Posts Tagged ‘Politische Gefangene im Iran’

Evin-Gefängnis: Viele Häftlinge sind schwer krank

November 5, 2013

زندان اوین, بند ۳۵۰

zendān Evin bande 350

Section 350 of the Evin Prison

Evin-Gefängnis Trakt 350

Aufruf zur Unterstützung von kranken politischen Gefangenen. Von 47 politischen Gefangenen aus Trakt 350 des Evin-Gefängnisses, Teheran, Iran

Unsere aufrichtige und tiefe Dankbarkeit gilt den Organisatoren dieser Kampagne in Europa, den Vereinigten Staaten und Kanada

Wir sind politische Gefangene mit oder ohne Gesundheitsbeschwerden aus dem Teheraner Evin-Gefängnis, Trakt 350. Wir leiden sehr daran, dass uns medizinische Behandlung vorenthalten wird, was Methode hat und Teil der systematischen Belastungen ist, die das Islamische Regime seinen Menschen auferlegt. Viele von uns sind in unmittelbarer Lebensgefahr und viele von uns haben durch den Mangel an ärztlicher Versorgung bereits bleibende Schädigungen davongetragen. Neben dem vielfältigen Druck und allen Schwierigkeiten, denen Gefangene jeden Tag ausgesetzt sind, haben sich viele von ihnen aufgrund von mangelnder Hygiene und unsachgemäßer medizinischer Versorgung Erkrankungen zugezogen. Die medizinische Fürsorge hier ist nicht nur dürftig, sondern unzuverlässig und praktisch wirkungslos. Regelmäßig verschlechtert sich der Gesundheitszustand vieler Gefangener, denn denn oft müssen sie wochen- oder sogar monatelang warten, bevor sich jemand um sie kümmert oder sie außerhalb des Gefängnisses medizinisch versorgt werden können. Wer in die Mühlen von Schreibkram und Papierkrieg gerät, die mit einem Gang ins Krankenhaus nun einmal verbunden sind, den erwarten Erniedrigung, Beschuldigungen und Schikane seitens der Gefängnisärzte und Wächter. Im Gefängniskrankenhaus wird der Kranke üblicherweise an das Bett gekettet und unmenschlich behandelt.

Die Behandlung ist derartig schrecklich, dass es die meisten vorziehen an ihrer Krankheit zu leiden, statt zu verlangen, in ein Krankenhaus zu kommen. Obwohl einige von ihnen an akuten und sehr ernsthaften Krankheiten leiden, lehnen sie es ab, die erniedrigende Gefangenenuniform zu tragen und sich Handschellen anlegen zu lassen, woraufhin ihnen der Krankenhausbesuch verweigert wird. Es scheint zum Programm des iranischen Umgangs mit Gefangenen zu gehören, dass sich medizinische Versorgung, angemessene Ernährung sowie eine hygienische Umgebung Tag für Tag verschlechtern.

Wir, die Unterzeichnenden erklären unsere größte Anerkennung für jeden, der aufrichtig und unerschütterlich, aus Gründen der reinen Menschlichkeit die Kampagne Lasst ihr Herz nicht aufhören zu schlagen – Do Not Let Their Heartbeats Stop unterstützt. Jetzt möchten wir Sie auf die schlimme Notlage aufmerksam machen, die sich aus dem Fehlen einer medizinischen Versorgung für die politischen Gefangenen ergibt und bitten Sie um Ihre Unterstützung. Unterzeichnet von folgenden politischen Gefangenen:

