Posts Tagged ‘Muslim Scouts’

Deutschlands Pfadfinder und die Unantastbarkeit der Scharia (Teil 1)

Juni 12, 2011

DPSG strebt Erweiterung des RdP/RDP um einen muslimischen Pfadfinderverband an

Bei Pfadfinder-Treffpunkt wirbt Yvonne Baumann (scoutissima) im Juni 2011 mit elf Wortmeldungen dafür, die allgemeinen Menschenrechte und das deutsche Grundgesetz nicht zu überwinden, auch nicht im Namen von Tradition oder Religion.

1. Muslimisches Pfadfinden und DPSG

Beitrag vom 11.06.2011 – 17:35

Und die Scharia? Anders als beim Buddhismus oder Judentum ist das Nichtbefolgen der Vorgaben der heiligen Texte im Fall des Islam mit hohem sozialem Druck sanktioniert, von den im Koran angedrohten jenseitigen Strafen nicht zu sprechen. Jahrelang hatte die geschätzte DPSG die Kooperation mit dem Bund Muslimischer Pfadfinder Deutschlands (BMPD) gesucht. Das Menschenbild und Weltbild eines BMPD-Funktionärs gibt Khadija Katja Wöhler-Khalfallah wieder:

„In Deutschland fielen 70 % der Jugendlichen der ewigen Verdammnis anheim, da sie entweder drogensüchtig oder Prostituierte würden. Das Leben in Deutschland sei gerade für die türkischen Jugendlichen die Hölle, da sie völlig vom Islam abgebracht und zwangsläufig in die Kriminalität geführt würden. Die muslimischen Mädchen würden dazu gezwungen, ’sich zu entehren‘.“

Der Bund und sein Umfeld (Jamaat un-Nur; Rüstem Ülker, Naim Demirel) sei, so Wöhler-Khalfallah,

„strikt antilaizistisch und verlangt nach einem am Koran orientierten islamischen Staat.“

(aus: Islamischer Fundamentalismus: Von der Urgemeinde bis zur Deutschen Islamkonferenz, S. 236)

Das klingt antimodern und antidemokratisch, Meinungsfreiheit oder Gleichberechtigung von Mann und Frau sind so wohl nicht zu machen, eher schon Burka und Kalifat. Da bleibt zu hoffen, dass die DPSG dieses mal genauer hinschaut, mit wem sie die Kooperation anstrebt.

Weiß jemand, ob es beim DPSG-seits angedachten Träger um den aktuellen spirituellen Lehrmeister der Tariqa Alawiyya (AISA) geht, Scheich Bentounes? Cheikh Khaled Bentounes hat in Frankreich einen tausend junge Menschen versammelnden Pfadfinderverband aufgebaut, die Scouts Musulmans de France (SMF). Zur Schleierpflicht geht er eher halbherzig und zur Scharia eher gar nicht auf Distanz.

AISA ist die Association Internationale Soufie Alâwiyya, die sich weltweit in Friedensbewegungen, auch im Umfeld von Pax Christi, sowie in den interreligiösen Dialoge einklinkt. So ist AISA Mitglied im European Interfaith Youth Network (EIYN) von Religions for Peace (RfP), der AISA-nahe Pfadfinderverband SMF hingegen ist der hanbalitisch-wahhabitischen IUMS (International Union of Muslim Scouts) asozziiert.

AISA-Funktionär Taoufik Hartit war, gemeinsam mit Thomas Dreessen, im Vormonat (Mai 2011) zu Gast in Greven beim VCP Westfalen (Der Landesrat war zelten). Der evangelische Theologe Dreessen ist bei der Evangelischen Jugend von Westfalen (Haus Villigst) zuständig für Junge Kirche – Glaube und Leben.

Thomas Dreessen ist Kuratoriumsvorsitzender im Islam-Archiv Soest (ZIIAD, um Salim Abdullah), Scheich Bentounes war 2010 internationaler Ehrengast auf dem Soester Forum der Religionen und Kulturen (zum ZIIAD). Der VCP Westfalen ist für das diesjährige Soester Forum (Herbst 2011) eingeladen.

Die Sufi-Scouts halten die Flamme der Hoffnung (La Flamme de l’Espoir), das pfadfinderische (?) Friedens-Missions-Konzept von Khaled Bentounes, sehr hoch.

Wir sollten die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) höher halten.

2. Scout Law YES, Sharia Law NO

Beitrag vom 10.06.2011 – 12:57

Ein bisschen schwanger geht nicht, ein bisschen Scharia auch nicht. Seit al-Ghazali, gestorben im Jahre 1111, ist der letzte Bereich des menschlichen Lebens schariatisiert d. h. schariapflichtig. Urheber des Islamischen Rechts ist die Gottheit (Allah); ein jeder bewusster und schuldhafter Verstoß gegen die Scharia gefährdet das Heil der Seele.

Die Scharia ist totalitär und ewig. In freiheitlich demokratischen Staaten erst gibt es Religionsfreiheit, in Dschidda oder Teheran gibt es keine Religionsfreiheit, dafür ganz viel Scharia auch für alle, die sie gar nicht wollen.

Im Kern will der Islam die Herabsetzung der Frau. Im Koran ist Allahs Befehl vorgegeben: Die Frau erbt 50 %, ihre Aussage vor Gericht gilt 50 %. Das ist nicht Islamismus, das ist Islam. Der Leib der Frau ist mit einem Schamtuch (Feridun Zaimoglu) zu „bedecken“.

Nach islamischem Verständnis reicht der intime Körperbereich, der durch Kleidung verhüllt werden muss, beim Mann einschließlich vom Nabel bis zum Knie, während die Frau die Waffe der Verleitung (ighraa) besitzt und ihr ganzer Körper Schamzone ist, sozusagen erweitertes Genital. Frauen sind im Islam prinzipiell die Ursache für Unglauben, Zwietracht, Intrige und Zerwürfnis in Familie und Umma (islamische Weltgemeinschaft). Ihnen fehle es an Religion, Vernunft und Anstand. Sie gelten als moralisch und religiös verunsichert und leicht beeinflussbar, sichere Beute für den Teufel, der sie dazu anstiftet, Männern den Kopf zu verdrehen, sie zu verführen und vom rechten Weg abzubringen.

Der aus dem Libanon stammende promovierte Philosoph, Islamwissenschaftler und Publizist Dr. Ralph Ghadban schreibt in einem Aufsatz, der auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung eingestellt ist, zum Frauenbild, das den Verschleierungsgeboten in Koran und Sunna als Motivation zu Grunde liegt, wie folgt: „Die Frau ist eine ‚aurah(14), wenn sie ausgeht, dann kommt ihr der Teufel entgegen. Sie ist am nähsten zu Gott, wenn sie in ihrem Haus tief steckt.“ Der Prophet soll gesagt haben: „Die Frau hat zehn ‚aurah. Wenn sie heiratet, schützt ihr Mann eine von ihnen und wenn sie stirbt, schützt das Grab alle zehn ‚aurah.“

Pfadfinderarbeit sollte die muslimischen Säkularen unterstützen, nicht die muslimischen Fundamentalisten, und am Antrag 10 (Bundesleitung und Lars Kramm) der 75. DPSG-Bundesversammlung vermisse ich das unbedingte Bekenntnis zur Gleichberechtigung von Mann und Frau, dem, weil Yusuf al-Qaradawi oder Pierre Vogel in Deutschland noch so einflussreich sind, aus meiner Sicht auch ein Statement nicht nur gegen christlichen Fundamentalismus, sondern auch gegen koranisch begründeten Fundamentalismus folgen sollte.

In Artikel 4 GG (1) heißt es: Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Dem schließt sich aber (2) an: Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

4 (2) sagt also nicht: „wird unbegrenzt gewährleistet“, sondern „wird gewährleistet“. Wer schariatische Normen ohne Außenansicht (mit Bekenntnis-Charakter) vermittelt, gerät mit dem Grundgesetz in Konflikt. Hier sehe ich, alle derzeitigen Islamverbände betreffend, immensen Nachholbedarf.

3. Säkulares Menschen- und Weltbild

Beitrag vom 10.06.2011 – 15:27

Baden-Powell war proreligiös, gewiss, aber pantheistisch und weltbürgerlich. Fundamentalismus, der anderen Menschen ihre menschliche Würde abspricht, ist daher nicht pfadfinderisch. BP lebte einfach nicht in permanenter Höllenfurcht, aber genau dieses Lebensgefühl der Allgegenwart der bösen Geister und Teufel ergibt sich aus einem wörtlich gelesenen Koran.

Vielleicht hat jemand von der Arbeitsweise des Islamic Sharia Council (34 Francis Road, Leyton, London) gehört, wo Kleriker und Richter (Klerus und Justiz sind im Islam gar nicht getrennt) erbrechtlich und eherechtlich alle Frauen und Nichtmuslime benachteiligen dürfen, so lange sich niemand bei einem „weltlichen“ Gericht beschwert. Der Gruppendruck dürfte für viele Frauen indes bereits so hoch sein, dass sie den Weg zu einem nichtreligiösen Gericht gar nicht mehr finden.

Die Grenzen der Toleranz sind für uns Pfadis seit dem 10.12.1948 mit der AEMR gegeben (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte). Deshalb sollten WOSM und WAGGGS dem Menschen- und Gesellschaftsbild der IUMS (The International Union of Muslim Scouts) vernehmbar entgegentreten, einer wahhabitischen, saudisch finanzierten Bewegung. IUMS und AEMR sind nicht kompatibel.

Der französische Pfadfinderverband Scouts Musulmans de France (SMF) um den Alâwiyya-Scheich Khaled Bentounes (AISA) ist Mitglied in der IUMS. Bentounes ironisiert die Standards allgemeiner Menschenrechte und spielt den spirituellen, weisen „Mystiker“. Die SMF (Aktion: „Flamme der Hoffnung“) kann unser Vertrauen nicht verdienen.

