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Motahhari, Chomeinis Wegbereiter

Mai 2, 2012

‏انقلاب اسلامی‎

Enghelāb-e Eslāmi

Islamische Revolution

Wesen und Faktoren der Islamischen Revolution in Iran

Nach nicht einmal vier Monaten des Aufenthalts im französischen Exil setzte Ruhollah Chomeini am ersten Februar des Jahres 1979 seinen Fuß auf iranische Erde. Der in der Heimat gebliebene Ayatollah Morteza Motahhari hatte Chomeinis Wiederkehr und Führerschaft theologisch und organisatorisch mit vorbereitet und galt in den Frühlingswochen des Kampfes gegen alles Unislamische und für die Islamisierung (Zwangsverschleierung) aller Frauen als hochrangiger Getreuer des Revolutionsführers.

Wesen und Faktoren der Islamischen Revolution in Iran ist ein Ausschnitt aus dem umfangreicheren Sammelband Pirāmun-e Enqelāb-e Eslāmi (On the Islamic Revolution), der Motahharis in der Teheraner Al-Javad-Moschee gehaltenen Reden der Monate März und April des Revolutionsjahrs versammelt. 1986 publizierte die damals in Bonn[1] ansässige, energisch alle deutschen Exiliraner bespitzelnde Kulturabteilung der Botschaft der Islamischen Republik Iran den eigens übersetzten Text. Der Geistliche selbst war noch im Jahr 1979, Anfang Mai, ermordet worden und gilt radikalen oder islamfrommen Iranern als Schahīd (Märtyrer).

Motahharis für ihre islam-theologisch makellos begründete Frauenentwürdigung bekannten,[2] heutzutage auch als YouTube-Kurzfilm weltweit und antiisraelisch einsetzbaren,[3] unter schriftgläubigen Schiiten in hohen Ehren gehaltenen Predigten und Texte, üblicherweise erstveröffentlicht beim iranischen Verlag Sadra Publishings (Entesharat-e Sadra), wurden und werden im Iran ebenso zur spirituellen Dressur der jungen Generation wie zur persönlichkeitsauslöschenden Hirnwäsche (IPT, Ideological-Political Training) der die Bevölkerung terrorisierenden Basiǧ-Miliz verwendet.[4] Von Jacques Auvergne.

Nach dem Tagesdatum Haft-e Tīr (7th of Tir) hat die islamische Diktatur des heutigen Iran zentrale Plätze mehrerer Städte sowie einen Industriekomplex[5] benannt, um an das Attentat vom 28. Juni 1981 zu erinnern. Damals, nach iranischem Kalender am 7. Tīr[6] 1360, haft bedeutet im Persischen sieben (gr. hépta), wurden 85 hohe Regierungsfunktionäre durch eine explodierende Bombe ermordet. Später wurde die Zahl der Toten symbolverliebt auf 72 herabgesetzt, was an das für Schiiten identitätsstiftende, jährlich begangene Aschura-Trauerereignis der Schlacht von Kerbala (680 n. Chr.) anknüpft, bei der die legendären 72 Helden um Husain ibn ‚Alī den 10.000 Kriegern des Yazīd ibn Mu’āwiya unterlagen.

Unter den Toten befand sich Deutschlandkenner und Islamtheologe sprich Islamjurist Mohammed Beheschti, der zwischen 1965 und 1970 das schiitische Islamische Zentrum Hamburg leitete. Von 1978-1980 bekleidete Mohammad Chatami dieses Hamburger Amt, der nachmalige 5. Staatspräsident des Iran und Amtsvorgänger des eifrigen Atombombenbauers Mahmud Ahmadinedschad.

Ebenso wurden 1981 am Siebten des Monats Tir vier Minister des Kabinetts (Gesundheit, Transport, Telekommunikation, Energie) sowie 27 Mitglieder des Madschlis getötet, des Iranischen Parlaments. Obwohl der Verantwortliche des Anschlags bis heute unbekannt ist, beschuldigte das alle Regierungsgegner gerade sendungsbewusst und massenhaft ermordende Regime unter Revolutionsführer Ayatollah Chomeini zuerst die damals genau vierzig Jahre alte kommunistische iranische Partei Tūdeh der Urheberschaft, um sich sehr bald und bis heute auf die offizielle Deutung zu verständigen, dass die islamistisch-sozialistischen Volksmudschahidin (MeK) den Anschlag verübt hätten.

Beheschtis Rivale Alī Akbar Hāschemī Rafsandschānī, Hodschatoleslam und einst in Ghom Chomeinis Schüler, 1979 bis 1980 Mitglied im Revolutionsrat und von 1980 bis 1989 Präsident des iranischen Parlaments, soll wenige Minuten vor dem Anschlag den Saal verlassen haben, was dem nebensächlich gebliebenen Gerücht Auftrieb verlieh, das Attentat sei aus den Kreisen der Geistlichen geplant worden. Eine andere Verschwörungstheorie zeigte empört, was sozusagen nicht fehlen durfte, auf den israelischen Mossad. Lediglich der erfolgreichste zeitgenössische Massenmörder, das betrifft sinngemäß auch die vielleicht krankheits- und haftbedingte Todesursache von Ali Schariati (19. Juni 1977) und das tödliche Attentat auf Morteżā Moṭahharī (1. oder 3. Mai 1979), [7] ist bisher vom Verdacht unbelastet geblieben, eine zweitrangige Ebene an Führern aus Weg geräumt zu wissen – Ruhollah Chomeini.[8]

Teheran am 22. Juni 2009, die Proteste der drangsalierten Bevölkerung anlässlich der gefälschten Wiederwahl des Präsidenten Achmadinedschad ebben nicht ab. Zwei Tage nach der Ermordung der jungen Demonstrantin Neda Agha-Soltan (Nedā Āġā Soltān, * 1982; † 20. Juni 2009 in Teheran)[9] durch einen staatlich eingesetzten Scharfschützen versammelten sich Hunderte von Regimekritikern auf dem Haft-e-Tir genannten Rezaiha-Platz, auf dem im Vorjahr in einer demütigenden sittenpolizeilichen Aktion aus den Bekleidungsgeschäften kommende Iranerinnen ihre Einkaufstaschen auf etwaige unislamische Kleidung kontrollieren lassen mussten. Sommer 2009. Polizisten und Motorradfahrende Milizionäre greifen die protestierende Menge an, setzen Tränengas ein und nehmen viele Demonstranten gefangen, die sie vorläufig in die unmittelbar benachbarte Al-Javad-Moschee einsperren.[10]

Teheraner Innenstadt, am heutigen Meydan-e Haft-e Tir, dem ehemaligen oder eigentlichen Rezaiha Square (weiß jemand, warum der so heißt?), dessen Name noch vorher oder zwischendurch Platz des 25. Shahrivar lautete, vielleicht zum Datum der Amtseinsetzung von Mohammad Rezā Shāh Pahlavī am 16. September 1941 (iranisch 25. Shahrivar 1320). Vom Ort der Demonstrationen des Jahres 2009 reisen wir nur genau drei Jahrzehnte in die Vergangenheit. Die genannte, erst um 1961 vom Architekten Ebrahimi erbaute Al-Ǧavād-Moschee war der Ort,[11] an dem im März und April 1979 der bereits Anfang Mai desselben Jahres ermordete Morteza Motahhari (Murtaḍā Muṭahharī, 1920-1979) mehrere Reden hielt, die sieben Jahre später auf Deutsch durch die Kulturabteilung der Botschaft der Islamischen Republik Iran (Wesen und Faktoren der Islamischen Revolution in Iran, 1986) herausgegeben werden sollten.

Theologe Morteżā Moṭahharī macht den Schariafreunden Mut und die Gegner der Islamischen Revolution verächtlich:

4. Gleich zu Beginn will ich auf die Bedeutung eines Koranverses hinweisen … „Heute haben diejenigen, die ungläubig sind, nichts mehr zu hoffen. Darum fürchtet nicht sie, sondern mich!“

Das ist Sure 5:3, im Satz vorher verbietet der von Mohammed Gott, Aas, Blut und Schweinefleisch zu essen,[12] und im Folgenden sagt der zur Ungleichbehandlung aufrufende Erschaffer und sekündliche Bewahrer des Universums, Übersetzung Rudi Paret: „Und ich bin zufrieden, dass ihr den Islam als Religion habt.“[13]

Auf dass die Menschheit, Jahrtausend für Jahrtausend, allmählich dazulerne und sich zum umfassend herrschenden (totalitären) Islam hinauf entwickle, schickte Allahgott seine kostbaren Perlen der Propheten namens Abraham, Moses und Jesus zu uns, jedenfalls sagen das die Schariatreuen. Historisch korrekter klaute Allahs Liebling die Prophetenkette bei den Juden, addierte das Juwel Jesus von Nazareth und fädelte, gar nicht unbescheiden, sich abschließend gleich selbst mit ein.

Judentum und Christentum also sind Prototypen der wahren Religion, deren Verfallsdatum mit der Stiftung des Bündnisses der islamischen Scharia überschritten wurde. Was aus diesem himmlischen Befehl politisch und für die Nichtmuslime folgt, ist der heilssichernde Kulturrassismus und islamische Kulturkampf namens Dhimma (Kalifat) oder Schariatisierung (Hisba, „Salafismus“), der den Juden und Christen das das Naturrecht auf Existenz aberkennt und heutzutage zu gegenaufklärerischen und antidemokratischen Vehikeln wie Alliance of Civilizations (AoC) und Deutsche Islamkonferenz (DIK) führt, mit der man die Außerkraftsetzung der Standards der allgemeinen Menschenrechte (für die als Spezies deklarierten Muslime und damit für alle) durchsetzen will. Deutschlands Politiker kennen die auf Rechtsspaltung sprich Barbarisierung hinauslaufende Wirkung der – auch familienrechtlich – nicht völlig abgestoppten Scharia durchaus, und sagen der Bevölkerung ganz bewusst nicht, warum eine (von niemandem geforderte) Deutsche Buddhistenkonferenz oder Atheistenkonferenz für verzichtbar gehalten wird, eine Islamkonferenz aber nicht.

Jesus als der vorletzte Prophet war sozusagen noch etwas grün hinter den Ohren und durfte niemanden töten. Bei Enfal gibt man die Zeitenwende hin zum vollkommen gewordenen Dīn mit den Worten des vom Koran (5:3) in den Rang einer Gottheit erhobenen Stifters der Scharia gerne wieder: „Heute habe ich für euch eure Religion vollständig gemacht, und Ich habe Meine Gnade an euch erfüllt, und Ich habe für euch den Islam als Religion gemacht …“[14]

Allahgott Motahhari und spalten die Menschheit in Gewinner und Verlierer, und einige der vom Scharia-Himmel vorgesehenen Verlierer werden im März und April 1979 gerade zur höheren Ehre Allahs im Evin-Gefängnis und anderswo gefoltert oder ermordet:

Eure Feinde haben eine endgültige Niederlage erlitten. …

Ob Mohammed oder Chomeini, auch nach dem Sieg sind Dawa und Dschihad muslimintern fortzusetzen, denn:

Die Korankommentatoren haben diesen Vers folgendermaßen ausgelegt: Nun droht euch Gefahr von innen, nicht von außen.

In Verwirklichung der Wahrheit und Gerechtigkeit sind irdische Stockschläge und Peitschenhiebe zu verabreichen. Auch insofern ist dein Zittern vor der Scharia völlig angebracht:

4, 5. „Gott fürchten“, wie es in dem Vers heißt, bedeutet die Furcht vor dem göttlichen Gesetz, die Furcht davor, dass Gott uns nicht mit seiner Güte, sondern mit seiner Gerechtigkeit begegnet.

Der korankonform abgehackte Kopf fällt zwar vom Leib herab, aber nicht heraus aus Allahs Gerechtigkeit. Und Islam wird Staat:

In einer gerechten Ordnung, in der es wirklich keine Unterdrückung und keine Willkür gegen irgendjemanden gibt, fürchtet der Mensch nur die Vollstreckung der Gerechtigkeit. Seine Furcht wird darauf ausgerichtet sein, keine Sünde zu begehen, für die er eine Strafe verdient. Deshalb sagt man, die Furcht vor Gott wandelt sich letztendlich zur Furcht vor sich selbst, d. h. zur Furcht vor den eigenen Unterlassungen und Vergehen.

Der Ayatollah zieht einen Hadith heran:

„Ihr seid vom kleinen Ǧehād zurückgekehrt, der große Ǧehād steht noch bevor.“ (…)

… um mit einem nicht näher bezeichneten Maulawi sprich Meister (vgl. Maulānā bzw. Mevlana, von arab. maula), es muss sich also um Rumi handeln (Dschalal ad-Din ar-Rumi, * 1207 in Balch, heute Vorort des nordafghanischen Wallfahrtzentrums Mazār-i Scharīf, † 1273 im heutigen türkischen Konya), zu ergänzen:

5, 6. „Ihr Könige! Die äußeren Feinde haben wir beseitigt, im Innern ist ein weit schlimmerer Feind geblieben.“

Und wirklich, nach der Ermordung aller Gegner empfiehlt der unter Esoterikern, Kirchentagsbewegten und UNO-Eliten gefeierte Mystiker Rumi den Königen, sich dem viel schlimmeren Über eines inneren oder innerlichen Feindes zuzuwenden: „O kings, we have killed the outer enemy, but a worse enemy than him remains in our interior.“[15]

Ob Mohammed oder Chomeini, die Imame wollen die revolutionäre Umma. Nur nationalistisch verfälscht darf sie nicht sein:

6, 7. Ein Studium der islamischen Geschichte zeigt, dass sich nach dem Tod des Propheten der Weg der islamischen Revolution, den er selbst ins Leben gerufen hat, veränderte. …

Anstatt dass die Erben des Propheten an den Sieg des Islam und der islamischen Werte glaubten, anstatt dass sie sich zur Bewahrung und Fortführung der Errungenschaften der Islamischen Revolution mit denselben Wertmaßstäben und denselben Methoden bekannten, meinten sie, die Revolution sei wesentlich national gewesen … Die Geschichte der ersten zwei bis drei Jahrhunderte des Islam ist übervoll von Zwistigkeiten und Scharmützeln

Kalif Osman (ʿUṯmān) wurde im Jahre 656 ermordet, also noch im himmlisch inspirierten Sozialgefüge der „rechtschaffenen Altvorderen“ (der bis 855 n. Chr. den reinen Islam lebenden Salaf as-Ṣāliḥ). Seit dem Tod dieses dritten Kalifen pflegt man innermuslimische Regierungswechsel, Motahhari sagt Zwistigkeiten, mit Gewalt durchzuführen. Der heute und seit sechs Jahren tobende Hamas-Fatah-Konflikt (an-Nizāʿ baina Fatḥ wa-Ḥamās) ist kein schariatischer Betriebsunfall, sondern geradezu klassisch islamisch.

Auch wenn Ma’mun al-Hudaybi, muršid ʿām (Allgemeiner Führer)[16] der Muslimbruderschaft zwischen 2002 und 2004 und Sohn des General Leader (murshid ‚aam) Ḥasan al-Huḍaibī ein Mehrparteiensystem für möglich hält, solange sich nur der Staat, wie es etwa in der Verfassung Ägyptens seit Jahrzehnten niedergeschrieben ist, ganz auf die Scharia verpflichtet,[17] kann es auf Dauer mit einem wortwörtlich gelesenen Koran kein multiparty system (al-Hudaybi) geben und wird sich der jenseitszentrierte islamische Tugendstaat allmählich in eine immer gründlicher arbeitende Diktatur verwandeln.

Vierzehn oder dreizehn Jahrhunderte lang nahm die islamisch verursachte Gewalt gegen Mitmuslime schließlich nicht etwa ab; von der Gewalt gegen die im Diesseits zu erniedrigenden und im Jenseits als höllisches Brennmaterial bestimmten Juden und Christen nicht zu reden.

Der von Allahgott gewollte medinensische Stadtstaat gründete sich auf Massenmorde an allen Widersachern Mohammeds – an allen Nichtmuslimen. Solche „rechtgeleiteten“, unbedingt islamischen Verhaltensweisen allerdings redet Motahhari noch nicht einmal als „Scharmützel“ klein, sondern übergeht sie gleich ganz.

9. Die Alten sagten: Eine Welt zu erobern ist leichter als sie (dauerhaft) zu beherrschen (ǧahāngiri az ǧahāndāri sādetar ast), und wir müssen sagen: Eine Revolution zu entfachen ist leichter als sie zu bewahren.

9, 10. Daher ist es dringend erforferlich, das Wesen dieser Revolution als ein soziales Phänomen zu untersuchen. Wir müssen über unsere Revolution Bescheid wissen und alle ihre Aspekte gründlich untersuchen. Allein durch diese Kenntnis und Analyse werden wir Möglichkeiten erschließen, der Revolution Dauer zu verleihen und sie zu bewahren.

Ǧahān bedeutet Welt und kommt beispielsweise im die Schönheit einer Stadt preisenden Sprichwort vor: Esfahān nesf-e jahān ast, Isfahan ist die Hälfte der Welt; seit 2009 kennen wir die Region allerdings eher von unschön niedergeschlagenen Studentenprotesten.[18] Im Internet führt der Suchbegriff jahandari zum südasiatischen innermuslimischen Kastensystem; um 1358 oder 1359 verfasste Ziauddin Barani die sogenannten Fatawa-i Jahandari.[19]

Praktizierter (ernst genommener) unaufgeklärter (Scharia und Fiqh verhaftet gebliebener) Islam, sei, wir sagen es mit Leo Trotzki, eine Theorie der permanenten Revolution, und ist, wir verstehen es mit dem wortwörtlich gelesenen Koran, eine heilige Praxis der permanenten Gewalt. Islamische Revolution als Dauerbrenner, Scharia-Islam als Dauerkrieg:

11. Über Revolutionen gibt es im Allgemeinen zwei Theorien. Eine besagt, alle sozialen Revolutionen seien dem Wesen nach gleich, auch wenn sie in unterschiedlicher Form in Erscheinung treten. Die Anhänger dieser Theorie sagen, sämtliche Revolutionen der Welt, sei es die Revolution in der Frühzeit des Islam, sei es die Französische Revolution, die Oktoberrevolution oder die chinesische Kulturrevolution seien, obgleich sie sich in der Form unterscheiden, in Wirklichkeit gleich.

12. Alle Revolutionen sind … Revolutionen der Ausgebeuteten gegen die Besitzenden, die Wurzel aller Revolutionen liegt letztlich in der Ausbeutung. … selbst Personen, die in islamischen Begriffen und von islamischer Kultur sprechen, betonen in hohem Maße die Frage der Unterdrückten (mostażʿafin), des Unterdrückens (esteżʿāf-gari) und des Unterdrücktseins (esteżʿāf-sodegi), wobei diese Übertreibung zu einer Verfälschung geführt hat.

Nur eineinhalb Jahre später, am 22.09.1980 sollte der Irak das Land angreifen und die Flughäfen von Städten wie Teheran, Täbris und Kermanschah bombardieren. Das letztlich verfehlte Ziel war, die überwiegend arabisch besiedelte,[20] für ihre Erdöl- und Erdgas-Vorkommen bekannte Provinz Chūzestān zu annektieren. Der grausame Krieg dauerte fast acht Jahre, um ohne Gewinner und bei möglicherweise 175.000 irakischen und 350.000 iranischen Toten am 20. Juli 1988 beendet zu werden.

Der schariafromme Revolutionsführer begründete dem Iranischen Volk den Krieg religiös. Chomeini sagte: „Der Kampf für Allah bedeutet den [absoluten, ewigen] Sieg, einerlei, ob wir [auf Erden] siegen oder unterliegen. (…) Alle, die der Ansicht sind, der Islam habe nicht Krieg, Krieg, bis zum Sieg (war, war, until victory) gepredigt und anführen, dass dieser Satz nicht im Koran stehe, täuschen sich nicht. Der Koran fordert nämlich noch viel mehr von uns: Krieg, bis zur Aufhebung jeglichen Verderbens (war, war, until the obliteration of fitna throughout the world).“

Auf iranischer Seite wurden die paramilitärischen Freiwilligeneinheiten ganz offiziell als Mobilmachung der Unterdrückten, Basiǧ-e mostażʿafīn (Mobilization of the Oppressed) bezeichnet. Sie waren schlecht ausgerüstet und hatten den Weg für die gut geschulten Pāsdārān zu ebnen. Als menschliche Minenräumer oder nach der Kampftaktik der menschlichen Welle (human wave attack) waren die Basidsch hochwahrscheinlich dem Tod preisgegeben. Unter den Freiwilligen waren Tausende von Jugendlichen und sogar Kindern.[21]

12, 13. Die Anhänger der zweiten Theorie sagen im Gegensatz zu den Erstgenannten, dass nicht alle Revolutionen aus einer materiellen Wurzel entspringen. … Es kommt vor, dass eine Revolution rein humanitärer Natur ist.

Das alles mag ehrbar sein, ist aber noch nicht schariatreu:

14. Außer den beiden erwähnten wesensbedingten Spezies kann eine Revolution auch einen religiösen und ideologischen Charakter annehmen: Menschen, die einer bestimmten Glaubensrichtung anhängen und eine tiefe Verbindung zu den geistigen Werten dieser Religion verspüren, werden sich, wenn sie sie geschädigt und als Zielscheibe zerstörerischer Angriffe sehen, erzürnt über den zugefügten Schaden, zu ihrer völligen und lückenlosen Wiedererrichtung erheben.

Öffentliche Empörung („erzürnt“ zu sein) ist eine, langfristig auf Herabsetzung der Nichtmuslime zielende, islamische Lebenskunst. Im Sinne der Bedarfsweckung und hohen kriegerischen Motivation gilt es für das (nach außen und innen erpresserisch aktive) Kartell der Schariapflichtigen, sich, seine Freunde und seine Familienangehörigen in der öffentlich zelebrierten Wehleidigkeit zu üben, damit sich Allahs Gemeinde ausreichend schnell angegriffen fühlen und auf legitime Verteidigung oder gar Notwehr pochen kann.

Putschen fürs Seelenheil. Zu dieser dritten Gruppe von Revolutionen führt der Ayatollah aus:

17. Es sind Kriege um Glaubensvorstellungen, nicht ökonomische Kriege in der Verkleidung von Glaubensvorstellungen. Religionskriege sind ein gutes Beispiel für Kämpfe, die wegen ihres Glaubens und eines ideellen Velangens ausgebrochen sind. Auch der Koran geht darauf ein: Der 13. Vers der Sure Āl-ʿImrān [Sure drei] enthält einen feinsinnigen Punkt. In diesem Vers geht es um den Krieg zwischen Muslimen und Ungläubigen in der Schlacht von Badr. Wo immer der Vers die Gläubigen erwähnt, nennt er ihren Krieg einen ideologischen Krieg und Glaubenskrieg (ǧang-e ʿaqide), während er bei den Ungläubigen dieses Wort nicht gebraucht.

Spirituelle Tiefe haben eben nur die Gewalttäter des Islamischen Gesetzes (Koran 3:13: „eine Schar, die um Gottes willen kämpfte“); die so genannten Nichtmuslime verfolgen verachtenswerte materielle Interessen. Wer der Scharia (Motahhari: Aqida) verpflichtet ist und seine Beteiligung am Ermorden der Gegner verweigert, ist nicht „feinsinnig“. Die Aqida (ʿaqīda, pl. ʿqāʾid) ist die vorherbestimmte Menge der öffentliche Wirkung zeigenden Glaubensinhalte des Einzelnen.[22]

Ein seit den Tagen des Propheten ausgebliebenes Wunder habe sich in den letzten drei Monaten ereignet, Allahgott hat zugelassen, dass alle drei Revolutionstypen gleichzeitig vorliegen:

24, 25. Die iranische Revolution ist nach Überzeugung vieler eine ganz besondere Revolution, die in der Welt nicht ihresgleichen hat. … Unserer Meinung nach war diese Revolution islamisch. Der Sinn dieses Wortes muss jedoch in diesem Zusammenhang erläutert werden. Einige denken, Islam bedeute allein den geistigen Gehalt, den es wie in allen Religionan auch im Islam gibt. Andere verstehen unter Islam die Verbreitung des religiösen Ritus, die freie Ausübung der religiösen Pflichten und die Vorschriften des religiösen Gesetzes. Ungeachtet dieser Erklärungen ist uns zumindest klar, dass der Islam nicht eine ausschließlich geistige Angelegenheit ist in dem Sinne, wie man im Westen über Religion denkt.

Aus Sicht heutiger Islamverteidiger denke und handle das auf verhängnisvolle Islamlosigkeit oder befreiende Dawa festzulegende Abendland gewissermaßen schizophren und habe seit Jahrhunderten Alltag, Wirtschaft und Justiz entseelt und entspiritualisiert, während das ins Wirkungsle abgedrängte abendländische Religiöse sinnlich verkümmern musste.

Morteżā Moṭahharī oder auch den iranischen Islamisierer Ali Schariati, unfreiwillig oder bewusst, leider bestätigend, sorgen die kongenial proislamistisch wirksamen Atheisten unter den Kulturkreistheoretikern heute ebenfalls für einen „religionskritischen Westen“ und fordern die Durchsetzung der AEMR in Kairo oder Kabul nicht und liefern die Menschen dort dem Unrechtssystem Islam aus.

Der gegenmoderne Motahhari, der wie jeder Islamfunktionär (Islamist) den unter das Schariagesetz zu Unterwerfenden (den zu Muslimisierenden) den Zugang zu den universellen Menschenrechten verbauen möchte, argumentiert hier sehr geschickt. Im so genannten Westen (was ist das, der Franco-Mussolini-Hitler-Faschismus oder die nordamerikanische Sklaverei?) sind auch im Jahre 2012 radikale Kirchenchristen, „säkular-humanistisch“ oder „kritisch-emanzipatorisch“ daherkommende Kulturkreistheoretiker sowie eurozentrische Reaktionäre auf dem Vormarsch, die dem Ayatollah im Grundsatz nicht widersprechen würden, sondern allenfalls ihr arteigenes Stammesgebiet von „Religiösen“ (so die Nimby-Atheisten) oder Orientalen (gemeint ist von Ausländern, so argumentieren die Fremdenfeinde) befreien möchten. Betrachten wir ein Beispiel aus der politischen äußersten Rechten:

„Materialismus ist die Vergötterung des Wohlstandes. Konstruktivismus ist der Glaube an die Machbarkeit des Paradieses auf Erden. Sie sind die Ursache für eine spirituelle Armut im Westen, die unterhalb des Subsistenzniveaus liegt. Die Natur mag kein Vakuum, auch kein spirituelles. Das erklärt die Sogkraft, die okkulte und andere, fremde Religionen auf viele Menschen im Westen ausübt. … Ibn Warraq und andere Materialisten und Konstruktivisten übersehen nämlich gerne die christlichen Wurzeln der Freiheit und des Wohlstandes im Westen.“[23] So schreibt man im Kreis konservativer Revolutionäre, eurozentrisch und antiislamisch sozusagen eine europäische Neuauflage zur Spaltung Südasiens tauglich gewesenen Zwei-Nationen-Theorie (Two-Nation Theory) befördernd.

Die rhethorische Frage, wie es Gott gelungen sei, wieder in unsere Gesellschaften zurückzukommen, beantwortete Kardinal Jean-Louis Tauran selbst: „Das ist das große Paradoxon: Mit Hilfe der Muslime“, um zu ergänzen: „Es sind die Muslime, die, in Europa zur wichtigen Minderheit geworden, nach Raum für Gott in der Gesellschaft verlangt haben!“[24]

Solange die Schariafreunde in Japan, Australien, Nordamerika oder Europa keinen Umsturz hinbekommen, anders gesagt in den Zeiten schleichender Islamischer Revolution, gilt es, die zur Sorte Mensch werdenden Nichtmuslime, die Dhimmis von morgen, mit unbürgerlichen und unchristlichen Zaubersprüchen proislamisch auszurichten wie beispielsweise mit einem: „Am Dialog zwischen Christen und Muslimen führt kein Weg vorbei“ (der für die Arabische Halbinsel zuständige katholische Bischof und gebürtige Schweizer Paul Hinder 2010).[25]

So etwas Schreckliches wie allgemeine Menschenrechte verlangt denn auch der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog nicht; einen Ausweg aus dieser rechtsspaltenden Denkschablone hat Tauran aber auch nicht anbieten. Keinen Widerspruch duldend, orakelt der 1943 in Bordeaux geborene, zur Menschenrechtswidrigkeit der Scharia schweigende Wellenreiter auf den Wogen der Macht: „Wir sind allesamt zum Dialog verurteilt.“ Taurans Einsatz eines Begriffs aus dem Rechtswesen (verurteilt) ist übergriffig. Seine Logik fortgesetzt müsste zudem jeder Politiker oder Bürger auch mit einem bekennenden Bankräuber oder Rassisten in den „Dialog“ (auf der viel beschworenen gleichen Augenhöhe) treten.

Der uns zum Dialog „verurteilende“ Kardinal Tauran kennt Allahs Anspruch auf das Erzeugen aller irdischen Paragraphen sehr genau; der junge Chomeini sagte:

„Der islamische Richter muss nur die islamischen Gesetze des Koran kennen und kann in jedem beliebigen Fall Recht sprechen. Er kann so an einem einzigen Tag in zwanzig verschiedenen Verfahren urteilen und sie erledigen, während die westliche Justiz mehrere Jahre benötigt, um sie zu beginnen. (…) Wenn man ein Jahr lang nur die Strafgesetze des Islam anwendete, dann würde man jeder zerstörerischen Ungerechtigkeit und Sittenlosigkeit die Wurzeln ausreißen.“[26]

Im Deutschland von heute dürfte Chomeinis bereits in den frühen VierzigerJahren nach Verhängung der islamischen Körperstrafen verlangender Elan an Pierre Vogel erinnern. Der islamauthentische („salafistische“) Missionar riet Bundeskanzlerin Angela Merkel 2010, in Berlins von hoher Jugendgewalt geprägten so genannten Problemvierteln die abschreckende Praxis der Scharia (Heilssicherung) einzuführen.[27]

Zurück zu Motahhari:

30. Der Islam ist eine Religion der Gerechtigkeit, der Islam ist eine Religion der Freiheit. Auf diese Weise nahmen über den geistigen Gehalt des Islam hinaus andere grundlegende Bedürfnisse und Begriffe wie Gleichheit, Freiheitsstreben, Gerechtigkeit u. a. eine islamische Färbung an und erwarben einen festen Platz im Geist der Menschen.

Erscheinungsweisen von Demokratie oder Menschenrechten nach der Zeit Mohammeds sind also, wo keine Einflüsterungen Satans, nichts als ein ein Zerrbild der wahren Religion.

31, 32. Seit einiger Zeit begegnen sich Ost und West, und es kommt zu Zusammenstößen, die insbesondere in den letzten hundert Jahren an Heftigkeit zugenommen haben. Die Menschen des Orients im Allgemeinen und insbesondere die Muslime hatten gegenüber den Menschen aus dem Westen ein Gefühl der Minderwertigkeit und Demütigung.

Die muslimischen Himmelswächter bekamen mit, dass die Welt keine Scheibe ist. Statt an sich zu arbeiten und etwas zu lernen, musste die globale Kultur des Wissenschaftlichen angegriffen werden – zur Reihe der prominenten Verweigerer des Universellen zählen al-Afghani, Sayyid Qutb, Ali Schariati und bereits Abu Hamid al-Ghazali († 1111) ebenso wie Mohammed selbst: Das nichtislamische, „falsche“ Wissen ist verächtlich zu machen und anzugreifen. Auch aus dieser religiösen Quelle resultiert das häufige Schulversagen männlicher muslimischer Schüler; die Mädchen werden von Information aller Art abgedrängt, um sie besser sexuell kontrollieren zu können.

Islamrevolutionär Motahhari bekundet einige Zeilen lang seine Verachtung für alle, die ab etwa 1850, wie der indisch-islamische Pädagoge Sir Khan, die Muslime zum umfassenden Kopieren der technischen Standards Britanniens bzw. Europas und zur Neuinterpretation des Koran aufgerufen hatten oder die sogar, wie es der iranische Gelehrte Ḥasan Taqizādeh (1878-1970) tat,[28] eine umfassende Europäisierung der iranisch-islamischen Kultur gefordert hatten. In der Anfangsphase der freidenkerisch und bürgerrechtlich geprägten Konstitutionellen Revolution (Iran 1905 bis 1911) fiel Taqizadehs Gegnern erst einmal nichts anderes ein, als dessen Buchladen anzuzünden. Das ist uns erklärlich, denn die Freunde des buchstäblich gelesenen Koran brauchen gar keinen Buchladen, sondern nur Allahs Befehl.

Ein zweites schlechtes Vorbild findet der Ayatollah in Sir Syed Ahmad Khan (1817-1898), dem äußerst einflussreichen indisch-muslimischen Pädagogen und Politiker. Khan war treibende Kraft der technokratisch und „islamreformerisch“ orientierten Erziehungsbewegung (Alighar Movement) und kann als Gründervater der heutigen indischen Aligarh Muslim University (AMU; hervorgegangen aus dem Mohammedan Anglo-Oriental College) gelten.[29] Khans oft als „anti-wahhabitisch“ beschriebene Suchbewegung nach einer modernen Lesart der islamischen Texte und damit nach einer „modernen Scharia“ gleicht ein wenig dem Ansinnen des heute von den USA aus auf die globale schariabasierte Rechtsspaltung hinarbeitenden Abdullahi an-Na’im (vgl. Sägefisch 225).[30]

Mit Wahhabiten sind in Südasien im allgemeinen die Anhänger der „islamreformerischen“ (gegenmodernen) Schariabewegung Volk des Hadith (Ahl-i Hadîth) gemeint, die vor 1924 mit den Anhängern von Abdel Wahhab nichts zu tun hatte und die sich erst heute, auch vom englischen Birmingham aus (Green Lane Mosque, GLM), als eine den Saudis treu ergebene urgemeindliche Bewegung (Salafi-Bewegung) zu erkennen gibt.[31]

Möglicherweise erging sich Englandbewunderer Khan auch schlicht in Taqiyya, aus seiner Studentenschaft jedenfalls war zwischen 1910 und 1913 Eindeutigeres zu vernehmen: „Panislamismus ist das lebensspendende Blut des Islam. Die soziale Erneuerung des Islam ist die Mission der Jungtürkischen Bewegung. Westliche Erziehung hat Indien mehr Schaden als Nutzen gebracht. Der Zusammenbruch des Türkischen Imperiums [d. h. des Kalifats!] wäre ein Unglück für die ganze Muslimische Welt.“[32]

Obwohl der erfolgreiche Sir Khan und die spätere AMU (jetzt 30.000 Studenten an 80 Fakultäten) die Scharia zu keinem Zeitpunkt offen zurückgewiesen haben und daher organisatorisch wie ideologisch sehr wohl nahe bei der pakistanischen Darul Uloom oder türkischen Fethullah-Gülen-Bewegung anzusiedeln sind, lehnt Morteza Motahhari auch einen so gearteten Versuch, Islamische Werte und globale Moderne (deutlich auf Kosten der Moderne) zu verknüpfen ab. Kurz gesagt: Islamreformer und Islampädagoge Khan ist dem iranischen Ayatollah nicht radikal genug.

Wir Heutigen, ob iranisch oder nicht, müssen darauf achten, weder einen neuen Schariati (Orient- und Islamverherrlicher, kulturrelativistisch) noch einen neuen Anti-Schariati (Orient-Verächter, auch kulturrelativistisch) an die Macht zu verhelfen, sondern die Universalität des Wissenschaftlichen und Menschenrechtlichen einfordern und durchsetzen. Wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso wie Menschenrechte sind nicht östlich und nicht westlich, sondern allgemein oder gar nicht.

Eine deutsche Regierung, die im Namen des Weltfriedens und der zu sichernden eigenen Arbeitsplätze Überwachungstechnologie in den Iran und Kampfpanzer nach Saudi-Arabien exportiert und im Gegenzug (mit Wahhabiten und Muslimbrüdern bestens kompatible) hochschulische Imam-Ausbilder und Dozenten zur Ausbildung der Lehrer für den schulischen Islamischen Religionsunterricht importiert, ist angesichts der Ansprüche von Naturrecht oder allgemeinen Menschenrechten sehr verlegen und versucht, die Scharia schönzulügen.

Militärpolitisch kalkulierend (Afghanistan-Mandat der Bundeswehr) möchte man neuerdings, wie Der Spiegel im April 2012 berichtet, „für eine kohärente Politik gegenüber fragilen Staaten“ sorgen, sich vom Export „westlicher Demokratievorstellungen“ verabschieden und „lokale Legitimitätsvorstellungen“ berücksichtigen, gemeint ist natürlich das Islamische Recht, ohne die man kein politisch stabiles System aufbauen könne.[33] Man will also keine deutschen Arzte, Lehrer und Entwicklungshelfer für eine global verstandene kulturelle Moderne aussenden, sondern deutsche Truppen auf Auslandseinsatz schicken, für immer weniger Säkularität und Pressefreiheit (dort wie hier) und für immer noch mehr Schariagesetze? Und wenn 2012 vor allem zu Afghanistan (nach zehn Jahren proschariatischer Vorarbeit vom Bonner Petersberg aus) bundesdeutscher Auslands-Waffeneinsatz gelobt wird („Die Erfahrung internationaler Friedenseinsätze lehrt, dass ein zu Beginn robustes Profil als Erfolgsfaktor gelten kann“) und jedes Gelingen („Erfolgsfaktor“) mit durchgesetztem Islamischem Recht verwoben wird, muss die am Hindukusch wehende Fahne Schwarzrotgold dann nicht bedeuten: Wir Bomben für die Scharia?

Wieder zu Motahhari. Dem westlich verzauberten Khan und dem westlich verderbten Taqizādeh stellt der Ayatollah den im Iran (und trotz seines selbst gewählten Übernamens keineswegs Afghanistan) geborenen großen islamischen Revivalisten sprich muslimischen Modernitätsverweigerer Ǧamāl ad-Dīn Asadābādī gegenüber, den wir als den Panislamisten, erbitterten Ahmad-Khan-Kritiker sowie Charles-Darwin-Kritiker[34] Dschamal ad-Din al-Afghani kennen. Ab 1883 gaben al-Afghani und sein ägyptischer Schüler Muhammad Abduh von Paris aus die „antiimperialistische“ d. h. damals vor allem anti-britische Zeitschrift Al-ʿUrwat al-Wuṭqā (Le lien indissoluble, The Firmest Bond) heraus, mit der sie eine angeblich makellose und wissenschaftsfreundliche islamische Vergangenheit verherrlichten, über die ebenso angebliche gegenwärtige Entwürdigung und Erniedrigung der politisch zersplitterten muslimischen Weltgemeinde klagten und zur Einheit der Umma sowie zur Rückkehr zu den islamischen Fundamenten aufriefen. Wir kennen solches heute von allen möglichen Revivalisten, von Muhammad Ahmad Rassoul (Das ‘Deutsche Kalifat’, vgl. Sägefisch 224) bis zur Kalifatsbewegung Hizb-ut-Tahrir.

Dass Wikipedia am heutigen Tage beliebt, al-Afghani „einen der Gründer der islamischen Moderne“ zu nennen und nicht, was richtig wäre, „der Gegenmoderne“, sollte uns alarmieren und ist nicht viel anders, als ob man über Alfred Rosenberg (1893-1946) sagen würde, der Autor von Der Mythus des 20. Jahrhunderts und führende NSDAP-Ideologe sei „einer der Gründer der nationalen Moderne“. Wiederum geht jeder Vergleich zwischen al-Afghani und Rosenberg insofern in die Irre, als dass der genannte Deutsche die Idee des auch bürgerlich verstehbaren Nationalstaats missbrauchte, der Iraner jedoch Geist und Alltag des die Scharia nicht verwerfenden Islam völlig richtig erfasst hatte – als Weg der Rettung der Seele und als ein sich und andere auf totales Wohlverhalten hin belauerndes, hoch gewaltbereites Kollektiv der Umma.

Ob Religions- und Staatsgründer Mohammed, Imam al-Ghazali oder Nordrhein-Westfalens Imamausbildung bzw. Religionslehrerausbildung: Das gewaltbereite Belauern geschieht im echten alten Islam „aus religiösen Gründen“ (KRM und Uni Münster, Beiratsmodell, 21.12.2011)[35]

Begeistert zitiert Ayatolah Morteza Motahhari den zumeist Dschamal ad-Din al-Afghani genannten Sayyed Ǧamāl (1838-1897):

33. „Man muss das Volk des Orients aufwecken. Man muss ihm eine Identität geben und den Westen ihm gegenüber erniedrigen.“

Humane Augenhöhe gibt es im Islam eines verbaliter gelesenen Koran niemals und gibt es im Islam von Hadithen und Fiqh also auch nicht, weshalb sich der von Reue (tauba) und Gottesfurcht (taqwa) ergriffene Muslim beleidigt und erniedrigt fühlen darf und, um das Heil im Diesseits und Jenseits nicht zu verspielen, den von Allahgott vorgesehenen Naturzustand der Herrschaft über die Nichtmuslime wiederherzustellen hat. Augenhöhe ist Erniedrigung, so sieht das die Scharia.

Der vom Ayatollah gelobte Revivalist al-Afghani verschmolz die klassisch islamische (den Teufel fern haltende, heilssichernde) praktizierte Verachtung für die Dhimmis mit dem Wunsch nach Vertreibung der britischen Kolonialherren, ein höchst politisches Tun, das, wie jede strenge islamische Ermahnung (ḥisba) oder islamische Mission (daʿwa) nach der ewigen Scharia exorzistische und seelenrettende Qualität hat. Dem osmanischen Vizekönig von Ägypten, dem Khediven Tawfiq Pascha empfahl der Revitalisierer der Umma die Einführung des im islamischen Sinne „guten“ Regierens, das heißt des schariakonformen Regierens nach dem Prinzip der auf Heil im Diesseits und Jenseits zielenden Schura. Staatliche Institutionen, so al-Afghani, sollten derartig umgebaut werden, dass es gelänge, die Macht der britischen Kolonialherren baldmöglich abzuschütteln. Diese Pläne wurden, sicherlich zu recht, als radikal bewertet, weswegen al-Afghani nach acht Jahren (1878) aus Ägypten ausgewiesen wurde.

Oft wird al-Afghani als modern argumentierender Gegner des zeitgenössischen, schier übermächtigen Kolonialsystems eingeschätzt, doch dürfte sein von Neid und Groll begleitetes Betrachten des technologisch führenden Europa durchaus dem Bild der später von Sayyid Qutb eindrucksvoll und terrorismusbefördernd dramatisierten Dschahiliyya geähnelt haben, dem aus islamischer Sicht zur Hölle führenden, die Schariafreunde gemein quälenden und daher zum Scheitern verurteilten Reiche Pharaos. Qutbs Wut auf die „pharaonischen“ Briten entsprang sowohl seinem (nicht falschen) Koranverständnis als auch seinen Erlebnissen und durchaus nachvollziehbaren Analysen zum 1869 eröffneten Sueskanal sowie zum Weltmarktpreis für Baumwolle,[36] seine kämpferische Theorie für umfassend legalisierte Scharia und erneuertes Kalifat hätte er allerdings auch ohne „Kapitalisten“ oder Briten entwickelt. Selbst die heutigen (2005) New Yorker Nakschibendi-Sufis glauben das vom satanischen Heidentum beherrschte Ende der Geschichte zu spüren und zitieren einen Hadith: „Die zweite Dschahiliyya wird schlimmer sein als die erste. The second Jahiliyya is going to be worse than the first one.“[37]

Die Stadt Paris, in der al-Afghani und Abduh 1884 die Zeitschrift Das feste Band begründeten, könnte in der Tat als Geburtsort der modernen Salafiyya gelten, sofern im Bewusstsein bleibt, dass Theologie (Praxis) der Salaf der konsequent in die Moderne hereingetragene und gegen die Moderne gelebte echte alte Islam ist.

Im Sinne der Staatsräson und faktenresistent („Die Begriffe Islam und Islamismus dürfen nicht gleichgesetzt werden“, Maria Springenberg-Eich 2009;[38] „Man kann den Unterschied zwischen dem Islam – dem einfachen Islam – und seiner fundamentalistischen Version nicht genug betonen“, Daniel Pipes 2000)[39] wird volkstümlich werdende islambezogene Erkenntnis mit einem ungeheuren Aufwand verhindert. Um die beiden elitenfreundlichen (neo-feudalen) Projekte Einführung von universitärer Imamausbildung und Schulischer bekennender Islamischer Religionsunterricht nicht zu gefährden, wird die bleibende Unvereinbarkeit von Scharia und allgemeinen Menschenrechten gewaltsam übergangen.

Panislamist al-Afghani wird von Landsmann Morteza Motahhari noch einmal zitiert und kommentiert. Saiyid Ǧamāl mutet seltsam aktuell an; haben nicht auch die Helfer von Osama bin Laden die Wände der als unversehrbar geltenden Bauwerke Pentagon und World Trade Center zum Zerbersten gebracht? Satanische Wahnvorstellungen jedenfalls drohen den nach England ausgewanderten Orientalen (Schariapflichtigen) zu befallen:

34. Großbritannien ist eine solche Kultstätte, in der Verirrte Schutz suchen, wenn sie sich vor der politischen Finsternis verstecken. Dort werden sie dann durch schreckliche Trugbilder vernichtet. Ich fürchte, dass eines Tages ein willensstarker Mann in diese Kultstätte hineingeht und seine Stimme der Hoffnungslosigkeit furchtlos erhebt, welche die Wände bersten lassen und das unantastbare Zauberwerk zerstören wird.

34, 45. Sayyed Ǧamāl selbst hat so etwas getan. In einer Zeit, in der niemand an einen Kampf gegen England dachte, rief er zum Kampf gegen die kolonialistische Politik Englands auf. Zum ersten Mal nahm er den Menschen das Gefühl der Selbstaufgabe, und er stützte sich zum ersten Mal auf das eigentliche islamische Wesen der muslimischen Gemeinde. … Die Frucht, das Ergebnis seiner Bemühungen sehen wir jetzt: In allen islamischen Ländern haben islamische Bewegungen zur Suche der islamischen Identität eingesetzt.

Wir befinden uns im Jahr 1979 und in der fünften bis zwölften Woche der Islamischen Revolution, während uns Morteza Motahhari Ayatollah Chomeinis Gesellschaftsmodell, dessen Zwangsverschleiern aller Frauen und Ermorden aller Gegner salafistisch erklärt, als urgemeindliche, den Weg ins Paradies ansteuernde gesellschaftliche Erneuerung. Man kann nicht sagen, dass die Theologen Motahhari und Chomeini den Islam falsch verstanden hätten.

Pakistan, über Irans äußersten Südosten (bzw. über das beide Staaten verbindende Belutschistan)[40] ist es Nachbarland, war allerdings schon seit 23 Jahren eine Islamische Republik, die erste der Welt. Nur neun Jahre früher, 1947 war es durch die Teilung Indiens unter schariagemäßer Auswanderung (Hidschra) bzw. durch Vertreibung der Nichtmuslime (Dschihad) entstanden. Mehrere Hunderttausend Menschen verloren in der Partition of India ihr Leben. Ebenfalls in Pakistan und von der Zeit von Motahharis Predigten aus gesehen erst vor knapp zwei Jahren, am 5. Juli 1977 putschte General Zia-ul-Haq gegen die Regierung Bhutto und rief das Kriegsrecht aus. Bhutto wurde am 4. April 1979 hingerichtet. Unmittelbar nach seiner Machtergreifung erklärte Zia-ul-Haq, das Islamische System (niẓām islāmī, Nizam-ı İslâm) aufzurichten. Muḥammad Ḍiyāʾ al-Haqq, wörtlich Mohammed Glanz der Wahrheit führte die islamischen Körperstrafen der Scharia wie das Handabhacken bei Diebstahl wieder ein und wurde so zum Avantgardisten der weltweiten Bewegung zur Revitalisierung des Islamischen Rechts.

Mit seinem – korantreu verstanden – optimistischen, die universellen Menschenrechte verhöhnenden: „in allen islamischen Ländern haben islamische Bewegungen zur Suche der islamischen Identität eingesetzt“ meint Morteżā Moṭahharī nicht zuletzt auch das von den „schrecklichen Trugbildern“ der Hindugötter, Feministinnen und Säkularen befreite Land der Reinen, so die wörtliche Bedeutung von Pākistān. Ebenso klar dürfte dem Iraner die erst dreizehn Jahre vergangene Hinrichtung von Sayyid Qutb durch den Staat Ägypten (1966) vor Augen gestanden haben; der global denkende schiitische Theologe integriert die sunnitischen Glaubensbrüder ganz bewusst unter „islamische Bewegungen“ und „Suche nach der islamischen Identität“.

Denn einerlei, ob Muslim Brotherhood, Zia-u-Haq oder Ruhollah Chomeini:

36. Alle diese Bewegungen sind – allen Anzeichen nach zu urteilen – ihrem Wesen nach islamisch, d. h. sie basieren auf der Beseitigung aller nichtislamischen Werte, um sich auf eigenständige islamische Werte zu stützen.

Trefflich gesagt, das Austreiben des Unislamischen im gewaltbejahenden, echten alten Islam wendet sich gegen unislamische Denkweisen, Lebensweisen und Wirtschaftsformen, wobei auch Menschen dieser „Beseitigung“ unterliegen. „Eigenständige islamische Werte“ bedeutet, dass der Umma nicht zuzumuten ist, sich den Standards von Wissenschaftlichkeit und säkularem Recht zu unterwerfen.

Wer im heutigen Europa nicht der Logik oder dem einheitlichen und gleich behandelnden Recht verpflichtet zu sein braucht, sondern „eigenständig“ sein darf, hat demzufolge die „Berechtigung“ (Köhler 2010), ganz anders zu leben und zu denken als die womöglich zur Respektlosigkeit neigenden Nichtmuslime mit ihren sozusagen arteigenen, die schriftgläubigen Muslime schockierenden „Verhaltensweisen unseres Kulturkreises“. Der die politische Durchsetzung der islamischen Eigenart fordernde Ayatollah Motahhari jedenfalls müsste über einen deutschen Bundespräsidenten hoch zufrieden sein, der, wie Horst Köhler am 12. Mai 2010, keinen Widerspruch duldend schmetterte: „Ich kenne den Islam als im Kern friedliche Religion, die in sich ruht, ihre eigene Berechtigung und Geschichte hat. Respekt muss uns leiten, wenn wir über den Islam diskutieren.“[41]

Auch dreiunddreißig Jahre nach der Revolution nennt sich die schiitische Diktatur Islamische Republik. Chomeini selbst sagte am 1. März 1979 vor einer großen Menschenmenge in Ghom: „Was die Nation will, ist eine Islamische Republik, also weder eine einfache Republik noch eine demokratische Republik und auch keine demokratische Islamische Republik. Benutzt diesen Begriff überhaupt nicht, ‚demokratisch‘. Das ist nach der Art des Westens.“[42]

Islam ist die zurückeroberte Freiheit von imperialistischer (das betont al-Afghani), demokratischer (so Maududi) oder westlicher (Schariati) Verunreinigung. Islam ist endlich wieder ganz Materie und ganz Geist, hundertprozentige Politik und hundert Prozent Ideologie:

36. Wenn unsere Revolution nun wirklich im Wesen islamisch ist, d. h. in allen Aspekten – materiell und geistig, politisch und ideologisch – islamischen Charakter besitzt, dann wird es auf dieser Grundlage auch möglich sein, dass sie fortdauert und Früchte trägt. Deshalb ist jeder einzelne von uns verpflichtet, sich um die Bewahrung des eigentlichen Wesens der Revolution zu bemühen.

Dass, den Iran betreffend, ein vom Himmel mit Weitblick begabter Chomeini 1979 zum ersten Führer der Enghelāb-e Eslāmi, der Islamischen Revolution werden musste, gleiche, so dürfen wir Motahhari verstehen, beinahe einem Naturgesetz und erfülle die Herzenswünsche der Bevölkerung gleich mit:

39. Imām Khomeini wurde zum unangefochtenen Führer dieser Bewegung, da zu den in ihm vereinigten Führungsqualitäten hinzukam, dass er dem gedanklichen und geistigen Werdegang und dem Bedürfnis des Volkes entsprach.

Was unter Volksbedürfnis zu verstehen ist, stellte Allahs Vertreter auf iranischer Erde unmissverständlich fest: „Ihr solltet dafür sorgen, dass jene, die sich der Verderbtheit hingeben, mit aller Gewalt zerschmettert werden. Gegen solche Leute, wo immer ihr sie antrefft, sollte die Todesstrafe verhängt werden.“[43]

Die Folgen der totalen Islamisierung eines Territoriums predigte der Führer per Radio von Ghom aus und im siebten Monat der Revolution, Chomeini: „Im Islam gibt es keine Witze. Im Islam gibt es keinen Humor. Im Islam gibt es keinen Spaß. In allem, was ernsthaft ist, kann es weder Spaß noch Freude geben. Der Islam erlaubt es nicht, im Meer zu schwimmen, und er richtet sich dagegen, dass seichte Unterhaltung im Radio oder Fernsehen verbreitet werden.“[44]

Einen Monat eher gab der Geistliche bekannt: „Musik verdummt die Hörer und macht ihr Gehirn passiv und frivol. (…) Die Musik müsst ihr unterdrücken, ohne Furcht, deswegen altmodisch genannt zu werden.“[45]

Endlich gibt es die verstaatlichte Hinwendung zu Tugend und Heil. Morteza Motahhari ist ganz aus dem Häuschen:

40. Das Geheimnis für den Erfolg Imām Khomeinis bestand darin, dass er den Kampf in dem Raster islamischer Begriffe führte.

Ist dem Massenmörder Chomeini denn nicht zuzutrauen, jeden überflüssigen Islamkenner vernichtet zu wissen? Könnte Morteza Motahhari staatsfunktional dem 1938 zu Ehren der Sowjetideologie gefolterten und ermordeten Genrich Grigorjewitsch Jagoda geglichen haben, mit dem Unterschied, dass der in Ungnade gefallene NKWD-Chef als Unperson aus der Erinnerung getilgt wurde (Sprengung der Jagoda-Statue; Tilgung seines Gesichts aus allen Fotografien), der loyale und zur Herrschaftserrichtung nützliche Ayatollah jedoch posthum als Vorbild der Jugend gepriesen („Tag des Lehrers“, bis heute im Iran jährlich gefeiert) und als Werbeträger für die Revolution verwendet?

Die zum Mord an Motahhari sozusagen der Einfachheit halber immer wieder angeführte Täterschaft eines Mitglieds der ominösen Bewegung Furghān ist vielleicht so sehr (so wenig) Fakt wie die Urheberschaft eines Marinus van der Lubbe am Reichstagsbrand, einmal davon abgesehen, dass Chomeini die (wenig nachweisbare) Furqan mit dem Mord beauftragt haben könnte (vgl. Chomeinis Unterstützung eines Neuaufbaus der alten, bis 1965 zwanzig Jahre lang „Verderben verbreitende Individuen“, corrupting individuals, gezielt ermordenden und an der Muslimbruderschaft orientierten Fedajin-e Islam). Möglicherweise hat es eine – noch 2010 vom Ayatollah-Sohn Ali Motahari genannte – Guruh-i Furqan nie gegeben.

Bei allem Lobpreis auf den Führer droht der – um sein Leben schmeichelnde? – Motahhari das frauenentwürdigende, den Kosmos durchziehende Schachfeld („Raster“) der von Allah gesetzten Grenzen zwischen Erlaubt und Verboten für einen Augenblick zu vergessen:

Er kämpfte gegen die Tyrannei mit islamischen Wertmaßstäben. Imām Khomeini kämpfte mittels des Gedankens, dass ein Muslim nicht unter der Bürde der Tyrannei leiden darf, dass er nicht zulassen darf, erniedrigt zu werden, dass ein Gläubiger nicht unter der Herrschaft von Ketzern leben darf …

Zu den wichtigsten Schritten Imām Khomeinis gehörte ein entschlossener und umfassender Widerstand gegen die Trennung von Religion und Politik. Vielleich kommt Sayyed Ǧamāl das Verdienst zu, in diesem Bereich Vorreiter gewesen zu sein. Er war wohl der erste, der gefühlt hat, dass er den Muslimen verständlich machen muss, dass es keine Trennung zwischen Religion und Politik gibt, um bei ihnen eine Bewegung hervorzuzufen.

Noch einmal also erklärt Motahhari die Islamische Revolution als Salafismus (Urgemeindlichkeit), als Wiederherstellung des Zustands des vom Propheten Mohammed errichteten ersten Gottesstaats, des die Umma und Urgemeinde verkörpernden Medina.

Salafiyya betont: Nur solange bzw. erst wenn die Weltgemeinde (Umma) Urgemeinde (Medina) ist, gelingt der Gnadenstand (Din, Islam) mit dem Schöpfer (Allah). Das ist eine klare islamische Frömmigkeit. Solange Scharia und Fiqh nicht überwunden sind, das heißt als die Voraussetzung für gelingendes muslimisches Leben von den Scheichen und Imamen nicht verworfen worden sind, solange gibt es also eigentlich gar keinen Salafismus. Jeder im Sinne von al-Ghazali († 1111), Maududi, Chomeini, al-Qaradawi oder Tariq Ramadan seine Religion praktizierende Muslim ist ein Salafi, die anderen nehmen Allahs koranischen Befehl nicht ernst oder nicht wörtlich. Every Muslim is a Salafi.[46]

Als ein jüngeres Vorbild des von al-Afghani begonnenen Kampfes gegen die aus islamischer Sicht „ungerechte“ und inschallah zur Hölle führende Trennung von Religion und Politik zitiert Motahhari eine dogmagemäß unfehlbare, jeden Schiiten zum fraglosen Befolgen verpflichtende „Quelle der Nachahmung“ (Marǧaʿ-e Taqlīd, source of imitation). Um den auf irdische Macht des Klerus verzichtenden und deswegen von Ruhollah Chomeini heftig kritisierten Großayatollah Borudscherdi (1875-1961) kann es sich nicht handeln, eher schon um den als Marǧaʿ-e Taqlīd eher zweifelhaften Chomeini selbst:

42. Er sagte zum Volk: „Wenn ihr euch von der Politik des Landes distanziert, distanziert ihr euch von der Religion.“

Obwohl ein echter Mardscha‘-e Taqlid von allen hohen Ayatollahs anerkannt sein muss, hat es 1963 den vielleicht wenig frommen Versuch gegeben, Ruhollah Chomeini zur „Quelle der Nachahmung“ zu ernennen.

Politiker Mozaffar Baqai-Kermani (1912-1987) war es, ein Gegner von Schah Reza, der auf diese Weise erreichen wollte, den nach dem im Juni 1963 ausgebrochenen klerikalen Widerstand gegen die so genannte Weiße Revolution des Schah-Regimes inhaftierten Chomeini zu befreien und mit einer Art von Immunität auszustatten. Zu den Programmpunkten der Weißen Revolution (Enghelāb-e Sefid, White Revolution; eigentlich Enghelab-e Shah va Mellat, Revolution von Schah und Nation oder Enghelab-e Shah va Mardom, Revolution von Schah und Volk) gehörten eine Landreform, das aktive und passive Frauenwahlrecht sowie die Abschaffung des barbarisch niedrigen und islamisch korrekten Heiratsalters für jedes mindestens neun Jahre alte Mädchen, das nun immerhin auf 15 Jahre heraufgesetzt wurde (1967 sogar auf 18 Jahre, beim zusätzlichen Recht auf eine Ehescheidung unter staatlich-gerichtlicher Aufsicht).

Zu den 1963 zugunsten der oft landlosen Landarbeiter benachteiligten Großgrundbesitzern gehörte duchaus auch der Klerus und dessen Stiftungen; kleine Mädchen zu verheiraten ist Allahs Anweisung (Scharia) und in Malaysia (Wali-mujbir-Konzept)[47] oder Griechenland (der kinderverheiratende Mufti Cemali Meço)[48] leider auch heute legal.

Mehrere Ayatollahs beteiligten sich an Baqais Anerkennungskampagne, der ranghöchste Geistliche jedoch, Quietist Golpayegani (1899-1993), verweigerte seine Zustimmung. Die Kampagne hatte Erfolg und 1964 kam Chomeini frei, nachdem der Brief der Theologen, der die spirituelle Führerschaft Chomeinis bekundete, dem Chef des SAVAK-Geheimdiensts Hassan Pakravan überreicht worden war.

Der damalige SAVAK hatte die massenhafte Ermordung von Schah-Gegnern zu verantworten, seien es Kommunisten von der Tudeh oder Anhänger des 1953 mit Hilfe des CIA gestürzten Premierministers Mossadegh. Mossadegh war einer der Gründer der Nationalen Front (Jebhe Melli).

Baqai, ebenfalls ein Mitgründer der Nationalen Front und später zeitweilig Mossadegh-Unterstützer, hatte die Ermordung von Ali Razmara (1950 bis 1951 Premierminister) durch die 1946 unter Navvab Safavi entstandenen und in Sachen islamischer Mord stets hilfsbereiten Fadāʾiyān-e Islām („Die sich für den Islam opfern“) gebilligt.[49]

Bei Thomas Joscelyn erfahren wir, dass der Gründer der Muslimbrüder, Hasan al-Banna, Sympathien für Fadayan-Gründer Nawab Safawi hegte sowie dass Ruhollah Chomeini zwei Bücher von Sayyid Qutb ins Persische übersetzte.[50]

Für die von Morteza Motahhari beschworene Einheit von Religion und Politik, gemeint ist die Identität von Schia-Klerus und politischem Machthaber, wirbt 31 Jahre später der amtierende Führer (rahbar) der Islamischen Revolution, Ayatollah Chamenei:

„Wenn der Klerus kaltgestellt oder isoliert worden wäre, hätte die Religion eine Beschädigung erlitten. Die Kleriker sind die Soldaten und Diener der Revolution; ohne Verbindung zur Religion würde ihnen alle Ehre fehlen. Wenn der Klerus sich in diese wichtigen Angelegenheiten nicht eingemischt hätte – ein ganz bekanntes Beispiel ist hier die Islamische Revolution – und stattdessen neutral geblieben wäre, wäre die Religion ohne Zweifel beschädigt worden. Und das Ziel des Klerus ist, Wächter der Religion zu sein.“[51]

Religion (Dīn) meint im Islam und damit auch bei Chamenei beides, öffentlich einsehbare Glaubenspraxis und unsichtbarer und hoch prekärer, dabei allein den Weg ins Paradies sichernder Gnadenstand mit dem Schöpfer. Unreligiös zu leben ist damit einerseits Unterlassung moralisch wertvollen Handelns und zum anderen der hochwahrscheinliche Verlust des Seelenheils.

Gewaltsames Durchsetzen (ḥisba) der Tugend und islamischer Krieg (ǧiḥād) sind, wenngleich laut Motahhari weder Hauptsache noch Selbstzweck, in die Religion des Islam vollkommen integriert. Es ist zu befürchten, dass der an der grausamsten aller Bomben bauende heutige Iran den Krieg, nun eben den atomaren, ebenso als eine Art von Gottesdienst betrachtet wie Mohammed oder Ayatollah Chomeini es mit der zu ihrer Zeit zur Verfügung stehenden militärischen Spitzentechnologie predigten und ausübten.

Korankenner Chomeini erklärte den Krieg zum notwendigen Bemühen auf dem Weg ins irdische und jenseitige Heil: „Krieg ist ein göttlicher Segen, Allahs Geschenk an uns Menschen. Der Geschützdonner erfrischt die Seele. War is a divine blessing, a gift bestowed upon us by God. The cannon’s thunder rejuvenates the soul.“

Auch Morteza Motahhari lobt Hisba und Dschihad, vorletztes betrachtetes Zitat des Ayatollah:

45. Was bedeuten Ǧehād, das Gebot des Guten und das Verbot des Schlechten (amr be maʿrūf wa nahy az monkar)? Diese Begriffe bedeuten: Wenn die herrschende Situation untragbar und unmenschlich ist, sollst du dich ihr nicht unterwerfen, sondern die größten Anstrengungen unternehmen, diese Situation abzuschaffen, um dann die erstrebte ideale Ordnung zu etablieren.

Allahgott selbst fordert die Muslime im Koran (3:110) zur energischen Durchsetzung der islamischen Seinsweise auf: „Ihr gebietet, was recht ist, und verbietet, was verwerflich ist“, al-amr bi l-maʿrūf wa n-nahy ʿani l-munkar.

Der ihm gestellten Frage, ob unislamische Bücher verboten werden müssen oder zwar gedruckt und verkauft werden dürfen, doch durch mahnende Schriften gleichsam unschädlich zu machen seien, wich Morteza Motahhari aus. Einerseits, so der Ayatollah sinngemäß, könne man den aufrichtigen und um Nachvollziehbarkeit bemühten Ungläubigen seine Meinung sagen lassen. Auch den Premierminister dürfe man mit einem sachlichen: „da und da haben Sie einen Fehler begangen“ selbstverständlich kritisieren.

Andererseits geht es um die Bewahrung der spezifisch islamischen Freiheit im Lande und hier sind diejenigen, die „Lüge und Irreführung“ verbreiten möchten, zeitnah zum Schweigen zu bringen:

73. wenn er das alles sagt, um Verwirrung im Volk zu stiften?

Die Muslime haben ein Recht, nicht verunsichert zu werden; so gesehen ist das islamische Bücherverbot doch gar keine Zensur:

Und machen wir uns, wenn wir Lüge und Irreführung verbieten, der Zensur schuldig? Ich sage, Lüge und Verrat muss man unterbinden. Man darf nicht im Namen der Meinungsfreiheit den Missbrauch der Freiheit zur Verbreitung von Lügen unter dem Volk erlauben.

In Artikel 24 erklärt die Verfassung der Islamischen Republik Iran „Die Presse kann ihre Meinung frei äußern, solange die Grundlagen des Islam oder die Rechte der Menschen nicht betroffen sind, weitere Einzelheiten regelt das Gesetz.“[52]

Zu den im Iran verbotenen Büchern gehören die Erzählungen von Gholām-Hossein Sā’edi, der bereits 1974 vom SAVAK gefoltert worden war und nach der Islamischen Revolution und seiner Flucht die Zeitschrift Alefba in Frankreich neu aufbauen konnte (1982) oder die Texte von Sādeq Chubak ebenso wie Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des politischen Rechtes von Jean-Jacques Rousseau. 1762 in Amsterdam erstveröffentlicht, wurde das Hauptwerk des französisch-schweizerischen Philosophen in Frankreich, den Niederlanden, in Genf und Bern unverzüglich verboten.

Artikel 22 der Erklärung der Menschenrechte im Islam (Kairo 1990) unterscheidet sich, Pressezensur und Bücherverbote betreffend, von der Iranischen Verfassung nicht wesentlich, da auch sie, wo sonst, beim Koran (3:110) beginnt:

„Jeder soll das Recht haben, sich frei auszudrücken, solange das nicht gegen die Grundsätze der Scharia verstößt. 1. Jeder ist berechtigt, das Richtige zu vertreten, das Gute zu verbreiten und vor dem Schlechten und Bösen zu warnen, wie es den Normen der Islamischen Scharia entspricht.“[53]

Jacques Auvergne

[1] Botschaft der Islamischen Republik Iran Godesberger Allee 133-137

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/30/2008-08-24_Bonn_ehem_iranische_Botschaft_Godesberger_Allee_133-137_Detail_Fassadenverkleidung.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/40/2008-08-24_Bonn_ehem_iranische_Botschaft_Godesberger_Allee_133-137_Fensterfront.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6a/2008-08-24_Bonn_ehem_iranische_Botschaft_Godesberger_Allee_133-137.JPG

Bonn und Islam heute (2012)? Das übliche:

Ahemd K. aus Bonn

BKA nahm Islamisten am Flughafen Köln/Bonn fest

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nach Informationen des Südwestrundfunks am Freitag einen Islamisten am Flughafen Köln-Bonn festgenommen. Der 27-jährige Deutsch-Libyer Ahemd K. aus Bonn habe offenbar nach Tunis ausreisen wollen, meldete der Sender SWR Info am Samstag.

Die Bundesanwaltschaft habe die Festnahme bestätigt, der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof habe bereits Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Ihm werde die Mitgliedschaft in der Terrororganisation „Islamische Bewegung Usbekistans“ vorgeworfen, weil er Geld beschafft und Propaganda betrieben haben solle.

Ahmed K. ist dem Bericht zufolge für deutsche Sicherheitsbehörden kein Unbekannter: Bereits 2009 sei er mit drei anderen Männern, einer Frau und einem kleinen Kind von Deutschland über Umwege nach Pakistan gereist, wo er bei einem illegalen Grenzübertritt von pakistanischen Sicherheitsbehörden gefasst worden sei, meldete der Sender.

Nach einer sechsmonatigen Haft sei ein Teil der Gruppe, darunter Ahmed K., nach Deutschland zurück. Zwei der Männer hätten damals in pakistanischer Haft zugegeben, in den „Dschihad“ (Heiliger Krieg) ziehen zu wollen.

aus: General-Anzeiger 14.04.2012

http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/BKA-nahm-Islamisten-am-Flughafen-Koeln-Bonn-fest-article737256.html

aus: [2] Stellung der Frau im Islam

aus: Im Juni des Jahres 1982 rief die in Bonn-Bad Godesberg (Godesberger Allee 133-137) gelegene Presse- und Kulturabteilung der

aus: Deutschlandvertretung des gerade massenhaft Regimegegner folternden und ermordenden Īrān dazu auf, die Frau als Mensch nicht zu vergessen. Unter dem Titel Stellung der Frau im Islam veröffentlichte sie die zwischen 1966 und 1974 erschienenen Gedanken von Morteẓā Moṭahharī, wie sie vom Āyatollāh etwa in Zur Diskussion über den Schleier (1968; Ḥeǧāb, Hijab) und Die rechtliche Stellung der Frau im Islam (Qom 1974, Neẓām-e ḥoqūq-e zan dar eslām, The Order of Women`s Rights in Islam) niedergelegt worden waren. Eine Islamkritik von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/04/23/230/

[3] YouTube-Kurzfilme preisen Morteza Motahhari als Theologen

Ayatollah Motahhari: Islamic teachings

http://www.youtube.com/watch?v=PaVZjSHcfHQ

Märtyrer Motahhari: Mensch und göttliche Führung. Shaheed Mutahhari: Man and Divine Guidance.

http://www.youtube.com/watch?v=FxHSkjvHjks&feature=related

Shaheed Motahhari Discusses Islamic Humanist Ideological Foundations

http://www.youtube.com/watch?v=fSE1nHdgWaE

Ayatollah Motahhari on the Islamic Republic

http://www.youtube.com/watch?v=lqwDZNcAP0o

Der Märtyrer (Shahid) im Interview

http://www.youtube.com/watch?v=ir40duMWVcU

Shaheed mutahhari on Contribution by islam c scholars in civilization

http://www.youtube.com/watch?v=Gh6aMiaY9fs&feature=relmfu

Morteza Motahhari zur Reinigung der Seele. Ayatullah Shaheed Mutahhari On Tazkiya e Nafs

http://www.youtube.com/watch?v=HjlNWkchVtE&feature=relmfu

Tazkiyah: Purification of the Soul
Imam ibn al-Qayyim al-Jawziyyah

http://www.muhajabah.com/tazkiyah.htm

Arabische Führer, seid keine Sklaven Amerikas: ARAB LEADERS DON’T BE SLAVE OF USA

http://www.youtube.com/watch?v=Lyjli_Bk4jo&feature=related

Ayatullah Shaheed Mutahhari on Spritual Freedom

http://www.youtube.com/watch?v=_Q1MGfAB4O0

Shaheed Mutahhari on Reason of Imam Hussain’s Uprising

http://www.youtube.com/watch?v=3iMlexOz5gE&feature=relmfu

Theologischer Exkurs. Zur totalen Gottergebenheit, at-Tawakkul

http://www.youtube.com/watch?v=SGeKHxmSclM&feature=relmfu

tawakkul means to act completely in accordance with the laws called the divine sunnah regarding worldly and otherworldly issues and to expect the result from God

aus: Belief in qadar and tawakkul

bei: Basics of Belief 03.05.2012

http://basicsofbelief.com/destiny/belief-in-qadar-and-tawakkul/

Die inhaltliche Bebedeutung von Tawakkul ist vereinfacht: „Das Vertrauen des Menschen in Gott, indem er – nachdem er die Voraussetzungen erfüllt hat – seine Angelegenheiten der Fügung Gottes überlässt und sein Herz darin Beruhigung findet“. Damit ist prinzipiell ein Gottvertrauen gemeint, das aus ganzem Herzen kommt und sich auf alle Angelegenheiten bezieht. … Imam Chomeini hat das Thema „Tawakkul“ zu einem seiner Erläuterungen von Vierzig Überlieferungen eingebunden.“

bei: ESLAM

http://www.eslam.de/begriffe/g/gottvertrauen.htm

Zurück zur globalen Islamrevolte. YouTube. Mehrstufig entwürdigende islamische Gleichheit bedarf der Erklärung:

Shaheed Mutahhari on equality

http://www.youtube.com/watch?v=VaCFESgMa4w&feature=relmfu

Einheit. Unity.

http://www.youtube.com/watch?v=x60NpGdStrk&feature=relmfu

Islam ist Tat. ISLAM IS ACTION

http://www.youtube.com/watch?v=pRm1vzv6IL4&feature=related

Shaheed Mutahhari on Amr Bil Maaroof

http://www.youtube.com/watch?v=kAWO2E6l8Gc&feature=relmfu

Schiitische Theologie gegen Israel.

