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AEMR als radikales Feindbild

Januar 8, 2015

ختان

ḫitān

sünnet

MGM nach Koran und Sunna

AEMR, Beschneidungsforum und Schariapflicht zur Beschneidung

Die Beschneidung sprich rituelle Teilzerstörung der Geschlechtsorgane der Jungen und Mädchen ist islamische Theologie, ist Hadith und Fatwa und beispielsweise nach dem Fiqh der Schafiiten religionsrechtlich verpflichtend (wadschib). Aus Karrierebewusstsein oder Angst aber schweigt man zur Unvereinbarkeit der Schariapflichten mit den allgemeinen Menschenrechten (AEMR). 2015 kehrt sich die ohnehin allenfalls zaghaft intaktivistische Seite Beschneidungsforum von der aus den allgemeinen Menschenrechten abzuleitenden genitalen Unversehrtheit jedes männlichen oder weiblichen Minderjährigen endgültig ab und leugnet die leider gegebene religiöse, hier islamische Beschneidungspflicht.

Im Forum enttarnt der Verfasser Petition vom 20. Juli 2012 gegen Kinderbeschneidung (Pet 4-17-07-451-040847) und 2014 Referent zum Thema MGM (Europa 25 Jahre nach dem First International Symposium on Circumcision. Genital Intactness statt Beschneidung auf Kinderwunsch), Diplom-Sozialpädagoge (FH) Edward von Roy, die Taqiyya des die nach Koran und Sunna gebotene genitaloperative Sünnet (ḫitān) keineswegs aufgebenden Imams Sidigullah Fadai, fordert die Unverhandelbarkeit der genitalen Intaktheit aller Menschen unter achtzehn Jahren gegenüber dem Berücksichtigen des elterlichen herkunftsbezogenen oder religiösen Hintergrundes und kann sich gegen den dialogischen, sprich potentiell kinderfeindlich menschenrechtliche Kompromisslösungen aushandelnden Kurs des Forums nicht durchsetzen.

Die Forenleitung betont, dass sich jeder einzelne sogenannte Muslim von Kritik an seiner Religion persönlich angegriffen fühlen darf und daher vor Islamkritik zu bewahren ist. Damit spaltet Beschneidungsforum, rechtlich folgenreich sprich bürgerrechtlich unakzeptabl, die Bevölkerung in Muslime und Nichtmuslime. Einerseits also soll sich jeder muslimisch sozialisierte deutsche Beschneidungsfreund hinter seiner Religion verstecken dürfen, andererseits darf die leider gegebene theologische Pflicht zur MGM und FGM auf Beschneidungsforum noch nicht einmal zur Sprache kommen. Einträge vom 07.12. bzw. 08.01.2015 aus den zwei Diskussionen zum Münchner Imam bzw. zur aktuellen Lage der Beschneidungsdebatte in der Türkei.

Pizarro73

29.10.2014

Imam Sidigullah Fadai: „Auch ein Nichtbeschnittener kann ein guter Moslem sein.“

Imam Sidigullah Fadai, Dozent für Islamologie und Organisator von MünchenKompetenz, ein Programm zur Weiterbildung muslimischer Seelsorger

http://www.gruene-muenchen.de/themen/dokument/podiumsdiskussion-zu-rituellen-beschneidungen/

Podcast bei Min 31:40

Frage aus dem Publikum: „Kann man ein guter Moslem sein ohne Beschneidung?“

Antwort: „Es kann auch ein Nichtbeschnittener ein guter Moslem sein. Es ist keine Voraussetzung für ein Glaubensbekenntnis.“

Edward

07.01.2015, 23:50

Taqiyya pur

Nach der fiṭra wird jeder als Muslim geboren, und jetzt bitte genau die Einschränkung des Imam lesen. Du darfst das Glaubensbekenntnis auch unbeschnitten sprechen: „Es ist keine Voraussetzung für ein Glaubensbekenntnis“. Genau.

Deinen Islam aber sollst du nicht nur bekennen, sondern leben. Anschließend also reden wir über die Praxis, das übst du Woche für Woche, du gibst dir Mühe und wir kontrollieren dein Handeln, irgendwann lebst endlich islamrechtlich einwandfrei (ḥalāl). Wenn du männlich bist und älter bis als 15 Jahre lebst du also … beschnitten.

Für die Ausbreitung der einzig sittlich akzeptablen Lebensweise und Gesellschaftsform (für die Islamexpansion) darf, ja soll man lügen. Der Imam hat Taqiyya gemacht.

Edward

08.01.2015, 11:38

Sidigullah Fadai ist kein Beschneidungsgegner

#Pizarro73,

in diesem Forum geht es um männliche Beschneidung (MGM) und in diesem Thread um Sidigullah Fadai.

Fadai ist der gestellten Frage ‚geschmeidig‘ – bewusst unredlich – ausgewichen, hat (mündlich, das bräuchte man jedoch schriftlich mit theologischer Neuauslegung der entsprechenden, die Beschneidung bislang leider eindeutig fordernden Hadithe und Fatwas) den falschen Eindruck erweckt, dass die MGM islamisch nicht notwendig sei und danach nichts mehr gegen Beschneidung geschrieben oder getan.

Wir sollten daher nicht glauben, Sidigullah Fadai spräche sich gegen MGM aus. Schau dir sein Wirken und Umfeld an: Es gibt keinen einzigen Sechzehnjährigen oder Achtzehnjährigen in Fadais Einflussbereich, der sinngemäß sagen kann: ‚Juhu, nur Dank Imam Fadais Einsatz gegen MGM bin ich genital intakt geblieben‚.

Eine islamische Autorität beim ernst gemeinten Argumentieren gegen MGM (und schafiitische FGM) wäre etwas Begrüßenswertes. Du selbst hast dich, sicherlich gutgläubig und wohl allzu optimistisch, (im Thread zur Lage der Jungenbeschneidung in der Türkei) erst gestern auf den afghanischstämmigen Münchner Imam berufen, ich hingegen sagte, dass wir keine Erfolge feiern dürfen, wo keine sind.

Es könnte doch beispielsweise in diesem Jahr 2015 der „Islamologe“ und Imamweiterbildner selbst etwas Unzweideutiges gegen § 1631d BGB schreiben, das ist schließlich der Paragraph, den wir kippen müssen.

Da ist bislang leider nichts zu sehen.

#Guy,

es macht keine Freude, von einem Imam belogen zu werden. Fadai aber wollte [am 26. Juli] 2012 ebenso die Beschneidungspraxis weiterhin sichern wie – für den zu meisternden Augenblick – den lästigen Fragesteller ‚einwickeln‘, einlullen, mit einem nett klingenden Gesäusel zum Schweigen bringen. Es geht oft darum, ’sein Gesicht zu wahren‘, vgl. in diesen Jahren die indonesischen Kleriker und Politiker zur islamischen FGM. Nicht nur der ZMD und der gesamte KRM aber fordern die islamisch begründete MGM.

Wir haben keine falschen Kompromisse einzugehen, sondern auf Nichtbeschneidung zu bestehen.

Das Dulden von Zweideutigkeiten, das Verwässernlassen der eigenen Forderungen oder Höflichkeit um jeden Preis bedeuten leider das Weiterbeschneiden. In diesem Sinne: Ja zur Diskussion und Nein zum ‚Dialog‘, denn dialogisch herangehen heißt grundsätzlich, einen Kompromiss aushandeln zu wollen.

In Sachen der AEMR-basierten Grundrechte bin ich nicht kompromissbereit.

Maria Werner

08.01.2015, 14:58

Es ist schon sehr augenfällig, um es mal ganz diplomatisch auszudrücken, wenn jemandem Lüge und üble Absichten unterstellt werden, der sich wie Sidigullah Fadai äußert. Ich verweise an dieser Stelle auf die bereits ausgesprochene Verwarnung:

https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&postID=38079#post38079

Edward, dies ist kein Spielplatz für Menschen, die Feindbilder brauchen und sie ausleben. Dies ist ein Forum für Menschen, die von Beschneidung betroffen sind und solche, die etwas dagegen unternehmen wollen. Ich solidarisiere mich ausdrücklich mit unseren muslimischen Beschneidungsbetroffenen und -gegnern gegen Deine Polemik.

Guy

07.01.2015 08:30

Mein Junge nicht – in der Türkei beginnt langsam Debatte über Beschneidung (Audio)

http://www.ardmediathek.de/radio/Studio-9-Deutschlandradio-Kultur/Mein-Junge-nicht-in-der-T%C3%BCrkei-beginnt/Deutschlandradio-Kultur/Audio-Podcast?documentId=25709518&bcastId=22051212

Pizarro73

07.01.2015, 09:26

wow wow wow!!!

Was für fantastische Neuigkeiten!!!

Interessant auch die Wahrnehmung der deutschen Politik und Gesellschaft durch kinderrechtsfreundliche progressive Kräfte in der Türkei.

Genau das stand nämlich 2012 auch zur Debatte: unterstützen wir Stillstand und Tabu oder den Mut und den Zweifel.

Hat jemand gefunden, wo man das Buch bestellen kann?

Laffelrog

07.01.2015, 18:59

Kaan Göktaş? Das scheint dieser Herr zu sein:

Sünnet çocuk haklarına aykırı mı?

Widerspricht die Beschneidung den Kinderrechten? (oder so ähnlich) [in: Radikal 28.03.2013]

http://www.radikal.com.tr/hayat/sunnet_cocuk_haklarina_aykiri_mi-1126947

Edward

07.01.2015, 20:05

„Unbeschnittene Jungen werden in der türkischen Gesellschaft nicht akzeptiert … die Macht der Umma“

Sicherlich verdient jeder muslimisch sozialisierte Mensch, der die erwiesene körperliche Schädigung und damit die grundsätzlich gegebene Kindeswohlgefährdung jeder Jungenbeschneidung (MGM) erkannt hat und deshalb seinen Sohn nicht beschneiden lässt, meine Hochachtung.

Und sicherlich, sobald es einen Grund zur intaktivistischen Freude gibt soll man feiern. Ich fürchte aber, dass sich in Sachen genitaler Intaktheit sprich im bewussten Verweigern der MGM noch so gut wie gar nichts bewegt, in der Türkei ebenso wie unter Auslandstürken. Nein, wir stehen erst ganz am Anfang.

Ohne Jungenbeschneidung nach Koran und Sunna, arab. khitân türk. sünnet, gibt es kein islamisch gelingendes Leben, kein Imam einer deutschen Moscheegemeinde jedenfalls sagt etwas anderes.

Necla Kelek am 28.06.2012 in DIE WELT:

Auch meine Schwester hat ihre Söhne beschneiden lassen, weil es Brauch und Tradition ist. Unbeschnittene Jungen werden in der türkischen Gesellschaft nicht akzeptiert, die Beschneidung gehört zum Muslimsein und unauflöslich zur männlichen Identität. Und diese gewinnt nur, wer Schmerzen ertragen kann. Wer die nicht aushält, wer nicht bereit zu sein scheint, einen Teil von sich Allah zu opfern, gehört nicht dazu. … Etwa 10.000 muslimische Jungen in Deutschland kommen in jedem Jahr in das Alter, beschnitten zu werden. Das machen türkische Ärzte, aber auch aus der Türkei eingeflogene angelernte Beschneider. Oft aber wird die Beschneidung im Sommerurlaub in der Türkei vorgenommen, da sie ein Familienfest ist. Auch mich beschäftigen das kulturelle Muster, die Macht der Umma des übergeordneten sozialen Systems, die in diesem Ritus deutlich wird, und die Vorstellung von Männlichkeit, die damit immer wieder fortgeschrieben wird.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article107288230/Die-Beschneidung-ein-unnuetzes-Opfer-fuer-Allah.html

Kinderrechtlich und überhaupt menschenrechtlich unakzeptabel, doch beinahe so scheint es wirklich immer noch zu sein:

Das ist eine glatte Lüge. In der Türkei, immerhin ein Land mit 75 Millionen Muslimen, wird jeder Junge schon vor der Einschulung beschnitten.

http://politik-forum.eu/viewtopic.php?p=1573133#p1573133

Pizarro73

07.01.2015, 20:20

Das stimmt so nicht, ich kenne einen Imam in München, der ganz klar betont, man müsse nicht beschnitten sein um ein guter Moslem zu sein:

Imam Sidigullah Fadai

Edward

07.01.2015, 20:24

Sidigullah Fadai

Danke, ja, auch mir ist der Imam der afghanischen Gemeinde München bekannt. Fadais 2012 zu vernehmende Argumente gegen die Jungenbeschneidung sind unter den islamischen Autoritäten ohne Relevanz, er ist diesbezüglich ohne jeden Einfluss und vermutlich ist kein einziger Münchner Afghane bekannt geworden, der seinen Sohn auf Imam Fadais Rat dann auch bewusst nicht hat beschneiden lassen.

Fadais intaktivistische Glaubwürdigkeit stelle ich zudem in Frage, möglicherweise hat der Dozent für „Islamologie“ einfach auf Zeit gespielt. Aber vielleicht sagt der Imamweiterbilder ja 2015 etwas gegen gegen den inzwischen leider geschaffenen § 1631d BGB. Ich fürchte, dass auch Fadai die vollen Schariapflichten will, den Hidschab für jede Muslima, die Beschneidung für alle männlichen Muslime (und mindestens schafiitisch wenn nicht sogar hanbalitisch die islamische FGM gleich mit).

http://www.gruene-muenchen.de/aktuell/termine/veranstaltung/26-07-2012-podiumsdiskussion-zu-rituellen-beschneidungen/

Weguer

07.01.2015, 20:29

Edward, kann es sein, dass die Diskussion um Jungenbeschneidung für Dich nur ein Vehikel ist, ein Vorwand, um gegen den Islam zu kämpfen und zu agitieren?

Edward

07.01.2015, 20:40

Khitan (sünnet) ist Scharia

Weguer, wenn Jungenbeschneidung Schariapflicht ist, bist du dann für oder gegen die Scharia? Und, um wieder aufs Thema zu kommen, kannst du uns auch nur einen Imam des türkischen Staatsislam (DIYANET hierzulande DITIB) nennen, der sinngemäß sagt: ‚In meiner Moschee ist jeder männliche Beschnittene oder Unbeschnittene sehr herzlich zum Gebet willkommen und kein Vater muss seinen Sohn beschneiden lassen‚? Das ist ja vielleicht in hundert Jahren der Fall oder hoffentlich sogar noch etwas rascher. Zurzeit bewegt sich leider gar nichts.

Die Teheraner Mullahs, die Kairoer al-Azhar oder Darul Uloom Deoband könnten ja etwas anderes beschließen und verkünden und, etwa bei der durch sie durchaus mitgeprägten deutschen universitären Imamausbildung oder im bekennenden Islamischen Religionsunterricht, unzweideutig lehren lassen. Jungenbeschneidung ist Islamisches Recht (Scharia).

Wir Intaktivisten haben nicht nur gegen die islamrechtlich begründete, sondern auch gegen die MGM der Papua, Xhosa oder US-Amerikaner zu argumentieren und anzuarbeiten. Das sprichwörtliche Brett das wir zu bohren haben ist leider sehr dick.

Tante Jay

08.01.2015,08:19

Aloha,

seit wann dulden wir Leute hier, die die Beschneidung als Deckmäntelchen nehmen, um ihre Pegida-Vorstellung „Kampf dem Islam“ durchzudrücken?

Scheiße, fällt mir das schwer, nach Charlie Hebdo, aber vielleicht mal ein kleiner Reminder, auch für Edward (und für mich) :

– auch und gerade beschneidende Eltern lieben ihre Kinder. Die tun das nicht, weil sie sich heimlich freuen, dass sie der kleinen Nervensäge es so richtig zeigen können, sondern, weil ihnen eingeredet wurde, dass sie etwas Gutes tun.

– Otto-Normal-Moslem wird so ziemlich alles tun, um jeglichen Kontakt zu den Islamisten zu vermeiden. Die Probleme hier sind nicht Einwanderer, unsere Hauptprobleme bei den fanatisierten Muslimen sind Sven Lau und Pierre Vogel. Und DIE sind so deutsch, dass sie einen Schäferhund mit der Ahnentafel beeindrucken.

– Pegida ist als Bewegung nicht „besorgt“ sondern durch und durch abstoßend und widerlich. Dass wir nu nen Pegidioten hier haben, machts nicht besser.

Im Ernst. Es ist schwierig, die Extremisten immer wieder auszusortieren, aber DU mein lieber Edward, bist eindeutig nur hier, damit du mal so richtig gegen Muslime Stimmung machen kannst.

„Bist du für die Scharia oder gegen die Scharia“ – mit DER Frage hast du dich für die nächsten 100 Jahre für alles disqualifiziert, was du je zur Beschneidung hättest sagen können.

Du gehörst mit dieser Haltung sehr eindeutig nicht hierher.

Forenleitung

08.01.2014, 10:24

Edward, mit Deinen Äußerungen torpedierst Du unsere Arbeit.

In zahlreichen anderen Foren und auch in sozialen Netzwerken wird auf uns verlinkt und wir wissen, dass in unserem Forum Muslime mitlesen, sich informieren wollen.

Wir sprechen hier von einem leichten, aufkommenden Zweifel, dem Gedanken, dass die über Generationen hinweg vorherrschende Meinung zur unbedingten Pflicht, die eigenen Söhne an ihren Genitalien beschneiden zu müssen, vielleicht doch nicht richtig ist.

Und dann kommst Du und weist sie mit dem imaginären Vorschlaghammer, sprich mit dem Verweis auf angeblich einwandfreies, muslimisches Leben, darauf hin, dass sie schön auf Linie bleiben müssten, wenn sie nicht von ihrem Glauben abschwören wollen:

kannst du uns auch nur einen Imam des türkischen Staatsislam (DIYANET hierzulande DITIB) nennen, der sinngemäß sagt: ‚In meiner Moschee ist jeder männliche Beschnittene oder Unbeschnittene sehr herzlich zum Gebet willkommen und kein Vater muss seinen Sohn beschneiden lassen‘? […]

Jungenbeschneidung ist Islamisches Recht (Scharia).

Dies könnte ebenso gut als eine Aufforderung verstanden werden, Muslime mögen doch bitte möglichst radikal werden und auch so bleiben, damit sie dem gewünschten Bild entsprechen und weiterhin bekämpft werden können. Ist das die Wirkung, die Du erzielen willst?