Mit der HAMAS oder mit The Imam al-Mahdi Scouts veranstalten VCP oder DPSG schließlich auch keine Zeltlager …

4. Irdische Rechtseinheitlichkeit statt „göttliches“ Mehrstufenrecht

Beitrag vom 10.06.2011 – 17:55

Vielen Dank, Sadarji, für deinen gut durchdachten Beitrag,

die sagtest: „Demokratie, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung von Mann und Frau (…) fußen letztlich auf christliche Werte. Fairerweise muss man dazu sagen, dass diese Rechte auch im christlichen Abendland nur gegen den Widerstand der Kirchen durchgesetzt wurden.“

Es ist sicherlich im Sinne der (erschließbaren) jesuanischen Ethik, dass der Mensch als solcher, dass jeder Mensch, ein Träger von absoluter Würde ist, und sei er Samariter, Zöllner, Römer oder gar Frau. Insofern steht das christliche Menschenbild der Verfassung nicht entgegen, während Zweitfrau, Burka und wali mudschbir den Verfassungsbruch theologisch begründen. Religion ist eben nicht „gut“, sonst müssten wir auch Menschenopfer für Huitzilopochtli billigen. Ernsthaft gelebter Islam ist ohne praktizierte Menschenrechtsverletzung nicht anwendbar, aber Islam ist Religion.

Ich möchte allerdings betonen, dass wir nicht im christlichen Abendland leben. Wir sollten daher nicht bestrebt sein, „abendländische Werte“ oder „westliche Werte“ verteidigen zu wollen. Unsere Menschenrechte sind universell – oder sie sind gar nicht! Und daher denke ich, auch das Pfadfindertum ist universell, eine Spaltung in „westlich geprägtes“ Scouting und schariabasiertes Islamic Scouting kann es gar nicht geben.

Eine freiheitliche Gesellschaft wird immer eine ausgesprochen säkulare Gesellschaft sein.

Was Europa droht, ist die Rechtsspaltung, die religiös begründete Rechtsverschiedenheit. Wir hätten dann schariakonform „befreite“ Straßenzüge, in denen das Abschließen polygamer Ehen nicht länger untersagt ist und in denen Mufis und Imame neunjährige Mädchen verheiraten, wie das Cemali Meco aus der Universitätsstadt Komotiní völlig legal praktiziert. Das islamische Heiratsalter für Mädchen beträgt neun Jahre, das ist nicht „Islamismus“, das ist Religion (Islam). Diese Mädchen tauchen als schwangere zwölfjährige oder schwangere elfjährige Ehefrauen in Düsseldorf auf, das ist Islam – einen anderen Islam gibt es nicht.

Unsere Politiker (und sicherlich auch die chistlichen Theologen) müssen endlich sagen, dass Koran und Sunna die Frau herabsetzen, auch die Pfadfinderverbände müssen das tun. Dass in Lübeck als Antrag Nummer 10 gesetzte Signal (75. BV der DPSG) stellt, vielleicht ja „nett gemeint“, die Weichen in Richtung von mehr Segregation, mehr Apartheid, und gerade nicht in die Richtung der Integration.

Wir integrieren in die Standards der kulturellen Moderne, wir integrieren ins Grundgesetz, nicht in die Scharia.

Erzbischof Rowan Williams hat den Einstieg in die religiös begründete Rechtsverschiedenheit bereits gefordert:

„But I think it is a misunderstanding to suppose that means people don’t have other affiliations, other loyalties which shape and dictate how they behave in society and that the law needs to take some account of that.“

die „Muslime“ (aha, keine Staatsbürger?) hätten, so das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, „andere Loyalitäten“, das Einhalten der britischen Gesetze für Personenstands- und Familienrecht sei ihnen nicht zuzumuten. Dem müssen Weltbürger (damit auch: müssen wir Pfadfinder) widersprechen, an einem islamkonformem Sonderrecht können wir kein Interesse haben.

Mustafa Ceric, Scheich im radikalen ECFR unter Yusuf al-Qaradawi, durfte vor wenigen Tagen auf dem Evangelischen Kirchentag auftreten, auch Ceric („opening the way“) will bekanntlich die Scharia in das europäische Recht integrieren, zunächst geht es ihm um die Bereiche Personenstands- und Familienrecht. Genau dort aber werden Frauen oder Kinder am massivsten benachteiligt.

Was in Großbritannien (One law for all) oder Kanada (No Sharia Campaign) längst diskutiert wird, muss jetzt von der deutschen Jugendverbandsarbeit aufgegriffen werden. Die Ereignisse dieser Wochen rund um den VCP-Westfalen (Stichwort Taoufik Hartit und Thomas Dreessen) und natürlich die DPSG-Bundesversammlung (Lübeck) zeigen, was jetzt ansteht:

Der Pfadfinder-Treffpunkt braucht eine Scharia-Diskussion.

Hier ist sie.

5. Frau Mensch zweiter Klasse, Harbi vogelfrei

Beitrag vom 10.06.2011 – 18:11

Zitat aghamemnun „Kalifat (d.h. die Lehre vom Menschen als Stellvertreter Gottes auf Erden) im Islam einfach bloß der biblischen Gottesebenbildlichkeit entspricht.“

Lieber Aghamemnun, im Islam ist nicht „der“ Mensch oder gar jeder Mensch „Kalif“, sondern nur der korantreu Denkende und dabei nachprüfbar schariakonform lebende Mensch, und, genau genommen, nur der maskuline. Die Frau gilt in der Scharia als unmündig, sie hat einen Vormund, den Wali. Ohne Wali kann eine Frau nicht einmal heiraten. Für die Frau ist ihr Ehemann „Kalif“.

Der Vater eines jungfräulichen Mädchens darf sie in ihre erste Ehe zwingen (sog. Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang: Wali Mudschbir).

Die Scharia kannst du an vielen Universitäten der Welt studieren, Bajrambejamin Idriz studierte sie im Fernstudium in Château Chinon (IESH), die Darul-Uloom bietet Schariastudiengänge an, Saudi-Arabien natürlich auch. Manch ein Curriculum zur Scharia (‚Aqîda und Fiqh, USûl-ud-Dîn) ist online. Willst du sagen, dass Ayatollah Chomeini die Scharia falsch verstanden hatte – oder dass Yusuf al-Qaradawi oder Mustafa Ceric vom Islam keine Ahnung hat?

Das wichtigste Lehrbuch der Scharia ist übrigens der Koran, dazu die sechs kanonischen Hadithsammlungen – oder willst du behaupten, der Koran sei nicht Scharia? Der Koran ist in vielen Dingen sehr eindeutig und (halbes Erbe für die Frau, halbe Aussagekraft vor Gericht) selbstverständlich klar menschenrechtswidrig.

Wenn freiheitliche Demokraten von Menschenrechten sprechen, ist der Menschenrechtsbegriff der OIC (Kairo 1990) nicht gemeint.

6. Es gibt AEMR nur im Singular, es gibt nur eine Zivilisation

Beitrag vom 10.06.2011 – 18:31

Lieber aghamemnun,

da bringst du ja etwas Interessantes und leider völlig Falsches ein:

„Es hat auch eine islamische Aufklärung gegeben, und zwar etwa vom späten 8. bis ins 10. Jh. hinein“

das ist schlicht Unsinn, denn wenn du al-Ghazali (gest. 1111 n. Chr) liest, wirst du merken, dass der „Jenseitsvorbehalt“ Baghdad nur so durchtränkte. Das geistige Niveau hinsichtlich der überall lauernden Dämonen war von demjenigen des Voodoo also noch gar nicht so verschieden, als Polytheist oder Ketzer hättest du von der legendären Bagdader Medizin auch nicht profitieren können.

Juristisch sah es noch schlimmer aus, selbstverständlich beruhte das hochmittelalterliche Bagdad auf der Ungleichbehandlung, wie bis heute die Scharia ein nicht auf Gleichbehandlung, sondern auf Ungleichbehandlung beruhendes Gesetz ist.

Artikel 1 GG redet von Die Würde des Menschen, nicht von Würde des Gottesfürchtigen oder Würde des Mannes. Die Frau ohne Hidschab aber ist im Islam eine würdelose Unsittliche, die Kopftuchverweigerin ist eine Schlampe und gefährdet das Seelenheil ihrer Angehörigen.

In Bagdad – auch im legendären Andalusien – war der Gegner des Islamischen Gesetzes (Scharia) zu töten und der bekennende Ex-Muslim wahrscheinlich gleich mit.

Im heutigen Iran sind Krieg gegen Gott und Verderbenstiften auf Erden Anklagepunkte, die zumeist die Todesstrafe nach sich ziehen, das ist kein falsch verstandener Islam, sondern echte erstrebte Seelenrettung (Religion).

Wir müssen uns für Europas Ex-Muslime stark machen, statt multikulturell lächelnd zum Teetrinken in Moscheen zu rauschen.

Die Pfadfinder sollten in ihren Zeitschriften Deutschlands ex-muslimische Menschen über Religion schreiben lassen, statt Lamya Kaddor oder Rabeya Müller (Kirchentag 2011) zuzuhören.

7. Sachthemenbezug ja bitte, Persönlich-Werden nein danke

Beitrag vom 10.06.2011 – 22:23

Hallo HathiCPD,

da fragst du allen ernstes meine Mitstreiterin: „Du willst uns für doof verkaufen, oder?“

Will Hathi unseren Ruf schädigen nach dem Motto: Glaubt Lagerfeuer bzw. scoutissima, seien sie nun eine, zwei, drei oder Personen, glaubt ihnen kein Wort? Das wäre ein Sieg für die Islambeschwichtiger, ein toller Nebelwurf über unseren schariakritischen Argumenten.

Und das, lieber HathiCPD, wäre menschlich gar nicht nett von dir. Wenn zwei ‚Nicknames‘ behaupten, nicht derselbe Mensch verberge sich hinter ihnen, dann solltest diese dir persönlich Unbekannten allen Forenteilnehmern gegenüber einstweilen nicht der Lüge bezichtigen.

Wer weiß, vielleicht wird sich die Gelegenheit ergeben, einander persönlich kennen zu lernen – dann wird HathiCPD fröhlich sagen: Ich hätte wetten können, dass im Juni 2011 nur ein Mensch diese beiden Nicknames verwendete.