Amir Dorosti, Reza Shahabi, Behnam Ebrahimzade, Saeed Mohammad Ebrahimi, Omid Shah-Moradi, Majid Mohamadi Maen, Mohammad Mehdi Sajedfar, Gholamreza Khosravi, Majid Assadi, Mohammad Sayemi, Hati Yazloo, Saeed Mohammad Hadiri, Reza Akbari Monfared, Ali Maghzi, Hamid Moradi, Amir Eslati, Mostafa Daneshjoo, Afshin Kermpour, Farshid Yadollahi, Mohammad Daroie, Sina Azimi, Shahin Dadkhah, Esmael Azizi, Alireza Sayedian, Saeed Abedini, Gholamreza Hosseini, Reza Entesary, Rasol Etesami, Alireza Ahmadi, Omid Behroozi, Davood Assadi, Ali Allai, Pajman Abdol Hosseinzade, Payman Casnejad, Yaghob Maleki, Mehdi Khodai, Rasool Esmailzade, Esmael Barzagar, Hamid Horaband, Alir Rezai Ghasabzade, Vahid Asghari, Omid Zarenejad, Mohammad Haddi Bardbar, Farshid Fatehi, Salar Sotodeh, Hasan Siskhati, Kamron Eyazi

Trakt 350 des Evin-Gefängnisses, Teheran im Oktober 2013

Persische Textfassung:

http://tinyurl.com/nsaxowf

Die Organisation Campaign to Free Political Prisoners in Iran (CFPPI) hat unter dem Namen Lasst ihr Herz nicht aufhören zu schlagen (Don’t let their heartbeats stop!) eine Kampagne initiiert, die alle politischen Gefangenen im Iran unterstützen will, denen eine medizinische Versorgung vorenthalten wird. Die zweimonatige Kampagne begann am 10. Oktober 2013, dem Internationalen Tag gegen die Todesstrafe, und dauert bis zum 10. Dezember 2013, dem Tag der Menschenrechte.

Die Kampagne hat ein dreifaches Ziel: 1. der Weltöffentlichkeit die Situation dieser politischen Gefangenen bekannt zu machen, 2. die bewusste Vorgehensweise des iranischen Regimes aufzudecken, die darin besteht, die Gefangenen durch den Entzug medizinischer Behandlung lautlos umzubringen sowie 3. den Druck auf das Regime auszuüben, damit die notwendige Gesundheitsversorgung endlich bereitgestellt wird.

Die Liste der Gefangenen, die keine medizinische Versorgung erhalten umfasst mehr als 70 Namen. Jeden Tag veröffentlichen wir die Beschreibung von einem oder zwei politischen Gefangenen einschließlich seines oder ihres Gesundheitszustandes. Die veröffentlichten Fallbeispiele können Sie hier lesen:

http://cfppienglish.wordpress.com/2013/10/20/cases-dont-let-his-heartbeats-stop/

Bitte unterzeichnen Sie die Petition zur Unterstützung der politischen Gefangenen:

http://www.change.org/en-GB/petitions/don-t-let-their-heartbeats-stop

Wie Sie sonst noch tun können erfahren Sie hier:

http://cfppienglish.wordpress.com/campaigns/current-campaigns/dont-let-their-heartbeats-stop/take-an-action/

Der Mangel an medizinischer Versorgung hat das Leben von hunderten von Gefangenen in Gefahr gebracht und die Bedingungen in den Gefängnissen sind schrecklich, aber unglücklicherweise wissen immer noch allzu wenige Menschen davon. Helfen Sie uns dabei, Menschenleben zu retten – Don’t let their heartbeats stop.

Nähere Informationen, for more information please contact:

Shiva Mahbobi

Sprecherin

CFPPI (Campaign to Free Political Prisoners in Iran)

+44(0) 7572356661

shiva.mahbobi@gmail.com

Facebook

Twitter: @shivamahbobi

http://www.iranpoliticalprisoners.com

http://cfppienglish.wordpress.com/

http://zendanisiasi.wordpress.com/

http://www.youtube.com/user/CFPPI2009

Call in support of sick political prisoners from 47 political prisoners from Ward 350 of Evin prison in Iran

With great thanks and appreciation to the organizers of this campaign in Europe, United States and Canada

We, political prisoners, both with and without ailments, in Ward 350 are suffering greatly from lack of medical attention due to problems created by the Islamic regime. Many of us are in danger of losing our lives and many of us have developed defects due to lack of aid. Aside from the many pressures and difficulties prisoners face every day; many prisoners have acquired ailments due to the lack of hygiene and improper medical care. The medical aid here is minimal, limited and ineffective. In many cases prisoners have to wait weeks or even months before someone comes to look after them or they are sent outside prison which often worsens their condition. Getting involved in the paper work and red tape in order to insist to go to a hospital is always met with humiliation, insults and harassment by prison doctors and guards. Usually in the hospital the sick patient is chained to the bed and treated inhumanely.

