherung per Gaszentrifuge

http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Steenbeck

Gaszentrifuge (Wiki)

http://de.wikipedia.org/wiki/Gaszentrifuge

(17) Die Struktur der bedeutendsten Hadithsammlung der Šīʿa, »Kutub Arbaʿa«, wörtlich Vier Bücher, beschreibt die von Bremen aus durch Gürhan Özoguz und Yavuz Özoguz betriebene Seite »Eslam«

http://www.eslam.de/begriffe/v/vier_buecher.htm

(18) Der Šīʿa stellte Scheich al-Ḥurr al-ʿĀmilī (Shaykh Muhammad ibn al-Hasan al-Hurr al-‚Amili, 1623-1692) die nach dem vierbändigen »Kutub Arbaʿa« („Vier Bücher“) zweitwichtigste Hadithsammlung zusammen: »Wasāʾil aš-Šīʿa« (Wasa’il al-Shi’a). Dort heißt es: „Wer glaubt, keine zakāt bezahlen zu müssen, ist ungläubig und rituell unrein, if he does not believe that Zakat is obligatory, he is a kafir and Najis (ritually impure)“, aus: »One Who Does Not Pay Zakat is a Kafir«

http://www.ahl-ul-bait.org/en.php/page,1883A7767.html?PHPSESSID=a12f48c55d62af72cae0145795efc045

Zum ärgerlichen Thema Lästern und üble Nachrede (ġība) weiß http://www.al-shia.de zu berichten „Der Prophet Muhammad (ص) sagte einst zu Imam ‘Ali (ع): „O ‘Ali! Sollte jemand hören, wie in seiner Anwesenheit über seinen Muslimbruder gelästert wird, ohne zu dessen Verteidigung zu eilen, obwohl es ihm möglich wäre, wird er von Gott im Diesseits und im Jenseits gedemütigt.“ [Al-Hurr al-`Amili, Wasa’il al-Shi`ah, Band 8, Tradition Nr. 16336]“

http://www.al-shia.de/artikel/laestern.htm

AL-SAIF AL-MASLUL mutet radikal sunnitisch an und sortiert herablassend die schiitische Hadithwissenschaft

http://maslul.de/grundlagen/articles/quran-verfaelschung.html

AL-SAIF AL-MASLUL gibt sich erschrocken über die bekannten Gräuslichkeiten Ayatollah Chomeinis & Co. und will, alternativ, das sunnitische Kalifat

http://www.maslul.de/aussagen.html

AL-SHIA.EU

http://www.al-shia.eu/

»Wasāʾil aš-Šīʿa« (Wasa’il al-Shi’a)

http://en.wikipedia.org/wiki/Wasael_ush-Shia

Scheich al-Ḥurr al-ʿĀmilī (al-Hurr al-Aamili)

http://en.wikipedia.org/wiki/Shaikh_al-Hur_al-Aamili

(19) Weltverwaltungsprinzip amānat. Frauen sind verstandesschwach, leicht zu verführen und launisch, daher fasse der muslimischen Ehemannn seine Frau unter das amānat-Prinzip der geheiligten treuhänderischern Wertsachen, er ist schließlich ihr Vormund, ihr Aufpasser: „Allah Ta’ala has assigned the wife to the care of the husband“. So sieht es am 09.11.2007 die Seite »Domain of Islam. Home to Islamic Sources« und titelt: Islamic Family: An Amaanat – For Husbands to Mediate, „However, Allah Ta’ala in His infinite mercy has bestowed to the husband the right to derive comfort, rest, peace and benefit from the Sacred Trust we call The Wife.“

http://darulislam.info/Article150.html

(20) Glaube, al-īmān.

http://www.imaan.net/

Scheich Waleed al-Mineesi: »Bedingungen des Sieges, Ursachen der Fehlschläge, Conditions for Victory, Reasons for Defeat«. Allahgott ungehorsam zu sein, „disobeying Allah and His Messenger“, lässt dem Teufel Kräfte zuwachsen.