Und jetzt geht HathiCPD nebst CPD zu Schariadoktrin und Fiqhjustiz auf Distanz bitteschön, denn zum „Herumzicken“ sind alte Pfadfinderinnen aus dem Netzwerk Eifelginster nämlich nicht unterwegs (Ceric-Verteidiger und Schariafreund aghamemnun mag das theologisch begründet, anders sehen).

Ich denke, eine gehörige Portion Unschuldsvermutung gehört zum pfadfinderischen Miteinander, zumal es uns Neuen um ein Sachthema geht (und nicht um Karriere bei einem Jugendbund bzw. bei Pfadfinder-Treffpunkt). Das völlig neue Thema, das wir in den PT einbringen, ist die Schariadebatte, ist der Konflikt zwischen AEMR / GG und Islamischem Recht. Da war eine Lücke, da war bei PT bislang gar nichts!

Wenig verwunderlich, denn keine Jugendzeitschrift, kein kirchlicher Gemeindebrief druckt derzeit einen Leserbrief gegen die Scharia ab, nur ganz wenige PädagogInnen sind mutig genug, gegen Hidschab/Kopftuch zu argumentieren. Das muss sich endlich ändern, beschlossen wir zu zweit, und enterten den geschätzten Pfadfinder-Treffpunkt, der sich (bis auf Erhöher des Glaubens aghamemnun) ja durchaus lernfähig zeigt.

Darüber hinaus versichere auch ich dir, dass Lagerfeuer und scoutissima zwei Personen sind – den Spirit der Aufrichtigkeit haben wir verinnerlicht: If scout says „On my honour it is so,“ that means it is so, just as if he had taken a most solemn oath.

Ich bitte um etwas mehr Sachthemenbezug und etwas weniger Persönlich-Werden.

Herzlich Gut Pfad

8. DPSG strebt Erweiterung des RdP/RDP um einen muslimischen Pfadfinderverband an

Beitrag vom 11.06.2011 – 14:14

Islam ist mein Thema. Und dieser Thread titelt mit dem Wort muslimisch. Also ist Islam in diesem Strang Thema und Gegenstand unserer Betrachtung (Hathi CPD: „Ich habe kein Wort zum Thema Islam verloren, das ist nicht mein Thema“).

Eine „Ethik“ (aghamemnun), die die Menschen im Namen der Seelenrettung in Klassen verschiedenen sittlichen und juristischen Wertes aufteilt und die alle Frauen benachteiligt, sollten Pfadfinderinnen und Pfadfinder, gerade auch im Namen der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen jeder Religion oder Ex-Religion, zurückweisen.

Binationale Ehen betreffend werden Kinder mit Berufung auf das Islamische Recht (Scharia) dem Vater zugesprochen, auch die tägliche Benachteiligung der Nichtmuslime Ägyptens ist der Rede wert, Bahá’í bekommen dort erst gar keine Papiere, weil bzw. wenn sie ihr Kreuzchen im Formular „/ Muslim / Christ / Jude /“ nicht machen wollen. Und die fröhlichen Pfadis fahren da zum Schnorcheln und Pyramidengucken hin …

Einerseits möchte ich auf den Jenseitsbezug des Islamischen Rechts aufmerksam machen und betonen, dass der moderne Rechtsstaat Gesetze und Verordnungen schafft, die darauf verzichten, die bösen Geister abzuwehren und die Seele zu retten. Dass Erzbischof Rowan Williams, immerhin höchster Religionsführer im Ursprungsland der Pfadfinderbewegung, bereit war, „Teile der Scharia“ ins Recht zu implementieren, sollte Scouts nicht kalt lassen.

Kinder- und Jugenderziehung betreffend, richtigerweise sind KPE oder sehr „glaubensbewegte“ evangelikale Milieus hier im Strang genannt worden, dürfen wir Pfadfinder versuchen, den Fundamentalismus, die rigide Sexualmoral oder den „Weltekel“ zu benennen, der dort, religiös begründet, „pädagogisch“ angewendet wird.

Ein werdender muslimischer Pfadfinderverband – und anders als das Said-Nursi-geprägte Vorhaben BMPD (Naim Demirel) könnte mit Hilfe von Islam-Archiv Soest (Salim Abdullah, Thomas Dreessen) und der ‚Alâwiya-Sufi-Bewegung AISA in den nächsten Monaten wirklich ein solcher Verband auch in Deutschland entstehen – ist daher von uns allen auf seine Inhalte zu befragen.

Wenn es in zwei oder drei Jahren an vielen Stellen in der BRD eine Muslimische Pfadfinderarbeit gibt, sollten alle Pfadfinder bereits heute Interesse daran haben, dass Muslimisches Pfadfinden nicht von Muslimbruderschaft (innerhalb derer evtl. gar von Sayyid Qutb) geprägt ist und auch nicht von der fundamentalistischen Milli-Görüs (innerhalb der IGMG gar von Necmettin Erbakan ungefiltert), sondern in der kulturellen Moderne angekommen ist.

Gradmesser dieser Veträglichkeit mit weltbürgerlicher, AEMR-kompatibler und damit auch grundrechtsbejahender Pfadfindererziehung wird, es geht um den Islam, die Nähe oder Ferne zum Islamischen Recht (Scharia) sein.

Um etwas zu erreichen bzw. überhaupt erst zu wollen, sollte man sich den kulturrassistischen und frauenfeindlichen Charakter des angeblich die Seele vor dem Höllenfeuer bewahrenden Islamischen Rechts (Zweitfrau, Kindbraut, frauenfeindliche Ehescheidung nach Talaq & Chula) klar machen.

Dass Griechenland zwölfjährige oder elfjährige Mädchen nach der für die türkische Minderheit legalen Scharia verheiraten lässt, die Monate später mit Ehemann und schwanger in Düsseldorf auftauchen (Diana Goldermann-Wolf vom Deutschen Kinderschutzbund: „Ein Skandal“, „Staatlich geförderter Kindesmissbrauch“), ist der Rede wert. Der Kinder verheiratende Mufti Cemali Meco aus Komotiní (Gümülcine) hat Islam und Scharia keineswegs falsch verstanden.

Dadurch aber, dass die IUMS auf Weltpfadfinderverbands-Ebene seit Kuala Lumpur (1993) Anerkennung genießt, wird es VCP- und DPSG-Spitze bereits jetzt schwer fallen, das wahhabitisch (hanbalitisch, salafistisch) zu nennende, radikal antimoderne Menschenbild der IUMS zu kritisieren. Das wiederum braucht die pfadfinderische Basis nicht hinzunehmen, auch nicht im Namen des interreligiösen Dialogs.

9. DPSG strebt Erweiterung des RdP/RDP um einen muslimischen Pfadfinderverband an

Beitrag vom 11.06.2011 – 15:49

Lieber Hathi, möchtest du („Don`t feed the troll“) jeden PT-user davor warnen, mit mir zu kommunizieren?

Ist für dich eine Diskussion über die Scharia unangenehm und mit deiner Vorstellung von Christlichem Pfadfindertum (Fritz Riebold) ethisch nicht vereinbar?

10. Organisierte Gegenmoderne: Alles „fremd“ oder was?

Beitrag vom 11.06.2011 – 16:03

Hallo mak_scout,

es ist eigentlich schön, wenn jemand neugierig auf das Fremde ist.

Würdest du Kindern oder Jugendlichen empfehlen, ihre Freizeit im Jugendverband der Imam al-Mahdi Scouts zu verbringen? (mak_scout: Wenn der inbrünstige Patriotismus, … die … Nähe zur Hisbollah und die tiefe Verankerung im muslimischen Glauben uns auch fremd erscheinen mögen).

Findest du das fraglos gottesfürchtige Weltbild das libanesischen, dem Umfeld der Hizbollah zuzurechnenden Verbandes denn nur „fremd“ oder nicht auch ein klitzekleines bisschen abstoßend?

11. Menschenrechtsuniversalismus versus Kulturrelativismus

Beitrag vom 11.06.2011 – 17:35

Hallo Malte_B,

danke für deinen Beitrag. Du bringst die Diskussion durchaus weiter, denn mir geht es in der Tat darum, den absoluten Wert des Menschen zu globalisieren, etwa den juristischen Wert der Frau, deren Erbe, wie das ihres Bruders, 100 % zu betragen hat. Gerade mit meiner Forderung nach Gleichheitsfeminismus (keine Angst Männer, ich fordere keinen „Überlegenheitsfeminismus“) bin ich universell.

Pressefreiheit muss, weil es keine ‚muslimische Rasse‘ gibt und Muslime eben keine ‚Sorte Mensch‘ sind, bald auch in Mogadischu und Islamabad gelten, das Recht auf ein Leben als bekennender Atheist natürlich ebenso.

Die AEMR vom 10.12.1948 (du sprichst leider von den: „von abendländischer Kultur geprägten Menschenrechte[n]“) ist eben gerade nicht „abendländisch“, nicht „westlich“, und die orientalischen Muslime (wie unterstützt du die dortigen Ex-Muslime?) sind keine Opfer meines Kolonialismus und Imperialismus, wenn ich ihnen die Gleichberechtigung der Atheisten, Juden oder Frauen abverlange.

Dass du indirekt dem Bundesverfassungsgericht unterstellst, nach monotheistischen bzw. bibeltreuen Grundsätzen zu arbeiten, erstaunt mich („Wenn das Grundgesetz „die Ehe“ schützt, dann ist das eine nach rein christlicher Lehrart“).

Die von dir mit einem zivilisationskritischen Unterton genannte Dimension des Ökonomischen betreffend kann sich Malte_B einen Bauernhof kaufen und dort in kommunistischer Gütergemeinschaft leben, so eine ‚rote Siedlung‘ hätte meine Sympathie. Du aber parkst dein Recht auf Eigentum in die cäsarische Antike („Wenn das Grundgesetz das Eigentum schützt, dann streng nach den römischen Grundsätzen.“), willst du die (sehr abendländische!) Hexe enteignen oder dem Dhimmi die Dschizya abpressen und dem Harbi das Recht auf Eigentum gleich ganz absprechen?