Ebenso diese unmögliche Äußerung [über Imam Sidigullah Fadai, der auf der von Bündnis 90/Die Grünen organisierten Podiumsdiskussion zu rituellen Beschneidungen, München am 26.07.2012, auf mündliche Anfrage angeblich geantwortet habe, dass die Beschneidung islamisch gar nicht nötig sei] von Dir:

Deinen Islam aber sollst du nicht nur bekennen, sondern leben. Anschließend also reden wir über die Praxis, das übst du Woche für Woche, du gibst dir Mühe und wir kontrollieren dein Handeln, irgendwann lebst endlich islamrechtlich einwandfrei (ḥalāl). Wenn du männlich bist und älter bis als 15 Jahre lebst du also … beschnitten.

Für die Ausbreitung der einzig sittlich akzeptablen Lebensweise und Gesellschaftsform (für die Islamexpansion) darf, ja soll man lügen. Der Imam hat Taqiyya gemacht.

Du machst den Eindruck, als hättest Du ein klares Feindbild und würdest es hier hegen und pflegen. Beschneidung scheint dabei nur ein willkommener Vorwand zu sein. Doch die Welt ist eben nicht nur schwarz und weiß, die weitaus meisten Muslime leben hier friedlich auf dem Boden unseres Grundgesetzes, die von Dir so gerne propagierte Ausbreitung der Scharia magst Du sehen, ob sie den Tatsachen entspricht, steht auf einem anderen Blatt.

Sag mir: Welcher Moslem sollte sich in einem Forum wie unserem wohl fühlen, wenn ihm ständig ins Kreuz getreten wird und ihm (oder ihr) von Dir suggeriert wird, er sei rückständig, potentiell gewalttätig und abzulehnen?

Du hast bei Deiner Anmeldung hier unserer Charta zugestimmt.

Dort steht unter anderem:

Wir bejahen den Wertepluralismus unserer Gesellschaft und achten deshalb die ethischen Entscheidungen von jedem der bei uns mitmacht, gleichgültig ob diese Entscheidungen aus einem religösen Glauben oder aus einem säkularen humanistischen Weltverständnis heraus getroffen werden. […]

So vermeiden wir eine einseitige dogmatische Fixierung. Eine fundamentale Kritik an Religionen und Weltanschauungen oder eine Voreingenommenheit gegenüber ihren Angehörigen haben deshalb bei uns keinen Platz, genauso wenig wie eine Feindseligkeit gegen Mitbürger/Innen, die aus anderen Kulturkreisen nach Deutschland gekommen sind.

Überlege Dir bitte, ob Du diese Grundwerte mittragen kannst. Weitere Ausflüge in islamfeindliche Gefilde werden wir definitiv nicht mehr dulden.

Edward

08.01.2014, 12:13

Bitte immer genau zwischen Islam und Muslim unterscheiden

#Forenleitung,

ich halte den § 1631d BGB für verfassungswidrig, rede vom Menschenrecht auf einen genital intakten Körper und verwende dabei die Kategorie Muslim bzw. Kategorie Nichtmuslim selbstverständlich bewusst nicht.

Leitlinie meines Handelns ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR).

Schwarze oder Weiße, Allochthone oder Autochthone, Nichtmuslime oder Muslime und Männer oder Frauen sind demnach jeweils gerade keine Kategorien oder ‚Sorten Mensch‘, die wir Beschneidungsgegner ängstlich unterscheiden müssten. Nicht der (sogenannte) Muslim, sondern der (nach wie vor die Beschneidung aller Jungen und schafiitisch aller Mädchen fordernde) Islam ist hier jedenfalls einstweilen das kinderrechtliche bzw. menschenrechtliche Problem.

Zum menschenrechtspolitisch grundsätzlichen Nicht-Kategorisieren wusste Ali Atalan:

Vielmehr mache sie [die Studie] klar, dass die Kategorie „Muslim“ nicht existiere … „Diese Republik ist weder christlich-jüdisch, noch muslimisch, aber auch nicht atheistisch – und das ist gut so.“

https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Webmaster/GB_II/II.2/Suche/Landtag_Intern/Suchergebnisse_Landtag_Intern.jsp?w=native%28%27+%28+ID+ph+like+%27%27LI110501%27%27++%29%27%29&order=native%28%27ID%281%29%2FDescend+%27%29&view=detail

Gegen eine private atheistische Haltung oder eben eine private Frömmigkeit oder Spiritualität habe ich nichts, wohl aber gegen die religiös (d. h. in der Türkei überwiegend islamisch) begründete genitale Mutilation der Erwachsenen an Minderjährigen.

#Tante Jay

Bitte zitiere mich korrekt mit der Kausalfrage: „Weguer, wenn Jungenbeschneidung Schariapflicht ist, bist du dann für oder gegen die Scharia?“ und unterlasse es, mich öffentlich in der Nähe von Xenophoben bzw. Gegnern der von mir vertretenen universellen Menschenrechte (AEMR) anzusiedeln.

Forenleitung

08.01.2015, 13:28

Es ist schön, dass Du zurück zum Thema willst, Edward. Doch offenbar sind noch immer nicht alle Missverständnisse endgültig geklärt:

Nicht der (sogenannte) Muslim, sondern der (nach wie vor die Beschneidung aller Jungen und schafiitisch aller Mädchen fordernde) Islam ist hier jedenfalls einstweilen das kinderrechtliche bzw. menschenrechtliche Problem.

Du sagst selbst, dass Du Dich gegen eine bestimmte Glaubensrichtung einsetzt. Dies widerspricht klar den Regeln unserer Charta – ich denke nicht, dass ich diese jetzt noch einmal zitieren muss.

Ich versuche es Dir anhand eines Beispiels zu erklären, was unser Problem damit ist:

Angenommen, Du würdest den Katholizismus ablehnen und kritisieren, weil darin die Empfängnisverhütung als Todsünde gilt, Homosexuelle als bedauernswert und fehlgeleitet gelten und sich so viele Priester pädophile Übergriffe schuldig gemacht haben. Auch, wenn die meisten Katholiken selbstverständlich verhüten, mit Homosexuellen kein Problem haben und die Taten dieser Priester verurteilen: Zunächst wird pauschale Kritik am katholischen Glauben als Verletzung des persönlichen Glaubens angesehen werden.

Indem Du zwar vorgibst, nicht „der (sogenannte) Muslim“ sei das Problem, sondern der Islam, kritisierst Du erstmal den persönlichen Glauben jedes Muslims, egal, ob der nun wirklich streng nach dem Koran, den Hadithen und der Sunna lebt oder eben gern mal Schweinefleisch ist, nur einmal am Tag betet und das Handabhacken bei Diebstahl aus tiefstem Herzen ablehnt. Du greifst ihn an, Edward, und das werden wir in diesem Forum nicht länger dulden.

Hier geht es ausschließlich um Genitalbeschneidung von Kindern, nicht die dazugehörigen Religionen.

Und darüber wird auch nicht mehr länger diskutiert.

Edward

08.01.2015, 14:53

Religionen, auch die heute noch die MGM und FGM fordernden Religionen, können und müssen sich verändern

#Forenleitung,

warum soll der (vermeintlich zeitlos gültige) himmlische Befehl den Alltag von uns Menschen bestimmen. Selbst wo die Beschneidungspflicht religionsrechtlich eindeutig ist und, was Necla Kelek etwa in Die verlorenen Söhne so erfreulich deutlich beschreibt, mit hohem Gruppendruck versehen, sollen Eltern zeitnah und ohne Angst vor sozialer Ächtung zur MGM (oder schafiitisch verpflichtenden FGM) ihr Nein sagen können. Das erst ist kulturelle Moderne, und die ist gerade nicht durch Herkunft oder den sogenannten (als Kategorie bitte abzulehnenden) ‚Kulturkreis‘ bedingt, sondern universell zu verwirklichen. Körperliche, zumal genitale Unversehrtheit ist Teil der AEMR und konsequent weltweit umzusetzen. Der mutige Hamed Abdel-Samad sagt es so:

“ ‚Islam light‘ bedeutet Islam ohne Scharia, ohne Dschihad, ohne Missionierung, ohne Geschlechterapartheid und ohne Anspruchsmentalität.“ Ist das dann noch Islam? fragen viele Muslime. Ja, sagt Abdel-Samad. Es ist seine einzige Überlebenschance.

https://de-de.facebook.com/pages/Hamed-Abdel-Samad/140472656003522?sk=info&tab=page_info

Maria Werner

08.01.2015, 15:14

Hamed Abdel-Samad würde sich niemals mit Deinen radikalen Feindbildern gemein machen, Edward. Ich kenne seine Bücher sehr gut.

Edward

08.01.2015, 15:27

Ohne Worte

Na das ist doch mal ein Bekenntnis von dir, Maria Werner, wer wie ich auf der Gültigkeit der Allgemeinen Menschenrechte (AEMR) besteht und die Menschheit dementsprechend gerade nicht in Männer und Frauen, Einwanderer und Alteingesessene oder in Muslime und Nichtmuslime aufspaltet, der huldigt also radikalen Feindbildern.

Maria Werner

08.01.2015, 15:30

@ Edward: Wir wissen alle, mit welchen Ausführungen Du deutlich gemacht hast, dass Du radikalen Feindbildern anhängst. Da hilft ein Verweis auf die Allgemeinen Menschenrechte auch nicht mehr als Feigenblatt.

Edward

08.01.2015, 15:46

Maria Werner wittert „radikale Feindbilder“

Na, jetzt bitte ich um Beispiele.

Pizarro73

08.01.2015, 15:28

Es ist auch völlig an der Realität vorbei zu glauben, mit dem Aufgeben der Scharia verschwände MGM in dem entsprechenden Kulturkreis.

Auch diejenigen, die mit Scharia gar nichts am Hut haben, verstümmeln ihre Söhne. Ebenso ist das meist im säkularen Judentum.

Täter-Opfer-Kreisläufe brauchen nicht zwingend Religion. Sie setzen sich ganz aus sich selbst fort.

Diese Spiralen gilt es zu durchbrechen. Mit Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung.

Tante Jay

08.01.2015, 19:00

Leute merkt ihrs?

Kollege Edward kommt ins Schwurbeln. Mittels übergenauer Auslegung seiner eigenen Worte versucht er, sich aus dem xenophoben Bereich, wo er ziemlich eindeutig reingehört, rauszuwinden.

Fallt auf den Schaumschläger nicht rein – wir hatten schon mehrere solcher Luftnummern hier drin. Die waren nur alle antisemitisch. Ich würde vorschlagen dieselben Regeln anzuwenden.

Nicht einsichtig => Raus.

Just my 2 Cents.

Guy

09.01.2015 14:30

Edward mit den Scherenhänden …

Das ist wirklich nett. Du benutzt das Forum hier um deine Thesen zu verbreiten, und wenn Du Gegenwind bekommst, schreiben deine Pseudonyme oder Handlanger anderweitig wieder Pamphlete mit Titeln wie

Beschneidungsforum leugnet Unvereinbarkeit von Scharia und Grundgesetz

https://jacquesauvergne.wordpress.com/2015/01/09/411/

Das Beschneidungsforum hat also eine eigene Meinung. Das Beschneidungsforum sagt, meint, etc.

Für wie blöde haltet ihr die Leser eigentlich? Glaubt ihr man geht dir/euch auf den Leim?

Das ist dieselbe verkürzte Sichtweise wie die sonstigen pauschalierenden Thesen, die du hier über den Islam seitenweise verbreiten durftest.

Edward, ich wünsche dir eine gute Reise. Poste dein Gift künftig woanders. Du bist raus.

Dein Kampf ist nicht unser.

Q u e l l e n

Imam Sidigullah Fadai: „Auch ein Nichtbeschnittener kann ein guter Moslem sein.“

https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=5061

Mein Junge nicht – in der Türkei beginnt langsam Debatte über Beschneidung (Audio)

https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=5298

Question:

I am 20, male and born Muslim. Until now I am not circumcised. Is it obligatory for me to get circumcised? I am really afraid to do this. If I do not get circumcised, what is the sin that I will be committing?

Answer:

Circumcision is an emphasised Sunna [as-sunna al-muʾakkada] and one of the prominent symbols of Islam. Even a mature person is not excused from it without a valid reason. One who does not get circumcised without a valid reason is sinful. …

http://www.fatwa.org.au/circumsicion-for-adult.html

Question

I am a 24-year-old Muslim man and I am not circumcised until now because my parents did not want me to be circumcised when I was young. What is the ruling if I die or get married? In this case, will this be unlawful?

Answer

… A man who dies without getting circumcised, although he could have done so, bears a sin because he overlooked a Sharee‘ah obligation [eine Schariaverpflichtung]. He is not required to get circumcised after death because, by death, he is not competent for religious assignments. Circumcision does not affect the validity of marriage, but the uncircumcised married man is still required to get circumcised.

http://www.islamweb.net/emainpage/index.php?page=showfatwa&Option=FatwaId&Id=27517

Question:

asalaam alaikam I am a revert to islam and I want to ask regarding khitan (circumcision), I am not circumcised and I am kinda confused and been upset in the past about this as some people made comments implying I ain’t a true muslim because I am not circumcised and some people kept trying to force me to get an operation.

Is circumcision wajib or sunna muakkada for a revert? In the UK it is not possible to get circumcision done in hospitals unless you go private and it is alot of money but I do not like knives or needles touching my body also they perform the operation whilst awake and I don’t wanna be in pain when that happens is this a sin if I abstain from it on these grounds?

Second question some people say people who don’t get circumcised are dirty and evil like comparing them to kuffar they say if you don’t get circumcised you will give your wife cervical cancer (which is not exactly true) and they say if one gets circumcised he can;’t get the aids virus although medical reports say although the risk is lowered aids can still occur due to sexual contact is it wrong for a muslim to look down on another muslim if he isn’t circumcised and calling him dirty even if he washes his private part thoroughly and is very cautious regarding urine drops?

Last question I sometimes lead salah here and there with people is it makruh for me to lead people in salah if I am not circumcised also is it makruh for me to pray in the saff behind the imam a shafi’i told me in shafi’i fiqh this is the case does this apply in the hanafi madhaab ? And is there anything to say I can’t marry a muslim woman due to me being uncircumcised I am quite scared as some people take this very seriously and say its even haraam for a muslima to marry a non circumcised man (I think this is cultural people who might say this not those who are practicising) do I have to tell my future spouse about this or not like does it come under as a fault.

I got depressed over the past few years about this as some people made very nasty comments and it kinda affected my confidence.

Answer:

Wa Alaikum As Salaam,

There are differences of opinion among the Fuqaha (jurists) regarding circumcision for males. Some have stated that it is Wajib (essential), while others have stated that it is Sunna.

Imam Abu Hanifa, Hassan Basri and some scholars of the Hanbali Madhab consider it Sunna. In this regard, they cited a hadith in which the Prophet said, ‘Circumcision is a Sunna for men and a virtue for women.’ (Ahmad) from the narration of Shaddad bin Aws.

Other Imams of Fiqh like Imams Shafi’i, Malik, Ahmad, Awzai, Sha’bi, Rabii’a, Yahya bin Saeed Ansari have stated that circumcision is Wajib (essential). Imam Malik has been very stern on this ruling to the extent that he stated that it is incorrect for an uncircumcised man to lead Salah and give evidence. In establishing the ruling of Wajib for circumcision, these scholars have cited the hadith in which it is stated that the Prophet said to a man who embraced Islam, “Shave off the hair grown during disbelief (Kufr) and circumcise. (Ahmad, Abu Dawood). Harb also narrated from Zuhri who said that the Prophet said, ‘Whoever accepts Islam, let him circumcise, even though he is old’.

While explaining the ruling of circumcision, the great scholar, Allama Khatabi writes, ‘Even though circumcision is mentioned as being Sunna, many of the scholars have considered it as being wajib. The reason for this is that circumcision is a symbol of Islam. It is a way through which a Muslim can be differentiated from a Kafir. (Tarbiya al-Awlad fil-Islam).

Those scholars have further mention that the reason circumcision is considered as Wajib is that the Tahara (cleanliness) [rituelle Reinheit] and Salah [das Pflichtgebet] being invalid, becomes doubtful. This is so because the foreskin covers the private organ entirely, and sometimes retain drops of urine which become difficult to wash. If left unwashed, then cleanliness and Salaah will not be achieved. From this, it is seen that the soundness of one’s Tahara and Salaah is suspended upon circumcision. It is for this reason, many of the former and latter scholars have prevented an uncircumcised person from becoming an Imam and leading the Salaah. (Tarbiya al-Awlad fil-Islam).

From these explanations, it is evident that one should make every effort to be circumcised, especially when it was not done at a young age. Temporarily, one may encounter the little discomfort, but the advantages and benefits are tremendous. Besides this, it makes one feel safer in the matters of Taharah and Salaah, which are important aspects of our deen.

Notwithstanding the rulings given, if you do not do it, this does not affect you being a true and sincere Muslim. According to the scholars who say that it is Sunna, there will be no sin upon you if you chose not to do it. However, you must ensure that after urinating, the urine does not remain under the foreskin of your private organ. You should wash yourself properly so that no impurities remain on your private organ after urinating.

It is wrong for people to say such things like uncircumcised people are dirty etc. and compare them to Unbelievers. It cannot be said with certainty that a wife will get cervical cancer if she has sexual relations with her husband who is not circumcised, and that a person will be protected from AIDS if he is circumcised. Those are probably based on research done by experts. However, it is not that these will happen of a surety.

With respect to leading others in Salaah if you are not circumcised, then, according to those scholars who say that circumcision is Sunna, you can do so, as long as you are absolutely sure that you have washed your private organ thoroughly with no urine remaining on it. You can also stand in the first Saff, there is no dislike for this in the hanafi Madhab.

Being Uncircumcised does not prevent you from becoming married. There is absolutely no statement that it is haram for a Muslim woman to marry a non circumcised man. When you intend to marry, it is good to tell your spouse that you are not circumcised, so that this does not create problems in your marital relationship.

And Allah Knows Best.

Mufti Waseem Khan [Darul Uloom Trinidad & Tobago Institute of Higher Islamic Studies & Secondary Education]

21.03.2014

http://www.darululoomtt.net/ruling-circumcision-uncircumcised-doesnt-kaafir-disbeliever/

Mufti Waseem Khan is presently the Chairman and Principal of a prestige Islamic Institute in Trinidad known as ‚Darul Uloom Trinidad and Tobago‘. He is also a teacher at the Institute where he teaches Hadith (Sahih Al Bukhari), Aqaa’id, Tafseer of the Quran and Fiqh. He is the head Mufti of the Department of Ifta at the Institute and the Chairman of both the Darul Uloom Halal and Hilal Committees.

http://www.theislamicnetwork.org/muftiwaseem.html

What is the Ruling on Circumcision for Women? [Schafiiten]

Question:

What is the mu’tamad qowl (relied upon position) of the Shafi’ee Mazhab regarding the khatna (circumcision) of women? Is it wajib (obligatory) or sunnat?