http://www.imaan.net/2007/10/post.html

Islampolitik ist die Durchsetzung der Apartheid der Geschlechter, „because the woman and man are forbidden to imitate each other“, denn Frauenarme sind nackter als Männerarme und Frauenhaar gefährdet die allgemeine Tugend stärker als Männerhaar. Die bekennende Ex-Christin aus Alabama, Shariffa Carlo, will den Schleier für die muslimische Amerikanerin der Zukunft: »The Hijab«, „May Allah guide our women to the proper dress of the Muslim woman, … to the dress of dignity and piousness.”

http://www.imaan.net/2006/09/the_hijab.html

Ganz viel īmān hat die Frau, welche die Polygamie gutheißt. Die Nordamerikanerin und Neomuslima Shariffa Carlo (Andalusia, AL 36420, US) weiß in »The Second Wife«, dass die muslimischen Frauen endlich aus dem Rinnstein des Westens heraustreten müssen, der Weisheit und Reinheit des Islam entgegenstrebens. Vielweiberei ist, glaubt man Shariffa Carlo, keine Beleidigung, sondern eine Würdigung der Frau: “Muslim women have to take their minds out of the gutters of the West, and bring them up to the wisdom and purity of Islam’s high ground. Polygyny is not an insult to women; it is a sign of respect. How many women would remain husbandless if it were haram?”

http://www.zawaj.com/articles/second_wife.html

(21) Am 05.06.2000 schreibt Gisela Friedrichsen ausgezeichnet in DER SPIEGEL 23/2000 (»Der Schatten Gottes auf der Erde«), wie Allahzentrik und Jenseitszentrik mit den wenigen, sehr funktionalen und daher allgemein anerkannten Ritualen der säkularen Moderne kollidieren, beim Prozess um den so genannten Kalifen von Köln, Muhammed Metin Kaplan:

»Als der inhaftierte Kaplan in den Saal geführt wurde, erhoben sich seine Anhänger, die Arme in die Luft stoßend. Als dann der Senat einzog, setzten sie sich demonstrativ. Dann die Vereidigung der sechs Dolmetscher. Wieder weigerten sich die Muslime. Vor Ungläubigen aufstehen? Der Vorsitzende Ottmar Breidling, 53, bot Entgegenkommen an: Wer aus religiösen Gründen glaube, nicht aufstehen zu können, solle den Saal verlassen. Plötzlich wilde Gesten. Der „Kalif“ schrie: „Hier wird dem Islam der Prozess gemacht!“ … Brinkmann: „Also weil die deutschen Gesetze von Menschen gemacht sind, braucht man sie nicht zu befolgen?“ Zeuge: „Ein Muslim kann sich nicht an Gesetze halten, die nicht von Gott sind.“«

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16597444.html

Will Europa das Kalifat?

Juli 3, 2008

إمامة

imamah,

islamisches Imamat.

Imamat ist die politische Herrschaft der

islamischen Geistlichkeit bei aufgezwungener

„Muslimisierung“ auch der säkularen Muslime.

Imamat ist seit 1979 im Iran kulturell wirksam

Herr Cerić fordert das

europäische Imamat

Jacques Auvergne

3. Juli 2008

In der Doktrin der Schiiten, der Schia bezeichnet imamah, Imamat die religiöse, spirituelle und (!) politische Führung der umma, der Gemeinschaft der Gläubigen (1). Man beachte das „und“, es steht dem Muslim nämlich nicht zu, lediglich Religionsführerschaft bis zur Abwahl, persönliche geistliche Lebenshilfe oder vorübergehendes politisches Kanzleramt zu wählen, nein, das Imamat der Schiiten ist die monopolistische Deutungsmacht des Klerus in Bezug auf jeden organisierten Islam des Territoriums, die Kontrolle jeder Behörde und Stadtverwaltung und ist das von dir lebenslang zu erbringende moralische Ausrichten an der Kaste der höchsten Imame. Eine eventuell vorhandene gesonderte weltliche Administration ist dem Rat der Imame untergeordnet: Imamat ist die totale staatspolitische Steuerung des Territoriums. Imamat ist politisch angewendeter Islam, realisierter Islam, Kalifat.