So kulturrelativistisch, wie du an die Menschheit herantrittst, könntest du glatt die FGM bei der UNESCO als Weltkulturerbe klassifizieren lassen. Wo bleibt dein Mitgefühl? Würdest du, ich wäre dir dafür dankbar, mit mir einen Aufruf gegen die schafiitische FGM (female genital mutilation) der Region Bandung (West-Java) mit deinem Klarnamen unterschreiben?

Du argumentierst wie Ali Schariati, der Wegbereiter der Islamischen Revolution (Iran 1979), wenn du Rechtssicherheit und Gleichbehandlung der BRD bzw. EU als „nach westlichen Vorstellungsmustern“ gestaltet erblickst.

Das beunruhigt mich, denn zu viel Toleranz macht den Weg in die Barbarei bekanntlich frei.

Wahhabitische Jugendarbeit

Dezember 14, 2008

092

Muslim Scouts

Pfadfinder und Scharia.

Das Zeltplatzkalifat

Cees van der Duin

Wir schreiben den 10. Dezember 2008, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte hat Geburtstag und wird sechzig Jahre alt. Menschenrechte sind entweder universell oder sie sind nicht. Islamische Menschenrechte, die Muslimbruderschaft und Milli Görüş mögen das ja vielleicht anders bewerten, kann es daher nicht geben.

Der Scoutismus, das 1907 gestiftete Weltpfadfindertum, ist einer universellen, aufklärungshumanistischen Ethik verpflichtet, die im Gedanken der weltweiten Bruderschaft oder, seitdem es Mädchenpfadfinder, Pfadfinderinnen gibt, im Ausdruck der weltweiten Geschwisterschaft zum Ausdruck kommt: „Der Scout ist Freund zu allen und Bruder zu jedem anderen Pfadfinder.“ Auch wenn das Pfadfindertum des zwanzigsten Jahrhunderts nicht gerade die Speerspitze des Kampfes für Frauenrechte gewesen ist, sind unter dem Begriff Bruder oder Brüderlichkeit der universellen pfadfinderischen Ethik, wie sie das Pfadfindergesetz, das Scout Law (1) deutlich benennt, doch sehr wohl Mädchen und Frauen mit gemeint und darf die pfadfinderische Pädagogik ungeachtet gelegentlich da und dort bekundeter Entgleisungen übersteigerter Männlichkeit getrost dem Adjektiv gleichheitsfeministisch beschrieben werden. Die Bedeutung des pfadfinderischen Anspruchs einer gelebten weltweiten Brüderlichkeit und Bruderschaft, diesen Qualitätsstandard dürfen wir als Islamkritiker genau betrachten, denn der politische Islam fühlt sich neuerdings berufen, jugendarbeiterisch und jugendpflagerisch tätig zu sein. In der dritten oder vierten Generation wollen die Nachkommen der nordafrikanisch- oder kleinasiatisch-stämmigen Einwanderer nach Europa, einst nannte man sie Gastarbeiter oder sogar Ausländer, pfadfinderische Jugendarbeit betreiben. Prinzipiell ist das sicherlich begrüßenswert, die sozialisierende und zivilisierende Wirkung zünftiger Pfadfinderarbeit ist der freiheitlichen Demokratie noch immer zuträglich gewesen. Es kam also auch in Europa, wie es kommen musste und in der (irgendwie) mehr und mehr zusammen wachsenden Welt musste ein Gott namens Allah Einzug halten auf den fröhlichen Wiesen pfadfinderischer Zeltlager. Da war doch was? Richtig, weltweite Bruderschaft, Freundschaft zu jedem Menschen und gleichheitsfeministische Praxis auf der pfadfinderischen Seite und andererseits ein orthodoxer (politischer) Islam geheiligter Abschottung von den Dhimmi und Kuffâr mit seiner Kultur der Frauenentrechtung sowie der in Koran und Hadithen festgeschriebenen Verachtung der Juden und alles Jüdischen. Liebe Toleranzdogmatiker, jetzt habt ihr ein Problem.

Das Pfadfindergesetz (Scout Law) will die Eintracht befreundeter Weltbürger mit ihrer Bruderschaft einer pfadfinderischen Avantgarde erreichen (1). Scout Law ist also mit einer postulierten sittlichen Minderwertigkeit der Dhimmis oder gar einer (angeblich) islam-politisch durchzusetzenden antidemokratischen Hakimiyyat Allah (2) mit einem Gott als obersten Souverän nicht kompatibel.

Ein muslimischer Pfadfinder hat den jüdischen Pfadfinder als Bruder anzusehen, beide haben zusätzlich den idealistischen Gedanken des Befreundet-Seins mit jedem Menschen auf dem Planeten glaubhaft zu leben. Jemand, der sich in erster Linie ernsthaft dem Kalifat verpflichtet fühlt, der geheiligten Herrschaft der für das Paradies bestimmten rechtgläubigen Muslime über die im Feuer der Hölle qualvoll verbrennenden ungläubigen Nichtmuslime, der kann ja vielleicht ein echter Muslim sein, jedoch kein echter Pfadfinder.

Mit dem Scouting ist bereits die koranische Forderung nach halbiertem Erbe jeder (muslimischen) Frau und ihrer nur halb so viel geltenden Aussage vor Gericht nicht zu machen. Insbesondere ist das patriarchalische Verständnis von der Rolle der muslimischen Frau, wie es die Scharia „unverhandelbar und auf ewig“ (Mustafa Cerić) vorgibt, mit den universellen Menschenrechten ebenso wenig kompatibel wie mit einer pfadfinderischen Jugendarbeit. Denn dreierlei fordert die Menschheitsgeißel der Scharia von einer jeden tugendhaften Frau (beispielsweise). Erstens die eingeschränkte Bewegungsfreiheit: Ohne mahram darf die Frau eventuell keine Reisen unternehmen (Stichwort Kamel-Fatwa). Zweitens die eingeschränkte Verfügung über Geld: Der kleine türkische Bruder bezahlt der großen Schwester im Supermarkt die Süßigkeiten. Drittens die Wahl des Ehepartners und die Heirat: Nur mit Zustimmung und im Beisein des Heiratsvormunds namens wali ist die Heirat möglich, das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder behält der Mann. Noch zur islamischen Frauenrolle: Gleichgeschlechtliche Lebensentwürfe sind (eben auch) der Frau verboten, auch Lesben werden zwangsverheiratet (natürlich auch schwule Männer), das politreligiöse Tuch auf dem Kopf, das Kopftuch signalisiert, keinesfalls homosexuell zu sein und homosexuelle Lebensweisen zu verachten. Das Kopftuch signalisiert: „Ich will Kinder haben und erziehen, welche die islamische Lebensordnung der Scharia und Sunna beherzigen, sie nicht verlassen sondern als islamische Gesellschaft ordnungspolitisch durchsetzen.“ Wir Pfadfinder haben jetzt ein Problem, ob wir nun säkulare Muslime, Ex-Muslime, Christen oder einfach nur Menschen sind.

Der Gründer der nun 101 Jahre alten Pfadfinderbewegung, der kreative und idealistische britische Kolonialoffizier Lord Baden-Powell war dem Gott und dem Religiösen in sportiv-weltbürgerlicher Manier ebenso einfältig wie optimistisch zugetan. Den Atheismus verachteter er, etwas hochnäsig vielleicht, doch wird niemand daran zweifeln, dass Baden-Powell im ausgehenden, von Klassengegensätzen zerrissenen viktorianischen England und mit dem weltbürgerlichen Überblick eines in Indien und Afrika eingesetzten Offiziers jedem Menschen die Berufung zum Religiösen zugebilligt hat, dem britischen Proletarier oder Arbeitslosen ebenso wie dem afrikanischen Stammesangehörigen oder dem indischen ’Unberührbaren’. Baden-Powell predigte die Feindesliebe noch nicht einmal, er lebte sie in kontaktstarker Geradlinigkeit. Sein durchaus eigenwilliges Christentum zwang er niemanden auf, Religion war für ihn Leitstern und Hintergrund der wichtigen charakterlichen und persönlichen Entwicklung, verbunden für jeden sittlich reifen Menschen mit dem sozialen Einsatz für Gerechtigkeit und Bildung, heute würden wir sagen für Chancengleichheit und emanzipatorische Pädagogik.

Baden-Powell sagte einmal: “Ein Mann ist nichts ohne eine Religion”. Sein Religionsbegriff war christlich, europäisch-säkular-christlich, ein paar freimaurerische, hier heißt das wohl kaufmännisch-weltbürgerliche Akzente haben sich im Laufe seines Lebens dazu gesellt. In BPs Gottesbild sind fordernde universalistisch-aufklärungshumanistische und sanfte mystisch-pantheistische Züge zu finden, seine eindrucksvollsten Aussagen zu Gott beziehen sich vielfach auf Stunden selbst erlebter Ehrfurcht vor der Natur, auf den als Wanderer und Camper sauber zurückgelassenen Wald, auf einen vom Boot aus erlebten Sonnentag als Segelkamerad am Meer. Zu Religionskritik im Sinne einer Herrschaftskritik war er nur sehr begrenzt in der Lage, andererseits scheint es in der sich später herausbildenden Scouting-Administration einiges Interesse gegeben zu haben, uns diejenigen von BPs Worten, in denen er die Frömmelei und das stumpfsinnige Wiederholen kritisierte und die vielmehr eine Spiritualität der Naturromantik und der Selbstentfaltung betonte zu unterschlagen.

Baden-Powell jedenfalls konnte, sei es aus Optimismus oder Gutmütigkeit, zwischen religiös und fundamentalistisch lebenslang nicht unterscheiden, persönlich brauchte er das sozusagen nicht, da er niemanden gängelte oder erpresste. Zugleich machte er den Weg zur Gründung konfessionell orientierter Pfadfinderorganisationen ganz bewusst frei, den Aufbau evangelischer, katholischer, jüdischer, islamischer, hinduistischer und shintoistisch-buddhistischer Gruppen konnte er (über zwei Weltkriege hinweg bzw. durch sie unterbrochen) ja bewusst erleben und verfolgen. Der orthodoxe Islam wie auch der faschistoide politische Islam (Islamismus) hingegen scheint gerade das Gängeln und Erpressen zur Methode der (schwarzen) Pädagogik erhoben zu haben, ohne das Erwecken der Angst vor der Höllenstrafe kann man seiner Tochter oder Ehefrau das Kopftuch eben auch kaum aufzwingen. Muslimische Pfadfinder, so es sie denn geben könnte, müssen Kopftuchgegner sein.