Also, what if a woman was ignorant if it being wajib will it be incumbent on her during her advanced age to perform khatnah?

Answer:

Circumcision is obligatory upon men and women according to us (i.e. the Shafi’is). (Majmu‘ of Imam An-Nawawi 1:164) The circumcision is wajib upon men and women according to the rājih qawl of Shāfiʿī madhhab. In a situation a woman is in her advanced age, it is not permissible to circumcise her if it may harm her (al-Rauḍah of Imam An-Nawawi: 3: 384).

http://islamqa.org/shafii/shafiifiqh/30239

In 2009, the Fatwa Committee of Malaysia’s National Council of Islamic Religious Affairs ruled that „female circumcision“, as it has become known, was obligatory for Muslims but if harmful must be avoided.

Azrul Mohamad Khalib is also communications and resource mobilisation adviser of the SPRINT project with the International Planned Parenthood Federation. … He said: „One of the things I find quite alarming with regards to this development is that the Ministry of Health is actually depending on a fatwa, a religious opinion that was actually issued by the national fatwa council, in which they made it obligatory, or ‚wajib‘ [MGM wie FGM ist dem schafiitischen Fiqh wadschib, islamrechtlich verpflichtend], for all Muslim women to be circumcised.

„It seems that the Ministry of Health is now (instituting) that fatwa.“

„So, in contrary to quite a number of best practices as well as a WHO (World Health Organisation) advisory, the Ministry of Health is taking steps now to sort of make it standardised, or medicalised, in such a way that it might be applied to all public health-care facilities.“

aus: Malaysia storm over female circumcision. ABC Net (Australien) am 07.12.2012

http://www.abc.net.au/news/2012-12-07/an-malaysia-debate-over-female-circumcision/4416298

Alle Parteien versuchen seit dem Wahlkampf im letzten Jahr [2009], das ihnen unangenehme Thema Islam und Integration der Muslime aus der öffentlichen Debatte herauszuhalten. Unangenehm, weil kein Fortschritt in Sicht ist. Der Dialog mit den Islamverbänden ist gescheitert, weil sie unfähig zum inhaltlichen Diskurs sind. Die Islamkonferenz – so hört man – soll umstrukturiert werden, um die Erfolgserwartungen zu dämpfen. Allen Verantwortlichen ist nach drei Jahren quälender Debatte klar, mit dem organisierten Islam wird keine Integration gelingen, man wird die Verbände allenfalls befrieden. Darum macht man die Sache klein. …

In ihrem Überschwang stoßen die (von solchen Verdächten und Rücksichtnahmen natürlich freien) Kritiker der Islamkritik aber unbeabsichtigt eine Debatte über die Leitkultur an. Eine Debatte, die sie einst selbst zu verhindern suchten, als sie vor Jahren von einem Muslim, dem Politologen Bassam Tibi, angeregt wurde. Man fertigte Tibi ab, wie man gewöhnlich den wegbeißt, der sich nicht mit der Rolle des Impulsgebers begnügen will, sondern es wagt, an der Deutungsmacht der jeweiligen Platzhirsche zu zweifeln. …

Die „Süddeutsche“ verwechselt nicht nur die seit Max Weber unter Soziologen bekannten Unterscheidungen von Verantwortungs- und Gesinnungsethik, sondern unterstellt mir als Muslimin „christliche Islamkritik“, um dann zur großen Gleichmacherei anzusetzen. Islamkritiker werden zu „Fundamentalisten der Aufklärung“, ein Begriff, den als Erster übrigens der Mörder von Theo van Gogh benutzte. Die Verteidigung der Menschenrechte wird als Fundamentalismus denunziert, und Henryk Broder wird behandelt, als sei er Mullah Omar.

Die Selbstverständlichkeit, mit der Freiheit hingenommen und gleichzeitig deren Verteidigung diskreditiert wird, erscheint mir als intellektueller Überdruss, die Wortwahl der Kritiker leichtfertig. …

Debatte In dieser neuerlichen Debatte fällt aber auf, dass der Anlass – der Islam und seine Rolle in einer demokratischen Gesellschaft – völlig untergeht. …

Ja, es geht mir um die Reform des Islam und darum, dass sich Muslime von politischen Ideologien lösen, säkularisieren und sich auf die spirituelle Kraft der Religion besinnen.

Ja, ich halte den Versuch, die religiöse Rechtleitung und die Vorschriften für den Alltag durch Tradition und Gesetz zu bestimmen, ich halte die Scharia [gottgegeben, menschlich anzuwenden als Fiqh] für überholt. Sie gehört geächtet.

In Deutschland leben über vier Millionen Bürger, denen man eine muslimische Identität zuschreibt, es gibt mehr als dreitausend Moscheen und Gebetsstätten und mehrere tausend Vorbeter und Funktionäre. Diese heterogene und völlig disparate Community hat erhebliche soziale, kulturelle, ökonomische und auch religiöse Probleme. Viele der größten Probleme erwachsen aus dem tradierten Menschen- und Weltbild, dem Dilemma einer Kollektivgesellschaft, die mit einer auf die Verantwortung des Individuum ausgerichteten Sozialordnung kollidiert; einer Kultur- und Modernitätsdifferenz also, die mit den Mitteln der herkömmlichen Migrationsforschung und der Integrationspolitik bisher nicht gelöst werden konnten, weil sie das „System Islam“ nicht anrührten.

Für mich sind Freiheit und die Verantwortung des Einzelnen universale westliche [Nein, die kulturelle Moderne und die Menschenrechte der AEMR sind nicht westlich oder östlich, sondern, wie Kelek richtig sieht, universal] Werte, unteilbar und für alle geltend, auch für Muslime.

aus: Necla Kelek (Ihr habt mit Hass gekocht), in: FAZ 22.01.2010

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/integration/kritik-der-islamkritik-ihr-habt-mit-hass-gekocht-16687.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Solange der Islam sich seiner Aufklärung verweigert, solange er keine Götter duldet neben sich, solange er Andersgläubigen und Nichtgläubigen Bekehrung oder Unterwerfung und Abtrünnigen den Tod androht, solange gehört er nicht zu Deutschland.

Die in Deutschland lebenden Muslime gehören nun zu Deutschland, das ist wahr. Sie genießen wie jeder, der hier lebt, den Schutz des Grundgesetzes, der ihnen auch die Religionsfreiheit garantiert, solange die Religion nicht mit den deutschen Gesetzen kollidiert. Wer den Koran wörtlich nimmt, wie es der Islam bis heute vorschreibt, wird nicht konfliktfrei durch den deutschen Alltag kommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Christian Wulff unseren gläubigen muslimischen Bürgern wirklich die Last aufbürden wollte, sich ständig zwischen zwei gültigen Systemen entscheiden zu müssen: zwischen der deutschen Rechtsstaatlichkeit und den Gesetzen des Islam, die, wenn der Islam zu Deutschland gehörte, hier gelten würde wie in Ägypten, Saudi-Arabien und zunehmend auch wieder in der Türkei.

Zu Deutschland gehören der Rechtsstaat, die Gleichstellung der Geschlechter, die Freiheit der Kunst, die Meinungs- und Religionsfreiheit, die Solidargemeinschaft, das Recht auf Bildung und gewaltfreie Erziehung. Aber nicht der Islam.

aus: Monika Maron (Der Islam gehört nicht zu Deutschland), in: Tagesspiegel 05.10.2010

http://www.tagesspiegel.de/kultur/glaube/zur-rede-des-bundespraesidenten-der-islam-gehoert-nicht-zu-deutschland/1949762.html

Sind drei Viertel aller Deutschen Rassisten und fremdenfeindlich, weil sie fürchten, der Islam gewinne zu viel Einfluss in Deutschland und unterhöhle langsam die säkularen Grundlagen unseres alltäglichen Lebens? Fremdenfeinde, Rassisten, Islamfeinde (im Wechsel mit Islamhasser), diese Worte gehören in der Diskussion über Pegida offenbar zusammen.

Islamkritiker oder -gegner kommen nicht mehr vor, nur Hasser und Feinde. Was aber wäre ein Islamfreund? Welchen Grund hätte ich, eine Islamfreundin zu sein? Ich kann die Freundin von Muslimen sein, aber nicht Freundin dieser unaufgeklärten Religion mit politischem Anspruch, deren Hasspotenzial offenbar so groß ist, dass es gerade die ganze Welt erschüttert.

Islamisierung beginnt nicht erst, wenn der Islam in Deutschland Staatsreligion geworden ist, sondern wenn er unsere rechtsstaatlichen und zivilisatorischen Grundsätze mit seinen religiösen Ansprüchen unterläuft. Man muß kein Anhänger von Pegida sein, um zu fordern, dass Regierung und Gesellschaft die schwer erkämpfte Säkularität verteidigen und einer Religion, der die Aufklärung noch bevorsteht, klare Grenzen zu ziehen.

Die stärksten Verbündeten wären dabei die säkularen Muslime, Menschen wie Seyran Ateş, Necla Kelek, Hamed Abdel-Samad, Güner Balcı, die so wenig wie Christen und Atheisten wünschen, dass der Islam in Deutschland mehr Rechte und Raum beansprucht, als einer Religion in einem weitgehend säkularen Land zusteht.

Stattdessen hat die Regierung es vorgezogen, dem Druck der Islamverbände nachzugeben und die säkularen Kräfte von der Islamkonferenz auszuschließen. Warum sprechen wir überhaupt von viereinhalb Millionen Muslimen in Deutschland und akzeptieren damit den Anspruch des Islam, dass jeder, der als Muslim geboren wurde, ein Leben lang Muslim bleiben muss?

aus: Monika Maron (Pegida ist keine Krankheit, Pegida ist das Symptom), in: DIE WELT 04.01.2015

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article135973630/Pegida-ist-keine-Krankheit-Pegida-ist-das-Symptom.html

Nein zur Miliz der Hisba

September 11, 2014

حسبة‎

Ḥisba

Accountability in Islam. Enforcing Sharia

Rechenschaftspflicht. Beseitigung des islamrechtlich Verbotenen

Islamisches Wohlverhalten und orange Schutzwesten

Und so sind die Mutawiun (muṭawwiʿūn, anglis. mutaween) also auch in Deutschland angekommen! Im Sinne der Erhaltung allgemeiner Menschenrechte folge man nicht der Ansicht der seit Tagen erregt lärmenden Islamverharmloser aus dem Dunstkreis von Islamkonferenz und interreligiösem Dialogbetrieb, dass die Aktivisten der schließlich in vielen Weltgegenden die Menschen drangsalierenden Schariadurchsetzung oder Hisba (ḥisba) ihre auf Koran und Sunna basierende Religion nicht gründlich genug kennen würden. Das Gegenteil ist der Fall, worüber uns auch der sich am 08.09.14 in der WELT auf den Verteidiger der Schulgebetsräume Mathias Rohe berufende Till-R. Stoldt (Stoppt die Hysterie um die “Scharia-Polizei”!) nicht desinformieren sollte.

Die orangefarbigen Warnwesten waren in der englischen Variante zweier Worte beschriftet, Scharia und Polizei. Allein das Wort Polizei (police) schafft enormes und in der Bundesrepublik Deutschland berechtigtes Vertrauen in die Amtseigenschaft seines Trägers. Es ist konsequent und angemessen, den Missbrauch von Uniformen, Titeln und Berufsbezeichnungen zu bestrafen.

Der erste Bestandteil also ist Scharia, die auf der Erde bei Bedarf mit Gewalt durchzusetzende islamische Gesetzlichkeit, Hussein Sven Lau genannt Abu Adam sagt praxisnah “islamische Gesetzgebung”. Die im Islam außerweltlich erschaffene und dem menschlichen Verstand unbegreifliche Scharia zu vertreten wird dem Konvertiten so leicht niemand streitig machen können, aber das durch Lau auf den signalfarbigen Jacken zu Unrecht geführte Wort Polizei weist zu Unrecht auf eine hoheitliche Tätigkeit hin, was der Souverän, das Volk, nicht dulden kann. Bereits die Warnfarbe Orange erinnert gezielt an einen wichtigen Diensteinsatz etwa von Feuerwehr, Sanitäter oder Katastrophenschutz oder an hoch angesehene Tätigkeiten wie Schülerlotse.

In der kulturellen Moderne ist das Volk Souverän. Der authentisch zeitlose Islam hingegen wollte einst und will heute in seinem Revival die Volkssouveränität (wieder) durch die Souveränität des Schöpfergottes ersetzen. Allah soll auf Erden der einzige Herrscher sein und islamische Führer seine Stellvertreter, seine Kalifen. Das und nichts anderes steht hinter den Wuppertaler Warnwesten in Orange, was Aiman Mazyek sehr genau weiß, der die islamischen Sittenwächter nebelwerfend “diese paar Halbstarken” nennt und sich von der Nichtmuslime und Frauen herabwürdigenden Scharia ebensowenig distanziert wie von der schariakonformen Erklärung der Menschenrechte im Islam (Kairo 1990).

Ob sich die freiwilligen Moralwächter ihre Sharia Police nun wie angekündigt in Anti Haram Team umbenennen werden oder nicht, sie wird ungefähres Abbild der Islam-Polizeiarbeit der saudi-arabischen Behörde für die Förderung der Tugend und die Vermeidung des Lasters sein und selbst die bereits 1992 unter Burhanuddin Rabbani gegründete und vier Jahre später von den (stellvertretend für Allah) die Macht ergreifenden Taliban übernommene Religionspolizeibehörde Afghanistans hieß so, Ministry for the Propagation of Virtue and the Prevention of Vice. Der ethnische Tadschike hatte in Kabul Fiqh und Scharia studiert und 1966 an der Kairoer al-Azhar einen Mastertitel in Islamischer Philosophie erworben, kannte seine Religion also ziemlich gut.

Vom Himmel herab zu den Menschen kommt der Befehl zum Saubermachen in Koran 3:110 “Ihr [den Islam Praktizierenden] seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Allah”.

Ein Mutawa (muṭawwaʿ) hält sich daran und benötigt zum Tätigwerden keine Weste in Orange. Kein Islamismus, Salafismus oder Wahhabismus ist diese Ermächtigung und Verpflichtung zur Hisba, sondern ernst genommene Religion.

Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem.

Edward von Roy

Q u e l l e n

StGB § 132a Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen

http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__132a.html

“Es gibt ein Gewaltmonopol des Staats … Niemand anderes ist befugt, sich in die Rolle der Polizei hineinzuschleichen.”

Angela Merkel

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/merkel-fordert-gegen-scharia-polizei-entschieden-vorzugehen-13142350.html

Auch der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, hat die Aktion jetzt scharf kritisiert. “Diese paar Halbstarken sprechen nicht in unserem Namen”, sagte Mazyek im “Tagesspiegel am Sonntag”. Was die Wuppertaler Salafisten täten, sei eine “Zweckentfremdung unserer Religion”. Sie schadeten mit ihrer “schrillen und völlig unsinnigen Aktion” den Muslimen ungemein. Mazyek forderte allerdings auch, der Aktion nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Salafisten aus Wuppertal: Zentralrat der Muslime verurteilt “Scharia-Polizei”. DER SPIEGEL 07.09.2014.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/scharia-polizei-in-wuppertal-zentralrat-nennt-salafisten-halbstarke-a-990271.html

Dieser Kurzauftritt von elf (einigermaßen clever kommunizierenden) Tugendwächtern brachte Innenminister Thomas de Maizière und Justizminister Heiko Maas in Wallung – und zwar derart, dass sie mit ihren vielleicht 20-sekündigen Fernsehstatements einige Jahre bundesdeutscher Integrationspolitik karikierten. All die “Hosgeldiniz”-Rufe der Integrationsstaatsministerinnen. All die Wir-gehören-zusammen-Beteuerungen auf Islamkonferenzen. Und all die Bekenntnisse speziell von CDU-Politikern, Muslime und Unionschristen teilten doch den Wertekonservatismus.

Und für diese Demontage brauchten die beiden Minister nur zwei Sätze. “Die Scharia wird auf deutschem Boden nicht geduldet”, so lautete der eine Satz, gesprochen vom christdemokratischen Innenminister. Und: Das Verhalten der elf Salafisten sei “ein Anschlag auf unser freies Lebensmodell” lautete der andere, aus dem Munde des sozialdemokratischen Justizministers. Applaudiert und assistiert wurde den beiden sogleich von einem riesigen Kommentatorenchor – was den Schaden potenzierte.

Von Till-R. Stoldt. Stoppt die Hysterie um die “Scharia-Polizei”! DIE WELT vom 08.09.2014.

http://www.welt.de/regionales/nrw/article132023600/Stoppt-die-Hysterie-um-die-Scharia-Polizei.html

Wer bei den Salafisten mitmachen will, darf keinen Kuschelgott erwarten. Diese Botschaft bellt der Eiferer Pierre Vogel gern ins Mikrofon, wenn er über die Dörfer zieht und für die „perfekte Scharia“ wirbt. Deutschlands bekanntester Islam-Konvertit war früher mal Profiboxer, mit dem Kuscheln hat er es nicht so, er mag die klare Ansage: Der Chef, also Gott, habe das Universum schließlich geschaffen, „also hat er auch das Recht zu bestimmen, was du zu tun und zu lassen hast“.

Ergo: Alkohol verboten [genau, Koran 2:219 „schwere Sünde“ sowie 5:90 „Gräuel und Teufelszeug“]. Glücksspiel verboten [Koran 5:90]. Keine Musik. Keine Pornos. So einfach ist das im Universum [Allahs und nicht] des selbst ernannten [nein, des 2004 bis 2006 ausgebildeten] Predigers „Abu Hamza“ [traurige BRD, Kampfpanzer nach Saudi-Arabien verkaufen sowie dort Erdöl einkaufen, aber verkrampft andeuten oder sogar behaupten, dass man dort die Religion falsch verstanden habe]. …

Elf Männer waren in der Wochenmitte mit „Shariah-Police“-Warnwesten durchs Wuppertaler Zentrum gezogen, hatten junge Muslime ins Gebet genommen, um sie von Discos, Spielhöllen oder Kneipen fernzuhalten. Ein Video davon hatten die Moralwächter umgehend ins Netz gestellt. Zu sehen ist, wie der Chef der Truppe, der 33-jährige Sven Lau, Visitenkarten verteilt oder in Spielhallen auslegt, wie er auf Leute einredet und Einladungen ausspricht – für einen Besuch bei Darul Arqam.