The treatment is so horrible that most choose to suffer from their sickness instead of demanding to go to a hospital. Although some have very severe illnesses they refuse to wear the humiliating prison uniform and to be hand cuffed and as such they are refused a visit to the hospital. Medical aid, proper nutrition and a hygienic environment are all being made worse every day for prisoners.

We the undersigned declare our greatest appreciation for the sincere and unwavering humanitarian support of the campaign of Do Not Let Their Heartbeats Stop. We would like to bring to your immediate attention the dire situation of the lack of medical care for political prisoners and ask for your support. Signed by following political prisoners:

Amir Dorosti, Reza Shahabi, Behnam Ebrahimzade, Saeed Mohammad Ebrahimi, Omid Shah-Moradi, Majid Mohamadi Maen, Mohammad Mehdi Sajedfar, Gholamreza Khosravi, Majid Assadi, Mohammad Sayemi, Hati Yazloo, Saeed Mohammad Hadiri, Reza Akbari Monfared, Ali Maghzi, Hamid Moradi, Amir Eslati, Mostafa Daneshjoo, Afshin Kermpour, Farshid Yadollahi, Mohammad Daroie, Sina Azimi, Shahin Dadkhah, Esmael Azizi, Alireza Sayedian, Saeed Abedini, Gholamreza Hosseini, Reza Entesary, Rasol Etesami, Alireza Ahmadi, Omid Behroozi, Davood Assadi, Ali Allai, Pajman Abdol Hosseinzade, Payman Casnejad, Yaghob Maleki, Mehdi Khodai, Rasool Esmailzade, Esmael Barzagar, Hamid Horaband, Alir Rezai Ghasabzade, Vahid Asghari, Omid Zarenejad, Mohammad Haddi Bardbar, Farshid Fatehi, Salar Sotodeh, Hasan Siskhati, Kamron Eyazi

Ward 350, Evin Prison, Tehran Iran, October 2013

Farsi translation:

http://tinyurl.com/nsaxowf

Campaign to Free Political Prisoners in Iran (CFPPI) has initiated a campaign called “Don’t let their heartbeats stop!” which is a campaign to support political prisoners in Iran deprived of medical attention. This is a two-month campaign from 10 October 2013, ( the World Day Against the Death Penalty) to 10 December 2013 ( the Human Rights Day). The purpose of this campaign is to highlight the condition of these political prisoners, to expose regime’s practice of silently killing these prisoners by depriving them from medical attention and to put pressure on the regime to provide medical attention.

The list of political prisoners deprived of medical attention: more than 70 prisoners . Every day we publish the description of one or two political prisoner(s) along with their medical condition. You can find the description of the cases which so far have been published via:

http://cfppienglish.wordpress.com/2013/10/20/cases-dont-let-his-heartbeats-stop/

Please sign a petition in the support of political prisoners:

http://www.change.org/en-GB/petitions/don-t-let-their-heartbeats-stop

you can support further by:

http://cfppienglish.wordpress.com/campaigns/current-campaigns/dont-let-their-heartbeats-stop/take-an-action/

The lack of medical attention has put the lives of hundreds of prisoners in danger but and the condition of prisons are horrific but unfortunately not many people know about it. Help us to save them, don’t let their heartbeats stop.