Für Schiiten, so das englische Wikipedia, sind die Imame die wahren Kalifen oder rechtmäßigen Nachfolger des Propheten Mohammed, für Zwölferschiiten und Ismailiten sind darüber hinaus die höchsten Imame mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, frei von Fehlerhaftigkeit und Sünde, sprich: Sind zauberkräftig, unfehlbar und moralisch rein. Sunnitische Muslime kennen diese Verehrung des Imamats, die seit 1979 von Teherans Ayatollahs nutzbar gemacht wird, in dieser Weise nicht, jedoch hat der Begriff Kalif auch für Sunniten viel zu sagen.

Kalif ist die deutsche Form des arabischen Wortes خَلِيفَة Khalīfah und bedeutet wörtlich Nachfolger oder Repräsentant. Der Kalif ist das Staatsoberhaupt aller Muslime der umma, der vom juristischen Rahmen der gottgeschaffenen Scharia umfangenen Gemeinschaft aller Muslime (2). Die Scharia ist für folgsame Muslime Allahs ewiges, unveränderliches Religionsgesetz, gebunden an die einzelnen islamischen Rechtsschulen ebenso wie an die zeitlos gültige Rechtleitung von Koran und Hadithen. Wie im einzelnen „die“ Scharia in einem islamisierten Territorium der Erde zur Anwendung kommt, sprich wie denn Scharia in die Urteile der Rechtssprechung oder die Paragrafen einer staatlichen Ordnung gefasst werden soll ist von Gott Allah offensichtlich nicht eindeutig geregelt worden.

Insofern könnte die Scharia als flexibel und erneuerungsfähig bezeichnet werden, was für uns Demokraten jedoch einem verhängnisvollen Trugschluss gleichkäme, denn die institutionalisierte Herabwürdigung der Frau, die geheiligte Verachtung der Christen und vor allem der Juden, Atheisten und Apostaten, die Etablierung des Kalifats als der idealen islamischen Gesellschaft sowie die weltweite Ausbreitung des Herrschaftsbereichs des Islam, diese jedem Muslim auferlegten Pflichten schaffen einen immerwährenden Konflikt zu den universellen Menschenrechten, etwa zu deren gleichheitsfeministischem Anspruch.

Was einem Trugschluss gleichkäme – und wohl auch: Gleichkommen soll. Muslime jedenfalls haben den Freibrief und Auftrag, Nichtmuslime in dieser Angelegenheit mit Taqiyya, geheiligter Lüge, nur im Notfall zulässig, oder vielmehr mit ايهام Îhâm zu täuschen, der heiligen Lüge für den Normalfall. Von dieser rhetorischen Gepflogenheit im Umgang mit Nichtmuslimen, die einem Nebelschleier gleich die Methodik der دعوة da’wa, der islamischen Mission sowie tagespolitisch besonders kontroverse und dabei islamrelevante Themen zu umgeben pflegt, von dieser heiligen Lüge namens Îhâm machen nicht nur Deutschlands islamverbandliche Vertreter verlässlich regen Gebrauch. Auch der Großmufti von Bosnien und Herzegowina, Mustafa Cerić, gibt sich bedarfsweise als Menschenfreund oder Frauenversteher wenn es nur der guten Sache dient, sprich der Ausbreitung der islamischen Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnisse in Europa.