Ayatullah Motahhari’s Historical Speech about Palestine

http://www.youtube.com/watch?v=-SxOUMLfX7c&feature=related

Der Al-Quds-Tag (Al-Kuds-Tag, Rûs-e dschehânî-ye Ghods, „Internationaler Jerusalemtag“ nach dem arabischen Namen Jerusalems, al-Quds) ist gesetzlicher Feiertag im Iran. Ruhollah Chomeini forderte am 08.08.1979, am letzten Freitag im Ramadan die „internationale muslimische Solidarität zur Unterstützung der legitimen Rechte des muslimischen palästinensischen Volkes [zu] erklären.“ Am 17.08.1979 sollen allein in Teheran dreieinhalb Millionen Menschen demonstriert haben. Im Sinne der dschihadistischen Israelhasser von Hisbollah und Hamas findet Motahhari im Jahre 2011 posthum Verwendung.

Shaheed Ayatullah Mutahari on Palestine – [Al Quds Day 2011]

http://www.youtube.com/watch?v=en8pUPHDZ5M

http://www.youtube.com/watch?v=VxCRZalVZSg&feature=results_video&playnext=1&list=PLE6836CBC358B3BA7

[4] Die Iranische Revolutionsgarde oder Sepāh (Sepāh-e Pāsdārān-e Enqelāb-e Eslāmi), ehrerbietig genannt die Wächter der Islamischen Revolution, ist der iranischen Bevölkerung als Pāsdārān sattsam bekannt. Die Pasdaran werden in den USA mit IRGC abgekürzt, was für Iranian Revolutionary Guard Corps steht.

„Bei den vielen einfachen Revolutionären, die als Pasdaran und Basij zu Hunderttausenden im Irakkrieg ihr Leben zur Verteidigung der islamischen Revolution einschließlich der nationalen Ölreserven gegeben haben und denen die reichen Würdenträger mit der Korruption die Früchte ihrer islamischen Revolution regelrecht gestohlen haben, macht sein Kampf gegen die Korruption Mahmud Ahmadinejad hingegen sehr beliebt.“

aus: Warum ist Mahmud Ahmadinejad so beliebt?

bei: Sieg der Revolution 18.06.2009

http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2009/06/18/warum-ist-mahmud-ahmadinejad-so-beliebt/

Schahid Motahari über die Vorzüge der Religion

„Aus der Sicht Schahid Motaharis entspricht die Religion den Wünschen und Forderungen, welche im seelischen Urgrund und in den Gefühlen des Menschen liegen. Außerdem kann nichts anderes so wie die Religion die Bedürfnisse der Menschen erwidern. …

Schahid Motahari verweist auf die heutige Erkenntnis , dass die Moral ohne die Religion keinen feste Grundlage hat . Er ist der Ansicht, die hohen Werte der menschlichen Gesellschaft wie Gerechtigkeit und Menschenliebe könnten ohne Religion praktisch nicht verwirklicht werden. …

Ostad [pers. Meister, arabisiert ustād] Motahari vergleicht die Religion mit einer Sonne, die niemals untergeht.“

Sieg der Revolution 11.08.2011

http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2011/08/11/schahid-motahari-uber-die-vorzuge-der-religion/

The IRGC is, at its core, an ideological organization charged with safeguarding Ayatollah Ruhollah Khomeini’s vision for an Islamic Republic. The 1982 Statute of the Guards argues that ideological guardianship is impossible without proper ideological-political indoctrination. Article 11 of the statute tasks the IRGC with „[e]ducating and training members of the Guards in accordance with Islamic values and . . . ideological, political and military fields in order to obtain the necessary capability to execute the missions it is tasked with.“

Just a year ago, Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei called for renewed indoctrination of the IRGC. The aim of the indoctrination is to create a „devout and revolutionary man“ –or, in the words of Hojjat al-Eslam Mohammad Toyserkani, the chief of the IRGC’s Ideological-Political Directorate, to „remake members of the Guards . . . into true believers with regard to their spiritual, ethical, behavioral adherence to divine values, and even in physical appearance and inner being.“ The indoctrination effort is based upon the four principles of religion, obedience to the supreme leader, revolutionary character, and fellowship in a people’s army. …

IRGC educational centers host the indoctrination courses and sessions. Martyr Mahallati University in Qom, founded in 1982 and formerly known as the University of Islamic Science and Culture, serves as the most advanced center for training ideological-political instructors of the Guards. Seyyed Al-Shohada Educational Center in Tabriz is the ideological-political training facility of the IRGC Ground Forces, while the IRGC uses a number of provincial centers to host training for IRGC units now organized along a provincial structure. Together, these institutes employ perhaps four thousand „political guides.“

aus: Ali Alfoneh: Indoctrination of the Revolutionary Guards

AEI Online (American Enterprise Institute for Public Policy Research) 20.02.2009

http://www.aei.org/outlook/foreign-and-defense-policy/regional/middle-east-and-north-africa/indoctrination-of-the-revolutionary-guards/

Piramūn (piramoon), in persischen Buchtiteln nicht selten, wird im Englischen mit About, Concerning, On oder Regarding wiedergegeben und im Deutschen mit Über die, Zur oder Die (…) betreffend. Ein weiteres Werk des revolutionären Ayatollahs Morteżā Moṭahharī beginnt mit Piramun: About the Islamic Republic, Piramūn-e Ǧomhūrī-ye Eslāmī (Piramoon-e Jomhooriy-e Islami) und wird offensichtlich zur Hirnwäsche, Brutalisierung und spirituellen Schulung der Basīǧ-Miliz (Basij is the name of the force; a basiji is an individual member) genutzt. Im Zentrum der Basidsch stehen die elitärer ausgebildeten Wächter oder Pasdaran (sg. Pasdari, englisch guard). Ausbildung an der Waffe, asymmetrische und psychologische Kriegsführung, koranische Begründung von Dschihad und Verteidigung (Jihad and Defense in the Quran) sowie Chomeinis Konzept der Herrschaft der höchsten Rechtsgelehrten (Velayat-e Faqih) bilden sozusagen das Fortgeschrittenen-Lehrmodul der Basidsch-Milizionäre, erklärt Saeid Golkar:

In the aftermath of the disputed 2009 presidential election in Iran, the Mobilized Resistance Force (Niruy-e muqavemat-e basij, better known as the Basij) was thrown into the limelight when it was used by the Iranian government to crush and eventually control opposition demonstrations. For the past twenty years, the Iranian state has used Ideological-Political Training (IPT) in order to remold the Basij as a new security force, tasked with confronting internal unrest and social revolt. …

In accordance with a suggestion of the Supreme Leader, the most important textbooks in this program—such as Islam and Current Necessities (Islam va moqtaziyat-e zaman), Imam and Leadership (Imamat va rahbari), and About the Islamic Republic (Piramoon-e Jomhooriy-e Islami)—are mostly written by Ayatollah Motahhari, a theoretician for the Islamic Republic of Iran. …

Political guides are the highest-ranked of IPT trainers and teach political courses, while other IPT trainers are usually responsible for the religious and Islamic courses. This reveals the priority given to political issues versus religious ones within IPT programs. According to the chief of the political bureau of the IRGC, the Basij had more than 8,000 political guides as of August 2008,18 who are assigned such specialties as political groups and ideologies in Iran (jaryanhay-e siyasi dar jameh), “soft war,” contemporary Iranian history, ethnic politics, and regional studies.19 They are responsible for justifying the national, regional, and international policies of the regime and for removing doubts with respect to these policies among Basijis. …

Complementary federal training follows for those regular Basij members who have been confirmed by Basij bases to have been active for six months and who complete a forty-five-day program of military and intelligence training, including a guide to weapons, target practice, courses on asymmetrical and psychological warfare, anti-riot training, intelligence theories, and an introductory guide to the armed forces. Ideological and political courses at this level include “Fluency in Reading the Quran,” “Jihad and Defense in the Quran,” and “Islamic Government and the Guardianship of the Jurist (Velayat-e Faqih),” as well as second-level courses in “Basij Ethics and Etiquette” and “Major Islamic Commandments.”

aus: Dr. Saeid Golkar: The Ideological-Political Training of Iran’s Basij

Middle East Brief Nr. 44 September 2010

http://www.brandeis.edu/crown/publications/meb/MEB44.pdf

Entesharat-e Sadra, Sadra Publishings veröffentlicht Texte von Ayatollah Morteza Motahhari:

Nehsyt-ha-ye Eslami dar Sad Saleh Akher

Nazari beh Nezam-e Eqtesadi-ye Eslam

Piramun-e Enqelab-e Eslami

Naqdi bar Marxism (Ghom 1976 und 1977, posthum veröffentlicht s. u.)

Jame’eh va Tarikh

‚Adl-e Elahi (Divine Justice)

in: Saeed Rahnema, Sohrab Behdad: Iran After the Revolution: Crisis of an Islamic State (p 91)

http://books.google.de/books?id=VlyCpbY9_QQC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

During 1976 and 1977, Motahhari organized a group of interested individuals in Qom and for about forty-five sessions delivered a series of critical lectures on Marxism. These were posthumously collected and published as Naqdi bar Marxism.

aus: Hamid Dabashi: Theology of Discontent: The Ideological Foundation of the Islamic Revolution in Iran (p 550)

http://books.google.de/books?id=sTFdNNQP4ewC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Online Books by Murtaza Mutahhari

The Goal of Life

Guiding the Youth of a New Generation

The Islamic Modest Dress

Jurisprudence and Its Principles

Man and His Destiny

Man and Universe

Master and Mastership

The Rights of Women in Islam

Sexual Ethics in Islam and in the Western World

Spiritual Discourses,

Woman and Her Rights

http://onlinebooks.library.upenn.edu/webbin/book/lookupname?key=Mutahhari%2C%20Murtaza

Video: Shaheed Mutahhari on Amr Bil Maaroof Wa Nahi Is Munkar – Farsi sub English

http://server2.shiatv.net/view_video.php?viewkey=c1f7f017fc96b7225cc0

Video: Shaheed Mutahhari: Learn to Be Free, Not a Slave to Desires – Farsi sub English

http://server2.shiatv.net/view_video.php?viewkey=5b64f9ca84fbb763fe50

[5] Islamspirituell … auf dem Weg zur Atombombe. Nuclear Sites: 7th of Tir Industries (Seventh of Tir, Hafte Tir or Haftom e Tir Industries)

Seventh of Tir Industries is a DIO entity, which prior to the 2003 suspension, had responsibility for manufacturing several critical P1 centrifuge components. IAEA safeguards reports have not referred to this facility by name. The company takes its name from an important date on the Iranian calendar–the 7th of Tir–on which a bomb exploded at the headquarters of Iran’s Islamic Republic Party on June 28, 1981, killing more than seventy officials. A number of Iranian buildings or places now bear the name.

This site manufactured one of the P1 centrifuge’s most sensitive parts, its bellows—a thin-walled cylindrical part—made from maraging steel. Iran secretly purchased 67 tonnes of this super strong steel in the United Kingdom, enough for approximately 100,000 bellows. Each centrifuge requires three bellows, giving Iran approximately enough steel for some 33,000 centrifuges. Iran may have purchased such a large quantity at one time, fearing that it would become only harder to procure should its centrifuge research and development became public. Apparently Iran was not able to buy the steel in tubes, which is the normal starting point for making a hollow bellows, so it bought metal rods.

aus: The Institute for Science and International Security (ISIS), Washington

http://www.isisnucleariran.org/sites/detail/7th-of-tir/

http://www.isisnucleariran.org/sites/

[6] Persisch tond, Englisch swift, Deutsch flink. Der erste Sommermonat Tir des Iranischen Sonnenkalenders (Gāhšomāri-ye Irāni) soll mit dem erwarteten Regen, dem Tierkreiszeichen Krebs, dem leichtfüßigen Gott Hermes (Merkur) und dem Fürsten der Schriftgelehrsamkeit in Verbindung stehen. Tiri, Tir (Tishtrya), is assimilation from Babylonian Nabu, lord of scribe and of the planet Mercury into Avestan mythology. It means the swift one (Tond va chabok) and protects rain. In Persian-Islamic mythology Tir (Attarod in Arabic) is still the lord of scribe (Setareh Dabir).

http://www.iranchamber.com/calendar/articles/iranian_months.php

http://www.iranonline.com/festivals/Persian-months/index.html

Tishtrya (Tištrya) is the Avestan language name of an Zoroastrian benevolent divinity associated with life-bringing rainfall and fertility. Tishtrya is Tir in Middle- and Modern Persian. … In a hymn of the Avesta (incorporated by Ferdowsi, with due acknowledgement, in the Shahnameh), Tishtrya is involved in a cosmic struggle against the drought-bringing demon Apaosha. According to the myth, in the form of a pure white horse the god did battle with the demon who, in contrast, had assumed the form of a terrifying black horse.

http://en.wikipedia.org/wiki/Tishtrya

The first month of summer is called Tir in the Persian language which translates into English as arrow. Choosing of this name was not an accident. There are many customs associated with the month of Tir, which itself is associated with the legend of the arrow.

Tirgan, the summer solstice celebrates the life of Arash Kamangir. Arash is an ancient Persian name which means bright and shining in English, and Kamangir in Persian language means one who gets the arch. Arash was the Persian national hero who sacrificed his life (…)

Soudabeh Sadigh: The Legend of Tir and the First Month of Summer in Persia

Payvand News 07.05.2006

http://www.payvand.com/news/06/jul/1038.html

Payvand.com was established in Silicon Valley (San Francisco Bay Area) in late 1995 as one of the first web sites dedicated to Iranian issues. Payvand in Persian means joining together. Our mission is to create a site that brings the Iranians and those interested in Iran together.

http://www.payvand.com/about.html

Monat Tir, kurdisch Pûşper, afghanisch-dari Saratān, afghanisch-paschto Tschangāś. Cancer bedeutet Krebs.

http://en.wikipedia.org/wiki/Iranian_calendar#Month_names

Monat Tīr, der Regenengel und das Tierkreiszeichen Krebs. Afghanisch Saraṭān (Dari), Čangaś (Pashto).

http://de.wikipedia.org/wiki/Iranischer_Kalender

Nima Ch. – „Charshanbesuri oder Chahar Shanbe Suri (gesprochen: Tschar-Schanbe Suri) ist der letzte Dienstag des Jahres im iranischen Kalender. Ein Tag, der die große Kluft zwischen der Bevölkerung und der Regierung deutlich macht.

Das persische Neujahr, Nowruz, ist der wichtigste Feiertag im Iran. Nowruz bedeutet „der neue Tag“ und bezeichnet den Frühlingsanfang. Am 23. Februar 2010 erkannte die UN den 21. März als internationalen Nowruz-Tag mit iranischem Ursprung an. Der Frühlingsanfang wird sekundengenau von Astronomen vorhergesagt, damit die Iraner sekundengenau dieses Fest feiern können. Dieses Jahr ist Nowruz am 20. März um 21:02:13 im Iran, oder 18:32:13 in Deutschland.

Charshnabesuri bedeutet Roter Mittwoch und wird in der Nacht zuvor gefeiert. Diese beiden Tage haben aber keinen islamischen Ursprung. Nach der islamischen Revolution gab es immer wieder Versuche, diesen Tag nicht mehr als Feiertag anzuerkennen und ihn sogar durch den Siegestag der Revolution 1979 zu ersetzen. Beispielsweise bezeichnete Ajatollah Motahhari Nowruz als „anti-islamischen Tag“ und den Charshanbesuri als „Tag der Idioten“.

Diese Festtage finden ihren Ursprung in der zaroastrischen Religion nach den Lehren Zarathustras. Charshanbesuri ist der Tag, an dem man den Sieg des Lichts über die Dunkelheit feiert. Man geht auf die Straßen, macht Lagerfeuer, und springt über das Feuer.

Kurz vor Charshanbesuri gab es immer Warnungen des Staats über die Gefahren des Feuers. Gerechtfertigt, kann man sagen. Tatsächlich gab es immer wieder Schwerverletzte.

Wenn aber an diesem Tag die Polizei oder Bassij zu uns Feiernden kam, sagten sie: „geht nach Hause, versammelt euch nicht“. Der Staat hat immer gewusst, wie gefährlich dieser Tag werden kann, sagte es aber bis zu diesem Jahr nicht in der Öffentlichkeit. An diesem Tag läuft überall in den Autos illegale Musik. Frauen und Männer tanzen. Kommt ein verdächtigtes Auto mit bärtigen Männern, flieht die Menge in die Nachbarhäuser. An so einem Tag ist es normal, kurz verhaftet zu werden.“

aus: Dust and Trash 14.03.2010

http://dustandtrash.blogspot.de/2010/03/charshanbesuri-eine-jahrtausende-alte.html

[7] Die 1979 erschienene antiklerikal-radikalreligiöse oder marxistisch-islamische Gruppe Furqān (Grouh-e Forghan) soll den Ayatollah ermordet haben, so raunt heute selbst Wikipedia. Unser Blick in die Zeitungen von 1979 zeigt, wie dünn dieser angebliche Beweis ist.

Influential Iran Religious Leader Is Assassinated

Motahari, reputed to be among the 20 most influential of Iran’s approximately 100 Shiite Moslem ayatollahs, was shot in the head Tuesday night as he left a dinner party in Teheran. …

Observers said phrases in that message could indicate that Forghan was a leftist group opposed to Iran becoming a religious based republic.

THE BLADE, Toledo (Ohio, USA) 02.05.1979

Forghan reportedly was formed about 18 months ago, and almost nothing is known about it. … Mr. Motahari … was a prolific author. At the time he was shot, the state radio was reading selections from one of his books „The Story of the True One,“ about the prophet Mohammed.

http://news.google.com/newspapers?nid=1350&dat=19790502&id=ABBPAAAAIBAJ&sjid=hAIEAAAAIBAJ&pg=7007,3260702

Iranians mourn slain religious leader

„I will kill, kill, kill, those who killed my brothers,“ chanted the mourners … in Teheran, the capital, and the holy city of Qom. Many denounced leftist and communist groups and vowed revenge against them … There was no word on whether the revolutionary authorities had made any progress in their search for the Forghan group, which took responsibility for Motahari’s death.

St. Petersburg Times (Florida, USA) 04.05.1979

http://news.google.com/newspapers?id=y0xSAAAAIBAJ&sjid=RHwDAAAAIBAJ&pg=6823,2620794&hl=en

Iran blames external enemies for killing

In a broadcast address following the assassination Ayatollah Khomeini said: „Terrorism cannot destroy the Islamic character of Islamic men, but on the contrary it further strengthens our struggle against corruption, dictatorship, and imperialism.“

The Glasgow Herald (Glasgow, Scotland, GB) 03.05.1979

[8] Bombenanschlag Haft-e Tir (1981)

60 die in Tehran bomb blast

Am bomb made of 330 pounds of TNT blew up in truck parked in Tehran’s main square, killing at last 60 people and wounding 700 in nearby hotels, restaurants and double-decker buses (…)

The explosion demolished a five-story hotel and three passing buses and heavily damaged seven other hotels … the blast left a crater six feet deep and 20 feet wide. (…)

Amnesty International, the London based human rights organization, reported last October that 1,800 political dissidents had been executed in Iran in the four months following Bani-Sadr’s dismissal. (…) Ghotbzadeh was found guilty by a military tribunal of plotting to assassinate Khomeini and to overthrow the government. (…)

aus: THE DAY, New London (Connecticut, USA) 03.10.1981

http://news.google.com/newspapers?nid=1915&dat=19821003&id=jfUgAAAAIBAJ&sjid=I3UFAAAAIBAJ&pg=1230,322355

Ayatollah Beheshti – man of deep thought and confidence

By: Sheikh M Khurasani

http://www.jafariyanews.com/articles/2k7/28june_Ayatollah_Beheshti.htm

[9] Neda Agha-Soltan (Nedā Āġā Soltān 1983–2009)

http://zidditamana.files.wordpress.com/2011/06/neda-agha-soltan-000.jpg

http://farm4.static.flickr.com/3161/2951006926_becd329942_o.jpg

Nedas Grab. Grave site of Neda Agha-Soltan, shot by Baseeji paramilitia in Tehran during the 2009 protests to the presidential election results. Foto by Zereshk.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c6/Grave_of_Neda.jpg

Behesht-e Zahra („Zahras Paradies“, benannt nach Prophetentochter Fatima bint Muhammad (606-632) genannt Fatima die Leuchtende, Fāṭima az-Zahrāʾ). Behesht-e Zahra ist Irans größter Friedhof und liegt im Süden der Stadt Teheran. Man übergehe den Gewalttäter Ruholla Chomeini, politician, und finde Neda Agha-Soltan (1983–2009), protester.

http://en.wikipedia.org/wiki/Behesht-e_Zahra

Khamsa dessiné sur une mosaïque vendue aux abords de l’amphithéâtre d’El Jem (Tunisie), aufgenommen 2009 von Cimoi

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/37/Mosaique_El_Jem_Fatma.jpg

Hundert Jahre altes Silberamulett der berühmten volksislamischen, „Fünf“ (ḫamsa) genannten Hand der Fatima, hergestellt von marokkanischen Berbern, heute Tropenmuseum Amsterdam. Foto Andreas Praefcke.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/03/Morocco_Hand_of_Fatima_silver.jpg

Hand der Fatima mit blauem Auge. Glas-Amulett. Beschützt einen Autofahrer in Tunesien.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/63/Khamsa.jpg

Was guckstu?! Naẓar, der Blick!

http://de.wikipedia.org/wiki/Nazar

Nazar boncuğu. Ματόχαντρα, για προστασία από το κακό μάτι. Blue eyes, sold as protection against the evil eye. Gesichtet auf einem türkischen Bazar.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c8/Blue_eyes.JPG

Syrische Alabasterfetische aus dem so genannten Augentempel, 3500–3100 v. Chr. This type of figurine, made of stone and having incised eyes, has been excavated at Tell Brak, where thousands were found in a building now called the Eye Temple.

http://www.mcdonald.cam.ac.uk/projects/brak/001eye.jpg

http://www.artnet.com/magazine/features/karlins/Images/karlins9-26-3.jpg

aus Marmor und doppelt äugend, Tel Brak, Syrien

http://www.christies.com/lotfinderimages/D53583/a_syrian_marble_double_eye_idol_tell_brak_circa_4th_millennium_bc_d5358329h.jpg

[10] Die unterdrückenden Einheiten eröffneten an der Teheraner Beheshti Straße das Feuer auf die Demonstranten und verletzten nach Augenzeugenberichten mindestens zwei Personen.

Am Haft-e Tir Platz griffen die unterdrückenden Einheiten Demonstranten mit Tränengas an. Mindestens 35 Personen wurden verhaftet und in die Al-Javad Moschee gebracht. Die dortigen Zusammenstöße begannen gegen 12 Uhr, Teheraner Zeit.

Ca. 100 Agenten des Regimes griffen auf Motorrädern sitzend die Demonstranten an und versuchten eine Atmosphäre des Terrors und der Angst zu verbreiten.

Aus: Zwei Verletzte durch Schüsse von Regimeeinheiten in Teheran; auf: IranZukunft (Exiliranische Gesellschaft in Deutschland) 04.11.2009

http://www.iranzukunft.org/iran/index.php?option=com_content&view=article&id=46&Itemid=61

1,500 security forces stationed in Takhti Stadium

Revolutionary Guards & paramilitary Bassij in Al-Javad Mosque – Haft Tir Square

Al-Javad Mosque in Haft Tir Square (Rezaii-Ha Square) is currently packed with Revolutionary Guards and the paramilitary Bassij.

Massive numbers of suppressive forces have been stationed inside the mosque complex and around it since early hours of this morning.

The mosque is also used as a detention center.

In the meantime, some 1,500 agents of the State Security Forces are present in Takhti and Shiroudi stadiums. They include forces on foot patrol and motorcycles.

Women demonstrators in Tehran chant death to Khamenei, hail to Mossadeq

At around 17:45 today some 40 women chanting death to Khamenei and hail to Mossadeq were attacked by suppressive forces outside Takhti Stadium as they were planning to join today’s demonstration.

The plainclothes agents and Ministry of Intelligence agents arrested this group of women. The suppressive forces also arrested five men and transferred them to the police station in Palestine Square.

In Vali Asr square the regime’s forces are trying to prevent people from marching toward Haft Tir Square (Rezaii-Ha Square) by firing tear gas. The number of people at this point is mounting.

http://sv-se.facebook.com/media/set/comments/?set=a.108518932270.105206.108514667270

Montag, 22. Juni 2009, 12:44 Uhr – Für heute Nachmittag zwischen 15.00 und 17.00 Uhr iranischer Zeit (ab 12.30 Uhr deutscher Zeit) ist offenbar eine Demonstration der Mussawi-Anhänger am Haft-e-Tir-Platz in Teheran geplant, um der verstorbenen Neda zu gedenken. Derweil wird in verschiedenen Tweets von einer angespannten Stimmung in der Stadt berichtet, viele Straßenblockaden seien errichtet worden.

http://iran-now.net/$211027

AP is quoting eyewitnesses who say that riot police are attacking hundreds of protesters with tear gas and firing live bullets into the air to disperse the rally in Haft-e-Tir Square. They said that helicopters hovered overhead while riot police moved into break up the protests.

(…) Reuters is reporting that about 1,000 protesters have gathered on a central Tehran square, ignoring the Revolutionary Guard’s warning.

http://www.wadinet.de/blog/?p=1828

Am selben Tag (22.06.2012) war Irans Bespitzelung der Bevölkerung ein Thema:

Die technische Ausrüstung dazu erhielt das Regime aus Europa: Laut einem Bericht des «Wall Street Journal» hat ein Joint Venture aus dem deutschen Industriekonzern Siemens und dem finnischen Mobiltelefonhersteller Nokia die Anlagen und die Software – oder zumindest Teile dazu – in der zweiten Hälfte des letzten Jahres geliefert. … Wenn man Netzwerke verkaufe, erhalte der Käufer automatisch auch die technische Möglichkeit, die darüber laufende Kommunikation zu kontrollieren. Das würde laut dem «Wall Street Journal» auch erklären, warum das Internet in den letzten Tagen nicht komplett blockiert wurde und viel langsamer lief als sonst. … «Iran möchte herausfinden, was die Bevölkerung zu sagen versucht» sagt Bradley Anstis, Direktor einer Internetsicherheitsfirma in Kalifornien. Er glaubt, dass das iranische Regime damit mehr Möglichkeiten hat, das Internet zu kontrollieren, als China.

aus: Iran kontrolliert das Internet mit Hilfe von Nokia und Siemens, Basler Zeitung 22.06.2009

http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Iran-kontrolliert-das-Internet-mit-Hilfe-von-Nokia-und-Siemens/story/30420367

März 2012 – With slogans like „Our progress in science and economics depends on your vote,“ the publicity campaign included an oft-repeated quote from the late founder of the Islamic Republic, Ayatollah Ruhollah Khomenei, saying, „The measure of a nation is its vote.“

But out on the traffic-clogged streets of Tehran, some Iranians appeared less than enthusiastic about the election.

At the Al Javad Mosque where young men were handing out campaign leaflets, an elderly man confronted a passing turbaned cleric, yelling „Why should we vote?“

Ivan Watson, CNN 01.03.2012

http://edition.cnn.com/2012/02/29/world/meast/iran-parliamentary-elections/index.html

Crowds are reported in front of Tehran University’s main campus. Gun fire was heard. The crowd will march from where it is (Enghelab Sq) to Haft-e-Tir Sq. Police using tear gas to disperse the crowd. 10-15 are arrested, reportedly. Bear in mind that Hafte-Tir Sq is a few hundred yards/meters away from the former US embassy compound.

Bei: THE SPIRIT OF MAN 04.11.2009

http://thespiritofman.blogspot.de/2009/11/protests-began.html

2008 – Wie die iranische Webseite http://www.iran-emrooz.net (Nachricht Nr. 15810) am 15. April 2008 berichtet, ist es auf dem im Zentrum Teherans gelegenen Platz „Meydan-e Haft-e Tir“ zum ersten Mal zu Kontrollen der Einkaufstaschen von Frauen gekommen. Dies hat es in der ganzen Zeit der „islamischen Revolution“ nicht gegeben. Jede Frau, die an diesem Platz aus einem Bekleidungsgeschäft herauskam, musste ihre Einkäufe vorweisen und sich Tadel über angeblich unislamische Kleidungsstücke oder Farben anhören, die in aller Öffentlichkeit vorgezeigt wurden. Da die Zahl der Polizistinnen im Iran noch gering ist, hielten deren männliche Kollegen die Einkäuferinnen so lange am Ort fest, bis die Polizistinnen sich mit ihnen beschäftigen konnten.

bei Ali Schirasi 15.04.2008

http://alischirasi.blogsport.de/2008/04/15/iranische-sittenpolizei-kontrolliert-einkaeufe/

[11] Fotos der Al-Javad-Mosque

http://static.panoramio.com/photos/original/38494027.jpg

http://www.etoood.com/Images/News/Large/126263447142447595992520117245957.jpg

http://www.etoood.com/Images/News/Large/1262634471424976289230201157246287.jpg

Fotoserie bei Facebook

http://www.facebook.com/photo.php?fbid=198145923569003&set=a.198145716902357.63743.168420549874874&type=3&theater

Homepage der Moschee (auf Persisch)

http://masjedaljavad.ir/

[12] Koran 5:3

This day have those who reject faith given up all hope of your religion: yet fear them not but fear Me. (Yusuf Ali)

This day those who disbelieve have despaired of [defeating] your religion; so fear them not, but fear Me. (Sahih International)

http://corpus.quran.com/translation.jsp?chapter=5&verse=3

[13] Der Koran, Übersetzung von Rudi Paret, bei Kohlhammer, 10. Auflage.

http://books.google.de/books?id=4bWbqvAZUJkC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[14] Koran 5:3, Schlussworte, bei Enfal.

http://www.enfal.de/25frag.htm

[15] „Meister“ (Maulawi) Rumi

Commentary on the saying of the Prophet, “We have returned from the lesser warfare to the greatest warfare.”

aus: Ibrahim Gamard: Rumi and Islam: Selections from His Stories, Poems, and Discourses Annotated & Explained

http://books.google.de/books?id=-17EZOGivqMC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Religiös mordender Kleiner Dschihad, selbstüberwindender Großer Dschihad:

Hadith expounds upon this understanding by recounting how Muhammad, upon returning from a victorious battle, told others that „We have returned from the lesser jihad (al-jihad al-asghar) to the greater jihad (al-jihad al-akbar).“

http://atheism.about.com/library/FAQs/islam/blfaq_islam_jihad.htm

Vorsicht, rechtsrevolutionäre Zone:

While he examined various traditions around the world, both occidental and oriental, Julius Evola also had things to say on the tradition of Islam that is predominant in areas between those two regions. In his valuable article “Islam in the Eyes of Julius Evola,” the Italian Muslim Claudio Mutti pays homage to his ideological father in regards to the latter’s views on Islam. …

The Greater Jihad

In another section of Revolt Against the Modern World, Evola discusses the hadith (narration from the Prophet), “Raja’na min al-jihad al-asghar ila-l jihad al-akbar” (“You have returned from the lesser struggle to the greater struggle”). While the chain of narrators (isnad) for this hadith has been considered by classical Islamic scholars as being inauthentic(46), the essence of its meaning is confirmed in several verses from the Qur’an(47), as well as several sayings of the Prophet (peace be upon him) that scholars of hadith have classified as authentic:

“The mujahid is he who makes jihad against his nafs (ego) for the sake of obeying Allah.”(48) “The strong one is not the one who overcomes people, the strong one is he who overcomes his nafs [ego].”(49) …

For Evola, this greater and lesser jihad “represents the general conception that the world of Tradition attributes to the warrior experience, and, generally speaking, to action as a path to realisation.”(51) As Evola writes in Revolt Against the Modern World:

“The relationship between the ‘greater’ and the ‘lesser holy war,’ however, mirrors the relationship between the soul and the body; in order to understand the heroic asceticism or ‘path of action,’ it is necessary to recognize the situation in which the two paths merge, ‘the lesser holy war’ becoming the means through which ‘a greater holy war’ is carried out, and vice versa: the ‘little holy war,’ or the external one, becomes almost a ritual action that expresses and gives witness to the reality of the first. Originally, orthodox Islam conceived a unitary form of asceticism: that which is connected to the jihad or ‘holy war’.

“The ‘greater holy war’ is man’s struggle against the enemies he carries within. More exactly, it is the struggle of man’s higher principle against everything that is merely human in him, against his inferior nature and against chaotic impulses and all sorts of material attachments.”(52) …

Sufism is the carrier of the primordial spiritual wisdom, as bounded within the final message of that Tradition which is Islam.

aus: Sean Jobst: Islam and Tradition: Evola’s Thoughts on Islam (01.04.2011)

http://kali-yuga.org/?p=1650

Vorsicht Braunzone

Claudio Mutti: Islam in the eyes of Julius Evola

http://www.claudiomutti.com/index.php?url=6&imag=1&id_news=130

Vom militanten Maoisten zum konservativen Revolutionär, Islamverherrlicher und Dschihad-Theoretiker. Euro-Kulturrassist und Israelhasser Claudio Mutti

http://it.wikipedia.org/wiki/Claudio_Mutti

La Jeune Europe (Giovane Europa) fu un movimento europeista-nazionalista formato da Jean Thiriart in Belgio. Riviste del movimento sono state Nouvelle Europe e La nation européenne.

http://it.wikipedia.org/wiki/Jeune_Europe

Jean-François Thiriart

http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Fran%C3%A7ois_Thiriart

Mouvement d’action civique

http://fr.wikipedia.org/wiki/Mouvement_d%27action_civique

Wo man die Gewaltverherrlichung eines Carl Schmitt („Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet“) schätzt und im Stil der späten Zwanziger geraunte Finanz-Verschwörungen wittert …

http://www.eurasia-rivista.org/lo-stato-di-eccezione/12235/

… schreibt Claudio Mutti zum Islam und die Freundin eines israelfreien (judenreinen?) Großpalästina, Susanne Scheidt, auch.

http://www.eurasia-rivista.org/islam/551/

August 2011, die eurasischen Kulturkreistheoretiker informieren sich über die ägyptischen Muslimbrüder (Fratelli Musulmani) und deren Partei für Gerechtigkeit und Freiheit (Partito di Libertà e Giustizia, Hizb al-Hurriyya wa l-‚Adala).

http://www.eurasia-rivista.org/la-fratellanza-musulmana-verso-le-elezioni-parlamentari-e-presidenziali/10927/

Susanne Scheidt, the coordinator of Al-Awda Italia

http://peacepalestine.blogspot.de/2007/06/susanne-scheidt-lebanese-tragedy-bit-of.html

http://sabbah.biz/mt/archives/2007/06/01/susanne-scheidt-the-lebanese-tragedy-a-bit-of-suspicion/

Al-Awda, The Palestine Right to Return Coalition (PRRC)

Susanne Scheidt, Al-Awda Italy

http://al-awda.org/individuals.html

Al Awda wird von Carlsbad (Kalifornien, USA) aus betrieben

http://www.al-awda.org/

Januar 2009, mit der Hamas müsse endlich verhandelt werden, fordern mit ihrer Unterschrift auch Aldo Braccio (EURASIA) und Susanne Scheidt: „NACH DER HAMAS bleibt dann nur noch al-Qaida, will der Westen etwa das?“

AFTER HAMAS, there’s alone Al Qaeda, is that the western wants? APRÈS LE HAMAS, il ne reste plus qu’al-Qaida: c’est cela que veut l’Occident?

http://www.masteruniteramo.it/pdf/articoliesaggi_perautore_pdf/articoliesaggimoffa_pdf/appellohamas.pdf

[16] Murschid ‚Ām (muršid ʿām, General Guide, General Leader, Allgemeiner Führer). Liste der General Leaders (G.L.) der Muslimbruderschaft

• Founder & First G. leader: (1928–1949) Hassan al Banna

• 2nd G.L. : (1949–1972) Hassan al-Hudaybi

• 3rd G.L. : (1972–1986) Umar al-Tilmisani

• 4th G.L. : (1986–1996) Muhammad Hamid Abu al-Nasr

• 5th G.L. : (1996–2002) Mustafa Mashhur

• 6th G.L. : (2002–2004) Ma’mun al-Hudaybi

• 7th G.L. : (2004–2010) Mohammed Mahdi Akef

• 8th G.L. : (16 January 2010 – present) Mohammed Badie

http://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_Brotherhood#General_leaders

[17] Ma’mun al-Hudaybi: „we believe in multiparty system“. Vorausgeschickt hatte der Murschid ‚Ām allerdings die Vorgabe, dass mit etwas, was nicht von Allah in der Scharia enthüllt (revealed) worden ist, gar nicht gearbeitet (act) werden darf. Und natürlich glauben (believe) die Brüder an Allahgott und an nichts anderes (was Schirk wäre, polytheistische „Beigesellung“).

Dieselbe Taqiyya der Muslimbrüder: Wolff kann Murschid-Stellvertreter Ḫairat aš-Šāṭir (2005) so wiedergeben: „Ein Mehrparteiensystem sei deshalb als Ausdruck der Verschiedenheit einer Gesellschaft sinnvoll“ (p 9). Das, eine nicht streng islamische Partei etwa als Vertretung einer Dhimmi-Milla, kann aus Sicht der Herrschaft Allahs auch nur ein Provisorium sein.

aus: Christian Wolff: Die ägyptische Muslimbruderschaft: Von der Utopie zur Realpolitik (p 119)

http://books.google.de/books?id=WctBHhEl_iYC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[18] Jahān Persisch für Welt (Note: „ā“ is pronounced like „a“ in „car“), heute sagt man auch donya; vgl. arab. das Diesseits ad-dunyā (Gegenteil: Jenseits, al-āḫira). Esfahan – nesf-e dschahan – Isfahan ist die Hälfte der Welt.

‚We have a saying here, ‚Isfahan Nisf-i-Jahan —Isfahan is half the world.‘

http://www.saudiaramcoworld.com/issue/196201/.isfahan.is.half.the.world..htm

Isfahan, Decke des Hascht Behescht Palastes (Acht-Paradiese-Palast)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/32/Plafond_hasht_behesht_esfahan.jpg

Isfahan, Innenansicht der armenisch apostolischen Vank-Kathedrale

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2b/Vank_Cathedral_interior.jpg

Von Isfahan nur 107 km nach Südwesten ins Stammland der Bachtiaren, nach Shahr-e Kord. Am 09.04.2012 mussten 15 Studentinnen ihr Wohnheim verlassen, da sie, so jedenfalls sagt es die Hausleitung, ihren Hidschab (islamischen Schleier) nicht züchtig genug getragen hatten.

15 female students at ShahreKord University have been expelled from dormitories for improper Hejab.

http://lissnup.wordpress.com/2012/04/14/news-from-iran-week-15-2012/

Zur Vertreibung der angeblich unzureichend verschleierten Hochschülerinnen aus dem Studentenwohnheim der Universitätsstadt (143.000 Einwohner) Shahr-e Kord kennt Ali Schirasi auch die Vorgeschichte:

Die Repressalien sind wohl auch eine Antwort auf die Tatsache, dass diese 15 Studentinnen an den Protesten gegen die Studienbedingungen teilgenommen hatten. Damals waren sie vom Spitzeldienst der Uni gewarnt worden, wenn sie an den Protesten teilnähmen, würde das Folgen haben.

http://alischirasi.blogsport.de/2012/04/16/iran-rauswurf-von-15-studentinnen-aus-dem-wohnheim-wegen-schlechter-verschleierung/

Shahr-e Kord bei Isfahan, Universität. Im Mai 2010 wurden eine freie Campus-Zeitung zurück fordernde Studenten von Basidsch-Milizionären angegriffen und verletzt.

On May 23, 2010, students at ShahreKord University protested the expulsion of several students who were removed from the university for condemning a ban on a student-run newspaper. After the protest against the expulsions, Basij forces attacked the students. At least four students were injured and taken to the hospital. Students chanted, “Students would rather die than accept oppression” as they carried their classmate to the ambulance.

http://persian2english.com/?p=11076

Anti-government Revolts in Azad Uni of Shahr e Kord – May 3 2010

http://www.youtube.com/watch?v=_n9L0b53Rcg

6 Oct 2009 Shahre Kord Azad University students protest against the government of Iran

http://www.youtube.com/watch?v=okmgIpYzyEA

Shahre Kord University 4 November 2009 | 13th Aban Demonstration

http://www.youtube.com/watch?v=CRsFJ3YVcLE

[19] Suchbegriff jahandari: das Werk von Żiyā ad-Dīn Baranī (1285-1357) Rulings on Government (Fatāwā-i Jahāndārī, Fatāvā-yi jahāndārī, Fatwa-i-Jahandari) zementiert das durch unmenschliche Heiratsverbote gekennzeichnete und vielfach bis heute ungebrochene innermuslimische Kastenwesen Südasiens.

Muslims in India are sharply divided into two categories, Ashrafs and non-Ashrafs. The former have a superior status derived from their foreign ancestry. The Ashrafs, or those who claim a foreign descent, are further divided into four castes, Sayyads, Shiekhs, Mughals and Pathans, in that order of rank. The non-Ashrafs are alleged to be converts from Hinduism, and are therefore drawn from the indigenous population. They, in turn, are divided into a number of occupational castes. …

The four Ashraf castes are divided into two endogamous groups. Sayyads and Sheikhs inter-marry with a tendency towards hypergamy and so do Mughals and Pathans. Marriage alliances between Ashrafs and non-Ashrafs are still inconceivable and not a single instance of this is known to have occurred in living memory in Kasauli. In another predominantly Muslim village in the same district, a marriage did occur once between a non-Ashraf man and an Ashraf girl. But social disapproval was so persistent and intense that the couple was forced finally to migrate to Pakistan. In another district married a Muslim woman as a second wife. She was alleged to have belonged to the Dhobi caste. She was treated well by the husband who, in terms of clothes, jewellery, etc., provided for her equally (according to Koranic instructions as he understood them), but she was never socially accepted by the Ashrafs. On ceremonial occasions she had to retire to her quarters before mealtime, as Ashraf ladies would not eat with her. It was also understood that children born of her would not get Ashraf spouses, and as a matter of fact, they did not.

aus: Zarina Bhatty: Social Stratification Among Muslims in India

in: Caste: Its Twentieth Century Avatar (collected in Caste: Its Twentieth Century Avatar by M.N. Srinivas (ed.), Viking, New Delhi, 1996)

http://www.anti-caste.org/muslim_question/caste/bhatty_article.html

http://dir.groups.yahoo.com/group/Janshakti/message/21773

Caste system among South Asian Muslims refers to units of social stratification that have developed among Muslims in South Asia.

Religious, historical and socio-cultural factors have helped define the bounds of endogamous groups for Muslims in South Asia. There is a preference for endogamous marriages based on the clan-oriented nature of the society, which values and actively seeks similarities in social group identity based on several factors, including religious, sectarian, ethnic, and tribal/clan affiliation. Religious affiliation is itself multi-layered and includes religious considerations other than being Muslim, such as sectarian identity (e.g. Shia or Sunni, etc.) and religious orientation within the sect (Isnashari, Ismaili, Ahmedi, etc.). Both ethnic affiliation (e.g. Sindhi, Baloch, Punjabi, etc.) and membership of specific biraderis or Jat/quoms (see Jatis under) are additional integral components of social identity. …

In some parts of South Asia, the Muslims are divided as Ashrafs and Ajlafs. Ashrafs claim a superior status derived from their foreign ancestry. …

A classical example of scholarly declaration of the Muslim caste system is the Fatawa-i Jahandari, written by the fourteenth century Turkish scholar, Ziauddin Barani, a member of the court of Muhammad bin Tughlaq, of the Tughlaq dynasty of the Delhi Sultanate. Barani was known for his intensely casteist views, and regarded the Ashraf Muslims as racially superior to the Ajlaf Muslims. He divided the Muslims into grades and sub-grades.

http://en.wikipedia.org/wiki/Caste_system_among_South_Asian_Muslims

Ziauddin Barani (Ḍiyāʾ ad-Dīn Baranī, 1285–1357)

The Fatwa-i-Jahandari is a work containing the political ideals to be pursued by a Muslim ruler in order to earn religious merit and the gratitude of his subjects.

His fatwa would condone segregation of the Muslim ashraf upper castes and ajlaf low castes, in addition to the azral undercastes or the Dalit Muslims who are regarded as „ritually polluted“ by the ashraf. …

Ziauddin Barani: „Religion and temporal government are twins; that is, head of religion and the head of government are twin brothers.“

http://en.wikipedia.org/wiki/Ziauddin_Barani

[20] Chūzestān ist traditionell arabisch besiedelt.Landkarte des völkerreichen Iran. Das sozusagen echtpersisch bevölkerte Gebiet ist olivgrün bei senkrechter Schraffur dargestellt, ein filigran zerfetztes binnenländisches Hufeisen mithin, vielleicht dem Siedlungsraum der ethnischen Rumänen innerhalb des von Ungarn und Siebenbürger Sachsen bewohnten Landes Rumänien vergleichbar. In den weiß gezeichneten, vor allem auch zentral gelegenen iranischen Gebieten wohnt, wüsten- oder gebirgsbedingt, keiner oder so gut wie niemand.

http://www.parstimes.com/images/iran_people.jpg

Bachtiari

http://www.farhangsara.com/bakhtiari.htm

http://www.bakhtiary.org/

http://www.youtube.com/watch?v=WT9aIHCZb0Y

Ahl-e Haqq (People of Truth) or Yârsân (kurd. Yâresân) sind eine überwiegend kurdische Religionsgemeinschaft, die neben etwas schiitischem Erbe vor allem Elemente des Jesidentums und Alevitentums bewahrt. Die Mitgliederzahl wird auf eine Million geschätzt.

http://en.wikipedia.org/wiki/Yaresan

Die Lak, Alak oder Lek sind die südöstliche Gruppe der Kurdenstämme in Luristan, Ilam und Hamadan.

Ihr Siedlungsgebiet wird zuweilen auch Lakistan (dt: Land der Laks) genannt. Sowohl die Lak als auch die Feyli, die sprachlich zu den Lak gehören, betrachten sich als Lorî aslî (dt: Echte Luren). Ihr Dialekt Leki ist ein stark von lurischen Dialekten (Lori, Bachtiari) beeinflusster Dialekt der Südkurdische Dialekte.

http://en.wikipedia.org/wiki/Lak_people_%28Iran%29

Qashqai (Qaşqay, Ghaschghai), turkmenischsprachig. Siedelnde Qashqai und nomadische Qashqai)

Unlike women in Iranian cities, while they are within their camping grounds, Qashqai women do not wear the traditional chador. Since the 1979 revolution, however, whenever they visit the city they must wear the chador. … Geographically, the Qashqais are located in the Zagros Mountain range that stretches across the entire southwestern edge of the plateau. Qashqais who have settled live in such Iranian cities as Shiraz, Firouzabad, Farrashband, Kazerun, Abadeh, and Semirom.

http://www.angelfire.com/rnb/bashiri/Qashqais/Qashqais.html

http://www.youtube.com/watch?v=o47-QoKZbl0&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=dZ32QsxM3Gw&feature=related

Kaschgai-Teppich / Rug made by Ghashgai people, Iran

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/67/Ghashghai_rug.jpg

Qashqai women weaving carpet (2005)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/8/81/Qashqai_women_weaving_carpet.jpg

Juden in Hamedan (1918)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c0/Kalimi_iran.jpg

Synagoge in Teheran (vor 1925)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/b/b9/Synagogue_in_Tehran%2C_Qajar_period.jpg

Mausoleum für Ester (Ehefrau von Xerxes I) und ihren Cousin Mordechai. Genaues Alter unklar; auch Shushan-Ducht, der jüdischen Ehefrau des Sassanidenherrschers König Yazdigird I (399-420) zugeschrieben. Aufgrund des Bezugs zum Purimfest bedeutendstes jüdisches Pilgerziel im Iran. Hamedan (Hamadān).

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/51/Hamadan_-_Mausoleum_of_Esther_and_Mordechai.jpg

The saga of Mordechai and Esther form the basis for the Jewish celibration of Purim; hence, the site is of deep historical significance to Iranian Jews and the wider Jewish community.

http://www.orientalarchitecture.com/iran/hamadan/mausoleum-of-esther-and-mordechai.php

Vollständige Lesung des Buches Ester (Megillat Ester). Kein Wort darf man verpassen. Deshalb muss der Vorlesende an den Stellen, an denen die Gemeinde beim Hören des Namens Haman mit Knarren klappert, mit Rasseln rasselt oder sonst Geräusche macht („Haman-Klopfen“, Klopfen auf das Pult, zum Teil mit besonderen Hämmerchen), eine Pause einlegen, bis sich der Lärm gelegt hat.

http://de.wikipedia.org/wiki/Purim#Purim_meschulasch

Statue für Rashid-al-Din Hamadani. Rašīd ad-Daula al-Hamaḏānī (Faḍl Allāh bin Abī l-Ḫair bin ʿAlī al-Hamaḏānī) wurde in einer jüdischen Familie geboren und war ein berühmter mittelalterlicher Arzt und Historiker (Verfasser der Dschami‘ at-tawarich). Im Alter von 30 Jahren konvertierte er 1277 zum Islam, entging so dem Pogrom von 1291 und fand Zugang zum Hof der mongolischen Herrscher Persiens. Der Übertritt auch Ghazan Ilchans zum Islam 1295 wurde möglicherweise von Raschīd beeinflusst. Mahmud Ghazan machte ihn zum Finanzberater, schließlich zum Wesir und übertrug ihm ausgedehnte Ländereien in Transkaukasien sowie Kleinasien. Unter dem Mäzen Raschīd wurde Täbris zu einem Zentrum der Wissenschaften.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f8/Rashid-al-Din_Hamadani.jpg

Dschami‘ at-tawarich (Ǧāmiʿu t-Tawārīḫ, Jami‘ al-tawarikh). Die so genannte Universalgeschichte ist die Geschichte der Mongolen bis zum 13. Jahrhundert. Von Raschid ad-Din (Rašīd ad-Dīn Faḍl Allāh).

http://en.wikipedia.org/wiki/Jami%27_al-tawarikh

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/54/Mongol_soldiers_by_Rashid_al-Din_1305.JPG

Afro-Iraner (Afro-Iranians)

http://www.youtube.com/watch?v=s_iiHVN7x5k

http://www.youtube.com/watch?v=JOaFTTZK7aY&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=djte-NO2yOk

Belutschistan (anglisiert Balochistan),

http://www.youtube.com/watch?v=l949lQqA_gs

separatistische Fraktion Baloch Freedom Fighter

http://www.youtube.com/watch?v=_0m65H78Wr0

Belutschistan, dschihadistische Variante. King of Iranian Balochs (Abdulmalik Regi Baloch Leader of Jundullah)

http://www.youtube.com/watch?v=rrjpVxlOPfQ

DschundAllah, Armee Allahs. Wahabi Jundullah. Terrorist Abdol Malek. Rigi Hanged.

http://www.youtube.com/watch?v=07VcltjvSD4&feature=related

[21] Part of these tactics were the human-wave assaults in which Basij units, the military forces consisting of volunteers, attacked Iraqi defense positions with light armor and cleared the way for the Revolutionary Guards. These Basij units, officially called Basij-e mostażʿafin (Mobilization of the Oppressed) and loyal to the principles of the Islamic revolution, were formed and trained under the supervision of the Revolutionary Guards.

aus: IRAN-IRAQ WAR, erstveröffentlicht am 15.12.2006, hier bei: Encyclopædia Iranica

http://www.iranicaonline.org/articles/iraq-vii-iran-iraq-war

System Kindersoldat, auch bei den Basīǧ-e Mostażʿafīn. Bilder aus dem Iran-Irak-Krieg (sogenannter Erster Golfkrieg).

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/37/Children_In_iraq-iran_war4.jpg

http://www.cfr.org/interactives/CG_Iran/img/CH02/CGIran_TLS3_1980.jpg

http://digitaljournal.com/img/9/7/3/6/5/i/1/0/9/o/iranian-child-soldier.jpg

http://www.internationalrelations.com/wp-content/uploads/2011/12/IranIraq-War-1980s.jpg

http://minreyes.ca/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/Young_basiji_front_line_Iran-Iraq_war_Iran_1981-82.jpg

[22] Aqida (ʿaqīda, pl. ʿqāʾid, Wirkung zeigende Glaubensgrundsätze des Einzelnen) ist das von jedem Muslim heißen Herzens persönlich zu bekundende, in seinem Umfang von Allah vorherbestimmte Konvolut an Schariawissenschaft, Islamerkenntnis, Glaubenstiefe und Gottesfurcht. Oft, jahrelang etwa beim IESH, ist Aqida einfach ein Synonym für Scharia.

Aqida kommt zuerst!

Schaich Salih ibn Fawzan al-Fawzan

http://www.salaf.de/aqida/pdf/aqd0002_Aqida%20kommt%20zuerst.pdf

Was ist Aqida?

Schaich Salih al-Munadschid

http://www.salaf.de/aqida/pdf/aqd0001_Was%20ist%20Aqida.pdf

Aqida mit Tauhid gleichzusetzen geht aber offensichtlich ebenso problemlos; der Tauhid ist die vierfache Unversehrbarkeit und vierfache Unteilbarkeit von Schöpfer, Schöpfung, Weltgemeinde und Gesetz (Chaaliq, Chalq, Umma, Scharii’a).

What is Aqidah?

When we say Aqidah, we mean that which your heart accepts without reservation, from the absolute facts revealed to Allah’s messenger, peace be upon him. The word Aqidah comes from the Arabic root of `Aqada which means to hold tightly and make a knot. The meaning of Aqidah as it relates to our behavior and mentality means to be firm and tenacious. This is the way every Muslim should feel when it comes to the fundamentals of Islam; have firm belief and strong conviction in your heart.

More clearly, Aqidah is to believe in Allah and everything related to Him; His worthiness of worship and lordship, his names and attributes, belief in the angels, books, messengers, destiny, the last day and everything authentic in the religion. We must accept Allah as the ruler and legislator and accept the messenger, peace be upon him, as one worthy of obedience and as a leader and guide, whose behavior and judgment we seek to emulate.

The most important part of the Aqidah of the Muslim is Al-Tawheed, which is the oneness of Allah in worship, lordship and names and attributes. The importance and meaning of Al-Tawheed enables us to use the term interchangeably with Aqidah.

Allah created the heavens and the earth solely for Al-Tawheed; he sent all the messengers and prophets to invite the people to Al-Tawheed and to worship him alone. Consequently, it is incumbent upon us as Muslims to learn this, to know the purpose behind our existence, and to teach and spread this knowledge to our children, families and humanity. We should strive to return to the pure faith, and correct some common Aqidah mistakes which affect many Muslims, whether in belief or practice.

http://www.altayyib.com/index.php?option=com_content&view=article&id=305:what-is-aqidah&catid=4:articlecategory&Itemid=9

Das IESH (Hauptsitz Château-Chinon) setzte Aqidah und Scharia jahrelang gerne gleich (Server gerade ausgestellt, auf arabisch schrieb das Institut Scharia, auf Englisch übersetzt als Aqidah ( http://www.iesh.org/ ); analog umging das Haus die sinngemäße Aussage: Hier können Sie die Scharia studieren, sondern umschrieb: Hier können Sie „Islamisches Recht (Fiqh)“ studieren: Jurisprudence islamique (fiqh) (…) [IESH-Nebenstelle Paris, http://www.ieshdeparis.fr ] Die ägyptische Verfassung wiederum setzte Fiqh und Scharia gleich (Artikel 2) Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the Islamic Jurisprudence (Sharia) is a principal source of legislation.

http://wiki.verkata.com/de/wiki/Diskussion:Scharia

Zum Unterschied zwischen Scharia und Fiqh

Die kohärente (unteilbare) und vollkommene Scharia ist nicht von Menschen geschaffen, ihr Urheber und Verfasser ist Allah. Im Gegensatz zur nach Kohärenz strebenden (zunehmend totalitaristischen), zeitangepassten sakralen Islamischen Jurisprudenz, dem verstandesmäßig erfassbaren Fiqh, dessen Gestalter und Anwender islamgelehrig-elitäre Menschen sind (Ulama, Scheiche, Muftis, Schariarichter), ist die auf Abwehr des Teufels und auf Seelenrettung zielende Islamische Normativität (Scharia) überzeitlich und dem Verstehen enthoben. Weil niemand die Scharia völlig verstehen kann, könnte nur der Schöpfer (Allah) sie verändern, der aber zugesagt hat, dass sie (dass der Islam) bis zum Tage der Auferstehung gesetzt ist (Gesetz ist). In der Praxis wird zwischen Scharia und Aqida (das Konvolut persönlichen islamischen Fürwahrhaltens und Bekennens) bzw. zwischen Scharia und Fiqh oft kein Unterschied gemacht, was durchaus erklärlich ist, gleichen Scharia (naturgesetzartige Islam-Theorie) und Fiqh (Schariaanwendung, jenseitszentrierte Rechtspraxis) doch zwei Seiten der selben Medaille. Während die Scharia perfekt geschaffen ist, ist der Fiqh sozusagen unterwegs und fordert, hier und heute, den am medinensischen Staatsmodell (622-855 n. Chr.) orientierten Aufbau der Islamischen Ordnung (Niẓām Islāmī, Nizam-ı İslâm).

http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Scharia

[23] aus: Robert Grözinger: Wo Ibn Warraq unrecht hat, in: eigentümlich frei 03.03.2008

http://ef-magazin.de/2008/03/03/materialismus-und-konstruktivismus-woran-der-westen-krankt

André F. Lichtschlag ist Herausgeber des Magazins eigentümlich frei und will, vielleicht ja nur im Scherz, die Bürgerschaft in ein Kastensystem der zur politischen Herrschaft befugten Leistungsträger und der politisch machtlosen Leistungsempfänger spalten:

„Deutschland ist weit vorangeschritten auf dem Weg hin zu einem neosozialistischen Staat – und ist in sich selbst nicht mehr reformierbar. Denn inzwischen stellen die Nettostaatsprofiteure die Mehrheit: Beamte, Politiker, Arbeitslose und Rentner stimmen mit ihren Mehrheiten jeden noch produktiven Menschen nieder und beuten ihn weiter und immer mehr aus. … Vielleicht sollte ernsthaft über folgende Idee nachgedacht werden: den Entzug des Wahlrechts für alle Nettostaatsprofiteure. Wählen dürfen demnach in Zukunft nur noch die Nettosteuerzahler, also Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der privaten Wirtschaft. … Heute ist „Weniger Demokratie wagen!“ der letzte Ausweg vor dem sicheren Gang in den Totalitarismus.“

aus: André F. Lichtschlag: Entzieht den Nettostaatsprofiteuren das Wahlrecht!

in: WELT-online 19.09.2006

http://www.welt.de/print-welt/article153823/Entzieht-den-Nettostaatsprofiteuren-das-Wahlrecht.html

Eine passende bürgerlich-aufklärungshumanistische Antwort zu Grözingers den westlichen Kulturkreis verherrlichenden Ibn-Warraq-Kritik und Lichtschlags unschuldig tuenden Vorschlag eines Wahlrechts-Sozialrassismus ließe sich vom Congress of South African Trade Unions (COSATU) heranziehen, dem größten südafrikanischen Gewerkschafts-Dachverband:

It is a philosophy of the survival of the fittest and weakest to the wall, where the principle of ‘dog-eats-dog’ and ‘me-first’ applies. Whilst workers’ universal slogan is “an injury to one is the injury to all” the capitalist slogan is the opposite – “an injury to one is an opportunity to the other”.

http://www.cosatu.org.za/show.php?ID=2566

[24] Dieu a fait son retour dans les sociétés européennes „grâce aux musulmans“, selon le cardinal français Jean-Louis Tauran, président du Conseil pontifical pour le dialogue interreligieux, cité aujourd’hui par le journal du Vatican.

Le cardinal Tauran, qui s’exprimait à la faculté de théologie de Naples (sud de l’Italie), s’est demandé „comment a fait Dieu pour revenir dans nos sociétés“. „C’est le grand paradoxe: grâce aux musulmans“, a-t-il répondu.

„Ce sont les musulmans qui, devenus en Europe une minorité importante, ont demandé de l’espace pour Dieu dans la société“, a-t-il ajouté dans des extraits de son discours publiés par l’Osservatore Romano. (…)

„Nous sommes tous condamnés au dialogue“, a-t-il dit.

aus: Le Figaro 27.11.2008

http://www.lefigaro.fr/flash-actu/2008/11/27/01011-20081127FILWWW00699-dieu-de-retour-grace-aux-musulmans.php

Tauran in Neapel, auf Deutsch auch hier

http://storico.radiovaticana.org/ted/storico/2008-11/248341_vatikan_moslems_liesen_gott_zuruckkommen.html

Tauran: „Wir sind zum Dialog verurteilt.“ (…)

Am heutigen Vormittag haben die Arbeiten des Katholisch-Islamischen Forums („Catholic-Muslim Forum“) begonnen, die am kommenden Donnerstag, 6. November, ihren Abschluss finden werden.

Das Forum wurde vom Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog und von Vertretern des Islams einberufen. Es ist kam nach dem offenen Brief zustande, den 138 muslimische Persönlichkeiten am 13. Oktober 2007 an den Papst und andere christliche Hirten gesandt hatten.

in: ZENIT 04.11.2008

http://www.zenit.org/article-16327?l=german

Offener Brief von 138 muslimischen Theologen an Papst Benedikt XVI. und die ganze Christenheit

Ein gemeinsames Wort zwischen uns und Ihnen (Zusammenfassung und Kurzfassung)

Muslime und Christen gemeinsam stellen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Ohne Frieden zwischen diesen beiden religiösen Gemeinschaften kann es keinen wirklichen Frieden in der Welt geben. Die Zukunft der Welt hängt vom Frieden zwischen Muslimen und Christen ab. (…)

http://www.zenit.org/article-13580?l=german

Zum Anlass von Eid al-Fitr al-Mubarak 1428 A.H. / Oktober 13. 2007 n.Chr. und zum Ersten Jahrestag des Offenen Briefes von 38 muslimischen Gelehrten an S.H. Papst Benedikt XVI

Muslime und Christen machen gemeinsam mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung aus. Ohne Frieden und Gerechtigkeit zwischen diesen beiden religiösen Gemeinschaften kann es keinen Frieden von Bedeutung auf der Welt geben. Die Zukunft dieser Welt hängt vom Frieden zwischen Muslimen und Christen ab.

http://www.acommonword.com/lib/downloads/gemeinsames_wort.pdf

hier in der Übersetzung von Abd al-Hafidh Wentzel

http://www.acommonword.com/lib/downloads/EIN_WORT_DAS_UNS_UND_EUCH_GEMEINSAM_IST.pdf

Die 138 Unterschriften

Alphabetisch von A bis Z bzw. von His Royal Eminence Sultan Muhammadu Sa’ad Ababakar, The 20th Sultan of Sokoto; Leader of the Muslims of Nigeria bis H.E. Shaykh Mu’ammar Zukoulic, Mufti of Sanjak, Bosnia

Die Internetseite A Common Word wird organisiert von The Royal Aal Al-Bayt Institute for Islamic Thought (s. u.)

http://www.acommonword.com/index.php?lang=en&page=signatories

Nummer 139 ist Shaikh Ahmad Kutty, Schariagesetz-Frontkämpfer, Scheich und Vater von Rechtsanwalt Faisal Kutty

http://www.acommonword.com/index.php?lang=en&page=new

Shaikh Ahmad Kutty (Shariah Scholar)

Shaikh Kutty was educated in the traditional Islamic Sciences in India and at the Islamic University of Madina Munawwarah. … He pursued post-graduate studies at the University of Toronto (M.A.) and McGill University, Montreal (Doctoral Studies).

Currently, Shaikh Ahmad Kutty serves as a senior lecturer at the Islamic Institute of Toronto. He is also a Mufti on Islamonline.net and Islam.ca

gefunden bei: Islamic Finance Advisory Board (Ontario, Kanada)

http://www.islamicfinanceboard.com/shariahboard.html

Faisal Kutty is a Canadian lawyer, writer and human rights activist. He is a law professor and widely quoted commentator and public intellectual. He is the son of Islamic scholar Shaikh Ahmad Kutty.

http://en.wikipedia.org/wiki/Faisal_Kutty

SCHREIBEN VON KARDINAL TARCISIO BERTONE

IM NAMEN DES HL. VATERS

AN EINE GRUPPE VON MUSLIMISCHEN RELIGIONSFÜHRERN

An Seine Königliche Hoheit

Prinz Ghazi bin Muhammad bin Talal

The Royal Palace

Amman

Jordanien

Königliche Hoheit,

am 13. Oktober 2007 unterzeichneten 138 muslimische Religionsführer – darunter auch Sie, Königliche Hoheit – einen offenen Brief, der an Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. und an andere christliche Verantwortungsträger gerichtet war. (…)

http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/card-bertone/2007/documents/rc_seg-st_20071119_muslim-leaders_ge.html

The Royal Aal al-Bayt Institute for Islamic Thought

The Royal Islamic Strategic Studies Centre is affiliated with it.

The late King Hussein Bin Talal established the Institute in 1980, and entrusted it to Prince al-Hassan Bin Talal. It passed on to crown prince Hamzah Bin Al-Hussein on August 8, 1999 and then to prince Ghazi bin Muhammad, who is the Chair of the Board of Trustees.

http://en.wikipedia.org/wiki/Royal_Islamic_Strategic_Studies_Centre

Medium-Term Projects:

A. Treatment of Non-Muslims in Islam

B. Shura (Consultation) in Islam

C. Financial Administration in Islam

D. Arab and Islamic Education: Institutions and Practices

E. Development from an Islamic Perspective

http://www.aalalbayt.org//en/projectsprevious.html

The Royal Islamic Strategic Studies Centre (RISSC)

http://www.rissc.jo/

[25] Hinder: Am Dialog zwischen Christen und Muslimen führt kein Weg vorbei, auch wenn das unterschiedliche kollektive Gedächtnis der Christen und der Muslime das gegenseitige Verstehen oft schon im Ansatz erschwert. Der Abbau von Misstrauen durch das Kennenlernen der je anderen und dessen, was sie glauben, ist unabdingbare Voraussetzung für einen Dialog, der noch über viele Stolpersteine führen wird. Der Dialog kann gelingen, wenn wir erkennen, dass wir es bei den anderen mit echter Religion zu tun haben, das heißt mit Menschen, die nicht sich selbst und ihre Eigeninteressen an die erste Stelle setzen, sondern radikal auf Gott bezogen sind – auch wenn sie diesen Gott unterschiedlich verstehen. (…)

Als Apostolischer Vikar von Arabien bin ich zuständig für alle Katholiken in Bahrain, Jemen, Katar, Oman, Saudi Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Es handelt sich ausschließlich um Ausländer aus der ganzen Welt, vor allem aus Indien, den Philippinen und arabischen Ländern der Levante. Ihre Zahl beträgt wenigstens zwei Millionen. Ich habe die Seelsorge der Gläubigen so gut wie möglich zu garantieren.

bei kath.net (Katholische Nachrichten) 21. Januar 2010

http://www.kath.net/detail.php?id=25328

[26] Ruhollah Chomeini: Kašf al-asrār, Enthüllung der Geheimnisse. Das strengstens schariatreue Frühwerk des 25 Jahre alten Theologen stammt aus dem Jahre 1942 oder 1943. Nur mit Mühe lassen sich im Internet kurze Zitate aus ihm finden, eine Herrschaft des Höchsten Rechtsgelehrten (Velayat-e Faqih) war für Chomeini damals noch nicht Ziel. Der Buchtitel wird wiedergegeben als Kashf-e Asrar, Discovery of Secrets, Uncovering of Secrets, Secrets Unveiled, dévoilement des secrets.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sadegh_Khalkali

Chomeini und die Fadayan-e Islam (dt. auch Fedajin-e Islam). Im Kashf-e Asrar schreibt Ruhollah Chomeini: Das Blut aller Islamkritiker muss vergossen werden!

Its first assassination was of a nationalist, anti-clerical, Iranian author named Ahmad Kasravi, who was shot and killed in 1946. Kasravi is said to have been the target of Ayatollah Khomeini’s demand in his first book, Kashf al Asrar (Key to the Secrets), that „all those who criticized Islam“ are mahdur ad-damm, (meaning that their blood must be shed by the faithful).

http://en.wikipedia.org/wiki/Fada%27iyan-e_Islam

Notes on „Kashf al-Asrar“ … Khomeini’s pamphlet was vitriolic both in sentiment and tone and amounted to a virtual death sentence on Kasravi. Without naming the guilty intellectual, Khomeini denounced all those who criticized Islam as mahdur ad-damm, meaning that their blood must be shed by the faithful.

http://gemsofislamism.tripod.com/khomeini_works.html

And from that which is agreed upon is that the Harbī is one whose blood is spilled with impunity (Mahdūr Ad-Damm).

aus: At-Tibyān Publications: Essay Regarding the Basic Rules [Aṣl] of the Blood, Wealth, And Honour oft he Disbelievers

http://www.scribd.com/doc/19236895/Essay-Regarding-the-Basic-Asl-of-the-Blood-Wealth-And-Hono

Qadir Awdah sagt über den Muharib: Das worüber Einstimmigkeit herrscht ist das man das Blut von einem Harbi ungestraft vergießen darf (mahdur ad-Damm).

aus: Thomas Tartsch: Ǧihād aṣ-ṣaġīr: Legitimation und Kampfdoktrinen; Ein Beitrag zum Zusammenhang zwischen Religion und religiös-rechtlich legitimierter Gewalt (p 94)

http://books.google.de/books?id=-PTftyJofqgC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Khalkhali is known to have been one of Khomeini’s circle of disciples as far back as 1955 and is reported to have reconstructed the former secret society of Islamic assassins known as the Fadayan-e Islam after its suppression, but was not a well-known figure to the public prior to the Islamic Revolution.

On February 24, 1979, however, Khalkhali was chosen by Ayatollah Khomeini to be the Sharia ruler or head the newly established Revolutionary Courts, and to make Islamic rulings. In the early days of the revolution he sentenced to death „hundreds of former government officials“ on charges such as „spreading corruption on earth“ and „warring against God.“ Most of the condemned did not have access to a lawyer or a jury.

http://en.wikipedia.org/wiki/Sadegh_Khalkhali

Ayatullah Khomeini in his book „Kashf al Asrar“ after quoting the Ayah (Alyawma akmaltu lakum……) said:

((This day have I perfected your religion for you, completed My favour upon you, and have chosen for you Islam as your religion. But if any is forced by hunger, with no inclination to transgression, God is indeed Oft-forgiving, Most Merciful))

And it is clear that if the Prophet had delivered the message of Imamah as Allah ordered and if he had placed some effort in this matter, Many Battles and conflicts would not have taken place in the Islamic world, nor would we have many differences in The Usool and Fouru’u of this religion.

Source: Kashf al Asrar, Rooh Allah al Khomeini, Translated by Dr. Muhammad Albandari, third print 1988, Dar Ammar for publishing and distribution Amman.

http://de-de.facebook.com/note.php?note_id=197397700320832

Kashf al-Asrar is written in Persian language in 1942. Dr. Muhammad al-Bandari (we don’t know who is he) translated this into arabic and the book printed in Jordan with taleeq of Salim al-Hilali. …

Right english translation:

And it is clear that if the Imamat were as Allah had ordered, Prophet (s) propogated and had done efforts for it, then these fights and quarrels wouldn’t have occurred in the Islamic countries, and neither would there have been differences in usoolud-deen and the furood-deen).

Judge yourselves.

http://www.shiaforums.com/vb/f195/tahrif-mam-khomeinys-book-kashf-al-asrar-10651/

[27] Vogels Ansichten gelten als integrations- und verfassungsfeindlich.

