Posts Tagged ‘islamkritisches Lied’

Freiheitslied für die politischen Gefangenen im Iran

Februar 19, 2012

زندان

zendān

prison

Gefängnis

To blaze the way

Den Weg bahnen

Dieses Lied ist den politischen Häftlingen in der staatsterroristischen Islamischen Republik Iran gewidmet, insbesondere denen, die im Rahmen der legitimen Proteste nach den Präsidentschaftswahlen (2009) inhaftiert worden sind. Wir denken an Gefängnisse wie das von Täbris, wo Sakineh Mohammadi Ashtiani eingesperrt ist, Teheran (z.B. das Evin Prison) oder Karadsch (Gohardasht Prison genannt Rajai Shahr Prison) und an all jene mutigen Menschen, die zwar nicht mehr oder noch nicht eingesperrt sind, denen aber die schariarechtlich einwandfreie Verhaftung jederzeit droht. In der Hoffnung auf einen säkularen Iran, der allen Menschen und ihren allgemeinen Menschenrechten (10.12.1948) gerecht wird. Gesungen auf die weltbekannte Melodie der Moorsoldaten (KZ Börgermoor, Surwold bei Papenburg / Emsland 27.08.1933) von Rudi Goguel (1908-1976), Text: Cees van der Duin (Köln am Free Expression Day 11.02.2012).

Während wir geknechtet kauern

ziehen Vögel durch das Licht,

queren die Gefängnismauern,

kennen unser Elend nicht.

Sie können uns nicht hindern,

Freiheit bricht sich Bahn

im Iran.

Turbanträger, Polizisten

haben uns in ihrer Hand.

Schreiben sie auch Todeslisten,

uns gehört das ganze Land.

Sie können uns nicht hindern,

Freiheit bricht sich Bahn

im Iran.

Mögen sie uns treten, schlagen,

spucken sie uns ins Gesicht,

wir Iraner können sagen:

euch gehört die Zukunft nicht.

Sie können uns nicht hindern,

Freiheit bricht sich Bahn

im Iran.

Niemand kann Iran betrügen

diesen gilt es, ungeschwächt

in die Menschheit einzufügen,

ins globale Menschenrecht.

Sie können uns nicht hindern,

Freiheit bricht sich Bahn

im Iran.

Weichen werden Angst und Sorgen

und der Terror dieser Zeit,

nächstes Jahr, vielleicht schon morgen,

ja, die Freiheit ist nicht weit.

Sie können uns nicht hindern,

Freiheit bricht sich Bahn

im Iran.

Geburtstagsständchen zum 61sten. Der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gewidmet

Dezember 14, 2009

Persiflage auf die Multikultur

Religionsrecht entsorgt die Demokratie

E c# A f#. H7 H7 E A,E
E c# A f#. H7 H7 E,H7 E
E c# f# f#. f# H7 E H7
E c# f# f#. H7 H7 E,H7 E
H7 H7 A E. H7 H7 A E
A A H7 H7. E A H7 E

Gesungen zur Melodie des schottisch-australischen Liedermachers Eric Bogle: »The Green Fields of France« („Well, how do you do, young Willie McBride … But here in this graveyard it’s still no-man’s-land“). Text Ümmühan Karagözlü und Jacques Auvergne zum 61. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10 Dezember 2009

Muslimische Frauen sind nicht unterdrückt

vielmehr von Allah und Scharia beglückt,

zwar kommen sie ohne Mann nirgendwo hin,

ein Kind zu gebären gibt ihnen den Sinn.

Koran und Hadithen sind Information,

vergolden Scheitern der Integration;

muslimische Kinder, die mögen nun mal

ein Leben in Angst vor der höllischen Qual.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken,

denn ihr sichtbarer Leib zieht den Teufel heran

und ihr offenes Haar bedroht eben

ihrer Sippe das ewige Leben.

Den Hidschab verbieten, das ist sehr gemein,

die Islamversteher sie laden uns ein,

das Thema des Abends: Die Frau im Koran,

Scharia sei nützlich, modern und human.

Im Saal ein Politiker aus der Türkei,

Vertraute des Sultans von Schardscha dabei,

Herr Laschet gibt Mustafa Cerić die Hand,

mit Bart und Gewand ist Pierre Vogel bekannt.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken …

In England gehören die Tücher zur Norm,

man duldet sie zur Polizeiuniform,

die belgische Schülerschaft lebt ganz für Gott:

„Kein Kopftuch, kein Unterricht, auf zum Boykott!“

Zur künftigen Trennung von Kulten und Staat

hat Frankreich die besten Konzepte parat

Als „Burkaverbot“ diskutiert man den Plan

mit dem radikalen Tariq Ramadan.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken …

Das griechisch-islamische Recht lässt uns kalt,

dort ist die Braut schwanger und elf Jahre alt.

