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Presseerklärung. Gegen „Islamische Studien in Deutschland“

Juli 8, 2010

Presseerklärung

Der Zentralrat der Ex-Muslime, der Osnabrücker Hintergrund-Verlag, das Internationale Komitee gegen Steinigung und Todesstrafe und der gemeinnützige Verein für Sprach- und Lernförderung I.so.L.De protestieren gegen den Aufbau von theologisch orientierten „Islamischen Studien“ an deutschen Hochschulen. Bekenntnisorientierte, auf der Scharia basierende Ausbildungszentren an zwei oder drei staatlichen Hochschulstandorten zu etablieren, halten die Unterzeichner für verfassungswidrig. Jeder Schulunterricht hat in der Tradition der Aufklärung zu erfolgen und wissenschaftlichen Standards zu genügen. Ein Islam, der nicht schulreif ist, schadet der Integration und gefährdet die freiheitliche Demokratie.

Ein glaubwürdiges Bekenntnis zur FdGO, besonders unter Berücksichtigung der Gleichberechtigung der Geschlechter, der negativen Religionsfreiheit, der Meinungsfreiheit auch in religiösen Angelegenheiten und der sexuellen Selbstbestimmung wären Grundvoraussetzungen, auf denen auch ein freiwilliger Islamischer Religionsunterricht (IRU) fußen müsste. Wie wenig die islamische Theologie bereit ist Wissenschaftsvorbehalt, historisch kritische Methode und Außenansicht zu respektieren und zuzulassen, zeigt der Umgang mit dem religionswissenschaftlichen Ansatz von Sven Kalisch. Der Münsteraner Jurist und Privatdozent war Inhaber des ersten Lehrstuhls für die Ausbildung islamischer Religionslehrer.

Das „religionsbezogene“ (Wissenschaftsrat) islamische Recht, das Körperstrafen wie Handabhacken, Fußabhacken und Peitschenhiebe für gottgewollte und gerechte Strafen hält und im Namen Allahs Todesstrafen verhängt und ausführt, sogar steinigt, ist, wie der Großmufti von Bosnien Herzegowina selbst zugibt, integraler Bestandteil der ewigen, unveränderlichen Scharia. Die vier oben genannten Organisationen protestieren gegen offizielle Gespräche mit hochrangigen Vertretern von menschenverachtenden theokratischen Diktaturen wie dem Iran.

Parteigänger der Scharia wie Bosniens Großmufti Mustafa Ceric, Irans Ex-Präsident Mohammad Chatami oder Ägyptens Religionsminister und Präsident des Obersten Islamischen Rates, Mahmoud Zakzouk, als Diskussionspartner bei Tagungen willkommen zu heißen, um mit ihnen über die vom Wissenschaftsrat (WR) empfohlenen Leitlinien zur Weiterentwicklung von Theologien und religionsbezogenen Wissenschaften an deutschen Hochschulen zu diskutieren, ist nicht hinzunehmen.

Mina Ahadi, Zentralrat der Ex-Muslime, Internationales Komitee gegen Steinigung und Todesstrafe

Hartmut Krauss, Sozialwissenschaftler, Hintergrund Verlag

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin, und Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge, I.so.L.De Verein für Sprach- und Lernförderung

Kontakt:

Mina Ahadi, minaahadi@aol.com

Gabi Schmidt, i.so.l.de@gmx.de

Ergänzender Hinweis: Anlässlich der Tagung des Wissenschaftsrates am 13. und 14. Juli 2010 im Kölner MediaPark protestieren Menschenrechtsaktivisten zwischen 12:00 und 19:00 Uhr, Maybachstraße Ecke Am Kümpchenshof gegen den Aufbau von „religionsbezogenen Wissenschaften“ beziehungsweise „Islamischen Studien“ an Deutschlands Universitäten.

Die Islamisierung der Wissenschaft

Juli 4, 2010

Protestveranstaltung

Am 13.07. / 14.07.2010 jeweils von 12:00 bis 19:00 Uhr in Köln

Am 13. und 14. Juli 2010 lädt der Wissenschaftsrat (WR) nach Köln in den MediaPark zu einer hochkarätig besetzten Tagung zum Thema Islamische Studien in Deutschland. Eingeladen sind Persönlichkeiten wie Annette Schavan (Bundesministerin für Bildung und Forschung), Irans Ex-Präsident Mohammed Chatami, der ägyptische Religionsminister Zakzouk (al-Azhar), Großmufti Mustafa Ceric (Sarajevo), Jurist Mathias Rohe und Bülent Ucar.