For more information please contact:

Shiva Mahbobi

Spokesperson

Campaign to Free Political Prisoners in Iran (CFPPI)

+44(0) 7572356661

shiva.mahbobi@gmail.com

Facebook

Twitter: @shivamahbobi

http://www.iranpoliticalprisoners.com

http://cfppienglish.wordpress.com/

http://zendanisiasi.wordpress.com/

http://www.youtube.com/user/CFPPI2009

Freiheit für alle politischen Gefangenen im Iran

Februar 12, 2012

زندانی سیاسی

zendāniyān-e siyāsi

political prisoners

Politische Gefangene

Bekanntmachung Nr. 1

(Unautorisierte Übersetzung aus dem Englischen von Edward von Roy; der Originaltext findet sich weiter unten)

Im Gohardasht genannten Vorort Radschai Schahr der iranischen Großstadt Karadsch ist ein Gefängnis, das seit 1979 für besonders grausame Haftbedingungen, für Folter, Hinrichtungen, Morde und Selbstmorde bekannt ist. Häftlingen aus dem Rajai Shahr Prison ist es gelungen, einen Brief an die britische Rockband Pink Floyd zu verfassen: „Schreiben Sie ein Lied für die freiheitsliebenden Menschen im Iran! Wir hoffen auf den Tag, an dem auch wir Die Freiheit ist gekommen rufen können … With glasses high we raise a cry, for freedom has arrived“ (aus: David Gilmour: A Great Day For Freedom, Pink Floyd 1994).

Weltweite Kampagne für die Freilassung der Politischen Gefangenen

Dieser Aufruf greift das Anliegen von politischen Gefangenen der verschiedensten politischen Lager auf, die mit Mina Ahadi den direkten Kontakt aufnahmen, um international ein Bewusstsein für die Lage dieser Gefangenen zu schaffen und ihre Freilassung zu fordern, ungeachtet ihrer ideologischen Grundhaltungen und Zielsetzungen. Im Iran sind hunderte von politischen Gefangenen bekannt; zur Zeit liegen uns die Namen von sechshundert von ihnen vor. Unter ihnen sind Arbeiterführer, regimekritische Studenten, Blogger, Rechtsanwälte, politische Aktivisten und junge Menschen, die in der Folge der Proteste nach den iranischen Präsidentschaftswahlen (2009-2010) verhaftet und eingesperrt worden sind, an denen Millionen von Protestierern teilnahmen. Einigen von diesen Gefangenen droht die Todesstrafe. Heute erwarten alle diese Häftlinge von uns, dass wir uns gemeinsam und staatenübergreifend darum bemühen, ihre Freilassung zu erreichen. Die Inhaftierten meinen, dass es dabei am besten ist, wenn sich alle Institutionen und Organisationen gegen die Todesstrafe und für die Befreiung politischer Gefangener zusammenschließen, um die Weltöffentlichkeit auf die schreckliche Lage der politischen Gefangenen im Iran hinzuweisen und eine konzertierte Aktion durchzuführen, damit sie alle freigelassen werden.

Offiziell startete diese Kampagne mit einem Brief aus dem Gefängnis heraus, der an Pink Floyd gerichtet ist:

Lieber Roger!

In der Geschichte hat es immer jene gegeben, die Mauern um alle freien und stolzen Menschen bauen wollten, die nichts anderes im Sinne hatten als Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden. Die Ziegelsteine dieser Mauer sind Egozentrik, Tyrannei und Ausbeutung. Ich möchte dir über Schmerzen und Todesangst berichten, über ein Gefängnis, das sich letztlich über die gesamte Länge und Breite des Iran erstreckt und das seine Bevölkerung mit den Ketten von Faschismus und Tyrannei fesselt. Ein Volk, dem das Recht zu leben und zu wählen ebenso verweigert wird wie individuelle und soziale Freiheiten und das Recht auf ein Streben nach Glück. Während ich dir diese Zeilen schreibe, umgeben mich überall hohe und kalte Mauern.

Lieber Roger!

