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Die Panikmacher

September 17, 2011

النرجسية

narǧissiya[1]

Selbstverliebtheit, Narzissmus

Schwatzen über den Islam

Damit die Standards der AEMR auch im Namen des Seelenrettenden oder Althergebrachten nicht überwunden werden, verdient der selbstverliebte Patrick Bahners, Urheber von Die Panikmacher: Die Deutsche Angst vor dem Islam (München 2011), insbesondere zu den Seiten 291 bis 308 ein paar Zwischenrufe, meint Jacques Auvergne.

Bei fortgesetzter ungehemmter Duldung („Toleranz“) dem Islam gegenüber droht Nordamerika und Europa der Ausstieg aus den mühselig errungenen Standards allgemeiner Menschenrechte. Nur die religiös begründete Rechtsverschiedenheit schließlich gestattet es dem von ansteigender Gottes- und Muftifurcht geprägten Kollektiv, unverfälschte koranische Religion, echten Islam zu leben. Muslimbruderschaft, Deobandi und eine von Teheran aus gesteuerte Zwölferschia bilden diese auf Diskriminierung aller Nichtmuslime und Frauen gründende globale Scharialobby, die durch die Regierungen Pakistans und Saudi-Arabiens ebenso wie durch die politisch linke und rechte USA protegiert und finanziert wird.

Werbewirksam und terminbewusst einen Monat vor dem Gedenktag zu Nine Eleven lädt die Staatsspitze der USA im August 2011 zum schariagemäßen Fastenbrechen ins Weiße Haus, wo Präsident Obama nichts gegen zu halbierendes Frauenerbe (Islam) und Vielweiberei (auch Islam) sagt, sondern, einem Magier nicht unähnlich, die gefälligst spürbar zu bekundende Treue jedes anständigen Amerikaners zu „unseren zentralen Werten“ (staying true to our core values) beschwört. Obamas verwendetes „our“ (Hervorhebung Auvergne) beschwört ein Wir, das aus Gründen der zunehmend perfekten (totalitären) Harmonie keinen Außenseiter wünscht (duldet).[2]

White House, 18.08.2011. Meint das zu Vielfalt und Inklusion (diversity and inclusion) mahnende Weiße Haus eine AEMR-basierte Chancengleichheit oder nicht vielmehr den heranschleichenden parallelgesellschaftlichen Raum Islamischen Rechts? Und wieder wird, auf Empfängerseite mit den vernunftfeindlichen Formeln von Koexistenz (co-existence) und Brückenbau (bridge-building zu garnieren, ein monopolhaft Glück bringendes (alleinseligmachendes) autoritäres „Wir“ geschaffen (our greatest challenges), was den etwaigen Kritiker am demokratiegefährdend proislamischen Vielfalts- und Inklusionsbegriff sozusagen vorsorglich als verachtenswert weil gemeinschaftsschädlich brandmarkt.[3]

Der vom Autohaus Ford finanzierte sudanstämmige Freund der Rechtsspaltung Abdullahi an-Na’im stellt sich der Scharia ebenso wenig in den Weg wie die Anhänger der gegenaufklärerischen und antisäkularen Christlichen Rechten (Christian right; die USA als bibeltreuer Staat: „founded by Christians as a Christian Nation“) bzw. des Intelligent Design.[4] Soviel zu den USA, wo die Muslimbrüder sehr einflussreich sind und Patrick Bahners ab 2012 beruflich tätig sein möchte.

Weil an der globalen Re-Politisierung des Seelsorgerlichen zusätzlich Indonesien, Malaysia und die Türkei kraftvoll mitmischen, mühen sich auch Deutschlands industriefreundliche Volkskirchen, mit immer noch mehr „Dialog“ die menschenrechtswidrige und unchristliche „Abrahamsreligion“ zu fördern.[5]

Da der Namensgeber aber schon vor knapp vier Jahrtausenden verstarb, muss der in der biblischen Genesis als dem 1. Buch des Mose der Thora beschriebene Stammvater zu Fragen der militärischen Aufrüstung Saudi-Arabiens[6] oder des Iran gar nicht erst gefragt werden und kann sich dem fiebrigen Aufbau eines korantreu-pseudochristlichen europäischen Supergottes nicht in den Weg stellen. Bei Bedarf lässt sich zur Schariabewerbung auch Joseph verwenden.[7]

Ungerührt über fundamentalistisch dressierte Kinder in allen westeuropäischen Städten, die sich vor dem Teufel fürchten und jedes Mädchen ohne Kopftuch als Nutte ansehen, beschimpft Patrick Bahners in seinem Die Panikmacher: Die Deutsche Angst vor dem Islam die mutige Soziologin Necla Kelek und den gründlich arbeitenden Journalisten Henryk M. Broder[8], übergeht, dass Europas prägende Gestalten der epochalen Aufklärung und schulischen Bildung wie Goethe, Voltaire, Kant oder Alexander von Humboldt gar nicht in Furcht vor der Hölle lebten und verschweigt dem Leser, dass auch heutzutage immer noch kein deutscher Imam die „zu muslimisierenden“ Jugendlichen dazu aufruft, die koranischen Beschreibungen von Himmelsgarten und Feuergrube als allegorisch zu verstehen. Bahners weiß, dass die Islamische Revolution des Iran, 1979, oder die Salafisierung (Schariatisierung) eines Territoriums, wie sie Muslimbrüder oder Millî-Görüş-Bewegte glaubenspraktisch ausüben, eine Faschisierung aller Lebensbereiche zeitigt, was sich im realisierten Islam bekanntlich auch auf die Rolle des Sexuellen beziehen muss und auf die korangemäß zu verhindernde Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Überall in Westeuropa leben von muslimischen Männern verwaltete Einwandererfrauen oder Konvertitinnen ohne die Möglichkeit, alleine zu reisen, freizügige Kleidung zu tragen oder religionskritisch zu argumentieren. Weltweit sind Allahs bärtige Tugendwächter und Kontrolleure weiblicher Sexualität auf dem Vormarsch, einer gewaltigen faschistischen Bewegung vergleichbar. Wer den nichtsäkularisierten (originalen) Islam pauschal verteidigt, ist notwendigerweise Frauenfeind. Nicht zuletzt Bahners eigene Profession, der autonom und wissenschaftsbasiert gedachte Journalismus, wird sich im islamischen Staat überflüssig gemacht bzw. in eine Schar von Mietmäulern verwandelt haben.

Einen Islam, der den Nichtmuslim und die Frau nicht herabstuft, kann es mit Islamischer Rechtstheorie (Scharia, geschaffen von Allahgott) und Islamischer Gerichtspraxis (Fiqh, umzusetzen von den Tugendhaften) nicht geben.

Der Verteidiger des Glaubens geht zu Scharia und Fiqh nicht auf Distanz, Patrick Bahners legt los:

Worauf will die Islamkritik hinaus? Soll die Religionsfreiheit der Muslime eingeschränkt werden?

Warum denn nicht, warum soll Religionsfreiheit denn nicht an jeder Stelle begrenzt werden, an der sie gegen andere Grundrechte zu verstoßen beginnt? Neunjährige Kindbraut, Schleierzwang und Steinigung sind im echten Islam zwar Heilssicherung (Religion), aber in Deutschland verboten. Vielleicht möchte Allahs Journalist ein anderes Deutschland und den Weg in den Schariastaat dokumentierend bis geschwätzig begleiten.

Bahners Frage zielt darauf, jeden Islamkritiker unglaubwürdig zu machen und als theoretischen Verfassungsfeind darzustellen. Tatsachenbezogen und im Sinne einer beibehaltenen AEMR oder eines ernst genommenen Grundgesetzes werden die sogenannten Muslime gerade nicht diskriminiert, wenn wir Säkulare ihnen zumuten, das für alle geltende Recht einzuhalten.

Der Journalist, der bis zu dieser seiner Frage bereits 290 Seiten demokratiegefährdender Schariaverteidigung niedergeschrieben hat, kennt den sadistischen, kulturrassistischen und frauenfeindlichen Charakter des Islamischen Gesetzes (Scharia) genau. Herr Bahners vermeidet es bewusst, das Wort Scharia auch nur auszusprechen, und unterstellt uns Islamkritikern, also auch den muslimischen Islamkritikern unter uns, „den“ Muslimen Grundrechte vorenthalten zu wollen. Bahners:

Ihre Resonanz verdankt die Islamkritik zu guten Teilen einer Verunsicherung gerade in den bürgerlichen Kreisen, in denen man die eigene sozialmoralische Identität noch als christlich bestimmt.

Dass eine Schar xenophober und antisäkularer Abendlandretter aus den religionskritischen Argumenten eben die islamkritischen nutzt, um die nicht zuletzt auch von den Islamisten ersehnte Apartheid der Bevölkerung in Nichtmuslime und Muslime zu vollenden, ist ärgerlich genug und baut mit am Dhimmi-Staat, nur eben von Kreuzritterseite.

Implizit aber brüllt der Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nach mehr „Religion“, wenn er den erwähnten, irgendwie bürgerlich zu nennenden Bibeltreuen die „Verunsicherung“ nehmen will. Wäre aber ein selbstbewusst gottesfürchtiger Christ für Patrick Bahners vor „Verunsicherung“ gefeit und bliebe von der Verschmutzung durch Islamkritik unberührt?

Gründliches islamkritisches Denken ist für Bahners anscheinend mit Wahn und Schmutz gleichzusetzen. Wer sich von der Gegnerschaft zur Scharia nicht befreit, agiere grundgesetzfeindlich und damit gemeinschaftsschädlich:

Aber jetzt, da die im Grundgesetz stehende Gleichberechtigung der Religionen dem Islam zugute kommen soll, wie es sich aus Wortlaut und Sinn der Glaubensfreiheit zwingend ergibt, ist man irritiert; man meint, die historische Identität Deutschlands als eines christlichen Landes müsse auch in den Verbindlichkeiten des geltenden Rechts zum Ausdruck kommen.

Zum demokratischen Glück leben wir nicht in der Christenrepublik, sondern in der Bundesrepublik. Glückt hingegen die schariakompatible Rechtszersplitterung, bilden Koranbürger und Nichtmuslime bzw. Koranbürger und Bibelbürger zwei postsäkulare Nationen auf dem gleichen Territorium, und bald darf man zur Spaltung des Territoriums in schariarechtlich befreite Zonen übergehen. Von aller Sünde gesäubertes Land heißt auf Urdu Land der Reinheit oder Land der Reinen, nichts anderes bedeutet das Kunstwort Pakistan.

Europas Klerus arbeitet rabiat proislamisch und damit demokratieüberwindend, was Bahners natürlich nicht unbekannt ist, und hofft vielleicht darauf, im anwachsenden Kalifat Gnade bei Scheich und Mufti zu finden oder neo-mittelalterliche politische Funktionen für sein Glaubensvolk zu übernehmen. Der aus Sicht der Göttlichen Ordnung (Ordo Dei) ärgerliche Staatsbürger hat endlich ausgedient und ist dem Religionsangehörigen gewichen.

Auf diesem Wege wird jeder säkulare Anspruch zum Stolperstein, der aus dem Weg zu räumen ist. Folgerichtig wagt es kein Pfarrgemeinderat oder Presbyterium und auch kein deutsches städtisches Jugendamt oder schulisches Lehrerzimmer, tatsachennah zur Scharia zu informieren.

Die wie seltene, bedrohte Tierarten oder wie ehrenwerte und letztlich unverständlich bleibende Außerirdische ganz anders gearteten und entsprechend anders zu behandelnden Islampflichtigen nennt Schariafreund Bahners:

islamische Neubürger

und deutet an, dass diese Fremdlinge durch die Bundesbürger auch an einer wörtlichen Umsetzung von Koran und Hadith in ihrer Familie und ihrem Straßenzug nicht länger zu behindern sind.

Nicht etwa türkeistämmige arme Gastarbeiter oder ehrgeizige bis islamistische nordafrikanische Studenten waren es für Herrn Bahners also, die eingewandert sind, sondern Koranschüler, Schariapflichtige. Was Deutschlands Konvertiten zum Islam betrifft, sind die religiös Erregten oder Beruhigten nach Patrick Bahners sicherlich ebenfalls als islamische Neubürger zu bezeichnen.

Der Staatsbürger geht, der Islambürger kommt. Islamtheoretiker und Kulturrassisten wie Ali Schariati oder Sayyid Qutb könnten über das Engagement des Feuilletonchefs zufrieden sein, der 2012 als Kulturkorrespondent an die amerikanische Ostküste wechseln wird.

Warum diese Desinformation zur diskriminierenden Scharia? Bahners politisiert den weiblichen Körper (Seite 106), der echte Mann muss schließlich auf seinen zweibeinigen Besitz aufpassen:

In Tücher eingehüllt wird normalerweise das Kostbare. Die Verschleierung ist ein Indiz der Vornehmheit. Es widerspricht also unserer Intuition, dass der Zweck des Kopftuchs, wie von seinen feministischen Gegnerinnen behauptet, die demonstrative Herabsetzung der Frau sein soll.

Da wollen wir den FAZ-Mitarbeiter doch nicht herabsetzen. Eine Burka für den kostbaren und vornehmen Herrn Bahners bitte!

Papst Leo XIII. … hatte die Glaubens-, Rede-, Lehr- und Pressefreiheit mit der Begründung verworfen, es widerspreche der Vernunft „dass das Falsche das gleiche Recht haben soll wie das Wahre“.

Insofern, als dass Denken unterscheiden heißt, lag der höchst irdisch-politisch tätige Himmelswächter Leo († 1903) noch nicht einmal falsch, denn ob ich Herrn Bahners Brieftasche klaue oder nicht, ist auch dem Beklauten richtigerweise nicht gleichgültig, und 2 plus 2 ist 3 zu behaupten, ist an einer bundesdeutschen Schule nicht mit gleichem Wahrheitsanspruch lehrbar wie zu erklären, 2 plus 2 gleich 4.

Papst Leo verehrte den Kollegen und Höllenfachmann Innozenz III. († 1216), der den Menschen, jeden, unchristlich aber gottesgelehrig (theologisch) verachtete, das Papstamt in die Nähe der Gottheit heraushob und der dem Kreuzzug gegen die südfranzösischen Albigenser oder Katharer (1209 bis 1229) seinen Segen gab. Leider versäumt Herr Bahners, hinsichtlich religiös gebilligter Grausamkeit Innozenz mit Ayatollah Chomeini († 1989) zu vergleichen und Leo mit Maududi († 1979), wobei wir, auf die Glaubenslehren bezogen, feststellen würden, dass man nach der Ethik des Nazareners nicht töten und noch nicht einmal unterdrücken darf, während die islamische Umma ihr Glück auf dem Leid der Nichtmuslime zu bauen hat und der männliche Muslim auf dem Elend der muslimischen Frau.

Wer über Päpste spottet, riskiert heutzutage nicht mehr viel, weshalb der um seine Karriere besorgte Feuilletonchef islamfromme Herren wie Ali Chamene’i oder Yusuf al-Qaradawi eben nicht unreligiös oder gar unislamisch nennt und darauf verzichtet, die Akteure des vielleicht kaum noch zu verhindernden flächendeckenden deutschen Islamischen Religionsunterrichts dazu aufzufordern, sich glaubhaft und für immer vom auf Ungleichbehandlung beruhenden Gesetz Allahs zu verabschieden. Im schlicht demokratiegefährdenden Text Religion in den Grenzen des Klassenzimmers äußert Bahners etwa folgende drei Schamlosigkeiten:

„Das Ziel der Zivilisierung und Rationalisierung des Islam, das der säkulare Staat nicht vorgeben darf, wird als voraussichtliche Wirkung des Religionsunterrichts beschrieben, abgeleitet aus dem Vergleichsfall des Christentums …

Immerhin, Bahners gibt indirekt zu, dass der echte, reine Islam unzivilisiert und vernunftfeindlich ist. Dürfen wir Bahners etwa so lesen, dass es für Europa und Deutschland ein Zivilisationsproblem gibt und eines der nachhaltigen Vernunft, ein Problem, das unsere Kinder und Jugendliche baldmöglich im Religionsunterricht und auf dem Schulhof klären sollen, ausdiskutierend oder vielleicht auch per Faustrecht? Dass sich so gut wie kein Lehrer (oder Journalist) traut, die Scharia professionell und nicht nur hinter vorgehaltener Hand als segregierend, diskriminierend und brutal zu nennen, ist dem FAZ- Feuilletonchef bekannt, und wenn die Muftis oder Schariagelehrten erst in Deutschlands Hochschulkonferenzen sitzen und die Salafisten im Lehrerzimmer, werden islamische Glückseligkeit und Harmonie jeden Kritiker verstummen lassen oder als Störenfried beseitigen.

wegen der Trennung von Staat und Kirche kann nur die jeweilige Religionsgemeinschaft definieren, was ihre Grundsätze sind …

Yusuf al-Qaradawi von Glaubenszweifel geschüttelt, Allah zerknirscht? Als ob der Islam ein Problem mit sich hätte, als ob der prophetische Kaufmann und Feldherr von Selbstzweifel geplagt worden wäre und die diskriminierenden „Grundsätze“ der Scharia jemals unklar gewesen wären. Na Herr Bahners, dann sagen sie den FAZ-Lesern doch, was Koran und Hadith „definieren“ (Bahners), was sie vom Gläubigen erwarten: Die Tochter zu verheiraten (ein Leben als Single oder ein homosexuelles Leben ist nicht vorgesehen, auch nicht für den islamisierten Sohn), die Frau zu verschleiern und ins Haus zu sperren, ihr nach Allahs Vorgabe das Erbe zu halbieren, ihr, damit sie nicht so einsam ist, eine Zweitfrau zuzugesellen, ihr im Falle ihrer Verstoßung, das Sorgerecht zu entziehen sprich die dem Stamm des Brauterwerbers zustehenden Kinder zu klauen.

Die Frau im Islam ist als eine Art Rasse oder Kaste entworfen worden und steht eine Stufe tiefer als der Mann, der verachtenswerte Nichtmuslim verdient, spürbar bis sadistisch erniedrigt zu werden. Und Plapperer Bahners will von Deutschland aus die globalen Ulama und Scheiche darüber ans Grübeln bringen, „was ihre Grundsätze sind“, ob sie beispielsweise nicht ein bisschen mehr universelle Menschenrechte in die Schariavorschriften integrieren möchten.

Der auf Religionsfreiheit verpflichtete Staat kann eine freisinnige Koranauslegung nicht gegenüber einer bewahrenden bevorzugen.“[9]

Richtig, der weltanschaulich neutrale Staat kann einer Gemeinschaft von Scientologen oder Neonazis nicht vorschreiben, Texte von Ron Hubbard oder Adolf Hitler wortgetreu oder aber ironisch zu besprechen. Herr Bahners, hierzulande gilt das Grundgesetz!

Der Einluller weiter:

So hat die Schärfe der Islamdebatte einen Grund darin, dass den Leitkulturschützern nicht mehr präsent ist, welche Gehorsamsforderungen der christliche Gott erhebt.

Möchte der Autor von Die Panikmacher die Inquisition wiederbeleben? Warum fordert Bahners nicht den Vorrang der Rechte und Pflichten aller Bürger und Staatsbürger vor den wie auch immer lautenden göttlichen Befehlen?

Selbst Tilman Nagel bleibt nicht verschont:

Seine These, Muslime, die aus der Heilsbotschaft des Korans die gebotenen Konsequenzen zögen, müssten im Westen Fremde bleiben … ist ein Argument über den Koran und setzt zugleich ein bestimmtes Bild des Westens voraus.

Frankfurt liegt zwar im Westen Deutschlands, aber nicht in einer Westlichen Republik, sondern in der Bundesrepublik. Wissenschaftler Nagel stellt den Islam richtig dar: Allahs Befehl fordert zur Abschottung gegenüber allem Unislamischen auf, und, sobald die Kräfte es zulassen, zur territorialen Ausdehnung der einzig sittlichen Ordnung (niẓām islāmī, Nizam-ı İslâm). Unislamisch zu leben kann kein Imam oder Islamverbandsfunktionär als gelingendes Leben oder gottgefälliges Leben bezeichnen, und einen anderen Islam als den der grundrechtswidrigen, weil zur Gewalttätigkeit verpflichtenden Scharia wird sich leider wohl noch auf Jahrzehnte oder Jahrhunderte nicht organisieren lassen.

Der nicht säkularisierte Islam, der die tausend Jahre der Ulama von al-Ghazali bis al-Qaradawi nicht verwerfende Islam, kurz gesagt: der heutige Islam ist nicht demokratiefähig und damit nicht schultauglich. Ein heiliger und heilssichernder Kult, der den Mann erhöht und die Frau leiden lässt, der den gottesfürchtigen Gewalttäter lobt und das unislamisch handelnde Opfer muslimischer Gewalt auch noch beschimpft, gehört im freiheitlichen Rechtsstaat nicht ins Klassenzimmer.

Benedikt XVI. … fiel hinter das Zweite Vaticanum zurück, das mit Hochachtung von den Muslimen gesprochen hat, weil sie sich wie Abraham Mühe geben ’sich auch Gottes verborgenen Ratschlüssen mit ganzer Seele zu unterwerfen‘.

Möchte sich Bahners beruflich umorientieren und in einer entchristlichten, weil zur entwürdigenden Scharia schweigenden katholischen Kirche Karriere machen?

Man darf unterstellen, dass das alternativkulturell tuende Konzil von 1965 die schariatisch korrekte Enthemmtheit unchristlich nutzen wollte, um die eigene Macht unauffälliger („interreligiös-dialogisch“) zu erhöhen. Jahrzehnte später, heute muss es beiden Großkirchen folgerichtig darum gehen, die Bevölkerung Europas noch so lange über die brutale Natur von Mohammed und seiner Sunna im Unklaren zu lassen und zugleich auf den regionalen Klerus, den islamischen wie den kirchlichen, zu verpflichten, bis ein Abschütteln der legalisierten Scharia nicht mehr möglich ist. Als wäre die Machtergreifung der Himmelswächter nicht schon schlimm genug, mischt jetzt auch noch ein Frankfurter Feuilletonchef mit.

Jedem einzelnen katholischen Endanwender und erst recht der gesamten Kirche war mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil die Götterfusion aufzuerlegen, Jahwe, Christus und Allah hatten fortan zum „alleinigen Gott“ bzw. zum „lebendigen Gott“ zu verschmelzen: Ecclesia cum aestimatione quoque Muslimos respicit qui unicum Deum adorant – Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen. Indirekt, unter feiger Umgehung der Worte Koran und Mohammed, wurde dem Nazarener Jesus seitens des Vatikan aufgenötigt, Mohammed als spätgeborenen Kollegen anzuerkennen. Dabei lässt die neue Superreligion des Islamochristentums zwar einen, keineswegs minderwertigen, Gottesglauben ohne Christus zu, nicht aber ein persönliches Christentum, dass Allah ein Zerrbild des wahren Gottes nennt und das koranische oder schariatische Menschenbild als das bezeichnet, was es ist, als menschenunwürdig. So wird jeder katholische Korankritiker zum Ketzer, modellhafte Vorwegnahme der heutigen Ausgrenzung aller Islamkritiker aus Kirche, Erziehungslandschaft, Hochschule und Volkspartei.

Auch wenn Europas (die durchaus atheistisch geprägte kulturelle Moderne mit hervorbringendes) mittelalterliches Wissenschafts- und Schulsystem kirchlich organisiert worden war, ist die kalkulierte Außerkraftsetzung der jesuanischen Ethik durch den Klerus in Rom, Genf oder Berlin etwas sehr Kirchentypisches. Der Nazarener hatte das herrschaftliche Monopol auf Deutung gelingenden Lebens, die zu akzeptierende eigene Rolle als Untertan, überwunden und jeden Menschen, gerade auch den viel später von Karl Marx „ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen“ genannten Machtlosen, als Träger von absoluter Würde definiert. Der Untertan (Heinrich Mann 1914) aber war von Europas Klerus immer gewollt und daran hat sich, wie man am Applaus zum Einzug eines Mustafa Cerić auf dem 2011 in Dresden abgehaltenen Evangelischen Kirchentag erkennt, trotz Achtundsechzigerbewegung und weiblicher Beteiligung am organisierten Sinnstiften nichts geändert. Aus all dem wird deutlich, dass Spinoza, Feuerbach und Nietzsche nur aus klerikaler (machtverliebter, herrschsüchtiger) Sicht Europa entchristlicht haben, aus der Perspektive der Ethik eines Jesus von Nazareth jedoch haben Denker wie Darwin und Freud Europa menschenwürdiger gemacht und insofern geradezu christianisiert.

Ein gründlich arbeitender vereins- oder schulgründender Atheist kann christlich zu nennendes irdisches Miteinander aufbauen, während im Islam ein Verweigerer der Scharia keine menschliche Würde besitzt.

Die Konzilserklärung ‚Nostra Aetate‘ wünscht sich das gemeinsame Eintreten von Christen und Muslimen ‚für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen‘ und rechnet offenkundig damit, dass dabei auch die muslimische Frömmigkeit der vorbehaltlosen Unterwerfung unter den Willen Gottes als Ferment nützlich sein kann.

Ruft Bahners nach der Islamischen Revolution, wenn er die muslimischen Einwanderer und ihre Kinder oder Deutschlands salafistische Konvertiten zur „vorbehaltlosen Unterwerfung unter den Willen Gottes“ verpflichtet? Oder hat der an einem angeblich beklagenswerten Mangel an „Frömmigkeit“ (Bahners) nun wirklich nicht leidende Muhammad Rassoul genannt Abu-r-Rida (Köln 1993) aus Bahners Sicht den Islam falsch verstanden und ist die Islamische Gesellschaft, das Kalifat,[10] im Islam gar keine Vorschrift?

Bezeichnenderweise hat das nach eigener Aussage gerechte, friedliche und freiheitliche Nostra Aetate von universellen Menschenrechten wie etwa von der (globalen, sofortigen) Gleichberechtigung von Mann und Frau auch gar nicht gesprochen, sondern 1965 den Weg in jenen angeblich himmlischen Kulturrelativismus gebahnt, den nachfolgend Revoluzzer, Blumenkinder, Pädagogen, Politiker und sonstige Systemüberwinder trotten konnten.

Statt also eine durchgesetzte AEMR auch für den Nahen Osten und das Verschwinden des Schariavorbehalts aus den Verfassungen etlicher islamisch dominierter Staaten zu fordern, orakelte Abschnitt 5 (Universale Brüderlichkeit) in genauer Kenntnis der gottgeschaffenen, seelenrettenden Schariadoktrin und irdisch anzuwendenden Schariagesetzlichkeit etwas von einer (nicht trotz des Koran, sondern gerade mit dem christlich-islamisch-jüdischen Miteinander bestehenden) menschlichen Würde: „So wird also jeder Theorie oder Praxis das Fundament entzogen, die zwischen Mensch und Mensch, zwischen Volk und Volk bezüglich der Menschenwürde und der daraus fließenden Rechte einen Unterschied macht“, was heutigen Dialogaktivisten wie Werner Höbsch („60 Prozent der Scharia sind grundrechtsverträglich“) den katholisch abgesegneten Marschbefehl geben konnte.

Das Zweite Vatikanische Konzil zersetzte die Standards vom 10.12.1948 gekonnt, indem es den eine jede freiheitliche Gesellschaft konstituierenden Vorrang des Diesseits vor dem Jenseits und der Wissenschaft vor der Seelenrettung durch Hinwendung zur harmlos anmutenden „Einheit und Liebe unter den Menschen und damit auch unter den Völkern“ (In suo munere unitatem et caritatem inter homines, immo et inter gentes) ersetzte.