Wir ahnen mit leichtem Grauen die mehr als ein Jahrtausend alte Unversöhnlichkeit des institutionalisierten Islam, der nicht einen Millimeter zur Veränderung bereit ist und noch jede andere, nichtislamische Lebensweise planmäßig und in Allahs Auftrag erodiert und unterdrückt hat wenn er sie nicht vernichtet hat. Das aber halten die zarten Nerven der politischen Elite des heutigen Europas nicht gerne aus weshalb man bevorzugt, den Islam für reformfähig zu halten und die islamischen Geistlichen für unser Vertrauen verdienend. Europas Ex-Muslime warnen uns vergeblich, diesen Zerstörern jeder Geschlechtergerechtigkeit und Meinungsfreiheit auch nur ein Wort zu glauben.

Volksvertreter Schäuble führt seine Gespräche mit den frauenfeindlichen und zum Apostatenmord aufrufenden Anhängern der Theokratie weiter. Warum eigentlich? Ein Demokrat hat mit einem Faschisten, Rassisten oder eben Theokraten eigentlich keine Kompromisse einzugehen. Offensichtlich hofft man, den Islam demokratisch zähmen zu können. Optimismus ist sicherlich eine gute Sache. Menschen können, will mir scheinen, nicht nur blind vor Hass oder Liebe sein sondern auch blind vor Optimismus.

Hören wir auf Mustafa Cerić, den obersten orthodox-islamischen Führer und für das muslimische Fußvolk Südosteuropas damit wohl auch bereits den höchsten politreligiösen Führer Bosniens. Dieser Großmufti von Bosnien und Herzegowina also tut Europas Rechtgläubigen und Dhimmis kund:

It is not enough that Europe recognises the presence of Islam on its territory. Muslims deserve more than that. They deserve that their presence be legalised in the sense of creating a political and economic climate in which European Muslims can represent themselves through the institutions that should have both governmental support and public acceptance.

Es reicht nicht aus, dass Europa die Anwesenheit des Islam auf seinem Territorium anerkennt. Muslime verdienen mehr als das. Ein Leben in Würde muss für Europas Muslime bedeuten, legalisiert zu werden in dem Sinne, dass Europa ein politisches und ökonomisches Klima schafft, in dem sie sich durch ihre Institutionen umfassendes Recht auf Teilhabe und Mitsprache schaffen können, Institutionen, die sowohl die Unterstützung der Regierungen genießen als auch die öffentliche wertschätzende Anerkennung.

Cerić erweckt in den Nichtmuslimen Schuldgefühle für angeblich verübte ausgrenzende Gewalt und in den Muslimen heilige Wut in Bezug auf ein ihnen ebenso angeblich ständig widerfahrenes Unrecht. Ziemlich dreist stellt der Großmufti die sensiblen europäischen Muslime der herzlosen Demokratien Europas als gedemütigt, ja fast als illegal dar. Die erwähnten Institutionen kosten („Unterstützung“) sicherlich auch Geld, wahrscheinlich darf die EU da finanziell mit angemessener Dschizya einspringen. Und einerlei was diese islamischen Behörden leisten werden, sie verdienen deine und meine Anerkennung. An einem Übermaß an Schüchternheit leidet Herr Cerić jedenfalls nicht.

Cerić durfte diese Worte im Dezember 2007 in der europäisch-wertkonservativen und CDU-nahen European View abdrucken, eine Rede, die den Titel „The challenge of a single Muslim authority in Europe“ trägt. Ein Titel, der jeden Fundamentalismuskritiker alarmieren müsste, denn das wörtliche „Die Herausforderung einer einzigen Muslimischen Behörde/Autorität in Europa“ ließe sich in Kenntnis des politischen Islam treffender durch „Die Herausforderung, eine einzige, anerkannte muslimische Hierarchie für ganz Europa zu etablieren“ wiedergeben. Für jeden Islamkenner wird damit klar: Der Mann will das Kalifat (was denn sonst, er ist Muslim).