Das Ehepaar suchte im Rheinland sein Glück,

wir schickten sie gleich in die Heimat zurück.

Es ist Religion, was aus Kelantan kam

nennt sich Wali Mudschbir und nennt sich Islam.

Frau Dr. Boos-Nünning hat mich informiert:

die Ehen sind glücklich und sind arrangiert.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken …

Bogle schrieb das rasch weltbekannte Friedenslied aus dem Eindruck heraus, den ein Besuch auf drei oder vier Soldatenfriedhöfen in Belgien und im nordöstlichen Frankreich im Jahre 1976 auf ihn und seine Frau gemacht hatte. Der zur Menschenverachtung der Scharia schweigende Kommunist Hannes Wader, vielen bekannt durch seine Auftritte bei den Burg-Waldeck-Festivals in der Zeit zwischen 1964 und 1969, hat das Lied als »Es ist an der Zeit« („Weit in der Champagne … Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen“) im deutschen Sprachraum bekannt gemacht.

Beliebte Akkorde sind auch

G e C a. D7 D7 G C,G
G e C a. D7 D7 G,D7 G
G e a a. a D7 G D7
G e a a. D7 D7 G,D7 G
D7 D7 C G. D7 D7 C G
C C D7 D7. G C D7 G

Lied gegen Scharia und Kalifat

April 21, 2009

خليفة

chilāfat (Allāh), irdischer Stellvertreter Gottes (Allahs), Kalif. Im Deutschen umgebildet zu Kalifenstaat, Kalifat. Kalifat ist das Territorium geltender Scharia, die kulturrassistisch befreite Zone

Das Lied vom Kalifat

Ein Lied zum Erhalt der freiheitlichen Demokratie, die einen Ratio und Phantasie ermöglichenden Wurzelgrund der Säkularität (kulturelle Moderne) benötigt, den es im Scharia‑Islam (hadīth, al‑Gazālī) nicht geben kann.

Ein Lied über die gestern in Genf angelaufene, radikalislamisch unterwanderte UN-Konferenz gegen Rassismus genannt “Durban II“. Gerne zu singen zur wohl aus den fünfziger Jahren stammenden Melodie des schottischen Straßenmusikers Alex Campbell, wie sie Hannes Wader (“Heute hier, morgen dort“) 1972 mit dem Text unterlegte “Bin auf meinem Weg – schon so lang!“

Text vom Arbeitskreis pädagogische Islamkritik (pik), Duisburg 2009

Auch dir, Demokrat … (Kalifat!)

… wird Islam zum Staat – Kalifat.

Es gibt kein Zurück, Scharia bringt Glück.

Es brennen die Schulen im Tal von Swat[1]! Kalifat!

Islamkritisch ist … (Kalifat!)

… doch nur der Rassist[2]! Kalifat.

Schau, Kunst und Kultur, die stören doch nur[3].

Erzbischof und Imam die rufen zur Tat[4]. Kalifat.

Wer schenkt uns den Sieg? „Kalifat!“

Der heilige Krieg[5]! (Kalifat!)

Es poltert in Genf AhmadīNedschād[6],

es leitet uns recht der Fatwa‑Rat[7]. Kalifat!

Wer weiß guten Rat … (Kalifat!)

… für Kirche[8] und Staat? „Kalifat!“

Herr Hāmid Karzai macht euch Frauen frei[9].

Die Sexpflicht der Ehe[10], den Feldern die Saat[11]. Kalifat.

Es treffe der Fluch … (Kalifat!)

… das Weib ohne Tuch[12]. Kalifat!

Manch ein Journalist ein Frevler ist[13].

So sei Wissenschaft nun abgeschafft[14]! Kalifat!

Auch dir, Demokrat … (Kalifat!)

… wird Islam zum Staat – Kalifat.

Es gibt kein Zurück, Scharia bringt Glück.

Es brennen die Schulen im Tal von Swat[15]! Kalifat!

pik. Duisburg 2009

Akkorde

GD GD

GD GD

DA GD

DA GD, GD

Statt wie Wader “schon so lang“ singe man eben “Kalifat!“

Auf dass uns die hakkimiyyat Allah nicht zur ’postmodernen Alternativkultur’ werde.

Der nonkonformistische Wader überging in seinem Kulturschaffen leider Maos und Stalins Schreckensherrschaft. Wader war Kommunist (DKP) zwischen 1977 und 1991 und noch 2003 Sänger auf dem kommunistischen ZU-Pressefest.