Dass, soweit bekannt, ein Jesus von Nazareth niemanden herabsetzte, und ginge es um einen Römer, Samariter, einen Zöllner oder gar um eine Frau, könnte ein übers Christentum lästernder Journalist angesichts der koranischen Diskriminierungs- und Mordlizenz und angesichts der auf Gleichbehandlung beruhenden AEMR durchaus schreiben.

Den noch viel zu wenigen und von ihren Mitmuslimen regelmäßig bedrohten religiösen muslimischen Säkularen, die sich aus Kindheitserinnerung, raren muslimischen Vorbildern in Familie oder Nachbarschaft oder einfach aus Idealismus und Optimismus einen AEMR-verträglichen Gottesbegriff erarbeitet haben, fallen Höbsch und Bahners in den Rücken.

Der Journalist ruft nach Zucht und Ordnung:

Dabei sollte es gar nicht so schwer sein, positive soziale Effekte muslimischer Werte wie der Gottesfurcht und der geregelten Lebensführung anzudeuten.

Kinder und Jugendliche sollen sich auf korrekt eingehaltene Speisevorschriften und Gebetszeiten hin überwachen und bespitzeln, Bahners spricht von geregelter Lebensführung.

Der hochrangige FAZ-Mitarbeiter mag darüber nachdenken, ob ihn höchst spürbare vierzig oder achtzig Peitschenhiebe nach dem Genuss eines alkoholischen Getränks nicht gesundheitlich und moralisch besser integrieren (Bahners: positive soziale Effekte), der mutmaßlich atheistische Schreiberling würde die empfangene Körperstrafe allerdings wahrscheinlich immer noch als rein sozialreformerisch missverstehen und ihren spirituellen bis spiritistischen Charakter der Abwehr der bösen Geister und des islampädagogischen Ziels der Erlangung eines Platzes im Paradiesgarten gar nicht erkennen.

Schariaverteidiger Bahners:

Die These der Unvereinbarkeit von Islam und Grundgesetz hat nicht nur Annahmen über das Wesen des Islam zur Voraussetzung, sondern auch unverhandelbare Forderungen an eine säkularitätskonforme Auslegung des Grundgesetzes.

Unverhandelbar ist korrekt. Selbstverständlich ist uns freiheitlichen Demokraten eine religiöse Revolution ebenso unerwünscht wie ein rechtsradikaler Putsch und sind wir nicht bereit, einen heiteren Kompromiss aus Grundgesetz und Scharia bzw. aus Wissenschaft und Islamologie auszuhandeln.

Was das von Patrick Bahners offenbar hoch geschätzte „Wesen des Islam“ betrifft und seine Kollision mit dem Begriff des Bürgers oder Staatsbürgers, zitieren wir die hohe geistliche Autorität der Sunniten und Muslimbrüder, Scheich Yusuf al-Qaradawi:[11] „Nur Allah allein hat das Recht, zu erlauben und zu verbieten. … Es ist das Recht Allahs … Gesetze zu geben oder Verbote zu erlassen, wie Er es für richtig ansieht … Als Seine Geschöpfe haben sie kein Recht, dies in Frage zu stellen oder nicht zu gehorchen. Dies ist Sein Recht als ihr Herr und ihre Pflicht als Seine Diener. … Was Allah in seiner scharia erlaubt hat, ist allen Menschen erlaubt, und was Er verboten hat, ist allen Menschen verboten, bis zum Tag der Auferstehung.“ Der Scheich kennt seine Religion: Das Volk ist im Islam nicht Souverän, nur die Gottheit hat das Recht, Gesetze zu erlassen. Herr Bahners verharmlost diese religiös begründete Verweigerung der bürgerlichen Ordnung und allgemeinen Menschenrechte als „These“.

Kopftuchverteidiger Bahners bekommt vom Scheich die Frage nach der Stellung der Frau im Islam beantwortet: „Benehmen der muslimischen Frau. … Ihre Kleidung muss den Grundsätzen der islamischen scharia entsprechen … Die Kleidung muss den gesamten Körper bedecken, mit Ausnahme dessen, ‚was sichtbar sein muss‘, was nach der am meisten vorzuziehenden Auslegung Gesicht und Hände sind. Die Kleidung darf nicht durchscheinend sein, so dass sichtbar würde, was darunter ist. … Die Kleidung darf nicht zu eng anliegend sein, damit nicht die Konturen des Körpers und besonders die Rundungen sichtbar sind, selbst wenn sie nicht durchscheinen. Sie darf keine Kleidung tragen, die speziell Männerkleidung ist, wie heutzutage Hosen. Bei der Wahl der Kleidung soll sie nicht die Nichtmuslime nachahmen.“ Ja Herr Bahners, die von den Scheichen und Imamen gelobte Frau ist sexuell kontrolliert, sozial obszönisiert und spirituell dämonisiert, und das ist kein „Islamismus“, das ist Islam. Dass sie sich äußerlich von den Ungläubigen zu unterscheidet hat, kann man in pädagogischer Sprache wohl nur als kulturellen Rassismus bezeichnen, wenngleich es um die Rettung der Seele geht: Die nichtislamisch Gekleidete ist Brennstoff fürs Höllenfeuer, das ist die religiöse Bedeutung des Schleiers.

Pascal Bruckner durchschaut den Islam als Gegenkultur und Schattenjustiz, fordert die ungeschmälerten bürgerlichen Rechte und Pflichten und warnt Europa vor dem Erstarken eines koranbasierten, einstweilen illegalen Kontraststaats, was den Verteidiger des Glaubens Patrick Bahners auf die Palme bringt:

Wo Menschen ihre Religion als einen ewigen Bund und den Staat als ein Provisorium betrachten, da droht laut Bruckner der Separatismus von „Nationen innerhalb der Nationen“, stellt sich also das Problem, für das die alteuropäische Staatslehre den Begriff „imperium in imperio“ hat.

Leider verschweigt uns Bahners, ob er Deutschlands radikaler Gemeinschaft (Dschama’a, ǧamāʿa) der Schariabürger den sofortigen Ausstieg aus dem noch für alle geltenden Grundgesetz zubilligt oder ob sich die religiös erregten Islampflichtigen vorläufig auf innere Emigration (Hidschra, hiǧra) und zivilen Ungehorsam, also auf eine eher kulturelle Apartheid beschränken sollen.

Je ein Beispiel für ǧamāʿa und hiǧra aus islamistischen Kreisen, wo Führerbefehl und Glaubensgehorsam leider selbstverständlich sind:

„Al-Tamimi genannt Imam al-Darimi sagt, ʿUmar bin al-Ḫaṭṭāb sagt: „Es gibt keinen Islam ohne Gemeinschaft (ǧamāʿa) und keine Gemeinschaft ohne Führung (imāra) und keine Führung ohne Gehorsam (ṭāʿa).“[12]

Demokratie ist nicht halal, das Grundgesetz hindert uns, den Islam anzuwenden, unsere Religionspraxis auszuleben, den wahren Dīn! Da bleibt nur der Rückzug in abgeschottete Großfamilien, Straßenzüge und Stadtviertel, ganz nach dem Vorbild der Hidschra, der Flucht und Auswanderung des Propheten:

„Al-Hijrah: … Ihre Definition im islamischen Recht ist, das Land des Unglaubens zu verlassen, um in das Land des Islams zu gehen, aus Furcht vor Verführungen, und um die Möglichkeit zu suchen, den Deen (Religion des Islam) zu praktizieren. Dies ist die Definition der al-Hijrah spezifisch im islamischen Recht, andererseits, in der Realität, ist die Definition der al-Hijrah so, wie Ibnul Mulaqqin in der Erklärung von ‚al-Umdah‘ sagte, ‚Das zu verlassen, was Allah (`Azza wa jall) nicht mag, für das, was Er liebt.’“[13]

Noch genauer zu Bahners:

Wo Menschen ihre Religion als einen ewigen Bund und den Staat als ein Provisorium betrachten

Bund bedeutet Scharia, wie Bosniens ranghöchster islamischer Geistliche bereits 2007 feststellte, der bis heute das gesonderte Recht für die Spezies der zentral zu verwaltenden Europamuslime fordert. Dass der Lobgesang auf den schariatischen „Bund“ eines Mustafa Cerić vier Jahre später vom Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aufgegriffen wird, ist ein neuer Höhepunkt in der Geschichte der inzwischen erstaunlich aggressiven Islamverteidigung.

In: The challenge of a single Muslim authority in Europe sprach der Großmufti für Bosnien und Herzegowina: „In the sharī’a as their Weltanschauung, Muslims have their covenant with God, durch die Scharia als ihre Weltanschauung leben die Muslime ihren Bund mit [Allahgott] Gott.“[14]

Vielleicht schon morgen weht die Fahne des Islam auf dem Reichtag, und so werde den menschlichen Angehörigen des „ewigen Bundes“ der säkulare Staat nicht nur zum „Provisorium“ (Bahners), sondern auch gleich zum Seuchenherd und Sündenpfuhl, den es mit dem Aufbau des Kalifats zu heilen und zu reinigen gilt.

Nun zum 3. Oktober 2010, als ein für den „modernen Islam“ schwärmender Spitzenpolitiker den Islam pauschal in Deutschland hinein integrierte: „Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“, keine drei Wochen später raffiniert ergänzt mit: „Das Christentum gehört zweifelsfrei zur Türkei“. Patrick Bahners findet Gefallen an der steigenden Bedeutung der das Staatsvolk zerspaltenden Glaubensnationen:

Wulff … sprach vom Islam und vom Christentum

Richtig, über die mit dem Islamischen Recht nicht in Übereinstimmung zu bringende Allgemeine Erklärung der Menschenrechte sagte Christian Wulff nichts, weder in Berlin noch in Ankara. Seine Rede zum Nationalfeiertag brachte die Bundeskanzlerin nur drei Tage später dazu, den Rätselspruch des Bundespräsidenten dem immer noch staunenden Volk ein wenig zu erklären: „Es gilt bei uns das Grundgesetz, und nicht die Scharia“. Was denn genau das Problem zwischen GG und Koran ist, mochte Angela Merkel dann aber doch nicht sagen.

Der orakelnde Bundespräsident liegt aus Allahs Sicht natürlich richtig, bis zum Tage der Auferstehung gehört der Islam überall in die Mitte, also auch in Europa oder Deutschland. Leider versäumt Wulff, der im vorangegangenen Redeabsatz den schulischen Islamischen Religionsunterricht („von hier ausgebildeten Lehrern und selbstverständlich in deutscher Sprache“) forderte, dem Islam die Unterwerfung unter die säkulare Staatlichkeit abzuverlangen und damit den Verzicht auf Schariatheorie und Fiqhpraxis.

Wulff und Bahners spielen noch ein wenig den Unschuldigen, sie wissen genau, was Scharia und Fiqh sind und für den Rechtsstaat bedeuten. Noch drei Zwischenrufe zur islam- und europaverliebten Wulff-Rede: „Es geht darum, die Freiheit zu bewahren, die Einheit immer wieder zu suchen und zu schaffen.“ Wie Großbritannien mit Scharia-Schiedsstellen und Scharia-Gerichten? Oder wie Griechenland mit muslimischen elfjährigen schwangeren Ehefrauen? „Es geht darum, dieses Land zu einem Zuhause zu machen – für alle.“ Auch für die im staatlichen Schuldienst verschleierte Lehrerin Fereshta Ludin? „Sich einzusetzen für gerechte Verhältnisse – für alle.“ – Murad Wilfried Hofmann, Ibrahim el-Zayat oder Tariq Ramadan haben nichts anderes im Sinn als „gerechte Verhältnisse – für alle“. Ganz im Ernst schafft die AEMR Gerechtigkeit, der orthodoxe Islam Ungerechtigkeit: Der politische oder religiöse Extremist verliert in Deutschland nicht seine Menschenrechte, im Islam wird er ausgepeitscht oder geköpft.

Beim Staatsbesuch in Ankara (18.10.2010) trug Präsidentengattin Hayrünnisa Gül demonstrativ das nach dem Schariastaat rufende Kopftuch sogar beim Abschreiten der militärischen Ehrenformation, ein Tabubruch mehr für die säkular gedachte und heute in religiöser Faschisierung befindliche Türkei. Neben ihr ging die unverschleierte Bundespräsidentengattin Bettina Wulff.

Wulff betrat die türkische Nationalversammlung, schnappte sich das Mikrofon und ließ einen Jubelruf auf die glücklich modernisierte türkische Scharia erschallen: „Ihr Land verbindet ein modernes Staatsverständnis mit einem modernen Islam“.[15] Die Universalität von Menschenrechten und Wissenschaftlichkeit wollte der Bundespräsident ganz in der Manier eines Ali Schariati zerlegt wissen, doch sei das nicht weiter beunruhigend, denn ein ganz besonders Land könne den irgendwie naturhaften Abgrund zwischen Islamwelt und Nichtislamwelt überwinden helfen, die Türkei: „Eine Brücke zwischen Orient und Okzident“, findet der Präsident. Einem „Orient“ sei die Gleichberechtigung der Nichtmuslime und Frauen also nicht zuzumuten, der Bereich des Aushandelns ist dann offensichtlich die spannende Wulffsche „Brücke“.

Zwei amerikanischen Psychologen erarbeiteten experimentell (Two-factor theory of emotion: misattribution study),[16] dass eine Brücke, zumal eine wacklige wie eine Seilbrücke, dem wagemutigen Fußgänger die Person am anderen Ufer als sexuell besonders attraktiv erscheinen lässt. Wulffs Deutscher bzw. Abendländer, soweit noch nicht Muslim, mag daher nun die Türkeibrücke begehen lernen, um, ganz nach Dutton & Aron, der arabischen Elfe namens Islam in die Arme zu fallen. Dass die Prämisse der Weltspaltung in Westen, nach Wulff der „Okzident“, und Islam (Wulff: „Orient“) keine Natur ist, sondern Element der religiösen und kulturrassistischen Dhimma bzw. der gegenmodernen indisch-pakistanischen Zwei-Nationen-Theorie,[17] soll der Bundesbürger nicht sehen.

Ob Berlin-Kreuzberg, Köln-Ehrenfeld und Duisburg-Marxloh dem Bereich der schönen „Brücke“ nicht bereits zuzurechnen sind, Herr Bundespräsident?

Zur gelingenden europäischen Schariaimplementierung nach Maßgabe eines Mustafa Cerić (opening the way for the Muslim law … auf lange Sicht ist zu gewährleisten, dass das Islamische Recht in Personenstandsangelegenheiten bzw. im Familienrecht Anrkennung findet) ist die Bevölkerung mit begeisterten Reden oder ergreifenden Friedenskonferenzen in „spannende, erregende“ (lokale bis globale) Situationen des Misattribution of arousal[18] zu bringen, der fehlerhaften Ursachenzuschreibung des eigenen (warum nicht erotisierten) Erregtseins, damit das erlösende Ziel der Deutschen Islam-Konferenz (DIK) „erlebbar“ und schließlich erreicht wird. Nicht das Islamische Recht, der Islamkritiker ist es dabei notwendigerweise, der das friedliche Zusammenleben gefährdet, so jedenfalls lässt sich die Masse dressieren, die ohnehin, völlig schariakompatibel, die Konkurrenz, die Kleptokratie und das Klandestine (Ellbogen, Bereicherung und Hinterzimmer), gegen die bürgerlichen Tugenden von Sanftmut, Solidargemeinschaft und Transparenz einzutauschen bereit ist.

Ein gewaltiges Seilbrückenexperiment muss her, auf der Strecke bleibende Opfer verdienen kein Mitleid: Mit der willigen Hilfe von Politik und Klerus schafft Allahs Erlebnispädagogik auch dem Dhimmi irdische Verheißungen und bläst zur Hexenjagd gegen eine neue Kaste von islamkritischen Unberührbaren, weshalb Bosniens Großmufti seine Forderung nach Rechtsspaltung, (f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law, ganz bewusst mit dem zu gewährenden Schutz vor der angeblich einem Völkermord ähnelnden „Islamophobie“ koppelt: (g) the protection of European Muslims from Islamophobia, ethnic cleansing, genocide, and similar atrocities.[19]

Wenn Christian Wulff den Islam im Allgemeinen und einen „modernen Islam“ im Besonderen lobt und Scharia und Fiqh als mit Demokratie und Rechtsstaat verträglich erklärt („Die Türkei hat die große Chance zu zeigen, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus überhaupt kein Widerspruch sein müssen.“)[20] und zugleich seine Bremer Rede zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit mit einer Heranrufung himmlischen Segens schließt („Gott schütze Deutschland“),[21] löst er die jede bürgerliche Ordnung konstituierende Trennung von Weltlichem und Geistlichem auf, erhöht Gotteskundige (Theologen) zu Staatsdeutern und Welterklärern und erniedrigt den Gottlosen als politisch unglaubwürdig. Wulff gibt so dem immer mächtiger werdenden Klerus, dem christlichen und dem muslimischen, die Möglichkeit, sich zwischen Regierung und das zunehmend unmündige Volk zu stellen. Die nicht vom Himmel gefallene Politik wird dünner, Bischöfe und Muftis hingegen bilden eine interreligiöse oder „abrahamische“ Konkurrenzregierung. Der deutsche Bürger ist durch den deutschen Gottesfürchtigen zu ersetzen. Wulff weiß, dass sein geradezu priesterliches „Gott schütze Deutschland“ jeden deutschen atheistischen Ex-Muslim und jeden anderen atheistischen Deutschen ausgrenzt und als staatsunkundig verhöhnt. Politik und Theologie beginnen zu verschmelzen, so beginnt der Ausstieg aus der Zivilisation.

Ein Lehrer, Polizist, Richter oder Bundespräsident mag privat ja religiös empfinden, seine Gesinnung ist nicht zu verstaatlichen und hat sein professionelles Handeln nicht zu färben. Patrick Bahners sieht das anders:

Rhetorisch fragte Necla Kelek im Sinne von Pascal Bruckner: „Sind wir keine Deutschen, Türken, sondern zuerst Christen, Juden oder Muslime; keine Bürger, sondern Gläubige oder Ungläubige?“

Dazu das letzte betrachtete Zitat, Patrick Bahners stellt das politisierte Jenseits pauschal über das Rechtssicherheit bietende Diesseits, jeder religiös empfindende Mensch soll einer grell publizierten Frömmigkeit dem irgendwie langweiligen Zustand der Staatsangehörigkeit gefälligst hörbar Vorrang geben:

Ein Christ müsste antworten: Ja, ich bin zuerst Christ und dann Deutscher oder Türke.

Wir dürfen den Ansatz des Feuilletonchefs konsequent fortentwickeln: Ein einwandfreier Schwuler soll fortan sagen: Ich bin zuerst homosexuell und dann erst Inländer oder Ausländer, ein Fußballspieler muss rufen: Ich bin zuerst Fußballspieler, dann erst dem GG und BGB verpflichtet, ein Nachfahre eines Fürstenhauses darf brüllen: Die Straße frei, ich bin zuerst Grafenenkel, dann erst Teilnehmer am deutschen Straßenverkehr. Herr Bahners, Ihr Glaubenszweifel oder Ihre Gottesfurcht sind Ihre Privatsache, wenn Sie beispielsweise zum Buddhismus konvertieren, verlieren Sie in der BRD, anders als im Kalifat, nicht ihr Recht auf Eigentum oder Leben, und wenn Sie als konvertierter Muslim ganz besonders fleißig beten, dürfen Sie immer noch nicht bei Rot über die Straße gehen und bekommen, hoffentlich, auch keine Gehaltserhöhung!

Patrick Bahners greift den Begriff des Bürgers an, die Grundlage für ein kulturell modernes (wissenschaftsbasiertes, nichtmagisches, gleichbehandelndes) Recht. Mit Glaube vermischtes Recht wird, aus Sicht der lokal dominanten Religion, und das ist aufgrund der geheiligten Gewaltnähe weltweit besonders oft der Islam, den Andersgläubigen oder sonstigen „Ungläubigen“ bereits durch das Erbrecht und das Heirats- bzw. Familienrecht zu diskriminieren haben (Cerić: the Muslim law … in matters of personal status such as the Family Law) und, bei noch besser integrierter islamischer Religion, sogar durch ein irdisches Strafrecht, in dem der vermutete ewige Verbleib des Missetäters in Himmel oder Hölle dem Richter alles andere als gleichgültig ist.

Mit einem wörtlich genommenen Koran ist jeder Lehrer, Polizist oder Richter neben seinem irdischen Tun auch, und, da die berüchtigten letzten Dinge betroffen seien, vor allem für die Abwehr des Teufels und die Rettung der Seele zuständig. Die Türkei, deren orthodox (revolutionär) islamische Millî Görüş die zur Zähmung des Kalifats gedachte Religionsbehörde DIYANET längst erfolgreich unterwandert hat, fällt in diese rechtsgeschichtliche Vormoderne leider gerade zurück und das 2011 von Patrick Bahners beobachtete Ägypten ist aus der Dhimmitude leider nie heraus gekommen, wie Artikel 2 der Verfassung zeigt: Der Islam ist Staatsreligion. Arabisch ist Amtssprache, die Hauptquelle der Gesetzgebung ist die Islamische Jurisprudenz (Scharia).[22]

Weltweit verliert der Bürgerbegriff an Wirksamkeit und gewinnt das kirchlich unterstützte System der interreligiösen Theokraten, das auf die Herrschaft Allahs (Hakimiyyat Allah, God’s rule)[23] hinauslaufen muss, an Kontur.

Und der Feuilletonchef aus Frankfurt hat gar nichts dagegen.

Jacques Auvergne

[1] Narjissiya (Narzissmus). I love Me.

http://7b.img.v4.skyrock.net/7b5/hicho-lbalbala/pics/2669745120_1.gif

[2] Barack Obama schweigt zur unteilbaren und diskriminierenden Scharia, lügt allerlei von einem gerechten und menschenfreundlichen Islam und begeht ein Ritual der Scharia. Spätsommer 2011, punktgenau einen Monat vor dem zehnten Jahrestag des Terroranschlags: Fastenbrechen im Weißen Haus.

„It’s an occasion to join with family and friends in celebration of a faith known for its diversity and a commitment to justice and the dignity of all human beings. So to you and your families, Ramadan Kareem.“

bei: Jihad Watch

http://www.jihadwatch.org/2011/08/obama-islam-known-for-its-diversity-and-a-commitment-to-justice-and-the-dignity-of-all-human-beings.html

Robert Spencer konnte auf die Seite Weasel Zippers zurückgreifen

http://weaselzippers.us/2011/08/11/obama-during-white-house-ramadan-dinner-were-all-children-of-a-loving-god/

Schariafreundin Sheila Musaji regt sich über Spencer auf.

http://www.theamericanmuslim.org/tam.php/features/articles/white_house_iftar1

Sheila Musaji ist Gründungsherausgeberin von The American Muslim (TAM), Aktivistin im „interreligiösen“ (demokratieabbauenden) Dialog, so etwa auf dem Parliament for the World’s Religions (Chicago 1993) oder auf der niederländischen Diversity Dialogue Conference: Sharing Ideas, Building Bridges: A Dutch-U.S. Muslim Dialogue in the Netherlands (in Noordwijk). Die Islam(aktiv)istin war US-amerikanische Delegierte bei der International Muslim Women’s Conference in Khartum, der Hauptstadt des salafistischen Unrechtsstaates Sudan.

http://www.apaam.org/index.php?option=com_k2&view=item&id=220:diversity-dialogues-the-netherlands&Itemid=180

http://www.washingtonmoroccanclub.org/articles/american-and-dutch-muslims-engage-in-diversity-dialogues.html

Die TAM-Mitarbeiter

http://theamericanmuslim.org/tam.php/tam/editors

[3] White House, 18.08.2011.

http://www.whitehouse.gov/the-press-office/2011/08/18/executive-order-establishing-coordinated-government-wide-initiative-prom

[4] Intelligent Design (ID) = Discovery Institute: „Materialistische Erklärungen sind durch die theistische Auffassung zu ersetzen, die Weltall und Gehirn als von Gott erschaffen weiß. To replace materialistic explanations with the theistic understanding that nature and human understanding are created by god“). Wer Amerika auf diese Weise fühlt und denkt, wird dem Scharialobbyisten kollegial zuzwinkern.

http://de.wikipedia.org/wiki/Discovery_Institute

Bruce Chapman

http://en.wikipedia.org/wiki/Bruce_Chapman

Howard Ahmanson junior

http://en.wikipedia.org/wiki/Howard_Ahmanson,_Jr

Rousas John Rushdoony

http://en.wikipedia.org/wiki/Rousas_John_Rushdoony

Christian Reconstructionism, amerikanisch, religiös, ultrarechts.

http://en.wikipedia.org/wiki/Christian_Reconstructionism

Christian right, Amerikas Christliche Rechte

http://en.wikipedia.org/wiki/Christian_right

[5] 1995 zieht der evangelische Theologe und Schariafreund Bertolt Klappert („Der Abraham-Segen kann in dieser Mehrdimensionalität nur gemeinsam von Juden, Muslimen und Christen ergriffen und heute nur gemeinsam an die Menschheit weitergegeben werden.“) Abdoldjavad Falaturi (1926–1996) als Garant für die Humanität des Trialogs heran: „Zweifelsfrei bildet das Streben nach Gerechtigkeit und Frieden und in diesem Sinne die Bewahrung und der Schutz der Rechte der Menschen den Kern der Botschaft der drei Religionen Judentum, Christentum und Islam.“

http://www.horstkannemann.de/klappert.html

Der schiitische Top-Islamist Falaturi orientierte sich (und sein heutzutage oft katholisch-elitäres Kölner Umfeld) am Wegbereiter der iranischen Islamischen Revolution, Ali Schariati, und stand den europäischen Muslimbrüdern nicht fern.

(Prof. Dr. Udo Tworuschka: Das Erbe von Abdoldjavad Falaturi (1926-1996). Vortrag, gehalten auf dem Symposium „Der Orient aus der Sicht des Okzidents. Annemarie Schimmel“ in Teheran am 5. Juni 2005.)

http://www.uni-jena.de/unijenamedia/Downloads/faculties/theo/ls_rewi/Iranvortrag.pdf

http://www.iranzamin.eu/index.php/de/vortrag-prof-tworuschka.html?lang;=de

nach: wiki: Udo Tworuschka.

Tworuschka (* 1949) ist Professor für Religionswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 1982 – 1993 arbeitete er an einem Projekt für den Abbau gegenseitiger Vorurteile. Zusammen mit dem Islamwissenschaftler Abdoldjavad Falaturi wurden durch eine ausführliche Analyse der Schulbücher (Geschichte, Geographie, Evangelischer und Katholischer Religionsunterricht usw.) die häufigsten Vor- und Fehlurteile herausgearbeitet. … 1988 wurde das Forschungsprojekt auf weitere europäische Länder ausgedehnt unter dem Namen „International Research Projekt: Islam in Textbooks“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Tworuschka

http://www.fluter.de/get_img?NrArticle=3427&NrImage=1

http://profile.ak.fbcdn.net/hprofile-ak-snc4/41759_100000158111250_8176_n.jpg

Die ungebremst schariafreundliche CIG (Christlich-Islamische Gesellschaft, um Thomas Lemmen) flirtet mit der Segregation und empfiehlt zur Lektüre: Abdoldjavad Falaturi / Udo Tworuschka: Der Islam im Unterricht. Beiträge zur interkulturellen Erziehung in Europa. Braunschweig: Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung 2. Aufl. 1992. (Beilage zu den Studien zur Internationalen Schulbuchforschung, Schriftenreihe des Georg-Eckert-Instituts).

http://www.christenundmuslime.de/literatur/empfehlungen_cig.php

„Authentische“ (proschariatische) Symbolarbeiter unterwegs als die Abraham-Karawane. Statt Durchsetzung der AEMR nun Engel der Kulturen?