Von Hannelore Crolly. „Mit Allahs Erlaubnis kommen wir in alle Städte“. DIE WELT am 07.09.2014.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article131991208/Mit-Allahs-Erlaubnis-kommen-wir-in-alle-Staedte.html

nicht in der Stadt Mekka, deren Beiname Ummu l-Qurā, The Mother of Towns, Mutter der Städte bedeutet

Umm-al-Qura-Universität (Ǧāmiʿat Umm al-Qurā). 1981 durch das königliche Dekret Nr. 39 gegründet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Umm-al-Qura-Universit%C3%A4t

sondern in Kuwait

Mr. Khalifa Talal Al-Jeri … His life’s work crystallized when he founded the conglomerate of Um Al-Qura Company for Educational Services …. Om Al Qura Educational Establishment [OAEE]

http://www.om-alqura.com/Secure/EN/OAEE/AboutUs.aspx

Al Hisba. System der Rechenschaftspflicht in einem islamischen Staat, um illegale Praktiken zu überprüfen

Financial Islam • Islamic Finance

http://de.financialislam.com/glossar.html

Hisba (Enjoining Good and Forbidding Evil)

… Hisba has four components: Al-Muhtasib (the person who practices Hisba), Al-Muhtasabu ‘alayhi (the person to whom Hisba is directed), Al-Muhtasabu Feehi (the subject of Hisba) and Ihtisab (the actual act of enjoining good and forbidding evil).

Al-Muhtasib (the person who practices Hisba), Al-Muhtasabu ‘alayhi (the person to whom Hisba is directed), Al-Muhtasabu Feehi (the subject of Hisba) and Ihtisab (the actual act of enjoining good and forbidding evil).

1. Al-Muhtasib: This refers to the person who enjoins good and forbids evil, whether he is permitted to do so by the Imam incharge of Muslims’ affair or not. …

“If I instruct you to do something, then do as much as you can.” Bukhari and Muslim

All this is admissable as long as there is a Muslim Imam (leader) who entrusts the responsibility of Hisba to those fit to carry it out. In this day and age, however, our rulers who have apostatised by changing the laws of Shar’iah have no right to delegate the responsibility for Hisba. Indeed, they should be removed in accordance with the consensus of the Ulama. …

We have said earlier that disapproving of evil with the heart is a duty for every Muslim, whether he is physically capable or not, and must never be neglected under any circumstance whatsoever, as this would indicate the disappearance of all traces of Iman from the heart.

http://www.kalamullah.com/manhaj01.html

Neben der Pflicht jedes Muslims, ‘das Gute zu gebieten und das Böse zu verbieten’, bezeichnet der Begriff hisba auch den Aufgabenbereich der Person, die in einer Stadt mit der Überwachung des moralischen Verhaltens der Einwohner und insbesondere auch der Märkte betraut war.

Rüdiger Lohlker, Das Islamische Recht im Wandel (p 159)

http://books.google.de/books?id=5o3G6sH2Aa0C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

الأمر بالمعروف والنهي عن المنكر

al-amr bi-l-ma-ʿrūf wa-n-nahi ʿani l-munkar

Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten

Seine moralisch-ethische Bedeutung verdeutlicht auch ein auf den Propheten Mohammed zurückgeführter Hadith in der Traditionssammlung Sahih von Muslim ibn al-Haddschādsch, in dem er die Zeit politischer Wirren u.a. wie folgt umschreibt: das Herz weiß nicht, was recht ist, und verbietet nicht, was verwerflich ist.

Al-Ghazali († 1111) erachtet diese Norm als Grundlage der Religion und der göttlichen Botschaft durch die Propheten; ohne sie würde Anarchie herrschen und die Menschen wären zum Untergang verurteilt. Gemäß Ibn Hanbal und at-Tabarī ist ihre Umsetzung in der Gesellschaft religiöse Pflicht, während al-Hasan al-Basri sie lediglich als freiwillige Leistung des Einzelnen einstuft.

Sure 3, Vers 110 betont, dass die muslimische Gemeinschaft sich gerade durch die Einhaltung dieses Grundsatzes von anderen unterscheidet:

„Ihr (Gläubigen) seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Gott.“

– Übersetzung Rudi Paret

http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Rechte_gebieten_und_das_Verwerfliche_verbieten

Frauen müssen sich verhüllen, dürfen ohne Erlaubnis nicht reisen, arbeiten oder heiraten. Es gibt öffentliche Hinrichtungen, keine Konzerte, keinen Alkohol, keine Touristen, aber viel Öl. Saudi-Arabien wirkt in der globalen Welt wie ein blinder Fleck, man spürt es schon vor der Reise dorthin, besonders als Frau.

Im Netz wird gewarnt, dass man als Frau ohne männlichen Begleiter nicht einreisen darf. …

Als Haifaa al-Mansur das letzte Mal Saudi-Arabien verlassen wollte, musste sie am Flughafen ausharren, bis ihr Mann eine schriftliche Genehmigung faxte und sie auslöste. Al-Mansur hatte sie vergessen. …

»In Saudi-Arabien werden Frauen nicht wie Erwachsene behandelt«, sagt ein Saudi aus dem Team. Sie müssen begleitet, bewacht und beschützt werden. Wie ewige Kinder verharren sie in einem Stadium fortwährender Infantilität. …

Die Produktionsassistenten beobachten die Umgebung, um beim Auftauchen der Sittenwächter ihre Regisseurin rasch aus dem Blickfeld in den Bus zu schaffen. …

In Al-Mansurs Film spielen Männer die Nebenrollen, wenn sich die Welt mit Saudi-Arabien beschäftigt, geht es vor allem um Frauenrechte. Um die Männer ist es still, dabei wirkt die Ungleichbehandlung auch auf sie – überhöht sie zu Alleinherrschern und setzt sie zugleich als hilflose Opfer ihrer Triebe herab. …

Al-Mutairi ist 27 und hat in Los Angeles Film studiert, seitdem vermisst er die Freiheit, sich mit Freundinnen zu treffen, ohne sich verstecken zu müssen. In seiner Heimat, sagt er, müssten sich Frauen aber verhüllen und brauchten einen Beschützer. …

Sultan al-Mutairi deutet auf einen jungen Mann, der angeblich gerade mit einem Mädchen geflirtet habe. Wen er anschmachtet, weiß er nicht, die Angebetete ist von Kopf bis Fuß verschleiert. Wenn die Religionspolizei das gesehen hätte, hätte sie die beiden mit auf die Wache genommen und ihre Eltern informiert. Was besonders für die Frau sehr unangenehm geworden wäre. Für Westler liegen die unschuldigen Flirtversuche unterhalb ihrer Wahrnehmungsgrenze.

Auf dem Parkplatz warten ein paar Jungs in überweiten Hosen mit Basecaps auf dem Kopf, sie sehen aus wie amerikanische Ghettokids. Al-Mutairi meint, auch sie würde die Religionspolizei mitnehmen, ihnen vorwerfen »verwestlicht« zu sein. …

Von Jana Simon. Unter den Augen der Religionspolizei. DIE ZEIT 31.05.2012.

http://www.zeit.de/2012/22/Saudi-Arabien/komplettansicht

„Gebieten, was recht ist, und verbieten, was verwerflich ist“ – so lautet das Motto der so genannten Religionspolizei in Saudi-Arabien. Doch was verwerflich nach den Maßstäben der puristischen [Anm.: der islamkonsequenten] Sittenwächter ist, entscheiden sie selbst [Anm.: nein, Allah entscheidet] und terrorisieren mit ihren Bestrafungen und Zurechtweisungen die Bevölkerung, vornehmlich die Frauen.

In der „Behörde für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern„, wie die Institution offiziell heißt, arbeiten rund 3500 „Mutawin“ genannte Staatsbedienstete, oft mit geringer Bildung aber tiefer Religiosität. Sie achten penibel darauf, dass Frauen nicht Auto oder Fahrrad fahren und ihre Abaya, ein mantelartiges Übergewand bis zu den Füßen, sowie mindestens Kopftuch, besser Gesichtsschleier vorschriftsgemäß tragen.

Sie ahnden Alkohol- oder Schweinefleisch-Konsum, nehmen Homosexuelle und Prostituierte fest und verfolgen Menschen anderen Glaubens, insbesondere jagen sie Konvertiten. Sie versuchen zu verhindern, dass sich Frauen und Männer treffen, die nicht miteinander verwandt oder verheiratet sind. In den Städten scheuchen die langbärtigen Islam-Polizisten Männer in die Moscheen, wenn der Gebetsruf ertönt.

Von Dietrich Alexander. Der Terror fanatischer Religionspolizisten. DIE WELT 02.10.2013.

http://www.welt.de/politik/ausland/article120587660/Der-Terror-fanatischer-Religionspolizisten.html

Religionspolizei in Saudi-Arabien fahndet jetzt auch im Internet

RIAD – Die islamische Religionspolizei in Saudi-Arabien sucht jetzt auch im Internet nach „Sündern“. Die Behörde für die Förderung der Tugend und die Vermeidung des Lasters hat laut einem Bericht der Zeitung „Arab News“ vom Freitag bereits 735 Benutzerkonten von Saudis in Netzwerken wie „Twitter“ und „WhosHere“ identifiziert, die durch „unmoralisches Verhalten“ aufgefallen seien. Dazu zählen aus Sicht der Behörde unter anderem: Gotteslästerung, Werbung für den Verkauf von Wein, Homosexualität und Menschenhandel.

Die Religionspolizisten wollen nun nach eigenen Angaben versuchen, die „Sünder“ auf den Pfad der Tugend zurückzuführen. Sollte das nicht funktionieren, werde man die Benutzerkonten sperren lassen, hieß es. Nur falls auch das nicht ausreichen sollte, werde man die Internet-User bestrafen, hieß es.

Huffington Post 21.02.2014

http://www.huffingtonpost.de/2014/02/21/religionspolizei-saudi-arabien-internet_n_4829979.html

Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem.

Islamkonferenz um Islamkonferenz der Rechtsspaltung entgegen? Der säkulare Verfassungsstaat hat mit totalitär denkenden Jenseitszentrikern nicht auf Augenhöhe zu diskutieren, auch nicht im Rahmen der „Verbesserung des Zusammenlebens zwischen der Mehrheitsgesellschaft und den Muslimen … ein gemeinsamer Weg zu einem besseren Miteinander“ (DIK 2009) oder von „Allianzen für die transkulturelle Gesellschaft“ (KIK 2013). Von Edward von Roy.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2013/04/15/336/

Was ist Salafismus

Purify and Educate

Bärte, Burkas, Betproteste. Zu leben wie die korrekt handelnde Urgemeinde, den verwehenden Fußspuren des Propheten und der rechtgeleiteten Altvorderen (as-salaf aṣ-ṣāliḥ) genau nachzufolgen ist das Anliegen der Revivalisten oder Salafisten. Von Edward von Roy.

Inhalt

1. Verstoße alles Nichtislamische und halte dich den Ungläubigen fern! Das geheiligte und heilssichernde Verhalten der Meidung, al-barāa

2. Das islamisch korrekte Verhalten durchsetzen, bei Bedarf mit Gewalt: ḥisba

3. Frommheit oder Frevel? Tauhid oder Schirk?

4. Der Taghut, der Götze

5. Das salafistische Doppelprogramm: Reinigen und Erziehen (at-taṣfīya wat-tarbīya)

6. Rebellische Inseln kultureller Gegenmoderne. Salafismus als Verweigerung der universellen Menschenrechte

7. Die postmodernen Erklärer des Weges: Mit Abdullahi Ahmed an-Na’im, Mathias Rohe und Mustafa Cerić in die religiös begründete Rechtsverschiedenheit einziehen

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/05/09/235/

Die Panikmacher

September 17, 2011

النرجسية

narǧissiya[1]

Selbstverliebtheit, Narzissmus

Schwatzen über den Islam

Damit die Standards der AEMR auch im Namen des Seelenrettenden oder Althergebrachten nicht überwunden werden, verdient der selbstverliebte Patrick Bahners, Urheber von Die Panikmacher: Die Deutsche Angst vor dem Islam (München 2011), insbesondere zu den Seiten 291 bis 308 ein paar Zwischenrufe, meint Jacques Auvergne.

Bei fortgesetzter ungehemmter Duldung („Toleranz“) dem Islam gegenüber droht Nordamerika und Europa der Ausstieg aus den mühselig errungenen Standards allgemeiner Menschenrechte. Nur die religiös begründete Rechtsverschiedenheit schließlich gestattet es dem von ansteigender Gottes- und Muftifurcht geprägten Kollektiv, unverfälschte koranische Religion, echten Islam zu leben. Muslimbruderschaft, Deobandi und eine von Teheran aus gesteuerte Zwölferschia bilden diese auf Diskriminierung aller Nichtmuslime und Frauen gründende globale Scharialobby, die durch die Regierungen Pakistans und Saudi-Arabiens ebenso wie durch die politisch linke und rechte USA protegiert und finanziert wird.

Werbewirksam und terminbewusst einen Monat vor dem Gedenktag zu Nine Eleven lädt die Staatsspitze der USA im August 2011 zum schariagemäßen Fastenbrechen ins Weiße Haus, wo Präsident Obama nichts gegen zu halbierendes Frauenerbe (Islam) und Vielweiberei (auch Islam) sagt, sondern, einem Magier nicht unähnlich, die gefälligst spürbar zu bekundende Treue jedes anständigen Amerikaners zu „unseren zentralen Werten“ (staying true to our core values) beschwört. Obamas verwendetes „our“ (Hervorhebung Auvergne) beschwört ein Wir, das aus Gründen der zunehmend perfekten (totalitären) Harmonie keinen Außenseiter wünscht (duldet).[2]

White House, 18.08.2011. Meint das zu Vielfalt und Inklusion (diversity and inclusion) mahnende Weiße Haus eine AEMR-basierte Chancengleichheit oder nicht vielmehr den heranschleichenden parallelgesellschaftlichen Raum Islamischen Rechts? Und wieder wird, auf Empfängerseite mit den vernunftfeindlichen Formeln von Koexistenz (co-existence) und Brückenbau (bridge-building zu garnieren, ein monopolhaft Glück bringendes (alleinseligmachendes) autoritäres „Wir“ geschaffen (our greatest challenges), was den etwaigen Kritiker am demokratiegefährdend proislamischen Vielfalts- und Inklusionsbegriff sozusagen vorsorglich als verachtenswert weil gemeinschaftsschädlich brandmarkt.[3]

Der vom Autohaus Ford finanzierte sudanstämmige Freund der Rechtsspaltung Abdullahi an-Na’im stellt sich der Scharia ebenso wenig in den Weg wie die Anhänger der gegenaufklärerischen und antisäkularen Christlichen Rechten (Christian right; die USA als bibeltreuer Staat: „founded by Christians as a Christian Nation“) bzw. des Intelligent Design.[4] Soviel zu den USA, wo die Muslimbrüder sehr einflussreich sind und Patrick Bahners ab 2012 beruflich tätig sein möchte.

Weil an der globalen Re-Politisierung des Seelsorgerlichen zusätzlich Indonesien, Malaysia und die Türkei kraftvoll mitmischen, mühen sich auch Deutschlands industriefreundliche Volkskirchen, mit immer noch mehr „Dialog“ die menschenrechtswidrige und unchristliche „Abrahamsreligion“ zu fördern.[5]

Da der Namensgeber aber schon vor knapp vier Jahrtausenden verstarb, muss der in der biblischen Genesis als dem 1. Buch des Mose der Thora beschriebene Stammvater zu Fragen der militärischen Aufrüstung Saudi-Arabiens[6] oder des Iran gar nicht erst gefragt werden und kann sich dem fiebrigen Aufbau eines korantreu-pseudochristlichen europäischen Supergottes nicht in den Weg stellen. Bei Bedarf lässt sich zur Schariabewerbung auch Joseph verwenden.[7]

Ungerührt über fundamentalistisch dressierte Kinder in allen westeuropäischen Städten, die sich vor dem Teufel fürchten und jedes Mädchen ohne Kopftuch als Nutte ansehen, beschimpft Patrick Bahners in seinem Die Panikmacher: Die Deutsche Angst vor dem Islam die mutige Soziologin Necla Kelek und den gründlich arbeitenden Journalisten Henryk M. Broder[8], übergeht, dass Europas prägende Gestalten der epochalen Aufklärung und schulischen Bildung wie Goethe, Voltaire, Kant oder Alexander von Humboldt gar nicht in Furcht vor der Hölle lebten und verschweigt dem Leser, dass auch heutzutage immer noch kein deutscher Imam die „zu muslimisierenden“ Jugendlichen dazu aufruft, die koranischen Beschreibungen von Himmelsgarten und Feuergrube als allegorisch zu verstehen. Bahners weiß, dass die Islamische Revolution des Iran, 1979, oder die Salafisierung (Schariatisierung) eines Territoriums, wie sie Muslimbrüder oder Millî-Görüş-Bewegte glaubenspraktisch ausüben, eine Faschisierung aller Lebensbereiche zeitigt, was sich im realisierten Islam bekanntlich auch auf die Rolle des Sexuellen beziehen muss und auf die korangemäß zu verhindernde Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Überall in Westeuropa leben von muslimischen Männern verwaltete Einwandererfrauen oder Konvertitinnen ohne die Möglichkeit, alleine zu reisen, freizügige Kleidung zu tragen oder religionskritisch zu argumentieren. Weltweit sind Allahs bärtige Tugendwächter und Kontrolleure weiblicher Sexualität auf dem Vormarsch, einer gewaltigen faschistischen Bewegung vergleichbar. Wer den nichtsäkularisierten (originalen) Islam pauschal verteidigt, ist notwendigerweise Frauenfeind. Nicht zuletzt Bahners eigene Profession, der autonom und wissenschaftsbasiert gedachte Journalismus, wird sich im islamischen Staat überflüssig gemacht bzw. in eine Schar von Mietmäulern verwandelt haben.

Einen Islam, der den Nichtmuslim und die Frau nicht herabstuft, kann es mit Islamischer Rechtstheorie (Scharia, geschaffen von Allahgott) und Islamischer Gerichtspraxis (Fiqh, umzusetzen von den Tugendhaften) nicht geben.

Der Verteidiger des Glaubens geht zu Scharia und Fiqh nicht auf Distanz, Patrick Bahners legt los:

Worauf will die Islamkritik hinaus? Soll die Religionsfreiheit der Muslime eingeschränkt werden?