Beobachter betrachten seine Ideologie, die sich streng am Koran orientiert und derzufolge Nicht-Muslime in der Hölle landen, als Wegbereiter für Gewalt befürwortende Auslegungen des Islam. Vogel selbst hat Gewalt und Terror allerdings immer ausdrücklich abgelehnt. In die Schlagzeilen geriet der einstige Boxer, der auch unter dem Namen Abu Hamza auftritt, zuletzt, als er bei einer Ansprache in Mönchengladbach Kanzlerin Angela Merkel riet, in Problemvierteln in Neukölln die Scharia einzuführen.

Vogel war in der Vergangenheit mehrfach mit seiner radikalen Haltung aufgefallen. Im vergangenen Jahr richtete er etwa an Bundeskanzlerin Angela Merkel, nachdem sein Verein „Einladung zum Paradies“ durchsucht worden war, die Worte: „Wenn ihr sterbt, und ihr habt den Islam nicht angenommen, dann werdet ihr für Ewigkeit in die Hölle gehen und dort Qualen erleiden, die schlimmer sind als alle Qualen, die ihr euch überhaupt vorstellen könnt.“

aus: DER TAGESSPIEGEL 01.12.2010

http://www.tagesspiegel.de/berlin/scharia-zum-weihnachtsfest-bekannter-islamist-kommt-nach-neukoelln/3583784.html

Vorbeter Pierre Vogel ist überzeugt, dass das islamische Rechtssystem, die Scharia, „von Menschen gemachten Gesetzen“ überlegen ist: „Wenn Allah befiehlt, dass ein verheirateter Ehebrecher und eine Ehebrecherin gesteinigt werden, dann ist das richtig, dass derjenige, der diesen Befehl bekommen hat, wie der Prophet Mohammed, dass er es macht.“

Den entscheidenden Satz spricht der Mann mit dem langen weißen Gewand und dem ungestutzten Bart nach exakt 38 Minuten und 50 Sekunden: „Der Islam ist mit der Demokratie nicht kompatibel.“ [Islam is not compatible with democracy, s. u.]

Abdur Raheem Green, so heißt der Prediger, blickt in die Gesichter seiner Zuhörer und schweigt für einen Moment. Er hat lange auf diesen Satz hingearbeitet, hat den Begriff der Demokratie als Herrschaft des Volkes mit „von Menschen gemachten Gesetzen“ definiert, den Islam dagegen als die bedingungslose und ausschließliche Unterwerfung unter die Gesetze Allahs. Nun soll sich die Schlussfolgerung, dass beides nicht zueinander passen kann, in den Köpfen seiner Zuhörer festsetzen.

Green gilt als einer der weltweit profiliertesten Prediger der fundamentalistischen Bewegung des Salafismus. Über die Unvereinbarkeit von Demokratie und Islam sprach er zuletzt vor mehreren tausend Menschen in Indien. Nun will er seine Ansichten auch den deutschen Muslimen vermitteln: Bei einem Auftritt am 29. Mai in der Nähe von Koblenz. …

Wie ein „rechtgeleiteter“ Muslim sein sollte, vermittelt der einstige Boxer wie kein anderer deutscher Salafisten-Prediger. Mit dem roten Rauschebart und dem Szene-typischen weißen Gewand sieht er fast zum Knuddeln aus. Seine Zuhörer umarmt er im übertragenen und gerne auch im wörtlichen Sinne als „meine Brüder“. Wenn es darauf ankommt, kann er aber auch laut werden: „Wenn Sie, Frau Merkel, oder auch ihr Verantwortungslosen vom Verfassungsschutz (…) heute sterbt, ohne den Islam angenommen zu haben (…), dann werdet Ihr danach für alle Ewigkeiten in die Hölle gehen.“ …

Mit Abdur Raheem Green hat sich Vogel für den Auftritt in Koblenz dagegen einen Fundamentalisten eingeladen, dessen Vorträge fast schon philosophisch wirken. Der Islam ist für den 46-Jährigen mehr als eine Frage des Glaubens. Green meint, die Existenz Allahs beweisen zu können. Damit füllt er weltweit große Säle.

Green argumentiert fundamentalistisch, versteht es im Rahmen seiner radikalen Auslegung des Koran aber auch zu differenzieren. Vieles in den westlichen Staaten sei problemlos mit dem Islam – so wie er ihn versteht – vereinbar. Letztlich bestehe aber kein Zweifel, dass „Muslime Allahs Scharia in ihren persönlichen Leben implementieren müssen“. Das Leben in einem westlichen Staat mache einen Muslim noch zwar nicht zum Ungläubigen. Nach Gesetzen zu leben, die denen der Scharia widersprächen, sei aber eine klare Sünde.

aus: Kampf für die Scharia, domradio 29.4.2011

http://www.domradio.de/aktuell/73193/kampf-fuer-die-scharia.html

Green: „Der Islam ist mit der Demokratie nicht kompatibel. Islam is not compatible with democracy.“

ausführlicher zitiert:

The preacher, Abdur Raheem Green, has stated that “Islam is not compatible with democracy.“ He also says that a husband has the right to administer „some type of physical force… a very light beating” to his wife, to prevent her from committing “evil.”

aus: Andrew Gilligan: Lutfur Rahman council promotes extremist preacher who supports wife-beating

in: THE TELEGRAPH 09.11.2010 (man lese dort weiter zu Zakir Naik)

http://blogs.telegraph.co.uk/news/andrewgilligan/100062902/lutfur-rahman-council-promotes-extremist-preacher-who-supports-wife-beating/

Demokratie ist eine Strafe Gottes! New York: Sufi Muslim Leader „Democracy Is Punishment From Allah“

http://mypetjawa.mu.nu/archives/208342.php

Der Sufi-Scheich versteht den Islam völlig richtig: DAS KALIFAT IST DIE RECHTE WEISE ISLAMISCHEN REGIERENS; man beachte dabei den Aufruf zur Wiedererrichtung der Islamischen Nation, „nation of Islam“ ist natürlich das Kalifat.

KHILAFAT IS THE RULING SYSTEM OF ISLAM.

Since when that came down? Since when that sickness of Democracy entered. They removed the Khilafat, they removed the ruling system of Islam and they brought Democracy … And they separated the one nation of Islam into nationalities saying to the Turks, ‘You have your own flag’, saying to Egyptians, ‘You have your own flag’, to Syrians, ‘You have your own flag’, to Pakistanis ‘Your own flag, your own flag’ and everyone raised their nationalism before Islam.

Sheykh Abdul Kerim al-Hakkani al-Kibrisi

Osmanli Naksibendi Hakkani Dergahi, Siddiki Center, New York

https://inspirations786.wordpress.com/2011/06/21/khilafat-is-the-ruling-system-of-islam/

we are living in the time of second Jahiliyah,which is worse than the first Jahiliyah

Du hast ein Diplom von der Universitäts Satans. You have a diploma from Sheytan university.

http://sohbetmulti.wordpress.com/2011/12/05/we-are-living-in-the-time-of-second-jahiliyahwhich-is-worse-than-the-first-jahiliyah/

Worldwide Naksibendi Leader: Mevlana Shaykh M. Nazim al-Hakkani al-Kibrisi

The Grandsheykh of the Naks-I’bendi Hakkani Tarikat is Sultan Evliya Mevlana Seyh Muhammad Nazim al-Hakkani el-Kibrisi. His deputy, Sheykh Abdul Kerim al-Kibrisi, established the Osmanli Naks-I’bendi Hakkani Dergahi in the Catskill Mountains of New York in 2002, after a quarter century of leading tarikat activities in New York City. The makam (shrine) of Grandsheykh Abdullah Daghestani, may Allah bless his secret, is on the dergah land.

http://sohbetmulti.wordpress.com/about/

Das Kalifat ist im Islam Pflicht … den Ungläubigen ist es gelungen, unser System, das Kalifat, von unserem Alltag und Leben zu trennen.

Urgently Wanted: One Good Khaleef to unite the Ummah

Islamic Evidences for the Obligation of the Khilafah

Islam has been reduced to merely a state „religion“ and Secularism is hailed as the states Ideology. The Kuffar succeeded in divorcing our system, the Khilafah, from our lives.

http://www.themodernreligion.com/pol/khaleef-wanted.html

The Modern Religion, mit Durchklick zu ZAYTUNA INSTITUTE

http://www.themodernreligion.com/

ZAYTUNA INSTITUTE (Berkeley, Kalifornien, USA)

http://www.zaytunacollege.org/about/our_mission/

http://www.zaytunacollege.org/about/

[28] Seyyed Hassan Taqizadehs Vater war ein schiitischer Geistlicher, der in seinem Sohn ebenfalls einen Geistlichen sah. Ab seinem 5. Lebensjahr begann Seyyed Hassan seine Ausbildung mit Koranstudien, Astronomie und Arabisch. Darüber hinaus bildete er sich in traditioneller Medizin aus. Diese traditionelle Ausbildung wurde von seinem Vater überwacht und gefördert. Heimlich lernte er französisch und später in der American Memorial School englisch und beschäftigte sich intensiv mit der europäischen Literatur. Mehrere Jahre lebte er ein Doppelleben. Tagsüber besuchte er das schiitische Seminar und abends beschäftigte er sich mit der Geistesgeschichte des Westens und mit neueren iranischen Veröffentlichungen, die Moderne und Veränderung auch im Iran forderten. (…)

Ab 1904 begab sich Taqizadeh auf eine Bildungsreise. Er besuchte alle bedeutsamen Städte des Nahen Ostens (Istanbul, Damaskus und Kairo) sowie die Kaukasusregion. Er traf Schriftsteller und Wissenschaftler und kehrte mehr denn je überzeugt von seinen politischen Ideen, der Iran müsse sich durch eine Hinwendung zu westlichen Ideen erneuern, zurück in den Iran. Dort war inzwischen die Konstitutionelle Revolution ausgebrochen, was zunächst einmal dazu führte, dass sein Buchladen in Tabriz von seinen Gegnern niedergebrannt worden war. Taqizadeh unterstützte die Revolution und wurde nach der Gründung des ersten Parlaments 1906 als Abgeordneter von Tabriz gewählt. Taqizadeh wurde Anführer einer radikalen Fraktion, die für eine Ergänzung der 1906 verabschiedeten Verfassung eintrat. Er entwarf die die Verfassung ergänzenden Artikel, in denen es um die Ausgestaltung der Bürgerrechte und der Teilung der Gewalt zwischen Regierung, Parlament und Rechtsprechung ging. Damit stellte er sich klar gegen die Geistlichkeit, die in der Verfassungsänderung vor allem auf die Vereinbarkeit der vom Parlament verabschiedeten Gesetze mit dem Islam abzielte.

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Seyyed_Hassan_Taqizadeh&stable=0&shownotice=1&fromsection=Kindheit_und_Jugend

„outwardly and inwardly, in body and in spirit, Iran must become Europeanized“

Ḥasan Taqizādeh (1878-1970)

http://en.wikipedia.org/wiki/Hassan_Taqizadeh

[29] Bab-e Sayyad, AMU-Haupteingang

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/6/6c/Bab-e-Sayyad.jpg

AMU-Moschee

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/64/Aligarh_Muslim_University_Masjid.jpg

Der Indo-Islamische Denker Sir Sayyid Ahmad Khan (Saiyid Aḥmad Ḫān, 1817-1898)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/a5/Sayyid_Ahmad_Khan.jpg

http://farm4.static.flickr.com/3570/3517170176_828ae38c18.jpg

Er begann 1837 in der Verwaltung zu arbeiten, stieg in der Hierarchie der Kolonialbehörde rasch auf und war bei Ausbruch des Aufstands 1857 in Bijnor nordöstlich von Delhi stationiert. Wie viele Muslime in britischen Diensten, brachte der Aufstand einer Allianz indischer Militärs mit Vertretern der alten Elite gegen die Briten auch Sayyid Ahmad Khan in Loyalitätskonflikte, die er aber durch die Rettung britischer Kollegen vor den Übergriffen der Aufständischen zu Gunsten seiner Arbeitgeber entschied. Auf der Seite der Aufständischen kämpften einige seiner engsten Freunde, zu den Opfern zählten Mitglieder seiner eigenen Familie. …

Obwohl Khan schon zuvor an den Vorrang der Briten gegenüber den Indern geglaubt hatte, überzeugte ihn eine Englandreise 1870 restlos von deren technischer und moralischer Überlegenheit, die ihre Kolonialherrschaft in Südasien rechtfertigte. Khan war sich sicher, dass nur die Kenntnis der Errungenschaften der Europäer es der Elite der indisch-muslimischen Gemeinschaft in Zukunft ermöglichen würde, an der Fortschrittlichkeit einer neuen, westlich geprägten Gesellschaft in Südasien partizipieren zu können.

Aufgrund dieser Überzeugung hielt es Khan für überaus wichtig, sich mit den kommenden Herrschern zu verbünden und so der Hindumehrheit zu begegnen. Seine Ansichten zur Unterschiedlichkeit von Hindus und Muslimen sind von Vertretern eines separaten Muslimstaats Anfang des 20. Jahrhunderts als eine frühe Version der Zwei-Staaten-Theorie vereinnahmt worden, führten Ende des 19. Jahrhunderts aber vor allem zu Sayyid Ahmad Khans Ablehnung des Indian National Congress (INC) als einer Organisation der Hindumehrheit.

Westliche Bildung und die Kenntnis der englischen Sprache, die in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts zur Verkehrssprache Britisch-Indiens erklärt worden war, erkannte Khan als die Schlüsselqualifikationen für die einflussreichen Posten der neuen Gesellschaft. …

Da sie die Glaubensgrundsätze des Islam für unvereinbar mit den naturwissenschaftlichen, philosophischen und literarischen Entwicklungen Europas hielt, lehnte jedoch der orthodoxe Teil der muslimischen Bevölkerung „westliche“ Bildung ab. Ein anderer Teil begann aus eben derselben Überlegung heraus, den Islam abzulehnen und sich gen Westen zu öffnen. Beiden Gruppen wollte Sayyid Ahmad Khan mit seiner Islamneuinterpretation zu einem besseren Verständnis des Islam verhelfen. … die neue Muslimelite sollte im neuen System erfolgreich sein, gleichzeitig aber gläubig bleiben können. Umgekehrt sollte seine Interpretation des Korans auf naturwissenschaftlicher Basis auch strenggläubigen Muslimen den Zugang zu westlicher Bildung eröffnen.

Um seinem Anspruch gerecht zu werden, legte Khan 1870 eine Interpretation des Korans vor, die zum einen die grundlegenden, ewigen Prinzipien des Islam offen legte und ihn zum anderen von „abergläubischen irrationalen Tendenzen“ befreite, indem er einen rationalistischen Blick auf die religiösen Vorschriften etablierte. Dies gelang ihm vor allem durch die Trennung der Koranvorschriften in solche, die sich auf soziale und solche, die sich auf religiöse Themen beziehen. Er argumentierte, dass nur die religiösen Vorschriften den ewig wahrhaftigen Kern des Korans ausdrücken, wohingegen sich die sozialen Vorschriften im stetigen Wandel befänden. Die Polygamie beispielsweise sei zwar nicht rundheraus abzulehnen, die geringe Zahl derjenigen, die diese jedoch im Indien des 19. Jahrhunderts praktizierten, beweise ihren unzeitgemäßen Charakter. Auch das Abschlagen der Hand eines Diebes sei nur in solchen Gesellschaften vertretbar, die sich ein „zivilisiertes Gefängnissystem“ nicht leisten könnten. All diese Verhaltensregeln und Rechtsvorschriften müssten an die aktuelle Situation angepasst und gegebenenfalls aufgehoben werden, befand Khan. Mit anderen Worten hielt er eine konservative, wortwörtliche Interpretation der sozialen Vorschriften für nicht zeitgemäß, da ihre Referenzebene stets die historische Situation zur Entstehungszeit des Koran bliebe, sich die Ansprüche an den Glauben seitdem aber massiv verändert hätten.

aus: Maria-Sophia Moritz: Sir Sayyid Ahmad Khan: Eine Islaminterpretation für das 19. Jahrhundert

bei: suedasien.info 11.06.2006

http://www.suedasien.info/articles/1461

[30] Jacques Auvergne: Staat säkularisieren, Politik religiös aufladen: Politik und Staat trennen, um Raum zu schaffen für die Scharia

Zum Redebeitrag des Abdullahi Ahmed An-Na’im: Scharia und Säkularer Staat im Nahen Osten und Europa, den der aus dem Sudan stammende und in den USA lehrende Schariagelehrte und Jurist am 19.05.2009 anlässlich der von der Fritz-Thyssen-Stiftung geförderten dritten Carl Heinrich Becker Lecture im Berliner Wissenschaftskollegium vortrug.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/04/11/225/

[31] Green Lane Masjid & Community Centre (GLMCC, zur oft als Wahhabiten Südasiens titulierten, am Stadtstaat Medina orientierten (salafistischen) Scharia- und Dawa-Bewegung Ahl-i Hadîth).

GLMCC is committed in providing a service to the community in accordance to the teachings and strict adherence to the Quran and authentic Sunnah with the understanding of the Khulafa Rashideen and Salaf-us-Salih.

GLMCC has qualified and well experienced Imams/Scholars and Khateebs who are dedicated in delivering, teaching and spreading the Dawah of Islam in accordance to the methodology of the Salaf.

GLMCC has excellent contacts with illustrious Scholars throughout the world, especially with Saudi Arabia.

http://www.greenlanemasjid.org/About-Us.aspx

Athmosphärisches aus der Green-Lane-Moschee (GLM, zum „Hadith-Volk“ Ahl-i Hadîth)

http://i.ytimg.com/vi/vXh41IM70Qc/0.jpg

Recorded at the ‚From Ignorance to knowledge‘-Conference held at Green Lane Masjid in December 2010

http://www.youtube.com/watch?v=bQl75aJqzmI

Interview with Sheikh Salih As-Sadlan – Green Lane Masjid

http://www.youtube.com/watch?v=s2D5jRvRIfY&feature=relmfu

Aus der Besucherliste

Sheikh Abu Ameena Bilal Philips (Qatar)

Brother Abdur-Raheem Green (UK)

http://www.greenlanemasjid.org/About-Us/Visitors-to-GLM.aspx

[32] „Pan-Islamism is the life blood of Islam“ (February 5, 1910)

„The social regeneration of Islam is the mission of young Turks“ (June 18, 1910)

„The western education has done more harm than good to India“ (July 16, 1910).

„The downfall of Turkish Empire would be a calamity for the entire Muslim world“ (February 15, 1913)

nachzulesen in: R. Upadhyay: ALIGARH MOVEMENT – Could it fulfil the dream of Sir Sayed Ahmed Khan?

Obwohl er die mit der Scharia inkompatible indische Rechtseinheitlichkeit und Bürgerlichkeit zu erstreben scheint (the need of the secular integration of Indian Muslims with rest of the population), betrügt Upadhyay sich oder uns über den bleibend inhumanen und revolutionären Charakter des Islamischen Rechts (Scharia) und tut so, als ob die immer wieder sichtbar werdende desintegrierende (separatistische) Wirkung der AMU eine Art Betriebsunfall darstelle und eine Abkehr von den Idealen des Gründers.

publiziert bei: South Asia Analysis Group 20.02.2003

http://www.southasiaanalysis.org/%5Cpapers7%5Cpaper611.html

Indiens Kalifatsbewegung

The first popular pan-Islamist political movement, the Khilafat movement (1919–1924), emerged in India after World War I, though support for the caliphate locally among Indian Muslims had been gaining momentum throughout the second half of the nineteenth century. Chafing under British occupation and mindful of the glory days of Mogul rule, Indian Muslims directed their spiritual and later political longings toward the remaining seat of independent Muslim rule: the Ottoman caliphate. With the Ottoman Empire in ruins after World War I and the office of the caliph, the caliphate, under threat of extinction, Indian Muslims organized to preserve what many viewed as the last vestige of Islamic unity and power. In 1919 activist groups like the Association of Servants of the Ka’ba and the Council of the All-India Muslim League convened a Khilafat Conference, during which the movement took official form as the All-India Central Khilafat Committee.

The politics of the Khilafat movement were clearly anti-imperialist and pro-independence, which accounts for the popular support it received across Muslim sectarian lines in India and across the Muslim world. Activists within the movement spread their message through publications at home and abroad. Delegations were sent to England, France, and Switzerland to shape public attitudes and government policy regarding the caliphate and the future of Muslim societies. In the end, however, it was not European leaders but the new leaders of Turkey who decided the fate of the movement by adopting a secular path for the nation based on a narrowly conceived ethnic identity—a path that mirrored European strains of nationalism—and then abolishing the office of the sultan in 1922 and that of the caliph in 1924. The Khilafat movement protested Turkey’s actions, but with no power to impose its will and with its reason for existence eliminated, the movement had gradually faded from public view by the late 1920s. Pan-Islamism in India, however, continued to play a part in Muslim cultural and political life, especially the communal debates that resulted in the formation of Pakistan in 1947.

http://science.jrank.org/pages/10588/Pan-Islamism-Khilafat-Movement.html#ixzz1s74LXpNb

Gail Minault: The Khilafat Movement: Religious Symbolism and Political Mobilization in India

http://books.google.de/books?id=gAW8GreFqjkC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

M. Naeem Qureshi: Pan-Islam in British Indian Politics: A Study of the Khilafat Movement, 1918-1924

http://books.google.de/books?id=czKYZPyoyx0C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Auf den ersten Blick Gegenkraft zur Aligarh-Bewegung und Gegenspieler von Ahmed Khan:

Shah Waliullah (Šāh Walīyullāh ad-Dihlawī, 1703-1762)

Er lehnte die unkritische Befolgung (Taqlid) der vier Rechtsschulen ab und forderte stattdessen, dass juristische Auffassungen direkt auf dem Koran und der Prophetenüberlieferung (Sunna) zu beruhen haben. Insofern wurde er Teil einer Gelehrtengeneration, die sich um eigenständige Ansätze für die Glaubenspraxis bemühte. … Seine Einstellung verbindet ihn mit Persönlichkeiten wie Muḥammad bin ʿAlī aš-Šaukānī (1760–1832) und Muḥammad bin ʿAbd al-Wahhāb (1703–1792). …

Die Sufiorden sah er untereinander als ebenbürtig an, da sie nach seiner Auffassung alle jeweils einen Teil der erreichbaren spirituellen Erfahrung innehatten. Ebenso betrachtete er die vier Rechtsschulen des sunnitischen Islams als gleichrangig, wenngleich er selbst von Hause aus der hanafitischen Rechtsschule angehörte. In seinem in Arabisch verfassten Werk Ḥuǧǧatu-l-lāh al-bāliġa hat er die Probleme und das Leben der Muslime in Indien mit Blick auf glaubenspraktische Fragestellungen verarbeitet. Er hat viele Werke in Arabisch und Persisch geschrieben, darunter eine Koranübersetzung ins Persische …

Šāh Walīyullāh war ein Berater der Regierung in Delhi und schätzte den Rohilla-Führer Najib ad-Daula wegen dessen persönlichen Einsatz für den sunnitischen Islam. …

Historisch betrachtet, übten Šāh Walīyullāhs Lehren auf die weitere Entwicklung der Tarīqa-yi Muḥammadīya und der Ahl-i Hadîth in Südasien einigen Einfluss aus.

http://de.wikipedia.org/wiki/%C5%A0%C4%81h_Wal%C4%AByull%C4%81h_ad-Dihlaw%C4%AB

Ahl-i Hadîth

Sie lehnen die vier Rechtsschulen des sunnitischen Islam ab. Sie verwerfen Heiligenverehrung, Gräberkult und musikalische Zeremonien (dhikr) der Sufis, populäre Ausdrucksformen islamischer Religiosität in Indien, Pakistan und Bangladesch. Aus diesem Grund wurden die Ahl-i Hadîth von ihren islamischen Gegnern und den britischen Kolonialherren als Wahhabiten bezeichnet. Zu einer systematischen Zusammenarbeit kam es aber erst nach 1924, davor bestritten viele führende Ahl-i Hadîth jegliche Nähe zu den Wahhâbiten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ahl-i_Had%C3%AEth

Die Ṭarīqa-yi Muḥammadīya ist eine puritanische islamische Bewegung aus Indien, deren Islamverständnis an die Lehren des Šāh Walīyullāh ad-Dihlawī (1703-1763) aus Delhi und deren Vorstellungen in Verbund mit denen des jemenitischen Qāḍī al-Quḍāt von Sanaa ʿAlī aš-Šaukānī (1760-1860) als Vorbild für die bis in die heutige Zeit bedeutsame Ahl-i Hadîth gelten kann.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tar%C3%AEqa-yi_muhammad%C3%AEya

[33] Bei Auslandseinsätzen soll es nach Informationen des SPIEGEL nicht mehr darum gehen, westliche Demokratievorstellungen zu exportieren. Das geht aus dem Entwurf von Leitlinien „für eine kohärente Politik gegenüber fragilen Staaten“ hervor, die das Außen-, Verteidigungs- und Entwicklungsministerium gemeinsam erarbeitet haben.

Ein politisches System sei nur dann überlebensfähig, wenn es auf „lokalen Legitimitätsvorstellungen“ beruhe, heißt es in dem Papier. Daher müsse weitgehend an einheimische Traditionen und Institutionen angeknüpft werden, auch wenn diese nicht denen liberaler Demokratien entsprächen.

Das neue Konzept befürwortet in Einzelfällen sogar die Zusammenarbeit mit korrupten oder gewalttätigen Eliten. Es liege in der Verantwortung der jeweiligen Länder, über ihre Führer und Autoritäten zu entscheiden; die Einflussmöglichkeiten von außen seien begrenzt. „Eine zu dominante Rolle der internationalen Gemeinschaft kann hier sogar schaden“, besagt der Leitlinien-Entwurf.

Die Bundesregierung bekennt sich darin ausdrücklich zum Einsatz militärischer Mittel: „Die Erfahrung internationaler Friedenseinsätze lehrt, dass ein zu Beginn robustes Profil als Erfolgsfaktor gelten kann.“ Auslandseinsätze in den sogenannten fragilen Staaten sollen künftig von einer Task Force unter Führung des Auswärtigen Amts koordiniert werden.

aus: Deutschland ändert Leitlinien der Außenpolitik

DER SPIEGEL 22.04.2012

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,829019,00.html

[34] Charles Darwin ist 2009 in Afghanistan unerwünscht und darf im Schulunterricht überhaupt nicht erwähnt werden. Im Iran müssen die Studenten sich auf eigene Faust Darwins Theorien irgendwo in den abgelegensten Bücherregalen der Bibliothek suchen, für die Karriere nutzbar ist dieses Wissen allerdings nicht (ein wenig wie in Deutschland, wo islamkritisches oder schlicht islambezogenes Wissen, wo nicht störendes, so doch unnützes Wissen ist und mit mit Erfolglosigkeit wenn nicht Arbeitslosigkeit assoziiert wird, Islamverherrlichung hingegen Sex Appeal hat und deinen Job in Wissenschaftsbetrieb oder Pädagogischer Praxis sichert).

Darwin’s theory — published 150 years ago in his book „On the Origin of Species“ — is largely accepted by the scientific community and taught in schools and universities worldwide. (…) Not in Afghanistan and Iran, however. (…)

Many Afghans believe their deeply conservative society is not ready to even consider Darwin’s concept of humans‘ evolution from animals. (…) Afghan schools teach that mankind was created by God and that there is no such thing as evolution. Any other teaching would be seen as a challenge to religion.

aus: Farangis Najibullah: 200th Anniversary Of Darwin’s Birth Won’t Be Marked In Kabul Or Tehran

Radio Free Europe 11.02.2009

http://www.rferl.org/content/Anniversary_200_Darwins_Birth_Wont_Be_Marked_In_Kabul_Or_Tehran/1491528.html

[35] Scharian, Hisba und Kalifat vielleicht bis ja, aber bitte nur aus religiöse Gründen!

Ordnung

des konfessionellen Beirats

für Islamische Theologie

der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

vom 21. Dezember 2011

In der Absicht, die institutionellen Voraussetzungen für die Einrichtung bekenntnisgebundener Studiengänge in Islamischer Theologie und für die Ausbildung von Religionslehrerinnen und Religionslehrern zu schaffen, erlässt die Westfälische Wilhelms- Universität Münster im Benehmen mit dem Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) die nachfolgende Ordnung zur Errichtung eines Beirats für Islamische Theologie.

1. Teil: Aufgaben

§ 1 Aufgaben

Der Beirat soll die Anliegen und die Interessen der islamischen Glaubensgemeinschaften bei der Errichtung und Ausgestaltung Islamischer Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität vertreten. Die Mitwirkung des Beirats vollzieht sich nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen.

§ 2 Mitwirkung in Bezug auf theologische Studiengänge, Lehrstühle und Einrichtungen

(1) Die Westfälischen Wilhelms-Universität hat vor der Errichtung oder Änderung eines islamisch-theologischen Studienganges sowie bei bekenntnisrelevanten Fragen der Organisation und Binnenstruktur von Einrichtungen für Islamische Theologie das Einverständnis des Beirates einzuholen.

(2) Das Einverständnis kann nur aus religiösen Gründen verweigert werden. Die Gründe sind in die Niederschrift aufzunehmen.

§ 3 Mitwirkung bei der Erarbeitung von Studieninhalten

(1) Vor Erlass und Änderung von Studien- und Prüfungsordnungen ist das Einverständnis des Beirates einzuholen.

(2) Das Einverständnis kann nur aus religiösen Gründen verweigert werden. Die Gründe sind in die Niederschrift aufzunehmen.

§ 4 Mitwirkung bei Personalentscheidungen

(1) Vor der Berufung oder Anstellung einer Dozentin/eines Dozenten mit selbständigen Lehraufgaben hat die Rektorin/der Rektor nach Abschluss des hochschulinternen Auswahlverfahrens, das ausschließlich wissenschaftlichen Kriterien folgt, das Einverständnis des Beirates hinsichtlich der Person auf der Liste einzuholen, welcher der Ruf erteilt werden soll. Entsprechendes gilt bei der Erteilung eines Lehrauftrags durch den Fachbereich. Das Einverständnis darf nur aus religiösen Gründen, die sich auf Lehre oder Lebenswandel beziehen, verweigert werden. Vor einer negativen Entscheidung des Beirats ist die/der Betroffene anzuhören. Die Gründe sind in die Niederschrift aufzunehmen.

(2) Beanstandet der Beirat nachträglich die Lehrtätigkeit einer/eines angestellten oder berufenen Dozentin/Dozenten aus religiösen Gründen, so trägt die Westfälische Wilhelms-Universität dafür Sorge, dass die/der Betroffene nicht mehr im Bereich der Islamischen Theologie unterrichtet. Absatz 1 Satz 4 und 5 gelten entsprechend.

http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/wwu/ab_uni/ab2012/ausgabe03/beitrag_02.pdf

§ 132a Übergangsvorschriftzur Einführung von islamischem Religionsunterricht (zum 1. August 2012 in Kraft)

(4) Das Ministerium bildet einen Beirat, der die Anliegen und die Interessen der islamischen Organisationen bei der Einführung und der Durchführung des islamischen Religionsunterrichts nach Absatz 1 als ordentliches Unterrichtsfach vertritt. Der Beirat stellt fest, ob der Religionsunterricht den Grundsätzen im Sinne des Artikels 7 Absatz 3 Satz 2 Grundgesetz entspricht. Er ist an der Erstellung der Unterrichtsvorgaben, der Auswahl der Lehrpläne und Lehrbücher und der Bevollmächtigung von Lehrerinnen und Lehrern zu beteiligen. Eine ablehnende Entscheidung ist nur aus religiösen Gründen zulässig, die dem Ministerium schriftlich darzulegen sind.

(5) Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:

1. vier theologisch, religionspädagogisch oder islamwissenschaftlich qualifizierte Vertreterinnen und Vertreter der organisierten Muslime, die von den islamischen Organisationen in Nordrhein-Westfalen oder von deren Zusammenschluss bestimmt werden,

2. vier weitere Vertreterinnen und Vertreter, und zwar jeweils zwei theolo¬gisch, religionspädagogisch oder islamwissenschaftlich qualifizierte muslimische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und zwei muslimische Religionsgelehrte, die vom Ministerium im Einvernehmen mit den islamischen Organisationen in Nordrhein-Westfalen oder deren Zusammenschluss bestimmt werden.

http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/Gesetze/Schulgesetz.pdf

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 21. Dezember 2011 hat der Landtag mit einer großen Mehrheit das „Gesetz zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts als ordentliches Lehrfach2 verabschiedet. Für über 320.000 Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens in Nordrhein-Westfalen und ihre Eltern ist das ein wichtiges Zeichen für mehr Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe und eine Möglichkeit, religiöse Bildung im Rahmen der Schule wahrzunehmen. (…)

Die Islamkundelehrkräfte werden gebeten, beim Beirat als dem Kooperationspartner des Landes in religiösen Belangen formlos und schriftlich die Lehrerlaubnis für das Fach „islamische Religionslehre“ zu beantragen. Vorläufiger Ansprechpartner ist der Geschäftsführer des Beirats: ahmet@uenalan.com. [Ahmet Ünalan, s.u.] Die Zuteilung der Lehrerlaubnis ist Voraussetzung für die Teilnahme an einer dienstlichen Unterweisung, in der die theologischen und religionspädagogischen Inhalte des neuen Unterrichtsfachs thematisiert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie im Anhang. (…)

Sylvia Löhrmann

Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen

http://www.schulministerium.nrw.de/SV/Schulmail/Archiv/1203062/index.html

Dr. Ahmet Ünalan, Studienrat an der Theodor-König-Gesamtschule in Duisburg

http://www.schulministerium.nrw.de/SV/Schulmail/Archiv/1203062/

Herr Dr. Ahmet Ünalan, Schulministerium NRW, Düsseldorf. Moderation: Herr Ulrich Kober, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh.

Dokumentation des 2. Integrationskongresses OWL am 05.11.2008, Beiträge aus Forum 1: „Gleicher Zugang zur Bildung – ein Traum?“

http://www.guetersloh.de/Z3VldGVyc2xvaGQ0Y21zOjEyODgz.x4s

Der Zusammenhang zwischen der Bertelsmann-Stiftung und einem die Macht ergreifenden Scharia-Islam ist immer einen Blick wert. Und tatsächlich, zufällige Namensgleichheit oder nicht: Dr. Ahmet Ünalan, European Turkish Union, Duisburg. Fehlt nicht auf der Liste: „Lamya Kaddor, Verein der Lehrer(innen) für Islamkunde in deutscher Sprache, Duisburg“

in: Leadership-Programm für junge Führungskräfte aus Migrantenorganisationen: „Die Brückenbauer der Integration stärken“, Teilnehmerliste 2007/2008

http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_25219_29212_2.pdf

Wohl gar kein Zufall, European Turkish Union (ETU) führt unsere Internetsuche rasch zum hessischen CDU-Politiker Yaşar Bilgin und damit zu den rechtsradikalen türkischen und auslandstürkischen Grauen Wölfen, den Parteigängern der rassistischen und gewalttätigen MHP (Milliyetçi Hareket Partisi).

Yaşar Bilgin (* 12. April 1950 in Mersin, Türkei) ist ein deutscher Mediziner und Politiker. Der Professor im Fach Kardiologie ist seit 2002 kooptiertes CDU-Mitglied und Mitglied im Landesvorstand der CDU Hessen. …

Ende Mai 2009 wurde bekannt, dass Bilgin eine Todesanzeige für den rechtsextremen türkischen Politiker Muhsin Yazicioglu geschaltet hat, in der er diesen als bedeutende Persönlichkeit würdigt. In diesem Zusammenhang wurde ebenso behauptet, der CDU-Politiker habe den ehemaligen Deutschland-Chef der Grauen Wölfe, Musa Serdar Celebi, in einer Hürriyet-Annonce als „teuren Freund“ bezeichnet.

Als besonders bemerkenswert in diesem Zusammenhang wurde erwähnt, daß Bilgin Mitglied im Forum gegen Rassismus beim Bundesministerium des Innern sowie Vorsitzender der European Turkish Union ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ya%C5%9Far_Bilgin

06.08.2004 – HP genel başkanı Başbuğ Alpaslan Türkeş’in vefatından sonra , bozkurtlar guruplara ayrılıp. Tefrikaya düştüler!

3 milyon Türk’ün yaşadığı Almanya’da 100 bin civarında çeşitli ülkücü dernek ve federasyonlara kayıtlı ülkücü var.

Alpaslan Türkeş zamanında 1970 de Türk Federasyonu adı altında ilk derneklerini kuran bozkurtlar, daha sonra ilk firesini vererek Avrupa Türk İslam Birliği (ATİB) i kurdular. Mehmet Ali Ağca davasında yurt dışında yargılanan Musa Serdar Çelebi’nin onursal başkanlığını yaptığı ATİB’in halen genel başkanı Fikret Ekin.

Bir müddet sonra Çelebi’nin liderliğindeki ATİP’de fire verdi. Burdan ayrılan gurup Büyük Birlik Partisi (BBP) ne yakın olan Avrupa Türk Kültür Dernekleri Birliği (ATB) yi kurdu. …

Resim’de: Türkiye’nin Avrupa Birliği’ne girmesi ve müzakere tarihi verilmesi için , kısa adı ETU olan (European Turkish Union) sivil toplum hareketinde de görevli olan iş adamı Binat Doğan görülüyor.

http://www.haber3.com/mhpliler-almanyada-3-teskilatta-calisiyor-15790h.htm

Avrupa Türk Kültür Dernekleri Birliği (ATB), 1992 mit Sitz in Frankfurt gegründet, ist dem Ülkücü-Spektrum (Ülkücü heißt Idealisten und meint Rassisten / antikurdisch-antisemitische Graue Wölfe) zuzurechnen und zusätzlich so etwas wie die Deutschlandorganisation der äußerst rechtsextremistischen BBP (siehe unten). ATIB und ATB sind neben allem Nationalismus islamisch-schariatreu. Nachzulesen auf Seite 3 und 4 der Broschüre Wer sind die „Grauen Wölfe“?, Ministerium für Inneres un Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/UElkuecue-Broschuere_01.pdf

Avrupa Türk Kültür Dernekleri Birligi (ATB), die Derwisch-Bruderschaft der Kadiri, ein gewisser Zülfü Canpolat und die heutige, nationalistische bis rassistische türkische Filmproduktion. »Kurtlar Vadisi – Filistin« ist der Originaltitel von »Tal der Wölfe – Palästina«.

zum Weiterlesen: Pascal Beucker: Die Wölfe und ihre Brüder

in: Jungle World 03.02.2011

http://www.beucker.de/2011/juwo11-02-03.htm

Avrupa Türk-İslam Birliği (ATİB – „Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e.V.“) … Der Verband entstand nach der Abspaltung einer Gruppe von Mitgliedsvereinen der Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland (ADÜTDF) im Oktober 1987. … Da es sich bei der ADÜTDF um die Auslandsorganisation der Grauen Wölfe handelt, wird ATİB auch heute noch mit diesem Begriff in Verbindung gebracht. Der Verband weist diese Vorwürfe zurück und hat sich von den Gewalttaten der Grauen Wölfe in den siebziger Jahren in der Türkei und der Bundesrepublik distanziert. Eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz findet nicht statt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Avrupa_T%C3%BCrk-%C4%B0slam_Birli%C4%9Fi

Büyük Birlik Partisi (BBP, deutsch: Partei der Großen Einheit) ist eine islamistische und nationalistische politische Partei in der Türkei. Ihr Gründungsvorsitzender Muhsin Yazıcıoğlu starb im März 2009 bei einem Hubschrauberabsturz.

http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCy%C3%BCk_Birlik_Partisi

Zeichen der Grauen Wölfe (MHP)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0d/MHP_flag.svg

Dieselbe bei Sylvia Löhrmann zu findende Mail gibt oder gab es bei der Universität Duisburg-Essen: Ahmet Ünalan, „Lehrbeauftragter, Institut für Pädagogik“

http://www.esl.uni-due.de/redtape/prueverz.pdf

Uni Duisburg-Essen

http://www.esl.uni-due.de/coat.php?offnr=2031

Namensgleichheit Zufall?

Ahmet Ünalan: Rechtliche Anerkennung der muslimischen Glaubengemeinschaften als Religionsgemeinschaften

in: Hüseyin KURT, Edmund WEBER (Hg.): Die Zukunft der Muslime in Deutschland (Reihe: Theion – Band 26)

http://www.peterlang.com/index.cfm?event=cmp.ccc.seitenstruktur.detailseiten&seitentyp=produkt&pk=57897

Die Mitglieder des Beirats

Die islamischen Organisationen haben folgende Vertreterinnen und Vertreter für den Beirat bestimmt: Herrn Mehmet Soyhun (Theologe, Landesdialogbeauftragter DITIB), Herrn Burhan Kesiçi (Politikwissenschaftler und Islamischer Religionslehrer), Frau Nigar Yardım (Theologin, Integrations- und Frauenbeauftragte des VIKZ) und Frau Eva El-Shabassy (Zentralrat der Muslime, Beauftragte für Pädagogik und Religionsunterricht, Grundschullehrerin).

Das Ministerium entsendet folgende Vertreter: Herrn Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Professor für Islamische Religionspädagogik am Centrum für Religiöse Studien an der Universität Münster), Frau Hanim Ezder (Islamwissenschaftlerin aus Köln), Frau Tuba Isik-Yigit (Doktorandin am Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften an der Universität Paderborn) und Herrn Sami Alphan (Islamwissenschaftler, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln).

aus: MIGAZIN 22.02.2012

http://www.migazin.de/2012/02/22/nrw-und-krm-einigen-sich-auf-beirat/

[36] Allahkrat Sayyid Qutb gibt sich antikolonial: „The British exploited our country, made it poor to the stage that a farmer cannot live as a human being. They spoiled the country in the shares of the Suez Canal, in the price of cotton, and in exports during and after the war.“ (p 114)

aus: Sayed Khatab: The Political Thought of Sayyid Qutb: The Theory of Jahiliyyah

http://books.google.de/books?id=HBh_IPtUGnQC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[37] Die heilsgefährdende Ordnung, Batıl Düzen, gibt es nicht nur bei Necmettin Erbakan (Islam pur, also Scharia ohne Ekstase), sondern auch bei den amerikanischen „Mystikern“ des Sufismus (Scharia plus Ekstase) der Naqschbandi:

There is Haqq and Batil, the Truth and false. Either we are on the side of Truth or we are on the side of false. The people who are on the side of Truth have to be on the same road. They have to understand each other. They have to respect their ways. The people who are representing false, they are all together anyway. They are eating each other but they are all together in front of us.

This is the worst time that happened to Muslims about which Holy Prophet (saw) is saying, “The second Jahiliyya is going to be worse than the first one.” And this is what we are facing today. The second Jahiliyya time. He said that it is because people in the second Jahiliyya time will know certain knowledge and they are not going to accept anything from anyone.

In the first Jahiliyya time people were ignorant. When someone from the Sahabi spoke to them, they were sitting and listening and comparing it with what they know. And so many were accepting. That was a Jahiliyya time, the first Jahiliyya, where Holy Prophet (saw) came only one person and then hundreds and thousands of people started following. Those people were against the Holy Prophet (saw) because they did not have any knowledge of what he brought. They were holding on to their traditions only. They were ignorant people. They did not know any better. …

Holy Prophet (saw) is saying that the Ahir Zaman, the End of Times, the second Jahiliyya time is going to be worse than the first because people are going to study the religion, they will know how to read and write but they are not going to accept anything, they are not going to accept anybody. They are just going to accept what is only for them, what is their understanding from what they read and write. So in this time people read and write. Millions read and write. …

As everyone of you know, by the law of the government today you have to send your children to school. They have to learn how to read and write. But learning how to read and write is not giving them any knowledge or wisdom. …

But no school is teaching anything about Holy Prophet (alayhi salatu wa salam). With the Jews it is the same thing. They are not teaching about Moses or the Tewrat. So everywhere in the world they are concentrating to teach people Darwinism. Evolution.

So Prophet (saw) is saying, “The second Jahiliyya is going to be worse than the first one.” That is what we see. Not by individual ignorance but by general ignorance. …

Time is up for Maghrib [Anm. Sägefisch: der „Westen“, Maghreb bedeutet im Islam aber auch das Exil oder die Fremde und ist hier ein Aufruf zur Abschottung (Segregation) nach der Anweisung: Islam began strange, and it is going to end strange. This is what Holy Prophet is saying].

aus einer Sohbet, von: Scheich Abdul Kerim el-Kibrisi, Manhattan Dergah, New York City, February 2005

http://hakkani.wordpress.com/2007/07/15/the-second-jahiliyya/

Islam began strange, and it is going to end strange. This is what Holy Prophet is saying. …

Islam began strange. Go and look at the time of Umar r.a and all other sahabis. Go and look at the time of Prophet sws in Madinah. He put the flag of Islam open in Madinah, and the light of that flag started reaching everywhere. Go and look at that. Go and look at the 13 years in Mecca. Islam began strange! …

So, Islam and everything, it is in the end. The world wide lifestyle is at its end. Everything is finished. … We are the people who have reached the end of the end of times.

Holy Prophet came in the ahir zaman. We are in the ahir of ahir of ahir zaman. Complete end we have reached.

Who are the strangers?

Yes, we are the strangers. But those who are keeping their normal lifestyle with kafir together, daily routine, nice lifestyle continuing , secular lifestyle and then coming to pray sometimes, those are not the strangers.

aus: Scheich Abdul Kerim al-Kibrisi: Blessed are the strangers

http://sahibulsaif.wordpress.com/2012/03/21/blessed-are-the-strangers/

[38]Die Begriffe Islam und Islamismus dürfen nicht gleichgesetzt werden. Diese Tatsache vor allem Jugendlichen deutlich zu machen, ist eine wichtige Aufgabe der politischen Bildung“, betonte die Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, Maria Springenberg-Eich heute in Düsseldorf. …

Referenten der Veranstaltung sind Wael El-Gayar und Dr. Korkut Bugday. Wael El-Gayar, Islamwissenschaftler und Referent im Integrationsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, gibt in seinem Vortrag einen Einblick in die Grundlagen des Islams. El-Gayar: „Die Mehrheit der in unserem Land lebenden Muslime lebt ihren Glauben friedlich und ist verfassungstreu. Es muss eindeutig zwischen Muslimen und Islamisten unterschieden werden. In der Öffentlichkeit wird viel zu wenig differenziert.

Dr. Korkut Bugday, Referent im Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen spricht vom Missbrauch des Islam durch den Islamismus: „Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man den Islam als eine für unterschiedliche Auslegungen offene Religion oder als ein geschlossenes, unveränderbares Weltbild versteht. Der Islamismus will alle Bereiche des menschlichen Lebens streng regeln, gerade eben auch die politischen und staatlichen Teile. Das hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun.“

aus dem die menschenrechtswidrige und grundrechtswidrige Scharia verharmlosenden Vortrag „Islam? Islamismus? – Herausforderungen für Pädagogik und Gesellschaft“, 16.06.2009, Bielefeld

zu finden hier: „Islam ist nicht Islamismus“ – Vortrag der Landeszentrale für politische Bildung wirbt für ein differenziertes Islambild

http://www.politische-bildung.nrw.de/wir/presse/00113/index.html

[39] „Man kann den Unterschied zwischen dem Islam – dem einfachen Islam – und seiner fundamentalistischen Version nicht genug betonen … Dieser Gegensatz legt nicht nur nahe, dass der Islamismus den Westen auf eine Art bedroht, wie es der traditionelle Glaube nicht tut, sondern deutet auch an, warum traditionelle Muslime, die oft die ersten Opfer des Islamismus sind, Verachtung für die Ideologie zum Ausdruck bringen … antiislamistisch zu sein heißt keineswegs antiislamisch zu sein.“ (Daniel Pipes)

aus: Daniel Pipes: Islam und Islamismus – Glaube und Ideologie

in: The National Interest, Frühjahr 2000

http://de.danielpipes.org/2863/islam-und-islamismus-glaube-und-ideologie

Englischer Originaltext: Islam and Islamism – Faith and Ideology

„One cannot emphasize too much the distinction between Islam – plain Islam – and its fundamentalist version … This contrast not only implies that Islamism threatens the West in a way that the traditional faith does not, but it also suggests why traditional Muslims, who are often the first victims of Islamism, express contempt for the ideology … being anti-Islamism in no way implies being anti-Islam.“

http://www.danielpipes.org/366/islam-and-islamism-faith-and-ideology

[40] Belutschistan, anglis. Balochistan, iranisches und pakistanisches Gebiet.

Balochistan conflict

http://en.wikipedia.org/wiki/Balochistan_conflict

Kamal Hyder, Al Jazeera’s correspondent in Pakistan – in the first of a series of special reports from Baluchistan – journeys through the troubled region to meet Baluch separatists, led by the secretive Balach Marri.

http://www.youtube.com/watch?v=8xpagDaQDWE

Balochistan People’s Party, Stockholm, Sweden

http://eng.balochpeople.org/

BHRC (UK), Baloch Raji Zorembesh, Balochistan Liberation organisation, Balochistan People’s Party and Balochistan United Front

http://eng.balochpeople.org/articles/opinions-and-news/391

Balochistan Liberation Army (BLA)

http://en.wikipedia.org/wiki/Balochistan_Liberation_Army

Balochistan National Party (BNP)

http://en.wikipedia.org/wiki/Balochistan_National_Party

Baloch Republican Party

http://en.wikipedia.org/wiki/Baloch_Republican_Party

Abdolmalek Rigi. Although lacking any formal secular education,[3] Rigi had been educated at Karachi’s Binnori Town seminary, a Sunni Madrasah which was school to many of the Taliban leaders.

http://en.wikipedia.org/wiki/Abdolmalek_Rigi

Abdolhamid Rigi … was … executed on May 24, 2010, by hanging in Zahedan’s jail in front of his victims‘ relatives.

http://en.wikipedia.org/wiki/Abdolhamid_Rigi

[41] Horst Köhler (2010) befiehlt seinen Untertanen „Respekt“ und täuscht seinen Arbeitgeber, das deutsche Volk, über einen angeblich demokratietauglichen Islam von Scharia und Fiqh, der eine „im Kern friedliche Religion“ (iKfR) und damit gefälligst zu integrieren sei, da er eine „eigene Berechtigung und Geschichte“ habe. Den unverhandelbaren Vorrang allgemeiner Menschenrechte (AEMR, 10.12.1948) gegenüber den Ansprüchen einer elitär verwalteten, irdisch repressiven und insbesondere frauenfeindlichen Lehre der Heilssicherung und totalitären Bewegung fordert der Bundespräsident dabei leider nicht, was seine amtsgemäße Aufgabe gewesen wäre. Staatsbürger oder Bürger (citoyens) brauchen, so legt der Orakelpriester nahe, gar nicht mehr nach Naturrecht, AEMR oder Rechtseinheitlichkeit auch im Ehe- und Familienrecht zu fragen, sondern sollen fortan, ganz wie im Dhimma-System oder Kalifat, ekstatische „Begegnungen zwischen Muslimen und Christen“ organisieren:

Köhler: „Ich kenne den Islam als im Kern friedliche Religion, die in sich ruht, ihre eigene Berechtigung und Geschichte hat. Respekt muss uns leiten, wenn wir über den Islam diskutieren.“ (12.05.2010)

http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Horst-Koehler/Interviews/2010/20100512_Rede.html

Wer schlecht über Scharia (Islamtheorie) und Fiqh (Islampraxis) redet, hat und schürt Vorurteile und ist folglich eigentlich ein Gemeinschaftsfeind. Logik war gestern. Neo-Schamane Pöttering hält den den Islam für eine „im Kern friedliche Religion“ (iKfR). DOMRADIO (23.05.2008) über Hans-Gert Pöttering: „Der Präsident des Europaparlaments, Pöttering, hat sich gegen eine Vorverurteilung des Islam gewandt. Der Islam sei eine im Kern friedliche Religion.“

http://www.domradio.de/news/artikel_41461.html

[42] Ayatollah Chomeini, hier zitiert nach: Elmer Swenson: Ayatollah Khomeini’s Gems of Islamism

What the nation wants is an Islamic republic: not just a republic, not a democratic republic, not a democratic Islamic republic. Do not use this term, ‚democratic.‘ That is the Western style.

1979 March 1, Khomeini Addressing a great crowd in Qom after returning from exile. Quoted in Bakhash, Shaul, The Reign of the Ayatollahs, (1984), p.73

http://gemsofislamism.tripod.com/khomeini_works.html#ref_9G

[43] Chomeini zitiert nach Elmer Swenson

You should make sure that these people who indulge in corruption . . . are crushed with full force. Such people, wherever they are should be sentence to death.

Brumberg, Reinventing Khomeini, (2001), p.114. Source: `Khomeyni Addresses Youth on Corruption in Society,` broadcast 20 May 1980, FBIS-SAS-80-100, 21 May, 1980)

http://gemsofislamism.tripod.com/khomeini_works.html

[44] Chomeini, nach: Swenson

Allah did not create man so that he could have fun. The aim of creation was for mankind to be put to the test through hardship and prayer. An Islamic regime must be serious in every field. There are no jokes in Islam. There is no humor in Islam. There is no fun in Islam. There can be no fun and joy in whatever is serious. Islam does not allow swimming in the sea and is opposed to radio and television serials. Islam, however, allows marksmanship, horseback riding and competition in [such sports].

Taheri, Amir, The Spirit of Allah, p.259. Source: Meeting in Qom „Broadcast by radio Iran from Qom on 20 August 1979.“

http://gemsofislamism.tripod.com/khomeini_works.html

[45] [Music] stupefies persons listening to it and makes their brain inactive and frivolous …. If you want independence for your country, you must suppress music and not fear to be called old-fashioned. Music is a betrayal of the nation and of youth.

„Khomeini Bans Broadcast Music, Saying It Corrupts Iranian Youth“ by John Kifner, New York Times, July 24, 1979 p.A1

http://gemsofislamism.tripod.com/khomeini_works.html

[46] Jeder den Koran buchstabengetreu lesende Muslim ist ein „Salafist“

Kommentator Nasheed schrieb am 28.05.2011 22:44 bei Misawa.de: „Assalamu alaykum an die Muslime

Hier ist eine schöne Erklärung zum Begriff „Salafist“ usw. von unserem Bruder Pierre Vogel:

In Wirklichkeit ist jeder Muslim ein „Salafist“, weil ein „Salafist“ jemand ist, der den ersten 3 Generationen des Islams folgt.

Und der Prophet (sallaahu alayhi wa sallam) sagte:

„Die besten in meiner Gemeinschaft sind diejenigen in meiner Generation, dann diejenigen, die nach ihnen folgen, dann diejenigen, die nach ihnen folgen.“

(Sahih Buchari)

Aber dieser Begriff wird nur verwendet, um die Muslime zu spalten.“

http://forum.misawa.de/showthread.php/14935-Salafisten/page2

If you believe the likes of Sheikh Abdel Moneim and Shekih Khalid Abdullah, every Muslim is a Salafi even if he or she thinks otherwise.

aus: Alastair Beach: The Salafi Spring. In post-Mubarak Egypt, Salafism is on the rise

in: The Majalla, 11.06.2011

http://www.majalla.com/eng/2011/07/article4390

Every muslim Is a Salafi who follow the Salaf translated Pious predecessors (first 3 centuries).

chitownmuslim: We should define what a Sufi is and what a Salafi is, before even starting.. if by Salafi u mean believing in what the Salaf believed and taking them as an example than every Muslim must be a Salafi, and no Muslim i think would deny the importance I think, no matter what group and/or organization he belongs too.. If by Salafis you mean the classic Imams of Ahlus Sunnah who called Muslims to return to the basics of Islam in times when corrupt groups and idealogies appeared in the Ummah, then no Sufi in the world has a problem with this, becuz we consider them as our Imams, the likes of Imam Ahmad during the time of the Mu’tazilah, etc.. Theres also the Azhari Salafis such as Mohammed Abduh, Rashid Rida, Mohammad Ghazali (the Egyptian Ghazali not Persian), Qaradawi, etc.. i dont really have a problem with them either, even if i disagree with many of things they call for. (…)

al faqeer: Every muslim Is a Salafi who follow the Salaf translated Pious predecessors ( first 3 centuries) even though Ibn Taymiyyah rah Went to the extent of Calling the Fifth century the Late Salaf . So All muslims Try to Follow the Salaf.

http://www.ummah.com/forum/archive/index.php/t-167338.html

[47] Es ist Religion, was aus Kelantan kam, nennt sich Wali mudschbir und nennt sich Islam.

Wali mujbir are confined to the father and parental grandfather who have the right to marry off his daughter or grand daughter without asking her consent, whatever her age may be, provided she is still a virgin. It is however commendable to consult her as to her future husband. They, however cannot force the marriage if she had already lost her virginity. Her formal consent is required in this case. Nawawi, Minhaj al-Talibin (Trans. Howard), London, 1914, p. 284. (hier Fußnote 70 p 139)

In promoting the rights of the women towards marriage, the codification of Islamic Law in Malaysia in 1980s was based on the method of takhayyur (selection of opinions from other school of thoughts), choosing the opinion of Hanafi school of thoughts which accorded women the right of marriage and did not recognise the power of wali mujbir to force the virgin daughter or grand daughter into an unwanted marriage. It was provided that a valid marriage needed the consent of both husband and wife and also the wali (in the case of absent wali [legal guardians], the hakim [judge] can act on his behalf). However, not all Malay states adhered to these principles. Kelantan which holds a strong Shafi’ie school of thought and also Malacca and Kedah which followed the Islamic Family Law drafted by Kelantan, however, were reluctant to forfeit the right of wali mujbir. It was provided that the marriage of a virgin girl may be solemnised without her consent by wali mujbir if the wali mujbir and the prospective husband arenot hostile to her; the prospective husband of equal status to her; and able to pay a reasonable maskawin (mahr). (p 141)

aus: Zanariah Noor: GENDER JUSTICE AND ISLAMIC FAMILY LAW REFORM IN MALAYSIA

in: Kajian Malaysia, Jld. XXV, No. 2, december 2007

http://web.usm.my/km/25%282%292007/01274082_25.2.2007_121-156.pdf

[48] Mufti Dschemali Metscho (Τζεμαλί Μέτσο, Cemali Meço) aus Komotiní (Κομοτηνή, Gümülcine) hat den Islam gründlich erlernt und setzt ihn korrekt um:

Er selbst habe seine Imame aufgefordert, Mädchen unter 17 Jahren nicht zu verheiraten, sagt der Mufti. Wenn jedoch ein Mädchen selbst die Heirat unbedingt wolle, nehme er es persönlich psychologisch und physisch in Augenschein und entscheide, ob es reif genug sei. Wenn ja, spräche das islamische Recht nicht gegen die Ehe. Der Mufti sagt: „Dass Zwölfjährige verheiratet werden, kommt nur alle drei oder vier Jahre vor.“

aus: Uta Keseling: Das verheiratete Kind
in: WELT 25.02.2005

http://www.welt.de/print-welt/article495796/Das-verheiratete-Kind.html

[49] Fadāʾiyān-e Islām, „Die sich für den Islam opfern“ stammt aus dem Arabischen al-fidāʾī ‚der sich Opfernde‘, Mehrzahl al-fidāʾiyyūn und ‏al-fidāʾiyyīn

ESLAM: Ein „Fidai“ bzw. in der Mehrzahlform Fidajin (verdeutscht: Fedajin) ist ein „Opferbereiter“ der sogar bereit ist, sein Leben für die Wahrheit zu opfern. … Die Fedajin-e-Islam waren eine Gruppe, die von Nawab Safawi, die um 1946 im Iran gegen den Schah gegründet wurde. Die Gruppe überlebte letztendlich und trat eine Generation später als Unterstützer Imam Chomeinis auf.

http://www.eslam.de/begriffe/o/opferbereiter.htm

Sayyid Mudschtaba Mir-Lowhi, besser bekannt als Nawab Safawi war ein Gelehrter [faqih], der sich Anfang des 20 Jh. gegen die Gewaltherrschaft des Schah engagierte und dafür hingerichtet wurde.

http://www.eslam.de/begriffe/s/safawi_nawab.htm

[50] Indeed, ties between the Brotherhood and Iran predate 1979. Hassan al Banna, the founder of the Muslim Brotherhood, believed that Sunnis and Shiites should overcome their differences to face their common enemies. So, too, did Ayatollah Khomeini, who openly advocated an alliance between the two main branches of Islam. Al Banna and Khomeini were also linked by a prominent Iranian scholar named Nawab Safawi. Khomeini was close to Safawi and al Banna also embraced the Iranian cleric. As others have written, Safawi introduced Khomeini to the Brotherhood and its political ideology.

Through Safawi, the Brotherhood’s ideas were imported into Iran and had a lasting impact on Iranian Islamist thinking. …

Ayatollah Khameini, the current supreme leader of the Iranian revolution, translated two of Qutb’s most important volumes into Persian. Those two translated volumes have been widely read inside Iran and some say they are the most circulated Islamist tracts.

aus: Thomas Joscelyn: Iran, the Muslim Brotherhood, and revolution

http://www.longwarjournal.org/threat-matrix/archives/2011/01/iran_the_muslim_brotherhood_an.php

[51] Ayatollah Khamenei the Supreme Leader of the Islamic Revolution:

Second, if the clergy had been sidelined and isolated, religion would have been harmed. The clergy are the soldiers and servants of religion. They do not have any honor if they are separated from religion. If the clergy had decided not to get involved in essential issues – one prominent example of which is the great Islamic Revolution – and to remain indifferent, undoubtedly religion would have been harmed. And the goal of the clergy is to safeguard religion.

aus: Supreme Leader’s Address to Clergy in Qom

bei Nashre Sayeh am 21.10.2010

http://nashresayeh.blogspot.de/2011/08/supreme-leaders-address-to-clergy-in.html

Original auf der iranischen Jubelseite gleichen Datums. The Center for Preserving and Publishing the Works of Grand Ayatollah Ali Khamenei. 21.10.2010

http://english.khamenei.ir//index.php?option=com_content&task=view&id=1444

[52] Article 24

Publications and the press have freedom of expression except when it is detrimental to the fundamental principles of Islam or the rights of the public. The details of this exception will be specified by law.

http://www.iranonline.com/iran/iran-info/Government/constitution-3.html

Islamic Republic of Iran Constitution

http://www.iranonline.com/iran/iran-info/Government/constitution.html

[53] Cairo Declaration on Human Rights in Islam, Aug. 5, 1990

ARTICLE 22:

Everyone shall have the right to express his opinion freely in such manner as would not be contrary to the principles of the Shari’ah. 1. Jeder ist berechtigt, das Richtige zu vertreten, das Gute zu verkünden und vor dem Schlechten und Bösen zu warnen, wie es den Normen der Islamischen Scharia entspricht. Everyone shall have the right to advocate what is right, and propagate what is good, and warn against what is wrong and evil according to the norms of Islamic Shari’ah. (…)

http://www1.umn.edu/humanrts/instree/cairodeclaration.html

Ayatollah Chomeini und der islamische Staat

Oktober 14, 2011

ولايت فقيه

Wilāyatu l-Faqīh

Velāyat-e Faghīh

Herrschaft des Obersten Rechtsgelehrten

Der islamische Staat

Zwischen dem 21. Januar und dem 8. Februar des Jahres 1970 lauschten schiitische Islamstudenten an der traditionsreichen Lehrstätte zu Nadschaf (Irak) neunzehn Vorlesungen, deren Inhalte später als Hokumat-e Eslāmī (Der Islamische Staat) zusammengefasst wurden (im Englischen erlangte die bereits betrachtete Übertragung eines Berkeley-Professors[1] Bekanntheit: Hokumat-e Eslāmī: Velāyat-e Faqīh (Islamic Government: Governance of the Jurist; vgl. Sägefisch 175).

Dass der 1964 aus seiner iranischen Heimat in die Türkei verbannte und im Folgejahr an den Euphrat nach Nadschaf geflüchtete Dozent und Hodschatoleslam kein Jahrzehnt später Irans Staatsoberhaupt sein würde, ahnten damals sicherlich nur die wenigsten.

Die folgenden acht Jahre kaum diskutiert, geriet die Schrift im Vorjahr der Islamischen Revolution in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit, als spürbar wurde, dass Ayatollah Chomeini die religiöse islamische Sache wirklich ernst genommen hatte. Auszüge aus Chomeinis, 1983 in der DDR für den Verlag Klaus Schwarz gedruckten Text Der Islamische Staat, (übersetzt von Nader Hassan und Ilse Itscherenska) werden gegenwartsbezogen kommentiert von Jacques Auvergne.

Vormals bei Bedarf der Mächtigsten Göttin ein edles Tier opfernd (bei Hišām bin al-Kalbī: „So habe ich der al-ʿUzzā ein weißes Schaf geopfert, als ich noch Anhänger der Religion meines Volkes war.“),[2] verließ das vollkommene Wesen den Polytheismus und übernahm (klaute) die Reihe der Propheten von den hebräisch lesenden Nachbarn. Mohammed („Er hackte Hände ab, peitschte aus, steinigte“, Ayatollah Chomeini) stellte sich der Menschheit als Monopolinhaber des tauḥīd vor, jenes unbedingt öffentlich zu bekundenden Glaubens an das vierfache Einssein. Denn auf ewig Eins, denn unteilbar ist sowohl Gott (Allāh), als auch das Weltall als Schöpfung des Schöpfers (der Ḫalq des im Koran mehr als zweihundert mal genannten Ḫāliq),[3] das einzig sittlich zu nennende Gesetz (šarīʿa) sowie die Gemeinde (umma) der tugendhaft Handelnden. Zwischen islamisch denken und islamisch leben kann es keinen Unterschied geben, wer nicht gehorcht, glaubt nicht.

Der den Koran zum unübertrefflichen Gesetz erhebende Tauhid,[4] der ernsthaft gelebte Islam, ist damit nicht lediglich spekulative, allen Dingen gemeinsame Sinnquelle des Nachdenklichen, der etwa das Vorbild eines Aristoteles oder Alexander von Humboldt, Goethe oder Hesse für ein vollkommen gelungenes menschliches Leben hält, nicht einfach nur dem Individuum Zuversicht bereitendes Weltgefühl in der Tradition von Lao Tse, Henry David Thoreau oder Sir Ahmed Salman Rushdie (Todesfatwa durch Chomeini am 14.02.1989), sondern das die Unteilbarkeit von Allah, Schöpfung, Scharia und Umma bekundende, von jedem Rechtgläubigen flexibel (rücksichtslos) und konsequent (gnadenlos) in Familie, Schule und Straßenzug durchzusetzende Wohlverhalten. Glauben heißt gehorchen!

Deshalb, zur Minderung des Lasters und zur Rettung der Seele, trägt die heute für das der Millî Görüş zuzurechnende (Az.: LG Berlin 27.0.134/02) Islam-Kolleg e. V. als Lehrerin arbeitende Diplomatentochter Fereshta Ludin ihr Kopftuch und Konvertit Raimund Prochaska, ihr Ehemann, einen die bösen Dschinnen vertreibenden Bart. Die prominente afghanischstämmige Kopftuchklägerin und ihr Ehemann saßen ab 1995 im Vorstand der im Vorjahr im Haus des Islam (HdI) gegründeten Muslimischen Jugend Deutschlands (MJD), deren erster Vorsitzender HdI-Gründer Muhammad Siddiq (Wolfgang Borgfeldt) hieß, ein Mitglied im Europäischen Rat für Fatwa und Forschung (ECFR), dessen Chef wiederum der höchstangesehene Theologe der Muslimbrüder ist, Scheich Yusuf al-Qaradawi.

Aus Sicht der Schariafreunde gibt es Zivilisation nur durch das wörtliche Befolgen von Koran und prophetischer Überlieferung. Der Widersacher an sich ist den frommen irdischen Siedlern und Kolonialisten auch sogleich geläufig, der Jude. Antisemit Chomeini stellt fest:

15. Zuerst war die islamische Bewegung mit dem Judentum konfrontiert. Die Juden waren es, die als erste mit der antiislamischen Propaganda und mit geistigen Verschwörungen begannen. Und das dauert, wie Sie sehen, bis in die Gegenwart an.

Der Teufel selbst schuf den Kapitalismus und den Staat Israel, so fasst der Ayatollah dem zu zivilisierenden (zu muslimisierenden, d. h. der Scharia zu unterwerfenden) Leser die Menschheitsgeschichte zusammen.

Chomeini hat die zum religiösen Mord anstachelnde Gottheit von Sunna und Scharia keineswegs falsch verstanden. Allah prophezeit die vom Hadithleser mit freudiger Erregung zu begrüßenden antisemitischen Kollateralschäden auf dem Weg ins Paradies genau so, wie es die am 18.08.1988 verkündete Charta (Mīṯāq Ḥarakat Ḥamās) der seelsorgerlich, terroristisch, politisch und wohltätig aktiven Islamischen Widerstandsbewegung (Hamas) in Artikel 7 wiedergibt. Geheiligtes und heilssicherndes Ermorden von Juden wird für die Hamas als den palästinensischen Zweig der global agierenden Muslimbrüder (Artikel 2) zur Voraussetzung für das Herankommen des Weltgerichts:

„Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‚Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’“[5]

Achtzehn Jahre zurück und in den Irak des Jahres 1970. Der Theologieprofessor spürt Landstriche der Frommheit („islamische Länder“), in denen die Scharia Naturgesetz ist und die widernatürliche, jedenfalls „westliche“ allgemeine Menschenrechtserklärung (AEMR) gar nicht gelten kann. Der Höllenfürst selbst jedoch beruft Verworfene, die ohne Unterlass die Makellosigkeit der Religion mit Schmutz bewerfen:

15. Nach den Juden traten andere Volksstämme auf, die in gewisser Hinsicht noch teuflischer sind. Sie drangen als Kolonialisten vor dreihundert Jahren oder früher in die islamischen Länder ein … So begannen sie, auf verschiedene Art und Weise gegen den Islam Propaganda zu machen … begannen, die Wahrheit des Islams zu entstellen.

Die hinterhältig entstellte „Wahrheit des Islams“ bei Chomeini ist das, was uns in Deutschland und zweiunddreißig Jahre nach der Islamischen Revolution, 2011, als angeblich bejammernswert verzerrtes „Islambild“ begegnet, so im Januar in der taz (Gudrun Krämer: „Die Deutschen haben ein einseitiges Islambild“),[6] im Mai bei der NZZ (Kai Hafez: „Das negative Islambild verfestigt sich.“)[7] und im Oktober bei der Deutschen Welle („Ist das Islambild in den Medien zu negativ?“).[8]

Leider verlangen Krämer oder Hafez, Annette Schavan oder Patrick Bahners von Deutschlands Imamen nicht, die koranische Höllendrohung künftig nur als ein Sinnbild zu erklären. Und so gewinnen, nach ihrem Ableben, Schariati und Chomeini doch noch die Deutungshoheit zu Westen und Morgenland, kapitalistischem Okzident und spirituellem Orient: Nicht der Islam an sich ist negativ, nein, dein oder mein „Bild“ vom Islam ist es! Sofern er kein Rassist ist, leide der islamkritische Deutsche, jedenfalls der nichtmuslimische Deutsche, allzu leicht an einer Wahrnehmungsstörung und benötige dann eine Sehhilfe zur Korrektur seiner religiösen Optik.

Schließlich ist, jedenfalls meinen das die Kalifatsfreunde, das Islamische Recht (Scharia) reinster Humanismus, Garantie für gelingenden Sozialstaat, Hilfe zur Selbsthilfe. Der Sklave Spartacus, der vogelfreie Robin Hood und der historisch verbürgte Aufständische Andreas Hofer waren gleichsam Zwerge:

16. Der Islam ist die Religion der Kämpfer, die für Recht und Gerechtigkeit eintreten, die Religion derer, die nach Freiheit und Unabhängigkeit streben, die Schule der Kämpfer gegen den Kolonialismus.

Dass der echte alte Islam dabei seit Mohammeds Tagen einen grausamen Kolonialismus und Imperialismus darstellt und einen auf Deklassierung der Frauen und Versklavung der Nichtmuslime beruhenden Führerstaat verlangt, übergeht der spirituelle Staatstheoretiker einstweilen.