„Als bildende Künstler halten wir es für obligat, in die gegenwärtige spannungsgeladene Situation zwischen den drei abrahamitischen Weltreligionen Islam, Juden- und Christentum ein vermittelndes Symbol einzubringen … Diese Anordnung symbolisiert für uns:

Wir leben in einer Welt.

Wir lassen einander zu und geben uns gegenseitig Raum zur Entfaltung.

Mitmenschlichkeit und Achtung vor der Schöpfung prägen die von allen gebildete Mitte.

Wir sind einander verbunden und werden nur gemeinsam und friedlich die Zukunft gestalten können.“

http://www.engel-der-kulturen.de/projekt.html

In Marl, Gladbeck und Essen ruft man ein islamfreundliches: Mehr Religion! Werde Dhimmi oder Schariapflichtiger. Atelier Gregor Merten und Carmen Dietrich, Kamal Darwich (IJG, GAIR), Hartmut Dreier, Agnes Eroglu (INEA), Gunter Graf, Rudi Löffelsend (ehemals Caritas), Willi Overbeck (ev. Pfarrer im Ruhestand) auf Tournée.

„Es wird immer wichtiger, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken. … Dieses nachhaltige Zeichen wird an Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen gesetzt. … Weiterreichungsprozess. … Abraham ist zu einer Symbolfigur für Respekt, Verständigung und Miteinander von Juden, Christen und Muslimen an vielen Orten in Europa und den anderen Kontinenten geworden. Mit der Abraham-Karawane werden Menschen aller Generationen, Kulturen, Religionen, Milieus erreicht und selbst – so hoffen wir – aktiv. Es werden vielfältige Verbindungen hergestellt und dabei die Botschaft des Engels der Kulturen weitergereicht … zwischen Christen, Muslimen und Juden … Es soll eine Spur des Friedens gelegt werden.“

http://www.engel-der-kulturen.de/pdfs/broschuere_deutsch.pdf

„INEA, Institute for European Affairs … ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Instituts das Thema „Miteinander der Religionen“ geworden.“

„Der Präsident des Staatspräsidiums von Bosnien u. Herzegovina, Prof. Dr. Haris Silajdzic, würdigte ganz besonders, dass auch das Institute for European Affairs –INEA-, vertreten durch Agnes Eroglu bei diesem feierlichen Akt präsent war.“

http://www.inea-online.com/download/engel_der_kulturen/edk_2.pdf

Internationale Juristengesellschaft (IJG)

http://www.ijg-online.com/ueber-uns.html

Kamal Darwich (IJG, GAIR)

http://www.ijg-online.com/gruendungsmitglieder/darwich-kamal.html

GAIR: Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht. Mathias Rohe (1. Vorsitzender), Silvia Tellenbach (im Vorstand).

http://www.gair.de/pdf/geschichte/Jahrestagung_2009.pdf

Willi Overbeck:

http://www.2010lab.tv/blog/evangelisch-2010-augsburger-freidensfest-essen-koordinator-willi-overbeck-im-interview

http://www.gladbeck.de/index.asp?form=detail&db=404&id=152

Rudi Löffelsend. Langjähriger Auslandsreferent und Pressesprecher der Caritas im Ruhrbistum, Polenhilfe-Aktion ab 1981, Projektorganisator für Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa u. a. für mazedonische Roma, für Notleidende in Sri Lanka, in jüngster Zeit für verfolgte oder geflohene christliche Iraker. Mettre chapeau bas (par respect), verdientermaßen: Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1998).

http://www.caritas-essen.de/69165.asp?id=24936&page=2&area=dicvess

Katja Goebel: Radikale Islamisten zeigten ihren offenen Hass längst nicht mehr nur damit, dass sie Kirchen niederbrennen, berichtet Rudi Löffelsend vom Essener Caritasverband. „Da ist jede Regel außer Kraft. Erst vor wenigen Tagen wurde der Chaldäische Erzbischof von Mossul verschleppt und getötet“, so Löffelsend. Wer der Gewalt und dem blutigen Morden entkommen will, muss fliehen. WDR, 03.04.2008.

http://www1.wdr.de/themen/archiv/sp_integration/hanah104.html

Irak: Dem Tod entronnen – neue Zukunft in Kurdistan? Christliche Iraker leben in Ungewissheit, aber sie leben. Von Rudi Löffelsend.

http://www.sozialcourage.de/42404.html

[6] Deutsche Panzer für Allahs Faschismus: 200 Leopard 2A7+ nach Saudi-Arabien?

vgl.: DER SPIEGEL, 02.07.2011

Deutschland will Saudi-Arabien Kampfpanzer liefern

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,771989,00.html

Der geplante deutsche Verkauf von Leopard-Panzern an den saudi-arabischen Unrechtsstaat ist grundgesetzwidrig und sofort zu stoppen. An den Deutschen Bundestag, Petitionsausschuss, 10. August 2011.

Petition: Kein deutscher Panzerverkauf an repressives Regime Pet 3-17-04-580-027008

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/08/10/254/

[7] Joseph radikalislamisch nutzbar machen: Lord Nazir Ahmed und die schariagelehrige Mona Siddiqui ermuntern Großbritanniens Imame und Rabbiner, ihren (!) Untertanen den Sinn des Politischen und Staatlichen zu erklären. The Joseph Interfaith Foundation (JIF).

http://www.josephinterfaithfoundation.org/joseph-main/religiousLeaders.php

http://www.josephinterfaithfoundation.org/joseph-main/about.php

Ohne Dschizya hätte das Kalifat keine Steuereinnahmen gehabt, insofern sind sich, die Augenblicke der „Begegnung“ (co-existence) stiftenden Geldübergabe betreffend, Juden und Muslime durchaus ein wenig ähnlich gewesen. Waren Wanderführer Moses und Schreinersohn Jesus denn keine Wegbereiter des perfekten Gesetzes der Scharia? Islam and Judaism having much in common.

http://www.josephinterfaithfoundation.org/joseph-main/previous/Similarities.php

Unter derselben Adresse Savant House, 63-65 Camden High Street, London NW1 7JL, befindet oder befand sich eine verzückende Quelle irgendwie jüdisch zurechtzukämmender Kabbala. Bnei Baruch Association UK. Nun, nur der mystische denkende sprich gar nicht mehr denkende Dhimmi empfindet den Islamstaat als angenehm.

BB Association UK is a non-profit, non-religious, non-political organisation that provides individuals of all faiths, religions and cultures the knowledge of the science of Kabbalah in order to raise humankind’s level of spirituality.

Kabbalah is NOT religion, allerdings bis vielleicht, jedenfalls darf man ergänzen: Shariah IS religion.

http://www.yelp.co.uk/biz/bnei-baruch-association-uk-london

Drei Portionen „Josephisch-Trireligiöses“ gefällig? Aus der Linkliste der JIF: The Coexist Foundation, Forward Thinking, Three Faiths Forum (3FF).

The Coexist Foundation is a charity which works to promote understanding and respect between Jews, Christians and Muslims through education, dialogue and research.

http://www.coexistfoundation.net/

http://www.coexistfoundation.net/en-gb/contact-us/8/contact.htm

Forward Thinking. The Forward Thinking team is dedicated to empowering individuals and grassroots communities across the UK. In addition, we work to build long term and sustainable relationships between various government departments and policy makers.

Forward Thinking hosted a meeting for a delegation from Saudi Arabia. Yusuf Desai welcoming the delegation.

http://www.forwardthinking.org/

http://www.forwardthinking.org/default.asp?id=281&ver=1

Three Faiths Forum (3FF), Star House, 104 Grafton Road, London NW5 4BA

Sheikh Dr Mohamed Aboulkhair Zaki Badawi, KBE. An internationally known Islamic scholar, who died on 24 Dhu al-Hijjah 1426, 24th January 2006. He held academic posts and professorships in Egypt, Singapore, Malaysia, Nigeria and Saudi Arabia.

Imam Maulana Shahid Raza. Deputy Director of the Muslim College in London and president of the World Islamic Mission of Europe. Mualana Raza arrived in England in 1978, joining the Islamic Centre (now Leicester Central Mosque) as the Principal Imam. Since 1986 he has also worked to train British Imams through his involvement with the Muslim College. He is a board member of the Muslim Law, (sharia) council UK (as well as holding other offices).

http://www.threefaithsforum.org.uk/

Altvertraute und ungeahnte Symbole quellen aus Kreativ-Taten und lassen die ethnoreligiösen Kollektive erträglicher auseinander rücken. Mit „Urbanem Dialog“ und „Frauenbegegnung“ werde der Staatsbürger durch den Religionsangehörigen ersetzt. Ohne aufgerissene Klüfte islamverträglicher Apartheid wäre dieser „Brückenbau“ nicht möglich gewesen:

Women ARTogether enables Muslim, Christian and Jewish women to act as bridge-builders between their communities.

Urban Dialogues and Women ARTogether are 3FF’s art programmes. They both aim to give people the opportunity to act as social change-makers within and between communities, but differ in others respects: While Women ARTogether builds new networks of women from different backgrounds, Urban Dialogues enables artists of different faiths to collaborate with each other or display their work together as a way to encourage interaction between communities.

http://www.threefaithsforum.org.uk/UrbanDialogues.htm

Sag, Schwester, durchweht die männerfreie Zone nicht gar ein Hauch von Matriarchat?

We organised a film screening and networking evening for women, in partnership with the UK Jewish Film Festival and the Islamic Society of Britain. 3FF’s Hadiya Masieh travelled to Manchester and Leeds to show Jewish and Muslim women there the film “Arranged”. … Julie Siddiqi from the Islamic Society of Britain …

http://www.threefaithsforum.org.uk/newsletter/2011/06/arranged.html

Aus Saula ward Paula, oder: Wozu ein Bombenattentat gut ist:

British Muslim Woman Hadiyah Masieh was a Member of Hizb ut-Tahrir, But Rejected Its Views After July 7 Attacks

http://www.realcourage.org/2010/07/july-7-impact-on-ht/

Volkspädagogisch, bundesdeutsch: Pierre Vogel sehr böse, Benjamin Idriz sehr gut. Britische Bombenlehre aus 2005: Minhaj-ul-Quran (Hidschab, Scharia) sehr gut, Hizb-ut-Tahrir (auch Hidschab, auch Scharia) ganz schlimm. Die Schleierpflicht, die BBC und die fotogene Hadiya Masieh.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/8496821.stm

Im Bild: Hadiya Masieh (Hadiyah Masieh)

http://newsimg.bbc.co.uk/media/images/47239000/jpg/_47239708_hadiya512.jpg

http://static.guim.co.uk/sys-images/Guardian/Pix/pictures/2010/7/2/1278106296323/hadiyah-masieh-006.jpg

[8] Der angegriffene Henryk M. Broder antwortet zu Patrick Bahners „Die Panikmacher – Die deutsche Angst vor dem Islam“, dem er „mit totalitären Ideen zu flirten“ vorwirft: „Sogar literarische Genies wie Feuchtwanger, Kisch oder Laxness konnten zeitweise dem Charme des Totalitären nicht widerstehen“. WELT-online 21.02.2011. Vor dem Islam Angst zu haben ist eine Tugend

http://www.welt.de/kultur/article12606057/Vor-dem-Islam-Angst-zu-haben-ist-eine-Tugend.html

Der Leisetreter. Monika Maron rezensiert „Die Panikmacher – Die deutsche Angst vor dem Islam“ (Patrick Bahners).

„Und weil Patrick Bahners davon ausgeht, dass der wirklich sittliche Mensch einen Gott braucht, an den er glaubt, verteidigt er das Kopftuch, verharmlost er die Scharia, rückt er die Unterdrückung der Frau in die Nähe freiwilliger Unterwerfung, die immer noch schlimm genug wäre. Vor allem aber enthebt er den Islam jeder Verantwortung für den Terror, die Morde und die Unterdrückung, die in seinem Namen verübt werden, weil für Bahners jede Religion a priori gut ist und selbst die schlechteste noch besser als keine.“

http://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article12648071/Der-Leisetreter.html

[9] Patrick Bahners verteidigt den irgendwie ganz und gar guten Islam – ohne das Wort Scharia auch nur zu erwähnen: Die Religion in den Grenzen des Klassenzimmers, FAZ 12.08.2011.

http://www.faz.net/artikel/C31373/islamischer-bekenntnisunterricht-die-religion-in-den-grenzen-des-klassenzimmers-30483400.html

[10] Das „Deutsche Kalifat“, Muḥammad Aḥmad Rasūl genannt Abū r-Riḍāʾ (Köln 1993).

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/04/01/224/

[11] Yūsuf al-Qaraḍāwī: »»Al-Ḥalāl wal-Ḥarām fil-Islām. Erlaubtes und Verbotenes im Islam« (1960), deutsche Übersetzung von Ahmad von Denffer, bei: SKD Bavaria (München 1989)

http://www.scribd.com/doc/4447099/Erlaubtes-und-Verbotenes-im-Islam-Jusuf-alQaradawi

Demokratie ist nicht ḥalāl!

Verhaltet euch nicht unislamisch, denkt nicht einmal unislamisch! Die kulturelle Moderne mit Gottesfurcht und Wohlverhalten verweigern. In der 50 Jahre alten Schrift »Erlaubtes und Verbotenes im Islam« des Yūsuf al-Qaraḍāwī liest Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/11/28/212/

Priorities of The Islamic Movement in The Coming Phase, by Yusuf al-Qaradawi

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_Priorities/index.htm

The Sunnah: A Source of Civilization. By Prof. Yusuf Al-Qaradawi. Translated by El-Falah

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_SSC/default.htm

The Status of Women in Islam, 1997, by Dr.Yusuf Al Qaradawy, translated by Mohammed Gemeaah

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_WI/default.htm

Diversion and Arts In Islam. From: Return To Islam, by Dr. Yusuf AL-Qaradawi. Translated by Rawah EL-Khatib

http://web.archive.org/web/20050509134432/http://www.returntoislam.com/wiki/index.php/Diversion_and_Arts_In_Islam

[12] Erneuertes Medina: Die islamrevolutionäre Gemeinschaft (ǧamāʿa). There is no Islam without community (jama’ah), and there is no community without leadership (Imarah), and there is no leadership (Imarah) without obedience (ta’ah). … Hold fast to the Muslim community and its leader (Imamahu).

http://jumuahkhutbah.blogspot.com/2010/07/profile-of-believer-resolving-conflict.html

Zum Begriff der sittlich, sexuell und gewaltbezogen in Absonderung und Sonderrecht zu führenden Gemeinschaft (ǧamāʿa) vgl. bei der von Tahir-ul-Qadri geführten, missionarischen Minhaj-ul-Quran-Bewegung:

Those who separate from the community (jama’ah) and work against the leadership (imarah) will have no legitimate argument (hujjah).

aus: Tahir-ul-Qadri: The Islamic State: True Concept and Eradicating Misconceptions (Khilafah)

http://books.google.co.uk/books?id=-pwYGM7SciIC&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false

http://www.scribd.com/doc/29543647/The-Islamic-State-English#

[13] Komm mit, lebe wie Mohammed, mache hiǧra! Auswandern für Allah, hier und jetzt oder mit omar al farsi am 31.10.2009:

Kurz gesagt ist der Grund für die Rechtmäßigkeit der al-Hijrah der, daß der Muslim dazu gerufen wird, die Riten seines Deen zu praktizieren und Allah (Subhanahu wa Ta Ala) anzubeten, wie Er befahl, und darin Stolz zu zeigen, und offen damit umzugehen und offen diese Riten zu praktizieren und sie offen auszurufen, und damit er dazu gerufen wird, sich selbst und seinen Deen vor Verführungen zu beschützen, daher und da al-Hijrah rechtmäßig war, ist es so, wie Scheikh ul Islam Ibn Taymiyyah (rahimahullah Ta Ala) gesagt hat, „Niemand ist sicher vor Schirk außer, indem er geht und anders ist als sein/e Volk/Leute.“

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/24659-Definition-von-Hijra

englischer Originaltext:

the definition of AlHijrah is as Ibnul-Mulaqqin said in the explanation of `AlUmdah‘, „Leaving that which Allaah (`Azza Wa Jall)

http://irgc.net/ebooks/manhaj/Questions%20and%20Answers%20Concerning%20al-Hijrah.pdf

Indiens vier salafistische Madani-Scheiche aus Chennai, Tamil Nadu.

Ibnul Qayyim Islamic Research & Guidance Centre (IRGC) was established in December 1999, with the aim to spread the message of Islaam based on its sources i.e., the Qur’aan and the authentic Sunnah as understood by as-Salaf-us-Saalih; to caution against Shirk and Bid’ah; to create a true brotherhood amongst Muslims; and to remove misconceptions about Islaam and Muslims.

http://irgc.net/content/view/138/94/

Noch zu Ibnul Mulaqqin. Darf eine Frau, die ihre Tage hat, den Koran rezitieren? Top-Salafi Dr. Zakir Naik klärt auf: Die Malikiten sehen es wohl anders, was Allah allerdings noch besser weiß, ansonsten darf die Frau darf, solange sie das Buch nicht direkt berührt:

Allama Ibne Hajr and Allama Ibnul Mulaqqin have rated the hadith as weak in their books At-Talkheesal Habeer, Vol. 1, pg. no. 138, hadith no. 183 & Khulasatul Badrul Muneer, vol. 1, pg. no. 60, hadith no. 170, respectively.

However, if a menstruating woman, or a woman with postpartum impurity, wishes to read the Qur’an, then she may use some sheet or cloth while touching the Qur’an so that her hands do not have direct contact with the Qur’an.

http://www.youtube.com/watch?v=SagmntqN5vY

Der Schariagelehrte Siraj-ud-Din ibn al-Mulaqqin ash-Shafi’i (723-804), nicht zu verwechseln mit dem ungefähren Zeitgenossen und sunnitischen Rechtsschulbegründer Muhammad ibn Idris ash-Shafi’i.

http://attahawi.com/2010/03/13/at-tawdheeh-sharh-of-sahih-al-bukhari-by-siraj-ibn-al-mulaqqin/

Muḥammad ibn Idrīs aš-Šāfiʿī (767-820), Verfasser beispielsweise von Reliance of the Traveller: A Classic Manual of Islamic Sacred Law, ins Englische übersetzt von: Nuh Ha MIM Keller

http://www.amazon.com/dp/0915957728

Al-Maqasid: Imam Nawawi’s Manual of Islam, ein anderes Hauptwerk schafiitischen Rechts (Scharia, Fiqh), ebenfalls übersetzt von Nuh Ha MIM Keller

http://www.amazon.com/Al-Maqasid-Nawawis-Manual-Islam-Nawawi/dp/1590080114/ref=pd_sim_b_3

[14] Opening the way for the Muslim law. The universal Weltanschauung of Dr. Cerić. Von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/12/21/159/

The challenge of a single Muslim authority in Europe. Mustafa Ceric

http://www.springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf

ebendort, radikales religiöses Geflunker. Der brutale Fiqh ist flüssig und flexibel, die schmierige Scharia starr und unantastbar … mögen die Ulama die Machtergreifen, legt der Großmufti aus Sarajevo uns nahe:

Die Scharia ist das ewige Prinzip, auf dessen Basis jede einzelne Generation von Muslimen das Recht und die Pflicht hat, ihre Urteile über Gut und Böse aufzubauen sowie, zeitangepasst und erfahrungsabhängig, das Richtige und das Falsche beim Namen zu nennen. …

Hence, this Islamic covenant, the sharı¯’ah, is perpetual, it is not negotiable and it is not terminable. It is perpetual because it is God’s infinite (azalı¯) word in the past; it is not negotiable because it has a power to enforce obedience; and it is not terminable because it is infinite (abad) into the future. The fiqh (Islamic applied law) is not the sharı¯’ah. Rather, it is a particular understanding of the sharı¯’ah. Thus, the fiqh (understanding) of the shari’ah of a particular person or group is not perpetual, it is negotiable and it is terminable. The sharı¯’ah is the perpetual principle on the basis of which each and every generation of Muslims has the right and the duty to make judgments about good and evil, right and wrong, in the context of its time and space in accordance with its own experience. Hence, the sharı¯’ah is the Muslim’s authority in morals, coupled with the authority in faith, the shaha¯dah.

http://www.springerlink.com/content/40280g3825750494/

Erklärung der Europäischen Muslime, bei: RIJASET. ISLAMSKE ZAJEDNICE U BOSNI I HERCEGOVINI

http://www.rijaset.ba/en/index.php?option=com_content&view=article&id=66

oder, aus Malaysia:

http://www.rferl.org/content/article/1066751.html

[15] Schamane Christian Wulff erblickt die den Völkermord an den Armeniern leugnende, israelfeindliche und zunehmend radikalreligiöse Türkei so: „Ihr Land verbindet ein modernes Staatsverständnis mit einem modernen Islam“, das heutige Kleinasien sei: „Eine Brücke zwischen Orient und Okzident.“

Rolf Kleine am 30.11.2010 für BILD: „erstmals überhaupt standen Soldaten der strikt säkularen türkischen Armee stramm vor einer Frau im islamischen Kopftuch – Hayrünnisa Gül hatte sich bisher aus Rücksicht auf die Armee bei ähnlichen Empfängen im Hintergrund gehalten. Am Dienstag aber ging sie im cremefarbenen Kostüm, grau-grünem Jackett und silbernem Kopftuch gemeinsam mit Bettina Wulff an den Soldaten vorbei: Am Beginn des Wulff-Besuches stand also eine innertürkische Integrationsmaßnahme.“

Nun also haben Allah und die deutsche BILD die Schariavorschriften in die Türkei integriert …

http://www.bild.de/politik/2010/politik/rede-vor-parlament-in-ankara-14353474.bild.html

[16] Two-factor theory of emotion: misattribution study. Donald G. Dutton und Arthur P. Aron spannten eine stabile, breite Brücke und eine wackelnde Seilbrücke über eine wirklich angsterregend tiefe Schlucht. Den Testpersonen gelingt es nicht, die hohe Attraktivität der immer gleichen Komparsin auf die schlingernde Seilbrücke zurückzuführen.

http://en.wikipedia.org/wiki/Two-factor_theory_of_emotion#Misattribution_of_Arousal

[17] Two-Nation Theory (do qaumi nazariya). Der Qaid-e Azam (Größte Führer) und Baba-e-Qaum (Vater der Nation) erklärte am 22.-23.03. 1940, man beachte dass alles andere als zufällige gemeinsame qaumi / Qaum in Theorie und Ehrentitel, Muhammad Ali Jinnah:

to understand the real nature of Islam and Hinduism. They are not religions in the strict sense of the word, but are, in fact, different and distinct social orders … The Hindus and Muslims belong to two different religious philosophies, social customs, litterateurs. They neither intermarry nor interdine together and, indeed, they belong to two different civilizations which are based mainly on conflicting ideas and conceptions. Their aspect on life and of life are different.

http://en.wikipedia.org/wiki/Two-nation_theory#Statements_and_sayings

[18] Misattribution of arousal. Ein wenig erschrecken, ein kleiner Schreck geilt auf. Bestens die Islamisierung befördernd einsetzbar: Sei sexuell einflussreich, verteidige das (eigentlich) Ungünstige, das Logikfeindliche und Undemokratische.

http://en.wikipedia.org/wiki/Misattribution_of_arousal

[19] Der Großmufti positioniert die angekündigte europäische Rechtsspaltung sehr bewusst unmittelbar vor der letzten Forderung, den zu gewährenden Schutz vor „Islamophobie“

f) opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law; g) and the protection of European Muslims from islamophobia, ethnic cleansing, genocide

http://www.rferl.org/content/article/1066751.html

[20] Ja, Bundespräsident und Unsinn muss überhaupt kein Widerspruch sein, Wulff: „Die Türkei hat die große Chance zu zeigen, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus überhaupt kein Widerspruch sein müssen.“

aus: Der Tagesspiegel, 19.10.2010, „Das Christentum gehört zur Türkei“, von: Thomas Seibert

http://www.tagesspiegel.de/politik/das-christentum-gehoert-zur-tuerkei/1961826.html

[21] Das deutsche Kalifat kann kommen, Wulff am Tag der Deutschen Einheit: Gott schütze Deutschland. Rede zum 03. Oktober (Bremen 2010).

http://www.faz.net/artikel/C30190/die-rede-im-wortlaut-christian-wulff-vielfalt-schaetzen-zusammenhalt-foerdern-30310955.html

[22] Art.2. Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia)

http://www.egypt.gov.eg/english/laws/constitution/chp_one/part_one.aspx

[23] Kämpfen für die Durchsetzung der Hakimiyya(t) Allah! Der heilige Krieg ist dabei sehr spirituell und kein „Islamismus“, sondern nichtsäkularisierter (originaler) Islam, ein Nichtdschihadist ist jemand, der mit seiner Religion schlampig umgeht. Ein säkularer Muslim darf sagen:

For jihadists, the resort to terror is not an end of itself, rather it is a means employed in the service of what Sayyid Qutb called a ‘world revolution of jihad’, an idea that aims at establishing an order of Hakimiyyat Allah [God’s rule] as the precondition to remaking the world. The new order will first be established within the world of Islam (i.e. ‘the Islamic state’) and then expanded to become a new world system of governance.

aus: Bassam Tibi: The Totalitarianism of Jihadist Islamism and ist Challenge to Europe and to Islam

in: Totalitarian Movements and Political Religions, Vol. 8, No. 1, 35–54, March 2007

hier eingestellt bei: ikhwanweb, Muslimbruderschaft

http://www.ikhwanweb.com/uploads/lib/B64ZH4WD8GG4452.pdf

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Auf dem Weg zur Islam-Pseudodemokratie

März 12, 2011

الـفـكـر إسـلامـي

al-fikr al-Islāmī

The Islamic Thought

Islamisches Denken

Der Islamdemokrat

Ṭāriq al-Bišrī gilt als berufener Verfassungsrechtler. Zum Religionsbegriff eines ägyptischen Juristen, zur Glaubenserhöhung in Kairo und Berlin und zum geologischen Begriff der Plattentektonik. Von Jacques Auvergne.

Artikel 2 der Verfassung Ägyptens stellt fest: „Der Islam ist Staatsreligion. Arabisch ist Amtssprache, die Hauptquelle der Gesetzgebung ist die Islamische Jurisprudenz (Scharia) (1).“ Unsichtbarer Souverän ist damit letztlich bereits heute die Gottheit, die ägyptische Regierung ist ihr treuer Stellvertreter (Kalif).

Folgerichtig ist der Schariaverweigerer oder Ex-Muslim vielleicht gar kein Mitbürger, Volksangehöriger oder Staatsbürger mehr, der Artikel 2 nachgeordnete, sprich schariatisierte Artikel 3 orakelt denn auch: „Souveränität gehört allein dem Volk, das diese Herrschaft und Sicherheit nationaler Einheit nach Maßgabe der Verfassung lebt und schützt.“ Kein Wort also von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die alltäglich praktizierte Erniedrigung der Kopten und Frauen ist womöglich Staatsprogramm, islamisches Recht ist sie ohnehin.