Warum denn nicht, warum soll Religionsfreiheit denn nicht an jeder Stelle begrenzt werden, an der sie gegen andere Grundrechte zu verstoßen beginnt? Neunjährige Kindbraut, Schleierzwang und Steinigung sind im echten Islam zwar Heilssicherung (Religion), aber in Deutschland verboten. Vielleicht möchte Allahs Journalist ein anderes Deutschland und den Weg in den Schariastaat dokumentierend bis geschwätzig begleiten.

Bahners Frage zielt darauf, jeden Islamkritiker unglaubwürdig zu machen und als theoretischen Verfassungsfeind darzustellen. Tatsachenbezogen und im Sinne einer beibehaltenen AEMR oder eines ernst genommenen Grundgesetzes werden die sogenannten Muslime gerade nicht diskriminiert, wenn wir Säkulare ihnen zumuten, das für alle geltende Recht einzuhalten.

Der Journalist, der bis zu dieser seiner Frage bereits 290 Seiten demokratiegefährdender Schariaverteidigung niedergeschrieben hat, kennt den sadistischen, kulturrassistischen und frauenfeindlichen Charakter des Islamischen Gesetzes (Scharia) genau. Herr Bahners vermeidet es bewusst, das Wort Scharia auch nur auszusprechen, und unterstellt uns Islamkritikern, also auch den muslimischen Islamkritikern unter uns, „den“ Muslimen Grundrechte vorenthalten zu wollen. Bahners:

Ihre Resonanz verdankt die Islamkritik zu guten Teilen einer Verunsicherung gerade in den bürgerlichen Kreisen, in denen man die eigene sozialmoralische Identität noch als christlich bestimmt.

Dass eine Schar xenophober und antisäkularer Abendlandretter aus den religionskritischen Argumenten eben die islamkritischen nutzt, um die nicht zuletzt auch von den Islamisten ersehnte Apartheid der Bevölkerung in Nichtmuslime und Muslime zu vollenden, ist ärgerlich genug und baut mit am Dhimmi-Staat, nur eben von Kreuzritterseite.

Implizit aber brüllt der Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nach mehr „Religion“, wenn er den erwähnten, irgendwie bürgerlich zu nennenden Bibeltreuen die „Verunsicherung“ nehmen will. Wäre aber ein selbstbewusst gottesfürchtiger Christ für Patrick Bahners vor „Verunsicherung“ gefeit und bliebe von der Verschmutzung durch Islamkritik unberührt?

Gründliches islamkritisches Denken ist für Bahners anscheinend mit Wahn und Schmutz gleichzusetzen. Wer sich von der Gegnerschaft zur Scharia nicht befreit, agiere grundgesetzfeindlich und damit gemeinschaftsschädlich:

Aber jetzt, da die im Grundgesetz stehende Gleichberechtigung der Religionen dem Islam zugute kommen soll, wie es sich aus Wortlaut und Sinn der Glaubensfreiheit zwingend ergibt, ist man irritiert; man meint, die historische Identität Deutschlands als eines christlichen Landes müsse auch in den Verbindlichkeiten des geltenden Rechts zum Ausdruck kommen.

Zum demokratischen Glück leben wir nicht in der Christenrepublik, sondern in der Bundesrepublik. Glückt hingegen die schariakompatible Rechtszersplitterung, bilden Koranbürger und Nichtmuslime bzw. Koranbürger und Bibelbürger zwei postsäkulare Nationen auf dem gleichen Territorium, und bald darf man zur Spaltung des Territoriums in schariarechtlich befreite Zonen übergehen. Von aller Sünde gesäubertes Land heißt auf Urdu Land der Reinheit oder Land der Reinen, nichts anderes bedeutet das Kunstwort Pakistan.

Europas Klerus arbeitet rabiat proislamisch und damit demokratieüberwindend, was Bahners natürlich nicht unbekannt ist, und hofft vielleicht darauf, im anwachsenden Kalifat Gnade bei Scheich und Mufti zu finden oder neo-mittelalterliche politische Funktionen für sein Glaubensvolk zu übernehmen. Der aus Sicht der Göttlichen Ordnung (Ordo Dei) ärgerliche Staatsbürger hat endlich ausgedient und ist dem Religionsangehörigen gewichen.

Auf diesem Wege wird jeder säkulare Anspruch zum Stolperstein, der aus dem Weg zu räumen ist. Folgerichtig wagt es kein Pfarrgemeinderat oder Presbyterium und auch kein deutsches städtisches Jugendamt oder schulisches Lehrerzimmer, tatsachennah zur Scharia zu informieren.

Die wie seltene, bedrohte Tierarten oder wie ehrenwerte und letztlich unverständlich bleibende Außerirdische ganz anders gearteten und entsprechend anders zu behandelnden Islampflichtigen nennt Schariafreund Bahners:

islamische Neubürger

und deutet an, dass diese Fremdlinge durch die Bundesbürger auch an einer wörtlichen Umsetzung von Koran und Hadith in ihrer Familie und ihrem Straßenzug nicht länger zu behindern sind.

Nicht etwa türkeistämmige arme Gastarbeiter oder ehrgeizige bis islamistische nordafrikanische Studenten waren es für Herrn Bahners also, die eingewandert sind, sondern Koranschüler, Schariapflichtige. Was Deutschlands Konvertiten zum Islam betrifft, sind die religiös Erregten oder Beruhigten nach Patrick Bahners sicherlich ebenfalls als islamische Neubürger zu bezeichnen.

Der Staatsbürger geht, der Islambürger kommt. Islamtheoretiker und Kulturrassisten wie Ali Schariati oder Sayyid Qutb könnten über das Engagement des Feuilletonchefs zufrieden sein, der 2012 als Kulturkorrespondent an die amerikanische Ostküste wechseln wird.

Warum diese Desinformation zur diskriminierenden Scharia? Bahners politisiert den weiblichen Körper (Seite 106), der echte Mann muss schließlich auf seinen zweibeinigen Besitz aufpassen:

In Tücher eingehüllt wird normalerweise das Kostbare. Die Verschleierung ist ein Indiz der Vornehmheit. Es widerspricht also unserer Intuition, dass der Zweck des Kopftuchs, wie von seinen feministischen Gegnerinnen behauptet, die demonstrative Herabsetzung der Frau sein soll.

Da wollen wir den FAZ-Mitarbeiter doch nicht herabsetzen. Eine Burka für den kostbaren und vornehmen Herrn Bahners bitte!

Papst Leo XIII. … hatte die Glaubens-, Rede-, Lehr- und Pressefreiheit mit der Begründung verworfen, es widerspreche der Vernunft „dass das Falsche das gleiche Recht haben soll wie das Wahre“.

Insofern, als dass Denken unterscheiden heißt, lag der höchst irdisch-politisch tätige Himmelswächter Leo († 1903) noch nicht einmal falsch, denn ob ich Herrn Bahners Brieftasche klaue oder nicht, ist auch dem Beklauten richtigerweise nicht gleichgültig, und 2 plus 2 ist 3 zu behaupten, ist an einer bundesdeutschen Schule nicht mit gleichem Wahrheitsanspruch lehrbar wie zu erklären, 2 plus 2 gleich 4.

Papst Leo verehrte den Kollegen und Höllenfachmann Innozenz III. († 1216), der den Menschen, jeden, unchristlich aber gottesgelehrig (theologisch) verachtete, das Papstamt in die Nähe der Gottheit heraushob und der dem Kreuzzug gegen die südfranzösischen Albigenser oder Katharer (1209 bis 1229) seinen Segen gab. Leider versäumt Herr Bahners, hinsichtlich religiös gebilligter Grausamkeit Innozenz mit Ayatollah Chomeini († 1989) zu vergleichen und Leo mit Maududi († 1979), wobei wir, auf die Glaubenslehren bezogen, feststellen würden, dass man nach der Ethik des Nazareners nicht töten und noch nicht einmal unterdrücken darf, während die islamische Umma ihr Glück auf dem Leid der Nichtmuslime zu bauen hat und der männliche Muslim auf dem Elend der muslimischen Frau.

Wer über Päpste spottet, riskiert heutzutage nicht mehr viel, weshalb der um seine Karriere besorgte Feuilletonchef islamfromme Herren wie Ali Chamene’i oder Yusuf al-Qaradawi eben nicht unreligiös oder gar unislamisch nennt und darauf verzichtet, die Akteure des vielleicht kaum noch zu verhindernden flächendeckenden deutschen Islamischen Religionsunterrichts dazu aufzufordern, sich glaubhaft und für immer vom auf Ungleichbehandlung beruhenden Gesetz Allahs zu verabschieden. Im schlicht demokratiegefährdenden Text Religion in den Grenzen des Klassenzimmers äußert Bahners etwa folgende drei Schamlosigkeiten:

„Das Ziel der Zivilisierung und Rationalisierung des Islam, das der säkulare Staat nicht vorgeben darf, wird als voraussichtliche Wirkung des Religionsunterrichts beschrieben, abgeleitet aus dem Vergleichsfall des Christentums …

Immerhin, Bahners gibt indirekt zu, dass der echte, reine Islam unzivilisiert und vernunftfeindlich ist. Dürfen wir Bahners etwa so lesen, dass es für Europa und Deutschland ein Zivilisationsproblem gibt und eines der nachhaltigen Vernunft, ein Problem, das unsere Kinder und Jugendliche baldmöglich im Religionsunterricht und auf dem Schulhof klären sollen, ausdiskutierend oder vielleicht auch per Faustrecht? Dass sich so gut wie kein Lehrer (oder Journalist) traut, die Scharia professionell und nicht nur hinter vorgehaltener Hand als segregierend, diskriminierend und brutal zu nennen, ist dem FAZ- Feuilletonchef bekannt, und wenn die Muftis oder Schariagelehrten erst in Deutschlands Hochschulkonferenzen sitzen und die Salafisten im Lehrerzimmer, werden islamische Glückseligkeit und Harmonie jeden Kritiker verstummen lassen oder als Störenfried beseitigen.

wegen der Trennung von Staat und Kirche kann nur die jeweilige Religionsgemeinschaft definieren, was ihre Grundsätze sind …

Yusuf al-Qaradawi von Glaubenszweifel geschüttelt, Allah zerknirscht? Als ob der Islam ein Problem mit sich hätte, als ob der prophetische Kaufmann und Feldherr von Selbstzweifel geplagt worden wäre und die diskriminierenden „Grundsätze“ der Scharia jemals unklar gewesen wären. Na Herr Bahners, dann sagen sie den FAZ-Lesern doch, was Koran und Hadith „definieren“ (Bahners), was sie vom Gläubigen erwarten: Die Tochter zu verheiraten (ein Leben als Single oder ein homosexuelles Leben ist nicht vorgesehen, auch nicht für den islamisierten Sohn), die Frau zu verschleiern und ins Haus zu sperren, ihr nach Allahs Vorgabe das Erbe zu halbieren, ihr, damit sie nicht so einsam ist, eine Zweitfrau zuzugesellen, ihr im Falle ihrer Verstoßung, das Sorgerecht zu entziehen sprich die dem Stamm des Brauterwerbers zustehenden Kinder zu klauen.

Die Frau im Islam ist als eine Art Rasse oder Kaste entworfen worden und steht eine Stufe tiefer als der Mann, der verachtenswerte Nichtmuslim verdient, spürbar bis sadistisch erniedrigt zu werden. Und Plapperer Bahners will von Deutschland aus die globalen Ulama und Scheiche darüber ans Grübeln bringen, „was ihre Grundsätze sind“, ob sie beispielsweise nicht ein bisschen mehr universelle Menschenrechte in die Schariavorschriften integrieren möchten.

Der auf Religionsfreiheit verpflichtete Staat kann eine freisinnige Koranauslegung nicht gegenüber einer bewahrenden bevorzugen.“[9]

Richtig, der weltanschaulich neutrale Staat kann einer Gemeinschaft von Scientologen oder Neonazis nicht vorschreiben, Texte von Ron Hubbard oder Adolf Hitler wortgetreu oder aber ironisch zu besprechen. Herr Bahners, hierzulande gilt das Grundgesetz!

Der Einluller weiter:

So hat die Schärfe der Islamdebatte einen Grund darin, dass den Leitkulturschützern nicht mehr präsent ist, welche Gehorsamsforderungen der christliche Gott erhebt.

Möchte der Autor von Die Panikmacher die Inquisition wiederbeleben? Warum fordert Bahners nicht den Vorrang der Rechte und Pflichten aller Bürger und Staatsbürger vor den wie auch immer lautenden göttlichen Befehlen?

Selbst Tilman Nagel bleibt nicht verschont:

Seine These, Muslime, die aus der Heilsbotschaft des Korans die gebotenen Konsequenzen zögen, müssten im Westen Fremde bleiben … ist ein Argument über den Koran und setzt zugleich ein bestimmtes Bild des Westens voraus.

Frankfurt liegt zwar im Westen Deutschlands, aber nicht in einer Westlichen Republik, sondern in der Bundesrepublik. Wissenschaftler Nagel stellt den Islam richtig dar: Allahs Befehl fordert zur Abschottung gegenüber allem Unislamischen auf, und, sobald die Kräfte es zulassen, zur territorialen Ausdehnung der einzig sittlichen Ordnung (niẓām islāmī, Nizam-ı İslâm). Unislamisch zu leben kann kein Imam oder Islamverbandsfunktionär als gelingendes Leben oder gottgefälliges Leben bezeichnen, und einen anderen Islam als den der grundrechtswidrigen, weil zur Gewalttätigkeit verpflichtenden Scharia wird sich leider wohl noch auf Jahrzehnte oder Jahrhunderte nicht organisieren lassen.

Der nicht säkularisierte Islam, der die tausend Jahre der Ulama von al-Ghazali bis al-Qaradawi nicht verwerfende Islam, kurz gesagt: der heutige Islam ist nicht demokratiefähig und damit nicht schultauglich. Ein heiliger und heilssichernder Kult, der den Mann erhöht und die Frau leiden lässt, der den gottesfürchtigen Gewalttäter lobt und das unislamisch handelnde Opfer muslimischer Gewalt auch noch beschimpft, gehört im freiheitlichen Rechtsstaat nicht ins Klassenzimmer.

Benedikt XVI. … fiel hinter das Zweite Vaticanum zurück, das mit Hochachtung von den Muslimen gesprochen hat, weil sie sich wie Abraham Mühe geben ’sich auch Gottes verborgenen Ratschlüssen mit ganzer Seele zu unterwerfen‘.

Möchte sich Bahners beruflich umorientieren und in einer entchristlichten, weil zur entwürdigenden Scharia schweigenden katholischen Kirche Karriere machen?

Man darf unterstellen, dass das alternativkulturell tuende Konzil von 1965 die schariatisch korrekte Enthemmtheit unchristlich nutzen wollte, um die eigene Macht unauffälliger („interreligiös-dialogisch“) zu erhöhen. Jahrzehnte später, heute muss es beiden Großkirchen folgerichtig darum gehen, die Bevölkerung Europas noch so lange über die brutale Natur von Mohammed und seiner Sunna im Unklaren zu lassen und zugleich auf den regionalen Klerus, den islamischen wie den kirchlichen, zu verpflichten, bis ein Abschütteln der legalisierten Scharia nicht mehr möglich ist. Als wäre die Machtergreifung der Himmelswächter nicht schon schlimm genug, mischt jetzt auch noch ein Frankfurter Feuilletonchef mit.

Jedem einzelnen katholischen Endanwender und erst recht der gesamten Kirche war mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil die Götterfusion aufzuerlegen, Jahwe, Christus und Allah hatten fortan zum „alleinigen Gott“ bzw. zum „lebendigen Gott“ zu verschmelzen: Ecclesia cum aestimatione quoque Muslimos respicit qui unicum Deum adorant – Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen. Indirekt, unter feiger Umgehung der Worte Koran und Mohammed, wurde dem Nazarener Jesus seitens des Vatikan aufgenötigt, Mohammed als spätgeborenen Kollegen anzuerkennen. Dabei lässt die neue Superreligion des Islamochristentums zwar einen, keineswegs minderwertigen, Gottesglauben ohne Christus zu, nicht aber ein persönliches Christentum, dass Allah ein Zerrbild des wahren Gottes nennt und das koranische oder schariatische Menschenbild als das bezeichnet, was es ist, als menschenunwürdig. So wird jeder katholische Korankritiker zum Ketzer, modellhafte Vorwegnahme der heutigen Ausgrenzung aller Islamkritiker aus Kirche, Erziehungslandschaft, Hochschule und Volkspartei.

Auch wenn Europas (die durchaus atheistisch geprägte kulturelle Moderne mit hervorbringendes) mittelalterliches Wissenschafts- und Schulsystem kirchlich organisiert worden war, ist die kalkulierte Außerkraftsetzung der jesuanischen Ethik durch den Klerus in Rom, Genf oder Berlin etwas sehr Kirchentypisches. Der Nazarener hatte das herrschaftliche Monopol auf Deutung gelingenden Lebens, die zu akzeptierende eigene Rolle als Untertan, überwunden und jeden Menschen, gerade auch den viel später von Karl Marx „ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen“ genannten Machtlosen, als Träger von absoluter Würde definiert. Der Untertan (Heinrich Mann 1914) aber war von Europas Klerus immer gewollt und daran hat sich, wie man am Applaus zum Einzug eines Mustafa Cerić auf dem 2011 in Dresden abgehaltenen Evangelischen Kirchentag erkennt, trotz Achtundsechzigerbewegung und weiblicher Beteiligung am organisierten Sinnstiften nichts geändert. Aus all dem wird deutlich, dass Spinoza, Feuerbach und Nietzsche nur aus klerikaler (machtverliebter, herrschsüchtiger) Sicht Europa entchristlicht haben, aus der Perspektive der Ethik eines Jesus von Nazareth jedoch haben Denker wie Darwin und Freud Europa menschenwürdiger gemacht und insofern geradezu christianisiert.

Ein gründlich arbeitender vereins- oder schulgründender Atheist kann christlich zu nennendes irdisches Miteinander aufbauen, während im Islam ein Verweigerer der Scharia keine menschliche Würde besitzt.

Die Konzilserklärung ‚Nostra Aetate‘ wünscht sich das gemeinsame Eintreten von Christen und Muslimen ‚für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen‘ und rechnet offenkundig damit, dass dabei auch die muslimische Frömmigkeit der vorbehaltlosen Unterwerfung unter den Willen Gottes als Ferment nützlich sein kann.

Ruft Bahners nach der Islamischen Revolution, wenn er die muslimischen Einwanderer und ihre Kinder oder Deutschlands salafistische Konvertiten zur „vorbehaltlosen Unterwerfung unter den Willen Gottes“ verpflichtet? Oder hat der an einem angeblich beklagenswerten Mangel an „Frömmigkeit“ (Bahners) nun wirklich nicht leidende Muhammad Rassoul genannt Abu-r-Rida (Köln 1993) aus Bahners Sicht den Islam falsch verstanden und ist die Islamische Gesellschaft, das Kalifat,[10] im Islam gar keine Vorschrift?