Die Ur-Idee von 1907 (Brownsea-Island) war (noch) nicht konfessionell gebunden, insofern ist die säkulare / staatliche Organisation der Pfadfinder-Idee durchaus als die originäre zu bezeichnen, wenn sich für Europa auch vereinfacht sagen lässt, dass es in jedem Staat seit Jahrzehnten einen religiös neutralen, einen katholischen und einen evangelischen Pfadfinderverband gibt. Dazu gab und gibt es oft noch einen jüdischen. Und dazu wird nun kommen oder ist bereits da: Ein muslimischer Pfadfinderverband, aus der Logik der pfadfinderischen Toleranz kann das als selbstverständlich empfunden werden. Wer aber als Nichtmuslim den Islam gut kennt, das heißt wer Scharia und Hadithe und Fatwen kennt, oder auch wer als ein dezidiert säkularer Muslim oder muslimischer Islamkritiker den universalistischen und dabei aufklärungshumanistischen Anspruch des Scoutismus kennt, der wird das gewaltige Konfliktpotential zwischen Scouting und Scharia sehen, der wird die Unverträglichkeit der Idee der weltweiten Geschwisterlichkeit mit der Doktrin der muslimischen Verachtung jedes Dhimmis beim Namen nennen. Man schweigt?

Wer hierzu schweigt, hat eine von vier Motivationen. Typ oder Gruppe 1: Dem fehlt entweder die Information über die unvermeidliche Gehirnwäsche jeder Scharia und die fundamentalistische Enge des Lebens nach Sunna und Fatwen. Oder, Gruppe 2, der will als „Polit-Muslim“ (Auvergne) auch innerhalb der pfadfinderischen Jugendarbeit die Dâr al-Islam über die Dâr al-Harb ausbreiten und trägt dann meist, soweit männlich, Bart und Häkelmützchen oder guckt, wenn weiblich, schnippisch-hochnäsig unter dem sexualpolitischen Dressurmittel und Machtinstrument namens Kopftuch hervor (siehe in Neuchâtel). Oder aber der ist, Gruppe 3, ein auf seine Karriere schielender Gutmensch „entgrenzter Toleranz“ (Auvergne), ein „Beschwichtigungsdogmatiker“ (Giordano), der einer islamisch betriebenen parallelgesellschaftlichen Segregation zuarbeitet und oft im Besitz eines roten oder grünen Parteibuches ist. Oder (Gruppe 4) er ist zeitgenössischer (hier: nichtmuslimischer) Nationalsozialist und will als solcher ebenfalls die territoriale Segregation der ethno-religiösen Kollektive unserer Städte „prekärer Moderne“ (Auvergne), der arbeitet der islamischen Apartheid der Dhimma aus eurozentrisch-rassistischer Motivation zu; diese gespenstische Gruppe ist zum Glück in Europa überall winzig klein und bewundert die HAMAS für deren ungehemmten Judenhass oder/und sitzt als nationalistischer Funktionär besuchsweise als Ehrengast im geschlechtergetrennten Raum eines islamischen Verbandes. Verblüffend, wie dabei Gruppe 3 (Gutmenschen) der Gruppe 2 (Polit-Muslime) und sogar 4 (Schariatolerante nichtmuslimische Nazis) zuarbeitet und natürlich auch den islambezogen Unwissenden von Typ 1. Die Mehrheit der jugendverbandlichen Funktionäre dürfte ein Mischtyp aus 1 und 2 sein, der Scharia unkundig (Typ 1) und dabei gerissen unschuldig spielend (Typ 2).

Auch hier ist die europäische Jugendarbeit genaues verkleinertes Abbild, Hohlspiegelbild, Mikrokosmos der vom politischen Islam unterwanderten UN (Menschenrechtsrat, simple Mehrheitsverhältnisse), der selbstbeschädigend islamtoleranten EU (Türkeibeitritt um jeden Preis, Duldung von britischen Scharia-Gerichtshöfen) und der deutschen Bundesregierung (Innenminister Schäuble), letztere man als radikal islamoptimistisch bezeichnen sollte und die zur Integration von Scharia und Fiqh in die irgendwie säkular gedachte Demokratie kein anderes Rezept anzubieten weiß, als einen flächendeckenden islamischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen einzuführen. Deutschlands säkulare Muslime sind sprachlos, ihnen will aber auch kein Mit-Inszenierer der Schaufensterveranstaltung namens Integration zuhören, weder der Politmuslim noch der rot-grüne Multikulturelle. Wir sehen, jeder in Europa ist beschäftigt, jeder hat zu tun. Nur dem Islamkritiker fliegt die Tür vor de Nase zu.

Brownsea Island, das erste Zeltlager der Scout-Bewegung vereinte bewusst Jungen aus allen Gesellschaftssschichten und bot die Chance, dass Bürgerkind und Arbeiterkind einander im Gewand – im neu entworfenen, militärischen Uniformen nachempfundenen Jugendgruppenhemd – begegneten. Textile Barrieren, welche die ökonomisch und bildungsbezogen recht segregierten Klassen in den Stadtteilen Londons damals noch so scharf trennten, wurden von Baden-Powell mit der Gruppenkleidung ganz bewusst überwunden, jeder sollte jeden als gleichberechtigten Menschen individuellen Charakters wie geteilter Mitverantwortlichkeit erkennen. Die neue Erlebnispädagogik ‘zündete’ und wurde bald auch von den Kirchen beziehungsweise Glaubensgemeinschaften übernommen: Es gab noch keine Jugendpflege oder Jugendzentren und man wollte die Jugend natürlich an die (religionsverbandlichen) Erwachsenenorganisation binden.

Einen Blick wert ist an dieser Stelle die dreiste Übernahme pfadfinderischer Stil-Elemente und Praxis-Elemente (Kleingruppe, Erlebnispädagogik, Zeltlager, Uniform) durch totalitäre Gruppen wie HJ und Komsomol/Junge Pioniere (heute: durch die libanesichen paramilitärischen ’Imam al-Mahdi-Scouts’), auch wenn es sich doch wohl um einen Missbrauch handelt; Hitler wie Stalin haben die ihnen eben doch zu sehr humanistisch-liberale Pfadfinderarbeit ja auch ganz bewusst verboten.

Baden-Powell wollte den Weltfrieden und sah den Scoutismus, das Pfadfindertum als Pfad in diese Richtung: eine Brüderlichkeit (Geschwisterlichkeit) der Pfadfinder sollte, ebenso naiv wie ehrlich gemeint, als bildungsorientierte Avantgarde der Klassen- und Völkerversöhnung dienen. Zu den Religionen – zu allen Religionen – sagte ‘BP’ lebenslang ganz optimistisch “Ja!” Den Atheismus schien er pauschal verachtet zu haben, was zu tun stets fragwürdig ist. Für das Entwickeln pädagogischer ’neuer‘ Mädchen- und Jungen-‚Bilder‘ war es noch zu früh, für seine Zeit jedoch, etwa um 1910 oder 1959 oder 1980, braucht sich das organisierte Pfadfindertum im Allgemeinen, bis auf seine (marginalen) besonders militaristischen homophoben Ecken, nicht zu verstecken. Das Pfadfindertum war nie mysogyn. Der Islam ist es.

Insofern ist – leider ist – ein am Fundamentalismus der Sunna und der Fatwen sowie ein an der Menschheitsgeißel der Dhimma und Scharia ausgerichtetes Pfadfindertum nicht zu verhindern gewesen. Auch haben vereinzelt, wenn auch ohne Anerkannt-Sein des Weltpfadfinderverbandes (WOSM bzw. WAGGGS), auch sehr fundamentalistisch orientierte ‘christliche’ Milieus Pfadfinderarbeit betrieben (etwa die KPE).

Baden-Powell durchschaute die Totalitarismen von Stalin und Hitler wenigstens ungefähr, konnte jedoch die ‘organisierte Gegenmoderne’ des politischen Islam noch nicht erahnen. Verflixterweise spricht sich kein deutscher Islamverband und keine Moscheegemeinde Europas gegen den Totalitarismus der kulturrassistischen Scharia und die vielleicht ja anmaßende beanspruchte innerislamische Deutungshoheit der Muslimbruderschaft aus. Und da diese Leute nun zwischen Tunesien und Indonesien so genannte Pfadfinderarbeit beeinflussen oder gar veranstalten, wird das Pfadfinderideal der ‚weltweiten Bruderschaft‘ nun eben von Seiten der extrem-toleranten Nichtmuslime nach Kräften verwässert und ausgedünnt, von Seiten der Schariafreunde nach Kräften ironisiert. Zum Ausgleich bekränzt man sich wechselseitig mit ‚Toleranzpreisen gegen Rassismus‘ (Neuchâtel) und hat dergestalt den anti-universalistischen und anti-humanistischen fressenden Rost der Islamisierung für kurze Zeit notdürftig mit dem Lack des Optimismus überdeckt. Ja, muslimische Pfadfinderinnen und Pfadfinder kann es geben, Schariapfadfinder nicht. Ist zu befürchten, dass es nicht nur die entgrenzt Toleranten unter den nichtmuslimischen Pfadfinderfunktionären sind, die ein Scharia-Scouting bzw. Fiqh-Scouting zulassen, sondern auch die mit der Theokratie liebäugelnden ‚Wiedergeborenen‘ aus der Ecke der Evangelikalen und Kreationisten?