Mehr als je zuvor braucht die iranische Demokratiebewegung die Unterstützung von freien und kreativen Menschen sowie von ethisch denkenden Künstlern wie dir. Ich bitte dich, einen anerkannten und maßgeblichen Künstler auf den internationalen Bühnen, ein Lied über die Männer und Frauen im Iran zu schreiben, die für die Sache der Freiheit aufgestanden sind, nicht nur, um ihnen Mut zu machen, sondern ebenso, um bei allen Menschen Bewusstsein und Erkenntnis für die schwierigen und bitteren Umstände zu erzeugen, denen diese Individuen standhalten müssen. Dieser Brief ist durch die Zeilen deines Albums „The Wall“ angeregt worden, dessen Verse und Melodien zu meiner Jugend gehörten. Die Musik war mir immer ein Freund. Ich habe dich immer bewundert und dich und Pink Floyd sehr in Ehren gehalten. Wir hoffen auf den Tag, an dem die Mauern zusammenbrechen und die Ketten der Dummheit und Tyrannei auseinandergerissen werden. Wir hoffen auf den Tag, an dem „wir mit erhobenen Gläsern lautstark auf die Ankunft der Freiheit anstoßen werden.“

Herzliche Grüße

aus dem Radschai Schahr Gefängnis, Karadsch

Soweit der Text der ersten Mitteilung der Kampagne für die Freilassung der politischen Gefangenen aus dem Radschai-Schahr-Gefängnis in Karadsch. Die Audioversion dieser Botschaft in Englisch und Persisch ist Pink Floyd zugegangen.

Sie ist eine der Mitteilungen der in den Kerkern der Islamischen Republik eingesperrten Häftlinge an die Weltöffentlichkeit.

Wir geben den Aufbau einer weltweiten Kampagne zur Befreiung der politischen Gefangenen und gegen Hinrichtungen bekannt. Allen Menschen wollen wir die Botschaften der politischen Gefangenen und der zum Tode Verurteilten zu Gehör bringen, um eine Zeit des Protests und Widerstands gegen Folter, Justizmorde und die Erniedrigung von politischen Gefangenen zu initiieren und um den Gefangenen durch unsere Aktionen und Botschaften einer internationalen Solidarität zu versichern.

Gegenwärtig ist die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit ja durchaus auf den Iran fokussiert, denn ökonomische Sanktionen und Kriegsdrohungen haben begonnen, sich über den Köpfen der Menschen aufzutürmen. Jetzt muss der Welt klar gemacht werden, dass der zweckmäßige Weg des Protests gegen die Brutalität und Barbarei der Islamischen Republik im Aufbau eines politischen Boykotts gegen dieses Regime besteht, in der Schließung aller Botschaften und sonstigen Auslandsvertretungen und in der Verteidigung des legitimen Rechts des Iranischen Volkes, für die Freilassung der politischen Gefangenen und zur Überwindung dieses brutalen Systems einzutreten.

Wir rufen alle Menschen dazu auf, insbesondere alle Organisationen, die für die Freiheit von politischen Gefangenen und gegen die Todesstrafe kämpfen, eine kohärente und kompakte unabhängige Front für die Freilassung dieser Gefangenen aufzubauen, dafür, jede Hinrichtung zu verhindern sowie dafür, der ganzen Welt endlich die Stimmen und Proteste der politischen Gefangenen hörbar werden zu lassen.

Internationale Kampagne für die Freilassung der politischen Gefangenen

7. Februar 2012

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

International Committee Against Execution (ICAE)

http://notonemoreexecution.org

Internationales Komitee gegen Steinigung

International Committee Against Stoning (ICAS)

http://stopstonningnow.com/wpress/

Mina Ahadi

E-Mail: minaahadi@aol.com

Telefon: 0049 (0) 1775692413

Q u e l l e n

Den Aufruf aus dem Radschai-Schahr-Gefängnis an die Musiker von Pink Floyd kann man auch auf der Seite Rowzane finden.

http://rowzane.com/fa/annonce-archiev/65-zendanisiasi/9038-1390-11-22-10-39-10.html

Das im Vorort Gohardasht befindliche Gefängnis (Zendan Gohardasht), nach dem amtlichen Namen des Vororts bekannt als Radschai-Schahr-Gefängnis (Rajai Shahr prison), gehört zum Stadtgebiet der 20 km westlich von Teheran gelegenen Großstadt Karadsch (Karaj)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a1/2072.GohardashtPrison.Karaj.jpg