Erst die religiöse Revolution („eine Regierung an die Macht zu bringen“) sei so etwas wie die Verwirklichung des Sozialstaatsgebots. Atemlos steigt der Geistliche zum Begriff des Lebens in der Menschenwürde hinauf, nun ja, die halbierte Würde für die Frau muss dabei reichen und der Ex-Muslim hat inschallah gar keine Würde:

16. Die falsche Vorstellung vom Islam in der öffentlichen Meinung und die verzerrte Form seiner Darstellung in islamischen Seminaren laufen darauf hinaus, dem Islam seinen revolutionären und vitalen Charakter zu nehmen und die Muslime daran zu hindern, Anstrengungen zu machen, sich zu bewegen, die Freiheit zu lieben, sich um die Verwirklichung der islamischen Grundsätze zu bemühen, eine Regierung an die Macht zu bringen, die für ihr Wohlergehen sorgt ein Leben zu führen, das menschenwürdig ist.

Neugier auf das Fremde ist kindlichem Lernen dienlich und selbst für Erwachsene eine Tugend. Das weiß sogar Ruhollah Musavi Chomeini, doch sogleich lockt der Demagoge die Studenten seines Hörsaals zu Nadschaf hin zu jener geheimnisvollen, nahezu völlig unbekannten Verhaltenslehre und Staatlichkeit namens Islam:

17. Die Menschen kennen die Fremden nicht, genau so wenig kennen sie den Islam. Er lebt wie ein Fremder unter den Völkern der Welt.

Wenn jemand den Islam so darstellt, wie er tatsächlich ist, will man ihm nicht glauben.

So einen Fremdling darf man doch nicht im Regen stehen lassen. Solches vernimmt man auch vier Jahrzehnte später: Deutschland müsse das System von Koran und Sunna integrieren, das unteilbare, die Seele rettende islamische Tugendgefängnis. „Wir müssen den Islam einbürgern!“, donnerte Renate Künast im September 2010. Ayatollah Chomeini hat den Islam nicht ganz richtig verstanden und sollte bei den deutschen GRÜNEN zur Koranschule gehen, so dürfen wir die Fraktionsvorsitzende offensichtlich interpretieren: „Junge Muslime sollten den Koran kennen und verstehen, statt Aussagen in ihn hineinzuinterpretieren, die gar nichts mit dem Koran zu tun haben.“[9]

Die Formel vom Islam einbürgern stammte allerdings bereits aus dem Jahre 2005 und von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Marieluise Beck.[10] Frau Beck zählt zu den Initiatoren der Christlich-Muslimischen Friedensinitiative (CMFI, cm-fi).[11] Im April 2004 gab die Parlamentarische Staatssekretärin eine knapp fünfseitige und etwas grantige Stellungnahme für das Recht der Lehrerin auf das Tragen des islamischen Kopftuches ab.[12]

Das Durchsetzen des angeblich irgendwie auch die Nichtmuslime erhebenden Islamischen Rechts braucht keine Opposition (CDU wie SPD wollen den Islamischen Religionsunterricht) und ist den Untertanen erfahrungsgemäß leicht mit ein paar Dialogveranstaltungen „zu erklären“. Weil die bösen Geister nur durch verstärkte Bedeckung des weiblichen Körpers in Schach gehalten werden können und inzwischen selbst Kirchenferne oder Atheisten dazu bereit sind, die Koran und Hadith wörtlich nehmenden Religiösen möglichst weit „zu verstehen“, rufen Europas Muslimbrüder und Multikulturelle nach der totalen Legalisierung des Kopftuchs.

Von einem, Feingefühl und Erinnerung kalkuliert mindernden, medialen Feuerwerk grell ausgeleuchteter Plattheiten und Skandälchen überblendet, tasten sich Nordamerika und Europa, Friedenskonferenz um Friedenskonferenz, hinauf in wundertätige Klerusherrschaft, gewalttätige Scharia-Justiz und undurchschaubare Stammeskultur.

Die Versöhnungsindustrie braucht die segmentierte Gesellschaft.

Ohne Apartheid kein Dialog. Chomeini:

18. Für alle Angelegenheiten hat der Islam Gesetze und Vorschriften. Er [Allah] hat für den Menschen Gesetze verkündet, die sein ganzes Leben, vom Embryonalstadium bis zum Begräbnis, umfassen.

Wer Allahs Befehl (Scharia) nicht Folge leistet, verfehlt das Ziel seines Lebens, die ewige Gottesnähe, und ist vermutlich zu unübersteigerbaren Schrecknissen verdammt.

Wenn 2011 Sylvia Löhrmann mit dem KRM-Mitglied ZMD als dem weiteren Wirkungskreis der Islamischen Autoritäten Muhammad Siddiq Borgfeldt (ECFR)[13] und Dr. Mohammad Hawari (ECFR)[14] über die Einführung bekennenden Islamunterrichts verhandelt, ist kein anderes religiöses Reglement gemeint, an das der Gehorsamspflichtige lebenslang anzuketten ist, als das auch vom schiitischen Ayatollah beschworene Gesetz von Koran und Sunna. Was die Muslim Brotherhood irdisch an Hakimiyyat Allah (God’s rule) aufbauen will, wird sich allenfalls aus dem Blickwinkel eines Schariarichters, nicht aber aus Sicht eines Verteidigers allgemeiner Menschenrechte von der Iranischen Gottesherrschaft unterscheiden. Ungerührt übergeht die Ministerin für Schule und Weiterbildung des bevölkerungsreichsten Bundeslandes, dass der den Muslimbrüdern nahe stehende Zentralrat als Beauftragte für Pädagogik und Religionsunterricht die Aachener Pädagogin, Ehebruchhasserin und Steinigungsfreundin Eva-Maria El-Shabassy aufführt.[15]

19. Für die gesellschaftlichen und staatlichen Angelegenheiten gibt es genau so wie für die gottesdienstlichen Handlungen Gesetze und Vorschriften.

Selbst das in Deutschland beliebte Märchen von des „Flexibilität“ der verlässlich chaotischen, diskriminierenden und sadistischen Schariajustiz (flexibility of Shariah)[16] nimmt der umsichtige Chomeini vorweg:

19. Das islamische Rechtswerk ist progressiv, entwicklungsfähig und umfassend.

Den Theologen versteht, wer progressiv als militant, entwicklungsfähig als hinterlistig und umfassend als totalitär liest. Schon im folgenden Satz wird der Gelehrte barbarisch. Vom Himmel herabgekommen sei das aus islamischer Sicht perfekte Strafrecht. Bei Vergehen nach Maßgabe des ḥadd (Pl. ḥudūd) wie Unzucht, Weinkonsum oder Diebstahl, also bei äußerster Verletzung der Grenze islamischer Zivilisiertheit, habe man Körperstrafen anzuwenden.

Islam ist ein Komplettangebot, weswegen der Religionskundige Justizverwaltung, zinsloses Bankwesen, aber auch Vergeltungsrecht (qiṣāṣ) und Kriegsführung einplant. Ein bisschen Scharia kann es so wenig geben wie eine halbierte Hadithsammlung:

19. Seit langem sind über die verschiedenen Aspekte des islamischen Rechtswesens, nämlich Gerichtsbarkeit, geschäftliche Angelegenheiten, Hodud, Gesās, Beziehungen zwischen den Völkern, Bestimmungen über Krieg und Frieden und Völkerrecht, dicke Bücher geschrieben worden. Sie gehören zum Schatz des islamischen Rechtswesens. Es gibt keine wichtige Frage, für die der Islam keine gesetzliche Regelung hat.

Nur Allah darf Gesetze erlassen, alle von Menschen gemachten Paragraphen sind zu tilgen! Der zwischen 1978 und 1984 an der Islamic Foundation (Leicester) vom revolutionären religiösen Gedankengut des Pakistaners Maududi bzw. der Partei und Bewegung Jamaat-e-Islami geprägte Ahmad von Denffer verlangt von jedem Muslim: „Lass darum keinen Menschen, keinen Gelehrten, keinen Vorgesetzten, überhaupt kein Geschöpf Gottes für Dich bestimmen, was erlaubt und was verboten ist.“ Kein Mensch, nur Allah ist Souverän, so der Konvertit weiter: „Nimm keine anderen Herren neben Gott an.“[17]

Die Existenz des persischen Schah lästert Gottheit und Schöpfung:

20, 21. Diejenigen Artikel der Verfassung und ihrer Ergänzung, die sich auf die Monarchie und die erbliche Nachfolge beziehen, haben mit dem Islam nichts zu tun. Sie sind alle antiislamisch; sie stehen im Widerspruch zu den islamischen Methoden des Regierens und zu den Gesetzen des Islam. … Im Islam gibt es keinen König und keinen Kronprinzen. Wenn das ein Mangel ist, so ist der Islam mangelhaft.

Die Demokratie, insbesondere die demokratische Schaffung von Gesetzen, ist nicht ḥalāl. Um Wohlergehen und Lebenslust zu verbreiten, müssen unsere Juristen alle unislamischen Gesetze ausmerzen:

21, 22. Dadurch, dass unserer islamischen Gesellschaft fremde Gesetze aufgezwungen wurden, entstanden viele Probleme und Schwierigkeiten. … Die heutigen Gesetze existieren nur, um den Menschen Schwierigkeiten zu bereiten

In der geradezu heidnischen, unterdrückerischen Gegenwart ist selbst in den Hörsälen der Islamischen Hochschulen jeder islamische Mahner zur Heimlichkeit (taqīya, pers. taġiye) gezwungen:

24. Es ist eine Situation entstanden, in der jemand, der über den islamischen Staat sprechen will, zur Taġiye verurteilt ist

Was wird die 2010 nach universitärer Imamausbildung verlangende, seit 2005 amtierende Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan sagen, was Stiftung Mercator oder Wissenschaftsrat, wenn morgen ein glaubensbewegter Student auf dem Universitätsgelände, wie einst Chomeini, „über den Islamischen Staat sprechen will“? Der in und um IGD, Zentralrat (ZMD) und Koordinationsrat (KRM) höchst einflussreiche Muhammad Siddiq Borgfeldt deutet an, wo ein ungebändigter deutscher Islam hinsteuern wird, das ECFR-Mitglied schätzt keine religiösen Lauheiten: „Wir wollen keinen Larifari-Islam, sondern sind bewusste Muslime.“[18]

Konsequenterweise müsste Schavan den Niqab der Frauen der saudischen Wahhabiten oder deutschen Salafisten loben und auch über die auf den Straßen Teherans ab März 1979 oder im Lützelbacher HdI (Haus des Islam) seit 1983 praktizierte Geschlechterapartheid ihre Anerkennung bekunden, über diese, so die Bildungsministerin: „selbstbewusste Weise, die eigene Frömmigkeit zu leben.“[19]

Warum aber lobt Frau Schavan nicht die Ex-Muslime für ihre „selbstbewusste Weise“, die eigene Freiheit zu leben?

Soviel zu Chomeinis Vorwort.

***

Vertrauen ist gut, Religionspolizei ist besser! Außerdem braucht Allah ein paar Ministerien.

Und Islam wird Staat:

31. Eine Sammlung von Gesetzen genügt nicht, um die Gesellschaft zu verbessern. Man braucht eine Exekutive, um die Gesetze zum Wohle der Menschen in die Tat umzusetzen. Daher hat Gott, der Allmächtige, nicht nur Gesetze, d. h. das islamische Gesetzeswerk, offenbart, sondern auch einen Staat, eine Exekutive und ein Verwaltungssystem erschaffen.

Mohammed war Empfänger der Botschaften aus dem Jenseits und auf Erden Chef der Verwaltung.

31, 32. Der hochedle Prophet stand an der Spitze der exekutiven und administrativen Institutionen der muslimischen Gesellschaft. Er fühlte sich verpflichtet, … um einen Staat zu begründen, … die islamischen Gesetze zu verwirklichen. … Er hackte Hände ab, peitschte aus, steinigte.

Nach dem hochedlen Propheten hat der Kalif die gleichen Pflichten und die gleiche Verantwortung. … Denn die Muslime brauchten nach dem Ableben des hochedlen Propheten jemanden, der die Durchführung der Gesetze und die Etablierung der islamischen Ordnung übernehmen und so das Wohl der Menschen im Diesseits und Jenseits sichern konnte.

Chomeini spricht aus, was Jurist Mathias Rohe so gerne unterschlägt, nämlich den Charakter des Islamischen Rechts (Scharia) als mühsam exorzistisch und vielleicht die Seele vor der absoluten Verdammnis rettend, als prekär bleibende und zugleich einzig mögliche Heilssicherung auf Erden wie in der verborgenen, ewigen Welt.

Der totale Staat baut sich über von Allah gestifteten Adjektiven auf: über geboten (wajeb / fardh, obligatory) und verboten (haram, forbidden / prohibited), genauer gesagt, nämlich mit den Zwischenstufen wünschenswert (mandoob / mustahabb, recommended), neutral (mubah, permissible) und unerwünscht (makrouh, discouraged), über der Fünfheit von Bewertungsstufen Islamischen Rechts (The Five Ruling Values), Adjektiven, die über irdisches Glück und Unheil sowie über ewige Gottesnähe und Verbleib im Höllenfeuer entscheiden. Das sind absolute Urteile, die in Diesseits und Jenseits Geltung haben (in this world or in the hereafter), eine anders denkende Justiz darf es letztlich nicht geben.[20]

Islamwissenschaftler Tilman Nagel kritisiert daher den schariaverharmlosenden Erlangener Juristen: „Der in den «fünf Bewertungen» verborgene Bezug sowohl auf das Diesseits als auch auf das Jenseits schlägt sich in den seit dem 8. Jahrhundert entstehenden Rechtshandbüchern nieder … Nach wie vor wird am Doppelcharakter dieses Rechtssystems festgehalten: Es regelt die diesseitigen Lebensverhältnisse im Hinblick auf das, was dem Menschen im Jenseits bevorsteht.“[21]

Überall, wo Schriftgläubige Muslime leben, zerspaltet, sofern er nicht vom (hoffentlich nicht) diktatorischen oder (hoffentlich) wehrhaft demokratischen, sprich bleibend säkularen Staat gehindert wird, der geheiligt antisoziale Zug des Islam, der sich aus Allahs Vorschrift ergibt, Stadtbevölkerung oder Staatsvolk. Möglichst große und möglichst stark gereinigte Zonen schariatischen Rechts haben realisiert zu werden. Nach authentisch islamischem (und nicht nach „islamistischem“) Glauben stellt der weise Schöpfer selbst die Tugendhaften auf die Probe, indem er die Nichtmuslime ans geradezu teuflische Arbeiten bringt, Sure 3:118: „O ihr, die ihr glaubt, schließt keine Freundschaft, außer mit euresgleichen. Sie werden nicht zaudern, euch zu verderben, und wünschen euren Untergang.“

Auch in Sure 60:1 wiederholt Allah seinen Aufruf zur Meidung (barāʾa) der menschlichen Gegenspieler: „O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht Meine und eure Feinde zu Freunden, indem ihr ihnen (eure) Zuneigung zu erkennen gebt“, was den gebürtigen Briten, hanafitischen Gelehrten (Tafsir, Hadith, Fiqh) und Steinigungsfreund Scheich Muhammad ibn Adam al-Kawthari[22] erklären lässt, wie das Thema Integration aus gottesfürchtiger Sicht zu behandeln ist: „Diese Verse zeigen auf, dass es verboten ist, enge Freundschaften und Vertrautheit (Muwalat) mit Nichtmuslimen zu haben, selbst wenn man mit ihnen verwandt ist.“[23] Der Mufti an der Darul Iftaa (Leicester) zitiert mit offenkundiger Genugtuung aus den an er Central Mosque[24] geschätzten hanafitischen Fatawa al-Hindiyya al-‚Alamgiriyya (Delhi 1674), die anordnen: „Wenn ein Nichtmuslim stirbt, so kann man dem Vater oder anderen Verwandten des Verstorbenen sagen: ‚Möge Gott dich mit jemand noch Besserem belohnen und dich mit dem Islam ehren und dir ein muslimisches Kind bescheren.’“

Im Gegensatz zur Schariaverharmlosung der aus dem Iran stammenden Nadjma Yassari („mehr Spielraum als gedacht: Koran und die Überlieferungen sind vielschichtig … und erlauben eine Vielzahl von Auslegungen“)[25] bzw. konträr zur gleichsam hypnotisierenden Vorgehensweise eines Abdullahi an-Na’im (vgl. Staat säkularisieren, Politik religiös aufladen: Politik und Staat trennen, um Raum zu schaffen für die Scharia, Sägefisch 225) oder Mathias Rohe (vgl. Trojanisches Pferd: Zum neuen Buch des schariakonformen Regierungsberaters Mathias Rohe: »Das islamische Recht – Geschichte und Gegenwart«, Sägefisch 138), die allesamt vom „flexiblen“, orts- und gegenwartsbezogen anpassbaren, grundsätzlich menschenfreundlichen und heute demokratieverträglichen Islamischen Recht reden, stellt einer, der den Islam wirklich studiert hat, nüchtern fest:

33, 34. Die Behauptung, dass man die Gesetze des Islams außer Kraft setzen kann oder dass sie an Zeit und Raum gebunden sind, widerspricht dem islamischen Geist. Daher ist die Anwendung der Gesetze nach dem hochedlen Propheten eine ewige Pflicht; folglich stellt die Schaffung eines Staates, einer Exekutive und eines Verwaltungssystems eine Notwendigkeit dar.

Freiwillig ein säkulares Gesetz zu befolgen hindert den Muslim an der Erlangung irdischen Heils und ewiger Glückseligkeit, ließe sich mit dem um islamische Ganzheitlichkeit (islamischen Totalitarismus) bemühten Gelehrten ergänzen:

36, 37. Die religiösen Gesetze enthalten eine Reihe verschiedener Vorschriften, die ein umfassendes gesellschaftliches System bilden. … Der heilige Koran und die Sunna enthalten alle Weisungen und Gesetze, die der Mensch zum Glück und zur Vollkommenheit braucht.

Die Internetseite Muslim§Recht argumentiert im Grundsatz nicht anders und sprachlich sehr ähnlich wie die internationale, in Deutschland seit 2003 verbotene Kalifatsbewegung Hizb ut-Tahrir („Partei der Befreiung“). Sie warnt davor, dass die Deutsche Islam-Konferenz eine Religion konstruiert, welche die Muslime von der Pflicht zur Durchsetzung der Schariagesetze abhalten wird: „Wir sehen in der Islamkonferenz den Versuch, die Grundwerte der Muslime zu zerstören und die Muslime zu säkularisieren.“[26] Der aufzubauende Islamische Staat hingegen verlange von jedem Rechtgläubigen vollen Einsatz: „Schutzlos und von allen Seiten attackiert, erfährt die islamische Gemeinschaft, die Umma, eine Katastrophe nach der anderen und dies obwohl sie weiß, dass die einzige Lösung die erneute politische Einheit aller Muslime in einem einzigen Staat ist (…) Die Lösung für unsere Probleme ist sicher nicht eine vom Innenministerium initiierte Islamkonferenz oder gar die Integration der Muslime in die hiesige Gesellschaft unter Aufgabe unserer islamischen Werte (…) Die Lösung liegt einzig und allein in der islamischen Welt.“[27]

Als religiös begründete Sklavenhaltergesellschaft verfügt die Islamische Ordnung über verschiedene Einkommensquellen, darunter die Fünftelabgabe (Chums, ḫums)[28] und den Charadsch (ḫarāǧ),[29] aus landwirtschaftlichem Gewinn und die Zakah, beide nur von Muslimen zu entrichten, sowie die Dschizya (Ǧizya, Ǧezye),[30] die den (in der dortigen Welt im Hollenfeuer schmorenden) Dhimmis vorab (irdisch) abzupressen ist. Ahl-e Zemme – ahl aḏ-ḏimma ist das in Allahs Auftrag brutal herabzusetzende „Volk“ (ahl) der Juden und Christen. Selbst die Zwangssteuer der Dschizya ruft geradezu nach dem Islamstaat, weiß der Theologe:

37. Das islamische Steuer- und Haushaltssystem ist nicht nur darauf ausgerichtet, die Notleidenden und die armen Seyyeds zu ernähren. Es geht in erster Linie um die Schaffung eines Staates und die Finanzierung der Ausgaben eines großen Staatsapparates.

39. Weiter bilden die Ǧezye, d. h. die Steuer, die von den Ahl-e Zemme erhoben wird, sowie Charāǧ, die Steuer für große [staatliche] landwirtschaftliche Anbauflächen, außerordentlich große Einnahmequellen. So ein komplexes Steuersystem setzt die Existenz eines Staates und eines Gewalthabers voraus.

Auch die im heutigen Iran jährlich in Tabellenform veröffentliche Berechnung des Blutgelds (diyya – diye, blood money, eine Frau ist weniger teuer als ein Mann, ein Nichtmuslim weniger wert als ein Muslim), verlangt das erneuerte Kalifat mit Haddstrafen und Vergeltungsrecht (qiṣāṣ – ġesās).[31]

41. Ohne staatliche Organisation kann man viele strafrechtliche Festlegungen, u. a. die Aushändigung von Diye an die Betroffenen oder Hadd und Ġesās, die unter Aufsicht des islamischen Gewalthabers ausgeführt werden müssen, nicht verwirklichen. Nur ein Staat ist imstande, diese Gesetze in die Tat umzusetzen.

Illegitime Herrschaft drängte die Islamische Ordnung zurück, klagt der hohe Schiit, allen voran die ab 661 n. Chr. vom syrischen Damaskus aus und später dann im andalusischen Córdoba herrschenden Glaubensverräter der Umawiyyūn, die 750 durch die nicht weniger gottlosen ʿAbbāsīyūn abgelöst wurden. Ob der Mohammeds Meinung nach dem Islamgott treu ergebene Moses durch den satanischen Pharao geknechtet wurde oder ob der in achämenidischer Tradition als König der Könige (Shahinshah, King of Kings) zu huldigende Mohammad Reza die Iraner vom Ausüben der Religion abhält, bleibe sich im Grundsatz gleich und sei staatstragender kultischer Dienst am schrecklichen Ṭāġūt, am Götzen.

42. Die Staatsordnung, die Arbeitsweise und die Politik der Omayyaden und Abbasiden waren antiislamisch. Die Staatsform wurde auf den Kopf gestellt; sie wurde in eine Monarchie verwandelt wie im Fall des Regimes der Schahanschas von Iran, der Imperatoren von Rom und der Pharaonen von Ägypten.

Nur neun Jahre nach diesem Vortrag und nur zehn Tage, nachdem Chomeini am ersten Februar seinen Fuß auf iranischen Boden gesetzt hatte, wurde Schah Mohammed Reza gestürzt. Aus gutem Grund, weiß das Revolutionsprogramm:

42. Eine unislamische politische Ordnung errichten bedeutet nämlich nichts anderes als die politische Ordnung des Islams ignorieren. Dazu kommt noch, dass jede unislamische politische Ordnung eine polytheistische Ordnung ist, da ihr Herrscher der Ṭāġūt ist; und wir sind verpflichtet, die Spuren des Polytheismus in der Gesellschaft und im Leben der Muslime zu beseitigen und zu vernichten. …

Die gesellschaftlichen Bedingungen unter der Herrschaft des Ṭāġūt und der polytheistischen Ordnung sind der Boden für die Verderbnis, wie Sie sehen. Das ist die „Verderbtheit auf der Erde“, die ausgerottet werden muss und deren Stifter bestraft werden müssen. Das ist die gleiche Verderbtheit, wie sie der Pharao durch seine Politik in Ägypten stiftete. Und „er war ein Stifter der Verderbtheit.

Der islamisch-friedfertige Professor Shahul Hameed (Kalkutta) stellt klar: Töten geht im Islam gar nicht, jedenfalls fast. Nur der sorgfältig errichtete (properly established) Islamische Staat darf den Schrecklichen umbringen, der Verderben auf Erden verbreitet (spreading corruption on earth).[32]

Chomeini konnte seine religiösen Visionen erfolgreich erden. Heute zieht im himmlischen Terrorstaat Iran der vom Koran vorgegebene Anklagepunkt Fasād fi’l-Arḍ (spreading corruption on earth, der Täter ist im Iran ein Mofsed fel-Arz, arab. Pl.: mufsidūn), ähnlich wie nur noch der Tatvorwurf, „Krieg gegen Gott“ (muḥārabah – moharebeh) zu führen, sehr oft die Todesstrafe nach sich.[33]

Das mit dem Untergang des Osmanischen Reichs am 03.03.1924 per Gesetz zerschlagene Kalifat soll wiederauferstehen und alle Muslime der Welt, Sunniten wie Schiiten, vereinen. Bereits zwei Jahre später (Kairo 1926) versammelten sich Kalifatsanhänger zu einem Weltkongress zur Restaurierung des Kalifats, der vielleicht folgenlos blieben wäre, wenn nicht die 1928 gegründete Muslimbruderschaft jahrzehntelang und mit Denkern wie Yusuf al-Qaradawi die Sehnsucht nach dem Imperium Allahs bis heute wach halten würde, wie Nibras Kazimi (2005) darstellt.[34]

Zu den Kalifatsbewegungen der folgenden Jahrzehnte gehörte die von Köln aus betriebene Hilafet Devleti (Kalifatstaat), zählen Osama bin Laden und Aiman al-Zawahiri (sein Großvater, ein Scheich, nahm 1926 in Kairo am General Caliphate Congress teil) und deren terroristisches Umfeld und gehört die 1953 im jordanisch besetzten Ostteil Jerusalems (1967 durch Israel im Sechstagekrieg der Rechtsstaatlichkeit zugeführt, zivilisiert) von Taqī ad-Dīn an-Nabhānī unter Muslimbrüdern gegründete, bis heute palästinensisch dominierte, weltweit aktive und äußerst radikale HuT (Ḥizbu t-taḥrīr, „Party of Liberation“).[35] Ayatollah Chomeinis geistige und politische Erben melden sich 2011 ebenfalls zu Wort und deuten die Jasminrevolution in ihrem militant-gegenmodernen Sinne als einen Kampf für das Weltkalifat. Bereits 1931 kam es in Jerusalem zur General Islamic Conference, wiederum war es Ziel, das Kalifat neu zu erschaffen.[36]

Ob man von Emirat, Imamat, Kalifat oder, wie General Zia-ul-Haq oder Scheich Taqi ad-Din an-Nabhani es vorzogen, von Islamische Ordnung (Niẓāmu l-Islām, Nizam-e-Mustafa; Islamic Order – Islamic System) spricht, Sayyid Qutb differenzierte Islamic Shari’ah and the Islamic system (nizam), oder ob man mit Qutb die Herrschaft Allahs (Hakimiyyat Allah) fordert, mag variieren, die Weltgemeinde (umma – ommat) muss in jedem Fall zum Staat werden und der Koran zur Grundlage der Verfassung. Das mag Blutvergießen bedeuten, ist aber schlichte Notwehr und befreiende Wohltat, wie Chomeini den angehenden Islamischen Theologen nahelegt:

43, 44. Die Muslime in allen islamischen Ländern sind verpflichtet, politische islamische Revolutionen zum Siege zu führen. … Um die Einheit und Freiheit der islamischen Nationen wiederherzustellen, müssen wir die oppressiven und hörigen Regierungen stürzen.

Die soziale Harmonie ist zum Greifen nahe. Gerechtigkeit für alle:

51. Der islamische Staat ist weder despotisch noch absolutistisch, er ist konstitutionell … in dem Sinne, dass die Regierenden … an eine Reihe von Bedingungen geknüpft sind, die im heiligen Koran und in der Sunna … festgelegt worden sind. Daher ist die islamische Regierung die Regierung des göttlichen Gesetzes über das Volk.

Die Volkssouveränität (as-Siyāda aš-Šaʿbīya, popular sovereignty, sovereignty of the people) bei Rousseau 1762 als La souveraineté populaire bzw. souveraineté du peuple eingefordert, lockt die bösen Dschinnen und Satane heran.[37]

Zwischen Naturgesetz und Sittengesetz, zwischen Physik und Scharia kann es letztlich keinen Unterschied geben, denn wo der Teufel nicht verwirrend dazwischenredet, strömen die Vorschriften, denen alles Sein unterworfen ist, ungehindert aus der jenseitigen und absoluten Quelle heraus, aus der Gottheit.

Wer sich als Geschöpf begreift und nicht als Schöpfer und den Koran wörtlich nimmt, wird mit Chomeini bekennen müssen, dass in der einzig humanen Gesellschaftsordnung (hakimiyya, siyada, rabbaniyya – Sovereignty of God) alle Gesetze von Allah stammen:

52. Niemand hat das Recht, Gesetze zu erlassen, und kein Gesetz außer dem göttlichen ist anwendbar. … Der islamische Staat ist ein Staat des Gesetzes. In dieser Staatsform gehört die Souveränität allein Gott. Das Gesetz ist nichts anderes als der Befehl Gottes.

104. Das ist ein politischer Befehl. … Das Hauptziel besteht darin, die Könige und die in ihrem Dienst stehenden Richter daran zu hindern, das Volk an sich zu ziehen, indem sie sich ihm als zur Regelung seiner Angelegenheiten geeignet präsentieren.

Nur wer „islamisches Wissen“ hat, darf führen:

105. Was soll das islamische Volk tun? An wen soll es sich im Fall von Vorkommnissen und Streitigkeiten wenden? Der Imam sagt: „Ihr müsst sehen, wer von euch unsere Ahādis überliefert, studiert hat, was uns erlaubt und verboten ist, und wer dieses Gebiet beherrscht und unsere Gesetze kennt.“

Die Olamā sind berufen zu herrschen

Geschickt warnte Azhar-Absolvent und Muslimbruder-Cheftheologe Yusuf al-Qaradawi, weltweit bekannt für den Begriff vom zeitgenössischen Heilsereignis des Islamischen Erwachens (Islamic Awakening), bereits 1984 davor, dass eine nicht von den Ulama (ʿulamā, die „Gelehrten“ d. h. Schariagelehrten, Sg, ʿālim) rechtgeleitete Islamische Bewegung in den Extremismus abrutsche: „Nur die Ulama können den Weg zur umfassenden Führung aufzeigen, weil sie die Schriften kennen und die Islamischen Wissenschaften studiert haben.“[38]

Vermag im Deutschland des Jahre 2011 jemand zu erkennen, dass Wissenschaftsrat und Stiftung Mercator, Bülent Ucar, Rauf Ceylan und Mouhanad Khorchide den schariagelehrigen Ulama einen grundsätzlich anderen theologischen Rang einräumen möchten als Yusuf al-Qaradawi es fordert?[39] Ist eine „schleichende Scharia“, eine allmähliche Aushöhlung des Rechtsstaats und ein „islampädagogisches“ Entfremden der jungen Muslime über die Moscheen und den Islamischen Religionsunterricht jedoch sicher und dauerhaft abgewehrt oder auch nur unerwünscht, wenn ein Professor wie Ucar erklärtermaßen über die „Entwicklung der Scharia im historischen und modernen Kontext“ forscht und mit Dr. Silvia Horsch die Betreiberin der Webseite al-sakina.de und Mitbetreiberin der Seite nafisa.de zum Ghazali-Kongress (28.-30. Oktober 2011) an die Uni Osnabrück lädt, jene tief Verschleierte, die zu Amir Zaidan (Islamologisches Institut, Wien) und zur Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler (GMSG) verlinkt?

Bei der GMSG durften 2002 (Ort: Uni Kassel) neben dem genannten Amir Zaidan auch Heiner Bielefeldt, Bülent Ucar sowie Mehmet Sabri Erbakan von der Millî Görüş (Verfassungsschutz: „Langfristiges Ziel ist die fundamentale Umgestaltung der Türkei, die Wiederherstellung einer „Großtürkei“ und schließlich eine islamische Weltordnung“) jeweils einen Vortrag halten, nicht zu vergessen Ahmad Khalifa von der IGD, die uns als der deutsche Zweig der extremistischen Muslimbrüder gelten kann. Im Folgejahr hielt der hochrangige Muslimbruder Ibrahim El-Zayat die GMSG-Laudatio für Udo Steinbach.[40]

Die fragwürdige Osnabrücker Festlichkeit des Jahres 2011, deren Macher künftig, ausgerechnet, für die Ausbildung von staatlich angestellten schulischen Religionslehrern zuständig sein sollen, trägt den die Säkularität, Wissenschaftlichkeit und Demokratie schlicht verhöhnenden Tagungstitel 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland.

Offensichtlich soll das Weltbild und Menschenbild eines der erfolgreichsten Zerstörer logischen und humanen Denkens, der radikal jenseitszentrierte Abū Ḥāmid al-Ġazālī ungehindert Einfluss auf Deutschlands Hörsäle und Klassenzimmer haben dürfen. Das Einladungsschreiben lockt: „Er hinterließ grundlegende Werke, deren Bedeutung die heute lebenden Muslime in ihrem Denken und Handeln nicht unbeeinträchtigt lässt. … Bezogen auf die Lebenswirklichkeit der Muslime in Deutschland kommen namhafte Vertreter der Wissenschaft miteinander ins Gespräch und präsentieren die Ergebnisse ihrer Forschung.“

Der zwingend an die emotionale und juristische Herabwürdigung des Diesseits und der Sinneswahrnehmung, des Verstandes und nicht zuletzt der Frau gebundene himmlische Totalitarismus des im Jahre 1111 verstorbenen islamischen Gelehrten bringt Bülent Ucar, Rauf Ceylan und Mouhanad Khorchide nun nicht etwa dazu, die deutsche Bevölkerung namentlich Wissenschaftslandschaft auf das auf Ungleichbehandlung beruhende Vorschriftengebäude von Scharia und Sunna aufmerksam zu machen.

Nein, ein einschläferndes Ungefähr stellt Bezug („Verbindung“) her zur politischen Situation des Heute („zum Hier und Jetzt“), was wohl austesten soll, ob der Islam an unseren Hochschulen und Schulen so menschenfeindlich (authentisch koranbasiert) verkündet werden darf wie zur Zeit der Vollendung von Schariawissenschaft und Fiqh vor neun Jahrhunderten. Die Perspektive der Muslimbrüder, Erbakan-Bewunderer und sonstigen islamverbandlichen Sinnsucher auf die Schariagesetze seien den Nichtmuslimen und demnächst, in jedem Klassenzimmer, den zu muslimisierenden Schülerinnen und Schülern zu Gehör zu bringen, so könnte man die Osnabrücker jedenfalls verstehen: „Wichtig ist vor allem die Herstellung einer Verbindung zum Hier und Jetzt einer muslimischen Gesellschaft, die in der Bundesrepublik eigentlich erst am Anfang ihres geistigen Findungsprozesses steht, einer Gemeinschaft, die Religion gerade erst als spirituellen Aspekt ihres Vorhandenseins in der deutschen Gesellschaft entdeckt, den sie im Austausch mit den anderen religiösen Mitbewerbern im gesellschaftlichen Kontext grundsätzlich auch bereit sein muss, zu teilen.“[41]

Solche erste zaghafte Begeisterung erinnert fast ein wenig an den vorrevolutionären Chomeini:

143. Der Pessimismus muss überwunden werden!

Anders als beim Ayatollah geht es den glaubensbewegten Wortführern der auch bei DAAD und Uni Erfurt bestens bekannten, gefälligst ungleich zu behandelnden eingewanderten Menschensorte der „Muslims in the West“[42] noch nicht um das Kalifat, sondern wohl eher um die Implementierung von (korangemäß immer weiter auszudehnenden) Teilen der Scharia in das nationale oder europäische Ehe- und Familienrecht oder das Erbrecht, vielleicht sogar in Staatsbürgerstatus bzw. Ausländerrecht.[43] Mustafa Cerić kennt Europa und den Islam und fordert: „Opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law.“[44]

Die AEMR bzw. das GG richtet sich zuallererst an das Individuum, die himmlische Scharia hingegen vor allem an das Kollektiv namens Umma, Dhimmi oder Frau. Allah will die verstaatlichten Stämme und Menschenklassen. Werden aufklärungshumanistische Individualrechte an jenseitszentrierten Gruppenrechten (Group Rights) zerbrechen?[45]

Bis dahin haben Muslimbrüder und Millî-Görüş-Bewegte für ihre rechtsspaltende Sache Werbung zu betreiben, Chomeini sagt Propaganda:

145. Wir sind verpflichtet, uns für die Schaffung eines islamischen Staates einzusetzen. Propaganda für dieses Ziel ist unsere erste Aufgabe. Durch Propaganda kommen wir voran.

Auch die letzten beiden betrachten Worte von Ayatollah Chomeini mögen uns an die 2011 wohl kaum noch zu verhindernden, aber bleibend verhindernswerten Islamischen Studien an Deutschlands Hochschulen gemahnen:

148. Die [islamischen] Seminare in Ġom, Mašhad und andere Seminare haben die Pflicht, dem Volk den Islam zu präsentieren. Die Menschen kennen den Islam nicht. … Ihr könnt sicher sein, wenn ihr den Mitarbeitern der Universitäten und den Studenten das islamische Denken und den islamischen Staat richtig darstellt, werden sie den Islam willkommen heißen.

Die „Säuberung der islamischen Seminare“ wird vielleicht in Osnabrücks Hörsälen beginnen, warum nicht unter Berufung auf den im Oktober 2011 geehrten Theologen Abū Ḥāmid al-Ġazālī? Ayatollah Chomeini, von dem Bülent Ucar nicht sagt, dass er den Islam falsch verstanden hätte, ruft den Hochschulbetrieb zur Pflege der gereinigten Religion:

157. Um den Menschen den Islam nahezubringen, ist es zunächst erforderlich, dass die islamischen Seminare gesäubert werden. Ihr Lehrprogramm und ihre Propaganda- und Unterrichtsmethode müssen vervollkommnet werden. … Die Pseudofrommen innerhalb der islamischen Seminare lenken die Menschen vom Islam und von gesellschaftlichen Umwälzungen ab.

Irgendwelche Probleme zwischen Scharianorm und Wissenschaftlichkeit scheint selbst der über Höllenfeuer und Rechtsstaat grübelnde Mitbürger erkannt zu haben, der in wenigen Tagen im Schloss Osnabrück sprechen wird. Jameleddine Ben Abdeljelil ruft nicht den aus seiner Sicht offenkundig makellosen Islam, sondern die Umwelt zum Kurswechsel auf, denn: „Der Boden für einen islamischen Aufklärungsdiskurs in unserem österreichischen Kontext ist meines Erachtens potenziell vorhanden, benötigt aber für seine Entfaltung fördernde strukturelle Voraussetzungen.“[46] IRU-Vorzeigepädagogin Lamya Kaddor könnte dem Herrn ihr berüchtigtes „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“ entgegnen.[47]

Es bleibt zu hoffen, dass am 28.-30. Oktober 2011 trotz festlicher Ekstase und anwesender Islam(aktiv)isten von einigen Rednern der Mut gefunden wird, jede unkritische universitäre Lesart der Texte des Ghazali Aufruf zu religiösem Totalitarismus zu nennen. Bülent Ucar, Mouhanad Khorchide und Rauf Ceylan müssen Scharia und Fiqh unmissverständlich als menschenverachtend und demokratiegefährdend erklären.

Die Verantwortlichen für das neue Fach Islamische Studien sollten dem Verdacht bzw. unserem vielleicht ja völlig falschen „Islambild“ entgegentreten, den beiden der Muslimbruderschaft nahestehenden, auf Segregation zielenden Organisationen ECFR (European Council for Fatwa and Research, um Yusuf al-Qaradawi und Mustafa Cerić) und FIOE (Federation of Islamic Organizations in Europe) Unterstützungsarbeit zu leisten.

Jacques Auvergne

[1] Kalifornien im April 1998. Ein angesehener Professor und Islamkonvertit (Schia), der 45 Jahre lang (1965-2010) im sonnigen Berkeley lehrte, beschimpft auf dem Unicampus studentische Aktivisten einer Gedenkveranstaltung zum Völkermord an den Armeniern des Osmanischen Reichs: „Es war kein Völkermord, aber ich wünschte, es wäre einer, ihr lügenden Schweine!“, und: „Ihr verdreht die historische Wahrheit. Ihr blöden Armenier verdient, massakriert zu werden!“ Aber Herr Professor, die Herzensruhe eines Sufi-Mystikers sieht doch wohl anders aus?

Shaké Hovsepian: A group of students were commemorating the Armenian Genocide when Hamid Algar approached them and began making racist statements. His remarks included slurs such as „It was not a Genocide, but I wish it was, you lying pigs!“ He was also quoted as saying, „You are distorting the truth about history. You stupid Armenians, you deserve to be massacred!“

One student confronted Algar and asked that he reveal his identity. Although Algar didn’t answer this question, his parting words were, „I’ve been here for 30 years you bastard!“

http://www.campus-watch.org/article/id/596

Um die schleichende Islamische Revolution global zu integrieren und den Muslimen die Zumutungen wissenschaftlichen Denkens und universeller Menschenrechte zu ersparen, nutzt der 1940 in England geborene Konvertit Hamid Algar das nach dem Verebben von Protestkultur und Studentenrevolte nostalgisch verkitschte und entgrenzt fremdenfreundliche Berkeley (Berkeley, both the campus and the city are different from much of the rest of the country, thank God.). Der Koranleser argumentiert radikal kulturrelativistisch: Säkularität sei für den Okzident (the West) gangbar, für andere Weltgegenden aber nicht, denn diese würden ihre [Anm.: gerne schariapflichtige] Zivilisation auf einem Fundament völlig andersartiger Glaubenssätze aufbauen, they have different sets of beliefs.

Algar, who was born in England in 1940 … declines to discuss his conversion to Islam, which he considers a private matter.

http://www.campus-watch.org/article/id/718

Islamkritik ist bekanntlich nicht sehr hilfreich, not very helpful. Antietatist und Chomeini-Bewunderer Hamid Algar findet die Zivilisten ermordende Hamas nicht so schlimm, eher schon die Kritik an ihr, der Mensch im Westen müsse endlich den andersartigen Blickwinkel der muslimischen Bombenbastler würdigen:

Regarding the Arab-Israeli conflict, Algar refuses to condemn Palestinian suicide bombings targeted against Israeli civilians. He views Israel as an oppressive state that subjects Palestinians to constant brutality, discrimination, and humiliation. Says Algar, “That term [suicide bombings], an invention of the West, does not represent the perspective of those who engage in such action and is not very helpful. It seems to me that such actions are closer to the case of a soldier who, in battle against overwhelming odds and in the certain knowledge that he will not emerge alive from the encounter, rushes upon the enemy. … In other words, there is definitely a cause-and-effect relationship here, and to criticize or condemn an effect while overlooking the cause is not very helpful.”

nach: DiscoverTheNetworks

http://www.discoverthenetworks.org/individualProfile.asp?indid=2161

Hamid Algar is a Professor Emeritus of Persian studies at the Faculty of Near Eastern Studies, University of California, Berkeley. He began his studies of Arabic, Persian and Islamic Civilization at Cambridge in 1959. After graduating, he spent a lengthy and fruitful period of travel in Iran, Turkey and Afghanistan before returning to Cambridge in 1963 and completing his doctorate there two years later. He has been teaching in the Department of Near Eastern Studies since 1965 …

His research interests center on Shi’ism in Iran and Sufism in the Persian and Persian-influenced world, with particular emphasis on the Naqshbandi order. His copious writings have been published in an array of languages. He was recently awarded an honorary doctorate by the University of Tehran.

http://www.ldcintellectuals.org/EN/content.asp?PID=%7B5E4B1124-C8CD-4478-A883-4C2982880D2A%7D

im Bild: Hamid Algar (Foto von Robert Holmgren)

http://www.flickr.com/photos/holmgren/558107767/in/photostream/

Hamid Algar, Foto, bei: Islamische Stiftung Astana Quds Rezavi (Āstān-e Qods-e Reẓāwī), Schrein des 8. Imam Reza, Mashhar (Iran)

http://www.aqlibrary.org/mediashare/wa/tyrvowcrd5u4ykqz432kc65e91cfuu-org.gif

Hamid Algar, Foto bei bashgah.net

http://bashgah.net/assets//Image/peoples/Hamed%20Elgar/HamedElgar3.jpg

Professor Hamid Algar of Berkley, University of California, delivers a lecture on the 30th anniversary of the founding of the Islamic Republic of Iran on the impact that it had in the West.

http://www.youtube.com/watch?v=qdjs3WmEbiE

Algar kritisiert Obamas Iranpolitik

http://www.youtube.com/watch?v=S6tuNf1aq4s

Dr. Algar Critiques „Iranian Exiled Women Memoirs“

http://www.youtube.com/watch?v=SrrdDHzAQJE&feature=related

[2] Hišām bin Muḥammad bin as-Sāʾib al-Kalbī (737-819) überliefert im Kitāb al-Aṣnām das von Arabiens Göttervielfalt erzählende Prophetenwort: I have offered a white sheep to al-‚Uzza, while I was a follower of the religion of my people.

http://answering-islam.org/Books/Al-Kalbi/uzza.htm

aus: THE BOOK OF IDOLS: BEING A TRANSLATION FROM THE ARABIC OF THE KITAB AL-ASNAM, by: HISHAM IBN-AL-KALBI, translated with introduction and notes by: NABIH AMIN FARIS (1952)

http://answering-islam.org/Books/Al-Kalbi/

Das „Götzenbuch“ von Ibn al-Kalbi

http://de.wikipedia.org/wiki/Altarabische_Gottheiten#Das_.E2.80.9EG.C3.B6tzenbuch.E2.80.9C_von_Ibn_al-Kalbi

Kitāb al-Aṣnām (Book of Idols), Beispielblatt, 12. Jahrhundert

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/3/36/Asnam-2.JPG

„Gebräuche des heidnischen Arabiens, die viele alte, charakteristische Formen dieser Religionsstufe überliefern“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ibn_al-Kalb%C4%AB#Werke

Löwentempel zu Petra, der ʿUzzā geweiht

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/40/Temple_of_Winged_Lions%2C_Petra.jpg

[3] „Weil Er der Chaaliq von allem außer Ihm ist, ist alles Übrige Chalq“,

echt monotheistisch, das verdient Kontext:

„Allaah ta‟ala allein ist der Chaaliq (Schöpfer), Er ist der Baari’ (Erschaffer) und der Musawwir (Gestalter). Weil Er der Chaaliq von allem außer Ihm ist, ist alles Übrige Chalq (Schöpfung), das durch Seinen Befehl Kun! (sei!) entstanden ist.“

aus: Abu Muhammad: Islamische Begriffe für deutschsprachige Muslime

http://www.salaf.de/sprache/PDF/spr0001_Islamische%20Begriffe%20fuer%20deutschsprachige%20Muslime.pdf

bei: SALAF.de – authentisch & informativ

http://www.salaf.de/

Schariapflicht im Digitalzeitalter. (Technologisch) moderne Kalligraphien des islamischen Gottesnamens al-Chaaliq (al-Ḫāliq), „der Schöpfer“

http://1.bp.blogspot.com/-oSPDaZhrPoc/TckNylyDMqI/AAAAAAAAADQ/siqn-1hq6ZU/s1600/%D8%A7%D9%84%D8%AE%D8%A7%D9%84%D9%82.jpg

http://data0.zic.fr/loqmane/mod_article1458931_1.jpg?6397

bei: Eslam: Der Schöpfer.

http://www.eslam.de/begriffe/s/schoepfer.htm

[4] Er hat die Menschheit mit Tauhid erschaffen (Al-Kulayni, al-Kafi (Akhundi), II, 12, hadith Nr.2.). Vom Revolutionsführer wird der Tauhid ebenso vernunftfern wie islamisch mit dem angeborenen Ausgerichtetsein auf Allah hin verschmolzen, dem Begriff der Fitra:

Chomeini: „Es ist eine der Eigenschaften der Natur, mit der Gott den Menschen geschaffen hat, dass er Unvollkommenheit mit Abneigung begegnet. Was er als Mangel oder Fehler erkennt, dem steht er von Natur aus ablehnend gegenüber. Deshalb sollte das, was die menschliche Natur anzieht, eins und einzig sein, denn alles, was zur Pluralität fähig ist, und alles, was aus Teilen besteht, ist unvollkommen und mangelhaft. Pluralität geht immer mit Begrenztheit (was ein Mangel ist) einher, und alles Mangelhafte wird von der menschlichen Natur abgelehnt. Diese beiden Aspekte in der menschlichen Natur, nämlich die Ablehnung des Mangelhaften und das Begehren des Vollkommenen bestätigt nicht nur das Prinzip von Tauhid, der Einheit Gottes, sondern auch, dass die Göttliche Existenz jede Vollkommenheit umfasst und von jedem Mangel frei ist. Dies kommt in der gesegneten Sura at-Tauhid zum Ausdruck, die sich auf die Wesenheit des Erhabenen, des Allerhöchsten bezieht. Die Sure spricht am Anfang von huwa (Er) und nennt in den nächsten Versen sechs seiner Eigenschaften. Da sein Heiliges Wesen eine absolute Wesenseinheit (huwiya) ist, umfasst das Göttliche Sein alle Vollkommenheiten. Gott ist einzig (ahad), und seine Einzigkeit (ahadiya) bedingt sein Einsein (wahidiya). Und da absolute Wesenheit alle Vollkommenheiten einschließt und frei ist von allen Mängeln, die aus endlicher Wesenheit entspringen, ist er ewig (samad), das Ende, das Ziel und die Zufluchtstätte von allem. Weil Er absolute Wesenheit ist, wird nichts von Ihm getrennt, noch ist Er selbst von etwas getrennt. Er zeugt nicht und wurde nicht gezeugt (lam yalid wa lam yulad), vielmehr ist er der Ursprung und das Ende, zu Dem alles Lebendige zurückkehrt, ohne von Ihm getrennt worden zu sein, denn Trennung bedingt Mangel. Diese absolute Wesenheit hat kein Gleiches (wa lam yaku-llahu kufuwan ahad), da absolute Vollkommenheit Wiederkehr ausschließt.“

http://www.al-shia.de/ueberlieferungen/fitra.htm

He originated mankind upon tawhid

Khomeini: “It should be known to you that one of the characteristics of the nature upon which God has fashioned mankind is a loathing for imperfection. Man is by nature averse to everything he perceives as defective and faulty. Since His sacred Essence has an absolute ipseity (huwiyyah) (an absolute ipseity must be absolutely perfect; otherwise it is a finite ipseity), the Divine Being encompasses all perfections. `Allah‘, (which follows the pronoun huwa in the surah), shows that in spite of encompassing all perfections, It is simple (basit); otherwise It would not have an absolute ipseity . Thus, He is ahad (unique) and His ahadiyyah (uniqueness) necessitates His wahidiyyah (oneness). And since absolute ipseity includes all perfections and is free from all defects-which originate in finite ipseity He is Samad (Eternal, the End, Goal and Refuge of every thing) and is not vacuous. On account of His being absolute ipseity, nothing is begotten or separated from Him, nor is He Himself separated from anything. He is lam yalid wa lam yulad, i.e. He begetteth not, nor was begotten; rather, He is the Source of everything and the End to which all existents return without having separated from Him, for separation necessitates defectiveness. Absolute Ipseity has no equal either, since absolute perfection precludes recurrence.”

http://www.erfan.ir/article/article.php?id=5569

[5] Charta der Hamas:

„Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‚Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’“

http://www.botschaftisrael.de/2011/05/20/hamas-keine-gesprache-mit-israel/

Hamas als Zweig der Muslimbruderschaft. Das Islamprogramm.

http://en.wikipedia.org/wiki/Hamas_Charter#Specific_articles

dazu bei: Information Division, Israel Foreign Ministry – Jerusalem. THE COVENANT OF THE HAMAS – MAIN POINTS

http://www.fas.org/irp/world/para/docs/880818a.htm

Hamas Charter

„The Day of Judgement will not come about until Muslims fight the Jews (killing the Jews), when the Jew will hide behind stones and trees. The stones and trees will say O Muslims, O Abdulla, there is a Jew behind me, come and kill him. Only the Gharkad tree, would not do that because it is one of the trees of the Jews.“ (related by al-Bukhari and Muslim).

http://www.mideastweb.org/hamas.htm

http://www.adl.org/main_israel/hamas_charter.htm

Vereinsziele sind laut Satzung Hilfeleistungen für die in der Bundesrepublik lebenden Palästinenser, die Durchführung von humanitären Projekten für bedürftige Palästinenser sowie die Unterstützung und Förderung von Bildungsstätten in den palästinensischen Autonomiegebieten. Die gesammelten Spendengelder überweist Al-Aqsa e.V. an soziale und humanitäre Einrichtungen in den teilautonomen palästinensischen Gebieten, die in die Organisationsstruktur der HAMAS oder ihr Umfeld eingebunden sind. … Darüber hinaus besteht eine enge Verflechtung der HAMAS mit den Al-Aqsa -Zentren in verschiedenen Staaten. Ein Großteil der Spendengelder, über welche die HAMAS verfügt, fließt in den Unterhalt eines weit verzweigten Netzwerkes von Moscheen, Schulen, Waisenhäusern und Krankenstationen, über das die Organisation in Gaza und der Westbank verfügt. Durch ihre religiösen und sozialen Aktivitäten, die hauptsächlich auf die Islamisierung der palästinensischen Gesellschaft abzielen, ist es der HAMAS gelungen, unter der Bevölkerung eine Anhängerschaft von z.Zt. ca. 15 % zu mobilisieren. … Auch der Aachener Verein Al-Aqsa e.V. nennt in seinen Spendenaufrufen als Verwendungszweck und Empfänger finanzieller Leistungen – neben der Errichtung z.B. von Krankenhäusern, Feuerwehrstationen und Bildungsstätten, sowie der Versorgung der palästinensischen Bevölkerung mit Lebensmitteln – seit längerem die Unterstützung von „Märtyrerfamilien“ in Palästina.

http://www.initiative-tageszeitung.de/lexika/leitfaden-artikel.html?LeitfadenID=242

Bekanntmachung des Bundesinnenministeriums über die Verfügung eines Vereinsverbotes (AL-AQSA e.V., Aachen). 31.07.2002

http://www.documentarchiv.de/brd/2002/verbot_al-aqsa.html

„Judenfeindliche Ressentiments spielen seit Niederschrift des Koran im 7. Jahrhundert und dem Massaker gegen die Juden von Medina im Jahre 628 durch Mohamed im Islam eine fundamentale Rolle. Bis heute kann dieser fundamentale Judenhass reaktiviert und instrumentalisiert werden. Ein Beispiel dafür liefert die im Gaza-Streifen herrschende Organisation Hamas in ihrer Charta (…) Der Vortrag beschäftigt sich mit neuen Formen von Judenhass und Feindschaft gegenüber Israel, mit den Zusammenhängen zwischen beiden und ihren Auswirkungen auf die Stimmung in Europa.“

Muhammet Balaban, Sprecher der „Kommission Islam und Moscheen in Essen“, fühlte sich durch diesen Text „persönlich beleidigt“. Er sah darin „Angriffe auf den Propheten, den Koran und auf alle Muslime“. In einem Brief an den Oberbürgermeister protestierte Balaban, ein wohlhabender türkischer Geschäftsmann und einflussreicher Bürger der Stadt Essen, gegen die geplante Veranstaltung. Dabei erwies er sich als versiert im Vokabular der Stigmatisierung: „Es ist inakzeptabel, dass diese Einrichtung (die Alte Synagoge – Ch.N.) Misstrauen, Hass, Anfeindung und Unfrieden in unserer Gesellschaft sät“. …

Am Ende seines Briefes stellt er Forderungen. Etwa die, der Oberbürgermeister der Stadt Essen solle „dafür Sorge tragen, dass die Leitung der Alten Synagoge ihre Haltung zu der Gesamtverantwortung in unserer Stadt und Gesellschaft ändert“. Wirklich zeigte der Essener Oberbürgermeister den bekannten Reflex und stimmte Balaban zu, auch er in einem Offenen Brief: „Daher erwarte ich, dass die neue Leitung der Alten Synagoge sich den Integrationsgedanken deutlich mehr zu eigen macht, als dies bisher der Fall war.“

aus: Chaim Noll: Die Annulierung der Aufklärung

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/annulierung_der_aufklaerung/

La Charte du Hamas

La relation du Mouvement Islamique de Résistance avec le groupe de la Fraternité Musulmane.

Article 2 : Le Mouvement Islamique de Résistance est une des branches de la Fraternité Musulmane en Palestine. Le Mouvement de la Fraternité Musulman est une organisation universelle qui constitue le mouvement Islamique le plus important des temps modernes. Il se caractérise par sa profonde compréhension, son parfait entendement et son adhésion totale aux concepts islamiques dans tous les aspects de la vie, de la culture, de la foi, de la politique, de l’économie, de l’éducation, de la société, de la justice et du jugement, de la diffusion de l’Islam, de l’éducation islamique, de l’art, de l’information, de la science de l’occulte et de la conversion à l’Islam.

L’universalité du Mouvement Islamique de Résistance

Article 7 : Comme ces Musulmans qui adhérent aux pratiques du Mouvement de Résistance Islamique se répandent partout dans le monde, se rallient à son soutien et à ses positions, s’efforcent de rehausser ses luttes, le Mouvement est universel. Il est parfaitement adapté pour cela en raison de la clarté de son idéologie, de la noblesse de ses causes et de la hauteur de ses objectifs. A partir de là, le Mouvement devra être considéré et estimé, et son rôle devra être reconnu. Celui qui dénie ses droits, évite de le soutenir et reste aveugle devant les faits, que ce soit intentionnellement ou non, devra se réveiller pour se rendre compte que les évènements l’ont rattrapé et qu’il n’y a pas de logique qui puisse expliquer son attitude. Celui-là devra certainement apprendre des exemples passés. L’injustice du parent proche est plus difficile à supporter que le coup d’un sabre indien.

Le Mouvement de Résistance Islamique est un des liens de la chaîne dans la lutte contre les envahisseurs sionistes. Ceci depuis 1939, date de l’émergence du martyre Izz al-Din al Kissam et de ses frères, membres de la Fraternité Musulmane. Il poursuit sa lutte et s’associe au combat des Palestiniens et de la Fraternité Musulmane dans la guerre de 1948 et aux interventions Jihad de la Fraternité Musulmane en 1968 et après. De plus, si les liens ont été distants les uns des autres et si des obstacles ont été mis en place par ceux qui servent le sionisme pour que les combattants ne puissent poursuivre la lutte, le Mouvement de Résistance Islamique aspire à la réalisation de la promesse d’Allah, quelle que soit la durée nécessaire. Le Prophète, qu’Allah le bénisse et lui accorde le salut, a dit :

„Le jour du Jugement ne viendra pas tant que les Musulmans combattent les Juifs (tuent les Juifs) et tant que le Juif se cache derrière des pierres et des arbres. Les pierres et les arbres diront : „Oh ! Musulmans, Oh ! Abdulla, il y a un Juif derrière moi. Viens et tue-le.“ Seul, l’arbre Gharkad ne le dira pas parce que c’est l’un des arbres de Juifs. (narré par al-Bukhari et un Musulman).

Le slogan du Mouvement Islamique de Résistance

Article 8 : Allah est son point d’ancrage, le Prophète est son modèle, et le Coran, sa constitution : la Jihad est son chemin et la mort pour la cause d’Allah est le plus grand de ses voeux.

http://aval31.free.fr/charte_hamas/charte_hamas.htm

Hier die Charta (Mīṯāq, Covenant, Charter) der Ḥarakat al-muqāwama al-islāmīya auf Arabisch

http://ar.wikisource.org/wiki/%D9%85%D9%8A%D8%AB%D8%A7%D9%82_%D8%AD%D8%B1%D9%83%D8%A9_%D8%AD%D9%85%D8%A7%D8%B3

Mīṯāq Ḥarakat Ḥamās, das Original

http://www.scribd.com/doc/21572458/%D9%85%D9%8A%D8%AB%D8%A7%D9%82-%D8%AD%D8%B1%D9%83%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D9%85%D9%82%D8%A7%D9%88%D9%85%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%A5%D8%B3%D9%84%D8%A7%D9%85%D9%8A%D8%A9-%D8%AD%D9%85%D8%A7%D8%B3

Hadith, Sahih Muslim, Book 041, Number 6985:

Abu Huraira reported Allah’s Messenger (may peace be upon him) as saying: The last hour would not come unless the Muslims will fight against the Jews and the Muslims would kill them until the Jews would hide themselves behind a stone or a tree and a stone or a tree would say: Muslim, or the servant of Allah, there is a Jew behind me; come and kill him; but the tree Gharqad would not say, for it is the tree of the Jews.

http://www.muslimaccess.com/sunnah/hadeeth/muslim/041.html

[6] taz 23.01.2011. Gudrun Krämer: „Die Deutschen haben ein einseitiges Islambild

http://www.taz.de/!64704/

[7] Deutschen Welle 02.10.2011: „Ist das Islambild in den Medien zu negativ?“

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15429038,00.html

[8] NZZ 09.05.2011. Kai Hafez: „Das negative Islambild verfestigt sich.“

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/das_negative_islambild_im_westen_verfestigt_sich_1.10518831.html

[9] ZEIT 03.09.2010, Renate Künast: „Wir müssen den Islam einbürgern!“

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-09/kuenast-sarrazin-integration

[10] Islam einbürgern – Auf dem Weg zur Anerkennung muslimischer Vertretungen in Deutschland

Dokumentation der Fachtagung der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. 25. April 2005

darin immerhin Dr. Christoph Dahling-Sander: „Von einer neuen islamischen Struktur muss erwartet werden, dass sie nicht im Widerspruch zur freiheitlich demokratischen Grundordnung steht. Explizite und implizite scharia-rechtliche Vorbehalte gegenüber dem Grundgesetz sind nicht hinnehmbar. Hier bedarf es der weiteren Klärung hinsichtlich der Aussagen der Islamischen Charta, aber auch der Thesen der SCHURA Hamburg. Eine neue Organisation muss sich außerdem von der Milli Görüs-Ideologie und ihr nahe stehenden publizistischen Organen aktiv distanzieren und deren Verbreitung verhindern. … Die Verbindlichkeit und Autorität des in der neuen Struktur geplanten Imam- bzw. Fatwa-Rates muss geklärt und transparent werden. Wie verhält sich solch ein nationales Gremium zum säkularen Recht und zur säkularen Rechtsprechung? Wie wird das Verhältnis zu internationalen islamischen Organisationen und Institutionen strukturiert, zum Beispiel von Milli-Görüs-Gemeinden zum „European Council for Fatwa and Research“? Der europäische Fatwa-Rat möchte als das offizielle Sprachrohr der sunnitischen Muslime in Europa gelten und wird geleitet durch den ägyptischen Muslim-Bruder Yusuf al-Quaradawi. Quaradawi legitimiert die Unterdrückung von Frauen.“

http://www.migration-boell.de/downloads/integration/islam-einbuergern.pdf

[11] Marieluise Beck: Initiatoren des Vereins sind Ruprecht Polenz (MdB), der den Vorsitz führt, Dr. Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Rafet Öztürk, Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), Melanie Miehl und Murat Aslanoglu, Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs (KCID), und Dr. Thomas Lemmen, Christlich-Islamische Gesellschaft. Mit diesen Partnern will die Christlich-Muslimische Friedensinitiative ein möglichst breites gesellschaftliches Spektrum einbinden und repräsentieren.

http://www.marieluisebeck.de/newsletter/news-archiv/artikel/article/111/christlich-m-1.html?tx_ttnews%5Byear%5D=2007&tx_ttnews%5Bmonth%5D=11&cHash=85265e295aade0ab5b679f72853f4789

Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft, Repräsentantinnen und Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben in Deutschland stehen bereits jetzt mit ihrem Namen für die Ziele der Christlich-Muslimischen Friedensinitiative.

Zu ihnen zählen u.a.:

Bekir Alboga, Dialogbeauftragter der DITIB; Norbert Bude, OB der Stadt Mönchengladbach; Alois Glück, bayerischer Landtagspräsident a.D.; Dr. Werner Hoyer, MdB (FDP); Dr. Navid Kermani, Publizist; Ayten Kiliçarslan, Vorsitzende des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen Christian Ude, OB, Landeshauptstadt München, Vizepräsident des Deutschen Städtetages

http://www.cm-fi.de/prominente-unterstuetzer.html

Ruprecht Polenz MdB, Vorsitzender der cm-fi und Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages

Rafet Öztürk, Abteilungsleiter Interreligiöser Dialog der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB), 2. Vorsitzender

Dr. Stephan Articus, geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städtetages

http://www.cm-fi.de/vorstand.html

[12] Marieluise Beck will am 27.04.2004 den segregierenden Hidschab im staatlichen Klassenzimmer integriert wissen, gerne auch auf dem Leib der Lehrerin, denn:

„Ein generelles Kopftuchverbot für Lehrerinnen oder gar für Beamtinnen überhaupt wie es der Gesetzesentwurf in Hessen vorsieht – ob ohne Ausnahmemöglichkeit oder mit lediglich unklarem Ausnahmevorbehalt wie ihn der Vorschlag in dem Gutachten von Prof. Dr. Dr. h.c. Battis und Dr. Bultmann vorsieht – bedeutet einen Rückschlag für die Emanzipations- und damit auch für die Integrationsbemühungen von Frauen, die sich aus freiem Willen für das Kopftuch entschieden haben. Aber selbst den Frauen und Mädchen, die unter das Kopftuch gezwungen werden, würde ein Verbot kaum helfen. Diejenigen, die Zwang für ein geeignetes Mittel im Umgang mit Töchtern und Ehefrauen halten, werden sich nur in den seltensten Fällen durch ein Kopftuchverbot für bestimmte Berufsgruppen davon abbringen lassen. Dagegen könnten Schülerinnen, die selbst ein Kopftuch tragen, sei es aus freien Stücken, sei es gezwungener Maßen, durch eine Lehrerin mit Kopftuch ermuntert werden, selbst einen anspruchsvollen Bildungsweg einzuschlagen und damit die Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben schaffen.

5. Ein generelles gesetzliches Kopftuchverbot droht islamistischen Kräften in die Hände zu spielen. Islamistischen Milieus diente ein solches Kopftuchverbot als Beleg für ihre Propaganda, dass Muslime in der deutschen Gesellschaft nie auf Gleichberechtigung hoffen dürfen und dass Muslime daher nur in der ethnisch-religiösen Eigengruppe eine echte Gemeinschaft finden können.“

aus: Stellungnahme zur Anfrage des Bildungsausschusses des Schleswig-Holsteinischen Landtags betreffend „Konsequenzen der Landesregierung aus dem „Kopftuch-Urteil“ des Bundesverfassungsgerichts, Antrag der Fraktion der CDU, Drucksache 15/3008“

http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl15/umdrucke/4400/umdruck-15-4470.pdf

[13] So gesehen. Hier Muhammed Siddique, da Wolfgang Borgfeldt.

http://en.wikipedia.org/wiki/European_Council_for_Fatwa_and_Research#Members_of_the_ECFR

Neuer ZMD-Vorstand 02.11.1997, Kassenführer: Muhammad Siddiq (Wolfgang) Borgfeldt, deutscher Islamwissenschaftler, Vorsitzender vom HDI (Haus des Islam)

http://zentralrat.de/14562.php

Neuwahl des ZMD-Vortands 15.02.2004, Kassenführer: Muhammad Siddiq (Wolfgang) Borgfeldt, deutscher Islamwissenschaftler, Vorsitzender vom HDI (Haus des Islam), Mitglied des Europäischen Fiqh-Rates

http://zentralrat.de/2657.php

[14] ECFR-Scheich Hawari

http://en.wikipedia.org/wiki/European_Council_for_Fatwa_and_Research#Members_of_the_ECFR

ZMD 2011, Hilal (Mondsichtung) und Zertifizierung: Herr Prof. Dr. Mohammad Hawari

http://zentralrat.de/16656.php

[15] ZMD 2011, Pädagogik und Religionsunterricht: Frau Eva-Maria El-Shabassy

http://zentralrat.de/16656.php

Die mit einem Ägypter verheiratete Aachener Grundschullehrerin Eva El-Shabassy, die seit 30 Jahren im Unterricht Kopftuch trägt, hatte in der Zeit vom 11. Dezember 2003 gewohnt unbefangen über ihr islamistisches Weltbild geplaudert. Der Ehebruch, sagte die Mutter einer Tochter, sollte auch in Deutschland „wieder als schädlich erkannt“ werden, denn: „Ehebruch ist ein Verbrechen wie Mord.“ Eins, das mit Steinigung geahndet werden müsste?, fragte die Zeit. Antwort der schriftgläubigen El-Shabassy: „Diese Strafe steht in der Scharia.“ Außerdem, so schlimm ist das doch gar nicht, oder? „Wenn einmal in hundert Jahren eine Ehebrecherin gesteinigt wird, vielleicht werden dann ganz viele Ehen gerettet?“ (O-Ton El-Shabassy).

Zu finden bei: EMMA März/April 2004

http://www.emma.de/ressorts/artikel/islam-islamismus/in-nrw-unterrichten-schriftglaeubige/

Hat offensichtlich gar nichts gegen anwachsendes Schariagesetz: BIG, Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit.

Frau Eva-Maria El Shabassy, pensionierte Lehrerin, ergänzte: „Wir werden auch für die andere Seite eintreten. LehrerInnen sind überfordert mit Kindern, die nicht Deutsch sprechen. Sie müssen dafür ausgebildet werden. Und das ist eine Aufgabe des Landes NRW.“

http://dnanews24.de/seite28.html

SPIEGEL-online 16.09.2011, Erdogans Berliner Lobby-Truppe

Maximilian Popp und Markus Sehl:

Premier Erdogan versucht seit Jahren, die Auslandstürken für seine politischen Ziele einzuspannen. 2005 eröffnete er in Köln die Zentrale der Europäisch-Türkischen Demokraten (UETD), einen AKP-Lobby-Verein. Die UETD wirbt unter Deutsch-Türken um Stimmen für Erdogan, zuletzt vor der türkischen Parlamentswahl im Juni. Sie hat seine umstrittene Rede in Köln 2008 vorbereitet und seinen Wahlkampfauftritt in Düsseldorf im Februar dieses Jahres. Nun jedoch geht sie noch einen Schritt weiter: Aktive und ehemalige UETD-Spitzenfunktionäre waren maßgeblich an der Gründung der BIG-Partei beteiligt. „Es ist Zeit, unsere Kräfte zu bündeln“, sagt der Vorsitzende der Union, Hasan Özdogan. …

Misirlioglu arbeitete acht Jahre lang bei einer islamischen Hilfsorganisation. Zuletzt baute er das Berliner Büro des Spendenvereins WEFA auf, dem vorgeworfen wird, indirekt die palästinensische Hamas zu finanzieren. Der Verein unterhält Beziehungen zur türkischen Regierung. Das BIG, sagt Misirlioglu, soll schon bald die Politik prägen: „In zehn Jahren sind wir in der Regierung.“

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,786207,00.html

DIE VERBINDUNGEN DER BIG-PARTEI

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bild-786207-267619.html

Wiki zu BIG: In türkischen Medien in Deutschland wird über die Unterstützung der BIG durch die türkisch-islamische Fethullah Gülen-Bewegung und die AKP berichtet. Die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD), die als „europäischer Arm“ der AKP gilt, rief alle türkeistämmigen Wahlberechtigten dazu auf, die BIG zu wählen. Die Neugründung der BIG wurde auch von der Islamischen Gemeinschaft Deutschland begrüßt, im Namen ihres langjährigen Vorsitzenden Ibrahim El-Zayat, der auch Treuhänder von Islamic Relief ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCndnis_f%C3%BCr_Innovation_und_Gerechtigkeit

[16] Elegant plappernd gelte es, so die Islamapologeten, zwischen Geist und Buchstabe (between the letter and the spirit of Shariah) des totalitären Islamischen Rechts zu „differenzieren“. Schließlich würde, geschmeidig auf die unterschiedlichen Zeiten und Orte (different times and places) bezogen, Allahs einfühlsames Behandeln der beschlagnahmten Wertsachen oder unterworfenen Personen im Sinne der islamischen Leitlinien und Fernziele (maqāṣid aš-šarīʿa goals and objectives; higher intentions) und innerhalb der unvermeidlichen koranbasierten Faschisierung eine atemberaubende „Flexibilität der Scharia“ gestatten, ja garantieren. Sadd aḏ-ḏarāʾiʿ ist der von Mathias Rohe geschätzte Zaun gegen Schliche, das erlaubte Verhindern einer besonders schlimmen Tat durch eine etwas weniger verbotene. Demokratie ist eigentlich nicht halal …

Islamwissenschaftliche (und jede andere wissenschaftliche) Forschung ist nachvollziehbar, akribisch, unromantisch und unbestechlich. Hoffentlich auch bei der Gerda Henkel Stiftung.

