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un-heil. Vom Wert der Vorhaut

März 2, 2014

Vorhautbuch ohne Vorhaut

Eine Kritik am Buch un-heil: Vorhaut, Phimose & Beschneidung. Zeitgemäße Antworten für Jungen, Eltern und Multiplikatoren (erschienen im März 2012) von Cees van der Duin (März 2014).

Typ Ia der FGM-Klassifikation der WHO ist die Amputation der Klitorisvorhaut, eine Form der Genitalverstümmelung, die wir selbstverständlich nicht legalisieren dürfen. Aber die Jungenbeschneidung zerstört im Vergleich zu FGM Typ Ia sehr viel mehr.

Vorhaut, foreskin, manche Menschen hören ein Wort und wiederholen es und denken dann nicht weiter … vielleicht liegt es am identischen Sound, am gleichen sprachlichen Klang Vorhaut, dass immer wieder weibliche und männliche Vorhaut kenntnislos und gedankenlos miteinander verglichen und als anatomisch letztlich gleiche Struktur bezeichnet werden, etwa bei Mario Lichtenheldt in un-heil (2012), der die männliche Vorhaut eher nur als eine Art Schutzkappe betrachtet, ohne sie als das Zentrum der männlichen Lust zu erkennen:

„wird Mädchen und Frauen im günstigsten Fall lediglich die Klitoris-Vorhaut entfernt, anatomisch vergleichbar mit der Vorhautbeschneidung beim Mann“ (Seite 154),

Das ist grundfalsch, denn gerade nicht die Eichel, sondern die männliche Vorhaut ist so sehr Quelle der Lust wie die Klitoris.

Eher schon die weibliche Vorhaut ist lediglich schützend, hier liegt Lichtenheldt für einen Augenblick richtig, um dann sofort die Bedeutung des Präputium für die männliche Sexualität zu verkennen:

„Deutlich gravierender [als FGM Typ Ia sowie als die MGM] ist eine Beschneidungsvariante, bei welcher der gesamte sichtbare Teil der Klitoris einschließlich ihrer schützenden Vorhaut sowie große Teile der inneren Schamlippen herausgeschnitten werden“,

ziemlich genau eine so hohe Schädigung aber tritt mit der Jahrhunderte alten jüdischen oder islamischen oder hundert Jahre alten US-amerikanischen Zirkumzision doch gerade sein, die Jungenbeschneidung schädigt so vergleichsweise genau sehr wie die Klitoridektomie oder die Amputation der kleinen Labien.

Zum neurotischen Elternwunsch auf verhinderte kindliche Selbstbefriedigung schreibt Lichtenheldt auf Seite 160, eigene Hervorhebung:

„Zwar hinderte eine gezielt schutzlos gemachte Eichel damals wie heute keinen Jungen dauerhaft daran, zu masturbieren“,

und wieder sei das hier schlicht übergangene, sozusagen sprachlich amputierte männliche Präputium eigentlich nichts anderes als eine Art Schutzkappe und der Besitz einer Eichel zum altersgemäßen Selbstbefriedigen und späteren partnerschaftlichen sexuellen Erleben völlig ausreichend – nein, in Wirklichkeit ist und bleibt die Vorhaut das, dem Sohn oder Enkel hoffentlich nicht beim Beschneiden amputierte, maskuline Lustorgan Nummer Eins. Ja sicher, beschnittene Jungen masturbieren natürlich auch, weil der Bedarf nach sexueller Erfüllung, einerlei ob man weiblich oder männlich ist, nicht zwischen den Beinen sondern zwischen den Ohren entsteht, allerdings tun sie das manchmal vergleichsweise verzweifelt und in jedem Fall sind zirkumzidierte Jungen am spontanen Selbstbefriedigen in vielerlei Hinsicht gehindert (evtl. ist Gleitmittel notwendig) und ist ihnen mit der Vorhaut lebenslang sehr viel an erotischer Lustempfindung geraubt worden und genau das haben wir Intaktivisten nach Möglichkeit zu verhindern.

Auch im Kontext mit dem deutschen Familien- und Strafrecht sowie nach dem angemessenen Zitieren (S. 175) der UN-Kinderrechtskonvention lesen wir auf Seite 180 nichts anderes als das dürre, staubtrockene:

„Der Verlust eines Körperteils, hier der Vorhaut“,

statt die Jungenbeschneidung sofort im Sinne von AEMR Artikel 5 als grausam (cruel) oder, sofern die Beschneidung unbetäubt geschah, zusätzlich als Folter (torture) zu bezeichnen, was 1989 in Anaheim richtig bewertet wurde.

