Posts Tagged ‘Reyhaneh Jabbari’

Die zum Tode verurteilte Sahar Mahabadi ist frei

November 6, 2015

ریحانه و سحر

Reyhaneh und Sahar

Sahar ist frei – unser Kampf gegen die Todesstrafe geht weiter

Vor einigen Tagen erreichte uns die gute Nachricht: Sahar Mahabadi ist frei. Die 29-jährige Iranerin wurde aus dem Gefängnis Garchak in der Stadt Varamin entlassen. Sahar war mit Reyhaneh Jabbari im selben Gefängnis, beide haben eine gute Freundschaft geschlossen. Genau wie Reyhaneh sollte auch Sahar hingerichtet werden.

Was genau wurde Sahar vorgeworfen? In einer unglücklichen Ehe hatte die Frau jahrelang Demütigung und Unterdrückung erleiden müssen. Im April 2009 kam es auf offener Straße zu einer brutalen handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen den Eheleuten. Jeder von ihnen griff zu einem Messer und Sahar Mahabadi flüchtete die Straße hinunter. Ihr Mann verfolgte sie und wollte sie gerade schlagen, als sie zustach. Der Ehemann starb.

Ein fairer Prozess wurde der Frau nicht gemacht. Vielmehr verhängte das dem frauenfeindlichen islamischen Recht der Scharia folgende Regime im Mai 2010 und nach einer Anhörung von nur 30 Minuten gegen Sahar die barbarische Strafe, den Tod durch Erhängen.

Die prominente Reyhaneh hat viel über Sahar geschrieben und damit international auf deren Lage aufmerksam gemacht. Auch Reyhanehs Mutter, Sholeh Pakravan, hat sehr viel dafür getan, dass Sahar jetzt freigekommen ist.

Für die Menschen im Iran ist diese Freilassung ein bedeutendes Ereignis, das überall gefeiert wird. Reyhaneh Jabbari hingegen konnte, trotz internationaler Proteste, nicht gerettet werden. Vor einem Jahr, im Oktober 2014 wurde Reyhaneh nach sieben Jahren Gefängnis wegen Mordes hingerichtet.

Heute sehen wir ein Foto aus dem Gefängnis, dass die inzwischen hingerichtete Reyhaneh und die jetzt freigekommene Sahar zeigt. Wir danken allen, die Sahar geholfen haben und arbeiten weiter gegen Hinrichtungen im Iran.

Von Mina Ahadi am 1. November 2015

Q u e l l e

Facebook-Beitrag vom 4. November 2015. Von Mina Ahadi auf dem Facebook-Konto von: Zentralrat der Ex-Muslime und sonstiger nichtreligiöser Menschen (ZdE, Kurzform: Zentralrat der Ex-Muslime)

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10207009935758271&set=a.1757770435493.2098975.1575967239&type=3&theater

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE), Facebook

https://www.facebook.com/Zentralrat-der-Ex-Muslime-Deutschland-486839381365629/

Internetauftritt des ZdE

http://exmuslime.com/

Weitere Quellen zum Thema

https://www.facebook.com/SaveReyhaneh/photos/pcb.992635027425685/992633547425833/

https://www.facebook.com/SaveReyhaneh/photos/pcb.992635027425685/992633544092500/

Remember Reyhaneh Jabbari

https://www.facebook.com/SaveReyhaneh/

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Rayhaneh kann jederzeit hingerichtet werden

April 22, 2014

ریحانه جباری

Rayhaneh Jabbari

Rettungskampagne für die zum Tode verurteilte Rayhaneh Jabbari

Der 26 Jahre alten Innenarchitektin Rayhaneh Jabbari wird der Mord an Morteza Abdolali Sarbandi vorgeworfen. Seit sieben Jahren inhaftiert, droht ihr nun die Hinrichtung durch Erhängen.

Die Raumausstatterin telefonierte im Jahre 2007 gerade in einem Café, als sie von Morteza Sarbandi belauscht wurde, der sie bald wegen einer professionellen Beratung über die Renovierung seines Büros ansprach. Beide vereinbarten einen Termin, um sein Büro anzusehen und die Sanierungsmaßnahme festzulegen.