Irans barbarische Haftbedingungen haben System. Folter im „Rajai Shahr“.

http://www.youtube.com/watch?v=wYXlBJZtjEo

http://www.youtube.com/watch?v=DyNQ3liGiUI

The Ward 1 that houses solitary confinements is known as “dog house” because of harsh conditions and barbaric tortures deployed there. The prisoners are subjected to humiliation, insults and various physical tortures such as hunger and rape and are facing gradual death in the appalling living conditions. Every year a dozen of them commit suicide.

http://mvlturner.wordpress.com/tag/death-of-six-revolutionary-guard-commanders/

Brief eines politischen Gefangenen und Menschenrechtsaktivisten an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. Aus dem Rajai-Shahr-Gefängnis von Behrouz Javid Tehrani, 18.04.2010.

Prisoners in solitary confinement hall 2 of ward 1 are beaten with batons (sometimes electrical), sticks, and cable wire, which often causes the prisoners to urinate on themselves. Last year, a young man died after being beaten by a baton. … Our ward is managed by Hassan Akharian, a drug addict who treats the prisoners violently. If any prisoner objects to his unreasonable behaviour, they are automatically sent to solitary confinement hall 2. He has taken away the camera in one of the rooms so he can turn the space into a torture chamber. Ali Hajkazem is the corrupt head of Rajai Shahr prison who allows the guards to commit the crimes. In 2005, I identified more than ten cases of the sale of death row prisoner body parts without permission from the prisoners. … The prison also lacks space and the prisoners go through mental breakdowns as a result. In Rajai Shahr prison, only four of the twenty four halls have beds. The prisoners in the other halls do not even have enough space to sleep; an obvious example of torture. In hall 1 and 3 of ward 1, mental prisoners are mixed with other prisoners, which results in abuse among prisoners.

Behrouz Javid Tehrani, political prisoner and human rights activist.

Rajai Shahr Prison, Hall 1, Ward 1, Gohardasht, Karaj, Iran

April 18, 2010

Translated by: St Journalist and persian2english.com

http://www.astreetjournalist.com/2010/04/21/political-prisoners-of-gohardasht-called-for-united-nations-secretary-general-to-visit-this-prison/

According to a report by Human Rights Activists for Democracy in Iran, Ali Ajami who is a leftist activist had gone to the prison hospital for medical care. While there, the Assistant Warden Khadem severely beat and battered Ali Ajami.

Once Ali Ajami returned to his prison cell in Ward 4, Hall 12, other prisoners having seen his bruises and injuries protested by demanding a public apology from the Assistant Warden Khadem. The prisoners also refused to accept their daily food rations.

The current assistant warden in Rajai-Shahr Prison is one of the known interrogators and torturers in this prison.

http://www.en-hrana.org/index.php?option=com_content&view=article&id=398:imprisoned-student-ali-ajami-beaten-and-battered&catid=11:students&Itemid=14

Pink Floyd

http://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Floyd

The Wall entstand 1979 – im Jahr der Islamischen Revolution

http://de.wikipedia.org/wiki/The_Wall#Trivia

Blurred Vision – Another Brick In The Wall (Hey Ayatollah, Leave Those Kids Alone!)

http://www.youtube.com/watch?v=IvvB8WCW7cE&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=OIP38eq-ywc

Blurred Vision sind die Brüder Soheil und Sepehr Osloobi aus Toronto, Kanada

„Our music must stand on its‘ own. If we had to categorize it, we would like it to be considered World Music. We are not trying to imitate anyone,“ Soheil explains.

http://www.iranian.com/Music/BlurredVision/index.html

http://viewfromdamavand.com/wp-content/uploads/2010/08/Blurred-Vision.jpg

The Division Bell ist das 14. und letzte Studioalbum der britischen Rockband

On the day the wall came down

They threw the locks onto the ground

And with glasses high we raised a cry for freedom had arrived

http://www.songmeanings.net/songs/view/2903/

http://www.lyricsdomain.com/16/pink_floyd/on_the_day_the_wall_came_down.html

Am Tag an dem die Mauer fiel

Stürzten mit ihr die Blockaden nieder

Und mit erhobenen Gläsern stießen wir lautstark auf die Ankunft der Freiheit an

http://www.songtexte.com/uebersetzung/pink-floyd/a-great-day-for-freedom-deutsch-7bd6ba0c.html

Announcement n. 1.