Beispiele an Lichtenheldtscher anatomischer Unkenntnis bzw. des Verkennens der Bedeutung der Vorhaut als Zentrum der männlichen sexuellen Sensitivität:

„Wozu brauchen Jungen die Vorhaut? Die wichtigste Aufgabe der Vorhaut ist der Schutz der Eichel vor Austrocknung, Schmutz, Verletzungen, Infektionen, schädlichen Umwelteinflüssen und Sensibilitätsverlust“ (Seite 36), „Die Innenseite der Vorhaut ist extrem dicht mit Nervenendungen besetzt, genau wie die zarte Oberfläche der Eichel“ (Seite)

Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. Gary Harryman.

„Bei nicht beschnittenen Jungen aller Altersgruppen ist die Eichel oftmals so empfindlich, dass ihre direkte Berührung unangenehm bis schmerzhaft sein kann“ (Seite 47)

Eben, bis auf die schmale Zone am Sulcus enthält die relative nervenarme Eichel – im Gegensatz zur männlichen Vorhaut! – keine Rezeptoren, die dem Gehirn sexuelle Lust auch nur signalisieren könnten. Soweit in der Eichel überhaupt Signale entstehen, sind das also die mit „unangenehm bis schmerzhaft“ genannten.

„Die Eichel ist sehr empfindlich, ungefähr wie deine Zunge. Deshalb hat die Eichel eine kleine ‚Mütze‘ aus Haut. … Die Vorhaut schützt die Eichel vor Verletzungen.“ (Seite 52)

Wie deine Zunge steht da und der Leser darf sich die eine Lebensqualität in der Tat erhöhenden Geschmacksrichtungen süß, salzig, sauer oder bitter vorstellen, denn solcherlei umfangreiche Wahrnehmungsfähigkeit, suggeriert Lichtenheldt, habe diese wunderbar sensitive Eichel (und die Vorhaut eben angeblich nicht, die diene lediglich dem Eichelschutz vor Beschädigung). Ein Lobgesang auf die Glans des engagierten Eichelschützers, der die Vorhaut wie versehentlich einmal mehr in den Raum des Entbehrlichen rückt.

„Doch Kellogg ging es keineswegs nur um Schmerz und Strafe! Die Beschneidung zielte vielmehr – wie auch bei der weiblichen Genitalverstümmelung – auf die Zerstörung der Fähigkeit ab, sexuelle Lust zu empfinden. Als Arzt wusste er ganz genau, dass die fehlende Vorhaut eine bleibende Desensibilisierung der nunmehr schutzlosen Eichel nach sich zieht.“ (Seite 160)

Wer weibliche und männliche Genitalverstümmelung vergleicht, was kinderrechtlich wie anatomisch geboten ist, muss von Klitoris und männlicher Vorhaut sprechen und nicht von einer desensibilisierten Eichel, welcher durch die Zirkumzision so etwas wie die schützende Haube abhanden gekommen sei.

Wie ein roter Faden zieht sich das für jeden ernsthaften politischen Kampf gegen die männliche Genitalverstümmelung untragbare Verkennen oder Verschweigen der Bedeutung des Präputium durch das Buch un-heil. Das Übergehen anatomischer Fakten ist für das politische Anliegen der weltweiten Bewegung der Intaktivisten und aller anderen Kinderrechtler ausgesprochen schädlich, weil der beschnittene Junge so dargestellt wird, als habe er eigentlich gar keinen Nachteil erlitten.

Beschneidungsverharmloser Lichtenheldt über den vorhautamputierten Jungen:

„Er kann lernen, die schier unendliche Vielfalt von Sinneswahrnehmungen bewusster und dadurch intensiver zu erleben“

– na dann ist ja alles ok und wir können die Kinder beschneiden lassen, könnten unsere Politiker hieraus schließen, der Junge und später Mann „kann lernen“ und ihm ist die „schier unendliche Vielfalt“ sexueller Lust durch die Sünnet oder Brit mila ja gar nicht verschlossen worden.