Bezeichnenderweise hat das nach eigener Aussage gerechte, friedliche und freiheitliche Nostra Aetate von universellen Menschenrechten wie etwa von der (globalen, sofortigen) Gleichberechtigung von Mann und Frau auch gar nicht gesprochen, sondern 1965 den Weg in jenen angeblich himmlischen Kulturrelativismus gebahnt, den nachfolgend Revoluzzer, Blumenkinder, Pädagogen, Politiker und sonstige Systemüberwinder trotten konnten.

Statt also eine durchgesetzte AEMR auch für den Nahen Osten und das Verschwinden des Schariavorbehalts aus den Verfassungen etlicher islamisch dominierter Staaten zu fordern, orakelte Abschnitt 5 (Universale Brüderlichkeit) in genauer Kenntnis der gottgeschaffenen, seelenrettenden Schariadoktrin und irdisch anzuwendenden Schariagesetzlichkeit etwas von einer (nicht trotz des Koran, sondern gerade mit dem christlich-islamisch-jüdischen Miteinander bestehenden) menschlichen Würde: „So wird also jeder Theorie oder Praxis das Fundament entzogen, die zwischen Mensch und Mensch, zwischen Volk und Volk bezüglich der Menschenwürde und der daraus fließenden Rechte einen Unterschied macht“, was heutigen Dialogaktivisten wie Werner Höbsch („60 Prozent der Scharia sind grundrechtsverträglich“) den katholisch abgesegneten Marschbefehl geben konnte.

Das Zweite Vatikanische Konzil zersetzte die Standards vom 10.12.1948 gekonnt, indem es den eine jede freiheitliche Gesellschaft konstituierenden Vorrang des Diesseits vor dem Jenseits und der Wissenschaft vor der Seelenrettung durch Hinwendung zur harmlos anmutenden „Einheit und Liebe unter den Menschen und damit auch unter den Völkern“ (In suo munere unitatem et caritatem inter homines, immo et inter gentes) ersetzte.

Dass, soweit bekannt, ein Jesus von Nazareth niemanden herabsetzte, und ginge es um einen Römer, Samariter, einen Zöllner oder gar um eine Frau, könnte ein übers Christentum lästernder Journalist angesichts der koranischen Diskriminierungs- und Mordlizenz und angesichts der auf Gleichbehandlung beruhenden AEMR durchaus schreiben.

Den noch viel zu wenigen und von ihren Mitmuslimen regelmäßig bedrohten religiösen muslimischen Säkularen, die sich aus Kindheitserinnerung, raren muslimischen Vorbildern in Familie oder Nachbarschaft oder einfach aus Idealismus und Optimismus einen AEMR-verträglichen Gottesbegriff erarbeitet haben, fallen Höbsch und Bahners in den Rücken.

Der Journalist ruft nach Zucht und Ordnung:

Dabei sollte es gar nicht so schwer sein, positive soziale Effekte muslimischer Werte wie der Gottesfurcht und der geregelten Lebensführung anzudeuten.

Kinder und Jugendliche sollen sich auf korrekt eingehaltene Speisevorschriften und Gebetszeiten hin überwachen und bespitzeln, Bahners spricht von geregelter Lebensführung.

Der hochrangige FAZ-Mitarbeiter mag darüber nachdenken, ob ihn höchst spürbare vierzig oder achtzig Peitschenhiebe nach dem Genuss eines alkoholischen Getränks nicht gesundheitlich und moralisch besser integrieren (Bahners: positive soziale Effekte), der mutmaßlich atheistische Schreiberling würde die empfangene Körperstrafe allerdings wahrscheinlich immer noch als rein sozialreformerisch missverstehen und ihren spirituellen bis spiritistischen Charakter der Abwehr der bösen Geister und des islampädagogischen Ziels der Erlangung eines Platzes im Paradiesgarten gar nicht erkennen.

Schariaverteidiger Bahners:

Die These der Unvereinbarkeit von Islam und Grundgesetz hat nicht nur Annahmen über das Wesen des Islam zur Voraussetzung, sondern auch unverhandelbare Forderungen an eine säkularitätskonforme Auslegung des Grundgesetzes.

Unverhandelbar ist korrekt. Selbstverständlich ist uns freiheitlichen Demokraten eine religiöse Revolution ebenso unerwünscht wie ein rechtsradikaler Putsch und sind wir nicht bereit, einen heiteren Kompromiss aus Grundgesetz und Scharia bzw. aus Wissenschaft und Islamologie auszuhandeln.

Was das von Patrick Bahners offenbar hoch geschätzte „Wesen des Islam“ betrifft und seine Kollision mit dem Begriff des Bürgers oder Staatsbürgers, zitieren wir die hohe geistliche Autorität der Sunniten und Muslimbrüder, Scheich Yusuf al-Qaradawi:[11] „Nur Allah allein hat das Recht, zu erlauben und zu verbieten. … Es ist das Recht Allahs … Gesetze zu geben oder Verbote zu erlassen, wie Er es für richtig ansieht … Als Seine Geschöpfe haben sie kein Recht, dies in Frage zu stellen oder nicht zu gehorchen. Dies ist Sein Recht als ihr Herr und ihre Pflicht als Seine Diener. … Was Allah in seiner scharia erlaubt hat, ist allen Menschen erlaubt, und was Er verboten hat, ist allen Menschen verboten, bis zum Tag der Auferstehung.“ Der Scheich kennt seine Religion: Das Volk ist im Islam nicht Souverän, nur die Gottheit hat das Recht, Gesetze zu erlassen. Herr Bahners verharmlost diese religiös begründete Verweigerung der bürgerlichen Ordnung und allgemeinen Menschenrechte als „These“.

Kopftuchverteidiger Bahners bekommt vom Scheich die Frage nach der Stellung der Frau im Islam beantwortet: „Benehmen der muslimischen Frau. … Ihre Kleidung muss den Grundsätzen der islamischen scharia entsprechen … Die Kleidung muss den gesamten Körper bedecken, mit Ausnahme dessen, ‚was sichtbar sein muss‘, was nach der am meisten vorzuziehenden Auslegung Gesicht und Hände sind. Die Kleidung darf nicht durchscheinend sein, so dass sichtbar würde, was darunter ist. … Die Kleidung darf nicht zu eng anliegend sein, damit nicht die Konturen des Körpers und besonders die Rundungen sichtbar sind, selbst wenn sie nicht durchscheinen. Sie darf keine Kleidung tragen, die speziell Männerkleidung ist, wie heutzutage Hosen. Bei der Wahl der Kleidung soll sie nicht die Nichtmuslime nachahmen.“ Ja Herr Bahners, die von den Scheichen und Imamen gelobte Frau ist sexuell kontrolliert, sozial obszönisiert und spirituell dämonisiert, und das ist kein „Islamismus“, das ist Islam. Dass sie sich äußerlich von den Ungläubigen zu unterscheidet hat, kann man in pädagogischer Sprache wohl nur als kulturellen Rassismus bezeichnen, wenngleich es um die Rettung der Seele geht: Die nichtislamisch Gekleidete ist Brennstoff fürs Höllenfeuer, das ist die religiöse Bedeutung des Schleiers.

Pascal Bruckner durchschaut den Islam als Gegenkultur und Schattenjustiz, fordert die ungeschmälerten bürgerlichen Rechte und Pflichten und warnt Europa vor dem Erstarken eines koranbasierten, einstweilen illegalen Kontraststaats, was den Verteidiger des Glaubens Patrick Bahners auf die Palme bringt:

Wo Menschen ihre Religion als einen ewigen Bund und den Staat als ein Provisorium betrachten, da droht laut Bruckner der Separatismus von „Nationen innerhalb der Nationen“, stellt sich also das Problem, für das die alteuropäische Staatslehre den Begriff „imperium in imperio“ hat.

Leider verschweigt uns Bahners, ob er Deutschlands radikaler Gemeinschaft (Dschama’a, ǧamāʿa) der Schariabürger den sofortigen Ausstieg aus dem noch für alle geltenden Grundgesetz zubilligt oder ob sich die religiös erregten Islampflichtigen vorläufig auf innere Emigration (Hidschra, hiǧra) und zivilen Ungehorsam, also auf eine eher kulturelle Apartheid beschränken sollen.

Je ein Beispiel für ǧamāʿa und hiǧra aus islamistischen Kreisen, wo Führerbefehl und Glaubensgehorsam leider selbstverständlich sind:

„Al-Tamimi genannt Imam al-Darimi sagt, ʿUmar bin al-Ḫaṭṭāb sagt: „Es gibt keinen Islam ohne Gemeinschaft (ǧamāʿa) und keine Gemeinschaft ohne Führung (imāra) und keine Führung ohne Gehorsam (ṭāʿa).“[12]

Demokratie ist nicht halal, das Grundgesetz hindert uns, den Islam anzuwenden, unsere Religionspraxis auszuleben, den wahren Dīn! Da bleibt nur der Rückzug in abgeschottete Großfamilien, Straßenzüge und Stadtviertel, ganz nach dem Vorbild der Hidschra, der Flucht und Auswanderung des Propheten:

„Al-Hijrah: … Ihre Definition im islamischen Recht ist, das Land des Unglaubens zu verlassen, um in das Land des Islams zu gehen, aus Furcht vor Verführungen, und um die Möglichkeit zu suchen, den Deen (Religion des Islam) zu praktizieren. Dies ist die Definition der al-Hijrah spezifisch im islamischen Recht, andererseits, in der Realität, ist die Definition der al-Hijrah so, wie Ibnul Mulaqqin in der Erklärung von ‚al-Umdah‘ sagte, ‚Das zu verlassen, was Allah (`Azza wa jall) nicht mag, für das, was Er liebt.’“[13]

Noch genauer zu Bahners:

Wo Menschen ihre Religion als einen ewigen Bund und den Staat als ein Provisorium betrachten

Bund bedeutet Scharia, wie Bosniens ranghöchster islamischer Geistliche bereits 2007 feststellte, der bis heute das gesonderte Recht für die Spezies der zentral zu verwaltenden Europamuslime fordert. Dass der Lobgesang auf den schariatischen „Bund“ eines Mustafa Cerić vier Jahre später vom Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aufgegriffen wird, ist ein neuer Höhepunkt in der Geschichte der inzwischen erstaunlich aggressiven Islamverteidigung.

In: The challenge of a single Muslim authority in Europe sprach der Großmufti für Bosnien und Herzegowina: „In the sharī’a as their Weltanschauung, Muslims have their covenant with God, durch die Scharia als ihre Weltanschauung leben die Muslime ihren Bund mit [Allahgott] Gott.“[14]

Vielleicht schon morgen weht die Fahne des Islam auf dem Reichtag, und so werde den menschlichen Angehörigen des „ewigen Bundes“ der säkulare Staat nicht nur zum „Provisorium“ (Bahners), sondern auch gleich zum Seuchenherd und Sündenpfuhl, den es mit dem Aufbau des Kalifats zu heilen und zu reinigen gilt.

Nun zum 3. Oktober 2010, als ein für den „modernen Islam“ schwärmender Spitzenpolitiker den Islam pauschal in Deutschland hinein integrierte: „Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“, keine drei Wochen später raffiniert ergänzt mit: „Das Christentum gehört zweifelsfrei zur Türkei“. Patrick Bahners findet Gefallen an der steigenden Bedeutung der das Staatsvolk zerspaltenden Glaubensnationen:

Wulff … sprach vom Islam und vom Christentum

Richtig, über die mit dem Islamischen Recht nicht in Übereinstimmung zu bringende Allgemeine Erklärung der Menschenrechte sagte Christian Wulff nichts, weder in Berlin noch in Ankara. Seine Rede zum Nationalfeiertag brachte die Bundeskanzlerin nur drei Tage später dazu, den Rätselspruch des Bundespräsidenten dem immer noch staunenden Volk ein wenig zu erklären: „Es gilt bei uns das Grundgesetz, und nicht die Scharia“. Was denn genau das Problem zwischen GG und Koran ist, mochte Angela Merkel dann aber doch nicht sagen.

Der orakelnde Bundespräsident liegt aus Allahs Sicht natürlich richtig, bis zum Tage der Auferstehung gehört der Islam überall in die Mitte, also auch in Europa oder Deutschland. Leider versäumt Wulff, der im vorangegangenen Redeabsatz den schulischen Islamischen Religionsunterricht („von hier ausgebildeten Lehrern und selbstverständlich in deutscher Sprache“) forderte, dem Islam die Unterwerfung unter die säkulare Staatlichkeit abzuverlangen und damit den Verzicht auf Schariatheorie und Fiqhpraxis.

Wulff und Bahners spielen noch ein wenig den Unschuldigen, sie wissen genau, was Scharia und Fiqh sind und für den Rechtsstaat bedeuten. Noch drei Zwischenrufe zur islam- und europaverliebten Wulff-Rede: „Es geht darum, die Freiheit zu bewahren, die Einheit immer wieder zu suchen und zu schaffen.“ Wie Großbritannien mit Scharia-Schiedsstellen und Scharia-Gerichten? Oder wie Griechenland mit muslimischen elfjährigen schwangeren Ehefrauen? „Es geht darum, dieses Land zu einem Zuhause zu machen – für alle.“ Auch für die im staatlichen Schuldienst verschleierte Lehrerin Fereshta Ludin? „Sich einzusetzen für gerechte Verhältnisse – für alle.“ – Murad Wilfried Hofmann, Ibrahim el-Zayat oder Tariq Ramadan haben nichts anderes im Sinn als „gerechte Verhältnisse – für alle“. Ganz im Ernst schafft die AEMR Gerechtigkeit, der orthodoxe Islam Ungerechtigkeit: Der politische oder religiöse Extremist verliert in Deutschland nicht seine Menschenrechte, im Islam wird er ausgepeitscht oder geköpft.

Beim Staatsbesuch in Ankara (18.10.2010) trug Präsidentengattin Hayrünnisa Gül demonstrativ das nach dem Schariastaat rufende Kopftuch sogar beim Abschreiten der militärischen Ehrenformation, ein Tabubruch mehr für die säkular gedachte und heute in religiöser Faschisierung befindliche Türkei. Neben ihr ging die unverschleierte Bundespräsidentengattin Bettina Wulff.

Wulff betrat die türkische Nationalversammlung, schnappte sich das Mikrofon und ließ einen Jubelruf auf die glücklich modernisierte türkische Scharia erschallen: „Ihr Land verbindet ein modernes Staatsverständnis mit einem modernen Islam“.[15] Die Universalität von Menschenrechten und Wissenschaftlichkeit wollte der Bundespräsident ganz in der Manier eines Ali Schariati zerlegt wissen, doch sei das nicht weiter beunruhigend, denn ein ganz besonders Land könne den irgendwie naturhaften Abgrund zwischen Islamwelt und Nichtislamwelt überwinden helfen, die Türkei: „Eine Brücke zwischen Orient und Okzident“, findet der Präsident. Einem „Orient“ sei die Gleichberechtigung der Nichtmuslime und Frauen also nicht zuzumuten, der Bereich des Aushandelns ist dann offensichtlich die spannende Wulffsche „Brücke“.

Zwei amerikanischen Psychologen erarbeiteten experimentell (Two-factor theory of emotion: misattribution study),[16] dass eine Brücke, zumal eine wacklige wie eine Seilbrücke, dem wagemutigen Fußgänger die Person am anderen Ufer als sexuell besonders attraktiv erscheinen lässt. Wulffs Deutscher bzw. Abendländer, soweit noch nicht Muslim, mag daher nun die Türkeibrücke begehen lernen, um, ganz nach Dutton & Aron, der arabischen Elfe namens Islam in die Arme zu fallen. Dass die Prämisse der Weltspaltung in Westen, nach Wulff der „Okzident“, und Islam (Wulff: „Orient“) keine Natur ist, sondern Element der religiösen und kulturrassistischen Dhimma bzw. der gegenmodernen indisch-pakistanischen Zwei-Nationen-Theorie,[17] soll der Bundesbürger nicht sehen.

Ob Berlin-Kreuzberg, Köln-Ehrenfeld und Duisburg-Marxloh dem Bereich der schönen „Brücke“ nicht bereits zuzurechnen sind, Herr Bundespräsident?

Zur gelingenden europäischen Schariaimplementierung nach Maßgabe eines Mustafa Cerić (opening the way for the Muslim law … auf lange Sicht ist zu gewährleisten, dass das Islamische Recht in Personenstandsangelegenheiten bzw. im Familienrecht Anrkennung findet) ist die Bevölkerung mit begeisterten Reden oder ergreifenden Friedenskonferenzen in „spannende, erregende“ (lokale bis globale) Situationen des Misattribution of arousal[18] zu bringen, der fehlerhaften Ursachenzuschreibung des eigenen (warum nicht erotisierten) Erregtseins, damit das erlösende Ziel der Deutschen Islam-Konferenz (DIK) „erlebbar“ und schließlich erreicht wird. Nicht das Islamische Recht, der Islamkritiker ist es dabei notwendigerweise, der das friedliche Zusammenleben gefährdet, so jedenfalls lässt sich die Masse dressieren, die ohnehin, völlig schariakompatibel, die Konkurrenz, die Kleptokratie und das Klandestine (Ellbogen, Bereicherung und Hinterzimmer), gegen die bürgerlichen Tugenden von Sanftmut, Solidargemeinschaft und Transparenz einzutauschen bereit ist.