Am Tag des Treffens holte Herr Sarbandi die Innenarchitektin mit seinem Auto ab. Auf dem Weg zum Büro besorgte er in einer Apotheke einen Gegenstand, während Rayhaneh Jabbari im Auto wartete. Der Mann stieg wieder in den Wagen und tat so, als ob er zu seinem Büro fahren würde. Bei der Ankunft sah die Frau, dass der Ort nicht gerade wie ein Arbeitsplatz aussah, das Haus war heruntergekommen. Im Inneren des Hauses erkannte Rayhaneh zwei Getränke auf dem Tisch. Schnell verschloss Sarbandi die Türe von innen, legte seine Arme um ihre Taille und bedrohte sie, die nun: “keine Möglichkeit hat, zu entkommen.” Sie wehrte sich körperlich, stach ihm in die Schuler und flüchtete. Morteza Sarbandi starb an Blutungen.

Die Laboranalyse ergab, dass das von Morteza Sarbandi vorbereitete Getränk Beruhigungsmittel enthielt. Desungeachtet kam die Innenraumdesignerin ins berüchtigte Teheraner Evin-Gefängnis in Einzelhaft. Zwei Monate verweigerte man ihr den Zugang zu einem Rechtsbeistand oder den Kontakt mit ihrer Familie. Die Öffentlichkeit erfuhr, dass Sarbandi gelernter Arzt war, aber auch für das Ministerium des Geheimdienstes tätig gewesen war. Der Inhaftierten wiederum erklärte man, dass der Mordvorwurf zurückgenommen sei und ohnehin “politisch motiviert” gewesen war. Dennoch folterte man Rayhaneh, bis sie den Mord gestand, was zu ihrer Verurteilung zum Tode führte. Der Oberste Gerichtshof hat das Todesurteil bestätigt, die Hinrichtung kann jederzeit vollstreckt werden.

Unsere Rettungskampagne soll Einzelpersonen wie Organisationen dazu motivieren, auf vielfältige Weise etwas für Rayhaneh zu tun. Auch wer keine Kontakte oder Verbindungen zu Medien, Menschenrechtsorganisationen, Frauenrechtsaktivisten oder Behörden hat, ist jetzt wichtig und gefragt.

Denn bereits durch das Unterzeichnen der Petition können Sie mithelfen, Rayhanes Leben zu retten.

https://secure.avaaz.org/en/petition/Catherine_Ashton_Ban_Ki_Moon_Ahmad_Shaheed_Save_26_year_old_woman_from_being_hanged_in_Iran/?fbss

Nazanin Afshin-Jam

Shabnam Assadollahi

Shadi Paveh

Mina Ahadi

hamseda@gmail.com

minaahadi26@gmail.com

Campaign to save Rayhaneh Jabbari from execution

Rayhaneh Jabbari is a 26 six year old woman who was convicted of murdering a man named Morteza in Iran who has been in prison for the last 7 years and is awaiting imminent execution [by hanging].

Rayhaneh, an interior designer, was speaking on the phone about her work in a coffee shop, a conversation which was coincidentally overheard by Morteza who approached her for professional advice about renovating his office. They then set a date to meet at his office in order to see and discuss Morteza’s renovation project.

On the day of the meeting, Morteza picked up Rayhaneh in his car. On the way to his office, Morteza stopped at a pharmacy, purchased an item (while Rayhaneh waited in the car), got into the car again and drove to his office. After arriving at their destination, Rayhaneh realized that the place did not look like a work place at all as it was a rundown house. Inside the house, Rayhaneh saw two drinks on the table, Morteza went inside and quickly locked the door from inside, put his arms around Rayhaneh’s waist and told her that “she had no way of escaping”. A struggle soon ensued. Rayhaneh trying to defend herself stabbed Morteza in the shoulder and escaped. Morteza died from bleeding.

Lab analysis showed the drinks Morteza intended to serve to Rayhaneh contained sedatives. Regardless, Rayhaneh was arrested. There she was told by the authorities that the murder had been set up [by them] and was “politically motivated”. Nevertheless, Rayhaneh was tortured until she confessed to the murder, after she was given the death penalty which was upheld by the Supreme Court. As a result she is to be executed at any moment.

The Campaign to Save Rayhaneh, asks that all individuals and organizations help support us in any way possible to save Rayhaneh. If you have any contacts or connections with media, human rights organizations, women’s rights advocates or government agencies, please support Rayhaneh’s campaign by writing to them.

Please help us save her life by first signing this petition.

https://secure.avaaz.org/en/petition/Catherine_Ashton_Ban_Ki_Moon_Ahmad_Shaheed_Save_26_year_old_woman_from_being_hanged_in_Iran/?fbss

Nazanin Afshin-Jam

Shabnam Assadollahi

Shadi Paveh

Mina Ahadi

hamseda@gmail.com

minaahadi26@gmail.com