Es wird auch pfadfinderische Islamkritik geben, sogar unter Muslimen, inselhaft vereinzelt. Auf der ganzen Welt, scheint es, sind die nichtmuslimischen Verantwortlichen der pfadfinderischen Jugendarbeit sehr zum Schweigen verurteilt, sich offen gegen den Sunna-Fundamentalismus und die Scharia-Sexualpolitik aussprechen können sie wohl nicht. Von der Scharia haben sie aber auch kaum eine Ahnung (unsere Politiker auch nicht) und der Dschihadismus überrascht uns alle (vielleicht manchmal sogar die Muslime unter uns). Passable Alibis zum Weiterschweigen.

Zeltlager, Wanderung, Kleingruppe, Lagerfeuer: Soll das den Kindern und Jugendlichen im islamisch geprägten Teil der Welt vorenthalten bleiben? Der gutmütige Optimist BP hätte “Nein!” gerufen. BP hat immer noch Recht.

Man muss von ‘Muslimischen Pfadfindern’ verlangen, sich zu den universellen Menschenrechten zu bekennen, die heute am 10.12.2008 gerade 60 Jahre alt werden. Man muss von jedem Leiter der muslimischen Jugendarbeit verlangen, sich von der vormodernen Sexualpolitik und kulturrassistischen Ordnungspolitik der Scharia zu distanzieren, von der faschistoiden Vision namens Imamat (Mustafa Ceric) oder namens Kalifat. Niemand jedoch wird dieses wagen? Das Wort Scharia ist in ganz Europa bereits ein Karrierekiller?

Wir sehen: Beide Seiten sind überfordert, die nichtmuslimischen Pfadfinder und die muslimischen Pfadfinder.

Der späte Baden-Powell hat, kindlich gutmütig geblieben, versäumt, gegen Theokratie und Fundamentalismus Stellung zu beziehen. BP war sicherlich Kosmopolit und Antirassist, leider jedoch kein Antitheokrat. BP war Antifundamentalist eher nur aus gutem Geschmack heraus, nicht aber aus philosophischem oder pädagogischem Verstand. Und doch oder gerade deshalb ist ein fundamentalistisch interpretiertes Pfadfindertum ein Missbrauch der kreativen Ideen des aufrichtigen Gründers. Wie geht es weiter – werden WOSM und WAGGGS auf Jahre oder gar Jahrzehnte genau so unterwandert, wie es der UN-Menschenrechtsrat ist, gar mit den selben polit-islamischen Netzwerken?

Kann der urtümliche ‘Spirit’ von 1907 (Brownsea Island) mit einer recht starken (leider kaum bewusst gewesenen und daher nicht kodifizierten) Säkularität bei einer fast etwas pantheistisch ausgerichteten Gläubigkeit (als ein Lebensgefühl der Dankbarkeit und Freude) in das Islam-Pfadfindertum einfließen? Dann könnte das Scouting mithelfen, den Islam zu demokratisieren, das heißt beispielsweise Apostasie (ridda) islamrechtlich zuzulassen jedenfalls zuzulassen und die Gleichberechtigung der Frau mit dem am Ort herrschenden Islam kompatibel zu machen jedenfalls durchzusetzen.

Wie auch immer: Muslimisches Pfadfinderum darf keine sittlich höherwertige ’sakrale’ Pfadfinder-Kaste sein, die es sich erlaubt, auf die von Allah verachteten Dhimmi-Pfadfinder hinab zu sehen. Muslimisches Pfadfindertum wird sich hörbar vom koranischen Antijudaismus zu verabschieden haben. Muslimisches Pfadfindertum wird die Logik von Pfründekassieren und Beutemachen sowie Tochtertausch und Frauenwegsperren, wird Günstlingswesen und Einschüchterung, Tyrannis und Wissenschaftsfeindlichkeit bedenken und bekennen müssen, die allesamt seit einem Jahrtausend mit der islamischen Kultur in hohem Maße einhergehen und denen die Muslimbruderschaft, jener Brutofen aller möglichen militanten und terroristischen Gruppen, seit achtzig Jahren huldigt.

Muslimisches Pfadfindertum soll es einmal geben, ja. Doch was fehlt heute dazu? Was fehlt, auch unter jungen Muslimen (die ja die im Koran von Allah selbst angeordnete Ehebrecherinnensteinigung, die Ägyptens tagtägliche und von manchen Rechtsgelehrten der al-Azhar sowie von der Muslimbruderschaft gelangweilt verteidigte Klitoridektomie, die den Aufruf zum fallweise eben auch militärischen Dschihad und die das fromme Handabhacken gar nicht erfunden haben), was zum Aufbau eines muslimischen Pfadfindertums fehlt, das ist: Islamkritik. Also beispielsweise auch … Kopftuchkritik. Die Pädagogik des Scouting ist in Ordnung, die der Hadithe ist es nicht. Auch die weltweite Pfadfinderbewegung darf daher rufen: Muslime rein, Scharia raus. Warum sollen es denn nicht auch muslimische Pfadfindergruppen sein, die Pfade aus dem Kollektivismus von Stamm und Umma hinaus finden, Wege in ein an der Erkenntnis der universellen Wissenschaft (es kann keine islamische Wissenschaft geben) finden, die Wege in ein an der Psychoanalyse gereiftes Denken finden. Diese muslimischen Pfadfinder allein wären kein Risiko für die (nachhaltige) freiheitliche Demokratie und die allgemeinen Menschenrechte namentlich Frauenrechte. Diese säkularen muslimischen Pfadfinder werden, allerdings, ziemlich viel Ärger mit ihrer an Geistlichkeit bekommen und wohl auch mit der derzeitigen Führung des Muslimischen Pfadfinder Österreichs (MPÖ), dort verlinkt man zur Muslimischen Jugend Österreichs und die mischt sich kopftuchpolitisch sprich kopftuchbefürwortend ein in bayerische Belange, streitet aber jede politische Bedeutung des ’rein spirituellen’ Kopftuchs ab (4).

Die Website der österreichischen muslimischen Pfadfinderorganisation MPÖ (5) und auch die Fotos aus dem schweizerischen Neuchâtel zeigen fast durchweg extrem verschleierte weibliche Menschen, keine Haarsträhne ist sichtbar. Die schariakonforme Ideologisierung des Frauenleibes (damit auch die des Männerkörpers und etwa des schweinefleischfressenden Dhimmi-Männerkörpers) scheint also auf dem Lehrplan zu stehen. Ist das der Geist des weltweiten Pfadfindertums? Wohl nicht, eher schon der Geist des islamischen Fundamentalismus gelebter Gegenmoderne.

Liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder Europas, habt ihr schon einmal von ’Muslim Scouts’ gehört, kennt ihr WAMY, die World Assembly of Muslim Youth, deutsch Welt-Versammlung Muslimischer Jugend (7)? Die in Riad (Riyadh) ansässige WAMY nämlich hat die internationale muslimische Jugendorganisation namens ’International Union of Muslim Youth’ offiziell anerkannt, 2006 der Betreiber von jeweils einer ’Muslim Scout’-Großveranstaltung in Saudi-Arabien, Uganda und der Schweiz. 2007 organisierte IUMS jeweils eine Scout Conference in Ägypten und Japan (man werfe einen Blick auf http://www.iums.net – Verwechslungsgefahr besteht mit der gleichfalls IUMS abgekürzten ’International Union for Muslim Scholars’ des Dr. Yusuf al-Qaradawi).

Und ihr werdet es nicht glauben, euer (männlicher) Scout-Weltverband, der gute alte WOSM tat es ihr gleich, das war im südostasiatischen Bangkok und bereits 1993. Die IUMS ist in der Hafenstadt Dschidda (Jidda) am Roten Meer ansässig.

Dschidda hat 3 Millionen Einwohner und lebt vom Erdöl. Der Türke Sabri Bogday wohnt in Dschidda, allerdings seit einem Jahr im Gefängnis, wegen Gotteslästerung soll er enthauptet werden (Stand April 2008, Quelle 8). Inscha’llah lebt Sabri Bogday noch, Allahs irdisch-geerdete Scharia als Sittengesetz und Pflichtenlehre willkürlich begrenzter Barmherzigkeit ist ja so (schrecklich, schreckensreich, das ist der islampädagogische Zweck) ’flexibel’. Ich gehe davon aus, dass WAMY und IUMS derartige Rechtssprechung völlig in Ordnung finden. Diese Kreise bezahlen europäische Zeltlager. Die Integration geht seltsame Pfade.

Die WAMY (Welt-Versammlung Muslimischer Jugend) führt, das findet ihr unter Wikipedia English, unter dem Motto oder/und Organisationsnamen ’European Muslim Scouts’ Zeltlager für die muslimische europäische Jugend durch, der Großteil der Finanzierung und der ideologischen Richtlinien kommt dabei aus dem sonnigen Saudi-Arabien (9). Doch spart euch die Zeit: Nach verborgenen Frauenrechten oder gar allgemeinen Menschenrechten im Staate Saudi-Arabien, liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder, braucht ihr gar nicht erst umständlich zu suchen.

Wikipedia Deutsch erwähnt den Verdacht, dass WAMY gelegentlich mit Geldspenden den terroristischen Dschihad sowohl der HAMAS als auch der al-Qaida unterstützt, was WAMY freilich weit von sich weist. Finanzierer wäre dann, so Wikipedia, beispielsweise die reiche arabische Familie bin Laden. Na, irgendwoher muss das Geld ja kommen, letztlich verbrauchen Europa und die USA arabisches Erdöl. Wikipedia erwähnt einen zweiten Verdacht, nämlich dass WAMY darauf zielt, die Ideologie der Wahabiyya weltweit verbreiten zu wollen. Auch das streitet die WAMY ab. Und Allah ist der größte Ränkeschmied.

„Muslimische Pfadfinder integrieren sich besser und können zugleich ihre Identität wahren“ titelt die türkisch-britische Website turkishweekly. Ghareib al-Arabi, Vorsitzender der (Schweizer!) Swiss Islamic Youth and Childhood Group freut sich über sportliche und kulturelle Bildung, sein Mitstreiter Moaz al-Khureigy, Chef der britischen Muslim Scout Union, betont die positiven Wirkungen der Pfadfinderei auf Persönlichkeit und Sozialkompetenz (10).

„Muslim Scouts haben dem europäischen Pfadfindertum das spirituelle Element gebracht“, erklärt al-Khureigy stolz. Wohl eher die Scharia pur, das wäre nun wirklich nicht nötig gewesen.