Und doch könnte alles noch viel schlimmer kommen. Die zur Stunde in Ausarbeitung befindliche künftige Verfassung Ägyptens könnte Allahs ungleich behandelnden (diskriminierenden) Befehl noch wesentlich islamkonsequenter (brutaler) durchsetzen. Irgendwie nämlich sind bislang auch Aufklärungshumanisten zum Zug gekommen, doch bleibt der mühsam daherkommende Artikel 40 aus Allahs Sicht glatter Verfassungsbruch: „Alle Staatsbürger sind vor dem Gesetz gleich. Sie haben gleiche staatsbürgerliche Rechte und Pflichten und sind keiner Diskriminierung aufgrund ihres Geschlechts, ihrer ethnischen Herkunft, Sprache, Religion oder Weltanschauung ausgesetzt (2).“

Gleichheit vor dem Gesetz ist für einen Koran und Sunna wörtlich verstehenden Muslim empörend ungerecht. Eine privatisierte, ins Private von Schlaf- und Kinderzimmer verbannte Scharia gefährdet das seelische Heil. Die Koranfreunde im Land am Nil wollen in den Himmel kommen und wünschen sich eine umfassende Verstaatlichung des Islam, ungebändigtes Schariagesetz, mehr, sagen sie, „Religion“, und haben dabei den Islam keineswegs falsch verstanden. Vor allem die 1928 in Ägypten entstandenen Muslimbrüder gehören zu dieser Islamlobby, wo sie eine Million Aktivisten haben und sich seit langem die Zulassung als wählbare Partei erhoffen.

Ägyptens bedrängte Säkulare, darunter etliche Kopten, wünschen sich den Wegfall von Artikel 2. Ahmed al-Tayeb (aṭ-Ṭaiyib, Foto (3)), als Nachfolger des 2010 verstorbenen Tantawi (Muḥammad Saiyid Ṭanṭāwī (4)) Großimam der Azhar, will das allerdings gar nicht und forderte im Februar 2011 im staatlichen Fernsehen, dass der Islam Staatsreligion Ägyptens bleibt. Ahmed al-Tayeb bedroht jeden Kritiker an der legalisierten Scharia, für künftige religiöse gewalttätige Unruhen mitverantwortlich zu sein.

Sofern menschlich zu erreichen, ist die einzige der Gottheit wohlgefällige Lebensweise die der koranbasierten Staatlichkeit und Justiz. Schariakonforme Rechtsfindung könne angeblich als rundum (wovon, von der AEMR?) vom Ballast des Traditionalismus befreite menschliche Denkleistung möglich sein. Welche Elite allerdings die Lizenz zur diesem so genannten Idschtihad (iğtihād) habe, wird auch seitens der Nichtmuslime mit Schweigen bedeckt, die Frommen aus Château-Chinon (IESH), bei denen der Penzberger Imam „Benjamin“ Idriz die Scharia studierte, möchten als rechtsfindende autonome (Idschtihad tätigende) Zauberer sicherlich nicht außen vor bleiben.

Im Jahr des deutschen Mauerfalls berichtet der Niederländer Roel Meijer in »History, authenticity and politics: Tariq al-Bishri’s interpretation of modern Egyptian history«, dass auch Tariq al-Bishri den Idschtihad erringen will. Wie viele andere sunnitische Denker träumt der 1935 geborene Jurist von einer von gotteslästerlicher Verunreinigung befreiten Religionspraxis, die zugleich ganz demokratisch und ganz schariakonform sein könne (5).

Einen mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) ausgesöhnten Idschtihad jedoch wird es bei einer beibehaltenen Scharia nicht geben können, denn ein realisiertes Aufbrechen des Zustandes der islamdogmatisch heute bestehenden Unerreichbarkeit einer ebenso autonom wie schariatreu gesteuerten Jurisprudenz, eine Beendigung der „Schließung der Tore des Idschtihad“ (insidād bāb al-iǧtihād, closing the gates of ijtihad), würde jeden Menschen auf gleiche Augenhöhe mit den vier rechtgeleiteten Kalifen erheben, sogar die Frau.

Mustašār heißt Ratgeber und gehört zu šūrā (Schura (6)), Ratsversammlung (koranbasierte Ratsversammlung). Ein solcher Rechtsberater (Schariaberater) zu sein, spiegelt höchstes Ansehen wieder. So war das schlichte Mustašār der Ehrentitel von Charles Belgrave (1894-1969), der drei Jahrzehnte lang unter den Scheichs von Bahrain wirkte (7).

Angeblich, so meint man in Europa, sei der 77 Jahre alte Tariq al-Bishri ein säkularer Linker gewesen, ein durch den Rechtsfachmann gekonnt entworfenes Trugbild, das ungeprüft weitergegeben wird. Der in den Sechziger und Siebziger Jahren in der Tat marxistisches Vokabular verwendende Nationalist und heutige „gemäßigte Islamist“ (8) war in den Achtziger Jahren mustašār mit Sitz im ägyptischen Conseil d’État.

Zentraler gesellschaftstheoretischer Begriff ist dem Juristen die Erbschaft (turāṯ, angl. turâth), ein kostbares „Erbe“ (engl. heritage), das den ägyptischen Ehrenmann dazu berechtige, die Standards der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Namen der Pflege von Identität und Spiritualität zurückzuweisen.

Die Universität Teheran lässt zum Begriff turath wissen:

„Turath bedeutet nicht lediglich, dass die Historizität einer Überlieferung auf die Gegenwart fortwirkt, sondern trägt zugleich eine Beauftragung zum aktiven Bestärken der politischen Gegenwart in sich, deren neu zu interpretierende Konturen anhand einer spezifischen Gestalt der Vergangenheit an Prägnanz gewinnen müssen (9).“

Das vom engagierten Kollektiv, vom Volk gewollte treuhänderische Verwalten des Nichtwestlichen und Nichtsäkularen, die jenseitszentrierte Erbschaft an Religionskultur und Gestaltungswille hat al-Bishri ein Leben lang fasziniert. Anfangs bevorzugte der Kenner und religiös begründete Ablehner Europas eine an den Denkern Karl Marx und Max Weber orientierte Wortwahl: Das genuin revolutionäre Volk stemme sich, von einer durch die Azhar bestärkten Reaktion behindert, gegen die absolutistischen Machthaber. Nach und nach begann sich die sozialistische Terminologie aufzulösen, um spätestens ab 1984 Allahs genuin revolutionärer Sittlichkeit Platz zu machen, dem Schariagesetz. Die Bewunderung für die vom Volk ergriffene islamrevolutionäre Erbschaft (turāṯ, turâth) ist unverändert im Kern von al-Bishris Gesellschaftstheorie bestehen geblieben.

Unter Erbe, daran lässt al-Bishri keinen Zweifel, ist in erster Linie der Islam der frommen Vorfahren zu verstehen, die über dem Rahmenplan (framework) der ewigen Scharia an Zeit und Ort wie spontan auskristallisierende Lebensweise und Staatlichkeit.

Heute, 2011, will der angesehene Jurist die dem Kalifat verpflichteten Muslimbrüder in die Regierung integrieren und arbeitet dazu offiziell Ägyptens künftige Verfassung aus, die der kulturellen (vor allem islamischen) Erbschaft, at-turāṯ, und Identität verpflichtet ist.

Weil im Kalifat für dich Kreativität und Wissenschaftlichkeit schlicht dysfunktional sind und schließlich selbst ein Papagei ein phänomenales Gedächtnis hat, wird turāṯ, Erbe, etwa als Fülle der Islamischen Erfahrung (the entirety of the. Islamic experience (10)) wiedergegeben. Hasan Hanafi, der die Pluralität (Rechtsspaltung) der Zivilisationen fordernde ägyptische Geschichtsphilosoph, umschreibt den Turathbegriff als sozial engagiertes Verbundensein mit den eigenen kulturellen Wurzeln (the connection of the own cultural roots with striving for a new, better modern trend conception (11)).

Der Islam könne oder müsse politisch links stehen, meinte Hasan Hanafi (siehe Sägefisch 176) allen Ernstes, und dozierte über »Die Aktualität eines ‚linken Islam’«. Schariarichter Hanafi aus Kairo erlangte 1966 an der Pariser Sorbonne einen Doktorgrad, arbeitete als Gastprofessor 1969 in Toulouse und 1970 in Louvain, hatte zwischen 1971 und 1975 eine amerikanische Gastprofessur in Philadelphia inne. Dann wirkte er zwei Jahre lang in Sudans Hauptstadt (University of Khartoum, 1976-1977), woraufhin er die Zeit der iranischen Revolution an der University of Kuwait (1979) verbrachte, um drei Jahre später nach Marokko zu übersiedeln (University of Fes, 1982-1984). Vier Jahre lehrte der Ägypter in Japan (University of Tokyo, 1984-1985, als wissenschaftlicher Berater an der United Nations University in Tokyo 1985-1987). Im Jahre 1988 kehrte Hanafi an die Kairoer Universität zurück (12)).

Zu den Unterzeichnern von »Ein gemeinsames Wort zwischen uns und euch« gehört auch Hasan Hanafi (13), der 2008 an der Uni Frankfurt (Möglichkeiten und Grenzen eines europäischen Islam) sprechen durfte (14). Auf dem Welthistorikertreffen in der spanischen Hauptstadt attestierte Hanafi Europa eine schwere Krise und Orientierungslosigkeit, als Lösung schlug er mehr Islam vor. Bassam Tibi widersprach (15).

Der zweite Kernbegriff in al-Bishris Denken ist an-Nahḍa, Wiederauferstehung (anglisiert nahda, awakening, renaissance).

Aus Tunesien etwa kennen wir die gleichnamige, den Muslimbrüdern entsprungene Bewegung Ennahda, die vom bisweilen arbeiterbewegt oder demokratisch tuenden Rachid al-Ghannouchi (Rāšid al-Ġannūšī) geführt wurde.

Ghannouchi stand der international tätigen, aus Pakistan stammenden Tablighi Jamaat (TJ) nahe, bewunderte die HAMAS, wird von dieser als Theoretiker sehr geschätzt, saß in den Achtzigern im Gefängnis und wurde Tode verurteilt. In die USA darf der Islamist nicht einreisen. Die Welle der Jasminrevolution (Revolution in Tunesien 2010/2011) ausnutzend, lebt „Scheich Ghannouchi“ erst seit dem 30.01.2011 wieder in seiner Heimat. Seit dem Jahr des Mauerfalls 1989 hatte der Sohn eines Imam, Philosophiestudent in Europa, Kämpfer gegen die Verwestlichung Tunesiens und „islamistische Demokrat, a Democrat within Islamism“ (so Azzam Tamimi, Direktor des britischen Institute of Islamic Political Thought (16)) sein Leben im Exil in London verbringen müssen.

Die Parteigänger der Nahḍa, was wörtlich Hinaufbringen oder Aufstehen heißt und mit Islamischer Wiedergeburt oder Islamischer Renaissance wiedergegeben wird, die „Nahdisten“ stehen in der Tradition der so genannten Islamreformer (Islamrevolutionäre) al-Afġānī (1838-1897) und ʿAbduh (1849-1905). Keineswegs haben die globalen Muslimbrüder die Nahḍa-Konzeption missverstanden, nach der sie ihren dschihadistischen tunesischen Zweig benennen ließen.

Zum Hütchenspiel von Allahs Revolutionären gehört es, auf christliche Nahdisten hinzuweisen oder sich von den hanbalitischen bzw. „wahhabitischen“ und damit irgendwie störenden Ideologen der „Salafisten“, etwa Rašīd Riḍā (1865-1935, ab 1898 Herausgeber der einflussreichen radikalislamischen Zeitschrift und Fatwa-Quelle al-Manār) zu distanzieren und die eigene geistige Nähe zu den „guten Islamisten“ wie ʿAlī ʿAbd ar-Rāziq (1888-1966) zu betonen.

Das Denken des Letztgenannten fordert angeblich die Trennung von Staat und Islam, eher jedoch die schariabasierte Demokratie und ganz genau die schariatreue Gesellschaft auch ohne einen Kalifen. Proislamisten aus Presse (Patrick Bahners: „Warum soll es ein Elternrecht darauf geben, dass eine muslimische Lehrerin nicht als Muslimin erkennbar ist?“) und Kirche (Werner Höbsch: „60 Prozent der Scharia sind grundrechtsverträglich“) werden sich bemühen, Tariq al-Bishri mitsamt den ägyptischen Muslimbrüdern in der Nachfolge dieses „guten“ Nahdismus zu sehen, einer koranbasierten Wiedergeburt, die natürlich keine andere Scharia wollen kann als Rašīd Riḍā.

Islamoptimist Bahners meint zu den Protesten in Ägypten und zum frommen Verfassungsmacher:

„Daraus können zivile Verhältnisse mit Rechtsschutz für Andersgläubige entstehen. Wenn sich die Menschen dort auf die Scharia berufen, kann es ja auch heißen, dass sie sich einen Staat wünschen, der in Übereinstimmung mit Gottes Geboten die Gesetze macht. Aber natürlich müssen diese Gesetze auf dem Wege politischer Willensbildung entstehen. Der Rechtsphilosoph Tarik al-Bischri, der zum Vorsitzenden der Kommission für die Überarbeitung der ägyptischen Verfassung berufen worden ist, wirbt für die Religionsfreiheit als islamische Tradition, die es wiederzuentdecken gelte. Eine islamische Demokratie muss kein Ding der Unmöglichkeit sein (17).“

Werner Höbsch gefährdet mit seiner Forderung: „Die Leute, die Tür an Tür leben, sollen sich im gemeinsamen Handeln kennenlernen und sich gegenseitig als Christen und Muslime wahrnehmen (18)“ die freiheitliche Demokratie, denn nicht Staatsbürger sollen sich künftig wahrnehmen, so will es der Kölner Theologe, sondern Angehörige einer milla (türk. millet), eines Religionsvolks.

Jeder Aufspaltung der Stadtbevölkerung und Staatsbevölkerung in „Christen und Muslime“ (Höbsch) haben wir entgegen zu treten, weil wir wissen, wie die ethnoreligiöse Zerlegung des indischen Subkontinents begonnen hat und weil wir kein westeuropäisches Land der Reinen (so die Wortbedeutung von Pākistān) brauchen. Bevölkerungsspalter Werner Höbsch („Ich als Westler“) jedoch brüllt zuckersüß nach mehr „Dialog“ zwischen Euro-Nation of Islam und klerusgeführter abendländischer Christenheit. Im persönlichen Gespräch nimmt der Leiter des Referats Dialog und Verkündigung im Erzbistum Köln zur Kenntnis, dass die Muslim Brotherhood innerhalb des Salafismus entstanden ist, besteht aber darauf, dass es heute demokratiefähige, fortschrittliche Muslimbrüder gibt.

Über den beiden Netzwerken Jugendbewegung („Jugend“) des 6. April, Šabāb 6 Aprīl, Gründer war der Streikorganisator vom April 2008, Aḥmed Māher, und We are all Khaled Saeed, benannt nach Ḫālid Saʿīd (19), dem jungen Internet-Nutzer, der am 06.06.2010 in Alexandria von der ägyptischen Geheimpolizei totgeschlagen und totgetreten worden war, trug zu Beginn des Jahres 2011 ein breites ägyptisches Bündnis die Revolte gegen die Regierung von Hosni Mubarak.

Von der seit Wochen Akademiker und Arbeiter, Studenten und Arbeitslose, Muslime und Christen, Säkulare und Religiöse. Männer und Frauen vereinenden, also erfreulich heterogenen Protestbewegung mit ihren vielleicht zahlreichen Sympathisanten von Mohammed el-Baradeis „Nationaler Bewegung für Veränderung“, Muḥammad Muṣṭafa al-Barādaʿī ist der leicht proiranisch denkende Fachmann für globale Atomsicherheit (Friedensnobelpreis 2008), war der 25. Januar zum Tag des Zorns (Day of rage, yaumu ʾl-ġaḍab, Yawm el-Ghadab) ausgerufen worden.

Die bekümmerte Muslimbruderschaft begann an die Zukunft (des Kalifats) zu denken und erklärte sich unverzüglich zum Teil der Protestwelle (20).

Liberale Weltbürger wünschen dem Land am Nil ein säkulares System, das die diskriminierenden Gesetze Allahs endlich aus dem ägyptischen Familienrecht verbannt und Artikel 2 abschafft. Das ist mit gnädigen Verfassungzusätzen (amendments (21)) nicht zu erreichen, sondern bedarf einer neuen Verfassung für Ägypten.

Der langjährige Chef der Internationalen Atomenergiebehörde nämlich steht der Scharia nicht so fern, wie man in Nordamerika und Europa vielfach so gerne glauben möchte. El-Baradei hält das koranbasierte Schura-Modell für vorbildlich („Der Herrscher muss durch Konsultation regieren“) und will die angeblich inzwischen friedfertigen Muslimbrüder fest in die Regierung integrieren („man muss sie viel mehr einbeziehen“ (22)).

Deutschland verlieh am 03.03.2010 dem bekennenden MB-Integrierer und Parteigänger der Islamischen Beratungstechnik das Bundesverdienstkreuz (23). Vielleicht ein unbeabsichtigt gewähltes Tagesdatum.

Der dritte März ist ein bemerkenswerter Tag, an ihm stellte der 101. Kalif und das 37. Herrscher der osmanischen Dynastie, Abdülmecit II., seine irdische Arbeit ein. Damit endete im Jahre 1924 die aus islamischer Sicht einzig sittlich zu nennende Weise der Staatsführung, und vielleicht möchte Ordensverleiher Horst Köhler, für den der Islam eine „im Kern friedliche Religion“ ist, Ägypten und der Türkei ermöglichen, die vor der Hölle rettende Regierungsform, das Kalifat, wiederaufleben zu lassen. Abdülmecit II. verstarb 1944 in Paris (16. Arrondissement) und wurde in der „aufleuchtenden“ (al-munawwara, the radiant city) Stadt Medina bestattet.

Nach achtzehn Tagen des Aufruhrs trat der 82jährige Staatspräsident Ḥusnī Mubārak am 11.02.2011 zurück (24). Ein Gremium der Streitkräfte, das Military Council (25), übernahm kommissarisch die Führung des 71 Millionen Einwohner umfassenden Staates (26).

Dass dieser Umsturz in den nächsten Monaten keine derartig schrecklichen Folgen hat wie der iranische des Jahres 1979, die Errichtung eines islamischen Gottesstaates, mag man sich selbst und allen Ägyptern wünschen. Hoffentlich ist der Mehrheit der Ägypter plausibel, die Lobbyisten der entfesselten Scharia vom Regieren fern zu halten und einen säkularen Parlamentarismus aufzubauen.

Dass die 1928 gegründete Muslimbruderschaft, im Gazastreifen firmiert sie als Hamas, auch in ihrem Stammland am Nil die Souveränität Allahs anstrebt, das Kalifat, wird von Europas Politikern kraftvoll verdrängt.

Dabei hat der fleißige Muslimbruder Abu al-Ula Madi (Abul `Ula Madi, Abu Elela Mady (27)) im Jahre 1996 eigens die Partei WASAṬ („Mitte, Zentrum“, http://www.alshaab.com/) gegründet. Die Partei will Scharia und Bürgerrechte aussöhnen. Vom Bürgerbegriff wird allerdings nicht viel übrig bleiben, denn die Verfassung soll islamzentriert neu geschrieben werden (Rewriting the Constitution to highlight the centrality of Islam as a reference point), was Tariq al-Bishri ja vielleicht gerade ausführt. Die Wasaṭ hat zudem, was nichts Gutes für Kopten und Frauen verheißt und auf schulische Islampropaganda und religionspolizeilich durchgesetzte „Entwestlichung“ hinauslaufen mag, die „erneuerte Stabilisierung der sozialen und moralischen Eigenschaften der Arabisch-Islamischen Zivilisation (28)“ in ihr Programm geschrieben.

In der ebenfalls WASAṬ-programmatisch erhobenen Forderung nach „Unterstützung zur Lösung der palästinensischen Frage“ und „Liberating the occupied lands of Palestine, Iraq, and Afghanistan“ gibt es ein Israel nicht einmal dem Wort nach: Das ist Kitman, die Kunst des Übergehens, der rhetorischen Auslassung: Der Kundige mag zwischen den Zeilen lesen, das Israel nicht lediglich aus der Welt der Sprache verschwinden soll.

Nach Yaaqov Lappin vom 02.01.2011 wünsche sich der hochrangige Muslimbruder Muhammad Ghannem die Vorbereitung eines Krieges gegen Israel (29). Kenner der Muslimbruderschaft identifizieren den Herrn mit Mohammad Ghanem, der von London aus arbeitet (30). Außerhalb Ägyptens fordern radikalislamische Gruppen das ägyptische Kalifat (31).

Den Namen Tariq al-Bishri hören viele Europäer in diesen Tagen zum ersten Mal.

Wer in Ägypten als Jurist und Richter tätig war und überdies, wie Ṭāriq ʿAbd al-Fatāḥ Salīm al-Bišrī, Sohn eines Vaters ist, ʿAbd al-Fatāḥ al-Bišrī, welcher der Vorsitzende des Appellationsgerichtshofes bzw. Kassationshofes (Court of Appeal, Court of Cassation) war, und eines Großvaters, Salīm al-Bišrī, der elf Jahre lang als Scheich an der Jahrhunderte alten Scharialehrstätte al-Azhar arbeitete (32), kennt den Islam und weiß, worauf dessen Recht beruht, auf der unbedingt gewaltbereiten Herabsetzung der Nichtmuslime und Frauen, und was das Ziel korantreuer Lebensweise ist, die Rettung der Seele der sich islamisch korrekt (schariatreu) verhaltenden Erdenbewohner.

Tariq al-Bishri ist einer der ranghöchsten Ideengeber der fünfzehn Jahre alten Wasaṭ-Partei, die wir als Werkzeug einer ebenso einheitlichen wie radikal gebliebenen globalen Muslimbruderschaft (MB) ansehen sollten. Deutsche Islamversteher allerdings bitten die Weltöffentlichkeit flehentlich, der irgendwie menschenfreundlich gewordenen MB doch endlich eine Chance auf ägyptische Mitgestaltung zu geben. Jürgen Stryjak beispielsweisweise drängte uns bereits vor sieben Jahren:

„Die Furcht davor, dass über Parteien wie Al-Wasat undemokratisches islamistisches Gedankengut eine politische Bühne erhält, mag die Entscheidung negativ beeinflussen, aber ob diese Furcht tatsächlich gerechtfertigt ist, wird man erst erfahren können, wenn sich Al-Wasat im politischen Alltag, öffentlich und transparent, bewähren kann (33).“

Bewährungshelfer Stryjak sozusagen.

Durch den am 11.02.2011, am Tage des Rücktritts Hosni Mubaraks, begründeten und aus 18 Offizieren bestehenden Militärrat (Supreme Council of the Armed Forces, kurz Military Council) berufen, schreibt Parteiführer Tariq al-Bishri, den Thomas Bauer auf der Seite SAWTUNA (Uni Münster) am 16.02.2011 begeistert als einen Islamdemokraten betitelt (34), seit dem 15. Februar 2011 an der künftigen Verfassung des Staates Ägypten.

Jurist al-Bishri will Schariagesetz und Demokratie versöhnen – sagt er.

Man mag sich daran erinnern (35), dass der späte Maududi das Kalifat einmal als die einzig wahre Demokratie benannte und dass der Parteiname, anglisiert bzw. eingedeutscht Wasat, eine Chiffre ist, die auf ein Geschenk des Himmels, auf das wohlaustarierte We made of you an Ummah justly balanced (Koran 3:110, Thus have We made of you a community justly balanced) hinweist bzw. auf die berüchtigte Wasatiyya.

Wasaṭīya, „Mittigkeit“ (36) meint die Ferne zu jeglichem Extremismus, wie uns die glaubensbewegten Radikalen versichern.

Scharialobbyismus (Islampolitik) als „mittig, ausgewogen“ darzustellen, bedeutet dabei seit den Tagen Mohammeds nichts anderes, als den Säkularen als Exzentriker oder Extremisten zu erkennen und ihn entsprechend brutal (islamisch sozial) zur Ordnung (an-niẓām) zu rufen. Die Muslimbrüder zwischen Hasan al-Banna, Sayyid Qutb und Yusuf al-Qaradawi hatten den Islam dabei zu keiner Zeit falsch verstanden, auch wenn die von der in Deutschland verbotenen, weltweit tätigen Islamstaatbewegung Hizb-ut-Tahrir gestaltete Seite »DAS KALIFAT: Die Erlösung für alle Muslime« betonen möchte, Wasatiyya sei ein neuartiger und unislamischer Begriff schlampig gewordener Muslimbrüder und anderer Salafisten, der zur Kompromissbereitschaft mit den Gottlosen ermuntere (37).

Noch am 12.02.2011 rief die Hizb-ut-Tahrir den Kairoer Militärrat dazu auf, in Ägypten nach Allahs Gesetz Recht zu sprechen und (damit) das Kalifat zu errichten (38). Keck schlüpft die HuT damit in die Rolle des 1966 durch den ägyptischen Staat hingerichteten Saiyid Quṭb, des Chefideologen der Muslim Brotherhood, für dessen Vorstellung von Staat, Frau und Dhimmi (noch) nicht so offen geworben werden kann, weder in Berlin (HuT) noch in Kairo (al-Bishri).

Unter der Führung des palästinensischen HuT-Führers Salih Sirriya drangen im April 1974 knapp hundert Milizionäre dieser 1953 von Taqī ad-Dīn an-Nabhānī in Ost-Jerusalem gegründeten Partei „der Befreiung“ (at-taḥrīr) in die Technische Militärakademie Heliopolis ein (39), um Waffen zu klauen und Präsident Sadat zu stürzen. 11 Milizionäre wurden dabei getötet, die HuT ist seither in Ägypten verboten. Sirriya wurde 1976 hingerichtet. Es gibt Verbindungen zwischen HuT und der terrornahen North London Mosque Finsbury Park, die al-Qaida-Planer Abu Musab az-Zarqawi und Chalid Scheich Mohammed sollen zeitweise bei der HuT gewesen sein (40).

Mehr als 25 Bücher verfasste Schariafreund und Jurist Tariq al-Bishri zu den Themen Islam, Koptentum, Nasserismus, Demokratie, Justiz und Säkularität (41), kein einziges davon ist bislang ins Englische (42) oder gar ins Deutsche übersetzt worden. Dieses Dunkelfeld hielt den amtierenden Islamverherrlicher der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Patrick Bahners (in: DER SPIEGEL 08/2011) im Gespräch mit der überzeugend argumentierenden Soziologin Necla Kelek nicht davon ab, Tariq al-Bishri als Hoffnungsträger für einen demokratiefähigen Islam zu erklären (43).

Bislang scheint das Denken des Tariq al-Bishri nur von Anthony Gorman (Historians, state and politics in the twentieth century of Egypt. Contesting the nation, Abingdon 2003) und Roel Meijer (44) (History, authenticity and politics: Tariq al-Bishri’s interpretation of modern Egyptian history, Amsterdam 1989) erkundet worden zu sein.

Wer ist der Mann, der jetzt die Staatsverfassung umschreibt, ein Islamdemokrat, wie es heißt, was Deutsche an das Wort Christdemokrat erinnern muss? Hätten wir mit einem vom Geschichtstheoretiker und losen Sympathisanten der Muslimbrüder Tariq al-Bishri geprägten ägyptischen Staat mehr Kalifat oder weniger Kalifat zu erwarten, wachsende bürgerliche Freiheiten oder ansteigende Islamische Revolution?

Nach Tariq al-Bishri hatten Machthaber und Intellektuelle des Orients des Neunzehnten Jahrhunderts ihr Augenmerk einseitig auf das Erringen der politischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit von den herandringenden Kolonialmächten gelegt und dabei versäumt, auf ihr kulturelles Anderssein zu achten. Echte Unabhängigkeit jedoch sei ohne geistige Abnabelung vom Westen nicht zu erreichen, und für den Orient habe jede Autonomie eine Islamische Autonomie zu sein.

Die Auseinandersetzung zwischen Heil und Unheil, Licht und Finsternis, den auch Ägypten siegreich zu bewältigen habe, sei der Kampf zwischen Außen und Innen, al-Bishri nennt es: Zwischen al-wāfid und al-mawrūṯ, zwischen dem Eingedrungenen und dem Ererbten. Wenn vielleicht der Westen auch keine Art spiritueller Kriegsführung betreibe, so laufe doch ein in kultureller Hörigkeit befangener Orient der Identität des Okzidents hinterher.