Aber: Eine CDU-nahe Zeitung druckt diese Worte ab, wahrscheinlich in völliger Unkenntnis des orthodoxen Islam, der immer auch eine Staatsgründung ist und der die Muslime seines Territoriums – alle Muslime, auch die, die die Schnauze voll haben von der Theokratie – in psychische Abhängigkeit bringen will und halten will. Und bringen wird und halten wird, verhindert die säkulare Demokratie dieses nicht. Einen anderen Islam, man mag das bedauern, gibt es noch nicht. Europa muss die Muslime vor „ihrem“ politischen Islam schützen, sie selbst sind dazu aus seelischer Abhängigkeit und mangelndem islampolitischen Einfluss nicht in der Lage, von den wenigen dezidiert säkularen Muslimen einmal abgesehen, die man allerdings an einer Hand abzählen kann.

Yassin Musharbash beliebte, die in European View abgedruckte Rede des Großmuftis zu verteidigen. Am Begriff und Anspruch der Scharia kaute Musharbash scheinbar kenntnislos jedenfalls lustlos herum, wobei er die islamisch unverzichtbare Existenz der hadd-Vergehen und ihrer koranisch angemessenen Folgen (Steinigung, Handabhacken) zwar nicht völlig leugnete, sie jedoch benutzte, um uns Demokraten irgendwie zu beschuldigen (4). Als Redakteur von SPIEGEL-online scheint er mit der Aufforderung Allahs, jeden Islam-Apostaten zu töten, keine großen Schwierigkeiten zu haben. Der Mann ist wirklich toleranter als ich. Oder aber: Der 1975 geborene Sohn einer Deutschen und eines Jordaniers betreibt kunstsinnig ايهام Îhâm, notfallfreie Lüge (3). Fromme Flunkerei.

Die meisten Muslime vernebeln mir als Nichtmuslim jeden interreligiösen Dialog oder auch nur jedes ernsthafte Gespräch über Religion oder Islam innerhalb von Minuten mit Îhâm und schrecken beispielsweise nicht davor zurück, sich in einem Satz mehrfach zu widersprechen, schmierig zu grinsen, bewusste Auslassungen vorzunehmen (die in Allahs Scharia enthaltene Todesstrafe für Apostasie, die auch in Europa und Deutschland angestrebte Rechtsspaltung für edle Muslime beziehungsweise unwürdige Dhimmis, die Reife für den Geschlechtsverkehr eines islamischen Mädchens mit neun Jahren, die Wertschätzung islamischer Geistlicher für die islamische Frauenbeschneidung) oder mich fraglos wider besseres Wissen der Demokratiefeindlichkeit namentlich des Angriffs auf die Religionsfreiheit zu beschuldigen. Ich weiß nicht, ob Muslime derlei aus Unfähigkeit zu Selbstkritik tun, aus Angst vor Allahs Höllenstrafe beziehungsweise Sorge vor sozialer Exklusion oder aus einer fast rassistisch zu nennenden Verachtung für mich als sittlich geringer wertigen Menschen sprich Nichtmuslim. Ich bilanziere lediglich, dass es einen wie auch immer gearteten Dialog nicht gibt. Und ich habe den Verdacht und zugleich die Hoffnung, dass selbst Dr. Schäuble allmählich erkennt, dass er seine Islamkonferenz besser gar nicht erst gestartet hätte.

Cerić, der Großmufti aus Sarajevo weiter:

First, Muslims have to understand Europe as a house of peace, not a house of war. Second, Muslims have to be clear that their minimum claim is to be free from social interference in their cultural life and that their maximum claim is for social recognition because of their positive contribution to the common good of European society as a whole. And thirdly, Muslims have to establish a single Muslim authority that can speak for both Islam as a world religion and Muslims as good citizens of Europe.

Erstens müssen Muslime verstehen lernen, dass Europa ein Haus des Friedens ist, kein Haus des Krieges. Zweitens muss ihre Minimalforderung sein, ohne störende soziale Einmischung ihre islamische Kultur leben zu können und ihre Maximalforderung, aufgrund ihres heilsamen gesamtgesellschaftlichen Beitrags für die Europäische Gesellschaft anerkannt zu werden. Drittens müssen Muslime eine einzige islamische Autorität etablieren, die sowohl für den Islam als Weltreligion sprechen kann als auch für die Muslime Europas als gute Staatsbürger.