Ob der revolutionäre Herr Wader jemals die inhumane Herrschaftskultur der Sunna und Scharia kritisiert hat? Ob Waders DKP, ob Deutschlands alternativkulturelle Liedermacherszene die Staatsordnung der Koranverse und Hadithen für Kommunismus oder Humanismus hält?


Islamkritisches Lied. Für Oriana Fallaci

Oktober 20, 2007

Lied für

Oriana Fallaci

Von Hennen und

Zikaden

1.

Ich hab’ die Ferne, das Schweigen gewählt –

heute sei meine Geschichte erzählt:

zog ins Exil nach New York ich auch fort

„Elfter September“ verlangt mein Wort.

Sie woll’n versklaven sogar die Braven

sie woll’n zerstören jeden Mut,

der zarten Seele

hält an die Kehle

man rasch den Dolch und bald fließt Blut.

2.

Habt ihr politisch korrekt euch gefühlt?

Damit habt ihr euer Glück verspielt!

Trägst du kein Kopftuch: man pöbelt dich an.

Such deiner Tochter `nen frommen Mann.

Von Imams Gnaden

lebt ihr Zikaden,

bald singt euch keiner dieses Lied;

Europas Hennen

sie werden flennen

herrscht in der Stadt der Wahhabit.

3

Sie woll’n nicht leben wie du, Demokrat,

sie woll’n vielmehr einen Gottesstaat.

Dort herrschen Dummheit, Erpressung und Not –

wer da noch aufmuckt, dem droht der Tod.

Sie sprengen Züge

verbreiten Lüge

in jedem Land, in aller Welt.

Versklaven Frauen,

verbreiten Grauen,

verlangen, dass dir das gefällt.

Text 2007 von gruppe pik. Dem Andenken an Oriana Fallaci. Der Text entstand aus dem Eindruck des erneuten Lesens ihres sechs Jahre alten Buches “Die Wut und der Stolz“ (2001). Dieses islamkritische Lied wird üblicherweise gesungen auf die Melodie “Wir sind das Bauvolk der kommenden Welt…“ der Melodie ’Arbeiter von Wien’

Islamkritisches Lied. Für Hatun

Oktober 19, 2007

Der Pfahl der Scharia

Hatun Aynur aus Kreuzberg

1.

Hatun, die wollte es wagen

nach Freiheit stand ihr der Sinn

wollte kein Kopftuch mehr tragen

Lebenslust war ihr Gewinn.

Siehst du Pfahl der Scharia,

mit unsern Fesseln umschnürt?!

brechen wir jede Taqiyya:

ran an ihn – dass er sich rührt!

Du kommst zu mir – ich helfe dir!

Wir spüren Leid bei ihm und ihr.

Nur für ein selbst bestimmtes Leben

lohnt sich der Kampf. Das wissen wir.

Der Ruf nach Freiheit nie verhallt,

er bringt zusammen Jung und Alt.

Zukunft sich selber aufzubauen,

nicht irgendwann, vielmehr schon bald.

2.

Hatun war sechzehn. Die Eltern

fanden für sie einen Mann,

zwangen sie auch zu der Heirat

weit weg, in Nord-Kurdistan.

Und von dem Mann ward sie schwanger,

sah ihre Träume entflieh`n.

Sie floh die kurdischen Berge,

sie floh zurück nach Berlin.

Sie löste mutig ihr Kopftuch,

nahm Zuflucht im Frauenhaus,

suchte sich selber die Freunde,

da blieb die Drohung nicht aus.

Sie ging im Handwerk zur Lehre

stolz war sie auf`s eig`ne Geld.

Da sprach der Rat der Familie:

Nun sind Pistolen bestellt.

Refr. (leise)

Du kommst zu mir – ich helfe dir!

3

Februar war es, der siebte,

drei Mal der Schuss wiederhallt:

erst dreiundzwanzig, das war sie,

ihr Kind erst fünf Jahre alt.

Wer hielt die tödliche Waffe?

Wen soll bestrafen der Staat?

Drei ihrer Brüder verhaftet,

Einer gestand jene Tat.

Hatuns Tod, der muss dir sagen:

Geh keinen Meter zurück!

Nicht erst die Männerwelt fragen!

Zögern bricht dir das Genick.

Mögen sie zetern von “Schande!“,

kreischen “Ayip!“ schrill und laut.

Brich starrer Tradition Bande:

frei ist nur, wer sich vertraut.

Refr. (laut)

Du kommst zu mir – ich helfe dir!

Text gruppe pik 2007. Für Hatun Sürücü, die 2005 erschossen wurde. Gesungen wird dieses Lied auf die weltweit bekannte Melodie des antifaschistischen Liedes “L`estaca“ vom katalanischen Komponisten Lluís Llach