Wāfid ist all das, was den Muslim von seinen Wurzeln entfremde und auf Dauer fernhalte. Wer ein authentischer Muslim sein möchte, wird kulturell nach innen orientiert leben und den wāfid erfolgreich zurückdrängen müssen.

Erst sehr spät, wie Tariq al-Bishri bedauert, hat er die Außerkraftsetzung der Scharia, das zerstörerische „entfremdende Herankommen“ (al-wāfid) des säkularen Rechts als Hauptbedrohung für das ägyptische „Erbe“ (al-mawrūṯ) sehen können.

Wie Anthony Gorman (2003) berichtet, gesteht Allahs Jurist:

„Erst jetzt beginne ich zu erkennen, was ich in den Sechziger Jahren, als ich gerade dieses Buch erstellt habe, nicht zu verstehen in der Lage gewesen war, und zwar, dass es grundlegende und bedeutsame Grenzziehungen in der sozialen und politischen Landkarte des Ägyptens des vergangenen Jahrhunderts gibt. Dazu gehört, dass Ägypten in Geschichtsverlauf und gesellschaftlicher Veränderung, zu welcher Zeit auch immer, nicht lediglich durch den Kampf zwischen Patrioten und Imperialisten gekennzeichnet war oder lediglich durch die Kämpfe zwischen sozialen Klassen verschiedener Interessenlage, sondern ebenso bestimmt war durch den geistigen Kampf zwischen al-wāfid und al-mawrūṯ (45).“

Weil dein Wohlergehen in der āḫira, im Jenseits, sich vorbereitend bereits in der dunyā, im irdischen Bereich der charakterlichen und sozialen Bewährung vollzieht und abzeichnet und weil die gelingende Annäherung (at-taqarrub, zu: qārib, nahe) an die Gottheit der unübertreffliche Sinn des Daseins eines sittlichen Menschen (muslim) ist, ist eine persönliche Entscheidung im Kraftfeld des Dualismus von »al-wāfid wa ʾl-mawrūṯ« so sehr freiwillig, so frei, wie die Entscheidung zwischen Prügelempfang und Privileg, Bespucktwerden und Herrschen, Höllenflamme und Paradiesgarten.

Tariq al-Bishris zutiefst xenophobe Lehre vom bedrohlichen Fremdartigen und heilsamen Ureigenen (al-wāfid wa ʾl-mawrūṯ, that wich comes from the outside versus the Islamic heritage or the indigenious) ist nichts als die identitätspolitische Variante von abscheulich und aufzusuchend (barā wa ʾl-walāʾa), hassenswert und liebenswert. Sie entspricht ferner dem geopolitisch „differenzierenden“ Feindesland und Scharialand (Dāru &#;702l-Islām wa Dāru ʾl-Ḥarb), beziehungsweise, kosmologisch-mythisch, Böse und Gut, Iblīs und Allāh.

Derartig dient Tariq al-Bishris Kampf um die muslimische Identität der fortgeführten Verweigerung der Gleichberechtigung der Nichtmuslime und der Frauen, ein Kulturkrieg, ein kultureller Dschihad, der aus Sicht der Scharialobby auch für Nordamerika und Europa eine „alternative“ Konzeption der Menschenrechte alternativlos macht (vgl. den Buchtitel von Murad Wilfried Hofmann: Der Islam als Alternative, analysiert bei Sägefisch 144 (46)).

Scharia ist wenn es kein Entrinnen gibt. An der Ausweglosigkeit führt kein Weg vorbei.

In geschmeidiger bis glitschiger, Taqīya-konform verlogener Weise integriert al-Bishri, ohne das Islamische Recht anzutasten, großmütig bis großspurig die Kopten ebenso unter Ägyptens al-mawrūṯ wie den antikolonialistisch-patriotischen und säkularistischen Wafd (Wafd-Partei, 1922-1952, dann wieder ab 1983, http://www.alwafd.org), was ihm in den USA und Europa den Ruf eines fürsorglichen Anwalts der Christen eingebracht hat. Seine Anwaltschaft allerdings geht über das von der Dhimma gesetzte Maß vermutlich gar nicht hinaus.

Von Kairo nach Berlin: Ohnehin dürfen wir jedes Berücksichtigen religiöser Zugehörigkeit als Schritt in Richtung Rechtsspaltung (gegenkulturelle Untergrundscharia als Provisorium, herrschaftlich aktivierte Scharia als Dhimma und Ideal) verstehen.

Jegliche Registrierung der Religionszugehörigkeit sollten staatliche Stellen gar nicht erst vornehmen (dürfen). Um den archaisch-großfamiliären („Tradition“) oder himmlisch-ewigen („Religion“) Gruppenzwang zumal der muslimisch geprägten, sicherlich etliche heimliche Ex-Muslime beinhaltenden Milieus abzumildern, sollten religiöse Eheschließungen nicht staatlich anerkannt werden. Die verpflichtende standesamtliche Voraustrauung ist wieder einzuführen. Die religiösen Eheschließungen, wie derzeit in Deutschland üblich (legal), staatlicherseits nicht zu behandeln, zu ignorieren (als belanglos zu bewerten), ist auch eine Möglichkeit, wenn man andernorts endlich den Mut finden würde, vor der kulturrassistischen und frauenfeindlichen familienrechtlichen Scharia zu warnen.

Die Wichtigkeit, die Religionszugehörigkeit aus allen offiziellen Dokumenten fern zu halten, betonte 2010 die säkulare Juna vom Blog irgendwie jüdisch: „Vor einiger Zeit ging es rund in jüdischen Kreisen, die quasi verpflichtende Sichtbarmachung der Religion via Lohnsteuerkarte (47).“

Die Kopten soll al-Bishri schon mal als Staat im Staat beschimpft und Christen in islamrechtlich zulässiger Manier als Nicht-Staatsbürger (non-citizens) verächtlich gemacht haben, weiß die von Tilman Zülch (48) im Jahre 1970 anlässlich des Einsatzes für die Opfer des nigerianischen Biafra-Krieges (1968) mitbegründete Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).

GfbV meldet: »’Wir wollen gleiche Rechte für alle Bürgerinnen und Bürger‘, erklärten Demonstranten. Bislang betont Artikel 2 der Verfassung, dass der Islam Staatsreligion in Ägypten ist und dass die Scharia, das traditionelle muslimische Recht, die bedeutendste Rechtsgrundlage des Landes zu sein hat. „Wir haben in den letzten Wochen dafür gekämpft, dass Ägypten nicht mehr eine Staatsreligion hat, sondern ein weltlicher Staat wird, der seinen Bürgern nicht die Religion vorschreibt“, erklärte ein Kopte (49).«

Roel Meijer (Seite 2) betonte bereits 1989, dass Tariq al-Bishri die Ägypter auf ein gemeinsam getragenes Konzept der Vergangenheit zu verpflichten trachtet, aus dem sich für die Gegenwart politische Übereinstimmung herleiten lasse. Dass mit dem bei Roel genannten „a common concept of the past“ nicht nur das ägyptische Neunzehnte oder frühe Zwanzigste Jahrhundert, sondern letztlich immer das Modell von Medina gemeint ist, müsste jedem klar sein, der sich ein wenig mit dem Islam beschäftigt hat.

Nur ein einziges Mal in der Geschichte der Menschheit ist das System der Vollkommenheit des Zusammenlebens gelehrt und gelebt worden, alle heutige Prägung von Politik hat dem absoluten Original an Staat und Gesellschaftsordnung nachzufolgen, Allahs sozialer Schablone.

Ägyptens Verfassung wird dieser am Medina-Modell verhafteten Entwicklungsverweigerung leider bereits gerecht: Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia).

Alles, was nicht medinensisch ist (622-855 n. Chr.), kann nicht sozial sein.

Sich sozialistisch oder jedenfalls sozialaktivistisch gebärdend, gelingt es al-Bishri bis heute, den Säkularen etwa des Wafd das Etikett von Egoisten und Reaktionären anzukleben und die Islamisierer Ägyptens als fürsorglich und progressiv darzustellen. Den Muslimbrüdern warf er 1985 allerdings vor, ein konzeptloser Missionsverein zu sein, eine schwärmerische Sufi-Tariqa, ein Sportclub und Wirtschaftsunternehmen (a sufi tarîqa … an athletic club, Seite 11), sie hätten das, worauf es ankäme, nämlich den Entwurf eines niẓām islāmī, eines Islamischen Systems, und das Aufzeigen des Weges dorthin, nicht fertig gebracht.

Nicht unbescheiden deutet Tariq al-Bishri damit an, derlei Staatstheorie persönlich fabrizieren zu können, was er heute, ein Vierteljahrhundert später, leider im Staatsauftrag unter Beweis stellen darf. Den fleißigen, aber konzeptlosen Muslimbrüdern hat der Denker offensichtlich inzwischen verziehen.

Die am 10.12.1948 gefundenen Standards der universellen Menschenrechte sind dem Erklärer Ägyptens jüngerer Geschichte nicht wichtig. Der bekannte Blogger Wael Abbas bedauert, dass ausgerechnet der weltweit als „a moderate Islamist“ gelobte Tariq al-Bishri für die Führung der verfassungsvorbereitenden Arbeitsgruppe eingesetzt worden ist und stellt klar: „So etwas wie einen moderaten Islamisten gibt es nicht (50).“

Der von keinem anderen als von Tariq al-Bishri zusammen gestellten Arbeitsgruppe gehören auch ein Kopte (Jurist) und ein Muslimbruder (ehemals Parlamentarier) an, sie besteht ausschließlich aus Männern.

Blogger Waʿīl ʿAbbās (misrdigital.com), der sich auch für Ägyptens Nichtmuslime stark macht, unterstützt einen Wegfall von Artikel 2 der Verfassung, der den Islam als Staatsreligion und die Scharia als Hauptquelle der Rechtsfindung festschreibt, und warnt:

„Islamisten am Komitee zu beteiligen, ist dazu nicht gerade hilfreich … Wir wollen Gleichheit für alle Ägypter, damit auch für Christen, Juden, Bahais und für alle, die sich als Atheisten verstehen. Es scheint eine heimliche Abmachung zwischen Militärrat und Muslimbruderschaft zu geben.“

Beim Dänisch-Ägyptischen Dialoginstitut schreibt Ethar Shalaby zur Lage in Kairo: „Etliche Kopten Ägyptens sind sehr unzufrieden darüber, dass Sobhi Saleh zum Komitee gehört, ein hochrangiger Muslimbruder, und dass das Aufsichtsgremium von Tariq al-Bishri geführt wird, der für sein Befördern der Islamischen Ideologie bekannt ist.“

Shalaby zitiert Kirchenvertreter und Rechtsanwalt Naguib Gabraeel: „Es ist eine Katastrophe, jetzt ein Komitee zu haben, dem al-Bishri vorsteht und das einen Rechtsanwalt der Muslimbruderschaft zum Mitglied hat. … Die gesamte Kirche ist in höchstem Maße erzürnt über dieses Komitee. Wir wissen, dass Menschenrechtsaktivisten einen Protestzug zum Militärrat unternehmen werden, um ihrer Ablehnung Ausdruck zu verleihen, dass die Bruderschaft im Komitee integriert ist (51).“

Religionstheoretisch differenziert, wie man bei Roel Meijer (Seite 31) erfährt, Jurist al-Bishri zwischen zwei Formen, den Islam zu leben: Zwischen einem kreativen Ergreifen des Idtschihad, der auf eine permanente Aktualisierung und Realisierung der ewigen, gottgeschaffenen Scharia zielt, einerseits, und zum anderen zwischen der verstaubten Wiederholung in der Manier der Scholastiker, die den Islam der letzten Jahrhunderte konservieren wollen und ihn vom eigentlichen Leben fern halten werden (52).

Die Nestwärme der Bewegung oder auch Hitze der Revolte wird von al-Bishri mit der eiskalten, trockenen, lebensfeindlichen Gelehrsamkeit kontrastiert: Hier seht ihr die Vitalität einer sozialen Revolution, dort die Wirkungslosigkeit der Bücherschränke der Azhar. Was wie ein Aufgreifen des Denkens von al-Maududi oder Sayyid Qutb klingt, vermag al-Bishri indessen bei den zweifelsohne revolutionären Muslimbrüdern nicht pauschal vorzufinden, insbesondere mangele es der Bruderschaft an taʿāmul, koranbasiertem Modus vivendi. Vielleicht sieht der 77 Jahre alte Rechtsfachmann seine Chance, Ägypten diese Alltagstauglichkeit und Anschlussfähigkeit des islamischen Lebensstils zu vermitteln.

Taʾāmul, Islamausbreitung als soziale Interaktion im Hier und Heute.

Ob sich Tariq al-Bishri als muğtahid versteht, als jemand, der den iğtihād praktizieren kann? Die Sehnsucht nach einer Wiederöffnung der vermutlich für alle Sunniten, auch ihre Gelehrten (ʿulamāʾ, sg. ʿālim), etwa seit der Zeit von Abu Hamid al-Ghazali († 1111) verschlossenen „Tore des Idschtihad“ wabert durch viele gegenmoderne Milieus und wird zumeist mit der berüchtigten „Flexibilität der Scharia“ (a great deal of flexibility within Islam’s normative framework) gemeinsam abgepackt und vertrieben.

Wie der Amerikaner Abu Talut schwärmte: „Alle, die sich al-islām widersetzen, bewerten ihn als einen Anachronismus, als einen Dinosaurier, der sich an die sich rasch wandelnde, hoch technisierte heutige Welt nicht anpassen könne. Nichts ist von der Wahrheit weiter entfern! Tatsächlich liegt doch gerade die Schönheit der Scharia von al-islām in ihrer Flexibilität. Die Scharia ist ein Rahmenplan (framework), der für alle Zeiten, Orte und Menschen gültig ist (53).“ Hinter dem Kampfnamen steht Sulaiman A. Dawood, ein Vietnam-Kriegsveteran und Funktionär der Muslims of the Americas.

Wie schrecklich, so wusste es bereits Sayyid Qutb, wenn die wesensgemäß lebendig-flüssige Scharia versteinert, gefriert: „es bleibt historische und religiöse Pflicht, das Islamische Denken vor jeglicher Beschädigung zu retten, und damit vor allem vor der Rigidität des Geistes (mental rigidity, jumûd ‚aqlî).“

Den reaktionären, klassisch orientierten islamischen Gelehrten überlassen, so predigen die globalen Salafisten, drohe der Islam für alle Zeit ins gesellschaftliche Abseits zu geraten: „Statt ein Bestandteil der Vorwärtsbewegung und Ausdehnung zu werden, wird der Glaube in einen Bestandteil der Starrheit (element of rigidity, ʿunṣur ǧumūd, zu ʿunṣur, Element, Faktor, pl. ʿanāṣir, und: Dschumud, Starrheit (54)) umgeformt (55).“

Das Gegenteil von ǧumūd, Bewegungslosigkeit, ist ṭurf, Extremismus (vgl. mutaṭarrif, Extremist). Beide Begriffe sind Bestandteil im (anglisierten) Titel Al-sahwah al-islamiah baina al-gumud wa at-tataruf, The Islamic Renaissance [aṣ-ṣaḥwa, „Erwachen“, awakening] between Inflexibility and Extremism, Autor ist Yusuf al-Qaradawi (1982), und umrahmen die angebliche Menschenfreundlichkeit und seelische Harmonie schariabasierter Politik. Das ist die ab Werk eingebaute Absolution, die automatisierte Unschuldigkeit, die wir im oben genannten Bild von Zentrum (wasaṭ) und Mittigkeit (wasaṭīya) vorgefunden haben.

Zauberhafte Zeiten brächen mit dieser reaktivierten Scharia an, unablässiger Fortschritt und lustvolle politische Entwicklung (engendering continuous progress and development in all spheres of life) würden Faulheit und Stillstand (inertia and stagnation) beenden, wie Muhammad Y. Faruqi (International Islamic University Malaysia, IIUM) uns versichert (56).

Skeptiker werden die Aufnahme des Idschtihad, etymologisch ohnehin über ğ-h-d mit Dschihad verwandt, allerdings wohl eher als das verstehen, was in Deutschland Machtergreifung hieß.

Den schariastaatlichen Entwürfen eines al-Maudidu oder Ayatollah Chomeini mangelt es ja vielleicht an „Flexibilität“, und so stellte sich auch für Tariq al-Bishri vor einem Vierteljahrhundert die (in der Šaʿb am: 14.07.1987, Seite 6 (57)) ausführlich erörterte Frage nach der Verstaatlichung der Seelenrettung am Vorbild der rašidūn (Stellvertreter Allahs), der geheiligten Führer der Rechtleitung erhaltenden Urgemeinde: Sollte denn die Scharia nach der Ära der rechtgeleiteten Kalifen verschwunden sein? Has the Shari’a Disappeared After the Era of the Rightly Guided Caliph?

Eine Frage, die von einem (nichtsäkularen) Muslim gehörig zu beantworten, nämlich empört zu verneinen ist. Da ist doch mehr drin, will der fromme Jurist uns sagen, und uns zur allumfassenden (totalitären) Wiederbelebung des Islamischen Rechts ermuntern. Das war 1987. In den Achtziger Jahren (unter Chefredakteur ‚Adil Hussein) hatte aš-Šaʿb, die seither sozialistisch-islamistisch zu nennende Wochenzeitung der 1978 von Präsident Sadat gegründeten, nachfolgend bereitwillig von der Muslimbruderschaft geprägten Arbeiterpartei, einen allahkratischen Kurs eingeschlagen (58).

1987 ist ein Jahr, an das sich der fromme Betrachter der jüngeren Geschichte Ägyptens und Israels 17 Jahre später genau erinnern kann, wenn es um den paramilitärischen Seelsorger Aḥmad Yāsīn geht, Mitgründer der palästinensischen Islamischen Widerstandsbewegung (Hamas) und damals seit 32 Jahren Muslimbruder.

Von Kolonialismus zur Religion, von außen nach innen, vom Stillstand zu Bewegung. Gesellschaftstheoretiker al-Bishri:

„Hamas entstand im Jahre 1987 mit der Ersten Intifada. Bis dahin war [im Palästinensergebiet gewissermaßen] alles außen geblieben, als sich nun der Geist des Widerstands (spirit of resistance) in Form der Intifada materialisierte, eine [veritable] Ausprägung Islamischer Bewegung (Islamic current) [verwendet wohl at-taiyār, Bewegung, Trend, Strömung (59)]. In diesem Stadium [jedoch] tauchten Widerstand, Führer und Infrastruktur aufweisende Bewegungen von innen auf, allesamt in einem Islamischen Kontext von Märtyrertum und bewaffnetem Widerstand, um eine Besatzung[smacht] anzugehen, die versuchte, die Palästinenser auszulöschen (to eliminate the Palestinians altogether). Das Herz von all diesem war Scheich Yassin! Aus diesem Grunde erleben wir heute die [wohlwollende und allgemeine] Anerkennung dieses Mannes und dessen, wofür er politisch stand (60).“

Allgemeine Menschenrechte sind Oberfläche, Zerrbild und fremder Spuk, ihr Gegenteil, das warme islamische Gemeinschaftsgefühl, steige bitteschön an und setze Terrorismus blühender Innerlichkeit frei. Die Geschichte des zum Islam berufenen Orients, ob sie terroristisch verläuft oder nicht, unterliegt auch hier dem das Denken von Tariq al-Bishri so typisch kennzeichnenden Dualismus von „außen und innen“, verfremdend und ureigen, al-wāfid wal-mawrūṯ.

Im selben Jahr 1987 gelang der ägyptischen Muslimbruderschaft mit Hilfe der genannten Labor Party der Aufbau eines anlässlich der Parlamentswahl antretenden Bündnisses namens Islamic Alliance, das 65 Sitze erringen konnte (61).

Blicken wir nun in die Gegenwart und auf die andere Seite des Mittelmeeres.

CSU-Chef Hans-Peter Friedrich (kathnet 22.12.2009) findet Islam gut, will einen irgendwie europäisierten Islam und orakelt:

„Das könnte auch ein Weg für die Zukunft sein: Ein Islam mit einem europäischen Gesicht, der dann nichts mehr mit Islamismus zu tun hätte. Ich halte den Islamismus für den größten Feind des Islam.“

Mit solchen Leuten kann die Sonne des Kalifats wieder aufgehen. Friedrichs Amtsantritt (2011) als Bundesinnenminister vollzog sich ahnungsvoll am 03. März.

Staatskirchenrechtler Wolfgang Rüfner meint, einen eher unangenehmen Trend der Straßburger Richter zum Säkularismus entdecken zu können. Daraufhin angesprochen, gab Hans-Peter Friedrich ganz den Abendländer, wie versehentlich nach Maßgabe der schariakonformen indisch-pakistanischen Two-Nation Theory:

„Wir können mitunter einen gegenseitigen Prozess von gesellschaftlicher Entwicklung und Rechtsprechung feststellen. Weniger Menschen bekennen sich offen zum christlichen Glauben und zur christlich-abendländischen Kultur. Das führt dann bedauerlicherweise dazu, dass sich auch bei den Richtern eine Relativierung dieser Werte und den dafür stehenden Symbolen festsetzt. Dieser Prozess gibt Anlass zur Sorge. Deshalb wird es Zeit, dass sich Christen wieder stärker zu ihren gemeinsamen Werten, zu ihren gemeinsamen Fundamenten und zu den Symbolen bekennen, die unsere christlich-abendländische Kultur prägen.“

Der religio-kulturellen Abschottung (dem Dhimma-Kalifat) eines in Christenheit und nation of islam gespaltenen Europas wird Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich damit völlig gerecht, die Deutschen sollen über die Barbarei der Scharia hinwegsehen lernen und, The power of positive thinking, die christlich-islamische Wertekongruenz lobpreisen:

„Wir als Christen müssen keine Angst [vor dem Islam] haben. … Das Bewusstwerden der eigenen geistigen Fundamente und Werte bedeutet nicht automatisch Abgrenzung im Sinne von Polarisieren. Es geht auch um die Entdeckung der eigenen Werte und der Gemeinsamkeiten mit anderen Religionen. Um das Verbindende, nicht das Trennende – zwischen den Religionen und Überzeugungsgemeinschaften. Dazu muss man aber doch die eigene Identität kennen (62).“

Damit dürfen oder vielmehr müssen die Angehörigen der legalisierten muslimischen Spezies, Irans Theoretiker der Entwestlichung Ali Schariati wäre hoch zufrieden, ihre eigenen „Werte“ haben, die offensichtlich nicht außereuropäisch, nicht „orientalisch“ genug sein können, um die gewünschte Gesamtgesellschaft bzw. Gesamtstaatlichkeit (Deutsche Islam-Konferenz, DIK) überhaupt erst herzustellen.

Die Deutsche Islam-Konferenz scheint die moralisch-sittliche und damit, bald darauf, auch die schariakonforme rechtliche Zerlegung des Staatsvolkes in zwei Religionsvölker anzustreben und bekennt: „Die Deutsche Islam Konferenz (DIK) wurde als eine gesamtstaatliche Dialogplattform zur Pflege der Beziehungen zwischen dem deutschen Staat und den Muslimen in Deutschland im September 2006 eingerichtet (63).“

Wieder und wieder verwenden Islambeschwichtiger die Worte gesamtstaatlich (DIK; Mathias Rohe) oder gesamtgesellschaftlich (64). Der die DIK bis heute prägende Jurist Rohe weiß, dass Allah im Jenseits und Diesseits auf genau geschiedene Sorten Mensch (Menschensorten) großen Wert legt und meint zur Lage in Kanada:

„Das Familienrecht Kanadas ist teils durch Gesetze der Provinzen, teils durch gesamtstaatliches Recht geregelt.“

Die indisch-pakistanische Zwei-Nationen-Theorie berührend führt der Jurist und islambezogene deutsche Regierungsberater im selben Buch aus: „Bei den Muslimen kam der Wunsch nach Teilung auf, weil sie ihre Interessen an Schutz und Teilhabe im Gesamtstaat nicht hinreichend gewahrt sahen (65).“

Aus einer grenzenlosen Bejahung des angeblichen muslimischen Andersseins wird muslimseitig ein vornehmer Ekel vor dem „Westen“ entsprießen müssen … mitten in unseren Innenstädten und durchaus im Sinne der Muslimbrüder und Millî-Görüş-Bewegten. Eigentlich kann und darf ein deutscher Innenminister einen solchen Vorgang der Segregation nicht wollen.

Gleichnishaft den physikalischen Zustand einer Grenzflächenschicht heranziehend, könnte man bei der islamzentrierten Abkehr vom säkularen Staat von steigender Abhäsion reden, von einem Verlust an Adhäsionskraft und Haftung. Pädagogen und Sozialarbeiter bedauern (hoffentlich) diesen Verlust an Integrationsbereitschaft bzw. Integrationsfähigkeit, Historiker schreiben, etwa über das zuerst politisiert sittliche und alsbald territoriale Herausbrechen Pakistans und Bangladeschs aus dem indischen Subkontinent, von Separatismus und Sezession.

Die ansteigende Apartheid zweier einander abstoßenden Sphären an Weltgefühl und Menschenbild, von zwei Milieus der Sozialisation, wird das sinkend säkulare Europa der Glaubensnationen, muslimisch und nichtmuslimisch, langsam und ungerührt auseinander treiben lassen wie die atlantischen Erdkontinente der Plattentektonik.

Proislamisten wie Udo Steinbach („einen konstruktiven Zugang zur islamischen Welt insgesamt zu finden“ (66)) fordern von uns einen „konstruktiven“ Umgang mit dem Islam, jeder Islamkritiker agiert in dieser Logik destruktiv, verhält sich unsittlich.

Geologie und Forschung zur Verschiebung der Kontinente kennen den Begriff Konstruktive (Divergierende) Plattengrenzen. Beim verstaatlichten Schariabeschönigen „baut sich etwas auf“: Der koranbasierte Halbstaat oder vielmehr Kontraststaat, die Gegenmoderne der Schariagesellschaft wird „konstruktiv“ … konstruiert.

Prinzip Ridge-Push (67). Vom Staatsbürger zum Angehörigen des immer „konstruktiver“ werdenden ethnoreligiösen Kollektivs. Die gedoppelte Bevölkerung treibt auseinander, die plangemäß wachsende Kluft überbrückt uns der zauberische „Dialog der Religionen“ (68).

Zwischenbilanz zieht das Strategiegespräch in Militärrat und Islamkonferenz.

Wie in Kairo, so in Berlin.