Cerić verwendet einen tausend Jahre alten Binärcode, die Dualität aus der Dar al-Islam und der Dar al-Harb. Hier sei kein Haus des Krieges: Rührend aufmerksam, denn als Harbi dürfte mich jeder Muslim, islamrechtlich einwandfrei, totschlagen. Augenzwinkernd verkündet er mit dem Begriff „Haus des Friedens“ jedem Islamkundigen, Europa sei bereits dem Islamischen Staatsschatz zuzuzählen, islamisiertes Territorium. Die multikulturellen Deppen indes speist er mit demselben, doppelgesichtigen Satz ab mit einem sinngemäßen, „Euer Großmufti will Frieden!“ Bemerkenswert ist seine Forderung, „ohne Einmischung und Störung“ leben zu dürfen. Wir müssen ihm widersprechen: Nein, die Demokratien werden die übliche Gewalt in der islamischen Familie, die Prügelstrafen als Mittel der Kindererziehung und Koranschulpädagogik, die islamisch weltweit wohlwollend geduldete Frauenbeschneidung und die antisemitischen Sprüche in Moschee und Koranschule nicht dulden vielmehr durchaus stören. Und es ist ja wohl ein Witz, dass ein europäisches Imamat notwendig sein soll um den andernfalls allzu sprachlosen Muslimen eine staatsbürgerliche Stimme zu verleihen. Problem allerdings: Die staatsbürgerlich schafblöden Muslime Europas setzen sich gegen Cerić wahrhaftig nicht zur Wehr.

Der Großmufti, so ist zu befürchten, wird seine Vision einer islamischen Schreckensherrschaft recht ungehindert verwirklichen können. Die europäischen Moscheegemeinden, die einem Theokraten und Ironisierer der Demokratie wie Herrn Mustafa Cerić zu widersprechen in der Lage und willens sind, lassen sich an einer Hand abzählen. Da muss sich rasch etwas ändern. Ist es die Angst vor der Höllenstrafe, die nahezu jeden deutschen Muslim daran hindert, den Großmufti von Sarajevo als Gefahr für die Demokratie zu benennen? Oder ist es der antrainierte Hass auf die Kuffar?

Mustafa Cerić war Gründungsmitglied des europäischen Fatwa-Rates (European Council for Fatwas and Research, ECFR). Das ECFR möchte nach eigener Aussage ein Scharia-Recht formulieren, welches auf die kulturelle Moderne zugeschnitten ist. Mit dem Vorsitzenden Yusuf al-Qaradawi und der Beteiligung aus deutschem und niederländischem Sprachraum durch die vom Verfassungsschutz beobachtete Milli Görüş (IGMG) dürfen wir also in den nächsten Monaten und Jahren auf eine fleißige Fatwaproduktion gespannt sein.

Yusuf al-Qaradawi billigt Selbstmordattentate, hält Homosexuelle („100 Peitschenhiebe“, auch mal: „die Todesstrafe“) für abartig und islamrechtlich bestrafenswert, hält das Frauenkopftuch für verpflichtend („nur Gesicht und Hände sollen sichtbar sein“) und fordert eine Dominanz der Scharia im Allgemeinen und seiner Fatwas im Besonderen über jedes säkulare Recht. Der Ehemann darf, so al-Qaradawi, seine Frau schlagen („leicht, mit den Händen“), sollte diese sich gegen ihn auflehnen.

Vorsitzender des deutschen Kooperationspartners IGMG ist Osman Döring genannt Yavuz Çelik Karahan, der immerhin den Mord an drei christlichen Mitarbeitern in Malatya im April 2007 als „barbarischen Akt“ verurteilte. Den gefesselten Opfern eines religiösen Verlages waren die Kehlen durchschnitten worden wie auszublutendem Schlachtvieh. Einer der Vorgängerorganisationen der IGMG aber meinte 1986 in Bezug auf die ungläubigen europäischen Ureinwohner: „Der Europäer ist ein Atheist und Götzenanbeter, ein Wucherer, Kapitalist, Sozialist, Zionist, Kommunist und Imperialist, ständig brünstig und besoffen, ehebrecherisch und materialistisch. Er hat sich dem Teufel verschrieben. (5)“ Vielleicht sucht die IGMG ja noch ihre Identität.