Man will jedes Jahr einen Leiterlehrgang in der Schweiz durchführen und hofft auf vielfachen erfolgreichen Gruppenaufbau in Österreich und der Schweiz. Der Schwede Bosaidy zieht Bilanz: ’Muslim Scout’ schützt, hochmoralisch, die Mitglieder vor Laster und Schaden.“ Eine Blitzschutzversicherung hätte also nicht gereicht, um die kleinen muslimischen Pfadfinder vor den Gefahren zu schützen, die im unmoralischen Schweden überall lauern. Oder ein Anti-Aggressions-Training. Ohne Ironie, Pfadfinderpädagogik ist klasse, fundamentalismusfreie.

Fünfzig junge Frauen und Männer sollen Gruppenleiterlehrgang im Ort La Chaux-de-Fonds teilgenommen haben. Den Ortsnamen habe ich gerade irgendwo gelesen …

Aha: La Chaux-de-Fonds ist, das mag Zufall sein oder auch nicht, bei hafez-of-arabia.blogspot erwähnt. Der Ort ist im Kanton Neuenburg gelegen, Neuenburg, man sagt auch Neuchâtel. Da stellt sich uns jetzt die Frage ob es genau diese bei der WAMY beliebten IUMS-Pfadfinder gewesen sein könnten, die den Preis für Toleranz und gegen Rassismus erhalten haben, ob jene in der Presse hoch gelobte muslimische Pfadfindergruppe in Neuchâtel, hieß sie nicht el-fejr sprich al-fadschr, das bedeutet die Morgendämmerung, ein saudisches Exportprodukt ist. Der nachtgleichen Unwissenheit Ende, leider wäre die nachfolgende islamische Dämmerung, ungefähr das Gegenteil von säkularer Aufklärung. Der Glanz der Scharia beginnt, das noch der Zeit der Unwissenheit entstammende Pfadfindertum zu erleuchten.

Muslim Scouts als Seelsorge der wahhabitischen Wölfe, die sich den Schafspelz der pfadfinderischen Erlebnispädagogik umlegen? Muslim Scouts als Trittstein der islamischen Fundamentalisierung? Mag sein. Ein phantasievoller Konvertit (zum Islam hin, nicht die andere Richtung) namens Dr. Harry Harun Behr bietet uns noch eine andere Deutung an. Der 1962 in Koblenz (von Natur aus) als Nichtmuslim geborene Behr trat 1981 zum nahöstlich-mittelalterlichen politischen Kult namens Islam über und ist Mitwirkender am ersten deutschen Schulbuch für den islamischen Religionsunterricht „Saphir 5/6“ (islamkritisch rezensiert unter Baustein 086 von Jacques Auvergne). Harry Harun Behr ist angestellt als Professor für islamische Religionslehre und Leiter des Interdisziplinären Zentrums für islamische Religionslehre (IZIR) an der Universität Erlangen-Nürnberg. Zum Islam konvertierte Behr vor seinem in Münster abgelegten Abitur, kurz vorher besuchte Behr für eineinhalb Jahre eine Mittelschule im indonesischen Vorort von Jakarta, in Cililitan. Gute 85 % der Indonesier sind Muslime, davon praktisch alle Sunniten und zwar Schafiiten. Die Schafiiten orientieren sich an der Ehe von Mohammed und Aischa und halten Jungen mit 12 und Mädchen mit 9 Jahren für heiratsfähig. Die schafiitische Kultur praktiziert als blutiges vormodernes Ritual die sexualmagische khifâdh (oder khafd) genannte Mädchenbeschneidung (11), von der sich ein zertifizierter Personenschützer sowie Grund- und Hauptschulpädagoge Behr ja einmal hörbar distanzieren könnte. Jetzt aber zu den Muslim Scouts.

Behr preist in seiner Dissertation (242, FN 338) die in der für Muslime (angeblich) verbindlichen Sunna beschriebene, auf die heranwachsende Persönlichkeit positiv wirkende Rolle von mittelalterlichen, irgendwie karitativ tätigen Jugendgruppen (er meint Jungenhorden, wo eigentlich sind die Mädchen, etwa in der Küche eingeschlossen?) namens hilful-fudûl, prominentester Angehöriger jener arabischen Knabenbande ein gewisser Mohammed, nachmals begeisterter Prophet. Jetzt müsste Baden-Powell mal bitte weghören, lebte der begabte Pädagoge und Menschenführer noch. „Muhammad selbst war in seiner Jugend Angehöriger der Gruppe hilful-fudûl, die sich der sozialen guten Tat verschrieben hatte. Sie wird heute von vielen Muslimen als Vorläufer und theologisch authentisches Beispiel für muslimische Pfadfinderarbeit angesehen, die bereits über eigene, internationale Organisationen verfügen oder aber in solche integriert sind (wie in die American Boy Scouts)“, offenbart uns Professor Behr, leider ohne uns einige Namen der „vielen Muslime“ zu nennen, die „heute“ das Urpfadfindertum in der Allianz namens hilful-fudûl (hilf al-fudul) sehen sollten, im (beschränkt) nach Gemeinschaftssinn, Kult, Recht und Wissen strebenden Jugendbund Mohammeds in Mekka.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder ernennen wir Lord Baden-Powell posthum zum Muslim. Dass das funktioniert, solange man es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, haben uns mit Johann Wolfgang von Goethe europäische Fundamentalisten um (den Althippie Ian Dallas, islamisch bekehrt nun) Herrn `Abdalqadir al-Murabit und den zweiten Konvertiten (hin zum Islam, immer, nicht weg vom Islam, nie) Andreas Abu Bakr Rieger mit seiner Islamischen Zeitung (12) bereits bewiesen: Goethe war Muslim, hier ist die Fatwa (13). BP muslimisieren ist die eine Möglichkeit. Oder wir erklären zum ersten Pfadfinder der Menschheitsgeschichte: Mohammed.

Das ist es. Vergesst die Insel Brownsea des Jahres 1907, da ist die Scout Movement gar nicht entstanden. Die Wurzel islamischer Pädagogik und zugleich das pfadfinderische Original an Jugendarbeit liegt nicht auf einer winzigen Insel in der Irischen See, sondern auf der großen arabischen Halbinsel in einem mekkanischen männlichen Jugendbund. Das klingt vielleicht nett, wird allerdings immer einen Haken haben. Wenn Scouting ’Hilf al-fudul’ ist, dann ist Scouting islamrechtlich noch unreif (14), und hat sich dem nachfolgend offenbarten Islam zu öffnen. Andererseits ist sowieso jeder Mensch Muslim, folgt man dem Konzept der fitra (15).

Wohl noch auf Jahrzehnte wird es dem islamischen Monopol oder Kartell aus Tradition, alter (Azhar) oder neuer (Cerić) orthodoxer Geistlichkeit und verbandsislamischer Polit-Scharia gelingen, das ’tugendhafte, Allah wohlgefällige’ Frauen-, Männer- und Menschenbild krampfhaft vom so genannten ’westlichen’ Frauen- und Menschenbild entfernt zu halten. Das Generation um Generation den Kindern antrainierte ’Feindbild Nichtmuslim’ bedarf dazu aufwändiger ideologischer Pflege sowie, gerade in der Diaspora aber auch in Kairo, der stadträumlichen Separierung von den angeblichen Unreinen: Eigene Nahrung (gar bei der ’Notwendigkeit’ neu zu entwerfender halal-Zertifikate), eigene nichtmuslimfreie Arztpraxen und Kliniken, eigene Versammlungsorte und eigene Wege zu diesen Versammlungsräumen. Innerhalb der Räume, ob Moschee oder angemietete Stadthalle blüht dann fiebrig-verspannt die vielleicht ja altarabische doch heute nicht selten durch die Öldollars der Wahhabiten, Salafisten, Muslimbrüder oder Teheraner Ayatollahs geradezu industriell erzeugte Geschlechtertrennung.

Eine politische Scharia, eine Schariatisierung, die nicht lediglich die nichtmuslimische Nachbarn Europas irritiert, sondern die vielleicht vorrangig darauf hin zielt, den Nahen Osten von Mandäern, Jesiden und Juden zu ’säubern’ oder die noch stark vorislamisch-matristisch geprägten Ackerbauernkulturen Südostasiens, beispielsweise der Minangkabau (16) radikal zu ’muslimisieren’. In Nordsumatra, das derzeit eine Phase starker Islamisierung durchlaufe, wie das Max-Planck-Institute for Social Anthropology bekannt gibt, seien die gerichtlichen Verhandlungen zu Landbesitzstreitigkeiten im Laufe der neunziger Jahre von den bisher genutzten Zivilgerichten mit Masse zu den neuen Scharia-Gerichtshöfen abgewandert. 1989 ist in Indonesien ein einheitliches System von Scharia-Gerichtshöfen installiert worden (17).

Unter dem kitschig-süßlichen Motto “Together for Harmony and Peace“ wird das dritte interreligiöse Symposium der Welt-Pfadfinder (3rd World Scout Interreligious Symposium / 3e Symposium Interreligieux Scout Mondial) vom 22. bis zum 26 Oktober 2009 im ägyptischen Kairo stattfinden. Ob im Land der Pyramiden und der seitens der al-Azhar mehr als gebilligten alltäglichen Klitoridektomie, am 23. Juli 2003 verboten, signiert Suzanne Mubarak (18), an muslimischen Mädchen der Jahre 2008 und 2009 (19), ob in der dann von netten Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus aller Welt bereicherten Stadt das Thema Schariakritik, islamischer Fundamentalismus oder Kritik am politischen Islam zur Sprache kommen wird? Wahrscheinlich nicht, sicherlich nicht. Man schweigt aus den oben erwähnten (vier) verschiedenen Gründen, fehlende Information: Typ 1 …

Im selben Pfadfinder-Treffpunkt Kairo lebt selbstverständlich auch im Oktober 2009 eine ’ethnoreligiöse’ Minderheit, die bei der Wohnungs- und Arbeitssuche ganz selbstverständlich diskriminiert wird und der ein Zugang zu höheren Verwaltungsposten faktisch unzugänglich ist (20). Kairo: Die ägyptischen Bahá’í sind nahezu vogelfrei, nichtmuslimische Mädchen sind vielfach entführt und zwangsislamisiert worden, Kinder getrennt lebender Eltern sind gezwungen worden, zum Islam zu konvertieren und werden in ihren Ausweisdokumenten als Muslime bezeichnet. Das ist Koranpraxis, das sind die getreu befolgten Hadithe. Auf gewisse Weise wäre Kairo also gerade der richtige Ort für den interreligiösen Pfadfinder-Kongress.