Bei einer solchen Verzerrung von Tatsachen der Anatomie kann jeder Mohel, Sünnetci oder durch die AAP fehlgeleitete amerikanische Arzt ja seelenruhig weiter verstümmeln. Eine derartig fehlerhaft verstandene Anatomie untergräbt den gebotenen Standard von ärztlicher Kunst, ärztlichem Aufklärungsgespräch und eventuellem kindlichem oder jugendlichem Mitentscheiden.

Springen wir zu Seite 135 zurück. Wenn nicht beschnittene Jungen masturbieren, so meint es der Autor:

„Dabei stimulieren sie sowohl die zarte, nervenreiche Oberflächenschleimhaut der Eichel, als auch die empfindliche Innenseite der Vorhaut“

– Einspruch. Das seit Jahrtausenden zielsicher amputierte Organ wird durch Lichtenheldt lediglich als „empfindlich“ etikettiert womit doch vielleicht Untertöne von nicht belastbar (geht sowieso schnell kaputt, war halt empfindlich) bis überempfindlich (das war nervend empfindlich, empfindlich störend) mitschwingen, während der Eichel die zwei Attribute „zart“ und „nervenreich“ angedichtet werden, als ob der Glans penis denn nicht durch die auf die Beschneidung allmählich erfolgende Keratinisierung (Verhornung) gerade ihre Zartheit unweigerlich verloren gehen würde und die mit dem Präputium amputierten bis zu 20.000 überwiegend spezialisierten Nervenenden (einschließlich Meissner-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Ruffini-Körperchen und Merkel-Zellen) auch nur ein annäherndes Pendant in der pauschal „nervenreich“ beschworenen Eichel hätten.

Weiter auf der Folgeseite:

„Stimuliert werden auch das Vorhautbändchen an der Unterseite der Eichel“,

leider schweigt un-heil dazu, dass es auf das ziemlich eichelferne und höchst vorhautnahe Frenular Delta (McGrath 2001) ankommt und auf die Frage, ob dieses beim Beschneidungsvorgang überhaupt erhalten bleibt.

Mindestens implizit wiederholt wird dieser Denkfehler auf Seite 163 als:

„die hochsensible Eichel“

nämlich unter – gezielter? – Auslassung der – sehr viel mehr – „hochsensiblen“ Strukturen der Vorhaut, hier wären stets vor allem Gefurchtes Band und Frenulares Delta zu nennen. Auch im Kontext der beiden Seiten 162 und 163 verschweigt der Autor von un-heil, dass nicht die Eichel, sondern genau und nur die Vorhaut jene ungefähr 20.000 Nervenenden und Tastkörperchen enthält, die für den größten Teil der anatomisch möglichen lustvollen sexuellen Empfindung des Mannes verantwortlich sind; die nicht keratinisierte Eichel empfindet zwar, aber sie empfindet das Getastete eher sehr grob und verschwommen sowie von ihrer nervlichen Natur aus als durchaus unlustvoll bis schmerzhaft.

Ist die Vorhaut weg ist das Hauptorgan der männlichen Lustwahrnehmung weg und insofern ist gerade die Eichel eben nicht das „Sensibelchen“ (Lichtenheldt Seite 19 Die Eichel – Sensibelchen in Violett). Nein, die Vorhaut ist das „Sensibelchen“ – gewesen, nämlich vor der Beschneidung, die Eichel hingegen verliert im Laufe der Jahre und der Verhornung viel von ihrer naturgemäß ohnehin geringen, nämlich mit entsprechenden Rezeptoren nur in einer schmalen Zone dicht an der Kranzfurche (Sulcus coronarius) vorhandenen erogenen Sensitivität.

Eine Eichelbemerkung haben wir noch vorzunehmen, die nach der Farbe, welche Mario Lichtenheldt vielleicht poetisch als violett pauschalisiert. Auch die Farbe der von Natur aus nahezu als ein inneres Organ vorgesehenen Eichel ändert sich beim Beschneiden – und zwar im Sinne eines Grau- oder Stumpfwerdens (discoloration). Dieser Farbverlust wird einerseits durch das Wegreißen der im Baby- und Kindesalter naturgemäß angewachsenen Vorhaut begünstigt (Hautschädigung) und verstärkt sich andererseits im Laufe der Lebenszeit (Keratinisierung). Mindestens bei allen Männern, bei denen die etliche Jahre nach der Beschneidung violett wirkende Eichel bei intakt gebliebener Vorhaut rot oder rosa hätte sein müssen, wäre das im Buch un-heil ausweichend verkitschte Violett eine Folge der akuten Hautzerstörung oder ein Symptom für den sukzessive steigenden Sensitivitätsverlust. Auf der hauttypbedingt (Pigmentierung) wahrscheinlichen, farblich annähernd sicheren Seite bleibt der Autor von un-heil, indem er nicht von Sensibelchen in Rot oder Sensibelchen in Rosa redet.