My interests are the political parties’ concepts of Shariah and their means for adopting Islamic law to modern challenges in society and politics. The key focus being the varying approaches of interpreting religious sources (ijtihad) in order to make the “unchangeable divine law” – as they perceive it – applicable in different times and places. … Here, the relationship between the spirit and the letter of the law plays a key role. This includes different concepts regarding the theory of maqasid al-sharia (“goals and objectives of Sharia” or “higher intentions of Islamic law”) which was developed by al-Ghazzali (d. 505/1111) and al-Shatibi (d. 703/1388). … Contemporary Muslim commentators and reformists in numerous publications discuss the idea of maqasid al-sharia as the most important tool for flexibility of Shariah. However, other concepts also affect the relationship between the letter and the spirit of Shariah, like its “dynamic principles” (mabadi al-Sharia), distinctions between the “changeable and the unchangeable” (al-mutaghayyir wa-l-thabit) or “wordly matters” (umur dunyawiyya) versus “divine matters” (umur ilahiyya) left to human reasoning, and applications of legal concepts like al-maslaha al-mursala or sadd al-dhara’i’.

aus: Dr. Sabine Damir-Geilsdorf: Forschungsprojekt “Between Letter and Spirit of Shariah: concepts of political and societal order in Islamic reform agendas”, finanziert von der Gerda Henkel Stiftung

http://www.ioa.uni-bonn.de/abteilungen/islamwissenschaft/personen/damir-geilsdorf-sabine

[17] Ahmad von Denffer (209) bringt ab 1984 britisch-pakistanische Konzepte und Kontakte zu den Münchner Muslimbrüdern und veröffentlichte 1982 (219) seine „Briefe“, aus denen das Zitat stammt, das von jedem Muslim die nach besten Käften zu betreibende Aufrichtung der Herrschaft Allahs verlangt.

http://books.google.de/books?id=irahwFZWpRUC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

aus: Stefan Meining 2011: Eine Moschee in Deutschland: Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen. Beck Verlag 2011

http://www.amazon.de/gp/search?index=books&linkCode=qs&keywords=3406614116

Brisante Buchliste: Qutb, Maududi, von Denffer, al-Qaradawi. Bemerkenswert und wichtig ist der den Revivalismus treffende Begriff Islamic Awakening, um den die Schriften von al-Qaradawi immer wieder kreisen: „Islamisches Erwachen“. Khurram Murad (Islamic Foundation, UK), von Denffers langjähriger Mitstreiter in Leicester, fehlt ebenso wenig wie der nordamerikanische Islamfunktionär Jamal Badawi, der die Muslimbrüder und ihren Gründer al-Banna seine „Quelle der Inspiration“ nennt. Der in Pakistan verehrte indische Muslim Iqbal und der Bosnier Izetbegović wird ebenso genannt wie Europas Taqiyya-Großmeister Tariq Ramadan.

http://www.witness-pioneer.org/org/old_book_list.htm

Islamisches Erwachen – als Begriff sogar in Teheran beliebt, wo man 2011 für arabische Staaten eine Islamische Revolution herbeiwünscht: „Die Proteste in Ägypten und anderen arabischen Ländern sind eine Welle des islamischen Erwachens.“

http://www.n24.de/news/newsitem_6634142.html

Islamisches Erwachen verspürt der Rahbar (Führer) und Chomeini-Nachfolger Ayatollah Seyyed Ali Chamene’i. The waves of Islamic Awakening are moving forward

Islamic Awakening Conference 2011. Irans Staatsterroristen laden ein.

http://www.youtube.com/watch?v=VdYTQBDWgHA

Islamic Awakening Conference 2011. Ajlaas BIDAARI ESLAAMI. Ajlaas ist Konvent oder Beratung, vgl. die jährliche „Jalsa“ der Ahmadis (Jalsa Salana)

http://www.youtube.com/watch?v=QasEn0F8mQs

BIDARI-ESLAMI (Islamic Awakening; vgl. Urdu: baydari). Bidari bedeutet auf Farsi Wachheit, Wachsamkeit, Aufmerksamkeit, Bewusstheit oder auch Bist du wach?

http://www.youtube.com/watch?v=zywkSSs77gc

http://jafariatube.com/watch_video.php?v=KU3OBO9K9KNN

http://www.youtube.com/watch?v=r-JNflL1E0g

The Witness-Pioneer International (WPI). Persönlichkeiten.

http://www.witness-pioneer.org/vil/Presentations/personality.htm

WPI empfiehlt IslamOnline, Ask the Imam (Mufti Ebrahim Desai, Südafrika), Harun Yahya (Adnan Oktar), Yusuf Islam (Cat Stevens), die OIC …

http://www.witness-pioneer.org/UsefulLinks/islam.htm

Jamal Badawi. He cites Hassan al-Banna and Muslim Brotherhood as his source for inspiration.

http://en.wikipedia.org/wiki/Jamal_Badawi

Jamal Badawi, vorgestellt bei Peace TV

http://peacetv.in/sp-jamal_badawi.php

Peace TV ist Zakir Naik. Salafist Naik und sein „Friedensfernsehen“ umgeben dabei „unsere Redner“ (Our speakers) Jamal Badawi, Pierre-Vogel-Gast (Koblenz 2011) Abdur-Raheem Green, Pierre-Vogel-Gast (Frankfurt 2011) und Hassprediger Abu Ameenah Bilal Philips, Yusuf Estes sowie, last but not least, Ahmed von Denffer.

http://www.peacetv.in/speakers.php

[18] Mohammed Siddiqs strenge Auffassung vom Islam ist unter Muslimen in Deutschland umstritten. Doch von hier gehen wichtige Impulse für die Diskussion aus. „Wir wollen keinen Larifari-Islam, sondern sind bewusste Muslime. Wir fasten, beten und geben unser Geld nicht auf Banken, wo wir Zinsen bekommen, denn Zinsen sind uns verboten“, sagt Siddiq. Die Vorstellung eines „Kulturislam“, die besonders von arabischen Intellektuellen vertreten wird, lehnt er ab. Das Bekenntnis zum Islam sei mehr als das Zugehörigkeitsgefühl zur orientalischen Kultur, kombiniert mit einer persönlichen Gläubigkeit „Alle Bereiche des Lebens werden vom Islam geregelt.“ Im Haus des Islam geht es zunächst um die Vermittlung von Wissen, beispielsweise über das islamische Recht oder Prinzipien des Glaubens. … Das Haus des Islam ist so eingerichtet, dass sich Männer und Frauen nicht begegnen. Wenn sich doch einmal die Wege kreuzen, schlagen sie die Blicke nieder. Bei Seminaren wird eine Spanische Wand in der Mitte des Tagungsraumes aufgestellt, um Blickkontakt zu verhindern. Männer und Frauen geben sich auch nicht die Hand. … Seit seiner Studienzeit steht Mohammed Siddig der Muslimbruderschaft nahe. Diese – in Ägypten verbotene – Organisation unterhält mehrere Zentren in Deutschland. Im Verfassungsschutzbericht wird sie zwar genannt, jedoch als nicht militant eingestuft.

bei: Christlich-Islamische Gesellschaft

http://www.chrislages.de/hdi1999.htm

[19] Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat vorgeschlagen, islamische Geistliche zum Religionsunterricht an Schulen zuzulassen. Sie könnten ähnlich wie christliche Pfarrer mit einer halben Stelle eine „Anstellung in der Schule finden“, sagte Schavan der Wochenzeitung „Die Zeit“. Sie setzt allerdings voraus, dass die Imame zuvor an einer deutschen Universität akademisch ausgebildet wurden. … Schavan sagte der Zeitung, sie fasziniere am Islam „die selbstbewusste Weise, die eigene Frömmigkeit zu leben“.

SPIEGEL 13.04.2011

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,756812,00.html

Im April 2011 hört die zu Kopftuchzwang, Hölle, Jenseits oder Scharia schweigende Annette Schavan sehr genau, wie nach Bülent Uçar jede Islamische Hochschulprofessorin ebenso Kopftuch oder Hidschab tragen dürfen soll wie die Studentin des Islamischen Religionsunterrichts (IRU) oder die Lehrerin im staatlichen Schuldienst, zumal wenn letztere gerade IRU erteilt: „Wir brauchen Lehrerinnen ohne und mit Kopftuch in den Schulen, gerade im islamischen Religionsunterricht.“

Leider lauten Frage und Antwort nicht: „Was fasziniert Sie an den Ex-Muslimen?“ „Die selbstbewusste Weise, das eigene Leben zu gestalten!“ Sondern:

ZEIT: Frau Schavan, was fasziniert Sie am Islam?

Annette Schavan: Die selbstbewusste Weise, die eigene Frömmigkeit zu leben.

ZEIT 14.04.2011

http://www.zeit.de/2011/16/C-Interview-Islamstudien/komplettansicht

[20] ISLAMIC DIVINE LAW (SHARI’AH) – Structuring the Life of Man by Divine Law – The Five Ruling Values (The Five Ahkam)

Mashhad Al-Allaf: By doing what is haram or prohibited a person is subjecting himself to punishment; in this world or in the hereafter. Specific punishments are prescribed penalties and are applied according to Islamic Divine law, and can only be performed by an Islamic court with qualified judges.

http://www.muslimphilosophy.com/ma/works/ahkam.pdf

Islamic Jurisprudence (Usul Al Fiqh):

Value of Shariah Rules (Hukm Sharii)

By Shah Abdul Hannan, Former Secretary, Govt. of Bangladesh and Adviser, Bangladesh Institute of Islamic Thought

http://www.muslimtents.com/aminahsworld/Islamic_jurisprudence_value.html

[21] Tilman Nagel: Diese sogenannten «fünf Bewertungen» meinen Lohn oder Strafe sowohl im Diesseits als auch im Jenseits.

Im Koran werden diesseitige und jenseitige Bestrafungen eines Fehlverhaltens noch als ein einziger Sachverhalt verstanden; Mohammed urteilt und vollstreckt unter unmittelbarer Anleitung durch Allah. Der in den «fünf Bewertungen» verborgene Bezug sowohl auf das Diesseits als auch auf das Jenseits schlägt sich in den seit dem 8. Jahrhundert entstehenden Rechtshandbüchern nieder …

Für den unbefangenen Leser des Buches bleibt daher rätselhaft, weshalb in islamischen Ländern die Verfassungen oft den Islam als eine oder als die Quelle des Rechts nennen; weshalb die Frage der Einführung des islamischen Rechts die religiösen Leidenschaften hochpeitscht; weshalb schariatische Bestimmungen durch einen Rückbezug auf mehr als tausend Jahre alte autoritative Quellen (Koran, Hadith) gerechtfertigt werden müssen; weshalb die Vertreter der islamischen Verbände in säkularen Staaten den religiös neutralen öffentlichen Raum nach Möglichkeit islamischen Normen unterwerfen wollen, soweit der Auftritt von Muslimen in diesem öffentlichen Raum betroffen ist. Nach wie vor wird am Doppelcharakter dieses Rechtssystems festgehalten: Es regelt die diesseitigen Lebensverhältnisse im Hinblick auf das, was dem Menschen im Jenseits bevorsteht.

aus: Tilman Nagel: Lohn und Strafe im Diesseits und im Jenseits, in: NZZ 07.11.2009

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/buchrezensionen/lohn_und_strafe_im_diesseits_und_im_jenseits_1.3981865.html

[22] Muhammad ibn Adam al-Kawthari, geboren in Leicester, studierte an der als Darul Uloom Bury bekannten britischen Madrasa (eigtl.: Darul Uloom Al-Arabiyyah Al-Islamiyyah).

http://en.wikipedia.org/wiki/Mufti_Muhammad_ibn_Adam_al-Kawthari

Muhammad ibn Adam al-Kawthari ist Mitglied im Führungskreis des Al-Qalam Shariah Scholar Panel (Summerfield Road, Bolton, UK), das Imame und Muslime in Rechts- und Finanzangelegenheiten berät.

http://www.alqalam.org.uk/Panel+Members/42/

Bury, UK: Darul Uloom, Gründer: Scheich Motala

http://en.wikipedia.org/wiki/Yusuf_Motala

Darul Uloom Bury

1973 von Scheich Motala gegründet. Derzeitiger Kanzler ist Hazrat Sheikh Zakariyya. 45 akademische islamische Lehrkräfte, 800 Studenten arbeiten an der Madrasa (Scharialehrstätte). Deutschlands nichtsäkularen hanafitischen Türkeistämmigen wird es, ohne Scharia und Fiqh ganz zu verwerfen, nicht gelingen, sich theologisch gegen die Darul Uloom zu positionieren, es sei denn, in Richtung der radikalen Urgemeindlichkeit des Salafismus.

Wer wissen will, was für einen Islam Sylvia Löhrmann (NRW) oder die Deutsche Islam-Konferenz wie versehentlich in unsere Hochschulen und Klassenzimmer integrieren möchten, lese das Curriculum der Darul Uloom oder, mit Blick auf IGD / ZMD, dasjenige der muslimbrudernahen (salafistischen) IESH zu St Léger de Fougeret (unweit von Château-Chinon, Burgund, Frankreich).

http://www.inter-islam.org/

IESH (Centre de Bouteloin 58120 St Léger de Fougeret)

Der Geist des Programms: eine authentische Vision die im Einklang mit der Moderne steht

– I. E.S.H. Hat sich die Ausbildung muslimischer Führungskräfte zur Aufgabe gemacht (Imame, LehrerInnen, ForscherInnen, etc.), die ein profundes, religiöses Wissen und ein tiefes Verständnis des europäischen Kontextes haben.

– I. E.S.H. kommt damit dem Bedürfnis der Muslime in Europa im Bereich der Orientierung und des Religionsunterrichts entgegen, entsprechend einer verträglichen Authentizität in der Moderne.

– I. E.S.H. bietet eine Ausbildung in den islamischen Wissensgebieten an, das einem Programm entspricht, das vom wissenschaftlichen Rat des IESH erstellt wurde. Unten finden Sie die Liste angegeben. Zum einen Teil stammt das Programm von Weltspitzen in den islamischen Wissenschaften, zum anderen Teil von den ausgesuchtesten Spezialisten Europas. Aus dieser Komposition entnehmen wir unsere Vision des Lehrens eines authentischen, an seinen Kontext angepassten, Islam.

Yusuf Al Quaradawi, Zuhair Mahmood (Direktor des IESH), Ahmed Jaballah (Direktor des IESH Paris) …

http://www.iesh.fr/

European College for Islamic Studies.

Wie will der Wissenschaftsrat (WR) gewährleisten, dass sich die derzeit eingerichteten universitären Islamischen Studien vom Islamunterricht des IESH unterscheiden und die ungeschmälerten universellen Menschenrechte lehren?

http://www.iesh.org/images/stories/Dosinscript_Fr_En.pdf

Barcelona 05.10.2010. Die Gemeinschaft Sant’Egidio freut sich über einen Theologen aus dem schariagelehrigen und islamrevolutionären Qaradawi-Netzwerk: „Abdul Majeed Al-Najjar: Stellvertretender Generalsekretär des European Council for Fatwa and Research, Tunesien.“

http://www.santegidio.org/index.php?pageID=1777&res=1&idLng=1067&idOratore=528

Gemeinschaft Sant’Egidio, München 13.09.2011. Panel 30 – The Arab Spring: Tunisia: Abdul Majeed Al-Najjar: General Assistant Secretary of The European Council for Fatwa and Research, France

http://www.santegidio.de/index.php?pageID=2386&idLng=1064&idEvento=171

Zehn Jahre nach 9/11 geht`s zum FRIEDENSTREFFEN, denn die Gemeinschaft Sant’Egidio spürt dieses Spirituelle der Muslimbruderschaft.

He is a member of the influential International Association of Muslim Scholars and General Vice Secretary of the European Council for Fatwa and Research in Paris.

The European Council for Fatwa and Research (ECFR) is an organization of Islamic scholars, established in London in 1997, whose founder and chairman is Yusuf al-Qaradawi. The organization is aiming at bringing together Muslim scholars in Europe and at unifying the Islamic jurisprudence.

http://www.santegidio.de/index.php?pageID=2386&idLng=1064&idOratore=528

Siti Musdah Mulia, Syarief Hidayatullah Islamic University, Indonesien. Chairperson of the Indonesian Conference for Religions and Peace. Living together in diversity is the way to future. The world of tomorrow has to be a world of coexistence or it will not be at all.

http://www.santegidio.de/index.php?int=testi&id=10

Siti Musdah Mulia, Syarief Hidayatullah Islamic University, Indonesien

Sie ist Präsidentin der Indonesischen Konferenz für Gerechtigkeit und Frieden, eine Organisation, die sich aus religiösen Vereinigungen zusammensetzt, die für Dialog, Gerechtigkeit und Frieden arbeiten. Siti Musdah Mulia arbeitet als Dozentin für Jura an der Universität Islam Syarif Hidayahullah in Jakarta, Indonesien.

Sie hat eine wichtige Kampagne zur Erneuerung der Sicht der Frau im Islam ins Leben gerufen und ist die Repräsentantin der islamischen Bewegung Nadlatul Ulama, mit 45 Millionen Anhängern die größte muslimische Bewegung Indonesiens.

http://www.santegidio.de/index.php?pageID=111&idLng=1067&idOratore=160

Mouhanad Khorchide studierte im Libanon Islamwissenschaft und war ab 2007 Lehrbeauftragter für den privaten Studiengang für das Lehramt für Islamische Religion an Pflichtschulen. Khorchide dissertierte über Der Islamische Religionsunterricht zwischen Integration und Parallelgesellschaft.

http://de.inforapid.org/index.php5?search=Islamische%20Glaubensgemeinschaft%20in%20%C3%96sterreich

Mouhanad Khorchide: „Ditib und Islamrat zum Beispiel sind sich über viele theologische Details nicht einig, aber das spiegelt die Vielfalt innerhalb der islamischen Theologie. … Die Lehre muss mit den Grundsätzen kompatibel sein: mit dem Glauben an Gott, an den Propheten und an den Koran.

aus: taz 24.03.2010

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig=2010%2F03%2F24%2Fa0093&cHash=d4ba4ca5e2

Mouhanad Khorchide: „Ich werde eine humanistische Theologie vertreten. Meiner Auffassung nach ist die Religion für den Menschen da – und nicht umgekehrt der Mensch für die Religion. Darum liegt mir an einer Theologie, die nach den spirituellen ebenso wie den Alltagsbedürfnissen des Menschen fragt. Es geht nicht um die Vermittlung von Gesetzen und Dogmen. Ich will ein Islambild vermitteln, das nichts mit einer Gesetzesreligion zu tun hat. …

Meines Erachtens sollte der Religionsunterricht an den öffentlichen Schulen den in den Moscheen gelehrten nicht ersetzen. Ebenso wenig sollte er dazu dienen, die Kinder aus den Moscheen rauszuholen. Außerdem zeugt die Praxis, dass dies nicht funktioniert. Das setzt allerdings voraus, dass eine konstruktive Kooperation mit den Moscheegemeinden stattfindet. Wir müssen einen Konsens anstreben. Ansonsten bekommen die Schüler in den Moscheen womöglich zu hören, der ein oder andere Unterricht sei nicht authentisch oder islamisch genug. Die Religion könnte dadurch ihre Glaubwürdigkeit bei den Schülern verlieren. Das müssen wir verhindern.“

Quelle: Qantara 12.05.2010

http://de.qantara.de/wcsite.php?wc_c=4111

Darul Iftaa: Institute of Islamic Jurisprudence. The importance of traditional and contemporary Islamic Jurisprudence (fiqh) is well known. Fiqh deals with all aspects relating to a believer’s life. … Imam Abu Hanifa (Allah be pleased with him) said, „Fiqh is to know what is for and against oneself.“

http://www.daruliftaa.com/

[23] Über den Umgang mit Nichtmuslimen. Von Scheich Muhammad ibn Adam al-Kawthari, übersetzt vom Betreiber der Seite Ahlu-Sunnah (Hakan Citlak)

http://www.ahlu-sunnah.de/attachments/366_Umgang_mit_Nichtmuslimen.pdf

[24] Die Londoner Zentralmoschee publiziert Muhammad ibn Adam (Darul Iftaa, Leicester), der genüsslich aus den sogenannten Indischen Fatwas zitiert.

The Fiqh of Muslim Non-Muslim Interaction, A Detailed Explanation

“If a non-Muslim dies, one may say to the deceased’s father or some other relative of his: “May God recompense you with someone better and honour you with Islam, and that He bestow you with a Muslim child…” (al-Fatawa al-Hindiyya, 5/348)

http://www.central-mosque.com/fiqh/fnmuslim1.htm

[25] Die 1971 in Teheran geborene Dr. Nadjma Yassari promovierte zum Thema: „The Concept of Freedom of Contract in Islamic and Western Legal Cultures“, seit 2000 ist sie Referentin für das Recht islamischer Länder am Max-Planck-Institut.

Nadjma Yassari: „Mohammads Predigten sind revolutionär … Das Recht, das er spricht, besteht nicht aus feststehenden Regeln, sondern leitet sich aus den Offenbarungen und der Praxis der islamischen Gemeinde ab. … Das Verhältnis zwischen der Religion und der Rechtsordnung eines Landes hängt insbesondere davon ab, wie die Staatsform ist. So ist etwa der Iran seit 1979 als theokratischer Gottesstaat konzipiert, während die Republik Türkei seit ihrer Entstehung laizistisch ist. … Während in säkularen Systemen Veränderungen in der Gesellschaft, Veränderungen im Recht verlangen, ist es Aufgabe des religiösen Rechts die Gesellschaft zu verändern, sie zu erziehen, und ihre Verhaltensweisen derart zu lenken, dass sie diesem unterstellten Willen Gottes entsprechen. Das Recht und die Rechtsordnung sind daher nicht unbedingt Instrumente im Dienste der Gesellschaft, sondern im Dienste Gottes. … Im übertragenen Sinne bezeichnet Scharia den Weg, den der Mensch gehen muß, damit er wieder zur Quelle (Gott) kommt. … Das islamische Recht ist durch die Notwendigkeit der Interpretation und Ableitung vielseitig ausgestaltet und regional sehr verschieden. Es ist daher besser von den islamischen Rechten zu sprechen, je nachdem welche konkrete Rechtsschule oder welche Epoche der Geschichte angesprochen ist. Das islamische Recht ist das Recht der Muslime einer bestimmten Zeit und einer bestimmten Gesellschaftsordnung. Es spiegelt deren Lebensarten und Bedürfnisse wieder. Es ist ein von Menschen mitgestaltetes Recht, welches durchaus fehlbar ist und einem menschlichen Eingriff nicht entzogen werden darf.“ Aus: Islam und Recht, bei: bpb 04.10.2004

http://www.bpb.de/themen/EF3ZV0,0,Islam_und_Recht.html

[26] Muslim§Recht: „Wir sehen in der Islamkonferenz den Versuch, die Grundwerte der Muslime zu zerstören und die Muslime zu säkularisieren.“, bei: Landesamt für Verfassungsschutz, Baden-Württemberg

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=360:07-082007-muslimsrechtq-wir-muslime-sagen-nein-zum-deutschen-islamq&catid=143:nutzung-qneuer-medienq&Itemid=44

[27] Muslim§Recht: „Eurer Leben und eure Ehre ist seit der Zerstörung des islamischen Kalifats 1924 n. Chr. den Angriffen des Westens schutzlos ausgesetzt.“ Bei: Landesamt für Verfassungsschutz, Baden-Württemberg

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=362:042007-protestaktion-der-internetplattform-muslimsrechtq&catid=143:nutzung-qneuer-medienq&Itemid=244

[28] Fünftelabgabe (Chums, anglisiert khoms). Bei Eslam weiß man, dass laut Imam Chomeini sieben Einnahmequellen chumspflichtig sind, darunter abgebaute Bodenschätze, Kriegsbeute und der Gewinn aus dem einem Dhimmi abgekauften Grundstück

http://www.eslam.de/begriffe/f/fuenftelabgabe.htm

[29] Charadsch (ḫarāǧ, angl. kharaadj)

http://www.eslam.de/begriffe/g/grundbesitzersatzabgabe.htm

[30] Dschizya / Schutzsteuer (jizya / protection tax). Der um Globalisierung bemühte himmlische Totalitarismus erklärt die Schutzsteuer so: „Um den Islam zu diffamieren, wird dieser unter anderem den Christen respektvoll Sonderrechte zubilligende Begriff sehr oft von Orientalisten in der Bedeutung verfälscht.“

http://www.eslam.de/begriffe/s/schutzsteuer.htm

[31] The Law of Qisas. Der Ius talionis (Vergeltung) und anderes aus der „im Kern friedlichen Religion“ (Hans-Gert Pöttering, Horst Köhler) namens Islam. Allahs Begriff der körperlichen Unversehrtheit integriert öffentliches Auspeitschen, Amputieren von Gliedmaßen, Tod durch Steinigung:

“In 1980 Ayatollah Mohammad Beheshti was appointed by Khomeini as the first chief justice. Beheshti established judicial committees that were charged with drafting new civil and criminal codes derived from Shia Islamic laws. One of the most significant new codes was the Law of Qisas, which was submitted to and passed by the Majlis in 1982, one year after Beheshti’s death in a bomb explosion. The Law of Qisas provided that in cases of victims of violent crime, families could demand retribution, up to and including death. Other laws established penalties for various moral offenses, such as consumption of alcohol, failure to observe hejab, adultery, prostitution, and illicit sexual relations. Punishments prescribed in these laws included public floggings, amputations, and execution by stoning for adulterers. The entire judicial system of the country has been desecularized.”

aus: Omar Sial: A Guide to the Legal System of the Islamic Republic of Iran

http://www.nyulawglobal.org/Globalex/Iran.htm

http://www.nyulawglobal.org/globalex/iran1.htm

im Bild: Ayatollah Mohammad Beheshti, der zwischen 1960 und 1965, das heißt in der Bauzeit und Aufbauzeit, das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) leitete.

http://izhamburg.com/media/gross/image/imame/Imam-Beheshti.jpg

http://www.portalestoria.net/IMAGES%2060/Mohammad_Beheshti%5B1%5D.jpg

IZ Hamburg (schiitisch)

Many leading Iranian theologians and politicians (including Ayatollah Beheshti, Ayatollah Mohammad Mojtahed Shabestari or Mohammad Khatami) have spent time (often years) here, have encountered and studied Western sciences and philosophy and contributed to the Western understanding of Shia Islam.

http://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_Centre_Hamburg

bei: IZ Hamburg (IZH; Iranisch, Zwölferschia). Amtierender und frühere Leiter des IZH.

http://izhamburg.com/Ueber-das-Islamische-Zentrum-Hamburg/Leitung

Auch deshalb zivilisierte der Sechstagekrieg des gewonnene Territorium: Jordanien will den Islam mitsamt Kindbraut (child bride), Zweitfrau und Blutgeld, blood money (Diya). We, Talal the First, King of the Hashemite Kingdom of Jordan (Jordanische Verfassung, 01.01.1952)

Article 1

Islam is the religion of the State

Article 105

The Sharia Courts shall in accordance with their own laws have exclusive jurisdiction in respect of the following matters:

(i) Matters of personal status of Moslems.

(ii) Cases concerning blood money (Diya) where the two parties are Moslems or where one of the parties is not a Moslem and the two parties consent to the jurisdiction of the Sharia Courts.

(iii) Matters pertaining to Islamic Waqfs.

Article 106

The Sharia Courts shall in the exercise of their jurisdiction apply the provisions of the Sharia law.

http://www.kinghussein.gov.jo/constitution_jo.html

When one of Fawzeya’s daughters became engaged at 16, her mother took her to a family medical clinic and asked the doctor to examine her vagina and declare her hymen intact.

Virginity tests are becoming more frequent, Dr. Momen Hadeedi, head of the National Centre of Forensic Medicine in Amman, said in a July interview with Alghad newspaper; about 1, 200 women undergo them each year in Jordan. …

A child bride.

Fawzeya was only 13 when she got married to her husband Yousef, who was then working in Kuwait.

The moment a girl menstruates she is considered a pregnancy risk in many Arab societies and, as such, a magnet for trouble. Many families try to marry their daughters off as soon as possible.

aus: Iqbal Tamimi: Child Bride in Jordan Puts Daughters on Same Path

bei: Women’s eNews 22.08.2011

http://www.stop-stoning.org/node/2062

Vereinte Nationen, Kindbraut (child spouses). Griechenland, die Türkei und Deutschland sind leider nicht genannt, aber verheiratete kleine Mädchen werden beispielsweise aus Jordanien berichtet, wo sie nicht selten Opfer häuslicher Gewalt werden, aus Bangladesch, wo die sexuelle Reinheit der Mädchen bewahrt werden soll und 5 Prozent der Bräute Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren sind, sowie aus Albanien, wo es vielleicht v. a. postkommunistisch (neoschariatisch?) um Vermeidung von Armut und Statusverlust geht und darum, zu verhindern, dass die Mädchen auf dem Schulweg entführt werden. Auch die Roma, vielleicht darf man sagen Zigeuner, verheiraten ihre Kinder leider immer wieder und immer noch sehr früh.

(p 12) A study in Jordan, published in 2000 found that 26 per cent of reported cases of domestic violence were committed against wives under 18

(p 4) Bangladesh, where the Demographic and Health Survey (DHS) of 1996-97 reported that 5 per cent of 10-14 year-olds were married. … In Kebbi State, Northern Nigeria, the average age of marriage for girls is just over 11 years, against a national average of 17.

(p 2) Bangladesh: Many Bangladeshi girls are married soon after puberty, partly to free their parents from an economic burden and partly to protect the girls’ sexual purity. Where a girl’s family is very poor or she has lost her parents, she may be married as a third or fourth wife to a much older man, to fulfil the role of sexual and domestic servant. Albania: Families in rural areas, reduced to abject poverty by the post-Communist transition, encourage their daughters to marry early in order to catch potential husbands before they migrate to the cities in search of work, and to avoid the threat of kidnapping on the way to school.

(p 5) notably among the Roma people

aus: unicef: EARLY MARRIAGES: CHILD SPOUSES (2001)

http://www.unicef-irc.org/publications/pdf/digest7e.pdf

Darf man Zigeuner sagen oder muss es Roma bzw. Sinti (manouches) und Roma heißen?

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, die Rom und Cinti Union (Hamburg) oder die Roma-Union (Frankfurt a. M.) lehnen die Fremdbezeichnung als rassistisch ab und verweisen dabei auf deren Geschichte. … Die Sinti Allianz Deutschland (Köln), einer der weniger bedeutenden Zusammenschlüsse und beschränkt auf einige Familien aus den Teilgruppen der Sinti und der Lovara, akzeptiert die Bezeichnung, wiewohl sie sie in ihrem Eigennamen vermeidet. Sie bemisst ihre Verwendbarkeit nach der privaten Sprecherabsicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zigeuner#Zur_heutigen_Position_von_.E2.80.9EZigeuner.E2.80.9C

Der frankophone Musiker (Gitarrist) und Manusch Jean „Django“ Reinhardt (1910-1953), einer der Gründer des Jazz in Europa.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f5/Django_Reinhardt_%28Gottlieb_07301%29.jpg

http://www.youtube.com/watch?v=fzz6fAdFFis&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=0TmiDC_a6ss&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=eBjQjAP31iE&feature=related

[32] Gerechter Krieg nach Maßgabe der Religion. Justice in War as Visualized by Islam

bei: International committee for the support of the final prophet (ICSFP) / Le Comité International de Soutien au Dernier des Prophètes (CISDP), Vermont Avenue, Washington (US) und Riad (Saudi-Arabien)

http://www.whymuhammad.com/fr/contents.aspx?aid=5251

Shahul Hameed

Dr. Shahul Hameed is a consultant to the Discover Islam Section of IslamOnline.net. He was previously the Head of the Department of English, Farook College, Calicut University, India. He also held the position of the President of the Kerala Islamic Mission, in Calicut, India. Dr. Shahul Hameed is the author of three books on Islam published in the Malayalam language. His books are on comparative religion, the status of women, and science and human values. He has also published poems and articles in various magazines.

http://www.islamopediaonline.org/profile/shahul-hameed

Kerala Islamic Mission (KIM) und Umfeld. Islam im indischen Kerala.

Islam Malayalam

http://islammalayalam.net/

DishaIslamOnline

http://dishaislamonline.net/

Jamaat-e-Islami Hind, Kerala

http://www.jihkerala.org/index.php

[33] Mofsed fel-Arz (spreading corruption on earth)

Mai 2009. Inhaftierte iranische Bahai drohen durch eine Islamische Justiz, die Mohammeds Beispiel im Umgang mit den medinensischen Juden (Jews of Medina) folgt, umgebracht zu werden.

http://www.iranpresswatch.org/post/2737

Turning to other issues, Al-Muhrij said Islam prohibits the killing of innocent people through martyring. He cited a Quranic verse that states that whoever kills a soul but for murder or for spreading corruption it is as if he had killed all mankind.

http://www.a1saudiarabia.com/33071-delaying-wage-un-islamic-says-scholar/

Tafsir al-Jalalayn 5, 32: Wegen Kains Tat haben Wir den Kindern Israels verordnet, daß, wer immer eine Seele nicht in Vergeltung für eine andere Seele erschlägt (Blutrache) oder wegen Verderben stiften auf Erden, Unglaube, Ehebruch, Strassenraub oder ähnlicher Vergehen, für den gelten soll, als ob er die ganze Menschheit umgebracht hätte. Jeder hingegen, der eines anderen Menschen Leben rettet, indem er davon absieht, diesen umzubringen, für den soll gelten, als ob er die ganze Menschheit gerettet hätte.

nach: Der Prophet. Herzlichen Dank an die bewährte Seite Der Prophet für diese wichtige Quelle.

http://www.derprophet.info/inhalt/toetungsverbot.htm

Mischief Making and Corruption (Fasad fi’l-Ard)

“Do not spread corruption in the earth after it has been so well ordered;” for “behold what happened in the end to the mufsidun, who spread corruption and ruin.”(Q 7:85) … They are described as mufsidin fi’l ard, agents of mischief, degradation and ruin …

aus: Mohammad Hashim Kamali: The Environment In Islam (Environmental Care in Islam: A Qur’anic Perspective)

bei: The Royal Aal al-Bayt Institute for Islamic Thought

http://www.aalalbayt.org/EnvConference/002.pdf

The law for punishing blasphemy against the Prophet (sws) that is invoked in Pakistan

“Some scholars have proffered Q. 5: 33-34 as a possible basis. In their opinion, God, in these verses of Sūrah Mā’idah, has prescribed the punishment for muḥārabah (rebellion) and fasād fi al-arḍ (disorder), and they believe that blasphemy against the Prophet (sws) is also a form of this offence of muḥārabah:” … yuḥāribūn (they fight/rebel against)

aus: Javed Ahmed Ghamidi: Punishment for Blasphemy against the Prophet

bei: Al-Mawrid. A Foundation for Islamic Research and Education

http://www.al-mawrid.org/pages/research.php

Al-Mawrid (Lahore, Pakistan)

http://en.wikipedia.org/wiki/Al-Mawrid

Islamische Revolution im Schneckentempo oder auf Katzenpfoten: Javed Ahmad Ghamidi

http://en.wikipedia.org/wiki/Javed_Ahmad_Ghamidi#Jihad

Pakistan 1979 Hudood Ordinances

Pakistanische Frauenrechtsaktivisten wollen keine sanften Hadd-Strafen, sondern gar keine: General Zia ul-Haq introduced the laws when he was the President to bring Pakistan more in line with Islam. … Women’s rights activists want the Government to repeal the ordinance, not just change it.

http://www.hindu.com/2006/07/03/stories/2006070304171400.htm

[34] Today’s jihadists are probably mindful of the role indecisive Islamic scholars played the last time they sought solutions to the problems entailed in reestablishing the caliphate, and their own boldness and willingness to act decisively is usefully understood in the context of the General Caliphate Congress, held in Cairo in 1926. At this congress, the problem of vague and conflicting precedents was compounded by scholars who were promoting claims to the title by competing Arab sovereigns. (Ayman al-Zawahiri’s grandfather, Shaykh Mohammed al-Ahmadi al-Zawahiri [d. 1944], was King Fuad of Egypt’s man. )

Before the congress, the pioneering Salafist thinker Rashid Ridha (d. 1935) asserted his credentials for speaking out on the caliphate. Writing in his influential monthly magazine al-Manar, he explained that he had written a book about the caliphate, had published deliberations on the nature of the caliphate in his magazine, and had participated in the planning committees for the congress.

aus: Nibras Kazimi: The Caliphate Attempted. Zarqawi’s Ideological Heirs, their Choice for a Caliph, and the Collapse of their Self-Styled „Islamic State of Iraq“

bei: Center on Islam, Democracy and the Future of the Muslim World 10.07.2008

http://www.currenttrends.org/docLib/20080701_KazimiCaliphateAttempted.pdf

http://www.currenttrends.org/research/detail/the-caliphate-attempted

[35] Taqiyyu d-Din an-Nabhani: DIE LEBENSORDNUNG DES ISLAM (Niẓāmu l-Islām)

http://www.islam-projekte.com/kalifat/kalifat/webseite/ru_artikel/buecher_deutsch/lebensordnung_des_islam.pdf

Über die frauenrechtlichen Folgen der staatlich betriebenen Islamisierung in Pakistan berichtet Anita M. Weiss (Berkeley 1985)

Women in Pakistan: Implications of the Current Program of Islamization

“In February 1979, General Zia announced a series of reforms called „nizam-i-islam“ aimed at bringing all laws into conformity with Islamic tenets and values.”

The government’s program of „nizam-i-islam

http://gencen.isp.msu.edu/documents/Working_Papers/WP78.pdf

[36] In 1928 the Muslim Brotherhood was founded in Egypt with same goal for restoration of the Caliphate but could not succeed. Another attempt for the re-establishment of Caliphate was made in the General Islamic Conference held in Jerusalem in December 1931 but it too failed to bring the desired result.

aus: R. Upadhyay: SAUDI MONARCHY – Against the revival of Caliphate?

bei: South Asia Analysis Group (SAAG), Paper no. 3935, 19.07.2010

http://www.southasiaanalysis.org/%5Cpapers40%5Cpaper3935.html

[37] Allah ist König und der Muslim hat den Kennern der himmlischen Gesetze zu gehorchen, „denjenigen, die die Macht haben, zu Binden und zu Lösen“.

The preachers are unanimous: the sole solution is to normatively regulate sin-prone humans through divine regimentation, that is, by applying to the letter the Shari`a, the Sacred Law of Islam. „Sovereignty to the Qur’an, not to parliament,“ (as-siyada li’l-Qur’an la li’l-barlaman) runs their common adage. Muslims may not run their affairs as they please. They must obey the Shari`a as interpreted by Ahl al-Hall wa-l-`Aqd (those who untie and fasten, that is, forbid and enjoin; eminent authorities in matters of jurisprudence).

Emmanuel Sivan (1995)

http://www.meforum.org/237/eavesdropping-on-radical-islam

[38] It is, however, a central tenet of al-Qaradawi`s that the “ulama” must be in charge of the awakening. … According to al-Qaradawi, the Islamic awakening, bereft of “ulama” leadership, would lead to extremism …

It is only the “ulama” who can provide mature leadership because of their knowledge of scripture and the Islamic disciplines.

aus: Birgit Schäbler, Leif Stenberg: Globalization and the Muslim world: culture, religion, and modernity (p 155)

http://books.google.de/books?id=630_ZuVcsfEC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

[39] Bülent Ucar ist Islamwissenschaftler und Religionspädagoge an der Universität Osnabrück sowie Direktor des Zentrums für Interkulturelle Islam-Studien. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte umfassen die Islamische Religionspädagogik und Fachdidaktik im modernen Kontext, die gegenwartsbezogene Islamforschung mit Schwerpunkt Deutschland und Türkei, die Islamische Theologie in Geschichte und Gegenwart und die Entwicklung der Scharia im historischen und modernen Kontext.

bei: HIKMA – Zeitschrift für Islamische Theologie und Religionspädagogik

Herausgeber: Prof. Dr. Bülent Ucar

Mitherausgeber: Prof. Dr. Rauf Ceylan, Prof. Dr. Ismet Busatlic, Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Ass.-Prof. Dr. Özcan Hidir, Ass.-Prof. Dr. Mohammed Ghaly, Ass.-Prof. Dr. Xhabir Hamiti, Ass.-Prof. Dr. Muhittin Okumuslar

http://www.hikma-online.com/cms/de/herausgeber

„Zwei Themen stehen zukünftig im Mittelpunkt des Journals und werden sein Profil prägen: die Einbindung des Islams in das europäische, insbesondere deutschsprachige Schulwesen und der Diskurs um die islamische Religion und Kultur im europäischen Kontext. Transformations- und Integrationsprozesse einer muslimischen Minderheit in christlich und säkular geprägten Gesellschaften und deren Rückwirkung bilden dabei einen Publikationsschwerpunkt.“

Nicht drängeln bitte, immer der Reihe nach, soll zuerst die Scharia ins Grundgesetz integriert werden oder vorher die Republik ins Kalifat transformiert? Im Ernst: Keine Silbe von AEMR, keine Distanzierung von Muslimbrüdern und Millî Görüş.

http://www.hikma-online.com/cms/de

Prof. Bülent Ucar ist Herausgeber und im Beirat sitzen „Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu, Bremen, Prof. Dr. Enes Karic, Sarajevo, Prof. Dr. Tariq Ramadan, Oxford“

Werfen wir einen Blick auf die „Mitherausgeber“ von HIKMA

http://hikma-online.com/cms/sites/default/files/plakat_deutsch_hikma.pdf

und beginnen wir mit Rauf Ceylan.

„Rauf Ceylan, Osnabrück“ lobte auf einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung öffentlich Imam Bajrambejamin Idriz Künstlername Benjamin Idriz, als modern und seine Gemeinde Penzberg (Bayern) als organisatorisch unabhängig. In Wirklichkeit stand oder steht Penzberg der Millî Görüş personell sehr nahe und ist Idriz ein Schariastudent (Fernstudium) an der theologischen Akademie IESH der europäischen Muslimbrüder zu Saint-Léger-de Fougeret (bei Château-Chinon, Burgund, Frankreich).

„Ismet Busatlic, Sarajevo“ (angefragt) sprach („mit freundlicher Genehmigung der Georges Anawati Stiftung“ d. i. Dietger Freiherr von Fürstenberg: Förderung des interreligiösen Dialogs und der friedlichen Begegnung von Christen und Muslimen in Deutschland, verlinkt zu Prof. Dr. Christian Troll S.J.) ebenso wie Mathias Rohe im November 2007 an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Tagungszentrum Hohenheim) zum Thema Bosnischer Islam für Europa (wörtlich: „Bosnischer Islam“ für Europa).

http://www.sbg.ac.at/tkr/texte/Faltblatt%20-%20Tagung%20Bosnischer%20Islam.pdf

zum einladenden Umfeld gehörend: „Ferid Kugic von der Islamischen Gemeinschaft Stuttgart hob hervor, dass die Geschichte der Aufklärung in der islamischen Welt sich von jener in Europa unterscheide. Es handele sich um zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die Wirklichkeit. ‚Gleichwohl ist der Islam eine Religion, die auf Vernunft gründet’, sagte Kugic.“

Dass der Großmufti aus Sarajevo im ECFR des al-Qaradawi sitzt, ist für Bischof Fürst nicht so schlimm:

„Als wegweisendes Beispiel für interdisziplinären und interreligiösen Austausch auf Augenhöhe und als Ort für die Vereinbarkeit von Islam und Europa nannte Bischof Fürst die Fakultät für Islamische Studien in Sarajevo. Der Bischof hatte diese Einrichtung im Mai auf Einladung von Großmufti Mustafa Ceric besucht.“

http://www.katholisch.de/Nachricht.aspx?NId=4578

„Mouhanad Khorchide, Wien“

Kann schweigen, sagt gar nichts für die Scharia und genau so viel gegen die Scharia.

„Özcan Hidir, Rotterdam“

Bei: WORLD INTERFAITH HARMONIC WEEK: Özcan Hıdır, Dean of the Faculty of Islamic Sciences and Scholar of Qur’an and Hadith Sciences in comparative perspective with Bible, Islamic University of Rotterdam

http://worldinterfaithharmonyweek.com/1065/letters-of-support/156-ozcan-hidir/

AEMR war gestern, jetzt kommt interreligiöse Harmonie:

“The World Interfaith Harmony Week is based on UNGA Resolution A/65/PV.34 for a worldwide week of interfaith harmony. It was proposed in 2010 by HM King Abdullah II and HRH Prince Ghazi bin Muhammad of Jordan. The World Interfaith Harmony Week will fall on the first week of February of every year and aims to promote harmony between all people regardless of their faith.”

http://worldinterfaithharmonyweek.com/about-us/

Islamic University of Rotterdam (IUR) – Islamitische Universiteit Rotterdam

Schariaverharmlosung Marke Neo-Osmanisch verbreitet Prof. Dr. Ahmet Akgündüz in: Islam as religion of Peace and Harmony; the Example of Ottoman State and Pax of Ottomana

http://www.islamicuniversity.nl/en/current/publications/277-islam-is-not-an-obstacle-for-peace.html

„Mohammed Ghaly, Leiden“

He studied Islamic Studies in English at al-Azhar University in Egypt and got his bachelor with Cum laude in 1999. In 2002, he got his Master degree in Islamic studies also with cum laude from Leiden University.

http://hum.leiden.edu/religion/organisation/institute-staff/ghaly.html

„Xhabir Hamiti, Pristina“ – kein Konflikt zwischen Koran und Menschenrechten in Sicht, alles ganz verspielt auf dem Balkan?

“Here people are Muslims, but they think like Europeans,” says Xhabir Hamiti, a professor in the Islamic studies department at the University of Pristina in Kosovo’s capital. “Muslims here identify themselves as Muslim Lite,” an American police officer tells me. As Afrim Kostrati, a young bartender, puts it: “We are Muslims, but not really.” And Luan Berisha, an entrepreneur, agrees: “We were never practicing Muslims like they are in the Middle East. . . . First of all, we are Albanians. Religion comes second.” Religion in Kosovo is a private matter, not a public one. “We never talk about it,” Berisha says.

(Michael J. Totten)

http://www.balkanium.com/forum/showthread.php/5735-The-%28Really%29-Moderate-Muslims-of-Kosovo

Xhabir Hamiti liebt den Plauderton. Was für eine tolle Koranübersetzung ins Albanische. Und selbstlos, der/die anonyme(n) Übersetzer.

The book contains an annex (931-953), which was written by Sheikh Abdullah bin Muhammad bin Humaid – the chief justice of Saudi Arabia. It is said that this translation was made by a group of students from Albania, who were studying in Medina.

http://breziiri.com/2010/07/13/albanian-studies-on-the-holy-quran-1900-2000/

Den Anhang zum von Xhabir Hamiti gelobten albanischen Koranprojekts verfasste Scheich bin Humaid (1908-1981), einer der höchsten Theologen und Schariarichter Saudi-Arabiens, wo man, völlig koranbasiert, Hände und Köpfe abhackt. Xhabir Hamiti lobt einen militärisch denkenden Theologen, der Geschütze (artillery) und Raketen (missiles) unter Dschihad (Holy War, holy fighting) versteht.

Abdullah Ibn Humaid, also known as Sheikh Abdullah bin Muhammad bin Humaid was the former Chief Justice of Saudi Arabia and Imam of the Grand Mosque of Mecca. His son Salih, is the current Imam of the Grand Mosque of Mecca as well as the head of the Saudi Consultative Council.

http://en.wikipedia.org/wiki/Ibn_Humaid

JIHAD IN THE QUR’AN AND SUNNA

by: Sheikh ‚Abdullah bin Muhammad bin Humaid, ex-Chief Justice of Saudi Arabia

Praise be to Allah swt Who has ordained Al-Jihad (the holy fighting in Allah’s Cause)

And it is they, (Mujahidin) who fight against the enemies of Allah in order that the worship should be all for Allah (Alone and not for any other deity) and that the Word of Allah (swt) (i.e. none has the right to be worshipped but Allah (swt) and His religion Islam) should be superior. Allah has made them (Mujahidin) partners in reward along with all those who guard Islam with their weapons, along with their good deeds which they performed even if they sleep in their homes.

And the Legislator (Allah) put the one who brings about a thing to happen equal in rank to its doer, both in reward (for the good deed) and in punishment (for a crime). So the inviter to a good deed and the inviter to an evil deed both will have a reward (good or bad) equal to the reward of the one who has done that deed. …

The Muslims were ordered to take all precautions against the enemies of Allah Jag and to get ready against them with all they can of power-because that is the first step for Jihad (fighting) and the supreme way for the defence. To get ready (for Jihad includes various kinds of preparations and weapons [missiles, artillery, aeroplanes (air force), naval ships (navy and the training of the soldiers in these weapons] are included under (the meaning) of the word „force (i.e land, navy and airforce).“ And to look after (take care of permanent forces as well as the stationed forces similar to looking after the mobile forces. And to take care of the army in peacetime as well as during wartime.

http://islamworld.net/docs/jihad.html

„Muhittin Okumuslar, Konya“

Selçuk Üniversitesi İlahiyat Fakültesi Dekan Yardımcısı Doç. Dr. Muhittin Okumuşlar

http://files.konyadahaber.com/images_703380763_big.jpg

http://www.dogruses.com/images/haber/yahudilec59f1.jpg

Muhittin Okumuşlar und die „islamischen Calvinisten“ von der Mittelstandsorganisation MÜSIAD

http://www.renklihaber.net/haber/11003/kuranin-turkce-mealini-de-okuyun.html

Aufnahme fand die neue Unternehmerklasse denn auch nicht im noblen und einflussreichen Wirtschaftsverband Tüsiad, der seine potenten Mitglieder vorab im Einzugsgebiet Istanbuls rekrutiert. Vielmehr wurde 1990 mit der Organisation Müsiad – die Konnotation zum türkischen Müslüman (Muslim) war kaum unbeabsichtigt – ein neues Sammelbecken gegründet für die Klein- und Mittelbetriebe, die nach einem Wirtschaften strebten, das nicht allein erfolgreich, sondern auch im Einklang mit ihrer religiösen Überzeugung stand. Ziel des Verbandes ist es weiterhin, den Mitgliedfirmen die Vereinbarkeit des Islam mit dem Wettbewerb in einem globalisierten Umfeld aufzuzeigen. Zu den Publikationen von Müsiad gehört etwa ein Heft mit dem Titel «Homo Islamicus». Darin wird nicht nur das Leben des Propheten Mohammed als das eines fleissigen Händlers beschrieben. Unter Bezugnahme auf die Gebote des Islam und des alten Marktes von Medina werden auch Argumente aufgelistet, die gegen eine Einflussnahme des Staates auf das Marktgeschehen sprechen. … Müsiad ist in der Türkei mit 30 Büros vertreten. Die rund 12 000 in der Organisation vertretenen Firmen erwirtschaften laut Auskunft eines Verbandsvertreters 12% des türkischen Bruttoinlandprodukts. Im Leitbild von Müsiad bleiben die islamischen Ideale klar erkennbar: So wird namentlich festgehalten, dass «das Zinssystem keine langfristige Arbeitsweise der Ökonomie» sei.

Von: Thomas Fuster, in: Islam und Kapitalismus – eine türkische Symbiose. NZZ 09. Mai 2009

In der Türkei gewinnt ein neuer religiöser Mittelstand zusehends an Gewicht. Er bezieht sich in seinem Wirtschaften explizit auf den Islam; gleichzeitig plädiert er für den freien Markt und gegen staatliche Einflussnahme. Fleiss und Askese erscheinen als religiöse Pflichterfüllung – nicht selten ist denn auch von «islamischen Calvinisten» die Rede.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/islam_und_kapitalismus__eine_tuerkische_symbiose_1.2523274.html

At this time, some preventive measures were taken to reduce the number of graduates of İmam-Hatip schools working in the public sector. Obligatory state education was extended from five to eight years. … The Higher Education Council imposed a new dress code, banning the wearing of head covers and of beards on university campuses. … In May 1998, the president of the Islamic business association ‘MÜSİAD’ was tried by the Ankara State Security Court because of a speech he made in October 1997, in which he too had allegedly ‘sowed seeds of hatred among the people’. In 1999, he was sentenced to sixteen months imprisonment, but the sentence was suspended on the condition of non-recidivism.

aus: Jan Michiel Otto: Sharia incorporated: A Comparative Overview of the Legal Systems of Twelve Muslim Countries in Past and Present (p 251)

http://books.google.de/books?id=8ep7cX3ma0sC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

The “Independent Association of Industrialists and Businessmen” (MÜSİAD – Müstakil Sanayiciler ve İşadamları Derneği) was created by five pro-Islamic businessmen – among whom Erol Yarar, Ali Bayramoğlu, Natık Akyol and Abdurrahman Esmerer – on May 5, 1990 in Istanbul.

aus: Marie-Elisabeth Maigre: Turkey: the emergence of a Muslim ethics in the business world – Around the evolution of the MÜSIAD and the Turkish religious communities

http://islaminbusiness.blogspot.com/2006/02/turkey-emergence-of-muslim-ethics-in.html

französischer Originaltext : Marie-Elisabeth Maigre: Turquie: l’émergence d’une éthique musulmane dans le monde des affaires – Autour de l’évolution du MÜSIAD et des communautés religieuses

http://religion.info/french/articles/article_170.shtml

Soviel zu Mitherausgeber und Beirat von HIKMA

http://hikma-online.com/cms/sites/default/files/plakat_deutsch_hikma.pdf

[40] GMSG 2002: Zaidan, Ucar, Khalifa, Erbakan

Amir Zaidan: “Integrative Aspekte des islamischen Religionsunterrichtes”

„Für die muslimischen Kinder in Deutschland ist die religiöse Identitätsfindung bisher nur unter erschwerten Bedingungen bzw. überhaupt nicht möglich. Hier kann und soll der IRU als Regelfach gemäß des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule eine wichtige Hilfe bieten.“

Bülent Ucar: Das Milletsystem im Osmanischen Reich

„Das Milletsystem im Osmanischen Reich hat letzlich den inneren Frieden zwischen den verschiedenen Religionen und Ethnien in einem Staat, der über 600 Jahre lang über drei Kontinente hin existiert hat, aufrechterhalten können. Allein die Tatsache, daß nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches der Nahe Osten sich zu einem Pulverfaß entwickelt hat, zeigt die aktuelle Brisanz des Themas.“

Dr. Ahmad Khalifa, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), zur psychosozialen Situation der Muslime in Deutschland.

„Dr. Ahmad erläuterter die Beratungsaktivitäten des Islamischen Zentrums München im Bereich innerfamiliäre Konflikte. wie er mit seinem ehrenamtlich tätigen Team Musliminnen hilft, ihre Männer von patriarchalischen und diskriminierenden Denkweisen abzubringen. Oft müsse er dabei auch gegen islamistische Imame kämpfen. ‚Wir müssen mehr islamische Beratungsstellen gründen’, forderte al-Khalifa. Wie stark der Bedarf sei, zeigt allein die Situation in München.“

Dr. Mehmet S. Erbakan: Neurotische Wahrnehmungen des Islams und der Muslime in Deutschland

„Der letzte Referent der Tagung war Dr. Mehmet Erbakan, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG). In seinem Beitrag ging er insbesondere auf die falsche und zu Teil neurotische Wahrnehmung von Muslimen und islamischen Aktivitäten in Deutschland am Beispiel der Einwanderungskampange seines Verbandes ein.“

http://www.gmsg.de/JAHRESTAGUNG/HAMBURG2/BERICHT2002/bericht2002.html

GMSG, Köln 2003. Der diesjährige „Falaturi Friedenspreis für Dialog und Toleranz“ ging an Prof. Dr. Udo Steinbach, vom Deutschen Orient Institut in Hamburg. Die Laudatio hielt Ibrahim El-Zayat. Nach der Preisverleihung wurde unter der Leitung von Dr. Sabiha El-Zayat das Panel „Religion im Kontext von Globalisierung“ eröffnet. Der erste Referent war Prof. Dr. Udo Steinbach. … Zweiter Referent des Panels war Prof. Dr. Christian Troll. … Mostafa El-Hady referierte zum „Freiheitsbegriff im Werk des islamischen Schriftstellers Gamal El-Benna [Gamal al-Banna]“. Gamal El-Banna ist der jüngere Bruder von Hasan El-Bann [Hasan al-Banna], dem Begründer der Muslimbruderschaft in Ägypten, und ist für seine reformorientierten Ideen bekannt.

http://www.gmsg.de/JAHRESTAGUNG/HAMBURG2/UNITY/unity.html

Bundesamt für Verfassungsschutz über die Islamische Gemeinschaft Millî Görüs (IGMG)

Die größte islamistische Organisation in Deutschland verfügt über ca. 27.500 Mitglieder und unterhält mehr als 300 Einrichtungen. Die IGMG ist Teil der „Millî-Görüs“-Bewegung. Die „Millî-Görüs“-Bewegung strebt eine „gerechte Ordnung“ an, die sich ausschließlich an islamistischen Grundsätzen orientieren soll. Langfristiges Ziel ist die fundamentale Umgestaltung der Türkei, die Wiederherstellung einer „Großtürkei“ und schließlich eine islamische Weltordnung.

http://www.verfassungsschutz.de/de/arbeitsfelder/af_islamismus/zahlen_und_fakten_islamismus/zafais_2_islamistische_organisationen.html

[41] Verherrlichung erfahre der totalitäre und frauenfeindliche Kulturrassist und Ur-Islamist Abu Hamid al-Ghazali im niedersächsischen Osnabrück: „Abū Ḥāmid al-Ġazālī ist als der einflussreichste Denker des islamischen Mittelalters bekannt. Er hinterließ grundlegende Werke, deren Bedeutung die heute lebenden Muslime in ihrem Denken und Handeln nicht unbeeinträchtigt lässt. … Wichtig ist vor allem die Herstellung einer Verbindung zum Hier und Jetzt.“

http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/

Flyer. 900 Jahre al-Gazãli im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland

Ansprechpartner: Prof. Dr. Bülent Ucar, Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften, Islamische Religionspädagogik, Neuer Graben 29 / Schloss, 49074 Osnabrück

http://www.islamische-religionspaedagogik.uni-osnabrueck.de/files/Flyer_900_Jahre_al-Gazali_20-07-2011%282%29.pdf

Tagungsprogramm

Timothy Winter alias Abdal-Hakim Murad (* 1960) ist ein britischer Islamwissenschaftler an der Faculty of Divinity at the University of Cambridge und einer der führenden britischen islamischen Religionsgelehrten beispielsweise am Sunna Project (Thesaurus Islamicus Foundation: IHSAN Network, http://www.ihsanetwork.org/about_en.aspx), wo man es vorzieht, ins Arabische abzutauchen.

Schariaverharmloser Timothy Winter raunt regelmäßig über die Orthodoxe Antwort auf den islamischen Extremismus (orthodox Muslim response to extremism) und darf im Oktober 2011 bei Bülent Ucar in Osnabrück über die islamische Suche nach dem „Ethischen und seelischen Gleichgewicht“ sowie über die Relevanz des totalitären Religionspolitiker al-Ghazali für das heutige „Globale Dorf“ vortragen:

Imam al‐Ġazālī, the Global Village, and the Quest for Moral and Spiritual Balance

Universitär gebilligt und ganz im „Hier und Jetzt“ darf die zu der Erbakan-toleranten und muslimbrudernahen GMSG verlinkende Silvia Horsch (Berlin) im Oktober 2011 ein bisschen „teilen“, ihr Vortragsthema:

al‐Ġazālī als Mittler zwischen den Wissenschaften

http://www.islamische-religionspaedagogik.uni-osnabrueck.de/files/Programm-ghazzali__2_-08-08-2011.pdf

Noch zu Timothy Winter genannt Scheich Murad. Die auf Rettung der Seele zielende Azhar eine Universität zu nennen, verspottet jede Wissenschaftlichkeit: „ Abdal Hakim Murad graduated from Cambridge University with a double-first in Arabic in 1983. He then lived in Cairo for three years, studying Islam under traditional teachers at Al-Azhar, one of the oldest universities in the world. He went on to reside for three years in Jeddah, where he administered a commercial translation office and maintained close contact with Habib Ahmad Mashhur al-Haddad and other ulama from Hadramaut, Yemen. … Shaikh Abdal Hakim is the translator of a number of works, including two volumes from Imam al-Ghazali’s Ihya Ulum al-Din.“

http://masud.co.uk/ISLAM/ahm/index.htm

ULFA AID, gegründet 2004 von Scheich Babikir Ahmed in London, lädt ein:

“Abdal Hakim Murad / Timothy J. Winter will be our guest speaker at COME DINE WITH ME 26th february 2010, Hilton Kensington. Buy a ticket get one FREE!! ticket has to be for (non-muslim) to allow for richness and diversity.”

http://ulfaaid.tumblr.com/post/3221503073/abdal-hakim-murad-timothy-j-winter-will-be-our

An introduction to Habib Umar by Shaykh Abdal Hakim Murad

http://www.youtube.com/watch?v=laMQ0JEK6Q0&feature=related

Scheich Murad = Herr Winter, bei der Arbeit

http://www.youtube.com/watch?v=UgLQp4dcbBo

Denken ist nicht alles, weiß Azhar-Absolvent, Ghazali-Übersetzer und Schariafreund Timothy Winter: Abdul Hakim Murad speaking about the limits of rational thought

http://www.youtube.com/watch?v=2Gjp3hCCTwc&feature=related

Shaykh Abdal Hakim Murad – Contentment (Riḍā‘) – part 1 of 5

http://www.youtube.com/watch?v=qN0_WD-fpEQ&feature=related

[42] Die geheimnisvolle Sache mit den Muslims in the West

Universität Erfurt. In the aftermath of terrorist attacks of 9/11 the Chair of Islamic Studies participated in “Dialogue with Islam” an academic activity initiated by the German Academic Exchange Service (DAAD). Ever since debates on “Islam and the West” has become part of the tradition of Chair of Islamic Studies. … With the initiation of the international Summer School “Muslims in the West” the Chair of Islamic Studies intents to contribute to this dialogue. Muslims from different countries and cultures (India, Pakistan, Turkey, Saudi Arabia, Iran, Yemen, South Africa, Sudan, Malaysia) have been participating for the last five years. Thus, the promotion of a direct dialogue between students and Alumni led to a better mutual acceptance, tolerance and understanding.

http://www.uni-erfurt.de/religionswissenschaft/islamwissenschaft/summer-school/

The International Summer School “Muslims in the West”

The International Summer School “Muslims in the West” is organized by the Chair of Islamic Studies. So far more than 100 students, Muslims from different countries and cultures (f.e. India, Pakistan, Turkey, Saudi Arabia, Iran, Yemen, South Africa, Sudan, Malaysia) as well as German students have been participating for the last five years. The promotion of a direct dialogue between students and alumni leads to a better mutual acceptance, tolerance and understanding of „Islam“ and the „West“.

http://www.uni-erfurt.de/international/sommerkurse/summer-school-muslims-in-the-west/

Eine Zeit lang die vertraute Umgebung hinter sich lassen, in einem fremden Land leben und eine neue Kultur kennen lernen – ein Studium oder ein Praktikum im Ausland sind ein wichtiger Bonuspunkt im Lebenslauf und immer auch ein Stück Abenteuer und persönliche Herausforderung.

http://www.uni-erfurt.de/international/outgoing/

Eingewandert wie Waschbär, Tigermücke und Halsbandsittich: Muslims in the West

Bridge-building (Brückenbauen) will Multikulturalist Prof. Tariq Modood (Bristol) am 30.09.2001, also nur wenige Tage nach 9/11. So schlecht war die Sklaverei der andalusischen Dhimmitude schließlich doch gar nicht: „The Jews remember Muslim Spain as a ‚Golden Age‘.“

http://www.guardian.co.uk/world/2001/sep/30/september11.terrorism3

Akbar S. Ahmed fordert keine universellen Menschenrechte, sondern ermuntert die globale Unterrasse der Muslimbürger zum Östlichbleiben, zum Nichtintegrieren: In the course of the 21st century a quarter of the human race will probably be Muslim. … There are some interesting differences between the USA and Europe which help us to better understand the phenomenon of Muslims living in the West

http://salaam.co.uk/themeofthemonth/april02_index.php

„The Muslim in the West“

Von: Jacob Thomas in Zusammenarbeit mit June Engdahl

http://www.answering-islam.org/authors/thomas/muslims_in_the_west.html

Tariq Ramadan kämpft für den in die Seele jedes Euro-Muslims zu integrierenden Sunnagehorsam (To be a European Muslim) und arbeitet ja vielleicht, wie Bosniens Großmufti, für die europaweite Legalisierung der personenstandsrechtlichen bzw. familienrechtlichen (engl. personal status) Scharia oder auch einer staatsbürgerlichen bzw. ausländerrechtlichen (engl ebenfalls personal status) Scharia.

http://www.tariqramadan.com/To-be-a-European-Muslim.html

[43] vgl. Seite 261-262 sowie 278 (v. a. zu: Der Begriff „Personalstatut“, von der englischen Bezeichnung, schillernde französische Ausdruck, état et capacité, EGBGB, IPR-Gesetz Österreichs, „Domizil“, „Wohnsitz“, „Gruppentrennungskraft“), in: Jan Kropholler: Internationales Privatrecht, Sechste Auflage (2006). Darin leider (210) die seit Mustafa Cerić und eigentlich bereits seit Said Ramadan (Das islamische Recht, vgl. Sägefisch 109: Said Ramadan: Islamic Law. Ramadans Buch von 1961) überholte Deutung „Eine allgemeine Renaissance der religiösen Rechte ist wenig wahrscheinlich, vielmehr neigt die Mehrzahl der neueren religiösen Bewegungen eher zu einer Entrechtlichung der Religion.“ 278 und 292 nennen Rohe

http://books.google.de/books?id=_UtgV_LGQSAC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

Mathias Rohe: „Auch islamisches Recht ist Recht“

http://www.chbeck.de/downloads/leseprobe_das%20islamische%20recht_9783406579554.pdf

dazu Tilman Nagel: Lohn und Strafe im Diesseits und im Jenseits (NZZ 07.11.2009)

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/buchrezensionen/lohn_und_strafe_im_diesseits_und_im_jenseits_1.3981865.html

ebenso Jacques Auvergne: Trojanisches Pferd (Sägefisch 138 06.09.2009)

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/09/06/138/

[44] Mustafa Cerić: f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law

http://blog.zeit.de/joerglau/2006/12/01/erklarung-der-europaischen-muslime_62

[45] Allah legalisiert Stämme und Menschenklassen.

William Barbieri: Group Rights and the Muslim Diaspora

http://muse.jhu.edu/login?uri=/journals/human_rights_quarterly/v021/21.4barbieri.html

USA. Auf Verbindungen zwischen North American Islamic Trust (NAIT) und Holy Land Foundation (der HAMAS nicht fern) auch nur hinzuweisen, könnte „Islamische Gruppenrechte“ verletzen.

Gerstein, Josh. (October 20, 2010). Judge: Feds violated U.S. Islamic group’s rights

http://www.politico.com/blogs/joshgerstein/1010/Judge_Feds_violated_Islamic_groups_rights.html?showall

Die US-amerikanische Scharialobby ist das CAIR.

Robert Spencer: U.S. District Judge Vicki Miles-LaGrange on Monday granted a temporary restraining order blocking Oklahoma’s brand-new anti-Sharia law. Seventy percent of Oklahomans voted for the measure, but who cares? The Hamas-linked Council on American-Islamic Relations (CAIR) argued that the measure was “anti-Islam. … Islamic supremacists and their Leftist allies.” (10.11.2010)

http://frontpagemag.com/2010/11/10/court-blocks-oklahoma-sharia-ban/

[46] Der als Redner nach Osnabrück geladene „Islamphilosoph“ Dr. Jameleddin ben Abdeljelil (vormals Wien, inzwischen Münster) stellt die richtige Frage, murmelt etwas von Universalität, schwafelt über innermuslimische Heterogenität und gesamtgesellschaftliche Diskursräume, macht der Spezies Nichtmuslim ein schlechtes Gewissen und schweigt ausgiebig zum diskriminierenden Islamischen Recht. Ach ja, die Antwort bleibt der „Islamphilosoph“ uns schuldig:

„Ist der Islam mit den Werten der Aufklärung wie Demokratie und Menschenrechten vereinbar, und was bedeutet das für den Religionsunterricht an den österreichischen Schulen?“

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/451758/Islam-in-Oesterreich_Ein-exotisiertes-Objekt

Schloss Osnabrück. Sitz der Uni-Hauptverwaltung und 2011 der vorgesehene Ort der Verherrlichung des im Jahre 1111 verstorbenen Ur-Islamisten al-Ghazali

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5f/Neuer_Graben-Schloss_Osnabrueck.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d2/Schloss_Osnabrueck.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/4/45/OSSchlossOsnabr%C3%BCckvomGarten2008.JPG

[47] „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“, weiß die Schariafreundin und Islamische Religionspädagogin Lamya Kaddor aus Dinslaken-Lohberg:

CIBEDO – Doch so lange der Islam keine in Deutschland anerkannte Religionsgemeinschaft ist, kann es keine Vereinbarung über einen Religionsunterricht im engeren Sinne geben. Aber ist das nach den wissenschaftlichen Standards, denen Schulunterricht zu genügen hat, überhaupt möglich? Der Oldenburger Religionspädagoge Jürgen Heumann bezweifelt das. Die Schule steht in der Tradition der Aufklärung, argumentiert er. Zum evangelischen und katholischen Religionsunterricht gehöre, sich kritisch mit der Entstehung der Religion auseinanderzusetzen. Auf muslimischer Seite sieht Heumann aber wenig Bereitschaft, Allah selbst zur Diskussion zu stellen. Geschweige denn, „die Entstehung des Koran als ein von Menschen in einer geschichtlichen Situation verfasstes religiöses Dokument zu würdigen – und damit zwischen Legende und historischer Entstehung zu unterscheiden“. Lamya Kaddor, die islamische Religion unterrichtet und bis vor kurzem die vakante Professur an der Universität Münster vertrat, empört eine solche Position. „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“, sagt sie. Das Ergebnis sei das Gleiche: eine zeitgemäße Religionspraxis und ein friedvolles Miteinander mit anderen Gruppen. Als Muslima zweifele sie aber „nicht daran, dass stimmt, was im Koran steht“.

http://www.cibedo.de/islamischer_religionsunterricht.html

Ayatollah Morteza Motahhari

April 23, 2011

جامعه روحانیت مبارز

Ǧāmeʿe-ye Rowḥāniyat-e Mobārez

Combatant Clergy Association

Vereinigung der kämpfenden Geistlichkeit

Stellung der Frau im Islam

Im Juni des Jahres 1982 rief die in Bonn-Bad Godesberg (Godesberger Allee 133-137) gelegene Presse- und Kulturabteilung der Deutschlandvertretung des gerade massenhaft Regimegegner folternden und ermordenden Īrān dazu auf, die Frau als Mensch nicht zu vergessen. Unter dem Titel Stellung der Frau im Islam veröffentlichte sie die zwischen 1966 und 1974 erschienenen Gedanken von Morteẓā Moṭahharī, wie sie vom Āyatollāh etwa in Zur Diskussion über den Schleier (1968; Ḥeǧāb, Hijab) und Die rechtliche Stellung der Frau im Islam (Qom 1974, Neẓām-e ḥoqūq-e zan dar eslām, The Order of Women`s Rights in Islam) niedergelegt worden waren. Eine Islamkritik von Jacques Auvergne.

Islam will Vielfalt. Und weil der Islam immer noch etwas mehr Vielfalt will, Englisch diversity, darf CAIR-San Diego angehende kalifornische Lehrer und Sozialarbeiter mit einem Training für soziale Vielfalt fortbilden (1). Der Islam will pseudolateinisch Pluralität bzw. Diversität, pseudogriechisch Heterogenität, er will, nun, sagen wir es auf Deutsch, er will Vielfalt. Wer in den USA oder in Europa keine islamische Vielfalt will und keine Scharia, darf deshalb als Gesellschaftsfeind angeprangert werden.

Islam ist erhöhte Lust für die einen bei erzwungener Unlust für die anderen. Islam ist gemehrtes Vergnügen für die sittlich wertvolle Kulturrasse bei Herabwürdigung der Nichtmuslime. Islam ist, muslimintern, maskuliner Spaß, während der Frau das Leiden zusteht. Und nun stimmt es wirklich, Islam will, leider viel zu viel, Vielfalt.

Das ist Islam, ein anderer Islam mag privat möglich sein, organisieren lässt er sich derzeit nicht. Schließlich schuf Allah die Frauen den Männern zum Wohlgefallen:

„Der edle Koran erinnert uns daran, dass die Frau für den Mann ein Segen ist und seinem Herzen Ruhe und Frieden spendet (2).“

Das sagte ein geachteter Theologe, Motahhari, der im Laufe seines Lebens sechzig Bücher zur Islamischen Lebensweise verfasst hat und der auf dem Weg Irans in die Islamische Revolution für die religiöse Absicherung der Frauenpolitik zuständig war, während der revolutionäre Islamist Ali Schariati den in Ausdünnung befindlichen weltlichen Diskurs der Siebziger Jahre beherrschen durfte und für den (religiös begründeten) antiwestlichen sozialen Wandel warb.

