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Schweigen schützt die Täter

Januar 4, 2019

Statt Treibsand und Sumpf endlich fester Baugrund: „Ohne vorgehaltene Hand“

Deutschlands bündische Gewalt hat sich auch hinter Texten versteckt. Über zwei Weltkriege hinweg feierte oder jedenfalls verfestigte ein erheblich großer Anteil des bündischen Schrifttums die Komplizenschaft mit den Tätern sexualisierter Gewalt an Minderjährigen.

Den missbrauchsbegünstigenden Milieus und Seilschaften errichteten diese Texte unsichtbare veritable Kulissen und Paläste. Namhafte Täter waren in den, bündische Ehre herstellenden, Raum selektiver Erinnerung bestens integriert, arbeiteten in oft hoher Position für Verlage, Rundbriefe oder als Schriftleiter und waren durch den gewöhnlichen Bundesangehörigen zu verehren wie Halbgötter.

Das Gestalt gewinnende Buch von Almut Heimbach (Almi) verspricht nun das zu werden, worauf es für die Bünde endlich ankommt: eine Art Abrissbirne.

Eine schriftgewordene Wucht, welche die jugendbewegt-bündischen Traumschlösser und Zauberwald-Kulissen einreißt, sich unzweideutig auf die Seite der Opfer stellt und diesen ihre Stimme zurückgibt.

Edward von Roy am 21. April 2018

Buchankündigung „Ohne vorgehaltene Hand“

Pauschal bejahe man, wie schon tusk (Eberhard Koebel; Gründer von dj.1.11) es im Sinne des Kindeswohls sinngemäß forderte, die Trias der Sozialisation: Familie – Schule – Jugendgruppe, drei Dimensionen, die miteinander in Wechselwirkung stehen und das Heranwachsen des jungen Menschen bereichern sollen.

Im Sinne von Immanuel Kant und den Allgemeinen Menschenrechten (AEMR, Paris 1948) funktioniert diese tusksche gleichberechtigte Dreiheit aus Elternhaus, Klassenzimmer und Zeltlager nur, solange die den Lehrern oder eben Jugendgruppenleitern anvertrauten Kinder und Jugendlichen in Schule wie Jugendgruppe keine Gewalt erleben, namentlich keine sexualisierte Gewalt.

Hier hat es in Deutschland massive und spezifische Probleme gegeben: von Hans Blüher über Gustav Wyneken bis nach Rees am Niederrhein zur ajH (autonome jungenschaft Hellas), hat es gegeben von der durch den vertrauenswürdigen Paul Geheeb gegründeten, nachmalig jedoch durch Päderasten wie Gerold Becker (dortselbst 1972–1985) unterwanderten Odenwaldschule bis zum 1974 durch Alexej Stachowitsch genannt Axi gegründeten System Balduinstein.

Aber das durch Lord Baden-Powell gegründete, weltweit unterstützenswerte Scouting (Pfadfinderbewegung, gegr. Brownsea Island 1907) in Deutschland sowie die deutsche Jugendbewegung kann hoffen.

Denn ein wichtiges Buch entsteht! Am 2. Dezember 2018 veröffentlicht die freiberufliche Journalistin und Pfadfinderin Almut Heimbach:

„Liebe Pfadfinder und Jugendbewegte!

Klartext ist überfällig.

Voraussichtlich im Mai 2019 erscheint das Buch „Ohne vorgehaltene Hand“. Inhalt ist die Darstellung von Netzwerken sexuellen Missbrauchs in der deutschen Pfadfinder- und Jugendbewegung sowie begleitende Informationen zu sexuellem Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen und Schlussfolgerungen zur Prävention.

Das Buch kann hier vorbestellt werden.“

Vorbestellung OvH / Missbrauch

http://widdershoven.de/vorbestellung-ovh-missbrauch/

„Ohne vorgehaltene Hand“

http://widdershoven.de/ohne-vorgehaltene-hand/

Quelle facebook

Almut Widdershoven 2. Dezember 2018 •

https://www.facebook.com/almutwiddershoven/photos/a.424401187748491/947143182140953/?type=3&theater

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