Fazit zum Vorhautbuch ohne Vorhaut.

un-heil: Vorhaut, Phimose & Beschneidung. Zeitgemäße Antworten für Jungen, Eltern und Multiplikatoren verkennt vollständig die hohe sensitive, sexuelle und partnerschaftliche Bedeutung des männlichen Präputiums und damit die Menschheitskatastrophe ihrer mit der Schamlippenamputation ebenso wie mit der Klitoridektomie sehr wohl vergleichbaren rituellen Zerstörung. Das Buch motiviert deshalb nicht ausreichend zu dem, worum es Kinderrechtlern und Gesundheitserziehern gehen muss, nämlich zum Kampf um ihren Erhalt und ist daher für Jungen und ihre Eltern sowie für Lehrer, Jugendarbeiter und besonders Jungenarbeiter keinesfalls zu empfehlen.

Cees van der Duin

Q u e l l e n

What he ENTIRELY MISSED, is that the foreskin, NOT the glans is the most sexually sensitive portion of the male genitalia.

http://community.babycenter.com/post/a735045/circumcision?cpg=73&csi=2020834937&pd=7

Die Vorhaut, nicht die Eichel, ist der für leichte Berührung sensibelste Teil des Penis.

http://flexikon.doccheck.com/de/Sexuelle_Auswirkungen_der_Zirkumzision

We now know that the foreskin, not the glans, is the most sensitive part of the entire penis, and that removing it takes away three quarters of the pleasure a man has during sexual intercourse. He can no longer „glide“ but has to „thrust“ — which causes friction and makes it less pleasurable for his partner as well. (Female partners of intact men are more likely to experience vaginal orgasm).

http://old.richarddawkins.net/users/173413/comments

Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to „see“ Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.

Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. (…)

Gary Harryman

https://ms-my.facebook.com/shareyoursexknowledge/posts/652188514794501

Ich habe Deine Ausführungen zur weiblichen Genitalverstümmelungen im Bundestag gehört und finde sie sehr richtig. Es ist jedoch eine medizinische Fehlinformation, die in fast allen Fraktionen vorhanden ist, dass die Vorhaut des Penis anders gebaut sei als beispielsweise die Labien (kleinen Schamlippen) einer Frau. Dieser Irrtum entsteht wahrscheinlich dadurch, dass Beschneidungen an Jungen häufiger und wegen überalterter medizinischer und traditoneller Vorstellungen auch akzeptierter sind. Das bedeutet aber nicht, dass sie folgenärmer wären. Sowohl Vorhaut als auch Labien haben eine sehr hohe Dichte verschiedener Tast-Körperchen. Das sind spezialisierte Sinneszellen. Dass beide Gewebe gleich aufgebaut sind liegt daran, dass bei der Entwicklung eines Embryos im Mutterleib lediglich das Vorhandensein des Y-Chromosoms bestimmt wie die Form des äußeren Geschlechtsorganes aussieht. Aber eben nur die Form, nicht zwingend die Funktion. Zur Ausbildung der Form wird das gleiche Gewebe benutzt weswegen auch dessen Aufbau gleich ist. Ein Gewebe, das voll mit diesen Tast-Körperchen ist, ist hochempfindlich und erogen. Egal ob es Labie oder Vorhaut heißt. Die Empfindlichkeit beider übertrifft die von Lippen oder Fingerkuppen um ein Vielfaches und [diese] bilden damit mit die wichtigsten erogenen Zonen von Mann und Frau. Es ist also keinesfalls zynisch oder unsachlich, wenn die Gegner der Beschneidung darauf hinweisen, sondern Stand der modernen Medizin, den jeder Medizinstudent in der Vorklinik lernt. (…)

Tanja Hindemith

http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/07/20/beschneidungsdebatte-fehlinformationen-ohne-ende/

Auf der Seite Beschneidung von Jungen:

Verluste durch die Beschneidung

Das Gefurchte Band

Die wichtigste erogene (sexuell empfindliche) Zone des männlichen Körpers. Der Verlust dieses feinen Bändchens aus dicht mit Nerven besetztem, sexuell empfindlichen Gewebe verringert die Intensität und Fülle des sexuellen Empfindens

[Taylor, J. R. et al., „The Prepuce: Specialized Mucosa of the Penis and Its Loss to Circumcision,“ British Journal of Urology 77 (1996): 291-295.]