Letter from Rajai Shahr Prison, Karaj, to Pink Floyd.

Write a song for the freedom-loving people of Iran! In hopes of a day when „with glasses high we raise a cry, for freedom has arrived“.

Worldwide Campaign to Free Political Prisoners.

This letter was written following the request of political prisoners of diverse political tendencies, who contacted Mina Ahadi directly, to raise international awareness regarding the situation of political prisoners and to promote the release of all of them, irrespective of their ideological stances and aims. There are hundreds of known political prisoners in Iran. We currently know the names of six hundred of them. They include labour leaders, dissident students, bloggers, lawyers, political activists and young people arrested and imprisoned following the demonstrations of 2009-10, in which millions of protesters participated. Some of these prisoners are threatened with implementation of their death sentences. Today, these detainees expect us all to unite in a concentrated, international effort to ensure their release. The prisoners believe that it is better if all institutions and organisations against the death penalty and in favour of releasing political prisoners join together to raise international awareness of Iranian political prisoners‘ dire situation and to initiate a concerted effort to obtain freedom for all of them.

This campaign has officially begun with a letter to Pink Floyd from within the prison:

Dear Roger!

Throughout history, there have always been those wishing to build walls against free, proud people who wanted only liberty, justice and peace. The bricks in this wall are selfishness, tyranny and exploitation. I want to write to you about pain and terror, about a prison encompassing the length and breadth of Iran which has its people shackled by fascism and tyranny. A people who are denied the right to live and the right to vote, who are denied individual and social liberties, who are denied the right to the pursuit of happiness. As I write this letter to you, I am surrounded by high, cold walls.

Dear Roger!

More than ever before, the Iranian movement for freedom and democracy needs the support of free and creative people and principled artists like yourself. I am requesting you, as a renowned and influential artist on the world stage, to compose a song about the men and women of Iran who have risen in the cause of liberty, not only to hearten them but also to awaken people’s conscience through awareness of the difficult and harsh conditions which these individuals endure. This text of mine is inspired by your album „The Wall“, whose lyrics and tunes were a part of my youth. The music was always my friend. I always admired you and had great respect for you and for Pink Floyd. We hope for a day when the walls will come tumbling down and the chains of ignorance and tyranny will be torn asunder. We hope for a day when „with glasses high we raise a cry, for freedom has arrived“.

With best wishes to you,

From Rajai Shahr Prison, Karaj.

This was the first announcement by the Campaign to Free Political Prisoners from Rajai Shahr Prison in Karaj. The audio version of this message, in English and Persian, has been delivered to Pink Floyd.

This is one of the messages which the prisoners incarcerated in the Islamic Republic’s dungeons have transmitted to the world through the Campaign.

We announce the formation of a worldwide campaign for the release of political prisoners and against execution. We shall try to convey to the ears of the world the messages of political prisoners and individuals condemned to death, to initiate a period of protest and resistance against torture, judicial murder, and the humiliation of political prisoners, and to make the prisoners aware of these activities and messages of international solidarity.

The attention currently focused on Iran, economic sanctions, and the threat of war loom over the people. It must be made clear to the world that the way to protest the crimes and savagery of the Islamic regime is to institute a political boycott of that regime, to close its embassies, and to defend the Iranian people’s legitimate struggle for the release of political prisoners and for the overthrow of this brutal system.

We call upon all people, and particularly all organisations which fight for the freedom of political prisoners and struggle against the death penalty, to form a united and compact independent front to defend the freedom of political prisoners, to strive against executions, and to convey the voices and protests of political prisoners to the ears of the world.

The International Campaign to Free Political Prisoners

7 February 2012.