Ein gewaltiges Seilbrückenexperiment muss her, auf der Strecke bleibende Opfer verdienen kein Mitleid: Mit der willigen Hilfe von Politik und Klerus schafft Allahs Erlebnispädagogik auch dem Dhimmi irdische Verheißungen und bläst zur Hexenjagd gegen eine neue Kaste von islamkritischen Unberührbaren, weshalb Bosniens Großmufti seine Forderung nach Rechtsspaltung, (f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law, ganz bewusst mit dem zu gewährenden Schutz vor der angeblich einem Völkermord ähnelnden „Islamophobie“ koppelt: (g) the protection of European Muslims from Islamophobia, ethnic cleansing, genocide, and similar atrocities.[19]

Wenn Christian Wulff den Islam im Allgemeinen und einen „modernen Islam“ im Besonderen lobt und Scharia und Fiqh als mit Demokratie und Rechtsstaat verträglich erklärt („Die Türkei hat die große Chance zu zeigen, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus überhaupt kein Widerspruch sein müssen.“)[20] und zugleich seine Bremer Rede zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit mit einer Heranrufung himmlischen Segens schließt („Gott schütze Deutschland“),[21] löst er die jede bürgerliche Ordnung konstituierende Trennung von Weltlichem und Geistlichem auf, erhöht Gotteskundige (Theologen) zu Staatsdeutern und Welterklärern und erniedrigt den Gottlosen als politisch unglaubwürdig. Wulff gibt so dem immer mächtiger werdenden Klerus, dem christlichen und dem muslimischen, die Möglichkeit, sich zwischen Regierung und das zunehmend unmündige Volk zu stellen. Die nicht vom Himmel gefallene Politik wird dünner, Bischöfe und Muftis hingegen bilden eine interreligiöse oder „abrahamische“ Konkurrenzregierung. Der deutsche Bürger ist durch den deutschen Gottesfürchtigen zu ersetzen. Wulff weiß, dass sein geradezu priesterliches „Gott schütze Deutschland“ jeden deutschen atheistischen Ex-Muslim und jeden anderen atheistischen Deutschen ausgrenzt und als staatsunkundig verhöhnt. Politik und Theologie beginnen zu verschmelzen, so beginnt der Ausstieg aus der Zivilisation.

Ein Lehrer, Polizist, Richter oder Bundespräsident mag privat ja religiös empfinden, seine Gesinnung ist nicht zu verstaatlichen und hat sein professionelles Handeln nicht zu färben. Patrick Bahners sieht das anders:

Rhetorisch fragte Necla Kelek im Sinne von Pascal Bruckner: „Sind wir keine Deutschen, Türken, sondern zuerst Christen, Juden oder Muslime; keine Bürger, sondern Gläubige oder Ungläubige?“

Dazu das letzte betrachtete Zitat, Patrick Bahners stellt das politisierte Jenseits pauschal über das Rechtssicherheit bietende Diesseits, jeder religiös empfindende Mensch soll einer grell publizierten Frömmigkeit dem irgendwie langweiligen Zustand der Staatsangehörigkeit gefälligst hörbar Vorrang geben:

Ein Christ müsste antworten: Ja, ich bin zuerst Christ und dann Deutscher oder Türke.

Wir dürfen den Ansatz des Feuilletonchefs konsequent fortentwickeln: Ein einwandfreier Schwuler soll fortan sagen: Ich bin zuerst homosexuell und dann erst Inländer oder Ausländer, ein Fußballspieler muss rufen: Ich bin zuerst Fußballspieler, dann erst dem GG und BGB verpflichtet, ein Nachfahre eines Fürstenhauses darf brüllen: Die Straße frei, ich bin zuerst Grafenenkel, dann erst Teilnehmer am deutschen Straßenverkehr. Herr Bahners, Ihr Glaubenszweifel oder Ihre Gottesfurcht sind Ihre Privatsache, wenn Sie beispielsweise zum Buddhismus konvertieren, verlieren Sie in der BRD, anders als im Kalifat, nicht ihr Recht auf Eigentum oder Leben, und wenn Sie als konvertierter Muslim ganz besonders fleißig beten, dürfen Sie immer noch nicht bei Rot über die Straße gehen und bekommen, hoffentlich, auch keine Gehaltserhöhung!

Patrick Bahners greift den Begriff des Bürgers an, die Grundlage für ein kulturell modernes (wissenschaftsbasiertes, nichtmagisches, gleichbehandelndes) Recht. Mit Glaube vermischtes Recht wird, aus Sicht der lokal dominanten Religion, und das ist aufgrund der geheiligten Gewaltnähe weltweit besonders oft der Islam, den Andersgläubigen oder sonstigen „Ungläubigen“ bereits durch das Erbrecht und das Heirats- bzw. Familienrecht zu diskriminieren haben (Cerić: the Muslim law … in matters of personal status such as the Family Law) und, bei noch besser integrierter islamischer Religion, sogar durch ein irdisches Strafrecht, in dem der vermutete ewige Verbleib des Missetäters in Himmel oder Hölle dem Richter alles andere als gleichgültig ist.

Mit einem wörtlich genommenen Koran ist jeder Lehrer, Polizist oder Richter neben seinem irdischen Tun auch, und, da die berüchtigten letzten Dinge betroffen seien, vor allem für die Abwehr des Teufels und die Rettung der Seele zuständig. Die Türkei, deren orthodox (revolutionär) islamische Millî Görüş die zur Zähmung des Kalifats gedachte Religionsbehörde DIYANET längst erfolgreich unterwandert hat, fällt in diese rechtsgeschichtliche Vormoderne leider gerade zurück und das 2011 von Patrick Bahners beobachtete Ägypten ist aus der Dhimmitude leider nie heraus gekommen, wie Artikel 2 der Verfassung zeigt: Der Islam ist Staatsreligion. Arabisch ist Amtssprache, die Hauptquelle der Gesetzgebung ist die Islamische Jurisprudenz (Scharia).[22]

Weltweit verliert der Bürgerbegriff an Wirksamkeit und gewinnt das kirchlich unterstützte System der interreligiösen Theokraten, das auf die Herrschaft Allahs (Hakimiyyat Allah, God’s rule)[23] hinauslaufen muss, an Kontur.

Und der Feuilletonchef aus Frankfurt hat gar nichts dagegen.

Jacques Auvergne

[1] Narjissiya (Narzissmus). I love Me.

http://7b.img.v4.skyrock.net/7b5/hicho-lbalbala/pics/2669745120_1.gif

[2] Barack Obama schweigt zur unteilbaren und diskriminierenden Scharia, lügt allerlei von einem gerechten und menschenfreundlichen Islam und begeht ein Ritual der Scharia. Spätsommer 2011, punktgenau einen Monat vor dem zehnten Jahrestag des Terroranschlags: Fastenbrechen im Weißen Haus.

„It’s an occasion to join with family and friends in celebration of a faith known for its diversity and a commitment to justice and the dignity of all human beings. So to you and your families, Ramadan Kareem.“

bei: Jihad Watch

http://www.jihadwatch.org/2011/08/obama-islam-known-for-its-diversity-and-a-commitment-to-justice-and-the-dignity-of-all-human-beings.html

Robert Spencer konnte auf die Seite Weasel Zippers zurückgreifen

http://weaselzippers.us/2011/08/11/obama-during-white-house-ramadan-dinner-were-all-children-of-a-loving-god/

Schariafreundin Sheila Musaji regt sich über Spencer auf.

http://www.theamericanmuslim.org/tam.php/features/articles/white_house_iftar1

Sheila Musaji ist Gründungsherausgeberin von The American Muslim (TAM), Aktivistin im „interreligiösen“ (demokratieabbauenden) Dialog, so etwa auf dem Parliament for the World’s Religions (Chicago 1993) oder auf der niederländischen Diversity Dialogue Conference: Sharing Ideas, Building Bridges: A Dutch-U.S. Muslim Dialogue in the Netherlands (in Noordwijk). Die Islam(aktiv)istin war US-amerikanische Delegierte bei der International Muslim Women’s Conference in Khartum, der Hauptstadt des salafistischen Unrechtsstaates Sudan.

http://www.apaam.org/index.php?option=com_k2&view=item&id=220:diversity-dialogues-the-netherlands&Itemid=180

http://www.washingtonmoroccanclub.org/articles/american-and-dutch-muslims-engage-in-diversity-dialogues.html

Die TAM-Mitarbeiter

http://theamericanmuslim.org/tam.php/tam/editors

[3] White House, 18.08.2011.

http://www.whitehouse.gov/the-press-office/2011/08/18/executive-order-establishing-coordinated-government-wide-initiative-prom

[4] Intelligent Design (ID) = Discovery Institute: „Materialistische Erklärungen sind durch die theistische Auffassung zu ersetzen, die Weltall und Gehirn als von Gott erschaffen weiß. To replace materialistic explanations with the theistic understanding that nature and human understanding are created by god“). Wer Amerika auf diese Weise fühlt und denkt, wird dem Scharialobbyisten kollegial zuzwinkern.

http://de.wikipedia.org/wiki/Discovery_Institute

Bruce Chapman

http://en.wikipedia.org/wiki/Bruce_Chapman

Howard Ahmanson junior

http://en.wikipedia.org/wiki/Howard_Ahmanson,_Jr

Rousas John Rushdoony

http://en.wikipedia.org/wiki/Rousas_John_Rushdoony

Christian Reconstructionism, amerikanisch, religiös, ultrarechts.

http://en.wikipedia.org/wiki/Christian_Reconstructionism

Christian right, Amerikas Christliche Rechte

http://en.wikipedia.org/wiki/Christian_right

[5] 1995 zieht der evangelische Theologe und Schariafreund Bertolt Klappert („Der Abraham-Segen kann in dieser Mehrdimensionalität nur gemeinsam von Juden, Muslimen und Christen ergriffen und heute nur gemeinsam an die Menschheit weitergegeben werden.“) Abdoldjavad Falaturi (1926–1996) als Garant für die Humanität des Trialogs heran: „Zweifelsfrei bildet das Streben nach Gerechtigkeit und Frieden und in diesem Sinne die Bewahrung und der Schutz der Rechte der Menschen den Kern der Botschaft der drei Religionen Judentum, Christentum und Islam.“

http://www.horstkannemann.de/klappert.html

Der schiitische Top-Islamist Falaturi orientierte sich (und sein heutzutage oft katholisch-elitäres Kölner Umfeld) am Wegbereiter der iranischen Islamischen Revolution, Ali Schariati, und stand den europäischen Muslimbrüdern nicht fern.

(Prof. Dr. Udo Tworuschka: Das Erbe von Abdoldjavad Falaturi (1926-1996). Vortrag, gehalten auf dem Symposium „Der Orient aus der Sicht des Okzidents. Annemarie Schimmel“ in Teheran am 5. Juni 2005.)

http://www.uni-jena.de/unijenamedia/Downloads/faculties/theo/ls_rewi/Iranvortrag.pdf

http://www.iranzamin.eu/index.php/de/vortrag-prof-tworuschka.html?lang;=de

nach: wiki: Udo Tworuschka.

Tworuschka (* 1949) ist Professor für Religionswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 1982 – 1993 arbeitete er an einem Projekt für den Abbau gegenseitiger Vorurteile. Zusammen mit dem Islamwissenschaftler Abdoldjavad Falaturi wurden durch eine ausführliche Analyse der Schulbücher (Geschichte, Geographie, Evangelischer und Katholischer Religionsunterricht usw.) die häufigsten Vor- und Fehlurteile herausgearbeitet. … 1988 wurde das Forschungsprojekt auf weitere europäische Länder ausgedehnt unter dem Namen „International Research Projekt: Islam in Textbooks“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Tworuschka

http://www.fluter.de/get_img?NrArticle=3427&NrImage=1

http://profile.ak.fbcdn.net/hprofile-ak-snc4/41759_100000158111250_8176_n.jpg

Die ungebremst schariafreundliche CIG (Christlich-Islamische Gesellschaft, um Thomas Lemmen) flirtet mit der Segregation und empfiehlt zur Lektüre: Abdoldjavad Falaturi / Udo Tworuschka: Der Islam im Unterricht. Beiträge zur interkulturellen Erziehung in Europa. Braunschweig: Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung 2. Aufl. 1992. (Beilage zu den Studien zur Internationalen Schulbuchforschung, Schriftenreihe des Georg-Eckert-Instituts).

http://www.christenundmuslime.de/literatur/empfehlungen_cig.php

„Authentische“ (proschariatische) Symbolarbeiter unterwegs als die Abraham-Karawane. Statt Durchsetzung der AEMR nun Engel der Kulturen?

„Als bildende Künstler halten wir es für obligat, in die gegenwärtige spannungsgeladene Situation zwischen den drei abrahamitischen Weltreligionen Islam, Juden- und Christentum ein vermittelndes Symbol einzubringen … Diese Anordnung symbolisiert für uns:

Wir leben in einer Welt.

Wir lassen einander zu und geben uns gegenseitig Raum zur Entfaltung.

Mitmenschlichkeit und Achtung vor der Schöpfung prägen die von allen gebildete Mitte.

Wir sind einander verbunden und werden nur gemeinsam und friedlich die Zukunft gestalten können.“

http://www.engel-der-kulturen.de/projekt.html

In Marl, Gladbeck und Essen ruft man ein islamfreundliches: Mehr Religion! Werde Dhimmi oder Schariapflichtiger. Atelier Gregor Merten und Carmen Dietrich, Kamal Darwich (IJG, GAIR), Hartmut Dreier, Agnes Eroglu (INEA), Gunter Graf, Rudi Löffelsend (ehemals Caritas), Willi Overbeck (ev. Pfarrer im Ruhestand) auf Tournée.

„Es wird immer wichtiger, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken. … Dieses nachhaltige Zeichen wird an Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen gesetzt. … Weiterreichungsprozess. … Abraham ist zu einer Symbolfigur für Respekt, Verständigung und Miteinander von Juden, Christen und Muslimen an vielen Orten in Europa und den anderen Kontinenten geworden. Mit der Abraham-Karawane werden Menschen aller Generationen, Kulturen, Religionen, Milieus erreicht und selbst – so hoffen wir – aktiv. Es werden vielfältige Verbindungen hergestellt und dabei die Botschaft des Engels der Kulturen weitergereicht … zwischen Christen, Muslimen und Juden … Es soll eine Spur des Friedens gelegt werden.“

http://www.engel-der-kulturen.de/pdfs/broschuere_deutsch.pdf

„INEA, Institute for European Affairs … ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Instituts das Thema „Miteinander der Religionen“ geworden.“

„Der Präsident des Staatspräsidiums von Bosnien u. Herzegovina, Prof. Dr. Haris Silajdzic, würdigte ganz besonders, dass auch das Institute for European Affairs –INEA-, vertreten durch Agnes Eroglu bei diesem feierlichen Akt präsent war.“

http://www.inea-online.com/download/engel_der_kulturen/edk_2.pdf

Internationale Juristengesellschaft (IJG)

http://www.ijg-online.com/ueber-uns.html

Kamal Darwich (IJG, GAIR)

http://www.ijg-online.com/gruendungsmitglieder/darwich-kamal.html

GAIR: Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht. Mathias Rohe (1. Vorsitzender), Silvia Tellenbach (im Vorstand).

http://www.gair.de/pdf/geschichte/Jahrestagung_2009.pdf

Willi Overbeck:

http://www.2010lab.tv/blog/evangelisch-2010-augsburger-freidensfest-essen-koordinator-willi-overbeck-im-interview

http://www.gladbeck.de/index.asp?form=detail&db=404&id=152

Rudi Löffelsend. Langjähriger Auslandsreferent und Pressesprecher der Caritas im Ruhrbistum, Polenhilfe-Aktion ab 1981, Projektorganisator für Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa u. a. für mazedonische Roma, für Notleidende in Sri Lanka, in jüngster Zeit für verfolgte oder geflohene christliche Iraker. Mettre chapeau bas (par respect), verdientermaßen: Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1998).

http://www.caritas-essen.de/69165.asp?id=24936&page=2&area=dicvess

Katja Goebel: Radikale Islamisten zeigten ihren offenen Hass längst nicht mehr nur damit, dass sie Kirchen niederbrennen, berichtet Rudi Löffelsend vom Essener Caritasverband. „Da ist jede Regel außer Kraft. Erst vor wenigen Tagen wurde der Chaldäische Erzbischof von Mossul verschleppt und getötet“, so Löffelsend. Wer der Gewalt und dem blutigen Morden entkommen will, muss fliehen. WDR, 03.04.2008.

http://www1.wdr.de/themen/archiv/sp_integration/hanah104.html

Irak: Dem Tod entronnen – neue Zukunft in Kurdistan? Christliche Iraker leben in Ungewissheit, aber sie leben. Von Rudi Löffelsend.

http://www.sozialcourage.de/42404.html

[6] Deutsche Panzer für Allahs Faschismus: 200 Leopard 2A7+ nach Saudi-Arabien?

vgl.: DER SPIEGEL, 02.07.2011

Deutschland will Saudi-Arabien Kampfpanzer liefern

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,771989,00.html

Der geplante deutsche Verkauf von Leopard-Panzern an den saudi-arabischen Unrechtsstaat ist grundgesetzwidrig und sofort zu stoppen. An den Deutschen Bundestag, Petitionsausschuss, 10. August 2011.

Petition: Kein deutscher Panzerverkauf an repressives Regime Pet 3-17-04-580-027008

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/08/10/254/

[7] Joseph radikalislamisch nutzbar machen: Lord Nazir Ahmed und die schariagelehrige Mona Siddiqui ermuntern Großbritanniens Imame und Rabbiner, ihren (!) Untertanen den Sinn des Politischen und Staatlichen zu erklären. The Joseph Interfaith Foundation (JIF).

http://www.josephinterfaithfoundation.org/joseph-main/religiousLeaders.php

http://www.josephinterfaithfoundation.org/joseph-main/about.php

Ohne Dschizya hätte das Kalifat keine Steuereinnahmen gehabt, insofern sind sich, die Augenblicke der „Begegnung“ (co-existence) stiftenden Geldübergabe betreffend, Juden und Muslime durchaus ein wenig ähnlich gewesen. Waren Wanderführer Moses und Schreinersohn Jesus denn keine Wegbereiter des perfekten Gesetzes der Scharia? Islam and Judaism having much in common.

http://www.josephinterfaithfoundation.org/joseph-main/previous/Similarities.php

Unter derselben Adresse Savant House, 63-65 Camden High Street, London NW1 7JL, befindet oder befand sich eine verzückende Quelle irgendwie jüdisch zurechtzukämmender Kabbala. Bnei Baruch Association UK. Nun, nur der mystische denkende sprich gar nicht mehr denkende Dhimmi empfindet den Islamstaat als angenehm.

BB Association UK is a non-profit, non-religious, non-political organisation that provides individuals of all faiths, religions and cultures the knowledge of the science of Kabbalah in order to raise humankind’s level of spirituality.

Kabbalah is NOT religion, allerdings bis vielleicht, jedenfalls darf man ergänzen: Shariah IS religion.

http://www.yelp.co.uk/biz/bnei-baruch-association-uk-london

Drei Portionen „Josephisch-Trireligiöses“ gefällig? Aus der Linkliste der JIF: The Coexist Foundation, Forward Thinking, Three Faiths Forum (3FF).

The Coexist Foundation is a charity which works to promote understanding and respect between Jews, Christians and Muslims through education, dialogue and research.

http://www.coexistfoundation.net/

http://www.coexistfoundation.net/en-gb/contact-us/8/contact.htm

Forward Thinking. The Forward Thinking team is dedicated to empowering individuals and grassroots communities across the UK. In addition, we work to build long term and sustainable relationships between various government departments and policy makers.