Der WR setzt sich für die Einführung von theologisch orientierten Islamischen Studien an deutschen Hochschulen ein und hat Leitlinien für deren Aufbau im staatlichen System entwickelt, die er an beiden Tagen, einem Dienstag und Mittwoch, dort mit den internationalen Gästen diskutieren wird. Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, denen die säkularen und universell-menschenrechtlichen Standards am Herzen liegen, protestieren dagegen, dass diese Grundsätze nur einem kleinen Kreis der Bevölkerung bekannt sind und dem Souverän, von dem alle Macht ausgeht, keine Möglichkeit der Erörterung und Mitsprache eingeräumt wurde. Eine solche Hinterzimmerpolitik nach dem Muster der Deutschen Islamkonferenz (DIK) lehnen wir ab.

Die in der Bundesrepublik vor etwa 140 Jahren erreichte liberale Trennung von Staat und Kirche sowie die Einführung der Zivilehe stellen ein wichtiges Fundament unserer freiheitlich demokratischen Gesellschaft dar. Der Staat als Garant dieses Verfassungsprinzips verstößt gegen seine Verpflichtung zur Neutralität, wenn er die Einführung von ‚Theologien und religionsbezogenen Wissenschaften‘ an deutschen staatlichen Hochschulen unterstützt oder fördert. Das gilt vor allem für die theokratische Politreligion des Islam und für sein grundgesetzwidriges, ‚religionsbezogenes‘ islamisches Recht, das Körperstrafen wie Handabhacken, Fußabhacken und Peitschenhiebe für gottgewollte und gerechte Strafen hält. Im Namen Allahs werden in mehreren Staaten der Welt auch Todesstrafen verhängt und ausgeführt. Eine der barbarischsten Strafen ist die Steinigung, die meist an Frauen vollzogen wird. Dieses religiös legitimierte Recht der Scharia, dass beispielsweise Mustafa Ceric für ewig und unveränderlich hält, diskriminiert auf Grund von Ethnie, Religion und Geschlecht. Frauen und Mädchen müssen sich unterordnen, sich verschleiern. Sie erben die Hälfte, vor Gericht gilt ihre Zeugenaussage nur 50 % von der eines Mannes.

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein säkularer, freiheitlich demokratischer Rechtsstaat, dessen Vertreterinnen und Vertreter nicht dafür gewählt worden sind, mit hohen Würdenträgern eines theokratischen Regimes, eines diktatorischen Unrechtssystems, das Wahlen fälscht und seine freiheitsliebende Bevölkerung terrorisiert, verhaftet und ermordet, über Seelsorge und Kindererziehung zu sprechen.

Lamya Kaddor ist Deutschlands bekannteste Islamische Religionspädagogin, einer Religionspädagogik der zu vermittelnden Außenansicht auf den historisch entstandenen Koran steht sie skeptisch gegenüber: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“. Einen Wissenschaftsvorbehalt auf die schariakonforme Erziehung anzuwenden hält die Vorzeigepädagogin für verzichtbar, denn eine ältere, islamische Aufklärungsleistung habe „den Weg für die europäische Aufklärung bereitet“.

Wir wollen die freiheitliche Demokratie des Grundgesetzes gegen den theokratischen politischen Islam und die verfassungswidrige Scharia verteidigen und fordern die zur Konferenz geladenen Politiker, Professoren und Journalisten dazu auf, die Veranstaltung mit uns zu boykottieren.

Wir fordern die bei der Tagung anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung dazu auf, die drohende Rechtsspaltung in Grundgesetz und Schariarecht zu verhindern. Menschen sind Staatsbürger, keine Angehörigen ethnoreligiös definierter Kollektive. Auch im Personenstands- und Familienrecht darf die Scharia in Europa nicht legalisiert werden.

One Law For All Everywhere – No Sharia Anywhere

Kommt mit uns nach Köln zum Protest! Eine Aktion, die getragen wird von engagierten säkularen Menschen und von Vereinen wie: Internationales Komittee gegen Steinigung und Todesstrafe sowie von I.so.L.De Sprach- und Lernförderung

Ort: Maybachstraße Ecke Am Kümpchenshof

Zeit: Dienstag 13. Juli und Mittwoch 14. Juli 2010, 12:00 bis 19:00 Uhr

Quellen:

http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/Islamprogramm_koeln.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Lamya_Kaddor