Jacques Auvergne

(1) Art.2. Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia). Art.3. Sovereignty is for the people alone who will practise and protect this sovereignty and safeguard national unity in the manner specified by the Constitution

http://www.egypt.gov.eg/english/laws/constitution/chp_one/part_one.aspx

(2). Art.40. All citizens are equal before the law. They have equal public rights and duties without discrimination due to sex, ethnic origin, language, religion or creed.

http://www.egypt.gov.eg/english/laws/constitution/chp_three/part_one.aspx

(3) Ahmed al-Tayeb (aṭ-Ṭaiyib), amtierender Chef der Azhar

http://www.aawsat.com/2010/04/13/images/religion1.565004.jpg

http://www.masreat.com/wp-content/uploads/2010/05/a7mad-altaib-51-1.jpg

(4) Bis zu seinem Tod im Jahr 2010 ranghöchster Azhar-Scheich: Tantawi (Muḥammad Saiyid Ṭanṭāwī). Scheich Tantawi bewunderte den Altkommunisten, Freund des interreligiösen Dialogs und 1982 zum Islam konvertierten Holocaustleugner Roger Garaudy, der Preisgelder vom libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi (2002) und von König Faisal (1986) annahm, und förderte die Verbreitung einer antisemitischen Schrift (Die grundlegenden Mythen der israelischen Politik, 1995) des nachfolgend zu 6 Monaten Haft (Bewährung) und 30.000 FF verurteilten Franzosen.

http://www.hagalil.com/archiv/98/12/garaudy.htm

(5) Tariq al-Bishry (Tariq el-Bishry)

http://www.onislam.net/arabic/oimedia/onislamar/images/mainimages/%D8%B7%D8%A7%D8%B1%D9%82%20%D8%A7%D9%84%D8%A8%D8%B4%D8%B1%D9%8A_05_09_2010.jpg

http://ar.mideastyouth.com//wp-content/uploads/ph%D8%A8%D8%A8oto.aspx_.jpg

http://arbnews.net/wp-content/uploads/2011/02/1_1042567_1_34-251×200.jpg

(6) Schura, von Allahbewusstsein getragene irdische Politikfindung. Sadek Jawad Sulaiman: „Shura constitutes one of the four cardinal principles in the Islamic perspective on socio-political organization. The other three are justice, equality, and human dignity. Shura is also a central issue in the on-going debate among Muslims over political reform.”

http://www.alhewar.com/SadekShura.htm

Den Vortrag über die Schura hielt der einstige Botschafter des Oman am Al-Hewar-Zentrum, das der westlichen Monopolisierung alles Arabischen (a common intra-Arab perspective) dient. Das Zentrum ist in der virginischen Metropolregion von Washington ansässig, in der wohlhabenden, idyllischen Kleinstadt Vienna (VA 22183, USA). Arab and Muslim dialogue with Americans. However, before this dialogue can take place, the Arabs must reach an understanding and a consensus about their own identity before they can present it to others. AL-HEWAR CENTER. The Center for Arab Culture and Dialogue.

http://www.alhewar.com/center.html

Ebenfalls in Vienna (15.000 Einwohner) gelegen: The Islamic Heritage Center is a fully functional mosque located at 262 A3 Cedar Lane SE, Vienna, VA 22180 founded by Sheikh-Dr. Nabil Zahr in 2001. The Islamic Heritage Center is a nonprofit organization focused on servicing the needs of the Muslim community in the Washington Metropolitan Area

http://www.ihcproject.com/

Sunna extrem, it`s american: Das Islamic Heritage Center steht dem Hanbaliten Bin Baz nicht fern. “Sheikh Abu-AbdulRahman, also known as Dr. Nabil Zahr (May Allah Preserve him) is one of the prominent Islamic scholars of his time. Born in Egypt, he memorized the Qur’an at an early age and studied under some of the most knowledgeable scholars of his time including: Sheikh Muqbil bin Haadee al-Waadi’ee, and Sheikh ‚Abd al-‚Aziz ibn Baaz (May Allah Grant them Mercy). Beside the above mentioned scholars, Sheikh Abu-AbdelRahman received his education from Al-Azhr University and Aien Shams University – School of Medicine. As a practicing physician in Egypt and Kuwait, Sheikh Abu AbduRahman dedicated his free time to spread the authentic knowledge of the religion of Allah. Sheikh Abu AbdulRahman was an Imam and teacher of a great number of students from inside and outside Egypt and Kuwait which studied Hadith, Fiqh, Aqeedah, Tafsier, and Sieerah under him. … In giving religious verdicts, Sheikh Abu AbduRahman’s Fataawa (i.e., rulings/verdicts) are based on the Manhaj of Ahlu Sunnah wal Jamaa’ah.

http://www.ihcproject.com/index.php/sheikh-dr-nabil-zahr-abu-abdulrahman-bio

Al-Shaoukanee ist dabei Imam al-Shawkani (1759–1834), ein jemenitischer Religionsgelehrter (Rechtsgelehrter), der vor zwei Jahrhunderten lebte. Al-Darariee Al-Mudieah = al-Darari al-Mudhiyah. Für seine Transzendierung (Salafisierung) der Rechtsschulen wird er bei ISLAM AWAKENING verehrt.

http://forums.islamicawakening.com/f20/why-is-salafiism-associated-being-anti-madhabi-3391/

Als indischer und pakistanischer (Kaschmir, dort vor allem in der auch Klein-Tibet genannten Gebirgsregion Baltistan) Ableger der Bewegung der Wahhabiten darf die nach 1832 unter Einfluss des jemenitischen Gelehrten Mohammed al-Schaukani (aš-Šaukānī; engl.: Muhammad ash-Shawkani) entstandene und an ibn Taymiyya (bin Taimīya, † 1263) sowie am extrem puritanischen, die vier sunnitischen Rechtsschulen als „Neuerung“ (bid’a) ablehnenden Schah ad-Dihlawi (ad-Dahlawî, ad-Dehlawî, Dehlvi, geboren im nordindischen Uttar Pradesh 1703, † 1762) orientierte Glaubensbewegung Ahl-i Hadīṯ gelten. Der erste Anstifter des Wahhabismus, Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhab († 1792) wurde ebenfalls vom mittelalterlichen bin Taimīya beeinflusst, den man als Hanbaliten einschätzen darf. Schaukani (wasn’t Imam Shawkani an ex-zaidi?) stammt von den Quraisch ab, wurde als Fünferschiit (Zaidit, wie zeitweise der Islamkenner Sven Kalisch) in der Nähe des jemenitischen Sanaa (Ṣanʿā) geboren und konvertierte zum sunnitischen Islam, wo er den hanafitischen Fiqh praktizierte. Neben al-Wahhab dürfte der globale islamische Revivalismus einige Triebkraft von Denkern wie aš-Šaukānī und ad-Dihlawī erhalten haben und immer noch erhalten, obschon die so genannten Salafisten den Islam keineswegs falsch verstehen, und, Glauben ist Gehorsam, es aus Allahs Sicht sowieso keinen Unterschied zwischen Islam (Theorie) und Islamismus (Praxis) gibt. In Form von frommen Schriften hat der als Imam Shaukani oder Qadi Shawkani Geehrte Rechtleitung hinterlassen, starke Fußspuren der Anweisung, deren genaues Nachschreiten dir, vielleicht, den Teufel vom Leib hält:

http://www.google.de/search?tbm=bks&tbo=1&q=The+influence+of+Shaukani&btnG=Nach+B%C3%BCchern+suchen

http://www.google.de/search?hl=de&tbo=1&tbs=bks%3A1&q=influence+Shawkani&aq=f&aqi=&aql=&oq=

(7) Charles Dalrymple Belgrave (1894–1969) wurde oft schlicht und respektvoll „Mustašār“ genannt. Adviser to the Bahraini ruling family (1926-1957). Sir Charles D. Belgrave (R) and Sheikh Sir Sulman, conferring aboard a launch.

http://www.life.com/image/50531456

Sir Charles D. Belgrave (C) and Max W. Thornburg (L), enjoying a laugh while Sheikh Sir Sulman is speaking

http://www.life.com/image/50531440

Sir Charles D. Belgrave smoking a cigar.

http://www.life.com/image/50531426

(8) Tariq al-Bishri, gemäßigt radikal: … a moderate Islamist, an honest figure, and a former secular leftist who is a “bridge” between secular political figures and the Muslim Brothers.

http://nisralnasr.blogspot.com/2011/02/tariq-al-bishri-and-constitutional.html

Statt humaner Faschist moderater Islamist: Tariq al-Bishri. In seiner Dissertation: Political Opposition and Authoritarian Rule in Egypt) schreibt Holger Albrecht: the thinking of moderate Islamist intellectuals, the most important of whom are Yusuf al-Qaradawi (based in Qatar), Tareq al-Bishri (a well-respected former judge), Muhammad Salim al-Awwa (a prominent Wasat Party intellectual), and Kamal Abul Magd (cf. Rutherford 2006). A new dynamic seems to have taken root among the younger generation of Islamist activists, in particular at the country’s universities. Islamist thinking is here increasingly associated and combined with Western ideas of modernity, efficiency, and management.

http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=997839422&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=997839422.pdf

(9) Turāṯ, angl. Turâth, gottgewollte Erbschaft. JPC: The Arabic word „turath“ carries complex ideological connotations, the word has the sense of “ heritage“, „legacy“ and “ culture“. The turath does not only imply the history of a tradition that extends to the present; it also convys the active sense of seeking to shape a political present by interpreting its identity in terms of a particular image of its past. UNIVERSITY OF TEHRAN – ELECTRONIC JOURNALIST DATABASE.

http://journals.ut.ac.ir/page/article-frame.html?articleId=160354

Association Tourath, Guerrara (Ġardāya / Ghardaïa / Tagherdayt), M’zab, Algérie. Die Banī Mīzāb oder Mozabiten gehören zu den letzten Charidschiten, der neben Sunniten und Schiiten dritten Glaubensströmung des Islam, die heute vor allem im Oman („Ibaditen“) präsent ist. Scheich der Ibaditen Cherifi Saïd Ben Belhadj genannt Scheich Addoun († 2004).

http://www.tourath.org/ar/index.php

LIBERTÉ, 03.11.2004. Une des grandes figures de l’Islam et du rite ibadite en Algérie, le Cheikh Addoun est décédé, hier à l’aube, à Guerrarra

http://www.djazairess.com/fr/liberte/30652

„turaath“

http://www.turathdecor.com/resources/turath1.jpg

Freundin des Mondes. Ensemble Turath.

http://folkmusicsmb.blogspot.com/2011/02/hermana-de-la-luna-al-turath-ensemble.html

(10) Professor Lee ist Politikwissenschaftler am Colorado College. Nor should „tradition“ in this sense be confused with the Islamic turāth, a term often translated as „tradition“ and used to mean the entirety of the Islamic experience, aus: Robert D. Lee: Overcoming Tradition and Modernity: The Search for Islamic Authenticity (1997).

http://www.questia.com/PM.qst?a=o&docId=9029590

(11) Hasan Hanafi, turāṯ (Erbe, mirāṯ) als (schariastrebsame) Kenntnis der eigenen kulturellen Wurzeln, the connection of the own cultural roots with striving for a new, better modern trend conception.

http://www.worldlingo.com/ma/dewiki/en/Moderne_Islamische_Philosophie

(12) Ein linker Islam? Ausschnitte aus dem fast zwei Jahrzehnte alten Vortrag von Ḥasan Ḥanafī »Die Aktualität eines ‘linken Islam’« (aus: »Gesichter des Islam, 2. Orient-Tagung im Haus der Kulturen der Welt«, 10.-12.12.1991, bei: Verlag Haus der Kulturen der Welt (Hg.), Berlin 1992) kommentiert Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/06/30/176/

(13) Hasan Hanafi auf »Ein gemeinsames Wort zwischen uns und euch«

http://www.gemeindenetzwerk.org/?p=1701

(14) Hasan Hanafi 2008 an der Uni Frankfurt. Möglichkeiten und Grenzen eines europäischen Islam.

http://www.gefis-online.de/index.php4?nlev1=4&nlev2=40

(15) Allahs ägyptischer Philosoph kennt die Lösung für das krisengeschüttelte Europa: Mehr Islam! Hasan Hanafi der moderate Islamist. 22.03.2007, Bassam Tibi: Europeanisation, not Islamisation. Weltbürger Tibi träumt von einem Islam ohne Scharia, leider nennt er die Scharia salafistisch und nicht orthodox islamisch: “But I say there can be no Europeanising of Islam unless Salafist concepts like Sharia and Jihad are abandoned through cultural-religious reforms, and this goes too for the vision of Islamisation through Da’awa and Hidjra.”

http://www.campus-watch.org/article/id/3154

(16) Azzam Tamimi, London.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bc/Azzam_Tamimi.JPG

Dr. Azzam Tamimi’s Palestine presentation at University of Birmingham (1/4). Dr. Azzam Tamimi was hosted by the University of Birmingham Islamic Society on 20-01-2010 to present at their conference entitled: „In Pursuit of Justice: Remember Gaza“

http://www.youtube.com/azzamtamimi

Discover The Networks nennt Tatsachen zu Azzam Tamimi. Al-Tamimi describes himself as a „sympathizer and supporter“ of Hamas. … e feels a profound hatred for Israel, advocating the Jewish state’s destruction and elimination from the face of the earth as the only acceptable resolution to the Mideast conflict. He passionately endorses the actions of Palestinian suicide bombers; he strongly supports Hamas, Hezbollah, and Islamic Jihad; and he blames the United States for having invited the 9/11 attacks with its allegedly unjust foreign policies.

http://www.discoverthenetworks.org/individualProfile.asp?indid=1756

(17) Patrick Bahners will die Scharia legalisieren: „zivile Verhältnisse mit Rechtsschutz für Andersgläubige. (…) Scharia (…), sich einen Staat wünschen, der in Übereinstimmung mit Gottes Geboten die Gesetze macht. Der Rechtsphilosoph Tarik al-Bischri (…) wirbt für die Religionsfreiheit als islamische Tradition (…). Eine islamische Demokratie (…) kein Ding der Unmöglichkeit (ooo).“ DER SPIEGEL, 21.02.2011.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108578.html

(18) Bevölkerungsspalter Werner Höbsch. Mehr “Dialog” zwischen Nation of Islam und abendländischer Christenheit. Bei: Peter Wensierski, in: SPIEGEL SPECIAL 2/2008

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-56323078.html

(19) Khaled Saeed (Ḫālid Saʿīd), polizeilich ermordeter Blogger aus Ägypten

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/arz/e/e3/Khaled_mohmed_sa3ed.jpg

(20) Die Ikhwan al-Muslimun (Muslim Brotherhood) springt auf den fahrenden Zug des ägyptischen Protests bzw. hatte ihn mit vielen anderen Kräften mit angeschoben. Mit Beileidsbekundungen, Genesungswünschen und dem Ruf nach Eintracht und Gerechtigkeit jedenfalls legt man staatsmännische Gelassenheit an den Tag: „The MB, who is participating in these events, is expressing their appreciation of the efforts of the Egyptian people. … The peaceful and civilized movement of the Egyptian people, which started on January 25, must continue against the corruption, oppression and injustices until its demands of legitimate reform are achieved“ (The Muslim Brotherhood, 26.01.2011)

http://ikhwanweb.com/article.php?id=27937

(21) Stichwort amendments, Verfassungszusätze. Aus Kairo berichtet Marwa Awad: „Tariq al-Bishri, head of the judicial committee formed by Egypt’s ruling military council, said the amendments to be put to a public referendum“, für REUTERS am 26.02.1011.

http://www.reuters.com/article/2011/02/26/us-egypt-constitution-presidency-idUSTRE71P17Q20110226

Noch zu amendments. Mona El-Naggar und Dawlat Magdy für THE NEW YORK TIMES:

Islam Lotfi, a lawyer and member of the Muslim Brotherhood Youth who was also among the organizers of the revolution, said the coalition of young leaders had encouraged the military leaders to quickly pass a package of essential amendments to the Egyptian Constitution so that the country could hold credible elections. Then a new Parliament might reopen the question of a broader overhaul.

“When we have a good Parliament, they should revisit the Constitution but it is wise not to let a new Constitution come out during a military period,” Mr. Lotfi said. “It would be somehow fascist.”

http://www.nytimes.com/2011/02/16/world/middleeast/16egypt.html

Kräftig islamisierte amendments (hier: Verfassungszusätze) sollten wir allerdings nicht unterschätzen. The Labor Party’s platform considers Islam as the point of reference for a system of governance and calls for constitutional amendments that explicitly acknowledge Egypt’s Islamic identity. Eben, wozu arbeitet al-Bishri denn so fleißig?

http://egyptelections.carnegieendowment.org/2010/09/13/socialist-labor-party

(22) Islamkenner Baradei antwortet auf die Frage: „Sind Islam und Demokratie vereinbar?“ mit einem glitschigen: „Der Islam ist wie jede Religion das, was man daraus macht.“, nun, Allahgott dürfte da etwas anspruchsvoller sein. „Man muss mit den Muslimbrüdern intellektuell nicht übereinstimmen, aber sie sind nun einmal Teil der Gesellschaft und haben das Recht, an ihr teilzunehmen.“, findet el-Baradei. Interview: Gero von Randow und Michael Thumann, DIE ZEIT 2010, hier bei den regierungsnahen Schariafreunden von QANTARA

http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-1357/i.html

(23) Horst Köhler. Bundesverdienstkreuz (Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland) für den Schura-Lobbyisten und MB-Integrierer el-Baradei.

http://www.bundespraesident.de/Reden-und-Interviews/Reden-Horst-Koehler-,12213.662472/Visionaer-fuer-eine-Menschheit.htm

Horst Köhler: Ich kenne den Islam als im Kern friedliche Religion, die in sich ruht, ihre eigene Berechtigung und Geschichte hat. Respekt muss uns leiten, wenn wir über den Islam diskutieren.

http://www.bundespraesident.de/-,2.663792/Friedensstiftende-Begegnungen-.htm

03.03.1924, das Ende der Seelen rettenden Regierungsweise. Abolition of the office of Caliphate held by the Ottoman Caliphate

http://en.wikipedia.org/wiki/Atat%C3%BCrk%27s_Reforms#Secularism

Her Imperial Highness The Princess Fatma Neslişah (or Nazlishah in Arabic) Osmanoğlu Sultan, Imperial Princess of the Ottoman Empire and Princess of Egypt … She grew up in Nice, France after being exiled since she was 3 years old, when the Ottoman family left Istanbul.

http://en.wikipedia.org/wiki/Fatma_Nesli%C5%9Fah

HRH Prince Muhammad Abdel Moneim. Prince Muhammad Abdul Moneim was born at the Montaza Palace, near Alexandria. His father Abbas II was the reigning Khedive and so Prince Muhammad Abdul Moneim became heir apparent immediately following his birth and was given with title Hereditary Prince. He was educated at Fribourg, Switzerland.

http://en.wikipedia.org/wiki/Prince_Muhammad_Abdel_Moneim

Der Montazapalast (Qaṣr Muntaza), Alexandria, Ägypten

http://www.conferencegypt.com/upload/image/Montaza-Palace%281%29.jpg

(24) Hosni Mubarak, Foto

http://img4.allvoices.com/thumbs/event/609/480/54691653-hosni-mubarak.jpg

(25) Militärrat, Zusammensetzung. Veröffentlicht von Issandr El Amrani, bei: THE ARABIST. Egypt`s Military Council in a diagram.

http://www.arabist.net/storage/uploads/SCAF.pdf

Issandr El Amrani

http://www.arabist.net/amrani/

THE ARABIST

http://www.arabist.net/

(26) Army Council (Supreme Council of the Armed Forces, Militärrat)

http://www.sis.gov.eg/En/Story.aspx?sid=53702

(27) Abu al-Ula Madi (Abul `Ula Madi, Abu Elela Mady). Soziale Fragen Ägyptens berühren sicherlich die Themen Kultur und Dialog, und da ist ein Parteigründer und Muslimbruder vielleicht der richtige Mann, wenn man den Juden, Christen, Atheisten und Frauen die AEMR auf Dauer unzugänglich halten will: Chairman of the board Egyptian Asociation for Culture & Dialogue: Abu Al Ula Madi

http://egyptwww.com/en/more.php?mode=view_item&sub=1303&item=40065

WASAT-Partei, Homapage

http://www.alwasatparty.com/

Die Brüder der Partei WASAT stellen einen bei der schariafreundlichen Seite QANTARA veröffentlichen Text von Jürgen Stryjak ein

http://www.alwasatparty.com/modules.php?file=article&name=News&sid=104

Abu Elela Mady = Abu al-Ula Madi. Vor sieben Jahren, 2004. THE STORY OF a political movement called Al-Wasat, meaning middle or center, begins with a younger generation of activists who brought new political vigor to the Muslim Brotherhood, but later clashed with its elder leaders. They broke away in 1995 and launched a party with an Islamic perspective

http://www.alwasatparty.com/modules.php?name=News&file=article&sid=100

Die Muslimbruderschaft (ikhwanweb) zitiert den über die Muslimbrüder forschenden Professor Emad El-Din Shahin, der in Harvard und an der Amerikanischen Universität zu Kairo lehrt: Members of the Wasat Party included Abul-`Ula Madi, representative of the founders; and leading members Amr Farid and Hossam Khalaf … Some views are more qualified. In the words of Mahmud Ghozlan, member of the Guidance Bureau, Europe “does not present a model of democracy for me”. Similarly, Ali Abd al-Fattah, member of the Press Syndicate Board, qualifies his answer by saying that “Europe does not present an ideal model for democracy”. Wasat views of Europe as a democratic model were largely positive. Abul-`Ula Madi, representative of the Wasat founders, responded with an unqualified, “Yes”; Amr Farid, “Yes, with some reservation”; and Hossam Khalaf, “Yes, with regards to the electoral system and the transfer of power.

http://www.ikhwanweb.com/uploads/lib/R3E6346T3H4DYM6.pdf

Kopftuchdschihad. 2.4 Muslim Minority Rights within Europe. The interviews carried out with Egyptian Islamists revealed that concern has grown over what is perceived to be discrimination in at least some member states against Muslim minorities. Habib asserted that on this issue “each European state is different. However, there is clear racism in dealing with certain issues as in the case of France and Britain”. Ghozlan, on the other hand, attested to clear violations of Muslim rights throughout Europe

http://www.ikhwanweb.com/uploads/lib/R3E6346T3H4DYM6.pdf

(28) Reaffirming the social and moral characteristics of Arab-Islamic civilization. Supporting efforts to resolve the Palestinian question.

http://egyptelections.carnegieendowment.org/2010/09/16/center-al-wasat-party

(29) Nach Yaaqov Lappin (THE JERUSALEM POST, 02.01.2011) empfehle der hochrangige Muslimbruder Muhammad Ghannem die Vorbereitung eines Krieges gegen Israel.

http://www.jpost.com/Headlines/Article.aspx?id=206130

Tzvi Ben Gedalyahu, ebenfalls am 02.01.2011, schreibt auf ARUTZ SHEVA: „Many Western analysts agree that the Muslim Brotherhood and Hamas are one and the same. One leading Brotherhood cleric has said: „Kill Jews – to the very last one.” A Brotherhood takeover of Egypt would strengthen Hamas in Gaza. Another Brotherhood leader told an Arab language newspaper Monday that Egyptians “should prepare for war against Israel.“ The Muslim Brotherhood and Hamas are rooted in the same ideology.”

http://www.israelnationalnews.com/News/news.aspx/142072

(30) Der ägyptischstämmige Herr Mohammed Ghannem ist ja vielleicht mit Mister Ghanem aus der britischen Hauptstadt identisch, der, wie MEMRI am 15.11.2010 berichtet, Ägypten den Medien des Iran gegenüber (Al-Alam, Iranian news network) kritisiert. Mohammed Ghanem, representative of the Muslim Brotherhood in the UK. Bei: The Global Muslim Brotherhood Daily Report (GMBDR), admin @ June 2, 2007.

http://globalmbreport.org/?p=3847

MEMRI, 01.12.2010. Mohammad Ghanem, Muslim Brotherhood Representative in the UK: The Egyptian Regime is a Dictatorship.

http://www.memri.org/report/en/0/0/0/0/0/0/4803.htm

(31) Hizb-ut-Tahrir gibt eine echt islamische Erklärung zur Lage in Ägypten ab:

„Obwohl der Westen unentwegt von Demokratie und Freiheit spricht und den Muslimen diese aufzwingen möchte, bleibt er zurückhaltend bis ablehnend, wenn es tatsächlich darum geht, freie Wahlen in der islamischen Welt einzuführen. Dieses widersprüchliche Verhalten hat damit zu tun, dass die Unterstützung wahrer demokratischer Verhältnisse dazu führen wird, dass die Muslime die Freiheit in der Form wahrnehmen, dass sie sich mehrheitlich für den Islam entscheiden und das islamische System wählen. Das Problem des Westens besteht also vor allem darin, dass die Muslime trotz aller Verlockungen der Freiheit in ihrer Mehrheit am Islam festhalten werden.

Freie Wahlen in der islamischen Welt würden demnach zugunsten des Islam ausfallen. Beispiele hierzu hat es bereits gegeben, etwa in Algerien, als sich bei den Parlamentswahlen 1991/92 der Sieg der Islamischen Heilsfront (FIS) abzeichnete, oder auch in Palästina, als die Wahl in den so genannten Autonomiegebieten 2006 zugunsten der Hamas ausfiel. Solche Wahlergebnisse möchten die USA unter allen Umständen in Ägypten vermeiden. Dies ist nur möglich, wenn man einen echten Volksentscheid in Ägypten von Grund auf verhindert und es gar nicht erst dazu kommen lässt.

Der Westen begründet seine Skepsis zu freien Wahlen in der islamischen Welt natürlich damit, dass die Muslime den politischen Islam wählen würden und dadurch die so genannten „Islamisten“ an die Macht kämen. Daher sei es besser, die diktatorischen Regime in der islamischen Welt weiterhin zu stützen, die den Islam unterdrücken. Dass damit zur gleichen Zeit der freie Wille der Menschen unterdrückt wird, interessiert den „demokratischen“ Westen nicht, solange seine eigenen Interessen dadurch gewahrt bleiben.

Vor allem Israel fürchtet sich vor freien Wahlen in Ägypten und hat dies auch offen bekundet. Sollten die Ägypter nämlich frei wählen dürfen, verlöre Israel seinen Hauptverbündeten in der islamischen Welt. Bislang hielt Mubarak in seiner Rolle als Wachhund den Israelis an der Südgrenze den Rücken frei, so dass sie sich militärisch vollkommen auf die Besetzung des Westjordanlandes, auf die Hizbollah im Norden und auf die Blockade des Gazastreifens konzentrieren konnten. Anders ausgedrückt, sind die Verbrechen Israels ausschließlich durch Mubarak möglich. …

Auf Dauer wird der Westen seine Marionettenregime in der islamischen Welt nicht halten können. Die Umma hat sich in Bewegung gesetzt und wartet nicht mehr auf die Erlaubnis des Westens, ihrem Willen Geltung zu verschaffen und jenes System zu wählen, das Allah (t) ihr vorgegeben hat. Längst hat sich die Umma für den Islam und das islamische System entschieden. Weil der Westen diese Tatsache kennt, verhindert er freie Wahlen in der islamischen Welt, um dieser Entscheidung keine demokratische Legitimität zu verleihen, die ihn dazu nötigen würde, die Mehrheitsentscheidung der Umma zu akzeptieren. Für die Muslime sollte die Haltung des Westens jedoch irrelevant sein, denn die Umsetzung des islamischen Systems erfolgt nicht über den Weg der Demokratie und wartet nicht auf das Wohlwollen des Westens und die Erlaubnis, freie Wahlen abhalten zu dürfen. Die Muslime sind selbst die Hauptakteure, die das Kartenhaus der Diktatoren in der gesamten islamischen Welt niederreißen müssen – die ersten Karten sind bereits gefallen –, um das falsche System durch das richtige zu ersetzen. Früher oder später wird der islamische Staat durch die Anstrengungen der Umma Realität, ob es dem Westen gefällt oder nicht.“

http://www.die-einheit.org/index.php?option=com_k2&view=item&id=1599:kommentar-die-angst-der-westm%C3%A4chte-vor-freien-wahlen-in-%C3%A4gypten&Itemid=202

(32) Tariq al-Bishris Vater Abd al-Fattah al-Bishri war bis zu seinem Tode, bis 1951, Präsident des ägyptischen Appellationsgerichtshofes.