Ein Leben lang hatte sich der fromme Āyatollāh Morteẓā Moṭahharī (1920-1979, Bild (3)) dafür eingesetzt, die vom Welterhalter angeordneten, ewigen sittlichen Bestimmungen auf Erden einzuführen und die religiöse Gesellschaftsordnung aufzubauen, Allahs Diktatur.

Am 01.05.1979 wurde der Gründer der den Sturz des Schahs vorbereitenden so genannten Vereinigung der kämpfenden Geistlichkeit (4) auf offener Straße erschossen.

Einer der Gründer der Vereinigung Ǧāmeʿe-ye Rowḥāniyat-e Mobārez war der zwischen 1989 und 1997 als Präsident des Iran wirkende Akbar Hāšemī Rafsanžānī (* 1934), ein weiteres prominentes Gründungsmitglied von 1977 ist ʿAlī Ḫāmeneʾī, der als ranghöchster Geistlicher (Rahbar, wörtlich Führer) das derzeitige iranische Staatsoberhaupt stellt. Der Amtsvorgänger von Ḫāmeneʾī, der erste Oberste Rechtsgelehrte war der politische und spirituelle Führer der Islamischen Revolution, Āyatollāh al-ʿUẓmā Ḫomeinī, Großayatollah Chomeini (5).

Jeweils eine Auslandsreise in den Irak und nach Frankreich unternahm der Ayatollah, beide Exkursionen dienten der Audienz mit dem späteren Revolutionsführer: Im Jahre 1977 besuchte Motahhari den im irakischen Exil weilenden Chomeini im heiligen Nadschaf, nur zwei Jahre später, 1978, redeten die beiden Geistlichen im unheiligen Paris.

Morteẓā Moṭahharī wurde am 03.02.1920 in Farīmān geboren, das in der nordostiranischen Provinz Ḫorāsān liegt. Bereits sein Vater, Scheich Mohammad Hossein, konnte dem Kind Grundkenntnisse über den Islam vermitteln. Als Dreizehnjähriger, 1933, ging Morteẓā Moṭahharī ins 75 km entfernte Maschhad, um Arabische Sprache, Logik, Philosophie und Scharia (Islamisches Recht) zu studieren. Als Achtzehnjähriger reiste der Scholar nach Ghom (Qum), wo er seine jenseitszentrierten Studien eineinhalb Jahrzehnte lang fortsetzte und wo mindestens acht Jahre lang jeden Donnerstag und Freitag sein von ihm als „göttlich“ verehrter Lehrer im Fach Ethik und Gotterkenntnis ein gewisser Ruhollah Chomeini war (6).

An der Ḥauza (anglisiert Hawza, eigentlich ḥawza ʿilmīya, Scharialehrstätte) der heiligen Stadt lehrte Theologe Moṭahharī zwischen 1944 und 1952.

Ab 1953 verlegte der Geistliche seinen Wohnitz nach Teheran, arbeitete zwischen 1965 und 1973 als Dozent für Theologie an jener Islamischen Hochschule Hosseiniyeh Ershad, an welcher der Wegbereiter des koranbasierten Putsches Ali Schariati seiner Wut gegen den Schah Ausdruck gab, hielt Vorträge über sittliche (schariakonforme) Erziehung, kämpfte für die Moralhebung (Desäkularisierung) der Bildung und zur Überbrückung jener grässlichen Kluft, die Universitäten und Schariahochschulen spaltet (Ausweg sei die Islamisierung der Wissenschaften, der deutsche Wissenschaftsrat redet 2010 von religionsbezogenen Wissenschaften).

Der Islamaktivist schrieb über die Unsinnigkeit der materialistischen (unislamischen) Philosophie, über das Jenseits und über den Nutzen des Schleiers (Hidschab), heiratete die Tochter eines Geistlichen und wurde Schwiegervater des heutigen Spitzenpolitikers Ali Laridschani, dessen Bruder, Sadegh Laridschani, ein Hodschatoleslam und der amtierende Justizminister ist.

Am ersten Mai 1979 dann das Attentat, abends um 22:30 Uhr. Der Theologe verließ gerade das Haus von Dr. Yadullāh Ṣahābī, in welchem ein Treffen mehrerer Mitglieder der Schura der Islamischen Revolution (Council of the Islamic Revolution) stattgefunden hatte. Die Showra-ye Enghelāb Eslāmi war am 12.01.1979 persönlich von Chomeini zusammengestellt worden, um Staatsstreich und islamischen Staatsaufbau durchzuführen, erst am 01.02.1979 betrat der Revolutionsführer iranischen Boden. Auf den Tag genau drei Monate später also ging Ayatollah Motahhari, mit nur einem Mitstreiter, zu seinem geparkten Auto, als er von einer unbekannten Stimme von hinten angesprochen wurde und sich umdrehte. Der Schuss fiel und war sehr bald tödlich, auch eine schnelle Fahrt zum Krankenhaus konnte nicht helfen. Am übernächsten Tag wurde der Leichnam für eine angeordnete große Trauerfeier in die Teheraner Universität gebracht, um daraufhin in Ghom bestattet zu werden. Bei der Beerdigung weinte Großayatollah Chomeini öffentlich und nannte den Ermordeten lieber Sohn, Frucht meines Lebens und Teil meines Fleisches. Motahharis fand seine letzte Ruhestätte neben dem Grab von Scheich ʿAbdul Karīm Ḥāʾirī al-Yazdī (* 1859). Der 1937 verstorbene Scheich hatte 1922 die Hauza von Ghom, das Islamische Seminar der heiligen Stadt, begründet, einer seiner Schüler war Ruhollah Chomeini.

Angeblich habe eine Gruppe von fanatischen Paramilitärs den Ayatollah ermordet, heutzutage nennt man als iranischer, seine Bevölkerung terrorisierender und an der Herstellung der Atombombe arbeitender Präsident gerne die auch in Europa aktiven Islamisten von der Volksmodschahedin („Motahhari, who was assassinated in cold-blood by terrorist Mojahedin Khalq Organization (MKO)“), als norddeutscher Chomeini-Anhänger von der Homepage Eslam kennt man eine ominöse, den Schariafreunden von der MKO (MEK, Mojahedin-e Khalq, heute: Maryam Rajavi) vielleicht entsprungene oder nahe stehende Vereinigung Guruh-i Furqan („durch den verbrecherischen Anschlag der Gruppe namens Furqan“).

Der Attentäter und seine Motivation bleiben bis heute unbekannt.

Der Revolutionsführer und Großayatollah erhob den Toten in den Rang eines Märtyrers und den zweiten Mai als den (ungefähren) Todestag zu einem Trauergedenktag für Morteẓā Moṭahharī, später gar zum iranischen Pendant des Welttages der Lehrer (Teacher`s Day, 02.05.2010 (7)).

Glaube ist Gehorsam und Religion ist Staat. Jeder Nichtmuslim, der einen Parteigänger von Sunna und Scharia trifft und zur Rolle der Frau im Islam befragt, merkt im Gespräch rasch, dass Staatsgründer Mohammed ein „differenziert“ denkender Feminist gewesen sein muss und dass dem zeitlosen Islam die Frauenfrage bis heute sehr wichtig ist. Das lässt sich weniger tatsachenfern sagen. Wer sich zum Gebet niederwirft, weiß seit der Gründung von Medina: Weil Allahgott über dem Mann steht, steht dieser über seiner Ehefrau.

Frauenversteher und Ayatollah Motahari legt los:

11. Die Gegebenheiten unserer Zeit machen eine Neubewertung vieler gesellschaftlicher Fragen erforderlich. Hierzu gehören auch die Rechte und Pflichten der Familie.

Nur zwei gleich starke und gleich hohe Pfosten umrahmen einen brauchbaren Tordurchgang oder tragen einen allen Menschen Schutz bietenden Dachfirst, schwere Last will schließlich gerecht verteilt sein. Die Reste eines heute im türkischen Didim, 150 km südlich von İzmir (Smyrna) gelegenen Apollotempels, Dídima war die nach Delphi bedeutendste hellenische Orakelstätte, zeigen zwei Säulen, die immer noch ihren Querbalken in schöner Waagrechte halten (8).

Dieses Bild missbrauchend, werden Mann und Frau im klassischen Islam als zwei Säulen oder zwei Pfosten beschrieben. Die heranwachsenden Nichtmuslime, muslimischen Frauen und Mädchen und auch die männlichen Muslime werden mit diesem Gleichnis gezielt darüber desinformiert, dass der Islam eigentlich eine große und eine kleine Säule abbilden müsste oder, sofern beide Pfosten gleich hoch sind, die das schwere Möbelstück der islamischen Moral schleppenden Eheleute auf einer steilen Treppe anordnen müsste: Einer der beiden steht natürlich tiefer und trägt den größten Teil der Last, und das ist nach Allahs Ratschluss nicht der Mann.

Kinder soll die Frau unbedingt bekommen:

Das unterschiedliche Geschlecht der beiden tragenden Säulen dieser Einheit einerseits und die Frage der Kontinuität der Fortpflanzung andererseits geben Anlass zur Skepsis. Den Mitgliedern dieser Einheit hat die Schöpfung einen nicht identischen Status von unterschiedlicher Qualität zugewiesen.

Scharia ist Naturreligion:

Die Familiengemeinschaft ist eine vertraglich vereinbarte, natürliche Gemeinschaft.

Dann kam der schwärzeste Tag in der Geschichte der islamischen Geistlichkeit und koranbasierten Sexualmoral, gute drei Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges und am 10. Dezember war es soweit, was für ein Frevel:

Die Frage nach den Rechten der Frau im Vergleich zu denen des Mannes wurde erst im 20. Jahrhundert aufgeworfen. Zum ersten Mal werden in der Menschenrechtsdeklaration der UNO aus dem Jahre 1948 gleiche Rechte für Mann und Frau gefordert.

Gleiche Rechte für die Frau, das kann man doch nicht machen! Was für ein Angriff der Partei Satans (Ḥizbu š-Šaiṭān (9)) auf die qualitativ differenzierende, schöne Schöpfungsordnung.

19. Der Islam hat für Mann und Frau nicht auf allen Ebenen die gleichen Rechte, Pflichten und Strafen vorgesehen.

Morteẓā Moṭahharī hat soeben gesagt, dass der Islam niemals mit den Standards der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ausgesöhnt werden kann. Das stimmt natürlich, der Āyatollāh hat den Islam richtig verstanden, während die nervös gewordene deutsche Bundesregierung ihre Bevölkerung noch ein Weilchen darüber im Unklaren darüber lassen möchte, dass die muslimische Seele nur in die ewige Nähe zu Allahgott gelangen kann, wenn die Frau auf Erden mehr oder weniger brutal diskriminiert worden ist.

25. Der Islam umreißt das Ziel der Schöpfung mit klaren Worten: Himmel und Erde, Wind und Wolken, Pflanzen und Tiere seien für den Menschen geschaffen worden.

Ja, das Weltall ist geschaffen worden und wird in jedem Augenblick durch die Wirkmacht Allahs erhalten, es ist zur muslimischen Nutzbarmachung (Ausplünderung) freigegeben. Wer sich in der Nähe der Machthaber aufhalten darf, bekommt inschallah etwas vom erbeuteten Reichtum persönlich durch den Herrschenden zugeteilt. Ja, die Ressourcen sind geschaffen worden, aber nicht für den Menschen schlechthin, sondern für den muslimischen Menschen, und zwar für den männlichen. Der Nichtmuslim oder die Frau kann im Rahmen der islamischen ökologischen Verantwortung kein gleichberechtigter Stellvertreter (Kalif) der Gottheit sein, sondern ist Diener oder Sklave des männlichen Muslims.

Jeder Paragraph eines den Koran ergänzenden Gesetzesbuches hat chromosomal bedingt in zweierlei Version zu erscheinen, ein xx-§ und ein xy-§ gleichen einander aus und schaffen ein großes biotheologisches oder sexualjuristisches Ganzes, den Fiqh.

26. Es steht … außer Frage, dass Mann und Frau in vieler Hinsicht nicht identisch sind … die Schöpfung wollte keine vollkommene Übereinstimmung. Daher ist es erforderlich, dass sich auch ihre Rechte, Pflichten und Strafen voneinander unterscheiden.

Der Islam weiß, dass kulturelle Moderne oder Gleichheitsfeminismus nur ein anderer Begriff für Widernatürlichkeit und Dekadenz sind. Europas Patriarchen bekommen iranische Schützenhilfe:

Bis zum 20. Jahrhundert wurden der europäischen Frau Menschenrechte weder gesetzlich noch tatsächlich zugestanden. … Infolge einer nicht ausreichend durchdachten Bewegung, die in weniger als einem Jahrhundert im Namen der Frau und für die Frau entstand, wurden ihr Rechte, die mehr oder weniger mit den Rechten des Mannes identisch waren, zugebilligt.

Der gottesfürchtige Paartherapeut fährt fort:

26, 27. Aufgrund ihrer natürlichen Kondition und ihrer besonderen seelischen und körperlichen Veranlagung kann sie letztlich keine Gleichberechtigung mit dem Mann erreichen; denn gleiche Rechte und gleiches Glück für Mann und Frau können nur erreicht werden, wenn die Identität der Rechte aufgehoben wird und dem Mann die ihm und die Frau die ihr entsprechenden Rechte zugestanden werden. Nur auf diese Weise kann eine echte innere Zusammengehörigkeit zwischen Mann und Frau entstehen …

Wir behaupten, dass die Nichtübereinstimmung der Rechte der Frau und des Mannes, insofern sie ihrer nicht identischen Natur entspricht, sowohl der Sache der Gerechtigkeit als auch des Naturrechtes genügt, das Familienglück am besten fördert und der Entwicklung der Gesellschaft dienlicher ist.

Derlei gegenkulturell aktive Familienberater könnten die entgrenzt religionsfreundlichen USA mit den eingangs erwähnten hochschulischen Bildungsveranstaltungen des der Muslimbruderschaft nahe stehenden Council on American-Islamic Relations (CAIR) bald flächendeckend verfügbar halten.

Europas islamverherrlichende Netzwerke wie ICETH / IKETH (The Interreligious Conference of European Women Theologians / Interreligiöse Konferenz Europäischer Theologinnen; Rabeya Müller, Köln) oder EPIL (European Project for Interreligious Learning; Azra Cerić, Sarajevo) möchten zum Feminismus eines Āyatollāh Morteẓā Moṭahharī ebenso wenig auf Distanz gehen wie der Liberal-Islamische Bund (LIB). LIB-Vorsitzende ist Lamya Kaddor, die mit Thorsten Gerald Schneiders verheiratet ist. Beide gaben 2005 das Buch Muslime im Rechtsstaat heraus (Kaddor, Schneiders: „Nach herrschender islamischer Lehre regelt die von Gott geschaffene Scharia alle Fragen des Glaubens und des Ritus“, Seite 9), in welchem sie den Islamisten Murad Wilfried Hofmann ausführlich über das Islamische Recht schreiben ließen. Kaddor darf am 01.05.2011 in der Schweiz und an einer Evangelischen Bildungsstätte aus schariakonformer und zugleich feministischer Sicht über Islamophobie dozieren, EPIL ist Mitveranstalter (10).

Azra Cerić (EPIL) ist die Ehefrau des ranghöchsten europäischen Qaradawi-Mitstreiters und bosnischen Großmuftis. Mit dem Sohn von Said Ramadan und Bruder des Steinigungsverstehers Hani Ramadan, dem Euro-Salafisten Tariq Ramadan besuchte die Kopftuchträgerin aus Sarajevo Papst Benedikt XVI., wie ein Foto vom 06.11.2008 belegt, das je nach Bildausschnitt die Kanadierin Ingrid Mattson zeigt oder übergeht, die Vorsitzende der religionspolitisch an Saudi-Arabien orientierten ISNA oder Islamic Society of North America (11).

Wir sind der Ansicht, dass es gerade im Sinne der Gerechtigkeit und Natur sowie der Menschenrechte ist, dass Mann und Frau in manchen Bereichen keine identischen Rechte genießen.

Gegenaufklärerin Lamya Kaddor („Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“) wird in wenigen Tagen im Schweizer Männedorf (20 km südöstlich von Zürich) über den islamischen Feminismus sprechen, der Tagungsort, das Evangelische Tagungs- und Studienzentrum Boldern, ist Mitveranstalter (12).

Wie zufällig am Tag der Arbeit versuchen Kaddor und ihre Gastgeberin, Amira Hafner-al-Jabaji („Die Diskussionen um eine multireligiöse und multikulturelle Gesellschaft dürfen niemals den Scharfmachern auf allen Seiten preisgegeben werden. Es braucht die Vision des vernunftgeprägten und praktikablen Mittelweges“ (13)), die unvermeidliche Herabsetzung der Frau, die sich aus Koran und Sunna ergibt, zu leugnen. Im Einladungsschreiben werden universell-menschenrechtlich und damit natürlich auch gleichheitsfeministisch argumentierende Frauen wie Alice Schwarzer und Necla Kelek als Bedrohung des friedlichen Zusammenlebens dargestellt.

Weil Frau Hafner-al-Jabaji jeden Tag so viel zu Tun hat, kommt die 1971 als Tochter eines Irakers und einer Deutschen in Bern geborene Ulknudel und Islamwissenschaftlerin nicht dazu, sich von der Scharia zu distanzieren: „Aber für den Moment bin ich mit dem ganz gewöhnlichen Alltag beschäftigt – Scharia hin oder her“ (14).

Naturbursche Morteẓā kennt den Mann an sich, der, wir kennen den Namen Abdallah, leider nicht nur Sklave Allahs ist:

40. Der Mann ist der Sklave seiner Leidenschaft. … Der Mann möchte die Frau besitzen und über sie verfügen, sie dagegen möchte sein Herz erobern und ihn dadurch beherrschen. … Die Frau begibt sich gern unter den Schutz des Mannes; sie kann ihr sexuelles Verlangen besser zügeln als er, sein sexuelles Verhalten ist aktiv und offensiv, das ihre dagegen reaktiv und herausfordernd.

Väter dürfen ihre Töchter also einsperren und die Bewerber Schlange stehen lassen. Die großen Brüder hüten die Jungfräulichkeit der unverheirateten Schwester. Und der Vergewaltiger kann nichts dafür, man hätte die Frau besser abschirmen sollen.

43. Die Tatsache, dass von alters her der Mann um die Hand der Frau warb und ihr Heiratsanträge machte, trug dazu bei, das Ansehen der Frau zu wahren und ihr Respekt zu verschaffen. Der Mann ist von Natur aus so geschaffen, dass er verlangen, lieben und bitten muss, während die Frau dazu geschaffen ist, zu gefallen und geliebt zu werden.

Die haarige Rapunzel bleibe im Turm weggesperrt, die sich kämmende Loreley verursacht Schiffshavarien. Über die sozial vorgeschriebenen, keineswegs angeborenen Geschlechterrollen sollte man, wo man auch lebt, nachdenken können, sofern gelernt hat, nachzudenken (im Islam ist Reflektieren eher unerwünscht).

Beim hier untersuchten Ayatollah blieb gerade ungesagt, was Natur und was Kultur ist, welche weibliche Unfreiheit wir morgen oder in zehn Jahren erleben sollen und ob die Frau bei religiös begründeter Prügelstrafe oder Gefängnisstrafe einen Schleier tragen muss, damit die Jugend nicht verdirbt und der Staat nicht einstürzt (15).

Der spirituelle Vorgesetzte unseres über das soziale Geschlecht (englisch gender) grübelnden Gelehrten wurde deutlicher. Āyatollāh al-ʿUẓmā Ḫomeinī stellte zur weiblichen Häfte der Menschheit fest:

„Frauen sind finstere Geschöpfe! Solange es eine Frau unterlässt, ihrem Ehemann eine angenehme Umgebung zu bereiten, hat er das Recht, sie zu schlagen, und er sollte sie, sofern notwendig, gefügig machen, indem er sie jeden Tag immer noch etwas mehr schlägt (16).“

Chomeini kannte seinen Islam, und eine andere Scharia gibt es nicht.

Dann ging es Schlag auf Schlag und die echte Islamische Ordnung begann heranzurücken:

3. März 1979. Frauen dürfen nicht mehr als Richterinnen tätig werden, weibliche Bewerber für den Justizdienst werden in Zukunft abgelehnt. Am 6. März gibt Verteidigungsminister General Madani bekannt, dass mit sofortiger Wirkung alle Frauen aus der Armee entlassen werden.

7. März. Am Vorabend des Weltfrauentages gibt der Großayatollah von Ghom aus in einer vor Tausenden von Menschen gehaltenen Rede bekannt, dass Frauen zwar weiterhin zur Arbeit gehen dürfen, aber nur, wenn sie den Schleier, iranisch Parda oder auch Tschador, tragen.

10. und 11. März 1979. Massendemonstrationen von iranischen Frauen gegen den Schleier werden niedergeknüppelt. Damit sind Tugend und Schamhaftigkeit allerdings noch nicht gesichert.

Die „herrschsüchtigen und herausfordernden“ (Imam Motahhari) sowie „finsteren“ (Imam Chomeini) Mädchen sollten nicht mehr lange mit den Jungen zusammen am Schulunterricht teilnehmen dürfen, bereits am 21. Mai verbietet das Ministerium die Koedukation.

Ab dem dritten Juni dürfen verheiratete studierende Frauen nicht mehr die Hörsäle der Hochschulen betreten, sie haben zu Hause zu lernen und ihre Examina segregiert abzulegen. Am selben Tag wird das Heiratsalter für Mädchen auf dreizehn Jahre herabgesetzt.

13. Juni: Alle betrieblichen Kinderhorte werden geschlossen, Mütter von Kleinkindern müssen zu Hause bleiben und verlieren damit „natürlich“ ihren Arbeitsplatz.

Am 8. Juli wurde die Geschlechterapartheid an den Badestränden des Kaspischen Meeres durchgesetzt, einige Frauen wurden öffentlich ausgepeitscht, weil sie es gewagt hatten, im Männern vorbehaltenen Meerwasser zu schwimmen (17).

45. Der Islam hat den Frauen große Erleichterungen gebracht. Diese bestanden nicht nur darin, dass er den Vätern die absolute Macht über ihre Töchter entzogen hat, sondern dass er ihnen die Freiheit und Menschenwürde wiedergegeben und ihre Meinungsfreiheit und Naturrechte anerkannt hat.

Frauen sind von Natur aus anders, gleichviel weibliche Freiheit ist zuviel Freiheit. Der Islam sei dem wissenschaftlich begründeten Denken, der Ayatollah sagt „dem Westen“, überlegen, denn im Unterschied zu diesem hat die wahre Religion …

… die Frauen zwar auf ihre Rechte aufmerksam gemacht und ihre Menschenwürde, Freiheit und Unabhängigkeit anerkannt, sie aber niemals gegen das männliche Geschlecht aufgehetzt und misstrauisch gemacht …

Wer kann, sollte am ersten Mai 2011 in Männedorf bei Zürich anlässlich der Veranstaltung „Feministinnen und der Islam – Eine kritische Bestandsaufnahme“ die Islamverteidigerinnen Lamya Kaddor, Rifa’at Lenzin und Amira Hafner-Al Jabaji doch einmal fragen, ob sie, gewissermaßen mit Ayatollah Morteza Motahhari, der Ansicht sind, dass Alice Schwarzer und Necla Kelek die Frauen, nicht zuletzt die muslimischen Frauen, „gegen das männliche Geschlecht aufgehetzt und misstrauisch gemacht haben“.

Lenzin hat in Neu Delhi (Indien), Zürich und Bern Islamwissenschaften, Religionswissenschaft und Philosophie studiert und ist Co-Leiterin des Seminars „Intensivkurs über die islamische Welt – Islam heute“ im Ferien- und Kulturzentrum KONAK (Daça, Türkei). Die Schariakennerin referierte oder desinformierte im März 2003 in Karlsruhe (Islam – Eine Einführung; Die Geschlechterfrage im Islam: eine west-östliche Betrachtung (18)).

Zu der mehr als tausend Jahre lang verwirklichten islamischen Apartheid zu allen Dhimmis, zur Sklavengesellschaft islamisch beherrschter Glaubensnationen äußerte sich Lenzin so ungerührt, dass man meinen könnte, sie würde für eine erneuerte Dhimma werben, ganz im Hier und Jetzt. Islamkritik säe Zwietracht zwischen den Religionsvölkern und trübe den Blick auf die glückliche Zukunft: „Hüben wie drüben überschattet heute ein diffuses Misstrauen das Verhältnis der Mehrheitsbevölkerung zur jeweiligen Minderheit.“ Darüber, dass das für alle geltende Recht auch im Namen der Religion nicht außer Kraft zu setzen ist und dass die Scharia selbst im Familienrecht verhindert werden muss, redet Rifa’at Lenzin nicht. Wenn Nachteile für Nichtmuslime sichtbar werden, so lässt sich die Islamwissenschaftlerin mit deutsch-schweizerischen und pakistanischen familiären Wurzeln durchaus lesen, ist das Islamische Recht (Scharia) dafür nicht verantwortlich zu machen, sondern die miserable Politik: „Das religiöse Recht, die Shari’a, ist zwar in den meisten islamischen Staaten eine wichtige Rechtsquelle aber keineswegs identisch mit der staatlichen Gesetzgebung (19).“

Ayatollah Morteza Motahhari hat den Islam völlig falsch verstanden, dürfen wir mit Rifa’at Lenzin jubeln, Mohammed war der weltgeschichtlich erste Feminist und der Islam ist genuin frauenfreundlich: „Es ist weder dem Islam noch seinem Propheten anzulasten, dass in späterer Zeit frauenfeindliche Denkmuster sowie ein ausgeprägter arabischer Macho-Kult Eingang in die islamischen Gesellschaften gefunden haben.“ Die über den wachsenden Klüften des werdenden Kalifats tugendhafte Wege aufzeigende Brückenbauerin Lenzin vermutet eher fälschlich, islamrechtlich keinen Hidschab tragen zu müssen, zumal die hässlich intoleranten Schweizer sie mit Tschador oder Burka beruflich diskriminieren würden. Die schamhafte oder jedenfalls sittsame Schariakennerin findet es völlig in Ordnung, dass auf Allahs Befehl die Schwester nur halb so viel erbt wie ihr Bruder: „Der Koran ist gegenüber der Kopfbedeckung nicht so eindeutig wie bei anderen Regelungen. Beim Erbrecht werden beispielsweise ganz präzise Zahlen für die Erbteilung angegeben. Für mich ist ein Grundsatz wichtig: mich so zu kleiden, dass es in der Öffentlichkeit nicht sexuell aufreizend wirkt. Zudem hätte ich als berufstätige Frau mit Kopftuch keine Chance auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt (20).“

Im Dezember 2010 ist der angeblich bei einer gottesfürchtigen persischen Pflegefamilie aufgewachsenen Islamaktivistin durch die Theologische Fakultät der Universität Bern die Ehrendoktorwürde verliehen worden. Die vorgeblich versehentliche Berufsmuslima Lenzin durfte dabei die durch Salafisten wie Pierre Vogel bekannt gewordene, kalkuliert moralisch erpresserische Unwahrheit „Die Muslime sind die neuen Juden Europas“ in den Raum stellen (21).

Studenten der Uni Bern sind dafür zu bedauern, einem die Scharia verharmlosenden Lehrkörper ausgeliefert zu sein, andererseits lässt sich eine Ehrendoktorwürde ja vielleicht auch wieder aberkennen (22).

Vom pflichtgemäß erfreulichen Dialog-Islam wieder zum menschenfeindlichen Original-Islam.

Āyatollāh Morteẓā Moṭahharī:

47. Unter den Rechtsgelehrten ist die Frage umstritten, ob die Tochter ohne Genehmigung des Vaters heiraten darf und ob eine ohne Genehmigung des Vaters zustande gekommene Heirat rechtskräftig ist.

Meinem Mufti zu widersprechen, führt mich und meine Sippe inschallah ins Höllenfeuer, weshalb meine Sippe mich mit Gewalt zum Wohlverhalten bringen muss. Weil der auf selbstbestimmte Menschen, zumal weibliche, weitgehend verzichtende muslimische Stamm sich durch die Jahrhunderte fortzupflanzen hat bis zum Tage der Auferstehung, muss die Frau, von Ayaan Hirsi Ali angemessen „De zoontjesfabriek“ genannt, Söhnchenfabrik, möglichst viele Kinder bekommen:

49. In der Dauerehe darf keiner der Ehepartner ohne Einwilligung des anderen eine Schwangerschaft verhüten bzw. die Fortpflanzung verhindern.

Sichere Sammlung, al-Ǧāmiʿu ṣ-Ṣaḥīḥ ist eine von sechs kanonischen Hadithsammlungen des sunnitischen Islam, die von at-Tirmiḏī (al-Tirmidhi , 825-892) zusammengestellt wurde. Dein Hadithgehorsam rettet dich inschallah vor der ewigen Verdammnis. Das von Allah bestimmte Recht der Frau auf sexuellen Gehorsam ist festgestellt:

Wahrlich, wenn ein Mann Lust auf Geschlechtsverkehr hat, muss die Ehefrau unverzüglich herbeieilen, selbst wenn sie gerade im dorfgemeinschaftlichen Ofen ihr Brot backen würde (23).

Muslimbruder Yusuf al-Qaradawi aus Katar, von dessen theologischen und politischen Positionen sich Lamya Kaddor und Naika Foroutan („Kulturdialoge“ (24)) bislang nicht distanzieren mochten, betont die verbindliche Aktualität der weiblichen sexuellen Gefügigkeit, deren Verweigerung Allahs harte Strafe nach sich zieht, denn:

„Falls ein Mann seine Ehefrau in sein Bett ruft und sie ihm nicht gehorcht und ihn (dadurch) ärgert, wird sie bis zum Sonnenaufgang (die ganze Nacht) von den Engeln verflucht werden. (25).“

Sunnit Yūsuf al-Qaraḍāwī, Jahrgang 1926, hält den nur sechs Jahre eher geborenen Schiiten Morteẓā Moṭahharī nicht gerade für einen Ex-Muslim.

Lichtglanz Mohammed und sein iranischer Widerschein betonen den Wert einer religiös ausgerichteten Ökonomie. Frommes Wirtschaften beginnt im engsten Verwandtschaftskreis, die spirituell unterbelichteten Europäer verstehen das noch nicht. Damit zum letzten Zitat des Āyatollāh:

96. Die Verfechter der Gleichberechtigung wenden sich dagegen, dass der Mann das Zweifache des Erbanteiles einer Frau bekommen soll; denn nach islamischem Recht ist der Erbanteil des Sohnes, des Bruders und des Ehemannes doppelt so hoch wie der Erbanteil der Tochter, der Schwester und der Ehefrau.

Nach Koran und Sunna ist die Frau halb so viel wert wie der Mann oder noch weniger.

Soviel zum untersuchten Büchlein mit Texten des Morteẓā Moṭahharī, Irans Bonner Zentrale für Propaganda und Auslandsgeheimdienst, Godesberger Allee 133-137, war eben auch seelsorgerlich aktiv.

Die Frau braucht einen Vormund, sagt der Islam. Die Frau ist unmündig.

„Alle Frauen lieben es, überwacht zu werden … Mutter Natur hat die geistige Überlegenheit [der Männer] über die Frauen entworfen. Wie sehr auch immer eine Frau diese Realität bekämpfen möchte, ihre Anstrengungen werden sich als nutzlos erweisen. Die Frauen müssen lernen, die Tatsache zu akzeptieren, dass sie, aufgrund ihrer größeren Empfindlichkeit, Männer benötigen, die ihr Leben kontrollieren.“ (The Order of Women’s Rights in Islam, Morteza Motahhari (7)).

Die Welt ist unübersichtlich, der Muslim bedarf der Führung und die Muslima erst recht.

Glauben ist Gehorsam und Islam ist Liebe.

Jacques Auvergne

(1) CAIR. Kaliforniens Studenten lernen Diversity Training:

USA 2010, Lehrer. CAIR-San Diego provided diversity training to students at San Diego State University (SDSU) who are studying to become educators.

The San Diego chapter of the Council on American-Islamic Relations (CAIR-San Diego) yesterday provided diversity training to students at San Diego State University (SDSU) who are studying to become educators.

The training offered information about basic Islamic beliefs and etiquettes, demographic information of the Muslim community in the San Diego County area, and discussed issues of religious accommodation required by federal and state law. This was part of the “Introduction to Multicultural Education” course that is a prerequisite for all students pursuing a credential or degree in Teacher Education.

“We welcome such opportunities to train future educators and to promote religious and cultural diversity in San Diego,” said CAIR-San Diego Public Relations Director Edgar Hopida.

He said CAIR publishes a booklet, “An Educator’s Guide to Islamic Religious Practices,” designed to help school officials provide a positive learning environment for Muslim students.

http://ca.cair.com/sandiego/news/cair-san_diego_offers_diversity_training_to_future_educators

USA 2009, Sozialarbeiter. CAIR San Diego Rep Conducts Diversity Training at Workshop for Social Work Students.

(…) a representative from the San Diego chapter of the Council on American-Islamic Relations (CAIR-San Diego) conducted diversity training for graduate and undergraduate social work students at the Ramada Inn & Conference Center in San Diego. …

CAIR-San Diego Public Relations Director Edgar Hopida gave three presentations in a „cracker barrel“ roundtable format on the introduction of the Islamic faith and diversity issues relating to the Muslim family as well as social worker interactions with Muslim clients.

„We welcome the invitation given to us by the SDSU School of Social Work and the San Diego County Health and Human Services to provide their students the diversity training needed to properly address the social service needs of their American Muslim clients,“ says Hopida.

Participants received handouts and materials relating to Islam, the Muslim community, and Social Work prior to the presentation.

Over a hundred social work students participated in the training.

http://www.us4arabs.com/content/view/1423/49/

Edgar D. Hopida is an American-born Filipino who converted to Islam in 1998.

Den Restdemokraten gilt es, das Schariatisieren (Desintegrieren) als Brückenbau, als Überbrücken der Kluft zu verkaufen. Die Integration der geheiligten Diskriminierung. Mr. Mohebi. (…) He has appeared in both local and national media outlets bridging the gap between minorities and the mainstream Americans. Mr. Mohebi has completed a Pre-PhD program, and has published research. He has a BA in Communication Studies with an emphasis on Globalization and Social Justice.

http://ca.cair.com/sandiego/about/

Council on American-Islamic Relations (CAIR). Die Kritik an den vor allem legalistisch tätigen Scharialobbyisten der CAIR betrifft die bedenkliche Nähe zu HAMAS, Holy Land Foundation und zur nordamerikanischen Muslimbruderschaft. Vgl. Sam Harris, der zur CAIR erkennt: Eine islamistische PR-Agentur, die sich als Bürgerrechtsbewegung gibt, an Islamist public relations firm posing as a civil-rights lobby.

http://en.wikipedia.org/wiki/Council_on_American-Islamic_Relations#Criticism

Sam Harris: Losing Our Spines to Save Our Necks. HuffingtonPost, 05.05.2008.

What about all the civil, freedom-loving, moderate Muslims who are just as appalled by Muslim intolerance as I am? No doubt millions of men and women fit this description, but vocal moderates are very difficult to find. Wherever „moderate Islam“ does announce itself, one often discovers frank Islamism lurking just a euphemism or two beneath the surface. The subterfuge is rendered all but invisible to the general public by political correctness, wishful thinking, and „white guilt.“ This is where we find sinister people successfully posing as „moderates“–people like Tariq Ramadan who, while lionized by liberal Europeans as the epitome of cosmopolitan Islam, cannot bring himself to actually condemn honor killing in round terms (he recommends that the practice be suspended, pending further study). Moderation is also attributed to groups like the Council on American-Islamic Relations (CAIR), an Islamist public relations firm posing as a civil-rights lobby.

http://www.huffingtonpost.com/sam-harris/losing-our-spines-to-save_b_100132.html

Herman Cain wehrt sich gegen die auch in den USA drohende Rechtsspaltung in säkulares Bürgerrecht und AEMR-fernes Schariarecht:

„There is this creeping attempt to gradually ease Sharia law and the Muslim faith into our government. It does not belong in our government,“ he told a Think Progress blogger.

He continued, „The role of Islam in America is for those that believe in Islam to practice it and leave us alone. Just like Christianity. We have a First Amendment. And I get upset when the Muslims in this country, some of them, try to force their Sharia law on the rest of us.“

http://www.politico.com/news/stories/0311/52119.html#ixzz1I4rmJXOx

Jihad Watch. What was that Hamas-linked CAIR and other Islamic supremacist groups were saying about how it was utterly fanciful that Sharia would ever be used to judge cases in American courts?

http://www.jihadwatch.org/2011/03/florida-circuit-court-judge-allows-case-to-proceed-under-islamic-law.html

Canada. Bei: Point de BASCULE, 02.11.2010. Marc Lebuis:

The Muslim Association of Canada (MAC), a non-profit organization affiliated with the Muslim Brotherhood that, according to Meili Faille (Bloc Québécois MP), maintains a permanent presence on Parliament Hill, will hold a conference entitled The Rise of Islamophobia: A Rational Approach to Irrational Fears in Ottawa on November 7th. … Imam Zijad Delic: Executive Director of the Canadian Islamic Congress (CIC), a radical organization that anchors its political agenda to that of the Organization of the Islamic Conference (OIC). … On its website, the youth division of the Ottawa MAC presents writings by radical ideologues of the Muslim Brotherhood, such as Sayid Qutb (…)

English version

http://www.pointdebasculecanada.ca/article/1423-the-canadian-branch-of-the-muslim-brotherhood-presents-a-conference-on-islamophobia.php

Version française

http://www.pointdebasculecanada.ca/article/1424-la-branche-canadienne-des-freres-musulmans-presente-une-conference-sur-lislamophobie.php

Extremism and the Council on American-Islamic Relations (CAIR). January, 2007. Bei: The Global Muslim Brotherhood Daily Report.

http://globalmbreport.org/wp-content/uploads/2008/03/20080127_extremism_and_cair.pdf

(2) Morteza Motahari, The order of women’s rights in Islam, Ghom, Sadra, 1989 (1368), pg 152: „The noble Koran reminds us that a woman is a blessing for man, and brings tranquility and peace to his heart.“

Morteza Motahari, Hijab, Ghom, Sadra, 1989 (1368), pg 87: „Koran has assigned a duty to women to cover their body from non-related men and refrain from displaying themselves and acting ravishingly in public. They should not in any way, form, and shape and for any reason cause the sexual arousal of other men. The human soul is easily excited…there is no end to a man’s desire to possess beautiful women, to a woman’s desire to attract men and win their hearts and to a heart’s appetite for lust.“

http://dutch.faithfreedom.org/forum/viewtopic.php?f=34&t=15149&start=0

Gozaar stellte die genannten Zitate erstmals zur Verfügung. Auf Gozaar berichtet Fariba Davoodi Mohajer über die schiitisch verpflichtende, sprich authentisch islamische Weibliche Genitalverstümmelung (FGM, female genital mutilation, khafz al-djavaari), die, nicht zuletzt unter einigen kurdischen und damit schiitischen Volksstämmen, leider auch im Iran immer noch vorkommt:

Based on the reports in Iran, it seems that female circumcision is prevalent mostly in the provinces of Khuzestan, Lorestan, and Kurdistan. The city of Hormozgan and the ports of Bandar Kang and Jask are among southern cities where female circumcision is customary.

In southern Iran, it is commonly believed that this custom was brought into the country through maritime exchange with India and Somalia. Female circumcision is practiced in western Iran as well: in Uramanat (in Kurdistan), Baneh, Nosud, Paveh, Piranshahr and even in the vicinity of Orumiyeh. In fact, it is considered an Islamic tradition among certain Sunni and Shafi’i Muslims. In these parts, girls are usually circumcised between the ages of four and six with a knife or sharp razor and, afterwards, some ash is applied to their circumcised genitals. The locals believe that circumcision helps keep girls chaste and that circumcised girls preserve their virginity before marriage and make faithful wives. Another local custom is chehel tigh (forty razors), which is believed to take away girls’ sexual urges and make them smell more pleasant to men and render them more sexually pleasing to men.

But in reality female circumcision has very dangerous and serious side effects. …

Zinat Daryayi is a women’s rights activist in the province of Khuzestan who has published books about female circumcision. In her book Gorg-o-Mish she mentions the problems encountered by women in connection with circumcision and the extent to which ancient beliefs, traditions, and rituals have played a role in its prevalence.

http://www.gozaar.org/english/

Pashtu Afghans will read „The System of Women’s Rights in Islam“

21.10.2010. (AhlulBayt News Agency) – According to the PR of the Organization of Culture and Islamic Communications, the Pashtu translation of „The System of Women’s Rights in Islam“ consists of a selection of articles by Shahid Morteza Motahari published during 1966 and 1967 in a journal titled „Woman in Islamic Laws“ and it is now available in Pashtu for those interested in Islamic Sciences.

The book „The System of Women’s Rights in Islam“ is one of the influential compilations of Ayatollah Morteza Motahari that includes a number of articles by this thinker on religion and thought.

The book is translated by Dr Mohammad Tareq and Zabihullah Eqbal and published in Afghanistan.

Ikhlas Cultural Institute has sponsored the translation of „The System of Women’s Rights in Islam“ and has published it in 279 pages.

http://abna.ir/data.asp?lang=3&Id=20989

Gozaar. Majid Mohammadi nennt die beiden Organisatoren der islamischen Moral, Schariati und Motahhari:

Islamic ideology – which was defined and managed by Ali Shari’ati and Morteza Motahari and placed at the disposal of the ruling class – did not have much difficulty in presenting its ideal “Muslim woman,” who, as explained by the protection accorded to this fragile being, was gradually transformed into a second-class citizen.

Islam bietet der postmodernen Frau Alternativen: Schleier oder Prügel?

Under Islamic ideology, beauty and fashion for women and girls were turned into “uniforms” approved by the authoritarian regime and the leading clerics. Creativity of Iranian women wearing Iranian clothes, accessories, and make-up was suppressed as well. This occurred through the application of power, and even force, by the central government, and through the governmental structure of the economy and the government monopoly on public resources. Where women did not accept the ideological uniforms imposed upon them, they were punished by the lashes and clubs of the Hezbollah groups. Physical force against women was an easy solution for a regime which has always chosen the most facile – rather than the most intelligent or humanitarian – tactics.

http://www.gozaar.org/english/articles-en/Contemporary-Fashion-Islamic-Ideology-and-the-Ambiguities-of-Ide.html

The 1980s marked the Islamic Republic’s darkest period. In this decade, some 12,000 people were executed, and of this number, over 4,000 were executed in the summer of 1988 alone.

http://www.gozaar.org/english/interview-en/It-is-in-our-interest-to-know-the-truth.html

Farah Shilandari: In 1936, Reza Shah abolished the wearing of the veil; and consequently, as Hay asserts, “under Reza Shah, class attitudes to the veil reversed, with the upper class embracing Western reforms including Western dress, while the working poor saw the veil as a sign of propriety” (Hay 2007). A large part of women choose to stay at home rather than confront police who pulled the veils from their heads.

http://www.gozaar.org/english/articles-en/Iranian-Woman-Veil-and-Identity.html

(3) Bild: Ayatollah Morteza Motahhari

http://www.rasanews.ir/Images/News/Larg_Pic/22-1-1388/IMAGE633751047224373750.jpg

http://www.jamaran.ir/fa/Files/NewsImages/2009/50_Motahari.jpg

Kult. Dein Chef blickt durch. Wie Licht in der Finsternis.

http://www.yasinmedia.com/fa/images/stories/motahari10.jpg

Kunst. Himmlischen Beistand sichernd.

http://www.aviny.com/news/83/10/13/motahari.jpg

Kitsch. Fraglos angekommen. Persisch paradiesisch.

http://www.roozaneh.ir/ppicads/1248032043.jpg

Frömmigkeit funktional. Gesegnete Briefmarke.

http://iranstamp.com/shop/images/uploads/nf1984.jpg

Āyatollāh Morteẓā Moṭahharī, mehrere Bilder.

http://roydad-ir.blogfa.com/post-2603.aspx

Ayatollah Morteza Motahari

http://www.youtube.com/watch?v=kGppUOuOsdI

http://wn.com/Ayatollah_Morteza_Motahhari

Shaheed Mutahhari: Meaning Of Life

http://www.shiatv.net/view_video.php?viewkey=a653170cf5a578f1e746&page=&viewtype=&category=“>http://www.shiatv.net/view_video.php?viewkey=a653170cf5a578f1e746&page=&viewtype=&category=

(4) Vereinigung der kämpfenden Geistlichkeit (Ǧāmeʿe-ye Rowḥāniyat-e Mobārez), Internetpräsenz

http://rohaniatmobarez.com/Portal/Home/

(5) Großayatollah Chomeini

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ec/%D8%AA%D8%B5%D9%88%DB%8C%D8%B1_%D8%AE%D9%85%DB%8C%D9%86%DB%8C.jpg

Die Herrschaft der Imame. Gedanken zum »Velāyat-i Faqīh« des Chomeini. Von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/06/26/175/

(6) Motahhari studierte bei Chomeini: „Meine intellektuelle und geistige Persönlichkeit formte sich zum größten Teil während dieser und ähnlicher Unterrichtsstunden, die ich zwölf Jahre lang von jenem göttlichen Lehrer erhielt. Ich fühle mich daher immer ihm gegenüber schuldig“, Quelle: Eslam.

http://www.eslam.de/begriffe/m/motahhari.htm

(7) Der 2. Mai ist im Iran Tag des Lehrers und dem Gedenken an den getöteten Ayatollah Motahhari gewidmet. Mai heißt Ordibehesht. Die antisemitische, dem Hezbollah Secretary General Sayyed Hassan Nasrallah und dem türkischen Sufismus eines Bediüzzaman Said Nursi nahe stehende Seite Islamic Invitation (Islâmi Davet) kennt den Teacher`s Day und nennt Buchtitel wie Tohid und Jehad, Tauḥīd ist die Einheit Allahs, seines Gesetzes und seiner Umma, Ǧihād der anstrengende Ernst (das Töten) „auf dem Wege Allahs“, fi s-sabīlu l-Llāh.

May 2 is Teacher Day in Iran. It is also the anniversary of the assassination of the great philosopher and politician Ayatollah Morteza Motahari.

Auch hier wird die Gruppe Forqan als Attentäter vermutet. Chomeini Eine Seele voller Liebe für die Islamische Weltanschauung!

Finally this man who was a scientist and the symbol of resistance, and the combatant who would never give up became martyred by the most ignorant enemies of Islam and revolution or in another words ” Forqan ” group at 22:30 , April 30,1979 (Ordibehesht 11, 1358).

The founder of Islamic Republic of Iran, Imam Khomeini said about him:

“… Although his life was too short, he had left us with the invaluable heritage, which was a shining part of a clear conscience and a soul full of love toward the Islamic ideology.

http://www.islamidavet.com/english/2010/05/03/teacher-day-commemorates-morteza-motahari/

İslâmi Davet is an Islamic Politics and Cultural web site from Turkey.

İslâmi Davet contains islamic informations and news about islamic world.

İslâmi Davet started English broadcast in July 2009.

http://www.islamidavet.com/english/about/

Auf der Internetseite von Mahmud Ahmadinedschad tut man kund: May 2, the day of martyrdom of Ayatollah Morteza Motahhari, has been designated the Teacher’s Day in Iran. Motahhari, who was assassinated in cold-blood by terrorist Mojahedin Khalq Organization (MKO), was teacher both at the seminary and the university. Naja, ob Chomeini den weniger hemmungslosen Geistlichen und Kritiker einer totalen Herrschaft der Gelehrten nicht selbst hat umbringen lassen? He said that spirituality and science are two basic columns for materialization of human ideals.

http://www.president.ir/en/?ArtID=3894

irib. Following Imam Khomeini’s exile, professor Motahhari and his companions shouldered a heavier responsibility. At that time, he wrote books covering social requirements and delivering speeches at universities, the Physicians‘ Islamic Association and mosques. Professor Motahhari made a lot of ideological efforts to Islamicize the content of the movement and strongly fought against diversions and falsehoods. In 1967, he established Hosseinieh Ershad with the help of some friends. …

At the time of Imam Khomeini’s stay in Paris, Ayatollah Motahhari traveled to France where he spoke with the Imam on the important issues of the revolution and it was then that Imam Khomeini urged him to shape the Islamic Revolution Council. Upon Imam Khomeini’s return to Iran, he personally took the responsibility of the welcoming committee and till the victory of the revolution and after that he always acted as a supporter of the leader of the Islamic revolution and served as a kind and trusted advisor for him. But at 22:20 p.m. of Tuesday, 1st of May 1979 he was martyred by a grouplet called “Forqan” after leaving an ideological and political gathering.

Für IRIB, Iran Radio Islam: Mohammad Hossein Tabatabaiee, 29.03.2011.

http://english.irib.ir/radioislam/library/audio-books/item/77742-a-brief-account-of-martyr-allameh-motahhari

irib. Allahs schiitische Diktatur beobachtet den Kopftuchdschihad in der Türkei:

Kocaeli, Turkey, April 19 – A rally in support of freedom of Islamic Hijab in Turkey is to be held on April 30 in Kocaeli Province.

The rally will be organized by Mazlum Association in Kocaeli Province with the aim of pushing for complete freedom of Islamic Hijab in the country, ABNA reported.

Apart from people and cultural associations in Kocaeli, people from other Turkish cities including Istanbul are also participating in the march.

It is planned to begin at 2 p.m. local time from the Central Bank in Turkey and end at the Human Rights Organization and Freedom Square in Kocaeli.

http://english.irib.ir/radioislam/news/islam-in-europe/item/77984-rally-on-%E2%80%9Cfreedom-of-islamic-hijab-in-turkey%E2%80%9D-to-be-held-in-kocaeli

Kopftuchaktivistinnen. Headscarf Activist Press TV Turkey „Nuray Canan Bezirgan“. Ein Kommentator aus Pakistan bekundet Solidarität: “May ALLAH protect our turkish hijabi sisters. Islam will rule again in turkey INSHALLAH.”

http://www.youtube.com/watch?v=CJFLXkOeGZ4

Fethullah Gülen Nuray Canan.

http://www.youtube.com/watch?v=KbiRywr4lis&feature=related

Kopftuchmärtyrium. Nuray Canan.

http://www.youtube.com/watch?v=czB5mqMidls&feature=related

Turkey and the headscarf.

http://www.youtube.com/watch?v=EyD7N78yXR8&feature=related

Verbot von Kopftüchern

Der Menschenrechtsverein Mazlum-Der in Istanbul hat Zahlen zum Verbot von Kopftüchern an den theologischen Gymnasien in Istanbul vorgelegt. Demnach wurden 1678 Schülerinnen nicht zum Unterricht zugelassen. Bei den Protesten wurden 1885 Personen festgenommen (10 von ihnen misshandelt) und 396 SchülerInnen wurden der Schule verwiesen.

Zitiert nach: Yeni Safak vom 07.06.2002. Die Yeni Safak lässt sich von der Nachrichtenagentur Cihan Haber Ajansı beliefern und ist damit der islamistischen Wirtschaftssekte des Fethullah Gülen zuzurechnen, sie gehört, wie ZAMAN und TODAY`S ZAMAN der Feza Gazetecilik A.S an, dem genannten Gülen-Geflecht.

http://www.tuerkeiforum.net/Wochenbericht_23/2002

Women in the Eyes of Iran’s Fundamentalist Rulers

„All women are fond of being supervised … spiritual superiority over women was designed by Mother Nature. No matter how much a woman wants to fight this reality, her efforts will prove futile. Women must accept the reality that because of their greater sensitivity, they need men to control their lives.“ (The Order of Women’s Rights in Islam, Morteza Motahhari) …

The mullahs state explicitly: „It is a woman’s legal duty to obey her husband. Such obedience, like other kinds of mandatory submissions, falls in the realm of obeying God.“ …

The founder of this regime, Khomeini, said unequivocally: „Women are sinister creatures. If a woman refrains from providing a favorable atmosphere to please her husband, he has the right to beat her, and he should make her submit by beating her more everyday.“ This statement leaves no doubt regarding Iranian Regime’s world view and intolerant orientation.

Quelle: The National Coalition of Pro-Democracy Advocates (NCPDA)

http://ncpdaus.org/womensrights.html

(8) Zwei Säulen … gleich stark. Islamfromm hat man das Bild zu missbrauchen, um sich die Erniedrigung der Frau schön zu lügen.

http://farm1.static.flickr.com/97/268420497_9c590a3a80.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/9/9f/Didyma_gesamt.JPG

Vision und Propaganda. Der auf Ungleichbehandlung beruhende Islam vergleicht Mann und Frau mit zwei gleich starken und die gleiche Last tragenden Pfosten oder Säulen. Ramesseum, Luxor, erbaut von Ramses II (1303-1213 v. Chr.).

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bd/Luxor,_West_Bank,_Ramesseum,_column_top_decorations,_Egypt,_Oct_2004.jpg

(9) Wofür trittst du ein, für die Partei von Allah oder für die Partei von Satan?

Parti de Satan, Hizb el Chaytan

http://www.youtube.com/watch?v=ctdR2hmRWyM

Satanologe Pierre Vogel

http://www.youtube.com/watch?v=C7t0DU5qYWI&feature=related

Radikale Sunniten betrachten allerdings pauschal alle Schiiten als Teil der Partei Satans, der Blog Athar (Maktabat Ahlil Athaar) lässt Shaykh Saaleh bin Sa’ad as-Suhaymee zu Wort kommen:

The Raafidhah, regardless of whether they are from Iran or Hizb ash-Shaytaan (so-called, “Hizbullah”) or other than them from the lands of Shaam or other than that.

http://blog.athaar.org/?p=322

In den Niederlanden hat der Scheich Freunde. Lauschet den geehrten Führern und Gelehrten! Blijf Bij De Geleerden! En ok de edele (und auch der edle) Shaykh Saalih as-Suhaymee predigt in Masjid al-Qiblatain (Mosque of the two Qiblas), Medina.

http://wn.com/Blijf_bij_de_geleerden!_Shaykh_Saalih_as-Suhaymee

Dawah@Reading. Q&A Session with Shaykh Saalih as-Suhaymee.

http://dawahatreading.blogspot.com/2011/02/general-question-and-answer-session.html

Sheikh Dr. Saalih Suhaimi (Sheikh Dr. Saalih ibn Sa’d as-Suhaimi), Medina-Konferenz, Saudi-Arabien am 20.06.2006. Über jene, die im Internet schreiben und damit andere ungerechtfertigt unterdrücken, regarding those who write on the internet and oppress others unjustly.

http://www.islamicboard.com/miscellaneous/25996-sheikh-dr-saalih-suhaimi-concerning-oppressing-others-net.html

Gottesfurcht (taqva) beweisen die Studenten der Islaamic University of Madeenah:

http://www.madeenah.com/scholar.cfm?id=13

Scheich as-Suhaymee über die Verbindung zwischen Ahmed Salaam und den Muslimbrüdern. De Connectie van Ahmed Salaam met al-Ikhwaan al-Muslimeen.

http://www.youtube.com/watch?v=DmN6luqVFIQ

(10) Mohammed war Feminist! Gegenaufklärerin Lamya Kaddor doziert im Mai 2011 in Boldern bei Männedorf (Schweiz) im Rahmen einer Arbeitstagung:

Feministinnen und der Islam

„Islamfeindlichkeit und eine ablehnende Haltung gegenüber Muslimen nehmen in Europa und ebenso in der Schweiz in erschreckendem Masse zu. Immer häufiger melden sich auch Feministinnen wie Alice Schwarzer, Julia Onken oder Necla Kelek öffentlich gegen den angeblich frauenfeindlichen und rückständigen Islam zu Wort und schüren die Angst, der Islam bedrohe die Demokratie, die mühsam errungene Gleichberechtigung der Geschlechter und die Frauenrechte in unseren Gesellschaften. Oft spielen sie damit fremdenfeindlichen und rechtspopulistischen Kreisen in die Hände.

Wie gehen wir Frauen, die wir uns ebenfalls als Feministinnen verstehen, mit diesem islamophoben Feminismus um? Wessen Interessen werden von ihm eigentlich vertreten? Was setzen wir dem islamfeindlichen Feminismus inhaltlich und politisch entgegen?“

Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin und Buchautorin

Reinhild Traitler, Ko-Leitung EPIL international

Moderation Amira Hafner-Al Jabaji, Islamwissenschaftlerin, Präsidentin des Interreligiösen Think-Tank

Sonntag, 1. Mai 2011, 16 – ca. 18 Uhr, Evang. Tagungs- und Studienzentrum, Boldernstr. 83, CH – 8708 Männedorf

Das Ganze ist eine Kooperationsveranstaltung von Interreligiösem Think-Tank, EPIL und Boldern. Interreligiöse Proislamistinnen fiebern sich in einer Evangelischen Tagungsstätte die Scharia schön. Die seit Christian Giordano bekannte Sehnsucht der Schweizer nach der Rechtsspaltung („Rechtspluralismus“) scheint übergroß.

http://www.boldern.ch/fileadmin/pdf/EPIL_2011.pdf

Die Ehefrau von Mustafa Cerić, Azra Cerić, gibt dem Papst die Hand (na, gemischtgeschlechtlicher Handschlag ist aber gar nicht halal), Tariq Ramadan segnet die Szene wohlwollend ab.

Pope Benedict XVI greets Azra Ceric (L), wife of the Grand Mufti of Bosnia, and Swiss philosopher Tariq Ramadan (C) at the Vatican November 6, 2008. Pope Benedict urged Muslim religious leaders and scholars on Thursday to join Christians in defending their common moral values and respect for human rights despite theological differences between them.

http://cache.daylife.com/imageserve/04Zs3Ov9wk9QH/610x.jpg

Azra Cerić (L), wife of the grand mufti of Bosnia Am 27.09.2009 gab dem Umfeld der Fethullah-Gülen-Bewegung zuzurechnende TODAY`S ZAMAN das mittlerweile von Boppardmädchen Naika Foroutan als “hybride Identitäten” vertriebene Konzept der muslimbürgerlichen Doppelidentität vor, des innerseelischen Kalifats, dem die Umgestaltung der Lebenswelt nach den Standards von Koran und Sunna wie zufällig folgen wird. Arhan Kardaş aus Potsdam (!) berichtet in: Ramadan: European Muslims should not identify with just one identity. Tariq Ramadan sagt zum situativen Kalifat:

“Actually, we have multiple identities. For example, I am of Egyptian descent. I am Egyptian by memory, European by culture, Muslim by religion, Swiss by nationality and universalist in my principles. So which of these identities is the most important? Well it depends on the situation. If I am going to vote, then I am Swiss because I am a citizen of Switzerland. If you ask me about the meaning of life and death, then I am a Muslim because I believe in Islam’s teachings about those issues. The primary identity depends on the necessities of the situation.”

http://www.todayszaman.com/news-188122-8-ramadan-european-muslims-should-not-identify-with-just-one-identity.html

Die Fethullah Gülen in Treue verbundene Zeitung Today`s Zaman lässt uns mitweinen. Keine Hebung der Moral ohne Kopftuchdschihad. Gerade weil der Frauenkörper so eine heiße Sache ist, wage die keusche neo-osmanische Maid den Schleierkrieg.

Adana 2011. Einer der Siegerinnen im Wettbewerb um das schönste Gedicht wurde der Zugang zum Ort der Preisübergabe kleidungsbedingt verweigert. Bereits die Mutter der 20jährigen musste sich der demütigenden Prozedur ausgesetzt sehen, als Kopftuchdame den Preis nicht öffentlich verliehen zu bekommen. Als wäre es nicht der Gottlosigkeit genug, dass die Örtlichkeit immer noch Atatürk-Park heißt.

Am 21.04.2011 berichten Abdullah Özyurt und ZIYA İpek aus dem türkischen ADANA: Headscarved girl shares same fate as mother after 20 years

An Adana high school student was prevented from publicly receiving an award she had won in a poetry contest because she was wearing a headscarf, which was a source of disappointment both for the girl and her mother, who was also exposed to similar treatment due to her head covering 20 years ago.

Şaziyenur Erdoğan ranked first in a poetry contest organized on the occasion of Police Week. An award ceremony was held in Adana’s Atatürk Park. The Adana Police Department called the Erdoğan family and said Şaziyenur would receive her award during the ceremony after reciting her poem. However, Erdoğan was not invited to the stage to pick up her award because she wears a headscarf. She collected her award after the ceremony ended and everyone had left the park.

http://www.todayszaman.com/news-241614-headscarved-girl-shares-same-fate-as-mother-after-20-years.html

(11) Azra Cerić, Tariq Ramadan, Joseph Aloisius Ratzinger.

http://medya.todayszaman.com/todayszaman/2009/09/27/ramadan01.jpg

Nur der größere Bildausschnitt zeigt die prominente kanadische Islamkonvertitin Ingrid Mattson, die Vorsitzende der hanbalitisch-wahhabitisch-saudisch ausgerichteten ISNA (Islamic Society of North America).

http://cache.daylife.com/imageserve/0gKt8he8nT6q0/610x.jpg

Fundsache, Bild: Sabiha el-Zayat. Wiki: „Sabiha El-Zayat-Erbakan ist die Nichte des ehemaligen türkischen Ministerpräsidenten Necmettin Erbakan und Schwester des langjährigen Milli Görüş-Vorsitzenden Mehmet Erbakan und ist Dozentin für islamische Hermeneutik und Didaktik am Zentrum für Islamische Frauenforschung und -förderung (ZIF).“ Das ZiF beherbergt Konvertitin Rabeya Müller.

http://www.igmg.de/fileadmin/bilder/teskilat/2010-symposium/Sabiha_AlZayat01.jpg

Ibrahim el-Zayat

http://www.fr-online.de/image/view/-/3411128/highRes/1419700/-/maxh/480/maxw/480/-/Ibrahim+El-Zayat+%2528media_661506%2529.jpg

(12) 01.05.2011, Tagung, Podiumsdiskussion. Feministinnen und der Islam – eine kritische Bestandesaufnahme.

„Islamfeindlichkeit und eine ablehnende Haltung gegenüber Muslimen nehmen in Europa und ebenso in der Schweiz in erschreckendem Masse zu. Immer häufiger melden sich auch Femi¬nistinnen wie Alice Schwarzer, Julia Onken oder Necla Kelek öffentlich gegen den angeblich frauenfeindlichen und rückständigen Islam zu Wort und schüren die Angst, der Islam bedrohe die Demokratie, die mühsam errungene Gleichberechtigung der Geschlechter und die Frauen¬rechte in unseren Gesellschaften. Oft spielen sie damit fremdenfeindlichen und rechtspopulis¬tischen Kreisen in die Hände.

Wie gehen wir Frauen, die wir uns ebenfalls als Feministinnen verstehen, mit diesem islamo¬phoben Feminismus um? Wessen Interessen werden von ihm eigentlich vertreten? Was setzen wir dem islamfeindlichen Feminismus inhaltlich und politisch entgegen?“

http://www.interrelthinktank.ch/vorstand.htm

(13) Interreligiöser Think Tank (ITT), Gotthelfstraße 89, Basel. Wasatiyya! Schariatisierung schafft Ausgewogenheit, der Islamkritiker ist ein Exzentriker und ins Abseits zu drängen. Auf Allahs radikalem Mittelweg schreitet Amira Hafner-Al Jabaji.

http://www.interrelthinktank.ch/vorstand.htm

18.01.2011. Islamissimo! Der Interreligiöse Think-Tank mischt sich mit seinem Manifest „Weibliche Freiheit und Religion sind vereinbar“ in die feministischen Debatten um Religion und Frauenrechte ein.

http://interrelthinktank.ch/news_list.php?mastertable=category_news_page&masterkey1=5

(14) In den Mund gelegt: „Vielen Dank für den Anruf, die Scharia, einen Moment bitte, die Suppe brennt an. Das Islamische Recht, das ist schon so eine Sache, darüber könnten wir einen ganzen Abend reden, was für ein Stress, ich habe gerade alle Hände voll zu tun. Ach ja, diese Scharia.“ Die nach Allahs ungleich behandelndem Gesetz befragte Amira Hafner-Al-Jabaji witzboldet mit dem Publikum und wirft ganz viel Nebel.

21.03.2009. Einen kernigen Satz zur Scharia bitte!

http://www.religion.ch/web/Hafner-Al-Jabaji/einen-kernigen-satz-zur-scharia-bitte.html

(15) Iranische Frauen demonstrieren gegen den aufgezwungenen Hidschab.

http://www.fouman.com/history/img/Iranian_Women_Demonstrating_Enforced_Hijab.jpg

Iranische Mädchen in den Siebziger Jahren beim Fußballspielen. Iranian Girls Soccer Football Team 1970s

http://1.bp.blogspot.com/–HnhrRe-xko/TfCtsZx18RI/AAAAAAAADvw/4gI53jhfDWg/s1600/Iranian_Girls_Soccer_Footbal_Team_1970s.jpg

(16) The founder of this regime, Khomeini, said unequivocally: „Women are sinister creatures. If a woman refrains from providing a favorable atmosphere to please her husband, he has the right to beat her, and he should make her submit by beating her more everyday.“ This statement leaves no doubt regarding Iranian Regime’s world view and intolerant orientation.

Quelle: The National Coalition of Pro-Democracy Advocates (NCPDA)

http://ncpdaus.org/womensrights.html

(17) Auf das von Nahid Yeganeh und Azar Tabari erarbeitete In the Shadow of Islam: The Women’s Movement in Iran (1983) beruft sich Pedram Missaghi, die uns am 07.03.2000 die Daten der staatlich erzwungenen Geschlechtertrennung zusammenfasst (Right to choose. First protests against mandatory Hijab).

http://www.iranian.com/History/2000/March/Women/index.html

Parda, im Deutschen oft Tschador genannt. Wie Frauen in Büros den Schleier tragen sollten! How Women Should Wear Hijab Parda Veil Scarf In Office Jobs. Tahir ul Qadri.

http://wn.com/How_Women_Should_wear_Hijab_Parda_Veil_Scarf_in_Office_Jobs_

Islamic Concept of Shyness. Modesty, Hijab. Tahir ul Qadri.

http://www.youtube.com/watch?v=DRcPWG2YWCY

Harf-e Zan bedeutet Wort der Frau

http://www.youtube.com/watch?v=zlrBdXohuAQ

Demonstrating against „Hejab Veil“ Law after 1979 Revolution

http://www.youtube.com/watch?v=4a17pIaTTCo

(18) Rifa’at Lenzin, 1954, schweizerisch/pakistanischer Hintergrund. Karlsruhe 2003. Rifa’at Lenzin erklärt oder verklärt Schleierpflicht und Schariagesetz: Islam – Eine Einführung, 15. März; Die Geschlechterfrage im Islam: eine west-östliche Betrachtung, 16. März.

http://www1.karlsruhe.de/Kultur/Frauenperspektiven/2003/lenzin.htm

http://www1.karlsruhe.de/Kultur/Frauenperspektiven/2003/prog_chr.htm

KONAK Ferien- und Kulturzentrum.

http://www.datcainfo.com/konak/

Hüseyin Tüzün, Germanist und langjähriger Lehrbeauftragter für Türkisch an den Universitäten Zürich und Bern, leitet die zwei- bis dreiwöchigen Türkisch Intensiv-Sprachkurse von der Anfänger bis Literaturstufe.

Konak bietet diverse Kurse an:

Türkisch für Anfänger

Türkisch für Fortgeschrittene

Islamische Welt

Türkische Küche

http://www.datcainfo.com/konak/ger_konak_acc.html

(19) Muslima und Dhimmafachfrau Rifa’at Lenzin, 11.08.2008: „Das religiöse Recht, die Shari‘a, ist zwar in den meisten islamischen Staaten eine wichtige Rechtsquelle aber keineswegs identisch mit der staatlichen Gesetzgebung. … Juden und Christen … galten als „Schutzbefohlene“ (dhimmi). Ihnen wurde der Schutz von Leib und Leben sowie Eigentum garantiert und sie konnten ihre Religion frei ausüben. Im Gegenzug waren sie dem islamischen Staatswesen gegenüber zu Loyalität und zur Zahlung einer Kopfsteuer4 (Jizya) verpflichtet“

Fazit der Islamwissenschaftlerin:

„Das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen war stets ein komplexes und in mancher Hinsicht belastetes. Diskriminierung sowohl von einzelnen Angehörigen einer religiösen Minderheit als auch von ganzen Gruppen hat es auf beiden Seiten immer wieder geben. Bei aktuellen Konflikten, beispielsweise im Sudan, in Nigeria oder in Indonesien, die in den Medien oft als religiöse Konflikte zwischen Muslimen und Christen dargestellt werden, geht es nicht um Religion, sondern um politische Macht, den Zugang zu Ressourcen oder auch um die Folgen von Binnenmigration. Auch ist nicht jeder Raubüberfall oder jede Entführung, deren Opfer zufällig Christ ist ein Ausdruck von Christenfeindlichkeit. Solche Konflikte oder kriminelle Handlungen taugen deshalb nicht zur Illustration der Situation religiöser Minderheiten in der islamischen Welt.“

http://www.zuercher-lehrhaus.ch/cms/upload/docs/Minderheiten.pdf

im Bild: Rifa’at Lenzin

http://www.fr-online.de/image/view/-/3256502/highRes/1171601/-/maxh/480/maxw/480/-/Rifa%25C2%2592at+Lenzin%252C+Schweizer+Muslimin+%2528media_773853%2529.jpg

http://www.kirchenbote-online.ch/dedi/projekt01/media/img/kirchenbote_2007/Oktober%2007/LEB-Rifaat-Lenzin.jpg

Lenzin:

http://www.kirchenbote-online.ch/dedi/projekt01/index.php?idcatside=50&nid=422&archiv=1

(20) Lenzin: Es ist weder dem Islam noch seinem Propheten anzulasten, dass in späterer Zeit frauenfeindliche Denkmuster sowie ein ausgeprägter arabischer Macho-Kult Eingang in die islamischen Gesellschaften gefunden haben. (vgl. auch Judith Stofer, Rifa’at Lenzin: Körperlichkeit – ein interreligiös-feministischer Dialog, Verlag Religion & Kultur, 2006)

http://www.kirchenbote-online.ch/dedi/projekt01/index.php?idcatside=50&nid=422&archiv=1

(21) DER BUND (Bern), 05.12.2010. Am Samstag ehrte die Theologische Fakultät der Universität Bern Rifa’at Lenzin mit einem Ehrendoktortitel. «Die Muslime sind die neuen Juden Europas», sagt die Schweizer Muslimin und Islamwissenschaftlerin.

Reto Wissman: „Es ist wahrscheinlich das erste Mal, dass die Theologische Fakultät einer Schweizer Universität einer Muslimin die Ehrendoktorwürde verleiht. Ohne die Minarett-Initiative wären wohl auch die Berner nicht auf diese Idee gekommen. …

Der Islam biete eine «grandiose Projektionsfläche» für die Ängste der Gesellschaft. «In diesem Sinne sind die Muslime die neuen Juden Europas.» Wenn heute von Islamisierung gesprochen werde, erinnere sie das erschreckend an die Diskussion über die Verjudung in den Dreissigerjahren.

Rifa’at Lenzin setzt sich für die Akzeptanz eines pluralistischen Islams in der Schweiz ein. Dieser umfasse säkulare, fortschrittliche Moslems genauso wie Konservative und Traditionalisten. «Die Schweiz kann nicht gleichzeitig stolz sein auf ihren gesellschaftlichen Pluralismus und von den Muslimen verlangen, dass sie mit einer Stimme sprechen sollen.» Sich selber lässt Lenzin nicht gerne einordnen. Teilweise pflege sie traditionelle Werte des Islams.“

http://www.derbund.ch/bern/Ich-wollte-nie-Berufsmuslimin-werden-/story/29239000

Oriens Uebersetzungen, Rifa’at Lenzin-Keller, Feldeggstrasse 19, 8008 Zürich / ZH. Zweck gemäss Handelsregister: Uebersetzungsbüro für Arabisch, Persisch, Türkisch und Urdu. Zu dieser Firma sind seit 1998 keine Handelsregistermeldungen mehr erschienen.

http://www.handelsregister-ch.ch/c/CH0002253024/Oriens_Uebersetzungen__Rifa_at_Lenzin_Keller.cfm

Gesellschaft Schweiz – Islamische Welt (GSIW):

Auf dem Rasen hinter einem Haus wäre es ein Partyzelt, in Muttenz war es an diesem Abend das «Zelt Abrahams», in dem die Muslimin und Islamwissenschaftlerin Rifa’at Lenzin, der Staatsrechtler René Rhinow, Präsident des Schweizerischen Roten Kreuzes, und der ehemalige Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes, Rolf Bloch, miteinander sprachen. «Nationalität und Religion» hatte das von Basler Muslimen, den Kirchen beider Basel und der Israelitischen Gemeinde Basel getragene Projekt als Motto über den Abend gesetzt.