Cees van der Duin

(1) Scout Law

http://en.wikipedia.org/wiki/Scout_Law

(2) Hakimiyyat Allah: Herrschaft Gottes, zentraler Begriff der Herren Qutb und Maududi, geschrieben auch Haakimiyyah Allah, Hakimiya Allah oder (türkisch) hakimiyet allah. Dazu Qutb

http://de.wikipedia.org/wiki/Sayyid_Qutb

(4) MPÖ. Viel Islam, wenig Pfadfinder?

http://www.mpoe.or.at/web/index.php

MPÖ: Das Scout Law etwas großzügig auf Allahs Bedürfnisse krummgebogen: „Abu Huraira überliefert (…)“ – ist das jetzt bevorzugt gruppenegoistisch-islamsolidarisch oder fühlt man sich in aufklärungshumanistisch-emanzipatorischer Weise als solidarischer Teil der gesamten Menschheit? Von allgemeinen Menschenrechten oder auch von Gleichberechtigung ist beim MPÖ (noch) nichts zu lesen, Zwangsverheiratung, Fundamentalismus, Ehrenmord sind kein Thema

http://www.mpoe.or.at/web/index.php?option=com_content&task=blogsection&id=14&Itemid=40

Das zehnte Pfadfindergesetz „Der Pfadfinder ist rein in Gedanken Wort und Tat“ bedeutet im Sinne Baden-Powells doch fraglos, dass man sich Hinterlist, Lüge und niederträchtiger Gewalt enthalten soll. Die MPÖ-Pfadfinder erklären das ausgerechnet mit der von Nichtmuslimen manchmal als sehr arrogant empfundenen Sure 3:110, eine Sure, die Nichtmuslime vielleicht dreist abwertet und sich als muslimische Umma oder als muslimische Minderheit darüber hinaus möglicherweise in die erfolgreiche Lernverweigerung treibt. Angeordnet wird die territoriale Allah-Herrschaft durch den zuständigen Emir oder durch den Kalifen, der das Untugendhafte verbieten soll. Wenig pfadfinderisch, buuh!

“Die MPÖlerInnen sind rein in Gedanken, Worten und Taten

Ihr seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen hervorgebracht worden ist, sofern ihr das Rechtmäßige gebietet, das Unrechtmäßige untersagt und an Gott glaubt.[3:110]“

MPÖ kann unterschreiben und will Frieden im Libanon und in Palästina. Islamischen Frieden? Von den Mahdi-Scouts distanziert man sich nicht

http://www.dar-al-janub.net/BilderKundgebungLibanon2/DemonstrationLibanonPalaestina039.htm

MPÖ steht auf der Linklist bei junge musliminnen österreich (jmö), das ist männerfreie Zone. Ein keusches Tuch bedeckt nahezu jeden Kopf, die Nähmaschine hatte viel zu tun gehabt:

http://www.jmoe.at/index.php?location=foto12

(5) MJÖ kämpft für die Freiheit? Naja, die üben noch, vorerst kämpfen sie für das ’Freiheitsrecht’ auf ein Lehrerinnenkopftuch:

http://www.mjoe.at/downloads/kopftuchverbot/brief_de_botschaft.pdf

(6) Neuchâtel. De achtzehnte Gruppe von Pfadfindern ist da: Vierzehn sind säkular, drei christlich, die neue nun ist muslimisch. Abschottung oder Bereicherung, Symptom der Parallelgesellschaft oder Pfad in die Integration zu Gemeinwesen und Staat? Im Umfeld des Centre islamique de Neuchâtel jedenfalls gab es Einwanderer, die Pfadfindertum aus Tunesien kennen. 2008 nimmt Radhia Jendoubi für die muslimischge Gruppe “El Fejr“ (Die Dämmerung, fejr oder fajr bezeichnet auch das Morgengebet) den Preis „Salut, l`étranger!“ entgegen, „Willkommen bei uns, lieber Migrant!“ Alle Arbeit für den Kampf, “für die Integration und gegen den Rassismus – la lutte pour l`intégration et contre le racisme.“ Ob die Pfadi El Fejr die Diskriminierung der Kopten in Ägypten beklagt?

http://www.scoutne.ch/fichiers/2008_12_07_17_27_express_2008_12_04_p5_prix_salut_ltrange.pdf?PHPSESSID=876ad78d4d3f665eea47bbb6ecf3a3b9

Einfach googeln: neuchatel pfadi toleranz

http://www.scoutne.ch/articles/07-05-08-groupe_scout_musulman.pdf

Schweizer Pfadfinder für Toleranz

http://www.swissinfo.ch/ger/multimedia/bild_des_tages/Pfadfinder_fuer_Toleranz.html?siteSect=15095&sid=10050110&cKey=1228387092000&ty=in

Der libanesische Blogger Hafez al Assadullah Mukhtar Achrafieh, Beirut, Lebanon vom hafez-of-arabia.blogspot erwähnt die muslimische Pfadfindergruppe Neuchâtel

http://hafez-of-arabia.blogspot.com/2008/12/prix-salut-l-etranger.html

Rassismus und Wehrsport als Pfadfinderprogramm getarnt: Die radikalislamischen Mahdi-Scouts,

http://en.wikipedia.org/wiki/Al-Mahdi_Scouts

Die Schariafreunde der OIC über die muslimische pfadfinderische Internationale namens International Union of Muslim Scouts (IUMS). Interessant ist, wer alles diese International Union of Muslim Scouts (IUMS) so anerkennt: WOSM (Bangkok 1993) und WAMY tun dieses gleichermaßen

http://www.oicun.org/articles/50/1/International-Union-of-Muslim-Scouts/1.html

IICDR. International Islamic Council for Da’wa and Relief

http://en.wikipedia.org/wiki/International_Islamic_Council_for_Da%E2%80%99wah_and_Relief

(7) WAMY

http://en.wikipedia.org/wiki/World_Assembly_of_Muslim_Youth

Allah gelästert und den Propheten gleich mit, Enthauptung droht in Dschidda

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,548618,00.html

(9) WAMY organizes European Muslim Scouts camps for Muslim youth in Europe. It receives its major funding and ideological cues from Saudi-Arabia.

WAMY führt ’European Muslim Scouts’-Zeltlager für die muslimische Jugend Europas durch, der Großteil der Finanzierung und ideologischen Richtlinien kommt dabei aus Saudi-Arabien

http://en.wikipedia.org/wiki/World_Assembly_of_Muslim_Youth

(10) Muslim Scouts. turkishweekly

http://www.turkishweekly.net/news.php?id=30070

(11) Islam inside: Indonesiens Muslime beschneiden Mädchen. Don`t panic, it`s Islamic. Falsch, du solltest zugeben, Panik zu haben, das allein wäre der Einstieg in den Ausstieg aus der sexualmagischen islamischen khifadh, die immer wieder auch von der al-Azhar oder von der Muslimbruderschaft gefordert oder verteidigt oder beschwichtigt oder verboten wird, je nach Publikum und Hörerwunsch

http://beingfeminist.wordpress.com/2008/01/19/mass-female-genital-mutilation-events-held-in-indonesia/

http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html?_r=1&ref=magazine

http://www.nytimes.com/slideshow/2008/01/20/magazine/20080120_CIRCUMCISION_SLIDESHOW_index.html

(12) Weimar, Granada, Penzberg. Gudrun Eussner zu den Murabitun

http://www.eussner.net/artikel_2008-01-09_22-58-25.html

(13) Bei Zeus: Goethe war Muslim! Fatwa aufgestellt, Denken abgestellt. Weimar 1995: Wir bekehren sogar Tote. Alles Sufis oder was?!

http://www.enfal.de/gote-fat.htm

(14) hilful-fudûl / hilf al-fudul. Mohammeds Gefährtenkreis der Jugendjahre in Mekka

http://en.wikipedia.org/wiki/Hilf_al-Fudul

(15) fitra, natürliche Veranlagung islamischer Doktrin: Der Mensch ist von Natur aus Muslim

http://de.wikipedia.org/wiki/Fitra

(16) Minangkabau

http://de.wikipedia.org/wiki/Minangkabau

(17) Landbesitzstreitigkeiten in Nordsumatra: Scharia-Gerichtshöfe graben den Zivilgerichten das Wasser ab

http://www.eth.mpg.de/dynamic-index.html?http://www.eth.mpg.de/people/fbenda/project.html

(18) Ägypten guckt entschlossen und verbietet die FGM (ägyptische Klitorisamputation). Mit tiefem Ernst. Oder so ähnlich. Nebenbei: Ist Fatima noch unbeschnitten, wir wollen sie doch mit dem Cousin verheiraten?

http://www.childinfo.org/files/fgmc_Cairodeclaration.pdf

(19) Ägypten: Ein Scheich, Herr Abdel Tawab al-Mungi will die Beschneidung der islamisch-tugendhaften Mädchen und fordert die Eltern auf, ihr Kind notfalls im Ausland von der Klitoris „zu säubern“. Und Scheich Abdel Aleem Ramadan, Imam einer namhaften Moschee, warnt uns Beschneidungskritiker: „Es geht um die Ehre der Frau!“

http://www.taz.de/index.php?id=start&art=1412&id=471&cHash=2532ce4673

(20) Ägypten. Scout-Kongress 2009, drei Straßen weiter brutale Unterdrückung der ägyptischen Urbevölkerung, der christlichen Kopten. Kein Pfadfinder-Thema?

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,559619,00.html

http://www.gfbv.it/3dossier/me/kopten.html