Forward Thinking hosted a meeting for a delegation from Saudi Arabia. Yusuf Desai welcoming the delegation.

http://www.forwardthinking.org/

http://www.forwardthinking.org/default.asp?id=281&ver=1

Three Faiths Forum (3FF), Star House, 104 Grafton Road, London NW5 4BA

Sheikh Dr Mohamed Aboulkhair Zaki Badawi, KBE. An internationally known Islamic scholar, who died on 24 Dhu al-Hijjah 1426, 24th January 2006. He held academic posts and professorships in Egypt, Singapore, Malaysia, Nigeria and Saudi Arabia.

Imam Maulana Shahid Raza. Deputy Director of the Muslim College in London and president of the World Islamic Mission of Europe. Mualana Raza arrived in England in 1978, joining the Islamic Centre (now Leicester Central Mosque) as the Principal Imam. Since 1986 he has also worked to train British Imams through his involvement with the Muslim College. He is a board member of the Muslim Law, (sharia) council UK (as well as holding other offices).

http://www.threefaithsforum.org.uk/

Altvertraute und ungeahnte Symbole quellen aus Kreativ-Taten und lassen die ethnoreligiösen Kollektive erträglicher auseinander rücken. Mit „Urbanem Dialog“ und „Frauenbegegnung“ werde der Staatsbürger durch den Religionsangehörigen ersetzt. Ohne aufgerissene Klüfte islamverträglicher Apartheid wäre dieser „Brückenbau“ nicht möglich gewesen:

Women ARTogether enables Muslim, Christian and Jewish women to act as bridge-builders between their communities.

Urban Dialogues and Women ARTogether are 3FF’s art programmes. They both aim to give people the opportunity to act as social change-makers within and between communities, but differ in others respects: While Women ARTogether builds new networks of women from different backgrounds, Urban Dialogues enables artists of different faiths to collaborate with each other or display their work together as a way to encourage interaction between communities.

http://www.threefaithsforum.org.uk/UrbanDialogues.htm

Sag, Schwester, durchweht die männerfreie Zone nicht gar ein Hauch von Matriarchat?

We organised a film screening and networking evening for women, in partnership with the UK Jewish Film Festival and the Islamic Society of Britain. 3FF’s Hadiya Masieh travelled to Manchester and Leeds to show Jewish and Muslim women there the film “Arranged”. … Julie Siddiqi from the Islamic Society of Britain …

http://www.threefaithsforum.org.uk/newsletter/2011/06/arranged.html

Aus Saula ward Paula, oder: Wozu ein Bombenattentat gut ist:

British Muslim Woman Hadiyah Masieh was a Member of Hizb ut-Tahrir, But Rejected Its Views After July 7 Attacks

http://www.realcourage.org/2010/07/july-7-impact-on-ht/

Volkspädagogisch, bundesdeutsch: Pierre Vogel sehr böse, Benjamin Idriz sehr gut. Britische Bombenlehre aus 2005: Minhaj-ul-Quran (Hidschab, Scharia) sehr gut, Hizb-ut-Tahrir (auch Hidschab, auch Scharia) ganz schlimm. Die Schleierpflicht, die BBC und die fotogene Hadiya Masieh.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/8496821.stm

Im Bild: Hadiya Masieh (Hadiyah Masieh)

http://newsimg.bbc.co.uk/media/images/47239000/jpg/_47239708_hadiya512.jpg

http://static.guim.co.uk/sys-images/Guardian/Pix/pictures/2010/7/2/1278106296323/hadiyah-masieh-006.jpg

[8] Der angegriffene Henryk M. Broder antwortet zu Patrick Bahners „Die Panikmacher – Die deutsche Angst vor dem Islam“, dem er „mit totalitären Ideen zu flirten“ vorwirft: „Sogar literarische Genies wie Feuchtwanger, Kisch oder Laxness konnten zeitweise dem Charme des Totalitären nicht widerstehen“. WELT-online 21.02.2011. Vor dem Islam Angst zu haben ist eine Tugend

http://www.welt.de/kultur/article12606057/Vor-dem-Islam-Angst-zu-haben-ist-eine-Tugend.html

Der Leisetreter. Monika Maron rezensiert „Die Panikmacher – Die deutsche Angst vor dem Islam“ (Patrick Bahners).

„Und weil Patrick Bahners davon ausgeht, dass der wirklich sittliche Mensch einen Gott braucht, an den er glaubt, verteidigt er das Kopftuch, verharmlost er die Scharia, rückt er die Unterdrückung der Frau in die Nähe freiwilliger Unterwerfung, die immer noch schlimm genug wäre. Vor allem aber enthebt er den Islam jeder Verantwortung für den Terror, die Morde und die Unterdrückung, die in seinem Namen verübt werden, weil für Bahners jede Religion a priori gut ist und selbst die schlechteste noch besser als keine.“

http://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article12648071/Der-Leisetreter.html

[9] Patrick Bahners verteidigt den irgendwie ganz und gar guten Islam – ohne das Wort Scharia auch nur zu erwähnen: Die Religion in den Grenzen des Klassenzimmers, FAZ 12.08.2011.

http://www.faz.net/artikel/C31373/islamischer-bekenntnisunterricht-die-religion-in-den-grenzen-des-klassenzimmers-30483400.html

[10] Das „Deutsche Kalifat“, Muḥammad Aḥmad Rasūl genannt Abū r-Riḍāʾ (Köln 1993).

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/04/01/224/

[11] Yūsuf al-Qaraḍāwī: »»Al-Ḥalāl wal-Ḥarām fil-Islām. Erlaubtes und Verbotenes im Islam« (1960), deutsche Übersetzung von Ahmad von Denffer, bei: SKD Bavaria (München 1989)

http://www.scribd.com/doc/4447099/Erlaubtes-und-Verbotenes-im-Islam-Jusuf-alQaradawi

Demokratie ist nicht ḥalāl!

Verhaltet euch nicht unislamisch, denkt nicht einmal unislamisch! Die kulturelle Moderne mit Gottesfurcht und Wohlverhalten verweigern. In der 50 Jahre alten Schrift »Erlaubtes und Verbotenes im Islam« des Yūsuf al-Qaraḍāwī liest Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/11/28/212/

Priorities of The Islamic Movement in The Coming Phase, by Yusuf al-Qaradawi

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_Priorities/index.htm

The Sunnah: A Source of Civilization. By Prof. Yusuf Al-Qaradawi. Translated by El-Falah

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_SSC/default.htm

The Status of Women in Islam, 1997, by Dr.Yusuf Al Qaradawy, translated by Mohammed Gemeaah

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_WI/default.htm

Diversion and Arts In Islam. From: Return To Islam, by Dr. Yusuf AL-Qaradawi. Translated by Rawah EL-Khatib

http://web.archive.org/web/20050509134432/http://www.returntoislam.com/wiki/index.php/Diversion_and_Arts_In_Islam

[12] Erneuertes Medina: Die islamrevolutionäre Gemeinschaft (ǧamāʿa). There is no Islam without community (jama’ah), and there is no community without leadership (Imarah), and there is no leadership (Imarah) without obedience (ta’ah). … Hold fast to the Muslim community and its leader (Imamahu).

http://jumuahkhutbah.blogspot.com/2010/07/profile-of-believer-resolving-conflict.html

Zum Begriff der sittlich, sexuell und gewaltbezogen in Absonderung und Sonderrecht zu führenden Gemeinschaft (ǧamāʿa) vgl. bei der von Tahir-ul-Qadri geführten, missionarischen Minhaj-ul-Quran-Bewegung:

Those who separate from the community (jama’ah) and work against the leadership (imarah) will have no legitimate argument (hujjah).

aus: Tahir-ul-Qadri: The Islamic State: True Concept and Eradicating Misconceptions (Khilafah)

http://books.google.co.uk/books?id=-pwYGM7SciIC&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false

http://www.scribd.com/doc/29543647/The-Islamic-State-English#

[13] Komm mit, lebe wie Mohammed, mache hiǧra! Auswandern für Allah, hier und jetzt oder mit omar al farsi am 31.10.2009:

Kurz gesagt ist der Grund für die Rechtmäßigkeit der al-Hijrah der, daß der Muslim dazu gerufen wird, die Riten seines Deen zu praktizieren und Allah (Subhanahu wa Ta Ala) anzubeten, wie Er befahl, und darin Stolz zu zeigen, und offen damit umzugehen und offen diese Riten zu praktizieren und sie offen auszurufen, und damit er dazu gerufen wird, sich selbst und seinen Deen vor Verführungen zu beschützen, daher und da al-Hijrah rechtmäßig war, ist es so, wie Scheikh ul Islam Ibn Taymiyyah (rahimahullah Ta Ala) gesagt hat, „Niemand ist sicher vor Schirk außer, indem er geht und anders ist als sein/e Volk/Leute.“

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/24659-Definition-von-Hijra

englischer Originaltext:

the definition of AlHijrah is as Ibnul-Mulaqqin said in the explanation of `AlUmdah‘, „Leaving that which Allaah (`Azza Wa Jall)

http://irgc.net/ebooks/manhaj/Questions%20and%20Answers%20Concerning%20al-Hijrah.pdf

Indiens vier salafistische Madani-Scheiche aus Chennai, Tamil Nadu.

Ibnul Qayyim Islamic Research & Guidance Centre (IRGC) was established in December 1999, with the aim to spread the message of Islaam based on its sources i.e., the Qur’aan and the authentic Sunnah as understood by as-Salaf-us-Saalih; to caution against Shirk and Bid’ah; to create a true brotherhood amongst Muslims; and to remove misconceptions about Islaam and Muslims.

http://irgc.net/content/view/138/94/

Noch zu Ibnul Mulaqqin. Darf eine Frau, die ihre Tage hat, den Koran rezitieren? Top-Salafi Dr. Zakir Naik klärt auf: Die Malikiten sehen es wohl anders, was Allah allerdings noch besser weiß, ansonsten darf die Frau darf, solange sie das Buch nicht direkt berührt:

Allama Ibne Hajr and Allama Ibnul Mulaqqin have rated the hadith as weak in their books At-Talkheesal Habeer, Vol. 1, pg. no. 138, hadith no. 183 & Khulasatul Badrul Muneer, vol. 1, pg. no. 60, hadith no. 170, respectively.

However, if a menstruating woman, or a woman with postpartum impurity, wishes to read the Qur’an, then she may use some sheet or cloth while touching the Qur’an so that her hands do not have direct contact with the Qur’an.

http://www.youtube.com/watch?v=SagmntqN5vY

Der Schariagelehrte Siraj-ud-Din ibn al-Mulaqqin ash-Shafi’i (723-804), nicht zu verwechseln mit dem ungefähren Zeitgenossen und sunnitischen Rechtsschulbegründer Muhammad ibn Idris ash-Shafi’i.

http://attahawi.com/2010/03/13/at-tawdheeh-sharh-of-sahih-al-bukhari-by-siraj-ibn-al-mulaqqin/

Muḥammad ibn Idrīs aš-Šāfiʿī (767-820), Verfasser beispielsweise von Reliance of the Traveller: A Classic Manual of Islamic Sacred Law, ins Englische übersetzt von: Nuh Ha MIM Keller

http://www.amazon.com/dp/0915957728

Al-Maqasid: Imam Nawawi’s Manual of Islam, ein anderes Hauptwerk schafiitischen Rechts (Scharia, Fiqh), ebenfalls übersetzt von Nuh Ha MIM Keller

http://www.amazon.com/Al-Maqasid-Nawawis-Manual-Islam-Nawawi/dp/1590080114/ref=pd_sim_b_3

[14] Opening the way for the Muslim law. The universal Weltanschauung of Dr. Cerić. Von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/12/21/159/

The challenge of a single Muslim authority in Europe. Mustafa Ceric

http://www.springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf

ebendort, radikales religiöses Geflunker. Der brutale Fiqh ist flüssig und flexibel, die schmierige Scharia starr und unantastbar … mögen die Ulama die Machtergreifen, legt der Großmufti aus Sarajevo uns nahe:

Die Scharia ist das ewige Prinzip, auf dessen Basis jede einzelne Generation von Muslimen das Recht und die Pflicht hat, ihre Urteile über Gut und Böse aufzubauen sowie, zeitangepasst und erfahrungsabhängig, das Richtige und das Falsche beim Namen zu nennen. …

Hence, this Islamic covenant, the sharı¯’ah, is perpetual, it is not negotiable and it is not terminable. It is perpetual because it is God’s infinite (azalı¯) word in the past; it is not negotiable because it has a power to enforce obedience; and it is not terminable because it is infinite (abad) into the future. The fiqh (Islamic applied law) is not the sharı¯’ah. Rather, it is a particular understanding of the sharı¯’ah. Thus, the fiqh (understanding) of the shari’ah of a particular person or group is not perpetual, it is negotiable and it is terminable. The sharı¯’ah is the perpetual principle on the basis of which each and every generation of Muslims has the right and the duty to make judgments about good and evil, right and wrong, in the context of its time and space in accordance with its own experience. Hence, the sharı¯’ah is the Muslim’s authority in morals, coupled with the authority in faith, the shaha¯dah.

http://www.springerlink.com/content/40280g3825750494/

Erklärung der Europäischen Muslime, bei: RIJASET. ISLAMSKE ZAJEDNICE U BOSNI I HERCEGOVINI

http://www.rijaset.ba/en/index.php?option=com_content&view=article&id=66

oder, aus Malaysia:

http://www.rferl.org/content/article/1066751.html

[15] Schamane Christian Wulff erblickt die den Völkermord an den Armeniern leugnende, israelfeindliche und zunehmend radikalreligiöse Türkei so: „Ihr Land verbindet ein modernes Staatsverständnis mit einem modernen Islam“, das heutige Kleinasien sei: „Eine Brücke zwischen Orient und Okzident.“

Rolf Kleine am 30.11.2010 für BILD: „erstmals überhaupt standen Soldaten der strikt säkularen türkischen Armee stramm vor einer Frau im islamischen Kopftuch – Hayrünnisa Gül hatte sich bisher aus Rücksicht auf die Armee bei ähnlichen Empfängen im Hintergrund gehalten. Am Dienstag aber ging sie im cremefarbenen Kostüm, grau-grünem Jackett und silbernem Kopftuch gemeinsam mit Bettina Wulff an den Soldaten vorbei: Am Beginn des Wulff-Besuches stand also eine innertürkische Integrationsmaßnahme.“

Nun also haben Allah und die deutsche BILD die Schariavorschriften in die Türkei integriert …

http://www.bild.de/politik/2010/politik/rede-vor-parlament-in-ankara-14353474.bild.html

[16] Two-factor theory of emotion: misattribution study. Donald G. Dutton und Arthur P. Aron spannten eine stabile, breite Brücke und eine wackelnde Seilbrücke über eine wirklich angsterregend tiefe Schlucht. Den Testpersonen gelingt es nicht, die hohe Attraktivität der immer gleichen Komparsin auf die schlingernde Seilbrücke zurückzuführen.

http://en.wikipedia.org/wiki/Two-factor_theory_of_emotion#Misattribution_of_Arousal

[17] Two-Nation Theory (do qaumi nazariya). Der Qaid-e Azam (Größte Führer) und Baba-e-Qaum (Vater der Nation) erklärte am 22.-23.03. 1940, man beachte dass alles andere als zufällige gemeinsame qaumi / Qaum in Theorie und Ehrentitel, Muhammad Ali Jinnah:

to understand the real nature of Islam and Hinduism. They are not religions in the strict sense of the word, but are, in fact, different and distinct social orders … The Hindus and Muslims belong to two different religious philosophies, social customs, litterateurs. They neither intermarry nor interdine together and, indeed, they belong to two different civilizations which are based mainly on conflicting ideas and conceptions. Their aspect on life and of life are different.

http://en.wikipedia.org/wiki/Two-nation_theory#Statements_and_sayings

[18] Misattribution of arousal. Ein wenig erschrecken, ein kleiner Schreck geilt auf. Bestens die Islamisierung befördernd einsetzbar: Sei sexuell einflussreich, verteidige das (eigentlich) Ungünstige, das Logikfeindliche und Undemokratische.

http://en.wikipedia.org/wiki/Misattribution_of_arousal

[19] Der Großmufti positioniert die angekündigte europäische Rechtsspaltung sehr bewusst unmittelbar vor der letzten Forderung, den zu gewährenden Schutz vor „Islamophobie“

f) opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law; g) and the protection of European Muslims from islamophobia, ethnic cleansing, genocide

http://www.rferl.org/content/article/1066751.html

[20] Ja, Bundespräsident und Unsinn muss überhaupt kein Widerspruch sein, Wulff: „Die Türkei hat die große Chance zu zeigen, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus überhaupt kein Widerspruch sein müssen.“

aus: Der Tagesspiegel, 19.10.2010, „Das Christentum gehört zur Türkei“, von: Thomas Seibert

http://www.tagesspiegel.de/politik/das-christentum-gehoert-zur-tuerkei/1961826.html

[21] Das deutsche Kalifat kann kommen, Wulff am Tag der Deutschen Einheit: Gott schütze Deutschland. Rede zum 03. Oktober (Bremen 2010).

http://www.faz.net/artikel/C30190/die-rede-im-wortlaut-christian-wulff-vielfalt-schaetzen-zusammenhalt-foerdern-30310955.html

[22] Art.2. Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia)

http://www.egypt.gov.eg/english/laws/constitution/chp_one/part_one.aspx

[23] Kämpfen für die Durchsetzung der Hakimiyya(t) Allah! Der heilige Krieg ist dabei sehr spirituell und kein „Islamismus“, sondern nichtsäkularisierter (originaler) Islam, ein Nichtdschihadist ist jemand, der mit seiner Religion schlampig umgeht. Ein säkularer Muslim darf sagen:

For jihadists, the resort to terror is not an end of itself, rather it is a means employed in the service of what Sayyid Qutb called a ‘world revolution of jihad’, an idea that aims at establishing an order of Hakimiyyat Allah [God’s rule] as the precondition to remaking the world. The new order will first be established within the world of Islam (i.e. ‘the Islamic state’) and then expanded to become a new world system of governance.

aus: Bassam Tibi: The Totalitarianism of Jihadist Islamism and ist Challenge to Europe and to Islam

in: Totalitarian Movements and Political Religions, Vol. 8, No. 1, 35–54, March 2007

hier eingestellt bei: ikhwanweb, Muslimbruderschaft

http://www.ikhwanweb.com/uploads/lib/B64ZH4WD8GG4452.pdf