Lenzin erklärte, dass die Muslime den Kopf hinhalten müssten, weil die Gesellschaft nicht mehr solidarisch und die Gleichstellung noch nicht erreicht sei. Man zeige auf die Muslime, um über die eigenen Probleme hinwegzusehen.

http://www.gsiw.ch/Roemisch.pdf

GSIW, Gesellschaft Schweiz – Islamische Welt.

http://www.gsiw.ch/warum_gsiw.htm

GSIW 2005

Bislang hat das Fiqh Council of North America (FCNA), eine Islamisch rechtliche Körperschaft, eine Fatwa (religiöser Entscheid) am 28. Juli 2005 herausgegeben, welche die seit langem eingenommene Position zu dieser Angelegenheit bekräftigt und die unmissverständliche Verurteilung von Terrorismus durch die Feststellung zum Ausdruck brachte: „Der Islam verurteilt strikt religiösen Extremismus und Gewaltausübung gegenüber unschuldigem Leben. Der Islam liefert keinerlei Rechtfertigung für Extremismus und Terrorismus“. …

Alle terroristischen Handlungen, einschließlich solcher, welche gegen das Leben und Eigentum von Zivilisten gerichtet sind, ob sie durch Selbstmordanschläge oder andere Angriffsformen ausgeführt werden, sind haram (verboten) im Islam. …

Mehrere zwingende Bedingungen müssen erfüllt sein, bevor der kriegerische Jihad begonnen werden darf. Um mit der „verhassten Tat“ zu beginnen, darf Krieg nur als letztes Mittel, nach dem Scheitern aller anderen Bemühungen begonnen werden. Weiters kann der Jihad nicht beliebig von Einzelpersonen oder einer Gruppe ausgerufen werden, sondern vielmehr nach eingehender Beratung durch eine legitimierte Autorität.

http://www.gsiw.ch/Isna.htm

Islam, Schweiz, Scharia, Frauenrechte: Ringvorlesung Uni Bern, Frühlingssemester 2011.

Frauenrechte/Menschenrechte und Islam: Diskurse und Debatten, Dr. Sabin Bieri, lic. phil. Lilian Fankhauser.

17. März 2011:

Prof. Dr. Bettina Dennerlein, Universität Zürich: Gouvernementalität und kulturelle Differenz. Frauenrechtsdiskurse in der arabischen Welt

7. April 2011:

Dr. Siti Muti’ah Setiawati, Gadjah Mada University, Yogyakarta/Indonesien: Gender issues from the perspective of islamic society in Indonesia

Dr. Hartuti Purnaweni, Indonesien: The Role of Women in the Decision Making of Public Policy in Indonesia

(In Zusammenarbeit mit der Botschaft der indonesischen Republik in Bern)

3. Mai 2011 (Dienstag, Raum 120!):

Ass. Prof. Dr. Sandra Günter / lic. rer. soc. Karin Tschirren, Universität Bern: „Das ist doch ein Rückschritt ins 18. Jahrhundert“ (Blick, 26.02.2010)

Der Burkini-Diskurs in den Schweizer Printmedien und die sportlichen Praxis des Schwimmens von Migrantinnen in der Schweiz.

http://www.gendercampus.ch/Common/Lists/CalendarAgenda/Attachments/5602/RingvorlesungFS11_def_24_2.pdf

(22) Ist koranbasiert angemahnte Seelenrettung eine wissenschaftliche Leistung?

Hermann Horstkotte: „In den Augen anständiger Menschen“, so der Bundesgerichtshof, beruhen akademische Titel „auf Mühen und Verdiensten“. Vor dem Hintergrund mahnt die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) schon seit Jahren mit allerdings nur begrenztem Erfolg: „Der Grad des Dr. h.c. wird aufgrund wissenschaftlicher Leistungen verliehen.“ Mithin kommt es auf Ergebnisse in den Wissenschaften an und nicht bloß auf Verdienste um die Wissenschaften etwa durch großzügige Spenden.

http://www.zeit.de/studium/hochschule/2011-04/hochschule-ehrendoktoren

Warum vergeben Universitäten akademische Titel ehrenhalber an Allahs Bodenpersonal?

Hermann Horstkotte: Fraglich erscheinen oft Ehrungen für Politiker, mit denen die Unis anscheinend einflussreiche Persönlichkeiten auf ihre Seite ziehen wollen. So wurde der frühere Bundeskanzler und gelernte Rechtsanwalt Gerhard Schröder 2005 an der Uni Göttingen Ehrendoktor ausgerechnet in Biologie.

http://www.zeit.de/studium/hochschule/2011-04/hochschule-ehrendoktoren?page=2

(23) Die für Sunniten hoch verbindliche islamische Autorität at-Tirmiḏī (825-892, al-Tirmidhi) stellt die vor der Flamme (nār) des Höllenfeuers bewahrende Pflicht der Frau auf sexuellen Gehorsam fest. Again, if a man is in a mood to have sexual intercourse, the wife must come immediately even if she is baking bread at a communal oven (Tirmzi, Vol. 1, p 428)

http://knowing-islamic-doctrines.blogspot.com/2011/01/hadith-on-muslim-women.html

(24) Muslime, seid östlich, wo auch immer. Das die Demokratie gefährdende »Kulturdialoge zwischen dem Westen und der islamischen Welt. Eine Strategie zur Regulierung von Zivilisationskonflikten« der Berliner Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan (2009) kommentiert Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/04/16/228/

(25) Fatwa über die Gehorsamspflicht der Ehefrau zum ehelichen Verkehr: Verweigerung wird von Allah hart bestraft. Von Dr. Youssef al-Qaradawi.

http://german.faithfreedom.org/forum/viewtopic.php?f=8&t=2848

Ali Schariati und der ideale Islam

Juni 17, 2010

التلبية

at-talbiya

Das Folge leisten auf einen Zuruf,

die Annahme der Einladung (1)

Ali Schariati und der Islam als »Schule«

Zum Abschnitt »Der Entwurf einer Schule« aus Ali Schariatis »Die Islamkunde«, Teheran, ohne Erscheinungsjahr, also vermutlich etwa 1970. Von Jacques Auvergne.

Hier wird die Übersetzung des aus dem iranischen Kermanschah stammenden Mohammed Djassemi »Macht und politische Ordnung im Iran« herangezogen, Djassemis Inauguraldissertation im Fach Philosophie aus dem Jahre 3 der Installation der Allahkratie auf iranischem Boden (Augsburg 1981). Djassemi wurde wie Schariati 1933 geboren und lebt heute auf der größten nordfriesischen Insel, im Eigenverlag veröffentlichte er »Der neue Humanismus: Auf dem Wege zu einer humanen Gesellschaftsordnung« (Tinnum, Gemeinde Sylt 2005).

Zunächst zu Schariatis Prägung und Horizont.

Der am 23.11.1933 geborene Ali Schariati, korrekt gesprochen ʿAlī Šarīʿatī, war Sohn des idealistischen islamischen Aktivisten und schariatreuen sprich menschenrechtswidrigen Koranexegeten Aqa Mohammad Taqi Shariati. Aqa Mohammad Taqi führte Sohn Ali in den Kreis um Abolqassem Shakibnia ein, einem Theoretiker der revolutionären Chimäre namens Islamischer Sozialismus, einer hinterlistigen oder hoffnungsvollen Fehletikettierung für Dhimmitude oder Kalifat. Ali Schariati schrieb sich am Teacher’s Training College zu Maschhad ein, wurde 1952 Gymnasiallehrer und gründete die Islamic Students‘ Association, was nach Protestaktionen zu seiner kurzfristigen Verhaftung führte. Im Folgejahr, am 19.08.1953, wurde mit Hilfe des amerikanischen Geheimdienstes CIA die demokratisch gewählte Regierung um Mohammad Mosaddegh gestürzt (1953 Iranian coup d’état). Schariati nahm Kontakt zur National Resistance Movement of Iran (NAMIR) auf. Bis 1955 studierte Schariati erfolgreich (Bachelor) an der Ferdousī-Universität zu Maschhad. 1957 wurde er wieder eingesperrt, gemeinsam mit sechzehn Mitgliedern des NAMIR.

In den Jahren zwischen 1958 und 1963 lebte Schariati in Paris, wo er Soziologie studierte, als exzellenter Student erkannt und geehrt wurde und Sartre kennenlernte. Um 1959 arbeitete Schariati mit dem FLN zusammen, der algerischen Nationalen Befreiungsfront (le Front de Libération Nationale), die zunehmend intensiv eine Fusion von Sozialismus, Nationalismus und Islam ausarbeitete. Schariati las später die Schriften des antikolonialistischen Vordenkers Frantz Fanon und wurde, 1964 in den Iran zurückkehrend, mit der Anklage subversiver Umtriebe für einige Wochen ins Gefängnis geworfen. Der Algerienkrieg (la Guerre d’Algérie) der FLN dauerte von 1954 bis 1962 und endete mit der Unabhängigkeit Algeriens von Frankreich.

Neben den erwähnten Herren Shakibnia und Fanon hatte der Klerikersohn Jalal Al-e Ahmad (1923-1969) prägenden Einfluss auf Schariati. Al-e Ahmad war kurzzeitig Tudeh-Kommunist und wurde als Autor des antiimperialistisch-antieuropäisch motivierten »Gharbzadegi« (1962) berühmt, der Begriff bedeutet etwa „Westlichkeitswahn, Europäisch-amerikanisch verursachte Erkrankung des Orients“ und wurde um 1940 durch einen Heidegger-Kenner und radikalen Kulturrelativisten, durch den die universellen Menschenrechte dezidiert verweigernden Antisemiten und Teheraner Professor Ahmad Fardid geprägt, dessen geistige Nähe zu Sayyid Quṭb oder Adolf Hitler aufschlussreich ist für das Verweigern der universellen Menschenrechte vieler muslimisch geprägter Intellektueller bis in unsere Zeit, welche die angeblich kolonial ausgerichtete AEMR durch den Koran ersetzt wissen möchten. Das Buch »Gharbzadegi« (Occidentosis: A Plague from the West) wurde 1962 illegal veröffentlicht, das eher hasserfüllt als spöttisch gemeinte Gharbzadegi wird im Englischen treffend mit Occidentosis, Euromania oder Westernitis wiedergegeben. Der radikale Kulturrelativismus Fardids wird heute durch Schariafreund Abdolkarim Soroush (Hossein Haj Faraj Dabbagh) fortgeführt, den wir als global denkenden Proislamisten erkennen sollten, als Gegner der kulturellen Moderne und als Demokratierisiko. Nach 1953 war Al-e Ahmad für mehrere Jahre in Haft. Als ein weiteres persönliches Vorbild wird für den 1977 im englischen Exil verstorbenen Schariati Shapur Bakhtiar (Shāpūr Bakhtīār, 1915-1991) gelten können.

Bakhtiar besuchte als Jugendlicher die französische Schule in Beirut, war Student an der Sorbonne, Kämpfer in den Internationalen Brigaden des Spanischen Bürgerkriegs, im Zweiten Weltkrieg Mitglied des französischen Widerstands der Résistance und war schließlich, zu Beginn des Jahres 1979 wenige Wochen lang der letzte iranische Premierminister unter dem Schah. Bei Ausbruch der Islamischen Revolution konnte Bakhtiar nach Frankreich flüchten, wo er im Folgejahr, im Juli 1980, einem versuchten Mordanschlag gegen ihn entkam, bei dem ein Polizist und ein Nachbar starben. Bakhtiar lebte weiterhin in Suresnes im Westen des Großraums Paris (Département Hauts-de-Seine), wo er mit seinem Sekretär in der eigenen Wohnung durch drei Angreifer im August 1991 ermordet wurde, wie zu vermuten ist vom iranischen Geheimdienst.

Soweit zu Schariatis Prägung und Horizont, nun zu seinem Text.

Gleich mit dem ersten Satz erläutert uns Ali Schariati, was für ihn maktab bedeutet, was einem iranischen Intellektuellen eine „Denkschule“ ist, eine umfassende Weltanschauung nämlich, die den Charakter gesund erhalte und zivilisiere, ihn zur Tugend und Sitte forme und die allein uns als Hörern oder Lesern Verlässlichkeit und nachhaltiges Glück biete:

1. Wenn ich „Schule“ meine, so ergibt sich dafür folgende Definition: Schule besteht aus … einer konsistenten und proportionalen Reihe (auch: Summe) philosophischer Ausschau, religiöser Überzeugung, moralischer Werte und praktischer Methoden, die in einem kausalen Zusammenhang ein dynamisches, sinnvolles, richtungsweisendes und lebendiges Ganzes ausmachen; alle Organe dieses Ganzen werden von demselben Blut gespeist und von einem einheitlichen Geist beseelt.

Ein wissenschaftlicher Experte kann eine „Schule“ (Maktab) haben oder nicht.

Wie wir wissen, legt Ali Schariati sich und uns den Eintritt in die Schule der ewigen islamischen Bewegung nahe, die er, den mathematischen so genannten Zentralwert (Median) zur Verherrlichung Allahs gleichnishaft verwendend, als »The Median School Of Islam« anbietet, als Gleichzeitigkeit aus persönlichem, zur Orthopraxie mahnendem Heilsweg, korantreuem Gleichklang der Rhetorik und monopolistisch das gelingende Leben garantierender staatlicher Ethik der Scharia.

Dass damit jede Individualität islamisch-glücklich (totalitär) überwunden ist und ein jeder bereits jetzt weiß, was der die Bühne betretende Wissenschaftler, Journalist oder Poet gleich erzählen wird, schreckt den gottesfürchtigen Iraner nicht, was uns erschrecken sollte:

1. Wenn ein Experte für Physik eine „Schule“ besitzt, so können Sie im voraus erraten, welche Ansichten er über die wirtschaftlichen und klassenmäßigen Probleme hat, bevor er seine diesbezüglichen Meinungen geäußert hat. Von einem Experten der Ökonomie, – vorausgesetzt, dass er eine „Schule“ hat, – kann man ebenfalls annehmen, dass er diese oder jene philosophische Ansicht über die Welt oder die Natur besitzt.

Mit Schariati nämlich hält der fiktive koranbasierte Physiker oder Volkswirtschaftler den frühmittelalterlichen Staat von Medina für die erste klassenlose Gesellschaft und für die perfekteste aller Demokratien und erkennt den aus der Sphäre des absoluten Überblicks allerlei Einflüsterungen erhaltenden Mohammed als den vollkommensten Wissenschaftler aller Zeiten.

Alle irdischen sozialen Missstände sind damit auf grundsätzliche Islamferne zurückzuführen, individuelles Fehlverhalten ist Glaubensmangel.

1, 2. bei einer Person, die eine „Schule besitzt, bilden die ökonomischen, religiösen und philosophischen Ansichten … und selbst ihre künstlerische und literarisch Geschmacksrichtung ein zusammenhängendes (auch: harmonisches) Gewebe

Eine Biographie werdende Textilie, ein Wohlverhalten werdendes Flechtwerk, die oder das sich, haben wir einen vorbildlichen Menschen vor uns, aus der nahezu ungefilterten und ungehemmten Webekunst Allahgottes strickt, der allein schließlich Anstoß und Ursache ist, da er andernfalls nicht allmächtig wäre.

Der Asoziale weist einen islamrechtlichen Webfehler auf und der koranisch verbürgte Teufel wird zur sozialen Laufmasche.

2. Somit bildet die „Schule“ ein System, dessen einzelne Trabanten: Individuelle Affekte, soziales Verhalten, charakterliche (auch: moralische) Besonderheiten und insbesondere die philosophischen, religiösen und gesellschaftlichen Ansichten um eine zentrale Sonne kreisen

… den sonnigen Allah …

In sich sinnvoll und geschlossen befindet sich das System in einer bestimmten Richtung in Bewegung.

… in Richtung des harmonischen Miteinanders der schlussendlich rechtsverschiedenen „Gesamtgesellschaft“, in Richtung des Kalifats.

2. Und eine solche „Schule“ ist es, die Bewegung hervorbringt, Konstruktives leistet, gesellschaftliche Macht entwickelt, Engagement und Verantwortungsgefühl entstehen lässt, jedoch können weder Expertentum noch Wissenschaften eine ähnliche Wirkung verursachen. Und seit man den Islam aus einer „Gesinnungsschule“ zu einem „kulturellen Wissensgut“, einer „Ansammlung von Wissenschaften“ verwandelte, entledigte ihn man seiner Dynamik, seiner Verantwortung und seines sozialen Selbstbewusstseins, wobei ihm die Wirkung auf die Gestaltung des gesellschaftlichen Schicksals der Menschheit [abhanden kam].

Echter kultureller Fortschritt sei und bleibe stets korantreu. Am islamischen Wesen soll die Welt genesen, der makellose Ur-Islam aber ist durch gemeine Lobbies in die Verkrustung überführt worden.

Ohne sich von der Scharia zu distanzieren, stellt sich der Redner als ein Islamreformer vor. Wie sehr er den Klerus der Zwölferschia kritisiert, bleibt aus erklärlicher Vorsicht offen. Schariati erscheint gewissermaßen als schiitischer Salafist, jedenfalls als ein schiitischer Puritaner, der Lebensfreude, soziale Gerechtigkeit, Antikolonialismus und technologischen Fortschritt aus der einzig brauchbaren Handlungsanweisung herausliest, aus dem Koran.

Insofern ist Ali Schariati deutlich radikalislamischer als ein schließlich auch historisch gewachsenes Erbe verkörpernder iranischer Geistlicher, die deutliche Nähe zwischen al-Maududi und dem zu unrecht als „links“ oder „fortschrittlich“ gehandelten Schariati mag an dieser Stelle deutlich werden.

2, 3. (In meiner Vorlesung also) besitzt die Islamkunde eine solche (oben dargelegte) Bedeutung, keine (bloße) Kultur(-geschichte), keine bloße Ansammlung von Wissenschaften, die man studieren sollte. Selbstverständlich sind die islamischen Wissenschaften, die islamische Kultur sehr wertvoll und inhaltsreich und gereichen der islamischen „Zivilisation“ sehr zum verdienten Ruhm, jedoch (bei mir) hat die Islamkunde die Bedeutung der islamischen Ideologie

Erworbenes Wissen zur Scharia sei nachrangig, zunächst käme es auf die totale persönliche, eigentlich: ex-persönliche, Hingabe an. Im Stile des besonders weltüberwindend orientierten Teils der Sufis mahnt Schariati zum Tadscharrud, zur Ich-Abstreifung.

4, 5. Der Islam als eine Ansammlung von Wissenschaften hat sich während der Geschichte der islamischen Zivilisation zu einer Summe von philosophischen, theologischen (Kalām), linguistischen, historischen, kommentatorischen Wissenszweigen entwickelt. … Und der Weg, über diese Wissenschaften ein Wissen zu erlangen, ist, sie zu studieren. Aber den Islam als eine Ideologie muss man auf eine andere Weise verstehen und kennenlernen; der Islam als Ideologie ist keine fach-spezifische Disziplin, sondern das Fühlen einer „Schule“, er ist Glaube und nicht eine Kultur, sein Verstehen heißt Überzeugung und nicht das bloße Ansammeln von Wissen

Wie nebenbei bejaht Schariati die Schariawissenschaft und ihre mächtigen iranischen Eliten, verwirft aber ein etwaiges plattes Memorieren seitens der Koranschüler beziehungsweise ein eventuelles ausgesprochenes Karrieredenken der Geistlichen, sondern fordert eine ekstatische und militante (ich-auslöschende) Begeisterung und Hingabe eines jeden Adepten orientalischer Kultur oder religiöser Erkenntnis. Ali Schariati ruft zu einer vollkommenen Islamisierung des Bewusstseins des Einzelnen auf, zu einer seelischen Islamischen Revolution.

Für die profanen Äußerlichkeiten war in den Folgejahren Ruhollah Chomeini zuständig, Feingeist Schariati indessen bekümmerte sich um das vorbereitende religiöse Kribbeln der jungen Generation. Sein modern, hedonistisch und spontan daher kommendes islamverherrlichendes Denken bleibt eine Gefahr für Europa und Nordamerika, nicht zuletzt die jungen Muslime in Deutschland betreffend, die wir Sozialpädagogen und Sozialarbeiter vor der unkritischen oder pflichtschuldig-begeisterten Lektüre der Texte Schariatis warnen.

Das geradezu suchthafte Bestreben, den „eigentlichen“ Islam als harmlos und menschenfreundlich darzustellen, wird in den kommenden Jahren darauf angewiesen sein, Schariati in allen europäischen Sprachen zu vermarkten. Für vulnerabel dürfen wir hierbei die im Altersdurchschnitt oft eher jungen und sich gerne der politischen Linken zurechnenden Milieus der Amateure von attac, JuSo und AStA ebenso halten wie die multikulturell orientierten (enthemmt machtgeilen?) erwachsenen und professionellen Szenen der beiden Großkirchen, etwa dort, wo man seit Jahren eine Rabeya Müller zu Kirchentagsveranstaltungen einlädt oder überall da, wo man den demokratieüberwindenden Satz der Lamya Kaddor „Die Aufklärung ist nicht für den Islam übertragbar“ bagatellisiert oder als problematisch schlicht nicht mehr wahrzunehmen vermag.

Der Platonverachter und Renaissanceverspotter Schariati betreibt die Einbürgerung des Humanismus in den menschenverachtenden Islamischen Staat:

9. Mit dem Begriff „Humanismus“ meine ich hier den „Wert der Wahrheit“, der Bestimmung und des Sinnes, den jeder Mensch in seiner „Schule“ für die Menschheit in Aussicht stellt. Es handelt sich daher nicht um die spezielle Bedeutung des Begriffs im Sinne vom „Wesen des Menschen“, die bei den alten Griechen, in der Renaissance sowie bei den verschiedenen Schulen des Radikalismus im 18. und 19. Jahrhundert und schließlich beim Existentialismus im 20. Jahrhundert eine Rolle gespielt hat.

Die wertebeliebige Selbstbezogenheit der Existentialisten würde man ja gerne ausführlicher kritisieren, aber ist es nicht so, dass Schariati soeben die Intention und Arbeit der europäischen Aufklärung als radikal bezeichnet hat? Den Atheismus (Feuerbach, Nietzsche), der seine Pfahlwurzel sicherlich nicht in koranischer oder auch nur monotheistischer Erde schlagen möchte, hält der Iraner für einen Radikalismus.

Säkular religiöse Menschen, darunter es ja durchaus auch, aufgrund der islamischen Gewaltbereitschaft allerdings mittlerweile selbst in Deutschland erklärlich zurückhaltende, Muslime gibt, können den Atheismus entspannt als eine von mehreren Quellen sehen, aus denen sich die kulturelle Moderne speist und mit ihr jene Lebensform nährt, die jedem Menschen, auch dem weiblichen, maximale Chancen bietet: die freiheitliche Demokratie.

Nach der fiṭra-Konzeption, dem natürlichen Geschaffensein und göttliche Annäherung suchenden Ausgerichtetsein auf Allah hin, erklärt Schariati den gesunden (allahbewussten, schariakonform handelnden) Menschen zum Utopisten und Idealisten, zur Verkörperung gelingenden Lebens:

18, 19. Demnach entspringt die Bildung von Utopien, – allen äußerlichen Argumenten zuwider –, dem unumstößlichen und individuellen Bedürfnis jedes idealistischen Menschen. … Grundsätzlich ist der Wunsch nach einer „Über-Gesellschaft“ in der Fiṭra des Einzelnen und im Gewissen jeder Gesellschaft verankert. … Grundsätzlich beweist die Existenz von Utopien … , dass der Mensch stets geneigt ist, sich vom „gegebenen Zustand“ aus zu einem „gewünschten“ Zustand hin zu bewegen.

Wobei das Wünschenswerte wie zufällig mit dem sozialen Ideal des Koran übereinstimmt und nach Schariati selbst der engagierte Atheist die Existenz Allahs dadurch beweist, dass er zu etwas hin will.

Ṭālib, Schüler, heißt im eigentlichen Sinne Hin-Streber.

19. Aber die „Über-Gesellschaft“ einer „Schule“ ist keine phantastische Gesellschaft mehr; sie ist vielmehr eine ideale Gesellschaft, die entsprechend dem Geiste einer Schule fundiert (errichtet) werden soll; die Bekenner dieser Schule betrachten das Leben in einer solchen Gesellschaft als das eigentlich menschliche

So, wie es nur zwei Parteien geben kann, die Partei Satans und die Partei Allahs, könne es, folgt man Schariati, nur zwei Schulen geben, die antiislamisch-kranke von Karl Marx beziehungsweise Lenin und die proislamisch-gesunde, die eine Staatwerdung ihrer Lebensweise anstrebt, das Kalifat.

Schariati baut die eventuell vorhandenen Hemmschwellen des Zuhörers ab, den Schariaverweigerer öffentlich als unmenschlich anzuprangern, und verherrlicht den politisierten Eingottglauben, at-tauḥīd, in welchen er, ohne gegen die Scharia zu verstoßen, jeden pantheistischen und atheistischen Anspruch gleich integriert, was allerdings nur bedeutet, dass der Intellektuelle den hungrigen Islam die aus Allahgottes Blickwinkel allzu dürren Dimensionen von Pantheismus und Atheismus vollständig schlucken lässt:

23. Tauḥīd als weltanschaulicher meiner Schule. Meine Weltanschauung besteht aus dem „Tauḥīd“ … eine Auffassung von der Welt als Einheit und nicht als Teilung derselben in Diesseits und Jenseits (dunyā und ākhirat), in Physik und Metaphysik, in Materie und Geist, in Körper und Seele

Der Parteigänger einer göttlichen Natur hat fürderhin zu schweigen, Wanderer Schariati hat die Führung über den Pantheismus übernommen und ihn in sein Reisegepäck gesteckt, in Richtung der Glückseligkeit strebend, der größtmöglichen Nähe zu Allah.

Ganz im Hier und Jetzt die Höllenflammen knistern hören und den Paradiesglanz leuchten sehen, für besonders „dynamische“ Muslime ist das nun wahrlich kein spirituelles Problem.

Allah ist und will die Einheit, andernfalls hätte er ja einen zweiten Gott (den Teufel bzw. die Erde) neben sich. Schariati benutzt einen theologischen Taschenspielertrick und sagt nicht, dass er die Scharia nicht zur Basis aller Politik machen will und den Koran nicht zur Verfassung, darauf aber wäre es angekommen.

Kalifatspolitiker Mustafa Cerić verwendet in seinen englischen Texten das deutsche Wort Weltanschauung. Schariati:

23. Ich verstehe darunter [unter dem tauḥīd] eine „Weltanschauung“ und bin der Meinung, dass der Islam die gleiche Bedeutung dem Tauḥīd beimisst. Ebenfalls fasse ich „Schirk“ (=Vielgötterei) von demselben Blickwinkel auf. … „Schirk“ [ist] eine Weltanschauung, eine Auffassung vom Ganzen, die besagt, dass das Universum aus einer Summe von diversen, disharmonischen, in sich widersprüchlichen und heterogenen Bestandteilen, aus verschiedenen, völlig selbständigen und unversöhnlichen Polen, aus divergierenden Bewegungen, aus zerstreuten und zusammenhanglosen Wesenheiten … besteht. … Der Tauḥīd sieht das Universum als ein Imperium an, während … „Schirk“ es als eine feudale Ordnung betrachtet.

Blendend argumentiert, leider schariatreu und damit menschenrechtswidrig.

Ein wirklich mächtiger Teufel wäre ein zweiter Gott neben Allahgott und ist daher als Glaubensbestandteil zurückzuweisen, bedarfsweise mit der selben Prügel, die den Teufel islampädagogisch im Hirn des Kindes installiert. Der erkenntnistheoretisch unzulängliche Mensch bleibt damit vom Islam abhängig wie der Süchtige von seiner Droge, denn Kausalität und Kohärenz schaffen nicht die Naturgesetze, sondern schafft die Gottheit. Zugleich kann nicht einmal die Welt eine wirklich eigene Bedeutung haben, da diese die Rolle und Allmacht Allahs schmälern würde.

Mit dem Buch der Bücher bewaffnet, dem Ur-Buch schlechthin, geht Schariati beherzt ans Naturbetrachten:

27. Unter allen religiösen, wissenschaftlichen und philosophischen Werken ist [es] eigentlich nur der Koran, der alle Dinge, Realitäten und Bewegungen in der Natur als „āyāt“ bezeichnet.

Als Zeichen, so āyāt wörtlich, als Hinweis auf die Allmacht und Allgegenwart des Islamgottes. Die Verse des Koran selbst heißen so, Einzahl āya, und das menschliche Auge hat seit der Offenbarung an Mohammed den Eigenklang der Stimme Gottes, die koranischen Schriftzeichen, aus Stein, Baum, Stern, Quelle, Blume und Mensch herauszulesen, jedes andere Lesen, jede andere Wissenschaft, wäre schließlich Polytheismus und damit todeswürdig.

29. Widerspruch und Zwietracht [sind] mit der fundamentalen Annahme der Tauḥīdī-Weltanschauung unvereinbar. Demnach kann es in der Tauḥīdī-Weltanschauung keinen Widerspruch im Sein, keinen Widerspruch zwischen Mensch und Natur, Seele und Körper, Diesseits und Jenseits, Materie und Geist, sowie keinen rechtlichen, klassenmäßigen, sozialen, politischen, rassischen, völkischen, territorialen, blutsmäßigen, erblichen (genetischen), wesensmäßigen, anlagemäßigen (= fiṭrī) und sogar ökonomischen Widerspruch geben

Allahgott hat eben für alles gesorgt. Nach der fiṭra ist jeder Mensch als Muslim geboren und allenfalls nachträglich von seinen, in dieser Logik widernatürlich handelnden, Eltern oder Pädagogen zum Juden, Christen, Hindu oder Atheisten erzogen worden. Territoriale Widersprüche sind ebenfalls harmonisch zu beseitigen, nämlich durch Eroberung der Dār al-harb durch die Dār al-Islām, damit die unsteigerbar beglückende Einheit wirklich für jeden erfahrbar wird.

Das Kalifat, legt Schariati uns nahe, sei die von Karl Marx gut gespürte aber unzulänglich entworfene klassenlose Gesellschaft. Der letzte Prophet und mit ihm Muslim Schariati (wobei dieser auch hierin seinem Vater treu folgt) werden zum veritablen Sozialisten, und wer als junger Iraner den ganzen, den echten Sozialismus will, könne ihn nur auf dem Wege der Vertiefung des islamischen Bewusstseins erreichen.

29, 30. Der Widerspruch von Diesseits und Jenseits, … Vernunft (= ‚aql) und Erleuchtung (= ischrāq), Wissenschaft und Glaube, … Herrschern und Beherrschten, Geistlichkeit und Nicht-Geistlichkeit, … Licht und Finsternis, gutem und bösem Prinzip, … Proletariern und Kapitalisten … ist nur mit der „Schirk-Weltanschauung“ vereinbar, d. h. mit dem Dualismus, der Trinitätslehre oder Polytheismus vereinbar, und nicht mit dem „tauḥīd“, der die Schau der Einzigkeit darstellt.

Problem war gestern. „Der Islam ist die Lösung.“

Die Geistlichkeit abzuschaffen könnte den Exilanten Chomeini sauer werden lassen, aber Schariati hat das, genau betrachtet, soeben gar nicht gefordert: Der Ayatollah kann auch künftig also sehr wohl existent sein, wir Nichtkleriker sollen mit Schariati einfach keine Unterschiede mehr sehen zwischen den Scheichen und uns als den Gehorsamspflichtigen – auf zum Friedensfest.

Zwischen dem im Staatsauftrag Steine werfenden Muslim und der zu steinigenden Frau gebe es, nur mit ausreichender Weisheit betrachtet, keinen störenden Widerspruch, sondern bestehe dieser erhabene Fluss der Einheit des Seins und der göttlichen Harmonie.

31. Der Mensch hat innerhalb der Tauḥīdī-Weltanschauung nur vor einer Macht Furcht, er ist nur einem Richter gegenüber verantwortlich, er blickt nur nach einem Mekka (= Qibla) … im umgekehrten Fall wäre alles ohne „ihn“ nichtig und sinnlos … (Denn allein) die Ergebenheit (= taslīm, abstammend von islam!) „ihm“ gegenüber, welche zugleich das Grundgesetz des Seins ist, setzt den Menschen in die Lage, gegen alle falschen Mächte und demütigenden Fesseln der Angst und Habgier … zu rebellieren.

Humanität ist Gottgehorsam.

53. So gesehen ist auch der Kampf der Religion gegen Religion ein historischer Kampf: Die auf Vielgötterei aufbauende Religion … führt Krieg, um das gesellschaftliche „Schirk“, die Uneinigkeit der Klassen zu rechtfertigen, wogegen der Kampf der monotheistischen Religion … die Rechtfertigung der Einheit von Klassen und Rassen zum Ziele hat. Dieser historische Kampf zwischen Kain und Abel, „Schirk“ und „Tauḥīd“, … der Religion der List … und der Religion der Aufklärung, der Bewegung und der Revolution … wird bis zum Ende der Zeit (= ākhir az-zamān) andauern.

Der auf Kulturrassismus gegründete Koran legt dem Leser nahe, was Schariati natürlich weiß, das Judentum als die heilsgefährdende Lehre kosmischer Niedertracht und List zu begreifen, eine nach Schariati offensichtlich „ganzheitlich-harmonische“ Weltsicht, die sich im heutigen, muslimischerseits praktizierten Antisemitismus und Israelhass im Bereich zwischen Muslimbruderschaft und Millî Görüş äußert.

Dass Gotteskrieger Schariati wieder beim Dualismus der Manichäer gelandet ist, geht im vor lauter Kult um die kosmische Einheitlichkeit nicht mehr in den Verstand. Islam beseitigt jeden Widerspruch, denkt man ihn nur radikal genug. Letztlich betrifft dieser Fundamentalismus jede doktrinär aufgefasste beziehungsweise angedrillte Religiosität, wir sollten daher Qualitätskriterien für demokratietaugliche Religiosität bekennen.

In seinem Holländischen Tagebuch erkannte Leon de Winter, worum es für Europa bei der Integration eben nicht der Scharia, sondern der Muslime geht: „Wir sollten die Arroganz aufbringen, unsere neuen islamischen Mitbürger Verträglichkeit, Individualität und die Rechte und Pflichten des modernen Bürgertums zu lehren, doch wir lassen uns von den Illusionen des Multikulturalismus lähmen. Seit den sechziger Jahren machen wir uns selbst weis, alle Kulturen seien gleichwertig. Wenn das so wäre, wäre Kannibalismus nur eine Frage des Geschmacks. In den Niederlanden wie in ganz Europa wird der Druck der Intoleranten auf unsere Toleranz zunehmen.“

Rächer Schariati reinigt die Erde:

54. Das wird eine zwangsläufige Revolution sein, um der Kainschen Geschichte ein Ende zu setzen und die Gleichheit aller im Weltmaßstab zu verwirklichen. … … dies geschieht in Form einer Weltrevolution, einer historischen und klassenmäßigen Rache, die sich mit aller Entschiedenheit über das gesamte Leben der Menschheit erstreckt.

Schariati will den Weltfrieden der Pax Islamica, das Globalkalifat. Angesichts von so viel Glaubenseifer könnte ja selbst ein Chomeini anerkennend staunen. Mangel an Entschiedenheit wird man den iranischen Islamrevolutionären der späten Siebziger Jahre nun wahrlich nicht vorwerfen können.

Der 1977 verstorbene Schariati stellt sich uns mit seinen, den politischen Umsturz im Namen des Islam fordernden Sätzen als Wegbereiter der 1979 errichteten göttlichen Diktatur vor und löst endlich auch das Betriebsgeheimnis von dem, was er sich unter einer „Schule“ vorstellt:

66. Die Ideologie ist innerhalb dieser Schule, – um es in einem Wort zu sagen –, gleichbedeutend mit dem Islam.

Um dem Publikum allerdings sogleich ein neues Rätsel zu präsentieren:

Die Frage aber lautet, mit welchem Islam?

Ganz viele kleine Islame. Oder sagt man Islams?

Der in Bahnhofsvierteln ohne Gewerbeschein auf unsere Wettgelder erpichte Trickser verwendet mehrere Hütchen. Und nur eine Kugel. Taschenspieler Schariati verdoppelt die Scharia oder halbiert sie:

67. Der Islam von „Gerechtigkeit und Führung“ Ja! Der Islam von „Kalifaten, Klassen und Aristokraten“ Nein!

Der Islam von „Freiheit, Bewusstsein und Bewegung“ Ja! Der Islam von „Gefangenschaft, Schlaf und Ruhe“ Nein!

Der „kämpferische“ Islam Ja! Der „geistliche“ Islam Nein!

Der Islam als „Gesinnungs- und Gesellschaftskampf“ als „wissenschaftliche und rationale Autorität“ Ja! Der Islam von „Imitation, Fanatismus und Ergebenheit“ Nein!

Der Islam von „Koran“ Ja!

Der Mann betrügt weniger uns als vor allem sich selbst.

68. Das, was ich als Suchender wünsche, ist eine Rückkehr zum Islam als einer „Ideologie“. … Den Islam als Ideologie … kann man begreifen, wenn man die … Hauptkomponenten einer wissenschaftlich analytischen und komparativen Untersuchung unterzieht: Allah, Koran, Mohammed, Mustergefährten (=ṣaḥabī) und (Propheten-)Staat (=Madīna).

Die ideale Gesellschaft … heißt „Umma“. … Das Wort „Umma“ … beinhaltet einen fortschrittlichen Geist, eine dynamische, engagierte und ideologische Schau der Gesellschaft.

70, 71. Der ideale Mensch = „Der Kalif Gottes“. Das ist ein „gottähnlicher Mensch“, in dem der „Gottesgeist“ über die „satanisch-schlammige“ Hälfte gesiegt hat … Die Richtschnur der Bildung, die pädagogische Philosophie rührt von dem Imperativ her: „Gewöhnet euch an die göttliche Ethik! … Das schließt zugleich die Absage an jedwede fixe und konventionelle Erziehungsmaßstäbe ein. … Dieser ideale Mensch durchquert die „Natur“ und wird dabei Gott gewahr; er wendet sich den „Menschen“ zu und gelangt somit an Gott. Dieser sein Weg geht also nicht an der Natur vorbei und macht keinen Bogen um die Menschen.

Religiöses Kleingeld. Islamisches Einmaleins.

Die Natur dem Kalifat nutzbar machen. Und zugleich die muʿāmalāt-Dimension der Scharia erfüllen, jene Verpflichtungen, die Allāh dir den Menschen gegenüber aufgetragen hat und deren Nichteinhaltung, etwa, als Mann ohne triftigen Grund dem Freitagsgebet fern bleiben oder als Frau kein Kopftuch zu tragen und dem Ehemann ungehorsam zu sein, dich nach deinem Ableben in das Höllenfeuer eingehen lässt.

Bedauerlich, dass der Iraner lebenslang die universellen Menschenrechte nicht als wertvoll erkannt und verteidigt hat. Schariati hätte besser Pistazien gezüchtet und zur Geistes- und Religionsgeschichte der Menschheit geschwiegen, als sich (und die Geschichte) derartig zu verbiegen. So sehr kann die Jahrhunderte alte Scharia das Denken eines Menschen verzerren.

Der „einzelfallorientierte“ (willkürliche) Islam von Scharia und Fiqh hat sich nicht verändern können, er wird es auch nie. Der barbarische Kult hat den Hirnen und Leibern von muslimischen Intellektuellen wie Ali Schariati vielmehr den einzigen irdisch möglichen Verwendungszweck zugewiesen, nämlich zu jenem Geröll zu werden, den eine Armee zum Erreichen des Schlachtfeldes nun einmal braucht, zum Schutt der Aufmarschrampe des islamischen Faschismus.

Wer daraus nichts lernen möchte, wird die mordreiche Lektion wiederholen müssen. So lange wir Europäer oder Nordamerikaner unseren Politikern und Kirchenfunktionären nicht widersprechen können oder vielmehr wollen, die faktenfern behaupten, der Islam sei eine „im Kern friedliche Religion“, droht der islamische Totalitarismus auch in Europa mit klandestinen Geheimdiensten, Entführungen und Auftragsmorden Einzug zu halten. Der organisierte Islam der Scharia – und einen anderen organisierten Islam gibt es nicht – gefährdet im polizeilich und journalistisch kaum noch erreichten Abseits unserer Städte die freiheitliche Lebensweise längst mit Zwangsheirat und Ehrenmord, mit Polygamie sowie mit elf- oder zwölfjährigen schwangeren Bräuten, kurz, mit eben der Rolle der Frau, die der keinesfalls falsch verstandene Allahgott als sittlich einwandfrei und deine Seele rettend vorsieht.

Wer war und wer blieb Ali Schariati, der Zornige und Belesene, der antikolonialistische Aktivist, der Sohn des Tafsīr-Fachmannes, der religiös beseelte Antikommunist, der Kenner von Europas Geschichte und Literatur, der strahlende iranische Redner in Moscheen, auf Marktplätzen und in Universitäten, der Mann mit dem gewinnenden Lächeln, dessen Stimme jahrelang in Hunderttausenden von Iranern Stolz und Hoffnung erwecken konnte? Chomeinis Maskottchen.

Der Harlekin des Kalifats.

Jacques Auvergne

(1) Muslim, begebe dich in die Harmonie mit dem ursprünglich islamischen Weltall, übe dich in der absolute Befolgung, at-talbiya, in der einzig angemessenen Antwort auf die absolute Einladung: „Labbayka Hajjan – O Allah! I answer Your call to perform Hajj.“

“Labbayk, allahumma labbayk … – Dear God! I accept your invitation …”

Aus: HÜSSEYİN ALGÜL: »The blessed days and nights of the Islamic Year«, İzmir 2005 (Originaltitel: Mübarek Gün ve Geceler, 2004)

http://books.google.de/books?id=mk-E3rDUFgIC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

Scheich Muhammed Ali FARKÛS (Ferkous) aus Algerien (»Cheikh Ali Ferkous sort enfin de son silence et donne son avis sur la question de … «). Seine Fatwas finden sich unter http://www.fatawaferkous.com). Farkûs / Ferkous spricht zu uns über die einzig mögliche Annahme der einzig wahren Einladung, über die Talbiya, die von den Männern laut erfleht wird, die mit ihrer Stimme zur Verführung und Sünde verlockenden Frauen dürfen sie denken:

“Talbiya: is to say in hajj or in`Umra “Labbayk Allahumma Labbayk, Labbayk La Sharîka Laka Labbayk, Innal Hamda Wan Ni`mata Laka Wal Mulk, La Sharîka Lak (here I am at Your service O Lord, here I am, here I am. There is no partner to you. Here I am. Truly, the praise and favor is yours, and the dominion. There is no partner to you).”

“For this reason, a Muhrim woman in hajj or in `Umra makes Talbiya and does not rise her voice. The sharia ordered her also to clap her hands and not saying Tasbîh in the prayer, all this in order to avoid temptation and avoid falling into sin.”

http://www.ferkous.com/eng/Bk9.php

Die Xenophobie des Ali Schariati

Juni 16, 2010

التطابق

at-taṭābuq

Kongruenz

Das Nichtislamische verstoßen

Jacques Auvergne betrachtet die in Abadan gehaltene Rede Ali Schariatis: »Exploitation und Raffinierung der kulturellen Quellen«

Dem Betreiben von Konrad Adenauer dürfte es zu verdanken gewesen sein, das neue Verwaltungszentrum der vom barbarischen Faschismus befreiten drei westlichen Besatzungszonen, der Bundesrepublik Deutschland, in den Süden der Kölner Bucht zu legen. Nachfolgend siedelten sich die ausländischen Vertretungen im rheinischen Bonn an: China, Sowjetunion, USA, und, in der Godesberger Allee 133-137 (Presse- und Kulturabteilung), die Botschaft des ab 1979 alle Frauen unter den Ganzkörperschleier prügelnden iranischen Gottesstaates. Auf der besonders gesicherten dritten Etage dieses Hauses haben sich nach Informationen der The Federation of American Scientists (FAS) in sechs Büros und mit einem Radiosender ausgerüstet 20 Nachrichtendienstler Tag und Nacht darum bemüht, in der Bundesrepublik Militär- und Wirtschaftsspionage zu betreiben und die 100.000 deutschen Exil-Iraner zu überwachen (1).

Im Oktober des Jahres 1980 übersetzte die zwielichtige Botschaft der seit achtzehn Monaten für Allahgott folternden und mordenden Islamischen Republik die Rede »Exploitation und Raffinierung der kulturellen Quellen«, die der 1977 verstorbene Ali Schariati (ʿAlī Šarīʿīatī) vor Studenten der Stadt Abadan (Ābādān) gehalten hatte.

Abadan liegt im Tiefland unweit des südirakischen Basra (Baṣra) am Schatt al-Arab (Šaṭṭ al-ʿArab), dem Zusammenfluss von Tigris und Euphrat gelegenen) und ist ein Zentrum der Ölförderung. Im Ersten Golfkrieg (Iran–Iraq War), der 1980 begann und bis 1988 andauerte und vermutlich etwa 500.000 Tote forderte, davon etwa 60 % Iraner, wurde Abadan teilweise zerstört. Sechzig Prozent der Einwohner des inzwischen 400.000 Einwohner zählenden Abadan, das eine der größten Erdöl-Raffinierien der Welt beherbergt, sind in Clan-Strukturen lebende iranisch-schiitische Araber, daneben gibt es heute ethnische Südwestiraner von den Völkern der Bachtiaren und Luren, die erst um 1990 angesiedelt wurden. Kurz vor dem koranbasierten Umsturz von 1979 wurde Abadan von einem Terroranschlag heimgesucht, als dessen Auftraggeber der Islamist und bekennende Haupttäter Hossein Takbalizadeh die Vereinigung der kämpfenden Geistlichkeit verantwortlich macht: Im brennenden Kino Cinema Rex, das den 1979 entstandenen, tragisch-sozialkritischen Kriminalfilm Gavaznha („Hirsche“) von Masoud Kimiai zeigte, starben am 19.08.1978 mindestens 430 und bis zu 600 Menschen, im gesamten Iran wurden an diesem Tag Brandanschläge verübt, achtundzwanzig Orten.

Der Titel spielt auf den Vortragsort an und ruft zu, Stolz auf die iranische und vor allem islamische Geschichte und Identität auf, eine Erbschaft und Verpflichtung, die angeblich jeden Studenten wesensgemäß von einem französischen oder russischen, US-amerikanischen oder chinesischen Studenten unterscheide. Die Juwelen des Islam gelte es gewissermaßen bergmännisch zu heben und das koranbasierte iranische geschichtliche Erbe zum Aufbau einer neuen Zivilisation zwischen zwei bedrohlichen Imperien, zwischen Kommunismus und Kapitalismus zu verfeinern. Das traditionsreiche iranische Judentum und der iranische Zoroastrismus sind dem Redner keine Silbe wert. Schariatis Variante der Vaseteh- oder wasaṭīya-Konzeption („Mittigkeit“; Koran 2:143 As an umma, a nation justly balanced) wurde in jenen Jahren als „Na Sharghī, Na Gharbī! Neither East, Nor West!“ vernehmbar, ein Appell, den Großayatollah und Revolutionsführer Ruhollah Chomeini nur wenige Jahre später mit einer gewissen Veränderung oder Ergänzung als revolutionären Sprechchor verbreiten ließ: „Na Gharbī, na Sharghī, Dschomhūrī-ye Eslāmī!“, und damit klar machen ließ, was für einen vernunftbegabten Menschen künftiglich das mittlere Maß und was von nun an unser aller politische Ausgewogenheit ist: „Weder West noch Ost – Islamische Republik!“

Die Botschaft der Islamischen Republik Iran lobte denn vor drei Jahrzehnten (1980) auch – posthum – den beliebten und begabten Redner und verwendete ihn, wohl nicht ganz zweckentfremdet, als Einweiser in die sich auf Mohammeds medinensische Staatsgründung berufende Allahkratie: „In den Jahren vor der Islamischen Revolution Irans war Ali Schariati bemüht, der jungen iranischen Generation ein neues kulturelles Bewusstsein zu vermitteln. Er hatte erkannt, dass ohne dieses Bewusstsein ein Aufbegehren gegen den von innen und außen erzwungenen Modernismus nicht möglich ist. … Er forderte daher die Rückbesinnung auf die echten kulturellen Werte und lehnte jede unreflektierte Übernahme der zur Entfremdung führenden Ersatzkultur ab (Seite 5).“

Bis heute sind Europas politisch ambitionierte Koranleser zwischen Necmettin Erbakan, Tariq Ramadan, Mustafa Cerić und Pierre Vogel darauf angewiesen, die universellen Menschenrechte, nicht zuletzt die Gleichberechtigung von Mann und Frau, als „modernistisch“ zu klassifizieren, als widernatürlich und gotteslästerlich oder jedenfalls als dringend multikulturell zu ergänzen, allein die Legalisierung der ewigen Scharia, zunächst zumindest im Familienrecht, bewahre die Muslime davor, sich zu „entfremden“. Unentbehrlich zu diesem System heilssichernden Wohlverhaltens, hier sind sich Schiiten und Sunniten einig, sei die Verhüllung des weiblichen Leibes mit, funktional bewertet, allzu großzügig geschnittenem Stoff, mit einem Schleier, dessen Minimalvariante das so genannte Kopftuch darstellt, das auch Lehrerinnen im staatlichen Schuldienst nicht vorenthalten sein darf.

Schariati:

7. Verehrte Zuhörer, meine Damen und Herren, Kommilitonen! … Eine Nation, eine Gesellschaft verfügt sowohl über wirtschaftliche Quellen und Bodenschätze als auch über kulturelle und geistige Quellen, sie sich im Laufe der Geschichte angehäuft haben.

Durchaus in der Manier eines Nationalisten verherrlicht Muslim Schariati in der von schiitischen Arabern bewohnten Stadt das der Gottheit wohlgefällige Eigene und setzt das dämonisch Fremde herab, iranische Geschichtstümelei mit dem koranisch vorgegebenen Hass auf alles Nichtislamische verschmelzend. Der Redner fordert die heilige Abwendung von einem Zustand der ökonomischen und spirituellen Unwürdigkeit:

8. Ein Volk kann … aus Rückständigkeit und Dekadenz in einen Zustand der geistigen und sozialen Kreativität und Aufbautätigkeit übergeleitet werden.

Weltbürgerlichkeit habe man genügend bewiesen. Vom inhumanen Europa könne man ohnehin nichts Nützliches lernen:

8. In den letzten Jahrzehnten hat die neue, gebildete Generation Asiens und Afrikas die philosophischen, kulturellen und geistigen Schulen Europas unmittelbar kennengelernt. … Phrasen, die uns nichts angehen, die mit unserem Schicksal, mit unseren Sorgen und Problemen nichts zu tun haben. Der Orientale leidet unter Hunger, der Abendländer unter Übersättigung.

Schariati holt die Antikapitalisten und Kolonialismuskritiker in Orient und Okzident ab. Zugleich initiiert er die Bereitschaft, die Welt in kulturrelativistischer Weise zu denken, es gebe eine Mehrzahl von Weltregionen, deren Standards nicht aufeinander zu übertragen seien. Was unter den radikalen Konstruktivisten der europäischen Sozialen Arbeit von heute und bei den Multikulturalisten des halbernst gemeinten deutschen Integrationsbetriebs auf Zustimmung stoßen dürfte, denn endlich hat man mit Ali Schariati die Erlaubnis, diese nervenden Standards der AEMR und die frauenrechtlichen Forderungen einer Alice Schwarzer nicht auf die irgendwie so geheimnisvoll andersartige Spezies übertragen zu müssen, auf die von „Alterität“ und „Differenz“ gekennzeichneten und damit nahezu außerirdisch anmutenden Muslime, auf die mehr oder weniger freiwillig im Einklang mit Sunna und Scharia lebenden Einwanderer in Köln-Ehrenfeld oder Duisburg-Marxloh.

Man kann den edlen, aufregend männlichen Wilden so lassen, wie er ist, auf Wunsch polygam, der Ehefrau das Ausgehen verbietend und der Tochter das Heiraten eines Nichtmuslimen oder das Zusammenleben mit einer Frau oder ein Leben als Ledige, und so preist man als Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning die „Virginität“, den Jungfernhäutchenkult, und die arrangierte Ehe. Wenn man als Sozialdezernent oder Sozialpädagoge erst allüberall im Bildungsbereich und Arbeitsleben das Kopftuch zulässt und die spirituelle Burka gleich mit, wird die Integration schon gelingen, so schlimm ist die Implementierung der Scharia ins Rechtssystem ja auch wieder nicht, wie uns Rowan Williams, Mathias Rohe, Christian Giordano und Mustafa Cerić erläutern, und überhaupt bleibe der Islam eine „im Kern friedliche Religion“, wie die Herren Pöttering und Köhler versichern. Zurück zu Schariati.

Beides sei verkümmert und müsse geschichtsbewusst und koranbasiert neu organisiert werden, Ökonomie und Kultur des Iran, unabhängige Nutzung der Bodenschätze und religionszentriertes Geistesleben, sonst drohe eine Fortsetzung der Abhängigkeit und eine Zukunft als wirtschaftlich ausgebeutete und auch seelisch versklavte Kolonie der US-Amerikaner und der Europäer:

12. Wenn eine Gesellschaft nicht fähig ist, ihre materiellen Ressourcen in ihren Dienst zu stellen, finden sich andere Gesellschaften, die diese Fähigkeit besitzen und davon Gebrauch machen. … Der aufgeklärte Europäer, der den Orient besser kennt als wir Orientalen, benutzt unsere kulturellen und geistigen Quellen und schafft neue philosophische Schulen und Ideen.

Schariati fährt mit seiner sanften Volksverhetzung fort: Europa sei der ewige Feind des Orients, das Territorium der Widersacher der schariatreuen Humanität, Irans Zukunft liege im politischen Anti-Okzidentalismus:

13. Der Gegner, der ein Volk um seine Unabhängigkeit und nationale Identität bringt, lehrt es am besten, wie es sie wieder zurückerlangt. Daher ist es notwendig, zu ergründen, wie wir durch den Westen von unseren kulturellen und geistigen Quellen abgeschnitten wurden.

Von der eigenen Makellosigkeit und Unschuld überzeugt zu sein, ist ein Ausdruck orthodox-muslimischen Selbstbewusstseins und enthemmter Lernverweigerung. Ein sehr islamisches Denken offensichtlich, mit dem Finger auf das Gegenüber zu zeigen und zu sagen: „Der da hat angefangen!“ So wird das nichts mit dem Ankommen in der kulturellen Moderne.

Die Internationale der Antiokzidentalisten hingegen sei human, da sie islamisierungsfreundlich ist und auf volle Frauenrechte und Pressefreiheit verzichtet:

14. Hätten wir lieber statt Bert BRECHT Katib YASIN gelesen, anstelle von Jean Paul SARTRE Omar MOULUD oder Omar EZGAN kennengelernt, statt Albert CAMUS Frantz FANON gelesen, um uns kennenzulernen.

Der algerische Schriftsteller Yacine KATEB (1929-1989) ist gemeint, der unter dem Künstlernamen »Kateb Yacine« schrieb, ein moralischer Anwalt für die Minderheitenrechte der Berber, der sich ab 1947 zum Kommunismus bekannte. Der Aktivist mischte Lokalpatriotismus oder auch Xenophobie mit Atheismus und Islamresistenz: „L‘ Algérie arabo-islamique est une Algérie contre-nature.“ Kateb Yacine arbeitete kürzere Zeit als Dockarbeiter und dann als Journalist, lebte vorübergehend in Paris, lernte 1954 Bertolt Brecht kennen, hielt sich zeitweilig in Kairo auf und nahm eine Einladung in die Deutsche Demokratische Republik (DDR) an. Der Religionskritiker und Kopftuchgegner trat für die Gleichberechtigung der Frau ein, Schariafreund Schariati muss ihn also missverstanden haben, und setzte sich für das Tamazight, die Berbersprache ein. Sohn Amazigh Kateb singt heute bei der französischen Musikergruppe »Gnawa Diffusion«, die er 1992 in Grenoble gründete (2).

Frantz Fanon (1925-1961) war ein auf Martinique geborener Psychologe, Politiker und Autor. Der Ideologe der Entkolonialisierung und Unterstützer des 1954 gegründeten algerischen, nach der gewonnenen Unabhängigkeit Sozialismus mit Islambegeisterung verschmelzenden »Front de Libération Nationale« (FLN, Ǧabhat al-Taḥrīr al-Waţanī), der Nationalen Befreiungsfront, wird in radikalislamischen Kreisen ebenso wie bei Europas linksradikalen Proislamisten mit Begeisterung zitiert. Bei ahlu-sunna.com etwa verbreitet ein gewisser Mohammed Isa ein Wort von Frantz Fanon: „Das Problem ist klar: die Fremden müssen verschwinden. Bilden wir eine gemeinsame Front gegen den Unterdrücker und verstärken wir diese Front durch den bewaffneten Kampf“ und betreibt auch gleich dschihadistische Nachrüstung mit Malcolm X: „Wenn du nicht bereit bist, dafür zu sterben, dann streiche das Wort »Freiheit« aus deinem Vokabular (3).“

Mit billigem Rechtspopulismus ruft Schariati zum Verwerfen des „Westlichen“ auf, zum Boykott von einem populären amerikanischen Erfrischungsgetränk und zur Hinwendung zum Iranisch-Nationalen, das sich bei Schariati bekanntlich aus der Quelle namens Religion oder vielmehr Allah speist. Der Feind sei im eigenen Volk zu finden, als der gemeine Gewalt anwendende, prowestliche Dekadente:

22. Wir haben nicht einmal mehr die Fähigkeit, unsere Getränke auszusuchen. Welcher [Iraner] hat schon den Mut zu sagen: Mir schmeckt kein Coca Cola? Was geht dich das an, was hast du denn schon zu bestimmen, dass dir kein Cola schmeckt, sondern Buttermilch? Schämst du dich denn nicht, so etwas zu behaupten, auch wenn du dein Leben lang Buttermilch getrunken hast?

Das mag ja in humorigem Stil vorgetragen worden sein und von den Studenten der Stadt des Erdöls Abadan mit Erheiterung aufgefasst, doch lässt sich denken, wie sehr ein nationalistisch-iranischer und zunehmend streng an der Scharia orientierter Konformismus das Klima auf dem Universitätsgelände bestimmt haben mag: Jeder Student erhält aus der Hand Ali Schariatis den Freibrief, den Sympathisanten des amerikanischen oder europäischen Lebensstils als Landesverräter zu brandmarken und die Forderung nach vollen Rechten für Atheisten und Frauen für einen fortgesetzten Versuch der Zerstörung der islamisch-iranischen Kultur und Erhabenheit.

Dabei gibt sich Schariati keinesfalls als Theoretiker, sondern inszeniert sich den jungen Menschen als orthopraktisches Vorbild an gereinigter, „entwestlichter“ Gesinnung, fordert die konsequente orientalisch-islamische Lebensweise, ohne dass wir wissen, ob der Redner zur Stunde europäische Straßenschuhe oder arabische Sandalen trug. Mit der unfreiwillig albernen, verbissenen Logik eines xenophoben Trägers von Trachtenjankerl und Lederhose berichtet Schariati aus dem fernen Europa:

23. Als ich in der Schweiz einen Freund aufsuchte, sah ich, dass er ein Paar orientalischer Schuhe an die Wand seines Zimmers gehängt hatte. „Was ist das?“ fragte ich ihn. „Rückbesinnung auf mich selbst,“ erwiderte er. „Das ist keine Rückbesinnung, wie du glaubst. Wenn du dich wirklich auf dein Iranertum besinnen willst, musst du wissen, dass der Iraner seine Schuhe nicht an die Wand hängt, sondern vor die Tür stellt, um sie anzuziehen. Wenn du dieses orientalische Schuhwerk angezogen [hättest] und damit auf die Straßen von Genf gegangen wärest, hätte ich verstanden, wie ernst du es meinst.“

Traditionsbewusstsein oder die ernste Suche nach dem Authentischen könnte uns ebenso anrühren wie fröhlich-geradlinige Heimatliebe, doch bemüht sich Schariati nicht, etwaigen schamanisch-animistisch inspirierten oder mutterrechtlich organisierten Stämmen der islamisch beherrschten Erdteile auf die Spur zu kommen oder auch der Lebensweise und Ethik der diskriminierten orientalischen Christen seiner Gegenwart, sondern verteufelt das Vaterlandsvergessene beziehungsweise Uniranische an sich, und, an dieser Stelle des Vortrags noch etwas wenig hörbar, dämonisiert er ebenso alle Unislamische oder gar Islamfeindliche.

24. Die kolonialistische Soziologie Europas hat es richtig verstanden: Um dem Orient die Identität zu nehmen, ihn ohne Mühe auszuplündern, irrezuführen und zu regieren, musste man ihn von seiner Geschichte trennen; sobald er die Identität verliert, läuft er mit Stolz und Opferbereitschaft dem Westen nach.

In den Grenzen der immerhin bereits 1948 verfassten Menschenrechte lässt sich eine antikolonialistisch motivierte innere Bewegtheit der Menschen im damaligen Iran sicherlich gut nachvollziehen (und vielleicht auch bei den Ägyptern zur Zeit des Baus des Suez-Kanals, einem Milieu, dem Ḥasan al-Bannā entstammte bzw. das er nutzen konnte, der Gründer der Muslimbruderschaft). Schariati vernebelt hier Menschenrechte und koloniale Ausbeutung ganz bewusst, um jeden Atheisten und jede Frauenrechtlerin als einen Agenten der Ausbeuter darzustellen. Damit lädt er die Schuld auf sich, der Islamischen Revolution den Weg bereitet zu haben. Den Totalitarismus von Sunna und Scharia, die Willkür und der geheiligte Sadismus der Islamischen Sakraljurisprudenz des Fiqh kannte Schariati gut genug, er hat hier ganz bewusst zur Menschenrechtswidrigkeit der Scharia geschwiegen, stattdessen mit grandiosem Gestus Coca-Cola verworfen.

Cola-Gegner Schariati wurde erhört. Im Jahre 2002, in welchem Saudi-Arabien zum Cola-Boykott aufrief, erfand der in Frankreich wohnhafte Tawfik Mathlouthi die proislamistische, antijüdische und propalästinensiche Variante des Cola-Trinkens, Mecca-Cola. Mecca-Cola, deren Unternehmenssitz mittlerweile in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) ansässig ist, sponsorte das im Oktober 2003 in Malaysia abgehaltene Gipfeltreffen der Organisation of the Islamic Conference (OIC), ihre trinkbare antiwestliche Gesinnung war dabei offizielles Getränk jener Organisation, deren Kairoer Menschenrechtserklärung von 1980 alle Gesetze unter den Vorbehalt der Scharia stellte (4).

Nun wird Schariati fromm und erweist sich zwar als Muslim, aber ebenso, die aus seiner Sicht moralisch angekränkelten Europäer betreffend, als ein Führer der etwas minderwertigen Dhimmis zur ehrlichen christlichen Gottesfurcht, stammt doch alle Humanität von Allahgott und war Martin Luther, ohne es zu wissen, durch Mohammed inspiriert:

26. Die Islamisierung des Christentums während der Kreuzzüge hat den Protestantismus hervorgebracht. Ein Teil des Christentums wurde zu einer protestierenden und kritisierenden, einer profanen, auf dem materiellen und sozialen Leben beruhenden Religion. Das Christentum, das während der tausendjährigen Periode des Mittelalters den Stillstand bewirkte, wurde zu einem Faktor der Bewegung und des Aufbaus in Europa. Die Behauptung, die Absage an die Religion in der Renaissance habe die moderne Zivilisation hervorgebracht, ist falsch. … Es war der Protestantismus, der die neue Zivilisation hervorbrachte.

Das Fünfzehnte und Sechzehnte Jahrhundert sei also beinahe die gesamteuropäische Herrschaft Allahs gewesen, nur zum Islam hätten die Abendländer noch übertreten müssen. Dann wäre das Paradies auf Europas Erden zum Greifen nahe gewesen, denn:

26, 27. In der Renaissance gab es keinen Materialismus und Atheismus. Die führenden Köpfe und Persönlichkeiten der Renaissance waren alle religiös. … Die Bewegung der Renaissance kam nicht zustande, um eine Absage an die Religion zu erteilen. Damals kam man noch nicht auf die Idee, wie Hitler die Geschichte erst ab heute zu erschaffen.

Wie Hitler, ja, und wie Mohammed, der Zerstörer der altorientalischen Kultur und der altarabischen Erinnerungsfähigkeit.

Mao, Hitler und Mohammed stehen für den totalitären Kunstmythos, der, einer Explosion einer Atombombe gleich, Geschichtlichkeit, Zweifel und Zwischentöne auslöscht zu einem ewig wiederholten Jetzt. Widersacher dürfen für das bewahrte oder gesteigerte Allgemeinwohl getötet werden. Soziales Wohlverhalten mit allgegenwärtigen Geheimdiensten und gewalttätigen Sittenwächtern durchgesetzt, jeder Mensch ausgelöschten Eigenwillens, jedes Ex-Individuum hat sich in Orthopraxie zu üben. Dissidentenmord wird bei Mohammed, Hitler und Mao zum „schönen, wohltätigen“ Handeln und hebt die glaubensbewegte „Harmonie“. Man stimme gefälligst mit ein in das Gejubel der Eintracht.

Harmonierhetorik pur: Derweil in China jährlich etwa 8.000 Menschen hingerichtet werden (5) und während die Volksrepublik die Militärdiktatur des kleinen Nachbarlandes Myanmar kalkuliert (Burma hat demnächst einen Tiefwasserhafen, das an Wäldern arme China braucht den Rohstoff Holz (6)) billigt, lautet eine Aufschrift am Pekinger Tor des Himmlischen Friedens, an dem Mao Zedong am 01.20.1949 die Volksrepublik China ausrief „Lang lebe die Einheit der Völker der Welt.“

Schariati fordert eine Islamische Restauration, Renaissance oder Revolte, einen Islamischen Protestantismus. Es gelte, analog zu den Europäern zu handeln, historisierend-orientalisch und anti-europäisch, parallel zu ihnen, nationaliranisch und radikalislamisch, dabei aber nicht auf ihre Lügen hereinzufallen, mit denen sie ihr aggressives Christianisierungsbestreben im falschen Namen von Demokratie oder Menschenrecht tarnen:

27. Was bedeutet Renaissance? Renaissance ist die Rückkehr zu den alten griechischen Quellen, die im Mittelalter unerkannt blieben. Sie bedeutet keinen Abfall vom Christentum, sondern die Umsetzung des christlichen Empfindens, der christlichen Kultur von einem Zustande der Schwäche, des Stillstands, in einen Zustand der kritischen, konstruktiven, intellektuellen und beweglichen Zielsetzung, das heißt, in den Protestantismus. Diese Entscheidung der europäischen Intellektuellen im 15. Jahrhundert und in den beiden darauffolgenden Jahrhunderten bewirkte die große westliche Zivilisation von heute; nämlich die Entscheidung, auf die westlichen kulturellen Quellen der alten Griechen und Römer sowie auf die großen Quellen der christlichen Glaubenslehre zurückzugreifen. … Das haben sie getan, und erreicht, was sie wollten. Warum erzählen sie uns das Gegenteil? Sie hätten sich von der Religion losgesagt …

So gesehen – radikalislamisch – wird jede Demokratisierung eines außereuropäischen Landes zur Christianisierung und wird das weltweite Umsetzen von allgemeinen Menschenrechten, also auch von Frauenrechten, zu einem Akt der Versklavung der Muslime durch die europäischen und nordamerikanischen Kolonialherren. Nicht viel anders argumentieren Murad Wilfried Hofmann, Recep Tayyip Erdoğan und Pierre Vogel, und allen dreien kann man leider nicht nachsagen, die Scharia falsch verstanden zu haben.

Die Scharia will die Erniedrigung der Frau, das sklavenähnliche Leben der Juden und Christen und den Mord an jedem bekennenden Islamapostaten. Einen anderen Islam gibt es seit 1.400 Jahren leider nur in der von Barbara John, Ursula Boos-Nünning, Armin Laschet oder Mathias Rohe inszenierten Als-ob-Wirklichkeit der wenige Stunden währenden Akustik der Integrationsdebatten oder auf den Bühnen der beispielsweise um den katholischen Theologen Thomas Lemmen und Ehefrau Melanie Miehl kirchlich organisierten (finanzierten) rituellen Islambeschwichtigung: Den „im Kern friedlichen“ Dialog-Islam.

Die Scharia ist nicht modernisierbar, die diesbezüglichen Projekte von Abdullahi Ahmed an-Na’im in den USA und Mathias Rohe in Deutschland gefährden die Demokratie und arbeiten auf die zu vermeidende Rechtsspaltung hin. Wir wollen das einheitliche Recht, keine islamrechtlich befreiten Zonen mit Vielweiberei und dem nur maskulinen Aufenthaltsbestimmungsrecht über das Kind. Schariati:

29. Was müssen wir nun tun? Wir müssen die Kontinuität der Kultur wiederherstellen.

So ungefähr sagt es in Deutschland auch die NPD.

Von Menschenrechten spricht Schariati gar nicht erst, er will sich durch das beängstigende Weltall am alleinig rettenden Strick, der bekanntlich mit einem Ende an der mohammedschen Vergangenheit festgeknotet ist, in die Zukunft zu Allahgott entlang führen lassen. Der so genannte Denker möchte vom Medinastaat ins Paradies hangeln wie einst der Theseus am Ariadnefaden durchs grausige Labyrinth krauchte.

Doch noch sei der echte, wahre Islam verschüttet, ein Schulfach Islamischer Religionsunterricht sei in das derzeitige Schulsystem, das Teil des antimuslimischen und prowestlichen Systems ist, Adorno: Es gibt kein richtiges Leben im Falschen, gar nicht integrierbar, wie Schariati ob seiner frechen Unorthodoxie etwas in Hektik geratend befindet:

29. Unter diesen Umständen gibt es nur einen einzigen Weg, nämlich sie [die Religion] aus dem Programm zu streichen. Man sollte die Religionskunde aus dem Programm streichen, damit die Absolventen überhaupt nicht wissen, was Islam ist. Sie sollen nichts darüber gehört haben. Nur so können sie später den wahren Islam kennenlernen und verstehen.

Der nach Ali Schariati makellose Ur-Islam ist vorläufig individuell zu verherrlichen. Spontanverherrlichung, sozusagen. Millionenfach.

Schuld an der derzeitigen Wahrnehmungsstörung der Muslime zu ihrer orientalischen Geschichte und Kultur sowie vor allem zum Islam ist der „Westen“:

31. Die Abendländer haben leider unsere Geschichte im Gegensatz zu der Geschichte der Afrikaner nicht verleugnet, sondern gesagt, ihr habt eine, aber in dieser Form. Wir haben sie uns angesehen und uns davor geekelt.

Die Scharia ist für aufgeklärte Menschen ekelhaft, nicht so für Herrn Schariati.

31. Wir flüchteten vor dem Bild, das von uns gezeichnet wurde, und nahmen Zuflucht bei der europäischen Kultur

Unsinn, der so genannte islamische Teil der Welt braucht Pressefreiheit, keinen Wiener Walzer, Frauenrechte und Religionsfreiheit statt Currywurst.

Dieses „Bild in den Köpfen“ der Menschen über den Islam sei schrecklich verzerrt. Dem Anschein und der Tatsache ist als frommer Muslim eben niemals zu trauen. Eine Art von Bildersturm muss her:

31. Unser Ausweg besteht darin, dieses Bild zu zerstören und … unsere großen kulturellen Quellen bewusst … zu erforschen und zu bearbeiten – aber nicht so, wie es der Westen für uns getan hat, wovor man sich ekeln muss.

Die neunjährige Ehefrau und die Steinigung der Ehebrecherin ist für Ali Schariati völlig in Ordnung, sich vor dem per Imam-Ehe legalisierten Sex mit einem kleinen Mädchen oder vor dem Anblick der das gesamtmuslimische Seelenheil rettenden zerschmissenen Frau zu ekeln ist für den revolutionären Feingeist hingegen gar nicht in Ordnung.