P. M. Fleiss, MD, MPH, „The Case Against Circumcision,“ Mothering: The Magazine of Natural Family Living (Winter 1997): 36-45.]

Das Frenulum [Anm.: Frenulum und Frenulares Delta, hier nämlich das Delta]

Die hochgradig erogene V-förmige, netzartige Verbindungsstruktur an der Unterseite der Eichel, die oft zusammen mit der Vorhaut amputiert oder durchtrennt wird. In beiden Fällen wird die Funktion des Frenulums und damit sein Potential für sexuelles Vergnügen zerstört.

[1. Cold, C, Taylor, J, „The Prepuce,“ BJU International 83, Suppl. 1, (1999): 34-44. 2. Kaplan, G.W., „Complications of Circumcision,“ Urologic Clinics of North America 10, 1983.]

http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/argumente-gegen-beschneidung/verluste-durch-die-beschneidung.html

http://en.wikipedia.org/wiki/Frenular_delta

McGrath K. The frenular delta: a new preputial structure. In: Denniston GC, Hodges FM, Milos MF, editors. Understanding Circumcision: A Multi-Disciplinary Approach to a Multi-Dimensional Problem. New York: Kluwer/Plenum; 2001. p. 199-206.

http://www.cirp.org/library/anatomy/mcgrath1/

Cutting the frenulum or the frenular artery has the potential to reduce the blood flow to the meatus (ischemia) and may result in meatal stenosis (development of scar tissue reducing the size of the meatus) which can have an impact in the ability to urinate, may cause infections and may require surgery in order to repair.

Sorrells et al, 2007, referred to the damage to the frenulum in these words: „In conclusion, circumcision removes the most sensitive parts of the penis and decreases the fine-touch pressure sensitivity of glans penis. The most sensitive regions in the uncircumcised penis are those parts ablated by circumcision. When compared to the most sensitive area of the circumcised penis, several locations on the uncircumcised penis (the rim of the preputial orifice, dorsal and ventral, the frenulum near the ridged band, and the frenulum at the muco-cutaneous junction) that are missing from the circumcised penis were significantly more sensitive.“

http://damagefromcircumcision.blogspot.de/p/blog-page.html

Fine-touch pressure thresholds in the adult penis

Morris L. Sorrells,

James L. Snyder,

Mark D. Reiss,

Christopher Eden,

Marilyn F. Milos,

Norma Wilcox,

Robert S. Van Howe

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1464-410X.2006.06685.x/full

Universal Declaration on Circumcision, Excision, and Incision

WHEREAS, the General Assembly of the United Nations on December 10, 1948 adopted and

proclaimed the UNIVERSAL DECLARATION OF HUMAN RIGHTS; and

WHEREAS, said Declaration affirms to „strive by teaching and education to promote respect for these rights and freedoms and by progressive measures, national and international, to secure their universal and effective recognition and observance…;“

WHEREAS, Article 2 of said Declaration affirms that „Everyone is entitled to all the rights and freedoms set forth in this Declaration without distinction of any kind, such as race, colour, sex, language, religion, political or other opinion, national or social origin, property, birth or other status;“ and

WHEREAS, Article 5 of said Declaration affirmst that: „NO ONE SHALL BE SUBJECTED TO TORTURE OR TO CRUEL, INHUMAN OR DEGRADING TREATMENT OR PUNISHMENT;“ and

WHEREAS, the practice of medically unnecessary surgical circumcisions, excisions and incisions on male and female genitalia that are conducted:

a. without anesthesia, inflicts incalculable pain and human suffering, constitutes and act of TORTURE within the terms of Article 5 of the Universal Declaration of Human Rights; and

b. with anesthesia, constitutes and „act of cruel, inhuman and degrading treatment“ within the terms of Article 5 of the Universal Declaration of Human Rights; and