Für uns Islamskeptiker ist dieses Zitat von 1986 sicherlich geradezu ein Leckerbissen. Als Sozialpädagoge frage ich mich allerdings, ob auch heute im demokratiehassenden Geist Erbakans Kinder und Jugendliche indoktriniert werden und, gegebenenfalls, wie denn diese radikalislamisch Indoktrinierten wieder zu entnazifizieren, pardon, zu resozialisieren sind. Lassen Sie uns hoffen, dass den anständigeren Muslimen Bosniens, Österreichs und der Bundesrepublik Deutschlands die Demokratie stets attraktiver erscheinen wird als das Kalifat oder Imamat.

Das Gottesgesetz der Scharia, wie sehr man es auch polieren und vergolden mag, wird mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau, der körperlichen Unversehrtheit, der religiösen und der an sie gebundenen sexuellen Selbstbestimmung sowie mit der Meinungsfreiheit stets kollidieren. Im Sinne dieses von Musharbash so gerne bagatellisierten Gottesgesetzes werden die Herren al-Qaradawi, Cerić und Döring (genannt Karahan) nun auch für Europa Fatwa um Fatwa produzieren. Von der kulturellen Moderne allerdings wird in ihrem Arbeitsbereich womöglich nicht viel übrig bleiben. Die der Erbakan-Doktrin von der gerechten Ordnung („adil düzen“) und der nichtigen Ordnung („batil düzen“) verpflichtete und an einer verstärkten Nichtintegration, Segregation und Gegengesellschaft der türkischstämmigen Muslime in Deutschland interessierte Organisation Milli Görüş wird das antidemokratische, das theokratische Gedankengut von al-Qaradawi und Cerić begierig aufsaugen.

Ein sadistischer Kriegsgott könnte mit seinem bosnischen Vertreter in Sarajevo eigentlich ganz zufrieden sein. Und die militanten und mysogynen Muslime werden sich einen kriegerischen, frauenfeindlichen Gott schaffen, um ihre fiebrige Seele, auf Kosten der Ex-Muslime, Dhimmis und demokratischen säkularen Muslime, im Gleichgewicht zu halten. Hadithe hin, Fatwas her. Wie auf Erden so im Himmel.

Ein aufmerksamer Zeitgenosse (6) prägte unlängst das Gleichnis des Kabelbinders (7), welches das zersetzende islamische Umweltverändern, die ätzende islamische Grenzfläche zur Dar al-Harb sehr treffend zeichnet. Der Kabelbinder, jene elastische Plastikschlinge mit schräger Rasterzahnung und stabilem, kantigem Kopf nämlich bewegt sich … immer nur in eine Richtung. Demokraten empört, dialogbereit. Islam bewegt sich nicht. Demokraten sauer, kompromissbereit. Umma bewegungslos. Demokraten machen ein Zugeständnis. Islam steht still. Demokraten wieder nervös … und so fort.

Das Bild vom Kabelbinder beschreibt den derzeitigen, von Ausnahmen abgesehen zum Scheitern verurteilten demokratisch-islamischen Dialog. Der Kabelbinder der Scharia bewegt sich nur in eine Richtung. Die Schlinge der Multikulturalität und der Dialogforen zieht sich zu.