Der Großvater, Salim al-Bishri, war Azhar-Scheich.

http://www.sunnah.org/history/Scholars/bishri.gif

His grandfather, Sheikh Selim El-Bishri, was a Sheikh of Al-Azhar and his father, Abdel-Fatah El-Bishri, head of the Court of Cassation

http://aeamisr.org/news/tarek-el-bishri-a-call-for-civil-disobedience/

Die Scheiche der Azhar, aš-Šuyūḫu l-Azhar. 27. [ 1900 – 1904 ] Shaykh Selim al-Bishri.

http://www.sunnah.org/history/Scholars/mashaykh_azhar.htm

Salim al-Bishri al-Maliki (Salīm al-Bišrī al-Malikī, * ?, † 1916) lehrte von 1900-1904 an der Azhar und noch einmal von 1909-1916. Scheich al-Bischri genießt unter Schiiten hohe Wertschätzung, da er als einer von damals wenigen Sunniten den Dialog mit der Geschwisterkonfession suchte. ESLAM: „nicht in der Art einer in der Geschichte schon bedauerlicherweise oft erfolgten hasserfüllten Debatte sondern mit dem aufrichtigen Wunsch, sich der Wahrheit anzunähern und den Standpunkt der Schiiten besser zu verstehen.“

http://www.eslam.de/begriffe/b/bischri.htm

Schiitischer Gesprächspartner war Sayyid Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi (1872-1957), der Briefwechsel der beiden Gelehrten ist als »Die Konsultation (al-Muraǧaʿāt)« bekannt, wie sich die Seite ESLAM erinnert.

http://www.eslam.de/begriffe/k/konsultation.htm

Engagierten heutigen Sunniten war der 1916 verstorbene Scheich al-Bishri allerdings möglicherweise zu höflich, drei Hanafiten legen los, der erste nennt die Korrespondenz (The Muraaja`aat) schiitische Propagandaliteratur (Shi`i propaganda literature), der zweite beruft sich auf Scheich Dschibril, der gesagt habe, dass niemand mehr lüge als die Schiiten (Shaykh Gibril reported a saying of early hadith scholars to the effect that „Nobody lies more than the Rafidis.“) und der dritte, Sympathisant der Deobandi-Strömung, führt Tirmidhi als Zeugen dafür an, dass asch-Schafi’i (aš-Šāfiʿī; 767-820) gesagt habe, dass niemand schlimmer lüge als die Abweichler von der Schia (I have not seen among the heretics a people more famous for falsehood than the Rafidi Shias).

http://www.sunniforum.com/forum/showthread.php?26932-The-Muraaja-aat-Shi-i-Propaganda-Literature&s=720e40ee73168cd69fa5a887a0bcd582

(33) Bewährungshelfer Stryjak. Damit sie nicht sauer werden und zur Revolution schreiten, sollen wir doch bitteschön Ägyptens radikale Kalifatsfreunde gleich jetzt an der Macht beteiligen. QANTARA publiziert so was (Rubrik: Reformislam).

http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-578/_nr-9/_p-1/i.html

Naturbegriff Idyll, Löwe und Lamm. Kind, mal`s dir schön. Die interreligiöse Bambi-Wildnis, der Bambi-Islam. Kitsch-Andalusien und Reformislam gibt`s nicht in natura, aber bei Qantara.

http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-578/i.html

(34) Thomas Bauer: „So ist aus der Muslimbrüderschaft die Partei al-Wasat „Die Mitte“ hervorgegangen, die sich als moderne islamdemokratische Partei versteht. Einer ihrer Gründungsväter war kein anderer als Tariq al-Bishri. Doch sein Engagement war einstweilen vergebens: Die Partei hat sich mehrmals um ihre offizielle Zulassung bemüht – doch vergebens.

http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/02/tariq-al-bishri-islamdemokrat-und.html

Thomas Bauer

http://arabistikwwu.blogspot.com/p/beitragende.html

Jürgen Stryjak (2004) zitiert auf der islamverliebten Seite QANTARA den Wasat-Parteigründer: „Was ist das ganze Gerede von politischen Reformen wert“, fragt Abu al-Ula Madi, „wenn man nicht einmal damit beginnt, neue Parteien zuzulassen?“

http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-578/_nr-9/_p-1/i.html

(35) Maududi und das demokratische Kalifat. Die Theo-Demokratie.

http://en.wikipedia.org/wiki/Abul_Ala_Maududi#Islamic_state

Theodemocracy is a political system that combines elements of theocracy and democracy.

http://en.wikipedia.org/wiki/Theodemocracy

Islamic democracy

http://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_democracy

Religious democracy. Dänemark, Norwegen, … Afghanistan, Iran.

http://en.wikipedia.org/wiki/Religious_democracy

Allahcracy. Die Allahkratie.

http://www.jihadwatch.org/2006/07/bashir-vows-to-turn-indonesia-into-allahcracy.html

Um ein besseres Verständnis für das alleinige Recht Allahs zu bekommen, Gesetze zu erlassen, und [weil] es eine Form der Ibadah ist nach der Shari’a zu herrschen und weil die heutige Lage der muslimischen Länder es erfordert … „Tauhid al Hakimiyyah bedeutet Allah, den Allerhöchsten, zum dem Einzigen vereinen, allein in Seiner Urteilsfällung (Hukm) und in Seiner Gesetzgebung (Tashree‘). Also genauso wie Er, der Allerhöchste, keine Partner in seiner Herrschaft und bei der Kontrolle der Angelegenheiten der Schöpfung hat, genauso hat er keine Partner in Seiner Urteilsfällung (Hukm) und in Seiner Gesetzgebung (Tashree‘).“

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/26924-Tawhid-al-Hakimiya

Sheikh Sheikh Abu Baseer at-Tartousi, Emirat Kaukasien

http://www.kavkazcenter.com/eng/content/2010/09/05/12476.shtml

Demokratie ist ein Erzeugnis des Unglaubens und verstößt damit gegen das Islamische Gesetz, in essence all Islamic activists agreed on one thing about democracy, that democracy is the product of the kafir and thus contrary to the Islamic law. There are a few people who claim that democracy is a shura like in Islam, but this is also invalidated. KAVKAZ CENTER 24.01.2011, Ihre tschetschenische Nachrichtenagentur aus Schweden für das Emirat Kaukasien. Kavkaz Centers webbsida produceras och distribueras idag utgående från Sverige.

http://www.kavkazcenter.com/eng/content/2011/01/24/13418.shtml

About Kavkaz Center (The Caucasus Center)

Kavkaz Centre (www.kavkazcenter.com) is a Chechen internet agency which is independent, international and Islamic. Our agency was founded in March 1999 in Jokhar (Grozny) by the CRI National Centre for Strategic Research and Political Technology, registered with the CRI Ministry of Justice in October 1998 (N 1377/б-17).

The internet agency Kavkaz Centre provides reporting of events in the Islamic world, the Caucasus, and Russia.

http://www.kavkazcenter.com/eng/about/

Der kaukasische Kalif at-Tartusi bevorzugt, auf den Britischen Inseln zu wohnen. Abu Baseer at-Tartusi, real name Abdul-Mun’im Mustafa Halima, recently posted a fatwa „authorizing“ violence against the regime of Saudi Arabia.

http://kufrakbar.blogspot.com/2010/01/tartusi-of-londonistan-getting.html

“An influential cleric present on the Internet is Abu Basir al Tartousi. Like Abu Musab al-Suri, he offers archives of his publications, books, articles, fatwas, questions and answers. Many of Abu Basirs publications are comments upon recent events taking place in society, both in the Middle East and in the West, and in particular Britain, where he resides”, aus: Hanna Rogan: »JIHADISM ONLINE – A study of how al-Qaida and radical Islamist groups use the Internet for terrorist purposes«, für: FFI (2006), (FORSVARETS FORSKNINGSINSTITUTT, Norwegian Defence Research Establishment,

bei: Discover The Networks)

http://www.investigativeproject.org/documents/testimony/48.pdf

Syrian jihadist cleric ‚Abd Al-Mun’im Mustafa Halima, better known as Abu Basir Al-Tartusi.

http://www.turkishweekly.net/news/62407/syrian-jihadist-scholar-abu-basir-al-tartusi-sheikh-yousef-al-qaradhawi-is-an-apostate.html

Sheikh Abd-al Mun’em Mustafa Halima Abu Basir aka Abu Basir al-Tartusi, is a Syrian Islamist living in London. He has been described as „primary Salafi opinion-makers guiding the jihadi movement.“

http://en.wikipedia.org/wiki/Abd-al_Mun%27em_Mustafa_Halima_Abu_Basir

»eine deutsche Fassung des Buches „Die Religion der Demokratie“. Dessen Autor, der Jordanier Abu Muhammad al-Maqdisi (…) schreibt: „Wir haben, gezeigt, dass die Demokratie eine Religion ist. Jedoch ist sie nicht die Religion Allahs. (…) Wir müssen jene, die der Demokratie folgen, zerstören und wir müssen ihre Anhänger als Feinde betrachten – sie hassen und einen großen Jihad gegen sie ausführen“. Der Jihad gegen die „Anhänger und Helfer“ der Demokratie diene laut Maqdisi dazu, „dieses menschengemachte System zu zerstören und zu versuchen, die Menschen dazu zu bringen, sich von der Anbetung (an dieses System) abzuwenden und zur Anbetung an Allah allein zurückzukehren.“ Mehrheitsentscheidungen, Parlamente und Verfassungen lehnen diese radikalen Islamisten ab, weil in einer Demokratie die Verse des Koran und die Überlieferungen des Propheten nicht berücksichtigt würden. Maqdisi bezeichnet die Repräsentanten des Volkes als „angebetete Götzen“ und Parlamente als „heidnische Heiligtümer“.

Ähnlich argumentiert auch die islamistische Gruppierung Hizb ut-Tahrir, die „Partei der Befreiung“. Die in Deutschland verbotene aber weiterhin aktive Organisation hat es sich zum Ziel gesetzt, mit der Wiedereinrichtung des Kalifats eine islamische Ordnung durchzusetzen. Daher kämpft sie gegen die Integration von Muslimen in die deutsche Gesellschaft. Auch wer sich in einer der etablierten politischen Parteien engagiere begehe eine Sünde, so die Hizb ut-Tahrir: Weil diese Parteien nicht auf der Grundlage des Islams agierten, verstieße ihre Wahl gegen die Prinzipien des Islam. Demnach sei die Beteiligung an der Wahl von Parlamentsabgeordneten, Parteilisten, Bürgermeistern und Gemeinderatsmitgliedern „im westlichen System des Unglaubens“ einer „sündhaften Handlung“ gleichzusetzen. Weil „die Arbeit der Gewählten eine verbotene Tätigkeit darstellt, da sie nicht auf dem Islam basiert, ist folglich die Wahl und Akzeptanz einer Person, die sündhaft handelt, ebenfalls islamrechtlich nicht erlaubt“, heißt es in einer Erklärung auf einer Webseite dieser islamistischen Splittergruppe.«

(2009, im Auftrag der bpb erstellt durch ufuq)

http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=OY6V7F

(36) Wasaṭīya, „Mittigkeit“ meint die Ferne zu jeglichem Extremismus, wie uns die glaubensbewegten Radikalen versichern. Friedmann Eißler: „Der arabische Ausdruck Wasatiyya ist seit einigen Jahren insbesondere durch die Aktivitäten des aus Ägypten stammenden, in Qatar residierenden und weltbekannten Islamgelehrten Yusuf al-Qaradawi bekannt und vor allem inhaltlich geprägt worden (siehe dazu den nachfolgenden Beitrag von Carsten Polanz). Er bedeutet Mittelweg oder Mainstream und bezieht sich auf unterschiedliche Ansätze, die eine muslimische Identität mit modernen Lebensformen in Einklang zu bringen suchen. … Nicht zuletzt aus diesem Grund sucht sie die Partizipation in der Mitte der Gesellschaft. Sie präsentiert selbstbewusst den „Islam als Alternative“ (so ein Buchtitel von Murad W. Hofmann) zum westlichen Lebensstil, der im Wesentlichen als dekadent und gescheitert betrachtet wird. Sie lädt dadurch zum Islam ein (da’wa = Einladung, Mission).“

http://www.ekd.de/ezw/Publikationen_2204.php

(37) »DAS KALIFAT. Die Erlösung für alle Muslime«. Hizb-ut-Tahrir gibt der in der Manier der Taqiyya betreibenden Muslimbrüder geschmeidig verstandenen Wasatiyya keine Chance, hat aber bekanntlich nichts gegen das Weltbild und Menschenbild von Maududi oder Qutb.

http://www.die-einheit.org/index.php?option=com_k2&view=item&id=615:al-wasatiyya-mittigkeit-und-kompromissbereitschaft&Itemid=200

„Das Kalifat wurde am 03.03.1924 zerstört.“

http://www.die-einheit.org/

(38) Hizb-ut-Tahrir appelliert an Ägyptens Militärrat, die Herrschaft Allahs zu errichten: „Wir von Hizb-ut-Tahrir wenden uns aufrichtig an den Führungsrat der ägyptischen Streitkräfte, dem Allah die Herrschaft im Lande übertragen hat, und rufen ihn dazu auf, allein Allah, Seinen Gesandten und die Gläubigen zu Verbündeten zu nehmen und jede andere Loyalitätsbande zu kappen. Möge er das Kalifat errichten und nach dem regieren, was Allah herabgesandt hat. Möge er um Allahs willen kämpfen und den Weg der Befreier Palästinas beschreiten, die es von der Schlechtigkeit der Kreuzritter und Tataren befreiten, auf dass er dieses gesegnete Land von der Schlechtigkeit der Zionisten erlöst und die kolonialistischen Ungläubigen mit den Wurzeln ausreißt.“

http://www.die-einheit.org/index.php?option=com_k2&view=item&id=1621:aufruf-von-hizb-ut-tahrir-an-den-milit%C3%A4rrat-in-%C3%A4gypten&Itemid=202

(39) Michael Whyne: “In Egypt, Salih Sirriya – a Palestinian HT member – led a coup attempt in April 1974 along with approximately 100 other members. Together, they stormed the Technical Military Academy in Heliopolis, where they attacked the armory. They seized weapons and planned to assassinate President Sadat, but were apprehended after an ensuing firefight that killed eleven HT members and injured many others. Sirriya was tried, convicted and executed in November 1976. In Denmark, HT members compiled a “hit list” of Danish Jewish community leaders, for which they were convicted and imprisoned in August 2002. In particular, HT leader Fadi Ahmad Abdel Latif was convicted of incitement to racial hatred. It is reported that both the late Abu Musab al-Zarqawi and Khalid Sheikh Mohammed were HT members before joining al Qaeda.”, aus: Michael Whyne: Is Hizb ut-Tahrir Changing Strategy or Tactics?

http://www.thecst.org.uk/docs/EurasianPaper_Aug42006.pdf

(40) Abu Musab az-Zarqawi und Chalid Scheich Mohammed sollen zeitweise bei der HuT gewesen sein. Hizb ut-Tahrir is a global Sunni network with reported ties to confessed 9/11 mastermind Khalid Sheikh Mohammed and Al Qaeda in Iraq’s onetime leader Abu Musab al-Zarqawi. … Malik’s report, the public policy institute the Nixon Center and the counter-extremism think tank the Quilliam Foundation agree that Abu Musab al-Zarqawi, who was the leader of Al Qaeda in Iraq until he was killed in June 2006, also was once a member of Hizb ut-Tahrir.

http://www.foxnews.com/story/0,2933,533525,00.html

(41) The Alliance of Egyptian Americans zitiert Amira Howeidy, die am 09.01.2007 in al-Ahram Weekly über Ägyptens Schariatisierer berichtete: In October 2004 El-Bishri published a daring commentary under the title A Call for Civil Disobedience . Its basic premise and tactics were adopted by the anti-Mubarak opposition movement Kifaya (Enough), formed a month after the article appeared. … He is the author of 20 books on Islam and Arabism, nationalism, Copts, democracy and Nasserism, Egyptian politics under the British mandate, secularism and Egypt’s judiciary.

Seit fünf Jahren den Kollaps beobachten: „Der Zusammenbruch des ägyptischen Staates“. In 2006 he published Masr bayna al ‚osian wal tafakuk (Egypt between dissent and disintegration), a scathing critique of what he characterises as the collapse of the Egyptian state.

http://aeamisr.org/news/tarek-el-bishri-a-call-for-civil-disobedience/

(42) Bücherliste. He is a prolific writer on questions of law, history, and Islamic and social thought. Nichts ist aus dem Arabischen übersetzt worden, gar nichts.

http://en.wikipedia.org/wiki/Tarek_El-Bishry#Works

Elegant grübeln lässt sich über den Gründer der Muslimbruderschaft: Imām Ḥasan al-Bannā.

(43) Patrick Bahners, Tariq al-Bishri (anglisiert Tarik el-Bishri) zujubelnd: „Der Rechtsphilosoph Tarik al-Bischri, der zum Vorsitzenden der Kommission für die Überarbeitung der ägyptischen Verfassung berufen worden ist, wirbt für die Religionsfreiheit als islamische Tradition, die es wiederzuentdecken gelte. Eine islamische Demokratie muss kein Ding der Unmöglichkeit sein.“ Patrick Bahners diskutiert mit Necla Kelek, das Gespräch moderierten die Redakteure Susanne Beyer und Gerhard Spörl. DER SPIEGEL, 21.02.2011.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108578.html

(44) Roel Meijer

http://www.clingendael.nl/cdsp/staff/?id=426

Roel Meijer veröffentlichte zu Muslimbrüdern („Die utopischen Muslimbrüder sind Realisten geworden“, 2011) und Salafisten (2007, 2009, 2010)

http://www.clingendael.nl/cdsp/staff/publications.html?id=426

Clingendael’s Diplomatic Studies Programme (CDSP). Islam will die Doppelwelt bzw. doppelte Halbwelt. Das Clingendal-Institut forscht zum in der Manier des Ali Schariati gespalten gedachten Untersuchungsgegenstand namens Globus, zur Beziehung zwischen Abendland und Scharialand. Relations between the Islamic world and the West.

http://www.clingendael.nl/cdsp/about/

Clingendael, Arbeitsprobe. Gelehriges Geschwätz zu Bruder Führer (Brother Leader Gaddafi), die Worte AEMR oder Scharia werden gekonnt umschlichen.

http://www.clingendael.nl/cesp/publications/?id=8122

Sharia. Maurits Berger vom Institut Clingendael zaubert die Scharia schön.

http://www.clingendael.nl/publications/2007/20070600_cscp_art_berger.pdf

http://www.clingendael.nl/publications/2006/20060000_cdsp_art_berger.pdf

http://www.clingendael.nl/publications/2005/20051000_cdsp_art_berger_sharia.pdf

Bertus Hendriks und Roel Meijer: Bedeutet dies, das die Muslimbrüder nun lupenreine Demokraten geworden sind? Selbstverständlich nicht, und so romantisch kann ja wohl niemand von uns sein! Die Rechte der Frauen und Nichtmuslime betreffend, vertritt die Muslimbruderschaft nach wie vor sehr problematische Standpunkte. Betekent dit dat de Moslimbroeders nu 18 karaats-democraten geworden zijn? Natuurlijk niet, en dat soort romantische illusies koesteren wij ook niet. Zo huldigt de Broederschap zeer problematische standpunten op het terrein van gelijke rechten voor vrouwen en niet-islamitische minderheden.

http://opinie.volkskrant.nl/artikel/show/id/7884/Utopische_Moslimbroeders_zijn_realisten_geworden

(45) I only now begin to understand what I have [sic] not been able to understand during the 1960s when I was preparing this book, that is, there exists a general and important principle in the delimination of the social and political map of Egypt during the past century. This principle is that the course of the Egyptian history and the social movement in whatever period are not only determined by the struggle between the nationalist movement and the imperialism, nor are they only determined by the social struggle between classes with different interests, but they are also determined by the ideological struggle between al-wafid and al-mawruth. Aus: Anthony Gorman: »Historians, state and politics in the twentieth century of Egypt. Contesting the nation«, Routledge/Curzon, Abingdon (Oxfordshire) 2003

http://books.google.de/books?id=kaZdb4JxO8sC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

(46) Allahs Diplomat. Zum Buch »Der Islam als Alternative« (1992) des zum Islam konvertierten ehemaligen Botschafters Murad Wilfried Hofmann. Eine Demokratieverteidigung von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/10/05/144/

(47) Die Wichtigkeit, die Religionszugehörigkeit aus allen offiziellen Dokumenten fern zu halten, begründet am 24.07.2010 die säkulare Juna (Miami und Berlin) vom Blog irgendwie jüdisch. „Vor einiger Zeit ging es rund in jüdischen Kreisen, die quasi verpflichtende Sichtbarmachung der Religion via Lohnsteuerkarte.“

http://irgendwiejuedisch.blogspot.com/2010/07/registrierung.html

(48) Tilman Zülch. Thema der Arbeit der Gesellschaft für bedrohte Völkjer (GfbV) sind Völkermordverbrechen wie etwa im Tibet, in Ostbengalen, Osttimor, Westpapua-Neuguinea, an den Amazonas-Indianern, an den Kurden und assyrischen Christen des nördlichen Irak, im Südsudan, in Ostslawonien und in Bosnien-Herzegowina.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/b/be/Tilman_Z%C3%BClch_Foto_Fritz_Berger_GfbV.jpeg

Zülch, Protest gegen Ahmadinedjads UN-Besuch, Berlin 23.09.2009. Weltweit unbestechlich gegen Unterdrückung ethnischer Minderheiten zu kämpfen ist lobenswert, doch möge sich, um an Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren, Tilman Zülch zeitnah und genau begründet endlich vom AEMR-feindlichen Islamischen Recht (Scharia) distanzieren und möge die GfbV die Zusammenarbeit mit organisierten Ex-Muslimen zu beginnen wagen.

http://iran-aktuell.de/resources/tilman-zuelch$2CtemplateId$3DrenderScaled$2Cproperty$3DBild$2Cheight$3D349.jpg

(49) GfbV, Göttingen, 21.02.2011. »Fünfzehn ägyptische Menschenrechtsorganisationen haben in einer gemeinsamen Erklärung die Ernennung des pensionierten Richters Tareq al-Bishri zum Vorsitzenden der achtköpfigen Verfassungskommission kritisiert, die Verfassungsänderungen ausarbeiten soll. Zwar bescheinigten die Nichtregierungsorganisationen dem 77Jahre alten Juristen große fachliche Kompetenz, bezeichnen ihn jedoch als Verfechter eines „politischen Islam“, dessen Ideologie der Konzeption eines weltlichen Staates entgegensteht. Bishri hatte in der Vergangenheit mehrfach die koptische Kirche als „Staat im Staate“ kritisiert und Christen als Nicht-Staatsbürger bezeichnet. Die Menschenrechtsorganisationen appellierten an die Ägypter, die „Ziele der Revolution zu verteidigen“, um mit einer weltlichen Verfassung die Grundlage für „sozialen Frieden und nationale Einheit“ zu legen.«

http://www.gfbv.de/pressemit.php?id=2577

(50) Wael Abbas blick durch: „So etwas wie einen moderaten Islamisten gibt es nicht.“ Am 15.02.2011 berichtet Richard Spencer aus Kairo über Tariq al-Bishris Nähe zur Wasat-Partei, einem Sprössling der Muslimbrüder: „Tarek al-Bishry … has been associated with Al-Wasat, an offshoot of the Brotherhood.“ Manche Ägypter sind pessimistisch, was eine säkulare (freiheitliche) Zukunft Ägyptens betreffend, deutet Richard Spencer an: „But the make-up of the new committee, and the fact it has been given just ten days to come up with a new constitution, has dashed hopes that it will remove Article 2, which makes Islam the state religion and says Shariah is the main source of law..“ Wael Abbas, der sich auch für Ägyptens Bahais und Atheisten stark macht, unterstützt einen Wegfall von Artikel 2 der Verfassung, der den Islam als Staatsreligion festschreibt, und warnt: „Islamists being on the committee is not going to help that … We want equality for all Egyptians, including Christians, Jews, Bahais, and those who consider themselves atheists. … The army seems to have made some sort of deal with the Muslim Brotherhood.“

http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/africaandindianocean/egypt/8326469/Egypt-Islamist-judge-to-head-new-constitution-committee.html

Misr Digit@l (misrdigital.com) ist der Blog von Waʿīl ʿAbbās

http://misrdigital.blogspirit.com/

(51) Beim Danish Egyptian Dialogue Institute (DEDI, Dansk Egyptisk Dialog Institut) schreibt Ethar Shalaby zur Lage in Kairo: Some Egyptian Copts are dissatisfied that the committee includes Sobhi Saleh, the influential Muslim Brotherhood member, and that the panel is chaired by Al Bishry, who is known for advocating the Islamic thought. “It is a disaster to have a committee headed by Al Bishry, and with a brotherhood lawyer as a member,” Coptic Church lawyer Naguib Gabraeel said. He added: “the entire church is deeply angry over the committee, and some human rights activists will march to the military council to express their refusal to include the brotherhood in the committee”.

http://dedi.org.eg/index.php/en/hiwar-mag/71-featured/723-egypts-military-convenes-panel-to-review-constitution

(52) Roel Meijer, p. 31: “Al-Bishri distinguishes between two currents of religion, the first which bases itself on Idjtihad In order to make the sharl’a again into an effective force in life, and the other which tries to retain it within the scholastic tradition of the last centuries, thereby ellmating its influence on real life.”

https://openaccess.leidenuniv.nl/bitstream/1887/9764/1/12_605_075.pdf

(53) Der sich Abu Talut nennende Sulaiman A. Dawood, ein Funktionär der Muslims of the Americas und Vietnam-Kriegsveteran, schwärmt von der Flexibilität der Scharia: Those who submit to Allah in Islam, have the best doctrine of government to abide by. This is so because Islam governs not only man’s physical state but also his spiritual state. … Those opposed to Al Islam refer to it as an anachronism, a dinosaur unsuitable for the present fast-paced high-tech world. Nothing could be further from the truth. In fact the beauty of the Sharia of Al Islam is its flexibility. The Sharia is a framework appropriate for all times, all places and all peoples.

http://www.iol.ie/~afifi/BICNews/AbuTalut/AbuTalut4.htm

Rechtssicherheit war gestern, jetzt wird`s flexibel. Islamic Law and Jurisprudence is not always understood by the western press. … The major myth of many people is that judges in Islamic nations have fixed punishments for all crimes. In reality the judges have much greater flexibility than judges under common law. Aus: Dennis J. Wiechman, Jerry D. Kendall, Mohammad K. Azarian: Islamic Law: Myths and Realities.

http://www.islamawareness.net/Shariah/sh_article004.html

http://www.mediamonitors.net/wiechmankendall&azarian1.html

Brannon Wheeler: Instead, Shariah is flexible, and applies differently in different contexts.

http://holykaw.alltop.com/oklahoma-bans-sharia-law

(54) Die Sehnsucht nach der „flüssig“ (totalitär, revolutionär) bleibenden Scharia, und damit: Die Angst vor dem Dschumud (ǧumūd), vor der glaubensbezogenen Starrheit, ist in Deutschland angekommen, betont der Sympathisantenkreis von Hassan Dabbagh und Pierre Vogel: „und fand in ihm weder die Starrheit (arab. dschumud), die viele Hadithgelehrte kennzeichnet, noch die Schwerfälligkeit, die viele Übermittler besitzen. Vielmehr vermittelt er einfach und verständlich und sehr kompetent die Aussagen der Gelehrten und Rechtsschulen der Salaf und der Autoritäten in Aqida und Fiqh.“

http://fa-tuba-lil-ghuraba.de.tl/Imam-Adh_Dhahabi.htm

(55) Sayyid Qutb rüttelt auf: it is a historical and religious duty to salvage Islamic thought for all sorts of corruption and, above all, from mental rigidity (jumûd ‚aqlî) (Seite 147). Islamisten wissen, welche Dekadenz droht: belief gets transformed into an element of rigidity (‚unṣur jumūd) instead of becoming an element of foreward movement and expansion (Seite 226).