31. So wie wir in der Wirtschaft die Rohstoffe in Energie umwandeln und große Industrie- und Produktionsstätten aufbauen, Bewegungen entfesseln, so müssen wir auch im Denken, in der geistigen Tätigkeit, in der Bildung unserer Persönlichkeit und kulturellen Unabhängigkeit handeln.

Der fromme Antikommunist und Antikapitalist sagt ungefähr: Iraner, macht euch bereit für Allahs irdische Herrschaft. Wie wir heute wissen, hat das iranische Volk dem angeblichen Modernisierer des Islam erfolgreich gelauscht.

Jacques Auvergne

(1) The Federation of American Scientists (FAS). „One example of the coordinated efforts of Iranian intelligence is found in Iran’s diplomatic mission in Bonn at Godesberger Allee 133-137, which is the headquarters of the Iranian intelligence services in Europe. Some 20 staff members work for the Ministry of Intelligence and Security, and representatives from other agencies also use the embassy’s specially secured third floor, where six offices and a radio room are reserved for the agents. From the six-story building in the government district the services monitor the 100,000 Iranians living in Germany, harass undesirable opposition members, and attempt to procure technology in Germany for the production of nuclear, chemical, and biological weapons. In the German language area alone, there are as many as 100 firms allegedly under Iranian influence for the procurement of such sensitive technology. Other bases of operations include the consulates in Frankfurt and Hamburg, and the „Imam-Ali Mosque“ in Hamburg, said to be the largest Muslim religious center outside the Islamic world.“

http://www.fas.org/irp/world/iran/jcso.htm

(2) »Gnawa Diffusion«

Gnawa ist die Musik der im 16. Jahrhundert schariakonform verschleppten und verkauften dunkelhäutigen Sklaven (Ghnaoua), die später regional eine veritable Sufi-Tariqa darstellten und ihre sehr afrikanisch gebliebene Musikkultur oberflächlich islamisierten

http://mon.algerie.voila.net/images/Actu07_Gnawa.jpg

»World Music Central. Your Gateway to the World of Music« stellt die Band »Gnawa Diffusion« vor:

“France has had a long tradition of producing bands specialized in „musical fusion“. Listening to the rich musical cross-over in the work of Gnawa Diffusion, it appears that this term might very well have been invented to define the innovative new sound of Amezigh Kateb’s band. The members of Gnawa Diffusion, who are based in Grenoble in the South East of France, come from a rich mix of musical and cultural backgrounds. Fusing their individual influences into a collective sound, Gnawa Diffusion have woven elements of rap, ragga, jazz, reggae and rai into a vibrant musical patchwork.”

http://worldmusiccentral.org/artists/artist_page.php?id=4790

(3) »Islam nach Quran und Sunnah und dem Verständnis der as-Salih« lässt im Chat über »Die Wiederbelebung des Islam« Frantz Fanon verwenden.

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/23131-Wiederbelebung-des-Islam

Über Administrator Tariq erfahren wir: „Geschlecht: Männlich, Religion: Islam, Glaubensrichtung: Ahlu Sunnah, Herkunft: Deutschland/Marokko.“

http://www.ahlu-sunnah.com/members/2548-Tariq

Das englische Wikipedia nennt Fanon unter Black nationalism (Nationalisme noir)

http://en.wikipedia.org/wiki/Black_nationalism#Frantz_Fanon

Nationalisme noir

http://fr.wikipedia.org/wiki/Nationalisme_noir_aux_%C3%89tats-Unis

(4) Mecca-Cola, propalästinensich. Ne buvez plus idiot, buvez engagé – Trinken Sie nicht mehr dumm, trinken Sie engagiert!

http://en.wikipedia.org/wiki/Mecca-Cola

Allahgott und der Cola-Feind Schariati können zufrieden sein, seit 1979, seit der Islamischen Revolution, trinkt Teheran Zam Zam Cola

http://en.wikipedia.org/wiki/Zam_Zam_Cola

Seit 2005 gibt es Qibla-Cola

http://en.wikipedia.org/wiki/Qibla_Cola

(5) China und die harmonisierende Todesstrafe. Bei Wiki, Quelle siehe unten (HRIC), findet sich der Hinweis: „Liu Renwen, ein Professor am internationalen Rechtsinstitut der chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften äußerte, dass in China ca. 8.000 Menschen pro Jahr hingerichtet würden. Damit würden in China etwa 20 Mal so viele Todesstrafen verhängt wie in allen anderen Ländern der Welt zusammen.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenrechte_in_der_Volksrepublik_China#Todesstrafe

In THE MYSTERY OF CHINA’S
DEATH PENALTY FIGURES berichtet Wang Guangze: “China executes an estimated 8,000 people each year, nearly 20 times the number of people executed in all other countries combined.”, veröffentlicht bei: HRIC, Human Rights In China

http://hrichina.org/public/PDFs/CRF.2.2007/CRF-2007-2_Mystery.pdf

HRIC, Human Rights In China

http://hrichina.org/public/index

(6) Warum China ein möglichst undemokratisches Burma braucht. Über den geplanten Tiefwasserhafen berichtet die in Düsseldorf erscheinende Wirtschaftswoche in ihrer Online-Ausgabe wiwo.de vom 08.10.2007.

In »Der hässliche Verbündete« weiß Matthias Kamp:

„Vor allem die großen Rohstoffvorkommen Myanmars haben Pekings Begehrlichkeiten geweckt. Allein die nachgewiesenen Gasvorkommen von 540 Milliarden Kubikmetern sind mit die größten in Asien. Dazu kommen Nickel, Kupfer, Erdöl und das so dringend für den chinesischen Bauboom benötigte Holz. … Kyauk Phyu, etwa 600 Kilometer westlich von Rangun, soll einen Tiefwasserhafen bekommen, über den Öl und Gas aus Afrika und dem Nahen Osten dann nach China fließen werden. Der teure und zeitaufwendige Seeweg über die Straße von Malakka wäre dann für Chinas Importe und Exporte überflüssig.“

http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/der-haessliche-verbuendete-228762/

Ali Schariati: Wo fangen wir an?

Juni 14, 2010

تراكز

tarākuz

Konzentrizität

Mehr Allahzentrik, mehr Reform

Auszüge aus der knapp vierzig Jahre alten Rede von Ali Schariati: »Wo fangen wir an?« islamkritisch kommentiert. Von Jacques Auvergne

Weltweite Bekanntheit erlangte der Vortrag »Where shall we begin?«, den der Iraner Ali Schariati (ʿAlī Šarīʿatī, 1933-1977) am 22.11.1971 hielt, zu einem Zeitpunkt, an dem nach Aussagen der den hier untersuchten Redetext veröffentlichenden, seinerzeit im beschaulichen Bonn am Rhein ansässigen Botschaft der allahfaschistischen Islamischen Republik “noch keine Anzeichen für eine Revolution in Iran zu erkennen” gewesen waren, “die Monarchie wähnte sich in Sicherheit, und das Land wurde nach einhelligem Urteil der Beobachter als seine Insel der Stabilität bezeichnet. Um so verwunderlicher ist es, daß er schon am Beginn seiner Ausführungen die Fragestellung des Themas damit begründet, daß sich die Gesellschaft in einer Übergangsphase befinde und Fragen dieser Art in dem Bewußtsein gestellt werden, daß etwas geschehen müsse, um die herrschende Ordnung durch eine andere zu ersetzen” (Seite 3).

Tatsächlich scheint Schariati gleichsam prophetische Gaben besessen zu haben und sind zwischen seiner gesprochenen Rede und der Islamischen Revolution nur siebeneinhalb Jahre vergangen. Die Bad Godesberger Vertretung des seit 31 Jahren für Allahgott mordenden Mullah-Regimes verwendet den iranischen Intellektuellen nachträglich, im Oktober 1982, nur dreieinhalb Jahre nach der Staatwerdung der jenseitszentrierten Pflichtenlehre. Eine Nutzbarmachung, gegen die der als modern geltende Denker allerdings vielleicht gar nichts einzuwenden gehabt hätte. Denn sicherlich ist äußerlich ein größerer Kontrast zwischen dem mediterran und modern wirkenden, kurzhaarigen und glattrasierten Intellektuellen und dem patriarchalischen Würdenträger, dem mit Mantel und Turban geschmückten Ayatollah Chomeini, kaum möglich, womit uns die Widerspenstigkeit überlassen bleibt, das schier Unglaubliche für möglich zu halten, nämlich dass beide, Chomeini und Schariati, in ihrem Leben dass selbe gewollt zu haben. Nichts anderes jedenfalls versuchen wir hier zu belegen.

Dass wir etliche Dimensionen und Vokabeln Schariatis aus der Perspektive Allahgottes oder jedenfalls Mohammeds lesen sollten, behält die iranische Botschaft nicht einmal für sich: “Der Begriff ‚Aufgeklärtheit‘ erfährt dabei eine neue, wenn auch nicht in allen Einzelheiten neue Definition. Schariati greift dabei auf Quellen der islamischen Tradition zurück (Seiten 3 und 4). Wo nach seiner Ansicht der Aufgeklärte anfangen soll, sagt Schariati in dem vorliegenden Vortrag”, und wir brauchen die Antwort nicht lange zu suchen. Denn wenn sich einem Menschen, dessen sprichwörtliche Wolle in der als naturhaft behaupteten Farbe des Islam gefärbt worden ist, ein Problem oder eine Frage stellt, dann hat er die Antwort nicht irgendwo zu suchen und schon gar nicht bei sich selbst, sondern bei seinem Imam, dessen Scheich oder Ayatollah, dieser hat sich an Buchari zu halten jedenfalls darf er ihn nicht abrogieren, Buchari selbst trat millimetergenau in die in die Fußspuren der prophetischen Biographie und folgte islamfromm (absolut gehorsam) dem Koran, der Anweisung Mohammeds, um schließlich mit Mohammed und stellvertretend für ihn aus der einzigen Quelle zu trinken, aus der dieses Weltall entsprungen ist, aus jenem absoluten Anfang alle Erkenntnis und Ethik zu schöpfen, deren Sphärenmusik jeden individuellen Klang als satanischen Misston verstehen muss. Aller Dinge Anfang ist der redende und gewaltbereite Gott, anfangen im Einklang mit der Scharia heißt, bei Allah zu beginnen.

5. Wo fangen wir an? … Wer soll etwas anfangen? Und wofür?

Wo beginnen – selbstverständlich beim begrenzt barmherzigen Gott, dessen Name mit A beginnt. Wer – natürlich jeder, die Verweigerer sind tüchtig zu diskriminieren, damit, wie im Himmel so auf Erden, die vom Satan befallenen, fehlgeleiteten Menschen pädagogisch erlebbar bleiben und andere nicht anstecken. Wofür – um der Hölle zu entgehen, und um dafür vorab streng nach der Scharia zu leben. Mit diesen Antworten jedes gottesfürchtigen Muslimen, dem Jenseits mehr (Märtyrer, Sufis, Frauen) oder weniger (Präsidenten, Mafiosi, Ayatollahs, Scheichs) nachgeordnet, ergibt sich wie nebenbei der Aufbau einer heilssichernden Staats- und Gesellschaftsordnung, das irdische Kalifat.

5. nur der Aufgeklärte empfindet Verantwortung gegenüber seiner Gesellschaft

Der Schariaverweigerer sei von unlauteren Motiven getrieben und könne letztlich keine Verantwortung tragen.

6. Aufgeklärter ist derjenige, der sich sowohl seiner eigenen als auch der Situation der gesamten Gesellschaft in einem geschichtlichen Zeitraum bewusst ist.

Das entsprechende Geschichtsbewusstsein stiftet der in himmlischer Herkunft und geistiger Wirkung geschichtslose Koran.

6. Wissenschaftler wie Wernher von Braun und Albert Einstein sind aufgerufen, dieses geistige Erbe anzutreten und fortzuentwickeln.

Nur zum Islam müssen sie noch übertreten. Unwissentlich frönt Schariati einer Art von Cargo-Kult, den heftig abzulehnen seine dezidiert antiwestliche und wie beiläufig menschenrechtswidrige Islam- und Orientverherrlichung ausmacht. Schariati will das Mana des technischen Erfolgs für das Kalifat dienlich machen.

Angetrieben von einer sehr ähnlichen politischen Magie und umwölkt von Armeen, die einem esoterischen Führerkult verpflichtet sind, der sich mit dem Mahdi-Glauben überlagert, bastelt dieser Monate der islamfromme Herr Ahmadinedschad an der Atombombe, was die Menschheit verhindern möge.

7. Die Aufgeklärten. … Ihre größte Verantwortung besteht darin, der Volksmasse zur Selbsterkenntnis zu verhelfen

Die Mehrheit ist schließlich doof.

7. denn erst die Selbsterkenntnis macht eine erstarrte Volksmasse zu einer dynamischen Gesellschaft

Nachdem die Mehrheit den Heilsbringern oder der führenden Kaste gefolgt ist, stellt sich ein Zustand ein, der nachfolgend als goldenes Zeitalter im Geschichtsbuch steht. Die kulturrassistische Dhimmitude von al-Andalus muss dafür bekanntlich immer herhalten. Schariati selbst nennt hier keine vorbildliche Zeit, und so dürfen wir seiner Mischung aus Schweigen und Gotteslob entnehmen, dass er den prophetischen Staat von Medina und den Wirkungskreis des hochmittelalterlichen al-Ghazali nicht gerade für unmoralisch und wurmstichig halt.

7, 8. Der Wissenschaftler entdeckt die Tatsachen und erforscht und beschreibt sie; der Aufgeklärte weist den Weg zur Wahrheit. Der Wissenschaftler zeigt, wie die Dinge sind; der Aufgeklärte sagt, wie sie sein sollten.

Eine visionäre Quasi-Priesterschaft gibt den Kurs vor und umrahmt die gefälligst produktiven Wissenschaftler, wie der Bauer sich Nutztiere hält. Der Kurs der “in der Mitte stehenden Nation” (Koran: a nation justly balanced) ist natürlich der Weg der Vermeidung der Extreme, die lästerliche Namen wie “volle Frauenrechte“ oder “Pressefreiheit“ tragen.

Wer guckt jetzt erleuchteter aus der Wäsche, Bekir Alboğa, Benjamin Idriz oder Tariq Ramadan? Oder braucht der “Kundschafter und Vorreiter der Karawane” (8) das außeralltägliche Kostüm, das deine Folgsamkeit erheischende Sakralgewand? FIOE, ECFR und FEMYSO hätten für Europa diesbezüglich einen Großmufti im Angebot, der auf Lehrtätigkeiten in Malaysia und den USA zurückblicken kann und in Deutschland mit Friedens- und Toleranzpreisen überhäuft wird, den Bosnier Dr. Mustafa Cerić.

8. denn Wissen ist Macht, Aufgeklärtheit aber ist Erleuchtung. In diesem Sinne ist auch der im Koran und in der islamischen Kultur verwendete Begriff “hikma” (Weisheit) zu verstehen. … Dieses Licht der Einsicht und Erkenntnis, das den rechten Weg weist, ist die göttliche Erleuchtung.

Mag sein, dass Sunniten weniger romantisch argumentiert hätten, Chomeini indessen mag sich geschmeichelt fühlen. Die Unbegnadeten, um Schariatis Koranzitat (8) zu verwenden, die nicht zur erwählten Kaste angehören, nicht zu jenen, “denen Gott die Herzen erleuchten will”, tappen halt im Dunkeln und sind im Sinne des Gemeinwohls durch die Frommen von der politischen Führung abzudrängen.

9. Es gibt keine allen Aufgeklärten der Welt gemeinsamen Eigenschaften; ebensowenig gibt es “Weltbürger”. Denn von einem “Weltbürgertum” mit gleicher Sprache und Kultur sind wir noch weit entfernt!

Ali Schariati weist hier den Anspruch der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zurück. Weder Aufklärungshumanismus und Wissenschaftlichkeit noch die Standards der Gleichberechtigung der Frau möchte der Iraner als universell begriffen wissen, denn wenn auch die Forscher fleißig arbeiten dürfen, führen sollen sie nicht. Geheimnisvoll geht es weiter, und wenn die islamische Gewissheit nicht vorausgesetzt werden könnte, wäre der Leser vollends orientierungslos, eine Verunsicherung an der kulturellen Moderne, von welcher Fundamentalist Schariati profitieren will:

10. Die Tatsache, nach Europa gefahren zu sein, neue Weltanschauungen kennengelernt, studiert und vielleicht ein Diplom erworben zu haben, berechtigt noch niemanden, sich als Aufgeklärter zu bezeichnen. Weil die Bezeichnungen “Aufgeklärter, “Wissenschaftler” und “Intellektueller” bei uns bislang als Synonyme verstanden wurden, hatten wir nie eine konkrete Vorstellung davon, was ein Aufgeklärter tatsächlich ist.

Nichts ist gewiss, nur die religiös begründete Segregation der Kulturräume:

11. So kann ein Schwarzafrikaner in seiner Gesellschaft als aufgeklärt gelten, in einer islamischen jedoch möglicherweise von keinem Nutzen sein. Dort ist er fremd und unbeholfen.

Um sich zu integrieren, muss der Schwarze also zur wahren Religion konvertieren.

11. Wer in Frankreich nach der industriellen Revolution oder in Westeuropa nach den Weltkriegen als Aufgeklärter galt und in seiner Gesellschaft eine konstruktive Rolle gespielt hat, kann diese Rolle beispielsweise in Indien nicht spielen und dort als Aufgeklärter eine Verantwortung übernehmen.

Lasst uns mit eurer AEMR in Ruhe. Der Parteigänger der Gleichberechtigung von Mann und Frau hat sich zwischen Kairo und Malaysia als “fremd und unbeholfen” zu fühlen, dafür sorgen die schariatreuen “Aufgeklärten” (Schariati), die im Sommer des Jahres 2009 jeden Wunsch des iranischen Volkes nach Weltbürgerlichkeit und Demokratie mit Knüppeln und Galgenstricken für einige Zeit, leider, erfolgreich beendeten.

12, 13. Ein Prediger, der bei einer bestimmten Teheraner Bevölkerungsschicht als guter Redner gilt, kann sich z. B. in den armen Dörfern der Wüste von Khorassan als sehr schlechter Redner erweisen.

Dafür zu sorgen, dass sich die einzelnen Milieus der Hauptstadt und diejenigen des gewaltigen Landes in Chancengleichheit, Weltverständnis und Menschenbild einander immer mehr annähern, möchte Schariati nicht. Vielleicht hält er das gespaltene iranische Volk für leichter kontrollierbar, der Parole “Teile und herrsche” folgend, die im politisch realisierten Islam nicht zuletzt für die höherrangige männliche und die niederrangige weibliche Menschenklasse gilt und ebenso für die erniedrigten Kasten der Dhimmitude mit dem sklavenähnlichen Status der Juden und Christen sowie der annähernden Rechtlosigkeit der Bahá’í und bekennenden Atheisten.

Schariati fährt fort, Gnadengabe, Esoterik und Führertum verherrlichend:

13. Der wahre Prediger ist weder Wissenschaftler noch Schulmeister, er ist einfach dazu berufen, aufzuklären.

Dabei sei radikale Spontaneität gefragt, denn Überblick hat schließlich nur die Gottheit. Die Freunde der Kontingenz (Niklas Luhmann) kommen voll auf ihre Kosten, und ein kleiner Herrscher (Professor, Sozialdezernent, Islamreferent) bleiben können sie vielleicht ja doch:

14. Keiner kann … mit Absolutheit für sich in Anspruch nehmen, ein Aufgeklärter zu sein. … Da muss er schon differenzieren, wann, wo und in welcher gesellschaftlichen Situation.

Ob es im Sprachgebrauch der kalkuliert verbreiteten Islamfröhlichkeit und Islamfreude eine ältere Quelle für das Wort “differenzieren” (November 1971, deutsch Bonn Oktober 1982) gibt?

14, 15. Bedauerlicherweise ist die Geschichte der Länder der Dritten Welt, insbesondere die der Islamischen Gesellschaften, gespickt mit den Irrtümern der Aufgeklärten. … Es ist die tragische Geschichte der islamischen, insbesondere der traditionell orientalischen Gesellschaften.

Tragisch ist das seit 31 Jahren andauernde Leiden der Bevölkerung unter dem Faschismus der Himmelswächter, das Sterben der ungezählten Hingerichteten und die Vertreibung der iranischen Regimekritiker ins Exil. Es sollte uns alarmieren, dass deutsche Muslime begeistert für Ali Schariati werben, beispielsweise tun das die im Fußnotenteil genannten paradiesverliebten Blogs »Meryems Welt« (FN 1), »muslime. glaubensinhalte im gesellschaftlichen kontext« (2), »Das klare Wort. Grup Vaha« (3) sowie »Morgendämmerung« (4). Die radikale Demokratieverachtung von »Meryems Welt« verdeutlicht das in Kalligraphie gehaltene Zitat, das die Blogbetreiberin feierlich auf den Titel ihrer Seite stellt, einer Weihe-Inschrift gleich: „Oh Herr, bereichere unsere Herzen in dieser vergänglichen Welt mit deiner überströmenden Liebe. Imam Chomeini“. Das Verbreiten der Texte von Ali Schariati sollte uns nicht viel weniger alarmieren als dasjenige der Schriften eines al-Maududi, Sayyid Qutb oder Necmettin Erbakan.

Kulturrelativismus über alles, außer vielleicht über Allahgott:

15. Als Zar Peter der Große nach einem Studienaufenthalt in Holland nach Moskau zurückkehrte, war er vielleicht ein Aufgeklärter, aber seine Art der Aufgeklärtheit war für seine nationale Gesellschaft nicht brauchbar.

Die zeitlose Scharia hätte dem königlichen Russen spirituell auf die Sprünge geholfen.

15. Nach langen Überlegungen schließlich glaubte er, die Ursache des Übels herausgefunden zu haben: Es waren die langen Bärte der Russen!

Beim Barte des Propheten, da hat der Iran was zu lachen. So ein dummer Russe. Und der Bartbefehl oder jedenfalls die Bartempfehlung eines Yusuf al-Qaradawi ist und bleibt sakrosankt. Heutige Freunde der nicht nur an dieser Stelle ein wenig rassistisch gefärbten Texte Ali Schariatis werden sich zufrieden zurücklehnen: iranischer Tschador und afghanische Burka dürfen auch weiterhin den Frauenleib umhüllen, denn mit ausbleibender Moderne hängt beibehaltenes Brauchtum (siehe Russenbart) grundsätzlich nicht zusammen, eher schon resultiert kulturelles Elend aus einem Erleuchtungsmangel der Führungselite. Let`s talk about sex:

17. Dabei ist der Kampf für die sexuelle Befreiung, der von Zeit zu Zeit in Afrika, Asien und insbesondere in der islamischen Welt ausbricht, lediglich ein Scheinmanöver, das von der Notwendigkeit eines echten Kampfes, der den Mächtigen der Welt gefährlich werden könnte, ablenken soll.

Und die Bonner Pfarrerin Dr. Beate Sträter kann weiterhin den ägyptischen Extremisten Sayyid Qutb mit dem südamerikanischen Befreiungstheologen Leonardo Boff vergleichen, während Sabine Schiffer aus Erlangen die Muslimbruderschaft für edle Streiter gegen Kapitalismus und US-Imperialismus zu halten beliebt. Das Islamische Recht beinhaltet nun einmal weibliche kontrollierte Sexualität und männliche sexuelle Kontrolle, und Ali Schariati möchte diese Pflichtenlehre vollumfänglich legalisieren, auch im Strafrecht soll die ewige Doktrin der Scharia Verstaatlichung erfahren und sollen Scharia-Richter flexibel (willkürlich) Recht sprechen.

Denn das Unheil dräut allenthalben, und so ist Spontaneität etwas sehr Islamisches: “Das rechte Wort am falschen Platz kann dem Unrecht dienen, wohingegen eine unbegründete Behauptung zur rechten Zeit durchaus eine positive Wirkung haben kann”, befindet Schariati (Seite 20). Sofern nur der Kontext stimmig ist, mag in dieser Logik auch mal ein Mord gerechtfertigt sein.

20, 21. In den fünfziger Jahren wurden die fortschrittlichen Ideen Rousseaus und Voltaires, die sich auf wissenschaftlich fundierte Gedanken des Nationalismus stützen, mit der Absicht wieder verbreitet, die algerischen Völker auseinanderzubringen.

Für die im Englischen gelegentlich Nation of Islam genannte umma zu werben, wäre aus Schariatis Sicht wohl sozialer.

24. Genaugenommen lautet die Frage also nicht: wo fangen wir an? sondern: wo fangen wir hier an? Demnach besteht also die dringendste Aufgabe des Aufgeklärten darin, herauszufinden, in welchem Zeitabschnitt der Geschichte sich die islamische Welt befindet.

Nicht die Menschheit, sondern der Weltislam ist die Solidargemeinschaft, auf die es dem belesenen Iraner ankommt. Diese umma sehnt sich nach einem neuen Goldenen Zeitalter:

24. Befinden wir uns im europäischen Zwanzigsten Jahrhundert, oder warum gehen wir den Weg der Europäer und werden zu Interpreten ihrer Autoren und zu Übermittlern ihrer Ideen? … Haben wir uns vom Zeitalter der Theokratie entfernt? … Leben wir im Mittelalter oder in der Zeit der Reformation? Leben wir im Zeitalter der Renaissance oder der Französischen Revolution?

Zunächst müssen wir also feststellen, in welchem Entwicklungsstadium wir uns befinden, ehe wir entsprechende Vorschläge machen können.

Chauffeur Schariati denkt mit und sagt gewissermaßen “Wo du wolle?”, wie die Comedy-Sendung »Taxi Sharia – Das Grauen hat vier Räder« ausdrückt. Oder, wie es pädagogische Praktiker sagen: “Wer nicht weiß, wo er hin will, braucht sich nicht zu wundern, wenn er ganz woanders rauskommt.”

Bei all dem vielen regionalen und zeitlichen Differenzieren ist es Schariati aus dem Sinn gekommen, die freie Meinungsäußerung zu verlangen, was ins Auge gehen kann, wie (zumal orientalische) Intellektuelle oder Schriftsteller doch eigentlich wissen müssten.

26. Unsere Kultur ist islamisch-religiös geprägt. … Unsere Aufgeklärten müssen sich darüber im Klaren sein, dass der Islam unsere Kultur geprägt hat und er die moralische Grundlage unserer Geschichte ist. Verkennen sie diese Tatsache – was nicht selten der Fall ist – geraten sie in einer Scheinwelt, in der sie sich frei von religiösen Überzeugungen fühlen, weil sie vom Geist des Europa des 19. und 20. Jahrhunderts beherrscht ist.

Dass ein religiöser Mensch, also auch ein muslimischer, seinen Glauben ja vielleicht privat leben möchte, kommt Schariati nicht in den Sinn. Vielmehr setzt er Religionskritik, zumal Islamkritik, mit einem verinnerlichten Geist der europäischen Kolonialzeit gleich. Die Scharia betreffend stehe jedem Iraner also nur der Weg der Islamverherrlichung offen, um wirklich als “aufgeklärter” Orientale gelten zu können.

27. Wenn wir, wie die europäischen Aufgeklärten des 16. und 17. Jahrhunderts, die Religion bekämpfen, begehen wir einen folgenschweren Fehler, denn das religiöse Empfinden unseres Volkes und die religiöse Kultur unserer Gesellschaft unterscheiden sich wesentlich von dem, was im Europa des Mittelalters herrschte.

Islamische Missstände sind dabei für Schariati stets etwas Unislamisches:

28. Der Aufgeklärte von heute muss sich vor Oberflächlichkeit und blinder Nachahmung hüten und erkennen, dass die irreführende Rolle, die, wie zu beobachten ist, die Religion heute spielt, nichts mit der wahren islamischen Religion und Kultur, welche die geistige Grundlage unserer Gesellschaft bilden, gemein hat und die bitteren Erfahrungen des Mittelalters nicht auf islamische Verhältnisse übertragbar sind.

Der unfassbare Islam sei missbraucht worden und werde verkannt. Das Muster ist beibehalten worden, der auf Deutschlands Dialogveranstaltungen beschworene “eigentliche” Islam ist ja gefälligst makellos. Lustvoller, tief nationaler Schmerz mag einen Teheraner Patrioten dann und wann ergreifen, Hauptsache, ein geschichtsbewusste Iraner entspricht der Devise: “Je mehr Islambegeisterung, desto mehr Aufklärung”, und liest fleißig im Koran:

28. Es ist unbedingt erforderlich, daß der Aufgeklärte einer islamischen Gesellschaft – unabhängig von seiner persönlichen Anschauung – den Islam kennt; erst dann ist er in der Lage, die Tragweite der Tragödie zu begreifen.

Indessen hält Schariati den Schleier (Hidschab, iranisch Parda), die Polygamie und die Verheiratung neunjähriger Mädchen für nicht der Rede wert, die allgemeinen Menschenrechte zu kennen ist offensichtlich auch nicht erforderlich.

29. In den letzten 300 Jahren ist die Religion durch das Verschulden der sie vertretenden Institutionen ihrer Eigendynamik beraubt worden.

Wenigstens schreibt er die Schuld an der islamischen Stagnation nicht den Europäern zu, was Lamya Kaddor (»Muslimisch – weiblich – deutsch: Mein Weg zu einem zeitgemäßen Islam«) betreibt. Nüchterne Beobachter halten Friedlosigkeit, Frauenentwürdigung und kulturelle Stagnation des Islam allerdings für neun bis vierzehn Jahrhunderte alt.

Schariati will die ganze Scharia (Nomen est omen), der Islam, die “im Kern friedliche Religion” (Pöttering im Mai 2008, Horst Köhler im Mai 2010) sei, im Gegensatz zu den anderen Religionen, reine, höchstmögliches Glück spendende Humanität:

29. Eins haben Katholizismus, Buddhismus, vedaische Anschauungen und Laotseismus gemeinsam: Sie halten die Menschen von den objektiven Realitäten des Lebens fern … Unsere religiöse Kultur, insbesondere die schiitische Richtung, weist keinerlei derartige Gemeinsamkeiten mit den genannten Religionen auf; sie lehnt solche Gedanken eindeutig ab!

Ob die gerne ganz und gar andersartigen Muslime nicht doch ein wenig mehr Ähnlichkeiten mit den von Schariati gerade beschimpften Nichtmuslimen haben, und folglich dem selben universellen Rahmen der Wissenschaftlichkeit und Rechtseinheitlichkeit unterliegen sollten?

Der angeblich moderne Denker wiederholt die uns in Deutschland aus dem, Islamkritikern gegenüber bereits leicht repressiv geführten, “Dialog mit dem Islam” bekannte Makellosigkeit des “eigentlichen” Islam:

29. Der [derzeitige, unzureichend gebildete] Aufgeklärte stellt eine gewisse Parallelität zwischen den Auswüchsen des mittelalterlichen Christentums und des Islam in unserer heutigen Gesellschaft fest und kommt so zu der falschen Schlussfolgerung, daß der Islam mit dieser Religion gleichzusetzen und daher zu bekämpfen sei, wie das Christentum im 19. Jahrhundert von den Aufgeklärten bekämpft wurde.

Schariatis Position und Argumentation ist mittlerweile dank CIBEDO, CIG, Eugen-Biser-Stiftung und Interreligiösem Rat fester Bestandteil der kirchlichen Islamrhetorik, genauer, Islambeschwichtigung, mit der islamskeptische Gegner und andere über die Scharia informierte Menschen damit unglaubwürdig gemacht werden, sie würden die Katholische Kirche “in die Zeit vor dem Konzil” zurückbringen wollen oder die Bismarcksche Feindseligkeit gegenüber jeglicher organisierter Religion (Kirchenkampf) heraufbeschwören. In unseren Kirchentagsmilieus könnten Schariatis Texte also bald begeisterten Anklang finden.

30. Der Aufgeklärte … muß sich darüber im Klaren sein, daß er eine besondere Kultur besitzt, die den Glauben, die geistigen Werte und die Ideale des Menschen mit lebensbejahenden Gedanken verbindet und vom Geist der Gleichheit und Gerechtigkeit getragen wird.

Die Frau erbt in der islamischen “Gleichheit” nicht 100, sondern 50 %, ihre Aussage vor Gericht gilt nur halb so viel wie diejenige eines Mannes. Die Verstoßung der Ehefrau ist nach Allahs Gesetz ebenso “gerecht” wie die Anschaffung einer Zweit- bis Viertfrau und der Geschlechtsverkehr mit der von der Gottheit freundlicherweise unbegrenzt gebliebenen Anzahl von Konkubinen des muslimischen Mannes. Dafür hat die geschlechtsreife, sprich heiratsfähige Frau (neun Jahre alt) ihre verstaatlichte Jungfräulichkeit oder kontrollierte Ex-Jungfräulichkeit und ihren Status als Besitz von Vater beziehungsweise Ehemann mit einem Stoffgefängnis kenntlich zu machen, insbesondere ihr Haupthaar zu bedecken, das im Islam so etwas wie ein Geschlechtsorgan darstellt. Für Schariati ist das kein Problem, denn:

31. Die Gerechtigkeit ist nicht nur einer der wichtigsten Grundsätze dieser Religion, sie ist die beherrschende Idee und die Zielvorstellung aller Propheten.

Der wenig plausibel als Islamreformer gehandelte Denker versäumt, auf die Kleinigkeit hinzuweisen, dass Noah, Abraham, Moses und Jesus in der islamisierten Menschheitsgeschichte keine andere Rolle haben, als auf das Kommen des letzten Propheten und auf Allahgottes durch Mohammed verkündete Scharia hinzuweisen, die ihrem Anspruch nach alle anderen Lebensformen überwunden hat, welche damit, sofern nicht abgelegt, als frevelhaft gelten müssen und der Menschheit den Weg zum ewigen Heil versperren.

33. Nachdem der Aufgeklärte sich über all diese Dinge klargeworden ist, wird er hier und heute mit der Religion beginnen …

Das haben wir gleich befürchtet: aller Anfang ist die Religion, anfangen heißt mit der Religion anzufangen, wobei Religion natürlich die einzig richtige ist, die koranbasierte.

33, 34. Von der Religion muß er eine korrekte und unmittelbare Vorstellung haben, die den kulturellen Hintergrund mit einschließt.

Irgendwie müssen die vier verschiedenen sunnitischen Rechtsschulen ja erklärt werden und vor allem bedarf die prekäre Daseinsberechtigung der Schia der Verteidigung als Kultur. Daneben benutzt Schariati das simple Muster, dass es für jeden Demagogen oder auch Pädagogen darum gehen muss, die Klientel “da abzuholen, wo sie steht”, eine Sprache zu sprechen, die im Milieu verstanden wird, umso mehr, als dass die Basis nicht wissen muss, dass die Reise zum großen Islamofaschismus geht, zum Kalifat. Vor allen Dingen muss der Islamist mit den Frauen vorsichtig sein, damit diese die Lust am Aufbau der schariabasierten Gesellschaft nicht verlieren, sondern die ihnen von Allahgott aufgebürdeten, barbarischen Zwänge als “Gleichheit und Gerechtigkeit” (Schariati 30) erleben oder das jedenfalls erzählen.

34. Das Engagement des Aufgeklärten beginnt also mit der Wiederbelebung seiner erstarrten Gesellschaft durch einen islamischen Protestantismus, um … eine religiöse Renaissance einzuleiten, d. h. zu jener lebensbejahenden, dynamischen, kraftvollen und gerechten Religion zurückzufinden … und … durch Rückbesinnung auf die eigene Kultur eine Wiedergeburt seiner Kultur einzuleiten und die eigene menschliche, geschichtliche und soziale Identität gegenüber der westlichen Kultur wiederzufinden.

Auf die krampfhaft durchzuhaltende Unterscheidung zwischen islamischer Kultur und westlicher Kultur, die uns drei bis vier Jahrzehnte später bei Tariq Ramadan begegnet, kann Schariati als orthodoxer Muslim und Freund der Allahkratie und damit als Gegner der Gleichberechtigung der Nichtmuslime und der Frauen nicht verzichten.

35 [Dem Engagement der islamischen “Aufgeklärten” wird es zu verdanken sein,] die nachahmende, gleichgültige, unterwürfige religiöse Haltung der Menschen in einer kämpferische, offensive und kritische Protesthaltung umzuwandeln, … um auf diese Weise eine befreiende Bewegung zu entfesseln.

Es dürfte wenig Zweifel daran bestehen, dass die islamische “Bewegung” (Schariati) durch den aus seinem französischen Exil zurückkehrenden Chomeini erfolgreich “entfesselt” worden ist.

35 ich … kann … mir nur wünschen, dass die Aufgeklärten zum geläuterten Glauben zurückfinden

An jeden, der jetzt noch Schariati als modern und human verteidigt: War Chomeinis Glaube denn etwa nicht geläutert genug? Wieviel mehr “geläutert” soll es denn noch sein, bitte?

Jacques Auvergne

(1) Dem paradiesischen Massenmörder widmet die Blogbetreiberin den Titelvers. Chomeini-Verehrerin Meryem von »Meryems Welt« meint zu einem anderen bekannten Scharatitext: „Dieses Buch ist längst ein Klassiker, 1971 verfasst von Dr. Ali Schariati, also einige Jahre vor der Islamischen Revolution im Iran.“ Meryem hält es nicht für angebracht, sich von dem islamischen Terrorstaat der Teheraner Mullahs zu distanzieren, weshalb wir davon ausgehen können, dass sie die Revolution von 1979 also einen vollen Erfolg wertet.

Die leider radikalislamisch motivierte Blogbetreiberin lobt Schariati als einen idealistischen Frauenfreund und korantreuen Feministen: „Seine Kritik geht in die Richtung seiner Heimat, wo über die europäische moderne Frau nur berichtet wird, dass sie im Zuge der „sexuellen Revolution“ allzeit verfügbar wird, einzig an Mode und Kosmetik und anderen Äußerlichkeiten interessiert sei und nichts beitrage zum wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt. Das ist es, was der moderne Kolonialismus aus der iranischen Frau machen möchte. Die Aufforderung geht also dahin, sich am Vorbild Fatimas, a.s., zu orientieren, damit die Frau in der modernen islamischen Gesellschaft ihre neue, revolutionäre Rolle finden kann. Das Leben Fatimas, a.s., muss unter den iranischen Frauen bekannt werden, damit die Idee, sie sei nur ein hilfloses Opfer gewesen aus den Köpfen verschwindet.“

http://meryemdeutschemuslima.wordpress.com/2010/03/14/lekture-fatima-ist-fatima-von-dr-ali-schariati-wie-soll-die-islamische-frau-sein/

(2) Beim schariatreuen (radikalislamischen) Blog »muslime. glaubensinhalte im gesellschaftlichen kontext« titelt man am 15.08.2009 »Ein persischer Intellektueller, Denker und Reformer – Ali Schariati« und erkennt die sanfteste Variante der globalen islamischen Revolution: „Ali Schariati ist ein Intelektueller des 20 Jahrhunderts, geboren in Mezinan (Iran) 1933. Eine Persönlichkeit, die einen Muslim schildert, dessen Erscheinung die Welt näher zum Islam bringen will.“

http://muslime.wordpress.com/2009/08/15/ein-persischer-intellektueller-denker-und-reformer-ali-schariati/

(3) Beim Blog »Das klare Wort« der noch recht jungen Damen und Herren der Gemeinschaft »Grup Vaha« (Aysche Dix, Buenyaminumma, Havva Demiröz, Ethem Abdussamed, Sultan Ögüt), was auf Türkisch »Gruppe Oase« bedeutet, ist ein noch nicht ganz fehlerfrei Deutsch schreibende Demokratieaussteiger und korantreuer Jungrevolutionär am 27.06.2009 darum bemüht, im Beitrag »B. U. Schariati« Reklame für den gegenmodernen Denker zu machen, möge er künftig die Scharia verweigern und den säkularen Rechtsstaat bejahen:

„Ali Schariati ist ein Intelektueller des 20 Jahrhunderts, geboren in Mezinan (Iran) 1933. Eine Persönlichkeit, die einen Muslim schildert, dessen Erscheinung die Welt näher zum Islam bringen will. Dieser Mann ist ein Denker und Kritiker des Westens, des Kapitalismus, Leninismus und Marxismus. Er deutete in vielen seiner Reden, die er den emanzipierten Jungen Iranern vortrug, auf die Gefahren einer Zivilisierten von Habgier übermannten Welt, die die Nähe zur Religion und den Faden des Glückes mit dem Geld verbunden haben. … Die Gefahr, dass eine Gesellschaft, die sich nicht kennt und seine eigenen Werte verloren hat ist mit sich nicht zufrieden. Um glücklich zu sein muss der Mensch eine eigene Identität haben und zeigen das er da ist. Ali Schariati versuchte in vielen seiner Reden diesen Punkt den Menschen zu vermitteln. Religion ist ein Aspekt um sein Ich zu erlangen bzw. zu pflegen.“

http://grupvaha.wordpress.com/2009/06/27/ali-schariati/

Noch zum Blog »Das klare Wort« der »Grup Vaha«. Es ist schön und berührt mich, wenn junge Menschen Ziele haben, besonders, wenn diese Ziele von Ethik oder ernst empfundener persönlicher Religiosität bewegt sind. Wenn junge Menschen aus Nordrhein-Westfalen allerdings das weltweite Kalifat wollen und die Einführung der Scharia in Europa, ist mir das ungefähr so widerlich, als würden sie den Nationalsozialistischen Staat anstreben. Die fehlgeleiteten Blogbetreiber bekennen sich:

„Vaha Declaration: Wir fordern … Wir Jugendlichen sehen den Zustand der modernen Familie und sind ganz und gar nicht damit einverstanden. Wir sind der Meinung, dass sich die Lage und der Stellenwert der Familie in dieser Gesellschaft verändert werden muss und appellieren besonders an Muslimische Familien, wo doch der Koran immer wieder auf die Intuition Familie eingeht und versucht den Menschen klar zu machen wie wichtig die Familie für ein gesundes, intaktes Volk ist.“

Die deutsche muslimische Familie soll also nach der möglichst vollumfänglichen Scharia leben, ein Kurs, wie Yusuf al-Qaradawi ihn vorgibt. Ihr solltet dem Menschenbild und vor allem dem Frauenbild der Muslimbruderschaft und der Millî Görüş nicht hinterhertrotten.

„Wir wollen unseren Glauben ausleben ohne Beschränkungen und verweisen auf die Religionsfreiheit.“

Darauf verweisen wir auch, Polygamie oder die Verheiratung neunjähriger Mädchen ist nämlich mit Religionsfreiheit nicht gedeckt und in anderen die Angst vor der Höllenstrafe zu erwecken sollte Grup Vaha ebenso bleiben lassen wie die Verherrlichung des Hidschab. Der Islam kann in einem freiheitlichen Rechtsstaat nicht zur Gänze gelebt werden, da er eine eigene Staatlichkeit will und ein autonomes Rechtssystem darstellt. Der Islam von Scharia und Fiqh – und einen anderen organisierten Islam gibt es leider weltweit noch so gut wie gar nicht – ist durch Kulturrassismus, Frauenherabwürdigung und Frauenentrechtung sowie durch Indoktrination Minderjähriger mit dem Drohen von Höllenqualen gekennzeichnet. Nichtmuslime gelten als Menschen sittlich geringeren Wertes, Kopftuchverweigerinnen als Schlampen – ruft Grup Vaha dazu auf? Jeder darf in Deutschland an einen Engel glauben oder aber Allahgott für sich verwerfen, weil in der BRD Religionsfreiheit besteht, anders als in Saudi-Arabien oder im Iran.

„Wir setzten uns für die Integration ein, jedoch auf keinen Fall für die Assimilation. Unser Verständnis von Integration ist es nicht seine eigene Kultur abzulegen, sondern mit der hiesigen Gesellschaft zusammen zu arbeiten, sich gegenseitig zu respektieren anzuerkennen und voneinander zu lernen. Eine Integration kann unserer Meinung nach, nur dann funktionieren, wenn auf beiden Seiten, der hiesigen Gesellschaft und auch der emigrierten Respekt und Anerkennung herrscht. Wir betonen auch, dass der Islam keine Migranten Religion ist, sondern ein fest verwurzelter Teil Deutschlands ist. Wir verstehen uns weder als Türke, Araber, Kurde, Marokkaner… noch als Deutscher, sondern als Muslime, weil wir weder gefragt wurden, ob wir als Deutscher, Türke, Araber, Bosnier… geboren werden wollen, noch gefragt worden sind wo wir geboren werden wollen. Das ein zigste, dass wir als freie Menschen selber wählen durften war unsere Religion und unsere Lebensweise.“

Mit ähnlichen Worten treibt Recep Tayyip Erdoğan Deutschlands Türken in die abgeschottete und sich islamisierende Gegenkultur. Ihr wollt also keine Staatsbürger sein, sondern der Nation of Islam angehören, Muslime sein oder allenfalls Muslimstaatsbürger. Euer Kalifat könnt ihr nach Feierabend stundenweise und in begrenztem Rahmen zelebrieren, Peitschenhiebe (vierzig oder achtzig) für den Weintrinker dürft ihr aber auch dann nicht austeilen, obwohl Allahgott das vorschreibt. Ihr wollt leider immer noch die klassisch islamische Lebensweise nach der Scharia, das bedeutet für uns Staatsbürger: ihr wollt die Sezession und die Rechtsspaltung. Davon müsst ihr weg und euch in ein säkulares Verständnis des Muslim-Seins einüben. Religionsfreiheit umfasst beispielsweise, privat an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

Am 30.04.2009 weisen die wie gesagt noch sehr jungen und hoffentlich lernbegeisterten Blogbetreiber auf die Vorläufigkeit der Vaha Declaration hin: „Sie soll weiter entwickelt werden. Wir bitten um Verbesserung und Vorschläge“, was wir soeben gerne getan haben.

http://grupvaha.wordpress.com/about/

(4) Der verschwörungstheoretische, antisemitische und an Chomeini orientierte Blog »Morgendämmerung« steht treu zu Ahmadinedschad („Präsident Ahmadinejad bekräftigte in seiner Rede: ‚Die Revolution ist noch nach 30 Jahren lebendig.'“) und kolportiert in »Hintergrund. Die islamische Revolution 1979 im Iran« das Gerücht, der iranische Geheimdienst hätte Ali Schariati ermordet.

http://morgendaemmerung.blogspot.com/2009/01/hintergrund-die-islamische-revolution.html

Muhammad Hamidullah. Spiritueller Führer des Kalifats

Mai 9, 2010

السير

as-siyar

The Islamic Law Of Nations

Allahs Internationales Recht

Erbakans Lehrer

Prof. Dr. Hamidullah und die umma al-islāmīya als originäres Völkerrechtssubjekt

Jahrzehntelang lebte der Schariagelehrte Muhammad Hamidullah in der Hauptstadt Frankreichs. Sein »Initiation à l’Islam« (Paris 1963), ins Deutsche übertragen als »Der Islam. Geschichte, Religion, Kultur« (Genf 1973), wird in dritter Auflage durch die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş vertrieben (bei: IGMG Kitab Külübü, Köln 1996). Der aus Indien eingewanderte Hanafit prägte Selbstverständnis und Politik der Millî-Görüş-Bewegung entscheidend und darf uns insofern als geistiger Lehrer Erbakans gelten. Selbst in muslimischen Kreisen Indiens (1) wird Hamidullah neben al-Maududi, Said Ramadan, Ali Schariati, Ayatollah Chomeini und Necmettin Erbakan zu den bedeutendsten muslimischen Persönlichkeiten des Zwanzigsten Jahrhunderts gerechnet (2). Jacques Auvergne liest Hamidullahs 47 Jahre alten Text.

Der aus Indien stammende französische Völkerrechtler und Schariagelehrte Professor Dr. Muḥammad Ḥamīdullāh (türkisch Muhammed Hamîdullah) wurde im Jahre 1908 im Hyderabad (Andhra Pradesh) in eine gebildete muslimische Familie geboren und wuchs als jüngstes Kind mit zwei Brüdern und fünf Schwestern auf. Alle acht Kinder hatten gute Sprachkenntnisse des Persischen und Arabischen. Der muttersprachlich das Urdu beherrschende und den weitaus größten Teil seines Lebens in Paris lebende Schariagelehrte genießt unter Sunniten hohe und bei Hanafiten höchste Autorität im Bereich des Hadith sowie des Islamischen Internationalen Rechts und Islamischen Verfassungsrechts. Hamidullah lernte zunächst an der Darul Uloom Secondary High School, deren Name uns auf die 1866 gestiftete Islamische Universität der Dāru l-ʿUlūm in Deoband (Uttar Pradesh) verweist, die in ihrer Bedeutung für den sunnitischen Islam berechtigt mit der Kairoer al-Azhar verglichen wird.

Nach dem Studium des Fiqh (Islamische Sakraljurisprudenz) und Hadith an der Jamia Nizamia (3) und der Osmania University (OU) (4) sowie einem Aufbaustudium an der Osmania im Fach Siyar (Islamisches Internationales Recht) sandte ihn die OU nach Deutschland, wo Hamidullah im August des Jahres 1933 im Fach Philosophie an der 1818 gegründeten Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität zu Bonn promovierte (26 Jahre eher als Said Ramadan 1959 im benachbarten Köln), wurde jedoch bald darauf aus Deutschland ausgebürgert. Die Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft publizierte (Berlin 1935) den letzten Teil seiner Bonner Dissertation als »Die Neutralität im Islamischen Völkerrecht«, als Autor signierte „Muh. Hamidullah-Hyderabad“ (5). An der Universität zu Bonn arbeitete er am Orientalischen Institut mit den al-Bīrūnī-Forschern Fritz Krenkow (Salim Fritz Krenkow, 1872 – 1952) (6) und Paul Kahle (Paul Ernst Kahle) (7) zusammen. Der international anerkannte Arabist Krenkow war deutschstämmig und wuchs im englischen Leicester auf, gehörte zum Freundeskreis und durch Heirat zum Familienkreis des Schriftstellers D. H. Lawrence (1885 – 1930). In den Jahren 1929 und 1939 lehrte Krenkow an der Arabischen Fakultät an der indischen Aligarh Muslim University (AMU) (8).

Während des Dritten Reichs und in den ersten Nachkriegsjahren lebte Hamidullah zeitweilig in Paris, wo er 1935 und 1936 an der Sorbonne arbeitete und einen Doktortitel für Literatur, den doctorat ès lettres, erwarb. Forschungsreisen führten ihn nach Mekka und Medina, Kairo, Beirut, Sanaa (Ṣanʿāʾ) sowie nach İstanbul. In der Türkei begegnete er Şerefettin Yaltkaya, İs¬mail Sâib Sencer, dem bekannten deutschen Orientalisten Hellmut Ritter (1892 – 1971) sowie dem Arabisten und Turkologen Oskar Rescher (Osman Reşer). Um 1947 im autonomen Hyderabad lebend, wanderte Hamidullah nach der Besetzung des Staates im September 1948 durch indische Truppen endgültig nach Frankreich aus, nur unterbrochen von Zeiten der Lehrtätigkeit in der türkischen Bosporus-Metropole (ab 1952), an der Universität von Ankara sowie im nordostanatolischen Erzurum.

In den frühen Fünfziger Jahren leistete er seinen bedeutenden Beitrag zur Entstehung der Verfassung Pakistans, 1961 unterstützte er Said Ramadan bei der Gründung des der terrornahen Muslimbruderschaft entsprießenden Islamischen Zentrums Genf. Zu Beginn der Sechziger initiierte der Islamgelehrte die Association des étudiants islamiques de France (AEIF), in der Hamidullah den nachmaligen Führer des Sudan, den Muslimbruder Ḥasan at-Turābī beeinflusste. Auch der Iraner Abū ʾl-Ḥasan Banīṣadr war der AEIF zuzurechnen, Banīṣadr begleitete von Paris aus Ayatollah Chomeini und wirkte als erster islamisch-revolutionärer Staatspräsident eineinhalb Jahre lang am Aufbau der staatsterroristischen Allahkratie mit, flüchtete allerdings am 29.06.1981 zurück nach Frankreich. Bis 1996 in Paris ansässig und inzwischen mit dem Englischen fünfsprachig, war Hamidullah Mitglied der größten Forschungsinstitution Frankreichs, des Centre national de la recherche scientifique (CNRS, vergleichbar dem deutschen Max-Planck-Institut, aber wesentlich größer) (9). Als Forscher zur Geschichte des frühen Islam und zum Hadith machte sich der indische Experte für das islamische geheiligte Recht und Bonner Doktor der Philosophie einen Namen.

Südasien. Wie im imaginierten islamischen Paradies blieben die „Unreinen“ draußen und das werdende „Land der Reinen“, Pākistān, beteiligte den Schariagelehrten, der neben Urdu auch Arabisch, Englisch und Französisch fließend beherrschte, am Entwurf seiner koranzentrierten sprich kulturrassistischen Staatsverfassung. Die Titel seiner berühmtesten Werke verweisen auf die Seelenrettung der Muslimischen Staatsführung (Muslim conduct of state: Being a treatise on Siyar, 1953) oder auf das Nichtmuslime und Frauen deklassierende Islamische Verfassungsrecht (The First Written Constitution in the World, 1975, 1986). Hamidullah übersetzte „Das große Buch des Islamischen Völkerrechts“, den »Kitāb as-Siyar al-Kabīr« des um das Jahr 1106 verstorbenen iranischen Gelehrten Sarakhsi aus dem Arabischen ins Französische, eine Übersetzung (Le Grand Livre De La Conduite De l’État), die 1989 bei Türkiye Diyanet Vakfı (türkischer Staatsislam) neu herausgegeben worden ist. Um eine notwendig gewordene medizinische Behandlung erhalten zu können, ging der kinderlos gebliebene Übersetzer des Korans ins Französische (Le Saint-Koran, bei: Amana Publications, 1959) im Jahre 1996 in die USA, zunächst nach Wilkes Barre, Pennsylvania. Am 17.12.2002 starb Hamidullah im Alter von 95 Jahren in Jacksonville, Florida, wo seine Großnichte Sadida Ahmed um 2003 für das Islamic Center of Northeast Florida (ICNEF) publizistisch in Erscheinung tritt (10).

Ein halbes Jahrhundert lang also dachte ein in Indien geborener Schariagelehrter die auf Nuʿmān ibn Ṯābit ibn Zuṭā ibn Marzubān, genannt und bekannt als Abū Ḥanīfa (699 – 765 n. Chr.) zurückgehende hanafitische Rechtsschule gewissermaßen von Paris aus neu. Von den orthodoxen Standards etwa eines al-Ġazālī († 1111) hat er sich dabei allerdings nicht entfernt, denn die Scharia ist nicht erneuerbar.

Die meisten Muslime in China, Bangladesch, Indien, Pakistan, in der Türkei und auf dem Balkan sind Hanafiten, anders als etwa in Frankreich, wo nordafrikanischstämmige Malikiten den Islam prägen, weshalb wir für Deutschlands mehrheitlich türkeistämmige Muslime Dr. Hamidullah als eine nicht lediglich einflussreiche, sondern ganz besonders verbindliche Lehrautorität anzunehmen haben.

Das europäische Hanafitentum betreffend gilt es, die Einwirkung des radikalen Theoretikers al-Maudūdī, der ab 1928 in Hamidullahs Heimatstadt Hyderabad lebte, auf den türkischen bzw. deutschen Islam in den nächsten Jahren ebenso zu beobachten wie eine eventuelle Wechselwirkung zwischen Deobandi-Bewegung und Millî-Görüş-Bewegung (einschließlich der 1926 in Indien durch Muhammad Ilyas ins Leben gerufenen daʿwa-Bewegung Tablighi Jamaat (TJ), eines Deobandi-Abkömmlings). Das nach der Azhar weltweit zweitgrößte islamische Hochschulzentrum, die erwähnte Dār ul-ʿUlūm von Deoband, strahlt mittlerweile bis in nach Indonesien und Malaysia aus, in die Kernlande der schafiitische Rechtsschule. Zwischen 1991 und 1993 hat ein gewisser Herr Mustafa Cerić aus Sarajevo im malaysischen Kuala Lumpur am just eröffneten International Institute of Islamic Thought and Civilization (ISTAC, Prof. Zein) (11) gelehrt, in den Achtzigern allerdings bereits in Northbrook, Illinois, USA. Zein ist mitverantwortlich für das Projekt National Dialogue on Islam and Democracy (NDID) (12).

Zum walī muǧbir, dem seine jungfräuliche Tochter zwangsverheiratenden muslimischen Vater, möchten Zein und Cerić allerdings ebenso wenig auf Distanz gehen wie zur schafiitischen FGM (vgl. Stephanie Sinclair, zu: Assalaam Foundation, Bandung, Indonesia), die Globalisierung der orthodoxen islamischen Heilssicherung zeitigt nun einmal den Ausstieg aus der bidʿa (unzulässige Neuerung) der universellen Menschenrechte.

Die vom deutschen Verfassungsschutz beobachtete IGMG, die im April des Jahres 2010 in Duisburg im Beisein von Necmettin Erbakan ihr vierzigjähriges Bestehen feiern konnte (13), widmet dem indischstämmigen Hanafiten Hamidullah eine eigene Buchreihe (14).

Von Muhammad Hamidullah existieren nur wenige Fotografien (15).

Ethische Basis wie konkreter Texteinstieg Hamidullahs ist die einzig irdisch akzeptable Lebensweise, die einzige, die am Tage der Auferstehung „von Allāh angenommen wird“ und dich, vielleicht, vor der Hölle bewahren kann. Nur das gemeinschaftlich kultivierte Verhalten der Urgemeinde und das persönliche Nachahmen der prophetischen Lebensweise und Befolgen der koranischen Befehle kann die Teufel, aš-šayaṭīn (Sg. aš-šaiṭān), an die jeder Familienvater oder Imam zu glauben bedarfsweise per Prügelstrafe anordnet, vorläufig erfolgreich abdrängen. Die Deutsche Islamkonferenz (DIK) diente also der zur Teufelsaustreibung unabdingbaren und die Islamische Revolution (16) Europas wie beiläufig begleitenden Rechtsspaltung, worüber die Bundesregierung den Souverän, das Volk, im Unklaren lässt.

Säkular aufgewachsene Menschen seien erinnert, dass hier bei Hamidullah keine Poesie betrieben wird, sondern Verfassungsrecht, denn Himmel und Hölle werden legalisiert:

16. Im Verein mit anderen Sippenhäuptern wurde eine Versammlung von Freiwilligen zusammengerufen, um einen ritterlichen Orden zu gründen (er wurde hilf al-fudûl genannt), der jedem Unterdrückten in der Stadt – sei er Mitbürger oder Fremder – helfen sollte.

Hamidullah stellt den Tugendbund, dem der Prophet angehört haben soll, als nach transparenten Standards handelnd und als universalistisch-humanitär dar. Falls das vor dreizehneinhalb Jahrhunderten tatsächlich so gewesen sein sollte, ist die Ethik des ḥilfu l-fuḍūl leider ohne Wirkung auf die Verfassung von Medina geblieben, die an einem kulturellen Rassismus ausgerichtet blieb mit einem – charakteristisch islamischen – Deklassieren der Frau.

Islam ist Frauenentrechtung, das Ehepaar gleichsam Modul oder Molekül, ein Dipol wie eine Batterie oder ein Magnet, der Mann staatlich zertifiziert sauberer und daher mündiger, die Frau juristisch einwandfrei wie angeblich bereits naturgemäß besudelter und folglich zu entmündigen. Die anderen Moleküle (Ehepaare) oder Module (Familien) mögen andocken und das Gewebe der sich wie ein Geheimdienst auf sexuelle Korrektheit überwachenden umma damit in Nordamerika und Europa ausbreiten. Jener umma, welche das Territorium nach Maßgabe der islamic supremacy (geheiligte Gewalt gegen Nichtmuslime) als Doppelmembran zu überziehen beginnt, die männliche Seite oben, herrschend und kommunizierend, die weibliche unten, der maskulinen Gewalt (durch Vater, Bruder, Ehemann und Sohn) ausgesetzt, die Frauen in die Einzelzellen der Mauerkammern und Burkas getrieben und damit entsolidarisiert. Dafür und für nichts anderes (allenfalls den imaginierten Platz im Paradies, Way to Allah) propagieren wir Kopftücher und bauen wir Moscheen, ob in der Türkei oder in der neuen Westtürkei (Deutschland) bzw. dem neuen Maghreb (Spanien, Frankreich, Italien, auch Deutschland). Wer den Gehorsam verweigert, muss als unrein, pervers und heilsgefährdend verachtet werden und darf bespuckt werden, denn er entfernt sich eigenmächtig von Allah (und ist damit auf dem Way to Hell).

Obschon im polytheistischen Mekka aufgewachsen hat Muḥammad, ganz in der Tradition der wenig beweisbaren ḥunafāʾ oder Hanifen (Eingottgläubige, Quasi-Muslime in der Zeit vor Muḥammad, Sg. ḥanīf), niemals Götzenbilder angebetet, wie der indischstämmige Professor in seiner ungeliebten französischen Wahlheimat genau weiß:

17. [Muhammad] … dass er, wie seine Biographen versichern, niemals Götzenbilder angebetet haben soll. Es sei daran erinnert, dass es Mekkaner gab, die ebenso handelten und die sich gegen das im Irrwahn lebende Heidentum auflehnten, obgleich sie vollkommen der Ka’bah treu blieben, dem Hause, das Abraham dem Einen Gott geweiht hatte.

Juden gelten im Islam als Schriftverfälscher, Christen als Tradierer der verfälschten Schrift. Der Christenheit die Bedeutung des Jesus zu klauen und gewaltkonform sprich faktenwidrig umzudeuten und zunächst vor allem den Juden die Tradition der Propheten gleichsam zu entwenden und mit einem letzten Gottesgesandten krönend abzuschließen, reicht offensichtlich nicht aus. Man muss doch bitte gleich im Besitz des anfänglich-urältesten monotheistischen Heiligtums sein, das von Adam (Ādam) gebaute, in der Sintflut zerstörte und durch Abraham (Ibrāhīm) wiedererrichtete Haus Allah (bayt Allāh) in christen- und judenfreier Atmosphäre berühren dürfen, um die Mythen und Heilsgeschichten des Nahen Ostens ungedemütigt erklären sprich beherrschen zu können, und, Allahgott denkt tagespolitisch, das heutige Jerusalem und Israel gleich mit.

Grund genug, sich heutzutage gedemütigt zu erachten, sei die Existenz des Staates Israels allemal. Das gefährlichste antisemitische Pamphlet (Die Protokolle der Weisen von Zion. Sechzig Auflagen im Nahen Osten, beispielsweise verlegt durch Mustafa Tlas, der gute drei Jahrzehnte lang Verteidigungsminister Syriens war) gibt der muslimischen Psyche ebenso Orientierung wie der iranische Atombombenbau und die palästinensisch betriebene Verhetzung von Kindern durch antisemitisch, antiwestlich und islamofaschistisch inspirierte Filme bei al-Aqsa TV (»Ruwād al-Ġad – Pioniere von Morgen« (17)).

Das alte Arabien war weniger monokulturell. Gott Hubal wurde in Menschengestalt in der Kaʿba verehrt, er war der Gott des Orakels und ließ sich die sieben Lospfeile werfen. Zum Kaʿba-Kult gehörten neben Hubal die drei mächtigen unsichtbaren Göttinnen al-Lāt („die Göttin“), al-Manāt („das Schicksal“, ihre Attribute waren Mond und Abendstern) und al-ʿUzzā („die Stärkste“). Der deutsche Orientalist und protestantische Theologe Julius Wellhausen (* 1844 in Hameln, † 1918 in Göttingen) forschte in den Schriften des al-Kalbī (Hišām bin Muḥammad bin as-Sāʾib al-Kalbī, (* um 737, † 819 oder 821 in Kūfa) zur altarabischen Religion, und erfuhr, dass Allahs Liebling und nachmaliger Religionsgründer Muḥammad der Nachwelt eingestand, persönlich der ʿUzzā ein rot-weißes Schaf geopfert zu haben. Im Laufe der islamischen ersten Jahrhunderte wurde die Figur des Muḥammad offensichtlich immer makelloser und von allem Nichtislamischen gereinigt. An der Grausamkeit des Feldherrn und der Frauenherabsetzung aller islamisch beherrschten Orte und Jahrhunderte sollte unsererseits allerdings kein Zweifel bestehen.

Orthodoxe Muslime leugnen unangenehme Tatsachen. Auch Hamidullah möchte mit dem Wahrheitsgehalt der Menschheitsgeschichte großzügig umgehen, wenn es nur der irdischen Installation der Allahkratie dient. Die Bonner Universität hätte im Jahre 1933 jemandem, der wie Hamidullah offensichtlich weder in der Lage noch bereit ist, seine Ideologie dem Wissenschaftsvorbehalt nachzuordnen, den Doktortitel im Fach Philosophie möglicherweise nicht überreichen dürfen.

Wir dürfen gespannt sein, ob die 1978 im münsterländischen Ahlen als Tochter syrischer Einwanderer geborene Schariafreundin Lamya Kaddor, deren Wissenschaftsbegriff sich in der Bandbreite zwischen vormoderner Magie und politisch radikalisierter Gegenaufklärung zu bewegen scheint („Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“), durch einen Hochschulstandort in der Bundesrepublik Deutschland mit wissenschaftlichen Weihen bekränzt werden wird; ihren Wikipedia-Eintrag, der monatelang suggerierte, sie habe den Doktorgrad bereits errungen, mussten deutsche Gegner des politischen Islam im April 2010 in Ordnung bringen. Kaddor hatte ihre spendenskandalösen 20.000 € überwiegend von der durch Muʿammar al-Qaḏḏāfī, das ist Staatsoberhaupt, Revolutionsführer und Terrorist Muammar al-Gaddhafi, gegründeten World Islamic Peoples Leadership (WIPL) entgegengenommen. Die muslimische Religionspädagogin schreibt also nach wie vor an ihrer Dissertation »Blut und seine Bedeutung im Islam«, was lange währt wird endlich gut, in der hoffentlich keine Flunkereien erscheinen werden wie Kaddors: „die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist auch im Islam verankert“ oder ihre abenteuerliche Kulturtheorie, nach der ein Wissenschaftsvorbehalt auf die schariakonforme Erziehung anzuwenden verzichtbar sei, denn eine ältere, islamische Aufklärungsleistung habe „den Weg für die europäische Aufklärung bereitet“.

Wie für Lamya Kaddor heute schien ein Vierteljahrhundert eher auch für einen Muhammad Hamidullah eine Islamreform nicht notwendig zu sein, da kein geringerer als das Siegel der Propheten (al-ḫātam an-nabiyyīna) selbst diese Reform, die letzte menschheitsgeschichtlich mögliche Reform, bereits durchgeführt habe:

24. zur Ausführung seiner reformatorischen Sendung

Wenig wissenschaftlich differenziert Hamidullah nicht zwischen plausibel und unbegründet, sondern stellt fest:

35. Zwischen Falschem und Wahrem gibt es nichts Gemeinsames, und nichts auf der Welt ist weiter voneinander entfernt, als diese beiden Dinge!

Wie uns der Lebenslauf des 1966 geborenen und im Alter von nur fünfzehn Jahren vom Protestantismus zum Islam konvertierten und mittlerweile ex-muslimischen Wissenschaftlers Sven Kalisch nahe legt, sind die heutigen muslimischen Intellektuellen oder Befehlsgeber beziehungsweise ist das skrupelloseste Erpresserkartell des organisierten (revolutionären) Islam zur Historisierung der Korangenese unfähig.

In offensichtlicher Ferne zu einer für jede religionswissenschaftliche Herangehensweise grundlegenden Außenansicht geht es weiter:

39. Verschiedene geschichtliche Tatsachen geben uns Rechenschaft über das, was geschah … die Quellen versichern, dass „jedes Jahr im Monat Ramadân der Prophet dem Erzengel Gabriel den bisher geoffenbarten Teil des Korans vortrug“ …

Ǧibrīl als wissenschaftliche Hilfskraft. In manichäischer Kosmoszerspaltung bei unzufälliger einzig möglicher Erlösung durch ideologiekorrektes Verhalten fährt der posthum bei Millî Görüş verlegte und vertriebene Experte für die allüberall umherflatternden Engel und Teufel fort:

86. Der Islam betont sehr stark die Tatsache, dass der Mensch gleichzeitig aus zwei Elementen besteht: seinem Körper und seinem Geist, und dass er keines dieser beiden zum Nachteil des anderen vernachlässigen darf. Wollte man sich einzig den geistigen Bedürfnissen widmen, so hieße das, danach zu trachten, ein Engel zu werden (während Gott schon andere Engel erschaffen hat); wer sich ausschließlich mit materiellen Dingen beschäftigt, kann sich zum Standpunkt eines Tieres, einer Pflanze wenn nicht sogar eines Teufels erniedrigen (während Gott zu solchen Zwecken Wesen anderer Art erschaffen hat als uns).

In der Zone zwischen Tier und Pflanze wäre im Übrigen und nach al-Ġazālī der größere Teil der Frauen anzusiedeln, denen, wenn überhaupt, nur die Ganzkörperverschleierung (al-ḥiǧāb) und die durch Allahs Männer erfolgreich kontrollierte weibliche Sexualität den prekären Platz in der Gemeinschaft der sittlich anständig zu nennenden Menschen sichert.

Im April 2010 beeilten sich einige deutsche Kirchenvertreter, der Einlassung der neuen ranghöchsten bezahlten Verantwortlichen für Soziales und Integration, der türkeistämmigen und bemerkenswert hektisch und laut so genannten „muslimischen Ministerin“ Aygül Özkan beizupflichten, dass die Gottheit des orthodoxen Islam mit derjenigen der Juden und Christen identisch sei, was wir als selbstbewusst religiöse, säkulare islamkritische Kirchenmitglieder selbstverständlich zurückweisen. Sehr geehrter Leser, falls Sie an Ihrem Wohnort einen katholischen Pastoren oder evangelischen Pfarrer beherbergen, der die Scharia nicht kenntnisreich und vernehmbar kritisiert, sondern Allāh mit dem Gott des Talmud oder Neuen Testaments verwechselt, treten Sie ihm doch bitte so lange couragiert entgegen, bis er entweder schweigt oder, wenn Sie ihm in der Stadt begegnen, die Straßenseite wechselt.

Der lebensbedrohliche Peitschenhiebe für den Weintrinker oder die mit nicht verwandten Männern redende Frau anordnende Allāh ist nicht der Gott des Jesus von Nazareth. Der die Todesstrafe für den Islamapostaten billigende Gott hat mit dem jüdischen Schöpfer der Welt nichts zu tun. Allahgott will den walī mudschbir, den Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang. Allahgott will den Geschlechtsverkehr mit der neunjährigen Braut und das lebenslange Aufenthaltsbestimmungsrecht des Ehemannes über alle Kinder. Eine Gottheit, der die Söhnchenfabrik (zoontjesfabriek, Ayaan Hirsi Ali) der biologischen Mutter ohne Begründung verstoßen kann und das Recht auf eine Zweit- bis Viertfrau bei unbegrenzter Zahl der Konkubinen hat, mag ja in der ökumenischen Münchner Kirchentagsszene des Jahres 2010 im Beisein von Rabeya Müller verehrt werden, doch mein Gott ist das nicht.

86 – 87. Der Zweck der Erschaffung des Menschen mit seiner doppelten Begabung, der körperlichen und der geistigen, würde unerfüllt bleiben, wenn dieser nicht imstande wäre, das harmonische Gleichgewicht zwischen den Erfordernissen seines Körpers und seines Geistes herzustellen.

Ein wenig an das esoterische Geschwafel vom Yin und vom Yang erinnernd, bietet der sanft die gesellschaftliche Transformation hin ins Kalifat begleitende Hamidullah uns das kulturrassistische Gesellschaftsbild und misogyne Menschenbild der Scharia als wohlausgewogen an. Im englischen Sprachraum wird derlei Erziehung zu einem amerikanischen oder europäischen Muslim, der als gewaltbereiter islamischer Revolutionär verwendbar sein wird, mit dem geheimniskrämerischen oder kokett-aufmüpfigen „The Radical Middle Way“ versehen.

Der Nichtmuslim, suggeriert Hamidullah, lebe im seelischen und somatischen Ungleichgewicht, der Schariagegner gar müsse von einer geradezu extremistischen Widernatürlichkeit angekränkelt sein. Der neo-orthodoxe (politische) Muslim kann sich, Muhammad Hamidullah zitierend, als personifizierte Unschuld darstellen.

87. Die Muslime haben nichts mit den Atheisten gemein, nichts mit den Polytheisten noch mit jenen, die Gott andere Götter zugesellen.