Seit mehr als tausend Jahren: Islam verändert Nichtislam. Stillstand auf der einen Seite, Nachgeben auf der anderen. Da’wa trifft Dialog, Schäuble den KRM (8). Das von Herrn Cerić gepriesene Europa-Imamat begegnet der säkularen Gesprächsbereitschaft. Wir schuldzerknirschten Europäer sind ganz auf Toleranz und windigen Veränderungsprozess getrimmt, indes die Schergen der politischen Scharia vor Sadismus und frommer Lernverweigerung nur so glänzen. „Es geht immer nur in eine Richtung weiter“. Die meisten Kabelbinder lassen sich nur durch Zerstörung öffnen.

Tolerant bis naiv also redet man von „kultureller Vielfalt am Arbeitsplatz“ (9) oder „ethnischer Ökonomie“ (10). Die Europäische Union hat 2008 zum „Jahr des interkulturellen Dialogs“ ernannt (11).

Der Islam strebt nach totaler Herrschaft und damit gerade auch nach militärischer und politischer Dominanz. Der klassische und der derzeitige Islam können daher die Demokratie nicht wollen. Ein anderer Islam, etwa ein sich einer weltbürgerlichen Rationalität und damit Wissenschaftlichkeit freiwillig unterordnender Ijtihad-Islam oder ein sich auf Seelsorge beschränkender und auf jede politische Herrschaft bewusst verzichtender Sufi-Islam, der allerdings Menschen- und Frauenrechte erst einmal entdecken müsste, ein anderer als der politische Islam hat sich bislang als unerwünscht oder nicht überlebensfähig erwiesen. Säkulare Muslime wie Irshad Manji und Bassam Tibi versuchen, einem noch sehr utopischen, künftigen Islam eine solche Verträglichkeit mit der kulturellen Moderne, damit beispielsweise eine Demokratiefähigkeit, zugänglich zu machen. Mögen sie Erfolg haben.

Der politische Islam aber umschließt alle Kulturen seiner Umgebung. Wie ein Kabelbinder.

Jacques Auvergne

Quellen:

1

http://en.wikipedia.org/wiki/Imamah_(Shi%27a_doctrine)

2

http://en.wikipedia.org/wiki/Caliph

3

Iham, Fromme Flunkerei, bei Wikipedia unter: Taqiyya, dort: Diskussion

http://static.wikipedia.org/new/wikipedia/de/articles/t/a/q/Diskussion~Taqiyya_7096.html#Iham

4

Yassin Musharbash am 14 Mai 2008, SPIEGEL-online

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,553231,00.html

5

Islamische Gemeinschaft Milli Görüş

http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Gemeinschaft_Milli_G%C3%B6r%C3%BC%C5%9F

6

„Hier in Deutschland läutet man mit solchem “Entgegenkommen” den Beginn einer gesellschaftlichen Veränderung ein: Die Gutmenschen denken, sie machen was Humanes, wenn sie sooo auf die türkischen Bürger zugehen.

Die türkischen Bürger werden aber stehen bleiben. Die Gutmenschen werden sich wieder auf sie zubewegen. Dieser Zyklus ergibt langfristig einen islamischen deutschen Gottesstaat. Diese Gutmenschen erkennen nicht, dass sie bestehende Werte einfach wegwerfen.

Der Islam und das Türkische werden immer mehr Einzug in den deutschen Alltag halten. Das Deutsche wird aber nicht Einzug in den türkischen Alltag der hier lebenden Türken halten. Es ist wie bei einem Kabelbinder: Es geht immer nur in eine Richtung weiter.“

Politically Incorrect, #37 RadikalDemokrat (15. Jun 2008 19:49)

http://www.pi-news.net/2008/06/oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-jetzt-auf-tuerkisch/

7

Kabelbinder. Bei: Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Kabelbinder

8

http://de.wikipedia.org/wiki/Koordinierungsrat_der_Muslime

9

„Kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz“

http://www.vielfalt-als-chance.de/index.php?id=235

10

„Ethnische Ökonomie“

http://www.schader-stiftung.de/wohn_wandel/499.php

11

EU ernennt 2008 zum Jahr des interkulturellen Dialogs

http://www.interculturaldialogue2008.eu/333.html?L=1