Aus: Ibrahim M. Abu-Rabi‘: Intellectual origins of Islamic resurgence in the modern Arab world, New York 1996.

http://books.google.de/books?id=ZVEOiocde-gC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

(56) Muhammad Y. Faruqi beschwört die Flexibilität der Scharia nach der Ergreifung des Idtschihad. The fuqaha’ fully understood the need to reconcile the space-time requirements of the Shari’ah. They developed elaborate methods of ijtihad that provided a great deal of flexibility within Islam’s normative framework. As a result, ijtihad acted as a mechanism for engendering continuous progress and development in all spheres of life. This practice arose in order to cope with existing realities and due, to Islam’s emphasis on development and progress and opposition to inertia and stagnation.

http://forums.islamicawakening.com/f16/consideration-urf-judgments-khulafa-al-rashidun-early-42940/

Muhammad Y. Faruqi. International Islamic University Malaysia.

http://www.iium.edu.my/

Fakultät: IRKHS. Kulliyyah [Fakultät] of Islamic Revealed Knowledge and Human Sciences. The Kulliyyah of Islamic Revealed Knowledge and Human Sciences was established in 1990. It is now the largest faculty in the University, with over 4,000 students and some 250 full-time academic staff. Its formation represents a drive to integrate Human Sciences and Revealed Knowledge disciplines. The Kulliyyah offers programmes that bridge the divide between the “religious” and “secular” sciences.

http://www.iium.edu.my/irkhs/

(57) Meijer Seite 23 Fußnote 67. Allahgott denkt geschichtsbewusst: On the Case of the Application of the Shari’a from the Historical Point of View, ein weiterer Text von Tariq al-Bishri über das geheiligte Diskriminieren.

(58) the weekly newspaper of the Labor Party, which became increasingly Islamist in tone under the editorial leadership of ‚Adil Hussein. Aus: Carrie Rosefsky Wickham: Mobilizing Islam: Religion, Activism, and Political Change in Egypt. Seite 101, Kapitel The Parallel Islamic Sector.

http://books.google.de/books?id=m9RWMXDxMmcC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

The Labor Party (currently suspended) was founded in 1978 under the name “Socialist Labor Party” by President Sadat.

Islamic principles of governance: The Labor Party’s platform considers Islam as the point of reference for a system of governance and calls for constitutional amendments that explicitly acknowledge Egypt’s Islamic identity.

Socialist economics: True to its socialist origins, the Labor Party calls for aggressive regulation of market forces by the state and holds the government responsible for administering welfare programs and essential public services.

Alliances: In 1987, the Labor Party allied with the Muslim Brotherhood and al-Ahrar to form the Islamic Alliance, a coalition that won 65 seats in parliamentary elections. The alliance exacerbated a longstanding rift between the party’s socialists and its growing Islamist constituency, and some members feared that the Muslim Brotherhood – the dominant party in the Islamic Alliance – would overshadow the weaker Labor Party and dampen the prospects of its political success.

Rewriting the Constitution to highlight the centrality of Islam as a reference point.

http://egyptelections.carnegieendowment.org/2010/09/13/socialist-labor-party

(59) Taiyār (tayyar), Bewegung, Trend, Strömung, findet sich im Namen Taiyār al-Mustaqbal, Future Mouvement (FM). FM-Gründer war der libanesische Unternehmer und Politiker Rafīq al-Ḥarīrī, der, vielleicht durch Mitglieder syrischer und libanesischer Geheimdienste, am 14.02.2005 ermordet wurde.

http://en.wikipedia.org/wiki/Movement_of_the_Future

Spezies Milla-Parlamentarier. Demnächst auch in Deutschland, wenn wir alle nur weiter so laut nach dem „Zusammenleben von Christen und Muslimen“ brüllen wie Thomas Lemmen und Werner Höbsch:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/2/2e/Libanonwahlen2006_2.pg

(60) „Hamas was formed in 1987 with the first Intifada,“ argued Tareq El-Bishri, a prominent intellectual and former vice-president of the State Council. Until that date, the Palestinian question and power of decision was caught outside the Palestinian occupied territories. The Palestinian Liberation Organisation was in exile while Arab countries were assuming active roles on the issue.

„Everything was external until 1987 when the spirit of resistance materialised with the Intifada and the formation of an Islamic current,“ he said.

„Resistance, leaders and movements with an infrastructure emanated from inside at this stage, all in an Islamic context of martyrdom and armed resistance that confront an occupation that seeks to eliminate the Palestinians altogether. Sheikh Yassin was at the heart of all this. And this is why we are witnessing an overall approval of the man and what he stood for,“ El-Bishri went on.

Aus: A million Yassins? Von: Amira Howeidy, in: Al-Ahram Weekly, 25.03.2004

http://yaleglobal.yale.edu/content/million-yassins

http://www.notanymore.net/index_detail.php?id=532

http://www.masress.com/en/ahramweekly/20859

(62) CSU-Landesgruppen-Chef Hans-Peter Friedrich baut am passgenau ergänzenden Gegenstück zur Kontur gewinnenden Euro-Nation of Islam, dem reinstallierten theokratischen Abendland: „Dieser Prozess gibt Anlass zur Sorge. Deshalb wird es Zeit, dass sich Christen wieder stärker zu ihren gemeinsamen Werten, zu ihren gemeinsamen Fundamenten und zu den Symbolen bekennen, die unsere christlich-abendländische Kultur prägen. … Ein Islam mit einem europäischen Gesicht, der dann nichts mehr mit Islamismus zu tun hätte. Ich halte den Islamismus für den größten Feind des Islam.“

http://www.kath.net/detail.php?id=25006

(63) Zerlegung des Staatsvolkes in zwei Religionsvölker: „gesamtstaatliche Dialogplattform zur Pflege der Beziehungen zwischen dem deutschen Staat und den Muslimen.“

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Standardartikel/DE/Themen/PolitikGesellschaft/ohneMarginalspalte/DIK/dik_zweite_phase.html?nn=102630

(64) Gesamtgesellschaft, gesamtgesellschaftlich. Über Schariafreundin Nina Mühe (Blog nafisa) berichtet Karin Schädler am 15.12.2009 in der taz: „Ziel des Blogs ist es auch, an den gesamtgesellschaftlichen Diskussionen über den Islam teilzunehmen“

http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/reine-auslegungssache/

(65) Gesamtstaatlichkeit, gesamtstaatlich (Kalifat, kalifatisch). Mathias Rohe, Seite 316, Seite 277

http://books.google.de/books?id=i8f5ez7_HvIC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

(66) Mehr Konstruktivität (Scharia), konstruktiv (islamophil) statt destruktiv (islamophob). Auch Islamverherrlicher Udo Steinbach verwendet das Wort: „Mit Themen wie islamische Verfassung, Islam in der Demokratie, Teilhabe am politischen und sozialen Leben, Islam und Grundgesetz. Ich stelle fest, dass Muslime sich sehr konstruktiv damit auseinandersetzen.“ Alle weltweiten Reaktionen auf die Angriffe vom 11. September lassen sich für Steinbach optimistisch deuten, denn: „Ich würde das neutral werten; es ist ein Versuch zu verstehen, was am 11. September geschehen ist. Dahinter steht jedoch eher eine konstruktive Tendenz als etwa eine Tendenz zur Abschottung gegenüber dem Islam oder Muslimen. Außerdem nehme ich eine Suche nach Möglichkeiten wahr, einen konstruktiven Zugang zur islamischen Welt insgesamt zu finden.“ Interview: Marie-Luise Gries, Isoplan. Nach: Ausländer in Deutschland 04/2001, 17. Jg., 15. Dezember 2001.

http://www.maghreb.de/content/aufsaetze/aufsatz_015.shtml

Auf QANTARA warnt Ülger Polat vor einem Scheitern der Deutschen Islamkonferenz (DIK) und droht: „Wenn diese positive Initiative ohne eine Antwort seitens der Politik bleibt, werden die Muslime die Ernsthaftigkeit der Bemühungen des Staates in Frage stellen müssen, die Gleichstellung des Islam konstruktiv anzugehen.“

http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-686/i.html

(67) Geologieprinzip Ridge-Push, islamisch gelesen: Die gedoppelte Bevölkerung treibt auseinander, die wachsende Kluft (spreading center) der geplanten Rechtsverschiedenheit überbrückt der „Dialog der Religionen“. Islamisierung aktiv. Andernorts und in starrer Mechanik verbunden ereignet sich die Subduktionszone des Dschihad: Islam dominates, make the Dhimmis „feel themselves subdued“ (Quran, Sura 9:29).

http://www.uoguelph.ca/geology/geol2250/glossary/HTML%20files/plates.jpg

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La zone de subduction, Subduktionszone. Wissenschaft und Rechtseinheitlichkeit werden in die Tiefe gedrückt und eingeschmolzen. Der säkulare Staat als Intermezzo im Magma von Stammeskultur (Barbarei) und Faustrecht. Islamisierung abgeschlossen.

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(68) Die nachwachsende dialogische Brücke. Foto: Island, die amerikanische und die europäische Platte rücken auseinander.

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Entenhausen-Fan Patrick Bahners

Oktober 26, 2010

الخلافة

al-Ḫilāfa

Caliphate

Kalifat

Multikultur pro Kalifat

Was Multikulturalist Patrick Bahners mit »Fanatismus der Aufklärung. Zur Kritik der Islamkritik«, abgedruckt in: Blätter für deutsche und internationale Politik (Ausgabe 9/2010, Seite 105-118), zum Thema Islam schreibt, verdient Kritik, meint Jacques Auvergne.

Wir kürzen Bahners Text nur ein wenig und lassen den Verteidiger des Glaubens (Foto (1)) gleich loslegen:

Ayaan Hirsi Ali hat vor vier Jahren im Interview mit einer deutschen Zeitung erklärt: Es „steht für mich fest, dass der Islam mit der liberalen Gesellschaft, wie sie sich im Gefolge der Aufklärung herausgebildet hat, nicht vereinbar ist.“ Dasselbe Bekenntnis, in kaum anderen Worten, findet sich im Schlusskapitel des jüngsten Buchs von Necla Kelek, „Himmelsreise – Mein Streit mit den Wächtern des Islam“: „Ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass der Islam, so wie er sich in seinem politischen Kern heute darstellt und repräsentiert, nicht in eine demokratische Gesellschaft zu integrieren ist. Der politische Islam stellt sich in seinem ganzen Wesen als ein Gegenentwurf zur aufgeklärten Zivilgesellschaft dar.“

Ayaan Hirsi Ali und Necla Kelek überzeugen uns mit ihrer Einschätzung von Sunna und Scharia, weil ein orthopraktischer und jenseitszentrierter Kult, der seiner quasigenetisch (y-chromosomal) definierten Anhängerschar je nach Bedarf mit Verlockung, Einschüchterung, Prügel oder Mord verdeutlicht, dass ein Verlassen des Islam ebenso in die Hölle führt wie ein schuldhaft versäumtes Gebet, von uns nicht als liberal bezeichnet werden kann.

Patrick Bahners hingegen scheint am Mehrstufenrecht der mohammedschen Medinarepublik bzw. des osmanischen Millet-Systems ebenso Gefallen zu finden wie an Geschlechterapartheid und Schleierpflicht Marke Ruhollah Chomeini oder Yusuf al-Qaradawi:

Dass der Gegner unserer aufgeklärten und zivilen Gesellschaft näher bestimmt wird als der politische Islam, bedeutet bei Necla Kelek keine Einschränkung gegenüber Ayaan Hirsi Ali, die den Islam als solchen für unvereinbar mit der liberalen Gesellschaft als dem Ergebnis der Aufklärung hält. Das Politische ist nach Erkenntnis von Kelek eben der Kern, das ganze Wesen des Islam, mit dem es die Welt seit 1400 Jahren zu tun hat.

Einer kluger Slogan der alten Achtundsechziger lautete: Das Private ist politisch. Für Patrick Bahners ist die von Mohammed angeordnete Vertreibung und Ermordung der Juden in Medina offensichtlich ebenso „unpolitisch“ wie die als Zug nach Chaibar bekannte älteste Dhimma und Islamexpansion.

Menschenrechtsfeindliche Unsitten in muslimischen Migrantenmilieus, von tödlicher Selbstjustiz gegen die sexuelle Selbstbestimmung bis zu alltäglichen Routinen der Misshandlung von Frauen und der Herabsetzung von Andersgläubigen, kann Necla Kelek daher politisch deuten, als zeitgenössische Gestalten eines Herrschaftssystems der ungleichen Rechte.

Das kann die Sozialwissenschaftlerin Kelek tatsächlich, und so schwierig ist das ja gar nicht, denn nur der Mann darf nach Allahs Geboten bis zu vier Ehefrauen erhalten, der Frau jedoch stehen weder vier Ehemänner zu noch ein Leben als Single, Lesbe oder Kopftuchverweigerin.

Für Patrick Bahners mag es Gleichbehandlung sein, wenn die Aussage einer Frau vor Gericht nur halb so viel gilt wie eine männliche, die Schwester nur halb so viel erbt wie ihr Bruder. Hat der 1967 geborene Journalist schlicht keine Ahnung vom Islam?

Während selbst der Mann laut Koran für Geschlechtsverkehr mit Nichtehepartnerinnen oder Nichtsklavinnen hundert Peitschenhiebe erhält oder, sofern vier Zeugen auftreten, öffentlich gesteinigt werden soll, ist das öffentliche Steinigen oder anderweitige Töten der unzulässigen Sex kultivierenden Muslima ein aus islamischer Sicht berechtigtes Herstellen von „Gerechtigkeit“. Warum aber verteidigt der zwischen 1989 und 1993 als Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung arbeitende Bahners heutzutage die geheiligte islamische Deklassierung der Frau?

Ist der in Paderborn geborene Bahners zum Islam konvertiert und daher aus paradiesischer Gottesfurcht bzw. höchst diesseitiger Bedrohungslage gehalten, die Herabsetzung der Frau nach Sunna und Scharia zu beschönigen? Oder ist Bahners, der sein Abitur am Bonner Beethoven-Gymnasium erlangte, ein von Hass auf jede verlässliche Struktur getriebener Linksradikaler nach dem Muster der Sabine Schiffer oder aber ein Egozentriker, der weltweite Gewaltsituationen zum persönlichen Vorteil umarbeitet, etwa nach dem Grundsatz „eure Armut kotzt mich an“ bzw. nach dem klientenzentrierten Ansatz der auf den Hund gekommenen Sozialarbeit: „Ich bin ok, du bist ok, gut, dass wir darüber geredet haben“?

Es ist die Überzeugung der Islamkritik, dass freie Bürger Toleranz für den Islam, gleichgültig in welcher seiner historisch und sozial wirkmächtigen Spielarten, unter keinen Umständen riskieren dürfen. In Deutschland hat Ralph Giordano diese Überzeugung mit äußerster Schärfe ausgesprochen, in dem offenen Brief, in dem er im August 2007 im Streit um den Kölner Moscheebau dem Dialogbeauftragten des Bauherrn, der Ditib, der deutschen Repräsentanz des türkischen Staatsislam, den Dialog verweigerte. Giordano stellte die „Schicksalsfrage“: Ist der Islam „überhaupt vereinbar mit Demokratie, Menschenrechten, Pluralismus, mit Aufklärung und kritischer Methode“? Als Zeugen für seine Antwort rief Giordano, ohne die Namen zu nennen, Ayaan Hirsi Ali und Necla Kelek auf: „Es sind Muslime selbst, die dieser Frage am skeptischsten gegenüberstehen, ja, sie offen verneinen und, unter Gefährdung einer Fatwa, die eigene Religion haftbar machen als die wahre Ursache für die Schwierigkeiten, die der Islam bei seinen Anpassungsversuchen an die Moderne hat.“

Giordano forderte die Ditib auf, „die Befindlichkeit der Mehrheitsgesellschaft und ihre Furcht vor einer schleichenden Islamisierung angesichts immer neuer, wie Pilze aus dem Boden schießender Moscheen in Deutschland sehr ernst“ zu nehmen. Ernstnehmen der Moscheenfurcht der Mehrheitsgesellschaft hätte nach Giordano bedeutet: „Üben Sie den Rückzug!“ Dieser Rückzug, der Verzicht auf das Bauvorhaben in Köln-Ehrenfeld, hätte aber auch nicht erfüllt, was der Schriftsteller im Namen der Mehrheitsgesellschaft von der muslimischen Minderheit verlangte. Zur Vermeidung jeglichen Missverständnisses setzte Giordano hinzu: „Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem!“

Ralph Giordano ist zuzustimmen: So lange Scharia und Fiqh nicht überwunden sind, das heißt abgelegt sind, so lange ist der Islam als wissenschaftsfeindliche, jenseitszentrierte, sexualmagische und die Menschheit in Klassen unterschiedlichen sittlichen und finanziellen Wertes spaltende Weltanschauung eine Bedrohung für die kulturelle Moderne und nicht in einen Rechtsstaat integrierbar.

Dieselbe Aussage, freundlicher gewendet, steht auch in Ayaan Hirsi Alis Zeitungsinterview von 2006: „Der Islam, nicht die Muslime sind das Problem.“

Ausgezeichnet: Muslim rein, Scharia raus. Hirsi Ali weiß, wovon sie spricht, anders als Bahners, dem die Worte Hidschab und Scharia in dem hier betrachteten Text »Fanatismus der Aufklärung« bis jetzt nicht über die Lippen gegangen sind.

Allein die Wahl des Titels »Fanatismus der Aufklärung« ist unserer Empörung wert: Soll hier, wo Verteidiger der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wie Ralph Giordano und Necla Kelek angegriffen werden, einer »Lässigkeit der Barbarei« das Wort geredet sein? Fordert Bahners, der bei den von ihm Kritisierten offensichtlich so etwas wie wütende Wissenschaftlichkeit oder verkrampfte weltbürgerliche Gesinnung ausmacht, statt unseres Einsatzes für die AEMR die Toleranz für die »Gemütlichkeit des Gottesstaates«?

Necla Kelek hat mehr im Sinn als eine Wiederbelebung des Kanzelparagraphen im Strafgesetzbuch, der von 1871 bis 1953 Geistliche mit Haftstrafen bedrohte, die „Angelegenheiten des Staates in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise zum Gegenstande einer Verkündigung oder Erörterung“ machten. Nicht erst an dem, was in einer Moschee gepredigt wird, erkennt man, ob in ihr der politische Islam herrscht. Schon die übliche Sitzordnung, die Trennung nach Geschlechtern, zementiert das System der Macht. Daher erklärt Necla Kelek: „Solange die Moscheen nicht das gleichberechtigte Miteinander pflegen, sondern hinter dem hijab, dem Schleier, archaische und patriarchalische Strukturen befördern, solange es nicht Orte sind, an denen Männer und Frauen gleiche Rechte haben und gleich behandelt werden, sind solche Häuser demokratie- und integrationsfeindlich.“ Das müsste dann allerdings auch für die Synagogen mit Ausnahme der liberalen gelten und erst recht für katholische Kirchen, an deren Altären keine Priesterinnen das Messopfer feiern dürfen.

Weshalb wir ja auch Staatsbürger sind und keine Christenbürger oder Moslembürger. Patrick Bahners spielt ein wenig den Religionskritiker, ohne vor der drohenden Rechtsspaltung im Familienrecht zu warnen.

Dass für Nordamerika und Europa nach dem schlechten Vorbild von Pakistan, Indien und Bangladesch und mit einer Übernahme oder Neuentwicklung der schariaverträglichen »Two-Nation Theory« der Zerfall der offenen Gesellschaft in mehrere Religionsvölker oder Glaubensnationen auf dem Spiel steht, sieht Bahners nicht oder es lässt ihn ebenso ungerührt wie den Schweizer Sozialanthropologen Christian Giordano, der sich für den „Rechtspluralismus“ ausspricht und gegen das für alle geltende, einheitliche und gleich behandelnde Recht.

Kopftücher nur in der Moschee: Diese Reform wäre kein Signal der Trennung von bürgerlicher und religiöser Sphäre, sondern würde den Schleier nur fester binden, der den Patriarchalismus, dem in der Moschee gehuldigt wird, schützt.

Im Namen der Multikulturalität will Bahners das Lehrerinnenkopftuch und vielleicht auch die Burka im öffentlichen Raum dulden.

Der Hidschab ist ein Dressurinstrument auf islamisch korrektes Verhalten, die Frau bekennt sich als dem Männerrecht unterworfen. Wie ein mahnend erhobener Zeigefinger verkündet das islamische Kopftuch: Ich bin keinesfalls lesbisch und ein schwuler Sohn wäre Allahgott und mir ein Gräuel. Der Schleier ruft zum Aufbau der rechtsparallelen Ordnung auf, zum Akzeptieren der Inhalte von Koransure und Fatwa. Muslimische Frauen sind damit als Menschen zweiter Klasse kenntlich gemacht, Nichtmuslime als Halbsklaven.

Mit dem Verweis auf die Scharia wird die Unvereinbarkeitsthese inhaltlich gefüllt. Kelek warnt davor, beim Begriff der Scharia „allzu schnell“ an „Steinigungen und Peitschenhiebe“ zu denken. Das Ausmalen dieser Greuelbilder könnte die Illusion nähren, die Scharia sei durch humanitäre Strafrechtsreformen zu entschärfen. Eine Ächtung grausamer Strafen ließe „das eigentliche Grundprinzip der Scharia“ intakt, „die religiöse Normsetzung“.

Als „Beleg“ zitiert unser, ein der ekstatischen Albernheit zugeneigter bekennender Donaldist (Forscher zu Donald Duck aus Entenhausen), den zeitweiligen proschariatischen Regierungsberater und rechtspluralistisch orientierten Gerichtsgutachter im ersten Berliner Urteilsverfahren zum Schulischen Gebetsraum (Diesterweg-Gymnasium), Mathias Rohe, dessen 2009 erschienenes »Das islamische Recht. Geschichte und Gegenwart« den Fortbestand der säkularen (freiheitlichen) Demokratie aufs Spiel setzt:

Der Erlanger Zivilrechtler Mathias Rohe definiert die Scharia als „die Gesamtheit aller religiösen und rechtlichen Normen, Mechanismen zur Normfindung und Interpretationsvorschriften des Islam.“ Er will damit ausdrücken, dass die Scharia kein Normensystem nach Art einer Kodifikation ist, wie der Journalist Josef Joffe voraussetzte, als er unlängst verkündete, die Debatte um die Islamkritik erledige sich, sobald man frage, ob man der Scharia den Vorzug geben wolle oder dem BGB.

Rohe und Bahners übersehen oder verschweigen, dass der schariabezogene Gehorsamsverweigerer auf lange Zeit oder ewig in den höllischen Flammen brät. Unser Recht dient aber gar nicht der Seelenrettung.

Der Erzbischof von Canterbury hat Hass und Spott auf sich gezogen, weil er darüber nachzudenken anregte, ob das englische gemeine Recht der Scharia für geeignete Materien den förmlichen Status eines wahlweise verfügbaren alternativen Rechtsweges einräumen könnte.

Rowan Williams und Patrick Bahners wollen die religiös begründete Rechtsverschiedenheit. Antrag abgelehnt.

Necla Kelek findet nun aber gerade in der Scharia-Definition von Matthias Rohe die Denkungsart bezeichnet, von der kein Weg zur rechtsstaatlichen Gesinnung führe. Die Scharia koppelt „rechtliche Regelung“ an „religiöse Verpflichtung“.

Kelek erkennt klar, dass es bei einer im Personenstandsrecht geduldeten Scharia mehrstufigen Feminismus gibt, Menschenrecht im Plural.

Die Forderung von Mustafa Cerić: „opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law“ ist das Angebot auf einen religiös begründeten Staatsstreich. Der dem Netzwerk des Yusuf al-Qaradawi angehörende bosnische Großmufti ist ein glaubensbewegter Putschist.

Sie proklamiert also ein Rechtsetzungsmonopol des demokratischen Gesetzgebers und ist in der Verteidigung dieses Monopols noch radikaler und konsequenter als Ralph Giordano.

Das islamische Recht stammt nicht von Menschen. Hierzulande ist das Volk der Souverän, nicht die Gottheit.

Herr Bahners, auch für den Fall, dass Sie ein an Paradies und Hölle glaubender Muslim sind, möchten wir Sie dringend bitten, auf ihre die Demokratie in die (parallelgesellschaftliche) Allahkratie transformierende Werbung für eine Rechtsspaltung zu verzichten. Anders als in Saudi-Arabien oder im Iran besteht in Europa unbeschränkte Bekenntnis-, Glaubens- und Gewissensfreiheit – und das soll auch so bleiben.

Die Religionsausübung ist nach Artikel 4 GG eingeschränkt, damit frommes Menschenopfer für den hungrigen Gott Huitzilopochtli und religiös begründeter Kannibalismus nicht praktikabel werden.

In der kulturellen Moderne hat die korankonforme Dressur, die auf den Vater oder Ehemann einer so genannten Muslima eingewirkt haben mag, den Lebensweg der Frau eben nicht vorzuzeichnen. Journalist Bahners duldet die grundsätzliche Abkopplung der Biographie des zu „muslimisierenden“ Individuums vom nichtmuslimischen „way of life“. Segregierte Straßenzüge und Stadtviertel werden die Folge sein.

Den Beschwörungen einer christlichen Leitkultur kommt eine Islamkritik scheinbar entgegen, die die Muslime belehrt, sie hätten sich den hiesigen Sitten und Normen anzupassen, und die sich dabei als islamische Selbstkritik nach christlichem Vorbild gibt, als Avantgarde einer muslimischen Reformation.

Unsinn, die BRD ist nicht als Christenrepublik gedacht worden, und Calvins Todesurteil gegen Servet ist möglicherweise etwas ebenso Abendländisches wie die Durchführung eines Hexenprozesses.

Gründliche Islamkritiker verteidigen die universellen Menschenrechte und das auf ihnen beruhende deutsche Grundgesetz, nicht die Identitäten und Kollektivrechte von Okzident bzw. Christenheit.

Wie hat man sich diese Reformation vorzustellen, wenn sie nicht bloß eine Vision sein soll wie die „Himmelsreise“ von Necla Keleks jüngstem Buchtitel, die Reise Mohammeds nach Jerusalem, sondern jener historische Vorgang, auf den die islamische Welt in der Vorstellung der Islamkritik wartet, ein Vorgang in Raum und Zeit?

Sehr geehrter Herr Bahners: Was Ayatollah Chomeini 1979 leistete, war ohne Zweifel „ein Vorgang in Raum und Zeit“, das ist aber nun gar nicht die „Vorstellung der Islamkritik“, jedenfalls keine ersehnte.

Der Westen im Besitz der Wahrheit

Die Islamkritik hat keinen Anlass, Szenarien einer humanistischen Erneuerung des Islam im Bündnis mit solchen Kräften der weltlichen Klugheit zu entwerfen, wie sie zu den entscheidenden Trägern der Reformation Luthers und Calvins gehörten. Die Überzeugungskraft der aufgeklärten Gesellschaft, glaubt man, muss sich nur zur Wirkung bringen. Die Islamkritik ist die ins Apokalyptische gesteigerte Neuauflage der Magnettheorie des Kalten Krieges.

Menschenrechte sind nicht westlich und nicht östlich, sondern sie sind entweder allgemein oder sie sind gar nicht.

Den Kosmos in Dar al-Islam und Dar al-Harb zu spalten, das ist die erneuerte Zweipoligkeit. Der Islam will den Krieg gegen die kulturelle Moderne und die Gleichberechtigung der Frau, sein Friedensangebot, die Rechtsverschiedenheit und Frauendeklassierung, sollten wir nicht annehmen.

Jacques Auvergne

(1) Allahs Hofberichterstatter in Farbe. Patrick Bahners.

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