WHEREAS, other forms of male and female genital mutilation that are conducted as a matter of social and religious custom, e.g. as in „ritual rites of passage,“ constitute acts of „TORTURE (AND) CRUEL, INHUMAN OR DEGRADING TREATMENT OR PUNISHMENT“ within the language of Article 5 of the United Nations Universal Declaration of Human Rights; and

WHEREAS, the above violations of Articles 2 and 5 of the Universal Declaration of Human Rights frequently involves helpless newborns and adolescents—religious and social customs notwithstanding;

http://montagunocircpetition.org/univ_declaration.pg

Allgemeine Erklärung zu Beschneidung (Zirkumzision), Ausschneidung (Exzision) und Einschneidung (Inzision)

IN ANBETRACHT DESSEN, dass die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 die ALLGEMEINE ERKLÄRUNG DER MENSCHENRECHTE angenommen und verabschiedet hat; und

IN ANBETRACHT DESSEN, dass die genannte Erklärung bekräftigt, dass „durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung zu gewährleisten“ sind;

IN ANBETRACHT DESSEN, dass Artikel 2 der genannten Erklärung bekräftigt, dass „jeder […] Anspruch [hat] auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand“; und

IN ANBETRACHT DESSEN, dass Artikel 5 der genannten Erklärung bekräftigt dass: „NIEMAND […] DER FOLTER ODER GRAUSAMER, UNMENSCHLICHER ODER ERNIEDRIGENDER BEHANDLUNG ODER STRAFE UNTERWORFEN WERDEN [DARF]“; und

IN ANBETRACHT DESSEN, dass die Durchführung von medizinisch unnötigen Beschneidungen (Zirkumzisionen), Ausschneidungen (Exzisionen) und Einschneidungen (Inzisionen) an männlichen und weiblichen Genitalien, die vorgenommen werden:

a. ohne Betäubung, unermeßliche Schmerzen und menschliches Leiden verursacht und somit einen Akt der FOLTER im Sinne von Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte darstellt; und

b. mit Betäubung, einen Akt der „grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung“ im Sinne von Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte darstellt; und

IN ANBETRACHT DESSEN, dass andere Formen der männlichen und weiblichen Genitalverstümmelung, die als Bestandteil von soziokulturellen und religiösen Bräuchen vorgenommen werden, z.B. in Form von „Initiationsriten“, Akte von „FOLTER [UND] GRAUSAMER, UNMENSCHLICHER ODER ERNIEDRIGENDER BEHANDLUNG ODER STRAFE“ im Sinne von Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen darstellen; und

IN ANBETRACHT DESSEN, dass die oben genannten Verletzungen von Artikel 2 und 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte häufig hilflose Neugeborene und Heranwachsende betreffen—ungeachtet religiöser und sozialer Bräuche;

http://montagunocircpetition.org/univ_declaration.pg?lang=de

In intact European males, the glans ranges in color from pink to dark purple, while in dark skinned men it ranges from pink to dark brown. Infant circumcision, carried out when the glans is adherent to the foreskin, results in scarring, pitting, and discoloration of the surface of the glans and, over the years, increasing keratinization is likely to lead to further loss of natural color (Fleiss, 1997).

http://www.circinfo.org/Warren.html

The glans ranges from pink to red to dark purple among intact men of Northern European ancestry, and from pinkish to mahagony to dark brown among intact men of Color. If circumcision is performed on an infant or young boy, the connective tissue which protectively fuses the foreskin and glans together is ripped apart. This leaves the glans raw and subject to infection, scarring, pitting, shrinkage, and eventual discoloration. Over a period of years the glans becomes keratinized, adding additional layers of tissue in order to adequately protect itself, which further contributes to discoloration. (Fleiss, 1997)

http://www.norm.org/lost.html

Pflege erhebliche Lautstärke in der Jungenbeschneidungsdebatte, schweig fein still zu gefurchtem Band oder frenularem Delta:

„das physiologische Äquivalent zur Jungenbeschneidung, nämlich die Entfernung der Klitorisvorhaut“

Dr. Meike Beier & Mario Lichtenheldt am 05.07.2012

http://manndat.de/geschlechterpolitik/stellungnahme-zum-kolner-beschneidungsurteil.html

Der Arbeitskreis Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung besteht aus Personen wie:

Mario Lichtenheldt, RA Walter Otte, Prof. Dr. Holm Putzke, Dr. Michael Schmidt-Salomon, Dr. Meike Beier

http://pro-kinderrechte.de/impressum/